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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebensmittelunverträglichkeiten: Sind wir alle eingebildete Kranke?



BRIGITTE Community-Team
24.07.2014, 17:10
Liebe Userinnen und User,

20 bis 40 Prozent die Deutschen glauben allergisch auf Lebensmittel zu reagieren – entsprechend explosiv ist der Konsum gluten- und laktosefreier Produkte in den letzten Jahren angestiegen. Dabei wird nur bei drei bis vier Prozent eine Lebensmittelunverträglichkeit diagnostiziert. "Sind wir alle eingebildete Kranke?" Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Artikel in BRIGITTE (Nr. 17, ab 30.7. am Kiosk) und findet drei Erklärungen.

Wie sieht es bei Ihnen aus: Leiden Sie an einer Unverträglichkeit? Oder kennen Sie jemanden, der auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagiert und damit bei anderen auf Unverständnis stößt?

Wir wünschen Ihnen eine angeregte Diskussion.

Freundliche Grüße
aus der BRIGITTE-Redaktion

Inaktiver User
24.07.2014, 17:14
Ja ich habe eine Laktoseintoleranz - und wer glaubt, das ist Einbildung der hat nie erlebt was passiert wenn man normale Milch im Kaffee hat....

So selten ist das übrigens auch nicht - also von Einbildung kann da nicht die Rede sein....

Und wenn ich an Menschen denke die gegen Erdnüsse allergisch sind....

brighid
24.07.2014, 17:17
@ dharma------------- :blumengabe:

katelbach
24.07.2014, 17:30
Liebe Userinnen und User,

20 bis 40 Prozent die Deutschen glauben allergisch auf Lebensmittel zu reagieren – entsprechend explosiv ist der Konsum gluten- und laktosefreier Produkte in den letzten Jahren angestiegen.


Zwischen Allergien und Unverträglichkeiten sollte man unterscheiden, da es sich um zwei Paar Stiefel handelt.
Bei Allergien findet nach einem problemlosen Erstkontakt eine immunologische Reaktion statt, es werden Antikörper gegen den auslösenden Stoff gebildet, z.B. gegen Milcheiweiß, Soya, ...

Lactoseintoleranz ist keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit aufgrund einer Verwertungsstörung. Der Zweifachzucker kann nicht emzmatisch gespalten und seine beiden Einfachzucker können nicht resorbiert werden, da das dafür zuständige Enzym Lactase "eingeschlafen" ist (Normalzustand beim Erwachsenen in milchknappen Gegenden), in zu geringen Mengen vorliegt oder (nahezu) ganz fehlt.
Lactosefreie Lebensmittel schützen nicht vor einer allergisch bedingten Reaktion beim Verzehr von Milch.

wildwusel
24.07.2014, 22:29
Ich habe den Verdacht, daß ich auf Holunderblüten schlecht reagiere -- kann sein, daß es eher der Pollen in der Küche war als die Holunderküchlein selber, aber ich möchte das nicht wiederholen, und es stellt keine große Einschränkung dar.

Ich nehme die meisten künstlichen Süßstoffe als sauer-bitter-scharf wahr und habe den Eindruck, davon ein Kratzen im Hals zu kriegen, deswegen gehe ich ihnen, wenn möglich, aus dem Weg. (Das ist ein Problem, wenn es um Lutschtabletten gegen Halsschmerzen geht!)

Ansonsten vertrage ich alles.

Ich bestehe auch sehr entschlossen darauf, fast alles zu vertragen, was nicht entweder widerlich schmeckt oder ganz klar das Gegenteil beweist, weil ich den Eindruck habe, daß es sehr schwer ist, die Sorge, etwas könnte einem nicht bekommen, davon zu unterscheiden, daß einem etwas nicht bekommt. (Mir ist schon (als einziger von etwa dreißig) von einer tadellosen, frisch gekochten Suppe fürchterlich schlecht geworden, weil ich dachte, es wäre die aufgewärmte Suppe die ich zu lange vorher hatte rumstehen sehen. Diese Tendenz bei mir will ich nicht fördern.)

Inaktiver User
24.07.2014, 22:51
Diese Explosion der angeblich glutenunverträglichen Menschen ist ganz schön nervig.
Meine Tochter hat die echte Zöliakie, das bedeutet, wenn sie Gluten zu sich nimmt, würde sie über kurz oder lang sehr krank werden und letztendlich sterben.
Wenn sie nun in Restaurants darauf hinweist, wird sie oft als Schickimickitante belächelt. Das tut mir so leid!
Es gibt nur eine gute Seite an diesem Blödsinn: es gibt endlich genug verschiedene Lebensmittel im Supermarkt, die wir früher sehr teuer im Reformhaus kaufen müssten.

Frank13
24.07.2014, 23:25
Ich kenn mich mit dem Thema echt nicht aus (weil nicht betroffen). Bin auf dem Land aufgewachsen, meine Frau auch. Wir sind immer viel weltweit gereist (alles erlebt was einem beim Reisen so zustößt). Unsere 3 Kinder sind immer in der Natur aufgewachsen zusammen mit vielen Tieren. Hobbylandwirt, Hobbygärtner.

Bin ich ein Glückspilz oder gibt es da einen Zusammenhang? Kenne Lebensmittelunverträglichkeiten in meinem Umfeld nur bei "Sauberkeits-Freaks". Je steriler, desto kränker?

Letho
25.07.2014, 08:35
Bin ich ein Glückspilz oder gibt es da einen Zusammenhang? Kenne Lebensmittelunverträglichkeiten in meinem Umfeld nur bei "Sauberkeits-Freaks". Je steriler, desto kränker?Wenn es einen Zusammenhang gaebe, muesste ich frei von Allergien sein, denn so sauber war es bei uns daheim frueher nicht. Die Umgebung laendlich, von Sterilitaet keine Spur. Auch spaeter wurde nicht alles desinfiziert.

Trotzdem bin ich allergisch auf Pollen und diverses Obst. Das ist auch keine Einbildung, denn die dicken Lippen und die roten Schleimhaeute werden von anderen optisch wahrgenommen. Die teils heftigen Niesattacken im Sommer taeusche ich auch nicht vor. Was haette ich davon?

Eine Unvertraeglichkeit habe ich gegen Glutamat und das ist auch keine Einbildung, denn das hatte ich schon als Kind, als die allgemeine Lifestyle-Hysterie noch lange in der Zukunft lag. Und dass einem komisch wird, kann man sich kaum einbilden, oder? Da ich moeglichst alles meide, wo das Zeug drin ist, passiert da eher selten was aber ich weiss auch nicht, wozu so ein Mist ueberhaupt im Essen drin sein muss.

katelbach
25.07.2014, 10:00
Letho, das geht mir auc so. Ich stamme noch aus einer Generation, in der wir Kinder immer mit dem Rad oder auch mit dem Pferd in der Pampa unterwegs waren, viel Freizeit in den nahe gelegenen Pferde- und Kuhställen verbracht haben und von den Feldern direkt aus der Erde (geklaute) Karotten etc. gegessen haben. Haustiere hatten wir auch immer.
Trotzdem habe ich einige, teils heftige, Pollenallergien und viele Kontaktallergien gegen die seltsamsten Stoffe.

Bei Nahrungsmitteln bin ich allergisch gegen - haha! - weißen Trüffel. Da bekomme ich Kreislaufprobleme, Husten und Atemnot.
Eine Allergie, die überhaupt nicht stört. Ich mag weiße Tüffeln nicht - und selbst wenn ich verrückt danach wäre, lägen sie ganz weit jenseits meines Budgets. :lachen:

Vom Kleinkindalter bis zur Pubertät hatte ich eine Allergie gegen Erdbeeren. Eine kleine Erdbeere oder Quark oder Eis ... alles mit Erdbeeren drin führte umgehend zu fetten Quaddeln am ganzen Körper, manchmal mit Fieber, und einer Schwellung ds Gesichts. Mit ca. 13 war es zum Glück weg, jetzt esse ich schon mein ganzes Leben lang Erdbeeren in großen Mengen. Allerdingsreagiert meine Haut immer noch auf den Kontakt mit Erdbeerlaub.

Inaktiver User
25.07.2014, 10:18
wenn ich curry esse, juckt mein ganzes gesicht und ich bin voller roter flecken.
ich esse trotzdem curry. liebe currygeschnetzeltes.
halbe stunde nach dem essen ist alles wieder gut.

wein bekommt mir auch nicht so....also trinke ich mein bier. :smile:

aber das war's auch schon.

und ja, ich nehme auch verstärkt wahr, dass mit diesen angeblichen unverträglichkeiten übertrieben wird.

meta1
25.07.2014, 10:24
Ich kann keine Pfirsiche essen oder in die Hand nehmen, sonst alles ok.
Im Urlaub, egal wo und egal wie und was, nie Probleme, hab sogar früher in einem total ländlichen gebiet in Ägypten Wasser getrunken, wie alle Ägypter.
Ich hab manchmal auch den Verdacht, je steriler desto empfindlicher, passt natürlich nicht immer, aber ich denke, so eine Tendenz ist da.

Und mein bester Freund kann keinen Weizen bez. -Produkte mehr essen, da geht es ihm ganz schlecht, ist aber keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit.

Letho
25.07.2014, 11:07
Vom Kleinkindalter bis zur Pubertät hatte ich eine Allergie gegen Erdbeeren.Erdbeeren vertrage ich zum Glueck recht gut. Allerdings umso besser, je mehr Saeure sie haben. Waere auch furchtbar, wenns anders waere, wo ich die so gern mag.

Vor der Pubertaet hatte ich gar keine Allergien, die kamen erst spaeter und aenderten sich auch von Zeit zu Zeit. Jetzt nach den Wechseljahren sind sie nicht mehr so stark. Zwar kann ich immer noch keine rohen Kirschen, Pfirsiche und anderes Steinobst essen aber dafuer wenigstens (manche) Aepfel, von denen mir sonst immer sofort schlecht wurde. Auch der Heuschnupfen im Sommer ist deutlich weniger geworden. Frueher habe ich Taschentuecher immer in der Familienpackung gekauft, heute brauche ich kaum noch welche.

Es haengt also auch vom Hormonhaushalt ab, denn dass nach den Wechseljahren auch manche Allergie wieder verschwindet, hatte ich schon mal gelesen. Immerhin ein kleiner Trost fuer alle Geplagten. Es wird irgendwann wieder besser.

idefixelia
25.07.2014, 11:34
Als LI-Betroffener ist es mir sozusagen „wurscht“, ob es es sich um einen Allergie-und-Unverträglichkeitshype oder wie auch immer handelt.

Ich bin einfach nur dankbar, dass seit Dezember 2007 in der EU eine Kennzeichnungspflicht für Laktose besteht, es macht mir nicht nur das Einkaufen, sondern auch das Leben leichter. Früher wusste man als Betroffener, dass man zum Beispiel bei in Lebensmitteln enthaltenen „Gewürzmischungen“ verdammt vorsichtig sein musste, denn diese Mischungen werden gerne mit Laktose gestreckt bzw. farblich intensiviert. Heute muss es auf der Verpackung stehen. Und wenn da nur steht „kann Spuren von…enthalten“. Dann kann man selbst entscheiden, ob man es ausprobiert oder nicht. Und muss ggf. hinterher ziemlich leiden, was sich bei jedem Betroffenen anders äußert. Bei mir sind es so heftige Magenschmerzen, dass ich kaum noch gehen oder atmen kann, dem setzt sich niemand gerne freiwillig aus.

Vorsicht ist auch bei Medikamenten geboten. Gerade Medikamente gegen Magenschleimhautentzündung werden gerne mit Milchzucker versetzt. Was im Falle einer Unverträglichkeit die Probleme noch erheblich schwieriger macht.


Und dabei ist es „nur“ eine Unverträglichkeit. Allergiker sind da weitaus schlimmer dran, wenn sie eine heftige allergische Reaktion heimsucht, mit der man durchaus im Krankenhaus landen kann.

Inaktiver User
25.07.2014, 11:45
Das ist ein Problem, wenn es um Lutschtabletten gegen Halsschmerzen geht!


Kleines OT am Rande: Auf solche Lutschtabletten verzichten - sie bieten keinen Mehrwert gegenüber z.B. zuckfreien Salbeibonbons plus Ibuprofen - die Bonbons, um den Speichel anzuregen und die Bazillen wegzuspülen, das Ibuprofen, falls Schmerzen beim Schlucken auftreten.

Ich wollte es erst nicht glauben, aber diverse Tipps von Ärzten, Untersuchungen dazu und Eigenversuch bestätigen das - ich habe relativ häufig Halsschmerzen und komme mit obiger Mischung immer klar (wenn nach 2-3 Tagen und 2-3 Tüten Bonbons keine Besserung da ist, gehe ich zum Arzt, weil dann offenbar mehr vorliegt als nur Halsschmerzen).

Inaktiver User
25.07.2014, 11:59
Ich denke auch, dass es wichtig ist, zwischen echten Allergien und Unverträglichkeiten zu unterscheiden. Ein allergischer Schock kann lebensgefährlich sein.
Bei einer Unverträglichkeit sind die Folgen meist nicht so gravierend, falls man doch mal was erwischt, was man nicht so gut verträgt.

Zum Glück habe ich keinerlei Allergien. Ich bin auch auf dem Land aufgewachsen. Mein Onkel war Kinderarzt und der sagte unserer Mutter, es sei ganz in Ordnung, wenn wir im Sandkasten mal Erde oder Sand schluckten oder die dreckigen Finger in den Mund steckten, das fördere unser Immunsystem (diese Zusammenhänge sind schon sehr lange klar).

Auf Histaminunverträglichkeit wurde ich mal untersucht - negativ.
Aber ich stelle fest, dass ich zB. stark gewürzte und gepökelte Wurst (falls ich sowas mal esse) schlechter vertrage als früher.

In meiner Umgebung erlebe ich allerdings einen Fall, in dem eine Frau ihre Unverträglichkeiten regelrecht "pflegt", indem sie einen Riesenzirkus darum macht, nicht mehr außer Haus essen geht und deswegen auch nicht mehr verreist. Sie wurde auf Allergien untersucht, es wurden aber keine festgestellt.

Ich halte es nicht für abwegig, dass "Lebensmittelunverträglichkeiten" in manchen Fällen vorgeschoben werden, um eine Somatisierungsstörung zu kaschieren.

katelbach
25.07.2014, 12:44
Es haengt also auch vom Hormonhaushalt ab, denn dass nach den Wechseljahren auch manche Allergie wieder verschwindet, hatte ich schon mal gelesen. Immerhin ein kleiner Trost fuer alle Geplagten. Es wird irgendwann wieder besser.

Ich habe dafür in diesem Jahr während der extrem heftigen gräserblüte auf meine alten Tage (57) noch den Etagenwechsel geschafft :freches grinsen: und hatte richtig fie Asthma.

Auf manche Obstsorten reagieren Pollenallergiker ja kreuz! Du Arme!

wildwusel
25.07.2014, 13:55
(wenn nach 2-3 Tagen und 2-3 Tüten Bonbons keine Besserung da ist, gehe ich zum Arzt, weil dann offenbar mehr vorliegt als nur Halsschmerzen).

Der Arzt verschreibt dann Lutschtabletten, und dann geht der Spaß los :smirksmile:

***

Trotz Kennzeichnungspflicht erlebe ich es im Freundekreis immer wieder, daß Laktoseintoerante auf Sachen reagieren, wo angeblich keine oder keine relevanten Mengen von Laktose drin sind (Bitterschokolade, Parmesan, Butter, Ghee, ...). Laktasetabletten helfen.

Das verwirrt mich ein bißchen.

regenblau
25.07.2014, 15:31
Bin ich ein Glückspilz oder gibt es da einen Zusammenhang? Kenne Lebensmittelunverträglichkeiten in meinem Umfeld nur bei "Sauberkeits-Freaks". Je steriler, desto kränker?

Ich bin auf dem Land groß geworden, 19 Jahre lang. Mit 21 habe ich dann eine Gräserpollenallergie entwickelt, später noch Katzen- und Pferdehaarallergie, seit 5 Jahren Birkenpollen. Meine Eltern hatten immer Tiere, wir haben viel Gemüse angebaut und vieles selber gemacht. Immer frisch gekocht z.B. Ich "dürfte" eigentlich keine Allergien haben...
Ich denke, da kommt viel mehr zusammen...

izzie
25.07.2014, 15:32
Ich finde es gut, dass Leute, die wirklich gesundheitiche Probleme mit manchen Inhaltstsoffen haben, inzwischen ene deutlich größere Auswahl beim Einkaufen haben. Und kam z.B. ein Kind mit Zöliakie zum Kindergeburtstag, hab' ich darauf halt Rücksicht genommen und es gab Kuchen oder Pizza u.ä. aus glutenfreiem Mehl.

Aber mich nerven uninformierte Leute so wie die Mutter einer Mitschülerin meiner Tochter, die jetzt für die ganze Familie nur noch laktosefrei und glutenfrei einkauft und kocht/backt, weil das vermeintlich gesünder sei, mir aber die Ohren volljammert, wieviel teurer diese Produkte sind.

Ich hab' sie gefragt, sie denkt, Gluten ist irgendein schädliches Getreidedingsbums, keine Ahnung, was genau, aber auf jeden Fall total ungesund :gegen die wand:

bittersweet0403
25.07.2014, 15:35
Ich bin überzeugt davon, dass die jetzt grassierenden Probleme mit Unverträglichkeiten und auch Allergien nur die Spitze vom Eisberg sind.

Ich denke, die ganzen künstlichen Substanzen, denen wir immer mehr ausgeliefert sind, machen uns krank. In Kombination mit der Umweltverseuchung, die auch weiter zu nimmt.

Myra1995
25.07.2014, 15:54
Mein Bruder hat sehr lange darmprobleme gehabt, bei ihm ist aber keine ursache gefunden. Seit er auf Laktose verzichtet, geht es ihm deutlich besser, also ich denke nicht dass er sich das eingebildet hat..

Inaktiver User
25.07.2014, 16:42
Ich hab' sie gefragt, sie denkt, Gluten ist irgendein schädliches Getreidedingsbums, keine Ahnung, was genau, aber auf jeden Fall total ungesund :gegen die wand:

Das ist genau das Problem: Weil die Leute GLAUBEN, sie äßen etwas Ungesundes, tut es ihnen auch nicht gut.

Natürlich gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Auf Allergien kann man sich testen lassen und Unverträglichkeiten lassen sich durch die Vermeidung bestimmter Stoffe meist steuern.
Wenn aber die Allergietests negativ sind und die Symptome trotz Vermeidung des unverträglichen Stoffes nicht zurück gehen, stecken möglicherweise Ursachen dahinter.

Die geradezu panische Angst mancher Menschen vor dem Essen spricht eine deutliche Sprache. Angststörungen nehmen zu und es ist manchmal einfacher, seine Angst an etwas fest zu machen als sich einzugestehen, dass eine psychische Störung dahinter steckt.

katelbach
25.07.2014, 17:08
Eine frühere bekannte hat ihre gesamte Umwelt mit ihrer - selbstdiagnostizierten - Zöliakie genervt. Auf den Hinweis, man könne das schnell und relativ unkompliziert abklären, hat sie wissend gelächelt und gemeint, dazu brauche sie keinen Nachweis.

Ok, ihr Problem.
Aber sie hat ihr Kind, das jetzt mindestens schon 20 ist, deshalb völlig isoliert aufwachsen lassen. Kein Kindergeburtstag, kein Schulausflug, keine Klassenfahrt ... Da könnte es Glutenhaltiges geben. Das "Kind" wurde auch nie untersucht.

Inaktiver User
25.07.2014, 18:42
Eine frühere bekannte hat ihre gesamte Umwelt mit ihrer - selbstdiagnostizierten - Zöliakie genervt. Auf den Hinweis, man könne das schnell und relativ unkompliziert abklären, hat sie wissend gelächelt und gemeint, dazu brauche sie keinen Nachweis.

Diese Sorte von Menschen meinte ich. Ich hörte auch schon das Argument: Es wurde zwar nichts gefunden, aber es wäre ja möglich, dass sich da zwei oder mehr Krankheiten überlagern :knatsch:


Aber sie hat ihr Kind, das jetzt mindestens schon 20 ist, deshalb völlig isoliert aufwachsen lassen. Kein Kindergeburtstag, kein Schulausflug, keine Klassenfahrt ... Da könnte es Glutenhaltiges geben. Das "Kind" wurde auch nie untersucht.

So etwas ist tragisch. Aber ich fürchte, es ist nicht ungewöhnlich, dass die Umgebung mindestens so sehr leidet wie die "Betroffenen", die voll von ihrer Krankheit überzeugt sind.

Inaktiver User
25.07.2014, 21:05
Der Arzt verschreibt dann Lutschtabletten, und dann geht der Spaß los :smirksmile:


Nochmal OT: Nicht, wenn er was von seinem Job versteht. Die Lutschtabletten aus der Apotheke sind nicht umsonst frei verkäuflich - die Faustregel ist da wirklich, dass das meiste Zeug davon überflüssig ist und allenfalls als Placebo wirkt. Dafür allerdings sind sie schon recht teuer.

wildwusel
25.07.2014, 22:48
Angststörungen nehmen zu und es ist manchmal einfacher, seine Angst an etwas fest zu machen als sich einzugestehen, dass eine psychische Störung dahinter steckt.

Oder etwas, daß man nicht, oder nur schwer ändern kann.

(Spekulatiusmodus an)

Wenn es mir ständig schlecht geht und ich keine Energie habe, mein Leben mich fertig macht und ich nichts auf die Reihe kriege, kann ich von Arzt zu Arzt laufen, eine Therapie machen, meinen Job wechseln, meine Familie rauswerfen, jeden Tag drei Stunden durch die Landschaft toben, nach Australien auswandern und Schafe züchten -- vielleicht hilft's-- , oder ich kann weniger Brot essen -- vielleicht hilft's. Und wie schon der Verdacht von Unreinheit Ekel hervorruft der bis zum Magen-umdrehen gehen kann, macht schon das Gefühl, etwas zu tun um die Dinge besser zu machen, die Dinge gefühlt besser.

Dazu noch, gerade bei Frauen, die eine Familie zu versorgen haben, der soziale Druck, alles genau richtig machen zu müssen... Eine Bekannte hat halbwegs das Jugendamt auf den Hals gehetzt bekommen, weil der Junge ein Pummel war und zu seinem Geburtstag in der Klasse Gummibärchen verteilt hatte. (Der Junge ist heute Profisportler.) Störungen zu kriegen ist da eine ganz normale und gesunde Reaktion.

Inaktiver User
25.07.2014, 23:09
...

Vom Kleinkindalter bis zur Pubertät hatte ich eine Allergie gegen Erdbeeren. Eine kleine Erdbeere oder Quark oder Eis ... alles mit Erdbeeren drin führte umgehend zu fetten Quaddeln am ganzen Körper, manchmal mit Fieber, und einer Schwellung ds Gesichts. Mit ca. 13 war es zum Glück weg, jetzt esse ich schon mein ganzes Leben lang Erdbeeren in großen Mengen. Allerdingsreagiert meine Haut immer noch auf den Kontakt mit Erdbeerlaub.

Hier, me too, teilweise. Vom Kleinkindalter (ich sage mal: Krabbelalter) bis zum Einsetzen der Pubertät hatte ich eine Allgergie gegen Fisch und Zitrusfrüchte. Damit einhergehend heftige Asthmaanfälle (Sprays gab es damals noch nicht) im Wechsel mit schlimmem Ekzem am inneren Ellenbogen und in den Kniekehlen. Drei Monate nach meiner ersten Periode war es weg. Ich war da auch 13 Jahre alt.

Heute bin ich wohl gegen nichts allergisch. Fisch kann ich ohne Ende essen, Zitrusfrüchte machen mir nichts mehr aus, aber ich esse weder Mies- noch sonstige Muscheln, von Jakobsmuscheln abgesehen, deswegen das "wohl". Miesmuscheln erinnern mich an riesige südamerikanische Küchenschaben, von daher stellt sich mir die Frage nicht.

Inaktiver User
26.07.2014, 23:02
Jahrelang wurden meine massiven Darmprobleme als eingebildet, halb so schlimm und als Reizdarm diagnostiziert. Als ich endlich einen Gastroenterologen fand, der per Atemtest eine Fructoseunverträglichkeit feststellte war ich überglücklich. Zudem vertragen Betroffene wie ich häufig auch keine Zuckeraustauschstoffe.
Außerdem war durch lange ( durch ärztl. Falschdiagnose bedingte) Antibiotikaeinnahme meine Darmflora durcheinander geraten, die durch eine Heilpraktikerin wieder einigermaßen saniert wurde.
Diese Jahre, wo ich mich kaum aus dem Haus traute, immer eine Toilette in der Nähe brauchte, waren nicht schön.

Besonders unschön empfand ich, dass ich nicht für voll genommen wurde. Auch den Titel des Stranges empfinde ich als Herabwürdigung. Aber ich kann mich da nicht mehr drüber aufregen, denen, die das als Einbildung bezeichnen, wünsch ich mal einen Monat damit zu leben.

Inaktiver User
27.07.2014, 10:24
Besonders unschön empfand ich, dass ich nicht für voll genommen wurde. Auch den Titel des Stranges empfinde ich als Herabwürdigung. Aber ich kann mich da nicht mehr drüber aufregen, denen, die das als Einbildung bezeichnen, wünsch ich mal einen Monat damit zu leben.

Der Titel klingt wirklich etwas abwertend, denn auch Menschen, die unter Somatisierungsstörungen leiden, bilden sich das nicht ein.

