PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebkuchen mit Honig-Butter-Guss, was stimmt nicht?



wildwusel
09.11.2014, 18:38
Hallo,

ich hatte letztes Jahr zu Weihnachten Lebkuchen mit einem Honig-Butter-Guß gemacht, die sehr lecker waren und die ich auf vielfachen Wunsch wieder machen soll. Allerdings ist der Guß so klebrig geworden, daß er selbst nach zwei Tagen trocken noch Fäden zog... und dann zog er Wasser und wurde immer klebriger. Jetzt überlege ich, soll das so, oder kann man das vermeiden?

Das Rezept ist:

Man backt einen großen Fladen Honigkuchen und bei 180 Grad an. (Ich habe ihn gebacken, bis die Oberfläsche trocken war, etwa 15 Minuten?)

Derweil kocht man 90 Gramm Zucker, 125g Butter und 150g Honig (ich habe flüssigen Honig und weißen Zucker genommen) "cremig". Das hat nach meiner Einschätzung auf recht hoher Temperatur recht lange gedauert.

In diese Creme mischt man Kürbiskerne und streicht sie auf den vorgebackenen Fladen. Dann backt man das ganze "goldbraun" (wieder 15 Minuten bei 180 Grad, so etwa), nimmt es raus, und schneidet es in Quadrate, sobald es kühl genug ist, daß man es handhaben kann, aber noch nicht so kalt daß es sich nicht mehr schneiden läßt.

Hat jemand Erfahrung mit dieser Art von Rezept und kann sagen, woran ich "drehen" kann, um einen Guß zu kriegen, der nicht an allen klebt mit dem er in Berührung kommt? Länger kochen? Kürzer? Länger backen? Kürzer? Mehr Zucker, weniger Honig? Anderer Honig? Was ganz anderes?

Inaktiver User
09.11.2014, 19:05
Hi, bei der Kombi, hab ich mich schon beim Lesen der Überschrift gefragt, wie das fest wird. Idee: ersetze noch einen Teil des Honigs mit Zucker und nimm weniger Butter. Mit noch etwas mehr Butter hast Du nämlich ein Rezept für Honig-Karamellsauce. Klar, dass die bei Raumtemperatur lange weich bleibt.

wildwusel
09.11.2014, 20:03
Hi, bei der Kombi, hab ich mich schon beim Lesen der Überschrift gefragt, wie das fest wird. Idee: ersetze noch einen Teil des Honigs mit Zucker und nimm weniger Butter. Mit noch etwas mehr Butter hast Du nämlich ein Rezept für Honig-Karamellsauce. Klar, dass die bei Raumtemperatur lange weich bleibt.

Danke!

Ich glaube, ich guck mal nach Rezepten für Butterkaramellbonbons und vergleiche die Mengen.

Hmmm, Honig-Karamell-Soße... da läßt sich bestimmt auch eine Verwendung für finde... :smile:

Inaktiver User
09.11.2014, 20:12
Ich hab im englischsprachigen Raum gegoogelt, weil es da ja feinere Unterscheidungen gibt. Du willst Toffee, also nur Honig, Zucker, Butter, keine Sahne oder so. Eventuell hilft Dir dieses Rezept
Straight Into Bed Cakefree and Dried: Honey Toffee Lollipops (http://milkforthemorningcake.blogspot.de/2008/06/honey-toffee-lollipops.html?m=1)
beim Mengenvergleich? Und die Anmerkung darin, wie lange man erhitzt...

wildwusel
09.11.2014, 20:43
Die sehen ziemlich anders aus... auch nicht uninteressant. Aber Essig auf dem Honigkuchen?

Ich hab jetzt ein Bonbonrezept gefunden mit Zucker:Honig:Butter 2:2:1. Da könnte der Sache näher kommen...

Inaktiver User
09.11.2014, 20:48
Ich glaube den Apfel- oder Cideressig, den hat sie nur zum Aromatisieren verwendet. Auf jeden Fall weniger Butter.

wildwusel
07.12.2014, 21:15
Erfolg!!

Ich habe jetzt genommen:

65 Gramm Butter
175 Gramm Zucker
125 Gramm Honig.



Wurde wunderbar, und auch (langsam, aber immerhin) fest, so daß sich die Plätzchen nach ein paar Stunden in eine Keksdose schichten ließen, ohne Anstalten zu machen, dort drinnen ihren Guß abzuwerfen und bis zum jüngsten Tag der Dose innig verbunden zu bleiben.

Wenn ich jetzt noch lernen würde, nicht mit den Fingern in Karamell zu fassen, der gerade "anzieht"... :pfeifend:

izzie
07.12.2014, 21:45
Toll, dass es jetzt geklappt hat :allesok:

Verrätst du uns noch das Rezept ür den Lebkuchen unter dem Guss?

:hunger::hunger::hunger:

wildwusel
09.12.2014, 22:22
Verrätst du uns noch das Rezept ür den Lebkuchen unter dem Guss?

190 Gramm Honig mit 1-2 EL Wasser aufkochen, kurz abkühlen lassen, dann 200 Gramm Weizenmehl, 50 Gramm Roggenmehl, 1/2 TL Lebkuchengewürz einkneten. 1 TL Pottasche kalt anrühren, gut einkneten, dann schnell 50 Gramm braunen Zucker unterkneten, der soll sich nicht lösen.

So dünn wie möglich auf Backpapier ausrollen (wird recht schnell sehr zäh, ich habe es noch nicht auf mehr als halbe Backblechgröße bekommen) auf ein Backblech ziehen und bei 180 Grad ein bißchen anbacken, vielleicht 10 Minuten, so nach Gefühl.

65 Gramm Butter, 175 Gramm (weißen) Zucker und 125 Gramm Honig cremig kochen, das dauert 5-10 Minuten, habe ich den Eindruck. Dann 250 Gramm Kürbiskerne rein, und schnell auf dem Honigkuchen verteilen, solange es fließfähig ist.

Fertig backen. (15 bis 20 Minuten?)

Weiter Tücken des Rezepts: Beim Backen läuft der Guß weg und verteilt sich auf dem Blech. Sobald er fest genug ist, abschneiden und mit Messer und Löffel zu Konfekt verarbeiten. (Man könnte vielleicht einen Backrahmen oder eine Form verwenden.) Die Plätzchenplatte mußt geschnitten werden, wenn sie fest, aber noch nicht hart ist, das ist ungefähr der Fall, wenn man sie anfassen kann. Gut auskühlen lassen, zwischen Pergamentpapier in eine Dose schichten.

***

Aus der gleichen Quelle habe ich dieses Jahr wieder ein neues Rezept probiert. Jetzt habe ich erst mal die komplett unter Schokolade gesetzte Küche abgeschleckt, äh, geputzt. :lachen: