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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winterfestes Fahrrad



Johanna84
27.01.2014, 10:59
Hallo, ihr Lieben!
Nachdem ich am Samstag auf Glatteis schmerzhaft gestürzt bin (außer ein paar blauen Flecken ist Gott sei Dank nichts passiert), würde mich interessieren, ob ihr Ideen und Tipps habt, wie ich meinen Drahtesel winterfest machen kann? Ich weiß natürlich, dass man bei Glatteis am besten gar nicht das Fahrrad besteigen sollte. Zu meiner Verteidigung: Ich habe nicht gesehen, dass es SO glatt war und die Dame vor mir hat einfach unvermittelt angehalten - ich habe aus Reflex gebremst... Zack, lag ich da. :(

R-osa
27.01.2014, 11:41
Hallo Johanna, schau doch einmal hier (http://www.zeit.de/auto/2010-01/auto-fahrrad-winter-2), dort wird einiges dazu geschrieben.

Seitdem ich im Winter einmal sehr schmerzhaft gestürzt bin lasse ich mein Rad daheim, sollten die Temperaturen unter 0 Grad sinken.

Nocturna
27.01.2014, 15:27
Eigentlich gibt es für den Winter nur ein Fahrrad, ein Moutainbike. Niemals bin ich so souverän durch Schnee und über Eis gefahren wie damals, als ich noch mein Marin hatte.

Dank der Mountainbike-typischen Gewichtsverteilung liegt viel Druck auf dem Lenker und wenig auf dem Hinterrad. Sprich, selbst wenn dein Hinterrad ausbricht, kannst du mit Druck auf die vordere Gabel deine Spur halten. Die breiten, griffigen Reifen, die man stets mit vollen Luftdruck fahren sollte, tun ihr übriges dazu.

Ich fahre mittlerweile seit mehreren Jahren ein Trekkingrad. Furchtbar im Winter. Die aufrechte Sitzposition zentral über der Kurbel ist absolut untauglich fürs Gleichgewicht halten. Das Rad schwänzelt vorne und hinten, auf keine Achse kann man genug Druck aufbauen. Obwohl ich extra rutschfeste Pedale montieren ließ und einen Reifen mit viel Profil drauf habe, ist es nicht annähernd so wintertauglich wie ein MTB.

Wenn ich nur etwas mehr Platz hätte, würde ich mir ein extra Winterrad gönnen. :beleidigt:

wildwusel
27.01.2014, 15:55
Spikereifen. Damit bist du auf Schnet und Glatteis mit dem Rad stabiler unterwegs als zu Fuß.
Manchmal kann es auch helfen, den Sattel etwas niedriger zu stellen, dann bist du in wackeligen Situation stabiler.
Und geeignete Kleidung. Steifgefroren leidet die Geschicklichkeit.

Kumpel von mir fährt ganzjährig mit dem Rad 20 km einfach zur Arbeit. Liegerad, Spikes, passende Sachen, und der Keks ist gegessen.

Sugarnova
27.01.2014, 17:23
Gute Reifen, breiter als die Normalen.

Aber leider wirst du bei Glatteis auch keine Chance haben.

Carolly
27.01.2014, 20:18
Eigentlich gibt es für den Winter nur ein Fahrrad, ein Moutainbike. Niemals bin ich so souverän durch Schnee und über Eis gefahren wie damals, als ich noch mein Marin hatte.

Dank der Mountainbike-typischen Gewichtsverteilung liegt viel Druck auf dem Lenker und wenig auf dem Hinterrad. Sprich, selbst wenn dein Hinterrad ausbricht, kannst du mit Druck auf die vordere Gabel deine Spur halten. Die breiten, griffigen Reifen, die man stets mit vollen Luftdruck fahren sollte, tun ihr übriges dazu.

Im Grunde jedes Rad auf dem das Gewicht auf Armen und Fuessen verteilt ist und nicht nur auf dem Po. Mein Trekkingrad ist recht sportlich, und bis jetzt gehts gut.

Etwas das mir aufgefallen ist: Irgendwie komme ich mit mitteldicken Reifen besser durch Schnee und Matsch als mit wirklich dicken. Ob das dadran liegt dass am staerkeren Profil und dem dickeren Band mehr Schnee festklebt und man dadurch schneller wegrutscht? Das ist mir jetzt schon auf verschiedenen Raedern und verschiedenen Reifen aufgefallen.

