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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)



Pucki1
09.07.2016, 20:11
Hallo ihr Lieben,
unser neuer Hausherr ist jetzt bald zwölf Wochen alt und seit fast drei Wochen bei uns .
(Ich weiß es war etwas zu früh mit der Trennung, aber die Zustände in denen er war....)
Im Moment bin ich den ganzen Tag Zuhause, er soll Freigänger werden, deswegen keine zweite Katze.
Meine Frage: kann ich ihn mal kurz alleine lassen? Wenn ich zum einkaufen fahre oder ähnliches? Mein Partner sieht das etwas "entspannter " als ich, ich hab halt Angst was falsch zu machen...
Wie sind eure Erfahrungen?
LG Pucki

cajale
09.07.2016, 20:31
Hallo,
natürlich kannst du den kleinen King Lui auch mal alleine lassen, solltest du auch. Denn es kann ja auch mal was unvorhergesehenes passieren, wo man von jetzt auf gleich mehrere Stunden nicht zuhause ist (zb dein entspannter Partner verletzt sich und du bringst ihn zum Arzt), daher würde ich das alleine lassen "üben". Klar ist man als Neumutti erst mal besorgt, aber da muss man dann durch... Ich hab die ersten paar Male nur das Haus verlassen, zb den Müll ganz langsam zur Mülltonne bringen und dann durchs Fenster schielen, was der Neuzugang so macht. Und diese Zeiten dann langsam erhöhen. Denn wenn er größer ist, soll er ja auch mal länger alleine bleiben. Ich hatte mir meinen Kater damals am Anfang meines 1,5 wöchigen Urlaubes geholt. Und bin dann die ersten Tage mittags nach hause gefahren um zu gucken, ob er was angestellt hat. pf.. der hat mich nur aus großen Augen angeguckt, eher so "du schon wieder, war so ruhig hier". Würde also sagen, das man die Vierbeiner leicht vermenschlicht.. Also auch wenn es hart ist: üben!
liebe Grüße und viel Spass mit deinem neuen Herren und Gebieter!
P.S. eine sehr schnelle und korrekte Einschätzung der Lage.. sie haben tatsächlich das Sagen..

Inaktiver User
09.07.2016, 20:58
Er kann, er braucht dich nur nur zum Dose öffnen und kuscheln wenn er das will.

Mach dir nicht zu viele Gedanken!

Viel spaß mit dem neuen Pascha in deinem Leben!

Pucki1
09.07.2016, 21:29
Oh Mann....
Ich hoffe es kommen noch ein paar Kommentare in demselben Tenor 😉
Wenn man so was googelt bekommt man beim lesen,egal wo, ein permanent schlechtes Gewissen ...
Wenn in verschiedenen Katzenforen die Dosenöffner es auch nur wagen eine Frage in diese Richtung zu stellen werden sie sofort virtuell geteert und gefedert....unglaublich..
Vor allem wenn jemand nur EINE Katze hat anstatt zwei...sofort virtuelle Steinigung....
Bin gerade seeeehr erleichtert über eure Antworten!!!! 😃

Maccaroni
09.07.2016, 22:44
Klar kannst Du das Katerchen alleine lassen.

Meine erste Katze wollte das am Anfang so. Ich habe sie praktisch als Notfall aufgenommen, ich hatte keine Ahnung von Katzen und die Katze hatte Angst vor mir. Sie hat sich im Stall versteckt. Morgens bin ich mit kaffee und Frühstück in den Stall und habe dort gefrühstückt um ihr Gesellschaft zu leisten und mit ihr zu reden:zwinker: Danach musste ich zur Arbeit. Die halbe Stunde am Morgen hat gereicht um ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie ist hinterher eine kuschelige Freigängerkatze geworden.

