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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wir sind schön genug heft nr.12



elisa269
20.05.2014, 21:59
Es ist doch wohl eine ziemliche verhöhnung von uns frauen wenn ein artikel wie dieser mit fotos von suuuperschlanken frauen dekoriert wird. Was denkt sich die redaktion dabei? Denkt sie sich was dabei?? Die fotos an sich sind sehr ästhetisch. Nur unpassend!!!

HPumpernickel
21.05.2014, 08:30
Leider hat sich schon vor Zeiten eine "Unsitte" im Journalismus breit gemacht. Es geht in vielen Medien nicht mehr um die Vermittlung von Inhalten.

Es geht auch nicht darum die Themen möglichst informativ, schön, tiefgründig etc. darzustellen. Obwohl die Möglichkeiten, durch anspruchsvollen Journalismus aufzufallen, bestehen.

Ich habe den Eindruck, dass es vielmehr darum geht, als einzelner Journalist im Vordergrund zu stehen. Lieber durch einen negativen, mediengüllemäßigen Artikel auffallen, als gar nicht auffallen.

Klar muss alles schneller produziert sein, ich vermute, man kann auch Qualität abliefern (sowohl Redakteur als auch Herausgeber), wenn man sein Handwerk gelernt hat und vor allem so etwas wie Berufsehre hat.

Inaktiver User
22.05.2014, 15:09
"schön genug" hat doch nicht nur etwas mit dick und dünn zu tun sondern eben mit zufriedenheit.es ist doch ein irrtum zu glauben ,dass frauen die schlank sind per se schon zufrieden sind?
ich finde es schade immer auf diese schiene gehen zu wollen,ganz im gegenteil...
was wäre ,wenn da nur mollige modells wären?da könnte man doch meinen ,dass es mal wieder typisch wäre ,man unterstelle molligen frauen eben ,nicht zufrieden zu sein mit sich!

die fotos im heft verkörpern für mich eher eins sein mit der natur und ich verstehe sie eher symbolisch als jetzt jung und schlank...
es geht doch um die vielfalt anzuerkennen und sich eben nicht mehr gegenseitig in schubladen zu stecken und das ist nun nicht unbedingt von der kleidergröße abhängig...

Inaktiver User
23.05.2014, 09:20
...(gelöscht...ich setz mich auf meine Finger....)

Sevi65
23.05.2014, 11:37
Ich lese ja keine Brigitte, ist mir einfach zu langweilig. Auch aus dem Grund: da werden dann Modelgestalten ästhetisch fotografiert und dann heißt es "wir sind schön genug". Warum nehmen die nicht wenigstens für so eine "Reportage" mal "Frauen aus dem wirklichen Leben". Ehrlich - welche Frau, die durchnittlich normal aussieht, findet sich denn schön genug? Doch wohl eher die wenigsten. Und daher fände ich es wichtig, einmal darüber eine Reportage zu machen.

Inaktiver User
23.05.2014, 11:46
Warum nehmen die nicht wenigstens für so eine "Reportage" mal "Frauen aus dem wirklichen Leben".

Weil dann vermutlich gar keine mehr die Zeitschrift kaufen würde. "Normalen Frauen" sieht man jeden Tag auf der Straße.

Zeitschriften haben immer etwas mit Idealisierungen zu tun.
Auch die Bilder in Wohn- oder Gartenzeitschriften sehen selten so aus wie Durchschnittswohnungen oder Reihenhausgärtchen :smirksmile:

ilazumgeier
23.05.2014, 11:51
"schön genug" hat doch nicht nur etwas mit dick und dünn zu tun sondern eben mit zufriedenheit.es ist doch ein irrtum zu glauben ,dass frauen die schlank sind per se schon zufrieden sind?
ich finde es schade immer auf diese schiene gehen zu wollen, .

das kann frau bewerten wie sie will. Es ist aber nun mal so, dass sehr viele Frauen mit ihrem Erscheinungsbild nicht glücklich sind, und sie sind es nicht, weil sie sich zu dick finden. und es nach dem überall präsenten Bild auch sind. Als Betroffene (nach langer Krankheit mit massiver Bewegungseinschränkung) beobachte ich sehr genau. Nur ausnahmsweise sehe ich Übergewichtige, die wirklich gut aussehen, die einen Weg gefunden haben, sich trotzdem optisch gut zu präsentieren. Wer diese Fähigkeit nicht hat, findet zwar große Größen, aber noch lange kein positives Selbstbild. Auch wenn ich mich akzeptiere, finde ich das noch lange nicht gut. Umso besser, wenn mir ein Artikel dabei helfen könnte; mit schicken, schlanken Models fühle ich mich aber nicht angesprochen. und sehe auch nicht, wie ich es besser machen könnte

mittenimleben
23.05.2014, 11:55
Ich habe gestern den Artikel gesehen und gelesen. Und das Erste, was ich dachte, war, dass ich die Bilder absolut unpassend fand. Ich trage selber Kleidergröße 36. Aber ich finde es trotzdem selten dämlich, den Frauen im Text zu sagen, fühlt Euch wohl in eurer Haut, egal ob ihr Pfunde zuviel habt oder nicht oder Cellulite oder dünne Haare..... und dann diese Fotos.
Von einer niveauvollen Frauenzeitschrift, als die sich Brigitte gern sieht, verlange ich etwas mehr Fingerspitzengefühl.

Ich war wütend!!!!

Inaktiver User
23.05.2014, 14:47
das kann frau bewerten wie sie will. Es ist aber nun mal so, dass sehr viele Frauen mit ihrem Erscheinungsbild nicht glücklich sind, und sie sind es nicht, weil sie sich zu dick finden. und es nach dem überall präsenten Bild auch sind. Als Betroffene (nach langer Krankheit mit massiver Bewegungseinschränkung) beobachte ich sehr genau. Nur ausnahmsweise sehe ich Übergewichtige, die wirklich gut aussehen, die einen Weg gefunden haben, sich trotzdem optisch gut zu präsentieren. Wer diese Fähigkeit nicht hat, findet zwar große Größen, aber noch lange kein positives Selbstbild. Auch wenn ich mich akzeptiere, finde ich das noch lange nicht gut. Umso besser, wenn mir ein Artikel dabei helfen könnte; mit schicken, schlanken Models fühle ich mich aber nicht angesprochen. und sehe auch nicht, wie ich es besser machen könnte
das ist sicher ein punkt mit dem übergewicht,aber es gibt schlanke frauen ,an denen die proportionen nicht stimmen,oder die ein fliehendes kinn haben,eine hakennase ,fehlhaltung usw. usw...all diese sind auch nicht zufrieden mit ihrem äusseren und auch an die richtet sich das thema.
ich denke auch nicht ,dass so ein artikel dir da wirklich helfen kann,sondern er kann etwas in dir anstossen,damit du etwas veränderst,in dir oder gegebenfalls auch an dir ,wenn du merkst ,du kommst damit nicht zurecht,es zu akzeptieren.
wie du etwas verändern kannst, steht in dem artikel und wenn da jetzt übergrössenmodells wären,dann wäre das erleuchtender?dann würdest du dein leben so ändern,dass du dich jetzt sofort schön genug findest?
das glaube ich nicht.

was wäre dann mit den schlanken frauen und ihren problemen?die würden dann auch gar nicht wahrgenommen werden und dieses problem ist eben auch nicht ohne ,wenn man mal die magersucht da mit einbezieht...

ilazumgeier
23.05.2014, 15:04
:erleuchtung: die Models waren zwar schlank, aber hässlich (fliehendes Kinn, dünne Haare, O-Beine...). Dann nehme ich alles zurück

Inaktiver User
23.05.2014, 15:14
also ehrlich gesagt ,habe ich ein modell gesehen,was in einer art see nackt umhertrieb,2 oder 3 fotos sehr hübsch anzusehen.das hat bei mir ausgelöst -eins mit sich sein und die eigene art zu akzeptieren,vielleicht gab es da auch noch andere fotos(ich habe die zeitung verschenkt inzwischen),die ich übersehen habe...
allerdings fänd ich es auch schlimm ,da nun vielleicht unvorteilhaft aussehende frauen abzubilden..so nach dem motto seht mal her!!!

..das geht doch an die würde dieser frauen,das kann man doch nicht machen!

ilazumgeier
23.05.2014, 15:20
die würden ja nicht heimlich fotografiert.

Nein, ist ein komplexes Thema. Als ich noch deutlich besser ausgesehen habe, war ich definitv "mehr eins mit mir". Aber die Notwendigkeit, mich mit Defiziten zu arrangieren hat mich schon auch "irgendwie" weitergebracht. Ich hätte darauf aber auch verzichten können.

Inaktiver User
23.05.2014, 15:23
allerdings fänd ich es auch schlimm ,da nun vielleicht unvorteilhaft aussehende frauen abzubilden..so nach dem motto seht mal her!!!


Das halte ich für ein gutes Argument. Die Abbildung "normaler" Frauen, für die hier in der Bri immer wieder plädiert wird, würde wahrscheinlich in vielen Fällen dazu dienen, über die Abgebildeten zu lästern: Die sieht ja noch schlimmer aus als ich….

Das kann es nun wirklich nicht sein. Zufriedenheit mit sich selbst erlangt man damit sicher nicht.

Inaktiver User
23.05.2014, 15:27
@ilazumgeier
ich versteh dich da sehr gut,ich habe eine ähnliche story vielleicht?andererseits bin ich dem schicksal so dankbar ,dass ich überhaupt lebe ,dass ich alles andere mit frieden sehen kann.
dennoch ist letztendlich auch normales altern ein ähnlicher prozess ,vielleicht nicht so rabiat wie durch eine krankheit.es gibt hier auch online einen ähnlichen artikel,die 5 mythen der schönheit.

Inaktiver User
23.05.2014, 15:30
Das halte ich für ein gutes Argument. Die Abbildung "normaler" Frauen, für die hier in der Bri immer wieder plädiert wird, würde wahrscheinlich in vielen Fällen dazu dienen, über die Abgebildeten zu lästern: Die sieht ja noch schlimmer aus als ich….

Das kann es nun wirklich nicht sein. Zufriedenheit mit sich selbst erlangt man damit sicher nicht.
davon mal abgesehen...nicht nur hier online...die brigitte liegt in jedem wartezimmer,so ein thema und dann fotos von echten personen ist einfach unmöglich...

ilazumgeier
23.05.2014, 15:43
dennoch ist letztendlich auch normales altern ein ähnlicher prozess ,

stimmt, das kommt ja noch dazu:lachen:. ich bin ja auch nicht in unfrieden mit mir. aber auch nicht wirklich zufrieden. es sollte mir wurscht sein, aber es ist nicht.

ich sollte den Artikel lesen.

Inaktiver User
23.05.2014, 17:55
@ilazumgeier
ich versteh dich da sehr gut,ich habe eine ähnliche story vielleicht?andererseits bin ich dem schicksal so dankbar ,dass ich überhaupt lebe ,dass ich alles andere mit frieden sehen kann.
dennoch ist letztendlich auch normales altern ein ähnlicher prozess ,vielleicht nicht so rabiat wie durch eine krankheit.es gibt hier auch online einen ähnlichen artikel,die 5 mythen der schönheit.

da stimme ich völlig mit dir überein!

und dann kommt gleich die Stimme aus dem Off: ich will nie, aber auch nimmer dick sein.
Am Anfang meiner Nichtraucher-Zeit schlug die Waage Purzelbäume.
Wenn ich das nicht so in etwa in den Griff bekommen hätte wär ich heute wieder Raucher.

Für ganz dünn gilt das übrigens auch.

Das gleiche gilt für mich für Männer. So oft hat man mich schon auf die inneren Werte hingewiesen.
Zu dick und zu dünn ist das absolute Ausschluss Kriterium für mich.

Inaktiver User
25.05.2014, 10:14
@lucia
so hat jeder seins,für mich ist zu doof oder zu unverschämt das einzige Ausschlusskriterium.

Ich war früher immer gr. 36 und bin gesundheitsbedingt auch in die gr.44 gerutscht und das ging ganz schnell. jetzt komme ich langsam wieder runter ,aber das kostet mich sehr viel sportliche zeit und disziplin.
seitdem ich das selbst erfahren musste ,habe ich ein anderes verständnis,was es bedeuten kann und das es nicht unbedingt nur vom eigenen willen abhängt,ob man jetzt schlank ist oder nicht.allein einige medikamente sind da auch schon verantwortlich.
allerdings gebe ich zu, mir da eben früher auch nie gedanken gemacht zu haben und mich es höchstens traurig macht ,sehr stark übergewichtige mädchen zu sehen,da ich mir vorstellen kann,dass es da eben noch einen hintergrund zu gibt aber ausschliessen würde ich niemanden auf grund der optik(im verletzten hygienebereich wohl schon).ich finde z.b. auch manche eher molligen menschen sehr charismatisch..z.b. und das ist kein scherz,war ich als ich jung war,:liebe: ein bißchen verliebt in pavarotti.der verkörperte für mich das pralle leben.

ilazumgeier
25.05.2014, 10:45
:lachen: also nicht Pavarotti, aber füllige Männer mochte ich eigentlich immer. auch. war jedenfalls kein Ausschlusskriterium

Bae
25.05.2014, 10:51
Weil dann vermutlich gar keine mehr die Zeitschrift kaufen würde. "Normalen Frauen" sieht man jeden Tag auf der Straße.

Zeitschriften haben immer etwas mit Idealisierungen zu tun.

Wenn ich Idealisierungen will, dann kauf ich mir allerdings eine Zeitschrift, die das auch konsequent durchzieht, auch im Text. Dann guck ich mir Bilder von der wunderschönen aussergewöhnlichen Schauspielerin X oder Z an, nicht ein Artikel zu "wir sind schön genug"

Man kann ja das Eine oder das Andere machen, aber in beiden Fällen: bitte richtig, nicht so ein kein-Fisch-kein-Vogel-Ding.

gruss, barbara

Inaktiver User
25.05.2014, 11:06
die fotos im heft verkörpern für mich eher eins sein mit der natur und ich verstehe sie eher symbolisch als jetzt jung und schlank...
es geht doch um die vielfalt anzuerkennen und sich eben nicht mehr gegenseitig in schubladen zu stecken und das ist nun nicht unbedingt von der kleidergröße abhängig...

Eben, VIELFALT - und warum werden dann nur dünne, junge Frauen gezeigt?

Inaktiver User
25.05.2014, 13:58
gegenfrage:was hättest du davon ,wenn da dicke ,alte im teich treiben?
was gibt dir das?

mir ehrlich wenig!

die seh ich überall und ständig und ich kann texte so abstrahieren,dass ich mir manches auch vorstellen kann,zumal wie vorher schon bemerkt ,der text nicht um dick und dünn geht sondern um das ganze feld der schönheit.
..und auch wenn ich nicht mehr selbst die schönste im land bin :freches grinsen:und weit abgeschlagen bin,kann ich mich an anderer leute schönheit durchaus erfreuen und gönne sie denen auch von herzen...

Inaktiver User
25.05.2014, 14:09
Es geht aber eben darum, wie man sich schön fühlen kann ... und das dürte Leuten, die nicht den üblichen Schönheitsbildern entsprechen, die uns dauernd umgeben, eher weniger leicht fallen. Diese Bilder beeinflussen vor allem junge Menschen - auch wenn das gerne bestritten wird - und wenn ein solcher Artikel zum "sich schön fühlen" wieder die üblichen Bilder liefert, so transportiert er damit die Aussage: "guckt euch die Leute an, die fühlen sich toll, aber sie sehen natürlich auch sowieso toll aus".

Artikel mit weniger "schönen" Menschen befleißigen sich zudem meist eher darin zu betonen, dass man TROTZDEM eine gewisse Zufriedenheit erlangt hat oder ähnliches.

Bae
25.05.2014, 14:13
gegenfrage:was hättest du davon ,wenn da dicke ,alte im teich treiben?
was gibt dir das?

Wenn ich diese Statue anschaue:
http://4.bp.blogspot.com/_hw1pxF43iB8/TSJl9haWn9I/AAAAAAAAPU0/AoRqpEZXffg/s1600/Rodin_belle_heaulmiere.jpg

und ihre Schönheit erkenne, mit ihrem Alter, ihren Falten, ihren hängenden Brüsten, ja das gibt mir viel. Weil es Wahrheit in dieser Darstellung gibt - und für Leute wie mich, die nicht konventionell schön sind, die müssen lernen, durch Wahrheit schön zu werden. Ja, sowas interessiert mich - wenn es konsequent umgesetzt wird.

und wenn ich konventionelle Schönheit sehen will, dann kaufe ich mir auch eni Produkt, das eben diese konventionelle Schönheit, die Schönheit von Jugend, glatter Haut, vollen Lippen etc explizit bewirbt:
http://fashion.vogue.com.au//media/articles/1/9/9/0/19963-1_n.jpg?164602



die seh ich überall und ständig und ich kann texte so abstrahieren,dass ich mir manches auch vorstellen kann,zumal wie vorher schon bemerkt ,der text nicht um dick und dünn geht sondern um das ganze feld der schönheit.

Wenn es um das ganze Feld von Schönheit gehen soll, kann man ja auch in den Bildern das ganze Feld von Schönheit darstellen, ausgewogen, mit allen möglichen Erscheinungsformen.

Bitte, man kann machen, was immer man will - aber warum es nicht gleich richtig machen? ganz egal, was es ist, das man will?

gruss, barbara

Inaktiver User
25.05.2014, 15:40
Bitte, man kann machen, was immer man will - aber warum es nicht gleich richtig machen? ganz egal, was es ist, das man will?


Weil die Brigitte eine Modezeitschrift ist, kein Kunstjournal und nicht "Psychologie heute". :smirksmile:
Ich finde, man sollte das Ganze nicht überbewerten.

Inaktiver User
25.05.2014, 16:07
Wenn ich diese Statue anschaue:
http://4.bp.blogspot.com/_hw1pxF43iB8/TSJl9haWn9I/AAAAAAAAPU0/AoRqpEZXffg/s1600/Rodin_belle_heaulmiere.jpg

und ihre Schönheit erkenne, mit ihrem Alter, ihren Falten, ihren hängenden Brüsten, ja das gibt mir viel. Weil es Wahrheit in dieser Darstellung gibt - und für Leute wie mich, die nicht konventionell schön sind, die müssen lernen, durch Wahrheit schön zu werden. Ja, sowas interessiert mich - wenn es konsequent umgesetzt wird.

und wenn ich konventionelle Schönheit sehen will, dann kaufe ich mir auch eni Produkt, das eben diese konventionelle Schönheit, die Schönheit von Jugend, glatter Haut, vollen Lippen etc explizit bewirbt:
http://fashion.vogue.com.au//media/articles/1/9/9/0/19963-1_n.jpg?164602



Wenn es um das ganze Feld von Schönheit gehen soll, kann man ja auch in den Bildern das ganze Feld von Schönheit darstellen, ausgewogen, mit allen möglichen Erscheinungsformen.

Bitte, man kann machen, was immer man will - aber warum es nicht gleich richtig machen? ganz egal, was es ist, das man will?


gruss, barbara

hallo barbara,
die verantwortlichen des artikels haben den so gemacht wie sie den "richtig " befanden .es gibt ganz viele richtig in diesem fall.denn es gibt ganz viele verschiedene menschen mit verschiedenen ansprüchen.

es ist doch ein denkfehler zu glauben,dass man durch mehr durchschnittlichkeit rundherum selbst aufsteigt.
schönheit ist auch wenn es einen zeitgeist geschmack gibt doch völlig individuell,das sehen wir doch schon allein an unserer beiden beispielen .oft ist perfection nämlich sehr langweilig und nichtsagend,deshalb sind doch kleine schönheitsfehler auch eher positiv als schlecht.

aber warum muss man überhaupt schön sein?ich habe gestern eine frau gesehen,die war nicht schön ,aber hatte einen exellenten geschmack und war so ein hingucker!10x mal interessanter als eine schöne frau!
das kann man sich z.b. erarbeiten,wenn einem aufmerksamkeit wichtig ist.

und vielleicht leisten frauenzeitschriften diesbezüglich schon was ,dass sie den ehrgeiz entflammen auch besonders und bemerkenswert sein zu wollen.wenn man immer den durchschnitt sehen würde ,würde das niveau da auch nicht sonderlich hoch angesetzt.




von einer frauenzeitschrift wie brigitte erwarte ich ein gutes durchgemenge und das ist doch gegeben. man findet reale personen über die berichtet werden und nicht alle sind modeltauglich. manche strecken sind mit models und haben auch einen anderen anspruch ans fotografische ,das ist doch in ordnung.es gab in dem heft auch fotos aus vietnam mit einheimischen,das heft war sehr gut durchmischt.

zu deiner plastik,ich finde sie nicht schön ,dennoch berührend und da es kunst ist ,ist schönheit wie in der schönheitsbranche auch gar nicht gewollt.
ich finde es schwer kunst mit den gängigen schönheitsidealen vergleichen zu wollen,das sind wenn es nicht völlig alte kunstdarstellungen sind,völlig andere beweggründe,auch wenn manche abbildungen wunderschön sind.
ich finde oft alte menschen mit freundlichen falten sehr schön und finde dagegen gebotoxte menschen ganz erschreckend maskenhaft.

Inaktiver User
25.05.2014, 16:11
@lucia
so hat jeder seins,für mich ist zu doof oder zu unverschämt das einzige Ausschlusskriterium.

Ich war früher immer gr. 36 und bin gesundheitsbedingt auch in die gr.44 gerutscht und das ging ganz schnell. jetzt komme ich langsam wieder runter ,aber das kostet mich sehr viel sportliche zeit und disziplin.
seitdem ich das selbst erfahren musste ,habe ich ein anderes verständnis,was es bedeuten kann und das es nicht unbedingt nur vom eigenen willen abhängt,ob man jetzt schlank ist oder nicht.allein einige medikamente sind da auch schon verantwortlich.
allerdings gebe ich zu, mir da eben früher auch nie gedanken gemacht zu haben und mich es höchstens traurig macht ,sehr stark übergewichtige mädchen zu sehen,da ich mir vorstellen kann,dass es da eben noch einen hintergrund zu gibt aber ausschliessen würde ich niemanden auf grund der optik(im verletzten hygienebereich wohl schon).ich finde z.b. auch manche eher molligen menschen sehr charismatisch..z.b. und das ist kein scherz,war ich als ich jung war,:liebe: ein bißchen verliebt in pavarotti.der verkörperte für mich das pralle leben.

ach Mensch, das ist doch hier Theorie
und wenn ich das so von mir behaupte dann heißt es noch lange nicht, dass ich dick und dünn total ablehne.

Es sind die Extreme. Ich hatte mich mal mit einem Mann getroffen der echt so nach R. Calmud aussah.
Ich hab es nicht geschafft mich auf seinen Charakter zu konzentrieren.
Allerdings war das auch eine Dating-Situation.

Ich hab sowieso Verständnis, mehr als das.

Was du über Pavarotti schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich glaube, wer seine Stimme jemals hörte ist einfach verhext, dem kann sich keiner entziehen.

Rein zufällig sah ich im Fernsehen ne Übertragung seines Auftritts in der Berliner Waldbühne.
Mir war zumute als ob mir jemand auf die Birne haut und ein Kronleuchter angeht...

ich weiß doch dass man nicht nur mit dem eigenen Willen sein Gewicht steuern kann.
da kenne ich genügend Frauen die entweder durch Schwangerschaft oder Wechseljahre einfach aus dem Ruder gingen.

nur manchmal wünscht man sich dann dass die sich dann damit arrangieren, damit sie etwas charmanter wirken
dass dieser Wunsch dann rein egoistischer Natur ist will ich auch nicht verleugnen...

zum Schluß: in meiner Familie gibt's den Spruch: doof geboren dafür kann keiner was - doof geblieben schon

Bae
25.05.2014, 17:12
Weil die Brigitte eine Modezeitschrift ist, kein Kunstjournal und nicht "Psychologie heute". :smirksmile:
Ich finde, man sollte das Ganze nicht überbewerten.

nun, dann sollen sie doch Mode zeigen, und das wenigstens richtig machen. Doch wenn mir danach ist, Mode anzuschauen, kauf ich lieber Vogue, nicht Brigitte. Ich hatte mal letzthin eine Brigitte durchgeblättert, was ich sah, fand ich langweilig und banal. Durchschnitt im schlimmsten Sinn des Wortes.

gruss, barbara

Inaktiver User
25.05.2014, 18:51
hallo bae,
die brigitte macht alles richtig ,finde ich...reine modezeitschriften gibt es ja nun auch und es kommt gerade wieder eine neue dazu und ich habe inzwischen ein problem mit denen,manche themen sind so konstruiert ,dass sie nie mode werden.dazu ist die branche inzwischen zu schnellebig,aber auch zu indifferent.
brigitte ist sehr gut ,was wirklich umsetzbares angeht und somit die eigentliche modezeitung,wenn es darum geht ein gefühl für deutschen zeitgeist zu geben,was vogue und co in keinster weise tun.
mode ist im eigentlichen sinne nicht ,was designer sich ausdenken sondern was die kunden wirklich tragen...

