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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?



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Saphire
10.01.2016, 09:57
Vorab: Dieser Strang hat nur insofern mit dem Kölner Hauptbahnhof zu tun, als dass seit diesen Gewchehnissen endlich offen darüber gesprochen wird, dass es das Problem gibt. Seither melden die Zeitungen aus sämtlichen Ecken der Republik Vorkommnisse, die es vor dem 31.12.15 scheinbar gar nicht gab.
Ich finde es unerträglich, dass ich nach über 40 Jahren, die ich mich frei und sicher auf den Straßen und Bahnhöfen bewegen konnte, das auf einmal nicht mehr gehen soll. Da kriegt man gute Tipps wie "Nicht Haare waschen" und "eine Armlänge Abstand halten" Pfefferspray ist ausverkauft, ich hatte mich im November zu einem Selbstverteidigungskurs angemeldet, bin auf der Warteliste gelandet....wie lang die jetzt ist, möchte ich gar nicht wissen. Soll das unsere Zukunft und die unserer Töchter sein? Wie können konkrete Vorkommnisse aktiv verhindert werden, wie sollen sich Frauen und Mädchen verhalten, was kann das Umfeld, die Gesellschaft tun, damit das kein Dauerzustand wird? Und damit keine Missverständnisse aufkommen: es gibt genügend frauenverachtende Eingeborene, die ihre Pfoten nicht stillhalten können und jetzt mutiger werden. Angst macht mir vor allem, dass es sich oft um Tätergruppen handelt, so dass Tipps, wie man einem Einzelnen begegnet, ins Leere laufen.
Es muss grundsätzlich etwas geschehen, damit Männer mit Null Achtung vor Frauen in ihren Schädel bekommen, dass Frauen keine Sache, kein Besitz und kein Spielzeug sind, sondern gleichberechtigte Menschen...aber wie? Da sind jetzt alle gefragt, die sich die letzten Jahre über pfeifende Bauarbeiter und sexistische Werbung auf Milchflaschen aufgeregt haben... Jetzt hat die Frauenbewegung wieder eine echte Aufgabe, damit Gleichberechtigung gesamtgesellschaftlich ankommt.
Also, zwei Fragen: Wie trete ich im Alltag gegenüber sexueller Belästigung auf und wie verändern wir etwas in den Köpfen der Männer?

Ich hab mich bisher noch nie mit so etwas beschäftigen müssen. In meiner Teeniezeit bin ich zweimal vor Exibiotionisten weggerannt und einem Arbeitskollegen, der mir die Hand aufs Knie gelegt hat, hab ich mal eine geklebt. Bauarbeitern winke oder lächle ich zu (ich bin in der Branche und weiß, wie die Jungs ticken) und frauenfeindlche Sprüche kann ich gut kontern (wie gesagt, Baubranche). Ich bin gern eine Frau und das soll auch so bleiben.

Saphire

Inaktiver User
10.01.2016, 10:30
Wie trete ich im Alltag gegenüber sexueller Belästigung auf und wie verändern wir etwas in den Köpfen der Männer?




Ich hab mich bisher noch nie mit so etwas beschäftigen müssen. In meiner Teeniezeit bin ich zweimal vor Exibiotionisten weggerannt und einem Arbeitskollegen, der mir die Hand aufs Knie gelegt hat, hab ich mal eine geklebt. Bauarbeitern winke oder lächle ich zu (ich bin in der Branche und weiß, wie die Jungs ticken) und frauenfeindlche Sprüche kann ich gut kontern (wie gesagt, Baubranche).

Zunächst einmal, indem frau realisiert, dass sie (in diesem Falle Du) sich bereits sehr wohl "mit sowas" beschäftigen musste (siehe Deine Beispiele) und indem frau auch dämliche Sprüche und Hinterherpfeifen von Bauarbeitern nicht mit Lächeln oder neckischen Sprüchen kontert, sondern auch dies ganz klar als das sieht, was es ist: Sexuelle Belästigung, eine Straftat, die man anzeigen kann (und ggf. auch sollte).
Solange wir Frauen vielfach mit zweierlei Maß messen, dürfen wir von Männern nicht erwarten, sich zu ändern.

Inaktiver User
10.01.2016, 10:39
Zunächst einmal, indem frau realisiert, dass sie (in diesem Falle Du) sich bereits sehr wohl "mit sowas" beschäftigen musste (siehe Deine Beispiele) und indem frau auch dämliche Sprüche und Hinterherpfeifen von Bauarbeitern nicht mit Lächeln oder neckischen Sprüchen kontert, sondern auch dies ganz klar als das sieht, was es ist: Sexuelle Belästigung, eine Straftat, die man anzeigen kann (und ggf. auch sollte).


Und genau da möchte ich nicht hinkommen.

Ich sehe nicht, wo hier irgendwie eine Hilflosigkeit als Frau wäre - dagegen kann ich mich sehr gut entweder abgrenzen oder wehren. Außer ich fühl mich grundsätzlich hilflos und schutzwürdig, das tut ich persönlich nicht, auch nicht weil ich weiblich bin. Gegen Beleidigungen kann man vorgehen, aber ein Nachpfeifen ist für mich keine und wird in diesem Leben auch keine mehr werden.

Kritisch wird es für mich dann, wenn ich tatsächlich unterlegen bin (bei körperlichen Attacken z.B.) oder wenn es ein Machtgefälle gibt und ich mich aus Angst vor Konsequenzen nicht wehren kann.

Aber mich schon im vorauseilenden Gehorsam herabgewürdigt fühlen von jemand der mir sonstwo vorbeigeht, dazu bin ich nicht bereit, und ich bin auch nicht bereit das soweit zu adeln dass ich dem eine solche Deutungsmacht über mich zugestehe. Das hat für mich weder mit Frau- noch mit Emanzipiertsein zu tun.

Ich finde das ist ein ganz grundsätzliches Thema, und man kann nicht auf der einen Seite gleiche Rechte haben wollen, auf der anderen Seite aber bei jeder Gelegenheit beschützt sein wollen wie ein kleines Kind.

Und zur Frage der TE: ich wünsche mir momentan ganz deutliche Polizei(und gerne auch Polizistinnen)präsenz auf der Straße, das würde mein persönliches Sicherheitsgefühl erhöhen.

Was man sonst auf die Schnelle machen kann, da bin ich ratlos, es treibt mich aber genauso um, da ich mich bisher auch nachts sehr frei bewegt habe. Inzwischen fühl ich mich da nicht mehr so sicher, das macht mich wütend.

Inaktiver User
10.01.2016, 10:43
Experten raten für gewöhnlich von Pfefferspray und Co. ab, weil sich Frauen im Ernstfall oft selbst damit Schachmatt setzen.

bittersweet0403
10.01.2016, 11:00
Sexuelle Übergriffe wie in Köln kann man nicht verhindern. Da ist selbst die Polizei nicht zu in der Lage gewesen. Was soll man da als Frau machen?

Für mich gilt ganz klar, dass ich mich nicht an Orte begebe wo derart viele Menschen sind. Vor allem dann nicht, wenn zu erwarten ist, dass der Alkoholpegel bei vielen doch sehr hoch ist. Das ist für mich nach wie vor immer noch der beste Schutz. Ich muß nicht Silvesterabend am Bahnhof sein, ich muß nicht zu Karnevalszeiten an solchen öffentlichen Orten sein.

Selbstverteidigung ist klar, die Techniken beherrsche ich auch, das Problem ist aber, dass man als Frau irgendwann auch mit Selbstverteidigung nicht mehr weit kommt, wenn es sich z.B. um mehrere Männer handelt. Mit einem hätte ich überhaupt kein Problem ;-) aber der mit mir. Da ich nicht Lara Croft bin, wirds mit mehreren Männern schwierig ;-).

Inaktiver User
10.01.2016, 11:08
Sexuelle Übergriffe wie in Köln kann man nicht verhindern. Da ist selbst die Polizei nicht zu in der Lage gewesen.

Dann muss man was ändern - sowas muss verhindert werden. Den Anspruch hab ich ganz klar!!

Wäre genug Polizei vor Ort gewesen und hätte man adäquat reagiert wäre es nicht soweit gekommen.

Ein öffentlicher Ort wie ein Bhf darf nicht zur No Go Area für Frauen werden, auch nachts nicht.

Inaktiver User
10.01.2016, 11:13
Experten raten für gewöhnlich von Pfefferspray und Co. ab, weil sich Frauen im Ernstfall oft selbst damit Schachmatt setzen.

Ich habe meiner Tochter schon vor vielen Jahren Pfefferspray gekauft und zwar in einem Waffengeschäft. Man hat mich da gut beraten. Klar kann man sich damit selbst ausser Gefecht setzten, muss aber nicht sein - ich denke, es kommt auf die Beratung an. Im letzten Jahr habe ich mir dann auch Pfefferspray zugelegt, ebenso mein Mann, Sohn und Schwiegersohn. Ich hoffe, es nie benutzen zu müssen, aber es gibt mir eine gewisse Sicherheit, auch z.B. beim Sport (Nordic walking) bilde ich mir jedenfalls ein :knatsch:

Meiner Meinung nach muss wieder mehr auf Sicherheit, sprich Polizeischutz gesetzt werden. Es kann doch nicht angehen, dass z.B. bei uns im Stadtteil die Wache nur noch 2 Std. täglich besetzt ist!

Boardingtime
10.01.2016, 11:17
Also keinesfalls Pfefferspray , da muß vorher die Windrichtung klar sein !!!
Und bei mehreren angreifenden Personen besteht die große Wahrscheinlichkeit das selbst abgenommen und abzukriegen .
Da tue ich lieber dem Nächststehenden mit aller Kraft weh : Nase , Kehlkopf , Augen , zwischen den Hosentaschen und das ohne alle Fairness . Solange ich das kann .

bittersweet0403
10.01.2016, 11:18
Dann muss man was ändern - sowas muss verhindert werden. Den Anspruch hab ich ganz klar!!

Wäre genug Polizei vor Ort gewesen und hätte man adäquat reagiert wäre es nicht soweit gekommen.

Ein öffentlicher Ort wie ein Bhf darf nicht zur No Go Area für Frauen werden, auch nachts nicht.
Das ist richtig, aber dann müssen auch die richtigen Konsequenzen daraus gezogen werden. Warum ist das ganze denn so unsäglich abgelaufen. Damit meine ich jetzt nicht nur die Übergriffe selbst, sondern das ganze Drumherum. Weil es einfach nicht mehr genug Polizisten gibt. Außerdem waren ja meines Wissens mehrere Hundertschaften (3?) angefordert worden, aber es wurde nur eine genehmigt.

Mittlerweile haben wir einfach schon rechtsfreie Räume, weil keine Polizeipräsenz mehr gewährleistet werden kann. Und das ist nicht nur ein Kölner Problem. Auch wenn das immer wieder vehement abgestritten wird. Die Realität zeigt doch etwas anderes.

Aus meiner Sicht ist es primär enorm wichtig, die Polizeistärke massiv zu erhöhen. Nur so kann eine deutlich bessere Präsenz erfolgen die dann abschreckend wirkt. Statt dessen wird aber ein Eiertanz um das Thema gemacht bzw. es einfach nicht erwähnt. Aus meiner Sicht ist es aber die Hauptursache für die Zunahme solcher Gewaltakte.

Im Karneval drohen wieder solche Situationen mit Unterbesetzung der Polizei. Köln ist nunmal eine Karnevalshochburg. Da werden massenhaft Polizisten aus anderen Städten angefordert, sodaß diese Städte dann personalmäßig in Problemzonen kommen.

Warum begreift man nicht, dass Sicherheit nur dann gewährleistet werden kann, wenn entsprechende Präsenz von Ordnungshütern vorhanden ist.

fritzi72
10.01.2016, 11:19
Dann muss man was ändern - sowas muss verhindert werden. Den Anspruch hab ich ganz klar!!

Wäre genug Polizei vor Ort gewesen und hätte man adäquat reagiert wäre es nicht soweit gekommen.

Ein öffentlicher Ort wie ein Bhf darf nicht zur No Go Area für Frauen werden, auch nachts nicht.

Sehe ich genauso!

Selbstverteidigung nützt nichts, wenn Dir eine Waffe vorgehalten wird, Pfefferspray nicht, wenn Du überraschend von hinten gepackt wirst.

Absolute Sicherheit wird es nicht geben.

Aber dass Taten vor den Augen der Polizei stattfinden, ist ein Unding!

fritzi72
10.01.2016, 11:21
Mit den zu ziehenden schlüssen stimme ich bittersweet komplett zu!

Boardingtime
10.01.2016, 11:24
Ganz im Ernst , pfeifende Bauarbeiter empfinde ich nicht als ein Sicherheitsrisiko . Gleich gar nicht , wenn ich am Abend vom Klassikkonzert nach Hause gehe .
Natürlich schaue ich mir jetzt auch die Leute in der Fußgägerzone oder in der U-Bahn anders an , wer ist da unterwegs und was für einen Eindruck macht die Umgebung.

Inaktiver User
10.01.2016, 11:53
Sehe ich genauso!

Selbstverteidigung nützt nichts, wenn Dir eine Waffe vorgehalten wird, Pfefferspray nicht, wenn Du überraschend von hinten gepackt wirst.

Absolute Sicherheit wird es nicht geben.

Aber dass Taten vor den Augen der Polizei stattfinden, ist ein Unding!

Ja das stimmt natürlich!

Inaktiver User
10.01.2016, 11:58
Selbstverteidigung nützt nichts, wenn Dir eine Waffe vorgehalten wird, Pfefferspray nicht, wenn Du überraschend von hinten gepackt wirst.



Das ist Unsinn. Wenn man nur einen Wochenendkurs macht und sich nie wieder drum kümmert, dann vielleicht. Solange Frauen weiterhin denken, sie seinen Männern unabänderlich unterlegen wird sich nie etwas ändern. Mädels wacht auf und kümmert Euch um die wichtigen Dinge im Leben.

Inaktiver User
10.01.2016, 12:01
:allesok: :allesok: :allesok:

fritzi72
10.01.2016, 12:17
Das ist Unsinn. Wenn man nur einen Wochenendkurs macht und sich nie wieder drum kümmert, dann vielleicht. Solange Frauen weiterhin denken, sie seinen Männern unabänderlich unterlegen wird sich nie etwas ändern. Mädels wacht auf und kümmert Euch um die wichtigen Dinge im Leben.

Wendest Du die Selbdtverteidigungstechniken mit einem Messer am Hals oder einer Pistole am Kopf wirklich an?

Ich denke auch, dass Frauen wehrhaft sein sollen.
Aber dass sie sich gegen alles zu Wehr setzen können, ist eine Illusion (gilt für Männer gleichermassen). Und wenn man diese Illusion befeuert, ist es leider nur noch ein kleiner Schritt dazu, dass die Frau selbst schuld ist, sie hätte sich besser wehren sollen.

Inaktiver User
10.01.2016, 12:25
Wendest Du die Selbdtverteidigungstechniken mit einem Messer am Hals oder einer Pistole am Kopf wirklich an?

Natürlich, deshalb mache ich den Käse ja.

fritzi72
10.01.2016, 12:27
Natürlich, deshalb mache ich den Käse ja.

Ich will nicht nerven, aber warst Du schon in einer derartigen Situation?

Inaktiver User
10.01.2016, 12:28
ja, schon öfter.

bittersweet0403
10.01.2016, 12:42
Wendest Du die Selbdtverteidigungstechniken mit einem Messer am Hals oder einer Pistole am Kopf wirklich an?
Das kommt immer auf die Situation an. Als Frau hat man einen wesentlichen Vorteil. Der Angreifer rechnet nicht mit Gegenwehr. Und ein Messer hat man nicht unbedingt immer direkt am Hals und eine Pistole nicht direkt am Kopf.

Wurde hier schon gesagt, mir einem Wochenendkurs in Selbstverteidigung lernt man sowas natürlich nicht. Bei uns in unserer Familie werden übrigens alle Mädchen grundsätzlich in Selbstverteidigung geschult, weil wir das als sehr wichtig ansehen. Und nicht nur in einfachen Selbstverteidigungslehrgängen sondern viel intensiver, insofern das jeweilige Mädchen das mitmacht.

Inaktiver User
10.01.2016, 12:50
ja, schon öfter.

Man hat dir schon öfter ein Messer an den Hals gehalten? Bzw. eine Pistole an den Kopf?

...

Inaktiver User
10.01.2016, 13:03
Man hat dir schon öfter ein Messer an den Hals gehalten? Bzw. eine Pistole an den Kopf?

...

Das überrascht mich auch.

fritzi72
10.01.2016, 13:07
Die statistische Wahrscheinlichkeit ist zumindest gering, aber vlt führt sie es noch näher aus?

Saphire
10.01.2016, 13:19
Kommt darauf an, wo man lebt...
und wie kann man als Gesellschaft bzw. Teil davon darauf hinwirken, dass derartige Bedrohungssituationen gar nicht erst entstehen?

Saphire

Inaktiver User
10.01.2016, 13:35
Kommt darauf an, wo man lebt...
und wie kann man als Gesellschaft bzw. Teil davon darauf hinwirken, dass derartige Bedrohungssituationen gar nicht erst entstehen?

Saphire

Ich halte es für illusorisch zu glauben, dass es jemals eine Gesellschaft ohne Gewalt und Übergriffe geben kann. Mal davon abgesehen finden meines Wissens die meisten Übergriffe immer noch in Beziehungen statt bzw. durch Personen, die man kennt.

Amboise
10.01.2016, 13:44
Ich halte es für illusorisch zu glauben, dass es jemals eine Gesellschaft ohne Gewalt und Übergriffe geben kann.

Das sicher nicht, aber in der "Qualität", wie sie in Köln und anderen Städten zu Tage getreten ist, schon!

Der Gesellschaft wird nichts anderes übrig bleiben, als sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass zum einen Polizeipräsenz allgegenwärtig sein und die Videoüberwachung neue Dimensionen erklimmen wird.

FrauE
10.01.2016, 13:53
Experten raten für gewöhnlich von Pfefferspray und Co. ab, weil sich Frauen im Ernstfall oft selbst damit Schachmatt setzen.

Experten im TV machen gerade darauf aufmerksam, dass Pfefferspray verboten ist. Zumindest der Einsatz gegen Menschen. Wenn mich die Polizei kontrolliert und ich so ein Spray dabei habe, muss ich als Frau denen tatsächlich ins Gesicht lügen und behaupten, dass ich Angst vor Hunden habe und deswegen das Spray bei mir führe! Glauben die mir das nicht, dürfen sie es einkassieren.

Das finde ich eigentlich skandalös, ich darf nichts bei mir tragen als Frau, das mich evtl. vor einer Attacke schützen würde. Ich glaube, viele Frauen werden sich nach noch so ein paar Aktionen bewaffnen und wehren.

Ich muss allerdings mal sagen: Als ich vor 30 Jahren Teenager in Frankfurt am Main war, gab es diese Übergriffe von Migranten leider auch schon zuhauf. Immer der Spruch "Komm ficken geb isch zwanzisch Mark"...woher die diese Summe hatten, die ungelogen immer genannt wurde, weiß ich nicht. Es war damals schon unangenehm, in den Viertel, in dem ich aufwuchs wurde uns damals auch schon vor die Füße gespuckt, weil wir in deren Augen Schlampen und Hurentöchter waren. Es wurde lange genug zugeschaut und wehe man erzählt davon (auch hier in der Bri wird es gleich wieder los gehen) dann wird behauptet, das seien Einzelfälle bzw. das Ganze eh erstunken und erlogen und selbst hätte man sowas in seinem Problembezirk noch nieeeemals erlebt...

Mailin
10.01.2016, 14:15
Ich muss allerdings mal sagen: Als ich vor 30 Jahren Teenager in Frankfurt am Main war, gab es diese Übergriffe von Migranten leider auch schon zuhauf. Immer der Spruch "Komm ficken geb isch zwanzisch Mark"...woher die diese Summe hatten, die ungelogen immer genannt wurde, weiß ich nicht. Es war damals schon unangenehm, in den Viertel, in dem ich aufwuchs wurde uns damals auch schon vor die Füße gespuckt, weil wir in deren Augen Schlampen und Hurentöchter waren. Es wurde lange genug zugeschaut und wehe man erzählt davon (auch hier in der Bri wird es gleich wieder los gehen) dann wird behauptet, das seien Einzelfälle bzw. das Ganze eh erstunken und erlogen und selbst hätte man sowas in seinem Problembezirk noch nieeeemals erlebt...
Ich kann dich sehr gut verstehen. Deshalb halte ich mich aus diesen Diskussionen auch weitgehend raus. Es ist sinnlos sich hier zu äußern, denn dann wird man gleich in die rechte Ecke gestellt.

sundays
10.01.2016, 14:18
Seither melden die Zeitungen aus sämtlichen Ecken der Republik Vorkommnisse, die es vor dem 31.12.15 scheinbar gar nicht gab.
Ich finde es unerträglich, dass ich nach über 40 Jahren, die ich mich frei und sicher auf den Straßen und Bahnhöfen bewegen konnte, das auf einmal nicht mehr gehen soll.
Saphire
Scheinbar ist das Schlüsselwort. Du hast es bloß nicht mitgekriegt und Glück gehabt.
Und es ist und war schon immer Vorsicht geboten, wenn man nachts allein rumläuft.
Ich bin jetzt Mitte vierzig und hatte mit 13 bereits in der Innenstadt mal ein Messer am Hals, von jemandem, der
gern junge Mädchen ärgerte. Unaufgefordert angefasst wurde ich auch durchaus immer mal in den letzten 30 Jahren,
von unsittlichen Anrufen und Äußerungen mal ganz abgesehen.
Es war schon immer da, nur jetzt wird es mal augenfällig und kann nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden.
Ein Pfeffersprax hatte ich als Jugendliche auch immer schon dabei.

bittersweet0403
10.01.2016, 14:41
Wenn mich die Polizei kontrolliert und ich so ein Spray dabei habe, muss ich als Frau denen tatsächlich ins Gesicht lügen und behaupten, dass ich Angst vor Hunden habe und deswegen das Spray bei mir führe! Glauben die mir das nicht, dürfen sie es einkassieren.
Wann wird man denn kontrolliert? Habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt.
Abgesehen davon hätte ich kein Problem damit, Pfefferspray als Abwehrwaffe gegen einen menschlichen Angreifer zu richten. Er hat diese Aktion mit seinem Verhalten selbst verschuldet. Da wäre mir die Gesetzeslage egal, denn es geht um meine Sicherheit. Wer mich angreift muß mit massiver Gegenwehr rechnen.

Ich hätte auch kein Problem der Polizei zu erklären, dass ich das Pfefferspray zum Schutz vor Hunden bei mir tragen würde. Die müssen dann erst einmal das Gegenteil beweisen.

Rowellan
10.01.2016, 14:41
Gerade Bahnhöfe empfand ich auch schon immer als sehr unangenehm; Nachts wäre ich da nur in ausgesprochenen Notsituationen alleine durchgelaufen.

Ich bin aufgewachsen mit dem Ruf des Frankfurter Hauptbahnhofes (wer das Bahnhofsviertel da kennt, weiß, was ich meine - schon immer der Frankfurter Prostitutions- und Drogensumpf mit entsprechender Klientel und Kriminalität) und ich werde auch nie vergessen, wie ich am scheinbar so friedlichen Essener Hauptbahnhof am frühen Morgen auf dem Weg zu einer Dienstreise direkt in eine benutzte, blutige Drogenspritze trat. Die Schuhe hab ich am Ende des Tages weggeworfen...

Blöd angequatscht wurde ich schon am hellichten Vormittag auf der Hauptstraße meines Kaffs und angegrabbelt auf so "harmlosen" Veranstaltungen wie der Frankfurter Buchmesse. In einer Situation hab ich genauso blöd zurückgequatscht im Sinne von "verpiss dich, Alter", in der zweiten war es einfach zu voll, um den Übeltäter zu erkennen.

Ich werde darum weder die Hauptstraße noch die Buchmesse meiden, in beiden Fällen hab ich mich zwar belästigt, aber nicht gefährdet gefühlt.
Bahnhöfe bei Nacht dagegen (besonders, wenn das Rotlichtviertel um die Ecke liegt) - nee, nicht wirklich.

Leider gibt es einen gewissen Prozentsatz Idioten in jeder Menschengruppe, da kann auch noch so viel Aufklärung nichts gegen tun. Als Frau bleiben mir zwei Dinge: Zum einen, so traurig das ist, genau überlegen, wann ich alleine wohin gehe und zum anderen an meinem Selbstbewusstsein und meinen Selbstverteidigungsfähigkeiten arbeiten.

Inaktiver User
10.01.2016, 15:09
Und noch jemand, passenderweise auch aus Frankfurt, der nicht mit dem Märchen vom allzeit sicheren Deutschland kommt.

FrauE
10.01.2016, 15:13
Wann wird man denn kontrolliert? Habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt.
Abgesehen davon hätte ich kein Problem damit, Pfefferspray als Abwehrwaffe gegen einen menschlichen Angreifer zu richten. Er hat diese Aktion mit seinem Verhalten selbst verschuldet. Da wäre mir die Gesetzeslage egal, denn es geht um meine Sicherheit. Wer mich angreift muß mit massiver Gegenwehr rechnen.

Ich hätte auch kein Problem der Polizei zu erklären, dass ich das Pfefferspray zum Schutz vor Hunden bei mir tragen würde. Die müssen dann erst einmal das Gegenteil beweisen.

Das wird als Info gerade überall raus gehauen, es scheint eine Angst zu grassieren, dass zuviel Pfefferspray eingesetzt wird bzw. wollen die Experten wohl darauf hinweisen, dass das gar nicht so ohne ist.

Mein Sohn hat immer ein Spray dabei und der wird auf Grund seines etwas auffälligen Äußeren sehr oft von der Polizei kontrolliert und von kleinen Scheißern, die meinen, mit so einem Großen muss man sich mal angelegt haben um als Mordswurst zu gelten schräg angemacht (Also nicht nur die armen südländisch aussehenden Männer - auch die blonden mit blauen Augen trifft es, wenn sie irgendwie anders rumlaufen als der Rest...)

Er muss den Polizisten immer glaubhaft versichern, dass er das nur zur Hundeabwehr dabei hat. Ich finde es zum Kotzen, dass man lügen muss, aber wenn die oberen Entscheider das so wollen, dann ist das halt so. Frauen trifft so eine Taschenkontrolle aber wahrscheinlich wirklich nicht, da haben wir wohl wieder einen kleinen Vorteil...

Inaktiver User
10.01.2016, 15:15
Bin ich hier die Einzige die noch ohne Pfefferspray rumläuft weil ich das wirklich brandgefährlich finde?

Inaktiver User
10.01.2016, 15:20
Nein, bist Du nicht. Ich habe auch kein Pfefferspray.

Aber nicht, weil ich es gefährlich finde, eines zu haben, sondern weil ich es nicht gefährlich finde, keines zu haben.

Inaktiver User
10.01.2016, 15:24
Und ich gestehe hier mal, dass ich mich durch die furchtbaren Ereignisse in Köln keineswegs plötzlich nicht mehr sicher fühle.
Würde ich jedesmal, wenn in Deutschland/der Welt was Schreckliches passiert, mich nicht mehr sicher fühlen, könnte ich mich gleich einschließen.
Alles in allem finde ich die derzeitigen Reaktionen hysterisch und kein bisschen dazu angetan, die vielen Probleme zu lösen, die wir haben.

Inaktiver User
10.01.2016, 15:26
schorle, Danke, danke , danke!

FrauE
10.01.2016, 15:35
Bin ich hier die Einzige die noch ohne Pfefferspray rumläuft weil ich das wirklich brandgefährlich finde?

Ich habe auch keins, renne aber Nachts auch nicht mehr draußen rum muss ich sagen. Abtun als Hysterie finde ich aber eine merkwürdige Ansicht.

Ich kann die um sich greifend Angst sehr gut verstehen.

Inaktiver User
10.01.2016, 15:38
Ich gehe dieses Jahr gezielt zu Fastnacht (was ich die letzten Jahre aus Zeitmangel gelassen habe), gerade WEGEN der Übergriffe.


Und ich bin wie Rowellan mit dem alten Frankfurter Hauptbahnhof aufgewachsen, wohl deswegen denke ich so an Hysterie.

Bae
10.01.2016, 15:40
Wendest Du die Selbdtverteidigungstechniken mit einem Messer am Hals oder einer Pistole am Kopf wirklich an?


Klar. Dann bietet sich die Selbstverteidigungstechnik "beschwichtigen und verhandeln" an - vielleicht hat man ja was, das man dem Bedroher ohne grössere Probleme geben kann, Geld zum Beispiel? und wartet auf eine gute Gelegenheit, um wegzukommen.

Wer allerdings mit Messer und Pistole rumläuft, ist bereit zu töten, oder zumindest bereit, Tote in Kauf zu nehmen, das ist dann schon sehr extrem. Vor allem Messer sind übel.





Ich denke auch, dass Frauen wehrhaft sein sollen.
Aber dass sie sich gegen alles zu Wehr setzen können, ist eine Illusion (gilt für Männer gleichermassen). Und wenn man diese Illusion befeuert, ist es leider nur noch ein kleiner Schritt dazu, dass die Frau selbst schuld ist, sie hätte sich besser wehren sollen.

Zwischen "Frauen/Menschen sind total wehrlos" und "Frauen/Menschen sind Superheld/innen, die alles können" gäbe es noch das realistische Einschätzen von Situationen, realistische Handlungsweisen, Kenntnisse über Psychologie... die man mal öffentlich und ausgiebig diskutieren kann, in Form von fundierten Empfehlungen verteilen kann, generell unter die Leute bringen kann.

gruss, barbara

Bae
10.01.2016, 15:47
Abgesehen davon hätte ich kein Problem damit, Pfefferspray als Abwehrwaffe gegen einen menschlichen Angreifer zu richten.


Ich seh da ein paar praktische Probleme.

Wenn dich einer angreift, ist er wohl schon sehr nah in dem Moment - zB dass er dich umklammert. Kommst du da noch an den Spray ran? Kannst du sicher sein, dass du die Kontrolle über deine Waffe behältst? Kannst du sicherstellen, dass du dich nicht selbst besprayst? Kannst du sicher sein, dass der Spray nicht nach einem Jahr, oder nachdem er Hitzte ausgesetzt war, oder generell in der Handtasche lag, so funktioniert, wie er funktionieren sollte?

Und wenn du das alles sicherstellen kannst, wenn du diese Kompetenz hast... dann hast du nicht schon genug Kompetenz, um dich ohne Spray, sondern einfach handgreiflich (Knie, Ellenbogen, Zähne...) gegen einen Angreifer zu wehren?

Angreifer nähern sich ja oft ganz lieb - fragen zB nach einer Zigarette, nach der Uhrzeit, nach dem Weg zu Bahnhof... und sind erst als Angreifer erkennbar, wenn sie schon sehr nahe sind.


Wer mich angreift muß mit massiver Gegenwehr rechnen.

ja. :allesok:


gruss, barbara

Inaktiver User
10.01.2016, 15:48
Und, ganz wichtig, Bluff.

Natürlich komme ich als unsportliche Frau nicht gegen 5 Männer an, realistisch auch nicht unbedingt gegen einen, und wenn der eine 30 Sekunden nachdenken würde, wüsste er das auch.

Darum gehts aber nicht.


Ein Beispiel aus der Tierwelt:

Wir hatten mal eine kleine dicke Katze.

Ich habe diese Katze niemals in Rauferein erlebt, die anderen, erheblich größeren Katzen schon.

Sie war wie gesagt klein und dick, sie hätte bei einem Kampf keine Chance gehabt.


Und sie hat es ohne Probleme geschafft alle anderen jungen schlanken fitten Katzen mit Kampferfahrung, die bei uns durch Haus und Gärten turnten, einzuschüchtern.

Sie machten einen Bogen um sie und rannten bei einem kurzen Fauchen davon.
Alle.

Reines Auftreten, mehr war das nicht.



Klar habe ich verloren, wenn der oder die Gegner
-bereit ist ein paar blaue Flecke in Kauf zu nehmen und
-sich die 30 Sekunden nimmt um dran zu denken dass ich unterlegen bin

Wird er aber in ganz vielen Fällen nicht.

Und für diese Fälle ist selbstsicheres Auftreten gut.

Amboise
10.01.2016, 16:28
Ich kann nicht beurteilen, wie ich mich einer brenzligen Situation verhalten würde. Sexuelle Belästigung (in der Öffentlichkeit) würde ich sicher entsprechend abwehren bzw. mich deutlich laut bemerkbar machen.

Habe mal so für mich entschieden, sollte ich wirklich in eine Situation geraten, die in Richtung Vergewaltigung geht, dass ich ganz ruhig sage (hoffentlich gelingt das dann auch in dieser Schock-Situation), dass ich AIDS hätte und er sich gut überlegen soll, ob es nicht besser wäre, die Biege zu machen.

Von Gegenwehr (zumindest wenn es richtig eng wird) wird ja seitens der Polizei sogar abgeraten, weil der Täter merkt, dass er nicht an sein Ziel kommt und dann vollkommen durchdreht.

Charlotte03
10.01.2016, 16:31
Die Schwierigkeit ist.. betreibst du keine Gegenwehr, kannst du dem Gericht nicht nachweisen, dass du es nicht willst.

Zumindest habe ich das so im Hinterkopf. Weiß da jemand mehr?

Inaktiver User
10.01.2016, 16:40
Die Schwierigkeit ist.. betreibst du keine Gegenwehr, kannst du dem Gericht nicht nachweisen, dass du es nicht willst.

Zumindest habe ich das so im Hinterkopf. Weiß da jemand mehr?

Das wird zwar immer gern so behauptet, ist aber so pauschal Nonsens.

Du musst ganz sicher nicht nachweisen dass du nicht einverstanden warst wenn dich ein Wildfremder vergewaltigt. Davon geht auch ein Gericht aus!

Schwieriger wird es in Situationen wo für den Beschuldigten nicht klar erkennbar gewesen sein könnte, dass du das nicht willst, z.B. weil du schon (freiwillig) mit ihm im Bett warst, aber nur schmusen wolltest und nicht mehr. Da wird dann schon nachgefragt ob du das wirklich so deutlich gemacht hast dass es bei ihm eindeutig angekommen sein muss - sonst gilt halt, im Zweifel für den Angeklagten. Da kommt dann auch die Nötigung oder Drohung ins Spiel, wenn das nicht der Fall war wird man dich sicher fragen, wieso du nicht einfach aufgestanden und gegangen bist. Hatte der ein Messer in der Hand ist das wiederum klar wieso du lieber still warst.

