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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wenn die Hoffnung nicht sterben will.....



hyazinthe
14.11.2006, 21:38
Hallo zusammen,
hier kurz meine Geschichte. Ich bin 47 Jahre alt, seit 25 Jahren verheiratet und seit einem Jahr von meinem Mann getrennt, na ja nicht wirklich. Er hat seit Mai 2005 eine andere, ist vor einem Jahr ausgezogen. Wir hatten aber bis vor 4 Wochen (16.10. Silberhochzeit) noch regelmäßigen Kontakt. Mal in die Richtung- es geht nicht mehr mit uns, mal - vielleicht haben wir den Bruch gebraucht, um eine neue Chance zu haben. Immer wieder nette Mails, Telefonate, Besuche. Dann wieder Funkstille. Nun also seit 4 Wochen. Und wenn ich gefragt werde, ob ich ihn überhaupt noch zurück wollte, kann ich keine eindeutige Antwort darauf geben. Eben wegen der verdammten Hoffnung, daß es doch noch klappen könnte mit uns. Aber es auch das Gefühl,nicht die Verliererin sein zu wollen.
Wie macht man das - Loslassen????
Freue mich über Antworten.
LG
Hyazinthe

Woltera
14.11.2006, 21:48
Liebe Hyazinthe...

Es scheint, als würdest Du auf eine Entscheidung Deines Mannes warten, die er doch schon lange getroffen hat. Er ist weg von Dir. Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, wird ihm sehr vieles jetzt fehlen, was vorher mit Dir selbstverständlich war, der Alltag den er lebt hängt nicht mehr hauptberuflich voller Geigen und so wirft er Dir mal hier und da einen Brocken hin, um Dich bei der Stange zu halten.

Vielleicht möchte er irgendwann zu Dir zurück, aber es ist dann nicht mehr "Euer" Leben, zuviel hat sich verändert, Vertrauen ist zerstört... es ist eine Heidenarbeit. Nicht unbewältigbar, wenn man so einige Beiträge hier liest...

Aber eines kannst Du tun, Dein Leben neu ordnen, als würde er nicht zurückkommen (oder als würdest Du ihn nicht zurückwollen) und Dir eine neue Perspektive nur für Dich schaffen. Gestalte Deine Wohnung um, lies Bücher für die Du "nie Zeit" hattest, der Erstehilfestrang im Trennungsforum hat tolle Tips!

und es ist wichtig für Dich herauszufinden ob Du wirklich ihn vermißt oder das Leben mit ihm, die Rituale, zu wissen wo man hingehört... und das braucht Zeit...

Alles Gute für Dich

Woltera

Kaetzin
14.11.2006, 23:56
liebe hyazinthe,

ich stimme woltera zu. loslassen beginnt mit der beschäftigung mit sich selbst. du solltest herausfinden, was DU für dich willst, was DIR gut tut. du hast nun die zeit, dich um dich zu kümmern. dabei findest du auch heraus, ob du ihn und ein leben mit ihm eigentlich noch möchtest. amn muss sich darüber klar werden, dass es eine entwicklung ist, das loslassen. in dem moment, wo du dich entscheidest, dich auf dich zu konzentrieren, kann die entwicklung beginnen. du wirst bestimmt noch oft an ihn denken, aber du wirst daran wachsen. wenn du irgendwann fühlst, dass du ihn als menschen und mann vermisst und er dich auch, dann übersteht ihr auch die schwierigen phasen aufgrund eurer geschichte.

viel erfolg und spaß, denn es macht auch spaß, sich wieder ernster zu nehmen :))))!

effibiest
15.11.2006, 00:15
Liebe kaetzin,
auch wenn das jetzt nicht hier rein passt: Danke für den Satz: Es macht Spass sich wieder ernster zu nehmen.

Das ist mein Satz des vergangenen Tages. Vielen Dank, der wird mir morgen den Tag gestalten, und hoffentlich hyazinthes auch!

Grüße von effi, die ständig irgendwelche Hoffnungen mit sich herumträgt :smile:

emily_laing
15.11.2006, 07:27
Hallo Hyazinthe,
genau das ist das Problem, wie lässt man los? Ich erlebe mit meinem Mann ja gerade eine ähnliche Situation. Das ständige ich will es mal "Ziehen" nennen. Bei mir ist es so, dass wenn er sich nicht meldet und ich ihn nicht sehe, ich mich garnicht so schlecht fühle. Sobald er mich dann wieder anruft, anspricht, dann schwanke ich wieder und denke oh, es könnte ja alles so schön sein. Ich glaube einfach, wenn man loslassen will, dann kann man das langsam tun, in dem man sich immer wieder sagt, die Beziehung ist nicht gut, die Beziehung ist nicht gut. Ich denke auch, dass es mit einem gewissen Maß an "Leidensfähigkeit" zu tun hat. Irgendwann kommt einfach der Punkt, an dem man nicht mehr kann und dann wird eine Entscheidung kommen. Bei einigen geht das früher bei anderen dauert es länger (bei mir leider auch länger)

Inaktiver User
15.11.2006, 08:07
Bei mir ist es so, dass wenn er sich nicht meldet und ich ihn nicht sehe, ich mich garnicht so schlecht fühle.
Wie wäre es dann mit einer Kontaktsperre für den Mann?

Echtefuffzig
15.11.2006, 09:26
Hallo zusammen,
hier kurz meine Geschichte. Ich bin 47 Jahre alt, seit 25 Jahren verheiratet und seit einem Jahr von meinem Mann getrennt, na ja nicht wirklich. Er hat seit Mai 2005 eine andere, ist vor einem Jahr ausgezogen. Wir hatten aber bis vor 4 Wochen (16.10. Silberhochzeit) noch regelmäßigen Kontakt. Mal in die Richtung- es geht nicht mehr mit uns, mal - vielleicht haben wir den Bruch gebraucht, um eine neue Chance zu haben. Immer wieder nette Mails, Telefonate, Besuche. Dann wieder Funkstille. Nun also seit 4 Wochen. Und wenn ich gefragt werde, ob ich ihn überhaupt noch zurück wollte, kann ich keine eindeutige Antwort darauf geben. Eben wegen der verdammten Hoffnung, daß es doch noch klappen könnte mit uns. Aber es auch das Gefühl,nicht die Verliererin sein zu wollen.
Wie macht man das - Loslassen????
Freue mich über Antworten.
LG
Hyazinthe

Liebe Hyazinthe,

möchtest Du WIRLICH einen Mann zurück haben, der Dir so weh getan hat?
Und von dem Du NIEMALS genau wissen wirst, ob er es nicht WIEDER tun wird?

Befreie Dich von ihm, denn ER hat Dich verlassen!

Besinne Dich auf DICH, höre nach innen, lass' auch alle Gefühle zu und weine z. B. ruhig um ihn bzw. um Eure gemeinsame Zeit, die nun vorbei ist.

Das ist gesund! Und der erste Schritt zur "Befreiung"!

Seine "netten Mails" kann er sich an den Hut stecken, wenn die nur zu dem Zweck geschickt werden, um Dich bei Laune zu halten! Nur damit ER eventuell in's heimische Nest zurückkann, falls es mit der NEUEN nicht klappen sollte.

Zeige ihm die Zähne! Zeige Selbstvertrauen und STOLZ!

DU hast jetzt die Chance, Dein Leben zu bestimmen!

Fang' damit an und beziehe IHN NICHT damit ein.

Du hast etwas Besseres verdient!

Kopf hoch und alles Gute wünscht

Echtefuffzig

Inaktiver User
15.11.2006, 09:41
Beim erneuten Lesen der Überschrift flog mir spontan durch den Kopf:

Wenn die Hoffnung nicht sterben will, musst Du sie töten. Hier ist Sterbehilfe überlebensnotwendig für Deinen Seelenfrieden

chao-tin
15.11.2006, 10:03
Liebe Hyazinthe,

25 Jahre zusammen, das ist eine lange Zeit. Du schreibst vielleicht habt ihr den Bruch gebraucht um eine neue Chance zu bekommen. Das liest sich für mich so, als ob ihr vorher nicht wirklich glücklich zusammen wart.
Vielleicht machst Du Dir mal Gedanken darüber, ob nur Du diejenige bist die diese neue Chance sieht.
Ich selbst bin auch nach 17 Jahren getrennt von meinem Mann. Und natürlich wäre es gelogen zu sagen, da ist nichts mehr. Aber das was ist, ist entstanden durch die lange gemeinsame Zeit. Da ist sehr viel Gewohnheit dabei. Und manchmal ist es bequemer in diesen alten Gewohnheiten zu leben. Aber spannender ist es, sich endlich auf sich selbst zu konzentrieren und eigenständig für ein ausgefülltes Leben zu sorgen.
Wenn es dich jedesmal wieder (scheinbar) gefühlsmäßig erwischt nach den Kontakten, dann würde ich sie erst einmal meiden.
LG und Kopf hoch