Inaktiver User
25.05.2014, 21:06
Hm, komisch nur, dass die Auflagenzahlen kräftig sinken. So richtig macht sie es wohl doch nicht.

ilazumgeier
25.05.2014, 21:42
Weil die Brigitte eine Modezeitschrift ist, kein Kunstjournal und nicht "Psychologie heute". :smirksmile:
Ich finde, man sollte das Ganze nicht überbewerten.

dann sollen sie sich auf diese Themen beschränken und nicht so tun, als ob!

Inaktiver User
25.05.2014, 21:54
@nischenprodukt
keine ahnung ,darum kümmere ich mich nicht ,aber ich halte da z.b. elle momentan für angegriffener.
das hat auch nicht immer etwas mit qualität zu tun sondern auch mit anderen kriterien,wie zb. ,dass zeitungen generell weniger gelesen werden,seitdem das internet da auch ein medium bietet.
brigitte hat ihr niveau gehalten und hat auch ein verlässliches team,die ich wirklich gern lese und geschmacklich auch kompetent empfinde,ich lese sie seit 28 jahren regelmässig und gleiche auch vieles an zeitgeist immer wieder ab .
da ich auch noch ein paar mehr modezeitschriften lese ,kann ich schon fast sagen ,dass ich sie sehr nahe an der deutschen geschmacksrealität empfinde und ich werde nicht von denen für diese aussage bezahlt.:freches grinsen:..das ist zwar OT aber trotzdem nett ,mal zu schreiben...

Inaktiver User
25.05.2014, 23:19
Naja .. .ich lese sie schon lange nicht mehr, blättere gelegentlich beim Friseur mal durch - "Niveau gehalten" würde mir dazu aber nicht einfallen.

Inaktiver User
26.05.2014, 07:01
hallo bae,
die brigitte macht alles richtig ,finde ich...reine modezeitschriften gibt es ja nun auch und es kommt gerade wieder eine neue dazu und ich habe inzwischen ein problem mit denen,manche themen sind so konstruiert ,dass sie nie mode werden.dazu ist die branche inzwischen zu schnellebig,aber auch zu indifferent.
brigitte ist sehr gut ,was wirklich umsetzbares angeht und somit die eigentliche modezeitung,wenn es darum geht ein gefühl für deutschen zeitgeist zu geben,was vogue und co in keinster weise tun.
mode ist im eigentlichen sinne nicht ,was designer sich ausdenken sondern was die kunden wirklich tragen...

ich kenne auch nichts Vergleichbares
und ich lese viel
zum Beispiel in den Büchereien - da liegen immer die neuesten Ausgaben

aber am allerliebsten lese ich immer Brigitte woman
diese Zeitung würde ich wie den Sommer bezeichnen - so satt, so prall

nur die Kochrezepte finde ich immer greulich bei Brigitte, nicht nachkochbar
das ist die Für Sie einsame Spitze

Bae
26.05.2014, 09:01
nun, "Nähe zur deutschen Geschmacksrealität" ist für mich nun keineswegs ein Kaufsargument.:lachen:

die letzte Modezeitschrift in meinem Besitz ist der "madame"-Teil der Wochenendausgabe des Figaro, abgesehen vom intellektuell-gestelzten Editorial zeigen die Blingbling und hochgezüchtete Ästhetik, was zum Träumen also.

Nähe zur hiesigen Geschmacksrealität hab ich genug, wenn ich in den Bus und ins Tram steige, die muss ich mir nicht extra kaufen.

gruss, barbara

ilazumgeier
26.05.2014, 09:03
nur die Kochrezepte finde ich immer greulich bei Brigitte, nicht nachkochbar
das ist die Für Sie einsame Spitze

endlich jemand, der das auch so empfindet!:lachen::krank:. Dabei so bemüht, man merkt, was gewollt ist, aber fast immer gnadenlos daneben. Sie kennen die Regeln, aber haben kein Gespür

StephW
26.05.2014, 10:07
dann sollen sie sich auf diese Themen beschränken und nicht so tun, als ob!

Zugegeben, ich habe seit gefühlten Jahrhunderten keine Brigitte mehr gekauft. Ich lese sie halt ganz gerne, wenn mir eine über den Weg läuft. Sei es beim Friseur, beim Arzt oder sonstwo.
Ich mag diese Sorte Artikel aber ganz gerne. Wir müssen diese Themen ja nicht immer gleich wissenschaftlich abhandeln.
Die Bilder habe ich jetzt nicht gesehen und den Artikel nicht gelesen. Ich würde mir wünschen, ein derart sensibles Thema mit Bildern von Frauen mit Ausstrahlung zu dekorieren. Egal ob dick, dünn, mit "Makeln". Ich hätte mich sicherlich auch über Modelbilder in diesem Zusammenhang geärgert.

Ich persönlich finde es aber sowieso nicht gut, dass Brigitte seinerzeit wieder zur Abbildung von Models im Modeteil gewechselt ist.

Inaktiver User
26.05.2014, 10:28
Interessantes Statement (http://www.brigitte.de/frauen/stimmen/stevie-schmiedel-1198231/)zu diesem Themenkomplex ... immerhin druckt die Brigitte das ab, auch wenn sie sich nix davon annimmt :unterwerf:

StephW
26.05.2014, 10:52
Interessantes Statement (http://www.brigitte.de/frauen/stimmen/stevie-schmiedel-1198231/)zu diesem Themenkomplex ... immerhin druckt die Brigitte das ab, auch wenn sie sich nix davon annimmt :unterwerf:

Das Statement finde ich gut!
Das einzige, was mich stört (aber das ist weniger die Schuld dieses Artikels als der Gesamtdiskussion) ist, dass es immer nur um "dick" oder "dünn" geht. Mir geht es mehr um "nicht perfekt". Und nicht nur um die Maße.

PS: Ich bin eher zu dünn. Und Frauen, die vorne und hinten flach sind, werden auch kaum abgebildet.

Inaktiver User
26.05.2014, 10:57
Ja, sehe ich auch so.
Aber vermutlich sind "dick" und "dünn" die "relevanteren" Kategorien, denn OPs, in denen missliebige Ohren/Lippen/sonstwas verunstaltet werden, sind wohl doch noch nicht so weit verbreitet.

Inaktiver User
26.05.2014, 11:11
Meine güte...wie kommt man eigentlich dazu, sich mit den Frauen in Hochglanzmagazinen zu vergleichen?
Man kann sie doch ansehen, schön finden (oder auch nicht) ohne sich selbst dazu in Beziehung zu setzen.

Nicht jede Frau ist 18, wunderschön, schlank, bestens gebaut, dazu von Fachleuten perfekt in Szene gesetzt...das ist doch ein Fakewelt - wie mittlerweile wohl jeder Mensch weiß.
Ich verstehe einfach nicht, wie man sich von sowas so niedermachen lassen kann, und sich vergleichen muss. Vergleichen ist ganz oft der Anfang von Unglück und schlechtem Selbstwertgefühl, aber auch von massiv unangenehmen Eigenschaften wie Neid, Hass auf alles Schöne(re), Biestigkeit, Verbissenheit, Gehässigkeit...

Das wäre so, als würde ich mein Leben mit James Bond vergleichen und finden...puh - wie laaangweilig es doch ist - so ein Mist - da bin ich wohl minderwertig, dass ich nicht auch so tolle Abenteuer erleben darf...und ihn zu hassen weil er ein so tolles Leben hat. Mein Lebensmodell sieht für mich was ganz anderes vor - und ich sehe nicht aus wie ein Model .Eigentlich müsste ich todunglücklich sein...

Ich finde James Bond übrigens klasse. Modell-Bilder auch...als bekennende Ästhetin sehe ich mir gerne schöne, gestylte Menschen an. Wohl wissend, dass das alles mit mir nichts zu tun hat...und nicht mit den Normalmenschen in meiner Umgebung.

Man kann sich gerne inspirieren oder unterhalten lassen. Damit haben dann Bond und Brigitte (für mich) ihre Schuldigkeit getan!

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Nachtrag:
Nicht nur die Schönen in den Medien sind für schlechtes Selbstwertgefühl mitverantwortlich. ES ist ganz oft die Umgebung, die einen wunden Punkt spürt..."nette" Freunde, manchmal kommt die überzogene Selbstkritik auch aus dem Elternhaus..

ABER: Jeder ist für sein Selbstwertgefühl mitverantwortlich und hat einen eigenen Anteil daran.

Bae
26.05.2014, 11:46
Meine güte...wie kommt man eigentlich dazu, sich mit den Frauen in Hochglanzmagazinen zu vergleichen?

Wegen dem Titel, der impliziert "wir sind schön genug" - was ja darauf hinaus läuft, dass die ganz normalen Frauen auch schön genug sind. Und via Bild so getan wird, als ob das Standard-Modell für Zeitschriften die normale Frau des Alltag sei. Was ja, wie du auch ausführlich ausführst, eben nicht der Fall ist.



Man kann sie doch ansehen, schön finden (oder auch nicht) ohne sich selbst dazu in Beziehung zu setzen.

ja sicher. Kein Problem damit. Wenn der Text dazu passt, der dann ungefähr lauten soll "boah diese Frau ist aussergewöhnlich bestaunenswert wunderschön" - und nicht so getan wird, als ob das der Durchschnitt oder der Normalfall sei.

gruss, barbara

ilazumgeier
26.05.2014, 11:47
:allesok:

Inaktiver User
26.05.2014, 12:30
Meine güte...wie kommt man eigentlich dazu, sich mit den Frauen in Hochglanzmagazinen zu vergleichen?
Man kann sie doch ansehen, schön finden (oder auch nicht) ohne sich selbst dazu in Beziehung zu setzen.

Nicht jede Frau ist 18, wunderschön, schlank, bestens gebaut, dazu von Fachleuten perfekt in Szene gesetzt...das ist doch ein Fakewelt - wie mittlerweile wohl jeder Mensch weiß.
Ich verstehe einfach nicht, wie man sich von sowas so niedermachen lassen kann, und sich vergleichen muss. Vergleichen ist ganz oft der Anfang von Unglück und schlechtem Selbstwertgefühl, aber auch von massiv unangenehmen Eigenschaften wie Neid, Hass auf alles Schöne(re), Biestigkeit, Verbissenheit, Gehässigkeit...

Wenn es so leicht wäre, sich nicht zu vergleichen, würden die Kosmetik- und die Bekleidungsindustrie einbrechen.
Was meinst du, weshalb die teuersten Cremes und die Millionen Klamotten verkauft und die Tausende Modezeitschriften an den Mann gebracht werden? Nur wegen der Vergleiche und der Verzweiflung der Frauen, die den vorgegaukelten Schönheitsidealen hinterherhinken.
Man soll mit sich selbst zufrieden sein, aber wer ist das? Jeder Versuch, das Spiegelbild zu mögen wird entweder vom Partner, den Freundinnen oder dem Bild, das uns Fernsehen, Zeitschriften und Kino vorgeben unterlaufen.
Die Frauen, die sich davon freimachen können, haben Seltenheitswert.

Inaktiver User
26.05.2014, 13:11
Man kann sich gerne inspirieren oder unterhalten lassen. Damit haben dann Bond und Brigitte (für mich) ihre Schuldigkeit getan!

Sehe ich ganz genauso, Ruby.


Wenn der Text dazu passt, der dann ungefähr lauten soll "boah diese Frau ist aussergewöhnlich bestaunenswert wunderschön" - und nicht so getan wird, als ob das der Durchschnitt oder der Normalfall sei.


Eine Veröffentlichung in einer Zeitschrift ist nie der Normalfall, denn mediale Inhalte sind per se eine andere Ebene mit eigenen Gesetzen, sowohl was Bilder als auch was Texte betrifft. Weder bei den Bildern noch bei den Texten handelt es sich um eine Abbildung des Alltags, sondern immer um eine Überhöhung und Ästhetisierung. Auch die Behauptung "Wir sind schön genug" ist natürlich eine Überhöhung.

Der Normalfall sind die Frauen im Tram, wie du treffend geschrieben hast. Und die finden sich manchmal schön und manchmal sind sie unzufrieden mit sich selbst. So what?



Was meinst du, weshalb die teuersten Cremes und die Millionen Klamotten verkauft und die Tausende Modezeitschriften an den Mann gebracht werden? Nur wegen der Vergleiche und der Verzweiflung der Frauen, die den vorgegaukelten Schönheitsidealen hinterherhinken.

Ich denke nicht, dass das etwas mit "Verzweiflung" zu tun hat, sondern damit, dass es Spaß macht, sich selbst ab und zu etwas Gutes zu tun. Menschen hatten zu allen Zeiten und in allen Kulturen Spaß daran, an ihrem Erscheinungsbild herum zu feilen - ob das Stammesbemalungen und -tätowierungen oder Kleider und Frisuren waren. Das ist unabhängig von Modezeitschriften.

ilazumgeier
26.05.2014, 13:31
da kann man rumerklären, so lange man will: ich hätte mich von einem Beitrag mit diesem Titel und den beschriebenen Bildern verarscht gefühlt. Mogelpackung: Da ist nicht drin, was vorne draufsteht. Könnte ja sein, dass ich mir die Zeitschrift nur dieses Artikels wegen gekauft habe - weil ich mich grad sch*** fühle. Hinterher dann doppelt

Inaktiver User
26.05.2014, 13:44
Da ist nicht drin, was vorne draufsteht. Könnte ja sein, dass ich mir die Zeitschrift nur dieses Artikels wegen gekauft habe - weil ich mich grad sch*** fühle. Hinterher dann doppelt

Ich habe nur den Online-Artikel gelesen und die Fotos nicht gesehen. Aber hieße das dann, dass bei einem solchen Artikel alle Figurmöglichkeiten und Altersgruppen querbeet abgebildet sein müssten, damit jede eine Identifikationsmöglichkeit und ein Beispiel für sich findet? Von sehr dünn bis vollschlank und von 15 bis 80?

Vielleicht ticke ich da anders, aber ich sehe solche Fotos generell nur als Dekoration. Schon allein deswegen, weil sie alle gnadenlos retuschiert und überarbeitet sind. Von mir aus könnte man statt der Fotos auch Zeichnungen verwenden. Der "Realitätswert" ist für mich in jedem Fall derselbe - nämlich keiner. :smirksmile:

Inaktiver User
26.05.2014, 14:34
Ich habe nur den Online-Artikel gelesen und die Fotos nicht gesehen. Aber hieße das dann, dass bei einem solchen Artikel alle Figurmöglichkeiten und Altersgruppen querbeet abgebildet sein müssten, damit jede eine Identifikationsmöglichkeit und ein Beispiel für sich findet? Von sehr dünn bis vollschlank und von 15 bis 80?

Vielleicht ticke ich da anders, aber ich sehe solche Fotos generell nur als Dekoration. Schon allein deswegen, weil sie alle gnadenlos retuschiert und überarbeitet sind. Von mir aus könnte man statt der Fotos auch Zeichnungen verwenden. Der "Realitätswert" ist für mich in jedem Fall derselbe - nämlich keiner. :smirksmile:
ich ticke da genauso wie du ...vielleicht wäre ja mal eine variante models gegensätzlich zu bearbeiten,ein bißchen dicker,ein paar falten und hautrunreinheiten,schlechte haltung...da müsste der verkauf dann ja boomen,wenn das so ist wie hier viele meinen...:wie?:

Inaktiver User
26.05.2014, 14:37
ich ticke da genauso wie du ...vielleicht wäre ja mal eine variante models gegensätzlich zu bearbeiten,ein bißchen dicker,ein paar falten und hautrunreinheiten,schlechte haltung...da müsste der verkauf dann ja boomen,wenn das so ist wie hier viele meinen...:wie?:

Klar, und Autowerbung machen sie dann mit Karren, die schon 100.000 Kilometer gelaufen sind und Dellen und Kratzer haben. Und Schuhe zeigen sie dann nicht ladenneu, sondern mit Falten und abgelatschten Absätzen. :lachen:

ilazumgeier
26.05.2014, 14:37
da steht aber dann "Anzeige" rechts oben in der Ecke

Inaktiver User
26.05.2014, 14:38
ich ticke da genauso wie du ...vielleicht wäre ja mal eine variante models gegensätzlich zu bearbeiten,ein bißchen dicker,ein paar falten und hautrunreinheiten,schlechte haltung...da müsste der verkauf dann ja boomen,wenn das so ist wie hier viele meinen...:wie?:

Das ist DIE Idee! Man könnte ein einziges Model dafür hernehmen und die Fotos entsprechend bearbeiten. Wäre mit Photoshop überhaupt kein Problem :freches grinsen:

Inaktiver User
26.05.2014, 14:39
Klar, und Autowerbung machen sie dann mit Karren, die schon 100.000 Kilometer gelaufen sind und Dellen und Kratzer haben. Und Schuhe zeigen sie dann nicht ladenneu, sondern mit Falten und abgelatschten Absätzen. :lachen:

Klar, das ist Vintage Stil :smirksmile:
Ich bin auch schon Vintage, deswegen finde ich mich schön :freches grinsen:

Das hier (http://www.welt.de/icon/article127990233/Mit-diesem-Wissen-klappt-der-Vintage-Look.html) zB. ist Quatsch, die Frauen sind viel zu jung.

Inaktiver User
26.05.2014, 14:41
Klar, das ist Vintage Stil :smirksmile:
Ich bin auch schon Vintage, deswegen finde ich mich schön :freches grinsen:

Und hörst du auch Musik von Leuten die nicht wirklich singen können und isst Essen von Leuten die nicht gut kochen? Ich mein, das ist ja dann auch voll realitätsnah! :engel:

Inaktiver User
26.05.2014, 14:43
Und hörst du auch Musik von Leuten die nicht wirklich singen können und isst Essen von Leuten die nicht gut kochen? Ich mein, das ist ja dann auch voll realitätsnah! :engel:

Nein, ich bin immer sauer, wenn jemand besser singen und kochen kann als ich. Unverschämt!

ilazumgeier
26.05.2014, 14:46
na gut, ich habs kapiert: wenn mir ein Artikel verspricht, Frauen zu zeigen, die sich schön genug sind, dann sehe ich Bilder von den zehn höchst bezahlten Models.
Das wollte ich vermutlich wissen, darauf wär ich ja von alleine nie gekommen

Inaktiver User
26.05.2014, 14:50
Naja, die obigen Beispiele haben mit dem hier kritisierten ja gar nichts zu tun.
Und dem Artikel geht es vermutlich nur um "Lückenfüllerei" .. ein bisschen Text zwischen Werbeanzeigen, anders kann ich mir derartig instinktlose Bebilderung nicht erklären. :unterwerf:

gezeitenfrau
26.05.2014, 14:55
@Ruby : schön das du wieder mitmischt !
Deinen Beitrag finde ich übrigens super !:blume:

Inaktiver User
26.05.2014, 15:32
wenn mir ein Artikel verspricht, Frauen zu zeigen, die sich schön genug sind, dann sehe ich Bilder von den zehn höchst bezahlten Models.

Ja natürlich :smirksmile:

Das Problem ist doch das Medium selbst. Wenn ein paar Freundinnen sich gegenseitig erzählen, dass sie mit ihrem Aussehen zufrieden sind, ist das was anderes als ein solches Bekenntnis in der Öffentlichkeit.

Gerade wenn der Tenor des Artikels ist: Wir sind nicht perfekt, aber finden uns trotzdem schön, wird jede Leserin auf das "Unperfekte" fokussieren und die Gefahr, dass manche sagen: Was, DIE findet sich schön, hahaha….. sehe ich als gegeben an.
Die Reaktionen sind bei einer Veröffentlichkeit nicht mehr zu kontrollieren.
Die Gefahr, dass andere hintenrum über die Abgebildeten tratschen, ist real: Hast du den Artikel in der Bri gesehen: Frau Y findet sich schön, obwohl sie so eine Hakennase hat, und die Mutter von Moritz aus dem Kindergarten auch, obwohl sie doch so X-beinig ist….

Ich halte es für verantwortungsvoll, wenn eine Zeitschrift ihre "realen" Models vor solchen Effekten schützt, weil es sicher Menschen gäbe, die vor lauter Freude, dass ihr Bild in einer Zeitung abgedruckt wird, nicht an mögliche Folgen denken. Also werden eben Leute abgebildet, die den üblichen Schönheitsidealen entsprechen.

Zu glauben, wenn sehr unterschiedliche Typen und Altersgruppen abgebildet würden, gälte das alles anschließend als "schön", ist illusorisch. Schönheit ist immer ein Ideal, das für die meisten nicht erreichbar ist. Sonst wäre dieses Thema gar keines mehr - wir wären einfach alle schön.

ilazumgeier
26.05.2014, 15:45
wie wärs mit einem Kompromiss: die Models sind ja auch nicht alle naturperfekt, ist sogar ein bisschen Trend. Die noch nicht operierten ungeschminkt mit ihren Schwachpunkten zeigen.
Service wäre dann, wie man ohne Visagisten und Starfigaro dünne, fusselige Haare, Henkelohren und Schlupflider unwichtig erscheinen lässt. wie man Stärken findet.

Mehr Beispiele für Figurprobleme (nicht nur Übergewicht); wenn schon mal "Dicke" gezeigt werden, dann immer mit sexy Kurven. und was ist mit den normal- bis untergewichtigen Besenstielen? denen mit x- und o-Beinen und kräftigen Waden? plus Körbchengröße E+

Inaktiver User
26.05.2014, 16:06
wie wärs mit einem Kompromiss: die Models sind ja auch nicht alle naturperfekt, ist sogar ein bisschen Trend. Die noch nicht operierten ungeschminkt mit ihren Schwachpunkten zeigen.
Service wäre dann, wie man ohne Visagisten und Starfigaro dünne, fusselige Haare, Henkelohren und Schlupflider unwichtig erscheinen lässt. wie man Stärken findet.

Ja, das wäre sicher ein guter Kompromiss, denn die sind es gewohnt, vor der Kamera zu stehen.


Mehr Beispiele für Figurprobleme (nicht nur Übergewicht); wenn schon mal "Dicke" gezeigt werden, dann immer mit sexy Kurven. und was ist mit den normal- bis untergewichtigen Besenstielen? denen mit x- und o-Beinen und kräftigen Waden? plus Körbchengröße E+

Die Frage ist: Müssen alle diese Figuren überhaupt "gezeigt" werden? Reicht eine Beschreibung nicht aus?
Ich fände es einfach problematisch, "normale" Frauen mit Schönheitsproblemen so der Öffentlichkeit zum Fraß vorzuwerfen. Würdest du dich für so ein Shooting melden? Wahrscheinlich nicht. Ich auch nicht, dabei wäre ich als Besenstiel gut geeignet :smirksmile:

Wenn ich sehe, was es für ein Geschäft ist, Fotos von irgendwelchen Promis oder Adeligen in Quatschblättern der Meute zum Fraß vorzuwerfen, kann ich mir vorstellen, dass es für die "Normalmodels mit Schönheitsfehlern" ein gewaltiger Schuss in den Ofen sein könnte, ihr Bild veröffentlichen zu lassen. Wenn diese Leute sich vorher "schön genug" fanden, täten sie es vermutlich hinterher nicht mehr, denn es gäbe sicher genügend Häme.

ilazumgeier
26.05.2014, 16:23
Es würde sicher niemand fotografiert, der sich nicht freiwillig zur Verfügung stellt. Ist ja auch in den beliebten "vorher-nachher" Serien so. Dabei sind die schon grenzwertig verlogen

Inaktiver User
26.05.2014, 16:27
Wenn ich sehe, was es für ein Geschäft ist, Fotos von irgendwelchen Promis oder Adeligen in Quatschblättern der Meute zum Fraß vorzuwerfen, kann ich mir vorstellen, dass es für die "Normalmodels mit Schönheitsfehlern" ein gewaltiger Schuss in den Ofen sein könnte, ihr Bild veröffentlichen zu lassen. Wenn diese Leute sich vorher "schön genug" fanden, täten sie es vermutlich hinterher nicht mehr, denn es gäbe sicher genügend Häme.

