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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anschreiben AG - Teilzeit nach Elternzeit



Lenobia
29.09.2013, 10:18
Hallo Zusammen!

Im Frühling nächsten Jahres geht meine 3-jährige Elternzeit zu Ende und ich möchte (und muß :zwinker:) wieder arbeiten gehen. Nun soll ich laut Personalstelle eine Email verfassen, in welcher ich meine Wünsche bzgl. einer Stundenverteilung äußern soll. Ich war vor der Schwangerschaft Vollzeit beschäftigt und möchte gerne in Teilzeit zurückkehren.

Hat jemand eine Art Musterbrief für mich? Ich habe im Netz leider nichts gefunden.
Ich würde gerne 20 Stunden arbeiten gehen, wenn möglich 5 Stunden von Montag bis Donnerstag, jeweils von 8 bis 13 Uhr.
Soll man dem AG mehrere Optionen vorschlagen, oder nur schreiben, dass über andere Varianten gesprochen werden kann?

Ich hatte auch erst überlegt, zwei ganze Tage und einen halben anzubieten, dann wäre ich aber immer auf Fremdbetreuung angewiesen, was ich eigentlich nicht möchte. Mein Kleiner wäre im KiGa bis 14 Uhr betreut.

Hat noch jemand Tipps? Worauf muß ich achten?

Danke und liebe Grüße
Lenobia

Tigerente
29.09.2013, 10:22
Musterbrief habe ich nicht, aber ich würde Dir raten, auf jeden Fall nicht mehrere Varianten vorzuschlagen, sondern erstmal Deinen Wunsch. Und dann schreiben, Du könntest Dir auch andere Varianten vorstellen und wärst gerne bereit in einem persönlichen Gespräch zu klären, welche Variante für alle Beteiligten die günstigste wäre.

Damit sagst Du klar, was Du eigentlich willst (vielleicht passt es Deinem Arbeitgeber ja sogar gut) und signalisierst gleichzeitig, dass Du flexibel bist.

Margali62
29.09.2013, 10:46
Lenobia, das liest sich doch schon gut. Schreib was du möchtest, also diese 4 Wochentage mit 5 Stunden.

Du hast dann weniger Urlaubstage, das weißt du?

Minstrel02
29.09.2013, 10:51
Ist es in D auch so, dass sich der Urlaubsanspruch auf Wochen bemisst? Dann hast Du völlig unabhängig davon, wie Du Dein Pensum aufteilst, Anspruch auf X Wochen Urlaub im Jahr. Für eine Woche brauchst Du je nachdem mehr oder weniger Urlaubstage - so entsteht dann ein veränderter Anspruch in Tagen.

Interessant ist noch die Frage, wie Dein AG den Zeitausgleich macht. Arbeitest Du Gleitzeit? Dann kann er Dir entweder an vier Tagen die 5 Stunden berechnen, oder er rechnet an 5 Tagen mit je 4 h. Du baust also im Laufe der Woche erst Stunden auf, die Du dann am Freitag wieder "einziehst". Das macht etwas aus, wenn Du krank wirst. Das sind aber Details, die Du ja noch anschauen kannst, wenn es soweit ist :blume:

Alles Gute für den Wiedereinstieg :blume:

Inaktiver User
29.09.2013, 10:54
Du hast dann weniger Urlaubstage, das weißt du?

Kann man nicht so pauschal sagen, hängt vom Arbeitsvertrag ab.

GoldenGate
29.09.2013, 11:20
Kurze Info: Ich arbeite auch nur an 4 Tagen in der Woche (je 6 Stunden). Habe 6 Wochen Urlaub im Jahr, genau wie die vollzeitbeschäftigten Kollegen. Zählt man die Tage einzeln sind es dann eben 24 Tage bei einer 4-Tage-Woche. Diese Berechnung ist kein Problem! Ich finde die 4-Tage Woche mit Kindern sehr angenehm, da man einen Vormittag für Erledigungen, Arzttermine usw hat. Würde jeder Teilzeitmutter dazu raten!

GoldenGate

Nocturna
29.09.2013, 11:35
Musterbrief habe ich nicht, aber ich würde Dir raten, auf jeden Fall nicht mehrere Varianten vorzuschlagen, sondern erstmal Deinen Wunsch. Und dann schreiben, Du könntest Dir auch andere Varianten vorstellen und wärst gerne bereit in einem persönlichen Gespräch zu klären, welche Variante für alle Beteiligten die günstigste wäre.
Genau so wie Tigerente das vorgeschlagen hat, würde ich es tun.

Ich habe damals klar eine 3 Tage-Woche favorisiert, mit der grundsätzlichen Bereitschaft auf Varianten. Ging ohne Wimpernzucken durch. Nur wer wagt, gewinnt.

P.S. Ich habe 18 Tage Urlaub, muss aber nur drei Tage Urlaub pro Woche einsetzen, weswegen das im Endeffekt auch wieder 6 Wochen Jahresurlaub gibt.

Alemanita
29.09.2013, 16:11
Habe ich auch so gemacht. Einen konkreten Vorschlag erstmal, dann in Verhandlung gegangen, wobei das alles abgesegnet wurde. Ich mache 5 x 5 Stunden. Hast du einen festen Zeitraum ausmachen müssen? Ich habe in den Brief geschrieben: voraussichtlich ein Jahr. Ich hoffe, das gibt keine Probleme, weil ich nicht vorhabe, nach einem Jahr ganztags zurückzugehen, aber mir die Option offen lassen will, falls fast ist...(nur Interessehalber, arbeite nicht in DE und bei uns sind es andere Gesetze).

mkr
29.09.2013, 16:31
Du hast dann weniger Urlaubstage, das weißt du?
diese Aussage ist ein wenig irreführend


Zitat Nocturna
P.S. Ich habe 18 Tage Urlaub, muss aber nur drei Tage Urlaub pro Woche einsetzen, weswegen das im Endeffekt auch wieder 6 Wochen Jahresurlaub gibt.
genau so sollte es bei Teilzeitkräften geregelt werden.

Margali62
29.09.2013, 16:48
Ihr glaubt gar nicht, wieviele Frauen meinen, sie hätten 30 Tage Urlaub.

Inaktiver User
29.09.2013, 17:03
Ihr glaubt gar nicht, wieviele Frauen meinen, sie hätten 30 Tage Urlaub.

Kann doch sein?

Lenobia
29.09.2013, 19:58
Vielen Dank für eure Antworten und den damit verbundenen Denkanstößen. Ich werde mich dann gleich mal an eine Email begeben.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag Abend
Lenobia

Nachwuchs2010
30.09.2013, 08:52
Ein Punkt fällt mir in diesem Zusammenhang noch ein:

In der Brigitte gab es vor einiger Zeit mal einen Artikel zum Thema "Teilzeitfalle". Da ging es darum, dass viele Frauen Probleme haben, von Teilzeit nach der Elternzeit irgendwann wieder auf Vollzeit umzusteigen, da der AG ihnen die zusätzlichen Stunden verwehrt (z.B. weil eben alle Stunden durch Neueinstellungen o.ä. anderweitig "vergeben" und nicht budgetiert sind). Von daher solltest du - wenn du vorhast, irgendwann wieder mehr als diese 20 Stunden zu arbeiten - das auch jetzt schon thematisieren und schriftlich festhalten. Also z.B. "ein Jahr 20 Stunden/Woche, ein weiteres Jahr 30 Stunden/Woche und danach wieder Vollzeit".

Nachwuchs2010
30.09.2013, 08:52
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Nachwuchs2010
30.09.2013, 08:54
Kann doch sein?

Ja, scales, aber eben nur bei 5 Arbeitstagen/Woche. Bei weniger Arbeitstagen/Woche entsprechend nur anteilig.

Inaktiver User
30.09.2013, 09:05
Ja, scales, aber eben nur bei 5 Arbeitstagen/Woche. Bei weniger Arbeitstagen/Woche entsprechend nur anteilig.

Das habe ich doch schon gesagt, es hängt vom Arbeitsvertrag und den innerbetrieblichen Regelungen ab. Da gibt es im Jobforum zig Stränge zu.

Als ich noch 80%/vier Tage gearbeitet hab, hatte ich durchaus 30 Urlaubstage, wie die Kollegen auch. Ich musste dann aber für eine Woche Urlaub auch fünf Urlaubstage einsetzen.

felina78
30.09.2013, 13:14
In dem Thema bin ich auch gerade mittendrin :unterwerf:.
Mir hat der Betriebsrat geraten, einen so genannten Hilfsantrag zu stellen. Also erstmal meinen Wunsch (wieviele Stunden an welchem Tag) zu schreiben und dann, einen Absatz tiefer, was ich mir vorstellen könnte wenn dieser Antrag begründet abgelehnt wird. Ich habe gelesen, dass man nur alle 2 Jahre einen Antrag stellen kann. Wenn dieser eine (sehr spezielle Antrag) also abgelehnt wird, dann schaut man unter Umständen blöd.
Wenn Du mir eine PN mit Deiner E-Mail-Adresse schickst, dann sende ich Dir gerne meinen Antrag zu. Ob er Erfolg hat weiß ich aber noch nicht. Ist gerade schwierig. Naja, sollte sich bis zum 28.10. keiner gemeldet haben, ist der Antrag automatisch genehmigt. Hab den Antrag schon Anfang Juli eingereicht und Ende November endet die Elternzeit.

Nachwuchs2010
30.09.2013, 13:21
Das habe ich doch schon gesagt, es hängt vom Arbeitsvertrag und den innerbetrieblichen Regelungen ab. Da gibt es im Jobforum zig Stränge zu.

Als ich noch 80%/vier Tage gearbeitet hab, hatte ich durchaus 30 Urlaubstage, wie die Kollegen auch. Ich musste dann aber für eine Woche Urlaub auch fünf Urlaubstage einsetzen.

Aber das funktioniert doch nur, solange du komplette Urlaubswochen nimmst, oder? Wie wurde es gehandhabt, wenn du einzelne Tage Urlaub nehmen wolltest? Dann wärst du doch durch diese Regelung bessergestellt den Kollegen gegenüber? Oder musstet du dann für einen freien Tag 1,25 Urlaubstage einsetzen? Und wie ist es geregelt in Wochen, in denen Feiertage liegen?

Inaktiver User
30.09.2013, 13:46
Aber das funktioniert doch nur, solange du komplette Urlaubswochen nimmst, oder? Wie wurde es gehandhabt, wenn du einzelne Tage Urlaub nehmen wolltest? Dann wärst du doch durch diese Regelung bessergestellt den Kollegen gegenüber? Oder musstet du dann für einen freien Tag 1,25 Urlaubstage einsetzen? Und wie ist es geregelt in Wochen, in denen Feiertage liegen?

Es ist hier nicht das Thema, trotzdem: ich hatte im Arbeitszeiterfassungssystem eine Sollstundenzahl von 6 Stunden pro Tag, verteilt auf 5 Tage. Jeder Urlaubstag war auch nur 6 Stunden "wert", genauso wie jeder Feiertag.

Inaktiver User
30.09.2013, 13:53
Ein Punkt fällt mir in diesem Zusammenhang noch ein:

In der Brigitte gab es vor einiger Zeit mal einen Artikel zum Thema "Teilzeitfalle". Da ging es darum, dass viele Frauen Probleme haben, von Teilzeit nach der Elternzeit irgendwann wieder auf Vollzeit umzusteigen, da der AG ihnen die zusätzlichen Stunden verwehrt (z.B. weil eben alle Stunden durch Neueinstellungen o.ä. anderweitig "vergeben" und nicht budgetiert sind). Von daher solltest du - wenn du vorhast, irgendwann wieder mehr als diese 20 Stunden zu arbeiten - das auch jetzt schon thematisieren und schriftlich festhalten. Also z.B. "ein Jahr 20 Stunden/Woche, ein weiteres Jahr 30 Stunden/Woche und danach wieder Vollzeit".

Man hat zwar einen Rechtsanspruch auf Teilzeit, aber keinen Anspruch auf Wiederaufstockung. Manche Arbeitgeber ermöglichen eine Art "Teilzeit auf Probe" - müssen sie aber meines Wissens nicht.

katlyn
30.09.2013, 15:11
Was Nachwuchs 2010 oben schreibt, ist ganz, ganz wichtig! Wenn du deine Vollzeitarbeitsstelle behalten willst, befriste deine Teilzeitarbeit von vorneherein wegen Kindererziehung (das geht bis zum 18. Lebensjahr der Kinder), damit du jederzeit wieder auf deine Vollzeitarbeitsstelle zurück kannst. Ansonsten nagelt dich der Arbeitgeber womöglich noch auf deine Teilzeitarbeitsstelle fest.

Was übrigens bei mir auch definitiv so ist (ich arbeite im öffentlichen Dienst): Mein Arbeitgeber könnte mir - durch die Befristung meiner Teilzeitarbeit - meine Vollzeitarbeitsstelle nicht verwähren, wenn ich wieder darauf zurück will, allerdings die Aufstockung meiner Arbeitszeit - z.B. von meinen derzeitigen 19,5 Std. auf 30 Std. oder so - sehr wohl! Eine Aufstockung der Stunden kann mir der Arbeitgeber verwähren (z.B. Mangels Personalbedarf) nur meine Vollzeitstelle nicht, da ich einen Ursprungs-Vollzeitarbeitsvertrag habe, auf den ich jederzeit zurückgreifen kann - WENN ich die Teilzeit befristet habe! (Daher ist die Befristung der Teilzeit auch so wichtig. Ich befriste immer für ein Jahr und verlängere das dann immer wieder um ein weiteres Jahr.)

Lenobia
20.12.2013, 21:43
Ein kleines Update von mir:

ich hatte am Montag ein Gespräch mit der Personalstelle. Ich kann mit 21 Stunden zurückkehren und sogar in meine alte Abteilung! Ich habe mich so darüber gefreut! :jubel:

Nur die Aufteilung der Stunden erfolgt anders. Einen Tag muß ich voll kommen die anderen Tage bespreche ich noch mit meiner Teamleiterin.

Noch einmal Danke an alle für eure Tipps und schöne Weihnachten

Lenobia

Margali62
21.12.2013, 10:09
Lenobia, toll! Und noch in die alte Abteilung zurück, ein Glückstreffer! Dir auch schöne Weihnachten! :nikolaus:

Nocturna
21.12.2013, 11:40
Prima!
Tolles Weihnachtsgeschenk sozusagen. :nikolaus: