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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie läuft eine IVF/ICSI ab?



moonjoy
07.12.2015, 21:34
Hallo liebe Hoffnungsmädels,

ich hab jetzt mal ganz planlos ein paar Fragen an alle, die schon mal eine IVF oder ICSI hatten.

Kurz zu mir - ich hab früher im Hoffnungsstrang geschrieben und hab ein tolles April ´14 Baby durch IUI bekommen. Ein kleines Wunder, laut der Ärzte, da das Spermiogramm wohl eigentlich nicht Instauglich ist.
Nun kommt noch dazu, dass meine Zyklen seit der SS komplett planlos sind.
Seit August versuchen wir es wieder mit IUI, aber bisher waren nur zwei möglich, weil mein Zyklus zu kurz war, die Folli´s nicht gewachsen sind, der Arzt selbst ratlos war.
Im Januar haben wir jetzt einen Termin zum Vorgespräch künstliche Befruchtung.

Meine Fragen dazu - eher verrückte Kopfgedanken - die mich beschäftigen...

Wie weiß der Doc mit was ich stimulieren soll? Ist das eine Versuch und Irrtum-Geschichte? Wenn das schief läuft, also ein Versuch abgebrochen wird, weil sich nix tut, oder zuviel wer bezahlt das dann? Also die Medikamente? Denn die KK zahlt ja nur drei Versuche, aber das sind ja dann Versuche mit Transfer oder?
Kann man einen Zyklus durch Hormone/Medi´s richtig einstellen? Denn selbst wenn sich genügend Eier finden, kann mein Zyklus danach immer noch viel zu kurz sein, so dass sich da nie was einnisten würde... Oder sieht das der Doc an der Schleimhaut? Wird also nur transferiert, wenn alles gut aussieht?
Passiert das Ganze unter Narkose? (ich weiß, ich könnte auch googeln, aber das macht mich nur verrückt).
Schmerzt das Follikel entnehmen? Werden die abgesaugt?
Beim Transfer - falls unter Narkose - kann man da am nächsten Tag wieder arbeiten?
Wo passiert das Ganze - in der Kinderwunschklinik direkt? Alá - der Nächste bitte???

Okay, das waren mal die ersten Fragen... ich denke es kommen noch viele mehr, und ich hoffe, dass es ein paar Mädels gibt, die Muse haben meinen Kopf ein wenig zu entwirren...:knatsch::blume:

Wolkenschaf3
07.12.2015, 21:54
Hallo,

Es ist schon eine Weile her, aber mal sehen woran ich mich erinnere.

Die Stimmumaltion ist schon ein bisschen Versuch-irrtum Geschichte, jedenfalls der erste Veruch
aber ein guter Doc kann anhand deiner Hormonwert ganz gut die Dosis abschätzen.
der Körper ist aber trotzdem etwas unberechnbar

Wenn ein Versuch vor Punktion abgebrochen wird zählt er nicht als Versuch im Sinne der Krankenkasse.

Nach der Eizellenentnehma kriegt man in der regel Progesteron in hören Dosen als bei IUI, dadurch bleibt die zweite Zyklushälfte lang genug.

Eizelleintnahme ist meistens unte rNarkose.
es gibt in paar Kliniken ( oft Unikliniken) die machen es lieber ohne. das würde ich nicht machen.
Das Follikelentnehmen ohen Narkose schmerzt wohl.

Transfer ist ohne Narkose , man kann am nächsten Tag wieder arbeiten.

Die Kliniken haben normalerweise OPs wo die Folikeentnehme passiert

Hoffe das hilft erstmal weiter

Gemme
07.12.2015, 23:34
Hallo Moonjoy,
frag ruhig ;)

eine Frage zum Verständnis:
Bist Du jetzt schon in einer Kiwupraxis oder noch bei Deinem normalen Gyn?

Denn in einer Kiwupraxis sollte der Arzt meiner Meinung nach eigentlich nicht ganz so ratlos sein im Hinblick auf Deine Zyklen (bzw. zumindest sagen können, daß Hormon XY ein bißchen zuwenig ist oder so....)

......

Den Ablauf hat Wolkenschaf hat das schon ganz richtig geschildert, nur ein paar Ergänzungen:

während der Stimulation gibt es regelmäßige Kontrolltermine, immer mit Blutabnahme und Ultraschall, so können Deine Medis immer wieder angepasst und Deine Schleimhaut und die wachsenden Follikel kontrolliert werden.

Wenn die Schleimhaut extrem niedrig wäre,
würde man das also beim US sehen und ggf. den Transfer verschieben.

Nach der Punktion (genau, die Eizellen werden abgesaugt-aus den Follikeln rausgesaugt quasi) fällst Du für mindestens 3 Tage aus (bist also krankgeschrieben) und solltest Dich auch wirklich schonen!
Etwas Schmerzen gehören dazu,
sind aber meistens auszuhalten.

Schmerzmittel (Paracetamol) in vernünftigen Maßen sind erlaubt.

Mich hat es etwas heftiger erwischt - das ist zwar recht selten, aber vielleicht wäre es gut,
wenn Du Dir für Deine Kleine wirklich 1-2 Wochen nach Punktion noch Hilfe organisierst, nur für alle Fälle.

Sowohl Punktion als auch Transfer finden in aller Regel im OP-Bereich der Kiwu-Klinik statt.

Lieben Gruß!

moonjoy
08.12.2015, 08:52
Wolkenschaf - Gemme vielen Dank für eure Antworten.
Gemme du bist gerade ganz neu schwanger, gell? Herzlichen Glückwunsch, auch wenn du noch etwas verhalten bist! Hab deinen Krimi gelesen und wünsch dir alles Gute :blume:

Also ist die Punktion das Schlimmere... Wie habt ihr das mit der Arbeit geplant? Denn so richtig lässt sich das ja nicht planen, oder? Spontan krank?
Vielleicht werde ich es auch einfach sagen. Sie wissen eh, dass ich ein zweites Kind wollen würde... und ich arbeite nur 10 Stunden, das ist jetzt nicht viel. Aber grad dann hab ich noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich noch ausfalle, weil ich ja eh schon so wenig arbeite...

Wolkenschaf meinst du ich muss die Medi´eines abgebrochenen Versuches dann selbst zahlen, oder? Ich denk ein bisschen weit vor, aber es beschäftigt mich...

Ist der Transfer ähnlich wie bei einer IUI - also wird das Ei mit Hilfe eines Katheders an Ort uns Stelle gebracht?

Gemme - ja ich bin schon in einer Kiwuklinik. Fühle mich dort auch recht gut aufgehoben, aber der Doc bei dem ich gerade bin hat immer sehr wenig Zeit - deshalb extra Termin fürs Vorgespräch - er hat was von langem Protokoll gelabert, aber sagt mir auch noch nix.
Ratlos war er, weil meine Blutwerte wohl in diesem Zyklus so waren, als hätte ich schon an Tag 7 einen Eisprung gehabt. Kaum möglich. Er konnte es nicht ganz nachvollziehen, was mein Körper da so macht.
Und ja, da hast du schon recht, er sollte schon wissen, was da so vor sich geht.
Er verwirrt mich immer wieder mit schnellen Aussagen, die mir nix sagen.

Noch eine Frage, die wohl keiner so richtig beantworten kann -
macht es Sinn den Transfer in einem Neuzyklus zu machen? Also das Ei zu entnehmen und dann in einem anderen Zyklus zu transferieren? Ich mein das nur, weil der Körper durch das ganze Hormonspritzen vielleicht etwas aus dem Lot ist... oder ist das wohl eh egal, da ich bei meinen Zyklen wohl immer irgendwas nehmen muss damit er stabil bleibt..

Ich werde weiter fragen :freches grinsen:

Wolkenschaf3
08.12.2015, 09:08
Ich glaube man muss die Medis beim abgebrochenen Versuch nicht selbst zahlen, das läuft dann als GV nach plan.
Aber ich selbst hatte diesen Fall nie.
Ich hatte einen vErsuch mit Nullbefruchtung, der dann leider zählte.


Bei Punktion war ich spontan krank.
Transfer ist wirklich ähnlich wie IUI.

transfer im Neuzyklus wird meist bei Überstimmu gemacht, würde ich sonst nicht machen, weil das Einfrieren und Auftauen den Embryos auch schaden kann

madamexx
08.12.2015, 09:59
Hallo Moonjoy,

ich schreibe als Jemand, der die Medikamente und OPs immer sehr gut vertragen hat - sozusagen das andere Ende von Gemme, die es ja wirklich ganz scheußlich erwischt hat. Ich habe bei der Punktion immer den Tag selber frei genommen, aber auch eher, weil ich dachte, dass kann man sich ja dann mal gönnen. Danach habe ich ein paar Tage darauf geachtet, nicht so wüst Sport zu machen (springen, drehen... da die Eierstöcke leicht vergrößert sind, muss man darauf achten, sie nicht zu verdrehen). Sonst habe ich mich aber nicht schlecht gefühlt oder so... gearbeitet habe ich ganz entspannt schon am Tag danach (wobei ich freiberuflich bin und mir daher alles gut einteilen kann - viel Stress hatte ich also nicht).

Bei beruflichen Terminen, die ich wegen PU absagen musste (da ich z.T. in einer anderen Stadt gearbeitet habe, musste ich auch wegen Kontrollterminen mal was absagen), habe ich dazugesagt, dass es eine OP im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung ist, einfach weil ich wusste, dass die Personen da sehr empathisch sind und ich erklären wollte, dass ich das Timing nicht in der Hand habe. Ich habe damit immer gute Erfahrungen gemacht.

Zum Transfer im selben Zyklus oder nach Einfrieren: ich glaube, üblicherweise macht man einen Frischversuch und friert befruchtete EZ ein, wenn man welche über hat. Oder eben bei Überstimulation, wie Wolkenschaf beschrieben hat.

LG, Madame

Gemme
08.12.2015, 11:20
Huhu Moonjoy,

danke Dir fürs Mitfiebern :kuss:

Was Du in jedem Fall machen könntest: Deine Krankenkasse fragen, ob Du die Medis
im Ausland bestellen darfst und die KK trotzdem ihren Anteil übernimmt.
Dort sind die Medis etwa um die Hälfte billiger - selbst WENN
es dann im ersten Anlauf nicht so klappen würde, hättet Ihr dann auf jeden Fall etwas gespart
(muß aber zugeben, mit dem KK-Zeugs kenne ich mich nicht so aus).

Ich hatte die Medis aus Frankreich, und es hat ja offensichtlich für ne fette Überstimu gereicht
- ich kann also mit Fug und Recht sagen, daß die durchaus Wirkung bringen :grmpf::smirksmile:

von Moonjoy


Also ist die Punktion das Schlimmere... Wie habt ihr das mit der Arbeit geplant? Denn so richtig lässt sich das ja nicht planen, oder? Spontan krank?
Ich hab schon paar Tage vorher etwas von Blasenentzündung erzählt, die dann quasi über Nacht stärker wurde.
Manchmal wär ich aber am Liebsten mit der Wahrheit rausgeplatzt, gerade wo sich das Ganze dann halt so hingezogen hat....aber unsere Firma ist recht groß und die Abteilungen nicht so wirklich voneinander abgegrenzt. Will sagen, es wüßten unter Umständen dann mal eben schwupps 100 Leute davon, und das wollte ich nicht.
Ob mir allerdings inzwischen noch eine einzige Socke die Story von der außer Kontrolle geratenen Blasenentzündung glaubt, ist schon auch fraglich....:unterwerf:



Ist der Transfer ähnlich wie bei einer IUI - also wird das Ei mit Hilfe eines Katheders an Ort uns Stelle gebracht?
Ja genau, einfach Schlauch rein und gut. Danach ruhst Du Dich noch eine halbe Stunde aus.


Ratlos war er, weil meine Blutwerte wohl in diesem Zyklus so waren, als hätte ich schon an Tag 7 einen Eisprung gehabt. Kaum möglich. Er konnte es nicht ganz nachvollziehen, was mein Körper da so macht.
Und ja, da hast du schon recht, er sollte schon wissen, was da so vor sich geht.
Er verwirrt mich immer wieder mit schnellen Aussagen, die mir nix sagen.
Hmmmmm....gibt es in dieser Praxis noch einen anderen Arzt? Oder habt Ihr eine andere Praxis
in erreichbarer Nähe? Ich finde schon, daß man sich als Patientin da sehr gut aufgehoben fühlen muß.



Noch eine Frage, die wohl keiner so richtig beantworten kann -
macht es Sinn den Transfer in einem Neuzyklus zu machen? Also das Ei zu entnehmen und dann in einem anderen Zyklus zu transferieren?
Die "Frischversuche" gelten als etwas erfolgversprechender als die "tiefgefrorenen", deshalb macht man das meistens direkt im selben Zyklus.
Außer es besteht direkt eine frühe Überstimulation, z.B. weil wirklich sehr viele Eizellen gereift sind, oder die Hormonwerte weisen darauf hin, daß hier Gefahr besteht, dann wartet man lieber ab und macht den Transfer einen Zyklus später.
(bei mir kam die "richtige" Überstimu erst später und auch ohne hormonelle Vorwarnung - man kann es also nicht immer absehen - ist aber wirklich sehr, sehr selten sowas!).



Ich mein das nur, weil der Körper durch das ganze Hormonspritzen vielleicht etwas aus dem Lot ist... oder ist das wohl eh egal, da ich bei meinen Zyklen wohl immer irgendwas nehmen muss damit er stabil bleibt..

Du bekommst auf jeden Fall Medis, die verhindern, daß die zweite Zyklushälfte zu kurz ausfällt - ansonsten
scheint es so zu sein, daß der Körper die ganze Stimuliererei erstaunlich gut wegsteckt.

von Madamex

Ich habe bei der Punktion immer den Tag selber frei genommen, aber auch eher, weil ich dachte, dass kann man sich ja dann mal gönnen. Danach habe ich ein paar Tage darauf geachtet, nicht so wüst Sport zu machen (springen, drehen... da die Eierstöcke leicht vergrößert sind, muss man darauf achten, sie nicht zu verdrehen).
Das kann man sich ja mal gönnen, sagtse :freches grinsen:
Verrückt, wie unterschiedlich das wirklich bei jeder Frau ist, die eine paßt bißchen beim Hüpfen
auf und die andere träumt vom Gehwagerl :zwinker:

madamexx
08.12.2015, 12:24
von Madamex

Das kann man sich ja mal gönnen, sagtse :freches grinsen:
Verrückt, wie unterschiedlich das wirklich bei jeder Frau ist, die eine paßt bißchen beim Hüpfen
auf und die andere träumt vom Gehwagerl :zwinker:

Ja, wirklich! Das macht es natürlich sehr schwer planbar, weil man selbst ja vorher nicht wissen kann, wie der Körper reagiert... obwohl ich schon auch glaube, dass es eine Anstrengung für meinen Körper war, aber eher so langfristig-unauffällig-latent als mit akuten Schmerzen/Auswirkungen...

leandra28
08.12.2015, 13:00
Moonjoy, ich hätte nach der Punktion keinen Urlaub bzw. Krankschreibung gebraucht. Am Tag der Punktion, ja, ok, da habe ich mich schon etwas kaputt und "bauchschmerzig" gefühlt, aber danach nicht mehr. Und der Transfer ist total unspektakulär, tatsächlich genau wie IUI.

Ich habe die Medis eben sehr gut vertragen, so ist das bei jedem anders ...

Drücke dir jedenfalls feste die Daumen!

moonjoy
08.12.2015, 14:14
Vielen lieben Dank für die Info´s :kuss:

jetzt fühle ich mich schon viiieeel schlauer :freches grinsen: - also ganz in echt!

