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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : jede Menge Fehler in priv. Arztrechnung - Krankenkasse zahlt nicht



Inaktiver User
26.11.2006, 20:17
ich könnte mich gerade in den Allerwertesten beissen.

Hier die Kurzfassung, dessen, was mich fertig macht:

War zum allererstem Mal (wegen einer Depression) bei einem Psychologen, hatte vorher bei der Krankenkassen nachgefragt, ob die das übernehmen. Die Krankenkasse gab mir einen roten Umschlag, in den ein Kostenvoranschlag für den Vertrauensarzt rein sollte. Fünf Behandlungen werden bezahlt, danach eben nur nach Genehmigung. Genau das habe ich dem Arzt auch bei der ersten Sitzung erzählt.

Danach hatte ich die fünf Kennenlern-Sitzungen und im Anschluss wollte der Arzt gleich mehrere Sitzungen im Voraus vereinbaren.

Ich bin davon ausgegangen, dass er den Kostenvoranschlag an meine Krankenkasse geschickt hat.

Nach der sechsten Sitzung kamen mir dann aber doch Bedenken. Deshalb sagte ich alle weiteren ab. Mir hat auch die Methode nicht zugesagt, aber das ist ein anderes Thema.

Dann kam die Rechnung, die ich innerhalb zwei Wochen begleichen sollte. Ich habe diese zur Krankenkasse geschickt und relativ lange auf die Zahlung gewartet. In die Zeit fiel auch der Zahlungstermin. Ich überwies die fast 1200 Eur zähneknirschend!

Kuz danach kam ein Brief der Krankenkasse:
1. Unklarheiten in der Abrechung des Arztes (ist ja nichts neues)
2. der Kostenvoranschlag wurde nicht eingereicht. Es lag ein neuer roter Umschlag bei.

Den Umschlag und einen netten Brief mit der Aufforderung zur Stellungnahme schickte ich dem Arzt.

Wieder wartete ich zwei Wochen. In der Zeit kam keine Reaktion des Arztes. Daraufhin erkundigte ich mich bei der Krankenkasse, ob er sich vielleicht mit denen direkt in Verbindung gesetzt hat. Hatte er nicht! Dafür erzählte mir die Sachbearbeiterin, dass fast alle Posten auf der Rechnung fehlerhaft sind.
Sie könne mir nur rd 85 Eur auszahlen, versprach mir aber, dem Arzt eine Auflistung zu schicken, nochmals um Stellungnahme zu bitte, den Kostenvoranschlag erneut einzufordern und aufzufordern, dass mir der Arzt den falsch abgerechneten Betrag zurückzahlt. Hat sie auch gemacht und ich bekam einen Durchschlag.

Das Geld wurde natürlich nicht zurücküberwiesen, aber das hatte ich auch nicht angenommen, aber der Arzt denkt nicht dran zu reagieren.

Ich habe nun selbst noch einen eingeschriebenen Brief nachgeschickt und einen Ultimatum gesetzt. Wenn sie das wieder verstrecihen läßt, dann gehe ich zum Anwalt.

Hat hier jemand mit sowas Erfahrung und kann mir sagen, ob ich Chancen habe, mein Geld zurückzubekommen?

Inaktiver User
27.11.2006, 00:24
Also in meinem laienhaften Verständnis würde ich mich zunächst einmal per Einschreiben mit Rückschein an die Ärztekammer wenden und den Vorgang dort Schildern (evtl. eine Beschwerde einreichen).

Wenn Dir die Krankenkasse eine Aufstellung über die falsch abgerechneten Posten zur Verfügung gestellt hat, würde ich diese Positionen vom Arzt (ebenfalls per Einschreiben mit Rückschein) zurück verlangen und ihn bei Nichtreaktion in Zahlungsverzug setzen. Ein dann nachfolgender Mahnbescheid wird ihn schon zum reagieren bringen, falls nicht schon die Nachfrage der Ärztekammer Bewegung in die Sache bringt.

Drohe ihm nicht, denn dies könnte als Nötigung aufgefasst werden, sondern handle. Viele Rechtsschutzversicherungen bieten heute eine kostenlose telefonische Rechtsanwaltserstberatung für Kunden an. Diesen Service sollte man nutzen, bevor man zu einem teueren Anwalt geht. Bedenke bitte, daß Du im Falle eines Vergleiches oder einer vorgerichtlichen Einigung auf Deinen Kosten sitzen bleibst.

Liebe Grüße

justii
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PS: Dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine eigene und private Meinung.

