PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorruhestand



Inaktiver User
16.12.2006, 18:58
So, nun werde ich meine momentanen Grübel-Gedanken mal hier posten. Vielleicht hilft es mir ja.

Ich gehe in einigen Monaten in den Vorruhestand, bin dann 58 Jahre alt
und freue mich nach 43-jähriger Berufstätigkeit mit v iel Stress und Belastung riesig darauf...endlich mal nicht mehr so sehr fremdbestimmt sein und Dinge machen, die m i r gefallen.:smile:
Doch nun ist mir aufgefallen, dass all die Dinge, die ich gern wieder mache möchte und auf die ich mich auch freue, sehr introvertiert sind.
Ich bin auch nicht gerade die geborene "Kegelschwester", wenn ihr wisst, was ich meine. Bin manchmal ganz gern allein, doch ich brauche auch unbedingt Kommunikation, zumal ich beruflich immer welche habe. Mehr, als mir manchmal lieb ist.
Will auch nicht sofort in blinken Aktionismus verfallen, also s o f o r t nach allen möglichen ehrenamtlichen Aufgaben schauen oder in jeden Verein rennen....

So langsam bekomme ich richtig etwas Sorge, dass mir eben diese Kommunikation fehlen wird.
Klar, ich werde mal nach Kursen gucken oder endlich mal walken in einer Gruppe tagsüber.
Doch hat man da wirklich die Kommunikation,d ie gut tut? Meine Freundinnen sind alle jünger und arbeiten noch, also keine Tagesfreizeit.

Puh...mehr geschrieben, als ich wollte.
Doch ich hoffe, dass sich jemand findet, der das schon alles hinter hat und sein "Ding" gefunden hat.
Wie seid ihr damit umgegangen? :wie?:

Und wenn nun jemand schreibt: d e i n e Sorgen möchte ich haben.....dann beiß ich hier in den Tisch! :smirksmile:
Solche "Ratschläge" brauche ich nicht...die hab ich leider schon genug bekommen.

Gruß
Septemberhexe

gittifrau48
16.12.2006, 23:02
Hallo Septemberhexe, hier schreibt jemand, der seit einem halben Jahr das Glück hat, die sogenannte "Altersteilzeit" zu genießen, das heißt die berufs-arbeits-freie Zeit - MEINE FREIHEIT.
Ich kann nur sagen, dass es für mich eine riesengroße Erleichterung war, nachdem der Stress immer mehr zunahm und dass ich jetzt das Leben ganz neu genieße.
Allerdings hatte ich schon immer viele Interessen, so einige Pläne und manches kam dann doch anders als geplant.
Meine Unternehmungen in diesem halben Jahr:
- ein Fortbildungskurs in einer Hospizgruppe, in der ich früher schon mal mitgemacht hatte
- ein Computerkurs, weil wir beschlossen hatten, uns einen PC anzuschaffen
- verschiedene kurze Reisen mal mit meiner Freundin, mal meinem Mann und mal mit meiner Schwester (konnte ich jetzt ohne "Genehmigung" meines Unternehmens planen)
-und jetzt seit Beginn des neuen Schuljahres die Entlastung unserer Tochter, indem ich unsere Enkelsöhne mit Mittag und Hausaufgabenbetreuung versorge
- außerdem, sobald ich Zeit habe, Deutsch lernen mit einer kurdischen Freundin.
Eigentlich wollte ich auch noch Kurse bei der VHS belegen oder Gastzuhörer in der Uni werden - aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Mir ist die Zeit bisher nie lang geworden...

Falls Du noch Anregungen brauchst, noch ein paar Buchtipps:
"Ins wilde, weite Land des Alterns" Christine Swientek
"Wenn ich einst alt bin, trage ich Mohnrot" Elisabeth Schlumpf
"Das Glück der späten Jahre" Judith Giovannelli-Blocher
Viel Spaß bei der neuen Freiheit !
(auch mein Text ist leider etwas länger geworden - macht wohl die Begeisterung...)

Karin11555
16.12.2006, 23:17
Und wenn nun jemand schreibt: d e i n e Sorgen möchte ich haben.....dann beiß ich hier in den Tisch! :smirksmile:
Solche "Ratschläge" brauche ich nicht...die hab ich leider schon genug bekommen.


Liebe Septemberhexe. dann beiß mal!

Ich denke, für eine Frau mit frei verfügbarer Freizeit, tun sich jede Menge Möglichkeiten auf.
Hier zum Beispiel werden dringend Leute gebraucht, die noch genießbare, aber "abgelaufene"
Lebensmittel einsammeln!
Darum aus vollstem Herzen,

"Deine Sorgen möcht ich haben"

Inaktiver User
17.12.2006, 12:17
Weißt du, Karin, da legt jemand seine momentan etwas ängstlichen Gedanken hier "auf den Tisch" und du "haust noch drauf".
Wer sagt denn, dass ich mich nicht mit karitativen Dingen beschäftigen will?
Ich meine mit Kommunikation auch nicht, dass ich nun mit diversen Damen Kaffeeklatsch machen möchte....zudem habe ich selbst noch 3 hochbetage Familienmitglieder zu betreuen, daher ist mir der Hospizgedanke auch nicht fremd. Bin seit Jahren Mitglied in der Hospizgesellschaft. da ich aber selbst noch durch die 3 Alten so sehr emotional "in der Sache" bin, kann ich mich dort noch nicht engagieren.
Es ging nicht um irgendwelche sinnlosen Freizeitaktivitäten. Ich wollte einfach mal hören, wie andere Frauen das angegangen sind.
Bei gittifrau möchte ich mich herzlich bedanken, das waren konstruktive Gedanken.
Dadurch, dass mein Mann noch länger arbeiten muss, die Freundinnen auch und ich auch kinder- und enkellos bin, fallen einige Dinge aus.
Meine Maxime war bisher: "es" wird mich schon finden! Also eine Aufgabe, bei der ich gebraucht werde und die mir aber auch Freude macht.
Denn ich denke, dass frau nicht einfach irgendwo hinrennen und Hilfe anbieten sollte, sondern erstmal sich selbst fragen: was kann ich leisten, wo sind meine Stärken, aber auch Grenzen.

Bin durch gittifraus Beitrag auch wieder ein wenig aufgemuntert worden.
Wahrscheinlich ist so ein wenig Bange nach 43 Berufsjahren auch normal.

Daher fand ich den Beitrag von Karin auch sehr wenig einfühlsam und destruktiv.
Gefühle oder Sorgen sind einfach da, Karin, man kann sie durch "abtun" oder "kleinmachen" nicht einfach eliminieren.

Gruß
Septemberhexe

Karin11555
17.12.2006, 12:24
Septemberfrau, ich wollte nicht "draufhauen", aber wenn man beim Stellen einer Frage bereits Antworten ausschließt, finde ich das wenig konstruktiv.

Da ich eine Menge Leute mit größeren Sorgen kenne, lass ich mir diesen Satz nicht nehmen.

Nichts für Ungut :blumengabe:

Karin

Inaktiver User
17.12.2006, 17:50
Beneidenswert, dass Du in den Vorruhestand gehen kannst. Mein Problem ist es, dass ich bis 65 arbeiten muss.
Ich glaube, man muss sich langfristig auf diese Zeit einrichten, rechtzeitig Freundschaften pflegen und Hobbbys haben. Das ist nämlich eine enorme Umstellung, bei der viele in ein Loch fallen. Es gibt Ehrenamt-Agenturen, die viele Möglichkeiten anbieten und und und.
Ich hätte z.B. auf keinen Fall Lust, Hausaufgabenbetreung bei Enkelkindern zu machen. :wie?:
Ich kann mich Karin nur anschließen, es gibt wirklich größere Sorgen. Das bekomme ich in letzter Zeit in meinem Freundeskreis mit.
Bücher lesen beruhigt vielleicht, aber verändern tut es nichts.

Liebe Grüße Nettie

Chaoshexe
17.12.2006, 18:28
Hallo Septemberhexe

Lese deinen Beitrag erst jetzt und kann nur antworten:
Freu dich drüber, ich wäre überglücklich wenn ich "nur" noch meine Kurse geben und in die Fortbildung gehen dürfte:smirksmile:ohne Zeitnot an Choreo´s arbeiten, Stunden damit zubringen die passende Musik für Auftritte und Kurse auszusuchen, viel Neues ausprobieren, an meinen Kostümen rumbasteln, WS besuchen die weiter weg sind:freches grinsen: :smirksmile: und auch mal wieder hier und da einen Flohmarkt machen(wozu ich im Moment nie Zeit habe).
Und ansonsten vielleicht sogar wieder ehrenamtlich in unserm alternativen Kulturzentrum mitarbeiten, wandern oder lesen oder schreiben, oder malen oder mich wieder mal ausgiebiger mit meinen Heilsteinen und den Homöopathiebüchern beschäftigen, oder mit Tarot , oder ....oder...
Ein Traum wäre das, ein Traum der in Erfüllung geht sozusagen.
Kann dir infolgedessen als Tipp geben:
Suche dir ein zeitaufwendiges Hobby, am besten eines das Gesund und Fit erhällt und zwar EINES das ausbaufähig ist, versuche ständig dazuzulernen und das mit viel Freude und eine ehrenamtliche Tätigkeit wäre natürlich auch in Erwägung zu ziehen, Sorgentelefon für Jugendliche z.B oder Arbeit im Tafelladen, Betreuerin für alte Menschen die keine Angehörigen mehr haben (bekomme dies zur Zeit auf meiner Arbeit mit, die alten Leutchen freuen sich sehr wenn "ihr" Betreuer/in kommt).
Mensch, frau du hast es gut, versuche dir das mal so richtig zu Gedächtniss zu bringen, freu dich drüber.

