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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zum ersten Mal beim Zahnarzt - Tipps und Tricks



Flau
17.03.2014, 14:20
Liebe Foristen

Ein wenig kurzfristig, aber vielleicht hat ja jemand Tipps fuer mich: Morgen hat Flauschi seinen ersten Zahnarzttermin. Er ist 18 Monate alt und die meisten Zaehne sind durch. Die Zahnaerztin hat mir erklaert, dass es in diesem Alter auch weniger um die Untersuchung, geschweige denn eine Behandlung geht, sondern darum, ihn an Zahnarztbesuche zu gewoehnen.
Einmal hat sie ihn schon angekuckt, da hatte er eine "Duchbruchszyste", die sich ueber einem noch nicht durchgebrochenen Zahn gebildet hatte. Von diesem Besuch wie auch Erlebnissen beim Allgemeinarzt weiss ich, dass Flauschi neugierig auf neue Menschen und grundsaetzlich kooperativ ist, aber sich ungern in den Mund schauen laesst. Die Zyste hat die Aerztin ca. 1,5 Sekunden lang "betrachten" koennen. (Diagnose war aber trotzdem korrekt.)

Die Aerztin ist sehr freundlich und geduldig. Aber vielleicht hat hier jemand trotzdem einen Tipp oder eigene Erfahrungen? Ich dachte, ich nehme noch ein Spielzeug mit, um ihn ein bisschen abzulenken, bzw. zu troesten, wenn er nach dem boesen Eingriff in seine Privatsphaere losbruellt (was er garantiert tun wird).

Inaktiver User
17.03.2014, 15:58
ihn ein bisschen abzulenken, bzw. zu troesten, wenn er nach dem boesen Eingriff in seine Privatsphaere losbruellt (was er garantiert tun wird).
Weißt Du, was eine selbsterfüllende Prophezeiung ist... ?

Ich habe meine Kinder, als sie klein waren, immer mitgenommen, wenn ich selber einen ganz normalen Termin zur Kontrolle hatte.
So haben sie die Praxis kennengelernt, wussten, wie es da aussieht und wer da so rumläuft und was gemacht wird (boah, und ein Stuhl, mit dem man hoch und runter fahren kann!!).
Die ersten "eigenen" Termine zum "einfach mal reingucken" waren dann auch gar kein Problem.

Marta-Agata
17.03.2014, 16:06
Ich würde auch auf "Nachahmung" setzen.
Erst ist Mama dran - und dann Klein-Flau.

Gehst du extra zum Zahnarzt wegen dieses Termins, ohne selbst einen zu haben?
Das finde ich eher befremdlich - ich kenne es wie Wolkentier, dass sie halt mitkommen.

diadora
17.03.2014, 20:13
Ich finde 18 Monate ziemlich früh - ich sehe ehrlich gesagt auch noch keinen Gewöhneffekt - weil er sich nicht daran erinnern wird.
Ich war letztes Jahr das erste Mal mit Miniboy (damals knapp 2 3/4) beim Zahnarzt. Hatte vorher schon das Buch "Leo Lausemaus mag sich die Zähne nicht putzen" gekauft und mit ihm oft gelesen. Der Besuch war dann ein absolutes Nullproblem. Prinz Charming hat alle Helferinnen und die Zahnärztin um die Finger gewickelt, fand es ganz toll mit dem Stuhl rauf und runter gefahren zu werden und ich war - zugegebenermassen - sehr erleichtert. Nächste Woche gehen wir wieder - auf SEINE ausdrückliche Nachfrage. Und ganz ehrlich, da war ich schon dermassen erstaunt, dass er sich erinnert und sogar die Zahnärztin beim Namen benennen konnte.

Ich will Deiner Zahnärztin nichts unterstellen, aber das klingt für mich nach Geldschneiderei. Vor allem hast Du bis zum 6. Lebensjahr "nur" 3 "kostenlose" Vorsorgetermine. Einen werden wir auch selbst bezahlen, weil ich jetzt schon jedes Jahr gehen möchte.

Bin gespannt wie ander Mama's das hier sehen.

Dir viel Glück für morgen und wenn die Zahnärztin ihn mit dem Stuhl fahren lässt, findet er es vielleicht doch auch lustig - falls nicht, keine Sorge, er wird sich wie gesagt nächstes Jahr eh nicht dran erinnern können.

Liebe Grüße
Diadora

Nijntje74
17.03.2014, 20:52
Ich würde den Zahnarztbesuch auch nicht so problematisieren. Ohne vorherige schlechte Erfahrung ist das doch in erster Linie ein interessantes Erlebnis. (Klar, das mag am Charakter der Kindes liegen, mein Sohn hat bislang auch normale Arztbesuche immer eher interessant als traumatisch gefunden, obwohl er +/- Fremden immer erst mal etwas zurückhaltend gegenübertritt)

Ich finde 18 Monate auch eher früh, hier (nicht D) war die Empfehlung, mit ca. 3 Jahren zum ersten Mal zu gehen, weil dann auch alle Zähne da sind (war bei uns allerdings nur knapp der Fall, die Zähne kamen alle eher spät). Wir haben vorher ein bisschen darüber gesprochen, was ihn erwartet, auf dem Zahnarztstuhl durfte er dann auf Papas Schoss sitzen.

Der Vorschlag hier war auch, man solle das Kind doch einfach mitbringen, wenn man selber einen Termin hat - davon haben wir aber Abstand genommen, da sowohl bei meinem Mann als auch bei mir klar war, dass beim Vorsorgetermin auch jeweils Kleinigkeiten erledigt werden müssen und besonders ich bei eigenen Zahnarztterminen immer recht angespannt bin. Das merken Kinder ja auch und ich wollte vermeiden, dass das ganze auf diese Weise einen negativen Touch bekommt.

happinez81
17.03.2014, 21:50
Nehm ihn doch auf den Schoß, dann kann sicher in Ruhe untersucht werden. Auch wenn die Krankenkassen das oft noch anders sehen, aber der erste Zahnarztbesuch sollte früh erfolgen. Einige Bundesländer statten sogar die U-Hefte mit Kinderzahnpässen aus, die U-Zahnarztuntersuchungen mit 6-18 Monaten, 2 Jahren, 3 Jahren usw. vorsehen. Langsam zahlen auch die Kassen für solche Maßnahmen. Gut ist jedenfalls dann zu gehen bevor wirklich mal was zu tun ist. Es wird bestimmt gut werden.

Flau
17.03.2014, 22:01
Hallo, danke fuer Eure Beitraege.
Gut, dann scheint hier eine andere Kultur zu herrschen (ich lebe ja in GB). Vom Vorwurf der Geldschneiderei kann ich die Zahnaerztin freisprechen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren muessen beim Zahnarzt nichts bezahlen, das traegt der National Health Service (NHS). Die Zahnaerztin verdient also vielleicht wirklich ein bisschen dran, allerdings wird auch seitens der NHS (z.B. durch die Krankenschwestern, die als "Gesundheitsvisiteusen" die Familien betreuen) dazu ermuntert.

Mein Sohn war schon mit mir beim Zahnarzt und die Helferin ist seine neue beste Freundin :smirksmile:, insofern ist das schon alles ok. Und natuerlich wird er bei mir auf dem Schoss sitzen (war bei der Untersuchung der Zyste auch so). Ohne mir oder ihm das einzureden, wie hier auch zu bedenken gegeben wurde, habe ich schon die konkrete Erfahrung gemacht, dass er sich eben nicht gern in den Mund schauen laesst (wahrscheinlich ist das zu viel Gefummel zu nah am Gesicht). Nicht, dass mich das jetzt furchtbar stresst, aber ich dachte, vielleicht haette jemand einen Tipp.
Nun hat sich das aufgrund der kulturellen Unterschiede leider nicht ergeben, aber danke, dass Ihr Euch Zeit zum Schreiben genommen habt. :blume:



Der Vorschlag hier war auch, man solle das Kind doch einfach mitbringen, wenn man selber einen Termin hat - davon haben wir aber Abstand genommen, da sowohl bei meinem Mann als auch bei mir klar war, dass beim Vorsorgetermin auch jeweils Kleinigkeiten erledigt werden müssen [...]
Ja, genau deswegen wurde mir auch davon abgeraten, damit Flauschi nicht u.U. noch lange in der Praxis "rumhaengen" muss waehrend ich mich nichtmal um ihn kuemmern kann.


