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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Führerschein-nochmal versuchen mit Ende 30?



Bovary
28.02.2016, 09:06
Liebe Community,

mich beschäftigt seit längerer Zeit ein Gedanke, zu dem ich hier gerne Meinungen und Anregungen finden würde.
Ich habe damals mit 18 (vor langer, langer Zeit :ooooh:) schon einmal versucht den Führerschein zu machen. Die theoretische Prüfung hatte ich im zweiten Anlauf bestanden, aber bei der praktischen bin ich drei Mal durchgefallen, ich war immer wahnsinnig nervös. Zudem war der Fahrlehrer im Nachhinein betrachtet recht seltsam. Damals war ich halt noch blutjung und konnte das nicht so gut einschätzen.
Ich habe es dann aufgegeben, habe erst mal meine Ausbildung erfolgreich beendet und bin kurz darauf in eine größere Stadt gezogen.
All die Jahre habe ich den Führerschein nie vermisst, aber seit letztem Jahr überlege ich immer wieder, es noch einmal zu versuchen. Im letzten Sommer habe ich beim Augenarzt ein Gutachten machen lassen (ich sehe auf einem Auge fast nichts), welches zum Glück auch positiv ausfiel. Das heißt, theoretisch bin ich uneingeschränkt fahrtüchtig. In der Praxis sehe ich halt nur zweidimensional, was mich bisher auch von weiteren Plänen in Richtung Führerschein abgehalten hat. Das Risiko, im schlimmsten Fall Menschenleben zu gefährden erschien mir zu groß. Dieses Gutachten ist insgesamt zwei Jahre gültig, irgendwann muss ich mich also entscheiden.
Dagegen spricht auch, dass ich natürlich Angst habe, wieder zu versagen und noch einmal einen Haufen Geld in den Sand zu setzen.
Außerdem habe ich, sollte ich den Führerschein in der Tasche haben, wenig bis keine Möglichkeit Fahrpraxis zu erlangen, es sei denn ich schaffe mir ein Auto an. Ich brauche aber eigentlich keines und scheue auch die hohen Kosten, die damit verbunden sind. Eigentlich sollte man ja als Fahranfänger möglichst viel Erfahrung sammeln, sonst verlernt man alles wieder, oder?
Irgendwie nervt mich das inzwischen: Jeder "Depp" kann Autofahren, nur ich nicht. Das ist die einzige Sache, die ich mir in meinem Leben vorgenommen hatte und die nicht geklappt hat. Es reizt mich einfach, diese "Schlappe" auszugleichen. Klingt komisch, ist aber so.
Ich würde einfach gerne wissen, wie das ist mit Führerschein, etwas Neues lernen aber ich fürchte mich auch durchaus vor dieser Investition und dem Aufwand.

Wie seht Ihr das, gerade auch im Hinblick auf meine eingeschränkte Sehfähigkeit?

Danke für's Lesen und Grüße

Bovary

bittersweet0403
28.02.2016, 09:22
Deine Sehfähigkeit kann hier niemand beurteilen. Sie ist überprüft worden und für gut befunden worden. Also brauchst du dir da überhaupt keine Gedanken zu machen. Bei solchen Tests wird sehr genau geschaut was geht und was nicht geht. Wenn es nur geringe Bedenken gegeben hätte, hättest du den Test nicht bestanden. Also nutze ihn nicht als Ausrede den Führerschein nicht zu machen.

Entweder brauchst du einen Führerschein oder du brauchst keinen. Hier mußt du wirklich abwägen was sinnvoll ist. Berücksichtige bitte auch das kommende Alter. Manch einer ist froh, einen Führerschein zu haben weil es einiges im Leben doch erleichtert.

Kannst du keine Gelegenheit schaffen regelmäßig zu fahren, solltest du keinen Führerschein machen. Letztendlich ist Übung unendlich wichtig. Routine entwickelt man nicht in den Fahrstunden sondern in den Jahren danach.

Willawonka
28.02.2016, 09:31
Hallo Bovary,

Ich habe mich jetzt extra registriert, um dir zu antworten :smile:

Ich sehe bei meiner Mutter seit Jahrzenten wie sie benachteiligt ist, weil sie keinen Führerschein hat. Ewig war sie auf meinen Vater, also ihren Mann angewiesen, wenn sie irgendwohin wollte, was nicht mit Fahrrad oder Bus und Bahn zu bewerkstelligen war. Nun kann meine Vater nicht mehr Auto fahren (die Sehfähigkeit hat rapide nachgelassen) und nun wird auch manches alltägliches schwierig.

Will sagen, ich würde es an deiner Stelle noch angehen. Ich selber habe den Führerschein mit 24 auch eher später gemacht, und mir auch lange gesagt "brauche ich ja gar nicht" ein Auto hatte ich dann auch erst mit 27 und ich habe die ersten Jahre das Auto fahren gehasst. Mit 30 bin ich dann aufs Land gezogen, ich bin immer noch keine Vollblutfahrer ( gehe jetzt auch auf Ende 30 zu) aber ohne Führerschein hätte ich eigentlich ewig in de Großstadt wohnen müssen, und wäre dann beruflich auch sehr eingeschränkt gewesen.

Ohne Führerschein hätte ich mich, womöglich auch unbewusst, um etliche Lebensplanungsmöglichkeiten beschnitten.

Es gibt übrigens auch Führerscheinkurse im Block, verbunden mit Urlaub o.ä., was sicherlich hilft, wenn man sich da selber nicht für so kompetent hält. Ich an deiner Stelle würde es jetzt in Angriff nehmen, auch wenn du ihn nicht gleich brauchst. Wenn du den Führerschein dann wirklich brauchst, kann du dir immer noch eine Auffrischung gönnen oder du bittest Freunde dir zu helfen. Musste ich damals auch so machen, da die Prüfung schon eine ganze Weile zurück lag.