Für Ärzte ist es oft schwierig, die richtige Diagnose zu stellen. Dass erst einmal alle rein körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden (incl. Unverträglichkeiten) sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Aber wenn nach Jahren intensivster Suche immer noch nichts gefunden wird, was die Symptomatik erklären könnte, wird es schwierig. Somatisch bedingte Störungen sind ein häufiges Krankheitsbild, und wenn diese Patienten mit Medikamenten voll gepumpt werden oder laufend Untersuchungen unterworfen werden, schadet ihnen das mehr als es ihnen nützt, weil an der falschen Stelle angesetzt wird.

Ebayfan
27.07.2014, 10:49
Kleines OT am Rande: Auf solche Lutschtabletten verzichten - sie bieten keinen Mehrwert gegenüber z.B. zuckfreien Salbeibonbons plus Ibuprofen - die Bonbons, um den Speichel anzuregen und die Bazillen wegzuspülen, das Ibuprofen, falls Schmerzen beim Schlucken auftreten.

Ich wollte es erst nicht glauben, aber diverse Tipps von Ärzten, Untersuchungen dazu und Eigenversuch bestätigen das - ich habe relativ häufig Halsschmerzen und komme mit obiger Mischung immer klar (wenn nach 2-3 Tagen und 2-3 Tüten Bonbons keine Besserung da ist, gehe ich zum Arzt, weil dann offenbar mehr vorliegt als nur Halsschmerzen).

Das entspricht auch meinen Erfahrungen. Ich bin selbst drauf gekommen, weil ich zu faul war, deswegen zur Apotheke zu gehen und diese teueren Lutschtabletten zu kaufen. Ibus und Salbeibonbons habe ich immer vorrätig.

Außerdem kann man manche Halsinfektion im Keim ersticken, wenn man bei den ersten Anzeichen Honig lutscht. Einfach aus dem Glas einen Löffel, ruhig mehrmals täglich.

---------

Ich bekomme Bauchschmerzen von zuviel Orangensaft oder kalt gewordenen Kartoffeln. Auch wenn sie wieder erwärmt wurden. Das mit den Kartoffeln weiß ich noch nicht lange, aber seitdem gibt es viel seltener welche bei uns.

Die Laktoseintoleranz meines Freundes verschwand völlig, nachdem er mit mir zusammenkam und mir zuliebe das Rauchen reduzierte. Wir fragen uns wirklich, ob es am Rauchen lag oder ob es seelische Ursachen dafür gibt. Es hat uns sehr gewundert. Ihn freut es total, er trinkt sehr gern Milch und mag Eis. Jetzt braucht er dafür keine Tabletten mit Enzymen mehr.

Franca81
27.07.2014, 14:37
Ich habe in meinem entfernten Bekanntenkreis einige Damen, die sich gewisse Intoleranzen und Unverträglichkeiten "gönnen". Ich weiß, eine wirkliche Laktoseintoleranz oder Zöliakie - das sind nicht nur Modedinge.

Wenn aber eine 25 jährige ein Jahr lang den kompletten Freundes- und Bekanntenkreis mit einer Laktoseintoleranz nervt, nur um ihre Essstörung zu überspielen - und die dann auf einmal doch wieder alles verträgt und neuerdings aber nur noch Gluten-freie Produkte essen darf - dann frage ich mich schon, ob diese Weiber nicht allen wirklich betroffenen einen Bärendienst erweisen. Ist es denn so wichtig, im Mittelpunkt zu stehen? Muss man das mit eingebildeten Krankheiten tun?

Inaktiver User
27.07.2014, 14:53
Ist es denn so wichtig, im Mittelpunkt zu stehen?

Anscheinend. :unterwerf:

Irgenwelche Krankheiten und Beschwerden sind ja das eine, das andere ist, das komplette Umfeld permanent damit zu konfrontieren. Da hat man manchmal durchaus den Eindruck, dass da was simuliert wird um sich ja nur wieder damit wichtig machen zu können.

Inaktiver User
27.07.2014, 15:27
Irgenwelche Krankheiten und Beschwerden sind ja das eine, das andere ist, das komplette Umfeld permanent damit zu konfrontieren. Da hat man manchmal durchaus den Eindruck, dass da was simuliert wird um sich ja nur wieder damit wichtig machen zu können.

Diesen Eindruck habe ich auch.
Leute, die wirklich krank sind, versuchen oft eher, ihre Krankheiten zu verstecken und sich nichts anmerken zu lassen. Und die meisten Leute mit Unverträglichkeiten lassen einfach die Dinge weg, von denen sie wissen, dass sie ihnen nicht gut tun.

Manche "Betroffenen" aber tragen ihre Beschwerden dermaßen plakativ zur Schau und machen ein solches Brimborium darum, dass man sich fragt, ob der eigentliche Zweck nicht die Suche nach Aufmerksamkeit ist.

Deswegen müssen die Beschwerden nicht "eingebildet" sein, nur ist der Auslöser weniger körperlicher als seelischer Natur.

brighid
27.07.2014, 15:29
@ schnellschnell und visual :blumengabe:

Ebayfan
27.07.2014, 15:31
Dieses um Aufmerksamkeit buhlen finde ich so nervig! Egal womit jemand das macht, diese Menschen kann ich nicht ausstehen und lehne sie ab. Je mehr Theater sie veranstalten, desto weniger Aufmerksamkeit bekommen sie von mir. Leider kann das zu Schäden führen.:-(

Inaktiver User
27.07.2014, 15:43
Dieses um Aufmerksamkeit buhlen finde ich so nervig!

Ich nehme an, dass das vielen Betroffenen nicht einmal bewusst ist. Sie glauben felsenfest daran, dass sie tatsächlich solche Unverträglichkeiten haben. Und weil sie es glauben, entwickeln sie auch die entsprechenden Symptome.

Für die Umgebung ist das sehr schwierig zu handhaben, denn natürlich nimmt man Rücksicht auf Kranke und ihre Bedürfnisse. Wer ist schon so herzlos, dass ihm das Leiden Nahestehender egal ist?

Das Problem ist, dass in Fällen, in denen die Ärzte nichts finden oder Betroffene nicht zum Arzt wollen, die Umgebung nicht weiss, wie sie reagieren soll.

Liegt die Ursache in einer Angst- oder Somatisierungsstörung, verschlimmert sich das Leiden noch mehr, wenn die Betroffenen eine Sonderrolle erhalten, denn sie kommen dann kaum noch aus diesem Teufelskreis heraus.

Ebayfan
27.07.2014, 17:32
Inwiefern soll ich Rücksicht auf eine Lebensmittelunverträglichkeit nehmen? Wenn jemand etwas nicht verträgt, muss er zusehen, dass er es nicht isst. Ich kann es trotzdem essen.

Natürlich setze ich diesen Leuten bei Essenseinladungen nicht gerade unverträgliches Essen vor. Meist lade ich sowieso nicht zum Essen ein und falls doch mal, lasse ich das einfach kommentarlos weg. Kein Grund, das groß zu thematisieren. Wer sich als schwierig herausstellt, kommt mir sowieso nicht ins Haus. Solche Leute treffe ich dann lieber auswärts. Sollen sie sich selbst mit Kellnern und Köchen auseinandersetzen, das ist nicht mein Thema.

In meinem Haus gilt generell: alles kann Spuren von Nüssen, Knoblauch, Milch, Schokolade und Fleisch enthalten, denn diese Dinge sind sehr beliebt bei mir.

Ligeia
27.07.2014, 19:32
In meinem Haus gilt generell: alles kann Spuren von Nüssen, Knoblauch, Milch, Schokolade und Fleisch enthalten, denn diese Dinge sind sehr beliebt bei mir.

Haha! Köstlich.
In meinem Haus gilt dasselbe. Echte Unverträglichkeiten sind meiner Erfahrung nach eher selten, und von eingebildeten Kranken und Wichtigtuern halte ich mich fern, insofern essen meine Gäste alles, was ich ihnen vorsetze, und bisher ist noch niemand tot umgefallen. Wenn jemand essenstechnisch etwas, sagen wir mal, "schwierig" ist, gehen wir ins Restaurant, ich mag mir so eine Person gastronomisch nicht aufhalsen müssen.

Inaktiver User
27.07.2014, 19:38
Solche Leute treffe ich dann lieber auswärts. Sollen sie sich selbst mit Kellnern und Köchen auseinandersetzen, das ist nicht mein Thema.

In dem Fall, den ich persönlich kenne, ist nicht einmal mehr das möglich. Die Betroffene geht weder auswärts essen noch verreist sie, wenn sie nicht unbedingt muss (Arztbesuch). In diesem Fall nimmt sie eigene Lebensmittel (trockenes Brot) mit.

Es ist wirklich schwierig, denn sie weiss noch nicht einmal, was denn genau sie nicht verträgt. Sobald man ihr etwas vorsetzt, fängt sie an, über ihr Leiden zu jammern.

Ebayfan
27.07.2014, 19:45
Genau! Ich möchte sowas in meinem Haus nicht haben. Wenn jemand partout keinen Knoblauch will, dann verzichte ich halt mal, aber schwere Fälle sollen auswärts essen, nicht bei mir.

Wenn jemand am gut gelungenen Essen herummäkelt, kriege ich die Krise. Egal weswegen. Kochen ist für mich Arbeit und kein Hobby. Wenn jemand davon etwas abbekommt, ist es ein Sympathiebeweis. Wer einmal meckert, meckert kein zweites Mal. Selbst Kinder meckern nur ein paar Mal. Danach ist Feierabend. Ich bekoche sie dann nicht mehr.

Ich meckere ja auch nicht, wenn man mir Schnittblumen schenkt, obwohl ich sie nicht mag. Ich meckere erst, wenn der Schenker weg ist.^^

Ehrlich gesagt gehe ich auch nicht gern mit Leuten essen, die dann zum Kellner Dinge sagen wie "kann ich das Schnitzel auch unpaniert, also natur kriegen und statt mit Pommes mit Reis und anstelle der Möhren lieber einen Salat?" Die also, kurz gesagt, das ganze Gericht ändern. Eine Änderung kann ich tolerieren, aber bei sowas kriege ich die Krätze. Sollen sie was anderes bestellen. Nervensägen!

Inaktiver User
28.07.2014, 00:14
Hm wieder so ein reißerischer Artikel, der einiges verzerrt.

Anfangen tut das damit, daß man schonmal verschiedene Begriffe falsch verwendet und sich damit ein völlig anderes Bild ergibt.
Die 2-3% auf die im Eingangspost erwähnt werden sind echte Allergien auf Lebensmittel. Bei diesen Formen kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen.

Lactose, Fructose, Histaminintoleranzen bezeichnen hingegen Mangelzustände im Körper, hier fehlen Enzyme, die bestimmte Bestandteile der Nahrung aufspalten müssten. Die Schwelle ist dabei auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Und dann gibt es noch verzögerte Allergien. Diese treten zwischen 4 und 72 Stunden nach Nahrungsaufnahme auf und haben eher unspezifische Symptome zu Folge und sind nicht lebensbedrohlich.

Dies gabs früher auch schon, nur hat man die Betroffenen als Simulanten abgespeist. Es gibt einige Aha Erlebnisse wenn sich diese Menschen aufgrund der aktuellen Diagnostik bestätigt fühlen und ihr Bauchweh im Kindesalter nicht der Angst vor der Schule entsprach sondern die ach so hoch gelobte Milch beispielsweise der Auslöser für die Beschwerden war und ist.

Das es immer Menschen gibt, die selbst bei diesen Störungen eine Show abziehen um ihre Neurosen zu befriedigen (geschilderte Beispiele hier im Strang) soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß es genügend Menschen gibt, die echte Probleme damit haben und die jetzt aufgrund eines künstlichen Modetrends quasi wieder kämpfen müssen, damit sie anerkannt werden.

Die Frage im Titel beantworte ich mit einem entschiedenen Nein!

Ebayfan
28.07.2014, 08:45
Ja du hast recht. Für Außenstehende ist entscheidend, wie der Betroffene damit umgeht. Natürlich kann man darüber mal reden. Aber dann sollte es gut sein. Erwachsene Menschen müssen für sich selbst sorgen und sollten ihrem Umfeld nicht ständig mit diesem Thema auf die Nerven gehen. Wer nichts verträgt, bringt sich eben sein Essen mit, anstatt ganze Abendgesellschaften zu komischen Diäten zu zwingen, die dann vielleicht jemand anderes, der eine andere Unverträglichkeit hat, nicht verträgt. Dieses Aufmerksamkeit erzwingen ist lästig und unerwünscht.

Inaktiver User
28.07.2014, 09:52
Für Außenstehende ist entscheidend, wie der Betroffene damit umgeht. Natürlich kann man darüber mal reden. Aber dann sollte es gut sein. Erwachsene Menschen müssen für sich selbst sorgen und sollten ihrem Umfeld nicht ständig mit diesem Thema auf die Nerven gehen.

Vor allem, wenn diese Umgebung wenig für die Betroffenen tun kann.

Wenn Unverträglichkeiten bekannt sind, wird man selbstverständlich darauf Rücksicht nehmen, aber wenn jemand jedesmal ausführlich die eigene Krankengeschichte erzählt, erweckt das doch den Eindruck, als ob auch ein sekundärer Krankheitsgewinn erzielt werden möchte.

wildwusel
28.07.2014, 12:44
Mit dem Kochen kann ich das meist ganz einfach lösen. Ich guck halt, daß es für jeden irgendwas auf dem Tisch gibt, was er mag oder kann, und wenn jemand gar nichts mag oder kann weil ihm sein Heilpraktiker gerade alles außer Kaffee und Alkohol verboten hat, sag ich ihm, er soll sich was mitbringen, ich mach den Kaffee.

Ich mach mich da nicht mehr verantwortlich, als ich handhaben kann.

Inaktiver User
28.07.2014, 12:55
Mit dem Kochen kann ich das meist ganz einfach lösen.

Klar kann man das einfach lösen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn jemand alle Erdbeeren aus dem Kuchen pult, weil er sie nicht verträgt.

Das Problem ist, wenn einem dabei ein ganzer Roman zugemutet wird, was man noch alles nicht verträgt, dass man aber jetzt einen Arzt gefunden hat, der vielleicht nach Jahren eindlich die Ursache..... blablablabla.....
und das so ziemlich bei jedem Treffen (die dadurch naturgemäß weniger werden :pfeifend:)

Inaktiver User
28.07.2014, 13:08
Mit dem Kochen kann ich das meist ganz einfach lösen. Ich guck halt, daß es für jeden irgendwas auf dem Tisch gibt, was er mag oder kann, und wenn jemand gar nichts mag oder kann weil ihm sein Heilpraktiker gerade alles außer Kaffee und Alkohol verboten hat, sag ich ihm, er soll sich was mitbringen, ich mach den Kaffee.

Ich mach mich da nicht mehr verantwortlich, als ich handhaben kann.

Ich wurde schon mit strenger Miene gefragt, ob ich denn nicht wisse, wie schädlich mein Getränk wäre?

Es war Apollinaris - der Natriumgehalt muss der Reaktion zufolge nahezu tödlich sein.

Ehrlich, da fällt mir nix mehr ein dazu.

Inaktiver User
28.07.2014, 13:23
Ich wurde schon mit strenger Miene gefragt, ob ich denn nicht wisse, wie schädlich mein Getränk wäre?

:freches grinsen:
Spätestens, wenn das Ganze missionarisch wird, geht es um mehr als eine persönliche Unverträglichkeit.

Inaktiver User
28.07.2014, 13:51
:freches grinsen:
Spätestens, wenn das Ganze missionarisch wird, geht es um mehr als eine persönliche Unverträglichkeit.

Jau. Das sind Leute, für die Salz und Zucker Heroin an Gefährlichkeit nix nachsteht. Diejenige bestellt auch Salat ohne Salz etc. Mmmmmmhhhhh... :hunger:

wildwusel
28.07.2014, 14:03
Ehrlich, da fällt mir nix mehr ein dazu.

"Ich lebe wild und gefährlich." :freches grinsen:


Jau. Das sind Leute, für die Salz und Zucker Heroin an Gefährlichkeit nix nachsteht

"Heroin hab ich leider gerade nicht da."

555nase
28.07.2014, 14:12
Letztes Jahr im Sommer hatte ich wochenlang schlimme Bauchschmerzen. Ich hatte zig Untersuchungen durch ... Ultraschall, CT, MRT, Darmspiegelung .... und auch Laktose- und Sorbit-Test, auf beides reagiere ich hochgradig intolerant.

Ich mied also Laktose und Sorbit ... besser wurden die Bauchschmerzen aber erst, als ich glutenfrei gegessen habe. OB ich nun wirklich Zöliakie habe, kann nicht mehr festgestellt werden - dazu müsste ich 3 Monate glutenhaltig essen und das kann ich nicht mehr, da ich nach 1 Brötchen schon wieder Bauchschmerzen bekomme.

Mir ist es völlig egal, was mein Umfeld dazu sagt ... ob es als "Modeerscheinung" abgetan wird oder nicht ... mir ist nur wichtig, dass ich beschwerdefrei bin. Zum Thema muss ich es dann machen, wenn ich z.B. zum Essen eingeladen bin - ggf. bringe ich mir mein eigenes Essen mit.

Insgesamt habe ich wenig Probleme damit - es gibt für alles irgendwie eine Alternative. Und nichts kann so gut schmecken, dass ich diese Schmerzen wieder in Kauf nehmen würde.

Zuza.
28.07.2014, 14:24
Ehrlich gesagt gehe ich auch nicht gern mit Leuten essen, die dann zum Kellner Dinge sagen wie "kann ich das Schnitzel auch unpaniert, also natur kriegen und statt mit Pommes mit Reis und anstelle der Möhren lieber einen Salat?" Die also, kurz gesagt, das ganze Gericht ändern. Eine Änderung kann ich tolerieren, aber bei sowas kriege ich die Krätze. Sollen sie was anderes bestellen. Nervensägen!

Du, wenn es sich einfach um harmlose Unpässlichkeiten handelt, weil derjenige meint, dies oder das nciht zu vertragen oder zu mögen, kann ich deine Haltung nachvollziehen. Aber seitdem ich weiß, was z. B. Zöliakie für einen Betroffenen bedeutet und wie sehr er aufpassen muss, wenn er mal auswärts essen geht, halte ich alle Bällchen extrem flach, bevor ich mich z. B. zu einem kleinen Augenverdreher hinreißen lasse. Meine Schwester, die das leider hat, findet das alles extrem lästig und sehr unlustig, und sie ist leider gezwungen, im Restaurant zu fragen: Kann ich das bitte ohne Soße haben? Ist Mehl am Fleisch? Kann ich statt der Pommes bitte normale Kartoffeln haben.

Wer wirklich betroffen ist, sucht sich das nicht aus udn macht das nicht, um die Umwelt zu nerven, sondern um gesund bleiben zu können.

bertrande
28.07.2014, 14:34
Vor kurzem kam im TV ein Sendung, bei der es um Wissenswertes über Nahrung ging.
Dabei wurde erwähnt, dass Wissenschaftler wohl festgestellt haben, dass Zöliakie durch die gentechnische Veränderung von Weizen entstehen kann. Was da eingeschleust wurde, um die Resistenz gegen Fäulnis und Ungeziefer zu erhöhen, kann auch das menschliche Immunsystem irritieren.

Sicher stimmt die große Zahl der "echten" Unverträglichkeiten nicht exakt, aber ich habe schon das Gefühl, dass sie tatsächlich zugenommen haben, ebenso wie Heuschnupfen und Neurodermitis. Früher war das doch eher exotisch, weil so selten, wobei sicher manches auch nicht richtig erkannt wurde.

idefixelia
28.07.2014, 14:40
Du, wenn es sich einfach um harmlose Unpässlichkeiten handelt, weil derjenige meint, dies oder das nciht zu vertragen oder zu mögen, kann ich deine Haltung nachvollziehen. Aber seitdem ich weiß, was z. B. Zöliakie für einen Betroffenen bedeutet und wie sehr er aufpassen muss, wenn er mal auswärts essen geht, halte ich alle Bällchen extrem flach, bevor ich mich z. B. zu einem kleinen Augenverdreher hinreißen lasse. Meine Schwester, die das leider hat, findet das alles extrem lästig und sehr unlustig, und sie ist leider gezwungen, im Restaurant zu fragen: Kann ich das bitte ohne Soße haben? Ist Mehl am Fleisch? Kann ich statt der Pommes bitte normale Kartoffeln haben.

Wer wirklich betroffen ist, sucht sich das nicht aus udn macht das nicht, um die Umwelt zu nerven, sondern um gesund bleiben zu können.



Danke!:allesok:


Wenn man Betroffener ist, ist es einem oft selbst peinlich und es ist megaanstrengend, den Kellner zu fragen : ist da Sahne drin? Oder dies oder jenes. Die wissen es oft nicht, rennen in die Küche, kommen wieder….und so kurvt man dann durch die Speisekarte, bis man was findet. Na klar, nervt das die Leute, mit denen man zum Essen verabredet ist. Es nervt aber auch einen selbst, weil es viel schöner wäre, einfach mal Nudeln mit fetter Sahnesauce essen zu können, ohne groß drüber nachzudenken.
Und das führt dann u.U. dazu, dass man lieber zuhause isst, anstatt draußen zu essen (also bei mir jetzt nicht, soll´s aber geben und ich kann das zum Teil auch verstehen).

Ebenso nervig ist es bei privaten Einladungen zum Kaffee, wenn man die angebotenen Sahnetorten ablehnt. Ja, warum denn bloß, aber den hier kannst du doch sicher, der ist mit Quark….ja, wat machste denn dann? Du sagst, dass du das nicht essen kannst und schon geht es los mit der Erklärerei. Nicht, weil man das möchte, sondern weil man eben nicht möchte. Die Sahnetorte meine ich. Es ist anstrengend, das stimmt. Aber man hat es sich ja nicht ausgesucht, sondern hat zum Teil einen langen Ärztemarathon hinter sich, bis einer mal feststellt, woher die Magen-Darmkrämpfe etc.pp. stammen.

Inaktiver User
28.07.2014, 15:03
Neurodermitis.

Auch bei Neurodermitis scheint die Psyche nicht unwichtig zu sein. Ich kenne zwei Fälle, in denen sie erst mit 60+ und unter großem persönlichem Stress auftrat.

Das heisst keineswegs, dass da irgend etwas "eingebildet" wäre, das denke ich auch bei den Unverträglichkeiten nicht. Aber für die Heilung bzw. Besserung wäre es sehr wichtig, zu wissen, wo man ansetzen muss.

bertrande
28.07.2014, 17:14
@visual
Ab und zu mal Stress dürfte nicht ungesund sein, aber Dauerstress könnte da schon etwas ausmachen. Das macht krank, Psyche wie Körper.

Ebayfan
28.07.2014, 20:12
Wer wirklich betroffen ist, sucht sich das nicht aus udn macht das nicht, um die Umwelt zu nerven, sondern um gesund bleiben zu können.

Ich verstehe das ja auch, finde es aber trotzdem nervig. Dann machen wir eben was anderes zusammen, es muss ja nicht essen sein.

schafwolle
29.07.2014, 07:05
sie ist leider gezwungen, im Restaurant zu fragen: Kann ich das bitte ohne Soße haben? Ist Mehl am Fleisch? Kann ich statt der Pommes bitte normale Kartoffeln haben.



Na klar, nervt das die Leute, mit denen man zum Essen verabredet ist.

Dass es für diejenigen, die an einer Unverträglichkeit etc. leiden, einfach lästig ist,
zum reinen Selbstschutz "mäkelig" zu sein, kann ich nachvollziehen. Es ist ja eine
gewisse Einschränkung, immer auf der Hut sein zu müssen.

Aber auf die Idee, das als nicht Betroffene nervig zu finden (zB im Restaurant) käme
ich wirklich nicht. Es hat schließlich keine Auswirkungen auf mich selbst, wenn sich der
Kellner im Zweifelsfall erst selbst schlau machen muss. So viel Verständnis für Bekannte
oder Freunde sollte schon sein.

Der Gastronomie ist die immer mehr an Bedeutung gewinnende Thematik ja nicht unbekannt,
man beginnt auch, auf die Betroffenen einzugehen mit entsprechenden Angebotserweiterungen
und informierten Mitarbeitern.

In einem guten Restaurant ist eine Umbestellung ("lieber Gemüse statt Nudeln" etc) nie
ein Problem, da sowieso alles à la minute zubereitet wird. Ohne von einer Unverträglichkeit
betroffen zu sein, bestelle ich selbst oft Beilagen um bzw. verzichte auf Soßen. Keine große
Sache für die Küche, und für die Leute, die mit mir an einem Tisch sitzen, auch nicht.

555nase
29.07.2014, 07:21
Ich hatte noch nie Probleme - weder im Restaurant noch mit Freunden/Bekannten. Ich bin allerdings auch noch nie auf die Idee gekommen, dass ich sie NERVEN würde .... meine Güte, das ist doch mein Problem und nicht ihres!?

Wenn ich im Restaurant fragen muss, weil ich es sonst schlecht für meine Gesundheit ist - wer hat da das Recht, sich da "genervt" zu fühlen!?

Und im privaten Kreis genauso ... ich finde immer was zu essen, ggf. bringe ich mir was mit ... und wenn, dann kann ich auch mal genervt sein (wenn eine Freundin beim Grillen z.B. nur 2 Nudelsalate und sonst nix macht, obwohl sie weiß - und wir vorher noch darüber gesprochen haben - dass ich nichts mit Nudeln essen darf. Auch da habe ich einen Salat mitgebracht - kein Problem, aber merkwürdig fand ich es schon).

Ebayfan
29.07.2014, 10:10
Warum isst du dann nicht einfach Fleisch?

Wenn wir grillen, gibt es oft einfach Fleisch mit Fleisch mit Wurst. Wer mag, holt sich Senf oder Ketchup dazu. Was sollen wir mit Sättigungsbeilagen?

Gemüse dazu ist ok, aber Nudel- oder Kartoffelsalat muss wirklich nicht sein.

Beim letzten Mal hatten wir selbst geerntete Bohnen dazu.

Kyoto
29.07.2014, 11:00
ich habe eine Freundin, die keine MIlchprodukte verträgt und den Mann einer Freundin, der Diabetes hat.
Die eine bestellt ohne großes Brimborium den Käse im salat ab, kein Problem. Er kommt mit einer Semmel und isst die statt des Kuchens und Sahne. Auch kein Problem.

Beide reihen sich nahtlos in den Tagesablauf ein!

Lästig wurde mir der oft erwähnte Kollege, der über nichts anderes Reden konnte als seine (einander folgenden) Ernährungsextreme. Zitat" Daran wäre ich beim ersten Mal gestorben " (Quecksilberentgiftung).

Ebenso eine Bekannte mit Glutenunverträglichkeit (?), bei sich alles darum dreht und die ihre Umwelt mit einbezieht, also die Erwartungshaltung, dass sich alles um sie dreht.
Beispiel: Ausflug mit dem Zug zu einer Ausstellung. Sie will in der Ausstellung Mittag essen (Keimlinge und Gemüsehäppchen) und nicht mit uns ins Lokal. Fazit. wir gucken ihr beim Essen zu, dann guckt sie uns (miesepetrig) beim Bratwurstessen zu.
Sehr gesellig.
Ehrlich gesagt wäre mir es lieber gewesen, sich später am Bahnhof wieder zu treffen. Aber dazu ist man ja zu höflich.

Zuza.
29.07.2014, 11:35
Aber ist so was wie "miesepetrig" nicht eine Charaktersache? Ich kenne einige Leute mit Unverträglichkeiten und wie gesagt meine Schwester mit ihrer Zöliakie, die sie gezwungen hat, ihre Ernährung komplett darauf umzustellen, aber niemand von denen ist in irgendeiner Weise merkwürdig oder miesepetrig. Man weiß das voneinander und man verhält sich entsprechend, was das Essen angeht. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn man jemanden zum Essen einlädt und weiß, dass er beim Essen empfindlich ist, vorher zu fragen "darfst du dies oder das essen" und es dann bei der Zubereitung zu berücksichtigen.

Und nochmal zur Glutenunverträglichkeit oder der ausgewachsenen Zöliakie-Erkrankung: Man kann auch damit in normale Lokale gehen. Meine Schwester geht nicht mehr so oft essen wie früher, da es komplizierter geworden ist, man verliert dann schon die Lust daran. Sie kocht aber gern und gut und fühlt sich unterm Strich wenig eingeschränkt. Aber wenn sie mal mit zum Essen geht, findet sie immer etwas Gutes auf der Karte, was sie essen kann, egal ob das jetzt beim Asiaten ist, beim Italiener, Griechen oder sonst wo.

Ebayfan
29.07.2014, 11:42
Das mit dem Gluten ist gut zu vermeiden, damit hätte ich auch als Gastgeber wenig Probleme. Dieser ganze Mehlpamps muss gar nicht sein. Dann ist die Sauce eben etwas dünner oder man pürriert mitgegartes Gemüse.

Wenn ich meine, ich hätte zuviel Gewicht, kommen mir Getreideprodukte abends sowieso nicht auf den Teller. Es sind eigentlich nur billige Energiespender. Ein Moppel braucht die überhaupt nicht.

wildwusel
29.07.2014, 11:43
Ich hatte noch nie Probleme - weder im Restaurant noch mit Freunden/Bekannten. Ich bin allerdings auch noch nie auf die Idee gekommen, dass ich sie NERVEN würde .... meine Güte, das ist doch mein Problem und nicht ihres!?

Das Problem der Leute, die im Restaurant genervt sind, wenn es für jemanden kompliziert ist, ist manchmal eine soziale Phobie ("bloß nicht auffallen, bloß keine Umstände!") oder Unsicherheit (sie fühlen sich für ihre Wahl des Lokals kritisiert, wenn jemand aus der Gruppe offensichtlich Probleme mit dem Lokal hat).

Das ist ihr Problem, nicht deines, aber leider ist ihr Problem eine Tretmine und du trittst drauf. :knatsch:
Da hilft nur Diplomatie. Auch wenn man ein Problem nicht gemacht hat, kann es sein, daß man am ehesten in der Lage ist, es zu lösen.

Inaktiver User
29.07.2014, 11:44
Aber ist so was wie "miesepetrig" nicht eine Charaktersache?

Es hat nichts mit Miesepetrigkeit zu tun.

Kyoto beschrieb es in ihren Beispielen sehr schön: Es gibt Leute mit Allergien und Unverträglichkeiten, die gut damit zurecht kommen und auf die man auch gerne Rücksicht nimmt.

Und es gibt Menschen, die ihre Beschwerden (gilt auch für andere Dinge als Lebensmittelunverträglichkeiten) dazu benutzen, sich in Szene zu setzen und eine Sonderrolle zu beanspruchen. Oder sie dozieren stundenlang zum Thema.

Dabei scheinen sie das oft gar nicht bewusst zu machen. Was auffällt, ist vor allem ein großer Hunger nach Aufmerksamkeit.

Mein Eindruck ist, dass das oft sozial sehr angepasste Menschen sind, die es nicht schaffen, über Fröhlichkeit oder unterhaltsame Gespräche Aufmerksamkeit zu erhalten.
Die Symptome könnten dann ein Umweg sein, auf andere Weise Beachtung zu bekommen.

Zuza.
29.07.2014, 12:16
Es hat
Und es gibt Menschen, die ihre Beschwerden (gilt auch für andere Dinge als Lebensmittelunverträglichkeiten) dazu benutzen, sich in Szene zu setzen und eine Sonderrolle zu beanspruchen. Oder sie dozieren stundenlang zum Thema.

Dabei scheinen sie das oft gar nicht bewusst zu machen. Was auffällt, ist vor allem ein großer Hunger nach Aufmerksamkeit.

Das meinte ich ja mit Charaktersache, visual. Und solche Leute nerven mich irgendwann auch. Und da würde ich auch die Konsequenzen ziehen und mich mit ihnen auf "neutralem" Gelände treffen, nicht ausgerechnet zum Essen. Und ich hätte auch nichts damit am Hut, meine Gedanken dazu auch mal laut auszusprechen. Aber unterm Strich kenne ich kaum so extrem anstrengende Esser, die meisten machen um ihre Unverträglichkeiten kein großes Gedöne, sondern leben einfach danach, ohne es ständig zu thematisieren und sind unkomplizierte Zeitgenossen.

Quirin
29.07.2014, 12:21
Ein Ärgernis finde ich die geldgeilen Ärzte und Heilpraktiker, die ihren Patienten nutzlose Allergie- und Unverträglichkeitstests zum Selberzahlen aufschwatzen. Die Patienten laufen dann durch die Gegend und erzählen, was sie alles nicht essen dürfen, und zwar vollkommenst ohne jeden Grund.

Nahrungsmittelallergien: IgG-Tests sind in der Regel sinnlos - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/nahrungsmittelallergien-igg-tests-sind-in-der-regel-sinnlos-a-886980.html)

ganda55
29.07.2014, 12:23
Mein Eindruck ist, dass das oft sozial sehr angepasste Menschen sind, die es nicht schaffen, über Fröhlichkeit oder unterhaltsame Gespräche Aufmerksamkeit zu erhalten.
Die Symptome könnten dann ein Umweg sein, auf andere Weise Beachtung zu bekommen.
Da könnte echt was dran sein, und ich werde mal drauf achten.

Womit ich Schwierigkeiten habe, ist die Themenstellung, die Unverträglichkeit und Krankheit gleichsetzt. Finde ich nämlich überhaupt nicht. Mir fehlt nachgewiesenermaßen z.B. auch das Enzym für die Milchverdauung. Deshalb bin ich nicht krank.:nudelholz: Höchstens aggressiv.:freches grinsen:

Kyoto
29.07.2014, 12:37
Also, in dem einen Fall (Kollege) war es tatsächlich Aufmerksamkeit-ERhaschen , gerne auch negative.
Negative kam noch besser an, da wohl intensiver.
Ein echter Energieschlucker!

Der zweite Fall - denke ich mir- ist tatsächlich so ein Prinzessinen-Gehabe. Dominanzstreben.
Leider ist sie für die Prinzessinnentour etwas zu alt. Nun ja, ihr Problem.

Ich kann aber diesen missbilligenden Blick auf anderer Leute Teller (und Biergläser) nicht anders beschreiben.
Leider habe ich sie nicht gefragt, warum.
Aber ich treffe sehr viel lieber mit den anderen 2 zusammen, weil sie eine runde Zufriedenheit, Lebensweisheit und Humor ausstrahlen. Lebensfreude eben und dies trotz Lebensmittelunverträglichkeiten.

Ich denke aber, dass Leute, die ne positive Energie ausstrahlen, diese auch nie so ganz verlieren, auch wenn sie gesundheitlich zu knapsen haben.

Insofern vielleicht doch Charaktersache???

brighid
29.07.2014, 12:48
Ich denke aber, dass Leute, die ne positive Energie ausstrahlen, diese auch nie so ganz verlieren, auch wenn sie gesundheitlich zu knapsen haben.

Insofern vielleicht doch Charaktersache???

ja.

das bekommt man/frau ganz deutlich vor augen geführt wenn man/frau im krankenhaus arbeitet.

Kyoto
29.07.2014, 12:57
gut,
zusätzlich lehne ich mich aber auch aus dem Fenster und sage:
wenn Leute mit sich und der Welt unzufrieden sind (und unter diversen diffusen Symptomen leiden) projezieren manche dies auch auf die Ernährung.

Dass diverse Tests (besonders solch esotherische mit Heben) Unfug sind wundert mich gar nicht.

Hab mir gerade den neuen Focus gekauft und werde noch berichten (obwohl ich da nicht so wahnsinnig Tiefgang erwarte)

poca
29.07.2014, 13:00
Auf Histaminunverträglichkeit wurde ich mal untersucht - negativ.


Wie untersucht man das denn? Bei uns in der Familie (anscheinend mein Bruder und ich und neuerdings klagen auch 2 meiner Kinder über entsprechende Probleme) tritt sie wahrscheinlich häufiger auf, stellen wir grad fest. Bei Internetrecherchen sind wir aber noch nicht auf konkrete Diagnosemöglichkeiten gestoßen, sondern nur auf die Möglichkeit, Auslassversuche zu machen und die Folgen zu dokumentieren.

Ansonsten gehören wir auch eher zu der Fraktion, die ländlich und mit den entsprechenden hygienischen "Einschränkungen" aufgewachsen ist und noch weiter wächst. Trotzdem sind im Laufe der Zeit diverse Allergien diagnostiziert, und (u.a. auch mit Hilfe homöopathischer Behandlung) wieder verschwunden.

poca

brighid
29.07.2014, 13:03
gut,
zusätzlich lehne ich mich aber auch aus dem Fenster und sage:
wenn Leute mit sich und der Welt unzufrieden sind (und unter diversen diffusen Symptomen leiden) projezieren manche dies auch auf die Ernährung.




sehe ich nicht so. allein der umgang mit malläisen bis erkrankungen sind eine sehr persönliche aktion. das allergien bis unverträglichkeiten auftreten- ist das eine. die verbesserte diagnostik ein anderes.

Kyoto
29.07.2014, 13:10
nur ist halt nicht jeder Test objektiv der Bringer, außer für die Heilpraktiker. Lies mal den Link von Quirin!

Und ich kenne eben auch die, die sich nicht testen lassen wollen und lieber selber therapieren (mit eifriger unfreiwilliger Teilnahme des sozialen Umfeldes)

brighid
29.07.2014, 13:13
Und ich kenne eben auch die, die sich nicht testen lassen wollen und lieber selber therapieren (mit eifriger unfreiwilliger Teilnahme des sozialen Umfeldes)

das umfeld darf selbst entscheiden ob sie mitspielen oder es ignorieren.

wie gesagt: wie jemand mit seinen /ihren einschränkungen umgeht- kann sich über die jahre durchaus verändern und ist eine sehr persönliche aktion.

wildwusel
29.07.2014, 13:40
Ein Ärgernis finde ich die geldgeilen Ärzte und Heilpraktiker, die ihren Patienten nutzlose Allergie- und Unverträglichkeitstests zum Selberzahlen aufschwatzen. Die Patienten laufen dann durch die Gegend und erzählen, was sie alles nicht essen dürfen, und zwar vollkommenst ohne jeden Grund.

Ja, da bin ich zur Zeit auch extrem aufgeplüscht bei solchen Sachen. Aber wie sagt man das Leuten, die seit dreißig Jahren von Arzt zu Arzt laufen, in der Hoffnung, daß sie irgendetwas tun können, daß es ihnen besser geht, und die jetzt viel Geld und Aufwand in etwas investieren, daß so teuer und aufwendig ist, daß es, wie besonders übel schmeckende Medizin, einfach helfen *muß*? "Du wirst dich nie besser fühlen, solange du in diesem Land diesen Job und diese Familie hat, wandere doch nach Australien aus, mach eine Therapie und jage Haifische"? Ganz toll. :niedergeschmettert:

Inaktiver User
29.07.2014, 13:48
Ja, da bin ich zur Zeit auch extrem aufgeplüscht bei solchen Sachen. Aber wie sagt man das Leuten, die seit dreißig Jahren von Arzt zu Arzt laufen, in der Hoffnung, daß sie irgendetwas tun können, daß es ihnen besser geht,

Bei eben dieser Gruppe frage ich mich, ob es sich nicht eher um Somatisierungsstörungen handelt. Die sind ja nicht gerade selten: Schätzungen gehen davon aus, dass bei mindestens 30 % der Patienten, die wegen unklarer Beschwerden zum Hausarzt gehen, eine psychische Ursache mitspielt.

@ brighid
ich bin nicht sicher, ob sich das Umfeld aussuchen kann, wie es damit umgeht. Gerade wenn es keine klare Diagnose gibt, schwankt man als Außenstehende dauernd zwischen "nun übertreib mal nicht so" und dem schlechten Gewissen, dass man vielleicht einer Kranken Unrecht tut.

Quirin
29.07.2014, 13:56
Wie untersucht man das denn? Bei uns in der Familie (anscheinend mein Bruder und ich und neuerdings klagen auch 2 meiner Kinder über entsprechende Probleme) tritt sie wahrscheinlich häufiger auf, stellen wir grad fest. Bei Internetrecherchen sind wir aber noch nicht auf konkrete Diagnosemöglichkeiten gestoßen, sondern nur auf die Möglichkeit, Auslassversuche zu machen und die Folgen zu dokumentieren.

Wikipedia ist Dein Freund. Kann man mit Diät und Bluttest diagnostizieren. Natürlich beim Mediziner, nicht beim Heilpraktiker. Und auf Kassenkosten, nicht als Selbstzahler.

Quirin
29.07.2014, 14:04
Das Problem mit diesen Allergietests finde ich zweierlei: Erstens Ärzte und Heilpraktiker, die die Kunden, die verzweifelt auf der Suche nach der Ursache sind, schamlos ausnutzen und ihnen sinnfrei Geld aus der Tasche ziehen, und zwar richtig viel, und zum anderen, dass die meisten Menschen allein schon die Möglichkeit ablehnen, sie könnten eine psychosomatische Erkrankung haben. Wie schon geschrieben, die Schätzungen, wieviele der Hausarztkonsultanten tatsächlich eine psychosomatische Erkrankung statt einer körperlichen haben, sind sehr hoch.

bertrande
29.07.2014, 14:08
"Du wirst dich nie besser fühlen, solange du in diesem Land diesen Job und diese Familie hast,
wechsle den Arbeitsplatz oder gleich den Beruf, brich den Kontakt zu Deinen schrecklichen Eltern ab und trenne Dich von Deinem Partner.

Ich glaube, dass bei Befolgung dieses Ratschlages so manche plötzlich ganz andere Gesprächsthemen hätten und vielleicht sogar erstaunliche Heilungserfolge.

Gerade erlebe ich mit, wie eine Frau keine einzige Migräneattacke mehr hatte, seit ihr Mann unter der Erde ist.
Die Migräne war echt, nicht eingebildet, sie litt viele Jahre extrem darunter und sie ist auch kein hysterischer Mensch, sondern sehr bodenständig.

Ach ja, sie verträgt nun auch wieder Champagner, den konnte sie nicht mehr trinken, weil er regelmäßig zu einem Migräneanfall führte.

Ebayfan
29.07.2014, 14:21
Dafür spricht ja auch, dass die Laktoseintoleranz meines Freundes verschwand, nachdem wir zusammenkamen. Natürlich kann es mit dem Rauchen zusammenhängen, aber ich vermute mehr, dass er bei mir etwas bekommt, was er in dem Maße woanders nicht bekam. Ich tippe mal auf Wertschätzung. :-)

Es gibt aber auch Hinweise, dass es u.U. mit Infektionen zusammenhängen könnte.

Sevi65
29.07.2014, 14:23
Manche Allergien sind Kreuzallergien zu bestimmten Pollenarten (sorry falls ich mich wiederhole, habe nicht alle Beiträge gelesen). Ich war immer gegen Birkenpollen allergisch, jetzt reagiere ich auf Äpfel und Kirschen - die Birkenpollen merke ich aber gar nicht mehr. Eingebildet ist die Allergie im Leben nicht, ich habe es bei Kirschen schon vor ein paar Jahren gemerkt, da fing es immer im Mund an zu jucken, ich konnte die aber trotzdem noch essen. Als ich letztens mal 5 Kirschen aß, juckte der Mund so stark, dass ich nicht weiter essen konnte und ich lasse es jetzt einfach. Laktoseintoleranz haben - glaube ich - 25% oder mehr der Menschen - kein Wunder, denn Tiermilch ist für Tierkinder und nicht für Menschen gedacht.

Quirin
29.07.2014, 14:29
Laktoseintoleranz haben - glaube ich - 25% oder mehr der Menschen - kein Wunder, denn Tiermilch ist für Tierkinder und nicht für Menschen gedacht.

Fast jeder Erwachsene auf der Welt ist lactoseintolerant. Das liegt nicht daran, dass Tiermilch nicht für Menschen gedacht ist, sondern dass Milch nicht für Erwachsene gedacht ist. Nur wir Europäer und unsere Abkömmlinge sind zum Großteil lactosetolerant, was daran liegt, dass irgendein Kaukasusbewohner vor 7.000 Jahren eine Genmutation hatte, die sich evolutionär als vorteilhaft erweist, wenn man Viehzucht betreibt und Milch im Überfluss zur Verfügung hat.

Ebayfan
29.07.2014, 14:32
Stimmt, Laktose zu tolerieren war aber in steizeitlichen Gesellschaften mit Viehzucht ein Überlebensvorteil, besonders bei Missernten. Alle die, die Laktose vertragen, stammen von diesen Viehzüchtern ab. Gerade dabei gibt es auch Graustufen, also Leute, die kleinere Mengen vertragen, den Milchflash aber nicht. Joghurt und Käse vertragen viele noch ganz gut, die bei Milch Probleme bekommen.

Inaktiver User
29.07.2014, 14:32
Erstens Ärzte und Heilpraktiker, die die Kunden, die verzweifelt auf der Suche nach der Ursache sind, schamlos ausnutzen und ihnen sinnfrei Geld aus der Tasche ziehen, und zwar richtig viel, und zum anderen, dass die meisten Menschen allein schon die Möglichkeit ablehnen, sie könnten eine psychosomatische Erkrankung haben.

Diese beiden Gruppen ergänzen sich oft perfekt. Wäre nicht weiter schlimm, wenn die Betroffenen nicht tatsächlich leiden würden.

Aber das Vertrackte an psychosomatischen Leiden ist, dass ihre Entstehung bereits auf einer Verdrängung beruht. Könnte man den Dingen, die nicht stimmen, ins Auge blicken, würde man nicht somatisieren, sondern könnte sie auf der bewussten Ebene bearbeiten. Dass die Betroffenen eine psychische Ursache nicht akzeptieren können, ist die Regel, nicht die Ausnahme. Auch die Ärtze haben da oft keine Chance.

Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Leuten, deren Beschwerden eine körperliche Ursache haben, die aber lange nicht entdeckt wurde, zu Unrecht eine psychische Ursache zugeschrieben wird.

Quirin
29.07.2014, 14:35
Und die Psyche kann richtig viel anstellen. Man kann sogar psychosomatisch erblinden, und wenn die Ursache verarbeitet ist, kommt das Sehvermögen wieder.

Kyoto
29.07.2014, 14:49
Naja, es gab halt schon immer ein paar "Mode"Krankheiten, denke da nur mal an die Hysterie zu Freuds Zeiten, die i.Ü. u.A. auch mit (Fremd-)Masturbation behandelt wurde. Gar nicht mal so schlecht.

Heute sind es IMHO Borreliose,Burnout,Lebensmittelunverträglichkeiten .

Keine Diskussion, diese Krankheiten gibt es. Und dass sie sozial "höher" stehen als andere Krankheiten denke zumindest ich mir.
Und die Symptome sind pasenderweise so schön diffus.

Schade halt nur, dass es tatsächlich wirklich leute gibt, die rein körperlich bedingt darunter leiden, für Ärzte und Patienten.

Nochwas: würden soviele Leute ihre Umgebung wirklich ändern wollen, unter der sie so sehr leiden, gäbs die Bri nicht.

Nochwas 2: ich denke, im Moment macht die Forschung gerade Riesenfortschritte in Sachen Darmflora und Verdauung.
Lassen wir uns also überraschen.

Inaktiver User
29.07.2014, 14:59
Naja, es gab halt schon immer ein paar "Mode"Krankheiten, denke da nur mal an die Hysterie zu Freuds Zeiten, die i.Ü. u.A. auch mit (Fremd-)Masturbation behandelt wurde. .

Ach, du hast gestern auch den Film auf arte gesehen? :smirksmile:



Heute sind es IMHO Borreliose,Burnout,Lebensmittelunverträglichkeiten .

Borreliose ist keine Modekrankheit, man kann feststellen, ob man eine hatte.



Schade halt nur, dass es tatsächlich wirklich leute gibt, die rein körperlich bedingt darunter leiden, für Ärzte und Patienten.


Auch Leute mit psychosomatischen Leiden haben oft einen großen Leidensdruck, das ist ja nicht eingebildet. Aber für die Behandlung macht es einen Riesenunterschied.

Ebayfan
29.07.2014, 15:03
Borreliose ist keine Modekrankheit, man kann feststellen, ob man eine hatte.

Wenn man sie rechtzeitig erkennt, bekommt man sie mit einem Antibiotikum weg.

Inaktiver User
29.07.2014, 15:07
Wenn man sie rechtzeitig erkennt, bekommt man sie mit einem Antibiotikum weg.
Eben.

Kyoto
29.07.2014, 15:16
es werden aber zig Patienten mit jahrelanger Anntibiotikab"gaben" von Quacksalbeln drangsaliert, die "nur" neurologische Sypptome hatten und keine Titer.

Ich hatte übrigens tatsächlich mal Borreliose (ohne Vorhofrötung), nur diffuse Sommergrippe. Antibiotika kurz, Borreliose weg.

Wie gesagt, bei einer Krankheit mit diffusen Symptomen und ner Menge QWuacksalber, die sich darauf "spezialisiert" haben: Augen auf, auch bei der Borreliose.

Den Film kannte ich schon von ner DVD. Schön, dass er mal wieder dran war.

wildwusel
29.07.2014, 15:20
Nochwas: würden soviele Leute ihre Umgebung wirklich ändern wollen, unter der sie so sehr leiden, gäbs die Bri nicht.

Eine Situation zu ändern, wenn man keine Resourcen hat, um eventuelle Fehlgriffe abzufedern oder Hindernisse zu überwinden, ist ein Akt von außergewöhnlichem Vertrauen in das Selbst und die Welt. Leute, die seit Jahren unter sich und der Welt leiden bringen dieses Vertrauen oft nicht auf. :niedergeschmettert:

Quirin
29.07.2014, 15:21
Antibiotika kurz, Borreliose weg.

Ich hatte auch mal den Verdacht auf Borreliose mit unklarer Antikörperlage, damals war die Aussage, dass man sehr lange Antibiotika bei Borreliose nehmen muss.

Kyoto
29.07.2014, 15:23
Ich hatte auch mal den Verdacht auf Borreliose mit unklarer Antikörperlage, damals war die Aussage, dass man sehr lange Antibiotika bei Borreliose nehmen muss.
das hängt wohl ab von der Dauer der Infektion, dem Zeckenbiss.
Bei mir wars ca ein Monat, Stufe 1 (glau ich) noch nicht neurologisch.

Inaktiver User
29.07.2014, 15:35
das hängt wohl ab von der Dauer der Infektion, dem Zeckenbiss.
Bei mir wars ca ein Monat, Stufe 1 (glau ich) noch nicht neurologisch.

Bei mir ging es nach dem Zeckenbiss sofort mit einer starken Rötung und einer dicken Schwellung los. 2 Wochen Antibiotikum reichten aus, die Kontrolle hinterher war ok.
Aber wir schweifen ab.

Inaktiver User
29.07.2014, 15:38
Was wäre eigentlich, wenn alle Krankheiten sofort und völlig geheilt werden könnten, wir also unser Leben lang pumperlgesund wären?

Ketzerische Frage: Würden uns dann unsere eigenen Leistungsansprüche und die Forderungen von außen nicht komplett auffressen?
Haben nicht gerade Somatisierungsstörungen die Funktion, uns vor Überforderung zu schützen, wenn unser Ego vor lauter Ehrgeiz nicht mehr selbst die Notbremse ziehen kann?

Quirin
29.07.2014, 15:44
Haben nicht gerade Somatisierungsstörungen die Funktion, uns vor Überforderung zu schützen, wenn unser Ego vor lauter Ehrgeiz nicht mehr selbst die Notbremse ziehen kann?

Eine Somatisierungsstörung hat den Sinn, vor eine Überforderung zu schützen, allerdings seltener wegen dem Ego, sondern mehr vor Situationen, die das Unterbewusstsein mit Katastrophen assoziiert. Das muss nicht wirklich rational einen Sinn ergeben, für das Unterbewusstsein aber schon.

Kyoto
29.07.2014, 15:46
tja, ich stelle mir den Anspruch, immer pumperlgesund sein zu müssen ziemlich stressig vor.
Genauso wie ständig erreichbar...

Ich denke, erhöhte dauernde Anspruchshaltung (oder Distress) ist bestimmt schädlich.
Heutzutage muss man ja nach neuesten Psycho-Katalog nach 2 Wochen Trauer bereits wieder "funktionieren":knatsch:

Silke735
29.07.2014, 15:54
Also ich glaube nicht, dass das Einbildung ist...
Gerade Laktoseintolleranz ist keine Einbildung sondern eigentlich sogar natürlich. Im asiatischen Raum vertragen nur sehr wenige Menschen Milchprodukte. Die Milchproduktion für den Menschen beginnt dort erst...
Eigentlich gibt man ja auch nur Babys Milch. Die Milchproduktion hat sich im Zuge der Industriealisierung entwickelt...

Inaktiver User
29.07.2014, 15:57
Eine Somatisierungsstörung hat den Sinn, vor eine Überforderung zu schützen, allerdings seltener wegen dem Ego, sondern mehr vor Situationen, die das Unterbewusstsein mit Katastrophen assoziiert. Das muss nicht wirklich rational einen Sinn ergeben, für das Unterbewusstsein aber schon.

Bestünden persönliche Katastrophen nicht auch darin, selbst gesteckte Ziele nicht zu erreichen? Es kommt doch relativ häufig vor, dass Leute sagen: Wenn ich nur nicht diese dauernden Beschwerden hätte, dann würde ich dies und jenes machen, aber leider, leider.....

Gartenelfe
29.07.2014, 16:11
Hallo zusammen,
nach kurzem Überfliegen der Titelseite bin ich auf Seite 136 kleben geblieben.
Bei meinem Sohn (8) wurde mit 5 Jahren Zöliakie diagnostiziert. War ein schwerer Weg zur Diagnose. Wie wir alle wissen, handelt es sich um eine chronische Erkrankung und man ist sein Leben lang auf glutenfreie Kost angewiesen. Nein, ich möchte nicht motzen! Im Gegenteil, ich bin glücklich und dankbar, dass wir endlich erfahren haben, warum unser Kind nicht gewachsen ist, nicht gespielt hat und oft mit weißem Gesicht und Augenrändern teilnahmslos da saß.
Inzwischen sind immer mehr glutenfreie Produkte auf den Markt zu finden. Was jedoch erschreckend ist, dass unsere liebe Industrie auch hier wieder Profit rausschlagen will. Da werden Produkte, die von Natur aus glutenfrei sind, speziell gekennzeichnet und natürlich gleich im Preis angehoben. Dies fällt leider auch bei laktosefreien Produkten auf. Traurig, dass man aus gesundheitlichen Gründen auf solch teuren Produkte angewiesen ist.
Nichts desto trotz sind wir froh darüber, dass der Markt an glutenfreien Produkten zunimmt. Ich versuche möglichst viel selbst herzustellen, so, dass ich selten auf industriell gefertigte Ware zurückgreifen muss. Nur manchmal lässt es sich nicht vermeiden.
Was aber wirklich furchtbar ist, wenn man in Restaurants , Eisdielen, ... nach glutenfreien Produkten fragt und von vornherein abgewiesen wird! Dieser mitleidige Blick, der einem begegnet... Da könnte ich echt k... (schuldigung). Als Erwachsener ist man reif genug und kann damit umgehen. Als Kind jedoch fühlt man sich schnell als Außenseiter, was man ja auch ist, aber man hat es sich nicht ausgesucht!
Grüßle die Gartenelfe

wildwusel
29.07.2014, 16:12
Eigentlich gibt man ja auch nur Babys Milch. Die Milchproduktion hat sich im Zuge der Industriealisierung entwickelt...

Die Mutation stammt aus Viehhirtenkulturen. War praktisch, die Tiere nicht schlachten zu müssen, um was zu Essen zu haben, und in sonnenarmen Gegenden war das vermehrte Vitamin D wohl auch willkommen. Heute, wo's überreichlich zu Essen gibt, ist der Vorteil, Milch verdauen zu können, marginal, deswegen driftet er wohl wieder aus dem Genpool raus.

Quirin
29.07.2014, 16:30
Gartenelfe, es gibt auch einzelne Restaurants, die glutenfrei sind.

Z. B. hier: [...] www. glutenfrei-unterwegs.de/wissen/restaurant.html

katelbach
29.07.2014, 16:59
Also ich glaube nicht, dass das Einbildung ist...
Gerade Laktoseintolleranz ist keine Einbildung sondern eigentlich sogar natürlich.

Den physiologischen Laktasemangel sehen wir auch beim Tier, z. B. bei Katzen. Nach dem Absetzen schläft beim Welpen, Kitten und normalerweise beim Menschenkind die Laktaseaktivität ein. Milch ist im Tierreich und war bei den Menschen den "Saugenden", also den Babies und Kleinkindern vorbehalten. Man kann die Aktivität des Enzyms durch weiteres Milchfüttern aufrechterhalten.

Inaktiver User
29.07.2014, 17:15
Man kann die Aktivität des Enzyms durch weiteres Milchfüttern aufrechterhalten.
Lässt sich aber nicht auf den Menschen übertragen.
Dann dürfte mein Sohn definitiv keine Lactoseunverträglichkeit haben so viel Milch der getrunken hat.

Quirin
29.07.2014, 17:29
Lässt sich aber nicht auf den Menschen übertragen.
Dann dürfte mein Sohn definitiv keine Lactoseunverträglichkeit haben so viel Milch der getrunken hat.

Solange wie ein Kind weiter gesäugt wird, so habe ich das verstanden. Und wenn Du ihn bis zehn säugst, dann kann er mit zwölf trotzdem eine Laktoseunverträglichkeit entwickeln.

Gartenelfe
30.07.2014, 08:20
Gartenelfe, es gibt auch einzelne Restaurants, die glutenfrei sind.

Z. B. hier: [...] Zöliakie/Sprue - glutenfreie Restaurants[/url]

@ Quirin: diese und einige andere Seiten sind uns bekannt. Nur leider funktioniert die glutenfreie Zubereitung in den Schnellrestaurants seltenst und von anderen wiederum wohnt man zu weit entfernt. Trotzdem DANKE! Vielleicht kam ein anderer deinen Top Gut gebrauchen. LG

Ebayfan
30.07.2014, 08:39
Ich kann den Lebensmittelverkäufer gut verstehen, der bei solchen Fragen abblockt und sagt "haben wir nicht". Denn wenn er sich irrt, hat er den Stress mit dem Chef. Dafür sind die Gehälter und Anforderungen zu niedrig.

Selbst Verkäufer auf ungefährlichem Terrain sind oft erstaunlich unwissend. Ich bekam mal mit, wie eine Frau in einer Schreibwarenabteilung nach Buntstiften für ihren farbenblinden Sohn fragte, auf denen die Farbe draufsteht. "Gibts nicht" meinte der Verkäufer. Von wegen, gibts doch. Die ganz teueren, die haben das. Die Frau war mir sehr dankbar, als ich sie aufklärte. Der Laden hatte die Stifte in ordentlicher Auswahl. (Es gibt anscheinend dümmliche Lehrerinnen, die von farbenblinden Kindern "richtige" bunte Bilder im Kunstunterricht verlangen)

Woher soll also die Aushilfe, die mal ein paar Stunden pro Woche Eis verkauft, so genau wissen, was Gluten, Laktose oder wer weiß was noch ist und ob es im Eis enthalten ist? Ich würde mich an ihrer Stelle auch nicht aus dem Fenster lehnen und irgendetwas behaupten.

Gartenelfe
30.07.2014, 09:02
Natürlich erwarte ich nicht von einer “Aushilfe“, dass sie sich mit den Details der glutenfreien Ernährung auseinandersetzt. Wir wenden uns grundsätzlich immer an den Betreiber, wenn uns durch die Angestellten nicht weitergeholfen werden kann. Viele z.B. Eisdielen haben ja auch schon eine Liste über alle Inhaltstoff und Allergene, die man einsehen kann. Das Restrisiko liegt natürlich immer im Verbraucher!

Inaktiver User
30.07.2014, 09:06
Besonders unschön empfand ich, dass ich nicht für voll genommen wurde. Auch den Titel des Stranges empfinde ich als Herabwürdigung. Aber ich kann mich da nicht mehr drüber aufregen, denen, die das als Einbildung bezeichnen, wünsch ich mal einen Monat damit zu leben.

Das unterschreibe ich so. Ich leide an Histaminintoleranz, das gilt glaube ich noch mehr als eingebildete Krankheit als die anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, weil sie so unspezifisch ist. Über drei Jahre habe ich gebraucht, um das zu erkennen. Allergiesymptome, aber Allergietest auf alles was so kreucht und fleucht negativ. Migräneanfälle auch ohne eindeutig erkennbare Auslöser. Ich reagiere auf gereiften Käse, konzentriertes Soja und Weizengluten mit Verdauungsproblemen. Lactoseintoleranz? Nein, andere Milchprodukte vertrage ich ja. Zöliakie? Kann es auch nicht sein, andere glutenhaltige Getreide kann ich problemlos essen (Weizen nur eingeschränkt, ein Stück Brot o. ä. geht aber auch).
So habe ich mir effektiv die HI selbst diagnostiziert und hab zu meiner Hausärztin gesagt, ich möchte mich darauf testen lassen. Die erste Reaktion war dann ähnlich: ach, das glauben jetzt alle zu haben. Der Test hat meine Einschätzung dann bestätigt.
Wirklich Angst bekomme ich, wenn ich überlege, was passiert, wenn ich mal ins Krankenhaus muss. Es gibt eine lange Liste an Medikamenten, die bei HI nicht verabreicht werden dürfen, im Extremfall reagiert der Körper wie bei einer Allergie mit einem anaphylaktischen Schock. Und wenn man dann einen der zahlreichen Ärzte erwischt, der meint, HI sei nur Einbildung, dann gute Nacht. :knatsch:

Inaktiver User
30.07.2014, 09:08
Das entspricht auch meinen Erfahrungen. Ich bin selbst drauf gekommen, weil ich zu faul war, deswegen zur Apotheke zu gehen und diese teueren Lutschtabletten zu kaufen. Ibus und Salbeibonbons habe ich immer vorrätig.

Außerdem kann man manche Halsinfektion im Keim ersticken, wenn man bei den ersten Anzeichen Honig lutscht. Einfach aus dem Glas einen Löffel, ruhig mehrmals täglich.



Ich gurgle mit Salbeitee, wann immer ich Halsschmerzen oder Husten habe. Hilft sehr effektiv und Salbei wächst bei mir sowieso im Garten.

Ebayfan
30.07.2014, 09:10
Eigentlich hat Gluten im Eis wenig zu suchen, oder?

Aber ich wundere mich auch immer, worin überall diese unsäglichen Bindemittel, Stabilisatoren und sonstiges billiges Streckungsmittel stecken. Ekelhaft finde ich das! Mal ganz unabhängig davon, dass sowas für manche Menschen zum Problem werden kann.

Allein der Pamps, den man im Fertigmilchreis findet. Selbstgekochter sieht ganz anders aus und schmeckt auch besser.

bertrande
30.07.2014, 09:31
Ich hatte auch schon Unverträglichkeiten, das war während der Schwangerschaften.
In der Schwangerschaft mit meinem Sohn konnte ich Brot nicht mal mehr riechen und siehe da - Sohn mochte als Kleinkind kein Brot.
Bei meiner Tochter bekam ich nach Milch Sodbrennen, Tochter bekam als Kleinkind nach zu viel Milch Bauchweh.

Deshalb habe ich die Kinder auch nicht genötigt, etwas zu essen, was sie gar nicht mochten.

Als sie größer waren, hat sich das gelegt, Sohn isst zwar immer noch weniger Brot und Tochter trinkt weniger Milch, wenn aber, dann problemlos.

Vielleicht hat man als Kind ja so was wie einen natürlichen Riecher dafür, was man nicht gut verträgt und wenn dann z.B. darauf bestanden wird, so was "Gesundes für Kinder" wie Milch zu trinken, geht das nicht gut.

Letho
30.07.2014, 09:44
Aber ich wundere mich auch immer, worin überall diese unsäglichen Bindemittel, Stabilisatoren und sonstiges billiges Streckungsmittel stecken.Eigentlich fast ueberall, wo Sachen lange halten muessen, die von Natur aus schnell schlecht werden. Z.B. faellt aufgeschlagene Sahne nach einer Weile wieder zusammen. Aber auf dem Pudding im Plastebecher muss sie mindestens bis zum MHD schoen stabil bleiben. Das geht natuerlich nicht ohne Zusatzmittel.

Leberwurst wird an der Luft normalerweise grau. Das gehoert eigentlich so aber damit das Zeug auch nach drei Tagen an der Luft noch "appetitlich" aussieht, kommt ein Antioxidationsmittel rein. Ich persoenlich finde das ja viel unappetitlicher als die leicht angegraute Farbe.

Butter ist steinhart, wenn sie direkt aus dem Kuehlschrank kommt. Jetzt gibt es eine, die sofort streichfaehig ist. Da frage ich mich natuerlich, was die damit angestellt haben, denn normal ist das ja nicht.

Die Industrie gibt vor, wie Lebensmittel aussehen, riechen, schmecken muessen. Die Leute gewoehnen sich dran und wenn sie mal was essen, das noch ganz ohne chemische Zusaetze zubereitet wurde, finden sie das eklig oder fade, weil sie es gar nicht mehr gewohnt sind. Das gute ist, dass man sich auch wieder umgewoehnen kann. Ich meide Fertigkram, wo es nur geht und inzwischen mag ich es auch nicht mehr essen.

Was hat das alles mit dem Thema zu tun? Ich kann mir gut vorstellen, dass der Koerper langfristig reagiert, wenn er staendig irgendwas aufnimmt, das eigentlich gar nicht in seine Nahrung hinein gehoert.

Ebayfan
30.07.2014, 10:04
So ein bisschen Vitamin C in der Wurst finde ich nicht schlimm. Ob die Butter knallhart oder weicher ist, liegt an der Zusammensetzung der Fettsäuren. Irische Butter, die von Weidetieren stammt, ist nicht nur streichzarter, sie soll auch etwas gesünder sein. Meine Mutter stellte die Butter gar nicht erst in den Kühlschrank. Wenn man sie zügig verbraucht, geht das ganz gut. Im kleinen Haushalt könnte man sich je ein Viertel in einer Butterdose in den Schrank stellen und nur den Vorrat im Kühlschrank aufbewahren. Dann muss man auch kein Rapsöl untermischen.

Selbstgekochter Milchreis kann auch ziemlich hart werden, wenn er abkühlt. Aber genau das mag ich. Lieber als diesen Bindemittel-Pamps.

Für die Sahne fällt mir auch keine Lösung ein.

Wer nicht gern Brot isst, oder es nicht verträgt, hat oft ein echtes Problem. Besonders mit der Mutter. Welche Alternative gibt es schon zum "gesunden" Schulbrot? Solange ein Kind Brot verträgt, gibt es kaum ein Entrinnen. Das musste ich als Kind auch oft erleben. Es gab morgens Brot, dann Schulbrot und abends Brot. Irgendwann habe ich gestreikt, zumindestens morgens wollte ich mir das nicht mehr antun. Wir haben gekämpft, ich hatte gewonnen, es gab dann morgens 50 g Nussschokolade. Damit war ich in meiner Klasse die totale Ausnahme.

Gegen Pfannkuchen, Würstchen oder Spiegeleier hätte ich auch nichts gehabt, nur bitte nichts Kaltes aus dem Kühlschrank und kein Brot. Leider gab es damals noch keine Mikrowellen.

Leider ist Brot in unserer Kultur sehr dominant. Ich habe immer die Asiaten um ihre Esskultur beneidet. Eine warme Suppe zum Frühstück, das wäre eher was für mich gewesen.

Letho
30.07.2014, 11:47
Leider ist Brot in unserer Kultur sehr dominant. Ich habe immer die Asiaten um ihre Esskultur beneidet. Eine warme Suppe zum Frühstück, das wäre eher was für mich gewesen.Ich finde Brot eigentlich ganz lecker. Kommt natuerlich auf den Belag an. Meistens reicht mir aber die kleine Portion zum Fruehstueck. Sonst esse ich das eher selten.

Bei mir waren eher die Kartoffeln ein Problem. Jeden Tag Kartoffeln und fast immer geschaelt und gekocht. Selten mal als Kartoffelstampf, Brat- oder Pellkartoffeln. Als ich erwachsen war habe ich mich der Kartoffel erstmal verweigert und lieber Nudeln oder Reis genommen.

Die Asiaten essen aber zum Teil ziemlich komische Sachen, wo sich bei uns eher der Magen umdreht.

katelbach
30.07.2014, 12:10
Ich sprach vom physiologischen Laktasemangel.

bertrande
30.07.2014, 12:17
@Ebayfan
Es gibt genügend Alternativen zum Pausenbrot, z.B. Obst, Joghurt, Quark, ein Würstchen oder Fleischpflanzl mit Tomatenstücken, Gurkenscheiben, Radieschen, rohe Kohlrabistücken, Paprikastücken usw.

Inaktiver User
30.07.2014, 12:28
Die Industrie gibt vor, wie Lebensmittel aussehen, riechen, schmecken muessen. Die Leute gewoehnen sich dran und wenn sie mal was essen, das noch ganz ohne chemische Zusaetze zubereitet wurde, finden sie das eklig oder fade, weil sie es gar nicht mehr gewohnt sind. Das gute ist, dass man sich auch wieder umgewoehnen kann. Ich meide Fertigkram, wo es nur geht und inzwischen mag ich es auch nicht mehr essen.

Was hat das alles mit dem Thema zu tun? Ich kann mir gut vorstellen, dass der Koerper langfristig reagiert, wenn er staendig irgendwas aufnimmt, das eigentlich gar nicht in seine Nahrung hinein gehoert.

Das sehe ich auch so.

In einem Laden bei uns um die Ecke gibt es einen wunderbaren, hausgemachten Leberaufstrich. Natürlich wird er grau, aber wenn man weiss, dass das eher ein Qualitätskriterium ist, stört das nicht.

Nicht nur Butter wird im Original steinhart, sondern auch selbstproduziertes Eis aus der Eismaschine. Wenn man das sieht, bekommt man eine Vorstellung davon, wie viel Weichmacher im normalen Speiseeis aus dem Supermarkt enthalten sein muss.

Man kann seinen Geschmack tatsächlich wieder umgewöhnen, dann schmeckt einem das Industriezeug nicht mehr. Ich stelle zB. fest, dass mir die meisten Kekse inzwischen viel zu süß geworden sind.

Bei Industriesüßigkeiten kommt noch dazu, dass sie (im Gegensatz zu selbst hergestellten) sehr viel Fructose enthalten.
Fructose ist alles andere als gesund (http://www.springermedizin.at/artikel/36950-zu-viel-fruktose-in-unserem-essen) und steht sogar im Verdacht, für Fettleber, Fettleibigkeit etc. verantwortlich zu sein.

Inaktiver User
30.07.2014, 13:38
Der Punkt ist doch der, daß wenn die Industrie ins Spiel kommt der eigentliche Sinn des Ganzen in den Hintergrund gedrängt wird.
In Fertigbrotmischungen dürfen bis zu ca. 300 Zusatzstoffe enthalten sein und müssen nicht deklariert werden.
Genauso in anderen Produkten gibt es eine Vielzahl an Zusatzstoffen, die ja angeblich völlig unschädlich wären.
Es gibt ganze Chemiemessen für die Lebensmittelindustrie, da ist alles andere enthalten als das was auf der Packung draufsteht.
Und wenn man sich mal die Größenverhältnisse in den Supermärkten ansieht Frischtheke, Fertiggerichte, Süßwarenabteilung dann bekommt man ein Gefühl dafür um was es wirklich geht.

Und wir wundern uns, daß seitdem das alles künstlich geworden ist, daß die Allergien und Unverträglichkeiten enorm zugenommen haben. Das Gluten beispielsweise ist gar nicht der ausschlaggebende Stoff sondern die Gifte, die sich daran binden und die durch Überzüchtung des Weizens entstanden sind. Manchen weichen auf Dinkel aus und wundern sich, daß es wieder nichts bringt. Dazu muss man wissen, daß der "normale" Dinkel aus dem Weizen rückgezüchtet wurde und sich die Problematik dann nur einen neuen Namen gibt.

Wir importieren jedes Jahr aus China zigtausende von Tonnen an Nahrungs- und Genmußmitteln, die mit über 27 000 Toxinen behandelt wurden, die bei uns schon seit Jahrzehnten verboten sind. Im Gegenzug importieren Chinesen (die, die es sich leisten können) Waren aus der EU weil sie auf ihr eigenes Zeugs krank werden.

Apfelsaft aus chinesischen Früchten wurde im Jahre 2013 zu 80 Millionen Litern importiert.

Radioaktive Grenzwerte werden nicht nach gesundheitlichen Aspekten sondern nach wirtschaftlichen Erwägungen angepasst, jüngstes Beispiel Japan nach der Atomreaktorkatastrophe.


Perverser gehts nicht.

Inaktiver User
30.07.2014, 13:53
Und wenn man sich mal die Größenverhältnisse in den Supermärkten ansieht Frischtheke, Fertiggerichte, Süßwarenabteilung dann bekommt man ein Gefühl dafür um was es wirklich geht.

Das verblüfft mich auch immer wieder.

Und manchmal nervt es mich auch, wenn ich zB. nur schnell ein Mineralwasser kaufen will und vor einem Regal mit allen möglichen aromatisierten Modewässerchen stehe, während das normale Wasser gut versteckt wird.

Andererseits sehe ich in neuen Supermärkten auch zunehmend relativ naturbelassenes, aber fertig zugeschnittenes und portioniertes Essen aus Frischeprodukten. Das finde ich gar nicht schlecht für Singles und/oder Berufstätige mit wenig Zeit, denn so müssen sie nicht größere Portionen an Gemüse, Obst etc. kaufen, die später vergammeln würden.

Auffallend ist in meiner Gegend auch, dass Produkte aus heimischer Erzeugung immer mehr Abnehmer finden. Allerdings bedarf es auch dazu einiger Aufklärungsarbeit.

Viele Menschen wissen zB. nicht, dass ungewaschene Kartoffeln vom Bauern eine deutlich höhere Qualität aufweisen als die gekauften, die in chlorhaltigem Wasser gewaschen werden, um das Auskeimen zu vermeiden. Dieses Chlorwasser ist zB. nicht deklarationspflichtig.

bertrande
30.07.2014, 14:18
Auffallend ist in meiner Gegend auch, dass Produkte aus heimischer Erzeugung immer mehr Abnehmer finden. Allerdings bedarf es auch dazu einiger Aufklärungsarbeit.

Manchmal hapert es auch einfach daran, dass es für Kunden umständlich ist, diese Produkte zu kaufen.
"VON HIER" ist ein Beispiel, wo bei 600 Bio-Bauern im Umkreis von 100 km die Vermarktung der Produkte durch eine heimische Supermarktkette übernommen wurde. Man hat keine weiten Wege, dadurch verkaufen sich die Produkte ausgesprochen gut, obwohl sie teurer und die Menschen in dieser Gegend eher ziemlich sparsam sind.

Quirin
30.07.2014, 16:05
Die Diskussion triftet jetzt aber ab. Die sogenannten natürlichen Lebensmittel sind nicht per se gesünder, und Zusatzstoffe sind nicht per se giftig oder allergieauslösend bzw. unverträglich.

Inaktiver User
30.07.2014, 16:58
Die Diskussion triftet jetzt aber ab. Die sogenannten natürlichen Lebensmittel sind nicht per se gesünder, und Zusatzstoffe sind nicht per se giftig oder allergieauslösend bzw. unverträglich.
Ja Regen macht nass kann aber auch tödlich sein.

Ist schon komisch, sonst hast jederzeit einen Artikel bereit wenn er Deinen Neigungen entspricht, aber wenns um konkrete Dinge geht dann relativierst Du.

Anscheinend sind bei uns die Aufsichtsbehörden alle doof und Idioten weil sie Toxine, Pestizide und Insektizide verboten haben in der Landwirtschaft, die aber in China alle verwendet werden und aufgrund von zu wenig Kontrollen und der Masse schlicht durchschlüpfen. Doch die sind per se giftig und allergieauslösend und nervenschädigend. Ganze chinesische Landstriche sind verseucht einschließlich der Menschen, die an den Giften qualvoll verrecken.

Inaktiver User
30.07.2014, 17:10
Ja Regen macht nass kann aber auch tödlich sein.

:freches grinsen:

Ebayfan
30.07.2014, 17:14
@Ebayfan
Es gibt genügend Alternativen zum Pausenbrot, z.B. Obst, Joghurt, Quark, ein Würstchen oder Fleischpflanzl mit Tomatenstücken, Gurkenscheiben, Radieschen, rohe Kohlrabistücken, Paprikastücken usw.

Ich weiß nicht, wie du das machst, aber meine Mutter bewahrte das alles im Kühlschrank auf, abgesehen von Fleischpflanzl. Sowas kennen wir nicht. Wie ich schon schrieb, mochte ich als Kind keine gekühlten Nahrungsmittel zum Frühstück. Und nicht gern Brot. Die Mikrowelle kam später auf den Markt.

Meine berufstätige Mutter wollte so früh nicht kochen und ich wollte nichts aus dem Kühlschrank und kein Brot. Wir konnten da beide stur sein. Kompromiss war die Schoki.

Heute gibt es ein Heißgetränk und Rohkost. Ist es zu kalt, wärme ich es auf. Heute gibt es eine Mikrowelle. Meist reicht es schon, das Gemüse mit heißem Wasser abzuwaschen. Auf so eine Idee sind wir damals nicht gekommen.

Quirin
30.07.2014, 18:32
Die Diskussion triftet jetzt aber ab. Die sogenannten natürlichen Lebensmittel sind nicht per se gesünder, und Zusatzstoffe sind nicht per se giftig oder allergieauslösend bzw. unverträglich.


Anscheinend sind bei uns die Aufsichtsbehörden alle doof und Idioten weil sie Toxine, Pestizide und Insektizide verboten haben in der Landwirtschaft, die aber in China alle verwendet werden und aufgrund von zu wenig Kontrollen und der Masse schlicht durchschlüpfen. Doch die sind per se giftig und allergieauslösend und nervenschädigend. Ganze chinesische Landstriche sind verseucht einschließlich der Menschen, die an den Giften qualvoll verrecken.

Dein Einwand geht ziemlich deutlich an meinem Beitrag vorbei.

Und sei versichert: Dreck will ich auch nicht auf dem Teller haben.

Inaktiver User
30.07.2014, 19:13
Dein Einwand geht ziemlich deutlich an meinem Beitrag vorbei.


Ich kann mit deiner sehr generalisierten Antwort auch nichts anfangen.

Um so eine Aussage zu stützen, müsste man erst mal definieren, was "gesunde Lebensmittel" sind (ich nehme an, du meinst unbehandelte) und genauer darauf eingehen, warum ein bestimmtes Lebensmittel für jemanden nicht "gesund" ist (weil er es zB. nicht verträgt).

Für die Zusatzstoffe gilt dasselbe. Dass chemische Zusatzstoffe dazu dienen, die Waren weniger schnell verderblich zu machen und nicht dazu, ihren Gesundheitswert zu erhöhen, ist auch klar.

Man kann dieses komplizierte Thema nicht auf so einen pauschalen Satz herunterbrechen. Das halte ich für ziemlich sinnfrei.

Inaktiver User
30.07.2014, 20:14
Dein Einwand geht ziemlich deutlich an meinem Beitrag vorbei.

Und sei versichert: Dreck will ich auch nicht auf dem Teller haben.

Hier gehts doch um die zentrale Frage ob Lebensmittelunverträglichkeiten da sind oder ob wir uns das nur einbilden, so habe ich sinngemäß den Eingangspost verstanden.

Dann ging der Strang in die Richtung, daß es anscheinend einige gibt, die ihre Neurose pflegen und das einige hier der Meinung sind, daß es eher psychosomatisch bedingt wäre.

Und ich bin der Meinung, daß es eher die künstlichen Zusatzstoffe und Gifte sind, die das Immunsystem im Darm ständig fordern und ausser Tritt bringen und sich das Immunsstem auf die Eiweiße einschießt, die es kennt und damit werden dann Allergien und Befindlichkeitsstörungen ausgelöst. Und ich habe die Erfahrung, daß es nicht die breite Masse ist an psychosomatischen Erkrankungen, sondern daß tatsächlich das Nahrungsmittel den Ausschlag gibt.

Quirin
30.07.2014, 23:35
Nein, Stecher, die Welt ist nicht schwarz-weiß. Es gibt Allergien, es gibt Unverträglichkeiten, und es gibt psychosomatische Erkrankungen, die sich in körperlichen Beschwerden äußern, die manche dazu veranlassen, das für eine Allergie oder Unverträglichkeit zu halten. Das nutzen dann einige aus, die diesen Leuten nutzlose IgG-Antikörpertests verkaufen.

Dann fing es an, dass auf einmal Nahrungsmittelzusatzstoffe für schuldig erklärt wurden und Biolebensmittel gelobt wurden. Das ist die Bioschiene, das kann ja jeder so halten, wie er will, aber per se sind die nicht besser und Nahrungsmittelzusatzstoffe nicht Allergieauslöser oder Ursachen für Unverträglichkeiten, und das habe ich angeführt. Daraufhin wurden Gifte und Insektizide in den Ring geworfen, die natürlich schei$e sind, aber das bezweifelt ja auch niemand.

Ergo, die Diskussion triftet ab.

Inaktiver User
31.07.2014, 07:28
Nein, Stecher, die Welt ist nicht schwarz-weiß. Es gibt Allergien, es gibt Unverträglichkeiten, und es gibt psychosomatische Erkrankungen, die sich in körperlichen Beschwerden äußern, die manche dazu veranlassen, das für eine Allergie oder Unverträglichkeit zu halten. Das nutzen dann einige aus, die diesen Leuten nutzlose IgG-Antikörpertests verkaufen.
Du scheinst ja anscheinend praktische Erfahrung zu haben, daß Du das so genau weißt?


Dann fing es an, dass auf einmal Nahrungsmittelzusatzstoffe für schuldig erklärt wurden und Biolebensmittel gelobt wurden. Das ist die Bioschiene, das kann ja jeder so halten, wie er will, aber per se sind die nicht besser und Nahrungsmittelzusatzstoffe nicht Allergieauslöser oder Ursachen für Unverträglichkeiten, und das habe ich angeführt. Daraufhin wurden Gifte und Insektizide in den Ring geworfen, die natürlich schei$e sind, aber das bezweifelt ja auch niemand.

Ergo, die Diskussion triftet ab.

Unabhängig mal davon, daß ich Dir zustimme, daß was Bio ist nicht immer besser sein muss aber woher weißt Du denn so genau, daß die Zusatzstoffe keine Allergieauslöser sind?

Inaktiver User
31.07.2014, 07:34
Es gibt Allergien, es gibt Unverträglichkeiten, und es gibt psychosomatische Erkrankungen, die sich in körperlichen Beschwerden äußern, die manche dazu veranlassen, das für eine Allergie oder Unverträglichkeit zu halten.

Das sehe ich auch so. Allergien können über Tests festgestellt werden, und bei echten Unverträglichkeiten kann man versuchen, über ein Ernährungstagebuch heraus zu finden, was einem nicht gut tut.

Nahrungsmittelzusatzstoffe halte ich trotzdem für problematisch, weil noch nicht klar ist, welche Wirkungen sie haben. Lange wurden nur die einzelnen Stoffe untersucht und nicht ihre Verwendung in einer anderen Zusammensetzung.

Das Beispiel der Fructose zeigt, dass ein Stoff, der an sich gesund ist, ganz anders wirken kann, wenn er in hohen Dosen und in anderen Zusammensetzungen verwendet wird. Ich denke, es ist kein Zufall, dass in den westlichen Industriestaaten Fettleibigkeit ein so großes Problem ist.

Dafür spricht, dass in Ländern wie Vietnam oder China die Menschen bisher ihr ganzes Leben lang schlank waren, weil sie sich traditionell von frischen Lebensmitteln ernährten (die Küche dort ist hervorragend). Seitdem die Leute dort anfangen, mehr industriell hergestellte Lebensmittel (zB. Wurst) zu verzehren, werden auch sie dick. Das ist auffallend.

Letho
31.07.2014, 07:48
Hier gehts doch um die zentrale Frage ob Lebensmittelunverträglichkeiten da sind oder ob wir uns das nur einbilden, so habe ich sinngemäß den Eingangspost verstanden.Ich hab das auch so verstanden.


Und ich bin der Meinung, daß es eher die künstlichen Zusatzstoffe und Gifte sind, die das Immunsystem im Darm ständig fordern und ausser Tritt bringen und sich das Immunsstem auf die Eiweiße einschießt, die es kennt und damit werden dann Allergien und Befindlichkeitsstörungen ausgelöst.Diese Vermutung gibt es schon laenger aber als Diagnose ist das natuerlich extrem unbeliebt, denn es wuerde ja bedeuten, dass man als "Behandlungsmethode" dagegen die Zusatzstoffe nicht mehr verwenden duerfte. Das wuerde die Lebensmittelindustrie in Zugzwang bringen.

Psychosomatisch ist sowieso immer die liebste Diagnose der Aerzte, wenn sie keine Ursache finden koennen oder keine Lust dazu haben. Damit ist der Schwarze Peter beim Patienten, der sich dann selber drum kuemmern kann oder der Therapeut, der seine Praxis gegenueber hat, der will ja schliesslich auch was verdienen.

Besonders lustig finde ich die Diagnose "das Immunsystem langweilt sich", als Ursache fuer diverse Allergien. Angeblich ist unsere Lebensumgebung zu steril. Da sitzt dann also das Immunsystem gelangweilt herum und denkt sich "Mist, nix zu tun, ist das oede, ich geh mal ein paar harmlose Pollen verkloppen."

blaustern
31.07.2014, 09:03
So, jetzt "menge" ich mich als Betroffene doch ein.
Diese so sinnlose Abzocke der IgG Austestung brachte mich nach Jahrzente langem Leiden, ND, erstmalig zu ein wenig mehr Lebensqualität.
( An Alternativmedizinischen Maßnahmen hatte ich im Wert eines neuen Kleinwagens Einiges langzeitlich versucht.)
Dazu führte die behandelnde FA für Labordiagnostik Intoleranzentests durch; Histamin und Lactose positiv. Dazu die Redox Blutuntersuchung und IgE Austestung. Vermeidung all dieser Lebensmittel war für mich eine Umstellung, aber trotzdem gut durchführbar. Ergebnis: Lebensgefühl wie nie zuvor (außer am Meer) nach und nach, aber immer noch nicht beschwerdefrei.
Heuer im Winter, nach dem Genuss einer Schüssel Weintrauben, wieder schlimme Reaktionen. Die Haut im Hals und Nackenbereich war innerhalb von Stunden entzündet und ich suchte wieder einmal im Netz und fand was zutreffendes Neues, Salicylsäureunverträglichkeit. Ufff...So eine Art Trittbrett Möglichkeit in Zusammenhang mit Histaminintoleranz.
Meidung auch dieser Nahrungsmittel, meist best. Obst und Gemüsesorten roh. Was soll ich sagen? Heuer ist der erste Sommer seit Jahrzehnten an dem ich mich ausziehen kann ohne überall Ausschlag zu haben und auch einmal getrost auf meinen heiß ersehnten, weil so helfenden, Meeresurlaub verzichten kann.

Erwähnen möchte ich noch, dass ich immer etwas supplementiere und Darmaufbau mache. Dazu viel Bewegung in frischer Luft und Yoga.

Bei meinem, jetzt erwachsenen, Sohn verhielt es sich ähnlich ab. Vor 3 Jahren beinahe bettlägrig weil die gesamte Haut offen war und nur noch nässte.
Also, ich breche keine Lanze mehr für etwas oder führe Streigespräche, so wie über dieses Thema oder über Homöopathie...
Placeboeffekt, Abzocke...ahhh jaaa....

Quirin
31.07.2014, 17:54
Unabhängig mal davon, daß ich Dir zustimme, daß was Bio ist nicht immer besser sein muss aber woher weißt Du denn so genau, daß die Zusatzstoffe keine Allergieauslöser sind?

Woher weißt Du so genau, dass die Zusatzstoffe Allergieauslöser sind?

Es mag Stoffe darunter geben, die eher Allergien auslösen, aber das muss dann auch geklärt sein. Nur weil ein Zusatzstoff ein Zusatzstoff ist, ist er nicht gleich böse.

Jeder darf für sich selber entscheiden, dass er keine Zusatzstoffe essen mag, aber das ist dann eben eine persönliche Entscheidung zur Minimierung eines ev. möglichen Risikos, keines konkret gesicherten Risikos.

Quirin
31.07.2014, 17:59
Dafür spricht, dass in Ländern wie Vietnam oder China die Menschen bisher ihr ganzes Leben lang schlank waren, weil sie sich traditionell von frischen Lebensmitteln ernährten (die Küche dort ist hervorragend). Seitdem die Leute dort anfangen, mehr industriell hergestellte Lebensmittel (zB. Wurst) zu verzehren, werden auch sie dick. Das ist auffallend.

Dass Wurstkonsum dick machen kann, ok, das Zeugs ist zu großen Teilen Fett, wer es damit übertreibt, wird dick. Aber dass die vorher schlank waren, würde ich – ohne die Details zu kennen – spekulativ auf die sozialistische Mangelwirtschaft schieben.

Quirin
31.07.2014, 18:22
Blaustern, ich freue mich ja, dass es Dir besser geht, aber einiges möchte ich dazu anmerken: Das Redox-Verfahren (https://www.psiram.com/ge/index.php/Redox-Serumanalyse_nach_Heinrich) ist ein unbelegtes Verfahren, d. h. Du hast nichts als eine Behauptung des Herstellers. Das muss keine Abzocke sein, aber der Verdacht liegt nahe. IgG-Antikörpertest (https://www.psiram.com/ge/index.php/IgG-Lebensmittel-Allergietest) sind Unsinn, weil die IgG-Antikörper nichts mit Allergien zu tun haben. IgG-Antikörpertests sind Abzocke. IgE-Antikörper sind hier relevant. Wenn er IgE testet, dann sieht es schon besser aus.

Anne_dingsda
31.07.2014, 18:54
Dafür spricht, dass in Ländern wie Vietnam oder China die Menschen bisher ihr ganzes Leben lang schlank waren, weil sie sich traditionell von frischen Lebensmitteln ernährten (die Küche dort ist hervorragend). Seitdem die Leute dort anfangen, mehr industriell hergestellte Lebensmittel (zB. Wurst) zu verzehren, werden auch sie dick. Das ist auffallend.

Möglich. Meine Tante behauptete immer, sie wurde dick, als der "Wiener Wald" mit den Grillhähnchen gegründet wurde. Sie liebte dieses Essen. Diese Hähnchen wurden mit Mastfutter gefüttert, damit sie schnell groß und dick wurden. Mir erscheint es logisch, wenn Hähnchen und Schweine dadurch dick werden, dass dies bei Menschen auch passiert, wenn sie dieses Fleisch essen.

Inaktiver User
31.07.2014, 20:12
Aber dass die vorher schlank waren, würde ich – ohne die Details zu kennen – spekulativ auf die sozialistische Mangelwirtschaft schieben.

Nein, das ist es garantiert nicht. Mangelwirtschaft mag es während des Krieges gegeben haben, aber die Hälfte der Bevölkerung wurde später geboren.

Vietnam ist ein äußerst fruchtbares Land, die meisten Leute leben als Bauern. Die Küche ist vielseitig und hervorragend - eine Mischung aus asiatischen und französischen Einflüssen.
Industriell hergestellte Lebensmittel gab es bis vor ein paar Jahren keine, alles wurde frisch gekocht. Süßigkeiten waren aus Bohnenpaste, das übersüßte Zeug, das es bei uns gibt, kannten die Leute gar nicht.

In Ländern wie Vietnam und China ist der Einfluss der westlichen Lebensweise sehr gut zu beobachten. Es gibt immer mehr Dicke. Genetisch bedingt kann es nicht sein, wenn bei der traditionellen Küche alle schlank waren.

Inaktiver User
31.07.2014, 22:19
Woher weißt Du so genau, dass die Zusatzstoffe Allergieauslöser sind?
Manche der Stoffe werden in der Medizin verwendet, als Beispiel sei hier die blaue Lebensmittelfarbe genannt, genau die, die Du im Supermarkt kaufen kannst. Wenn diese in der Medizin verwendet wir muss sie einen Beipackzettel enthalten, unter anderem ist eine Nebenwirkung Allergie und noch einiges mehr.


Es mag Stoffe darunter geben, die eher Allergien auslösen, aber das muss dann auch geklärt sein. Nur weil ein Zusatzstoff ein Zusatzstoff ist, ist er nicht gleich böse.
Wer hat denn das behauptet, daß ein Zusatzstoff gleich böse sei? Ein Stoff selbst ist nicht böse. Mein Einwand, daß es mit den Zusatzstoffen zu tun haben könnte ist aus meiner Sicht jedenfalls mindestens genauso gut wie Deiner, daß man es auf die Psyche schiebt.


Jeder darf für sich selber entscheiden, dass er keine Zusatzstoffe essen mag, aber das ist dann eben eine persönliche Entscheidung zur Minimierung eines ev. möglichen Risikos, keines konkret gesicherten Risikos.
So ein Käse, die allermeisten Zusatzstoffe sind nicht deklarationspflichtig.

Inaktiver User
31.07.2014, 22:21
IgG-Antikörpertests sind Abzocke.
Woher weißtn das so genau?

Quirin
01.08.2014, 09:27
Woher weißtn das so genau?

Quelle mit vielen Quellen ist bereits weiter oben angegeben.

blaustern
01.08.2014, 09:49
@Quirin Weiß ich doch alles, habe mich sehr damit beschäftigt; Redox Verfahren unbelegt, weiß ich auch...trotzdem ....Ahhh...jaaa...
Schade das informierten und "praktizierenden" Betroffenen so wenig zugehört wird. Du tust mich ganz schön ab und hörst auch nicht zu! Und es erinnert mich an sämtliche Schulmedzinische überhebliche Dermatologen die auch alles mit “ist ja nicht anerkannt“ ablehnten und mir das nächste Cortison Rezept ausstellen wollten;
…und das was hilft, nach 30 Jahren Suche…nicht belegt…Quirin…LÄCHERLICH
Verstehst du nicht dass es gar nicht darum geht, ob es belegte Verfahren sind!

Ich vertschüsse mich wieder. Sonst rege ich mich nur auf…

@Stecher: Wie ich weithin lese, hast du ja mehr Durchhaltevermögen

Inaktiver User
01.08.2014, 09:54
Quelle mit vielen Quellen ist bereits weiter oben angegeben.
Okay dann kann ich das besser einordnen.

Inaktiver User
01.08.2014, 10:07
Ich vertschüsse mich wieder. Sonst rege ich mich nur auf…
Es gibt Menschen, die benötigen einfach Zahlen um sich sicher zu fühlen, für die stellt jedes andere System welches nicht auf "scheinbar" objektiven Zahlen beruht eine persönliche Bedrohung dar.
Leider gibt es tatsächlich immer wieder Menschen, die andere abzocken und denen es dabei egal ist wie es anderen damit geht. Nur die Artikel suggerieren ja, daß dies flächendeckend passieren würde und das ist definitiv nicht der Fall.

Das sind nur Nebelkerzen im Vergleich zu den explodierenden Kosten in unserem Gesundheitssystem. Aber da ists ja anscheinend egal und schon gar keinen Aufreger wert. Das sind Fakten, alles andere ist nur Polemik, die von den eigentlichen Problemen ablenken soll.
Z. B. ist die IgG Testung in den amerikanischen Leitlinien der Allergologen enthalten während der deutsche Allergologenverband sie rausgenommen hat.

Zum Thema Abzocke könnte man dann auch dazurechnen wenn man Arzneimittel aufschreibt, die wie in Deinem Fall keinerlei Linderung bzw. Heilung erbrachten. Das fällt nicht auf denn der Normalversicherte bekommt ja die Abrechnungen nicht zu Gesicht, manche regen sich ja schon auf wenn sie die 5 oder 10 Euro Zuzahlung zu den Medikamenten dazuzahlen müssen.


@Stecher: Wie ich weithin lese, hast du ja mehr Durchhaltevermögen
Ich kann mich den ganzen Tag mit Studien und Gegenstudien beschäftigen (was ich teilweise tue) oder Menschen helfen. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Inaktiver User
01.08.2014, 10:17
Es gibt Menschen, die benötigen einfach Zahlen um sich sicher zu fühlen, für die stellt jedes andere System welches nicht auf "scheinbar" objektiven Zahlen beruht eine persönliche Bedrohung dar.

Es ist vor allem eine berufliche Bedrohung. Im Medizinsystem konkurrieren viele verschiene Ansätze mit einander und die Vertreter der geschützten Berufsgruppen sind naturgemäß sehr darum bemüht, dass keiner in ihr Territorium eindringt.

blaustern
01.08.2014, 10:21
"Ich kann mich den ganzen Tag mit Studien und Gegenstudien beschäftigen (was ich teilweise tue) oder Menschen helfen. Ich habe mich für letzteres entschieden"

= gute Wahl

(kann nicht zitieren)

Inaktiver User
01.08.2014, 11:22
Es ist vor allem eine berufliche Bedrohung. Im Medizinsystem konkurrieren viele verschiene Ansätze mit einander und die Vertreter der geschützten Berufsgruppen sind naturgemäß sehr darum bemüht, dass keiner in ihr Territorium eindringt.

Richtig, es geht vor allem um eines nicht mehr: den Patienten!

Und was mich mehr stört ist, daß mit Halbwahrheiten nur so um sich geschmissen wird. Da werden Begrifflichkeiten schonmal falsch zusammengemengt oder verwendet (siehe Eingangspost, siehe Spiegelartikel), dann auf diesen aufbauend Argumentationen gemacht, die wieder ein Quentchen Wahrheit behinhalten aber nicht in dem Zusammenhang usw.

Das der Laie das nicht unterscheiden kann sei ja noch gebongt, aber das selbst in Fachkreisen die Begrifflichkeiten nach eigenem Gusto verwendet werden ist dann schon eher problematisch.

Und dann kommt so ein Müll raus wie im Spiegelartikel.

Quirin
01.08.2014, 12:08
Z. B. ist die IgG Testung in den amerikanischen Leitlinien der Allergologen enthalten während der deutsche Allergologenverband sie rausgenommen hat.

Hast Du dafür ne Quelle? Ich hab nur gegenteiliges gefunden.

mono17
01.08.2014, 12:29
Der Arzt verschreibt dann Lutschtabletten, und dann geht der Spaß los :smirksmile:

***

Trotz Kennzeichnungspflicht erlebe ich es im Freundekreis immer wieder, daß Laktoseintoerante auf Sachen reagieren, wo angeblich keine oder keine relevanten Mengen von Laktose drin sind (Bitterschokolade, Parmesan, Butter, Ghee, ...). Laktasetabletten helfen.

Das verwirrt mich ein bißchen.
Unverträglichkeiten können recht unterschiedlich ausgeprägt sein.

Es gibt Menschen, die schon auf die kelinsten Spuren reagieren, andere vertragen auch "größere" Mengen ganz gut.

mono17
01.08.2014, 12:38
Das ist genau das Problem: Weil die Leute GLAUBEN, sie äßen etwas Ungesundes, tut es ihnen auch nicht gut.

Natürlich gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Auf Allergien kann man sich testen lassen und Unverträglichkeiten lassen sich durch die Vermeidung bestimmter Stoffe meist steuern.
Wenn aber die Allergietests negativ sind und die Symptome trotz Vermeidung des unverträglichen Stoffes nicht zurück gehen, stecken möglicherweise Ursachen dahinter.

Die geradezu panische Angst mancher Menschen vor dem Essen spricht eine deutliche Sprache. Angststörungen nehmen zu und es ist manchmal einfacher, seine Angst an etwas fest zu machen als sich einzugestehen, dass eine psychische Störung dahinter steckt.

Aber bitte die richtige Testung, also IgE!

mono17
01.08.2014, 12:43
Jahrelang wurden meine massiven Darmprobleme als eingebildet, halb so schlimm und als Reizdarm diagnostiziert. Als ich endlich einen Gastroenterologen fand, der per Atemtest eine Fructoseunverträglichkeit feststellte war ich überglücklich. Zudem vertragen Betroffene wie ich häufig auch keine Zuckeraustauschstoffe.
Außerdem war durch lange ( durch ärztl. Falschdiagnose bedingte) Antibiotikaeinnahme meine Darmflora durcheinander geraten, die durch eine Heilpraktikerin wieder einigermaßen saniert wurde.
Diese Jahre, wo ich mich kaum aus dem Haus traute, immer eine Toilette in der Nähe brauchte, waren nicht schön.

Besonders unschön empfand ich, dass ich nicht für voll genommen wurde. Auch den Titel des Stranges empfinde ich als Herabwürdigung. Aber ich kann mich da nicht mehr drüber aufregen, denen, die das als Einbildung bezeichnen, wünsch ich mal einen Monat damit zu leben.

Das ist leider das andere Extrem.
Ernst nehmen sollte man Menschen immer, und so teuer sind Abklärungen nicht, insbesondere, weil Lebensqualität ja auch zählt.
Aber bevor man jedes "Symptom" googelt und sich sellbst diagnostiziert ist es sinnvoller, zu Spezialisten zu gehen- wie du es getan hast.
Da ist die Chance einer korrekten Diagnose doch höher.

mono17
01.08.2014, 12:57
Vor kurzem kam im TV ein Sendung, bei der es um Wissenswertes über Nahrung ging.
Dabei wurde erwähnt, dass Wissenschaftler wohl festgestellt haben, dass Zöliakie durch die gentechnische Veränderung von Weizen entstehen kann. Was da eingeschleust wurde, um die Resistenz gegen Fäulnis und Ungeziefer zu erhöhen, kann auch das menschliche Immunsystem irritieren.

Sicher stimmt die große Zahl der "echten" Unverträglichkeiten nicht exakt, aber ich habe schon das Gefühl, dass sie tatsächlich zugenommen haben, ebenso wie Heuschnupfen und Neurodermitis. Früher war das doch eher exotisch, weil so selten, wobei sicher manches auch nicht richtig erkannt wurde.

Hm, die Sendung kenne ich jetzt nicht, ich mache an die Aussage mal ein Fragezeichen.
Was man nicht vernachlässigen darf, ist, das heute- Gottseidank- auch eher auf Unevrträglichkeiten und Allergien getestet wird. Sie also mehr im Bewusstsein sind.
Und- jetzt wird es unfair und hart, aber so ist das Leben- was meinst du, wie oft zB im Krieg Kinder überlebt haben, die Zöliakie hatten? Es ist jetzt mal grade 70 Jahre her, dass wir in Wohlstand leben , der es uns ermöglicht, auch (gut) mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu leben und so etwas wie Laktosefreie Milch und glutenfreie Produkte für alle verfügbar zu machen. Soo lange gibt es die Produkte ja noch nicht in jedem Supermarkt- das ist ungefähr seit der Jahrtausendwende der Fall. Vorher musste man in Reformläden.
Ich denke, die Anzahl der Betroffenen ist nicht höher, sie wissen es nur eher als früher, die Dunkelziffer ist geringer. Und ihre Überlebenschance ist höher- damit auch die Wahrscheinlichkeit, die Veranlagung weiterzuvererben.

mono17
01.08.2014, 13:11
Wie untersucht man das denn? Bei uns in der Familie (anscheinend mein Bruder und ich und neuerdings klagen auch 2 meiner Kinder über entsprechende Probleme) tritt sie wahrscheinlich häufiger auf, stellen wir grad fest. Bei Internetrecherchen sind wir aber noch nicht auf konkrete Diagnosemöglichkeiten gestoßen, sondern nur auf die Möglichkeit, Auslassversuche zu machen und die Folgen zu dokumentieren.

Ansonsten gehören wir auch eher zu der Fraktion, die ländlich und mit den entsprechenden hygienischen "Einschränkungen" aufgewachsen ist und noch weiter wächst. Trotzdem sind im Laufe der Zeit diverse Allergien diagnostiziert, und (u.a. auch mit Hilfe homöopathischer Behandlung) wieder verschwunden.

poca

Histaminunverträglichkeit: Blut- und Urintests, sprecht einen Allergologen oder Gastroeneterologen drauf an.

mono17
01.08.2014, 13:28
Hier gehts doch um die zentrale Frage ob Lebensmittelunverträglichkeiten da sind oder ob wir uns das nur einbilden, so habe ich sinngemäß den Eingangspost verstanden.

Dann ging der Strang in die Richtung, daß es anscheinend einige gibt, die ihre Neurose pflegen und das einige hier der Meinung sind, daß es eher psychosomatisch bedingt wäre.

Und ich bin der Meinung, daß es eher die künstlichen Zusatzstoffe und Gifte sind, die das Immunsystem im Darm ständig fordern und ausser Tritt bringen und sich das Immunsstem auf die Eiweiße einschießt, die es kennt und damit werden dann Allergien und Befindlichkeitsstörungen ausgelöst. Und ich habe die Erfahrung, daß es nicht die breite Masse ist an psychosomatischen Erkrankungen, sondern daß tatsächlich das Nahrungsmittel den Ausschlag gibt.


Hm. Wenn jemand Vitamin C als E-Nummer oder "Ascorbinsäure " liest, denkt er :oh je". als Vitamin C deklariert "Toll".

Sehr viele künstliche Zusatzstoffe gibt es in der Natur, aber halt nicht in ausreichender Menge , um alle Lebensmittel haltbar zu machen, daher werden sie "künstlich" hergestellt.
Ich eige nicht sehr dazu, alsse pauschal zu verdammen.
Wenn ein Lebensmittel sehr viele Zusatzstoffe hat, kannd as, insbesondere für Allergiker, problemtisch sein.

Aber dass es deswegen generell Gift ist- das stimmt nicht.

Wer das Geld, die Information und die Möglichkeiten hat, ist sicher gut beraten, wenn er regional, saisonal(das ist auch billiger...) und ökologisch einkauft.

mono17
01.08.2014, 13:30
Das sehe ich auch so. Allergien können über Tests festgestellt werden, und bei echten Unverträglichkeiten kann man versuchen, über ein Ernährungstagebuch heraus zu finden, was einem nicht gut tut.

Nahrungsmittelzusatzstoffe halte ich trotzdem für problematisch, weil noch nicht klar ist, welche Wirkungen sie haben. Lange wurden nur die einzelnen Stoffe untersucht und nicht ihre Verwendung in einer anderen Zusammensetzung.

Das Beispiel der Fructose zeigt, dass ein Stoff, der an sich gesund ist, ganz anders wirken kann, wenn er in hohen Dosen und in anderen Zusammensetzungen verwendet wird. Ich denke, es ist kein Zufall, dass in den westlichen Industriestaaten Fettleibigkeit ein so großes Problem ist.

Dafür spricht, dass in Ländern wie Vietnam oder China die Menschen bisher ihr ganzes Leben lang schlank waren, weil sie sich traditionell von frischen Lebensmitteln ernährten (die Küche dort ist hervorragend). Seitdem die Leute dort anfangen, mehr industriell hergestellte Lebensmittel (zB. Wurst) zu verzehren, werden auch sie dick. Das ist auffallend.

Naja, da könnten zusätzlich veränderte Lebensgewohnheiten wie zB andere, eher sitzende Berufe, aber auch eine Rolle spielen.

mono17
01.08.2014, 13:34
Woher weißtn das so genau?

Es stimmt. Mono als Ernährungswissenschaftlerin.

Inaktiver User
01.08.2014, 13:49
Naja, da könnten zusätzlich veränderte Lebensgewohnheiten wie zB andere, eher sitzende Berufe, aber auch eine Rolle spielen.

Dann müssten alle, die viel sitzen, dick sein und alle, die sich im Beruf mehr bewegen, schlank. Diesen Automatismus gibt es nicht.

Die Ernährung spielt nach wie vor die entscheidende Rolle, vor allem auch die aufgenommene Nahrungsmenge.

Quirin
01.08.2014, 14:06
Dann müssten alle, die viel sitzen, dick sein und alle, die sich im Beruf mehr bewegen, schlank. Diesen Automatismus gibt es nicht.

Die Ernährung spielt nach wie vor die entscheidende Rolle, vor allem auch die aufgenommene Nahrungsmenge.

Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Statistisch wird sich aber verm. eine Korrelation zeigen.

Die aufgenommene Nahrungsmittelmenge in Form von Kalorien spielt für das Dicksein eine ganz zentrale Rolle. I. d. R. gilt: Aufnahme – Verbrauch = Gewichtszunahme. Hierbei entsprechen etwa 7.000 kcal. 1 kg Körperfett.

Inaktiver User
01.08.2014, 14:23
Die aufgenommene Nahrungsmittelmenge in Form von Kalorien spielt für das Dicksein eine ganz zentrale Rolle.

Schrieb ich das nicht gerade?

mono17
01.08.2014, 16:49
Dann müssten alle, die viel sitzen, dick sein und alle, die sich im Beruf mehr bewegen, schlank. Diesen Automatismus gibt es nicht.

Die Ernährung spielt nach wie vor die entscheidende Rolle, vor allem auch die aufgenommene Nahrungsmenge.

Ernährung ist ein wichtiger Faktor, richtig.
Aber genetische Veranlagung und eben auch Bewegung spielen auch eine Rolle.
Die aufgenommene Nahrungsmenge sollte dn Kalorienbedarf nicht überschreiten. es sei denn, amn will zunehmen.

Jetzt ist der Kalorienbedarf einer kleinen Chinesin (Beispiel!) vermutlich geringer als der einer großen Europäerin- es sei denn,erstere arbeitet härter und/oder bewegt sich generell mehr.

Dass Menschen, wenn sie etwas Neues kennelernen, das sie attraktiv finden oder von dem ihnen gesagt wird, es sei attraktiv, haben möchten, ist kein ganz neues Phänomen- es wird schon in der Bibel beschrieben. und heute wie damals muss man dann mit den Konsequenzen leben.
Theoretisch könnten sich sowohl die Asiaten als auch wir auch anders ernähren und das wissen wir auch.
Den schwarzen Peter den Lebensmitteln zuzuschieben , funktioniert nicht (die können ja nichts für ihren Kaloriengehalt) und auch die "böse Industrie" mag ein netter Buhmann sein,die Entscheidung, etwas zu essen oder nicht, treffe aber letztlich ich selbst.

Inaktiver User
01.08.2014, 17:20
Es stimmt. Mono als Ernährungswissenschaftlerin.
Na dann erklärs mir mal bitte.

Quirin
01.08.2014, 19:46
Na dann erklärs mir mal bitte.

Es gibt viele Klassen von Antikörpern, aber nur eine davon ist an Allergien beteiligt, und das sind die IgE-Antikörper.

Der Körper bildet IgG-Antikörper gegen alles, mit dem er in Kontakt kommt, aber die sind nicht an Allergien beteiligt. Wenn Du also IgG-Antikörper gegen Stoff A findest, so heißt das nur, dass Dein Körper Kontakt zu Stoff A hatte, aber es heißt nicht, dass Du eine Allergie gegen Stoff A hast.

Wenn Du einen Allergie-Bluttest beim Allergologen machst, dann testet er nur die IgE-Antikörper, nicht die IgG-Antikörper.

Inaktiver User
01.08.2014, 20:13
Es gibt viele Klassen von Antikörpern, aber nur eine davon ist an Allergien beteiligt, und das sind die IgE-Antikörper.
Richtig, die IgE Antikörper sind an der Allergie vom Soforttyp beteiligt mit Histaminausschüttung.

IgG4 Antikörper zeigen eher an, daß der Körper auf einen Stoff allergisch reagiert, diesen aber selbst bekämpfen kann ohne das es zu Symptomen wie bei der IgE Reaktion kommt.


Der Körper bildet IgG-Antikörper gegen alles, mit dem er in Kontakt kommt, aber die sind nicht an Allergien beteiligt.
Das hingegen ist eine Behauptung und wenn man schon ganz streng wissenschaftlich argumentiert, dann muss es hierfür einen Beweis geben und den gibt es derzeit nicht. Das bedeutet ja auch nicht im Umkehrschluß, daß die andere Aussage richtig wäre im Sinne einer Wissenschaftlichen Aussage, dennoch zeigen die Erfahrungen, daß sich hier Zustände beim Patienten deutlich bessern und Entzündungen zurückgehen.
Es geht bei dieser Klasse um eine Allergie vom verzögerten Typ ohne Histaminfreisetzung, der ca. 4-72h nach Kontakt auftritt.


Wenn Du also IgG-Antikörper gegen Stoff A findest, so heißt das nur, dass Dein Körper Kontakt zu Stoff A hatte, aber es heißt nicht, dass Du eine Allergie gegen Stoff A hast.
Komisch, dann müsste ein signifikante Menge an Menschen in Europa grundsätzlich IgG Antikörper gegen Milch und Weizen aufweisen, tun sie aber nicht.


Wenn Du einen Allergie-Bluttest beim Allergologen machst, dann testet er nur die IgE-Antikörper, nicht die IgG-Antikörper.
Ja und? Es gibt zig Menschen, die ständig zum Allergologen rennen und die dann so abgespeist werden wie blaustern und denen kein Cortison und keine Hyposensibilisierung hilft, ach ja richtig, das sind dann alles Hypochonder bzw. Psychosomatiker ;-)

Ich würde dennoch gern die Meinung von mono dazu hören, vielleicht gibts ja was neues was ich noch nicht weiß.

Inaktiver User
01.08.2014, 20:17
Es kann sich da doch um eine Wirkung handeln, die entsteht, weil unterschiedliche Nahrungsmittel im Körper miteinander reagieren. Und deshalb kommt es bei bestimmten empfindlichen Personen zu Symptomen, die nicht auftreten, wenn nur eines der Nahrungsmittel verzehrt wurde. Vielleicht zeigt sich bei den einzelnen Stoffen tatsächlich keine Auffälligkeit, aber eben zusammen mit bestimmten anderen.

ich selbst bin Allergikerin und komme aus einer Familie, in der es schon immer Allergien und Unverträglichkeiten gab. Deshalb gab es bei uns zu Hause Regeln, was wie und womit gegessen werden kann und was auf keinen Fall zusammen passt.

Inaktiver User
02.08.2014, 17:48
Das ist leider das andere Extrem.
Ernst nehmen sollte man Menschen immer, und so teuer sind Abklärungen nicht, insbesondere, weil Lebensqualität ja auch zählt.
Aber bevor man jedes "Symptom" googelt und sich sellbst diagnostiziert ist es sinnvoller, zu Spezialisten zu gehen- wie du es getan hast.
Da ist die Chance einer korrekten Diagnose doch höher.

Ich war aber 10 Jahre zuvor schon bei einer Gastroenterologin und davor beim Internisten gewesen. Eine Darmspiegelung ohne Befund reichte um zu sagen, da kann man nichts machen. Atemtests gab es nicht bzw wurden mir nicht angeboten, nur Psychotherapie.
Und denTipp Imodium zu nehmen.

Die unsensiblen Beiträge der User, die Leute wie mich nur nervend finde kenne ich zu genüge. Dazu sage ich gar nichts mehr. Immerhin eine treue Freundin blieb mir in der Zeit, wofür ich sehr dankbar bin.
Dass ich eine Fructose Unverträglichkeit habe war so schwer zu erkennen, weil ich mit bis zu 24 Stunden zeitverzögert reagiere, und so den Auslöser nicht ausmachen konnte. Obst war ein Lieblingsnahrungsmittel von mir, das ich in größeren Mengen verzehrt habe, im Glauben mich besonders gesund zu ernähren.
Nachdem ich vom Hausarzt mal wieder hören musste, dass meinLeidensdruck ja wohl nicht besonders stark sei, hätte ich mich wirklich jeder Untersuchung unterzogen, um herauszufinden was ich habe.:niedergeschmettert:

Dass ein psychische Komponente besteht glaube ich auch, und zwar in der Hinsicht, dass die Intoleranz einem das Leben derart vergällt, dass man dadurch depressiv werden kann und nicht umgekehrt.:grmpf:

Ebayfan
02.08.2014, 20:50
Ich glaube, man kann viel selbst über sich herausfinden, wenn man mal genau darauf achtet, was man in welchen Mengen isst und wie man drauf reagiert. Außerdem kann man nach und nach auf gewisse Lebensmittelgruppen verzichten und schauen, ob sich was ändert.

Solange man zuhause isst, geht das alles ganz diskret und man muss auch keinen nerven.

Mein Trainer hat das letztens mal gemacht, ich muss ihn mal fragen, ob er jetzt schlauer ist. Sobald ich ihn wiedersehe.

Es ist eine Sache, ob man ernsthaft was für seine Gesundheit tun will, oder ob man sich bei anderen wichtig machen möchte. Für erstes habe ich volles Verständnis, für zweites nicht.

Über Fructose habe ich mal ein Buch gelesen. Vorher hatte ich keine Ahnung. Aber das ist nicht mein Problem. Es scheinen bei mir wirklich die kalten Kartoffeln zu sein. Nicht der Broccoli und auch nicht das Obst.

Palma
02.08.2014, 21:11
Dass ich eine Fructose Unverträglichkeit habe war so schwer zu erkennen, weil ich mit bis zu 24 Stunden zeitverzögert reagiere, und so den Auslöser nicht ausmachen konnte.Und du bist gar nicht auf die Idee gekommen, mal für 2-3 Wochen das Obst wegzulassen, um zu sehen, was passiert?

Ebayfan
02.08.2014, 21:17
Hinterher ist man immer schlauer. Wer denkt schon, dass es ganz viele verschiedene Sorten gleichzeitig sind?

wildwusel
02.08.2014, 22:32
"Ich kann mich den ganzen Tag mit Studien und Gegenstudien beschäftigen (was ich teilweise tue) oder Menschen helfen. Ich habe mich für letzteres entschieden"

Gerade auf IgG-Antiörpertests bin ich im Moment extrem schlecht zu sprechen. Klar, die Leute sind völlig verzweifelt und würden alles machen, nur damit es ihnen mal einen Tag nicht schlecht geht. Und dann kriegen sie diese Liste, nach der sie nichts essen dürfen, was zu ihrer normalen Ernährungsweise gehört, geben hunderte Euro für Substitutsnahrungsmittel aus, und verschwinden vom Bildschirm, weil sie nicht mehr die Kraft oder Motivation aufbringen, aufzustehen, sich anzuziehen, oder ans Telefon zu gehen. :niedergeschmettert:

***


Es gibt Menschen, die schon auf die kelinsten Spuren reagieren, andere vertragen auch "größere" Mengen ganz gut.

Hm, ja, aber wie könne die Laktasemengen in einem veganen Nahrungsmittel ein Problem sein, wenn sie es in laktose"freier" Milch nicht sind?

Alles sehr seltsam.

Palma
02.08.2014, 23:47
Wer denkt schon, dass es ganz viele verschiedene Sorten gleichzeitig sind?Wenn man mit Unverträglichkeit auf Lebensmittel reagiert, muss man an alles denken.

Inaktiver User
03.08.2014, 00:47
Und du bist gar nicht auf die Idee gekommen, mal für 2-3 Wochen das Obst wegzulassen, um zu sehen, was passiert?

Man mag es kaum glauben, aberFructose ist auch in Gemüse oder zB Honig. Ironie off. Natürlich habe ich auch eine Ausschluss Diät gemacht , beginnend mit Reis und Fleisch.
Das fatale ist ja, dass ich mal mehr, mal weniger vertrage. EinKlecks Marmelade geht, ein Glas O-saft geht, zwei Gläser nicht. Kann aber auch daran liegen, dass er mit Sorbit gesüßt ist, was ich auch nicht vertrage.

Außerdem dachte ich, ich vertrage einzelne Lebensmittel nicht, wie zB Kürbiskerne. Was durch die Diät rauskam.

Inaktiver User
03.08.2014, 00:50
Wenn man mit Unverträglichkeit auf Lebensmittel reagiert, muss man an alles denken.

?? Was soll'n das? Neunmalkluge Sprüche kann ich mir selbst geben.

Inaktiver User
03.08.2014, 00:56
Die unsensiblen Beiträge der User, die Leute wie mich nur nervend finde kenne ich zu genüge.

Nervend ist ja nicht, dass jemand Krankheiten oder Beschwerden hat - nervend ist nur, wenn man das permanent thematisiert.

Mich interessiert das schlichtweg nicht, genausowenig wie ich ein Interesse haben andere über meine Gebrechen und Symptome zu informieren. Das ist so, da muss ich nicht dauernd drüber reden.

Ebayfan
03.08.2014, 01:04
Das mit dem O-Saft habe ich auch. Ein kleines Glas geht gut, eine Flasche ist ganz schlecht. Milde Orange geht etwas besser. Es liegt vielleicht an der Säure?

Egal, ich trinke ein Glas und gut.

Gemein ist nur, dass er oft bei anderen Säften beigemischt wird. Da verliert man das Maß aus den Augen.

Quirin
03.08.2014, 01:53
Man mag es kaum glauben, aberFructose ist auch in Gemüse oder zB Honig. Ironie off. Natürlich habe ich auch eine Ausschluss Diät gemacht , beginnend mit Reis und Fleisch.
Das fatale ist ja, dass ich mal mehr, mal weniger vertrage. EinKlecks Marmelade geht, ein Glas O-saft geht, zwei Gläser nicht. Kann aber auch daran liegen, dass er mit Sorbit gesüßt ist, was ich auch nicht vertrage.

Orangensaft ist nicht mit Sorbit gesüßt, da Fruchsaft immer zu 100 % aus Frucht besteht. Orangen enthalten auch kein Sorbit, welches ja natürlicherweise in vielen Früchten vorkommt.

Sorbit ist auch deshalb für Dich schlecht, da der Körper Sorbit zu Fructose verstoffwechselt.

Palma
03.08.2014, 09:39
Neunmalkluge Sprüche kann ich mir selbst geben.Neunmalkluge Sprüche helfen nicht, wenn man sie nicht beherzigt. :smile: Mein Hausarzt hat mir (seinerzeit) gesagt, "Sie können nur selbst herausfinden, auf welchen Stoff sie so heftig reagieren - und Sie müssen dabei sehr, sehr viel Geduld haben". Ich wäre in der Zeit nie auf die Idee gekommen, irgendwelche Fertigprodukte wie O-Saft oder Marmelade zu konsumieren. Ich habe selbst auf das Brot verzichtet, denn auch da weiß man nie, was wirklich drin ist.

Sasapi
03.08.2014, 10:12
An der weiter vorne geäußerten Meinung, an einigen "Unverträglichkeiten", was Weizenprodukte betrifft, sind die neueren Weizensorten beteiligt, scheint aber etwas dran zu sein.

Es gibt etliche Menschen, die Backwaren und Brot aus dem gängigen "Null-Acht-Fuffzehn"- Sorten nicht vertragen- und "zöliakie-artige Beschwerden" haben. Die gleichen Backwaren, nur aus einer alten Weizensorte hergestellt, vertragen sie aber sehr gut.

Das hat aber nicht mit der Gentechnik zu tun, meiner Meinung nach. Es gibt "ältere" Zuchtsorten, bei denen diese Leute die gleichen Probleme haben- die aber nur durch reine Züchtung verändert wurden, also nicht "gentechnisch" behandelt.

Ich züchte Rinder und baue die Futtermittel selbst an- das ganze im Nebenerwerb- und ich habe einige Bekannte, die sich gerne ihren Weizenbedarf bei mir abholen, mahlen und alles selbst backen.

Ich baue Kamut Urweizen an, ist eine ca. 6000 Jahre alte Sorte aus Ägypten. Er enthält Gluten, und das nicht zu knapp- jemand mit "echter" Zöliakie wurde ihn daher gar nicht vertragen.

Inaktiver User
03.08.2014, 10:53
Neunmalkluge Sprüche helfen nicht, wenn man sie nicht beherzigt. :smile: Mein Hausarzt hat mir (seinerzeit) gesagt, "Sie können nur selbst herausfinden, auf welchen Stoff sie so heftig reagieren - und Sie müssen dabei sehr, sehr viel Geduld haben". Ich wäre in der Zeit nie auf die Idee gekomme, irgendwelche Fertigprodukte wie O-Saft oder Marmelade zu konsumieren. Ich habe selbst auf das Brot verzichtet, denn auch da weiß man nie, was wirklich drin ist.

Bei einer Ausschluss Diät fängt man mit Reis an und nimmt alle paar Tage ein neues Produkt dazu. Da ich Brot zu der Zeit selbst gebacken habe, sah ich kein Problem darin. Marmelade koche ich nach wie vor selbst und vertrage sie gut.
Kommt eben auf die Menge und Tagesform an bei mir.
Ist aber jetzt auch gut hier, ich bin dankbar für den Atemtest, die Ausschluss Diät hat mir nicht wirklich geholfen, vielleicht mit einer Ernährungsberatung, die hätte ich aber selbst bezahlen müssen. Das ging aber damals nicht. Ich habe jedenfalls nur ein paar Wochen durchgehalten und konnte die Ergebnisse nicht in Fructose Unverträglichkeit interpretieren. Habe einfach zuwenig Ahnung von Lebenmitteln.

Diese "Selbst Schuld" Zuweisung von Anderen so in der Art, hättest eben das und das machen sollen, finde ich nicht hilfreich, ich konnte mir nicht selbst helfen, die Ärzte irgendwie auch nicht. Nachdem Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn ausgeschlossen war, war ich für sie uninteressant.
Heute würde ich eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Sich alleine was zurechtbasteln ist schwierig. Man beschäftigt sich eben damit und neigt dazu das zu seinem Hobby zu machen und Andere damit zu beglücken. Wahrscheinlich unbewußt.

Inaktiver User
03.08.2014, 13:03
Gerade auf IgG-Antiörpertests bin ich im Moment extrem schlecht zu sprechen. Klar, die Leute sind völlig verzweifelt und würden alles machen, nur damit es ihnen mal einen Tag nicht schlecht geht. Und dann kriegen sie diese Liste, nach der sie nichts essen dürfen, was zu ihrer normalen Ernährungsweise gehört, geben hunderte Euro für Substitutsnahrungsmittel aus, und verschwinden vom Bildschirm, weil sie nicht mehr die Kraft oder Motivation aufbringen, aufzustehen, sich anzuziehen, oder ans Telefon zu gehen. :niedergeschmettert:
Woher willst Du wissen, da das eine Ursachen-Folge ist? Nur weils zeitlich grad gut zusammenpasst?
Vielleicht ist es eine unerkannte Depression? Die wurde aber dann auch vorher bereits nicht erkannt und behandelt.
Was wurde denn vorher bereits abgeklärt und therapiert?

Die "normale" Ernährungsweise hat aber genau den schlechten Zustand erzeugt, Du tust ja grad so wie wenns umgekehrt wäre und das entspricht überhaupt nicht meiner Erfahrung. Und selbst wenn sich der Zustand dergestalt verschlechtern sollte wie Du sagst, dann geht man wieder zum Therapeuten und bespricht das mit ihm.

In der tat kann es einen deutlichen Einschnitt geben, wenn man bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr zu sich nehmen soll weil sie den Zustand verschlechtern, da ist aber immer so wenn alltägliche Gewohnheiten sich ändern.

Das muss man aber auch wenn sonstige Auffälligkeiten in der Ernährungsweise auftauchen. Im übrigen wird normalerweise zu dieser Auswertung ein Rezeptbuch mit angegeben aus den Lebensmitteln die man verzehren kann und welches so aufgebaut ist, daß man in keine Mangelsituation gerät, die man aber vorher definitiv hat wenn man Sachen verzehrt die Entzündungsvorgänge auslösen.

Palma
03.08.2014, 13:15
Bei einer Ausschluss Diät fängt man mit Reis an und nimmt alle paar Tage ein neues Produkt dazu.Ich habe keine Diät gehalten, sondern habe ausschließlich naturbelassene Lebensmittel gegessen: Vollkornreis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Biogemüse, Bioäpfel, kaltgepresstes Öl. Ich trank keine Säfte, nicht einmal Tee oder Kaffee, sondern nur Mineralwasser. Nachdem sich 2-3 Wochen keine negative Reaktion gezeigt hat, kam Quark dazu, dann Käse, dann Fisch usw. Ich habe alles gut vertragen und so war mir klar, dass es an der Menge liegen muss. Also alles wieder von vorne los: Nur Reis. Drei Tage lang. Dann Kartoffeln. Auch drei Tage lang. Dann Käse, usw. Es hat über ein halbes Jahr gedauert, bis ich dann den Übeltäter erwischt habe. Dabei hätte mir kein Arzt und keine Ernährungsberatung helfen können.

