PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rassismus bei Kaninchen?



Inaktiver User
20.11.2006, 14:31
Vor einigen Jahren wollte ich zu meinem Kaninchenpaar ein drittes Tier holen. Ich hatte / habe Widderzwerge, die mit den Schlappohren, und verguggte mich in eine junge Löwenköpfchendame (über Inserat, war ein "Unfall").

Ein bezauberndes und anhängliches Geschöpf, welches leider sehr leiden musste bei mir, da mein sanfter, liebevoller, niedlicher, schmusiger Vega (kastriert) sich bei ihrem Anblick in einen pöbelnden Rowdy verwandelte und die Kleine regelrecht jagte und verbiss :ooooh: keine Chance zur Vergesellschaftung: Kaum rührte sie sich in ihrem Käfig mal, wurde sie schon bösartig angeknurrt von Vega. Habe es 6 Wochen lang probiert, es war vergeblich, ich gab sie dann weg.

Kitty knurrte zwar anfangs auch, aber sie jagte, verprügelte und biss die Kleine nicht, später schnupperte sie durchaus auch mal an ihr, sah eigentlich recht friedlich aus.

Kaum war die Kleine weg, war Vega wie er stets war: Ein Traumkaninchen.

Nun, Vega lebt nicht mehr und wegen Kittys Situation hatte ich mir schon Gedanken über ein neues Kaninchen gemacht ... und jetzt, wo Kittys Chancen doch ganz gut stehen, hätte ich doch ganz gern noch ein drittes Kaninchen, bin mir aber total unsicher, wie Merlin wohl reagieren würde.

Blöde Idee vermutlich, aber: Scheiterte es seinerzeit vielleicht an den unterschiedlichen Rassen? Kaninchen kommunizieren nun auch mit den Ohren, nur Widderzwerge bilden da aufgrund der Schlappöhrchen eine Ausnahme ... war die Kleine meinem Vega evtl. einfach nur suspekt wegen ihrem in einem wesentlichen Merkmal doch sehr abweichendem Aussehen?

Ich bin immer noch ganz vernarrt in Löwenköpfchen und hätte gar zu gern eines, ob da wohl wieder solche Probleme zu erwarten sind? Zudem sind Widderzwerge im Vergleich zu 'normalen' Zwergkaninchen doch recht groß geraten, ob es da wohl zu noch mehr Problemen kommen kann?

Anfang Dezember bekomme ich einen neuen, größeren Käfig geliefert (den ich dann Anfang nächsten Jahres noch aufstocken werde um einen weiteren Käfig, also zweistöckig), der Zeitpunkt wäre also ideal, da der neue Käfig dann ja neutrales Gebiet wäre. Ich könnte den Neuankömmling auch erstmal getrennt setzen, aber das sollte keineswegs ein Dauerzustand werden.

Soll ich oder soll ich nicht? Auf noch so ein Desaster wie seinerzeit leg ich wenig Wert ... *grübel*

Didibo
28.11.2006, 15:37
Rassismus gibt es bei Ninchen so in der Form nicht. Ich weiß von vielen, die die unterschiedlichsten Rassen zusammenhalten.

Es ist schwer zu sagen, was dein Rammler gegen die Kleine hatte. Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht unter den Tieren. Auch dort gibt es eben sofortige Sympathien oder eben auch Antipathien.

Kannst du deine zwei nicht mit ins TH nehmen und sie sich das künftige Ninchen selbst aussuchen lassen?

Inaktiver User
28.11.2006, 16:17
Hi Didibo,

das Thema hat sich insofern erledigt, als dass mir die Fragestellung mittlerweile äußerst albern vorkommt - bin inzwischen in einem Kaninchenforum aktiv und es ist definitiv: Rassismus gibbet nicht :lachen: weiß der Geier, was Vega da seinerzeit geritten hat.

Nein, mitnehmen zum Kennenlernen würde ich meine beiden Ninchen nicht, da sowas der pure Stress ist und sie so oder so kein normales Verhalten zeigen würden. Mitnehmen werde ich sie höchstens im Auto und dort warten lassen, während ich aussuche, und die neuen dann mit in die Kiste setzen, damit sie zu Viert ordentlich gestresst werden während der Fahrt ... Stress schweißt wohl ungemein zusammen und die nachfolgende richtige Zusammenführung verläuft wesentlich problemloser.