Chaoshexe

Lorolli
17.12.2006, 19:56
Hallo Septemberhexe,

Du solltest es erstmal in Ruhe auf Dich zukommen lassen und am Anfang einfach die freie Zeit geniessen. Ist ja wahrscheinlich Sommer, wenn Du aufhörst.
Wirst schnell feststellen, dass du weniger Zeit hast, als Du jetzt denkst. So ging es mir wenigstens.
Ich gehe einmal in der Woche mit 2 Freundinnen schwimmen, habe seit 25 Jahren einen Frauenkreis und daraus ergeben sich auch gemeinsame Unternehmungen.

Seit knapp 2 Jahren betreue ich einmal in der Woche einen älteren psych. kranken Herrn. Er ist nicht sehr stark behindert und wir können zusammen einkaufen gehen, Gesellschaftsspiele machen usw.

Enkelkinder habe ich auch keine, bin aber trotzdem immer beschäftigt. Sollte ich wirklich mal Langeweile haben, gibt es ja noch die BriCom. Habe hier sehr viele nette Menschen kennengelernt, einige davon inzwischen auch persönlich.

Freue Dich also auf die Zeit, da Du über Deine Zeit ganz alleine bestimmen kannst.

Wünsche Dir alles Gute.
Lorolli

Inaktiver User
18.12.2006, 13:39
Hallo Septemberhexe,

ich bin noch sicherlich 15 Jahre davon entfernt, aber ich hatte mit Ende 40 unerwartet ein Jahr freie Zeit mit ähnlichen Fragestellungen. Alles um mich herum arbeitete oder war sonstwie in längst eingespielte Tagesroutinen eingebunden. Nur ich hatte von jetzt auf gleich ohne Ende Zeit, da täglich 10-12 Stunden Arbeit wegfielen. So konnte ich ja auch Einkaufen und Haushaltsarbeit großzügig verteilen und hatte auch plötzlich am Wochenende viel mehr Zeit als vorher.

Und ich gebe zu: ich wollte mich nach damals schon über 20 Berufsjahren endlich mal nur um mich drehen. Keine Verpflichtung, kein Termindruck, morgens aufstehen und mal schauen, was der Tag so bringt. Das ging aber nur so 1 Monat. Danach bin ich mal durch mein Leben gegangen und habe jede Phase durchforstet nach Dingen, die ich so gerne gemacht hätte, die aber aus den unterschiedlichsten Dingen in der jeweiligen Zeit nicht möglich waren. Und die Dinge habe ich dann systematisch nachgeholt. Dazu gehörte z. B. ein Buch schreiben, aber auch Inlineskaten lernen, weil ich als Kind zu ängstlich war, Rollschuh zu laufen.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Start in den neuen Lebensabschnitt und dreh Dich mal um Dich und Deine "Luxusprobleme", ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben oder Dich rechtfertigen zu wollen. Das meine ich ernst, denn ohne Dich zu kennen, lese ich aus Deinen Postings raus, dass Du neben Beruf, Haushalt, Ehemann auch noch 3 andere Menschen mitbetreust. Da blieb sicherlich nicht so viel Zeit für Dich. Nutze sie jetzt - die Zeit, die wir haben ist ja schließlich endlich. Also wann, wenn nicht heute!!:blumengabe:

Kranich:zauberer:

duna
18.12.2006, 18:37
Hallo Septemberhexe,

ich kann Deine Überlegungen gut verstehen. Ich selber bin zurzeit noch halbtags berufstätig, gehe aber in 3 Jahren in Rente.
Schon seit einiger Zeit überlege ich, was ich dann mit meiner Zeit sinnvoll anfangen werde.
Ich habe aber schon seit einigen Jahren ein paar Dinge verfolgt, die ich weiter verfolgen werde, wenn ich in Rente sein bin. So bin ich z.B. seit ein paar Jahren ehrenamtlich in der Gefangenbetreuung tätig. Vor dieser Zeit hatte ich ein ganz anderes Ehrenamt.
Gerade bei der Wahl des Ehrenamts hast Du eine sehr große Auswahl. Man sollte sich nur überlegen, in welche Richtung man gehen möchte, aber eine Korrektur ist auch da jedrzeit möglich.

Außerdem bin ich in eine Schwimmgruppe locker integriert, einfach weil ich mich gesundheitlich fit halten will.
Und ich bin in einem Lesekreis, weil ich schon immer gerne gelesen habe, aber auch mal gerne mit anderen Menschen über das Gelesene sprechen wollte.
Du schreibst, dass Du Dir nicht sicher bist, ob Du die Kommunikation findest, die Dir gut tut....
Das allerdings kannst nur Du alleine herausfinden, denn gute Kommunikation bedeutet für jeden etwas anderes.
Und noch etwas habe ich in den letzten Jahren erfahren. Man muss einfach Einiges ausprobieren, um zu sehen, ob es passt oder nicht....aber auch das macht viel Spass.
Liebe Grüße
Duna

Opelius
19.12.2006, 11:07
Der Übergang von der Arbeitswelt in den Ruhestand ist für die meisten schwieriger als man es sich vorstellt.
Ich habe es vor zwei Jahren erlebt, nachdem mein Arbeitgeber mich 5 Jahre lang bedrängt hat bei erstbester Gelegenheit die Rente einzureichen. Mir wurden in der Zeit fast alle Kompetenzen entzogen und an jüngere Mitarbeiter/innen weitergegeben. Mein Angebot, diese gründlich einzuarbeiten, wurde vom Tisch gefegt.

Ich habe mich daher wirklich auf meinen Ruhestand mit 63 gefreut. Die Höhe meiner Rente mit allen Abschlägen wußte ich ja schon von Beratunsggesprächen bei der BfA. Irgendeine Auskunft der betrieblichen Zusatzversicherung erhielt ich nie, sie berechnen die Zusatzversorgung erst nach Vorliegen der BfA-Rente. Und ich war einigermaßen entsetzt, wie hoch da die Abschläge waren. Mit fehlten auf einen Schlag fast 500 € Einkommen. Dafür entfielen aber immerhin tägliche Arbeitswege von 70 km mit dem Auto. Unseren Zweitwagen haben wir bald verkauft, er war auch nicht mehr nötig, denn die meisten Dinge konnte ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen.

Schon ein halbes Jahr vor der Rente begann ich die Zeitungen zu studieren, was für 400 €-Jobs angeboten werden. Es gab CD's mit wertvollen Tips zu 19,80 € für erfolgreiche Bewerbungen. Freiberufliche Tätigkeit als Riesterrentenverkäufer, Gartenarbeiten und Schneeräumen für rüstige Rentner. Nicht gerad das, was ich mir vorstellte.

Die ersten vier Wochen waren wundervoll. Ich konnte ausschlafen, obwohl meine Frau weiterhin zur Arbeit muss. Ich begann lange aufgeschobene Renovierungen am Haus durchzuführen und traf morgens im Baumarkt all die anderen alten Männer, die Rigipsplatten, Pflasterstein und Lacke einkauften und sich gegenseitig berieten, wie man welche Renovierung am besten durchführt. Nach drei Monaten erhielt ich von meiner Frau ein Bauverbot, sie habe nicht einen Bauarbeiter geheiratet, der täglich das Haus mit seinem Baustaub versaut.

Gut es kamen ja dann die Sommerferien und ich wurde der Alleinunterhalter von zwei schulpflichtigen Enkeln, ich fand's anstrengend, aber immerhin lohnend.

Mir gingen zunehmend auf Familienfeiern die Frozzeleien der Verwandten auf den Nerv, ich sei doch jetzt in einer glücklichen Lebensphase. Ich hätte doch alle Zeit der Welt und bekäme meine Geld für's Nichtstun. Meine Frau wurde sehr unzufrieden, wie ich meinen Haushaltsaufgaben erfüllte. Das Gefühl ziemlcih überflüssig zu sein überkam mich.

Ganz überraschend erlitt ich während einer Familienfeier einen Kollaps, kam mit Blaulicht ins Krankenhaus und verbrachte dort 10 Tage. Nichts, aber auch garnichts war körperlich festzustellen und wurde dann ohne Befund entlassen.

Schon Jahre vorher hatte ich bei einem Kollegen erlebt, dass er ein Jahr nach seiner Berentung urplötzlich verstarb. Dabei war er aktiver Sportler, Mitglied des hiesigen Opernchors und, da er das gelernt hatte, ehrenamtlicher Buchhalter des Frauenhauses. Ich habe mich damals sehr gefragt, was den Mann wohl umgebracht hatte.

Jetzt ahnte ich es zumindest, weil ich selbst in der Situation war.
Als erstes meldete ich mich in einem Fitnesstudio an und trainiere seither zweimal die Woche. Ich schrieb Bewerbunge auf alle Aushilfsjobs, die in der Zeitung und im Internet angeboten wurden. Für die einen, falls ich überhaupt eine Rückmeldung bekam, war ich zu alt oder fachlich nicht geeignet.

Ich klapperte die üblichen sozialen Einrichtungen in der Stadt (Diakonie, Tafel, AWO, Altenheime) ab, um ein Ehrenamt zu bekommen. Ähnliches Ergebnis: zu alt oder das falsche Geschlecht.

Ich hatte dennoch irgendwie Glück. Ein Bekannter bat mich, ihn bei einer Busfirma zu vertreten, die Schulkinder zu zentralen Sonderschulen bringt. Aus einer Vertretung wurden immer mehr und innerhalb von 2 Monaten wurde ich für eine normale Tour eingestellt. Natürlich musste ich einen Gesundheistcheck machen, den Personbeförderungsschein beantragen und bestehen, aber es klappte.

