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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Naturgesetz ja oder nein?



Inaktiver User
20.11.2006, 07:44
Hallo

Ich wollte von euch mal wissen wie ihr zu Folgendem
in unserer Zeit in der wir leben , steht:

Gesten kam ein Tierdokumentarfilm über die Savanne
und ihre Tiere. Es ging um eine Gepardenfamilie.
Die Gepardenmutter (mit 2 mittelgrossen Gepardenkindern)
hatte einen Gazellenbock gejagt. Diesen auch zum Fassen
gebracht. Sie zerrte diesen Bock am Hals. Die Jungen, die
sehr klein waren, halfen ihr so gut es ging.

Der Bock wehrte sich mit aller Kraft seiner Art.
Er hatte Erfolg. In der Situation des Loskommens vom
Gazellenbock, erwischte dieser die Gepardenmutter
mit seinem Horn in deren Brustkorb.
Durchstiess diesen mit aller Wucht.
Der Gazellenbock war frei und das fast unverletzt.
Die Gepardenmutter schwerverletzt.
2 Tage später starb sie. Die Jungen verhungerten.

Das wurde alles gefilmt.
Warum rettet ein Filmteam so ein Tier nicht? :wie?:
(wenigstens die Jungen)

Das frage ich mich immerwieder.
Wenn ich das schon filme, miterlebe ,- kann ich
da nicht in diesem einem Falle Leben retten?

Ich meine, in so einen Kampf einmischen - nein,
das ist klar. Das ist Leben in der Natur.
Aber wenn es unglücklich ausgeht. Junge Tiere dabei
sind, deren Todesurteil sozusagen hier gefällt wurde,
kann ich dann als Filmteam nicht eingreifen?
Warum warten die bis , in diesem Falle die Geparden-
mutter, tot ist? Anschliesend die Kinder verhungern?

O.k. Die haben das dann nimmer gezeigt. Aber eben
berichtet, das alle drei 2 Tage später, erst die Mutter
an ihren Verletzungen, dann die Jungen am Hungertod,
gestorben sind.

Bin gespannt was ihr so dazu meint

Liebe Grüsse :blumengabe:

Noodie
20.11.2006, 08:14
Hab ich mich auch schon oefters gefragt. Versteh ich auch nicht. Sicher gibt es einen Grund, ich glaube nicht dass das Team sich 'n Dreck schert. Vielleicht duerfen sie nicht eingreifen, sind an irgendwelche Konditionen gebunden damit sie da filmen duerfen? Vielleicht waren keine TAs in greifbarer Naehe? Keine Ahnung wie die medizinische Situation in der Savanne ist.

Bin mal gespannt ob jemand hier mehr Hintergrundinfo zu solchen Situationen hat, ist ja kein Einzelfall.

Oder du koenntest mal den Sender anschreiben und fragen.

Cook3
20.11.2006, 08:26
Die Frage gebe ich zurück: was wäre machbar?

Inaktiver User
20.11.2006, 08:46
Das Ganze hat wohl den einfachen profanen Hintergrund, dass das Team den normalen Alltag des Tierlebens drehen und dokumentieren will. Dabei interessiert es nicht, dass man den Tieren vielleicht helfen könnte. Im Alltag ist ja auch kein Retter in der Nähe.

Ich schaue mir solche Sendungen schon gar nicht mehr an, denn meistens zeigen sie nichts anderes als töten und getötet werden. Natürlich ist das natürlich, muss ich aber nicht unbedingt nur haben. Vor allem habe ich die Illusion verloren, dass Tierfilmer etc. auch Tierliebhaber sind. Auch da geht es nur um den Kommerz.

ReginaM
20.11.2006, 08:59
So ist die Natur und je mehr der Mensch sich einmischt, desto schlimmer steht es um diese Natur.

Manches ist für uns Menschen nicht nachvollziehbar, aber Tiere sind anders, sie handeln instinktmäßig und man sollte ihnen den nötigen Respekt zukommen lassen, dies zu akzeptieren.

Inaktiver User
20.11.2006, 09:09
So ist die Natur und je mehr der Mensch sich einmischt, desto schlimmer steht es um diese Natur.

Manches ist für uns Menschen nicht nachvollziehbar, aber Tiere sind anders, sie handeln instinktmäßig und man sollte ihnen den nötigen Respekt zukommen lassen, dies zu akzeptieren.

@Regina, da stimme ich dir nur begrenzt zu.

Ich habe mir das Ausgangsposting noch einmal durchgelesen. Nein, ich denke nicht, dass es etwas mit Respekt vor dem Tier zu tun hat, 2 Tage lang einem schwerverletzten Tier beim sterben zuzusehen und weitere xxxTage den Jungen beim verhungern.

Respekt vor dem Leben wäre meiner Meinung nach gewesen, das Tier zu erlösen und die Jungen vor dem verhungern zu retten.

Wahrscheinlich wäre es im Normalfall ohne die Präsenz des Drehteams auch so gewesen, dass die schutzlosen Jungen und die schwerverletzte Mutter von anderen Beutegreifern getötet worden wären. Ich könnte mir, ohne den Beitrg gesehen zu haben, sehr gut vorstellen, dass das Team dies zu vereiteln wusste. Schliesslich ging es ja um spektakuläre Aufnahmen.

ReginaM
20.11.2006, 09:17
@Regina, da stimme ich dir nur begrenzt zu.

Ich habe mir das Ausgangsposting noch einmal durchgelesen. Nein, ich denke nicht, dass es etwas mit Respekt vor dem Tier zu tun hat, 2 Tage lang einem schwerverletzten Tier beim sterben zuzusehen und weitere xxxTage den Jungen beim verhungern.

Ok, das kann man vielleicht auch so sehen. Aber hätten sie die Tiere erschossen und ihnen so wenigstens einen schnellen Tod beschert, dann wäre es auch wieder nicht richtig gewesen.

Wie ich das Eingangsposting gelesen habe, wurde das Sterben nicht mehr gefilmt, sondern lediglich gesagt, die Gepardin wäre zwei Tage später gestorben. Somit ergibt sich für mich, dass alleine durch die Anwesenheit des Fimteams andere Tiere abgehalten wurden, also eher eine passive Abrgenzung als eine aktive.

Im allgemeinen habe ich für mich, auch aus eigener Erfahrung, festgestellt, dass es in den allermeisten Fällen besser ist, der Natur ihren Lauf zu lassen und sich nicht überall einzumischen, auch, wenn man es nur gut meint.

Inaktiver User
20.11.2006, 09:36
Im allgemeinen habe ich für mich, auch aus eigener Erfahrung, festgestellt, dass es in den allermeisten Fällen besser ist, der Natur ihren Lauf zu lassen und sich nicht überall einzumischen, auch, wenn man es nur gut meint.

Im Grunde sind wir da einer Meinung. Wenn es eine normale Jagd ist, der ewige Kreislauf der Natur. Da einzugreifen, das macht der Mensch schon oft genug und nicht immer zum Vorteil der Tiere und deren Lebensraum.

Allerdings, wenn abzusehen ist, dass ein Tier nur noch Schmerzen leidet und nicht mehr auf die Beine kommt, da denke ich, hat man als Mensch schon eine Verpflichtung menschlich zu handeln.

Sagt nicht auch unser Tierschutzgesetz, dass man Tiere nicht unnötig leiden lassen darf. Gilt das nicht auch für wild lebende Tiere?

ReginaM
20.11.2006, 09:45
Im Grunde sind wir da einer Meinung. Wenn es eine normale Jagd ist, der ewige Kreislauf der Natur. Da einzugreifen, das macht der Mensch schon oft genug und nicht immer zum Vorteil der Tiere und deren Lebensraum.

Es geht dabei nicht nur um die Jagd. Ich habe mal einen kleinen Schafbock aufgezogen, dessen Mutter kurz nach der Geburt gestorben war. Das Kleine war ohne Eingreifen zum Tode verurteilt, also hab ich die Mühe auf mich genommen und es war eine Mühe, denn ein Schafbock ist nun mal kein Haustier. Es hat soweit auch alles wunderbar geklappt.... aber ein halbes Jahr später, der Bock war inzwischen längst bei der Herde, war er tot und keiner weiß, warum. Damals habe ich mir geschworen, nie wieder der Natur ins Handwerk zu pfuschen.



Allerdings, wenn abzusehen ist, dass ein Tier nur noch Schmerzen leidet und nicht mehr auf die Beine kommt, da denke ich, hat man als Mensch schon eine Verpflichtung menschlich zu handeln.

Sagt nicht auch unser Tierschutzgesetz, dass man Tiere nicht unnötig leiden lassen darf. Gilt das nicht auch für wild lebende Tiere?

Ja, kann man so sehen. Aber wenn es "Forschungszwecke" waren, weshalb nicht eingegriffen wurde, dann greift auch das Tierschutzgesetz nicht oder? Sicher bin ich mir jetzt da nicht.

Inaktiver User
20.11.2006, 09:48
Ich ziehe sogar (wilde) Mäusebabies auf, wenn keine Chance da ist, zur Mutter zurückzukehren. Und wildere sie mit großem Aufwand aus ... also, ich stelle wohl die Obergrenze an Tier-Idiotie dar *lächel*.

Also: mein Verständnis ist ebenso begrenzt, und ich sehe mir solche Dokus auch nicht mehr an. Bzw. schalte ich weg, wenn zu erkennen ist, wohin die Reise geht.

Inaktiver User
20.11.2006, 09:55
Es geht dabei nicht nur um die Jagd. Ich habe mal einen kleinen Schafbock aufgezogen, dessen Mutter kurz nach der Geburt gestorben war. Das Kleine war ohne Eingreifen zum Tode verurteilt, also hab ich die Mühe auf mich genommen und es war eine Mühe, denn ein Schafbock ist nun mal kein Haustier. Es hat soweit auch alles wunderbar geklappt.... aber ein halbes Jahr später, der Bock war inzwischen längst bei der Herde, war er tot und keiner weiß, warum. Damals habe ich mir geschworen, nie wieder der Natur ins Handwerk zu pfuschen.

Ja, kann man so sehen. Aber wenn es "Forschungszweicke" waren, weshalb nicht eingegriffen wurde, dann greift auch das Tierschutzgesetz nicht oder? Sicher bin ich mir jetzt da nicht.


Soweit ich weiss, gilt das Tierschutzgesetzt immer. Auch unter Labor- bzw. Forschungsbedingungen.
Wahrscheinlich aber in jedem Land anders :ooooh:

"Pfuschen" wir der Natur denn nicht unentwegt ins Handwerk. Dieser Tage musste bei unserem Kater ein eitriger Abszess in Narkose aufgeschnitten werden. Ohne dieses eingreifen wäre er wahrscheinlich (lt. TÄ) nach innen aufgegangen, hätte das Blut vergiftet und der Kater wäre gestorben.

Dass der kleine Bock gestorben ist, kann vielfältige Ursachen haben. Trotz sachgemässer Aufzucht und Hege sterben auch in den Zoos immer wieder Tiere. Da ist es egal, ob die Tiere ohne menschliches eingreifen von den Tiermüttern aufgezogen wurden, oder Handaufzuchten waren.

Inaktiver User
20.11.2006, 09:58
Keines meiner Pferde hätte in freier Natur eine Überlebenschance - ist aber auch nicht so geplant, "moderne" Pferde sind ein Ergebnis von Züchtungen und nicht unbedingt für unsere Breiten und Haltungsbedingungen geeignet.

Insofern ... wir MÜSSEN pfuschen, finde ich, wenns um Haustiere geht.

Inaktiver User
20.11.2006, 10:11
Keines meiner Pferde hätte in freier Natur eine Überlebenschance - ist aber auch nicht so geplant, "moderne" Pferde sind ein Ergebnis von Züchtungen und nicht unbedingt für unsere Breiten und Haltungsbedingungen geeignet.

Insofern ... wir MÜSSEN pfuschen, finde ich, wenns um Haustiere geht.

Wobei Katzen da anderen Haustieren überlegen sind. Sie schaffen es tatsächlich, sich alleine durchs Leben zu schlagen. Sehen wir gerade wieder an einer Mutter mit 3 Kindern, die wir seit Tagen auf einem Fabrikgelände einfangen wollen um sie kastrieren zu lassen. Hoffentlich erwischen wir den unkastrierten Kater auch. Allerdings befürchten wir, dass die Mutter schon wieder tragend ist.
Nur so zum Thema "der Natur nicht ins Handwerk pfuschen"

Ja, ich denke du hast recht - es gibt Situationen da MÜSSEN wir einfach eingreifen.

@Regina, soweit es sich um wildlebende Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum handelt stimme ich dir völlig zu. Im geschilderten Fall hätte ich das als natürlich akzeptiert, wenn die Mutter mit ihren Jungen beispielsweise einem Löwen zum Opfer gefallen wäre, Aber als Mensch dem langsamen Sterben tatenlos zusehen, das kann ich für mich nicht nachvollziehen.

@One, wir haben den Mäusen zumindest Latten in die Lichtschächte gelegt und die Katze im Haus gehalten. So hatte die arme Maus zumindest eine kleine Chance :smile:

Inaktiver User
20.11.2006, 10:32
Hallo ihr Lieben

@Noodie : Ich denke das es zu spät ist, diesen Sender anzurufen
Früher hätte ich das getan. (Damals als die ersten Tierquältrans-
porte in Panorama oder Monitor kamen, hab ich das gemacht)
Es war aber wohl ein Schreiben (damals ohne Internet noch!)
von vielen.Ob es was gebracht hat, hab ich nie erfahren.
Jedoch was Tiertransporte anging, schlugen da ja nach
und nach Wellen. (Gott sei Dank) :blumengabe:

Ihr Anderen: Ich finde eure Antworten schön.
Es beweisst , dass ich nicht falsch denke.
Im Grunde genommen würde jede von uns
hier, wäre sie zufällig in einem Filmteam
dabei, würde soetwas passieren, motivieren,
einzugreifen. :smile:

Ich für meinen Teil würde es tun. Die Zeit in der wir leben
ist anders. Arten sterben aus. Für viele Tierarten, auch
der Gepard, wird es immer schwieriger sich zu behaupten.

Die Gepardenmutter wackelte dahin , ich kann euch sagen.
:niedergeschmettert:

Das Filmteam hatte das noch in der Kamera. Der Kommentar
dazu: "Noch ahnen die Kleinen nicht, das der Gazellenbock
soeben das Todesurteil der ganzen Gepardenfamilie ausgelöst
hat"
(Und die haben der Mutter so beim Kämpfen geholfen.)

Ich für meinen Teil muss nochmals erwähnen:
In einen Kampf einzugreifen zwischen Jäger und Gejagtem,
würde ich niemals befürworten. Wenn es ein Ende gibt,
einer verlor, der andere im gerechten Kampf seine Beute
erlegt, dann ist das der Lauf des Lebens.

Was die Auswilderung eines jeden Jungtieres angeht,
sollte man die Hoffung nie aufgeben, das es doch klappt.
Lieber ein junges Tier retten und versuchen wieder
einzugliedern in seinen natürlichen Fluss seines Lebens,
als zusehen , wie es dahinstirbt.

Liebe Grüsse :blumengabe:

Inaktiver User
20.11.2006, 10:42
Stimmt - Katzen sind zäher - aber wenn ich an die häufigen Nierenerkrankungen von freilebenden Katzen denke, bin ich auch wieder etwas nachdenklich ...

Strelia - eine Maus hab ich bis jetzt durchgebracht, die anderen waren zu klein. Ich hab echt ein paar Tränchen vergossen, als ich sie in einem Heuschober mit ausreichend Futter und auch einigen Mehlwürmern ausgelassen habe - und wenn ich manchmal an dem Heuschober vorbeifahre, denke ich immer, wie es meinem Maus (es war ein kleiner Mäusemann) wohl geht, ob er hoffentlich noch keiner Katze zum Opfer gefallen ist, ob er schon viele Mäusedamen beglückt hat, etc.

Hätte er glücklicher bei mir ausgesehen, ich hätt ihn behalten. Aber es war ihm anzusehen, daß er wohl rauswollte ...

Eine Freundin von mir hat ein Eichhörnchenbaby aufgezogen, und sogar im Garten eine Voliere bauen lassen, um das Hörnchen langsam fürs freie Leben fit zu machen. Als das Hörnchen groß, fit und klug war, ging sie mit ihm gemeinsam über die Wiesen, etc. Bei solchen Aktionen steckt schon viel Herzblut drin.

Inaktiver User
20.11.2006, 10:54
@1of8

Ja das glaube ich auch. ( das mit dem Herzblut)

Ich kenne das Aufziehen von "verwaisten" Rehkindern.
Dort wo ich aufwuchs gab es verschiedene Landwirte
die ab und an ein Rehkitzchen anmähten. (Mähsaison
oft Rehgeburtensaison)

Viele Landwirte (leider nicht alle denen das passierte)
nahmen das Kitzchen mit und zogen es daheim gross.
Mit Fläschen und so.

Was mir noch einfällt zu diesem Thema, erst kürzlich
kam auch eine Sendung über Steinböcke und ihr Leben
in den Felsen. Das ist Wahnsinn wie die Kleinen sich da
behaupten müssen und lernen müssen auf diesen millimeter-
grossen Abstufungen, zurecht zu kommen.

Da sah man ein Kleines, das hatte ein Beinchen total verkrüppelt
(Ich konnte kaum hinsehen, dachte auch, "oh je - das ist
verurteilt zum Tod")

Doch dem war nicht so*freu* :smile:

Es hat gelernt in dieser Welt da, mit seiner Behinderung
klar zu kommen. Es konnte , wenn auch nicht ganz so
schnell wie die anderen, genauso die Felsen erklimmen.

Liebe Grüsse

Aviva
20.11.2006, 11:04
Hallo,

ich antworte jetzt auf Delenns Posting, weil das so schoen strukturiert ist. :smile:


Soweit ich weiss, gilt das Tierschutzgesetzt immer. Auch unter Labor- bzw. Forschungsbedingungen.
Wahrscheinlich aber in jedem Land anders :ooooh:

Hallo, glaubst Du denn wirklich, dass der Tierschutz greift, wenn ein Wildtier einem anderen 'Leid zufuegt'? Bzw. wenn ein Mensch so etwas beobachtet und nicht eingreift oder sich hinterher nicht um den Verlierer kuemmert?




"Pfuschen" wir der Natur denn nicht unentwegt ins Handwerk. Dieser Tage musste bei unserem Kater [...]

Tja, hiermit waeren wir wieder beim alten Thema domestiziertes Tier (sowohl Haus- als auch Nutztier) vs. Wildtier. Dein Kater wohnt doch bei Dir zu Hause und nicht in freier Wildbahn. Insofern ist der Tierarztbesuch imho kein gravierender Eingriff in die Nahrungskette. (Die andere Frage waere natuerlich, ob er Freigaenger ist und seltene Voegel reisst :smirksmile:)

Aber gut, angenommen wir setzen domestizierte und Wildtiere auf eine Stufe: Wie entscheidet Ihr denn dann, welche Tierarten Ihr foerdern (= im Endeffekt behalten) und welche Ihr durch Eure Eingriffe schaedigen (= bis hin zum Ausrotten) wollt. Es liegt hier schliesslich ein Kreislauf, ein "Nullsummenspiel" vor.

Kann man das Eurer Meinung nach den Filmcrews ueberlassen, die schliesslich die Wahl treffen, welches Tier sie zum Protagonisten kueren, indem die 'Geschichte' aus dessen Blickwinkel erzaehlt wird? Wer entscheidet denn, dass Geier(-Babys :smirksmile:) weniger Lebensrecht haben als Wildkatzenjunge?

Und wie soll man mit den Langzeitfolgen umgehen, wenn man jetzt z.B. beschliesst, dass die Geier halt Pech gehabt haben, wenn sie weniger Aas bekommen, weil mehr Tiere vor dem natuerlichen Tod 'gerettet' werden sollen.

Oder meintet Ihr das so, dass nicht generell eingegriffen werden soll, sondern nur, wenn auch ein Kamerateam anwesend ist - also letztendlich um das Gewissen (?) des Publikums zu beruhigen.

Neugierige Gruesse
Aviva

Inaktiver User
20.11.2006, 11:16
Hallo,

ich antworte jetzt auf Delenns Posting, weil das so schoen strukturiert ist. :smile:



Hallo, glaubst Du denn wirklich, dass der Tierschutz greift, wenn ein Wildtier einem anderen 'Leid zufuegt'? Bzw. wenn ein Mensch so etwas beobachtet und nicht eingreift oder sich hinterher nicht um den Verlierer kuemmert?




Tja, hiermit waeren wir wieder beim alten Thema domestiziertes Tier (sowohl Haus- als auch Nutztier) vs. Wildtier. Dein Kater wohnt doch bei Dir zu Hause und nicht in freier Wildbahn. Insofern ist der Tierarztbesuch imho kein gravierender Eingriff in die Nahrungskette. (Die andere Frage waere natuerlich, ob er Freigaenger ist und seltene Voegel reisst :smirksmile:)

Aber gut, angenommen wir setzen domestizierte und Wildtiere auf eine Stufe: Wie entscheidet Ihr denn dann, welche Tierarten Ihr foerdern (= im Endeffekt behalten) und welche Ihr durch Eure Eingriffe schaedigen (= bis hin zum Ausrotten) wollt. Es liegt hier schliesslich ein Kreislauf, ein "Nullsummenspiel" vor.

Kann man das Eurer Meinung nach den Filmcrews ueberlassen, die schliesslich die Wahl treffen, welches Tier sie zum Protagonisten kueren, indem die 'Geschichte' aus dessen Blickwinkel erzaehlt wird? Wer entscheidet denn, dass Geier(-Babys :smirksmile:) weniger Lebensrecht haben als Wildkatzenjunge?

Und wie soll man mit den Langzeitfolgen umgehen, wenn man jetzt z.B. beschliesst, dass die Geier halt Pech gehabt haben, wenn sie weniger Aas bekommen, weil mehr Tiere vor dem natuerlichen Tod 'gerettet' werden sollen.

Oder meintet Ihr das so, dass nicht generell eingegriffen werden soll, sondern nur, wenn auch ein Kamerateam anwesend ist - also letztendlich um das Gewissen (?) des Publikums zu beruhigen.

Neugierige Gruesse
Aviva


@Aviva Ja ich finde ein Filmteam sollte das tun.
Ich hab nicht nur einmal erklärt warum
ich persöhnlich das für gut fände:

Nochmal: Wir leben in einer anderen Zeit
Gewisse Tierarten verkleinern sich erschreckend.
Wenn ich Zeuge werde, das Jungtiere durch
einen unglücklichen Ausgang einer Jagd seiner
Mutter, zum Tode gleichermassen verurteilt sind,
dann nehme ich diese an. Gebe sie an Ort
und Stelle weiter, wo man sich auskennt und
sie soweit behüten kann, dass sie entweder
wieder ausgewildert werden, oder in Zoo
ihr Weiterleben führen können.

Gutes Beispiel sind unsere Orang Utans
Kennt ihr deren Leidensgeschichten????
Das ist total schlimm...
Da diese Verwandten von uns ernsthaft
zum Austerben bedroht sind, wird dort wo
Ureinwohner sie bewildern, Massenrodungen
ihren Platz verkleinern, Aufzucht betrieben.
Man nimmt sich der übriggebliebenen Kleinen
an, deren Mütter getötet wurden, zieht sie
gross und versucht sie wieder einzugliedern
Allerdings in Schutzgebieten. Aber auch
im freien Gehege - mit immerwieder durchgeführten
Kontrollmassnahmen

Liebe Grüsse

Inaktiver User
20.11.2006, 11:52
Ich verstehe es in diesem Fall auch nicht. Die Population von Geparden geht dramatisch zurück, jedes Jungtier ist kostbar. Man hätte wenigstens Wildhüter informieren können, und die Jungen möglicherweise in einem Gehege aufziehen und später wieder freilassen können.
Sicher, diese Tragik spielt sich täglich unbeobachtet ab, aber zugucken und nichts tun verstehe ich in diesem Fall wirklich nicht. Auf der anderen Seite hätte es auch geschehen können, dass die Gepardin den Bock erlegt und dann eine Hyäne kommt und ihr die Beute streitig macht, sie keine Kraft mehr hat, diese zu verteidigen (was einer der Gründe ist, warum die Population zurückgeht) und sie und ihre Jungen am Ende genauso sterben würden.

Ich habe neulich auch eine Doku gesehen, in der einem Giraffenbullen arg von Löwen zugesetzt wurde. Er war schwer verletzt, konnte sich nicht mehr bücken um zu trinken, und verdurstete schließlich vor dem Wasserloch. Vielleicht darf ein Filmteam nicht eingreifen. Aber es wäre ja möglich, dass solche Teams von Wildhütern begleitet werden, die dann solche Szenen beenden könnten. Ich leide da auch immer mit, frage mich aber auch, ob der Bulle tatsächlich so leidet, wie ich es mir einbilde, oder ob in der Natur nicht ganz andere Mechanismen greifen.

Aviva
20.11.2006, 11:58
Hi Strelia,

stimmt, das hast Du weiter oben schon erwaehnt. Mir war nur vom Grundtenor Deines Postings her nicht klar, dass es Dir (und einigen anderen) in erster Linie um bedrohte Tierarten ging. Es las sich eher so, als gaebe es eine Forderung, verletzte Elterntiere zu 'erloesen' und die Tierbabys von Hand grosszuziehen - unabhaengig von der Tierart oder davon, ob sie nun gefaehrdet ist oder nicht.

Also Du bist dafuer, auf diese Weise bedrohte Arten zu erhalten. Das wird ja sehr oft auch jetzt schon so gemacht.

Bei nicht bedrohten Arten dann dementsprechend nicht eingreifen. (oder???)

LG
Aviva

ReginaM
20.11.2006, 12:04
Ich leide da auch immer mit, frage mich aber auch, ob der Bulle tatsächlich so leidet, wie ich es mir einbilde, oder ob in der Natur nicht ganz andere Mechanismen greifen.

Das ist für mich der Punkt, ich glaube nämlich, wir denken da zu menschlich. Für Tiere sind Leid und Tod etwas völlig Selbstverständliches.

Inaktiver User
20.11.2006, 12:09
Hallo,

ich antworte jetzt auf Delenns Posting, weil das so schoen strukturiert ist. :smile:



Hallo, glaubst Du denn wirklich, dass der Tierschutz greift, wenn ein Wildtier einem anderen 'Leid zufuegt'? Bzw. wenn ein Mensch so etwas beobachtet und nicht eingreift oder sich hinterher nicht um den Verlierer kuemmert?

Für mich schon, denn -ich gehe jetzt einmal vom Eingangsposting aus. Hier ist eine Filmcrew, die praktisch "Laborbedingungen" schafft. Tierbeobachtungen in freier Natur. Also eigentlich doch nur der Aktionsplatz vom Labor in die Natur verlagert.
Solange jetzt die Natur ihren ganz natürlichen Lebensverlauf nimmt, sprich ein Tier wird gejagt, getötet und gefressen ist alles ok.
Wenn jetzt aber ein Tier bei diesen Beobachtungen so schwer verletzt wird, dass abzusehen ist, dass es qualvoll stirbt und auch seine Jungen (die, das sage ich jetzt bewusst polemisch) sicher auch nicht lautlos gestorben sind, sondern wohl ziemlich verzweifelt nach ihrer Mutter gerufen haben, dann hat der Mensch kein Recht, diesem Leiden tatenlos zuzusehen.




Tja, hiermit waeren wir wieder beim alten Thema domestiziertes Tier (sowohl Haus- als auch Nutztier) vs. Wildtier. Dein Kater wohnt doch bei Dir zu Hause und nicht in freier Wildbahn. Insofern ist der Tierarztbesuch imho kein gravierender Eingriff in die Nahrungskette. (Die andere Frage waere natuerlich, ob er Freigaenger ist und seltene Voegel reisst :smirksmile:)

Nein, Freigänger ist er nicht. Allerdings verirrt sich trotz Katzennetz hin und wieder ein Vogel auf den Balkon und der wird natürlich gejagt. Aber hier sind bisher meist (bis auf 1) die Vögel im Vorteil. :smile:



Aber gut, angenommen wir setzen domestizierte und Wildtiere auf eine Stufe: Wie entscheidet Ihr denn dann, welche Tierarten Ihr foerdern (= im Endeffekt behalten) und welche Ihr durch Eure Eingriffe schaedigen (= bis hin zum Ausrotten) wollt. Es liegt hier schliesslich ein Kreislauf, ein "Nullsummenspiel" vor.

Ich glaube, in der heutigen Zeit liegt nicht mehr nur ein Nullsummenspiel vor. Auch die Tierwelt hat sich angepasst. Viele überleben und vermehren sich überproportional, weil die natürlichen Fressfeinde fehlen. One schrieb vor kurzem, dass in ihrer Heimat kleine Echsen aussterben- weil da wiederum die Fressfeinde Überhand nehmen.

Bei den Vögeln ist es z.B. auch so, dass die Natur "Verluste" bei der Brut einkalkuliert.



Kann man das Eurer Meinung nach den Filmcrews ueberlassen, die schliesslich die Wahl treffen, welches Tier sie zum Protagonisten kueren, indem die 'Geschichte' aus dessen Blickwinkel erzaehlt wird? Wer entscheidet denn, dass Geier(-Babys :smirksmile:) weniger Lebensrecht haben als Wildkatzenjunge?

Und wie soll man mit den Langzeitfolgen umgehen, wenn man jetzt z.B. beschliesst, dass die Geier halt Pech gehabt haben, wenn sie weniger Aas bekommen, weil mehr Tiere vor dem natuerlichen Tod 'gerettet' werden sollen.

Oder meintet Ihr das so, dass nicht generell eingegriffen werden soll, sondern nur, wenn auch ein Kamerateam anwesend ist - also letztendlich um das Gewissen (?) des Publikums zu beruhigen.

Neugierige Gruesse
Aviva

Nein die Wahl sollte man dem Filmteam nicht überlassen, zu bestimmen, welches Tier gerettet werden soll.

Ich habe das weiter oben schon einmal geschrieben. Wären jetzt Geier oder ein Löwenrudel aufgetaucht und hätten Mutter mit Kindern als Nahrung angesehen, hätte ich das ganz normal gefunden. (Wobei mir wohl, ehrlich gesagt, auch das Herz geblutet hätte :niedergeschmettert: )
Was ich nicht akzeptieren kann ist, einer Tierfamilie tagelang beim sterben zuzusehen um dadurch welche Erkenntnisse auch immer zu gewinnen. Wobei dann für mich wieder die Laborbedingungen greifen und der Tierschutz.

Wenn es dann vielleicht sogar nur geschah, um dem Voyeurismus der Zuschauer Rechnung zu tragen, finde ich das schon sehr schlimm.

LG Delenn

Inaktiver User
20.11.2006, 12:15
Das ist für mich der Punkt, ich glaube nämlich, wir denken da zu menschlich. Für Tiere sind Leid und Tod etwas völlig Selbstverständliches.

Das mag schon sein, dass wir zu menschlich denken, heisst aber nicht, dass nicht auch Tiere zu Gefühlen wie Schmerz und Trauer fähig sind.

Selbst Fische, von den es jahrhundertelang hiess, dass sie den Angelhaken nicht spüren, haben ein Schmerzempfinden, wenn sich der Haken im Maul festhängt.

Ich denke, wenn ein Mensch sieht, dass ein Tier leidet und keine Heilungsmöglichkeiten bestehen, hat er die Pflicht, das Tier zu erlösen.

Inaktiver User
20.11.2006, 12:29
[QUOTE=Aviva]Hi Strelia,

stimmt, das hast Du weiter oben schon erwaehnt. Mir war nur vom Grundtenor Deines Postings her nicht klar, dass es Dir (und einigen anderen) in erster Linie um bedrohte Tierarten ging. Es las sich eher so, als gaebe es eine Forderung, verletzte Elterntiere zu 'erloesen' und die Tierbabys von Hand grosszuziehen - unabhaengig von der Tierart oder davon, ob sie nun gefaehrdet ist oder nicht.

Also Du bist dafuer, auf diese Weise bedrohte Arten zu erhalten. Das wird ja sehr oft auch jetzt schon so gemacht.

Bei nicht bedrohten Arten dann dementsprechend nicht eingreifen. (oder???)


Liebe Aviva

Es gibt leider nicht mehr so viele Tierarten, die
wirklich ursprünglichen Lebensraum auf unserer
Erde haben. Die es nicht notwendig hätten,
des Mensches Schutz zu bekommen.

So punktgenau kann man es nun nicht vergleichen.
Ich finde, der Mensch beansprucht absolut zuviel
Platz für sich und seine doch schon längst übergreifenden
Bedürfnisse. Das Tier ist in seinen natürlichen Waffen
immer mehr eingeschränkt. Deshalb sollte man, wo
Hilfe sichtbar wird, etwas tun. Jeder kann das.
Wenn ich schon Tierdokumentationen mach, Zeuge
eines Unglücks werde, es sich wirklich um Tierbabies handelt,
muss ich was tun. Eigentlich egal ,um welche Gattung es geht.(Wie gesagt, wir leben in einer anderen Zeit. Du kannst
frühere Massstäbe nicht mehr ansetzen , meiner Meinung nach)

Liebe Grüsse
:blumengabe:

Inaktiver User
20.11.2006, 12:36
Das mag schon sein, dass wir zu menschlich denken, heisst aber nicht, dass nicht auch Tiere zu Gefühlen wie Schmerz und Trauer fähig sind.

Selbst Fische, von den es jahrhundertelang hiess, dass sie den Angelhaken nicht spüren, haben ein Schmerzempfinden, wenn sich der Haken im Maul festhängt.

Ich denke, wenn ein Mensch sieht, dass ein Tier leidet und keine Heilungsmöglichkeiten bestehen, hat er die Pflicht, das Tier zu erlösen.

ja Deleen so ist es :schild genau:

Denkt mal an die Delphine die abgeschlachtet werden
an verschiedenen Küsten.
Habt ihr den Ausdruck der "halb abgestochenen" Tiere
schon gesehen? Auch im Fernsehen ist sichtbar, wie
sehr diese Tiere leiden.
Ich meine sogar ihnen anzusehen, das sie hinausschreien
"Warum tut ihr uns das an?"

L.G.

Inaktiver User
20.11.2006, 12:41
Habt ihr den Ausdruck der "halb abgestochenen" Tiere
schon gesehen? Auch im Fernsehen ist sichtbar, wie
sehr diese Tiere leiden.
Ich meine sogar ihnen anzusehen, das sie hinausschreien
"Warum tut ihr uns das an?"

L.G.

Was diese Sendungen betrifft, schaue ich sie mir bewusst gar nicht mehr an, und wenn ich per Zufall in einen solchen Beitrag hineingerate, schalte ich möglichst schnell weiter :niedergeschmettert:

Diese Bilder bekomme ich nie mehr aus dem Kopf :knatsch:

LG Delenn

semiramis
20.11.2006, 14:17
Ich denke, daß bei vielen dieser Dokumentationen eine Story aus einzelnen Fragmenten zusammengeschnitten wird. Oftmals liegt es auch nur dicht neben der Wahrheit.
Gerade habe ich gestern oder vorgestern eine Doku über Erdmännchen gesehen, (Animal Planet)die eigentlich wunderschön war aber durch die Kommentare total verkitscht wurde. Alle Tiere bekamen originelle Namen und eine Story wurde so konstruiert. Ich habe ausgeschaltet, weil ich den Quatsch nicht mehr hören konnte. Selbst in den Tierdoku's muss es Sensationen geben oder ganz normale Ereignisse im Leben der Vierbeiner werden dazu gemacht.
Die geschilderte Situation ist für uns nicht schön anzusehen aber im Lebenslauf der Wildtiere passiert es eben.Es ist wohl für die Filmemacher ein Glücksfall die sterbende Gepardenmutter und die danach einsamen Jungen zu filmen. ( Ich hoffe, jeder hier merkt, dass der Satz ironisch gemeint war:erleuchtung: )Wenn es denn wirklich die gleiche Mutter und nicht Junge, aus irgendeiner anderen Doku waren.
LG
semi

Inaktiver User
20.11.2006, 14:53
semi, die Doku kenne ich auch. Mein Hund liebt sie - seitdem bin ich nicht mehr sicher, ob Hunde tatsächlich nix sehen im Fernsehen. Er sitzt jedesmal gebannt davor. Ich schalte den Ton übrigens weg und geh putzen (so wie ich es am liebsten mit dem Fußballspiel für meine andere Hälfte tun würde)

Inaktiver User
20.11.2006, 16:25
@Semi

Ich weiss nicht so recht ob sich das so abspielt.
Jedoch ganz abstreiten, dass dies nicht möglich wäre,
tu ich auch nicht.

Tiere in freier Wildbahn sollte man lassen ja-
Die Gesetze der Natur sind hart aber eigentlich ausgeglichen.
Nur:

Das ist eben heutzutage nicht mehr so.
Das Gleichgewicht ist durcheinander.
Leider :niedergeschmettert:

Liebe Grüsse

Inaktiver User
20.11.2006, 16:32
Ich habe neulich auch eine Doku gesehen, in der einem Giraffenbullen arg von Löwen zugesetzt wurde. Er war schwer verletzt, konnte sich nicht mehr bücken um zu trinken, und verdurstete schließlich vor dem Wasserloch. Vielleicht darf ein Filmteam nicht eingreifen.

Ich würde mal vermuten, daß ein Filmteam weder das Equipment (Fanggeräte,Käfige, Futter, Narkosegewehr, Transportmöglichkeiten) noch die Expertise hat, Raubkatzen oder gar eine Giraffe zu fangen, zu versorgen und an den top-geeigneten Ort zu bringen. In einem Riesenland wie Afrika dürfte der wohl auch kaum gleich um die Ecke liegen.

Und die Geparden abschießen - wetten, daß sie dann wegen Wilderei dran wären ?
Kann ja jeder erzählen, daß die schon schwer verwundet/dem Tode geweiht waren.

Mir tut es auch leid, wenn ich sowas sehe .... Aber der Job eines Naturfilm-Teams ist nun mal filmen und nicht aufwändige Tierrettung.

Lukulla
20.11.2006, 17:00
Naturgesetz ja.

Es wäre falsch verstande Tierliebe, die 2 jungen Geparden mit Futter für ein paar Tage zu versorgen. Das Jagen lernen sie von der Mutter, wenn die weg ist, ist niemand da, der sie unterrichtet. Wenn sie nicht Jagen lernen, können sie in der Savanne nicht überleben. Sie sind so oder so zum Tode bestimmt in der Situation.

Diese Erwartung, dass Filmteam hätte die jungen retten können, erinnert mich immer an die netten Touris die aus Mitleid wilde Katzen und Hunde am Hotel füttern. 10 Tage lang, danach ist es ihnen scheissegal, ob die doch am Katzenschnupfen verrecken.

Die Idee, die Geparden in ein Wildlager zu geben ist sehr romantisch. Wahrscheinlich gibt es so etwas flächendeckend. :unterwerf:, aber wer soll da die Rolle der Mutter übernehmen? Jede Hilfe von aussen hätte für die 2 lebenslanges Gefängnis bedeutet, falls sie überhaupt die menschliche Hilfe überlebt hätten.

Inaktiver User
20.11.2006, 17:08
@Lukulla

Das mit den Touristen ja - verstehe ich - ist leider so.
Geht insbesondere mit Hunden und Katzen in südlichen Ländern.
Selber ein Zuhause in dem kein Tier etwas verschmutzen soll,
aber woanders den "tierliebenden,heulenden" Versorger spielen.
Da hast du Recht

Das mit dem Filmteam hätte ich so nicht gesehen , wie du
es siehst. Wenn du so denkst, müsste man auch die Orang
Utan Kinder völlig alleine lassen. Deren Mütter abgeschlachtet
oder gefangen genommen werden .
Man tut das aber nicht. Man nimmt auch diese Jungen
und versucht so gut es geht, ihnen zu lehren was sie
"draussen" wieder erwartet

Das Prinzip wäre auch mit kleinen Gepardenjungen das Gleiche
Meinst du nicht auch?

L.G.

Inaktiver User
20.11.2006, 17:10
Naturgesetz ja.

Es wäre falsch verstande Tierliebe, die 2 jungen Geparden mit Futter für ein paar Tage zu versorgen. Das Jagen lernen sie von der Mutter, wenn die weg ist, ist niemand da, der sie unterrichtet. Wenn sie nicht Jagen lernen, können sie in der Savanne nicht überleben. Sie sind so oder so zum Tode bestimmt in der Situation.

Diese Erwartung, dass Filmteam hätte die jungen retten können, erinnert mich immer an die netten Touris die aus Mitleid wilde Katzen und Hunde am Hotel füttern. 10 Tage lang, danach ist es ihnen scheissegal, ob die doch am Katzenschnupfen verrecken.

Die Idee, die Geparden in ein Wildlager zu geben ist sehr romantisch. Wahrscheinlich gibt es so etwas flächendeckend. :unterwerf:, aber wer soll da die Rolle der Mutter übernehmen? Jede Hilfe von aussen hätte für die 2 lebenslanges Gefängnis bedeutet, falls sie überhaupt die menschliche Hilfe überlebt hätten.

Es ging nicht darum, den Jungen ein paar Dosen Katzenfutter hinzustellen, sondern sie in eine Tierauffangstation zu bringen. Solche Stationen gibt es Afrikaweit und werden zum Teil sogar von deutschen Zoos für solche Fälle (Jungtiere deren Mutter gestorben ist) unterhalten und /oder unterstützt. Jeder Zoo dieser Welt wird sich an solchen Projekten beteiligen schätze ich. Ganz besonders dann, wenn die Tiere vom aussterben bedroht sind.
Die Tiere werden übrigens vom Personal der Stationen auf ein Leben in der Wildniss trainiert und wieder ausgewildert.

Inaktiver User
20.11.2006, 17:19
Ich würde mal vermuten, daß ein Filmteam weder das Equipment (Fanggeräte,Käfige, Futter, Narkosegewehr, Transportmöglichkeiten) noch die Expertise hat, Raubkatzen oder gar eine Giraffe zu fangen, zu versorgen und an den top-geeigneten Ort zu bringen. In einem Riesenland wie Afrika dürfte der wohl auch kaum gleich um die Ecke liegen.

Und die Geparden abschießen - wetten, daß sie dann wegen Wilderei dran wären ?
Kann ja jeder erzählen, daß die schon schwer verwundet/dem Tode geweiht waren.

Mir tut es auch leid, wenn ich sowas sehe .... Aber der Job eines Naturfilm-Teams ist nun mal filmen und nicht aufwändige Tierrettung.

Lorelei

Deine Meinung , - gut.

Ich glaube jedoch ,dass Filmteams immer wissen wo
ungefähr, sich diese Jungen aufhalten.
Man muss ja nicht im Allgemeinpack losgehen
und alles besorgen oder veranstalten.
Es reichen oft ein zwei Leute, die vor Ort
(und Orte gibt es auch in Afrika!) , Eingeborene,
die mit Sicherheit gewisse Fanggegenstände haben.

Trotz allem würde ich mich aber vorher behördlich
oder bei einem internationalen Tierschutzverein -
(den solche Filmteams bestimmt kennen, eine
Nummer, Adresse, e-mail, in der Tasche haben,
wenigstens Addys die dorthin Kontakte haben),
erkundigen.

Übrigens wurde so ein Beispiel mit einem afrikanischen
Mädchen gebracht. Ein Filmteam war in den Hungersnot-
ländern unterwegs und filmte diese Menschen.
Ein Mädchen das kurz vor dem Tode stand, wurde
gefilmt, jedoch dieser Kameraman nahm sie mit.
Er orderte an, das dieses Mädchen versorgt werde.
Wie er das genau gemacht hat , weiss ich nicht.
(das wär jetzt hier auch zu lang)

Das Mädchen aber entrann dem Tod.

L.G.

Inaktiver User
20.11.2006, 17:28
@Strelia ich bin ganz sicher, dass die Fimteams nicht ohne ortkundige Führer/Wildhüter unterwegs sind. Dazu kommt, dass im Zeitalter des Handys, des Flugzeugs und des Internets mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit Hilfe vor Ort sein kann, wenn man denn will.

LG Delenn

Inaktiver User
20.11.2006, 17:31
@Strelia ich bin ganz sicher, dass die Fimteams nicht ohne ortkundige Führer/Wildhüter unterwegs sind. Dazu kommt, dass im Zeitalter des Handys, des Flugzeugs und des Internets mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit Hilfe vor Ort sein kann, wenn man denn will.

LG Delenn


:smile: ja - so sollte es sein

L.G.

ReginaM
20.11.2006, 19:14
@Strelia ich bin ganz sicher, dass die Fimteams nicht ohne ortkundige Führer/Wildhüter unterwegs sind. Dazu kommt, dass im Zeitalter des Handys, des Flugzeugs und des Internets mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit Hilfe vor Ort sein kann, wenn man denn will.

LG Delenn

Ich bezweifel, dass es in Afrika flächendeckend Handynetze und Internet gibt.

Lukulla hat ziemlich deutlich ausgedrückt, was ich auch sagen wollte.

Auswilderung von in Gefangenschaft aufgewachsenen Tieren? Wäre interessant, wann die wirklich gelingt.

Atis
20.11.2006, 19:50
Ich ziehe sogar (wilde) Mäusebabies auf, wenn keine Chance da ist, zur Mutter zurückzukehren. Und wildere sie mit großem Aufwand aus ... also, ich stelle wohl die Obergrenze an Tier-Idiotie dar *lächel*.


*handrüberreich*, ich bin auch so eine "Idiotin"...:wangenkuss:

semiramis
20.11.2006, 21:46
Es ging nicht darum, den Jungen ein paar Dosen Katzenfutter hinzustellen, sondern sie in eine Tierauffangstation zu bringen. Solche Stationen gibt es Afrikaweit und werden zum Teil sogar von deutschen Zoos für solche Fälle (Jungtiere deren Mutter gestorben ist) unterhalten und /oder unterstützt. Jeder Zoo dieser Welt wird sich an solchen Projekten beteiligen schätze ich. Ganz besonders dann, wenn die Tiere vom aussterben bedroht sind.
Die Tiere werden übrigens vom Personal der Stationen auf ein Leben in der Wildniss trainiert und wieder ausgewildert.

Liebe Delenn,
ich glaube, da bist Du ein wenig zu blauäugig. Schön wär's wenn es so funktionieren würde. Ich würde mal sagen, nicht Afrikaweit, sondern vereinzelt in Afrika. Was wir hier im TV zu sehen bekommen sind doch leider Einzelfälle. Die Zoo's hier haben ein so knappes Budget, dass sich manche nicht mal einen eignen TA leisten können. Sie sind froh, wenn ihr hiesiger Nachwuchs in anderen Zoo's unterkommt.(Platzmangel) Da ist sicher kaum Geld übrig um sich an solchen Projekten zu beteiligen.Was anderes ist es, wenn eine Art vom Aussterben bedroht ist, da greift jeder gerne zu.
Ich bin auch ziemlich skeptisch bez. des Auswilderns, wir können es immer nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt verfolgen. Mich würde mal interessieren, wie lange die Tiere danach überleben und ob ihr Überlebenskampf nach der Auswilderung nicht auch eine Art von Tierquälerei ist.
LG
semi

Lukulla
20.11.2006, 22:32
Im übrigen ging es in dem Fall darum eine sichere handlungsfähige Basis innerhalb von 48 Stunden herzustellen.

Ich hätte als Regisseur des Films vor Ort einen erfahrenen Jäger mit einem Bärentöter gebeten, die drei zu erschiessen, damit sie nicht leiden. Selbstverständlich hätte ich dann die Tiere nebst Fell gewinnbringend verkauft und damit weitere Tierschutzprojekte gefördert: :cool: Wahrscheinlich ist schon naiv, daran zu denken, dass ein Filmteam einen erfahren Tierjäger dabei hat.

@Strelia

Das Beispiel mit den OrangUtans hinkt gewaltig. Das sind Pflanzenfresser und sie müssen auf Bäumen rumklettern und sich Nüsse und Samen holen oder Die Hauptnahrung des Orang-Utan sind dabei allerlei Früchte mit einer Vorliebe für die stacheligen Früchte des Zibetbaumes. Aber auch Blüten, Knospen, junge Blätter und weiche Rinde stehen auf seinem Speiseplan. In freier Wildbahn ist der Orang-Utan ein reiner Pflanzenfresser. Das kann man in Reservaten super üben und dann "auswildern".

Die Geparden sind darauf angewiesen, zu lernen wie man jagt. Kein Mensch kann ihnen das beibringen, auch nicht im besten Wildpark der Welt.

Aviva
20.11.2006, 22:55
Hallo Lukulla, Semi und andere

genau das ging mir auch durch den Kopf. Die Rettung der Gepardenkinder waere ausgesprochen schwierig gewesen. Nicht nur, weil es sicherlich nicht so einfach ist, die Tiere rechtzeitig in eine geeignete Rettungsstation zu bringen, sondern auch, weil sich manche Tierarten praktisch gar nicht mehr auswildern lassen.


Liebe Delenn,

Deine Passage ueber die de-facto Laborbedingungen habe ich 2x gelesen und bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe. Meinst Du, dass sich durch die blosse Beobachtung (+ Filmen) der Wildtiere eine aehnliche moralische Verpflichtung zum 'Helfen' ergibt, wie das in einem Labor gegeben waere? Oder gehst Du davon aus, dass dadurch, dass ein Kamerateam die Tiere begleitet, bereits keine natuerlichen Bedingungen im Sinne von 'freier Wildbahn' mehr herrschen?

Ich vermute, Du meinst beides. Du schreibst, wenn ein Loewe die Kleinen gefressen haette, dann waere es der natuerliche Lauf der Dinge gewesen. Das sehe ich ganz genauso. Allerdings nehme ich (vielleicht naiverweise?) an, dass diese Wildtier-Filmer es verstehen, eben nicht einzugreifen und einen ausreichenden Abstand zu halten. Ich habe die Doku nicht gesehen, gehe aber jetzt mal davon aus, dass es ein Standardformat war, bitte korrigiert mich. Deshalb wuerde ich auch nicht von vornherein annehmen, dass das Filmteam durch seine Arbeit der Natur ins Handwerk gepfuscht hat.

Woher haetten sie denn wissen sollen, dass kein anderes Raubtier kommen wuerde? Wie lange wartet man mit dem Eingreifen? Wann ist es gerechtfertigt - nach 1h, 12h, 24h, ist es dann vielleicht schon zu spaet fuer eine Rettung?

So sehr ich selbst fuer den Artenschutz bin, die Forderungen an die Filmcrew finde ich in diesem Fall etwas unrealistisch.

Aviva
20.11.2006, 23:42
Liebe Strelia,




Es gibt leider nicht mehr so viele Tierarten, die
wirklich ursprünglichen Lebensraum auf unserer
Erde haben. Die es nicht notwendig hätten,
des Mensches Schutz zu bekommen.


:allesok: Yepp, insoweit stimme ich Dir zu - ich bin im Prinzip auch pro Artenschutz. Und wie auch Delenn weiter oben schrieb: Das natuerliche Gleichgewicht ist bereits ganz gehoerig am Wanken bzw. stellenweise zusammengebrochen. Sehe ich ganz genauso.

Mit 'Nullsummenspiel' meinte ich eher, dass die Verlierer i.d.R. als Futter fuer andere dienen. Man kann nicht gleichzeitig Jaeger und Gejagten retten, sondern muss sich, wenn man denn unbedingt eingreifen will, fuer eine Seite entscheiden. Des einen Verlust ist des anderen Gewinn.

Davon unabhaengig sind selbstverstaendlich manche Tierarten staerker bedroht als andere.

Die Frage nach der Praktikabilitaet (s.o.) lasse ich jetzt mal ausser Acht.




Wenn ich schon Tierdokumentationen mach, Zeuge
eines Unglücks werde, es sich wirklich um Tierbabies handelt,
muss ich was tun. Eigentlich egal ,um welche Gattung es geht.


Das hingegen kann ich jetzt nicht mehr nachvollziehen. Wie passt das denn zum Artenschutzargument oben?

Das war es im uebrigen auch, was ich aus Deinen frueheren Postings herauszulesen glaubte. Hilflose Tierbabys darf man nicht sich selbst ueberlassen, egal welche Gattung.

Wie steht es aber mit Arten, die nicht bedroht sind, bei denen entweder ein gewisser 'Schwund' einkalkuliert ist oder die, noch extremer, eine andere Art, die sich nicht so gut an neue Lebensbedingungen anpassen konnte, zu verdraengen drohen? Zerstoert man dann durch 'helfendes Eingreifen' das Gleichgewicht nicht noch weiter?

Ich gehe jede Wette ein: Wenn die Geschichte in der Tierdoku aus der Perspektive des nicht von der Ausrottung bedrohten Beutetiers erzaehlt worden und die Gepardin erfolgreich gewesen waere, haette es ebenso empoerte Proteste gegeben.

Und das hielte ich dann nicht mehr fuer angebracht. Sorry, aber das waere fuer mich, wie fuer einige andere hier, nur noch blosse Sentimentalitaet. Niemand sieht gern ein Tier leiden. Aber so ist die Natur nun einmal. Und Tierschutz bedeutet (fuer mich persoenlich) eben auch, dass man diese in unseren Augen (!) 'grausame Realitaet' des Lebens in freier Wildbahn mit schuetzt.

LG
Aviva

Inaktiver User
21.11.2006, 06:22
Liebe Delenn,
ich glaube, da bist Du ein wenig zu blauäugig. Schön wär's wenn es so funktionieren würde. Ich würde mal sagen, nicht Afrikaweit, sondern vereinzelt in Afrika. Was wir hier im TV zu sehen bekommen sind doch leider Einzelfälle. Die Zoo's hier haben ein so knappes Budget, dass sich manche nicht mal einen eignen TA leisten können. Sie sind froh, wenn ihr hiesiger Nachwuchs in anderen Zoo's unterkommt.(Platzmangel) Da ist sicher kaum Geld übrig um sich an solchen Projekten zu beteiligen.Was anderes ist es, wenn eine Art vom Aussterben bedroht ist, da greift jeder gerne zu.
Ich bin auch ziemlich skeptisch bez. des Auswilderns, wir können es immer nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt verfolgen. Mich würde mal interessieren, wie lange die Tiere danach überleben und ob ihr Überlebenskampf nach der Auswilderung nicht auch eine Art von Tierquälerei ist.
LG
semi

@Semi, als ausdauernder Zuschauer der Zoosendungen weiss ich, dass z.B. der Kölner Zoo sich an verschiedenen Projekten von Artenschutz und Auswilderung beteiligt. Es wurden auch schon mehrfach Berichte über die Stationen in den einzelnen Sendungen gezeigt. Und aus der Aussage von Zootierarzt Behlert weiss ich, dass weltweit Zoos solche Projekte unterhalten bzw. mittragen.

Übrigens ist die Auswilderung von Geparden schon gelungen und zwar Matto Barfuss. Dass es sicher kein einfaches Unterfangen ist, wissen wir spätestens seit der Löwin Elsa.

Ich nehme an, dass wir die ganz armen Zoos in den Sendungen nicht zu sehen bekommen. Aber die Zoos die bisher zu sehen waren verfügen über mehr als einen TA.

Ja, ich stimme dir sogar zu, dass ich es wohl etwas blauäugig oder zu menschlich sehe. :smirksmile:
Trotzdem wünschte ich mir, dass es mehr Menschen gäbe, die nicht einfach zuschauen um dokumentieren zu können, wie lange schafft es ein Gepard mit einer solchen Verletzung zu überleben, wie lange können Gepardenkinder ohne Nahrung überleben. Was passiert wenn ........
@Aviva, das ist es, was ich mit "Laborbedingungen" meinte.

LG Delenn

Inaktiver User
21.11.2006, 07:23
Liebe @Aviva

Es ist gut das jeder anderer Meinung sein kann, vieles
aus anderer Sicht sehen kann. :smile:

Wenn die Gepardin gewonnen hätte?

Was wäre anders? Der Kampf wäre zum Ersten auf die
natürlichste Weise, die die Natur vorschreibt ausgegangen.
Gazellen haben grossen Rudel. Wäre dieser Bock eine Gazellen-
dame gewesen mit Jungen, (meisstens haben die ja ein Junges)
wäre dieses junge Gazellenkind mit im Rudel geschützt worden.
Ausserdem ist deren Beuteverhalten ganz anderes ,wie das
einer Raubkatze. Es wär eine ganz andere Ausgangssituation
für die Kleinen. (sprich Gazellenjungen)
Es würde zu keiner Diskussion stehen, das der Mensch in
diesem Fall einschreiten sollte.

Wie meintest du das mit diesen Protesten andersrum?
So wie ich es nun verstanden und darauf aus meiner
Sicht geantwortet habe?
Warum sollten da derartige Proteste kommen?
Das glaub ich nicht. Diese Art von Protesten wären
wirklich nur Sentimentalitäten.
Findest du nicht auch, dass man unter den heutigen
Umständen die wir in der Natur haben, wirklich abwägen
sollte auf den einzelnen Fall? Ich meine, gerade Geparden
gehören zu einer sehr bedrohten Art.
Für mich ist hier weder nur reine Sentimentalität im Spiel
noch Mitleid oder Sonstiges. Das sind einfach Fakten.

Ich bin als Filmteam hier - die Gepardenmutter stirbt
(wobei ich ganz persöhnlich auch veranlassen würde
diese zu retten und alle drei in diesem Falle dann nach
der Obhut von Menschen (allerdings nur artgerecht behütet)
wieder auswildern würde) - sehe wie die Jungen verenden.
Also für mich keine Frage - diese Jungen sollten angenommen
werden, bis sie stark genug sind wieder alleine zurecht
zu kommen.

Wenn ich Tierdokus mach oder solche Reportagen und
werde Zeuge wie etwas Derartiges unglücklich ausgeangenes
passiert, kann ich das tun. Ich denke daran an jede Art von
Tieren, die hilflos wären als Tierkinder.

Ich sehe das nicht als Zugabe in ein Ungleichgewicht das
wir ja schon extrem habe. Ich sehe das total anders.
Ich rette Tiere, helfe dabei - das diese Art mehr von Ihres-
gleichen bekommt.

Liebe Grüsse :blumengabe:

Inaktiver User
21.11.2006, 07:27
Im übrigen ging es in dem Fall darum eine sichere handlungsfähige Basis innerhalb von 48 Stunden herzustellen.

Ich hätte als Regisseur des Films vor Ort einen erfahrenen Jäger mit einem Bärentöter gebeten, die drei zu erschiessen, damit sie nicht leiden. Selbstverständlich hätte ich dann die Tiere nebst Fell gewinnbringend verkauft und damit weitere Tierschutzprojekte gefördert: :cool: Wahrscheinlich ist schon naiv, daran zu denken, dass ein Filmteam einen erfahren Tierjäger dabei hat.

@Strelia

Das Beispiel mit den OrangUtans hinkt gewaltig. Das sind Pflanzenfresser und sie müssen auf Bäumen rumklettern und sich Nüsse und Samen holen oder Die Hauptnahrung des Orang-Utan sind dabei allerlei Früchte mit einer Vorliebe für die stacheligen Früchte des Zibetbaumes. Aber auch Blüten, Knospen, junge Blätter und weiche Rinde stehen auf seinem Speiseplan. In freier Wildbahn ist der Orang-Utan ein reiner Pflanzenfresser. Das kann man in Reservaten super üben und dann "auswildern".

Die Geparden sind darauf angewiesen, zu lernen wie man jagt. Kein Mensch kann ihnen das beibringen, auch nicht im besten Wildpark der Welt.


@Lukulla

Nein da wiederspreche ich dir gewaltig was Orang Utans angeht
Ich bin bei WWF und bekomme regelmäsig Unterlagen
über bedrohte Tierarten.
Besonders die Orang Utan Babies sind hilflos wie
Menschenkinder.
Mehr brauch ich erst mal nicht dazu posten.
Vielleicht schaust du dir das mal an

Liebe Grüsse

semiramis
21.11.2006, 08:34
@Semi, als ausdauernder Zuschauer der Zoosendungen weiss ich, dass z.B. der Kölner Zoo sich an verschiedenen Projekten von Artenschutz und Auswilderung beteiligt. Es wurden auch schon mehrfach Berichte über die Stationen in den einzelnen Sendungen gezeigt. Und aus der Aussage von Zootierarzt Behlert weiss ich, dass weltweit Zoos solche Projekte unterhalten bzw. mittragen.

Übrigens ist die Auswilderung von Geparden schon gelungen und zwar Matto Barfuss. Dass es sicher kein einfaches Unterfangen ist, wissen wir spätestens seit der Löwin Elsa.

Ich nehme an, dass wir die ganz armen Zoos in den Sendungen nicht zu sehen bekommen. Aber die Zoos die bisher zu sehen waren verfügen über mehr als einen TA.

Ja, ich stimme dir sogar zu, dass ich es wohl etwas blauäugig oder zu menschlich sehe. :smirksmile:
Trotzdem wünschte ich mir, dass es mehr Menschen gäbe, die nicht einfach zuschauen um dokumentieren zu können, wie lange schafft es ein Gepard mit einer solchen Verletzung zu überleben, wie lange können Gepardenkinder ohne Nahrung überleben. Was passiert wenn ........
@Aviva, das ist es, was ich mit "Laborbedingungen" meinte.

LG Delenn

@Delenn
Die Aussagen eines Zoodirektors und in den im Moment so beliebten Zoosendungen, sind ein Ding und die Aussagen von Biologen,welche am Ort arbeiten aber nicht im TV erscheinen sind etwas Anderes. Ich kenne einige durch meine Biologen Tochter, :smirksmile: welche lange im Artenschutz, vornehmlich in Afrika, gearbeitet haben und wenn sie von ihrer Arbeit in Afrika erzählen stehen einem manchmal die Haare zu Berge.Das sieht dann etwas anders aus , als im TV oder den Werbebroschüren einiger Tierschutzorganisationen. Leider, sage ich dazu.
Deine Wünsche kann ich voll unterstützen, nur sind wir davon noch sehr, sehr weit entfernt und ich denke, oft wird der Tierschutz völlig falsch verstanden.
LG
semi

Horus
21.11.2006, 08:36
Wäre dieser Bock eine Gazellen-
dame gewesen mit Jungen, (meisstens haben die ja ein Junges)
wäre dieses junge Gazellenkind mit im Rudel geschützt worden.
Ausserdem ist deren Beuteverhalten ganz anderes ,wie das
einer Raubkatze. Es wär eine ganz andere Ausgangssituation
für die Kleinen. (sprich Gazellenjungen)
Es würde zu keiner Diskussion stehen, das der Mensch in
diesem Fall einschreiten sollte.

Da bin ich nicht sicher. Viele Grasfresser säugen nur ihr eigenes Junges. Sprich: wenn die Mutter stirbt, ist auch das Junge verloren, obwohl die ganze Herde da ist, denn kein anderes Muttertier akzeptiert das Junge an ihrem Euter. Es verhungert also.
Szenario: Gepardin reisst Muttergazelle, verletzt eventuell dabei auch das Junge, aber das kann mit der Herde flüchten. Es verhungert aber einige Tage später. Und das alles vor der Kamera eines Filmteams.
Würden wir hier auch die Intervention der Filmer fordern?

Ich stelle mal folgende Hypothese auf: wir machen in unserer Bereitschaft zu intervenieren Unterschiede bei den Tierarten - allerdings nicht, ob sie als Spezies bedroht sind oder nicht (wenn es wirklich danach ginge, müssten wir vor allem Amphibien retten). Raubtiere ziehen immer gut - junge Raubtiere, Grosskatzen vor allem, haben den höchsten Mitleidsfaktor.

Inaktiver User
21.11.2006, 09:02
@Hourus

Da hast du vollkommen Recht.
Ein Gazellenjunges kann unter Umständen nicht aufgenommen
bzw. angenommen werden von seinen Rudelgenossen.
Aber -
immerhin besteht eine grosse Chance, dass es aufgenommen
wird. Bei Raubkatzenkindern ist da null Chance.
Mal in diesem einen Fall der Gepardin.
Ein Löwinnenrudel allerdings kann kl. Löwenbabies akzeptieren.
Sich deren annehmen. Hier wieder ist keine Einmischung nötig
finde ich. Die Jungen haben wenigstens eine Chance zu
überleben und das ist der Lauf der Natur. So ist es absolut
akzeptabel. Ich meine damit, so kann man die Jungen auf
sich selbst überlassen. :smile:

Verletzt die Gepardenmutter beim Kampf ein
Junges der Gazelle mit, dann ist das zusätzliches Futter.
Ich bin mir sicher das die Gepardin schnell töten wird.
Das grosse Tier , sowie das junge Tier.

Da liegt das Annehmen eines Naturgesetzes .(meinerseits)
Meisstens töten die Jäger schnell. So ist es gut. Kein Leiden.
Ausnahmen , auch in der Natur , ganz auf sich alleine gelassen
gibt es allerdings auch. (Sind aber die absolute Minderheit)

Was Amphibien angeht, stehe ich mit meiner Meinung
genauso - je nach Fall bei dem ich Zeuge werde -
dafür ein. :allesok:

L.G. :smile:

Horus
21.11.2006, 09:54
Was Amphibien angeht, stehe ich mit meiner Meinung
genauso - je nach Fall bei dem ich Zeuge werde -
dafür ein.

Ja, du. :allesok:

Aber seien wir ehrlich - bei den meisten Zuschauern solcher Dokus ist das anders. Der "Jöööööö-Faktor" bei Raubtierkindern zieht da voll, aber um warzige Kröten scheren sie sich einen Dreck.

Zurück zum vorliegenden Fall. Ich schaffe es nicht, hier eine Meinung für die eine oder andere Seite zu formulieren. Intellektuell und mit allem ökologischem Wissen tendiere ich eher zu der Ansicht, dass das Filmteam richtig gehandelt hat, nicht einzugreifen. Wildtiere sind Wildtiere, der Mensch sollte da so wenig wie möglich eingreifen (er tut es eh schon genug)

Aaaber ... ich kenne mich. Emotionell reagiere ich anders. Ich hab selbst schon ziemliche Absturzgefährdung auf mich genommen, um ein verletztes Wildtier (Birkhahn mit gebrochenem Flügel) in den Bergen zusammenzulesen und in die Tierklinik zu bringen. (Die haben ihn wirklich wieder zusammengeflickt und ausgewildert.) Obwohl ich genau wusste, dass ich damit ins Naturgesetz eingreife und den Fuchs, Luchs oder Adler um eine einfach zu fangende, dringend benötigte (es war im Hochwinter) Beute bringe. Ich tendiere dazu, diese Aktion intellektuell als falsch zu bewerten. Aber ich konnte schlichtweg nicht anders.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:02
Ich würde mal vermuten, daß ein Filmteam weder das Equipment (Fanggeräte,Käfige, Futter, Narkosegewehr, Transportmöglichkeiten) noch die Expertise hat, Raubkatzen oder gar eine Giraffe zu fangen, zu versorgen und an den top-geeigneten Ort zu bringen. In einem Riesenland wie Afrika dürfte der wohl auch kaum gleich um die Ecke liegen.

Und die Geparden abschießen - wetten, daß sie dann wegen Wilderei dran wären ?
Kann ja jeder erzählen, daß die schon schwer verwundet/dem Tode geweiht waren.

Mir tut es auch leid, wenn ich sowas sehe .... Aber der Job eines Naturfilm-Teams ist nun mal filmen und nicht aufwändige Tierrettung.


mir ging es nicht darum, den Bullen aufwendig zu retten, sondern zu erschießen.

Ich fände es nicht "dumm", Fimteams von Wildhütern begleiten zu lassen, die die Befugnis haben, Wild zu erschießen.

Und wie gesagt, bei bedrohten Tierarten fände ich ein Eingreifen angebracht, das hat nichts mit "Niedlichfaktor" bei Raubkatzen zu tun. So denke ich auch bei bedrohten Tieren, die keinen "Niedlichfaktor" haben.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:12
Ich fände es nicht "dumm", Fimteams von Wildhütern begleiten zu lassen, die die Befugnis haben, Wild zu erschießen.


Es gibt eh viel zu wenig Wildhüter, weshalb die Wilderer freie Hand haben.

Werden die nun noch damit beschäftigt, Filmteams und Touri-Gruppen für den Fall der Fälle zu begleiten, fällt Wildschutz komplett aus. So Filmteams sind MONATELANG vor Ort.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:17
Dazu kommt, dass im Zeitalter des Handys, des Flugzeugs und des Internets mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit Hilfe vor Ort sein kann, wenn man denn will.


Klar - und Du bezahlst den Flugtransport - nebst herbeigerufene tierärztliche Betreuung - durch halb Afrika, gelle ?

Und bevor jetzt das Argument kommt, daß sich so Filmteams dumm und dämlich verdienen: Dem ist nicht so, wie ich von Freunden, die sich mit Naturaufnahmen beschäftigen, weiß.

Man kann froh sein, ein paar gute Aufnahmen zu bekommen, die man verkaufen kann, um die Kosten + möglichst noch Gewinn einfahren.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:22
Klar - und Du bezahlst den Flugtransport - nebst herbeigerufene tierärztliche Betreuung - durch halb Afrika, gelle ?

Und bevor jetzt das Argument kommt, daß sich so Filmteams dumm und dämlich verdienen: Dem ist nicht so, wie ich von Freunden, die sich mit Naturaufnahmen beschäftigen, weiß.

Man kann froh sein, ein paar gute Aufnahmen zu bekommen, die man verkaufen kann, um die Kosten + möglichst noch Gewinn einfahren.

Du verstehst sicher, dass ich auf solch unsachliche Argumentation nicht weiter eingehen möchte.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:23
Übrigens finde ich diesen Strang ziemlich bezeichnend: Alle Naturfreunde gucken sich gerne schöne Tieraufnahmen mit herzigen Jungtieren, bevorzugt Raubkatzen, an (ich auch) ....

Wollen aber bloß nichts von der harten Realität, die da heißt "Fressen und gefressen werden" (oder in dem Fall: bei dem Kampf um Fressen aufgespießt werden + sterben) wissen ... :knatsch:

Die Natur ist nunmal kein Kuschelzoo.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:26
Du verstehst sicher, dass ich auf solch unsachliche Argumentation nicht weiter eingehen möchte.

Was ist daran unsachlich ?
Du stelltst - bequem vom heimischen/arbeitsplätzlichen PC aus - Forderungen (an andere Menschen), die weitreichende finanzielle und logistische Konsequenzen beinhalten. Gehst aber mit keiner Silbe darauf ein, wie das finanziert (und organisiert)werden soll. DAS ist unsachlich und naiv.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:29
Obwohl ich genau wusste, dass ich damit ins Naturgesetz eingreife und den Fuchs, Luchs oder Adler um eine einfach zu fangende, dringend benötigte (es war im Hochwinter) Beute bringe. Ich tendiere dazu, diese Aktion intellektuell als falsch zu bewerten. Aber ich konnte schlichtweg nicht anders.

Ist es nicht oft so, dass der Verstand weiss, was zu tun ist, das Herz aber anders entscheidet? Ist das nicht Vorrecht und auch die Pflicht des Menschen so zu denken und zu handeln?

Meine Sympathie, und ich denke das geht vielen (allen?) so, gilt immer dem Schwächeren. Wobei ich zugebe, dass ich kleine Katzen niedlicher finde, als keine Frösche.

semiramis
21.11.2006, 10:44
Ich auch !:smirksmile:

Inaktiver User
21.11.2006, 10:47
@Hourus ja ! :allesok: - in Vielem wie du denkst.
Deine Leidenschaft für die Berge und die Natur hab
ich hier schon oft nachlesen können. Ich finde das auch
super was du und wie du das alles machst als Frau.
(Ist ja alles nicht so einfach wie es aussieht denke ich)

Du hast schon Tiere dort gerettet - gleichermassen denkst
du ,es wäre leichte Beute für einen gesunden Adler oder
dort heimischen Greifvogel gewesen.
Ein gesunder Greifvogel dort, findet leicht andere Beute
die er artgemäs tötet. Du hast eingegriffen und ich finde
es war total richtig. Der Erfolg danach bestätigt dies .
:allesok:

@Lorelei

Sei doch nicht so streng mit Menschen die eben anders
handeln würden. Die Natur ist wahrlich kein Kuschelzoo.
Und auch ich hätte einen Megarespekt, wäre ich dort
in so mancher freien Natur, auf mich alleine gelassen.

Bin auch davon überzeugt das so ein Raubtier meine
Gedanken nicht lesen kann, dass ich total für Tiere
eingestellt bin und mich im Zweifelsfall einer Hungerattacke,
locker mal angreifen tät. :niedergeschmettert:

Aber - nach wie vor musst, solltest du ,den Einzelfall
sehen. Du bist in einem Filmteam , bekommst mit, wie
Gepardenjungen absolut dem Tode geweiht sind und
du tust nichts????

Ich kann und werde das nie verstehen.
Meine Art zu unterstützen, die Tiere so weit ich kleiner
Normalo kann ,ist hat leider nur, gewissen Organisationen
anzugehören und regelmäsig Mitgliederbeitrag zu zahlen.
Stellenweise Sonderzahlungen, (gerade was z.B. Orang
Utankinder und deren Erhaltung in Auffangstationen angeht,
oder den Berggorillas (deren Babies auch total hilflos sind
wenn sie alleine gelassen werden) ..und und und....
Die Liste ist leider lang und wird immer länger, der hilfsbedürf-
tigen Tierkinder, Tierarten.

L.G.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:51
Ist es nicht oft so, dass der Verstand weiss, was zu tun ist, das Herz aber anders entscheidet? Ist das nicht Vorrecht und auch die Pflicht des Menschen so zu denken und zu handeln?

Meine Sympathie, und ich denke das geht vielen (allen?) so, gilt immer dem Schwächeren. Wobei ich zugebe, dass ich kleine Katzen niedlicher finde, als keine Frösche.

@Delenn

Das ist eine Eigenschaft, dem Schwächeren zu helfen
die , denke ich , besonders Frauen angeboren ist.

Leider besteht so ein Filmteam auch bestimmt überwiegend
aus Männern. Die meissten Männer sind ja selber Jäger,
sehen das dann auch härter - schicksalsergebener.
Und damit "Urteil gefällt" ( auch wenn es so viel anders
gehen würde ohne etwas falsch gemacht zu haben)

L.G.

Horus
21.11.2006, 11:31
Ein gesunder Greifvogel dort, findet leicht andere Beute
die er artgemäs tötet. Du hast eingegriffen und ich finde
es war total richtig. Der Erfolg danach bestätigt dies .

Nein, ich bin eben nicht überzeugt, ob mein eigenes Handeln wirklich richtig war.
Und nein, ein Adler findet im Hochwinter eben nicht überall leicht Beute, im Gegenteil - er findet da oft wochenlang rein gar nichts (Murmeltiere schlafen, junge Gämsen vom letzten Jahr sind schon zu gross, Schneehühner und -hasen verbuddeln sich, Fallwild - von Kälte, Hunger oder Lawinen getötet - apert erst im Frühling aus dem Schnee aus).
Unter Umständen habe ich den Adler getötet, weil ich die einzig leichte Beute in seinem Revier rettete. Das meine ich mit Eingriffen in die Naturgesetze. Jeder Eingriff, auch ein gut gemeinter, vom Herz diktierter, hat Konsequenzen, teilweise dramatische und grausame.

Inaktiver User
21.11.2006, 11:37
Es gibt eh viel zu wenig Wildhüter, weshalb die Wilderer freie Hand haben.

Werden die nun noch damit beschäftigt, Filmteams und Touri-Gruppen für den Fall der Fälle zu begleiten, fällt Wildschutz komplett aus. So Filmteams sind MONATELANG vor Ort.

Theorie und Praxis sind halt zwei Paar Stiefel.

Ich schrieb hier vom Herz weg, mein Verstand sagt mir natürlich etwas anderes.

Inaktiver User
21.11.2006, 11:49
Nein, ich bin eben nicht überzeugt, ob mein eigenes Handeln wirklich richtig war.
Und nein, ein Adler findet im Hochwinter eben nicht überall leicht Beute, im Gegenteil - er findet da oft wochenlang rein gar nichts (Murmeltiere schlafen, junge Gämsen vom letzten Jahr sind schon zu gross, Schneehühner und -hasen verbuddeln sich, Fallwild - von Kälte, Hunger oder Lawinen getötet - apert erst im Frühling aus dem Schnee aus).
Unter Umständen habe ich den Adler getötet, weil ich die einzig leichte Beute in seinem Revier rettete. Das meine ich mit Eingriffen in die Naturgesetze. Jeder Eingriff, auch ein gut gemeinter, vom Herz diktierter, hat Konsequenzen, teilweise dramatische und grausame.

Ich bin mir da nicht so sicher ob du da Recht hast.
Nicht jeder Eingriff hat Konsequenzen - nein
absolut nicht.
Aber deine Bedenken wegen dem Adler versteh ich.
Die Wintermonate sind mit Sicherheit sehr hart da oben.
Jedoch ist es in der Natur so gegeben, dass Tiere
gerade für diese karge Zeit vorbauen, sich vorbereiten.
Dein Posting ist zu negativ nun gerichtet.
Finde ich mal sorry

L.G.

Inaktiver User
21.11.2006, 11:51
Ein gesunder Greifvogel dort, findet leicht andere Beute die er artgemäs tötet. Du hast eingegriffen und ich finde
es war total richtig. Der Erfolg danach bestätigt dies .


Nein, tut es nicht: Horus rettet ein Tier, daß sich als eher nicht überlebensfit erwiesen hat, im schlimmsten Fall wäre es sogar trotz ihrer Intervention gestorben (oder tut dies demnächst, nach seiner Freilassung).
Dafür tötet der Greifvogel ein anderes gesundes Tier .... Was ist das also für eine Logik ?! :wie?:


Aber - nach wie vor musst, solltest du ,den Einzelfall
sehen. Du bist in einem Filmteam , bekommst mit, wie
Gepardenjungen absolut dem Tode geweiht sind und
du tust nichts????

WAS willst Du tun ?

Emotional denkt jeder "Och, die süßen kleinen Geparden ..."

Aber warum sich das in der Wildnis eben nicht mal so gerade eben organisieren läßt, dazu gab es hier genug Hinweise/Informationen. Manche Beiträge hier finde ich wirklich erschreckend naiv und nicht durchdacht ...

Mal davon abgesehen ARBEITET ein Filmteam dort (was wir übrigens auch gerade tun, statt durch den Wald zu laufen und Tiere zu retten) und ist kein schneller Eingreiftrupp für Tiere in Not ....

Die Natur zu lieben - und das tut ein Tierfilmer, sonst würde er nicht so einen strapaziösen, schlecht bezahlten Job auf sich nehmen - heißt eben auch, sie zu respektieren.

D.h. in dem Fall auch: Die Gepardin war eine schlechte Jägerin, die von ihrer potentiellen Beute getötet wurde - und diese schlechten Jagdgene hat sie an ihre Jungen weitergegeben.
Diese sterben mit ihr und machen für geschicktere Geparden Platz.

Das ist Natur und Auslese - und die Natur ist nicht mildtätig, sondern grausam und unerbittlich.
Und das sollten wir auch in unseren warmen Wohnstuben nicht vergessen - dafür werden so Filme gedreht.

Inaktiver User
21.11.2006, 11:57
Es gibt eh viel zu wenig Wildhüter, weshalb die Wilderer freie Hand haben.

Werden die nun noch damit beschäftigt, Filmteams und Touri-Gruppen für den Fall der Fälle zu begleiten, fällt Wildschutz komplett aus. So Filmteams sind MONATELANG vor Ort.


@Lorelei

Es braucht doch keinen Wildhüter oder ähnliches, der
den Filmtrupp begleitet. (super wär das zwar, aber
verständlich das dass nicht immer geht, oder finanzierbar
ist) Ausserdem sind so unglücklich ausgehende Kämpfe
nicht vorhersehbar.

Ich versuch die ganze Zeit zu verstehen zu geben, was
ich mit meinem Ausgangsposting meine:

Ein stinknormales Filmteam kommt in so eine Situation
(Gepardenmutter mit 2 Kindern, Gazellenbock...)
Kann auch eine andere Tierart sein.
Auf jeden Fall meinte ich von Anfang an:
Die Mutter ist schwerverletzt, die Kinder dem Tod geweiht
dadurch. Hier kann ich doch als Filmteam weitere Schritte
einleiten oder?

Gerade lese ich dein letztes Posting
Kann es sein das du dich persöhnlich angegriffen fühlst?
Kann es sein das du solche Situationen ähnlich erlebt hast
aber dann die Tiere ihrem Schicksal überlassen hast?
Du komms nun so rüber, dass du Rechenschaft suchst.

Nein die Gepardin war keine schwache Jägerin.
Sie war megahungrig und wusste das da noch welche
anstehen die Futter brauchen. Ihre Jungen nämlich.
Sie hat nicht aufgegeben den Bock auf den Boden zu
bringen. Es war ein ganz ,ganz unglücklicher Ausgang.
Die Gepardin ging noch mit den Jungen weiter danach.
Schwerverletzt. Sie gab nicht den Anschein, dass sie
zu einer Gattung ihrer Art gehört, das schlechte Gene hat
und deswegen lieber keine Zukunft haben sollte. Sowie
ihr Nachwuchs..

Nein ..nein... hier werde ich nun emotional..ja
Und das du anderen Menschen vorwirfst daheim
aus der warmen Stube zu handeln, nur weil diese
nicht die Möglichkeit haben vor Ort zu sein wie du -
finde ich total unfair. Viele Menschen würden gerne
mehr tun, sind aber total gebunden. Auch finanziell

L.G.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:57
Gerade lese ich dein letztes Posting
Kann es sein das du dich persöhnlich angegriffen fühlst?
Kann es sein das du solche Situationen ähnlich erlebt hast
aber dann die Tiere ihrem Schicksal überlassen hast?
Du komms nun so rüber, dass du Rechenschaft suchst.

Nein, das ist nicht der Fall.
Mich macht Blauäugigkeit und Verdrängung der harten Realität, wie sie nun mal ist, nur ziemlich fuchtig .... :smirksmile:


Und das du anderen Menschen vorwirfst daheim
aus der warmen Stube zu handeln, nur weil diese
nicht die Möglichkeit haben vor Ort zu sein wie du -
finde ich total unfair. Viele Menschen würden gerne
mehr tun, sind aber total gebunden. Auch finanziell


Hä ? :wie?:
Ich bin nicht vor Ort, sondern sitze im warmen Büro und verdiene auch meine Brötchen, wie Du.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:06
Es war ein ganz ,ganz unglücklicher Ausgang.

Das ist das Problem, Strelia - Du wertest, wer mehr Recht auf Leben hat.
Für den Gazellenbock war es nämlich ein ganz, ganz glücklicher Ausgang.

Und zur Ausgangsfrage: Ja, es ist Naturgesetz - und mit der Orang Utan-Problematik gar nicht vergleichbar, denn diese werden von Menschen gejagt, deswegen sind die Jungen hilflos; es wird im Fall der Rettung ein Schaden gutgemacht (bzw. minimiert), der nicht eingetreten wäre, hätten die Menschen nicht angegriffen.

Im obigen Fall hat aber die Natur reglementiert und das muss hingenommen werden, ohne dass der Mensch eingreift.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:12
Nein ..nein... hier werde ich nun emotional..ja
Und das du anderen Menschen vorwirfst daheim
aus der warmen Stube zu handeln, nur weil diese
nicht die Möglichkeit haben vor Ort zu sein wie du -
finde ich total unfair. Viele Menschen würden gerne
mehr tun, sind aber total gebunden. Auch finanziell

L.G.

@Strelia, jeder Mensch agiert im Rahmen seiner persönlichen und finanziellen Möglichkeiten. Und das ist auch in Ordnung so.

Genau wie Horus, die begeistert in den Bergen kraxelt wusste, wohin sie sich mit ihrem Findling wenden muss, so hat sicher auch ein Filmteam in Afrika Kenntnis von Tierstationen usw.

Aber letztendlich ging es uns ja auch primär darum, Tiere nicht unnötig leiden zu lassen.

Übrigens habe ich das so gelesen, dass nicht Lorelei dort vor Ort ist, sondern dass sie Freunde hat, die sich mit Naturaufnahmen beschäftigen.

LG Delenn

Inaktiver User
21.11.2006, 14:16
Im obigen Fall hat aber die Natur reglementiert und das muss hingenommen werden, ohne dass der Mensch eingreift.

Nein, auch im Fall der Geparden reglementiert die Natur nicht, denn Geparden stehen vor dem Aussterben.

