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Ahava
15.11.2006, 16:15
Hallo,
ich habe noch keine Kinder, gehöre aber zu den Kandidaten, die ständig schwanken zwischen "ja, sofort" und "nein, um Gottes willen, niemals".
Was mich nämlich immer umtreibt ist die Frage, ob mir selbst noch Zeit für mich bleibt, ob meine Persönlichkeit überhaupt für mich noch spürbar ist, oder ob ich angesichts der Kinderaufzucht untergehe. Ich bin auch jetzt schon kein Workaholic, ich liebe es, Zeit zum Nichtstun zu haben, von daher denke ich, dass ich lieber keine Kinder haben sollte.
Aber irgendwie sind die Hormone doch recht aktiv, und ich komme an keinem Kinderwagen vorbei, ohne reinzuschauen. Andererseits finde ich es immer sehr abschreckend, nach der Uni in der Strassenbahn zu sitzen und Mütter zu erleben, die die ganze Zeit irgendwie auf ihr Kind reagieren müssen. Das könnte ich wohl nicht.
Ich möchte keine Rat hier, das Thema ist auch nicht akut, aber ich würde gern mal von euch hören, wie ihr das empfindet.
Also, ich freu mich, wenn jemand erzählen mag!

Liebe Grüße,
ahava

meta1
16.11.2006, 08:57
Ich wollte nie Kinder. Als ich vor 23 Jahren dann schwanger war, nun, dann habe ich mich meinem Schicksal ergeben :smirksmile:

Und, in die Rolle bin ich dann einfach reingewachsen. Hab vieles umgestellt und man kann auch vieles mit einem Kind unternehmen.

Inaktiver User
16.11.2006, 10:05
Was mich nämlich immer umtreibt ist die Frage, ob mir selbst noch Zeit für mich bleibt, ob meine Persönlichkeit überhaupt für mich noch spürbar ist, oder ob ich angesichts der Kinderaufzucht untergehe.

Die Frage bewegt mich auch immer mal wieder und mein subjektiver Eindruck ist, dass einige Frauen als Persönlichkeiten nicht mehr existieren.

Akutes Bild in meinem Kopf:
Vorletzte Woche war ich bei einer sehr guten Freundin mit kleiner Tochter (wenige Monate) zu Besuch. Sie war mit sich und den nerven am Ende und meinte, dass ihr die Persönlichkeit derzeit abhanden gekommen sei.
Selbst wenn die Tochter für einige Stunden durch den Vater betreut werde, sei sie zu erschöpft um an sich zu denken.

Vielleicht ändert sich dieser Umstand, wenn die Kleine älter wird.


Andere Beispiele habe ich auch im Freundeskreis - aber leider sind nur wenige Mütter für mich vor- und überwiegend als Frauen spürbar.

meta1
16.11.2006, 10:07
Andere Beispiele habe ich auch im Freundeskreis - aber leider sind nur wenige Mütter für mich vor- und überwiegend als Frauen spürbar.



Ist das dringend erforderlich oder wiederspricht sichdas mit der Mutterrolle?

Inaktiver User
16.11.2006, 10:12
Ist das dringend erforderlich oder wiederspricht sichdas mit der Mutterrolle?

Es ist erforderlich, damit ICH persönlich eingutes freundschaftliches Verhältnis zu einer Frau aufbauen oder erhalten kann. ICH ganz persönlich habe menschliche Schwierigkeiten mit reinen "nur-Vollblutmüttern" - der Horizont ist zu klein, als dass ich mich mit diesen Mitmenschen auseinandersetzen wollte.

Ob eine Frau in der Mutterrolle aufgehen will und ob sich das ergänzt oder widerspricht sind individuelle Entscheidungen und ich will es nicht pauschal bewerten.

meta1
16.11.2006, 10:20
Aber ist es nicht normal, dass man eine neue Aufgabe voll und ganz erfüllt?

Wenn du einen neuen Job antrittst, dann wirst du doch in dem neuen Job auch erst mal alles geben, oder?

So ähnlich ist es doch bei jungen Müttern (jung - jetzt in Bezug auf das Alter des Kindes, nicht auf das Alter der Mutter bezogen). Eine neue Rolle, die auch erst mal bewältigt werden will.
Wenn ich mir dann den Job so einiger Maßen eingeteilt habe, dann wird es auch wieder leichter.

lov100
16.11.2006, 10:23
Hei,

was Du geschrieben hast, ist auch Teil meiner Zweifel, die mich aktuell in der Schwangerschaft plagen...

Klar wird sich das eigene Leben massiv ändern und man ist zunächst überwiegend mit dem Kleinkind beschäftigt, denn es ist ja vollständig abhängig. Ich denke man kann damit gut umgehen, wenn man sich vorher bewußt macht, daß man selber in der ersten Zeit sehr viel zurückstecken muß. Aber man bekommt ja auch was zurück...zwar kennt "dieses" aktuell noch nicht, aber man muß auch bereit sein sich auf Veränderungen einzulassen.

Das man mit der Aufgabe wächst habe ich schon mehrfach gehört und das ist ja auch im Rahmen der Schwangerschaft so..

Ich denke schon, daß man als Mutter bewußt daran arbeiten kann, sich auch eigene Freiräume zu schaffen.

Inaktiver User
16.11.2006, 10:30
Hallo Ahava,
Ich hatte Deine Bedenken auch, als ich in Deinem Alter war.
Sie haben sich nicht bestätigt.
Im Gegenteil, ich empfinde die Kinder als große Bereicherung, ohne die ich nicht die Persönlichkeit geworden wäre, die ich jetzt bin.
Sicher gibt es Wochen, in denen man wenig zu sich selbst kommt, vor allem im Säuglingsalter oder wenn die Kids krank sind. Da geht man schon manchmal auf dem Zahnleisch. Aber man wächst auch an solchen Aufgaben.
Womit ich als eher rationaler Mensch nicht gerechnet hatte, war die Wucht der Gefühle für das Neugeborene. Diese Innigkeit der ersten Zeit war eine wunderschöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Das ist eine ganz andere Art von Liebe. Die hilft einem, auch andere Zeiten zu überstehen.
Für mich war immer sehr wichtig, beruflich den Anschluss nicht zu verlieren. Ich habe immer 6-8 Monate nach den Geburten wieder mit Studium oder Arbeit angefangen.Sicher hatte ich das Glück, sehr gute Betreuungsmöglichkeiten in der Nähe zu finden.
Mein Mann hat sich auch immer relativ viel um die Kinder gekümmert, so dass wir auch beide Freiräume haben, um z.B. in Gemeindevertretung oder Kreistag aktiv zu sein.
Ich treibe 2-3 Stunden Sport pro Woche. Außerdem besuche ich gerade mit meinen beiden Großen einen Volkshochschulkurs Spanisch.
Ich vermisse in meinem Leben eigentlich nichts. Man muss sicher einige Prioritäten anders setzen. Bei uns zum Beispiel sieht der Haushalt nicht immer picobello aus. Aber das ist auch nicht so wichtig!

Das meiste hängt von einem selbst ab, vieles auch von den Umständen.
Und alle Theorie ist grau. The proof of the pudding is in the eating.
Man kann nicht alles vorher wissen oder planen.

Du wirst es schon (für Dich!) richtig machen. Du hast doch bestimmt auch noch sehr viel Zeit.

LG
Müllerin

Inaktiver User
16.11.2006, 11:06
Aber ist es nicht normal, dass man eine neue Aufgabe voll und ganz erfüllt?

Wenn du einen neuen Job antrittst, dann wirst du doch in dem neuen Job auch erst mal alles geben, oder?

Jobs kann man notfalls wechseln oder kündigen, eine Mutterschaft nicht. Ausserdem hat die Mutterschaft eine ganz andere Priorität als ein Neuer Job.
Es fühlt sich dementsprechend anders an.

Ich kenne niemanden (weder m noch w), der mit einem neuen Job so im Projekt abgetaucht war wie eine frisch gebackene Mutter.



Wenn ich mir dann den Job so einiger Maßen eingeteilt habe, dann wird es auch wieder leichter.

Bei einigen ist das der Fall, andere gehen für sehr lange Zeit ausschliesslich in der Aufgabe auf.

meta1
16.11.2006, 11:14
Das mag vielleicht für viele nur schwer zu verstehen sein. aber diese absolute Verantwortung, die man für ein Kind übernimmt, ds ist etwas einzigartiges.

Nur ein Kind ist dir so ergeben, so auf dich angewiesen, so absolut.

Und dieses gefühl, dass du das weißt, das bring dich dann auch dazu so in dieser Rolle aufzugehen.

ReginaM
16.11.2006, 11:16
Bei einigen ist das der Fall, andere gehen für sehr lange Zeit ausschliesslich in der Aufgabe auf.

Die wollen das dann aber auch so, eim Muss ist das keineswegs.

meta1
16.11.2006, 11:24
Die wollen das dann aber auch so, eim Muss ist das keineswegs.


Ich denke, genau da liegt ja für Gyldensternchen das Problem.
Dass die Frauen nur noch Mutter und nicht mehr Frau oder Freundin sind (für Gyldensternchen)

Inaktiver User
16.11.2006, 11:45
Ich denke, genau da liegt ja für Gyldensternchen das Problem.
Dass die Frauen nur noch Mutter und nicht mehr Frau oder Freundin sind (für Gyldensternchen)
Exakt, es ist für mich nachzuvollziehen aber dehalb noch lange nicht verständlich.

Regenwurm
16.11.2006, 11:47
Nur ein Kind ist dir so ergeben, so auf dich angewiesen, so absolut.

Und dieses gefühl, dass du das weißt, das bring dich dann auch dazu so in dieser Rolle aufzugehen.

@meta

ich denke, der Posterin befürchtet nicht in erster Linie darum, in der Mutterrolle aufzugehen. Es geht auch nicht darum Vollzeitmütter abzuwerten. Die Befürchtung liegt wohl eher darin, sich in ein „Muttertier“ zu verwandeln, das sich für nichts anderes mehr interessiert, bzw. zu nichts anderes mehr Zeit hat, und daher quasi den Faden verliert. Sie sind keine Freundinnen mehr, als Geliebte uninteressant werden, weil sie auch im Bett nur über ihre Kinder reden wollen, etc.

Man kann sicher in der Mutterrolle aufgehen, ohne sich selbst und die Umwelt völlig zu vergessen.

Inaktiver User
16.11.2006, 11:48
Man kann sicher in der Mutterrolle aufgehen, ohne sich selbst und die Umwelt völlig zu vergessen.
Kannst Du beschreiben wie es geht?

Inaktiver User
16.11.2006, 11:55
"Nach der Uni in der Straßenbahn..." - da saß ich auch mal. Mit einem Einjährigen auf dem Schoß, der nonstop brüllte.

Die Mitfahrer dürften auch in diesem Fall mitleidig oder genervt gewesen sein oder beides.

Ich hatte in dem Moment keine Möglichkeit, "ich selbst" zu sein. Das sind Situationen, in denen man einfach ausgeliefert ist an so einen Schreihals. So ist es nun mal. Da kann man sich gottweißwas vornehmen und das Kind durchkreuzt alle Pläne, stiehlt einem Schlaf und Energie. Aber das macht es ja nicht in böser Absicht, sondern weil es eben auf die Hilfe seiner Eltern angewiesen ist.

Heute bin ich sehr froh, dass meine Kinder größer sind - aber auch, dass sie überhaupt DA sind. Sie sind eine Bereicherung, aber ich bin natürlich immer noch "ich", so wie ich halt nun mal bin und was mich so umtreibt und interessiert und was ich gern mache. Daran hat sich nichts geändert, auch wenn sich phasenweise die Prioritäten verschieben.

Regenwurm
16.11.2006, 11:59
Kannst Du beschreiben wie es geht?

Nein, kann ich nicht, ich sehe es nur an meinen Freundinnen mit Kind. Einige schaffen es halt, z.B. auch mal einen Blick in die Zeitung zu werfen und sich über das Tagesgeschehen zu unterhalten oder Interesse an meinem Leben zeigen. Andere nicht; es interessiert sie einfach nicht, was bei mir passiert. Diese Art von Unterhaltung läuft dann nach dem Muster ab, das egal welches Thema angeschnitten wird, das Gespräch prompt nach kurzer Zeit wieder auf ihre Kinder oder Familie oder Kindergarten etc. zurückfällt.

Inaktiver User
16.11.2006, 12:00
Kinder sind "Ego-Brecher", d.h. zunächst einmal gilt es ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Du kannst noch so sehr darauf bestehen, dass du jetzt unbedingt dies und das für dich machen musst, ein Kind interessiert das zunächst nicht. Und je kleiner sie sind, desto mehr sind sie ja schlicht auf dich angewiesen.
Ich meine, Kinder machen aus Frauen nicht unbedingt Muttertiere, sondern einfach andere Frauen. Weniger selbstbezogene (womit ich aber nicht sagen will, dass Mütter per se die besseren Menschen sind), mitfühlendere .

Das wirkt sich auch im Verhältnis zu anderen aus, man wird lockerer, wenn mal was nicht klappt, stresst sich nicht so rein. Ich z.B. kann auf der Arbeit sehr viel mehr Stress ab, seit ich Mutter bin. Weil sich die Wertigkeiten auch verschoben haben.

Durch ein Kind lernst du aber auch vieles kennen, dass dir sonst verschlossen bleibt. Von daher kann ich sagen, dass sich mein Interessenkreis mittelfristig vielleicht verschoben, aber insgesamt erweitert hat. Und als Elternteil kannst du bei viel mehr gesellschaftlichen Themen mitreden als wenn du kinderlos wärst!

Insgesamt würde ich sagen, dass die von dir angesprochenen Befürchtungen allenfalls auf die Babyzeit zutreffen, die aber - im Nachhinein betrachtet - viel zu schnell vorbeigeht.

Kinder sind anstrengend, keine Frage. Aber sie sind eine Bereicherung des Lebens, das ist meine volle Überzeugung.

herbstfrau

meta1
16.11.2006, 12:14
Aber Regenwurm, das hat doch jede selbst in der Hand.
Ich bin super gerne ein Muttertier, schon immer gewesen.
Aber, ich bin keine Vollzeitmutter. Ich geh arbeiten, hab Dinge, die ich mit Kind unternehme, hab auch noch Leute, die trotz Kind mich besuchen und die ich besuchen darf.

Inaktiver User
16.11.2006, 12:44
Und als Elternteil kannst du bei viel mehr gesellschaftlichen Themen mitreden als wenn du kinderlos wärst!

Gib mal ein Beispiel - wo kannst Du mitreden und ich nicht?

Inaktiver User
16.11.2006, 12:59
Bist du streitlustig:smirksmile: ?

Ich meine einfach, dass man in gewissen Dingen eben eigene Erfahrung sammelt, damit wollte ich nicht sagen, dass sich Kinderlose aus gewissen Themen raushalten sollen, um Gottes Willen. Streich einfach das "mitreden können", ok.?

Und diese Erfahrung, gute und schlechte, formen dich als Elternteil. Und warum soll man sich als frischgebackene Mutter in das Projekt "Kind" nicht zunächst einmal völlig intensiv reinknien.

Da ist uns ein Mensch ein Leben lang anvertraut, eine wahnsinnige und spannende Verantwortung, da gibt es im Berufsleben kaum Parallelen.

Ich bin dem Leben jedenfalls sehr dankbar, dass ich Mutter sein darf


herbstfrau

Regenwurm
16.11.2006, 13:04
Aber Regenwurm, das hat doch jede selbst in der Hand.
Ich bin super gerne ein Muttertier, schon immer gewesen.
Aber, ich bin keine Vollzeitmutter. Ich geh arbeiten, hab Dinge, die ich mit Kind unternehme, hab auch noch Leute, die trotz Kind mich besuchen und die ich besuchen darf.

Ja klar, aber ich kenne zumindest ein Exemplar, bei dem es früher immer hiess "also ICH werde mal gaaanz anderes (= werde mich nicht nur auf mein Kind fixieren)" - und ist jetzt unmöglich mit ihr ein Gespräch ausserhalb von Kindergeld, Kindertagesstätten, Kinderwasweissich zu führen :freches grinsen:

Vielleicht hat die Ausgangsposterin vor einem solch ungewollten und vielleicht unbewussten Sinneswandel Angst?

Inaktiver User
16.11.2006, 13:06
Bist du streitlustig ?

manchmal ........aber heute nicht und mit Dir möchte ich schon gar nicht streiten.


Und warum soll man sich als frischgebackene Mutter in das Projekt "Kind" nicht zunächst einmal völlig intensiv reinknien.

Mit "zunächst" habe ich wenig Probleme.
Bei manchen Müttern habe ich den Eindruck, dass ihnen nicht klar ist, dass "das Projekt" irgendwann erwachsen und flügge wird.
Da gibt es null Gedanken an die eigene Zukunft als Elternteil selbstständiger Menschen - der Beruf ist nicht mehr existent, Rentenvorsorge, Pflege der Partnerschaft, Freude ......... wozu das alles?

Inaktiver User
16.11.2006, 13:08
Vielleicht hat die Ausgangsposterin vor einem solch ungewollten und vielleicht unbewussten Sinneswandel Angst?
Die Angst kann ich gut nachvollziehen (und verstehen).........aber wie weit hat man ES oder die Hormone EINEN SELBST in der Hand?

Regenwurm
16.11.2006, 13:08
Und als Elternteil kannst du bei viel mehr gesellschaftlichen Themen mitreden als wenn du kinderlos wärst!
herbstfrau

Ich denke, es muss heissen "Und als Elternteil kannst du bei vielen ANDEREN gesellschaftlichen Themen mitreden als wenn du kinderlos wärst!

Inaktiver User
16.11.2006, 13:11
Ich denke, es muss heissen "Und als Elternteil kannst du bei vielen ANDEREN gesellschaftlichen Themen mitreden als wenn du kinderlos wärst!

Das sehe ich anders:

Ich bin nicht homosexuell und habe trotzdem eine Meinung zum Thema und Verständnis für die Probleme dieser Menschen.
Meine Perspektive ist die einer nicht-betroffenen Person anstelle einer betroffenen Person.

Regenwurm
16.11.2006, 13:15
Das sehe ich anders:

Ich bin nicht homosexuell und habe trotzdem eine Meinung zum Thema und Verständnis für die Probleme dieser Menschen.
Meine Perspektive ist die einer nicht-betroffenen Person anstelle einer betroffenen Person.

Stimmt, dass passt besser. (Allerdings habe ich oft keine Meinung zu "Kinderthemen", wie zum Beispiel Kindergeld, und diskutiere lieber über anderes - mit anderen.)

Regenwurm
16.11.2006, 13:18
Die Angst kann ich gut nachvollziehen (und verstehen).........aber wie weit hat man ES oder die Hormone EINEN SELBST in der Hand?

Ich denke, man braucht ein bisschen "Hilfe" von aussen. Ich kann mir nicht vorstellen, mich als Mutter noch ganz objektiv, sozusagen von aussen, zu betrachten und mein Verhalten zu erkennen. Meine Kollegin, Mutter eines kleinen Kindes, sagt gerne: "Mädels, wenn ICH mal so werde, gebt mir einen Schlag auf den Hinterkopf". :lachen:

Inaktiver User
16.11.2006, 13:22
Meine Kollegin, Mutter eines kleinen Kindes, sagt gerne: "Mädels, wenn ICH mal so werde, gebt mir einen Schlag auf den Hinterkopf".
Die Frauen kenne ich auch - ich will trotzdem nicht gleich hauen, sondern erst mal Verständnis zeigen/haben.........

Inaktiver User
16.11.2006, 14:05
Irgendwie scheint das ein sehr "heutiges" Problem zu sein. Im Familien- und Bekanntenkreis gibt es unter den 50+ Frauen fast niemanden, der keine Kinder hat. Nun kann ich aber mit Fug und Recht sagen, dass all diese Frauen trotz Kindern ihre eigene Persönlichkeit und ihre eigenen Freiräume behalten haben (und das war auch so, als die Kider kleiner waren). Vielleicht deshalb, weil sich die Mütter vor 2-3 Jahrzehnten nicht so komplett auf ihre Mutterrolle konzentriert haben. Kinder waren etwas völlig selbstverständliches, bekamen alle notwendige Aufmerksamkeit, bildeten aber nicht den aussließlichen Lebensinhalt ihrer Mütter.

Bei einigen meiner Freundinnen (30-40) ist das teilweise komplett anders. Die sind völlig gefangen in allen möglichen pädagogischen Therorien, lesen bereits in der Schwangerschaft zig Bücher, haben schon wenn das Kind noch nicht auf der Welt ist Angst, irgendetwas falsch zu machen und dem Kind evtl. etwas vorzuenthalten. Das geht von Pekip-, Still,- und Babyschwimmgruppen über Englisch für Zweijährige bis hin zu Babyyoga und frühkindlicher Musikerziehung.
Das raubt viel Zeit und lässt nicht unbedingt noch Raum für die eigenen Bedürfnisse.

Ich denke, man hat es zumindest in gewissem Rahmen selbst in der Hand, sich nicht langfristig selbst zu verlieren. Der goldene Mittelweg ist wohl auch hier das Mittel der Wahl. Gibt doch schließlich massenhaft positive Beispiele.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
16.11.2006, 14:12
Bei einigen meiner Freundinnen (30-40) ist das teilweise komplett anders. Die sind völlig gefangen in allen möglichen pädagogischen Therorien, lesen bereits in der Schwangerschaft zig Bücher, haben schon wenn das Kind noch nicht auf der Welt ist Angst, irgendetwas falsch zu machen und dem Kind evtl. etwas vorzuenthalten. Das geht von Pekip-, Still,- und Babyschwimmgruppen über Englisch für Zweijährige bis hin zu Babyyoga und frühkindlicher Musikerziehung.
Das raubt viel Zeit und lässt nicht unbedingt noch Raum für die eigenen Bedürfnisse.

Diese Beobachtung mache ich auch gerade mit wachsender Irritation.

Muss mich dann immer bremsen um nicht so was zu sagen wie:
In vielen anderen Ländern der Welt werden die Kinder auf den Rücken geschnallt und gleich wie Menschen behandelt - und sie gedeihen dort auch gut! Ganz ohne Pädagogik-Quark!

Inaktiver User
16.11.2006, 14:12
Bei einigen meiner Freundinnen (30-40) ist das teilweise komplett anders. Die sind völlig gefangen in allen möglichen pädagogischen Therorien, lesen bereits in der Schwangerschaft zig Bücher, haben schon wenn das Kind noch nicht auf der Welt ist Angst, irgendetwas falsch zu machen und dem Kind evtl. etwas vorzuenthalten. Das geht von Pekip-, Still,- und Babyschwimmgruppen über Englisch für Zweijährige bis hin zu Babyyoga und frühkindlicher Musikerziehung.
Das raubt viel Zeit und lässt nicht unbedingt noch Raum für die eigenen Bedürfnisse.

Vor allem aber macht es unsicher und lässt nicht mehr auf sich selbst vertrauen. Das Ergebnis ist eigentlich immer unbefriedigend, denn in den Büchern geht es doch meist besser, als in der Realität beim Nachmachen.

Mitbekommen hab ich diesen Tanz um die Bücher vor allem bei "Jedes Kind kann schlafen", das mal die Runde machte, als meiner so unter einem Jahr war. Gebracht hat es denen nichts, ausser dass das Selbstbewusstsein weiter ramponiert wurde.

Inaktiver User
16.11.2006, 14:14
Diese Beobachtung mache ich auch gerade mit wachsender Irritation.

Muss mich dann immer bremsen um nicht so was zu sagen wie:
In vielen anderen Ländern der Welt werden die Kinder auf den Rücken geschnallt und gleich wie Menschen behandelt - und sie gedeihen dort auch gut! Ganz ohne Pädagogik-Quark!

Wenn Du das loslässt, kommt unter Garantie eine Bemerkung, dass man sich ohne eigene Kinder kein Urteil erlauben könne. Das Leben ist eben doch ein bisschen wie diese Com :smirksmile:

Inaktiver User
16.11.2006, 14:19
Wenn Du das loslässt, kommt unter Garantie eine Bemerkung, dass man sich ohne eigene Kinder kein Urteil erlauben könne. Das Leben ist eben doch ein bisschen wie diese Com :smirksmile:
Genau aus diesem Grund verkneife ich mir den Spruch auch!:erleuchtung:

Inaktiver User
16.11.2006, 14:22
Genau aus diesem Grund verkneife ich mir den Spruch auch!:erleuchtung:

Feigling, Feigling :freches grinsen:

Inaktiver User
16.11.2006, 14:27
Mitbekommen hab ich diesen Tanz um die Bücher vor allem bei "Jedes Kind kann schlafen", das mal die Runde machte, als meiner so unter einem Jahr war. Gebracht hat es denen nichts, ausser dass das Selbstbewusstsein weiter ramponiert wurde.

Bei meiner Freundin war es so ein idiotisches Stillbuch. Bei ihr hat es nun mal einfach nicht geklappt mit dem Stillen. Das Buch, welches sie fast als Bibel ansah,suggerierte, das JEDE Frau stillen könne, sie müsse es halt nur wollen. Das Ende vom Lied: eine völlig entnervte Mutter, die sich solchen Druck machte, dass sie binnen kurzer Zeit ein einziges Nervenbündel war und ein ebenso entnervtes Baby.

Grade beim ersten Kind setzen sich glaube ich viele Mütter durch die vermeintlichen Anforderungen einer ganzen Erziehungsindustrie (Bücher, Zeitschriften, Kurse....) so unter Druck, dass sie sich mehr Stress machen als nötig wäre. Und haben so auch kaum noch Nerven und Zeit, sich auch mal anderen Dingen zu widmen.

Ich will definitv nicht die "früher war alles besser"-Keule rausholen, aber so ein teilweise überzogenes Theater wurde zu meiner Zeit nicht gemacht. Und irgendwie sind wir doch auch alle zu fitten Menschen geworden. Auch ohne Bücherwände voller ultimativer Ratgeberliteratur....

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
16.11.2006, 14:33
Bei meiner Freundin war es so ein idiotisches Stillbuch. Bei ihr hat es nun mal einfach nicht geklappt mit dem Stillen. Das Buch, welches sie fast als Bibel ansah,suggerierte, das JEDE Frau stillen könne, sie müsse es halt nur wollen. Das Ende vom Lied: eine völlig entnervte Mutter, die sich solchen Druck machte, dass sie binnen kurzer Zeit ein einziges Nervenbündel war und ein ebenso entnervtes Baby.

Irgendein Buch findet sich immer, das zum Problem scheinbar einfache Lösungen von Empfängnis bis über die Pubertät hinaus Auskunft und Anleitung gibt. Die Frage ist für mich nur, wieso die Frauen oder Paare so verunsichert sind, dass sie diese Auflagenzahlen hervorrufen, die diese ganze Ratgeberliteratur den Verlagen und Verfassern einbringt.

Es scheint ein Zeitphänomen zu sein, dass wir mit Kindern scheinbar alles richtig machen müssen (wer definiert eigentlich "richtig") und dass trotzdem oder gerade deswegen so viele scheitern.

Seltsam, wie ich finde.

vita

Inaktiver User
16.11.2006, 14:37
Ich will definitv nicht die "früher war alles besser"-Keule rausholen, aber so ein teilweise überzogenes Theater wurde zu meiner Zeit nicht gemacht. Und irgendwie sind wir doch auch alle zu fitten Menschen geworden. Auch ohne Bücherwände voller ultimativer Ratgeberliteratur....

Ich will die Keule!
Der "in anderen Ländern"-Spruch ist von meiner Oma geklaut. Die hat 7 Kinder in der Nachkriegszeit grossgezogen..............

ReginaM
16.11.2006, 14:39
Muss mich dann immer bremsen um nicht so was zu sagen wie:
In vielen anderen Ländern der Welt werden die Kinder auf den Rücken geschnallt und gleich wie Menschen behandelt - und sie gedeihen dort auch gut! Ganz ohne Pädagogik-Quark!

Diese Meinung ist zwar nicht erwünscht, aber es war früher hier nicht viel anders. Wie oben jemand schon schrieb, Kinder waren selbstverständlich und so wurden sie auch behandelt, sie gehörten dazu. Weder wurden sie vernachlässigt - jedenfalls nicht mehr, als heute auch manchmal - noch wurden sie auf ein Podest gestellt.

Ich bin wirklich gerne Mutter, ich könnte mir ein Leben ohne meine Kinder nicht vorstellen und ich habe mich bemüht, ihnen all das mitzugeben, wovon ich meine, dass sie es im Leben brauchen werden. Natürlich habe ich eigene Bedürfnisse zurückgestellt, aber nicht alle und nur soweit, wie es mir UND den Kindern guttat. Manchmal schlug das Pendel dabei in die ein oder andere Richtung aus. Ich halte das für normal und nicht bedenklich, solange man auf lange Sicht ein halbwegs gesundes Maß findet. Wie hoch man allerdings die Meßlatte legt, das sieht jeder anders.

Inaktiver User
16.11.2006, 14:47
.

Mitbekommen hab ich diesen Tanz um die Bücher vor allem bei "Jedes Kind kann schlafen", das mal die Runde machte, als meiner so unter einem Jahr war. Gebracht hat es denen nichts, ausser dass das Selbstbewusstsein weiter ramponiert wurde.

Mir langt es schon, was ich von dem Buch gehört habe.


Zum Thema:


Als Mutter hätte ich mich mir nieeeee vorstellen können, bis es soweit war.
Zuerst hat sich bei mir alles um das Baby gedreht. Meines war das schönste Baby überhaupt :smirksmile: .....eben all das, was Eltern so von sich geben.
Den kleinen Menschen das erste Mal zu sehen ist etwas, dass ich nicht beschreiben kann.
Hier hat jemand eine Signatur, die es für mich am ehesten aussagt:

Mein Kind liegt in meinem Arm. Es hat so kleine, kleine Hände. Die eine hat sich um meinen Zeigefinger geschlossen und ich wage nicht, mich zu rühren. Es könnte dann vielleicht loslassen, und das wäre unerträglich. So ein Himmelswunder, diese kleine Hand mit fünf kleinen Fingern und fünf kleinen Nägeln. Ich wusste wohl, dass Kinder Hände haben, aber ich habe wohl nicht recht begriffen, dass mein Kind auch solche haben würde. Denn ich liege hier und blicke auf das Rosenblatt, das die Hand meines Kindes ist und ich kann nicht aufhören zu staunen.
(Astrid Lindgren)


Dieser extreme Zustand, wo ich sehr wohl Sklave von meinem Kind war, hielt bei mir 3 Monate an.
Dann hatte ich das Verlangen meine eigenen Bedürfnisse auch wieder zu leben.
So habe ich dann angefangen mich zu arrangieren. Mich für die Mutterrolle aufzugeben, könnte ich mir nie vorstellen. Kinder sind nur geliehen, und wir dürfen sie eine Zeitlang begleiten, ihnen den Weg in die Welt ebnen und sie stark für ihr Leben machen.

Sind Kinder groß, bleibt normalerweise noch so viel eigene Lebenszeit, in der die Muttertiere dann meist in eine tiefe Leere fallen.
Das gleiche Phänomen hat man doch bei vielen Rentnern.
Sie wissen nichts mehr mit sich anzufangen.

Ich brauche "Input" zum Leben. Würde ich mich nur um meine Kinder kümmern, hätte ich nichts Neues, was ich ihnen weitergeben kann. Ich würde auch irgendwann kein annehmbarer Gesprächspartner mehr sein.


LG, Muschelkalk

Inaktiver User
16.11.2006, 15:01
Ich brauche "Input" zum Leben. Würde ich mich nur um meine Kinder kümmern, hätte ich nichts Neues, was ich ihnen weitergeben kann. Ich würde auch irgendwann kein annehmbarer Gesprächspartner mehr sein.

Klasse Einstellung! Und ich bin mir sicher, dass es Deine Kinder sehr zu schätzen wissen. Denn auch als Kind wird einem doch irgendwann so eine Übermutter, die ständig um einen rumgluckt und kein eigenes Leben mehr zu haben scheint, extrem lästig.

Guß, Spellbound

Inaktiver User
16.11.2006, 15:08
Ich habe mit 28 ein Kind bekommen und im Prinzip immer weitergearbeitet, es gab keine ernst zu nehmende Unterbrechung. Mir waren immer Job und Kind wichtig. Es gibt Tage, bzw. Ereignisse, bei denen jeweils das eine vorgeht.

Ich käme ja auch nicht auf die Idee, entscheiden zu wollen, welches Kind mir gerade wichtiger ist oder welcher Kollege im Büro oder was weiß ich, mein Sport oder mein Job...

Ich will sagen: Meine Persönlichkeit war nie "weg", sondern sie wurde bereichert durch den zusätzlichen Wunsch, ein Kind großzuziehen und durch die Erfahrungen, die dadurch zusätzlich in mein Leben kamen.

Wie kommt ihr drauf, dass man mit Kind als Person verschwindet?
Mein Sohn hat, sage ich mal, ziemlich klare Vorstellungen von seiner Mutter "das ist die, die xy arbeitet, ausflippt, wenn xy ist, die herzlich lacht über ..., die sich aufregt, wenn ..."

Das bin doch ICH?

Inaktiver User
16.11.2006, 15:16
Wie kommt ihr drauf, dass man mit Kind als Person verschwindet?

Klare Anzeichen sind zum Bespiel:
*Zentrierung der Gedankenwelt auf Kinderkacke, Windeln, Stillen
*Anzeichen von Verwahrlosung
*Babysprache ersetzt das normale Vokabular

Inaktiver User
16.11.2006, 15:16
Klasse Einstellung! Und ich bin mir sicher, dass es Deine Kinder sehr zu schätzen wissen. Denn auch als Kind wird einem doch irgendwann so eine Übermutter, die ständig um einen rumgluckt und kein eigenes Leben mehr zu haben scheint, extrem lästig.

Guß, Spellbound


Danke.

Ich hoffe, jetzt die richtige Wortwahl zu finden.

Meine Mami ist eine Mami, aber keiner zerquetschende Übermutter.
Irgendwie konnte sie beides, Freiheit gewähren und selber Kind sein, präsent sein. Nur das Abnabeln viel ihr, bei ihren ersten Kindern, schwer.
Für sie sind Kinder das Größte. Zum Glück hat sie aber einen grenzensetzenden Erziehungsstil.

Sie ist an ihren Kindern gewachsen, weil sie gelernt hat, dass Kinder nicht festgehalten werden können. Läßt man sie frei, kommen sie immer wieder.

Naja, ich habe bestimmt auch viel falsch gemacht, aber aus Fehlern lernt frau ja. :smirksmile:

Lieber Gruß, Muschelkalk

Inaktiver User
16.11.2006, 15:25
Klare Anzeichen sind zum Bespiel:
*Zentrierung der Gedankenwelt auf Kinderkacke, Windeln, Stillen
*Anzeichen von Verwahrlosung
*Babysprache ersetzt das normale Vokabular

Eins noch, was mir besonders auffiel. Sie sprechen von sich in der dritten Person: "Mama holt Dir gleich das ...." :gegen die wand:

Inaktiver User
16.11.2006, 15:35
Eins noch, was mir besonders auffiel. Sie sprechen von sich in der dritten Person: "Mama holt Dir gleich das ...." :gegen die wand:
STIMMT!
Da kriege ich spontan einen Pickel auf der Nase.........allergische Reaktion!

Inaktiver User
16.11.2006, 16:19
Hallo Ahava! Falls Du noch da bist und nicht ob der bösen bösen Mamaklischees schon längst ohnmächtig vor dem PC liegst.... :smirksmile:

KEINE ANGST!!!!!!!!

Es geht auch anders!!!!!!!

Ich glaube, dass die Mütter, die über Jahre nur noch ihre Kinder als Interesse haben, haben vorher schon nicht viel mit sich anfangen können. Wer vorher schon aktiv war, wird es bald auch wieder sein. Die Erfahrung mache ich jedenfalls im Umfeld. Das ist so ähnlich wie mit den Frauen, die sich eine zeitlang stylen, einen Mann finden um kurz nach der Hochzeit nur noch im Jogger ungeschminkt vor dem Fernseher zu futtern (auch schön als Klischee, oder?)

Bei mir war es so, dass ich in der Familienphase überhaupt erst mal die Zeit bekam, mich vielem zu widmen, was mich immer schon interessiert hatte, wofür ich vorher keine Zeit hatte.

Übrigens kann man mit so manchem frisch verliebten Menschen auch über Monate hin manchmal kein vernünftiges Gespräch führen, ohne zum tausendsten Mal anhören zu müssen wie wunderbar x dies oder jenes macht, aussieht, isst, welchen Lebenslauf er hatte, was er hierzu und dazu meint.... :erleuchtung:

Lavendula
16.11.2006, 16:34
Für das, was du gerne machst, hat man immer Zeit, und wenn der Teufel auf Stelzen kommt.

Auch wenn man gerne Mutter ist, kann man auch noch andere Interessen haben.

Im Übrigen fand ich, dass der Stress der ersten Monate nie durch meine Tochter kam (die allerdings auch pflegeleicht war), sondern vielmehr durch Freunde, Bekannte und Mitmütter, die immer alles mögliche (besser) wussten und wollten und quergequatschten, und ganz besonders durch meinen Mann und seinen Vorstellungen vom Umgang mit einem Neugeborenen (in den ersten drei Monaten nicht rausgehen). Gott sei dank ist der lässiger geworden!
Man lernt, Grenzen zu setzen. Ich finde sogar, dass ich viel mehr bei mir selbst bin als vorher.

Inaktiver User
16.11.2006, 16:37
und ganz besonders durch meinen Mann und seinen Vorstellungen vom Umgang mit einem Neugeborenen (in den ersten drei Monaten nicht rausgehen).

Gyldensternchen stellt sich gerade Mamis in China/Afrika oder so nach der Ansage vor........

Inaktiver User
16.11.2006, 16:53
Muss mich dann immer bremsen um nicht so was zu sagen wie:
In vielen anderen Ländern der Welt werden die Kinder auf den Rücken geschnallt und gleich wie Menschen behandelt - und sie gedeihen dort auch gut! Ganz ohne Pädagogik-Quark!

Kann ich verstehen, Gyldensternchen. Mitunter denke ich, dass so etwas wie gesunder Menschenverstand und ein wachsendes Bauchgefühl dafür, was ok ist und was nicht, sich gar nicht mehr entwickeln kann, weil die Angst, etwas falsch zu machen, das ganze Geschehen dominiert.


Ahava,

ich kann dir aus meiner Sicht als Mutter zweier Kinder, die inzwischen 12 und fast 14 sind, nichts anderes sagen, als dass es jede Frau selbst in der Hand hat, wie sie sich im Rahmen ihrer Mutterschaft entwickelt, was sie daraus für sich macht. In den ersten Monaten im Leben eines Babies wird man schon sehr gefordert, ein Baby ist einfach abhängig davon, dass die Eltern da sind und sich kümmern; das erste, was es lernt, ist Vertrauen zu entwickeln, Vertrauen darauf, dass auf sein Gekrähe - eine andere Kommunikationsmöglichkeit hat es erstmal ja nicht - auch geachtet wird, seine Bedürfnisse befriedigt werden. Aber Babies wachsen, und mit diesem Wachsen erlangt man als Mutter in kleinen Schritten auch wieder Freiräume, die man dann auch tunlichst für sich nutzen sollte. Der oft geschmähte Egoismus, mit dem man gerne den Blick auf seinen eigenen Bauchnabel und seine Befindlichkeiten lenkt, ist eine gar nicht schlechte Sache.

Ich kann dir nur sagen: Wo DU später mit Kind bleibst, das hängt einzig und allein von DIR ab. Ein Kind mit Liebe, Wärme und Konsequenz zu erziehen hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, sich selbst aus den Augen zu verlieren.

LG,
Zuza

Inaktiver User
16.11.2006, 16:55
Der oft geschmähte Egoismus, mit dem man gerne den Blick auf seinen eigenen Bauchnabel und seine Befindlichkeiten lenkt, ist eine gar nicht schlechte Sache.

Das denke ich auch........

Inaktiver User
16.11.2006, 16:58
@Lavendula:

Ich wusste nicht mehr genau, wer die Signatur hat.

Ich lieeeebe deine Signatur. :kuss:

Inaktiver User
16.11.2006, 16:58
Naja. Dieser Egoismus kann sich leicht auch auf das Kind ausweiten, womit die beklagte Nabelschau dann perfekt ist.

Nur schaut man dabei auf den Babybauch :freches grinsen:

Lavendula
16.11.2006, 19:56
Muschelkalk: Danke :blumengabe:

Gyldensternchen, naja, mit dem Hirn hat er es ja verstanden.. Panik, irgendwie.

Mama gibt dir gleich: da solltet ihr euch aber desensibilisieren, kleine Kinder lernen so sprechen. Dass alle ich sagen, und jeder meint damit jemand anderen, das versteht man so früh noch nicht. Im Redefluß sage ich auch ich und du, aber wenn ich meiner Tochter was verständlich sagen will, dann sagt man automatisch, ja, Mama ist da, Mama gibt dir gleich den Saft.. Ist ein genauso unterbewusst "richtiges" Verhalten wie dass man die richtige Tonhöhe benutzt und ein Baby in dem Abstand hält, in dem es scharf sieht.
Kinder reden auch so, erst "Baby ist satt", später dann "Baby bin satt". "Ich bin satt" schafft glaub ich erst ein Dreijähriger.

Im Spiegel gabs vor Jahren mal einen Artikel über die These, dass ein Mensch nicht nur die gesamte biologische Evolution durchmacht, sondern auch die kulturelle, da gings unter anderem auch darum. In alten Sprachen gibts auch kein Ich.
"Lavendula hat gesprochen"

Schlimm ists erst, wenn Eltern ihre Vornamen vergessen (ich bin die Mama von Paul)

Ahava
16.11.2006, 20:46
Hallo an alle,

erstmal vielen Dank für die vielen Antworten! Und dann waren es auch noch beruhigende!
Ich finde es doch schön zu wissen, dass es so ganz extrem nur in der Säuglingszeit ist, das ist ja ein gewisser Zeitraum, von dem ich weiß, dass er früher oder später vorbeigeht.

Ich denke, ich brauche auch einfach noch Zeit für mich, aber ich habe auch schon gehört, dass man damit irgendwann durch ist, alles mal erlebt hat sozusagen, und dass man dann für ein Kind bereit ist. Na ja, ich bin 27, ein bisschen Zeit ist da ja schon noch.

Ich finds nur so furchtbar schade, dass man sich nicht drauf verlassen kann, dass man Unterstützung hat, wenn das Kind dann da ist. Ich habe das leider im Bekanntenkreis schon erlebt, dass sich der Herr Vater erst unbedingt frei nehmen und ein halbes Jahr um das Kind kümmern wollte, um dann die Mutter zu Hause sitzen zu lassen und sich um sein berufliches Fortkommen zu kümmern. Leute, bei denen ich das nie gedacht hätte.

Ich galube, ich bräuchte ganze Heerscharen von Helfern, die mal ne Runde um den Block schieben mit dem Kind, damit ich vielleicht mal pennen kann. Jemanden, der es ausgleichen kann, dass ich etwas introvertierter bin.

Ich habe noch nicht mal so sehr Angst, nur noch Baby im Kopf zu haben und keine Interessen mehr, sondern eher davor, vor lauter Kümmern um andere gar nicht mehr zu spüren, was ich bin und was ich will. Um mich zu spüren, brauche ich recht viel freie Zeit, in der ich gar nichts tue. Bin deshalb auch kein Freund von Vollzeitjobs.

Na ja, aber vielleicht wird das auch noch anders, hat sich in den letzten Jahren schon viel getan. Ich schleppe die Reste einer psychischen Krankheit mit mir rum, die ich erst seit zwei Jahren überwunden habe. Seitdem kann ich überhaupt erst normal leben und hinke einfach mit vielen Entwicklungen und auch Erlebnissen hinterher. Davon habe ich auch eine gute Portion Müdigkeit und ein riesen Schlafbedürfnis, was mich natürlich auch vor einem Kind zurück schrecken lässt.

Aber wenn ich sehe, dass ich meine Jugend mehr oder weniger komplett verschlafen habe und jetzt normal studieren und jobben kann und Freunde und Hobbys habe, dann kann sich ja auch alles noch zum Besseren wenden, so dass ein Kind mir weniger Angst macht.

Süß sind die Knirpse ja schon, und auch ich fühle das Bedürfnis, mich um so einen Winzling zu kümmern. Ich hatte in der WG mal ein Baby, und das ist einmal bei mir auf dem Arm eingeschlafen und hat meine Aufmerkamkeit auch schlafend völlig in Bann gezogen, aber das fand ich total schön! Da hinein verliert man sich doch ganz gern. Aber das war auch noch ganz ganz klein, ich habe mehr Schwierigkeiten mit älteren Kindern, weil die so eine andere Art von Aufmerksamkeit wollen. Allerdings beschäftigen die sich ja auch zunehmend mehr mal selbst.

Na ja, auf jeden Fall danke für eure Antworten, die beruhigen mich auf jeden Fall. Und ansonsten sehe ich einfach, was die Zeit noch so bringt.

Liebe Grüße,
Ahava

Inaktiver User
16.11.2006, 21:04
Ich finde es doch schön zu wissen, dass es so ganz extrem nur in der Säuglingszeit ist, das ist ja ein gewisser Zeitraum, von dem ich weiß, dass er früher oder später vorbeigeht.

Hallo Ahava,

und eins darfst du nicht vergessen: Keine Frau ist perfekt, jede muss es erst lernen, Mutter zu sein. Für viele Frauen ist das Thema mit Angst verbunden, Angst davor, Dinge falsch zu machen, Angst davor, irgendwelchen vermeintlichen Anforderungen nicht zu genügen, Angst davor, seinen eigenen Anforderungen nicht zu genügen ...

Das alles ist normal, das alles sind Dinge, die wohl die meisten Frauen, die vor der Frage "Kind ja oder nein, was verändert sich, wie verändert es sich" stehen, bewegen. Lass dir einfach gesagt sein: Man wächst da rein, Stückchen für Stückchen. Man muss nicht perfekt sein, man muss nichts perfekt machen, man darf Mensch bleiben.

Lieben Gruß,
Zuza

Lavendula
16.11.2006, 23:06
Ich staune wrklich, wie viele Frauen hier diese "Angst vorm Kontrollverlust" schildern, wenn ein Kind kommt.

Sicher, man verliert seine Unabhängigkeit erstmal gründlich, aber sein Leben gestalten kann und muss man doch weiterhin. Schließlich ist es nicht Aufabe der Eltern, ihre Kinder kleinzuglucken, sondern sie zu einem selbstständigen Leben wegzuweisern.

whiskia
16.11.2006, 23:21
Ihr Lieben,

alsich noch keine Kinder hatte, fand ich auch vieles befremdlich und nicht wünschenswert, was sich so an Kinder- und Mutterszenen vor mir abgespielt hat. Ein Wohnzimmer voller Kinderspielzeug, Gespräche über Brei, Windeln und Kinderkrankheiten, Urlaub auf dem Bauernhof, schreiende Trotzkinder im Supermarkt, monatelang keinen neuen Kinofilm gesehen, Berichte von durchwachten Nächten... Das alles hört sich schrecklich an und ist zugegebenermaßen von außen gesehen nicht erstrebenswert.
Das Problem daran ist, dass die schönen Seiten des Elternseins einfach nicht vermittelbar sind. Es hört sich einfach abgegriffen an, wenn vom Lachen der Kinder erzählt wird, von den Gefühlen, die man als Mutter seinem Kind gegenüber entwickelt. Die Gefühle, das was man in sich trägt, kann man ja auch nicht sehen. Und wenn man die Liebe, die man für ein Kind empfindet, und aus der man letztlich die Kraft schöpft um ein Kind großzuziehen in Worte fasst, verliert sie an Glanz. Ich wiederhole mich: Es lässt sich einfach nicht vermitteln. Leider.

Dabei ist es soo klasse Kinder zu haben und Mama zu sein, ehrlich!!! .:jubel: :jubel: :schild genau:

Und zu der Frage, wo man selbst bleibt kann ich nur sagen, dass man in all das langsam hineinwächst. Man kann sich schon Freiräume schaffen, wenn man das möchte. Manche möchten das nicht, sie fühlen sich wohl als "Muttertier" und nehmen sich erst nach einiger Zeit wieder mehr Zeit für sich. Andere legen von Anfang an Wert darauf und fühlen sich wohl, wenn sie auch mal "rauskommen". Ich finde, es gibt so viele Arten von Mutter bzw Familie sein und es ist halt wichtig, dass alle Beteiligten sich wohlfühlen.

Und dazu, worüber Mütter reden oder nicht kann ich nur sagen: Die Gespräche von Kinderlosen über die neuesten Kinofilme oder die schicksten Kneipen in der Stadt bzw. die Berichte von Erwerbstätigen, dass Kollegen A heute wieder mal dies und jenes gemacht hat... finde ich genau so spannend :smile: oder einseitig :knatsch: wie die Gespräche von Müttern über ihre Kleinen. Hier wie da wiederholt sich früher oder später eh alles.


whiskia

xanidae
17.11.2006, 07:59
Und dazu, worüber Mütter reden oder nicht kann ich nur sagen: Die Gespräche von Kinderlosen über die neuesten Kinofilme oder die schicksten Kneipen in der Stadt bzw. die Berichte von Erwerbstätigen, dass Kollegen A heute wieder mal dies und jenes gemacht hat... finde ich genau so spannend :smile: oder einseitig :knatsch: wie die Gespräche von Müttern über ihre Kleinen. Hier wie da wiederholt sich früher oder später eh alles.

genau.
ich hab ne freundin die arbeitet seit 10 jahren beim selben arbeitgeber mit wenig kollegenfluktuation. die probleme sind immer die gleichen und es verändert sich kaum was. trotzdem hört man zu, denn es ist ja eine freundin!

ein kind ist eine veränderung. daran gibt es nichts zu rütteln.
nun kann man als paar entscheiden - wieviel macht gebe ich dieser veränderung? übernimmt das kind die führung und wir richten unser leben danach oder übernehmen wir die führung und integrieren unser kind in unser leben?

man muss sich als paar klar machen, was man will und das immer und immer wieder prüfen. als paar im gespräch bleiben. mit freunden sprechen, auf die veränderungen hinweisen.
wie: wir sind dann nicht mehr so spontan, aber wir können uns bei uns treffen oder wir planen voraus, dann haben wir einen babysitter.
die freunde integrieren: du, ich muss zu frisör. fährst du das baby um den block?
das baby allen in die hand drücken, die wollen. so lernen die verwandten und freunde das kind kennen und das kind diese.
abstriche machen: nicht jeder kinderlose steht auf spaziergänge und kaffee mit kleinkindanhang. das ist ok. dann sieht man sich halt weniger, man kann nicht immer einen babysitter organisieren (das geht auch ins geld).

wir sind sehr gut gefahren mit diesen punkten und die harten ersten 4 monate (imo), braucht man einfach um sich aneinander zu gewöhnen.

zeit für dich selbst muss du einfordern. deutlich. auch das will gelernt sein. wer das vorher schon gut konnte, kann das als mutter auch.

den vätern in den hintern treten - aber großzügig bleiben. viele männer hatten bis zur geburt vom eigenen kind noch nie einen säugling auf dem arm. weil es entweder keine kinder im umfeld gab oder weil das nicht üblich ist, dass männer babys halten. die brauchen auch zeit, sich an die neue situation zu gewöhnen.

und sonst: reden, reden, reden.

Inaktiver User
17.11.2006, 08:58
mit freunden sprechen, auf die veränderungen hinweisen.
wie: wir sind dann nicht mehr so spontan, aber wir können uns bei uns treffen oder wir planen voraus, dann haben wir einen babysitter.
die freunde integrieren: du, ich muss zu frisör. fährst du das baby um den block?
das baby allen in die hand drücken, die wollen. so lernen die verwandten und freunde das kind kennen und das kind diese.


Da sprichst Du einen ganz wichtigen Punkt an. Denn als kinderloser Mensch fühlt man sich auch ganz schnell ausgeschlossen aus dieser "anderen" Welt. Bekommt den Eindruck, nicht mehr dazuzugehören. Die Mutter hat ihrerseits vielleicht das Gefühl, dass man sich nun nicht mehr für sie interessiert. Und so entstehen Missverständnisse.

Als meine beste Freundin ihr Kind bekam, wurde ich sofort integriert. Und mit dem Auftrag versehen, ihr bloß Bescheid zu stoßen, wenn sie mit mir nur noch über Babythemen redet.

Ich glaube, dass kinderlose Menschen, oder solche mit bereits älteren Kindern, ein gutes Regulativ für Mütter von Kleinstkindern sind, wenn es darum geht, auch mal kinderfreie Zeit zu genießen und sich persönliche Freiräume zu schaffen, in denen die eigenen Interessen und Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen.

Ich hingegen empfinde es oft als sehr befreiend, auch mal für in paar Stunden in die Mutterwelt einzutauchen. Ist einfach was anderes und erweitert eben auch meinen Horizont. Denn wie Du schon sagst: die besagten Freunde, die seit zig Jahren nur über irgendwelche ewig gleichen Bürokonstellationen, die Lebensgeschichten wildfremder Kollegen und die Karrierplanung erzählen, sind ebenso ermüdend, wie ausschließlicher Babytalk.

Kompromisse finden und über die veänderte Lebenssituation reden, das schützt beide Seiten vor Einbahnstraßen.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
17.11.2006, 09:04
Ich hingegen empfinde es oft als sehr befreiend, auch mal für in paar Stunden in die Mutterwelt einzutauchen. Ist einfach was anderes und erweitert eben auch meinen Horizont.

Sehe ich auch so. Ich mache übernehme ein Kind auch mal gerne für ein Stündchen.

Meine Freundin war neulich völlig baff als ich ihr sämtliche Entwicklungsdetails ihrer kleinen Tochter aus dem Stand herbeten konnte und das Kind innerhalb von 3min in ein wohlig lallendes Bündel verwandelte - so was kannst Du/weisst Du?
...........auch in einer nicht-Mutti stecken Instinkte.

Inaktiver User
18.11.2006, 20:26
Bei manchen Frauen mit größeren Kindern frag ich mich wirklich, wo sind sie geblieben? Tun sie was für eine zweite Berufsausbildung oder haben sie ihr Leben komplett an den Nagel gahängt? Denken lieber kurzfristig und gehen putzen als sich beruflich zu verbessern. Die Gespräche drehen sich um die Kinder, aber mal ein Buch lesen oder sich im Internet z. B. in so einem Forum wie hier auszutauschen, das wäre ja zuviel über den Tellerrand hinaus und könnte die Veränderung bringen. Den Kindern wird nichts zugetraut, sie werden abhängig gehalten, damit man selbst ja nicht überflüssig wird.

ReginaM
18.11.2006, 21:20
Bei manchen Frauen mit größeren Kindern frag ich mich wirklich, wo sind sie geblieben? Tun sie was für eine zweite Berufsausbildung oder haben sie ihr Leben komplett an den Nagel gahängt? Denken lieber kurzfristig und gehen putzen als sich beruflich zu verbessern. Die Gespräche drehen sich um die Kinder, aber mal ein Buch lesen oder sich im Internet z. B. in so einem Forum wie hier auszutauschen, das wäre ja zuviel über den Tellerrand hinaus und könnte die Veränderung bringen. Den Kindern wird nichts zugetraut, sie werden abhängig gehalten, damit man selbst ja nicht überflüssig wird.

Du musst es ja wissen!

Inaktiver User
19.11.2006, 14:05
Eine Schwangerschaft, eine Geburt und ein Säugling sind zuerst einmal etwas außergewöhnliches im Leben eines Paares. Die Mutter ist, durch die biologischen Gegebenheit nun mal besonders "betroffen".
Auch, wenn das Kind 9 Monate in ihrem Körper gewachsen und geworden ist, muss man sich nach der Geburt aufeinander einstellen und sich aneinander gewöhnen.Der einen Familie gelingt das gut, die andere braucht mehr Zeit. In der Stillzeit-bei mir waren es beim 1. Kind 8 Monate, beim 2. 4 Monate ist man an das Kind gebunden.
Dass sich so in der ersten Zeit alles um dieses Kind dreht, finde ich verständlich.Außerdem hatte ich genug mit mir selber und meiner Hormonumstellung zu tun, als dass ich Lust gehabt hätte, mir außer Haus die Nächte um die Ohren zu schlagen (ich hätte auch gar keinen Babysitter gehabt) oder auf vorwurfsvolle Jammerei (du kümmerst dich nur noch um dein Kind) von "Freundinnen" zu reagieren.
Die, die mich wirklich mochten, sind mir treu geblieben-auch eine wertvolle Erfahrung.
Nach ein paar Monaten "befreien" sich die KInder selber: sie lehnen die Brustnahrung ab, machen sich auf die Beine und Frau hat wieder Freiraum, der sich von Jahr zu Jahr vergrößert.
Ich konnte meine Kinder (heute 15+11) gut loslassen.Das ging aber nur, weil ich in der ersten Zeit meinem Instinkt gefolgt bin und da war,solange ich es für nötig hielt und mich nicht von meiner Umwelt habe unter Druck setzen lassen, so gerne mir andere auch reingeredet haben.
Das Gefühl "Wo bleibe ich" hatte ich nur während meiner Berufstätigkeit, weil ich keine Zeit mehr für mich hatte.
Seit ich nicht mehr arbeite(Gott sei Dank kann ich es mir finanziell erlauben) bin ich rundum zufrieden.

ReginaM
19.11.2006, 14:25
Das Gefühl "Wo bleibe ich" hatte ich nur während meiner Berufstätigkeit, weil ich keine Zeit mehr für mich hatte.
Seit ich nicht mehr arbeite(Gott sei Dank kann ich es mir finanziell erlauben) bin ich rundum zufrieden.

Das kann ich unterschreiben!

Inaktiver User
19.11.2006, 14:31
Das Gefühl "Wo bleibe ich" hatte ich nur während meiner Berufstätigkeit, weil ich keine Zeit mehr für mich hatte.
Seit ich nicht mehr arbeite bin ich rundum zufrieden.

Genauso geht es mir auch!

Inaktiver User
19.11.2006, 16:29
Die Frage: "Wo bleibe ich selbst" kann natürlicherweise nur *ich selbst* beantworten. Und nicht irgendjemand anders. Der äußere Schein kann da sehr trügen, wie man ja auch hier lesen kann: Es gibt auch Menschen, die sich gerade durch den Beruf "fremdbestimmt" fühlen. Und wenn andere das Gefühl haben, eine Frau sei "nur noch Mami", dann empfindet die das vielleicht gar nicht so.

Was mich allerdings stört, ist, dass mir in das "Mutter-sein" jeder reinquatschen kann, weil schließlich jeder mal Kind war und bestens über Erziehung und all das Bescheid weiß. Und natürlich auch darüber, wo ich selbst bleibe und dass ich bestimmt viel zu viel um die Kinder rumtütele und so.

Im Beruf ist das einfacher. Da habe ich mein Fach, und da kann mir von außen nicht so leicht keiner reinquatschen.

Inaktiver User
20.11.2006, 10:24
Hallo,
ich habe noch keine Kinder, gehöre aber zu den Kandidaten, die ständig schwanken zwischen "ja, sofort" und "nein, um Gottes willen, niemals".
Was mich nämlich immer umtreibt ist die Frage, ob mir selbst noch Zeit für mich bleibt, ob meine Persönlichkeit überhaupt für mich noch spürbar ist, oder ob ich angesichts der Kinderaufzucht untergehe. Ich bin auch jetzt schon kein Workaholic, ich liebe es, Zeit zum Nichtstun zu haben, von daher denke ich, dass ich lieber keine Kinder haben sollte.
Aber irgendwie sind die Hormone doch recht aktiv, und ich komme an keinem Kinderwagen vorbei, ohne reinzuschauen. Andererseits finde ich es immer sehr abschreckend, nach der Uni in der Strassenbahn zu sitzen und Mütter zu erleben, die die ganze Zeit irgendwie auf ihr Kind reagieren müssen. Das könnte ich wohl nicht
Ich möchte keine Rat hier, das Thema ist auch nicht akut, aber ich würde gern mal von euch hören, wie ihr das empfindet.
Also, ich freu mich, wenn jemand erzählen mag!

Liebe Grüße,
ahava


Hallo Ahava

Mir geht es sehr sehr sehr ähnlich wie dir, nur mit dem Unterschied, dass ich mich aus den von dir genannten Gründen GEGEN Kinder entschieden habe.

Auch ich habe sehr gerne Zeit. Zeit für mich. Zeit für Hobbies, zum Nichtstun.

Ich weiss nicht, ob Mütter "untergehen" aber ich habe die Beobachtung aus meinem Umfeld gemacht, dass viele Mütter wirklich keine Zeit mehr haben für sich, sie stressen hin- und her zwischen Beruf und Kind, sind meist sehr ungepflegt (ab dem Zeitpunkt, wo sie Mütter wurden!), achten auch nicht mehr auf sich (oder haben keine Zeit). Eine Mutti berichtete mir, sie habe sich die Haare ganz kurz schneiden lassen weil sie eh keine Zeit mehr habe für die Haarpflege. Soooo schade. Oder dann sieht man Mütter, welche die (Schwangerschafts-)pfunde nicht mehr loskriegen (wollen?), laufen mit fettem Hintern und "praktischer" Kurzhaarfrisur herum, also mich persönlich schreckt das extrem ab, was ich sehe. Das ist ja so gut wie lebendig begraben!!!!!! :zahnschmerzen:

Natürlich gibts auch die anderen, die attraktiven, fröhlichen und zufriedenen Mütter. Aber bei mir kommt noch ein Aspekt hinzu, nämlich der finanzielle. Ich mag einfach nicht nur Zeit, sondern auch Geld für mich haben. Shoppen gehen, mir etwas Gutes leisten, ohne jeden Rappen, bzw. Cent 5 x umdrehen zu müssen. Das Leben ist unglaublich teuer geworden. Leider.
Mit Kindern müssten mein Mann und ich wirklich jeden Cent 5 x umdrehen, es ginge uns finanziell nicht mal halb so gut wie ohne Kinder..ja klar, double income, no kids, da gehts einem schon nicht übel, aber mit Kindern und Teilzeitjob(s)? Nö, keinen Bock auf Billig-Wohnung, Billig-Nahrung (Nudeln, Kartoffeln & Co), Billig-Urlaub, Billig-Wagen (wenn überhaupt). Ne darauf hab ich einfach keinen Bock! ne.

Dann sehe kinderlose Paare in meinem Umfeld..... und boah, was die sich leisten können.....und wie glücklich sie sind.....ihre Altersvorsorge ist gesichtert, sie können sich schönen Luxusurlaub leisten, Haus, Eigentumswohnung, gehen (fast) jeden Abend aus, haben viele Freunde, sind frei und unabhängig......

Ich denke dieser Lebensstil liegt meinem Mann und mir am besten. Einfach so vom Charakter her. Ich war schon immer eine anspruchsvolle, verwöhnte Minimalistin, die beim Wort "Arbeit" sofort als erstes denkt "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" denkt :freches grinsen:

Soviel zu meinen Gedanken.

Jo68
20.11.2006, 13:32
Das letzte Posting ist eine Parodie, oder? Ich musste jedenfalls schallend lachen beim Lesen all der überzogenen Klischees.

Soso, eine Kurzhaarfrisur und ein paar Kilos zuviel bedeuten also schon "lebendig begraben" zu sein? Und kinderlose Paare sind alle reich und glücklich - Aber sicher doch, genau so sieht's aus!

Inaktiver User
20.11.2006, 13:35
Soso, eine Kurzhaarfrisur und ein paar Kilos zuviel bedeuten also schon "lebendig begraben" zu sein? Und kinderlose Paare sind alle reich und glücklich - Aber sicher doch, genau so sieht's aus!

Und was, wenn Du wie meine Schwester zwar kinderlos, reich und glücklich bist, aber trotzdem einige Kilo zu viel und eine (imho grenzwertige) Kurzhaarfrisur mit Dir rum trägst?

Das Leben scheint manchmal etwas kompliziert...

Inaktiver User
20.11.2006, 13:35
Soso, eine Kurzhaarfrisur und ein paar Kilos zuviel bedeuten also schon "lebendig begraben" zu sein?

Bin nun auch kein fanatischer Anhänger von Klischees - aber die letzten Frauen um mich herum haben 1 Woche nach der Geburt als erstes eine Kurzhaarfrisur in Angriff genommen (weil es so ja viel praktischer ist) und klagen aktiv über das immer noch vorhande Übelgewicht......

Wie soll man da andere Gedanken entwickeln?

Jo68
20.11.2006, 13:39
Gyldensternchen, Du wirst doch wohl nicht behaupten, dass eine Kurzhaarfrisur und Übergewicht "lebendig begraben" sein bedeutet????

Übrigens, Vita, meine Schwester trägt ebenfalls eine (aber schicke) Kurzhaarfrisur, ein paar Kilos zu viel und ist kinderlos (allerdings nicht reich). Irgendwie passt das Leben nicht in Klischees ...

Inaktiver User
20.11.2006, 13:51
Bin nun auch kein fanatischer Anhänger von Klischees - aber die letzten Frauen um mich herum haben 1 Woche nach der Geburt als erstes eine Kurzhaarfrisur in Angriff genommen (weil es so ja viel praktischer ist) und klagen aktiv über das immer noch vorhande Übelgewicht......

Wie soll man da andere Gedanken entwickeln?

Gyldensternchen, der war wundervoll: Übelgewicht - ich danke Dir :freches grinsen:

Die Vorurteile scheinen mir in vielen Fällen auch berechtigt. Es ist aber niemand verpflichtet, sich mit einem Kind überflüssige Kilos und einen Kurzhaarschnitt zuzulegen.

Inaktiver User
20.11.2006, 13:52
Gyldensternchen, Du wirst doch wohl nicht behaupten, dass eine Kurzhaarfrisur und Übergewicht "lebendig begraben" sein bedeutet????

Ich habe überhaupt nichts gegen übergewichtige Frauen ......oder kurzhaarige Frauen.

Der Wandel führt nicht direkt in den Sarkopharg - aber ich kriege dann auch nur noch Briefe mit dem Absender Fam. XYZ......

WIR SIND DIE BORK!!


Ich habe auch Verständnis, dass so´n Kind null Raum für viele Dinge lässt - aber wenn Mutti nach einem Jahr immer noch 12kilo zuviel hat und sich der Typ von "fesch/flott/gepflegt" vollständig und permanent in "Muttertier im Labberpulli" gewandelt hat, schüttelt´s mich.

Inaktiver User
20.11.2006, 13:53
Gyldensternchen, der war wundervoll: Übelgewicht - ich danke Dir

.....war geklaut,
meine Chefin (deutlich zu klein für ihr Gewicht) nennt es so!

Inaktiver User
20.11.2006, 13:53
Übrigens, Vita, meine Schwester trägt ebenfalls eine (aber schicke) Kurzhaarfrisur, ein paar Kilos zu viel und ist kinderlos (allerdings nicht reich). Irgendwie passt das Leben nicht in Klischees ...

Sollten wir deshalb das Leben anpassen? Von den Klischees abzurücken ist mir denn doch zu aufwendig :ooooh:

Jo68
20.11.2006, 13:58
Widerstand ist zwecklos :freches grinsen: (Bin großer Startrekfan!)

Von Klischees abrücken ist wirklich zu mühsam, besonders wenn sie so sehr nach Vorabendserie klingen, nein, halt "Reich und schön" läuft, glaube ich, irgendwann um die Mittagszeit.

Inaktiver User
20.11.2006, 14:01
Widerstand ist zwecklos (Bin großer Startrekfan!)

Ich auch (heisse eigentlich 7/9) - Du weisst, wie das mit den Bork augeht?

........ehrlich gestanden habe ich da aber auch schon einige Verluste zu vermelden.

Inaktiver User
20.11.2006, 14:04
Bin nun auch kein fanatischer Anhänger von Klischees - aber die letzten Frauen um mich herum haben 1 Woche nach der Geburt als erstes eine Kurzhaarfrisur in Angriff genommen (weil es so ja viel praktischer ist) und klagen aktiv über das immer noch vorhande Übelgewicht......

Wie soll man da andere Gedanken entwickeln?

Gehört zwar nur indirekt zum Thema, aber woher kommt eigentlich die Mär von der "praktischen Kurzhaarfrisur".
Ich kann es schon beurteilen, da ich jede Haarlänge schonmal irgendwann hatte: es gibt nichts unpraktischeres als Kurzhaarfrisuren!!!
Müssen jeden Morgen gewaschen und gestyled/modeliert und gesprüht werden.
Lange Haare kann man zur Not einfach zum Pferdeschwanz binden, egal ob frisch gewaschen, (noch) nass, oder ungewaschen.
Nie, nie mehr kurze Haare! Dafür musste ich immer mindestens 15 Minuten mehr Zeit einplanen.

Inaktiver User
20.11.2006, 14:04
.....war geklaut,
meine Chefin (deutlich zu klein für ihr Gewicht) nennt es so!

Danke und meine Empfehlung an die Dame :blumengabe:

Inaktiver User
20.11.2006, 14:09
Gehört zwar nur indirekt zum Thema, aber woher kommt eigentlich die Mär von der "praktischen Kurzhaarfrisur".

Dieses Gerücht haben vermutlich die gleichen in die Welt gesetzt, die Strähnchen als "flott" bezeichnen und unschuldige Frauen mit dieser Köterfärbung durch die City düsen lassen.


Lange Haare kann man zur Not einfach zum Pferdeschwanz binden, egal ob frisch gewaschen, (noch) nass, oder ungewaschen.

Ja, das kenn ich. Ich trag sie im Büro meist auf einer der 125 mir bekannten Arten hochgepuzzled und sehe damit immer frisiert aus. Praktisch nicht zu versauen.

Wenn wir ausgehen oder etwas zu Hause machen, werden sie offen über die Schultern getragen und machen ein bisschen, was sie wollen.


Nie, nie mehr kurze Haare! Dafür musste ich immer mindestens 15 Minuten mehr Zeit einplanen.

Dito, einmal und nicht wieder.

lov100
20.11.2006, 14:21
Das kurze Haare mehr Zeit bedeuten, kann ich definitiv bestätigen...trage seit vielen Jahren lang und die Zeit die ich zum frisieren brauche ich minimal..ohne daß es "bescheiden" aussieht.

Zudem kann man deutlich mehr damit machen und hat nicht ständig nur eine Fisur.

Zur Not einfach hochgezwirbelt und feritig ist es..nix mit föhnen und sylen oder auch Frisörterminen.

Das Übergewicht nach der SW wieder los zu werden, erfordert doch ewas Disziplin denke ich, hängt aber auch sehr davon ab wieviel Frau in der Zeit zugenommen hat. Stillen soll ja auch helfen...Nächstes Jahr kann ich da mehr zu sagen.

Inaktiver User
20.11.2006, 14:21
Und wo wir grade so schön bei Klischees sind: ich habe in Elle_Drivers Posting schmerzlich die Goretexjacken, Mephistoschuhe und den Fjaell Räven (schreibt man das so....)- Rucksack vermisst. Diese arttypischen Accessoires dürfen doch beim perfekten Muddimonster nicht fehlen....


