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Yassi
21.11.2006, 08:49
ANIMALS ASIAS ANTWORT AUF TÖTUNG VON HUNDEN

Moosburg, 16. November 2006 - Animals Asia wurde überflutet von Anrufen und E-Mails verzweifelter Hundebesitzern in China, seit dem die kommunale Regierung von Peking mit einer zweimonatigen scharfen Vorgehensweise gegen Hunde begonnen hat. Damit sollen nun Regelungen durchgesetzt werden, die bislang ignoriert wurden.

Seit 7. November 2006 gilt die „Ein-Hund-Politik“. Alle Hunde ohne Lizenz, ebenso wie Hunde mit einer Schulterhöhe über 35 cm sowie als “gefährliche” Rasse geltende Hunde, werden nun konfisziert und getötet. AAF wurde berichtet, dass die Hunde entweder im Heim ihres Besitzers oder auf offener Straße erschlagen, oder aber erhängt, mit Elektroschock getötet oder sogar lebendig begraben werden.

Es ist weithin bekannt, dass diese plötzliche Umsetzung der Regelungen eine Reaktion auf den Anstieg von Tollwut im Land geschieht. Im Juli 2006 wurden 50.000 Hunde in der Region Mouding abgeschlachtet. Die Provinz Yunnan folgte, nachdem dort drei Personen an Tollwut starben. Truppen zur Tötung von Hunden tauchten auch in Shanghai und Jinning, in der Provinz Shadong, auf, wo im August weitere Tausende von Hunden brutal getötet wurden.

Nach Berichten des Chinesischen Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung ist die Zahl der an Tollwut gestorbenen Menschen in diesem Jahr dramatisch gestiegen. Das Gesundheitsministerium berichtet von landesweit 1.735 Tollwutsterbefällen in den ersten neun Monaten dieses Jahres, das sind 29 Prozent mehr als 2005. Dennoch gibt es in Peking seit 20 Jahren keinen Fall, in dem ein Mensch an Tollwut erkrankt wäre. Daher geht man davon aus, dass diese Tötungskampagne auch Teil eines Versuchs ist, Peking für die Olympiade im August 2008 zu säubern. Es gibt Anzeichen dafür, dass im Falle eines Erfolgs in Peking diese Maßnahme in allen Städten Chinas durchgeführt werden soll.

Dennoch haben sich derart umfangreiche Tötungskampagnen immer wieder als ineffektive Maßnahme bei der Populationskontrolle streunender Hunde und der Verhinderung von Tollwut erwiesen. Neue und innovative Lösungen bei diesen Problemen, wie z.B. das kosteneffektive „Fangen/Sterilisieren/Freilassen“ oder Programme zur „Tiergeburtenkontrolle“ werden weltweit eingesetzt, mit statistisch nachgewiesenem Erfolg: die Abgabzahl bei Tierheimen sinkt, ebenso die der „lästig“ empfundenen Tiere und, am wichtigsten, das Auftreten von Tollwut ist dramatisch gesunken.

Professor Zu, Professor für Epidemiologie an der An Huei Universität stimmt zu, dass “es viele effektive Maßnahmen zur Kontrolle und Vermeidung von Tollwut in China gibt, zum Beispiel das Fördern verantwortungsvoller Haltung, Massenimpfungen, Verbesserung der Qualität der Tollwutimpfstoffe in China und der Verzicht auf Haltung von Landtieren in städtischen Gebieten. Massentötungen bilden eine scheinbar einfache Lösung zur Kontrolle von Tollwut, aber ihre Wirkungslosigkeit ist durch kollaborative Studien der WHO in vielen Ländern bewiesen.“

Dr. Francette Dusan, Expertin der WHO bei Seuchen, die vom Tier auf den Menschen überspringen, sieht eine wirkungsvolle Tollwutkontrolle in der Zusammenarbeit von Veterinär-, Humanmedizin und zuständigen Behörden. „Bis heute wurde dies in China nicht angemessen umgesetzt, statt dessen bestehen die Kontrollmaßnamen rein reaktiv im Töten von Hunden“, sagte Dusan. (Associated Press, 01.08.2006)

Über 70.000 Verletzungen durch Hundebisse wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2006 in Peking gemeldet und die Zahl steigt nach Angaben der Xinhua Nachrichtenagentur jedes Jahr um 10.000. Andere Städte Chinas zeigen ähnliche Trends, was auch daran liegt, dass zwar immer mehr Menschen Hunde als Begleittiere halten, dies Hunde aber nach wie vor, aufgrund der unrealistisch hohen Meldekosten, nicht registrieren lassen.