Jetzt stehe ich jeden Tag um 5 Uhr auf, fahre um kurz vor 6 Uhr los, sammele 8 blinde und stark sehbehinderte Kinder in der Umgebung ein und karre sie 50 Kilometer in die Blindenschule und bringe sie mittags wieder heim. Dafür gibt es 17 € am Tag - und mir geht es ausgezeichnet. Und freue mich wie alle Schulkinder, dass übermorgen Ferien beginnen.

Wer 45 Jahre sich fast ausschließlich über Arbeit definiert hat, dem fehlt sie, obwohl man sich genausolange auf das Rentnerdasein gefreut hat. Wen wundert es noch, dass Männer so bald nach dem Renteintritt das Zeitliche segnen? Wen wundert es noch, dass so viele Männer um das 70. Lebensjahr herum sich ernsthaft Selbstmordgedanken tragen?

Können Frau besser damit umgehen, weil sie meistens ja ihr Selbstbewußtsein nicht nur aus dem Beruf bezogen haben? Ich weiß es nicht, aber sie tummeln sich zuhauf auf Bildungsreisen, beleben die Volkshochschulen und füllen die Konzertsäle.

Und noch eins zum Schluß: Im Bekanntenkreis ging ein Ehepaaar fast gleichzeitig in Rente, das hatten sie in ihrer Lebensplanung so vorgesehen. Sie gingen sich nach einem halben Jahr derartig auf den Senkel, dass sie sich nun nach 38 Jahre Ehe trennen. Ist das nicht traumhaft?

Inaktiver User
19.12.2006, 22:12
Ich freue mich, dass so viele verschiedene Leute geantwortet haben. Auch den Beitrag von Opelius habe ich mit Interesse gelesen.
Ja, das kenne ich! Die Bemerkungen im Bekanntenkreis. Und ja auch hier.

Und ich stelle fest, dass nur einige Wenige genau hingeschaut bzw. gelesen haben, worum es mir geht.
Dass ich mich sehr wohl freue, dass ich nach 43 Jahren selbstbestimmt leben kann. Dass ich reichlich Ideen und Interessen habe, die immer hintenan stehen mussten und die ich nun ausüben kann.
Doch ich habe geschrieben, dass mir aufgefallen ist, dass es alles Dinge sind, die ich eben alleine mache: meinen Garten endlich wieder mit Liebe beackern, mein Brot wieder selbst backen, in Ruhe und Gelassenheit mein Haus versorgen und endlich auch regelmäßig und gesund kochen können.
Auch mein Schreibtalent wieder erwecken....alles Dinge in Planung.

Ich meinte halt nur, dass ich ein wenig Angst davor habe, durch diese recht introvertierten Interessen einsam zu werden. Bin halt nicht dieser "hoppla, ich komme-Typ".
Dass ich mich schon um 3 hochbetagte Leute kümmere, ist richtig und das ist auch eine schöne und zunehmend zeitaufwändige Aufgabe.
Doch das allein kann und darf es nicht sein. Ich brauche auch Menschen meines Alters um mich herum.
Die letzten Zuschriften haben mir jedoch Mut gemacht. Es scheint doch noch Menschen mit Einfühlungsvermögen zu geben.
Einfühlungsvermögen = das Vermögen,sich in andere Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen, auch wenn man über die Sache selbst anders denkt.

Es kann doch nicht sein, dass mir so viele Menschen, die leider noch arbeiten müssen, diesen "Ausstieg" neiden! Macht mich richtig traurig.

Ich sage jedoch allen Dank, die mal ernsthaft über mein posting nachgedacht haben und mir ihre eigenen - bereits umgesetzten Ideen - mitgeteilt haben.
Mittlerweile sehe ich es gelassener und denke mir: "Es" wird mich schon finden, wie mich meine Aufgaben und Herausforderungen immer in meinem Leben "gefunden" haben...

Liebe Grüße
Septemberhexe

Inaktiver User
20.12.2006, 20:55
Ich muss auch noch meinen Senf dazugeben:
der Beitrag von Opelius hat mir gefallen; er vermittelte das Gefühl von Aufrichtigkeit.
Vielleicht geht es uns in der Rente so wie manchen Arbeitslosen, eben weil wir so sehr in eine Gesellschaft eingebettet sind, in der eine der ersten Fragen beim Kennenlernen ist:"Was machen Sie beruflich?"
Sonderbar, es gibt viele RenterInnen und viele Arbeitslose, es gibt auch sehr viele Menschen, die ihren Beruf gar nicht gerne ausüben, trotzdem erwarten wir wenig Genuss vom Dasein ohne bezahlte Tätigkeit, und ein wenig fürchten wir auch, keine Gleichgesinnten zu finden.
Aber, es wird immer offener von diesen Befürchtungen gesprochen, und das ist gut so, denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir weiterhin Bedürfnisse haben, die befriedigt werden wollen und deren Befriedigung sehr wohl den Einsatz unserer ganzen Persönlichkeit verdient.
Ein schöner Garten ist wichtig, nicht nur dann, wenn er zum Wochenende rasch und unter Einsatz der letzten Kräfte betreut wird, sondern auch dann, wenn frau/man ihm die nötige Zeit widmen kann; genauso wichtig ist gutes Essen, eine frisch gestrichene Wand und ein gemütliches Zusammensein mit Freunden und Verwandten.
Und wenn noch freie Stunden da sind, finden sich alle möglichen ehrenamtlichen aber auch bezahlten Tätigkeiten.
Geht eine Rentnerin ins Theater, in die Oper oder in ein Konzert , schlägt sie damit genau so wenig die Zeit tot, wie es Berufstätige tun, sondern sie verschafft sich den Genuss, den sie haben will.

Trennen sich zwei, wie Opelius anführt, nach 38 Jahren, kann ich auch daran nichts Erschreckendes finden. Sie nehmen die Chance war, neu und anders zu leben, spät aber nicht zu spät.
Offenbar haben sie einander nicht gekannt, denn andernfalls hätte die viele Zeit, die sie nun zusammen waren, sie glücklich machen müssen.

Ein Weilchen möchte ich noch viel arbeiten, trotzdem denke ich manchmal an die Jahre nach meiner Berufstätigkeit.
Meine wirkliche Furcht, die ich eher wegschiebe, ist die vor Siechtum und Abhängigkeit.
Gruss Colonna

madeira
21.12.2006, 08:47
moin ihr...
ich geh ab 01.01.07 in die sog. Freistellungsphase!! Ich freu mich schon mächtig drauf.und ob ich mich irgendwo caritativen einrichtungen zuwende werde, werde ich DANN entscheiden, darüber mach ich mir erstmal keine gedanken!
als erstes werde ich mich wohl in unseren haushalt, als ganztagsanwesend einsortieren, denk ich mal.

die ersten wochen werden wohl wie urlaub sein, dann fahren wir zum skilaufen, evtl. noch mit der color fantasie nach oslo.. denn ist frühjahr und der garten will aufmerksamkeit...
außerdem ist es doch einfach supertoll,ICH KRIEGE MEIN GEHALT FÜR NICHTMITTENINDERNACHTAUFSTEHEN.....

:kerze: :blumengabe: madeira

Inaktiver User
21.12.2006, 12:57
Genau so werd ich es auch machen, madeira!
Meine "Irritationen" haben sich ein wenig gelichtet und diese Erkenntnis hat sich bei mir ebenso durchgesetzt: erst mal gucken! Und es genießen!
Es ist bei mir auch diese Freistellungsphase, habe nur Vorruhestand geschrieben, weil die meisten mit der Altersteilzeit wohl nicht so auskennen.

Dein Countdown fängt jetzt an.....lass die Korken knallen an Sylvester! Ich muss noch bis 30.6. (minus Urlaub).

Lieb e Grüße an die Packeisgrenze!

:lachen:

Septemberhexe

Inaktiver User
21.12.2006, 19:50
Hallo Opelius,

ich kann dein Posting sehr gut nachvollziehen.

Als Freiberuflerin stellt sich für mich die Frage des Ruhestandes ohenhin nicht - ich rechne damit, dass ich noch mindestens 10 Jahre lang arbeiten werde, wenn es gut läuft, noch länger.
Mein Mann spricht ab und zu davon, dass er in zwei Jahren (mit 60) aufhören will zu arbeiten - für mich ist das eher ein Schreckgespenst und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er ein zufriedenes Rentnerleben führen könnte.

Ich denke, es geht weniger ums Geldverdienen und um Status als darum, herausgefordert zu werden, Dinge zu tun, die nicht völlig unverbindlich sind. Das ist wohl auch der Grund, warum Rentner, die sich sozial engagieren, oft viel ausgefüllter sind als solche, die nur wandern, reisen, Haushalt machen etc.
Bei ersteren spielt es sehr wohl eine Rolle, ob sie ihre Tätigkeit gut machen oder nicht - die Menschen rechnen mit ihnen und brauchen ihr Engagement. Bei weniger verbindlichen Tätigkeiten spielt es kaum eine Rolle, ob man sie gut macht oder schleifen läßt, es ist wenig Verantwortung damit verbunden.

Wenn man sich vor Augen hält, wie Menschen früher gelebt haben und in den meisten Teilen der Welt noch heute leben, ist das, was wir als Rentnerdasein kennen - jahrzehntelang ohne Erwerbszwang leben - geradezu exotisch. Sicher ist es gut, dass die Altersarmut, die es früher gab, damit beseitigt ist. Aber ob dieses jahrzehntelange Freigestelltsein psychisch für alle Menschen so toll ist, wage ich zu bezweifeln.

