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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : die neuen spießer



keinname
18.12.2006, 21:21
http://www.brigitte.de/frau/gesellschaft/alles-schlampen-ausser-mutti/index.html

Inaktiver User
19.12.2006, 13:55
also nur einen Link reinsetzen, finde ich für die Eröffnung eines Threads ein bisschen dürftig.

ischi

Inaktiver User
19.12.2006, 14:02
also nur einen Link reinsetzen, finde ich für die Eröffnung eines Threads ein bisschen dürftig.

ischi

Ich habe den Text gelesen, glaube ihn aber in ähnlicher Form bereits zu kennen.

Die Diskussion dazu gab es, wenn ich mich recht erinnere im Rahmen der Eva Herman-Sache in der Bricom bereits.

keinname
19.12.2006, 19:33
tja, "ischi20", bist du schon 20? glückwunsch. hätteste den artikel gelesen, wäre dir vielleicht ein weniger dürftiger comment eingefallen. aber was will man erwarten …


mir ist es übrigens piepe, ob jemand über den artikel diskutieren will oder nicht. es genügt, wenn er gelesen wird.

JanaFreese
19.12.2006, 19:39
Ich bitte darum, Diskussionen darüber, wie andere UserInnen posten oder auf Posts antworten, zu unterlassen.


All the Best
Jana

Lavenda
04.01.2007, 12:33
Huch, und so ein interessantes Thema ist an dieser Stelle einfach permanent eingeschlummert?! Sehr ungewoehnlich fuer die Bri Comm. Aber vielleicht wurde ja tatsaechlich an anderer Stelle schon alles dazu gesagt. Es gibt ja genug Straenge hier, die immer wieder darauf hinauslaufen.

Ich weiss, es kann nicht daran liegen, dass die Leute einfach zu faul sind, den Artikel zu lesen. Nein, das kann's nicht sein...

reiner
15.01.2007, 14:31
Wie sagt das kleine Mädchen seinem Aussteigerpapa schon seit längerem in der LBS-Werbung:

"Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden."

Und Recht hat sie. Die Mehrheit möchte das so.

reiner
16.01.2007, 09:40
In der LBS-Werbung davor beratschlagten zwei Teenies welchen Freund sie wohl nehmen würden. Ergebnis: Natürlich den mit dem Haus.

Inaktiver User
16.01.2007, 10:43
In der LBS-Werbung davor beratschlagten zwei Teenies welchen Freund sie wohl nehmen würden. Ergebnis: Natürlich den mit dem Haus.

Wieso auch nicht? Den hab ich auch genommen. :cool:

reiner
16.01.2007, 14:19
Sicher, das ist ja auch normal.
Ich würde ja auch eine Frau mit Haus und Einkommen nehmen, aber die sind leider so selten.
Ich freue mich schon auf die Zeiten in denen sie flüstert "Willst du mich heiraten?"
und ich antworte: "Ja kannst du denn einen Mann und Kinder ernähren?" :freches grinsen:

Inaktiver User
16.01.2007, 14:21
Sicher, das ist ja auch normal.
Ich würde ja auch eine Frau mit Haus und Einkommen nehmen, aber die sind leider so selten.
Ich freue mich schon auf die Zeiten in denen sie flüstert "Willst du mich heiraten?"
und ich antworte: "Ja kannst du denn einen Mann und Kinder ernähren?" :freches grinsen:

So etwas würde ich nicht antworten. Das scheint uns zu unterscheiden.

reiner
16.01.2007, 15:08
Was würdest du denn antworten?
"Ja, dein Haus nehme ich, aber mein Einkommen verdiene ich selber?" :kuss:

Meinst du wirklich, dass wir uns sehr unterscheiden? :ooooh:

Inaktiver User
16.01.2007, 15:13
Was würdest du denn antworten?
"Ja, dein Haus nehme ich, aber mein Einkommen verdiene ich selber?" :kuss:

Meinst du wirklich, dass wir uns sehr unterscheiden? :ooooh:

Keine Idee ob wir uns unterscheiden. Ich nehme kein Haus, denn ich denke, wenn jemandem vorher ein Haus gehört, bleibt es bei ihm.

Lavenda
16.01.2007, 19:17
Keine Idee ob wir uns unterscheiden. Ich nehme kein Haus, denn ich denke, wenn jemandem vorher ein Haus gehört, bleibt es bei ihm.

Das kann ich voll untrschreiben. Ich finde es gruselig, dass einem sein Eigentum ploetzlich nur noch halb gehoerern soll, nur weil man geheiratet hat.

Baufrau
16.01.2007, 19:51
Das kann ich voll untrschreiben. Ich finde es gruselig, dass einem sein Eigentum ploetzlich nur noch halb gehoerern soll, nur weil man geheiratet hat.

Jo - seh ich genau so! Hab zwar von meinem Ex unser gemeinsames Haus übernommen, dafür haben wir aber einen netten Notarvertrag gemacht, der mich verpflichtet ihn auszuzahlen (monatlich) und das ist auch nur fair...Stimmt, er kann sich glücklich schätzen, dass ich immer gearbeitet habe - naja ich auch, sonst würden wir wohl beide "finanziell" alt aussehen!
Grüssle
Baufrau

reiner
16.01.2007, 20:34
Ich bin erfreut, dass ich auch hierher mal eins, zwei, drei Frau mit dieser Meinung verirrt haben.
:yeah:

Inaktiver User
19.01.2007, 14:28
Darf ich mich outen? Ich arbeite gerne und ich mag Geld. Wer Nurhausfrau sein möchte soll es eben sein aber ich mag nicht und will auch nicht dazu gezwungen werden sondern freue mich über die Chance, mich beruflich selbst zu verwirklichen und ein wenig Wohlstand zu geniessen.

Lavenda
19.01.2007, 16:10
Darf ich mich outen? Ich arbeite gerne und ich mag Geld. Wer Nurhausfrau sein möchte soll es eben sein aber ich mag nicht und will auch nicht dazu gezwungen werden sondern freue mich über die Chance, mich beruflich selbst zu verwirklichen und ein wenig Wohlstand zu geniessen.


Dass man in diesem Zusammenhang den Ausdruck "outen" gebrauchen muss, spricht wirklich Baende ueber das heutige soziale Klima.

Ich "oute" mich ueber Dinge, die mir peinlich sind, auf die ich nicht stolz bin. Ich "oute" mich darueber, dass ich Maeve Binchy lese. Oder dass ich mir nach dem Klo nicht immer die Haende wasche. Aber doch nicht darueber, dass ich meinen Job mag. *kopfschuettelndabzieh*

Inaktiver User
19.01.2007, 16:32
Dass man in diesem Zusammenhang den Ausdruck "outen" gebrauchen muss, spricht wirklich Baende ueber das heutige soziale Klima.

Ich "oute" mich ueber Dinge, die mir peinlich sind, auf die ich nicht stolz bin. Ich "oute" mich darueber, dass ich Maeve Binchy lese. Oder dass ich mir nach dem Klo nicht immer die Haende wasche. Aber doch nicht darueber, dass ich meinen Job mag. *kopfschuettelndabzieh*

Hey, ich werd immer so komisch angeschaut, wenn ich erzähl, dass ich doch tatsächlich gerne arbeite und dass mir Geld eben wichtig ist. Money makes the world go round, oder? Da wird ständig gefaselt von ach- 5 x die Woche Sport und soviel Zeit für mich und bla dabei vergessen die Mädels, dass Sport Geld kostet, okay, sie gehn joggen aber das wär mir doch zu öde, echt. Hab zwar wenig Zeit für Sport, aber dafür n etwas teuren-, der mir so richtig Spass macht.

rosamia
19.03.2007, 16:45
dieses Thema ist leider in Deutschland immer sehr ideologisch besetzt, das Frauen-, Mutterbild leider sehr konservativ besetzt. Ich bin der Meinung, dass es für eine Beziehung unablässlich ist, dass beide finanziell eigenständig sind, nur so können sich beide Partner auf gleicher Ebene begegnen

Und wer sagt, dass Kinder die bei diesen angeblichen Familienmanagerinnen aufwachsen (haben die eigentlich eine Ausbildung? braucht man doch sonst auch!) besser gedeihen? Ich bin jedenfalls froh um meine schon in den 70er Jahren berufstätige Mutter die nicht ununterbrochen um uns herumgluckte und uns zu lebenstüchtigen, selbständigen Menschen erzogen hat (vier Kinder)

Inaktiver User
23.03.2007, 11:47
Und wer sagt, dass Kinder die bei diesen angeblichen Familienmanagerinnen aufwachsen

(haben die eigentlich eine Ausbildung? braucht man doch sonst auch!)

besser gedeihen?

Ich frage mich manchmal ganz ehrlich wie die überwiegende Mehrheit der Menschheit tausende von Jahren oder, wenn wir vom "Steinzeitalter" weggehen wollen, garantiert hunderte von Jahren ihre Kinder

OHNE SPEZIELLE Ausbildung

für Kindererziehung aufziehen konnten. Wie hat das eigentlich funktioniert? Wie konnte aus denen überhaupt irgend etwas Vernünftiges werden? Offensichtlich sind früher nur Idioten herangewachsen.



Ich bin jedenfalls froh um meine schon in den 70er Jahren berufstätige Mutter die nicht ununterbrochen um uns herumgluckte und uns zu lebenstüchtigen, selbständigen Menschen erzogen hat (vier Kinder)

Ach ja, und Kinder von nicht berufstätigen Müttern (auch da kann man getrost wieder in die Vergangenheit blicken) sind demnach automatisch lebensuntüchtig und unselbständig geworden. Es hat in vergangenen Zeiten also NUR lebensuntüchtige und unselbständige Menschen gegeben.

Höchst interessant!

Inaktiver User
23.03.2007, 12:22
Ich frage mich manchmal ganz ehrlich wie die überwiegende Mehrheit der Menschheit tausende von Jahren oder, wenn wir vom "Steinzeitalter" weggehen wollen, garantiert hunderte von Jahren ihre Kinder

OHNE SPEZIELLE Ausbildung

für Kindererziehung aufziehen konnten. Wie hat das eigentlich funktioniert? Wie konnte aus denen überhaupt irgend etwas Vernünftiges werden? Offensichtlich sind früher nur Idioten herangewachsen.

Nein, früher sind die Kinder genau wie die heute fremd betreuten von Menschen erzogen worden, die nicht ihre Eltern waren. Bei denen, die die Möglichkeit hatten, waren es Angestellte, Erzieherinnen, Hauslehrer und Kinderfrauen. Bei denen, die dies nicht konnten, wurden die Kinder teils von nicht arbeitsfähigen Verwandten betreut oder wurden, wenn sie dazu in der Lage waren, zur Arbeit herangezogen. Mit 14 verliessen viele das Elternhaus, um bei einem Lehrherrn zu leben und voll zu arbeiten bzw. gingen in anderen Haushalten einer Arbeit nach, die sie im Haushalt der Eltern gelernt hatten.


Ach ja, und Kinder von nicht berufstätigen Müttern (auch da kann man getrost wieder in die Vergangenheit blicken) sind demnach automatisch lebensuntüchtig und unselbständig geworden. Es hat in vergangenen Zeiten also NUR lebensuntüchtige und unselbständige Menschen gegeben.

Höchst interessant!

Diese Vergangenheit gibt es erst seit den 50er Jahren. Und was aus dieser Generation Deutschland-West wurde, kann man anhand der Zahlen der psychisch erkrankten und derer, die mit ihren Kindern nicht klarkommen sehen.

Ich würde es nicht so positiv überzeichnen, wie Du das tust, denn dazu ist es nicht gelungen genug.

reiner
23.03.2007, 12:47
Da fällt mir doch die Provinzialradiowerbung ein:

Sie haucht: "Neulich stehe ich im Garten um Wäsche aufzuhängen, fliegt mir doch der Strampler* weg. Und an die Stelle wo ich vorher stand fiel ein Ast. Da muss ich einen Schutzengel gehabt haben."

So stellen wir uns die glückliche Familienarbeiterin vor. Mit Haus, Garten, Strampler und Schutzengel. Vermutlich auch mit Ehemann, der sowohl das Haus als auch die Provinzialversicherung bezahlt. Aber der kam nicht vor. :Sonne:

------------------
* Fachbegriff für Babywäsche in kleinen, erfolgreichen Familienunternehmen

Inaktiver User
23.03.2007, 15:23
Diese Vergangenheit gibt es erst seit den 50er Jahren. Und was aus dieser Generation Deutschland-West wurde, kann man anhand der Zahlen der psychisch erkrankten und derer, die mit ihren Kindern nicht klarkommen sehen.


Ach ja, in Deutschland-West sind alle Nur-Mütter, oder deinen Ausführungen nach zu folgen offensichtlich ein großer Teil der nichtberufstätigen Mütter psychisch krank und kommen mit ihren Kindern nicht klar. Wohingegen es wahrscheinlich bei berufstätigen Mütter NUR psychisch gesunde gibt, die natürlich niemals auch nur einen einzigen Tag lang irgendwelche Schwierigkeiten mit ihren Kindern haben oder hatten.

Seltsam, seltsam.

Ich will das hier aber nicht vertiefen, weil ich nur ab und zu mal da bin. Auf Dauer ist mir meine Zeit zu schade dazu.

Hofnarr
23.03.2007, 15:48
Ich will das hier aber nicht vertiefen, weil ich nur ab und zu mal da bin. Auf Dauer ist mir meine Zeit zu schade dazu.

Das ist schade. Wenn Du es vertieft betrachten würdest, kämst Du nämlich zu dem Schluss, dass Vita Recht hat.

:krone auf:

Inaktiver User
23.03.2007, 16:33
Das ist schade. Wenn Du es vertieft betrachten würdest, kämst Du nämlich zu dem Schluss, dass Vita Recht hat.



Zu dem Schluss, dass Vita Recht hat komme ich garantiert nie und zwar schon allein deshalb, weil es hier nicht um Recht haben oder nicht geht. Vita hat genauso wenig Unrecht wie ich, wir haben, jeweils rein subjektiv, beide Recht.

Was soll das mit "Recht haben"?

Es geht um individuelle Ansichten und Vita hat eben eine andere als ich. Es ist ihr Recht, ihre zu haben, so wie es mein Recht ist eine andere zu haben. Aber "richtig" oder "falsch" ist weder das eine noch das andere.

Ich sehe nur, dass derjenige der bei gesellschaftlichen Fragen partout Recht haben will, von vornherein schon Unrecht hat, denn ein "Recht haben" gibt es dabei nicht. Das ist nicht möglich.

Und um abschließend (denn dann werde ich mich wieder zurückziehen, ehe ich hier hängen bleibe) auf den Titel des threads zu kommen.

