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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verheiratet mit einem "Mann ohne Eigenleben" Br.Woman06/2013



Rosalind
30.08.2013, 10:28
Ich bin hier ganz neu und gehe jetzt mal davon aus, das ich hier etwas zu dem neuen Thema schreiben soll.
Ok. ich bin mit einem in dem og. Artikel sehr treffend beschriebenen Mann* verheiratet und über die Jahre wird das für mich immer mehr zum Problem. Früher dachte ich immer, ich könnte seine Kontaktarmut nach aussen durch meine Kontaktfreudigkeit ausgleichen, das erschöpft mich aber immer mehr.
Außerdem funktioniert es überhaupt nicht, da ich festgestellt habe, dass mein Mann bei Treffen mit meinen Freunden oder/und deren Partnern zwar immer nett ist und sich unterhält, er nimmt aber niemand in sein Herz auf und es entsteht für ihn kein wirklicher Kontakt, er würde sich z.B. niemals alleine mit einem der so kennengelernten Männer treffen und ihn zu seinem eigenen Freund machen (Ist zumindest in den letzten 15 Jahren nicht passiert!).
Wir vereinsamen als Paar so langsam, denn es gibt nahezu keine Kontakte zu Paaren, wo er mit ihm und ich mit der Frau herzlich verbunden ist.
Ich möchte gerne Kontakt zu Frauen, die in ähnlichen emotionalen Verhältnissen leben und auch darunter leiden. Ich fühle mich so langsam fast sozial isoliert, weil ich meine Kontakte habe und wir zusammen fast keine.
Ich würde mir keinen so sozial uninteressierten Mann mehr anlachen. Aber wir haben 3 großartige Kinder und sind eigentlich eine sehr nette Familie (hören wir auch oft von anderen)
Trotzdem fehlt mir langsam sooo viel!
Schreibt was, ich freue mich!
Gruß,
Rosalind


*für alle die den Artikel nicht gelesen haben:
Er hat fast keine Freunde, geht nie weg, hat kein soziales Umfeld,berät sich nie mit anderen und kocht immer in seinem eigenen Saft, nimmt dadurch auch keinerlei Anregungen von außen auf. "Wie oft habe ich mir schon gewünscht, dass er die eine oder andere Sache mal mit anderen bespricht, andere Meinungen einholt! ...Kontaktmüde Männer möchten auch plaudern, debattieren, kichern oder maulen, aber am liebsten nur mit einer Person: ihrer Frau" ( Zitat aus dem Artikel)

BRIGITTE Community-Team
30.08.2013, 10:48
Liebe Rosalind,

wir haben Ihren Beitrag aus dem Willkommensforum in das "BRIGITTE-Diskussionsforum" gestellt, da wir davon ausgehen, dass es hier intensiver diskutiert wird.

Freundliche Grüße
das BRIGITTE Community-Team

Nocturna
30.08.2013, 11:56
Außerdem funktioniert es überhaupt nicht, da ich festgestellt habe, dass mein Mann bei Treffen mit meinen Freunden oder/und deren Partnern zwar immer nett ist und sich unterhält, er nimmt aber niemand in sein Herz auf und es entsteht für ihn kein wirklicher Kontakt, er würde sich z.B. niemals alleine mit einem der so kennengelernten Männer treffen und ihn zu seinem eigenen Freund machen (Ist zumindest in den letzten 15 Jahren nicht passiert!).
Du kannst deinen Mann doch nicht vorschreiben Freunde haben zu müssen! Immerhin geht zu gemeinsamen Treffen und unterhält sich dort auch noch nett. Warum reicht das nicht?

Ich fände es ein Unding, wenn mein Partner von mir verlangen würde, ich müsste mit irgendwelchen Bekannten näher in Tuchfühlung gehen und mit denen über Belanglosigkeiten reden, die mich schon beim Zuhören ermüden.

Duisburgerin
30.08.2013, 15:44
Ich weiß, was Du meinst, Rosalind. Schwierig! Ihm reicht es so-er vermisst nichts, aber Du hättest es gern anders. Man kann eigentlich nur versuchen einen Kompromiss zu finden mit dem Beide leben können.
Positiv ist es auf jeden Fall, daß er nicht generell private soziale Kontakte ablehnt, sondern wenigstens an Treffen und ähnlichem teilnimmt und sich ja dann auch am Gespräch beteiligt.

Maria_H
30.08.2013, 15:54
Also, ich finde, solange er nicht mit den Fingern auf der Tischplatte trommelnd in der Küche sitzt und wartet, bis Du endlich nach Hause kommst, ist das voll ok.

Er lässt Dich doch auch sein, wie Du bist. Warum kannst Du ihn nicht so sein lassen? Reicht er Dir so nicht mehr? Klingt doch, als wäre er mit sich im Reinen. Was hat sich bei Dir geändert, dass er Dir nicht mehr genügt?

Und was heißt, Du denkst, Du sollst was zu dem Thema schreiben?
Normalerweise schreiben hier Menschen aus einem eigenen Leidensdruck, wenn sie ein Problem haben. Nicht wenn sie denken, sie sollten jetzt mal was thematisieren.

Also, was ist dein Problem? Oder muss er nur für was herhalten, was eigentlich Dir fehlt?

brighid
30.08.2013, 16:00
du hast deine eigenen sozialen kontakte- hege und pflege sie.

und wenn du ihn noch liebst- nimm ihn so an wie er ist.

er lässt dir doch dein "aussenleben", hat damit keine probleme das du so bist wie du bist. er geht im zweifelsfall mit, hockt nicht dumm rum- sondern unterhält sich auch mit andern andern.

wie lange seid ihr denn zusammen?

war er schon immer so?

warum willst du es jetzt anders?

Marta-Agata
30.08.2013, 16:17
Die Antworten greifen zu kurz.

Es ist eine große Last, für jemanden "einziger Ansprechpartner" zu sein.

brighid
30.08.2013, 16:18
Die Antworten greifen zu kurz.

Es ist eine große Last, für jemanden "einziger Ansprechpartner" zu sein.

dem mann aber reicht es aus. er will doch offensichtlich nicht mehr. warum ihm einen mangel andichten, den er nicht empfindet.

so wie ich das lese- isoliert er sie ja nicht, er unterhält sich in gesellschaft auch mit andern- aber darüber hinaus hat er kein bedürfnis nach andern leuten.

nimmt ihr aber an keinem punkt die aussenkontakte!

Maria_H
30.08.2013, 16:34
Die Antworten greifen zu kurz.

Es ist eine große Last, für jemanden "einziger Ansprechpartner" zu sein.

Warten wir doch mal ab, was die TE präzisiert.

Mein Tipp: das Familienprogramm läuft aus. Der Familienvater mit seinen Qualitäten schaltet nun nicht um auf Partylöwe. Die Frau würde gerne mehr erleben, traut sich aber alleine nicht, fasst keinen Mut an sich was zu ändern und konzentriert sich lieber darauf, dass er ja jetzt zu häuslich ist. :kristallkugel:

Marta-Agata
30.08.2013, 16:37
dem mann aber reicht es aus. er will doch offensichtlich nicht mehr. warum ihm einen mangel andichten, den er nicht empfindet.

so wie ich das lese- isoliert er sie ja nicht, er unterhält sich in gesellschaft auch mit andern- aber darüber hinaus hat er kein bedürfnis nach andern leuten.

nimmt ihr aber an keinem punkt die aussenkontakte!

Er will aber übergebührlich viel von ihr. Das hat doch nichts damit zu tun, ob er ihr Außenkontakte lässt.

brighid
30.08.2013, 16:39
Er will aber übergebührlich viel von ihr. .

das lese ich nicht.

ich lese: mir reicht es nicht, dass er für sich sein kann. ich will paar-kontakte.

ich will einen andern mann.

Maria_H
30.08.2013, 16:49
marta,
mir scheint auch, Du vermischst da was.

Preciosa
30.08.2013, 16:57
Als ich das Eingangspost las, dachte ich (ich kenne den Zeitschriftenbeitrag nicht), dass ich wohl mit einem ähnlich tickenden Mann verheiratet bin.

Mich stört es nicht.

Mein Mann war schon so, als ich ihn kennen lernte, er hat einige lose Kontakte zu einem Studien-und WG- Freund, den ich (und seine Familie) auch kenne, die ähnlich gestrickt sind.

Er ist sich oft selbst genug und ruht in sich. Er macht einige Dinge mit sich selbst aus, was uns (also die Familie) betrifft, bereden wir zusammen.

Ich schätze seine Intelligenz und seinen Humor, den ich absolut teile, wir können wunderbar miteinander reden und schweigen.

Er hat keine eigenen Hobbies, denen er alleine und/oder zeitintensiv frönt. Er interessiert sich für Computer und die dazugehörige Technik und Flugzeuge und Fotographie, ohne da einen Riesenbohei darum zu machen.

Wir arbeiten beide Vollzeit, wir haben ein Kind, wir sind beide (!) sehr froh um Ruhe und Entspannung. Diese finden wir oft bei gemeinsamen Wanderungen, hin und wieder kommt ein lose befreundetes Paar (ich bin mit ihr eng befreundet, beide Männer kommen miteinander aus, zum Befreunden reicht es bei beiden nicht- muss ja auch nicht) mit ihren Kindern mit, auch (!) den Kindern zu liebe.

Wenn ich mich mit meinen wenigen, wirklich engen Freundinnen treffe, dann ist das für meinen Mann vollkommen in Ordnung. Allerdings komme ich selbst auch nicht so oft zum Weggehen, weil der Alltag so schlaucht.

Von sich aus geht er so gut wie nie weg, wenn, dann mal mit einem Arbeitskollegen, der auch so ein Stiller, Netter ist. Diese Treffen kann ich im Jahr an einer Hand abzählen.

Ich würde irre werden, wenn mich mein Mann jedes Wochenende und bei jeder Gelegenheit zu irgendwelchen Treffen mit seinen Freunden hinschleifen würde, das hätte für mich Konfliktpotenzial.


Gruß, Preciosa :blume:

Marta-Agata
30.08.2013, 17:00
Ich zitiere noch einmal das Zitat aus dem Eingangsposting - darin erkennt Rosalind sich wieder:


*für alle die den Artikel nicht gelesen haben:
Er hat fast keine Freunde, geht nie weg, hat kein soziales Umfeld,berät sich nie mit anderen und kocht immer in seinem eigenen Saft, nimmt dadurch auch keinerlei Anregungen von außen auf. "Wie oft habe ich mir schon gewünscht, dass er die eine oder andere Sache mal mit anderen bespricht, andere Meinungen einholt! ...Kontaktmüde Männer möchten auch plaudern, debattieren, kichern oder maulen, aber am liebsten nur mit einer Person: ihrer Frau" ( Zitat aus dem Artikel)

Es geht doch nicht darum, jedes Wochenende mit Freunden einem Hobby nachzugehen - sondern nicht alles bei der Ehefrau abzuladen.

