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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Info zur Erdwärmepumpe?



Meggy
22.11.2006, 22:11
Hallo,

hat jemand Erfahrung mit einer Erdwärmepumpe zur Beheizung eines Einfamilienhauses?
Ich habe jetzt schon mehrmals gelesen, daß eine solche Pumpe einigen Lärm verursachen soll. Da wir keinen Keller haben, würde das Gerät im Hauswirtschaftsraum stehen.
Auch haben wir des öfteren gehört, daß es sich nicht rechnet, wenn nicht im ganzen Haus Fußbodenheizung eingebaut ist. Wir hatten aber vor, nur im Erdgeschoß eine solche einbauen zu lassen, im oberen Geschoß ist eine normale Heizung über Radiatoren vorgesehen.

Wäre wirklich nett mal etwas darüber aus erster Hand zu lesen!

Liebe Grüße
Meggy

Inaktiver User
22.11.2006, 22:25
Wir lassen gerade eine einbauen.

Optimal ist die Kombination mit Fussbodenheizung. Diese braucht eine geringere Vorlauftemperatur als sie für Heizkörper benötigt wird. Daher ist sie dann effizienter.

Dass eine Wärmepumpe mehr Lärm machen soll als z.B. ein Gas-Brennwertheizung habe ich noch nie gehört. Warum sollte sie auch?

Gib mal "Wärmepumpe" bei google ein. Da kriegst du jede Menge Infos.

ich

Meggy
23.11.2006, 07:39
Hallo Ich500,

bei uns hat es Probleme gegeben, weil nur eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 5KW vorgesehen war, der Heizungsfachmann uns aber sagte, wir bräuchten mindestens 8KW. Das würde zusätzliche Bohrungen bedeuten und kostet natürlich dementsprechend mehr. Und auch eine Fußbodenheizung für das Obergeschoß müßte man sich dann überlegen.
Und plötzlich kommen von allen Seiten Berichte über Nachteile einer Erdwärmepumpe.
Deshalb sind wir am Überlegen zu einer normalen Gasheizung zu wechseln.

Im Ökotest 2000 kamen die Wärmepumpen noch nicht sehr gut weg. Dort stand unter anderm auch, daß sie sehr laut sind:

Schließlich interessiert uns noch der Lärm, den die Wärmepumpen verursachen. Da sie aber zumeist im Keller untergebracht sein dürften, sind wir schon zufrieden, wenn sie nicht mehr als doppelt so laut sind wie eine gute Waschmaschine im Schleudergang. Dieses Kriterium halten alle Hersteller ein - und zwar in der Regel so sicher, dass wir auch diejenigen nicht abgewertet haben, die uns keine Auskunft gaben.

Aber inzwischen sind ja immerhin 6 Jahre vergangen und die Teile wurden jawohl weiterentwickelt.

Hattet ihr denn die Möglichkeit euch eine Wärmepumpe im Betrieb anzuschaun? Wir nämlich leider nicht.

Gruß
Meggy

Inaktiver User
23.11.2006, 08:01
Wärmepumpen sind ja jetzt erst richtig auf dem Vormarsch und sie wurden in den letzten Jahren stark weiterentwickelt.

Nein, wir konnten uns auch keine ansehen. Wir haben uns auf Ausstellungen informiert und aber letztendlich unserem Baupartner die Entscheidung überlassen wen sie damit beauftragen. Das einzige worauf ich Wert gelegt habe war ein Fachmann der sich damit auskennt und Erfahrung hat.

Die Bohrung hat noch nicht stattgefunden, soll aber diese Woche noch passieren. Die sind zur Zeit ziemlich ausgebucht. Im Moment läuft die Wärmepumpe nur über Strom. Wir mussten/wollten jetzt anheizen damit wir nicht noch mehr in Verzug kommen.

ich

Meggy
23.11.2006, 20:12
Hallo Ich500,

wir haben uns immer noch nicht so richtig für oder gegen die Wärmepumpe entschieden. Eins ist jetzt aber klar, wenn dafür, dann wird auch das Obergeschoß Fußbodenheizung bekommen.
Schade, daß mir keiner die Frage mit dem Lärmpegel beantworten kann.
Eine Frage habe ich noch an dich. Arbeitet eure Pumpe mit Sole oder mit CO²?