Spießer sind IMHO (ich habe weder Recht noch Unrecht mit der Aussage) vor allem diejenigen, die glauben das Spießertum durch eine besonders zeitgeistige Einstellung und Haltung hinter sich gelassen zu haben. Es ist nämlich nichts ist spießiger - IMHO - als den Zeitgeist zu bedienen.

Inaktiver User
23.03.2007, 17:22
Eigentlich ist es müßig, in diesem Forum überhaupt zu posten, da es immer wieder darauf hinausläuft, "Vollzeitmüttern" oder "Nur-Hausfrauen" eins mitzugeben, egal, wie das Ausgangsthema lautet.

Weder die Kinder von berufstätigen, noch von nichtberufstätigen Müttern sind glücklicher, oder psychisch gestörter.
Das lässt sich an der Lebensform der Mutter, bzw. Vater so wohl nicht festmachen.
Wichtig ist, dass die Eltern mit der Lebensform, die sie gewählt haben zufrieden sind.
Ein harmonisches Familienleben überträgt sich auch auf die Kinder, egal, ob Mama/Papa sie nun Vollzeit erzieht, oder nicht.

Inaktiver User
23.03.2007, 18:18
Diese Vergangenheit gibt es erst seit den 50er Jahren. Und was aus dieser Generation Deutschland-West wurde, kann man anhand der Zahlen der psychisch erkrankten und derer, die mit ihren Kindern nicht klarkommen sehen.

Ich würde es nicht so positiv überzeichnen, wie Du das tust, denn dazu ist es nicht gelungen genug.
I break together. :knatsch:

Also, meinetwegen gelte ich gerne in den Augen einiger Mitmenschen als psychisch gestört - ich schade niemandem damit.
Ich maße mir nicht an, meine Vergangenheit und heutige Lebensweise als die "richtigere" anzupreisen - es soll jeder nach seiner Facon glücklich werden.
Ich bin es nach meiner jedenfalls, psychische Störung hin oder her.

Inaktiver User
23.03.2007, 18:34
I break together. :knatsch:

Also, meinetwegen gelte ich gerne in den Augen einiger Mitmenschen als psychisch gestört - ich schade niemandem damit.
Ich maße mir nicht an, meine Vergangenheit und heutige Lebensweise als die "richtigere" anzupreisen - es soll jeder nach seiner Facon glücklich werden.
Ich bin es nach meiner jedenfalls, psychische Störung hin oder her.

Das ist Dir völlig frei gestellt, das so zu sehen. Ich denke aber, dass es nie eine grössere Verunsicherung gab, wie man mit den eigenen Kindern umgeht, nie mehr Beratungsbedarf und nie mehr Menschen, die aufgrund psychischer Störungen und sozialer Ängste nicht mehr am Leben teilnehmen können.

Wenn das eine Form von Glück ist, die nicht nur die Dienstleister in diesem Bereich empfinden, ist es eine tolle Entwicklung. Dann können wir uns ganz beruhigt zurück lehnen und es geniessen.

In diesem Sinne ein glückliches Wochenende

vita

BlauerHimmel
23.03.2007, 22:02
Hallo,

warum müssen sich in Deutschland die Menschen bloß immer die Köpfe über dieser Frage einschlagen? Ich finde es gut, wenn Frauen arbeiten. Sie tun etwas für ihre Selbständigkeit, sie sind weniger abhängig. Aber wenn eine Frau zuhause bleiben will, soll sie das halt machen. Es ist doch ihre Entscheidung. Warum müssen beide Seiten immer gleich mit angeblich psychisch gestörten Kindern argumentieren? Manches Kind braucht die Mutter möglicherweise länger als andere, da kann man doch flexibel entscheiden. Woher immer dieser übermächtige erhobene Zeigefinger in der Diskussion?

Gruß vom
blauen Himmel

Inaktiver User
23.03.2007, 22:12
Woher immer dieser übermächtige erhobene Zeigefinger in der Diskussion?

Gruß vom
blauen Himmel

So lange die Zahlen beispielsweise der Verordnung von Ritalin in dieser Weise steigen, wie das bei uns seit ca. 10 Jahren statt findet oder beispielsweise die Zahl der nicht erziehungsfähigen Eltern anschwillt, sollte man sich schon Gedanken darüber machen, woher das rührt. Wird wohl kaum an der Klimakatastrophe liegen.

Wieso sind solche Fragen ein Tabu?

BlauerHimmel
23.03.2007, 22:43
So lange die Zahlen beispielsweise der Verordnung von Ritalin in dieser Weise steigen, wie das bei uns seit ca. 10 Jahren statt findet oder beispielsweise die Zahl der nicht erziehungsfähigen Eltern anschwillt, sollte man sich schon Gedanken darüber machen, woher das rührt. Wird wohl kaum an der Klimakatastrophe liegen.

Wieso sind solche Fragen ein Tabu?
Sind sie nicht. Es geht mir darum, wie gnadenlos und vernichtend diese Schlachten geschlagen werden. Warum?

Zu deinen Punkten:

- Ritalin ist ein Trend. Viele lebhafte Kinder werden heute als gestört einsortiert, die früher untherapiert geblieben wären. Welchen Zusammenhang siehst du zwischen der Berufstätigkeit von Müttern und Ritalin?

- Was sind nicht erziehungsfähige Eltern, und woher weisst du, dass deren Zahl ansteigt? Welche seriöse Studie sagt das aus? Und was hat die angebliche Nichtfähigkeit, Kinder zu erziehen, mit Berufstätigkeit von Müttern zu tun? Welche Studie sagt dazu etwas aus?

Gruß
BlauerHimmel

Karin11555
23.03.2007, 23:51
[QUOTE][Das kann ich voll untrschreiben. Ich finde es gruselig, dass einem sein Eigentum ploetzlich nur noch halb gehoerern soll, nur weil man geheiratet hat./QUOTE]

Das fände ich auch befremdlich, denn wenn Dir vor der Eheschließung ein Haus gehörte, dann gehört es Dir nach Eheschließung und Scheidung immer noch!
Vorausgesetzt, Du lebst in der gesetzlich vorgesehenen Zugewinngemeinschaft.

Inaktiver User
24.03.2007, 02:50
Das kann ich voll untrschreiben. Ich finde es gruselig, dass einem sein Eigentum ploetzlich nur noch halb gehoerern soll, nur weil man geheiratet hat./QUOTE]

Das fände ich auch befremdlich, denn wenn Dir vor der Eheschließung ein Haus gehörte, dann gehört es Dir nach Eheschließung und Scheidung immer noch!
Vorausgesetzt, Du lebst in der gesetzlich vorgesehenen Zugewinngemeinschaft.
Genau, Karin, so ist es.
Der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft besagt nichts anderes, als dass jedem Ehepartner sein Eigentum verbleibt und er/sie auch weiterhin eigenes Eigentum erwerben kann.
Eine Aufrechnung findet erst im Scheidungsfall statt, und dann auch nur über den Teil, der während der Ehe zugewonnen wurde (daher auch Zugewinngemeinschaft :erleuchtung: ).

Mal ganz im Ernst: Ich bin gelegentlich etwas schockiert über die Annahmen, die hier häufig herumgeistern.
Man kann sich ja durchaus mal irren oder auch etwas nicht wissen (geht mir ja selbst oft genug so), aber diese Überzeugung, mit der einige Dinge rausgehauen werden, macht mich manchmal etwas fassungslos.


Das ist Dir völlig frei gestellt, das so zu sehen. Ich denke aber, dass es nie eine grössere Verunsicherung gab, wie man mit den eigenen Kindern umgeht, nie mehr Beratungsbedarf und nie mehr Menschen, die aufgrund psychischer Störungen und sozialer Ängste nicht mehr am Leben teilnehmen können.
Du denkst oder Du weißt?
Ich denke, wirklich wissen kann man es nicht, denn dazu müsste man zu früheren Zeiten dabei gewesen sein.

Selbst wenn es eine größere Verunsicherung im Umgang mit Kindern gäbe, sähe ich die Ursachen noch an anderer Stelle: Es war alles schon mal da und nichts hat sich als das Non-plus-ultra erwiesen.
Wonach soll man sich also richten?
Alles Neue ist auch nicht wirklich neu.
Und man hat (grundsätzlich) alle Möglichkeiten - wofür soll man sich aber entscheiden?
Es wird hin und her diskutiert, aber es gibt kein befriedigendes Ergebnis, weil jeder irgendwie recht hat.
Sieht man hier ja auch.
Das sind Punkte, die m.E. einen großen Unsicherheitsfaktor ausmachen.

Und bezüglich Ritalin &Co. gebe ich BlauerHimmel Recht: Es gibt heute Syndrome, die früher nur als "anstrengendes Kind" galten.
Man kannte einfach viele Störungen noch nicht als solche.

Letztlich bin ich selbst nicht so Studien-hörig, dass ich mein Leben danach ausrichten würde.
Wir könnten uns die Studien hier tausendfach um die Ohren hauen, jede würde etwas anderes besagen.
Ähnlich wie bei Ärzten: 5 Ärzte - 5 Meinungen. :smirksmile:

Ach so, à propos "fassungslos" (s. Absatz weiter oben):
Ist das hier eigentlich alles echt??
Ich möchte keine Unterstellungen tätigen - nichts liegt mir ferner! - aber manchmal kann ich nicht glauben, dass das hier alles ein "Spiegel der Gesellschaft" (so sagt man ja häufig über Foren) sein soll...

Inaktiver User
24.03.2007, 08:30
Warum gibt es bei diesem Thema eigentlich immer nur "entweder - oder"!? Also entweder Nur-Hausfrau ... oder Nur-Berufstätig ... mit den entsprechenden Konsequenzen!?

Und warum kann frau das nicht so entscheiden, wie es ihrer eigenen Persönlichkeit entspricht? Die eine bleibt zuhause (wenn sie es sich leisten kann) - und die andere geht arbeiten.

Ich persönlich würde meine Kinder nicht wenige Wochen nach der Geburt in eine Krippe geben - aber ich könnte mir ebensowenig vorstellen, immer nur zuhause zu bleiben. Was soll man dort, wenn die Kinder größer werden!? Das wird doch grottenlangweilig!?

Was meiner Meinung nach die Diskussion immer so einheizt, ist der gegenseitige Neid! Wie sagte schon meine Oma: "Wer draußen ist, will rein - wer drinnen ist, will raus!" Sprich: die Hausfrauen sind neidisch auf die berufstätigen Mütter - die berufstätigen Mütter würden manchmal auch lieber "nur" Hausfrau sein und ein entsprechend ruhigeres Leben führen als mit der Doppelbelastung.

"Spießig" finde ich weder das eine noch das andere - jeder so, wie er mag (und wie er es sich leisten kann!)

Schönen Tag noch :Sonne:

Inaktiver User
24.03.2007, 08:37
Sind sie nicht. Es geht mir darum, wie gnadenlos und vernichtend diese Schlachten geschlagen werden. Warum?

Wo bitte sind hier Schlachten? Dieses von Dir genutzte Kriegsvokabular sagt meiner Meinung nach mehr über Deine Wahrnehmung als über den Zustand der Debatte.

Ich nehme keine Schlachten wahr.


Zu deinen Punkten:

- Ritalin ist ein Trend. Viele lebhafte Kinder werden heute als gestört einsortiert, die früher untherapiert geblieben wären. Welchen Zusammenhang siehst du zwischen der Berufstätigkeit von Müttern und Ritalin?

Es scheint so, als seien viele Mütter (sie sind die Hauptbetreuungspersonen der Kinder) überfordert im Umgang mit ihren Kindern, die sie nach der Schule bzw. dem Kindergarten betreuen. Ritalin wird scheinbar oft als Erziehungshelfer genutzt und auf dessen Verordnung bestanden, selbst wenn mehrere Ärzte bereits abgelehnt haben.


- Was sind nicht erziehungsfähige Eltern, und woher weisst du, dass deren Zahl ansteigt? Welche seriöse Studie sagt das aus? Und was hat die angebliche Nichtfähigkeit, Kinder zu erziehen, mit Berufstätigkeit von Müttern zu tun? Welche Studie sagt dazu etwas aus?

Gruß
BlauerHimmel

Ich will und werde mit Dir keine "Schlachten" ausfechten.

Lies Veröffentlichungen dazu aus Pädagogenkreisen, in der Presse oder schau Dir Zahlen von Krankenkassen und Beratungsinstitutionen an. Das hinterlässt (scheinbar nicht nur bei mir) das skizzierte Bild.

Wenn Du auf die Schnelle etwas dazu lesen möchtest, schau mal im Stern nach. Da war vor kurzem ein Artikel, der auch hier im Forum verlinkt wurde. Ansonsten schau Dich einfach in dem Bereich in der dazu zur Verfügung stehenden Literatur um und es dürften Dich sogar die von Dir nachgefragten Studien anspringen.

Viel Vergnügen damit

vita

Inaktiver User
24.03.2007, 08:42
Wenn jemand mehr als Ausreden mag, würde ich zum Einstieg diesen Artikel (http://www.stern.de/politik/deutschland/zwischenruf/:Erziehung-Gef%E4hrlichste-Kinderkrankheit%3A-Eltern/583169.html) empfehlen, der einiges ganz gut auf den Punkt bringt.

Ein schönes Wochenende

vita

BlauerHimmel
24.03.2007, 09:26
Wo bitte sind hier Schlachten? Dieses von Dir genutzte Kriegsvokabular sagt meiner Meinung nach mehr über Deine Wahrnehmung als über den Zustand der Debatte.

Ich nehme keine Schlachten wahr.

Dann nimmst du wohl die öffentlichen Debatten zum Thema nicht wahr, in denen vor allem Frauen anderen Frauen vorhersagen, wie ihre Kinder zu psychisch Geschädigten werden, weil sie dies oder jenes tun.



Es scheint so, als seien viele Mütter (sie sind die Hauptbetreuungspersonen der Kinder) überfordert im Umgang mit ihren Kindern, die sie nach der Schule bzw. dem Kindergarten betreuen. Ritalin wird scheinbar oft als Erziehungshelfer genutzt und auf dessen Verordnung bestanden, selbst wenn mehrere Ärzte bereits abgelehnt haben.
Ja. Und? Was hat das mit der Berufstätigkeit von Müttern zu tun?



Lies Veröffentlichungen dazu aus Pädagogenkreisen, in der Presse oder schau Dir Zahlen von Krankenkassen und Beratungsinstitutionen an. Das hinterlässt (scheinbar nicht nur bei mir) das skizzierte Bild.
Alle von dir genannten Kreise haben ein Interesse daran, Probleme größer darzustellen, als sie möglicherweise sind.



Wenn Du auf die Schnelle etwas dazu lesen möchtest, schau mal im Stern nach. Da war vor kurzem ein Artikel, der auch hier im Forum verlinkt wurde.
Ein sensationsheischendes Reißerstück. Vor allem die Hurrelmann-Aussage ist lustig, wo er selbst in der Jugendstudie schreibt: "Die Mehrheit der Jugendlichen ist mit der Erziehung durch ihre Eltern zufrieden – 71 % der Jugendlichen würden ihre eigenen Kinder ungefähr so oder genau so erziehen – und hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern –, etwa 90 % kommen nach eigener Auskunft gut mit den Eltern zurecht (38 % kommen bestens miteinander aus und weitere 52 % kommen klar, auch wenn es gelegentlich Meinungsverschiedenheiten gibt). Auf ein schlechtes Verhältnis zu den Eltern verweisen nicht mehr als 9 % der Jugendlichen, wobei es sich hierbei überproportional häufig um Jugendliche aus unteren sozialen Schichten handelt."



Ansonsten schau Dich einfach in dem Bereich in der dazu zur Verfügung stehenden Literatur um und es dürften Dich sogar die von Dir nachgefragten Studien anspringen.
Du kannst also keine Quelle liefern. Das wollte ich wissen.



Viel Vergnügen damit

Genau den aggressiven, besserwisserischen Ton finde ich abstoßend in der Debatte.

Naboly
24.03.2007, 09:35
Sind nicht vielfach die Art des Zusammenlebens, der Umgang mit Kindern (nicht nur den Eigenen) auch von äusserlichen Zwängen geprägt?

- Was nützt es der Frau, die gut qualifiziert ist, Spass am Job hat - wenn sie keinen entsprechenden Job findet?

- Was nützt es, wenn sich beide beim Thema "wie wollen wir gemeinsam leben" einig sind, dass beide sich um die Kinder kümmern, sich die Elternzeit teilen und weiter arbeiten; wenn es in der Gegend keine Kinderbetreuung gibt, die einen Jobeinstieg zum gewollten Termin möglich macht und auch noch finanzierbar ist.

Wir sollten weder auf Frauen - auch nicht auf Männer - herum trampeln, die als Arbeitsplatz "Familie" wählen, noch berufstätige Eltern verdammen.

Denn ich kann nicht beurteilen, ob bei meinem Gegenüber Spiessigkeit, ökonomische Zwänge oder eine gemeinsame Entscheidung frei von all diesem die Rolle gespielt hat.

Bei all den "tollen" Artikeln habe ich mich dazu entschieden in meinem Umfeld genauer hin zu sehen.

Toll wäre es, wenn statt der Statements es genügend qualifizierte Betreuungsplätze geben würde und sich niemand zwischen Job (von dem man leben kann) und Familie entscheiden muss, sondern kann, wenn er/ sie es dann will.

Nur sind wir leider davon mehr als weit entfernt.

Mir fehlt bei den ganzen Polarisierungen immer der K...smiley.

Ich persönlich würde meinen Schatz zum Teufel jagen, wenn er mir ein Leben aufzwingen wollte, welches nicht mir entspricht.
(Naboly, ein mittlerweile grosses Kind, Babyjahr, ein Studium vor dem Kind und ein zusätzliches mit Kind, voll berufstätig, Familienpendlerin)

BlauerHimmel
24.03.2007, 09:45
Warum gibt es bei diesem Thema eigentlich immer nur "entweder - oder"!? Also entweder Nur-Hausfrau ... oder Nur-Berufstätig ... mit den entsprechenden Konsequenzen!?

Das wüsste ich auch gerne. Ich finde diese Hausmütterchen-Rabenmutter-Debatte absolut vergiftet. Vielleicht ist es so wie die Debatte um den Besitz von Häusern. Wer eins hat, möchte sich nicht sagen lassen, dass Häuser eine schlechte Entscheidung sein können und reagiert aggressiv auf Kritik. In solchen Debatten staune ich über die Verbohrtheit, die von beiden Seiten an den Tag gelegt wird.

Gruß
BlauerHimmel

Inaktiver User
24.03.2007, 09:47
Du kannst also keine Quelle liefern. Das wollte ich wissen.

Ich habe Dich auf einen Artikel verwiesen, in dem Quellen zitiert werden, wie Du mit einem kurzen Blick hättest sehen können. Und ihn kurz darauf verlinkt.


Genau den aggressiven, besserwisserischen Ton finde ich abstoßend in der Debatte.

Womit wir wieder bei der üblichen Metadiskussion wären, die in solchen Foren früher oder später aufkommt. Das, was Du "aggressiven, besserwisserischen Ton" nennst, würde ich leicht genervt nennen, weil die Menschen, die am lautesten "kann gar nicht sein" oder "Schlacht" rufen, die sind, die meist am Wenigsten im Thema stecken und lieber mit den Händen auf den Ohren laut singend durch das Thema laufen, damit sie nur nichts wahrnehmen müssen, gleichzeitig aber ihr gefühltes Wissen anderen unterstellen.

Das ist keine Diskussion. Das ist der Versuch, die drei Affen nachzubauen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Wiederum viel Spass dabei.

vita

Inaktiver User
24.03.2007, 09:54
Das wüsste ich auch gerne. Ich finde diese Hausmütterchen-Rabenmutter-Debatte absolut vergiftet. Vielleicht ist es so wie die Debatte um den Besitz von Häusern. Wer eins hat, möchte sich nicht sagen lassen, dass Häuser eine schlechte Entscheidung sein können und reagiert aggressiv auf Kritik. In solchen Debatten staune ich über die Verbohrtheit, die von beiden Seiten an den Tag gelegt wird.

Gruß
BlauerHimmel

Ich denke nicht, dass es eine ähnliche Debatte ist, wie die zwischen Hausbesitzer und Mieter.

Bei dieser Debatte hier prallen zwei Lebensformen aufeinander, die wesentlich mehr Konsequenzen haben, als der Besitz eines Hauses.

Es hat, wie die politische Auseinandersetzung zeigt, weitreichende juristische Folgen, reicht in alle Bereiche der Sozialsysteme, betrifft den Bildungssektor, den Finanzbereich und die Fragen der Gleichstellung und würde, wenn man dem einen den Vorzug vor dem anderen geben würde, weitreichende Konsequenzen auch wirtschaftlicher Art haben.

Ich denke nicht, dass man es damit abtun kann: "habt Euch lieb und übt Toleranz", denn die hört spätestens da auf, wo die einen auf Kosten der anderen ihren Status bewahren, wie man in all diesen Debatten hier und nicht zuletzt in der Öffentlichkeit ausserhalb dieser Com sehen kann.

BlauerHimmel
24.03.2007, 10:36
Ich habe Dich auf einen Artikel verwiesen, in dem Quellen zitiert werden, wie Du mit einem kurzen Blick hättest sehen können. Und ihn kurz darauf verlinkt.
Der Artikel ist ausgesprochen schlecht belegt und reißerisch geschrieben.

"Je nach Studie haben bei der Einschulung 30 bis 40 Prozent der Kinder "Sprachkompetenz-Defizite" und brauchen dringend Förderung oder gar Therapie. Ein gutes Drittel der Kinder kann sich nicht richtig bewegen. Über die Hälfte der Schulanfänger in Nordrhein Westfalen haben beim Schuleingangstest einen medizinischen Befund: meist Übergewicht, Haltungsschäden oder schlechte Zähne. Fast 15 Prozent aller Fünf- bis Neunjährigen haben so gravierende Entwicklungs-Rückstände, dass sie eine der Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie." => komplett unbelegt

Zitat: "Der Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung nennt Bewegungsmangel, Übergewicht und Verhaltensstörungen "die neuen Kinderkrankheiten"." => Eine unzulässige Einschränkung. Als die "neuen Kinderkrankheiten" nennt der Bericht "Fehlsteuerung des Immunsystems", "Störungen der Nahrungsaufnahme und des Ernährungsverhaltens", "Fehlsteuerung der Sinneskoordination" und "Unzureichende Bewältigung von psychischen Beanspruchungen und sozialen Anforderungen".

Bei "Fehlsteuerun der Sinneskoordination" ist ausgeführt, die Kinder würden viel sehen und hören, aber nicht genug über Riechen, Fühlen und Tasten wissen. Und das ist dann eine neue Kinderkrankheit. Super.

Die angeblichen 12% "Verhaltensgestörten" zieht der Autor wahrscheinlich aus der Angabe auf Seite 123, dass 12,5% der Jungen laut Aussage der ELTERN (und NICHT aufgrund einer soliden Untersuchung) Symptome von Angst und Depressivität zeigen.

"Unzählige Kinder wachsen zudem unter erschwerten Bedingungen auf: Drei Millionen leben in Familien mit Suchtproblemen. 15 Prozent werden häufig und heftig geschlagen. Und in der vergangenen Woche meldete Unicef, dass nur 40 Prozent der Eltern von 15-Jährigen mehrmals in der Woche mit ihren Kindern sprechen." => unbelegt im Sinne von "Die Wissenschaft hat festgestellt".

Hurrelmann-Zitat: ""Wenn man alles zusammenfasst, gibt es keinen Zweifel: Ein gutes Drittel der Eltern in Deutschland sind mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. Und ihr Anteil wächst."" => Was heißt überfordert? War das früher anders? Wenn ja: Wo ist das belegt?

"Wer zum Beispiel zu Schulbeginn nicht richtig sprechen kann, wird kaum dem Unterricht folgen können, hat nur eine winzige Chance, die Schule erfolgreich abzuschließen, wird nur mit Lotto-Glück einen Beruf erlernen können." => hanebüchen und unbelegt. Es gibt genauso Kinder, die schüchtern sind und wenig am Unterricht teilnehmen. Auch die können die Schule erfolgreich abschließen.



Womit wir wieder bei der üblichen Metadiskussion wären, die in solchen Foren früher oder später aufkommt. Das, was Du "aggressiven, besserwisserischen Ton" nennst, würde ich leicht genervt nennen, weil die Menschen, die am lautesten "kann gar nicht sein" oder "Schlacht" rufen, die sind, die meist am Wenigsten im Thema stecken und lieber mit den Händen auf den Ohren laut singend durch das Thema laufen, damit sie nur nichts wahrnehmen müssen, gleichzeitig aber ihr gefühltes Wissen anderen unterstellen.
Ad-hominem-Angriff der übelsten Sorte. Verletzend und unverschämt.



Das ist keine Diskussion. Das ist der Versuch, die drei Affen nachzubauen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Du scheinst gar nicht verstanden zu haben, dass ich noch überhaupt keine Position zum Thema bezogen habe. Ich habe zur Diskussionsweise nachgefragt. Aber du siehst da sofort jemand, den du wegbeißen musst. Traurig.

pelzpfote
24.03.2007, 10:58
Ich finde es schon ein wenig befremdend, wenn es auch in diesem Thread wieder darum geht, Frauen, die ihre Kinder (in den ersten Jahren oder auch länger) selbst betreuen wollen, zu diffamieren. Diesmal "produzieren" sie lt. Vita also "psychisch gestörte Kinder", sind für sprachliche Defizite verantwortlich und und und..... :wie?: Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich lachen. Wie kann man nur so einseitig und polarisierend "diskutieren"?:zahnschmerzen: :gegen die wand:

Genauso gut könnte man sagen (ich tu es aber nicht!!!!), dass all diese psychischen und sonstigen Störungen daher kommen, dass Mütter ihre Kinder ganztägig fremdbetreuen lassen und in KiTas "abschieben".

wo die einen auf Kosten der anderen ihren Status bewahren,
Und diese Aussage, die wohl wieder einmal darauf zielt, dass die bösen Hausfrauen es sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung gut gehen lassen, wird durch ihre ständige Wiederholung auch nicht wahrer!:nudelholz:

pelzpfote
24.03.2007, 11:24
So lange die Zahlen beispielsweise der Verordnung von Ritalin in dieser Weise steigen, wie das bei uns seit ca. 10 Jahren statt findet oder beispielsweise die Zahl der nicht erziehungsfähigen Eltern anschwillt, sollte man sich schon Gedanken darüber machen, woher das rührt. Wird wohl kaum an der Klimakatastrophe liegen.

Wieso sind solche Fragen ein Tabu?
Ich gebe dir völlig recht, dass man sich darüber Gedanken machen muss. Auch ich finde die wachsende Zahl von Medikamentenverordnung anstelle von Erziehung sehr bedenklich. Allerdings erschließt sich mir der Zusammenhang mit (in den ersten Jahren oder länger) nicht berufstätigen Müttern nicht. :wie?: Du kannst doch nicht im Ernst behaupten, dass nur Kinder von "Hausfrauen" Ritalin bekommen bzw. erziehungsunfähige Eltern haben?:gegen die wand: :gegen die wand:

Ich weiß nicht, ob jemand den Sketch kennt, in dem ein Biologieprüfling nur etwas zum Thema "Gurke" gelernt hat und dann in der Prüfung jede Frage so hinbiegt, dass er über die Gurke etwas erzählen kann. So ungefähr kommt mir manchmal deine "Argumentation" vor, Vita! Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Familienbericht der Bundeseregierung, dann sind wir wieder beim Thema "böse, faule, unfähige Hausfrau". :zahnschmerzen: :regen:

Inaktiver User
24.03.2007, 11:28
Hurrelmann-Zitat: ""Wenn man alles zusammenfasst, gibt es keinen Zweifel: Ein gutes Drittel der Eltern in Deutschland sind mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. Und ihr Anteil wächst."" => Was heißt überfordert? War das früher anders? Wenn ja: Wo ist das belegt?


Ich möchte nichts weiter als zu diesem Punkt meine persönliche Sicht der Dinge einbringen.

Ich weiß nicht wie viele Eltern in Deutschland mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, aber man kann wohl davon ausgehen, dass es diese Gruppe gibt. Es gab sicher auch früher (wo setzt man "früher" an?) mit der Kindererziehung überforderte Eltern.

Grundsätzlich anders ist jedoch, dass "früher" in der Regel ein Elternteil (das war, wie wir wissen zu wahrscheinlich annähernd 100 Prozent die Mutter) den ganzen Tag für das Kind /die Kinder da war. Heute müssen (weil in vielen Fällen ein Gehalt nicht oder nur sehr unzufriedenstellend zum Leben ausreicht) oder wollen (weil es ja zeitgeistig "in" ist, weil "frau" ja sonst Emanzipationsprobleme hätte, weil "mann" nicht zu Hause bleiben will und "frau" dann erst recht nicht und so weiter und so fort) beide Elterteile arbeiten. Die logische Konsequenz ist natürlich die, dass für die Kinder nur sehr wenig Zeit übrig bleibt. Kinder kann man aber nicht wie eine Sache behandeln, dies zu tun ist auf alle Fälle nicht wünschenswert. Den Hausputz oder das Waschen der Wäsche kann man verschieben, die Anliegen der Kinder sollte man nicht verschieben. Nicht wenige Eltern sind dank Berufstätigkeit und Haushalt und Kindern überlastet und daher möglicherweise auch mit der Kindererziehung überfordert. Was also tun? Man ruft nach dem Staat. der habe sich gefälligst darum zu kümmern, dass ein entsprechendes Fremdbetreuungsangebot vorhanden ist.

Fremdbetreuung prinzipiell abzulehnen wäre völliger Unsinn. Ein Ausbau an Betreuungsplätzen ist daher durchaus zu begrüßen. Ebenso unsinnig ist es aber auch, wenn Fremdbetreuung als die einzig wahre Variante der Kindererziehung angesehen wird. Aussagen wie "ich habe ja keine entsprechende Ausbildung, wie also soll ich mein Kind erziehen?" finde ich erschreckend. Das wollte ich schon mit meinem ersten posting hier ausdrücken. Solche Meinungen sagen mir, dass - wer diese These vertritt - sich eigentlich gar nicht um ein Kind kümmern will. In solchen Fällen sollte man besser keines in die Welt setzen - meine ich.

Der Einwand von Vita, dass auch früher Kinder durch Gouvernanten etc. erzogen und somit fremdbetreut wurden ist grundsätzlich richtig. Die breite Masse jedoch betraf das nicht, die Mehrheit wurde wohl von Eltern großgezogen. In manchen Fällen waren natürlich auch Großeltern oder Verwandte tätig. Der Unterschied zur heutigen Form der Fremdbetreuung bestand aber darin, dass meist eine wichtige Bezugsperson vorhanden war, oft ein Leben lang (bis diese starb) die gleiche. Insofern sehe ich keine echte Vergleichsbasis zwischen "damals" und "heute".

pelzpfote
24.03.2007, 11:38
Die logische Konsequenz ist natürlich die, dass für die Kinder nur sehr wenig Zeit übrig bleibt. Kinder kann man aber nicht wie eine Sache behandeln, dies zu tun ist auf alle Fälle nicht wünschenswert. Den Hausputz oder das Waschen der Wäsche kann man verschieben, die Anliegen der Kinder sollte man nicht verschieben. Nicht wenige Eltern sind dank Berufstätigkeit und Haushalt und Kindern überlastet und daher möglicherweise auch mit der Kindererziehung überfordert. Was also tun? Man ruft nach dem Staat. der habe sich gefälligst darum zu kümmern, dass ein entsprechendes Fremdbetreuungsangebot vorhanden ist.

Fremdbetreuung prinzipiell abzulehnen wäre völliger Unsinn. Ein Ausbau an Betreuungsplätzen ist daher durchaus zu begrüßen. Ebenso unsinnig ist es aber auch, wenn Fremdbetreuung als die einzig wahre Variante der Kindererziehung angesehen wird. Aussagen wie "ich habe ja keine entsprechende Ausbildung, wie also soll ich mein Kind erziehen?" finde ich erschreckend.
Kann ich hundertprozentig unterschreiben!:allesok: :schild genau:

Inaktiver User
24.03.2007, 11:38
Ich glaube ganz sicher, dass "früher" die Kindererziehung für die Eltern in gewisser Hinsicht durchaus einfacher war - und aus diesem Grund sind heute auch viele Eltern überfordert.

Egal, was früher besser oder schlechter war - Fakt ist, dass die Kindern heute viel mehr Einflüssen ausgesetzt sind (man denke nur an die Medien) und an die Eltern viel mehr Erwartungen gestellt werden. Noch als ich Kind war, vor ca. 40 Jahren, waren Strukturen und Werte ganz anders definiert - hinzu kam, dass die Kinder mehr denn je in einem Familienverbund lebten und entsprechend mehr Bezugspersonen hatten, was ich aus meiner Sicht als eher positiv betrachte (Großeltern, Tanten usw.).

Aber davon mal ganz abgesehen, habe ich vielleicht eine völlig naive Einstellung zur Mutterrolle:

Für mich ist nämlich die Mutter eine "gute" Mutter, die mit sich und dem Leben glücklich und zufrieden ist. Wer das als Hausfrau ist - ok .... als berufstätige Frau ist es ebenso ok. Wer unzufrieden und unglücklich ist, der wird das sicherlich auf die Kinder und die Familienatmosphäre übertragen.

Und:
nicht jede Frau, die zuhause ist, kümmert sich auch zwangsläufig ausreichend um die Kinder. Es soll auch Frauen geben, die zwar zuhause sind - aber die Kinder doch sich selbst überlassen!

pelzpfote
24.03.2007, 11:46
nicht jede Frau, die zuhause ist, kümmert sich auch zwangsläufig ausreichend um die Kinder. Es soll auch Frauen geben, die zwar zuhause sind - aber die Kinder doch sich selbst überlassen!
Völlig richtig! Aber daraus zu schließen, dass alle Hausfrauen es so machen und deshalb nur Fremdbetreuung richtig ist, ist unsinnig!

Inaktiver User
24.03.2007, 12:17
Klar! Bei solchen Themen sind alle Verallgemeinerungen unsinnig!

kraeuterliesl
25.03.2007, 13:17
Fremdbetreuung prinzipiell abzulehnen wäre völliger Unsinn. Ein Ausbau an Betreuungsplätzen ist daher durchaus zu begrüßen. Ebenso unsinnig ist es aber auch, wenn Fremdbetreuung als die einzig wahre Variante der Kindererziehung angesehen wird. Aussagen wie "ich habe ja keine entsprechende Ausbildung, wie also soll ich mein Kind erziehen?" finde ich erschreckend. Das wollte ich schon mit meinem ersten posting hier ausdrücken. Solche Meinungen sagen mir, dass - wer diese These vertritt - sich eigentlich gar nicht um ein Kind kümmern will. In solchen Fällen sollte man besser keines in die Welt setzen - meine ich.



konfus wird es für mich, wenn genau diejenigen, die dieses argument von der fehlenden erziehungskompetenz der mütter heranziehen,dann aber immer wieder betonen und darauf beharren, dass nicht die erzieherinnnen diejenigen wären, die das kind erziehen, sondern in erster linie sie selbst als dessen mutter. höre ich immer wieder, gerade auch von dir, vita. wie erklärst du den von mir aufgezeigten widerspruch in deinen aussagen?

Inaktiver User
25.03.2007, 14:00
konfus wird es für mich, wenn genau diejenigen, die dieses argument von der fehlenden erziehungskompetenz der mütter heranziehen,dann aber immer wieder betonen und darauf beharren, dass nicht die erzieherinnnen diejenigen wären, die das kind erziehen, sondern in erster linie sie selbst als dessen mutter. höre ich immer wieder, gerade auch von dir, vita. wie erklärst du den von mir aufgezeigten widerspruch in deinen aussagen?

Ich denke, dass Dir hier Deine eigene Position im Wege steht.

kraeuterliesl
25.03.2007, 14:04
Nein, früher sind die Kinder genau wie die heute fremd betreuten von Menschen erzogen worden, die nicht ihre Eltern waren. Bei denen, die die Möglichkeit hatten, waren es Angestellte, Erzieherinnen, Hauslehrer und Kinderfrauen. Bei denen, die dies nicht konnten, wurden die Kinder teils von nicht arbeitsfähigen Verwandten betreut oder wurden, wenn sie dazu in der Lage waren, zur Arbeit herangezogen. Mit 14 verliessen viele das Elternhaus, um bei einem Lehrherrn zu leben und voll zu arbeiten bzw. gingen in anderen Haushalten einer Arbeit nach, die sie im Haushalt der Eltern gelernt hatten.



Diese Vergangenheit gibt es erst seit den 50er Jahren. Und was aus dieser Generation Deutschland-West wurde, kann man anhand der Zahlen der psychisch erkrankten und derer, die mit ihren Kindern nicht klarkommen sehen.



soll das bedeuten, dass die generation-ost psychisch gesünder war oder ist als die im westen der republik bzw., dass die im osten besser mit ihren kindern klar kamen bzw. kommen als die westler?
bestreite ich ganz entschieden. abgepasste menschen wirken oft besonders normal, aber innen brodelt es, was man an den rechtsextremen übergriffen bis hin zum amok in ostdeutschen gebieten erkennen kann.

Inaktiver User
25.03.2007, 14:11
soll das bedeuten, dass die generation-ost psychisch gesünder war oder ist als die im westen der republik bzw., dass die im osten besser mit ihren kindern klar kamen bzw. kommen als die westler?
bestreite ich ganz entschieden. abgepasste menschen wirken oft besonders normal, aber innen brodelt es, was man an den rechtsextremen übergriffen bis hin zum amok in ostdeutschen gebieten erkennen kann.

Ich denke, dass wir uns nicht viel zu sagen haben.

Der letzte Amoklauf fand übrigens in NRW statt - Mutter Hausfrau.

Und um Anpassung, liebe Altuserin im x-ten neuen Kleid, geht es hier überhaupt nicht.

kraeuterliesl
25.03.2007, 14:19
Ich denke, dass Dir hier Deine eigene Position im Wege steht.

welche position meinst du und wobei sollte sie mir im wege stehen? ich verstehe deine antwort vom sinn her nicht.

ich fragte dich nach dem widerspruch, in den du dich mit zwei sich widersrechenden aussagen verstrickt hast: einmal sagst du, dass mütter sowieso erziehungsunfähig sind, weil sie keine ausbildung haben. vorher aber hast du immer wieder behauptet, dass jede berufstätige mutter sehr wohl diejenige wäre, die die eigentliche erziehungsarbeit mache und eben nicht die erzieherin in der kita.

darauf hätte ich gern eine klärende antwort von dir.
danke!

Inaktiver User
25.03.2007, 14:22
welche position meinst du und wobei sollte sie mir im wege stehen? ich verstehe deine antwort vom sinn her nicht.

ich fragte dich nach dem widerspruch, in den du dich mit zwei sich widersrechenden aussagen verstrickt hast: einmal sagst du, dass mütter sowieso erziehungsunfähig sind, weil sie keine ausbildung haben. vorher aber hast du immer wieder behauptet, dass jede berufstätige mutter sehr wohl diejenige wäre, die die eigentliche erziehungsarbeit mache und eben nicht die erzieherin in der kita.

darauf hätte ich gern eine klärende antwort von dir.
danke!

Sorry, diese Auseinandersetzung habe ich mit Dir schon geführt, als Du Dich noch ... nanntest. Das werde ich nicht aufwärmen.

kraeuterliesl
25.03.2007, 14:53
vita, ja, lassen wir es.

kussi an dich, du bist wirlklich die beste, organisierteste und klügste auf der ganzen weiten welt.

Inaktiver User
25.03.2007, 14:56
vita, ja, lassen wir es.

kussi an dich, du bist wirlklich die beste, organisierteste und klügste auf der ganzen weiten welt.

Und das von Dir, Tantchen, da warte ich seit Jahren drauf.

kraeuterliesl
25.03.2007, 15:30
vita, ich hab dir was ins gb geschrieben.

Inaktiver User
25.03.2007, 15:32
vita, ich hab dir was ins gb geschrieben.

Danke, ist gelöscht :blumengabe:

kraeuterliesl
25.03.2007, 15:40
Danke, ist gelöscht :blumengabe:

ja, schrieb ich's dir nicht? du hast große angst, nicht wahr?
das tut mir sehr leid für dich. was kann man da machen? Ich würde dir wirklich gern helfen.

Inaktiver User
25.03.2007, 15:51
ja, schrieb ich's dir nicht? du hast große angst, nicht wahr?
das tut mir sehr leid für dich. was kann man da machen? Ich würde dir wirklich gern helfen.

Nein, ich fühle mich nur von Dir belästigt, Tantchen. Mach Dir keine Sorgen, ich sitze hier mit dem Notebook im Garten und ängstige mich vor nichts.

Helfen tut mir höchstens mein Mann, wenn ich denn einschlafen oder es plötzlich zu regnen anfangen sollte.

kraeuterliesl
25.03.2007, 16:01
Nein, ich fühle mich nur von Dir belästigt, Tantchen. Mach Dir keine Sorgen, ich sitze hier mit dem Notebook im Garten und ängstige mich vor nichts.

Helfen tut mir höchstens mein Mann, wenn ich denn einschlafen oder es plötzlich zu regnen anfangen sollte.

kindchen, wieso muss der dir dann helfen? sag mal, hast du dir etwa auch, so wie ich mir, die schulterkugel gebrochen und kannst deshalb dein notebook nicht selbst tragen? - ich fühle mich von dir übrigens überhaupt nicht belästigt. ich parliere ausgesprochen gern mit dir, denn von dir kann man ganz viel lernen.

nosmoking
25.03.2007, 17:36
nun ja, in diese Diskussion will ich mich nicht einmischen.

wollte nur anmerken, dass der Brigitte-Blog "Passion: Hausfrau" von Frau Bettina Rubow fuer mich das perfekte Beispiel der neuen Spiessigkeit ist.

Gruss, Nosmo

kraeuterliesl
25.03.2007, 19:01
nun ja, in diese Diskussion will ich mich nicht einmischen.

wollte nur anmerken, dass der Brigitte-Blog "Passion: Hausfrau" von Frau Bettina Rubow fuer mich das perfekte Beispiel der neuen Spiessigkeit ist.

Gruss, Nosmo

wär nun wohl mal an der zeit, den begriff "spießigkeit" zu definieren, damit man weiß, worüber hier eigentlich die ganze zeit diskutiert wird.

reiner
26.03.2007, 09:51
Gute Idee, denn die persönlichen Scharmützel hier sind wenig zielführend und ermüdend.

Wikipedia erklärt:


Der Begriff geht zurück auf die im Mittelalter mit einem Spieß bewaffneten städtischen Fußtruppen, die sich aus einfachen Stadtbürgern zusammensetzten. Der Spieß als Waffe war relativ billig herzustellen, zugleich effektiv gegen die adligen Ritterheere des Hoch- und Spätmittelalters und verhalf Bürgern und Bauern in den Bauern- und Hussitenkriegen zum Teil zu hohen Schlachtensiegen gegen die adlige Kavallerie. Ab dem 17. Jahrhundert waren die Bürger mit ihren rückständigen Spießen den Landsknechten und später den ersten stehenden Heeren unterlegen, die mit Schusswaffen bewaffnet waren.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kommt die Kurzform Spießer (und das Adjektiv spießig) auf, die anfangs als Kampfbegriff adliger Kreise gegenüber dem Bürgertum, später meist fortschrittsorientierter und politisch linker Gruppierungen gegen die gesellschaftlichen Führungseliten (das sog. "Establishment") verwendet wird. Neuerdings findet der Begriff vereinzelt auch Anwendung auf eben diese Gruppierungen, da Kritiker deren Position im Zuge des Marsch durch die Institutionen als neuen Mainstream sehen. Die taz, die in einer Artikelreihe die Neue Bürgerlichkeit erörterte, nutzte den Begriff Spießer in einer darauf bezugnehmenden Abo-Kampagne ("Werden Sie Neo-Spießer").

