PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Positiv denken ....



Marlena
16.11.2006, 21:39
Hallo zusammen!
Hat jemand schon Erfahrungen mit positivem Denken? Ich suche zur Zeit wieder mal einen Weg, von meinen Ängsten loszukommen. Seit Jahren habe ich immer wieder Phasen, in denen ich mir große Sorgen um meine Gesundheit mache - sogar auch dann, wenn mir von Seiten eines Arztes bescheinigt wird, dass ich gesund bin....
Zur Zeit ist es zum Beispiel ein kleinerer Knoten in meiner Brust. Meine Frauenärztin hat ihn untersucht und mir ausführlich erklärt, dass er harmlos ist. Trotzdem habe ich weiterhin Angst, dass ich doch krank bin.
Eigentlich müsste mir das bekannt vorkommen. Ich zähle mir regelmäßig die Krankheiten auf, vor denen ich schon - völlig überflüssigerweise - Angst hatte....
Um einen Ausweg aus meiner Misere zu finden, habe ich mich mit verschiedenen Büchern zum Thema Positives Denken eingedeckt. Die Lektüre selbst tut mir gut, meine Denkweise bleibt leider nach wie vor die alte...
Hat jemand Erfahrungen mit Büchern dieser Art? Bringen positive Affirmationen im Laufe der Zeit wirklich was?
Freue mich über eure Antworten,
eure Marlena

outing
16.11.2006, 21:55
hallo Marlena,
Ich denke schon, daß positives Denken sehr viel bringen kann. Ich habe viel erreicht und viel in meinem Leben zum Positiven verändert, durch bewusstes Geniessen, Würdigen, Erfreuen ....
Dein Problem erscheint mir allerdings etwas ernster. Ich bin mir nicht sicher, ob sich daran durch diese Übungen etwas machen lässt. Das hört sich schon etwas handfester an.

Ich empfehle Dir, Dich da mal von einem Therapeuten beraten zu lassen. Keine Angst davor. Jeder Tag, an dem Du nicht bewusst und zielstrebig an Deinem Problem arbeitest, ist ein wenig vergeudet.

Viel Glück dabei....
Gruß Outing

Atis
16.11.2006, 22:01
Hallo Marlena,

ein Zitat von Karen Kingston:

"Man kann lernen, sich keine Sorgen mehr zu machen. Dazu muss man erst einmal begreifen, dass man Energie in alles steckt, worauf man seine Aufmerksamkeit konzentriert. Deshalb gehen um so mehr Dinge schief, je mehr Sorgen man sich macht.
Wann immer Sie sich dabei ertappen, dass Sorgen hochkommen, halten Sie inne und denken Sie an etwas anderes. Richten Sie Ihren Geist produktiv auf das, was nach Ihrem Willen geschehen soll, anstatt auf das, was geschehen könnte. Richten Sie Ihren Blick auf das, was in Ihrem Leben bereits wundervoll ist. Dann werden Ihnen auch mehr wundervolle Dinge begegnen."

Mir haben die Bücher dieser und anderer Autoren geholfen, das ganze bedeutet natürlich auch Arbeit an sich selbst, da man seine Gedanken kontrollieren muss. Wir denken ja den ganzen Tag so vor uns hin und bekommen häufig gar nicht mit, dass wir gerade wieder einmal dabei sind, uns selbst niederzumachen oder uns schreckliche Dinge auszumalen.

Ich bin gelassener geworden, seit ich mich mit diesem Thema befasst habe und bewußter geworden bin. Aber das braucht Zeit und etwas Übung.

Es ist sehr wichtig, dass Du Dich selbst liebst.

Wenn Du Dir wegen des Knotens so große Sorgen machst, kannst Du ja vielleicht auch noch einmal mit Deiner Ärztin sprechen, vielleicht kannst Du zusätzlich noch einen Ultraschall o.ä. machen lassen, einfach damit Du beruhigt bist.

Hast Du eine Ahnung, warum Du Dir so oft Sorgen um Deine Gesundheit machst?

LG, Atis.

000matthias000
16.11.2006, 22:27
Seit Jahren habe ich immer wieder Phasen, in denen ich mir große Sorgen um meine Gesundheit mache - sogar auch dann, wenn mir von Seiten eines Arztes bescheinigt wird, dass ich gesund bin....

vielleicht geht es auch weniger um positives denken, sondern vielmehr um vertrauen?


Um einen Ausweg aus meiner Misere zu finden, habe ich mich mit verschiedenen Büchern zum Thema Positives Denken eingedeckt. Die Lektüre selbst tut mir gut, meine Denkweise bleibt leider nach wie vor die alte...

du glaubst nicht wirklich dran, oder? kann es sein, dass du zwar generell diese denkweise gut findest, dass du aber denkst, sie sei für dich nicht angemessen?


Hat jemand Erfahrungen mit Büchern dieser Art? Bringen positive Affirmationen im Laufe der Zeit wirklich was?

sicher bringt eine positive ausrichtung auf die welt mehr als eine negative, ängstliche. viele dieser bücher sind einfach quark, denn sie stellen es so da, als liesse sich alles erreichen und alles schön malen. es geht aber nicht darum, grundsätzlich alles positiv zu sehen, sondern es lebensbejahend zu betrachten. so wirst du z.b. leid und kummer nicht in strahlend positivem licht sehen können, du kannst solche gefühle aber als zum leben gehörend annehmen.

es gibt zwei wege:
du vertraust dem arzt, der sagt, dass du gesund seist. du nimmst es so an, also glaubst du von dir du seist gesund. wie würdest du dich damit fühlen? wie ginge es dir damit? wäre das nicht ein schöner befreiender gedanke?
und der andere weg ist der von dir angeschlagene.
der arzt teilt dir mit, dass du gesund seist. du zweifelst, misstraust. du spürst doch irgendein kleines zipperlein. dem wird grosse aufmerksamkeit geschenkt, also könntest du vielleicht doch krank sein. wie fühlst du dich damit? immer ängstlich? eingeengt?

wie möchtest du dich gern fühlen? die antwort auf deinen jetzigen weg ist: du möchtest dich ängstlich und eingeengt fühlen. aber warum? geht es z.b. darum, dass du das gefühl hast, aufmerksamer behandelt zu werden, mehr in den mittelpunkt zu rücken, wenn du krank bist?

versuche mal, dich selbst mehr zu erforschen und zu entdecken, dir selbst mehr auf die spur zu kommen.

gruss
matthias

Latona
17.11.2006, 10:26
@ Marlena
Seit Jahren habe ich immer wieder Phasen, in denen ich mir große Sorgen um meine Gesundheit mache - sogar auch dann, wenn mir von Seiten eines Arztes bescheinigt wird, dass ich gesund bin....
Zur Zeit ist es zum Beispiel ein kleinerer Knoten in meiner Brust. Meine Frauenärztin hat ihn untersucht und mir ausführlich erklärt, dass er harmlos ist. Trotzdem habe ich weiterhin Angst, dass ich doch krank bin.
Eigentlich müsste mir das bekannt vorkommen. Ich zähle mir regelmäßig die Krankheiten auf, vor denen ich schon - völlig überflüssigerweise - Angst hatte.... Wenn es Dich beruhigt, kannst Du Dir die Brust ja von einer zweiten Frauenärztin untersuchen lassen, um eine weitere Meinung einzuholen. Insgesamt habe ich jedoch den Eindruck, dass Du ein bisschen hypochondrisch bist. Vielleicht solltest Du mal eine psychologische Beratungsstelle aufsuchen, um Wege zu finden, wie Du diese Angst vor Krankheiten mildern oder loswerden kannst. Dort bekommst Du jedenfalls seriöse, psychologisch fundierte Angebote - was die Gurus des positiven Denkens nicht bieten.

Von Büchern zum sog. positiven Denken würde ich an Deiner Stelle die Finger lassen. Das sog. positive Denken ist nämlich nicht durchgehend positiv zu sehen. Es führt zu Verkrampfungen, weil man sich einem Motto unterwerfen soll, das nicht zu realisieren ist. Es handelt sich um die Diktatur des optimistischen Denkens, um die Diktatur der Ideale und des Erfolgs, des Reichtums, der Schönheit und des Könnens, des Gewinnens, des Gutseinmüssens. Und wer das trotz positiven Denkens nicht schafft, der macht etwas falsch. So werden Menschen erst frustriert, und dann wird ihnen auch noch die Schuld an ihrem Scheitern zugeschoben, anstatt dieses Ideal zu hinterfragen. „Die einzigen, die von dieser Methode profitieren, sind die Propheten und ihre propagandistischen Nachahmer selbst, indem sie Millionen-Honorare für die von gutgläubigen Zeitgenossen gekauften Bücher kassierten und kassieren, indem sie unzählige Seminare und Vorträge gegen Cash abhalten.“ schreibt der Kritiker Günter Scheich.

Außerdem übersieht der Zwang zum positiven Denken, dass diese Methode sich nicht für alle Menschen gleichermaßen eignet. Für etliche Menschen wirkt es angstmindernd, wenn sie sich auf den schlimmsten Fall vorbereiten, anstatt seine Wahrscheinlichkeit durch Zweckoptimismus zu ignorieren. Diese Menschen fahren besser mit einem defensiven Pessimismus und wehren sich zu Recht gegen die Aufoktroyierung des positiven Denkens als Allheilmittel.

Ich kann Dir zu diesem Thema zwei Bücher empfehlen:

Günter Scheich – Positives Denken macht krank. Vom Schwindel mit gefährlichen Erfolgsversprechen, gibt`s gebraucht bei Amazon:

http://www.amazon.de/Positives-Denken-Schwindel-gef%C3%A4hrlichen-Erfolgsversprechen/dp/3821805048/sr=1-2/qid=1163753986/ref=sr_1_2/302-9676974-8980006?ie=UTF8&s=books

Einen zusammenfassenden Vortrag findest Du hier:

http://www.infosekta.ch/is5/themen/positiv_scheich1999.html

Julie K. Norem – Die positive Kraft des negativen Denkens gibt`s ebenfalls gebraucht bei Amazon:

http://www.amazon.de/Die-positive-Kraft-negativen-Denkens/dp/3502145016/sr=8-2/qid=1163754560/ref=sr_1_2/302-9676974-8980006?ie=UTF8&s=books

Fireandice
17.11.2006, 11:22
Liebe Latona,
zum Thema "Bücher über positives Denken"...und ihre möglichen negativen Auswirkungen.....:allesok: :wangenkuss: :schild genau: :schild genau: :schild genau: :schild genau: :schild genau: :schild genau: :schild genau:
Super, danke
Liebe Grüße
Fire & Ice

Inaktiver User
17.11.2006, 11:35
hallo marlena,

die ursachen liegen wo andres und das kannst du mit büchern bzw. mit alleinigen wissen nicht in griff bekommen.

du solltest viel mehr arbeiten, woher diese änste kommen..

wie wärs den mit homöpathie-sitzungen?
od. familienaufstellungen..bzw. einzelaufstellung als start!

ich schätze dass du um die 40jahre jung bist..
familie und kinder hast.

genau, die frauen, die eine grosse verantwortung tragen, verfangen sie sich oft, dass sie krankheiten haben könnten, die übersehen werden und dass sie ihr lieben alleine lassen müssten??

leo

Atis
17.11.2006, 15:46
Naja, Latona, sooooo doll muss man's ja auch nicht übertreiben mit dem positiven Denken! Ich laufe bestimmt nicht den ganzen Tag herum und murmele vor mich hin, "Alles ist toll, ich bin schön, ich bin super....":freches grinsen: :freches grinsen:

Aber mir haben Bücher geholfen, mit manchen Dingen klarzukommen und positiv in die Zukunft zu schauen, mit körperlichen Schmerzen besser zurecht zu kommen (ich habe eine Rückenmarksquetschung) und mir nicht die Gegenwart zu verderben, indem ich mir die Zukunft schwarz ausmale.

Man kann die Bücher über pos. Denken auch nicht unbedingt pauschal verdammen, auch da gibt es solche und solche.

LG, Atis.

000matthias000
17.11.2006, 20:05
Man kann die Bücher über pos. Denken auch nicht unbedingt pauschal verdammen, auch da gibt es solche und solche.

es geht nicht um ein pauschales verdammen. dieser aussage entsprechend könnte man formulieren, dass du dem positiven denken pauschal zustimmst.

es geht darum, dass viele bücher nur geschrieben werden, damit sie verkauft werden und damit die kohle bei den schreiberlingen stimmt. vielleicht mal 1 buch von 100 ist wirklich seriös.

ich kann noch so positiv denken, doch wenn ich vom 10. stock eines hauses springe, werde ich nie sanft hinunterschweben, denn die gravitation ist immer stärker als das positive denken.

Atis
17.11.2006, 20:46
Ich weiß ja nicht, was für Hardcore-Positives-Denken-Bücher Du gelesen hast...Meine Auswahl jedenfalls enthielt weder die Behauptung, man könne aus großer Höhe herunterspringen, ohne sich zu verletzen, noch Dinge wie "Sagen Sie sich dreimal täglich, dass Sie 10 Kilo weniger wiegen, und übermorgen ist es dann auch so" oder ähnlichen Unsinn. Auch Leser dieser Bücher besitzen einen gesunden Menschenverstand - und, man höre und staune, manche der Autoren auch.

Ich kann nur wiederholen, dass mir einige solcher Bücher geholfen haben.

Von welchen Autoren sprecht Ihr denn?

Latona
03.12.2006, 00:14
@ Atis

Okay, nennen wir das Kid beim Namen: Dale Carnegie, Norman Vincent Peale, Joseph Murphy, die aber gerne auf ihre angebliche Wissenschaftlichkeit hinweisen. Prominenter deutscher Vertreter des Positiven Denken ist Erhard Freitag, vormals Verkäufer von Teflonpfannen. :unterwerf:

Karin11555
03.12.2006, 00:22
Zur Zeit ist es zum Beispiel ein kleinerer Knoten in meiner Brust. Meine Frauenärztin hat ihn untersucht und mir ausführlich erklärt, dass er harmlos ist.

Hallo Marlena,
wie hat Deine Frauenärzin diesen Knoten untersucht?
Hat sie ihn biopsiert und das Ergebnis ist negativ, brauchst Du dir keine Sorgen zu machen.
Eine bloße Tastuntersuchung kann m.E. kein abschließendes Ergebnis bringen,in dem Fall solltest Du das weiterverfogen!

Atis
03.12.2006, 00:24
Ach Gott, Latona, da habt Ihr aber auch die Dinosaurier unter diesen Büchern ausgewählt.:freches grinsen:

Schau mal z.B. bei Sandra Felton und Karen Kingston (wobei diese beiden sich nicht in erster Linie mit Positivem Denken beschäftigen, die Bücher enthalten aber vieles zum Thema), oder Bärbel Mohr oder Louise Hay oder Suze Orman oder Iyanla Vanzant oder...mehr fällt mir im Moment nicht ein.

Da ich mir den Lesestoff oft in der Bücherei ausleihe, kann ich jetzt auch nicht einfach an meinem Regal nachgucken.

LG, Atis.

Latona
03.12.2006, 01:08
Ach Gott, Latona, da habt Ihr aber auch die Dinosaurier unter diesen Büchern ausgewählt.:freches grinsen:

Mag sein. Aber das sind die Klassiker, auf die immer wieder verwiesen wird. Die von Dir genannten Autorinnen kenne ich nicht.

Ich selbst bin mit Julie Norem sehr gut gefahren und habe daher keinen Bedarf an anderen Ansätzen zum Positiven Denken.

laki
03.12.2006, 06:22
wie sagt man...vertrauen ist gut...kontrollieren ist besser.

den knoten würde ich von einer anderen ärztin nochmals überprüfen lassen.

ein wenig hypochonder steckt in jedem...bei den einen mehr...den anderen weniger...

Frenchie
03.12.2006, 08:59
wie sagt man...vertrauen ist gut...kontrollieren ist besser.

den knoten würde ich von einer anderen ärztin nochmals überprüfen lassen.

ein wenig hypochonder steckt in jedem...bei den einen mehr...den anderen weniger...

Ja und Nein...

Manchmal ist es tatsächlich angesagt noch einen zweiten Arzt hinzu zu ziehen. Aber nicht wenn diese Masche System hat. Sonst kommt Marlena vom zweiten Arzt und nach zwei Tagen glaubt sie wieder, dass der sich getäuscht hat oder findet ein anderes Zipperlein, um dass sie sich Sorgen machen muss...

Ich stimme Matthias zu, ich glaube Marlena, Dir würde weiterhelfen wenn Du weisst, warum Du das tust: Mehr Aufmerksamkeit vom Umfeld oder z.B eine Möglichkeit Grenzen zu setzen...

Ich kenne eine Frau, die kann nicht oder nur schwer "nein" sagen, wenn sie dann mal was absagt oder ablehnt, dann immer weil sie Kopfschmerzen oder Migräne hat. Das Schlimme ist, sie hat sie tatsächlich, da es für sie die einzige Möglichkeit ist, sich eine Auszeit zu geben.

Ich habe mir in letzter Zeit auch immer wieder Gedanken über dieses Thema gemacht, da bei mir im Kopf auch immer wieder *alte Heimatfilme* ablaufen. Ich nenne sie so, da solche Botschaften oft vom Elternhaus kommen.

Wenn die Botschaften tief verankert sind, dann wirst Du sie vermutlich nie ganz loswerden, allerdings kann man lernen damit umzugehen. Das ist aber vermutlich tatsächlich ein lebenslanger Prozess.

Ich muss mir auch immer wieder sagen: Ich bestimme was ich denke. Vor allem was ich über mich denke...*Schlecht über mich denken* geht von allein. Gut über mich denken bedarf Energie und manchmal auch Anstrengung.

Manchmal habe ich das Gefühl am Anfang zu stehen, aber das ist Quark.... Ich stelle mir dann vor, es ist zu vergleichen mit einem Hochhaus. Man steigt die Treppen hoch und steigt und steigt. Egal auf welcher Etage man ist, die Treppen sehen gleich aus, man hat das Gefühl, es ist doch immer dasselbe, immer der gleiche Kampf und dabei befindet man sich schon auf der 15.Etage und die Zeiten als man noch orientierungslos durch den Keller getappt ist, sind längst vorbei...

Frenchie

Atis
04.12.2006, 00:43
Wenn die Botschaften tief verankert sind, dann wirst Du sie vermutlich nie ganz loswerden, allerdings kann man lernen damit umzugehen. Das ist aber vermutlich tatsächlich ein lebenslanger Prozess.

Ich muss mir auch immer wieder sagen: Ich bestimme was ich denke. Vor allem was ich über mich denke...*Schlecht über mich denken* geht von allein. Gut über mich denken bedarf Energie und manchmal auch Anstrengung.

Ich stimme Dir zu, Frenchie.
Um einmal ein Beispiel zu nennen, bis vor etwa 2 Jahren dachte ich morgens beim Aufstehen schon, "Meine Güte, wie fett du geworden bist, schau dir diese dicken Beine an", etc., ich wog damals 102 kg.

Mir wurde bewußt, dass ich gleich zu Beginn des Tages schon ganz üble Gedanken über mich selbst habe ('Versager, nicht mal abnehmen schaffst Du').

Irgendwann beschloss ich (AUCH mit Hilfe oben genannter Bücher, ich habe nicht direkt Techniken angewandt, die Bücher waren eher Motivation, meine Gedanken etwas zu beobachten), mich selbst lieb zu haben. Inklusive jedes einzelnen Kilos. Klamotten, die ich aufbewahrt hatte ("Wenn ich abnehme, passen die wieder") schmiss ich weg.

Inzwischen habe ich, obwohl oder gerade WEIL mir das Gewicht nicht mehr wichtig ist, 35 kg abgenommen.

Und so funktioniert es auch mit Krankheiten. Laut Ärzten müßte ich eigentlich im Rollstuhl sitzen, statt dessen mache ich langsam, aber stetig Fortschritte.

Ich habe es weiter oben schon mal erwähnt:
Es ist sehr, sehr wichtig, sich selbst zu lieben.

LG, Atis.

sehnsucht
04.12.2006, 17:46
Hallo ,ich habe mir diesen Strang aufmerksam durchgelesen.Ich habe auch ein großes Problem das mir mein Leben so was von kaputt macht und ich mein Leben gar nicht mehr positiv leben kann und das macht mich sehr traurig.Mein Problem ist folgendes.Ich bin fast 50jahre alt und rauche seid ich 20 jahre alt bin.Ich habe wenn ich zurück schau ein Leben gelebt das mitunter sehr sehr schwer war aber ich habe immer einen ausweg geschafft.nun ist in meiner Familie was schreckliches passier vor 5jahren.Seid dem habe ich es mit Krankheiten jeden Tag!Ich bekam sogar schon einen Herzkathter nierenkathter uns gelegt Ich hatte hohen Blutdruck.Nun verfolge in in der presse das mit denm rauchen ganz schlimm.Wenn ich morgens aufwache denke ich schon was ich in der Lunge uns. alles habe von den Zigaretten ,dann geht es den ganzen tag mit den schlimmen krankheitsgedanken und abends im Bet male ich mir wieder die ganze Palette aus!Irgendwie den ganzen Tag ein Hexenkreis der jeden tag wiederkommt.Irgendwie habe ich keine kraft mehr es macht mich müde fertig und unfähig ein normales Leben zu fürhren es ist so schlimm und ich weiß keinen ausweg herzliche grüße Sehnsucht nach einem "normalen" Leben

neko
05.12.2006, 12:14
Hallo Sehnsucht,

das klingt sehr anstrengend, was Du durchmachst. Hast Du schon einmal überlegt, Dir eine Überweisung zu einer psychologischen Therapie, zB Gesprächstherapie, geben zu lassen?
viele Grüsse,
Neko

Inaktiver User
07.12.2006, 20:30
Das Buch von Scheich habe ich auch mit Begeisterung gelesen. Der "positives Denken"-Ansatz führt für mich nur in noch mehr Verzweiflung. Denn wenn man es nicht schafft, die Dinge "positiv" zu sehen, dann ist man ja unfähig. Im Leben sind aber nun mal einige Dinge negativ. Sogar ziemlich viele. Und für viele von denen kann man definitiv nichts. Man kann sich seine Gene, seine Eltern und seine Schicksalsschläge nun mal nicht aussuchen. Besser man findet sich damit ab. Außerdem mag ich keine Heilsversprechen, und ohne seitenweise leere Versprechungen kommen viele Ratgeber nicht aus.

Bei Carnegie fand ich mal so einen Absatz, da schrieb er, wie er mal deprimiert war und dann sah er "einen Mann ohne Beine" - und dann ging es ihm besser, weil er dann wusste, wie gut er doch dran war. Auf mich wirken diese Vergleiche mit Menschen, die es (aus der eigenen Sicht) schlechter angetroffen haben als man selbst, zynisch. Ich will niemanden dafür missbrauchen, mich besser zu fühlen, weil der sich schlechter fühlt.

Da gefällt mir schon der Rat besser, wenn man findet, die Wohnung sei zu klein, sich einen Ziegenbock reinzuholen. Dann weiß man erst, was "Enge" ist :cool: - das lässt sich ja auch auf andere Bereiche übertragen.

Für mich ist es auch keine Strategie, immer an den guten Ausgang der Dinge zu glauben. Ich richte mich lieber darauf ein, dass es auch anders ausgehen kann, auch wenn ich das nicht will. Ich sehe lieber der Gefahr ins Auge. Aber das ist wohl auch eine Typfrage.

Die Bücher von Richard Carlson allerdings gefallen mir ganz gut ("Alles kein Problem" z. B). Sie geben einem ein wenig Leichtigkeit zurück, wenn man sich allzu sehr in seinen Problemen festgefräst hat. Einfach herrlich aber finde ich die Bücher von Alain de Botton, z. B. "Trost der Philosophie". Das ist einfach *weise*. Übrigens auch für Leute ohne Philosophie-Vorkenntnisse oder -interesse leicht lesbar und überaus amüsant.

Mary.poppins
10.12.2006, 00:39
Hi Marlena,

Zunächst Deine Frage: Affirmationen - ja die funktionieren - denn alle körperlichen Gebrechen werden vom Gehirn gesteuert. Sowohl der Ausbruch einer Krankheit als auch die Genesung.
Sei aber vorsichtig mit einer Formulierung - da solltest Du Dich schlau machen.

Woher kommt eine bestimmte Krankheit?
Wer heilt Dich, wenn Du krank bist?
Der Arzt? - nein!
Die Medikamente? - nein!
Du selbst? - ja!

Warum? Der Arzt kann Dir z.b. einen gebrochenen Arm schienen. Er unterstützt Deinen Körper bei der Heilung - indem er den gebrochenen Knochen schient, damit er nicht durch ständige Belastung falsch zusammenwächst. Die Heilung des Knochens übernimmt Dein Körper - die kleinen süßen Transmitter, die den Heilungsprozeß im Gehirn einleiten und umsetzen.

Was tut man, wenn man ständig Magengeschwüre hat? Man nimmt Medikamente - die eine Entzündung stoppen.
Warum? Weil Dein Körper die Entzündung nicht stoppenkann - weil ihm die Motivation dazu fehlt und er die Selbstheilung nicht aktivieren kann. Warum entsteht ein Magengeschwür?

Wenn Du ständig glaubst, krank zu sein, wird das eintreffen, was Du Dir "VOR-stellst" (spiegel vorhalten)

Liebe Dich selbst -ist wirklich das A und O!

Ich stand kurz vor einer Operation am Herzen und wollte nicht, daß die Ärzte mir mein Herz öffnen.

Mir geht es gut! Ich bin gesund! Und ich lasse wieder Dinge an mein Herz, die ich vorher nie "rangelassen habe" ... womit ich mir mein Leben selbst schwer gemacht habe.
Und das hat ohne Religion oder Sekte oder beten zu Gott funktioniert! Wenn Du was ändern willst, dann kannst Du das! Du selbst! Du brauchst dafür nicht mal Geld (ok, wenn Du Bücher lesen magst oder einen Coach haben möchtest, schon - muss aber nicht sein)

Vergiß in allererster Linie Dich nicht dabei! Gönne es Dir, gesund zu sein. Auch das hier angesprochene "hypochondrische" Verhalten hat eine Ursache. Kann es sein daß Du extrem Liebe-beDürftig bist? Dass Du in Deinem Leben bislang die Liebe die Du brauchst, vermisst hast? Kann es sein, daß Du Dich zu wenig beachtet fühlst? Beachtest Du Dich selbst genug und/oder opferst Du Dich & Deine Gefühlswelt anderen Menschen? Kannst Du Dich so richtig über andere Menschen aufregen (die es oft überhaupt nicht wert sind)?

Überlege mal und entscheide dann - FÜR DICH!

Alles Liebe Mary Poppins
PS: Ich habe Dir eine PN geschrieben.