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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nochmal Hausrat-Problematik an die Experten hier



Sugarnova
26.11.2006, 22:01
Hallo Ihr Lieben,

puh, quäle mich gerade durch das Thema Hausrat...

Also, ich lebe in einer relativ großen Wohnung mit Freund, 90 qm, Einrichtung 80 Prozent Ikea, eigentlich sind nur Compis was wert und Technik. Schmuck, Antiquitäten etc gibt es NICHT.

Wir beide fahren relativ oft ins Ausland, also wäre da eine Versicherung ganz günstig, die Einbruch/Raub im Ausland mit einschließen würde (oder ist das automatisch mit drin). Müssen da ganz bestimmte Länder/Regionen genannt werden, für die die Versicherung gilt?

Und muss man dann im Antrag irgendwelche Summen mit angeben, d.h. wieviel der Laptop gekostet hat?

Last but not least - gilt die Versicherung für uns beide, wenn zusammen abgeschlossen?

Was ist mit Gegenständen, die mir nicht gehören. Beispiel: Ich leihe mir eine Kamera von einem Freund, Einbruch, wird geklaut. Oder ich nehme mir den Laptop vom AG übers Wochenende zum Arbeiten nach Hause, gleiches Szenario...

Würde mich freuen über Antworten und Erfahrungen...

Danke!

Inaktiver User
26.11.2006, 23:45
Hallo Ihr Lieben,

puh, quäle mich gerade durch das Thema Hausrat...

Also, ich lebe in einer relativ großen Wohnung mit Freund, 90 qm, Einrichtung 80 Prozent Ikea, eigentlich sind nur Compis was wert und Technik. Schmuck, Antiquitäten etc gibt es NICHT.



Soso... und Klamotten habt Ihr nicht?
Und keine DVD's oder Videos oder CD's?
Keine Pflanzen? Keine Bücher?
Kein Geschirr und kein Besteck?

Denk mal darüber nach, was Du Dir jetzt über Jahre angeschafft hast und stell Dir vor, all das wäre von Heute auf Morgen nicht mehr da und Du müsstest übermorgen zum Einkaufen gehen und alles neu anschaffen...

Ein Fernseher implodiert, die Wohnung gerät in Brand und was nicht das Feuer vernichtet wird Opfer von Ruß und Rauch. So schnell kann es gehen.

Allein mit der Bekleidung kommen in der Regel schon einige tausend Euro zusammen wenn man alles neu anschaffen müsste.
Mit den Möbeln sinds ein paar weitere tausend Euro... usw.

Es ist schließlich viel mehr Hausrat vorhanden als man beim ersten Mal nachdenken zusammen bekommt. Vor allem deshalb, weil man vom Hausrat ständig umgeben und dieser einfach selbstverständlich ist.

Denk also nochmal darüber nach, welche Werte wirklich in Deiner Wohnung vorhanden sind...

lg. justii

Inaktiver User
26.11.2006, 23:50
Hallo Ihr Lieben,

Wir beide fahren relativ oft ins Ausland, also wäre da eine Versicherung ganz günstig, die Einbruch/Raub im Ausland mit einschließen würde (oder ist das automatisch mit drin). Müssen da ganz bestimmte Länder/Regionen genannt werden, für die die Versicherung gilt?



Hierfür mußt Du Dir die Versicherungsbedingungen Deiner Hausratversicherung genau ansehen. Es gibt viele Tarife, da ist das Ausland ganz oder teilweise eingeschlossen. Es gibt aber auch viele Tarife, die nur das Nötigste versichern. Von Dir brauchen bei der Antragstellung keine Länder und/oder Regionen benannt werden. Aber in Deinen Versicherungsbedingungen stehen u.U. Länder oder Regionen drinnen, in denen Versicherungsschutz besteht (oder auch nicht...).

Hier kann Dir also auch kein fremder Experte helfen, da dieser Deine Bedingungen nicht einsehen kann. Außer Du stellst ihm diese zur Verfügung - aber dann kannst Du auch alleine nachsehen :-)

lg. justii

Inaktiver User
26.11.2006, 23:54
Was ist mit Gegenständen, die mir nicht gehören. Beispiel: Ich leihe mir eine Kamera von einem Freund, Einbruch, wird geklaut. Oder ich nehme mir den Laptop vom AG übers Wochenende zum Arbeiten nach Hause, gleiches Szenario...

Danke!

Das kommt darauf an, ob Du dafür haftest. Du solltest deshalb mit Deiner Privathaftpflichtversicherung klären, ob geliehene, gepachtete, gemietete und unentgeltlich überlassene Sachen mitversichert sind.

Für den Laptop hat i.d. Regel der Arbeitgeber eine extra Versicherung (solltest Du vielleicht abklären). Ansonsten sind solche Gegenstände in der normalen Hausrat meist nicht mitversichert sondern müssen extra mit eingeschlossen oder noch besser extra versichert werden.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
27.11.2006, 00:11
Eine grundsätzliche Frage:

Ist eine Hausratversicherung teuer?
Bei 90qm (rund 58.000.-Euro Versicherungssumme) gibts die Versicherung schon ab rund 50.-Euro pro Jahr. Das sind weniger als 14cent pro Tag. Überleg doch mal, ob Du bei allem was Du einkaufst so genau auf den Cent siehst...

Das ist weniger als 1.-Euro pro Woche. Jeder verschenkt jede Woche sehr viel mehr als einen Euro, weil man beim Einkaufen eben nicht immer genau auf den Preis sieht. Oder weil man glaubt, für ein wenig mehr Geld ein etwas besseres Produkt zu bekommen (was aber nicht garantiert ist).

Es verschenkt also jeder ein Vielfaches ohne zu jammern. Wenn aber eine Versicherung abzuschließen ist, dann sind diese 14cent pro Tag plötzlich ein ungerechtfertigt hoher Preis. Komisch oder?
Ein Raucher zum Beispiel lässt u.U. jeden Tag einen 5.-Euro-Schein in Rauch aufgehen. Aber auf die 14cent kommts dann an...

=> Das gleiche gilt für die Privathaftpflicht, die auch nicht teuerer ist. Und trotzdem haben weniger als 70% der Deutschen eine Privathaftpflicht und weniger als 10% eine ausreichend hohe Versicherungssumme von mehr als 5 Millionen Euro in der Privathaftpflicht... <=

Zurück zur Hausrat: sicherlich ist die Hausratversicherung keine der essentiell erforderlichen Versicherungen. Zumindest wenn man das Geld für die Neuanschaffung der o.g. Dinge schnell mal aufbringen kann. Ist dies jedoch nicht der Fall oder bräuchte man dafür womöglich auch noch einen Kredit, dann sollte man über einen Abschluß nicht zu lange nachdenken.

Lieben Gruß

justii

Sugarnova
28.11.2006, 00:04
Hallo,

Danke für die vielen Antworten!

Nein, es ging mir weniger darum, die Hausrat in Frage zu stellen. Sondern eher darum, eine wirklich gute (für meine Bedürfnisse) zu finden.

Ist nämlich auch nicht soooo toll, wenn z.B. die Haftpflicht nun doch nicht einspringt weil... Klar lese ich mich die Bedingungen durch.

Welche habt ihr denn persönlich? Wenn es ohne Link ist, darf man das doch, oder?

Inaktiver User
28.11.2006, 18:25
Da kann ich jetzt keine konkrete Antwort geben *lächel*
Ich habe schon aus beruflichen Gründen sämtliche Gesellschaften ;-)

Und weil jemand anderer mit seiner Versicherung zufrieden ist, muß das ja kein Zeichen dafür sein, daß diese auch genau auf Dich passt. Sicherlich kann Dir ein guter Versicherungsberater* oder Versicherungsmakler das Richtige zur Verfügung stellen.

Lieben Gruß

justii
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*Diese Berufsbezeichnung ist geschützt und darf nur von gerichtlich bestellten Versicherungsberatern genutzt werden.

Inaktiver User
06.12.2006, 15:47
Was auch gut funktioniert: einer Versicherungsgesellschaft Lebens-, Hausrat-, Firmenhaftpflicht-, KFZ- etc. Versicherung zu überlassen. (Nach Gegenangebot geprüft!!!)

Da ist oftmals mehr Kulanz drinnen.

Nur eine Überlegung ... ich bin damit immer sehr gut gefahren.

Inaktiver User
06.12.2006, 16:21
Völlig unsinnig ... du wirst keinen Versicherer finden der sowohl in den Sachsparten als auch in den Lebenssparten durchweg sehr gute Tarifwerke anbietet.

