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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Soll man sich selber einladen?



Ophelia2
01.11.2006, 11:11
Hallo, Leute aus dem Umgangsforum

Im Freundschaftsforum schreibt eine Frau, sie wäre sehr verletzt, dass sie von ihrer Bekannten nicht an die Geburtstagsparty eingeladen worden sei.

Mein Rat war erst: "ruf doch das nächste Mal an und frag ganz höflich, ob du auch kommen kannst". Bei mir an meiner Hochzeit (vor x Jahren) hat eine Gästin dies so gemacht und ich war nicht erbost, sondern geschmeichelt, dass jemand an meine Hochzeit kommen möchte. Ich war dann aber doch etwas unsicher und habe die Antwort wieder verworfen.

Was meint ihr dazu? Ich finde eigentlich nichts dabei, wenn man kurz und höflich anfragt, ob man sich bei einer Feier dazugesellen kann, vorausgesetzt natürlich, die Anwesenheit wäre passend und es handelt sich wirklich nur um eine formlose Party (und nicht um eine Famlienfeier oder ähnlich).

Ophelia

Inaktiver User
01.11.2006, 12:00
Hallo Ophelia,
ich sehe das anders. Selbst einladen geht für mich gar nicht. Wenn ich Leute einlade, egal ob zu größerer Party oder zu Essen in kleinem Kreis, dann überlege ich mir schon sehr gut, wen ich einlade, wer in den Kreis paßt usw.
Hat also immer einen "Grund" (nicht negativ gemeint), wenn jemand eben nicht eingeladen wird.
Letztes Jahr Silvester habe ich da leider schlechte Erfahrungen gemacht - wir wollten zwei befreundete Paare mit Kindern einladen, sollte bewußt keine große Party werden und auf diese Leute begrenzt werden.
Worauf ein befreundetes Paar des einen Gästepaares (das wir kaum kannten) sich sehr aufdringlich selbst mit einladen wollte.
Ich fand das damals sehr unverschämt und es war noch dazu extrem schwierig für mich, den Leuten das höflich beizubringen und den Abend eben so zu gestalten wie WIR das geplant hatten.
Deshalb sage ich: Selbst einladen - :schild nein:

LG
Sanssouci

Ophelia2
01.11.2006, 13:01
Hallo SansSouci

Tja, mir macht es eben meist wirklich nichts aus, wenn jemand höflich (!) fragt, ob er sich bei einer Feier dazugesellen könne. Meist lade ich nämlich einfach ein und überlege nicht tagelang hin und her, ob ich nun X einladen solle und wenn nein, wieso nicht und so weiter... die Runden, die dann zufällig entstehen, sind oft die entspanntesten.

Ich habe auch schon eine Freundin eingeladen und sie hat gefragt, ob ihr Mann auch kommen könne, was natürlich selbstverständlich war.

Im Fall der Threaderstellerin ging es darum, dass sie sehr verletzt war, dass sie nicht eingeladen war....also wenn es jemandem besser geht, wenn er z.B. an meine Geburtstagsparty kommen kann, dann kann ich ihm diesen Wunsch doch nicht abschlagen. (Vorausgesetzt natürlich, dass ich die Person einigermassen abkann...)

Schwierig, wäre es erst, wenn sich jemand bei mir einladen würde, den ich partout nicht haben möchte, aber das ist bisher noch nicht vorgekommen.

Aber es ist gut, auch mal andere Meinungen zu hören.

Grüsse

Ophelia

Inaktiver User
01.11.2006, 13:12
Sich selbst einzuladen empfinde ich als faux-pas allererster Güte. Egal, um welchen Anlass es sich handelt: wenn ich offiziell eingeladen bin, bin ich eingeladen und wenn nicht, dann nicht. Der Gastgeber hat sich doch was überlegt dabei!

Und wenn ich zum Fest einer sogenannten Freundin nicht eingeladen wäre, dann müsste ich mir Gedanken darüber machen, warum das so ist. Aber uneingeladen hingehen käme für mich niemals in Frage.

Brava :smile:

Inaktiver User
01.11.2006, 13:17
selbst einladen geht überhaupt nicht, was soll der gastgeber auf eine selbsteinladung denn auch erwidern: sorry, aber ich will dich nicht dabei haben?! warum sollte ich mich auch selbst einladen, wenn mich jemand nciht dabei haben will, hat das doch gründe, die auch manchmal nicht in meiner person liegen müssen ...

Ophelia2
01.11.2006, 13:29
Hallo Brava

Es kommt natürlich drauf an, ob ich die anderen Gäste kenne. Ich habe viele Freunde, bei denen ich keine einzige Person aus ihrem Umfeld kenne. Dann würde ich mich natürlich auch nicht selber einladen.

Im letzten Sommer habe ich übrigens im Haus meines Freundes meine Geburtstagsparty gegeben. Eine seiner Bekannten (mir eigentlich sehr sympathisch) hat sich kurzerhand im Laufe des Abends selber eingeladen. (Ich hätte sie ja auch nicht abweisen können...) An ihrer eigene Party hat sie mich aber nicht eingeladen, nur meinen Freund. Also bei solchen Leuten werde mich in Zukunft auch selber einladen.

Und wenn man jemanden jahrelang kennt und plötzlich nicht mehr zur Geburtstagsparty eingeladen wird, ist dies wohl auch mal ein Gespräch wert...

Übrigens: die Person, die sich (durch die Blume, aber unmissverständlich) an meine Hochzeit eingeladen hat, wollte einfach ihren Freund begleiten. Ich hatte glatt vergessen, sie auch einzuladen... war dann wohl eher mein faux-pas, nur meinen Kumpel ohne seine neue Partnerin einzuladen.

Grüsse

Ophelia

Kuschelig
01.11.2006, 13:59
Hallo!

Finde auch, dass eine Selbsteinladung überhaupt nicht in Frage kommt. Peinlichkeit allererster Güte.

Meiner Meinung nach wird ganz bewußt eingeladen oder eben nicht eingeladen.
Als "nicht eingeladener" muss man sich wohl Gedanken machen, woran das liegen könnte.
Auch eine Freundschaft sollte ausgewogen gepflegt werden - vielleicht war der eigene Anteil über längere Zeit für die anderen nicht mehr spürbar.

Ophelia2
01.11.2006, 14:10
Kuschelig

Und sie sieht es denn bei der Light-Variante der Selbsteinladung aus, wenn man sich dem Partner anschliesst?

Wir hatten das Thema kürzlich im Forum "Einaldung nur an eine Hälfte des Partners"... Das überschneiden sich ja die faux-passes, weil ich es auch unhöflich finde, nur einen Partner einzuladen.

Ich finde es das Natürlichste der Welt und habe es auch schon oft erlebt, dass man eben nachfragt, ob man den Partner mitnehmen kann (vorausgesetzt, er passt in die Runde).

Und wenn ich z.B. Logierbesuch habe, möchte ich den auch mitnehmen können, wenn ich z.B. eingeladen bin. Ich lasse sicher nicht meinen Besuch alleine in meiner Wohnung und amüsiere mich an einer Party.

Ophelia

Inaktiver User
01.11.2006, 14:16
Ophelia,
das mit den Paaren ist natürlich eine ganz andere Geschichte. Paare würde ich im Prinzip von vornherein gemeinsam einladen.
Es sei denn, eine Paarhälfte benimmt sich so permanent daneben wie in dem Strang vor ein paar Wochen dargestellt.

LG
Sanssouci

Inaktiver User
01.11.2006, 14:17
Ach ja, Ausnahmen sind da auch reine Frauen- bzw. Männerabende. Da haben die Partner natürlich nix verloren.:ooooh:

Ophelia2
01.11.2006, 14:19
Es ist mir übrigens vor ein paar Wochen tatsächlich passiert, dass ich vergessen habe, einen meiner besten Freunde zu meinem Geburtstag einzuladen.

Er hat endlich wieder mal eine Beziehung nach vielen, vielen Jahren und war so absorbiert durch seine neue Liebe, dass ich wirklich vergessen habe, ihn einzuladen. Ich konnte mich gerade noch aus der Affäre ziehen, indem ich das Thema umgelenkt habe, als die Sprache auf meinen Geburtstag kam. Hätte er sich selber eingeladen, wäre ich natürlich hocherfreut gewesen...

Grüsse

Ophelia

Islabonita
01.11.2006, 14:29
Ich finde auch, dass es absolut unmöglich ist, sich irgendwo selbst einzuladen. Das haben diverse VorschreiberInnen ja bereits gesagt.
Bei der Paar-Geschichte gehört es sich meiner Meinung nach so, dass es Sache des eingeladenen Partners ist, die Sache anzusprechen beim Gastgeber und nachzufragen, ob man den Partner mitbringen darf. Wenn der Gastgeber das aus welchen Gründen auch immer nicht möchte, dann kann der Eingeladene immer noch entscheiden, ob er alleine hingeht oder die Einladung dann ablehnt.

Gruß

Bobby11
01.11.2006, 14:35
Selbst-Einladungen finde ich nur peinlich und dem in die Enge gedrückten Gastgeben gegenüber vollkommen rücksichtslos!!

Als ordentlicher Gastgeber bereitet man sich vor auf sein Fest: wer wird eingeladen, wie viele? wer kennt sich, welche Konstellationen sind kritisch? was wird kulinarisch/musikalisch geboten? welche häuslichen Vorbereitungen sind zu treffen? was wird evt. für Kinder geboten? welchen zeitlichen Rahmen umspannt das Ganze?

Eine schöne Aufgabe, aber eben die des Gastgebers, der sich auf sein Fest freut und dieses selber steuern möchte! Und nur weil manche Menschen davon gehört haben und auch gerne teilnehmen wollen, laden sie sich selber ein? Eine Frechheit wie ich finde.

Es gibt viele Gelegenheiten, zusammenzukommen, z.B. kann man beizeiten eine Silvesterparty mit mehreren Familien organisieren, genau DANN kann jeder seine Vorstellungen einbringen.



Allerdings kenne ich es so, daß Partner bei Einladungen automatisch miteingeladen werden.

Wenn ich allerdings zu einem Fest Freunde einlade, und diese bedauernd absagen, weil sie selber Besuch haben an diesem Termin, dann lade ich diese 'Fremden' gerne auch mit ein, weil ich verstehe, daß es sich um eine Terminüberschneidung handelt und man so einer Absage entgegenwirkt.

Lachattenoire
01.11.2006, 14:37
Und wenn ich z.B. Logierbesuch habe, möchte ich den auch mitnehmen können, wenn ich z.B. eingeladen bin. Ich lasse sicher nicht meinen Besuch alleine in meiner Wohnung und amüsiere mich an einer Party.

Ophelia

:ooooh:
und ich gehe sicher nicht weg, wenn ich besuch habe.

wenn ich besuch habe und gleichzeitig eine einladung zu einer party von freunden, verzichte ich doch zu gunsten meines besuches auf die party. ist doch selbstverständlich.
ich kann doch nicht erwarten, dass ich meinen besuch überall mit hinnehmen kann. ist doch mein besuch und nicht der meiner freunde.
ich käme überhaupt nicht auf die idee zu fragen.

lachattenoire

Inaktiver User
01.11.2006, 14:42
Und sie sieht es denn bei der Light-Variante der Selbsteinladung aus, wenn man sich dem Partner anschliesst?



dann muss der eingeladene partner den gastgeber fragen ob er wiederrum seinen partner mitbringen darf, nicht der uneingeladenen entscheidet/fragt selbst. das gehört sich einfach nicht. und wenn der partner das nicht macht, will er wohl alleine hingehen. warum auch nicht.

Ophelia2
01.11.2006, 14:50
:ooooh:
und ich gehe sicher nicht weg, wenn ich besuch habe.

wenn ich besuch habe und gleichzeitig eine einladung zu einer party von freunden, verzichte ich doch zu gunsten meines besuches auf die party. ist doch selbstverständlich.
ich kann doch nicht erwarten, dass ich meinen besuch überall mit hinnehmen kann. ist doch mein besuch und nicht der meiner freunde.
ich käme überhaupt nicht auf die idee zu fragen.

lachattenoire


Also meine Schwester wohnt im Ausland und ich besuche sie regelmässig für jeweils eine Woche.

In dem Kulturkreis, wo sie lebt, sagt man eigentlich nicht ab, wenn man eingeladen ist, es sei denn, es ist was wirklich Dringendes!

Ich hätte natürlich total Freude, würde die Familie mit Kind und Kegel ausfliegen und mich alleine zu Hause hocken lassen. Wäre wohl für längere Zeit mein letzter Besuch gewesen.

Ich finde es normal, dass sie dann den Gastgeber fragt, ob ich mitkommen kann.

(Nun ja, wenn sie dann hören, dass eine Europäerin sich ihn ihre Kleinstadt verirrt hat, sind sie eh begierig, mich zu sehen und schwatzen dann in einer mir total fremden Sprache den ganzen Abend auf mich ein,aber das ist ein andere Thema...)

Ophelia

Ophelia2
01.11.2006, 14:53
dann muss der eingeladene partner den gastgeber fragen ob er wiederrum seinen partner mitbringen darf, nicht der uneingeladenen entscheidet/fragt selbst. das gehört sich einfach nicht. und wenn der partner das nicht macht, will er wohl alleine hingehen. warum auch nicht.


Bei Leuten, die ich nicht kenne, käme es mir natürlich nicht in den Sinn, mich selber einzuladen.

Bei Leuten, die ich auch kenne, vielleicht selber schon mit meinem Partner eingeladen habe, sehe ich nicht ein, wieso ich auf meinen - manchmal etwas trägen- Partner warten muss, bis er sich bequemt mal zum Telefon zu greifen. Ein SMS von meinem Handy aus ist praktischer, ausserdem steht es dem Gastgeber, der mich ja kennt, frei zu sagen, ich sei nicht willkommen. Es gibt ganz wenige Leute, die ich z.B. nicht auf einer Party würde haben wollen und bei denen würde ich mich auch nicht scheuen, klar zu sagen, dass sie unwillkommen seien.