Gemme - ja, Arztwechsel wäre möglich, in der Klinik sind 4 Ärzte. Hab ich mir auch schon überlegt. War im Zuge der IUI´s von Moritz damals eh schon bei drei verschiedenen, weil meiner immer gerade dann nicht da war. Diesmal bin ich schon bei dem, der mir damals am besten gefallen hat, aber er wirkt wirklich immer sehr kurz angebunden.
Ich fliege förmlich auf den Untersuchungsstuhl, reiß mir die Hose vom Leib :freches grinsen::freches grinsen: und ruck zuck US vorbei. Arzt hat gerade noch Zeit bis ich wieder angezogen bin, weg is er...
Irgendwie ist in der Klinik die Hölle los, aber das ist wohl normal. Es werden immer mehr Paare, die in Behandlung gehen.
Dumm ist jetzt nur, dass ich den Termin im Januar zur Beratung hab. Bei Arztwechsel weiß ich nicht, ob ich so schnell nen Termin krieg. Aber ich könnte es versuchen.
Muss der Mann eigentlich dabei sein bei dem Gespräch? Sonst hätt ich nämlich im Dezember noch nen Termin gekriegt, aber da hat Herr moonjoy keine Zeit :grmpf: - er muss doch eh nur in den Becher machen, oder? Hat er sonst noch Aufgaben? :fg engel:

Nur noch eine (wahrscheinlich letzte Frage) - was bedeutet das lange Protokoll? Also ich hab gelesen, dass man im Vorzyklus eine Downregulierung macht. Was heißt das? Was wird da reguliert?

Danke euch :smile:

moonjoy
08.12.2015, 14:15
Wolkenschaf, kann mich an deine O-Befruchtung erinnern! Das war ja auch mal ne Nummer!!!

Eteterfon
08.12.2015, 14:49
Eine Übersicht zu den ganzen Protokollen gibt es bei Wunschkinder: Protokolle | Theorie (http://www.wunschkinder.net/theorie/behandlungen-methoden/hormone/protokolle-stimulation-hormongaben/) - die Site ist für vieles sehr gut und informativ. :smile:

Das Problem in dieser KiWu-Praxis ist ja, dass es weit und breit die einzige ist. Und drum ist immer die Hölle los. Wenig Zeit beim Doc fand ich da auch oft sehr sehr doof, er hat oft gerade mal 2 Minuten mit einem verbracht. Auch wenn sie an sich alle sehr nett sind usw, das hat schon was von Massenabfertigung. Aber die Alternative ist halt, 70 Kilometer nach Osten oder nach Westen zu fahren. Das hätte ich logistisch nicht hinbekommen...

madamexx
08.12.2015, 15:25
Muss der Mann eigentlich dabei sein bei dem Gespräch? Sonst hätt ich nämlich im Dezember noch nen Termin gekriegt, aber da hat Herr moonjoy keine Zeit :grmpf: - er muss doch eh nur in den Becher machen, oder? Hat er sonst noch Aufgaben? :fg engel:


Ich würde denken, er muss beim Gespräch nicht dabei sein. Ist natürlich nicht ideal, weil er dann weniger gut informiert ist und man ja vielleicht irgendwann auch mal eine Strategie hinterfragt - aber erstmal denke ich, vertraut man dem Arzt da sowieso , wenn man nicht speziell Anlass hat, misstrauisch zu sein. Und der stellt einem dann vor, was er aufgrund der bisherigen Werte und seiner Erfahrungen empfehlen würde, wie das abläuft und so. Und dann probiert man das erstmal aus...

Spermienabgabe kommt dann am Tag der Punktion. Außer seelischem Beistand kann der Mann nicht viel mehr tun, glaube ich! Bei der PU fand ich es immer schön, dass meiner mitgekommen ist und mich dann auch nach Hause gefahren hat, obwohl es mit Bus von Tür zu Tür auch so gegangen wäre. Aber richtig verkehrstüchtig ist man ja nicht.

LG!

Gemme
08.12.2015, 15:27
von Moonjoy

Wolkenschaf, kann mich an deine O-Befruchtung erinnern! Das war ja auch mal ne Nummer!!!
Find ich übrigens vollkommen unsäglich, daß die Krankenkasse das als Versuch gewertet hat.
Wollte ich nur nochmal gesagt haben.
Blutsauger, die!

Gemme
08.12.2015, 15:30
von Moonjoy

Muss der Mann eigentlich dabei sein bei dem Gespräch? Sonst hätt ich nämlich im Dezember noch nen Termin gekriegt, aber da hat Herr moonjoy keine Zeit - er muss doch eh nur in den Becher machen, oder?
Bei dem Gespräch muß er nicht dabei sein, falls er spezielle Fragen hat, kann er Dir die ja durchgeben.
Außerdem bekommt Ihr einen Haufen Zeugs an Infomaterial, aber auch zur Unterschrift mit.
Da kann man immer nochmal per Telefon nachfragen.

Aber das mit dem Becher kommt erst, wenn Du die Punktion hast :smirksmile:



Hat er sonst noch Aufgaben?
Dir die Welt zu Füssen legen natürlich :fg engel:


...Überschnitten mit Madame.....;)
Von wegen "nicht so richtig verkehrstüchtig" - Ihr gnadenlos fitten Jungspunde, jetzt reicht es mir bald :grmpf:
Ich konnte kaum laufen, geschweige denn, daß ich das Auto gefunden hätte in meinem Dusel!
Wenn ab jetzt noch einmal jemand was sagt, das macht, daß ich mich wie ein altes Weib fühle, dann ist was los :nudelholz:

madamexx
08.12.2015, 16:17
...Überschnitten mit Madame.....;)
Von wegen "nicht so richtig verkehrstüchtig" - Ihr gnadenlos fitten Jungspunde, jetzt reicht es mir bald :grmpf:
Ich konnte kaum laufen, geschweige denn, daß ich das Auto gefunden hätte in meinem Dusel!
Wenn ab jetzt noch einmal jemand was sagt, das macht, daß ich mich wie ein altes Weib fühle, dann ist was los :nudelholz:

Sorry! Tut mir leid!!! Habe halt auch immer ein bisschen das Bedürfnis, Ängste abzubauen, oder zumindest die Bandbreite aufzuzeigen... Selber Auto fahren sollte man übrigens in jedem Fall nicht nach der Punktion!

Hilft es Dir, wenn ich Dir sage, dass ich dafür in den ersten drei SS-Monaten schon vor Erschöpfung geweint habe, wenn ich die Geschirrspülmaschine ausräumen musste?

Gemme
08.12.2015, 16:29
von Madamex

Sorry! Tut mir leid!!! Habe halt auch immer ein bisschen das Bedürfnis, Ängste abzubauen, oder zumindest die Bandbreite aufzuzeigen...
Heyhey, alles gut!
Du hast ja völlig recht :kuss:

Moonjoy,
so eine Überstimu wie bei mir ist äußerst selten, und sie kommt auch nicht von heute auf morgen -
man kann also wirklich gegensteuern.
Und von allem Ungemach abgesehen: ich hab es überlebt.

Sicherlich muß man für die ersten Tage nach Punktion nicht unbedingt eine Bergbesteigung einplanen,
aber man geht auch nicht durchs Tal der Tränen.

Zumal auch das Narkosemittel für die Punktion wirklich sehr verträglich ist und schnell verfliegt,
da merkst Du spätestens am Nachmittag gar nichts mehr von.


Hilft es Dir, wenn ich Dir sage, dass ich dafür in den ersten drei SS-Monaten schon vor Erschöpfung geweint habe, wenn ich die Geschirrspülmaschine ausräumen musste?
Nö :beleidigt:
Jetzt fühl ich mich auch noch egoistisch :grmpf:
Ich hoffe, es geht Dir inzwischen besser!