Nehm ihn doch auf den Schoß, dann kann sicher in Ruhe untersucht werden. Auch wenn die Krankenkassen das oft noch anders sehen, aber der erste Zahnarztbesuch sollte früh erfolgen. Einige Bundesländer statten sogar die U-Hefte mit Kinderzahnpässen aus, die U-Zahnarztuntersuchungen mit 6-18 Monaten, 2 Jahren, 3 Jahren usw. vorsehen. Langsam zahlen auch die Kassen für solche Maßnahmen. Gut ist jedenfalls dann zu gehen bevor wirklich mal was zu tun ist. Es wird bestimmt gut werden.
Das ist ja eine interessante Entwicklung, die - den anderen Posts zufolge - relativ neu ist. Ich muss mal Wege finden zu beobachten, ob und wie sich dieser Trend in Deutschland entwickelt.


Also, ich denke, wir gehen da morgen mal ganz vorurteilsfrei hin (Auto stecke ich aber trotzdem ein, kann ja nicht schaden). Wenn es viel Gequengel und wenig Untersuchung ist, werde ich mit der Aerztin noch einmal besprechen, ob es nicht sinnvoller ist, ihn erst mit 2 1/2 oder 3 Jahren wieder zu bringen, wenn er verstaendiger ist und sich damit sogar weniger belaestigt fuehlt, als jetzt.
Werde berichten!

Strunzhuhn
18.03.2014, 06:35
Tipp (und kleiner Schwank aus meiner Jugendzeit) :freches grinsen::
Geh bloß nicht zu einem Zahnarzt mit einem komischen Namen. Meiner hieß ausgerechnet "Dr. Bohrer". Nomen est omen, und ich hab selbstverständlich in weiser Voraussicht gebrüllt wie am Spieß. Der gleiche Soundeffekt lässt sich sicherlich auch bei Zahnärzten namens "Dr. Pein", "Dr. Schmerz", "Dr. Fleischhack", "Dr. Metzger", "Dr. Böse", "Dr. Tod" u.ä. erzielen. :peinlich:

Lililila
18.03.2014, 09:09
Tipp (und kleiner Schwank aus meiner Jugendzeit) :freches grinsen::
Geh bloß nicht zu einem Zahnarzt mit einem komischen Namen. Meiner hieß ausgerechnet "Dr. Bohrer". Nomen est omen, und ich hab selbstverständlich in weiser Voraussicht gebrüllt wie am Spieß. Der gleiche Soundeffekt lässt sich sicherlich auch bei Zahnärzten namens "Dr. Pein", "Dr. Schmerz", "Dr. Fleischhack", "Dr. Metzger", "Dr. Böse", "Dr. Tod" u.ä. erzielen. :peinlich:

:freches grinsen:

neka
18.03.2014, 09:29
Strunzhuhn,
da musste ich gerade auch grinsen :freches grinsen: gibt sogar Zahnärzte, die Angst heissen, da muss man auch nix mehr wissen...

Flau,
wie war der Termin denn?

Wir haben mit der jetzt bald 2-jährigen Tussi bisher genau eine Zahnarzterfahrung: sie ist mit gut 18 Monaten recht fies auf den Mund gefallen, aufgeplatzte Lippe etc. und uns wurde eine Konsultation beim ZA empfohlen, um uns abzusichern, falls später noch Schäden auf diesen Unfall zurückzuführen wären (weil diese dann die Unfallversicherung zahlt, ganz schick :smirksmile:). Also hin und wir hatten eine echt nette Zahnärztin erwischt, die sehr geduldig war, weil die Tussi den Schnabel erst mal nicht aufsperren wollte. Sie brachte die Kleine dann zum Lachen und das genügte, um die Schneidezähne abzuchecken. War soweit auch alles ok und am Schluss gabs noch ne kleine Zahnpasta geschenkt (weil alle Spielzeuge erst für grössere Kinder geeignet waren :smirksmile:). Insgesamt ein gutes Erlebnis für die Tussi und sie war überwiegend grinsend in der Praxis. Ich hoffe, bei euch war es auch gut :blumengabe:
Hier in der Schweiz wird wohl allgemein empfohlen, die Kinder mal zum ZA mitzunehmen, wenn alle Zähne draussen sind. So werden wir das auch halten, denn noch fehlen die letzten Backenzähne.

Flau
18.03.2014, 10:27
Hallo Ihr Lieben
Leider wird heute nichts aus dem Termin, Flauschi ist frueh mit Fieber aufgewacht und musste sich erbrechen. :niedergeschmettert: Jetzt ist er schon munterer, aber ich moechte lieber, dass er sich ausruht. Er hat ja kein konkretes Problem mit den Zaehnen.