Austernschluerfer

Inaktiver User
06.12.2006, 16:40
Was auch gut funktioniert: einer Versicherungsgesellschaft Lebens-, Hausrat-, Firmenhaftpflicht-, KFZ- etc. Versicherung zu überlassen. (Nach Gegenangebot geprüft!!!)

Da ist oftmals mehr Kulanz drinnen.

Nur eine Überlegung ... ich bin damit immer sehr gut gefahren.

Mehr als eine Überlegung sollte es auch nicht werden...
Denn dieses Vorgehen ist ganz schön naiv und funktioniert so gut wie nie.

Allerdings ködert die große blaue Versicherung auf diese Weise eine ganze Menge Kunden. Verkauft werden grottenschlechte Tarife zu horrenden Beiträgen. Dann wird den Kunden vorgegaukelt, es wäre von Vorteil, wenn sie alle Verträge dort machen würden. Durch den dann möglichen Kombi-Rabatt werden die teueren Tarife wenigstens einigermaßen erträglich.

Passiert nun ein kleinerer Schaden, der bei sämtlichen anderen Gesellschaften versichert wäre, dann ist dieser aufgrund der schlechten Bedingungen bei der Blauen oft nicht versichert. Weil aber der Kunde so brav ist und alle Verträge teuer bei der Blauen versichert hat, ist man kulant und zahlt.
Weil der Kunde nicht weiß, daß bei sämtlichen anderen Gesellschaften dieser Schaden sowieso mitversichert gewesen wäre und es bei diesen Anderen gar keine Diskussion gegeben hätte, freut er sich, daß er so eine kulante Versicherung hat.

Eine geniale Marketing-Idee, die der Versicherung aber bei großen Schäden immer den Weg offen lässt, sich auf die Bedingungen zu berufen und den Kunden im Regen stehen zu lassen. Diese Fälle sehen wir dann im Fernsehen bei Ratgeber- oder Hilfe-Sendungen. Und welche Namen von Versicherungsgesellschaften hören wir dort am häufigsten?

Naja, aber solange genug Kunden darauf reinfallen und einen Marketing-Gag anstatt gute Versicherungsbedingungen zu kaufen bereit sind...

liebe Grüße

justii

Inaktiver User
06.12.2006, 16:45
Naja. Wenn Du jeden Tarif gegenchecken läßt und einer Versicherung das alles übergibst, wenn sie nur bessere Tarife haben, funktioniert das schon (funktionierte das vor einigen Jahren).

Das kommt dann immer auf den Außendienstmitarbeiter an, und ja: ich habe diese Verträge gegenprüfen lassen, ich werfe mein Geld niemandem in den Rachen!

PS: Die 10 % Bündel-Rabatt rechne ich nie mit!

Inaktiver User
06.12.2006, 16:58
Das kommt dann immer auf den Außendienstmitarbeiter an, und ja: ich habe diese Verträge gegenprüfen lassen, ich werfe mein Geld niemandem in den Rachen!

PS: Die 10 % Bündel-Rabatt rechne ich nie mit!

AchdulieberGott....

Es kommt auf den Außendienstmitarbeiter an, ob Deine Schäden bezahlt werden? Das hatte ich befürchtet.
Und was machst Du, wenn dieser Krank oder im Urlaub ist?
Keinen Schaden haben *ggg* ich weiß.

Es kommt auf den Sachbearbeiter im Innendienst, den Gruppenleiter oder im Extremfall auf den Vorstand an, ob Schäden bezahlt werden und nicht auf den Außendienstmitarbeiter. Ich vermute mal, Du hattest noch nie einen größeren Schaden und es trifft meine obige Schilderung zu... *lächel*


Naja. Wenn Du jeden Tarif gegenchecken läßt und einer Versicherung das alles übergibst, wenn sie nur bessere Tarife haben, funktioniert das schon (funktionierte das vor einigen Jahren)....

Hierzu muß ich Austernschlürfer recht geben. ES GIBT KEINE Gesellschaft die nur bessere Tarife haben. ALLE Gesellschaften haben ein, zwei oder wenns hoch kommt drei gute Tarife und den Rest kann man vergessen. Egal wie man es dreht und wendet.

lg. justii

Inaktiver User
06.12.2006, 17:03
justii ... klar ... das ganze steht und fällt mit Deinen Ansprechpersonen.