Wolkenschaf3
08.12.2015, 17:26
Ich habe die Narkosemittel auch immer super weggesteckt. das hat nichts mit dem Alter zu tun, ich reagiere im Allgemeinen auf medikamente sehr unempfindlich.

moonjoy
10.12.2015, 08:06
Vielen Dank für eure Hilfe!
Ete - danke für den Link!!! und ja, Kinderwunschklinik wechseln würde ich bei der Distanz nur im äußersten Notfall, wenn ich denke, dass ich bei IUI teils 4 mal im Zyklus hin muss...

Viele Grüße, und vielleicht reihe ich mich ja noch in einen Strang ein, wenn es soweit ist :smile:

Mascarpona
29.12.2015, 13:32
Hallo liebe ICSI-Erfahrene,

ich lese schon eine Weile still in diesem Strang mit und habe hier so manches mehr erfahren, als bei meiner Gyn :ooooh:. Nun hab ich mich angemeldet, weil ich/wir kurz davor stehen, selbst Unterstützung für unseren Kinderwunsch anzunehmen. Da viele von Euch da schon einmal "durch" sind, hoffe ich, ihr könnt mir vielleicht einen Rat geben.

Kurz zu unserer Geschichte: Wir versuchen seit einem Jahr schwanger zu werden und wissen seit kurzem, dass es aufgrund der Spermienqualität (OAT III) meines Freundes wohl auf natürlichem Weg nicht klappen wird. Ich bin - bis auf eine subklinische SD Unterfunktion (inzwischen eingestellt) - soweit gesund. Nützt mir aber wohl nicht viel, durch die ICSI muss ich ja hauptsächlich alleine durch (zumindest körperlich):niedergeschmettert:.

Nun zu meiner Frage: Ich stehe kurz davor, einen neuen Job anzufangen (Bewerbungsgespräche sind soweit fast alle durch) und muss mich in den kommenden Wochen entscheiden. Wir wohnen in einer größeren Stadt, das KiWu Zentrum ist nicht weit weg, aber einer der möglichen Arbeitsorte schon.
Welche Erfahrungen hab ihr mit dem zeitlichen Aufwand einer ICSI gemacht? Wie oft muss ich da hin? Ist man an spezielle Tageszeiten gebunden (zB. XY bestimmen geht nur morgens)?
Meine bevorzugte Stelle ist mit etwa 1h Arbeitsweg (1 Strecke) verbunden - da könnte ich nicht eben mal in der Mittagspause im KiWuZentrum vorbei fahren. Und in der Probezeit ständig "krank" sein, wäre sicher auch keine gute Idee... :knatsch: Auf der anderen Seite kommt es mir auch seltsam vor, den Job nach dem Kinderwunsch auszuwählen - aber ich will es ja nicht noch komplizierter für uns machen, als es eh schon ist...

Wie lief das also bei euch? Wie habt ihr die ICSI mit eurem Job vereinbart? Mach ich es mir zu kompliziert, oder wäre es aus eurer Erfahrung sinnvoll, den Zeitaufwand bei der Jobwahl zu beachten?

Ich hoffe auf Anregung und freue mich über sachdienliche Hinweise :zwinker:
Mascarpona

Gemme
30.12.2015, 14:32
Hallo Mascarpona,

und herzlich willkommen!

Mir würde jetzt keine Untersuchung einfallen, die tageszeitlich begrenzt war - womit Du aber bei einer ICSI auf jeden Fall rechnen mußt, sind mindestens 3 Tage Krankschreibung nach der Eizellentnahme. Diese wird dann auch direkt morgens durchgeführt.

Einige Frauen brauchen aber auch eine Woche, um wieder fit zu werden.

Für die Überwachung während der Stimualation solltest Du innerhalb von c.a. 14 Tagen mit 3 Terminen rechnen,
und die Kiwupraxis wird Dich vorab sicherlich mindestens zwei Mal sehen wollen, um Blutwerte und Ultraschall zu checken, und ein Spermiogramm werden sie sich sicher auch ansehen wollen.