Nur Mut!

Inaktiver User
28.02.2016, 09:31
Hast Du allgemein Probleme mit Prüfungssituationen? Bei der Theorie durchzufallen, ist sonst schon eine reife Leistung (weil reine Fleißsache).

Wenn Du keinen Führerschein brauchst und auch keinen Spaß am Autofahren hättest, würde ich es lassen. Ich habe einen Führerschein, bin aber mindestens 15 Jahre nicht mehr gefahren.

Ansonsten: hast Du jemanden, der mal mit Dir auf einen Übungsplatz fahren würde? Oder Du nimmst einfach erstmal ein paar Fahrstunden und schaust, wie Dein Gefühl so ist. Die Theorie wirst Du übrigens auch nochmal machen müssen.

Bovary
28.02.2016, 09:45
Vielen lieben Dank für Eure Antworten! :blume:
Also ich schaffe alles mit Bus, Bahn oder wenn es denn sein muss mit einem Taxi, das bin ich so gewohnt. In meinem näheren Umfeld hat niemand ein Auto. Zur Arbeit komme ich gut mit dem Zug.
Kamelle, ich habe grundsätzlich (inzwischen?) wenig Prüfungsangst, habe inzwischen viele Prüfungen gemeistert, die sicher anspruchsvoller sind als die Führerschein-Theorie. Das sollte also klappen.
Bleibt die Frage, wie ich Fahrpraxis sammeln kann. Erstmal doch ein Auto anschaffen, für einen gewissen Zeitraum? Wahrscheinlich will ich es dann nicht mehr hergeben ...
Willawonka, das denke ich mir auch manchmal: Vielleicht nutze ich manche Möglichkeiten im Leben nicht, weil ich halt von Vornherein sagen muss, geht nicht weil kein Führerschein.

Jedenfalls finde ich Eure Beiträge sehr interessant und hilfreich!

ereS
28.02.2016, 09:47
wenn du das geld hast und dafuer keinen kredit aufnehmen mußt, dann mache es, wenn du es unbedingt willst

nur wenn du sowieso kein auto hast und dir auch keines anschaffen willst halte ICH es fuer ueberfluessig

ich wuerde dann hoechstens den fuehrerschein machen, wenn ich ihn wirklich benoetigen wuerde, denn machen kann man ihn ja jederzeit

und um zu wissen wie es ist, kannst du im netz ja mal probeweise boegen ausfuellen, zum beispiel auf der seite vom adac, da kannst du ueben

Inaktiver User
28.02.2016, 09:49
Und um zu wissen wie es ist, kannst du im netz ja mal probeweise boegen ausfuellen, zum beispiel auf der seite vom adac, da kannst du ueben

Man übt Autofahren, indem man Bögen ausfüllt?

Promethea71
28.02.2016, 12:28
Wenn du dir kein Auto anschaffen willst und auch nicht regelmäßig fahren willst, dann würde ich keinen Führerschein machen, es ist nichts was heute zur notwendigen Allgemeinbildung gehört.


Meine Großmutter hat erst mit rd. 50 ihren Führerschein gemacht, weil man Opa nicht mehr fahren konnte - sie ist dann aber eben auch viel gefahren und das bist sie etwa 80 war, für sie war es ein Stück Freiheit und sie war eine passable Autofahrerin.


Ich kenne aber heutzutage viele Menschen ohne Führerschein - was mich erst sehr erstaunte, aber was ich durchaus für vernünftig halte.


Ein Auto, sein Unterhalt, seine Unterbringung, der Betrieb kosten eine Menge Geld.
Das ist gerechtfertigt, wenn man seine Ziele nicht anders erreichen kann, weil man zB auf dem Land wohnt.

Aber in der Stadt gibt es viele andere Möglichkeiten.
Du kannst dir ja sapßeshalber mal ausrechenen, was

- Führerschein
- Auto
- jährliche Festkosten für das Auto
- Betriebskosten pro km

kosten würden und wie hoch deine jetzigen Fahrtkosten mit anderen Verkehrsmitteln sind.


Ich wage die Prognose mit Taxi und Co. fährst du billiger und bedarfsgerechter.



Ich glaube absolut, dass du den Führerschein bestehen kannst, aber gutes Fahren hat viel mit Erfahrung zu tun und wenn du schon vorher weißt, dass du diese Erfahrung nicht sammeln willst und wirst, dann würde ich mir den Führerschein sparen.

Unendlichkeit
28.02.2016, 12:40
Wenn du dir kein Auto anschaffen willst und auch nicht regelmäßig fahren willst, dann würde ich keinen Führerschein machen, es ist nichts was heute zur notwendigen Allgemeinbildung gehört.


Das sehe ich auch so. Autofahren ist (für mich) Freiheit pur - aber auch ganz viel Übungssache.

Natürlich sollst du "in deinem Alter" den Führerschein noch machen, wenn du dann auch mit dem Auto fährst. Es wir nicht viel bringen, jetzt Geld und Zeit in Übungsstunden zu stecken um danach jahrelang in kein Auto zu steigen und zu fahren.