Jede neue Versicherung lasse ich durch mindestens 2 Alternativangebote gegenchecken. Meistens zieht meine (alte) Versicherung mit ...

Inaktiver User
06.12.2006, 17:13
Deine alte Versicherung zieht mit?

Ich gehe davon aus, daß sich dies auf den Beitrag bezieht. Die Versicherungsbedingungen werden sie für Dich kaum verbessern, nur weil ein vielleicht besseres Wettbewerber-Angebot vorliegt.

Ich würde vielleicht auch einmal darüber nachdenken, warum Deine Versicherung immer erst dann zieht wenn ein besseres Fremd-Angebot vorliegt und nicht von sich aus das für Dich beste Angebot aus der Tasche zieht...

"Wenn er nicht drauf kommt, dann ist er schließlich selbst schuld. Und wenn er uns drauf kommt, dann ziehen wir halt mit..." Sorry, aber da schüttelts mich...

lg. justii

Inaktiver User
06.12.2006, 17:28
Jaaa, justi, das ist durchaus eine Argumentation, der ich mich anschließen kann. Aktuell derzeit: ich überlege.

carnivore
07.12.2006, 23:47
Hallo Ihr Lieben,

Tach auch!


Also, ich lebe in einer relativ großen Wohnung mit Freund, 90 qm, Einrichtung 80 Prozent Ikea, eigentlich sind nur Compis was wert und Technik. Schmuck, Antiquitäten etc gibt es NICHT.

Setzt Euch einfach mal hin und macht eine Bestandsaufnahme. Dann wisst Ihr ungefähr, welchen Betrag Ihr aufbringen müsstet, wenn Ihr Euch komplett neu einrichten müsstet.

Mindestens dieser Betrag sollte dann die Versicherungssumme der Hausrat entsprechen. Leider ist die Hausratversicherung ein Produkt "von der Stange" und die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sind dadurch recht eingeschränkt. Das kannst Du daran sehen, dass die meisten Anbieter ihrem Tarif eine feste Versicherungssumme pro qm Wohnfläche zugrunde legen. Liegt der Wert Deines Hausrats unter der vorgegebenen Summe entfällt in vielen Fällen der Unterversicherungsverzicht, was letztendlich im Schadensfall zu unnötigem Knatsch führt.


Wir beide fahren relativ oft ins Ausland, also wäre da eine Versicherung ganz günstig, die Einbruch/Raub im Ausland mit einschließen würde (oder ist das automatisch mit drin). Müssen da ganz bestimmte Länder/Regionen genannt werden, für die die Versicherung gilt?

Hier gilt, wie sooft im Versicherungsbereich: "Kommt darauf an.".

Es gibt Tarife, die das automatisch mit drin haben, welche die es nicht mit drin haben und welche, bei denen Du es "zubuchen" kannst. Das gleiche gilt hinsichtlich der Länder.


Und muss man dann im Antrag irgendwelche Summen mit angeben, d.h. wieviel der Laptop gekostet hat?

Nein, es sei denn, dass sehr hochwertige oder ansonsten wertvolle Hausratsgegenstände vorhanden sind.


Last but not least - gilt die Versicherung für uns beide, wenn zusammen abgeschlossen?

Eigentlich schon, aber wenn Du sicher gehen willst, dann sollte es kein Problem sein, dass Dein Freund bzw. Du im Versicherungsschein als mitversicherte Person genannt wird/wirst.


Was ist mit Gegenständen, die mir nicht gehören. Beispiel: Ich leihe mir eine Kamera von einem Freund, Einbruch, wird geklaut. Oder ich nehme mir den Laptop vom AG übers Wochenende zum Arbeiten nach Hause, gleiches Szenario...

Auch hier gilt: "Kommt darauf an.". Bei manchen Tarifen ist das mit drin, bei manchen kannst Du es mit aufnehmen lassen.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

carnivore
07.12.2006, 23:55
Ich habe schon aus beruflichen Gründen sämtliche Gesellschaften ;-)

Das wage ich zu bezweifeln. Selbst bei den "großen Nummern" der Branche fällt mir keiner ein, der "sämtliche Gesellschaften" hat.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

carnivore
08.12.2006, 00:44
Mehr als eine Überlegung sollte es auch nicht werden...
Denn dieses Vorgehen ist ganz schön naiv und funktioniert so gut wie nie.

Es funktioniert allenfalls im Gewerbebereich bei vergleichbarem Tarifwerk, dass auf das Mitbewerberangebot eingegangen bzw. dass es unterboten wird.


Allerdings ködert die große blaue Versicherung auf diese Weise eine ganze Menge Kunden.

Den großen "blauen Adler" kannst Du nicht meinen. Dort hat man dieses Vorgehen aufgegeben, nachdem man sich haufenweise "schlechte Risiken" eingekauft hatte.


Verkauft werden grottenschlechte Tarife zu horrenden Beiträgen. [...] Passiert nun ein kleinerer Schaden, der bei sämtlichen anderen Gesellschaften versichert wäre, dann ist dieser aufgrund der schlechten Bedingungen bei der Blauen oft nicht versichert.

Ok, Du meinst eine andere Versicherung. :freches grinsen:


Eine geniale Marketing-Idee, die der Versicherung aber bei großen Schäden immer den Weg offen lässt, sich auf die Bedingungen zu berufen...

Nun, ich sehe darin, dass sich ein Versicherer an sein Bedingungswerk hält keinen Nachteil für den Kunden, denn die Kulanzregulierungen zahlt der Kunde, der keinen Schaden auf Kulanz regulieren lässt, zumindest indirekt über seine Beiträge mit.


Diese Fälle sehen wir dann im Fernsehen bei Ratgeber- oder Hilfe-Sendungen. Und welche Namen von Versicherungsgesellschaften hören wir dort am häufigsten?

Entweder die Namen von denen, die besonders negativ auffallen oder die Namen von denen, die vergleichsweise viele Kunden haben (das letztere ist statistisch bedingt). Am ehesten hilft ein Vergleich der Prozessquote der einzelnen Versicherer in der jeweiligen Sparte.


Naja, aber solange genug Kunden darauf reinfallen und einen Marketing-Gag anstatt gute Versicherungsbedingungen zu kaufen bereit sind...

Nun ja, meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass der größte Marketing-Gag, auf den die Kunden hereinfallen der ist, dass ihnen erzählt wird, sie könnten für den "halben" Beitrag ein Versicherungsprodukt mit gleichen oder besseren "Leistungen" kaufen.

Die Crux ist, dass man als Kunde im Versicherungsbereich eben nicht ohne weiteres den Preis mit der Leistung vergleichen kann. Eine Versicherung ist ein "Leistungsversprechen", d.h.: Der Versicherer verspricht dem Kunden, dass er gegen Zahlung der Beiträge im Versicherungsfall den vereinbarten Betrag zahlen wird. Letzteres ist die "Leistung", auf die es für den Kunden ankommt und die wird im Versicherungsfall von vielen Faktoren beeinflusst: Wie zügig erfolgt die Schadensregulierung, wie kundenfreundlich ist das Handling der Schadensmeldung etc. pp.. Es nützt dem Kunden im Schadensfall wenig, wenn zwar das Führen von im Ausland registrierten Segelbooten und ähnlicher Schmarrn mitversichert ist, der Versicherer aber bei der Regulierung eines stinknormalen Haftpflichtschadens erstmal anfängt zu mauern.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

carnivore
08.12.2006, 01:00
AchdulieberGott....

Hmmm... Ich dacht 1of8? :wie?:


Es kommt auf den Außendienstmitarbeiter an, ob Deine Schäden bezahlt werden? Das hatte ich befürchtet.

Nun, da ist erstmal nichts zu befürchten, den schließlich ist es der Aussendienstler, der den Schaden vor Ort oder im Büro aufnimmt. Schon in dieser Phase werden u.U. Weichen gestellt, die den späteren Verlauf in eine Richtung leiten, die evtl. nicht mehr korrigiert werden kann.

In vielen Fällen kann der ADM bei entsprechender Vollmacht sogar Schäden bis zu einer gewissen Höhe selbstständig regulieren.


Und was machst Du, wenn dieser Krank oder im Urlaub ist?

In diesen Fällen sollte er eine kompetente Vertretung bestellt haben.

