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BRIGITTE Community-Team
14.11.2014, 11:52
Liebe Userinnen, liebe User,

macht Schlanksein glücklich? Natürlich nicht, denken wir spontan. Aber warum verwenden dann so viele Frauen so viel Zeit und Energie aufs Kalorienzählen und auf schweißtreibende Workouts, zu denen sie gar keine Lust haben? Dieser Frage geht BRIGITTE-Mitarbeiterin Daniela Stohn in der aktuellen BRIGITTE (Nr. 25, ab dem 19.11.2014 am Kiosk) nach. Dabei betrachtet sie vor allem den inneren Widerspruch, der dem Schlankheitsterror so viel Raum gibt: Einerseits das verhasste schlechte Gewissen und die mühsame Selbstdisziplin, auf der anderen Seite die Zufriedenheit beim Blick in den Spiegel, wenn wir uns gerade mit unserer Figur wohlfühlen. Am Ende kommt sie für sich zu der Erkenntnis, dass wir endlich aufhören sollten, uns selbst zu belügen.

Wie geht es Ihnen: Fühlen Sie sich auch wohler mit ein paar Kilos weniger auf den Rippen? Oder ist Ihnen Ihre Figur egal?

Freundliche Grüße
vom BRIGITTE Community-Team

meta1
14.11.2014, 12:07
So lange alles ohne zu großen Druck geschieht, denke ich, ist alles ok.
Ich war schon schlank, fühlte mich dennoch zu dick, bei 50 kg, 164 cm,
Heute bin ich eher dick, und es ist mir ziemlich egal geworden, weil es mir wichtiger ist, auch mal genießen zu dürfen und nicht immer ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, wenn es mir schmeckt.

Inaktiver User
14.11.2014, 12:20
schlank sein macht nicht glücklich, aber man hat evtl. ein problem weniger.

Inaktiver User
14.11.2014, 12:21
Die Frage beantworte ich mit einem eindeutigen Ja.

Ich war viele Jahre zu dick, trug Kleidergröße 46, manchmal 48 und fand einfach auch keine schönen Klamotten mehr zum Anziehen. Sämtliche Diäten schlugen fehl und für viele meiner Mitmenschen wurde ich zunehmend unsichtbar :knatsch:

Dann stellte sich heraus, dass ich eine chronische Erkrankung habe unter der ich sehr zu leiden hatte. Einzige Chance war eine radikale Umstellung der Ernährung. Und seither purzeln die Kilos. Insgesamt habe ich bis jetzt 17 Kilo abgenommen und passe jetzt in Kleidergröße 40. Ich fühle mich so wohl wie seit Jahren nicht und könnte Bäume ausreißen :yeah:. Ob das nun daran liegt, dass ich schlanker geworden bin oder ob es an der guten Ernährung liegt, kann ich nicht sagen.

Aber Shoppen gehen macht mir wieder Spaß, denn jetzt finde ich endlich auch wieder richtig schöne Klamotten. Ich bin viel beweglicher geworden, kann wieder mühelos Treppen steigen und Bewegung macht mir überhaupt viel mehr Freude. Und ich bekomme ganz viele Komplimente, die mich auch ein bisschen erfreuen :smile:

Singingintherain
14.11.2014, 12:30
Mein Gedanke dazu: Schlanksein allein macht nicht glücklich - Glück ist keine Komponente, die man auf einen BMI, ein Gewicht oder eine Figur beschränken oder reduzieren kann. Wäre der Gedanke nicht schrecklich, dass ein übergewichtiger Mensch nicht glücklich sein kann?
Aktives Schlanksein, begründet auf gesunder, leckerer Ernährung und moderater Bewegung, ist aber sicher die gesündere und befriedigendere Alternative als ein übergewichtiger, sich schlecht ernährender Coach potatoe zu sein. ;-)

meta1
14.11.2014, 12:32
So wichtig sind Erfahrungen im Leben, sie beeinflussen uns immer.
Bei mir ist es so, dass ich noch nie gerne Sport gemacht habe, joggen ist für mich eine Qual, aber ge,acht habe ich fast immer irgendwas. heute habe ich einen Hund, bin zumindest regelmäßig an der frischen Luft.
Komplimente, da bin ich nicht so geeignet.
Weniger Probleme? ich weiß nicht.
Klamotten, finde und fand ich nur ganz schwer was.
ich denke, es ist die eigene Einstellung, die wir zu uns haben.

Inaktiver User
14.11.2014, 12:41
Das wird jeder anders beurteilen.
Ich bin schlank. Und wäre sehr unglücklich, wenn ich das nicht mehr wäre.
Ich bin mit fast 55 total beweglich und seit ich Sport mache, sind die Rückenschmerzen weg.
Mir passen alle Kleider seit 20 Jahren unverändert, das spart und macht die Auswahl größer.
Aber die, die es schwerer haben das Gewicht zu halten, für die wäre es doch fatal, ihr Glück davon abhängig zu machen.

mainecoon2
14.11.2014, 12:47
Ich glaube nicht, dass Schlanksein automatisch glücklich macht. Man muss unterscheiden, ob jemand ohne Anstrengung schon immer schlank war oder sich eine schlanke Figur mit viel Aufwand oder Verzicht erarbeiten muss. Ist letzteres der Fall und ist einem die Figur wichtig, wegen der Optik oder weil man sich so wohler fühlt, so hat Schlanksein sicher einen anderen Stellenwert als wenn einem dies sozusagen schon in die Wiege gelegt wurde.
Ich hatte immer mit dem Gewicht zu kämpfen, war allerdings nie richtig dick. Wenn ich grosse Sorgen habe, spielt das Gewicht sicher eine untergeordnete Rolle, wenn aber sonst alles passt und die Waage auch noch das gewünschte Gewicht anzeigt, ist der Tag gerettet.
Generell allerdings gilt: Gesundheit schlägt Schlanksein um Längen und nicht immer besteht da ein direkter Zusammenhang.
LG

Inaktiver User
14.11.2014, 12:53
Die Frage suggeriert mir zu sehr, dass man das sein soll, was die Gesellschaft als Ideal ansetzt und dass, mit dem richtigen Gewicht alleine, dann alles toll sein soll.

Sicher sind die Menschen dann gluecklicher, fuer die es sehr wichtig ist, dem zu entsprechen, was "angesagt" ist. Und da scheint mir neben einem (meist zu) niedrigen Gewicht auch dazu zu gehoeren, dass sich viele Frauen viel zu dick fuehlen, die es eigentlich gar nicht sind.

Fuer mich bedeutet gluecklich sein, dass ich mich mit und in mir wohl fuehle. und nicht, dass ich so aussehe und mich so verhalte, wie man es "erwartet"...

Inaktiver User
14.11.2014, 12:57
Mich macht glücklich, dass ich die Wahl habe.

Dass ich selbst beeinflussen/entscheiden kann, ob ich dünn, schlank, dick oder sehr dick sein möchte.

bertrande
14.11.2014, 13:05
Beim Shoppen macht Schlanksein eindeutig glücklicher als mit ein paar Pfunden an bestimmten Stellen zu viel.
Aber ich würde gemeinsame Mahlzeiten mit Spaß, guten Gesprächen und gutem Essen zur Förderung von Glücksgefühlen in der Partnerschaft nicht unterbewerten.
Ich versuche, die Balance zu halten. Ab und zu über die Stränge schlagen und hemmungslos genießen sind mir ein paar Pfunde mehr wert. Solange es nicht zu viele Pfunde sind, da ist mir meine Gesundheit zu wichtig.

marylin
14.11.2014, 14:14
Nein, ich glaube nicht, dass Schlanksein glücklich macht. Da könnte man genauso behaupten, rote Haare machen glücklich, oder Schuhgröße 38...

Ich kenne eine Menge schlechtgelaunter, unzufriedener Menschen - dicke und dünne. Und ich kenne nette zufriedene Menschen - dicke und dünne :blume:

Aber trotzden - ich wär auch gern schlanker. Weil man dann eben alles tragen kann... Aber ob ich dann glücklicher wäre? Wahrscheinlich nur ärmer, weil mir im Laden alles passt und auch noch gut an mir aussieht :freches grinsen:

Inaktiver User
14.11.2014, 14:22
Ich kann die Frage nur eindeutig mit JA beantworten.

Ich war immer schlank, auch nach der Geburt meiner 3 Kinder. Dann geriet ich am Ende meines Studiums in eine Mobbingfalle und kompensierte das durch viel essen. Am Ende wog ich 82,5, Kg mit einem BMI von 28,5 und Kleidergröße 44/46.

Mein Blutdruck und meine Blutwerte waren in Ordnung, aber ich kam keinen kleinen Hügel ohne Schnappatmung hoch. Nach 15 Minuten in flachen Schuhen brannten die Fußsohlen wie Hölle. Im Sommer trug ich bis zum Knie reichende Miederhöschen, sonst hätte ich mir die Oberschenkel wund gelaufen. Die Kniegelenke schmerzten, die Fußgelenke waren steif. Insgesamt war ich ziemlich ungelenkig. Von der Kleidersuche ganz zu schweigen. Auf allen Bildern sah ich wie eine Matrone aus.

Nachdem ich 6 Monate meine Wunden geleckt hatte, begann ich meine Ernährungsunarten abzulegen und nahm ab. Zuerst auf 67 kg. Dann vor 2 Jahren auf 62 kg. Nun passe ich bequem in Größe 38 und bin glücklich.

Gesundheitlich geht es mir blendend. Keine Gelenkschmerzen bzw. -steifigkeit mehr. Ich kann stundenlang ohne Schmerzen in den Füßen gehen und komme ruckzuck einen Berg hoch. Ich bin ein Sportmuffel, habe mir aber angewöhnt viermal die Woche 40 Minuten Gymnastik zu machen und bin jetzt wieder sehr beweglich. Ich bin jetzt 60 und fitter als mit 50.

Das Kleiderkaufen - der reine Hochgenuss. Das möchte ich nicht mehr missen und darum fällt es mir leicht, nicht in meine alten Ernährungsgewohnheiten zurückzufallen.

gezeitenfrau
14.11.2014, 14:22
Nein, definitiv nicht, wenn es als alleiniges Kriterium herhalten soll.
"Dicksein" wohl genauso wenig,aber ich kann mir vorstellen, dass jemand der lange
mit viel Übergewicht zu kämpfen hatte eine Zeit lang "Glück" empfindet,wenn er /sie
erfolgreich abgenommen hat und ggf. das neue Gewicht halten kann.....
Aber mit der Zeit werden auch diese Personen sich an das neue Lebensgefühl gewöhnt
haben,ähnlich wie Leute die plötzlich "reich" wurden- alles relativiert sich mit der Zeit.

Inaktiver User
14.11.2014, 14:24
Schlanksein macht nicht alleine glücklich. Ist ja meist so mit Dingen, die man immer hat, dass die einen nicht täglich glücklich machen, wie beispielsweise ein neues Auto, freut man sich ja auch nur anfangs besonders drüber.

Ich würde sagen, glücklich macht es einen, wenn man es so gestaltet, dass man sich wohl fühlt. Ich bin froh dass ich schlank bin, aber glücklicher als meine (dicke) Kollegin bin ich kaum, die hat eine glückliche Partnerschaft, viel Geld, großes Haus und verreißt viermal im Jahr und hat immer ein Strahlen auf dem Gesicht, wenn sie grad zur kalten Jahreszeit ihre selbstgebackenen Kekse und Lebkuchen verdrückt und redet nie vom Schlanksein, sie gefällt sich wohl so,

Karla

Inaktiver User
14.11.2014, 14:38
Ich glaube auch, dass das eine Sache der Entscheidung ist.

Auf jeden Fall besser als ein ständiges Hin und Her.

Lotty
14.11.2014, 14:39
Ich bin schon immer schlank. Hat den Vorteil, dass einem die Kleidung jahrelang passt und Frau einfach ins Geschäft geht und sich was neues kauft (ok. Kleiderschrank quillt über, weil ja noch alles passt und eigentlich zu Schade zum entsorgen ist).

Was mich definitiv extrem nervt ist der Vorwurf von dickeren Freundinnen "du gönnst dir nichts, du kannst nicht genießen usw.
Ich genieße durchaus ein gutes Essen, aber nur bis ich satt bin. Wenn ich satt bin möchte ich einfach keine Torte oder Nachtisch mehr. Ich genieße einen schönen Spaziergang, den Sonnenuntergang am Meer und noch vieles anderes. Essen ist für mich zum satt werden. Ich kann auch Stressessen nicht verstehen, bie Stress kann ich fast gar nichts essen.

Mein Mann sagte mal zu mir sinngemäß: "Du isst nur um zu überleben". So bin ich halt

Und glücklich macht schlanksein nicht. Zum Glück gehören für mich andere Dinge als diese Äusserlichkeiten

Unendlichkeit
14.11.2014, 14:42
Nicht unbedingt - aber es hilft dabei!

Inaktiver User
14.11.2014, 14:56
Das Empfinden von Glück ist sehr individuell. Und die gestellte Frage kann somit auch nur von jedem persönlich beantwortet werden.

bertrande
14.11.2014, 15:07
Ich denke, dass es schon eine Rolle spielt, was man unter "dick" versteht. Wenn bei sehr hohem Gewicht die Beweglichkeit sehr eingeschränkt ist, die Gelenke leiden, man im Flugzeug 2 Plätze braucht, kann ich mir nicht vorstellen, dass dabei jemand glücklich ist. Das ist etwas anderes als ein bisschen pummelig.

Klar, Frustesser sind nicht glücklich, sonst hätten sie ja keinen Frust. Wie man zu den Pfunden kam (Frust oder echter Genuss), finde ich nicht unwesentlich.

Schlank sein macht nicht automatisch glücklich, sonst gäbe es ja nur glückliche Schlanke.
Glückliche Schlanke gibt es ebenso wie glückliche Pummelchen und Unglückliche auch.

Inaktiver User
14.11.2014, 15:19
Automatisches glücklich sein als auch unglücklich sein gibt es ja auch nicht.

Singingintherain
14.11.2014, 15:22
@Bertrande: Glück verstehe ich als Momentaufnahme, und bin der festen Überzeugung auch sehr dicke (fette) Menschen können Glücksmomente empfinden. Ich denke, das von Dir angesprochene trifft eher den Umstand "Zufriedenheit".

Inaktiver User
14.11.2014, 15:36
Die Frage ist natürlich zu einfach gestellt und deshalb gar nicht zufriedenstellend zu beantworten.

Menschen, die unter einem Problem leiden (unglücklich sind), deshalb eine Lösungsstrategie entwickeln und erfolgreich umsetzen, sind bei Erreichung dieses Zieles glücklich. Diese Form von Glück lässt sich auf viele Bereiche anwenden.

Das Erreichen eines selbstgesteckten Zieles macht definitiv glücklich.

bertrande
14.11.2014, 16:32
@Bertrande: Glück verstehe ich als Momentaufnahme, und bin der festen Überzeugung auch sehr dicke (fette) Menschen können Glücksmomente empfinden. Ich denke, das von Dir angesprochene trifft eher den Umstand "Zufriedenheit".

Stimmt. Zufriedenheit trifft es besser. :blume:
Und ich denke auch, dass sehr dicke Menschen Glücksmomente empfinden. Es gibt ja tausend Möglichkeiten, die nicht direkt mit dem Äußeren zusammenhängen, wenn man etwas z.B. gut hingekriegt hat, von seiner Familie geliebt wird, einfach, weil ein schöner Tag ist...

Tessa
14.11.2014, 19:08
Mich macht Sport glücklich und als Nebeneffekt bin ich schlank. Essen hingegen macht mich nicht weiter glücklich, da geht es mir wie Lotty *rüberwink*

Ich denke, ich würde mich dicker nicht wohl fühlen, also wäre ich darüber nicht glücklich. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass Schlanksein glücklich macht, die Frage ist zu simpel gestellt. Würde ich meinen Job verlieren und mein Mann mit einer anderen durchbrennen, würde ich wohl kaum sagen "ach, wurscht, Hauptsache schlank". :smirksmile:

Ich habe übrigens eine sehr dicke Freundin, die der ausgeglichenste, fröhlichste und gütigste Mensch ist, den ich kenne, obwohl sie lieber schlanker wäre.

Inaktiver User
14.11.2014, 19:13
Kann man so pauschal nicht beantworten. Guckt man sich allerdings die Klamotten an, die es für Dicke bis sehr Korpulente gibt, hat man das Gefühl, es ist geschmacklich besser, schlank zu sein.

katelbach
14.11.2014, 19:36
Hmmm ...Andersrum vielleicht.
Ich war immer sehr schlank und wäre vermutlich unglücklich, wenn ich dick werden würde.
Mich nervt schon die menopausale Umformung und dass das Gewebe und damit die Kontur weich wird.

Wahrscheinlich ein Frage des Vergleichens.

Lolletta
14.11.2014, 20:09
Liebe Userinnen, liebe User,
macht Schlanksein glücklich? Natürlich nicht, denken wir spontan.

Wie geht es Ihnen: Fühlen Sie sich auch wohler mit ein paar Kilos weniger auf den Rippen? Oder ist Ihnen Ihre Figur egal?
Freundliche Grüße
vom BRIGITTE Community-Team

Hm....Glücklich sein macht schlank, sagen einige Berichte.

Schlanksein allein macht nicht glücklich, auch schlanke Menschen sind mal unglücklich.
Dicke Menschen die schlank werden sind sicher glücklich darüber.

Ich war immer schlank und meine Freundin trotz 2 Größen mehr fühlt sich auch wohl. Zufrieden macht uns ein gutes Essen.
Glücklich sein hat m.E. mit der Figur nichts zu tun.

Bae
14.11.2014, 20:13
Mein Blutdruck und meine Blutwerte waren in Ordnung, aber ich kam keinen kleinen Hügel ohne Schnappatmung hoch. Nach 15 Minuten in flachen Schuhen brannten die Fußsohlen wie Hölle. Im Sommer trug ich bis zum Knie reichende Miederhöschen, sonst hätte ich mir die Oberschenkel wund gelaufen. Die Kniegelenke schmerzten, die Fußgelenke waren steif. Insgesamt war ich ziemlich ungelenkig. Von der Kleidersuche ganz zu schweigen. Auf allen Bildern sah ich wie eine Matrone aus.

Da war wohl eher das Unglücklich-Sein und sich-hängen-lassen das Problem. ich bin ja nicht schlank, aber ich hab kein einziges dieser Probleme. gut, ich seh wie eine Matrone aus, aber da ich im passenden Alter dafür bin, und das auch gut zu meinem Beruf passt, ist das ein positiver und nicht ein negativer Aspekt.

Dass unglücklich sein unglücklich macht... versteht sich ja irgendwie von selbst.

gruss, barbara

wildwusel
14.11.2014, 20:57
Geliebt zu werden macht glücklich. Respektiert zu werden macht glücklich.
Auf sein Aussehen reduziert zu werden macht unglücklich. Vorurteilen ausgesetzt zu sein macht unglücklich.

Schlanksein macht glücklich.
Leider.

Inaktiver User
14.11.2014, 22:41
Macht Schlanksein glücklich?
Mich eindeutig ja...muss keine neuen Klamotten kaufen, kann gut joggen, bin beweglich, fühle mich wohl, mag meinen Körper...bin echt heilfroh, dass sich Plautzie wieder verzogen hat ;-)...

ABER: auch Schlanksein ist nur ein Faktor von vielen vielen anderen, die über ein "Glücklichsein" entscheiden. Mich in meinem Körper wohl zu fühlen trägt mit dazu bei, glücklich zu sein...

Aen
14.11.2014, 23:14
Liebe Userinnen, liebe User,

macht Schlanksein glücklich?

Nö. Aber ich mag es, diese otzlangvertraute Kilokonstante in meinem Leben zu haben. Das bin ich, so passt's, alles andere wäre komisch, glaub' ich. Bisher hat mich Schlanksein noch keine Anstrengung gekostet, ist vermutlich einfach 'ne nette genetische Mitgift. Keine Ahnung, was ich tun und an meinen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten schrauben würde, wenn sich das einmal ändert; aber ich kann mir sofort vorstellen, dass mich vor allem "plötzliches" Nichtschlanksein jucken würde.

Gruß,
Aen

zio
15.11.2014, 09:50
Ich glaube nicht, dass Schlanksein glücklich MACHT.

Ich bin schlank und es gefällt mir, ich könnte mir vorstellen, dass ich bei einer massiven Gewichtszunahme ziemlich kämpfen würde, weil mir das (an mir) nicht gefallen würde, ich bin mich so gewöhnt und bin froh, dass ich mich gut bewegen kann und kein Gewicht mit mir rumschleppen muss.

Beim Wandern spürt man bereits einen Rucksack - wie muss es erst sein, wenn man 20 oder 30 kg mehr zu tragen hat? Ich könnte es mir nicht vorstellen.

Darum denke ich mir, dass Schlanksein ein Zustand ist, in dem man es einfach leichter hat, leichter durchs Leben geht (im wahrsten Sinne des Wortes).

Aber ob das tatsächlich "glücklicher" ist? Das wage ich zu bezweifeln.

Es hat sicher Vorteile, die hier schon beschrieben wurden wie z.B. Gewandkauf etc. Aber ich glaube nicht, dass man eine Rechnung aufstellen kann => Summe der Vorteile = Glück.

Worüber ich grade gestolpert bin, war @Bae


ich seh wie eine Matrone aus, aber da ich im passenden Alter dafür bin,

Das sehe ich absolut nicht so. Schlank ist man oder nicht, unabhängig vom Alter. Die Frauen in meinem Alter, die übergewichtig sind, waren es schon in ihrer Jugend. Meine Eltern waren immer schlank und sind es heute in hohem Alter auch noch, eher viel zu dünn, weil sie kaum mehr was essen.:knatsch:

Bei mir hat sich durch den Wechsel auch die Figur etwas verändert (mehr Hintern, mehr Busen), aber im Großen und Ganzen ist das Gewicht gleichgeblieben.

Ich glaube nicht, dass es fürs Schlanksein tatsächlich ein "passendes" oder "unpassendes" Alter gibt. Oder umgekehrt fürs Übergewicht.

Liebe Grüße
Zio

Bae
15.11.2014, 10:06
Beim Wandern spürt man bereits einen Rucksack - wie muss es erst sein, wenn man 20 oder 30 kg mehr zu tragen hat? Ich könnte es mir nicht vorstellen.

Man ist dann halt nicht so ein leichter Hüpfer, hat dafür mehr Gewicht (auch im übertragenen Sinn, mehr Autorität), mehr Kraft, mehr Ausdauer - kann problemlos längere Zeit nichts essen, ohne aus den Latschen zu kippen - hat mehr Wärme (besonders warme Hände, warme Füsse) - friert nicht so leicht. Im Kampfkunsttraining sind die Leichten die armen Schweine; mehr Gewicht bedeutet, es ist viel leichter, sich körperlich durchzusetzen.

ich will das dünne Körpergefühl nicht mehr zurück. Auch wenn ich beim Hosenkauf mehr Mühe habe, was zu finden, als früher.




Schlank ist man oder nicht, unabhängig vom Alter.

Ich war schlank bis teilweise dünn, bis ich so mit ca 30 Jahren in relativ kurzer Zeit relativ viel zugenommen hatte. Der Grund dafür ist mir nach wie vor nicht wirklich klar, aber es ist nun mal so gekommen. Und es ist OK, mir geht es heute in vieler Hinsicht besser als noch vor 15 Jahren.




Ich glaube nicht, dass es fürs Schlanksein tatsächlich ein "passendes" oder "unpassendes" Alter gibt. Oder umgekehrt fürs Übergewicht.

Es gibt schon eine gewisse Tendenz dazu, als Teenager/junger Erwachsener in die Höhe zu schiessen, und dabei tendenziell bis sehr dünn zu sein, und dann an Breite und Substanz zu gewinnen.

Weniger normal scheint mir eher zu sein, den Zustand am Ende einer längeren Wachstumsperiode als Norm definieren zu wollen, und zwar für alle.

gruss, barbara

zio
15.11.2014, 10:22
Liebe Bae!


Man ist dann halt nicht so ein leichter Hüpfer, hat dafür mehr Gewicht (auch im übertragenen Sinn, mehr Autorität), mehr Kraft, mehr Ausdauer - kann problemlos längere Zeit nichts essen, ohne aus den Latschen zu kippen - hat mehr Wärme (besonders warme Hände, warme Füsse) - friert nicht so leicht. Im Kampfkunsttraining sind die Leichten die armen Schweine; mehr Gewicht bedeutet, es ist viel leichter, sich körperlich durchzusetzen.

Das mit der Wärme kann ich bestätigen, ich friere immer sehr leicht. Weil ich immer schlank war, habe ich auch früher immer schnell gefroren - für mich ist das "normal", ich zieh mir halt dann eine Schicht mehr an.

Dass man als Dünner ständig essen muss, bzw. Probleme damit hätte, längere Zeit nichts zu essen, stimmt meiner Meinung nach jedoch so nicht. Vor allem wenn ich Sport mache, kanns auch passieren, dass ich abends draufkomme, dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen habe, weil ich einfach darauf "vergessen" habe. Und den Zwang, ständig etwas zu Essen zu suchen, erlebe ich eher bei den Übergewichtigen.


ich will das dünne Körpergefühl nicht mehr zurück. Auch wenn ich beim Hosenkauf mehr Mühe habe, was zu finden, als früher.

Ich kann da insofern nicht mitreden, weil ich keinen Vergleich habe. Aber wenn Du das so empfindest, dann wird es für Dich sicher so richtig sein.



Weniger normal scheint mir eher zu sein, den Zustand am Ende einer längeren Wachstumsperiode als Norm definieren zu wollen, und zwar für alle.



Das habe ich nicht verstanden, könntest Du das genauer erklären, was Du damit meinst?

Liebe Grüße
Zio

Bae
15.11.2014, 10:35
Das habe ich nicht verstanden, könntest Du das genauer erklären, was Du damit meinst?


Die heutige Norm ist am jungen Erwachsenen orientiert - soviel ich weiss, wurde der BMI anhand von Messungen bei Rekruten in der USA entwickelt. Also so bei 18-20-jährigen Männern.

Das ist aber gerade der Zeitpunkt, wo eine längere Wachstumsphase zum Abschluss kommt, und Wachstum geschieht ja schubweise - der Körper verlängert die Knochen, und danach gibt's eine Konsolidierungsphase, wo alle Muskeln und Sehnen ihren neuen Platz finden müssen und mit der neuen Statik zurecht kommen müssen, und wo dann auch die notwendige Kraft udn Koordination wieder aufgebaut wird, um das neue Gestell bewegen zu können.

Ich sehe nicht ein, warum ausgerechnet das Ende einer der grössten Veränderungen im menschlichen Körper als Norm genommen wird, wo sich der Mensch in diesem Zeitpunkt offensichtlich in einer Situation befindet, die wenig mit Normalität und Routine zu tun hat, sondern die das Ende einer anstrengenden, turbulenten Phase darstellt, die viel Neues bringt und viel Unsicherheit, und wo im Vergleich über alle Altersgruppen die Leute tendenziell dünn sind. Mit 18 und 20 Jahren war ich auch dünn. Und hab immer SO SEHR gefroren.

Aber man kann ja nicht Normen, die für 20-jährige passen, auf 50-jährige anwenden, die in jeglicher Hinsicht in einer ganz anderen Lebensphase sind, nicht nur sozial, beruflich und familiär, sondern auch körperlich.

gruss, barbara

twix25
15.11.2014, 11:36
Meiner Meinung nach ist das ein Thema, was jeder nur für sich beantworten kann und auch sollte!

Ich war immer schlank und mochte mich so.
Das hat sich nun geändert und ich mag den neuen Typ Frau nicht, der ddabei herauskam!

Ich merke stark, dass es bei mir nicht um altersbedingte Veränderungen geht (Falten z.b) sondern mir das Fett, die Wülste-auch die kleinen Rollen sehr unangehem anzuschauen sind.

Und zwar komplett unabhängig davon, was andere mir dazu sagen!

Das kam alles so überraschend, dass ich keine Ahnung habe, wie ich "wieder ansatzweise!! die alte twix" werden kann.

Selbst wenn mir meine alten Lieblingssachen noch passen, seh ich darin anders aus und DAS bin ICH nicht-auch wenn ich es bin:heul:

Rowellan
15.11.2014, 13:23
Bei mir ist es die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Übergewichtig zu sein macht mich garantiert nicht glücklich.... beim Klamottenkauf, beim Blick in den Spiegel usw.

Aber: Ich kämpfe für/mit/gegen meinem Gewicht jetzt schon mein ganzes Leben lang. Leider bin ich a) ein Typ, der leicht ansetzt, b) esse ich gerne gut, c) trinke gerne auch ein gutes Glas Wein dazu. Gleichzeitig mag ich weder Obst & Gemüse, noch Wasser als Getränk und Sport verabscheue ich aus den tiefesten Tiefen meiner Seele.

Also hab ich die Wahl: Bin ich unglücklich, weil ich zu rund bin oder bin ich unglücklich, weil ich ein Leben führen muss, das meiner Seele zuwider ist. Ich gebe zu, daß ich mich für das "Rund sein" entschieden habe - es ist es mir einfach nicht wert, permanent schlechte Laune zu haben und mich selbst zu foltern.

Außerdem finde ich jetzt Selbstdisziplin nicht sooooo einen erstrebenswerten Charakterzug bei mir selbst. Was ich davon habe, brauch ich für meinen Job, in meiner Freizeit lebe ich dann doch lieber so, wie es mir Spaß macht.

Lizzie64
15.11.2014, 13:30
Beim Shoppen macht Schlanksein eindeutig glücklicher als mit ein paar Pfunden an bestimmten Stellen zu viel.
Aber ich würde gemeinsame Mahlzeiten mit Spaß, guten Gesprächen und gutem Essen zur Förderung von Glücksgefühlen in der Partnerschaft nicht unterbewerten.
Ich versuche, die Balance zu halten. Ab und zu über die Stränge schlagen und hemmungslos genießen sind mir ein paar Pfunde mehr wert. Solange es nicht zu viele Pfunde sind, da ist mir meine Gesundheit zu wichtig.

das geht mir genauso!

als ich noch richtig schlank war, hat das definitiv zum glücklichsein beigetragen, und mir was das damals auch bewusst.

allerdings koche ich gern und gut, und mein partner auch.

bewegung könnte mehr sein, und mit dem alter ist es halt nicht mehr ganz so einfach, abzunehmen. ich bin nicht mehr so richtig schlank, hab leichtes übergewicht, aber ziemlich gut proportioniert. das macht mich auch glücklich.

zio
15.11.2014, 15:22
Die heutige Norm ist am jungen Erwachsenen orientiert - soviel ich weiss, wurde der BMI anhand von Messungen bei Rekruten in der USA entwickelt. Also so bei 18-20-jährigen Männern.