Dass jemand unterstellen würde, ein fremder Täter hätte glauben können dass dir sein Übergriff durchaus willkommen war, das hab ich noch nie gehört.

Charlotte03
10.01.2016, 16:47
Wahrscheinlich gilt das andere mehr für den Beziehungsbereich, indem ja auch die meisten Sexualdelikte passieren.

Inaktiver User
10.01.2016, 16:51
Wahrscheinlich gilt das andere mehr für den Beziehungsbereich, indem ja auch die meisten Sexualdelikte passieren.

Ja, und da ist es ja auch wirklich wahnsinnig schwierig. Das wird auch kein Gesetz der Welt ändern können. :knatsch:

Ich kann ja auch nur von meinen Erfahrungen berichten: es wurde z.B. ein Freier wegen Vergewaltigung verurteilt, weil er eine Prostituierte anal vergewaltigt hat und die Frau glaubhaft versichert hat sie hätte das nicht gewollt und nein gesagt.

Sasapi
10.01.2016, 16:54
Nein, man muß sich nicht wehren, um später belegen zu können, man habe etwas nicht gewollt.

Schon gar nicht, wenn Täter und Opfer sich quasi "durch Zufall" begegnen, bei einem Überfall z.B. und sich nicht kennen/kannten.

Schwierig wird es immer dann, wenn Täter und Opfer zum Tatzeitpunkt in einer Beziehung standen- im Schlafzimmer gibts keine Zeugen, sollte der Angeklagte dann behaupten- na, sie sagt halt immer "Nein, ich will nicht", aber das heißt im Normalfall- los, überrede mich bzw. ist nicht ernst gemeint- da ist es dann sicher für das Opfer von Vorteil, wenn es ärztlich bestätigte Verletzungen gab, die darauf hinweisen, dass dieses Nein sehr wohl ernst gemeint war....

Und ob man sich bei einem Überfall wehren soll oder nicht- ich habe mal von einem Polizisten gehört, dass es da keinen Königsweg gibt. Es gibt Täter, die von ihrem Vorhaben absehen, wenn sie merken, dass sie es mit einem doch nicht so hilflosen Opfer wie gedacht zu tun haben- aber auch Vergewaltigungsopfer, die sich "tot stellten", woraufhin der Täter von ihnen abließ- so hat ein Mädchen als einziges Opfer eines Serientäters, der später gefasst wurde, überlebt.

Im Zweifelsfall weiß man aber nicht, mit welcher "Sorte" Täter man es zu tun hat.

Amboise
10.01.2016, 16:57
Wahrscheinlich gilt das andere mehr für den Beziehungsbereich, indem ja auch die meisten Sexualdelikte passieren.

Das glaube ich auch. Aber wie hilfskonstruktion schon geschrieben hat: Wenn keine Täter/Opfer-Beziehung da ist (welche Art auch immer), dann kann man nicht davon ausgehen, dass eine Frau damit einverstanden ist, auf freier Wildbahn ins Gebüsch gezerrt zu werden. Von dieser Situation ging ich zumindest aus.

Wobei ich selbst nachts noch nie allein unterwegs war, sondern immer in Gemeinschaft und mich vom Taxi nach Hause bringen ließ und den Fahrer bat, doch bitte so lange zu warten, bis ich im Haus war (sie haben es getan :lachen:).

Etwas mulmig wird mir allerdings immer, wenn ich morgens um kurz nach 6 auf meinen Garagenhof muss, um das Auto zu holen. Da denke ich schon oft: Oh hoffentlich steht da jetzt keiner :ooooh: und bin immer sehr aufmerksam und habe seit geraumer Zeit eine Taschenlampe. Ob die jetzt im Fall der Fälle der "Bringer" wäre, wage ich zu bezweifeln, aber so blöd das klingt, aber irgendwie gibt sie mir ein bisschen Sicherheit (es ist zumindest nicht mehr so dunkel).

Charlotte03
10.01.2016, 17:05
Ich habe mal gelernt nie um Hilfe rufen, sondern immer "Feuer".

Akzent
10.01.2016, 17:29
Ich habe bei einem Deeskalationstraining mit der Polizei gelernt, immer laut sein und dem Gegner fest in die Augen schauen. Das kann zumindest in der Annäherungsphase sehr hilfreich sein.

Bae
10.01.2016, 17:52
Habe mal so für mich entschieden, sollte ich wirklich in eine Situation geraten, die in Richtung Vergewaltigung geht, dass ich ganz ruhig sage (hoffentlich gelingt das dann auch in dieser Schock-Situation), dass ich AIDS hätte und er sich gut überlegen soll, ob es nicht besser wäre, die Biege zu machen.

wenn er Deutsch versteht, kann das funktionieren. Ich würde es allerdings nicht ruhig sagen, sondern mit einem wahnsinnigen Grinsen auf dem Gesicht: Junge, ich hab Aids, rühr mich noch einmal an und du bist todkrank, Ar..... *harhar* Gerade der wahnsinnige Blick dürfte ja nicht besonders schwer fallen, wenn man vor Angst eh fast durchdreht.

merk ich mir, diese Idee. :-)

gruss, barbara

Bae
10.01.2016, 17:54
Von Gegenwehr (zumindest wenn es richtig eng wird) wird ja seitens der Polizei sogar abgeraten, weil der Täter merkt, dass er nicht an sein Ziel kommt und dann vollkommen durchdreht.

nicht, wenn die Polizisten vernünftig sind und die Statistiken richtig lesen.

gruss, barbara

Bae
10.01.2016, 18:00
Etwas mulmig wird mir allerdings immer, wenn ich morgens um kurz nach 6 auf meinen Garagenhof muss, um das Auto zu holen. Da denke ich schon oft: Oh hoffentlich steht da jetzt keiner :ooooh: und bin immer sehr aufmerksam und habe seit geraumer Zeit eine Taschenlampe. Ob die jetzt im Fall der Fälle der "Bringer" wäre, wage ich zu bezweifeln, aber so blöd das klingt, aber irgendwie gibt sie mir ein bisschen Sicherheit (es ist zumindest nicht mehr so dunkel).

Wenn du ein solides Modell hast, um sie einem auf den Kopf zu hauen?

Das Licht selbst dürfte wenig helfen. Erstens meldet es einem Übeltäter von weitem, das da jemand kommt; so hat er viel Zeit, sich zu verstecken und aufzulauern. Zweitens siehst du mit dem Licht nur noch grad den relativ geringen Raum, der von der Lampe beleuchtet wird, und alles rundherum nicht; wenn du keine Lampe hast, siehst du viel mehr, und viel weiter.

gruss, barbara

Bae
10.01.2016, 18:11
Sie war wie gesagt klein und dick, sie hätte bei einem Kampf keine Chance gehabt.


"Klein" ist ein Hindernis bei Selbstverteidiung. Sprich die Kleinen haben meist auch kürzere Beine und Arme, sprich kürzere Reichweite.

"Dick" ist hingegen eher ein Vorteil. Ich sah mal ein Video, wo ein junger muskulärer Typ, so einer von denen die man in Fitnesstudios sieht, vor einem Supermarkt Leute anpöbelte. Irgendwann auch eine ältere, erkennbar schwache Frau am Stock, worauf ein dicker Polizist, der die Sache beobachtete, endlich genug vom Ganzen hatte, intervenierte und den jungen Pöbler in aller Gemütsruhe einfach mal platt drückte, bevor er ihn enpackte.

Das weibliche "dünn sein ist so toll" das viele haben, finde ich vom Standpunkt der Selbstverteidigung her massiv problematisch.


Klar habe ich verloren, wenn der oder die Gegner
-bereit ist ein paar blaue Flecke in Kauf zu nehmen und
-sich die 30 Sekunden nimmt um dran zu denken dass ich unterlegen bin

Wenn du dann tatsächlich unterlegen bist...

ein paar blaue Flecke nehm ich auch in Kauf, kein Problem damit.

Was jemand kann, ist nicht leicht zu sehen, bis man es in der Praxis herausfindet. Als Frau hat man den Vorteil, in der Regel unterschätzt zu werden. und ein gut platzierter Ellbogen oder ein gut platziertes Knie kann deutlich mehr Schaden anrichten als "ein paar blaue Flecke".

gruss, barbara

Inaktiver User
10.01.2016, 18:17
Kommt darauf an, wo man lebt...

Saphire

Ganz genau. Pistole war noch keine dabei, aber Messerangriff und Würgeangriff von hinten.

Und einen bewaffneten Angriff als Argument daür zu verwenden um gegen Selbstverteidigung zu argumentieren hate ich für äußerst seltsam.

bittersweet0403
10.01.2016, 18:49
Ich seh da ein paar praktische Probleme.

Wenn dich einer angreift, ist er wohl schon sehr nah in dem Moment - zB dass er dich umklammert. Kommst du da noch an den Spray ran? Kannst du sicher sein, dass du die Kontrolle über deine Waffe behältst?
Solche Diskussionen sind doch völlig überflüssig, da jede tätliche Aktion anders abläuft und nicht jeder umklammert wird.


Kannst du sicherstellen, dass du dich nicht selbst besprayst? Kannst du sicher sein, dass der Spray nicht nach einem Jahr, oder nachdem er Hitzte ausgesetzt war, oder generell in der Handtasche lag, so funktioniert, wie er funktionieren sollte?
Ja könnte ich weil ich garantiert keine symmetrischen Spraydoen verwenden würde. Man sollte natürlich immer darauf achten, dass man noch ein funktionstüchtiges Spray dabei hat. Alter Kram nutzt nichts, wenn er im Ernstfall nicht funktioniert. Und es nutzt auch nichts, wenn man Gefahrensituationen nicht trainiert. Der Umgang mit Pfefferspray sollte eigneübt werden.


Und wenn du das alles sicherstellen kannst, wenn du diese Kompetenz hast... dann hast du nicht schon genug Kompetenz, um dich ohne Spray, sondern einfach handgreiflich (Knie, Ellenbogen, Zähne...) gegen einen Angreifer zu wehren?
Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich Pfefferspray dabei habe?


Angreifer nähern sich ja oft ganz lieb - fragen zB nach einer Zigarette, nach der Uhrzeit, nach dem Weg zu Bahnhof... und sind erst als Angreifer erkennbar, wenn sie schon sehr nahe sind.
Mit ausreichend Selbstverteidigungskenntnissen ist das doch kein Problem. Man hat immer große Vorteile durch den Überraschungseffekt, denn welcher Angreifer sdenkt schon daran,d ass Frau sich ehftig wehren kann.

bittersweet0403
10.01.2016, 18:55
"Klein" ist ein Hindernis bei Selbstverteidiung. Sprich die Kleinen haben meist auch kürzere Beine und Arme, sprich kürzere Reichweite.
Nein das muß kein Hindernis sein.


Was jemand kann, ist nicht leicht zu sehen, bis man es in der Praxis herausfindet. Als Frau hat man den Vorteil, in der Regel unterschätzt zu werden. und ein gut platzierter Ellbogen oder ein gut platziertes Knie kann deutlich mehr Schaden anrichten als "ein paar blaue Flecke".
Genauso ist es. Aber um dann richtig zu reagieren, muß man darauf trainiert sein. Da reichen ein paar Stunden Selbstverteidigungskurs nicht.

Bae
10.01.2016, 18:58
Solche Diskussionen sind doch völlig überflüssig, da jede tätliche Aktion anders abläuft und nicht jeder umklammert wird.

Das war nur ein Beispiel von dem, was passieren könnte.

Und doch, wenn man sich eine Waffe zulegen will - und ein Pfefferspray ist so eine - lohnt es sich schon, durchzudenken, unter welchen Umständen man überhaupt die Möglichkeit hat, sie zu benutzen, und so zu benutzen, dass sie tatsächlich zur eigenen Sicherheit beiträgt, und nicht die Situation unsicherer macht.





Mit ausreichend Selbstverteidigungskenntnissen ist das doch kein Problem. Man hat immer große Vorteile durch den Überraschungseffekt, denn welcher Angreifer sdenkt schon daran,d ass Frau sich ehftig wehren kann.

jener, der mir mal die Tasche klaute, dachte offenbar daran, so schnell wie der davon gerannt ist. ^^

gruss, barbara

Bae
10.01.2016, 19:00
Nein das muß kein Hindernis sein.


man kann es umgehen, aber es ist in der Tat kein Vorteil, wenn dich einer mit ausgestrecktem Arm am Schlafittchen halten könnte und deine Arme wären nicht mal lang genug, um ihn am Körperstamm oder Kopf zu treffen... Dann muss man eben gucken, wo man an andern Orten Vorteile hat oder erschaffen kann.




Genauso ist es. Aber um dann richtig zu reagieren, muß man darauf trainiert sein. Da reichen ein paar Stunden Selbstverteidigungskurs nicht.

Stimmt, es braucht regelmässiges Training.

gruss, barbara

Sevilla1975
10.01.2016, 19:19
Für mich gilt ganz klar, dass ich mich nicht an Orte begebe wo derart viele Menschen sind. Vor allem dann nicht, wenn zu erwarten ist, dass der Alkoholpegel bei vielen doch sehr hoch ist.

Leider reicht es nicht, sich von Menschenmengen fernzuhalten :knatsch:

Ich hab mit Anfang 20 in einem Laden alleine gearbeitet, in dem mich zwei deutsche betrunkenen Bauarbeitern abends in die Ecke drängten. Abgebrochen wurde das von unserem Hiwi, der es wohl draußen beobachtet hat und sich dann doch entschloß, reinzukommen.

Weiteres Beispiel gefällig: An einem Sonntagvormittag in einem stillen Wohngebiet warte ich auf Freunde vor unserem Haus. Ein (stark) betrunkener Mann (auch deutsch) hat mich beschimpft und beleidigt und auch in die Ecke gedrängt. Ich war so überrumpelt, dass ich nichtmal den Nachbarn um Hilfe bitten konnte. Die haben sich sogar gegrüßt, da der Typ in der Nähe wohnte.


Ich habe bei einem Deeskalationstraining mit der Polizei gelernt, immer laut sein und dem Gegner fest in die Augen schauen. Das kann zumindest in der Annäherungsphase sehr hilfreich sein.

Im zweiten Fall war seine Freundin dabei und sie hat die ganze Zeit geschrien und seinen Namen gerufen, um ihn zu stoppen. Ich kann mich nicht erinnern, dass das irgendjemanden auf den Plan gerufen hat.

Glücklicherweise ist in beiden Fällen nicht mehr passiert. Aber ich hab sie auch leider nicht vergessen.

Ich würde zu gerne von dieser besagten Bürgermeisterin wissen, wie sie in einer solchen Situation ihre Armlänge Abstand herstellen will. Klar hält man sich schützend die Arme vor den Körper. Aber trotzdem ist diese Situation manchmal einfach zu plötzlich da, um noch groß Verhaltensregeln abzuarbeiten.

fritzi72
10.01.2016, 19:21
Ganz genau. Pistole war noch keine dabei, aber Messerangriff und Würgeangriff von hinten.

Und einen bewaffneten Angriff als Argument daür zu verwenden um gegen Selbstverteidigung zu argumentieren hate ich für äußerst seltsam.

Falls Du Dich auf mich beziehst, hast Du mich falsch verstanden.
Natürlich ist Selbstverteidigung sinnvoll, sehr sogar!

Ich finde nur, dass sie keine umfassende Sicherheit bietet und es nicht angemessen ist, das zu behaupten, weil man dann denen, die sich nicht erfolgreich wehren, damit eine Mitschuld zuschiebt.

Dafür, dass Du Dich auch in Extremsituationen wehren konntest, hast Du meinen Respekt!

bittersweet0403
10.01.2016, 19:31
Ich hab mit Anfang 20 in einem Laden alleine gearbeitet, in dem mich zwei deutsche betrunkenen Bauarbeitern abends in die Ecke drängten. Abgebrochen wurde das von unserem Hiwi, der es wohl draußen beobachtet hat und sich dann doch entschloß, reinzukommen.
Mit umfassenden wissen zur Selbstverteidigung hättest du keinen Hiwi gebraucht.


Weiteres Beispiel gefällig: An einem Sonntagvormittag in einem stillen Wohngebiet warte ich auf Freunde vor unserem Haus. Ein (stark) betrunkener Mann (auch deutsch) hat mich beschimpft und beleidigt und auch in die Ecke gedrängt. Ich war so überrumpelt, dass ich nichtmal den Nachbarn um Hilfe bitten konnte. Die haben sich sogar gegrüßt, da der Typ in der Nähe wohnte.
Einen stark betrunkenen Mann in den Griff zu bekommen ist viel leichter als nocht betrunkene. Auch hier: Umfassendes Sicherheitstraining hilft. dann weißt du wie du dich schützen kannst und fühlst dich nicht überrumpelt.


Ich würde zu gerne von dieser besagten Bürgermeisterin wissen, wie sie in einer solchen Situation ihre Armlänge Abstand herstellen will. Klar hält man sich schützend die Arme vor den Körper. Aber trotzdem ist diese Situation manchmal einfach zu plötzlich da, um noch groß Verhaltensregeln abzuarbeiten.
Das ist doch auch nur eine Möglichkeit von vielen. Über Verhaltensregeln sollte man nicht nachdenken müssen. Sie müssen reflexartig abgespult werden können und das gelingt nur mit ausreichendem Training.

Inaktiver User
10.01.2016, 19:40
Ich kann mich nicht erinnern, dass das irgendjemanden auf den Plan gerufen hat.



Das ist das was ich nicht verstehe. Warun warten so viele Frauen auf einen Retter statt sich selbst zu helfen?

Inaktiver User
10.01.2016, 19:48
Ich finde nur, dass sie keine umfassende Sicherheit bietet und es nicht angemessen ist, das zu behaupten, weil man dann denen, die sich nicht erfolgreich wehren, damit eine Mitschuld zuschiebt.

Hat denn irgendwer irgendwo behauptet, Selbstverteidigung würde umfassende Sicherheit bieten? :wie?:

fritzi72
10.01.2016, 19:53
Hat denn irgendwer irgendwo behauptet, Selbstverteidigung würde umfassende Sicherheit bieten? :wie?:

Ich hatte mich auf Wernichtfragt bezogen und hatte sie in diese Richtung verstanden.

Wenn ich falsch lag-sorry!

Inaktiver User
10.01.2016, 19:59
Es gibt nichts was 100%ige Sicherheit bietet. Aber man kann das Risiko erheblich minimieren. Und ich persönlich finde ein "Verhaltenskodex" ür Frauen auch nicht unbedingt verkehrt. Was Frau Reker da im Affekt rausgehauen hat war nicht besonders qualifiziert, aber ich wundere mich auch manchmal wie sehr sich manche Frauen freiwillig zu leichter Beute machen.

Inaktiver User
10.01.2016, 20:13
Es gibt nichts was 100%ige Sicherheit bietet. Aber man kann das Risiko erheblich minimieren. Und ich persönlich finde ein "Verhaltenskodex" ür Frauen auch nicht unbedingt verkehrt. Was Frau Reker da im Affekt rausgehauen hat war nicht besonders qualifiziert, aber ich wundere mich auch manchmal wie sehr sich manche Frauen freiwillig zu leichter Beute machen.

Da ist was dran, seh ich ähnlich.

Es bewegt sich immer zwischen zwei Extremen: entweder ist man selbst schuld, weil man sich ja schließlich hätte besser verteidigen können oder erst gar nicht in die Situation kommen, oder man braucht massiven Schutz, weil man ja eine Frau ist.

Nerven tut beides, die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte.

Trotzdem neige ich auch dazu, etwas mehr an die Eigenverantwortung von Frauen zu appellieren - andererseits aber auch, sich mehr zuzutrauen. Wie viele Frauen ihre Angst kultivieren und sich in minimale Risiken reinsteigern ist mir oft auch unerfindlich, speziell in meiner Heimatstadt.

Bestimmte Vorfälle kann man wirklich leicht vermeiden mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen, und anderes lässt sich so und so nicht verhindern, das ist einfach dann falscher Ort, falsche Zeit.

Inaktiver User
10.01.2016, 20:25
Ich würde niemals sagen eine Frau ist selbst schuld. Aber wenn man gewisse "Regeln" beachtet, macht man es sich eben nicht unnötig schwer.

Beispiel Kleidung: viel Frauenkleidung mach einfach angreifbar. Prumps, Röcke, etc. Wen wird sich der angreifer wohl aussuchen? Die "Gehbehinderte" die durch ihre Kleidung einfach extrem eingeschränkt ist, oder die bewegliche, die sich im Zweifel besser verteidigen kann? Ich zieh auch gern noch schicke Sachen an, aber dann fahre ich damit nicht mit den Öffentlichen am Hauptbahnhof umeinander, sondern suche mir ein sicheres Transportmittel aus.

Natürlich sollte es nicht so sein, dass sich Frauen oder Menschen im allgemeinen darüber Gedanken machen müssen. Aber das ist derzeit nunmal die Realität. Und während politische Reaktionen und Konsequenzen ihre Zeit brauchen bis sie greifen (falls sie überhaupt kommen), sollten Frauen nicht einfach nur abwarten bis etwas passiert sonder aktiv an ihrem Selbstschutz arbeiten.

Sevilla1975
10.01.2016, 20:29
Mit umfassenden wissen zur Selbstverteidigung hättest du keinen Hiwi gebraucht.

Über Verhaltensregeln sollte man nicht nachdenken müssen. Sie müssen reflexartig abgespult werden können und das gelingt nur mit ausreichendem Training.

Danke für die Belehrung! Ich hab nirgendwo geschrieben, dass ich Selbstverteidigung unsinnig finde.

Wenn ich frühmorgens zur Arbeit gehe, schaue ich mich auch um und meide gewisse U-Bahn-Linien.
Aber in der o.g. Situation hab ich überhaupt nicht mit solch einer Situation gerechnet.

Inaktiver User
10.01.2016, 20:55
Ich würde niemals sagen eine Frau ist selbst schuld.

Aber manchmal ist man höchst freiwillig ein enormes Risiko eingegangen, und muss sich nicht wundern wenn das dann schiefgeht. Auch wenn die Schuld beim Täter liegt.

Ich meine, wenn ich z.B. mit einem Mike Tyson aufs Hotelzimmer gehe dann kann ich mir ausrechnen, dass der nicht Halma spielen will...


Beispiel Kleidung: viel Frauenkleidung mach einfach angreifbar. Prumps, Röcke, etc. Wen wird sich der angreifer wohl aussuchen? Die "Gehbehinderte" die durch ihre Kleidung einfach extrem eingeschränkt ist, oder die bewegliche, die sich im Zweifel besser verteidigen kann? Ich zieh auch gern noch schicke Sachen an, aber dann fahre ich damit nicht mit den Öffentlichen am Hauptbahnhof umeinander, sondern suche mir ein sicheres Transportmittel aus.


Ich finde, ich hingehen und hinfahren wo ich nur will, egal was ich anhab. Das hat mit den Klamotten nix zu tun wenn einer sein Aggressionspotential nicht im Griff hat.

Mich so zu kleiden dass ich jederzeit wegrennen kann aus Angst vor Übergriffen find ich ein bisschen viel verlangt. Auch wenn ich das so halte, aber nur weil ich es gern bequem hab und nicht um mir die Flucht zu ermöglichen...

Bae
10.01.2016, 21:15
Mich so zu kleiden dass ich jederzeit wegrennen kann aus Angst vor Übergriffen find ich ein bisschen viel verlangt. Auch wenn ich das so halte, aber nur weil ich es gern bequem hab und nicht um mir die Flucht zu ermöglichen...

Ich finde das schon schwierig, dieses Prinzesschen-Ding. Je weiblicher die Kleidung ist - vor allem jene Elemente, die ein Mann nicht tragen würde, mit denen ein Mann Aufsehen erregen würde, also zB High Heels, enge Röcke, lange Fingernägel - desto einschränkender ist sie.

nicht nur, wenn man davon rennen will, auch wenn man kämpfen will.

gruss, barbara

Inaktiver User
10.01.2016, 21:30
Ja und? Ich leb doch nicht im Krieg, dass ich ständig verteidigungsbereit sein muss?

Noch nicht jedenfalls.

Das ist was ich eben übertrieben finde. Jedenfalls wo ich lebe, da muss ich nicht im Kampfmodus sein nur weil ich in die Oper will. Und ich will da auch nicht hinkommen, so denken zu müssen.

Bae
10.01.2016, 21:41
Ich würde gar nicht Krieg bemühen. es geht eher um körperliche Kompetenz. Dass ich mal auf den Zug renne, oder jemanden helfe, einen Kinderwagen in den Bus ein- oder auszuladen, oder der Nachbarin helfe, einen Vorrat Wasser vom Auto bis zum Lift zu tragen, oder mal unter den Tisch krieche um ein Kabel einzustecken...kommt doch im Alltag immer wieder vor.

Sind denn Männer ständig im Krieg, da ja ihre Kleidung immer auf Bequemlichkeit, Bewegungsfreiheit und Funktionalität ausgerichtet ist?

gruss, barbara

Inaktiver User
10.01.2016, 21:53
Bae, ich trag weder Heels noch enge Minikleidchen, schrieb ich ja schon, eben weil ich es gern bequemer mag. Aber wem das gefällt der soll das bitte tragen können auch wenn er damit nicht wegrennen kann - und vor allem ohne sich dann sagen lassen zu müssen, selbst schuld, hättest du halt Trekkingschuhe angehabt.

Oder sollen nur noch Damen mit Privatchauffeur abends chic ausgehen lassen, und wer mit den Öffentlichen fährt hat halt Pech gehabt? Und geht ein Risiko ein?

Es sind ja auch schon Joggerinnen angegriffen und vergewaltigt worden. Wenn die nicht rennen konnten dann weiß ich nicht....

Coranova
10.01.2016, 21:58
Also ich mache mir auch verstärkt Gedanken um dieses Thema. Ich hatte selbst schon mehrfach Probleme mit übergriffigen Männern, gegen die Ich mich lauthals oder zweimal auch entschieden körperlich wehren musste. In allen Fällen waren es Typen mit arabischem/türkischen Migrationshintergrund und absoluter Mißachtung der Tatsache, dass ich keinerlei Signale ausgesendet hatte (ich schreibe das, da ich es durchaus differenziert sehe, ob ein Flirt von Seiten des Mannes eskaliert - was genauso schlimm ist, aber wo ich es im Vorfeld noch eher in der Hand habe, wie ich agiere bzw mit wem ich Kontakt suche. Oder ob ich nichtsahnend auf dem Heimweg bin und mir der Weg abgeschnitten wird - ich hoffe, das wird jetzt nicht mißverstanden).
Unangenehm angegangen wurde letzten Sommer meine Teenagertochter am See auch mehrmals von den hiesigen Asylanten, so dass wir dort nicht mehr hingingen und ich ihr eine Saisonkarte fürs Spaßbad im Nachbarort spendierte.

Ich gehöre zu denen, die eine verstärkte Polizeipräsenz begrüßen würden. Und ich hoffe, dass sich dahingehend auch was tut.
Dabei lebe ich ja sowieso schon im "Polizeistaat" Bayern, wo noch nicht so sehr totgespart wurde wie in anderen BL.

Ich persönlich werde große Veranstaltungen eher meiden. Würde ich in NRW wohnen, hätte ich wohl wenig Lust auf Karneval. Da in Oberbayern der Fasching ein ziemlich auslaufendes Modell ist, ist das hier aber nicht so Thema. Aber auf den Viktualienmarkt werde ich mit meinen Kindern jedenfalls nicht gehen am Faschingsdienstag.

Coranova
10.01.2016, 22:06
Natürlich ist Selbstverteidigung sinnvoll, sehr sogar!

Ich finde nur, dass sie keine umfassende Sicherheit bietet und es nicht angemessen ist, das zu behaupten, weil man dann denen, die sich nicht erfolgreich wehren, damit eine Mitschuld zuschiebt.


Wichtig ist nach meiner Erfahrung und nach einem Selbstbehauptungskurs vor allem, dass man laut und deutlich abgrenzen ist. Und soweit möglich körperlich Distanz schafft.
Ich hatte noch nie Kenntnisse in Karate und Co, und mir hat das Anschreien und wegschubsen allein schon ausreichend geholfen (ohne dass ich verallgemeinern will).
Schwierig einzuschätzen ist halt der Psychische Aspekt. Sich wehren muss man eigentlich üben.

Coranova
10.01.2016, 22:14
Aber manchmal ist man höchst freiwillig ein enormes Risiko eingegangen, und muss sich nicht wundern wenn das dann schiefgeht. Auch wenn die Schuld beim Täter liegt.



Da stimme ich dir zu. Natürlich ist es mein Recht, Nachts alleine nach der Disco zu Fuß vom Ostbahnhof in München heimzugehen und die dort rumlungernden Typen zu umschiffen. Oder auf der Wiesn mit fremden angetrunkenen Männern auf der Bierbank zu stehen. Niemand hat das Recht, mich anzugreifen. Das ist ganz klar.
Nur was nützt mir das Recht, wenn es doch passiert?
Wissen muss das jede Frau selber für sich. Ich halte mich aus diversen Problemsituationen lieber raus, auch wenn es mich mehr Geld kostet (Taxi ) oder manchmal einen Event verpatzt.

Inaktiver User
10.01.2016, 22:21
Bin ich hier die Einzige die noch ohne Pfefferspray rumläuft weil ich das wirklich brandgefährlich finde?
Ich habe nie ein Pfefferspray besessen und habe auch nicht vor, mir eines anzuschaffen.

Aber aus eher pragmatischen Gründen. Wenn mich jemand angreift, dann werde ich wahrscheinlich nicht die Zeit haben, in der Tasche nach dem Spray zu kramen. Und das Spray unausgesetzt in der Hand zu tragen, kommt mir nicht so richtig praktikabel vor.

Die Gefahr, das Zeug selber abzukriegen, kommt natürlich hinzu.

Inaktiver User
10.01.2016, 22:22
Ich finde das schon schwierig, dieses Prinzesschen-Ding. Je weiblicher die Kleidung ist - vor allem jene Elemente, die ein Mann nicht tragen würde, mit denen ein Mann Aufsehen erregen würde, also zB High Heels, enge Röcke, lange Fingernägel - desto einschränkender ist sie.

nicht nur, wenn man davon rennen will, auch wenn man kämpfen will.

gruss, barbara

Ich würde mal behaupten, darum geht es gar nicht.
Am Ausschlaggebensten ist ob man eine Haltung wie jemand hat, der nicht genügend Selbstbewusstsein hat um Kontra zu geben.

Da kann man in einem Sack rumlaufen...und man hat sie trotzdem an der Backe: weil es geht.

Inaktiver User
10.01.2016, 22:32
Aber manchmal ist man höchst freiwillig ein enormes Risiko eingegangen, und muss sich nicht wundern wenn das dann schiefgeht. Auch wenn die Schuld beim Täter liegt.

Ich meine, wenn ich z.B. mit einem Mike Tyson aufs Hotelzimmer gehe dann kann ich mir ausrechnen, dass der nicht Halma spielen will...
:ooooh: Was macht man denn, wenn man Herrn Tyson einfach nur näher kennenlernen will? Wenn man eine Situation unter vier Augen schon als hochriskant einstuft?

Ich bin so ein Lämmchen, ich wäre wirklich im Stande, mich mit einem sympathischen Mann zum Schachspielen auf dem Zimmer zu treffen und auch Schach zu meinen.

Inaktiver User
10.01.2016, 22:33
Wissen muss das jede Frau selber für sich. Ich halte mich aus diversen Problemsituationen lieber raus, auch wenn es mich mehr Geld kostet (Taxi ) oder manchmal einen Event verpatzt.

Da bin ich ganz bei dir.

Wenn ich mich ins Koma saufe und am Kotzhügel einschlafe würd ich persönlich mich auch nicht wundern dass andere sich ebenfalls nimmer unter Kontrolle haben. Ich erinnere mich an einen Vorfall, da hat die Betroffene gar nicht mitbekommen dass sie vergewaltigt wurde, das haben nur Augenzeugen der Polizei gemeldet...

Aber an Bahnhöfen oder in der Innenstadt erwarte ich schon dass meine Sicherheit gewährleistet ist, das ist Aufgabe des Staates.

Inaktiver User
10.01.2016, 22:36
:ooooh: Was macht man denn, wenn man Herrn Tyson einfach nur näher kennenlernen will? Wenn man eine Situation unter vier Augen schon als hochriskant einstuft?


Na wer auf die Friedfertigkeit eines Mannes vertraut, der seinem Boxgegner schon mal das Ohr halb abgebissen hat...

Ich lern auch gern Männer kennen - dass ich das nur kann wenn ich mit denen aufs Zimmer geh wär mir jetzt neu.

Ich finde ich hab ein Recht auch nachts einen Bahnhof nutzen zu können - aber mit jedem x beliebigen Mann in ein Hotelzimmer verschwinden, nun, da kann der Staat für meine Sicherheit realistischerweise nicht sorgen. Das muss auch einer Frau klar sein.

Bae
10.01.2016, 22:43
Oder sollen nur noch Damen mit Privatchauffeur abends chic ausgehen lassen, und wer mit den Öffentlichen fährt hat halt Pech gehabt? Und geht ein Risiko ein?

Wenn ich schick ausgehe, hab ich den Rucksack mit mir, mit Schuhen (und je nachdem Kleidung) zum Wechseln. mit hohen Schuhen kann und will ich nicht längere Strecken zu Fuss zurücklegen. Die meisten schicken Orte haben ja auch eine Garderobe, wo man sein Zeug während des Anlasses sicher und bequem aufbewahren kann.

Minikleidchen und so ist eigentlich egal, unter der Voraussetzung, dass es einen im Falle eines Falles nicht stören würde, etwas privatere Einblicke zu bieten. Wenn man so ein, zwei kräftige Knie verteilt, kann da schon mal was hoch- oder runterrutschen.




Es sind ja auch schon Joggerinnen angegriffen und vergewaltigt worden. Wenn die nicht rennen konnten dann weiß ich nicht....

kämpfen können viele nicht, viele lernen's einfach nie.