Tang Quing, Forscher am Chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und Vorbeugung, stellte fest, dass „es vor allem zwei Gründe für den derzeitigen Anstieg von Tollwutfällen in China gibt. Einmal die wachsende Zahl der Haustiere, aber auch in den noch immer ungenügenden Haltungsvorschriften und Impfungen von Haustieren. Der andere Grund besteht in dem unzureichenden Wissen über Tollwut sowie über die mangelnden Aufmerksamkeit gegenüber Vorsichtsmaßnahmen.“

Zhang Xuechun, Chefarzt des Pekinger Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung, bestätigt Tang Qings Sicht: „Die Tatsache, dass mehr als 70.000 Pekinger im ersten Halbjahr 2006 von Hunden gebissen wurden ist eine deutliche Botschaft, dass eine große Anzahl von Hundebesitzern nicht die nötige Aufmerksamkeit haben. Wenn eine Person bereits Anzeichen von Tollwut zeigt, kann kein Krankenhaus mehr helfen. Inzwischen sind sich immer mehr Menschen der Gefahr bewusst. Im letzten Jahr wurden 80.000 Menschen in Peking geimpft, in diesem Jahr werden es noch mehr sein.“

Veränderte Familienstrukturen wie kinderlose Ehepaare und eine wachsende Zahl älterer und allein lebender Menschen in China führen dazu, dass Hunde zunehmend als wichtige Familienmitglieder betrachtet werden. Herr Chu, ein Hundebesitzer in Peking sagt, er und seine Frau hätten keine Kinder und so sei ihr Golden Retriever ihr Kind geworden. Aber nun soll ihnen der Hund weggenommen werden und das sei nicht akzeptabel. Ein anderer Hundebesitzer, Herr Liu, erklärt: „Für die Jüngeren, die in den frühen 80ern geboren wurden, ging durch die ’Ein Kind’-Politik die Möglichkeit von Geschwistern verloren. Nun ist es mein Hund, der mir Freude und Zufriedenheit gibt.“

Jill Robinson, Gründerin und Vorstand der AFF: „Wie im Westen haben auch Millionen von Hunde- und Katzenbesitzer in China eine enge Bindung an ihr Haustier, so stark wie an ein Kind. Die verzweifelten Botschaften, die wir erhalten und in denen um eine mitfühlende Lösung gebeten wird, würden das härteste Herz erweichen. Aber jeder dieser Briefe weist auch darauf hin, dass die Regierung unterstützt werden muss bei der Überwachung verantwortungsvoller, landesweiter Initiativen zur Anwendung wissenschaftlicher Verfahren gegen Tollwut, verantwortlicher Haustierhaltung und öffentlicher Aufklärungsprogramme.“
Christie Yang, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit von AAF in China: „Diese Hundebesitzer möchten ihre Tiere, die sie als Familienmitglieder sehen, schützen. Sie möchten den Behörden keine Probleme bereiten und die Mehrheit unterstützt den Wunsch der Regierung, die Aufsicht über die Tiere zu verstärken. Aber sie können einfach nicht akzeptieren, dass Hunde über 35cm Schulterhöhe kein Recht auf Leben haben sollen.“ Viele der Hunde, deren Schulterhöhe darüber liegt und die derzeit konfisziert werden, waren regulär gemeldet. Daher wurden die Hundebesitzer von den aktuellen Maßnahmen überrascht und viele beklagen, dass dies ungerecht sei.

Robinson appellierte an die Regierung, den hilfsbereiten Gruppen Gehör zu schenken: „Die chinesische Regierung hat in der Vergangenheit bereits innovative und wirkungsvolle Maßnahmen zur Klärung scheinbar unlösbarer Probleme ergriffen – bitte weiten Sie nun diese Weitsicht und Ihr Mitgefühl aus und arbeiten Sie mit all denen in China zusammen, die aufrichtig ein harmonisches Zusammenleben von Menschen und Tieren anstreben.“

Was Animals Asia unternimmt

* Zunächst und vor allem begrüßt Animals Asia die Diskussion der Behörden in Peking über die Einführung eines Mikrochip-Programms für Haustiere. AAF hat dem Bürgermeister von Peking geschrieben und die chinesische Regierung eingeladen, um darüber zu sprechen, wie AAF bei der Umsetzung dieses Programms helfen kann, in Verbindung mit Impfstationen in den ländlichen Gebieten Chinas, wo die Tollwutsituation am kritischsten ist.

* Um einen Beitrag zu den öffentlichen Aufklärungsprogrammen zu leisten, sind wir in engem Kontakt mit zahlreichen Tierschutzgruppen in China und verteilen weiterhin Tausende von Faltblättern über Basiskenntnisse in der Haustierpflege, zusammen mit unseren neuen Informationsblatt über Vorsichtsmaßnahmen bei Hundebissen an Gruppen in ganz China. Bitte besuchen Sie dazu auch unsere Webseite zu den Aktivitäten anlässlich des Welttierschutztages.

* Im Anschluss an unsere Meetings in Nanjing, bei denen die Behörden zugesichert haben, keine Hunde abzuschlachten, wird AAF 100.000 Faltblätter über Basiskenntnisse in der Haustierpflege und über Vorsichtsmaßnahmen bei Hundebissen für eine 100-tägige Aufklärungskampagne bereitstellen. Diese Kampagne beinhaltet Roadshows in der ganzen Provinz und Veranstaltungen in den Gemeinden über verantwortungsvolle Haltung von Haustieren. Jill Robinson und Christie Yang werden auf einer Pressekonferenz Ende November in Nanjing die Kampagne starten.