Ophelia

Aareblitz
01.11.2006, 16:25
Ich würde mich auch nie selbst irgendwo einladen.
Klar steht es den Leuten frei zu sagen "nein, Du bist nicht willkommen". Aber mal ehrlich: Wieviele Leute gibt es schon die so ehrlich sind? Man bringt sich und den Gastgeber je nachdem in eine wirklich peinliche Situation.

Dazu kommt, dass ich nicht bei allen Feiern immer alle Bekannten dabei haben will. Manchmal passt es einfach nicht.

Tabea57
01.11.2006, 16:43
Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an.

Und ich gestehe: auch ich habe schon Menschen ohne Partner zu mir eingeladen.

Was ist z.B. mit Geburtstagspartys, bei denen die Anzahl der Gäste kalkuliert werden muss, weil ich z.B. zu Hause im Partykeller/Wohnzimmer feiere? Da will ich meine Freunde dabeihaben, gerne auch mit Partner, die ich schon seit langen Jahren kenne. Aber z.B. meine Sportkollegen/kolleginnen, die ich mag, von denen kenne ich die Partner nicht. Wenn ich die jetzt auch alle noch miteinlade, sprengt das einfach den Rahmen, so viel Platz ist eben oft nicht.

Umgekehrt wird auch mein Mann schon mal eingeladen, wenn jemand aus seinem Verein feiert. Meist bin ich mit eingeladen, aber wenn nicht, dann mache ich den Abend etwas für mich.

Warum sollte sein Vereinskollege denn auch die Partner miteinladen? Er kennt sie doch gar nicht...

Wenn Platz genug ist, okay, aber oft scheitert es doch gerade an diesen Dingen. Und wenn ich dann frage, ob ich auch kommen kann, brige ich ihn sicher in Verlegenheit.

Auch als Teil eines Paares bin ich immer noch Einzelwesen und muß nicht immer zu Zweit wohin gehen.

Tante_Karla
01.11.2006, 16:44
Und wenn ich z.B. Logierbesuch habe, möchte ich den auch mitnehmen können, wenn ich z.B. eingeladen bin. Ich lasse sicher nicht meinen Besuch alleine in meiner Wohnung und amüsiere mich an einer Party.


Wenn ich Logierbesuch habe und werde eingeladen, dann sage ich "sorry, da kann ich nicht, ich habe Logierbesuch".
Entweder sagt der Einlader dann von selbst "bring Deinen Besuch mit" oder er lässt es.
Und meistens passt es ja sowieso nicht, denn wenn man Übernachtungsgäste hat, dann sitzt man ja nicht zusammen auf dem Sofa und guckt Fernsehen sondern hat meist irgendein "Programm".

Selbst einladen würde ich mich nie.

Inaktiver User
01.11.2006, 18:46
[QUOTE=Aareblitz]Ich würde mich auch nie selbst irgendwo einladen.
Klar steht es den Leuten frei zu sagen "nein, Du bist nicht willkommen". Aber mal ehrlich: Wieviele Leute gibt es schon die so ehrlich sind? Man bringt sich und den Gastgeber je nachdem in eine wirklich peinliche Situation.
/QUOTE]

Genau das ist der Punkt, der mich damals vor dem Silvesterabend so wütend machte. ICH lag nachts wach und musste grübeln, wie ich die Situation rette, ohne jd. vor den Kopf zu stoßen, dabei waren DIE grob unhöflich.

LG
Sanssouci

Edelherb
01.11.2006, 20:58
Vom Selber einladen halte ich auch nichts.


Wenn ich Logierbesuch habe und werde eingeladen, dann sage ich "sorry, da kann ich nicht, ich habe Logierbesuch".
Entweder sagt der Einlader dann von selbst "bring Deinen Besuch mit" oder er lässt es.
Und meistens passt es ja sowieso nicht, denn wenn man Übernachtungsgäste hat, dann sitzt man ja nicht zusammen auf dem Sofa und guckt Fernsehen sondern hat meist irgendein "Programm".


Bei Übernachtungsbesuch sehe ich es differenzierter. Das hängt wirklich sehr von den jeweiligen Leuten und dem Umfeld ab. Ich war beispielsweise mal ein paar Tage bei meiner Schwester zu Besuch und sie war in dieser Zeit auf der Einweihungsparty einer Kollegin eingeladen (die ich auch vom Sehen kannte). Dahin hat sie mich mitgenommen, ich gehe davon aus, dass sie dies vorher kurz abgesprochen hat. Es war aber ein sehr lockeres Uni-Umfeld, eine lockere Party, wo es auf eine Person mehr oder weniger auch nicht ankam. Bei solchen Feiern wäre es mir auch als Gastgeberin lieber, wenn noch jemand mitgebracht wird, als dass die Freundin nicht kommt. Aber ich denke, im Umfeld kann man normalerweise abschätzen, wo so etwas willkommen ist, und wer da empfindlicher ist.

Grüße,
Edelherb

Inaktiver User
01.11.2006, 21:09
ich war 16/17 und plante mit ein paar freunden eine sylvesterparty. ich werde nie vergessen, wie ein mädel sich mit den worten "darf ich auch kommen? ich bringe auch eine flasche sekt mit" quasi selbsteinladen wollte. der spruch blieb hängen und wird heute noch spaßeshalber gern verwendet, wenn ich (oder 2 freundinnen von damals) erzählen, dass sie dies oder das vorhaben, wovon der andere sich vorstellen kann, selbst gern mitzumachen.

von daher: selbsteinladen geht gar nicht!! wenn mich jemand nicht einlädt, kann ich traurig oder sauer sein und darf es ggf. (sofern befreundet und nicht nur bekannt) auch später mal ansprechen. aber selbst einladen: :schild nein:

lg
luci

Inaktiver User
01.11.2006, 21:14
....also wenn es jemandem besser geht, wenn er z.B. an meine Geburtstagsparty kommen kann, dann kann ich ihm diesen Wunsch doch nicht abschlagen. (Vorausgesetzt natürlich, dass ich die Person einigermassen abkann...)


genau DAS ist doch der punkt. ich möchte doch, dass mich jemand einlädt, wenn er mich gern dabei haben möchte...und nicht deswegen, weil ICH gefragt habe und er meint, dass es mir dann besser ginge. almosen will ich nicht, aber als solchen würde ich es dann empfinden. nach dem motto "ja, wenn du willst, kannst du auch kommen". nee danke. ich kann ja zur not auf einen tollen abend verzichten, das belastet mich nicht so sehr. verletztend ist aber doch die tatsache, dass jemand mich scheinbar nicht dabei haben will. besonders dann, wenn es sich um eine gute freundin handelt (oder man das zumindest gedacht hat).