Ich las heute, dass eine lange Erwerbstätigkeit bzw. verantwortliches Tätigsein auch nach dem Renteneintritt die beste Vorbeugung gegen Demenz sei. In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du deine Arbeit noch lange machen und viel Befriedigung daraus ziehen kannst!

Inaktiver User
21.12.2006, 20:04
@Pia
Ich weiss nicht, ob frau als Rentnerin so freigestellt ist, wie du es beschreibst.
Ich denke, gerade du, die du als Freiberuflerin ziemliche Disziplin an den Tag legen musst, um am Ball zu bleiben, müsstest nachvollziehen können, dass zu jedem erfüllten Dasein ein gewisses Mass an Selbstüberwindung gehört.
Wenn Menschen, die in Rente sind, die alltäglichen Tätigkeiten ernst nehmen, sich selber ein gutes und wohlgestaltetes Zuhause schaffen wollen, familiäre Pflichten übernehmen, für die vorher keine Zeit war, so ist das alles nicht unter unverbindlich einzureihen. Es sei denn, frau/man braucht jemanden, der antreibt.
Verpflichtungen in sozialen Bereichen sollen natürlich hinzukommen, sie sind bereichernd und sinnvoll für einen selbst und für die Gesellschaft; trotzdem ist es meine Auffassung, dass für sich selbst, Freunde und Familie da und tätig zu sein, durchaus eine ernstzunehmende Beschäftigung ist. Sofern frau/man sie als solche anerkennt.
Colonna

Inaktiver User
21.12.2006, 22:27
Hallo Colonna,

ich meine nicht, dass diese Tätigkeiten nicht ernst zu nehmen sind - ich sprach davon, dass sie unverbindlicher sind. Das ist ein großer Unterschied.
Für unverbindlicher halte ich sie deswegen, weil es kaum Konsequenzen hat, ob man sie sie besonders perfekt oder eher lässig erledigt. Ob mein Haushalt wie aus dem Ei gepellt aussieht oder die Fenster auch mal eine Weile nicht geputzt werden, hat keinerlei Konsequenzen für mich.

Ganz anders sieht es mit jeder Art von Berufsarbeit und mit sozialer Arbeit aus. Werden sie nicht ordentlich erledigt, so verliert man seinen Job/seine Auftraggeber oder es leiden Menschen darunter. Die Qualitätsstandards sind dauerhaft und verbindlich. Werden sie unterschritten, hat das Konsequenzen.

Inaktiver User
21.12.2006, 23:15
@Pia
Du sagst es, wenn du deinen Job nicht gut erledigst, leiden vielleicht Menschen darunter und wenn ich mir gegenüber verantwortlich handle, dann achte ich darauf, dass ich mich wohlfühle, dazu gehören viele Dinge des Alltags, die gepflegt sein müssen.
Es ist eigentlich die Disziplin, die fehlt, und die dann für die diversen Durchhänger sorgt.
Denn die Frage, die mir vielleicht in nun sagen wir (ganz wie bei dir :smirksmile:) in zehn Jahren gestellt wird:"Für wen machst du das alles!" würde ich mit:"In erster Linie für mich!" beantworten.

Ich glaube, darin liegt die Crux, dass die meisten Menschen innerlich davon überzeugt sind, jede Art von Maloche ist besser, als für sich selbst etwas zu tun, solange sie nur auf dem Bankkonto gerechtfertigt wird.
Gruss Colonna

Inaktiver User
22.12.2006, 11:12
@Colonna

Disziplin ist sicher ein Schlüsselbegriff.
Allerdings denke ich, dass befriedigende Tätigkeiten oft genau das Gegenteil von "ich tue es für mich, für mein Wohlbefinden" sind - sie sind das Gegenteil von "um sich selbst Kreisen".

Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt den "Flow" primär als Selbstvergessenheit, als Sich-selbst-Loslassen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)
Das Kreisen um sich selbst macht auf Dauer viel weniger zufrieden als die ernsthafte Hingabe an eine Tätigkeit oder an die Arbeit mit Menschen.
Das alles hat mit dem Bankkonto nichts zu tun, sehr wohl aber damit, dass Menschen eine große Befriedigung aus Herausforderungen ziehen, oft sogar dann, wenn sie körperlich beeinträchtigt sind.

Inaktiver User
22.12.2006, 19:39
@ Septemberhexe

Ich habe dein Posting gelesen und verstehe dich gut. Selber gehe ich in zwei Jahren in Pension, freue mich zwar sehr darauf, aber wie es mir dann wirklich gehen wird, weiss ich noch nicht.
Allerdings habe ich eine kleine Enkelin und wenn es denn sein soll, wird wohl noch ein zweites dazukommen. So gesehen freue ich mich natürlich sehr, mal mehr Zeit für all das zu haben, was bis jetzt zu kurz kommt.
Sicher gibt es Menschen mit grösseren Sorgen als diese hier, aber Sorgen Anderer als Luxusprobleme abzutun finde ich ehrlich geagt ziemlich daneben.
Nur weil es Menschen mit Krebs gibt, darf mir mein Hühnerauge trotzdem weh tun.
In diesem Sinne Charly
:kerze::kerze:

Inaktiver User
22.12.2006, 19:59
[QUOTE=Pia
Das Kreisen um sich selbst macht auf Dauer viel weniger zufrieden als die ernsthafte Hingabe an eine Tätigkeit oder an die Arbeit mit Menschen.
Das alles hat mit dem Bankkonto nichts zu tun, sehr wohl aber damit, dass Menschen eine große Befriedigung aus Herausforderungen ziehen, oft sogar dann, wenn sie körperlich beeinträchtigt sind.[/QUOTE]

Aber liegt gerade das nicht daran, dass in unserer Gesellschaft das wergeschätzt wird, was man an Leistung nach außen trägt, wenn das Bankkonto wächst, der Nachbar es mitbekommt, oder man erzählen kann, was man getan hat. Wenn ich mich darum kümmere, dass es mir gut geht, bekommt das - wenn ich nicht gerade Spitzensportler oder Hollywood-Schönheit bin keiner mit. Also zählt es auch nicht. Wenn ich körperliche Beeinträchtigungen hinnehme, weil ich einmal im Leben am Ironman in Hawai teilnehmen will, spinne ich für die Meisten. Wenn ich mir beim Training einen Aufkleber von einer gemeinnützigen Organisation auf´s Shirt klebe - Ich laufe für notleidende Tiere/arme Kinder/Obdachlose (die vielleicht nicht, die haben in unserer Gesellschaft ja auch einen No-No-Status)/gegen den Krieg, usw. dann sehen die Meisten das anders.

Da mache ich doch mal ein großes Fragezeichen, ob diese Aufgesetztheit uns wirklich weiterbringt. :wie?: Ich helfe, spende, unterstütze auch gerne, aber ich bin mir da sehr ehrlich gegenüber: Ich rette die Welt nicht, sondern ich tue das erstmal für mich, damit ich mich gut fühle (gesellschaftlich wertvoll angesehen werde). Mit der Erkenntnis erlaube ich mir auch ohne schlechtes Gewissen meine Zeit in weitem Masse für mich zu nutzen. Außerdem:meine Krankenkasse und damit Ihr Alle freut Euch, wenn ich seelisch und körperlich gesund bin, denn dann müssen für mich weniger Arztkosten aufgebracht werden. So bin ich auch, wenn ich um mich selbst kreise, ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft und helfe Geld zu sparen, dass Andere dann wieder spenden können. :ooooh:

Vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele nach einem ausgefüllten Berufsleben relativ schnell - nur wenige Monate nach Pensionierung - sterben. Das sind natürlich körperliche Reaktionen. Aber werden die nicht doch zum Teil durch eigenes Abwerten provoziert. Wer das Gefühl hat, er ist nicht mehr Bestandteil unserer "Wertschöpfungskette", ist nicht mehr produktiv, wie es so schön heißt, quält sich sehr.

Kranich:zauberer:

Inaktiver User
22.12.2006, 21:59
Danke, Charly07 !!
hat gut getan, deine Worte zu lesen. Heute, an meinem Geburtstag.

Gruß und ein schönes Weihnachtsfest! :kerze:

Karin11555
22.12.2006, 22:01
Septemberhexe, herzlichen Glückwunsch! :blumengabe:

Inaktiver User
22.12.2006, 23:09
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Spetemberhexe. Und alles Gute für das neue Lebensjahr, das neue Jahr und den neuen Lebensabschnitt. Genieße die großartigen Veränderungen und bleib gesund und munter:blumengabe: :jubel: :musiker: :prost:

Kranich

Inaktiver User
22.12.2006, 23:27
Na ja, Pia, ich hab auch nicht gemeint, dass frau/man nur um sich selbst kreist, sondern auch! Und mein Haus schön zu haben, zu wissen, was in der Welt vorgeht, daran auf gewisse Weise teilnehmen, was bedeutet, am Ball zu bleiben, kann auch eine Herausforderung sein.
Wir werden ja mit zunehmendem Alter nicht kräftiger.
Colonna

Inaktiver User
23.12.2006, 08:42
Liebe Septemberhexe !

Nachträglich alles Liebe zu Deinem Geburtstag und auch ein schönes Weihnachtsfest.
:blumengabe::blumengabe::kerze::kerze::blumengabe: :blumengabe:
Möge das neue Lebensjahr das bringen, was Du Dir wünscht und viel Glück auch für Deien neuen Lebensabschnitt.