Auch hier hat der Mensch eingegriffen, so dass die Feinde der Geparden, die Löwen, Überhand genommen haben.

Der vorliegende Fall war ein Jagdunfall, der die Gepardin das Leben kostete, die Jungen aber hätten vielleicht überleben können.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:26
Nein, auch im Fall der Geparden reglementiert die Natur nicht, denn Geparden stehen vor dem Aussterben.

Auch hier hat der Mensch eingegriffen, so dass die Feinde der Geparden, die Löwen, Überhand genommen haben.

Der vorliegende Fall war ein Jagdunfall, der die Gepardin das Leben kostete, die Jungen aber hätten vielleicht überleben können.

Sehe ich anders, denn im akuten Konflikt Gepardin / Gazellenbock hat kein Mensch eingegriffen. Dieser Unfall hätte genauso geschehen können bei reicher / natürlicher Gazellenpopulation - und was wäre dann die Begründung, den Jungen das Leben zu ermöglichen?

Inaktiver User
21.11.2006, 14:41
Was ist das also für eine Logik ?! :wie?:

gar keine. Das Herz, das Gefühl ist nunmal nicht logisch.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:46
gar keine. Das Herz, das Gefühl ist nunmal nicht logisch.

Stimmt.
Vom Gefühl her: Klar, natürlich, retten.

Aber der Verstand sagt, dass man, wenn man in die Natur eingreift, es nur schlimmer machen KANN. Man hilft einer Seite und schadet damit einer anderen Seite.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:47
Sehe ich anders, denn im akuten Konflikt Gepardin / Gazellenbock hat kein Mensch eingegriffen. Dieser Unfall hätte genauso geschehen können bei reicher / natürlicher Gazellenpopulation - und was wäre dann die Begründung, den Jungen das Leben zu ermöglichen?

Wie reich die Gazellenpopulation dort war, weiss ich nicht, wurde auch bisher nichts zu geschrieben.

Die Begründung, den Jungen das Leben zu ermöglichen ist ganz einfach die, dass niemand das Recht hat, einem lebendigen, fühlenden Wesen unter dem Deckmantel "ist Natur" beim qualvollen Sterben zuzusehen.

Wäre niemand dagewesen, hätte niemand helfen können. Aber es war ja jemand da.

Inaktiver User
21.11.2006, 15:42
Danke für eure Antworten :smile:

Ich finde mein Strang setzen zu diesem Thema hat
viel gebracht und vor allem haben wir uns trotz hochsteigender
Emotionen stellenweise, doch ganz manierlich darüber
unterhalten.
Das freut mich sehr :smile:

Das heisst jetzt nicht das ich mich hier total ausklinke
nein - nur ich sitz seit 2 Tagen mehr am Laptop , als
sonst. (Wegen dieser Strangeröffnung von mir, wollte
ich Stellungen nehmen.)

Werde nur nicht mehr auf jeden Einzelnen eingehen


Liebe Grüsse :blumengabe:

Inaktiver User
21.11.2006, 16:22
Genau wie Horus, die begeistert in den Bergen kraxelt wusste, wohin sie sich mit ihrem Findling wenden muss, so hat sicher auch ein Filmteam in Afrika Kenntnis von Tierstationen usw.

@Delenn,
nochmal: Afrika ist ein gigantischer Kontinent und gerade in den Savannen mit unsäglich weiten, unerschlossenen Regionen.

Und auch wenn die Tierschutzorganisationen uns ab und an mal mit hübschen Prospekten über die paar Schutzstationen beglücken, die aber alle 5000 km mal irgendwo über den Kontinent verteilt sind, kannst Du das doch nicht mit der Situation in der Schweiz vergleichen !
Und zwei halbwüchsige Geparden nicht mit einem Piepmatz.

Es ist nicht mal möglich, die Tiere in den Reservaten vernünftig vor Wilderei zu schützen, weil die Distanzen einfach zu groß sind.


Übrigens habe ich das so gelesen, dass nicht Lorelei dort vor Ort ist, sondern dass sie Freunde hat, die sich mit Naturaufnahmen beschäftigen.

So ist es.

Horus
21.11.2006, 16:26
Und zwei halbwüchsige Geparden nicht mit einem Piepmatz.

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:
Ein Birkhahn als Piepmatz! Der ist gut! :freches grinsen:

Inaktiver User
21.11.2006, 16:32
Übrigens werden halbwüchsige Geparden sicher auch nicht innerhalb von 2 Tagen verhungern. Ich denke, die Hyänen haben sie geholt.

Und deren Junge haben sich sicher gefreut ....

Inaktiver User
21.11.2006, 16:39
Das ist das Problem, Strelia - Du wertest, wer mehr Recht auf Leben hat.
Für den Gazellenbock war es nämlich ein ganz, ganz glücklicher Ausgang.

Eben, und er hat sich sehr tapfer gewehrt ... Als Gazelle gegen einen Geparden zu "gewinnen", ist schon eine reife Leistung, die einem Lottogewinn gleichkommt. Er hat sich sein Leben wirklich redlich verdient.

Da wollen wir doch mal fair bleiben !

Auch wenn ich Geparden schöner, interessanter, bewundernswerter und - als Welpen - süßer finde als Gazellen.

Lukulla
21.11.2006, 16:43
doppelt

Lukulla
21.11.2006, 16:45
Und was ist mit den 1000 Tieren, die irgendwo verenden und es ist kein Filmteam dabei?

Am liebsten würde ich das Filmteam fragen, was sie veranlasst hat, nicht einzugreifen: keine Lust oder keine Möglichkeit.

Streila, kann es sein, dass Du mein Posting über OrangUtangs falsch aufgefasst hast? Wir liegen da auf einer Linie. Ich denke, es ist einfacher solche Affenjungen aufzuziehen und ihnen das Futtern beizubringen durch Menschen und sie dann auszuwildern als es bei Geparden der Fall sein dürfte.

Irgendjemand erwähnte hier Matto Barfuss, ja das wundert mich nicht, dass es dem gelungen ist, Geparden auszuwildern, er ist ja selber einer. :smile: Die anderen Angestellten Tierpfleger eines Wildparkes leben aber nicht im Gepardenrudel.

Ich habe mal einen Marder mit deutlich hinkendem Hinterbein, er zog das nach, auf einer Baustelle beobachet. Ich habe die Tierrettung gerufen, ja so etwas gibt es hier. Wir haben lange gesucht, der Marder war dann schon weg. Der TA sagte mir, dass es in den meisten Fällen besser ist, nicht einzugreifen, weil der Stress für die Wildtiere in Gefangenschaft (also in der Klinik) 1000mal schlimmer ist als eine Verletzung. Schwere Verletzungen wie Brüche sind bei bewegungsintensvien Tieren eine Katastrophe, sie müssen still gelegt werden und es ist nicht gesagt, dass die Bruchstelle beim Wildgang nicht wieder aufbricht.

Inaktiver User
21.11.2006, 16:54
Ich habe mal einen Marder mit deutlich hinkendem Hinterbein, er zog das nach, auf einer Baustelle beobachet. Ich habe die Tierrettung gerufen, ja so etwas gibt es hier. Wir haben lange gesucht, der Marder war dann schon weg. Der TA sagte mir, dass es in den meisten Fällen besser ist, nicht einzugreifen, weil der Stress für die Wildtiere in Gefangenschaft (also in der Klinik) 1000mal schlimmer ist als eine Verletzung. Schwere Verletzungen wie Brüche sind bei bewegungsintensvien Tieren eine Katastrophe, sie müssen still gelegt werden und es ist nicht gesagt, dass die Bruchstelle beim Wildgang nicht wieder aufbricht.

Vielleicht hatte der TA auch nur keine Lust.
In der täglichen Tiersendung bei VOX haben bisher alle der dort gezeigten Landtierärzte auch Wildtiere versorgt und später wieder ausgewildert, oder aber, wenn die Verletzungen zu schwer waren, eingeschläfert. Das finde ich human.

Lukulla
21.11.2006, 17:07
Vielleicht hatte der TA auch nur keine Lust.

Das kann man bei der Organisation total ausschliessen, die sind sehr engagiert, arbeiten für weniger Geld als andere, die in einer TA-Praxis angestellt sind. Aber darum ging es gar nicht, wir haben ja den Marder nicht gefunden.

Inaktiver User
21.11.2006, 17:10
Das kann man bei der Organisation total ausschliessen, die sind sehr engagiert, arbeiten für weniger Geld als andere, die in einer TA-Praxis angestellt sind. Aber darum ging es gar nicht, wir haben ja den Marder nicht gefunden.

Dann habe ich das missverstanden. Sorry. Ich hatte das so verstanden, als ob der TA lieber nicht eingegriffen hätte.

Inaktiver User
21.11.2006, 17:15
Übrigens werden halbwüchsige Geparden sicher auch nicht innerhalb von 2 Tagen verhungern. Ich denke, die Hyänen haben sie geholt.

Und deren Junge haben sich sicher gefreut ....

@Lorelei

manno - das klingt jetzt irgendwie total daneben :regen:

Sorry wenn ich verwechselt hatte ,dass du nicht vor Ort
in der Savanne sitzt - *grins* :freches grinsen: -
Echt ich dachte so im Lesen, (neben all dem was ich auch
nebenzu hier bei mir zu tun habe :gegen die wand: )
du bist ein Mitglied in einer Filmcrew.


So ich muss noch Eins sagen hier:

Alles was man lässt wie es ist ,nur weil es immer schon
so war - ist in meinen Augen nicht mehr zeitgemäs.

Ich halte auch ein Nichteingreifen in diesem Falle (nur ein
Beispiel von Vielen ) für Bequemlichkeit der Einzelnen vor
Ort ,anwesenden Personen.
Wegzusehen ist in allem viel einfacher. :schild genau:

Was die Reportagen angeht, was der "Konsument" angeblich
sehen will. Da ist klar, dass ein solcher Ausgang . so tragisch
gelassen und spektakulär viel mehr in Erinnerung bleibt beim
Zuseher, als ein dann noch guter Ausgang.
'Ich meine damit, dass auch eine Filmcrew nicht unbedingt
Tierschützer , Helfer, sein will.
Reportagen dienen heutzutage bestimmt auch oft dazu,
dem Zuschauer im Kopf zu bleiben als "DIE REPORTAGE"
überhaupt.

L.G.

Inaktiver User
21.11.2006, 17:26
Eben, und er hat sich sehr tapfer gewehrt ... Als Gazelle gegen einen Geparden zu "gewinnen", ist schon eine reife Leistung, die einem Lottogewinn gleichkommt. Er hat sich sein Leben wirklich redlich verdient.

Da wollen wir doch mal fair bleiben !

Auch wenn ich Geparden schöner, interessanter, bewundernswerter und - als Welpen - süßer finde als Gazellen.


Das ist ausgewachsener Schmarren ....:schild genau:

Schmarren weil du nicht weisst, dass er echt nur
Glück hatte. Ausserdem sind Nachkommen einer
Gazelle oder diesen Bockes genauso lieb und süss.
Dieser Gazellenbock war ein anmutiger wunderschöner
starker Bock. Es war ein ausgeglichener Kampf.
Er hätte sich auch ohne die Gepardin so stark zu
verletzen , aus diesem Kampf lösen können.
Wär vielleicht auch passiert. Aber es war ein eben
unglücklicher Ausgang.
Hätte er sich ohne sie zu verletzen gelöst, hätte
sie mit Sicherheit aus dieser nun von ihr gezogenen
Erfahrung heraus , dass er so stark ist, sich zurück-
gezogen. Mit ihren Jungen, die so tapfer ihr zu helfen
versuchten.

L.G:

Inaktiver User
21.11.2006, 17:27
@Lorelei

manno - das klingt jetzt irgendwie total daneben :regen:

Das ist nicht daneben, daß ist Natur.
Und das Leben endet nun mal unweigerlich mit dem Tod - für ein Wildtier in dem Moment, wo es sich nicht mehr (oder noch nicht) versorgen kann.


Sorry wenn ich verwechselt hatte ,dass du nicht vor Ort
in der Savanne sitzt - *grins* :freches grinsen: -

Angesichts des Scheiß-Wetters hier würde ich wirklich lieber in der Savanne sitzen. :freches grinsen:

Inaktiver User
21.11.2006, 17:34
Es war ein ausgeglichener Kampf.
Er hätte sich auch ohne die Gepardin so stark zu
verletzen , aus diesem Kampf lösen können.
Wär vielleicht auch passiert. Aber es war ein eben
unglücklicher Ausgang.
Hätte er sich ohne sie zu verletzen gelöst, hätte
sie mit Sicherheit aus dieser nun von ihr gezogenen
Erfahrung heraus , dass er so stark ist, sich zurück-
gezogen. Mit ihren Jungen, die so tapfer ihr zu helfen
versuchten.

@Strelia echt .... Ein Tier ist ein Tier und kein Boxer, der nach irgendwelchen Regeln kämpft ...

Eine Gepardin tötet, um zu fressen, sonst verhungert sie. Und ihre Jungen "helfen ihr nicht tapfer", sondern versuchen das Jagen und Töten von der Mutter zu lernen, am lebenden Objekt.

Und für eine Gazelle ist ein toter Gepard ein guter Gepard, da er als Freßfeind entfällt - auch wenn sie das üblicherweise nicht beeinflussen können.

Ganz ehrlich: Ich glaube, Du solltest Dir keine Wildtier-Reportagen mehr angucken, sondern lieber "Hund,Katze,Maus" und ähnliche Sendungen. :smirksmile:

Inaktiver User
21.11.2006, 17:36
gut trinken wir einen drauf! :allesok:

Auf dein Scheisswetter mein ich :freches grinsen:
Ich hatte hier wieder einen Föntag mit fast 15 Grad
*schwitz*

Dann hatte ich noch eine Lorelei die mir voll im
Nacken sass wie eine Gepardin...:freches grinsen:

:prost: (mit gerade einem Glas Rotwein in der Hand)

(diese Strangeröffnung verlangt langsam :prost:
:entspannung:) *gg

L.G.

Inaktiver User
21.11.2006, 17:39
gut trinken wir einen drauf! :allesok:

Gute Idee !! :smirksmile:


Auf dein Scheisswetter mein ich :freches grinsen:
Ich hatte hier wieder einen Föntag mit fast 15 Grad
*schwitz*

Echt ? Hier isses arschkalt ...


Dann hatte ich noch eine Lorelei die mir voll im
Nacken sass wie eine Gepardin...:freches grinsen:

Laut China-Horoskop bin ich Tigerin ... :smirksmile:


:prost: (mit gerade einem Glas Rotwein in der Hand)

Oh ja, gute Idee !! :smile: :wangenkuss: :prost:

Inaktiver User
21.11.2006, 17:45
:zwinker:

:prost:

auf dass: " Irgendwo, irgendwann in solchen unglücklich
ausgehenden Kämpfen zwischen zwei Arten, ein zufällig
anwesendes Filmteam sich doch mal einen Ruck gibt und
die vielleicht auch dort hinterbliebenen unschuldigen Tier-
kinder, retten kann"

L.G. :wangenkuss:

Inaktiver User
21.11.2006, 17:48
Ich finde diese Diskussion bzw. Meinungsaustausch hier auch sehr interessant, lehrreich und die meisten Meinungen kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ich würde auch den Kampf Herz-Kopf ausfechten müssen. Insofern bin ich froh, kein Naturfilmer zu sein. Ich mag nämlich auch Hyänen, finde sie als sehr interessante Tiere.

Und ich finde Mini-Frösche sehr niedlich, um Katzenbabies kümmert sich ohnehin immer jemand (okay, die Frösche wollen bloß in Ruhe gelassen werden - und keine Katzen haben, aber seis drum).

Die dicke, fette, eklige Kröte im Lichtschacht der Nachbarin wird von mir gerettet, ich finde nämlich, Kröten haben schöne Augen, und Einmalhandschuhe hab ich immer daheim. Nach einer sanften lauwarmen Dusche und einem ruhigen Plätzchen bei meinem Biotop erholte sich selbige Kröte nämlich wieder und ich konnte sie am nächsten Tag aus ihrem Sicherheit-Käfig befreien. Ich hatte nämlich einen Vogelkäfig über sie gestülpt, damit Nachbarins Katzen nicht gleich die feine Beute finden, den Rest ihres Krötenlebens mußte sie dann alleine bestreiten.

Eine (in meinen Breiten seltene) Zebraspinne hab ich mal über Wochen gefüttert, mit seltsamen Auswirkungen, eine wundervolle Art, ein Tier kennenzulernen.

Molche hab ich aus meinem Biotop in ein Paludarium genommen (Terrarium mit Wasser), als ich das Biotop neu machte. Wäre unfair gewesen - freiwillige Zuwanderer haben bei mir Heimatrecht. Dafür hab ich aus 3 Wochen Bauzeit auf 4 Tage reduziert, damit diese Tiere wieder in ihr Heim können.

Dieser Beispiele gäbe es mehrere, alle haben mir viel bedeutet.

Insofern gebe ich zu, ich bin befangen, sogar sehr. Rennt mir ein Igel im Spätherbst über den Weg, muß er eine Wiegeprozedur über sich ergehen lassen, wenn abzuschätzen ist, daß er zu klein ist.

Und wenn ich meinen Komposthaufen im Spätwinter umsetze und eine Mäusemama dort 3 Junge fluchtartig verläßt, sie nicht wieder holt, obwohl ich mich zurückziehe, hole ich sie, bevor sie unterkühlt sind. Das ist ein Wesenszug, nix anderes.

Deshalb esse ich auch nur Biofleisch - oder eben keines, wenn Ebbe in der Kasse ist.

Ich glaube, ich werde die Welt nicht besser machen können, aber wenn ich ein bißchen mithelfen kann, einzelnen Lebewesen zu helfen, finde ich das schön.

Inaktiver User
21.11.2006, 17:52
@1of8

Das hast du wunderschön geschrieben
:wangenkuss:

L.G.

Inaktiver User
21.11.2006, 18:14
@1of8

Das hast du wunderschön geschrieben
:wangenkuss:

L.G.

Da möchte ich mich anschliessen :allesok:

@One, wir hatten diesen Sommer auf unserer Terrasse auch eine sehr schöne Spinne (gelb mit schwarze Streifen), die ihr Netz aus dem Efeu heraus quer über den Eingang bis zum Sonnenschirm gesponnen hatte. Wochenlang sind wir halbgeduckt aus der Türe :freches grinsen: . Leider war sie dann auf einmal verschwunden.

Nein, schön finde ich Kröten und Frösche nicht. Trotzdem würde ich sie nicht ihrem Schicksal überlassen, wenn sie verletzt oder in Gefahr wäre. Irgendwie ist das wohl auch ein automatischer Reflex.

LG Delenn

Inaktiver User
21.11.2006, 18:31
Ich habe diesen Sommer auch eine Kröte aus einem Lichtschacht/Kellerfenster gerettet. :schild genau:

Und als Kind bin ich im Frühjahr mit meinen Eltern und Geschwistern zur Krötenwanderung ausgezogen, um Kröten über die Straße zu tragen. Mein Vater fuhr im Schrittempo die Straße ab und leuchtete den Weg, meine Mutter und meine Schwestern schrien immer "hier!", ich musste dann die Kröte auf die andere Straßenseite tragen, weil sie sich nicht trauten, sie anzufassen. :freches grinsen:

Inaktiver User
21.11.2006, 22:23
Nein, schön finde ich Kröten und Frösche nicht.
LG Delenn

Einspruch! Du willst doch nicht im Ernst behaupten, dass das
(http://www.fotogalerie.f-knieper.de/tiere/frosch-1ds-14805.jpg) kein ausgesprochen hübscher und aparter Frosch ist. :lachen: :smirksmile: :smirksmile:

Gruss von Catgirl

Aviva
21.11.2006, 22:33
Ich seh da zwar keinen Frosch, aber kann bestaetigen, dass es einige ausgesprochen huebsch anzusehende gibt (imho).

LG
Aviva (in ihrer Kindheit auch Kroeten-ueber-die-Strasse-Traegerin :freches grinsen: )

Lukulla
22.11.2006, 02:22
Ja und Mehlwürmer sind auch süß, die haben wir dann gekauft um unsere Molche (Geschützte und bedrohte Tierart und verboten zum Fang!) im Aquarium zu füttern. Einen Holzstange mit einem Faden aus Algen und daran zappelnd die Made und der Molch schnellte hoch und frass. Allerliebst. Wir haben alle durchgebracht und nach dieser Erfahrung dann etwas geläutert im Weiher wieder ausgesetzt. :knatsch:

Ich habe auch schon Igel von der Strasse ins Gebüsch befördert, und dabei irgendwie auch mein Risiko gestreut, überfahren zu werden, aber letztlich denke ich, dass wir alle sehr viel mehr tun könnten, wenn wir täglich Tierschutz betreiben.

Nur Biofleisch oder Wildfleisch essen (auch das ist kritisch zu sehen, Wildfütterung) und konsequente Verweigerung Fleisch zu essen, was aus Quälhaltung stammt. Auch in der Kantine, wo es schnell heisst, ach wir können nicht anders, es gibt ja nicht anderes.

Der Verbraucher bestimmt. Man kann auch in einer Firma anregen, dass der Einkäufer Biofleisch kauft.

Ich weiss ich bin eine Spielverderberin. Aber ich habe es ja selbst erlebt. Tierschutz mit dem sentimentalen Auge geht nicht.

Disclaimer: Ich füttere 2 Hunde zum Teil mit Koventioprodukten. Das geht gar nicht, Ich fühl mich mies dabei. Momentan haber wir eine Lösung in Richtung öko. Aber jeder, der Tiere hat, Katzen und Hunde nutzt dieses System der grausamen Massenquälhaltung. Das Fleisch aus Sheba oder Kiteakt kommt von den Kälbern, die schreiend in Einzelboxen gemästet werden Ich habe sie gesehen auf'm Land.:knatsch:

Inaktiver User
22.11.2006, 07:08
Einspruch! Du willst doch nicht im Ernst behaupten, dass das
(http://www.fotogalerie.f-knieper.de/tiere/frosch-1ds-14805.jpg)kein ausgesprochen hübscher und aparter Frosch ist. :lachen: :smirksmile: :smirksmile:

Gruss von Catgirl

Irgendwie hat er sich davongemacht :niedergeschmettert:
Aber wenn dir Frösche so gefallen, schicke ich dir einen anderen (http://www.ricoter.ch/img/aktuelles/Frosch_mit_Rose_3.jpg) :smirksmile:

LG Delenn

Inaktiver User
22.11.2006, 07:28
Ich habe diesen Sommer auch eine Kröte aus einem Lichtschacht/Kellerfenster gerettet. :schild genau:

Und als Kind bin ich im Frühjahr mit meinen Eltern und Geschwistern zur Krötenwanderung ausgezogen, um Kröten über die Straße zu tragen. Mein Vater fuhr im Schrittempo die Straße ab und leuchtete den Weg, meine Mutter und meine Schwestern schrien immer "hier!", ich musste dann die Kröte auf die andere Straßenseite tragen, weil sie sich nicht trauten, sie anzufassen. :freches grinsen:

toll :allesok: Echt! find ich superschön wie deine
Eltern dir das rübergebracht haben.
Diese Sensibilität für Tiere.


..und was die Froscharten angeht - wir haben in
unserem Teich im Garten hier sehr glückliche Frösche :smile:
So glücklich, dass die mehr quaken als uns hier alle lieb ist.
:niedergeschmettert:
So glücklich, dass die anderen Nachbarsfrösche aus
Nachbarsgarten immer mal rüber und nüber besuchen !
:freches grinsen:

L.G.

Inaktiver User
22.11.2006, 07:51
Guten Morgen, Ihr Lieben!

Freut mich, daß mein Beitrag Euch gefallen hat, mir gefällt diese Lebensweise, die ich zum Glück führen kann, auch sehr. Frösche fange ich übrigens mit der Hand (und mähe sehr langsam den Rasen zur "gefährlichen" Zeit). Die sind doch süß, wenn sie so klein sind (kleinfingernagelgroß) und leuchtend grün. So lange sie die Klappe halten, bin ich ganz ihr Fan.

Die Kröten hier werden während der Krötenwanderung mit Zäunen vor den Autos geschützt - und umgekehrt die Autofahrer auch von ihnen. Freiwillige Helfer sammeln sie dann ab. So wie Bim, gelle? Die Kröte im Lichtschacht war übrigens dermaßen häßlich, daß sie schon wieder schön war. Weiß nichtmehr, welche, sie hatte einen arg breiten, flachen Kopf, war hellsandbraun als Untergrund mit rostroten Tupfen.

Lukulla, ja Wildfang-Molche sind strengstens geschützt, auch hier in Österreich. Gibt aber welche zu kaufen, glaub ich, Nachzuchten, aber mit CITES-Papieren, soweit ich weiß. Mini-Molche sind ja auch lieb, ich kann stundenlang ins Biotop starren, wenn welche da sind, und das Paarungsspiel der Erwachsenen ist auch interessant. Die 4 Tage hab ich meine Molche mit den Tieren im Rest-Teichwasser ernährt, war genug da. Einen Teil des Teichwassers hatte ich ja in großen Fässern aufgehoben, um möglichst schnell wieder gute Wasserqualität zu haben.

Klar ist da Sentimentalität dabei, das streite ich gar nicht ab. Drum bin ich auch recht unsicher, meine Meinung zum Eröffnungsthema abzugeben, da das natürlich auch unter diesem Aspekt wäre ...

Hundefutter auf Biobasis wär mir auch recht, ich bräuchte aber ein Eukanuba-Substitutionsprodukt. Kommt bestimmt aber auch noch, denke ich.

Grüßle,
One

Inaktiver User
22.11.2006, 08:15
Ja @1of8

Die Sensibilität - das ist so eine Sache in Verbindung mit
den Naturgesetzen :niedergeschmettert:

Wir könnten doch dieses Ausgangsposting nun dafür
hernehmen, gerade über das zu schreiben.

"Wie vereinbare ich sehr ausgeprägte Sensibilität
gegenüber Tieren und deren Erhaltung - gegenüber
den Naturgesetzen?"

Wär das was? :wie?:

L.G. :blumengabe

Horus
22.11.2006, 08:34
Disclaimer: Ich füttere 2 Hunde zum Teil mit Koventioprodukten. Das geht gar nicht, Ich fühl mich mies dabei. Momentan haber wir eine Lösung in Richtung öko. Aber jeder, der Tiere hat, Katzen und Hunde nutzt dieses System der grausamen Massenquälhaltung. Das Fleisch aus Sheba oder Kiteakt kommt von den Kälbern, die schreiend in Einzelboxen gemästet werden Ich habe sie gesehen auf'm Land.

Und genau das ist einer der Hauptgründe, weshalb ich keine Katze halte, obwohl ich Katzen liebe.

Übrigens, beim Igel-über-die-Strasse-Tragen riskierst du viel mehr als "nur" überfahren zu werden. Die Viecher stechen und kratzen nämlich nicht nur, sondern pissen auch... kürzlich wieder mal erlebt.

Inaktiver User
22.11.2006, 08:36
... und Flöhe und Zecken haben sie auch massenweise ... *lach*

Inaktiver User
22.11.2006, 09:46
Die Kröten hier werden während der Krötenwanderung mit Zäunen vor den Autos geschützt - und umgekehrt die Autofahrer auch von ihnen. Freiwillige Helfer sammeln sie dann ab. So wie Bim, gelle?

nicht ganz. Bevor die Gemeinde nämlich Geld für Zäune ausgegeben hat, wurde die Straße "verkehrsberuhigt", d.h. auf 30kmh begrenzt. Wir liefen also mitten auf der Straße, auch zwischen dem Verkehr, und sammelten sie nach Kröten ab.

Lukulla
22.11.2006, 17:43
... und Flöhe und Zecken haben sie auch massenweise ... *lach*

...und ein ganz weiches Bäuchlein. Wie viele Tiere. Wegen der Parsiten nehme ich die immer nur mit Handschuhen auf.

Horus
23.11.2006, 07:36
Wegen der Parsiten nehme ich die immer nur mit Handschuhen auf.

Die hab ich aber meistens nicht dabei, wenn ich abends mit dem Fahrrad unterwegs bin und mitten auf der Hauptstrasse einen verirrten Igel antreffe.

Inaktiver User
23.11.2006, 08:18
und ich habe als Kind die immer gang und gebe
"pur" transportiert .... :zahnschmerzen:

L.G.