Ich hab ein paar Videos gesucht von Frauen, die Angreifer erfolgreich bekämpfen. Müsste es ja reichlich geben, könnte man meinen, in den Zeiten von Überwachungskameras. in Youtube gibt's zwar ziemlich viel von der Sorte "guck mal das Chick hat den BH verloren während des Kampfs har har har" :unterwerf:, und dann gibt es noch manche, wo Leute unkontrolliert und unkompetent rangeln - doch sogar das hilft ziemlich oft - und von denen, die ich suchte, wo ich sagen würde "ja genau so macht man das" hab ich genau eins gefunden, nämlich das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=T5v_M9spCYc (https://www.youtube.com/watch?v=T5v_M9spCYc)

gruss, barbara

Coranova
10.01.2016, 22:47
Ich würde mal behaupten, darum geht es gar nicht.
Am Ausschlaggebensten ist ob man eine Haltung wie jemand hat, der nicht genügend Selbstbewusstsein hat um Kontra zu geben.

Da kann man in einem Sack rumlaufen...und man hat sie trotzdem an der Backe: weil es geht.

Da stimme ich vollkommen zu. Mir hat das auch ein befreundeter Polizist mal bestätigt. Es liegt nicht an der Kleidung oder primär an der Uhrzeit. Sondern in vielen Fällen an der Ausstrahlung, dem Gang, der Haltung, am Selbstbewusstsein. Allerdings kann man da auch Pech haben, wie ich erfahren musste. Ich hatte zwar jedes Mal Erfolg bei der Abwehr, aber "an der Backe" hatte ich trotzdem erstmal welche. Obwohl ich wirklich nicht zu den Hascherln gehöre.
Vielleicht ist es oft doch einfach Pech, wem man über den Weg läuft.

Bae
10.01.2016, 22:51
Ich würde mal behaupten, darum geht es gar nicht.


Dass Frauen auf die typische behindernde weibliche Kleidung konditioniert werden, darum geht es unter anderem durchaus schon, so von wegen, was "richtige" Frauen alles tun oder auch nicht tun.

Das stimmt natürlich auch und ist sehr wichtig:



Am Ausschlaggebensten ist ob man eine Haltung wie jemand hat, der nicht genügend Selbstbewusstsein hat um Kontra zu geben.

... und auch, dass man übt, bei Grenzverletzungen sofort Widerstand zu leisten. Viele Täter gehen ja nach dem Prinzip *erst nehm ich den kleinen Finger, dann die ganze Hand, und dann den Rest" vor.

gruss, barbara

Coranova
10.01.2016, 22:52
Aber an Bahnhöfen oder in der Innenstadt erwarte ich schon dass meine Sicherheit gewährleistet ist, das ist Aufgabe des Staates.

Auf jeden Fall.
Ich war jetzt 3 Wochen in Urlaub. Bin gespannt, ob am Hbf in München die Polizeipräsenz mehr geworden ist. Am Mi muss ich das erste Mal wieder spät abends dort durch.
Ich ertappe mich dabei, dass mich der Gedanke daran Grad nicht mehr so entspannt.

Coranova
10.01.2016, 22:56
Ich finde ich hab ein Recht auch nachts einen Bahnhof nutzen zu können - aber mit jedem x beliebigen Mann in ein Hotelzimmer verschwinden, nun, da kann der Staat für meine Sicherheit realistischerweise nicht sorgen. Das muss auch einer Frau klar sein.

Völlig meine Meinung!

bittersweet0403
10.01.2016, 23:12
Danke für die Belehrung! Ich hab nirgendwo geschrieben, dass ich Selbstverteidigung unsinnig finde.
Und ich habe nirgendwo geschrieben, dass du Selbstverteidigung unsinnig findest.

bittersweet0403
10.01.2016, 23:13
... also zB High Heels, .... lange Fingernägel - desto einschränkender ist sie.
Das sind gute Waffen, vor allem High Heels.

fritzi72
10.01.2016, 23:23
Ich würde gar nicht Krieg bemühen. es geht eher um körperliche Kompetenz. Dass ich mal auf den Zug renne, oder jemanden helfe, einen Kinderwagen in den Bus ein- oder auszuladen, oder der Nachbarin helfe, einen Vorrat Wasser vom Auto bis zum Lift zu tragen, oder mal unter den Tisch krieche um ein Kabel einzustecken...kommt doch im Alltag immer wieder vor.


Gibt Frauen, die können das auch in High-Heels und Mini-Kleid (ich nicht, aber ich kenne welche).
Ich finde, Frauen sollten tragen können, was sie wollen, ohne dass das von Männern als Einladung zu irgendwas aufgefasst wird oder nachher irgendjemand sagt, in anderer Kleidung wäre Dir das nicht passiert.
Gehört für mich zu Frauenrechten einfach dazu.



Schwierig einzuschätzen ist halt der Psychische Aspekt. Sich wehren muss man eigentlich üben.

Der psychische Aspekt in einer Ausnahmesituation ist schwer zu üben, wie will man eine Situation, in der jemand Todesangst empfindet, simulieren?

Inaktiver User
10.01.2016, 23:27
Ich würde niemals sagen eine Frau ist selbst schuld. Aber wenn man gewisse "Regeln" beachtet, macht man es sich eben nicht unnötig schwer.

Beispiel Kleidung: viel Frauenkleidung mach einfach angreifbar. Prumps, Röcke, etc. Wen wird sich der angreifer wohl aussuchen? Die "Gehbehinderte" die durch ihre Kleidung einfach extrem eingeschränkt ist, oder die bewegliche, die sich im Zweifel besser verteidigen kann? Ich zieh auch gern noch schicke Sachen an, aber dann fahre ich damit nicht mit den Öffentlichen am Hauptbahnhof umeinander, sondern suche mir ein sicheres Transportmittel aus.


OT:

Für ziemlich genau die gleichen Ansichten wie Du sie hier im gesamten Thread vertrittst bin ich im Kölnbahnhofthread quasi verbal gesteinigt worden.

Und hier , ein paar Threads weiter, sind diese Ansichten nicht nur salonfähig, es teilen sie anscheinend gleich mehrere Mitschreiberinnen.
Kann mir das jemand erklären?

:wie?:

Inaktiver User
10.01.2016, 23:31
Ich finde, Frauen sollten tragen können, was sie wollen, ohne dass das von Männern als Einladung zu irgendwas aufgefasst wird oder nachher irgendjemand sagt, in anderer Kleidung wäre Dir das nicht passiert.
Gehört für mich zu Frauenrechten einfach dazu.


Norm ist nicht gleich Realität. Ich finde auch, jeder sollte das tragen dürfen was er will. Aber während ich darauf warte, bin ich nicht bereit mich mehrfach vergewaltigen zu lassen, ich kümmere mich lieber selbst um meine Sicherheit. Und ich schreib von Klamotten ausdrücklich nicht als Einladung sonder im Zusammenhang der effektiven Abwehr. Und mit S3 Stiefeln kann ich nun mal wesentlich besser treten als mit Riemchensandalen.



Der psychische Aspekt in einer Ausnahmesituation ist schwer zu üben, wie will man eine Situation, in der jemand Todesangst empfindet, simulieren?

Wenn man aber ausreichend geübt hat und weiß was man kann, hilft das auch der Psyche ungemein.

Bae
10.01.2016, 23:33
Gibt Frauen, die können das auch in High-Heels und Mini-Kleid (ich nicht, aber ich kenne welche).


ja mag sein. Nicht dass ich solche Frauen oft sehe, aber ich will's nicht prinzipiell ausschliessen.



Ich finde, Frauen sollten tragen können, was sie wollen, ohne dass das von Männern als Einladung zu irgendwas aufgefasst wird oder nachher irgendjemand sagt, in anderer Kleidung wäre Dir das nicht passiert.
Gehört für mich zu Frauenrechten einfach dazu.

Auf alle Fälle, es ist keine Einladung.



Der psychische Aspekt in einer Ausnahmesituation ist schwer zu üben, wie will man eine Situation, in der jemand Todesangst empfindet, simulieren?

Da kann man einiges simulieren, zB durch Rollenspiele. Wir hatten auch mal in einer Tiefgarage geübt, Tiefgaragen sind perfekt geeignet, solche Stimmungen zu erzeugen. ^^ Doch schon ganz gewöhnliches Sparring bringt auch schon eine Menge Adrenalin.

gruss, barbara

Coranova
10.01.2016, 23:34
Der psychische Aspekt in einer Ausnahmesituation ist schwer zu üben, wie will man eine Situation, in der jemand Todesangst empfindet, simulieren?

Zumindest kann man üben, sich schreien und treten überhaupt zu trauen. Das haben viele Frauen ganz verlernt, wie ich bei meinem Selbstbehauptungskurs damals gelernt habe und auch sehen konnte.
Ich bin ja auch kein Experte. Aber ich denke schon, dass man grundsätzlich "Laut werden" auch im Trockenen üben kann.

Inaktiver User
10.01.2016, 23:35
OT:

Für ziemlich genau die gleichen Ansichten wie Du sie hier im gesamten Thread vertrittst bin ich im Kölnbahnhofthread quasi verbal gesteinigt worden.

Und hier , ein paar Threads weiter, sind diese Ansichten nicht nur salonfähig, es teilen sie anscheinend gleich mehrere Mitschreiberinnen.
Kann mir das jemand erklären?

:wie?:

Das kann ich Dir nicht sagen, da ich im anderen Strang weder gelesen noch geschrieben habe.

Bae
10.01.2016, 23:42
Bennett, ich weiss es auch nicht - Karma, der Stand der Planeten, die Regenbogeneinhörner...? keine Ahnung. Ich staun auch immer wieder.

****

Da war dieser Artikel
Im Wald bei Kühbach: 15-jähriger Flüchtling überfällt Joggerinnen | Schwaben | Nachrichten | BR.de (http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/syrer-angriff-kuehbach-100.html)

und auch da staune ich: zwei Frauen werden nicht mit einem solchen Typen fertig? geben ihm die Rucksäcke zum Durchsuchen? aber hallo? Wie muss ich mir das vorstellen, die stehen ganz brav daneben, während er in die Rucksäcke guckt?

Sowas sollte nicht vorkommen, Brotmesser hin oder her.:knatsch:

gruss, barbara

Inaktiver User
11.01.2016, 00:08
Oder, da sollte ich mir an die Nase fassen, vernünftige Leute schreiben einfach nicht im Kölnbahnhofthread oder ähnlichen, weil sie wissen wie das ausgeht.



Der 15jährige mit dem Brotmesser - ich weiß nicht, gerade mit einem Messer können die Verletzungen ja echt heftig sein und man weiß ja nicht wie geübt der ist.

Aber - Joggerinnen (mit Rucksack? Beim Joggen???) können doch theoretisch auch einfach umdrehen und weglaufen?

Gustave
11.01.2016, 01:50
... Hinterherpfeifen von Bauarbeitern ...ganz klar als das sieht, was es ist: ...eine Straftat, die man anzeigen kann (und ggf. auch sollte)....

:ooooh:
Neee, jetzt nicht wirklich, oder?


....dass ich nach über 40 Jahren, die ich mich frei und sicher auf den Straßen und Bahnhöfen bewegen konnte, das auf einmal nicht mehr gehen soll. Wie trete ich im Alltag gegenüber sexueller Belästigung auf und wie verändern wir etwas in den Köpfen der Männer?...

Es gäbe einmal die Idee, dass Männer ab 20 Uhr Ausgangssperre hätten.

Und dann die Idee, seinen Kindern Lebensart ..."savoir vivre" beizubringen.

Und dann noch der Gedanke, dass im speziellen Fall der Schock zwischen Mittelalter und westlicher / europäischer Kultur einkalkuliert werden muss.
Nicht, dass Frau von ihren Errungenschaften Abstand nehmen sollte. Nur, dass sie es als Realität ansieht und nicht davon ausgeht, dass in den Köpfen mittelalterlicher Männer die Kluft zur Neuzeit von jetzt auf nachher überbrückt wird.
Zumal vielen der Familienverband fehlt, der sie kanalisieren könnte. Es wird wohl noch ein paar Generationen brauchen.

Es ist eben der groβe Irrtum anzunehmen, dass westliche Freiheit und Wohlstand in den Köpfen der Menschen sooofort die Adhäsion an westliche Werte nach sich ziehen.


Für viele, viele Männer sind europäische Frauen Huren. So sieht's nun mal aus.

Gustave
11.01.2016, 01:57
und auch da staune ich: zwei Frauen werden nicht mit einem solchen Typen fertig? geben ihm die Rucksäcke zum Durchsuchen? aber hallo? Wie muss ich mir das vorstellen, die stehen ganz brav daneben, während er in die Rucksäcke guckt?

Sowas sollte nicht vorkommen, Brotmesser hin oder her.:knatsch:

gruss, barbara

Na ja..... vielleicht war's ja ein Flüchtling. Die sind doch alle EIGENTLICH lieb.... und da will man doch nicht gleich.... und so....

Bae
11.01.2016, 09:28
Der 15jährige mit dem Brotmesser - ich weiß nicht, gerade mit einem Messer können die Verletzungen ja echt heftig sein und man weiß ja nicht wie geübt der ist.

klar. Aber wenn man schon zu zweit ist... da kann eine Person nach rechts und eine nach links gehen, sprich einer gegen zwei, das ist immer blöd für den, der bloss einer ist. und dann: um einen Rucksack zu öffnen, brauch ich meist zwei Hände - eine Hand um den Rucksack festzuhalten, die andere, um reinzugucken/zu fühlen was drin ist. Und das Brotmesser hat er in der Zwischenzeit in der dritten Hand, oder was? Und während er seine Konzentration auf dem Inhalt des Rucksacks hat, kann er gleichzeitig noch die Bewegungen von zwei andern Personen im Auge behalten?




Aber - Joggerinnen (mit Rucksack? Beim Joggen???) können doch theoretisch auch einfach umdrehen und weglaufen?

Wär auch eine Option. Aber gut, die wär mir eher unlieb, mir ist der Gedanke scheusslich, dass einer mit einem Messer hinter meinem Rücken rumfuchtelt, wo ich das nicht sehe.

gruss, barbara

Coranova
11.01.2016, 11:06
und auch da staune ich: zwei Frauen werden nicht mit einem solchen Typen fertig? geben ihm die Rucksäcke zum Durchsuchen? aber hallo? Wie muss ich mir das vorstellen, die stehen ganz brav daneben, während er in die Rucksäcke guckt?

Sowas sollte nicht vorkommen, Brotmesser hin oder her.:knatsch:

gruss, barbara

Da hat's mich auch gerissen. 3 gestandene, offenbar sportliche Frauen gegen einen 15jährigen. So hilflos kann man doch garnicht sein....

Coranova
11.01.2016, 11:12
...
Nicht, dass Frau von ihren Errungenschaften Abstand nehmen sollte. Nur, dass sie es als Realität ansieht und nicht davon ausgeht, dass in den Köpfen mittelalterlicher Männer die Kluft zur Neuzeit von jetzt auf nachher überbrückt wird.
...
Für viele, viele Männer sind europäische Frauen Huren. So sieht's nun mal aus.

Das sehe ich genauso. Das Recht auf Gleichberechtigung und Respekt nutzt erstmal nix, wenn der andere es nicht anerkennt.
So unangenehm das ist und so sehr ich innerlich dagegen rebelliere - man muss das einkalkulieren.

Coranova
11.01.2016, 11:24
Wenn man aber ausreichend geübt hat und weiß was man kann, hilft das auch der Psyche ungemein.

Wenn man schreien, schlagen, treten und in die "Anstandszone" anderer einzudringen oft genug geübt hat, hat man schon mal einen Riesen Vorteil gegenüber den Frauen, für die das grundsätzlich eine Hemmschwelle darstellt.
Ich hab das vor einigen Jahren entsetzt bei der Tochter einer Bekannten gesehen.Wir waren im Schwimmbad. Ein wohl ehemaliger Klassenkamerad der Mutter oder so, den diese nicht mal ausnehmend nett begrüßt hat (der Kontakt war wohl sehr oberflächlich), unterhielt sich mit ihr, hob plötzlich ihre kleine Tochter (damals 5) hoch, wirbelte sie im Nichtschwimmerbecken herum. Das Kind schaute hilflos und ängstlich, die Mutter schaute ebenfalls pikiert. Ich war mit meinen Kindern am Beckenrand und war fassungslos, was der sich alles erlauben durfte und nicht maßgeregelt wurde.
Ich hab meine Bekannte darauf angesprochen. Sie meinte eher hilflos : "Was hätte ich denn da machen sollen? Ich kann ja wegen sowas nicht das Bad zusammenschreien".
Haaallloooo? Geht's noch?
Für mich wäre da eine Ansage drin gewesen.
Was lernt denn das Kind daraus? Ich muss mir alles gefallen lassen?

Sowas meinte ich mit "sich was trauen im Trockenen"

Inaktiver User
11.01.2016, 11:27
Das sehe ich genauso. Das Recht auf Gleichberechtigung und Respekt nutzt erstmal nix, wenn der andere es nicht anerkennt.
So unangenehm das ist und so sehr ich innerlich dagegen rebelliere - man muss das einkalkulieren.

Das ist die Kluft zwischen Norm und Realität die ich vorhin angesprochen hatte. Was bringt es mir zu wissen, dass ich "eigentlich" Recht habe? Ich glaube die meisten Leserinnen wissen nicht, was für Typen da draußen rumlaufen. Die interessieren sich nicht für Recht und Gesetz. Die nehmen sich was sie wollen, denn es wird sie nichts aufhalten außer ein saftiger Faustschlag auf ihre Vitalpunkte. Deshalb, selbst für Eigenschutz sorgen. Immer!

Inaktiver User
11.01.2016, 11:30
Sowas meinte ich mit "sich was trauen im Trockenen"

Das hab ich doch geschrieben. Im Trockenen einüben, damit es in der Realität klappt. Und es klappt. Das Adrenalin ist da ein Guter Helfer den man nicht unterschätzen darf. Ich hab mich hinterher oft selbst gewundert, was ich in dem Zustand alles kann.

Bae
11.01.2016, 11:32
Wenn man schreien, schlagen, treten und in die "Anstandszone" anderer einzudringen oft genug geübt hat, hat man schon mal einen Riesen Vorteil gegenüber den Frauen, für die das grundsätzlich eine Hemmschwelle darstellt.

Stimmt.

andere Szene aus dem Schwimmbad - ist einer Schülerin meiner Kampfkunstlehrerin aus dem Kinderkurs passiert, also ca ein 10-jähriges Mädchen, die mit einer Freundin schwimmen ging im Sommer, im Freibad.

Plötzlich kriegt sie mit, wie die Freundin von einem Unbekannten in die Garderobe hineingezogen wird. Die Kleine, offenbar sehr mutig, stürzt sich auf den Täter mit Gebrüll und allem Körpereinsatz, worauf dieser erschrocken davonrennt. Er konnte dann leicht identifiziert werden anhand der zahlreichen frischen Kratzspuren auf dem Rücken. Ich hoffe es war ihm eine Lehre!

gruss, barbara

Coranova
11.01.2016, 11:38
Plötzlich kriegt sie mit, wie die Freundin von einem Unbekannten in die Garderobe hineingezogen wird. Die Kleine, offenbar sehr mutig, stürzt sich auf den Täter mit Gebrüll und allem Körpereinsatz, worauf dieser erschrocken davonrennt. Er konnte dann leicht identifiziert werden anhand der zahlreichen frischen Kratzspuren auf dem Rücken. Ich hoffe es war ihm eine Lehre!

gruss, barbara

Super!
Das zeigt auch gut, dass allein schon Mut und aggressives oft Auftreten reichen. Da braucht man nicht zwingend Pfefferspray, Schreckschußpistole oder 3. Dan.
Dieses Mädchen hat meinen absoluten Respekt.

Inaktiver User
11.01.2016, 11:52
Da hat's mich auch gerissen. 3 gestandene, offenbar sportliche Frauen gegen einen 15jährigen. So hilflos kann man doch garnicht sein....

Ich habe jetzt mal gegoogelt und das hier zu dem Vorfall gefunden:

es waren 2 Überfälle von ihm. Zuerst auf 2 Joggerinnen. Als sie ihn in die Flucht schlagen konnten hat er kurz darauf eine 3 überfallen

Nachdem er drei Joggerinnen bei Kühbach angegriffen und sexuell belästigt haben soll, sitzt ein 15-jähriger Flüchtling nun in U-Haft.
(http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Nach-Ueberfall-auf-Joggerinnen-muss-15-Jaehriger-in-U-Haft-id36529382.html)

fritzi72
11.01.2016, 12:14
Das ist die Kluft zwischen Norm und Realität die ich vorhin angesprochen hatte. Was bringt es mir zu wissen, dass ich "eigentlich" Recht habe? Ich glaube die meisten Leserinnen wissen nicht, was für Typen da draußen rumlaufen. Die interessieren sich nicht für Recht und Gesetz. Die nehmen sich was sie wollen, denn es wird sie nichts aufhalten außer ein saftiger Faustschlag auf ihre Vitalpunkte. Deshalb, selbst für Eigenschutz sorgen. Immer!

Ich habe eine ungefähre Idee, was für Typen da draussen rumlaufen, ich habe beruflich mit ihnen zu tun.
Und wie schon gesagt, ich finde es absolut sinnvoll, für Eigenschutz zu sorgen.
Das ist aber etwas anderes, als wenn ein offizieller Verhaltenskodex eingefordert wird, auf den genau die Typen sich dann berufen werden: Die ist doch mit den Klamotten da nachts rumgerannt.


Das hab ich doch geschrieben. Im Trockenen einüben, damit es in der Realität klappt. Und es klappt. Das Adrenalin ist da ein Guter Helfer den man nicht unterschätzen darf. Ich hab mich hinterher oft selbst gewundert, was ich in dem Zustand alles kann.

Wie ich oben geschrieben habe, Du hast meinen Respekt, dass Du Dich in dramatischen Situationen erfolgreich gewehrt hast.
Du kannst aber nicht von Dir auf andere schliessen, jeder reagiert anders, wenn er zum Opfer wird und kann das selbst nicht vorhersehen.

Inaktiver User
11.01.2016, 14:07
[ Wenn man schreien, schlagen, treten und in die "Anstandszone" anderer einzudringen oft genug geübt hat, hat man schon mal einen Riesen Vorteil gegenüber den Frauen, für die das grundsätzlich eine Hemmschwelle darstellt.


Ja - und ich bin entsetzt für wieviele das noch eine Hemmschwelle darstellt.

Lernt man sowas nicht, irgendwann zwischen 12 und 20 spätestens???


Und das Kind von Deiner Schwimmbadbekannten hat schon gut von der Mutter gelernt, so manche 5-Jährige hätte da ihrerseits das Bad zusammengeschrien.

Traurig wenn ein Kind in DEM Alter sich das schon abgewöhnt hat.

Inaktiver User
11.01.2016, 14:10
Ich habe eine ungefähre Idee, was für Typen da draussen rumlaufen, ich habe beruflich mit ihnen zu tun.
Und wie schon gesagt, ich finde es absolut sinnvoll, für Eigenschutz zu sorgen.
Das ist aber etwas anderes, als wenn ein offizieller Verhaltenskodex eingefordert wird, auf den genau die Typen sich dann berufen werden: Die ist doch mit den Klamotten da nachts rumgerannt.

Hat sowas denn jemand gefordert? Also, so einen offiziellen Verhaltenskodex?

fritzi72
11.01.2016, 14:18
Hat sowas denn jemand gefordert? Also, so einen offiziellen Verhaltenskodex?

Ja, schau hier:


Es gibt nichts was 100%ige Sicherheit bietet. Aber man kann das Risiko erheblich minimieren. Und ich persönlich finde ein "Verhaltenskodex" ür Frauen auch nicht unbedingt verkehrt. Was Frau Reker da im Affekt rausgehauen hat war nicht besonders qualifiziert, aber ich wundere mich auch manchmal wie sehr sich manche Frauen freiwillig zu leichter Beute machen.

Inaktiver User
11.01.2016, 14:33
Hat sowas denn jemand gefordert? Also, so einen offiziellen Verhaltenskodex?


Ja, schau hier:

Nein, habe ich nicht. Lies bitte richtig!

Ich habe "Verhaltenskodex" ausdrücklich in klammern gesetzt. "Offiziell" hast Du einfach dazu gedichtet.
Was ich meine: Frauen sollten sich bewusst sein in welche Lage sie sich begeben, wenn sie zum Beispiel mit extremst bewegungseinschränkender Kleidung und ohne Kenntnisse von Selbstverteidigung in gefährliche Gegenden gehen. Das ist einfach fahrlässig. Es ist wichtig, dass Frauen sich die Realitäten vor Augen führen und nicht weiter in einer Traumwelt leben und sich hiterher wundern wie ihnen soetwas passieren konnte. Dass es nicht rechtens ist und sie es nicht verschuldet haben ist klar, passieren tut es doch aber trotzdem immer wieder. Und nur darum geht es.

fritzi72
11.01.2016, 14:37
Entschuldige, ich wollte nichts reininterpretieren, aber ein Verhaltenskodex hat für mich immer einen offiziellen Anstrich, im Bezug auf die Äusserungen von Frau Reker (die Du nicht für richtig hälst, das habe ich korrekt gelesen), die von offizieller Seite kamen, habe ich es so verstanden.

Was für einen Kodex meinst Du denn? Wer soll ihn inoffiziell festlegen?

Inaktiver User
11.01.2016, 14:44
Muss den jemand festlegen?

Würde als Kodex nicht schon reichen, dass man sich Gedanken macht, was man erreichen will?

Also über
-Außenwirkung
-Wehrhaftigkeit


Man kann dann schon auch entscheiden, im kurzen Rock und auf Stilettos nachts um 2 durch die Innenstadt zu laufen, nichts dagegen.
Nur, wer darüber NACHGEDACHT hat bevor er sich so kleidete, wird hoffentlich auch schonmal gewisse Szenarien durchgespielt haben.
Das ist keine Garantie, aber es erhöht die eigenen Chancen.

FrauE
11.01.2016, 15:37
Ich gehe dieses Jahr gezielt zu Fastnacht (was ich die letzten Jahre aus Zeitmangel gelassen habe), gerade WEGEN der Übergriffe.


Und ich bin wie Rowellan mit dem alten Frankfurter Hauptbahnhof aufgewachsen, wohl deswegen denke ich so an Hysterie.

Ich bin da direkt um die Ecke aufgewachsen und behaupte jetzt ganz überzeugt, dass es damals keine solche Szenarien wie in Köln gegeben hat. Kann man somit nicht miteinander vergleichen. Auch fand ich, dass es klar war, an welchen Ecken vom Bahnhof man sich besser fern hält. Südseite habe ich ab einer gewissen Uhrzeit immer gemieden, das wusste man als Einheimische aber tatsächlich und auch warum...

Ansonsten kam ich dort immer gut klar, die Junkies haben einen nur angebettelt und blieben auf Abstand wenn man laut und deutlich wurde, die Dealer ebenso, die wussten, wem sie was andrehen konnten und wem besser nicht, weil sonst Ärger = schlecht fürs Geschäft ins Haus stand.

Also ich finde das Wort Hysterie nach wie vor nicht angebracht, ich finde das, was sich in der Silvesternacht -ja nicht nur in Köln- abgespielt hat mehr als erschreckend!

Inaktiver User
11.01.2016, 15:43
Was mich mal interessieren würde, dazu gibts verständlicherweise keine Infos:

Wie haben die betroffenen Frauen in Köln eigentlich reagiert?

Die wenigen, von denen ich bis jetzt eigene Beschreibungen finden konnte, haben eher mit Flucht und nicht besonders firm reagiert, aber das sagt ja nun gar nichts, da es nur 2 oder 3 Beschreibungen von Frauen selbst waren.


Mich würde wirklich interessieren, ob es auch welche gab, die aktiv versucht haben sich zu wehren (etwa durch Anschreien oder Ohrfeigen) und nicht "nur" versucht haben wegzukommen, und falls ja, welchen Erfolg das hatte.

FrauE
11.01.2016, 15:56
Was mich mal interessieren würde, dazu gibts verständlicherweise keine Infos:

Wie haben die betroffenen Frauen in Köln eigentlich reagiert?

Die wenigen, von denen ich bis jetzt eigene Beschreibungen finden konnte, haben eher mit Flucht und nicht besonders firm reagiert, aber das sagt ja nun gar nichts, da es nur 2 oder 3 Beschreibungen von Frauen selbst waren.


Mich würde wirklich interessieren, ob es auch welche gab, die aktiv versucht haben sich zu wehren (etwa durch Anschreien oder Ohrfeigen) und nicht "nur" versucht haben wegzukommen, und falls ja, welchen Erfolg das hatte.

Ich habe bisher nur gelesen oder gehört (Radio,TV), dass die Frauen durch Spaliere von Männern mussten, teilweise von ihren männlichen Begleitern separiert wurden und sich gegen eine solche Übermacht eben nicht zur Wehr setzten konnten. Wenn 40 Typen um mich herum wären, die so mit mir umgehen und mich angrapschen würde ich auch nur noch denken "Kopf einziehen, raus hier" Da schreie ich keinen an, mal vom Ohrfeigen abgesehen, ich glaube, das hätte die Bombe für diese Frauen erst Recht platzen lassen. Die dazugehörenden Begleiter waren wohl ebenso hilflos, die Polizei gleich mit...

Ich finde es übrigens auch eine Frechheit, dass die Polizei jetzt von allen möglichen Politikern runter gemacht wird, wie falsch sie sich verhalten hätte. Ist immer leicht, auf gerade denen rumzuhacken, die sowieso schon ständig ihren Kopf da draußen hinhalten müssen! Die werden in ihrer Unterzahl einfach überfordert gewesen sein und wie hier irgendwo schon geschrieben wurde: Hätten sie wirklich mit aller Härte durchgegriffen dann wären die Schlagzeilen heute ganz andere...

out-of-rosenheim
11.01.2016, 16:12
...

Inaktiver User
11.01.2016, 17:40
Würde als Kodex nicht schon reichen, dass man sich Gedanken macht, was man erreichen will?

Also über
-Außenwirkung
-Wehrhaftigkeit




Genau das meine ich doch. Drücke ich mich so unverständlich aus?!

Inaktiver User
11.01.2016, 17:41
Gar nicht.


Aber hier im Thread versuchen die anderen Schreiberinnen zumindest Dich zu verstehen, freu Dich, hier ist es nett.

juri
11.01.2016, 20:29
Dass sexy Kleidung der Grund für die sexuellen Übergriffe war, glaube ich nicht.

Ende der 70er Jahre, als ich eine junge Frau war, wurde ich insgesamt drei Mal von Männern belästigt. Am hellichten Tag und ich trug Jeans, T-Shirt und Jacke - ganz normale Kleidung, nichts aufreizendes. In allen Fällen sah ich eher den Grund für die unverfrorene Belästigung in der Nationalität der Täter und verbuchte es unter südländischem Temperament und antiquiertem Frauenbild. Ich bin sie jeweils durch Anschreien losgeworden.

Meine Tochter (damals 23) wurde von einem Mann aus seinem Auto heraus angesprochen, der sie überreden wollte einzusteigen. Sie trug ganz normale Bürokleidung, kam gerade von der Arbeit und ging zu ihrem Auto, das auf einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes stand. Sie dachte erst er wolle nach dem Weg fragen, ist dann aber sofort in ihr Auto eingestiegen, hat es verriegelt und fuhr los.

Als die bauchfreie Mode vor ein paar Jahren in war, gab es keinen Anstieg von Übergriffen - wenn ich mich richtig erinnere.

Vielleicht war das in Köln in manchen Fällen nur ein Mittel zum Zweck: Angst schüren um so an Geld, Handys ect. zu kommen. Die Dreistigkeit und kriminelle Energie ist erschreckend und es wird immer schlimmer. Dazu die Unterbesetzung der Polizei und schon fühlen sich die Täter relativ sicher ungeschoren davon zu kommen. Stimmt ja leider auch.

maryquitecontrary
12.01.2016, 08:58
Ich weiss nicht, ob es in diesen Strang passt, so wie er bisher verläuft, aber für mich ist diese Diskussion, 1) (http://www.dn.se/nyheter/sverige/assaults-at-the-stockholm-festival-have-never-been-fully-investigated/), 2) (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schweden-polizei-vertuschte-sexuelle-uebergriffe-a-1071528.html), die zur Zeit in Schweden läuft, sehr interessant.


Es geht um möglicherweise systematische Übergriffe auf Mädchen und Frauen unter Musikfestivals, in der erweiterten Diskussion um Sicherheit/Schutz vor sexuellen Übergriffen im Alltag.

Es wurde jetzt bekannt, dass einzelne Polizisten aus Sorge darum, fremdenfeindliche Stimmung (die in Schweden gross ist) aufzuheizen, Übergriffe von Migranten auf einem Festival in Stockholm letzten Sommer heruntergespielt haben, was zu einer polizeilichen Einschätzung, das Festival sei ruhig und entspannt verlaufen, geführt hat, obwohl es etliche Vorfälle gab.


Der Leitartikel (http://www.aftonbladet.se/ledare/ledarkronika/karinpettersson/article22073958.ab)im Aftonbladet von Karin Petterson "Hört auf die Frauen, nicht auf die Rassisten" endet folgendermassen:

"Jetzt gibt es nur eine vernünftige Weise, in vier Schritten,mit den Nachrichten von diesen Übergriffen umzugehen:

Erstens es wichtig zu nehmen, dass diese Vorfälle jetzt bekannt werden. Und uns zu versichern, dass die Polizei nicht wieder auf die gleiche Weise vorgeht.

Zweitens, die Aussagen/Zeugnisse der Mädchen und Frauen, die Ungeschütztheit [also gegenüber Übergriffen] erleben, zu fördern und zu beleuchten. Wenn wir das systematisch zu tun beginnen, sollte das einer Revolution gleichkommen.

Zum dritten, darüber nachzudenken, wie deren Sicherheit gestärkt werden kann. Brauchen wir mehr Polizei auf den Festivals? Brauchen wir bessere Beleuchtung auf den Wegen, mehr Unterstützung für Frauenzentren/häuser, müssen wir neue Verbände /Allianzen gründen?

Und zum vierten dürfen wir diese Debatte nicht von den Frauenhassern kidnappen lassen [sie erwähnt vorher die Sveriges Demokraterna], die sich nur ein frischgebügeltes Gleichberechtigungshemd übergestreift haben.

Das wäre nämlich nur ein erneuter Verrat."
(Übersetzung von mir)


In den ganzen Debatten "nach Köln" wird ja deutlich, dass es eine grosse Einigkeit unter den Frauen gibt, sich die erkämpften Rechte und gesellschaftliche Gleichstellung nicht wieder abnehmen zu lassen. Ich hoffe, dass uns das alle noch mehr mobilisiert, und zwar mit humanistischer, nicht fremdenfeindlicher Unternote. Frauenfeindlichkeit muss bekämpft werden, ganz gleich, wer sie zeigt und äussert.


Auf der anderen Seite vermisse ich noch eine breite gesellschaftliche Haltung von Männern wie Frauen zu dem Thema: Gewalt gegen Frauen ist kein Frauenthema. Sondern ein Menschenthema.

bittersweet0403
12.01.2016, 09:03
Ich hoffe, dass uns das alle noch mehr mobilisiert, und zwar mit humanistischer, nicht fremdenfeindlicher Unternote. Frauenfeindlichkeit muss bekämpft werden, ganz gleich, wer sie zeigt und äussert.
So sehe ich das auch. Außerdem sehe ich nicht Migranten, Flüchtlinge etc. sondern einfach nur Menschen.

Wenn sich ein Mensch derart "daneben" benimmt, sollte man ihn schnellstmöglich abschieben, insofern kein deutscher.

Mich hat heute morgen ein Ausspruch von unserer Ministerin Kraft doch sehr verärgert. Sie meinte, dass man Menschen aus Algerien und Marokko nicht abschieben könnte.

Ehrlich gesagt wäre mir völlig egal, wo die Personen herkommen, wer Unfrieden in unserem Land verbreitet muß raus.

Inaktiver User
12.01.2016, 09:38
[...]
Mich hat heute morgen ein Ausspruch von unserer Ministerin Kraft doch sehr verärgert. Sie meinte, dass man Menschen aus Algerien und Marokko nicht abschieben könnte.


Ehrlich gesagt wäre mir völlig egal, wo die Personen herkommen, wer Unfrieden in unserem Land verbreitet muß raus.
Ich habe die Sache mit Hannelore Kraft zuerst nicht richtig kapiert, deshalb schiebe ich noch einen Link (http://www.zeit.de/politik/2016-01/nordrhein-westfalen-hannelore-kraft-koeln-ralf-jaeger) nach:

"Skeptisch äußerte sich Kraft über die Chancen, gefasste Täter abzuschieben. Das seien überwiegend Menschen aus Algerien und Marokko. "Selbst wenn die jetzt was begehen und sie werden verurteilt und wir könnten sie theoretisch abschieben, dann haben wir das Problem, dass die gar nicht aufgenommen werden von den Ländern." Es sei kaum möglich, Ersatzpapiere für diese Menschen zu bekommen und sie abzuschieben. "Das sind alles Dinge, die müssen wir verändern", sagte sie."

Das Ärgerliche ist also nicht der Ausspruch als solcher (wie ich spontan dachte), sondern die verzwickte Rechtslage.

Ich gehe allerdings davon aus, dass man dieses Problem mit etwas gutem Willen aus der Welt schaffen kann. Wenn die marokkanische oder algerische Seite sich weigert, Straftäter zurückzunehmen oder Ersatzpapiere auszustellen, dann muss man ein wenig politischen Druck machen.

Gerade Marokko als beliebtes Reiseland hat sicher kein Interesse daran, dass sein Image in der westlichen Welt allzu sehr leidet.

Allerdings fragt man sich, warum die Politik dieses Problem nicht länst angepackt hat. Das Problem mit Straftätern aus Nordafrika schwelt in manchen Städten ja schon länger.

Inaktiver User
12.01.2016, 09:39
Oh bitte nicht auch noch hier das Migranten-Thema. Es gibt soch schon genug Stränge. Hier geht es darum wie sich Frauen vor Gewaltangriffen schützen können.

Apropos, ich hab da gestern was auf Facebook entdeckt, ich hoffe es klappt mit der Verlinkung (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=839411269503331&set=a.122488764528922.22789.100003033971745&type=3&theater). Eine tolle Frau ist das!

Ich werde den Text der Einfachheit halber hier noch zitieren. Er ist recht lang, aber das Lesen lohnt sich!


Vielleicht mag sich der/die ein oder andere an diesen Post erinnern. Aus aktuellem Anlass möchte ich noch einmal die Situation schildern, in der die beiden Fotos entstanden sind und aus welchem Grund:

Inaktiver User
12.01.2016, 10:57
Mich hat heute morgen ein Ausspruch von unserer Ministerin Kraft doch sehr verärgert. Sie meinte, dass man Menschen aus Algerien und Marokko nicht abschieben könnte.

.

Was sie meint, ist, dass zumindest die Marrokaner ihre Landsleute wohl nicht ohne Weiteres zurücknehmen, Straftäter schonmal gar nicht.


Das ist auch was, und wäre einen eigenen Strang wert, was ich überhaupt noch nicht auf dem Schirm hatte:
Was macht man, wenn die Nationalität und Identität klar ist, warum auch immer ganz klar abgeschoben werden soll, und das Heimatland will die Person nicht wiederhaben?
Ist das Heimatland nicht verpfllichtet die Person zurückzunehmen ODER die Staatsbürgerschaft formal zu entziehen?

Aber wie gesagt, hier OT, nur kurz um zu klären worum es Frau Kraft vermutlich ging.

Bae
12.01.2016, 20:49
Der Leitartikel (http://www.aftonbladet.se/ledare/ledarkronika/karinpettersson/article22073958.ab)im Aftonbladet von Karin Petterson
"Zum dritten, darüber nachzudenken, wie deren Sicherheit gestärkt werden kann. Brauchen wir mehr Polizei auf den Festivals? Brauchen wir bessere Beleuchtung auf den Wegen, mehr Unterstützung für Frauenzentren/häuser, müssen wir neue Verbände /Allianzen gründen?"


Schon wieder!

Bei all den vorgeschlagenen Massnahmen sollen ANDERE was machen. die Polizei, die Beleuchtung, die Frauenhäuser. Was ja alles sinnvoll und nicht falsch ist.

Aber: der Aspekt "wie kriegen wir es hin, dass Frauen sich selbst besser wehren können, sich selbst besser schützen können?" wird wieder mal nicht erwähnt.

Schon wieder nicht. :-(

gruss, barbara

Gustave
12.01.2016, 22:28
Wär auch eine Option. Aber gut, die wär mir eher unlieb, mir ist der Gedanke scheusslich, dass einer mit einem Messer hinter meinem Rücken rumfuchtelt, wo ich das nicht sehe.
gruss, barbara

Einer Waffe, die Nähe "benötigt", kann man sich durch Flucht am Besten entziehen.... sofern man valide ist - was man bei Joggerinnen eigentlich voraussetzen kann.



....Gewalt gegen Frauen ist kein Frauenthema. Sondern ein Menschenthema.
Das sehe ich genauso.
Und ich sehe auch, dass es fast beliebig ist, gegen welche Menschengruppe sich egal-wie-motivierte Gewalt richtet. Wer meint, er wäre ja diesmal nicht betroffen, weil keine Frau, kein dieses oder jenes, der denkt zu kurz.


So sehe ich das auch. Außerdem sehe ich nicht Migranten, Flüchtlinge etc. sondern einfach nur Menschen.
.... die nicht mit unseren Werten zurecht kommen.




....wie kriegen wir es hin, dass Frauen sich selbst besser wehren können, sich selbst besser schützen können?" wird wieder mal nicht erwähnt.

Schon wieder nicht. :-(

gruss, barbara
Ich befürchte, die "ehrliche" Antwort würde Dir nicht gefallen.
Du kannst Dich nicht (besser) schützen und sowieso nicht wehren, wenn sich Männer oder Mob zusammenrotten, die sich vorgenommen haben, Dir zu schaden.

Wir haben hier im Moment ja noch Ausnahmezustand.
Der Aktionismus im Kampf gegen Angriffe gebietet uns, alle Zugänge zur Schule unter Verschluss zu halten ..... die 1m50 hohe Umzäunung des gesamten Schulgeländes ist allerdings von allen vier Seiten leicht zu überwinden und ab dem Schulhof stehen alle Schultüren wieder offen.

So ähnlich sehe ich das auch mit dem Schutz jeglicher Bevölkerungsgruppe.
Ein Angriff, alle jaulen auf, ein bisschen breit gestreuter Aktionismus, der nicht viel taugt und die Gemüter beruhigen sich wieder denn siehe da: Es wird irgendwas getan.

Bae
12.01.2016, 22:46
Einer Waffe, die Nähe "benötigt", kann man sich durch Flucht am Besten entziehen.... sofern man valide ist - was man bei Joggerinnen eigentlich voraussetzen kann.

Ein Messer kann man ziemlich weit werfen. Steine auch. Und dann muss man noch mit einiger Plausiblität sicher sein, schneller zu rennen als ein Angreifer. Sprint war aber noch nie meine stärkste Disziplin. Das ist sicher anders für jene, die damals in der Schule im Hundert-Meter-Rennen immer die Schnellsten waren. ich nicht.



Ich befürchte, die "ehrliche" Antwort würde Dir nicht gefallen.
Du kannst Dich nicht (besser) schützen und sowieso nicht wehren, wenn sich Männer oder Mob zusammenrotten, die sich vorgenommen haben, Dir zu schaden.

Nein, aber ich kann dafür sorgen, dass so viele wie möglich im Spital neben mir zu liegen kommen.





So ähnlich sehe ich das auch mit dem Schutz jeglicher Bevölkerungsgruppe.
Ein Angriff, alle jaulen auf, ein bisschen breit gestreuter Aktionismus, der nicht viel taugt und die Gemüter beruhigen sich wieder denn siehe da: Es wird irgendwas getan.

Wie wäre es damit, nicht "irgendwas" zu tun, sondern Dinge zu tun, die helfen?^^

gruss, barbara

Gustave
12.01.2016, 23:12
"Hört auf die Frauen, nicht auf die Rassisten" endet folgendermassen:

"Jetzt gibt es nur eine vernünftige Weise, in vier Schritten,mit den Nachrichten von diesen Übergriffen umzugehen:

Erstens es wichtig zu nehmen, dass diese Vorfälle jetzt bekannt werden. Und uns zu versichern, dass die Polizei nicht wieder auf die gleiche Weise vorgeht.

Ich glaube nicht, dass "die" Polizei mit der Vertuschung zu tun hat. Das wird in den oberen Etagen entschieden.




Und zum vierten dürfen wir diese Debatte nicht von den Frauenhassern kidnappen lassen [sie erwähnt vorher die Sveriges Demokraterna], die sich nur ein frischgebügeltes Gleichberechtigungshemd übergestreift haben.

Ich empfehle zu diesem Thema Unterwerfung (https://de.wikipedia.org/wiki/Unterwerfung_%28Roman%29)
in der eine der Hauptpersonen, François, besonders hervorsticht. Er ist gewiss kein Frauenhasser sondern ein gebildeter europäischer Mann :engel:



In den ganzen Debatten "nach Köln" wird ja deutlich, dass es eine grosse Einigkeit unter den Frauen gibt, sich die erkämpften Rechte und gesellschaftliche Gleichstellung nicht wieder abnehmen zu lassen.
Ich denke, das wird noch hartes Brot, da vor allem die älteren unter uns Gefahr in Verzug sehen.
Wer nicht weiβ, was vorher war, wer als selbstverständlich nimmt, was in den letzten Generationen erkämpft wurde, wird auβer der akuten Vorkommnisse nichts in Gefahr sehen.



.... und zwar mit humanistischer, nicht fremdenfeindlicher Unternote. Frauenfeindlichkeit muss bekämpft werden, ganz gleich, wer sie zeigt und äussert.
Die Brutalität und offene Verachtung in dieser Qualität KOMMT von unserer Kultur fremden Männern.
Es ist naiv, das zu leugnen, es schön oder politisch korrekt zu reden und als fremdenfeindlich zu bezeichnen.
Die Fremden agieren hier fremdenfeindlich.
Die humanistische Unternote wäre, weniger arrogant zu sein. Unsere westliche Lebensart bringt nicht das Instant-Heil in alle Welten. Egal ob wir dort mal eben einmaschieren oder ob wir von dort mal eben aufnehmen.
Es wird seine Zeit brauchen, bis man da zusammen kommt. "Wir schaffen das" .... in zwei, drei Generationen.
Das war schon immer so, das wird auch in Zukunft so sein.
Und es wird sehr an (uns) Frauen liegen, wie das passiert.
Ich sehe nicht, dass auf lange Sicht irgendwas in trockenen Tüchern wäre.

Inaktiver User
12.01.2016, 23:30
Die Sache ist, wenn wir in Deutschland eine Kultur hätten, die sexuelle Belästigungen allgemein verurteilt, dann hätten wir auch kein Problem mit frauenverachtenden Ausländern.

Noch nichtmal ich stelle mich hin und behaupte es hätte nie einen Kulturbonus gegeben.

Es gab ihn.
Lange.
Noch dieses Jahr hat ja ein Anwalt versucht, für seine Mandanten, die ihre Tochter umgebracht hatten, damit ein milderes Urteil zu erreichen, dass er gesagt hat sie könnten nichts für den Mord, sie wären kulturell verblendet (oder so ähnlich, ich weiß die genaue Formulierung nicht mehr).

Klar versucht der Anwalt das beste für seine Mandanten rauszuholen, das ist sein Job
-aber offensichtlich hielt er die Taktik für erfolgversprechend, erfolgversprechender wie z.B. Reue.


Und DAS ist ein Problem, wir leben in einem Staat, wo Kultur immer irgendwie wichtiger war als Gesetze.


Sieht man auch schön bei den Beschneidungsregeln, das ging auch durch mit "aber das ist ja deren Kultur".

Gustave
12.01.2016, 23:38
Ein Messer kann man ziemlich weit werfen. Steine auch. Und dann muss man noch mit einiger Plausiblität sicher sein, schneller zu rennen als ein Angreifer. Sprint war aber noch nie meine stärkste Disziplin. Das ist sicher anders für jene, die damals in der Schule im Hundert-Meter-Rennen immer die Schnellsten waren. ich nicht.
Bae!
Wer mit dem Messer droht, will Angst machen.
Ein professioneller Messerwerfer wird sich nicht am Rucksack von Joggerinnen vergreifen. Der Jugendliche zählte auf die Lähmung durch Angst.
Du brauchst auch nicht schneller zu sein. Du brauchst nur zu hoffen, dass Du schneller bist.
Wenn Du nämlich brav stehen bleibst, hast Du noch weniger Chancen, falls Dir wirklich jemand ans Leder will.
Also Rucksack stehen lassen und laufen.:blume:




Nein, aber ich kann dafür sorgen, dass so viele wie möglich im Spital neben mir zu liegen kommen.

Wow!:lachen:
Bae und die 40 Räuber.:cool:




Wie wäre es damit, nicht "irgendwas" zu tun, sondern Dinge zu tun, die helfen?^^

Es gibt keine Dinge, die helfen.

Es wird immer nur Makulatur sein können, um die Gemüter und das Stimmvieh zu beruhigen.

Stell Dir den Politiker vor, der zugibt, er könne niemanden und nichts vor terroristischen Anschlägen beschützen!
Geht ja gar nicht sowas!

Ansonsten eine Hundertschaft um unsere Schule verteilt.
Keine Pause mehr im Pausenhof, die Schüler kriechen von Fachraum zu Fachraum, die Fenster bleiben verschlossen und die Rolläden unten. Solange irgendjemand irgendwo gedenkt, sich in irgendjemandes Namen "auszudrücken"?
So kommt vielleicht kein Schüler irgendwie zu Schaden.
Schöne neue Welt.

Es fällt nicht besonders schwer, das alles auf die garantierte Sicherheit von Frauen zu übertragen.

Bae
12.01.2016, 23:58
Bae!
Wer mit dem Messer droht, will Angst machen.

Der schafft das auch, mir Angst zu machen. Messer sind extrem gefährlich, gerade auch bei inkompetenten Rumfuchtlern, aber selbstverständlich auch bei kaltblütig kompetenten Killern. Egal zu welcher Gruppe einer gehört (das weiss ich ja nicht im Voraus), ein Messer lass ich bestimmt nicht aus den Augen, wenn mich einer damit bedroht!



Du brauchst auch nicht schneller zu sein. Du brauchst nur zu hoffen, dass Du schneller bist.
Wenn Du nämlich brav stehen bleibst, hast Du noch weniger Chancen, falls Dir wirklich jemand ans Leder will.

nein, ich muss nicht nur *hoffen*, dass ich schneller bin - wenn der Typ mir nachrennt, muss ich tatsächlich schneller sein als er. Ich kann ja nicht davon ausgehen, dass er mir schon nicht nachrennt.

Aber ich gebe zu, "brav stehenbleiben" ist jetzt auch nicht grad zuvorderst in meiner Optionenliste gestanden, besonders das "brav" nicht. Und wenn ich schon einen Rucksack hab, so kann der mir auch als Schild dienen, mit dem ich das Messer abfangen kann.

Ich bin schlecht in Verteidigung. Angriff kann ich besser. Wie übrigens die allermeisten Leute auch, die mal beides durchtesten und gucken, was besser geht. Angriff ist erstens wirksamer und zweitens auch psychisch viel befriedigender, ICH übernehm die Kontrolle über die Situation. Ich bin Handelnde, nicht Opfer.



Bae und die 40 Räuber.:cool:

nein, ich bin schon ganz allein ein bösartiges fieses brutales Miststück und kultiviere diese Seite an mir auch. Ich brauch nicht noch 40 Leute, die mir dabei helfen.




Es gibt keine Dinge, die helfen.

na mit DER Einstellung können wir ja grad kollektiv Selbstmord machen, meinst du nicht?





Stell Dir den Politiker vor, der zugibt, er könne niemanden und nichts vor terroristischen Anschlägen beschützen!


Man kann sinnvolle Massnahmen ergreifen, die das Risiko von Terroranschlägen senken - kurzfristige wie langfristige - dass es für nichts ausser dem Tod und den Steuern eine Garantie gibt, ist ja hoffentlich sowieso allen klar.






Ansonsten eine Hundertschaft um unsere Schule verteilt.
Keine Pause mehr im Pausenhof, die Schüler kriechen von Fachraum zu Fachraum, die Fenster bleiben verschlossen und die Rolläden unten. Solange irgendjemand irgendwo gedenkt, sich in irgendjemandes Namen "auszudrücken"?
So kommt vielleicht kein Schüler irgendwie zu Schaden.
Schöne neue Welt.

Wieso, ist eure Schule besonders gefährdet, gab es Drohungen oder ähnlich?




Es fällt nicht besonders schwer, das alles auf die garantierte Sicherheit von Frauen zu übertragen.

Es gibt keine garantierte Sicherheit. Natürlich gibt es die nicht. Hat es nie gegeben, wird es nie geben.

Aber es gäbe Liberté, Egalité, Fraternité, womöglich wäre es an der Zeit, wieder mal über diese Begriffe und ihre Implikationen nachzudenken und sich für diese Werte einzusetzen, statt schon jetzt die Arme hängen zu lassen, zu resignieren und zu dekretieren "es gibt keine Dinge, die helfen"

Wenn ich ein Typ der Daesh wäre oder sowas ähnliches, und ich würde deine Worte lesen, ich hätt mindestens einen Steifen - die lassen sich ja SOOO leicht einschüchtern, diese Pfeifen!

nö. nicht mit mir. mit oder ohne die vierzig Räuber.

gruss, barbara

Gustave
13.01.2016, 00:15
Die Sache ist, wenn wir in Deutschland eine Kultur hätten, die sexuelle Belästigungen allgemein verurteilt, dann hätten wir auch kein Problem mit frauenverachtenden Ausländern....

Es gibt deshalb ein Problem damit, weil es nicht eindeutig festgemacht werden kann.
Zwischen dem, der sich durch "Hinterherpfeifen" sexuell belästigt fühlt... und je nachdem, wer pfeift und wie er pfeift und dem, der massive Bedrängung als "noch ganz ok" empfindet, liegen Welten. Es gibt da keine Nomenklatura.
Es gibt Frauen / Männer, die zucken bei dem einen mit den Schultern und andere, die in die Luft gehen.
Sexuelle Belästigung wird jeweils individuell empfunden.
Es gibt keine "allgemeine" sexuelle Belästigung.


Noch nichtmal ich stelle mich hin und behaupte es hätte nie einen Kulturbonus gegeben.

Es gab ihn.
Lange.
Noch immer.



Und DAS ist ein Problem, wir leben in einem Staat, wo Kultur immer irgendwie wichtiger war als Gesetze.
Ich erinnere mich an ein skandalöses Urteil bei einem "Ehrenmord".
Es ist nicht die Kultur, die wichtiger ist.
Sondern das Bedürfnis, nicht über andere Kulturen zu richten, solange man noch so tief in DER SCHULD steht.
Wir sind ja soooo tolerant, um auszubügeln, was wir wieder gut zumachen haben.

Das geht nur leider nicht.




Sieht man auch schön bei den Beschneidungsregeln, das ging auch durch mit "aber das ist ja deren Kultur".

So auch hier.
Ich wette, das wird auch weiterhin praktiziert. Immer mal unterbrochen von kleinen "Aufregerles".

Kulturell bedingt ist auch Polygamie, kulturell bedingt ist auch jahrelanges Schuleschwänzen. Jeweils staatlich subventioniert denn man will die Leute ja nicht auch noch finanziell bestrafen und will solidarisch sein.

Gustave
13.01.2016, 00:56
Ich bin Handelnde, nicht Opfer...
Da bin ich ganz bei Dir:smile:




nein, ich bin schon ganz allein ein bösartiges fieses brutales Miststück und kultiviere diese Seite an mir auch. Ich brauch nicht noch 40 Leute, die mir dabei helfen.

Ich meinte damit eher, die 40 Miststücke, die Dich bedrängen.



na mit DER Einstellung können wir ja grad kollektiv Selbstmord machen, meinst du nicht?

Nein.
Einfach nur sich darauf einstellen, was die Leute in anderen Ländern seit Jahrzehnten leben.

Bist Du am falschen Ort zur falschen Zeit, dann geht's ans Eingemachte.





Man kann sinnvolle Massnahmen ergreifen, die das Risiko von Terroranschlägen senken - kurzfristige wie langfristige - dass es für nichts ausser dem Tod und den Steuern eine Garantie gibt, ist ja hoffentlich sowieso allen klar.

Nein, es gibt keine sinnvollen Maβnahmen.
Das ist der "Charme" von Terroranschlägen.
Wann und wo ist beliebig.
Inzwischen gibt es auch "Privatleute", die den Terroraufrufen folgen und sich spontan zu IS und Konsorten bekennen. Aus welcher Motivation auch immer.


Wieso, ist eure Schule besonders gefährdet, gab es Drohungen oder ähnlich?
Nein, es herrscht hier nur Ausnahmezustand.


Aber es gäbe Liberté, Egalité, Fraternité, womöglich wäre es an der Zeit, wieder mal über diese Begriffe und ihre Implikationen nachzudenken und sich für diese Werte einzusetzen,

Das ist das eine. Und nur eine Floskel.
Das ist aber nicht neu. Nichts ist dem Franzosen so wichtig wie seine Stellung in der Hierarchie, seine Privilegien.
Fraternité bitte nur unter seinesgleichen.
Was ihm bleibt ist die Liberté, die er darin ausdrückt, jeweils "verquer" zu wählen, um denen "da oben" zu zeigen,sie sollen sich mal ihrer Sache nicht zu sicher sein. Das wars aber auch schon.


statt schon jetzt die Arme hängen zu lassen, zu resignieren und zu dekretieren "es gibt keine Dinge, die helfen"
Da ist das andere. Ideal vs unberechenbarer Mörder



Wenn ich ein Typ der Daesh wäre oder sowas ähnliches, und ich würde deine Worte lesen, ich hätt mindestens einen Steifen - die lassen sich ja SOOO leicht einschüchtern, diese Pfeifen!

Kicher.
Seit den Assassinen. Nix wirklich Neues.

Was würdest Du denn vorschlagen, um Attentate im groβen oder kleinen Stil zu verhindern?

Ich glaube im Übrigen, dass Du mich missverstanden hast.
Ich resigniere nicht. Nicht auf meiner Ebene.

Ich lasse mich nicht einschüchtern sondern lebe weiterhin so, wie ich's für richtig halte.
Lasse mir weder dies noch jenes verbieten oder abraten, um ja nicht zu provozieren.

Ich schmücke sogar um die Weihnachtszeit weiterhin meine Tanne im Vorgarten, obwohl sowas bei manchem gar nicht gut ankommt (und systematisch abgerissen wird).

Aber ich resigniere wie Du .....


Es gibt keine garantierte Sicherheit. Natürlich gibt es die nicht. Hat es nie gegeben, wird es nie geben.


.... was die allumfassende Sicherheit von jedem von uns betrifft. Schüler, Frauen und sonstige Zielscheiben.

Inaktiver User
13.01.2016, 01:42
Gustave, grundsätzlich stimme ich Dir zu, als polyamore Frau bin ich allerdings nicht sonderlich begeistert davon dass Du Polygamie in die gleiche Kategorie wie jahrelanges Schuleschwänzen packst.

Bae
13.01.2016, 09:08
Ich meinte damit eher, die 40 Miststücke, die Dich bedrängen.
(...)

Bist Du am falschen Ort zur falschen Zeit, dann geht's ans Eingemachte.


Stimmt. Aber nicht nur für mich, auch für sie. Oder zumindest für einige von ihnen.

Es kam ja mal das Beispiel auf mit der Katze, die eine Ratte in die Ecke drängt, und irgendwann wehrt sich die Ratte mit dem Mut der Verzweiflung und verscheucht die Katze.
- der Katze geht es um fast nichts - ein bisschen spielen, ein Mittagessen.
- der Ratte geht es um alles, nämlich ihr Leben.

So wie es auch Grabschern um fast nichts geht - ein bisschen Spass ohne Risiko. Ob die Lust zum Grabschen dann immer noch so gross ist, wenn es danach aussieht, dass "es geht um fast nichts" sich verändern könnte zu "es könnte verdammt weh tun, und es könnte mich als Nächsten treffen", halte ich durchaus für fraglich.




Nein, es gibt keine sinnvollen Maβnahmen.
Das ist der "Charme" von Terroranschlägen.
Wann und wo ist beliebig.

Stimmt, der einzelne Anschlag kann irgendwo, irgendwann kommen. Das war aber schon immer so.

Es geht aber auch noch um etwas Anderes; es geht darum, ob wir uns von der Drohung dazu bewegen lassen, unser Leben von der Angst von Terroranschlägen bestimmen zu lassen, uns mit jedem Schritt einschränken zu lasen. In Frankreich ist das leider je länger je mehr der Fall, in der Tat. Dann haben aber die Terroristen nicht nur erreicht, dass sie es gelegentlich schaffen, eine Bombe zu zünden, sondern sie haben zusätzlich ganze Länder quasi in Geiselhaft genommen. Und das mit dem relativ geringen Einsatz von ein paar Bomben, ein paar Schiessereien. Und alle zittern vor ihnen. Das kann's nicht sein!



Inzwischen gibt es auch "Privatleute", die den Terroraufrufen folgen und sich spontan zu IS und Konsorten bekennen. Aus welcher Motivation auch immer.

hat "Privatleute" in Gänsefüsschen eine bestimmte Bedeutung? Der IS hat schon immer Einzelne angesprochen. Das ist ja nichts Neues.



Nein, es herrscht hier nur Ausnahmezustand.

ich hab nur in der Schule hier in meiner Nähe bisher weder Stacheldraht noch massenhaft Polizisten noch mit Brettern verschlagene Fenster bemerkt. Hier wo ich bin, herrscht ja derselbe Ausnahmezustand. Aber vielleicht hab ich nicht genau genug geguckt.


, Das ist das eine. Und nur eine Floskel.

Vielleicht sollte es keine Floskel bleiben.... 1789 und danach ist eine ganze Menge Blut geflossen und das nicht nur für eine "Floskel", sondern im Bewussstsein einer tiefen Ungerechtigkeit und eines "das muss sich ändern, und wenn ich dafür sterben muss!", und Liberté, Egalité, Fraternité als Essenz dessen, was als so wichtig und so wertvoll empfunden wurde, dass der eigene Tod daneben als relativ unbedeutend erschien.

Wir sollten dieses Erbe nicht vernachlässigen, sondern aufnehmen und weiterführen und weiter entwickeln.



Das ist aber nicht neu. Nichts ist dem Franzosen so wichtig wie seine Stellung in der Hierarchie, seine Privilegien.
Fraternité bitte nur unter seinesgleichen.
Was ihm bleibt ist die Liberté, die er darin ausdrückt, jeweils "verquer" zu wählen, um denen "da oben" zu zeigen,sie sollen sich mal ihrer Sache nicht zu sicher sein. Das wars aber auch schon.

Dann wär's höchste Zeit, das zu ändern, findest du nicht auch?

Oder bist du der Auffassung, dass Werte beliebig sind und es nicht sowas wie bessere und schlechtere Werte gibt?




Da ist das andere. Ideal vs unberechenbarer Mörder

So unberechenbar sind sie auch nicht; die Vorbereitung eines Anschlags erfordert Zeit, Material, Kommunikation, eine Menge illegaler Handlungen schon im Voraus, bis es überhaupt soweit ist... und von wegen was hat Frankreich eigentlich schon seit längerem die totale Kommunikationsüberwachung eingeführt?

Und warum eigentlich konnte Frankreich Attentäter nicht stoppen, obwohl sowohl die von Charlie Hebdo als auch jene vom November schon bekannt waren als problematisch? (das ist womöglich ein Problem im Rahmen von *Fraternité nur unter seinesgleichen*, wenn unterschiedliche Dienststellen nicht gemeinsam handeln können...)



Was würdest Du denn vorschlagen, um Attentate im groβen oder kleinen Stil zu verhindern?

Kurzfristig: klassische Polizeiarbeit. Was unter anderem bedeutet, der Polizeit auch die Mittel zu geben - finanzielle, personelle, aber vor allem organisatorische - dass sie Hinweisen auch nachgehen kann und eventuelle Vorbereitungen zu Anschlägen rechtzeitig erkennt und verhindern kann.

Langfristig - das is schwieriger - ein ernsthafte Auseinandersetzung mit "Liberté, Egalité, Fraternité" und dessen Umsetzung in den Alltag. Was eine Herkulesarbeit ist, die so vielfältige Dinge umfasst wie eine neue Verteilung des Wohlstands, das Einrichten von öffentlichem Verkehr, Baureglemente die Schönheit hervorbringen (weil man Hässlichkeit nie lieben kann und im Häslichen nie Loyalität zu einer Gegend entwickeln kann). Dies im Detail auszuführen, würde hier zu weit führen.

Und natürlich steht nicht nur Frankreich vor dieser Herausforderung, sondern alle Länder rundherum auch.



Ich lasse mich nicht einschüchtern sondern lebe weiterhin so, wie ich's für richtig halte.
Lasse mir weder dies noch jenes verbieten oder abraten, um ja nicht zu provozieren.

dann ist ja gut :-)




Aber ich resigniere wie Du .....


.... was die allumfassende Sicherheit von jedem von uns betrifft. Schüler, Frauen und sonstige Zielscheiben.

Dass es keine allumfassende Sicherheit gibt, und nicht geben kann, ist nicht "Resignation" (was im Deutschen ja eine depressive, pessimistische Grundstimmung impliziert), sondern lediglich das Feststellen einer simplen Tatsache von ähnlicher Kategorie wie "wenn es regnet, wird man nass".

gruss, barbara

Bae
13.01.2016, 09:11
Es gibt deshalb ein Problem damit, weil es nicht eindeutig festgemacht werden kann.
Zwischen dem, der sich durch "Hinterherpfeifen" sexuell belästigt fühlt... und je nachdem, wer pfeift und wie er pfeift und dem, der massive Bedrängung als "noch ganz ok" empfindet, liegen Welten. Es gibt da keine Nomenklatura.


Genau für so etwas gibt es ja Richter, die anhand von Präzendenzfällen die übliche Interpretation eines Gesetzes abstecken und sich an den Details abarbeiten.

Es mag durchaus auch sein, dass in vielen Ländern sexuelle Gewalt bzw Ansätze dazu immer noch als Kavaliersdelikt gilt, und dass sich die Gerichtspraxis ändern muss, um den bestehenden gesetzlichen Rahmen anders auszuschöpfen.

gruss, barbara

Inaktiver User
13.01.2016, 09:50
Die Sache ist, wenn wir in Deutschland eine Kultur hätten, die sexuelle Belästigungen allgemein verurteilt, dann hätten wir auch kein Problem mit frauenverachtenden Ausländern.


Ich wüsste nicht dass es bei uns in der Firma z.B. toleriert würde, wenn sich jemand weigerte einer Frau die Hand zu geben.

Für mich hat das eine völlig andere Qualität als das, was ich hier in meinem männerdomininierten Umfeld sonst so erlebe. Vor allem, wenn ich das über die letzten 30 Jahre betrachte, da ist heute bereits vieles undenkbar was noch vor ein paar Jahren als völlig normal galt.

Inaktiver User
13.01.2016, 10:32
hilfskonstruktion, ich habe in manchen Lebensbereichen ebenfalls ein maennerdominiertes Umfeld aber eben nicht in allen.

Und gerade dieses Umfeld ist sehr darauf bedacht, Dinge zu vermeidden, die als sexuelle Belaestigung gesehen werden koennten, wobei es schon Diskussionen ueber die Definition gab.


Im gemischten Umfeld sieht das teilweise ganz anders aus.

Inaktiver User
13.01.2016, 10:37
Im gemischten Umfeld sieht das teilweise ganz anders aus.

Auch da kenn ich das nicht, dass man Frauen öffentlich missachtet weil es Frauen sind.

Inaktiver User
13.01.2016, 10:45
Nicht in einem Umfang wie in Köln natürlich.


Bae, ich seh das wirklich kritisch mit den Strafen:

Solange die Strafe für kleinere Sexualdelikte (Hinterherpfeifen, unbedrohliches Antatschen) recht gering ist, wird sich kaum eine den Aufwand machen das anzuzeigen.


Ist die Strafe aber sehr hoch, wird AUCH manche Frau das überzogen finden und eben deshalb nicht anzeigen.


Andererseits, das fällt mir jetzt gerade ein:

Wenn man fürs einmalige Begrabbeln z.B. eine sehr hohe Strafe zahlen müsste, ein paar 1000 Euro.


Es GÄBE bestimmt auch welche die zeigten das an.
Mit Erfolg.


Und das spräche sich herum.



Hm.


Schwierig.



Ich glaube das ist wirklich DAS Kernproblem:
Was sehen wir als Gesellschaft als wie schlimm?

Rowellan
13.01.2016, 11:13
Wow!:lachen:
Bae und die 40 Räuber.:cool:

Naja, bei eins zu 40 wird es wahrscheinlich schwierig, aber es kann funktionieren.

Ich werde nie die Erzählung eines Bekannten vergessen - okay, er ist ein Mann, aber ich denke, bei entsprechendem Training ist das auch für Frauen möglich: Er lief irgendwo abends lang, als ihn von hinten zwei Typen mit einem Messer anfielen, wohl als Raubüberfall gedacht. Blöderweise hat mein Bekannter aber einen schwarzen Gürtel in irgendeiner exotischen asiatischen Kampfsportart und er sagte, in diesem Moment hätten nur noch seine Reflexe und sein Training übernommen...

Die zwei Typen sind dann irgendwann im Krankenhaus wieder aufgewacht. (Und mein Bekannter hatte Glück, daß es einen Zeugen für die ursprüngliche Attacke gab, die Kriminellen hatten sogar noch die Dreistigkeit, ihn wegen Körperverletzung anzeigen zu wollen)

Will heißen: Selbstverteidigungskenntnisse können durchaus was bringen.

Da muss ich mich auch selbst an der Nase fassen, ich bin auch so ein Hascherl, das Angst hat, andere zu verletzen. Schön blöd :niedergeschmettert:

Inaktiver User
13.01.2016, 12:22
Wo ich Bae recht gebe: ich hab auch den Eindruck, dass Frauen eher dazu neigen Angst zu haben statt wütend zu werden.

Das hab ich auch noch nie verstanden.

Ist ja auch im Privaten so: ihr Typ behandelt sie mies, und sie sind traurig statt stinkendsauer. :niedergeschmettert:

Rowellan
13.01.2016, 13:40
Ist ja auch im Privaten so: ihr Typ behandelt sie mies, und sie sind traurig statt stinkendsauer. :niedergeschmettert:
DAS kann ich wiederum nachvollziehen. Jemand, den ich wirklich liebe, auf den kann ich nicht sauer werden. Traurig, verletzt, das ja - aber nicht wütend. Wut und Liebe sind - bei mir - zwei Gefühle, die sich gegenseitig komplett ausschließen.

Inaktiver User
13.01.2016, 13:46
Das ist jetzt interessant. :smile:

Ich bin tendenziell eher auf jemand wütend der mir nahesteht - bei Fremden regt mich das gar nicht so auf.

Lieben kann ich ihn trotzdem, bei mir geht das zusammen.

Für mich ist das erstaunlich, ich denk oft, wenn der Typ sich danebenbenimmt, wieso bist du dann verletzt? Das krieg ich wiederum nicht zusammen, wieso man das negative Gefühl dann quasi auf sich selbst richtet statt auf den der es zu vertreten hat.

Rowellan
13.01.2016, 13:55
Kann ich dir nicht wirklich beantworten (und würde hier auch zu weit off-topic führen, denke ich). Gefühle und Emotionen sind ja gerade etwas, das sich rationaler Kontrolle und Logik gerne mal entzieht.

Bei mir ist es jedenfalls so, daß ich sehr, sehr selten wirklich liebe. Aber wenn, dann bedingungslos und komplett. Was mich natürlich weit offen und wehrlos macht gegenüber dem geliebten Menschen.


Das spielt für die aktuelle Diskussion natürlich keine Rolle.

Inaktiver User
13.01.2016, 14:00
Das spielt für die aktuelle Diskussion natürlich keine Rolle.

Wir zwei persönlich sicher nicht - aber dass Frauen Aggressionen eher gegen sich selbst richten als gegen einen Verursacher ist für mich schon Teil des Problems. Ganz grundsätzlich.

Inaktiver User
13.01.2016, 14:03
Und noch jemand, passenderweise auch aus Frankfurt, der nicht mit dem Märchen vom allzeit sicheren Deutschland kommt.

Ich bin Anfang der 1990er auf dem Weg zur Arbeit, sehr seriös gekleidet, im HBF Frankfurt von einer Gruppe Männer belästigt worden, die ich Osteuropa zuordnen würde. An einem ganz normalen Werktagsmorgen um kurz vor 09:00 Uhr, fand ich mich umringt von 5 Männern, die nach mir griffen, rempelten, grabschten. Es hat niemanden der Vorbeihastenden interessiert. Blöd für die Jungs war, dass ich zwar eine zarte Anfang-Zwanzigerin war, aber im Pott in einer durchaus nicht unproblematischen Gegend aufgewachsen bin, und dass mich Übergriffe umgehend in einen extrem wütenden Zustand versetzen, der mich wie ein Furie nach vorne gehen lässt. Ich habe nicht gezögert, mich meiner Haut energisch zu wehren, aber man muss das realistisch sehen: eine gegen 5 hat naturgemäß keine guten Karten. So gesehen war der öffentliche Ort HBF an diesem Tag einfach mein Glück.

Der Vorfall, zu dem sich im Lauf der Jahre einige wenige hinzu gesellten - meist handelte es sich um verbale Übergriffe - hat mich stets darin bestärkt, aufmerksam zu sein, mir selbst den Rücken frei zu halten, und darauf eingestellt zu sein, mich selbst zu verteidigen. Ich weiss wie, ich weiss wo, und ich bin fit genug, das auch mit Nachdruck umzusetzen. Das, nicht Pfefferspray oder eine andere Waffe, gibt mit Ruhe und Rückhalt.

Ich habe noch nie, und ich werde nie auf Behörden und Sicherheitsorgane setzen. Die Bagatellisierung von Gewalt gegen Frauen ist auch in unserer ach so zivilisierten Gesellschaft Alltag, und wer glaubt, das sei nicht so, schaut nicht richtig hin.

Ich kann jeder Frau nur nahe legen, wehrhaft zu sein und wehrhaft zu bleiben. Eine Garantie ist das niemals, aber es erhöht die Chancen, im Fall des Falles zumindest ein Fluchtfenster aufzustossen, und mit einigermassen heiler Haut davon zu kommen.

Mit Asylanten hat das Thema meines Erachtens herzlich wenig zu tun. Die meisten Übergriffe erfolgen immer noch und jeden Tag im häuslichen Umfeld.

Inaktiver User
13.01.2016, 14:05
Mit Asylanten hat das Thema meines Erachtens herzlich wenig zu tun. Die meisten Übergriffe erfolgen immer noch und jeden Tag im häuslichen Umfeld.

In meinem nicht. Das kann ich nämlich beeinflussen - wer am HBF rumhängt leider nicht.

Inaktiver User
13.01.2016, 14:07
hat mich stets darin bestärkt, aufmerksam zu sein, mir selbst den Rücken frei zu halten, und darauf eingestellt zu sein, mich selbst zu verteidigen. Ich weiss wie, ich weiss wo, und ich bin fit genug, das auch mit Nachdruck umzusetzen. Das, nicht Pfefferspray oder eine andere Waffe, gibt mit Ruhe und Rückhalt.

Ich habe noch nie, und ich werde nie auf Behörden und Sicherheitsorgane setzen. Die Bagatellisierung von Gewalt gegen Frauen ist auch in unserer ach so zivilisierten Gesellschaft Alltag, und wer glaubt, das sei nicht so, schaut nicht richtig hin.


Meine Rede!

Rowellan
13.01.2016, 14:19
Wir zwei persönlich sicher nicht - aber dass Frauen Aggressionen eher gegen sich selbst richten als gegen einen Verursacher ist für mich schon Teil des Problems. Ganz grundsätzlich.
Ganz grundsätzlich gebe ich dir da Recht.

Inaktiver User
13.01.2016, 17:51
[...]
Die zwei Typen sind dann irgendwann im Krankenhaus wieder aufgewacht. (Und mein Bekannter hatte Glück, daß es einen Zeugen für die ursprüngliche Attacke gab, die Kriminellen hatten sogar noch die Dreistigkeit, ihn wegen Körperverletzung anzeigen zu wollen)

Will heißen: Selbstverteidigungskenntnisse können durchaus was bringen.
[...]

Sicher, nur ist das kein Kurs, kein Gerät in der Tasche, sondern ein andauerndes Training, eben auch im direkten Kampf. Und wahrscheinlich waren die Täter etwas unbeholfen, wenn sie mit der Waffe gedroht haben.

Meinem Bruder erging es ähnlich, als ihn jemand mit einem Messer bedrohte. Nur war er Hooligan, Gewohnheitsschläger, und hat gut MMA Erfahrung. Es hätte ganz anders ausgesehen, wenn der Angreifer diesen Wissens- und Erfahrungsvorsprung gehabt hätte.

Kann man nicht darauf zurückgreifen, muss man sich was anderes einfallen lassen. Ich selbst bin mittlerweile recht sorgfältig darin, ganz gewisse Situationen zu vermeiden.

Bae
13.01.2016, 20:21
Ich glaube das ist wirklich DAS Kernproblem:
Was sehen wir als Gesellschaft als wie schlimm?

Dafür braucht es eine öffentliche Diskussion und idealerweise eine Volksabstimmung (oder ein ähnliches Verfahren zur Ermittlung des Volkswillens) im Hinblick auf mögliche Veränderungen im Strafrecht.

Oft ist ja das Problem nicht einmal die Gesetzeslage (obwohl in dem Fall in Deutschland ist es wohl Teil des Problems), sondern die Umsetzung. Vielleicht würde es ja ausreichen, die bestehenden Regelungen besser, konsequenter auszuschöpfen. vielleicht können sich mal ein paar Juristen dran machen und gucken, welche Paragrafen wofür geeignet sind, und wo die aktuelle Rechtssprechung Schwächen hat.

gruss, barbara

Bae
13.01.2016, 20:25
Wir zwei persönlich sicher nicht - aber dass Frauen Aggressionen eher gegen sich selbst richten als gegen einen Verursacher ist für mich schon Teil des Problems. Ganz grundsätzlich.


ja, und da spielt auch die Sozialisierung nach wie vor eine grosse Rolle.

Womöglich muss man Mädchen extra und mehrfach sagen: es ist OK zuzuschlagen. und dann auch noch zeigen, wie man wirksam zuschlagen kann, wie man zB eine Faust macht, und welche Techniken es Schwächeren erlauben, sich gegen Stärkere zu schützen.

gruss, barbara

Inaktiver User
13.01.2016, 22:40
Ja.....ich bin immer noch irritiert darüber, dass das noch nicht zur Standarderziehung und Schulausbildung von Mädchen gehört.

Dass das bei mir an der Schule als Kurs vorkam war wohl ein Sonderfall, aber sowohl in der Familie als auch später im männlichen Freundeskreis wurde ich in der Beziehung noch ab und an überwiesen, und ich bin etwas baff, dass das anscheinend so selten gemacht wird.

phaden
14.01.2016, 20:51
Die Brutalität und offene Verachtung in dieser Qualität KOMMT von unserer Kultur fremden Männern.
Es ist naiv, das zu leugnen, es schön oder politisch korrekt zu reden und als fremdenfeindlich zu bezeichnen.
Die Fremden agieren hier fremdenfeindlich.Ich denke, sie agieren so, wie sie auch in ihren Heimatländern agieren. Es spielt dort bei dieser Sorte von Männern keine Rolle, ob eine Frau ein Kopftuch oder eine Burka trägt. Sie sind per se frauenfeindlich.
Nur sind sie es gewohnt, dass es in ihren Heimatländern keine Konsequenzen hat und dass die Frauen sich auch nicht wehren.
Es sind Kriminelle hier wie dort, Frauenhasser, die sich in der Meute wohlfühlen.
Eine Art von Kriminalität, die hier noch unbekannt ist. Nun aber nicht mehr.


Es mag durchaus auch sein, dass in vielen Ländern sexuelle Gewalt bzw Ansätze dazu immer noch als Kavaliersdelikt gilt, und dass sich die Gerichtspraxis ändern muss, um den bestehenden gesetzlichen Rahmen anders auszuschöpfen.Unsere Gesetze sind dahingehend eigentlich ziemlich klar. Sie sollten nur angewendet werden.


Mit Asylanten hat das Thema meines Erachtens herzlich wenig zu tun. Die meisten Übergriffe erfolgen immer noch und jeden Tag im häuslichen Umfeld.Öffentliche Frauenjagd hat nichts mit häuslichen Übergriffen zu tun. Da dürfte es wohl kaum einen Unterschied zwischen Ausländern, Asylanten oder Deutschen geben.
Es ist eine uns völlig unbekannte Art der Kriminalität. Sie kommt aus einer anderen Kultur, wo Frau von Polizisten in der Öffentlichkeit diszipliniert werden, wenn sie die falsche Kleidung tragen oder von einer Meute Männer getrieben werden, weil sie ihrer Meinung nach zu wenig Haut bedecken.
Insofern hat dieses Thema sehr wohl mit den Asylanten zu tun.

Inaktiver User
14.01.2016, 21:06
.........

Ich habe noch nie, und ich werde nie auf Behörden und Sicherheitsorgane setzen. Die Bagatellisierung von Gewalt gegen Frauen ist auch in unserer ach so zivilisierten Gesellschaft Alltag, und wer glaubt, das sei nicht so, schaut nicht richtig hin.

Ich kann jeder Frau nur nahe legen, wehrhaft zu sein und wehrhaft zu bleiben. Eine Garantie ist das niemals, aber es erhöht die Chancen, im Fall des Falles zumindest ein Fluchtfenster aufzustossen, und mit einigermassen heiler Haut davon zu kommen.

................

danke dafür! Ich teile Deine Meinung voll und ganz!

und ja, es sollte in der Schule Pflichtfach sein, Selbstverteidigung, wie auch viele andere lebenswichtioge Inhalte, die in unseren Schulen nicht vorkommen...leider....

Gustave
15.01.2016, 01:14
Gustave, grundsätzlich stimme ich Dir zu, als polyamore Frau bin ich allerdings nicht sonderlich begeistert davon dass Du Polygamie in die gleiche Kategorie wie jahrelanges Schuleschwänzen packst.
Äh ... räusper... ich hab's da eher von den legalen Auswirkungen.... und dem zweifelhaften Vergnügen der Steuerzahler, illegale Auswüchse persönlicher Vorlieben zu bezahlen.


.... "es könnte verdammt weh tun, und es könnte mich als Nächsten treffen", halte ich durchaus für fraglich. ...
Ich würde mich auch mit Händen und Füβen und allen ausgefahrenen Krallen wehren - habe aber dennoch nicht den Anspruch, ein paar von denen ins Krankenhaus zu befördern, wenn ich von einer Rotte bedrängt würde. Ich halte das für eine Illusion.


Stimmt, der einzelne Anschlag kann irgendwo, irgendwann kommen. Das war aber schon immer so.
Sag ich doch.


Es geht aber auch noch um etwas Anderes; es geht darum, ob wir uns von der Drohung dazu bewegen lassen, unser Leben von der Angst von Terroranschlägen bestimmen zu lassen, uns mit jedem Schritt einschränken zu lasen.

Das hat unsere Regierung mit diesem Notstand ja gemacht.

Aktionismus, wohin das Auge blickt.



In Frankreich ist das leider je länger je mehr der Fall, in der Tat. Dann haben aber die Terroristen nicht nur erreicht, dass sie es gelegentlich schaffen, eine Bombe zu zünden, sondern sie haben zusätzlich ganze Länder quasi in Geiselhaft genommen. Und das mit dem relativ geringen Einsatz von ein paar Bomben, ein paar Schiessereien. Und alle zittern vor ihnen. Das kann's nicht sein!
Eben.
Das kann's nicht sein.
Es IST aber so.
Die Menschen haben mehr Angst vor den Mörderbanden als vor dem Straβenverkehr, als vor Krankenhäusern, usw.
Ist vermutlich das gleiche Prinzip wie ein Flugzeugabsturz vs die Toten im Straβenverkehr.
Das eine ist aufsehenerregend das andere banal.



....hat "Privatleute" in Gänsefüsschen eine bestimmte Bedeutung? Der IS hat schon immer Einzelne angesprochen. Das ist ja nichts Neues.
Ja, es gibt neuerdings für den "Privatmann" die Möglichkeit, dass er seinen Frust eines Tages an jemandem ablässt, auch ohne speziell dafür angeworben zu sein. Er beruft sich dann halt auf Daesch oder IS und war aber gar kein "echter". Was wir dann alle mit Erleichterung registrieren.


ich hab nur in der Schule hier in meiner Nähe bisher weder Stacheldraht noch massenhaft Polizisten noch mit Brettern verschlagene Fenster bemerkt. Hier wo ich bin, herrscht ja derselbe Ausnahmezustand. Aber vielleicht hab ich nicht genau genug geguckt.
Sag ich doch: Es wäre fast lustig, wenn's nicht so lächerlich wäre.
Bei uns wird der Eingang verschlossen gehalten, am Elternabend werden die Ausweise der Eltern, deren Kommen und Gehen per Unterschrift kontrolliert und für DEN Terroristen, der es auf unsere Schule abgesehen hätte, gäbe es alle anderen Möglichkeiten.

Aaaaaaaber der Staat zeigt Präsenz und ergreift Maaaaaaβnahmen zum SCHUTZ seiner Bürger, anstatt reinen Wein einzuschenken.



Vielleicht sollte es keine Floskel bleiben.... 1789 und danach ist eine ganze Menge Blut geflossen und das nicht nur für eine "Floskel", sondern im Bewussstsein einer tiefen Ungerechtigkeit und eines "das muss sich ändern, und wenn ich dafür sterben muss!", und Liberté, Egalité, Fraternité als Essenz dessen, was als so wichtig und so wertvoll empfunden wurde, dass der eigene Tod daneben als relativ unbedeutend erschien.
Na gut, das ist ja inzwischen allgemein bekannt, dass dafür auch wahllos Hinz und Kunz auf bloβe Denunziation wie zur guten alten Zeit der Hexenverfolgung gestorben ist, sowie die Initiatoren der Revolution. Und es hat dann letztlich doch wieder zu Napoleon geführt - und dabei ist es auch geblieben.

Wichtig und wertvoll ist es nur noch als Floskel, gelebt und erlebt wird es anders.


Wir sollten dieses Erbe nicht vernachlässigen, sondern aufnehmen und weiterführen und weiter entwickeln.


Das geht wohl nur im kleinen Rahmen.
Und da ist es möglich.




Dann wär's höchste Zeit, das zu ändern, findest du nicht auch?

Ich bin da sehr skeptisch.
Solange Politiker in erster Linie Karriereisten sind.



Oder bist du der Auffassung, dass Werte beliebig sind und es nicht sowas wie bessere und schlechtere Werte gibt?
Natürlich gibt es das. Schlechtere und bessere Werte. Immer von meinem Standpunkt aus gesehen, versteht sich.
Aber die Werte werden beliebig, wenn sie keinen gesellschaftlichen Konsens erfahren. Oder wenn die Ausnahmen erst zunehmen, dann in Konkurrenz mit den Werten treten und schlieβlich den Wert aushebeln und ihn zur Ausnahme machen.



So unberechenbar sind sie auch nicht; die Vorbereitung eines Anschlags erfordert Zeit, Material, Kommunikation, eine Menge illegaler Handlungen schon im Voraus, bis es überhaupt soweit ist...

Um es berechenbar zu machen, bedürfte es Kooperation zwischen den Behörden - gerne auch auf internationalem Niveau. Und das ist noch immer eine heikle Sache.



....und von wegen was hat Frankreich eigentlich schon seit längerem die totale Kommunikationsüberwachung eingeführt?
Zum x-ten Mal: Der Ausnahmezustand


Und warum eigentlich konnte Frankreich Attentäter nicht stoppen, obwohl sowohl die von Charlie Hebdo als auch jene vom November schon bekannt waren als problematisch? (das ist womöglich ein Problem im Rahmen von *Fraternité nur unter seinesgleichen*, wenn unterschiedliche Dienststellen nicht gemeinsam handeln können...)
Genau. Einmal die Zusammenarbeit der Behörden und dann der Schutz der Bürger vor der polizeilichen Willkür und der Gang auf rohen Eiern, wenn man den einen Bürger einer bestimmten Bevölkerungsschicht im Visier hat. Da gilt doppelte und dreifache Ermittlung. Sonst ist es Rassismus.


Kurzfristig: klassische Polizeiarbeit. Was unter anderem bedeutet, der Polizeit auch die Mittel zu geben - finanzielle, personelle, aber vor allem organisatorische - dass sie Hinweisen auch nachgehen kann und eventuelle Vorbereitungen zu Anschlägen rechtzeitig erkennt und verhindern kann.
Ich habe den ein oder anderen Einblick: Die gesetzlichen Hürden sind hoch - das war irgendwann wohl mal chic. So agiert die Polizei in Handschellen und oft genieβen sogar offensichtliche Gesetzesbrecher mehr Schutz als die Opfer.

Wenn Du beispielsweise 3 Wochen von zu Hause weg bist und dann zurück kommst, kann es sein, dass jemand (http://france3-regions.francetvinfo.fr/aquitaine/gironde/begles-la-maison-d-un-retraite-squattee-849711.html)in Deinem Haus wohnt. Und die Polizei darf ihn nicht rausschmeiβen, weil noch kein Gericht darüber befunden hat, ob die Polizei ihn rausschmeiβen darf.
Das ist nur ein Beispiel auf gaaanz kleinem, so unbedeutendem Niveau.



Dies im Detail auszuführen, würde hier zu weit führen.
Ganz Deiner Meinug.
Langfristig ist hier kein gutes Wort.
Es muss alles schnellschnell gehen.

Die Generation derer, die Familien gründen wollen, werden in Zeitverträgen kantoniert,
die, die noch ausgepresst werden können, machen Überstunden ohne Ende, um ihre Steuren bezahlen zu können, mit denen schnellschnell subventionierte Arbeitsplätze geschaffen werden usw, usw.
Für "langfristig" ist da kein Raum, wie ich befürchte.


"wenn es regnet, wird man nass".
:smile:




Ich wüsste nicht dass es bei uns in der Firma z.B. toleriert würde, wenn sich jemand weigerte einer Frau die Hand zu geben.
Oh, in meiner "Firma" wird das toleriert.


....da ist heute bereits vieles undenkbar was noch vor ein paar Jahren als völlig normal galt.
Hier ist vieles normal, was mir noch vor ein paar Jahren als völlig undenkbar galt.



Naja, bei eins zu 40 wird es wahrscheinlich schwierig, aber es kann funktionieren.


Die zwei Typen sind dann irgendwann im Krankenhaus wieder aufgewacht. (Und mein Bekannter hatte Glück, daß es einen Zeugen für die ursprüngliche Attacke gab, die Kriminellen hatten sogar noch die Dreistigkeit, ihn wegen Körperverletzung anzeigen zu wollen)

Wer schwere Körperverletzung verursacht, muss sich auf jeden Fall verantworten und wer einen schwarzen Gürtel in wasauchimmer trägt, hat ganz besonders schlechte Karten.

Wie Dein Bekannter aus der Nummer raus gekommen ist, ist mir ein Rätsel.



Ja.....ich bin immer noch irritiert darüber, dass das noch nicht zur Standarderziehung und Schulausbildung von Mädchen gehört....
Für Kinder im Allgemeinen, wie ich meine.


Ich denke, sie agieren so, wie sie auch in ihren Heimatländern agieren. Es spielt dort bei dieser Sorte von Männern keine Rolle, ob eine Frau ein Kopftuch oder eine Burka trägt. Sie sind per se frauenfeindlich.
Nur sind sie es gewohnt, dass es in ihren Heimatländern keine Konsequenzen hat und dass die Frauen sich auch nicht wehren....

Nicht nur das. In manchen Ländern gehört der Angriff auf Frauen zu den Mitteln der Repression von staatlicher Seite aus.


Insofern hat dieses Thema sehr wohl mit den Asylanten zu tun.

Ganz Deiner Meinung.

Die Eselei, sich dieser Tatsache zu verschlieβen, haben schon andere europäische Staaten gemacht.

Und auch die Eselei zu glauben, dass es reicht, durch materielle Hilfe zu bestechen..... alles andere würde sich schon irgendwie in Wohlgefallen auflösen.

Sasapi
15.01.2016, 06:10
Ja.....ich bin immer noch irritiert darüber, dass das noch nicht zur Standarderziehung und Schulausbildung von Mädchen gehört.

Dass das bei mir an der Schule als Kurs vorkam war wohl ein Sonderfall, aber sowohl in der Familie als auch später im männlichen Freundeskreis wurde ich in der Beziehung noch ab und an überwiesen, und ich bin etwas baff, dass das anscheinend so selten gemacht wird.

Bitte, was soll denn noch alles in die Schulen?

Mal ganz abgesehen davon, dass die Grundschulen eher mit Programmen wie "Faustlos" arbeiten- Gewaltpräventionsprogramm, um Prügeleien, Hänseleien etc. zu vermeiden. Das beißt sich dann schon ein bißchen....ich könnte mir gut vorstellen, dass diverse "Übungen" aus dem Selbstverteidigungsunterricht dann gerne auf dem Schulhof geübt werden ( ich kann mich noch lebhaft an die "Kung Fu Welle" aus den 70gern erinnern, da wurde gerne in den Pausen geübt...) und das läuft dann den Schulregeln "Wir schlagen uns nicht und sind nett zueinander" sehr zuwider.

Dann gibts noch den sog. "lebenspraktischen Unterricht", den etliche Leute fordern, weil die Schüler da wohl Probleme haben- "Gesunde Ernährung" könnte auch mal über die Schulen vermittelt werden.....

Wie soll das denn alles in die Stundenpläne passen?

Mal ganz abgesehen davon, dass heute schon mit zweierlei Maß gemessen wird. Prügelt sich ein Mädchen bzw. schreit sie ihren Klassenkameraden an, dann ist sie selbstbewusst und stark, macht ein gleichaltriger Junge das Gleiche, dann gilt er als aggressiv und gewaltbereit...

Das würde sich dann vermutlich noch gewaltig "verschlimmern".....

Und alle möglichen Selbstverteidigungskurse würden in Fällen von öffentlicher Frauenjagd einer großen Tätergruppe gar nichts nützen.

Bae
15.01.2016, 06:43
Ich würde mich auch mit Händen und Füβen und allen ausgefahrenen Krallen wehren - habe aber dennoch nicht den Anspruch, ein paar von denen ins Krankenhaus zu befördern, wenn ich von einer Rotte bedrängt würde. Ich halte das für eine Illusion.


nachdem ich inzwischen schon ein einige Jahre genau das übe, nämlich wie man jemanden in ins Krankenhaus bringen kann - sehe ich nichts, das dagegen spricht. Ausser ich wäre innerhalb von kürzester Zeit KO. Was aber bei Gruppengrabbeln nicht das Ziel ist und zB auch an Silvester niemandem passiert ist, da ein Teil des Vergnügens offensichtlich auch in den Reaktionen des Opfers besteht.


Aktionismus, wohin das Auge blickt.

Aktionismus sehe ich nur an der Grenze. Da haben die Kontrollen zugenommen, die werden aktuell deutlich häufiger gemacht als früher.



Die Menschen haben mehr Angst vor den Mörderbanden als vor dem Straβenverkehr, als vor Krankenhäusern, usw.

Mir scheint nicht, dass "die Menschen" mehr Angst haben. Eher, dass schon vorhandene Ängste jetzt eben auf die IS oder auf Terroristen projiziert werden, statt zB auf böse Hunde. eine Mörderbande gesehen oder tatsächlich erlebt haben ja nach wie vor die wenigsten. Dass auf den Strassen geschossen wird, ist nicht Teil des Alltags für die allermeisten.



Ja, es gibt neuerdings für den "Privatmann" die Möglichkeit, dass er seinen Frust eines Tages an jemandem ablässt, auch ohne speziell dafür angeworben zu sein.

Das ist doch nicht neu, solche gab es schon immer.



Na gut, das ist ja inzwischen allgemein bekannt, dass dafür auch wahllos Hinz und Kunz auf bloβe Denunziation wie zur guten alten Zeit der Hexenverfolgung gestorben ist, sowie die Initiatoren der Revolution. Und es hat dann letztlich doch wieder zu Napoleon geführt - und dabei ist es auch geblieben.

Wichtig und wertvoll ist es nur noch als Floskel, gelebt und erlebt wird es anders.

also höchste Zeit mit einer neuen Runde von ernsthafter Auseinandersetzung. Ich bin eben tatsächlich der Auffassung, dass die Worte, die man sich auf eine Fahne schreibt, tatsächlich etwas bedeuten. und dass es schlimmer und problematischer ist, explizit gewählte Werte zu verraten, statt einfach so doof und dumm zu sein.



Ich bin da sehr skeptisch.
Solange Politiker in erster Linie Karriereisten sind.

Es gibt ja zum Glück auch in Frankreich Gruppen wie "Article 3", die die Rolle von Politikern einschränken und die Volksrechte stärken wollen.




Natürlich gibt es das. Schlechtere und bessere Werte. Immer von meinem Standpunkt aus gesehen, versteht sich.

nein, ich bin der Auffassung, dass es OBJEKTIV gesehen bessere und schlechtere Werte gibt. Ich bin der Auffassung, dass "Liberté, Égalité, Fraternité" objektiv und absolut gesehen ein besserer Wert ist als "Bringt alle Ungläubigen um, beim Barte des Propheten!"

Die konkrete Umsetzung im Rahmen einer Gesellschaft bzw deren Mangel ist dann eine weitere, abgeleitete Frage.



Um es berechenbar zu machen, bedürfte es Kooperation zwischen den Behörden - gerne auch auf internationalem Niveau. Und das ist noch immer eine heikle Sache.

ja wozu zahl ich eigentlich so viel Steuern? Unfähig sein kann ich auch gratis.




Zum x-ten Mal: Der Ausnahmezustand

nein, die weitgehende Überwachung von Kommunikation wurde in Frankreich schon längst vor dem Ausnahmezustand eingeführt, schon vor mehreren Jahren. Eben zur Verhinderung von Attentaten, hiess es unter Anderem.




Die Generation derer, die Familien gründen wollen, werden in Zeitverträgen kantoniert,
die, die noch ausgepresst werden können, machen Überstunden ohne Ende, um ihre Steuren bezahlen zu können, mit denen schnellschnell subventionierte Arbeitsplätze geschaffen werden usw, usw.
Für "langfristig" ist da kein Raum, wie ich befürchte.

früher oder später wird's keine andere Option mehr geben, ob man will oder nicht.

gruss, barbara

Binneuhier2009
15.01.2016, 06:51
Mir scheint nicht, dass "die Menschen" mehr Angst haben. Eher, dass schon vorhandene Ängste jetzt eben auf die IS oder auf Terroristen projiziert werden, statt zB auf böse Hunde. eine Mörderbande gesehen oder tatsächlich erlebt haben ja nach wie vor die wenigsten. Dass auf den Strassen geschossen wird, ist nicht Teil des Alltags für die allermeisten.



Also ich habe schon mehr Angst. Noch vor recht kurzer Zeit habe ich mir keine großen Sorgen gemacht, wenn meine Kinder verreist sind oder Massenveranstaltungen besucht haben. Heute schon.

Und noch mehr, seitdem ich erleben musste, dass ein Ehepaar aus meiner Straße aus dem Urlaub nicht zurückkehren wird, da sie zu den Opfern eines Attentates gehören.:niedergeschmettert:

Bae
15.01.2016, 06:52
Bitte, was soll denn noch alles in die Schulen?

Es gab ja mal einen, der sagte "fürs Leben soll man lernen, nicht für die Schule". Man könnte ja endlich mal all das rausschmeissen aus den Lehrplänen, das nur "für die Schule" ist.





Mal ganz abgesehen davon, dass die Grundschulen eher mit Programmen wie "Faustlos" arbeiten- Gewaltpräventionsprogramm, um Prügeleien, Hänseleien etc. zu vermeiden. Das beißt sich dann schon ein bißchen...


nein, das beisst sich nicht. jeder auch nur halbwegs seriöse Unterricht in Kampfsport, Kampfkunst, Selbstverteidigung und ähnlich legt grosses Gewicht auf die Frage, unter welchen Umständen welche Form von Gewalt angemessen und erlaubt ist, und welche nicht.

Und Teil des Programms ist ebenfalls das Beherrschen des eigenen Körpers, also das gezielte Dosieren von Schlägen, Griffen, Tritten.



und das läuft dann den Schulregeln "Wir schlagen uns nicht und sind nett zueinander" sehr zuwider.

Ich las mal in einem linksradikalen Manifest: Pazifismus bedeutet, sich wehren zu können, aber bewusst zu wählen, es nicth zu tun; sich nicht zur wehren, weil man es nicht kann, ist nicht Pazifismus, das ist bloss Schwäche.

Die Tendenz der letzten Jahre ging allerdings dahin, alle Themen von Gewalt schlicht zu verbannen - also Menschen schwach zu halten - und nicht Pazifismus, spricht der Verzicht auf Gewalt, auch wenn man fähig wäre, Gewalt anzuwenden. Aber man tut es eben nicht. Also man läuft zB nicht am Samstagabend randalierend durch die Stadt, auch wenn man das könnte, wenn man wollte.



Mal ganz abgesehen davon, dass heute schon mit zweierlei Maß gemessen wird. Prügelt sich ein Mädchen bzw. schreit sie ihren Klassenkameraden an, dann ist sie selbstbewusst und stark, macht ein gleichaltriger Junge das Gleiche, dann gilt er als aggressiv und gewaltbereit...

Aggression und Gewaltbereitschaft sind Qualitäten, die wir wieder mehr schätzen lernen sollten. IN Kombination mit verantwortungsvoller Gewaltanwendung, natürlich.



Und alle möglichen Selbstverteidigungskurse würden in Fällen von öffentlicher Frauenjagd einer großen Tätergruppe gar nichts nützen.

Oh doch, der eine oder andere Täter würde dabei durchaus unter die Räder kommen.

Wie gesagt: die allermeisten Täter suchen etwas risikolosen Spass. Die suchen nicht Prügel.

gruss, barbara

Bae
15.01.2016, 06:59
Also ich habe schon mehr Angst. Noch vor recht kurzer Zeit habe ich mir keine großen Sorgen gemacht, wenn meine Kinder verreist sind oder Massenveranstaltungen besucht haben. Heute schon.

Und noch mehr, seitdem ich erleben musste, dass ein Ehepaar aus meiner Straße aus dem Urlaub nicht zurückkehren wird, da sie zu den Opfern eines Attentates gehören.:niedergeschmettert:

Da kann ich deine Sorge verstehen.

Aber meinst du tatsächlich, das Risiko für deine Kinder habe sich relevant vergrössert? Also nicht von bisherigen 0.00001% auf 0.00002%, sondern auf eine spürbare Art und Weise, sprich zB dass es wahrscheinlicher wird, Opfer vor Terrorismus zu werden, statt zB Opfer eines ganz gewöhnlichen Verkehrsunfalls?

gruss, barbara

Inaktiver User
15.01.2016, 07:16
Bitte, was soll denn noch alles in die Schulen?

:allesok:

Inaktiver User
15.01.2016, 07:56
Wer schwere Körperverletzung verursacht, muss sich auf jeden Fall verantworten und wer einen schwarzen Gürtel in wasauchimmer trägt, hat ganz besonders schlechte Karten.
Ich vermute, Rowellans Bekannter war nicht in Frankreich, als das passiert ist.
Notwehr erlaubt verhältnismäßig viel, und in dem Fall gab es ja laut Rowellan einen Zeugen, so dass die Notwehr beweisbar war.




Für Kinder im Allgemeinen, wie ich meine.

Ja.....natürlich....nur ich vermute Jungen lernen das immer noch eher automatisch, da anders erzogen.

Inaktiver User
15.01.2016, 08:02
Bitte, was soll denn noch alles in die Schulen?


Naja wenn die Eltern sich nicht in der Lage sehen oder es nicht für nötig halten ihre wohl hauptsächlich Mädchen dahingehend zu unterweisen, wer soll es denn sonst tun, wenn nicht die Schulen?
Die entsprechenden Kurse gab es bei uns übrigens im Pubertätsalter, 14-15 oder so.
Also in etwa zu dem Zeitpunkt, als die pubertäre Ausgehphase losging.



Mal ganz abgesehen davon, dass heute schon mit zweierlei Maß gemessen wird. Prügelt sich ein Mädchen bzw. schreit sie ihren Klassenkameraden an, dann ist sie selbstbewusst und stark, macht ein gleichaltriger Junge das Gleiche, dann gilt er als aggressiv und gewaltbereit...
Dass das gar nicht geht sollte auch klar sein - ist es nur leider nicht.

Früher hieße es, Kinder (Jungen) prügeln sich eben, heute wird da gleich ein Problem draus gemacht.


Ich rede hier von dem Fall, an den ich mich aus meiner Schulzeit erinnere, dass zwei einigermaßen gleich starke aufeinander losgehen und der Rest der Meute steht drumherum.
Waren bei uns z.B. immer dieselben beiden.
Klassisch Pack schlägt sich Pack verträgt sich in deren Fall.

Und alle möglichen Selbstverteidigungskurse würden in Fällen von öffentlicher Frauenjagd einer großen Tätergruppe gar nichts nützen.


"Gar nichts" bezweifle ich.
Bae hat das schon richtig beschrieben, die suchen Opfer keine Gegner.
Was nicht heißt, dass es immer hilft.
Aber manchmal.

Rowellan
15.01.2016, 10:23
Wer schwere Körperverletzung verursacht, muss sich auf jeden Fall verantworten und wer einen schwarzen Gürtel in wasauchimmer trägt, hat ganz besonders schlechte Karten.

Wie Dein Bekannter aus der Nummer raus gekommen ist, ist mir ein Rätsel.



Ich vermute, Rowellans Bekannter war nicht in Frankreich, als das passiert ist.
Notwehr erlaubt verhältnismäßig viel, und in dem Fall gab es ja laut Rowellan einen Zeugen, so dass die Notwehr beweisbar war.
Genau. Hätte er keinen Zeugen gehabt, wäre es tatsächlich ein dickes Problem für meinen Bekannten geworden, da "Schwarzer Gürtel in Mikado" normalerweise bedeutet, eventuelle Aggressoren vorzuwarnen, worauf sie sich einlassen und ich glaube, es gibt auch Regeln bezüglich der Dinge, die der Angegriffene tun darf bzw. nicht tun darf. Aber in der bezeugten Situation "Angriff mit Messer von hinten mit zwei gegen einen" griff der Notwehrparagraph.

Und ja, es war in Deutschland.

Coranova
15.01.2016, 16:59
Ich hab gerade den Artikel über sexuelle Übergriffe durch zwei Jugendliche Syrer im Michaelibad in München gelesen. Das wird immer dreister. Und was passiert diesen Typen wahrscheinlich? Nichts natürlich, zumindest nichts, was sie schmerzen würde.
Und was lernen Mädchen jetzt daraus? Lieber nicht mehr ins Schwimmbad?
Und Eltern, die das lesen - Kinder lieber nicht mehr dorthin lassen?
Das wäre der Anfang vom freiwillig Rückzug. Ich bin da wirklich besorgt, wahrscheinlich weil ich ja auch zwei Mädchen habe. Und nachdem bei uns am See letzten Sommer paarmal was vorgefallen war, hab ich auch bei meiner Großen ein Veto eingelegt, was das Alleine hingehen anbelangt hat. Feige, ja. Aber ich hatte auch keine Lust, dass sie sowas wie da im Michaelibad erleben muss. Ich habe als 15jährige einen versuchten Übergriff durch Schreien, Prügeln und Treten abgewehrt und muss trotzdem immer noch manchmal daran denken. Ganz weg ist das nicht, obwohl letztendlich nichts passiert ist.

Besser wäre wahrscheinlich auch bei den Mädels im Artikel gewesen, beherzt den Angreifer zu vermöbeln. Womit wir wieder beim "Üben und sich trauen" bzw bei der häufigen "Schockstarre" wären.
Über den Rausschmiss aus dem Bad lachen die Typen doch nur.

Bademeister ruft Polizei: Schwestern (14 und 17) im Michaelibad sexuell belästigt - Ramersdorf-Perlach - Abendzeitung München (http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bademeister-ruft-polizei-schwestern-14-und-17-im-michaelibad-sexuell-belaestigt.e8e9693e-fb4a-44a3-a0b2-510ccead9391.html)

Inaktiver User
15.01.2016, 17:04
Mir scheint nicht, dass "die Menschen" mehr Angst haben. Eher, dass schon vorhandene Ängste jetzt eben auf die IS oder auf Terroristen projiziert werden, statt zB auf böse Hunde.

Na die Hundehysterie hierzulande ist ja kaum zu überbieten, auch nicht was die Gesetzgebung angeht. Wären die Menschen so friedfertig wie der durchschnittliche Hund lebten wir im Paradies.

Inaktiver User
15.01.2016, 19:41
Liebe Güte, NormaBaker jetzt auch?

Diese Themen fressen User.

Charlotte03
15.01.2016, 19:44
Liebe NormaBaker,

dies ist eine "Liebeserklärung".

Ich bedauere, dass du dich gelöscht hast.
Wenn du wieder schreibst, freue ich mich sehr.

Bae
15.01.2016, 22:12
Und was passiert diesen Typen wahrscheinlich? Nichts natürlich, zumindest nichts, was sie schmerzen würde.

Es führt wohl kein Weg darum, den Schmerz für deppertes, respektloses Verhalten gleich, sofort und eigenhändig anzubringen, wenn nötig.



Und was lernen Mädchen jetzt daraus? Lieber nicht mehr ins Schwimmbad?
Und Eltern, die das lesen - Kinder lieber nicht mehr dorthin lassen?
Das wäre der Anfang vom freiwillig Rückzug.

ich hoffe, dass dieser freiwillige Rückzug nicht stattfindet, denn je mehr Leute sich ins Private zurück ziehen, desto mehr Platz gibt es für Störenfriede, weil dann eben keine anständigen netten Leute mehr im öffentlichen Raum sind, die das Stören des Friedens verhindern.

gruss, barbara

Inaktiver User
15.01.2016, 22:18
Meine Fastnachtsfeier ist jedenfalls geplatzt, weil meine Freundin sich nicht traut (obwohl da, wo wir feiern wollten, Silvester nichtmal was war) und die, die sonst noch in Frage kämen mittlerweile weggezogen sind.

Und Fastnacht alleine finde ich als jemand der nicht gut darin ist auf Parties Leute kennenzulernen langweilig. :niedergeschmettert:

Morgen bin ich am Dortmunder Bahnhof, mal schauen, wie leer es mittlerweile ist.

Funkelnde
16.01.2016, 10:32
Es führt wohl kein Weg darum, den Schmerz für deppertes, respektloses Verhalten gleich, sofort und eigenhändig anzubringen, wenn nötig.



:blumengabe:

Diese Vorlage nehme ich gerne zum Anlass, zur Ausgangsfrage dieses Threads zurück zu kommen: Was können wir (Frauen) tun? Weil es die Frage nach Eigenverantwortung ist.

Sind wir bereit, für unser Menschenrecht auf Würde und Bewegungsfreiheit aktiv einzutreten?

Keine Frage, wenn ich völlig überrumpelt bin und/oder einer Übermacht gegenüber stehe, bleibt mir nur noch, das Ganze irgendwie zu überstehen. Aber selbst dann gibt es noch die Entscheidungsfreheit, wie ich hinterher damit umgehe. Und da plädiere ich kompromisslos für Anzeigen. Denn das bringt auf jeden Fall mehr, als die vorauseilende Resignation:

- ich bin es mir wert, das an mir begangene Unrecht zu benennen und dafür zu sorgen, dass es von relevanten Stellen zur Kenntnis genommen werden muss.

- das ist, auch wenn dem Täter zunächst keine oder gefühlt keine wirksamen Folgen drohen, oder ich gar von der Polizei nicht ernst genommen werde, mit Sicherheit nicht vergebens. Die Summe macht den Brei dick. Sowohl was einen bestimmten Täter angeht, weil der mit mehreren Anzeigen schon viel deutlicher als Problem gemarkert ist, als auch was einen bestimmten Ort angeht, der, wenn sich dort Vorfälle häufen, ebenfalls schwerer ausgeblendet, ignoriert werden kann.


- wenn ich Zeugin von Vorfällen werde, stelle ich mich zur Verfügung. Ich schaue schon nicht stumm zu oder drehe mich weg, da werde ich laut. Aktuell habe ich mir ein Farbspray angeschafft. Und ich werde es verwenden um Täter zu kennzeichnen. Ich weiss nicht, wie mir das im Ernstfall gelingt, aber ich bin entschlossen, vor Gewalt und Unrecht nicht einzuknicken.

- ich kann und habe in der Vergangenheit schon, bzw. werde weiterhin sogenannte "bystander" mobilisieren. Das Phänomen, dass vor den Augen einer paralysierten Zeugengruppe ein Mensch fertig gemacht wird, ist ein psychologisches. Jeder Zeuge fühlt sich allein, die Verantwortung diffundiert, keiner handelt. Man kann aber zumindest versuchen, die Menschen aus ihrem Schafszustand zu rütteln.

- es gibt kein "banal" oder "harmlos", wenn es um Übergriffe geht. Täter fangen nämlich auch erst mal klein an und steigern sich von Erfolg (bzw. nicht erfolgten Korrekturen) zu Erfolg. Also gilt: Wehret den Anfängen.

. ebenso gibt es das "Opfertraining": Je häufiger ich versäume, meine Grenzen aktiv zu verteidigen, desto wehrloser werde ich. Mental.


. ob ich es hinnehme, wenn ich im Parkhaus damit konfrontiert bin, dass einer in die Ecke pisst, oder ob ich laut werde, macht nicht nur für meine Courage einen Unterschied. Ebenso lohnt es sich, in der Schlange an der Kasse vom Hintermann einen Höflichkeitsabstand einzufordern. Und wenn ich streitende Paare in der Öffentlichkeit erlebe, spüre ich sehr genau hin, ob da eine Frau vielleicht Hilfe braucht und biete sie dann aktiv an. (da lasse ich mich bereitwillig hundert Mal beschämen, von genau der Frau, die mich vielleicht lächerlich findet - beim einhundertzweiten Mal macht meine Zivilcourage vielleicht den entscheidenden Unterschied)


- das bezieht sich nicht nur auf Solidarität mit weiblichen Opfern. Nur um das klar zu stellen. Und ich lebe, was ich predige: ich bin schon aus dem fließenden Verkehr rechts ran gefahren um in ein Gerangel unter Männern hinein aus dem Autofenster zu rufen, ob ich die Polizei verständigen soll, ob jemand Hilfe braucht. Wurde in dem Falle nicht gewünscht, aber die ganze Gruppe war kurz so irritiert, dass sie den Konflikt vorübergehend aus den Augen verlor und hoffentlich etwas zur Besinnung kam. Ich verliere auch keineswegs meinen Selbstschutz aus den Augen, aber ich riskiere bewusst auch Unannehmlichkeiten.


- insgesamt lasse ich mich nicht einschüchtern. Wenn der, der mit Übergriffen auffällt Ausländer ist, lasse ich mich gerne ausländerfeindlich schimpfen, aber nicht davon abhalten dem Grenzen zu ziehen.

- und es gibt Zonen, da bin ich auf Schwierigkeiten gefasst. Bahnhöfe und typische "Abhängbereiche" ebenso, wie Dunkelheit und Abgelegenheit, verringern mein Geborgenheitsgefühl drastisch. Da werde ich hoch wachsam, habe vielleicht das Telefon mit der aufgerufenen Notrufnummer in der Hand, oder eine Vertrauensperson am Ohr, oder meide sie ganz.

- ein öffentliches Schwimmbad ist aber z.B so ein Raum, den ich zu verteidigen bereit bin. Solche Vergnügen lasse ich mir nicht abknöpfen von Idioten. Auch eine mutig verteidigte Zone ist mein FKK See.

Kurz: ich bin bereit und in der Lage, für meine Freiheit einzutreten. Und vermisse bei vielen Geschlechtsgenossinnen eine vergleichbare Bereitschaft, im Rahmen ihrer Möglichkeiten (ein A++loch fotografieren, das andere Frauen belästigt, kann doch jede, oder? Und vielleicht noch bezeugen...) aktiv gegen Übergriffe Stellung zu beziehen.

"ich kann nichts tun" ist immer falsch. Irgendwas geht immer, und es gibt reichlich Möglichkeiten, seine Selbstwirksamkeit zu erweitern.

Wir sind doch so viele, und wir sind überall. Köln hat mich daran erinnert, wie wertvoll mir meine Bewegungsfreiheit ist, und wie selbstverständlich. Lasst uns in jeder Hinsicht Zähne zeigen.

Und wenn ich lese, wie lächerlich die Konsequenzen für massive Übergriffe ausfallen, dann bin ich erst recht bereit, für einen Tritt zwischen die Beine eines A**lochs oder andere Maßnahmen auch mal eine Anzeige und ein paar Euronen Strafe zu riskieren. Dass ich mit so einer Story, sollte sie wirklich eintreten, aber erst recht laut und öffentlich würde, ist mal ganz sicher :krone auf:

Parallel dazu fordere und unterstütze ich aber auch alles, was dem "worst case" vorbeugt, und das ist auch nicht gerade wenig. Die, die schon gewaltbereit sind, brauchen ein "STOPP", das laut und hart genug ist, dass sie es merken, und die, die noch aufgefangen werden können, weil sie noch jung genug sind, brauchen dringend Angebote, die ihnen die Entscheidung, den intelligenten, würdevollen Weg zu wählen, möglich und attraktiv macht.

Ich will echt nicht wissen, was nicht geht, oder schwierig ist. Wirklich interessant finde ich, was man alles tun kann.

funkelnde Grüße

Charlotte03
16.01.2016, 10:38
Danke für dein Posting.

Da sind viele gute Ideen. Gut zusammengefasst und jede kann sich herauspicken , was sie tun kann, um andere und sich selbst zu schützen.

Danke!

Funkelnde
16.01.2016, 10:42
Danke dir :blume:

Inaktiver User
16.01.2016, 10:48
Funkelnde, ein schöner Beitrag!

Das mit dem Farbspray ist einer sehr gute Idee, aktuell gibt es das ja für Fastnacht auch zu kaufen.

Bae
16.01.2016, 11:26
Besonders das hier:


Ich weiss nicht, wie mir das im Ernstfall gelingt, aber ich bin entschlossen, vor Gewalt und Unrecht nicht einzuknicken.


ist wesentlich.

Denn wer im Gegenteil bereit ist, vor Gewalt und Unrecht einzuknicken - vielleicht sogar schon "auf Vorrat" indem man öffentliche Räume zu meiden beginnt, und sich selbst schon ganz ohne konkrete Bedrohung einschränkt - das ist ein Todesurteil für jede freie Gesellschaft, für jeden Rechtsstaat.

gruss, barbara

Inaktiver User
16.01.2016, 11:34
Ja.


Wieviele hier geschrieben haben sie wären nun vorsichtiger oder ließen ihre Kinder nur noch mit dem Vater raus entsetzt mich.

Meine Verabredung in Dortmund ist leider geplatzt, der andere ist erkältet (Stimme weg).


Also bin ich immer noch gespannt wie es da ist.

Coranova
16.01.2016, 12:03
[QUOTE=Funkelnde;26967373]:blumengabe:

Tolles Posting!

Coranova
16.01.2016, 12:14
Ja.


Wieviele hier geschrieben haben sie wären nun vorsichtiger oder ließen ihre Kinder nur noch mit dem Vater raus entsetzt mich.


Tja, das ist halt so eine Sache mit der Theorie und dem Verhalten in der Praxis. Die Clique meiner Tochter hatte im Sommer sehr unschöne Erlebnisse, die zum Glück gut ausgingen. Eine Freundin von ihr wurde ein anderes Mal an gleichem Badeplatz im Wasser begrabbelt. Ganze Reihen von Nahost-Asylanten waren ständig wie ein Spalier im hüfttiefen Bereich dieses Badeplatzes, und jedes Mädchen musste da quasi unter anzüglichenn Blicken und dauernden "Hello" durch.
Da ist es wirklich eine schwere Entscheidung, ob ich sage "Klar geht nach diesen Vorfällen mein Kind nach wie vor allein hin. Auch wenn das Risiko, betatscht zu werden, eher groß ist bzw wenn der Aufenthalt lästig ist". Oder "Da geht sie nicht mehr hin".

Ich würde mir für nächstes Jahr Security dort wünschen.

Inaktiver User
16.01.2016, 12:20
Ich mir auch.

Allerdings lese ich schon seit Jahren immer mal wieder davon dass Bademeister mit pöbelnden jungen Männern überfordert sind, meist im Sommer bei Freibädern und meist liegen die Freibäder in etwas problematischeren Vierteln.

Und ja, da die Viertel Problemviertel sind sind die jungen Männer meist Migranten, zumindest wenn die Vorfälle es in westdeutsche Zeitungen schaffen.

Von daher wundert mich wirklich, dass das neu ist, ist es einfach mehr geworden?

Lolletta
16.01.2016, 12:20
[QUOTE=Bennett;26967505]Ja.

Wieviele hier geschrieben haben sie wären nun vorsichtiger oder ließen ihre Kinder nur noch mit dem Vater raus entsetzt mich.
Meine Verabredung in Dortmund ist leider geplatzt, der andere ist erkältet (Stimme weg).


Was ist denn in Dortmund ?

Bae
16.01.2016, 12:20
Eine Freundin von ihr wurde ein anderes Mal an gleichem Badeplatz im Wasser begrabbelt. Ganze Reihen von Nahost-Asylanten waren ständig wie ein Spalier im hüfttiefen Bereich dieses Badeplatzes, und jedes Mädchen musste da quasi unter anzüglichenn Blicken und dauernden "Hello" durch.

Da wäre es doch angebracht, was mit Bademeister oder Polizei zu machen, dass diese den Unsinn beenden. Die meisten Mädchen haben ja sicher ein Handy irgendwo in der Nähe und können Hilfe holen.

Wenn das alle machen und täglich fünf Anrufe bei der Polizei eingehen, wird das ja wohl schon Bewegung in die Sache bringen.

gruss, barbara

Inaktiver User
16.01.2016, 12:23
Was ist denn in Dortmund ?


Es ist in NRW, es ist eine Großstadt, da ist ein großer Bahnhof und da sind sehr viele Flüchtlinge.

Ich dachte, wenn jetzt wirklich dauerhaft alles so schrecklich ist dass man sich nicht mehr auf die Straße trauen kann müsste man es da doch merken, und da ich da Freunde habe und sowieso öfter in Dortmund bin würde ich einen Stimmungsumschwung da eher bemerken als in einer Stadt wo ich sonst nie bin.

Coranova
16.01.2016, 12:25
Denn wer im Gegenteil bereit ist, vor Gewalt und Unrecht einzuknicken - vielleicht sogar schon "auf Vorrat" indem man öffentliche Räume zu meiden beginnt, und sich selbst schon ganz ohne konkrete Bedrohung einschränkt - das ist ein Todesurteil für jede freie Gesellschaft, für jeden Rechtsstaat.

gruss, barbara

Die gefühlte Bedrohung der eigenen Unversehrtheit ist allerdings ein großer Faktor.
Hier wäre m.E. mit mehr Präsenz der Sicherheitskräfte geholfen. Dann weiß ich vielleicht, dass evtl was vorfallen kann, dass aber Leute da sind, die mir helfen.

Vielleicht wird ja im Zuge der Diskussion auch die Zivilcourage wieder mehr. Also wie in dem obigen Post angesprochen. Aufmerksamkeit auch gegenüber anderen, bemerkte Übergriffe der Polizei melden, sich zu mehreren zusammentun beim abendlichen Heimfahren im Zug oder ÖPNV, jemanden evtl bewusst aus einer blöden Situation rausholen (Bsp aus meinem Selbstbehauptungskurs: aufdringlicher Typ setzt sich in der Bahn neben ein damit völlig überfordertes Mädchen /Frau und bedrängt sie - ich nehme Blickkontakt mit der Frau auf, gehe hin, begrüße sie, reiche ihr die Hand und hole sie mit ihrem Einverständnis aus der Bank raus).

Coranova
16.01.2016, 12:36
Von daher wundert mich wirklich, dass das neu ist, ist es einfach mehr geworden?

Bei uns ist es definitiv neu. Ich wohne in einer kleineren Stadt, und wir hatten diese Häufigkeit von Zudringlichkeiten bisher nicht.
Auch nicht im Freibad, wo die Jugend quasi in Horden auftritt.

Lolletta
16.01.2016, 13:13
[QUOTE=Lolletta;26967608]


Es ist in NRW, es ist eine Großstadt, da ist ein großer Bahnhof und da sind sehr viele Flüchtlinge.

Ich dachte, wenn jetzt wirklich dauerhaft alles so schrecklich ist dass man sich nicht mehr auf die Straße trauen kann müsste man es da doch merken, und da ich da Freunde habe und sowieso öfter in Dortmund bin würde ich einen Stimmungsumschwung da eher bemerken als in einer Stadt wo ich sonst nie bin.

Ich dachte eine Demo oder so. Ich bin jede Woche in Dortmund. Nein da merkt frau gar nichts. Die Nordstadt ist schon lange in "Türkischer Hand", dazu kommen die arbeitssuchenden Bulgaren und jetzt die Flüchtlinge.
Ich hatte nie Probleme und werde auch in Zukunft keine "Angst" haben. Berufsbedingt war ich u.a. den Umgang mit ausl.Männern gewohnt, bin dadurch geschult .

Lolletta
16.01.2016, 13:15
Besonders das hier:
ist wesentlich.

Denn wer im Gegenteil bereit ist, vor Gewalt und Unrecht einzuknicken - vielleicht sogar schon "auf Vorrat" indem man öffentliche Räume zu meiden beginnt, und sich selbst schon ganz ohne konkrete Bedrohung einschränkt - das ist ein Todesurteil für jede freie Gesellschaft, für jeden Rechtsstaat.
gruss, barbara

Genau !!

Coranova
16.01.2016, 13:23
Da wäre es doch angebracht, was mit Bademeister oder Polizei zu machen, dass diese den Unsinn beenden.

Gegen dauerndes Hallo, zungenschnalzen, spalierlaufen und rumtänzeln kann man nichts machen. Das ist nur subjektiv unangenehm.
Da müsste tatsächlich die Stadt mit Security Präsenz zeigen, sich dazwischenstellen und es den Aufdringlichen möglichst ungemütlich machen.

Die Aufsicht bei uns ist ein Witz on dieser Hinsicht: Das macht die Wasserwacht, und die besteht , soweit ich das immer beobachte, hauptsächlich aus Jugendlichen, viele davon Mädchen, paar Frauen, paar Männern. Bisher hat das ja gereicht.

Bae
16.01.2016, 13:28
Gegen dauerndes Hallo, zungenschnalzen, spalierlaufen und rumtänzeln kann man nichts machen. Das ist nur subjektiv unangenehm.
Da müsste tatsächlich die Stadt mit Security Präsenz zeigen, sich dazwischenstellen und es den Aufdringlichen möglichst ungemütlich machen.

Eben: man KANN einen Sicherheitsdienst einrichten, eine Hausordnung schreiben, und diese Hausordnung auch durchsetzen, indem man jene, die sich nicht dran halten, auch rausstellt.

Man muss es eben tun. Und Betroffene müssen Druck aufsetzen, damit die Dringlichkeit auch bei den relevanten Stellen ankommt. zB durch Briefe an die Leitung des Bads, an die Gemeinde, die Medien....



Bisher hat das ja gereicht.

Jetzt offensichtlich nicht mehr. Das ist bedauerlich, aber wohl leider einfach so im Moment.

gruss, barbara

Coranova
16.01.2016, 14:28
.

Coranova
16.01.2016, 14:28
Eben: man KANN einen Sicherheitsdienst einrichten, eine Hausordnung schreiben, und diese Hausordnung auch durchsetzen, indem man jene, die sich nicht dran halten, auch rausstellt.
....

gruss, barbara

Du hast recht. Und deinen Hinweis merke ich mir. Letztes Jahr hab ich es noch für eine fragwürdige und politisch nicht opportune Idee gehalten. Muss ich zugeben.
Dieses Jahr werde ich mir das nochmal anschauen, dann gezielt zu Eltern gehen und dann zur Gemeinde.
In einer Kleinstadt kennt man sich ja, und der Weg zu den Behörden ist weniger anonym. Da ist es eigentlich ein leichter Schritt.

Inaktiver User
16.01.2016, 16:04
Gegen dauerndes Hallo, zungenschnalzen, spalierlaufen und rumtänzeln kann man nichts machen. Das ist nur subjektiv unangenehm.
Da müsste tatsächlich die Stadt mit Security Präsenz zeigen, sich dazwischenstellen und es den Aufdringlichen möglichst ungemütlich machen.



Eben - Badeordnung erneuern. Da braucht man keine hochgerüstete Security (wieder alles Männer "zum Schutz" der schwachen Frauen?).

"Kein Schnalzen. Kein Tänzeln. Keine Reihen aufstellen. Kein Beglotzen. Kein Begrabbeln. Kein Nachstellen". Geht auch mit Pictogrammen - München macht`s vor, da gibt es das schon länger in manchen Badeanstalten. Und warum Angst vor "political overcorrectness"? Das unerwünschte Verhalten kann von allen ausgehen und das Verbot trifft alle.

Wenn man das natürlich nur fremdsprachlich machen würde, wär es ne Unterstellung. Begrabbeln, Nachstellen etc. gibt es durchaus auch von Deutschen und anderen Europäern.

Inaktiver User
16.01.2016, 16:44
Ich versteh das Problem bezüglich Begrabbeln, "Reihen aufstellen" kann ich mir im Schwimmbad nicht so recht vorstellen, also hier weiß ich schlicht nicht was gemeint ist.

Was den Rest angeht, Tänzeln, Schnalzen (ich kenn eher Pfeifen) Glotzen - wann war das denn jemals im Schwimmbad nicht so?

Also, nicht dass es mich stören würde wenn das weg wäre, so gar nicht, aber fragt doch mal junge Leute (eure Kinder, wenn ihr welche über 15 habt) ob sie wirklich noch nie den Begriff "Fleischbeschau" fürs Freibad gehört haben.

Das hieß in Frankfurt schon so als ich 15 war.

phaden
16.01.2016, 17:03
Was den Rest angeht, Tänzeln, Schnalzen (ich kenn eher Pfeifen) Glotzen - wann war das denn jemals im Schwimmbad nicht so?Daran kann ich mich zu keiner Zeit erinnern und ich gehe seit Mitte der 60er Jahre in öffentliche Schwimmbäder.
In allen Schwimmbädern, die ich kenne, gibt es Bademeister, die darauf achten, dass nicht vom Beckenrand ins Wasser gesprungen und niemand belästig wird.
Und sie passen auf, dass niemand ertrinkt, natürlich.

Inaktiver User
16.01.2016, 17:07
Daran kann ich mich zu keiner Zeit erinnern und ich gehe seit Mitte der 60er Jahre in öffentliche Schwimmbäder.

Gut, ohne Elternbegleitung tue ich das erst seit Ende der 90er.

In allen Schwimmbädern, die ich kenne, gibt es Bademeister, die darauf achten, dass nicht vom Beckenrand ins Wasser gesprungen und niemand belästig wird.
Und sie passen auf, dass niemand ertrinkt, natürlich.

Und das hat jetzt mit tänzeln schnalzen glotzen genau was zu tun? :wie?:

Coranova
16.01.2016, 17:48
@Bennet :
Es ist ja ein Badesee. Da standen regelmäßig diese Männer im Nichtschwimmerbereich in Gruppen so halb tief im Wasser und machten Gaudi, paar rechts, paar links. Wenn die Mädels zum Swimmen in den See wollten, dann machten die Männer sowas wie eine Gasse, daher mussten sie meistens an diesen Grüppchen vorbei und das oben erwähnte Getue aushalten.
Leider gibt es an unserem See nicht allzu viele Möglichkeiten für Liegeplätze und Reingehen. Ein Teil ist sumpfig, ein Teil Privatsteege und ein Drittel nicht ans Ufer befahrbar (da muss man mit Sack und Pack durchs Gebüsch. Beliebt eher bei Pärchen).
Bleibt der bisher beliebte öffentliche Platz mit Volleyballfeld, Toiletten , Tischtennis und Kleinkinderbucht.
Und da passierte das eben andauernd.

Klar gibt es schon immer Anmache im Bad. Und Flirt auch. Aber diese permanente Belästigung von z.T. schon 11 jährigen (das ist die Altersgruppe einer meiner Töchter ) ist neu. Und geht über blöde oder Anmachsprüche von Teenagern weit hinaus.
Meine waren jedenfalls nicht nur genervt, sondern hatten Schiß.

phaden
16.01.2016, 17:54
Und das hat jetzt mit tänzeln schnalzen glotzen genau was zu tun? :wie?:Das wird von der Badeaufsicht nicht erlaubt, dann gibt es eine Ansage oder einen Rausschmiss.

Funkelnde
16.01.2016, 17:56
Gegen dauerndes Hallo, zungenschnalzen, spalierlaufen und rumtänzeln kann man nichts machen. Das ist nur subjektiv unangenehm.


Solche Belästigungen sind schon zu viel. "Nur" subjektiv unangenehm? Sicher, dass die nicht nur für Schlimmeres üben?
Und warum gibst du schon vorher auf, ohne es versucht zu haben, mit deiner Einstellung, man könne nichts dagegen tun?
Kann man wohl:
Die nordrhein-westfälische Stadt Bornheim bei Bonn sperrt ihr Hallenbad für männliche Flüchtlinge. Die Betroffenen hätten für die Maßnahme Verständnis gezeigt, heißt es. (http://web.de/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/schwimmbadverbot-maennliche-fluechtlinge-bornheim-31277580)

Denn massenhaft Beschwerden bewirken durchaus etwas. Vorausgesetzt, Frau pflegt diesen Anspruch:



"Kein Schnalzen. Kein Tänzeln. Keine Reihen aufstellen. Kein Beglotzen. Kein Begrabbeln. Kein Nachstellen".

und ist bereit, dafür einzutreten.
Gerade die guten Männer haben ein Interesse daran, dass den loosern die rote Karte gezeigt wird, und unterstützen selbst Konsequenzen, die sie im Kollektiv mit treffen, wie der Artikel zeigt.

Wir müssen sowieso eine Grenze ziehen, warum nicht am Rande der Wohlfühlzone, statt erst da, wo sie schon beeinträchtigt ist?

Inaktiver User
16.01.2016, 18:02
Klar gibt es schon immer Anmache im Bad. Und Flirt auch. Aber diese permanente Belästigung von z.T. schon 11 jährigen (das ist die Altersgruppe einer meiner Töchter ) ist neu. Und geht über blöde oder Anmachsprüche von Teenagern weit hinaus.
Meine waren jedenfalls nicht nur genervt, sondern hatten Schiß.

Ist halt die Frage, wieviele sind das?

Bei so jungen Kindern hätte ich evtl. einfach mal ein paar Eltern zusammengetrommelt und dann mit zwei, drei Eltern zusammen die unerzogenen Kinder zusammengestaucht.

Wobei ich jetzt natürlich nicht weiß, wieviele das bei euch waren, aber Bae hat schon Recht, beschweren beschweren beschweren.


Bei einem Badesee ist vermutlich Hausverbot auch schwerer umzusetzen als in einem normalen Freibad, oder zahlt man da Eintritt?

Inaktiver User
16.01.2016, 18:03
Das wird von der Badeaufsicht nicht erlaubt, dann gibt es eine Ansage oder einen Rausschmiss.
"glotzen" ist bei euch nicht erlaubt? :wie?:


ok.....ich sehe schon.....Frankfurt war ein hartes Pflaster zum Aufwachsen.....

Coranova
16.01.2016, 18:04
@Funkelnde:
Ich weiß nicht so recht, wahrscheinlich war es letztes Jahr der einfachere Weg. Die Stimmung war in unserem LK eindeutig "Juhu Willkommen". Da wollte sich niemand positionieren. Feige wohl. Und ich wußte tatsächlich nicht, wie sehr ich mich lächerlich machen würde mit einem Vorstoß gegen Schnalzen und blöd anreden. Jetzt bin ich da auch schlauer und hab wesentlich mehr Gleichgesinnte.
Aber damit ist ja das Problem nicht aus der Welt, da hast du natürlich recht.
Darum auch nächste Badesaison ggf mein Vorsatz, da tätig zu werden.