Ansonsten immer fuer eine gute Oelung der Kette sorgen denn wenn Salz gestreut wird rostet die dir regelrecht unterm Sitz weg. An Teile die schnell rosten dick Fett schmieren nach dem Saeubern. Das koennten je nach Rad Speichenoesen sein, Schrauben, vor allem Anbauteile von anderen Herstellern, wie Gepaecktraeger oder Schutzblechhalter. Nicht vergessen das Schloss gut zu oelen, und wenn das Wetter es zulaesst das Rad ab und zu mal saeubern/entsalzen.

Nocturna
27.01.2014, 21:20
Im Grunde jedes Rad auf dem das Gewicht auf Armen und Fuessen verteilt ist und nicht nur auf dem Po. Mein Trekkingrad ist recht sportlich, und bis jetzt gehts gut.

Bis jetzt gings bei mir auch gut, wir hatten diesen Winter aber bisher nur mauseknietiefen Schnee. :freches grinsen:
Fahrradrahmen sind so unterschiedlich wie Autokarosserien, man möchte gar nicht glauben welche Unterschiede es bei gleicher Bauart gibt.

Ich hatte mal ein Trekkingrad, das war so giftig in der Handhabung wie ein Rennrad. Hat man sich zu sehr der Flora am Straßenrand gewidmet und mal unkonzentriert am Lenker gezupft, schon lief man Gefahr im Straßengraben zu landen. Ein anderes Trekkingrad, ein echter Packesel, war selbst unbeladen so träge, dass ich in einem engen Hof kaum eine Kurve zusammengebracht habe ohne die Hauswand zu streifen, ein absolut spurtreues Gefährt.


Etwas das mir aufgefallen ist: Irgendwie komme ich mit mitteldicken Reifen besser durch Schnee und Matsch als mit wirklich dicken. Ob das dadran liegt dass am staerkeren Profil und dem dickeren Band mehr Schnee festklebt und man dadurch schneller wegrutscht? Das ist mir jetzt schon auf verschiedenen Raedern und verschiedenen Reifen aufgefallen.

Hm, Winterräder sind ja im Allgemeinen auch schmäler, vielleicht macht das auch bei Fahrrädern Sinn? Meine Reifen jedenfalls dürften gerne dicker sein, aber das ganze Rad auf Winter zu optimieren für die 10 Tage Schnee im Jahr?

Wenn die Straßenverhältnisse kritisch werden, hilft nur vorausschauendes Fahren. Sofort, wenn ich von unserer Hofeinfahrt auf die Straße fahre, kommt als erstes die Bremsprobe. Je nachdem wie sich das anfühlt, weiß ich schon ob es haarig wird oder nicht. Kurven nehme ich im größtmöglichen Radius, keine hektischen Lenkbewegungen, glitzernde Stellen am Boden meiden oder, wenn zuviel Verkehr, absolut ohne Lenkbewegung drübergleiten. An Rechts-vor-Links-Kreuzungen vorher schon die Lauscher aufsperren, ob ein Auto kommt, falls ja Tempo weg, ausrollen lassen, so wenig wie möglich oder nur ganz sanft bremen.

Frisch gefallener Schnee oder auch ganz glattes Glatteis, klingt jetzt irgendwie blöd, sind harmlos (ebener Untergrund vorausgesetzt). Spurrillen der Autos im tiefen Schnee oder gefrorener Matsch mit Kraterlandschaft sind die echten Herausforderungen, weil man dann ums Gleichgewicht kämpft und wackelt wie ein Kuhschwanz.

Sugarnova
27.01.2014, 23:29
Glatt- oder Blitzeis sieht man aber nicht immer. Ganz doof sind die Stellen, wo sich Eis-Wasser sehr schnell gefrieren kann.

Ich fahre gerne auf "nacktem", also natürlichen Boden, bei Betonwegen achte ich drauf, dass die halbwegs oft gestreut werden. Das ist, wie ich feststellen musste, bei uns in der Stadt leider nicht mehr der Fall - ein paar Steinchen, das war es. Ganz doof sind übrigens Pflasterwege, dort steige ich immer ab.

Es stimmt aber - die Streuerei killt Fahrräder. Auf das Einfetten bin ich noch gar nicht gekommen, liebe Carolly.

Gibt es eigentlich sowas wie "Winterreifen" für Fahrräder? Oder sind das diese Spikes-Reifen?