Neuerdings wird der Begriff jedoch auch wieder positiv verwendet. Er steht in diesem Zusammenhang für ein Streben nach materieller Sicherheit und leben nach bildungsbürgerlichen Werten. Beispielsweise führt eine Bausparkasse 2006 eine Werbekampagne mit dem Slogan "Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden!" durch.

Spießer steht für mich für traditionelle Lebensformen, sowohl hinsichtlich Ehe als auch hinsichtlich Lebensstil (Auto, Haus, Kleingarten, Boot, Pferd, festangestellt, usw.). Veränderungen sind unerwünscht, wenn nicht gar angstbesetzt. Sicherheitsdenken steht ganz vorne. Die Tedenz zum Sicherheitsdenken ist bei Frauen, die Kinder möchten, üblicherweise stark ausgeprägt. Dazu gehört dann auch die Nestbauneigung. Dass die Ausstaffierung des Nests mit Kitsch auch so zwangsläufig ist, befürchte ich.

Klar scheint mir aber auch, dass der Begriff des Spießers an Mehrheiten gebunden ist. Nur in der Abgrenzung zur Mehrheit kann man neue/alternative/avantgardistische Lebensformen definieren. Insofern wird man den Spießer nie "abschaffen", denn er konstituiert die Gesellschaft. Insoweit ist die LBS-Werbung treffend, denn die meisten Menschen wollen zur anerkannten und wohlhabenden Mehrheit gehören. Insbesondere Frauen. Bei Männern kommen gelegentlich Abenteuerphanatsien vor, die ihnen die Gattin dann aber wieder austreibt. Ansonsten richten sich natürlich auch Männer gerne gemütlich im gemachten Nest ein und warten auf die Rente und hoffen, dass die Frau sich nicht mit 50 selbstverwirklicht. :freches grinsen:

Inaktiver User
27.03.2007, 16:55
Danke an reiner für die Begriffsdefinition von "Spießer".




Spießer steht für mich für traditionelle Lebensformen, sowohl hinsichtlich Ehe als auch hinsichtlich Lebensstil (Auto, Haus, Kleingarten, Boot, Pferd, festangestellt, usw.). Veränderungen sind unerwünscht, wenn nicht gar angstbesetzt. Sicherheitsdenken steht ganz vorne.

Dem möchte ich nur bedingt zustimmen. Es muss schon vieles gleichzeitig zusammenkommen um von "Spießern" zu reden. Wenn man allein eines dieser Kriterien (zum Beispiel das der Ehe) erfüllt, ist man nicht zwangsweise schon ein Spießer und auch jemand, der ein Auto oder ein Haus besitzt, wird deswegen nicht gleich zwingend in diese Kategorie fallen.

Wenn du deine Ausführungen nämlich eng auslegst, ist annähernd jeder ein Spießer. Wobei ich deinen Grundgedanken durchaus teilen kann.


Klar scheint mir aber auch, dass der Begriff des Spießers an Mehrheiten gebunden ist. Nur in der Abgrenzung zur Mehrheit kann man neue/alternative/avantgardistische Lebensformen definieren.

So weit so gut und auch ansatzweise in meinem Sinne.

Aber nicht alles was "neu" ist, ist automatisch "alternativ" oder gar "avangardistisch".

Jetzt möchte ich die Verbindung zu den Frauen herstellen, lautet der Titel des Unterforums doch: "Brauchen wir eine neue Frauenbewegung?"

Es ist heute nicht mehr "neu" noch in irgend einer Form "alternativ", dass Frauen einen Beruf ausüben und am allerwenigsten ist dies "avantgardistisch", es sei denn, frau hat einen ganz ausgefallenen, für eine Frau untypischen Beruf. Letzteres dürfte aber nicht der Regelfall einer berufstätigen Frau sein. Insofern ist die Berufstätigkeit der Frau absolut im Trend und mehrheitsfähig. Daher hat sie bereits wieder etwas spießiges.

Wenn man von den "neuen Spießern" spricht, ohne den Artikel den die Strangeröffnerin in ihrem ersten posting verlinkt hat, gelesen zu haben, dann fallen mir alle diejenigen ein, die glauben, dass sie besonders fortschrittlich und modern seien, weil sie einen Zeitgeist bedienen. Nicht selten sieht diese Klientel die "Spießer" in den Reihen derer, die ihre Kinder lieber selbst erziehen, als sie in Fremdbetreuung zu geben. Ich bin geneigt, es TEILWEISE (ich lege Wert darauf, dass ich nicht eine bestimmte Gruppe pauschal beurteile) genau anders herum zu sehen.

Mein Fazit ist, dass man die "Spießer" auf allen Seiten findet. Die Karrierefrau, die scheinbar mühelos Kinder, Haushalt, Eheleben und Beruf, ja sogar Karriere vereinbaren kann, KANN (nur darauf liegt die Betonung!) ebenso spießig sein, wie eine Frau die sehr traditionell ihre Hausfrauen- und Mutterrolle ausübt. Auf der anderen Seite können beide Frauentypen ganz weit weg vom Spießertum sein. Es kommt nämlich immer auf den Einzelfall an und es steckt mehr dahinter, als einem das bloße Wahrnehmen einer äußeren Rolle erahnen läßt.


Insofern wird man den Spießer nie "abschaffen", denn er konstituiert die Gesellschaft. Insoweit ist die LBS-Werbung treffend, denn die meisten Menschen wollen zur anerkannten und wohlhabenden Mehrheit gehören. Insbesondere Frauen. Bei Männern kommen gelegentlich Abenteuerphanatsien vor, die ihnen die Gattin dann aber wieder austreibt. Ansonsten richten sich natürlich auch Männer gerne gemütlich im gemachten Nest ein und warten auf die Rente und hoffen, dass die Frau sich nicht mit 50 selbstverwirklicht. :freches grinsen:

Dieser Aussage stimme ich zu hundert Prozent zu. Und ja, es sind die Frauen, die mehrheitlich gesellschaftlich anerkannt werden wollen und da sie dies heute eher sind, wenn sie einen Beruf ausüben, können nicht wenige ohne diesen kein selbstbewußtes Leben führen. Also wird die Berufstätigkeit der Frau zu einer Art gesellschaftlichem Zwang. Sich diesem kritiklos zu beugen ist in meinen Augen sehr spießig. Das wollen leider so einige Frauen überhaupt nicht wahr haben.

Ich richte mich mit dieser Aussage weder gegen die Berufsausübung von Frauen noch hebe ich die hervor, die ausschließlich "Familienarbeiterinnen" sind. Beide Varianten können gut, aber genauso gut schlecht sein. Es kommt IMMER auf den EINZELFALL an.

pelzpfote
27.03.2007, 17:06
Mein Fazit ist, dass man die "Spießer" auf allen Seiten findet. Die Karrierefrau, die scheinbar mühelos Kinder, Haushalt, Eheleben und Beruf, ja sogar Karriere vereinbaren kann, KANN (nur darauf liegt die Betonung!) ebenso spießig sein, wie eine Frau die sehr traditionell ihre Hausfrauen- und Mutterrolle ausübt. Auf der anderen Seite können beide Frauentypen ganz weit weg vom Spießertum sein. Es kommt nämlich immer auf den Einzelfall an und es steckt mehr dahinter, als einem das bloße Wahrnehmen einer äußeren Rolle erahnen läßt.

Ich richte mich mit dieser Aussage weder gegen die Berufsausübung von Frauen noch hebe ich die hervor, die ausschließlich "Familienarbeiterinnen" sind. Beide Varianten können gut, aber genauso gut schlecht sein. Es kommt IMMER auf den EINZELFALL an.
Prima! Ich stimme dir 100 %ig zu!:allesok: :schild genau: :blume:

kraeuterliesl
27.03.2007, 20:05
Danke an reiner für die Begriffsdefinition von "Spießer".

Dem möchte ich nur bedingt zustimmen. Es muss schon vieles gleichzeitig zusammenkommen um von "Spießern" zu reden. Wenn man allein eines dieser Kriterien (zum Beispiel das der Ehe) erfüllt, ist man nicht zwangsweise schon ein Spießer und auch jemand, der ein Auto oder ein Haus besitzt, wird deswegen nicht gleich zwingend in diese Kategorie fallen.

Wenn du deine Ausführungen nämlich eng auslegst, ist annähernd jeder ein Spießer. Wobei ich deinen Grundgedanken durchaus teilen kann.



So weit so gut und auch ansatzweise in meinem Sinne.

Aber nicht alles was "neu" ist, ist automatisch "alternativ" oder gar "avangardistisch".

Jetzt möchte ich die Verbindung zu den Frauen herstellen, lautet der Titel des Unterforums doch: "Brauchen wir eine neue Frauenbewegung?"

Es ist heute nicht mehr "neu" noch in irgend einer Form "alternativ", dass Frauen einen Beruf ausüben und am allerwenigsten ist dies "avantgardistisch", es sei denn, frau hat einen ganz ausgefallenen, für eine Frau untypischen Beruf. Letzteres dürfte aber nicht der Regelfall einer berufstätigen Frau sein. Insofern ist die Berufstätigkeit der Frau absolut im Trend und mehrheitsfähig. Daher hat sie bereits wieder etwas spießiges.

Wenn man von den "neuen Spießern" spricht, ohne den Artikel den die Strangeröffnerin in ihrem ersten posting verlinkt hat, gelesen zu haben, dann fallen mir alle diejenigen ein, die glauben, dass sie besonders fortschrittlich und modern seien, weil sie einen Zeitgeist bedienen. Nicht selten sieht diese Klientel die "Spießer" in den Reihen derer, die ihre Kinder lieber selbst erziehen, als sie in Fremdbetreuung zu geben. Ich bin geneigt, es TEILWEISE (ich lege Wert darauf, dass ich nicht eine bestimmte Gruppe pauschal beurteile) genau anders herum zu sehen.

Mein Fazit ist, dass man die "Spießer" auf allen Seiten findet. Die Karrierefrau, die scheinbar mühelos Kinder, Haushalt, Eheleben und Beruf, ja sogar Karriere vereinbaren kann, KANN (nur darauf liegt die Betonung!) ebenso spießig sein, wie eine Frau die sehr traditionell ihre Hausfrauen- und Mutterrolle ausübt. Auf der anderen Seite können beide Frauentypen ganz weit weg vom Spießertum sein. Es kommt nämlich immer auf den Einzelfall an und es steckt mehr dahinter, als einem das bloße Wahrnehmen einer äußeren Rolle erahnen läßt.



Dieser Aussage stimme ich zu hundert Prozent zu. Und ja, es sind die Frauen, die mehrheitlich gesellschaftlich anerkannt werden wollen und da sie dies heute eher sind, wenn sie einen Beruf ausüben, können nicht wenige ohne diesen kein selbstbewußtes Leben führen. Also wird die Berufstätigkeit der Frau zu einer Art gesellschaftlichem Zwang. Sich diesem kritiklos zu beugen ist in meinen Augen sehr spießig. Das wollen leider so einige Frauen überhaupt nicht wahr haben.

Ich richte mich mit dieser Aussage weder gegen die Berufsausübung von Frauen noch hebe ich die hervor, die ausschließlich "Familienarbeiterinnen" sind. Beide Varianten können gut, aber genauso gut schlecht sein. Es kommt IMMER auf den EINZELFALL an.

daffodil,

ich bin ganz begeistert von dem, was du da geschrieben hast.

ein kriterium für spießertum ist für mich noch der mangel an eigener kreativität, weshalb der spießer sich gern an das dranhängt, was andere vorgedacht haben, sich aber nur das herauspickt, was er verwerten kann. den rest verwässert er.kann man sehr schön an der emanzipationsbewegung von einst und ihrer momentanen verramschung sehen.

mich erinnert das immer an diese geschmacklosen möbelgeschäfte, in denen man einrichtungsgegenstände kaufen kann, denen man ansieht, dass sie von gutem design nicht nur einfach abgekupfert sind, sondern auch noch in richtung massengeschmack und "gefälligerem" aussehen verändert wurden.

man sollte also auf diese spießer im nonkonformistisch daherkommenden kostüm nicht hereinfallen. wer klug ist, tut das aber eh nicht, sondern durchblickt das ganze sofort.

Inaktiver User
28.03.2007, 07:09
Für mich ist ein Spießer jemand, der sein eigenes Leben für das Non- + Ultra hält, intolerant ist und andere Menschen beobachtet, um anschließend über sie abzulästern oder zu diffamieren.

Deshalb ist der Begriff Spießer auch negativ belegt.

Jemand, der einerseits Haus, Garten, Beruf, Kinder, Lebensversicherung, Frittöse und Bausparvertrag hat, ist andererseits so lange keine Spießer, wie er tolerant und frei in die Welt schaut und so auch seinen Mitmenschen gegenüber tritt.

Kurz:

ein Spießer ist man im KOPF - das macht man nicht aus an Äußerlichkeiten!

Auch jemand, der unkonventionell und kreativ lebt, kann ein Spießer sein! Dann nämlich, wenn er die anderen "Spießer" nicht in Frieden und unbehelligt und ohne Abwertung leben lässt!

Inaktiver User
28.03.2007, 09:32
Klasse, Marie!!!!!!!

Spiesser nennen andere gerne und oft Spiesser, fiel mir auf. Egal, aus welcher Bildungsschicht.

Und auch ich bin in manchen Sachen durchaus spiessig zu nennen, den Schuh zieh ich mir gerne an. Aber ich verlange nicht, dass andere nach meinen Vorstellungen handeln.

kraeuterliesl
28.03.2007, 11:15
Für mich ist ein Spießer jemand, der sein eigenes Leben für das Non- + Ultra hält, intolerant ist und andere Menschen beobachtet, um anschließend über sie abzulästern oder zu diffamieren.

nee, find ich nicht. er ist intolerant, arrogant, dekadent u.ä., wenn er diffamiert, auch noch bösartig, mit spießigkeit hat intoleranz - auch ein unglaublich dehnbarer begriff - aber nicht zwingend was zu tun.
es gibt auf der anderen seite ja durchaus die klassischen spießer, die aber sehr liebenswürdig und tolerant anderen lebensstilen gegenüberstehen.