Katzenforum: da treiben sich auch viele mit extremen Meinungen herum. Vor zwei Jahren hatte ich eine Streunerkatze aufgenommen, die sich als tragend herausstellte. In einem Katzenforum hatte ich um Rat gefragt, wie das mit Katzenjungen und meinen anderen Katzen klappen könnte - ich habe dazu keinen Rat bekommen, nur den Hinweis, dass ich sofort zum Tierarzt müsse und die Katze "ausräumen" lassen und wenn mein Tierarzt das nicht macht, solange rumfragen, bis man einen findet, der das macht:ooooh: Das fand ich auch nicht so doll und war ziemlich verunsichert. Zum Glück hat meine Tierärztin das nicht so gesehen. Die Katze ist dann nach dem "abstillen" kastriert worden und die Kinder haben alle ein gutes Zuhause gefunden.

Inaktiver User
09.07.2016, 22:53
Klar, wird er es überleben,wenn du einkaufen willst .... wirst auch gleich merken, wie er sich freut, wenn du wieder kommst- aber nur, wenn nicht vorher schon ein anderer kam ...... :unterwerf:

So sind sie eben, ach ja, ich liebe meine Katze, vermisse aber auch meine Hunde ........ viel Freude mit dem Kleenen.

Aber: Nicht zu früh rauslassen! Insbesondere beim Kater ... aber ich hab ein Mädchen, musste die auch schon mit der Feuerwehr nach 3 Tagen aus dem Wald retten lassen ... heute hat sie Burtzeltag - 9 Jahre - bin ich froh, sie ist so ruhig und relaxt geworden .......viel Spaß mit dem Kleenen ... die sind soooooo toll ...

chincat
10.07.2016, 01:18
Klar sind die toll, ich hab 3 von der Sorte. Und die haben einen super im Griff. Aber man soll sich nicht jeck machen. Die schaffen mehr, als wir uns vorstellen können. Geh mal einkaufen und bring Leckerchen mit. Das wird schon. Lass dich nicht erpressen ;-))

Pucki1
10.07.2016, 07:45
@Vienna

Rauslassen tu ich ihn erst wenn er kastriert ist. Er steht jetzt schon oft an der Terassentür und schaut sehnsüchtig raus...;-)

@Maccaroni

Ja, das Tierarzt bashing ist auch Usus im Netz... Wenn man manche Äußerungen liest dann entsteht der Eindruck dass die alle eh keine Ahnung haben, nur abzocken wollen und von der Haltung von Haustieren eh nix verstehen, da sie ja nur die körperlichen Aspekte behandeln...und wenn nicht das gemacht wird was man will sind sie sowieso das allerletzte. ..

Nachdem ich mich über ein paar Dinge informieren wollte blieb das Gefühl zurück dass ich eigentlich ein Tierquäler bin... 🤔

Der einhellige Tenor ist dass eine kleine Katze ein Baby ist, auch so fühlt, traumatisiert ist durch die Trennung von der Mutter und Geschwistern, niemals allein bleiben darf, immer und permanent bespasst und bespielt werden muss, die Wohnung ein Herd von Möglichkeiten darstellt dass ein Kitten ums Leben kommt, und man selbst sowieso der Katze nicht geben kann was sie braucht weil man ja keine Katze ist...

Dazu kommt bei mir persönlich dazu dass ich eh sehr zum bemuttern neige und auch gut bin im mir selbst Schuldgefühle machen....

Deswegen tun mir eure Antworten gerade sehr gut!!!
Danke dafür 🌷

Inaktiver User
10.07.2016, 08:35
Klar, wird er es überleben,wenn du einkaufen willst .... wirst auch gleich merken, wie er sich freut, wenn du wieder kommst- .

Oder die theatralische Variante: "Ich war alleine, ich habe die gaaaaaanze Zeit hier gewartet, woooo warst DUUUUUU???" direkt an der Haustür .... allerdings wenig glaubwürdig, wenn man feststellt, dass die Kuhle im Bett noch warm ist ... :freches grinsen:

Ehrlich, lass den Fürsten ruhig ein bisschen alleine, das schadet ihm gar nichts. Wahrscheinlich fällt es ihm nicht mal auf, dass Du weg warst, bis Du wiederkommst. Dann, siehe oben. :smirksmile:

skirbifax
10.07.2016, 12:19
Geh mal einkaufen und bring Leckerchen mit. Das wird schon. Lass dich nicht erpressen ;-))

Wie funktioniert das? Ich habe auch drei und wenn ich vom Einkaufen komme, ist in der Küche Halligalli. Ich muss ja für sie eingekauft haben. :freches grinsen: Nein, diesmal nichts und es gibt nur schnödes Dosenfutter? Nicht dein Ernst! :beleidigt: :katze:


Nachdem ich mich über ein paar Dinge informieren wollte blieb das Gefühl zurück dass ich eigentlich ein Tierquäler bin... 樂

Der einhellige Tenor ist dass eine kleine Katze ein Baby ist, auch so fühlt, traumatisiert ist durch die Trennung von der Mutter und Geschwistern, niemals allein bleiben darf, immer und permanent bespasst und bespielt werden muss, die Wohnung ein Herd von Möglichkeiten darstellt dass ein Kitten ums Leben kommt, und man selbst sowieso der Katze nicht geben kann was sie braucht weil man ja keine Katze ist...

Wenn sie ganz klein sind, drängt sich mir auch der Vergleich zu Babys auf. Sie machen viel Arbeit, brauchen viel Zuspruch und so schnell kann man gar nicht gucken, da machen sie schon wieder Blösinn. Nur werden diese "Babys" ganz schnell groß, selbstständig und auch von der Katzenmutter werden sie auch keinesfalls 24 Stunden rund um die Uhr bemuttert und bespaßt.

Es kommt sicher auch immer darauf an, wie ängstlich man selbst ist. Dass Tüten nicht rumliegen dürfen und dass Bänder und gekippte Fenster für Katzen (nicht nur die kleinen) lebensgefährlich sein können, ist ja nun bekannt. Alles andere kann man in meinen Augen übertreiben.

Ich erinnere mich noch gut, wie eine unserer Katzen (ca. 9 bis 12 Monate alt) mal den Fahrstuhl beim Baumklettern genommen hat. Irgendwie ist er abgerutscht und dann bestimmt 5 bis 6 m am Stamm runtergeruscht. War ein Bild für Götter, er hat sich nichts getan, hat erst einmal ein bisschen dumm geguckt - um dann wieder auf diesen Baum zu klettern. Nur so wird Mensch und Katze fürs Leben fit. Aufstehen, weitermachen.

Inaktiver User
10.07.2016, 12:35
Na klar kannst Du ihn alleine lassen. Wenn ihm langweilig wird, fällt ihm sicher was Lustiges ein. :lachen:

Und um Dir doch noch ein bisschen das vertraute Gefühl eines Katzenforums zu geben: Auch bei einer Freigängerkatze spricht nichts gegen eine Zweitkatze. Ich bin - das muss ich erklärend hinzufügen - ein ausgesprochener Befürworter von Zweitkatzen.

Viel Freude mit dem neuen Herr und Gebieter in Deinem Leben. :smile:

Maccaroni
11.07.2016, 07:33
Natürlich ist eine zweite Katze optimal.

Zum Thema Alleine lassen: ich hatte vor zwei Jahren Katzenbabies:

Zu meinem großen Erstaunen hat die Katzenmutter ihre Babies ab der zweiten Woche schon mal eine zeitlang allein gelassen, kam aber sofort angeflitzt, wenn ein Ton aus der Kiste kam oder wir zulange uns an der Kiste zu schaffen gemacht haben:smirksmile:.
Als die Kinder 4 Wochen alt waren, musste die Katzenmutter notfallmäßig in die Tierklinik, die Kinder hatten schon angefangen, selber zu fressen, ich war erstaunt, wie problemlos das ging. Sie haben nicht nach ihrer Mama gejammert, sich aber riesig gefreut, als sie zwei Tage später wieder da war:lachen:
Das erste Katzenkind ist bereits mit 8 Wochen in seine neue Familie gekommen: eine Familie weiter weg hatte ihn sich ausgesucht, ich hatte in der Gegend zu tun und hatte ihn mitgenommen. Meine Tierärztin hatte das befürwortet. Da war ich erstaunt, dass die Katzenmutter ihn nicht vermisst hat:ooooh: In der neuen Familie, katzenerfahren und mit zwei weiteren Katzen, gab es keine Probleme, ich hatte noch fast ein Jahr lang Mailkontakt.

Lscp
11.07.2016, 09:44
Und hier auch noch ein "Lass ihn ruhig schon mal alleine" von einer weiteren Dosenöffnerin :smirksmile:.
Vor allem, wenn Du nur mal eben zum Einkaufen fährst, sollte das kein Problem sein.

Ich habe selbst noch kein Kitten gehabt, aber eine Bekannte ist im Katzenschutz tätig, die hat schon mehrere Würfe mit und ohne Mama bei sich gehabt und saß auch da nicht permanent am Körbchen. Allerdings hatte sie ein Katzenzimmer, da war dann die Tür zu und im Zimmer nix Gefährliches, wo die Kleines hätten runterfallen oder sich strangulieren können.

Pucki1
11.07.2016, 10:47
Na dann danke ich euch hier schon mal und arbeite an etwas mehr Gelassenheit 😉

Viera
14.07.2016, 13:52
Ganz entspannt bleiben!

Diese deutsche Tierforen sind in meinen Augen oft ziemlich radikal. Ich finde das gruselig, vor allem, wie alle wirklich in Grund und Boden fertig gemacht werden, die anders denken oder gar andere Erfahrungen gemacht haben. Die müssen alle lügen und sind per se Tierquäler.
Bleib da besser draußen, wenn du eh dazu neigst, ein bisschen zu sehr zu glucken.

Ich bin relativ aktiv in einer amerikanisch-kanadischen Tierschutz-Community, die haben da teilweise sehr viel entspanntere Ansichten. Da fragt man sich dann doch, warum die deutschen Communities meinen, dass alle "Andersdenkenden" am besten auf dem Scheiterhaufen verbrannt gehören.

(Und damit will ich nicht sagen, dass ich bei den dortigen Ansichten nicht auch ab und zu mal die Augen verdrehe :zwinker: Die tendieren nämlich zum Beispiel dazu, sich ganz ausgeprägt als Eltern ihrer sehr vermenschlichten Tiere zu sehen, bei jedem querliegenden Pups in die Tierklinik zu rennen und dort ist Freigang quasi Tierquälerei und absolut zu verurteilen.)

Dort habe ich zum Beispiel gelernt (quasi hautnah an mehreren Beispielen), dass ein junges Tier auch mit einem älteren ganz problemlos vergesellschaftet werden kann, und beide enorm davon profitieren. In deutschen Foren wird man dafür oft gelyncht, das würde ja für beide nur Leid verursachen, die könnten ja nichts miteinander anfangen, man müsse IMMER zwei Katzen ungefähr gleichen Alters nehmen, egal wieviele man schon hat...

Ab davon: Denk doch einfach nochmal gut drüber nach, ob du dir nicht doch noch ein zweites Kitten dazuholen willst.
Vor allem, weil die beiden sich dann wunderbar auch miteinander beschäftigen können. Grade und vor allem dann, wenn du mal wegmusst. Die beiden haben Gesellschaft, und du hättest kein schlechtes Gewissen, dass du das "Baby" alleinelassen musst. Zudem machen erfahrungsgemäß zwei Kitten weniger Stress als eins, weil die ihre Flausen oft aneinander auslassen, und nicht am Menschen oder der Einrichtung :lachen:
Wenn du gute Günde hattest, nur eins zu nehmen, dann ignorier den letzten Absatz einfach, dann hast du ja schon drüber nachgedacht.

Pucki1
15.07.2016, 07:23
@Viera
Danke für deine Worte;-)

Ja, es ist wirklich erschreckend was man da so zu lesen bekommt...

Vor einigen Tagen bemerkte ich dass er in unser Bett ans Fussende gepieselt hatte😣

Ich hatte schon ein paar Tage den Verdacht, geruchstechnisch hatte sich was verändert im Schlafzimmer... 🙄
Hatte aber nichts gefunden, war der Meinung er hätte auf den Teppich gemacht...

Also alles abgezogen, (zum Glück haben wir Matratzenschoner) Enzymreiniger drauf, den ganzen Vormittag gewaschen. ..

Und dann bin ich ins Netz um mich zu informieren 😮...aber ich hätte es ja wissen müssen...😉

Bei dem Thema geht ja richtig die Post ab, Zitate wie :" Du Schwein hast es nicht anders verdient wenn du eine Katze alleine hast, sie sollte dir noch täglich ins Bett ka...n!!"
waren noch harmlos ...

Aber wenn man mal weiter schaut dann passiert das seltsamerweise auch mit zwei Katzen...Von denen es evtl. nur eine macht...komisch,ne?

Aber auch da ist die Lösung für die meisten ganz einfach, es ist einfach immer!! der Katzenbesitzer schuld....
Er/ sie hat immer irgendetwas gemacht das Missfallen beim Stubentiger ausgelöst hat und das arme Tier weiß sich ja nicht anders zu helfen...
Und er/sie soll Buße tun und sich am besten noch stündlich mit einer neunschwänzigen Katze selbst geißeln...

Mann oh mann...

Übrigens habe ich vor der Schlafzimmer Tür ein kleines Katzenklo aufgestellt...
und siehe da....😄
Der Weg ins Bad ist , wenn's pressiert, doch wohl noch etwas zu weit...😉

Maccaroni
15.07.2016, 08:36
Oh je :in den arm nehmen:

Ich habe vier Katzen, gebe mir größte Mühe mit ihnen, spiele mit ihnen, einer von uns ist fast immer zu Hause,mein Mann ist berentet, wir haben einen Katzengarten gebaut, sie haben einen riesigen Dachboden zusätzlich zur Wohnung, 5 Katzenklos, die regelmäßig 2x täglich gereinigt werden - und trotzdem haben wir ab und zu, dass einer von den vieren irgendwo hinpinkelt.

Dein Katzenkind ist doch noch jung, vielleicht hat er entweder den Weg nicht geschafft oder sich beim Spielen vergessen? Das habe ich bei den Katzenbabies beobachtet: die haben zusammen auf dem Sofa gerauft und dabei kleine Pfützen hinterlassen.

Myrthenöl kann man dem Wischwasser zusetzen, das neutralisiert den Geruch.

Aktuell hat mir neulich jemand auf die Arbeitstasche gepinkelt und ich habe es erst im Zug bemerkt:peinlich:
und gestern habe ich unseren Kater, der eigentlich immer lieb und gut erzogen ist, in flagranti erwischt, wie er auf dem Dachboden auf ein herumliegendes Brett gepinkelt hat. Ein Stoffteil, was da lag, hatte ich gerade wegen Uringeruch entsorgt.
Ich frage mich auch, was habe ich falsch gemacht? In den Foren wird auch immer geschrieben, Katzen mögen keine Veränderung. Wenn es danach geht, müssten meine Tag und nacht irgendwo hin pinkeln, wir renovieren ein altes Haus und eigentlich ändert sich immer irgendetwas,

Rosen_Stolz
15.07.2016, 10:53
Hallo Pucki,

genau aus dem Grund habe ich mich aus allen Katzenforen wieder abgemeldet. Ich habe dort nicht geschrieben - das habe ich mich gar nicht getraut - sondern nur gelesen. Nach einigen Abenden lesen, kam ich mir vor, wie die letzte Tierquälerin, obwohl ich einem ausgesetztem Katzenkind eine Zukunft gegeben habe. (siehe http://bfriends.brigitte.de/foren/rund-ums-tier/468674-zweitkatze-ja-oder-nein-denkanstoesse-gesucht.html).

Hier habe ich wertvolle Hinweise bekommen. Leider lief die Suche nach einem passenden Jungkater nicht sehr erfolgreich, da ich niemand gefunden habe, der den Neuen im Fall der Fälle zurücknehmen würde.

Jetzt sind die Tierheime voll von jungen Katzen, aber mein Jungspund ist ja schon fast 10 Monate. Und - ob ich es nun will oder nicht - die Forenaussagen, dass man einem Halbstarken kein Kitten vorsetzt, haben mich doch negativ beeinflusst. Ich habe einfach zuviel Bammel, dass es nicht funktioniert. Und drei Katzen sind mir zuviel.

Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich eine zweite Katze dazu nehmen. Er ist noch so jung, da sollte das klappen. Ich hadere wirklich oft, dass es sich bei uns nicht ergeben hat. Aber Ende September werden wohl nicht so viele Kitten geboren und im Tierheim abgeliefert.

Alles Gute für Euch
rosen_stolz

Pucki1
15.07.2016, 12:07
Wisst ihr was ich mir gerade überlegt hab?
Wieso wird eigentlich bei Hunden/Welpen nicht so ein Theater gemacht im Bezug auf "nur ein Tier"?
Gerade Hunde sind ja wohl mal 100% keine Einzelgänger und absolute Rudeltiere.
Wieso ist es denn da in Ordnung und bei einer Katze nicht? Vor allem wenn sie Freigänger wird?
Und beim Hund ist es kein Problem wenn er vom Menschen bespasst und bespielt wird, bei einer Katze schon?
Beim Hund kann man den Artgenossen ersetzen, bei einer Katze nicht?
Der Hund muss sogar "lernen " alleine zu bleiben, bei ner Katze ist das ein "Verbrechen"?
Hmm....

Horus
15.07.2016, 12:25
Der Fall ist anders. Hunde haben sich - das ist wissenschaftlich in letzter Zeit intensiv erforscht worden - dem Menschen viel mehr angepasst als Katzen. Hunde betrachten den Menschen viel mehr als eigenen Artgenossen, als Katzen dies je tun würden. Hunde haben auch die Menschenkommunikation viel besser erlernt als Katzen. Oder als Wölfe.
(z.B.: Hunde verstehen auf Anhieb, was die Geste "Fingerzeigen" bedeutet. Katzen nicht - und Wölfe interessanterweise ebenfalls nicht. Gleiches gilt für die Blickrichtung.)

Das Verhaltensrepetroire des Hundes hat sich während der langen Co-Evolution mit dem Menschen erheblich an den Menschen angepasst.

Es gab mal einen Versuch mit Schäferhundewelpen und Wolfswelpen, die beide von Hand von Menschen aufgezogen wurden (nicht miteinander, sondern einzeln). Sowohl Hunde- als auch Wolfswelpen hatten menschliche Ersatzmütter und kannten kein erwachsenes Exemplar ihrer eigenen Spezies.
Dann wurden die Welpen einer nach dem anderen mitten auf einen Teppich gesetzt, auf der einen Seite sass ein Mensch und auf der anderen Seite ein ultraruhiger erwachsener Schäferhund (für die Hundewelpen) bzw. ein ultrazahmer erwachsener Wolf (für die Wolfswelpen)

Die Hundewelpen krabbelten ausnahmslos zum Menschen, und nicht zur Schäferhündin. Die Wolfswelpen hingegen ausnahmslos zur Wölfin.
Obwohl Hunde- wie Wolfswelpen die absolut gleiche Sozialisation - nämlich auf den Menschen geprägt - erhalten hatten. Das wird als deutlicher Hinweis gewertet, dass bei Hunden die Prägung auf den Menschen unterdessen auch genetisch verankert ist, Hunde also den Menschen nicht als artfremd ansehen.

Bei Katzen ist das ü-ber-haupt nicht der Fall.

Pucki1
15.07.2016, 12:29
Ah so...
sehr interessant!

Obwohl ich mir einbilde er versteht meinen Fingerzeig wenn er mal wieder versucht an meiner Hose hochzukrabbeln....😆

Aber das mit dem Alleinsein ist doch dann trotzdem auch für Hunde "schlimm"?

Maccaroni
15.07.2016, 13:20
Eine Bekannte meines Mannes hatte eine ausgewachsene Notfallkatze aufgenommen, die sollte auch nicht alleine bleiben. Sie hatte über ein verlängertes Wochenende ihre Katze in ein Tierheim gegeben, die auch Urlaubsbetreuung machen, mit dem Hintergedanken, vielleicht freundet sich ihre Katze mit einer anderen an. das hat auch geklappt, die Katze hat sich dort einen Kumpel ausgesucht.
Vielleicht gibt es so eine Möglichkeit auch in deiner Stadt?
Katzenpensionen kenne manchmal auch Katzen, die ein neues Zuhause suchen.