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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fahrangst



Chila1
30.12.2015, 13:49
Liebe Forum Mitglieder.

Ich weiß gar nicht ob ich hier mit meiner Frage richtig bin.
Aber ich stelle sie trotzdem.
Ich bin 36 Jahre alt, eine Frau und seit etwa 3 Monaten stolze Inhaberin des Führerscheins.
Ich fahre einen Volvo S60 und fahre sehr gerne Auto.
Ich fahre meiner Meinung nach sehr gut Auto. Auch mein Fahrlehrer hat mir dies bestätigt und ich habe keinerlei Probleme mit einparken oder anderen Sachen. Ich muss dazu sagen dass ich etwa 60 Fahrstunden hatte und zweimal den Fahrlehrer wechseln musste bis ich den richtigen Fahrlehrer für mich gefunden habe.
Nun zu meiner Frage.
Ich bin immer schrecklich nervös beim Autofahren obwohl ich sicher Auto fahre und keine lahme Ente beim Fahren bin :-) bin ich immer innerlich nervös.
Ich fahre jeden Tag Auto und gehe auch extra auf die Autobahn um mich daran zu gewöhnen.
Ist das normal?
Mein Freund sagt dass das völlig normal ist und durch die Routine mit der Zeit verschwindet.
Vor allem in langen Tunneln fühle ich mich nicht gerade wohl.
Stadtverkehr macht mir überhaupt nicht aus.
Ist es wirklich so dass ich einfach Übung brauche oder bin ich einfach ein Angsthase beim Autofahren?

Ganz liebe Grüße Chila

sundays
30.12.2015, 13:55
Ja, das gibt sich. Das hat jeder am Anfang und auch fast jeder Motorradfahrer am Anfang der Saison immer wieder. Es übt. :smile: :blume:

Margali62
30.12.2015, 13:58
Es wäre sinnvoll gewesen, mit einem kleinen Auto zu starten, im Idealfall mit Automatikgetriebe.

Chila1
30.12.2015, 14:10
Ich fahre Automatik und komme mit dem Auto sehr gut klar.
Das ist überhaupt kein Problem. Ich liebe meinen Volvo :-)
Aber ich kann verstehen was du meinst.

Dinga
30.12.2015, 14:17
Jaaaa, das kenne ich auch und auch von Freundinnen :lachen: Es hilft wirklich nur Routine, Routine, Routine. Es ist einfach auch ungewohnt, nach dem Beisein eines Fahrlehrers mit einem Mal alleine hinterm Steuer zu sitzen. Aber mit der Zeit vergeht die Nervosität. Habe Geduld mit dir und Mut :blume:

ereS
30.12.2015, 14:34
Es wäre sinnvoll gewesen, mit einem kleinen Auto zu starten, im Idealfall mit Automatikgetriebe.


das sehe ich ganz anders
es gibt nichts besseres als mit einem großen auto die routine zu erfahren, denn dann kannst du JEDES auto fahren und traust es dich auch
wenn du immer nur mit winzlingsautos unterwegs bist und mußt irgendwann ein großes kfz fahren, hast du ueberhaupt keine routine wie groß so ein fahrzeug sein kann, und bist viel aengstlicher

zur te die routine kommt von ganz alleine und damit geht auch die angst weg

bittersweet0403
30.12.2015, 14:54
Ich fahre Automatik und komme mit dem Auto sehr gut klar.
Mit dem Auto kommst du gut klar. Aber spätestens wenn du keinen Automatik mehr fahren kannst, wird es problematisch, weil du nicht darauf trainiert bist. Man sollte als Führerscheinanfänger immer einen Schaltwagen nehmen.

Ansonsten ist alles nur eine Sache der Routine. Mich kannst du in jedes Auto setzen. Egal ob Schaltung oder Automatik oder speziellere Konstrukte. Liegt daran, dass ich immer gewohnt war, mehrere Autos, oft auch am selben Tag noch, zu fahren. Ich fahre schnelle Autos und langsame bzw. weniger motorstarke Autos. Alles ohne Probleme. Ich muß mich an nichts anpassen, das funktioniert alels automatisch. Ich fahre große Dinger und kleine, parke mit den großen genausogut wie mit den kleinen.

Eben weil es Routine ist für mich.

Alicia7
30.12.2015, 14:57
Mit dem Auto kommst du gut klar. Aber spätestens wenn du keinen Automatik mehr fahren kannst, wird es problematisch, weil du nicht darauf trainiert bist. Man sollte als Führerscheinanfänger immer einen Schaltwagen nehmen.

Ansonsten ist alles nur eine Sache der Routine. Mich kannst du in jedes Auto setzen. Egal ob Schaltung oder Automatik oder speziellere Konstrukte. Liegt daran, dass ich immer gewohnt war, mehrere Autos, oft auch am selben Tag noch, zu fahren. Ich fahre schnelle Autos und langsame bzw. weniger motorstarke Autos. Alles ohne Probleme. Ich muß mich an nichts anpassen, das funktioniert alels automatisch. Ich fahre große Dinger und kleine, parke mit den großen genausogut wie mit den kleinen.

Eben weil es Routine ist für mich.

hier genauso

Und was wirklich wichtig ist: viel und ständig und überall hin fahren. Wenn möglich auch mit unterschiedlichen Autos.

Chila1
30.12.2015, 15:33
Danke für eure Antworten.
Wir haben drei verschiedene Autos zwei davon mit Schaltung und meiner mit Automatik.
Der alte Audi A 80 mit Schaltung war mein Übungs Auto während der Prüfungszeit.
Ich habe mir ganz bewusst einen Volvo mit Automatik gekauft. So kann ich mich ganz auf den Verkehr konzentrieren.
Natürlich fahre ich meistens mit meinem Volvo AWD aber ab und zu auch mit den anderen Autos.
Da wir in einer Bergregion wohnen und die Bergstraßen sehr kurvig und steil sind komme ich mit einem Kleinwagen nicht den Berg hoch wenn es schneit :-)
Da die Straße nicht immer sofort geräumt werden ist es auch jedesmal eine kleine Überwindung die steilen Straßen runterzufahren.
Aber wie Ihr sagt Übung macht den Meister :-)

bittersweet0403
30.12.2015, 16:06
Aber wie Ihr sagt Übung macht den Meister :-)
Genauso ist es, aber wichtig ist, dass dir das mit Schaltung fahren wirklich in Fleisch und Blut übergeht. Wenn du 3 Monate den Führerschein hast, müßte alles weitestgehend automatisiert sein, sodaß du genug Kapazität hast, dich auf das Schalten zu konzentrieren. Bei Schnee ist das natürlich etwas anderes. Da muß man das auto nehmen, was am besten mit der witterung klar kommt.

Carolly
30.12.2015, 17:52
Genauso ist es, aber wichtig ist, dass dir das mit Schaltung fahren wirklich in Fleisch und Blut übergeht. Wenn du 3 Monate den Führerschein hast, müßte alles weitestgehend automatisiert sein, sodaß du genug Kapazität hast, dich auf das Schalten zu konzentrieren. Bei Schnee ist das natürlich etwas anderes. Da muß man das auto nehmen, was am besten mit der witterung klar kommt.

Ich hatte einige Umgewoehnungen von Mittelklasse-Fahrschulwagen mit Schaltung zu Kleinwagen mit Entenschaltung, auf Kleinwagen mit Schaltung (jahrelang) zu Riesen-4WD mit Automatik, zu Fahrrad (jahrelang), zu Riesen-4WD mit Automatik und von dort direkt umgestiegen auf einen Winzling mit Schaltung und erstmals Rechtssteuerung. Geht alles nach kuerzerer oder laengerer Eingewoehnung. Was besser ist: nur ein Auto fahren und sich dadran gewoehnen oder Autos mit verschiedener Schaltung gleichzeitig fahren duerfte wohl von Person zu Person verschieden sein. Ich bleibe wenn moeglich lieber bei einer Art Schaltung bis wieder die naechste komplette Veraenderung ansteht.

bittersweet0403
30.12.2015, 18:13
Was besser ist: nur ein Auto fahren und sich dadran gewoehnen oder Autos mit verschiedener Schaltung gleichzeitig fahren duerfte wohl von Person zu Person verschieden sein. Ich bleibe wenn moeglich lieber bei einer Art Schaltung bis wieder die naechste komplette Veraenderung ansteht.
Größtmögliche Flexibilität ist immer am besten, denn es kommt auch mal eine Zeit wo das Auto nicht mehr fährt, und dann? Leihwagen, je nach Alter des eigenen Autos neuen Wagen. Wenn man auf Automatik oder Schaltung Rücksicht nehmen muß, ist man deutlich unflexibler beim Kauf. Es sei denn, man kann sich jedes Mal einen neuen leisten.

Das einzige was beim Wechsel von Schaltung auf Automatik passiert, ist, dass man am Anfang öfter mal ins Leere tritt weil keine Kupplung da ist. Umgekehrt wirds schwieriger, vergißt man zu kuppeln, kann das auf Dauer teuer werden oder es tut sich nix.

Übrigens sollte man schon Kenntnisse haben was schalten und Drehzahl angeht.
Als vor etlichen Jahren die Smarts mit ihrer sequenziellen Schaltung auf den Markt kamen war ich diejenige, die immer wieder den Dienstwagen aufs Auge gedrückt bekam, eben weil die kollegen zu unflexibel waren.

Chila1
31.12.2015, 12:48
Wenn ich ganz ehrlich bin mochte ich das Schalten nie.
Ich habe vor jedem Kreisel oder Ampel ganz kurz überlegt dass ich jetzt schalten muss.... es war eigentlich kein Problem für mich aber innerlich hat es mich genervt und ich fand den Automat sehr erfrischend 😄
Was mir auch sehr schwer fiel mit dem Schaltwagen war es an unserer sehr kurvigen Bergstraße den langsamen Lastwagen hinterher zu fahren. Die Straße ist wegen Bauarbeiten sehr stark befahren und man dackelt dauernd den langsamen Lastwägen hinterher. Da es oft Stau gibt steht man steil am Berg hinter den Lastwägen und ich fand es nicht gerade prickelnd dauernd am Berg anzufahren ☺.
Mit meinem Automat ist das natürlich kein Problem.
Danke für eure Antworten.
Vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig und brauche wirklich noch Zeit.

Grüsse
Chila

Elixia
01.01.2016, 20:47
Kann es sein, dass Du so eine Art Platzangst hast? Weil Du geschrieben hast, dass Du besonders in Tunnelbereichen diese Angst hast.
Ich fahre in Hamburg oft durch den über drei Kilometer langen Elbtunnel. Ein Fahrlehrer hat mir mal erzählt, dass etliche Leute extreme Angst haben dort durchzufahren. Manche tun alles, um Tunnel zu vermeiden.

Dann hätte Deine Angst ja weniger mit dem Autofahren an sich zu tun.

Chila1
03.01.2016, 18:20
Liebe Elixia
Ja das habe ich mir auch schon Gedacht aber ich habe als Beifahrer überhaupt gar keine Angst in Tunneln mitzufahren.
Ich mache mir nicht mal Gedanken als Beifahrer.
Heute bin ich mit Begleitung 2 Std durch mehrere Tunnel gefahren und kein Problem.
Solange Sie hell und breit sind gehts ( wir haben hier in der Schweiz einen 5 Kilometer langen, sehr engen und dunklen alten Tunnel durch den ich fast täglich durch fahren muss :-( er ist 2 Spurig mit Gegenverkehr und ohne Pannenstreifen.
Ich bin allgemein einfach etwas nervös wenns in diesen Tunnel geht.
Es ist so dass ich bis ich ca 15 Jahre alt war einen großen Eisenmangel und bis heute einen tiefen Blutdruck habe.
Damals bin ich vor lauter Aufregung regelmässig ohnmächtig geworden.
Das ist jedoch schon seit bestimmt 15 Jahren nicht mehr passiert aber trotzdem habe ich immer Schiss dass ich mich zu sehr innerlich aufrege dass ich plötzlich beim Autofahren Ohnmächtig werden könnte. Mein Arzt meinte das könnte nicht passieren aber trotzdem schaue ich immer ob ich im Notfall rechts ranfahren könnte.
:-) ich nehme auch immer etwas zu trinken mit weil mich das beruhig.
Ich glaube ich mache mir einfach zu viele Gedanken.
Danke für eure Hilfe.
Grüsse
Chila