Charly

Inaktiver User
23.12.2006, 14:39
Danke für die lieben Glückwünsche! Haben den Tag genossen!
Und nun ein schönes Weihnachtsfest für euch!!:kerze:

Septemberhexe

Flower
26.12.2006, 17:41
Hallo Septemberhexe,
ich gestehe,dass ich nicht alle Antworten auf dein erstes Posting intensiv gelesen habe,kann also sein,dass ich etwas wiederhole.
Ich schreibe dir,weil ich sehr gut verstehen kann,was du meintest.
Ich bin seit einem halben Jahr im Vorruhestand,war davor ein Jahr lang krank geschrieben,also auch zu Hause.
Das Problem,das auftaucht,ist nicht,dass man nichts zu tun fände -als Frau sowieso nicht-,sondern dass es niemanden mehr gibt, der diese neue "Welt" mit uns teilt. Sich mit früheren Kollegen/innen zu treffen,erweist sich schnell als mehr oder weniger "witzlos",denn ihre Probleme sind nicht mehr unsere. Natürlich kann man Gruppen aller Art finden, in denen man sich auf die ein oder andere Art und Weise "betätigt",aber das führt nicht zwangsläufig zum Austausch tieferer Gedanken oder zu ernsteren Begegnungen.
Was fehlt -um es auf einen ganz einfachen Nenner zu bringen -ist eine Freundin,die sich in der gleichen Situation befindet.
So ist jedenfalls meine Erfahrung; ich habe genügend Hobbies, habe keine Langeweile, habe viel Gemeinsamkeit mit meinem Mann, auch noch eine kleine Nebentätigkeit,und trotzdem fühle ich mich oft ein bisschen alleine, denn die Kontakte nach "draußen" gibt es in der früheren Form nicht mehr.
Einen guten Rat weiß ich leider auch nicht, ich wollte dir nur sagen,dass ich dich gut verstehen kann.

Alles Gute für dich,

Flower

Inaktiver User
26.12.2006, 19:51
@Flower
Das verstehe ich nicht ganz, es gibt mehrere Menschen, die in Rente gehen, weshalb kann frau nicht darunter den einen oder die andere finden.
Als meine Freundin sich im Alter von 34 Jahren und als Mutter einer kleinen Tochter scheiden liess, suchte sie bewusst nach einer Frau in ihrer Lage. Es hat ein Weilchen gedauert, aber sie wurde fündig.
Sowas müsste in der Rente auch funktionieren. Allerdings hoffe ich doch, dass, wenn ich in Rente gehe, nicht alle Verbindungen zu meinen noch berufstätigen FreundInnen gekappt werden; es wird schon eine Schnittmenge der Probleme und Interessen verbleiben, die uns verbindet.
Gruss Colonna

Flower
26.12.2006, 20:06
@Colonna
ich wünsche dir,dass das bei dir so sein wird.
Ich meinte auch nicht,dass es unmöglich ist,Gleichgesinnte zu finden, es war/ist lediglich für mich schwierig. Mit 34 ist es auch noch leichter, auf andere Menschen zuzugehen und mit einem Kleinkind geht das auf jedem Spielplatz und ist fast normal,das weiß ich aus eigener Erfahrung mit drei Kindern. Mit 55 ist die Situation doch etwas anders.

Gruß,Flower

Inaktiver User
26.12.2006, 20:08
@ Colonna

Stimmt, es gehen jährlich viele Leute in Rente, es lassen sich viele scheiden und einige werden verwitwet, heisst aber nicht zwangsläufig, daß die jetzt alle zueinaner passen.
Langjährige Freundschaften bleiben auch bestehen, über das Arbeitsleben hinaus.
Beziehungen mit Kollegen sind zu Ende, wenn man aus dem Arbeitsleben draussen ist.
Sicher ist, das Leben im Ruhestand ist anders als vorher, wie es wirklich ist, kann Frau in vielen schlauen Büchern nachlesen, es wird trotzdem für jeden anders sein.
Scheidung ist genausso, kann eine Befreiung sein und ein Neubeginn, es kann aber auch eine Welt zusammenbrechen.
Da gibt es auch viele schlaue Bücher dazu, den Weg muss jede selber finden.
Ich persönlich bevorzuge ja immer Ratschlage aus erster Hand. Ich halte wenig von "ich kenn da jemand etc."
Diese Art von Ratschlägen kann man zuhauf kaufen und es verdienen eine Menge Leue ein Schweinegeld mit "Lebensweisheiten und schlauen Sprüchen"

Charly

Inaktiver User
26.12.2006, 20:19
@Flower
Natürlich hast du recht; für uns, die wir älter sind, ist es sicherlich nicht so einfach, neue freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Ich sehe die Dinge vielleicht nur etwas optimistischer, that's all.
Mal sehen, was auf uns zukommt......jedenfalls können wir ja in der Bri posten, die uns brav seit der Teenagerzeit begleitet :smirksmile:
Liebe Grüsse Colonna

Inaktiver User
26.12.2006, 20:24
Auch wenn ich nicht angesprochen bin, sehe ich die Lage nicht pessimistisch.
Ich sehe mich persönlich nur nicht in der Lage; Menschen die schon im Ruhestand sind, mit guten Ratschlägen zu versorgen, da wart ich mal ab, bis ich die situation gut gemeistert habe.
Kinderlose wissen ja auch immer am besten, wie man Kinder am besten erzieht.

charly

Inaktiver User
26.12.2006, 20:39
@Charly
Auch wenn du nicht angesprochen bist, bist du angesprochen; dies ist ein Strang für alle, daher freue ich mich über Reaktionen auf postings von mir, wenn ich auch deine nicht ganz verstehe.
Wo habe ich jemanden mit Ratschlägen versorgt?
Ich habe über meine Gedanken und Hoffnungen in Hinblick auf den Ruhestand geschrieben und darüber, dass ich annehme, nicht einsam zu sein.
Und "ich kenne da jemand", wie du es formulierst, bedeutet, ich beziehe eine Information aus erster Hand und nicht aus einem Lebenshilfebuch, was du vermutlich in einem deiner postings anführst.
Solltest du dich damit jedoch auf mein Schreiben im "Plausch" beziehen, meine ich mit dem Einfordern von Literatur, die eine lebbare Wirklichkeit und keine triviale Erfindung beschreibt, keineswegs Lebenshilfebücher, ich denke, das leuchtet ein.

Colonna

Inaktiver User
26.12.2006, 20:55
@ Colonna

Auf Plausch habe ich mich nicht bezogen.
Für mich ist es eben imer ein Unterschied, ob jemand schreibt, ich habe die Situation selbst erlebt und bei mir was so oder so.
Für mich ist es imer ein Unterschied, ob jemand eine Situation selbt erlebt hat oder vom Hörensagen kennt.
Es ist ein Unterschied, ob ich selber unter Kinderlosigkeit leide oder jemand kenne...
Es ist ein Unterschied, ob ich unter Einsamkeit leide, diese überwunden habe oder jemand kenne....
Es ist ein Unterschied, ob ich gerade meinen Lebenspartner verloren habe oder jemand kenne...
Das eine ist persönliches Schicksal, das andere ist Leben aus zweiter Hand und hat nicht persönliches an sich.
Aber wirklich persönliches zu schreiben, heisst ja auch ein Stückchen von sich preisgeben, nicht wahr.

Charly

Inaktiver User
26.12.2006, 21:25
@Charly
Na ja, über den Ruhestand kann ich nichts persönlich Erlebtes beitragen, bin noch nicht so weit!
Allerdings gehe ich mit dir nicht konform, nicht im Entferntesten, frau kann durchaus auch das beschreiben, was ihr erzählt wurde.
Schliesslich lesen wir hier auch nur, was uns erzählt wird.
Colonna

Lorolli
26.12.2006, 21:56
Ich hab einen Frauenkreis der vor 27 Jahren aus einer Spielgruppe enstanden ist und denke, frau soll sich frühzeitig gedanken machen.
Haben inzwischen frauen dabei die verwitwet sind und die sind sehr dankbar, in dem kreis aufgefangen zu werden.
Ich denke mal, man muss sich auch immer nach aussen orientieren, um nicht irgendwann alleine dazu stehen.

Inaktiver User
27.12.2006, 05:53
Allerdings gehe ich mit dir nicht konform, nicht im Entferntesten, frau kann durchaus auch das beschreiben, was ihr erzählt wurde.
Schliesslich lesen wir hier auch nur, was uns erzählt wird.

Stimmt liebe Colonna, das machen wir alle hier, ab und zu, aber nicht auschliesslich.
Manche gucken eben ganz gern durchs Schlüsselloch, um möglichst viel zu erfahren und das eigene Schlüselloch wird selbstverständlich zugehängt.
Die gibt es auch im RL- was solls, vielleicht ist deren Leben so leer und öd, daß s auch nichts zu brichten gibt.

@ Lorolli

Das sehe ich auch wie du. Ich habe mir nach meiner Scheidung wieder einen netten Freundskreis aufgebaut. Der Mensch braucht reunde und die findet man dann nicht wenn es einem schlecht geht, sondern sowas muss sich langsam entwickeln.

Charly

Inaktiver User
27.12.2006, 08:32
Hallo.
jetzt muss ich doch mal fragen:" Was ist Vorruhestand ?"

1 Tag, 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr oder gar 10 Jahre davor :wie?:
Ich bin ja eher das Letztere davor...könnte aber vom
"Hörensagen" berichten :schild genau:
Wie es wirklich ist, weiss ich erst dann !
Vorstellungen und "Hörensagen" sind eben auch keine Erfahrungen :schild nein:
LG Liann

Inaktiver User
27.12.2006, 08:35
Manche gucken eben ganz gern durchs Schlüsselloch, um möglichst viel zu erfahren und das eigene Schlüselloch wird selbstverständlich zugehängt.
Die gibt es auch im RL- was solls, vielleicht ist deren Leben so leer und öd, daß s auch nichts zu brichten gibt.