Aber warten wir auf sie.

Maria_H
30.08.2013, 17:04
Interessant ist doch, warum jetzt etwas stört, was vorher nicht störte.
Das hat in der Regel mit dem zu tun, der sich verändert hat. Und nicht mit dem, der so ist wie bisher.

Und da kann nur eine Licht ins Dunkel bringen. Die TE.

brighid
30.08.2013, 17:05
liebe marta- das was du da eingesetzt hast- ist der artikel- aber nicht die aussage von te`s mann

und ich lese in den aussagen von te nicht dass der vater ihrer kinder sie über gebühr beansprucht.

brighid
30.08.2013, 17:08
seit 15 jahren- und was lässt dich jetzt deine beziehung zu ihm in frage stellen?

Marta-Agata
30.08.2013, 17:11
Das ist die Stelle aus dem Artikel, die sie ausgewählt hat, um ihre Situation zu charakterisieren.

Lesen könnt ihr doch.

brighid
30.08.2013, 17:13
Das ist die Stelle aus dem Artikel, die sie ausgewählt hat, um ihre Situation zu charakterisieren.

Lesen könnt ihr doch.

und ich lese es anders.

denn abgesehen von dem zitat aus dem artikel äussert te sich durchaus über ihren mann- und da steht nichts von: er engt mich ein, er ist zuviel, er ist mir zu nah, er hängt mir auf der pelle.

Maria_H
02.09.2013, 12:04
Na, das Problem war wohl nicht so tiefgreifend, wie anfangs vielleicht vermutet.

Inaktiver User
02.09.2013, 12:08
dem mann aber reicht es aus. er will doch offensichtlich nicht mehr. warum ihm einen mangel andichten, den er nicht empfindet.

so wie ich das lese- isoliert er sie ja nicht, er unterhält sich in gesellschaft auch mit andern- aber darüber hinaus hat er kein bedürfnis nach andern leuten.

nimmt ihr aber an keinem punkt die aussenkontakte!

Ja. Sehe ich genau so.

Warum meinen so viele Menschen, dass andere genau die gleichen Bedürfnisse haben müssten wie sie selbst? :unterwerf:

Inaktiver User
02.09.2013, 12:09
Interessant ist doch, warum jetzt etwas stört, was vorher nicht störte.
Das hat in der Regel mit dem zu tun, der sich verändert hat. Und nicht mit dem, der so ist wie bisher.

Und da kann nur eine Licht ins Dunkel bringen. Die TE.

Richtig.

GoldenGate
02.09.2013, 12:16
Liebe Rosalind,

bitte erkläre doch einmal, warum Du meinst, etwas zu dem Thema "schreiben zu sollen"....

GoldenGate

ilazumgeier
02.09.2013, 12:23
Ja. Sehe ich genau so.

Warum meinen so viele Menschen, dass andere genau die gleichen Bedürfnisse haben müssten wie sie selbst? :unterwerf:

:allesok:

GOahead
02.09.2013, 18:48
Außerdem funktioniert es überhaupt nicht, da ich festgestellt habe, dass mein Mann bei Treffen mit meinen Freunden oder/und deren Partnern zwar immer nett ist und sich unterhält, er nimmt aber niemand in sein Herz auf und es entsteht für ihn kein wirklicher Kontakt, er würde sich z.B. niemals alleine mit einem der so kennengelernten Männer treffen und ihn zu seinem eigenen Freund machen (Ist zumindest in den letzten 15 Jahren nicht passiert!).
Bei meinen Eltern war das ähnlich, bis die Mutter eingesehen hat, dass es ein grober Fehler war, einem Mann soziale Kontakte aufzuzwingen, die er erstens nicht sucht und zweitens nicht braucht. Sie war zwar erwachsen, aber nicht reif genug um es zu verstehen dass jeder Mensch anders ist. Sie ging irrtümlicherweise davon aus, dass die anderen auch so ticken müssen wie sie. Sie konnte es sich einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die keine lauten Gesellschaften mögen und ihre Ruhe brauchen bzw. im Einklang mit der Natur leben wollen. Mein Vater hat ihr nie vorgeschrieben wie sie zu leben hat, er hat ihr ihre Freiheiten gelassen, klammerte nie an ihr, so konnte sie sich entfalten und wurde reifer. Bei ihr dauerte es aber fast 20 Jahre bis sie den Fehler eingesehen hat, sich in die Verhaltensweise des Partners einzumischen. Seitdem sie ihn auch entfallten LÄSST, gibt's überhaupt keine Probleme mehr, das war am Anfang der Ehe nicht so. Jetzt leben sie fast das ganze Leben zusammen, bei den heutigen Paaren ist das fast unvorstellbar, heutzutage brechen Frauen schon bei kleinen Problemen die Ehe (laut Statistik werden mittlerweile in Deutschland mehr Scheidungen von Frauen als von Männern eingereicht) und sind nicht bereit Kompromisse einzugehen, wie es die Frauen früherer Generationen getan haben. Glücklicher sind die Frauen heute aber nicht wirklich. Fast jede Frau in Deutschland meckert über irgendwas. Das war bei früheren Generationen nicht so extrem. Meine Mutter hat mehrere Kinder großgezogen UND gleichzeitig immer vollzeit gearbeiten, ohne solche Ausreden wie "Depression", "Borderlinerin", "Burnout" usw. zu suchen. Das alles hätte sie aber nicht geschafft, wenn sie einen Mann hätte, der vom Typ her anders als mein Vater und nicht so geduldig wäre. Insofern solltest du wirklich überlegen, ob du es ohne deinen Mann geschafft hättest eure Kinder großzuziehen UND deine Sozialkontakte gleichzeitig zu haben. Immerhin hat dir dein Mann den Rücken frei gehalten, in dem er ein Familienmensch war und nicht jeden Abend rausging wie das einige, nur an sich denkende Egoisten tun. Abschließend bleibt anzumerken, dass dein Vorwurf, er würde DEINE Freunde nicht ins Herz aufnehmen, ein Zeichen deiner Unreife ist. Und dabei spielt es keine Rolle ob du 20, 50 oder 90 bist. Das ist einfach unreif. Man kann die Freunde eines anderen gut behandeln und zu denen nett sein, ja sich mit ihnen sogar unterhalten, aus Höfflichkeit und wenn der Partner darauf besteht, aber warum muss man diese in sein Herz aufnehmen? Da liegt der größte Fehler von dir. Dein zweiter Vorwurf, er macht keinen Freund von dir zu seinem eigenen, ist gar krankhaft. Meinst du als Erwachsene, man kann einem Mann einen Freund vorschreiben? Als Mann finde ich mir Freunde im Laufe des Lebens (Schule, Uni, andere Orte) SELBER. Sowas kann man nicht verordnen! Dein Mann greift in deine Verhaltensweise nicht ein und ist offensichtlich ein ausgewogener und friedlicher Mensch. Du greifst aber in seine Verhaltensweise ein. Bist du sicher, dass ER das Problem in eurer Ehe ist?

Inaktiver User
02.09.2013, 20:34
Mein Mann war auch immer so. Eine gute Freundin - sonst niemanden, und selbst die hat er immer nur selten getroffen.

Ich habe kommen sehen, dass das mal ECHTE Probleme mit sich bringen wird. Dass er keine Freunde, keine Hobbys, keine Interessen außer DVD-Schauen hat.

Und es HAT echte Probleme gebracht. Und zwar genau die, die ich schon Jahre davor prophezeit hatte. :smirksmile:

GOahead
02.09.2013, 20:45
Das ist wiederum was anderes.
Keine Hobbys, kaum Interessen = die Person kann entweder ihre Freizeit nicht kreativ gestalten oder ist einfach apathisch.
Beides kann später zu Alkoholproblemen führen.

Inaktiver User
02.09.2013, 20:52
Das ist wiederum was anderes.
Keine Hobbys, kaum Interessen = die Person kann entweder ihre Freizeit nicht kreativ gestalten oder ist einfach apathisch.
Beides kann später zu Alkoholproblemen führen.

Ach so, nein, Alkoholiker wurde er nicht.
Aber als die Midlife-Crisis pünktlich zum 40er über ihn hereinbrach, hätte er dringend Freunde gebraucht, die ihm da drübergeholfen hätten.
Und als er sich im Zuge dieser Midlife-Crisis in eine Kollegin verliebt und sich völlig in dieser Verliebtheit verloren hat, so dass er unsere Beziehung geopfert hat, hätte er dringend Freunde gebraucht, die ihm eine aufs Mau... also, die das mit ihm vernünftig reflektiert hätten. :smirksmile:

Die TE hat Recht. Es ist ungesund, wenn ein Mensch alle sozialen Bedürfnisse bei der Ehefrau bzw. dem Ehemann und am Ende noch bei den Kindern ablädt.

GOahead
02.09.2013, 21:07
Dein Fall klingt aber anders als der der TE.

Inaktiver User
02.09.2013, 21:17
Dein Fall klingt aber anders als der der TE.

Findest du? Ich finde eigentlich meinen Mann in ihrer Beschreibung recht gut wieder, nur dass es bei ihr noch nicht zum Zerbrechen der Beziehung geführt hat (was hoffentlich auch nie passiert, aber eben eine Gefahr dabei ist).

Das hier z.B.:
"Außerdem funktioniert es überhaupt nicht, da ich festgestellt habe, dass mein Mann bei Treffen mit meinen Freunden oder/und deren Partnern zwar immer nett ist und sich unterhält, er nimmt aber niemand in sein Herz auf und es entsteht für ihn kein wirklicher Kontakt, er würde sich z.B. niemals alleine mit einem der so kennengelernten Männer treffen und ihn zu seinem eigenen Freund machen (Ist zumindest in den letzten 15 Jahren nicht passiert!)."

Der einzige Unterschied ist, dass ich nie SO darunter gelitten habe, da ich nie die Notwendigkeit gesehen habe, dass wir "befreundete Pärchen" brauchen, wo dann die Frauen zusammenkleben und die Männer zusammenkleben. Ich hatte immer Einzelfreundschaften, übrigens NICHT nach Geschlecht getrennt, das fände ich vorgestrig. Also, ich habe männliche und weibliche Freund/innen. Und die einzige konstante Freundschaft, die mein Mann schon seit Studienzeiten hat, ist wie gesagt auch eine Frau. Aber was ich eben auch kenne: Dass er in Gesellschaft schon gut zurecht kam, sich auch gut unterhielt, aber eben überhaupt keine Ambition gezeigt hat, sich mit jemandem erneut zu verabreden. So wie der Mann der TE.

Wenn man keine Freundschaften pflegt, hat man eben auch kein Netz, das einen in Krisensituationen auffängt. Außer die Familie. Was aber, wenn die Krise eben diese Familie betrifft? Oder was, wenn die Familie nicht alles alleine tragen kann?