Grüße
Meggy

Inaktiver User
23.11.2006, 21:02
Wenn die Bohrung stattgefunden hat, dann mit Sole. :smile:

Uns war bei der Wahl am wichtigsten möglichst unabhängig von Zulieferern zu sein. Das Einzige was bleibt ist die Stromzufuhr. O.k. die Anlage steht bei uns im Keller, stört also nicht. Unser Haus ist etwas weiter weg, sonst würde ich jetzt mal hinfahren und eine Hörprobe machen. Aber ich melde mich, wenn ich mal da war.

Eine Bekannte von mir hat schon länger eine WP, sie sagte nie etwas über die Lautstärke. Allerdings steht sie auch dort im Keller.

ich

bk
01.12.2006, 22:48
Ich bin leider kein Experte für Erdwärmepumpen. Ich weiß nur, dass mein Chef (und der hat jede Menge Erfahrung) jedem von so einer Pumpe abrät: Hohe Anschaffungskosten sind nur ein Nachteil. Er hat mal die Investitionskosten für eines unserer Bauvorhaben der geplante Pelletheizung gegenüber gestellt. Der Kostensprung war auf jeden Fall schwindelerregend.
Hinzu kommt, dass Fußbodenheizungen auch viele Nachteile haben, schwer zu regeln, träger Verlauf, Staubentwicklung, ungünstige Strahlungswärme etc pp
Darüber gibt es viel Fachliteratur, die ich hier leider nicht wieder geben kann, dazu ist das Thema leider ein wenig zu komplex. Wir favorisieren Pelletheizungen oder Gasbrennwert, wenn möglich gepaart mit einer Wandflächenheizung, welche die für den Körper angenehmste Wärme abgibt.

Aber hier
*****energiesparhaus*****
Kannst du dich auch ein wenig informieren.

lg
bk

Inaktiver User
01.12.2006, 22:55
Hinzu kommt, dass Fußbodenheizungen auch viele Nachteile haben, schwer zu regeln, träger Verlauf, Staubentwicklung, ungünstige Strahlungswärme etc pp
Darüber gibt es viel Fachliteratur, die ich hier leider nicht wieder geben kann, dazu ist das Thema leider ein wenig zu komplex.

Das war einmal, aber wie du sagst, das ist ein sehr komplexes Thema.

Ich empfehle das Forum der Seite *****bau****

Da findest du sowohl Befürworter als auch Gegner der Wärmepumpe. Übrigens auch aller anderen Heizarten. Aber die vielen verschiedenen Meinungen ermöglichen ganz gut sich selbst ein Bild davon zu machen. Mir ging es zumindest so. Unser Architekt hat sich dann auch noch intensiv mit dem Thema beschäftigt und ist absolut davon überzeugt.

Klar, jede Heizung hat ihre Vor- und Nachteile und jeder hat andere Ansprüche.

ich

bk
01.12.2006, 23:03
Ja, das ist das Problem. Es gibt überall ohne Ende Vorteile und Nachteile. Und teilweise hängt das natürlich auch vom Nutzer ab, von seinen Ansprüchen an seine Heizung etc., ob nun Alt- oder Neubau, Gartengröße, Gelände und und und...
Wie du schon geschrieben hast, es gibt für jedes Für und Wider ohne Ende Literatur, Studien und Untersuchungen.
Dass sich das Thema mit den Nachteilen der Fußbodenheizung im Laufe der Jahre geändert hat, haben wir allerdings noch nicht vernommen. Vielleicht was die Regelbarkeit angeht, aber ich glaube kaum, was die Behaglichkeit angeht.

Aber wie gesagt, jedem das seine. Ich selbst würde mir auch nie eine Wandflächenheizung einbauen (selbst wenn mein Chef die Vorteile sehr überzeugend rüberbringt). Ich möchte halt ein Bild aufhängen, ohne Metallsuchgerät oder andere Suchmedien, damit ich kein Rohr treffe. Daher bin ich für die handelsüblichen Heizkörper, wobei die Wärmeverteilung einer Wandflächenheizung schon 1a ist.

lg
bk

Inaktiver User
01.12.2006, 23:09
Dass sich das Thema mit den Nachteilen der Fußbodenheizung im Laufe der Jahre geändert hat, haben wir allerdings noch nicht vernommen. Vielleicht was die Regelbarkeit angeht, aber ich glaube kaum, was die Behaglichkeit angeht.