Edelherb
01.11.2006, 21:18
Noch eine Ergänzung: wenn ich den Verdacht hätte, einfach vergessen worden zu sein, kann ich das ja auch dezenter machen.

Einfach Kontakt aufnehmen wegen etwas anderem, vielleicht noch einen schönen Tag morgen (oder wann immer) wünschen, dann kann der andere entweder eine Einladung nachschieben, wenn er es nicht macht, weiss ich auch Bescheid.

Würd ich allerdings wenn überhaupt auch nur in seltenen Ausnahmefällen und seehr dezent machen. Kann, sofern man absichtlich nicht eingeladen wurde, für den Gastgeber zwar auch noch unangenehm sein, aber es ist immerhin einfacher, einfach nichts zu sagen, als exlizit: ich wollte Dich aber nicht einladen.

Grüße,
Edelherb

Inaktiver User
03.11.2006, 17:06
Ich finde auch, dass es absolut unmöglich ist, sich irgendwo selbst einzuladen. ...
Bei der Paar-Geschichte gehört es sich meiner Meinung nach so, dass es Sache des eingeladenen Partners ist, die Sache anzusprechen beim Gastgeber und nachzufragen, ob man den Partner mitbringen darf. Wenn der Gastgeber das aus welchen Gründen auch immer nicht möchte, dann kann der Eingeladene immer noch entscheiden, ob er alleine hingeht oder die Einladung dann ablehnt.

Gruß



Genauso sehe und praktiziere ich das auch.

Mandelbluete
03.11.2006, 17:58
Hallo,

grundsätzlich finde ich auch, dass sich selbst einladen einfach überhaupt nicht geht.

Grundsätzlich..., denn ich habe auch schon die Ausnahme erlebt. Mein bester Freund hatte zu einem netten Abend eingeladen, der ganze Freundeskreis war dort - nur ich nicht! Ich war stinksauer und habe mich eine halbe Ewigkeit nicht bei ihm gemeldet. Als er dann mal angerufen hat, habe ich erzählt, wieso ich so lange nichts mehr von mir habe hören lassen. Er meinte, dass er mich einfach vergessen hat (schlimm genug, *grummelgrummel*) und sollte so etwas jemals wieder vorkommen, ich gefälligst einfach kommen und nicht wochenlang bocken soll. Und recht hat er gehabt.

Grundsätzlich... und die Ausnahme ist, wenn man sich wirklich sehr, sehr nahesteht.

Mandelblüte

Ophelia2
03.11.2006, 18:05
Hallo,

grundsätzlich finde ich auch, dass sich selbst einladen einfach überhaupt nicht geht.

Grundsätzlich..., denn ich habe auch schon die Ausnahme erlebt. Mein bester Freund hatte zu einem netten Abend eingeladen, der ganze Freundeskreis war dort - nur ich nicht! Ich war stinksauer und habe mich eine halbe Ewigkeit nicht bei ihm gemeldet. Als er dann mal angerufen hat, habe ich erzählt, wieso ich so lange nichts mehr von mir habe hören lassen. Er meinte, dass er mich einfach vergessen hat (schlimm genug, *grummelgrummel*) und sollte so etwas jemals wieder vorkommen, ich gefälligst einfach kommen und nicht wochenlang bocken soll. Und recht hat er gehabt.

Grundsätzlich... und die Ausnahme ist, wenn man sich wirklich sehr, sehr nahesteht.

Mandelblüte

Hallo Mandelblüte

Ich habe ja auch kürzlich einen meiner besten Bekannten wirklich vergessen. Er hat seit langer Zeit endlich wieder eine Beziehung und ich habe nicht mehr so viel von ihm gehört und ihn auch etwas in Ruhe lassen wollen. Da habe ich ihn dann glatt übergangen... Hätte mich aber gefreut, hätte er sich selber eingeladen.

Ophelia

xanidae
04.11.2006, 10:51
ich kenne das so, dass man fragt, ob man mitkommen darf, wenn man mitbekommt, wenn andere was für den abend oder für die mittagspause planen - ist das selbst einladen?

freunde rufen oft bei mir spontan an, ob sie vorbei kommen können (ich bin wg. kleinkindern abends ans haus gebunden) - ist das selbst einladen?

ich habe schon geburtstage gefeiert, wo keine party geplant war, aber alle verwandte und freunde einfach vorbei gekommen sind (der pizzadienst war dankbar, denn ich habe nicht mit dieser gästemenge gerechnet, da werktag).

wir laden verwandte nicht extra zum geburtstag ein, es ist klar, dass kommt wer kommen kann.

wenn ich mitbekommen würde, dass jemand eine party feiert und das vor mir geheimhält, würde ich - nach der feier - danach fragen.



Entweder sagt der Einlader dann von selbst "bring Deinen Besuch mit" oder er lässt es.

genau. einfach nachfragen. kommunizieren. nicht ständig darüber nachdenken, was der andere meinen/denken/ oder weiter tratschen könnte: reden!

Inaktiver User
04.11.2006, 11:32
was ich nicht schlimm finde: Selbst-Einladung für Dritte, d.h. wenn ein eingeladener Gast fragt, ob der Partner, oder der Freund, der gerade auf Besuch ist, mitkommen kann. Das ist m.E. ok.

Genauso ist's unter guten Freunden ok, anzurufen udn zu sagen: bin in der Gegend, magst, dass ich auf nen Sprung bei dir vorbeikomme.

Aber für sich selbst fragen...brr. das wär mir peinlich.

Walnuss
04.11.2006, 11:49
So sehe ich das auch.
Niemals würde ich bei Freunden meines Freundes anrufen, um mich selbst einzuladen, weil er es meiner Meinung nach nicht hinbekommt.
Damit mache ich ja nicht nur mich, sondern auch ihn lächerlich, wie peinlich.

moonlight312
04.11.2006, 12:04
ich erlebe grad "ähnliches"

meine tante ferit anfangt januar ihren 50 geburtstag groß. ich hätte davon nihts gewusst, hätte meine mum mich nicht gefragt ob ich auch eine einladung bekommen hätte. hab ich (wir) nicht, als einzige. Als vorgeschichte muss man vll. noch sagen, das ich mit dem bruder meiner mama und seiner family nicht den besten kontakt habe , hatte ich nich nie (bis auf zu den kindern bis vor meinem umzug). als ich letztes jahr geheiratet habe, hab ich sie zu der nacherfeier allerdings eingeladen.. aber sie kamen nicht... ;) tja, und nun werd ich wohl nicht mehr eingeladen. finde ich schon sehr dreist, und meine mum wird nun auch nicht gehen wenn da nicht noch was eintrudelt (ob ich nun gehe oder nicht). Die ausrede dass sie meine adresse nicht haben gilt auch nicht, da könnte man a. entweder meine mama fragen oder b. die eigene tochte die mir damals eine karte zur hochzeit schickte...

einfach mich selbst einladen werd ich aber nicht (wobei ich nicht mal so hingegangen wäre wahrscheinlich, da das auch 130 km weit weg ist) ich find das nicht schön. und wenn mich jemand nicht haben will, bin ich auch zu "stolz" um mich aufzudrängeln ;)

Ophelia2
04.11.2006, 14:36
Hallo

Also wenn es den Leuten darum geht, dass sie mich aus irgendwelchen Gründen nicht dabei haben wollen bei einem Fest ist es mir eigentlich noch egal.

