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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizingabe bei Katze oder nicht?



syltwind
14.07.2016, 14:33
Hallo liebe Katzenkenner!

Mich beschäftigt gerade folgendes und ich bin hin- und hergerissen, was die Lösung angeht und erhoffe mir hier hilfreiche Tipps.

Eine meiner beiden Katzen hat leicht erhöhte Nierenwerte und soll ein homöopathisches Mittel dagegen nehmen. Dies ist flüssig und wohl auch sowohl geruchs- als auch geschmacksneutral und kann normalerweise gut ins Futter gegeben werden. Normalerweise... Leider ist das bei uns nicht möglich, da die Katze, die nicht diese Medizin erhalten soll, die "verfressenere" ist und immer als erstes an den Näpfen steht. Somit würde sie die Medizin bekommen, aber die "Betroffene" im schlimmstenfall nichts.
Soweit so gut, also habe ich der "Betroffenen" von anfang an die Flüssigkeit mit einer Spritze ins Mäulchen gegeben. Blöd ist nur, dass ihr das so gar nicht gefällt... Nicht nur, dass beide per se schon mal nicht gerne auf den Arm genommen werden, auch die Flüssigkeit oder das Spritzen ins Mäulchen mag sie gar nicht. Aber auch soweit ok, haben wir immer hinbekommen.

Der Knackpunkt ist nur, dass sie inzwischen ab einer gewissen Uhrzeit damit rechnet, dass ich mit der Spritze ankomme und sie ganz verschreckt und in "hab acht-Stellung" ist und mir offenbar misstraut (gewissermaßen zu recht - ich musste sie ja auch öfters mal "hinterrücks" einfangen)... Das ist natürlich nicht schön und ich möchte unser gutes Verhältnis nicht wegen der blöden Medizin weiter auf`s Spiel setzen.

Die Frage ist nun: mache ich lediglich eine Pause von ca. einer Woche, in der Hoffnung, dass sie sich in der Zwischenzeit wieder etwas fängt (mit der Tierarztpraxis so besprochen)? Wobei das Spielchen danach ja wieder losgehen würde... Oder lasse ich die Medizin ganz weg? Dass ihre Nierenwerte leicht erhöht sind, hat sich eh mehr durch Zufall herausgestellt...

Ich bin etwas ratlos und möchte auch nicht verantworten, dass sie schwerwiegendere Probleme mit den Nieren bekommt, weil ich ihr die Medizin nicht mehr gebe. Aber ich möchte auch ebenso wenig, dass sie Angst vor mir hat...

Was tun?

Ratlose Grüße von Syltwind

(Sorry, ist etwas länger geworden...)

sime
14.07.2016, 14:37
Kannst Du ihr nicht die Tropfen unter ihr Lieblingsessen mischen und ihr die paar Happen in einem separaten Zimmer geben, ohne dass die andere Katze das merkt? Oder die andere Katze so lange zurückhalten, bis die Erste den ersten Happen mit Tropfen gegessen hat?

Inaktiver User
14.07.2016, 14:46
Hab acht Stellung hin oder her - mein Kater - leider inzwischen verstorben, hatte Diabetes - 2mal am Tag Spritze und ja er war mehr als in Hab-Acht-Stellung...egal!

Zur das musste sein und fertig!

Geht das nicht in Tablettenform? Die kannst du ihm leichter in den Rachen schmeißen?

syltwind
14.07.2016, 14:52
Ups, so schnell schon Antworten... Danke!

Dein Vorschlag, sime, ist zwar gut, aber leider schwierig umsetzbar. Meine Beiden haben leider nicht so ein Fressverhalten, wie man es von den meisten kennt. Zuerst geht die Nala (oder steht schon parat, wenn ich noch die Näpfe fülle). Dann isst sie erstmal. Die Vivi (die, die die Medizin bekommen soll), kommt dann später - und auch nur, wenn niemand in der Küche ist (dann isst sie komischerweise nicht und geht wieder raus - war aber immer schon so), nimmt dann ggf. auch ein paar Häppchen und geht dann wieder. Inzwischen kommt evtl. Nala wieder und nimmt erneut ein paar Häppchen. Vivi weniger, sie isst nicht sooo viel oder macht längere Pausen oder es schmeckt nicht oder was weiß ich... Deshalb ist das schwierig...