Dieses Statement belegt doch sehr schön, wie weit es schon gekommen ist. Furchtbar!
Umso verlogener so ein Artikel mit dieser Bebilderung.

Inaktiver User
26.05.2014, 16:29
Es würde sicher niemand fotografiert, der sich nicht freiwillig zur Verfügung stellt. Ist ja auch in den beliebten "vorher-nachher" Serien so. Dabei sind die schon grenzwertig verlogen

Klar. Aber ich glaube, dass auch dann manche so geblendet wären von der Vorstellung, dass ihr Bild in einer Zeitung erscheint, dass sie gar nicht in Erwägung ziehen würden, was das zB. beruflich oder im Bekanntenkreis für Folgen haben könnte.
Bei der Serie "vorher-nachher" wird ja davon ausgegangen, dass man nach der fachlichen Veränderung durch Profis dem gängigen Schönheitsideal ein wenig mehr entspricht.

Wenn der Tenor des Artikels lautet: "Ich finde mich schön genug" obwohl ich keineswegs perfekt aussehe, dann ist das deutlich verfänglicher. Subjektiv mag das stimmen und auch Freunde und Angehörige mögen dieses Urteil teilen. Aber die Reaktionen der Öffentlichkeit könnten deutlich brutaler ausfallen: Was, DIE findet sich schön, harhar….


Dieses Statement belegt doch sehr schön, wie weit es schon gekommen ist. Furchtbar!


Ja, das ist furchtbar. Glaubst du, dass die Reaktionen in einem solchen Fall anders wären? Die Öffentlichkeit ist gnadenlos.

Inaktiver User
26.05.2014, 16:35
Gute Redakteure und Fotografen finden schon einen Weg, Artikel passend zu bebildern, und es gibt inzwischen auch jede Menge "normal" aussehende Models. Es ist überhaupt nicht nötig, da "echte Menschen von nebenan" zu nehmen.
Alles in allem ist das ein unsinniges Argument für die Bebilderung mit 08/15-Models.

tandaradei
26.05.2014, 16:36
Letztes Bild
Fundstücke der Woche #47 | food and blood (http://foodandblood.wordpress.com/2014/03/20/fundstucke-der-woche-47/)

Inaktiver User
26.05.2014, 16:38
Letztes Bild
Fundstücke der Woche #47 | food and blood (http://foodandblood.wordpress.com/2014/03/20/fundstucke-der-woche-47/)

Herrlich. Besonders der Hinweis: Be careful with superglue :freches grinsen:

Inaktiver User
26.05.2014, 16:39
Es ist überhaupt nicht nötig, da "echte Menschen von nebenan" zu nehmen.


Ach so? Dann habe ich die Postings hier wohl falsch verstanden.

Inaktiver User
26.05.2014, 16:40
@tandaradei:
Genau so dämlich ist das.

tandaradei
26.05.2014, 16:44
Herrlich. Besonders der Hinweis: Be careful with superglue :freches grinsen:
He, der Link war als empörter Aufschrei gegen die Frauenverachtung der Medienindustrie gedacht und nicht zur allgemeinen Belustigung! :beleidigt:
:freches grinsen:

Fourthhandaccount
26.05.2014, 17:07
da steht aber dann "Anzeige" rechts oben in der Ecke

Streng genommen ist eine Zeitschrift eine hundertseitige Anzeige des Verlages.

Fyona
26.05.2014, 18:02
Der Artikel und die Reaktionen hier darauf zeigt vor allem, wie sehr Frauen das Thema Schönheit umtreibt.
Warum ist das verdammt nochmal überhaupt wichtig?
Morgen gehe ich erstmal in die Bücherhalle und guck mir die Geschichte an, damit ich mitreden kann :lachen: !

ilazumgeier
26.05.2014, 18:16
oops!:ooooh: fängt jetzt wieder die Wortklauberei an? Kann dieses "schön" ganz einfach für "ganz ok" stehen?.
Schön finde ich die Deneuve, auch jetzt noch; nie aber Claudia Schiffer (nichtssagend). So richtig gut gefallen mir oft Frauen, die nicht perfekt sind. Schönheit wäre auch nicht mein Ziel (ok, wenn jetzt die Fee käme, würd ich sie nicht wegschicken), aber mein Bild stimmt derzeit nicht mit meinem Selbstbild überein, da hätte ich gerne ein bisschen support.Aber auf der Wunschliste steht das nur irgendwo

Inaktiver User
26.05.2014, 18:33
Genau so dämlich ist das.
Hältst du Selbstgespräche?

Inaktiver User
26.05.2014, 18:42
aber mein Bild stimmt derzeit nicht mit meinem Selbstbild überein, da hätte ich gerne ein bisschen support.

Das ist ein interessantes Phänomen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem Schönheitsideal der Medien zusammen hängt oder mit uns selbst. Wir haben ja im Gehirn eine "Landkarte" unseres Körpers gespeichert, Stichwort Somatotopie (http://dasgehirn.info/wahrnehmen/fuehlen-koerper/somatotope-abbildung-des-koerpers/)..

Ich könnte mir vorstellen, dass eine starke Veränderung des Körpers entsprechende Effekte im Gehirn hinterlässt, wenn es zu wenig Zeit hatte, seine Körperrepräsentation anzupassen.
Ist jetzt einfach ins Unreine gedacht - aber könnte nicht das mit ein Grund sein, warum man selbst das Gefühl hat, dass Selbst- und Spiegelbild sich nicht decken?

ilazumgeier
26.05.2014, 19:40
ah ja, so denke ich mir das. dann soll mir bri oder wer immer sagen: warte noch 20, 30 Jahre und es passt, spätestens im Sarg:cool:

mit dem Topmoddl vor Augen passt es eher nicht:smile:

hattima
26.05.2014, 19:56
Ich habe das Gefühl, dass hier kaum jemand das Dossier gelesen hat. Mir sind dabei die "Nymphen"-Fotos gar nicht stark aufgefallen, ich war halt auf den Text konzentriert. Das Interview mit der Psychotherapeutin über den Wandel des Schönheitsideals fand ich sehr interessant. Wenn man Fotos von Menschen, die nicht der Schönheitsnorm entsprechen hätte nehmen wollen - es gibt bestimmt Agenturen mit passenden Modellen. Aber mich haben die gezeigten Bilder nicht gestört.

Fourthhandaccount
26.05.2014, 20:11
ah ja, so denke ich mir das. dann soll mir bri oder wer immer sagen: warte noch 20, 30 Jahre und es passt, spätestens im Sarg:cool:

mit dem Topmoddl vor Augen passt es eher nicht:smile:

Meinst Du wirklich, Support für Deinen speziellen Fall in der Brigitte zu erhalten? Ich glaube, und das will was heißen, da bekämst Du noch eher passende Antworten in diesem Forum. Was ist Dein Selbstbild und wo hakt es an der Optik - frag doch mal :- )

Inaktiver User
26.05.2014, 20:14
Ich habe das Gefühl, dass hier kaum jemand das Dossier gelesen hat. Mir sind dabei die "Nymphen"-Fotos gar nicht stark aufgefallen, ich war halt auf den Text konzentriert. Das Interview mit der Psychotherapeutin über den Wandel des Schönheitsideals fand ich sehr interessant. Wenn man Fotos von Menschen, die nicht der Schönheitsnorm entsprechen hätte nehmen wollen - es gibt bestimmt Agenturen mit passenden Modellen. Aber mich haben die gezeigten Bilder nicht gestört.
ja,da hast du recht und weil das so ist, meckern wir über was ,was wir uns auch vorstellen....schöne models...die waren ja nur "eine im teich"
um den eigentlichen artikel ging es bis jetzt nämlich gar nicht...aber vielleicht passen sich da frauen den männern an,da können ja auch einige besser bilder anschauen als lesen...:freches grinsen:

ilazumgeier
26.05.2014, 20:32
Meinst Du wirklich, Support für Deinen speziellen Fall in der Brigitte zu erhalten? Ich glaube, und das will was heißen, da bekämst Du noch eher passende Antworten in diesem Forum. Was ist Dein Selbstbild und wo hakt es an der Optik - frag doch mal :- )

ich gebs zu: ich hab mich verrannt.

StephW
26.05.2014, 20:33
…..
Ich fände es einfach problematisch, "normale" Frauen mit Schönheitsproblemen so der Öffentlichkeit zum Fraß vorzuwerfen. Würdest du dich für so ein Shooting melden? Wahrscheinlich nicht. ….

ehrliche Antwort? In diesem Zusammenhang würde ich es tatsächlich tun. Ganz einfach, weil ich, was Aussehen betrifft, inzwischen reichlich tiefenentspannt bin.

Ich kaufe übrigens keine Zeitschriften mit Modeteil mehr, weil mich diese Modelbilder völlig anöden. Was nützt mir Mode, für die es einen "perfekten" (das, was viele halt perfekt nennen) Körper braucht? Ich will doch gar nicht so aussehen!

@ilazumgeier
so ist es bei mir auch - ich mag die nicht perfekten Frauen mit Ausstrahlung viel lieber ansehen.

ilazumgeier
26.05.2014, 20:39
..naja, so aussehen wollte ich schon. ich möchte auch gern singen können wie ... Mary Black oderoder. Beides völlig illsorisch, eher gewinne ich sechsmal hintereinander im Lotto den Sechser mit Zusatzzahl (ich spiele nicht).

Bae
26.05.2014, 22:26
Und hörst du auch Musik von Leuten die nicht wirklich singen können und isst Essen von Leuten die nicht gut kochen? Ich mein, das ist ja dann auch voll realitätsnah! :engel:

Ich würde mir auch verarscht vorkommen, wenn ein Artikel mit "wir können genug gut kochen" mit Tanja Grandits illustriert wäre oder ein Artikel mit "wir können genug gut singen" mit Freddie Mercury.

irgendwie fehlt es da einfach an der Kohärenz.

gruss, barbara

Inaktiver User
27.05.2014, 08:24
Das ist ein interessantes Phänomen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem Schönheitsideal der Medien zusammen hängt oder mit uns selbst. Wir haben ja im Gehirn eine "Landkarte" unseres Körpers gespeichert, Stichwort Somatotopie (http://dasgehirn.info/wahrnehmen/fuehlen-koerper/somatotope-abbildung-des-koerpers/)..

Ich könnte mir vorstellen, dass eine starke Veränderung des Körpers entsprechende Effekte im Gehirn hinterlässt, wenn es zu wenig Zeit hatte, seine Körperrepräsentation anzupassen.
Ist jetzt einfach ins Unreine gedacht - aber könnte nicht das mit ein Grund sein, warum man selbst das Gefühl hat, dass Selbst- und Spiegelbild sich nicht decken?

Interessanter Link. Frau könnte da vom Hundertsten ins Tausendste schweifen, vom Spiegelbild am Morgen, dass sagt, weshalb gefällst du mir nicht (mehr) so wie damals......sind es die Models, die vermutlich auch in Natura besser aussehen als du, oder ist es ein verändertes Areal in deinem sematosensorischen Cortex?
Aber, weiterschweifend im Link, dabei auf einen menschlichen, wissenschaftlichen Affen stoßend, der einem hilflosen tierischen Affen Sehnen durchtrennt, um festzustellen, wie die Neuronen in obgenanntem Areal darauf ansprechen, scheint mir eine der grausamsten Blödheiten zu sein, die Menschen einfallen können.
Dagegen ist die Ent-täuschung, im Sinne von klarer werdendem Blick auf das eigene Aussehen im Vergleich mit jenem von Fotomodellen, ein Klacks.
Frau kann sich ja unters Messer legen oder für ein Vermögen unterspritzen lassen oder einfach zufrieden sein, mit dem, was sie hat, ganz ohne Fremdbestimmung, im Unterschied zu manchem klugen aber hilflosen Primaten.

ilazumgeier
27.05.2014, 09:37
hab ich mir auch gedacht. Aber die Essenz dieser Ergebnisse wären (beispielsweise) doch im fraglichen Beitrag in etwa das gewesen, was ich da erwarten würde

Inaktiver User
27.05.2014, 10:20
Aber, weiterschweifend im Link, dabei auf einen menschlichen, wissenschaftlichen Affen stoßend, der einem hilflosen tierischen Affen Sehnen durchtrennt, um festzustellen, wie die Neuronen in obgenanntem Areal darauf ansprechen, scheint mir eine der grausamsten Blödheiten zu sein, die Menschen einfallen können.

Ja, auf jeden Fall. Das ist unfassbar grausam.
Die Untersuchung der Repräsentation des eigenen Körperempfindens im sematosensorischen Cortex finde ich jedoch spannend.

Beim eigenen Schönheitsempfinden spielen offensichtich mehrere Aspekte hinein, sowohl äußere wie auch innere. Die Frage nach der Rolle der Schönheit lässt sich in der Biologie bis zu Darwin zurück verfolgen. Interessant ist allerdings, dass bei Tieren die Männchen unter Schönheitsdruck stehen, weil die Weibchen sich ihre Partner aussuchen.

Kann man bewusst "beschließen", dass man sich ab sofort selbst schön findet? Oder triggern die Bilder von Models deswegen, weil man sich ihnen gegenüber im Schönheitswettbewerb abgehängt fühlt?

Irgendwie fasziniert mich diese immer wiederkehrende Forderung, in Magazinen sollten auch "normale" Frauen mit unterschiedlichen Figuren abgebildet werden. Ich kann das nicht nachvollziehen. Mir ist es völlig egal, wer oder was da abgebildet ist, ich halte diese Bilder für reine Deko, die nur eine Stimmung vermitteln soll.

Inaktiver User
27.05.2014, 10:29
Wenn es so leicht wäre, sich nicht zu vergleichen, würden die Kosmetik- und die Bekleidungsindustrie einbrechen.
Was meinst du, weshalb die teuersten Cremes und die Millionen Klamotten verkauft und die Tausende Modezeitschriften an den Mann gebracht werden? Nur wegen der Vergleiche und der Verzweiflung der Frauen, die den vorgegaukelten Schönheitsidealen hinterherhinken.
Man soll mit sich selbst zufrieden sein, aber wer ist das? Jeder Versuch, das Spiegelbild zu mögen wird entweder vom Partner, den Freundinnen oder dem Bild, das uns Fernsehen, Zeitschriften und Kino vorgeben unterlaufen.
Die Frauen, die sich davon freimachen können, haben Seltenheitswert.


Alleine das Wissen darum, das Vergleichen in jedem Fall Mist ist, kann dem Selbstwertgefühl schon ordentlich auf die Sprünge helfen.
Warum nehme ich Modezeitschriften nicht als einfach als Inspiration? Ich bin bekennend eitel..und ich freu mich, wenn ich einen Artikel entdecke, der in in mein "Beuteverhalten" passt. Aber daran ist nichts Zwanghaftes...es macht einfach Spaß, sich zu verschönen/verwöhnen, ohne zu glauben, dass man damit zur Kate Moss /Sophia Loren oder sonstwer wird. Ich bleibe immer Ruby ;-)

Sollte mein Partner, meine Freundinnen versuchen, mir einzureden, dass was mit meinem Spiegelbild nicht stimmt - dann wäre es nicht Zeit, das Spiegelbild zu hinterfragen....dafür aber den Typen und die "Freundin"...die wohl keine ist.

Ich plädiere für mehr Selbstwertgefühl! Nicht über die bösen Medien jammern (die sich eh nicht ändern lassen), sondern sich frei kämpfen und einfach...zufrieden sein. Dann kann man ganz gelassen in der Vogue blättern, sich an schönen Menschen freuen - und sich im Spiegel anlächeln, weil man sich mag...
Einfach den Krampf rausnehmen...und die Schuld für sein Befinden nicht immer nur außen suchen. Man hat IMMER einen eigenen Anteil, egal, ob man sich klasse oder besch.ssen findet.

Fourthhandaccount
27.05.2014, 10:31
Warum nehme ich Modezeitschriften nicht als einfach als Inspiration?

Verstehe ich auch nicht. Funktioniert bei Wohnzeitschriften und Kochzeitschriften doch auch.

Fourthhandaccount
27.05.2014, 10:32
OT: Warum sind die Rezepte eurer Meinung nach nichts? Ich habe einige Gerichte aus der Brigitte, die ich seit Jahren gerne koche.

ilazumgeier
27.05.2014, 10:36
Irgendwie fasziniert mich diese immer wiederkehrende Forderung, in Magazinen sollten auch "normale" Frauen mit unterschiedlichen Figuren abgebildet werden. Ich kann das nicht nachvollziehen.

ja. so allmählich (jahrzehnte zu spät) dämmert mir, wie unsäglich naiv meine Erwartungshaltung in Bezug auf Zielgruppenmagazine war. Während ich mir so was wie Lebenshilfe erhofft habe, machen die einfach Kino. Dass sich Brigitte-Rezepte zwar nachkochen lassen (zeitaufwändig, weil fast immer irgendwas exotisches dabei ist, das ich erst besorgen musste) - also technisch wars möglich, nur geschmeckt hat es immer grauslich. Wohnen: so wirkt Ihr 5m2-Zimmer wie ein Loft (klar, da ist nichts drin, was man im Alltag ständig braucht). Mode: Anregung ok, ausschließlich für Frauen mit Standard-Maße und gehobenem Einkommen, die zudem auch willens sind, für die apricot-farbene Tasche(die sonst zu nix passt) zwei Monatsgehälter einer durchschnittlichen leitenden Krankenschwester hinzulegen; aber die ist eh so kaputt, dass sie nach dem Dienst nur noch die Jogginghose überziehen kann. wenn auf dem designer-verwandlungssofa nicht grad der logierbesuch liegt.

Inaktiver User
27.05.2014, 10:47
Verstehe ich auch nicht. Funktioniert bei Wohnzeitschriften und Kochzeitschriften doch auch.


Auf Wohnzeitschriften übertragen. (Achtung - Satire)...

Hilfe!!
Im Schöner Wohnen ist sooo eine tolle Wohnung abgelichtet...alles nagelneu, wunderschön, glänzend, die Farben aufeinander abgestimmt. Sowas will ich auch!! Sofort und jetzt - sonst falle ich in tiefste Depression, verweigere, mich überhaupt in der Wohnung auf zuhalten und schäme mich furchtbar, weil ich eine so schreckliche Wohnung habe. Mein Sofa ist schon besessen worden - meine Wohnung hat - ist das nicht entsetzlich...Gebrauchsspuren....der Lack ist ab.
Renovieren geht nicht.
Es ist so wie es ist und es ist grauenhaft. Meine Wohnung ist grau, häßlich, alt, unmodern und abgelebt. Ich finde es gemein, dass sooo viele schöne Wohnungen gezeigt werden - an jeder Ecke. Damit will man doch nur Zeug verkaufen und Gewinn machen!! Die armen Normalo-Wohnungen...sie kommen da nicht mit und werden ganz traurig. Es ist so ungerecht und gerade die jungen Menschen werden negativ beeinflusst und manipuliert!!

Man kann den schönen Wohnungen gar nicht aus dem Weg gehen...sogar meine Freundin liebäugelt mit einer...schönen Wohnung. So ein Verrat...

Es ist wie beim einem Verkehrsunfall. Ich will ja nicht ständig auf schöne neue Wohnungen gucken - aber es ist wie ein Zwang..Ich fühle mich als Opfer!!

Es soll endlich ein Verbot kommen, sie ständig in Zeitschriften zu zeigen!! Oder wenigstens mit Warnhinweis wie bei Zigaretten "Achtung, der Anblick dieser Wohnung könnte bei Ihnen Frust und Neidgefühle auslösen...".
Ich will mehr Normalowohnungen sehen...



Der Körper ist die "Wohnung" der Seele...

Fourthhandaccount
27.05.2014, 10:55
Ich will mehr Normalowohnungen sehen...


:- )

Inaktiver User
27.05.2014, 10:59
@ila
so isses.
Und da diese Magazine nicht von der Zielgruppe leben, sondern von Anzeigen, wird eben das gezeigt, was die Anzeigenkunden wünschen. Die wollen ihre Produkte in einem glamourösen Umfeld sehen, nicht an Frau "Normalo".


Die armen Normalo-Wohnungen...sie kommen da nicht mit und werden ganz traurig. Es ist so ungerecht und gerade die jungen Menschen werden negativ beeinflusst und manipuliert!!

Ooch, die haben sich diesem Zwang längst entzogen und leben im Vintage-Stil (http://3.bp.blogspot.com/-93arX644zDE/U1qhlZWxGJI/AAAAAAAAFrQ/MancluuatPM/s1600/Freunde-von-Freunden-Nor-Toma-6638-930x620.jpg).

Ich liebe den Blog freundevonfreunden.com - dort kann ich immer nachsehen, was von dem alten Zeug in meinem Schuppen ich keinesfalls entsorgen darf.

Inaktiver User
27.05.2014, 11:13
@Ruby : schön das du wieder mitmischt !
Deinen Beitrag finde ich übrigens super !:blume:

Danke schön...bin aber nur zu Gast...und gleich wieder weg ...besser ist das ;-)

tandaradei
27.05.2014, 11:14
Ich plädiere für mehr Selbstwertgefühl! Nicht über die bösen Medien jammern (die sich eh nicht ändern lassen), sondern sich frei kämpfen und einfach...zufrieden sein. Dann kann man ganz gelassen in der Vogue blättern, sich an schönen Menschen freuen - und sich im Spiegel anlächeln, weil man sich mag...

Zufrieden sein womit? Ich bin wunderbar zufrieden mit meinem Körper! Ich bin unzufrieden darüber, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in denen man sogenannte Frauenzeitschriften von den restlichen Normalzeitschriften abgrenzt. Und was sind die Themen die angeblich frauenspezifisch und daher für die restliche Gesellschaft uninteressant sind?
Wie mach ich meine Haare
Was könnte ich kochen
Der neue Look zum Nachschminken
Die besten Sextipps
Das neue Workout
Die Brigitte-Diät
Verhaltenstipps für die Beziehung
Kurzum Stofflieferanten um sich den Kopf über die eigene Außenwirkung zu zerbrechen. Interessen, Hobbys, Politik, Zeitgeschehen, Kunst (nein, nicht der neue mäßig übersetzte Schwedenkrimi), Wissenschaft - Fehlanzeige. Das mag allgemein interessant sein, aber nicht speziell für Frauen. Frauen konzentrieren sich besser auf ihrern Körper und seine Präsentation. Da ist es mir dann auch wurst, ob die Haltung der Zeitschrift wohlwollend ist oder nicht und wie sie bebildert wird.
Aber man kann auch resignieren, und aufhören, über die bösen Medien zu jammern, die sich eh nicht ändern lassen, wie Ruby schreibt. Und Hosen werden wir wohl auch nie tragen dürfen...seufz.

ilazumgeier
27.05.2014, 11:32
Verstehe ich auch nicht. Funktioniert bei Wohnzeitschriften und Kochzeitschriften doch auch.

ein gedanke, ich hätte mir meine sparen können:lachen:

Inaktiver User
27.05.2014, 11:37
Zufrieden sein womit? Ich bin wunderbar zufrieden mit meinem Körper! Ich bin unzufrieden darüber, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in denen man sogenannte Frauenzeitschriften von den restlichen Normalzeitschriften abgrenzt. Und was sind die Themen die angeblich frauenspezifisch und daher für die restliche Gesellschaft uninteressant sind?
Wie mach ich meine Haare
Was könnte ich kochen
Der neue Look zum Nachschminken
Die besten Sextipps
Das neue Workout
Die Brigitte-Diät
Verhaltenstipps für die Beziehung
Kurzum Stofflieferanten um sich den Kopf über die eigene Außenwirkung zu zerbrechen. Interessen, Hobbys, Politik, Zeitgeschehen, Kunst (nein, nicht der neue mäßig übersetzte Schwedenkrimi), Wissenschaft - Fehlanzeige. Das mag allgemein interessant sein, aber nicht speziell für Frauen. Frauen konzentrieren sich besser auf ihrern Körper und seine Präsentation. Da ist es mir dann auch wurst, ob die Haltung der Zeitschrift wohlwollend ist oder nicht und wie sie bebildert wird.
Aber man kann auch resignieren, und aufhören, über die bösen Medien zu jammern, die sich eh nicht ändern lassen, wie Ruby schreibt. Und Hosen werden wir wohl auch nie tragen dürfen...seufz.

So wichtig nehme ich die gar nicht. Ich lese ja auch (nur beim Frisör) seltenst Zeitschriften über Royals, Vips und sonstige Mitbürger, die mich höchstens am Rande interessieren..

Es gibt übrigens mittlerweile typische "Frauenzeitschriften" für Männer, auch hier geht's ums Äußere, um effektive Workouts, Sextipps (wie krieg ich sie rum in 10 Minuten... ;-) und so weiter...die haben ab und zu sogar Kochtipps ;-). Heißt Mens health... quasi Brigitte für den Mann...als Titel hätte man auch "Ullrich" nehmen können...

ES hindert einen niemand dran - auf diese ganzen Journale, Magazine ect danken zu verzichten oder sich welche zu suchen, die passen...(bei mir Lesekram über...Hunde, Landleben...und ab und zu das...Managermagazin...geile Mischung, aber ich bin damit zufrieden ;-))

ilazumgeier
27.05.2014, 11:40
OT: Warum sind die Rezepte eurer Meinung nach nichts? Ich habe einige Gerichte aus der Brigitte, die ich seit Jahren gerne koche.

ja, eine Handvoll, aber das meiste ist echt schrott. scheint aber eine (G&J?) Schule zu sein, Raether im Zeitmagazin bringt ähnlichen Stuss. So als würde ich (kreuzunmusikalisch) nach "Regeln" komponieren. Die wissen irgendwie, wie es sein soll und dass man gewöhnliche Gerichte aufpeppen kann (warum eigentlich? entweder sind sie gut oder schlecht), das gibt dann Steckrübentajine an grönländischer Hafergerste mit lila Minze. Sie können es einfach nicht.

Inaktiver User
27.05.2014, 12:03
Interessant ist allerdings, dass bei Tieren die Männchen unter Schönheitsdruck stehen, weil die Weibchen sich ihre Partner aussuchen.
Bei den Menschen haben ja die Männchen, was die Auswahl anlangt, auch nicht viel zu sagen. Sie werden halt (meist) nicht (oder noch nicht) nach der Schönheit sondern nach dem wirtschaftlichen Erfolg gerankt :smirksmile:



Irgendwie fasziniert mich diese immer wiederkehrende Forderung, in Magazinen sollten auch "normale" Frauen mit unterschiedlichen Figuren abgebildet werden. Ich kann das nicht nachvollziehen. Mir ist es völlig egal, wer oder was da abgebildet ist, ich halte diese Bilder für reine Deko, die nur eine Stimmung vermitteln soll.
Ich mag einfach schicke Frauen in schicken Klamotten lieber anschauen. Was mir passt und mir an mir gefällt, weiß ich ohnehin.


OT: Warum sind die Rezepte eurer Meinung nach nichts? Ich habe einige Gerichte aus der Brigitte, die ich seit Jahren gerne koche.
Ich koche auch schon lange eine Reihe von Rezepten aus der Bri nach. Ein besonders gutes (Topfenpalatschinken)
ist mir leider abhanden gekommen :heul:

Inaktiver User
27.05.2014, 12:05
Ich bin unzufrieden darüber, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in denen man sogenannte Frauenzeitschriften von den restlichen Normalzeitschriften abgrenzt.

Man muss sie ja nicht kaufen. Männerzeitschriften wie der Playboy sind im übrigen noch viel einseitiger.

tandaradei
27.05.2014, 12:07
So wichtig nehme ich die gar nicht. Ich lese ja auch (nur beim Frisör) seltenst Zeitschriften über Royals, Vips und sonstige Mitbürger, die mich höchstens am Rande interessieren..
Ich auch.



Es gibt übrigens mittlerweile typische "Frauenzeitschriften" für Männer, auch hier geht's ums Äußere, um effektive Workouts, Sextipps (wie krieg ich sie rum in 10 Minuten... ;-) und so weiter...die haben ab und zu sogar Kochtipps ;-). Heißt Mens health... quasi Brigitte für den Mann...als Titel hätte man auch "Ullrich" nehmen können...
Das passt wunderbar zu meiner Kritik, Stichwort Schablonen.



ES hindert einen niemand dran - auf diese ganzen Journale, Magazine ect danken zu verzichten oder sich welche zu suchen, die passen...(bei mir Lesekram über...Hunde, Landleben...und ab und zu das...Managermagazin...geile Mischung, aber ich bin damit zufrieden ;-))
Ja, es hindert einen auch niemand daran, Eier aus Legebatterienhaltung zu kaufen. Aber die Leute, die sich daran stören, sollen gefälligst nicht alle anderen mit ihrer Haltung belästigen, oder wie? Jeder nach seiner Fasson also...

Inaktiver User
27.05.2014, 12:22
Zufrieden sein womit? Ich bin wunderbar zufrieden mit meinem Körper! Ich bin unzufrieden darüber, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in denen man sogenannte Frauenzeitschriften von den restlichen Normalzeitschriften abgrenzt. Und was sind die Themen die angeblich frauenspezifisch und daher für die restliche Gesellschaft uninteressant sind?
Wie mach ich meine Haare
Was könnte ich kochen
Der neue Look zum Nachschminken
Die besten Sextipps
Das neue Workout
Die Brigitte-Diät
Verhaltenstipps für die Beziehung

Ja, das klingt genau so bescheuert wie in dem Werbespot aus den 50ern: "Die Frau hat zwei Lebensfragen - was koche ich und was ziehe ich an" ...
Da lachen hier alle hämisch darüber, aber letztlich sind die Frauengazetten heute nur wenig weiter.

Inaktiver User
27.05.2014, 12:27
Und da diese Magazine nicht von der Zielgruppe leben, sondern von Anzeigen, wird eben das gezeigt, was die Anzeigenkunden wünschen. Die wollen ihre Produkte in einem glamourösen Umfeld sehen, nicht an Frau "Normalo".


Es geht aber in dem Artikel - vorgeblich - darum, Frauen in ihrer Vielfalt zu unterstützen und nicht um ein Glamourumfeld.

Inaktiver User
27.05.2014, 12:29
.....

Es gibt übrigens mittlerweile typische "Frauenzeitschriften" für Männer, auch hier geht's ums Äußere, um effektive Workouts, Sextipps (wie krieg ich sie rum in 10 Minuten... ;-) und so weiter...die haben ab und zu sogar Kochtipps ;-). Heißt Mens health... quasi Brigitte für den Mann...als Titel hätte man auch "Ullrich" nehmen können...



"Ullrich"? Oder Ludwig? :freches grinsen: Das Magazin gibt es auch schon ewig, hab es seinerzeit im Nachtkastl eines meiner Brüder gefunden :smirksmile: Brigitte ist aber um Häuser anspruchsvoller.

Fourthhandaccount
27.05.2014, 12:45
Da lachen hier alle hämisch darüber, aber letztlich sind die Frauengazetten heute nur wenig weiter.

Wenn ich mir die Beiträge im Trennungsforum so ansehe, sind auch die Frauen noch nicht weiter und können mit Fragen wie "Wie sichere ich mich finanziell ab" reichlich wenig anfangen. Immer erst dann, wenn die Quelle versiegt.

Inaktiver User
27.05.2014, 12:52
Kein Wunder, wenn sie nur Zeugs über Diäten, Kochen und Männe-glücklich-machen lesen. :knatsch:

Inaktiver User
27.05.2014, 13:02
Kein Wunder, wenn sie nur Zeugs über Diäten, Kochen und Männe-glücklich-machen lesen. :knatsch:

Gibt ja auch keine anderen Zeitungen und Zeitschriften und keine Bibliotheken weit und breit und Internet haben sie auch nicht :smirksmile:

Fourthhandaccount
27.05.2014, 13:10
Kein Wunder, wenn sie nur Zeugs über Diäten, Kochen und Männe-glücklich-machen lesen. :knatsch:

Wenn sie das alles für bare Münze nehmen, ist wohl vorher schon einiges schiefgelaufen. Entweder falsche Polung durch Mütter, die es so vorgelebt haben, oder mangels Masse im Kopf keine Aufnahmefähigkeit. Die Brigitte ist da wohl recht unschuldig dran.

Inaktiver User
27.05.2014, 13:11
ja, eine Handvoll, aber das meiste ist echt schrott. scheint aber eine (G&J?) Schule zu sein, Raether im Zeitmagazin bringt ähnlichen Stuss. So als würde ich (kreuzunmusikalisch) nach "Regeln" komponieren. Die wissen irgendwie, wie es sein soll und dass man gewöhnliche Gerichte aufpeppen kann (warum eigentlich? entweder sind sie gut oder schlecht), das gibt dann Steckrübentajine an grönländischer Hafergerste mit lila Minze. Sie können es einfach nicht.

ohhh:fluestertuete:das stimmt überhaupt nicht,ich finde gerade die rezepte super,super,super:fluestertuete:immer einen tick spannend und etwas weg vom gewöhnlichen und geschmeckt hat mir bis jetzt alles ,was ich je nachgekocht habe.
klar ist es vielleicht in ländlicher gegend manchmal schwieriger dinge zu bekommen,aber deshalb kann man nicht im unteren niveau kochrezepte machen,die gibt es ja auch schon 1000 fach ..
es kann ja sein ,dass brigitte einfach nicht dein geschmack ist,das ist ja völlig in ordnung und es gibt ja auch so viele andere zeitschriften,dann versuch doch was zu finden ,was dir gefällt und vergeude nicht deine zeit dich über was zu ärgern ,was einfach nicht zusammenzupassen scheint?

Inaktiver User
27.05.2014, 13:12
Wenn sie das alles für bare Münze nehmen, ist wohl vorher schon einiges schiefgelaufen. Entweder falsche Polung durch Mütter, die es so vorgelebt haben, oder mangels Masse im Kopf keine Aufnahmefähigkeit. Die Brigitte ist da wohl recht unschuldig dran.

Ja, da sind die Gazetten sicher nur ein Mosaikstein. Und doch, es gibt verdammt viele Frauen, die diesen Scheiß für bare Münze nehmen.

hattima
27.05.2014, 13:36
Ich schaue mir gerne Modezeitschriften an - weil mich Mode schon immer interessiert hat. Gerne auch mal eine Wohnzeitschrift. Weder die vorgestellte Mode noch die teuren Möbel kann ich mir leisten - aber ähnliches gibt es dann woanders billiger. Oder denke mir " Mensch, das kann man ja wieder tragen" und durchforste meinen Fundus.
Mit dicken Models könnte ich persönlich nichts anfangen - schon wenn ein Modeteil für Übergrößen angekündigt wird, würde ich die Zeitung nicht kaufen. Ich brauche weder Diätteile noch irgendein Männerthema. So ist halt jede(r) verschieden. Eine Zeitung kann nicht alles bieten und ist immer ein Kompromiss. Zu den Kochgerichten : ich freue mich immer, wenn es ganz klassische Rezepte gibt. Habe ich auch schon oft in der Print-Brigitte gefunden.

ilazumgeier
27.05.2014, 15:32
klar ist es vielleicht in ländlicher gegend manchmal schwieriger dinge zu bekommen,aber deshalb kann man nicht im unteren niveau kochrezepte machen,die gibt es ja auch schon 1000 fach ..
es kann ja sein ,dass brigitte einfach nicht dein geschmack ist,das ist ja völlig in ordnung und es gibt ja auch so viele andere zeitschriften,dann versuch doch was zu finden ,was dir gefällt und vergeude nicht deine zeit dich über was zu ärgern ,was einfach nicht zusammenzupassen scheint?

ich ärgere mich nicht und es geht auch nicht darum, ob es passt. es ist nur (für meinen Geschmack) ambitioniert verkünstelt, aber nicht gekonnt. einfache küche ist für mich nicht zwingend niveauarm, elaborierte nicht unbedingt gelungen. Auf Zeitschriften greife ich kaum noch zurück.
Aber ist schon recht ...wenns euch schmeckt. D Katz mag Mäus, i mags ned :smile: (vielleicht ist ja einfach der norddeutsche Geschmack "anders")

tandaradei
27.05.2014, 15:39
Ich halte diese Muss-ja-keiner-lesen- und Muss-ja-niemand-glauben-Haltung für überheblich, weil sie üblicherweise von Menschen vertreten wird, die nicht in einem bücherlosen Haushalt aufgewachsen sind, in dem der Papa ausschließlich Autorevue und die Mama ausschließlich Bild der Frau liest. Aber diese Haushalte gibt es zuhauf, und die Kinder, die darin aufwachsen, müssen sehr wohl den Schwachsinn, der in diesen Medien transportiert wird, ausbaden. Für die ist weg vom Schundblatt hin zur Brigitte schon ein großer Schritt, aber, ich vergaß, sie können doch auch einfach eine Bibliotheksmitgliedschaft pflegen und Qualitätsjournalismus via Internet konsumieren. :unterwerf:

Inaktiver User
27.05.2014, 15:40
(vielleicht ist ja einfach der norddeutsche Geschmack "anders")

Ja. Das auf jeden Fall.

Inaktiver User
27.05.2014, 15:44
Ich halte diese Muss-ja-keiner-lesen- und Muss-ja-niemand-glauben-Haltung für überheblich,

Und deswegen sollten Zeitschriften wie die Brigitte eine eierlegende Wollmilchsau sein und alles abdecken: Mode, Schönheit, Lifestyle, Psychologie, Pädagogik, Seelenmassage, persönliche Identifikation, Religion und Moral undundund….

Ich glaube nicht, dass es Menschen gibt, die nur zu einem einzigen Medium Zugang haben, ausserdem gehe ich nicht davon aus, dass Kinder sich für die Modezeitschrift ihrer Mütter interessieren.

Und Bibliotheken gibt es in fast jedem Kaff, zustätzlich zum Lesestoff, den die Kinder in der Schule bekommen. Auch Kinder aus bücherlosen Haushalten besuchen normalerweise eine Schule.

Es gibt so etwas wie eine Holschuld: Man kann nicht andere für den eigenen engen Horizont verantwortlich machen, wenn man all die anderen Angebote um sich herum nicht nutzt.

tandaradei
27.05.2014, 16:13
Es gibt so etwas wie eine Holschuld: Man kann nicht andere für den eigenen engen Horizont verantwortlich machen, wenn man all die anderen Angebote um sich herum nicht nutzt.

Ja klar. Und dass die Bildungsaufsteiger in allen Statistiken als Ausnahmen aufscheinen, zeigt doch einfach, dass das faule Pack seiner Holschuld nicht nachkommt. Der nächste logische Schritt ist ein schrittweises Einstellen der Angebote, die ja nicht genutzt werden. Wenn der Bildungsauftrag beim Individuum liegt, dann hat der Staat Ruhe, die Gesellschaft Ruhe, und die Brigitte sowieso.
Nochmal: Wenn man sich die Lebensrealität von Menschen ansieht, die von Geburt an praktisch nie von irgendjemanden gefördert wurden, dann lesen sich solche Aussagen furchtbar zynisch.

tandaradei
27.05.2014, 16:19
Nachtrag:
Um aufs Strangthema zurückzukommen: Es hülfe ja schon, würde die Brigitte ein ganz kleines bisschen Richtung mehr Anspruch und weniger Oberflächlichkeit rücken durch das Stellen spannenderer Fragen als das jetzt der Fall ist. Verlangt ja keiner die Riesenrevolution. Aber ein Blick ins Umfragenforum zeigt dann halt wieder nur
"Schamhaar-Revival: Ja oder Nein?"
"Wie traurig sind Sie über das Ende von Wetten Dass...?"
"Wie oft waschen Sie sich die Haare?"
"Wie häufig kochen Sie?"

Inaktiver User
27.05.2014, 16:35
Es gab zu keiner Zeit einen niederschwelligeren Zugang zu Bildung und Wissen als heute. Selbst die finanziellen Hürden sind gering.
TV haben fast alle, gerade in den "bildungsfernen" Schichten. Trotzdem bleiben die Bildungs- und Kulturkanäle ein Minderheitenprogramm. Warum das? Doch nicht etwa, weil die Menschen noch nie von 3sat, Arte, Phönix etc. gehört hätten?

Wer kein Geld für Bücher und Zeitschriften hat, kann sie ausleihen oder per e-paper lesen. Das Internet ist voller anspruchsvoller Inhalte, man muss sie nur abrufen.
Schulen bemühen sich nach Kräften, die Kinder zu fördern.

Der Bildungsauftrag wird nicht nur von der Schule, sondern auch von vielen Medien aktiv wahr genommen. Was aber, wenn die Empfänger diese Inhalte nicht haben wollen?
Dann passiert genau das, was du schreibst: Die Angebote werden eingestellt. Nicht, weil der Bildungsauftrag von Seiten der Produzenten vernachlässigt worden wäre, sondern weil die Empfänger keine Lust hatten, dieses Angebot anzunehmen.

Gesunde Kinder sind neugierig und wissbegierig. Von Geburt an ist niemand faul und desinteressiert. Aber wie willst Leute dazu zwingen, Wissens- und Bildungsangebote wahr zu nehmen, wenn sie sich weigern?

ilazumgeier
27.05.2014, 17:51
Wie soll ich Bildungsangebote wahrnehmen, solange es Brigitte am Kiosk gibt?:wie?:

Inaktiver User
27.05.2014, 18:21
Wie soll ich Bildungsangebote wahrnehmen, solange es Brigitte am Kiosk gibt?:wie?:

:freches grinsen:

Inaktiver User
27.05.2014, 18:27
Wie soll ich Bildungsangebote wahrnehmen, solange es Brigitte am Kiosk gibt?:wie?:
???versteh ich nicht...
davon mal abgesehen das es inzwischen weit entfernt vom thema ist ,liest sich das fast so, als ob brigitte auch noch schuld dran ist ,dass euch eine socke in die kochwäsche gekommen ist..
die welt ist groß und bunt ,es gibt tausende von zeitschriften,noch mehr bücher und da ist doch nun für jeden was dabei...wie kann ich erwarten,dass alle rezepte ,alle artikel in irgendeiner zeitung mir gefallen?
statt mich mit den dingen aufzuhalten,die mir nicht schmecken,nicht gefallen und nicht interessieren,suche ich mir dann genau die ,die das tun...
was mich nicht interessiert ,wird übergeblättert und gut ist es..es interessiert sicher jemand anders.

wenn ich was zu kritisieren habe ,dann macht es aber nur sinn,wenn es wirklich konkret und begründet ist ,ansonsten ist es negatives gemaule und bringt niemanden auf der welt irgendwie weiter.

man hat so viel auswahl auch hier und kann doch gar nicht alles nutzen,was spannend und interessant ist und die bildungsfernen kinder gehen alle in die schule ,da reißen sich viele lehrer ein bein aus und wenn die kinder bildungsfern bleiben möchten,dann sollen sie ,meinetwegen auch das...
das sehe ich genauso wie visual...ein bißchen eigeniniative braucht es eben bei allem und man kann niemanden zu seinem glück zwingen,allerdings lerne ich hier gerade eine perspektive kennen,die ich nicht mal ansatzweise verstehen kann.

ilazumgeier
27.05.2014, 18:34
???versteh ich nicht...
davon mal abgesehen das es inzwischen weit entfernt vom thema ist ,liest sich das fast so, als ob brigitte auch noch schuld dran ist ,dass euch eine socke in die kochwäsche gekommen ist..
die welt ist groß und bunt ,es gibt tausende von zeitschriften,noch mehr bücher und da ist doch nun für jeden was dabei...wie kann ich erwarten,dass alle rezepte ,alle artikel in irgendeiner zeitung mir gefallen?



.

ja, wenn du das so sagst. dann leg ich mir das mal unters kopfkissen




was mich nicht interessiert ,wird übergeblättert und gut ist es..es interessiert sicher jemand anders.

.

und dann wird übergeschlafen



wenn ich was zu kritisieren habe ,dann macht es aber nur sinn,wenn es wirklich konkret und begründet ist ,ansonsten ist es negatives gemaule und bringt niemanden auf der welt irgendwie weiter.

.
:knatsch::peinlich:

?
statt mich mit den dingen aufzuhalten,die mir nicht schmecken,nicht gefallen
wenn ich was zu kritisieren habe ,dann macht es aber nur sinn,wenn es wirklich konkret und begründet ist ,ansonsten ist es negatives gemaule und bringt niemanden auf der welt irgendwie weiter.

man hat so viel auswahl auch hier und kann doch gar nicht alles nutzen,was spannend und interessant ist und die bildungsfernen kinder gehen alle in die schule ,da reißen sich viele lehrer ein bein aus und wenn die kinder bildungsfern bleiben möchten,dann sollen sie ,meinetwegen auch das...
das sehe ich genauso wie visual...ein bißchen eigeniniative braucht es eben bei allem und man kann niemanden zu seinem glück zwingen,allerdings lerne ich hier gerade eine perspektive kennen,die ich nicht mal ansatzweise verstehen kann.

Amen. . sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein. ich kann auch nicht alles verstehen
:engel:

Inaktiver User
27.05.2014, 18:42
Amen. . sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein.
:engel:

AMEN (http://www.erlebnismobil.ch/assets/components/phpthumbof/cache/57c4e19641cfefccfe14746a1b880eeb.f93d8153e4bae606f 1ec449a4d218fdc.jpg) :fg engel:

Inaktiver User
27.05.2014, 18:43
Ich halte diese Muss-ja-keiner-lesen- und Muss-ja-niemand-glauben-Haltung für überheblich, weil sie üblicherweise von Menschen vertreten wird, die nicht in einem bücherlosen Haushalt aufgewachsen sind, in dem der Papa ausschließlich Autorevue und die Mama ausschließlich Bild der Frau liest. Aber diese Haushalte gibt es zuhauf, und die Kinder, die darin aufwachsen, müssen sehr wohl den Schwachsinn, der in diesen Medien transportiert wird, ausbaden. Für die ist weg vom Schundblatt hin zur Brigitte schon ein großer Schritt, aber, ich vergaß, sie können doch auch einfach eine Bibliotheksmitgliedschaft pflegen und Qualitätsjournalismus via Internet konsumieren. :unterwerf:


Komischerweise sind es auch sehr gebildete, hochintelligente und kluge Frauen, die Probleme mit dem Selbstwertgefühl haben. Es zieht sich durch alle Schichten. Angeblich leiden auch Nichtbrigitte-Leser darunter...
Nun ist es auch nicht so, dass die "Bild-der Frau-Leserinnen" alle schlecht aufgebaut sind, was Selbstwertgefühl angeht.
Ich kenne davon einige, die zwar nicht zwingend über gescheit Selbstwertgefühl ect. diskutieren, aber zweifelsohne genügend davon haben ;-)
Auch kann eine simple Frauenzeitschrift nicht als Erziehungs/Erbauungsmittel dienen - damit wäre so ein Blatt schlicht und einfach überfordert. Eine Frauenzeitschrift ist dazu da, zu unterhalten...nicht Lebenshilfe zu vermitteln, als Ratgeber aufzutreten und Menschen, die sich unsicher sind, tröstend und stärkend zur Seite zu stehen. Brigitte hat keinen Bildungsauftrag - oder die Aufgabe, sich um Bedürftige zu kümmern - das kann und soll eine simple Frauenzeitschrift nicht leisten. Was wäre das für eine Welt, in der der Bildungsauftrag von...Frauenzeitschriften erledigt werden soll anstatt von dafür ausgebildeten Menschen, die sich persönlich kümmern?

Ich erwarte von einer Frauenzeitschrift Unterhaltung: die neuste Mode (ich liebe Mode!!), ein paar nette Frisurvorschläge, ein machbares Workout für den Feierabend, ein paar Kochrezepte - ein großes Kreuzworträtsel, vielleicht ein bisschen Klatsch & TRatsch ;-), Handarbeitsvorschläge, vielleicht ab und an einen schönen Reisebericht.

Brauche ich Hilfe, greife ich zum Fachbuch, gehe zum Arzt oder suche mir eine Selbsthilfegruppe. Eine Frauenzeitschrift soll unterhalten, entspannend sein, unanstrengend sein...sie soll nicht therapieren.

Im übrigen kann ich den Satz von Visual unterschreiben:
Es gibt so etwas wie eine Holschuld: Man kann nicht andere für den eigenen engen Horizont verantwortlich machen, wenn man all die anderen Angebote um sich herum nicht nutzt!!

ilazumgeier
27.05.2014, 18:49
AMEN (http://www.erlebnismobil.ch/assets/components/phpthumbof/cache/57c4e19641cfefccfe14746a1b880eeb.f93d8153e4bae606f 1ec449a4d218fdc.jpg) :fg engel:

oh hübsch! und offenbar für alle Größen tragbar

Inaktiver User
27.05.2014, 18:52
Nachtrag:
Um aufs Strangthema zurückzukommen: Es hülfe ja schon, würde die Brigitte ein ganz kleines bisschen Richtung mehr Anspruch und weniger Oberflächlichkeit rücken durch das Stellen spannenderer Fragen als das jetzt der Fall ist. Verlangt ja keiner die Riesenrevolution. Aber ein Blick ins Umfragenforum zeigt dann halt wieder nur
"Schamhaar-Revival: Ja oder Nein?"
"Wie traurig sind Sie über das Ende von Wetten Dass...?"
"Wie oft waschen Sie sich die Haare?"
"Wie häufig kochen Sie?"



Schlag doch mal ein paar Themen vor!

Hier kommen meine Anregungen:
"Wie oft schneiden Sie sich die Fußnägel?"
"Schiesser-Feinripp-Unterwäsche...ist das out oder schon wieder Vintage?"
"Soll sich der Partner unter den Armen rasieren, wenn er Bartträger ist?"
Hier könnte ich mir schöne, bebilderte Reportagen vorstellen...Qualitätsjournalismus per excellence!!...vielleicht winkt da sogar der eine oder andere Medienpreis ;-)

Inaktiver User
27.05.2014, 18:59
Ich auch.


Das passt wunderbar zu meiner Kritik, Stichwort Schablonen.


Ja, es hindert einen auch niemand daran, Eier aus Legebatterienhaltung zu kaufen. Aber die Leute, die sich daran stören, sollen gefälligst nicht alle anderen mit ihrer Haltung belästigen, oder wie? Jeder nach seiner Fasson also...

Hm - ich bin auf dem Weg zum Veganer...nix mit Legebatterie.
Deine Meinung "belästigt" niemand...ich frage mich nur, warum frau Zeitschriften liest, die einen aufregen und ärgern.
Wäre jetzt in meinen Augen Zeitverschwendung..

Inaktiver User
27.05.2014, 19:00
..ich mach mich wieder davon.
Viel Spaß noch, Mädels :-)

ilazumgeier
27.05.2014, 19:02
och schad....:knatsch:

Inaktiver User
27.05.2014, 19:04
"Schiesser-Feinripp-Unterwäsche...ist das out oder schon wieder Vintage?"


Und vor allem: kurz (http://magazin.mybestbrands.de/wp-content/uploads/2013/07/Feinripp.jpg) oder lang (http://www.xn--wsche-outlet-gcb.com/media/image/thumbnail/700-6030-02052b5942d97d52_720x600.jpg) :musiker:

Inaktiver User
27.05.2014, 19:04
ja, wenn du das so sagst. dann leg ich mir das mal unters kopfkissen



und dann wird übergeschlafen


:knatsch::peinlich:


Amen. . sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein. ich kann auch nicht alles verstehen


:engel:

genau das meine ich....ist zwar ein holpriger anfang von humor aber immerhin kann es was werden..

Bae
27.05.2014, 19:21
die welt ist groß und bunt ,es gibt tausende von zeitschriften,noch mehr bücher und da ist doch nun für jeden was dabei...wie kann ich erwarten,dass alle rezepte ,alle artikel in irgendeiner zeitung mir gefallen?

mir scheint, der wichtigste Aspekt am Ganzen falle nach wie vor unter den Tisch: die Tatsache, dass Text und Bilder schlicht nicht zusammenpassen.

Ich hab kein Problem mit Thrash, ich guck manchmal totale Trashsendungen am Fernsehen, aber die geben nicht vor, etwas Anderes zu sein als Thrash.

Ich hab kein Problem mit Schöngeistigkeit, ich les manchmal schöngeistige Bücher, die geben aber nicht vor, etwas Anderes zu sein als Schöngeist.

Ich guck mir manchmal Magazine an oder Bilder, die hochgezüchtete Ästhetik feiern, die geben nicht vor, irgend etwas Anderes als hochgezüchtete aufwendige Ästhetik zu sein.

Ich lese manchmal Artikel über Psychologie (zB in "Psychologie heute"), und das sind dann tatsächlich Artikel über Psychologie und auch entsprechend illustriert.

das hat alles seine Berechtigung und seine Zeit, alles auf seine Art.

Ist es denn wirklich so viel verlangt, dass Text und Illustration einigermassen zusammenpassen und einander nicht widersprechen? DAS ist ja die Kritik am Brigitte Artikel!

gruss, barbara

Inaktiver User
27.05.2014, 19:48
@bae
das ,was du da zitierst ,war nun echt OT gerade ...

wenn das deine meinung ist ,dann ist das deine meinung...manchmal leben aber themen,dinge auch durch gegensätzlichkeit bzw. werden auch dadurch überhaupt wahr genommen.
letztendlich muss das jeder ,der irgendwas macht ,selbst entscheiden,wie er das ,was er macht ,präsentiert.
und es wird immer leute geben,die das schlecht finden und immer welche ,die das gut finden.

Bae
27.05.2014, 19:52
@bae
das ,was du da zitierst ,war nun echt OT gerade ...

nein, das ist punktgenau ausgerichtet auf den Eingangsbeitrag und das Thema des Threads: der Widerspruch von Text und Illustration.



wenn das deine meinung ist ,dann ist das deine meinung...manchmal leben aber themen,dinge auch durch gegensätzlichkeit bzw. werden auch dadurch überhaupt wahr genommen.

in dem Fall leben sie nicht durch Gegensätzlichkeit, sondern sie werten sich gegenseitig ab. So ein bisschen, als ob man zu einem Menu nicht zuerst heissen Braten und als Dessert kaltes Eis reichen würde, sondern ein lauwarmes Braten-Eis-Gemisch.





letztendlich muss das jeder ,der irgendwas macht ,selbst entscheiden,wie er das ,was er macht ,präsentiert.
und es wird immer leute geben,die das schlecht finden und immer welche ,die das gut finden.

Durchaus; was aber nicht heisst, dass Qualitätsurteile beliebig sind.

ein guter Artikel oder Medienbeitrag hat EINE Ausrichtung, und zieht die durch: alles Trash, alles schöngeistig, alles psychologisch, alles ästhetisch, alles rustikal, alles irgendwas, aber nur EIN irgendwas, egal was dieses Irgndwas ist.

gruss, barbara

Inaktiver User
27.05.2014, 20:06
ich meinte ,was du von mir zitiert hattest ,war jetzt nicht auf den thread hier bezogen sondern eher eine antwort,nicht dass wir hier aneinander vorbeireden...:smile:
ich fand jetzt nicht ,dass die fotos den artikel abgewertet haben,sondern ich habe es wirklich so verstanden..fühlen im einklang mit der natur, pur wie wir geschaffen wurden und dass da eine schöne frau dargestellt wurde .,hat für mich eher den aspekt als bild ,dass ich mich dabei eben schön genug finden soll...
vielleicht als spiegel?
ich weiß nicht ,ob das die intuition des verfassers war ,aber wenn da jetzt eine eher unattraktive frau gewesen wäre ,dann hätte ich mich auch unattraktiv gespiegelt und das sollte der artikel eben nicht aussagen,sondern ich bin ja schön genug...

das hat es bei mir ausgelöst und zwar ganz nebenbei ohne dass ich mich damit beschäftigt habe.erst als ich das hier gelesen habe ,habe ich mir die fotos noch mal angeschaut .
aber mich wertet so ein artikel weder auf noch ab und ich finde wertungen sowieso oft schwierig,weil ich meist so gar nicht denke..was für mich kein belang hat, nehme ich gar nicht wahr,dazu gibt es zu viel, was ich wahrnehmen kann.

tandaradei
27.05.2014, 20:35
Guten Abend!
Zuerst mal möchte ich mich entschuldigen, falls sich irgendwer von meinen leidenschaftlichen Ausführungen auf den Schlips getreten fühlt (oder auf die Perlenkette, wenn wir schon Klischees bemühen). :smile:
Und zweitens möchte ich anmerken, dass ich nicht von der Brigitte erwarte, dass ihre Themenaufstellung ab sofort die neuesten Erkenntnisse bezüglich Quantenphysik einschließen. Es geht mir wirklich einfach darum, dass Frauenzeitschriften Frauen (oder wer auch immer sie lesen mag) unterhalten. Und nicht unter dem Deckmäntelchen der Unterhaltung dieses ewige "Ist mein Körper/Auftreten/Präsentation ok oder nicht?" vorantreiben. Als ob wir nichts Besseres zu tun hätten...das heißt nicht, dass die Brigitte zur Lebenshilfe mutieren soll. Aber eben auch nicht mehr oder weniger subtil das Selbstbewusstsein ihrer Leserinnen untergraben - und gerade darauf fallen meiner Erfahrung nach Menschen mit geringerer formaler Bildung leichter herein, deswegen der ganze Herkunftsexkurs in den vorigen Posts.
Ich verteufle auch die jetzigen Inhalte nicht - aber dann soll das Ganze meiner Meinung nach nicht als Frauenmagazin verkauft werden, sondern als ganzheitliches (Ernährung, Sport, Schminke, Pflegeprodukte, etc) Stylingmagazin. Dann kann das Heft auch ein Tom Neuwirth kaufen ohne sich zielgruppenfremd zu fühlen.
Ah, ich muss ja noch ein Diskussionsthema vorschlagen...wie wärs mit
"Was in einer heutigen Frauenzeitschrift, die den Namen verdient, stehen soll und warum"
:smirksmile:

tandaradei
27.05.2014, 20:39
Hm - ich bin auf dem Weg zum Veganer...nix mit Legebatterie.
Deine Meinung "belästigt" niemand...ich frage mich nur, warum frau Zeitschriften liest, die einen aufregen und ärgern.
Wäre jetzt in meinen Augen Zeitverschwendung..
Ich bin mittlerweile auch Teilzeitveganerin und minimiere stetig den tierischen Nahrungsanteil!
:prost:
Und ich lese die Brigitte schon lange nicht mehr - bin zufällig auf das konkrete Theme gestoßen und hab es nicht geschafft, mich auf die Finger zu setzen.

Inaktiver User
27.05.2014, 20:53
Guten Abend!
Zuerst mal möchte ich mich entschuldigen, falls sich irgendwer von meinen leidenschaftlichen Ausführungen auf den Schlips getreten fühlt (oder auf die Perlenkette, wenn wir schon Klischees bemühen). :smile:
Und zweitens möchte ich anmerken, dass ich nicht von der Brigitte erwarte, dass ihre Themenaufstellung ab sofort die neuesten Erkenntnisse bezüglich Quantenphysik einschließen. Es geht mir wirklich einfach darum, dass Frauenzeitschriften Frauen (oder wer auch immer sie lesen mag) unterhalten. Und nicht unter dem Deckmäntelchen der Unterhaltung dieses ewige "Ist mein Körper/Auftreten/Präsentation ok oder nicht?" vorantreiben. Als ob wir nichts Besseres zu tun hätten...das heißt nicht, dass die Brigitte zur Lebenshilfe mutieren soll. Aber eben auch nicht mehr oder weniger subtil das Selbstbewusstsein ihrer Leserinnen untergraben - und gerade darauf fallen meiner Erfahrung nach Menschen mit geringerer formaler Bildung leichter herein, deswegen der ganze Herkunftsexkurs in den vorigen Posts.
Ich verteufle auch die jetzigen Inhalte nicht - aber dann soll das Ganze meiner Meinung nach nicht als Frauenmagazin verkauft werden, sondern als ganzheitliches (Ernährung, Sport, Schminke, Pflegeprodukte, etc) Stylingmagazin. Dann kann das Heft auch ein Tom Neuwirth kaufen ohne sich zielgruppenfremd zu fühlen.
Ah, ich muss ja noch ein Diskussionsthema vorschlagen...wie wärs mit
"Was in einer heutigen Frauenzeitschrift, die den Namen verdient, stehen soll und warum"
:smirksmile:


Einmal noch - ganz kurz: das Diskussionsthema fände ich klasse!!
Meinen Senf habe ich ja schon dazu getan: Unterhaltung, SChminktipps, Abschminktipps, Kreuzworträtsel, Mode und ein bisschen Witzigkeit. Das Leben ist hart genug und erfordert den ganzen Tag Anspannung, Aufmerksamkeit, die Fähigkeit, sich auseinander zu setzen, einzustecken und sich trotzdem nicht untermachen zu lassen. Da käme mir am Abend etwas milde Seichtigkeit durchaus gelegen... (was nicht heißt, dass ich oberflächlich bin...nur müde...).
Will ich wissen, ob mein Körper okay ist, frag ich den Doc, meine Präsentation..da bin ich sicherer geworden durch jahrelange Übung, mein Auftreten..entweder man mag mich oder nicht. Brigitte frage ich nach solchen Dingen nicht - auch nicht Petra oder Vogue oder wie sie alle heißen mögen.

Zu Bildung: ich bin - wenn man es genau nimmt, ungebildet...kein Abi, kein Studium...(bitte kein Mitleid!!) - ich falle so schnell auf nichts herein - vielleicht haben wir geistigen Blondinen ja eine Art von Bauernschläue, mit der wir dann auch durchs Leben kommen...es ist nicht alles eine Frage der Intelligenz oder der Bildung...Selbstwertgefühl schon mal gar nicht.

Visual: lang bitte. Nur lang...erspart den Blick auf knochige Knie und dürre behaarte Herrenwaden, die sonst zum Liebestöter geraten könnten ;-)

Inaktiver User
27.05.2014, 20:53
Ich bin mittlerweile auch Teilzeitveganerin und minimiere stetig den tierischen Nahrungsanteil!
:prost:
Und ich lese die Brigitte schon lange nicht mehr - bin zufällig auf das konkrete Theme gestoßen und hab es nicht geschafft, mich auf die Finger zu setzen.

...da sind wir schon 2!! Ich musste auch....

ilazumgeier
27.05.2014, 21:46
Und vor allem: kurz (http://magazin.mybestbrands.de/wp-content/uploads/2013/07/Feinripp.jpg) oder lang (http://www.xn--wsche-outlet-gcb.com/media/image/thumbnail/700-6030-02052b5942d97d52_720x600.jpg) :musiker:

du, die ist TOO-TAAL hip!

Inaktiver User
28.05.2014, 09:29
Nicht wahr? Und man kann auch die Nachbarn (http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart/hoererimgespraech/unterhosen100_v-TeaserAufmacher.jpg) damit erfreuen.


Da käme mir am Abend etwas milde Seichtigkeit durchaus gelegen...

Milde Seichtigkeit klingt schön :blume:

Fourthhandaccount
28.05.2014, 10:17
Angeblich leiden auch Nichtbrigitte-Leser darunter...


Nee?

Inaktiver User
28.05.2014, 11:10
Es geht mir wirklich einfach darum, dass Frauenzeitschriften Frauen (oder wer auch immer sie lesen mag) unterhalten. Und nicht unter dem Deckmäntelchen der Unterhaltung dieses ewige "Ist mein Körper/Auftreten/Präsentation ok oder nicht?" vorantreiben. Als ob wir nichts Besseres zu tun hätten...

Schau dir doch mal das Forum hier an. Über welche Themen wird am ausgiebigsten diskutiert? Quantenphysik?
Ich gehe davon aus, dass hier Medienleute mit lesen und sich zu möglichst mehrheitsfähigen Themen inspirieren lassen :smirksmile:



Aber eben auch nicht mehr oder weniger subtil das Selbstbewusstsein ihrer Leserinnen untergraben - und gerade darauf fallen meiner Erfahrung nach Menschen mit geringerer formaler Bildung leichter herein, deswegen der ganze Herkunftsexkurs in den vorigen Posts.

Wer ein gutes Selbstbewusstsein hat, lässt es sich nicht von Medien untergraben, auch dann nicht, wenn er wenig formale Bildung hat. Schön, dass hier immer so für die angeblich Dümmeren mitgedacht wird.

Aber offensichtlich lieben viele Frauen diese Selbstgeisselungen: Ich bin nicht schön genug, ich bin nicht klug genug, ich bin nicht clever genug……dieses Phänomen wäre allerdings eher ein Thema für "Psychologie heute".



Ich verteufle auch die jetzigen Inhalte nicht - aber dann soll das Ganze meiner Meinung nach nicht als Frauenmagazin verkauft werden, sondern als ganzheitliches (Ernährung, Sport, Schminke, Pflegeprodukte, etc) Stylingmagazin.

Ein Medium zu verkaufen, ohne eine klare Zielgruppe anzusteuern, dürfte kaum von wirtschaftlichem Erfolg gekrönt sein. Und wenn das Blatt für alle Leser geeignet sein und möglichst viele verschiedene Themen beinhalten soll: Wie dick - und wie teuer! - darf es dann in der Produktion werden, damit sich das Ganze noch rechnet?

Ich finde es interessant, dass die Vorgaben und wirtschaftlichen Zwänge von Seiten des Verlages so konsequent ausgeblendet werden. Offensichtlich funktioniert es sehr gut, den Leserinnen zu suggerieren: Wir machen dieses Blatt nur für dich, wir tun alles, was du willst, wir handeln ganz uneigennützig…..:freches grinsen:

Leute, bleibt doch mal am Boden: Eine Zeitschrift ist ein Produkt, es muss sich wirtschaftlich lohnen, nur dann macht es Sinn, sie überhaupt zu produzieren. Verlage sind doch keine geförderten Sozialprojekte.

Inaktiver User
28.05.2014, 16:49
klar ist eine Frauenzeitschrift in erster Linie ein Geschäft und keine psychologische aufklärende Broschüre..
Anscheinend gehen Themen wie "bin ich schön genug?" bei den Käuferinnen prima - genauso wie jedes Jahr eine mehrseitige Anticellulite-Reportage ins Haus steht, so sicher wie das Amen in der Kirche (dekoriert mit Nichtcellulite-Haberinnen, was manche Leserinnen dann aggressiv macht...)
ja - woran mag das nur liegen?

Es liegt an den Frauen, die das Produkt kaufen..oder eben nicht.
Es ist wie bei den nicht perfekten Models...anscheinend kam das bei den Käuferinnen nicht so gut an, (auch wenn es gut gemeint und vielleicht auch gut gemacht war).
Sonst hätte es sich nämlich durchgesetzt... Anscheinend haben die, die für unperfekte Models plädierten, nicht zugegriffen.
Was soll ein Verlag da machen? Zurück zur Perfektion...jung, schön, schlank und ohne Pickel.
Warum sehen wir in Katalogen keine realistische Gr. 46?? Weil der Artikel nicht gekauft würde. (wiebitte?? soooo seh ich da drin aus??? nee!! Das geht gar nicht!)

Eine wirtschaftlich arbeitende Zeitung muss Umsatz machen - attraktiv sein, gekauft werden. So bestimmen letztlich die Käufer die Themen...was nützt es, hochtrabende, ansprechende, interessante journalistisch wohl recherchierte Themen abseits von "huch..bin ich denn schön??" und "wie rasieren Sie sich wo - oder auch nicht??" zu bringen, wenn Brigitte dann betonschwer in den Zeitschriftenläden liegen bliebt?

Inaktiver User
28.05.2014, 18:31
Anscheinend gehen Themen wie "bin ich schön genug?" bei den Käuferinnen prima - genauso wie jedes Jahr eine mehrseitige Anticellulite-Reportage ins Haus steht, so sicher wie das Amen in der Kirche

Ja, wie das Amen in der Kirche. Da gibt es vermutlich mehr Parallelen, als man auf den ersten Blick annehmen möchte.

Auch in den christlichen Konfessionen spielt der Begriff "Sünde" eine ganz wichtige Rolle. In Frauenzeitschriften wird entsprechend von Figur- oder Diät"sünden" gesprochen.

Es ist ein interessantes Phänomen, dass man mit der Unterstellung von "Sünden" die Menschen so triggern kann. Wohlgemerkt - Sünden, die nur den eigenen Körper und das eigene Empfinden betreffen. Dass Lügen, Stehlen und Morden Sünden sind, versteht jeder. Aber "Figursünden"?

Was geht da in den Köpfen ab? Ist doch im Grunde völlig absurd.
Offensichtlich besteht eine der erfolgreichsten Geschäftsideen darin, Menschen mit dem Nicht-Erreichen ihres idealisierten Selbst und mit dem Neid auf andere zu kitzeln. Anders kann ich mir das nicht erklären.


..was nützt es, hochtrabende, ansprechende, interessante journalistisch wohl recherchierte Themen abseits von "huch..bin ich denn schön??" und "wie rasieren Sie sich wo - oder auch nicht??" zu bringen, wenn Brigitte dann betonschwer in den Zeitschriftenläden liegen bliebt?

Eben. Anspruchsvolleres wäre "Sparte". Sowas kaufen zu wenige.

"Milde Seichtigkeit" (herrlich!) und sich ein wenig ärgern lassen. Das ist eine gute Mixtur. Dazu vielleicht noch eine Prise Voyeurismus….

Inaktiver User
28.05.2014, 19:15
klar ist eine Frauenzeitschrift in erster Linie ein Geschäft und keine psychologische aufklärende Broschüre..

Wieso aufklärend? Ich habe das so interpretiert, dass es um eine spannende Alternative zur gängigen Unzufriedenheit von Frauen mit sich selbst geht.
Auch wenn das einzelne nicht betrifft - gängig ist das trotzdem


Anscheinend gehen Themen wie "bin ich schön genug?" bei den Käuferinnen prima - genauso wie jedes Jahr eine mehrseitige Anticellulite-Reportage ins Haus steht, so sicher wie das Amen in der Kirche (dekoriert mit Nichtcellulite-Haberinnen, was manche Leserinnen dann aggressiv macht...)
ja - woran mag das nur liegen?

Tja, das verstehe ich nicht - ist das denn so?
Dann würden der Großteil der Frauen - meines Erachtens - für die Verdummung auch noch Geld bezahlen. Am ehesten kann ich mir vorstellen, dass solche Artikel schon was Ritualisiertes haben. Frühling - huch, Cellulite! Sommer - huch, Bikinifigur!!! etc.....

Der Witz ist doch, dass kaum ein Frauenmagazin (Print) es wagt, sich konsequent und mit Ausdauer (!) auf einen anderen Weg zu begeben. Journalistischer Anspruch - gibt es das noch? Der ist für mich nicht 1:1 an die Auflage gekoppelt.
Ich werde als Leserin gerne mal herausgefordert, zum Nachdenken gebracht. Sicher, dafür brauche ich keine Modezeitschrift.
Allerdings habe ich die "Brigitte" immer als Frauenzeitschrift verstanden. Und als solche müsste sie sich nicht automatisch bei jedem Artikel der üblichen Model-Ästhetik unterwerfen.



Eine wirtschaftlich arbeitende Zeitung muss Umsatz machen - attraktiv sein, gekauft werden. So bestimmen letztlich die Käufer die Themen...was nützt es, hochtrabende, ansprechende, interessante journalistisch wohl recherchierte Themen abseits von "huch..bin ich denn schön??" und "wie rasieren Sie sich wo - oder auch nicht??" zu bringen, wenn Brigitte dann betonschwer in den Zeitschriftenläden liegen bliebt?

Genau aus dem Grund wird es so kommen. Weil es einfach langweiliger Mainstream ist.
Sicher - es wird immer genug Frauen geben, die gleichzeitig Treiber und Getriebene sind von den gängigen Bildern.
Denen das Thema entweder egal ist, weil sie sich sowieso schon immer schön genug fanden, wenn nicht gar am schönsten - oder weil sie sich eben unsicher fühlen und den Vergleich brauchen, um sich danach zu orientieren.

Die wirklich spannenden Themen finden sich eher im Inet, in Blogs etc.

Übrigens: bis vor ein paar Jahren war ich regelmäßige Brigitte-Leserinnen. Jetzt ist sie mir zu fad, oder vielleicht hab ich auch schon einfach alle Themen durch. Zumindest über Cellulite weiß ich genug....

Sintonia
29.05.2014, 09:44
Hier (http://www.gofeminin.de/gespraechsstoff/diese-kampagne-zeigt-frauen-so-wie-sie-wirklich-sind-s466529.html) gibt es auch so eine Kampagne :blume:

Amelie63
29.05.2014, 09:49
Aber offensichtlich lieben viele Frauen diese Selbstgeisselungen: Ich bin nicht schön genug, ich bin nicht klug genug, ich bin nicht clever genug……dieses Phänomen wäre allerdings eher ein Thema für "Psychologie heute".


nö, die ist dafür schon zu differenziert :freches grinsen:


Wohlgemerkt - Sünden, die nur den eigenen Körper und das eigene Empfinden betreffen. Dass Lügen, Stehlen und Morden Sünden sind, versteht jeder. Aber "Figursünden"?

Sünde beinhaltet im Grunde ein gut-böse bzw. richtig-falsch. Also eine klare Wertung. Warum ich so gegen den Sündenbegriff bin, liegt genau daran und die Absicht aus der christlichen Tradition daraus, damit zu beschämen und zu manipulieren (auch wenns urpsrünglich mal anders gedacht war).

Figursünde, d.h. da sind wir dann ganz schnell bei einem "ich bin richtig - ich bin falsch"

Man könnte das ganze natürlich auch anders sehen: Und zwar als Ursache - Wirkung.

Ich kann natürlich viel in mich reinstopfen und den ganzen Tag in den Sessel pupsen, das hat halt Konsequenzen. Und mit denen muss ich dann umgehen (damit leben, etwas ändern, wie auch immer). Das ist dann aber eher eine Frage des Lebensstils und weniger eine Frage des Seins. Und schon gar nicht der Bewertung, ob das nun falsch oder richtig oder gut oder böse ist.

Aber dadurch wäre es auch nicht so ein lukrativer Wirtschaftsfaktor, der Unmengen an Branchen bedient (die wiederum in Zeitschriften wie der Bri inserieren). Mit schlechtem Gewissen oder gar Schuldgefühlen (Sünde) lässt sich einfach mehr Geld machen.

Amelie63
29.05.2014, 09:59
Hier (http://www.gofeminin.de/gespraechsstoff/diese-kampagne-zeigt-frauen-so-wie-sie-wirklich-sind-s466529.html) gibt es auch so eine Kampagne :blume:

die Fotos sind toll :allesok:

Inaktiver User
29.05.2014, 10:13
Sünde beinhaltet im Grunde ein gut-böse bzw. richtig-falsch. Also eine klare Wertung. Warum ich so gegen den Sündenbegriff bin, liegt genau daran und die Absicht aus der christlichen Tradition daraus, damit zu beschämen und zu manipulieren

Ja eben. Deswegen erstaunt es mich, wie bereitwillig sich Frauen diesen Schuh anziehen.

Im Bereich des Aussehens gibt es kein Gut oder Böse (bestenfalls als Mimik :smirksmile:) und wenn es um Übergewicht geht, gibt es logischere Begründungen (dass sich daraus zB. Folgekrankheiten entwickeln können. Aber das trifft auch nicht jeden).

Das Simpelste wäre doch, sich hinzustellen und zu sagen: So sehe ich nun mal aus - na und? Aber das scheint gleichzeitig das Schwerste zu sein.

Die verlinkte Kampagne überzeugt mich nicht. Die Verrenkungen, die die Frauen dort machen und das künstliche Grinsen finde ich eher seltsam. Das hat wenig mit Selbstakzeptanz zu tun, es wird nur einmal mehr versucht, Frauen wie einen (tätowierten) Sonntagsbraten hin zu dekorieren, damit sie möglichst appetitlich aussehen sollen.

herbstblatt7
29.05.2014, 10:15
Ich habe mir ja, als ich es angelesen habe, überlegt, ob die Fragen irgendwie suggestiv wirkend gestellt wurden (von der Art des Auftretens der Fragenden her).

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass solche Antworten an völlig Fremde kommen. Ich kann mir nicht mal vorstellen, dass halbwegs normale Frauen dies ausschließlich von sich denken.

Amelie63
29.05.2014, 10:21
Ja eben. Deswegen erstaunt es mich, wie bereitwillig sich Frauen diesen Schuh anziehen.

.

vielleicht, weil das nunmal tief in unserer christlichen Kultur verankert ist und wir entspechend sozialisiert wurden? Zumindest dürfte da ein Zusammenhang bestehen, ob und wie leicht es uns fällt, diese "Schuhe" stehen zu lassen oder nicht mal anzugucken.


Die Verrenkungen, die die Frauen dort machen und das künstliche Grinsen finde ich eher seltsam.

Als Verrenkungen hab ich das jetzt nicht empfunden, ich finds gut, dass Brustwarzen und Scham bedeckt sind, das stellt die Figur ins Zentrum. Ansonsten sinds halt verschiedene Perpektiven, in denen sie aufgenommen wurden. Das Lachen finde ich angenehmer als die gefrorene Mimik von professionellen Models. Aber klar, Geschmacksache. Ich finds wohltuend anders und daher erfrischend. Es dürften auch ruhig noch faltigere Frauen dabei sein. Mir hängen die ganzen retuschierten Models schon lange zum Hals raus.

Inaktiver User
29.05.2014, 10:43
Dieses Thema beschäftigt einen halt immer.

Ich fänds auch nicht besser wenns mir irgendwann egal wäre.
Am Anfang meiner Nichtraucher-Zeit haderte ich mit der rasanten Gewichts-Zunahme.
Und meine Hausärztin zog mich auf in Richtung: die Anmut der Jugend krieg ich eh nicht zurück....

die hat noch nüscht von der Anmut des Alters gehört.
Werd ich nun zum Trampel jenseits der Jugend?

Die Ärztin hatte das ja nicht bös gemeint, ist ja selbst ne ganz Attraktive.

Schön aussehen wollen - und auch mal mit sich zufrieden sein ist eins der schönsten Bestrebungen überhaupt.
Und ich staune immer wieder dass ich dann doch noch mal gewisse Höhepunkte erlebe.
Mit meinem Outfit total zufrieden bin.

Inaktiver User
29.05.2014, 10:53
vielleicht, weil das nunmal tief in unserer christlichen Kultur verankert ist und wir entspechend sozialisiert wurden? Zumindest dürfte da ein Zusammenhang bestehen, ob und wie leicht es uns fällt, diese "Schuhe" stehen zu lassen oder nicht mal anzugucken.

Es ist nicht nur unsere christliche Kultur - Dinge wie Buße tun, Askese, Fasten - gibt es weltweit. Sie scheinen einem menschlichen Bedürfnis zu entsprechen.

Auch das Malträtieren des eigenen Körpers ist ein internationales Phänomen. Im christlichen Kulturkreis sind Bußgürtel und Selbstauspeitschungen so gut wie verschwunden, im Islam gibt es sie noch ganz offen (Aschurafest)

Vielleicht handelt es sich bei den "Figursünden" um eine Art von alberner Pervertierung der Sehnsucht nach Kasteiung und Selbstbestrafung?
Es gibt ja noch andere seltsame Phänomene in unserer Welt voller Freiheiten: Dass sich zB. junge Menschen ohne Not sehr strenge Regeln der Ernährung auferlegen (Veganer).

Ich habe die Vermutung, dass in unserer Kultur, die sich so offen und freiheitlich gibt und Selbstverwirklichung für jeden propagiert, eine ganze Reihe von Tabus bestehen, die sich seltsame Kanäle suchen, weil die tradierten Weisen, diese Bedürfnisse auszuleben, nicht mehr zur Verfügung stehen.

Amelie63
29.05.2014, 11:08
Ich habe die Vermutung, dass in unserer Kultur, die sich so offen und freiheitlich gibt und Selbstverwirklichung für jeden propagiert, eine ganze Reihe von Tabus bestehen, die sich seltsame Kanäle suchen, weil die tradierten Weisen, diese Bedürfnisse auszuleben, nicht mehr zur Verfügung stehen.

Vielleicht ist es auch ganz einfach: Mensch braucht Halt, den findet er gerne in Regeln und Konzepten. Und je mehr die auf schwarz-weiss gehen, um so einfacher ist die Welt. Und die Schuldverteilung ermöglicht es uns, uns über andere zu erheben und Dinge von uns zu weisen, die wir nicht sehen wollen.

Je offener, komplexer und globaler unsere Welt wird, um so mehr habe ich den Eindruck, dass diese Sichtweise wieder populärer wird. Mit der Folge, dass wir unsere (Selbst-)Wahrnehmung verzerren und es verlernen, Verantwortung für uns und unsere Taten zu übernehmen. Das, was wir überall schon erleben, bis hin in die große Politik, das geht schon im Umgang mit uns selbst los. Ich nenne das fortschreitende und immer mehr auch von klein auf erlernte Selbstentfremdung (durch Bequemlichkeit, Desorientierung oder sonst was, ist ja eigentlich egal), mit der ich Manipulationen Tür und Tor öffne und eso z.B. ein guter, aber unersättlicher Kunde werde.

Ich mag deswegen die Pinkstinksbewegung :smile:

Inaktiver User
29.05.2014, 12:36
Vielleicht ist es auch ganz einfach: Mensch braucht Halt, den findet er gerne in Regeln und Konzepten. Und je mehr die auf schwarz-weiss gehen, um so einfacher ist die Welt.

Ja. Und je unsicherer sich jemand fühlt, desto größer ist sein Wunsch nach Regeln.



Und die Schuldverteilung ermöglicht es uns, uns über andere zu erheben und Dinge von uns zu weisen, die wir nicht sehen wollen.

Das gibt es auch, aber es erklärt nicht die Unzufriedenheit bezüglich "Figursünden" und anderen "Lifestylevergehen". In diesem Fall richten sich Aggression und Verachtung gegen einen selbst.



Mit der Folge, dass wir unsere (Selbst-)Wahrnehmung verzerren und es verlernen, Verantwortung für uns und unsere Taten zu übernehmen. ….
Ich nenne das fortschreitende und immer mehr auch von klein auf erlernte Selbstentfremdung (durch Bequemlichkeit, Desorientierung oder sonst was, ist ja eigentlich egal), mit der ich Manipulationen Tür und Tor öffne und eso z.B. ein guter, aber unersättlicher Kunde werde.

Mein Eindruck ist eher, dass sich viele Menschen von unserer Multioptionsgesellschaft überfordert fühlen. Es gibt kaum noch Traditionen, die man selbstverständlich übernimmt, jeder Lebensbereich muss selbst gestaltet werden - das Ganze unter einem enormen Konkurrenzdruck in jeder Beziehung.

Dass man beruflich in einer Konkurrenzsituation steht, ist die Regel - inzwischen hat sich aber der Wettebewerbsdruck auch ins Privatleben ausgedehnt. Man muss nicht nur selbst top sein - gut ausgebildet, tüchtig, international einsetzbar, sportlich, gutaussehend und eloquent - auch Partner und Kinder müssen ins Schema passen.

Und natürlich soll man auch ein/e ideale/r PartnerIn, LiebhaberIn und Mutter oder Vater sein. Zur Kontrolle postet man noch sein ganzes Leben auf Facebook, damit alle sehen können, wie toll man ist und die anderen vor Neid erblassen.

Mich erstaunt es wirklich nicht, dass die Zahl der Burn out Erkankungen laufend zunimmt. Wer sein ganzes Leben einem solchen Reglement unterwirft, kann irgendwann nur noch zusammenbrechen.

Das alte Regelwerk hatte ein paar entscheidende Vorteile: Neben der kindischen Freude am Regelbruch gab es auch immer kleine Nischen, in denen man sich den Regeln entziehen konnte.

Heute sind wir alle unsere eigenen Zuchtmeister, das ist viel schlimmer, denn wir haben die Regeln in unserem Inneren und bestrafen uns selbst für jedes kleine Vergehen. Wir halten uns für eierlegende Wollmilchsauen und treiben uns permanent selbst durchs Dorf.

Inaktiver User
29.05.2014, 13:29
..komisch - da ist bei mir ein Widerspruch.
Ich sehe wirklich gerne Models. Schöne, schlanke, junge Frauen...ich finden an denen nichts langweilig oder sonstwie seltsam. ES sind für mich einfach idealisierte Frauen (die mit mir, 55 Jahre alt - nichts, aber auch gar nichts zu tun haben).
Will ich Normalos sehen (die ich sehr nett anzusehen finden kann), schau ich mich in meinem Umfeld um...da gibt es sie in allen möglichen (hm..und manchmal auch unmöglichen) Ausführungen.

Warum soll ich mir denn eine Modezeitschrift kaufen, wenn diese mein natürliches Umfeld widerspiegelt? Da geh ich doch lieber in den Rewe - da sind sie auch...und ich sogar noch mit ihnen reden ;-)
Ich will was Schönes, ich will Ästhetik, ich will was Außergewöhnliches....und bringe es fertig, beim Anblick der wundervollen straffen jungen sexy Frauen im Bikini genüsslich eine Tafel Schoki zu knabbern... Ich fühle mich angesichts dieser Frauen keinesfalls benachteiligt. Sünde? Ja klar :-)) Was wäre das Leben ohne Sünde?? Langweilig - öde - traurig.

Und sollte ich wirklich in Selbstzweifel und Unglück versinken...in Frankfurt gibts diese tolle Klinik...immer noch besser als unglücklich sein.

Letztlich bin ich bei einer Verkaufsmesse mit einem Jaguar durch die Gegend gefahren...oh - Mädels...das war toll!!
Für den Alltag und mein Leben passt mein (nicht unschickes) Normalo-Auto viel besser.

So ist es auch mit meinem Körper...es ist MEIN Körper - alt, jetzt auch krank...aber ich liebe ihn.

Amelie63
29.05.2014, 13:40
.

So ist es auch mit meinem Körper...es ist MEIN Körper - alt, jetzt auch krank...aber ich liebe ihn.

genau das ist aber der Unterschied. Und nicht wenige Frauen brauchen - um dahin zu kommen Jahrzehnte, oder schaffen es nie. Und das dürfte eben schon auch erheblich mit an dieser unserer Sozialisierung von Selbstoptimierung liegen.


Mein Eindruck ist eher, dass sich viele Menschen von unserer Multioptionsgesellschaft überfordert fühlen. Es gibt kaum noch Traditionen, die man selbstverständlich übernimmt, jeder Lebensbereich muss selbst gestaltet werden - das Ganze unter einem enormen Konkurrenzdruck in jeder Beziehung.

ja, das auf jedenfall. Nur, was macht uns so anfällig, dass viele von uns erstmal krank werden müssen, um diese Dynamik zu durchschauen und das ganze für sich so abzumildern, wie es eben möglich Ist? Das geht doch eigentlich schon ganz am Anfang los. Unsere Lebensgeschichten, unsere Vorbilder, unsere Sozialisierungen - die bringen uns aufs Gleis, halten uns da und, wenn wir nicht gegensteuern, machen uns letztlich krank. Du hast recht, das kann in eine Art Selbstverletzung ausarten.

Bae
29.05.2014, 13:53
Warum soll ich mir denn eine Modezeitschrift kaufen, wenn diese mein natürliches Umfeld widerspiegelt?


Würd ich auch nicht.

Doch da stellt sich die Frage: was hat ein Artikel mit dem Titel "wir sind schön genug" in einer solchen Zeitschrift zu suchen? - gar nichts!

Da wird doch wieder mal, über Umwege und fiese Doppelbotschaften, die Nachricht verbreitet "du darfst dich schon schön genug fühlen - wenn du mindestens so schön bist wie eins der fotogeschoppten Traumwelt-Models in den Illustrationen."

betrifft mich persönlich nicht, ich pfeif auf Konventionen, aber die geistige Haltung hinter solchen Kombinationen, die find ich übel. Die sind genau darauf angelegt, Frauen ein schlechtes Gewissen und eine Obsession über Details ihres Aussehens zu produzieren, und in der Masse und mit der Zeit gelingt das auch immer wieder mal. Man muss nur mal Bri Forum lesen, um haufenweise solcher Beispiele vorgeführt zu bekommen.

gruss, barbara

Amelie63
29.05.2014, 13:58
Da wird doch wieder mal, über Umwege und fiese Doppelbotschaften, die Nachricht verbreitet "du darfst dich schon schön genug fühlen - wenn du mindestens so schön bist wie eins der fotogeschoppten Traumwelt-Models in den Illustrationen."



..was wiederum zu der Werbebotschaft passt: "du darfst dich schön genug fühlen und wirst dich den erfolgreichen Models annähern, wenn du unser Produkt benutzt"

Inaktiver User
29.05.2014, 14:00
Ja. Und je unsicherer sich jemand fühlt, desto größer ist sein Wunsch nach Regeln.

Dazu kommt, dass Regeln den Platz in der Gesellschaft definieren: bist du schlank und schön, gesund und schlau - dann hast du einen Platz im (miteinander) Leben. Dann sieht man dich gerne an, dann interessiert man sich für dich, man hat dich gern dabei.

Ansonsten bist du eher draußen.
Ob das wirklich so ist oder nur gefühlt - unterstützt vom medialen Einheitsbrei - ist dann schon gar nicht mehr so wichtig.

Zum Gegenstand des Stranges: ich finde es auch blöd, zu diesem Artikel die üblichen ästhetischen Dekomodels abzubilden.
Ich hätte z.B. eine ganzseitige Collage aus vielen verschiedenen Frauenbildern besser gefunden. Und nein: nicht alles, was nicht in einem Magazin abgebildet ist, ist eine graue Maus aus der U-Bahn.

Falls Brigitte mal auf die Idee kommen sollte, einen Artikel über die Schönheit des einfachen Lebens zu veröffentlichen, könnten sie ja sinngemäß ein Menschen (wahlweise ein schönes Model) zeigen, welches ganz einfach am Strand sitzt und in die perfekten Wellen schaut.
Das würde zwar auch nicht passen, aber schöner wär's.

Amelie63
29.05.2014, 14:12
Dazu kommt, dass Regeln den Platz in der Gesellschaft definieren: bist du schlank und schön, gesund und schlau - dann hast du einen Platz im (miteinander) Leben. Dann sieht man dich gerne an, dann interessiert man sich für dich, man hat dich gern dabei.




dann müssen wir uns eben öfter dran erinnern, dass wir auch die Gesellschaft sind und uns deshalb auch nicht jeden Scheiss einreden lassen und nicht jeden Mist mitmachen müssen. Klein angefangen ist dabei auch schon angefangen.

Inaktiver User
29.05.2014, 14:23
Ja, das sehe ich auch so.

Wodurch können wir uns erinnern? Was macht uns erinnern?

Sicher muss das jede für sich selbst tun, leichter wäre es aber, wenn sie es in einer wie auch immer gearteten Gemeinschaft/Bewegung tun könnte. Der es nicht in erster Linie darum geht, die Welt umzukrempeln, sondern einfach nur einmal den unverstellten Blick auf sich und andere zuzulassen.

Pinkstinks finde ich gut, allein schon der Name gefällt mir.:freches grinsen:

Inaktiver User
29.05.2014, 14:26
Nur, was macht uns so anfällig, dass viele von uns erstmal krank werden müssen, um diese Dynamik zu durchschauen und das ganze für sich so abzumildern, wie es eben möglich Ist? Das geht doch eigentlich schon ganz am Anfang los. Unsere Lebensgeschichten, unsere Vorbilder, unsere Sozialisierungen - die bringen uns aufs Gleis, halten uns da und, wenn wir nicht gegensteuern, machen uns letztlich krank. Du hast recht, das kann in eine Art Selbstverletzung ausarten.

Ja, es geht gleich nach der Geburt los. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt, denn schon die Kinder werden von Anfang an auf Erfolg getrimmt.

Auch der Zwang des Möglichen hat zugenommen: Je mehr Optimierungsmöglichkeiten es gibt, desto stärker wird der Druck, sie auch zu nutzen.
Um zum Thema Schönheit zurück zu kommen: Je mehr man "machen" kann, desto eher wird gesellschaftlich erwartet, dass jeder es auch tut, ob das nun das Überkronen von Zähnen, die Faltenglättung oder die Fettabsaugung ist.

Als Beichtstuhl und soziale Kontrolle gibt es Facebook und andere Social Media, in denen man sein Leben anpreisen muss als wäre man ein Staubsaugerverkläufer.


Dazu kommt, dass Regeln den Platz in der Gesellschaft definieren: bist du schlank und schön, gesund und schlau - dann hast du einen Platz im (miteinander) Leben. Dann sieht man dich gerne an, dann interessiert man sich für dich, man hat dich gern dabei.

Ansonsten bist du eher draußen.

Für mich ist das auch ein Wohlstandsphänomen. Offensichtlich haben wir sonst wenig, an dem wir uns abarbeiten können. Die Grundbedürfnisse sind gedeckt, die meisten Leute haben genügend Zeit und Geld, um sich anderen Dingen zuzuwenden.
Statt aber glücklich darüber zu sein, dass es ihnen so gut geht, schaffen sie sich Probleme, wo eigentlich keine sind.

Es gibt nur wenige Menschen, die mit ihrem blendenden Aussehen Geld verdienen. Bei Schauspielern, Models etc. kann ich nachvollziehen, dass sie ihr Kapital pflegen und optimieren. Es sind ihre Arbeitsmittel, die in Schuss gehalten werden wollen.
Aber der ganze Rest? Was bringt es uns, unglücklich über unser Aussehen zu sein? Die meisten von uns haben keine Nachteile davon, wenn sie nicht wie Models aussehen. Es reicht fast immer, halbwegs gepflegt und - vor allem - freundlich zu sein.

Amelie63
29.05.2014, 14:31
J
Sicher muss das jede für sich selbst tun, leichter wäre es aber, wenn sie es in einer wie auch immer gearteten Gemeinschaft/Bewegung tun könnte. Der es nicht in erster Linie darum geht, die Welt umzukrempeln, sondern einfach nur einmal den unverstellten Blick auf sich und andere zuzulassen.

Mein Weg ging da, grob gesagt, über die Körpertherapie. Aber da hat jede einen anderen Weg. Es kann auch schon das bloße insichgehen und vll entsprechende Literatur zu lesen, und dergleichen, genügen. Der Blick kann sich dadurch schon wenden nach anderen Frauenfiguren, Vorbildern, Bewegungen. Es gibt ja nicht DIE Gesellschaft.

Inaktiver User
29.05.2014, 14:41
Für mich ist das auch ein Wohlstandsphänomen. Offensichtlich haben wir sonst wenig, an dem wir uns abarbeiten können. Die Grundbedürfnisse sind gedeckt, die meisten Leute haben genügend Zeit und Geld, um sich anderen Dingen zuzuwenden.
Statt aber glücklich darüber zu sein, dass es ihnen so gut geht, schaffen sie sich Probleme, wo eigentlich keine sind.

Es fehlen sinnvolle Aufgaben, an denen Menschen wachsen können (ich meine damit keine Haarentfernung).
Ihre Potentiale entfalten, anstatt sich nur um sich selbst zu drehen.

Darum konzentriert sich Werbung ja auch so sehr auf junge Menschen: hier funktioniert die Manipulation am besten, hier wird die Grundlage gelegt. Junge Menschen haben ihren Weg noch nicht unbedingt gefunden und sind offener für alles - leider auch für allen Mist, den man mit Geld kaufen kann.
Was lässt uns glauben, dass wir selbst vor 20, 30 Jahren nicht selbst solchen Einflüssen ausgesetzt waren? Und was, dass wir davon unbeeinflusst sind, noch heute und immer wieder? Weil ja immer wieder aufgefrischt wird, denn die 18-jährige will keine Pickel und die 50-jährige will keine Falten...

Ich warte übrigens noch auf die Frauenzeitschrift für die Generation 70+
Hier ein Paar Themenvorschläge:

"Sexy im Stützstrumpf"
"Frisch verliebt - wie sag ich's meinen Enkeln?"
"Leckere Rezepte für ohne Zähne"
"Fit bleiben: joggen mit Rollator"
"Die neue Mode: Topstyles für die Bingoparty!"

Inaktiver User
29.05.2014, 14:52
Mein Weg ging da, grob gesagt, über die Körpertherapie.

Körpertherapie - ist das dann nicht auch etwas, wobei jemand für seine Körperwahrnehmung sensibilisiert wird - mit Unterstützung durch Therapeuten?
Wie siehst du das - denkst du, du hättest das alleine genau so gut geschafft?


Aber da hat jede einen anderen Weg. Es kann auch schon das bloße insichgehen und vll entsprechende Literatur zu lesen, und dergleichen, genügen.

Mag sein - einfach ist das nicht. Woher sollen diese Gedanken kommen? Woher die Wegweiser - von innen?
Wenn ich denke, dass ich unzureichend bin, wie komme ich dann überhaupt erst einmal auf die Idee, dass es auch andere Sichtweisen gibt?


Der Blick kann sich dadurch schon wenden nach anderen Frauenfiguren, Vorbildern, Bewegungen.

Naja, so viele sind das nicht, bzw. die Präsenz ist nicht so groß. Muss man schon suchen, um zu finden. Was schon ein Vor-Bewusstsein voraussetzt. Ist ja nicht so, dass ich schon an der Bushaltestelle mit alternativen Frauenbildern konfrontiert werde.



Es gibt ja nicht DIE Gesellschaft.

Richtig. Es gibt das Bild, welches ich mir von der Gesellschaft mache.
Und dazu gehört sicherlich nicht nur das, was in den Medien präsentiert wird.

Amelie63
29.05.2014, 15:28
Körpertherapie - ist das dann nicht auch etwas, wobei jemand für seine Körperwahrnehmung sensibilisiert wird - mit Unterstützung durch Therapeuten?

in der Körpertherapie liegt der Schwerpunkt auf Wahrnehmung und Achtsamkeit, ganz einfach mal gesagt. Diese Aspekte fließen ja seit einigen Jahren zum Glück - aus dem Buddhismus kommend - in immer mehr Lebensbereiche (Fitness, Essen, Kommunikation usw, auch in klassische Therapieformen). Für mich ist das ein Zeichen nach dem großen Bedürfnis eines Gegengewichts. Und es ist ein guter Weg dafür.


Wie siehst du das - denkst du, du hättest das alleine genau so gut geschafft?

hätte-Fragen lassen sich immer schwer beantworten :smirksmile: Eines war für mich essentiell wichtig: den wertfreien Umgang mit mir selbst zu lernen. Das hat mir ein ganzes Stück innere Freiheit und Autonomie gegeben.
Wie das ist, das kann man sicher auch in anderen Räumen erfahren, aber in der Körpertherapie, und auch in der Kunsttherapie, ist das vielleicht "einfacher", da diese Formen das spielerische Element und andere Zugangswege zu einem selbst nutzen (Kreativität, Körperwahrnehmung), und der Zensor damit leichter, sozusagen "spielerisch" umgangen wird.



Wenn ich denke, dass ich unzureichend bin, wie komme ich dann überhaupt erst einmal auf die Idee, dass es auch andere Sichtweisen gibt?


Bei mir wars die Unzufriedenheit und dass ich nicht bereit war, mich damit abzufinden. Man kann auch sagen: es ist der Leidensdruck, der einen in Bewegung bringen kann. (Es muss aber nicht immer Leiden sein)


Muss man schon suchen, um zu finden. Was schon ein Vor-Bewusstsein voraussetzt. Ist ja nicht so, dass ich schon an der Bushaltestelle mit alternativen Frauenbildern konfrontiert werde.




Aber du suchst doch und hast dieses Bewusstsein bzw die Bereitschaft zu reflektieren und zu finden, oder nicht? Sonst würdest du dich nicht auf diese Weise mit dem Thema beschäftigen?!

Inaktiver User
29.05.2014, 17:01
dann müssen wir uns eben öfter dran erinnern, dass wir auch die Gesellschaft sind und uns deshalb auch nicht jeden Scheiss einreden lassen und nicht jeden Mist mitmachen müssen. Klein angefangen ist dabei auch schon angefangen.


GEnau! Sag ich doch..nicht auf alles draufhüpfen, nur weil es irgendwo so gezeigt wird. ist doch genauso unrealistisch wie "Pretty woman"...
Die fand ich auch süß, attraktiv, und wäre nie auf die Idee gekommen, auch nur eine Spur Neid zu empfinden...sie ist ein Kunstprodukt - genau wie die Bilder in entsprechenden Zeitschriften. Es gibt andere - die einem die Seele streicheln..statt sie aufzuwühlen. Manche scheinen Magazine, die ihnen schaden, regelrecht aufzusaugen - um sich dann aufzuregen. Warum?
Man muss diese Journal nicht lesen, wenn sie einem nicht gut tun.
Aber man sollte auch fragen, warum das so ist...und sich damit anfinden, dass die andren stets "Schuld" sind. Da ist auch ein eigener Anteil bei Gefühlen wie Minderwertigkeit, Neid, oder sogar Hass und MIßgunst.

Irgendwann kann man dann gelassen sein...

Ich sehe in meinem Umfeld viele ausgesprochen schöne Frauen (als ehemalige orientalische Tänzerin)...Neid? Nein. Warum? Ich bin doch auch schön...sie sind jünger als ich...aber auch sie sind eines Tages alt.

Inaktiver User
29.05.2014, 18:00
in der Körpertherapie liegt der Schwerpunkt auf Wahrnehmung und Achtsamkeit, ganz einfach mal gesagt. Diese Aspekte fließen ja seit einigen Jahren zum Glück - aus dem Buddhismus kommend - in immer mehr Lebensbereiche (Fitness, Essen, Kommunikation usw, auch in klassische Therapieformen). Für mich ist das ein Zeichen nach dem großen Bedürfnis eines Gegengewichts. Und es ist ein guter Weg dafür.

Das sehe ich auch so und aus eigener Erfahrung (oder ging das nur mir so?) sage ich - das ist alles einfacher, als es sich anhört. Trotzdem sehr bereichernd. Oder gerade deswegen bereichernd.



hätte-Fragen lassen sich immer schwer beantworten :smirksmile: Eines war für mich essentiell wichtig: den wertfreien Umgang mit mir selbst zu lernen. Das hat mir ein ganzes Stück innere Freiheit und Autonomie gegeben.

Mir ging es nur um den Aspekt, wie wichtig eine wie auch immer geartete Unterstützung dabei ist. Von außen, durch andere Menschen.



Bei mir wars die Unzufriedenheit und dass ich nicht bereit war, mich damit abzufinden. Man kann auch sagen: es ist der Leidensdruck, der einen in Bewegung bringen kann. (Es muss aber nicht immer Leiden sein)

Ich denke schon, dass es ohne einen Leidensdruck nicht geht. Der muss nicht groß und allumfassend sein.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ohne Aussicht auf Belohnung (= sich wohl fühlen) macht sich keiner auf den Weg.
Die einen suchen wie du Alternativen - die andren sporteln und diäten eben noch mehr.
Letzteres stößt dann natürlich irgendwann an seine Grenzen spätestens im Alter.



Aber du suchst doch und hast dieses Bewusstsein bzw die Bereitschaft zu reflektieren und zu finden, oder nicht? Sonst würdest du dich nicht auf diese Weise mit dem Thema beschäftigen?!

DAs kommt davon, wenn ich zwanghaft das Wörtchen "man" vermeide. :freches grinsen:

Ich sehe mich schon auch den beschriebenen Einflüssen ausgesetzt und ich bin sicher auch nicht resistent gegen die bunten Bilder. Erst kürzlich habe ich mal wieder ein neues Shampoo ausprobiert, weil es fülligeres Haar verspricht. Da setzt bei mir der Verstand ganz schnell aus.

Trotzdem sehe ich vieles kritisch und ja: es ärgert mich. Es beleidigt meinen Verstand, und nicht nur meinen, ich bemerke es eben.
Ich habe das "Glück", noch nie in die gängigen Schönheitsideale gepasst zu haben und war in diesem Sinne schon immer eine "Alternative". Ich habe mich damit oft einsam gefühlt und habe mir gewünscht, ich könnte mich mit anderen, denen es ebenso geht, austauschen. Vor allem in jungen Jahren, inzwischen habe ich meinen Frieden mit mir und meinem Aussehen weitgehend geschlossen.

Ich wünsche mir für Mädchen und junge Frauen, gerade wenn sie hübsch sind, mehr Vor-Bilder als das, was in den Medien zu finden ist. Auch wenn sie ihr Ding selber machen müssen.

Inaktiver User
29.05.2014, 18:08
Ich wünsche mir für Mädchen und junge Frauen, gerade wenn sie hübsch sind, mehr Vor-Bilder als das, was in den Medien zu finden ist. Auch wenn sie ihr Ding selber machen müssen.

Ja. Und das ist ein Grund, warum ich jedwede Stylingshows oder entsprechende Strecken in Zeitschriften so furchtbar finde - da sehen die Frauen dann hinterher alle ziemlich gleich aus, glattgezogen dem Trend entsprechend. Furchtbar.

Inaktiver User
29.05.2014, 18:29
dann müssen wir uns eben öfter dran erinnern, dass wir auch die Gesellschaft sind und uns deshalb auch nicht jeden Scheiss einreden lassen und nicht jeden Mist mitmachen müssen. Klein angefangen ist dabei auch schon angefangen.

Yep. Einfach mal das Hirn einschalten und selbst denken.

Ich meine, da kann doch jeder draufkommen, dass nicht nur junge schöne schlanke Menschen lieben und geliebt werden? Sonst müssten ja alle Models überglücklich sein mit ihrem Leben, perfekt wie sie sind. Aber jeder weiß doch auch, dass es so simpel eben - gottlob - nicht ist. Wieso lässt man sich das denn dann einreden?? Von Leuten die ein eindeutiges Interesse daran haben uns über gefühlte Defizite irgendeinen Quark aufzuschwätzen???

Amelie63
29.05.2014, 19:18
DAs kommt davon, wenn ich zwanghaft das Wörtchen "man" vermeide.
hehe, das kenn ich. Ist aber nicht das schlechteste :freches grinsen:

Inaktiver User
29.05.2014, 20:10
Ich meine, da kann doch jeder draufkommen, dass nicht nur junge schöne schlanke Menschen lieben und geliebt werden? Sonst müssten ja alle Models überglücklich sein mit ihrem Leben, perfekt wie sie sind. Aber jeder weiß doch auch, dass es so simpel eben - gottlob - nicht ist. Wieso lässt man sich das denn dann einreden?? Von Leuten die ein eindeutiges Interesse daran haben uns über gefühlte Defizite irgendeinen Quark aufzuschwätzen???

Naja ... jüngere Menschen sind da aber noch ganz anders beeinflussbar.
Und auch ältere, die es eigentlich besser wissen, sind nicht immun, das ist ja alles hinlänglich nachgewiesen. Wenn wir alle so kritisch und bewusst wären, dann wäre auch niemand ernährungsbedingt krank oder Alkoholiker und mindestens ein Drittel aller Produkte würde vom Markt verschwinden, weil die Leute sich weigern würden, überflüssigen Mist zu kaufen.

So einfach ist es leider nicht.

Inaktiver User
01.06.2014, 12:26
So einfach ist es wirklich nicht.
Das wäre eine schöne Welt, in der auch Heidi Klum & Co. ihr Geld - sagen wir mal: anders - verdienen müssten.

Das ganze System funktioniert ja nicht nur über das Gehirn, obwohl das ziemlich manipulierbar ist.
Dazu gehören auch Emotionen: z.B. das Gefühl, die Sehnsucht, anerkannt und beliebt zu sein.

Dafür wird dann auch noch überwiegend das Unterbewusstsein angesprochen, damit werden die kognitiven Prozesse übergangen. So ist das halt mit der Manipulation.

Natürlich muss sich da jeder selbst mit auseinandersetzen.
Aber nicht jede(r), dem das nicht 100% gelingt, ist ein ahnungsloser Depp.

Inaktiver User
01.06.2014, 12:43
So einfach ist es wirklich nicht.
Das wäre eine schöne Welt, in der auch Heidi Klum & Co. ihr Geld - sagen wir mal: anders - verdienen müssten.

Wieso müsste die ihr Geld anders verdienen? Es ist doch nichs dagegen einzuwenden, schöne Kleider an schönen Leuten zu zeigen. So funktionieren Modezeitschriften nun mal - sie zeigen Träume. Das ist ihre Geschäftsmodell und ich sehe daran nichts Ehrenrühriges.
"Normale" Leute gucke ich mir lieber im normalen Leben an.

Das Problem ist die naive Identifikation mit solchen Models. Da würde es durchaus helfen, sein Hirn einzuschalten.

Inaktiver User
01.06.2014, 14:30
Wieso müsste die ihr Geld anders verdienen?

Ich meinte damit hauptsächlich ihre Model-Show.
Wenn alle einfach nur ihr Gehirn einschalten müssten - dann gäbe es diese Show gar nicht.


Es ist doch nichs dagegen einzuwenden, schöne Kleider an schönen Leuten zu zeigen. So funktionieren Modezeitschriften nun mal - sie zeigen Träume. Das ist ihre Geschäftsmodell und ich sehe daran nichts Ehrenrühriges.

Ich hatte mich auf das Argument bezogen, dass "man" doch eigentlich nur sein Gehirn einschalten müsste, um sich z.B. nicht durch die schöne bunte Welt zum Konsum verführen zu lassen.
Ich wollte das nicht werten, sondern anzweifeln.



Das Problem ist die naive Identifikation mit solchen Models. Da würde es durchaus helfen, sein Hirn einzuschalten.

Wie lernen Mädchen und junge Frauen, "ihr Gehirn einzuschalten"?
Bestimmt nicht durch Vorbilder in den Medien.

Womit ich wiederum nicht sagen will, dass alle Modezeitschriften Vorbildcharakter haben sollten.
Sondern, dass das mit dem Hirn einschalten leichter gesagt, als getan ist.

Jeder denkt doch von sich, er hätte sein Hirn eingeschaltet, wenn nötig.
Auch und besonders die, die das nicht tun.

Inaktiver User
01.06.2014, 15:04
Wie lernen Mädchen und junge Frauen, "ihr Gehirn einzuschalten"?
Bestimmt nicht durch Vorbilder in den Medien.

Durch reale Vorbilder.
Mütter, die selbst dauernd an sich rumkritisieren, laufend Diäten machen, statt sich zu bewegen oder sich stets mit anderen vergleichen halte ich für problematischer als die Medien.

Wahrscheinlich wird deren Vorbildfunktion ohnehin überschätzt. So, wie nicht jeder Junge, der gerne Egoshooter spielt, aggressiv oder kriminell wird, werden auch nicht alle Mädchen, die sich Modelshows ansehen, mager- oder schönheitssüchtig.

Manchmal dienen solche "seichten" Unterhaltungen einfach der Entspannung.

Inaktiver User
01.06.2014, 15:10
Jeder denkt doch von sich, er hätte sein Hirn eingeschaltet, wenn nötig.
Auch und besonders die, die das nicht tun.

Ja, frei nach den Wahlverwandschaften: Diejenigen, die sich besonders bewusst und kritisch wähnen, sind (vermutlich) am meisten beeinflusst.

Inaktiver User
01.06.2014, 15:53
Ja, frei nach den Wahlverwandschaften: Diejenigen, die sich besonders bewusst und kritisch wähnen, sind (vermutlich) am meisten beeinflusst.

Welche Wahlverwandtschaften? Die von Gödde? :freches grinsen:
Und von welchen Schönheitsidealen war der beeinflusst? Der Mann war doch groß und schlank :smirksmile:

Inaktiver User
01.06.2014, 18:46
Welche Wahlverwandtschaften? Die von Gödde? :freches grinsen:
Und von welchen Schönheitsidealen war der beeinflusst? Der Mann war doch groß und schlank :smirksmile:

Der war ja auch eine Ausnahmeerscheinung.

Was der alles geleistet hat - obwohl er sich jeden Abend beim Egoshooter spielen entspannt hat.

Erstaunlich!

:freches grinsen:

Inaktiver User
01.06.2014, 18:53
Durch reale Vorbilder.
Mütter, die selbst dauernd an sich rumkritisieren, laufend Diäten machen, statt sich zu bewegen oder sich stets mit anderen vergleichen halte ich für problematischer als die Medien.


Das reale Vorbild welches du da beschreibst, ist doch schon recht nah an dem, was in einer Modelshow gezeigt wird.

Dann kommt da ja beides zusammen und verstärkt sich gegenseitig.

Hältst du das für abwegig bzw. für Einzelfälle?

Inaktiver User
01.06.2014, 19:30
Der war ja auch eine Ausnahmeerscheinung.

Was der alles geleistet hat - obwohl er sich jeden Abend beim Egoshooter spielen entspannt hat.

Erstaunlich!

:freches grinsen:

Ja, er und Charlotte von Stein haben wahrscheinlich über den Park hinweg sowas Ähnliches gespielt. Sie konnten einander ja ins Fenster gucken und Lichtzeichen geben :freches grinsen:


Das reale Vorbild welches du da beschreibst, ist doch schon recht nah an dem, was in einer Modelshow gezeigt wird.

Dann kommt da ja beides zusammen und verstärkt sich gegenseitig.

Hältst du das für abwegig bzw. für Einzelfälle?

Kapier ich nicht. Welches reale Beispiel kommt in welcher Modelshow vor?

Inaktiver User
01.06.2014, 20:02
Du schreibst in deinem Beitrag #177 von "realen Vorbildern" und nennst auch ein Negativbespiel, welches d.E. eher Einfluss hat auf Mädchen/junge Frauen als eine Modelshow.

So, wie du das Negativbeispiel darstellst (ich habe aus deinem Post zitiert), entspricht es für mich genau dem, was auch eine Modelshow vermittelt: Diäten, sich vergleichen, Schönheitsfimmel...

Da hab ich mir einfach vorgestellt wie das wohl sein mag, wenn in so einem Fall reale und mediale Vorbilder zusammenpassen und -wirken: auf Mädchen/junge Frauen.

Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen.

Inaktiver User
01.06.2014, 20:05
Ja, er und Charlotte von Stein haben wahrscheinlich über den Park hinweg sowas Ähnliches gespielt. Sie konnten einander ja ins Fenster gucken und Lichtzeichen geben :freches grinsen:

Was du so unter Egoshooter verstehst.....:pfeifend:

Inaktiver User
01.06.2014, 20:41
ja - es ist nicht immer einfach, das "Gehirn" einzuschalten. Ich kaufe ja auch ab und zu Zeugs, welches mir die Werbung als pure Wundermittel anpreist (nicht nur auf Makeup bezogen...). Letztlich habe ich mich zu einem Parfüm hinreissen lassen und stelle fest, dass es (ohne die wundervolle raffinierte Werbung) etwas muffig und seltsam duftet...

Seltsamerweise funzt es beim Abgrenzen von Models ganz gut. Die sehe ich als Ästhetin gerne, ohne Neid, mit einer gewissen Bewunderung - es ist quasi wie Kunst. Ich schau ja auch gern Ballett - und weiß...das hätte ich nie hingekriegt/werde ich nie hinkriegen. Und dennoch: dieses Feine, Ästhetische, Elegante, das fasziniert mich und erfreut mich.

Ich dürfte mir keine Tanzshows mehr ansehen, keine Modezeitschriften mit idealisierten Menschen, keine schönen Sängerinnen und müsste jedes Mal, wenn mir eine bewundernswert schöne Frau begegnet, abtauchen, würde das mein Selbstwertgefühl untergraben. Das muss doch schrecklich sein. Allem Schönen Ästhetischen Künstlerischem aus dem Weg zu gehen, weil man es nicht ertragen kann? Wäre es nicht besser, sich mal außen vor zu lassen? Wie die tolle Fotografin, mit der ich mal zusammen gearbeitet habe. Sie war alt, hatte 20 kg Übergewicht, liebte es, im Jogginganzug zu arbeiten und hatte eine schreckliche Frisur. Sie hatte tagtäglich mit den hübschesten Frauen zu tun, die man sich vorstellen kann - sieh hat für einigie Kataloge Models fotografiert. Das hat sie alles ziemlich kalt gelassen - sie war souverän, selbstbewusst und fand sich auf ihre Art "gut"...

ES gibt einen Grund für mich, Fotos von "Unperfekten" statt Models skeptisch gegenüber zu stehen. Identifizieren sich "Betroffene" damit...oder ist das wieder Futter für die "dunkle Seite"?? " na, da seh ich aber um Längen besser aus!!" oder " Naja - soooo dicke Beine wie die habe ich aber nicht!!"
Es ist im Grunde genommen die zweite Seite der Medaille..schürt das Perfekte die Unterlegenheit, so mag das Unperfekte...die Überlegenheit schüren.

Es wäre schön, würde man den Vergleich nicht brauchen...

Inaktiver User
01.06.2014, 21:11
Seltsamerweise funzt es beim Abgrenzen von Models ganz gut. Die sehe ich als Ästhetin gerne, ohne Neid, mit einer gewissen Bewunderung - es ist quasi wie Kunst. Ich schau ja auch gern Ballett - und weiß...das hätte ich nie hingekriegt/werde ich nie hinkriegen. Und dennoch: dieses Feine, Ästhetische, Elegante, das fasziniert mich und erfreut mich.

O.k., ich verstehe.

Für mich ist da eben noch ein Unterschied, ob ich jemanden auf der Bühne zuschaue wie er/sie Kunst "macht" (Ballett) oder ob ich ein Foto in einem Magazin betrachte.
Man kann aber auch die Manipulation von Fotos (Photoshop) als Kunstform betrachten.


Ich dürfte mir keine Tanzshows mehr ansehen, keine Modezeitschriften mit idealisierten Menschen, keine schönen Sängerinnen und müsste jedes Mal, wenn mir eine bewundernswert schöne Frau begegnet, abtauchen, würde das mein Selbstwertgefühl untergraben.

Das alles MUSS ja nicht das Selbstwertgefühl untergraben. Es geht doch nicht um "Verbote".
Eher um eine kritische Auseinandersetzung, ab und an, fände ich gut.


Das muss doch schrecklich sein. Allem Schönen Ästhetischen Künstlerischem aus dem Weg zu gehen, weil man es nicht ertragen kann?

Das finde ich jetzt schon etwas überzogen.
Ich sehe mir gerne schöne Menschen an, allerdings lieber real und so wenige sind das gar nicht, wenn ich mich so umschaue. Vielleicht sind meine Maßstäbe auch nicht so hoch.

Ansonsten schaue ich mir überhaupt gerne Menschen an und manche/r, der nicht gängigen Schönheitsidealen entspricht, finde ich interessanter und eindrucksvoller als eine retuschierte "Schönheit".
Ästhetik, Ebenmaß ist nicht der einzige visuelle Reiz, der mich anspricht.
Ich wünsche mir einfach, dass da mehr Bandbreite da wäre. Und ein Beitrag mit dem Titel "Wir sind schön genug", der dann doch wieder nur mit den Bekannten Schablonen dekoriert wird, halte ich eben für einen Witz. Oder überflüssig = Thema verfehlt.


ES gibt einen Grund für mich, Fotos von "Unperfekten" statt Models skeptisch gegenüber zu stehen. Identifizieren sich "Betroffene" damit...oder ist das wieder Futter für die "dunkle Seite"?? " na, da seh ich aber um Längen besser aus!!" oder " Naja - soooo dicke Beine wie die habe ich aber nicht!!"
Es ist im Grunde genommen die zweite Seite der Medaille..schürt das Perfekte die Unterlegenheit, so mag das Unperfekte...die Überlegenheit schüren.

Kann schon sein - käme auf einen Versuch an.
Ich glaube, ich bin einfach zu harmlos für solche Gedankengänge.


Es wäre schön, würde man den Vergleich nicht brauchen...

Das ist wahr!

Inaktiver User
01.06.2014, 21:29
Welche Wahlverwandtschaften? Die von Gödde? :freches grinsen:
Und von welchen Schönheitsidealen war der beeinflusst? Der Mann war doch groß und schlank :smirksmile:

:freches grinsen:

Nee .. da war der Spruch drin ... dass diejenigen erst recht Sklaven sind, die sich für frei halten.

Inaktiver User
02.06.2014, 10:31
O.k., ich verstehe.

Für mich ist da eben noch ein Unterschied, ob ich jemanden auf der Bühne zuschaue wie er/sie Kunst "macht" (Ballett) oder ob ich ein Foto in einem Magazin betrachte.
Man kann aber auch die Manipulation von Fotos (Photoshop) als Kunstform betrachten.



Das alles MUSS ja nicht das Selbstwertgefühl untergraben. Es geht doch nicht um "Verbote".
Eher um eine kritische Auseinandersetzung, ab und an, fände ich gut.



Das finde ich jetzt schon etwas überzogen.
Ich sehe mir gerne schöne Menschen an, allerdings lieber real und so wenige sind das gar nicht, wenn ich mich so umschaue. Vielleicht sind meine Maßstäbe auch nicht so hoch.

Ansonsten schaue ich mir überhaupt gerne Menschen an und manche/r, der nicht gängigen Schönheitsidealen entspricht, finde ich interessanter und eindrucksvoller als eine retuschierte "Schönheit".
Ästhetik, Ebenmaß ist nicht der einzige visuelle Reiz, der mich anspricht.
Ich wünsche mir einfach, dass da mehr Bandbreite da wäre. Und ein Beitrag mit dem Titel "Wir sind schön genug", der dann doch wieder nur mit den Bekannten Schablonen dekoriert wird, halte ich eben für einen Witz. Oder überflüssig = Thema verfehlt.



Kann schon sein - käme auf einen Versuch an.
Ich glaube, ich bin einfach zu harmlos für solche Gedankengänge.



Das ist wahr!


So sehe ich das - die idealisierten Models in Zeitschriften sind letztlich "Kunst"...eine Kunst, die mir gut gefällt - weil sie sich vom Alltäglichen, vom Normalen abhebt. Ich suche mir "meine" Menschen nicht nach Äußerlichkeiten aus..da sind andere Kriterien gefragt als Ebenmaß..."interessant" ist für mich was anderes als "schön". Ansehnlich, attraktiv, auch hübsch finde ich viele, schön im klassischem Sinne eher wenige. Eine klassische Schönheit muss ich nicht attraktiv finden..

"Kritische" Auseinandersetzung ja...aber sich nicht damit beschweren, dass andere "schön" sind - egal, ob das nun eine idealisierte Schönheit ist oder eine "alltägliche", nicht retuschierte (auch die können das Selbstwertgefühl angreifen).
Man könnte es ja auch einfach genießen...ganz ohne Wertung - wie man eine schöne Landschaft, ein schönes Bauwerk bewundert..

Wer kein gefestigtes Selbstwertgefühl hat, der kann von allem möglichen nieder gezogen werden...von vermeintlicher Schönheit, von Menschen, die mehr Bildung haben, ect. Da sich immer jemand findet, der irgendwas besser kann, der besser aussieht, verliert "man" immer, wenn man sich vergleicht. Dieses sich-vergleichen...es in persönlichem Bezug zu sehen - das ist für mich die Wurzel des Übels.

"Wir sind schön genug"...der Titel stört mich irgendwie. Ist, als würde das Pendel ins andere Extrem ausschlagen. Man darf und sollte sich ruhig kritisch sehen und nicht aus mangelnder Selbstakzeptanz plötzlich völlig unkritische Eigenliebe werden lassen. Natürlich darf man Makel an sich feststellen und benennen (und auch was tun), solange man sich nicht selbst dadurch völlig in Frage stellt und massive Probleme bekommt.
Warum nicht realistisch mit sich umgehen? Ich sähe mit kleinerer Nase hübscher aus...ist halt so....dafür habe ich ganz hübsche Augen :-)

Zu harmlos... Vielleicht bist du einfach zufrieden mir dir und vergleichst dich nicht....genau dazu fordern nämlich aus Bilder des "Unperfekten" auch auf...

Inaktiver User
02.06.2014, 10:38
Seltsamerweise funzt es beim Abgrenzen von Models ganz gut. Die sehe ich als Ästhetin gerne, ohne Neid, mit einer gewissen Bewunderung - es ist quasi wie Kunst. Ich schau ja auch gern Ballett - und weiß...das hätte ich nie hingekriegt/werde ich nie hinkriegen. Und dennoch: dieses Feine, Ästhetische, Elegante, das fasziniert mich und erfreut mich.


So seh ich das auch, zum einen als Kunst, zum anderen ist mir bewußt, dass das Profis sind die damit ihr Geld verdienen und sehr viel dafür tun (müssen), so auszuschauen.

Damit muss ich mich doch nicht vergleichen, ich vergleich mich ja auch nicht mit Angela Merkel und ärgere mich, dass ich nicht Bundeskanzlerin bin. :smirksmile:

Inaktiver User
02.06.2014, 12:13
Ja, ganz toll.
Aber sehr junge Frauen sehen das eben sehr oft nicht so. :unterwerf:

Inaktiver User
02.06.2014, 17:37
Ja, ganz toll.
Aber sehr junge Frauen sehen das eben sehr oft nicht so. :unterwerf:

Und junge Frauen, wie meine Tochter z.B. mit 22, haben Mütter mit denen sie sich hoffentlich über sowas austauschen können.

Inaktiver User
02.06.2014, 18:44
*seufz*

Nochmal: Diese Theorien sind alle schön und gut, aber die Realität sieht nun mal ganz offensichtlich anders aus.
Oder glaubt ihr, gesunde Menschen kommen von sich aus auf ein völlig unnatürliches "Schönheitsideal", das kaum jemand erfüllen kann, und kaufen absolut überflüssigen Scheiß, den kein Mensch braucht?

Inaktiver User
02.06.2014, 19:27
Nein, das glaub ich nicht. Genau deswegen meine ich aber, dass daran eben nicht die Medien schuld sind, sondern dass die Betroffenen da eine Problematik haben, die sich immer irgendwie äußern würde, und wenn es andere Frauen in der Sauna sind oder Frauen die der Partner auf der Straße sieht oder was ich schon alles gehört habe. Das liegt in denjenigen selbst, und darüber sollten sie nachdenken, anders kriegen sie das auch nicht gelöst. Und schon gar nicht, in dem sie die Verantwortung für ihr Wohlbefinden an andere delegieren.

Meine Realität ist eben, dass weder mich noch meine Tochter das tangiert - und wer so sehr drunter leidet kann sich gern was davon abgucken oder natürlich auch weiter leiden. Aber bitte nicht unterstellen, die Lebenswirklichkeit hieße, damit nicht umgehen bzw das nicht lernen zu können.

Inaktiver User
02.06.2014, 19:40
Okay, dann sind Untersuchungen zu diesem Thema mit entsprechendem Ergebnis alle Quatsch und alle Frauen könnten sich ganz locker von solchen Fremdbildern freimachen.
Dann gibt es ja kein Problem.

Inaktiver User
02.06.2014, 19:43
Wieso denn "ganz locker"?

Ist es zuviel verlangt dass man sich im eigenen Interesse auch mal ernsthaft mit was auseinandersetzt, auch wenn das mühsam ist? Reife, persönliche Entwicklung und Zufriedenheit kriegt man selten nachgeschmissen, da muss man schon was dafür tun. Aber Jammern ist natürlich leichter.

Inaktiver User
02.06.2014, 20:50
Okay, dann sind Untersuchungen zu diesem Thema mit entsprechendem Ergebnis alle Quatsch und alle Frauen könnten sich ganz locker von solchen Fremdbildern freimachen.
Dann gibt es ja kein Problem.


Ich glaub, du hast es auf den Punkt gebracht! :osterhase:

Inaktiver User
02.06.2014, 21:13
So sehe ich das - die idealisierten Models in Zeitschriften sind letztlich "Kunst"...eine Kunst, die mir gut gefällt - weil sie sich vom Alltäglichen, vom Normalen abhebt. Ich suche mir "meine" Menschen nicht nach Äußerlichkeiten aus..da sind andere Kriterien gefragt als Ebenmaß..."interessant" ist für mich was anderes als "schön". Ansehnlich, attraktiv, auch hübsch finde ich viele, schön im klassischem Sinne eher wenige. Eine klassische Schönheit muss ich nicht attraktiv finden..

Kunst und Künstlichkeit - wäre auch noch ein Thema....
Wie ich schon schrieb, sehe ich auch gerne schöne Menschen. Ich fühl mich manchmal nur ein wenig erschlagen bzw. gelangweilt von den oft gleichförmigen und sich ähnelnden Gesichtern und Figuren.
Schönheit ist für mich etwas besonderes, nichts beliebig reproduzierbares.
Es ist halt Geschmackssache.



"Kritische" Auseinandersetzung ja...aber sich nicht damit beschweren, dass andere "schön" sind - egal, ob das nun eine idealisierte Schönheit ist oder eine "alltägliche", nicht retuschierte (auch die können das Selbstwertgefühl angreifen).
Man könnte es ja auch einfach genießen...ganz ohne Wertung - wie man eine schöne Landschaft, ein schönes Bauwerk bewundert..

Wieso beschweren?
Es geht für mich nicht darum, dass andere Menschen schöner sind als ich und mich das runterzieht.
Sondern das Schönheit in Bildern auch eine unreflektierte Deko kann, z.B. in dem monierten Artikel.
Es hätte m.E. kreativere und stimmigere Möglichkeiten für eine themenbezogene Illustration gegeben.


Wer kein gefestigtes Selbstwertgefühl hat, der kann von allem möglichen nieder gezogen werden...von vermeintlicher Schönheit, von Menschen, die mehr Bildung haben, ect. Da sich immer jemand findet, der irgendwas besser kann, der besser aussieht, verliert "man" immer, wenn man sich vergleicht. Dieses sich-vergleichen...es in persönlichem Bezug zu sehen - das ist für mich die Wurzel des Übels.

Ja sicher, da stimme ich dir zu.
Ich frage mich nur, wie die Diskussion über diesen Artikel in dieses Fahrwasser gekommen ist?
Wenn ich es richtig verstanden habe, war doch die Intention gerade: "So wie ich bin, bin ich schön genug".
Und das auf eine individuelle Weise.



"Wir sind schön genug"...der Titel stört mich irgendwie. Ist, als würde das Pendel ins andere Extrem ausschlagen. Man darf und sollte sich ruhig kritisch sehen und nicht aus mangelnder Selbstakzeptanz plötzlich völlig unkritische Eigenliebe werden lassen. Natürlich darf man Makel an sich feststellen und benennen (und auch was tun), solange man sich nicht selbst dadurch völlig in Frage stellt und massive Probleme bekommt.

Ich glaube, es geht beides: den Makel sehen und sich trotzdem schön finden.

Zumindest schön genug: für ein gutes Leben, um zu lieben und geliebt zu werden....

Ist was anderes als die für mich eher unangenehmen Zeitgenossinnen & -genossen, die sich selbst für unfehlbar und makellos halten. Was genau genommen doch keine(r) ist, aber rausposaunt wird es bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Da stört mich dann eher die Überheblichkeit und die Abwertung derer, die nicht so toll sind, wie man selbst.
Und hat für mich dann gar nichts mit der äußerlichen Schönheit zu tun.

Inaktiver User
02.06.2014, 21:54
Wieso denn "ganz locker"?

Ist es zuviel verlangt dass man sich im eigenen Interesse auch mal ernsthaft mit was auseinandersetzt, auch wenn das mühsam ist? Reife, persönliche Entwicklung und Zufriedenheit kriegt man selten nachgeschmissen, da muss man schon was dafür tun. Aber Jammern ist natürlich leichter.

Das ist doch nun wirklich Stuss. Zeig mir doch mal 13jährige, die reif und entwickelt und zufrieden sind ... klar, die müssen nur was dafür tun, und schon widerstehen sie den modernen Bildern. :gegen die wand:

Inaktiver User
03.06.2014, 14:48
Kunst und Künstlichkeit - wäre auch noch ein Thema....
Wie ich schon schrieb, sehe ich auch gerne schöne Menschen. Ich fühl mich manchmal nur ein wenig erschlagen bzw. gelangweilt von den oft gleichförmigen und sich ähnelnden Gesichtern und Figuren.
Schönheit ist für mich etwas besonderes, nichts beliebig reproduzierbares.
Es ist halt Geschmackssache.




Wieso beschweren?
Es geht für mich nicht darum, dass andere Menschen schöner sind als ich und mich das runterzieht.
Sondern das Schönheit in Bildern auch eine unreflektierte Deko kann, z.B. in dem monierten Artikel.
Es hätte m.E. kreativere und stimmigere Möglichkeiten für eine themenbezogene Illustration gegeben.



Ja sicher, da stimme ich dir zu.
Ich frage mich nur, wie die Diskussion über diesen Artikel in dieses Fahrwasser gekommen ist?
Wenn ich es richtig verstanden habe, war doch die Intention gerade: "So wie ich bin, bin ich schön genug".
Und das auf eine individuelle Weise.



Ich glaube, es geht beides: den Makel sehen und sich trotzdem schön finden.

Zumindest schön genug: für ein gutes Leben, um zu lieben und geliebt zu werden....

Ist was anderes als die für mich eher unangenehmen Zeitgenossinnen & -genossen, die sich selbst für unfehlbar und makellos halten. Was genau genommen doch keine(r) ist, aber rausposaunt wird es bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Da stört mich dann eher die Überheblichkeit und die Abwertung derer, die nicht so toll sind, wie man selbst.
Und hat für mich dann gar nichts mit der äußerlichen Schönheit zu tun.



Ich hab jetzt lange überlegt...und in meiner ganzen Lebensgeschichte niemand gefunden, der sich selbst für makellos und unfehlbar hilet oder auch nur annähernd so getan hat.. (Glück gehabt)... Abwertung von Leuten, die nicht so toll sind...meine Güte - zum Glück kenne ich solche Typen nicht (und ich kenne viele Frauen - durch meine Tanzkurse...)

Wenn du mit "wir sind schön genug" meinst, schön genug um akzeptiert, gemocht und geliebt zu werden, ja, dann hast du meine volle Zustimmung.

Weißt du - ich bin nie gelangweilt von schönen Menschen...finde nicht, dass sie alle gleich oder zumindest ähnlich oder irgendwie eben langweilig aussehen. Ich sehe das Schöne in ihnen...

Inaktiver User
03.06.2014, 14:54
Das ist doch nun wirklich Stuss. Zeig mir doch mal 13jährige, die reif und entwickelt und zufrieden sind ... klar, die müssen nur was dafür tun, und schon widerstehen sie den modernen Bildern. :gegen die wand:


Hm - aber die Medienwelt muss sich doch nicht ausschließlich nach den Bedürfnissen von einer 13jährigen richten?
Außerdem sind etliche junge Menschen oft ganz schön taff...
Auch wenn sie es nicht sind:
Leider müssen sie sich in einer Welt zurecht finden lernen, in der es nicht nur fragwürdige Vorbilder in den Medien gibt - sondern auch Gewalt, präsentiert durch Filme, Spiele ect, die einer unreifen Seele vielleicht noch mehr Schaden zufügen...als ein idealisiertes Bild einer Frau.

Wir können ihre und unsere Umwelt nicht ändern - leider manchmal...

Inaktiver User
03.06.2014, 14:58
Genau wegen dieser gleichgültigen Haltung breiten sich Unsitten aus .. wir können es ja doch nicht ändern ..

Inaktiver User
03.06.2014, 15:21
Das ist doch nun wirklich Stuss. Zeig mir doch mal 13jährige, die reif und entwickelt und zufrieden sind ... klar, die müssen nur was dafür tun, und schon widerstehen sie den modernen Bildern. :gegen die wand:

Auch 13jährige haben eine eigene Meinung und einen eigenen Geschmack. Meine Tochter findet ihren Körper z. B. richtig toll. Und der ist nicht dünn, sondern ziemlich muskulös und die Rundungen sind auch im Anmarsch. Ich weiß natürlich nicht, was wird, aber momentan glaube ich eher nicht, dass sie auf den "Je dünner, umso besser"-Zug aufspringen wird.

Inaktiver User
03.06.2014, 15:30
Nun, Gleichgültigkeit brauche ich mir nicht vorwerfen zu lassen.
Hatte lange zeit Bauchtanzkurse für Jugendliche - in denen auch Körperbewusstsein eine große Rolle spielte -und in denen jegliche Abwertung des Körpers einer anderen ein absolutes NOGO war..
DAs ist eine Art Erziehungsarbeit, die ein Modejournal gewiss nicht leisten kann - aber Elternhäuser, Vereine, Tanzschulen, ect.

Bei manchen hats was gebracht...bei anderen nicht.

Ich glaube, es gibt einfach eine Zeit im leben jeder Frau, in der sie unzufrieden mit sich ist und gerne "schöner" wäre. Auch damit muss man zu leben lernen...auch damit, dass es immer eine/n gibt, die/der schöner, klüger, besser, sportlicher ect ist als man selbst.

Inaktiver User
03.06.2014, 18:54
Ruby,
das klingt ja wie ein Statement.
Ein sehr gutes übrigens.

LG Lucia

coryanne
04.06.2014, 03:19
Ich habe den Artikel gestern gelesen und fand spontan die Fotos dazu auch nicht so klasse. Ich haette Zeichnungen - zum Beispiel auch stilisierte - passender gefunden.

Inaktiver User
04.06.2014, 09:23
Ruby,
das klingt ja wie ein Statement.
Ein sehr gutes übrigens.

LG Lucia


Danke Dir :-)

Inaktiver User
04.06.2014, 09:52
Ich habe den Artikel gestern gelesen und fand spontan die Fotos dazu auch nicht so klasse. Ich haette Zeichnungen - zum Beispiel auch stilisierte - passender gefunden.

Ehrlich gesagt blende ich die Bilder offenbar immer aus beim Lesen, ich könnte ohne diesen Strang gar nicht sagen, wie die waren... Das Gleiche bei den Titelbildern, die sind einfach zu stereotyp und langweilig, als dass ich die bewußt wahrnehme. Irgendwie eins wie's andere, ununterscheidbar.

Aber insgesamt stimmt es schon, passend war es hier nicht.

Schön hätte ich auch gefunden, Details abzubilden. Jeder hat ja irgendwas schönes, es muss ja nicht die Gesamtheit perfekt sein, man kann sich ja auch an Einzelheiten freuen, zarte Hände, eine schöne Augenfarbe, schlanke Fesseln, ein tolles Dekollete. Sowas hätte mir gefallen, den Blick mehr auf das positive lenken als auf die Defizite.

Inaktiver User
04.06.2014, 09:57
Man kann die (wenigen) Frauen, die an der begleitenden Aktion "Wir sind schön genug (http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/schoen-genug/)" teilgenommen haben, mit einem Klick auf ein Herzchen bewerten.

Das ist in meinen Augen genau so widersprüchlich wie die nackten Tümpelnymphen, die das entsprechende Dossier im Heft illustriert haben. (Wobei ich diese Bilder so interpretiert habe, daß unter der Oberfläche eines noch so verschlammten Weihers die schönsten Fische schwimmen... also eine Allegorie auf die "innere", verborgene Schönheit der Frau.)

Wenn sich eine Frau schön findet, ist das doch prima - und wenn sie zu dem Thema ein Bild von sich postet, ebenfalls.

Warum muß das gleich wieder extern bewertet werden? Geht es jetzt darum, welche die "genug Schönste" (oder am schönsten genug) von ihnen ist?!

Inaktiver User
04.06.2014, 10:15
Warum muß das gleich wieder extern bewertet werden? Geht es jetzt darum, welche die "genug Schönste" (oder am schönsten genug) von ihnen ist?!

Das wusste ich gar nicht. Ich finde das direkt grotesk.

Das ist doch der totale Widerspruch - einerseits soll man sich (zu Recht) davon freimachen sich immer zu bewerten, sondern sich so annehmen wie man ist - und dann wird munter drauf los beurteilt, wieder mit dem kritischen Blick von außen???? :ooooh:

Sorry, das ist wirklich ultra-bescheuert. Da helfen auch keine Herzchen. :gegen die wand:

Inaktiver User
04.06.2014, 10:26
Ja.
Aua, aua, aua!

:gegen die wand: :gegen die wand: :gegen die wand:

coryanne
04.06.2014, 11:21
Schön hätte ich auch gefunden, Details abzubilden. Jeder hat ja irgendwas schönes, es muss ja nicht die Gesamtheit perfekt sein, man kann sich ja auch an Einzelheiten freuen, zarte Hände, eine schöne Augenfarbe, schlanke Fesseln, ein tolles Dekollete. Sowas hätte mir gefallen, den Blick mehr auf das positive lenken als auf die Defizite.

Auch eine gute Idee! Haette mir auch gefallen!

Ich blende auch oftmals Fotos aus, das Titelbild, auch ...

Stimmt, meist sehr austauschbar...

Wobei mir die Presentation des Schmuckes gut gefallen hat. Oder war das etwa nicht in der Brigitte?

Inaktiver User
04.06.2014, 11:29
Man kann die (wenigen) Frauen, die an der begleitenden Aktion "Wir sind schön genug (http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/schoen-genug/)" teilgenommen haben, mit einem Klick auf ein Herzchen bewerten.

Das ist in meinen Augen genau so widersprüchlich wie die nackten Tümpelnymphen, die das entsprechende Dossier im Heft illustriert haben. (Wobei ich diese Bilder so interpretiert habe, daß unter der Oberfläche eines noch so verschlammten Weihers die schönsten Fische schwimmen... also eine Allegorie auf die "innere", verborgene Schönheit der Frau.)

Wenn sich eine Frau schön findet, ist das doch prima - und wenn sie zu dem Thema ein Bild von sich postet, ebenfalls.

Warum muß das gleich wieder extern bewertet werden? Geht es jetzt darum, welche die "genug Schönste" (oder am schönsten genug) von ihnen ist?!


Ui - das ist mir bis jetzt entgangen...das ich finde ich echt schrecklich. Warum müssen die Frauen bewertet werden (und sei es mit Herzchen??) Sind wir hier auf der Pudelausstellung?? (...und selbst da finde ich dieses "Bewerten" dämlich..)

Inaktiver User
04.06.2014, 11:31
"Pudelausstellung" - geiler Vergleich! :freches grinsen:

Aber eigentlich ist das nicht zum Lachen, mir geht diese Bewerterei auch tierisch auf den Zwirn.

Inaktiver User
04.06.2014, 11:47
"Pudelausstellung" - geiler Vergleich! :freches grinsen:

Aber eigentlich ist das nicht zum Lachen, mir geht diese Bewerterei auch tierisch auf den Zwirn.

Mir auch!! Warum müssen diese netten Frauen, die sich dort zeigen, unbedingt "bewertet-" werden?
Das widerspricht dem Artikel doch total und zeigt, wie tief diese Sucht sitzt, Menschen einzuordnen, abzuchecken und ihnen eine Bewertung aufzudrücken! Man hätte diese Frauen einfach nur berichten lassen sollen.

Was dahinter steckt: die Verantwortlichen wollen sehen, wie die Damen "ankommen"...und das ganz sicher irgendwie nutzen... Nichts ist umsonst :-(

Tabitha
11.06.2014, 06:12
Man kann die (wenigen) Frauen, die an der begleitenden Aktion "Wir sind schön genug (http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/schoen-genug/)" teilgenommen haben, mit einem Klick auf ein Herzchen bewerten.



Da soll das Aussehen bewertet werden? :wie?:
Ich dachte, es geht um den Text, ihre Aussagen zum Thema.
Habe ich was überlesen? Wo steht denn dass das Aussehen bewertet werden soll? Oder
geht ihr ganz selbstverständlich davon aus, dass natürlich NUR das Aussehen gemeint sein kann? :smirksmile:

Inaktiver User
11.06.2014, 11:13
Selbst, wenn auch die Aussagen bewertet werden: Wozu soll das gut sein? "Die ist aber lockerer als die andere" oder was?

Tabitha
11.06.2014, 19:54
Na, das orientiert sich doch an Facebook, da klickst du doch auch auf "mag ich", wenn dir eine Aussage gefällt. Das hier ist dasselbe.

Inaktiver User
11.06.2014, 21:15
Naja, man muss wirklich nicht jeden Schwachsinn mitmachen. Und diese ständige Bewerterei ist einfach das Letzte.

Inaktiver User
11.06.2014, 21:29
... Oder geht ihr ganz selbstverständlich davon aus, dass natürlich NUR das Aussehen gemeint sein kann? :smirksmile:

Ich schon: die Aktion heißt "Wir sind schön genug". Schön - nicht schlau, geistreich oder witzig.

Tabitha
12.06.2014, 14:01
Es ist eine Meinungsäusserung, kein Casting.

Wie passt denn sonst das Bild mit dem Tier da rein (die Frau sieht doch sicher nicht wirklich so aus)?


Naja, man muss wirklich nicht jeden Schwachsinn mitmachen. Und diese ständige Bewerterei ist einfach das Letzte.

Finde ich auch, ich bin so `n sturer Facebookverweigerer. :freches grinsen: Aber es sieht so aus, als wollten alle das. Unter fast jedem Artikel findet man mittlerweile doch so`Like-Button oder ähnliches zum Bewerten.