All diese Termine konnten bei uns aber sowohl morgens als auch abends durchgeführt werden.

Wenn also die Klinik arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten hat, kann das alles sehr gut klappen -
ich selber muß gestehen, daß ich großen Respekt davor hätte, das Ganze mit einem neuen Job zu kombinieren.

Das Ding ist einfach, daß jede Frau so unterschiedlich auf all die Medis reagiert - unter Umständen wollen die Dich dann jeden zweiten Tag in der Praxis sehen,
und dann gehen einem schon mal die Ausreden aus.

Ich sollte aber dazu sagen, daß ich zu den gefühlt nur 0,02 Prozent der Frauen gehöre, die sich völlig unerwartet mit einer Überstimulation ins Krankenhaus gelegt haben - ich bin also überübervorsichtig jetzt.

Frischling_
30.12.2015, 20:16
Mascarpona (cooler Nick), auch von mir ein herzliches Willkommen,

ich hatte und habe bei meinen zwei ICSIs richtig körperlich zu kämpfen und das alles schlecht weggesteckt. Mit einer neuen Arbeit hätte das bei mir nie im Leben funktioniert. Ich denke aber, dass ich hier eher der Minderheit angehöre und die meisten im Hoffnungs-Thread (schau doch gerne vorbei und stelle dort nochmal deine Frage; vermutlich sehen es dort noch mehr) es viel besser verkraftet haben als ich.

Wie robust bist du körperlich? Wie schmerzempfindlich? Hattest du schon Narkosen und wie hast du die verkraftet? Ich denke, wenn du körperlich robust, wenig schmerzempfindlich bist und nach einer Narkose schnell wieder auf die Beine kommst, kann das mit einem neuen Job klappen, wenn, wie Gemme schon schrieb, die Klinik zeitlich flexibel ist (erfahrungsgemäß bei privaten Praxen eher der Fall). Wenn du wie ich wenig robust bist, extrem schmerzempfindlich und dir schnell Infekte einfängst, würde ich lieber während der Behandlung im alten Job bleiben.

Alles Gute und schau doch mal im Hoffnungsstrang vorbei
Frischling

Mascarpona
31.12.2015, 16:08
Liebe Gemme, liebe Frischling_,

vielen Dank für eure (super strukturierten! :zwinker:) Antworten - jetzt habe ich erstmal eine Übersicht, wie viele Termine es denn überhaupt sind. Ich werde im neuen Jahr gleich mal die KiWuPraxis anrufen und fragen, wie die Termine zeitlich geplant werden.

Im alten Job bleiben ist keine Option - ich komme gerade aus einer Ausbildungsphase und das wäre jetzt der neue Job im neuen Beruf.
Euch beide scheint es ja durch die Hormonbehandlung auch körperlich ganz schön mitgenommen zu haben, wenn ich das richtig gelesen habe. Ich hoffe, dass ich da robust bin (selten krank, gehe laufen, Zahn-OP Narkose gut verkraftet. Insgesamt würde ich schon sagen, ich "kann was wegstecken") - aber mit Hormonbehandlung hab ich so gar keine Erfahrung (wenn man mal das Absetzen der Pille außen vor lässt, was keine Probleme gemacht hat). Egal welcher Job - ich habe bissl Sorge, dann total in den Seilen zu hängen und keine Konzentration zu haben (neue Jobs sind ja auch so schon anstrengend).
Da werde ich wohl deinem Rat folgen, Frischling_ , und bei den Hoffnungsmädels vorbeischauen.

Euch einen guten Rutsch!:blume:

Gemme
01.01.2016, 12:50
Ja klar,
mach das, wir freuen uns!

Und im Notfall fangt Ihr halt mit der Icsi erst gegen Ende Deiner Probezeit an.
Laß Dich aber nicht verschrecken - im Allgemeinen gibt es keine Komplikationen bei dem Ganzen, es reagiert nur einfach jede Frau etwas anders auf die Hormone.

Frohes Neues 😘