In Tablettenform kann ich dieses Mittel zwar auch bekommen, aber das ändert ja nichts daran, dass Vivi auf den Arm genommen (oder sonst irgendwie festgehalten wird), damit man die Tablette in die Katze bekommt. Und das Mißtrauen bleibt dann also bzw. das Vorgehen ist ja quasi dasgleiche...

Wenn sie jetzt eine fortgeschrittene oder schwerwiegende Erkrankung hätte, wäre es für mich auch keine Überlegung, ob ich ihr die Medizin gebe, dann wäre es klar. Aber da es ja überwiegen präventiv ist...

Ich möchte aber auch nicht, dass sie gar nicht mehr zu mir kommt oder schon vor mir wegläuft...

ereS
14.07.2016, 15:00
napf vollmachen
auf den boden setzen
katze fest zwischen die beine klemmen
kopf richtung napf
maul auf ganz nach hinten, seitlich neben den zaehnen reinspritzen sofort fressen lassen

funktioniert, auch wenn die katze danach keine laune mehr auf dich hat :freches grinsen:

auf dem arm geht sowas nie gut

syltwind
14.07.2016, 15:02
@ereS: das klingt ja kompliziert??? Und das funktioniert? Hast du da Erfahrungen mit?
Dass sie nach dieser Aktion nicht nur nichts mehr mit mir zu tun haben will, ok. Aber ich glaube, sie frisst dann auch erstmal nix mehr, da sie den Fressnapf mit der Medizingabe verbindet. Und sie essen eh beide eher dürftig...

Und wieso geht das auf dem Arm nicht?

ereS
14.07.2016, 15:10
@ereS: das klingt ja kompliziert??? Und das funktioniert? Hast du da Erfahrungen mit?
Dass sie nach dieser Aktion nicht nur nichts mehr mit mir zu tun haben will, ok. Aber ich glaube, sie frisst dann auch erstmal nix mehr, da sie den Fressnapf mit der Medizingabe verbindet. Und sie essen eh beide eher dürftig...

Und wieso geht das auf dem Arm nicht?

wenn du die katze zwischen die beine klemmst kann sie weder entwischen, noch dich kratzen
wenn die hunger hat, frisst die danach auch

und katzen vergessen sowas auch schnell
spaetestens wenn sie keine medikamente mehr braucht wird sie auch wieder unbeschwert fressen
ist doch nicht kompliziert, du mußt es dir nur mal vorstellen :freches grinsen:
und ja zigfach ausprobiert, ich hatte 30 jahre lang katzen :zwinker:

Horus
14.07.2016, 15:12
2 Näpfe vorbereiten, nur medikamentenfreien Napf runterstellen, Nala fressen lassen.
Wenn Nala weggeht, sie in ein anderes Zimmer sperren, in dem Vivi nicht ist, Nalas Napf wegnehmen und Vivis Napf runtersetzen, rausgehen, Vivi fressen lassen. Wenn Vivi aufhört zu fressen, Vivi-Napf wieder wegnehmen, damit Nala nicht rankann, Nala frei lassen.

Mehrmals wiederholen.

syltwind
14.07.2016, 15:31
@ereS: Na, Kratzen und beißen tut sich mich so auch nicht, sie wehrt sich nur (mal mehr und mal weniger) und faucht. Was ja ganz praktisch ist, weil dann das Mäulchen offen ist.. :freches grinsen:

@horus:
Das werde ich mal versuchen... Bin noch skeptisch, ob das so funktioniert (ich kenne ja deren Essverhalten), aber einen Versuch ist es wert...

Aber offenbar sind sich alle einig, dass die Gabe dieses homöopathischen Mittels zur Vorbeugung auf jeden Fall der Angst der Katze bei meinem Auftauchen und ihr Mißtrauen und damit einhergehendes Aus-dem-Weg-gehen vorzuziehen ist???

Horus
14.07.2016, 15:41
Wenn du so direkt fragst ... ich bin der Meinung, dass es schnuppe ist, ob sie das homöopathische Mittel nimmt oder nicht, weil ich von der Nicht-Wirkung von homöopathischen Mitteln überzeugt bin (abgesehen vom wichtigen und nachgewiesenen Placebo-Effekt).
Aber DIR ist das Mittel wichtig, DU bist von der Wirkung überzeugt, und diese Sicherheit überträgt sich auch auf die Katze. So wirkt Placebo (wie gesagt: es ist nachgewiesen, dass Placebo wirkt, und zwar auch indirekt bei Tieren)

Bist du sicher, dass es wirklich homöopathisch ist oder nicht doch pflanzlich? Ist bei weitem nicht das Gleiche - in zweiterem sind Wirkstoffe drin.

syltwind
14.07.2016, 15:49
Naja, mir selbst wäre es fast lieber, ihr das Zeug nicht zu geben und dafür unser "altes, gutes Verhältnis" zurück zu bekommen. Deshalb bin ich ja so verunsichert, ob es wirklich nötig ist...

Die nette Dame bei meinem Tierarzt sagte, dass Mittel sei homöopathisch, muss ich mal recherchieren, wenn ich den Namen dazu zur Hand habe.

Ich bin nicht sicher, inwieweit ich an Placebo-Effekte glaube. Mir ist es nur wichtig, ob die Miez das Zeug nehmen muss und dadurch gesund bleibt und vielleicht länger lebt oder ob es nicht soooo nötig ist, weil es unter anderen Umständen noch gar nicht bekannt wäre, dass ihre Nierenwerte leicht (!) erhöht sind und ich sowohl ihr als auch mir dieses abendliche Prozedere ersparen kann...

Horus
14.07.2016, 16:14
Recherchier das mal mit dem Namen des Mittels. Oft wird "homöopathisch" gesagt, wenn eigentlich "pflanzlich" gemeint ist, dabei hat das Eine gar nichts mit dem Anderen zu tun. Aber "homöopathisch" klingt in vielen Ohren besser und Ärzte / Arzthelferinnen passen sich da ein Stück weit dem an, was der Patient (oder die Betreuungsperson des Patienten) hören will. Auch das ist (wirkungsvoller) Placebo...

Ich hab ein paar Tierärzte und -innen im Freundeskreis. Die sagen mit viel Praxiserfahrung im Hintergrund einhellig, der Tierhalter sei oft der grössere Patient als das Tier und deshalb müsse das Medikament oft vor allem auf den Tierhalter wirken. :freches grinsen:

sime
14.07.2016, 16:15
2 Näpfe vorbereiten, nur medikamentenfreien Napf runterstellen, Nala fressen lassen.
Wenn Nala weggeht, sie in ein anderes Zimmer sperren, in dem Vivi nicht ist, Nalas Napf wegnehmen und Vivis Napf runtersetzen, rausgehen, Vivi fressen lassen. Wenn Vivi aufhört zu fressen, Vivi-Napf wieder wegnehmen, damit Nala nicht rankann, Nala frei lassen.

Mehrmals wiederholen.

:freches grinsen:

Inaktiver User
14.07.2016, 16:24
Ich würd mir die Tropfen einfach in die Handfläche tun, bisschen Sprühsahne oder Joghurt drauf und die Katze abschlecken lassen.

syltwind
14.07.2016, 16:25
Also, ich habe mal gegoogelt und bin jetzt nicht (mehr) ganz sicher, ob das Mittel homöopathisch ist. Die Angaben sind unterschiedlich... Das Zeug heißt "plantavet renes/viscum comp. plv" und ist für Pferde, Katzen und Hunde. Allerdings klingt es so, als ob es mehr bei einer schwereren Niereninsuffizienz zu verabreichen sei...