Kurz:

ein Spießer ist man im KOPF - das macht man nicht aus an Äußerlichkeiten!

gartenzwerg, stets poliertes auto, gelsenkirchnerbarock-schrankwand und kittelschürze sind äußerlichkeiten und DER ausdruck von spießigkeit.




Auch jemand, der unkonventionell und kreativ lebt, kann ein Spießer sein! Dann nämlich, wenn er die anderen "Spießer" nicht in Frieden und unbehelligt und ohne Abwertung leben lässt!

demnach wären sämtliche kabarettisten, viele feuilletonisten, gesellschaftskritiker allesamt nur spießer?

Inaktiver User
28.03.2007, 11:49
Mische mich kurz ein, habe vor langer Zeit in einem chat im Profil von jemandem folgenden Satz gelesen:

"Ich mag keine Spießer und jene, die denken, keine zu sein"

:freches grinsen:

kraeuterliesl
28.03.2007, 12:09
Mische mich kurz ein, habe vor langer Zeit in einem chat im Profil von jemandem folgenden Satz gelesen:

"Ich mag keine Spießer und jene, die denken, keine zu sein"

:freches grinsen:

ja,ja, steckt nicht in jedem von uns ein kleiner spießer?

Inaktiver User
28.03.2007, 13:04
ja,ja, steckt nicht in jedem von uns ein kleiner spießer?

Doch. Und wenn schon ...........:freches grinsen:

Inaktiver User
28.03.2007, 14:13
Tja ... natürlich kommt es immer auf die Blickrichtung an!

Und ... @ Kräuterliesl ...


gartenzwerg, stets poliertes auto, gelsenkirchnerbarock-schrankwand und kittelschürze sind äußerlichkeiten und DER ausdruck von spießigkeit.


... sorry, das ist mir zu oberflächlich!

Und das Argument mit dem


demnach wären sämtliche kabarettisten, viele feuilletonisten, gesellschaftskritiker allesamt nur spießer?

... ist ja wohl nicht ernst gemeint!? Das passt doch gar nicht zum Thema! Diese Menschen beschäftigen beruflich mit ihren Mitmenschen! Wer weiß, wie die privat sind .... !? :smirksmile:

Und, kurz:
ich habe zwar keine Schrankwand und Gartenzwerg .... aber Haus, Garten, Schnellkochtopf, Hund, Tupperware, Biberbettwäsche .... und meinetwegen bin ich unter diesen Gesichtpunkten gern ein Spießer!!!

Wenn es nur darauf ankommt ..... geschenkt! :freches grinsen:

kraeuterliesl
28.03.2007, 14:46
Tja ... natürlich kommt es immer auf die Blickrichtung an!

Und ... @ Kräuterliesl ...



... sorry, das ist mir zu oberflächlich!


mir auch. ich hab es erwähnt, weil du sagtest, dass spießigkeit sich nicht an äußerlichkeiten zeige und ich finde, dass sie es sehr wohl (u.a. auch) tut



Und das Argument mit dem



... ist ja wohl nicht ernst gemeint!? Das passt doch gar nicht zum Thema! Diese Menschen beschäftigen beruflich mit ihren Mitmenschen! Wer weiß, wie die privat sind .... !? :smirksmile:


aber holla! wo lassen kabarettisten denn die leute >unbehelligt< und >ohne abwertung< leben? im gegenteil, sie sind es doch, die den finger immer wieder besonders schonungslos und überzeichnend in die wunden gesellschaftlicher absonderlichkeiten legen, zu denen auch das spießertum gehört.


Und, kurz:
ich habe zwar keine Schrankwand und Gartenzwerg .... aber Haus, Garten, Schnellkochtopf, Hund, Tupperware, Biberbettwäsche .... und meinetwegen bin ich unter diesen Gesichtpunkten gern ein Spießer!!!

Wenn es nur darauf ankommt ..... geschenkt! :freches grinsen:

nee, tut es doch gar nicht. hab ich auch nie gesagt.

Inaktiver User
28.03.2007, 15:29
aber holla! wo lassen kabarettisten denn die leute >unbehelligt< und >ohne abwertung< leben? im gegenteil, sie sind es doch, die den finger immer wieder besonders schonungslos und überzeichnend in die wunden gesellschaftlicher absonderlichkeiten legen, zu denen auch das spießertum gehört.


Aber hallo !!! Ich sage es noch mal! Das ist deren BERUF!!!! Deshalb sind sie aber doch privat, "in Wirklichkeit" nicht so - und so hattest du es geschrieben! Und das ist genauso logisch als wäre auch jeder Tatort-Mörder tatsächlich ein Mörder! :freches grinsen:

Inaktiver User
28.03.2007, 15:39
Und das ist genauso logisch als wäre auch jeder Tatort-Mörder tatsächlich ein Mörder! :freches grinsen:

Und das wär ja dann richtig spiessig.

kraeuterliesl
28.03.2007, 15:55
sie sind künstler, das ist kein beruf wie andere.

hätten sie privat so gar nichts davon, bzw. würde ihnen das privat nicht als skuril auffallen, dann hätten sie ja gar nicht ihr thema und könnten den beruf nicht ausüben bzw. wären erfolglos.

das ist genauso >logisch<, als wenn ein tatort-mörder einen richtigen mörder ÜBERZEUGEND spielt. nicht umsonst gibt es das bild vom "er hat dem volk aufs maul geschaut" in bezug auf den kabarettisten, bzw., beim schauspieler, " er ist in eine andere rolle geschlüpft".

Inaktiver User
28.03.2007, 16:03
sie sind künstler, das ist kein beruf wie andere.

hätten sie privat so gar nichts davon, bzw. würde ihnen das privat nicht als skuril auffallen, dann hätten sie ja gar nicht ihr thema und könnten den beruf nicht ausüben bzw. wären erfolglos.

das ist genauso >logisch<, als wenn ein tatort-mörder einen richtigen mörder ÜBERZEUGEND spielt. nicht umsonst gibt es das bild vom "er hat dem volk aufs maul geschaut" in bezug auf den kabarettisten, bzw., beim schauspieler, " er ist in eine andere rolle geschlüpft".

Viele dieser Leute schauen niemandem selbst aufs Maul. Sie lassen schauen und schreiben. Die meisten von denen sind schlicht Vortragskünstler und diese sind mittlerweile in grosser Anzahl zu finden und werden in immer kürzerer Zeit von neuen abgelöst.

kraeuterliesl
28.03.2007, 16:20
Viele dieser Leute schauen niemandem selbst aufs Maul. Sie lassen schauen und schreiben. Die meisten von denen sind schlicht Vortragskünstler und diese sind mittlerweile in grosser Anzahl zu finden und werden in immer kürzerer Zeit von neuen abgelöst.

richtig, auch die gibt es und das mag auch mit der grund dafür sein, dass es immer mehr schlechte unter ihnen gibt, weil inzwischen vorwiegend die quote bedient werden muss und vieles in richtung klamauk abgedriftet ist.

die meinte ich aber nicht, sondern ernstzunehmende kabarettisten vom schlage eines dieter hildebrand, georg schramm, urban priol . die machen nicht kritiklos alles, sondern können sich mit dem, was sie tun, identifizieren und arbeiten maßgeblich an ihren programmen mit.

Inaktiver User
28.03.2007, 16:24
die meinte ich aber nicht, sondern ernstzunehmende kabarettisten vom schlage eines dieter hildebrand, georg schramm, urban priol . die machen nicht kritiklos alles, sondern können sich mit dem, was sie tun, identifizieren und arbeiten maßgeblich an ihren programmen mit.

Und von denen glaubst Du, dass sie quasi aus gebührender Entfernung den Spiesser (Volk) betrachten, analysieren und karrikieren?

Die meisten dieser Menschen sind privat nicht mehr oder weniger spiessig als die, mit deren Darstellung sie zu einem nicht unerhebliches Einkommen gelangen.

Götter sind im Olymp aber nicht auf Kabarettbühnen zu finden.

kraeuterliesl
28.03.2007, 16:56
Und von denen glaubst Du, dass sie quasi aus gebührender Entfernung den Spiesser (Volk) betrachten, analysieren und karrikieren?

Die meisten dieser Menschen sind privat nicht mehr oder weniger spiessig als die, mit deren Darstellung sie zu einem nicht unerhebliches Einkommen gelangen.

Götter sind im Olymp aber nicht auf Kabarettbühnen zu finden.

jetzt kommen wir aber wirklich vom hölzchen aufs stöckchen bis zu der unterstellung, ich würde die von mir erwähnten kabarettisten als götter betrachten. :peinlich:

und das alles, weil eine posterin intoleranz und spießertum als ein und dasselbe ansieht und man anscheinend hier noch nicht einmal es wagen darf, eine ruhige, sachliche begriffsklärung vorzunehmen.

Inaktiver User
28.03.2007, 16:58
und das alles, weil eine posterin intoleranz und spießertum als ein und dasselbe ansieht und man anscheinend hier noch nicht einmal es wagen darf, eine ruhige, sachliche begriffsklärung vorzunehmen.

Man darf hier soweit ich weiß all das.

kraeuterliesl
28.03.2007, 17:18
Man darf hier soweit ich weiß all das.

na, da bin ich ja beruhigt und fühle mich geradezu geehrt, wenn DU mir das sagst.:zwinker:

Inaktiver User
28.03.2007, 17:19
na, da bin ich ja beruhigt und fühle mich geradezu geehrt, wenn DU mir das sagst.:zwinker:

Ich ahnte nicht, dass Du darauf wert legst - ist ein ganz neuer Zug an Dir. :freches grinsen:

kraeuterliesl
28.03.2007, 17:23
Ich ahnte nicht, dass Du darauf wert legst

aber nicht zu knapp -ich lebe quasi für nichts anderes.:zwinker:

Inaktiver User
28.03.2007, 17:28
aber nicht zu knapp -ich lebe quasi für nichts anderes.:zwinker:

Ja, diese Diagnose, dass Du in der Hinsicht etwas speziell bist, haben schon andere vor Dir gestellt.

Inaktiver User
28.03.2007, 17:29
Ich könnt Euch ewig lauschen :freches grinsen: :blumengabe: :smirksmile:!

Inaktiver User
28.03.2007, 17:30
Ich könnt Euch ewig lauschen :freches grinsen: :blumengabe: :smirksmile:!

Ja, nicht war - immer wieder neu und doch so vertraut :freches grinsen: :blumengabe:

Inaktiver User
28.03.2007, 17:32
Genau. Darum fühlt man sich in der Bricomm auch irgendwann wie zuhause. Man kennt sich, man weiß, was als Nächstes passiert und selbst die allerschlimmste Großtante, äh pardon, Onkel, wird irgendwann zu einem liebgewordenen Teil des Ganzen :cool:.

:smirksmile:

Inaktiver User
28.03.2007, 17:34
Genau. Darum fühlt man sich in der Bricomm auch irgendwann wie zuhause. Man kennt sich, man weiß, was als Nächstes passiert und selbst die allerschlimmste Großtante, äh pardon, Onkel, wird irgendwann zu einem liebgewordenen Teil des Ganzen :cool:.

:smirksmile:

Du sprichst ein wahres Sätzchen gelassen aus... was täten wir ohne das Vertraute? Wir müssten uns noch wundern und wären vielleicht ab und an überrascht. So ist das Bricom-Leben ein langer ruhiger Stuss :freches grinsen:

Hab einen schönen Abend :blumengabe:

vita

Inaktiver User
28.03.2007, 17:34
Das neue Spießertum ist geprägt von Intoleranz. Das alte Spießertum ist geprägt von Intoleranz.

Ein Spießer ist jemand, der ein sehr enges Denken hat, der außerhalb seiner kleinen Schubladenwelt, die er füllt aber nie neusortiert, geschweige denn öffnet und ausleert und belüftet..eher einen hohen Zaun spannt und von dort aus andere beäugt, kritisiert und mit der Weisheit seines muffigen Schubladendenkens beglückt..

Die neue Spießigkeit ist der alten sehr ähnlich..das Gewand ist ein anderes, er kommt sich selbst als Erretter und Aufklärer vor, ist aber weit von diesem entfernt, wie gesagt : er ist dem alten ihm selbst so verhassten Spießer da viel näher..fast alle sehen das : nur er selbst nicht, denn er fühlt sich ja als Aufklärer : Herman, Schirrmacher, Lieschen Müller, (Chef-)redakteure best. Zeitungen.. usw usw...
Auch das zeigt, dass er es ist.. : der neue Spießer..
Und sein Sendungsbewusstsein ist oft sehr sehr groß.

kraeuterliesl
28.03.2007, 17:47
Du sprichst ein wahres Sätzchen gelassen aus... was täten wir ohne das Vertraute? Wir müssten uns noch wundern und wären vielleicht ab und an überrascht. So ist das Bricom-Leben ein langer ruhiger Stuss :freches grinsen:

Hab einen schönen Abend :blumengabe:

vita

ach, vita, wie bist du doch so originell. ich bin ganz verzaubert von dir und deinem "scharm". vor allem deine bemerkung zum bricomleben hat's mir angetan und ich kann nur sagen, du hast ja so recht!

kraeuterliesl
28.03.2007, 18:00
Das neue Spießertum ist geprägt von Intoleranz. Das alte Spießertum ist geprägt von Intoleranz.



und das ultramodere ebenfalls.


DER SPIESSER IST TOT - ES LEBE DER SPIESSER !

Inaktiver User
28.03.2007, 18:01
Die neue Spießigkeit ist der alten sehr ähnlich..das Gewand ist ein anderes, er kommt sich selbst als Erretter und Aufklärer vor, ist aber weit von diesem entfernt, wie gesagt : er ist dem alten ihm selbst so verhassten Spießer da viel näher..fast alle sehen das : nur er selbst nicht, denn er fühlt sich ja als Aufklärer : Herman, Schirrmacher, Lieschen Müller, (Chef-)redakteure best. Zeitungen.. usw usw...
Auch das zeigt, dass er es ist.. : der neue Spießer..
Und sein Sendungsbewusstsein ist oft sehr sehr groß.


Neue Spießer sind für mich vor allem diejenigen, die mit Schwung und Hurrah auf den "Zeitgeistzug" aufspringen und alles was sie dort nicht vorfinden in die (nach ihrer Definition) spießige Ecke stellen.

Mutiger finde ich diejenigen, die Trends auch etwas entgegenzusetzen haben. Mutig allein heißt natürlich nicht automatisch "unspießig". Mehr Voraussetzung dazu haben die Mutigen aber schon.

