PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tiere aus dem Ausland /Flugpatenschaften



moonlight312
01.11.2006, 15:25
Da ich mich das Schicksal von Tiere aus dem Ausland, vorallem südlichen Ländern wie z.B. Spanien, Ungarn etc., sehr nah geht, versuche ich seit einiger Zeit einige Vereine zu unterstützen die eben diese Tiere (also hunde und katzen) nach Deutschland vermitteln. Meine Unterstützung ist nur ein miniklitze bischen, eben das was in meiner Macht steht. Und so einige Positive ereignisse lassen mich dann auch immer wieder neue kraft schöpfen dmit nicht aufzuhören. Denn sehr oft bekomme ich zu hören, dass Tiere aus dem Ausland doch krankheiten nach dtl bringen (quatsch, sie sind geimpft, entwurmt, kastriert und kommen ohne gesundheitszeugnis gar nicht über die grenze..) und Deutschland ja voll von suchenden tieren sei. ja, letzteres ist richtig, aber in deutschen TH gehts im vergleich noch "sehr gut". in anderen ländern werden tiere getötet wenn sie länger (oder manchmal auch nicht lange) in sog. tötungsstationen sitzen, es gibt keine wirklichen tieerschutzgesetze, tiere weden am laufenden band ausgesetzt und es ist quasi normal dass viele einfach rumstreunern und irgendwann vor einem auto landen. genauso "normal" ist es ungewollte tiere in der mülltonne, toilette oder sonst wo zu entsorgen... :(

SInd nicht alle tiere dieser welt es wert dass man sich für sie einsetzt, egal wo das schicksal es gewollt hat dass sie geboren worden. Soll man die augen verschliessen nur weil ein tier jenseits der grenze ist und hilfe braucht???

ich wollte an dieser Stelle einfach mal fragen ob es hier vielleicht den ein oder anderen gibt, der vielleicht ein tier aus dem ausland hat, sich vielleicht selbst für ausländische tiere stark macht oder aber ob ihr auch schonmal über flugpatenschaften nachgedacht habt ??

bienie
01.11.2006, 18:12
Hallo Moonlight!
Also bei mir zuhause wetzen zwei Spanier durch die Gegend. Eigentlich purer Zufall, denn alles begann mit einem niedlichen Bild in einer Tierzeitschrift, wo Paten gesucht wurden. Mir gefiel darin eine Hündin so sehr, dass ich mich anmeldete. Diese Hündin lebte in Spanien, genauer gesagt in Manresa.
Da aber die Hündin bereits schon ein neues Herrchen gefunden hatte, bekamen wir einen sehr lieben Brief der dortigen Tierheimleiterin - der Beginn einer langen und interessanten Bekanntschaft. Natürlich habe ich mir wieder ein Patentier dort ausgesucht und als unser damaliger Hund starb, wurde unser großer schwarzer King "eingeflogen". Ein wunderbarer Charakter, von der Rasse her ein echter "Spanischer Schatz". Keine Ahnung, was da drin ist, aber er ist sehr sozial und auch Menschen gegenüber ein echter Liebling. Wegen seines schwarzen Fells gehen viele auf Abstand zu ihm, manchmal auch gut so, dass sie nicht wissen, dass er keiner Fliege (naja nicht ganz, Fliegen und Mäuse sollten einen Bogen machen) zuleide tun kann.
Danach hatten wir wieder eine Spanierin, die allerdings bereits in Deutschland schon vermittelt war aber wegen "Unsportlichkeit des Hundes " abgegeben wurde. Vier Jahre lebte sie dann bei uns, wurde leider krank (Diabetes und Blindheit), aber sie hat uns so viel gegeben, wie man gar nicht auf die Schnelle beschreiben kann. Unsere Tira.
Ja und seit ca. 3 Wochen lebt nun Raica bei uns, so etwas wie ein Handtaschenhund - ebenfalls ursprünglich aus Spanien, wurde auch nach Deutschland vermittelt und war jetzt ein Trennungsopfer. Wunderbar - wieder ein sehr sozialer Hund! Strotzt vor Gesundheit und Lebensfreude. Wir werde immer wieder beim Spazierengehen auf die Hunde angesprochen.

Wir unterstützen das Tierheim auch immer wieder finanziell, die Familie hat ihre Patenhunde und immer wieder guten Kontakt zur Tierheimleiterin, die uns auch die Sorgen und Nöte mitteilt (gebrochene Rohre, eingestürztes Dach usw.).
Sie haben auch eine tolle Homepage, schau mal nach unter:
www.tierheim-manresa.de.

Wir bereuen nicht, kleine Spanier aufgenommen zu haben, unterstützen allerdings zusätzlich noch ein Tierheim in Deutschland aber wie Du sagst - wenn die Tiere einmach wenigsens in Deutschland sind, geht es ihnen schon besser! Freunde von mir
holen sich immer wieder Hunde aus dt. Tierheimen (wobei die vorher z. T. auch aus dem Ausland bereits eingeführt wurden).

Herzliche Grüße...Bienie

moonlight312
01.11.2006, 18:27
hallo,

toll direkt so eine positive resonanz zu bekommen und toll dass du den tieren aus spanien eine chance gibst :) ich freu mich immer riesig so etwas zu lesen !!

ich finds aber auch toll, wenn leute sich überhaupt tiere aus tierheimen holen, egal ob dtl oder ausland, anstatt von einem Züchter. jemand sagte mir diessbezüglich vor kürzem .. "warum soll ich mir erst ein tier "machen lassen" (vom züchter) wenn es soviele arme geschöpfe schon gibt die auf ein zuhause warten" ...

die homepage werde ich mir gleich mal ansehen :)

bienie
01.11.2006, 20:27
Liebe Moonlight,
ich sehe es genauso! Es gibt so viele arme Geschöpfe, die dringend ein Zuhause suchen, haben vielleicht zu kurze Beine, ein zerzaustes Fell oder schiefe Zähne - aber sie sind einfach Lebewesen! Wir Menschen haben dafür gesorgt, dass es sie gibt und wir sollten auch dafür die Verantwortung tragen.
Natürlich gibt es wunderschöne Züchtungen, aber zunächst einmal würde ich mir immer (!!!) wieder ein Tier aus einem Tierheim holen.
Ich könnte nie ohne ein Tier leben!

Herzliche Grüße...Bienie!

Inaktiver User
01.11.2006, 20:40
Zunächst möchte ich anführen, dass wir auch einen Tierheim-Hund haben, der uns viel Freude macht. Allerdings habe ich gestern/vorgestern einen Bericht in einer seriösen Zeitung gelesen, dass ZUNEHMEND im Ausland Hunde bewußt herangezüchtet werden, um sie später an Ausländer (bevorzugt Deutsche) "abzugeben" - gegen Geld, vermute ich mal'.

DAS kann es doch auch nicht sein....WIR sind doch nicht die Hunde-/Katzenretter für ALLE und jedes Land. Wo bleibt die Eigenverantwortung (des jeweiligen LANDES) den Tieren gegenüber ?????

Auch unsere Tierheime quellen über (speziell ältere Tiere sind schlecht zu vermitteln), da ist ein Tier aus dem Ausland gerne willkommen ???!!!! Verkehrte Welt!

moonlight312
01.11.2006, 20:54
cindy so soll es natürlich nicht sein, absolut klar !!! wie ich bereits schrieb, finde ich es genauso wichtig deutsche tierheime zu unterstützen.

was das heranzüchten anbelangt. davon höre ich zum erstenmal. ich bezweifle nicht dass es so was gibt, aber das sind dann wohl eher "ausnahmen" die den ganzen auslän. tierschutz wieder ins negative rücken :( von den orgas die ich kenne, sind keine tiere herangezüchtet .. das sind tiere die aus tötungsstationen befreit wurden , von den straßen gelesen wo sie sonst verhungert/überfahren worden wären oder von irgendwelchen menschen einfach abgegeben worden...

bienie
02.11.2006, 23:26
Hallo Moonlight,

ich teile mit Dir die Meinung, dass mit solchen Aktionen die ausländischen Tierheime in Mißkredit geraten - leider gibt es überall schwarze Schafe.

Unsere Tira wurde z. B. gerade noch vor der Tötung gerettet, Hundefänger hatten sie mit ihren Welpen aufgegriffen. Für die Mitarbeiter des Tierheims eine schwere Aufgabe, sich die Tiere auszusuchen, die weiter leben dürfen!

Fakt ist: Egal ob ein Tier aus dem In- oder Ausland - man muss sich genau damit beschäftigen!
Das Tierheim in Spanien, das wir unterstützen, vermittelt z. B. sehr viele Tiere im eigenen Land!
Moonglight, warst Du schon auf der von mir genannten Homepage?

Herzliche Grüße...Bienie

Madhouse
03.11.2006, 10:06
Hallo,

ich habe zwar kein Tier aus dem Ausland, aber ich finde es sehr wichtig diesen Tieren eine Chance in Deutschland zu geben, auch wenn in Deutschland die Tierheime schon überfüllt sind. Die Tiere können nix dafür, das sie nicht hier bei uns geboren wurden. Der Tierschutz sollte nicht vor den Landesgrenzen halt machen. Die Tiere werden in den Länder angeschafft und werden, wenn man sie nicht mehr braucht, wie Müll entsorgt. Leider gibt es in diesen Ländern kaum soetwas wie ein Tierschutzgesetz und wenn, dann wird es kaum eingehalten. Ein Tier vom Züchtern kommt für mich sowieso nicht in Frage. Ich möchte hier keinen Züchtern angreifen, aber warum muss auf Teufel komm raus gezüchtet werden, wenn es soviele Tiere in Tierheimen auf ein neues Zuhause warten?

LG
Stephanie

bienie
04.11.2006, 01:04
Liebe Stephanie,
Du sprichst mir aus der Seele!

Übrigens hatten wir vorher auch zwei Hunde - allerdings aus Deutschland! Welpen, die unbedingt weg mussten, der erste Hund, den wir hatten war der Abkömmling einer fremdgegangenen Jagdhündin (die war reinrassig, er nicht), wir hatten jahrelang einen Traumhund.
Der nächste kam von einem Hof, das Frauchen der Hündin hat sie nie kastrieren lassen, da ja auch die Welpen "Gott gewollt"sind - nur weg sollten sie dann! War auch ein sehr einprägsames Exepmlar!

Die Südländer bei uns waren erst so gar nicht geplant, aber wir wollten keinen missen - sie sind auf jeden Fall sozial sehr verträglich!
Ich gehe allerdings auch im Ausland mit offenen Augen in die Gegend! In Südfrankreich sind mir einmal eingepferchte Jagdhunde aufgefallen - ich habe mich gleich an den Europäischen Tierschutz gewandt mit Ortsangabe! In wievielen Ländern gibt es die Aktion "sauberes Hotel"- ein Hunde- u. Katzenelend!

Schade, dass es immer noch nicht so viele Menschen gibt, die unsere Mitkreaturen besser achten! Aber wie heißt es so in etwa?
Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Kriege geben?

Herzliche Grüße...Bienie

Cook3
04.11.2006, 04:12
Moonlight,

ich nehme immer wieder als Pflegestelle Hunde aus dem Mittelmeerraum auf, damit sie dann in Deutschland bessere Chancen zur Vermittlung haben.

Wir (die Tierschützer und die Hunde) sind auf die Flugpaten angewiesen. Die Transporte per Auto sind für Mensch und Hund eine echte Strapaze.

Es freut mich jedesmal, wenn ich auf Menschen treffe, die einfach aktiv werden, ohne lange rumzulabern.

Gruß
Cook3

moonlight312
04.11.2006, 11:54
wie toll hier von so vielen zu lesen, die dem positiv eingestellt sind :)

cook, ja so gehts mir auch immer :) "arbeitest" du mit einem speziellen verin zusammen oder guckst du wo pflegebedarf besteht?

Inaktiver User
04.11.2006, 18:47
Ich bin zwar nicht cook, aber trotzdem:

Ich "arbeite" mit einer bestimmten Organisation zusammen, die ich in unserer Zeit in Neapel kennengelernt habe. Dort kenne ich die praktizierenden Tierärzte, weiß um den Bedarf an Hilfe und sehe auch, wo die Sachen landen, die gespendet wurden. Bzw. ich sehe, wie sorgfältig nach neuen Besitzern von Hunden und Katzen gesucht wird und wie hart für eine Änderung der Zustände zum Besseren hin gearbeitet wird.

moonlight312
04.11.2006, 18:49
darf ich fragen welche? etwas "werbung" dafür kann ja auch nicht schaden ;)

Cook3
05.11.2006, 07:11
wie toll hier von so vielen zu lesen, die dem positiv eingestellt sind :)

cook, ja so gehts mir auch immer :) "arbeitest" du mit einem speziellen verin zusammen oder guckst du wo pflegebedarf besteht?

Ich habe drei Kontakte, die sind informiert und können sich bei Bedarf melden.

Ich schaue aber auch immer die aktuellen Seiten durch und wenn da ein Hilferuf mich anspricht, schreibe ich, daß ich für eine Pflegestelle zur Verfügung stehe. Natürlich nur, wenn ich nicht gerade durch einen Pflegling belegt bin.

Ich nehme mir auch die Freiheit mir Hunde auszusuchen, die mir besonders gefallen. Z. B. Windhunde und Molosser.
Im Prinzip ist es aber egal. Es muß halt zu meinem Hund, ein kastrierter Rüde, passen.

Aktuell warte ich gerade auf einen Galgorüden, zwei Jahre alt, zimtfarben. Danach, wenn es noch notwendig ist, werde ich einen Mastin Espaniol aufnehmen. Wobei mich der so angerührt hat, daß ich ihn vielleicht ganz übernehme - völlig irrational.
Aber so ähnlich ist auch mein derzeitiger Begleiter (Bild im Profil) bei mir hängen geblieben.

Cook3

Floehchen
06.11.2006, 15:39
Ich finde das auch toll, wenn man einem armen Tierchen aus den südlichen Ländern ein neues Heim geben kann!
Ich selber bin zwar auch zahlendes Mitglied im Tierschutzverein und kaufe im Ausland immer Futter oder teile mein Abendessen mit den armen hungernden Kerlchen, aber die Ziele, die wir so ansteuern, verfügen leider nicht über deutsche Tierheim, die dann Flupaten suchen.
Meine Eltern aber fliegen jedes Jahr im Herbst für 4 Wochen nach Fuerteventure und bringen von dort jedes mal als Flugpaten zwei Hundies mit! Das ist immer total schön zu sehen wie die neuen Familen schon ganz aufgeregt am Gate auf Ihre neuen Lieblinge warten!
Aber auch meine Eltern mussten sich auch dort unten schon von vielen deutschen Touristen beschimpfen lassen, dass es unmöglich sei noch mehr Tiere nach Deutschland zu "schleppen"!
Dabei sind dies ausschließlich bereits vermittelte Hunde!
Ich finde es super, dass es das gibt und würde es ebenfalls sofort tun!

moonlight312
06.11.2006, 16:05
flöhchen,

das sind meist keine deutschen tierheime die flugpaten suchen, sondern orgas aus entsprechden ländern (städten) die "helfer" in deutschland haben und bereits vermittelte tierchen (via homepage u.ä.) nach dtl fliegen lassen wollen. Wenn du mal wieder fliegst und nicht sicher bist, ob ür das ziel flugpaten gesucht sind, kannst du dich gern an mich wenden, ich helfe gern. auch ist www.flugpaten.com eine gute adresse :)

junia
06.11.2006, 19:03
Hallo,

und wir haben eine super toole Katze aus Spanien. Sie wurde von einem privaten Tierschutz mit ihren Geschwistern an der Futterstelle aufgegriffen und damit noch Vermittlungschancen da sind per Hand aufgezogen. Trotzdem ist sie prima sozialisiert, sehr anhänglich und eine Schönheit sowieso. Ich würde es jederzeit wieder tun, würde aber jedem raten sich über das Tier zu informieren welches man haben möchte, denn nach Spanien zurückschicken kann man es nicht.

Gruß Junia

moonlight312
06.11.2006, 20:40
Hallo,

und wir haben eine super toole Katze aus Spanien. Sie wurde von einem privaten Tierschutz mit ihren Geschwistern an der Futterstelle aufgegriffen und damit noch Vermittlungschancen da sind per Hand aufgezogen. Trotzdem ist sie prima sozialisiert, sehr anhänglich und eine Schönheit sowieso. Ich würde es jederzeit wieder tun, würde aber jedem raten sich über das Tier zu informieren welches man haben möchte, denn nach Spanien zurückschicken kann man es nicht.

Gruß Junia


darf ich fragen von welchem verein... bin in der hinsicht immer sehr neugierig :)

Floehchen
07.11.2006, 11:16
flöhchen,

das sind meist keine deutschen tierheime die flugpaten suchen, sondern orgas aus entsprechden ländern (städten) die "helfer" in deutschland haben und bereits vermittelte tierchen (via homepage u.ä.) nach dtl fliegen lassen wollen. Wenn du mal wieder fliegst und nicht sicher bist, ob ür das ziel flugpaten gesucht sind, kannst du dich gern an mich wenden, ich helfe gern. auch ist www.flugpaten.com eine gute adresse :)


werd ich mir merken!!
vielen dank!
:-)