Jetzt bin ich auch nicht schlauer als vorher...

syltwind
14.07.2016, 16:27
Das ist eine gute Idee, Wolkentier. Wenn sie das dann abschleckt... (Meine Beiden sind gar nicht mal so verwöhnt, essen aber noch lange nicht alles - und schon gar nichts, was der Mensch als "Leckerei" für sie vorsieht... *grmpf*)

Aber das werde ich versuchen... Wenn es wirklich geschmacks- und geruchsneutral ist, dürfte es ja daran zumindest nicht scheitern...

Horus
14.07.2016, 16:30
Ich würd mir die Tropfen einfach in die Handfläche tun, bisschen Sprühsahne oder Joghurt drauf und die Katze abschlecken lassen.

Jep, das funktioniert bei manchen Tieren sehr gut.
Vor allem, wenn sie beobachten, dass das Personal ( = der zugehörende Mensch) vorher ebenfalls genüsslich daran geschleckt hat (oder zumindest so getan hat ...) :freches grinsen:

Inaktiver User
14.07.2016, 16:32
Wenn' s mit Sahne nicht hinhaut, nimm Leberwurst... das ist noch besser :freches grinsen:

syltwind
14.07.2016, 16:33
Du wirst lachen, das essen sie nicht!!!
Das wäre ja von Anfang an einfach gewesen, wenn sie solche Dinge mögen würde...

Horus
14.07.2016, 16:35
Klingt übrigens tatsächlich nach einem homöopathischen Mittel, was ich da so lese.
Andere Möglichkeit: Ins Trinkwasser?

syltwind
14.07.2016, 16:40
Hatte ich anfangs auch überlegt. Aber Nala geht ja auch an die Trinknäpfe (wenn auch bei weitem nicht so häufig soweit ich das mitbekomme...) Müsste klären, ob es nicht "schädlich" ist, wenn sie auch davon etwas abbekommt, was natürlich auch ggf. die Dosis für Vivi verkleinert...

Mensch, wie blöd und kompliziert...

Horus
14.07.2016, 16:45
Katzen SIND kompliziert. :fg engel:

Aber deine irgendwie ganz besonders...
Nochmals: ICH PERSÖNLICH bin ziemlich sicher, dass es keinen Unterschied macht, ob Vivi das Medikament nimmt oder nicht und ob Nala auch was davon abbekommt oder nicht. Aber warte mal, bis sich vielleicht Katelbach hier noch äussert.

syltwind
14.07.2016, 16:52
Ja, Horus, da muss ich dir leider recht geben. Wobei meine eigentlich nur beim Essen kompliziert sind! :zwinker:

Nachdem ich jetzt nochmals recherchiert habe, bin ich auch nicht mehr so überzeugt davon, Vivi jeden Abend dieses Mittel zu geben. Vielleicht reicht einmal die Woche...
Ich hoffe auch darauf, dass sich Katelbach mit ihren Erfahrungen hierdazu äußert...

Aber erstmal schon ein Danke an alle!!! :blume:

Inaktiver User
14.07.2016, 16:55
Geh doch einfach zu einem vernünftigen Tierarzt. Wenn das Tier krank ist, braucht es echte Medikamente.
Das Hokuspokusmittelchen hilft nur der Portokasse des Tierarztes und Apothekers.

syltwind
14.07.2016, 17:00
Naja, bisher wurde meinen Katzen (auch vorherigen) in dieser Praxis immer gut geholfen und ich fühl(t)e mich dort immer aufgehoben. Es gibt also eigentlich erstmal keinen Grund, misstrauisch zu werden...

Aber vielleicht schadet eine zweite Meinung auch nicht...

sime
14.07.2016, 17:10
Kaffeesahne haben meine geliebt...einen Löffel schlecken lassen? Oder Katzenmalzpaste?

syltwind
14.07.2016, 18:08
Katzenmalzpaste? Pah... Kann ich alleine essen, egal welche Sorte/Firma. Katzenmilch genauso... Hin und wieder wurde mal probiert, wenn ich Eis hatte und noch (dann geschmolzene) Reste im Schüsselchen waren. Auch andere Dinge, wo sich andere Miezen die Pfötchen nach schlecken - igitt, das mögen wir nicht.

Habe sie beide aus dem Tierheim als sie schon älter waren. Wer weiß, wie sie "ernährungstechnisch" groß geworden sind.... Sie mögen auch kein hochwertigeres Katzenfutter, am liebsten den günstigeren Kram.,, diesbezüglich sind sie schon komisch...

Probiere aber jetzt mal Kaffeesahne,,,

Nachtrag: Kaffeesahne wurde ein klitzekleines bisschen geschleckt (ca. ein Viertel des Inhalts...). Ist Kaffeesahne aber überhaupt gut? Man sag doch Milch o. ä. ist nicht gut für Katzen...

katelbach
14.07.2016, 19:56
Ja, katelbach äußert sich, :ahoi: @ Horus

Erhöhte Nierenwerte sollten immer behandelt werden, syltwind.
Mach Dich mal zum Thema CNI (chronische Niereninsuffizienz) schlau. Das ist eine der häufigsten Todesursache bei Katzen.
Man kann sie nicht heilen, aber durch frühzeitige Behandlung kann man das Fortschreiten verzögern.
Man sollte die Phosphataufnahme reduzieren, entweder durch Phosphatbinder oder durch spezielle Diätfutter.

Die CNI wird in Stufen eingeteilt, eine Behandlung sollte man auch bei klinisch unauffälligen Katzen beginnen.

Es gibt Studien, denen zufolge eine - naja - nicht ganz schulmedizinische Behandlung mit Solidago, Ubichinon, Coenzymen (SUC) das Fortschreiten verzögert und im Frühstadium auch die Nierenfunktion wieder verbessern soll. Über die Qualität der Studien kann ich nichts sagen.
Meinen alten Hund, der ab ca. 14 von Labor her auffällig, aber klinisch unauffällig war, tatsächlich mit einem homöopathischen Mittel behandelt und Harnstoff und Kreatinin gingen ein bisschen runter. Vor allem der typische Geruch aus dem Maul verbesserte sich.

Aber auch da weiß ich nicht, ob es die Globuli waren oder ein glücklicher Zufall.
Grundsätzlich bin ich Schulmedizinerin.

Meine Meinung: Die Katze gehört therapiert, auch wenn sie sauer ist. Und zwar so früh wie möglich.

Ich hatte als Studentin einen nicht behandelbaren, hochaggressiven (bei Behandlungsversuchen) Kater. Er hatte eine CNI. Erst als es ihm sehr schlecht ging, konnten wir ihn einfangen und ihm in Narkose (!) Blut abnehmen. Infusionsbehandlung oder so war nicht drin.

syltwind
14.07.2016, 21:19
Hallo Katelbach!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Daraus schließe ich, dass ich die Medizin auf jeden Fall weiterhin gebe, richtig?
Ist es dann sinnvoll, solch ein Mittel statt "richtiger" Medizin zu verabreichend?
Und, wenn ich noch fragen darf, muss ich in absehbarer Zeit mit dem schlimmsten rechnen?