GOahead
02.09.2013, 21:27
Das ist richtig, bedeutet aber nicht dass der Mann der TE ein schlechter Mensch ist. Mir ist er durchaus symphatisch.
Die TE versucht ihn zu ändern und da liegt der Fehler.

brighid
02.09.2013, 21:31
Wenn man keine Freundschaften pflegt, hat man eben auch kein Netz, das einen in Krisensituationen auffängt. Außer die Familie. Was aber, wenn die Krise eben diese Familie betrifft? Oder was, wenn die Familie nicht alles alleine tragen kann?

was wenn es menschen gibt die sich auf sich selbst verlassen? die sich darin wohlfühlen.

aus welchen gründen, erfahrungen heraus auch immer.

die für andere da sind, anderen durchaus helfen können- aber für sich selbst es nicht annehmen wollen/können.

was mich bei te irritiert: 15 jahre war es ok, vermutlich mal mehr - mal weniger. was ist jetzt passiert- dass sie ihren mann anders haben möchte? dass er so wie er die ganzen jahren schon war- jetzt nicht mehr genügt.

was ist passiert? was hat die erkenntnis ausgelöst?

Preciosa
02.09.2013, 21:40
Findest du? Ich finde eigentlich meinen Mann in ihrer Beschreibung recht gut wieder, nur dass es bei ihr noch nicht zum Zerbrechen der Beziehung geführt hat (was hoffentlich auch nie passiert, aber eben eine Gefahr dabei ist).

Das hier z.B.:
"Außerdem funktioniert es überhaupt nicht, da ich festgestellt habe, dass mein Mann bei Treffen mit meinen Freunden oder/und deren Partnern zwar immer nett ist und sich unterhält, er nimmt aber niemand in sein Herz auf und es entsteht für ihn kein wirklicher Kontakt, er würde sich z.B. niemals alleine mit einem der so kennengelernten Männer treffen und ihn zu seinem eigenen Freund machen (Ist zumindest in den letzten 15 Jahren nicht passiert!)."

Der einzige Unterschied ist, dass ich nie SO darunter gelitten habe, da ich nie die Notwendigkeit gesehen habe, dass wir "befreundete Pärchen" brauchen, wo dann die Frauen zusammenkleben und die Männer zusammenkleben. Ich hatte immer Einzelfreundschaften, übrigens NICHT nach Geschlecht getrennt, das fände ich vorgestrig. Also, ich habe männliche und weibliche Freund/innen. Und die einzige konstante Freundschaft, die mein Mann schon seit Studienzeiten hat, ist wie gesagt auch eine Frau. Aber was ich eben auch kenne: Dass er in Gesellschaft schon gut zurecht kam, sich auch gut unterhielt, aber eben überhaupt keine Ambition gezeigt hat, sich mit jemandem erneut zu verabreden. So wie der Mann der TE.

Wenn man keine Freundschaften pflegt, hat man eben auch kein Netz, das einen in Krisensituationen auffängt. Außer die Familie. Was aber, wenn die Krise eben diese Familie betrifft? Oder was, wenn die Familie nicht alles alleine tragen kann?


Meine persönliche Meinung: Es gibt im Leben Dinge und Erlebnisse, die Mann/Frau nur mit sich alleine ausmachen kann. Wenn es ums Eingemachte geht, dann sollte der Mensch in der Lage sein, sich selbst genug zu sein.

Und es ist tatsächlich so, dass im absoluten Notfall ein soziales Netzwerk auffängt, auch bei den Menschen, die keine sozialen Netzwerke pflegen.

Es geht mir hier nicht darum, Einsamkeit zu kultivieren. Es ist allerdings recht oft so, dass, wenn der worst case eingetreten ist, sich die sogenannten Freunde in Nichts auflösen oder nicht wissen, was sie machen sollen oder die Sache vertagen.

Nun höre ich hier einige murmeln: pah, das sind dann keine echte Freunde. Das ist richtig, aber manchmal ist es besser, sich auf sich selbst zu verlassen, da weiß man was man hat. Ich rede hier nicht von alltäglichen Petitessen, sondern von wirklichen Einschnitten und Entbehrungen im Leben.

Ich bin sehr froh, dass ich meine wenigen, dafür sehr engen Freundinnen habe.

Mein Mann hat keinen engen Freund, aber ich bin mir absolut sicher, dass ihn jemand sicher auffangen würde, wenn ich nicht mehr da wäre. Ich kann da keinen Namen benennen, aber er hätte Rückhalt bei seinen Geschwistern und auch bei einem Verwandten. Wenn seine Familie wegbräche, dann würde ihn auch hier ein Mensch tragen, man glaubt gar nicht, aus welchen unbekannten Ecken tatsächlich helfende Menschen kommen und einem zur Seite stehen.
Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass er erstmal alles mit sich ausmachen würde, so weit es irgendwie möglich wäre. Er ist mit sich in guter Gesellschaft, bewundernswert, wie ich finde, also die Tatsache an sich.

Ich liebe meinen Mann auch dafür, er gibt mir unter anderem Beständigkeit und Ruhe und Erdung.

Gruß, Preciosa :blume:

Alkoholprobleme haben wir übrigens beide nicht :zwinker::freches grinsen:.

Inaktiver User
02.09.2013, 21:41
Das ist richtig, bedeutet aber nicht dass der Mann der TE ein schlechter Mensch ist. Mir ist er durchaus symphatisch.
Die TE versucht ihn zu ändern und da liegt der Fehler.

"Schlechter Mensch" ist sowieso irgendwie eine Nullaussage. :smirksmile:
Kennst du ihn persönlich? Weil du schreibst, er ist dir sympathisch.

Die TE wird ihn nicht ändern können, wenn er sozial so passiv ist. Dass sie darüber unglücklich ist, ist ihr aber nicht zum Vorwurf zu machen, weil ihr ungutes Gefühl berechtigt ist. Dass sie konstruktiven Austausch mit anderen Frauen, die in ähnlichen Situationen sind, sucht, ist ebenfalls prinzipiell positiv. Sie deshalb runterzubügeln, finde ich hingegen nicht konstruktiv, und verbietet sich, wenn man selbst noch nie in einer vergleichbaren Situation gelebt hat.

GOahead
02.09.2013, 21:55
Dass sie ihn nicht ändern wird, da sind wir uns einig.
Bei erwachsenen Menschen ist die Persönlichkeitsbildung abgeschlossen.
Ihm aber vorzuwerfen, dass er ihre Freunde nicht zu seinen eigenen macht, zeugt von Unreife.
Sie weiss doch ganz genau, dass sie zwei Möglichkeiten hat: ihn zu akzeptieren oder zu gehen.

GOahead
02.09.2013, 22:00
@ Preciosa

Guter Beitrag! :allesok: Ich wurde in Südamerika fast umgebracht, in Singapur fast von Hunden gefressen, in Schweden bin ich fast erfroren. Es gibt Situationen im Leben (Reisen usw.), in denen man nur auf seine eigenen Kräfte zählen kann.

Nocturna
02.09.2013, 22:13
Und es ist tatsächlich so, dass im absoluten Notfall ein soziales Netzwerk auffängt, auch bei den Menschen, die keine sozialen Netzwerke pflegen.

Ist tatsächlich so.
Ich bin quasi das weibliche Gegenstück zum beschriebenen Mann. Ich hatte nie das Bedürfnis mich vollständig einer anderen Person anzuvertrauen. Keiner weiß alles von mir, auch nicht mein Mann. Ich tausche mich durchaus mit langjährigen Bekannten über schulische Probleme störrischer Teenager aus, auch weil ich mir Input erhoffe, aber deswegen muss ich doch keine Busenfreundinnen haben.

An einem Samstag, als mein Ex-Mann quasi über Nacht die Trennung wollte, wollte und konnte ich nicht mit meiner Freundin sprechen, die bis dato so das Prädikat „beste Freundin“ innehatte. Ich wusste, sie würde das zumindestens in groben Zügen mit ihrem Mann besprechen (völlig normal) und mir war nicht danach mich in irgendeiner Weise bloßzulegen. Meine Eltern wollte ich raushalten, bis ich selbst den Schock überwunden hatte, ich wollte sie schonen. Ich habe verzweifelt in der Zeitung geblättert und die lokale Frauenhotline angerufen.

Ich hatte mit einer wildfremden unbekannten Frau ein langes Gespräch über mindestens eine Stunde Dauer geführt und habe ihr meinen ganzen Kummer ausgeschüttet, wie verletzt ich bin, wie ungerecht das alles war, warum das passiert sein könnte. Ich habe hauptsächlich geredet, sie hauptsächlich zugehört.

Ihr könnt es glauben oder nicht, nach diesem Gespräch habe ich mich gefangen. Ich war danach fähig am Montag in die Arbeit zu gehen und zu akzeptieren, dass sich soeben mein Leben komplett verändert hat. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, dass mich irgendeine Bekannte in dieser Phase gestützt hat, es war nur diese einfühlsame Dame am Telefon.

Ich werde demnächst 50 und ich vermisse keine Seelenfreundschaften, sondern mir reichen meine Bekannten, die ich ein paarmal im Jahr treffe.

Inaktiver User
02.09.2013, 22:16
@ Preciosa

Guter Beitrag! :allesok: Ich wurde in Südamerika fast umgebracht, in Singapur fast von Hunden gefressen, in Schweden bin ich fast erfroren. Es gibt Situationen im Leben (Reisen usw.), in denen man nur auf seine eigenen Kräfte zählen kann.

In den von dir genannten zweifellos. :smirksmile: Übrigens bin ich auch ein klassisches Einzelkind und mir selbst meist genug und sehr gerne alleine. Ich bin auch Anhängerin des schönen Spruchs: "Nur wer gut allein sein kann, kann auch gut zu zweit sein."

Aber das hat alles nichts damit zu tun, dass der Mensch ganz grundlegend sehr wohl ein soziales Wesen ist und dass es Situationen im Leben geben kann, wo es eben doch besser wäre, Feedback von Freunden einzuholen. Dinge mit sich selbst ausmachen, schön und gut, aber wie oft hat man ein Brett vorm Kopf und die Meinung eines Menschen, der einem nahesteht (und doch wieder nicht so nahe, als das eine gewisse objektive Distanz nicht möglich wäre), wäre hilfreich?

GOahead, wo ich dir aber sehr wohl Recht gebe, ist hinsichtlich des Anspruches, dass der Mann der TE die Freundschaften seiner Frau nicht zu übernehmen hat. Allerdings denke ich, dass sie auf die Idee gar nicht käme, wenn der Mann *von alleine* eigene Freundschaften aufbauen würde!

GOahead
02.09.2013, 22:28
Es gibt ruhige, bescheidene Menschen, die sozialer sind als diejenigen die sich mit vielen Freunden und Bekannten umgeben, individuell aber nicht so stark sind (ich bin auch Anhänger des Spruchs "Nur wer gut allein sein kann, kann auch gut zu zweit sein").
Und wieviele gute Freunde gibt's schon? Normalerweise 2-3.

@ Nocturna

Die Nachfrage nach bescheidenen, individuell starken Frauen ist sehr hoch, zumindest bei uns ist es so.

Preciosa
02.09.2013, 22:50
In den von dir genannten zweifellos. :smirksmile: Übrigens bin ich auch ein klassisches Einzelkind und mir selbst meist genug und sehr gerne alleine. Ich bin auch Anhängerin des schönen Spruchs: "Nur wer gut allein sein kann, kann auch gut zu zweit sein."

Aber das hat alles nichts damit zu tun, dass der Mensch ganz grundlegend sehr wohl ein soziales Wesen ist und dass es Situationen im Leben geben kann, wo es eben doch besser wäre, Feedback von Freunden einzuholen. Dinge mit sich selbst ausmachen, schön und gut, aber wie oft hat man ein Brett vorm Kopf und die Meinung eines Menschen, der einem nahesteht (und doch wieder nicht so nahe, als das eine gewisse objektive Distanz nicht möglich wäre), wäre hilfreich?

GOahead, wo ich dir aber sehr wohl Recht gebe, ist hinsichtlich des Anspruches, dass der Mann der TE die Freundschaften seiner Frau nicht zu übernehmen hat. Allerdings denke ich, dass sie auf die Idee gar nicht käme, wenn der Mann *von alleine* eigene Freundschaften aufbauen würde!

Ich bin ja nicht die TE, aber da mein Mann wohl ähnlich gestrickt ist wie der Mann der TE, möchte ich zum markierten Text gern noch meinen Senf geben.

Mir ist beim Lesen durch den Kopf geschossen, dass mein Mann sein Leben lang, zumindest ab dem Abitur, seine Entscheidungen alleine gefällt hat, durch sein Elternhaus auch anerzogen.

Mein Mann liest sehr viel, ob im Netz, oder Zeitungen oder schaut spezielle Fernsehsendung. Das Ganze aber immer mit einem gewissen Abstand. Er denkt aber grundsätzlich selbst.

Und, ich schrieb es bereits, er ist mit sich in guter Gesellschaft.

Er vermisst nichts. Er ist kein Stoffel, der in Gesellschaft irgendwie bockt oder so :freches grinsen: er verhält sich freundlich- abwartend, ohne irgendwelche Erwartungen an das Gegenüber zu haben. Er ist sehr gerne gesehen auf Treffen der verschiedensten Art, er ist eher ein Stiller, aber alle hören zu, wenn er was sagt. Manchmal sagt er auch nur wenig :ooooh::kuss:, aber ich bin überzeugt, er findet das ok.
Ich glaube, er vertritt die Auffassung, was ihn betrifft, regelt er selbst.

Er ist ein wunderbarer Zuhörer, wir können über fast alles reden (wir halten es ähnlich wie @nocturna, alles muss der Andere nicht wissen, ein paar Geheimnisse kann man beruhigt für sich behalten)

Als unsere Tochter ins Spielalter kam, dachte ich anfangs, dass ich mich zwangsläufig mit den jeweiligen Müttern der jeweiligen Spielkameraden befreunden müsse. Etwas später, auch im Gespräch mit meinem Mann, ging mir auf, dass ich das nicht muss. Wenn es schön ist, dann ist es schön, wenn nicht, dann nicht.

Mittlerweile ist ja das Kind groß genug, dass ich nicht mehr dabei sitzen muss:cool:. GsD.

Nochmal zum Thema zurück: Klar berede ich manche Dinge mit meinen Freundinnen, aber es gibt für mich eine Grenze. Alles, was über diese Grenze hinaus geht, bespreche ich mit meinem Mann. Und dann gibt es noch eine Grenze, und da bin nur ich. Mein Mann überspringt den ersten Teil, und es geht ihm anscheinend sehr gut damit.

Gruß, Preciosa :blume:

Ich habe ganz am Anfang meines Mutterseins Unsicherheiten gehabt, ob ich als Elternteil bzw. wir als Eltern uns bei einer wichtigen Angelegenheit richtig entscheiden.
Wir hatten damals ganz viele Tipps und Meinungen dazu bekommen, die uns mehr verwirrten als halfen. Eine enge Freundin, die das schon hinter sich hatte, sagte zu mir: Ganz einfach, trefft eine Entscheidung, zu der ihr zu jeder Zeit stehen könnt, vollkommen gleichgültig, was die anderen sagen. Ihr seid die Eltern, ihr tragt die Verantwortung. Wenn es schief geht, hilft es nicht weiter zu sagen: Aber Tante Polly und Großonkel Kurt haben doch gesagt.... und waren sich so sicher... und hatten selbst schon 30 Jahre Erfahrung....:unterwerf:

Wichtige Entscheidungen trifft man allein und/oder mit Partner. Meinungen kann ich mir überall einholen, ob es mir weiterhilft????

Rosalind
06.09.2013, 17:34
Vielen Dank für Eure vielen Beiträge!

Marta, Du verstehst mich.
Es ist eine Last, immer nur die Einzige zu sein. Das ist es!
Es hat etwas klaustrophobisches und einengendes.
Und die Dinge, Ideen oder auch Probleme, über die beraten oder geredet wird, werden auch einfach nur unzureichend beleuchtet von gerade mal zwei Seiten.

Ich bin erstaunt, wie sich das Thema verselbständigt hat.
Ich will übrigens auch nicht meine Freunde meinem Mann aufzwängen!!, sondern ich wünsche mir, dass er außer mir auch noch andere oder - fangen wir mal bescheiden an - einfach einen anderen Menschen mal an sich ran lässt, sich mit ihm austauscht, dass einfach mal ein wenig Bewegung auf seiner sozialen Seite stattfindet und nicht nur immer auf meiner Seite.
Ich mag mich manchmal zu seinen Ideen, die Welt zu verändern, die mich früher fasziniert haben gar nicht mehr äußern, weil ich nicht immer sein einziger Spiegel sein will. Wir drehen uns mit vielen Themen schon so lange im Kreis. mir fehlt da der Flow oder so ein fließender Austausch mit neuen Aspekten. Beim Tennis hat man doch auch manchmal Lust auf ein gemischtes Doppel!

"Also, ich hab das mal mit dem/der xxx besprochen, und der sieht das so ...oder ganz anders ..."
Über so einen Satz meines Mannes - als Abwechslung zum ewigen "Was meinst Du denn dazu?" würde ich mich aufrichtig freuen.

Schönen tollen Hochsommerabend wünscht Euch Rosalind!

Inaktiver User
06.09.2013, 18:17
Du wirst ihn nicht ändern können, egal, wie du an ihm zerrst. Es ist doch seine Sache, mit wem er was bespricht oder wie groß sein Bekanntenkreis ist.
Wenn ihr euch mit anderen Paaren trefft, unterhält er sich mit den anderen - das ist doch in Ordnung so.

Wenn es dir zu viel wird, dann zieh dich zurück. Kümmere dich um deine eigenen Freunde, geh allein zu Veranstaltungen, und wenn er ein Thema zum x-ten Male aufgreift, sag ihm, dass du nicht weiter darüber sprechen möchtest, weil alles dazu gesagt ist.

Du kannst nur dein Verhalten ändern, seines nicht.

Nocturna
06.09.2013, 23:27
Ich mag mich manchmal zu seinen Ideen, die Welt zu verändern, die mich früher fasziniert haben gar nicht mehr äußern, weil ich nicht immer sein einziger Spiegel sein will.

So gesehen, hast du dich verändert, aber dein Mann ist immer noch derselbe wie früher. Es dürfte schwierig sein Veränderungen beim Partner einzufordern, vor allem wenn es auch ein Wesenszug von ihm ist.


"Also, ich hab das mal mit dem/der xxx besprochen, und der sieht das so ...oder ganz anders ..."

Da könnte ich bei meinem Mann noch 100 Jahre warten. Das einzige, was mein Mann von anderen Männern annimmt ist technischer Ratschlag, in einem Fachbereich, den er nicht beherrscht. Ansonsten ist ihm die Meinung anderer Menschen oder deren Verhalten so egal wie der berühmte Sack Reis in China.

GOahead
07.09.2013, 01:48
"Also, ich hab das mal mit dem/der xxx besprochen, und der sieht das so ...oder ganz anders ..."
Über so einen Satz meines Mannes
Sei froh dass dein Mann euer Zimmer nicht in eine Klatsch- und Tratschecke verwandelt.
Er ist offensichtlich ein ausgewogener und familienorientierter Mensch, viele Frauen hätten ihn gern als Ehemann.
Du bist einfach nicht die richtige für ihn, du akzeptierst ihn nicht so wie er ist und meckerst ständig.
Es gibt Menschen, die individuell stark sind, und es gibt welche, die einem Gruppenzwang unterlegen.
Es wäre besser wenn du deinen Mann in Ruhe lässt.

GOahead
07.09.2013, 01:52
Da könnte ich bei meinem Mann noch 100 Jahre warten. Das einzige, was mein Mann von anderen Männern annimmt ist technischer Ratschlag, in einem Fachbereich, den er nicht beherrscht. Ansonsten ist ihm die Meinung anderer Menschen oder deren Verhalten so egal wie der berühmte Sack Reis in China.
Haha, einer wie ich, eins zu eins. :smile:

ilazumgeier
07.09.2013, 11:57
Ach so, nein, Alkoholiker wurde er nicht.
Aber als die Midlife-Crisis pünktlich zum 40er über ihn hereinbrach, hätte er dringend Freunde gebraucht, die ihm da drübergeholfen hätten.
Und als er sich im Zuge dieser Midlife-Crisis in eine Kollegin verliebt und sich völlig in dieser Verliebtheit verloren hat, so dass er unsere Beziehung geopfert hat, hätte er dringend Freunde gebraucht, die ihm eine aufs Mau... also, die das mit ihm vernünftig reflektiert hätten. :smirksmile:

Die TE hat Recht. Es ist ungesund, wenn ein Mensch alle sozialen Bedürfnisse bei der Ehefrau bzw. dem Ehemann und am Ende noch bei den Kindern ablädt.
wieso soll das ungesund sein? genauso berechtigt könnte ich sagen, es sei ungesund, persönliche Schwierigkeiten außerhalb der Beziehung zu besprechen. Problematisch kann es auch sein, wenn man signalisiert oder gar gesagt kriegt: "sei anders". Da können vorhergesagte Schwierigkeiten zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden

ilazumgeier
07.09.2013, 12:06
"Also, ich hab das mal mit dem/der xxx besprochen, und der sieht das so ...oder ganz anders ..."
Über so einen Satz meines Mannes - als Abwechslung zum ewigen "Was meinst Du denn dazu?" würde ich mich aufrichtig freuen.

!

mich macht das - von Ausnahmen abgesehen - total stinkig! Natürlich kann er sich die Meinung Anderer anhören, aber in den meisten Fällen kennen die wenigsten eine Problematik umfassend genug, um wirklich sinnvoll raten zu können. Es kann eine Facette sein, manchmal hilfreich, meistens verzichtbar. Denn natürlich sieht jeder eine Sache aus der ganz persönlichen Perspektive mit dem ganz persönlichen Background. Selbst für Sach- und Fach-Infos leistet man sich meist besser einen Profi, der das dann zu seiner Aufgabe macht (grade im Bekanntenkreis erlebt, dass der Rat eines befreundeten Anwalts im konkreten Fall möglicherweise Totalschaden zur Folge hat - ohne dass dem ein Vorwurf zu machen wäre)

ilazumgeier
07.09.2013, 12:07
Sei froh dass dein Mann euer Zimmer nicht in eine Klatsch- und Tratschecke verwandelt.
Er ist offensichtlich ein ausgewogener und familienorientierter Mensch, viele Frauen hätten ihn gern als Ehemann.
Du bist einfach nicht die richtige für ihn, du akzeptierst ihn nicht so wie er ist und meckerst ständig.
Es gibt Menschen, die individuell stark sind, und es gibt welche, die einem Gruppenzwang unterlegen.
Es wäre besser wenn du deinen Mann in Ruhe lässt.

:allesok::allesok::allesok: - bis auf den letzte Satz: es wäre besser, wenn du diese Eigenschaften deines Mannes wertschätzen könntest.

brighid
07.09.2013, 14:08
wieso soll das ungesund sein? genauso berechtigt könnte ich sagen, es sei ungesund, persönliche Schwierigkeiten außerhalb der Beziehung zu besprechen. Problematisch kann es auch sein, wenn man signalisiert oder gar gesagt kriegt: "sei anders". Da können vorhergesagte Schwierigkeiten zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden

zustimmung.

und nochmal die frage: was hat sich verändert, dass es dir jetzt nach 15 jahren sauer aufstösst?

erschöpfung? oder passt dieser mann schlicht und ergreifend nicht mehr in dein konzept?

dann stehe dazu.

GOahead
08.09.2013, 10:29
wieso soll das ungesund sein? genauso berechtigt könnte ich sagen, es sei ungesund, persönliche Schwierigkeiten außerhalb der Beziehung zu besprechen. Problematisch kann es auch sein, wenn man signalisiert oder gar gesagt kriegt: "sei anders".
Meine Rede! Frauen, die Schwierigkeiten oder über ihren Partner außerhalb der Beziehung diskutieren, sind ein NO GO.
Frauen, die ihrem Partner ihre primitive Klatsch- und Tratsch-Lebensweise aufzwingen wollen, ebenso.
Wer individuell stark ist, braucht keinen Gruppenzwang, aus dem Kindergarten ist er schon längst raus.
Aber: Da prallen zwei Welten aufeinander, die meistens aneinander vorbei reden. Der eine versteht den anderen nicht und umgekehrt.

GOahead
08.09.2013, 10:35
:allesok::allesok::allesok: - bis auf den letzte Satz: es wäre besser, wenn du diese Eigenschaften deines Mannes wertschätzen könntest.
Da sie das aber offensichtlich nicht kann/will (während er sich kompromissbereit zeigt und sich mit ihren Freunden unterhielt, also ihre Lebensweise akzeptiert und einen Schritt ihr entgegen macht, ist sie nicht bereit Kompromisse einzugehen und einen Schritt in seine Richtung zu machen), wäre es wirklich besser, sie würde ihn in Ruhe lassen. Zwar wird sie so einen perfekten Ehemann kaum wieder finden, aber für beide wäre das Leben wieder einfacher.

Inaktiver User
09.09.2013, 00:58
Es ist eine Last, immer nur die Einzige zu sein. Das ist es!
Es hat etwas klaustrophobisches und einengendes.
Und die Dinge, Ideen oder auch Probleme, über die beraten oder geredet wird, werden auch einfach nur unzureichend beleuchtet von gerade mal zwei Seiten.

Liebe Rosalind,

Es gibt viele Frauen, die würden sich wünschen "nur die Einzige zu sein" .... :zwinker: :erleuchtung:

Nein - Scherz beiseite, ich kann mir denken, was du meinst.

Aber du beschreibst eine Eigenschaft deines Mannes, die er schon immer hatte. Bisher konntest du damit leben und hast dich offensichtlich auch noch dafür verantwortlich gefühlt, dies auszugleichen. Und ich glaube, genau darin liegt das Problem. Du solltest damit aufhören, dies ausgleichen zu wollen. Bedien doch diese "Trägheit"/"Bequemlichkeit"/"Desinteresse" (wie immer man es auch nennen will) einfach nicht.

Probier doch mal das:
Wenn er ein bestimmtes (für ihn wichtiges) Thema mit dir besprechen will, sag einfach: ".... Oh, davon habe ich gar keine Ahnung, aber frag doch mal den .....".

Pflege und genieß deine Freunde/deine Kontakte und verändere die Situationen so, dass dein Mann für sich selbst aktiv werden muss.
Dann kannst du vielleicht auch seine Art als "Ruhepol" unter Euch genießen. So etwas braucht man in der heutigen hektischen Zeit ja auch. :entspann:

ilazumgeier
09.09.2013, 08:00
:
in deinem posting steht viel Zutreffendes, nur das



Probier doch mal das:
Wenn er ein bestimmtes (für ihn wichtiges) Thema mit dir besprechen will, sag einfach: ".... Oh, davon habe ich gar keine Ahnung, aber frag doch mal den .....".

:
wird höchstens ausnahmsweise mal funktionieren. Wenn überhaupt.

Die Grundstruktur eines Menschen ist nicht veränderbar. Dieser Mann löst seine Probleme selbst und wenn er sich darüber austauschen möchte, dann in aller Regel mit dem Menschen, der ihm am nächsten steht. nicht mit einem beliebigen Anderen, der sich auf einem Gebiet mehr oder weniger gut auskennt (meist sowieso weniger). Der kennt vielleicht ein paar Fakten, weiß aber nicht, wie sie zum Rat Suchenden passen, was ihm wichtig ist, was zusätzlich mit reinspielt.
Oft genug ist es ja (gerade bei in sich Ruhenden) so, dass der sachliche Rat eine eher untergeordnete Rolle spielt, es geht um den Austausch im Gespräch, bei dem man selbst nach und nach Klarheit gewinnt.
Das können für Manche (wie die TE) Freunde und Bekannte sein, für ihren Mann ist sie es, er möchte das nicht mit x-Beliebigen bequatschen und sich jede Menge überflüssiger Kommentare dazu anhören

noname56
11.09.2013, 09:46
Liebe Rosalind...ich bin seit 34 Jahren mit so einem Mann verheiratet und kann dir nur raten deinen eigenen Kreis aufzubauen bzw.deinen bestehenden niemals aufzugeben....WIR haben ebenfalls keinen Kontakt zu irgendwelchen Paaren mit denen wir mal gemeinsam unternehmen....er ist der Langweiligste Mann aller Zeiten...Bevor wir geheiratet haben ,hatten wir viele Freunde ,leider haben die sich alle zurück gezogen weil er einfach keine Lust mehr hatte was zusammen mit denen zu unternehmen...Wenn ich ihn gefragt habe kam die Antwort ,keine Lust,mir ist das alles zuviel etc.
Wir haben 3 erwachsene Kinder und keine einzigen Freunde...also leben wir wie die Eremiten hier ganz allein für uns.......ich bin sowas von unzufrieden mit dieser Situation das ich manchmal aus dieser Ehe ausbrechen möchte...und wer weiß,vielleicht kommt der Tag an dem ich es auch tue...das kann doch nicht das Leben sein.jedenfalls nicht für mich ,dafür bin ich zu Kontaktfreudig,aber er hat alles kaputt gemacht...

brighid
11.09.2013, 09:48
,aber er hat alles kaputt gemacht...

[/B]

nein.

du lebst es seit 34 jahren mit ihm?

das was du ihm unterjubelst- das hat er vielleicht angestossen- aber du hast es mitgetragen.

wo sind deine aussenkontakte? verbietet er sie dir?

ilazumgeier
11.09.2013, 10:01
noname, vielleicht sagst du ihm das noch mal in aller Deutlichkeit. Vielleicht zwingt er sich, gegen seine Natur zu leben und vielleicht lernt ihr dann beide jemanden kennen, mit der und mit dem ihr zufriedener leben könnt.

Die Alternative wäre: jeder nach seiner Art. DU gehst unter Leute und ER bleibt für sich. Nur, weil man verheiratet ist, muss man doch nicht alles gemeinsam machen.

Aber wenn du einen anderen Mann willst, dann wäre es wohl besser, diesen Schritt so schnell wie möglich zu tun, auch für ihn ist das sicher besser als eine Zwangsehe - was sollte da noch Gutes rauskommen? Ändern kann und wird sich keiner von euch, aber mit dem Anderssein leben kann man. wenn man will und nach Möglichkeiten sucht

Inaktiver User
11.09.2013, 12:36
Das klingt schlimm, noname, aber ich denke auch, dass du nicht zuhause rumsitzen musst, nur weil er sich einbunkert. Sagt er irgendwas, wenn du alleine raus gehst?

Warum soll man als Paar denn alles gemeinsam machen? Oft ist es mit den eigenen FreundInnen ohnehin lustiger als mit befreundeten Paaren.

Sein Glück davon abhängig zu machen, dass der Partner sich ändert, klappt nie.

noname56
11.09.2013, 13:37
Da liegt eben das Haar in der Suppe...er ist auch noch Eifersüchtig,auf was auch immer?keine Ahnung,jedenfalls gehe ich aus genau diesem Grund schon nirgendswo mehr hin,und wenn ich es dann mal mache wird alles genau hinterfragt...
Klar hab ich selber Schuld das ich das all die Jahre schon mit mache ,allerdings war ich durch sehr viele Schicksalsschläge psychisch angeknackst ,hatte bzw habe Panikattacken und Ängste ,da ist man froh wenn überhaupt jemand da ist...

Inaktiver User
11.09.2013, 15:34
Klar hab ich selber Schuld das ich das all die Jahre schon mit mache ,allerdings war ich durch sehr viele Schicksalsschläge psychisch angeknackst ,hatte bzw habe Panikattacken und Ängste ,da ist man froh wenn überhaupt jemand da ist...

Hört sich für mich eher danach an, als ob du wegen deiner Panikattacken nirgends mehr hingehst. Ist ja auch verständlich. Aber möchtest du dir dafür nicht professionelle Hilfe holen? Ganz unabhängig von der Frage, was dein Mann macht?

Noch eine Bitte: Kannst du die Schrift bitte normal lassen? Bei diesen fetten Buchstaben habe ich immer das Gefühl, da schreit jemand.

brighid
11.09.2013, 21:23
Da liegt eben das Haar in der Suppe...er ist auch noch Eifersüchtig,auf was auch immer?keine Ahnung,jedenfalls gehe ich aus genau diesem Grund schon nirgendswo mehr hin,und wenn ich es dann mal mache wird alles genau hinterfragt...
Klar hab ich selber Schuld das ich das all die Jahre schon mit mache ,allerdings war ich durch sehr viele Schicksalsschläge psychisch angeknackst ,hatte bzw habe Panikattacken und Ängste ,da ist man froh wenn überhaupt jemand da ist...


aber wenn dieser jemand dir nicht gut tut?

panikattacken und ängste- gibt es durchaus möglichkeiten wieder auf die reihe zu bekommen.

Inaktiver User
15.09.2013, 10:38
So gesehen, hast du dich verändert, aber dein Mann ist immer noch derselbe wie früher. Es dürfte schwierig sein Veränderungen beim Partner einzufordern, vor allem wenn es auch ein Wesenszug von ihm ist.

Da könnte ich bei meinem Mann noch 100 Jahre warten. Das einzige, was mein Mann von anderen Männern annimmt ist technischer Ratschlag, in einem Fachbereich, den er nicht beherrscht. Ansonsten ist ihm die Meinung anderer Menschen oder deren Verhalten so egal wie der berühmte Sack Reis in China.

wenn du dich da mal nicht täuschst.
Meiner Erfahrung nach können die Männer nach solchen Beziehungen eigentlich alles was so normale Männer eben machen und tun.
Warum das so ist weiß ich auch nicht.

Beziehungen scheinen zu verändern oder einfach zu wirken.
Leider musste ich an mir auch beobachten, dass ich mich in meiner Langzeitbeziehung auch verändert hatte.

Wahrscheinlich bin ich dann einfach zu symbiotisch veranlagt, zu schwach um mich abzugrenzen oder weiß der Geier....

Natürlich mutiere ich dann nicht zu solche einem hier geschilderten Mann
aber Fakt ist: ich passe mich zu sehr an
je weniger der Partner desto mehr ich ....

Nocturna
15.09.2013, 21:07
Beziehungen scheinen zu verändern oder einfach zu wirken.
Leider musste ich an mir auch beobachten, dass ich mich in meiner Langzeitbeziehung auch verändert hatte.

Wahrscheinlich bin ich dann einfach zu symbiotisch veranlagt, zu schwach um mich abzugrenzen oder weiß der Geier....
Schwach bist du sicher nicht.

Ich denke jeder Partner passt sich über Jahrzehnte dem anderen Partner an, sonst würde ein Zusammenleben wahrscheinlich gar nicht funktionieren. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man wesentliche Charakterzüge komplett zuliebe des Partners ändern kann.

ilazumgeier
15.09.2013, 21:10
wenn du dich da mal nicht täuschst.
Meiner Erfahrung nach können die Männer nach solchen Beziehungen eigentlich alles was so normale Männer eben machen und tun.

.
äh...bitte was sind "normale" Männer?:wie?:

Inaktiver User
16.09.2013, 06:20
Schwach bist du sicher nicht.

Ich denke jeder Partner passt sich über Jahrzehnte dem anderen Partner an, sonst würde ein Zusammenleben wahrscheinlich gar nicht funktionieren. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man wesentliche Charakterzüge komplett zuliebe des Partners ändern kann.

Nein, mit Schwäche hat das nichts zu tun.
Sich überhaupt nicht anpassen zu können ist ja schließlich auch keine Stärke.

Glaub mir, ich habe früher überhaupt nicht verstanden wenn ich von Frauen hörte die sich nicht mehr auf einen Mann einlassen wollten.

Man gibt wahrscheinlich keine wesentlichen Charakterzüge auf.
Aber, was ist wenn dann jemand immer alles ausgleichen muss oder soll weil der Partner ja unbedingt authentisch bleiben will.

Richtig schwierig wird's für meinen Geschmack auch nur wenn noch Kinder im Spiel sind.
Dann werden die Kompromisse manchmal größer.

Letzten Endes ist man dann selbst für seine Kompromisse verantwortlich.
Ich auch für meine an ein bürgerliches Leben.
Als eine die Schulden hasst und diesbezüglich nicht besonders risikofreudig ist.

Wichtig finde ich letzten Endes zu sich zu stehen.
Nicht zum Partner der ja leider so ist.

Das kann mitunter dann sehr komisch werden.

Nocturna
16.09.2013, 21:13
Man gibt wahrscheinlich keine wesentlichen Charakterzüge auf.
Aber, was ist wenn dann jemand immer alles ausgleichen muss oder soll weil der Partner ja unbedingt authentisch bleiben will.

Ich bin völlig deiner Meinung, wesentliche Charakterzüge kann man nicht aufgeben. Aber die sollte man beim Partner doch eigentlich kennen, sofern man nicht gerade innerhalb der ersten sechs Monate überstürzt heiratet.

Einige Dinge, sowohl beim Mann wie auch bei mir sind nicht verhandelbar und da ist Übereinstimmung einfach essentiell (Familie und Werte). Andere wiederum bieten sich für Toleranzübungen an (Sauberkeit, Ordnung, Pünktlichkeit), auch wenn man hin und wieder aus der Haut fahren könnte :pfeifend:. In einigen Dingen kann man sich auch über die Jahre hinweg auseinanderentwickeln (Fernsehgeschmack, Freizeitbeschäftigung).

Ich käme nicht auf die Idee viele Jahre später Charakterzüge am Mann zu kritisieren, bei denen ich von Anfang an gewusst habe, dass sie vorhanden sind.


Glaub mir, ich habe früher überhaupt nicht verstanden wenn ich von Frauen hörte die sich nicht mehr auf einen Mann einlassen wollten.

Doch kann ich gut verstehen. Meine Kompromissbereitschaft war vor über 20 Jahren deutlich höher als jetzt. Ich kann es mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, mich nochmal diversen Anpassungsvorgängen zu unterziehen. Partnerschaft gerne, aber bitte mit Abstand.

Inaktiver User
17.09.2013, 05:25
es sei denn man verliebt sich
ich finde, das wird ja im nachhinein dann vergessen - oder fällt unterm Tisch.

Nicht umsetzt hat H. Hesse diese schönen Zeilen im Gedicht "Stufen" geschrieben
und in jedem Anfang wohnt ein Zauber....

Ich würde lieber allein bleiben als gleich im Kopf die Strichliste zu haben: aber das geht nicht..
womit ich nicht ausdrücklich dich meine

Nein, wenn ich keinen Mann treffe in den ich mich verlieben kann - und das soll immer ne Himmelsmacht sein dann lasse ich es eben.

mercipi
20.09.2013, 00:15
Ich bin hier ganz neu und gehe jetzt mal davon aus, das ich hier etwas zu dem neuen Thema schreiben soll.
Ok. ich bin mit einem in dem og. Artikel sehr treffend beschriebenen Mann* verheiratet und über die Jahre wird das für mich immer mehr zum Problem. Früher dachte ich immer, ich könnte seine Kontaktarmut nach aussen durch meine Kontaktfreudigkeit ausgleichen, das erschöpft mich aber immer mehr.
Außerdem funktioniert es überhaupt nicht, da ich festgestellt habe, dass mein Mann bei Treffen mit meinen Freunden oder/und deren Partnern zwar immer nett ist und sich unterhält, er nimmt aber niemand in sein Herz auf und es entsteht für ihn kein wirklicher Kontakt, er würde sich z.B. niemals alleine mit einem der so kennengelernten Männer treffen und ihn zu seinem eigenen Freund machen (Ist zumindest in den letzten 15 Jahren nicht passiert!).
Wir vereinsamen als Paar so langsam, denn es gibt nahezu keine Kontakte zu Paaren, wo er mit ihm und ich mit der Frau herzlich verbunden ist.
Ich möchte gerne Kontakt zu Frauen, die in ähnlichen emotionalen Verhältnissen leben und auch darunter leiden. Ich fühle mich so langsam fast sozial isoliert, weil ich meine Kontakte habe und wir zusammen fast keine.
Ich würde mir keinen so sozial uninteressierten Mann mehr anlachen. Aber wir haben 3 großartige Kinder und sind eigentlich eine sehr nette Familie (hören wir auch oft von anderen)
Trotzdem fehlt mir langsam sooo viel!
Schreibt was, ich freue mich!
Gruß,
Rosalind


*für alle die den Artikel nicht gelesen haben:
Er hat fast keine Freunde, geht nie weg, hat kein soziales Umfeld,berät sich nie mit anderen und kocht immer in seinem eigenen Saft, nimmt dadurch auch keinerlei Anregungen von außen auf. "Wie oft habe ich mir schon gewünscht, dass er die eine oder andere Sache mal mit anderen bespricht, andere Meinungen einholt! ...Kontaktmüde Männer möchten auch plaudern, debattieren, kichern oder maulen, aber am liebsten nur mit einer Person: ihrer Frau" ( Zitat aus dem Artikel)

Du kannst deinen Mann doch nicht vorschreiben Freunde haben zu müssen!

ilazumgeier
20.09.2013, 01:19
Wie ist es möglich, dass jemand, der (die!) viele Freunde hat, mit ihnen spricht, Anregungen von außen aufnimmt, plaudert und debattiert, seit 15 Jahren verheiratet und damit rein rechnerisch über 30 ist: wie kann es sein, dass so jemand noch nie was von Extra- und Introversion gehört hat? Oder glaubt, mann könne das einfach abstreifen und zum Partylogorrhiker mutieren. angenommen, die gute Fee käme und würde ihn umdrehen: dann würde sich in der Beziehung doch noch mehr ändern. Aber vermutlich nicht nur und nicht genau das, was die Dame wünscht.
Wieder so ein Fall von: vieles an dem tut mir gut und den Rest werd ich noch hinbiegen. Seit einiger Zeit gibt es Förmchen zum Männer-Backen

Inaktiver User
20.09.2013, 07:10
na, nu übertreib mal nicht.
So ein paar Standards sollte schon jeder Mensch erfüllen.

Selbst ein introvertierter Mensch braucht ein zwei Freunde und Kontakte.
Wenn das nicht der Fall ist führt er dann Selbstgespräche oder was?

Wartet bis die Frau nach hause kommt?

Inaktiver User
20.09.2013, 08:13
Selbst ein introvertierter Mensch braucht ein zwei Freunde und Kontakte.


Die darf er sich aber selbst aussuchen, er muss sie sich nicht von seiner Frau vorschreiben lassen.
Es ist doch anzunehmen, dass er in seinem Job Kontakte hat.

Was die TE moniert, ist, dass er sich nicht mit den Partnern ihrer FreundInnen anfreundet - das finde ich unangemessen und übergriffig.

Inaktiver User
20.09.2013, 09:12
es wäre doch aber schön.
Und würde so vieles erleichtern.

Irgendwie lebt die TE dann ja tatsächlich in einer Parallelwelt.

Ich finde solche Männer schwierig. Nach eigener Erfahrung.
Und überhaupt nicht amüsant.
Schon wenn es zu solch einem Gespräch kommt wird es bizarr....siehe hier die Reaktionen.

Man will ja auch manche Kontakte nur für sich haben.
Aber, so einen Partner der überhaupt nicht in den eigenen Kreis passt oder passen will finden ja dann auch die Freunde komisch.
Ist doch so.

Inaktiver User
20.09.2013, 10:06
Aber, so einen Partner der überhaupt nicht in den eigenen Kreis passt oder passen will finden ja dann auch die Freunde komisch.


Nach vielen Ehejahren und drei Kindern stellt man plötzlich fest, dass der Partner nicht in den Kreis der Freunde passt? Bisschen spät, würde ich sagen :smirksmile:

Inaktiver User
20.09.2013, 10:11
ja, klingt so.

Fakt ist aber, dass man in jungen Jahren die Andersartigkeit liebt und in späteren Jahren den Gleichklang.
Zugegeben, gerecht ist das nicht.

Aber, ehrlich gesagt, ich mache auch große Bogen um so Typen "einsamer Wolf".
Solche Menschen nenne ich sogar unverträglich.

Ehrlich gesagt, soo schwer finde ich es nicht sich mit anderen Menschen zu unterhalten.
Ich kann das.

Und, komischerweise: mein Ex kann das jetzt auch.

Ich käme nie auf die Die zu sagen, was gehen mich deine Freunde, deine Kollegen oder sogar deine Kinder an?
Und finde so was einfach unzivilisiert und dämlich.

Inaktiver User
20.09.2013, 10:32
Und finde so was einfach unzivilisiert und dämlich.

Das sagt er doch gar nicht, im Gegenteil, er unterhält sich mit ihren Freunden, wenn sie da sind, benimmt sich also keineswegs unzivilisiert.

Nur weil du introvertierte Menschen nicht magst und ihr Lebensgefühl nicht nachvollziehen kannst, ist das kein Grund, sie zu verurteilen.

Ich denke, dass das Problem bei der TE selbst liegt. Sie hat vor Jahren diesen introvertierten Mann gewählt und jetzt will sie ihn plötzlich umkrempeln. Das geht nicht: Introversion bzw. Extraversion gehören zu den ganz grundlegenden Veranlagungen, die man nicht wirklich ändern kann. Sie sind schon bei Babys zu beobachten.

Wenn die TE das plötzlich nicht mehr aushält, muss sie sich eben trennen. Besser wäre es, sie würde selbständiger, so dass sie nicht darauf angewiesen ist, dass ihr Mann sich so verhält, wie sie sich das vorstellt.

PS: Bist du eigentlich berufstätig, Rosalind?

Inaktiver User
20.09.2013, 10:59
ja, ja, er unterhält sich mal.
Da gibt es auch Unterschiede.

Du, ich kenne introvertierte Menschen.
Du scheinst du was zu verwechseln. Introvertierte sind ja weder stumm noch unbedingt kontaktarm.

Vielleicht muss sie sich wirklich trennen.
Davor versucht sie aber noch allerhand ihm zu verklickern - was ich sehr ehrenwert finde.

Inaktiver User
20.09.2013, 11:51
Introvertierte sind ja weder stumm noch unbedingt kontaktarm.

Wieso sollte er stumm sein, wenn die TE schreibt, dass er sich ganz normal mit den Gästen unterhält? Und wie willst du die Unterschiede sehen, wenn du den Mann gar nicht kennst?

Die TE schildert den Mann aus ihrer Sicht, aber das, was sie an Sachverhalten beschreibt, kann ich nicht so extrem finden.

Inaktiver User
20.09.2013, 12:05
na ja, es klingt eben alles so nach höchstens mitmachen oder zwangsläufig so lassen

Nein, ich kenne den Mann nicht, aber den Titel - und die Story hab ich auch schon mal gelesen.
Und eben das was man so selbst erlebt.

Ich denke, Frauen oder Menschen gehen eigentlich immer von so einem gewissen Standard aus.
Mir hat mal eine Frau die ihrem Mann zuliebe nach Deutschland gekommen ist erzählt, dass sie eben einfach angenommen hat, dass ihr Mann so wie sie Freunde hat.
Da war nix. Die fühlte sich irgendwie geneppt.

Nicht jeder hat Geschwister oder ein Haus oder ein Boot.
Aber, doch ein paar Kontakte. Davon gehe ich einfach aus.
Und frage nicht: hast du auch Freunde? Legst du darauf wert oder bist du lieber immer alleine?

Inaktiver User
20.09.2013, 12:24
Sicher geht jeder von sich aus.

Wenn man einen Menschen aber besser kennen lernt, erfährt man auch bald, wie er tickt. Wenn es dann nicht passt, man sozial nicht kompatibel ist, geht man eben wieder auseinander.

Erstaunlich an dieser Geschichte ist, dass die TE erst nach so langer Zeit und nach drei Kindern feststellt, dass es nicht mehr passt. Deswegen gehe ich davon aus, dass in der Zwischenzeit eine Veränderung stattgefunden haben muss.

Was sie nicht schreibt: Hat sich ihr Leben verändert? Werden vielleicht die Kinder erwachsen? Fühlt sich die TE isoliert, weil sie nicht berufstätig ist und nicht raus kommt?

Wie kommt es, dass jemand nach so langer Zeit plötzlich mit einer typischen Eigenschaft des Partners nicht mehr klar kommt, obwohl ihn diese früher nicht gestört hat?

Inaktiver User
20.09.2013, 12:51
das ist doch gar nicht so außergewöhnlich.
Heute werden - im Gegensatz zu früher - eben auch Ehen geschieden die lange gehalten haben.

und fast immer hört man das selbe: einer hat sich angepasst und der andere blieb schön authentisch
ich finde, du reitest ein wenig darauf rum, dass der Mann ja schließlich schon immer so war

Frauen sind oft oder sogar meist für das soziale Netz zuständig
wieso soll sie da nicht mal die Schnauze voll von haben?

Inaktiver User
20.09.2013, 13:27
Natürlich kann sie feststellen, dass es nicht mehr passt - und die Sache beenden.

Darum ging es ihr aber offensichtlich nicht. Sie wünschte sich Kontakt zu Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Vielleicht wollte sie Tipps, wie sie ihren Mann dazu bringen kann, dass er sich so verhält, wie sie sich das wünscht. Das halte ich für illusorisch.

ilazumgeier
20.09.2013, 13:33
Fakt ist aber, dass man in jungen Jahren die Andersartigkeit liebt und in späteren Jahren den Gleichklang.
ja, ist eine Falle, in die viele tappen

Zugegeben, gerecht ist das nicht.

Aber, ehrlich gesagt, ich mache auch große Bogen um so Typen "einsamer Wolf".
ist wohl auch besser so.

Solche Menschen nenne ich sogar unverträglich.
unverträglich womit? mit wem? es passt nur eben nicht? ich könnte ich gut darauf einstellen

Ehrlich gesagt, soo schwer finde ich es nicht sich mit anderen Menschen zu unterhalten.
Ich kann das.
Erinnert mich an den Mathelehrer, der sagte: "ich versteh nicht, warum ihr das nicht kapiert. ICH versteh es"

Und, komischerweise: mein Ex kann das jetzt auch.

Ich käme nie auf die Die zu sagen, was gehen mich deine Freunde, deine Kollegen oder sogar deine Kinder an?
Und finde so was einfach unzivilisiert und dämlich.

wo steht, dass er sowas sagt? Es gibt ihm offenbar aber nichts, sich mit ihnen stundenlang zu unterhalten. er ist eben anders. Nicht jeder steht auf Fisch oder Innereien oder Heavy Metal oder Musikantenstadel. Aber jede/r hat das Recht, das zu mögen und das Andere nicht
Und keiner von Beiden ist irgendwie besser.

Inaktiver User
20.09.2013, 17:40
Natürlich kann sie feststellen, dass es nicht mehr passt - und die Sache beenden.

Darum ging es ihr aber offensichtlich nicht. Sie wünschte sich Kontakt zu Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Vielleicht wollte sie Tipps, wie sie ihren Mann dazu bringen kann, dass er sich so verhält, wie sie sich das wünscht. Das halte ich für illusorisch.

ich weiß es ja auch nicht definitiv

Der Guteste ist eben dran gewöhnt dass er mit einem Minimum an Anstrengung durchs Leben laufen kann.
So soziale Kontakte am Laufen zu halten erfordert ja auch Aufwand.

Ich kenne so einige Menschen - Männer wie Frauen - die sagen nur was wenn sie ein Thema interessiert
small talk ist eben nicht ihrs - oder jemandem nach dem Befinden fragen

Ehrlich gesagt, ich könnte das gar nicht
und wenn sich zwei so unterschiedliche finden ist das ja per se auch nicht schlecht

vielleicht erschöpfend für den einen Part
bisschen aufeinander zugehen sollte doch immer gehen...

Inaktiver User
20.09.2013, 18:51
Es bringt nichts, über diesen Mann zu spekulieren, wir kennen ihn alle nicht.

Die TE ist unzufrieden und erwartet von ihrem Mann, er solle sich ändern, damit sie wieder zufriedener ist. Das ist naiv.

Sie ist vermutlich nicht zwangsverheiratet worden, hat also diesen Mann selbst gewählt. Wenn sie jetzt frustriert ist, hilft es nicht, von ihm zu verlangen, er solle jetzt plötzlich ein anderer werden.

Man kann immer nur sich selbst und sein eigenes Verhalten ändern. Dann wandelt sich auch die Situation und der andere muss irgendwie reagieren. Ob sich das Ganze allerdings so entwickelt, wie man das gerne hätte, ist eine andere Frage.

brighid
20.09.2013, 19:00
vielleicht erschöpfend für den einen Part
bisschen aufeinander zugehen sollte doch immer gehen...

mit einem mal, nach 15 jahren- ist es zu erschöpfend für den einen part.

15 jahre war es im lot.

auf die frage: was ist passiert, dass es nach 15 jahren auf einmal so unerträglich ist- kommt keine antwort.

Inaktiver User
21.09.2013, 05:12
was ist passiert?
Die Frau hat - wie in so vielen Fällen die sozialen Kontakte gemanagt
und will und kann nicht mehr die Basisstation sein

Ein Paar ohne gemeinsame Freunde ist wie Suppe ohne Salz

brighid
21.09.2013, 05:47
Ein Paar ohne gemeinsame Freunde ist wie Suppe ohne Salz

es gibt genügend andere gewürze abgeshen vom salz um etwas zu würzen.

Inaktiver User
21.09.2013, 08:15
Die Frau hat - wie in so vielen Fällen die sozialen Kontakte gemanagt
und will und kann nicht mehr die Basisstation sein

Ein Paar ohne gemeinsame Freunde ist wie Suppe ohne Salz

Dem Mann würde vermutlich gar nichts fehlen, wenn sie die Kontakte nicht mehr managt.

Und zuviel Salz macht die Suppe ungenießbar.

Amelie63
21.09.2013, 08:29
Ich möchte gerne Kontakt zu Frauen, die in ähnlichen emotionalen Verhältnissen leben und auch darunter leiden

ich krieg immer "Bauchschmerzen", wenn ich einen Aufruf zur Gründung von "Leidensgemeinschaften" höre bzw lese, sry. Nach meiner Erfahrung gibt es einen großen Unterschied zwischen Menschen, die sich über eine Sache austauschen wollen und Menschen, die LeidensgenossInnen suchen. Der Unterschied liegt in der Beschränktheit auf LeidensgenossInnen. Denn dann gehts anscheinend mehr um eine Bestätigung als um eine tatsächliche Auswegsuche, die i.d.R. eine "Horizonterweiterung" braucht.

Ich kenne diese Problematik durchaus aus meinen Beziehungen. Für mich ist sie aber nie ernsthaft zum Problem geworden, da ich dann eben mir den Raum genommen habe, den ich für meine Kontakte brauche. Und wenn das beim Partner anders ist, dann hat er selbstverständlich seinen Raum dafür. Solange es nicht in Klammern mündet - und das war bei mir bzw in meinen Beziehungen nie der Fall.

Das Hauptproblem, das ich hinter dieser Sache mit dem fehlenden Eigenleben sehe ist, dass u.U. zuwenig "input" in die Beziehung kommt bzw nur von einer Seite. Ob das nun zu einem schwerwiegenden Problem wird oder ob es eher eine Ergänzung ist (so ein Partner kann ja auch als Ruhepol empfunden werden), das muss jedes Paar selber feststellen. Ich finds auch nicht so prickelnd, aber wie gesagt, für mich sind dann halt andere Sachen wichtiger und ich sorge da mit entsprechender Eigenständigkeit in der Beziehung für mich selbst und setze das auch bei meinem Partner voraus, dass er für sich selbst sorgen kann.

Schräg wirds erst dann, wenn ich meine, das (gefühlt) fehlende Sozialleben des Partners kompensieren zu müssen. Dann werde ich leidend. Das hatte ich auch schon mal, aber dann hab ich keine Mitleidenden gesucht sondern neue Sichtweisen, aus denen wiederum Konsequenzen gewachsen sind.

Amelie63
21.09.2013, 08:33
es gibt genügend andere gewürze abgeshen vom salz um etwas zu würzen.

Eben! die Kunst des Würzens macht den Geschmack.

Zuviel Salz erzeugt nur Durst und Bluthochdruck. :knatsch:

ilazumgeier
21.09.2013, 09:09
Amelie, du hast das wunderbar auf den Punkt gebracht. zudem, etwas ot, geht mir endlich auf, warum immer wieder "Gleichgesinnte" eines Zustandes (an sichh eine Absurdität) gesucht werden :zwinker:

Amelie63
21.09.2013, 09:15
Amelie, du hast das wunderbar auf den Punkt gebracht. zudem, etwas ot, geht mir endlich auf, warum immer wieder "Gleichgesinnte" eines Zustandes (an sichh eine Absurdität) gesucht werden :zwinker:

Ila, ich hab von "Gleichgesinntensuchern" halt schon oft eins "hinter die Löffel gekriegt", weil ich gewagt habe mal nachzufragen, ob sie es vll nicht mal etwas anders angehen bzw betrachten wollen.

Der Hinweis auf die Eigenanteile und auf Konsequenzen ist ein schmerzhafter, kennt wohl jede/r. Ich wills nicht pauschalieren, aber sehr oft ist der Hinweis "ich will mich nur mit Gleichgesinnten" austauschen" eben die entsprechende erfolgreiche Vermeidungsstrategie. Erfolgreich - das meine ich jetzt nicht hinsichtlich der Lösung des Problems sondern hinsichtlich der Vermeidung sich mit der Situation offen und (selbst-)ehrlich auseinanderzusetzen.

Wenn ich mit Hilfe von Gleichgesinnten was ändern will, dann gehe ich in eine reale Selbsthilfegruppe, behaupte ich mal. Und schränke nicht von vornherein meinen Austausch im Netz damit ein.

ilazumgeier
21.09.2013, 09:34
> gemeinsames Wunden lecken tut sicher erst mal gut, aber es hilft auf Dauer nicht weiter; ich stimme dir in diesem Punkt absolut zu. Meine ot- Irritation gründete sich allerdings auf die reine Form: "An den Ohren gezogene Frau sucht Gleichgesinnte". Welcher Gesinnung bedarf es, um an den Ohren gezogen zu werden? Oder um als Metzgersfrau Gleich"gesinnte" zu finden?
Über deine Anmerkungen ist s mir doch aufgegangen:zwinker:

Amelie63
21.09.2013, 10:02
Welcher Gesinnung bedarf es, um an den Ohren gezogen zu werden?

in einer Selbsthilfegruppe würd ich sagen, dass neben dem auf jedenfall auch wichtigen Wundenlecken es irgendwann darum geht "warum lass ich mich an den Ohren ziehen" bzw "wie verhindere ich, dass ich an den Ohren gezogen werde".

Im Netz hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Gesinnung meist darin besteht über die pöhsen Ohrenzieher zu schimpfen. Ich kanns auch irgenwo verstehen, denn gemeinsam im Sumpf zu sitzen macht ja auch warm.

brighid
21.09.2013, 15:59
denn gemeinsam im Sumpf zu sitzen macht ja auch warm.

sumpf besteht in aller regel aus unebenem morastigen untergrund- mit dem risiko darin zu ver-sumpfen.

:smirksmile:

ilazumgeier
21.09.2013, 16:41
nun, hier ist das Verbindende offenbar die Auffassung, dass es nur die Extraversion die "richtige" Lebensweise ist. Wer danach kein Bedürfnis hat, ist defizitär.

brighid
21.09.2013, 16:48
. Wer danach kein Bedürfnis hat, ist defizitär.

:ooooh: :freches grinsen: ich bin schon so vieles andere, legt das dann noch zum haufen dazu. grins.

ilazumgeier
21.09.2013, 17:24
aber richtig gilt(et) das erst, wenn du eine Geschlechtsumwandlung machst. so wie du bist, bist du nicht richtig. also als frau darf dir dauergesabbel und logorrhoe auf den senkel gehen, da wirst du halt einfach übersehen. Aber wie sollen dich die Freundinnen um einen Mann beneiden, der nicht mitschwallt und artig den stichwortgeber gibt? Den Wortführer darf er allerdings auch nicht geben

brighid
21.09.2013, 17:37
ich möchte kein mann sein.

redet er, ist gesellig- ist er ein hallodri und hans-dampf. redet er nicht mit jedem bis dem armen opfer die ohren bluten, ist ein bisschen mehr ins sich ruhend- ist er ein soziale null-nummer bis defizitär.

wäscht er sich mehr als x mal am tag- ist er ein freak. wäscht er sich nicht- ist er es auch.

die liste ist beliebig fortzusetzen.

ilazumgeier
21.09.2013, 17:53
ich möchte kein mann sein.

.

:wie?: aber du hast doch einen






avatar:ooooh:

Amelie63
21.09.2013, 21:33
OT an:

ich will eigentlich vor allem deshalb kein Mann sein, weil ich es mir sehr anstrengend vorstelle mit mir eine Beziehung zu haben. :fg engel:

OT aus

ilazumgeier
21.09.2013, 22:03
gibts uns doppelt?

brighid
22.09.2013, 08:06
:wie?: aber du hast doch einen








avatar:ooooh:


ja, ich lebe mit einem mann zusammen, liebe ihn und bin doch froh, keiner zu sein. was alles von männern erwartet wird, und egal was sie wie tun- es ist wieder falsch.

brighid
22.09.2013, 08:07
OT an:

ich will eigentlich vor allem deshalb kein Mann sein, weil ich es mir sehr anstrengend vorstelle mit mir eine Beziehung zu haben. :fg engel:

OT aus


ich sehe das so: zum glück bin ich einmalig- mehr als eine von meiner sorte - wäre zuviel für diese welt.

grins

Amelie63
22.09.2013, 08:31
was alles von männern erwartet wird, und egal was sie wie tun- es ist wieder falsch.

ist das bei uns Frauen anders? Find ich nicht.

brighid
22.09.2013, 08:36
ist das bei uns Frauen anders? Find ich nicht.

kommt mir nicht so ausgeprägt vor. vielleicht weil hier im frauenforum männer kritischer beurteilt werden, vielleicht auch weil ich für mich als frau durchaus gelernt habe anderer leute erwartungen eben nicht für mich eins zu eins umsetzen zu wollen/müssen.

Amelie63
22.09.2013, 08:43
kommt mir nicht so ausgeprägt vor. vielleicht weil hier im frauenforum männer kritischer beurteilt werden, vielleicht auch weil ich für mich als frau durchaus gelernt habe anderer leute erwartungen eben nicht für mich eins zu eins umsetzen zu wollen/müssen.

Frauen kritisieren sich untereinander vielleicht mehr oder zumindest gnadenloser als Männer die Frauen, jetzt mal ganz pauschal gesprochen. Aber die Kritik von Männern an Frauen (mal wieder pauschal gesprochen) kommt vielleicht auch einfach nicht so in Worten daher, sondern in Taten bzw Nichttaten. Aber ich glaube, wir kommen zu sehr OT.

brighid
22.09.2013, 08:50
Frauen kritisieren sich untereinander vielleicht mehr oder zumindest gnadenloser als Männer die Frauen, jetzt mal ganz pauschal gesprochen. .

das ist nicht pauschal gesprochen- das ist die realität. angefangen im kindergarten bis zur arbeitswelt.

apfelfreundin
25.09.2013, 22:18
Er hat fast keine Freunde, geht nie weg, hat kein soziales Umfeld,berät sich nie mit anderen und kocht immer in seinem eigenen Saft, nimmt dadurch auch keinerlei Anregungen von außen auf. "Wie oft habe ich mir schon gewünscht, dass er die eine oder andere Sache mal mit anderen bespricht, andere Meinungen einholt! ...Kontaktmüde Männer möchten auch plaudern, debattieren, kichern oder maulen, aber am liebsten nur mit einer Person: ihrer Frau"

Sei froh das er so ist und nicht so einer ist der immer weg rennt und seine Frau vernachlässigt.