Alizee
04.01.2016, 18:58
Hallo Chila, wir können uns die Hand reichen. Ich bin seit einiger Zeit stolze Besitzerin des Führerscheins, den ich, auch nicht mehr taufrisch, erworben habe.:smirksmile:
Mir geht es ähnlich und ich glaube, ich mache mir wie du, zu viele Gedanken. Ich glaube, es ist nicht ganz einfach in höherem Alter den Führerschein zu machen. Man ist verkopft und denkt zuviel?:smirksmile:
Prima, wenn du jeden Tag fährst. Das ist mir noch nicht gelungen und ich meide das Fahren eher. Ich weiss, dass es blöd ist, dies zu tun. Es liegt nicht an meinem Können, das war laut Fahrlehrer sehr gut. Ich glaube, es ist mehr der Kopf und was passieren könnte. Dabei ist doch die Routine wichtig.
Deine Abneigung gegen den Tunnel klingt mehr nach was anderem als nach Probleme mit dem Autofahren. Ich fahre selber nicht gerne im Tunnel. Bei uns sind die meist eher kurz. Einen langen Tunnel find ich schon beklemmend. Man kommt nicht eben mal raus, wenn man möchte.
Ich wünsche dir weiterhin viel Vergnügen beim Fahren und allzeit gute Fahrt.
VG

Marie-Madeleine
05.01.2016, 10:56
Wichtig ist vor allem eins: dranbleiben! Mit der Erfahrung und der Routine kommt in aller Regel auch etwas mehr Ruhe ins Spiel.

Und noch ein Tip: "knifflige" Stellen nicht meiden, sondern beherzt in Angriff nehmen. Anfangs bin ich gerne mal Umwege gefahren, um unübersichtliche Kreuzungen und ähnliches zu umgehen, aber so wird man die Angst niemals los.

Gutes Gelingen! :blume:

bittersweet0403
05.01.2016, 10:59
Prima, wenn du jeden Tag fährst. Das ist mir noch nicht gelungen und ich meide das Fahren eher. Ich weiss, dass es blöd ist, dies zu tun. Es liegt nicht an meinem Können, das war laut Fahrlehrer sehr gut. Ich glaube, es ist mehr der Kopf und was passieren könnte. Dabei ist doch die Routine wichtig.
Dann solltest du dich zwingen zu fahren, fahren, fahren. Ansonsten hast du den Führerschein umsonst gemacht. Routine kommt nicht vom nichtfahren. Du kannst dir ja zeiten und Strecken aussuchen, die nicht so extrem befahren sind zum trainieren. Aber einfach nicht fahren ist sicher der falsche Weg.

Marie-Madeleine
05.01.2016, 11:14
Das stimmt.

Meine Mutter hat mit 45 den Führerschein gemacht, war dann aber auch recht ängstlich und geriet sich überdies beim Fahren noch immer mit meinem Vater in die Haare. Somit ist sie dann mindestens 10 Jahre überhaupt nicht mehr hinters Steuer gestiegen. Vor ein paar Jahren hat sie dann noch mal einige Fahrstunden genommen und fährt jetzt zumindest im Stadtbereich überall hin. Und ärgert sich, dass sie nicht gleich am Ball geblieben ist.