So, und nun gehe ich gleich erstmal ordentlich shoppen. Die viele Kohle, die auf meinem Konto einfach nicht weniger werden will, muss dringend weg. Was mache ich im Geld schier schwimmende Kinderlose denn dann bloß damit. Noch ein Porsche, och nööö, wir haben doch schon drei... In der Karibik und in St.Moritz waren wir auch schon viermal in diesem Jahr.... Was hat man es doch aber auch schwer...

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
20.11.2006, 14:25
Ich will heute auch noch eiune Goretex-Jacke kaufen ..........oder MUSS ich dazu Muddi sein?

Dann werde ich im doch ganz nass im Urlaub .......*schnüffz*......

Inaktiver User
20.11.2006, 14:28
Und wo wir grade so schön bei Klischees sind: ich habe in Elle_Drivers Posting schmerzlich die Goretexjacken, Mephistoschuhe und den Fjaell Räven (schreibt man das so....)- Rucksack vermisst. Diese arttypischen Accessoires dürfen doch beim perfekten Muddimonster nicht fehlen....

Nein, Tatonka war auf "meinem" Spielplatz der Rucksack der Wahl. Das war der Notebookrucksack (Magpie heisst er wohl?!), den sie in ihrer Kollektion haben, nur dass er ab Geburt des Kindes kein Notebook mehr sah.

Inaktiver User
20.11.2006, 14:45
Und wo wir grade so schön bei Klischees sind: ich habe in Elle_Drivers Posting schmerzlich die Goretexjacken, Mephistoschuhe und den Fjaell Räven (schreibt man das so....)- Rucksack vermisst. Diese arttypischen Accessoires dürfen doch beim perfekten Muddimonster nicht fehlen....


So, und nun gehe ich gleich erstmal ordentlich shoppen. Die viele Kohle, die auf meinem Konto einfach nicht weniger werden will, muss dringend weg. Was mache ich im Geld schier schwimmende Kinderlose denn dann bloß damit. Noch ein Porsche, och nööö, wir haben doch schon drei... In der Karibik und in St.Moritz waren wir auch schon viermal in diesem Jahr.... Was hat man es doch aber auch schwer...
Gruß, Spellbound

Du, ich gebe dir bei Gelegenheit mal meine Kontonummer durch.
Ich als Mutti (-monster) könnte mal wieder neue Klamotten ebrauchen, nachdem mir an meiner karierten Karottenhose anno 1984 die Oberschenkelnähte geplatzt sind (tja, die vielen Zwischenmahlzeiten), und auch meine letzte Umstandshose (meine Tochter wird ja auch erst 5) sich in ihre Einzelbestandteile aufgelöst hat.
Und mein Rucksack ist auch nicht von Fjäll Raven - ich habe gar keinen.
:ooooh: :ooooh: :freches grinsen: :freches grinsen:

Inaktiver User
20.11.2006, 14:49
Karottenhose anno 1984
Die würde ich mal bei eBay reinsetzen - als Antiquität!

Inaktiver User
20.11.2006, 14:51
Die würde ich mal bei eBay reinsetzen - als Antiquität!

:freches grinsen:

Inaktiver User
20.11.2006, 16:05
Kennt Ihr Fälle, in denen das hübsche Karriereweibchen zum Muttertier mutierte? ich nicht. Es gibt in meinem Umfeld nicht viele Mütter, aber alle sind ihrem Stil treu geblieben. Wer vorher ungeschminkt im Labberpulli durch die gegend zog, hat sich allenfalls ein wenig verschlimmert. Wer vorher streng auf Kleidung, bzw, sein Äusseres achtete, tat es anschliessend auch. Die Pummeligen behielten einige Kilos zurück, die Schlanken nahmen alles wieder ab.

Ich bin jetzt im 7. Monat und werde von den "praktischen" Müttern jetzt schon schief angesehen, weil ich noch kein Kinderzimmer eingerichtet habe, aber mir verstärkt Gedanken um mein Krankenhaus Outfit mache. Im ollen Uraltjogger möchte ich da schliesslich nicht rumrennen, also habe ich mir 2 überaus edle Hausanzüge zugelegt.
Wer meine Probleme vorher schon mit mir teilen konnte, versteht mich. Wer meine Outfitfragen vorher lächerlich fand, findet mich durchgeknallt. Letztens sprach ich mit einer anders denkenden Freundin den notwendigen Inhalt einer Kliniktasche durch. Meine Meinung, dass ein bisschen Puder und Wimperntusche auch nach einer geburt was Schönes ist, stiess da auf totales Unverständnis...

Inaktiver User
20.11.2006, 16:10
Kennt Ihr Fälle, in denen das hübsche Karriereweibchen zum Muttertier mutierte? ich nicht. Es gibt in meinem Umfeld nicht viele Mütter, aber alle sind ihrem Stil treu geblieben. Wer vorher ungeschminkt im Labberpulli durch die gegend zog, hat sich allenfalls ein wenig verschlimmert. Wer vorher streng auf Kleidung, bzw, sein Äusseres achtete, tat es anschliessend auch. Die Pummeligen behielten einige Kilos zurück, die Schlanken nahmen alles wieder ab.

Ja, ich habe einige davon kennen gelernt. Ist zwar schon ein paar Jahre her, mein Sohn ist jetzt in der Grundschule, ich denke aber, dass es nicht so selten ist.

LG

vita

Inaktiver User
20.11.2006, 16:12
Hatte leider bis jetzt keine Zeit zum lesen,aber
MANNOMANN der Faden trieft ja voll von Klischees:ooooh:
Zum Thema Gewicht/Schwangerschaft.Ich habe weder von der ersten , noch von der zweiten SS Pfunde zurückbehalten.
Zugenommen hab ich allerdings während meiner Tätigkeit im Nachtdienst:unregelmäßiges, gehetztes Essen, ständig unausgeschlafen und gereizt-da kommt es schnell zum Frustfressen.
Nachdem ich aufgehört hatte zu arbeiten, waren das überflüssige Gewicht ruck-zuck wieder abtrainiert.
Meine Freundin hat übrigens 6 Kinder und ist schon Oma, hat aber ein Figürchen, wie ein junges Mädchen!
Kommt auf jeden selber an. Es gibt natürlich auch die Frau, die sagt:" Ich hab 3 Kinder und das sieht man eben".


verstärkt Gedanken um mein Krankenhaus Outfit mache.
Ich habe meine Kinder ambulant entbunden- da erübrigt sich sowas!

Inaktiver User
20.11.2006, 17:08
Ich will heute auch noch eiune Goretex-Jacke kaufen ..........oder MUSS ich dazu Muddi sein?

Dann werde ich im doch ganz nass im Urlaub .......*schnüffz*......

Nee, Liebelein, kauf dir einfach eine von Wolfskin, dann bist du aus dem Schneider. Die sind für Muddis nämlich zu teuer, weißte? :freches grinsen:

Zuza

Bauschundbogen
20.11.2006, 17:58
@all

Danke, daß Ihr nochmal die Kurve gekriegt und aus diesem IMO sehr produktiven thread nicht "Mutterkuh MCLVII" gemacht habt!
(zumindest nicht ernsthaft...)

:kuss:

Inaktiver User
20.11.2006, 18:09
Ich kann an der Stelle nur das wiederholen, was ich bereits sagte:

Natürlich verändert sich das Leben mit Kind. Aber was man aus sich macht, ob man als der Mensch, der man vorher war, mit Kind noch wahrnehmbar ist, ob man seinen Bedürfnissen nachgehen kann (und die ändern sich mit Kind zum Teil auch, weil sich bei einer Menge Frauen die Pri ritäten ein wenig verschieben, was nicht muttchenhaft-negativ gemeint ist), das liegt an einem selbst. Wer nicht will, dass er vor lauter Kindergewusel untergeht, der geht auch nicht unter. Und wer es doch tut, der hat es in der Hand, es wieder zu ändern, auch wenn das mitunter etwas anstrengend und unbequem sein kann, weil man festgefahrene Wege verlassen muss. Aber niemand ist gezwungen, zum berühmtberüchtigten, hier gern mit vielen bunten Klischees behafteten Muttertier zu mutieren, wenn er es nicht will

Zuza (die aus Bequemlichkeitsgründen mit Kindern "lang"haarig wurde ;-))

Inaktiver User
20.11.2006, 18:14
ich kann mir das kaum vorstellen, dass manche Frauen eine solche Persönlichkeitsveränderung durchmachen. Wer nie der Turnschuh- und Labberpullifan war, findet die Sachen auch nicht mit babykotze schön. Man legt sich sowas dann doch gar nicht zu.

Es sei denn, man ist vom Typ her eigentlich leger, hat sich jedoch immer der Umwelt zuliebe verbogen, weil es im Job notwendig war oder wie auch immer.

Bauschundbogen
20.11.2006, 18:22
[QUOTE=A_nice_day]ich kann mir das kaum vorstellen, dass manche Frauen eine solche Persönlichkeitsveränderung durchmachen. Wer nie der Turnschuh- und Labberpullifan war, findet die Sachen auch nicht mit babykotze schön. Man legt sich sowas dann doch gar nicht zu.

[QUOTE]

Doch - wenn die Babykotze aus den schicken Sachen nicht mehr rausgeht....
Im übrigen handelt sichs dabei IMO weniger um einen Wandel der Persönlichkeit als des (natürlich persönlichen) Stils.

xanidae
20.11.2006, 19:00
es gibt dinge, die verändern sich. ich habe ein kind-outfit und ein ausgeh/arbeitsoutfit. auch trage ich meistens keine ohringe mehr, weil es sehr schmerzhaft ist, wenn ein kleinkind daran zieht... bzw. oft vergesse ich sie anzulegen. während ich das schminken mittlerweile nicht mehr vergesse, aber bestimmt ein gutes halbes jahr vergessen habe. ich stand auch schon mit hausschuhen im hof, vor lauter chaos, stilldemenz und was auch immer.
aber - das ist mir früher auch schon passiert. nur viel seltener.
ich finde, man darf mir ruhig ansehen, wie es mir geht. früher wars die nachtschicht oder der 48-stunden-wochenenddienst, heute sind es die stotterschlaf/krankheitsnächte.

die tatonkarucksäcke sind nur bei den hardcore-alternativ müttern in. die mutter von heute trägt zu ihrem boogaboo kinderwagen eine tasche von vaude oder solche (http://www.reinstyle-taschen.de/images/umhaengetasche_rot_pink.jpg). und dazu bitte immer irgendwas gefilztes.

Inaktiver User
20.11.2006, 19:23
@xanidae

was meinst Du mit "irgendwas gefilztes"?

Eine Jacke oder muss ich mir darunter vorstellen. Sind doch wohl keine klassischen Filzpantoffeln gemeint?!

Inaktiver User
20.11.2006, 19:31
@all

Danke, daß Ihr nochmal die Kurve gekriegt und aus diesem IMO sehr produktiven thread nicht "Mutterkuh MCLVII" gemacht habt!
(zumindest nicht ernsthaft...)

:kuss:

Kurve?? Was für ne Kurve?

Hier wird doch gerade wieder der Graue-Mutti-Look-Thread recycelt.

Also echt, wenn ich nicht schon Kinder hätte ... !

xanidae
20.11.2006, 19:34
@xanidae

was meinst Du mit "irgendwas gefilztes"?

Eine Jacke oder muss ich mir darunter vorstellen. Sind doch wohl keine klassischen Filzpantoffeln gemeint?!

naja, irgendeine geflizte ansteckblume, eine haarspange, eine kette oder ein kleines täschchen.
filzpantoffel hatte noch keine an - glaube ich zumindest... :freches grinsen:

Bauschundbogen
20.11.2006, 19:38
Kurve?? Was für ne Kurve?

Hier wird doch gerade wieder der Graue-Mutti-Look-Thread recycelt.

Also echt, wenn ich nicht schon Kinder hätte ... !


:schild ...uups:
Und ich habs größtenteils für Ironie gehalten....
Stilldemenz wahrscheinlich :freches grinsen:

Inaktiver User
20.11.2006, 19:41
:schild ...uups:
Und ich habs größtenteils für Ironie gehalten....
Stilldemenz wahrscheinlich :freches grinsen:

Die Übergänge sind nahtlos.

Ich fürchte, es sind immer welche dabei, die das, was sie hier schreiben, auch noch selbst glauben :erleuchtung::zahnschmerzen:

Bauschundbogen
20.11.2006, 19:48
Ich fürchte, es sind immer welche dabei, die das, was sie hier schreiben, auch noch selbst glauben :erleuchtung::zahnschmerzen:

:niedergeschmettert:

Na gut. Unter diesen Umständen war halt mein "Kurven"-Beitrag ironisch. Mutti ist ja gottseidank flexibel und weitgehend schmerzfrei...

Inaktiver User
20.11.2006, 21:06
naja, irgendeine geflizte ansteckblume, eine haarspange, eine kette oder ein kleines täschchen.
filzpantoffel hatte noch keine an - glaube ich zumindest... :freches grinsen:

Danke für die Info, der Trend ging bislang wohl an mir vorbei.

Hab noch einen schönen Abend

vita

Inaktiver User
21.11.2006, 09:36
naja, irgendeine geflizte ansteckblume, eine haarspange, eine kette oder ein kleines täschchen.
filzpantoffel hatte noch keine an - glaube ich zumindest... :freches grinsen:


Ist das nicht jetzt der letzte Schrei? Mir deucht, ich hätte letztens ein Filzkostümchen mit passendem Täschchen und Spange im Fernsehen gesehen. Das wurde als DER neue Trend dargestellt.

Ich denke, es gibt immer wieder Phasen im leben einer Mutter, in der die Mitmenschen die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Aber hat die nicht jeder mal? Für jeden meiner bisherigen Freunde war es immer wieder eine neue Erfahrung, mich im Labberpulli, Regencape und matschigen Gummistiefeln über die Wiese stapfen zu sehen, um mein Pferd zu holen.

Mein persönlicher Stil ist kein permanenter Faktor, sondern eine Frage des Anlasses. Wenn ich Frauen sehe, die eine grosse Hunderunde mit Highheels und Kostüm bewältigen, zweifle ich nicht an meinem Stil, sondern an deren Verstand...

Inaktiver User
21.11.2006, 09:47
Für jeden meiner bisherigen Freunde war es immer wieder eine neue Erfahrung, mich im Labberpulli, Regencape und matschigen Gummistiefeln über die Wiese stapfen zu sehen, um mein Pferd zu holen.


Da ist ja die Kurve :jubel::yeah:

Diese grauen, unscheinbaren, labbrig gekleideten Pferdeliebhaber. Endlich mal was Neues!

"Seit meine Freundin ein Pferd hat, ist sie wie verwandelt. Wo bleibt eigentlich sie selbst? Und muss sie nun immer so streng riechen? Und sie hat nur noch ein Thema: Das Pferd."

Dabei kann man die Boxen doch ebenso gut in Stöckelschuhen ausmisten. Und schließlich sind Turnierreiter immer auf das Feinste gekleidet. Und man kann auch im Galopp ein gutes Buch lesen.

Frau muss nicht verkommen, nur weil sie nun ein Pferd hat.

Inaktiver User
21.11.2006, 10:37
Auf Hundehalter ist das übrigens auch übertragbar. Kommt man einmal erst auf die Töle und ist sie dann auch größer und lauffreudiger, latscht man auch mit Gummistiefeln und robusten, SEHR wetterfreundlichen, aber sonst relativ unschicken Outdoorjacken durch das Gelände. Pah, und kommen dann auch noch Kinder dazu ... Uiuiuiui ...

In schön gibt es uns dann später wieder, schätzungsweise wenn wir 60 sind. Aber dann! ;-))

xanidae
21.11.2006, 11:57
und bei katzenbesitzern wechselt gerne mal die farbrichtung in die der fellfarbe. wer vorher schwarz trug, aber eine weiße katze hat, wird ganz schnell zum helle-farben-fan...
wir haben allein deswegen eine helle couch gekauft, damit man die katzenhaare nicht so sieht - aber dass man darauf gut sehen kann wo welches kind mit was hingespuckt hat... nun jetzt wissen wir es. die katzen- und kinderfreie backup wohnung mit ligne roset couch und couversiersessel, können wir uns noch nicht leisten - träumen aber davon. :cool:

lov100
21.11.2006, 12:03
Ja dann freue ich mich ja auf die Klischees...

bin schon seit Jahren Pferdebesitzer und neuste Mode hat im Stall nichts verlohren, gute Qualität an Klamotten ja, aber in hellblau sucht ihr mich vergebens...und im März kommt dann der Kleine dazu, also Modemäßig der absolute Reinfall???

Kleidung sollte dem Zweck angemessen sein, im Stall muß es praktisch und funktionstüchtig sein und im Büro edel....

Als Mutter und Pferdbesitzerin wird dann für eine Zeit das praktische überwiegen, so what???

Mal eine andere Frage an die Pferdebesitzer...wie regelt ihr das zeitlich mit Pferd und Kind???

Inaktiver User
21.11.2006, 12:51
Uiiiuiuiui, dass man immer gleich übertreiben muss......

Es lässt sich nun mal nicht abstreiten, dass kinderlose sich OFT finanziell mehr leisten können als Familien.

Ebenfalls lässt sich nicht abstreiten, dass kinderlose Frauen OFT mehr auf sich achten als Mütter.

Das sind Beobachtungen aus meinem Umfeld. Tut mir leid. sorry.

Aber es ist mir nicht ganz klar, wie man gleich Porsche, Ferrari und Chanel aus "finanziell besser" machen kann und gleich auf ALLE schliessen muss und sich ein Klischee bastelt. Ich schrieb Deutsch und deutlich: MEINE PERSÖNLICHEN Beobachtungen und OFT und NICHT ALLE!!!

Ach ach, lesen ist nicht einfach, ich weiss. Teutsche Sprachhe schwehre Sprachhe....

Inaktiver User
21.11.2006, 12:57
Das sind Beobachtungen aus meinem Umfeld. Tut mir leid. sorry.

Das dürfte sich mit der Realität decken, denn selbst wenn der Facharbeiter und die Putzfrau nicht viel Geld verdienen, haben sie ohne Kinder mehr zur Verfügung als wenn sie mit Kindern leben. Da dürfte man nicht viel dran deuteln können.

Einen Porsche dürfte diese Lebensform trotzdem nicht ermöglichen.

meta1
21.11.2006, 12:58
Also, wenn ich von mir ausgehe, so gebe ich zu, dass ich in der Anfangszeit, als die Kinder noch ganz "Frisch" waren, auf mich weniger geachtet hatte. Kommt wieder Mädels, kommt wieder, könnt ihr mir glauben. :freches grinsen:

Inaktiver User
21.11.2006, 13:20
Das dürfte sich mit der Realität decken, denn selbst wenn der Facharbeiter und die Putzfrau nicht viel Geld verdienen, haben sie ohne Kinder mehr zur Verfügung als wenn sie mit Kindern leben. Da dürfte man nicht viel dran deuteln können.

Einen Porsche dürfte diese Lebensform trotzdem nicht ermöglichen.


War hier irgendwo der Hinweis auf eine Berufsgruppe?

Hört sich das jetzt nur für mich so an, oder ist dieser Beitrag ein Gipfel der Arroganz?

:wie?:

Inaktiver User
21.11.2006, 13:25
im Büro edel....

Ach sooooooooooooooooooo! Dann sollte ich morgen mal im kleinen Schwarzen auflaufen.
Ich hätte gesagt "im Büro seriös".

Inaktiver User
21.11.2006, 13:26
War hier irgendwo der Hinweis auf eine Berufsgruppe?

Hört sich das jetzt nur für mich so an, oder ist dieser Beitrag ein Gipfel der Arroganz?

:wie?:
Man hätte es auch ohne Hinweis auf Berufsgruppen formulieren können.
Wäre die Wahrheit dann weniger arrogant?

Inaktiver User
21.11.2006, 13:28
Da ist ja die Kurve :jubel::yeah:

Diese grauen, unscheinbaren, labbrig gekleideten Pferdeliebhaber. Endlich mal was Neues!

"Seit meine Freundin ein Pferd hat, ist sie wie verwandelt. Wo bleibt eigentlich sie selbst? Und muss sie nun immer so streng riechen? Und sie hat nur noch ein Thema: Das Pferd."

Dabei kann man die Boxen doch ebenso gut in Stöckelschuhen ausmisten. Und schließlich sind Turnierreiter immer auf das Feinste gekleidet. Und man kann auch im Galopp ein gutes Buch lesen.

Frau muss nicht verkommen, nur weil sie nun ein Pferd hat.

Da hast Du mir jetzt meine persönlichen Abgründe vors Auge geführt. ich gelobe besserung und werde ab morgen nur noch in weissen Hosen, weissen Blüschen und Jacket am Stall auflaufen.

Scherz beiseite, Du wirst lachen, aber ich bin wohl auch schon in Pumps und Kostüm über die Wiese gelatscht. Wenn man direkt vom Büro aus durchfährt hat man ja nicht immer zeit sich umzuziehen. Oder bei Koliken bin ich auch schon im Partyoutfit hin und habe den Tierarzt tatkräftig unterstützt. Glücklicherweise kann man ja alles waschen, bis auf die Blutflecken (einmal musste er genäht werden und ich habe meine Sachen anschliessend weggeschmissen.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:29
Man hätte es auch ohne Hinweis auf Berufsgruppen formulieren können.
Wäre die Wahrheit dann weniger arrogant?

Liebes Gyldensternchen,

geht es hier darum, was die "Lebensform" Reinigungskraft/Facharbeiter ermöglicht, oder darum, wo man selbst bleibt, sollte man sich für ein Kind entscheiden?

Lieber Gruß, Muschelkalk

Inaktiver User
21.11.2006, 13:32
War hier irgendwo der Hinweis auf eine Berufsgruppe?

Hört sich das jetzt nur für mich so an, oder ist dieser Beitrag ein Gipfel der Arroganz?

:wie?:

Es war ein Beispiel für zwei Menschen, die nicht gerade im oberen Einkommenssegment anzusiedeln sind.

Du überinterpretierst schon wieder. Atme ganz ruhig, dann wird es wieder.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:33
Liebes Gyldensternchen,

geht es hier darum, was die "Lebensform" Reinigungskraft/Facharbeiter ermöglicht, oder darum, wo man selbst bleibt, sollte man sich für ein Kind entscheiden?

Lieber Gruß, Muschelkalk

Es ging um den Aspekt, dass kinderlose Paare mehr Geld zur freien Verfügung haben, wie Du unschwer nachlesen kannst.

Lieber Gruss

vita

Inaktiver User
21.11.2006, 13:33
Es war ein Beispiel für zwei Menschen, die nicht gerade im oberen Einkommenssegment anzusiedeln sind.

Du überinterpretierst schon wieder. Atme ganz ruhig, dann wird es wieder.

:wie?:

Inaktiver User
21.11.2006, 13:34
Das dürfte sich mit der Realität decken, denn selbst wenn der Facharbeiter und die Putzfrau nicht viel Geld verdienen, haben sie ohne Kinder mehr zur Verfügung als wenn sie mit Kindern leben. Da dürfte man nicht viel dran deuteln können.

Einen Porsche dürfte diese Lebensform trotzdem nicht ermöglichen.


Danke, vita. *seufzerl* aber wie man aus "knallrot" auffassen kann, wenn jemand "rosa" schreibt?

Ist doch klar, man kann natürlich nicht auf Einzelfälle eingehen kann, das würde nur schon aus Platzgründen nicht gehen :smile:

Inaktiver User
21.11.2006, 13:34
.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:35
:wie?:

So in etwa habe ich auch grad geschaut, als ich Deinen pampigen Kommentar las.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:37
Es war ein Beispiel für zwei Menschen, die nicht gerade im oberen Einkommenssegment anzusiedeln sind.

Du überinterpretierst schon wieder. Atme ganz ruhig, dann wird es wieder.


ja, gebe vita Recht, hier wird gewaltig über-interpretiert *seufz*.

ich denke, bevor die Hitzköpfe hier reagieren, sollten sie erstmal genau lesen und versuchen zu verstehen, was gemeint ist, bevor man die beleidigte Leberwurst spielt und Arroganz und sonstige Dinge vowirft.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:41
Danke, vita. *seufzerl* aber wie man aus "knallrot" auffassen kann, wenn jemand "rosa" schreibt?

Ist doch klar, man kann natürlich nicht auf Einzelfälle eingehen kann, das würde nur schon aus Platzgründen nicht gehen :smile:

Tja, wenn man ohnehin schon rot sieht, ist rosa nur noch eine Schattierung von knallrot. Da ist es glatt egal, was geschrieben wird. :knatsch:

Inaktiver User
21.11.2006, 13:41
ja, gebe vita Recht, hier wird gewaltig über-interpretiert *seufz*.

ich denke, bevor die Hitzköpfe hier reagieren, sollten sie erstmal genau lesen und versuchen zu verstehen, was gemeint ist, bevor man die beleidigte Leberwurst spielt und Arroganz und sonstige Dinge vowirft.



Nein Ellen,

es ging bis jetzt darum, dass man sich ohne Kinder mehr "leisten" kann, oder habe ich dich auch falsch "interpretiert"?

Ich habe hier nicht ersehen können, dass hier die Leistungsfähigkeit einzelner Berufsgruppen zur Debatte standen.

Vita ist für mich eh ein Paradebeispiel an dekadenter Überbewertung ihrer eigenen Person.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:46
Vita ist für mich eh ein Paradebeispiel an dekadenter Überbewertung ihrer eigenen Person.

Da danke ich aber für die Blumen. Wenn das nicht mal ein nettes Kompliment war.

Liebe Muschelkalk, you made my day

vita

Inaktiver User
21.11.2006, 13:48
Nein Ellen,

es ging bis jetzt darum, dass man sich ohne Kinder mehr "leisten" kann, oder habe ich dich auch falsch "interpretiert"?

Ich habe hier nicht ersehen können, dass hier die Leistungsfähigkeit einzelner Berufsgruppen zur Debatte standen.

Vita ist für mich eh ein Paradebeispiel an dekadenter Überbewertung ihrer eigenen Person.

Also ich habe die Erwähnung der Berufgruppen auch nur als Beispiel gelesen - was ollen denn in dem Zusammenhang die persönlichen Animösitäten?

Inaktiver User
21.11.2006, 13:52
Aaaaaaaaaaaaalso, das Thema hier ist eindeutig "Kinder - ja oder nein? Wie seht ihr persönlich die Situation?".

Ich schrieb genau das hin, was ich täglich sehe, erlebe, höre, mitbekomme aus meiner persönlichen Sicht, betone stets das "ich persönlich", aber neeeeeeeein, da fühlt frau sich betroffen, spielt beleidigte Leberwurst, wirft einem die witzigsten Dinge vor und schraubt alles noch um 180° auf. Aus rosa wird knallrot, aus hellgrau wird schwarz, aus "meine Meinung" wird ---> Alle ----> Klischee. :zahnschmerzen:

Um Berufsgruppen geht es hier nicht. Es geht jetzt darum, dass - egal welche Berufsgruppe, egal welches Einkommen- man ohne Kinder finanziell und zeitlich freier ist als mit Kinder. Das heisst nicht Karibik-Urlaub, Porsche, Villa, Yacht, sondern das heisst, dass am Ende des Geldes nicht zuviel Monat übrig ist :smirksmile: Das heisst, dass man auch etwas sparen kann für später. Das heisst, nicht von der Hand in den Mund leben. Das heisst, gut leben, ohne jeden Cent 5 x umdrehen zu müssen. :smirksmile:

Inaktiver User
21.11.2006, 13:56
Also ich habe die Erwähnung der Berufgruppen auch nur als Beispiel gelesen - was ollen denn in dem Zusammenhang die persönlichen Animösitäten?


Weil mir diese Arroganz in so vielen Strängen auf den Keks gegangen ist.

Es ist doch schnurz, ob eine "Putzfrau" sich einen Porsche "leisten" kann, oder nicht.
Für sie sind es dann andere Statussymbole, auf die sie nicht verzichten möchte.
Es ging hier doch nur darum, ob man für sich auf bestimmte Dinge des täglichen Luxus verzichten möchte, oder nicht.
Nicht darum, wer sich was eh nie leisten kann.

Inaktiver User
21.11.2006, 13:59
Weil mir diese Arroganz in so vielen Strängen auf den Keks gegangen ist.

Dann zank Dich mit Vita per PN - das gehört nicht hier hin und ist auch inhaltlich völlig offtopic.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:01
Aaaaaaaaaaaaalso, das Thema hier ist eindeutig "Kinder - ja oder nein? Wie seht ihr persönlich die Situation?".

Ich schrieb genau das hin, was ich täglich sehe, erlebe, höre, mitbekomme aus meiner persönlichen Sicht, betone stets das "ich persönlich", aber neeeeeeeein, da fühlt frau sich betroffen, spielt beleidigte Leberwurst, wirft einem die witzigsten Dinge vor und schraubt alles noch um 180° auf. Aus rosa wird knallrot, aus hellgrau wird schwarz, aus "meine Meinung" wird ---> Alle ----> Klischee. :zahnschmerzen:

Um Berufsgruppen geht es hier nicht. Es geht jetzt darum, dass - egal welche Berufsgruppe, egal welches Einkommen- man ohne Kinder finanziell und zeitlich freier ist als mit Kinder. Das heisst nicht Karibik-Urlaub, Porsche, Villa, Yacht, sondern das heisst, dass am Ende des Geldes nicht zuviel Monat übrig ist :smirksmile: Das heisst, dass man auch etwas sparen kann für später. Das heisst, nicht von der Hand in den Mund leben. Das heisst, gut leben, ohne jeden Cent 5 x umdrehen zu müssen. :smirksmile:


Dich habe ich schon richtig verstanden.

Ich sehe nicht rot, wenn rosa dort steht. Aber, ich lass mir auch kein rosa einreden, wenn rot gemeint ist.

Deine Meinung kann ich sehr wohl nachvollziehen und akzeptier sie auch.
Das Kinder Verzicht bedeuten, kann man auch nicht wegdiskutieren.

Lieber Gruß, Muschelkalk

Inaktiver User
21.11.2006, 14:01
und im März kommt dann der Kleine dazu, also Modemäßig der absolute Reinfall???

Kleidung sollte dem Zweck angemessen sein, im Stall muß es praktisch und funktionstüchtig sein und im Büro edel....

Als Mutter und Pferdbesitzerin wird dann für eine Zeit das praktische überwiegen, so what???

Mal eine andere Frage an die Pferdebesitzer...wie regelt ihr das zeitlich mit Pferd und Kind???

DIE Kleine, bitte:freches grinsen:

lov, lassen wir uns mal überraschen, wie wir das hinbekommen mit Kind und Pferd. Wir haben allerdings einige Muttis am Stall, die nehmen ihre Kinder mit. Z.B. hat eine Stallkollegin ihr Baby immer in ein tuch vor den Bauch gebunden und ist dann durchs Gelände. Daüfr wäre meiner zu zappelig, wenn er einen seiner dollen tage hat.
Andere deponieren die Kinder bei Oma oder Papa. Das erste jahr werde ich entweder komplett aussetzen oder ca. 8-10 Stunden in der Woche machen. Später werde ich teilzeit arbeiten, ca. 25 Stunden in der Woche. ich denke, da wird die zeit knapper...

Inaktiver User
21.11.2006, 14:02
Dann zank Dich mit Vita per PN - das gehört nicht hier hin und ist auch inhaltlich völlig offtopic.

Stimmt :smile:

Inaktiver User
21.11.2006, 14:16
Das Kinder Verzicht bedeuten, kann man auch nicht wegdiskutieren.


Ich finde es nur immer schade, wenn dieser "Verzicht" so dargestellt wird, als würden die Betroffenen später zwangsläufig am Hungertuch nagen, sich krummlegen müssen, um ein einigermaßen menschliches Leben zu führen, keinerlei Spaß am Leben mehr möglich sei etc.

So wie es Paare gibt, die auch kinderlos recht unluxuriös leben, gibt es Paare, die mit Kindern ein durchaus nettes Leben führen können, weitab von Luxus, aber ebenso weitab von entsetzlichem Verzicht, der einen beutelt und die Lebensqualität beeinträchtigt. Das Leben mit Kindern gewinnt eine andere Qualität, was nicht heißt, dass man ein anderer Mensch wird. Aber es lebt sich anders, nicht unbedingt schlechter und nicht unbedingt besser. Anders einfach.

So, und was diese Optik-Diskussion angeht, in denen beklagt wird, dass Frauen mit Kindern sich gehen lassen, kann ich nur sagen: Es gibt für alles im Leben seine Zeit und Menschen sind Gott sei Dank flexibel genug, sich dem Drumherum ein wenig anzupassen (was nicht heißt, dass sie verlottern und vergammeln). Frauen, die vor ihren Kinder gern auf sich achteten, werden dies auch mit Kind tun - auch wenn sich ihr Stil vielleicht ein bisschen ändert oder sie in manchen Dingen etwas gelassener werden - was von einigen vielleicht als nachlässig betrachtet wird. Und die Zeit der vollgekötzelten Schultertücher oder Shirts geht recht schnell vorbei, die ist überschaubar.

Zuza

xanidae
21.11.2006, 14:32
außerdem sind die leute verschieden.
ich finde ski fahren doof, kann es auch nicht, will es auch nicht lernen. deshalb fahre ich im winter nicht in den skiurlaub.
trotzdem werde ich von skibegeisterten immer wieder gefragt, ob ich es denn nicht probieren will und sie können mich ganz und gar nicht verstehen. wahrscheinlich halten sie mein leben für total trostlos.
auch meine/unsere sommerurlaube waren nie das, was andere unter 'spannend' oder 'toll' verstehen. ich gehe gerne in italien campen oder nach dänemark ins sommerhaus. DAS sind meine lieblingsurlaube vor und nach den kindern. auch eine woche wellnesshotel oder london - gerne. aber ich will nicht nach la reunion wandern, nach australien tauchen oder in den pyräneen klettern. auch hier glauben viele leute, dass MIR was entgeht, dass ich mich selbst erfahren muss.

ich leb so, andere leben so.

das leben ändert sich so oder so.
vielleicht gehe ich mit 60 nach neuseeland zum bungee jumping, wer weiß.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:33
Weil mir diese Arroganz in so vielen Strängen auf den Keks gegangen ist.


Nicht nur die Arroganz geht mir auf den Keks. Auch die Absurdität und Pseudo-Intellektualität der Argumentation.

Ich kann einfach nicht verstehen, was an den Frisuren von jungen Muttis so interessant sein soll. Und was daran so spannend ist, anderen zu erzählen, wie prima man mit Kind, Pferd, Hund, Beruf und BriCom klar kommt - und das alles zugleich.

Das eigentliche Thema war erledigt, als die Eingangsposterin schrieb, dass die Einschränkungen durch ein Kind offenbar vor allem in der Babyzeit so stark sind.

Danach kam wieder das übliche Gezänk über Frisuren und zerbrochene Freundschaften.

Da kann man ja auch nur noch albern werden.

Inaktiver User
21.11.2006, 14:35
Dich habe ich schon richtig verstanden.

Ich sehe nicht rot, wenn rosa dort steht. Aber, ich lass mir auch kein rosa einreden, wenn rot gemeint ist.

Deine Meinung kann ich sehr wohl nachvollziehen und akzeptier sie auch.
Das Kinder Verzicht bedeuten, kann man auch nicht wegdiskutieren.

Lieber Gruß, Muschelkalk


RIGHT, genau so war es gemeint. :krone auf:

Gruss back

Elle

ReginaM
21.11.2006, 15:31
Es geht jetzt darum, dass - egal welche Berufsgruppe, egal welches Einkommen- man ohne Kinder finanziell und zeitlich freier ist als mit Kinder. Das heisst nicht Karibik-Urlaub, Porsche, Villa, Yacht, sondern das heisst, dass am Ende des Geldes nicht zuviel Monat übrig ist :smirksmile: Das heisst, dass man auch etwas sparen kann für später. Das heisst, nicht von der Hand in den Mund leben. Das heisst, gut leben, ohne jeden Cent 5 x umdrehen zu müssen. :smirksmile:

Egal, welches Einkommen, ist schon mal Blödsinn! Harzt 4 ist beispielsweise auch Einkommen. Zeitlich freier stimmt ebenfalls nicht, jedenfalls dann nicht, wenn ich feste Arbeitszeiten habe. Kinder kann ich mitnehmen, wenn ich tagsüber mal was vorhabe, mit der Arbeit ist das meistens nicht so gut möglich.

Zudem soll es Leute geben, die auch mit Kindern nicht jeden Cent fünfmal umdrehen müssen und letztlich kommt es auch auf die Prioritäten an, die man sich setzt und das ist wirklich unabhängig, ob nun berufstätig oder nicht oder kinder oder nicht!

Ach ja, mich trifft man gelgentilch auch im Rock und mit Absatzschuhen auf freiem Feld oder auf dem Hundeplatz....... und für den Notfall liegen ein paar Gummistiefel im Kofferraum!:freches grinsen:

Inaktiver User
21.11.2006, 15:51
Egal, welches Einkommen, ist schon mal Blödsinn! Harzt 4 ist beispielsweise auch Einkommen. Zeitlich freier stimmt ebenfalls nicht, jedenfalls dann nicht, wenn ich feste Arbeitszeiten habe. Kinder kann ich mitnehmen, wenn ich tagsüber mal was vorhabe, mit der Arbeit ist das meistens nicht so gut möglich.

Zudem soll es Leute geben, die auch mit Kindern nicht jeden Cent fünfmal umdrehen müssen und letztlich kommt es auch auf die Prioritäten an, die man sich setzt und das ist wirklich unabhängig, ob nun berufstätig oder nicht oder kinder oder nicht!

Ach ja, mich trifft man gelgentilch auch im Rock und mit Absatzschuhen auf freiem Feld oder auf dem Hundeplatz....... und für den Notfall liegen ein paar Gummistiefel im Kofferraum!:freches grinsen:


Also da bin ich nicht ganz einverstanden. Ich habe gute Bekannte, die Familie haben und wenn man fragt "Hey, kommst du mit an die Party?" oder "gehst du ans Red-Hot-Chilly-Peppers-Konzert?" folgt meist die Antwort: ne, die Kinder, kein Babysitter. Mit Kindern kannst du sicher nicht einfach die Haustüre zuschliessen und spontan ausgehen am Abend. Jemand muss schliesslich fürs Kind da sein, nicht wahr?
Laut Statistik sind 70% der Mütter in Deutschland berufstätig, ob nun Voll- oder Teilzeit. Mama kann nach Feierabend nicht einfach jeden Abend ihren Hobbies nachgehen, Party machen, Freunde treffen. Das kann mir jetzt echt niemand behaupten.

Was das Finanzielle angeht: sicher gibt's Leute, die hatten irgendwie Glück und müssen sich nie um das Finanzielle kümmern, müssen nicht arbeiten gehen, können das Leben geniessen, und brauchen keinen Gedanken an ihre Altersvorsorge und zu zunehmende Teuerung zu verschwenden. Aber dies sind die wenigsten Glückspilze.
Klar hängt alles von seinen Ansprüchen ab und Bescheidenheit ist auch eine Tugend. Die glücklichsten Menschen sind in der Tat diejenigen, die sich mit wenig zufrieden geben. ABER: Es gibt halt Leute, die haben keinen Bock drauf, jeden Cent 5 x umzudrehen. Die gönnen sich halt gerne mal was. Die sind halt Minimalisten und reduzieren die Arbeit in ihrem Leben auf das Minimum mögliche :freches grinsen:

Hartz4 ist auch ein Einkommen aber niemand kann mir - egal bei welchem Einkommen abstreiten- dass es den DINK (double income no kids) oft besser geht finanziell als den Familien, ist ja klar. Hierbei spreche ich von den "normalen Berufstätigen". (Nicht von den Reichen)

xanidae
21.11.2006, 15:52
letztlich kommt es auch auf die Prioritäten an

ich denke das ist der punkt. einige meiner muttibekanntschaften haben ihre hobbys beibehalten und nehmen halt das kind mit oder es geht mit zur oma. bei der einen ist es klettern, bei der anderen segeln.
die einen fuhren schon vor dem kind einen camper, die anderen haben sich dann einen gekauft und auf den sportwagen verzichtet oder das motorrad verkauft.
andere bleiben bei dem motorrad und haben kein kind.

xanidae
21.11.2006, 15:54
Ich habe gute Bekannte, die Familie haben und wenn man fragt "Hey, kommst du mit an die Party?" oder "gehst du ans Red-Hot-Chilly-Peppers-Konzert?"

das kann ich auch nicht meine berufstätigen dinks freunde fragen.
die hängen nämlich - gerade z. zt. extrem - auf der arbeit fest. da ist es gut, dass ich trotz kindern so spontan sein kann - kam ich doch so zu einer pink konzertkarte. meine liebe freundin musste leider unvorhergesehen lange arbeiten.

xanidae
21.11.2006, 15:56
ps. mein mann sagt oft, wenn er keine lust hat wegzugehen 'die kinder sind krank', 'keinen babysitter', 'meine frau hat was vor, ich muss auf die kinder aufpassen'.

Inaktiver User
21.11.2006, 16:00
das kann ich auch nicht meine berufstätigen dinks freunde fragen.
die hängen nämlich - gerade z. zt. extrem - auf der arbeit fest.
Das muss ich bestätigen - Kohle ist genug da, aber viel zu oft muss man irgendwelche Dinge aus beruflichen Gründen absagen.
Gerade bei Konzerten muss ich enorm verzichten, weil ich nich übernächtigt auflaufen kann.

Bauschundbogen
21.11.2006, 16:01
andere bleiben bei dem motorrad und haben kein kind.

und bei wieder anderen ersetzt das motorrad das kind
:smirksmile:

Inaktiver User
21.11.2006, 16:03
und bei wieder anderen ersetzt das motorrad das kind
:smirksmile:
andersherum kommt es mir bekannter vor :wie?:

Inaktiver User
21.11.2006, 16:03
Das muss ich bestätigen - Kohle ist genug da, aber viel zu oft muss man irgendwelche Dinge aus beruflichen Gründen absagen.
Gerade bei Konzerten muss ich enorm verzichten, weil ich nich übernächtigt auflaufen kann.

Ich hab auch mehr Zeit seit den Kindern. Man kann als Hobbie natürlich "shoppen" haben, man kann aber auch viele tolle Sachen mit und ohne Kinder machen, die nicht so hohl und teuer sind.

Inaktiver User
21.11.2006, 16:07
Ich hab auch mehr Zeit seit den Kindern. Man kann als Hobbie natürlich "shoppen" haben, man kann aber auch viele tolle Sachen mit und ohne Kinder machen, die nicht so hohl und teuer sind.
Nun ja - mit Geld kann man auch andere Dinge als shoppen machen ...die nicht hohl, aber doch teuer sind.
Shoppen ist gerade mal eine Notwendigkeit für mich.
Ich bin häufig auf WE-Trips in und um irgendwo und/oder schick essen, Theater, Oper, Ausstellungen (z.T mit Anreise).

Problem ist, dass Zeit/Kraft nicht für alles ausreichen, was ich gernme machen würde.
Mit Kindern wäre das vermutlich noch verschärft - vom finanziellen Aspekt mal ganz abgesehen.
Natürlich besuche ich auch gerne mal einen Zoo, aber nicht anstelle des Events XYZ, sondern zusätzlich.

Bauschundbogen
21.11.2006, 16:13
andersherum kommt es mir bekannter vor :wie?:

Eine frühere Bekannte von mir nebst Freund war seeeehr passionierte Bikerin, unter anderem mit Bild vom Motorrad (ohne PartnerIn drauf) auf dem Schreib- und vermutlich auch Nachttisch. Da konnt ich mich obigen Eindrucks zuweilen nicht erwehren.

Inaktiver User
21.11.2006, 16:33
Also da bin ich nicht ganz einverstanden. Ich habe gute Bekannte, die Familie haben und wenn man fragt "Hey, kommst du mit an die Party?" oder "gehst du ans Red-Hot-Chilly-Peppers-Konzert?" folgt meist die Antwort: ne, die Kinder, kein Babysitter. Mit Kindern kannst du sicher nicht einfach die Haustüre zuschliessen und spontan ausgehen am Abend. Jemand muss schliesslich fürs Kind da sein, nicht wahr?

Man kann (kleine) Kinder nicht alleine lassen, aber ein Automatismus ist das trotzdem nicht, dass deswegen die Eltern nicht wegkönnen.

Wenn es den Eltern wichtig ist, ins Konzert zu gehen, dann organisieren sie einen Babysitter dafür.

Es gibt allerdings auch Leute, die die Kinder vorschieben, weil sie eigentlich sowieso keine Lust dazu haben.

Jo68
21.11.2006, 17:00
Yep, Xanidae, es kommt auf Prioritäten und den persönlichen Lebensplan an.
Ich hatte ein klassisches Dinks-Paar in der Familie: Beide verdienten sehr gut, machten viele Wochenendausflüge, Fernreisen, gönnten sich teure Restaurants etc. etc. Alles, was hier schon beschrieben wurde. Dann wollten sie Kinder und es klappte nicht. Plötzlich waren all die finanziellen Annehmlichkeiten so was von sch...egal. Man kann das eine nämlich nicht durch das andere ersetzen, wie es hier angedeutet wurde. Wenn man sagt: Nö, Kinder sind mir zu teuer, ich fliege lieber in die Karibik, dann hat man schlicht keinen Kinderwunsch. Was völlig okay ist, solange man nicht anfängt, im selben Atemzug, Eltern als arme Wesen darzustellen, die sich nichts mehr leisten können (weder jetzt noch später), keine Lebensfreude mehr empfinden können und sich äußerlich gehen lassen. Die einen investieren ihr Geld lieber in Reisen, die anderen lieber in Kinder, jedem mag es dabei so vorkommen, als verzichte der jeweils andere auf etwas Entscheidendes. Aber die eine, für alle gültige, richtige Entscheidung gibt es nicht.

Übrigens: Das Dinks-Paar hat inzwischen einen Sohn, durch IVF und die Mutter hat immer noch lange Haare und Kleidergröße 36 :freches grinsen:

Und noch was zu den Farben: Also Elle, zu schreiben, dass man lebendig begraben ist, wenn man kurze Haare und Übergewicht hat, ist nicht rosa, sondern grellrot - Dazu sollte man dann aber auch hinterher stehen.

ReginaM
21.11.2006, 17:19
Yep, Xanidae, es kommt auf Prioritäten und den persönlichen Lebensplan an. .

So ist es!


Und die Zeitspanne, in der man einen Babysitter braucht, wenn man abends ausgehen möchte, ist relativ kurz, da Kinder die Angewohhnheit haben, größer und selbständiger zu werden und sich dann sogar gelegentlich über eine sturmfreie Bude richtig freuen.

Wer Kinder will, soll welche bekommen, wer keine will, soll es bleiben lassen. Ich persönlich jedoch bleibe dabei: was meine Kinder mir geben, kann kein Beruf und kein Geld der Welt mir geben!

Inaktiver User
21.11.2006, 19:52
Ich persönlich jedoch bleibe dabei: was meine Kinder mir geben, kann kein Beruf und kein Geld der Welt mir geben!

Genauso sehe ich es auch! Ich hab's gerade im Auto wieder erlebt: Allein dadurch, dass man Kindern ständig die Welt erklären muss, fängt man an, dieselbe (wieder) mit ganz anderen Augen zu sehen, auch emotional. Es ging darum, dass das Leben viel zu schön ist, um so oft unglücklich zu sein (kurz gefasst) und um das Sprichwort "Auf Regen folgt Sonnenschein". Diskussion mit zwei 8/9jährigen.... Das ist für den Erklärer ein Effekt besser als jedes Therapiegespräch (finde ich).


Nun ja - mit Geld kann man auch andere Dinge als shoppen machen ...die nicht hohl, aber doch teuer sind.