Ebayfan
03.08.2014, 14:30
Bei mir geht im Zweifel immer Fleisch. Davon kann ich essen, soviel ich will, ich vertrage es ausgezeichnet.

Bei pflanzlichen Nahrungsmitteln bin ich mir nicht so sicher. Was auch immer geht, sind Nüsse. Beim Rest spielt auch die Menge, die Kombination und mein Allgemeinzustand eine Rolle.

Milchprodukte gehen bei mir auch unbegrenzt. Solange die Milch nicht eiskalt in großen Mengen gekippt wird.

Inaktiver User
03.08.2014, 16:25
Bei mir geht im Zweifel immer Fleisch. Davon kann ich essen, soviel ich will, ich vertrage es ausgezeichnet.

Bei pflanzlichen Nahrungsmitteln bin ich mir nicht so sicher. Was auch immer geht, sind Nüsse. Beim Rest spielt auch die Menge, die Kombination und mein Allgemeinzustand eine Rolle.

Milchprodukte gehen bei mir auch unbegrenzt. Solange die Milch nicht eiskalt in großen Mengen gekippt wird.

Das ist bei mir so ähnlich: ich kann alles an Fleisch und Wurst essen. Ebenso wie Kartoffeln und Reis. Bei Obst und Gemüse habe ich das Risiko, dass es schon länger gelagert wurde, dann reagiere ich entweder mit Migräne oder wie bei einem heftigen allergischen Anfall.
Bei Nüssen bin ich vorsichtig, auch Sonnenblumenkerne bzw. -öl geht nur in kleinen Mengen.
Hülsenfrüchte meide ich völlig, bis auf hier und da Sojajoghurt und Tofu in kleinen Mengen.
Die meisten Käse vertrage ich ebenfalls nicht, junger Gouda und Mozzarella sowie Cottage Cheese gehen.

Da eine vernünftige Ernährung zusammenzubekommen ist schon eine Herausforderung. Aber meine Hausärztin, die ich kurz vor meiner Diagnose um Ernährungsberatung (bietet sie an) gebeten habe, meinte, das sei nicht nötig. Ihr hat wohl nicht gefallen, dass ich weder besonders viele Milchprodukte noch Eier esse. Ja, das sind ganz wichtige Lebensmittel bei HI. Eier soll ich eh nicht essen und bei Milchprodukten geht gerade noch reine Milch und Sahne, die anderen Dinge sind normalerweise unverträglich.

Inaktiver User
03.08.2014, 16:30
Hoher Fleischkonsum (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ernaehrung-infarkt-und-krebs-die-folgen-der-fleischeslust-1.1307124) ist alles andere als gesundheitsfördernd, auch wenn man die Folgen nicht so schnell merkt wie bei Unverträglichkeiten.

Inaktiver User
03.08.2014, 16:42
Hoher Fleischkonsum (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ernaehrung-infarkt-und-krebs-die-folgen-der-fleischeslust-1.1307124) ist alles andere als gesundheitsfördernd, auch wenn man die Folgen nicht so schnell merkt wie bei Unverträglichkeiten.

Ja, danke, das weiß ich, trotzdem ist die Versuchung groß, dass man das isst, was keinen Migräne- oder Allergieanfall auslöst.
Ich mag zwar gekochte Kartoffeln ohne irgendwas, aber auf Dauer ist das auch ein bisschen langweilig.
Wie würdest du dich denn in einem solchen Fall ernähren?


Wird Fleisch auf dem Speiseplan gelegentlich durch Fisch, Geflügel, Nüsse, Gemüse oder Vollkorn ersetzt und die Menge des Fleischkonsums nur halbiert, hätten sich 9,3 Prozent der Todesfälle bei Männern und 7,6 Prozent bei Frauen während der nahezu 30-jährigen Studiendauer verhindern lassen.

Ach so, Geflügel ist kein Fleisch. Dann bin ich eh aus dem Schneider, ich esse relativ viel Huhn.

Inaktiver User
03.08.2014, 17:14
Lakritze, du kanst dich ernähren, wie du möchtest, das ist deine Sache.

Ich finde es nur ein wenig amüsant, den Teufel mit Beelzebub austreiben zu wollen.

Palma
03.08.2014, 17:28
Eier soll ich eh nicht essen und bei Milchprodukten geht gerade noch reine Milch und Sahne, die anderen Dinge sind normalerweise unverträglich.Warum sollst du keine Eier essen?

Eier haben (auch bei den Medizinern) einen ganz schlechten Ruf, aber ich esse sie nun mal für mein Leben gerne und habe deshalb folgendes Experiment gemacht: Ich habe drei Monate lang kein einziges Ei gegessen und habe danach eine Blutanalyse machen lassen. Mein Cholesterinwert lag bei 194. Dann habe ich drei Monate lang jeden, wirklich jeden Tag ein weichgekochtes Ei gegessen - und der Cholesterinwert lag danach bei exakt 194. Neulich las ich, dass es ein Märchen sei, Eier würden zu erhöhten Cholesterinwerten führen.

Ich bin keine Vegetarierin, aber ich esse nur noch ganz selten Fleisch. Ich fühle mich ohne Flesich einfach viel vitaler. Bis Fleisch verdaut wird, dauert es nämlich ziemlich lang und belastet den ganzen Verdauungstrakt. Muss ich nicht haben. Ich esse gerne Hülstenfrüchte (Eiweißspender) und wenn man sie richtig kocht, sind sie leicht verdaulich und schmecken lecker.

mono17
03.08.2014, 17:31
Bei einer Ausschluss Diät fängt man mit Reis an und nimmt alle paar Tage ein neues Produkt dazu. Da ich Brot zu der Zeit selbst gebacken habe, sah ich kein Problem darin. Marmelade koche ich nach wie vor selbst und vertrage sie gut.
Kommt eben auf die Menge und Tagesform an bei mir.
Ist aber jetzt auch gut hier, ich bin dankbar für den Atemtest, die Ausschluss Diät hat mir nicht wirklich geholfen, vielleicht mit einer Ernährungsberatung, die hätte ich aber selbst bezahlen müssen. Das ging aber damals nicht. Ich habe jedenfalls nur ein paar Wochen durchgehalten und konnte die Ergebnisse nicht in Fructose Unverträglichkeit interpretieren. Habe einfach zuwenig Ahnung von Lebenmitteln.

Diese "Selbst Schuld" Zuweisung von Anderen so in der Art, hättest eben das und das machen sollen, finde ich nicht hilfreich, ich konnte mir nicht selbst helfen, die Ärzte irgendwie auch nicht. Nachdem Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn ausgeschlossen war, war ich für sie uninteressant.
Heute würde ich eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Sich alleine was zurechtbasteln ist schwierig. Man beschäftigt sich eben damit und neigt dazu das zu seinem Hobby zu machen und Andere damit zu beglücken. Wahrscheinlich unbewußt.

Zumindest anteilig sollte sich die Krankenkasse schon an Ernährungsberatungen beteiligen- wieviel sie übernehmen ist unterschiedlich.

mono17
03.08.2014, 17:39
Woher willst Du wissen, da das eine Ursachen-Folge ist? Nur weils zeitlich grad gut zusammenpasst?
Vielleicht ist es eine unerkannte Depression? Die wurde aber dann auch vorher bereits nicht erkannt und behandelt.
Was wurde denn vorher bereits abgeklärt und therapiert?

Die "normale" Ernährungsweise hat aber genau den schlechten Zustand erzeugt, Du tust ja grad so wie wenns umgekehrt wäre und das entspricht überhaupt nicht meiner Erfahrung. Und selbst wenn sich der Zustand dergestalt verschlechtern sollte wie Du sagst, dann geht man wieder zum Therapeuten und bespricht das mit ihm.

In der tat kann es einen deutlichen Einschnitt geben, wenn man bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr zu sich nehmen soll weil sie den Zustand verschlechtern, da ist aber immer so wenn alltägliche Gewohnheiten sich ändern.

Das muss man aber auch wenn sonstige Auffälligkeiten in der Ernährungsweise auftauchen. Im übrigen wird normalerweise zu dieser Auswertung ein Rezeptbuch mit angegeben aus den Lebensmitteln die man verzehren kann und welches so aufgebaut ist, daß man in keine Mangelsituation gerät, die man aber vorher definitiv hat wenn man Sachen verzehrt die Entzündungsvorgänge auslösen.

Die Depression dürfte aber schwierig mittels IG g Testung abzuklären sein...

Ob Ernährung einen schlechten Zustand verursacht oder mitbeeinflusst, muss individuell abgeklärt werden.
Bei Zöliakie, Diabetes o.ä. ist es relativ eindeutig, bei Ess-Störungen wird es schon schwieriger.


Allerigen sind meistens Ig E vermittelt, daher bringt der IGg Test da wenig.
Das kann schlimmstenfalls dazuführen, dass menschen fast gar nichst mehr essen und die Lebensqualität deutlcih leiedet, weil sie meinen, auf Vieles "allergisch" zu reagieren.

Wenn dann Atemtests, IG E Testungen und Provokationstests durchgeführt werden, kristallisiert sich oft heraus, dass doch viel mehr geht.
Ich würde übrigens nicht nur ein Rezeptbuch in die Hand drücken, sondern mit dem Klienten Lebensmittel (gruppen) genau durchsprechen.

Inaktiver User
03.08.2014, 17:49
Neulich las ich, dass es ein Märchen sei, Eier würden zu erhöhten Cholesterinwerten führen.

Das habe ich auch mal gelesen.
Hohe Cholesterinwerte lassen sich durch ausreichend Bewegung (mit entsprechender Anstrengung) wesentlich besser beeinflussen als über die Ernährung. Letzteres hat kaum einen Effekt.

mono17
03.08.2014, 17:50
Ich habe keine Diät gehalten, sondern habe ausschließlich naturbelassene Lebensmittel gegessen: Vollkornreis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Biogemüse, Bioäpfel, kaltgepresstes Öl. Ich trank keine Säfte, nicht einmal Tee oder Kaffee, sondern nur Mineralwasser. Nachdem sich 2-3 Wochen keine negative Reaktion gezeigt hat, kam Quark dazu, dann Käse, dann Fisch usw. Ich habe alles gut vertragen und so war mir klar, dass es an der Menge liegen muss. Also alles wieder von vorne los: Nur Reis. Drei Tage lang. Dann Kartoffeln. Auch drei Tage lang. Dann Käse, usw. Es hat über ein halbes Jahr gedauert, bis ich dann den Übeltäter erwischt habe. Dabei hätte mir kein Arzt und keine Ernährungsberatung helfen können.

Äh.. doch. Das,was du da selbt durchgeführt hast, ist eine Diät, die oft so oder ähnlich von Ernährungsberatern mit Klienten durchgeführt wird: Allergenarme Basiskost und dann Kostaufbau und sehen, wann Symptome auftauchen. Dabei werden Ernährungs- und Symptomtagebücher egführt, was zu einem ganz guten Überblick führt.

bertrande
03.08.2014, 18:40
Mein Mann hat wohl eine Unverträglichkeit oder Allergie. Nach dem Essen muss er häufig ungefähr 10 mal nießen. Daheim ist das seltener, im Restaurant öfter. Probleme hat er dadurch nicht, deshalb hat er das auch nie testen lassen, er behauptet immer, das gäbe ein klares Hirn, aber im Restaurant ist es schon ein bisschen peinlich.
Seine Schwester und sein Bruder haben das auch.

Ebayfan
03.08.2014, 19:03
Warum sollst du keine Eier essen?

Eier haben (auch bei den Medizinern) einen ganz schlechten Ruf, aber ich esse sie nun mal für mein Leben gerne und habe deshalb folgendes Experiment gemacht: Ich habe drei Monate lang kein einziges Ei gegessen und habe danach eine Blutanalyse machen lassen. Mein Cholesterinwert lag bei 194. Dann habe ich drei Monate lang jeden, wirklich jeden Tag ein weichgekochtes Ei gegessen - und der Cholesterinwert lag danach bei exakt 194. Neulich las ich, dass es ein Märchen sei, Eier würden zu erhöhten Cholesterinwerten führen.

Ich bin keine Vegetarierin, aber ich esse nur noch ganz selten Fleisch. Ich fühle mich ohne Flesich einfach viel vitaler. Bis Fleisch verdaut wird, dauert es nämlich ziemlich lang und belastet den ganzen Verdauungstrakt. Muss ich nicht haben. Ich esse gerne Hülstenfrüchte (Eiweißspender) und wenn man sie richtig kocht, sind sie leicht verdaulich und schmecken lecker.

Das mit den Eiern habe ich auch gelesen. Der Korper erzeugt nämlich selbst Cholesterin und wie hoch der Wert liegt, ist genetisch bedingt.

Was den Verdauungstrakt betrifft, was meinst du, was einen mehr belastet? Ein leckeres Steak, das zwar seine Zeit braucht, gut sättigt und ansonsten problemlos durchflutscht, oder Pflanzenkost mit vielen Balaststoffen, bei denen sich durch ein Fehlgriff wieder eine Sorte darunter gemogelt hat, die ordentlich Bauchgrummeln und Völlegefühl erzeugt? Mal ganz von der Peinlichkeit abgesehen, wenn dein Bauch ständig hörbare Geräusche macht und du Angst haben musst, durch den Abgang von Flatulenzen unangenehm aufzufallen.

Versteht mich nicht falsch, ich esse beides, erst heute einen schönen Salatteller, auf dem sich zum Glück kein Fehlgriff befand. Aber stressärmer ist ganz klar das Fleisch. Und zuviel Eisen kann ich sowieso kaum bekommen, ich nehme das sogar noch extra. Was auch wieder zu Bauchweh führen kann, je nachdem, womit der Darm sowieso schon beschäftigt ist.

Wenn man sich mal mit den ganzen Ernährungsweisheiten im Lauf der Zeit nur am Rande befasst, muss man feststellen, dass die Ansicht, was gesund und was schlecht ist, sich ständig wandelt. Deshalb halte ich es für klug, einfach auf den eigenen Körper zu hören und die anderen können essen und reden soviel sie wollen.

Meiner Meinung nach können diese ganzen kohlenhydratreichen Kulturpflanzen, die man heutzutage verzehrt, nicht so wahnsinnig gut sein, weil das Tier Mensch sich in der längsten Zeit anders ernährt hat. Dieses Argument kann man auch gegen Milchprodukte anführen. Trotzdem ist es eine Tatsache, dass es auf dem Gebiet zu genetischen Anpassungen gekommen ist.

Aber das viele Getreide und der viele Zucker ist m.M.n. mitverantwortlich für Diabetes 2.

Der Mensch braucht vor allem Fleisch, Gemüse und Bewegung zur artgerechten Haltung.^^ Und als Leckerchen mal etwas Obst oder Getreide.

Wenn das immer so leicht durchzuhalten wäre!

schafwolle
03.08.2014, 19:44
Der Mensch braucht vor allem Fleisch, Gemüse und Bewegung

Nein.
Von "brauchen" kann keine Rede sein.
Erstaunlich, wie hartnäckig sich der Mythos bei manchen hält.

Ebayfan
03.08.2014, 20:49
Wie schon du Sätze zerhacken kannst!

Inaktiver User
03.08.2014, 21:34
Die Depression dürfte aber schwierig mittels IG g Testung abzuklären sein...
Hab ich das behauptet?


Ob Ernährung einen schlechten Zustand verursacht oder mitbeeinflusst, muss individuell abgeklärt werden.
Bei Zöliakie, Diabetes o.ä. ist es relativ eindeutig, bei Ess-Störungen wird es schon schwieriger.
Kein Mensch verlangt eine flächendeckende IgG Untersuchung, im übrigen ist das nur ein Baustein von vielen wie man hier an der Diskussion und was labortechnisch derzeit möglich ist sehen kan.



Allerigen sind meistens Ig E vermittelt, daher bringt der IGg Test da wenig.
Habe ich bereits ausgeführt #163, ich weiß nicht was an meiner Ausführung so unverständlich sein soll?
Im übrigen sind Nahrungsmittelallergien nur zu ca. 3-5% vertreten, also die IgE vermittelten, das bedeutet konkret nicht meistens sondern am wenigsten.


Das kann schlimmstenfalls dazuführen, dass menschen fast gar nichst mehr essen und die Lebensqualität deutlcih leiedet, weil sie meinen, auf Vieles "allergisch" zu reagieren.
Ist das eine wissenschaftliche Aussage? Nein ist sie nicht, nur Polemik und Panikmache.


Denn dann Atemtests, IG E Testungen und Provokationstests durchgeführt werden, kristallisiert sich oft heraus, dass doch viel mehr geht.
Hm wie wenn das eine das andere aushebeln würde.


Ich würde übrigens nicht nur ein Rezeptbuch in die Hand drücken, sondern mit dem Klienten Lebensmittel (gruppen) genau durchsprechen.
Wer sagt denn das das so passiert? Der Einwand kam von mir weil ja die Agst geschürt wird das nach so einem Test die Leute ja wahnsinnig leiden würden, sich verkriechen und nicht mehr ans Telefon gehen.

Ich hätte mir nach Deiner Ansage "stimmt, mono ernährungswissenschaftlernin" etwas mehr Substanz erwartet aber nicht so einen laienhaften Post.

Nach Deinem Post weiß ich, daß Du Dich weder mit dieser speziellen Materie noch genau mit dem Positionspapier des deutschen Allergologenverbandes beschäftigt hast noch mit der oberflächlichen Kritik desselben.
Die Kritik richtet sich nämlich gegen die IgG4 Testung (wobei ja selbst der Allergologenverband nicht zwischen den einzelnen IgGs unterscheidet) und diese habe ich bereits auch erklärt.

Inaktiver User
03.08.2014, 23:05
Warum sollst du keine Eier essen?


Bei Histaminintoleranz ist Eigelb verträglich, Eiklar aber nicht. So grundsätzlich mal, ich habe es nicht ausprobiert.

Camponolla
03.08.2014, 23:06
Definitiv ist es bei mir keine Einbildung. Ich hatte 40 Jahre lang keinerlei Symptome und könnte essen was ich wollte, jetzt muss ich aufpassen was ich esse
Ich würde mir wünschen das wäre nur eine Einbildung:-)

Inaktiver User
03.08.2014, 23:48
Definitiv ist es bei mir keine Einbildung. Ich hatte 40 Jahre lang keinerlei Symptome und könnte essen was ich wollte, jetzt muss ich aufpassen was ich esse
Ich würde mir wünschen das wäre nur eine Einbildung:-)

Was hastn bisher unternommen?

mono17
04.08.2014, 10:08
@stecher: was du schreibst, ist wesentlich polemischer, als das,was ich geschrieben habe und dazu noch beleidigend.
Ich werde hier bestimmt keine wissenschaftlichen Abhandlungen schreiben, das führt A zu weit und B weiß es hier jede/r Andere ohnehin besser oder denkt dies zumindest.

Was stimmt, ist, dass Kollegen und Kolleginnen, die sich jeden Tag mit der Materie befassen, sicher noch genauer und spezieller Auskunft geben können.
IgG Testungen, so wie sie oft sogar über das Internet angeboten werden, dürften die allerdings auch sehr skeptisch gegenüber stehen.

Inaktiver User
04.08.2014, 12:08
Was stimmt, ist, dass Kollegen und Kolleginnen, die sich jeden Tag mit der Materie befassen, sicher noch
IgG Testungen, so wie sie oft sogar über das Internet angeboten werden, dürften die allerdings auch sehr skeptisch gegenüber stehen.
Diesen Tests stehe ich auch sehr kritisch gegenüber, denn es gehört gerade zu diesem Thema eine Menge mehr dazu als nur jemanden einen Zettel in die Hand zu drücken und ihn dann allein zu lassen.

mono17
04.08.2014, 19:47
Aber diese Tests waren hier im Thread, so wie ich das verstanden und auch aufgenommen habe, gemeint.
Und da sehe ich wirklich die Gefahr, dass jemand einen solchen Test alleine macht, beschließt,alles, worauf dieser anschlägt, nicht mehr zu essen und in böse Mangelzustände gerät.
Und/oder total verunsichert ist.
Und meine Kolleginnen haben tw. ganz schön zu tun, solche Menschen zuermutigen, einzelne Lebensmittel doch wieder auszuprobieren oder sie dazu zu bekommen, eine PRICK Untersuchung o.ä. zu machen.
Denn die Leute meinen ja, sie wissen schon bescheid...
Menschen, die den Unterschied zwischen Allergie und Pseudoallergie kennen, wissen, wo der Unterschied zu einer Lebensmittelunverträglichkeit ist und sich dann auch noch mit den verzögerten Typen beschäftigt haben, sind ja schon wirklich super informiert und meistens auch schon in guten Händen.

Inaktiver User
04.08.2014, 20:37
Aber diese Tests waren hier im Thread, so wie ich das verstanden und auch aufgenommen habe, gemeint.
Wo genau soll das hier angesprochen worden sein?
Hier diskutieren vornehmlich Laien, die Artikel kennen oder obskure Seiten wie Psiram, die Esowatch beerdigen mussten weil sie selbst Prozesse gegen sich am laufen hatten wegen Falschaussagen. Und diese Leute entziehen sich indem sie dann die Seite auf ein anderes Land ohne deutsche Gerichtsbarkeit umziehen.

Das es einem Betroffenen egal ist wie was heißt ist ja okay, der will Linderung oder Heilung oder einfach was mit dem er was anfangen kann. Ein Artikel wie im Spiegel, der nochdazu grottenschlecht recherchiert und teilweise fachlich falsch wiedergegeben wird tut dann sein übriges. Und das wird dann als das Nonplus Ultra verkauft und steht im Internet.

Woher kommt eigentlich diese Hybris anzunehmen man würde sämtliche Menschen und ihre Stoffwechselvorgänge kennen? Woher kommt eigentlich diese Arroganz zu wissen wie ein Mensch funktioniert und komplex mit seiner Umwelt agiert wenn man nicht mal annähernd das Immunsystem in Gänze erforscht hat, sich immer wieder neue Aspekt auftun, die Leber und ihre millionenfachen chemischen Vorgänge nur zum Teil erklärlich sind, der Darm als größter Träger des Immunsystems in der klassichen Allergologie sträflich vernachlässigt wird und die Patienten mit einem Zettet oder mit "damit müssen sie nun leben" abgespeist der gleich mal in die psychische Ecke geschoben werden?





Und da sehe ich wirklich die Gefahr, dass jemand einen solchen Test alleine macht, beschließt,alles, worauf dieser anschlägt, nicht mehr zu essen und in böse Mangelzustände gerät.
Und/oder total verunsichert ist.
Ja und soll ich Dir was sagen, das sind meist genau die Leute, die sich an keinen therapeutischen Rat halten, geschweige denn etwas dafür zahlen wollen, daß sich Leute hinsetzen und einen vernünftigen Therapie und Ernährungsplan ausarbeiten.
Ich frage mich aber woher sie das Blut abgezapft bekommen? Denn normalerweise wird hier Serum verwendet.


Und meine Kolleginnen haben tw. ganz schön zu tun, solche Menschen zuermutigen, einzelne Lebensmittel doch wieder auszuprobieren oder sie dazu zu bekommen, eine PRICK Untersuchung o.ä. zu machen.
Denn die Leute meinen ja, sie wissen schon bescheid...
Ja es wird aber nicht besser wenn selbst Fachleute Begriffe durcheinanderschmeissen und Leute damit erst recht verunsichern.


Menschen, die den Unterschied zwischen Allergie und Pseudoallergie kennen, wissen, wo der Unterschied zu einer Lebensmittelunverträglichkeit ist und sich dann auch noch mit den verzögerten Typen beschäftigt haben, sind ja schon wirklich super informiert und meistens auch schon in guten Händen.
Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber Nahrungsmittel und die ganzen Dingen außen rum sind nicht einfach so mit einem Test zu erschlagen, da brauchts manchmal eine Menge an Geduld von beiden Seiten und viel ausprobierens bis man ein zufriedenstellendes Ergebnis hat. Und das kann den Alltag ganz schön durcheinanderwürfeln.

Quirin
04.08.2014, 22:54
Wo genau soll das hier angesprochen worden sein?
Hier diskutieren vornehmlich Laien, die Artikel kennen oder obskure Seiten wie Psiram, die Esowatch beerdigen mussten weil sie selbst Prozesse gegen sich am laufen hatten wegen Falschaussagen. Und diese Leute entziehen sich indem sie dann die Seite auf ein anderes Land ohne deutsche Gerichtsbarkeit umziehen.

Du hast ja mal lustige Polemik parat.


Das es einem Betroffenen egal ist wie was heißt ist ja okay, der will Linderung oder Heilung oder einfach was mit dem er was anfangen kann. Ein Artikel wie im Spiegel, der nochdazu grottenschlecht recherchiert und teilweise fachlich falsch wiedergegeben wird tut dann sein übriges. Und das wird dann als das Nonplus Ultra verkauft und steht im Internet.

Weil er den Verkauf von IgG-Tests sabotiert?


Woher kommt eigentlich diese Hybris anzunehmen man würde sämtliche Menschen und ihre Stoffwechselvorgänge kennen? Woher kommt eigentlich diese Arroganz zu wissen wie ein Mensch funktioniert und komplex mit seiner Umwelt agiert wenn man nicht mal annähernd das Immunsystem in Gänze erforscht hat, sich immer wieder neue Aspekt auftun, die Leber und ihre millionenfachen chemischen Vorgänge nur zum Teil erklärlich sind, der Darm als größter Träger des Immunsystems in der klassichen Allergologie sträflich vernachlässigt wird und die Patienten mit einem Zettet oder mit "damit müssen sie nun leben" abgespeist der gleich mal in die psychische Ecke geschoben werden?

Hybris kann man vor allem auf Seiten der IgG-Testanbieter finden.

Lebst Du von solchen Tests?

Inaktiver User
04.08.2014, 23:27
Du hast ja mal lustige Polemik parat.
Tja damit wirst leben müssen.


Hybris kann man vor allem auf Seiten der IgG-Testanbieter finden.
Hm laß es doch einfach bleiben wennst fachlich nicht mitreden kannst.

Dein Stil erinnert mich an die Rhetorik der Skeptiker.

Quirin
04.08.2014, 23:47
Dein Stil erinnert mich an die Rhetorik der Skeptiker.

Ist ja lustig, denn Dein Stil erinnert mich an die Impfgegner-Alternativmedizinverkäufer-Verschwörungstheoretiker-Rhetorik.

BRIGITTE Community-Team
05.08.2014, 11:02
Wir möchten sehr darum bitten, persönliche Dinge per Privater Nachricht zu klären und hier sachlich und respektvoll das Thema zu diskutieren. Es wäre schade, wenn dieses für viele wichtige Thema durch persönliche Auseinandersetzungen zerredet werden würde.

Freundliche Grüße
Ihr BRIGITTE Community-Team

Quirin
05.08.2014, 13:30
Wenn Ihr schon das Thema reinstellt, dann müsst Ihr damit Leben, dass es knallt, denn in diesem Themenfeld trifft Geldmacherei auf Aufklärung.

Anne_dingsda
05.08.2014, 14:10
Wenn Ihr schon das Thema reinstellt, dann müsst Ihr damit Leben, dass es knallt, denn in diesem Themenfeld trifft Geldmacherei auf Aufklärung.

So sehe ich das nicht.
Wir haben sehr, sehr lange gebraucht, um herauszufinden, dass mein Mann bei Nudelgerichten (in jeder Form) zusammen mit Gurkensalat Kopfschmerzen bekommt. Nicht bei Nudelgerichten mit jedem anderen Salat und nicht bei Gurkensalat mit anderen Beilagen wie Kartoffel, Klöße, Reis ...
Ich glaube, von "Aufklärung" sind wir noch sehr weit entfernt, was das Zusammenspiel von Nährstoffen betrifft.

Fourthhandaccount
05.08.2014, 14:20
Um auf die Eingangsfrage einzugehen - wir sind nicht alle eingebildete Kranke, es gibt aber reichlich davon. Krank sein ist inzwischen chic, es gilt augenscheinlich als uncool, keine Befindlichkeiten vorweisen zu können. So wurde unlängst in einer Diskussion empört gefragt, ob man denn überhaupt noch (noch?) gesunde Personen kennt. Ja, kenne ich. Ja, ich habe eine Nahrungsmittelallergie. Als krank bezeichne ich mich damit nicht.
Anne, was Du beschreibst, ist für mich eine kleine Sache, die nun wirklich nicht der Rede wert ist. Ich kann Dir versichern, es gibt weitaus Schlimmeres. Und dann ist es umso ärgerlicher, wenn hysterische Persönchen herumlaufen, die ständig nöhlen "Ich kann dies nicht essen ...", "Oh, ist da dieses ungesunde Glu ..., Gluh ..., hach, wie heißt es auch noch, drin?", "Ach nein, seufz, das kann ich leiiiiiiiiiiiiiiider nicht essen ...".

Mir geht dieses "Ich habe auch was" in dieser Gesellschaft auf den Keks. "Ich bin nicht dick, ich bin krank", "Ich bin nicht faul, ich bin krank", "Ich bin nicht pingelig, ich bin krank", "Ich bin nicht unordentlich, ich bin krank" - ein Schlag ins Gesicht derer, die wirklich krank sind.

Sicher wieder ein sehr unbeliebter Beitrag. Sollte sich jemand auf die Füße getreten fühlen - bin krank.

Anne_dingsda
05.08.2014, 14:30
Anne, was Du beschreibst, ist für mich eine kleine Sache, die nun wirklich nicht der Rede wert ist. Ich kann Dir versichern, es gibt weitaus Schlimmeres.

Da gebe ich Dir voll Recht. Weder mein Mann noch ich haben dies je zum Thema gemacht. Dann isst man einfach nicht, was einem nicht bekommt. Ich weiß zum Beispiel, wenn ich zwei Gläser Sekt trinke habe ich am nächsten Tag einen Riesenkater. Deshalb bin ich nicht "krank", ich vertrage halt keinen Alkohol.

Quirin
05.08.2014, 14:33
So sehe ich das nicht.
Wir haben sehr, sehr lange gebraucht, um herauszufinden, dass mein Mann bei Nudelgerichten (in jeder Form) zusammen mit Gurkensalat Kopfschmerzen bekommt. Nicht bei Nudelgerichten mit jedem anderen Salat und nicht bei Gurkensalat mit anderen Beilagen wie Kartoffel, Klöße, Reis ...
Ich glaube, von "Aufklärung" sind wir noch sehr weit entfernt, was das Zusammenspiel von Nährstoffen betrifft.

Die wissenschaftliche Frage ist: Steckt da eine Unverträglichkeit dahinter oder ist das psychisch? Beides ist möglich, und das kann man in diesem Fall toll testen, so man will: Du machst ihm ein paar mal Nudelsalat, bei dem er nicht weiß, ob Gurke drin ist oder nicht. D. h. die Gurke wird versteckt, z. B. durch ganz klein raspeln oder einen Gurkenaustauschstoff, der so ähnlich schmeckt und aussieht etc. Dabei weiß Dein Mann von dem Test, aber er weiß jeweils nicht, ob Gurke drin ist oder nicht. Hoch wissenschaftlich würde derjenige, der Deinem Mann den Salat reicht, auch nicht wissen, ob jeweils Gurke drin ist oder nicht.

Inaktiver User
05.08.2014, 14:38
Anne, was Du beschreibst, ist für mich eine kleine Sache, die nun wirklich nicht der Rede wert ist.
Hm bei solchen Aussagen frage ich mich immer wie Du beurteilen willst ob das für den anderen ebenfalls eine kleine Sache ist?


Ich kann Dir versichern, es gibt weitaus Schlimmeres.
Ja richtig, es sterben Menschen gerade an Ebola, oder im Gazastreifen. In Norkorea werden die schlimmsten Foltermethoden angewendet, in Afrika sterben Menschen an Hunger.

Ist das ein Argument? Nein ist es nicht und wird es auch niemals sein.

Du kennst nämlich nicht die Kofpschmerzen, die Annes Mann hat, das kann von einfachem Kopfdruck bis hin zu Vernichtungsschmerz gehen und es geht hier nicht um einen Wettbewerb.


Und dann ist es umso ärgerlicher, wenn hysterische Persönchen herumlaufen, die ständig nöhlen "Ich kann dies nicht essen ...", "Oh, ist da dieses ungesunde Glu ..., Gluh ..., hach, wie heißt es auch noch, drin?", "Ach nein, seufz, das kann ich leiiiiiiiiiiiiiiider nicht essen ...".
Diese hysterische Persönchen gab und wird es immer geben, die sind aber nicht der Maßstab sondern die Ausnahme. Und bei 80 Millionen Menschen steigt die Wahrscheinlichkeit auf solche Persönlichkeiten zu treffen.
Diese Menschen lassen sich auch leicht identifizieren, denn wie Du richtig beschreibst tragen die ihr "Leiden" plakativ vor sich her.
Und weil viele so denke wie Du es hier darstellst fallen nämlich die runter, denen es ebenfalls dreckig geht und werden nicht mehr ernstgenommen und werden meistens abgespeist mit "Hab Dich nicht so..." oder "...das ist psychisch".

Letzeres spielt immer eine Rolle aber bevor ich nicht sicher bin, daß alles körperliche abgeklärt wurde sollte man sich mit solchen Aussage wie hier im Post eher zurückhalten.


Mir geht dieses "Ich habe auch was" in dieser Gesellschaft auf den Keks. "Ich bin nicht dick, ich bin krank", "Ich bin nicht faul, ich bin krank", "Ich bin nicht pingelig, ich bin krank", "Ich bin nicht unordentlich, ich bin krank" - ein Schlag ins Gesicht derer, die wirklich krank sind.
Woher willst Du denn wissen noch beurteilen können, das dies auch ein Ausdruck einer Störung einer Krankheit ist oder nicht?
Es gibt ja eine Krankheitsdefinition der WHO und darunter fallen diese Menschen genauso, da gehts auch nicht um wirklich krank oder läppisch krank. Das die Lebensmittel hier Mittel zum Zweck sind kann sein es kann aber auch eine Kombination dahinterstecken die sich gegenseitig bedingt.


Sicher wieder ein sehr unbeliebter Beitrag. Sollte sich jemand auf die Füße getreten fühlen - bin krank.
Es ist sicherlich nicht dienlich wenn man den eigenen Maßstab als das Non plus Ultra definiert und alle anderen haben ja nur läppische Neurosen weil ihnen anscheinend zu langweilig ist und sie andere damit nerven wollen.

Anne_dingsda
05.08.2014, 15:23
Die wissenschaftliche Frage ist: Steckt da eine Unverträglichkeit dahinter oder ist das psychisch? Beides ist möglich, und das kann man in diesem Fall toll testen, so man will: Du machst ihm ein paar mal Nudelsalat, bei dem er nicht weiß, ob Gurke drin ist oder nicht. D. h. die Gurke wird versteckt, z. B. durch ganz klein raspeln oder einen Gurkenaustauschstoff, der so ähnlich schmeckt und aussieht etc. Dabei weiß Dein Mann von dem Test, aber er weiß jeweils nicht, ob Gurke drin ist oder nicht. Hoch wissenschaftlich würde derjenige, der Deinem Mann den Salat reicht, auch nicht wissen, ob jeweils Gurke drin ist oder nicht.

Ein interessanter Gedanke!

Ich kann es leider nicht mehr ausprobieren, da mein Mann ernsthaft erkrankt ist.
Aber dass das psychisch sein könnte, ist ja durchaus möglich. Er mochte zum Beispiel keinen Knoblauch. Wenn er bei einer Einladung oder im Urlaub "gezwungen" war, Gerichte mit Knoblauch zu essen, reagierte er schon bei kleinen Mengen, teilweise extrem mit Ausschlag am gesamten Körper und Fieber. Wenn er es nicht wusste und der Knoblauch mit anderen Gewürzen überlagert war, passierte nichts.

Inaktiver User
05.08.2014, 15:37
Diese hysterische Persönchen gab und wird es immer geben, die sind aber nicht der Maßstab sondern die Ausnahme.

Ich denke, das werden immer mehr. Der Markt für jegliche Art von Selbstbeobachtungsgeschichten boomt. Und doch nicht, weil es immer mehr Menschen schlechter geht, sondern weil immer mehr Menschen die Zeit und anscheinen keine wirklichen Probleme haben und daher nur noch um sich selbst kreisen.

Ob das an sich einen Krankheitswert hat weiß ich nicht. Ich denke, man könnte das durchaus auch bleiben lassen.

Im Unterschied zu Menschen die ich als wirklich krank empfinde genießen es diese Art Leute sichtlich, sich mit ihren angeblichen Beschwerden zu beschäftigen, wer wirklich krank ist ist doch froh wenn er davon mal abgelenkt ist. Ich seh da in vielen Fällen schlicht einen Aufmerksamkeitsgewinn.

Inaktiver User
05.08.2014, 15:40
Da gebe ich Dir voll Recht. Weder mein Mann noch ich haben dies je zum Thema gemacht. Dann isst man einfach nicht, was einem nicht bekommt. Ich weiß zum Beispiel, wenn ich zwei Gläser Sekt trinke habe ich am nächsten Tag einen Riesenkater. Deshalb bin ich nicht "krank", ich vertrage halt keinen Alkohol.

Eben. Und ganz gewiss musst du das nicht auf jeder Feier jedem der es hören will oder auch nicht unter die Nase reiben.

BRIGITTE Community-Team
05.08.2014, 15:43
Wenn Ihr schon das Thema reinstellt, dann müsst Ihr damit Leben, dass es knallt, denn in diesem Themenfeld trifft Geldmacherei auf Aufklärung.

Sie scheinen uns missverstanden zu haben. Dass das Thema kontrovers ist, wissen wir. Es ging uns um den Ton, der hier in manchen Beiträgen angeschlagen wurde und darum, dass es darin weniger um das Thema als um persönliche Sticheleien ging.

Wir bitten, das zu respektieren.

Freundliche Grüße
das BRIGITTE Community-Team

Rosenlili
05.08.2014, 19:27
Ich kenn mich mit dem Thema echt nicht aus (weil nicht betroffen). Bin auf dem Land aufgewachsen, meine Frau auch. Wir sind immer viel weltweit gereist (alles erlebt was einem beim Reisen so zustößt). Unsere 3 Kinder sind immer in der Natur aufgewachsen zusammen mit vielen Tieren. Hobbylandwirt, Hobbygärtner.

Bin ich ein Glückspilz oder gibt es da einen Zusammenhang? Kenne Lebensmittelunverträglichkeiten in meinem Umfeld nur bei "Sauberkeits-Freaks". Je steriler, desto kränker?



Ich bin auch auf dem Land, auf einem Bauernhof, aufgewachsen, lebe auf dem Land, wir haben einen großen Landschaftsgarten von 2 ha. Ich war bis Mitte 2012 gesund bis auf eine Autoimmunerkrankung, die die Haut betrifft (Morphea). Im Dez. '12 erkrankte ich schwer aufgrund einer anderen Autoimmunerkrankung (Morbus Ormond) und musste hohe Dosen Cortison und andere Medikamente einnehmen. 6 Monate später wurde eine Borreliose festgestellt. Eine weitere Borrelioseinfektion hatte ich mir wohl schon vor vielen Jahren in den USA zugezogen (Hermsii), eine andere wahrscheinlich in den 90iger Jahren hier auf dem Lande. Die hatte mein Körper ohne Hilfe bekämpft.
Nun kam über einen Zeitraum von 4 Wochen auch noch ein Antbiotikum dazu. Danach traten kleine Magengeschwüre auf, der Darm war sanierungsbedürftig, da ich mehrere Monate verschiedene Medikamente einnehmen musste..
Als Folge hatte ich nun eine Gluten-, eine Milcheiweiß- und eine Fructoseintoleranz. Inzwischen, nach ca. 5 Monaten, ist das Glutenproblem vorüber, die Fructoseintoleranz nicht ganz. Die Milcheiweißintoleranz ist geblieben.
Ich denke, ihr habt bisher einfach Glück gehabt. Borreliose wird inzwischen auch von neuen Mückenarten und Bremsen übertragen und es gibt nicht immer eine Wanderröte, wenn man von einer Zecke gebissen wird.

Fourthhandaccount
05.08.2014, 20:40
Mal so ein Tipp von einer mehrfach (!) Betroffenen. Ich habe im Leben diverse Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten gehabt. Die Betonung liegt auf "gehabt", wobei ich gerade in einer noch stecke. Die bisher Schlimmste, die ich je erlebt habe. Ich bin früher von Pontius zu Pilatus gelaufen, ich bekam (als ich es mir noch gefallen ließ) Medikamente en masse. Dann landete ich bei einem Naturheilarzt. Der zwar auf der einen Seite die Liste der Dinge, die ich nicht mehr essen durfte mit "Dann dürfen Sie gar nichts mehr essen und können mit dem Leben abschließen" kommentierte, andererseits aber auch sagte "Sie müssen eine Zeitlang, die Zeit kann dauern, komplett, zu 100 % auf die Dinge verzichten, die am schnellsten und schlimmsten die Symptome auslösen".
Das hat bisher immer geholfen, wenn es auch am Anfang schwer fällt. Das bedeutete für mich nun ca. 2-3 Jahre eine wirkliche Einschränkung, mein Lieblingslebensmittel fiel zu 100 % weg. Und dies ist in minimalsten Spuren auch in den unmöglichsten Dingen vorhanden, glaubt man gar nicht und löste die maximalsten Reaktionen aus. Nun kann ich ganz langsam, und in Maßen, wieder das essen, was ich gerne esse. Ich muss aber auf die Häufigkeit und die Mengen achten. Das mache ich so nicht zum ersten Mal und ich darf es nicht übertreiben. Ich bin aber, aufgrund der bisherigen Erfahrungen, durchaus positiv erwartungsvoll, dass es auch dieses Mal klappt. Die Voraussetzung ist bei mir tatsächlich mehrfach gewesen: erst einmal 100 % Verzicht über einen langen Zeitraum, der so schwer allerdings nicht fällt, wenn die Symptome so heftig sind, da setzt der Körper schon die Grenzen, dann Herantasten, dann in Maßen. Es kann funktionieren.

Weiterhin zur Info. Ich habe mir diese Reaktionen zum Teil "angegessen". Wenn ich von einer "Sache" zu viel gegessen hatte. Konserven führten vor Jahrzehnten zu einer Nickel-, Kadmium- und ich Weiß-nicht-mehr-was-Allergie etc. Ähnlich bei geänderten Ernährungsgewohnheiten (mehr Fisch als Fleisch) - das scheint so unholperig nicht abzulaufen. Und da die Allergene oft in Dingen stecken, die wir nicht auf dem Ticker haben, wird es schwierig, sie einzugrenzen. Ich erinnere mich, dass die Nickel-Sachen in Waschpulver und Tee (!) und Rotwein (!) steckten. Ich bin ein Tee-Junkie, ich verzweifelte, wenn ich Tee trank. Erst der - zum Glück "nur" (für mich wie Jahre) - wochenlange Verzicht auf Tee sorgte dafür, dass ich mich langsam wieder herantasten konnte.

Die Herangehensweise scheint mir tatsächlich der hundertprozentige Verzicht zu sein, der Körper muss sich erholen und sich langsam wieder gewöhnen.

Palma
05.08.2014, 23:16
Die Herangehensweise scheint mir tatsächlich der hundertprozentige Verzicht zu sein, der Körper muss sich erholen und sich langsam wieder gewöhnen.Genau so ist mir auch ergangen.

Sevi65
08.08.2014, 13:08
Sie scheinen uns missverstanden zu haben. Dass das Thema kontrovers ist, wissen wir. Es ging uns um den Ton, der hier in manchen Beiträgen angeschlagen wurde und darum, dass es darin weniger um das Thema als um persönliche Sticheleien ging.

Wir bitten, das zu respektieren.

Freundliche Grüße
das BRIGITTE Community-Team

Das ist doch genau DIE Eigenschaft des Brigitte-Forums: das JEDES Thema so lange zerpflückt wird, bis der Strangeröffner wie ein Depp da steht, die Leute sich gegenseitig beleidigen ... sticheln ist da eher eine harmlose Variante Witzig, alle wissen das, nur die Brigitte selber hat es offenbar noch nicht mitbekommen ;)

Ravina
10.08.2014, 09:27
Mal so ein Tipp von einer mehrfach (!) Betroffenen. Ich habe im Leben diverse Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten gehabt. Die Betonung liegt auf "gehabt", wobei ich gerade in einer noch stecke. Die bisher Schlimmste, die ich je erlebt habe. Ich bin früher von Pontius zu Pilatus gelaufen, ich bekam (als ich es mir noch gefallen ließ) Medikamente en masse. Dann landete ich bei einem Naturheilarzt. Der zwar auf der einen Seite die Liste der Dinge, die ich nicht mehr essen durfte mit "Dann dürfen Sie gar nichts mehr essen und können mit dem Leben abschließen" kommentierte, andererseits aber auch sagte "Sie müssen eine Zeitlang, die Zeit kann dauern, komplett, zu 100 % auf die Dinge verzichten, die am schnellsten und schlimmsten die Symptome auslösen".
Das hat bisher immer geholfen, wenn es auch am Anfang schwer fällt. Das bedeutete für mich nun ca. 2-3 Jahre eine wirkliche Einschränkung, mein Lieblingslebensmittel fiel zu 100 % weg. Und dies ist in minimalsten Spuren auch in den unmöglichsten Dingen vorhanden, glaubt man gar nicht und löste die maximalsten Reaktionen aus. Nun kann ich ganz langsam, und in Maßen, wieder das essen, was ich gerne esse. Ich muss aber auf die Häufigkeit und die Mengen achten. Das mache ich so nicht zum ersten Mal und ich darf es nicht übertreiben. Ich bin aber, aufgrund der bisherigen Erfahrungen, durchaus positiv erwartungsvoll, dass es auch dieses Mal klappt. Die Voraussetzung ist bei mir tatsächlich mehrfach gewesen: erst einmal 100 % Verzicht über einen langen Zeitraum, der so schwer allerdings nicht fällt, wenn die Symptome so heftig sind, da setzt der Körper schon die Grenzen, dann Herantasten, dann in Maßen. Es kann funktionieren.

Weiterhin zur Info. Ich habe mir diese Reaktionen zum Teil "angegessen". Wenn ich von einer "Sache" zu viel gegessen hatte. Konserven führten vor Jahrzehnten zu einer Nickel-, Kadmium- und ich Weiß-nicht-mehr-was-Allergie etc. Ähnlich bei geänderten Ernährungsgewohnheiten (mehr Fisch als Fleisch) - das scheint so unholperig nicht abzulaufen. Und da die Allergene oft in Dingen stecken, die wir nicht auf dem Ticker haben, wird es schwierig, sie einzugrenzen. Ich erinnere mich, dass die Nickel-Sachen in Waschpulver und Tee (!) und Rotwein (!) steckten. Ich bin ein Tee-Junkie, ich verzweifelte, wenn ich Tee trank. Erst der - zum Glück "nur" (für mich wie Jahre) - wochenlange Verzicht auf Tee sorgte dafür, dass ich mich langsam wieder herantasten konnte.

Die Herangehensweise scheint mir tatsächlich der hundertprozentige Verzicht zu sein, der Körper muss sich erholen und sich langsam wieder gewöhnen.

Meine liebe,
danke für diesen Beitrag, ich kann das alles genauso bestätigen.

Allerdings noch eine Anmerkung :

Luft- und Klimaveränderungen, Erkältungen und auch stressige Situationen lassen den Patienten empfindlicher werden.
Die Karenz ist für den Betroffenen nicht so dramatisch, wie für meine Menschen, die mich im Leben begleiten.
Ich bin es gewohnt, ohne all diese Lebensmittel zu leben, die andere toll finden.(z.b. Alkohol)
Und es ist teilweise so, dass sie mir nicht mehr schmecken.
Ärgerlich finde ich, wenn ich immer wieder "bedauert werde" und alle Diskussionen, das hinterfragen, von vorn beginnt.
Nach Jahren für mich unsinnig, wenn man einen guten Weg hat und damit hervorragend klar kommt.

BRIGITTE Community-Team
12.08.2014, 14:18
Hallo,
wir verlinken den Artikel (http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/unvertraeglichkeiten-1207583/) für alle, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, diesen zu lesen.

Viel Spaß beim Lesen.

Freundliche Grüße
das BRIGITTE Community-Team

Lauro
19.08.2014, 13:05
Klar, es gibt viele Allergien, die man sich einbilden kann. Allerdings finde ich es interessant, dass einige sich dann aber auch mit dem Thema gesunde Ernährugn auseinandersetzen und beispielsweise auf Weißbrot verzeichen oder eben Konserven meiden.

In diesem Sinne denke ich, dass die Einbildung auch positive Folgen haben kann.

Carolly
26.08.2014, 11:24
Weil man auf Weissbrot und Konserven verzichtet? Da sehe ich kein Problem bei. Tomaten schmecken vor allem in Konserven echt nach Tomaten (im Gegensatz zu den Wasserbomben im Supermarkt) und Vollkornbrot wird m.M nach auch ueberbewertet

Chelonia_mydas
30.08.2014, 13:12
Hi Lauro,

ich bin selbst Allergikerin. Es ist ein Trugschluß, dass es da sowas wie eine "gesunde" Ernährung gibt. ich kann zB sagen, dass ich Weißbrot wesentlich besser vertrage als Vollkornbrot, weil ich auf Vollkorn sehr ungünstig mit heftigen Verdauungsbeschwerden reagiere.

Es gibt da nicht DIE Richtlinie, man muß mühsam selbst herausfinden, was einem da gut- oder schlechttut.

Als selbst Betroffenen kann ich sagen, dass ich die Fragen meiner Mitmenschen oft sehr nervig finde - die bewegen sich in dem Bereich: "Was passiert denn, wenn du das und das isst?" oder "Komm, ein kleines Stückchen hiervon kann doch nicht schaden" oder auch "Was soll denn da drin sein, worauf du allergisch bist?"

Seltenst wird das einfach so akzeptiert und ich muß oft eine Menge gutgemeinter Ratschläge über mich ergehen lassen ("probier doch mal..." , "Da gibt es so einen Test /Arzt/Heilpraktiker....").:knatsch:

Im Gegenzug kenne ich niemanden von den hier beschriebenen Mitmenschen, die angeblich so ein gedöns um ihre Unverträglichkeiten machen - den meisten ist das eher unangenehm, weil sie damit auffallen.

ich finde es nicht so lustig, dass ich sogar auf der Hochzeit meiner Freundin mein Essen selbst mitgebracht habe und alle mich blöd anglotzten. Ich war wirklich froh, als alles sich wieder ihem eigenen Essen zuwandten. Leider erst, nachdem sie meine Erkrankung von Grund auf diskutiert hatten.:unterwerf:

Es tat mir vor allem Leid für das Hochzeitspaar, aber die hatten damit schon gerechnet und wollten ausdrücklich nicht, dass ich vom Essen fernbleibe.

Da für mich extra was bestellen eine komplizierte Geschichte ist, nein, eigentlich eine unmögliche, haben wir uns auf diesen Kompromiß geeinigt.

Naja, kommt ja zum Glück nicht so oft vor....

JaKaffee
09.09.2014, 19:34
Ich dachte auch mal, eine LMU zu haben. In Wirklichkeit hatte ich Panikattacken, die ich damals aber nicht einordnen konnte.