Neka, der Tipp mit dem Zum-Lachen-Bringen ist super, das koennte sogar klappen, denn er ist schon ein froehlicher Mensch. :smile:
Strunzhuhn, die Zahnaerztin hat zwar einen "komischen" Namen im weitesten Sinne (pakistanisch, irgendwie sind hier alle Zahnaerzte indischer oder pakistanischer Abstammung), aber nichts so Furchteinfloessendes. Werde ich mir aber fuer die Zukunft merken! :freches grinsen:

Einen Doktor Pein (:lachen:) kenne ich - zum Glueck? - nicht. Ich kannte mal einen Doktor Titel, fand ich auch nett.

neka
18.03.2014, 12:05
Dr. Titel - lol :freches grinsen:

Gute Besserung für Flauschi! Ja, wenn er eh nicht fit ist, würd ich ihn auch nicht unnötig zum ZA schleppen - DA hätte ich auch selbst keinen Bock drauf.

myrine
18.03.2014, 14:18
Flau, dann drücke ich die Daumen, dass es beim nächsten Zahnarztbesuch gut klappt - und das der Kleine erstmal gesund wird.

Wir waren mit unseren Kindern übrigens auch jeweils früh beim Zahnarzt, irgendwann mit ein bis zwei Jahren. Wie happinez schon schrieb, gibt es auch spezielle U-Hefte für die Zähne. Bei den beiden Großen haben wir die erst beim Zahnarzt bekommen, jetzt beim Kleinen ist es schon im normalen U-Heft mit drin. Wir haben uns von unserer Kinderärztin eine Zahnärztin empfehlen lassen, die viel mit Kindern arbeitet und da auch so ihre Tricks hat, die kleinen Patienten zur Mitarbeit zu bewegen. Natürlich dürfen sie beim Elternteil auf dem Schoß sitzen, wenn sie mögen, und dann bekommen sie bei der Untersuchung eine Sonnenbrille auf, als Schutz gegen die helle Untersuchungslampe. Davon ist die Große auch jetzt mit fast sechs Jahren noch schwer begeistert. Die Kleine auch, war allerdings nichts daran änderte, dass sie die erste Untersuchung komplett verweigert hat und den Mund fest geschlossen hielt. "Patientin verweigert die Mitarbeit" steht im U-Heft :freches grinsen: Sie hatte damals auch eine extreme Fremdelphase. Jetzt geht sie mit Begeisterung hin und freut sich sogar darauf, dass sie im Sommer wahrscheinlich wie ihre große Schwester eine Zahnspange bekommt.

Unser Zahnarzt hatte uns übrigens damals auch empfohlen, zu einem Zahnarzt zu gehen, der viel mit Kindern mache. Er würde die Kleinen natürlich auch mit untersuchen und bei Bedarf behandeln, aber Kollegen, die mehr mit Kindern arbeiteten, hätten es seiner Meinung da leichter.

Auf jeden Fall finde ich es gut, dass Ihr so früh zum Zahnarzt geht. Denn Karies gibt es bei Kleinkindern offenbar deutlich häufiger als man denkt. Letztes Jahr war da, wenn ich mich recht erinnere, ein Artikel bei Spiegel Online, den ich nicht mehr gefunden habe, aber in der Zeit stand gerade etwas ähnliches: Zeit: Karies bei Kleinkindern (http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-02/karies-kleinkinder-milchzaehne)

Tirza
18.03.2014, 14:21
Hallo! Uns wurde auch empfohlen ab 1 Jahr jährlich zur Gewöhnung zu gehen. Ich hab einen Termin für beide Kinder gemacht und der stolze große Bruder hat sich ganz tapfer auf den Stuhl gesetzt. Tirzi war ganz scharf drauf, denn brim letzten Mal durfte er aus einer Schatzkiste eine Digitaluhr nehmen.
Die Wartezeit dort haben wir mit lesrn verbracht (Pixis hatte ich in der Tasche). Motte (da etwa 20 Monate) wollte den Mund nicht aufmachen. ich hab mit den Händen ein wenig nachgeholfen, also Lippe hochgeschoben. War aber o.k. für sie. Nachher gab es wieder die Schatzkiste und die Kinder waren happy.