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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine gemeinsamen Ziele-Aufbrechen?



Hija-de-la-luna
11.11.2006, 22:58
Hallo,
ich denke zur Zeit sehr viel über mein Leben nach weil ich immer wieder das Gefühl habe meinen Vorstellungen vom Leben "untreu" geworden zu sein. Ich lebe seit fast sieben Jahren in einer festen Beziehungen mit Hochs und Tiefs. Ich bin bin noch ziemlich jung und merke immer mehr dass mein Partner und ich sehr sehr unterschiedlich sind. Bisher war es nicht so ein Hindernis, aber nach so langer Zeit plant man dann doch ein wenig weiter: Kinder, Familie usw... Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen was mit wichtig ist und immer wieder stoße ich da auf Unverständnis seitens meines Partners. Das Problem ist, das er gar keine Zukunftsträume oder Vorstellungen hat. Er kann mir also auch nicht seine Vorstellung entgegenhalten. Es kommt von ihm einfach gar nichts...es ist wie ein schwarzes Loch, was alle meine Euphorie und Freude auf das was kommen mag erlischt. Für mich ist es ganz schwierig nicht ihm diese träume teilen zu können. Ich fühle mich furchtbar einsam in dieser Beziehung. Nicht dass der Eindruck entsteht wir verstünden uns nicht- nein sonst hätten wir es nicht so lange ausgehalten. Es ist schön mit ihm, aber über eine gewisse Entwicklung kommen wir nicht hinaus. Ich habe schon oft versucht mit ihn darüber zu reden aber er blockt ab. Er hat eine sehr pessimistische Weltsicht und depressive Phasen. Das ist auch wahrscheinlich der Grund weswegen er nicht planen kann.
Kennt ihr das, es ist schön aber es reicht einfach nicht für eine Zukunft, für eine Familie? Er ist wirklich ein sehr liebenswerter Mann, aber wir haben keine gemeinsamen Interessen und können auch über viele Themen nicht reden ohne uns zu streiten: Religion, Politik und Ausländer. Er hat da ziemlich krasse Ansichten und das verstärkt das Auseinanderdriften noch mehr.
Um zum Ende zu kommen: er ist ein sehr lieber Freund, hilfsbereit aufmerksam und liebevoll. Aber er hat sein Leben noch nicht im Griff und muss meiner Meinung nach auch an seiner seelischen Gesundheit arbeiten. Diese negative Weltsicht hat in diesen sieben Jahren eine freundlose Person gemacht. Ich will nicht dass er mich zu jemandem macht, den ich selbst nicht mag.
Was soll ich tun? Ich habe nicht den Mut aufzubrechen und für meine Vorstellungen zu kämpfen. Denn das würde Trennung, Einsamkeit und Schmerz bedeuten.
Hat jemand ähnliches erlebt? Ich freue mich über eure Beiträge!
Liebe Grüße

Inaktiver User
12.11.2006, 16:05
Hallo Hijo,


Denn das würde Trennung, Einsamkeit und Schmerz bedeuten.

Wer sagt das? Und wie lange dauert das verglichen zur Länge Deines Lebens? Les mal das Buch die Möwe Jonathan. Vielleicht ist es auch Deine Angst, die Dir das erzählt?

Hör nicht drauf!! Nur insofern, als du nix überstürzt, sondern Schritt für Schritt langsam gehst.

Viel Glück
nathaliethor

Inaktiver User
12.11.2006, 16:51
Ich möchte dir nicht raten aufzubrechen oder zu bleiben. Als ich deinen Thread las, war mein erster Gedanke - denke erstmal an dich selbst. Tue was für dich, versuche deine Ziele nicht auf ihn zu projezieren, sondern stecke dir selber kleine Ziele, die du erreichen möchtest. Ich meine nicht damit Familie und die weitere Zukunft.

Sondern wo möchtest du selber hin beruflich, neue Anreize schaffen quasi. Dann wird sich zeigen ob deine Beziehung noch weiter bestand hat, die Beziehung sich ändert oder gar es zum Abbruch kommt.

Die Angst behindert dich momentan zu gehen, also gebe dir Zeit darüber nachzudenken und breche nichts über das Knie.

Wenn die Zeit reif ist, wird dir die richtige Enstcheidung ins Auge springen!

lg sommer

Quirin
13.11.2006, 22:42
Hast Du mal mit ihm darüber gesprochen?

Hija-de-la-luna
15.11.2006, 20:25
Hallo,
danke für eure Anworten. Ja, ich habe mit ihm darüber gesprochen. Schon oft. Es ist immer sehr schwierig für mich und ich überwinde mich sehr bis ich es anspreche. Es tut ihm leid dass er keine Zukunftsperspektive hat, er weiß auch nicht warum. Aber weiter damit beschäftigen tut er sich dann doch nicht. Wir treten da auf der Stelle. Ich überlege, ob wir nicht zusammen mal zu einem Therapeuten sollten, aber dazu ist er überhaupt nicht bereit.
@ Sommer2006: diesen Plan hatte ich auch schon. Ich will versuchen mich mehr den Dingen zu widmen, die ich gerne mache, die mich auszeichnen und wo ich mich wohlfühle. Ich habe im Moment ziemlichen Stress im Job und bin deshalb da eingeschränkt. Aber im nächsten Jahr entspannt sich die LAge und es soll mehr als nur ein guter Vorsatz werden: dann geh ich meinen Weg.
Ich denke es muss nicht gleich Trennung bedeuten, aber ich muss darauf achten in meiner Entwicklung nicht gebremst zu werden. Entwerder es regt ihn auch an und bringt Schwung in unsere Beziehung, oder er bleibt auf der Strecke und wir müssen uns irgendwann trennen. Ich hoffe in der Praxis klappt das auch, denn ich bin eher ein Mensch der sich anpasst und Konflikten aus dem Weg geht.
Liebe Grüße
Hija-de-la-luna

Inaktiver User
15.11.2006, 21:10
ich bin eher ein Mensch der sich anpasst und Konflikten aus dem Weg geht.


und darauf musst du nicht erst bis zum nächsten jahr warten! damit kannst du eigentlich gleich morgen anfangen. Wann passt du dich an? Was hast du aufgegeben seit dem du mit ihm zusammen bist? was fehlt dir?
Was würdest du gerne machen? gibt es irgendeine sportart die du gerne ausführen möchtest? etc.

Ich denke die paarminuten am tag wirst du haben, dich das selber zu fragen. Vielleicht alles in ein Tagebuch schreiben, da wird mir oft klar was los ist, was fehlt oder anders gemacht werden sollte.

ja, der job kann immer stressig sein, es bedeutet aber auch, dann bewußter auf sich acht zu geben.:smirksmile:

lg sommer

sommer