Ein vom Spießertum freier Mensch kann auch intolerant sein und ein Spießer kann durchaus Toleranz üben.

Ein bißchen Spießertum wird wahrscheinlich in den meisten von uns stecken. Warum auch nicht? Es kommt immer auch auf die Quantität und auf das Thema an.

Inaktiver User
28.03.2007, 18:03
und das ultramodere ebenfalls.


DER SPIESSER IST TOT - ES LEBE DER SPIESSER !

So sehe ich das auch! :allesok:

kraeuterliesl
28.03.2007, 18:11
So sehe ich das auch! :allesok:

:blumengabe:

gell, wir zwei lassen uns nicht so einfach ein x für ein u vormachen und kennen unsere spießgesellen doch nur zu genau:smirksmile:

kraeuterliesl
28.03.2007, 18:57
Hab einen schönen Abend :blumengabe:

vita

s'ist feieramd, s'ist feieramd,
das tagwerk iist vollbracht
tritt jeder seine heimfahrt an...
drum: gute nacht!:freches grinsen:

Inaktiver User
28.03.2007, 19:01
und das ultramodere ebenfalls.


DER SPIESSER IST TOT - ES LEBE DER SPIESSER !

Was soll das denn bedeuten ?

Wer sagt das ? Wessen Parole ist das ?

Der alte Spiesser war nie tot..

Wem entgangen ist, was in den Print und sonstigen Medien nun oftmals für ein seltsam spießiger Wind ;-)) weht, der schläft doch...

Woche für Woche nervte die Welt am Sonntag eine zeitlang mit Zeugungswilligen ...ließ Geschichtchen verlauten von zufriedenen Supermamis und Papis..die auf schönen Photos in die Kamera strahlten..

Petra Gersten und ihr Mann erfreuen die Welt mit Erziehungsratgebern und neuerdings Petra Gerster mit ihrem neuen Buch ..Auch sie, für mich : Vertreter des neuen Spiessbürgertums...

Götz Werner mit seinem anthroposophischer Sicht : mit der Verteufelung von Radio und Fernsehen, der von Disziplin , Frischluft und Vollkornbrei und gut erzogenen Kindern erzählt..und von einer Talkshow zur anderen zieht..usw. usw..

kraeuterliesl
28.03.2007, 19:17
Petra Gersten und ihr Mann erfreuen die Welt mit Erziehungsratgebern und neuerdings Petra Gerster mit ihrem neuen Buch ..Auch sie, für mich : Vertreter des neuen Spiessbürgertums...

Götz Werner mit seinem anthroposophischer Sicht : mit der Verteufelung von Radio und Fernsehen, der von Disziplin , Frischluft und Vollkornbrei erzählt..und von einer Talkshow zur anderen zieht..usw. usw..

für dich ist wohl jeder ein spießer, der nicht deinem weltbild entspricht. ist das nicht ein bisschen .... ?

Inaktiver User
28.03.2007, 23:24
für dich ist wohl jeder ein spießer, der nicht deinem weltbild entspricht. ist das nicht ein bisschen .... ?

Ach SIE !!! sind es, Madame..

:smile:

Kein anderer Mensch würde ein solch peinliches Posting schreiben...

Meine Güte..meine Güte..

Wie wäre es denn mit einem konstruktiven Beitrag zum Posting ?

Ich stelle mir gerade vor, wie sie auch den Autoren des Textes im Ausgangsposting auch so von der Seite anpflaumen : das finde ich amüsant..

Oder wenn Sie Zeitung lesen : Brüllen Sie dann nach jedem Artikel der Ihnen nicht passt rum und beschimpfen Sie den Verfasser ?

Nun ja : viel Spaß noch dabei..beim Üblichen.

kraeuterliesl
29.03.2007, 08:37
also, hier der>konstruktive< beitrag: erstens brülle ich nicht rum, das tust wohl eher du und zweitens kann ich absolut nichts extrem spießiges an petra gersters hang zum bücherschreiben entdecken. so viele leute tun das: kohl tat es, schröder tat es und wenn merkel ihre zeit hinter sich haben wird, wird auch sie es tun. und götz werner hat genauso wie andere das recht -so wie übrigens auch ich hier in diesem meinungsforum - zu sagen, was er denkt und er darf auch so leben, wie er will, solange er sich dabei nichts zuschulden kommen lässt.

ein bisschen einfach macht man es sich allerdings, wenn man behauptet, dass jeder, der von der eigenen meinung abweicht, ein spießer wäre und meint, ihn entsprechend beschimpfen und herabwürdigen zu dürfen.

Inaktiver User
29.03.2007, 12:23
Linwen: wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe.

Bei uns ist das Spiessertum, bei Großonkel und -tanten senile Überzeugungstreue.

Inaktiver User
29.03.2007, 12:27
Ich habe das Gefühl, dass hier irgendwie manche in welche Richtung provozieren - und sinnlos-heftige Debatten vom Zaun brechen wollen!

Das geht wohl irgendwie am Thema vorbei!? Und außerdem finde ich das Thema zum Diskutieren sowieso eher lustlos!

Ich meine, gut, wir haben nun die Definition "Was ist ein Spießer?" Und naturgemäß fällt diese Festlegung subjektiv aus. Das wäre das gleiche wie: "erzähle mal, was sympathisch ist - oder arrogant - oder naiv - oder gut - oder böse - oder ordinär - oder eben spießig - oder was auch immer!"

Da hat halt jeder eine andere Meinung - begründet durch eigene Erfahrungen und die eigene Persönlichkeit. Darüber gibt es doch eigentlich gar nix zu diskutieren!?

Und tschüss! :Sonne:

Inaktiver User
29.03.2007, 12:43
Ich habe das Gefühl, dass hier irgendwie manche in welche Richtung provozieren - und sinnlos-heftige Debatten vom Zaun brechen wollen!

Das geht wohl irgendwie am Thema vorbei!? Und außerdem finde ich das Thema zum Diskutieren sowieso eher lustlos!

Ich meine, gut, wir haben nun die Definition "Was ist ein Spießer?" Und naturgemäß fällt diese Festlegung subjektiv aus. Das wäre das gleiche wie: "erzähle mal, was sympathisch ist - oder arrogant - oder naiv - oder gut - oder böse - oder ordinär - oder eben spießig - oder was auch immer!"

Da hat halt jeder eine andere Meinung - begründet durch eigene Erfahrungen und die eigene Persönlichkeit. Darüber gibt es doch eigentlich gar nix zu diskutieren!?

Und tschüss! :Sonne:

Marie 38 dieser Begriff des "Neuen Spießers" geistert durch die Gazetten seit es eine bestimmte Art gibt, wie Leute in der Öffentlichkeit seit einiger Zeit auftreten..mit einem ganz bestimmten Sendungsbewusstsein...

Das ist kein Begriff, den sich hier bei Brionline jemand ausgedacht hat..und es ist sicher auch überhaupt kein Grund so ausfällig zu werden wie kräuterliesl es tat..

man KÖNNTE darüber diskutieren, ja, aber manche können es nicht, sondern wollen nur persönlich ausfällig werden, das nervt..

Inaktiver User
29.03.2007, 12:47
also, hier der>konstruktive< beitrag: erstens brülle ich nicht rum, das tust wohl eher du und zweitens kann ich absolut nichts extrem spießiges an petra gersters hang zum bücherschreiben entdecken. so viele leute tun das: kohl tat es, schröder tat es und wenn merkel ihre zeit hinter sich haben wird, wird auch sie es tun. und götz werner hat genauso wie andere das recht -so wie übrigens auch ich hier in diesem meinungsforum - zu sagen, was er denkt und er darf auch so leben, wie er will, solange er sich dabei nichts zuschulden kommen lässt.

ein bisschen einfach macht man es sich allerdings, wenn man behauptet, dass jeder, der von der eigenen meinung abweicht, ein spießer wäre und meint, ihn entsprechend beschimpfen und herabwürdigen zu dürfen.

Bitte zeige mir wo ich behauptete, dass die von mir oder Dir genannten, nicht das Recht hätten sich zu äußern..

Und auch kräuterliesl hat es und nimmt es sich immer wieder und darf es auch solange sie sich an die Nubs hält, das wäre nett. Bitte , danke !

Und was tun Leute wie Kohl und Schröder ? Bücher schreiben ?

Und darf man daran Kritik äußern ? an Inhalt und Intention ?

Und darf ich Petra Gerster und ihren Gatten spießig finden ? Ja. Und darf ich sie und Götz Werner als Vertreter der Neuen Spießigkeit zusammen mit Schirrmachen, Eva Hermann und Co und Teile der Springer Presse nennen ? Ja, darf ich, diese Freiheit nehme ich mir..

Und wo brülle ich ? Und wie sieht denn überhaupt mein Weltbild aus ?

Und wer beschimpft wen und würdigt herab ?

Ich indem ich Leute des öffentlichen Lebens benenne, die etwas veröffentlichen und sich auch der Kritik stellen sollten ?

Dass ich eine " Kampagne " einer großen Sonntagszeitschrift kritisierte ?

Ich verstehe nicht was Du meinst..

kraeuterliesl
29.03.2007, 13:17
Und auch kräuterliesl hat es und nimmt es sich immer wieder und darf es auch solange sie sich an die Nubs hält, das wäre nett. Bitte , danke !

ja, aber wo halte ich mich denn nicht an die nubs? - also höre bitte damit auf, mich persönlich anzugreifen! das gleiche gilt für achja.



Und was tun Leute wie Kohl und Schröder ? Bücher schreiben ?

Und darf man daran Kritik äußern ? an Inhalt und Intention ?

Und darf ich Petra Gerster und ihren Gatten spießig finden ? Ja. Und darf ich sie und Götz Werner als Vertreter der Neuen Spießigkeit zusammen mit Schirrmachen, Eva Hermann und Co und Teile der Springer Presse nennen ? Ja, darf ich, diese Freiheit nehme ich mir..

Und wo brülle ich ? Und wie sieht denn überhaupt mein Weltbild aus ?

na, ziemlich erregt scheinst du schon zu sein. das mit dem brüllen und dem entsprechenden vorwurf war übrigens deine "idee". mich interessiert es nicht besonders,ob du brüllst oder nicht, solange du nicht ständig persönlich beleidigend wirst.

du magst ja von mir aus alle, die nicht in deinem sinne denken, in einen topf werfen und als spießig bezeichnen, ich gestatte mir dennnoch widerspruch, weil ich das sehr undifferenziert finde.

ich werde auch nicht drangehen und die den traditionellen erziehungswerten verhaftete ursula von der leyen als genauso spießig wie die windecker herzbuben bezeichnen. sie kommen zwar beide aus der konservativen ecke, dennoch trennen sie welten. dass ich mit beider lebensart so wenig anfangen kann, ist etwas ganz anderes und im grunde genommen mein problem.

Inaktiver User
29.03.2007, 13:51
Ich erkenne keinen Widerspruch außer einem generellen, weil ich es schrieb....

lassen wir das

viel Spaß noch..

und dass natürlich Frau Ursula von der Leyer nun erwähnt wurde..war auch klar..

Die Frau hinter dem Nick Kräuterliesel KANN nicht diskutieren, antwortet auf Fragen nicht...alles wie gehabt..

wie langweilig,

Was ist denn in meinem Sinne ? Wie kommst Du dazu zu glauben etwas über mein Weltbild zu wissen ? Unerhört und lächerlich ist das. Distanzlos ..etc etc..

alles wie gehabt.

Ich weiß nichts " über die Lebenart " der Wilddecker Herzbuben " und Kräuterliesl nichts über meine.. :-)

Das ist auch nicht Thema dieses Stranges..

Inaktiver User
29.03.2007, 13:56
ja, aber wo halte ich mich denn nicht an die nubs? - also höre bitte damit auf, mich persönlich anzugreifen! das gleiche gilt für achja.



WO sind die persönlichen Angriffe durch Linwen oder mich? Beweise, bitteschön, Fakten auf den Tisch.

Und gegen die NUBs verstossen? Nun ja, da möchte ich mich wirklich nicht dazu äussern.

reiner
09.04.2007, 11:11
ein kriterium für spießertum ist für mich noch der mangel an eigener kreativität, weshalb der spießer sich gern an das dranhängt, was andere vorgedacht haben, sich aber nur das herauspickt, was er verwerten kann. den rest verwässert er.kann man sehr schön an der emanzipationsbewegung von einst und ihrer momentanen verramschung sehen.

mich erinnert das immer an diese geschmacklosen möbelgeschäfte, in denen man einrichtungsgegenstände kaufen kann, denen man ansieht, dass sie von gutem design nicht nur einfach abgekupfert sind, sondern auch noch in richtung massengeschmack und "gefälligerem" aussehen verändert wurden.

man sollte also auf diese spießer im nonkonformistisch daherkommenden kostüm nicht hereinfallen. wer klug ist, tut das aber eh nicht, sondern durchblickt das ganze sofort.

Ja. Kitsch und Kopie gehören für mich auch zum Spießer. Gartenzwerge werden mittlerweile durch Leonardo ersetzt.
Und Langeweile. Am Ostersamstag eine Stunde das Auto putzen, weil einem sonst nichts einfällt.
Und natürlich sind alle emanzipiert, weil das ein Muss ist, wie die passende Mode.
"Unser neues Auto ist natürlich schwarz, das ist jetzt angesagt und außerdem steht es mir." Toyooootaaaaaaaa. ;-)

Inaktiver User
09.04.2007, 12:16
Ja. Kitsch und Kopie gehören für mich auch zum Spießer. Gartenzwerge werden mittlerweile durch Leonardo ersetzt.
Und Langeweile. Am Ostersamstag eine Stunde das Auto putzen, weil einem sonst nichts einfällt.
Und natürlich sind alle emanzipiert, weil das ein Muss ist, wie die passende Mode.
"Unser neues Auto ist natürlich schwarz, das ist jetzt angesagt und außerdem steht es mir." Toyooootaaaaaaaa. ;-)

Meiner Meinung nach liebt zwar der neue Spießer auch die neue Ikea-Ästhetik..aber er liebt es auch herauszustellen, dass er einen ausgezeichneten Geschmack hat..

Wer bitte schön, kommt ohne Kopie und Kitsch durchs Leben ?

Manche merken es, andere merken es doch gar nicht ..

Der neue Spießer lebt nicht nur , nein er muss auch Vorträge halten und missionieren und rügen und auf andere herabschauen. Klischeehaft.