Im Übrigen kommt es darauf an, ob ein Versicherungsfall vorliegt oder nicht.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

Inaktiver User
08.12.2006, 07:10
Das wage ich zu bezweifeln. Selbst bei den "großen Nummern" der Branche fällt mir keiner ein, der "sämtliche Gesellschaften" hat.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

Naja, mit derzeit 443 Gesellschaften, Banken und Investmenthäusern bin ich schon auf der guten Seite oder?
Weitere sind über Kooperationspartner möglich.

lg. justii

Inaktiver User
08.12.2006, 07:15
Hmmm... Ich dacht 1of8? :wie?:
Nun, da ist erstmal nichts zu befürchten, den schließlich ist es der Aussendienstler, der den Schaden vor Ort oder im Büro aufnimmt. Schon in dieser Phase werden u.U. Weichen gestellt, die den späteren Verlauf in eine Richtung leiten, die evtl. nicht mehr korrigiert werden kann.
In vielen Fällen kann der ADM bei entsprechender Vollmacht sogar Schäden bis zu einer gewissen Höhe selbstständig regulieren.
In diesen Fällen sollte er eine kompetente Vertretung bestellt haben.
Im Übrigen kommt es darauf an, ob ein Versicherungsfall vorliegt oder nicht.
cu
carnivore
--
oderint dum metuant

Soso, der Außendienstler soll also die Schadensmeldung so korrigieren, daß es keine Probleme gibt?

Ich sage ja, bei ner Menge Gesellschaften ist das vermutlich wirklich nötig, weil die Bedingungen einfach nicht passen. Der Außendienstler sollte aber wirklich aufpassen, denn er geht damit auf einem schmalen Grat (Versicherungsbetrug, Rechtsberatung)...

Im Falle bester Bedingungen sollte der Kunde so schreiben können, wie es wirklich passiert ist und schon aufgrund der Leistungsbereitschaft der Gesellschaft keine Probleme haben.
Diese Bedingungen und Gesellschaften heraus zu finden wäre die eigentliche Aufgabe eines Beraters oder? Dann braucht er später auch nicht an den Texten feilen...

lg. justii

Inaktiver User
08.12.2006, 07:21
Nun, ich sehe darin, dass sich ein Versicherer an sein Bedingungswerk hält keinen Nachteil für den Kunden, denn die Kulanzregulierungen zahlt der Kunde, der keinen Schaden auf Kulanz regulieren lässt, zumindest indirekt über seine Beiträge mit.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

*ggg*

Naja, ich sehe schon einen Nachteil, wenn ein Versicherer den Kunden Kulanz vorgaukelt und dann bei großen Schäden den Bedingungsreiter spielt. Ein Nachteil, den ein Kunde nicht hat, der sich gleich einen Versicherer sucht, der aufgrund guter Versicherungsbedingungen von Haus aus Leistungsbereitschaft zeigt.

Leistungsbereitschaft (aufgrund bester Bedingungen) ist immer besser als auf die Kulanz einer Versicherung angewiesen zu sein.

lg. justii

Inaktiver User
08.12.2006, 07:32
Nun ja, meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass der größte Marketing-Gag, auf den die Kunden hereinfallen der ist, dass ihnen erzählt wird, sie könnten für den "halben" Beitrag ein Versicherungsprodukt mit gleichen oder besseren "Leistungen" kaufen.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant


Also ich kenne das schon, daß eine Versicherung auf uns z.B. mit einem Haftpflicht-Tarif zukommt (Beste Bedingungen, auch durch Stiftung Warentest belegt, und passend dazu auch einen hohen Beitrag) und dann aufgrund verschiedener Faktoren in unserem Haus (gute Schadensquote, seriöse Beratung, langfristige Zusammenarbeit, uvm.) einen generellen Rabatt von bis zu 40% oder höher anbietet... Wer also diesen Testsieger-Tarif bei der Versicherung selbst zeichnet zahlt beinahe 60% mehr als er zahlen würde, wenn er genau diesen Tarif über uns zeichnet.

Ein Marketing-Gag? Ich finde, es handelt sich um einen sehr lohnenswerten "Gag" für unsere Kunden.
Zumal es solche Zugeständnisse in vielen Versicherungssparten gibt... und beileibe nicht nur im gewerblichen Bereich.

lg. justii