Inaktiver User
16.01.2016, 18:07
Warum wird denn geglotzt und gegrabscht?

Weil sich die meisten Frauen eben NICHT wehren. Sie haben es nicht gelernt, sie sind ängstlich, und darauf angewiesen, dass ein anderer ihre Konflikte austrägt. Eine frauenspezifische Abhängigkeit unter vielen.

Ich finde schon, dass wir uns da ein gutes Stück weit an die eigene Nase fassen müssen. Nun lautet der Tenor wieder: Die Politik soll es richten. Die Polizei. Der Bademeister. Bleibt lieber fern.

Auf Politik, Polizei und andere Ordnungshüter kannst Du als Frau aber u.U. lange warten. Im schlimmsten Falle hauen Vertreter dieser Berufsgruppen ihrerseits nochmal in die Kerbe, die eine Frau verwundete. Im besten Falle passiert gar nix.

Ist Euch bewusst, dass Deutschland in Europa in Sachen Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt erheblich hinterher hinkt? Ja, man will da seit 2011 nachbessern - nur passiert ist in Sachen Umsetzung in Form von Gesetzestexten: nichts. Die "Istanbul Konvention" wurde bis heute nicht ratifiziert.

Wusstet Ihr, dass die Zahl der Verurteilungen für angezeigte Vergewaltigungen permanent sinkt? Für Täter himmlische Aussichten - die Wahrscheinlichkeit, in D für eine Vergewaltigung verurteilt zu werden, dümpelt bei etwa 10%, damit lässt sich doch rechnen!

Opferschutz ist bezüglich sexualisierter Gewalt in Deutschland einfach nur heisse Luft, und auch die gespielte Empörung der Politiker angesichts der Kölner und anderer Vorfälle jetzt ist nichts als BlaBla - populistische Backenaufbläserei, um eine gute Figur zu machen, und sich dann im entscheidenden Moment wieder anderen Themen zuzuwenden. Meinte man es wirklich ernst, wäre die Ratifizierung der Istanbuler Konvention beispielsweise längst passiert.

Das kann sich nur ändern, wenn Frauen aktiv werden, und zwar auf allen Ebenen, und eben NICHT darauf vertrauen, dass Papa, die heilige Mutter Angelika, Onkel Sigmar oder Cousin Özdemir es richten.

phaden
16.01.2016, 18:07
Ist halt die Frage, wieviele sind das?Was heißt "wie viele "? Es geht grundsätzlich nicht.

Bei so jungen Kindern hätte ich evtl. einfach mal ein paar Eltern zusammengetrommelt und dann mit zwei, drei Eltern zusammen die unerzogenen Kinder zusammengestaucht.Handelt es sich bei den Belästigern um Kinder oder um Erwachsene?

Coranova
16.01.2016, 18:11
Ist halt die Frage, wieviele sind das?

Bei so jungen Kindern hätte ich evtl. einfach mal ein paar Eltern zusammengetrommelt und dann mit zwei, drei Eltern zusammen die unerzogenen Kinder zusammengestaucht.

Wobei ich jetzt natürlich nicht weiß, wieviele das bei euch waren, aber Bae hat schon Recht, beschweren beschweren beschweren.


Bei einem Badesee ist vermutlich Hausverbot auch schwerer umzusetzen als in einem normalen Freibad, oder zahlt man da Eintritt?

Also die Kerle, das waren eben keine jungen Kinder, sondern diese Flüchtlinge so um die 20 Jahre alt und bisschen älter vielleicht. Die Belästigten , das waren unsere 11 jährigen bis ???? Mädchen.

Nee, Eintritt ist keiner, richtigen Bademeister gibt's nicht. Nur diese Wasserwacht mit hauptsächlich Teenagern und wenigen Gruppenleitern.

Bei uns gibt's nicht Soo viel "Erlebnismöglichkeiten". Ich versteh ja, dass auch diese Männer lieber am See hocken als in ihrer Containersiedlung
Aber das kann nicht so weitergehen.

Zum "sich verbal wehren" als Frau folgendes Erlebnis meiner 41 jährigen Freundin.
Sie war mit ihrer 11 jährigen Tochter am Fluß unterwegs spazieren. Kommt eine Gruppe (wahrscheinlich der gleichen Flüchtlinge ) und macht sie anzüglich an. Sie schimpft und verbitte sich das. Als Antwort kommt Gelächter und "German Girls are so beautiful". Einer streichelt der Tochter übers Haar. Als sie nochmals schimpft, will ihr der Typ an die Brust fassen. Sie sind dann schnellen Schrittes weg. Das sich verbitte hat nichts genützt. Sie haben dann meistens den großen Hund ihrer Schwester mitgenommen. Seitdem War wohl nichts mehr.

Funkelnde
16.01.2016, 18:15
@ Caranova

Es ist schön, dass du dir Gedanken machst :blume:
Ganz klar, Elfjährige sind mit solch einer Situation völlig überfordert und brauchen Unterstützung. Wie die vor Ort aussehen kann, weisst du, die du die Verhältnisse kennst, am Besten.

Definitiv tut es dem Männerbild, das deine Tochter bekommt und ihrem Selbstverständnis als Frau aber sehr gut, wenn du dich über solche Nötigungen empörst und - statt sie von dort fern zu halten (was ich natürlich vorübergehend, bis der See wieder sicher ist, dennoch für klug halte) - dich für den respektvollen Umgang mit Mädchen und Frauen engagierst.

"Männer" oder auch "Flüchtlinge/Asylbewerber/Ausländer" sind nicht "so". Nur die looser unter ihnen. Und die brauchen es halt so deutlich, wie sie es brauchen.

Funkelnde
16.01.2016, 18:16
Ich versteh ja, dass auch diese Männer lieber am See hocken als in ihrer Containersiedlung
Aber das kann nicht so weitergehen.

:blumengabe:

Brauchst du noch Ideen, Ermutigung?

phaden
16.01.2016, 18:20
Warum wird denn geglotzt und gegrabscht?

Weil sich die meisten Frauen eben NICHT wehren. So kennen das die Kriminellen (so nenne ich die Sorte Männer, die das Demütigen einer Frau nötig haben, unabhängig davon welcher Hautfarbe oder Herkunft) aus ihren Heimatländern. Frauen dürfen sich nicht wehren. Sie sind der männlichen Willkür ausgeliefert.
In unserem Kulturkreis dürfen sich die Frauen wehren, aber sie benötigen dazu die Hilfe anderer (Zeugen, Polizei, Gesetz, Öffentlichkeit), wenn sie nicht selbst die körperliche Fähigkeit dazu haben. Und das hat nicht jede Frau, vor allem nicht, wenn sie mehreren Tätern gegenübersteht.

Das kann sich nur ändern, wenn Frauen aktiv werden, und zwar auf allen Ebenen, und eben NICHT darauf vertrauen, dass Papa, die heilige Mutter Angelika, Onkel Sigmar oder Cousin Özdemir es richten.Ja, das sehe ich im Prinzip auch so. Körperliche Fitness in diesem Bereich würde schon eine Menge mehr Selbstvertrauen geben.
Aber eben auch alle anderen Ebenen müssen sich da einig sein. Und ich war eigentlich immer der Meinung, dass sie es auch sind.
Diese neuartige Art der Frauenverachtung stellt allerdings diesen allgemeinen Konsens in Frage.
Politik und Justiz möchten damit nicht belästigt werden, also werden die Bürger wie mit anderen Fragen auch, allein gelassen.
Frauen allein können sich gegen körperliche Übermacht nicht wehren, sie sind auf Hilfe angewiesen.
Ich würde mir sehr wünschen, dass die Öffentlichkeit durch diese Vorkommnisse aufgeweckt wurde und dass Augenzeugen sich in solche Konflikte einmischen würden.
Wie schwer es ist, Zivilcourage zu zeigen und sich selbst in Gefahr zu begeben, haben viele Beispiel in der Vergangenheit gezeigt.

Coranova
16.01.2016, 18:29
Also bevor nicht noch was auffällt, werde ich das mal liegen lassen und beobachten. Jetzt im Winter höre und sehe ich nichts mit Belästigungen.
Wenn mir diese Vorkommnisse wieder auffallen, lasse ich Gleichgesinnte meine Beschwerde mit unterschreiben und gehe damit zum Rathaus. Die Idee mit einer Art Hausordnung ist gut.
Eine Bekannte von mir ist außerdem bei der lokalen Zeitung. Da kann man evtl auch Problembewusstsein schaffen.
Ich kann auch an den Unterstützerkreis herantreten, vielleicht finden die es wichtig genug, um eine Schulung im zwischenmenschlichen Umgang abzuhalten.

Und mir ist schon klar, wie ICH mich gegen sowas zur Wehr setze. Oder wenn ich dabei bin, die Kerle vor meiner Tochter runterputze.
Aber es geht ja auch darum, dass bei uns normalerweisTeenager mit Schwimmbzeichen in der Gruppe alleine eine Weile dort sein durften, wenn sie versprechen zusammenzubleiben Das war bisher so und ging jetzt halt nicht mehr.

Inaktiver User
16.01.2016, 18:31
Was heißt "wie viele "? Es geht grundsätzlich nicht.
Handelt es sich bei den Belästigern um Kinder oder um Erwachsene?


Es wurde weiter oben von 11-Jährigen geschrieben, darauf ging ich ein.

Und das "wieviele" bezog sich darauf, dass man bei einer Handvoll durchaus das noch mit ein paar engagierten Eltern regeln könnte, bei 30 eher nicht mehr.

Inaktiver User
16.01.2016, 18:33
.

Zum "sich verbal wehren" als Frau folgendes Erlebnis meiner 41 jährigen Freundin.
Sie war mit ihrer 11 jährigen Tochter am Fluß unterwegs spazieren. Kommt eine Gruppe (wahrscheinlich der gleichen Flüchtlinge ) und macht sie anzüglich an. Sie schimpft und verbitte sich das. Als Antwort kommt Gelächter und "German Girls are so beautiful". Einer streichelt der Tochter übers Haar. Als sie nochmals schimpft, will ihr der Typ an die Brust fassen. Sie sind dann schnellen Schrittes weg. Das sich verbitte hat nichts genützt. Sie haben dann meistens den großen Hund ihrer Schwester mitgenommen. Seitdem War wohl nichts mehr.
Ich glaub spätestens beim Bruststreicheln hätt ich ihm reflexhaft eine gescheuert, ob das in der Situation nun klug gewesen wäre oder nicht.

Coranova
16.01.2016, 18:37
OT
Bitte um Entschuldigung für die vielen Rechtschreibfehler. Mein Smartphone ist die Verbesserungshölle. Da rutscht mir so manches durch, was mir dann erst zu spät auffällt.

Funkelnde
16.01.2016, 18:54
Aber es geht ja auch darum, dass bei uns normalerweisTeenager mit Schwimmbzeichen in der Gruppe alleine eine Weile dort sein durften, wenn sie versprechen zusammenzubleiben Das war bisher so und ging jetzt halt nicht mehr.

Das geht vielleicht vorübergehend nicht mehr. Aber du weisst ja: Frauen gehen nur zurück, um Anlauf zu nehmen :freches grinsen:

Ganz klar hat eine Gruppe Elfjähriger keinerlei Möglichkeit, einer Gruppe Zwanzigjähriger Grenzen zu ziehen und kann nur das Weite suchen. Aber man kann dafür sorgen, dass das nicht das Ende der Geschichte ist.
Und so krasse Dinger wie das Gegrapsche gegen deine Bekannte, sind skandalös. Nicht hinnehmbar.

Elixia
17.01.2016, 14:13
Ich find´s auch heftig, was jetzt abgeht. Eine Tochter einer Freundin von mir, 19 Jahre alt ist in der Sylvester Nacht in Hamburg auf dem Kiez mit fünf Freunden unterwegs gewesen. Drei Frauen, zwei Männer. Die Männer versuchten alles, dass die drei Mädels nicht begrapscht werden, es nutzte nichts. Die Gruppe wurde durch eine Horde von etwa 20 fremden Kerlen mit Migrationshintergrund auseinandergetrieben.

Polizei war nicht in Sicht. Einem der Mädels gelang es in einen Club zu fliehen, dort wartete sie paar Stunden auf ein freies Taxi.
Die Tochter meiner Freundin wurde überall begrapscht, ihr Handy, Geldbörse gestohlen. Selbstverständlich haben die Mädels Strafanzeige gestellt.
Dabei wird aber nix herauskommen. Denn die Täter konnten sie nur grob äußerlich beschreiben, es war dunkel sie mussten sich ja ständig den grabschenden Händen erwehren.

In Hamburg sind bereits vor 10 Jahren schon diverse Polizeistationen dicht gemacht worden, im Zuge der "Einsparungen".
Bei Wohnungseinbrüchen rufen viele Hamburger schon gar nicht mehr sofort die Polizei, da diese erst diverse Stunden später in der Wohnung/ Haus erscheint.
Eine ordentliche Spurensicherung ist reine Glückssache. In den öffentlichen Bahnen U- Bahn, S- Bahn sind gewisse Strecken schon fast NO- GO Areas.
Vom Hauptbahnhof nach Harburg Neugraben sollte man vermeiden. Die Linie nach Hamburg Billstedt ebenfalls.
Da die Polizei systematisch personell und finanziell ausgeblutet wurde, steht Schlimmes zu befürchten. Es ist auch sehr demotivierend für die Beamten, dass Personen, die festgenommen wurden, von nachsichtigen Haftrichtern wegen Körperverletzung / Diebstahl/ Raub sehr schnell wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Gustave
17.01.2016, 23:20
.....unter welchen Umständen welche Form von Gewalt angemessen und erlaubt ist, und welche nicht.... Aggression und Gewaltbereitschaft sind Qualitäten, die wir wieder mehr schätzen lernen sollten. IN Kombination mit verantwortungsvoller Gewaltanwendung, natürlich....
Ganz Deiner Meinung.
Allerdings gab es früher so eine Art Ehrenkodex, der wohl im Zuge der diversen Gewaltlos-Kampagnen verschütt gegangen ist. Man prügelt sich nicht mit Schwächeren, man tritt nicht nach, wenn jemand am Boden liegt oder aufgibt etc. pp.



Wie gesagt: die allermeisten Täter suchen etwas risikolosen Spass.
Nein, das ist nicht der Fall.
Es geht nicht um Spaβ, es geht um gezielte Demütigung.
In ... räusper ... diversen Ländern... werden gezielt Frauen massiv und sexuell bedrängt und genötigt, um den Männern zu zeigen, wer Herr im Haus ist.


Ich vermute, Rowellans Bekannter war nicht in Frankreich, als das passiert ist.
Notwehr erlaubt verhältnismäßig viel, und in dem Fall gab es ja laut Rowellan einen Zeugen, so dass die Notwehr beweisbar war....

Dann passt mal schön auf, dass es bei Euch so bleibt.




Ja.....natürlich....nur ich vermute Jungen lernen das immer noch eher automatisch, da anders erzogen.
Nein. Es wird den Jungs ausgetrieben.
Die meisten Erzieher in jungen Jahren sind Erzieherinnen, denen nichts schlimmer erscheint, als raufende Jungs.
Das wird hier sehr vehemment unterbunden.




Das wäre der Anfang vom freiwillig Rückzug. Ich bin da wirklich besorgt,.....

Wir sind da schon wieder einen Schritt weiter.:unterwerf:

Hier wird Juden inzwischen nahegelegt, ohne Kippa auf die Straβe zu gehen.

Angeordneter Rückzug also. Auch ganz ohne dass wir die Charia als "ordentliche" Rechtsform hätten.


Über den Rausschmiss aus dem Bad lachen die Typen doch nur.
Und da gibt's keine Anzeigen gegen den Bademeister wegen Rassismus???





Ich würde mir für nächstes Jahr Security dort wünschen.
Das gibt's bei uns schon seit Jahren. Im Freibad, im Supermarkt, .....:knatsch:
Traurig, dass es nötig ist.

Ganz neu: Sicherheitspersonal auf dem Wertstoffhof.:ooooh:


Eben: man KANN einen Sicherheitsdienst einrichten, eine Hausordnung schreiben, und diese Hausordnung auch durchsetzen, indem man jene, die sich nicht dran halten, auch rausstellt.

Man muss es eben tun. Und Betroffene müssen Druck aufsetzen, damit die Dringlichkeit auch bei den relevanten Stellen ankommt. zB durch Briefe an die Leitung des Bads, an die Gemeinde, die Medien....
Wie gesagt: Es sind eben meist unsere nicht an viel nackte Haut gewohnten Mitbürger, die im Freibad viel nackte Haut als Einladung verstehen.
Wenn sie daraufhin einen Verweis erhalten, dürfen sie sich bei uns ERST mal dahinter verstecken, dass man wohl rassistisch sei.




.... Es ist auch sehr demotivierend für die Beamten, dass Personen, die festgenommen wurden, von nachsichtigen Haftrichtern wegen Körperverletzung / Diebstahl/ Raub sehr schnell wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

So auch hier.
Oft werden "geringfügige" Delikte auch erst moooooonaaaaate später verhandelt - mit dem Ergebnis, dass der Kläger mehr Zeit zur Aufnahme der Anzeige und dann im Gerichtssaal investiert als der Angeklagte, der gerne auch abwesend sein darf. Vertagung. Nochmal antanzen. Wieder vertagt......USW.

Bae
17.01.2016, 23:36
Allerdings gab es früher so eine Art Ehrenkodex, der wohl im Zuge der diversen Gewaltlos-Kampagnen verschütt gegangen ist. Man prügelt sich nicht mit Schwächeren, man tritt nicht nach, wenn jemand am Boden liegt oder aufgibt etc. pp.


In meinem Umfeld gab es den zumindest. Aber wohl auch nicht überall.




Nein, das ist nicht der Fall.
Es geht nicht um Spaβ, es geht um gezielte Demütigung.
In ... räusper ... diversen Ländern... werden gezielt Frauen massiv und sexuell bedrängt und genötigt, um den Männern zu zeigen, wer Herr im Haus ist.

ja eben: risikoloser Spass, aus der Sicht der Täter. Sie befinden sich in einer Gruppe, in massiver Überzahl, und haben nichts zu befürchten.




Wenn sie daraufhin einen Verweis erhalten, dürfen sie sich bei uns ERST mal dahinter verstecken, dass man wohl rassistisch sei.

Dann sagt man dem, Junge du bist doch nicht mehr ganz bei Trost, halt dich an die Regeln oder du fliegst raus, und fertig.

Und wenn man's bisher nicht sagte, wär es höchste Zeit, sofort damit anzufangen.




Oft werden "geringfügige" Delikte auch erst moooooonaaaaate später verhandelt - mit dem Ergebnis, dass der Kläger mehr Zeit zur Aufnahme der Anzeige und dann im Gerichtssaal investiert als der Angeklagte, der gerne auch abwesend sein darf. Vertagung. Nochmal antanzen. Wieder vertagt......USW.

eine ausufernde Bürokratie, die nach kafkaesker Manier zum Selbstzweck wird, ist in der Tat eine Plage.

gruss, barbara

Inaktiver User
17.01.2016, 23:45
[
Allerdings gab es früher so eine Art Ehrenkodex, der wohl im Zuge der diversen Gewaltlos-Kampagnen verschütt gegangen ist. Man prügelt sich nicht mit Schwächeren, man tritt nicht nach, wenn jemand am Boden liegt oder aufgibt etc. pp.
Naheliegend.

Wenn Gewalt grundsätzlich immer pfui und bäh ist, dann beschäftigt sich natürlich niemand mehr damit den Umgang mit Gewalt zu vermitteln, dann geht es nur noch um Vermeidung.

Bin ich auch kein Fan von, aber die aktuell gerade erlaubte Meinung ist eben "Gewalt ist schlecht, immer, Punkt."




Nein. Es wird den Jungs ausgetrieben.
Die meisten Erzieher in jungen Jahren sind Erzieherinnen, denen nichts schlimmer erscheint, als raufende Jungs.
Das wird hier sehr vehemment unterbunden.
Ah ist das mittlerweile so?







Und da gibt's keine Anzeigen gegen den Bademeister wegen Rassismus???
Wieso das?

Erstens hat das Bad das Hausrecht, zweitens würden deutsche Belästiger vermutlich ebenso des Bades verwiesen, und drittens ist "Rassismus" keine Straftat.

Die Hürden für den Nachweis, dass dies oder jenes aus rassistischen Beweggründen geschah, sind recht hoch, sowas gibt eventuell schlechte Presse, aber kaum ein Urteil gegen den Bademeister.


Und natürlich kann der des Bades Verwiesene "Rassismus" schreien, das muss man in dem Job aushalten können.
Wie in jedem Autoritätsjob.

Dass gerade junge Männer die Diskriminierungskeule rausholen, wenn sie es können, wundert mich nun nicht so besonders.

Gustave
18.01.2016, 00:58
In meinem Umfeld gab es den zumindest. Aber wohl auch nicht überall. ....

Natürlich nicht überall.
Es gibt IMMER so'ne und so'ne.

Loyaler Kampf wird auch so nicht mehr praktiziert. Dazu fehlt einfach die Anleitung - egal auf welcher Ebene.


ja eben: risikoloser Spass, aus der Sicht der Täter. Sie befinden sich in einer Gruppe, in massiver Überzahl, und haben nichts zu befürchten.

In der TAT.


Dann sagt man dem, Junge du bist doch nicht mehr ganz bei Trost, halt dich an die Regeln oder du fliegst raus, und fertig.

Und wenn man's bisher nicht sagte, wär es höchste Zeit, sofort damit anzufangen.

Das ist hier wohl nicht mehr möglich. Es wird ALLES erst mal darauf hin abgeklopft, ob man nicht deshalb reagiert, weil man rassistisch ist.
Das kenne ich aus meinem Schulalltag.

Dass allein die Nachfrage, ob man aus rassistische Gründen rügt und verweist, auch schon rassistisch ist, bemerkt dabei niemand.


....eine ausufernde Bürokratie, die nach kafkaesker Manier zum Selbstzweck wird, ist in der Tat eine Plage.
.... und die Geister, die man rief.



....aber die aktuell gerade erlaubte Meinung ist eben "Gewalt ist schlecht, immer, Punkt."
Es geht oft um die "erlaubte" Meinung.




Ah ist das mittlerweile so?
:unterwerf:



Erstens hat das Bad das Hausrecht, ...
:cool:

zweitens würden deutsche Belästiger vermutlich ebenso des Bades verwiesen,
ja, aber die wollen nicht so recht.... belästigen.
Daher gehen also die meisten Verweise an andere Belästiger.
Und dann ergibt sich eine Statistik.......:freches grinsen:



....Die Hürden für den Nachweis, dass dies oder jenes aus rassistischen Beweggründen geschah, sind recht hoch, sowas gibt eventuell schlechte Presse, aber kaum ein Urteil gegen den Bademeister....
Aber die Aufregung ist erst mal groβ.
Und geht durch die Presse.
Und wird dankbar aufgenommen.



Und natürlich kann der des Bades Verwiesene "Rassismus" schreien, das muss man in dem Job aushalten können.
Wie in jedem Autoritätsjob.
Ich bin auch Rassist.
Die Rasse der Dumm-Dreist-Bösen ist mir zuwider.
Und Du hast Recht: Auch ich halte das noch aus.


Dass gerade junge Männer die Diskriminierungskeule rausholen, wenn sie es können, wundert mich nun nicht so besonders.
Sie tun es, weil sie es dürfen.
Ein ganz neues, unbekanntes Gefühl der Macht.
Endlich!

Inaktiver User
18.01.2016, 01:05
Ach komm, wenn man mal was gegen die Außenpolitik Israels sagt wird auch gern "Antisemitismus" geschrien.


Das ist was zutiefst Menschliches anscheinend, erstmal "Diskriminierung!" zu brüllen wenn auch nur die geringste Chance besteht dass es jemand glaubt, und NATÜRLICH nehmen Medien das auf, entweder um es noch lauter weiterzubrüllen oder um es ebensolaut abzustreiten, das ganze Gebrülle ist der Job der Medien und das ist auch bekannt und sowieso nicht ernstzunehmen.

Inaktiver User
18.01.2016, 03:54
ja, aber die wollen nicht so recht.... belästigen.
Daher gehen also die meisten Verweise an andere Belästiger.
Und dann ergibt sich eine Statistik.......:freches grinsen:



Deutsche Männer belästigen nicht? Na dann! Ein ganz ein feines Volk - lauter Frauenrespektierer. Toll - ist dann wohl das einzige.

Ich frag mich dann, woher die Anzeigen kommen wegen Vergewaltigung, Nachstellung, Belästigung. Wahrscheinlich alles [editiert] oder Blinde, die den Blondschopf nicht von schwarz unterscheiden konnten.

gezeitenfrau
18.01.2016, 19:48
Keiner behauptet das deutsche Männer keine Frauen belästigen, vergewaltigen, misshandeln.
Aber es ist nicht mehr so "normal" wie früher, es hat sich dahingehend etwas getan die
letzten 50 Jahre. Frauen lassen sich längst nichts mehr gefallen, die meisten jedenfalls.
Diesen "Kulturschock" zu verarbeiten, benötigten "unsere Männer" auch entsprechend lange.

Das man massenhaft Männer ins Land lässt die zum Teil diese Wertvorstellungen
und "Moral" re-importieren", finde ich daneben.Das Ganze relativ unkontrolliert und
ohne Obergrenze, wie soll das auf Dauer funktionieren ?!

Inaktiver User
18.01.2016, 19:51
Wobei ich ja, auch wenn ich eigentlich kein Fan von Alice Schwarzer und Co. bin, den Vorkämpferinnen dieser Generation eines lassen muss:

Sie hätten sich von sowas wie in Köln garantietr nicht abhalten lassen, sich frei zu bewegen.

Lukulla
18.01.2016, 20:19
Und mir ist schon klar, wie ICH mich gegen sowas zur Wehr setze. Oder wenn ich dabei bin, die Kerle vor meiner Tochter runterputze.

Dabei immer darauf achten, laut und deutlich zu sprechen und Öffentlichkeit herzustellen.
Damit andere das mitbekommen und sich mit Dir solidarisieren können. Aber das darf nicht Deine private Aufgabe bleiben, da muss von Seiten des Staates etwas unternommen werden.



Aber es geht ja auch darum, dass bei uns normalerweisTeenager mit Schwimmbzeichen in der Gruppe alleine eine Weile dort sein durften, wenn sie versprechen zusammenzubleiben Das war bisher so und ging jetzt halt nicht mehr

Gibt es die Möglichkeit, dass ein Erwachsener Mann in der Nähe ist und eingreifen kann? Entweder ein Privater, Vater, Bruder, Lehrer oder ein Offizieller, also einer von der Wasserwacht?
Gibt es die Möglichkeit, eine solche Stelle während der Saison zu schaffen? Eingabe beim Rathaus?
Ich stelle mir das so vor, dass immer einer der Männer während der Badesaison am Nachmittag "Bereitschaft" hat und von den Müttern/Vätern angefragt werden kann, wenn eine Gruppe von Teenagern an den See wollen. In der anderen Zeit ist er normaler Wasserwachtler. Wenn das rotiert, dann ist immer mal einer dran.

Ich sehe das, was Du schilderst als Fall für die Polizei, die müsste entsprechend vor Ort gerufen werden, Personalien aufnehmen und ein Begehungsverbot aussprechen und die Asylbewerber müssten informiert werden, dass Straffälliges Verhalten zur Ausweisung führen kann.

Ich würde mich zusätzlich an den Betreiber der Asylunterkunft wenden. Die müssen auch dafür sorgen, dass von ihren Menschen keine Gefahr ausgeht. Eventuell kann man dort einen Vortrag halten, dass das strafbares Verhalten ist oder Aushänge in deren Muttersprache herstellen, wo klar wird, was erlaubt, was nicht erlaubt ist.

Das würde ich alles jetzt schon anleieren, damit zur Badesaison alles parat ist.

Gustave
18.01.2016, 21:47
Deutsche Männer belästigen nicht?
Sagt wer?



Ich frag mich dann, woher die Anzeigen kommen wegen Vergewaltigung, Nachstellung, Belästigung. Wahrscheinlich alles [editiert] oder Blinde, die den Blondschopf nicht von schwarz unterscheiden konnten.

Ich denke, wir haben es in diesem Strang von den Nachstellungen und Belästigungen en masse.
Und nein, sowas habe ich noch NIE erlebt. Weder in Deutschland noch in Frankreich.
Frauen in Frankreich haben es nur dann erlebt, wenn sie in einschlägigen Vierteln leben. Daher gab es die Bewegung "ni putes ni soumises" (https://de.wikipedia.org/wiki/Ni_Putes_Ni_Soumises)

Bae
18.01.2016, 21:50
Gibt es die Möglichkeit, dass ein Erwachsener Mann in der Nähe ist und eingreifen kann? Entweder ein Privater, Vater, Bruder, Lehrer oder ein Offizieller, also einer von der Wasserwacht?

Und warum muss das ein Mann sein?

Damit wird doch gerade die Idee verstärkt: nur Männer sind Autoritäten, denen man gehorchen muss. Frauen nicht.

und es muss auch nicht sein, dass einmal mehr wieder Männer ihre Knochen ranhalten müssen, falls es hart auf hart kommt.

gruss, barbara

Inaktiver User
18.01.2016, 21:53
Idealerweise, Lukulla, wäre das ja nicht ein erwachsener Mann, sondern besonders wehrhafte Frauen.

Jetzt vermehrt Männer die Aufsicht führen zu lassen ist doch schon ein Zugeständnis zu viel.

Gustave
18.01.2016, 22:40
..... nur Männer sind Autoritäten, denen man gehorchen muss. Frauen nicht. ...

....um letztlich festzustellen, dass weder die einen noch die anderen Autorität haben.

Es kommt nicht von ungefähr, dass es hier zahlreiche rechtsfreie Räume gibt, in denen Staatsgewalt nix zu melden hat. Von Frau oder Herrn Mustermann ganz zu schweigen.
Polizei oder Feuerwehr, Busfahrer oder Notarzt.
Es ist pupsegal, wer da ins Viertel kommt und schnell wieder den Rückzug antritt. Mann, Frau - pupsegal.

Bae
18.01.2016, 22:43
....um letztlich festzustellen, dass weder die einen noch die anderen Autorität haben.


Autorität und so galt ja für lange Zeit als extrem uncool. Bis hin zu Stimmen, vor allem aus der linksgrünen Ecke, die darauf drängten, staatliche Gewalt wie Polizei und Armee ganz abzuschaffen - es brauche sie ja nicht mehr.

nun, das war eine Fehleinschätzung.

gruss, barbara

Gustave
18.01.2016, 22:49
Jetzt vermehrt Männer die Aufsicht führen zu lassen ist doch schon ein Zugeständnis zu viel.

Ich befürchte, dass ihr es noch immer nicht begriffen habt.
Angriff auf Frauen trifft deren Männer und deren Kinder und deren Eltern und deren Geschwister - sprich: die gesamte Gesellschaft. Die ist das Ziel.

Wenn Männer nicht vermehrt Aufsicht führen sollen, dann sollen eben Frauen ran - der Quote oder wegen der Symbolik wegen.

(Gibt es genügend Bewerberinnen? Arbeiten sie gerne nachts und am Wochenende?)

Es ist schnurzegal, wer die Aufsicht führt und seinesgleichen verteidigt. Es gilt eine Grenze zu ziehen und zu zeigen: Fasst unsere Frauen und Kinder nicht an!
Eine Gesellschaft, die das nicht bringt, wird übernommen.
Zu Recht.

Inaktiver User
18.01.2016, 22:54
"unsere Frauen und Kinder", ahja, besten Dank ich sehe mich nicht als von Männern zu verteidigender Besitz!

Gustave
18.01.2016, 23:00
...nun, das war eine Fehleinschätzung.

gruss, barbara

....und ein Beispiel grenzenloser Arroganz.

Die Überzeugung, man habe den Höhepunkt der menschlichen Existenz erreicht und alle anderen müssten logischerweise dem guten Beispiel hosiana-singend folgen.

Dass Schwächen dieses Systems gnadenlos ausgenutzt werden, stand nicht auf dem Plan. Es war ja auch gar nicht für jene gedacht, die es gnadenlos ausnützen würden.

Gustave
18.01.2016, 23:02
"unsere Frauen und Kinder", ahja, besten Dank ich sehe mich nicht als von Männern zu verteidigender Besitz!
Brauchst Du auch nicht.
Ich sprach explizit von einer Gesellschaft.
Und da dazu auch Frauen und Kinder gehören, zu deren Besitz Du Dich auch nicht zählen musst.....:erleuchtung:

Inaktiver User
18.01.2016, 23:06
Der Satz "fasst unsere Frauen und Kinder nicht an" ist schon sowas von patriarcharlisch, wie "Frauen und Kinder zuerst" bei Schiffbruch.

Die Männer bitte auch nicht!

Bae
18.01.2016, 23:10
Ich befürchte, dass ihr es noch immer nicht begriffen habt.
Angriff auf Frauen trifft deren Männer und deren Kinder und deren Eltern und deren Geschwister - sprich: die gesamte Gesellschaft. Die ist das Ziel.


Auch ein Angriff auf Männer trifft deren Ehefrauen, Eltern, Kinder, Geschwister etc. Also die ganze Gesellschaft. Meine Eltern würden auf alle Fälle nichts sagen à la "ach, dein Bruder wurde zusammengeschlagen auf der Arbeit. Macht ja nix, ist ja nur ein Junge - hauptsache die Mädchen sind wohlauf."




Wenn Männer nicht vermehrt Aufsicht führen sollen, dann sollen eben Frauen ran - der Quote oder wegen der Symbolik wegen.


Ja. Oder zumindest Teams mit Männern UND Frauen. Es ist wirklich höchste Zeit, wenn man schon mit Quoten arbeitet, dass die auch für unangenehme Arbeiten gelten. Und dass die Quote gleichermassen für Männer und Frauen gelten, zB mindestens 1/3 Männer, mindestens 1/3 Frauen, der Rest wie man will und kann.



(Gibt es genügend Bewerberinnen? Arbeiten sie gerne nachts und am Wochenende?)

Arbeitssuchende gibt es auf alle Fälle mehr als genug; womöglich müssten einige noch ausgebildet werden. Am Wochenende und Nachts arbeiten sie vermutlich gleich gern oder gleich ungern wie die Männer. Arbeiten die denn gern in der Nacht und am Wochenende?



Es ist schnurzegal, wer die Aufsicht führt und seinesgleichen verteidigt. Es gilt eine Grenze zu ziehen und zu zeigen: Fasst unsere Frauen und Kinder nicht an!

... und auch die Männer nicht. Gleichberechtigung heisst eben auch, dass es nicht allein Aufgabe der Männer ist, Kanonenfutter zu sein.

Wenn wir behaupten, dass wir hier Gleichberechtigung haben, so müssen wir das schon auch umsetzen. Und nicht, wenn es schwierig wird, auf einmal in alte patriarchalische Muster zurückfallen.


gruss, barbara

Gustave
19.01.2016, 00:40
Der Satz "fasst unsere Frauen und Kinder nicht an" ist schon sowas von patriarcharlisch, wie "Frauen und Kinder zuerst" bei Schiffbruch.

Die Männer bitte auch nicht!

:unterwerf: Nein. Die Männer auch nicht.
Männer sollten auch nicht sexuell bedrängt werden.
Weder massiv in der Öffentlichkeit noch individuell hinter der Hecke.
Weder von Männern, noch von Frauen, noch von Transexuellen oder Bisexuellen.

Und Frauen und Kinder sollen bei Schiffbruch genauso ertrinken dürfen wie Männer!
Das tun sie ja dann oft auch.


Auch ein Angriff auf Männer trifft deren Ehefrauen, Eltern, Kinder, Geschwister etc. Also die ganze Gesellschaft. Meine Eltern würden auf alle Fälle nichts sagen à la "ach, dein Bruder wurde zusammengeschlagen auf der Arbeit.
Natürlich.
Aber es geht ja hier erst mal um die Übergriffe in Köln, anderswo und am Badesee auf Frauen und Mädchen.
Wenn die nicht geschlossen geahndet werden, sind irgendwann natürlich auch die Männer dran.
Weil sie geguckt haben. Zum Beispiel.
Oder Musik gehört oder Bier getrunken haben.
Das Zusammenschlagen kommt schon noch. Eins nach dem anderen.



Macht ja nix, ist ja nur ein Junge - hauptsache die Mädchen sind wohlauf."
Du denkst zu westlich und befriedet und intellektuel.

Denk mal international, unwestlich ... interkulturell


Arbeitssuchende gibt es auf alle Fälle mehr als genug; womöglich müssten einige noch ausgebildet werden.
Du wirst niemanden in einen Kampfberuf zwingen können, der ihm zuwider ist.
Auβer in Nordkorea.
Da sind alle einsatzfähig. Von Kindesbeinen an.


Am Wochenende und Nachts arbeiten sie vermutlich gleich gern oder gleich ungern wie die Männer. Arbeiten die denn gern in der Nacht und am Wochenende?

Vielleicht arbeiten sie sogar gleich gern oder gleich ungern wie die Männer, nur in anderen Berufen?



Gleichberechtigung heisst eben auch, dass es nicht allein Aufgabe der Männer ist, Kanonenfutter zu sein.
Das sehe ich genauso.
Gleichberechtigung verpflichtet.

Nur sehe ich die die Bereitschaft nicht so recht.
Auβer in Nordkorea.:engel:


Wenn wir behaupten, dass wir hier Gleichberechtigung haben, so müssen wir das schon auch umsetzen. Und nicht, wenn es schwierig wird, auf einmal in alte patriarchalische Muster zurückfallen.

Gleichberechtigt zu sein wird halt gerne damit verwechselt, dass jeder das können muss, was der andere auch kann. Und wollen muss er auch, was der andere wollen kann.

Gleichberechtigt hieβe für mich, unabhängig vom Geschlecht, nicht "Kanonenfutter" sein wollen dürfen.
Warum sollte dafür eine Quote festgelegt werden?
Wer sich berufen fühlt, soll es tun.

Wenn sich niemand berufen fühlt, dann halt Charia.
Unsere Zivilisation wäre nicht die erste.

Und auβerdem und "Oh!Tee!"
Gibt's eine Männerquote in alten matriarchischen Berufen?

Werden diese Stellen solange konsequent nicht besetzt, bis die Männerquote erfüllt ist???
:erleuchtung:

Wohl kaum.

Bae
19.01.2016, 06:44
Du denkst zu westlich und befriedet und intellektuel.

Denk mal international, unwestlich ... interkulturell


Warum sollte ich "unwestlich" denken? Ich bin westlich sozialisiert, wohne in einer westlichen Kultur, und ich will, dass das Gute und Wertvolle dieser Kultur uns erhalten bleibt. Wozu eben zum Beispiel die Gleichberechtigung gehört. Und zwar konsequent umgesetzte Gleichberechtigung.



Du wirst niemanden in einen Kampfberuf zwingen können, der ihm zuwider ist.


Wenn ich so sehe, wie die Arbeitsämter immer wieder Druck machen auf Leute, und die sich dann irgend einen Beruf wählen - warum sollte das nicht gehen? Sicherheitsunternehmen können durchaus auch dazu angehalten werden, gleichberechtigt einzustellen. und in Inserate schreiben, wie zB das Institutionen aus dem Sozialbereich etwa tun, "bei gleicher Qualifikation bevorzugen wird weibliche Bewerberinnen, um die Ausgewogenheit der Geschlechter in unserem Team zu verbessern"



Vielleicht arbeiten sie sogar gleich gern oder gleich ungern wie die Männer, nur in anderen Berufen?

Warum sich die Trennung in Frauenberufe und Männerberufe so hartnäckig hält, ist ja seit langem einer der grossen Konfliktherde der Gleichberechtigung.



Nur sehe ich die die Bereitschaft nicht so recht.

Es hat bisher auch niemand darüber gesprochen und danach gefragt.



Gleichberechtigt hieβe für mich, unabhängig vom Geschlecht, nicht "Kanonenfutter" sein wollen dürfen.
Warum sollte dafür eine Quote festgelegt werden?

Weil es irgend jemand tun soll und es unfair ist, wenn automatisch und reflexhaft immer die Männer dafür ausgesucht werden.

Ich will nicht notwendigerweise eine Quote, das wäre einfach eine Möglichkeit; aber ich finde es unsäglich, beschämend, ärgerlich, wie sehr es immer noch als Selbstverständlichkeit genommen wird, dass Männer für Sicherheit sorgen, dass Männer aufmüpfige Leute unter Kontrolle bringen müssen, dass es völlig ok, kein Problem und selbstverständlich ist, dass Männer sich verletzen lassen im Beruf, falls nötig. Als ob es Männern nicht weh täte; als ob Männer keine Traumata davon mitnähmen; als ob Männer das einfach so locker flockig wegsteckten, nur weil sie Männer sind.



Gibt's eine Männerquote in alten matriarchischen Berufen?

Werden diese Stellen solange konsequent nicht besetzt, bis die Männerquote erfüllt ist???

Leider nicht. Was ein Umstand ist, den ich auch schon seit längerem kritisiere, übrigens. Aber gerade wenn es um Berufe im Zusammenhang mit Kindern geht, habe ich schon mehrfach mitgekriegt, dass Männer automatisch als unkontrollierbare Triebtäter und Vergewaltiger gelten. Ich geb ja Nachhilfe, da hab ich auch schon von Eltern gehört "wir suchten absichtlich nach einer Frau, einem Mann hätten wir nicht getraut.". Ja auch das ist Diskriminierung. Auch das gehört verändert.

gruss, barbara

Lolletta
19.01.2016, 11:59
Ex Femen Aktivistin heute (http://www.derwesten.de/wr/region/sauer-und-siegerland/ex-femen-aktivistin-ramadani-kritisiert-muslimische-muetter-id11475517.html)

Gustave
19.01.2016, 23:31
Warum sollte ich "unwestlich" denken? ....
Um zu verstehen, wie viiiiele andere ticken.
Verstehen heiβt nicht, gut zu heiβen oder weniger virulent zu reagieren.
Nur überprüfen, welche Strategien Erfolg versprechen.
Es geht ja darum, seine Kultur und Errungenschaften erfolgreich zu verteidigen und nicht gegen Windmühlen zu reiten, während der Angreifer um eine ganz andere Ecke kommt.



Wenn ich so sehe, wie die Arbeitsämter immer wieder Druck machen auf Leute, und die sich dann irgend einen Beruf wählen - warum sollte das nicht gehen? Sicherheitsunternehmen können durchaus auch dazu angehalten werden, gleichberechtigt einzustellen. und in Inserate schreiben, wie zB das Institutionen aus dem Sozialbereich etwa tun, ....

Mein Mann ist unter anderem für den Sicherheitsdienst einer Firma zuständig.
Er bekam noch NIE die Bewerbung einer Frau.
Da hat Gleichberechtigung schon mal keine Chance.
Wenn alle Frauen das können und wollen, warum gibt es keine Bewerbung?


"bei gleicher Qualifikation bevorzugen wird weibliche Bewerberinnen, um die Ausgewogenheit der Geschlechter in unserem Team zu verbessern"
Ich glaube nicht, dass das als Motivation ausreicht.
Wer sich nicht prügeln will, wird eine andere Arbeit vorziehen, die mit den gleichen Versprechen beworben wird.
Egal ob Mann oder Frau.



Warum sich die Trennung in Frauenberufe und Männerberufe so hartnäckig hält, ist ja seit langem einer der grossen Konfliktherde der Gleichberechtigung.
Ich sehe keine Trennung in Frauenberufe und Männerberufe.
Ich schrieb von anderen Berufen, die Männer und Frauen vorziehen.


Es hat bisher auch niemand darüber gesprochen und danach gefragt.

Stimmt.
Es ist erst ein paar Jahrzehnte her, dass Mädchen / Frauen wissen, dass sie zu JEDEM Beruf Zugang haben.
Es gibt sogar den Girl's Day (seltsamerweise keinen Boy's Day).
Aber es ist nun mal nicht politisch korrekt, festzustellen, dass viele Girls viele Berufe boykottieren. Und viele Boys machen das auch.


Weil es irgend jemand tun soll und es unfair ist, wenn automatisch und reflexhaft immer die Männer dafür ausgesucht werden.

Wer sucht die denn aus?

Und wenn sich dann tatsächlich eine Frau darunter befindet, wurde die auch ausgesucht?

Wer, um Gottes Willen, sucht Leute aus, die für uns den Kopf hinhalten?


....dass Männer sich verletzen lassen im Beruf, falls nötig. Als ob es Männern nicht weh täte; als ob Männer keine Traumata davon mitnähmen; als ob Männer das einfach so locker flockig wegsteckten, nur weil sie Männer sind.

Das behauptet doch niemand. Menschen stecken es je nach Konstitution mehr oder weniger gut weg.

Wieviele Frauen sind in der Bundeswehr?

10%?
Warum nicht 50%?

Wir haben in F. die Berufsarmée und keinen Wehrdienst mehr.
Die Arméekarriere steht allen offen.
Wir haben kaum mehr Frauen als ihr.

Wie kommt's?




Leider nicht. Was ein Umstand ist, den ich auch schon seit längerem kritisiere, übrigens. Aber gerade wenn es um Berufe im Zusammenhang mit Kindern geht, habe ich schon mehrfach mitgekriegt, dass Männer automatisch als unkontrollierbare Triebtäter und Vergewaltiger gelten. Ich geb ja Nachhilfe, da hab ich auch schon von Eltern gehört "wir suchten absichtlich nach einer Frau, einem Mann hätten wir nicht getraut.". Ja auch das ist Diskriminierung. Auch das gehört verändert.

Na ja, ich kann mich dem Vorurteil nicht ganz entziehen, da einer meiner Söhne vor Jahren einem Pädophilen zum Opfer fiel. Der hat sich nämlich auch einen Beruf ausgesucht, der garantiert jahrelang "Frischfleisch" liefert.

Und es spricht niemand von den vielen Frauen, die Kinder ebenfalls zu "Krüppeln" machen. Deren Missbrauch scheint weniger "schmutzig". Aber wenigstens auf dieser Ebene scheint die Gleichberechtigung gewahrt.

Bae
20.01.2016, 09:44
Um zu verstehen, wie viiiiele andere ticken.


ich glaub, im Fall von besoffenen Jungmännern mit patriarchalischem Hintergrund gibt's nicht allzu viel zu analysieren. Das hatten wir hierzulande vor dreissig, vierzig Jahren auch noch, ist also bekannt.



Mein Mann ist unter anderem für den Sicherheitsdienst einer Firma zuständig.
Er bekam noch NIE die Bewerbung einer Frau.
Da hat Gleichberechtigung schon mal keine Chance.
Wenn alle Frauen das können und wollen, warum gibt es keine Bewerbung?

Weil Frauen das eben nicht wollen, auch wenn sie könnten; weil Autoritäten wie Arbeitsämter geschlechtsspezifisch zuweisen; weil Sozialisation Mädchen nach wie vor auf niedlich, nett und harmlos trimmt...



Wer sich nicht prügeln will, wird eine andere Arbeit vorziehen, die mit den gleichen Versprechen beworben wird.
Egal ob Mann oder Frau.


Wer sich mit der Absicht "ich will mich prügeln" bei einem Sicherheitsdienst bewirbt, ist eh falsch. Dann kommt dann sowas raus:
Muslimische Security verprügelt Christen im Asylheim - News International: Europa - tagesanzeiger.ch (http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Muslimische-Security-verpruegelt-Christen-im-Asylheim/story/30060064)

Während Frauen eher deeskalieren.



Ich sehe keine Trennung in Frauenberufe und Männerberufe.
Ich schrieb von anderen Berufen, die Männer und Frauen vorziehen.

na dann geh mal auf die nächste Baustelle und guck, wie viele Frauen dort tätig sind. (ich rate: Null). Und dann geh in den nächsten Kindergarten und guck, wie viele Männer dort beschäftigt sind. (ich rate: Null).

Und es soll keine Trennung in Männer- und Frauenberufe geben?



Es ist erst ein paar Jahrzehnte her, dass Mädchen / Frauen wissen, dass sie zu JEDEM Beruf Zugang haben.
Es gibt sogar den Girl's Day (seltsamerweise keinen Boy's Day).

In der Schweiz gibt's inzwischen einen allgemeinen Tag, wo Kinder bei den Eltern im Beruf gucken gehen. Geschlechtsunabhängig.



Aber es ist nun mal nicht politisch korrekt, festzustellen, dass viele Girls viele Berufe boykottieren. Und viele Boys machen das auch.

Also doch eine Trennung. :erleuchtung:




Wer, um Gottes Willen, sucht Leute aus, die für uns den Kopf hinhalten?

naja, halt die relevanten Chefs in Polizei, Militär, Feuerwehr, privaten Sicherheitsdiensten etc...

Aber das sind ja auch nicht notwendigerweise Leute, die sie grossartig Gedanken in Sachen Gender machen.



Das behauptet doch niemand. Menschen stecken es je nach Konstitution mehr oder weniger gut weg.

Nein, es wird einfach unausgesprochen angenommen. Wenn man sagt "Frauen und Kinder müssen geschützt werden", wird stillschweigend impliziert, dass Männer diesen Schutz zu leisten haben, weil Männer offenbar irgendwie nicht all die Traumata davontragen werden, die man Frauen und Kindern zugesteht.



10%?
Warum nicht 50%?

Wir haben in F. die Berufsarmée und keinen Wehrdienst mehr.

ja ich wär da auch für Gleichstellung.



Na ja, ich kann mich dem Vorurteil nicht ganz entziehen, da einer meiner Söhne vor Jahren einem Pädophilen zum Opfer fiel. Der hat sich nämlich auch einen Beruf ausgesucht, der garantiert jahrelang "Frischfleisch" liefert.

Weil die meisten Männer nicht wirklich damit umgehen könnten, als Weichei und, ja, als potenzieller Pädophiler zu gelten bei ihrer Berufswahl?





Und es spricht niemand von den vielen Frauen, die Kinder ebenfalls zu "Krüppeln" machen. Deren Missbrauch scheint weniger "schmutzig". Aber wenigstens auf dieser Ebene scheint die Gleichberechtigung gewahrt.

nein, hier werden Männer diskriminiert. Männer sind die mit den schmutzigen Pfoten, und Frauen sind standardmässig nett.

gruss, barbara

Kholja
20.01.2016, 12:42
Ist Euch bewusst, dass Deutschland in Europa in Sachen Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt erheblich hinterher hinkt?

Wusstet Ihr, dass die Zahl der Verurteilungen für angezeigte Vergewaltigungen permanent sinkt? Für Täter himmlische Aussichten - die Wahrscheinlichkeit, in D für eine Vergewaltigung verurteilt zu werden, dümpelt bei etwa 10%, damit lässt sich doch rechnen!

Opferschutz ist bezüglich sexualisierter Gewalt in Deutschland einfach nur heisse Luft, und auch die gespielte Empörung der Politiker angesichts der Kölner und anderer Vorfälle jetzt ist nichts als BlaBla - populistische Backenaufbläserei, um eine gute Figur zu machen, und sich dann im entscheidenden Moment wieder anderen Themen zuzuwenden. ....

So ist das wohl in einem Land, in dem die Existenz von Flatrate-Bordellen nicht gegen die Menschen/Frauenwürde verstößt....

Funkelnde
20.01.2016, 13:01
ich wieder :knicks: und mit elastischer Beharrlichkeit mit der Frage: was können wir tun?

Das Gute im Schlimmen der Kölner Ungeheuerlichkeiten ist, so meine ich, dass es eine aufgefrischte Sensibilität für die tatsächliche Gefährdungsssituation von Frauen entstanden ist, von der ich mir sehr wünsche, dass sie aktiv bleibt.

Eine, wirklich wichtige, Maßnahme sehe darin, wirklich jeden Übergriff zur Anzeige zu bringen. Das Pendel darf jetzt ruhig mal eine Weile in die Gegenrichtung ausschlagen.

Keine Toleranz für egal welche Art von Gewalt (auch Drohungen, Einschüchterungen, Nötigungen, Belästigungen) gegen Frauen. Keine Schonzone für "kleine" Vergehen. Und auch keine vorauseilende Resignation á la "den Täter kriegen wir ja eh nicht zu fassen"/"der kommt ohnehin viel zu billig davon"

Nope. Wir können und müssen uns wieder empören. Und bereit sein, auch eine Anzeige durch zu bringen, wenn aufnehmende Beamte sich wenig hilfsbereit zeigen. Seit ich gelesen habe, was die sich im Dienst alles bieten lassen (müssen), kann ich deren Haltung echt verstehen. Auch ihren Pessimismus, was den Erfolg einer Anzeige angeht.
Aber wir können Druck aufbauen, von dem selbst die Polizeibeamten mittelfristig profitieren werden. Wir können Opfer-Anlaufstellen ehrenamtlich unterstützen und wir können uns als BegleiterInnen von sogenannten "Opferzeuginnen" (http://www.zeugenbetreuung.de/pdf/kurzkonzeption-zb-stuttgart)auf ihrem schwierigen Weg einsetzen.

Wir können laut werden. Wir sind viele und wir sind überall.

Funkelnde

Gustave
21.01.2016, 00:27
ich glaub, im Fall von besoffenen Jungmännern mit patriarchalischem Hintergrund gibt's nicht allzu viel zu analysieren. Das hatten wir hierzulande vor dreissig, vierzig Jahren auch noch, ist also bekannt....
Das habe ich vor dreiβig, vierzig Jahren in Deutschland nie erlebt und auch nicht davon gehört.
Das hier ist eine andere Hausnummer.
Ich halte es nach wie vor für typisch westlich-arrogant sich einzubilden, dass man die Weisheit gepachtet und das Heil in die Welt bringen kann.

Andere Kulturen haben andere Weisheiten. Und wenn man die so massiv importiert, dann muss man sich sehr wohl damit auseinander setzen, wenn man / frau möchte, dass die eigene Kultur überlebt.


Weil Frauen das eben nicht wollen, auch wenn sie könnten; weil Autoritäten wie Arbeitsämter geschlechtsspezifisch zuweisen; weil Sozialisation Mädchen nach wie vor auf niedlich, nett und harmlos trimmt...
Soll heiβen, dass die progressive mütterliche / elterliche Erziehung der letzten Jahrzehnte nicht greift und dass die progressive Sozialisation (im Vergleich zu vor 50 Jahren, beispielsweise) den eigenen Willen der Frauen auf Dauer ausschaltet? Das wäre ein gewaltiger Rückschritt.

Im Übrigen werden die meisten Kinder auf nett und harmlos getrimmt.


Wer sich mit der Absicht "ich will mich prügeln" bei einem Sicherheitsdienst bewirbt, ist eh falsch.
Es geht nicht um die Absicht sondern um die Bereitschaft, sich notfalls auch köperlich einzusetzen.
Aber ich denke, dass auch Du den Unterschied eigentlich kennst.



Während Frauen eher deeskalieren.

Du meinst in diese Richtung geschulte Frauen? Ähnlich wie in diese Richtung geschulte Männer?

Ansonsten teile ich Deine Beobachtung nicht.

Frauen / Mädchen eskalieren anders, weniger körperlich aber nicht weniger verletzend als Männer.


na dann geh mal auf die nächste Baustelle und guck, wie viele Frauen dort tätig sind. (ich rate: Null). Und dann geh in den nächsten Kindergarten und guck, wie viele Männer dort beschäftigt sind. (ich rate: Null).
Und es soll keine Trennung in Männer- und Frauenberufe geben?

Nein, die gibt es nicht.

Alle Berufe stehen allen offen.

Wer sie dann letztlich ergreift, ist seit Jahrzehnten jeweils eine individuelle Entscheidung.



In der Schweiz gibt's inzwischen einen allgemeinen Tag, wo Kinder bei den Eltern im Beruf gucken gehen. Geschlechtsunabhängig.
Hm. Aber an nur einem Tag, werden sich die Kinder wohl nicht bei beiden Eltern im Beruf umgucken können. Es sei denn sie sind beide Ärzte / Bäcker / Kaufleute / ....


Also doch eine Trennung. :erleuchtung:
Tja, vielleicht gibt's halt doch ein Trennungsgen.:unterwerf:
Vielleicht will frau und man nicht das können wollen müssen, was der andere können will.
Immerhin darf man / frau das inzwischen können wollen.
Ich fürchte, das wird auch erst mal so bleiben.
Es sei denn, man macht ENDLICH so RICHTIG Druck und presst Jungs und Mädchen mal ordentlich in Einheitsform und Neutrumnorm.


naja, halt die relevanten Chefs in Polizei, Militär, Feuerwehr, privaten Sicherheitsdiensten etc...
Polizei, Militär, Feuerwehr wohl nicht mehr denn die Rekrutierung geschieht hier per "Concours" (anonymen Wettbewerb)
Privatfirmen machen, was sie wollen - wie überall.


Aber das sind ja auch nicht notwendigerweise Leute, die sie grossartig Gedanken in Sachen Gender machen.

"Gender" hat damit auch nicht so dolle was zu tun.




Nein, es wird einfach unausgesprochen angenommen. Wenn man sagt "Frauen und Kinder müssen geschützt werden", wird stillschweigend impliziert, dass Männer diesen Schutz zu leisten haben, weil Männer offenbar irgendwie nicht all die Traumata davontragen werden, die man Frauen und Kindern zugesteht.
Ich befürchte, dass es im Grunde genommen NUR um die Kinder geht. Denn Kinder waren mal Sinn und Zweck der menschlichen Existenz. Kinder überlebten wohl eine Zeitlang ohne Vater aber selten ohne Mutter. Also war Frau NUR deshalb schützenswert, weil die Brut ohne sie noch weniger Chance gehabt hätte.

All das ist natürlich inzwischen längst hinfällig.

Zumindest, was die Frau betrifft.

Was also hindert sie daran, sich die Kinder auf den Rücken zu schnallen und mit ihnen "in den Krieg zu ziehen?".

Im Übrigen bekommen alle, die Ziel von Angriffen sind, ihre Dosis an Trauma.

Ob die nun gegeneinander aufgewogen werden müssen, weiβ ich nicht.
Was müsste denn einem Trauma wegen Vergewaltigung entgegen gesetzt werden, damit es gleichberechtigt ist?


ja ich wär da auch für Gleichstellung.
Mann und Frau SIND da bereits gleichgestellt.
Wenn sie es wollten, könnten sie sich gerne gleichstellen.

Ich glaube, werte Bae, dass wir eine grundverschiedene Auffassung von Gleichberechtigung haben.
Für mich ist sie dann gegeben, wenn jedes Individuum die Möglichkeit hat, sein Leben so zu gestalten, wie es ihm liegt, ohne dass sexististische Schranken ihm vorgeben, was geht und was nicht.

Ich empfinde die 50 / 50 Quote in jedem Beruf als befremdlich und meiner Meinung nach lieβe sie sich nur in einer brutalen Diktatur durchsetzen.


Weil die meisten Männer nicht wirklich damit umgehen könnten, als Weichei und, ja, als potenzieller Pädophiler zu gelten bei ihrer Berufswahl?

Ich könnte als Frau damit auch nicht umgehen. Daher hätte ich gröβtes Verständnis, wenn es denn so wäre.



nein, hier werden Männer diskriminiert. Männer sind die mit den schmutzigen Pfoten, und Frauen sind standardmässig nett.

Ich kann Dich beruhigen: Für die Opfer herrscht da tatsächlich Gleichberechtigung.



...dass es eine aufgefrischte Sensibilität für die tatsächliche Gefährdungsssituation von Frauen entstanden ist,....
Oberflächlich betrachtet schon.
Die Angriffe auf Frauen sind die Spitze des Eisberges. Ein Test.

Nochmal: eine Gesellschaft, die ihre Frauen nicht verteidigt, ist bereit zur Übernahme.
Und ja, zum x-ten Mal: Frauen dürfen / müssen / sollen an ihrer Verteidigung teilnehmen. Aber das reicht nicht. Die Gesellschaft als Ganzes muss dahinter stehen wie ein Baum


Wir können laut werden. Wir sind viele und wir sind überall.
Und das hoffentlich auf jedem Niveau des Eisberges.
ALLE müssen laut werden.
Egal, wen es betrifft.

Funkelnde
21.01.2016, 10:46
Die Angriffe auf Frauen sind die Spitze des Eisberges. Ein Test.

Da bin ich bei dir :blume:


Nochmal: eine Gesellschaft, die ihre Frauen nicht verteidigt, ist bereit zur Übernahme.
Und ja, zum x-ten Mal: Frauen dürfen / müssen / sollen an ihrer Verteidigung teilnehmen. Aber das reicht nicht. Die Gesellschaft als Ganzes muss dahinter stehen wie ein Baum

In der Tat. Aber darauf dürfen wir nicht warten. Das müssen - und können - wir anstoßen. Eben indem jede/r auf seine Weise aktiv für die Werte unserer Gesellschaft eintritt. Gerade Frauen dürften meiner Ansicht nach gerne ihre innere Kriegerin aus dem Dornröschenschlaf holen...


Und das hoffentlich auf jedem Niveau des Eisberges.
ALLE müssen laut werden.
Egal, wen es betrifft.

Unrecht und Gewalt, Missachtung und Destruktion sind die Feinde, nicht irgendwelche Lager oder Gruppen...

und:
Irgendwas kann jeder :freches grinsen:. Der schwerste Schritt ist immer der erste Schritt aus der Komfortzone. Und vielleicht ist eine Problemanalyse für die Lösung gar nicht so wichtig :smirksmile:

Meine Augen sind jedenfalls weit offen. Für gute Ideen und Impulse, aber besonders auch für das, was vor sich geht, wenn ich draußen unterwegs bin. Dafür, wer meine Solidarität und Zivilcourage braucht, und dafür, welcher Initiative ich mich anschließen, wessen Meinungsäußerungen ich verbreiten helfen kann.

Es wird weder einfach, noch bequem sein, aber mir ist es nicht gegeben, tatenlos zu zu sehen.

Gustave
21.01.2016, 23:31
.....Es wird weder einfach, noch bequem sein, ...

Das war es EIGENTLICH noch nie.
Na gut. Sagen wir drei Jahrzehnte, in denen es einfacher war und in denen der Rahm abgeschöpft wurde, den die Altvorderen angesetzt haben.
Viele Junge haben es verlernt, sich dafür einzusetzen, dass die Dinge, so bleiben, wie sie sie kennenlernten. Von Fortschritt ganz zu schweigen.

Leider gibt es immer noch die Mär, dass bereits Erreichtes in Stein gemeiβelt ist und keiner Aufmerksamkeit mehr bedarf.
Ein groβer Irrtum, wie ich meine.

Inaktiver User
22.01.2016, 17:56
ich wieder :knicks: und mit elastischer Beharrlichkeit mit der Frage: was können wir tun?

Das Gute im Schlimmen der Kölner Ungeheuerlichkeiten ist, so meine ich, dass es eine aufgefrischte Sensibilität für die tatsächliche Gefährdungsssituation von Frauen entstanden ist, von der ich mir sehr wünsche, dass sie aktiv bleibt.

Eine, wirklich wichtige, Maßnahme sehe darin, wirklich jeden Übergriff zur Anzeige zu bringen. Das Pendel darf jetzt ruhig mal eine Weile in die Gegenrichtung ausschlagen.

Keine Toleranz für egal welche Art von Gewalt (auch Drohungen, Einschüchterungen, Nötigungen, Belästigungen) gegen Frauen. Keine Schonzone für "kleine" Vergehen. Und auch keine vorauseilende Resignation á la "den Täter kriegen wir ja eh nicht zu fassen"/"der kommt ohnehin viel zu billig davon"

Nope. Wir können und müssen uns wieder empören. Und bereit sein, auch eine Anzeige durch zu bringen, wenn aufnehmende Beamte sich wenig hilfsbereit zeigen. Seit ich gelesen habe, was die sich im Dienst alles bieten lassen (müssen), kann ich deren Haltung echt verstehen. Auch ihren Pessimismus, was den Erfolg einer Anzeige angeht.
Aber wir können Druck aufbauen, von dem selbst die Polizeibeamten mittelfristig profitieren werden. Wir können Opfer-Anlaufstellen ehrenamtlich unterstützen und wir können uns als BegleiterInnen von sogenannten "Opferzeuginnen" (http://www.zeugenbetreuung.de/pdf/kurzkonzeption-zb-stuttgart)auf ihrem schwierigen Weg einsetzen.

Wir können laut werden. Wir sind viele und wir sind überall.

Funkelnde


Finde ich sehr gut, deine Gedanken und Ideen.

Es muss einiges passieren, damit "Köln" nicht mehr in dieser Art geschehen kann - und zwar von einigen Seiten.
Seitens der Politik:
Klare Aussagen, wie sie gedenken, Frauen mehr zu schützen. Kein Theaterdonner, kein Geschwafel. Konsequenz bitte! Was nützt es, wenn man die Täter nicht findet - oder sie mal einen Tag einsperrt, und dann die Karawane weitertrottet...hoffend, dass die Leute schnell vergessen. Wenn es sein muss, müssen eben mehr Polizisten her.

Um handeln zu können, muss man wissen:
wer sind die Missbraucher?
Sind es Minderjährige, die zu viel Alkohol getrunken haben, muss man sie eben...erziehen, auch wenn das mühsam ist. Sind es Muslime, könnten sich muslimische Organisationen einbringen - sie sind Teil unserer Gesellschaft - und Verantwortung übernehmen. Ich mag nicht hören, dass die Mädels selbst schuld waren, wegen ihrer Bekleidung, der Verwendung von Parfüm und andere Unmöglichkeiten. Jeder mensch, egal welcher Religion, ist zu Selbstbeherrschung und Impulskontrolle fähig.

Sind es Erwachsene, die grabschen, einschüchtern und bedrohen, müssen sie bestraft- und, wenn möglich, abgeschoben werden. Konsequent.
Bei aller Fremdenfreundlichkeit: es ist nicht einzusehen, dass Frauen, die in Deutschland leben (also nicht nur deutsche Mädchen) Gefahren ausgesetzt werden, weil frauenfeindliche oversexte and underf.ckte Typen mit Überlegenheitsfimmel sich hier ausleben möchten und sich respektlos aufführen. (als hätten wir nicht schon genügend Frauenbedränger in "eigenen" Reihen)
Ich finde es klasse, dass sich etliche Muslime öffentlich von diesen Tätern distanziert haben...aber dabei darf es nicht bleiben! Ich rechne auch mit der Hilfe der Muslime, die hier leben, solche Typen zu bändigen - und Frauen beizustehen, wenn das sein muss. Das ist ja in Köln auch passiert und wurde von der Presse nicht genügend erwähnt, finde ich.

Apropos Presse:
von denen wünsche ich mir ehrliche, zeitnahe, unaufgeregte Berichterstattung. Alles andere gibt Anlass zu Spekulationen. Es geht nicht an, dass man von den Ereignissen in Köln erst Tage später erfährt. Wer bestimmt, wann wir was zu erfahren haben? Waren Flüchtlinge beteiligt, dann ist das auch so zu berichten.

Was wünsche ich mir von den Frauen?
Einstehen für unsere Rechte, unsere Kultur, unsere Art zu leben. Ganz klar machen: ich ziehe mich an wie ich will, feiere wie ich will und niemand hat mich gegen meinen Willen anzumachen oder gar anzufassen. Punkt!!
Selbstverteidigung lernen. Dranbleiben. Ein einzelner Kurs bringt nichts!
Solidarität. Nicht wegsehen, wenn eine (egal von wem) schlecht behandelt wird!
Keine Gnade gegenüber Tatschern, Bedrängern, Einschüchterern - egal, welcher Nationalität. Anzeigen!! Damit alle sehen: wir lassen uns das nicht gefallen.
Von Männern wünsche ich mir ähnliches. Nicht wegsehen, wenn jemand bedrängt wird!


Übrigens fand ich deinen letzten Satz - Funkelnde - am besten:
"Wir können laut werden (sollten wir tun!!). Wir sind viele und wir sind überall."

Libentia
15.09.2016, 17:43
Übrigens fand ich deinen letzten Satz - Funkelnde - am besten:
"Wir können laut werden (sollten wir tun!!). Wir sind viele und wir sind überall."

Den fand ich auch gut. Wir sind Viele und wir sind überall. Und das ist es ja u.a., was solchen Typen diese Angst macht. Genau deswegen denken solche Typen, daß Frauen besser nirgends sein sollen, und wenn, dann nicht sichtbar, und wenn doch sichtbar, dann schickt man sich an, diese wenigstens auch zu unterdrücken.