Inaktiver User
27.11.2006, 20:07
Danke justii,

ich habe m.E. einen freundlichen Brief ohne Drohungen an den Arzt geschickt, mit Rückschein. Darin stand lediglich, dass ich mir, wenn er bis zum 6.12. nicht reagiert (Stellungnahme, modifizeirte Rechnung, Geld zurücküberweisen), vorbehalte, den Fall der Ärztekammer und meinem Anwalt vorzulegen.
Das war in der letzten Woche. Anscheinend hat er ihn aber (noch) nicht angenommen.

Morgen geht ein Brief an die Ärztekammer (diese bietet im Internet eine Rechnungsprüfung an) und ein Anruf bei der Hotline meiner Rechtsschutzversicherung, die ich noch nie gebraucht habe, puhh.

Ich bin ja froh, dass die Krankenkassen die Rechnungen genauer prüfen, aber es wäre besser, wenn die dortigen Spezialisten direkt mit den Ärzten verhandeln würden.

Ich, als Patient, fühle mich echt überfordert.

Emaila
28.11.2006, 12:03
Hallo Verzaubert,

ich weiß natürlich, dass dir das jetzt im Nachhinein nicht mehr hilft. Aber Arztrechnungen zahle ich grundsätzlich nur, nachdem ich den Gegenwert von der Krankenkasse erhalten habe. Im Fall von Unstimmigkeiten ist man immer besser dran, wenn man noch nicht bezahlt hat, da dann der Arzt ja auch ein größeres Interesse hat, die Angelegenheit aufzuklären.

Bei Kostenvoranschlägen ist normalerweise nicht üblich, dass der Arzt sich darum kümmern muss. Das wäre deine Sache gewesen, den Kostenvoranschlag einzufordern und dann an die Kasse weiterzuleiten.

Ich hoffe, du kannst die Angelegenheit klären.

ikara
28.11.2006, 14:32
Bei Kostenvoranschlägen ist normalerweise nicht üblich, dass der Arzt sich darum kümmern muss. Das wäre deine Sache gewesen, den Kostenvoranschlag einzufordern und dann an die Kasse weiterzuleiten.



Aber dann hätte der Arzt ihr das m. E. sagen müssen, wenn sie ihm die Unterlagen übergibt, ist doch klar, daß sie davon ausgeht, daß er das erledigt. Zu Recht oder zu Unrecht ist egal. Nicht zu sagen, daß sie sich selber darum kümmern muß, aber es auch selber nicht zu tun und die Unterlagen zu behalten, ist ein bißchen viel Untätigkeit.

Du hast bei Deiner Rechtsschutzversicherung die Wahl, ob Du die Hotline in Anspruch nimmst oder die Versicherung die Erstberatung bei einem Anwalt Deiner Wahl bezahlen lässt. Bei der Hotline-Beratung sollte man immer bedenken, daß die Versicherung kein Interesse daran hat, tatsächlich einen Fall daraus werden zu lassen.

Die Rechnung vorher von der PKV überprüfen zu lassen, ist grundsätzlich eine Möglichkeit, aber hier leider zu spät. In Wiederholungsfällen würde ich dann eher dem Arzt auf eine Mahnung schreiben, daß die Rechnung noch von der Versicherung geprüft wird, als den Betrag vorzustrecken.

Und Du hast natürlich recht, daß es für einen Laien fast unmöglich ist, die Richtigkeit der Rechnungen selber festzustellen.
We kennt sich schon in den unendlichen Kostenverzeichnissen aus?

Viel Erfolg beim Zurückfordern!

Inaktiver User
29.11.2006, 09:46
ich weiß natürlich, dass dir das jetzt im Nachhinein nicht mehr hilft. Aber Arztrechnungen zahle ich grundsätzlich nur, nachdem ich den Gegenwert von der Krankenkasse erhalten habe. Im Fall von Unstimmigkeiten ist man immer besser dran, wenn man noch nicht bezahlt hat, da dann der Arzt ja auch ein größeres Interesse hat, die Angelegenheit aufzuklären.

Zugegeben, es war ein Fehler gleich zu zahlen. Ich bin seit mehr als 10 Jahren privatversichert, aber kann mich noch immer nicht daran gewöhnen, dass sich die Zeiten geändert haben. Früher habe ich bezahlt, Rechnungen gesamelt und irgendwann mal bei der Krankenkasse eingereicht. Heute muss ich einreichen und hoffen, dass der Arzt seine Leistungen richtig verrechnet. Wenn nicht, muss ich mit dem Arzt über etwas diskutieren, was nicht mal er kapiert: das Abrechungssystem. In der letzten Zeit kam das häufiger vor, aber es ging nicht um so einen großen Betrag.
Ich lerne langsam dazu!