....

Aber man kann ja nicht Normen, die für 20-jährige passen, auf 50-jährige anwenden, die in jeglicher Hinsicht in einer ganz anderen Lebensphase sind, nicht nur sozial, beruflich und familiär, sondern auch körperlich.



Liebe Barbara!

Das verstehe ich nun, was Du meinst.

Umgekehrt, wenn man das Wort "Norm" betrachtet, so ist das ja auch ein kulturell geprägter Begriff.

Wenn ich mir überlege, was hingegen "natürlich", also biologisch sinnvoll wäre, so ist es eher das Schlanksein, vielleicht mit einigen Fettreserven für Notzeiten, aber nicht das Übergewicht, das heute oft herangezüchtet ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mensch in seinen Anfängen jemals Übergewicht hatte. Beide, sowohl Männlein als auch Weiblein waren eher sehnige Jäger, Übergewicht wäre so hinderlich gewesen, dass sie die Beute nicht hätten erjagen können (und wäre demnach auch auf natürlichem Wege recht schnell wieder abgebaut gewesen).

Unser Skelett, unser Halteapparat, unsere Muskeln, unser Herz-Kreislaufsystem - alles ist physiologisch dafür gebaut, einen relativ schlanken Menschen zu erhalten.

Wenn also eine Norm herangezogen werden muss, dann wäre für mich die einzig logische Norm die physiologische.

Was nicht heißt, dass ich denke die "alten Zeiten" wären in irgendeiner Weise besser gewesen. Aber sie sind für mich der brauchbarste Anhaltspunkt dafür, wie ein Körper aussieht, wenn er sich unter natürlichen Bedingungen entwickelt.

Es ist mir auch klar, dass die heutige Zeit viele Vorteile bietet, die niemand so gerne missen möchte. Es geht mir einfach um das physiologisch klare Bild, das was man als "natürlich" bezeichnen kann.

Es ist demnach auch nicht unbedingt "natürlich", dass ein Mensch im Alter dicker wird, obwohl es dazu eine Erklärung gibt, die zumindest die Ursachen transparenter werden lässt.

Wenn man zurückgeht zum Beispiel der Ur-Menschen, so sieht man ältere Menschen, die nicht mehr so gut jagen können, weil sie langsamer werden, die Kraft lässt nach. Deshalb erbeuten sie weniger Nahrung - damit sie trotzdem überleben können, läuft der Stoffwechsel vermindert.

Das bedeutet, dass sie aus der weniger werdenden Nahrung trotzdem Reserven anlegen können - es verlängert ihr Leben, ist somit ein sinnvolles Programm.

Dieser Umstand erzeugt in der heutigen Zeit manchmal Übergewicht, weil ja genügend Nahrung zur Verfügung steht.

Liebe Grüße
Zio

Inaktiver User
15.11.2014, 16:07
Wenn Schlanksein wirklich glücklich machen kann wäre wahrscheinlich jeder schlank. Es hat jeder die Wahl, auch wenn die beleibteren oft sagen, sie können nichts dafür. Ich glaub schon, dass die lieber so sind wie sie sind, sonst hätten sie Möglichkeiten, außer natürlich wenn eine Krankheit oder Medikamente hierfür verantwortlich sind.

Jede kann wählen, wie er sich selbst am besten glücklich und zufrieden macht,

Karla

Inaktiver User
15.11.2014, 16:32
Dabei betrachtet sie vor allem den inneren Widerspruch, der dem Schlankheitsterror so viel Raum gibt: Einerseits das verhasste schlechte Gewissen und die mühsame Selbstdisziplin, auf der anderen Seite die Zufriedenheit beim Blick in den Spiegel, wenn wir uns gerade mit unserer Figur wohlfühlen. Am Ende kommt sie für sich zu der Erkenntnis, dass wir endlich aufhören sollten, uns selbst zu belügen.

Ich finde den Abschnitt seltsam: SIE kommt zu dem Schluss, dass WIR irgendwas tun sollen? Warum spricht sie nicht nur für sich? Es gibt auch Menschen, denen Bewegung/Sport und Ernährung Spaß machen und die damit kein schlechtes Gewissen oder mühsame Selbstdisziplin verbinden.

Die Frage an sich, ob Schlanksein glücklich macht, kann man IMO nicht beantworten. 1. versteht jeder unter Schlanksein was anderes (was für andere "schlank" ist, ist für mich z. B. oft schon "dünn") und 2. sieht man ja hier, wie sehr die Meinungen auseinandergehen. Ich für mich kann nur sagen: Ich bin mit meiner Figur glücklich und das macht mich (neben vielen anderen Dingen) glücklich. Aber "Schlanksein" an sich hat für mich keinen Wert - einfach, weil es viel zu schwammig und nichtssagend ist.

Rowellan
15.11.2014, 17:45
Jede kann wählen, wie er sich selbst am besten glücklich und zufrieden macht,


Falsch. Wie schon gesagt - für mich persönlich ist die Wahl eher "welche Art des Unglücklichseins wähle ich".
Ich wäre gerne schlank, aber der Weg dahin ist soweit weg von "mir", daß ich es einfach nicht schaffe, ohne auf eine andere Art unglücklich zu sein.


Es gibt auch Menschen, denen Bewegung/Sport und Ernährung Spaß machen und die damit kein schlechtes Gewissen oder mühsame Selbstdisziplin verbinden.
Glaub ich sofort, ich kenne beide Varianten (wenn auch nicht in einer Person).

Und diese Menschen haben ja auch den Jackpot gewonnen: Sie können die gesellschaftliche Anforderung "schlank und sportlich" mit Freude und Spaß erfüllen, fühlen sich wohl dabei.

Leider ist das Gegenteil davon, also jemand ohne Bewegungsfreude, bei so einigen Zeitgenossen untendurch. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, man darf alles mögliche zugeben zu sein - nur nicht, ein bequemer Mensch zu sein.

Willemke
15.11.2014, 18:09
Ich gefalle mir schlank wesentlich besser (hab auch echt blöde Problemzonen...), und deshalb trägt es zu meinem Glücklichsein bei. Natürlich ist es nicht allein dafür verantwortlich, da gibt es andere (wichtigere) Dinge. Aber wenn ich mir gut gefalle, gibt es schon mal eine Sorge weniger. Da weiß ich wovon ich spreche, ich habe auch schon 25kg mehr gewogen. Für das abnehmen und das halten des Gewichtes musste ich mich nicht geißeln, obwohl ich von Natur aus eher sehr unsportlich bin und außerdem sehr gerne gut esse. Aber man kann auch "anders" "gut" essen, am Sport gefallen finden (man muss das richtige für sich finden), damit trägt man wiederum auch zu seinem Glücksgefühl bei.
LG, von einer, die heute einen Flash beim joggen hatte, weil persönliches Ziel erreicht und gerade eine Tafel Schokolade ohne den Hauch eines schlechten Gewissens verdrückt hat :D

Inaktiver User
15.11.2014, 18:10
Leider ist das Gegenteil davon, also jemand ohne Bewegungsfreude, bei so einigen Zeitgenossen untendurch. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, man darf alles mögliche zugeben zu sein - nur nicht, ein bequemer Mensch zu sein.

Ich hoffe, dass du damit nicht mein Posting meinst? Mir persönlich ist es wirklich total egal, ob jemand Sport macht oder nicht und wie er sonst so lebt. Was mir nicht gefällt, sind die Verallgemeinerungen - siehe oben ("sie kommt zu dem Schluss, dass wir...". Da wird mal eben von sich selber auf alle geschlossen. Muss doch nicht sein sowas und macht IMO auch keinen seriösen Eindruck.

wildwusel
15.11.2014, 18:28
Beim Wandern spürt man bereits einen Rucksack - wie muss es erst sein, wenn man 20 oder 30 kg mehr zu tragen hat? Ich könnte es mir nicht vorstellen.

Du [rhetorisches "du" :smile:] bist viel, viel stärker, wenn du jeden Tag Last trägst. Normalerweise fällt das nicht auf, außer an der Beinpresse in der Muckibude, wo die 130-Kilo-Frau den 100-Kilo-Mann ganz alt aussehen läßt.

Es haut dich nicht jeder Mist aus den Pantinen, dir ist selten kalt, die Periode kommt zuverlässig, du hast Energie und Geduld und Kreativität, bei deinen Eisenwerten putzt sich der Blutspendedienst ergriffen die Nase...

Nur, es behandeln dich halt die Leute wie den letzten Dreck. Ärzte pampen dich an und schicken dich unverarztet nach Hause, Journalisten zeigen dein Bild mit abgeschnittenem Kopf als schlechtes Beispiel, Politiker erklären dir den Krieg.

Die Vorteile des Schlankseins sind sozial. Man paßt in die Welt, die andere designt haben: Ihre Kleidung, ihre Sitzmögel, ihre Flugzeuge, ihr Weltbild. (Wobei das mit der Kleidung so eine Sache ist....)

wildwusel
15.11.2014, 18:48
Wenn Schlanksein wirklich glücklich machen kann wäre wahrscheinlich jeder schlank.

Wenn Geld glücklich machen würde, wäre wahrscheinlich jeder reich?

Inaktiver User
15.11.2014, 18:49
Die Vorteile des Schlankseins sind sozial. Man paßt in die Welt, die andere designt haben: Ihre Kleidung, ihre Sitzmögel, ihre Flugzeuge, ihr Weltbild. (Wobei das mit der Kleidung so eine Sache ist....)

Klug formuliert.

Inaktiver User
15.11.2014, 19:00
Wenn Geld glücklich machen würde, wäre wahrscheinlich jeder reich?

Dieser Vergleich hinkt für mich wildwusel, beim Schlanksein gehts nämlich um den eigenen Körper und da habe ICH selbst definitiv am meisten Einfluss drauf.
Wenn ich schlank sein will würde ich nie dick / fett werden, außer ich bin krank. Demzufolge schrieb ich, dass es die eigene Wahl ist. Und jeder der dicker ist wählt halt anders, weil ihn das zufriedener macht - sollte schon jeder ehrlich sich selbst gegenüber sein, gel,

Karla

Aen
15.11.2014, 19:08
Du [rhetorisches "du" :smile:] bist viel, viel stärker, wenn du jeden Tag Last trägst. Normalerweise fällt das nicht auf, außer an der Beinpresse in der Muckibude, wo die 130-Kilo-Frau den 100-Kilo-Mann ganz alt aussehen läßt.

[...]

Die Vorteile des Schlankseins sind sozial. Man paßt in die Welt, die andere designt haben: Ihre Kleidung, ihre Sitzmögel, ihre Flugzeuge, ihr Weltbild. (Wobei das mit der Kleidung so eine Sache ist....)


Da frag ich völlig unrhetorisch :blume:: Kennst Du eine "Welt", d.h. eine Ansammlung von Menschen (Gesellschaft, Volk, Stamm ...), in der das Tragen von zusätzlicher Körperlast zum gewohnheitsmäßigen Selbstverständnis aller gehört bzw. in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist? Weißt Du was drüber?

Die Frage soll kein Vorbau für einen Sein-Sollen-Fehlschluss sein ;-), ich wüsste nur wirklich gerne genauer, ob und wie zivile Übereinkünfte und individuelle Körperintuition - "Ich fühl' mich leicht" / "Ich fühl' mich schwer" - zusammenhängen.

(Du hattest mir vor längerem mal einen feinen Linktipp, der in diese Richtung wies - bei mir unterm Strich aber mehr Fragen aufwarf als beantwortete. :-)

Gruß,
Aen

Bae
16.11.2014, 08:29
Wenn ich mir überlege, was hingegen "natürlich", also biologisch sinnvoll wäre, so ist es eher das Schlanksein, vielleicht mit einigen Fettreserven für Notzeiten, aber nicht das Übergewicht, das heute oft herangezüchtet ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mensch in seinen Anfängen jemals Übergewicht hatte. Beide, sowohl Männlein als auch Weiblein waren eher sehnige Jäger, Übergewicht wäre so hinderlich gewesen, dass sie die Beute nicht hätten erjagen können (und wäre demnach auch auf natürlichem Wege recht schnell wieder abgebaut gewesen).

Der Mensch, der die Venus von Willensdorf schuf:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/50/Venus_von_Willendorf_01.jpg
schien mir durchaus ein lebendiges Vorbild einer dicken Frau gehabt zu haben, die Anatomie stimmt ziemlich gut.

Es braucht auch eine ganze Menge Übergewicht, bis diese beim Jagen hinderlich wird. Gerade bei jenen Arten von Jagd, wo der Jäger stundenlang still wartet, bis seine Beute kommt, ist eine Speckschicht eher von Vorteil. Als Schutz gegen Verletzungen auch. Und damit man erst mal Reserven hat... muss man sie sich erst anfuttern.

Auch römische Gladiatoren, gute Kämpfer, assen sich eine Speckschicht an:
Schutz durch Speck: Gladiatoren waren fette Vegetarier - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/schutz-durch-speck-gladiatoren-waren-fette-vegetarier-a-288792.html)

Das, was zu natürlicher Schlankheit führt, sind natürliche Hungersnöte, oder Armut. Auf die verzichte ich gerne.




Unser Skelett, unser Halteapparat, unsere Muskeln, unser Herz-Kreislaufsystem - alles ist physiologisch dafür gebaut, einen relativ schlanken Menschen zu erhalten.

Das kommt ja wohl auf die individuellen Muskeln, Herzen und Lungen an. Es gibt nun mal Menschen, die sind etwas fester oder auch dick, und dabei bei bester Gesundheit, auch beweglich, sportlich, kräftig, gesund.



Wenn also eine Norm herangezogen werden muss, dann wäre für mich die einzig logische Norm die physiologische.

und wo kriegst du die her?

Aktuell wissenschaftlicher Stand des Irrtums ist, dass die grösste Lebenserwartung bei BMI 25-30 zu finden ist. Also in dem Bereich, der als "leichtes Übergewicht" gilt. Was die Benennung zu Unsinn macht, denn logisch wäre ja, jenen Bereich "normal" zu nennen, der die höchsten Überlebenschancen quer über alle Krankheiten und relativen Vorteile und Nachteile bietet.






Wenn man zurückgeht zum Beispiel der Ur-Menschen, so sieht man ältere Menschen, die nicht mehr so gut jagen können, weil sie langsamer werden, die Kraft lässt nach. Deshalb erbeuten sie weniger Nahrung - damit sie trotzdem überleben können, läuft der Stoffwechsel vermindert.

Du tust so, als ob die Leute damals allein gelebt hätten. Haben sie natürlich nicht. Gerade das Jagen eines grossen Tiers war eine Gruppenangelegenheit, und alle assen mit.

Ausserdem wurde, je nach Klima, der grösste Teil der Nahrung von Waldpflanzen geerntet (die laufen nicht davon, die Standorte und Erntezeiten sind bekannt und man kann die ganz gemütlich pflücken gehn), während das Jagen eines Tiers immer mit vielen Unsicherheiten und Risiken verbunden ist.



Dieser Umstand erzeugt in der heutigen Zeit manchmal Übergewicht, weil ja genügend Nahrung zur Verfügung steht.

All das lässt keineswegs darauf schliessen, dass Übergewicht ein unnatürlicher Vorgang ist, oder ein ungesunder Vorgang.

Solange jemand sich selbst kleiden kann, Lasten tragen kann, lange Strecken zu Fuss gehen kann, Treppen hoch steigen kann, Feinmotorik hat und Beweglichkeit, und all dies auch regelmässig tut, kann ich kein grösseres gesundheitliches Problem in Übergewicht erkennen.

gruss, barbara

Bae
16.11.2014, 08:31
Es hat jeder die Wahl, auch wenn die beleibteren oft sagen, sie können nichts dafür.

Ich habe natürlich die Wahl zu entscheiden, für den Rest meines Lebens hungrig zu sein und meine Gedanken nur noch ums Essen kreisen lassen. Doch warum sollte ich mich für sowas entscheiden?





Ich glaub schon, dass die lieber so sind wie sie sind,

Klar, ich bin lieber satt, leistungsfähig, kreativ, stark, zufrieden und gesund, als ständig hungrig. Das versteht sich ja von selbst.

gruss, barbara

Bae
16.11.2014, 08:38
Dieser Vergleich hinkt für mich wildwusel, beim Schlanksein gehts nämlich um den eigenen Körper und da habe ICH selbst definitiv am meisten Einfluss drauf.

"Ich" als Ego? - nein. Ich hab meine Augenfarbe, und egal wie ich mich anstelle, die bleibt immer gleich. (ich kann natürlich durch Linsen eine andere Farbe faken - für ein paar Stunden) Ich hab meinen Teint, ich hab meine Grösse, ich hab meine Schwächen und Stärken, und die bleiben im Wesentlichen genau gleich. Ich kann nicht sagen: heute tausch ich mal meine Kurzsichtigkeit gegen eine Erdnussallergie ein.

Und genau so ist mein Appetit und meine Konstitution und mein interne Energieregulierung und Verarbeitung - eine Eigenschaft meines Körpers, die ich - im Sinne von Ego, bewusster Wille - nicht ändern kann, und nur mit grösster Anstrengung in eine andere Richtung zwingen kann.

Ich könnte natürlich mein ganzes Leben darauf ausrichten, aber ernsthaft - wozu? Da kommen mir eine ganze Menge anderer Dinge in den Sinn, die deutlich interessanter und bereichernder sind, und für die ich meine ganze Energie benötige.

gruss, barbara

Bae
16.11.2014, 08:42
Da frag ich völlig unrhetorisch :blume:: Kennst Du eine "Welt", d.h. eine Ansammlung von Menschen (Gesellschaft, Volk, Stamm ...), in der das Tragen von zusätzlicher Körperlast zum gewohnheitsmäßigen Selbstverständnis aller gehört bzw. in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist? Weißt Du was drüber?

Caesar soll wohlbeleibte Männer um sich herum gewünscht haben:
Lasst dicke Männer um mich sein (http://universal_lexikon.deacademic.com/264937/Lasst_dicke_M%C3%A4nner_um_mich_sein)

Vermutlich mit der Idee, dass diese grundsätzlich zufrieden sind mit der Welt und dem Leben, und ihn folglich nicht ermorden wollen.

gruss, barbara

Rowellan
16.11.2014, 10:05
Ich hoffe, dass du damit nicht mein Posting meinst? Mir persönlich ist es wirklich total egal, ob jemand Sport macht oder nicht und wie er sonst so lebt. Was mir nicht gefällt, sind die Verallgemeinerungen - siehe oben ("sie kommt zu dem Schluss, dass wir...". Da wird mal eben von sich selber auf alle geschlossen. Muss doch nicht sein sowas und macht IMO auch keinen seriösen Eindruck.
Nein, um Himmels Willen - dein Posting meinte ich damit nicht.

In diesen Punkte stimme ich dir sogar zu: Mir ist egal, ob jemand Sport macht oder nicht, und auch ich mag keine Verallgemeinerungen.

Es gibt allerdings Medienbeiträge - und ich habe auch schon (nicht nur hier, auch anderswo) Forumsbeiträge gelesen -, die am liebsten jeden Menschen mit Sport und gesunder Ernährung "zwangsbeglücken" würden. Ich gebe zu, inzwischen an diesem Punkt etwas empfindlich geworden zu sein, auf Dauer fühle ich mich von dieser Art Artikel/Beiträge nämlich als Mensch angegriffen. "So wie du bist, so bist du nicht gut - ändere dich bitte in deinem kompletten Wesen, damit du in den Mainstream passt".



Die Vorteile des Schlankseins sind sozial. Man paßt in die Welt, die andere designt haben: Ihre Kleidung, ihre Sitzmögel, ihre Flugzeuge, ihr Weltbild. (Wobei das mit der Kleidung so eine Sache ist....)

:blumengabe:


Ich habe natürlich die Wahl zu entscheiden, für den Rest meines Lebens hungrig zu sein und meine Gedanken nur noch ums Essen kreisen lassen. Doch warum sollte ich mich für sowas entscheiden?
Das ist, was ich meine. Da ersetze ich doch nur eine Art des Unglücklichseins mit einer anderen.

Aen
16.11.2014, 10:15
Caesar soll wohlbeleibte Männer um sich herum gewünscht haben:
Lasst dicke Männer um mich sein (http://universal_lexikon.deacademic.com/264937/Lasst_dicke_M%C3%A4nner_um_mich_sein)

Vermutlich mit der Idee, dass diese grundsätzlich zufrieden sind mit der Welt und dem Leben, und ihn folglich nicht ermorden wollen.

gruss, barbara


*lach* Die Idee hat was - auf Hofstaatgröße gebracht.

Hm, und für sonstige Gesellschaften, Völker, Stämme, die es heute gibt - und bezogen auf alle "biologische Klassen", die dieser Menschenansammlung angehören, also Kinder, Jugendliche Erwachsene, Ältere, Alte usw.: Ist Dir da eine bekannt, in der das Tragen von eminenter Körperlast in jeder Hinsicht und für jeden selbstverständlich ist bzw. angestrebt wird - und in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist?

Gruß,
Aen

Inaktiver User
16.11.2014, 10:24
Du [rhetorisches "du" :smile:] bist viel, viel stärker, wenn du jeden Tag Last trägst. Normalerweise fällt das nicht auf, außer an der Beinpresse in der Muckibude, wo die 130-Kilo-Frau den 100-Kilo-Mann ganz alt aussehen läßt.

Es haut dich nicht jeder Mist aus den Pantinen, dir ist selten kalt, die Periode kommt zuverlässig, du hast Energie und Geduld und Kreativität, bei deinen Eisenwerten putzt sich der Blutspendedienst ergriffen die Nase...


Hä? Sorry, aber das ist ja nun mal Blödsinn.
Hat die 130-Kilo-Frau keine Muskeln, lässt sie auch niemanden in der Muckibude alt aussehen.
Und die obigen Symptome treffen für dicke wie dünne Menschen gleichermaßen zu, das Gewicht hat darauf wohl weniger Einfluss.

Inaktiver User
16.11.2014, 10:27
Wenn Schlanksein wirklich glücklich machen kann wäre wahrscheinlich jeder schlank. Es hat jeder die Wahl, auch wenn die beleibteren oft sagen, sie können nichts dafür. Ich glaub schon, dass die lieber so sind wie sie sind, sonst hätten sie Möglichkeiten, außer natürlich wenn eine Krankheit oder Medikamente hierfür verantwortlich sind.

Jede kann wählen, wie er sich selbst am besten glücklich und zufrieden macht,


Nö, aber nicht, was das Gewicht angeht; die zahlreichen scheiternden Diäten sprechen doch eine deutliche Sprache.
Ich halte es eher dem heutigen Machbarkeitswahn geschuldet, dass man glaubt, man könnte das Gewicht des eigenen Körpers nach Gutdünken beeinflussen.

Bae
16.11.2014, 10:47
Hm, und für sonstige Gesellschaften, Völker, Stämme, die es heute gibt - und bezogen auf alle "biologische Klassen", die dieser Menschenansammlung angehören, also Kinder, Jugendliche Erwachsene, Ältere, Alte usw.: Ist Dir da eine bekannt, in der das Tragen von eminenter Körperlast in jeder Hinsicht und für jeden selbstverständlich ist bzw. angestrebt wird - und in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist?


Heute? nein. Ist auch schwierig für mich, als in Mitteleuropa lebende, wo in tausend Kilometer Radius und mehr die Schlankheit als Ideal gilt.

Wenn ich allerdings Gotthelf lese, also ca 200 Jahre zurück, so benied das arme, magere, hungernde Schulmeisterlein durchaus den stattlichen, behäbigen, reichen Bauern, der eine gut ausgestattete Vorratskammer sein eigen nannte. Oder wenn ich über die englische Flotte um 1800 lese, da spricht auch aus dem jungen, armen, mageren, ständig hungernden Seekadetten ein gewisser Neid auf den arrivierten Kapitän, der mit Glück zu Preisgeldern gekommen ist, der umfangreiche private Vorräte sein eigen nennt, und der entsprechend reichlich isst (und, wenn der Kadett Glück hat, diesen auch gelegentlich einlädt). Aber auch die ärmeren Seeleute vor dem Mast schienen des öftern übergewichtig gewesen zu sein.

Doch den natürlich Dünnen schien ihre Konstitution nicht besonders zum Nachteil gereicht zu haben, da ist unsere Zeit doch sehr wenig tolerant.

gruss, barbara

Inaktiver User
16.11.2014, 11:11
Nicht allein schlanksein macht glücklich, da gehört anderes noch dazu. Ich fühle mich mit meiner Figr nicht 100% wohl. Ich fühle mich zu klein und hätte gerne 2 kg weniger (1,59m, 61 kg, Größe 38-40). Ich treibe deshalb viel Sport, ca. 2-3 Mal pro Woche Fitness (Bodystyling, Zumba) und zusätzlich noch joggen. Das Problem: wenig Disziplin bei Süßigkeiten. Ich trage meistens 5-7 cm Absätze, um größer zu wirken. Und ja, ich bin auf schlankere Frauen neidisch. Ich tröste mich damit, dass sonst bei meinem Aussehen alles passt: hübsches Gesicht, hübsche Haare, ein guter Sinn für Stil (Make up und Klamotten). Insgesamt bin ich mit meinem Aussehen zufrieden.

Aen
16.11.2014, 11:29
Ich halte es eher dem heutigen Machbarkeitswahn geschuldet, dass man glaubt, man könnte das Gewicht des eigenen Körpers nach Gutdünken beeinflussen.


Hm schwierig. Körpergefühl („Ich fühl’ mich schwer“ / „Ich fühl’ mich leicht“) lediglich als soziale oder gar politische Kategorie gelten zu lassen, kommt mir unverhältnismäßig ideologisiert und unvollständig vor. Warum soll es sowas wie ein „unbestechliches“ individuelles Körpergefühl nicht geben - dürfen? Und wenn es das gibt, wie lässt es sich dann außerhalb sozialer Kategorien feststellen, fassen und beschreiben?


Weshalb ist es beispielsweise so, dass Menschen, die zeitlebens schlank waren und sich so auch „kennen“, und die dann unerwartet und zunächst ohne einen ersichtlichen Grund, der in der Ernährung oder den Bewegungsgewohnheiten liegen könnte, dick werden, diese Gewichtszunahme als „zuviel“ und fremd empfinden und idR viel dafür tun, diese ungewohnte Kilolast wieder loszuwerden -

Während Menschen (ich selbst kenne zwei), die sich zeitlebens als dick kannten und nach innen und nach außen unzweifelhaft so mochten, und die dann unerwartet und ohne ersichtlichen Grund (ein Stoffwechseljoke?) an Gewicht verlieren, diesen Gewichtsverlust nicht als „zuwenig“ und fremd empfinden - und, nachdem eine ernste Erkrankung o.ä. ausgeschlossen werden konnte, idR nicht das geringste dagegen tun, dass die ungewohnte Gewichtsabnahme "nicht weggeht" oder anhält?


Nur, weil Letzteres zugleich sozial belohnt wird? Dem zeitlebens zufriedenen Dicken und plötzlich dünner Werdenden war sein standing neben der Norm doch bestens vertraut und er richtete sich zeitlebens gut (mancher würde wohl sagen: immer besser) in dem Bewusstsein ein, (körperlich) gerade nicht auf soziale Belohnung angewiesen zu sein. Warum sollte ihn sein unerwarteter Gewichtsverlust in diesem Punkt ‚korrumpieren‘ und er mit Notwendigkeit schlagartig belohnungsabhängig werden?


Gruß,
Aen

Bae
16.11.2014, 11:34
Alle Menschen mögen Streicheleinheiten.

Es fühlt sich auch gut an, wenn seit Facebook auf einmal viel mehr Geburtstagsgratulationen ankommen, auch wenn man gar nie besonders viel Wert auf eben jene gelegt hat, und wenn man genau weiss, dass Facebookfreunde keine Freunde im echten Sinn des Wortes sind.

Und wer plötzlich viel abnimmt, und von allen spontan hört "gut siehst du aus, so schlank!" wird sich deswegen auch nicht extra ärgern.

Wir leben ja nicht isoliert vom Rest der Welt.

gruss, barbara

Aen
16.11.2014, 11:42
Wenn ich allerdings Gotthelf lese, also ca 200 Jahre zurück, so benied das arme, magere, hungernde Schulmeisterlein durchaus den stattlichen, behäbigen, reichen Bauern, der eine gut ausgestattete Vorratskammer sein eigen nannte. Oder wenn ich über die englische Flotte um 1800 lese, da spricht auch aus dem jungen, armen, mageren, ständig hungernden Seekadetten ein gewisser Neid auf den arrivierten Kapitän, der mit Glück zu Preisgeldern gekommen ist, der umfangreiche private Vorräte sein eigen nennt, und der entsprechend reichlich isst (und, wenn der Kadett Glück hat, diesen auch gelegentlich einlädt). Aber auch die ärmeren Seeleute vor dem Mast schienen des öftern übergewichtig gewesen zu sein.

Danke für den Ausflug. :-) Ich kenne diese und ähnliche Schilderungen. Wobei sich da ja lustigerweise eher die Frage aufdrängt, dass und welche Bedeutungsverschiebung von "mager, hungrig" zu "sportlich schlank" vorliegt, und mit welchen Auf- und Abwertungstendenzen sie im einzelnen vonstatten ging.

Aber stimmt schon, eine historische Kategorie ist Schlanksein/Dicksein allemal. Bezweifeln würde ich eher, dass das individuelle Körpergefühl lediglich sozialen oder politischen Einflüsterungen folgt.


Gruß,
Aen

Rowellan
16.11.2014, 11:42
Sich mit etwas einrichten heißt ja noch lange nicht, daß man es so gewählt hätte, hätte man es sich denn aussuchen können.

Und auf einmal z.B. viel mehr Auswahl beim Kleiderkauf zu haben, das stelle ich mir schon nett vor.

Bae
16.11.2014, 11:55
Danke für den Ausflug. :-) Ich kenne diese und ähnliche Schilderungen. Wobei sich da ja lustigerweise eher die Frage aufdrängt, dass und welche Bedeutungsverschiebung von "mager, hungrig" zu "sportlich schlank" vorliegt, und mit welchen Auf- und Abwertungstendenzen sie im einzelnen vonstatten ging.

Vermutlich, weil wir schon länger keine Hungersnöte mehr hatten hierzulande und kaum jemand gezwungenerweise hungern muss; weil es schlicht kein Essen gibt.