@Charly
Meinst du mich? :ooooh:
Leer und öd? Schlüsselloch? :ooooh: :freches grinsen: :freches grinsen:
Colonna

Inaktiver User
27.12.2006, 08:38
Also mich kann sie nicht meinen, fühl mich auch gar nicht betroffen :freches grinsen:

Ausma
27.12.2006, 09:37
moin septemberhexe,

zunächst noch nachträgliche glückwünsche zum geburtstag.

ich kann live und in farbe aus erster hand berichten.
meine ausgangsituation war allerdings damals eine etwas andere. ich habe mich bewusst dafür entschieden, dass ich mit der berufstätigkeit aufhöre - wenn auch mit erheblichem finanziellen einschnitt. mein mann wurde aus gesundheitlichen gründen frühpensioniert und wir wollten gemeinsam etwas unternehmen, solange wir dazu noch in der lage sind.

ich muss vielleicht dazu sagen, dass wir es nicht so machen wollten wie unsere eltern - arbeiten, arbeiten, arbeiten und alles, was man gerne machen würde bis zum rentendasein aufschieben. schwiegervater ist mit 60 jahren an krebs verstorben, nachdem er gerade ein halbes jahr seinen ruhestand nach der selbstständigkeit genießen konnte. schwiegermutter verstarb mit 75 jahren, gesundheitlich aber derart angeschlagen, dass sie ihren ruhestand ebenfalls nicht so gestalten konnte, wie sie es geplant hatte. sie wollte reisen und die welt kennen lernen.
meine mutter ist bereits mit 51 jahren an krebs verstorben, mein vater mit 64 jahren auch an krebs, genau drei monate vor rentenbeginn. morgen ist sein todestag.

wir haben damals dann einen noch größeren schritt getan und sind nicht nur in den "frühruhestand" gegangen, sondern sind auch noch aus der großstadt aufs land gezogen, wie wir es eigentlich immer machen wollten, aber durch unsere jobs und die insellage von westberlin nicht konnten.
wir hatten dann mit umzug, gartenneuanlage, erkundung unserer neuen heimat und vielen reisen mit dem WOMO, die wir schon immer machen wollten, genug zu tun, dass uns die zeit nicht lang wurde.
wir haben uns beiden aber auch bewusst genug freiraum für eigene aktivitäten eingeräumt und sind auch räumlich in der lage, uns auch mal allein zurück zu ziehen.

es sind seitdem 12 jahre vergangen. ich bin mittlerweile EU-rentnerin und bereue meinen damaligen schritt nicht.
es ist ein luxus, alleine ohne wecker aufzuwachen; den haushalt und garten ohne hetze und zeitdruck in ordnung zu halten; in ruhe die zeitung vormittags lesen können - nicht erst nach feierabend schnell drüberlesen; späte TV-sendungen schauen zu können, ohne schlechtes gewissen wegen des morgentlichen weckers; genug zeit für seine hobbies zu haben und, und, und...
man muss aber den mut haben, in sich hinein zu hören, was will man, wer ist man und sich nicht nur über die berufliche anerkennung definieren.

ich musste mich aber damit abfinden, dass ich hier kaum frauen in meinem alter fand, die in einer ähnlichen situation waren - kinder- und enkellos, ohne eltern und schwiegereltern, die betreut werden müssen, mit massenhaft viel zeit tagsüber. meist war ich das küken unter altersrentnern oder aber die älteste unter müttern in der babypause. ich wollte ja eigentlich tagsüber aktiv werden und nicht erst "nach feierabend". es ist aber nun doch darauf hinaus gelaufen, dass ich "nach feierabend" an den entsprechenden aktivitäten teilnehme, denn da findet man eben eher "gleichgesinnte". ich mache aber auch viele sachen für mich allein, sitze am PC, probiere neue hobbies aus, vertiefe bisherige und tausche mich dann darüber im www aus.

auf fragen "was machen sie denn mit der ganzen freien zeit?" pflege ich zu antworten "ich lebe!".

ich kann also sagen, dass sich alles findet - nur mut und offen sein für neues.

huch, das ist ja ein halber lebenslauf geworden.:ooooh:

Inaktiver User
27.12.2006, 09:41
Also mich kann sie nicht meinen, fühl mich auch gar nicht betroffen

@Liann
Na dann.....vielleicht meint sie sich :erleuchtung:

@Ausma
Klingt schön, wie du euren Ruhestand beschreibst :blumengabe:
Colonna

Inaktiver User
27.12.2006, 11:28
Na dann.....vielleicht meint sie sich

Die Kanditatin hat 99 Punkte :freches grinsen: :freches grinsen:
Klar kann ich nur mich meinen, denn ich schreib ja nieee über meine Erfahrungen, sondern was ich gelesen, gehört etc.... habe gell.
:wie?: :wie?:
Ich glaube liebe Colonna, du weisst wie ich es gemeint habe, und ich weiss es auch.
Nachdem du den Beitrag von Ausma so gut beurteilt hast, weisst du also offensichtlich doch, worum es geht.

Charly

Inaktiver User
27.12.2006, 12:26
@Liann
Na dann.....vielleicht meint sie sich
@ Colonna,
mir wäre es lieber gewesen, du hättest mir auf meine Frage geantwortet, aus eigener Erfahrung natürlich, als wieder einmal mehr von dir abzulenken:schild genau:
LG Liann

Inaktiver User
27.12.2006, 15:41
Nachdem du den Beitrag von Ausma so gut beurteilt hast, weisst du also offensichtlich doch, worum es geht.



@Charly
Meinst du, ich hab verstanden? Oder meinst du, du sagst, dass ich verstanden habe? Oder meinst du, ich hab gelesen, dass du sagst, dass ich verstanden habe? Oder hast du gelesen, dass ich gelesen habe, dass du sagst, dass ich verstanden habe? :ooooh:
Colonna

Inaktiver User
27.12.2006, 17:31
Ach wie herrlich intellektuell und doch aalglatt ist dein Beitrag.
Du kannst meine Beiträge interpretieren, projezieren oder sonstwas.
Sagen wir mal so, ich denke zu wissen, daß du sehr genau weisst was ich meine, auch wenn du es noch so drehst und wendest.
Nicht alles was glänzt ist ein Edelstein, Strass glänzt auch sehr schön, wenn man ihn ins richtige Licht setzt.


Charly

eventuell
02.01.2007, 21:34
Hallo Septemberhexe,

Du schreibst mir aus der Seele, ich habe mich heute entschlossen, Ende April mit dann 60 aufzuhören, ich hoffe, es war die richtige Entscheidung und ich lese interessiert, was Dir darauf geantwortet wurde, ich bleib dran,

Viele liebe Grüße evtl.

eventuell
02.01.2007, 21:41
Hallo Ausma,

auch Deinen Beitrag habe ich erst heute gelesen. Auch ich muss 18 % Abzüge hinnehmen, aber mein Bauchgefühl sagt mit, es wird Zeit aufzuhören. Dein Beitrag macht mir Mut.

Viele liebe Grüße evtl.

Ausma
02.01.2007, 22:50
moin eventuell,

wir dachten auch erst, dass es finanziell viel knapper wird. wir hatten damals weniger als die hälfte von unseren vorherigen nettoeinkünften zur verfügung.
man wird aber in seinen anspüchen bescheidener. wir gingen früher mindestens einmal in der woche essen, heute wenn es hoch kommt etwa einmal im monat und vermissen eigentlich nichts.
man kann sich mehr zeit zum einkaufen nehmen und somit auch preise vergleichen und sonderangebote nutzen. man kann sich auch mehr zeit beim kochen nehmen und muss nicht aus zeitgründen so viel fertiggerichte auftischen.
man benötigt nicht mehr so viel kleidung für den job. ich möchte damit nicht sagen, dass ich mich schlampig kleide, mache aber keine kompromisse mehr in sachen bequemlichkeit und wohlfühlen.
man kann seine reisen ohne abstimmung mit kollegen oder betriebsurlaub in der günstigen nebensaison machen oder last minute angebote nutzen.
es gibt sicher noch viel mehr dinge, die man einfach nicht mehr benötigt, wenn man nicht mehr berufstätig ist.
wenn wir uns auch ein wenig einschränken mussten, wir haben aber auf der anderen seite so viel neue lebensqualität gewonnen, dass wir es nicht bereut haben.

Opelius
03.01.2007, 09:37
Ausma beschreibt, dass sie finanziell zwar Einschränkungen im Ruhestand hinnehmen muus, aber gut klar kommt und sich wohl fühlt.

Ich kann das von mir weniger berichten. Jede Reperatur am Haus oder Auto reißt bei uns Riesenlöcher in den Haushaltsplan. Urlaub war seit meiner Berentung überhaupt nicht mehr drin, dafür sorgen schon unsere drei Enkel. Mal geht es um einen Zuschuss für eine Fahrt ins Schullandheim, Ausflüge während der Sommerferien und Kauf von neuen Schuhen. Mir macht das alles relativ wenig aus, aber meine Frau klagt schon, dass wir das letzte Mal 2004 einen einwöchigen Urlaub auf Rügen gemacht haben. Essen gegangen sind wir im letzten Jahr auch nur einmal.

Was mich allerdings maßlos ärgert, ist, dass ich jetzt mein Renteneinkommen zur Hälfte versteuern muss. Ich habe dafür schon einmal Steuern bezahlt. Für 2004 waren es immerhin 400 € obwohl ich da noch 3 Monate gearbeitet habe. Das werden für 2005 sicher 600 € Nachzahlung. Vorsorgeuntersuchungen, wie für Osteoperose ( bei meiner Frau ganz dringend) ist inzwischen Privatangelegenheit. Der Mehrbedarf an Medikamenten (im unserem Alter ganz normal) schlägt auch heftig ins Kontor.

Mein Zahnarzt hat mir für Zahnersatz von 4 fehlenden Zähnen einen Kostenvoranschlag von 6700 € gemacht. Ist beim besten Willen nicht mehr drin. Ich kann mir noch überlegen, ob ich das in Litauen machen möchte ( da wäre auch ein 2-wöchiger Urlaub mit dabei).

In diesem Jahr erhalte ich meine Kapitallebensversicherung ausbezahlt. Kein großer Betrag, aber immerhin. Auch für dafür muss ich in diesem jahr Steuern zahlen, als hätte ich zusätzlich ein Einkommen gehabt. Das macht mich oberwütend.

Klamotten habe ich in den letzten Jahren nicht mehr für mich gebraucht. Aber meine Frau braucht schon wegen ihrer Arbeit und fürs Wohlfühlen einiges. Ich schäme mich dafür, dass es nur noch Sachen von Takko oder H&M sein können.

Anemone
03.01.2007, 09:46
@opelius, wegen des Zahnersatzes schau mal bei mczahn vorbei. Mein Freund hat da gerade eine umfangreiche Sanierung "in Arbeit". Für quasi Null Eigenanteil. Wäre für ihn als unterhaltsverpflichteter Vater mit knapp über Selbstbehalt sonst praktisch nicht machbar gewesen. Obwohl ein Urlaub in Ungarn, z.B. auch nicht schlecht ist. Zähne OK, und gleichzeitig noch gratis Unterkunft.

eventuell
03.01.2007, 17:48
moin eventuell,

wir dachten auch erst, dass es finanziell viel knapper wird. wir hatten damals weniger als die hälfte von unseren vorherigen nettoeinkünften zur verfügung.
man wird aber in seinen anspüchen bescheidener. wir gingen früher mindestens einmal in der woche essen, heute wenn es hoch kommt etwa einmal im monat und vermissen eigentlich nichts.
man kann sich mehr zeit zum einkaufen nehmen und somit auch preise vergleichen und sonderangebote nutzen. man kann sich auch mehr zeit beim kochen nehmen und muss nicht aus zeitgründen so viel fertiggerichte auftischen.
man benötigt nicht mehr so viel kleidung für den job. ich möchte damit nicht sagen, dass ich mich schlampig kleide, mache aber keine kompromisse mehr in sachen bequemlichkeit und wohlfühlen.
man kann seine reisen ohne abstimmung mit kollegen oder betriebsurlaub in der günstigen nebensaison machen oder last minute angebote nutzen.
es gibt sicher noch viel mehr dinge, die man einfach nicht mehr benötigt, wenn man nicht mehr berufstätig ist.
wenn wir uns auch ein wenig einschränken mussten, wir haben aber auf der anderen seite so viel neue lebensqualität gewonnen, dass wir es nicht bereut haben.

Hallo Ausma,

nun schreibe ich meinen Beitrag schon zum dritten Mal, mal hat bri ihn nicht angenommen, dann war ich plötzlich nicht mehr online, gar nicht so einfach heute.

Es stimmt was Du schreibst. In der Zeit als ich nicht berufstätig war, bin ich mit einem Gehalt prima ausgekommen. Für Neuanschaffungen haben wir gespart, einmal im Jahr sind wir verreist und ein Auto hatten wir auch immer. Es wird schon werden, ist halt eine Umstellung, aber ich denke, wir werden wieder bewusster leben.

Nun bin ich gespannt, ob mein Geschreibsel zu lesen ist,
´
liebe Grüße Eventuell

eventuell
03.01.2007, 17:49
Hallo Ausma,

nun schreibe ich meinen Beitrag schon zum dritten Mal, mal hat bri ihn nicht angenommen, dann war ich plötzlich nicht mehr online, gar nicht so einfach heute.

Es stimmt was Du schreibst. In der Zeit als ich nicht berufstätig war, bin ich mit einem Gehalt prima ausgekommen. Für Neuanschaffungen haben wir gespart, einmal im Jahr sind wir verreist und ein Auto hatten wir auch immer. Es wird schon werden, ist halt eine Umstellung, aber ich denke, wir werden wieder bewusster leben.

Nun bin ich gespannt, ob mein Geschreibsel zu lesen ist,
´
liebe Grüße Eventuell
Zum Test noch einmal ein Versuch :-)

Inaktiver User
03.01.2007, 17:55
Mit weniger auskommen, hängt von mehreren Faktoren ab.

Wenn ich vorher sehr gut verdient habe, kanne ich locker mit weniger immer noch gut leben.
Wenn ich vorher schon ein eher bescheidenes einkommen hatte, kann es sehr knapp werden.
Dann kommt es natürlich drauf an, ob ich Hobbies habe, die viel Geld kosten.
Wer gerne Fernreisen macht, da kann es knapp werden.
Campingreisen sind nicht jedemanns Sache.
Ich kann mir aber schon vorstellen, wenn das Einkommen so gering ist, daß man grad so über die Runden kommt, wiegt dies die viele Freizeit nicht auf.
Charly

eventuell
03.01.2007, 21:42
Hallo Charly,

stimmt alles, was Du sagst, aber zwischen Fernreisen und Campingurlaub gibt es noch einiges mehr.

Was nützt Dir viel Geld für Hobbys, wenn Du keine Zeit für sie hast ?

Ich hoffe dass mir noch viele gesunde Jahre als Rentnerin bleiben.

Viele liebe Grüße Eventuell:entspann:

Inaktiver User
04.01.2007, 06:03
Hi Eventuell !

Ich wünsche dir viele schöne Jahre als Rentnerin.
Ist schon klar, daß zwischen Fernreisen und Campingurlaub es noch einiges gibt.
Extreme sind immer schwierig, es nützt in der Tat nichts viel Geld zu haben und keine Zeit zum Ausgeben, andersrum ist es auch nicht besser. Ausser spazierengehen kostet jedes Hobby Geld.
Es sind aber auch Menschen verschieden, die einen können gut mit Geldmangel umgehen, die andern knabbern daran.
Charly

eventuell
04.01.2007, 17:04
Hallo Charly,

was solls, alles hat einmal ein Ende und Ausma beschreibt ja treffend, wie man Die ganze Sache positiv angehen kann, das gefällt mir. Meine Mutter hat vor Jahren zu mir gesagt "du kommst auch noch zum Sparen" wobei ich immer auch gespart habe! Na, warten wir es ab, früher oder später muss sich jede/r vom Arbeitsleben verabschieden, Hauptsache ist doch Gesundheit.

Liebe Grüße Evtl.:smile:

madeira
05.01.2007, 11:11
moin eve....
ich finde es klasse, dass du dich auch dazu entschlossen hast, also .....ich bin ja nun seit dem 01.01. im bezahlten 2 1/2 jährigen urlaub (auch freistellungsphase der ATZ genannt) ich fühl mich sauwohl; alleine der gedanke, nicht mehr mitten in der nacht aufstehen zu müssen, läßt mich vor freude kreischen :schild genau: und jahaaaaa ich nehm auch die 18% hin, denn die 2 1/2 jahre, die ich schon zu hause bin, kann mir niemand mehr nehmen, das sind geschenkte jahre!!!

:blumengabe: madeira

eventuell
05.01.2007, 11:45
Moin Madeira,

das tut ja soooo gut, was Du geschrieben hast. Meine Gefühle fahren z.Zt. Achterbahn, mal freu ich mich, mal bekomme ich Angst. Seltsamerweise lese ich z.Zt. auch im Forum der Rheuma-Liga (mein Mann ist Rheumatiker) Beiträge, die mir Mut machen.

Hin und wieder schau ich mir ein Foto von mir an, das ich im November gemacht habe als ich krank war, dann weiss ich wieder das es ist richtig ist, aufzuhören.

Liebe Grüße Evtl.:smile:

Inaktiver User
09.01.2007, 18:47
Hallo eventuell!

Mittlerweile passiert es mir immer öfter, dass ich viel bewusster in der Zeitung irgendwelche Aktivitäten lese und denke: o ja, das würdest du gern machen. Und ich freue mich nun darauf, es endlich in 150 Tagen machen zu können...und zwar tagsüber! Nicht, wenn ich müde und kaputt vom Dienst komme.
So langsam überwiegt die Freude und die Sorge geht.....mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.
Auch ich war während meines Berufslebens einige Male schwer krank, einmal sogar mit beruflicher Wiedereingliederung. Ich bin immer wieder auf die Beine gekommen und konnte wieder Leistung bringen.
Doch jedes Mal hat es mich mehr Kraft gekostet und daher denke ich: der Zeitpunkt ist wirklich da. Deshalb habe ich das mit der Altersteilzeit auch gemacht.
Dass ich nun auf einmal ein "schwummeriges Gefühl" bekommen habe, ist bestimmt normal.
Ich drücke allen, die in gleicher Lage sind, die Daumen, dass der Übergang gut geht und das wir in eine neue, glückliche Lebensphase starten.