Bei Kostenvoranschlägen ist normalerweise nicht üblich, dass der Arzt sich darum kümmern muss. Das wäre deine Sache gewesen, den Kostenvoranschlag einzufordern und dann an die Kasse weiterzuleiten.

Also ich habe beim ersten Gespräch mit dem Arzt auf den Kostenvoranschlag hingewiesen und diesen roten, anonymen Umschlag überreicht. Der Arzt wies mich in diesem Gespräch selbst darauf hin, dass jeder Patient, der eine psychotherapeutische Behandlung macht, fünf Probestunden hat und danach erst die Therapie beginnt. Nach diesen fünf Stunden wollte er mit mir sogar besprechen, was er als Diagnose bzw Behandlung der Krankenkasse vorlegen wollte. Ich bin davon ausgegangen, dass ich nicht nochmal nachhaken muss, da es sich hier offensichtlich um ein Standardverfahren handelt.
Nun, er hat mit mir nicht die Diagnose besprochen, sondern wollte gleich mehrere weitere Termine ausmachen. In einer ruhigen Minute zählte ich die schon verbrachten Sitzungen mal nach und kam schon auf 6. Daraufhin sagte ich die restlichen ab und dies war im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung.

Schau Emaila, ich hatte ein Depression, die sich zum Glück bald wieder legte und bin wieder im Stande meine Geschäfte selbständig zu führen. Aber was macht denn ein Psychiatriepatient in diesem Fall? Soll der neben den Schwierigkeiten, die er gerade hat, auch noch für den Arzt mitdenken? Das halte ich für eine Zumutung!

Inaktiver User
29.11.2006, 10:02
Früher habe ich bezahlt, Rechnungen gesamelt und irgendwann mal bei der Krankenkasse eingereicht. Heute muss ich einreichen und hoffen, dass der Arzt seine Leistungen richtig verrechnet. Wenn nicht, muss ich mit dem Arzt über etwas diskutieren, was nicht mal er kapiert: das Abrechungssystem.....

......Aber was macht denn ein Psychiatriepatient in diesem Fall? Soll der neben den Schwierigkeiten, die er gerade hat, auch noch für den Arzt mitdenken? Das halte ich für eine Zumutung!

Hallo Verzaubert.

Ja, früher wurde bei den Krankenkassen nicht geprüft sondern bezahlt. Aus diesem Grund wurden Fehler oder auch Schummeleien nur in den seltensten Fällen aufgedeckt. Falsch abgerechnet (bewußt oder unbewußt) wurde nämlich schon immer.

Heute wird jede Rechnung geprüft und die einen Ärzte können es wirklich nicht (ich denke, daß die in der Minderzahl sind, sonst würden sie sich ja vielleicht auch mal zugunsten des Patienen verrechnen) und die Anderen versuchen es weiterhin mit der alten Masche... und hoffen, nicht erwischt zu werden. Die ganzen Skandale und Skandälchen in den letzten Jahren in denen es um Abrechnungsbetrug ging, sprechen da eine eindeutige Sprache.

Der schwerkranken Patient wird hier sicherlich Hilfe benötigen. Entweder er erhält diese oder er leidet noch mehr und trägt das Ganze auf seinem Geldbeutel aus. Solange der Arzt sein Geld bekommt, interessiert ihn das nicht...
Wenn der Weg des Patienten dadurch in die Armut führt, dann bezahlt schließlich die Sozialhilfe weiter oder? Man kann den armen Patienten ja nicht vor die Hunde gehen lassen... So etwas nennt sich dann Ärzte-Moral.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
29.11.2006, 10:08
Du hast bei Deiner Rechtsschutzversicherung die Wahl, ob Du die Hotline in Anspruch nimmst oder die Versicherung die Erstberatung bei einem Anwalt Deiner Wahl bezahlen lässt. Bei der Hotline-Beratung sollte man immer bedenken, daß die Versicherung kein Interesse daran hat, tatsächlich einen Fall daraus werden zu lassen.

Das ist ein sehr guter Tip! Da ich noch nie diese Rechtschutzversicherung in Anspruch genommen habe, hätte ich mich vielleicht an der Hotline abwimmeln lassen. Danke!!!