Der neue Spießer kann ebenso den hippesten Kaffeevollautomaten besitzen
oder darauf schwören, dasss Kaffee nur per Hand gebrüht werden darf..Er kann aus Nanu-Nana Gläsern trinken oder nur aus Biedermeiergläsern oder aus Feinsten aus einer Glasmanufaktur.. :das Spießertum ist innen..und erkennbar durch den Blick auf andere : den rügenden, den mit dem erhobenen Zeigefinger..dem des Besseressers oder desBesserwissers..mit überbordendem Sendungsbewusstsein..

Inaktiver User
09.04.2007, 12:21
@Linwen
Schon wieder muss ich :blume: :blume: :blume: übergeben.
Mir fehlt nur: die neue Spiesserin :freches grinsen: und die Beschreibung der Menschen, die keine SpiesserInnen sind :smirksmile:
Colonna

minstrel
10.04.2007, 15:53
Der neue Spießer kann ebenso den hippesten Kaffeevollautomaten besitzen
oder darauf schwören, dasss Kaffee nur per Hand gebrüht werden darf..

Genial!

pelzpfote
10.04.2007, 15:56
Der neue Spießer lebt nicht nur , nein er muss auch Vorträge halten und missionieren und rügen und auf andere herabschauen. Klischeehaft.
Das hast du prima ausgedrückt! :blumengabe:

Inaktiver User
10.04.2007, 16:44
nein er muss auch Vorträge halten und missionieren und rügen und auf andere herabschauen. Klischeehaft.

Das ganze aus einem Gefühl von klebriger Selbstzufriedenheit heraus. Er sonnt sich in dem Gefühl, in seiner Welt "alles" richtig zu machen. Er ist angestrengt angepasst, immer bestrebt, bloss nicht aufzufallen, denn was sollen sonst "die anderen" sagen. Das schafft er, darum ist seine Welt eine "heile", was nach aussen demonstriert und verteidigt wird.

Warum? Meiner Meinung nach aus einem abgrundtiefen Gefühl der Lebensunsicherheit heraus. Aus Lebensangst. Darum sind ihm Menschen, die anders denken und leben, die innerlich "freier" sind wie er, zutiefst suspekt, sie machen ihm sogar Angst. Daher kann er nicht anders, als sie und ihre Lebensweise geringzuschätzen. Das veranlasst ihn, entweder den Zeigefinger zu heben, zu schwadronieren oder auch hinter dem Rücken über diese Menschen verächtlich zu reden. Für mich sind Spiesser sehr ängstliche Menschen.

Inaktiver User
10.04.2007, 17:15
Er ist angestrengt angepasst, immer bestrebt, bloss nicht aufzufallen, denn was sollen sonst "die anderen" sagen

Nein, die " neuen Spießer " die ich meine..die auch gerne publizieren..sich produzieren.. tun unangepasst und ja sind es doch so sehr..


Meiner Meinung nach aus einem abgrundtiefen Gefühl der Lebensunsicherheit heraus. Aus Lebensangst
Lebensangst hat auch der klügste der unspießigste, wenn er in sich hineinhorcht..das Leben kann doch Angst machen..

Der " neue Spießer " schreibt auch gerne Bücher darüber, dass er " Wahrheiten " gefunden hat, die aber nur Halbwahrheiten und somit Unwahrheiten sind. Er " verkauft " olle Denkkamellen als " neu " und findet auch Claqueure für seine olle Denksoße.. Er läßt sich gerne dafür feiern und ich weiß noch nicht, ob er wirklich selbst daran glaubt, was er so überzeugt von sich gibt..Ich weiß es nicht. Ein Kluger müsste doch erkennen, dass er eigentlich genau so wenig wie andere weiß und erst recht nicht mit " Weisheiten " die keine sind, hausieren gehen kann..ohne sich lächerlich zu machen..

Aber es stimmt es ist ein Attribut der Spießer jeher, dass sie klebrig selbstgefällig sind..doch sind sie es wirklich ? Oder sind sie unsicherer als andere, wie Du Gerrimee meinst ? Nein, das glaube ich nicht...
Der Spießer braucht auch einen Nähboden , der ihn satt werden läßt.. es scheint im Moment wieder eine Spießerzeit angebrochen zu sein..

So viele Heilsverkünder, so viele Wahrheitsverkünder : Ratgeberschreiber..Lifestylepäbste..all das.. Ayurveda, alternative Heil-und Heilsmethoden., familienfreundliche, soziale Politik : die WahrheitsverkünderInnen tönen laut wie all das geht durch IHR Rezept ins Land..tööööröööö..:lachen:

Nichtspießer sind Leute die auch mal sagen : Keine Ahnung, heilloses Durcheinander..Menschen sind unterschiedlich..und jedem gebührt ein freundlicher Blick..auch dem Spießer und auch ich bin manchmal einer.. und dann muss er über sich selbst lachen..:smile:

und dann ist man wieder weniger Spießer, denn dieser nimmt sich sehr, sehr ernst..IMMER..

aber wie gesagt : Ich bin mir nicht sicher wann er Zweifel an sich zuläßt..

dass er zweifelhaft ist, sehen viele..Aber er selbst ? Wie sieht er sich ? Das bleibt mir ein Mysterium..

tanimun
10.04.2007, 18:00
Ich finde, daß insbesondere Krankenkassenangestellte oft ganz besonders spießig sind.
Viele von denen denken wirklich immer nur ans Miete zahlen, zwei Wochen Malle im Jahr und was andere von ihnen denken.
Und dann das Geschwafel: "Man soll so leben, dies sagen, daß tun....!"
Und dann diese Lethargie, egal ob sie 20 oder 60 sind!!!
Hilfe!
Da bekommt man doch Depressionen (außer man arbeitet auch bei einer Krankenkasse!).

Ich vermute allerdings, daß sie schon immer so spießig waren, der Unterschied ist nur, daß sie ihre Spießigkeit heute als "modern" betrachten.
Ja, ja, leben wie Anno Pusemuckl, aber man kann es ja mit schönen neudeutschen Worten mundgerecht servieren!

sultan tanimun

Inaktiver User
10.04.2007, 18:09
Nein, die " neuen Spießer " die ich meine..die auch gerne publizieren..sich produzieren.. tun unangepasst und ja sind es doch so sehr..

ok, die "neuen" Spiesser.... Nur wenn sie nach aussen unangepasst auftreten, wodurch fällt es auf, dass sie "Spiesser" - wenn auch neue - sind?


Lebensangst hat auch der klügste der unspießigste, wenn er in sich hineinhorcht..das Leben kann doch Angst machen..

Wohl wahr! Nur wie unterschiedlich gehen die Menschen damit um? Der Nicht-Spiesser geht für mich offen damit um, kann auch zu solchen Gefühlen durchaus stehen. Der Spiesser dagegen muss solcherlei nicht in eine heile Welt passende Gefühle dringend verstecken. z.B. hinter der Eigentumswohnung, dem neuen Auto, der wunderbar glücklichen Ehe, dem perfekten Lebensentwurf.


Der " neue Spießer " schreibt auch gerne Bücher darüber, dass er " Wahrheiten " gefunden hat, die aber nur Halbwahrheiten und somit Unwahrheiten sind. Er " verkauft " olle Denkkamellen als " neu " und findet auch Claqueure für seine olle Denksoße.. Er läßt sich gerne dafür feiern und ich weiß noch nicht, ob er wirklich selbst daran glaubt, was er so überzeugt von sich gibt..Ich weiß es nicht. Ein Kluger müsste doch erkennen, dass er eigentlich genau so wenig wie andere weiß und erst recht nicht mit " Weisheiten " die keine sind, hausieren gehen kann..ohne sich lächerlich zu machen..

Gibt es denn hier jemanden, der Dir konkret dazu einfällt? Diesen Gedanken kann ich schwer nachvollziehen.


Aber es stimmt es ist ein Attribut der Spießer jeher, dass sie klebrig selbstgefällig sind..doch sind sie es wirklich ? Oder sind sie unsicherer als andere, wie Du Gerrimee meinst ? Nein, das glaube ich nicht...
Der Spießer braucht auch einen Nähboden , der ihn satt werden läßt.. es scheint im Moment wieder eine Spießerzeit angebrochen zu sein..

Vielleicht gerade weil die jetzige Zeit soviele Unsicherheiten mit sich bringt. Arbeitsplätze sind nicht mehr sicher. Ehen scheitern. Für mich "wehrt" sich der Spiesser dagegen durch den Rückzug in seine heile Welt - und wehe, jemand bedroht diese durch Andersartigkeit.


aber wie gesagt : Ich bin mir nicht sicher wann er Zweifel an sich zuläßt..

dass er zweifelhaft ist, sehen viele..Aber er selbst ? Wie sieht er sich ? Das bleibt mir ein Mysterium..

Er darf nicht zweifeln. Er hätte dann nichts mehr. Er braucht das Spiessergerüst. Was, wenn dies zerfiele? Macht er sich überhaupt Gedanken über sich selbst? Er hat zuviel damit zu tun, seine Welt zu polieren.

Inaktiver User
10.04.2007, 19:18
Nur wenn sie nach aussen unangepasst auftreten, wodurch fällt es auf, dass sie "Spiesser" - wenn auch neue - sind?

ich schrieb es eigentlich schon..mehrfach..

Es sind die Inhalte ihrer Äußerungen. Es ist das Verkünden von Wahrheiten, die keine sind..

Das " neue " sind die im Moment " neuen " Inhalte..

Publikumswirksam verpackt...da alle auf eine Art Verkündiger " der Wahrheit " ja zu warten scheinen..

Ich nannte Schirmacher als Beispiel oder von mir aus auch Petra Gerster plus Gatte und Eva Hermann ..ja überhaupt die Tendenz mancher Meinungsmache in verschiedenen Medien..

Inaktiver User
10.04.2007, 19:20
Er darf nicht zweifeln. Er hätte dann nichts mehr. Er braucht das Spiessergerüst. Was, wenn dies zerfiele? Macht er sich überhaupt Gedanken über sich selbst? Er hat zuviel damit zu tun, seine Welt zu polieren.

Das sagen viele so..

Ich bin mir so sicher nicht..

tanimun
10.04.2007, 19:24
Ja, doch!

Der Krankenkassenangestellte poliert sein Krankenkassengestell, daß ist seine Welt.

sultan tanimun

reiner
13.04.2007, 07:50
Ich bin immer wieder begeistert von der LBS-Werbung. Die psychologischen Dimensionen des Spießers werden da hervorragend aufgearbeitet.
Neustes Beispiel die Rocker, die dem Hausbesitzerrocker erklären, dass seine Markise nicht richtig aufgerollt ist.
Wichtiger Aspekt: Was sollen denn die Nachbarn denken?

goodluck
15.04.2007, 23:03
...

Inaktiver User
17.04.2007, 14:38
...

Bin zwar auch berufstätig, finde dieses Posting aber gemein. Jedem das Seine, leben und leben lassen.

und ne Frage dazu: Wieviele von euch Leuten wären Hausfrau oder Hausmann, wenn ihr es euch leisten könntet? Na? Wo sind die erhobenen Hände?

Arbeiten, um zu leben, nicht leben, um zu arbeiten.

Inaktiver User
17.04.2007, 17:10
Hat sich erledigt!

Anitra
18.04.2007, 11:39
...


Arbeiten, um zu leben, nicht leben, um zu arbeiten.

:allesok: :allesok: :allesok:

DAS und nur DAS ist es!

BEZAHLTE Arbeit ist nötig um zu leben - das wissen wir alle.

Aber es handelt sich dabei immer um Fremdbestimmung. Wer das anders sieht, braucht diese Fremdbestimmung eben zu was auch immer.

Inaktiver User
18.04.2007, 12:43
:allesok: :allesok: :allesok:

DAS und nur DAS ist es!

BEZAHLTE Arbeit ist nötig um zu leben - das wissen wir alle.

Aber es handelt sich dabei immer um Fremdbestimmung. Wer das anders sieht, braucht diese Fremdbestimmung eben zu was auch immer.

Right! :schild genau:

Ich kenne persönlich jemanden, der arbeitet 12 Stunden täglich. Er flüchtet in seine Arbeit, weil er sonst keinen Lebensinhalt hat.

Ich muss mich auch ehrlich outen: Ich WAR auch mal "Karrierefrau", damals gab mir die Arbeit (15-16 Std. am Tag) meinen Lebenssinn. Das änderte sich schlagartig, als ich erstens meinen Mann kennenlernte und zweitens als ich sah, was man alles für ne wirkliche Karriere in dieser Branche (in der ich arbeite) tun muss. Wer das tun will: Okay.

Nichts gegen Karrierefrauen ("lieber DU, Karrierefrau, als ich") und nichts gegen Hausfrauen (Warum nicht? Ich könnte es nicht tun, da ich den Haushalt nicht gerne mache, aber warum nicht, wenns stimmt?)

Borealis
31.07.2007, 02:12
Ich habe gerade gezielt nach dem Thema gesucht, weil ich mich die Tage mit einer Frau unterhalten habe, die das Buch gelesen hat.
Sie meinte dann, sie hätte sich in dem Buch an mehreren Stellen wiedergefunden.
So, wie sich die ersten 3 Seiten hier lese, gehts da aber wohl eher um finanzielle Dinge / bzw. die Rolle der Frau ... was Einkommenstechnische Dinge betrifft, oder?
Hat jemand das Buch gelesen? Ich sträube mich gerade etwas dagegen, dafür Geld auszugeben, weil ich nicht weiss, ob sich das lohnt.
Ich dachte erst, beim Titel, daß es um die Generation ginge, die jetzt so um die 20 ist, und war entsetzt, als sie meinte, es ginge um uns, so Mitte 30 / Mitte 40. Wir, die wir immer gegen "Spiesser" waren (und wir wussen genau, wen wir damit meinten, das erübrigte sich jeglicher Diskussion - und da gings weder um Erziehungsstrategien noch um irgendwas, was mit Geld zu tun hatte.).
Wird der Begriff gerade neu definiert?

Lisa_S
31.07.2007, 16:34
Ich glaube, die "Spiesser von heute" sind die Leute, welche eine Rückkehr zu den "guten alten Werten" fordern: Frauen zurück an den Herd, denn dort ist euer Platz! :freches grinsen: Vorwärts, wir müssen zurück!

Nein! Vorwärts, wir müssen vorwärts! Mehr Krippenplätze, mehr Teilzeitstellen, mehr Jobsharing, mehr Sicherheit, mehr Lohn, mehr Arbeitsstellen, mehr Familienfreundlichkeit, weniger Abzocke, weniger Ausbeute, mehr Toleranz und ich bin sicher, dass es in Deutschland wieder mehr Kinder geben wird. :blumengabe: Die Entscheidung ist heute, Gott sei Dank, jedem selbst überlassen und jedwede Entscheidung gegen Kinder sollte akzeptiert und respektiert werden.