Der Arme vor 200 Jahren war der Hungernde, Besitzlose; der Arme von heute ist die Couch-Potato mit Billigbier und Assi-TV.




Aber stimmt schon, eine historische Kategorie ist Schlanksein/Dicksein allemal. Bezweifeln würde ich eher, dass das individuelle Körpergefühl lediglich sozialen oder politischen Einflüsterungen folgt.

Soziale und politische Einflüsterungen sind durchaus sehr stark, wenn man sich die Menge an Leuten betrachtet, die ihren Körper modifizieren wollen und dafür massive Einschränkungen in Kauf nehmen. Nicht nur was Abnehmen betrifft, auch zB was Fitness betrifft, wovon eher junge Männer betroffen sind, die sich teilweise die seltsamsten Essgewohnheiten aneignen. plus noch diverse fragwürdige Zusätze massenhaft konsumieren. der mittelalterliche Leibeigene, der seine Fitness jeden Tag auf dem Feld kriegte, würde wohl jedem von denen einen Vogel zeigen (und immer noch jede Hantel leichter stemmen)


Gestern sah ich eine Frau, die hatte Beine wie ich Handgelenke habe (und die sind dünn), vor mir eine (kurze) Treppe hochgehen. Sie trug eine Büchermappe - offensichtlich gut beladen - und sie schaffte es kaum die Treppe hoch, die Gelenke schwankten... Die hat sich offensichtlich zum Skelett runtergehungert, oder war vielleicht auch sehr krank und drum so dünn, die Arme. :-( Kurzer Rock, dünne Strümpfe und Schuhe mit Absatz haben die Sache logischerweise nicht leichter gemacht.

Das scheint mir doch in erster Linie der Fall zu sein, dass das moderne, künstliche Bild jeden Rest von Körpergefühl übertrumpft.

gruss, barbara

Inaktiver User
16.11.2014, 12:02
Es haut dich nicht jeder Mist aus den Pantinen, dir ist selten kalt, die Periode kommt zuverlässig, du hast Energie und Geduld und Kreativität, bei deinen Eisenwerten putzt sich der Blutspendedienst ergriffen die Nase...

Den Abschnitt verstehe ich nicht. Willst du damit sagen, dass "dicke Menschen" grundsätzlich ein starkes Immunsystem, Energie, Geduld, Kreativität und hohe Eisenwerte haben? Oder was meinst du damit?

Bae
16.11.2014, 12:05
Den Abschnitt verstehe ich nicht. Willst du damit sagen, dass "dicke Menschen" grundsätzlich ein starkes Immunsystem, Energie, Geduld, Kreativität und hohe Eisenwerte haben? Oder was meinst du damit?

nein, sie sagt, dass hungernde Menschen (egal welcher Gewichtsklasse) weniger Immunsystem, Energie, Geduld, Kreativität und Eisenwerte haben, als wenn sie sich satt essen würden.

Wobei ja viele dieser Eigenschaften durchaus beruflich relevant sind.

gruss, barbara

zio
16.11.2014, 12:10
nein, sie sagt, dass hungernde Menschen (egal welcher Gewichtsklasse) weniger Immunsystem, Energie, Geduld, Kreativität und Eisenwerte haben, als wenn sie sich satt essen würden.



Was ich absolut nicht verstehe, ist diese Gleichsetzung schlank = hungernd.

In einer Diskussion ist es nicht hilfreich, einen Begriff so sehr zu überziehen, dass er extrem wird - dadurch werden nur Polaritäten geschaffen, genauso wie bei Deinem Beispiel der (offensichtlich?) Magersüchtigen, die bereits krank gewesen sein dürfte.

Welch ein Aufschrei wäre es, wenn ich ein Gegenbeispiel bringen würde, wie sich eine übergewichtige Frau die Stiegen raufquält und keine Luft mehr bekommt.

Das bringt in so einer Diskussion finde ich nichts, sondern rüttelt nur an Emotionen.

Schlank ist nicht gleich hungernd. Genauso wenig wie alles, was über Größe 38 hinausgeht, dick ist. Können wir uns darauf einigen?

katelbach
16.11.2014, 12:19
Schlank ist nicht gleich hungernd.

Danke, zio! :blume:

Bae
16.11.2014, 12:26
Was ich absolut nicht verstehe, ist diese Gleichsetzung schlank = hungernd.

Wenn jene, die nicht schlank sind, schlank werden wollen, müssen sie hungern. Geht nicht anders. (hm ja, man könnte sich auch noch sowas wie Ebola oder chronischen Durchfall reinpfeifen, dann ist man auch sehr schnell schlank) Und um diese Personen handelt es sich ja, wenn man sagt "wer den Willen hat, blah, kann dies und jenes erreichen.". Ja - wer den Willen hat zu hungern, kann Gewicht verlieren.

Auf Leute, die sowieso schlank bis dünn sind, von Natur aus, auch wenn sie essen wie die Scheunendrescher, trifft all dies natürlich nicht zu.




In einer Diskussion ist es nicht hilfreich, einen Begriff so sehr zu überziehen, dass er extrem wird - dadurch werden nur Polaritäten geschaffen, genauso wie bei Deinem Beispiel der (offensichtlich?) Magersüchtigen, die bereits krank gewesen sein dürfte.

Wir scheinen aber in einer Kultur zu leben, die nur in Extremen denkt, die wenig Varianten udn Zwischentöne kennt




Welch ein Aufschrei wäre es, wenn ich ein Gegenbeispiel bringen würde, wie sich eine übergewichtige Frau die Stiegen raufquält und keine Luft mehr bekommt.

Die gibt es sicher auch. Aber es gibt auch sehr viele Leute, die nach heutiger Definition übergewichtig sind (sprich BMI über 25), und die problemlos Treppen und auch ganze Berge hochkommen.

Es ist definitiv nicht so, dass ein BMI über 25 bedeutet, dass man grad am Rand des Todes steht, oder dass man krank ist. Ganz im Gegenteil.

Und ja, logisch ist es nicht gesund, wenn man nicht mehr auf eigenen Beinen stehen kann oder der erste Stock eines Hauses ein Problem bereitet. Bloss dürfte das viel öfter mit mangelnder Übung zusammenhängen, nicht mit dem Gewicht an sich.




Schlank ist nicht gleich hungernd.


nein, ist es nicht. Aber die Schlanken, die nicht hungern, sondern die natürlich schlank sind, können auch nicht davon ausgehen, dass eine dickere Person auch so leicht schlank sein kann, wie sie es sind. natürliche Körper unterschieden sich voneinander, auch vom Gewicht. und nichts davon muss krank sein.

Wer versucht, sich von seiner natürlichen Körperform zu entfernen, handelt selten gesund. Das trifft genauso auf die natürlich stämmige Person zu, die versucht abzunehmen, aber auch auf den dünnen jungen Mann, der völlig frustriert ist, weil es ihm nicht gelingt, ein paar Muskeln aufzubauen, ganz egal wie viel er trainiert und Eiweiss isst (und der in Versuchung kommt, sich irgendwas zu spritzen, um gegen seine natürliche Dünnheit zu kämpfen)





Genauso wenig wie alles, was über Größe 38 hinausgeht, dick ist. Können wir uns darauf einigen?

ja sicher. :-)

gruss, barbara

Inaktiver User
16.11.2014, 12:33
nein, sie sagt, dass hungernde Menschen (egal welcher Gewichtsklasse) weniger Immunsystem, Energie, Geduld, Kreativität und Eisenwerte haben, als wenn sie sich satt essen würden.

Danke. Das habe ich in ihrem Posting nicht so gelesen.


Wenn jene, die nicht schlank sind, schlank werden wollen, müssen sie hungern.

Das trifft nicht auf alle zu. Es gibt auch Menschen, die abnehmen ohne zu hungern. (Wobei ich unter "Hungern" Nicht-Sattessen verstehe. Also nach dem Essen immer noch Hunger zu haben (Edit: oder trotz Hunger nichts zu essen).)

VanDyck
16.11.2014, 12:35
Hm schwierig. Körpergefühl („Ich fühl’ mich schwer“ / „Ich fühl’ mich leicht“) lediglich als soziale oder gar politische Kategorie gelten zu lassen, kommt mir unverhältnismäßig ideologisiert und unvollständig vor.Zustimmung.
Gleiches gilt für den gesamten Rest deines Beitrages.
Blitzsauber argumentiert und herausgearbeitet, wenn ich das mal so sagen darf. :smile:

Meine Auffassung: schlank sein/dick sein sind allerdings soziale und 'politische' Kategorien, doch ZUGLEICH macht sich natürlich jedes Individuum seine Figur selbst, bzw. die eigene Figur unterliegt auch einer eigenständigen individuellen Bewertung.
Das ganze hat dann einen wechselseitigen Zusammenhang: wir alle produzieren mit unseren eigenen Bewertungssystemen die sozialen und politischen Kategorien und letztere wiederum beeinflussen dann unser Bewertungssystem - und so geht das immer weiter ... und die Frage, ob nun das Huhn oder das Ei zuerst da war, stellt sich nicht, bzw. sie führt zu nichts.

VanDyck

Inaktiver User
16.11.2014, 12:35
Hm schwierig. Körpergefühl („Ich fühl’ mich schwer“ / „Ich fühl’ mich leicht“) lediglich als soziale oder gar politische Kategorie gelten zu lassen, kommt mir unverhältnismäßig ideologisiert und unvollständig vor. Warum soll es sowas wie ein „unbestechliches“ individuelles Körpergefühl nicht geben - dürfen? Und wenn es das gibt, wie lässt es sich dann außerhalb sozialer Kategorien feststellen, fassen und beschreiben?


Darum geht es mir nicht, sondern darum, dass der Körper nun mal nicht beliebig formbar ist.
Wie man das bewertet, ist dabei völlig unerheblich.

Willemke
16.11.2014, 13:15
Wenn jene, die nicht schlank sind, schlank werden wollen, müssen sie hungern. Geht nicht anders. (hm ja, man könnte sich auch noch sowas wie Ebola oder chronischen Durchfall reinpfeifen, dann ist man auch sehr schnell schlank) Und um diese Personen handelt es sich ja, wenn man sagt "wer den Willen hat, blah, kann dies und jenes erreichen.". Ja - wer den Willen hat zu hungern, kann Gewicht verlieren.


Das ist doch Quatsch. Solche Aussagen machen mich immer recht "wütend" (nein, falsch - sie nerven!). Ich habe vor nicht allzu langer Zeit 25kg abgenommen (in einem Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr). Nicht ein mal hatte ich das Gefühl, ich müsste hungern, mich quälen und einschränken. Ich habe "nur" Gewohnheiten geändert: andere Ernährung, Sport. Ohne mich zu geisseln. Und dann hört man ständig: hast du überhaupt noch Lebensqualität? Isst du überhaupt noch was? Bla. Bla.
Ich esse besser als je zuvor. Hunger kenne ich gar nicht. Wenn ich Lust habe, esse ich. Glaubt aber niemand - fürs Umfeld ist man die arme Wurst, die traurig vor sich hin hungert.

Rowellan
16.11.2014, 13:23
Das trifft nicht auf alle zu. Es gibt auch Menschen, die abnehmen ohne zu hungern. (Wobei ich unter "Hungern" Nicht-Sattessen verstehe. Also nach dem Essen immer noch Hunger zu haben (Edit: oder trotz Hunger nichts zu essen).)

Für diese Menschen muss man glaube ich auch gar nicht so sehr viel diskutieren, da sie ihr Ziel dann ohne allzu große Anstrengung oder Einschränkung erreichen können.

Generell finde ich, daß wir alle viel mehr akzeptieren und tolerieren sollten, daß menschliche Körper einfach unterschiedlich sind. Es gibt Menschen, die können essen und essen und das geht einfach so durch. Die wären vielleicht sogar froh, hier und da ein Pfündchen mehr auf den Rippen zu haben.
Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, daß es diesen Menschen fürchterlich auf die Nerven geht, wenn andere ständig davon ausgehen, daß sie - die schlanken Menschen - ständig hungern würden oder sich jeden Genuss versagen.

Es gibt auch Menschen, die lieben Rohkost und Gemüse, nicht, weil es gesund ist, sondern einfach weil es ihnen schmeckt; Essensvorlieben sind ja sehr, sehr unterschiedlich und individuell.

Umgekehrt gibt es Menschen, die sind "gute Futterverwerter" und nehmen schnell zu.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß die meisten Menschen meine Essensportionen anschauen und nur mit dem Kopf schütteln - "wovon hast du eigentlich dein Gewicht?"
Um abzunehmen, müsste ich also tatsächlich hungern. Bzw. bei gleicher Menge Dinge essen, die "einfach nicht an mich gehen", was eigentlich genauso schlimm ist, wie hungern.

Rowellan
16.11.2014, 13:26
Nicht ein mal hatte ich das Gefühl, ich müsste hungern, mich quälen und einschränken. Ich habe "nur" Gewohnheiten geändert: andere Ernährung, Sport. Ohne mich zu geisseln.

Siehst du? Da haben wir wieder den Unterschied. Für mich persönlich ist Sport Quälerei und Höchststrafe.

Willemke
16.11.2014, 13:33
Siehst du? Da haben wir wieder den Unterschied. Für mich persönlich ist Sport Quälerei und Höchststrafe.

Ja, das ist der Unterschied. Völlig ok, ich meine auch nicht, dass es jedem Spaß machen muss - ich habe auch nie nie nie Spaß am Sport gehabt. Wie das plötzlich gekommen ist, weiß ich auch nicht :D , jedenfalls, was ich sagen wollte: es ist eben nicht fair, jedem abnehmenden hungern und quälen, eine vermindere Lebensqualität zu unterstellen, das ist nun mal nicht immer so. Ich sage ja auch nicht, jeder mit Übergewicht ist faul, isst falsch und ist überhaupt krank. Ich urteile einfach nicht über andere über einen Kamm und erwarte das von anderen eben auch - da liegt der Hase im Pfeffer.

katelbach
16.11.2014, 13:37
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß die meisten Menschen meine Essensportionen anschauen und nur mit dem Kopf schütteln - "wovon hast du eigentlich dein Gewicht?"

Eben. Und bei anderen ist es genau umgekehrt. Bei mir beispielsweise lauern schon immer alle, wann ich die nächste Mahlzeit auspacke. Meine Umwelt schüttelt nur den Kopf über die Mengen, die ich esse (allerdings in vielen kleinen Portionen, also praktisch esse ich den ganzen Tag).


Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, daß es diesen Menschen fürchterlich auf die Nerven geht, wenn andere ständig davon ausgehen, daß sie - die schlanken Menschen - ständig hungern würden oder sich jeden Genuss versagen.

Als ich jung war, wurde ich immer verdächtigt, unter Magersucht zu leiden. Die die mein essverhalten kannten, kaprizierten sich auf Bulimie. Nur die, die auch meine Eltern kannten, sagten nix.


Siehst du? Da haben wir wieder den Unterschied. Für mich persönlich ist Sport Quälerei und Höchststrafe.

Oh ja! Für mich auch!

Inaktiver User
16.11.2014, 13:41
Caesar soll wohlbeleibte Männer um sich herum gewünscht haben:
Lasst dicke Männer um mich sein (http://universal_lexikon.deacademic.com/264937/Lasst_dicke_M%C3%A4nner_um_mich_sein)

Vermutlich mit der Idee, dass diese grundsätzlich zufrieden sind mit der Welt und dem Leben, und ihn folglich nicht ermorden wollen.

gruss, barbara

Ich glaube nicht, dass ein bestimmter Figurtyp besonders friedliebend oder zufrieden ist. So einfach ist das leider nicht: Wäre eine Speckschicht auf den Rippen und eine Plautze eine Garantie für Zufriedenheit und Friedlichkeit, könnte man zB die IS mit fett-triefenden Pommes, Soft-Drinks und Fast Food ala McDonalds besser bekämpfen als mit Waffen...Statt zum Psychologen zu gehen könnte man sich ein dickes Stück Kuchen gönnen und in Gefängnissen würde entsprechende hochkalorische Ernährung dafür sorgen, dass alle friedlich, lieb und nett zueinander sind...


Alle Menschen können gefährlich werden...egal, wie sie aussehen und wie schwer sie sind.

Ich glaube, es gibt einfach unterschiedliche Arten...Möpse und Windhunde.
Ich verstehe nicht, warum ein Mops in seiner Form nicht genauso glücklich sein sollte wie ein Windhund...

Rowellan
16.11.2014, 13:55
Ich urteile einfach nicht über andere über einen Kamm und erwarte das von anderen eben auch - da liegt der Hase im Pfeffer.
Wären alle Menschen so, wie schön könnte unser Leben sein :smile:


Eben. Und bei anderen ist es genau umgekehrt. Bei mir beispielsweise lauern schon immer alle, wann ich die nächste Mahlzeit auspacke. Meine Umwelt schüttelt nur den Kopf über die Mengen, die ich esse (allerdings in vielen kleinen Portionen, also praktisch esse ich den ganzen Tag).
So eine Kollegin hab ich auch.... während ich manchmal das Gefühl habe, ich nehme zu, wenn ich ihr nur beim Essen zugucke *seufz* Klarer Beweis für einfach unterschiedlichen Metabolismus. Ist halt so.




Als ich jung war, wurde ich immer verdächtigt, unter Magersucht zu leiden. Die die mein essverhalten kannten, kaprizierten sich auf Bulimie. Nur die, die auch meine Eltern kannten, sagten nix.
Im Prinzip das Selbe, wie die Menschen, die Übergewichtige verdächtigen, permanent hochkalorisches in sich reinzuschaufeln, nur halt im anderen Extrem.
Beides ist daneben.


Oh ja! Für mich auch!
Juhu - endlich mal was, in dem wir den selben Geschmack haben :freches grinsen:
Bei Wohnen, Kunst und Musik passt es ja nicht so :freches grinsen:



Ich verstehe nicht, warum ein Mops in seiner Form nicht genauso glücklich sein sollte wie ein Windhund...
Könnte er, käme nicht ständig jemand um die Ecke, der von dem Mops erwartet, sich mit "ein bißchen Selbstdisziplin und Willenskraft" in einen Windhund zu verwandeln. Oder zumindest erwartet, daß sich der Mops in ein Halsband für Windhunde zwängt - alternativ gibt es auch Mops-Halsbänder, die sind aber nur in wenigen Geschäften erhältlich und bei weitem nicht so schick wie Windhund-Halsbänder. Oder abartig teuer.

Die Idee, die IS mit Fast Food zu bekämpfen hat aber was!

Inaktiver User
16.11.2014, 14:01
Könnte er, käme nicht ständig jemand um die Ecke, der von dem Mops erwartet, sich mit "ein bißchen Selbstdisziplin und Willenskraft" in einen Windhund zu verwandeln.

Wenn es sich beim Um-die-Ecke-Kommer um einen Erwachsenen handelt, bete ich zu meinem Götzen, dass der Gaul nicht mir durchgehen möge. Wenn es ein Kind ist, wage ich eine Mission.

katelbach
16.11.2014, 14:06
Juhu - endlich mal was, in dem wir den selben Geschmack haben :freches grinsen:
Bei Wohnen, Kunst und Musik passt es ja nicht so :freches grinsen:

Bingo!

Übrigens habe ich den unterschiedlichen Metabolismus bzw. das unterschiedliche Essverhalten auch bei meinen eigenen Tieren und den Patienten beobachtet. Mein beiden inzwischen hochbetagt verstorben Golden Retriever waren Fressmaschinen. Sie hätten (und haben auch) alles verschlungen, was nicht festgeschraubt oder einzementiert war.
Sie bekamen nur abgewogenes Futter. Meine Hündin sah mit 2/3 der berechneten Normalration nach kurzer Zeit aus wie eine Klavierbank (sie hatte ratzfatz 6 Kilo zugenommen), mein Rüde bekam die ganze "Normalration" und hielt sein Gewicht sein ganzes Leben lang. (Natürlich hatten beide immer schrecklichen Hunger und versuchten, sich Mahlzeiten zu erschleichen. :hunger:)

Meine übriggebliebene Mischlingshündin ist fast zu dünn (Windhund-Schäferhund-Schlagmichtot-Mischung). Trotzdem lässt sie oft etwas im Napf. Sie ist schnell satt. Mit einer doppelten Portion oder vielen Leckerli könnte man sie nicht hinterm Ofen hervorlocken.

In der Praxis sahen wir die Unterschiede genauso.

Inaktiver User
16.11.2014, 14:11
Das klingt jetzt hier so (vielleicht verstehe ich es auch falsch), als wären alle "dicken Menschen" glücklich, wenn sie von anderen Menschen in Ruhe gelassen würden. Ich kenne aber durchaus übergewichtige Frauen, die tatsächlich aufgrund ihres Übergewichtes (und der daraus für sie tatsächlich resultierenden Probleme) nicht glücklich sind. Eine sehr gute Bekannte von mir hat z. B. große körperliche Einschränkungen und ist überhaupt nicht glücklich damit. Inzwischen ist es bei ihr - aufgrund von Medikamentennebenwirkungen - aber ein Teufelskreislauf geworden.

Inaktiver User
16.11.2014, 15:24
Ich denke, es gebe überhaupt keine besonders dicken Menschen, wenn die Leute ihr Hunger- und Sattgefühl wieder trainieren würden. Meistens wird jemand dick (außer Krankheit oder Medikamente) wenn er sich regelmäßig überisst, weil er einfach über das Sattgefühl hinaus gewohnt ist zu essen.

Klar gibts welche die sind drahtiger, breiter, länger, kleiner, fleischiger - aber das hält sich im Normalbereich; wirklich dick macht sich der Mensch nur selbst meiner Meinung nach. Und ja, schlank sein, hat überhaupt nichts mit hungern zu tun und was den Sport betrifft glaube ich, dass bei der riesigen Palette an Sportarten die es gibt für jeden was dabei sein müsste, wenn er sich demgegenüber nicht sperren würde,

Karla

katelbach
16.11.2014, 15:31
Das klingt jetzt hier so (vielleicht verstehe ich es auch falsch), als wären alle "dicken Menschen" glücklich, wenn sie von anderen Menschen in Ruhe gelassen würden.

Ich glaube nicht, dass alle Dicken glücklich wären, wenn sie in Ruhe gelassen würden. Ich selbst wäre wahrscheinlich todunglücklich, wenn ich dick werden würde, und ich selbst empfinde schlank sein als für mich richtig. Wahrscheinlich, weil ich mich nicht anders kenne.

Aber es steht niemandem zu, aus dick oder dünn gleich ein Psychogramm im Sinne von "disziplinloser und fauler Couchplattsitzer" (dick) oder "überkontrolliert, hungernd und exzessiv sportelnd" (dünn) zu erstellen. Auch nicht als "gemütlich" und "ambitioniert".

Bae
16.11.2014, 16:16
. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit 25kg abgenommen (in einem Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr). Nicht ein mal hatte ich das Gefühl, ich müsste hungern, mich quälen und einschränken.

Das ist schön, wenn das für dich so ist.

Für viele andere funktioniert das aber nicht. ca für 95% nicht, wenn ich wildwusels Zahlen recht im Kopf habe, wie viele nach einem Abnehmversucht auch nach fünf Jahren das Gewicht immer noch unten haben. Bzw 95% haben eben bis dann wieder das Ausgangsgewicht, oder noch mehr.

Du kannst dich als Ausnahme glücklich schätzen.

gruss, barbara

Bae
16.11.2014, 16:23
Wäre eine Speckschicht auf den Rippen und eine Plautze eine Garantie für Zufriedenheit und Friedlichkeit, könnte man zB die IS mit fett-triefenden Pommes, Soft-Drinks und Fast Food ala McDonalds besser bekämpfen als mit Waffen...

fänd ich jetzt, ernsthaft, einen Versuch wert. Solange man garantieren kann, dass es Halal ist.

Es gibt nichts, was so sicher die Laune hebt, was friedlich und schläfrig macht, wie gutes, solides Essen.



Statt zum Psychologen zu gehen könnte man sich ein dickes Stück Kuchen gönnen und in Gefängnissen würde entsprechende hochkalorische Ernährung dafür sorgen, dass alle friedlich, lieb und nett zueinander sind...

in der Tat. :-)




Alle Menschen können gefährlich werden...egal, wie sie aussehen und wie schwer sie sind.

Wenn ich so meinen Bekanntenkreis betrachte, sind es aber tatsächlich die Dünnen, die eher nervös und hektisch sind, und die Dickerenn sind behäbiger und warten erst mal ab.




Ich verstehe nicht, warum ein Mops in seiner Form nicht genauso glücklich sein sollte wie ein Windhund...

Wenn ihm die Umgebung ständig erzählt, wie falsch es sei, ein Mops zu sein, so ist das tatsächlich schwieriger, als wenn man ständig Lob zu kriegen hört.

gruss, barbara

Bae
16.11.2014, 16:34
Ich denke, es gebe überhaupt keine besonders dicken Menschen, wenn die Leute ihr Hunger- und Sattgefühl wieder trainieren würden.

solche, die nicht allein die Treppe den ersten Stock hochsteigen können, wohl nicht.

Frauen im Format einer Walküre gäbe es selbstverständlich weiterhin.



Meistens wird jemand dick (außer Krankheit oder Medikamente) wenn er sich regelmäßig überisst, weil er einfach über das Sattgefühl hinaus gewohnt ist zu essen.

nicht notwendigerweise; es kann einfach die Konstitution sein. Wozu ein gesunder Appetit gehören kann. Auch bei Personen, die sich gern und viel bewegen.



Und ja, schlank sein, hat überhaupt nichts mit hungern zu tun und was den Sport betrifft glaube ich, dass bei der riesigen Palette an Sportarten die es gibt für jeden was dabei sein müsste, wenn er sich demgegenüber nicht sperren würde,

Viele Sportarten machen zwar gesünder und fitter, aber das heisst nicht unbedingt, dass sich das Gewicht der praktizierenden Person ändert. Nicht jeder ist zum Marathonläufer gemacht.

gruss, barbara

Inaktiver User
16.11.2014, 16:36
Ich denke, es gebe überhaupt keine besonders dicken Menschen, wenn die Leute ihr Hunger- und Sattgefühl wieder trainieren würden. Meistens wird jemand dick (außer Krankheit oder Medikamente) wenn er sich regelmäßig überisst, weil er einfach über das Sattgefühl hinaus gewohnt ist zu essen.

Klar gibts welche die sind drahtiger, breiter, länger, kleiner, fleischiger - aber das hält sich im Normalbereich; wirklich dick macht sich der Mensch nur selbst meiner Meinung nach. Und ja, schlank sein, hat überhaupt nichts mit hungern zu tun und was den Sport betrifft glaube ich, dass bei der riesigen Palette an Sportarten die es gibt für jeden was dabei sein müsste, wenn er sich demgegenüber nicht sperren würde,


Na, das sind alles so die Parolen, die heute so verbreitet werden - und dadurch nicht wahrer werden.

Es gibt nun mal Menschen, die sind von der Natur nicht als schlank (wie wir es heute verstehen) vorgesehen.

Und das mit den Sportarten sage ich mal dem Toptanzpaar unseres Vereins, die täglich trainieren und beide eher Tönnchenform haben ...

Inaktiver User
16.11.2014, 17:04
Das klingt jetzt hier so (vielleicht verstehe ich es auch falsch), als wären alle "dicken Menschen" glücklich, wenn sie von anderen Menschen in Ruhe gelassen würden. Ich kenne aber durchaus übergewichtige Frauen, die tatsächlich aufgrund ihres Übergewichtes (und der daraus für sie tatsächlich resultierenden Probleme) nicht glücklich sind. Eine sehr gute Bekannte von mir hat z. B. große körperliche Einschränkungen und ist überhaupt nicht glücklich damit. Inzwischen ist es bei ihr - aufgrund von Medikamentennebenwirkungen - aber ein Teufelskreislauf geworden.

Ich glaube hier muss man unterscheiden.
ES gibt ja die Körpertypen, die von ihrer genetischen Veranlagung nicht schlank gedacht sind. Die können kämpfen, wie sie wollen...sie werden nie "windhundig" werden. Da gibt es gewisse Insulaner (bitte fragt mich jetzt aber nicht genau, welche das sind), die einfach "dick" sind, weil ihr Stoffwechsel so ausgelegt ist.

Und dann gibt es die Dicken, die es durch ihre Lebensumstände geworden sind - und sich einfach so nicht akzeptieren und mögen...

Ich zB bin eher dünn "gedacht" - war in meinen jungen Jahren oft an der Grenze zu dürr, obwohl ich gefuttert habe.
Jetzt - im Alter, kündigete sich auf einmal eine mir sehr unangenehme Kietze an..und ein größerer Busen :-(.
Zum Glück bin ich ein sehr disziplinierter Mensch - und habe mir die überflüssigen und unschönen Pfunde wieder abtrainiert.
Nicht, weil ich was gegen Dicke habe. Aber weil ich mich in schlank kenne, mag...und weil mein Kleiderschrank voller Klamotten in 36/38 hängt...

bertrande
16.11.2014, 17:08
Hm, und für sonstige Gesellschaften, Völker, Stämme, die es heute gibt - und bezogen auf alle "biologische Klassen", die dieser Menschenansammlung angehören, also Kinder, Jugendliche Erwachsene, Ältere, Alte usw.: Ist Dir da eine bekannt, in der das Tragen von eminenter Körperlast in jeder Hinsicht und für jeden selbstverständlich ist bzw. angestrebt wird - und in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist?

:lachen: Ja, bei Köchen wird Schlanksein eher mit einem gewissen Misstrauen betrachtet.
Eine etwas festere Statur schafft wohl Vertrauen in die Genussfähigkeit des Koches und das Anwenden derselben beim Kochen.

Inaktiver User
17.11.2014, 10:19
Mir ist es egal, ob Dicke gesünder sind oder genauso gesund sind wie Dünne.

Ich bin froh und glücklich, meine 20 kg verloren zu haben und sehr froh, mir mein Dicksein nicht schön reden zu müssen.

Ich schaue jeden Morgen zufrieden in den Spiegel und freue mich, eine große Auswahl schicker Kleidung zu besitzen und kaufen zu können.

Und ich bin sehr froh über meinen schlanken Mann. Allein die Vorstellung, mit einem übergewichtigen Mann zu schlafen, nie und nimmer.

JuliaDoch
17.11.2014, 10:40
Je dicker man ist, desto mehr macht Schlanksein glücklich. :smile:

Inaktiver User
17.11.2014, 10:50
Je dicker man ist, desto mehr macht Schlanksein glücklich. :smile:

Ganz genau :allesok:

Utetiki
17.11.2014, 11:13
Je dicker man ist, desto mehr macht Schlanksein glücklich. :smile:

Und noch glücklicher macht nach dem Erreichen des Schlankseins: Schlankbleiben. Und wenn man sich an den Zustand gewöhnt hat, geht´s an die Probleme, die geblieben sind nach dem Gewichtsverlust.

So ist immer was zu tun und wir werden zu glücklichsten Menschen all over the world.

Utetiki
17.11.2014, 11:14
doppelt

Inaktiver User
17.11.2014, 11:19
Und noch glücklicher macht nach dem Erreichen des Schlankseins: Schlankbleiben. Und wenn man sich an den Zustand gewöhnt hat, geht´s an die Probleme, die geblieben sind nach dem Gewichtsverlust.

So ist immer was zu tun und wir werden zu glücklichsten Menschen all over the world.

Da ich keine Probleme nach dem Gewichtsverlust hatte und habe, behaupte ich jetzt mal, im Moment der glücklichste Mensch zu sein.

Singingintherain
17.11.2014, 11:23
Ich bin froh und glücklich, meine 20 kg verloren zu haben und sehr froh, mir mein Dicksein nicht schön reden zu müssen.

Ich schaue jeden Morgen zufrieden in den Spiegel und freue mich, eine große Auswahl schicker Kleidung zu besitzen und kaufen zu können.

Und ich bin sehr froh über meinen schlanken Mann. Allein die Vorstellung, mit einem übergewichtigen Mann zu schlafen, nie und nimmer.

Ich finde es schön, dass du deinen Post in einer reinen Ich-Form geschrieben hast. Und du dein Äußeres-Ich nun so angenehm findest, dass du zufrieden in den Spiegel schauen kannst. Mit Glück hat das aber wenig (in meinen Augen) zu tun, eben nur mit Zufriedenheit über den Status Quo.

Man kann Menschen nicht absprechen, auch mit einem drallen/pummeligen/dickeren Körper zufrieden zu sein. Ich persönlich gehe davon aus, solange dieser sie nicht im Alltag über die Maßen einschränkt und sie die gewünschten Aktivitäten auch ausführen können, wird das auch funktionieren und so sein.
Man darf davon ausgehen, dass richtig Fette NICHT zufrieden mit ihrem Körper sind, weil der sie im Alltag massiv behindert und ihre Gesundheit gefährdet. Man kann aber auch davon ausgehen, dass es auch richtig Fette gibt, die mit ihrem Leben zufrieden sind und mit ihrem Körper "arrangieren". Die diese "Last" annehmen, und das Beste daraus machen.

Aber mit "Glück haben/empfinden" hat das halt alles für mich nicht viel zu tun, weder das Dünnsein noch das Dicksein. Glück ist eine Momentaufnahme, wie die Liebe des Partners zu spüren und ihm das gleiche Gefühl wieder geben zu können. Glück ist, eine Autobahnfahrt ohne Unfall zu überstehen. Glück ist, die Sonne auf der Nase zu genießen und die Wärme zu spüren. Will sagen, Glück sind so viele kleine Momente - Zufriedenheit ein Lebensgefühl.

Utetiki
17.11.2014, 11:41
Da ich keine Probleme nach dem Gewichtsverlust hatte und habe, behaupte ich jetzt mal, im Moment der glücklichste Mensch zu sein.

Das finde ich schön, wenn jemand das von sich sagen kann. Du bist da ja auch gar nicht entfernt von Singingintherain, für die der Glückszustand eine Momentaufnahme ist.

Inaktiver User
17.11.2014, 12:27
Das finde ich schön, wenn jemand das von sich sagen kann. Du bist da ja auch gar nicht entfernt von Singingintherain, für die der Glückszustand eine Momentaufnahme ist.

Meine vorhergehende Antwort ist natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern zu verstehen.

Im Grunde ist es doch ganz einfach. Man hat ein Ziel, wenn dieses Ziel erreicht ist, erfährt man den Moment des Glücklichseins. Das kann ein bestandenes Examen, die Geburt des Wunschkindes oder ein schöner Urlaub am Mittelmeer sein.

Jeder Mensch erfährt seine ganz besonderen Glücksmomente, für jeden bedeutet es etwas anderes. Ich habe viele solcher Glücksmomente. Wieder erschlankt und dieses Gewicht auch erfolgreich zu halten ist einer meiner ganz persönlichen Glücksmomente.

Ich kenne viele Mollige, die völlig zufrieden mit ihrer Figur sind und niemals auf die Idee kämen, abzunehmen. Das finde ich wunderbar.

Divino
18.11.2014, 00:29
(...)Einerseits das verhasste schlechte Gewissen und die mühsame Selbstdisziplin, auf der anderen Seite die Zufriedenheit beim Blick in den Spiegel, wenn wir uns gerade mit unserer Figur wohlfühlen. Am Ende kommt sie für sich zu der Erkenntnis, dass wir endlich aufhören sollten, uns selbst zu belügen.

Wie geht es Ihnen: Fühlen Sie sich auch wohler mit ein paar Kilos weniger auf den Rippen? Oder ist Ihnen Ihre Figur egal?

Da Übergewicht gesundheitsschädlich ist, finde ich es vermessen, die Frage nach dem Wohlfühlfaktor rein auf die Optik zu beziehen. Niemand sollte sich Übergewicht anfuttern. Es tut nicht gut, ist nicht gut und nützt niemandem. Wäre das jedem klar, gäbe es die Frage nach Optik überhaupt nicht.

Divino
18.11.2014, 00:41
P.S.: Schlanksein macht nicht glücklich sondern ist normal. Dicksein ist in den allermeisten Fällen (krankheitsbedingte Stoffwechselstörungen & Co mal außen vor) nicht normal sondern durch minderwertige Industrieprodukte angefuttert.

Der Körper bekommt haufenweise Zucker, Fett und ein Übermaß an überflüssigem Zeugs, mit dem er so wenig anfangen kann, dass er es auf Bauch, Beine und Po stopft, weil er nicht weiss, wo er damit sonst noch hin soll. Wer auf diese Weise seinen Körper missachtet, auf lange Sicht quält und überfordert, möge doch bitte nicht jammern über sein eigenes Spiegelbild - und schon gar nicht über das, was ihm durch die Attraktivitätswahrnehmung Dritter zurückgeworfen wird, die sich eben nicht selbst missachten.

Sonne_am_Horizont
18.11.2014, 06:15
ich wäre sehr glücklich, hätte ich meine Wunsch - Kilo weniger, bekäme mir auch gesundheitlich besser. Ja, schlank sein macht glücklich.
Aber ich befürchte, dass der Weg zum Schlanksein nicht glücklich macht.

Ständiges bremsen bei der Kalorienzufur kann doch auf die Stimmung schlagen oder beim Konditor das leckere Sahnetortenstückchen lieber nicht nehmen, weil man ja gestern schon was hatte oder am Morgen schon beim Bäcker was Süßes geholt hatte :(

Bae
18.11.2014, 06:58
Da Übergewicht gesundheitsschädlich ist,

ja, so ab BMI 35 wird Übergewicht ein gesundheitliches Problem. Vorher nicht wirklich, bzw die Vorteile wiegen die Nachteile auf, in der Bilanz.
Übergewicht - Dicke leben länger - Gesundheit - Süddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/neue-untersuchungen-dicke-leben-laenger-1.1513143)




Dicksein ist in den allermeisten Fällen (krankheitsbedingte Stoffwechselstörungen & Co mal außen vor) nicht normal sondern durch minderwertige Industrieprodukte angefuttert.

Diese Annahme bestätigt sich keineswegs, wenn ich meinen Bekanntenkreis betrachte. Es gibt Leute dabei, die essen gern und gut, aber keinesfalls minderwertig.

und wenn früher die Leute so viel schlanker waren: nun, das waren jene, die hungerten, von Zeit zu Zeit. Ich bin allerdings sehr froh darüber, dass aktuell Hungersnöte nicht mehr zur Normalität gehören.


gruss, barbara

Inaktiver User
18.11.2014, 07:10
Sobald mich (!) eine solche Äußerlichkeit, die auch noch diversen Moden unterworfen ist, glücklich bzw. unglücklich macht, werde ich (!) mein (!) Wertesystem strengstens überdenken. An mein Körpergewicht möchte ich mein Glück nicht hängen.
Umgekehrt wird eher ein Schuh draus: Unglücklichsein kann (!) zu Übergewicht führen.

pars - mit 60kg nicht glücklicher als mit 120kg zur Zeit irgendwo dazwischen.

Inaktiver User
18.11.2014, 07:44
Dicksein ist in den allermeisten Fällen (krankheitsbedingte Stoffwechselstörungen & Co mal außen vor) nicht normal sondern durch minderwertige Industrieprodukte angefuttert.
Diese Annahme bestätigt sich keineswegs, wenn ich meinen Bekanntenkreis betrachte. Es gibt Leute dabei, die essen gern und gut, aber keinesfalls minderwertig.

Keiner weiß genau, was und wieviel die Leute essen und ich bin ebenfalls der Meinung, dass jeder der Dick ist was verkehrt macht sonst wäre dem so nicht.

Schlanksein ist normal, da muss keiner hungern, da darf man ALLES essen, aber halt in Maßen, es gibt so viele Lebensmittel zur Auswahl in unserer Gesellschaft, jeder hat die freie Wahl und da braucht keiner jammern, dass er verzichten müsste.

Ich denke nicht, dass Schlanksein glücklich macht, sondern eben einfach gesund ist und man sich wohler fühlt und beweglicher ist,

Karla

Inaktiver User
18.11.2014, 09:48
Ich glaube eh, dass "glücklich sein" unabhängig von schlank oder unschlank ein Ausnahmezustand ist...ähnlich wie "unglücklich sein". Niemand ist sein ganzes Leben lang "glücklich"..es sind diese aufs und abs im Leben, die es spannend machen. Wären wir immer und alle Zeit glücklich, wüssten wir diesen Zustand gar nicht mehr zu schätzen - er wäre alltäglich geworden und damit was ziemlich banales. Auch die Phasen, in denen wir nicht strahlend glücklich sind, gehören einfach dazu und haben ihren Sinn..

Eine positive Grundeinstellung und Resilienz (ich freu mit trotzdem des Lebens - auch wenn ich zu dick/dünn/wieauchimmer sein sollte, oder zu wissen, wie ich wieder aus einem Loch rauskomme) erscheinen mir realistischer als fortwährendes Glücklichsein.

Klecksfisch
18.11.2014, 09:58
Ich war als Kind schon ein Spargeltarzen. Mit 18 hatte ich Kleidergröße 34 bei einer Größe von 1,77 m. Später Kleidergröße 36, 38, 40, 42. Meine Hochzeit hatte ich 2008 als bei uns im Büro das Rauchenverbot eingeführt wurde, Kleidergröße 44, statt zu rauchen habe ich gegessen. Das war mir zuviel und ich hatte so viele heruntergesetzte Hosen gekauft, da wollte ich noch reinpassen. Habe abgenommen bis auf Größe 40 alle Hosen konnte ich - gott sei dank - ändern lassen. Mit dem Gewicht fühle ich mich wohl. Glücklich sein hat bei mir mit dem Gewicht nichts zu tun, gestern Abend war ich traurig und das bei meinem Gewicht :freches grinsen:. Ich fühle mich einfach wohler, wenn ich schlanker bin.

Im Moment bin ich eher so :grmpf:, weil ich ich manchmal frage, wer da in der Redaktion sitzt und solche unreflektierten Fragen stellt. Das ist fast so, wenn man fragt, macht ein rotes Auto fahren glücklich :pc kaputt:

Inaktiver User
18.11.2014, 10:08
ich sag's mal so,
wer schon immer schlank war, für den ist dieser zustand völlig "normal",
also nix besonderes und auch nichts was einen nun glücklicher macht.

wer aber mal schlank war, dann zugelegt hat, ist ja völlig egal aus welchen gründen, der ist sicher glücklicher, wenn er es wieder schafft, die pfunde abzubauen.

ich habe genau 5 kilo zugelegt und ich hasse diese pfunde.
aber ich bin deswegen nicht unglücklich.

Inaktiver User
18.11.2014, 10:12
Das ist fast so, wenn man fragt, macht ein rotes Auto fahren glücklich :pc kaputt:


...definitiv - ein rotes Auto fahren macht glücklich :-)...

Ich fühle mich in schlank auch einfach wohler...weil ich mich so gewohnt bin ;-)..und so viele "schlanke" Klamotten habe..

VanDyck
18.11.2014, 10:15
Im Moment bin ich eher so :grmpf:, weil ich ich manchmal frage, wer da in der Redaktion sitzt und solche unreflektierten Fragen stellt.Das wundert mich ja jetzt.
Ich halte die Frage (für sich genommen) für außerordentlich interessant - in vielfacher Hinsicht.


Das ist fast so, wenn man fragt, macht ein rotes Auto fahren glücklich :pc kaputt:Der eigene Körper ist etwas ganz anderes als ein Auto, bzw. Auto fahren.
Der eigene Körper - das bist DU!

VanDyck

Horus
18.11.2014, 10:17
Eine positive Grundeinstellung und Resilienz (ich freu mit trotzdem des Lebens - auch wenn ich zu dick/dünn/wieauchimmer sein sollte, oder zu wissen, wie ich wieder aus einem Loch rauskomme) erscheinen mir realistischer als fortwährendes Glücklichsein.

:blumengabe:

Laura_Palmer
18.11.2014, 11:23
ja, unbedingt.

Schlanksein macht glücklich. Immer und auf jeden Fall.

und sicher am weltallerglücklichsten macht ganz ganz sicher und bestimmt:

Laura_Palmer
18.11.2014, 11:24
Die

Laura_Palmer
18.11.2014, 11:24
:fg engel:

Laura_Palmer
18.11.2014, 11:24
BRIGITTE Diät

Laura_Palmer
18.11.2014, 11:30
ist doch klar, oder?

im Ernst, was für eine scheinheilige Frage.

Die Irrungen und Wirrungen in der Redaktion mal außen vor gelassen...

Aber wenn man sich das hin und her mit den Laienmodels und dann wieder den Profimodels anschaut - es geht doch nur drum Anzeigenkunden zufrieden zustellen und die Verkaufte einigermaßen im Status quo zu halten.

Hätte die Frage geheißen, warum glauben viele Frauen weltweit, dass Schlanksein und Glücklichsein dasselbe ist, oder zumindest einander bedingt, dann hätte sich evtl. ein interessanter Ansatz ergeben können. Eventuell :-)

Aber so, schätze ich kommt im Januarheft : Die neue GLÜCKS-Diät :jubel:

Inaktiver User
18.11.2014, 12:05
Ich bin mit Kindern glücklicher als ohne.

Ich bin mit Ehemann glücklicher als ohne.

Ich bin mit meinem neuen Auto (7 Tage jung) glücklicher als mit meinem alten (17 Jahre alt).

Ich bin schlank glücklicher als übergewichtig.

Ich trage lieber BOSS und Max Mara als Ulla Popken oder andere potthässliche Dickenklamotten.

Immernagellack
18.11.2014, 12:09
Ich finde die Fragen, die die Redaktion selber stellt, immer irgendwie sooo sehr bemüht an den Haaren herbeigezogen.

Gibts nich genug Probleme der Brilerinnen?:freches grinsen:

Singingintherain
18.11.2014, 12:14
Ich trage lieber BOSS und Max Mara als Ulla Popken oder andere potthässliche Dickenklamotten.

Was aber nicht heißt, dass jemand nicht besser in Ulla Popken oder anderen potthässlichen Dickenklamotten aussieht. :freches grinsen: Will sagen, die Marke der Kleidung sagt nichts über Stil, Chic oder positives Gesamtbild aus. :smirksmile: (Ich arbeite gegenüber einer teuren Boutique und sehe täglich diese Aussage bestätigt - deswegen schreibe ich das jetzt mal so platt hin) ABER das ist OT, sorry.

Ich lese hier für mich immer wieder die Vermengung von "Glück" und "Zufriedenheit", "Normalität" oder "Erwartungshaltung diesbezüglich". Was mich dazu bringt, das die Frage "Macht Schlanksein glücklich?" allein schon daran scheitern muss, was die/der Einzelne überhaupt unter a) glücklich sein, b) Schlanksein versteht und c) wie kann EIN Baustein im Leben es allein schaffen, uns so positiv oder negativ über eine große Summe von Zeit zu beeinflussen?

Einig sind wir uns doch über die Gesundheit, die beim extremen Übergewicht (ähnlich wie beim Rauchen, Saufen, Sportsucht, Ess-Brech-/Magersucht (also anderen Erkrankungen im Ernährungsbereich) nachhaltig und auf Dauer geschädigt wird, über Einschränkungen in der Beweglichkeit und Ausdauer, Kleiderauswahl ... und auch bei der Partnersuche. Wo aber für den einzelnen (unabhängig von der ärztlichen Sicht) das "extreme Übergewicht" anfängt, bliebe dann auch noch zu klären *lächel*

Inaktiver User
18.11.2014, 12:35
Was aber nicht heißt, dass jemand nicht besser in Ulla Popken oder anderen potthässlichen Dickenklamotten aussieht. :freches grinsen: Will sagen, die Marke der Kleidung sagt nichts über Stil, Chic oder positives Gesamtbild aus. :smirksmile: (Ich arbeite gegenüber einer teuren Boutique und sehe täglich diese Aussage bestätigt - deswegen schreibe ich das jetzt mal so platt hin) ABER das ist OT, sorry.



Einig sind wir uns doch über die Gesundheit, die beim extremen Übergewicht (ähnlich wie beim Rauchen, Saufen, Sportsucht, Ess-Brech-/Magersucht (also anderen Erkrankungen im Ernährungsbereich) nachhaltig und auf Dauer geschädigt wird, über Einschränkungen in der Beweglichkeit und Ausdauer, Kleiderauswahl ... und auch bei der Partnersuche. Wo aber für den einzelnen (unabhängig von der ärztlichen Sicht) das "extreme Übergewicht" anfängt, bliebe dann auch noch zu klären *lächel*

Dem kann ich nicht zustimmen. Ich finde BOSS und Max Mara deutlich besser in Qualität, Design und Chic.

Kann sich wegen der Preise halt nicht jeder leisten. Ich schon. Wäre ich dick, würde ich wohl Marina Rinaldi tragen, aber sicher niemals diese wirklich hässlichen Ulla Popken Klamotten.

Der von Bae erwähnte BMI 35 bedeutet Adopositas II. Konkret würde ich dann ca. 102 kg wiegen. Man kann über den BMI sagen, was man will. 102 kg sind deutlich zu dick, um nicht zu sagen fett. Selbst wenn man in jungen Jahren noch ordentliche Blutwerte aufweist: Die Gelenke leiden unter diesem Gewicht und bei Operationen im Rumpfbereich gibt es aufgrund des vielen Fetts Wundheilungsstörungen. Da können Zeitungen und populärwissenschaftliche Ratgeber schreiben, was sie wollen.

Und ich glaube nie und nimmer, dass so dicke Frauen wirklich glücklich sind mit ihrem Übergewicht.

Als schlanke junge 55 kg leichte Mutter waren in unseren örtlichen Krabbelgruppe auch viele junge 100 kg schwere junge Mütter.

Heute sind das alte, kranke, dicke 60-jährige Frauen mit einer langen Krankengeschichte und ich bin eine junge, gesunde, schlanke 60-jährige. Und sie werfen mir ganz bestimmt keine mitleidigen Blicke zu.

Singingintherain
18.11.2014, 12:41
@Nipperdey: Ich stimme Dir in punkto hochwertige, schicke und modische Kleidung absolut zu, nicht das wir uns da falsch verstehen. Nur glaube ich nicht, dass die Menschen, die die Kleidung anziehen automatisch optisch attraktiver sind oder jünger wirken, als eine in "oldfashion" gekleidete kräftige Frau ;-) Darauf bezog sich meine "Kritik".

Und ich bin auch bei Dir, was den BMI bei den meisten normalproportionierten als "Übergewicht im Sinne der ärztlichen Verordnung" betrifft. ABER ich bleibe trotzdem bei meiner Sicht und Aussage, "optischen Übergewicht" liegt im Auge des Betrachtenden. :blume:

Inaktiver User
18.11.2014, 14:09
"Schlank" bin ich wohl noch nicht, aber auch nicht mehr "dick" oder "pummelig". Eher normal. Und das macht mich in bestimmten Situationen tatsächlich glücklich - denn ich finde es deutlich netter, in Klamotten zu stecken, die mich zeigen. In den "Dickenklamotten", die ich mir leisten konnte, sah ich immer aus wie ein alt gewordenes dickes Kind (Glücksbärchis - brrrrrrrr) oder ne zu junge Matrone.

Insofern ist mein "Glück" diesbezüglich das "Glück"sgefühl, mich selbstbildentsprechend kleiden zu können. Nix Weltbewegendes - aber es macht mich tatsächlich grundsätzlich zufriedener und hin und wieder glücklich :-)

Daphnia
18.11.2014, 14:12
Hallo Nipperdey,

ich stimme dir bei den genannten Kleidermarken zu und auch dass Leichtigkeit des Körpers Agilität gutes Aussehen ,gute Stimmung und in gewissen Maßen Gesundheit bewirkt.
Aber man muss immer im Kopf haben,letzteres kann vor allem bei über 60 ganz schnell sich ändern.
Und:ich stelle mir dich schon als bewegliche schlanke gutaussehende 60jährige vor,aber "jung" nur aus dem Blickwinkel der ca Gleichaltrigen,für 20jährige bist du natürlich bei den "Scheintoten".

Gruß von Daphnia,die natürlich weiß,dass eine junge Ausstrahlung gemeint war).:blume:

Lolletta
18.11.2014, 14:49
.
Aber man muss immer im Kopf haben,letzteres kann vor allem bei über 60 ganz schnell sich ändern.
:blume:

Warum machst du das an ü60 fest ?

Daphnia
18.11.2014, 15:33
Natürlich kann man in jedem Lebensalter ganz plötzlich sehr schwer erkranken.Aber ab 60 bzw je älter der Mensch wird umso wahrscheinlicher wird es (Zellveränderungen,Herz...).
Gruß Daphnia

Inaktiver User
18.11.2014, 15:42
"Schlank" bin ich wohl noch nicht, aber auch nicht mehr "dick" oder "pummelig". Eher normal. Und das macht mich in bestimmten Situationen tatsächlich glücklich - denn ich finde es deutlich netter, in Klamotten zu stecken, die mich zeigen. In den "Dickenklamotten", die ich mir leisten konnte, sah ich immer aus wie ein alt gewordenes dickes Kind (Glücksbärchis - brrrrrrrr) oder ne zu junge Matrone.

Insofern ist mein "Glück" diesbezüglich das "Glück"sgefühl, mich selbstbildentsprechend kleiden zu können. Nix Weltbewegendes - aber es macht mich tatsächlich grundsätzlich zufriedener und hin und wieder glücklich :-)

Und dies ist genau die richtige Antwort auf die Frage des Brigitte-Teams.

Es geht nicht um die Frage, ob auch Dicke grundsätzliche gesund und fit sind oder länger leben, auch nicht um die Frage der richtigen Ernährung.

VanDyck
18.11.2014, 15:50
Und dies ist genau die richtige Antwort auf die Frage des Brigitte-Teams.Gilt das auch, wenn ich einfach Ja sage, auf die Frage? :lachen:

VanDyck

Inaktiver User
18.11.2014, 15:55
Gilt das auch, wenn ich einfach Ja sage, auf die Frage? :lachen:

VanDyck

Aber sicher! :smile:

Utetiki
18.11.2014, 15:57
Aber sicher! :smile:

Was kann es schöneres geben! :cool:

Horus
18.11.2014, 16:39
Gilt das auch, wenn ich einfach Ja sage, auf die Frage?

psssssssst ...... daraus lässt sich aber kein ganzer Artikel schreiben ................ :pfeifend:

Inaktiver User
18.11.2014, 16:50
psssssssst ...... daraus lässt sich aber kein ganzer Artikel schreiben ................ :pfeifend:

Nun aus 131 Antworten lässt sich schon was machen. Reicht für einen Artikel allemal.

VanDyck
18.11.2014, 16:56
psssssssst ...... daraus lässt sich aber kein ganzer Artikel schreiben ................ :pfeifend:Okee, also gut. :smile:

agjölsg09)UU)AG ASOGIPOASGII(E/%$R§(§()ÖALDFKAÖGFÖAMP76544iZIIOih !!!
asljg§($%ÖLKAJFLJKJDSI/E($)KSKDLSM ??
$§(LGSKSJJJJ OOOO XXX SAJFLJ§)$O !!!!!

:erleuchtung:

Das war jetzt verschlüsselt. :cool: :aetsch:
Näheres dazu im Codebook (http://www.youtube.com/watch?v=RviRADnyFPs). :lachen:

VanDyck

Inaktiver User
18.11.2014, 17:18
Natürlich kann man in jedem Lebensalter ganz plötzlich sehr schwer erkranken.Aber ab 60 bzw je älter der Mensch wird umso wahrscheinlicher wird es (Zellveränderungen,Herz...).
Gruß Daphnia

ha, das klingt so, als müsste sich jeder mit 60plus nur noch mit gedanken seines evtl. baldigen ablebens beschäftigen, anstatt rank und schlank und deshalb vermeintlich (!) glücklich die ärzte zu ärgern. :zwinker:

es lebe der jugendwahn :yeah:

Singingintherain
18.11.2014, 17:54
es lebe der jugendwahn :yeah:

... und der Schlankheitswahn :yeah:

Singingintherain
18.11.2014, 17:57
ha, das klingt so, als müsste sich jeder mit 60plus nur noch mit gedanken seines evtl. baldigen ablebens beschäftigen, anstatt rank und schlank und deshalb vermeintlich (!) glücklich die ärzte zu ärgern. :zwinker:

Mach dir nichts draus. Dafür klingen einige Post hier so, als könnten dicke/pummelige/überproportionalnormale *grins* nur Kleidersäcke tragen, mit 50 nicht mehr gehen und per se ein schwereres Leben führen, nur weil es für einige kaum vorstellbar ist, dass es ein ausgefülltes, zufriedenes Leben mit Glücksmomenten jenseits der Größe 42/44 gibt *lach*

kanglin
18.11.2014, 18:01
Auf die Ausgangsfrage, ob Schlanksein glücklich macht, kann ich nur sagen: und wie!

In den letzten Jahren habe ich durch Ernährungs(gewohnheiten)umstellung sehr langsam, aber kontinuierlich abgenommen. Ich weiß nicht mal, wieviel, denn ich habe mich zuvor nie gewogen, aber so von Größe 42 auf 38. Dabei machen mich die Jerseykleider, die ich jetzt ohne weite Strickjacke drüber tragen kann, zwar zufrieden, aber nicht glücklich.

Glücklich, und zwar wirklich tief glücklich, macht mich, dass meine Gedanken nicht mehr ständig manisch ums Essen kreisen: Was darf ich heute essen? Habe ich schon zuviel gegessen? Wann gibt es Mittagessen? Und was? Darf ich noch Kekse hinterher essen? Jetzt habe ich schon zuviel gegessen, jetzt esse ich abends gar nichts mehr. Oder ganz wenig. Ich habe schon wieder Hunger. Wo ist die Keksdose? Ich sollte jetzt keine Kekse essen. Ich möchte aber. Ein Keks kann nicht schaden. Mist, jetzt waren es doch zehn Stück. Dafür esse ich heute abend aber nichts. Undsoweiter - endlos. Manchmal habe ich es sogar bedauert, keine Alkoholikern zu sein, weil man Alkohol ganz weglassen kann, Essen aber nicht.

Völlig losgeworden bin ich die Denke nicht, aber sie kommt viel seltener und ich nehme es gelassener. Und das, einhergehend mit der Gewissheit, dass ich völlig okay aussehe, selbst wenn es sicher noch 10 Kilo mehr als bei Claudia Schiffer sind, macht mich ziemlich glücklich.

Lolletta
18.11.2014, 18:03
es lebe der jugendwahn :yeah:


... und der Schlankheitswahn :yeah:


zufriedenes Leben mit Glücksmomenten jenseits der Größe 42/44 gibt *lach*

Sind wir uns ja alle einig :yeah:

Inaktiver User
18.11.2014, 18:05
Mach dir nichts draus. Dafür klingen einige Post hier so, als könnten dicke/pummelige/überproportionalnormale *grins* nur Kleidersäcke tragen, mit 50 nicht mehr gehen und per se ein schwereres Leben führen, nur weil es für einige kaum vorstellbar ist, dass es ein ausgefülltes, zufriedenes Leben mit Glücksmomenten jenseits der Größe 42/44 gibt *lach*

:lachen:

Daphnia
18.11.2014, 18:27
Hallo ihr Lieben,
Ich bin wohl falsch rübergekommen:habe nichts gegen Schlanksein-bin selber,bei ü60,schlank und modisch,bilde mir ein,glücklich zu sein (aber nicht weil ich schlank bin).
Nur die bedingungslose Verknüpfung dre Begriffe schlank und glücklich sträuben sich bei mir.

Im Übrigen weiß man Glück am besten zu schätzen,wenn man um seine Vergänglichkeit weiß!
Daphnia

Inaktiver User
18.11.2014, 18:31
Fassen wir also zusammen:

1. Alle schlanken Frauen sind glücklich bzw. zufrieden schlank zu sein.

2. Alle ehemaligen übergewichtigen und jetzt schlanken Frauen sind glücklich bzw. zufrieden nun schlank zu sein.

3. Alle noch übergewichtigen Frauen sind glücklich bzw. zufrieden mit ihrem Übergewicht und wären unglücklich, wenn die Kilos plötzlich purzeln würden.

Dann sind wir ja alle zufrieden und glücklich. Das finde ich sehr schön. :prost:

Inaktiver User
18.11.2014, 20:21
...und noch glücklicher sind die, die eine Zeitlang mit ihrer Figur unzufrieden waren und dann erfolgreich die Plautze wieder in ihre Schranken verwiesen haben ;-)

(ich weiß, wovon ich rede...)

Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn die Lieblingshose wieder locker passt..(hätte ich gar nicht so zu schätzen gewusst, wäre es nicht mal anders gewesen).

Daraus könnte man jetzt schließen, dass der Mensch zumindest zeitweise Probleme braucht, um dann wieder glücklich sein zu können...(Menschen sind kompliziert..)

kanglin
18.11.2014, 20:52
Ganz recht - mein Partner hatte nie Probleme mit dem Essen, so dass es ihn nicht speziell glücklich macht, damit keine zu haben, so wie mich. Andererseits würde ich auf dieses besondere Glücksgefühl auch locker verzichten, wenn ich davor nicht jahrzehntelang mit dem Essen gekämpft hätte... hm...

Bae
19.11.2014, 08:10
Ich trage lieber BOSS und Max Mara als Ulla Popken oder andere potthässliche Dickenklamotten.

Ich behaupte jetzt mal frech, dass sich auch Dünne in potthässlichen Klamotten nicht wirklich wohl fühlen, und dass grundsätzlich Menschen jeden Formats in passender, gut geschnittener, eleganter Kleidung besser aussehen als in Kartoffelsäcken.

gruss, barbara

Bae
19.11.2014, 08:17
Der von Bae erwähnte BMI 35 bedeutet Adopositas II. Konkret würde ich dann ca. 102 kg wiegen. Man kann über den BMI sagen, was man will. 102 kg sind deutlich zu dick, um nicht zu sagen fett.

zu dick ... in Relation zu was?

ziemlich dick, ja das schon. Durchaus. Und ERST an diesem Punkt fängt Übergewicht an, ein gesundheitliches Problem zu sein, relativ zu einer Person im Bereich von BMI 20-25 - nicht vorher!



Selbst wenn man in jungen Jahren noch ordentliche Blutwerte aufweist: Die Gelenke leiden unter diesem Gewicht und bei Operationen im Rumpfbereich gibt es aufgrund des vielen Fetts Wundheilungsstörungen. Da können Zeitungen und populärwissenschaftliche Ratgeber schreiben, was sie wollen.

Gelenke und Muskeln kann man trainieren, und OPs im Bauchraum sind nicht so häufig, als dass sie ein relevantes Kriterium sein können. Ich hatte in meinem Leben bisher keine einzige OP und mit etwas Glück wird das auch so bleiben.



Und ich glaube nie und nimmer, dass so dicke Frauen wirklich glücklich sind mit ihrem Übergewicht.

Es gibt wohl auch welche, die sind nicht glücklich mit ihrem Intellekt, oder nicht glücklich mit ihrem Mann, oder nicht glücklich mit ihren mangelnden Fremdsprachenkenntnissen, oder nicht glücklich mit ihrem langsamen Arbeitstempo, oder sonst was... jede hat ihr Kreuz zu tragen.

Aber man kann durchaus glücklich sein MIT seinem Kreuz und sich sagen: zum Glück ist es nur ein bisschen Übergewicht / nur mein nicht vorhandenes Talent für Sprachen -/ nur mein xyz und nichts wirklich Schlimmes; zum Glück bin ich gesund.

gruss, barbara

Inaktiver User
19.11.2014, 09:21
Genau, Barbara: man kann trotzdem glücklich sein.
Ist eine Fähigkeit, die man schon früh trainieren sollte: trotz diverser Probleme glücklich (ich finde ja "zufrieden sein" besser formuliert, denn Glück ist für mich nichts alltägliches..) zu sein - denn welches Leben ist schon perfekt..
Irgendwas ist doch immer:
zu dick, zu dünn, zu jung, zu alt, zu dämlich (oder auch zu klug), zu unsicher, zu feige, zu bequem...

Die Kunst ist die, trotz dieses "zu..." sein Leben zu genießen..

Zartbitter
19.11.2014, 09:36
*Schlanksein* macht nicht glücklich(er)..ich bin schlank.

1977 crashte ich mich 25 kg schlanker...davon sind 18 kg geblieben bis heute. Ich stand damals vor der Magersucht.

Meine Probleme sind geblieben. Mal mehr, mal weniger.

Ich beneide sogar die Dicken ab und zu...sie leben sich selbst.

LG zb

Inaktiver User
19.11.2014, 09:41
Liebe Barbara,

deine Sichtweisen finde ich immer sehr lesenswert.

Ich persönlich kenne die Aggregatzustände:
- zufrieden oder unzufrieden
- fröhlich oder traurig
- wach oder müde
- entspannt oder gestresst
- ideenreich oder ratlos
- interessiert oder desinteressiert
- mutig oder zögernd
...

Und das alles in ein und dem selben Körper! Zusammenhänge zu meiner Körperform stelle ich da selten her.

Aber, schön für jeden, dem ein einfaches Schlanksein zufrieden, fröhlich, wach, interessiert, entspannt, mutig ...macht.

Ich umgebe mich gern mit positiven Menschen. Wenn er das nur ist, weil er schlank ist, bitte sehr.

meta1
19.11.2014, 10:20
Im Übrigen weiß man Glück am besten zu schätzen,wenn man um seine Vergänglichkeit weiß!
Daphnia


genau das ist der Punkt.

Wer denn sein Glück an der Kleidergröße festmachen möchte oder an der Kleidung, dass es Boss und nicht Ulla Popken sein muss (mir ist manchmal Aldi zu teuer), der hat noch nicht erlebt, was es heißt ums Überleben kämpfen zu müssen.

Inaktiver User
19.11.2014, 10:32
es heisst ja:

m a c h t schlanksein glücklich?

die schlanken sagen sich doch nicht jeden tag, ich bin schlank, also glücklich.
die denken garnicht drüber nach.

du denkst erst drüber nach, wenn du dir nicht mehr gefällst.
das können wenige pfunde mehr sein, oder 3 kleidergrössen mehr.

Inaktiver User
19.11.2014, 10:51
die schlanken sagen sich doch nicht jeden tag, ich bin schlank, also glücklich.
die denken garnicht drüber nach.


Tosca, genau das ist der springende Punkt. Solange etwas selbstverständlich für einen ist, solange weiß man es meist nicht wirklich zu schätzen. Wenn aber etwas abhanden gekommen ist oder nicht mehr so ist, erst dann vermisst man es.

Es gibt einen schönen Spruch von Goethe:
Was ist das höchste Glück auf Erden?
Gesund zu sein?
Ich sage nein,
Das größte Glück auf Erden ist -
Gesund zu werden"


Ich hatte eingangs geschrieben, dass es mich glücklich macht, schlanker geworden zu sein. Wäre ich immer schlank gewesen, wäre es für mich ja eine Selbstverständlichkeit und somit nicht weiter wert, darüber nachzudenken. Ich habe mich aber fünf Jahre mit meinem Übergewicht herumgeärgert und nun bin ich es zum größten Teil los und das macht mich glücklich.

Genauso wenig sind Gesunde glücklich über ihre Gesundheit (wobei ich jetzt wirklich nicht Schlanksein mit Gesundsein gleichsetzen will und Dicksein mit Kranksein. Das sind zwei verschiedene Baustellen). Erst, wenn man krank war, weiß man Gesundheit wieder zu schätzen.

Ich denke, Menschen, die immer schon schlank waren, sind genauso unglücklich oder glücklich wie die, die nie schlank waren.

Inaktiver User
19.11.2014, 10:57
Ich behaupte jetzt mal frech, dass sich auch Dünne in potthässlichen Klamotten nicht wirklich wohl fühlen, und dass grundsätzlich Menschen jeden Formats in passender, gut geschnittener, eleganter Kleidung besser aussehen als in Kartoffelsäcken.

Ja.
Aber selbst Ulla Poppken-Klamotten können besser aussehen als die oben genannten Marken, wenn die Trägerin Geschmack und Stil hat, denn Markennamen tragen ist nicht gleichbedeutend mit gut aussehen.

Bae
19.11.2014, 11:33
Um vom Schlank-Sein glücklich zu werden, muss man ja wohl als erstes das eigene Glücklichsein vom Schlank-Sein abhängig machen.

Es fragt sich durchaus, wie sinnvoll das ist als Lebensgestaltungsstrategie.

gruss, barbara

Inaktiver User
19.11.2014, 11:43
Also dicke sind glücklich und gesund? Keine schmerzenden Gelenke, Rückenprobleme, Schmerzen in den Füßen?

Und Mode für Mollige ist wahnsinnig chic, modern und cool?

Warum zum Kuckuck wollen denn so viele Frauen abnehmen, auch hier in der Bri? Warum gibt es so viele Diätratgeber, die sich wie geschnitten Brot verkaufen?

Warum kenne ich keine einzige Frau meiner Gewichtsklasse und Kleidergröße, die, da unglücklich mit ihrer Figur, zunehmen möchte?

Gebe es hier auch einen großen Diskussionsbedarf, hätte die Frage gelautet: Machen Haustiere glücklich?

Natürlich gibt es Menschen, denen ihr Gewicht so egal ist wie mir das Fallschirmspringen. Und natürlich können sie gesund sein. So what?

Aber alle diejenigen Mitschreiberinnen hier, die erfolgreich abgenommen, sind zufrieden/glücklich mit ihrem Erfolg. Das ist selbstverständlich, dennn Erfolg verschafft ein Glückserlebnis, sei es die schlanke Figur, ein bestandenes Examen oder was auch immer.

Zartbitter
19.11.2014, 11:48
Ich sehe das nicht so @ Nipperdey.

Inaktiver User
19.11.2014, 11:51
so Nipperday und nun erzähle ich dir komplett das gegenteil.

was meinst du, wie viele frauen ich kenne, deren - fast - einziger gedanke nur darum kreist, dieses und jenes n i c h t zu essen, dieses und jenes n i c h t zu tun, nur wegen ihrer schlanken figur. wie ein wahn. ich rede von älteren frauen!

frauen die schlank sind und jede veränderung ihres körpers als manko sehen.

nee, DAS kann es auch nicht sein.

Inaktiver User
19.11.2014, 11:59
@Letstalk,

ich weiss ja, warum ich zugenommen habe.
wegen krankheit, wegen langer zeit nicht mehr sport treiben dürfen, dann gleich die wechseljahre.

ich kenne also beide seiten.
immer schlank und dann eben zunehmend pölsterchen da und dort. :beleidigt:

davon hängt aber definitiv n i c h t mein glücklichsein ab.
sondern eher von meinem sehr intakten umfeld.

Inaktiver User
19.11.2014, 12:02
Um vom Schlank-Sein glücklich zu werden, muss man ja wohl als erstes das eigene Glücklichsein vom Schlank-Sein abhängig machen.

Es fragt sich durchaus, wie sinnvoll das ist als Lebensgestaltungsstrategie.

gruss, barbara

Du bringst es auf den punkt barbara :blume:

Inaktiver User
19.11.2014, 12:02
was meinst du, wie viele frauen ich kenne, deren - fast - einziger gedanke nur darum kreist, dieses und jenes n i c h t zu essen, dieses und jenes n i c h t zu tun, nur wegen ihrer schlanken figur. wie ein wahn. ich rede von älteren frauen!

Solche Leute gibts bestimmt, aber die machen sich halt dann selbst freiwillig unglücklich weshalb auch immer, schlanker werden sie dadurch nicht.

Ich finde es fühlt sich glücklich an, wenn man sich frei fühlt. Ich bin schlank und esse trotzdem alles, aber halt in Maßen und ich denke das kann doch jeder so machen, wenn er sich frei fühlen will

Valium
19.11.2014, 12:09
Hallo zusammen,

in meinem Bekanntenkreis gibt es auch verschiedene Figurformen und ob jemand glücklich ist oder nicht, hängt von vielen anderen Faktoren aber nicht ausschließlich vom Gewicht ab. Jedoch - was vielleicht mit dem erreichten Alter zusammenhängt - die sehr schlanken (da spreche ich mal nicht vom Normalgewicht) Frauen in meinem Umfeld beschäftigen sich schon stark mit dem Thema Gewicht und Ernährung. Da gibt es eine bestimmte Ernährungsweise, die nur in Ausnahmefällen unterbrochen wird (Ausnahmefall: zum Beispiel Geburtstag). Ansonsten gibt es eben nur Salate mit Geflügel oder Fisch mit Gemüse. Keine Saucen, keine Kohlenhydrate, kaum Süßigkeiten. Mir wär das zu anstrengend und das würde mich unglücklich machen.
Ist jemand glücklich, der sich so extrem mit dem Thema Essen beschäftigt um schlank zu bleiben? Das gilt natürlich auch für die andere Richtung (aber hier geht es ja nun um das schlank sein).

Ich habe für meinen Geschmack eine gute Figur, auch wenn ich nicht dem heutigen Schönheitsideal entspreche (bin eben kein Hungerhaken, an mir ist durchaus was dran :jubel:). Früher wurde ich oft für magersüchtig gehalten, weil ich recht dünn war (aber immer noch nicht so dünn, wie es heute Mode ist). Damit habe ich mich unwohl gefühlt und Klamotten habe ich auch schwer gefunden.

VG
Valium

VanDyck
19.11.2014, 12:15
Um vom Schlank-Sein glücklich zu werden, muss man ja wohl als erstes das eigene Glücklichsein vom Schlank-Sein abhängig machen.Ja, unter anderem - und das ist ja auch sehr sinnvoll, unser Glücklichsein vom Zustand unseres Körpers abhängig zu machen:
Unser Körper ist nämlich sehr viel mehr als nur unsere 'Hülle' oder sonstwas,
unser Körper - das sind wir selbst.

VanDyck

Inaktiver User
19.11.2014, 12:58
@Letstalk,

ich weiss ja, warum ich zugenommen habe.
wegen krankheit, wegen langer zeit nicht mehr sport treiben dürfen, dann gleich die wechseljahre.

ich kenne also beide seiten.
immer schlank und dann eben zunehmend pölsterchen da und dort. :beleidigt:

davon hängt aber definitiv n i c h t mein glücklichsein ab.
sondern eher von meinem sehr intakten umfeld.

Ich kann Dir in diesem Beitrag nur voll zustimmen. Hätte ich nicht erfolgreich abgenommen, hätte ich mich damit arrangiert. Nicht wirklich zufrieden mit meinem Gewicht, aber glücklich mit meinem privaten Umfeld.

Es gibt viele Dinge, die einen glücklich machen. Das habe ich auch nie in Abrede gestellt.

Inaktiver User
19.11.2014, 13:04
Hallo zusammen,

in meinem Bekanntenkreis gibt es auch verschiedene Figurformen und ob jemand glücklich ist oder nicht, hängt von vielen anderen Faktoren aber nicht ausschließlich vom Gewicht ab. Jedoch - was vielleicht mit dem erreichten Alter zusammenhängt - die sehr schlanken (da spreche ich mal nicht vom Normalgewicht) Frauen in meinem Umfeld beschäftigen sich schon stark mit dem Thema Gewicht und Ernährung. Da gibt es eine bestimmte Ernährungsweise, die nur in Ausnahmefällen unterbrochen wird (Ausnahmefall: zum Beispiel Geburtstag). Ansonsten gibt es eben nur Salate mit Geflügel oder Fisch mit Gemüse. Keine Saucen, keine Kohlenhydrate, kaum Süßigkeiten. Mir wär das zu anstrengend und das würde mich unglücklich machen.



VG
Valium

Hätte ich versucht, auf diese Art abzunehmen, wäre ich auch unglücklich gewesen und wäre grandios gescheitert.

Bae
19.11.2014, 13:43
Also dicke sind glücklich und gesund? Keine schmerzenden Gelenke, Rückenprobleme, Schmerzen in den Füßen?

Ich bin nicht schlank, ich bin gesund. Keine schmerzenden Gelenke, keine Rückenprobleme, keine Schmerzen in den Füssen. In der Tat.

Ich trainiere aber auch regelmässig und halt mich fit.




Und Mode für Mollige ist wahnsinnig chic, modern und cool?

Wer schlank bis dünn ist, hat es in modischer Hinsicht sicher leichter, eine grössere Auswahl. Zum Glücklich-Sein reicht dies aber nicht als Grund. Und auch nicht zum Unglücklich-Sein.




Warum zum Kuckuck wollen denn so viele Frauen abnehmen, auch hier in der Bri? Warum gibt es so viele Diätratgeber, die sich wie geschnitten Brot verkaufen?

DAS frag ich mich auch immer wieder, welche Gehirnwäsche dies bewirkt!



Warum kenne ich keine einzige Frau meiner Gewichtsklasse und Kleidergröße, die, da unglücklich mit ihrer Figur, zunehmen möchte?

Vielleicht, weil auch jene, die sich sowas denken könnten, wissen, bei dir mit einem solchen Anliegen nicht auf ein freundliches Ohr zu stossen, und es deshalb sein lassen?



Gebe es hier auch einen großen Diskussionsbedarf, hätte die Frage gelautet: Machen Haustiere glücklich?

nein. Haustiere machen glücklich - zumindest glücklicher - das ist bekannt.




Aber alle diejenigen Mitschreiberinnen hier, die erfolgreich abgenommen, sind zufrieden/glücklich mit ihrem Erfolg. Das ist selbstverständlich, dennn Erfolg verschafft ein Glückserlebnis, sei es die schlanke Figur, ein bestandenes Examen oder was auch immer.

Dann hoffen wir mal, dass ihr Erfolg anhält, denn schliesslich würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass sie mit mehr Gewicht unglücklicher wären.

Ich halte es für einen Fehler, Zufriedenheit an solchen Äusserlichkeiten festzusmachen. Ich bin zufrieden, im Reinen mit mir selbst, so wie ich halt bin, dünn oder dick, wie es halt eben ist.

gruss, barbara

Franca81
19.11.2014, 14:23
Ich habe in der ersten Jahreshälfte ziemlich zugenommen. Ende Juli habe ich mich sehr unwohl gefühlt - mit mir und meiner Figur und allem. Das führte unter anderem auch zu einer Unzufriedenheit, die sich durch alle Bereiche meines Lebens gezogen hat.

Anfang August habe ich dann mit Hilfe einer neuen Kur und einer sehr strikten Ernährungsweise abgenommen. Jetzt bin ich wieder bei meinem alten Gewicht, fühle mich wohl wie selten. Ob ich deswegen glücklicher bin, kann ich nicht sagen. Aber ich fühle mich gut, bin zufrieden und viel aktiver. Komplimente bekomme ich auch - also was will man mehr.

Ich glaube nicht, dass Schlank sein glücklich macht - aber wenn man mit sich selbst zufrieden ist, hat man eine Baustelle im Leben eben nicht, die einen selbst unglücklich machen könnte.

Kassandra25
19.11.2014, 15:05
Hallo zusammen

Interessante Frage.

Schlank sein. Wie definiert sich schlank sein?
Über den BMI, Messungen des Taillenumfangs oder des Körperfetts, oder das eigene Wohlbefinden?
Wer bestimmt, ob jemand schlank ist?
Ich selbst? Mein Arzt? Die Gesellschaft? Die Modezeitschriften?

Für mich ist schlank sein ein schönes Nebenprodukt eines gesunden Lebensstils (Bewegung, Ernährung etc.).
Ich war noch nie übergewichtig, aber auch noch nie mager wie so manche Models.
Je "schlanker" manche Frauen sind, umso düsterer sieht es oft in ihrem Gemütsleben aus.
Übergewicht belastet auch viele stark.

Also heisst für mich die persönliche Konsequenz:
Ich achte, ein "Normalgewicht" zu halten (wieder so ein dehnbarer Begriff).
Es macht nicht automatisch glücklich, aber es ist für die Gesundheit (physisch + psychisch) eher förderlich.
Wenn ich mich gesund fühle, strahle ich das auch aus.
Ob das nun plus minus 2 kg sind, ist egal. Aber es bedeutet Arbeit, um diesen persönlichen Bereich zu halten.
Ich muss nicht hungern, aber wenn ich über die Stränge schlage, dann muss ich das wieder kompensieren.
Möchte nicht krank werden, nur weil ich meinen Beitrag nicht geleistet habe.

Es gibt schlanke Menschen, die keinen Sport treiben und/oder sich schlecht ernähren. Das ist nicht gesund und wird sich später gegebenenfalls rächen. Also, um die Frage zu beantworten, macht Schlanksein glücklich? Nein. Ich bin lieber gesund als schlank. Gesundheit ist das höchste Gut.

Danke für die zum Nachdenken anregende Diskussion.

Gruss Kassandra

Inaktiver User
19.11.2014, 15:18
Macht Essen glücklich?

Inaktiver User
19.11.2014, 15:18
Ich mache das "Glücklichsein" nicht vom Schlanksein abhängig. Das bedeutet ja, ich wäre als Dicke stets unglücklich gewesen, und das ist schlicht unwahr.

Die Abnahme ist jedoch ein zusätzlicher Punkt des Wohlfühlens/Glücklichseins - und zwar jenseits gesellschaftlicher Normen. In die passe ich als "Behinderte" sowieso nicht, werde nicht als "Frau" wahrgenommen/bewertet von außen, sondern "bin" die sog. "Behinderung", völlig egal, als was ich sonst noch erscheinen könnte: dick, schlank, hübsch, hässlich, ungepflegt, auftetuckt etc.

Da geht es mir einzig um meine Wahrnehmung bzw. mein Körpergefühl. Und da kommt das Schlanksein als zusätzlicher "Gutfühlenspunkt" dazu. Ich kann mich jetzt eben für mich so kleiden, wie es meinem Geschmack/Stil entspricht. Von außen wird das immer noch nicht wahr genommen, da könnte ich auch dick und plump im Kartoffelsack mit Glücksbärchis hocken. Aber ich fühle mich eben wohler im schlankeren Körper - und hin und wieder grins ich mich an in nem neuen Minirock und fühl mich einfach glücklich, weil ich sowas jetzt krieg und tragen kann.

Das heißt aber bloß nicht, dass ich jetzt a) ununterbrochen "glücklich" wäre wg. Erschlankung oder b) als Dicke ununterbrochen unglücklich oder aber c) mein "Glück" auf der Schlankheit aufbaue. Die ist, wie gesagt, nur ein Bonuspunkt. Ein gern genommener, wie bei Boni üblich, aber kein Essential.

maryquitecontrary
19.11.2014, 15:28
Für mich hat die Frage "macht Schlanksein glücklich?" (die ich ziemlich ungeschickt gestellt finde, aber man kann sie als Ausgangspunkt nehmen) drei Ebenen:

1. innen - die Gedanken und Gefühle
2. innen - der Körper
3. aussen - der Blick auf den Körper (auch die Mutmassungen über das Innen, also die Gefühle)

1. und 2. haben viel miteinander zu tun, da stimme ich VD zu - Gefühle entstehen ja im Körper.

Bei gestörtem Essen sind 1 und 2 oft voneinander abgekoppelt, nicht ineinander verflochten und integriert.

Wohingegen ich von mir selbst kenne, dass ich, wenn ich das mir angenehmste Gewicht habe, ein intensives, gutes Körpergefühl und Grundgefühl habe. Mein Körper, meine Bewegungen, mein Biorhythmus fühlen sich fluide und stimmig an, ich habe Kraft und Schwung. Mehr als wenn ich rundlicher bin.

Ob ich etwas runder oder schlanker bin, hat keinen wesentlichen Einfluss auf meinen Gefühlshaushalt - dennoch, am allerwohlsten fühle ich mich, wenn ich mich auch wohl in meiner Haut und meinem Körper fühle, und das ist bei BMI 23 eher der Fall als bei einem von 27. Alles nicht klinisch relevant.

3. ist etwas ganz anderes und hat mehr mit den Gedanken und Erfahrungen der Draufschauenden zu tun. Das ist ziemlich spekulativ und entspringt oft einer eigenen Abwehr oder Ideologie. Ich persönlich würde mich hüten, Menschen, schon gar wegen ihres BMI, über einen Kamm zu scheren oder zu glauben zu wissen, wie sich "Schlanke" oder "Dicke" fühlen. Das kann ich maximal von mir selber wissen, oder von Menschen, die ich kenne, und mit denen ich geredet habe.

Das "Aussen" ist natürlich in unserer materialistischen Gesellschaft wichtig, es ist der Verkaufsfaktor, eine Währung, und da ist "gut" oder "schlecht" ziemlich klar definiert. Aber das "innen" kann nahe daran gekoppelt oder davon ziemlich unabhängig sein, das ist von aussen kaum sichtbar.

Cariad
19.11.2014, 15:39
Ich schreib mal aus meiner aktuellen Perspektive, neunter Monat Schwangerschaft und 12 Kilo mehr als gewohnt: Ich weiß, schwanger ist was anderes als dick - aber ich finde es gerade wahnsinnig anstrengend, so schwerfällig und unbeweglich zu sein. Zwei steile Treppen und ich gerate außer Atem. Ein längerer Spaziergang und ich halte Ausschau nach der nächsten Bank. Ein kurzer Spurt, um den Bus zu kriegen? Allein der Gedanke ist anstrengend! Der Blick in den Spiegel, bevor ich das Haus verlasse: Kaum ein Outfit sieht so richtig gut aus.

All das macht mich natürlich nicht "unglücklich", aber es wird mich glücklich machen, wenn ich mich wieder "normal" bewegen kann. Ich bin ein aktiver Mensch, und mich an der frischen Luft bei zügigem Tempo zu bewegen, ist definitiv ein Glücksfaktor für mich. :smile:

wildwusel
19.11.2014, 16:07
Dieser Vergleich hinkt für mich wildwusel, beim Schlanksein gehts nämlich um den eigenen Körper und da habe ICH selbst definitiv am meisten Einfluss drauf.

Also, ich wäre gerne 180 cm groß, aber es klappt einfach nicht.

Wenn's den Leuten gefiele, wegen ihres Aussehens runtergemacht zu werden, gäb's keine Diätbücher.


Kennst Du eine "Welt", d.h. eine Ansammlung von Menschen (Gesellschaft, Volk, Stamm ...), in der das Tragen von zusätzlicher Körperlast zum gewohnheitsmäßigen Selbstverständnis aller gehört bzw. in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist? Weißt Du was drüber?

Naja, was heißt "zusätzlich"? Das geht ja schon von einer Norm aus, die aus einem spezifischen gesellschaftlichen oder kulturellen Kontext kommt.

Ich erinnere mich gerade noch, daß moppelige Kinder als "gut gedeihend" und "Wonneproppen" galten, und magere Kinder in den Ferien zum Aufpäppeln ins Freßlager geschickt wurden. Weiter zurück hast du Ideale ausladenderer Frauen, so Größe 42 bis 46 vielleicht -- völlig durchschnittlich heute, damals schwer zu erreichen.

Es gibt eine Untersuchung (http://www.biomedcentral.com/1471-2458/8/128#) -- leider hatte ich noch nicht die Muße, mich kritisch damit zu befassen -- wonach es nicht vom Körpergewicht, sondern von der Zufriedenheit mit dem eigenen Körpergewicht abhängt, ob man die Krankheiten entwickelt, die in unserer Gesellschaft mit Übergewicht einhergehen. Wäre interessant welche Gruppen sie herangezogen haben, die moppelig sind *und* nicht dem permanenten Druck ihrer Umgebung ausgesetzt, dünner sein zu sollen, der natürlich Einfluß auf die eigene Körperwahrnehmung hat.


(Du hattest mir vor längerem mal einen feinen Linktipp, der in diese Richtung wies - bei mir unterm Strich aber mehr Fragen aufwarf als beantwortete. :-)

Weißt du noch, wann und welchen? Ich treibe immer so über dieses Thema und merke mir nicht genug für hinreichend lange...

hillary
19.11.2014, 16:14
Es ist noch nicht allzu lange her, da wog ich bei 1,63m knappe 45kg, trug Kleidergröße 34/36. Und ich war unglücklich.
Ziemlich belastende Lebensumstände rissen mir die Pfunde vom Leib, ich konnte Schokolade tafelweise essen, es ging nichts rauf, sondern nur runter. Das war nicht schlank, sondern dürr, Haut und Knochen. Meine Hausärztin sah das Ganze trotz Bestwerten beim Checkup als dramatisch.
Heute sind es 10 kg mehr, leider auch etwas Hüftgold :niedergeschmettert: (das nervt) aber ich bin definitiv zufriedener.

Bae
19.11.2014, 17:07
Macht Essen glücklich?

gutes Essen, ja :-)

Ich beobachtete letzthin zwei Damen, die aus der besten Confiserie der Stadt heraustraten, strahlten über beide Ohren und seufzten "ich fühl mich einfach sooooo wohl!" - aber so gut kochen und backen zu können, das ist nicht weit weg von Magie.

gruss, barbara

VanDyck
19.11.2014, 17:15
Es ist noch nicht allzu lange her, da wog ich bei 1,63m knappe 45kg, trug Kleidergröße 34/36. Und ich war unglücklich.
Ziemlich belastende Lebensumstände rissen mir die Pfunde vom Leib, ich konnte Schokolade tafelweise essen, es ging nichts rauf, sondern nur runter. Das war nicht schlank, sondern dürr, Haut und Knochen. Meine Hausärztin sah das Ganze trotz Bestwerten beim Checkup als dramatisch.Kein Wunder, dass deine Hausärztin alles andere als erfreut war bei einem BMI von 16,9.
Das ist eindeutig Untergewicht, was umso problematischer ist, solltest du in der Zeit auch eine 'generelle Tendenz' gehabt haben, die noch weiter nach unten zeigte.


Heute sind es 10 kg mehr, leider auch etwas Hüftgold :niedergeschmettert: (das nervt) ...Na, bei deinem jetzigen BMI von 20,7 dürfte das Hüftgold nicht
allzu üppig sein, würde ich mal sagen ... :lachen:

VanDyck

Tessa
19.11.2014, 17:36
Mir wird - als sehr Schlanke -permanent unterstellt, ich müsse ja unglücklich sein. Weil ich mich soooo bemühen muss, mein Gewicht zu halten...

"was? du machst fast jeden Tag Sport? Wie schrecklich!"
"wieso bestellst du dir nicht ein Stück Sahnetorte (Nudelauflauf mit Gorgonzola, Pizza mit extra Käse, etc...), du kannst es dir doch leisten"
"nun nimm doch ein paar Pralinen, du bist doch sooo dünn"

Ehrlich, es nervt. Ich liebe Sport, ich hasse fettiges Essen, mit Sahnetorte kann man mich jagen, ich mag Salat, echt wahr! Es macht mich nicht glücklich, mir den halben Büroarbeitstag anderer Leute Süßkram in den Mund zu stecken, es macht nur schlechte Zähne. Und vermutlich dick, ich weiß es nicht.

Warum sitzen also Schlanke so oft in der Schublade "unglücklich, weil sie sich nichts gönnen?"

@ Bae: Ein Haustier würde mich übrigens absolut nicht glücklich machen :smirksmile:

Menschen ticken tatsächlich unterschiedlich...

Inaktiver User
19.11.2014, 18:32
Ich schreib mal aus meiner aktuellen Perspektive, neunter Monat Schwangerschaft und 12 Kilo mehr als gewohnt: Ich weiß, schwanger ist was anderes als dick - aber ich finde es gerade wahnsinnig anstrengend, so schwerfällig und unbeweglich zu sein. Zwei steile Treppen und ich gerate außer Atem. Ein längerer Spaziergang und ich halte Ausschau nach der nächsten Bank. Ein kurzer Spurt, um den Bus zu kriegen? Allein der Gedanke ist anstrengend! Der Blick in den Spiegel, bevor ich das Haus verlasse: Kaum ein Outfit sieht so richtig gut aus.

All das macht mich natürlich nicht "unglücklich", aber es wird mich glücklich machen, wenn ich mich wieder "normal" bewegen kann. Ich bin ein aktiver Mensch, und mich an der frischen Luft bei zügigem Tempo zu bewegen, ist definitiv ein Glücksfaktor für mich. :smile:

Das leichte bauchfreie Gefühl kurz nach der Geburt ist einfach bombastisch. Man ist ja zuerst nur 5 kg leichter, fühlt sich aber wie eine Feder. Freu Dich drauf.

VanDyck
19.11.2014, 18:40
Warum sitzen also Schlanke so oft in der Schublade "unglücklich, weil sie sich nichts gönnen?" Um sich diese Frage zu beantworten, kann man folgende Fragen stellen:
WER packt 'Schlanke' (oft) in diese Schublade?
WELCHES Motiv steckt dahinter?

Im Übrigen: die Übergewichtigen stellen schon seit einiger Zeit die Mehrheit.
Die Mehrheit neigt unter bestimmten Umständen dazu, die Minderheit zu diskriminieren - warum das so ist, liegt zumeist auf der Hand: man fühlt sich selbst besser. Ganz einfach.

VanDyck

Rollingstone61
19.11.2014, 18:42
Ich habe jetzt hier schon einiges gelesen und habe mal eine Frage: WARUM ist es vielen so wichtig schlank zu sein? Weil überall suggeriert wird, dass Schlanksein unmittelbar geknüpft ist an Wohlstand, Bildung, Disziplin oder weil man sich bessere Chancen bei Männern ausrechnet? Man darf nicht vergessen, dass auch eine riesen Industrie dahintersteckt, weswegen es wohl auch so in dem (wie ich finde fast unverschämtem) Artikel dargestellt wird. Oder liegt es daran, dass wir (fast) alle übersättigt sind und kaum Probleme haben, dass man sich künstlich Probleme schaffen muss. Ich habe fast die ganze Welt bereist und außerhalb Westeuropas so viele hübsche, mollige (für viele hier eher fette) und strahlende Frauen mit so positiver Ausstrahlung gesehen, die man hier lange suchen muss - und das in einem Land mit Wohlstand und Frieden. Irgendwie dekadent!

Ich jedenfalls habe die letzten 20 Jahre ca. 15 kg zugenommen und wiege bei 1,69 cm 85 kg, wobei ich mich eher kräftig als fett fühle. So what! Wenn ich manche Frauen in meinem Alter sehe (ich bin 61) die mit ihrer Kleidergröße von 36/38 von hinten aussehen wie 35 und von vorne wie 70, weil sie 1000 Falten im Gesicht haben, denke ich auch, DAS ist also schön oder erstrebenswert? Nee! Aber jedem das Seine, ich fühl mich jedenfalls wohl in meiner Haut, bin gesund und entspannt! Was will frau mehr?!:yeah:

Zartbitter
19.11.2014, 18:44
Das leichte bauchfreie Gefühl kurz nach der Geburt ist einfach bombastisch. Man ist ja zuerst nur 5 kg leichter, fühlt sich aber wie eine Feder. Freu Dich drauf.

Das Feder unterschreibe ich nicht.

12 kg sind jedoch nicht zuviel im 9. Monat...ich hatte damals in der Schwangerschaft abgenommen und fand die 7 kg schon sehr beschwerlich....ich war unbeweglich und Treppen fand ich anstrengend.

Tessa
19.11.2014, 18:52
@ VanDyck: Tja, über das Motiv grübele ich seit Jahren. Bei den unzufriedenen Dicken ist es sicher oft Neid, aber was ist es bei den zufriedenen? Ihnen macht es Spaß, Sahnetorte zu essen und mir macht es Spaß, keine zu essen. Das könnte, ohne doofe Kommentare, doch ein vergnügliches Kaffeestündchen werden. :smirksmile:

OT: Neulich auf der Straße: Ich stehe ganz friedlich da und dampfe meine E-Zigarette. Es stinkt nach nichts, es riecht maximal einen Hauch nach Brombeere. Geht eine Frau vorbei, dreht sich rum, kommt zurück und kreischt "das ist aber ungesund!"

Wenn ich das Leben der Dicken, der Unsportlichen und der Nichtraucher so ausdauernd kommentieren würde, wie die meins: Ich käme zu nix anderem mehr :smirksmile:

Aen
19.11.2014, 18:53
Da frag ich völlig unrhetorisch :blume:: Kennst Du eine "Welt", d.h. eine Ansammlung von Menschen (Gesellschaft, Volk, Stamm ...), in der das Tragen von zusätzlicher Körperlast zum gewohnheitsmäßigen Selbstverständnis aller gehört bzw. in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist? Weißt Du was drüber?


Naja, was heißt "zusätzlich"? Das geht ja schon von einer Norm aus, die aus einem spezifischen gesellschaftlichen oder kulturellen Kontext kommt.

Einverstanden. Wir werden wohl beide damit leben müssen, dass unsere Begriffe von dick und schlank (dürr, fett) irgendwie in Relation zueinander entstanden und entwickelt worden sind; also immerschon irgendeine „Norm“ mitgedacht wurde bzw. sinnvollerweise mitgedacht werden muss, um den einen vom anderen Begriff (symmetrisch) kontrastieren zu können. Jedenfalls wenn man in diesen Begriffen bleibt.

Aber vielleicht klappt "eminente Körperlast" besser, um einen Körper zu beschreiben, der erkennbar mehr Eigenlast trägt, als er etwa bei Flucht- (oder Angriffs-)gelegenheiten mühelos bewegen kann.



Ich erinnere mich gerade noch, daß moppelige Kinder als "gut gedeihend" und "Wonneproppen" galten, und magere Kinder in den Ferien zum Aufpäppeln ins Freßlager geschickt wurden.

Jep, ich selbst war so ein „probieren wir’s mit guter Bergluft und drei Wochen Grießbrei“-Grundschulkind. *börks* :-) Aber ich erinnere mich gleichfalls gut, dass wir ein sehr dickes Mädchen in der zweiten Klasse als „sehr dickes Mädchen in der Klasse“ gekannt und benannt haben. Worunter (also dass ihr dieses Etikett ständig vorauslief) sie sicher mehr litt, als sie uns zeigte. Aber vermutlich hast Du recht, der Schritt von „moppelig proper" zu „huch, dick" war damals ein unübersichtlich kleinerer als heute.



Weiter zurück hast du Ideale ausladenderer Frauen, so Größe 42 bis 46 vielleicht -- völlig durchschnittlich heute, damals schwer zu erreichen.

Ja, wohl auch deshalb ein schwer zu erreichendes „Ideal“, weil es im vollen Bewusstsein in Umlauf war, dass das kurvenextreme Idealbild kaumje der damaligen Alltagsbewältigung (vom Nahrungsangebot zu schweigen) der meisten Männer und Frauen standhalten wird. Musste es als erotische Objektimago ja auch nicht.

Ich ziele mit meiner Frage aber auch weniger auf Einzelzusammenhänge für bevorzugte Körperformen bzw. Exzentrizitäten, was vorgestellte libidinöse Bezüge angeht; sondern tatsächlich auf ein Gesellschaftsganzes, (und sei es noch so klein), in dem durch alle "biologischen Klassen“ (weiblich, männlich, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Ältere, Alte) und Schichten/Stände/Milieus gilt: dass eine eminente Körperlast selbstverständlich bzw. anzustreben ist - und Schlanksein sich als sozial nachteilig erweist.



Es gibt eine Untersuchung (http://www.biomedcentral.com/1471-2458/8/128#) -- leider hatte ich noch nicht die Muße, mich kritisch damit zu befassen -- wonach es nicht vom Körpergewicht, sondern von der Zufriedenheit mit dem eigenen Körpergewicht abhängt, ob man die Krankheiten entwickelt, die in unserer Gesellschaft mit Übergewicht einhergehen. Wäre interessant welche Gruppen sie herangezogen haben, die moppelig sind *und* nicht dem permanenten Druck ihrer Umgebung ausgesetzt, dünner sein zu sollen, der natürlich Einfluß auf die eigene Körperwahrnehmung hat.

Hm, siehste, und hier hätt’ ich gerne den (im besten Fall ideologiefreien ;-) Spielraum ausgelotet, in dem ein „unbestechliches Körpergefühl“ gelten darf - oder jedenfalls nicht denkunmöglich sein muss. Ein empfundenes „Ich fühl’ mich leicht“ / „Ich fühl’ mich schwer“, das sich außerhalb sozialer und politischer Kategorien, Zuschreibungen oder Einflüsterungen fassen und beschreiben ließe.

Folgt man der Diskussion in diesem Thread, gibt es ein solches nicht. Also gar nicht. (Bzw. wird es stets fix und mit Nachdruck in soziale/politische Bezüge 'zurückgeholt'.) Was ich mit Blick auf mich und andere, die ich kenne, die für sich ein buchstäblich eigenes Körpergefühl in Anspruch nehmen würden, unüberzeugend finde.

Danke für den Link. :blume:



Weißt du noch, wann und welchen? Ich treibe immer so über dieses Thema und merke mir nicht genug für hinreichend lange...

Ich glaube, der war’s:

Nutrition Journal | Full text | Weight Science:Evaluating the Evidence for a Paradigm Shift (http://www.nutritionj.com/content/10/1/9)


Gruß,
Aen

Tessa
19.11.2014, 18:57
Wenn ich manche Frauen in meinem Alter sehe (ich bin 61) die mit ihrer Kleidergröße von 36/38 von hinten aussehen wie 35 und von vorne wie 70, weil sie 1000 Falten im Gesicht haben, denke ich auch, DAS ist also schön oder erstrebenswert? Nee!

Das ist nicht mehr oder weniger erstrebenswert, als ein Röllchen um die Hüften. Das sucht sich keiner aus, das nennt sich "Älterwerden".

Erstrebenswert finde ich, das ständige Vergleichen und Abwerten sein zu lassen. DAS macht nämlich unglücklich.

Rowellan
19.11.2014, 19:53
Ja, unter anderem - und das ist ja auch sehr sinnvoll, unser Glücklichsein vom Zustand unseres Körpers abhängig zu machen:
Unser Körper ist nämlich sehr viel mehr als nur unsere 'Hülle' oder sonstwas,
unser Körper - das sind wir selbst.

VanDyck
Mmmhm. Jein. Hängt davon ab, wieweit Geist/Seele und Körper übereinstimmen.
Mein inneres Bild z.B. ist zierlich-knabenhaft, so der Kobold-Elfen-Typ. Blöderweise hat Mutter Natur aber beschlossen, mich mit einer Figur vom Typ "Muttergöttin" auszustatten.
Also ist mein Weg zum - mhm, nennen wir es nicht Glücklich-, sondern Zufriedensein - der, der irgendwie Seele und Körper soweit miteinander versöhnt, daß sie es irgendwie miteinander aushalten.


Macht Essen glücklich?
Ja!

Ein gutes Essen, mit einem guten Glas Wein dazu, mit Menschen, die man mag, guten Gesprächen - das trifft meine Idee von einem perfekten Abend schon ziemlich genau :smirksmile:


Ich bin ein aktiver Mensch, und mich an der frischen Luft bei zügigem Tempo zu bewegen, ist definitiv ein Glücksfaktor für mich. :smile:
Nee, für mich so gar nicht. Frische Luft ist was Schönes, unbedingt. Bewegung kann, muss nicht - und ganz bestimmt nicht zügig. Ich bin schließlich nicht auf der Flucht :freches grinsen:

Madiba
19.11.2014, 20:51
Ich kenne beides, Übergewicht und Normalgewicht.

Wenn ich für mich selbst formulieren müsste, könnte ich die Fragestellung des Strangs umkehren.
Traurigsein 'machte' mich dick.
Glücklichsein schlank.

Die Erfahrung mit einem zu gewichtigen Körper hat mich - im Nachhinein - gelehrt und gewarnt, gut auf mich und meine Seele aufzupassen, um mich auch in meinem Körper wohlfühlen zu können.:blume:

zio
19.11.2014, 21:50
Ich jedenfalls habe die letzten 20 Jahre ca. 15 kg zugenommen und wiege bei 1,69 cm 85 kg, wobei ich mich eher kräftig als fett fühle. So what! Wenn ich manche Frauen in meinem Alter sehe (ich bin 61) die mit ihrer Kleidergröße von 36/38 von hinten aussehen wie 35 und von vorne wie 70, weil sie 1000 Falten im Gesicht haben, denke ich auch, DAS ist also schön oder erstrebenswert? Nee! Aber jedem das Seine, ich fühl mich jedenfalls wohl in meiner Haut, bin gesund und entspannt! Was will frau mehr?!:yeah:

Was ich nicht verstehe ist diese Polarisierung bei diesem Thema, es werden regelrecht Feindbilder geschaffen.

Eine schlanke Frau darf nicht einfach schlank sein, nein es wird ihr unterstellt, sie müsse auch Falten im Gesicht haben.:cool:

Es gibt dicke Frauen mit Falten und dünne Frauen mit Falten, genauso wie es dicke und dünne ohne Falten gibt.

Schlanke Frauen "müssen" sich kasteien, ja klar.:unterwerf:

Sie "gönnen sich nix", sie sind "Hungerhaken"....die Liste der Abwertungen kann beliebig weiter erstellt werden.

Ich verstehe es nicht. Wozu?

Ich bin schlank und ja, mir schmeckt weder Schokolade noch Sahnetorte besonders. Und ja ich esse gerne "nur" Fleisch und Salat, aber nicht deswegen, weil ich auf etwas verzichte, sondern weil es mir eben so schmeckt. Wenn jemand bei Schokolade von Genuss spricht, ist das ok - wenn jemand bei Gemüse, Obst, Fleisch etc. von Genuss spricht, ist das abwegig?:wie?:

Es ist ein schwacher Versuch von mir, etwas zu erklären - möglicherweise sinnlos.

Bae
19.11.2014, 21:58
Also ich finde durchaus erklärungsbedürftig, warum manche Leute auf ganze Ernährungsgruppen verzichten,.

Ich mag Schokolade und Sahnetorte, ich mag Fleisch und Salat. Und es würde mir schwer fallen, auf irgend eine dieser Gruppen zu verzichten.

gruss, barbara

katelbach
19.11.2014, 22:13
Was heißt hier verzichten, wenn man etwas nicht mag.

Ein Beispiel:
Ich mag seit Kleinkindertagen keine Süßigkeiten, nix Frittiertes, vor Milch und Sahne graust mir. Dafür liebe ich Buttermilch, Yoghurt, fast alle Arten von (fettem) Käse. Vor Makrelen ekle ich mich, nahezu alle anderen Fische mag ich und esse sie auch roh. Wenn ich Bier nur rieche, wird mir übel, aber ich trinke nahezu täglich ruppige Rotweine, aber niemals Weißwein. Filterkaffee mag ich auch nicht, aber Espresso.

Meine Essgewohnheiten rekrutieren sich nicht aus Verzicht, sondern aus "lecker" und "baaaah!" Und das gestehe ich anderen auch zu.

Rollingstone61
19.11.2014, 22:45
@zio

Ich gebe zu, mit meinem letzten Absatz etwas provoziert zu haben. Es ist aber wirklich so (kenne ich -zig Beispiele), dass Frauen über 50, die schon 20 Jahre mit dem Essen aufpassen, im Gesicht nicht so glatt sind, wie die Dickeren. Ich glaube auch, dass "Dicke" (dehnbarer Begriff) öfter Abwertungen ausgesetzt sind als Dünne. Ich werte Schlanke gar nicht ab, ich finde es nur albern, wenn sie sich mit 60 noch kasteien und sich den Keks zum Kaffee verkneifen mit dem Hinweis, dass der zu viel Kalorien hat!! Wer von Natur aus schlank ist und sich nicht kasteit, ist doch ok! Ich verstehe nur die Motivation bei denen, die sich alles verkneifen, nicht! Das ist der springende Punkt! Aber ich toleriere es, obwohl es mir suspekt ist!

Inaktiver User
19.11.2014, 22:53
Ich habe jetzt hier schon einiges gelesen und habe mal eine Frage: WARUM ist es vielen so wichtig schlank zu sein? Weil überall suggeriert wird, dass Schlanksein unmittelbar geknüpft ist an Wohlstand, Bildung, Disziplin oder weil man sich bessere Chancen bei Männern ausrechnet? Man darf nicht vergessen, dass auch eine riesen Industrie dahintersteckt, weswegen es wohl auch so in dem (wie ich finde fast unverschämtem) Artikel dargestellt wird. Oder liegt es daran, dass wir (fast) alle übersättigt sind und kaum Probleme haben, dass man sich künstlich Probleme schaffen muss. Ich habe fast die ganze Welt bereist und außerhalb Westeuropas so viele hübsche, mollige (für viele hier eher fette) und strahlende Frauen mit so positiver Ausstrahlung gesehen, die man hier lange suchen muss - und das in einem Land mit Wohlstand und Frieden. Irgendwie dekadent!

Ich jedenfalls habe die letzten 20 Jahre ca. 15 kg zugenommen und wiege bei 1,69 cm 85 kg, wobei ich mich eher kräftig als fett fühle. So what! Wenn ich manche Frauen in meinem Alter sehe (ich bin 61) die mit ihrer Kleidergröße von 36/38 von hinten aussehen wie 35 und von vorne wie 70, weil sie 1000 Falten im Gesicht haben, denke ich auch, DAS ist also schön oder erstrebenswert? Nee! Aber jedem das Seine, ich fühl mich jedenfalls wohl in meiner Haut, bin gesund und entspannt! Was will frau mehr?!:yeah:


Das freut mich für dich! Was frau mehr will? Vielleicht ein bisschen entspannteren Umgang mit uns Schlanken...
Es gibt so viele böse Vorurteile über uns: hippelig wären wir - genussunfähig, ungemütlich, überdiszipliniert, giftig, biestig, faltig, dröge und unsexy und überhaupt ganz schrecklich. Aber das ist so gar nicht wahr..

Es ist nicht wichtig, schlank zu sein. Es ist auch nicht wichtig, dick zu sein. Es gibt nun mal verschiedene Körpertypen..und verstehe nicht, warum sie sich gegenseitig abwerten müssen.

Ich habe auch schon viele schlanke Frauen mit einer positiven Ausstrahlung gesehen - gerade eben bei meinem Tanzkurs mindestens 5... die nicht ins Klischee schlank = verknittert und krampfig (Gegenteil von entspannt)
Wir haben viel gelacht, viel getanzt, geschwitzt und hatten so richtig Spaß..und wir sind alle schlank. Entspannt sind wir auch.. Und deutsch...wir genießen Wohlstand und Frieden in Verbindung mit ägyptischem Bauchtanz ;-)

Ich werde ein Problem damit kriegen, mit 70 auf die von dir genannten 1000 Falten zu kommen...obwohl ich Gr. 36/38 habe...ich bin jetzt 56 und habe erst ungefähr 10....

Ich freu mich, wenn ich von hinten wie 35 aussehe...dann ist wenigstens eine Seite schön. Besser als gar nüschd - oder?

Divino
20.11.2014, 00:45
Also ich finde durchaus erklärungsbedürftig, warum manche Leute auf ganze Ernährungsgruppen verzichten,.

Ich mag Schokolade und Sahnetorte, ich mag Fleisch und Salat. Und es würde mir schwer fallen, auf irgend eine dieser Gruppen zu verzichten.

Schokolade und Sahnetorte gehört nicht zu einer Ernährungsgruppe sondern zu Genussmitteln. Nicht jeder mag jedes Genussmittel. Ich "verzichte" darauf genauso gern wie darauf, in einen Hundehaufen zu treten. Und ich fände erklärungsbedürftig, wenn jemand fragt, warum man denn da nicht reintreten will, wo es doch "Glück" bringt. Es ist halt "baaaah" und fertig. Wie katelbach schon sagt.

Divino
20.11.2014, 00:56
Es ist aber wirklich so (kenne ich -zig Beispiele), dass Frauen über 50, die schon 20 Jahre mit dem Essen aufpassen, im Gesicht nicht so glatt sind, wie die Dickeren.

Hast du zugenommen, damit du weniger Falten bekommst?


Ich glaube auch, dass "Dicke" (dehnbarer Begriff) öfter Abwertungen ausgesetzt sind als Dünne.

Glaub ich nicht.


Ich verstehe nur die Motivation bei denen, die sich alles verkneifen, nicht!

Vermutlich waren die, die das tun, mal dicker und wissen, was es mit sich bringt, wenn sie wieder beginnen, zuzulangen. Wie ein Exraucher, der sich "nur die eine" Zigarette, die er jetzt gern hätte, eben halt verkneift.

Bae
20.11.2014, 06:30
Schokolade und Sahnetorte gehört nicht zu einer Ernährungsgruppe sondern zu Genussmitteln.


meinetwegen.

Es gibt immer noch genug Leute, die auf Fett ganz oder fast ganz verzichten, oder auf Kohlehydrate fast oder fast ganz verzichten, und ich habe in der Tat Mühe mir vorzustellen, dass es Leute gibt, die jede Form von Fett nicht mögen, oder die jede Form von Kohlehydrate nicht mögen. Ganz besonders, wenn sich das über Jahre hinweg zieht.




Nicht jeder mag jedes Genussmittel. Ich "verzichte" darauf genauso gern wie darauf, in einen Hundehaufen zu treten.

Ich mag kein Bier und trinke keins, würde es aber dennoch nicht analog zu Hundehaufen betrachten, sondern kann durchaus nachvollziehen, dass es Leute gibt, die es gerne mögen. Den Hundehaufen-Vergleich finde ich maximal unpassend.

gruss, barbara

schafwolle
20.11.2014, 06:32
ich finde es nur albern, wenn sie sich mit 60 noch kasteien und sich den Keks zum Kaffee verkneifen mit dem Hinweis, dass der zu viel Kalorien hat!!

Mir ist nicht klar, warum Du eine Altersgrenze in dem Zusammenhang ziehst.
Klingt für mich ganz danach, als wäre "ab 60" eh alles wurscht.

Neigt man zur schnellen Gewichtszunahme, dann werden sich die Kalorien eines Keks
(eines Stücks Torte, einer sahnehaltigen Soße ...) in unerwünschter Form auswirken.

Je fortgeschrittener das Alter, desto mehr, wenn man in Form von Muskelaufbau/
Bewegung nicht entsprechend gegensteuert.

Sich "den Keks" zu verkneifen bedeutet nichts anderes, als sich mittels freiwilliger (!)
Selbstdisziplin gegen die Folgeerscheinungen unnötiger Kalorienzufuhr zu entscheiden.

"Gutes Essen" wird erstaunlicherweise offenbar sehr oft mit reichhaltigem Essen
in Verbindung gebracht. "Ich genieße halt" dient gerne als Umschreibung für die
Neigung, vorzugsweise Süßes und Fettes zu konsumieren. Essensgenuss kann aber
durchaus an anderen Faktoren festgemacht werden.

Bae
20.11.2014, 06:37
Vermutlich waren die, die das tun, mal dicker und wissen, was es mit sich bringt, wenn sie wieder beginnen, zuzulangen. Wie ein Exraucher, der sich "nur die eine" Zigarette, die er jetzt gern hätte, eben halt verkneift.

ja: der Körper pendelt sich in dem Gewicht ein, das von Natur aus seins ist, und nicht bei dem, das per willkürlichem Willensakt definiert wurde. Ein völlig natürlicher, normaler, gesunder Vorgang, der mit dem Konsumieren von Tabak so gar nicht sinnvoll verglichen werden kann.

gruss, barbara

Bae
20.11.2014, 06:45
Neigt man zur schnellen Gewichtszunahme, dann werden sich die Kalorien eines Keks
(eines Stücks Torte, einer sahnehaltigen Soße ...) in unerwünschter Form auswirken.

Je fortgeschrittener das Alter, desto mehr, wenn man in Form von Muskelaufbau/
Bewegung nicht entsprechend gegensteuert.

fit, kräftig und beweglich sein ist was ganz Anderes als schlank/dünn sein. Unterschiedliche Ziele, die unterschiedliche Massnahmen erfordern.



Sich "den Keks" zu verkneifen bedeutet nichts anderes, als sich mittels freiwilliger (!)
Selbstdisziplin gegen die Folgeerscheinungen unnötiger Kalorienzufuhr zu entscheiden.

Wenn der Körper ein Gelüste hat, findet der Körper die Zufuhr offenbar nicht unnötig. Wobei die Folgen der Zufuhr ja angenehme sind: Warme Extremitäten, Zufriedenheit, ein angenehmes Körpergefühl, gute Laune, Konzentrartionsfähigkeit, Kreativität.... finde ich, sind alle nicht zu verachten.



"Gutes Essen" wird erstaunlicherweise offenbar sehr oft mit reichhaltigem Essen
in Verbindung gebracht.

Klar. Gerade wenn es kalt ist draussen, ist solide, warme Nahrung wichtig fürs Wohlbefinden und hilft, gesund zu bleiben. Und Fett ist nun mal Geschmacksträger, wo kein Fett ist, wird es schnell fad und trocken.



Essensgenuss kann aber
durchaus an anderen Faktoren festgemacht werden.

Erzähl mal! - welche denn?

gruss, barbara

Inaktiver User
20.11.2014, 07:14
Übergewicht kommt nicht durch Aufnahme von Fett, sondern durch die obszönen Mengen an Zucker und deren Ersatzstoffe, die wir inzwischen unbewusst aufnehmen.
Ich empfehle zur Info die Doku "Fed Up".

Der erste Schritt zur erfolgreichen Abnahme ist imho, sich nicht mehr durch die Lebensmittelindustrie verarschen zu lassen und den Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln aufzugeben oder zumindest stark zu reduzieren. Sonst wird man schlicht gemästet (zur möglichen Agenda der Industrie sage ich jetzt mal nichts).
Jedenfalls hat das in der Ausprägung, wie wir das heute vorfinden, kaum etwas mit Bewegunsfaulheit oder dem gelegentlichen Genuss von Schokolade zu tun.

Ob Schlanksein glücklich macht, kann ich gar nicht genau sagen. Es ist schon angenehm, Idealgewicht zu haben, aber soviel Gewicht hat das Gewicht in meinem Leben nicht, dass ich da von Glücklichmachen sprechen würde.
Ich hatte aber auch noch nie wirklich Gewichtsprobleme. Zwar war ich auch nie eine Bohnenstange (zu klein, zu kräftige Gelenke, eher athletisch als dünn gebaut), und in gewissen Phasen hatte ich fürs Wohlfühlgewicht auch mal 10 kg zuviel auf den Rippen, aber das hat sich auch immer wieder reguliert.

Und seit ich vier Stunden die Woche tanze - nicht um schlank zu sein, sondern weil es mich das glücklich macht - und Industriefutter meide, ansonsten aber Schokolade nasche wie sonst auch (hochwertige Ware, nicht den gepanschten Kram aus dem Supermarkt), ist mein Gewicht auf jeden Fall im Idealbereich.

Singingintherain
20.11.2014, 07:15
Mir bleibt nach dem Lesen der letzten Seiten eines im Sinn (habe mir leider nicht den Usernamen gemerkt)... wer zufrieden und im reinen mit sich ist, der braucht keine Abwertung/Erhöhen, keinen schrägen Seitenblick auf "den Anderen, der bleibt einfach bei sich und seinem Leben. Dem ist es egal, ob jemand gepflegt in der EUR 600 oder in der EUR 50 Jacke aussieht. Der freut sich, ob seiner eigenen Faltenfreiheit oder braucht kein "schlechtes Beispiel", um sich mit 8 Falten besser zu fühlen. Wer unzufrieden dick ist, wird nicht dünner, nur weil er einen sehr viel schlankeren Menschen als Asketen oder "magersüchtig" tituliert. Wer sich geisselt, um schlank zu bleiben, darf seinen Unmut darüber nicht an den "undisziplinierten Sahnetortenesser" vom Nebentisch festmachen.

Schlanksein oder niedriges Übergewicht ist einfacher, praktischer, meist gesünder und beim Kleiderkauf eine nicht zu unterschätzende Wertigkeit. Aber weder sagt es was über die Attraktivität der Person aus, noch über Bildung, Herzensbildung, Charakter, Leistungsfähigkeit etc.pp. aus - also Schlanksein macht nicht per se glücklich, nur viele Menschen zufriedener.

Inaktiver User
20.11.2014, 08:59
Mir bleibt nach dem Lesen der letzten Seiten eines im Sinn (habe mir leider nicht den Usernamen gemerkt)... wer zufrieden und im reinen mit sich ist, der braucht keine Abwertung/Erhöhen, keinen schrägen Seitenblick auf "den Anderen, der bleibt einfach bei sich und seinem Leben. Dem ist es egal, ob jemand gepflegt in der EUR 600 oder in der EUR 50 Jacke aussieht. Der freut sich, ob seiner eigenen Faltenfreiheit oder braucht kein "schlechtes Beispiel", um sich mit 8 Falten besser zu fühlen. Wer unzufrieden dick ist, wird nicht dünner, nur weil er einen sehr viel schlankeren Menschen als Asketen oder "magersüchtig" tituliert. Wer sich geisselt, um schlank zu bleiben, darf seinen Unmut darüber nicht an den "undisziplinierten Sahnetortenesser" vom Nebentisch festmachen.

Mir fällt vor allem mal wieder auf, dass so viele sich gleich rechtfertigen, warum sie so sind, wie sie sind und warum sie sich so wohlfühlen (ob vorgeblich oder tatsächlich, sei mal dahingestellt) - und dass das auf mich absolut keinen entspannten Eindruck macht, auch wenn das immer wieder beteuert wird.
Und selbstverständlich wird auch wieder betont, egal von welcher Gewichtsklasse, dass man selbstverständlich gutes Essen zu schätzen weiß und natürlich nur hochwertiges Zeug isst, kein billiges Industriezeugs ... etc. pp.