Die Rechnung vorher von der PKV überprüfen zu lassen, ist grundsätzlich eine Möglichkeit, aber hier leider zu spät. In Wiederholungsfällen würde ich dann eher dem Arzt auf eine Mahnung schreiben, daß die Rechnung noch von der Versicherung geprüft wird, als den Betrag vorzustrecken.

Und Du hast natürlich recht, daß es für einen Laien fast unmöglich ist, die Richtigkeit der Rechnungen selber festzustellen.
We kennt sich schon in den unendlichen Kostenverzeichnissen aus?

Viel Erfolg beim Zurückfordern!

Hier hatte ich Glück. Ich konnte die Verhandlungen mit dem Arzt an die Krankenkasse abtreten. Das hat mir die Sachbearbeiterin angeboten. Schau mer mal, was jetzt passiert

Inaktiver User
04.12.2006, 19:08
ich weiß natürlich, dass dir das jetzt im Nachhinein nicht mehr hilft. Aber Arztrechnungen zahle ich grundsätzlich nur, nachdem ich den Gegenwert von der Krankenkasse erhalten habe. Im Fall von Unstimmigkeiten ist man immer besser dran, wenn man noch nicht bezahlt hat, da dann der Arzt ja auch ein größeres Interesse hat, die Angelegenheit aufzuklären.


Hm, ich habe diese Möglichkeit nicht, weil ich einen sehr hohen Selbstbehalt habe und meist unter dem Betrag bleibe, bei dem es sich überhaupt lohnt, die Rechnungen einzureichen.

Neulich bekam ich eine Rechnung von der HNO-Ärztin, die mir nur die Ohren reinigen sollte. Blöderweise hatte ich gerade einen Infekt und den hat sie gleich mit kuriert. So schnell konnte ich nicht reagieren, wie sie Ultraschall machte und hier und dort etwas. Hinterher habe ich mich über die hohe Rechnung geärgert, obwohl die wahrscheinlich gar nicht falsch war. Um Geld zu sparen, hätte ich mir Nase und Mund zuhalten müssen und sagen: "Bitte nur die Ohren!!" Die Halsschmerzen hätte ich auch so weggekriegt.

Aber so? Leistung erbracht - kann ich nur in die Tischkante beißen :wie?: und nächstes Mal woanders hingehen.

Manchmal sind die Rechnungen ganz überraschend niedrig, meine Zahnärztin scheint zum Beispiel sehr sparsam zu sein.

Ich habe wegen hoher Rechnungen schon mehrfach Ärzte gewechselt. Ich habe ja auch nicht die Kompetenz, mit denen darüber zu streiten, was nun gerade "medizinisch notwendig" ist.

Aber wenn ich denke, dass die gesetzlich Versicherten ja überhaupt nicht sehen, was da alles über sie abgerechnet wird ... da wundert mich nix mehr.

Inaktiver User
05.12.2006, 08:14
Hallo Apfeltasche.

Auch wenn Du die Rechnungen selbst bezahlst (wegen der Selbstbeteiligung), kannst Du evtl. mit Deiner Krankenkasse absprechen, daß diese die Rechnungen prüft. Schließlich ist dort die Fachkompetenz vorhanden und Du zahlst ja trotzdem Beiträge für Deine Krankenversicherung. Also kann die auch ein wenig dafür tun. Zumal Du diese ja durch Deine Selbstbeteiligung u.U. seit Jahren vor Zahlungen bewahrst...

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
05.12.2006, 21:37
Hallo Apfeltasche.

du kannst deine Rechnungen auch von der Ärztekammer deines Bundeslandes prüfen lassen. Dort bietet man an, mit dem Arzt wegen der Rechnung in Kontakt zu treten.
Ich habe diese Info von der Homepage der Bayr. Ärztekammer:

"Was tun bei Problemen mit der Rechnung?
In zunehmendem Maße erstatten private Krankenversicherungen und Beihilfeversicherungen nicht alle berechneten Gebührenpositionen. Dabei vermitteln sie den Eindruck, der rechnungsstellende Arzt rechne nicht korrekt ab. Sie bieten an, die Unstimmigkeiten für Sie zu klären. Ein Auftrag an Ihre pri-vate Krankenversicherung oder eine Abtretungserklärung an Ihre private Krankenversicherung mit dem Ziel, Rückfragen zur Rechnung an diese zu übertragen, ist nicht unbedingt sinnvoll, da Sie als Patient den Inhalt der Behandlung am besten selbst beurteilen können.
Fragen zur Abrechnung klären wir am besten zunächst gemeinsam, denn es ist ratsam und im Inte-resse aller Beteiligten, Probleme und Fragen einvernehmlich zu lösen. Für Fragen der Rechnungser-stellung oder gebührenrechtlicher Fragen steht Ihnen des Weiteren meine Landesärztekammer zur Seite; die Anschrift lautet:"

Ich habe das nicht ausprobiert, weil sich mein Arzt letztendlich doch noch gemeldet hat und einsichtig war. Aber ich würde diesen Service in deinem Fall in Anspruch nehmen.