Was empfindest du denn an einer Fussbodenheizung unbehaglich?

Die größere Staubaufwirbelung hast du bei den herkömmlichen Radiatoren. Da muss die Luft nämlich zirkulieren, sonst könnte der Raum nicht gleichmäßig warm werden. Ganz anders bei der flächigen Fussbodenheizung.

ich

Meggy
02.12.2006, 21:14
Hallo Ich500,

da ich das Thema aufgebracht hab, muß ich mich ja auch mal wieder melden.:freches grinsen:
:schild ...uups: da ist mir der Beitrag abgehauen!

Also wir haben uns inzwischen eine Erdwärmepumpe in Betrieb anschauen und anhören können und mir ist sie definitiv zu laut. Wahrscheinlich gibt es noch bessere Geräte, aber die wären dann noch teurer. Hinzu kommt, daß das Teil zusammen mit dem Warmwasserspeicher fast den ganzen Hauswirtschaftsraum ausfüllen würde, der bei uns nicht so groß ausfällt. Einen Keller haben wir leider nicht.
Das und die hohen Anschaffungskosten (die Pumpe amortisiert sich ja erst in 10 Jahren und wir sind nicht mehr so jung) haben uns zu dem Entschluß gebracht, doch eine Gasheizung einbauen zu lassen.
Trotzdem denke ich, daß eine Erdwärmepumpe nicht schlecht wäre, wenn man den Platz und genug finanzielle Reserven hätte.

Grüße
Meggy

Fegerli1
02.12.2006, 21:34
Hallo,
die Anschaffungskosten sind immer höher als bei anderen Heizungsanlagen, dafür aber die Unterhaltungskosten niedriger.
Ich bin beruflich damit ein wenig konfrontiert, welches Heizungssystem sollte man einbauen und hatte mitte des Jahres einen Vortrag von der Firma Buderus anhören dürfen.
Buderus hatte einen Feldversuch mit 2 Referenzhäusern in der Nähe von Regensburg gemacht. Dieser dauerte dann 2 Jahre und es wurden in die identischen Häuser alle zurzeit auf dem Markt vorhandenen Heizungssystem eingebaut und alle Kosten auf 30 Jahre soweit es mir noch in Erinnerung ist,- hoch gerechnet.
Fazit der Firma Buderus war, das die Luftwärmepumpe gegenüber der Geothermie geringfügig besser abschnitt. Des Weiteren sich alle Heizungssysteme auf die oben genannte Betriebsdauer in den Endkosten, das heißt: Anschaffungskosten, Brennstoffkosten sowie Wartung und Verschleiß annähert ähnlich.
Jedoch muss ich einem der Vorschreiber Recht geben, dass eine Wärmepumpe nur mittels Fußbodenheizung betrieben werden sollte.
Bezüglich eines Neubaus und den damit verbundenen Anforderung seitens der EnEV, ist wohl eine Holzpellettsheizung in Verbindung mit Solarthermie nicht zu Toppen.
Frag doch mal deinen Schornsteinfeger vor Ort oder einen Energieberater, wenn er denn keiner sein sollte.
Gruß Fegerli

Jenny05
02.12.2006, 21:49
Hallo Meggy,

ich habe eine Wärmepumpe ohne Erdwärme. Das System nennt sich "Kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung". Das System ist so groß wie ein Kühl/Gefrierschrank, wobei der Kühl-Gefrierschrank deutlich das lautere von beiden Geräten ist. Betrieben wird es mit Strom, wobei ich einen günstigen Tag/Nacht-Anschluss habe. Die kontrollierte Wohnraumlüftung mit einem halben Luftwechsel pro Stunde ist auch klasse. Fußbodenheizung hab ich nur im Bad, aber gerade da ist es sehr angenehm. Den Handtuchheizkörper hätte ich mir glatt sparen können. Der springt nie an, weil der Raum über den Fußboden schon warm genug ist.

Lg Jenny:kerze:

Inaktiver User
03.12.2006, 11:35
Frag doch mal deinen Schornsteinfeger vor Ort oder einen Energieberater, wenn er denn keiner sein sollte.