Im Grunde empfinde ich viele Reaktionen hier als Trauerspiel.

meta1
20.11.2014, 09:20
also, einfach mal als Einwurf zum gesundem Essen.
ich hatte, bis zu meiner Schwangerschaft vor nunmehr fast 12 Jahren, immer Normalgewicht, war mal kurzzeitig sogar untergewichtig und habe schon immer auf, für mich, anständige Ernährung geachtet.
Während der Schwangerschaft habe ich 8 kg zugenommen, habe sehr streng darauf geachtet, da man ja im späteren Alter schwer abnimmt. Nun hatte ich einen massiven Bandscheibenvorfall während der Schwangerschaft. Kurz nach der Geburt meines Kindes wog ich schon wieder weniger, als vor der Schwangerschaft. Als mein Kind 4 Monate alt war, ließ ich mich an der Bandscheibe operieren, und danach explodierte ich. Meine Ernährung war nicht anders als vorher und trotzdem habe ich nach der OP knapp 20 kg zugenommen, die ich nicht mehr los geworden bin. Es ist so, dass ich nach wie vor Kleidergröße 42 bei Hosen habe, oben brauche ich eine größere Größe, ich mal es nciht, wenn was zu eng ist, ich mag es wallend.
Und ich habe jetzt gelernt, mit meinem Gewicht zu leben, ich habe keine Lust mehr, mich ständig unter Druck zu setzen, weil die Gesellschaft dickere Menschen nicht als gleichwertig erachtet, ich mag die Diskriminierung nicht und sage mir einfach, wer mich mit den Pfunden zu viel nicht mag, der mag mich auch nicht ohne.
jederm muss für sich selbst lernen, wo er seine Prioritäten festmacht und was in seinem Leben wichtig ist.
ich gehe am Wochenende Gans mit Knödel und Rotkraut essen und ich werde mir keinen Bissen verbieten.

Inaktiver User
20.11.2014, 11:10
fit, kräftig und beweglich sein ist was ganz Anderes als schlank/dünn sein. Unterschiedliche Ziele, die unterschiedliche Massnahmen erfordern.




Wenn der Körper ein Gelüste hat, findet der Körper die Zufuhr offenbar nicht unnötig. Wobei die Folgen der Zufuhr ja angenehme sind: Warme Extremitäten, Zufriedenheit, ein angenehmes Körpergefühl, gute Laune, Konzentrartionsfähigkeit, Kreativität.... finde ich, sind alle nicht zu verachten.




Klar. Gerade wenn es kalt ist draussen, ist solide, warme Nahrung wichtig fürs Wohlbefinden und hilft, gesund zu bleiben. Und Fett ist nun mal Geschmacksträger, wo kein Fett ist, wird es schnell fad und trocken.



Erzähl mal! - welche denn?

gruss, barbara

Stimmt: man kann sich nach einem guten Essen wohl, zufrieden, durchwärmt und satt fühlen...aber auch pappsatt, voll, träge, aufgeschwollen und irgendwie ätzend.

Beim Sport ist es genauso auch: man kann sich danach total wohl fühlen, angenehm ermattet, wohlig durchblutet und gut gelaunt..oder aber ausgekühlt, fertig, überanstrengt..

Die Dosis macht das Gift...

Klar ist Fett ein Geschmacksträger..und wenn man das richtige nimmt, tut man sogar noch was für seine Gesundheit.
Ich nehme gerne Olivenöl...das schmeckt mir und scheint mir gut zu tun...
Was für mich beim Essen noch wichtig ist..ein schön gedeckter Tisch, eine gute Atmosphäre..und nette "Mitesser"...da schmeckt es doppelt gut...

Bae
20.11.2014, 15:52
Stimmt: man kann sich nach einem guten Essen wohl, zufrieden, durchwärmt und satt fühlen...aber auch pappsatt, voll, träge, aufgeschwollen und irgendwie ätzend.

im zweiten Fall würde ich die Qualität der Zutaten überprüfen. Gutes Essen kann durchaus angenehm schläfrig machen, aber nicht "irgendwie ätzend". Zumindest nicht, wenn man nicht massiv über den Sattheitspegel hinaus weiter isst.

gruss, barbara

Strassenkatze
20.11.2014, 16:38
Also ich habe in den letzten 2 Jahren ca. 10 Kilo zugenommen. Hat wahrscheinlich mit den Wechseljahren, aber auch mit Gehenlassen zu tun.
Und - ja! Wenn die wieder weg sind, werde ich glücklich sein!
Weil ich mich wieder fühlen werde wie ich selbst, denn diese 10 Kilo bereiten mir eine Art von Identitätskrise; das ist einfach nicht mein Stil. :smirksmile:

Körpergefühl, sich selbst attraktiv finden ... Ich würde sagen, es macht insgesamt natürlich nicht glücklich, dafür wäre das zu wenig, aber es trägt zum Glücklichsein bei.

LG Strassenkatze

Inaktiver User
20.11.2014, 16:53
@Strassenkatze,

ich hätte auch gerne wieder kleidergrösse 36.
so, wie vor meinen wechseljahren, vor meiner erkrankung.

ob ich jedoch glücklicher wäre?

nein, wirklich nicht.

Lolletta
20.11.2014, 17:37
@Strassenkatze,
ich hätte auch gerne wieder kleidergrösse 36.
so, wie vor meinen wechseljahren, vor meiner erkrankung.
ob ich jedoch glücklicher wäre?
nein, wirklich nicht.

Du bist doch sicher glücklich gesund zu sein ? Und wenn frau ein Ziel erreicht z.B. 5/10 kg abzunehmen, ist man sicher glücklich darüber.
Aber schlank allein macht nicht glücklich.

Inaktiver User
20.11.2014, 19:19
im zweiten Fall würde ich die Qualität der Zutaten überprüfen. Gutes Essen kann durchaus angenehm schläfrig machen, aber nicht "irgendwie ätzend". Zumindest nicht, wenn man nicht massiv über den Sattheitspegel hinaus weiter isst.

gruss, barbara


Ist einfach eine Sache von Verträglichkeit: mir schlägt schon ein bisschen frischer Hefekuchen gehörig auf den Magen (egal, wie gut die Zutaten sind)..ich vertrage Milchprodukte leider nicht so gut und darf nicht soviel davon futtern, wie ich eigentlich möchte ;-)...scharf essen geht seit einigen Jahren gar nicht mehr...(das ist dann das "irgendwie ätzend"). Passe ich ein wenig auf, geht es mir prima...

Jeder Körper hat eine andere Verträglichkeitsgrenze....genießen kann ich trotzdem (oder gerade deswegen) weil manches, was ich als gut empfinde, nicht mehr selbstverständlich ist..

Divino
21.11.2014, 00:04
ja: der Körper pendelt sich in dem Gewicht ein, das von Natur aus seins ist, und nicht bei dem, das per willkürlichem Willensakt definiert wurde. Ein völlig natürlicher, normaler, gesunder Vorgang, der mit dem Konsumieren von Tabak so gar nicht sinnvoll verglichen werden kann.

Nein - der Körper pendelt sich auf das Gewicht ein, das durch Bewegungspensum und Ernährungsgewohnheiten zustandekommt. Übergewicht ist nicht unumkehrbar angeboren. Willkürliche Willensakte sind in dieser Hinsicht alle - jeder Schokoladenkauf, jede Sportstunde, jede Entscheidung für einen Obstsalat oder eben doch Sahnetorte. Und völlig normal, gesund und natürlich sind Sahnetorten mit Sicherheit nicht.

Divino
21.11.2014, 00:23
fit, kräftig und beweglich sein ist was ganz Anderes als schlank/dünn sein.

Also bei mir schließt das eine das andere nicht aus.


Wenn der Körper ein Gelüste hat, findet der Körper die Zufuhr offenbar nicht unnötig.

Doch, findet er - er hat nur keine Chance, sich gegen das Gehirn durchzusetzen, das stetig flüstert: Hol dir das fette Ding.

Im Übrigen verlangt der Körper immer das, was er gewohnt ist zu bekommen. Gibst du ihm trotz der Signale, die das Gehirn ihm einspeist, ein paar Monate keinen Süßkram sondern ausgewogene Ernährung und täglich Sport, wird er im Folgenden genau das weiterhin wollen.


Wobei die Folgen der Zufuhr ja angenehme sind: Warme Extremitäten, Zufriedenheit, ein angenehmes Körpergefühl, gute Laune, Konzentrartionsfähigkeit, Kreativität.... finde ich, sind alle nicht zu verachten.

Diese Punkte hängen bei mir überhaupt nicht mit fettigen Speisen oder Zucker zusammen.


Klar. Gerade wenn es kalt ist draussen, ist solide, warme Nahrung wichtig fürs Wohlbefinden und hilft, gesund zu bleiben. Und Fett ist nun mal Geschmacksträger, wo kein Fett ist, wird es schnell fad und trocken.

Ich esse auch nicht fettfrei. Ich mag auch gern Hühnersuppe, auch gern mal Grünkohl mit Kassler oder sehr gern Scampi und/oder Salat mit Öl. Aber so fettiger Braten, Eintöpfe mit Fettaugen oder vor Fett tropfender Fisch aus der Pfanne - schüttel!!! Da finde ich schon den Geruch scheußlich. Von einem ausgedehnten Weihnachtsmal mit ordentlich Fett und hinterher Mousse au Chocolat würde mir schlecht werden.

Und in der kalten Jahreszeit sollte man vor allem auf eine vitaminreiche Kost achten. Oder was verstehst du unter "solide"?

Bae
21.11.2014, 06:40
Nein - der Körper pendelt sich auf das Gewicht ein, das durch Bewegungspensum und Ernährungsgewohnheiten zustandekommt. Übergewicht ist nicht unumkehrbar angeboren.

Natürlich dünnen Leuten fällt es genauso schwer, zuzunehmen, wie es natürlich dicken Leuten schwer fällt, abzunehmen. Dass sich der Körper auf ein Gewicht einpendelt, muss nicht heissen, dass dieses Gewicht ein Übergewicht ist. Aber jede Abweichung von diesem Gewicht dauerhaft zu halten benötigt ständige Aufmerksamkeit und ständige Konzentration auf das, was man isst.




Willkürliche Willensakte sind in dieser Hinsicht alle - jeder Schokoladenkauf, jede Sportstunde, jede Entscheidung für einen Obstsalat oder eben doch Sahnetorte. Und völlig normal, gesund und natürlich sind Sahnetorten mit Sicherheit nicht.

nicht, wenn du mit dem Magen einkaufen gehst, und den danach befragst, was denn heut gegessen werden soll. Da kommt manchmal "Sahnetorte" raus, und manchmal kommt "Rohkost" raus und manchmal kommt noch was Anderes raus, entsprechend den Bedürfnissen des Körpers, nicht entsprechend den Bedürfnissen eines im Voraus aufgestellten Plans nach Schema X, an das sich dein Körper ja sowieso nicht hält, zumindest nicht im Detail.

Sahnetorten, sofern sie nach traditionellen Verfahren hergestellt werden (also vom Bäcker), sind durchaus normal als Teil der menschlichen Küchentradition, und auch eine gesunde Art zu essen, sofern die Zutaten von hoher Qualität sind. Für uns Menschen ist es natürlich, ein Kulturwesen zu sein - drum werden ja Leute wie Kaspar Hauser als seltsame Besonderheiten verwundert betrachtet. Wegen der Sahnetorte würd ich mir erst dann anfangen, Gedanken zu machen, wenn eine Person NUR noch Sahnetorte isst, und sonst nichts. Ist ja auf Dauer doch etwas viel Zucker.

gruss, barbara

Bae
21.11.2014, 06:50
Also bei mir schließt das eine das andere nicht aus.

nein, aber "fit" und "schlank" müssen nicht notwendigerweise miteinander auftreten. Es gibt auch "fit" und "stämmig, kräftig, dick, moppelig".




Doch, findet er - er hat nur keine Chance, sich gegen das Gehirn durchzusetzen, das stetig flüstert: Hol dir das fette Ding.

Bei mir ist es der Fall, dass das Gehirn Teil des Körpers ist. Untrennbar und eng ineinandergewebt ist das Gehirn mit andern Geweben. Und wenn die Botschaft lautet "hol dir das fette Ding", klärt man eben kurz die Umstände ab (ist man gleich danach zum Essen eingeladen und will den Hunger sparen? Hat man ein fettes Ding dieser Sorte schon mal früher gegessen, und wie hat's geschmeckt? Ist da richtig Kohldampf oder bloss ein oberflächlicher Reflex?) - und je nachdem, wie die Umstände sind, hol ich es oder auch nicht.



Im Übrigen verlangt der Körper immer das, was er gewohnt ist zu bekommen.

hm nicht direkt. Das Verlangen scheint mir eher nach Nahrungsmittelgruppen zu sein (also Fettiges, Proteine, Kohlenhydrate), nach Temperaturen (von heiss bis kalt und alles dazwischen), oder auch ganz bestimmte Stoffe die in ganz bestimmten Nahrungsmitteln vorkommen (und ich muss nicht im Detail wissen welcher Stoff) aber es ist nicht immer notwendig, genau das zu essen, was sich als erstes Bild aufdrängt, als Beispiel für diese Art Nahrungsmittel, bloss wegen der Gewohnheit.

Ich suche gelegentlich auch recht lange, bis ich GENAU das Nahrungsmittel gefunden habe, wonach gerade ein Bedarf besteht. Und in der Regel, wenn ich ein paar Mal davon gegessen habe, wird's uninteressant, sobald der spezifische Bedarf gedeckt ist, den das Nahrungsmittel decken soll. Ohne dass ich, zB in Begriffen chemischer Formeln, im Detail zu wissen brauche, worum es sich handelt.




Gibst du ihm trotz der Signale, die das Gehirn ihm einspeist, ein paar Monate keinen Süßkram sondern ausgewogene Ernährung und täglich Sport, wird er im Folgenden genau das weiterhin wollen.

Ein völliger Verzicht auf Süsskram läuft bei mir unter einseitig und nicht unter ausgewogen.




Aber so fettiger Braten, Eintöpfe mit Fettaugen oder vor Fett tropfender Fisch aus der Pfanne - schüttel!!!

Beim Fisch dürfte das Risiko an diversen Orten gegeben sein, dass das Fett nicht grad frisch ist - würde mir auch nicht grad Appetit machen.



Von einem ausgedehnten Weihnachtsmal mit ordentlich Fett und hinterher Mousse au Chocolat würde mir schlecht werden.

nicht, wenn's zwischendrin nette Pausen, ein bisschen frische Luft und womöglich ein Digestif gibt; und eine gute Mousse au Chocolat herzustellen, ist auch nicht jedem gegeben. Gerade bei Desserts ist eine schlechte Qualität noch viel weniger verzeihlich als bei Vorspeisen und Hauptgängen.


Und in der kalten Jahreszeit sollte man vor allem auf eine vitaminreiche Kost achten. Oder was verstehst du unter "solide"?

Vor allem warm, mit genug Fett, Protein und nach Wunsch Kohlenhydraten drin.

Das Problem mit diversen Vitaminlieferanten wie Zitrusfrüchten ist, dass sie den Körper abkühlen, und somit der positiven Wirkung der Vitamine entgegen arbeiten. Da muss man gucken, wo das richtige Mass ist. Auf alle Fälle ist der Rohkostanteil im Winter deutlich kleiner als im Sommer; und sinnvoll scheinen mir auch Winter-Vitaminlieferanten wie zB Sauerkraut.

gruss, barbara

Inaktiver User
21.11.2014, 07:08
Also dicke sind glücklich und gesund? Keine schmerzenden Gelenke, Rückenprobleme, Schmerzen in den Füßen?

Und Mode für Mollige ist wahnsinnig chic, modern und cool?



Alle Schlanken sind glücklich und gesund? Kein schlanker Mensch leidet an Rückenschmerzen, Gelenkproblemen oder Schmerzen in den Füßen?

Mode für Dünne/Schlanke ist immer wahnsinnig chic, modern und cool?


So ein Quatsch. Genauso wie deine Aussage.

Strassenkatze
21.11.2014, 07:21
Doch, findet er - er hat nur keine Chance, sich gegen das Gehirn durchzusetzen, das stetig flüstert: Hol dir das fette Ding.


Ja: Ich denke ähnlich wie divino. Wenn der Körper nach "fett" oder "süss" verlangt bedeutet dies nicht unbedingt dass er das auch braucht. Im Gegenteil, ich betrachte insbesondere Zucker als ein ziemlich ungesundes Genussmittel, welches das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert und ja nachweislich auch süchtig macht. Dasselbe gilt wohl auch für den Geschmacksträger Fett.
Dem Sahnetorte-Essen kann ich demnach nichts Positives abgewinnen.

In stelle mir im Fall solcher Gelüste gerne mein Kindheits-Ich bildlich vor, es zeigt mit dem Finger auf die Sahnetorte und schreit: "Ich will!". Das Erwachsenen-Ich versucht dann einen Kompromiss zu finden. Es sagt z.B.: "Komm, einigen wir uns auf ein griechisches Joghurt mit Honig und Beeren, das ist auch süss!"

:knatsch:

Singingintherain
21.11.2014, 07:38
Willkürliche Willensakte sind in dieser Hinsicht alle - jeder Schokoladenkauf, jede Sportstunde, jede Entscheidung für einen Obstsalat oder eben doch Sahnetorte. Und völlig normal, gesund und natürlich sind Sahnetorten mit Sicherheit nicht.


Im Übrigen verlangt der Körper immer das, was er gewohnt ist zu bekommen.

Da habe ich ein Bild vor Augen: Mein sehr schlanker, Kettenrauchender, eine neue Tüte kleine fette Mettwürste alle zwei Tage essender Kollege. :freches grinsen:

Inaktiver User
21.11.2014, 07:38
Ich lese auch dauernd mit und finde es spannend wie jeder seine Meinung hier vertritt :smirksmile:

Ich habs ja hier schon öfter geschrieben und bin nach wie vor davon überzeugt, dass der Körper genau weiß was er braucht, wir haben nur manchmal verlernt die Signale richtig zu deuten. Hunger und Appetit ist ja schließlich auch ein großer Unterschied.

Ich denke am Schlauesten ist es alles zu essen, aber in Maßen, da geht auch mal Sahnetorte oder fetter Braten, muss ja nicht zur Gewohnheit werden. Ich mache das schon immer so und im großen und ganzen ernähre ich mich "gesund" und hatte noch nie Gewichtsprobleme. Wenn ich mich so umschaue im Kollegen- und Bekanntenkreis sind die schlanken Leute meist die, die alles essen und die Leute, die sich ständig was verkneifen und Diät halten und sich nicht mal den Keks zum Kaffee erlauben, sind meist pummelig - tja, wieso das wohl so ist. Da ist wohl schon der Stoffwechsel ausm Ruder geraten könnte ich mir vorstellen.

Wichtig finde ich auch tägliche Bewegung, egal ob Spaziergang, radeln oder Sport, schon fürs Wohlbefinden und dass man sich gut fühlt,

Karla

Inaktiver User
21.11.2014, 09:01
das glaube ich eben nicht, dass der körper so genau weiss, was er braucht.

dazu kenne ich zu viele leute, die da mächtig entgegen halten.

nehmen wir die sahnetorte.
ich kenne X frauen, die zwar nicht sahnetorten süchtig sind, aber für kuchen a l l e s andere stehen und liegen lassen.
X frauen, die liebend gerne täglich cola, mezzo-mix und andere süssgetränke trinken.

abends auf chips und dergleichen nicht verzichten.

DAS braucht der körper nun wirklich nicht. jedenfalls nicht täglich.

ich behaupte sogar, dass bestimmte essgewohnheiten, die mit einer art belohnungsprinzip einher gehen, so gut wie garnicht mehr weg zu bekommen sind.

z.b. die sahnetorte, die man sich ja meist gönnt, weil.....
und nicht einfach so isst, wie z.b. ein mittagessen.

wie ist es ansonsten zu erklären, dass z.b. weight watchers anfangs total gut hilft abzunehmen und dann der rückfall kommt. der rückfall in ALTE essgewohnheiten.

darum glaube ich, dass gerade die schon immer schlanken da das glück haben, eben diese "angewohnheiten" garnicht verinnerlicht zu haben. oder wenn, nur ab und an. das verzeiht auch der körper.

und ganz viele schlanke, da braucht mir niemand was vorzumachen achten schon drauf WAS und vor allem WIE VIEL sie essen. einfach weil sie meist auch recht locker drauf verzichten können, oder erst garnicht die LUST auf dieses essen haben.

ich bin mit vielen sportlerinnen zusammen.
ich höre oft den satz...."ich habe heute noch garnix gegessen, bin einfach nicht dazu gekommen...!"
kenne ich.
und wenn man dann isst, isst man deshalb nicht das doppelte, ganz im gegenteil.

Rowellan
21.11.2014, 09:25
Ich denke am Schlauesten ist es alles zu essen, aber in Maßen, da geht auch mal Sahnetorte oder fetter Braten, muss ja nicht zur Gewohnheit werden. Ich mache das schon immer so und im großen und ganzen ernähre ich mich "gesund" und hatte noch nie Gewichtsprobleme. Wenn ich mich so umschaue im Kollegen- und Bekanntenkreis sind die schlanken Leute meist die, die alles essen und die Leute, die sich ständig was verkneifen und Diät halten und sich nicht mal den Keks zum Kaffee erlauben, sind meist pummelig - tja, wieso das wohl so ist. Da ist wohl schon der Stoffwechsel ausm Ruder geraten könnte ich mir vorstellen.
Das mit dem Stoffwechsel kann sehr gut sein.
Generell ist meine Ernährung denke ich mal ganz okay... gut, ich bin kein Obst & Gemüse-Esser, aber ich mag durchaus Salat und vor allem vertrage ich kein Fett in größeren Mengen. Und wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich jederzeit mageres Geflügel und Fisch vor z.B. fetthaltigerem Schwein.

Mein Stoffwechsel war aber noch nie der aktivsten einer; und was da war, das hab ich mir über eine Magen-Geschichte, bei der ich quasi ein Jahr lang von ganz, ganz wenig gelebt hab (Weißbrot, gedünstetes Hühnchen, Kartoffelbrei), komplett ruiniert.

Dumm gelaufen.



X frauen, die liebend gerne täglich cola, mezzo-mix und andere süssgetränke trinken.
Ich gebe zu, das ist eine Schwachstelle bei mir - ich krieg Wasser einfach nicht in größeren Mengen runter, maximal als Beigetränk zu Wein. Es schmeckt für mich schlicht irgendwas zwischen fade und ih-bäh.



ich bin mit vielen sportlerinnen zusammen.
ich höre oft den satz...."ich habe heute noch garnix gegessen, bin einfach nicht dazu gekommen...!"
kenne ich.
Hab ich auch schon oft gehört - und es macht mich ehrlich gesagt immer etwas neidisch. Mein Körper - wenn er denn mal zu lange nix kriegt - macht sich dann immer sehr massiv bemerkbar: Mit Hungergefühlen bis hin zu Magenschmerzen und Übelkeit und der Kreislauf kippt mir auch ab.

Strassenkatze
21.11.2014, 09:26
Die Einstellung zum Essen ist möglicherweise angeboren, vermutlich auch anerzogen.

Man kann ja schon bei Kleinkindern beobachten, dass die einen sehr gerne und viel essen, andere wiederum muss man zum Essen zwingen, sie würden sonst den ganzen Tag nichts zu sich nehmen.

Ich kenne eine Immer-Schon-Schlanke, von der ich weiß dass sie überdiszipliniert lebt. Sie erzählte z.B. dass sie - wenn sie ein Stück Schokolade isst - sich diese Kalorien von der nächsten Mahlzeit abzieht. So würde ich nicht leben wollen.

Dann wiederum kenne ich eine ebenfalls Immer-Schon-Schlanke, die deshalb nur in der Früh und zu Mittag isst, weil sie abends zu faul zum Kochen ist oder nichts daheim hat oder sich nicht entscheiden kann was sie essen soll, falls sie die Wahl hat. Die fastet natürlich intermittierend. Für sie ist das Essen einfach nicht wichtig.
Die meisten schlanken Menschen achten sehr wohl auf die Kalorienzufuhr, insbesondere im mittleren Lebensalter.

ich bin überzeugt davon dass die Gewohnheit hier ausschlaggebend ist. Es dauert eine Weile, doch man kann sie erfolgreich umstellen. So sind aus ehemaligen Dicken oft schon Fitness-Gurus geworden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. :cool:

LG Strassenkatze

Inaktiver User
21.11.2014, 09:35
Der Körper weiß, was er braucht?
War vielleicht bei unseren Vorfahren so. Heute ist der Körper eher verwirrt, was Nahrungsaufnahme angeht:

Die Nahrung ist zum Teil so denaturiert, dass unser Körper sie nicht einordnen kann.
Nahrungsmittelzusätze, Geschmacksverstärker ect sorgen dafür, dass man einfach nicht aufhören kann, die Chips in sich hinein zu stopfen, wenn man einmal damit angefangen hat - auch wenn man längst satt ist.
In Urzeiten gab es kein Cola, keine Getränke, die zum Großteil aus Zucker bestehen...es gab auch kein Weißmehl..oder Fett in großen Mengen. Ich sage ja nicht, dass die ERnährung durchweg gesünder war - aber sie hat nicht so dick gemacht.

Und dann musste man sich früher mehr bewegen, ob man wollte oder nicht:
Wir sind immer noch drauf angelegt, unsere Nahrung zu fangen/mühsam einzusammeln oder sonst wie mit körperlichem Einsatz zu ergattern...uns in der kalten Jahreszeit ein Speckpolster anzulegen, damit wir nicht frieren oder verhungern und für schlechte Zeiten was auf den Hüften zu haben.

Nicht zu vergessen die verschiedenen Körpertypen..bist du nicht schlank gedacht, kannst du zappeln wie du willst....

Inaktiver User
21.11.2014, 09:58
ich behaupte sogar, dass bestimmte essgewohnheiten, die mit einer art belohnungsprinzip einher gehen, so gut wie garnicht mehr weg zu bekommen sind.


Tosca, da hast Du Recht. Bei mir war das so. Ich bin so erzogen worden, dass ich als Kind gelobt wurde, wenn ich den Teller leer gegessen hab. Wenn ich hingefallen war, gab's erst mal ein Stückchen Schokolade. Wenn ich traurig war: Schokolade. Das hatte ich für mich bis ins Erwachsenenleben übernommen. Und ich hatte mich viel zu trösten in den letzten Jahren :niedergeschmettert:

Durch meine Erkrankung bin ich gezwungen, alte Essgewohnheiten zu unterlassen und musste mich völlig umgewöhnen. Ich belohne mich heute mit einem schönen Spaziergang oder einer neuen Creme oder neuem Geschmeide oder schöner Musik. Ich liebe es mittlerweile, Obst und Salat und Gemüse zu essen und es schmeckt mir richtig gut. Hinzu kommt, dass ich weiß, es tut meinem Körper gut und ich spüre es ja jeden Tag.

Inaktiver User
21.11.2014, 10:03
wenn ich im sommer mannschaftstennis spiele, esse ich vorher max. eine fleischbrühe.
mehr geht nicht.
mit vollem magen ist nicht gut spielen.

ich spiele im schnitt dann 5 stunden.
einzel und doppel.
ich kann danach, im gegensatz zu den anderen kaum was essen.

da nehme ich jedes mal so 1-2 kilo ab.

nur, ich kann doch nicht nur noch so exzessiv sport treiben, damit mein körper wieder auf grösse 36 hin tendiert.

spätestens den nächsten tag holt er sich wieder was er braucht.

was ich damit sagen will.
ich glaube mittlerweile, dass mein körper sein "wohlfühlgewicht" gefunden hat,
auch wenn es mir nicht gefällt. :beleidigt:

Inaktiver User
21.11.2014, 10:05
@Rowellan,

ja, so wie du das beschreibst, erlebe ich das in meinem umfeld.

wer kann sich denn ständig "kasteien" und vor allem, macht das wirklich glücklich?

Inaktiver User
21.11.2014, 10:09
n
Tosca, da hast Du Recht. Bei mir war das so. Ich bin so erzogen worden, dass ich als Kind gelobt wurde, wenn ich den Teller leer gegessen hab. Wenn ich hingefallen war, gab's erst mal ein Stückchen Schokolade. Wenn ich traurig war: Schokolade. Das hatte ich für mich bis ins Erwachsenenleben übernommen. Und ich hatte mich viel zu trösten in den letzten Jahren :niedergeschmettert:

Durch meine Erkrankung bin ich gezwungen, alte Essgewohnheiten zu unterlassen und musste mich völlig umgewöhnen. Ich belohne mich heute mit einem schönen Spaziergang oder einer neuen Creme oder neuem Geschmeide oder schöner Musik. Ich liebe es mittlerweile, Obst und Salat und Gemüse zu essen und es schmeckt mir richtig gut. Hinzu kommt, dass ich weiß, es tut meinem Körper gut und ich spüre es ja jeden Tag.

sei froh, dass du das jetzt so im griff hast. :knicks:

meine generation wurde nämlich genau so erzogen ( ausser ich), den teller immer leer zu essen.
bring' das mal wieder raus aus dem kopf.
fast unmöglich!

Inaktiver User
21.11.2014, 10:16
meine generation wurde nämlich genau so erzogen ( ausser ich), den teller immer leer zu essen.
bring' das mal wieder raus aus dem kopf.
fast unmöglich!

Na ja, schon seit längerem kann ich ja selbst bestimmen, wieviel ich mir auf den Teller packe :zwinker:

Aber was ich verinnerlicht hatte war, mehr zu essen als ich eigentlich gebraucht hätte um satt zu werden und dass viel essen generell spitze ist

meta1
21.11.2014, 10:28
Ich weiß nicht, ob der Körper sich einfach irgendwo einpendelt.
Was ich weiß ist, dass ich ich weder süße Getränke zu mir nehme, ich trinke Wasser, Tee, gesüßt mit einem Teelöffel Honig auf eine Kanne, keine Sahnetorten, ich koche frisch, keine Sahnesoßen, ich vertrag auch keine Sahne, ich hab einen Hund und bin jeden Tag mind. 1,5 Stunden stramm spazieren, das sind dann so zwischen 5 -8 km und ich nehme kein Gramm ab. Ab und an esse ich abends Nüsse, dann aber schon auch mehr als nur zwei oder drei, da nehme ich dann aber auch nicht zu.
Ich habe mein Gewicht und ich weiß nicht, wie ich es ändern könnte.
Vor zwei Jahren, da hatte ich mal abgenommen, im Urlaub in den USA, obwohl ich auch dort für mich normal gegessen habe. da hatte ich dann in den knapp vier Wochen urlaub fast vier kg abgenommen.

Inaktiver User
21.11.2014, 11:24
das glaube ich eben nicht, dass der körper so genau weiss, was er braucht.

Ich glaub schon, dass der Körper das weiß, viele haben nur verlernt genau hinzuhören und sich einzufühlen. Es wird ja meist aus Lust / Appetit gegessen und nicht aus Hunger.









darum glaube ich, dass gerade die schon immer schlanken da das glück haben, eben diese "angewohnheiten" garnicht verinnerlicht zu haben. oder wenn, nur ab und an. das verzeiht auch der körper.

Genau, die Schlanken haben die "Gewohnheiten" nicht und jeder kann sich daran gewöhnen, wenn er sich aufm Weg macht, Letstalk hat das auch gemacht.

Und kein Körper der richtig funktioniert verlangt dauernd Spezi, Sahnetorte oder Chips. Das sind meiner Meinung nach Gewohnheiten oder Ersatzbefriedigung.

Wie schon geschrieben, in Maßen ist das doch alles erlaubt, aber halt nicht immer.

Ich denke, dass es einen glücklich machen kann hier selbstbestimmt zu handeln und somit könnte man sich wohlfühlen. Wobei ja auch viele Dicke sagen, sie fühlen sich wohl.

Muss halt jeder so gestalten, wie es für ihn am besten passt, doch von alleine ist keiner dick geworden, das hat die Person schon selbst gemacht :smirksmile:

Karla

Inaktiver User
21.11.2014, 11:25
Ich denke schon, dass der Körper sich irgendwann auf einem bestimmten Gewicht einpendelt, wenn man diese ganzen industriell hergestellten Nahrungsmittel mit Fabrikzucker, Weißmehl, Geschmacksverstärkern usw. weglässt. Mit Obst, Gemüsen und Salaten stellt sich nach einer gewissen Menge ein ganz natürliches Sättigungsgefühl ein und man hört auf zu essen, weil es ganz einfach genug ist. Es treten auch keine Gelüste auf Süßigkeiten mehr auf. Ich war früher ganz scharf auf Süßkram jeglicher Art. Das lässt mich heute völlig cool.

Inaktiver User
21.11.2014, 11:29
Ich denke, das einzig Unnatürliche an diesem ganzen Komplex ist der Versuch, sein Leben lang dasselbe Gewicht haben zu wollen.
Hört man älteren Leuten zu oder betrachtet man ältere Bilder, dann ist doch klar zu sehen, dass ein Körper sich immer den Umständen anpasst: viel zu essen, wenig Bewegung bedeutet mehr Gewicht, weniger Nahrung, mehr Anstrengung weniger, dazu dann noch die persönliche Disposition ...

Der Unfug, mittels "Disziplin" seinem Körper etwas aufzuschwatzen, was gegen seine Natur geht, besteht doch erst, seitdem Abnehmdiäten erfunden wurden ... und wem ist das zu verdanken? Versicherungen und Lebensmittelindustrie.

Daphnia
21.11.2014, 11:32
Den Gedanken,dass der Körper sein Gewicht einpendelt,finde ich interesant.Und dieses Pendel kann bei jedem anders sein-auch beijedem sich ändern (s. GU-Senkung nach Wechseljahre).
Ich selbst-ohne Gewichtsprobleme,aber auch etw.schwerer seit den WJ-habe an mir beobachtet:bei schwerem Infekt sehr abgenommen,nach Verschwinden des Fiebers wieder zugenommen,obwohl wegen Appetitmangel wenig gegessen.

Vielleicht hat dieses Pendel nicht nur mit Energiezufuhr und Bewegung zu tun? Ich las vor kurzem,dass die Bakterienbesiedlung des Darms von medForschern genauer untersucht wird.

BTW interessante Info auf einer Australien-Reise:dortige Reiseleiterin (ehemal.Reg.Mitarbeiterin),sagte,die Ureinwohner haetten neben der fehlenden Gene,Alkohol abzubauen,durch Jahrtausende kargen Ernährungsangebot heute eine Genausstattung,die Nahrung extrem gut verwertet (wer das vor hunderten Jahren nicht hatte,starb schon als Kind).Heute bedeutet dies,dass auch bei "normaler" Ernährung,die genetisch vorgegeben gute Verwertung,dass diese Leute extrem zunehmen-mit Folgen wie Diabetis-dort extrem verbreitet.
Interessanterweise in der Mitte des Kontinents-nicht in den Nordterritorien,wo wg Fischfang über Jahrtausende genug Nahrung zur Verfügung stand.

Gruß Daphnia

VanDyck
21.11.2014, 13:26
Den Gedanken,dass der Körper sein Gewicht einpendelt,finde ich interesant.Das ist in aller Regel aber ganz einfach zu erklären:

Pro 10 Kilo Körpergewicht mehr steigert sich dein Energieverbrauch um ca. 100 Kcal täglich - pro 10 Kilo Körpergewicht weniger reduziert sich dein Energieverbrauch um ca. 100 kcal täglich.

Die Folgen sind klar: wer über einen bestimmten Zeitraum bspw. eine im Durchschnitt täglich gleich hohe positive Energiebilanz aufweist, wird entsprechend zunehmen, aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt, wo dann das erhöhte Körpergewicht (=mehr Energieverbrauch) selbst dazu beiträgt, die Energiebilanz wieder ausgeglichen zu gestalten.

Umgekehrt genauso: wer über einen bestimmten Zeitraum bspw. eine im Durchschnitt täglich gleich hohe negative Energiebilanz aufweist, wird entsprechend abnehmen, aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt, wo dann das verminderte Körpergewicht (=weniger Energieverbrauch) selbst dazu beiträgt, die Energiebilanz wieder ausgeglichen zu gestalten.

Oder anders gesagt:
nehmen wir an, du hättest aufgrund deiner Lebens- und Bewegungsgewohnheiten einen Energiebedarf von 2.000 kcal. und du würdest ab sofort jeden Tag 2.500 kcal. zu dir nehmen, dann würdest du nicht endlos weiter zulegen - irgendwann würde dein vermehrtes Körpergewicht den Punkt erreicht haben, wo du mit den gleichen Lebens- und Bewegungsgewohnheiten tatsächlich 2.500 kcal. täglich benötigen würdest.

VanDyck

Tessa
21.11.2014, 17:59
Ich denke auch, dass es uns zunehmend schwerer gemacht wird, schlank zu bleiben, weil die Potionsgrößen der Fertiglebensmittel in den letzten Jahren unglaublich zugenommen haben. Diese süßen Teilchen beim Bäcker sind riesig geworden. Früher habe ich ab und zu mal eins gegessen - heute lasse ich es, wenn ich keinen finde, der es mit mir teilt. So ein Ding hat 800 leere Kalorien, die aus Fett und Zucker bestehen und nicht lange satt machen. Egal, ob Cola oder Milchkaffee zum mitnehmen: Der kleine Becher ist heute so groß wie früher der große. Und ein Milchkaffee hat, weil der zu Dreiviertel aus Vollmilch besteht, so viel Kalorien wie eine kleine Mahlzeit.

Weiter fällt mir auf, dass es normal geworden ist, ständig zwischendurch zu essen. Im Kino sowieso (diese Popkorn-Eimer!), aber auch beim Stadtbummeln, im Job in Teamsitzungen (einer bringt immer was zum Naschen mit), abends vorm Fernseher und so weiter.

Und wer auf dem Weg von A nach B beim Bäcker ein Marmeladenteil von der Größe eines Tellers und einen Milchkaffee kauft und zwischendrin mampft, hat locker 1200 Kalorien intus ohne drüber nachzudenken.

Vielleicht ist das der Unterschied: Die Nichtnaturschlanken denken darüber nach und haben sich abgewöhnt, gedankenlos etwas in den Mund zu stecken. Das ist nämlich nur eine doofe Gewohnheit und eine gewisse Sucht nach Kohlenhydraten.

Ich will damit nicht sagen, dass ich das verurteile, ich bin die personifizierte Sucht und inhaliere Nikotin :zwinker:

Meatloaf
21.11.2014, 18:30
...Weiter fällt mir auf, dass es normal geworden ist, ständig zwischendurch zu essen. Im Kino sowieso (diese Popkorn-Eimer!), aber auch beim Stadtbummeln, im Job in Teamsitzungen (einer bringt immer was zum Naschen mit), abends vorm Fernseher und so weiter...
Naja...irgendwie muß man ja auf die so gern und häufig propagierten 5 Mahlzeiten am Tag kommen. :freches grinsen:

Aber im Ernst: Mir ist das vor 35 Jahren schon in Kanada negativ aufgefallen...und inzwischen hier.
Ich gehöre ja noch einer Generation an, in der zu Hause oder im Restaurant gegessen und getrunken wurde...aber doch nicht auf der Straße. :ooooh:
Am witzigsten finde ich ja im Sommer mitten in der Stadt die Leute mit ihren Wasserflaschen...ich fühle mich dann immer wie mitten in der Sahara. :Sonne:

Inaktiver User
21.11.2014, 19:38
Um mal zur Ausgangsfrage zu kommen: natürlich macht allein Schlanksein nicht glücklich ... sonst kämen schlanke Mädchen und junge Frauen sicher nicht drauf, sich mit aller Gewalt nen Tigh Gap "anzuzüchten" um sich NOCH schlanker zu fühlen ...

Inaktiver User
21.11.2014, 19:42
Hallo,

ich bin neu hier und hab nicht alle Seiten gelesen, aber den Anfang u Ende.
Ich möchte auch meine Meinung zu diesem Thema hier lassen.
Ich denke erstmal auch, ob man glücklich ist oder nicht- hängt an 1. Stelle an den eigenen Werten.
Schlank ist bestimmt doch jeder lieber als mollig?!
Aber glücklicher wage ich zu bezweifeln.

Ich habe jahrelang geraucht u das hat mich unglücklich gemacht, weil ich mir selbst damit so geschadet hab, aber so leicht ging das aufhören auch nicht.
Jetzt hab Ichs soweit hinter mir gelassen( was mich tierisch glücklich macht)- jetzt nehm ich zu, weil ich ersatzweise viel esse.
Das macht mich keinesfalls unglücklich, ich habe vielmehr ein neues Ziel auf dem Schirm.

Und das man strebt- das denke ich macht glücklich, aufgeben macht unglücklich .
Also ich denke: wenn jemand abnehmen will und es nicht schafft- is in der Tendenz unglücklich darüber.

Lg, Troi

Bae
21.11.2014, 21:30
Wenn der Körper nach "fett" oder "süss" verlangt bedeutet dies nicht unbedingt dass er das auch braucht. Im Gegenteil, ich betrachte insbesondere Zucker als ein ziemlich ungesundes Genussmittel, welches das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert und ja nachweislich auch süchtig macht.

"süss" bedeutet ja nicht, dass wir in der nächsten Sekunde zur nächsten Zuckerpackung rennen und puren Zucker daraus löffeln. Es gibt viele Arten von süss: zB Schokoladensüss, Gummibärchensüss, Dinkelbreisüss, Reissüss, Brotsüss etc. Wenn der Reflex "süss" ist, so halte ich es für richtig, den Reflex ernst zu nehmen, sich aber dann einen Moment Zeit zu nehmen für die Frage, welche Art von süss heute denn am passendsten ist. Das ist ja nicht jeden Tag dasselbe.



Dasselbe gilt wohl auch für den Geschmacksträger Fett.
Dem Sahnetorte-Essen kann ich demnach nichts Positives abgewinnen.


Fett ist wichtig. Das Gehirn braucht Fett, um die Nervenzellen zu isolieren. Dies hilft uns, klar zu denken.




In stelle mir im Fall solcher Gelüste gerne mein Kindheits-Ich bildlich vor, es zeigt mit dem Finger auf die Sahnetorte und schreit: "Ich will!". Das Erwachsenen-Ich versucht dann einen Kompromiss zu finden. Es sagt z.B.: "Komm, einigen wir uns auf ein griechisches Joghurt mit Honig und Beeren, das ist auch süss!"
:knatsch:

Ob Sahnejoghurt oder Sahnetorte kommt wohl ungefähr aufs Gleiche raus, oder? Da nimmt man halt das, was am besten schmeckt.

gruss, barbara

Inaktiver User
21.11.2014, 23:16
"süss" bedeutet ja nicht, dass wir in der nächsten Sekunde zur nächsten Zuckerpackung rennen und puren Zucker daraus löffeln. Es gibt viele Arten von süss: zB Schokoladensüss, Gummibärchensüss, Dinkelbreisüss, Reissüss, Brotsüss etc. Wenn der Reflex "süss" ist, so halte ich es für richtig, den Reflex ernst zu nehmen, sich aber dann einen Moment Zeit zu nehmen für die Frage, welche Art von süss heute denn am passendsten ist. Das ist ja nicht jeden Tag dasselbe.


Bae,

Du verteidigst hier so vehement die derzeit mehrheitlich übliche Ernährungsform als natürlich, dass es mir schon fast weh tut. Google doch mal "Zucker - Auswirkungen auf den Körper" und lies, was der von Dir so geschätzte Zucker dem Körper antut und wie dieser Reflex "süß" zustande kommt

Divino
22.11.2014, 02:04
Dem Sahnetorte-Essen kann ich demnach nichts Positives abgewinnen.

Fett ist wichtig. Das Gehirn braucht Fett, um die Nervenzellen zu isolieren. Dies hilft uns, klar zu denken.

Der Körper braucht einige ungesättigte Fettsäuren über die Nahrung, alle anderen kann er auch selbst herstellen. Die Fettsäuren, die er braucht, befinden sich definitiv nicht in Sahnetorte.

Darüber hinaus: Der gesunde, nicht schwangere Körper braucht etwa 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, jedoch nicht über 80 Gramm. Nehmen wir die körpereigene Produktion von Fett mal raus, die dem Körper sowieso schon über Zucker zugeführt wird, so bleibt bei einem Leben ohne Süßkram ein maximaler Fettbedarf von einem Stück Sahnetorte ohne Zucker und 3 Scheiben Käse. Alles, was an Fett darüber hinausgeht, braucht der Körper nicht. Und die Fettsäuren, die er wirklich braucht, hätte er dann immer noch nicht.

Bae
22.11.2014, 09:13
Du verteidigst hier so vehement die derzeit mehrheitlich übliche Ernährungsform als natürlich, dass es mir schon fast weh tut. Google doch mal "Zucker - Auswirkungen auf den Körper" und lies, was der von Dir so geschätzte Zucker dem Körper antut und wie dieser Reflex "süß" zustande kommt

Ich weiss, dass weisser Zucker nicht gut ist. Drum benutz ich solchen auch nicht in meiner Küche. Ich sehe dennoch nichts dagegen einzwenden, den Reflex nach "Süss" mit einem Teller Pasta zu befriedigen, oder einem Stück Brot, oder auch mal einer Süssigkeit von hoher Qualität, oder einem Bier oder Likör, was beinhaltet, dass diese eben NICHT grösstenteils aus weissem Zucker besteht. Ich hab zB in letzter Zeit vegane Süssigkeiten auf Dattelbasis schätzen gelernt, die sind fein, aber halt teuer - ein Luxus.

Und ja, gelegentlich auch mal mit einem Dingens das aus Zucker und künstlichen Farbstoffen besteht, auch das kann's geben. Es ist ja auch nicht so, dass "wenn ich mal anfange, kann ich erst aufhören, wenn die Packung leer ist" automatisch für alle gilt. Und ja, es ist völlig legitim, gelegentlich Dinge zu tun, einfach weil man Lust hat, sie zu tun.

Denn der Reflex nach süss = bitte Kohlenhydrate liefern ist schon OK.

Und der Reflex nach süss ist nicht notwendigerweise der Anlass dazu, weissen Zucker zu essen. Es gibt hundert Arten, wie man diesen Reflex befriedigen kann, und da muss man eben in sich hinein horchen, welche Art hier und jetzt gerade die passende ist. Und je genauer man es trifft, desto kleiner ist die benötigte Menge, um satt ud zufrieden zu sein.

Es ist nicht eine Sache von Zwang, sondern eine Sache von Achtsamkeit und Bewusstsein. Wozu durchaus auch gehört, zu respektieren, dass gewisse Tendenzen zu Sucht vorhanden sind, und dass diese Tendenzen eine wichtige Funktion ausüben, auch wenn man diese Funktion womöglich gar nicht kennt. Man würde schliesslich auch nicht einem, der sein Bein gebrochen hat, seine Krücke wegnehmen - und Süchte sind immer Krücken. Erst wenn die Verletzung geheilt ist, die das Benutzen von Krücken erfordert, wird es leicht, sie wegzulassen. Sie wegzulassen, während die Verletzung noch vorhanden ist, ist bloss grausam.

gruss, barbara

Bae
22.11.2014, 09:25
Der Körper braucht einige ungesättigte Fettsäuren über die Nahrung, alle anderen kann er auch selbst herstellen. Die Fettsäuren, die er braucht, befinden sich definitiv nicht in Sahnetorte.


Definitiv? Was macht dich so sicher?

Vorausgesetzt, die Sahne ist von guter Qualität - also von Kühen, die viel draussen leben, die Gras fressen und nicht Getreide - sehe ich nichts, das gegen Sahnetorte spricht.



Darüber hinaus: Der gesunde, nicht schwangere Körper braucht etwa 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, jedoch nicht über 80 Gramm. Nehmen wir die körpereigene Produktion von Fett mal raus, die dem Körper sowieso schon über Zucker zugeführt wird, so bleibt bei einem Leben ohne Süßkram ein maximaler Fettbedarf von einem Stück Sahnetorte ohne Zucker und 3 Scheiben Käse. Alles, was an Fett darüber hinausgeht, braucht der Körper nicht. Und die Fettsäuren, die er wirklich braucht, hätte er dann immer noch nicht.

Wie kommst du auf diese Zahlen? Und für wen gelten sie? Mann, Frau, welches Alter, welches Gewicht, welche Tätigkeit, welcher Gesundheitszustand, welches Wetter? Man kann doch nicht absolut sagen "so und so viel braucht es", wenn man nicht mal die Rahmenbedingungen festlegt.

Sahnetorte ist in der Tat sehr nahrhaft, wenn man ein Stück davon gegessen hat, ist man in der Regel danach lange satt.

gruss, barbara

Inaktiver User
22.11.2014, 09:41
Sahnetorte ist in der Tat sehr nahrhaft, wenn man ein Stück davon gegessen hat, ist man in der Regel danach lange satt.




Bae, das stimmt doch so nicht, entschuldige. Sahnetorte macht vielleicht kurzfristig glücklich, das will ich ja gar nicht in Abrede stellen.

Aber sie ist weder nahrhaft noch macht sie lange satt.

Die treibt den Blutzucker rasant in die Höhe, damit er danach umso rasanter wieder abfällt.

Und dann hat man nur eines: mächtigen HUNGER!

:lachen:

Franca81
22.11.2014, 09:50
Also Sahnetorte hat zwar viele Kalorien - aber es als nahrhaft zu bezeichnen??? Das ist auch ungefähr so, also würde man den Kindern dauernd Chips geben, weil man die da ja auch alles drin ist.

Wichtig ist doch, dass man sich ausgewogen ernährt. Und klar, mal ne Sahnetorte ist lecker - aber davon wird man doch nicht langfristig satt.

Bae
22.11.2014, 10:01
Bae, das stimmt doch so nicht, entschuldige. Sahnetorte macht vielleicht kurzfristig glücklich, das will ich ja gar nicht in Abrede stellen.

Aber sie ist weder nahrhaft noch macht sie lange satt.

Die treibt den Blutzucker rasant in die Höhe, damit er danach umso rasanter wieder abfällt.

Und dann hat man nur eines: mächtigen HUNGER!

:lachen:

äh nein. Wenn ich mir sowas besorge, dann hält und hält und hält das an. Aber eben: ich kauf mir Süssigkeiten nur in sehr guter Qualität, auch entsprechend teuer.

Dass man beim Billig-Bäcker sich ein aufgeblasenes Stück Irgendwas besorgt und das isst - ja klar, das hält nicht lange vor. Das verdient aber auch nicht ernsthaft die Bezeichnung "Sahnetorte". Das ist bloss so ein Pseudoteil, das so tut, als ob es Sahnetorte sei.

Die Tendenz geht ja auch bei den Süssigkeiten dahin, sie weniger süss und eher aromatisch zu machen.

gruss, barbara

Bae
22.11.2014, 10:06
Also Sahnetorte hat zwar viele Kalorien - aber es als nahrhaft zu bezeichnen??? Das ist auch ungefähr so, also würde man den Kindern dauernd Chips geben, weil man die da ja auch alles drin ist.


Auch das kommt sehr darauf an, wie die Chips hergestellt werden, auch da gibt's ja himmelweite Unterschiede.

Und es war ja nie die Rede davon, sich ausschliesslich von Sahnetorte zu ernähren. Aber Sahnetorte ist halt, wie jedes Produkt guter Qualität, gelegentlich ein wundervolles Essen, das in jeder Hinsicht nährt und glücklich macht.





Wichtig ist doch, dass man sich ausgewogen ernährt. Und klar, mal ne Sahnetorte ist lecker - aber davon wird man doch nicht langfristig satt.

Wenn dich die Sahnetorte nicht sättigt, hast du eine minderwertige erwischt - vielleicht eine fettarme, die vor allem aus Zucker besteht. Wo aber nur Zucker ist und kein Fett, gibt's logischerweise keine Sättigung, sondern nur ein kurzes Hoch.

gruss, barbara

Inaktiver User
22.11.2014, 10:07
Denn der Reflex nach süss = bitte Kohlenhydrate liefern ist schon OK.



Nein, eigentlich bedeutet der Reflex nach süß, dass der Körper versucht, seinem Besitzer begreiflich zu machen, dass lebensnotwendige Materialien (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) fehlen, welche er doch bitte mit der nächsten Mahlzeit liefern möge. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind aber in den üblichen Süßigkeiten und üblichen Kalorienlieferanten durch die industrielle Verarbeitung gar nicht mehr vorhanden. Die Teile der ursprünglichen Pflanze, in denen sie vorhanden sind, werden entfernt und übrig bleiben leere Kalorien ohne lebensnotwendige Inhaltsstoffe. Und da sind wir dann mitten im Teufelskreis. Der Körper schreit nach Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, aber er bekommt ständig neue tote Kalorien zugeführt

Inaktiver User
22.11.2014, 10:16
Wär doch am vernünftigsten, dass man isst, wenn man wirklich Hunger hat und falls mal Appetit oder Gelüste auf Süßkram, Chips u. a. sich halt ab und an erlaubt - davon ist noch keiner dick geworden - wie öfter geschrieben, auf das Maß kommt es an.
Wenn der Körper ansonsten vollwertig versorgt wird, dann wird ihm nichts an Vitaminen usw. fehlen.

Solange ich mich gesund, fit und leistungsstark fühle gehts mir gut und es trägt zum Wohlbefinden / Glücklichsein bei,

Karla

Bae
22.11.2014, 10:36
Nein, eigentlich bedeutet der Reflex nach süß, dass der Körper versucht, seinem Besitzer begreiflich zu machen, dass lebensnotwendige Materialien (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) fehlen, welche er doch bitte mit der nächsten Mahlzeit liefern möge.

nein, wenn das so ist, hat man Lust nach genau dem Nahrungsmittel, das diese Materialien enthält, und das ist dann ein sehr präzises Bedürfnis.Wenn das Bedürfnis nach Pasta mit Tomatensauce und Olivenöl ist, weil man sich an der Sonne aufgehalten hat, so tut es Pasta mit Carbonara eben nicht, und es tut es womöglich auch nicht jede Art von Pasta, jede Art von Tomatensauce und jede Art von Olivenöl.

Was genau das Bedürfnis ist, ist allerdings Übungssache - einerseits eine Sache von Achtsamkeit und Bewusstsein, andererseits auch eine Sache von vielseitigem Essen, immer wieder was Anderes, damit die Auswahl schon gegessener Nahrungmittel und deren Eigenschaften so gross wie möglich ist, was eine genaue Wahl erst ermöglicht.




Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind aber in den üblichen Süßigkeiten und üblichen Kalorienlieferanten durch die industrielle Verarbeitung gar nicht mehr vorhanden.


Sicher, aber das industrielle Zeug schmeckt ja auch scheusslich, das muss man sich doch nicht antun. Ausser vielleicht ein Mal pro Jahr, einfach, um sich wieder daran zu erinnern, warum man es so scheusslich findet.



Die Teile der ursprünglichen Pflanze, in denen sie vorhanden sind, werden entfernt und übrig bleiben leere Kalorien ohne lebensnotwendige Inhaltsstoffe. Und da sind wir dann mitten im Teufelskreis. Der Körper schreit nach Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, aber er bekommt ständig neue tote Kalorien zugeführt

nicht bei der guten Sahnetorte, die eben NICHT industriell verarbeitet ist, deren Kalorien NICHT leer sind, wo NICHT die ganzen Inhaltsstoffe rausgepanscht wurden.

Aber eben - das kostet halt. Sowas kann ich nur schon darum nicht täglich essen, weil es schlicht zu teuer ist. Andererseits, wenn man einmal davon isst, bleibt die schöne Erinnerung daran noch lange im Körper, und es gibt keineswegs das Bedürfnis, gleich sofort mehr nachzuschieben. Die Erinnerung an den Apfelstrudel mit Vanillesauce, den ich vor ca 2 Wochen ass, nährt mich heute noch, der war so gut :-)


gruss, barbara

katelbach
22.11.2014, 12:01
Ganz schlicht ausgedrückt aktiviert Zucker das dopaminerge Belohnungssystem im Gehirn (wie Alkohol und andere "Drogen"). Das lässt sich mit bildgebenden Verfahren darstellen (MRT).
Im Rattenmodell konnten durch Zucker ausgelöste molekulare/strukturelle Verändereungen an Synapsen gezeigt werden. Das Gehirn wird quasi auf Zucker bzw. Süßes ("Mehr!") geprägt.

Inaktiver User
22.11.2014, 12:59
äh nein. Wenn ich mir sowas besorge, dann hält und hält und hält das an. Aber eben: ich kauf mir Süssigkeiten nur in sehr guter Qualität, auch entsprechend teuer.

Dass man beim Billig-Bäcker sich ein aufgeblasenes Stück Irgendwas besorgt und das isst - ja klar, das hält nicht lange vor. Das verdient aber auch nicht ernsthaft die Bezeichnung "Sahnetorte". Das ist bloss so ein Pseudoteil, das so tut, als ob es Sahnetorte sei.

Wenn eine Sahnetorte bei Dir so lange vorhält, dann bist Du sicherlich eine Ausnahme. Eine Sahnetorte ist immer ein aufgeblasenen Stück irgendwas - das ist Sahne per se. :smirksmile:

Die Wertigkeit der Zutaten mag sich von Konditorei zu Konditorei unterscheiden - das ändert jedoch nichts daran, dass es eine Sahnetorte eine Kalorienbombe ist, die keine Nährstoffe, sondern vor allem Fett und Zucker liefert.

Süß ist süß, ob hochwertig oder minderwertig. Man nimmt mit Keksen aus dem Reformhaus genauso viele Kalorien zu sich, wie mit einem herkömmlichen Keks und gesund ist daran auch nichts - sie sind maximal weniger ungesund.

Ich habe absolut nichts gegen Sahnetorte und Chips, bitte nicht falsch verstehen, auch wenn ich beides (zum Glück) nicht mag.

Aber ich komme mit Deinen Aussagen zum Teil nicht klar bzw. bin nicht Deiner Meinung.

Bae
22.11.2014, 13:11
Wenn eine Sahnetorte bei Dir so lange vorhält, dann bist Du sicherlich eine Ausnahme.

nein, das glaube ich nicht. Wenn ich in den entsprechenden Confiserien bin, gibt es da kaum wer, der mehrere Teile runterschaufelt, eins ist eben wirklich gerade genug.




Eine Sahnetorte ist immer ein aufgeblasenen Stück irgendwas - das ist Sahne per se. :smirksmile:

Sahne ist ein Konzentrat, Sahne ist nicht etwas Aufgeblasenes. Drum sind in den guten Confiserien die Patisserien auch immer relativ klein - mehr schafft man gar nicht.




Die Wertigkeit der Zutaten mag sich von Konditorei zu Konditorei unterscheiden - das ändert jedoch nichts daran, dass es eine Sahnetorte eine Kalorienbombe ist, die keine Nährstoffe, sondern vor allem Fett und Zucker liefert.

Fett IST der quasi idealtypische Nährstoff. Und da in guter Qualität auch sonst noch Sachen drin sind - Früchte oder Schokolade zum Beispiel, auch Aromastoffe wie Alkohole und Gewürze - kriegt man auch diverse Mikronährstoffe. Bei den guten Sahnetorten.



Man nimmt mit Keksen aus dem Reformhaus genauso viele Kalorien zu sich, wie mit einem herkömmlichen Keks und gesund ist daran auch nichts - sie sind maximal weniger ungesund.

Gesund ist, was nährt, und da ist der Unterschied vom Reformhauskeks zum billigen Industriekeks enorm. Der erste nährt und gibt Kraft, der Zweite macht bloss einen Klumpen im Magen udn Unwohlsein auf der ganzen Linie plus dazu noch den Suchteffekt.



Aber ich komme mit Deinen Aussagen zum Teil nicht klar bzw. bin nicht Deiner Meinung.

ich meine, die Tatsachen sprechen gegen deien Haltung.

Essen ist eben deutlich mehr als Kalorien, die Qualität ist unendlich wichtig, die Art der Zubereitung auch. Es ist zB ein riesiger Unterschied zwischen einem Rohmilchkäse und einem Käse aus pasteurisierter Milch.

gruss, barbara

schafwolle
22.11.2014, 13:21
Bei den guten Sahnetorten.

Auch von den guten Sahnetorten nimmt man zu, wenn
man zum Zunehmen neigt.

Bae
22.11.2014, 13:24
Auch von den guten Sahnetorten nimmt man zu, wenn
man zum Zunehmen neigt.

ja,

und wenn man nicht dazu neigt, nimmt man auch von Sahnetorten nicht zu. Dasselbe gilt für grünen Salat mit Vignairette.

und nu?

gruss, barbara

schafwolle
22.11.2014, 13:40
ja,

und nu?

Ich wollte nur Dein Plädoyer für den Konsum von "genussvollen"
Speisen unterbrechen ;).

Du kannst es ja nach wie vor nicht nachvollziehen, dass es nicht wenige
Menschen gibt, an denen Sahnetorte & Co. figurtechnisch nicht spurlos
vorübergehen. Und die es dann eben vorziehen, auf diesen "Genuss" zu
verzichten.

In Anführungszeichen deshalb, weil für mich zB Sahnetorte sowieso keine
Verführung darstellt.