* AAF wird darüber hinaus im Februar 2007 in Hongkong einen Workshop organisieren und finanzieren, zu dem neben Frau Ha, die ein Tierheim in Nanjing betreibt, auch ihre Tierärztin, ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums von Nanjing und ein Vertreter der Polizei von Nanjing eingeladen sind. Ziel dieses Workshops ist es, Erfahrungen aus erster Hand bei der Durchführung von Programmen zur Kontrolle streunender Hunde zur, bei der Leitung einer Schutzeinrichtung und bei Initiativen zur öffentlichen Aufklärung Verfügung zu stellen – in der Hoffnung, dass Nanjing vergleichbare Programme einführen wird, die wiederum als Beispiel für andere Provinzen in China dienen können.

* AAF hat folgenden Personen mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung geschrieben:

Herrn Wang Qishan – Bürgermeister von Peking
Minister Gao Qiang – Gesundheitsministerium in China
Seine Exzellenz Zha Peixin – Chinesischer Botschafter in England
Dr. Anders Nordström - Generaldirektor der WHO (kommissarisch)
Dr. Margaret Chan - Generaldirektor der WHO (neu ernannt)
Dr. Shigeru Omi, WHO Regionaldirektor West Pazifik
Dr. Henk Bekedam, WHO Repräsentant in der Volksrepublik China
Dr. David Bayvel – Generaldirektor der OIE (World Organisation for Animal Health)
Neil Parish, Mietglied des Europäischen Parlaments
Peter Skinner, Mitglied des Europäischen Parlaments

Was Sie tun können

* Bitte schreiben Sie einen höflichen Brief mit Ihren Bedenken an folgende Organisationen und bitten Sie um das sofortige Ende der brutalen Hundetötungen. Wir haben bewusst keinen Beispielbrief entworfen, da wir davon überzeugt sind, dass persönliche Briefe die beste Aussicht auf Erfolg haben.

* An die chinesischen Botschaft in Ihrem Land. Die jeweiligen Adressen finden Sie hier: www.travelchinaguide.com/embassy/embassy_list.htm

* Minister Gao Qiang, Ministry of Health,
No. 1, Xi Zhi Men Wai Nan Lu Rd,
Xi Cheng District,
Beijing, 100044,
China

* Bitte schreiben Sie auch der Polizei in Nanjing und gratulieren Sie den Behörden zu ihrer fortschrittlichen Entscheidung, das Abschlachten der Hunde in ihrer Provinz zu beenden. Sie können Ihren Brief auch an c/o Animals Asia Foundation schicken und wir übergeben ihn dann der Polizei beim nächsten Treffen.

* Schreiben Sie einem Abgeordneten oder Europaparlamentarier Ihres Vertrauens und bitten Sie ihn, einen Brief an den chinesischen Botschafter zu schreiben oder an das chinesische Gesundheitsministerium, um die Behörden zu ermutigen, pragmatische und humane Lösungen für das Problem der Tollwut und der streunenden Hunde gemeinsam mit den Gruppen anzuwenden, die den Behörden dabei ihre Unterstützung anbieten. Die Europaparlamentarier Ihres Landes finden Sie unter: http://www.europarl.de/parlament/abgeordnete/

Mausilikatze
21.11.2006, 12:27
Hallo, Yassi,

hast Du die Bilder in der anderen mail gesehen :heul: :heul:

Ich hab' so eine Wut im Bauch - ich koennte echt k..... :gegen die wand: :nudelholz:

Traurige Gruesse - Mausi :ooooh: ++

Yassi
21.11.2006, 12:36
Hallo, Yassi,

hast Du die Bilder in der anderen mail gesehen :heul: :heul:

Ich hab' so eine Wut im Bauch - ich koennte echt k..... :gegen die wand: :nudelholz:

Traurige Gruesse - Mausi :ooooh: ++


NEIN Mausi, ich habs mir bewusst nicht angeschaut. Kenne das alles und werde diese Bilder nie, nie! vergessen. Wenn das nur mal aufhören würde!!!!!!!!! Für mich kaum zu ertragen.
Herzlichst Yassi

Madhouse
22.11.2006, 11:49
Hallo,

dazu ein paar Petitionen gegen die Grausamkeiten in China:

http://www.gopetition.com/sign.php?currentregion=237&petid=8997

http://www.hsus.org/about_us/humane_society_international_hsi/beijing_dog_round_up.html

http://ga0.org/campaign/ChinaDogCull

http://getactive.peta.org/campaign/china_UK

http://www.thepetitionsite.com/takeaction/857535763?ltl=1164192107

Quelle der Petitionen: http://www.care2.com/c2c/share/detail/213855

Was müssen die armen Tiere und auch ihre Besitzer durchmachen?!

Bitte zahlreich mitmachen und weiterleiten! Danke.

Liebe Grüsse
Stephanie