Nur eine kurze Anmerkung. Ein Schornsteinfeger ist nicht unbedingt objektiv. Bei einer Wärmepumpe gibt es keinen Schornstein und somit auch keine Arbeit für den Schornsteinfeger. Also wird er die, mit Rücksicht auf seinen Beruf, wohl nicht empfehlen.

ich

Fegerli1
03.12.2006, 14:34
Ganz nebenbei bin ein Schornsteinfeger und auch ausgebildeter Energieberater im Handwerk und Du glaubst nicht wirklich, das ich jemanden von seiner Meinung abbringen wollte, nur um ein Haus mehr bearbeiten zu können.
Ich denke man sollte ein Haus immer vor Ort Begehen um sich ein gutes Bild von dem jeweiligen energetischen Zustand zu bilden und dann kann man gezielt nach den Kundenwünschen beratend tätig werden.
Die hier im Raum beschriebene raumlufttechnische Rückgewinnungsanlage (kontrollierte Wohnraumlüftung) wird wohl nur in einem Neubau, sprich Passivhaus als Beheizung funktionieren.
Wenn ein Gebäude heute keinen groben Wärmebedarf hat, können auch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.
Z.B. ein Holzpelletsofen mit Wasserfach und solarer Unterstützung.
Es wird umweltfreundlich Geheizt und man hat im Wohnzimmer ein schönes kuscheliges Flammenbild.
Das sollte nur ein Lösungsbeispiel sein, denn in der Regel beraten die Kollegen wie auch ich neutral, denn wir verkaufen, noch erbauen wir die Anlage.
Gruß fegerli

Inaktiver User
04.12.2006, 12:56
Fegerli,

wenn es nur noch Schornsteinfeger gibt, die auch andere Ausbildungen haben wie eben Energieberater finde ich das prima und es gibt sicher keine Probleme. "Der Schornstein" stellt dann nicht die einzige Existenzgrundlage dar. Da liegt vielleicht der Unterschied in Beruf und Berufung. Nur leider gibt es (noch) feste Bezirke für jeden Schornsteinfeger und dort hat er das Monopol. Manche scheinen zu denken, dass sich Weiter- oder Fortbildung nicht lohnt und "umgehen" das dann indem sie ihre Stellung ausnutzen.

Diese Aussage beruht auf Erfahrungen unserer Baufirma, unseres Kaminbauers und Küchenbauers.

Wir hatten bisher keinerlei Schwierigkeiten mit unserem Schornsteinfeger und ich hoffe das bleibt so. Ich kenne ihn noch nicht persönlich, bisher hatten nur unsere Baufirma und der Kaminbauer mit ihm zu tun und waren sehr zufrieden.

Ich hatte mich auch extra so ausgedrückt, dass hoffentlich klar wird, dass ich nicht grundsätzlich diese gesamte Berufsgruppe meine sondern nur darauf hinweisen wollte, dass es auch solche gibt.

ich

1952
04.12.2006, 15:35
Hallo,

wir haben seid 5 Jahren eine Wärmepumpe und sind damit sehr zufrieden. Die Investision war natürlich höher als bei einer herkömmlichen Heizung. Ich denke aber, das in Anbetracht der steigenden Energiekosten wie Gas und Heizöl, sich die Heizung in 10 Jahren amortisiert hat.

Hier unsere Heizkosten (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=43248) im Jahr 2005 (912,00 € für 260 qm) einschl. warmes Wasser für 145 qm.

Unsere Heizanlage steht im Keller, der Geräuschpegel ist nicht hoch, sagen wir mal ein "leises brummen".

Gruß
1952

Inaktiver User
11.12.2006, 20:21
Ich stand jetzt mal neben unserer Wärmepumpe und fand sie kein bißchen lauter als unsere Gas-Brennwerttherme (auch erst 6 Jahre alt).

ich

Meggy
12.12.2006, 11:19
Hallo Ich,

danke, daß du mal gehorcht hast:smile:
Vielleicht gibt es ja auch unterschiedlich laute Modelle. Keine Ahnung, jedenfalls haben wir uns inzwischen fest für eine Gas-Brennwerttherme entschieden. Allein schon wegen des geringen Platzes im Hauswirtschaftsraum. Außerdem haben wir keinen wirklich guten Tarif beim Stromversorger bekommen können.

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Glück im neuen Haus und daß sich die Erdwärmepumpe bald amortisiert.:blumengabe:

LG
Meggy