Hillie
28.02.2016, 12:48
Meine Mutter hat 1965 mit 52 Jahren den Führerschein gemacht und es keinen Tag bereut. Sie war bis ins hohe Alter (sie fuhr bis kurz vor ihrem Tod mit über 90 Jahren noch Auto) mobil, auch als sie nicht mehr so gut zu Fuß war.

schubidu
28.02.2016, 13:45
Natürlich sollst du "in deinem Alter" den Führerschein noch machen, wenn du dann auch mit dem Auto fährst. Es wir nicht viel bringen, jetzt Geld und Zeit in Übungsstunden zu stecken um danach jahrelang in kein Auto zu steigen und zu fahren.

Dem schließe ich mich an. Das A und O nach dem Führerschein ist Übung, Übung und nochmals Übung.

Ich habe auch erst vor drei Jahren den Führerschein gemacht und bin keine 18 mehr, im Gegenteil: 40 +. Ohne ein Auto und die entsprechende Fahrpraxis im Anschluss an den Führerschein, wäre ich beim Fahren heute bestimmt unsicher.

Übrigens habe ich auch einen Vierwochen-Intensiv-Führerschein-Kurs gemacht. Kann ich nur empfehlen.

Hillie
28.02.2016, 13:49
und um zu wissen wie es ist, kannst du im netz ja mal probeweise boegen ausfuellen, zum beispiel auf der seite vom adac, da kannst du ueben
Die theoretische Prüfung hat sie doch schon!

Inaktiver User
28.02.2016, 13:52
Die theoretische Prüfung hat sie doch schon!

Die ist jetzt nicht mehr gültig.

bravourette
28.02.2016, 14:15
Wie es aussieht brauchst du kein Auto. Wenn du bis jetzt ohne klargekommen bist dann wirst du es auch nicht mehr brauchen.
Und wenn du sowieso selten fährst oder fahren musst fehlt dir die Übung was dich nicht gerade sicherer im Straßenverkehr macht.

bittersweet0403
28.02.2016, 14:45
Bleibt die Frage, wie ich Fahrpraxis sammeln kann. Erstmal doch ein Auto anschaffen, für einen gewissen Zeitraum? Wahrscheinlich will ich es dann nicht mehr hergeben ...
Fahrpraxis sammeln ist kein Prozeß von 1/2 Jahr. Die Erfahrung und Souveränität wächst über Jahre hinweg. Also wenn Führerschein dann auch Auto und auch wirklich regelmäßig nutzen. Und nicht nur für mal eben von A nach B in der Stadt zu fahren sondern auch Überlandfahrten.

Außerdem denke an spätere Zeiten. Mein klassisches Beispiel ist meine Rheumaerkrankung, die mir das Gehen oft schwer macht bzw. das Einkaufstasche tragen. Ohne Auto hätte ich erheblich mehr Probleme bis hin zur Abhängigkeit von anderen in der Zukunft. Kommt dir erst in höherem Alter die Erkenntnis, dass Auto fahren ja ganz gut sein kann, fehlt aber höchstwahrscheinlkich die Flexibilität um das noch umzusetzen. Die Wahrnehmung verringert sich unweigerlich mit zunehmendem Alter und da ist es dann schon sehr gut, wenn man genug Fahrerfahrung hat.

Hillie
28.02.2016, 14:49
Ich kann Bittersweet nur zustimmen. Auch wenn man im Alter dann vielleicht kein eigenes Auto mehr will, gibt es Mitfahrerzentralen, wo man sich mal ein Auto leihen kann. Das klingt in jungen Jahren immer so gut: ich kann die Öffentlichen nutzen. Aber lasse mal mobile Einschränkungen dazukommen, dann ist es gut, wenn man Auto fahren kann.

Promethea71
28.02.2016, 14:59
Aber im Alter wird man auch nur gut und sicher fahren, wenn man bis dahin genug Fahrerfahrung gesammelt hat.


Jetzt einige tausend Euro auszugeben um den Führerschein zu machen, dann die nächsten zehn Jahre nicht zu fahren und dann erst wirklich mit der Praxis anzufangen ist kaum sinnvoll.


Und wenn du jetzt so wohnst, dass du kein Auto brauchst (und da viele in deiner Umgebung auch keines haben, scheint es eine Umgebung zu sein, in der man keines braucht), warum sollte sich das im Alter ändern ?



Ich habe es bei meinen anderen Großeltern gehen, sie haben das Auto irgendwann abgeschafft und sind nur noch Taxi gefahren.

Die monatliche Taxirechnung war geringer als die vorherigen Kosten für das Auto.

bittersweet0403
28.02.2016, 15:04
Und wenn du jetzt so wohnst, dass du kein Auto brauchst (und da viele in deiner Umgebung auch keines haben, scheint es eine Umgebung zu sein, in der man keines braucht), warum sollte sich das im Alter ändern ?
Weil die Flexibilität/Mobilität im Alter immer weiter zurück geht. Unabhängig von evtl. Erkrankungen. Für mich wäre es ziemlich doof mit den Öffentlichen zu fahren. Da ist nämnlich vielöes überhaupt nicht behinderten/ bzw. altengerecht. Fängt schon damit an, dass unsere Öffentlichen von dir erwarten, dass du dich mit BEIDEN Händen festzuhalten hast. Na klar, geht ja auch so toll, wenn man noch ein wenig Gepäck bei sich hat.

Ich setze mich einfach in mein Auto und fahre überall hin wohin ich will. 75% meiner Aktivitäten würden flach fallen wenn ich kein Auto hätte, weil mir das dann zu beschwerlich wäre. Allerdings habe ich langjährige Fahrpraxis aus beruflichen Gründen und jetzt bei meiner Neuro Reha wurde meine Fahrtauglichkeit überprüft und ich bin immer noch absolut fahrtauglich. Bekomme das sogar schriftlich und da müssen die sich dann schon sehr sicher sein, dass man das noch schafft.

Eine Freundin von mir hat erst mit 55 den Führerschein gemacht und traut sich nicht zu fahren.

Bovary
28.02.2016, 15:50
Vielen Dank für Eure Anregungen und Gedanken zum Thema:blumengabe:
Zwei Aspekte scheinen wichtig zu sein:
Zum Einen der Aspekt des Alterns und der damit vielleicht einhergehenden Immobilität.
Zum Anderen auch ein für mich wichtiger Punkt, die nötige Fahrpraxis.
Mal angenommen ich mache den Führerschein und schaffe mir ein Auto an. Das wäre finanziell zwar machbar, aber ich müsste in allen anderen Bereichen den Gürtel ziemlich eng schnallen. Dann könnte ich mit dem Auto zur Arbeit fahren und würde am Tag ca. eine Stunde Zeit sparen. Die Strecke hat es in sich, Fahrpraxis wäre also gegeben.
Kostenmäßig stehen dagegen maximal 100,- € monatlich für Monatskarte und andere Zug- oder Taxifahrten im Schnitt (wenn es hochkommt). Dafür muss ich kein Fahrzeug warten, tanken etc. Das Auto müsste ja auch noch bezahlt werden. Was kostet ein Auto im Monat 200-300,- €? Ist das realistisch? Ganz schön viel Geld alles in allem.
Und brauchen ist immer so eine Sache, wenn man es nicht anders kennt, fehlt einem auch nichts. Allerdings wird das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch nicht lustiger, auch ohne körperliche Einschränkungen. Ich habe in den letzten Jahren das Gefühl, es wird immer schmuddeliger in den Bahnen und Rücksichtnahme ist für eine zunehmende Anzahl von Mitbürgern eine Fremdwort. Das dürfte sich beim Autofahren allerdings auch niederschlagen.
Schlussendlich neige ich dazu, es zu lassen, vor allem wegen der Fahrpraxis. Einmal im Monat ein Auto leihen und durch die Gegend fahren, scheint ja wirklich nicht ausreichend zu sein (obwohl ich mir das sehr spannend vorstelle :smile:).

bittersweet0403
28.02.2016, 16:01
Du solltest auch die Finanzen im Alter berücksichtigen. Kannst du dir da überhaupt ein Auto leisten?
Wenn man nicht zwingend auf das Auto angewiesen ist, kann man sich deutlich ältere Autos kaufen. Natürlich nicht alleine sondern immer mit einem kompetenten Menschen dabei, der das Auto begutachtet.

Dann mußt du dich über die Kosten einer Versicherung informieren. Für Neulinge kann das ziemlich teuer werden, wenn man sein Auto nicht über jemand anders versichern kann.

In den ersten Jahren liefen die Autos meiner Jungs über mich, weil sie horrende Prämien hätten zahlen sollen.

_tarasjugina_
28.02.2016, 16:09
Na, ich würde ihn machen - und noch kein Auto anschaffen, und von vornherein damit planen, dass es "in zwei Zügen" stattfindet. Nämlich dass Du dann, wenn es Dir notwendig oder bequemer erscheint, doch mit dem Auto zu fahren, dann ein paar Auffrischungsstunden nimmst. Aber dann hast Du den Schein schonmal, und kannst die Stunden mit mehr Selbstvertrauen angehen als eine Achtzehnjährige.
Du weißt doch noch nicht, ob Wohn- und Arbeitssituation so bleiben, Du bist doch noch so jung - es wäre doch schade, da nur im Mindesten die Schere im Kopf haben zu müssen.

Ich habe es so gemacht, Führerschein mit 18, im Studium nur mit Öffentlichen unterwegs, dann Mitte zwanzig Stellensuche - oh. Und wurde übrigens mit viel Respekt und Freundlichkeit und Gelassenheit behandelt bei den Stunden.

Hillie
28.02.2016, 16:29
Ich habe es so gemacht, Führerschein mit 18, im Studium nur mit Öffentlichen unterwegs, dann Mitte zwanzig Stellensuche - oh. Und wurde übrigens mit viel Respekt und Freundlichkeit und Gelassenheit behandelt bei den Stunden.
Mein Vater hat im Krieg den Führerschein gemacht und als er sich 1965 endlich ein Auto leisten konnte, 4 oder 5 Stunden genommen und war wieder fit.

_tarasjugina_
28.02.2016, 16:38
:zwinker: ganz so lang ist es noch nicht her - aber 5 Stunden, das stimmt.
Was ich sagen will: vielleicht auch, weil man es anders angeht, nicht ohje, ohje, ich muss das können, die Prüfung ... sondern: ich will hier fit werden.

Bovary
28.02.2016, 17:05
Ja, _tarasjugina_, das wäre jetzt auch erstmal mein Plan gewesen.
Es wäre halt einfach schön, die Wahl zu haben, und den Führerschein selbst könnte ich jetzt finanzieren, ohne alle Ersparnisse aufzubrauchen. Naja, allein schon das Gutachten beim Augenarzt hat 100,-€ gekostet.
Was man hat, hat man, gell? :zwinker:

bittersweet0403
28.02.2016, 17:45
Dann mache ihn doch einfach. Solche Gutachten sind nur begrenzt gültig. Je nach Gesamtsituation mußt du dann vielleicht in Kauf nehmen nochmals ein paar Fahrstunden zu machen.

taggecko
28.02.2016, 17:48
Ich würde ihn auch machen. Gibt's bei Euch in der Stadt car sharing oder car to go? Das wäre ja auch eine Alternative zum eigenen Auto.

bittersweet0403
28.02.2016, 17:51
Da kann man aber auch nicht zu jedem Anbieter gehen. Wenn die z.B. verlangen, dass man schon mind. 1 Jahr den Führerschein hat, wird es am Anfang schwierig.

Chila1
28.02.2016, 18:26
Ich habe mit 36 Jahren meinen Führerschein gemacht.
Die schriftliche Prüfung habe ich mit nur zwei Fehlern als beste in meiner Gruppe bestanden jedoch die praktische habe ich zwei mal versemmelt 😠😑
Hier in der Schweiz darfst du nur drei Prüfungen nicht bestehen und dann musst du zum Psychologen der Abklärt ob du überhaupt straßentauglich bist.
Ich bin also mit großem Druck an die dritte Prüfung gegangen.
Habe nach 2 nicht bestanden Prüfungen auch den Fahrlehrer gewechselt und habe zwei Wochen später prompt sehr gut bestanden.
Ich war überaus glücklich dass ich endlich fahren darf.
Habe übrigens etwa 60 Fahrstunden insgesamt genommen aber dafür fühle ich mich heute um so sicherer auf der Straße.
Was sehr wichtig ist dass du einen guten Fahrlehrer hast.
Einer der dich aufbaut und richtig auf die Prüfung vorbereitet.
Ich glaube wenn ich von Anfang an meinen letzten Fahrlehrer gehabt hätte hätte ich es mit der Hälfte der Fahrstunden geschafft.

Mach den Führerschein denn danach bist du viel freier und flexibler.
Heute liebe ich es mit meinem Volvo durch die Gegend zu flitzen und bin immer noch unfallfrei 😄☺

Grüsse Chila1

Bovary
01.03.2016, 05:46
Hallo und vielen Dank in die Runde für Euer Feedback! :smile:

Ich tendiere nun dazu, es einfach zu versuchen.

Danke auch Dir Chila1. Ja, nach drei versemmelten Prüfungen wird es nicht einfacher, auch nicht in Deutschland. Zumindest muss man alles inkl. Theorie nochmal neu machen.
Aber toll, dass es bei Dir geklappt hat, das macht Mut!

Viele Grüße von Bovary

ereS
01.03.2016, 07:56
Vielen Dank für Eure Anregungen und Gedanken zum Thema:blumengabe:

Mal angenommen ich mache den Führerschein und schaffe mir ein Auto an. Das wäre finanziell zwar machbar, aber ich müsste in allen anderen Bereichen den Gürtel ziemlich eng schnallen. Dann könnte ich mit dem Auto zur Arbeit fahren und würde am Tag ca. eine Stunde Zeit sparen. Die Strecke hat es in sich, Fahrpraxis wäre also gegeben.
Kostenmäßig stehen dagegen maximal 100,- € monatlich für Monatskarte und andere Zug- oder Taxifahrten im Schnitt (wenn es hochkommt). Dafür muss ich kein Fahrzeug warten, tanken etc. Das Auto müsste ja auch noch bezahlt werden. Was kostet ein Auto im Monat 200-300,- €? Ist das realistisch? Ganz schön viel Geld alles in allem.


gehe mal von minimum 300 euro im monat aus, je nachdem wieviel kilometer du faehrst
ABER da waere dann kein cent fuer anschaffungskosten eines fahrzeuges miteingerechnet UND keinen cent fuer den wertverlust
mal mein eigenes beispiel wie teuer ein auto ist ich habe im februar
107 euro tuev
200 euro reparatur
14 euro nochmal nachpruefung tuev, weil was nicht in ordnung war und repariert werden mußte
121 euro kfz-steuer die war diesen monat faellig
100 euro benzinkosten

525 euro nur diesen monat fuer mein auto ausgegeben:knatsch:

Promethea71
01.03.2016, 08:09
Beim ADAC oder so findest du bestimmt Grundlagen für die Frage, was kostet ein Auto.

Du hast diverse Fixkosten, die auch von der Art des Autos abhängen.

- Haftpflichtversicherung (die am Anfang sehr teuer ist, weil du Fahranfängerin bist)
- Teilkasko oder Vollkasko (dito)
- KFZ-Steuer
- alle zwei Jahre TÜV
- regelmäßige Wartung, Ölwechsel, Bremsen, ggfl Sommer- und Winterreifen, abhängig davon wo du wohnst
- Unterbringung des Autos, falls du eine Garage brauchst oder Anwohnerparkausweis


Die jährlichen Grundkosten würde ich mit rd. 1.500 Euro veranschlagen
Dazu kommen Reparaturen, die auch vom Alter des Autos abhängen, nochmal rd. 500,- Euro, die Summe ist natürlich nach oben offen.


Dann die Verbrauchskosten, die abhängig sind wie viel du fährst - und ein Auto dass sehr wenig gefahren wird, "steht sich kaputt".

Promethea71
01.03.2016, 08:12
Aber nach allem, was du bisher geschrieben hast, steht für dich eigentlich weniger das Autofahren selbst, sondern die Selbstbestätigung daraus den Führerschein zu machen im Vordergrund. Und wenn dir das wichtig ist, dann mach ihn.


Und vielleicht bist du hinterher total motiviert Auto zu fahren und fängst noch eine eine Autoliebhaberin zu werden, weil du eine Leidenschaft entdeckst, die du bisher nicht kanntest.


Der Führerschein ist vielleicht ein Symbol für etwas anderes in deinem Leben oder eben ein ganz neuer Weg, der dir völlig neue Möglichkeiten zeigt - vielleicht ändert sich auch nichts, aber das weißt du erst hinterher.


Also mach es und berichte bei Gelegenheit, was sich getan hat.

Inaktiver User
01.03.2016, 09:43
Entweder brauchst du einen Führerschein oder du brauchst keinen. Hier mußt du wirklich abwägen was sinnvoll ist. Berücksichtige bitte auch das kommende Alter. Manch einer ist froh, einen Führerschein zu haben weil es einiges im Leben doch erleichtert.

Kannst du keine Gelegenheit schaffen regelmäßig zu fahren, solltest du keinen Führerschein machen. Letztendlich ist Übung unendlich wichtig. Routine entwickelt man nicht in den Fahrstunden sondern in den Jahren danach.

Ich würde sagen: Spar dir das viele Geld und die Mühe. Du brauchst es nicht, also wozu der Aufwand? Autofahren ist teuer, und wenn du nicht regelmäßig fährst, wirst du die wenigen Male, die du dann am Steuer sitzt, auch keinen Spaß daran finden.

Das Argument mit dem Alter sehe ich anders. Ich hoffe sehr, dass es schärfere Regeln geben wird, denn es gibt immer mehr sehr alte Leute, die Auto fahren und das nicht gerade sicher. Dazu kommt dein Problem mit den Augen, das ja mit den Jahren auch nicht besser wird.

Und: Es ist doch überhaupt nicht schlimm, keinen Führerschein zu haben. Viele junge Leute haben heute keinen und das aus Überzeugung.

Inaktiver User
01.03.2016, 09:46
- Haftpflichtversicherung (die am Anfang sehr teuer ist, weil du Fahranfängerin bist)
- Teilkasko oder Vollkasko (dito)
- KFZ-Steuer
- alle zwei Jahre TÜV
- regelmäßige Wartung, Ölwechsel, Bremsen, ggfl Sommer- und Winterreifen, abhängig davon wo du wohnst
- Unterbringung des Autos, falls du eine Garage brauchst oder Anwohnerparkausweis

Die jährlichen Grundkosten würde ich mit rd. 1.500 Euro veranschlagen
Dazu kommen Reparaturen, die auch vom Alter des Autos abhängen, nochmal rd. 500,- Euro, die Summe ist natürlich nach oben offen.

Das ist aber reichlich optimistisch geschätzt. Die monatlichen Kosten dürften doch höher sein, selbst bei recht kleinen Autos.

Aber egal wie hoch: Die Frage ist, ob man soviel Geld tatsächlich dafür ausgeben will, nur weil man einen Patzer von vor zig Jahren nicht verkraftet hat.

Paraplumeau
01.03.2016, 09:50
Das ist aber reichlich optimistisch geschätzt. Die monatlichen Kosten dürften doch höher sein, selbst bei recht kleinen Autos.



Allerdings kann die TE die Kosten abziehen, die bisher durch Fahrten mit Öffentlichen und mit dem Taxi angefallen sind. Wenn sich ihre Fahrzeit zur Arbeit auch noch enorm verkürzt, gibt es auch noch einen Gewinn an Freizeit.

Ich halte Autofahren für enorm wichtig, nachdem ich es in meiner sehr frühen Jugend auch abgelehnt habe.
Es ist Unabhängigkeit, Freiheit und Teilhabe.

Inaktiver User
01.03.2016, 10:04
Ja, für manche ist das so.
Ich bin mir aber sicher, dass die vielen Leute ohne Führerschein, die ich kenne, sich kein bisschen weniger unabhängig, frei und teilhabend fühlen.
Und diese Eigenschaften sind es ja auch nicht, die die TE umtreiben.

Contiki
01.03.2016, 10:10
Ich plaediere auch dafuer, den Fuehrerschein jetzt zu machen - zum einen wuerde ich das teure Sehfaehigkeitsgutachten nicht verfallen lassen, und ich denke, jetzt faellt es Dir vielleicht noch leichter als in 10-20 Jahren.
Ein Auto wuerde ich mir erstmal nicht anschaffen; wie viele Vorschreiber schon sagten, kann man bei Bedarf dann jederzeit wieder Auffrischungsstunden nehmen (viele Fahrschulen bieten das mittlerweile an), hat dann aber nicht den Druck, auch noch eine Pruefung bestehen zu muessen.

Ich habe mit Anfang 20 den Motorradfuehrerschein gemacht, bin dann aber aus verschiedenen Gruenden kaum gefahren und in meiner jetzigen Lebenssituation (Familie mit Kleinkindern) ist der Gedanke an ein eigenes Motorrad nochmal in weite Ferne gerueckt. Trotzdem bin ich sehr froh, den Schein gemacht zu haben, da ich so jederzeit die Moeglichkeit habe, wieder einzusteigen (und ich muesste jetzt auch erstmal wieder Stunden nehmen, bevor ich mich mit einem Motorrad auf die Strasse wagen wuerde), haette aber nicht den Druck, in meinem "fortgeschrittenen" Alter wieder eine Pruefung bestehen zu muessen.

Dazu kommt noch der finanzielle Aspekt - ich habe den Fuehrerschein noch zu DM-Zeiten gemacht, mittlerweile haben sich die Kosten mindestens verdoppelt; wer weiss, wie die Preisentwicklung in Zukunft noch sein wird. Wenn Du es Dir jetzt leisten kannst, mach den Schein jetzt und frische Deine Kenntnisse dann in ein paar Jahren bei Bedarf einfach wieder auf.

Sugarnova
17.03.2016, 19:00
... du kannst doch mit sowas wie Carsharing anfangen, wenn du den Lappen dann hast, oder nicht?

Da hast du dann auch nicht den Druck eines eigenen Wagens, und kannst erstmal verschiedene ausprobieren.

Nur mal so - ich bin mein ganzes Leben ohne Auto ausgekommen, nun sind wir umgezogen und ich würde gerne mal die Natur entdecken, einen Städtetrip abseits der Öffis machen ... und nun stehe ich da und hätte gerne eine Karre, so ab und an mal, habe zwar den Schein, aber null Fahrpraxis.

Inaktiver User
18.03.2016, 14:35
Ich habe mit 36 Jahren meinen Führerschein gemacht.
Die schriftliche Prüfung habe ich mit nur zwei Fehlern als beste in meiner Gruppe bestanden jedoch die praktische habe ich zwei mal versemmelt 
Hier in der Schweiz darfst du nur drei Prüfungen nicht bestehen und dann musst du zum Psychologen der Abklärt ob du überhaupt straßentauglich bist.
Ich bin also mit großem Druck an die dritte Prüfung gegangen.
Habe nach 2 nicht bestanden Prüfungen auch den Fahrlehrer gewechselt und habe zwei Wochen später prompt sehr gut bestanden.
Ich war überaus glücklich dass ich endlich fahren darf.
Habe übrigens etwa 60 Fahrstunden insgesamt genommen aber dafür fühle ich mich heute um so sicherer auf der Straße.
Was sehr wichtig ist dass du einen guten Fahrlehrer hast.
Einer der dich aufbaut und richtig auf die Prüfung vorbereitet.
Ich glaube wenn ich von Anfang an meinen letzten Fahrlehrer gehabt hätte hätte ich es mit der Hälfte der Fahrstunden geschafft.

Mach den Führerschein denn danach bist du viel freier und flexibler.
Heute liebe ich es mit meinem Volvo durch die Gegend zu flitzen und bin immer noch unfallfrei ☺

Grüsse Chila1

Kann ich nur bekräftigen. Ein guter Fahrlehrer ist Gold wert. Ich hatte eine Fahrlehrerin, die mir direkt vor der Prüfung sagte: "Also wenn du gleich so fährst, wenn der Prüfer zusteigt, dann fällst du durch!" :unterwerf: Das hat mich in dem Moment schon so blockiert, dass ich es dann tatsächlich versemmelt habe. Es hat dann erst beim zweiten Anlauf geklappt. Die Frau war echt falsch im Job.

Ich fahre immer noch nicht gern.

Inaktiver User
21.03.2016, 12:17
Wenn du es dir finanziell leisten kannst, solltest du es noch einmal versuchen, gerade da es für dich wohl wichtig ist diese Prüfung zu schaffen. Und da du keinen Druck hast, von wegen du brauchst den Führerschein unbedingt, kannst du dir jetzt damit Zeit lassen und ganz nach deinem Tempo und Fähigkeiten vorgehen.

Ich könnte ohne Führerschein nicht klar kommen, da ich die letzten Jahre sehr ländlich wohne und da ist man einfach nicht so mobil. Davor wohnte ich jahrelang in der Stadt und hatte kein Auto. Es war einfach nicht notwendig. Meine Schwester handhabt das immer noch so. Für Reisen oder im Urlaub, bei denen der Zug nicht in Frage kommt, nimmt sie ein Miet- oder Carshare-Auto. Da ist es dann natürlich von Vorteil, doch den Führerschein zu haben. :lachen:

yma
24.03.2016, 17:48
Schlussendlich neige ich dazu, es zu lassen, vor allem wegen der Fahrpraxis. Einmal im Monat ein Auto leihen und durch die Gegend fahren, scheint ja wirklich nicht ausreichend zu sein (obwohl ich mir das sehr spannend vorstelle :smile:).

Hallo Bovary,

und ich sage: tu es ! Gerade weil du es dir sehr spannend vorstellst.
Die ganzen Vernunfts-und Kostengründe sind nur ein Teil des Ganzen.

Ich habe erst vor einigen Jahren -mit Mitte 30- den Führerschein gemacht,in einer Großstadt, in einer Frauenfahrschule (dort ist das Durchschnittsalter ehr 35, als 18, die sonstige Atmosphäre kann ich auch nur empfehlen, es hat einfach tierisch Spass gemacht).
Für mich war dann kein eigenes Auto drin und für Carsharing musste man damals noch 2 Jahre den Führerschein besitzen, um sich anmelden zu können. Also habe ich keine Fahrpraxis erworben und Ängste entwickelt.

Trotzdem: es war immer so, dass ich gerne wollte, auch wenn man in der Stadt gut ohne auskommt.
Aber mal ehrlich, es kann auch ein Traum sein EINMAL mit dem Auto bei Aldi vorzufahren, oder die Eltern besuchen und nicht wie ein Kind vom Zug abgeholt werden zu müssen.Oder dem Freund anbieten:klar hole ich dein Kind vom Fußball ab, oder das Regal beim Möbelhaus verdammtnochmal selbst abholen.
Menschen, die schon immer den Führerschein haben, wissen manchmal nicht, wie wichtig das sein kann.

Es ist einfach ein kleines Stück Unabhängigkeit und Freiheit im Leben einer Frau !Jetzt.

Deshalb habe ich gerade noch ein paar Auffrischungsfahrstunden genommen , mich beim Carsharing angemeldet und jetzt FAHRE ich und es ist aufregend und einfach klasse !Sicher leihe ich nicht jeden Tag ein Auto, aber ich gehe(fahre) eben meinen Weg, und der ist anders, wenn man erst spät etwas tut, das die meisten mit 18 getan haben.Ist doch ok.

Ich schreibe dir das, weil ich alle Bedenken auch hatte und es sich jetzt wirklich gut anfühlt,darauf gepfiffen zu haben.


Go for it !
Alles Gute.

Lakritze
25.03.2016, 13:35
Hallo Bovary,
anscheinend hast du den gleichen Sehfehler wie ich - ich sehe auf einem Auge sehr schlecht, am anderen normal, habe also auch kein räumliches Sehvermögen. Das weiß ich allerdings erst seit ein paar Jahren, als ich mit 18 den Führerschein gemacht habe, habe ich den Sehtest problemlos sogar ohne Brille bestanden (war mir wichtig, weil ich die Brille nicht im Führerschein eingetragen haben wollte, obwohl ich immer eine trage).

Die theoretische Prüfung habe ich gut bestanden, die praktische war katastrophal, ich weiß bis heute nicht, wie ich sie bestanden habe (mein Glück war, dass ich damals aufgrund sehr vieler Prüflinge nur sehr kurz fahren musste und die zweite Person, die mit mir im Auto saß, durchgefallen ist - wohl der Kontrasteffekt, dass mein Fahren besser schien als es war :freches grinsen:)

Ich bin allerdings seitdem immer gefahren, weil ich sofort ein eigenes Auto hatte. Ich habe aber relativ lang gebraucht, um sicher zu fahren. Außerdem fahre ich extrem ungern nachts, vor allem bei Regen.

Kosten: ich hab gerade in meinem Haushaltsbuch nachgeschaut, ich veranschlage derzeit 150€ pro Monat an Fixkosten. Heißt: Versicherung und Reparaturen sowie so Kleinigkeiten wie Motoröl und der Austausch der Lampen. Da mein Auto schon alt ist und ich es vor Jahren günstig bekommen habe, rechne ich den Wert des Autos selber nicht in die Fixkosten hinein. Dazu kommt dann noch das Benzin.

LG
Lakritze

Misse_Re
07.08.2016, 18:17
Soweit ich weiß kann man bei Flinkster sofort nachdem man den Führerschein gemacht hat, mit den Autos fahren. Das wäre doch auch eine Option?

Inaktiver User
07.08.2016, 20:04
Ja, für manche ist das so.
Ich bin mir aber sicher, dass die vielen Leute ohne Führerschein, die ich kenne, sich kein bisschen weniger unabhängig, frei und teilhabend fühlen.


Ich bin auch so eine ;-). Wobei ich als Rollstuhlfahrerin schon merke, dass ich nicht uneingeschränkt "vorgesehen" bin in vielen Öffis - die Anmeldepflicht bei Zügen und die teils nicht vorhandene Zugänglichkeit bei Bussen nervt gewaltig - ist aber ein politisches Problem, das schlichtweg angegangen werden muss.

Ansonsten fahr ich - im wahrsten Sinne des Wortes - gut ohne Führerschein. Er wäre mir auch schlichtweg zu teuer (schon allein die doofen "Behinderten"-Sondergutachten!), ganz zu schweigen von den Folgekosten.

Wer im Ballungsgebiet/der Großstadt lebt und arbeitet, "braucht" eigentlich kein Auto, im Gegenteil. Schon die Parkplatzsucherei würde mich in den Wahnsinn treiben ;-)

Bovary
15.08.2016, 18:52
Vielen lieben Dank Euch allen für Eure Beiträge.:blume:
Ich möchte Euch gerne berichten, dass ich mich tatsächlich aufgerafft habe und mich im Frühjahr bei der Fahrschule angemeldet habe.
Die Theorieprüfung ist schon seit einer Weile bestanden, aber leider musste ich über zwei Monate warten, bis ein Fahrlehrer Termine frei hatte. Das war etwas ärgerlich, aber seit letzter Woche habe ich Fahrstunden (bisher zwei) und bin sehr froh darüber.
Auch wenn ich mir jetzt am Anfang echt vorkomme wie ein Depp, ich weiß ja, das es vorwärts geht und außerdem macht der Unterricht bei aller Anstrengung auch Spaß.
Außerdem übe ich noch im "Fahrsimulator".
Wenn ich das alles geschafft habe, werde ich mir ziemlich sicher ein kleines Auto anschaffen. Klar, ich wohne in der Stadt, aber mein Arbeitsplatz liegt sehr ländlich und das Zugfahren geht mir nach all den Jahren immer mehr auf den Zeiger.

Bin gespannt, wie das alles wird, ich entscheide das dann, wenn ich den Lappen habe.

Viele Grüße in die Runde von Bovary

ereS
15.08.2016, 18:58
na dann weiterhin viel erfolg bei deinen fahrstunden:allesok:
ich finde es schoen, wenn von jemand mal eine rueckmeldung zu einem thread kommt, was hier leider sehr selten der fall ist

Marie-Madeleine
17.08.2016, 12:50
Super, weiterhin viel Erfolg und dann allzeit gute Fahrt! :blume:

Bovary
09.02.2017, 19:30
Hallo zusammen,

falls es noch jemanden interessiert: Ich habe seit heute den Führerschein!:jubel:
Es war ein harter Kampf mit sehr vielen Fahrstunden, aber ich habe es auf Anhieb geschafft.
Danke allen für's Mutmachen! :blume:

Viele Grüße von Bovary

Marie-Madeleine
16.02.2017, 16:03
Klasse! Herzlichen Glückwunsch und allzeit gute Fahrt!

Nocturna
16.02.2017, 16:19
Super, jetzt fehlt noch ein kleines schnuckelige Auto und du kannst die Welt erobern. :smile:

schubidu
16.02.2017, 16:21
Toll!!! :lachen:

Und jetzt heißt es: fahren, fahren, fahren ...