Viele Grüße
Verzaubert

Inaktiver User
06.12.2006, 09:14
Hallo Justii-g und Verzaubert,

danke für eure Tipps. Wie gesagt, bei der von mir geschilderten Rechnung kann ich wahrscheinlich nicht viel ausrichten. Idee der Beitragsrückerstattung, die ich nach einem leistungsfreien Jahr habe, ist ja, dass die wirklich keine Arbeit mit mir haben. Aber das Problem, dass ich vielleicht unkorrekte Rechnung bezahle, weil die nicht geprüft werden, war mir bisher gar nicht so klar. Wenn ich noch einmal so eine komische Rechnung bekomme wie z. B. von einem Frauenarzt, der einen Mehraufwand wegen "schwieriger anatomischer Verhältnisse" berechnete :gegen die wand::gegen die wand::gegen die wand: (schon lange verjährt), werde ich das nicht auf sich beruhen lassen.

Gut dass dein Arzt doch noch einsichtig war, Verzaubert. Manchmal muss man halt erst mal was androhen :ooooh::ooooh:

Apfeltasche, die ansonsten natürlich sehr froh über ihre "Leistungsfreiheit" ist! Eine PKV ist ja kein Supermarkt. Wer weiß, was ich die später noch koste.

Inaktiver User
07.12.2006, 18:35
Gut dass dein Arzt doch noch einsichtig war, Verzaubert. Manchmal muss man halt erst mal was androhen :ooooh::ooooh:

Stimmt Apfeltasche. Erst am Ende der Frist, die ich schriftlich gesetzt hatte, kam die erhoffte Stellungnahme (genau am 6.12.).

Meine Krankenkasse hat, aufgrund eines fragwürdigen Gutachtens, einen Großteil der Rechnung jetzt auf Kulanz übernommen. Jetzt sieht es aus, als müsse ich auf 300 Eur sitzen bleiben, weil diese Positionen in der Rechnung noch immer ungeklärt sind.
Da ich keine Lust habe, mit dem Arzt selbst zu verhandeln, werde ich den Schriftwechsel an die Ärztekammer zur Prüfung schicken.

Was bin ich froh, dass ich diese Behandlung noch rechtzeitig abgebrochen habe!!!

Lt Vertrauensarzt erschien die Behandlungsmethode mehr als fragwürdig und hätte, da die therapeutische Wirksamkeit der einzelnen Verfahren nicht mehr gewährleitet bzw sogar aufgehoben wird, auch zu keinem Ziel geführt. Dass der Arzt die Gebührenordnung nicht kennt, kommt noch erschwerend hinzu.



Hallo Verzaubert.

Ja, früher wurde bei den Krankenkassen nicht geprüft sondern bezahlt. Aus diesem Grund wurden Fehler oder auch Schummeleien nur in den seltensten Fällen aufgedeckt. Falsch abgerechnet (bewußt oder unbewußt) wurde nämlich schon immer.

Heute wird jede Rechnung geprüft und die einen Ärzte können es wirklich nicht (ich denke, daß die in der Minderzahl sind, sonst würden sie sich ja vielleicht auch mal zugunsten des Patienen verrechnen) und die Anderen versuchen es weiterhin mit der alten Masche... und hoffen, nicht erwischt zu werden. Die ganzen Skandale und Skandälchen in den letzten Jahren in denen es um Abrechnungsbetrug ging, sprechen da eine eindeutige Sprache.

Der schwerkranken Patient wird hier sicherlich Hilfe benötigen. Entweder er erhält diese oder er leidet noch mehr und trägt das Ganze auf seinem Geldbeutel aus. Solange der Arzt sein Geld bekommt, interessiert ihn das nicht...
Wenn der Weg des Patienten dadurch in die Armut führt, dann bezahlt schließlich die Sozialhilfe weiter oder? Man kann den armen Patienten ja nicht vor die Hunde gehen lassen... So etwas nennt sich dann Ärzte-Moral.

Schöne Grüße

justii

Wie recht du hast!!! Jede 4. Abrechung ist fehlerhaft!