Es ist mir auch klar, dass sich das nicht jede erlauben kann, die Finanzen können schon arg drücken.
Bei mir funktioniert es, auch weil eben einige Kosten wegfallen, wie schon in Vorbeiträgen beschrieben.
Wenn ich bedenke, wie wir zwei uns ganz früher gefreut haben,w enn wir mal für eine neue Anschaffung gespart hatten und sie uns dann leisten konnten, dann wird mir nicht bang. Man ist es halt zu sehr gewohnt, einfach kaufen zu können. Doch ich habe das die ganzen Jahre nicht für selbstverständlich genommen und mcih immer wieder an die Anfangsjahre erinnert.
M i r ist die Lebensqualität wichtiger. Und die drückt sich bei mir eben nicht nur in Klamotten und teuren Reisen aus. Das kann ein wunderschöner Spaziergang sein.
Ich will aber nun nicht die Menschen vor den Kopf stoßen, die wirklich sehr wenig zum Leben haben. Das ist schon schlimm genug, ich kann es mir vorstellen.
Ich habe nur von meiner Lage gesprochen.

Septemberhexe

eventuell
09.01.2007, 21:59
Hallo Septemberhexe,

schön was Du schreibst. Genauso ist es, ich habe das Geld großzügig ausgegeben in all den Jahren, aber glücklicher hat es mich nicht gemacht. Viel schöner waren die Zeiten, als ich mir alles erspart habe. Inzwischen ist auch das Reisen nicht mehr so wichtig, vielmehr freue ich mich, mit Bekannten einmal ein schönes Wochenende zu verbringen oder an einem Seminar teilzunehmen und so neue Leute kennenzulernen. Vielleicht bin ich auch nur richtig erschöpft von der Arbeit. Mit meiner Ankündigung, die Rente zu beantragen, habe ich wohl etwas ins Rollen gebracht, der Chef "bemerkt" uns plötzlich und versucht zu retten, was zu retten ist. Ich bin jetzt schon die dritte, die nicht mehr so weitermachen möchte, obwohl wir unsere Arbeit irgendwie lieben. Es ist noch nichts entschieden, ich warte noch auf ein Gespräch mit dem Personalchef, mein Chef hat es versprochen, ich übe mich in Geduld, es kommt nicht auf einen Monat an. Aber der Gedanke, dass ein Ende in Sicht ist, beruhigt mich. Offiziell darf ich am 30.4. aufhören, aber das wird nicht klappen, ich muss ja noch den Antrag ausfüllen.

So, nun brauche ich meinen Schlaf, um morgen wieder einigermaßen fit zu sein.

Gruß Eventuell

Irmi47
24.01.2007, 23:48
So, nun werde ich meine momentanen Grübel-Gedanken mal hier posten. Vielleicht hilft es mir ja.

Ich gehe in einigen Monaten in den Vorruhestand, bin dann 58 Jahre alt
und freue mich nach 43-jähriger Berufstätigkeit mit v iel Stress und Belastung riesig darauf...endlich mal nicht mehr so sehr fremdbestimmt sein und Dinge machen, die m i r gefallen.:smile:
Doch nun ist mir aufgefallen, dass all die Dinge, die ich gern wieder mache möchte und auf die ich mich auch freue, sehr introvertiert sind.
Ich bin auch nicht gerade die geborene "Kegelschwester", wenn ihr wisst, was ich meine. Bin manchmal ganz gern allein, doch ich brauche auch unbedingt Kommunikation, zumal ich beruflich immer welche habe. Mehr, als mir manchmal lieb ist.
Will auch nicht sofort in blinken Aktionismus verfallen, also s o f o r t nach allen möglichen ehrenamtlichen Aufgaben schauen oder in jeden Verein rennen....

So langsam bekomme ich richtig etwas Sorge, dass mir eben diese Kommunikation fehlen wird.
Klar, ich werde mal nach Kursen gucken oder endlich mal walken in einer Gruppe tagsüber.
Doch hat man da wirklich die Kommunikation,d ie gut tut? Meine Freundinnen sind alle jünger und arbeiten noch, also keine Tagesfreizeit.

Puh...mehr geschrieben, als ich wollte.
Doch ich hoffe, dass sich jemand findet, der das schon alles hinter hat und sein "Ding" gefunden hat.
Wie seid ihr damit umgegangen? :wie?:

Und wenn nun jemand schreibt: d e i n e Sorgen möchte ich haben.....dann beiß ich hier in den Tisch! :smirksmile:
Solche "Ratschläge" brauche ich nicht...die hab ich leider schon genug bekommen.

Gruß
Septemberhexe
Ich bin jetzt 59 und auch mit 58 in Altersteilzeit gegangen. Bei uns gibt es ein Büro für ehrenamtliches Engagement und dort habe ich mir das rausgesucht, was mir passt. Meine Freundinnen sind auch jünger wie ich und haben deshalb oft tagsüber keine Zeit und nur abend telefonieren ist nicht so gut.
Ich betreue jetzt meistens einmal wöchentlich eine Demenzgruppe mit anderen Ehrenamtlichen im Seniorenbüro nachmittags. Außerdem mach ich Ready-Steady-Go beim DGB/Bewerbertraining für Hauptschüler 6. Klasse. Vorwiegend Frühling bis Frühsommer. Dann betreue ich noch junge Leute bis 27, welche in der JVA waren und keinen Bewährungshelfer haben im Projekt Chance.
Täglich zwei Spaziergänge mit dem Hund. Mittagessen mit ein paar lieben Kollegen zweimal monatlich. Außerdem noch Veranstaltungen in meinem Umfeld, welche mich interessieren. Ich glaube das reicht. Meinem Mann ist es manchmal zu viel. Ich liebe es. Es macht Spass und ich bekommen Anerkennung und bin im Kontakt mit anderen Leuten.

Inaktiver User
26.01.2007, 20:11
Hallo,

nun möchte ich doch etwas zu diesem Thema hier beitragen.

Ich bin über 60, war arbeitslos und sollte in Hartz fallen.
Ich habe es sogar schon beantragt, weil ich befürchtete, mit dem Abzug von 18 % beim vorgezogenen Frauenaltersruhegeld nicht klarzukommen.
Was ich da erlebt habe, das ist der Gipfel an Menschenverachtung, man hat sogar Bemerkungen darüber gemacht, dass ich 12 Handtücher besitze, als Einzelperson!!! und noch vieles mehr.

Glücklicherweise war ich zu diesem Zeitpunkt aus der Tretmühle "keiner hat Zeit für mich - ich bin allein - ich bin für alles nicht mehr geeignet - alle Freunde und Geschäftsbekannte sind nicht mehr da" raus, hatte richtig Lebensmut und war auch wieder sozial integriert, was sehr schwierig ist, wenn man lange Zeit keine Freunde brauchte, ich hatte ja meinen Mann, der aber vor einigen Jahren gestorben war.

Ich habe nun beschlossen, vorzeitig in Rente zu gehen, den Abschlag in Kauf zu nehmen, ich habe mich glücklicherweise schon früh um eine Zusatzrente gekümmert und dafür auf den einen oder anderen Urlaub verzichtet.

Ab 01.02. ist es so weit. Und das ist gut so.

Ich bin gesundheitlich angeschlagen, ich bin froh, dass ich nicht mehr einen 14-Stunden-Tag habe. Ich kann meine Zeit einteilen, ich habe aber schon gemerkt, dass ich gewisse Pflichten einfach brauche, damit ich nicht vergammle oder vereinsame, denn seltsam werde ich ohnehin, da mir der korrektive Faktor eines Partners fehlt.

Und ich bin froh, dass ich so viel Geld zur Verfügung haben werde, dass ich es zwar nicht einfach so ausgeben kann, mir aber alles leisten kann, was ich will.

Und ich bin der Meinung, dass es niemanden etwas angeht, wie ich mein Leben lebe, ob ich sozial tätig bin oder mir die Sonne auf den Bauch scheinen lasse - es ist mein Leben.

Ich bin auch der Meinung, dass es niemanden etwas angeht, wie viel Geld ich habe und für was ich es ausgebe. Ich habe es mir erarbeitet.

Eine Bekannte wollte nach der Schule gleich Geld verdienen und hat keine weitere Ausbildung gemacht. Damals, mit 21, war sie mir voraus. Heute lade ich sie manchmal ein, weil ihre Rente einfach zu gering ist, als dass sie mithalten könnte. So verschieben sich die Dinge.

Natürlich weiss ich, dass es vielen Menschen schlechter geht als mir. Aber wir sprechen hier von uns.

Maleka


PS: Ich bin im übrigen auch der Meinung, dass jede Sorge oder Befürchtung, die ausgesprochen wird, ihre Berechtigung hat. Dass sie sich manchmal meinem Verständnis verschliesst, ist eine andere Geschichte. Aber Dich, Septemberhexe, habe ich gut verstanden.

Gilla23
28.01.2007, 18:40
Hallo,
habe jetzt erst diese Seiten gefunden.
Beschäftige mich seit kurzem mit dem Thema Altersteilzeit und müßte sie bis Dez.09 angetreten sein. Sonst ist es für den AG uninteressant. Bin 55 und kann maximal 6 Jahre 50% arbeiten. Bei uns gibt es das Blockmodell nicht.

Mir stellt sich auch die Frage reicht das alles? Kommen wir mit dem Geld aus? Obwohl ich weiß Geld ist nicht alles, aber mein Mann ist schon über 4 Jahre Frührentner und ich war auch lange Jahre wegen der Kinder zu Hause. Das alles will überlegt sein und doch denke ich, leben ohne Stress ist auch was.
Nachdem mein Mann im letzten Jahr noch einen Herzinfarkt hatte ist Gesundheit noch wichtiger geworden.

Dies sind alles meine Gedanken und ich kann Septemberhexe gut verstehen, denn auch ich habe wenig Freundinnen. Es ist in meinem Beruf bei den Arbeitszeiten ( Früh-Spät- und Nachtschicht) nicht leicht das soziale Leben aufrecht zu erhalten.

Deshalb muß ich nach neuen Wegen Ausschau halten und auch gehen.

Gilla