Gyldensternchen, das bezog sich darauf, dass Elle-Driver hier (und woanders noch ausführlicher) schieb:


Ich mag einfach nicht nur Zeit, sondern auch Geld für mich haben. Shoppen gehen, mir etwas Gutes leisten, ohne jeden Rappen, bzw. Cent 5 x umdrehen zu müssen.

Vielleicht es es eine Frage von Älterwerden und Lebenserfahrung. Als ich noch gutverdienender Single war, bin ich auch gerne shoppen gegangen und habe ziemlich viel Geld für ziemlich unsinniges Zeugs ausgegeben. Glücklicher als heute war ich aus heutiger Sicht nicht, im Gegenteil.

ReginaM
21.11.2006, 20:19
Vielleicht es es eine Frage von Älterwerden und Lebenserfahrung. .

Das glaub ich auch, es zählen dann einfach andere Dinge mehr!

xanidae
21.11.2006, 20:27
bei mir hat das nix mit älterwerden oder lebenserfahrung zu tun. ich interessiere mich tatsächlich nicht mehr für alles, was mich vor den kindern interessiert hat. nur ein beispiel: früher habe ich die cosmopolitan regelmäßig gelesen, heute lese ich den spiegel und einmal in der woche bei einem milchkaffee gala und bunte.

kinder verändern einen auch, das wollen wir mal nicht unterschlagen. in welche richtung man sich verändert, liegt im auge des betrachters.

Inaktiver User
21.11.2006, 21:14
Ich finde es nur immer schade, wenn dieser "Verzicht" so dargestellt wird, als würden die Betroffenen später zwangsläufig am Hungertuch nagen, sich krummlegen müssen, um ein einigermaßen menschliches Leben zu führen, keinerlei Spaß am Leben mehr möglich sei etc.



Vor allem, wenn man bedenkt, dass es eine freiwillige Entscheidung ist.

Vieles kann man beeinflussen. Musste ich dann auf etwas verzichten, habe ich es gerne getan.
Wie hier schon geschrieben wurde, können Kinder die eigene Welt so sehr bereichern.

Die ersten Jahre habe ich auch auf Berufstätigkeit verzichtet. Nicht auf eigene Zeit, oder Gespräche außerhalb von Kinderthemen.
Und es lag nicht nur an mangelnden Betreuungsmöglichkeiten, eigentlich gar nicht. Ich habe mir den Egoismus erlaubt, meine Kinder selber erleben zu wollen. Nicht nur etwas über 2 Stunden am Tag intensiv, sondern den ganzen Tag.

Dabei habe ich die Kinder nicht den ganzen Tag "bespielt"(diese Wortfindung empfinde ich sowieso blödsinnig), ich habe zugesehen. Mütterthemen auf Spielplätzen bin ich eher ausgewichen, weil ich deren Interessen an pädagogisch wertvollen Spielzeug etc. nicht teile.
Meine Kinder durften spielen, mehr mit Phantasie, als mit überhäuftem Spielzeug.
Bei mir ohne Fernsehkonsum, dafür mit den altmodischen Casetten und Büchern.

Für mich war es nie ein aufgeben meiner Person. Ich hatte weniger Zeit für mich -klar, aber das habe ich bewußt gewählt.
Wozu sollte ich sonst Kinder haben wollen.
Meine Träume müssen meine Kinder nicht leben. Genauso wenig, wie sie für mich eine Projektion einer versäumten Karriere sind.

Zur Zeit habe ich wieder "Erziehungsurlaub" mit dem Angebot, dass es einen Hausmann geben wird.
Finde ich verlockend. :freches grinsen:

Lg, Muschelkalk

Sonderzeicen
22.11.2006, 02:23
Ich persönlich jedoch bleibe dabei: was meine Kinder mir geben, kann kein Beruf und kein Geld der Welt mir geben!

na, das ist ja beruhigend. dann brauchen wir frauen uns fortan endlich nicht mehr um so nebensaechliche dinge wie beruf und geldverdienen kuemmern, sondern konzentrieren uns nur noch auf die fortpflanzung.

Sonderzeicen
22.11.2006, 02:29
ps. mein mann sagt oft, wenn er keine lust hat wegzugehen 'die kinder sind krank', 'keinen babysitter', 'meine frau hat was vor, ich muss auf die kinder aufpassen'.

auch nuetzlich, wenn man sich von einer langweiligen feier fruehzeitig entfernen will - "die kinder muessen ins bett - haben schlecht geschlafen - sind sonst den ganzen tag unertraeglich..." wie durchschaubar doch das verhalten mancher leute ist...

xanidae
22.11.2006, 08:20
auch nuetzlich, wenn man sich von einer langweiligen feier fruehzeitig entfernen will - "die kinder muessen ins bett - haben schlecht geschlafen - sind sonst den ganzen tag unertraeglich..." wie durchschaubar doch das verhalten mancher leute ist...

ja, würde man aber die wahrheit sagen, dann wären einige doch beleidigt. so tun zumindest alle so, als hätten sie verständnis.

man sollte natürlich keine ausrede inflationär benutzen, dann wirkt es nicht mehr.

ReginaM
22.11.2006, 08:41
na, das ist ja beruhigend. dann brauchen wir frauen uns fortan endlich nicht mehr um so nebensaechliche dinge wie beruf und geldverdienen kuemmern, sondern konzentrieren uns nur noch auf die fortpflanzung.

Du hast selber wohl keine Kinder oder?

Inaktiver User
22.11.2006, 09:05
auch nuetzlich, wenn man sich von einer langweiligen feier fruehzeitig entfernen will - "die kinder muessen ins bett - haben schlecht geschlafen - sind sonst den ganzen tag unertraeglich..." wie durchschaubar doch das verhalten mancher leute ist...

Gell? ich mach auch so durchschaubare Sachen und manchmal sind mir die Leute ganz dankbar, weil die Wahrheit einfach nicht auf den Tisch muss.

Ach, übrigens kann ich leider dein Posting nicht zuende beantworten, Sonderzeicen, mein Kind ruft! :erleuchtung:

Sag mal, bist du so streng, dass du sowas verwerflich findest?

Inaktiver User
22.11.2006, 11:01
Sag mal, bist du so streng, dass du sowas verwerflich findest?

Ist halt schmerzlich, wenn man eine Feier ausrichtet und die Gäste laufen unter fadenscheinigen Vorwänden davon :heul::heul::heul:

Oder noch schlimmer: Man wird unter fadenscheinigen Vorwänden rausgeworfen :ooooh:

Inaktiver User
22.11.2006, 12:15
Ist halt schmerzlich, wenn man eine Feier ausrichtet und die Gäste laufen unter fadenscheinigen Vorwänden davon :heul::heul::heul:

Oder noch schlimmer: Man wird unter fadenscheinigen Vorwänden rausgeworfen :ooooh:

Wenn man die wahren Gründe wissen will, kann man ja fragen. Es geht nicht immer um große Freundschaft, manchmal auch nur um Höflichkeitsangelegenheiten.

PS:
Apfeltasche, du ignorierst mich nicht mehr? Kuck an!

Inaktiver User
22.11.2006, 12:59
Wenn man die wahren Gründe wissen will, kann man ja fragen.

Ooch, wer will das schon wissen...

Ich las einmal: "Kinder verhindern Gespräche, die ohnehin zu nichts geführt hätten..."

Gut, manchmal verhindern sie auch gute Gespräche. Aber ich musste trotzdem schon manches Mal an den Satz denken. Die Nicht-Kinder-Themen sind nämlich auch nicht immer unheimlich spannend (vgl. Fred über die Krankheitslamentierer :zahnschmerzen:).

P.S. Die Umstellung hat auch meine Ignorierliste geschrottet.

Und bisher gabst du mir keinen Anlass. So nett bin ich, jeder kriegt eine zweite Chance :kuss:

Jo68
22.11.2006, 13:03
na, das ist ja beruhigend. dann brauchen wir frauen uns fortan endlich nicht mehr um so nebensaechliche dinge wie beruf und geldverdienen kuemmern, sondern konzentrieren uns nur noch auf die fortpflanzung.

Was soll das denn jetzt??? Das, was einem der Lebenspartner gibt, kann einem doch auch kein Beruf und kein Geld der Welt geben. Würdest Du auf diese Aussage auch mit obigem Posting reagieren? Wieso wird hier immer das eine gegen das andere ausgespielt? Als gäbe es nicht 198586543 Mittelwege, um "nebensächliche Dinge wie Beruf und Geldverdienen" mit nicht materiellen Dingen (das können Kinder sein, aber eben auch der Partner oder ganz anderes) zu verbinden.

Sonderzeicen
22.11.2006, 13:51
es kaeme wohl kein mensch auf die idee, den lebenspartner ueber beruf und einkommen zu stellen. darin liegt der unterschied.

Sonderzeicen
22.11.2006, 13:56
Ist halt schmerzlich, wenn man eine Feier ausrichtet und die Gäste laufen unter fadenscheinigen Vorwänden davon :heul::heul::heul:

nein. ich denke, wenn man grundsaetzlich kein grosses interesse hat, an einer feier teilzunehmen und einem die kinder eh dabei im wege stehen, sollte man es bleiben lassen.

ReginaM
22.11.2006, 13:56
es kaeme wohl kein mensch auf die idee, den lebenspartner ueber beruf und einkommen zu stellen. darin liegt der unterschied.

Bisher dachte ich ja immer, mich könnte nichts mehr erschüttern. Tja.......... falsch gedacht!

Jo68
22.11.2006, 13:58
Doch, klar gibt's das. Wie viele Leute (meistens Frauen) ziehen z.Bsp. um, weil ihr Partner eine neue Stelle bekommt. Sie geben ihre Stelle und ihr Einkommen dann auf, in der (manchmal vagen, manchmal begründeten) Hoffnung im neuen Ort ebenfalls eine neue Stelle zu bekommen. Oder umgekehrt, sie ziehen eben nicht zu einer neuen (oder überhaupt einer) Stelle, um beim Partner bleiben zu können.

Inaktiver User
22.11.2006, 13:59
Ooch, wer will das schon wissen...

Wenn mir Menschen was bedeuten, dann will ich das wissen.


Ich las einmal: "Kinder verhindern Gespräche, die ohnehin zu nichts geführt hätten..."


:allesok:

Der Satz gefällt mir. Stimmt aber eben auch nicht immer. Man kann sich schon sehr gut verstecken hinter dem Elterndasein. Ich habe das schon manches Mal genossen, möchte mich aber natürlich nicht pausenlos hinter der Mamamaske verkriechen.

Um nochmal drauf zurück zu kommen: Man ist so, wie man ist. Wenn man sich ansonsten zurückgezogen hat, wird man das mit und ohne Kinder tun. Oder?

Insofern ist das alles Quatsch, dass man "selbst" verschwindet mit Kindern. Ich würde sagen: Die Persönlichkeit tritt deutlicher hervor. Man bekommt allerdings auch viele Nachreifungsgelegenheiten mit Kindern - mehr als ohne.

Lavendula
22.11.2006, 15:13
Irgendjemand hat es doch schon geschrieben: die einen fahren in den Tauchurlaub, andere bekommen Kinder. Es gibt soviele Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten und zu genießen, die man frei wählen kann. Wenn ich sage, in meinem Kuchen ist meine Tochter die dickste Rosine, muss das doch nicht für alle gelten und noch nicht mal bedeuten, dass es in meinem Kuchen keinen anderen Zucker gibt (und um das ausdrücklich zu sagen, auch nicht, dass ich sie über meinen Lebenspartner stelle, sondern nur, dass sie die beste Entscheidung war, die ich bewusst gertoffen habe. Ob ich mich verlieben will, hab ich mich voher nicht gefragt).
ich teile auch Zitronenmonds Beobachtung, nach dem Kind bin ich mehr ich selbst als vorher. Weil man eher mal Nein sagt und öfter entscheiden muss.

Inaktiver User
22.11.2006, 15:22
Um nochmal drauf zurück zu kommen: Man ist so, wie man ist. Wenn man sich ansonsten zurückgezogen hat, wird man das mit und ohne Kinder tun. Oder?


Ja. Und deshalb finde ich diese Diskussion auch so absurd. Diese Schubladen für die jungen Muttis mit ihren Kurz- oder Langhaarfrisuren, die sich angeblich nur noch über ihre Kinder definieren ... unerträglich. Ich definiere mich nicht über die Weite meiner Pullis und auch bei anderen ist mir das so was von wurscht.

Natürlich muss man sich konzentrieren, wenn man Kinder hat. Und im Zweifel ein Gespräch, das zu nichts führen würde, eher mal abbrechen als wenn da niemand aufs Abgeholtwerden im Kindergarten wartet. Auch vielleicht mal eine Freundschaft beenden, die keine mehr ist. Wirklich verändern tut sich niemand, bloß weil Kinder da sind.

Das ist wie Fernsehen: Macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer ... Keine Frau gibt ihr Hirn ab, nur weil sie ein Kind hat. Allerdings steigt der IQ auch nicht dadurch :erleuchtung:

Bauschundbogen
22.11.2006, 15:27
na, das ist ja beruhigend. dann brauchen wir frauen uns fortan endlich nicht mehr um so nebensaechliche dinge wie beruf und geldverdienen kuemmern, sondern konzentrieren uns nur noch auf die fortpflanzung.

M.E. wollte Regine darauf hinweisen, daß Kinder das Leben um eine neue, nicht durch eine andere Erfahrung ersetzbare Facette bereichern. Ob diese neue Qualität die quantitativen Einbußen an Zeit, Geld, Energie, Flexibilität etc. aufwiegt, ist (wie bereits mehrfach geschrieben) eine individuelle Entscheidung und weder gleichbedeutend mit dem Leugnen dieser Einbußen noch mit dem Negieren der Bedeutung von Beruf etc.

Inaktiver User
22.11.2006, 15:43
es kaeme wohl kein mensch auf die idee, den lebenspartner ueber beruf und einkommen zu stellen

Dir ist also dein Beruf und das Geld, das du dafür bekommst wichtiger, als der Mensch, den du liebst:wie?:
Ich hoffe , du hast dich verschrieben, oder falsch ausgedrückt, ansonsten tust du mir wirklich Leid:niedergeschmettert:

Sonderzeicen
23.11.2006, 02:16
ich weiss ja nicht, ob in deiner persoenlichen lebensplanung das finden eines lebenspartners prioritaet ueber beruf und einkommen hat. aber es gibt natuerlich frauen, die mit dieser masche gut fahren.

Sonderzeicen
23.11.2006, 02:30
M.E. wollte Regine darauf hinweisen, daß Kinder das Leben um eine neue, nicht durch eine andere Erfahrung ersetzbare Facette bereichern. Ob diese neue Qualität die quantitativen Einbußen an Zeit, Geld, Energie, Flexibilität etc. aufwiegt, ist (wie bereits mehrfach geschrieben) eine individuelle Entscheidung und weder gleichbedeutend mit dem Leugnen dieser Einbußen noch mit dem Negieren der Bedeutung von Beruf etc.

dann hast du aber nicht richtig gelesen.

die aeusserung

was meine Kinder mir geben, kann kein Beruf und kein Geld der Welt mir geben!

ist ein bewerten des einen gegenueber dem anderen. indem man das eine aufwertet, wertet man das andere unvermeidlicherweise ab.

Sonderzeicen
23.11.2006, 02:42
Doch, klar gibt's das. Wie viele Leute (meistens Frauen) ziehen z.Bsp. um, weil ihr Partner eine neue Stelle bekommt. Sie geben ihre Stelle und ihr Einkommen dann auf, in der (manchmal vagen, manchmal begründeten) Hoffnung im neuen Ort ebenfalls eine neue Stelle zu bekommen. Oder umgekehrt, sie ziehen eben nicht zu einer neuen (oder überhaupt einer) Stelle, um beim Partner bleiben zu können.

stelle und einkommen werden aufgegeben in der hoffnung, ganz schnell wieder etwas neues vergleichbares zu bekommen. das ist durchaus etwas anderes.

Inaktiver User
23.11.2006, 07:45
finden eines lebenspartners

Vom "Finden" war in deinem Beitrag nicht die Rede!
Ich ging von einer festen Partnerschaft aus.
Ich bin seit 23 Jahren mit dem selben Mann verheiratet, und wir haben 2 Kinder. Natürlich sind mir diese Menschen wichtiger als Beruf und Geld.
Und, ja, ich "fahre gut damit".
Komisch, warum werde ich das Gefühl nicht los, dass deine Beiträge einen verbitterten Unterton haben?

ReginaM
23.11.2006, 08:00
ich weiss ja nicht, ob in deiner persoenlichen lebensplanung das finden eines lebenspartners prioritaet ueber beruf und einkommen hat. aber es gibt natuerlich frauen, die mit dieser masche gut fahren.

Da wurden ja wieder mal prima die Worte verdreht.

xanidae
23.11.2006, 08:06
stelle und einkommen werden aufgegeben in der hoffnung, ganz schnell wieder etwas neues vergleichbares zu bekommen. das ist durchaus etwas anderes.

stimmt, einen job kann man ersetzen.

einen menschen nicht.
man kann zwar einen neuen lebenspartner finden, aber er wird immer anders sein als der alte.
und wenn ein kind stirbt, ist das nicht mit einem neu gezeugten zu ersetzen. es wird immer was fehlen.

Inaktiver User
23.11.2006, 09:13
die aeusserung

was meine Kinder mir geben, kann kein Beruf und kein Geld der Welt mir geben!

ist ein bewerten des einen gegenueber dem anderen. indem man das eine aufwertet, wertet man das andere unvermeidlicherweise ab.

Ich bitte dich, Sonderzeicen! Das ist keine Wertung, weder eine Be- noch Abwertung. Es ist eine persönliche Aussage einer Userin über ihre ganz eigenen, persönlichen Gedanken, Gefühle zu diesem Thema, entspringend aus den von ihr persönlich gemachten Erfahrungen und damit verbundenen Gefühlen. Ihr persönliches Wertegefüge.

Eher gibst du hier ständig "Be"wertungen ab, indem du jedes einzelne Zitat von Frauen, die sich dazu bekennen, gerne ein LEben mit Kindern zu führen und persönliche, geliebte Beziehungen gleichwertig neben oder auch über Beruf und Einkommen zu stellen, negativ kommentierst. Was soll das?

Zuza

shaun2
23.11.2006, 10:12
stelle und einkommen werden aufgegeben in der hoffnung, ganz schnell wieder etwas neues vergleichbares zu bekommen. das ist durchaus etwas anderes.

Das häufig nicht so. Ich kenne einige Frauen, die ihren Freunden bzw. Männern hinterhergezogen sind und ihren Job gekündigt haben oder auf weitere Karriereschritte verzichtet haben. Häufig genug war die Wahrscheinlichkeit gering, etwas vergleichbares zu finden. Bei Umzügen ins Ausland war ziemlich sicher, dass es keinen Job für die Frau geben würde. Dennoch war ihnen der Partner bzw. die Beziehung wichtiger. So etwas gibt es durchaus.

Sonderzeicen
23.11.2006, 11:22
Das häufig nicht so. Ich kenne einige Frauen, die ihren Freunden bzw. Männern hinterhergezogen sind und ihren Job gekündigt haben oder auf weitere Karriereschritte verzichtet haben. Häufig genug war die Wahrscheinlichkeit gering, etwas vergleichbares zu finden. Bei Umzügen ins Ausland war ziemlich sicher, dass es keinen Job für die Frau geben würde. Dennoch war ihnen der Partner bzw. die Beziehung wichtiger. So etwas gibt es durchaus.

das widerspricht doch aber meiner aussage nicht. natuerlich haben auch diese frauen gehofft, im ausland wieder einen job zu finden. dass sich diese hoffnung nicht erfuellte, ist eine andere sache.

Sonderzeicen
23.11.2006, 11:29
zuza, du schreibst diese aussage sei keine wertung, sondern "ihr persoenliches wertegefuege". was ist der unterschied zwischen dem einen und dem anderen?

Bauschundbogen
23.11.2006, 11:40
dann hast du aber nicht richtig gelesen.

die aeusserung

was meine Kinder mir geben, kann kein Beruf und kein Geld der Welt mir geben!

ist ein bewerten des einen gegenueber dem anderen. indem man das eine aufwertet, wertet man das andere unvermeidlicherweise ab.


Ich habe Regines posting extra nochmal gelesen.

Zu Erinnerung: Vollständig lautet es:
"wer Kinder will soll, welche bekommen, wer keine will, soll es bleiben lassen. Ich persönlich bleibe dabei: Was meine Kinder mir geben,...."

Stützt IMO meine Interpretation, aber du kannst es gern weiterhin anders verstehen.

Sonderzeicen
23.11.2006, 12:12
@bauschundbogen: niemand wuerde leugnen, dass kinder das leben in anderer weise bereichern als beruf und wohlstand. nur das war nicht regines aussage.

Bauschundbogen
23.11.2006, 12:27
@bauschundbogen: niemand wuerde leugnen, dass kinder das leben in anderer weise bereichern als beruf und wohlstand. nur das war nicht regines aussage.

Daß sie Beruf und Wohlstand als unwichtig erachtet, aber auch nicht....

...Lassen wir´s gut sein, ok?

Inaktiver User
23.11.2006, 13:25
zuza, du schreibst diese aussage sei keine wertung, sondern "ihr persoenliches wertegefuege". was ist der unterschied zwischen dem einen und dem anderen?

Der Unterschied? Ich weiß jetzt wirklich nicht, ob du hier gerade Korinthenkackerei betreiben willst. Der Unterschied zwischen persönlichen Werten und "einer Wertung abgeben" ist doch ziemlich klar.

Letztendlich geht es um Leben und Leben lassen und dem Respektieren unterschiedlicher Meinungen und Lebenseinstellungen. Ein schweres Unterfangen, ich weiß. ;-)

Zuza

Sonderzeicen
23.11.2006, 14:28
Daß sie Beruf und Wohlstand als unwichtig erachtet, aber auch nicht....

darum ging es auch nicht, sondern um die weitaus hoehere bewertung des einen - dem kinderkriegen - gegenueber dem anderen - beruf und geld.

Sonderzeicen
23.11.2006, 14:30
Der Unterschied? Ich weiß jetzt wirklich nicht, ob du hier gerade Korinthenkackerei betreiben willst. Der Unterschied zwischen persönlichen Werten und "einer Wertung abgeben" ist doch ziemlich klar.

und du meinst nicht, dass das eine mit dem anderen zusammenhaengt?

Jo68
23.11.2006, 14:34
Sonderzeicen, so interpretierst Du ihr Posting, andere interpretieren es anders.

Außerdem ist es völlig legitim, wenn jemand hier für sich persönlich (!) dem Kinderkriegen eine höhere Bewertung zukommen lässt. Schließlich setzt jeder in seinem Leben andere Prioritäten und da kann ich mich nur all meinen Vorschreiberinnen anschließen: "Letztendlich geht es um leben und leben lassen und das Respektieren unterschiedlicher Meinungen und Lebenseinstellungen."

Ich persönlich werte übrigens auch sehr vieles höher als Geld.

Sonderzeicen
23.11.2006, 14:41
das ist schon richtig. nur kann man nicht eine meinung aeussern und sich dann auf den standpunkt stellen, dass diese meinungsauesserung unanfechtbar sei, da sie ja nur einen ganz persoenlichen, individuellen blickwinkel darstelle, der mit den anderen anwesenden nichts zu tun haette.

ReginaM
23.11.2006, 15:34
darum ging es auch nicht, sondern um die weitaus hoehere bewertung des einen - dem kinderkriegen - gegenueber dem anderen - beruf und geld.

Kannst du nicht lesen? Ich hatte geschrieben, mir wären meine Kinder wichtiger als jeder Beruf und jedes Enkommen. Ich hatte NICHT geschrieben, dass ich Kinderkriegen höher bewerte, als Berufstätigkeit.

Sonderzeicen
23.11.2006, 17:33
Ich hatte geschrieben, mir wären meine Kinder wichtiger als jeder Beruf und jedes Enkommen.

bei dir war von "wichtig" gar keine rede, sondern davon, was beruf, geld oder kinder einer frau "geben" koennten. und da fiel deine bewertung ganz eindeutig aus.

ReginaM
23.11.2006, 19:12
bei dir war von "wichtig" gar keine rede, sondern davon, was beruf, geld oder kinder einer frau "geben" koennten. und da fiel deine bewertung ganz eindeutig aus.

nein, nicht EINER FRAU, sondern MIR! Und jetzt kannst du gerne weiterhin Erbsen zählen, aber ohne mich.:smile:

Sonderzeicen
23.11.2006, 20:36
ach, nur um dich persoenlich geht es. dann schreib doch, dass DEIN beruf und DEIN einkommen dir nicht dasselbe glueck zuteil werden liessen wie deine kinder.

Inaktiver User
23.11.2006, 21:32
Was wird das, wenn es fertig ist, Sonderzeicen?

Inaktiver User
23.11.2006, 22:46
ach, nur um dich persoenlich geht es. dann schreib doch, dass DEIN beruf und DEIN einkommen dir nicht dasselbe glueck zuteil werden liessen wie deine kinder.


Auch wenn dieses nichts mit dem Strangthema zu tun hat, möchte ich dir meine Meinung dazu schreiben:

Für meine Kinder würde ich mein Leben geben, sollte ich vor so einer Entscheidung jemals stehen.
Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern.

Für meinen Beruf und mein Einkommen nicht.

Dieses ist für mich persönlich eine eindeutige Wertigkeit, was für mich Priorität hat.

Hilft dir das jetzt weiter?

Lavendula
23.11.2006, 23:00
ach, nur um dich persoenlich geht es. dann schreib doch, dass DEIN beruf und DEIN einkommen dir nicht dasselbe glueck zuteil werden liessen wie deine kinder.

Hat sie doch: kann kein Beruf..mir geben

Sonderzeicen
24.11.2006, 02:55
fuer andere sein leben zu lassen, ist nichts so außergewöhnliches, muschelkalk. feuerwehrmaenner kommen um, waehrend sie versuchen, andere zu retten. soldaten lassen sogar ihr leben fuer ihr land, nicht nur fuer ihr eigen fleisch und blut.

Inaktiver User
24.11.2006, 12:36
Kannst du nicht lesen? Ich hatte geschrieben, mir wären meine Kinder wichtiger als jeder Beruf und jedes Enkommen. Ich hatte NICHT geschrieben, dass ich Kinderkriegen höher bewerte, als Berufstätigkeit.


Hmmmm. Find ich zwar eine gute Einstellung, jedoch muss hierbei beachtet werden, dass für Kinder, Freizeit, Essen, Kleider und so weiter es halt GELD braucht. Würde daher Beruf und Einkommen nicht zwangsläufig von "Kinderkriegen" trennen. Kinder müssen etwas essen, möchten etwas unternehmen, brauchen Kleider, Spielzeug, Windeln, später vielleicht Fahrrad, Schulbücher.....usw. Nun, dafür ist nun mal Einkommen nötig.

Es sollte ausserdem bedacht werden, dass viele Familien Beruf und Einkommen durch Mann UND Frau nötig haben, um einigermassen über die Runden zu kommen.

Bedingt kann ich dem zustimmen und es schön finden, wenn Leute sagen: Kinder sind mir wichtiger als Wohlstand. Das ist eine Entscheidung, der jeder für sich selbst trifft. ABER: nur bedingt gültig.

Inaktiver User
24.11.2006, 12:50
Bedingt kann ich dem zustimmen und es schön finden, wenn Leute sagen: Kinder sind mir wichtiger als Wohlstand. Das ist eine Entscheidung, der jeder für sich selbst trifft. ABER: nur bedingt gültig.


Hallo Elle-Driver,

dieses ist die Original-Aussage, um die es ging:

Wer Kinder will, soll welche bekommen, wer keine will, soll es bleiben lassen. Ich persönlich jedoch bleibe dabei: was meine Kinder mir geben, kann kein Beruf und kein Geld der Welt mir geben!

Das schloss keineswegs eine Berufstätigkeit aus.
Diesen Absatz von ReginaM. kann ich voll und ganz unterstützen.

Für mich gilt:
Um so selbständiger Kinder werden, um so mehr Zeit kann ich in meine Interessen investieren.
Mein Engagement in meinem Beruf kann ich, neben der offiziellen Arbeitszeit, dann auch kontinuirlich erweitern.

Trotzdem, sollten sich meine beruflichen Interessen mit denen meiner Kinder in die Quere kommen und es wäre unabdingbar zu entscheiden, würde ich meine Zeit den Kindern geben.
Dass eine gewisse Grundsicherung da sein muss, darüber läßt sich nicht streiten.

LG, Muschelkalk

Ahava
24.11.2006, 22:54
Hallo an alle,

tja, schade, dass sich solche Stränge immer so entwickeln müssen. Um so froher bin ich, dass ich vorher viele ernste Antworten gekriegt habe.

Ich verstehe nur nicht, warum so auf anderen Meinungen oder Lebensentwürfen rumgehackt werden muss. Ich meine, wir Faruen sind doch ganz schön blöd, uns auch da in ein Bewertungsschema und einen Konkurrenzkampf drücken zu lassen.
Nach dem Motto: Ich bin toller als du, weil ich lange Haare habe und du nur die praktische Kuzhaarfrisur. Ich bin toller als du, weil ich arbeite. Ich bin toller als du, weil ich Mutter bin usw. usw. Und das Ganze auch noch zur Religion erheben (manche tun das).

Junge, da kann einem Angst und Bange werden, wenn eine praktische Kurzhaarfrisur schon das Ende der Weiblichkeit, Schönheit, des Begehrtwerdens und generell des Menschseins bedeutet, oder wie soll ich diese Äußerungen immer verstehen?

Hallo, haben Menschen vielleicht viele Facetten, die ihnen mal mehr, mal weniger wichtig sind, die mal wegfallen, weil eine andere Facette im Vordergrund steht, mal wiederkommen etc. pp.????

Mal ehrlich, wir sind doch alle erwachsen genug, um zu wissen, dass jeder Jeck anders ist! (Die meisten verhalten sich zum Glück ja auch so.) Und man nimmt sich doch bloß ständig Lebensqualität weg, wenn man immer im Konkurrenzkampf ist! Reicht doch, dass das im Job ständig so ist. Warum auch noch bei den Frisuren, verdammt noch mal!?

Warum immer diese Stutenbissigkeit? Ich versteh das einfach nicht! Und die Männer lachen sich wahrscheinlich ins Fäustchen und machen einfach ihr Ding, während wir uns gegenseitig zerfleischen.

Ahava

Inaktiver User
24.11.2006, 23:01
Liebe Ahava,
ein wahres Wort gelassen ausgesprochen!

Wollte mich eigentlich auch an deinem Thema beteiligen, aber habe es lieber bleiben lassen...ja eigentlich schade.

ciao
helga

meta1
28.11.2006, 10:50
Ist so, aber das kann man in fast allen Strängen, die so unterschiedlich gesehen werden können, beobachten, dass nach einer gewissen zeit eigentlich mehr Rundschläge verteilt werden, als dass wirklich noch wertneutral diskutiert wird. Schade, aber liegt wohl in der Natur der Frauen.

Sonderzeicen
28.11.2006, 13:04
die wertneutralitaet geht schon dann verloren, wenn die mutterschaft ueber alle berufe und alles geld dieser welt gestellt wird. keine berufstaetige frau kaeme auf die idee, ihren job derart hochzujubeln. aber das liegt wohl weniger in der natur der frauen als an den gesellschaftlichen normen und anspruechen.

xanidae
28.11.2006, 13:18
eine frau hat geäußert, dass ihr ihre kinder mehr geben, als geld oder beruf ihr geben können.

daraus machst du einen auf 'mutterschaft wird hochgejubelt'.

ich schließe mich ahava an.

xanidae, die gerade von der arbeit kommt, die ihr gibt, was nur ihre arbeit geben kann und sich nun zu den kindern ins bett legt, die ihr geben, was nur ihre kinder geben können, die sich auf ihren mann heute abend freut, weil der ihr gibt, was nur ihr mann geben kann.

Inaktiver User
28.11.2006, 13:21
die wertneutralitaet geht schon dann verloren, wenn die mutterschaft ueber alle berufe und alles geld dieser welt gestellt wird. keine berufstaetige frau kaeme auf die idee, ihren job derart hochzujubeln. aber das liegt wohl weniger in der natur der frauen als an den gesellschaftlichen normen und anspruechen.

Nein, ich muss Dir widersprechen. Es liegt wohl eher daran, dass die Liebe, die man zu seinen Kindern empfindet, mit nichts anderem aufzuwiegen ist. Einen Job gerne machen kann man einfach nicht mit der Mutterliebe vergleichen.

meta1
28.11.2006, 13:32
xanidae, die gerade von der arbeit kommt, die ihr gibt, was nur ihre arbeit geben kann und sich nun zu den kindern ins bett legt, die ihr geben, was nur ihre kinder geben können, die sich auf ihren mann heute abend freut, weil der ihr gibt, was nur ihr mann geben kann.



Das hast du sehr schön gesagt.



Für mich möchte ich noch anfügen, dass man Job (bei dem ich mich gerade befinde) nicht mit dem Mutter-sein vergleichen kann, denn beim einen gehst du nach Hause und gut ist, der andere bleibt ein ganzes Leben, ob wir das so wollen oder nciht.
Außerdem ist die Verantwortung für einen anderem Menschen was total anderes, als Geldverdienen.

vitaminbee
28.11.2006, 15:44
Keine Frau gibt ihr Hirn ab, nur weil sie ein Kind hat. Allerdings steigt der IQ auch nicht dadurch :erleuchtung:

Aber die Chancen, dass der EQ steigt, sind schon relativ groß, so man bereit ist, sich auch wirklich aufs Kind einzulassen.

Inaktiver User
28.11.2006, 21:56
Aber die Chancen, dass der EQ steigt, sind schon relativ groß, so man bereit ist, sich auch wirklich aufs Kind einzulassen.

:lachen:

Leider gilt aber auch hier: Kann sein, kann aber auch nicht sein.

Wenn ich manchmal Mütter höre, wie sie ihre Kinder anherrschen und -schreien und jede Höflichkeit vergessen, dann frage ich mich, ob die überhaupt irgendein "Q" haben :unterwerf:

Inaktiver User
28.11.2006, 21:57
:lachen:

Leider gilt aber auch hier: Kann sein, kann aber auch nicht sein.

Wenn ich manchmal Mütter höre, wie sie ihre Kinder anherrschen und -schreien und jede Höflichkeit vergessen, dann frage ich mich, ob die überhaupt irgendein "Q" haben :unterwerf:

Nein, das ist weder ein Rundumschlag noch wertneutral :erleuchtung:

Nur eine Momentaufnahme.

Sonderzeicen
29.11.2006, 12:50
es ist natuerlich interessant, dass spannungen zwischen elternteil und kind viel haeufiger zu beobachten sind als zwischen anderen menschengruppen. und dass diese spannungen auch haeufiger eskalieren. das staendig wiederholte postulieren der mutterliebe muss wohl eine art kompensation darstellen.

xanidae, so wie du es umformulierst, klingt es natuerlich nuechterner. nur ging es eben nicht um ihren eigenen beruf und ihr einkommen, sondern um alle berufe und alles geld dieser welt. na, da muss ich mich doch als frau fragen, wozu ich mich in einem tollen beruf hocharbeiten soll, wenn ich eine viel groessere erfuellung durch nichts als kinderkriegen erlangen kann.

Inaktiver User
29.11.2006, 13:06
es ist natuerlich interessant, dass spannungen zwischen elternteil und kind viel haeufiger zu beobachten sind als zwischen anderen menschengruppen. und dass diese spannungen auch haeufiger eskalieren. das staendig wiederholte postulieren der mutterliebe muss wohl eine art kompensation darstellen.

xanidae, so wie du es umformulierst, klingt es natuerlich nuechterner. nur ging es eben nicht um ihren eigenen beruf und ihr einkommen, sondern um alle berufe und alles geld dieser welt. na, da muss ich mich doch als frau fragen, wozu ich mich in einem tollen beruf hocharbeiten soll, wenn ich eine viel groessere erfuellung durch nichts als kinderkriegen erlangen kann.

Wenn da ein einzelner Mensch (hier auch User genannt) unbedingt etwas schlecht darstellen möchte, muss es wohl eine Art der Kompensation sein.

Wofür?

Bei einem Austausch von Meinungen und Erfahrungen, geht es immer um subjektive Eindrücke. Auf Nachfrage seine Einstellung zu Kindern darzustellen, hat nichts mit postulieren zu tun.

Was willst du eigentlich?

xanidae
29.11.2006, 17:23
@sonderzeicen
warum darf eine frau nicht so empfinden? die umgekehrte aussage 'job gibt mir mehr als mann und kind' wäre besser ?- denn da gilt ja dann dein hocharbeiten in einem tollen job. wenn ein mann sagt 'der job geht mir über meine partnerin'. klingt das besser?
es gibt fanatische fußballfans, die sogar ihre wohnung in den farben ihrer mannschaft streichen. auch von diesen kommen solche äußerungen wie 'für meinen verein gäbe ich mein leben' 'der aufstieg ist wichtiger mein job' (oton selbst gehört).
da frag ich mich doch auch nicht, ob ich nicht besser fußballfan werde, statt mich gut auszubilden und gut zu arbeiten.

wodurch du größte erfüllung erlangst - das kannst nur du wissen. die meinung eines menschen als eine für dich gültige richtlinie anzunehmen halte ich für absurd.
für dich gilt was anderes. für reginaM das was sie sagte.

pelzpfote
29.11.2006, 17:46
na, da muss ich mich doch als frau fragen, wozu ich mich in einem tollen beruf hocharbeiten soll, wenn ich eine viel groessere erfuellung durch nichts als kinderkriegen erlangen kann.

Das klingt aber jetzt sehr abfällig! Ist in deinen Augen Kinder kriegen und erziehen wirklich nichts? :wie?:

meta1
30.11.2006, 10:13
Eine Bekannte hat mir mal gesagt: naja, bei dir ist es ja schwierig, dass das mit dem Erziehen deines Kindes was wird, wenn man so viel arbeitet.

Ich hatte ein Kind, alleinerziehend, während die Bekannte drei Kinder hat, Hausfrau.
Also, auch im privaten Umfeld gibt es diese Diskussionen und immer wird sich eine Seite als die bessere darstellen wollen.

Was ich dabei oftmals empfinde, das ist der Neid. Ich denke, dass die andere Lebensplanung schlecht geredet werden soll, weil man mit der eigenen vielleicht nicht so ganz zufrieden ist, weil man vielleicht doch etwas vermisst.

Den Idealfall gibt es in der Regel nicht, und deshalb denke ich, sollte jeder zu seiner eigenen Lebensplanung stehen, ohne die des anderen nieder machen zu müssen. :blumengabe:

vitaminbee
30.11.2006, 10:44
ach, nur um dich persoenlich geht es. dann schreib doch, dass DEIN beruf und DEIN einkommen dir nicht dasselbe glueck zuteil werden liessen wie deine kinder.


Was ist >Glück<? - Glück ist nicht gleich Liebe. Wir sprechen aber über Liebe, wenn es um unsere Kinder geht. Unsere Kinder sind nicht dazu da, uns glücklich zu machen, sondern wir haben dafür zu sorgen, dass sie glücklich sind und es auch bleiben.


Das Problem ist, dass hier aber ständig zwei Dinge miteinander konkurrierend verglichen werden, die nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben und dass Begriffe verwendet werden, die den Kern nicht treffen.

Das, was hier getan wird, ist absurd: es käme ja auch niemand auf die Idee, Berufstätigkeit und Chef auf die gleiche emotionale Ebene zu stellen, wie die Liebe zum Lebenspartner. Jedem, dem man das erzählte, würde sich mit Recht an den Kopf greifen und fragen, ob man es schon einmal mit einer Therapie versucht hat.

Und so lässt sich die Liebe zu einem Kind doch wohl nicht vergleichen mit der Liebe, die man zu seinem Beruf hat. Genauso gut könnte ich meine Liebe zu Eierpfannkuchen mit Puderzucker in Konkurrenz schicken zu meiner Liebe zu meinem Hund oder meiner Katze.

Wo bleibt man selbst - so der Titel dieses Threads ?
Man bleibt in der Liebe, u.z. ein Leben lang- und das ist auch der Unterschied zur erotischen Liebe, die durchaus vergänglich sein kann - und es ist, wie bei jeder Liebe, auch mit Zurückstellen eigener Bedürfnisse und Egoismen und mit Hingabe verbunden.

vitaminbee
30.11.2006, 11:00
es kaeme wohl kein mensch auf die idee, den lebenspartner ueber beruf und einkommen zu stellen. darin liegt der unterschied.

Ach, da hab ich noch was gefunden. Du irrst: es gibt sogar viele Menschen, die auf >diese Idee< kommen.

Im Haus gegenüber wohnt die ehemalige Klassenlehrerin eines meiner Kinder. Sie hat ihren anspruchsvollen Job als Oberstudienrätin sehr reduziert, weil sie daheim ihren geliebten todkranken Mann hat, der seit Jahren langsam an ALS stirbt. Du kannst dir sicher sein: sie würde alles Materielle und ihren Beruf aufgeben, wenn sie ihm helfen könnte. LIEBE heißt das Zauberwort.
Hast du sie schon einmal erlebt?

Inaktiver User
30.11.2006, 11:52
Und so lässt sich die Liebe zu einem Kind doch wohl nicht vergleichen mit der Liebe, die man zu seinem Beruf hat. Genauso gut könnte ich meine Liebe zu Eierpfannkuchen mit Puderzucker in Konkurrenz schicken zu meiner Liebe zu meinem Hund oder meiner Katze.

Wo bleibt man selbst - so der Titel dieses Threads ?
Man bleibt in der Liebe, u.z. ein Leben lang- und das ist auch der Unterschied zur erotischen Liebe, die durchaus vergänglich sein kann - und es ist, wie bei jeder Liebe, auch mit Zurückstellen eigener Bedürfnisse und Egoismen und mit Hingabe verbunden.

:blumengabe:

:wangenkuss:

Yuli
30.11.2006, 12:48
ich glaube mir ist noch nie jemand begnet, der den beruf ueber den lebenspartner stellt. mir kommt die vorstellung auch voellig absurd vor - so sehr ich meinen beruf mag, ich arbeite, um zu leben, und nicht umgekehrt!

Elwyn
30.11.2006, 14:28
Im Haus gegenüber wohnt die ehemalige Klassenlehrerin eines meiner Kinder. Sie hat ihren anspruchsvollen Job als Oberstudienrätin sehr reduziert, weil sie daheim ihren geliebten todkranken Mann hat, der seit Jahren langsam an ALS stirbt. Du kannst dir sicher sein: sie würde alles Materielle und ihren Beruf aufgeben, wenn sie ihm helfen könnte. LIEBE heißt das Zauberwort.
Hast du sie schon einmal erlebt?

Hier wird - wie meistens - auch mal wieder aneinander vorbeigeredet.

Es wurde doch ausdrücklich gesagt, dass Liebe (und das, was man dafür bereit ist zu tun) etwas anderes ist als Beruf und Einkommen.

Es gibt sicher Fälle, in denen man das eine zugunsten des anderen zurückstellen muss, aber egal wie rum man das tut, das ist eigentlich nicht der wirkliche Idealfall - eher aus der "Not" geboren.

Erstens schliesst das eine das andere nicht aus und zweitens ist es häufig wichtig, beides miteinander zu verbinden, weil sonst alles, und zwar beides, auf der Strecke bleiben kann.

Bezogen auf das Ausgangsthema finde ich es wichtig, dass man sich weder für den Beruf noch für Familie und Kinder komplett aufgibt - und genau darum ging es meiner Ansicht nach in diesem Strang.

Als ob wir nicht alle wüssten, dass ein Mensch sich nur in Ausnahmefällen wirklich komplett für eine Sache aufopfern kann. Im Regelfall kann er genau daran auch komplett zugrundegehen und seine gute Sache mit ihm.

Ich hatte im Übrigen auch nicht das Gefühl, dass es im Ausgangsposting um aussergewöhnliche Schicksalsschläge ging, die so etwas erforderlich machen, sondern um die alltägliche Vereinbarkeit der Bedürfnisse anderer (der Kinder, des Jobs usw.) mit den eigenen Bedürfnissen.

Leider klingt es oft so, als dürfte man vor lauter Liebe zu was auch immer, gar keine eigenen Bedürfnisse haben, dabei kann man wohl kaum etwas für andere Menschen tun, wenn man dabei selbst vor die Hunde geht.

Deswegen setze ich hier unter den Verlauf auch dieser Diskussion mal wieder ein dickes

:wie?:

Inaktiver User
30.11.2006, 15:14
Leider klingt es oft so, als dürfte man vor lauter Liebe zu was auch immer, gar keine eigenen Bedürfnisse haben, dabei kann man wohl kaum etwas für andere Menschen tun, wenn man dabei selbst vor die Hunde geht.

Deswegen setze ich hier unter den Verlauf auch dieser Diskussion mal wieder ein dickes

:wie?:

Es kommt immer darauf an, was man für sich herauslesen möchte.

Vitaminbee hat es für mich schön auf den Punkt gebracht:

Die Liebe zu Kindern und zum Partner kann nicht mit der Liebe zum Job verglichen werden.

Niemand hat hier für Selbstaufgabe plädiert. Weder für das eine noch für das andere.

Es wurde nur darauf verwiesen, dass es im Notfall Prioritäten gibt.
Ich kenne keine Mutter, die sich für eine Karriere entscheiden würde, wenn ihr Kind eindeutig darunter zu leiden hätte.

Im Normalfall kann man bestimmt beides miteinander verbinden, ab welchem Zeitpunkt darf jeder für sich entscheiden.


Und: Auch wenn sich einige hier gegen eine Berufstätigkeit entschieden haben (meißt auch nur auf Zeit), macht keine der hier Schreibenden auf mich den Eindruck, als hätte sie sich aufgegeben, oder auch nur ihre eigenen Bedürfnisse gänzlich abgestellt.

LG, Muschelkalk

vitaminbee
30.11.2006, 17:37
Es kommt immer darauf an, was man für sich herauslesen möchte.

Vitaminbee hat es für mich schön auf den Punkt gebracht:

Die Liebe zu Kindern und zum Partner kann nicht mit der Liebe zum Job verglichen werden.

Und genau das wurde ja getan, so, als ob alles in derselben Dimension angesiedelt wäre.

Ich kann es auch nicht mehr hören, wenn so getan wird, als wäre jeder Job mit Glückseligkeit pur verbunden. Das entspricht doch überhaupt nicht der Realität. Job heißt heute mehr denn je "Knochenjob". Und viele, die einmal ihren Job liebten, haben ihn durch immer mehr Überstunden, Konkurrenz und Neid, durch die ehrgeizigen Pläne von Kollegen, die "über Leichen gehen" und intrigieren systematisch vermiest bekommen.

Wo sollen unter derartigen Bedingungen auch noch positive Mutterkapazitäten für die Kinder übrig bleiben?

Inaktiver User
30.11.2006, 23:02
Wo bleibt man selbst - so der Titel dieses Threads ?
Man bleibt in der Liebe, u.z. ein Leben lang- und das ist auch der Unterschied zur erotischen Liebe, die durchaus vergänglich sein kann - und es ist, wie bei jeder Liebe, auch mit Zurückstellen eigener Bedürfnisse und Egoismen und mit Hingabe verbunden.

Einspruch: Ich kann dieses Zurückstellen eigener Bedürfnisse nicht mehr hören.

Klar: ich habe mit Kind weniger Zeit als vorher, aber das, was mir wichtig ist, dass stelle ich nicht zurück. Unwichtigeren Sachen wird eben weniger Platz in meinem Leben gegeben.

Unsere Familie sehe ich als "Unternehmen", in dem jeder seinen Beitrag leisten soll. Das versuche ich auch meinem Kind beizubringen: dass es Teil der Familie ist, dass wir Eltern Menschen mit Bedürfnissen sind (z.B. mal nach Ruhe) und nicht auf der Welt sind, um ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Yuli
01.12.2006, 05:44
Es gibt ein schoenes Bild, das die Prioritaeten im Leben beschreibt. Ich versuche es mal zusammenzukriegen:

Ein Professor zeigt seinen Studenten ein Glas und fuellt es mit grossen Steinen. Er fragt: ist das Glas voll? Die Studenten sagen ja. Er schuettet zusaetzlich kleine Kiesel rein. Ist das Glas jetzt auch voll? - Ja. Er schuettet Sand rein. Ist das Glas immer noch voll? - Ja. Was sagt uns das?
Die Steine, das sind die wichtigen Dinge im Leben: Familie, Kinder, Gesundheit, Liebe, Freunde. Die Kiesel, das sind Dinge wie Arbeit, Karriere, materieller Wohlstand. Und der Sand, das ist der ganze Rest, der alltaegliche Kleinkram. Wenn wir unser Leben nur mit Sand oder Kieseln fuellen, bleibt kein Platz mehr fuer die Dinge, die wirklich zaehlen!
Am Schluss schuettet er noch ein Glas Bier dazu. Was soll das uns sagen? - fragen die Studenten. - Das ist doch klar: Fuer ein Bier ist immer noch Platz!

OK, das klingt alles banal, aber mir gefaellt der Vergleich!

vitaminbee
01.12.2006, 11:04
Einspruch: Ich kann dieses Zurückstellen eigener Bedürfnisse nicht mehr hören.

Klar: ich habe mit Kind weniger Zeit als vorher, aber das, was mir wichtig ist, dass stelle ich nicht zurück. Unwichtigeren Sachen wird eben weniger Platz in meinem Leben gegeben.

Unsere Familie sehe ich als "Unternehmen", in dem jeder seinen Beitrag leisten soll. Das versuche ich auch meinem Kind beizubringen: dass es Teil der Familie ist, dass wir Eltern Menschen mit Bedürfnissen sind (z.B. mal nach Ruhe) und nicht auf der Welt sind, um ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Na, dann sag mir doch mal, wie du die eigenen Bedürfnisse NICHT zurücksteckst, wenn dein Kind z.B. krank ist und die ganze Nacht erbricht. Und stell dir mal vor, das geht dann bei mehreren Kinder reihum in der Familie.

Es geht doch nicht darum, Kindern jeden Wunsch von den Augen abzulesen und zu erfüllen. DAVON sprechen wir ja gar nicht. Wir sprechen von den Grundbedürfnissen von Kindern, die befriedigt werden müssen und wir sprechen vom normalen Arbeitswahnsinn in der Familie, der eh schon da ist und manchmal mit voller Kraft sich steigert, wenn die Routine unterbrochen wird durch Unvorhersehbares.

Um beim obigen Beispiel zu bleiben: wenn das Kind die ganze Nacht über erbricht, muss jemand bei ihm sein, ihm den Kopf halten, dafür sorgen, dass es was trinkt, damit es nicht "austrocknet" und die Bettwäsche wechseln - oder nicht? Und dann geht er am nächsten Morgen doch nicht froh und ausgeschlafen zur Arbeit, sondern ist fix und fertig.

Schließlich hat ja nicht jeder z.B. ein Au-Pair, bzw. kann nicht einfach so selig weiterschlafen, wenn es seinem Kind schlecht geht. Zum Glück ist nicht jeder so "cool".
Und das ist gut so, denn schließlich erlernen Kinder ja genau über dieses Vorbildverhalten der Eltern ihre eigenen empatischen Fähigkeiten.

Und wie ist es mit pubertierenden Kindern, die die Eltern auf harte Bewährungsproben stellen und ganz schnell entgleiten können, wenn sie nicht aufmerksam begleitet werden?
Hier das richtige Maß zu finden, ist eine besonders harte tägliche Aufgabe für Eltern und schlaucht unglaublich und wenn du nicht aufpasst, dann sind sie dir weggerutscht und im Nu z.B. vom Gymnasium über die Realschule auf der Hauptschule gelandet.

Ich kenne gerade aktuell mehre Beispiele, da ist das genau so gelaufen. Aber Hauptsache Mama und Papa haben tolle Selbstverwirklichungsjobs und können ihren Skiurlaub machen.

Ayaen
01.12.2006, 11:15
Die Liebe zu Kindern und zum Partner kann nicht mit der Liebe zum Job verglichen werden.


Werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Was soll das sein, „Liebe zum Job“? Liebe kann ich nur Menschen gegenüber empfinden, vielleicht auch Tieren gegenüber (wobei ich da eher von Zuneigung sprechen würde), jedenfalls zu Lebewesen, die einen Geist, eine Seele haben, mit denen ich kommunizieren kann.

Meinen Job mache ich gern, ja, aber „lieben“ ist für mich etwas anderes. Man kann eine Sache mögen, davon begeistert sein, sie als erfüllend empfinden, aber „lieben“ hat für mich eine ganz andere Dimension. In meinem Job verdiene ich meinen Lebensunterhalt, er gibt mir Anerkennung, macht mir Spaß, ist manchmal auch nervig, an manchen Tagen habe ich keinen Bock darauf, an anderen Tagen fühle ich mich durch ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt glücklich und erfüllt, und im großen und ganzen arbeite ich gern. Es trägt zu meinem persönlichen Glück bei, zu wissen, daß ich meinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann und finanziell unabhängig bin.

Ob ich aus Liebe zu meinem Partner (ich habe keine Kinder) auf meinen Job verzichten würde, könnte ich nur im konkreten Fall sagen. Sollte mein Mann todkrank werden und intensive Pflege brauchen, wäre das etwas ganz anderes, als wenn er einfach in eine andere Stadt ziehen wollte, um dort seine beruflichen Chancen zu verbessern, ich dort dagegen ohne Job oder schlechter gestellt wäre. Pauschal kann ich also auch nicht sagen, ich würde ihn und seine Interessen meinem Job vorziehen. Es käme auf die spezielle Situation an.

Ayaen

Inaktiver User
01.12.2006, 11:35
Sobald man in irgendeiner Form mit anderen zusammenlebt, muss man seine eigenen Bedürfnisse zurückstecken. Ich finde z.B. den Wechsel vom Singleleben mit eigener Wohnung hin zum Zusammenleben mit Partner in gemeinsamer Wohnung auch einen extremen Einschnitt in die eigenen Bedürfnisse. Aber man machts gerne für die Liebe. Für einen Job muss man auch viele eigene Bedürfnisse aufgeben. Man machts auch da gerne. Für meine Kinder hab ich sehr gerne auf manch eigenes Bedürfnis verzichtet.... Man darf ja nicht vergessen, wie gross der Gewinn im Endeffekt dabei ist.

Sonderzeicen
01.12.2006, 22:41
ich glaube mir ist noch nie jemand begnet, der den beruf ueber den lebenspartner stellt. mir kommt die vorstellung auch voellig absurd vor - so sehr ich meinen beruf mag, ich arbeite, um zu leben, und nicht umgekehrt!

ich denke, da irrst du. der beruf ist etwas, das im leben eine viel entscheidende rolle spielt als die frage, ob man sein leben mit einem lebenspartner verbringen will oder nicht. das streben nach einem guten beruf geht schon im kindesalter los - mit den ersten zensuren in der grundschule. der lebenspartner dagegen ist etwas, das sich viel spaeter meist von alleine ergibt oder auch nicht. ebenso verhaelt es sich mit kindern: die frage, was man lernen oder studieren will und ob man damit eine stelle kriegt, ist viel wichtiger als die frage ob und wieviele kinder man haben will. letzteres ergibt sich meist ganz beilaeufig.

Inaktiver User
01.12.2006, 22:57
Na, dann sag mir doch mal, wie du die eigenen Bedürfnisse NICHT zurücksteckst, wenn dein Kind z.B. krank ist und die ganze Nacht erbricht. Und stell dir mal vor, das geht dann bei mehreren Kinder reihum in der Familie.

Es geht doch nicht darum, Kindern jeden Wunsch von den Augen abzulesen und zu erfüllen. DAVON sprechen wir ja gar nicht. Wir sprechen von den Grundbedürfnissen von Kindern, die befriedigt werden müssen und wir sprechen vom normalen Arbeitswahnsinn in der Familie, der eh schon da ist und manchmal mit voller Kraft sich steigert, wenn die Routine unterbrochen wird durch Unvorhersehbares.

Um beim obigen Beispiel zu bleiben: wenn das Kind die ganze Nacht über erbricht, muss jemand bei ihm sein, ihm den Kopf halten, dafür sorgen, dass es was trinkt, damit es nicht "austrocknet" und die Bettwäsche wechseln - oder nicht? Und dann geht er am nächsten Morgen doch nicht froh und ausgeschlafen zur Arbeit, sondern ist fix und fertig.

Schließlich hat ja nicht jeder z.B. ein Au-Pair, bzw. kann nicht einfach so selig weiterschlafen, wenn es seinem Kind schlecht geht. Zum Glück ist nicht jeder so "cool".
Und das ist gut so, denn schließlich erlernen Kinder ja genau über dieses Vorbildverhalten der Eltern ihre eigenen empatischen Fähigkeiten.

Und wie ist es mit pubertierenden Kindern, die die Eltern auf harte Bewährungsproben stellen und ganz schnell entgleiten können, wenn sie nicht aufmerksam begleitet werden?
Hier das richtige Maß zu finden, ist eine besonders harte tägliche Aufgabe für Eltern und schlaucht unglaublich und wenn du nicht aufpasst, dann sind sie dir weggerutscht und im Nu z.B. vom Gymnasium über die Realschule auf der Hauptschule gelandet.

Ich kenne gerade aktuell mehre Beispiele, da ist das genau so gelaufen. Aber Hauptsache Mama und Papa haben tolle Selbstverwirklichungsjobs und können ihren Skiurlaub machen.

Super Beitrag!!

Genauso ist es nämlich! Und wenn man auch noch halbe Tage "nebenher" arbeiten geht, ganz normale Stelle im Büro, bleibt man wirklich ganz schnell selbst auf der Strecke...

Inaktiver User
01.12.2006, 23:01
der beruf ist etwas, das im leben eine viel entscheidende rolle spielt als die frage, ob man sein leben mit einem lebenspartner verbringen will

Ich glaube, da irrst du dich.
Bei dir mag das so gewesen sein, ich habe mir als Kind schon immer vorgestellt eine Familie zu haben. Beruf war und ist für mich immer zweitrangig. Ich ziehe Familienglück vor.
Jeder Mensch setzt andere Prioritäten. Wenn man keinen Partner hat, kann ich mir vorstellen, dass einem der Job sehr wichtig ist

xanidae
01.12.2006, 23:07
die frage, was man lernen oder studieren will und ob man damit eine stelle kriegt, ist viel wichtiger als die frage ob und wieviele kinder man haben will.

und wer bewertet jetzt?


letzteres ergibt sich meist ganz beilaeufig.

beiläufig? haben dich deine eltern nur unter vorbehalt oder nur aus versehen in die welt gesetzt?

Sonderzeicen
02.12.2006, 00:00
Ich glaube, da irrst du dich.
Bei dir mag das so gewesen sein, ich habe mir als Kind schon immer vorgestellt eine Familie zu haben. Beruf war und ist für mich immer zweitrangig. Ich ziehe Familienglück vor.
Jeder Mensch setzt andere Prioritäten. Wenn man keinen Partner hat, kann ich mir vorstellen, dass einem der Job sehr wichtig ist

ich wuerde keinem maedchen raten, der hoffnung auf familienglueck prioritaet einzuraeumen gegenueber dem aufbau einer finanziellen lebensgrundlage.

Sonderzeicen
02.12.2006, 00:18
xanidae, da musst du gar nichts gross bewerten, du musst dir nur ansehen, was fuer die allermeisten jungen menschen wichtig ist: schulabschluss, lehre, stelle... mit 18 keinen freund zu haben, das ist zu verschmerzen. aber mit 18 keine lehrstelle? diejenigen, die schon mit dem kinderkriegen beginnen, ohne sich eine entsprechende grundlage aufgebaut zu haben, sind in aller regel nicht gut angesehen.

und was deine zweite frage anbelangt, so verstehe ich sie nicht ganz. liebe und glueck sind dinge, die man findet, die einem quasi in den schoss fallen. und die man dann natuerlich auch hegen und pflegen muss.

pelzpfote
02.12.2006, 10:37
ich wuerde keinem maedchen raten, der hoffnung auf familienglueck prioritaet einzuraeumen gegenueber dem aufbau einer finanziellen lebensgrundlage.
Natürlich ist der Aufbau einer finanziellen Lebensgrundlage wichtig, aber das schließt doch das "Familienglück" nicht aus. Der Unterschied besteht meiner Meinung nach darin, ob man sich eben eine (notwendige) finanzielle Grundlage schafft oder ob man das Geld verdienen und die Karriere über alles stellt.

Inaktiver User
02.12.2006, 12:43
ich wuerde keinem maedchen raten, der hoffnung auf familienglueck prioritaet einzuraeumen gegenueber dem aufbau einer finanziellen lebensgrundlage.
Das würde ich auch keinem Jungen raten!
Ich glaube auch nicht, dass Mädchen in der heutigen Zeit dasitzen und darauf warten, dass sie geheiratet werden und dann "versorgt" sind.*kopfschüttel*
Du interpretierst meine Postings absolut falsch.
Ich habe auch eine Berufsausbildung, und auch meine Tochter wird einen Beruf erlernen, so, wie auch meine Mutter das schon getan hat.

Jo68
02.12.2006, 16:39
Sag mal Sonderzeicen, warum schreibst Du eigentlich ausgerechnet hier und nicht in einem der 896965 Stränge, in denen es um Eva Hermans Theorien geht oder darum, dass Mütter möglichst lange bei ihren Kindern bleiben sollen. Da könnte ich Deine Postings ja noch ansatzweise verstehen - aber hier, wo ständig betont wird, dass es nicht DEN Königsweg gibt und jede/r selbst entscheiden soll, wie er/sie leben will?

Außerdem hat Xanidae Recht: Du wirfst anderen Wertungen vor und wertest selbst wie ein Weltmeister. Im Übrigen wage ich sehr zu bezweifeln, dass Du für Deine Theorie "Das Lebensglück hängt nicht an zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern an Beruf und Kohle" sehr viele Anhänger finden wirst - egal ob unter Eltern, Nicht-Eltern, Singles oder Paaren. Denn "beiläufig" wird niemand Eltern/ein Paar oder eben nicht - für die Mehrheit sind genau das die großen, existenziellen Lebensentscheidungen (sieht man ja sogar hier in der Bricom, wo es endlos viele Stränge zu zwischenmenschlichen Themen gibt, aber im Vergleich dazu verschwindend wenig zu Ausbildung und Beruf).

Inaktiver User
03.12.2006, 10:59
Hallo,
ich bin 53 Jahre alt, habe zwei Töchter, 25 und 21 Jahre alt.
Die Frage, wo ich selbst bleibe, habe ich mir nie gestellt. Denn meine Kinder, das war ich.
Ich habe zwei Wunschkinder und es war mir von Anfang an klar, dass diese Kinder mein Leben verändern werden.
Sicher, ich habe mir manchmal gewünscht, mal eine Verabredung zu haben, ohne auf die Uhr sehen zu müssen.
Ich konnte nicht tun und lassen, was ich wollte. Aber das war mir auch gar nicht wichtig.
Denn es gab so vieles, was ich aus heutiger Sicht um keinen Preis der Welt missen möchte.
Und ich habe nie das Gefühl gehabt, zu kurz gekommen zu sein. Im Gegenteil. Meine Kinder haben mir so viel gegeben und geben mir immer noch, das wiegt alles auf, was ich an Freiheit nicht hatte.
Ich habe allerdings nie zu den Müttern gehört, für die sich alles nur um die Kinder dreht. Ich habe mich auch nie Spielplatzmüttern angeschlossen oder stundenlang über Kinder geredet.
Und wenn ich heute meine Kinder anschaue, bin ich unglaublich stolz darauf, sie zu sehen, zu sehen, wie sie sich entwickelt haben.
Und das gibt mir bedeutend mehr, als wenn ich heute erzählen könnte, wieviel ich von der Welt gesehen habe, was ich alles angeschafft habe, welche Karriere ich gemacht habe.
Gestern Abend habe ich drei Stunden lang mit meiner Tochter, die in Paris lebt, telefoniert. Wir haben Tränen gelacht, uns über ernste Themen unterhalten, kurzum, es war wunderschön.
Und mir fällt nichts ein, was ich dagegen eintauschen würde.
Heute bin ich frei, kann tun und lassen was ich will und genieße es. Aber keine Sekunde bedaure ich, dass ich das nicht eher hatte.

ReginaM
03.12.2006, 11:30
@Fliegebiene,

DANKE - bei deinen Worten geht mir das Herz auf und es bleibt für mich nichts, aber auch gar nichts, hinzuzufügen!

Inaktiver User
03.12.2006, 14:28
danke für deine Worte.
Ewas möchte ich noch hinzufügen. Ich habe meine Kinder leichten Herzens losgelassen, weil es nur eine räumliche Trennung ist. Das, was uns verbindet, ist untrennbar und deshalb habe ich keine Träne geweint, als sie ausgezogen sind. Im Gegenteil. Ich habe mich über meine Freiheit gefreut und darüber, dass ich meinen Kindern Selbständigkeit beigebracht habe und ich bewundere meine Große, dass sie den Schritt nach Paris gewagt hat.
Und diese Bindung kann man, meiner Meinung nach, zu keinem Mann haben.
Bei Männern, die gehen, weiß man nie, ob man sie verliert und ob sie wiederkommen, bei meinen Kindern weiß ich, dass ich sie nie verlieren werde.

Inaktiver User
03.12.2006, 15:36
Bei Männern, die gehen, weiß man nie, ob man sie verliert und ob sie wiederkommen, bei meinen Kindern weiß ich, dass ich sie nie verlieren werde.

Ich hab auch vorher noch nie eine derart uneigennützige Liebe empfunden..... Ich wusste vorher nicht, dass ich das kann.

Yuli
04.12.2006, 05:31
ich denke, da irrst du. der beruf ist etwas, das im leben eine viel entscheidende rolle spielt als die frage, ob man sein leben mit einem lebenspartner verbringen will oder nicht. das streben nach einem guten beruf geht schon im kindesalter los - mit den ersten zensuren in der grundschule. der lebenspartner dagegen ist etwas, das sich viel spaeter meist von alleine ergibt oder auch nicht.

sonderzeicen, deine ideen finde ich mittlerweile ziemlich amuesant. eine frage: wenn fuer dich der beruf das einizige ist, was zaehlt, warum vergeudest du deine zeit in einem forum, in dem es vor allem um kinder und familie geht? du verlierst wertvolle zeit, die du besser in deine karriere investieren koenntest!

ich irre mich uebrigens nicht - in meinem umfeld - und nur darueber habe ich geschrieben - gibt es tatsaechlich niemanden der ernsthaft berufliches fortkommen ueber privates glueck stellen wuerde. die kunst ist halt, beides unter einen hut zu kriegen. und das ist durchaus machbar, wie die vielen beispiele in diesem strang zeigen!

yuli

Lavendula
04.12.2006, 08:51
ich denke, da irrst du. der beruf ist etwas, das im leben eine viel entscheidende rolle spielt als die frage, ob man sein leben mit einem lebenspartner verbringen will oder nicht. das streben nach einem guten beruf geht schon im kindesalter los - mit den ersten zensuren in der grundschule. der lebenspartner dagegen ist etwas, das sich viel spaeter meist von alleine ergibt oder auch nicht. ebenso verhaelt es sich mit kindern: die frage, was man lernen oder studieren will und ob man damit eine stelle kriegt, ist viel wichtiger als die frage ob und wieviele kinder man haben will. letzteres ergibt sich meist ganz beilaeufig.

Stimmt schon, den Lebensparnter kann man sch nicht backen, also ist die Kinderplanung bis zu einem gewissen Grad auch nicht planbar (abgesehen von medizinischen Strichen durch ausgetüftelte Rechnungen). Aber auch der Beruf ergibt sich doch "von selbst". Klar, ich kann die Weichen stellen, welche Ausbildung ich mache, aber wo ich danach unterkomme, das kommt doch auch wies kommt.

Dass die Frage, was ich beruflich mache, viel wichtiger ist, als ob und wieviele Kinder ich bekomme, meinst du aber nicht ernst :freches grinsen: Beide Fragen fallen ja meist nicht in den gleichen Lebensabschnitt, ich halte die Kinderfrage aber dennich für die schwierigere, schon allein weil endgültigere. Einen Job oder gar Beruf kann ich immer wechseln. Aber ob, wann, wie und wieviele Kinder ich bekomme- das Forum ist voll davon.

Inaktiver User
04.12.2006, 15:28
Den Text von Lindgren finde ich schön.
Ich kenne noch heute das Gefühl, wenn ich beim Wickeln meinen Mund auf die Fußsohlen meiner Kinder gelebt habe. Und das ist über 20 JAhre her.

Sabbi
04.12.2006, 16:11
hallo,
ich finde du machst dir da zu viele Gedanken. Ich bin Mutter von 2 Kindern (6J) und 5 Mon. und gerade in Polen(ohne kinder) wo ich eine Freundin im Auslandssemester besuche.
Mein Freund hat den Kleinen, die Große ist bei Bekannten. Ich studiere übrigens Vollzeit und bin politisch engagiert usw.
Auch für Sport und Freundinnen habe ich noch Zeit.
Meine große ist gerne mal woanders...
Wichtíg ist, dass es da wo du bist eine gute Kinderbetreuung gibt, dann geht das alles.
LG SABBI

Sonderzeicen
05.12.2006, 02:57
Jo 68 schreibt:


Deine Theorie "Das Lebensglück hängt nicht an zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern an Beruf und Kohle"...

wir reden hier nicht von einem unter ausschluss des anderen, sondern davon, was prioritaet haben sollte. und da ist es nunmal so, dass man sich fuer beruf und broterwerb ins zeug legen muss, waehrend sich zwischenmenschliche beziehungen mehr oder weniger automatisch ergeben. ich weiss eigentlich nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.


Denn "beiläufig" wird niemand Eltern/ein Paar oder eben nicht - für die Mehrheit sind genau das die großen, existenziellen Lebensentscheidungen

ha! hast du ahnung! das witzige ist doch dass ueber die grossen lebensentscheidungen oft gar nicht gross nachgedacht wird, sondern es sich um reine bauchentscheidungen handelt. und so soll es ja auch sein.

Sonderzeicen
05.12.2006, 03:04
ich irre mich uebrigens nicht - in meinem umfeld - und nur darueber habe ich geschrieben - gibt es tatsaechlich niemanden der ernsthaft berufliches fortkommen ueber privates glueck stellen wuerde. die kunst ist halt, beides unter einen hut zu kriegen. und das ist durchaus machbar, wie die vielen beispiele in diesem strang zeigen!

yuli

moooment mal...

die leute in deinem umfeld koennen ihr privates glueck geniessen, weil sie ihren beruf und ihr einkommen erst einmal unter dach und fach gebracht haben. nicht wahr? also erst das eine und dann das andere.

Sonderzeicen
05.12.2006, 03:13
zu fliegebiene: mit einer tochter, die in paris lebt, muesst ihr recht betucht sein. und kohle macht nunmal das leben leichter.

Sonderzeicen
05.12.2006, 03:23
Bei Männern, die gehen, weiß man nie, ob man sie verliert und ob sie wiederkommen, bei meinen Kindern weiß ich, dass ich sie nie verlieren werde.

nun - fliegebienes tochter ist in paris. jetzt ist sie froh, wenn sie mit ihr mal ausgiebig telefonieren kann. ein ehepartner ist fuers leben. kinder dagegen muss man loslassen, ob es einem passt oder nicht.