PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unzufriedenheit besiegen?



Inaktiver User
26.12.2006, 15:00
Ich bin eigentlich überhaupt nicht der Typ, der in Depressionen verfällt oder sich lange selbst leid tut. Aber nun geht es mir seit Wochen mental so bescheiden, dass ich mich langsam frage, wo ich ansetzen könnte, damit diese dauernde Unzufriedenheit mal wieder aufhört :wie?:.

Tipps wie Sich-selbst-was-Gutes-tun hab ich schon alle beherzigt. Ich tu mir was Gutes, ich hab Familie, Freunde, bin gesund (gesünder als vor einem Jahr sogar), fühle mich äußerlich recht wohl - und trotzdem kann man es mir nicht recht machen.

Mein Mann nervt mich, meine Kinder ebenfalls, selbst mein heiß geliebter Hund kann mich nicht dauerhaft aufheitern. Objektiv betrachtet hat sich nicht viel geändert, außer dass ich händeringend eine befriedigende Arbeit suche. Aber das war's auch schon und ich weiß auch eigentlich genau, dass ich was finden werde. Am Hungertuch nagen wir ebenfalls nicht.

Watt is nur los? Ich bin doch erst 36 - oder kann das sogar hormonell sein? Außerdem schwärme ich für wildfremde Männer.

So. Hilfe erbeten :blumengabe:.

Inaktiver User
26.12.2006, 15:18
Ich habe nur einen einzigen Tipp für Zufriedenheit:

Leistung erbringen. Entweder beruflich, oder im Hobby, oder beim Keller ausmisten oder im Sport.

Mindestens eine Stunde ackern bis der Schweiss rinnt und das dreimal die Woche.

Erfolg garantiert!

Brava :kerze:

lila30
26.12.2006, 18:55
Ich denke da hat Brava irgendwie recht... wenn man sportlich ne std geackert hat (z.B) ist man einfach bissl stolz auf sich selbst. Vielleicht ist Dein Leben ein bissl zu eingefahren und Du fühlst Dich niht genug gefordert?

Atis
26.12.2006, 20:42
Hallo Basine,

es mag sich etwas albern anhören, aber was mir in derlei Situationen geholfen hat, war: Entrümpeln. (Da hast Du die von den Vorschreiberinnen empfohlene Aktivität und Leistung auch gleich mit dabei.)

Es scheint tatsächlich einen Zusammenhang zu geben zwischen Ausmisten und Im-Leben-klarer-sehen, Zufriedenheit, positiven Veränderungen...Ich sehe dies auch im Bekannten- und Verwandtenkreis bestätigt.

Mit Entrümpeln meine ich nicht nur das Ausmisten kaputter Gegenstände u.ä.,das macht man ja (hoffentlich) sowieso immer. Gemeint ist auch das Wegwerfen (oder ggf. Verschenken) potthässlicher Geschenke, nie gebrauchter Hobbyutensilien, alter Unterlagen,.........
Ich selbst hatte z.B. früher Probleme, manche Dinge wegzuwerfen, weil ich das Gefühl hatte, damit auch die Erinnerung in den Müll zu befördern - das ist natürlich Quatsch, da man die Erinnerung im Herzen trägt, aber das mußte ich erst mal kapieren.

Wenn ich eine solche Aktion hinter mir habe, fühle ich mich immer irgendwie befreiter, leichter, klarsichtiger. Als sei mit dem Sortieren der Umgebung auch "innen" alles an den rechten Platz gerückt worden. (Irgendwie hortet man auch in sich viel überflüssigen Kram...)

Eigentlich wollte ich nur schnell den Tipp geben zu entrümpeln, als eine von mehreren Möglichkeiten, gegen Unzufriedenheit anzusteuern.
Und nu' ist ein Roman daraus geworden...:freches grinsen:

horizont60
26.12.2006, 21:26
Hallo Basine, das Gefühl kenne ich. Es ist ca. 3 Jahre her und es endete mit dem Verlassen meiner Familie. Ich wußte, ich will noch mehr vom Leben, ich kann nicht nocheinmal einen Winter auf dem Sofa verbringen, ich wollte nicht mehr geliebt werden und ich wollte nicht mehr lieben. Jedenfalls nicht mehr meinen langweiligen Mann. Ich habe es durchgezogen, ich bin gegangen, es war sauschwer, aber ich bin so unheimlich stolz auf mich! Mein Leben ist ungeheuer spannend, ich habe Liebeskummer das es kracht, ich lebe!!! Ohne diese Entscheidung hätte ich diese Erfahrungen nicht gemacht, ich bin gewachsen, in jeder Hinsicht und ich bin neugierig und gespannt, wie mein Leben nun weitergeht, jeden Tag! LG Horizont

Inaktiver User
26.12.2006, 21:33
Atis hat recht, das Abwerfen von Ballast durch das Ausmisten, bzw. Abschaffen überflüssiger Dinge ( diese müssen nicht materieller Natur sein) kann wie ein Befreiungsschlag für die Seele wirken.

Vor Jahren habe ich mal gelesen, dass einen Menschen nicht unbedingt materieller Reichtum oder die Möglichkeit zum Müssiggang glücklich macht, sondern das "Selbsterleben" durch Kreativität, Erfolg und Bestätigung. Nicht umsonst ist es erwiesen, dass Lottogewinner ein Jahr nach ihrem grossen Gewinn (wenn sich die Aufregung gelegt hat) genauso glücklich oder unglücklich wie vor ihrem Gewinn sind.
Vielleicht ist es ein Puzzlestein in Deinem Leben, der Dir als Selbstbestätigung zu Deinem Lebensglück fehlt, Basine?
Wie Du diesen "Puzzlestein" als Erfolgserlebnis definierst, musst Du selbst herausfinden: Ob Du noch ein Kind zur Welt bringst, ein Studium beginnst, den Wunsch nach einem ausgefallenen Hobby Realität werden lässt, Dir ein berufliches Standbein verschaffst, Dich ehrenamtlich engagierst oder eine Karriere als Sambatänzerin anstrebst. Horch in Dich, was Dir fehlt!:blumengabe:

Gruss von Catgirl

Inaktiver User
29.12.2006, 11:17
Hallo Basine!

Ich denke, dass es sich bei dir um die Art von Midlife-Krise handelt, die einen alles überdenken und neu sortieren lässt!

Leider gebe ich solchen Tipps wie Sport-Machen oder Keller-Entrümpeln wenig Chancen!

Natürlich muss so eine Krise auch nicht damit enden, dass man Mann und Kinder verlässt und ein völlig neues Leben beginnt!

Wichtig ist, denke ich, dass man sich dieser Krise erst mal bewusst stellt! Dass man sie nicht verdrängt - sondern dazu steht! Dass man mit dem Partner redet - und evt. Dinge im Umfeld verändert, dass man vorsichtig austestet, was einem gut tut!

Zufriedenheit ist meiner Meinung nach etwas, was man in sich trägt, was man weder erarbeiten noch erkämpfen noch erzwingen kann. Man kann sie nur erhoffen und bemühen, sie sich zu bewahren! Denn Zufriedenheit ist eigentlich alles ... wer zufrieden ist, der kommt mit vielem klar, auch wenn es an Glück, Geld und Gesundheit mangeln sollte.

Gruß - und alles Gute ... Marie

Inaktiver User
30.12.2006, 22:52
Hallo Basine,
ich kenne dieses Gefühl, vor allem das mit dem für wildfremde Männer schwärmen kommt mir bekannt vor.

Ich denke nicht, dass das eine Altersfrage ist, ich habe dieses Gefühl mit 17, mit 27 und mit 37 gehabt und werde wohl auch mit 47 noch damit konfrontiert werden.

Für mich war das immer ein Zeichen dafür, dass in meinem Leben alles irgendwie zu rund läuft, dass ich keine Herausforderungen mehr habe und mich nach etwas sehne, das mich "packt".

Aber ich habe festgestellt, dass man danach nicht suchen kann, man kann es nur finden.
Etwas Kreatives, etwas, das Du selbst schaffst, gestaltest, auf die Beine stellst, ist immer gut.

Ich wünsche Dir für 2007, dass da etwas in Dein Leben kommt, dass Dich packt und fasziniert. Was immer das sein kann.

Bis dahin schließe ich mich den anderen an, die sagen, dass Entrümpeln oder Sport gut tun.
Denn sie beschäftigen und fordern Dich heraus. Erstmal.

Inaktiver User
31.12.2006, 12:13
Hallo, Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Ratschläge und Gedanken. Ich denke viel darüber nach und befolge auch schon einige Tipps.

Dennoch geht es mir nach wie vor seltsam unverändert und ich kann mich kaum zu meinem Problem äußern, so nagt es. Bitte seid nicht sauer, wenn meine Antwort auf Eure Ratschläge so mau ausfällt - irgendwie muß ich erstmal selbst klar kommen :wie?:.

Frohes 2007 für alle!

Sveva
03.01.2007, 03:14
DANN DENK MAL GANZ SCHARF DARUEBER NACH, WARUM DU DICH SO FUEHLST:
DENN.....VON NIX KOMMT NIX!!!!!

Inaktiver User
03.01.2007, 06:46
:wie?: Sie denkt doch drüber nach! Sonst würde sie hier nicht schreiben! :wie?:

Atis
03.01.2007, 13:30
DANN DENK MAL GANZ SCHARF DARUEBER NACH, WARUM DU DICH SO FUEHLST:
DENN.....VON NIX KOMMT NIX!!!!!

:wie?: :wie?: :wie?:

Inaktiver User
03.01.2007, 13:34
Keine Bange - alter Commtroll, muß mal wieder ein bißchen nerven. Ich stelle fest: Das macht mich fast ein bißchen zufrieden :freches grinsen:.

An alle anderen, außer die blonde Pilotenbraut, die für Umsonstflüge bezahlen muß und drei hochbegabte Kinder mit Verhaltensproblemen hat, ganz viele :blumengabe: :blumengabe:!

Martiniblanc
04.01.2007, 07:46
Leider gebe ich solchen Tipps wie Sport-Machen oder Keller-Entrümpeln wenig Chancen!



Dem kann ich mich anschließen. Ich mache täglich eine Stunde Sport und es macht mich nicht zufriedener.


Zufriedenheit ist meiner Meinung nach etwas, was man in sich trägt, was man weder erarbeiten noch erkämpfen noch erzwingen kann. Man kann sie nur erhoffen und bemühen, sie sich zu bewahren! Denn Zufriedenheit ist eigentlich alles ... wer zufrieden ist, der kommt mit vielem klar, auch wenn es an Glück, Geld und Gesundheit mangeln sollte.

Das hast Du schön gesagt Marie, ich glaube da hast Du absolut recht damit.


martiniblanc