Das mit dem Geruch aus dem Mäulchen ist interessant. Sie riecht ehrlich gesagt fürchterlich, und das, obwohl wir erst kürzlich den Zahnstein entfernen ließen undcsogsr zwei Zähnchen gezogen wurden...

katelbach
14.07.2016, 21:39
Wenn die Katze aus dem Maul nach Pissoir riecht, ist das ein Zeichen dafür, dass der Körper die anfallenden harnpflichtigen Substanzen nicht mehr ausreichend über die Nieren ausscheiden kann, sondern versucht, sie über die Schleimhäute loszuwerden (das führt langfristig auch zur Entzündung der Magenschleimhaut).

Ich tendiere an sich immer zu "richtigen" Medikamenten, insbesondere dann, wenn die Gefahr einer Progression gegeben ist und die Erkrankung schnell lebensbedrohlich werden kann.

Wie sehen die Nierenwerte aus? Trinkt die Katze viel? hat sie weniger Appetit? Erbricht sie?


Müsste klären, ob es nicht "schädlich" ist, wenn sie auch davon etwas abbekommt [...]


Wenn das Mittel homöopathisch ist, dann schadet es nicht. Ist ja kein Wirkstoff drin. :smile:

syltwind
14.07.2016, 22:00
Ne, so schlimm ist es zum Glück nicht, eher wie "normaler" Mundgeruch... Allerdings auch nicht schön...

Ja, sie trinkt recht viel. Essen tun beide immer schon schlecht, daran kann ich es nicht festmachen.

Ok, ich gebe also das Mittel weiterhin, auch wenn es nicht wirklich nützt (da kein Wirkstoff drin ist)? Dann werde ich aber wohl nochmals diesbezüglich zum TA gehen und vielleicht besser mal eine "richtige" Medizin zur Prävention verschreiben lassen (nach Untersuchung natürlich)... Und werde überlegen, wie ich es am besten in die Miez reinbekomme, ohne dass ich ständig der Buhmann bin...

Bin ganz verwirrt... Aber ganz lieben Dank für die Information, Katelbach!!!

katelbach
14.07.2016, 22:49
Vielleicht ist Spritzen leichter? Manche Tierärzte zeigen es, so dass man es selbst machen kann, z. B. beim Diabetiker, aber auch bei Nierenpatienten.
Von SUC sind manche Kollegen angetan, ich kann nicht viel dazu sagen. Kannst ja mal googlen: Suchworte "SUC CNI Katze". Ist von Heel.

Und plötzlich viel trinken ist bei Katzen immer verdächtig für Nierenprobleme.

syltwind
15.07.2016, 09:14
Moin!

Ich glaube, Spritzen ist nicht leichter. Der Punkt bzw. die Ausgangsfrage war ja, ob ich ihr das Mittel - in welcher Art und Weise auch immer - weiterhin verabreiche oder ob ich es lasse, weil sie mittlerweile recht ängstlich vor mir ist. Und in diesem Punkt dürfte es egal sein, ob ich ihr etwas Flüssiges, eine Tablette oder Spritze gebe...

Mache mich jetzt aber mal schlau wegen Nierenerkrankungen, ggf. anderer Medizin und dem von dir, Katelbach, genannten Suchbegriffen. Vielen Dank!

Kantorka
16.07.2016, 10:26
Das Mittel von PlantaVet, das Du bekommen hast, ist wirklich gut und nur über Tierärzte bzw Apotheken mit Rezept vom TA erhältlich.
Ergänzend kann man SUC auch noch geben und über die Ernährung solltest Du Dich informieren, wie katelbach erklärt hat.

Meine Katze ist auch sehr misstrauisch, was jegliche Form von Medikamentengabe angeht und ich habe sie nun überzeugt, Flüssiges von einem Löffel zu schlecken, den ich vorher in ihre Lieblingsmahlzeit getaucht habe.
So nimmt sie das Mittel freiwillig zu sich und merkt gar nicht, dass sie therapiert wird. :smile:
Viel stressfreier als Tablettengabe oder die Flüssigkeit mit einer Spritze ins Schnütchen zu spritzen... von subkutan mal ganz zu schweigen.