Manchmal geht es aber auch nur um ein äusserst kindisches Demonstrieren, dass man eine Person aus einer Gruppe nicht akzeptiert. Beispiel: meine Cousine hat vor ein paar Jahren geheiratet, alle Tanten waren eingeladen, jedoch nur die Tochter einer einzigen Tante, die Kinder der übrigens Tanten nicht. (Konstellation: 4 Tanten, diese hatten alle Kinder, von denen eben eines geheiratet hat)

Mein Cousin hat dann angerufen, ob er sei seine Mutter für die Feier in der Kirche begleiten könne, er würde einfach gerne seiner Cousine gratulieren und werde dann nach dem kleinen Empfang wieder gehen. (Er hat sich also nicht fürs Nachtessen einladen wollen.) Meine Tante wollte ihn nicht dabei haben, das Essen beim Empfang sei auch nicht gratis, war die Begründung. Für mich ist meine Tante unten durch, so was finde ich viiiiel kindischer, als der Selbsteinaldungsversuch meines Cousins. (Die Kirche war doch gross genug!)

Dann noch ein Beispiel: vor Jahren hatte ich mal einen Kollegen, der mich immer wieder um Hilfe angegangen hat. Ich habe damals auf der Administration gearbeitet, er im wissenschaftlichen Dienst dieser Firma. Es waren Kleinigkeiten, die ich für ihn getan habe, die aber nicht zu meinem Job gehört haben. Er hat dann einige Leute aus dem wissenschaftlichen Dienst eingeladen für einen kleinen Empfang bei sich zu Hause (O-Staft, Weisswein und Chips), dann sind alle in eine Jazz-Bar gegangen um ein Konzert zu hören. Ich hätte absolut kein Problem gehabt, dass er mich nicht eingeladen hat, hätte er nur die Kollegen aus dem wissenschaftlichen Dienst eingeladen, denn dazu gehörte ich ja nicht. Als er aber dann meine Kollegin von der Administration auch noch eingeladen hat und ich die einzige aus der Administration war, die da unerwünscht war, war ich schon sauer.

Da die Gruppe sehr gross war und bei ihm eh nur etwas Wein und ein paar Chips konsumiert wurde, fand ich es ausgesprochen kindisch, mich explizit nicht einzuladen. (Ich habe dann gefragt, ob ich mich für den Besuch der Jazz-Kneipe anschliessen könne, aber auch da wollte er mich nicht dabei haben.) Es hat sich dann herausgestellt, dass er mir einfach demonstrieren wollte, das er mich nicht mag...auf diese Weise?

Grüsse

Ophelia

Inaktiver User
04.11.2006, 16:36
Hallo,
Bei Hochzeiten kenne ich es so, dass auch "Uneingeladene" ungefragt in die Kirche dürfen - diese steht ja jedem offen.
Ich habe es schon x-mal erlebt, dass z. B. Nachbarn oder Kollegen usw. von Braut oder Bräutigam unangemeldet zur Kirche kommen. OK, man setzt sich dann unauffällig nach hinten, gratuliert dem Paar beim Auszug und fährt dann heim. So läuft es zumindest in meinem Umfeld.

Sugarnova
04.11.2006, 17:52
Grundsätzlich: NEIN, da wär ich zu stolz. Und sooo schusselig sein, dass man denjenigen einfach "vergisst" - wundert man sich dann tagelang, warum er nicht kommt, oder wie?!

Ausnahme - lockere Studentenpartys. Eine Freundin von mir hat mich z.B. zu einer Neujahrsfeier mitgenommen, natürlich MIT vorher fragen, und ich hab natürlich auch was beigesteuert.

Oder: Ich finde, als Neuling in einer Firma kann man doch durchaus fragen, ob man mit zum Mittagessen kann, oder? Darauf zu warten, dass die Kollegen einen fragen... und ich finde schon, dass man spätestens dann merkt, wenn es halt nicht passen sollte.

Edelherb
04.11.2006, 18:08
Bei Hochzeiten kenne ich es so, dass auch "Uneingeladene" ungefragt in die Kirche dürfen - diese steht ja jedem offen.
Ich habe es schon x-mal erlebt, dass z. B. Nachbarn oder Kollegen usw. von Braut oder Bräutigam unangemeldet zur Kirche kommen. OK, man setzt sich dann unauffällig nach hinten, gratuliert dem Paar beim Auszug und fährt dann heim. So läuft es zumindest in meinem Umfeld.

Genauso habe ich es auch schon gemacht. Ein Gottesdienst ist eine offene Veranstaltung, das Brautpaar gibt sich vor Gott und der Gemeinde das Ja-Wort, da kann ich auch als Gemeinde hingehen.

Zu einem anschließenden Empfang würde ich dann normalerweise nicht gehen wollen, auch wenn ich vor Ort noch gefragt werden sollte. Das hat dann wieder etwas von selber einladen.

Bei einem Geburtstag vorbeigehen und gratulieren, wenn man weiss, dass das als offene Geschichte gehandhabt wird, finde ich natürlich auch in Ordnung.

Unter "selber einladen" verstehe ich die Fälle, wo explizit eingeladen wird, es quasi eine geschlossene Veranstaltung ist, und ich will dann unbedingt auch hin. Ne, will ich nicht, dränge mich nicht auf.

@Ophelia:

Da die Gruppe sehr gross war und bei ihm eh nur etwas Wein und ein paar Chips konsumiert wurde, fand ich es ausgesprochen kindisch, mich explizit nicht einzuladen. (Ich habe dann gefragt, ob ich mich für den Besuch der Jazz-Kneipe anschliessen könne, aber auch da wollte er mich nicht dabei haben.) Es hat sich dann herausgestellt, dass er mir einfach demonstrieren wollte, das er mich nicht mag...auf diese Weise?

Das ist aber unwürdig, warum tust Du dir das an? Er hat Dich nicht eingeladen, Dich auch ganz offensichtlich nicht übersehen, also fertig. Warum drängst Du Dich denn da auf?

Ob andere kindisch sind oder nicht ist deren Sache. Aber das kann ich nicht ändern, v.a. nicht dadurch, dass ich mich selbst in eine dermaßen unangenehme Situation bringe. Dir muß man anscheinend auch mit dem Zaunpfahl winken.

Ob ich jemanden einlade oder nicht, hat im übrigen nicht unbedingt etwas mit den mir dadurch entstehenden Kosten zu tun. Sondern einfach damit, auf wen ich Lust habe.

Grüße,
Edelherb

Islabonita
04.11.2006, 20:20
. Aber das kann ich nicht ändern, v.a. nicht dadurch, dass ich mich selbst in eine dermaßen unangenehme Situation bringe. Dir muß man anscheinend auch mit dem Zaunpfahl winken.



Den Eindruck habe ich mittlerweile allerdings auch. Klar, mir ist das auch schon mal passiert, dass ich mich irgendwo ausgeschlossen gefühlt habe, aber man schuldet es auch der eigenen Selbstachtung (finde ich), dass man sich nicht auch noch aufdrängt.

Gruß

Kappuziner
05.11.2006, 12:18
Als wir die Beerdigung meines Vaters vorbereitet haben, waren wir naturgemäß alle etwas durch den Wind...
es würde eine große Beerdigung werden und daher haben wir in den Todesanzeigen etxra so kleine Zettel reingelegt, dass wir hinterher gern in einem kleineren Kreis noch beisammen sein möchten. Nicht aus Geiz, sondern weil wir einfach nicht mit so vielen Leuten noch umgehen wollten, sondern nur Familie und enge Freunde.
Jedenfalls haben wir in der ganzen Aufregung vergessen, einen Zettel in den Brief an die Nachbarn zu tun, die meinem Vater am allerliebsten waren und die uns sehr beigestanden waren.
Diese verschwanden dann nach der Beerdigung, sie waren auch nicht böse zu uns, sie kondolierten und waren weg (es sind halt wirklich liebe und feine Menschen).
Und wir waren völlig perplex und fühlten uns etwas vor den Kopf gestossen, dass sie uns im Stich liessen.
Später hat sich das irgendwie aufklärt.

Da hätte ich es sehr gerne gehabt, sie hätten vorher nachgefragt. Aber sowas macht man ja auch nicht, grad bei einer Beerdigung. Aber wenn sich das nicht geklärt hätte! Ich darf gar nicht dran denken.

Edelherb
05.11.2006, 15:08
Aber wenn sich das nicht geklärt hätte! Ich darf gar nicht dran denken.

@Kappuziner: das finde ich ein sehr sprechendes Beispiel. Weil es zeigt, wieviele verschiedene Motive und Deutungsweisen es geben kann.

Und deswegen versuche ich zwei Dinge (Betonung auf versuche): einerseits eine möglichst offene und direkte Kommunkation, andererseits meinen Mitmenschen wohlwollend gegenüber stehen.

D.h. ich fange *nicht* an zu deuteln, was es woll heissen mag, wenn dieser dies oder jenes macht. Die Leute werden ihre guten Gründe haben, und das ist in Ordnung. Und wenn ich den Eindruck habe, es gibt einen Klärungsbedarf, versuche ich dies durch direkte Kommunikation zu machen.

Dann haben auch solche Fälle wie der von Dir geschilderte meist keine dramatischen Folgen. Ich gehe davon aus, dass eure Nachbarn genauso davon ausgegangen sind, dass ihr eure Gründe habt, die zu respektieren sind, und nicht vermutet haben, dass durch eine einzelne nicht ausgesprochene Einladung ein gutes Verhältnis über Jahre oder Jahrzehnte beendet werden sollte.

Grüße,
Edelherb

Tante_Karla
05.11.2006, 20:30
finde ich schon sehr dreist, und meine mum wird nun auch nicht gehen wenn da nicht noch was eintrudelt (ob ich nun gehe oder nicht).

Warum findest Du das "sehr dreist"?
Ihr habt nicht den besten Kontakt, sie ist zu Eurer Feier nicht gekommen und möchte offensichtlich keinen Kontakt.
Was ist daran dreist?
Finde ich ehrlicher als "Pflichteinladungen"
Und das Deine Mutter auch nicht hingeht, wenn Ihr nicht eingeladen werdet, finde ich kindisch.
Dem Gastgeber sagen "wenn Ihr mein Kind nicht einladet, komme ich auch nicht" DAS ist dreist.

Kappuziner
06.11.2006, 01:15
Und deswegen versuche ich zwei Dinge (Betonung auf versuche): einerseits eine möglichst offene und direkte Kommunkation, andererseits meinen Mitmenschen wohlwollend gegenüber stehen.

D.h. ich fange *nicht* an zu deuteln, was es woll heissen mag, wenn dieser dies oder jenes macht. Die Leute werden ihre guten Gründe haben, und das ist in Ordnung. Und wenn ich den Eindruck habe, es gibt einen Klärungsbedarf, versuche ich dies durch direkte Kommunikation zu machen.

genau so ist es...
mir gefiel mein Beispiel auch gut, denn es zeigt genau den "Idealfall" einer doofen Kommunikation: etwas unerwartetes geschieht, in einer symbolischen Situation.
Die gesunde Reaktion ist,diese Situation passieren zu lassen,in der inneren Gewissheit, dass etwas schiefgelaufen ist, das jetzt aber unter dem Druck der Ereignisse nicht zu klären ist.

Und eine gewisse innere Ruhe zu haben in der Gewissheit "ich weiß, wie das Verhältnis zu diesen Menschen eigentlich ist und eines Tages wird es sich ausbalancieren"

Ich bin selber weit von einer solchen Einstellung entfernt. Aber ich habe sie an diesen Nachbarn sehr bewundert. Schon allein, wie sie ihre Bedürfnisse und unsere (in dieser Situation) gegeneinander abgewogen haben, und - nach wie vor in aller Freundschaft - alles getan haben, damit wir diesen Tag überleben...
Respekt vor diesen Leuten...

Knuffilein
04.12.2006, 11:01
Also, normalerweise finde ich sich selbst einladen auch peinlich und daneben hoch 10, aber die Betonung liegt hier klar und deutlich auf NORMALERWEISE! Ich habe seit Jahren eine eigene Wohnung und lade seitdem die Leute IMMER zu MIR ein, aber es gibt, wie schon angedeutet, eben auch Situationen, wo es halt nicht anders geht, als sich selbst einzuladen. Z.B. wenn ich mal etwas längere Zeit bei meinen Eltern bin (wo ich nur ein Zimmer habe), die in einem anderen Bundesland leben (in dem, wo ich ursprünglich herstamme) und das ist ca. 250-300 km von meinem jetzigen Zuhause weg und da können die Leute nicht mal eben schnell zu mir fahren. Und im umgekehrten Fall kann ich auch nicht meinen Eltern irgendwelchen Besuch, den sie noch nicht mal kennen (zumindest nicht alle) aufs Auge drücken - so nach dem Motto: "Also morgen kommt Sowieso, übermorgen Irgendwer und am Sonntag XY und da müsst Ihr mal das Wohnzimmer zur Verfügung stellen!" Sowas geht einfach nicht und meine Eltern würden dies auch nicht ANDAUERND wollen und mitmachen. MAL schon, aber eben nicht ANDAUERND und auch nicht öfters, was ich auch verstehen kann, denn ich würde das auch nicht wollen - in meiner Wohnung und ich selbst finde dies auch arg vermessen und inakzeptabel.

Und es möchte sich auch nicht jeder mit einem im Lokal treffen (und dahin andauernd die Leute einladen ist auf Dauer auch ein recht teurer Spaß).

"Meine" Leute, bei denen ich mich dann selber einladen "muss" - sind ja auch oft Verwandte - verstehen das aber auch alle und ich lasse mich dann ja auch nicht lumpen, sondern bringe dann auch IMMER(!!!) etwas mit (mitunter auch "etwas" teurere Geschenke), denn das muss dann einfach auch sein, WENN man sich schon selbst einlädt/sich selbst einladen "muss" - da wäre es dann absolut stillos, wenn man das nicht macht und mit leeren Händen dort aufkreuzt! Wie gesagt, ohne einen gewissen Stil geht's einfach nicht!

Aber wie gesagt - ansonsten und in allen anderen Situationen - lasse ich schön die Finger von Selbsteinladungen und da wäre und bin ich auch viiieeel zu stolz dazu! Um eine Einladung "betteln" - NEIN DANKE - kommt nicht in die Tüte! Und wenn ich nicht eingeladen wäre, würde ich auch an der Freundschaft arg, arg zweifeln und würde dann auch für mich meine Konsequenzen draus ziehen; also ggf. Freundschaft kündigen und sie das nächste Mal dann auch nicht mehr einladen (habe ich schon gebracht; zwar nur bei ganz wenigen Leuten, aber da bin ich "knallhart"(?) !) Aber mich aufdrängen??? Nee, im Leben nicht!!! Solche Leute sollen dann sehen, was sie davon haben...

Ophelia2
05.12.2006, 15:50
[QUOTE=Knuffilein] Um eine Einladung "betteln" - NEIN DANKE - kommt nicht in die Tüte! QUOTE]


Was meinst du mit "um eine Einladung betteln"? Das hatten wir schon, aber nochmals: wenn mich jemand fragt, ob er auch an Party XY kommen könne, freue ich mich (oder ich kann die Person dermassen nicht ab, dann sage ich es ihr genau so).

Für mich eine akzeptable Form der Selbsteinladung: gewisse Tage möchte ich gerne mit meinem Partner verbringen, Festtage und unsere Geburtstage. Wenn jemand dann so unhöflich ist, ihn alleine wozu auch immer einzuladen, dann begleite ich ihn. Ob das allerdings eine Selbsteinladung ist, ist die Frage.

Ophelia

Knuffilein
07.12.2006, 22:20
[QUOTE=Knuffilein] Um eine Einladung "betteln" - NEIN DANKE - kommt nicht in die Tüte! QUOTE]


Was meinst du mit "um eine Einladung betteln"? Das hatten wir schon, aber nochmals: wenn mich jemand fragt, ob er auch an Party XY kommen könne, freue ich mich (oder ich kann die Person dermassen nicht ab, dann sage ich es ihr genau so).

Für mich eine akzeptable Form der Selbsteinladung: gewisse Tage möchte ich gerne mit meinem Partner verbringen, Festtage und unsere Geburtstage. Wenn jemand dann so unhöflich ist, ihn alleine wozu auch immer einzuladen, dann begleite ich ihn. Ob das allerdings eine Selbsteinladung ist, ist die Frage.

Ophelia


Hallihallo und guten Abend,

kann Dir jetzt erst antworten, weil ich 2 Tage nicht da war (war bei meinen Eltern, da mein Vater gestern Geburtstag hatte; da hatte ich mich quasi auch selbst eingeladen, aber das ist etwas anderes, denn das sind ja die eigenen Eltern und da ist es selbstverständlich, dass ich komme - auch ohne extra Einladung).

Also, mit "um Einladung "betteln" mein(t)e ich die Frage: "Kann ich (nicht auch) kommen?" Wenn ich nämlich irgendwie merke, dass ich irgendwo nicht (so sehr?) willkommen bin, bin ich mir dazu echt zu stolz; so bin ich einfach gestrickt!

Hatte nämlich mal einen solchen Fall: Ein Ehepaar hatte über ein paar Jahre hinweg mich und (m)einen Kumpel, mit dem ich "nur so" bekannt/befreundet bin, wir aber kein (festes) Paar sind, auf ihre Geburtstage eingeladen - und die dachten das aber und als sie "spitz gekriegt" haben, dass wir das eben nicht sind, war ich auf deren Geburtstag nicht mehr eingeladen (besagter Kumpel ist dies aber weiterhin, da die sich schon seit ihrer Schulzeit kennen und wir sind mittlerweile alle Mitte 40).

Jedenfalls... als es wieder mal soweit war mit einem Geburtstag und ich dieses Mal nicht (mit)eingeladen war, fragte ich meinen Kumpel (die hätte ich nicht gefragt, denn das hätte ich mich nicht getraut, weil das ja irgendwie doof kommt), was denn los wäre, ob ich denn diesmal etwa nicht mit eingeladen wäre?! Dann druckste die Frau erst rum von wegen nicht genügend Stühle und so. DAS habe ich denen aber nicht abgekauft und sagte das dem Kumpel auch. Tja, und dann so gaaanz allmählich kam dann die nackte Wahrheit ans Licht von wegen, weil wir nicht "fest" zusammen wären, würden sie mich nicht mehr (mit)einladen. Weiß zwar nicht, was das DAMIT zu tun hat/zu tun haben SOLL, aber ich muss es wohl so akzeptieren und mit diesem Ehepaar bin ich weiterhin nicht böse; wir finden uns weiterhin OK und wenn wir uns - auf des Kumpels Geburtstag - sehen, reden wir genauso "normal" und nett miteinander wie früher auch, als ob nichts gewesen wäre, obwohl ich diese Haltung weiterhin recht seltsam finde.

DAS mein(t)e ich mit Selbsteinladung und (mich/sich) aufdrängen.

Aber wenn mich ein/e gute/r Freund/in/Bekanne/r fragen würde, ob sie/er auch (zu mir) kommen kann, würde ich mich natürlich auch freuen und nicht nein sagen! Vorausgesetzt allerdings, sie/er wollte sich nicht NUR bei mir durchfressen, ohne sich jemals selbst zu revanchieren; also so Schnorrer- und Schmarotzer-Typen - solche Spezies habe ich ja besonders gern und die durchschaue ich auch sehr, sehr schnell!
Bin bei Gott nicht knickrig oder geizig, aber sowas kann ich nun wirklich nicht leiden!!!

ausgebrannt
23.12.2006, 20:41
Das Schlimmste ist, wenn Gaste Leute einfach mitbringen und es passt wirklich nicht und ich stehe vor vollendeten Tatsachen da.
:hunger: :prost:
Das ist uebrigens das PERFEKTES Rezept, nie wieder von mir eingeladen zu werden. Sorry, aber Kanada ist zwar nordamerikanisch aber nicht gleich sooooo offen und locker dass eine "Dinner Party for 12" ein Stehempfang ist. Dass mein damaligen Mann nichts gemacht hat (die eingeladene Gaste waren alle SEINE Leute) ... :wie?: :gegen die wand: :grmpf: Viele Gaenge waren schon auf 12 vorportioniert, wir haben dann zwischen uns ein Gang geteilt und das Paar, die so netterweise die uns unbekannte Gaste mitgebracht haben, musste mit ihren Freunden teilen. Sie hatten nicht gemerkt, dass die kleine Kommode und Klappstuhle, die wir neben dem Esstisch gestellt haben, nicht wirklich ins Schema passten. Der Uberraschungsgast hatte sich den Kommentar erlaubt, dass ich eine sehr sparsame Gastgeberin bin. Da war ich so sauer, ich habe eine Tiefkuehlpizza aufgebacken und zu ihm gestellt.



Noch eine Ergänzung: wenn ich den Verdacht hätte, einfach vergessen worden zu sein, kann ich das ja auch dezenter machen.

Einfach Kontakt aufnehmen wegen etwas anderem, vielleicht noch einen schönen Tag morgen (oder wann immer) wünschen, dann kann der andere entweder eine Einladung nachschieben, wenn er es nicht macht, weiss ich auch Bescheid.

Würd ich allerdings wenn überhaupt auch nur in seltenen Ausnahmefällen und seehr dezent machen. Kann, sofern man absichtlich nicht eingeladen wurde, für den Gastgeber zwar auch noch unangenehm sein, aber es ist immerhin einfacher, einfach nichts zu sagen, als exlizit: ich wollte Dich aber nicht einladen.

Grüße,
Edelherb

:schild genau:

Als wir die Einladungen fuer ein grosses Feier fuer unsere Eltern schrieben, hatte ich einen Namen erwaehnt. Mein (viel jungere) Bruder sagte, er wusste nicht, dass unser Vater so einen engen Kontakt zu dem Mann haette. Ja ja, doch doch, meinte ich, sie hatten frueher sehr viel gemeinsam unternommen. Also hat Bruderchen die Einladung an einen Politiker mit dem selben Namen geschickt. Nach dem Feier habe ich eine sehr hoefliche Absage von der Ehefrau erhalten - wir kannten die Familie zwar schon als ferne Bekannten und meine Schwester hatte ein Zeitlang den selben Ski-Coach als der Sohn, aber ich waere NIE IM LEBEN auf die Idee gekommen, sie einzuladen. Noch viel schlimmer aber, einen sehr alten Freund unseres Vaters nicht eingeladen zu haben.

Noch ein Ehepaar hatten wir vergessen, wirklich nur vergessen, und meine Mutter hat ueber ein Jahr spaeter ueber gemeinsame Freunde gehoert, dass sie sehr beleidigt waren. Da haetten sie einfach kommen sollen.

Tabea57
23.12.2006, 21:20
Noch ein Ehepaar hatten wir vergessen, wirklich nur vergessen, und meine Mutter hat ueber ein Jahr spaeter ueber gemeinsame Freunde gehoert, dass sie sehr beleidigt waren. Da haetten sie einfach kommen sollen.

Aber woher hätten sie wissen sollen, dass sie nur vergessen wurden? Ihr hättet Eure Gründe haben können, dies Ehepaar nicht einzuladen.

Zu einer Essenseinladung uneingeladen dazukommen, geht ja wohl gar nicht. Bei einer großen Fete ist das wohl nicht so schlimm; z.B. bei runden Geburtstagen, die groß gefeirt werden, kommen hier auch immer mal Leute vom Schuljahrgang dazu. Die sind dann zwar nicht explizit eingeladen, aber der Gastgeber weiß schon, dass eine Abordnung des Jahrgangs kommt. Ist dann auch ein Zeichen dafür, dass man gemocht wird.

Inaktiver User
24.12.2006, 08:41
Dass Ihr die Einladung an einen namensgleichen Politiker geschickt - bzw. ein befreundetes Ehepaar vergessen habt einzuladen, wäre wohl nicht passiert, wenn ihr euren Vater mit in die Planung einbezogen hättet! Er war doch der Gastgeber, oder nicht? Da hätte er die Gästeliste schon Korrektur lesen müssen.

Klar, dass es so zu solchen Pannen kommen kann!

Für mich kommen Selbsteinladungen natürlich auch nicht in Frage - eher mache ich mir Gedanken über die Gründe, warum ich nicht eingeladen werde.

Ausnahme: es ist Familie oder wirklich gute Freunde, für die es eh klar ist, dass ich eingeladen bin. Da kann man dann mal dezent nachfragen.

ausgebrannt
26.12.2006, 14:38
Puh, gestern bei einer Party wurde ich nochmal daran errinnert, wie nicht-anwesende Frau A. mal versucht hatte, mich und anwesende Frau B. auf eine Party bei Ehepaar C. mit-einzuladen, wo sie selber eingeladen wurde. Frau B. und ich hatten beide abgelehnt, UND Frau A. wurde ent-laden. Daraufhin hat sie Frau B. und mich zu ihr fuer den Abend eingeladen. Na ja, zumindest haben Frau. B. und ich uns dort kennengelernt.




Bei einer großen Fete ist das wohl nicht so schlimm; z.B. bei runden Geburtstagen, die groß gefeirt werden,

Es war ein runder Geburtstag, mit ueber 200 Gaste, und ich glaube nicht, dass meine Eltern je den Eindruck vermittelt haben, dass jemand nicht willkommen ist. Gerade ist mir aber aufgefallen - ich hatte edele, hand-gebundene Einladungen designt und selber gemacht, und daraus (wenn sie die Karte bei jmdm anders gesehen haben) haetten sie den Eindruck gewinnen koennen, dass das ganze etwas exklusiver waere. Und da ich in die USA zu studieren gegangen war und damals in einer Grosstadt wohnte, dachten sie vielleicht, ich waere zu eine Snobbistin gewandelt. Merde. Anders kann ich es mir nicht erklaeren, wobei ich gehofft haette, dass sie mich doch besser kennen.



wäre wohl nicht passiert, wenn ihr euren Vater mit in die Planung einbezogen hättet! Er war doch der Gastgeber, oder nicht?


Das war eine Ueberraschungsparty. (Super gelungen, er hat NICHTS geahnt ... weil er dachte, der grosser Geburtstag kommt erst in einem Jahr.) Kultureller Unterschied - in Nordamerika waere es SUPER peinlich, seine eigene Geburtstagsparty zu schmeissen. Nur Leute, dessen Freunde u. Familie sie so wenig schaetzen, dass sie keine Party geben, organisieren ihre eigene Partys. Dort geht man dann nur hin, wenn man Mitleid hat oder nichts besseres zu tun hat.

Gastgeber waren ich und meine Geschwister, wobei ich die ganze Kosten getragen habe und die meiste Arbeit geleistet habe. Mein Vater haette uebrigens bei der Planung die Kosten und und den Aufwand extrem unrealistisch hoch getrieben (die ich dennoch haette aufbringen muessen), aber das ist ein anderes Thema ...

Inaktiver User
27.12.2006, 07:47
Ach so :smile: