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filterkaffee
28.08.2013, 15:33
Hallo zusammen,

inspiriert vom Strang "Das dritte Kind", eröffne ich jetzt mal einen Strang für alle, die das Thema "Nr. 2" umtreibt.

Bei mir war es so, dass ich lange nicht wusste, ob ich überhaupt ein Kind wollte. Dann "Ok, aber erstmal eins und gucken, wie es damit läuft". Das erste Jahr nach Geburt unserer Tochter "Oh Gott, niemals ein zweites Kind!!!". Und jetzt... ist sie 20 Monate alt und ich merke voller Erstaunen, dass ich zum ersten Mal ein wenig neidisch-wehmütig auf schwangere Bäuche gucke. Ich war echt gerne schwanger, auch wenns anstrengend war. Es war eine schöne und besondere Zeit.

Die ersten Monate mit der Kleinen fand ich hingegen ziemlich furchtbar, auch wenn sie eigentlich recht pflegeleicht war, gut geschlafen und wenig geschrien hat. Aber mir ist es sehr schwergefallen, "plötzlich" eine Mama zu sein, ich hatte eine ganze Weile das Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein.

Mittlerweile hat sich alles prima eingespielt und der Alltag läuft, auch wenn es anstrengend ist. Dass ich Job, Kind, Partnerschaft, Freundschaften und auch noch ein wenig Sport unter einen Hut kriege, ohne komplett fertig zu sein, ist mir wichtig und macht mich glücklich.

Irgendwie (aber noch nicht so richtig dolle) hätte ich schon gerne ein zweites Kind, aber zur Zeit überwiegt noch der Wunsch, die derzeitige Situation zu genießen bevor durch ein evt. zweites Kind wieder alles durcheinander gerät / geraten würde...

Ich muss sagen, ich hab den Eindruck, alle um mich rum haben/wollen entweder keine Kinder oder gleich min. zwei Kinder - selbst die, die mit einem Kind schon am Anschlag sind. Die scheinen sich so sicher zu sein, dass sie ein zweites, drittes Kind auch wuppen können.

Das bin ich mir irgendwie halt nicht so... Zumindest jetzt noch nicht.

Mein Freund hätte eigentlich gerne ein zweites Kind, aber sieht auch, dass unsere Tochter ein ziemlich forderndes Exemplar ist (aus dem pflegeleichten Baby von damals ist ein ziemlich aktiver, schneller, lauter, cleverer, selbstbewusster und willensstarker Wusel geworden - ein tolles und witziges Kind, aber auch sehr anstrengend...) und hat Bedenken, ob uns zwei (vor allem von der Sorte...) nicht überfordern würden..

Freue mich auf Austausch!
filterkaffee

brighid
28.08.2013, 15:38
ich bin aus dem alter mit kinderwunsch schon längerfristig raus- möchte aber etwas aus erfahrung dazu schreiben.

meine eine schwester ist 1 1/2 jahre älter, die andere zwei jahre jünger als ich.

meine eltern haben innerhalb von 4 jahren 3 kinder bekommen. und waren damit schlichtweg überfordert. sie haben getan was sie konnten.

meine beiden sind 6 1/2 jahre auseinander, die meiner schwester sogar 7 jahre. die andere schwester hat nur ein kind.

ich möchte dich ermutigen: lasse dir zeit. und geniesse jedes kind so wie er/sie ist.

Tini7282
28.08.2013, 15:43
Hey filterkaffee,
Ich bin schon in der 36. Woche mit dem 2. Kind. Der erste ist fast 16 Monate alt und fordert viel. Aber immerhin schläft er inzwischen gut. Als er so 6 Monate alt war, wusste ich plötzlich, dass ich unbedingt noch ein Kind will. Egal wie anstrengend die Zeit wird. Ich bin selbst kein einzelkind und weiß wie toll es ist Geschwister zu haben. Und die sollten für mich persönlich keinen zu großen altersabstand haben. So können sie mehr miteinander anfangen. Zwischendurch find ich die Schwangerschaft echt anstrengend und hoffe die letzten vier Wochen gehen schnell um. Aber ich freu mich auf den kleinen schatz! Und mein Mann auch. Irgendwie wird es schon gehen :-)

Ich wünsch dir alles gute,
Tini

Nachwuchs2010
28.08.2013, 16:15
Hallo Filterkaffee,

mein Sohnemann (jetzt knapp 2 Jahre und 10 Monate alt) war von Anfang an ein ziemlich forderndes Exemplar, und ist heute wie deine Tochter ein ziemlich wilder, fröhlicher Wusel. Als im Bekanntenkreis die ersten mit dem zweiten Kind schwanger wurden, als die "Großen" ca. ein Jahr alt waren, dachte ich nur "Um Gottes willen, wie kann man nur...!" Unser Kleiner hat zwar nachts gut geschlafen, ist aber spätestens um 05:30 Uhr wieder aufgestanden, was zur Folge hatte, dass wir Eltern dauermüde und zu nicht zu gebrauchen waren.

Mir war immer klar, dass ich kein Einzelkind haben möchte, ich konnte mir in den ersten beiden Lebensjahren aber beim besten Willen nicht vorstellen, wann wir jemals so weit sein würden.

Das hat sich ziemlich schlagartig mit dem 2. Geburtstag geändert: Das "Baby" konnte auf einmal sprechen und sagen, was es will. Das war eine vollkommen neue Erfahrung für mich, und das hat vieles leichter gemacht. Wir waren nicht mehr vom Kinderwagen abhängig, sondern konnten wieder mehr unternehmen als die beiden Jahre davor. Aus dem Baby war auf einmal eine richtige kleine Person geworden, die zwar auch ziemliche Bockphasen hat, womit ich aber besser umgehen kann als mit den Schreiattacken im Babyalter. Wir haben dann dem Frieden erst einmal nicht getraut, aber es wurde wirklich immer einfacher mit dem jungen Mann, so dass zuerst ich als auch dann irgendwann mein Mann uns auf einmal sehr gut vorstellen konnten, ein zweites Kind zu haben.

Nun bin ich im 4. Monat schwanger, im Februar soll der Knirps kommen, so dass wir einen Altersabstand von 3 Jahren und 3 Monaten haben werden, was ich für uns für fast ideal halte.

Was ich sagen will: Lasst euch einfach Zeit, es ändert sich so vieles so schnell. Ich weiß nicht, wie es bei euch im Umfeld ist, aber bei uns haben sehr viele nach 2 Jahren das zweite bekommen, was von vielen als der ideale Altersunterschied angesehen wird. Ich finde, jeder muss seinen eigenen Weg gehen.

Alles Gute!
Nachwuchs2010

Nocturna
28.08.2013, 19:35
Das bin ich mir irgendwie halt nicht so... Zumindest jetzt noch nicht.

Ich glaube dir kein Wort. :smirksmile:
Allein schon hier:


Und jetzt... ist sie 20 Monate alt und ich merke voller Erstaunen, dass ich zum ersten Mal ein wenig neidisch-wehmütig auf schwangere Bäuche gucke.

oder hier:


Irgendwie (aber noch nicht so richtig dolle) hätte ich schon gerne ein zweites Kind, aber zur Zeit …

Die Sache ist doch schon durch, nur der richtige Zeitpunkt muss sich noch finden. Das ist zumindest meine Einschätzung, nachdem ich deine Zeilen gelesen habe. :smile:

Ich war in der seltenen Konstellation, in der mein Mann sehr gerne noch ein zweites Kind gehabt hätte, ich aber definitiv nicht. Ich bin nicht mal ansatzweise ins Grübeln gekommen, kein Gucken auf andere Bäuche oder sonstige romantische Anwandlungen irgendwelcher Art. Für mich war klar, eines reicht, mehr kann und will ich persönlich nicht wuppen, obwohl die äußeren und auch materiellen Umstände absolut ideal gewesen wären.

Ich bin strikt dafür seinem Bauchgefühl in dieser Angelegenheit zu folgen, egal ob das zu einem, zwei, noch mehr oder keinem Kind rät.

Zeehund
28.08.2013, 20:09
Hallo Filterkaffee,

ich hops mal aus dem 3. Kind-Strang rüber.

Ich weiß ganz genau, was Du meinst. Ich war mit dem "plötzlich" Muttersein mehr als bedienst. Ich hatte mir das Leben mit Kind nicht auf rosa Wolken ausgemalt, aber das erste Jahr hat alles Erwartete übertroffen.

Eine Achterbahnfahr der Gefühle. Ich war nie so müde, gelangweilt, verliebt mit Haut und Haar, besorgt, stolz, wütend, traurig, glücklich, ängstlich oder erfüllt wie in diesem Jahr.

Das ist beim zweiten Kind viel besser. Du weißt, was aus Dich zukommt (aus Erfahrung, nicht von Erzählungen) und hast ein Kind schonmal durch die harte erste Zeit gebracht.

Ich fand das zweite Kind einfach nur toll! Es war eine wirklich entspennte Erfahrung ein 2. Kind zu bekommen. So schön!

Die Anstrengung merke ich vor allem in Organisatorischen Dingen, es muß eben mit noch mehr Bedürfnissen jongliert werden, aber das ist es wert. Es fühlt sich so gut an mit mehr als einem Kind.

Also, wenn der Bauch sagt, es soll sein, dann nur zu,

Grüße von Zeehund

Katzentier
28.08.2013, 21:02
Danke für diesen Strang, Filterkaffee, ich hatte selbst schon überlegt, einen zu eröffnen, da ich mich die gleichen Gedanken "umtreiben". Ich habe schon im "Dritte-Kind-Strang" mitgelesen, aber so richtig finde ich mich mit meinen "Sorgen" da auch nicht wieder, denn ein 3. Kind käme für mich nicht in Frage, da ich ja nicht einmal sicher bin, ob ich mir/uns ein zweites zutraue.

Mir ging es ähnlich wie Dir oder auch Zeehund....ich bin nicht total naiv schwanger geworden, da eine gute Freundin von mir zu dem Zeitpunkt bereits 3 kleine Kinder hatte und mir durchaus bewusst war, dass es kein Zuckerschlecken wird mit einem Baby.
Dass das erste Jahr dann doch so hart wird...ehrlich gesagt fand ich die Geburtsschmerzen schon so schlimm (obwohl ich wirklich eine schnelle und komplikationslose spontane Entbindung hatte :peinlich::ooooh:), dass ich direkt danach sicher war, kein weiteres Kind kriegen zu KÖNNEN....und eigentlich wollte ich immer zwei Kinder haben und hab nie von einem EInzelkind geschwärmt.

Kitty war ein Schreibaby, mit dem ich die meiste Zeit alleine war und ich fand das erste Jahr sehr sehr anstrengend....körperlich, psychisch...und das allein war es nicht. Mich hat die Verantwortung für dieses kleine zarte Wesen schier erdrückt.
Ständig hatte ich Angst, dass ich etwas falsch mache, dass ihr etwas passiert etc
Ich hatte depressive Verstimmungen, mir fiel die Decke auf den Kopf, konnte mich zu vielen Dingen einfach nicht aufraffen, die ich mir vorher so ausgemalt hatte mit Baby zu erleben.....

Als ich nach 16 Monaten wieder anfing zu arbeiten, Kitty endlich abgestillt war und durch schlief,...da ging es mir langsam besser und ich hab angefangen, die Zeit mit ihr zu geniessen und ibn heute sehr glücklich mit meiner kleinen Actionmaus.
Nun geht sie seit kurzem in den Kindergarten und endlich habe ich mal einen Tag die Woche frei und nur für mich, in der ich mal etwas für mich tun kann oder eben auch einfach mla den Haushalt auf die Reihe bekomme ohne "Störung".
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann nur am WE nach Hause kommt und ich daher alles alleine wuppen muss. Familiäre Unterstützung haben wir auch nicht viel.....

Und genau deshalb habe ich Probleme damit, mir ein zweites Kind vorzustellen....ich bin so glücklich, nun wieder ein paar Freiheiten zu haben, dass alles wieder einfacher läuft...und jetzt wieder von vorne anfangen?
Andererseits sagt seit einigen Monaten mein Bauchgefühl etwas anderes. Während ich in den ersten zwei Jahren gedacht habe, ein zweites Kind kommt auf keinen Fall in Frage, stelle ich mir doch wieder öfter die Frage, wie es wäre, wieder ein BAby auf dem Arm zu haben, noch eine Schwangerschaft zu durchleben, würde es diesmal einfacher laufen und ich könnte die Babyzeit einfach anders und schöner erleben?

Ich habe schon Angst, dass ich später mal bereue, wenn wir jetzt kein zweites Kind bekommen. Andererseits befürchte ich, dass ich mir und uns als kleiner Familie vielleicht zuviel "zumute". ES gibt eben vielleicht Frauen, die sich nicht dazu eignene, MEhrfachmutter zu sein...und ich hab manchmal das GEfühl, ich gehöre zu diesen Frauen und übernehme mich dann mit einem weiteren Kind, wodurch meine erste Tochter, mein Mann und ich selbst eben zuviel zurück stecken müssten, weil ich es nicht vernünftig "gewuppt" bekomme.

Dazu kommt dass ich 38 JAhre alt bin und ich auch nicht mehr ewig Zeit habe, darüber nach zu grübeln. Ansonsten würde ich das Thema wohl einfach noch vertagen. Bis 40 wäre ich aber einfach auch gerne durch mit dem Thema. Ich merke eben jetzt schon, dass ich körperlich manchmal an meine Grenzen komme (letztes Jahr hatte ich einen heftigen Bandscheibenvorfall, auch ein Punkt der mir Sorgen macht) und es wird ja nicht besser, je älter ich werde.

Hatten andere Frauen hier auch solche Bedenken? Fände interessant, zu hören, wie die sich so entschieden haben und wie es dann gelaufen ist....auch wenn das meine Entscheidung nicht wirklich beeinflussen wird/sollte, da jede Familie für sich ja individuelle Probleme und Bedenken hat....

Ich bin gespannt auf weitere Gedankenanstösse....:blume:

katlyn
28.08.2013, 21:26
Bei uns war es so, dass mein Mann und ich vorher eigentlich immer gesagt hatten, dass wir mal zwei Kinder haben wollen und dann auch relativ nah beieinander, weil wir das in unserer eigenen Kindheit auch beide so erlebt hatten und es für uns damals als Kinder super empfanden.
Dann kam unsere erste Tochter und ich fiel buchstäblich aus allen Wolken. :lachen: Ich empfand das erste Jahr als große Umstellung, super-anstrengend (vor allem der Schlafmangel, der ja noch weit bis ins 3. Jahr angehalten hat - zumindest phasenweise), fühlte mich im ersten Jahr oft einsam und eine Beziehungskrise machten wir auch durch. :knatsch: Auch vor der großen Verantwortung und ständigen Sorge, die einen als Mutter ja dann immer begleitet und so sehr an das Kind bindet, hatte ich großen Respekt! Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, an noch ein weiteres Menschlein so stark gebunden und immer in Sorge zu sein. Nicht umsonst sagt man ja: Ein Kind zu bekommen bedeutet, fortan damit zu leben, dass das Herz außerhalb des eigenen Körpers schlägt. :liebe: Genau SO habe ich es empfunden.
Als unsere Kleine immer größer und selbständiger wurde, ich wieder anfing zu arbeiten und sie mit zweieinhalb in die KiTa ging, war ich so froh und glücklich, wieder ein bisschen mehr Freiheit für mich zurückerlangt zu haben, wieder mehr ich selbst sein zu können und zu dürfen und auch wieder ein wenig Selbständigkeit zu spüren (man ist ja mit kleinem Kind wirklich sehr abhängig - vom Einkommen des Ehemannes etc.pp. - ich empfand das zwischenzeitlich auch als belastend). Für mich stand zu dem Zeitpunkt fest: Ich will kein weiteres Kind! Trotz ständiger Fragen und Drängen der Großeltern - auch mein Mann hätte weiterhin sehr gerne noch ein weiteres Kind gehabt - ließ ich mich nicht erweichen oder umstimmen und blieb dabei. Alle Sachen wurden nach und nach weggeben und verkauft - wir haben nicht mehr wirklich viel zu Hause und so war auch für alle unmissverständlich klar: Die meint das ernst! :freches grinsen::aetsch:

Dann kam aber doch alles anders... :zwinker:
Ich wollte nicht mehr hormonell verhüten, für eine Sterilisation fühlte ich mich dann mit meinen 32 (jetzt 33) Jahren doch noch zu jung und wollte mir daher eigentlich eine Kupferspirale einsetzen lassen, was meine Frauenärztin aber ungerne tun wollte, da ich kurz vorher eine Konisation hatte und sie meinte, dass die Infektionsgefahr zu hoch sei. Also verhüteten wir weiterhin mit Persona, womit wir bis dahin auch gut zurechtgekommen waren, da mein Zyklus auch immer sehr zuverlässig und regelmäßig war. Hatte auch das Gefühl, dass es sicher genug ist.
Tja... :freches grinsen: Es kam wie es kommen musste: Anfang Juni blieb meine Regel aus, die sonst immer SEHR pünktlich war. Ich dachte mir erst gar nicht großartig was dabei, aber da ich eh noch einen alten Schwangerschaftstest zu Hause hatte, überlegte ich mir, dass man den ja nicht ungenutzt wegschmeißen müsse. :zwinker: Ich habe ganz schön dumm aus der Wäsche geschaut, als auf einmal zwei Striche erschienen! :ooooh::wie?: Ging gleich zu meinem Mann runter und meinte nur: "Schatz, wir haben ein Problem..." :smirksmile: Er dachte erst, dass weiß Gott was passiert sei - Wasserrohrbruch o.ä. - und hat sich dann gleich riesig gefreut :yeah:; konnte es zuerst gar nicht glauben, dass er doch nochmal in den Genuß kommt, Papa eines weiteren Kindes zu werden. :freches grinsen: Er hatte sich wie alle schon damit abgefunden gehabt, dass kein weiteres kommen würde.
Ich dagegen habe die ersten Tage echt gehadert und jeden Abend nur geheult :heul:- wahrscheinlich hatte das auch mit der Hormonumstellung zu tun, aber ich musste mich wirklich erst an den Gedanken gewöhnen, da ich so weit davon entfernt war und ich wusste ja nun auch, was mich erwartet und auf mich zukommt... :ooooh: Aber dann, als es so allmählich im Kopf und im Herzen ankam, habe ich auch angefangen, mich immer mehr zu freuen und jetzt freue ich mich so richtig und möchte mein Kleines nicht mehr hergeben!!! :jubel: :lachen: Ich bin total froh, dass uns die Entscheidung abgenommen wurde und es einfach passiert ist. Das hat wirklich etwas für sich, weil man nichts mehr abwägen oder überlegen muss - es ist einfach Schicksal und sollte wohl so sein. :liebe:
Ich bin inzwischen SSW 14+5 und meine Große wird im Dezember vier Jahre alt. Ich finde den Abstand perfekt, da meine Große jetzt alles voll miterleben kann, selbst schon groß und selbständig genug und aus dem Gröbsten raus ist und ich somit jetzt beim zweiten Mal alles nochmal so richtig erleben und genießen kann. :smile: Und meine Große wird eine tolle große Schwester abgeben.:allesok:

lou79
28.08.2013, 21:30
... Eine Achterbahnfahr der Gefühle. Ich war nie so müde, gelangweilt, verliebt mit Haut und Haar, besorgt, stolz, wütend, traurig, glücklich, ängstlich oder erfüllt wie in diesem Jahr.

Das ist beim zweiten Kind viel besser. Du weißt, was aus Dich zukommt (aus Erfahrung, nicht von Erzählungen) und hast ein Kind schonmal durch die harte erste Zeit gebracht.

Ich fand das zweite Kind einfach nur toll! Es war eine wirklich entspennte Erfahrung ein 2. Kind zu bekommen. So schön!

Die Anstrengung merke ich vor allem in Organisatorischen Dingen, es muß eben mit noch mehr Bedürfnissen jongliert werden, aber das ist es wert. Es fühlt sich so gut an mit mehr als einem Kind.

Also, wenn der Bauch sagt, es soll sein, dann nur zu,

Grüße von Zeehund

Dem kann ich mich nur anschließen!

Du wirst wissen, ob und wann der richtige Zeitpunkt ist. Nur wenn es sich nicht richtig anfühlt, würde ich warten. Wenn bei dem Gedanken daran etwas stört. Beim zweiten habe ich nicht nachgedacht. Das war mir klar. Beim Dritten (das ja noch nicht mal unterwegs ist :freches grinsen:) hatte ich sehr lange innere Diskussionen mit mir. Und ich habe auf dieses Gefühl gewartet. Jetzt ist es da :smile: Ich finde es sehr wichtig erst einmal auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und das mit sich selbst zu klären.

lou79
28.08.2013, 21:35
Katlyn
Sehr schön Deine Geschichte! :smile:

katlyn
28.08.2013, 21:46
Katzentier: Ich kann deine Bedenken und Ängste total nachvollziehen! :in den arm nehmen: Im Prinzip fühlst du dich genauso, wie ich mich gefühlt habe und nennst genau die Gründe, wegen denen ich kein weiteres Kind wollte. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich kein "Muttertier" bin - dass ich einfach nicht dafür geschaffen bin, weil ich selbst doch zu sehr an meiner eigenen Freiheit und Unabhängigkeit hänge, als dass ich mich noch einem weiteren Kind zumuten könne... und mir selbst ein weiteres Kind.
Ich könnte voll verstehen - und es wäre dann wohl auch für dich die richtige Entscheidung - wenn du es aus genannten Gründen bei einem Kind belässt und es hat ja auch wirklich so seine Vorteile. Wäre es bei uns nicht einfach passiert... Ich hätte mich nicht zu einem zweiten Kind durchgerungen! :knatsch: Im Endeffekt musste ich mich jetzt mit der Tatsache auch irgendwo arrangieren und anfreunden - ich hatte ja gar keine andere Wahl. Gut nur, dass das so gut und schnell geklappt hat. :freches grinsen: Hätte theoretisch ja auch anders sein können.

Ich würde an deiner Stelle wahrscheinlich auch auf dieses "Gefühl" warten - so wie einige es hier schreiben. Da du die Wahl ja noch hast, würde ich nichts überstürzen (auch und gerade wegen deines Alters nicht) und abwarten, ob sich dieses sichere Gefühl, es wirklich zu wollen, noch einstellt. Damit machst du sicher nichts falsch und meiner Meinung nach bist du schon auf dem Weg dorthin, dass dieses Gefühl/dieser Wunsch immer stärker wird und irgendwann einfach da ist... :smile::kuss:

katlyn
28.08.2013, 22:00
Katlyn
Sehr schön Deine Geschichte! :smile:

Danke, lou79! :smile::knicks: Hätte ich vor ein paar Monaten auch nicht gedacht, dass ich bald so eine Geschichte erzählen könnte. :lachen:

lou79
28.08.2013, 22:12
Persona sollte seine Marketing Strategie ändern :freches grinsen: Statt zur Verhütung -> zum Kinderwunsch!:zwinker: Kenne auch 4 Persona-Kinder im Freundeskreis :lachen:
Also war es weit vor ES? (Wenn ich fragen darf)
Ich kann's übrigens auch gut nachvollziehen keins oder kein zweites zu wollen. Bin auch kein "Muttertier" und brauche viel Zeit für mich, will vieles noch verwirklichen. Ich lebe allerdings in sehr glücklichen Umständen (Job etc)

katlyn
28.08.2013, 22:27
Machen die das nicht schon (mit dieser Strategie zusätzlich werben :smirksmile:)? Sie reden in dem Werbespot doch immer von "Familienplanung" - das kann man ja so oder so sehen und deuten. :freches grinsen:

Ich kann's dir, ehrlich gesagt, wirklich nicht genau sagen, wie das bei uns passiert ist. Persona hatte meinen Eisprung in dem Zyklus recht früh angezeigt (ich glaub am 11. Zyklustag) und ich bin der Meinung, dass wir die Tage vorher keinen Sex hatten. Vielleicht hatte ich ja einen zweiten Eisprung im Zyklus? :wie?: (Ist zwar selten, aber soll's ja geben). Zumindest würde das auch erklären, warum ich zwar jetzt offiziell bei 14+5 bin, aber meine Frauenärztin gleich von Anfang an sagte, dass die Schwangerschaft von der Größe des Embryos her ein paar Tage jünger sein dürfte (also jetzt eher 14+1). :ooooh: Oder Persona hat einfach etwas VÖLLIG falsches angezeigt und uns veräppelt. :beleidigt:
Keine Ahnung... :lachen:

Katzentier
28.08.2013, 22:42
Danke für Deine Worte Katlyn und Glückwunsch zur ungeplanten Schwangerschaft. Irgendwie schön, wenn sich da einfach jemand einschleicht, sollte wohl so sein. Und die Entscheidung ist einem abgenommen.
Manchmal wünschte ich, es liefe bei uns auch so und dann wäre es eben so und ich weiss auch, dass ich mich dann sehr freuen würde.
Aber da man die Entscheidung ja meist doch in der Hand hat (ausser sie fällt FÜR ein Kind und dann klappt es vielleicht nicht, könnte ja auch durchaus passieren...), kann ich die Contra-Aspekte nicht einfach so abhaken.

Ist hier vielleicht noch jemand unter der Woche "allein" und hat sich für ein zweites Kind entschieden?
DAs ist bei mir auch einer der grossen Zweifel, die ich habe, ob ich das eben ohne Hilfe unter der Woche mit zweien schaffen würde...da ist dann leider kein Partner, der Kind 1 morgens in den Kiga bringt, damit ich mit Baby nach einer schlechten Nacht noch etwas liegen bleiben kann etc....

Als meine Tochter letzte Nacht wegen ihrer Erkältung zig Mal wach war und geweint hat und meine Nerven nach dem 15. Mal Schlafunterbrechung blank lagen, hab ich mich gefragt, wie ich es JETZT machen würde, wenn noch ein Baby da wäre..ächz..ist für mich unvorstellbar.

Wenn ich dann wieder denke, dass andere hier 3 oder 4 Kinder haben....bin ich wahrscheinlich einfach ein Weichei :freches grinsen::freches grinsen:

lou79
29.08.2013, 00:08
Ist hier vielleicht noch jemand unter der Woche "allein" und hat sich für ein zweites Kind entschieden?
DAs ist bei mir auch einer der grossen Zweifel, die ich habe, ob ich das eben ohne Hilfe unter der Woche mit zweien schaffen würde...da ist dann leider kein Partner, der Kind 1 morgens in den Kiga bringt, damit ich mit Baby nach einer schlechten Nacht noch etwas liegen bleiben kann etc....

Als meine Tochter letzte Nacht wegen ihrer Erkältung zig Mal wach war und geweint hat und meine Nerven nach dem 15. Mal Schlafunterbrechung blank lagen, hab ich mich gefragt, wie ich es JETZT machen würde, wenn noch ein Baby da wäre..ächz..ist für mich unvorstellbar.

Wenn ich dann wieder denke, dass andere hier 3 oder 4 Kinder haben....bin ich wahrscheinlich einfach ein Weichei :freches grinsen::freches grinsen:

HIER ist jemand! Und nicht nur unter der Woche.... Mann arbeitet im Schnitt 75 Std die Woche. So gut wie immer am Wochenende. Schau mal bei uns im "Das dritte Kind Strang" (habe mich gerade für ein drittes entschieden, ist aber nicht nicht "gemacht") Da gibt's viele Schilderungen aus meinem Alltag. Zwei gehen gut. Jetzt traue ich mir noch eins zu. Allerdings haben wir ab und zu Hilfe (Babysitter). Sehr oft schmeiße ich den Laden allerdings alleine. Und das macht dann auch mächtig stolz :smile: Man wächst sehr daran und die allermeiste Zeit macht es sehr viel Spaß! Hatte schon fast vergessen, wie lustig es ist, fangen zu spielen, als mir meine beiden kleinen Rocker nachliefen und versuchten mich zu fangen. Dabei bin ich und der Mini dazu auch noch krank (das ist dann hart) Ich kann mir trotzdem nichts schöneres vorstellen und freu mich jeden Tag wie ein Keks. Und bin unendlich dankbar. Mit ein bisschen Organisation und Hilfe kannst Du das. Mein Mann hat in den letzten 2 Jahren so selten mal ein Kind in die Kita gefahren, das kann ich an zwei Händen abzählen.

Peppis
29.08.2013, 09:32
Hallo Katzentier,

insgesamt habe ich mein erstes Kind, gerade in den ersten Monaten, wie auch von dir beschrieben, als anstrengend empfunden.

Heute meine ich das damit begründen zu können, dass sich bei mir die gesamte Situation "Mutter sein, Einschränkungen, Zeit für mich nicht mehr so, wie früher" setzen musste.

Mein zweiter Sohn ging mir, sowohl in der Schwangerschaft, als auch im ersten Jahr wesentlich einfacher "von der Hand". Ich bin selbst darüber erstaunt nun berichten zu können, dass sich die Sache für mich jetzt irgendwie vollkommen rund anfühlt, mit den zwei Kindern. Auch wenn natürlich der organisatorische Stress irgendwie verdoppelt ist, so empfinde ich es sogar an vielen Tagen als einfacher. Und nur schön.....

Ich kann das schlecht beschreiben.

Aber (war ja klar, dass jetzt das Aber kommt):

Ich hab meinen Mann, der sehr viel Zeit mitbringt und Oma und Opa, die die Rabauken bzw. zumindest einen einen Tag abholen, im Hintergrund.

Es ist schon an manchen Tagen so die Luft raus, dass ich das ganze Kinderbündel an meinen Mann übergebe und er mir freie Tage verschafft, die ich ab und an zum Durchatmen brauche. Nur so hab ich wieder genügend Energie unseren Alltag zwischen Arbeit und Kindern zu wuppen.

Ein Kind ist ab 12.00 Uhr, wenn ich von der Arbeit komme, bis abends, wenn Bettzeit ist, immer präsent. Meistens beide. Und meine zwei Jungs sind totale Rabauen mit ordentlich Anstellcharacter und Hummeln im Hintern.

Ich weiß nicht, ob die Entscheidung so für mich ausgesehen hätte, wenn die Rahmenbedingungen andere wären. Bin ich ehrlich.

Das wird wohl eine Bauchentscheidung werden, bei dir. Ich denke, er wird dir da auf kurz oder etwas länger die richtigen Signale setzen.

neka
29.08.2013, 11:11
Schöner Strang :smile:
Also soooo vieles, was ihr schon geschrieben habt, kann ich echt nur mit Nicken kommentieren.
- erstes Babyjahr: aaaaaanstrengend :ooooh:
- erstes Mal Mutter: kommt man selbst erst mal auf die Welt :smirksmile:
- neue Freiheiten durch Kinderbetreuung: definitiv. Gehe seit Oktober 2012 (Tussi ist im April 2012 geboren) arbeiten und freu mich immer sehr auf meine 2 läppischen Bürotage :freches grinsen:
- Bedenken wie es mit einem 2. Kind wäre: oh ja! Andererseits denke ich echt, das 1. Kind ist irgendwie zum Üben und beim 2. läuft es automatisch etwas selbstverständlicher? Kommt natürlich auf die jeweiligen Charaktere an, aber ich hab bisher nur von Zweitkindern gehört, die viiiiiel einfacher als das erste sind. Und da unsere Tussi zwar anstrengend ist, aber wahrscheinlich doch noch etwas unproblematischer als Schrei-/Kolik-/Fremdel-Kinder, wäre das 2. Kind dann ja vermutlich die Ruhe in Person? Oder wir würden da erst die volle Ladung bekommen :freches grinsen:

Bei uns ist die Lage die, dass wir dem Thema gegenüber einfach sehr offen sind. Zweites Kind kann, muss aber nicht. Und jetzt sofort oder auch nächstes Jahr sicher nicht, danke. Ich mache noch nebenher eine Weiterbildung, die mich einen Abend pro Woche und den Samstag kostet. Fertig bin ich im Frühling 2013 und ab da möchte ich dann eigentlich erst mal wieder aufstocken auf möglichst 80% Pensum. Als weiteres Kriterium für den subjektiv richtigen Zeitpunkt will ich ausserdem abwarten, bis die Tussi keine Windeln mehr braucht. Ich bin bei diversen MD-Infekten schon fast nicht mehr aus dem Wickeln gekommen mit EINEM Kind. Wie macht man das bitte mit zwei - sorry - Dauerkackern? :ooooh: :freches grinsen: Stell ich mir sehr fordernd vor, wenn man kurze Altersabstände oder halt Zwillinge hat... Parallel dazu auch noch eingesaute Klamotten und vollgekotzte Bettwäsche waschen :musiker: :zwinker:

Ich bin in der glücklichen Lage, mit 34 da auch noch etwas Zeit zu haben. Dazu wurde ich mit der Tussi ohne lange Wartezeit schwanger. Wenn wir also irgendwas haben, dann wirklich Zeit und Muse, uns mit dem Thema nicht zu stressen. Es ist auch nicht so, dass ich Schwangere beneide (hilfe, bin auch so müde genug und das Sodbrennen aus dem letzten Trimester vermisse ich nicht :lachen:) oder bei Neugeborenen gleich ein Ei springen lasse. Neulich auf einer Familienfeier waren 2 Frischlinge zwischen 3 und 7 Wochen. Ich war üüüüberhaupt nicht neidisch auf die echt süssen Knöpfe und bin gerade vor allem froh, dass die Tussi inzwischen schon halbwegs kommunikativ und mobil ist.

Aber: ich denke wirklich oft daran, dass ich es schon nochmal wagen möchte. Ein paar Jahre Abstand find ich auch nicht bedenklich oder frage mich, ob die Kinder dann überhaupt was miteinander anfangen können. Vermutlich nach 3-4 Jahren nicht ganz so, wie Kinder mit kürzeren Abständen. Aber die Kindheit ist halt im Vergleich zur Lebenszeit doch verhältnismässig kurz und deshalb möchte ich mich nicht ausschliesslich darauf fixieren. Ist ja ein gerne genommenes Argument, aber mir ist mein persönliches Wohlbefinden (was gerade mit einem schon recht trotzigen Tüsschen in Kombination mit Säugling sicher nicht existent wäre :freches grinsen:) einfach wichtiger, als dass ich mir das jetzt "antun" müsste. Die "" deshalb, weil ich es sicher nicht als schlimmste Strafe sehe, zwei Kleinstkinder zu haben. Wer will, soll das bitte machen und hat dadurch gewisse Vorteile. Wir fangen dann eben nochmal ganz von vorne an, ob das jetzt leichter oder schwieriger ist, lässt sich nicht final beantworten.

Vieles würde ich bei einem 2. Kind sicher wieder so machen wie bei der Tussi. Und zwar möglichst nach einem halben Jahr mit 2-3 Tagen Pensum wieder in die Arbeit einsteigen, das Baby in die Krippe bringen. Den frühen Einstieg in Kinderbetreuung haben wir nie bereut und der Tussi gefällt's super.

*seufz* durch mangelndes Zwischenspeichern fehlt hier jetzt mein ganzer Sermon zu katlyn (coole Story :freches grinsen:) und Katzentier. Zu Katzentier möchte ich aber nochmal was loswerden: ja, hör auf dein Gefühl und stell das Alter etwas hinten an. Ich weiss, sicher leichter gesagt als getan. Aber setz dich selbst damit nicht unter Entscheidungsdruck :blumengabe:

Allein sein unter der Woche: nein, danke :zwinker: Bin gerade nur für ein paar Tage ohne Herrn neka und mir fehlt das Teilen der Arbeit doch sehr. Zu 100% 24 Stunden und am nächsten Tag schon wieder fürs Kind verantwortlich und zuständig sein, ist einfach ein sehr harter Job. Zum Glück ist heute Krippen- bzw. Bürotag, das ist ja wie Wellness nach einem Tag mit Dauernöhltussi gestern :freches grinsen: Also Hut ab für alle Mütter, die das ständig machen und sich dann auch noch weitere Kinder über- oder sogar zulegen!
Wir haben hier auch keine Omas und Opas in der Nähe und einen neuen Babysitter müssen wir erst wieder suchen.

Also 2. Kind ja, gerne eigentlich. 2015 von mir aus :smirksmile:

lou79
29.08.2013, 11:19
Peppis, sehr schön ausgedrückt

Was ich in dem Zuge unbedingt noch anmerken wollte: Mein vorangegangener Post sollte sollte keine "Freide-Freude-Eierkuchen-Statement" sein und daher sagte ich auch dass ich es absolut verstehen kann wenn man keins oder kein zweites will. Ohne anderweitige Hilfe (ob nun Baysitter oder Putzfrau) und den Lebensstandard den wir jetzt haben, hätte ich es mir auch bestimmt 100 Mal überlegt ob ein zweites sein soll oder nicht. Klar. Gehen tut es irgendwie immer, aber das muss ja nicht jedermanns Vorstellung vom Leben sein. Es mus zu Deinem Charakter, Deiner Persönlichkeit, Deinen Ressourcen, Deinen weiteren Zielen und wünschen im Leben passen. Das mag jetzt sehr rational klingen, aber ich sagte zu meinem Mann: Wenn wir unseren Lebensstandard nicht halten können (z.B. nicht mehr in der Form Urlaub machen können wie bisher, Hobbys nachgehen, Zeit für uns haben und dafür Babysitter bezahlen etc) dann möchte ich kein Drittes (und so wäre die Überlegung mit dem zweiten auch gewesen) Und ich muss fairerweise dazu sagen dass ich mit meinem Job locker ein paar Jahre aussetzen kann bzw. wie jetzt gerade sporadisch dabei bin. Ohne dass ich den Anschluss verliere. Ich darf arbeiten. Und zwar wann ich will. Das ist wahrer Luxus, auch finanziell, das ist mir bewusst. Und nicht der Normalfall. Würde ich jetzt vollzeit arbeiten müssen würde ich kein drittes wollen. Versteh das nicht falsch, ich brenne für meinen Job und freue mich jedesmal riesig wenn ich arbeite (was an sich ja schon Luxus und dicht der Normallfall ist) aber ich möchte auch viel Zeit mit meinen Kindern verbringen und vor allem die ersten Jahr genießen. (deshalb hab ich mir erstmal die Hörner abgestoßen und lange mit dem Kinderkriegen gewartet :freches grinsen:) Ich stelle mir das hart vor wenn man dann so gar keine Hilfe hat. Und vielleicht mürbe wird... Ich habe gerade einen Artikel in einer Zeitschrift (N***) gelesen. Ging zwar um das dritte Kinde, das "zu viel" war, kann ab auch auf das zweite angewandt werden. Je nachdem wie man selbst gestrickt ist bzw. Wie die Situation ist. So möchte ich ich nicht leben bzw. mich nicht fühlen.

Ist denn Dein Partner nur für absehbare Zeit unter der Woche weg? Hilfe braucht man. Da kann man sich nichts vormachen. Es muss einem selbst gut gehen, man braucht Kontakt, Unterstützung, etc.

Ich finde es gut, sich zuvor Gedanken zu machen und es im Kopf durchzuspielen und ehrlich zu sich selbst zu sein ob es sich mit Euren Bedürfnissen deckt. Eine Freundin von mir sagt heute noch, sie hätte das zweite nicht kriegen sollen. Diese Tochter ist nun mit 13 ausgezogen, zu ihrem Vater...

Kamille
29.08.2013, 11:27
Hallo liebe filterkaffee und liebes Katzentier,

ich wandere auch einmal aus dem Strang zum "Dritten Kind" hier herüber, denn mit zwei Kindern habe ich ja jedenfalls Erfahrung und vielleicht hilft es Dir bei der Entscheidung?

Also, vorweg muss ich sagen, dass ich keine Frau bin, die sich sicher war, ob sie Kinder will. Oder wenn dann nur sehr theoretisch irgendwann, aber doch nicht jetzt. :smile: Vor allem hatte ich vorher nie etwas mit kleinen Kindern zu tun und war mir überhaupt nicht sicher, ob ich eine gute Mutter wäre.

Mein Mann ist jedoch 8 Jahre älter und war Mitte 30 als wir uns kennenlernten. Er war sich da also schon sehr sicher, was er möchte und immer pro Kinder eingestellt. Und dann haben wir es nach einigem Hin und Her meinerseits darauf ankommen lassen und ich war mir nach der Geburt meiner Tochter gaaaaanz sicher, dass es bei einem Kind bleiben wird. :freches grinsen: Ich war in den ersten Monaten in so einer Art "Schockzustand", denn die Umstellung auf das Leben mit einem Kind fiel mir unglaublich schwer. Ich habe alle genervt mit meiner schlechten Laune und keiner hat so richtig verstanden, warum ich so unentspannt war. Aber dieser Bruch von totaler Unabhängigkeit zu "jetzt sitze ich zu Hause und stille" war mir unheimlich. Das nennt sich wohl auch "Gefängnissyndrom" :freches grinsen:. Es wurde dann nach den ersten Monaten und nach dem ersten Jahr schrittweise besser.

Und als mein Mann dann um den zweiten Geburtstag meiner Tochter herum vorsichtig nach einem zweiten Kind anfragte, habe ich das erst einmal kategorisch abgelehnt. Ich fand das Alter zwischen eins und zwei für mich körperlich so anstrengend.... niedlich, aber anstrengend. Nunja, eine Freundin, die damals schon zwei Kinder hatte, versprach mir, dass es leichter wird, wenn die Kinder drei Jahre alt werden und berichtete mir, dass sie sich deshalb auch erst um den dritten Geburtstag ihres Großen herum für ein zweites Kind entschieden habe. Von da an war meine magische Grenze also der dritte Geburtstag und ich habe mich dann von meinem Mann überzeugen lassen, dass es Nr. 2 mit einem Altersabstand von ca. 3 Jahren geben sollte. Mein Sohn wurde dann also 3 Monate nach dem dritten Geburtstag meiner Tochter geboren und ich habe die ganze Schwangerschaft über "gebetet", dass die Aussage meiner Freundin stimmen möge. :smile:

Nun haben wir also zwei und was soll ich sagen? Ich habe die zweite Schwangerschaft und die zweite Elternzeit sehr genossen. Ich wusste, was auf mich zukommt, ich kannte die Entwicklungsetappen des ersten Jahres und ich hatte schon einmal selbst erlebt, dass es so rasend schnell vergeht. Ich hatte alles schon erlebt und konnte mich darauf einstellen.

Das einzige, was mich anfangs noch versunsichert hatte, war die Frage, wie meine Tochter mit dem Familienzuwachs umgehen würde. Da hatte ich in den ersten Wochen Sorge, es könnte sie traurig machen oder überfordern. Aber das hat sich alles eingespielt und ich habe es dann nach einer Anfangsphase auch bald geschafft, beide Kinder alleine zu versorgen. Zunächst musste mein Mann immer helfen, wenn es ums Abholen meiner Tochter aus der Kita oder ums Schlafengehen ging. Das habe ich mir die ersten Wochen alleine nicht zugetraut (eine Freundin von mir hatte dann immer einen Babysitter für die Abende, wenn ihr Mann nicht zu Hause war). Aber auch das ging bei uns nach einer Übergangsphase gut. Ich habe erst meine Tochter mit dem Baby vor meinem Bauch ins Bett gebracht, später dann nur noch die Tür offen gelassen, ihr ein Hörbuch eingeschaltet und sie schlief dann bald ganz alleine in ihrem Bettchen ein (Bis dahin saßen wir immer an ihrem Bett, bis sie eingeschlafen war. War also schon ein großer Schritt für sie.) Oder wir liegen jetzt auch oft zu dritt im Elternbett und dann schlafen auch irgendwann beide Kinder neben mir. Also, das geht inzwischen auch problemlos.

Ich denke, es ist gut, in den ersten Wochen/Monaten, jedenfalls abends für die "InsBettbringZeit" Hilfe zu haben. Ich denke, das spielt sich nach einer Weile auch ein, aber man muss ja auch erst einmal den Schlafrythmus des Knirpses kennen und den besten Ablauf ein wenig erproben. Der Ablauf ist mit zwei Kindern schon etwas koordinierungsbedürftig, nach der Anfangszeit aber auch gut alleine zu schaffen. Ich finde den Organisationsaufwand jetzt mit zweien nicht anders als mit einem. Wir müssen uns auch jetzt viel absprechen und natürlich den Tag gut planen. Aber es ist machbar und mein Mann und ich arbeiten beide wieder Vollzeit seitdem der Kleine ein Jahr ist. Jeder hat auch noch seine freien Abende.

Was allerdings sicherlich jetzt schon anders wäre ist, das meine Tochter jetzt mit 5 Jahren schon recht selbständig ist und wir ohne den Knirps schon wieder mehr Freiheiten hätten. Mit dem Kleinen verlängert sich natürlich die Kleinkindphase noch einmal.


Falls noch Fragen sind, frage mich gerne. Ich bin froh, wenn ich mit meinen Erfahrungen vielleicht helfen kann.

Liebe Grüße

Peppis
29.08.2013, 11:33
Hi Lou :freches grinsen:

Ich möchte auch noch nachschieben, was mir die Sicht auf die Dinge verklart hat.

Maximal sind das ja die ersten 5 Jahre, wobei Kind 2 sich denen ja schon nähert, wo Mama so sehr gefragt ist und sich so ein bisschen selbst auflöst.

Dann gehen, sie ja auch schon wieder die ersten eigenen Wege, haben Verabredungen, gehen zum Sport, usw.

Vielleicht hilft es die Dinge wirklich auchmal temporär zu betrachten. Schaffe ich das für einen relativ kleinen Zeitabschnitt ?

Und wenn ein Vater viel arbeitet, vor allem die Frage, wo gibt es noch freie Zeiten für mich. Kann vielleicht die Tagbetreuung so eingerichtet werden, dass ich mindestens einen halben freien Tag habe usw. Putzfrau, super Idee.

Ich stelle nämlich gerade fest, dass es keine gute Idee war, meinen freien Arbeitstag zu streichen und mehr Stunden zu nehmen, denn neben 2 Kleinen kriege ich den Haushalt nur noch auf die Reihe, wenn mein Mann mit der Horde rausfährt oder umgekehrt.

Talea1982
29.08.2013, 11:42
Huhu!

Ich möchte da auch mal gerne meine Erfahrungen hier "loswerden":freches grinsen:

Meine beiden sind fast exakt 22 Monate auseinander.

Mein Großer war ein sehr anstrengendes Baby, was nachst schlecht schlief und sowieso sehr fordernd war.

Die Entscheidung zum 2. Kind wurde uns auch "abgenommen" und ich hatte doch sehr großen Respekt vor dem Leben mit 2 Kindern, die auch noch unter 2 waren. Ich habe somit auch einen 2. kleinen Teufel erwartet und mir gar nicht erst vorgestellt, das es leichter werden könnte.

Es kam aber so:lachen:. Die Schwangerschaft verlieft schon sehr unspektakulär (im Gegensatz zur 1.). Die Geburt war auch "besser" und die Umstellung auf 2 Kinder auch absolut Problemlos. Der Mini war ein total pflegeleichtes Baby, schlief schnell durch und passte sich gut an (es geht eben nicht anders, wenn man schon ein Kind hat, muss das kommende eben einen Rhytmus aufgedrängt bekommen). Dazu kam ja auch, dass ich schon "geübt" war und das alles kein Neuland mehr für mich dastellte.

Zudem ist der Kleine jetzt in einem Alter, wo er mit dem Großen spielen kann. Die beiden können sich so schön miteinander beschäftigen. Klar gibts auch schwierige Seiten, aber das klappt immer irgendwie!"

Mein Fazit ist, dass die Umstellung von 0 auf 1 Kind weitaus schwieriger zu verkraften war. Plötzlich hatte mein kaum noch Freizeit, man war gebunden, fremdbestimmt. Die Umstellung von 1 auf 2 Kinder war absolut ok. Man wusste ja, was auf einem zukam und hat sich da keine Illusionen gemacht:smirksmile:. Man war geübt (das hat sich dann bald wieder eingestellt nach der Geburt, man verlernt das nicht, ist wie Fahrrad fahren) und "erfahren".

Katze, wenn du "jetzt" loslegen würdest, dann wäre Kitty ja fast schon vier Jahre alt und doch auch aus dem "gröbsten" raus. Je älter die Kinder werden, desto selbstständiger sind sie doch:kuss:. Überleg doch mal wie Kitty vor einem Jahr war............. da hat sie innerhalb von einem Jahr eine Menge dazugelernt und ist um Welten selbstständiger geworden, hinzu kommt ja noch, dass sie sich gescheit ausdrücken kann und dir auch sagt, wenn ihr was nicht passt.

*undwiederraushier:freches grinsen:*

Katzentier
29.08.2013, 12:00
Huch, hier ist ja richtig was los :lachen:

Es tut gut, zu lesen, dass viele von Euch ähnliche Zweifel hatten wie ich .....

Bei mir ist es auch so, ich bin sicher, dass ich es nicht bereuen würde....ich habe - trotz des anstrengendes ersten Jahres und der Schockstarre (passt sehr gut auf mich der Ausdruck :freches grinsen:) - nie gedacht "Ach hätte ich besser kein Kind bekommen!" da ich Kitty vom ersten Moment an geliebt habe und sie mich ja auf der anderen Seite auch total glücklich macht. Grade im ersten Jahr kamen mir so oft die Tränen vor Glück und Stolz..aber eben auch vor Verzweiflung, Übermüdung, Überforderung....
Aber nur zu sagen "Ich werde es nicht bereuen" reicht eben nicht, die Frage "soll ich mir/uns das wirklich antun?" ist schon auch mit an Bord.

Aber auch die Gedanken "wie schnell sind doch die ersten drei Jahre herum" sind da....auf ein Leben gerechnet ist dsa wirklich eine total kurze Zeit, in der es wirklich anstrengend ist. Bzw. in der man wenig Freizeit hat, wenig Schlaf etc (in der Pubertät kommen dann wieder andere Sorgen :zwinker:)....und "nur" weil man vor der Zeit Angst hat, auf ein 2. Kind verzichten?
Denn grds würde ich wirklich gerne noch ein weiteres Kind begleiten, es Aufwachsen sehen..ich bin so neugierig wie es aussehen würde, ob es ein Junge oder wieder ein Mädel wäre...wie sein Charakter wäre....

Aber tun wir uns bei allen Contras damit einen GEfallen?

Also mein Herz schreit JA, mein Verstand ruft NEIN und mein Bauch grummelt vor sich hin :freches grinsen:

Sorry, würde gerne noch auf mehr eingehen, aber ich sitze im Büro :peinlich: und habe nicht soviel Zeit.

Jedenfalls lese ich mit grossem Interesse Eure Berichte :lachen:

katlyn
29.08.2013, 12:27
Ich kann da allen Vorrednern nur beipflichten. Die eigene Erfahrung mit zweitem Kind habe ich zwar noch nicht, aber ich bin so guter Dinge, weil ich mir auch sehr gut vorstellen kann, dass beim zweiten Kind einfach alles viel entspannter zugeht. Man weiß schon, was auf einen zukommt - dass sich anstrengende, stressige Phasen mit entspannten, schönen Phasen abwechseln - somit wird auch die Umstellung längst nicht mehr so heftig werden wie beim ersten Kind und man hat die Erfahrung gemacht, dass die Zeit so irre schnell wieder vorbeigeht und man daher jede Minute genießen sollte... Das ist doch ein sehr, sehr großer Vorteil. Ich weiß noch, dass ich bei unserer ersten Tochter insbesondere im ersten Jahr öfter mal dachte: "Oh Gott, das bleibt jetzt so?! Dein Leben ist vorbei." :ooooh::freches grinsen: Heute WEIß ich, dass das nicht stimmt - dass es spätestens ab dem 3. Geburtstag wirklich viel, viel leichter wird, die Kinder so viel selbständiger werden und das alleine gibt schon viel Kraft und die Muße, es beim zweiten Kind vielleicht auch viel mehr genießen zu können. :lachen:

Dennoch wäre es mir wichtig gewesen, WENN ich selbst hätte entscheiden müssen - zweites Kind ja oder nein - dass ich wüsste, ich hätte genügend Hilfe und Unterstützung. Ich könnte mich niemals guten Gewissens für ein zweites oder gar drittes Kind entscheiden in einer Zeit, in der ich eh durch das erste Kind noch auf dem Zahnfleisch gehe, unter Schlafmangel leide und kaum weiß, wo mir der Kopf steht. Daher wäre es für mich auch nie in Frage gekommen gleich im ersten oder zweiten Jahr unserer Tochter wieder schwanger zu werden. Da habe ich mich alleine schon körperlich noch nicht fit genug gefühlt für eine erneute Schwangerschaft - seelisch erst recht nicht! Und dann auch noch eine Geburt überstehen und ein weiteres kleines Kind stemmen??? Never!!!:schild nein: Da muss man einfach Selbstschutz betreiben und ein bisschen an sich selbst denken dürfen. Zumal ich mir vorstellen kann, dass die Kinder auch nicht so viel von einer nur dauermüden, gestressten und völlig überforderten Mutter haben - geringer Altersabstand hin oder her. Gerade in der ersten und anstrengendsten Zeit können die Kinder ja eh noch nicht viel miteinander anfangen und ich kann andererseits nicht behaupten, dass unsere Tochter ohne Geschwister bisher ein einsames Leben fristen musste. Hier sind SO viele Kinder drumherum (okay, wir wohnen in einem Neubaugebiet) und sie hat ihre Freunde aus dem Kindergarten, mit denen sie sich regelmäßig verabredet. Zumal sich nicht alle Geschwister zwangsläufig prächtig miteinander verstehen und was miteinander anfangen können müssen, auch wenn sie altersmäßig nah beieinander sind. Von daher finde ich das Argument des gemeinsamen Spielens alleine ein bisschen dürftig, um so schnell hintereinander die Kinder zu bekommen. Wer das gerne möchte, stemmt und damit glücklich ist... Herzlichen Glückwunsch, Hut ab und meine vollste Bewunderung!!! :allesok::ahoi:

Vielleicht noch ein weiterer, ganz anderer Gedanke zur Entscheidungsfindung. Bei mir war bei der Überlegung Kinder von Anfang an auch immer der Gedanke mit im Raum: Was machst du, wenn das Kind krank oder behindert auf die Welt kommt? Oder es womöglich Zwillinge werden? :ooooh: Es ist zwar nicht der Normalfall, aber das sind auch immer Dinge, die man meiner Meinung nach mit im Kopf haben und berücksichtigen sollte, wenn man über Kinder nachdenkt, denn SO selten kommt es dann auch wieder nicht vor. Wir haben so viele im Bekanntenkreis, wo Kinder wegen diverser Ursachen nicht ganz gesund auf die Welt kamen, was logischerweise eine große, zusätzliche Belastung für die gesamte Familie darstellt. Ebenso habe ich eine gute Freundin, die mit ihrem Mann guten Mutes das dritte Kind geplant hatte und dann nochmal mit Zwillingen schwanger wurde. Das war für beide ein riesen Schock gewesen und gleich gingen die Diskussionen und Planungen bezüglich größeres Auto, Platz, Anschaffungen usw. usw. los. Plötzlich vier Kinder mit zwei kleinen Säuglingen auf einmal zu haben und zu stemmen ist schon echt heftig und nochmal eine ganz andere Nummer! :knatsch: Die Zwillinge sollen nächsten Monat auf die Welt kommen und meine Freundin hat einen riesen Respekt vor der Zeit nach der Geburt. Und sie macht sich natürlich auch sorgen, ob die beiden Kleinen gesund sein werden - bei Zwillingen kann ja bei der Geburt auch nochmal einiges mehr passieren und schiefgehen. Sie meinte letztens noch zu mir: "Wir hoffen jetzt einfach auf insgesamt vier gesunde Kinder, was schon echt eine Menge Glück im Leben wäre." :smile: Ich bin natürlich davon überzeugt, dass sie das Glück haben werden!!! :allesok::jubel::musiker::Sonne:

neka
29.08.2013, 13:49
Ich weiß noch, dass ich bei unserer ersten Tochter insbesondere im ersten Jahr öfter mal dachte: "Oh Gott, das bleibt jetzt so?! Dein Leben ist vorbei." :ooooh::freches grinsen:

Genau und dazu noch "ich werde NIE wieder schlafen, auch nicht nur EINE Sekunde!" :freches grinsen: Was mich in der ersten Zeit mit Baby daheim "am Leben" gehalten hat, war die Gewissheit, dass ich nach einem halben Jahr wieder arbeiten durfte :pfeifend: Gemein, gell? Aber es war halt hart (und ich hatte im Vergleich zu anderen wahrscheinlich noch ein Schokikind...) und die erste Zeit mit mühsamer Stillerei, Zufüttern damit das Kind nicht mutmasslich verhungert, ständiger Kotzerei nach Stillen und Flasche (mit erneuter Sorge wegen Verhungern...), Umziehen Kind, Umziehen Mutter, Wäsche bis unter die Zimmerdecke usw. haben mich wirklich komplett entnervt. Als nach 10 Tagen anstand, dass mein Mann montags wieder ins Büro muss, hab ich am Donnerstag schon die Vollkrise gekriegt. Heute schau ich zurück und denke "meine Güte, warst du ne Dramaschachtel" :freches grinsen: Selbst die Aussicht, dass es nochmals so würde, schreckt mich gar nicht ab. Es geht vorbei. Immer.

Aber katlyn, deinen Gedanken zum gesunden Kind, die kenn ich auch. Bin grundsätzlich ja wirklich optimistisch gestimmt und denke, rein statistisch passiert sicher nichts etc. Nur komplett ausschalten kann man den Gedanken wohl nie, sicher auch schon beim ersten Kind nicht. Wenn man beim ersten allerdings Glück hatte, dann rückt man ja irgendwie weiter in Richtung schlechte Seite der Statistik. Und weil bei unserer Tussi alles völlig regulär verlief und für mich die schlimmste Komplikation eben Sodbrennen war (ok, und Vakuumgeburt, aber easy im Vergleich zu Dramen bei anderen Geburten!), kann es ja fast nur schlimmer kommen, oder? Und will ich das Schicksal wirklich so herausfordern?
Andererseits: wenn es gar so furchtbar gefährlich und dramatisch wäre, gäbe es nur Einzelkinder, was? :smirksmile:

Ein Upgrade von 2 auf 4 Kinder stelle ich mir auch heftig vor. Ok, von 1 auf 2 ist auch ne Verdopplung, aber 4 ist schon ne Hausnummer :ooooh: Nochmal andererseits: wie sagte mal eine Bekannte, die 5 Kinder hatte, zu meiner Mutter "ob du jetzt 3 hast oder 5 oder noch mehr ist eigentlich egal - irgendwer ist immer krank, brüllt oder fehlt" :erleuchtung:

Marsala
29.08.2013, 14:10
Oh, ein sehr interessanter Strang. Ich gruebele da auch seit einiger Zeit dran rum, wann wohl der richtige Zeitpunkt fuer Nummer zwei waere...

Werde erst mal nachlesen, was ihr so schreibt!

Inaktiver User
29.08.2013, 14:37
Neka, von wegen Statistik, ich habe mal bei so einem Netz-Dr. (ja, ja, ich lese solche Seiten) gelesen, dass es rein statistisch genau anders ist, als von Dir beschrieben: Jede Lebendgeburt erhöht die Statistiken, dass es beim nächsten Mal auch gut geht. Zwar nicht ganz fair gegenüber Kinderlosen, aber rein biologisch betrachtet, macht es irgendwie Sinn.

Ich wusste seit meinem ersten Zusammentreffen mit dem Wicht, dass ich ein zweites will, auch wenn der junge Mann der Untergrundfraktion Terrorbaby angehört. Denn zum einen bin ich schon sehr verliebt in ihn und kann mir nicht vorstellen, dass dies die letzte Babyzeit in meinem Leben gewesen sein soll. Und zum anderen wird er in meinem vorwiegend Kleinkinderlosen Familien- und Freundeskreis quasi als Rockstar verehrt. Wenn ich ihm keine Konkurrenz ins Haus hole, erschaffe ich mir vermutlich ein Monster... Außerdem habe ich nun alles hier, ich kann alle Handgriffe, da wäre es doch schade... Blöderweise hat es diesmal schon eine IVF gebraucht (streng genommen zwei) und ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch mal schwanger werde. Bei einem zweiten Kind wäre ich ja auch schon Mitte Dreißig und zur problemlos in jedem Alter schwanger werd Fraktion gehör ich ja leider nicht... :(

lou79
29.08.2013, 14:52
ich habs bei "uns" schon gepostet, aber vielleicht hilft mal ein kleiner Auszug aus unserem Leben. Stellt natürlich kein objektives Beispiel dar und sollte mit Humor gesehen werden. Wie vieles mit Kindern :freches grinsen:

Unser Morgenablauf heute
Frag nicht...:unterwerf: Ich habe hier zwei besondere Exemplare der Spezies "Stinkstiefel" In großer und in kleiner Ausführung (ich hab da das ganz große Glückslos gezogen). Mann und LittleLou. Erst heute Morgen hab ich gefragt, womit ich das eigentlich verdient habe, jeden Morgen so angemeckert zu werden. Also, vom Kind. Mein Mann hält netterweise einfach die Klappe und guckt nur mürrisch :freches grinsen: Die Kinder frühstücken in der Kita, das erspart mir schon mal viel :smirksmile: Allerdings wäre dafür auch keine Zeit. Außer ich stehe früher auf.

Wachen also um 7 Uhr auf weil LittleLou wie ein Rohrspatz schipft (dass ich Rabenmutter gestern Abend vergessen habe ihm eine Milchflasche in den Kühlschrank zu stellen) und er diese gefälligst jetzt und sofort haben muss. Springen wir nicht schnell genug, werden wir tyrannisiert. Mit Fußtritten und Dauergejammer und Genöle beschallt. Direkt ins Trommelfell. Ich bringe ihn dann in sein Zimmer (Auszeit) und erinnere ihn freundlich aber bestimmend an unsere Regel: Dass unser Bett NICHT Kriegsschauplatz und auch KEINE Kneipe im Milieu ist und da nicht erpresst, geschlagen, uns beleidigt (Sch**** Mama!) und rum gemosert wird! Seine Lernkurve ist allerdings gerade nicht sehr steil... aber es wird besser. Er verliert zunehmend die Lust an Auszeiten. Davon ist dann Mini wach und weil's auch hier jetzt schnell gehen muss (weil Kind kränkelt) wird Milch warm gemacht, ihn auf den Arm genommen und dann erst ins Bad gegangen (bevor ich mir in die Hosen mache. Mit Kind auf dem Arm. OK, DIE Reihenfolge wird morgen geändert!)
Dann gibt's es im Ehebett Kuschelmarathon mit Milchflaschenwettnuckeln. Und den ersten Streit und Eifersuchtsattacken, wer näher an Mami sein darf. Da werden Kopfnüsse (an alle) verteilt, auf einem herum getrampelt, in die Eingeweihde getreten (OK, nicht extra) und es fliegen Leute aus dem Bett (der Stärkere gewinnt ha ha! Nicht immer ich...) Schutzhelm tragen wäre keine schlechte Maßnahme. Mein Mann liegt dabei (sofern er noch nicht im Büro ist oder weil er wieder erst um 2.30 nach Hause kam) allerdings immer noch tiefenentspannt neben dran und schläft weiter. Von ihm wollen die Kinder komischerweise nix wissen :niedergeschmettert:. Spätestens um 7:30 Uhr müssen wir dann aus dem Bett sprinten. Großer Protest. Es MUSS gekuschelt werden. Aber die Zeit rennt, die Kita kennt kein Pardon. Zu spät kommen iss nich. Sonst gibt's ne Abmahnung. Also, die Kinder und ich, denn mein Mann verschwindet erstmal für 20 Minuten im Bad und liest. Emails oder den Spiegel. Oder hat den ersten conference call. Je nachdem... Gut dass es nicht nur ein Klo im Haus gibt....

Also, der Countdown läuft! Konzentration!
Zuerst die Jungs fertig machen. Bis sie im Bad sind kann's schon mal dauern...:pfeifend: Dann: kurz Popo abduschen, ausgerutschtes Kind mit angestoßenem Kopf trösten und "Wunde" küssen. Anderes eifersüchtiges Kind auch auf dem Arm, auch küssen. Es entzückend finden wie Mini dem dicken Oktopus in der Wanne "sur le pont d'avignon" vorsingt, verhindern dass er das Badewasser ausschlürft (immer erfolglos). Beide einfangen und eincremen. Nicht einfach in einer großen Wohnung in der man im Kreis laufen kann. Morgensport wäre also abgehakt. UUups, falsche Creme erwischt. Zurück zum Kühlschrank, Mini schreit weil er meint, sich alleine vom Wickeltisch hangeln zu können. Und doch nicht kann. Zurück hechten. Mini will natürlich "helfen". Creme von der Wand abkratzen, auf ein Spielzeugauto treten, mir den Fuß aufreißen, Anschiss vom "großen" kleinen Kind bekommen weil das Auto jetzt fast kaputt gegangen wäre. Mini windeln um dann zu hören, dass der jetzt unbedingt und sofort Pipi in die Kindertoilette machen will (kann man ja schlecht nein sagen :unterwerf:) Die neu gekaufte coole gelbe Hose holen und verklickern dass die jetzt angezogen werden soll. Erfahren dass gelbe Hosen total uncool sind (OK, jetzt geht DAS also los...:unterwerf:), Hose fliegt im hohen Bogen...in Minis Auge. Gebrüll, Gehaue (und da sind die echt nicht zimperlich). Streit schlichten, Kühlpad holen, Beule am Kopf kühlen, Mini anziehen, Pipi-Unfall auf dem Parkett (zum Glück den Teppich nicht erwischt) aufwischen, LittleLou immer noch keine Unterhose an, gelbe Hose in Tüte zum Umtausch legen, mich erinnern dass ich noch Ersatzklamotten für Kita mitnehme. Gerührt sein, wie toll sie die Autos teilen und "Bitteschön lieber MiniLou" sagen... Noch Mal erklären dass die Hose jetzt angezogen werden muss sonst geht's ohne Hose in den Kiga. Erneut Geschrei "NEIIIN sonst lachen die anderen Kiiiiindeeeeer!!!". Na also! Beide einfangen, beiden Zähneputzen, loben, wie toll sie Zähne putzen. Verhindern dass die Zahnbürste zum Kloputzen benutzt wird. Zu spät. Zahnbürsten wegschmeissen. Zurück im Bad Mini vorfinden wie er mit der Klobürste (die eigentlich hoch genug weg geräumt war) das Haus segnet. das chaos schnell beseitigen. Mich wundern, wie toll sie doch zusammen im Kinderzimmer spielen...

Dann bin ich dran. Gewisse Dinge müssen einfach sein um mich wohl zu fühlen und da kenne ich kein Pardon. Ungeschminkt oder im ausgeleierten Joggingheimer geh ich nicht aus dem Haus. Nur in einem schönen :freches grinsen::zwinker: Seit dem ersten Tag von LittleLou ist das Gesetz. Bin einmal ohne Maskara los und eine Freundin hat mich im Kindergarten kaum erkannt :freches grinsen: Hab seeeehr blonde Wimpern und das geht gar nicht. Schminken dauert genau 5 Minuten. Der Rest auch nicht soo lange. Aber ein gewisser Standart muss sein :lachen: Und die Jungs akzeptieren auch meine Zeit im Bad. Das ist wie mit unseren Möbeln. Wir werden immer gefragt ob wir beim Kauf des Sofas noch gegen Kinder waren. Weil teuer und weiss. Das hat super geklappt. Da und auch an gewisse andere Objekte gehen sie einfach nicht ran (klopf auf Holz :freches grinsen:) Der einzige, der das Sofa bereits 4 Mal mächtig versaut hat war der, der am meisten Angst davor hatte, dass es dreckig wird. Mein Man. 3 Rotweinflaschen landeten schon komplett drauf...

8:15 Uhr
Schuhe sollten jetzt alle angezogen sein. Treppe runter. Mini will auf'n AAAARm, brüllt, will doch "allleiiiiineeee" laufen. Trotzanfall auf der Treppe, der Kopf wird gegen die Stufen gehauen. Wieder Gebrüll. LittleLou steht schon genervt unten und schreit "KOOOOMMT EEEENDLIIIIICH. Ein Nachbar hat die Haustüre auf gelassen und LittleLou rennt raus. Hechte also runter, Mini lässt sich nur unter Protest tragen und setzt seine Lieblingswaffen ein: Kratzen, hauen und neuerdings spucken. Zum Glück kommt er da noch nicht weit und ich halte ihn weit von mir weg. Training für die Arme? Abgehakt. Intervenieren, Regel erklären, zum Auto rennen. LittleLou findet altes Auto dass mal in den Gulli gefallen ist und MUSS das JETZT unbedingt haben... Wieder erklären, versprechen, reden, reden, reden. Auf den Kindersitz will Mini natürlich auch "allleiiiiineeee" was zum Glück nicht mehr ganz so lange dauert. Hurra! Fortschritte! :lachen: Türen zu, losfahren und LittleLou fällt nun ein, dass er plötzlich auch ganz schlimme Halsschmerzen hat und (wie MiniLou heute) unbedingt wegen Krankheit zuhause bleiben muss. Mein Blick zeigt allerdings dass er heute nicht sehr erfolgreich sein wird. Ich glaub kein Wort und erkläre ihm, dass er eifersüchtig ist, dass das OK sei und er bald auch wieder Zeit mit Mama alleine hat. Er schaut zufrieden drein und als ich gerade losfahren will schreit er triumphierend: "Nicht angeschnaaaaalllt!!!" Also, Anhalten, nach hinten greifen, anschnallen los fahren... Und Klassische Musik anmachen und: erst mal ENTSPANNEN... :erleichtert: Alle halten die Klappe. Ein seeliger Moment. Kurz. Denn die Story geht ja gleich weiter. Im Kindergarten warten neue lustige Abenteuer mit den wilden Rockern auf mich... Das Leben ist schön!

lou79
29.08.2013, 15:01
warum ich gerade tippen kann mit kranken, motzenden Kind auf dem Schoß?
Zweites Browserfenster geöffnet und auf Y*** T*** Kinderlieder abgespielt. Dirty Tricks. Ich weiss. Man wird halt noch kreativer mit 2 Kindern :freches grinsen::zwinker:

neka
29.08.2013, 15:58
Lou:
Ich hab mich gerade kaputtgelacht, danke :freches grinsen:
Wie alt sind deine Jungs?
Bei uns muss es übrigens die Tussi auch ertragen, dass wir sie kurz auf den Badezimmerboden absetzen, wenn wir morgens aufs Klo müssen bevor sie ihre Flasche bekommt. Findet sie manchmal zwar bemotzenswert, aber volle Blase geht halt nicht :smirksmile:

Coralie:
Ach, siehste, so intensiv hab ich mich damit nicht beschäftigt. Danke, das ist doch mal gut zu wissen :smile:
Hast aber völlig Recht: es ist schon alles angeschafft, das kann doch bitte noch ein Zweitkind alles durchnudeln, bevor es bei ebay landet :freches grinsen: War ehrlich gesagt z.B. mein Grund, einen neuen Kinderwagen einem gebrauchten vorzuziehen. Denn 2 Kinder übersteht ein Wagen (das der Verkäufer plus das eigene) wahrscheinlich, aber ein weiteres? Man weiss es ja nicht. Und ich kauf der Tussi zwar eh nicht gerne pinki-plüschige Klamöttchen, weil ich es nicht so hübsch finde, aber falls das Zweitkind ein Junge wäre, könnte ich doch eine Mehrzahl der Sachen ohne Geschlechtsverwirrung auch ihm anziehen :lachen: (ja, da spricht die Schwäbin in mir *lol* [drum kauf ich ja soooo viel auf Kleiderbörsen *ironieaus*])

Marsala:
Ha, dachte ich mir doch, dass das hier auch was für dich wäre :pfeifend: :freches grinsen:

huppsi
29.08.2013, 16:46
sodele, dann reihe ich mich mal ein in die runde hier: schöner Strang. ich bin dabei!

Filterkaffee: alles was du einleitend geschrieben hast, trifft auf mich auch zu, nur dass meine Tochter 2 Monate älter ist.

und wenn ich das mit dem zitieren hier aufm Smartphone raffen würde, dann würde ich Katzentiers Satz mit dem Herz, Kopf, Bauch zitieren: hier absolut genauso!!!

Situation hier: Tochter 22 Monate, seit einem Jahr in der Kita, beide Eltern voll berufstätig, ich 7 Monate nach der Geburt wieder im Büro und Mann in elternzeit für 7 Monate. ich in der Zwischenzeit nen ordentlichen karrieresprung gemacht, Haus gekauft und Mann hat Job gewechselt. ich verdiene deutlich mehr Geld. tja, und das sind bei mir so die Knackpunkte: wie kriege ich das mit Job und kundenfreundlichen Kita Öffnungszeiten bis halb fünf gebacken ohne irre zu werden? Teilzeit gibt's bei uns allenfalls im Rahmen von EZ und auch da nur mit murren. auf 30h reduzieren ginge wohl kurz mal, aber länger wird schwierig. naja, kann man alles regeln. ich denke da an Au Pair oder ähnliches, aber wie geht es mir dann damit? ich bin jetzt schon oft an meiner Grenze und aktuell sogar auf Kurzurlaub von Kind und Job weil ich überarbeitet war. nun sind wir aber auch beide schon 37 und ich glaube schon, dass es in ein paar Jahren leichter ist, wenn die Kinder nicht zu weit voneinander entfernt sind vom Alter. und man wird ja nun auch nicht auf Knopfdruck schwanger, wobei es bei uns zweimal auf Anhieb geklappt hat, das erste war dann aber ne FG. sowas kann ja auch passieren. hach schwierig alles...im ersten Jahr dachte ich übrigens auch, dass es bei einem Kind bleibt und auf diese erste zeit habe ich auch so gar keine Lust. aber ich weiß jetzt, dass vieles wieder kommt und die Situation insgesamt leichter. und letztlich sind es ja dann wirklich nochmal nur ein paar Jahre und was ist das schon aufs ganze leben gerechnet! mir kommt auch manchmal der Gedanke, dass sich bei zweien auch ein bisschen das Risiko streut (oder verdoppelt, wie mans nimmt). also, wenn man ein Kind verliert halt oder es sich komplett schräg entwickelt. und man ist dann auch nicht so sehr fokussiert auf das eine, denn das kann sicher fürs Kind anstrengend sein

jemand schrieb hier schon von vollzeit Berufstätigkeit und 2 Kindern. darf ich nochmal fragen wie das läuft?

beim ersten Kind hab ich mit komischerweise weniger nen Kopf gemacht. karrieretechnisch war's eigentlich total dämlich, hat aber im Nachhinein zum Glück nicht geschadet. und mit meinem Mann hab ich noch nichtmal zusammen gewohnt. nun, es wurde alles gut und ich bereue nichts. ich glaube ja, wenn Bauch und Herz ja sagen dann kann der verstand meist nix mehr ausrichten... es sei denn die Umstände sind allzu übel!

Lou: sag mal muss sein Mann denn wirklich soviel arbeiten? das ist doch auch nicht schön für ihn und für die Kinder, oder? ich bewundere dich für deine positive Haltung dabei. für mich wäre das zuviel.

Lg in die Runde

lou79
29.08.2013, 16:55
Huppsi
Ja. Muss er. Länger kann ich ihn nicht ertragen... :)) Späßchen. Im ernst. Ja, leider. Geht aber nicht immer und auf ewig so.

Neke
Die kleinen Rocker sind 2 und 4

Kamille
29.08.2013, 17:00
@huppsi:

Ja, hier. Wir arbeiten Vollzeit. Unsere Kinder sind 5,5 Jahre und fast 2 Jahre. Ich habe Gleitzeit, kann also meine Arbeiszeit in einem bestimmten rahmen flexibel gestalten und mein Mann ist selbständig. Er arbeitet oft auch abends noch an seinen Aufträgen. Dafür ist er aber tagsüber flexibel und kann die Kinder morgens in die Kita bringen und holt sie auch zweimal die Woche ab. Wir haben ansonsten aber auch einen ganz lieben Babysitter, wenn wir mal beide in Zeitnot geraten und wegen Terminen keiner die Kinder abholen kann, dann übernimmt das unser Babysitter. Wenn wir beide zeitlich disziplinierter wäre, dann könnte man das aber auch so machen, das mein Mann die Kinder morgens bringt, während ich schon im Büro bin und ich sie dann dafür jeden Tag abhole. So machen das Bekannte von uns, die festeArbeitszeiten haben.

LG

huppsi
29.08.2013, 18:33
danke Kamille! hier auch so dass Mann morgens bringt während ich schon arbeite und ich hole im Schnitt dreimal die Woche ab. ansonsten haben wir den Luxus, dass schmutti einmal die Woche abholt und Schwägerin auch, wenn sie grade Lust hat ;-)

Mann ist nun endlich aus Probezeit raus und kann dann auch gelegentlich abholen. Gleitzeit ist hier auch so aber Problem sind Telefonkonferenzen mit Amis. die fangen an zu arbeiten, wenn ich schon fast wegmuss. ansonsten schaffe ich meine Arbeitszeit plus 10% Überstunden, die ich in der Position von mir erwarte, ganz gut. Chef unterstützt mich auch gut. also eigentlich alles prima. ich hab nur zu hohe Ansprüche an mich selber ;-) wird schon alles werden...

Katzentier
29.08.2013, 21:48
Lou, ich kann nicht gerade sagen, dass mir Dein Morgenreport besonders viel Mut gemacht hätte....:freches grinsen:

Allerdings muss ich auch sagen, dass ein Zweijahresabstand für mich nie in Frage gekommen wäre. Schon vor Kitty war mir das immer klar. Mein Bruder und ich sind dreieinhalb Jahre auseinander und das fand ich immer einen schönen Abstand. Kind 1 ist schon im Kiga, wenn Kind 2 kommt, hat schon mehr Verständnis und spielen kann man immer noch miteinander :zwinker:
Eine Freundin von mir hatte den Zweijahresabstand bei ihren ersten beiden Kinder und ich habe gesehen, wie anstrengend das ist. Sie selbst sagt auch heute, sie würde das nicht noch einmal machen, Kind 2 und 3 haben dreieinhalb Jahre Abstand und das war für sie wohl viel entspannter.
Aber das ist einfach mein persönliches Empfinden, es spricht sicher auch einiges dafür, Kinder in kurzem Abstand zu bekommen, aber das war nie meine Vorstellung.
Mehr als 4 Jahre hatte ich mir aber auch nie vorgestellt....aber sollten wir uns durchringen wird es wohl eher auf 5 Jahre hinauslaufen. Schade, dass dann die Kinder wohl nicht mehr sooo viel miteinander anfangen können (??) aber früher wird's wohl nix geben ....

Ich wollte übrigens noch klarstellen, dass es nicht so ist, dass ich keinerlei Hilfe von aussen habe. Meine Mutter wohnt nur 5km entfernt und ist noch recht fit, sie springt immer ein im Notfall und holt Kitty auch schon mal vom Kiga ab, kümmert sich um sie, wenn ich mal krank bin etc.
Aber mein VAter ist letztes Jahr relativ unerwartet gestorben und das hat uns allen den Boden unter den Füssen weg gerissen. Meine Mutter möchte ich daher nicht zu sehr belasten (ist schon was anderes, wenn auch noch ein Opa die Kids mit bespasst oder man das alleine wuppt), sie hat auch noch zwei andere kleine Enkelchen in der Nähe wohnen, die Aufmerksamkeit fordern. Ausserdem weiss ich eben nun, wie schnell es gehen kann, auch wenn die Eltern noch total fit sind/waren... und will meine Mutter daher nicht einfach so mit einplanen in der Betreuung.
Ich hab mir hier auch mittlerweile eine kleines soziales Netz aufgebaut, kenne also einige andere Mütter aus Kursen etc, die in der Not mal einspringen würden, ich hab umgekehrt auch schon öfter mal auf Kittys kleine Freundin mit aufgepasst ein paar Stündchen....geht alles.

Ihr seht, ich mache mir viele Gedanken, was wäre wenn :freches grinsen:
Ich weiss, dass nie alles perfekt passen wird, aber das hat es bei Kind 1 ja auch nicht.
Ich werde wohl mal eine Liste machen, was alles dagegen spricht und was davon man ggf in den Griff kriegen kann und was nicht. Ein paar Baustellen lassen sich sicher bereinigen....

filterkaffee
29.08.2013, 22:07
Oh, coool, so viele Antworten! :smile:

Da kann ich leider gar nicht auf alle eingehen... Aber zu ein paar Sachen was schreiben, die hängengeblieben sind.



Katzentier,
ich kann völlig verstehen, dass du solche Bedenken hast bzgl. zweiten Kindes. Das würde ich mir absolut nicht zutrauen. Ich bin ja so schon so zögerlich, obwohl meine Situation verglichen mit deiner echt komfortable ist (Mann mit normalen Arbeitszeiten, meine Eltern helfen uns viel, Putzfrau, Kind mit gutem Schlaf...) - von daher bin ich wohl eher die Weichei-Königin :krone auf:
Wird dein Mann denn langfristig unter der Woche woanders arbeiten oder kann sich das nochmal ändern?
Oder könntet ihr bei einem zweiten Kind die ersten Monaten gemeinsam EZ nehmen um zumindest die erste Zeit zusammen zu sein?

Ja, diese Gedanken bzgl. der anstrengenden ersten Jahre (vor allem erste Monate, - Gott, was hab ich geheult in der Zeit...) - dass man sich das eigentlich nicht nochmal antun will, aber auf der anderen Seite ja auch weiß, wie schnell die Zeit vorbeigeht (zumindest im Nachhinein gesehen..).

Altersabstand:
Mein Bruder und ich sind - der Klassiker - zwei Jahre auseinander und für meine Eltern (und für uns..) war das nicht ideal. Soweit ich mich erinnern kann, haben wir uns die meiste Zeit gezofft, da war auch viel Eifersucht und Konkurrenzdenken mit im Spiel (die ja bekanntlich zwischen kleineren Altersabständen größer sind als wenn mehr Jahre zwischen den Kindern liegen). Das Argument "aber die Kinder können dann so schön miteinander spielen" zieht bei mir deshalb einfach nicht. Heute verstehen wir uns gut und ich bin froh, einen Bruder zu haben - aber das wäre auch nicht anders, wenn er 5 oder 7 Jahre älter wär.

Falls wir uns überhaupt für ein zweites Kind entscheiden, sollte unsere Tochter mindestens 3 sein; ich hab auch den Eindruck, ab dann werden die Kurzen irgendwie "vernünftiger". Und sie sollte wirklich sicher unsere steile Treppe in den 3. Stock alleine hoch und runter schaffen können. Kleinkind + Säugling 3 Altbau-Stockwerke hochtragen - NEVER!
Einen großen Abstand von 6,7 Jahren fänd ich eigentlich nicht schlecht - dann kann das erste Kind schon mit anpacken... Aber da ich schon 36 bin, haut das wohl eher nicht hin.

Arbeit/Alltag:
Bedingung für ein zweites Kind wäre für mich auch, dass mein Freund dann auch seine Arbeitszeit reduziert. War zwar schön, dass er 3 Monate EZ genommen hat, aber langfristig hat mir das nicht viel gebracht. Er bringt die Kleine an einem von 4 Tagen morgens weg (da er langen Arbeitsweg hat und die Tagesmutter auch erst um 8 Uhr anfängt) und abholen um 15 Uhr übernehme natürlich immer ich. Vor allem das Morgen-Programm stresst mich ziemlich. Sie ist um spätestens 6.30 Uhr wach und ich sehe es auch nicht ein, NOCH früher aufzustehen. Also keine Sekunde alleine morgens.... Und der Wusel hat eine Energie morgens...
Manchmal könnt ich grad wieder duschen wenn ich um 9 Uhr endlich im Büro ankomme.

Soviel für heute. Ich freue mich auf weiteren Austausch mit allen Zögernden, überzeugten Einzelkind-Mamas und erfahrenen Mehrfach-Mamas!

Filterkaffee

callalilly
29.08.2013, 22:09
Hallo Katze, hab ich dich gestalkt:zwinker:

Ich bin mir mittlerweile halbwegs sicher, daß es bei uns ein Einzelkind bleiben wird. Dabei war und ist MiLi ja verhältnismäßig pflegeleicht ( abgesehen davon, daß sie sich nach wie vor sehr schlecht mal selbst beschäftigen kann ). Allerdings merke ich schon, daß ich immer mal wieder drüber nachdenke, ob das dann die richtige Entscheidung ist oder nicht. Also kann ich mir ja tief drin doch nicht so ganz sicher sein:knatsch:. Ich sehe aber auch mehr Contra als Pro. Ich hatte ja ziemlich lange mit Depressionen zu tun nach der Geburt und es kann ja niemand wissen, ob sich das nicht wiederholen würde. Und dann hätte ich ja noch ein größeres Kind, dem ich gerecht werden müßte. Und wenn ich dann überlege, was für ein Glück ich hatte mit der Geburt, die ziemlich easy war, einem Kind, das früh durchschlief usw.....das könnte ja diesmal auch alles ganz anders kommen und wenn ich es beim letzten Mal schon das ganze erste Jahr ziemlich anstrengend fand, was würde ich denn erst machen, wenn ich ein Schreibaby hätte.
Würde es aus irgendeinem Grund einfach passieren, würde ich keine Sekunde drüber nachdenken, ob ich es bekomme oder nicht. Aber sich bewußt dafür zu entscheiden, ist ja nochmal was anderes. Und da ist der Zug irgnedwann einfach abgefahren. MiLi wird bald 3, ich werde auch nicht jünger....und nach 6 doder 7 Jahren möchte ich auch nicht mehr bei null anfangen. Das fände ich jetzt schon schwierig, denn man hat gerade wieder ein paar Freiheiten zurück....ach ja, ich weiß es einfach nicht.:knatsch:

lou79
29.08.2013, 22:58
Lou, ich kann nicht gerade sagen, dass mir Dein Morgenreport besonders viel Mut gemacht hätte....:freches grinsen:

Allerdings muss ich auch sagen, dass ein Zweijahresabstand für mich nie in Frage gekommen wäre. Schon vor Kitty war mir das immer klar. Mein Bruder und ich sind dreieinhalb Jahre auseinander und das fand ich immer einen schönen Abstand. Kind 1 ist schon im Kiga, wenn Kind 2 kommt, hat schon mehr Verständnis und spielen kann man immer noch miteinander :zwinker:

Recht hast Du :zwinker: Würde (und mache) ich auch nicht mehr! :lachen:


Liste machen ist super! Gedanken ordnen, verwerfen. Neu schreiben. In die Tonne kloppen. Bauch sprechen lassen, wieder was schreiben... Alles gut! Klarheit muss her!:lachen:

filterkaffee
30.08.2013, 08:50
Neka, von wegen Statistik, ich habe mal bei so einem Netz-Dr. (ja, ja, ich lese solche Seiten) gelesen, dass es rein statistisch genau anders ist, als von Dir beschrieben: Jede Lebendgeburt erhöht die Statistiken, dass es beim nächsten Mal auch gut geht. Zwar nicht ganz fair gegenüber Kinderlosen, aber rein biologisch betrachtet, macht es irgendwie Sinn.


Hm, leuchtet mir zwar nicht ein, aber klingt beruhigend...

Aber ich hätte bei einer zweiten Schwangerschaft auch viel mehr Angst als bei der ersten. Als ich mit der Möhre schwanger wurde, kannte ich kaum Leute mit Kindern und hatte wenig schlimme Geschichten gehört.

Das hat sich jetzt natürlich geändert....Ging direkt nach der Geburt los mit teilweise Horror-Schwangerschafts/Geburtsgeschichten der anderen Frauen in der KH-Stillecke ("ich wurde von der Ärztin im Laufschritt in den OP geschoben, weil der Kleine keinen Herzton mehr hatte".... "ich hatte während der Schwangerschaft einen Blinddarmdurchbruch..."). Und ich bin jetzt halt super-empfänglich für schlimme Geschichten, die hab ich vorher nicht so wahrgenommen.

Und dazu kommt nunmal auch, dass man nicht jünger wird.

LG!

Peppis
30.08.2013, 09:27
Der Zweijahresabstand ist auch mal ne Nummer.

Gerade jetzt ist es schon so, dass man nicht Augen genug haben kann. Der Große kann sich halt auch sehr selten alleine beschäftigen und braucht Anleitung, bzw. eine Mama, die daneben sitzt. Der Kleine rast währenddessen durch die Gegend und beisst in alles rein, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Bei ihm muss man auch schauen, dass er nirgendwo runterpurzelt, oder irgenwas nimmt, was er nicht soll.

Und aus der Natur der Sache heraus, befindet sich der Große in der: Ich spiele schön und baue was - Phase. Und dann kommt der Kleine und macht alles kaputt. 20 mal am Tag Geschrei im Garten oder sonstwo.

Zum Glück kann der Große so gut sprechen, dass er sich verbal und nicht körperlich ausdrückt.

Eine Freundin von mir hat eine Tochter, die jetzt 4,5 ist und das Zweite kommt, wenn sie 5 ist. Ich glaube, die fährt die entspanntere Nummer von uns beiden :smirksmile:.

Wobei es natürlich auf der anderen Seite entzückend ist zu sehen, wie die zwei jetzt langsam wie eine Einheit zusammenstehen, wenn es im Aussenkontat zu anderen Kindern ist. Die lieben sich schon sehr :-) Der Große passt regelrecht auf den Kleinen auf und stellt sich in die erste Reihe vor ihn oder aber an guten Tagen erzieht er ihn auch für mich: Nein, das darfst du nicht. Das legen wir wieder weg usw. :freches grinsen:

Zeehund
30.08.2013, 09:49
Nur ganz kurz:

Das zweite Kind muß nicht pflegeleichter sein. Mein zweiter ist eine absolut nervige, ungeduldige kleine Kröte, was Schlafen angeht. Auch tagsüber ist er NIE so ausgeglichen wie sein Bruder (und der war schon eher kein Anfängerbaby). Aber es geht trotzdem, gut sogar.

Inaktiver User
30.08.2013, 09:57
Hm, leuchtet mir zwar nicht ein, aber klingt beruhigend...

Aber ich hätte bei einer zweiten Schwangerschaft auch viel mehr Angst als bei der ersten. Als ich mit der Möhre schwanger wurde, kannte ich kaum Leute mit Kindern und hatte wenig schlimme Geschichten gehört.

Das hat sich jetzt natürlich geändert....Ging direkt nach der Geburt los mit teilweise Horror-Schwangerschafts/Geburtsgeschichten der anderen Frauen in der KH-Stillecke ("ich wurde von der Ärztin im Laufschritt in den OP geschoben, weil der Kleine keinen Herzton mehr hatte".... "ich hatte während der Schwangerschaft einen Blinddarmdurchbruch..."). Und ich bin jetzt halt super-empfänglich für schlimme Geschichten, die hab ich vorher nicht so wahrgenommen.

Und dazu kommt nunmal auch, dass man nicht jünger wird.

LG!

Die Horrorgeschichten aus Stillgruppe und Co nehmen mich grad auch ziemlich mit... ;) Andererseits haben all die Frauen, die entsprechende Stories auf Lager haben, gesunde Kinder neben sich. Insofern zeigt das auch, wie fortgeschritten die moderne Medizin und Geburtshilfe ist und wie gut mit Situationen umgegangen werden kann, die früher fatal geendet wären. Sollte uns also Mut machen. :)

lou79
30.08.2013, 15:41
Lou, ich kann nicht gerade sagen, dass mir Dein Morgenreport besonders viel Mut gemacht hätte....:freches grinsen:...

Oooch, jetzt hab Dich mal nicht so :freches grinsen:
Nein, ich wollte nur noch mal sagen, dass ich trotzdem entspannt, happy, gelassen und froh bin :yeah:

lou79
30.08.2013, 15:44
Der Zweijahresabstand ist auch mal ne Nummer.

Gerade jetzt ist es schon so, dass man nicht Augen genug haben kann. Der Große kann sich halt auch sehr selten alleine beschäftigen und braucht Anleitung, bzw. eine Mama, die daneben sitzt. Der Kleine rast währenddessen durch die Gegend und beisst in alles rein, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Bei ihm muss man auch schauen, dass er nirgendwo runterpurzelt, oder irgenwas nimmt, was er nicht soll.

Und aus der Natur der Sache heraus, befindet sich der Große in der: Ich spiele schön und baue was - Phase. Und dann kommt der Kleine und macht alles kaputt. 20 mal am Tag Geschrei im Garten oder sonstwo.

Zum Glück kann der Große so gut sprechen, dass er sich verbal und nicht körperlich ausdrückt.

Eine Freundin von mir hat eine Tochter, die jetzt 4,5 ist und das Zweite kommt, wenn sie 5 ist. Ich glaube, die fährt die entspanntere Nummer von uns beiden :smirksmile:.

Wobei es natürlich auf der anderen Seite entzückend ist zu sehen, wie die zwei jetzt langsam wie eine Einheit zusammenstehen, wenn es im Aussenkontat zu anderen Kindern ist. Die lieben sich schon sehr :-) Der Große passt regelrecht auf den Kleinen auf und stellt sich in die erste Reihe vor ihn oder aber an guten Tagen erzieht er ihn auch für mich: Nein, das darfst du nicht. Das legen wir wieder weg usw. :freches grinsen:

Kann ich 1:1 unterschreiben :smile:

Katzentier
31.08.2013, 11:51
Oooch, jetzt hab Dich mal nicht so :freches grinsen:
Nein, ich wollte nur noch mal sagen, dass ich trotzdem entspannt, happy, gelassen und froh bin :yeah:

Genau darin unterscheiden wir uns :freches grinsen: Ich glaube das ist auch mein Problem, ich bin kein sehr gelassener Mensch, mache mir über alles einen Kopf (nicht nur über Kind 2 :zwinker:), bin schnell auch mal ein wenig genervt oder ungeduldig, woran ich aber auch immer arbeite. Klappt aber nicht immer. Daher wär dieser kleine Abstand wie gesagt auch nichts für mich gewesen Ich denke das geht nur für Frauen, die insgesamt etwas lockerer sind und ausgeglichener.
Ich hab ja die Hoffnung, dass es mit einem grösseren ersten Kind dann etwas einfacher wird.
Aber jetzt wo Kitty grade tagsüber trocken geworden ist und ich mich darauf freue, demnächst die Wickelkommode abzubauen....weiss ich gar nicht ob ich die noch mal aufbauen möchte ..alles nochmal von vorne...

Achja erst heute morgen hab ich gedacht, wie sehr das bei mir doch derzeit wechselt. Manchmal - grade wenn ich hier lese oder einen guten Tag habe - dann bin ich geradezu euphorisch und stelle mir alles ganz toll vor mit zwei Kindern. Nach dem Motto "Klar wird es auch anstrengend, aber das werde ich schon wuppen!!" und ein paar Tage später, nach einem doofen Tag, motzigem Kind, stress im Job, schlechter Laune...denke ich: "NEVER!" so ähnlich wie Peppi nach ihrem Fasturomabesuch schreibt :freches grinsen:

katlyn
31.08.2013, 14:43
beim ersten Kind hab ich mit komischerweise weniger nen Kopf gemacht. karrieretechnisch war's eigentlich total dämlich, hat aber im Nachhinein zum Glück nicht geschadet. und mit meinem Mann hab ich noch nichtmal zusammen gewohnt. nun, es wurde alles gut und ich bereue nichts. ich glaube ja, wenn Bauch und Herz ja sagen dann kann der verstand meist nix mehr ausrichten... es sei denn die Umstände sind allzu übel!


Ich glaube, es ist ganz normal, dass man sich beim zweiten Kind mehr Gedanken macht, weil man einfach schon die Erfahrung mit dem ersten Kind gesammelt hat und weiß, wie es ist und dass es eben nicht immer so gut und leicht von der Hand oder organisiert geht, wie man es sich vorher, als man noch kein Kind hatte, vielleicht vorgestellt hatte. Man ist ganz einfach nicht mehr so naiv. :smirksmile: Außerdem ist da jetzt eben dann auch schon das ältere Kind, das bei Überlegungen für ein weiteres Kind mit berücksichtigt werden muss. Man möchte ja nicht, dass das erste Kind zu viel verzichten muss oder womöglich Nachteile hat, weil man als Eltern dann ja seine vielleicht schon begrenzte Zeit auch auf ein weiteres Kind aufteilen müsste. Wenn dann noch beide arbeiten wollen/müssen, wird die Zeit noch knapper und man selbst möchte natürlich auch nicht Gefahr laufen, nur noch unter Strom zu stehen, weil man sich nicht vierteilen kann.
Was im übrigen auch für die Beziehung/Ehe eine weitere zusätzliche Belastung darstellen kann, worüber wir hier bisher noch gar nicht gesprochen haben. Das ist aber - wie ich finde - auch ein total wichtiger Punkt: Hält die Beziehung/Ehe die Belastung, den Stress und den Zeitdruck aus, der sich durch ein weiteres Kind einstellen/verschlimmern kann? Das kann jeder nur für sich und seine individuelle Situation selber beantworten und da kommt eben auch wieder das eigene soziale Netz mit ins Spiel (Großeltern, Nachbarn, Freunde, die einem die Organisation erleichtern können oder auch nicht, wenn sie nicht verfügbar sind).
Von daher sind all diese Bedenken total berechtigt.

katlyn
31.08.2013, 16:17
Arbeit/Alltag:
Bedingung für ein zweites Kind wäre für mich auch, dass mein Freund dann auch seine Arbeitszeit reduziert. War zwar schön, dass er 3 Monate EZ genommen hat, aber langfristig hat mir das nicht viel gebracht. Er bringt die Kleine an einem von 4 Tagen morgens weg (da er langen Arbeitsweg hat und die Tagesmutter auch erst um 8 Uhr anfängt) und abholen um 15 Uhr übernehme natürlich immer ich. Vor allem das Morgen-Programm stresst mich ziemlich.


Genau das war für mich auch immer ein Argument, warum ich in unserer Konstellation eigentlich kein zweites Kind wollte. Mein Mann ist arbeitstechnisch sehr eingespannt, dadurch kann er mir unter der Woche nicht wirklich viel helfen. Zudem hatten wir letztens die Situation, dass ich mit 40 Grad Fieber im Bett lag, unsere Tochter auch krank war und er sich total angestellt und geziert hat, auf der Arbeit frei zu nehmen. Sein Argument war dann halt, dass er dort unentbehrlich sei und nicht fehlen KANN, weil niemand sonst seine Arbeit macht und alles liegen bleibt, wenn er fehlt. (Mein Gegenargument, was sein AG denn mache, wenn er selbst mal längere Zeit wegen Kranheit ausfallen würde, hat er mir bis heute nicht wirklich beantwortet.) Ich glaube ihm das ja auch alles, aber was bitte sollte ICH in dieser Situation tun?! Ich hätte mit unserer Tochter in meinem Zustand nicht alleine bleiben können und es kann nicht sein, dass wir dann IMMER die Großeltern antanzen lassen, sie mit der Kleinen auch noch zum Arzt tingeln müssen und sich womöglich mit anstecken. Das kann man den Großeltern irgendwo auch nicht zumuten! Er hat sich also einen Tag freigenommen, aber das war's dann auch schon wieder gewesen. In solchen Situationen würde ich mir wirklich mehr Unterstützung von ihm wünschen, dass er sich mehr für unsere Tochter zuständig fühlt und mehr Verantwortung für uns als Familie mit übernimmt. Ich fehle schließlich genauso ungerne auf der Arbeit - zum Glück ist unsere Tochter sehr, sehr selten krank - aber einer muss im Fall der Fälle nunmal bei ihr bleiben und die Betreuung übernehmen. Und mit einem zweiten Kind KANN das Ganze ja jetzt nur schlimmer und schwieriger werden!
Hinzu kommt dann noch, dass mein Mann auch hobbymäßig mal gerne an Wochenenden unterwegs ist - besonders im Sommer (Bergtouren). Ich lasse ihm da grundsätzlich seine Freiheiten, da ich selbst sehr freiheitsliebend, das ein oder andere Mal genauso gerne ein Wochenende ungestört bin und mich mit meinen eigenen Dingen und Hobbies beschäftige. Der Punkt ist aber eben: Seit wir ein Kind haben, bin ich logischerweise nicht mehr ALLEINE zu Hause, wenn er am Wochenende auf Tour geht, sondern muss mich um unsere Tochter kümmern (wenn er nicht da ist, alleine). Das führte in der Vergangenheit manchmal zu Unmut und Unzufriedenheit bei mir, weil ich eben nicht mehr so kann, wie ich will, seit wir zu Dritt sind. Zum Glück nehmen die Großeltern in dem Punkt sehr viel Druck bei uns raus, da sie in so einem Fall auch gerne einspringen und die Betreuung übernehmen, sodass ich dann auch ein Wochenende oder einen Tag/Abend ganz für mich alleine habe. Das ist wirklich ein großes Glück, denn ansonsten würde es sicherlich zu großen Streitigkeiten in unserer Ehe führen oder mein Mann müsste halt wohl oder übel phasenweise auf sein Hobby verzichten.

Als wir erfahren haben, dass wir ein zweites Kind erwarten, habe ich deshalb gleich erstmal ein ernstes Gespräch mit meinem Mann über GENAU DIESE Themen geführt - dass er sich klar sein muss, dass er mir dann insgesamt mehr wird helfen müssen und dass er dann nicht mehr so oft und viel am Wochenende unterwegs sein kann bzw. auch mal auf der Arbeit seine Vaterinteressen durchboxen muss, wenn es nicht anders geht. :schild genau: Ich bin gespannt, wie es wird und läuft, wenn unser Kleiner auf der Welt ist... Es bleibt abzuwarten. :entspann:

katlyn
31.08.2013, 16:29
Achja erst heute morgen hab ich gedacht, wie sehr das bei mir doch derzeit wechselt. Manchmal - grade wenn ich hier lese oder einen guten Tag habe - dann bin ich geradezu euphorisch und stelle mir alles ganz toll vor mit zwei Kindern. Nach dem Motto "Klar wird es auch anstrengend, aber das werde ich schon wuppen!!" und ein paar Tage später, nach einem doofen Tag, motzigem Kind, stress im Job, schlechter Laune...denke ich: "NEVER!" so ähnlich wie Peppi nach ihrem Fasturomabesuch schreibt :freches grinsen:

Genauso geht es mir auch und ich glaube, da braucht man auch gar nicht drauf zu warten, dass sich das ändert oder einstellt, denn das wird vermutlich immernoch so sein, wenn das zweite Kind tatsächlich auf der Welt ist. :zwinker: Es wird Tage geben, an denen alles super läuft und du froh bist, dass du das zweite bekommen hast und dann wird es Tage geben, wo du dir in den A... beißen könntest. :freches grinsen: Da gehe ich fest von aus.
Mit jeder Entscheidung wirst du dich irgendwann arrangieren können oder müssen - ob du das zweite Kind bekommst oder auch nicht. Beides hat seine Vorzüge und Nachteile. Letztendlich gilt es halt herauszufinden, wie groß und stark DEIN persönlicher Wunsch nach einem weiteren Kind trotz aller Bedenken und Risiken, die ohne Zweifel einfach da sind und da bleiben, wirklich ist. Das ist nicht so einfach, aber meiner Meinung nach dann doch wohl hauptsächlich eine Gefühls- und Bauchsache und weniger eine Kopfsache. UND natürlich auch eine Frage der ganz persönlichen Lebenssituation (mit Partner, Hilfe von außen, Arbeit, Betreuungsmöglichkeiten etc.pp).

lou79
31.08.2013, 21:05
Genau darin unterscheiden wir uns :freches grinsen: Ich glaube das ist auch mein Problem, ich bin kein sehr gelassener Mensch, mache mir über alles einen Kopf (nicht nur über Kind 2 :zwinker:), bin schnell auch mal ein wenig genervt oder ungeduldig, woran ich aber auch immer arbeite. Klappt aber nicht immer. Daher wär dieser kleine Abstand wie gesagt auch nichts für mich gewesen Ich denke das geht nur für Frauen, die insgesamt etwas lockerer sind und ausgeglichener.
Ich hab ja die Hoffnung, dass es mit einem grösseren ersten Kind dann etwas einfacher wird.
Aber jetzt wo Kitty grade tagsüber trocken geworden ist und ich mich darauf freue, demnächst die Wickelkommode abzubauen....weiss ich gar nicht ob ich die noch mal aufbauen möchte ..alles nochmal von vorne...

Achja erst heute morgen hab ich gedacht, wie sehr das bei mir doch derzeit wechselt. Manchmal - grade wenn ich hier lese oder einen guten Tag habe - dann bin ich geradezu euphorisch und stelle mir alles ganz toll vor mit zwei Kindern. Nach dem Motto "Klar wird es auch anstrengend, aber das werde ich schon wuppen!!" und ein paar Tage später, nach einem doofen Tag, motzigem Kind, stress im Job, schlechter Laune...denke ich: "NEVER!" so ähnlich wie Peppi nach ihrem Fasturomabesuch schreibt :freches grinsen:

Weiß Du, wie oft ich in der letzten Zeit NEVER! gesagt habe??!!! (Zuletzt gestern :unterwerf::freches grinsen:) Und dann meint mein Mann: Nix da, jetzt wird ein Kind gemacht! :freches grinsen::freches grinsen: Zum Glück hat er einen Super Humor.

Herr, schick Geduld. JETZT! SOFOOORT!!!
Ganz ehrlich: Mein Name ist Ungeduld. Ich hab Ungeduld erfunden! :freches grinsen: Aber ich arbeite da konstant dran und mit den Kids hab ich es jetzt ziemlich gut auf der Reihe. Und ich bin auch kein Muttertier. Und ich finde niçhts unsexier als eine maulende, ständig ermahnende, bierernste, immer-nur-genervte Mutti zu sein... :krank: Ich weigere mich so zu sein! :beleidigt: Ich will auch die leben, die ich vorher war, wenn Du verstehst, was ich meine. Das Leben genießen, Spaß haben, glücklich sein, lernen, neues ausprobieren, neue Leute kennenlernen, über den Tellerrand schauen....etc. Und die meiste Zeit gelingt es mir. Und es wird immer besser. Alleine das schon zu beobachten finde ich sensationell. Ich wachse so an meinen Kindern weil sie mich an meine Grenzen bringen. Aber genau das ist gerade die größte Motivation. Immer nur gut fühlen ist ja nicht erstrebenswert. Das ist wie in die Muckibude gehen: wenn's nicht ein bisschen brennt, passiert nix. Dann kann ich besser werden. Und das macht richtig Spaß.
Ich find's gut, dass Du Dich selbst kennst und das kritisch siehst.

Der Punkt wurde ja schon mal angeschnitten: Ich setzte nicht nur den Focus auf das Jetzt, wenn's gerade wirklich schlimm läuft. Die harte Zeit gerade ist ja nicht repräsentativ für ein ganzes Leben mit Kindern (und selbst gerade habe ich unendlich rührende, sich in mein Herz einbrennende Momente, die mit nichts zu vergleichen sind). Ich sehe ja an LittleLou dass es leichter wird (und Mini zieht nun ganz alleine Hose und Söckchen an und aus. hurraaa!), ich nicht ewig krank und allein, ohne Hilfe bin. Allein schon die SMS unsere Babysittterin vorhin, dass sie wieder da und morgen nachmittag verfügbar sei, hat meine Laune 2000m über den Meeresspiegel schießen und ich mich körperlich gleich um Welten besser fühlen lassen. Hurra! Habe gleich online Kinokarten für LittleLou und mich gekauft :smile:

Wenn noch ein Baby kommt dann ist klar, dass meine Freiheit erstmal für eine gewisse Zeit sehr eingeschränkt ist. Und ich bin da so ein Schmetterling. Mag's eigentlich gar nicht, unfrei zu sein. Aber ich fokussiere darauf dass das endlich ist. Und schon möchte ich genau diese Zeit genießen. Will jede Sekunde mit Baby kuscheln, es beobachten, mich freuen wie ein Keks. Dann frage ich mich, was so toll an der Situation ist. Und bekomme so viele positive Antworten. Es geht ja so schnell vorbei....
Das ist nicht immer so. Aber über 90%

Sorry, wieder lang geworden, das Wort zum Sonntag...

lou79
31.08.2013, 21:26
Genauso geht es mir auch und ich glaube, da braucht man auch gar nicht drauf zu warten, dass sich das ändert oder einstellt, denn das wird vermutlich immernoch so sein, wenn das zweite Kind tatsächlich auf der Welt ist. :zwinker: Es wird Tage geben, an denen alles super läuft und du froh bist, dass du das zweite bekommen hast und dann wird es Tage geben, wo du dir in den A... beißen könntest. :freches grinsen: Da gehe ich fest von aus.
Mit jeder Entscheidung wirst du dich irgendwann arrangieren können oder müssen - ob du das zweite Kind bekommst oder auch nicht. Beides hat seine Vorzüge und Nachteile. Letztendlich gilt es halt herauszufinden, wie groß und stark DEIN persönlicher Wunsch nach einem weiteren Kind trotz aller Bedenken und Risiken, die ohne Zweifel einfach da sind und da bleiben, wirklich ist. Das ist nicht so einfach, aber meiner Meinung nach dann doch wohl hauptsächlich eine Gefühls- und Bauchsache und weniger eine Kopfsache. UND natürlich auch eine Frage der ganz persönlichen Lebenssituation (mit Partner, Hilfe von außen, Arbeit, Betreuungsmöglichkeiten etc.pp).

:schild genau:
Bis auf den Punkt: da könnt man sich in den A**** beißen (ich komm da irgendwie nicht hin...:erleuchtung:)
Ich habe die Entscheidung für ein zweites NIE, NIE, NIE bereut oder auch nur ansatzweise in die Richtung gedacht. Und den allermeisten geht das scheinbar so :smirksmile:

lou79
31.08.2013, 21:36
Hinzu kommt dann noch, dass mein Mann auch hobbymäßig mal gerne an Wochenenden unterwegs ist - besonders im Sommer (Bergtouren). Ich lasse ihm da grundsätzlich seine Freiheiten, da ich selbst sehr freiheitsliebend, das ein oder andere Mal genauso gerne ein Wochenende ungestört bin und mich mit meinen eigenen Dingen und Hobbies beschäftige. Der Punkt ist aber eben: Seit wir ein Kind haben, bin ich logischerweise nicht mehr ALLEINE zu Hause, wenn er am Wochenende auf Tour geht, sondern muss mich um unsere Tochter kümmern (wenn er nicht da ist, alleine). Das führte in der Vergangenheit manchmal zu Unmut und Unzufriedenheit bei mir, weil ich eben nicht mehr so kann, wie ich will, seit wir zu Dritt sind. Zum Glück nehmen die Großeltern in dem Punkt sehr viel Druck bei uns raus, da sie in so einem Fall auch gerne einspringen und die Betreuung übernehmen, sodass ich dann auch ein Wochenende oder einen Tag/Abend ganz für mich alleine habe. Das ist wirklich ein großes Glück, denn ansonsten würde es sicherlich zu großen Streitigkeiten in unserer Ehe führen oder mein Mann müsste halt wohl oder übel phasenweise auf sein Hobby verzichten.

Als wir erfahren haben, dass wir ein zweites Kind erwarten, habe ich deshalb gleich erstmal ein ernstes Gespräch mit meinem Mann über GENAU DIESE Themen geführt - dass er sich klar sein muss, dass er mir dann insgesamt mehr wird helfen müssen und dass er dann nicht mehr so oft und viel am Wochenende unterwegs sein kann bzw. auch mal auf der Arbeit seine Vaterinteressen durchboxen muss, wenn es nicht anders geht. :schild genau: Ich bin gespannt, wie es wird und läuft, wenn unser Kleiner auf der Welt ist... Es bleibt abzuwarten. :entspann:

Seit letztem Jahr habe ich einige Kurztrips mit Freundinnen gemacht und Monsieur war mit den kleinen Rockern Zuhause. Ich finde das immens wichtig. Aber das beste ist unsere megasuperduper Babysitterin, die schon 3 Mal bei uns einzog während ich mit meinem Mann ein paar Tage Urlaub gemacht habe. Gold Wert. Und alles klappte Super.

filterkaffee
31.08.2013, 22:29
Was im übrigen auch für die Beziehung/Ehe eine weitere zusätzliche Belastung darstellen kann, worüber wir hier bisher noch gar nicht gesprochen haben. Das ist aber - wie ich finde - auch ein total wichtiger Punkt: Hält die Beziehung/Ehe die Belastung, den Stress und den Zeitdruck aus, der sich durch ein weiteres Kind einstellen/verschlimmern kann? Das kann jeder nur für sich und seine individuelle Situation selber beantworten und da kommt eben auch wieder das eigene soziale Netz mit ins Spiel (Großeltern, Nachbarn, Freunde, die einem die Organisation erleichtern können oder auch nicht, wenn sie nicht verfügbar sind).
Von daher sind all diese Bedenken total berechtigt.

Das auch ein Punkt, über den ich mir Gedanken mache. Wir kriegen es jetzt so einigermaßen hin, eine halbwegs gute Partnerschaft zu führen. Aber ich finde, man muss auch permanent darauf achten, dass das so bleibt. Dass man sich nicht verliert. Dass man abends nicht nur noch kaputt vor dem Fernseher hockt und sich anschweigt (auch mal ganz schön, aber eben nicht jeden Abend...) oder sich nur noch fetzt oder - wenn man sich denn noch unterhält - nur noch organisatorisches bespricht.

Wir achten sehr drauf, dass wir uns auch mal einen schönen Abend machen mit lecker Essen, Weinchen und nem netten Film. Oder mal zusammen Sport machen und danach Essen gehen, wenn meine Eltern da sind. Oder mit der Babyphone-App in die Kneipe um die Ecke.

Aber ob man mit zwei Kindern noch die Zeit und die Nerven und Muße und Lust dazu hat, die Beziehung zu pflegen..?!

lou79
31.08.2013, 23:44
Das auch ein Punkt, über den ich mir Gedanken mache. Wir kriegen es jetzt so einigermaßen hin, eine halbwegs gute Partnerschaft zu führen. Aber ich finde, man muss auch permanent darauf achten, dass das so bleibt. Dass man sich nicht verliert. Dass man abends nicht nur noch kaputt vor dem Fernseher hockt und sich anschweigt (auch mal ganz schön, aber eben nicht jeden Abend...) oder sich nur noch fetzt oder - wenn man sich denn noch unterhält - nur noch organisatorisches bespricht.


Wir achten sehr drauf, dass wir uns auch mal einen schönen Abend machen mit lecker Essen, Weinchen und nem netten Film. Oder mal zusammen Sport machen und danach Essen gehen, wenn meine Eltern da sind. Oder mit der Babyphone-App in die Kneipe um die Ecke.

Aber ob man mit zwei Kindern noch die Zeit und die Nerven und Muße und Lust dazu hat, die Beziehung zu pflegen..?!

Das ist brutal. Keine Frage. Und ich hab mal gelesen, dass die Scheidungsrate am größten ist, wenn die Kinder in sehr kurzem Zeitabstand hintereinander kommen und um die 3 u. 1 ( oder so in dem Dreh) sind. Es gab Phasen in denen wir uns bestimmt 1-4 Mal am Tag erklärt haben, dass es DAS jetzt aber ECHT WAR und dass man morgen als aller, aller erstes die Scheidung einreicht. Das Gute ist, mein Mann und ich können uns nicht länger als 2 Stunden streiten. Warum? Nein, jetzt bitte nicht sentimental werden. Weil ich entweder Schwangerschaftsdement war oder einen Stillkopf hatte und eh alles vergaß, was ich 2 Minuten zuvor noch gesagt hatte (Was tut Dir Leid? Streit? Was für ein Streit :wie?: :erleuchtung:) . Und er so voll vom Job UND dem alltäglichen Wahnsinn zuhause war, dass der gar nicht mehr richtig ticken KONNTE. Der Schlafentzug, die Hormone, der Stress in seinem Job, mein Stress Zuhause mit den wilden Rockern ohne große Hilfe... Ein Spaziergang sieht mal ganz anders aus. Aber heute wissen wir: So schnell schießen die Preußen (Frau und Herr Lou) nicht. Und wir befürchten schon, dass wir noch ziemlich lange zusammen bleiben werden... :zwinker: Na ja, wie wir es dem Pfarrer schon eingetrichtert haben: So lange wir Lust drauf haben. Ganz ohne Druck... :freches grinsen:

Mein Mann hatte es ja von Anfang an gepredigt. Hol Hilfe! Mach was für DICH! Schalt ein paar Gänge runter. Gib das Kind mal ab! Recht hat er, der Mann! Hatte nur etwas gedauert.....

Und ich kann für mich sagen, dass ich es immer wichtig fand, auf mich zu achten. Mich nicht hängen zu lassen. Nicht für den Mann. In erster Linie für mich. Mich wohl zuführen in meiner Haut, etwas make-up aufzulegen, mich auch mal lecker zu machen. Ich war erstaunt, wie oft ich mit Kind angeflirtet wurde! Andere Typen als zuvor, aber dennoch. Das hat mich überrascht! Und war gut fürs Ego :freches grinsen: Und die Energie kam Zuhause ebenfalls gut an :zwinker:

Sich selbst und die Beziehung nicht den Augen zu verlieren ist echt immens wichtig. Dafür sollte man wirklich Zeit einplanen. Und: reden, reden, reden.

Also: Man KANN! Auch mit zwei Kindern. Sehr gut sogar. Ich empfehle zwei Babysitter (oder auch drei) Nur so zur Sicherheit :zwinker:

Peppis
01.09.2013, 09:28
Unsere Beziehung hatte die Belastungsprobe bei Kind 1 im ersten Jahr.

Haben wir gut überstanden. Bei Kind 2 gab es das nicht. Der entscheidende erste Einschnitt war der schlimmste.

Wobei ich dazu sagen muss, dass Nr. 1 die Rakete ist. Alles nachfolgende wirkt wie ein Spaziergang ;-).

Peppis
01.09.2013, 09:31
Ich denke trotzdem, dass man auch mit einem Kind glücklich ist.

Rückblickend haben wir das einfach entstehen lassen. Ich hab da irgendwie gar keinen Gedanken dran verschwendet, ob wir das schaffen. Vielleicht war das auch besser so :-).

filterkaffee
01.09.2013, 10:52
Als wir erfahren haben, dass wir ein zweites Kind erwarten, habe ich deshalb gleich erstmal ein ernstes Gespräch mit meinem Mann über GENAU DIESE Themen geführt - dass er sich klar sein muss, dass er mir dann insgesamt mehr wird helfen müssen und dass er dann nicht mehr so oft und viel am Wochenende unterwegs sein kann bzw. auch mal auf der Arbeit seine Vaterinteressen durchboxen muss, wenn es nicht anders geht. :schild genau: Ich bin gespannt, wie es wird und läuft, wenn unser Kleiner auf der Welt ist... Es bleibt abzuwarten. :entspann:

Hat dein Mann denn Besserung gelobt wenn Nr. 2 da ist??

Echt traurig, dass die Männern sich immer noch bei vielem so anstellen, was von Frauen ganz selbstverständlich erwartet wird.
Wie gesagt, ich würde von meinem Freund Teilzeit erwarten bevor wir mit Nr. 2 loslegen würden, schriftlich, mit Unterschrift, 3 x kopiert... Ok, ging bei euch nun nicht :freches grinsen: Hoffe, es wird trotzdem besser in Zukunft bei euch.

huppsi
01.09.2013, 11:06
guter Ansatz Filterkaffee ;-) ich hab das mit dem teilen de EZ auch vor der Schwangerschaft geklärt. wenns Kind erstmal im Bauch ist hat man schlechtere Karten!

aber mal ehrlich: wenn ihr euch beschwert, dass die Männer ja ach so eingespannt sind im Job oder zeitraubende Hobbies haben: nur ihr könnt das ändern indem ihr durchsetzt, dass der Kindsvater das tut, was heutzutage selbstverständlich sein sollte: 50% der Verantwortung und Arbeit mittragen!! ja, die Herren sind unersetzlich im Job, haben Angst vorm karriereknick und sind ja verantwortlich für den Hauskredit und Blabla... aber geht denn die Firma gleich zu Grunde wenn sie mal 3 Tage fehlen oder mal früher Feierabend machen? wohl kaum ;-)

katlyn
01.09.2013, 14:54
Seit letztem Jahr habe ich einige Kurztrips mit Freundinnen gemacht und Monsieur war mit den kleinen Rockern Zuhause. Ich finde das immens wichtig. Aber das beste ist unsere megasuperduper Babysitterin, die schon 3 Mal bei uns einzog während ich mit meinem Mann ein paar Tage Urlaub gemacht habe. Gold Wert. Und alles klappte Super.

Das habe ich letztes Jahr im Sommer auch gemacht. :zwinker: Ich bin ja nicht blöd: Wenn Monsieur seine Bergtouren mit Kumpels plant und im Jahr eine Woche ohne mich weg ist, habe ich das gleich Recht und nehme mir das auch. :freches grinsen: Ich war mit meiner Cousine, die nicht verpartnert ist und selten in Urlaub fliegt, weil sie niemanden dafür hat und findet, eine Woche auf Mallorca. Wir hatten super-viel Spaß und haben uns in der Sonne erholt. :Sonne:
Also, was das angeht, geht es bei uns schon gerecht zu. Da kann ich mich nicht beschweren.:smile:

katlyn
01.09.2013, 15:01
Hat dein Mann denn Besserung gelobt wenn Nr. 2 da ist??

Echt traurig, dass die Männern sich immer noch bei vielem so anstellen, was von Frauen ganz selbstverständlich erwartet wird.
Wie gesagt, ich würde von meinem Freund Teilzeit erwarten bevor wir mit Nr. 2 loslegen würden, schriftlich, mit Unterschrift, 3 x kopiert... Ok, ging bei euch nun nicht :freches grinsen: Hoffe, es wird trotzdem besser in Zukunft bei euch.

Ja, er hat natürlich Besserung gelobt, aber ich bin gespannt, ob das auch von ihm selbst aus kommt oder ob ich dann doch hinterher sein muss.


guter Ansatz Filterkaffee ;-) ich hab das mit dem teilen de EZ auch vor der Schwangerschaft geklärt. wenns Kind erstmal im Bauch ist hat man schlechtere Karten!

aber mal ehrlich: wenn ihr euch beschwert, dass die Männer ja ach so eingespannt sind im Job oder zeitraubende Hobbies haben: nur ihr könnt das ändern indem ihr durchsetzt, dass der Kindsvater das tut, was heutzutage selbstverständlich sein sollte: 50% der Verantwortung und Arbeit mittragen!! ja, die Herren sind unersetzlich im Job, haben Angst vorm karriereknick und sind ja verantwortlich für den Hauskredit und Blabla... aber geht denn die Firma gleich zu Grunde wenn sie mal 3 Tage fehlen oder mal früher Feierabend machen? wohl kaum ;-)

Mich ärgert ja gerade daran, dass ich einen Mann habe, bei dem ich es durchsetzen muss und er nicht von alleine so denkt und diese Einstellung hat. Finde das halt auch anstrengend, ständig alles einfordern zu müssen und Diskussionen darüber zu führen. Dann lieber kein weiteres Kind - aber das hat sich bei uns jetzt eben so eingestellt. Also werde ich wohl doch wieder die Diskussionen führen - zumindest dann, wenn es tatsächlich nicht von ihm selbst aus kommen sollte. :grmpf:
Na ja, mal abwarten und sehen. :zwinker: :entspann:

lou79
01.09.2013, 20:23
Ja, er hat natürlich Besserung gelobt, aber ich bin gespannt, ob das auch von ihm selbst aus kommt oder ob ich dann doch hinterher sein muss.



Mich ärgert ja gerade daran, dass ich einen Mann habe, bei dem ich es durchsetzen muss und er nicht von alleine so denkt und diese Einstellung hat. Finde das halt auch anstrengend, ständig alles einfordern zu müssen und Diskussionen darüber zu führen. Dann lieber kein weiteres Kind - aber das hat sich bei uns jetzt eben so eingestellt. Also werde ich wohl doch wieder die Diskussionen führen - zumindest dann, wenn es tatsächlich nicht von ihm selbst aus kommen sollte. :grmpf:
Na ja, mal abwarten und sehen. :zwinker: :entspann:

Akzeptieren und Handlungsweise ändern: Klare Aufträge erteilen :zwinker:

Wie sagte mein (nicht schwuler) Friseur neulich? Wir brauche klare Anweisungen. Meine Freundin erwartet immer dass ich den Müll runter bringe und ist sauer wenn ich nicht von selbst dran denke. Warum sagt Sie nicht einfach "Mann, bring jetzt denMüll runter!....?" Dann wäre das Thema durch. Ohne Diskussionen. Ich will ihr ja gar nichts böses wenn ich es nicht tue... :freches grinsen:
Viele sind ja so gestrickt. Dafür haben sie ja so viele andere Vorteile :zwinker::zwinker:

katlyn
02.09.2013, 09:12
Ja, so ist das wohl, lou79. Warum sollte es mir mit meinem Mann nicht genauso gehen, wie allen anderen mit ihren auch?! :zwinker::freches grinsen:
Du hast schon recht: Akzeptieren und klare Anweisungen - und sich nicht weiter darüber ärgern. Bringt eh nichts. :smile:

Katzentier
03.09.2013, 10:19
So, ich schiebe den Konkurrenzstrang mal wieder nach oben....:freches grinsen:
Nicht dass ich sonst noch anfange zu grübeln, ob drei Kinder nicht auch schön wären, wenn ich immer im anderen Strang mitlese :ooooh::zwinker:

Um übrigens auch mal meinen Mann mit ins Spiel zu bringen: Der weiss gar nicht, wieviele GEdanken ich mir derzeit mache. Ich glaube, wenn beim ihm der Wunsch nach Kind 2 ausgeprägter wäre und er mich quasi überreden wollte/würde...dann würde mir die Entscheidung auch leichter fallen. Er ist aber auch so unentschlossen bzw. tendiert er eher zu Nein! Ich denke nicht, dass er drunter leiden würde, wenn ich sage, ich möchte kein zweites. Andererseits, sollte ich mir sicher sein, dann würde er wohl mitziehen, so sit mein Eindruck.. Wir sprechen schon ab udn an über das Thema, aber wie soll ich da argumentieren,wenn ich ja selbst nicht weiss, was ich will...

Zeitraubende Hobbies hat mein Mann gllücklicherweise nicht viele...wie auch, wenn er nur am WE da ist. Da erwarte ich dann schon, dass er Zeit mit seiner Familie verbringt :beleidigt: Wär ja auch noch schöner :freches grinsen:

filterkaffee
04.09.2013, 20:17
Sich selbst und die Beziehung nicht den Augen zu verlieren ist echt immens wichtig. Dafür sollte man wirklich Zeit einplanen. Und: reden, reden, reden.

Also: Man KANN! Auch mit zwei Kindern. Sehr gut sogar. Ich empfehle zwei Babysitter (oder auch drei) Nur so zur Sicherheit :zwinker:

Aber nicht einen Babysitter pro Kind, oder? Wir müssen nun demnächst zum ersten Mal einen Babysitter nehmen, da meine Eltern nicht kommen können an dem Abend, für den wir schon Konzertkarten haben. Puuuhhh.. Da wird der Abend ja locker mal doppelt so teuer. Da bin ich schon sehr froh und dankbar, dass wir meine Eltern haben. Sonst würden wir jedes Mal dreimal überlegen und rechnen, bevor wir was zusammen machen würden.

Wie oft gönnt ihr euch denn einen Abend zu zweit?

Kamille
05.09.2013, 09:19
Hallo liebe filterkaffee,

wir sind ungefähr ein oder zweimal im Monat abends weg und haben dann einen Babysitter, der auf beide Kinder aufpasst.
Meistens holt sie die beiden nachmittags schon aus der Kita ab und bringt dann auch beide ins Bett. Das klappt bei uns sehr gut. Einen zweiten Babysitter haben wir bisher nicht gebraucht. Jetzt ist unsere allerdings für ein paar Wochen im Urlaub, da ist dann niemand da, er uns spontan unterstützen könnte.

LG

lou79
05.09.2013, 11:40
Einer meiner Babysitterinnen ist sogar 3 Kinder gewohnt (ehemaliges Aupair) Nein, eine für alle. Und abends gibt's ja eh nicht viel zu tun wenn sie schlafen.
Sofern mein Mann Zeit hat 1 Mal pro Woche gehen wir aus. Essen, Kino etc. Oder wir "fliehen" einfach nur. Sitzen im Kaffe, lesen, quatschen...
Für uns ist das Lebensqualität die wichtiger ist als so manch anderes. Wenn man so viel arbeitet (er hatte letzten Monat 380 Stunden gearbeitet) muss dringend mal Tapetenwechsel haben. Mal was anderes sehen. Aber auch so sollte man mal aus dem Trott raus. Sich inspirieren. Was erleben.

Wir haben zwei um immer einen Backup zu haben. Sie helfen mir auch manchmal abends wenn Rushhour ist im Hause Lou und Mr. Lou im Büro schwitzt.

lou79
05.09.2013, 11:44
Ich finde, wenn man sich immer wieder kleine Auszeiten und Freiheiten gönnt, wiegt die "Last" nicht so schwer. ;))

Kamille
05.09.2013, 11:52
Hallo, ohja, ich vertraue darauf, dass meine Babysitterin später auch mal mit dreien zurecht käme. Sie hat ihr FSJ in der Kita gemacht und kennt sich gut aus mit der Betreuung von mehreren Kindern. Allerdings ist es auch eine Frage des Geldes und mehr als ein/zweimal im Monat ist da meiner Meinung nach nicht drin. Allerdings holt sie die Kinder auch ca. zweimal im Monat von der Kita ab, wenn wir mal nicht können und verbringt dann mit ihnen die Zeit bis einer von uns zu Hause ist.

Wir hatten auch schon mal über ein Modell nachgedacht, dass wir mit einem befreundeten Paar wechselseitig auf die Kinder aufpassen, d.h. einer geht dann zum Babysitten, der andere hütet die eigenen Kinder. Das funktioniert aber für uns nicht so, weil die Zeit ohnehin immer knapp ist und wir selbst nicht wirklich Zeit und Energie übrig haben, um noch woanders das Babysitting zu übernehmen. Übernachtungskinder haben wir allerdings öfter mal und unsere Große übernachtet auch schon oft auswärtig. Bei drei Kindern sehe ich das aber ohnehin nicht, das befreundete Paare alle drei übernehmen. Eine Patentante streikt sogar schon bei einem Kind. :knatsch: Zum Glück gibt es noch eine zweite Patentante, die das gerne übernimmt, allerdings nicht bei uns lebt und dafür also regelmäßig erst anreisen muss.

Kamille
05.09.2013, 11:54
Hallo Lou, ja, das mit den Auszeiten stimmt. Ich denke auch, wir haben zu wenig Paarzeiten. Einmal im Monat, selten zweimal im Monat, ist einfach zu wenig. Allerdings habe ich dafür noch keine Lösung gefunden, die nicht ins Geld ginge.

lou79
05.09.2013, 14:18
Kamille
Für nachts zahle ich den Mädels grundsätzlich weniger (7,- statt 10,-) schau mal nach Schülerinnen die es evtl. für 5,- (oder weniger) machen. Einfach Zettel in Schulen aushängen!

P.S. Ist auch billiger als ne Scheidung (so als Argument für den Mann :-D) Oder als Paartherapie...

lou79
05.09.2013, 14:21
Es gibt auch "Leihomas" die ihre Rente auffrischen wollen. Auf schlafende Kinder können die allemal aufpassen ;)
Google mal

burgerqueen
05.09.2013, 14:51
Hey Mädels,

ich würd mich gern bei Euch einreihen, obwohl die Entscheidung fürs Zweite nun schon unumkehrbar gefallen ist (im Januar kommt Nr 2, der Große wird im Dezember 4).

Erstmal vorweg: Lou, ich bewundere Dich und Deinen Optimusmus, Deine Gelassenheit, wie gut Du organisiert bist und so weiter !
Das ist bei uns alles bissl gehemmt irgendwie. Grad wenn ich von Euren Paarzeiten les, werd ich wirklich extrem neidisch und auch traurig, dass wir das trotz nur einem Kind nicht hinkriegen.
Unser Leben ist so rasant, dass ich Nr 2 irgendwo auch als Rettungsanker für einen Ausbruch aus dem zu dominanten Berufsleben sehe, doch aber auch weiß, dass der ganze Schlamassel irgendwann wieder los geht.
Wir arbeiten beide Vollzeit und ich noch in 2 Schichten - ohne Partner, der die eine Woche wo ich bis nachts arbeiten muss, die volle Betreuung nach dem Kiga übernimmt, wär das eh unmöglich. Mit zwei Kids möchte ich das aber auf keinen Fall so weitermachen. Man hat sich gegenseitig auch schon öfters Vorwürfe wegen der Jobs gemacht, er ist in einer Leitungsposition und kann halt nachmittags auch nicht so wie er (und ich) gern wöllte und ich bin da manchmal die "Böse" mit meinen doofen Schichten. Ich bin aber auch ein eher ängstlicher Mensch und Zukunftsangst ist mein zweiter Vorname :knatsch:...drum kann ich auch aus den Schichten nicht einfach so raus, ohne enorme berufliche Veränderungen in Kauf nehmen zu müssen (wird nach der Geburt aber sicher notgedrungen der Fall sein).

Warum nun trotzdem Nr 2 ?!? Ich weiß auch nicht, mein Liebster wollte unbedingt und ich hab mich, wie beim 1., mehr oder weniger breitschlagen lassen. Inzwischen arrangiere ich mich damit und vermeide erstmal mir zuviele Gedanken über später zu machen.

Warum nicht mehr Paarzeit, naja...jetzt arbeite ich zwar wegen Mutterschutz nur noch bis 20 Uhr, aber nützt garnichts, habe eher weniger Zeit für irgendwelche anderen Aktivitäten. Und ausserem müsste man da immer die Schwiegies fragen, und das piept mich ehrlich gesagt an. Meine Eltern sind leider nicht mehr so fit und wohnen auch relativ weit weg. Über nen Babysitter hab ich mir ehrlich gesagt bisher noch keine Gedanken gemacht, sollte ich wohl mal, aber finde da mal jemanden vertrauenswürdigen den man in seine Wohnung lässt :knatsch:.

Ach, manchmal könnt ich echt davonlaufen, beim Gedanken, dass nun noch eins kommt...und selbst mit nur einem Kind befinde ich mich irgendwie in einer Sackgasse. Mein Kleiner macht mir aber andererseits auch soviel Freude und hilft mir oft über die negativen Gedanken hinweg, dass ich mir schon auch gut vorstellen kann, dass es mit zweien toll wird.

Kamille
05.09.2013, 16:33
Hallo und herzlich willkommen, sage ich mal, obwohl ich nicht ganz hierher gehöre. Ich habe schon zwei Kinder und bin ab und zu aus dem Strang "Das dritte Kind" hier "zu Besuch".

Mich beschäftigt da eine Frage besonders, nachdem ich Deinen Post gelesen habe:
Warum macht er Dir Vorwürfe wegen der Schichten? Das ist Deine Arbeit, das kannst Du doch nicht ändern. Oder will er, das Du das änderst und Du möchtest nicht? Doch, das möchtest Du ändern, wenn ich das richtig gelesen habe. Aber das scheint nicht so einfach zu sein? Magst Du das mal näher schildern?

Ich denke, der Organisationsaufwand mit zwei Kindern ist nicht anders als mit einem. Ich musste meine Arbeitszeiten bei einem Kind genauso mit meinem Mann abstimmen wie jetzt mit zwei Kindern. Das ist also ein grundsätzliches Problem, egal ob mit einem oder zwei Kindern. Es ist natürlich für denjenigen, der dann die Kinder betreut erst einmal anstrengender, weil man jetzt zwei Kinder alleine unterhalten muss. Aber daran gewöhnt man sich schnell. Ich habe mich da mit einem Kind genauso viel oder wenig gestresst gefühlt wie jetzt, wenn ich beide habe. :smile: Ich will damit nur sagen, Du brauchst Dir keine Sorgen machen, dass zwei Kinder schwerer zu organisieren wären als eins. Die Frage mit den Arbeitszeiten musst Du ja auch jetzt schon für Dich klären.

Lieben Gruß

katlyn
05.09.2013, 17:01
Aber nicht einen Babysitter pro Kind, oder? Wir müssen nun demnächst zum ersten Mal einen Babysitter nehmen, da meine Eltern nicht kommen können an dem Abend, für den wir schon Konzertkarten haben. Puuuhhh.. Da wird der Abend ja locker mal doppelt so teuer. Da bin ich schon sehr froh und dankbar, dass wir meine Eltern haben. Sonst würden wir jedes Mal dreimal überlegen und rechnen, bevor wir was zusammen machen würden.

Wie oft gönnt ihr euch denn einen Abend zu zweit?

Wir haben auch das totale Glück, dass sowohl meine Eltern, als auch meine Schwiegereltern ganz in der Nähe wohnen und uns quasi jederzeit zur Verfügung stehen, da die Omas beide nicht mehr arbeiten. Das ist wirklich ein Luxus, den wir auch regelmäßig nutzen. :smile:

katlyn
05.09.2013, 17:16
Und hallo Burgerqueen! Herzlich Willkommen hier! :yeah::musiker:

Ich finde es immer bewunderswert, wenn Paare es hinkriegen, dass beide trotz Kindern auch noch in Vollzeit arbeiten! :ahoi: Das ist meines Erachtens wirklich eine organisatorische Meisterleistung und stelle ich mir sehr stressig vor - besonders, wenn mal etwas nicht so läuft wie geplant (z.B. Kind wird krank o.ä.).
Ich und mein Mann haben es bewusst so geregelt, dass ich vorrangig unter der Woche für die Beaufsichtigung unserer Tochter zuständig bin und daher mit meinen Arbeitszeiten zurückstecke (arbeite derzeit in Teilzeit und bleibe nach der Geburt des zweiten Kindes auch wieder ein Jahr zu Hause). Das war einfach von vorneherein so vereinbart, da ich im öffentlich Dienst arbeite, dadurch viel flexibler in meinen Arbeitszeiten bin und zudem eh deutlich weniger verdiene als er. Mein Mann ist in einer Vorgesetztenfunktion und ist arbeitstechnisch viel mehr eingespannt als ich - muss auch häufiger auf Dienstreisen etc.pp. Von der Organisation her war und ist es daher so am sinnvollsten für uns.
Ich hätte zwar jetzt, wo unsere Tochter ja auch bald vier Jahre alt wird, versuchen können, so langsam mal wieder voll einzusteigen, aber dann ist ja ganz unverhofft die Schwangerschaft dazwischengekommen. :knatsch::freches grinsen:

burgerqueen
05.09.2013, 17:57
Kamille: mir blieb und bleibt wegen den Schichten und der Vollzeit erstmal keine andere Wahl, wenn ich meinen Arbeitsplatz nicht verlieren möchte. Wie das dann weitergeht, kann ich nicht sagen...ich denke aber, dass ich nach dem 2. Kind diese Stelle eh verliere, bzw notgedrungen, da ich das nichtmehr machen mag. Das hätte ich natürlich auch schon vor der jetzigen Schwangerschft verlangen können, aber bei der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in unserer Firma hat man da grad keine guten Aussichten. Was in ein oder zwei Jahren ist, weiß eh keiner, vll ergibt sich dann auch wieder was anderes. Hier ist man zur Zeit aber auch eher froh, wenn eine/r von selber gehen will.

Kamille
06.09.2013, 09:40
Hallo, das kann ich verstehen. Das ist schon eine schwierige Entscheoidung zu sagen, ich arbeite ganz oder gar nicht. Dann ist aber auch jeder Streit darum mühsam, denn Du kannst das ja nicht wirklich beeinflussen. Solange Du arbeitest, stehen die Rahmenbedingungen ja fest. Aber ich kenne das, wenn beide überlastet sind, wirft man sich auch solche Dinge vor. Ich arbeite z.B. Vollzeit und mein Mann ist selbständig. Ich habe jeden Morgen den Stress, pünktlich im Büro zu sein und ärgere mich, dass ich diese Woche schon wieder zweimal zu spät war. Das ist mir unangenehm und stresst mich zusätzlich. Mein Mann hingegen hat zwar niemanden, der seine Arbeitszeiten kontrolliert, dafür muss er seine Arbeit schaffen, egal wann. Und da geraten wir dann auch manchmal aneinander. Wenn ich die Kinder öfter abhole als vorher geplant, damit er Fristen und Termine (auch mal spontan) einhalten kann, dann fehlen mir die Arbeitsstunden und ich muss das nacharbeiten. Bei einem Streit darum, ist es dann auch schwierig zu sagen, wer es denn nun schwerer. :niedergeschmettert: Schaffen müssen wir das beide irgendwie. :unterwerf:

filterkaffee
06.09.2013, 09:55
Hallo Burgerqueen,

willkommen hier!!
Oh man, dass liest sich ja nicht so gut bei dir. Ich kann gut nachvollziehen, dass du nicht unbelastet auf die Zukunft mit zwei Kids gucken kannst, wenn die aktuelle Situation mit einem Kind schon nicht einfach ist.

Wenn du deinen Job eh nicht mehr unbedingt machen magst, er sich gar nicht mit zwei Kindern vereinbaren lässt und dein Mann ausreichend verdient (Leitungsposition?!)... wäre es dann vielleicht nicht am einfachsten, ihn sausen zu lassen? Bzw. wie stehen die Chancen für dich, was anderes zu finden? Klar, ist es doof, erstmal nichts zu haben, aber ein Job, der dich, eure Beziehung und das Familienleben so belastet, kann es ja eigentlich auch nicht sein....

Wegen der Paarzeit... hm, da stehst du dir vielleicht ein wenig selbst im Weg? Schwiegis willst du nicht fragen, Babysitter traust du nicht... Das liest sich auch bissi so, als ob dir das mit der Paarzeit dann doch nicht sooo wichtig wäre... ?! Wenns einem nicht wichtig ist und man trotzdem zufrieden ist, ists ja ok. Eine Freundin von mir war seit der Geburt ihres Sohnes vor fast 2 Jahren nicht einmal mit ihrem Mann alleine aus - aber sie scheint trotzdem zufrieden und eigentlich haben sie auch vorher nicht viel als Paar unternommen. Aber wenns einem fehlt und man es dann nicht möglich machen will /kann... das würde mich persönlich dann schon frustrieren.

LG!

filterkaffee
06.09.2013, 10:05
Hallo Lou, ja, das mit den Auszeiten stimmt. Ich denke auch, wir haben zu wenig Paarzeiten. Einmal im Monat, selten zweimal im Monat, ist einfach zu wenig. Allerdings habe ich dafür noch keine Lösung gefunden, die nicht ins Geld ginge.

Babysitter (= meine Eltern) haben wir auch "nur" so einmal im Monat (sie wohnen nicht hier, aber sind regelmäßig zu Besuch in unserer Stadt). Da machen wir dann zusammen Sport und / oder gehen Essen. Da uns das aber auch zu selten war und nach reichlichem Überlegen / "Beratung" durch diverse Freunde, haben wir uns eine Babyphone-App angeschafft. Wir haben halt eine Kneipe um die Ecke, vor der man im Sommer schön draussen sitzen kann. Das ist jetzt unser Freitag-Abend-Start-ins-Wochenende-Ritual geworden... Wir hängen da natürlich nicht ewig rum, da uns auch nicht 100% wohl dabei ist, die Kleine alleine zu lassen. Aber ein Weinchen, was kleines essen, quatschen - das ist schon schön..

filterkaffee
06.09.2013, 10:08
Wir hatten auch schon mal über ein Modell nachgedacht, dass wir mit einem befreundeten Paar wechselseitig auf die Kinder aufpassen, d.h. einer geht dann zum Babysitten, der andere hütet die eigenen Kinder. Das funktioniert aber für uns nicht so, weil die Zeit ohnehin immer knapp ist und wir selbst nicht wirklich Zeit und Energie übrig haben, um noch woanders das Babysitting zu übernehmen.

Das hatten wir mit befreundeten Familien auch mal überlegt. Ist ja auch eigentlich ne schöne Idee. Aber umgesetzt haben wir es bisher auch nicht. Die Zeit ist dann doch bei allen zu knapp um an freien Abenden andere Kinder zu betreuen...

burgerqueen
06.09.2013, 10:12
Ja Kamille, das sind wahre Worte. Solche Vorwürfe fallen hier auch nur wenns mal ganz schlimm ist. In der letzten Zeit ists aber schon viel harmonischer zwischen uns, sicher auch weil ich nichtmehr solchen Schlafmangel hab, wie noch bei normaler Arbeitszeit. Denn bis Mitternacht im Büro und früh dann wieder mit Kind aufstehen fand ich immer hart...dann legt man sich vll mal noch 1-2 Stunden hin, aber das bringts auch nicht....aber ich hatte immerhin den ganzen Tag Zeit (O-Ton Schatzi).

Aber trotzdem freue ich mich langsam wirklich aufs Zweite :smile:. Mein Söhnchen wird sicher auch ein toller fürsorglicher Bruder werden und freut sich wie Bolle ! Ich vertraue auch drauf, dass es wirklich wie mitm Radfahren ist und man es nicht wieder verlernt, obwohl ich derzeit keinen echten Schimmer mehr hab, wie das genau alles war..geht erstmal schon mit dem Behördenkram los, wo ich alles wieder total vergessen (verdrängt) habe. Vorallem aber find ich komisch, dass man nicht weiß, was man eigentlich nichtmehr weiß:erleuchtung:
Bei mir wars aber auch wie beim Großteil hier im Strang, bin eigentlich kein Muttertier und wollte früher nicht so recht ans Kinderkriegen denken. Dann die Geburt ansich war für mich wirklich kein freudiges Ereignis, sondern schon fast Trauma, so dass ich sowas bitte bitte nie wieder durchmachen wollte...aber die Vergesslichkeit schlägt ja auch hier zu:freches grinsen:...darf aber trotzdem noch nicht dran denken. Mir wärs fast am liebsten, das Kind liegt nicht gut für spontan und ich müsse eh eine Sektio bekommen - ist natürlich auch nicht erstrebenswert, aber das würde mir die Angst vor diesem erneuten Geburtsmonstrum nehmen.

Filterkaffee: Deine Antworten hatten sich überschnitten, also häng ich gleich noch was an.
Sausen lassen werd ich den Job auch, wenn sich nachher nichts passendes hier in der Firma bietet. Im Vorfeld wär das natürlich eher unklug gewesen, auch mit erneutem Kinderwunsch..aber nun bietet sich glaube die passende Gelegenheit. Ja, mein Guter ist in einer Art Leitungsposition, also verdient ganz gut und direkt angewiesen sich wir auf 2 volle gute Einkommen nicht...ist natürlich erstmal schön nen gewissen Lebensstandard damit zu haben, aber sein müssen muss das nicht. Ich bin da mittlerweile auch viel mehr in Richtung Familienmensch umgepolt und sehe das familiäre Wohlbefinden ganz klar an erster Stelle!
(Heut fühl ich mich irgendwie viel positiver, hab derzeit totale Gemütsschwankungen)

Und ja, Du hast recht, ich steh mir bissl im Weg:peinlich::freches grinsen:. Ich muss nicht unbedingt wöchentlich nur mitm Partner was unternehmen, aber einmal im Monat wäre schon toll, wird sind zuletzt beide aber immer recht angespannt und gestresst gewesen, dazu die anfänglichen SS-Beschwerden, da war man dazu eh nicht so recht in Stimmung. Eigentlich war mal ausgemacht, einmal im Monat freitags die Schwiegies zu bemühen um mal bissl auszugehen, aber das haben wir irgendwie schleifen lassen, bisher gings nur 2-3 Mal. Und ich geb zu, ich hab ein Problem mit den Schwiegis...ich würde sie zB nie fragen ob sie mal könnten, das muss alles der Liebste machen:freches grinsen:. Ich bin ja echt froh, wenn sie den Kleinen nehmen, wenn es wirklich sein muss, also wegen krank oder wenn Menne was längeres vor hat und ich eben zur Schicht bin...da mag ich die nicht wegen eher "Unwichtigem" bemühen (also für sie, nicht für uns als Paar natürlich).
Wegen Babysitter bin ich klar erstmal bissl mißtrauisch, aber hab mich auch noch absolut garnicht damit befasst, also bin da auch gern vom Gegenteil überzeugbar...muss mich einfach mal umhören.

Kamille
06.09.2013, 11:21
Hallo liebe burgerqueen.
das mit dem Babysitter kann ich gut nachvollziehen. Bei unserer Großen hatten wir das auch noch nicht. Irgendwie ging es auch ohne und meine Mutter ist ab und zu angereist und hat uns dann Freiraum verschafft. Als der Jüngste dann da war hatten wir das Glück, dass die Kita eine ganz liebe FSJlerin hatte, die er sehr mochte und die ihn auch mit eingewöhnt hat. Die haben wir uns nach dem Jahr in der Kita quasi "gekrallt" und jetzt babysittet sie neben ihrem Studium regelmäßig auch bei uns. Ich glaube, ich hätte mich sonst auch schwer damit getan, jemanden zu finden. Das kann man aber sicherlich auch gezielt angehen und Probestunden ausmachen etc.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch für mich im Moment ein Thema. Es knirscht gerade bei uns etwas im Getriebe, kann man wohl sagen. Mein Mann hat derzeit viele Termine und einige davon auch außerhalb und ich übernehme dann die Kinderbetreuung morgens und abends. Das geht zeitlich schon irgendwie, ich muss nur auch mal die Gelegenheit bekommen, die fehlenden Stunden nachzuarbeiten. Und wenn dann in der Folgewoche wieder etwas dazu kommt, dann wird es eng und ich arbeite dann oft noch bis spätabends im Büro. Das will ich so eigentlich nicht mehr und das macht mich gerade auch ziemlich angespannt. Ich sehe meine Kinder dann kaum oder nur morgens und wenn, dann bin ich unentspannt und gereizt. Das will ich eigentlich so nicht. Also auf Dauer muss auch bei uns eine Lösung her. Ich denke spätestens mit dem dritten Kind möchte ich nicht mehr voll arbeiten. Dann wohl eher vollzeitnah und auch nur mit mehr Unterstützung, egal durch wen. :beleidigt:

Ich denke aber, Du kannst Dich auf Euren zweiten Krümel freuen. Ich finde es schön mit meinen Beiden und möchte es auch gar nicht anders haben. Gerade beim Jüngsten merke ich, wie entspannt er aufwächst, weil er durch seine große Schwester ja immer eine Bezugsperson mehr hat und sich daher auch gut aufgehoben fühlt, wenn der Babsysitter beide betreut. Das war bei der Großen damals noch anders. Sie fand es immer doof, wenn Mama und Papa weg gegangen sind. Jetzt hat sie auch ihren Bruder dabei und findet es nicht mehr schlimm (das liegt natürlich auch an ihrem Alter inzwischen).

Ganz liebe Grüße

burgerqueen
06.09.2013, 13:48
Das war wirklich ne gute Gelegenheit mit der Babysitterin ! bei uns sind auch immermal Praktikantinnen im Kiga, aber nie in seiner Gruppe, bzw hab ich mit noch keiner irgendwie näher zu tun gehabt...aber ich werde beobachten.

Versteh ich total, dass es da bei Euch knirscht. Da hättest Du bei Teilzeit wenigstens noch etwas mehr Luft. Ist bei Selbständig wohl immer etwas schwierig...wie hat mal einer zu mir gesagt: selbst und ständig:knatsch:
Als ich bis vor 2 Monaten noch bis nachts gearbeitet habe, hab ich den Kleinen auch nur morgens gesehen, musste ihn ja trotzdem bis 9 Uhr in den Kiga gebracht haben, weil ja sonst nachmittags keiner daheim für ihn da wäre. Das hat mir psychisch auch ganz schön zugesetzt, vor allem am Anfang nach der Elternzeit war das total schlimm für mich und ihn auch (würde beim zweiten auch nicht wieder so machen).

Ich geb auch zu, dass ich öfters etwas neidisch auf meinen Guten bin, denn er hat sich vor paar Monaten mit einem Nachbar angefreundet und die fahren jetzt oft abends oder am WE zusammen Rad oder waren mit anderen Kumpels von diesem zuletzt auch mal übers Wochenende verreist. Sowas hab ich hier leider nicht (sind in unser Dorf zugezogen, da knüpft es sich mit den "Einheimischen" relativ schwer:freches grinsen:), hab ansich niemanden, ausser einer Kindergartenmutter, die aber auch immer voll im Streß ist:smirksmile:. Spontan mal was unternehmen ist da irgendwie schlecht. Klar, selbst Schuld sicherlich, er ist einfach kontaktfreudiger und ich vielleicht ne eingebildete Trulla, wer weiß:freches grinsen:. Aber solange man eh voll ausgelastet ist, vermisst man es auch nicht ganz so. Aber trotzdem geht es halt einfach schleichend bergab, wenn einem der Ausgleich fehlt und man irgendwie nur noch Mutter ist.

Liebe Grüße :ahoi:

Kamille
06.09.2013, 14:33
Hallo noch einmal,


ja, an dem Spruch "selbst und ständig" ist schon etwas dran. Andererseits kann er sich das alles selbst planen und einteilen, ist auch nicht schlecht. Da bin ich trotz Gleitzeit aber wesentlich unflexibler. Nunja, wir werden uns da etwas überlegen....

Wo lebt ihr denn? Wir sind "Nordlichter" und in einer großen Stadt zu Hause. In ländlichen Gegenden stelle ich mir das auch eher schwierig vor, neue Kontakte zu knüpfen. Es sind ja auch alle immer so mit ihrem eigenen Alltag beschäftigt, dass es manchmal schon schwer ist, gemeinsame Termine zu finden. So geht mir das mit meinen Freundinnen oft. Und nach der Elternzeit war dann ja auch das Arbeiten noch wieder ein "Einbruch", der viele bis dahin geknüpfte Kontakte wieder aufgelöst hat, einfach weil der neue Alltag einem einiges abverlangt. Mir fehlt auch ganz oft einfach die Energie, um alle und alles unter einen Hut zu bringen. Da bin ich schon sehr auf das Verständnis meiner Freundinnen angewiesen. Die Vorstellung, dass meine beste Freundin auch Mutter wird und wir unsere Kinder gemeinsam durch den Park schieben, musste ich dann bald aufgeben. Sie will zwar Kinder, weiß aber immer noch nicht wann. So lange habe ich dann doch nicht mehr gewartet. Und jetzt planen wir schon das dritte! :freches grinsen: Ich bin daher auch froh, dass über die Kinder dann auch mal engere neue Kontakte entstehen, einfach weil die Kinder verabredet sind oder man sich auf Geburtstagsfeiern öfter sieht. :smile:


:blumengabe:

lou79
07.09.2013, 14:40
Erstmal vorweg: Lou, ich bewundere Dich und Deinen Optimusmus, Deine Gelassenheit, wie gut Du organisiert bist und so weiter !

..... Ich bin aber auch ein eher ängstlicher Mensch und Zukunftsangst ist mein zweiter Vorname :knatsch:...drum kann ich auch aus den Schichten nicht einfach so raus, ohne enorme berufliche Veränderungen in Kauf nehmen zu müssen (wird nach der Geburt aber sicher notgedrungen der Fall...

... aber nützt garnichts, habe eher weniger Zeit für irgendwelche anderen Aktivitäten. Und ausserem müsste man da immer die Schwiegies fragen, und das piept mich ehrlich gesagt an. Meine Eltern sind leider nicht mehr so fit und wohnen auch relativ weit weg. Über nen Babysitter hab ich mir ehrlich gesagt bisher noch keine Gedanken gemacht, sollte ich wohl mal, aber finde da mal jemanden vertrauenswürdigen den man in seine Wohnung lässt :knatsch:.

Ach, manchmal könnt ich echt davonlaufen, beim Gedanken, dass nun noch eins kommt...und selbst mit nur einem Kind befinde ich mich irgendwie in einer Sackgasse. Mein Kleiner macht mir aber andererseits auch soviel Freude und hilft mir oft über die negativen Gedanken hinweg, dass ich mir schon auch gut vorstellen kann, dass es mit zweien toll wird.

Liebe Burgerqueen
Ich heisse Dich auch mal ganz herzlich Willkommen, obwohl das hier ja nicht mein Heimatstrang ist und ich mich nur auf der Besuchercouch herum drücke... Und Danke für die Blumen :smile:

Ist Dein Thema das Vertrauen? Und wenn ja, warum nicht auf den Gebieten Beruf, zweites Kind und Babysitter? Du hast das ja in Dir. Sonst würdest Du, was ich jetzt mal ganz dreist annehme, nicht üb die Straße laufe, Auto fahren, im Haushalt arbeiten (wo ja bekanntlich die meisten Unfälle passieren) etc. Verstehst Du, was ich meine? Wenn es Dein Thema ist kannst Du Dich damit verbinden und es sozusagen auch in anderen Bereichen "kultivieren". Das ist Übungssache und nicht unmöglich :smirksmile:

Ganz konkret zum Babysitter:
- Wir haben zusammen die Mädels interviewt (mein Mann hat ebenfalls eine gute Menschenkenntnis). Das könntet ihr also (am Wochenende z.B.) zusammen machen.
- Dann würde ich Referenzen einholen. Gibt's die nicht, dann nach einer Telefonnummer fragen wo der Babysitter zuvor gearbeitet hat. Keine Erfahrung? Sorry, würde ich nicht nehmen. Wenn Du doch eine ohne Erfahrung nimmst, frag nach der Telefonnummer einer Person die sie kennt und interview diese kurz. Dein Bauchgefühl wird Dich warnen wenn's was zum warnen gibt
- Kopier den Ausweis bei "Einstellung" der Person
- Frag ob sie eine Haftpflichtversicherung hat.

Entspannt, Glücklich und Gelassen sein mit Vollzeitjob in Schichten, Mann in leitender Position und zwei Kleinkindern??? Das nenne ich mal eine Herausforderung. Ich weiss ja nicht, was Dein Beruf und die konkrete Situation ist, würde aber schauen, wo ich etwas drehen könnte. Und es wird sich ganz bestimmt etwas zeigen. Ein Stichwort ist dabei nämlich ein zentrales. Zeit! Davon wirst Du mehr brauchen wenn Du das oben genannte erreichen willst (nur so meine persönliche Meinung) Zeit für DICH, Deine KINDER UND den PARTNER. Schnell mal mit beiden noch den vergessenen Liter Milch einkaufen gehen??? Hmm..... Lass mal nachdenken.

Gestern im Supermark. Da wollten wir schnell mal nur Brot einkaufen. Gut gelaunt hüpfen wir zu dritt in den Markt. LittleLou steuert direkt auf die Kindereinkaufswägen zu. Zu gut nur, dass ich eine Einkaufsmarke im Portnemonnaie habe (wie spießig ich DAS mal fand...) Zu dumm nur, dass MiniLou, dem LittleLou ALLES nachmachen muss, nun auch seinen eigenen will. Ausreden in der Autonomiephase (nette Umschreibung für fieser Trotzkopf) ist leider nicht drin. Und auf einen Anfall mit Sonderaufführung "Wie hau ich meinen Kopf am heftigsten auf den Boden ohne dabei in die Knie zu gehen und Blut zu verspritzen" hatten wir gestern erst. Also. MamaLou stellt sich an der Kasse an und wartet brav bis jemand eine Münze wechselt. Schnell geht anders. Dann beginnt das Rennen. Zuerst die Jungs, hintereinander her. Inspiriert vom Formel Eins Rennen. Mit dazugehörigen Geräuschen. Dann ich hinter ihnen. Zwischendurch fällt mir auf, was ich ja noch so alles in der Küche gebrauchen könnten. Hungrig sein ist da beim Einkaufen auch keine gute Idee. In der Zwischenzeit sind beide Wägen auch fast voll. Mit Hundefutter (gibt ja kein Tier bei uns. Na ja, die zwei Rocker ähneln manchmal dem Tier aus der Muppet Show, aber sonst....) 5 Paketen Salz, 18 Überraschungseier (hat ja einen Grund, warum die Dinger in den unteren Regalen liegen), 4 Pakete Esspapier in der Farbe Grün. Leider entscheiden sie sich in jeweils andere Richtungen zu rennen. Der eine direkt in die Hacken des Marktleiters, der mit schmerzverzerrtem Gesicht nach mir Ausschau hält und ein gequältes Lächeln heraus presst (weil ich ihn sonst immer so nett grüße). Der andere direkt in die Käsetheke. Die Käsethekenbewacherin is not amused und meckert in alter Hausmeistermanier mit zornig rotem Gesicht den Rocker an: "Das ist hier KEIN SPIELPLATZ! - Weg da!" Der lässt den (vollen) Einkaufswagen jetzt stehen und rollt mit dem Einsatz und den 20 roten Einkaufskörben darin an. "Gugg, Mami! Ein TUUUURM!!!! Schmeißt sich mit Begeisterung dagegen und fällt samt diesem um. Geschrei. Großes Geschrei. Hinrasen, Finger pusten und Küsschen drauf, Kind angemessen bedauern. Sagen, dass ich das nicht will. Der andere Rocker kommt angebraust "Mami, darf ich Kakao haben? "Nein. Jetzt nicht" Heute scheint mein Wort nicht viel zu zählen. LittleLou schraubt fix und gekonnt die Tüte auf und trinkt genüsslich einen tiefen Schluck. Der Rest schwappt über sein T-Shirt. "IIIIHHHHHGITT MAMAAAAA! Das ist jetzt DRREEEEECKIG! AUUUUSZIIIIIHN!!!" :unterwerf: Ich mache klare, deutlich Ansagen aber Schimpfen und laut werden hilft eh nicht und macht's nur schlimmer. Ich bin glücklich dass wir es ohne weiteren Schaden ins Auto geschafft haben, mache fröhliche Musik an, fahre Heim und bin froh, eine halbe Stunde mehr eingeplant zu haben um mal schnell ein Brot kaufen zu gehen. Brot??? BROT!!!! Da war doch noch was...:unterwerf: Na ja. Die Wurst schmeckt auch ohne Brot.

lou79
07.09.2013, 15:08
.

Ach, manchmal könnt ich echt davonlaufen, beim Gedanken, dass nun noch eins kommt...und selbst mit nur einem Kind befinde ich mich irgendwie in einer Sackgasse. Mein Kleiner macht mir aber andererseits auch soviel Freude und hilft mir oft über die negativen Gedanken hinweg, dass ich mir schon auch gut vorstellen kann, dass es mit zweien toll wird.

Was genau meinst Du mit Sackgasse?

lou79
07.09.2013, 15:14
Hier ist man zur Zeit aber auch eher froh, wenn eine/r von selber gehen will.
Frag sie doch mal, was sie zahlen, wenn Du gehst :zwinker:

burgerqueen
07.09.2013, 15:19
:freches grinsen: herrlich Lou, kann ich mir bildlich vorstellen. So ists Leben, kenne ich ansatzweise ja auch.

Lou, danke für Deine Einschätzungen! Das mit dem Babysitter ist abgespeichert. Nimm meine Ansichten dazu aber nicht zu ernst, wir sind bisher noch nicht wirklich oft in der Situation gewesen, überhaupt über einen "externen" Babysittern nachzudenken, wird mit 2 n dann vielleicht erst aktuell.

Job, ja ich weiß, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann, war ja mit einem schon zuviel für mich! Drum bin ich neben der wachsenden Freude aufs Zweite jetzt auch froh über die kommende Job-Auszeit, trotz dem kommenden Zweikind-Stress :freches grinsen:. Ich hoffe einfach drauf, dass mein Großer vernünftig ist und es alles irgendwie flutscht, mehr kann man eh nicht tun...aber auf die Herausforderung freu ich mich auch irgendwie.

So, muss erstmal..Akku alle

Machts gut !

Und vielen Dank .. einfach mal so:blume::blume::blume:

lou79
07.09.2013, 15:24
Mir wärs fast am liebsten, das Kind liegt nicht gut für spontan und ich müsse eh eine Sektio bekommen - ist natürlich auch nicht erstrebenswert, aber das würde mir die Angst vor diesem erneuten Geburtsmonstrum nehmen.

Ganz ehrlich: Wenn deine erste Geburt ein Trauma war dann mach einen geplanten Kaiserschnitt. Du musst Dich nicht rechtfertigen und bist niemandem etwas schuldig. Das ist Dein Körper, Deine Seele die leidet und Du hast es in de Hand Dich zu entscheiden. Medizinisch gesehen ist es sogar die sichere Variante. Für Mutter und Kind.

lou79
07.09.2013, 15:31
Ich geb auch zu, dass ich öfters etwas neidisch auf meinen Guten bin, denn er hat sich vor paar Monaten mit einem Nachbar angefreundet und die fahren jetzt oft abends oder am WE zusammen Rad oder waren mit anderen Kumpels von diesem zuletzt auch mal übers Wochenende verreist. Sowas hab ich hier leider nicht (sind in unser Dorf zugezogen, da knüpft es sich mit den "Einheimischen" relativ schwer:freches grinsen:), hab ansich niemanden, ausser einer Kindergartenmutter, die aber auch immer voll im Streß ist:smirksmile:. Spontan mal was unternehmen ist da irgendwie schlecht. Klar, selbst Schuld sicherlich, er ist einfach kontaktfreudiger und ich vielleicht ne eingebildete Trulla, wer weiß:freches grinsen:. Aber solange man eh voll ausgelastet ist, vermisst man es auch nicht ganz so. Aber trotzdem geht es halt einfach schleichend bergab, wenn einem der Ausgleich fehlt und man irgendwie nur noch Mutter ist.

Du brachst ganz dringend einen Babysitter! JETZT! :zwinker:
Quatsch die nächste nette Mutti auf dem Spielplatz oder im Kiga an, zieh die hohen Hacken an, mal Dir ein Gesicht und geh auf die Piste! Hab Spaß! Mach nur was für DICH, Deine Seele und Dein Ego.

burgerqueen
07.09.2013, 15:48
Was genau meinst Du mit Sackgasse?
Ich hab halt nicht den Mut, einfach den Job hinzuschmeissen...hab einen Beruf gelernt, wo man nichtmal schnell hier in der Region was ähnliches findet. Aber gut, mir ist schon bewusst, dass was Neues etwas artfremdes sein wird und ich halt irgendwo als Quereinsteigerin landen würde. Ich muss da noch sehr an meinem Selbstbewusstsein arbeiten, kann mir derzeit nicht vorstellen, mich für nen Job, wofür ich keine Qualifikationen hab gut zu verkaufen. Es lief ja bisher alles wie geschmiert, bin gleich nach der Lehre übernommen worden und seitdem in der Firma (bin übrigens 37)...verdiene 'leider' auch sehr gut, was es einem auch nicht grade leichter macht (ist natürlich viel den Schichten geschuldet)...aber brauchen tun wir das höhere Einkommen ja eigentlich auch nicht unbedingt..lieber glücklich sein und mehr Zeit für die Familie haben.
Ich will jetzt auch noch nicht zu schwarz malen, vielleicht ergibt sich bei meiner Rückkehr dann auch noch eine passendere interne Stelle oder die Bedingungen in meiner Abteilungen haben sich geändert und es muss nichtmehr jeder im Schichtdienst arbeiten. Fakt ist nur, dass ich vor kurzem mit 2 frischen Elternzeit-Rückkehrerinnen in der Firma gesprochen hab und das verhiess nichts Gutes. Sie bekamen je nur eine Stelle angeboten, aber auch ausdrücklich nur in Vollzeit...und wenns einem nicht passt, dann adieu!
Wir haben zuhause ja auch schon oft drüber sinniert...prinzipiell bin ich auch mit einer geringfügigen Beschäftigung einverstanden, nur daheim als Hausfrau wäre aber nichts für mich.


Frag sie doch mal, was sie zahlen, wenn Du gehst :zwinker:

Ja ;-) aber da wär ich dumm, wenn ichs jetzt als Schwangere täte

So, nun aber wirklich...Kind ist erwacht und luchst mir sonst das ipad ab :-(

Ach Filterkaffee, welche Babyphone-App habt Ihr? Hatte auch schonmal geschaut, aber da gibts soviele mit ganz unterschiedlichen Bewertungen...

filterkaffee
07.09.2013, 15:54
Liebe Burgerqueen
Ich heisse Dich auch mal ganz herzlich Willkommen, obwohl das hier ja nicht mein Heimatstrang ist und ich mich nur auf der Besuchercouch herum drücke... Und Danke für die Blumen :smile:

Ist Dein Thema das Vertrauen? Und wenn ja, warum nicht auf den Gebieten Beruf, zweites Kind und Babysitter? Du hast das ja in Dir. Sonst würdest Du, was ich jetzt mal ganz dreist annehme, nicht üb die Straße laufe, Auto fahren, im Haushalt arbeiten (wo ja bekanntlich die meisten Unfälle passieren) etc. Verstehst Du, was ich meine? Wenn es Dein Thema ist kannst Du Dich damit verbinden und es sozusagen auch in anderen Bereichen "kultivieren". Das ist Übungssache und nicht unmöglich :smirksmile:

Ganz konkret zum Babysitter:
- Wir haben zusammen die Mädels interviewt (mein Mann hat ebenfalls eine gute Menschenkenntnis). Das könntet ihr also (am Wochenende z.B.) zusammen machen.
- Dann würde ich Referenzen einholen. Gibt's die nicht, dann nach einer Telefonnummer fragen wo der Babysitter zuvor gearbeitet hat. Keine Erfahrung? Sorry, würde ich nicht nehmen. Wenn Du doch eine ohne Erfahrung nimmst, frag nach der Telefonnummer einer Person die sie kennt und interview diese kurz. Dein Bauchgefühl wird Dich warnen wenn's was zum warnen gibt
- Kopier den Ausweis bei "Einstellung" der Person
- Frag ob sie eine Haftpflichtversicherung hat.

Entspannt, Glücklich und Gelassen sein mit Vollzeitjob in Schichten, Mann in leitender Position und zwei Kleinkindern??? Das nenne ich mal eine Herausforderung. Ich weiss ja nicht, was Dein Beruf und die konkrete Situation ist, würde aber schauen, wo ich etwas drehen könnte. Und es wird sich ganz bestimmt etwas zeigen. Ein Stichwort ist dabei nämlich ein zentrales. Zeit! Davon wirst Du mehr brauchen wenn Du das oben genannte erreichen willst (nur so meine persönliche Meinung) Zeit für DICH, Deine KINDER UND den PARTNER. Schnell mal mit beiden noch den vergessenen Liter Milch einkaufen gehen??? Hmm..... Lass mal nachdenken.

Gestern im Supermark. Da wollten wir schnell mal nur Brot einkaufen. Gut gelaunt hüpfen wir zu dritt in den Markt. LittleLou steuert direkt auf die Kindereinkaufswägen zu. Zu gut nur, dass ich eine Einkaufsmarke im Portnemonnaie habe (wie spießig ich DAS mal fand...) Zu dumm nur, dass MiniLou, dem LittleLou ALLES nachmachen muss, nun auch seinen eigenen will. Ausreden in der Autonomiephase (nette Umschreibung für fieser Trotzkopf) ist leider nicht drin. Und auf einen Anfall mit Sonderaufführung "Wie hau ich meinen Kopf am heftigsten auf den Boden ohne dabei in die Knie zu gehen und Blut zu verspritzen" hatten wir gestern erst. Also. MamaLou stellt sich an der Kasse an und wartet brav bis jemand eine Münze wechselt. Schnell geht anders. Dann beginnt das Rennen. Zuerst die Jungs, hintereinander her. Inspiriert vom Formel Eins Rennen. Mit dazugehörigen Geräuschen. Dann ich hinter ihnen. Zwischendurch fällt mir auf, was ich ja noch so alles in der Küche gebrauchen könnten. Hungrig sein ist da beim Einkaufen auch keine gute Idee. In der Zwischenzeit sind beide Wägen auch fast voll. Mit Hundefutter (gibt ja kein Tier bei uns. Na ja, die zwei Rocker ähneln manchmal dem Tier aus der Muppet Show, aber sonst....) 5 Paketen Salz, 18 Überraschungseier (hat ja einen Grund, warum die Dinger in den unteren Regalen liegen), 4 Pakete Esspapier in der Farbe Grün. Leider entscheiden sie sich in jeweils andere Richtungen zu rennen. Der eine direkt in die Hacken des Marktleiters, der mit schmerzverzerrtem Gesicht nach mir Ausschau hält und ein gequältes Lächeln heraus presst (weil ich ihn sonst immer so nett grüße). Der andere direkt in die Käsetheke. Die Käsethekenbewacherin is not amused und meckert in alter Hausmeistermanier mit zornig rotem Gesicht den Rocker an: "Das ist hier KEIN SPIELPLATZ! - Weg da!" Der lässt den (vollen) Einkaufswagen jetzt stehen und rollt mit dem Einsatz und den 20 roten Einkaufskörben darin an. "Gugg, Mami! Ein TUUUURM!!!! Schmeißt sich mit Begeisterung dagegen und fällt samt diesem um. Geschrei. Großes Geschrei. Hinrasen, Finger pusten und Küsschen drauf, Kind angemessen bedauern. Sagen, dass ich das nicht will. Der andere Rocker kommt angebraust "Mami, darf ich Kakao haben? "Nein. Jetzt nicht" Heute scheint mein Wort nicht viel zu zählen. LittleLou schraubt fix und gekonnt die Tüte auf und trinkt genüsslich einen tiefen Schluck. Der Rest schwappt über sein T-Shirt. "IIIIHHHHHGITT MAMAAAAA! Das ist jetzt DRREEEEECKIG! AUUUUSZIIIIIHN!!!" :unterwerf: Ich mache klare, deutlich Ansagen aber Schimpfen und laut werden hilft eh nicht und macht's nur schlimmer. Ich bin glücklich dass wir es ohne weiteren Schaden ins Auto geschafft haben, mache fröhliche Musik an, fahre Heim und bin froh, eine halbe Stunde mehr eingeplant zu haben um mal schnell ein Brot kaufen zu gehen. Brot??? BROT!!!! Da war doch noch was...:unterwerf: Na ja. Die Wurst schmeckt auch ohne Brot.

Herrlich! Aber deine Ausführungen machen nicht gerade Mut für Nr. 2! :ooooh: Du musst wirklich gute Nerven haben... Was bei mir leider nicht der Fall ist. Ich bin ja mit einem Kind schon so oft am Rande des Wahnsinns.

filterkaffee
07.09.2013, 16:01
Ich geb auch zu, dass ich öfters etwas neidisch auf meinen Guten bin, denn er hat sich vor paar Monaten mit einem Nachbar angefreundet und die fahren jetzt oft abends oder am WE zusammen Rad oder waren mit anderen Kumpels von diesem zuletzt auch mal übers Wochenende verreist. Sowas hab ich hier leider nicht (sind in unser Dorf zugezogen, da knüpft es sich mit den "Einheimischen" relativ schwer:freches grinsen:), hab ansich niemanden, ausser einer Kindergartenmutter, die aber auch immer voll im Streß ist:smirksmile:. Spontan mal was unternehmen ist da irgendwie schlecht. Klar, selbst Schuld sicherlich, er ist einfach kontaktfreudiger und ich vielleicht ne eingebildete Trulla, wer weiß:freches grinsen:. Aber solange man eh voll ausgelastet ist, vermisst man es auch nicht ganz so. Aber trotzdem geht es halt einfach schleichend bergab, wenn einem der Ausgleich fehlt und man irgendwie nur noch Mutter ist.

Liebe Grüße :ahoi:

Das tut mir leid, dass du in eurem Wohnort (noch) keine Kontakte hast. Da hätte ich auch ein Problem mit. Ich drücke dir die Daumen, dass du vielleicht durch dein zweites Kind / Babykurse neue Kontakte knüpfen kannst. Find ich übrigens interessant, dass dein Mann kontaktfreudiger ist als du - bei den meisten Paaren, die ich kenne, ist es umgekehrt. Bei uns ist so, dass mein Freund wenig eigene Freunde hat (sind auch zugezogen, aber Stadt), sondern eher durch mich Leute kennenlernt bzw. teilweise mit den Partnern meiner Freundinnen befreundet ist. Wir hatten auch das Glück, dass wir durch unsere Tochter einige neue Leute kennengelernt haben und nun Teil einer netten Familien-Clique sind. Aber wie gesagt, wir leben in der Stadt, da ist es sicher einfacher...

filterkaffee
07.09.2013, 16:14
Hier kam heute das Thema 2. Kind übrigens nochmal auf den Tisch (nachdem wir bei unserem letzten Gespräch vor einigen Monaten zu keinem Ergebnis kamen und erstmal der Mantel des Schweigens darüber gelegt wurde.)
Auslöser war, dass ich mir gestern die Spirale hab legen lassen (meine Güte, war DAS unangenehm... und ich dachte, nach einer Geburt schockt einen nix mehr... - auch ganz toll, wenn man dabei noch Anschauungsobjekt für eine Auszubildende, Studentin oder was auch immer ist und auf Kopfhöhe der Ärztin "aufgebahrt" ist...brrrrr).

Auf jeden Fall guckt mein Freund mich danach an als ob ich mich hätte sterilisieren lassen und sagt mit leicht ängstlicher Stimme "Dann hat sich das Thema zweites Kind also erledigt...?!" Äh, ok, ich ihm also nochmal erklärt, was eine Spirale ist und macht. Aber bei DEN Kosten (und Schmerzen) muss sich das schon gelohnt haben und das Ding erstmal ne Weile drin bleiben. Aber wir waren uns dann eh schnell einig, dass wir bevor unsere Tochter 3 ist eh nicht mit "üben" anfangen werden - falls überhaupt (entgegen seines ersten Entsetzens hat er dann noch gemeint, dass es jetzt auch kein Weltuntergang für ihn wäre, wenn es bei einem Kind bleibt). Wir wären dann zwar auch schon 38/39, aber in dem Alter kriegen andere grad mal ihr erstes Kind...
Also, es bleibt erstmal alles wie es ist :smile:

Ein schönes WE euch noch!

lou79
08.09.2013, 16:49
Herrlich! Aber deine Ausführungen machen nicht gerade Mut für Nr. 2! :ooooh: Du musst wirklich gute Nerven haben... Was bei mir leider nicht der Fall ist. Ich bin ja mit einem Kind schon so oft am Rande des Wahnsinns.

Quaaaatsch! Man lernt doch draus :lachen:

1. gehe nicht mit Kindern einkaufen wenn es nicht WIRKLICH sein muss oder man NICHT die extra halbes Stunde Zeit habe.
2. wenn doch WIRKLICH dringend etwas fehlt (ein Brot z.B.): Fahre mit dem Auto vor die Bäckerei, Warnblinkanlage an, Ohren auf Durchzug stellen, und das " Will auuuuch mit!!!!" Ignorieren, raus springen, Brot kaufen, raus springen, fertig.
3. Kopf hoch und: Lächeln! Nein? DOCH! Tue einfach so ALS OB man glücklich sein. Unser Hirn ist manchmal dumm wie Brot. Wenn man eine aufrechte Körperhaltung hat (also hoch mit den hängenden Schultern! Es hätte heute auch schlimmer kommen können!), hoch mit dem Kinn (auch wenn der Hals noch so dreckig ist) und SMILE! Unser Hirn glaubt, wir seien glücklich. Und wenn es das glaubt, kann es schlecht unglücklich, schlecht gelaunt, deprimiert etc. Sein und schüttet die dazu benötigten Stoffe aus um es wirklich zu sein.

Probier's aus! Gleich jetzt. Stell Dich aufrecht hin. Suche Dir einen Punkt an der Decke. Und jetzt (ja, ja, ich weiß es ist eine echt beknackte Übung, aber sie funktioniert. Also MACH!) grinse diesen Punkt an. Mit dem breitesten Grinsen das Du auf Lager hast. Noch breiter! Zähne zeigen! So, und jetzt versuche dabei mal deprimiert oder schlecht drauf zu sein.... Sag ich ja. Geht nicht.
Es gibt schlimmere Dinge, als mit einem Grinsen durch die Welt zu laufen :zwinker: Wetten Dein Kind und der Rest der Welt grinst mit?!

Das war das Wort zum Sonntag. Enjoy Life!:blume:

Lefi
08.09.2013, 19:33
*klopf, klopf*

Halloooo? Darf ich rein kommen? :fg engel:

Schon die ganze Zeit lese ich still und heimlich mit, denn dieser Strang spricht mir aus der Seele. Deswegen würde ich gerne ein bisschen mitmischen, wenn ich darf?!?

Aber ich muss gleich mal etwas los werden:
Lou79! Du bist der Hammer. Was hab ich mich über den hier


Gestern im Supermark. Da wollten wir schnell mal nur Brot einkaufen. Gut gelaunt hüpfen wir zu dritt in den Markt. LittleLou steuert direkt auf die Kindereinkaufswägen zu. Zu gut nur, dass ich eine Einkaufsmarke im Portnemonnaie habe (wie spießig ich DAS mal fand...) Zu dumm nur, dass MiniLou, dem LittleLou ALLES nachmachen muss, nun auch seinen eigenen will. Ausreden in der Autonomiephase (nette Umschreibung für fieser Trotzkopf) ist leider nicht drin. Und auf einen Anfall mit Sonderaufführung "Wie hau ich meinen Kopf am heftigsten auf den Boden ohne dabei in die Knie zu gehen und Blut zu verspritzen" hatten wir gestern erst. Also. MamaLou stellt sich an der Kasse an und wartet brav bis jemand eine Münze wechselt. Schnell geht anders. Dann beginnt das Rennen. Zuerst die Jungs, hintereinander her. Inspiriert vom Formel Eins Rennen. Mit dazugehörigen Geräuschen. Dann ich hinter ihnen. Zwischendurch fällt mir auf, was ich ja noch so alles in der Küche gebrauchen könnten. Hungrig sein ist da beim Einkaufen auch keine gute Idee. In der Zwischenzeit sind beide Wägen auch fast voll. Mit Hundefutter (gibt ja kein Tier bei uns. Na ja, die zwei Rocker ähneln manchmal dem Tier aus der Muppet Show, aber sonst....) 5 Paketen Salz, 18 Überraschungseier (hat ja einen Grund, warum die Dinger in den unteren Regalen liegen), 4 Pakete Esspapier in der Farbe Grün. Leider entscheiden sie sich in jeweils andere Richtungen zu rennen. Der eine direkt in die Hacken des Marktleiters, der mit schmerzverzerrtem Gesicht nach mir Ausschau hält und ein gequältes Lächeln heraus presst (weil ich ihn sonst immer so nett grüße). Der andere direkt in die Käsetheke. Die Käsethekenbewacherin is not amused und meckert in alter Hausmeistermanier mit zornig rotem Gesicht den Rocker an: "Das ist hier KEIN SPIELPLATZ! - Weg da!" Der lässt den (vollen) Einkaufswagen jetzt stehen und rollt mit dem Einsatz und den 20 roten Einkaufskörben darin an. "Gugg, Mami! Ein TUUUURM!!!! Schmeißt sich mit Begeisterung dagegen und fällt samt diesem um. Geschrei. Großes Geschrei. Hinrasen, Finger pusten und Küsschen drauf, Kind angemessen bedauern. Sagen, dass ich das nicht will. Der andere Rocker kommt angebraust "Mami, darf ich Kakao haben? "Nein. Jetzt nicht" Heute scheint mein Wort nicht viel zu zählen. LittleLou schraubt fix und gekonnt die Tüte auf und trinkt genüsslich einen tiefen Schluck. Der Rest schwappt über sein T-Shirt. "IIIIHHHHHGITT MAMAAAAA! Das ist jetzt DRREEEEECKIG! AUUUUSZIIIIIHN!!!" Ich mache klare, deutlich Ansagen aber Schimpfen und laut werden hilft eh nicht und macht's nur schlimmer. Ich bin glücklich dass wir es ohne weiteren Schaden ins Auto geschafft haben, mache fröhliche Musik an, fahre Heim und bin froh, eine halbe Stunde mehr eingeplant zu haben um mal schnell ein Brot kaufen zu gehen. Brot??? BROT!!!! Da war doch noch was... Na ja. Die Wurst schmeckt auch ohne Brot.

und erst recht über den hier:


Probier's aus! Gleich jetzt. Stell Dich aufrecht hin. Suche Dir einen Punkt an der Decke. Und jetzt (ja, ja, ich weiß es ist eine echt beknackte Übung, aber sie funktioniert. Also MACH!) grinse diesen Punkt an. Mit dem breitesten Grinsen das Du auf Lager hast. Noch breiter! Zähne zeigen! So, und jetzt versuche dabei mal deprimiert oder schlecht drauf zu sein.... Sag ich ja. Geht nicht.
Es gibt schlimmere Dinge, als mit einem Grinsen durch die Welt zu laufen Wetten Dein Kind und der Rest der Welt grinst mit?!

kaputt gelacht.
Und der Quatsch funktioniert tatsächlich - zwar nicht miesepeterisch, aber dennoch, getestet! YOU MADE MY DAY! Sehr, sehr geil! Das merke ich mir für "schlechte Zeiten". :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Lefi
08.09.2013, 20:09
Aber wie unhöflich, ich würde mich mal kurz vorstellen, wahrscheinlich kennen mich hier im Forum nur noch die wenigsten, nach glänzen durch langer Abwesenheit. :ooooh:

Aaaaaalos, ich bin die Lefi, Ende 20 und habe bereits einen Sohn (5). Er bzw. der damalige Kinderwunsch und das Thema Kind bekommen hat mich damals hier zur Bri geführt. Mein "Heimatstrang" war "Für Übende und Vorfreudige", der aber schon lange die Schotten dicht hat. Als dann feststand, das mein Baby im April 2008 geboren werden soll, habe ich mich noch dem Aprilbabys 2008 Strang angeschlossen. Dieser ist zwar heute immer mal wieder kurz vom Aussterben bedroht, konnte bisher aber immer wieder relativ erfolgreich wiederbelebt werden... :kuss: an die Aprimamis 2008.

Ok, ich verquatsch mich gerade. :unterwerf: Um die Sache mal etwas abzukürzen. Für mich stand ziemlich bald fest, das ich noch ein zweites Kind möchte. Es stand für mich aber auch von vornherein fest, das es ein eher größerer Altersabstand sein soll. Ich wollte keines Falls Nr. 2 sobald wie möglich hinter her schießen. Das hab ich mir schlicht zu stressig vorgestellt. Ich wollte gerne, dass das erste Kind schon etwas selbstständiger ist. Und ich meine damit, wirklich selbstständig. Keinen 3-jährigen, der zwar könnte, wenn er wöllte, es dann aber aus Eifersucht oder was weiß der Geier, eben trotzdem nicht macht... Dazu kam, das mein Sohn weiß Gott KEIN Anfängerbaby war. Die Tendenz ging schon eher Richtung Schreibaby. :unterwerf: Es war eine anstrengende Zeit und dennoch habe ich sie genossen. Ok, zwischenzeitlich vielleicht etwas weniger, aber generell war es eine schöne Zeit. Dadurch das mein Sohn mich -uns- sehr gefordert hat, rückte das Thema 2. Kind erst Recht etwas in den Hintergrund. Wobei bei mir der Wunsch stetig erhalten blieb. Nur das WANN, war unklar. Über die Zeit, hat sich bei mir die Frage mit dem, WANN das zweite Kind, etwas verdeutlicht und schon lange ist meine Wunschvorstellung im Sommer nächstes Jahr Nummer 2 zu bekommen. Allerdings planen wir nächstes Jahr eine größere Reise, welche ich unbedingt machen möchte bevor mein Sohn in die Schule kommt und welche ich weder schwanger noch mit zwei Kindern tätigen möchte. Deswegen hat sich mein Wunsch nun ein Jahr nach hinten verschoben. Ich würde gerne im Sommer 2015 mein zweites Kind bekommen. Ob das Mutter Natur dann auch so sieht und bei meinem Plan mitmacht sei mal dahin gestellt. Mein Sohn wäre dann bereits 7, ich Anfang 30. Für mich perfekt. Weitere Kinder sind dann vorerst ausgeschlossen. :freches grinsen: Nein, mehr wie zwei möchte ich eigentlich nicht. Nicht geplant.
Bei meinem Mann sieht bzw. sah die Sache mit dem Kinderwunsch dagegen ganz anders aus. Er liebt unseren Sohn sehr, empfand die Baby- und Kleinkindzeit aber dennoch als sehr anstrengend. Er hat es auch genossen,keine Frage, aber unser Sohn ist tatsächlich ein ganz schöner Wirbelwind, der schon zeitig einen ausgeprägten eigenen Willen hatte und seine Meinung auch standhaft vertreten hat. :unterwerf: Das hat nicht wirklich dazu beigetragen, das bei meinem Mann der Wunsch nach einem weiteren Kind aufkam. Er wusste immer, das ich "später" noch eines möchte. Und so l a n g s a m kann auch er sich mit dem Gedanken anfreunden. Oder besser gesagt, ergreift er nicht mehr gleich die Flucht und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, wenn das Thema auf den Tisch kommt... Es wird besser. :ooooh: Und bis in 2 Jahren, denke ich, ist auch er soweit. (Wenn nicht, hab ich ein Problem. :grmpf: )
Anfangs war es bei mir eine bloße Tatsache, das ich noch ein zweites möchte. Aber der Wunsch wird immer deutlicher. Kleine, süße Babys lassen mich nicht mehr kalt. Und auch Schwangere laufen immer mehr und immer mehr herum... :freches grinsen: Und ich ertappe mich, wie ich sie so ein bisschen beneide.
Ich hatte die Show schon mal. Und zwar gleich die für Fortgeschrittene. Ich weiß also, das nicht alles rosarot ist und das es auch stressig wird. Aber trotzdem - ich will noch mal. Dieses Bauchgefühl, dieser Wunsch wird immer deutlich. Die materiellen und finanziellen Bedingungen sind auch passend. Auch, wenn es so sein wird, das wir auch - oder gerade - mit einem zweiten Kind, beide Vollzeit arbeiten müssen. Aber das schreckt mich nicht ab. Die staatliche Kinderbetreuung ist hier ziemlich gut ausgebaut und auch unser familiäres Umfeld passt. Darüber, das wir (aus finanziellen Gründen) dann nicht mehr die Urlaube machen können, wie wir sie bisher gemacht haben und wie wir sie eigentlich auch gerne weiter machen würden, bin ich mir bewusst. Aber damit muss ich dann wohl leben. Und auch über die eingeschränkte "Freiheit" bin ich mir bewusst. Das alles weiß ich, es verursacht zwar immer mal ein kleines Bauchzwicken, aber trotzdem will ich so gerne... Der Gedanke an ein zweites Kind löst trotzdem Herzrasen aus. Ich kann mir alles noch so gut überlegen, wenn wieder so ein kleines, sehr, sehr forderndes Wesen zu uns kommt, dann wird es der Hammer. Auch wenn der Große, dann tatsächlich schon groß ist. Ich kann nur hoffen, das wir nicht zwei Mal in das Vergnügen geraten, solch ein anstrengendes Baby zu haben. Ich habe immer gesagt "es kann ja nur besser werden" (ich weiß, es klingt böse, aber ihr kennt meinen Sohn nicht!), mittlerweile bin ich mir dessen nicht mehr so sicher, hoffe aber auf das Beste. :freches grinsen:

Es verstärkt sich also der Wunsch zusehends, der Lefimann ist auch nicht mehr in einer kompletten Abwehrhaltung und der gewünschte Zeitpunkt wäre perfekt. Aber....

Peppis
08.09.2013, 20:10
Lou ich hab auch Tränen gelacht und nicke die ganze Zeit.

Und erschrecke mich, dass ich nicke ;-)

Lefi
08.09.2013, 20:16
filterkaffee
dir sei noch gesagt, das ich deine Bedenken, deine Zweifel total gut nachvollziehen kann.
Ich liebe mein Sohn über alles, würde mich aber nicht als "Muttertier" bezeichnen. Ich liebe meine Freiheit, meinen Job, ich gehe gerne aus - allein mit dem Lefimann und auch mit Freundinnen. Ich trinke auch gerne mal das ein oder andere Gläschen. :ooooh: Ich liebe und genieße mein Leben und es ist mit meinem Sohn über die Zeit natürlich auch immer einfacher geworden. Ein Baby würde mich komplett zurück werfen. Das finde ich etwas schade, aber der Wunsch nach dem zweiten rückt immer mehr in den Vordergrund. Ich habe noch ein bis zwei Jahre um mich bewusst "auszutoben", auf Partys zu gehen, in die Disko, tanzen gehen... Und das Leben hört ja mit zwei Kindern nicht auf, es verändert sich. Und sicher nicht zum negativen!

Fühl dich gedrückt,
Lefi :blumengabe:

Entchen
08.09.2013, 20:34
Lefi, nur wegen dir abonniere ich hier :kuss:

lou79
08.09.2013, 21:02
Lefi, Peppis
Macht mich glücklich wenn ich jemand glücklich machen kann :smile:

Katzentier
08.09.2013, 21:13
Schön, dass hier auch soviel los ist und viele die gleichen Zweifel umtreiben wie mich :unterwerf::lachen:

Bei uns war es ja auch so, dass wir immer zwei Kinder haben wollten und ich frage mich natürlich auch jetzt manchmal, ob das einfach so in meinem Kopf verankert ist...also dass mehr diese Vorstellung von der 4-Personen-Familie mich lockt oder ich wirklich und wahrhaftig noch ein Kind haben möchte.

In den letzten Tagen denke ich vermehrt darüber nach, wahrscheinlich auch dank dieses Stranges...und mein Bauch sagt immer mehr Jaaaaa....es ist irgendwie ulkig, einerseits kann ich mir nicht vorstellen, nie wieder schwanger zu sein, nie wieder ein eigenes Baby zu haben und aufwachsen zu sehen...und andererseits kann ich mir genau DAS nicht vorstellen, also dass wir tatsächlich nochmal ein Baby haben werden.
Allerdings konnte ich mir vor Kitty auch nicht vorstellen, überhaupt jemals tatsächlich Mutter zu sein und auch heute stehe ich manchmal noch von mir selbst überrascht neben Kittys Bett, streichle ihr über den Kopf und denke "Wow, ich bin Mutter!!!! Krass!!!!" :freches grinsen::freches grinsen:
Dabei hatte ich nun schon 3 Jahre Zeit, mich an diese Tatsache zu gewöhnen...

Burgerqueen, hast du auch mal mit im Januar 2010-Strang geschrieben? Kommst mir so bekannt vor...da war ich auch mal für wenige Wochen, aber meine erste Schwangerschaft endete leider in einer FG.
Davor hätte ich jetzt auch wieder Angst, dass mir das nochmal passiert....vielelicht klappts ja auch gar nicht mehr und ich hab mir völlig umsonst das Hirn zermartert....

Huhu Entchen! :blume:
Bö`s T-Shirts wurden diesen Sommer sehr gerne getragen :cool:

Entchen
08.09.2013, 21:16
Huhu Entchen! :blume:
Bö`s T-Shirts wurden diesen Sommer sehr gerne getragen :cool:

Sie sahen an kitty bestimmt auch viel besser aus als sie es an meinem buddy getan hätten :fg engel:

Katzentier
08.09.2013, 21:19
Sie sahen an kitty bestimmt auch viel besser aus als sie es an meinem buddy getan hätten :fg engel:

Lass mich kurz überlegen...ähm..Ja! :fg engel:

Lefi
08.09.2013, 21:38
Lefi, nur wegen dir abonniere ich hier :kuss:

Du bist süß. :wangenkuss:

Entchen
08.09.2013, 23:04
Du bist süß. :wangenkuss:

Wie wäre es mit "du bist süß. Aber das ist doch gar nicht nötog. Dir würde ich neuigkeiten doch sowieso auch auf einem anderen kanal weiterleiten"??? ;-)

Lefi
08.09.2013, 23:46
Wie wäre es mit "du bist süß. Aber das ist doch gar nicht nötog. Dir würde ich neuigkeiten doch sowieso auch auf einem anderen kanal weiterleiten"??? ;-)

Aber ich bitte dich! Das weißt du doch! Natürlich ist das nicht nötig. Und trotzdem süß. ;-)

burgerqueen
09.09.2013, 14:42
Hallöchen Lefi und Katzentier:

nein, ich war im Dezember2009-Strang ! Tut mir leid mit der Fehlgeburt und der damit verbundenen Angst, hatte ich auch ! Auch vor dieser Schwangerschaft hatte ich wieder eine (wie beim 1. Kind schon), davor ist man leider nie sicher:knatsch:

Ich kann auch nicht genau kanalisieren, obs bei mir wirklich der echte Wunsch nach Nummer 2 war oder eben die Vorstellung das sonst nicht nochmal erleben zu können. Aber nun ists ja eh schon "angeleiert":freches grinsen:, was einen wirklich erwartet kann ich mir auch noch nicht ausmalen...ich stürze mich einfach erneut ins Abenteuer, wie schon beim ersten Kind :smile:. Und es wird uns als Familie komplett machen, auch wenn das ein abgedroschener Ausdruck ist. Mein Söhnchen ist hin und weg und ich weiß auch, dass es ihm sehr gut tun wird, noch einen "Kumpel" zu bekommen. Und uns als Eltern wird es schon bereichern, wenn der Neuzugang auch nur halb so Zucker wie er wird :liebe: ... und dabei konnte ich mir sowas früher niemals vorstellen.

filterkaffee
09.09.2013, 20:51
filterkaffee
dir sei noch gesagt, das ich deine Bedenken, deine Zweifel total gut nachvollziehen kann.
Ich liebe mein Sohn über alles, würde mich aber nicht als "Muttertier" bezeichnen. Ich liebe meine Freiheit, meinen Job, ich gehe gerne aus - allein mit dem Lefimann und auch mit Freundinnen. Ich trinke auch gerne mal das ein oder andere Gläschen. :ooooh: Ich liebe und genieße mein Leben und es ist mit meinem Sohn über die Zeit natürlich auch immer einfacher geworden. Ein Baby würde mich komplett zurück werfen. Das finde ich etwas schade, aber der Wunsch nach dem zweiten rückt immer mehr in den Vordergrund. Ich habe noch ein bis zwei Jahre um mich bewusst "auszutoben", auf Partys zu gehen, in die Disko, tanzen gehen... Und das Leben hört ja mit zwei Kindern nicht auf, es verändert sich. Und sicher nicht zum negativen!

Fühl dich gedrückt,
Lefi :blumengabe:

Hallo Lefi,

willkommen bei uns!
Interessant, jemand zu lesen, der einen großen Altersunterschied zwischen 1 und 2 vorzieht.. und du hast ja mit deinen jungen Jahren auch die Zeit dafür (Neid!). Eure Plan klingt doch gut - vor allem auch, dass du die Zeit bis dahin bewusst genießen und nutzen willst. Wir haben das auch so gemacht, bevor wir mit dem üben für unsere Tochter anfingen - geplant, ein Jahr später anzufangen und die Zeit noch bewusst für uns genutzt. In dem Jahr haben wir dann nochmal viel unternommen, gearbeitet, gefeiert, geschlafen, sind viel gereist etc.. Und als das Jahr um war, waren wir auch absolut bereit dafür, ein Kind zu bekommen. Vielleicht sind wir das für Nr. 2 auch irgendwann... Naja, ich zumindest war heute wieder total abgeschreckt, als ich die teilweise hochschwangeren Mamas auf dem Spielplatz gesehen hab, die ihren Kleinkindern hinterher gehechtet sind...

LG!

Lefi
13.09.2013, 12:25
Hallo Lefi,

willkommen bei uns!
Interessant, jemand zu lesen, der einen großen Altersunterschied zwischen 1 und 2 vorzieht.. und du hast ja mit deinen jungen Jahren auch die Zeit dafür (Neid!).

Danke. :blumengabe:
Warum eigentlich keinen großen Altersunterschied? Für mich/ uns kam es wie gesagt NIEMALS in Frage Nummer 2 zeitnah hinterher zu planen. Der Lefimann hat ein zweites Kind eine Zeitlang sogar komplett ausgeschlossen, da unser wundervoller Sohn einfach auch sehr, sehr fordernd, aktiv, energiegeladen, laut, manchmal (sehr) schlecht hörend und ständig am testen ist. (Aber auch clever, schlagfertig und intelligent. :liebe:) Das hat uns keines Falls auf den Gedanken kommen lassen, direkt ein zweites Kind zu bekommen. Das wäre mir ehrlich gesagt, schlicht zu anstrengend gewesen. Und wenn ich da meine Schwägerin betrachte mit einem 3-jährigen und einem 1,5-jährigen Kind, dann weiß ich, das meine Entscheidung für mich richtig war. Der "Große" macht was er will und die Kleine hat Mami und Papi ganz fest im Griff... Das ist sicher nicht überall so, aber bei ihr ist es so und wer weiß, wie es bei uns gelaufen wäre. Eine "ordentliche" Erziehung ist mir aber wichtig und wenn Freunde zu mir sagen, das Lefikind ist das einzige Kind was sie kennen, was "Wie bitte?" und nicht "häh?" oder "was?" etc. sagt, dann ist das noch ein Punkt mehr, der meine Entscheidung, sich erst einmal auf das eine Kind zu konzentrieren, bestätigt.
Wobei du natürlich Recht hast - nur aufgrund unseres noch relativ jungen Alters :knatsch:, können wir uns diesen großen Altersabstand auch leisten. Wenn es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, wäre ich 31 bei Kind Nr. 2 und der Lefimann 34. Das passt. :smirksmile:



Naja, ich zumindest war heute wieder total abgeschreckt, als ich die teilweise hochschwangeren Mamas auf dem Spielplatz gesehen hab, die ihren Kleinkindern hinterher gehechtet sind...

Mhm... da geh ich voll und ganz mit. Aber hat es dich nur abgeschreckt oder hat dich der Babybauch auch angelacht?
Du meintest ja im deinem Eröffnungspost, das die du teilweise neidisch auf die Schwangeren blickst... Bist du noch in dem Zwiespalt, das der Wunsch nach einem weiterem Kind vorhanden ist, du es dir aber zu anstrengend vorstellst?

Liebste Grüße
Lefi :blumengabe:

Kamille
13.09.2013, 20:41
Hallo liebe Lefi,

ich kann Deine Argumente verstehen, bin aber nicht sicher, ob das wirklich an der Größe des Altersunterschieds liegt. Ich denke, mit 3 sind die Kinder in der "Unabhängigkeitsphase", die macht ja jedes Kind in dem Alter mal mehr mal weniger intensiv durch. Meine Tochter war in dem Alter auch nicht immer nur lieb und nett. Das hängt vom Temperament und Gemüt der Kinder ab. Meine Große sagt Bitte und Danke und Wie bitte? und der Kleine guckt sich das jetzt ab und ist bald noch höflicher. :freches grinsen: Allerdings sind meine nicht nur 1,5 Jahre auseinander wie in Deinem Beispiel sondern 3 Jahre. Aber auch da kenne ich Eltern mit zwei Kindern unter 2, die alles gut im Griff haben und deren Alltag nicht viel anders abläuft als bei uns. Und bitte und danke kann man auch zwei Kindern beibringen. Das muss man ohnehin vorleben.

Viele Eltern planen ja ganz bewusst einen kurzen Abstand, um die Babyzeit schnell hinter sich zu haben. Ich denke, dass ist auch eine Möglichkeit der Planung und die Zeit, in der beide Kinder so klein sind ist auch begrenzt. Das ist rückblickend betrachtet der kürzeste Abschnitt in der Kindheit. Was ich gut nachvollziehen kann ist jedoch, dass es am Anfang leichter ist, wenn das erste Kind schon größer und damit selbständiger ist und man ihm auch schon erklären kann, was passiert und welche Veränderungen anstehen. Demgegenüber gewöhnen sich jüngere Kinder meistens auch schnell an die veränderte Familiensituation, denn sie kennen es später gar nicht mehr anders. Du siehst, es hat alles seine Vor- und Nachteile. :freches grinsen:


Ich finde es interessant, dass sich viele dieselben Gedanken um das zweite Kind machen wie ich mir gerade um das dritte. Werde ich allen Kindern gerecht, kann ich allen genügend Zeit widmen, schaffe ich es mit einem Baby, die größeren Geschwister noch ausreichend zu "betüdeln"? Mir hatte mal eine liebe Kollegin gesagt: "Ein Kind ist kein Kind.". Da hatte ich erst ein Kind und sie schon zwei und ich fand dieses Aussage total blöd. Jetzt weiß ich, was sie meinte, denn ich finde es inzwischen auch immer sehr entspannt, wenn ich mal mit nur einem meiner Kinder unterwegs bin. Inzwischen finde ich es aber auch okay, beide Kinder zu betreuen und empfinde das auch nicht anstrengender als ich es damals mit einem Kind fand. Man wächst mit seinen Aufgaben, das ist tatsächlich so. Man lernt das zweite Kind auch kennen und in den Alltag zu intergrieren und denkt dann eben für zwei Kinder und nicht mehr nur für eines und es werden beide Kinder schnell größer und der Alltag auch Schritt für Schritt leichter....

Lieben Gruß

filterkaffee
14.09.2013, 13:46
[QUOTE=Lefi;23187201]
Mhm... da geh ich voll und ganz mit. Aber hat es dich nur abgeschreckt oder hat dich der Babybauch auch angelacht?
Du meintest ja im deinem Eröffnungspost, das die du teilweise neidisch auf die Schwangeren blickst... Bist du noch in dem Zwiespalt, das der Wunsch nach einem weiterem Kind vorhanden ist, du es dir aber zu anstrengend vorstellst?
QUOTE]

Ja, ich bin da zwiegespalten. Auf der einen Seite bin ich neidisch-wehmütig, wenn ich Frauen mit Kugel sehe (das sind dann eher die, die ohne Kinder unterwegs sind und so glücklich, schön und fit aussehen), auf der anderen Seite bin ich abgeschreckt, wenn ich Frauen mit Kugel UND Kleinkind sehe (die dann eher gestresst und müde aussehen...). Ist wahrscheinlich auch nur meine Wahrnehmung bzw. ich stelle mich mir mit Kugel und Klein-Wusel hat eher als letzteres vor... Genauer gesagt, hätte ich sehr viel Respekt und Angst vor der Situation und bin deshalb sicher noch nicht bereit dafür. Ich finde es halt auch einfach körperlich so anstrengend mit der Kleinen, was auch an unserer Wohnsituation liegt (3. Stock Altbau ohne Fahrstuhl, mitten in der Stadt d.h. ich kann nicht entspannt mit ihr rausgehen, da sie nicht mehr im KiWa sitzen will, aber auch nicht brav an der Hand laufen...).

Aber jetzt euch erstmal ein entspanntes WE! Mein Freund und ich gehen heute zum ersten Mal seit 2 Jahren wieder gemeinsam ins Kino :smile: :smile: :smile:

LG

neka
22.10.2013, 10:30
*rauskram*

Nachdem ich am Wochenende zwei Frischlinge aus dem Freundeskreis bewundern durfte (wirklich herzallerliebste, pflegeleichte Mädels *schmelz*), hab ich festgestellt: momentan ist ein zweites Würmchen absolut noch kein Thema und 2014 auch noch nicht. Eventuell Ende 2014 mal langsam gedanklich drauf einstellen, also noch ein Jahr mindestens keine konkreten Vorhaben. So süss kleine Babies auch sind, ich bin einfach nicht der Typ Frau, der beim Anblick von Neugeborenen direkt nen Eisprung hat :freches grinsen:
Ganz abschütteln mag ich den Gedanken an ein Zweitkind aber nicht, ich hab grundsätzlich nach wie vor den Mut und die Lust, das ganze Gedöns nochmal von Anfang an aufzurollen. Mit der Erfahrung von Nummer eins und einer bis dahin hoffentlich (:zwinker:) verständigeren, mindestens 3 Jahre alten Tussi.

filterkaffee, wie war denn euer Kinobesuch? Wir müssen uns wirklich mal ne neue Babysitterin anlachen, ich will auch mal wieder ins Kino :beleidigt:

Katzentier
22.10.2013, 11:11
Na, dann nutze ich die Gelegenheit , um mich auch mal wieder zu melden.
Ich vermelde: Ich bin keinen Schritt weiter :freches grinsen:

Lezte Woche hab ich erfahren, dass ein Bekannte von mir schwanger ist. Sie hat ein ebenfalls dreijähriges Kind und ihre Situation ist auch nicht unbedingt bilderbuchmässig. Meine Gefühle sind mal wieder total zweigeteilt. Einerseits bin ich ein klitzekleines bisschen "neidisch"....dass sie das jetzt alles noch einmal erleben darf, die Aufregung,die Freude, welches Geschlecht wird es habne, wie wird es asusehen, die ersten zwarten Stupser im Bauch. Wieder ein kleines Baby aufwachsen sehen vom hilflosen Etwas zum lustigen (haha :zwinker:) Kleinkind etc
Gleichzeitig denke ich mit Grausen an Übelkeit, Müdigkeit, Rückenschmerzen, dicke Beine, Geburtsschmerzen, schrecklihe Nächte...und das alles mit grossem Kind, was auch immer gut gelaunt und durchschlafend unterwegs ist (huch, wie verwunderlich :freches grinsen:)

Im Moment denke ich mir, ich würde am liebsten direkt ein Einjähriges geliefert bekommen..ohne anstrengende SChwangerschaft, ohne Geburt...die schlimmsten Nächte überstanden :ooooh::lachen::smirksmile:
Aber das wird wohl eher nicht klappen hehe....also wird weiter gegrübelt...

Ist einem von Euch auch schon mal aufgefallen, dass die Tendenz zu Kind 2 mit den Hormonen schwankt?
Während meiner Mens und kurz davor bin ich eher dagegen (zur Zeit) und danach und um den ES herum bin ich plötzlich wieder guter Dinge, dass ich das sicher alles gut schaffen werde..hihi, schon verrückt die liebe Natur...

neka
22.10.2013, 11:22
Katzentier, ist das mit den Hormonen auch so, wenn man mit Pille "eingepegelt" ist? :freches grinsen: Vermutlich nicht, ich zumindest fühl da recht konstant. Aber ich hab mit meiner Ausbildung nebenbei auch noch eine andere Baustelle, die ja eh bis in den Frühling ein fixer Blocker fürs Thema ist und danach muss ich auch erst mal durchschnaufen (um mir dann hoffentlich erst mal wieder ein höheres Arbeitspensum aufzuladen, klar :freches grinsen:). Ich hab es momentan einfach nicht eilig...

Ja, ein Einjähriges "fertig" geliefert, das wäre schon was. Aber andererseits so ein minikleines, friedlich auf einem schlummerndes Etwas? Hach, da hab ich einfach noch schöne, wenn auch schon sehr verblasste Erinnerungen und sowas gehört doch dazu. (gut, die offenen Brustwarzen und Stilldramen bräuchte ich nicht, aber da hilft eben die Erfahrung, da würde ich mir direkt andere, bessere Hilfe von Anfang an einfordern :beleidigt:)
Und - ich Böse mal wieder... - wie soll man die Trotzphase als Mutter bitte durchstehen, wenn man nicht schon die tiefe Bindung mit Erinnerung an das o.g. minikleine Etwas hat? :freches grinsen: Man muss seinem Kind doch sagen können "du warst SO süss als Baby" :zwinker:

Katzentier
22.10.2013, 12:02
Neka, ich schätze mal, unter Pilleneinfluss ist man "gleichmütiger" :freches grinsen::smirksmile:
Vielleicht solltest Du sie mal absetzen, ggf eröffnen sich dann ganz neue Welten bei Deiner Entscheidungsfindung :cool: Oder die Entscheidung wird dir dann abgenommen, hehe...

Achja natürlich ist das nur so gesponnen, im Endeffekt fänd ich ja auch eine zweite Schwangerschaft spannend und möchte auch die ersten Moment mit Baby auf dem Bauch nicht missen. Aber ich hab eben auch vor all dem einen Heidenrespekt....
Allerdings war ich eh noch nie gut im Entscheidungen treffen, egal um was es geht. Eigentlich ein Wunder, dass ich ein Kind habe :freches grinsen:

burgerqueen
22.10.2013, 12:15
Ach Mädels, ich verstehs so gut...ich hab momentan auch eigentlich auf das ganze Gedöhns am Anfang und auf die Geburt vor allem keine Lust...eher sogar Angst, aber es ist ja nun zu spät und nichtmehr umkehrbar. Wenn das bei uns nicht immer so schnell klappen würde, hätte ich mich wahrscheinlich auch wieder umentschieden.

Entchen
22.10.2013, 12:20
Katze, ich habe genau wie du gedacht... Ein einjähriges baby? Sofort! Ein schlecht schlafendes, gefrustetes neugeborenes? Och nö... Die bö war als baby so unzufrieden; das änderte sich erst, als sie laufen konnte.

Irgendwann wollte ich dann doch wieder. So sehr, dass ich auch das neugeborene mit allen strapazen genomme hätte. Wir haben es gewagt. Die schwangerschaft war schwieriger als bei der bö. Ich hatte ordentlich angst vor dem ersten jahr.

Das erste halbe jahr ist jetzt um, und es war SO entspannt... Buddy ist so viel pflegeleichter und ausgeglichener als die bö. Rückwirkend ärgere ich mich, so lange gewartet zu haben.

Mailine
22.10.2013, 12:41
darf ich mich mal kurz einmischen?

ab wann hattet ihr mit babysitter angefangen? ich habe da null ahnung und bin gespannt, wie eure erfahrungen waren.

ein schöner kinoabend oder schön essen gehen mit dem herrn gemahl wäre irgendwann mal wieder echt was feines. :smile:

vielen dank vorab

liebes grüssle
mailine

ps ich selbst bin eine zweitkind-wunschmami, nur noch nicht aktuell beim umsetzen des wunsches :zwinker:

neka
22.10.2013, 12:45
Katzentier:
Ach nee, mir ist die hormonelle Ausgeglichenheit doch insgesamt lieber :freches grinsen: und sicherer, so schnell wie ich damals schwanger wurde :pfeifend: (wobei: so heftig lodert das Feuer hier nicht, mehr Sparflamme :peinlich: :freches grinsen:)
Kannst dich ja selbst auf die Probe stellen: Münzwurf entscheidet, ob Zweitkind ja oder nein. Wenn du vom Ergebnis enttäuscht bist, dann weisst du auch, was los ist :zwinker:

Komisch, vor der Geburt an sich hab ich nicht wirklich Angst, auch wenn ich das nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig fand und es einfach nur zu lange für meinen Geschmack ging. Aber zB hatte ich ne tolle PDA und damit war alles einfacher. Ich kenn diesen schönen Ausweg somit und das macht mir alles keinen Bammel, wenn ich recht überlege. Ganz übel fand ich hingegen das Wochenbett mit all seinen "netten" Begleiterscheinungen, der schlechte Stillstart, dass die Tussi nicht satt wurde und ab- statt zunahm und dann auch noch anfing, nach jeder Mahlzeit noch über eine Stunde Milchgeysir zu spielen - als DAS hat mich damals echt an den Rand des Wahnsinns getrieben und war für mich zuviel. Rückblickend find ich es zwar auch nicht gerade lächerlich, aber ich würde es jetzt nicht mehr so tragisch nehmen. Ein etwas entspannterer Start wäre mir dennoch lieber :unterwerf:

Entchen: wieviel sind deine 2 Kids auseinander?

Eine Bekannte hat nen (seeehr aktiven) Jungen, der 16 Monate ist. Im Winter kommt mit exakt 18 Monaten Abstand Kind zwei. Im Vergleich ist meine Tussi echt gemütlich (äh, phasenweise halt :freches grinsen:), aber die Vorstellung, gerade hochschwanger zu sein... nee, danke, viiiiiielen Dank :freches grinsen:

neka
22.10.2013, 12:48
Mailine:
Weil wir es zeitlich nicht früher hinbekommen haben, haben wir erst mit 13 Monaten die Babysitterin eingeführt. Aber "Fremdbetreuung" (igitt, das klingt schon übel :zwinker:) gab es (wie dir ja bekannt ist :freches grinsen:) schon ab 6 Monaten.
Ach nee, schau, einmal hatten wir mit knapp 6 Monaten ne Freundin zum Babysitten da! Ging auch super. Ich würd sagen: jemand nettes finden (oder auf Familie zurückgreifen) und mal ausprobieren. Und wenn ihr nur 2 Stunden alleine essen geht :smile: im allerschlimmsten Fall klappt es nicht und ihr müsst das Futter einpacken lassen...

Mailine
22.10.2013, 12:51
@neka:
das wusste ich nicht mehr bzw hatte es nicht mehr auf dem schirm :blume: sorry (noch kann ich es auf mein stilldemziges hirn schieben:peinlich:)

@entchen:

entchen ich weiss, dass es mit buddy gut klappt. das ist super.

ich weiss halt nur nicht wie es bei mini-mailine wäre und denke, dass ein paar stunden babysitter schon nicht ohne sind. so sind wir mamis verschieden ;-) sie hatte auch schon ihre fremdel-phase (ja, so früh) daher. ....

neka
22.10.2013, 12:56
Mailine:
Quatsch, sowas musst du dir ja nicht merken. Drum schrieb ich es nochmal :blume:
Mein Rat zum Babysitter: nach und nach die Person eingewöhnen, dann klappt das schon. Ob es jetzt 2 Anläufe oder 2 Monate dauert, kann dir natürlich niemand sagen. Aber ohne Ausprobieren wirst du es nie rausfinden. Solange du dich dabei gut fühlst, fühlt sich das Zwerglein sicher auch in Abwesenheit gut.

Inaktiver User
22.10.2013, 13:28
Ich mische mich auch mal kurz ein: Mailine, die Fremdelphase kommt und geht und kommt wieder usw., kann ich aus meiner Erfahrung berichten. Und dass sie fremdeln, bedeutet m. E. nach nicht, dass man sie nicht "fremdbetreuen" lassen kann. Und man macht ja ohnehin so etwas wie eine "Eingewöhnung" mit dem Babysitter und da sieht man ja schon eine Tendenz.

Ich schließe mich Neka an: ausprobieren!

Ich denke auch oft, dass ich meine Kinder kenne und meine zu wissen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren werden. Das passt auch oft, aber manchmal halt auch nicht, ganz zu meiner Überraschung.

Entchen
22.10.2013, 13:37
darf ich mich mal kurz einmischen?

ab wann hattet ihr mit babysitter angefangen? ich habe da null ahnung und bin gespannt, wie eure erfahrungen waren.

ein schöner kinoabend oder schön essen gehen mit dem herrn gemahl wäre irgendwann mal wieder echt was feines. :smile:

vielen dank vorab

liebes grüssle
mailine

ps ich selbst bin eine zweitkind-wunschmami, nur noch nicht aktuell beim umsetzen des wunsches :zwinker:

Babysitter bei der bö sehr spät. Bei buddy sehr früh (mit sechs wochn glaube ich), aber er ist echt kein maßstab. Zum einen hat er wirklich null probleme mit fremdbetreuung; zum anderen hat er, wenn er bebabysittet wird, immer die bö dabei. Und sie kennt ihn, kann ihn "übersetzen", weiß, was er will.

Ich hätte es auch bei ihm nicht so früh gemacht, wenn unsere babysitterin nicht zufällig ausgebildete erzieherin wäre und mittlerweile eher eine freundin. Jedem würde ich so ein kleines baby nicht anvertrauen. Ich bin ja insgeheim doch eine neurotische oberglucke mit kontrollzwang ;-)

Mit jemand liebevollem, im idealfall mit ausbildung (erzieherschülerin?) klappt es aber bestimmt gut. Ich fand imme schwierig, die häufigkeit des sittens richtig zu wählen... Es sollte schon eine gewisse regelmäßigkeit haben, sonst kannst du deine tochter jedes mal neu an den sitter gewöhnen - aber so oft wollte ich die bö damals gar nicht fremdbetreut haben ;-)

Neka, meine beiden sind fünf jahre minus vier tage auseinander ;-)

neka
22.10.2013, 13:50
Entchen, oh, fast ne Punktlandung :freches grinsen:

Ja, Erfahrung im Babysitten ist ein Vorteil! Die Freundin, die damals kam, hat das in der Jugend ständig gemacht und wollte mal Erzieherin werden. Und sie hat die Tussi so toll gefunden, wie hätte ich ihr das Angebot abschlagen können? :zwinker: Aber ging für ein sorgloses Abendessen wirklich gut damals.
Die "richtige" Babysitterin war Praktikantin in der Krippe und kam dann so alle 3-4 Wochen zu uns. Leider darf sie, seit die Ausbildung losging, vom Arbeitgeber aus nicht mehr privat zu den Krippenkindern, sonst hätten wir das so weitergemacht. Sie war auch schon erfahrene Babysitterin, was mir wichtig war. Und die Tussi kannte sie, das war ideal.
Gefremdelt hat die Tussi nie so besonders stark. Sie versteckt sich zwar auch mal bei uns auf dem Arm oder braucht etwas Auftauzeit (das kleine TK-Huhn :freches grinsen:), aber insgesamt geht es gut. Man muss nur als Mutter auch loslassen können, denke ich. Wenn Mutti schluchzend an der Tür steht und vom Papa rausgezerrt wird, will das Kind wahrscheinlich nicht so gerne beim Babysitter bleiben? :freches grinsen:

filterkaffee
22.10.2013, 20:39
Komisch, vor der Geburt an sich hab ich nicht wirklich Angst, auch wenn ich das nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig fand und es einfach nur zu lange für meinen Geschmack ging. Aber zB hatte ich ne tolle PDA und damit war alles einfacher. Ich kenn diesen schönen Ausweg somit und das macht mir alles keinen Bammel, wenn ich recht überlege. Ganz übel fand ich hingegen das Wochenbett mit all seinen "netten" Begleiterscheinungen, der schlechte Stillstart, dass die Tussi nicht satt wurde und ab- statt zunahm und dann auch noch anfing, nach jeder Mahlzeit noch über eine Stunde Milchgeysir zu spielen - als DAS hat mich damals echt an den Rand des Wahnsinns getrieben und war für mich zuviel. Rückblickend find ich es zwar auch nicht gerade lächerlich, aber ich würde es jetzt nicht mehr so tragisch nehmen. Ein etwas entspannterer Start wäre mir dennoch lieber :unterwerf:


Geht mir genauso. Ich hatte auch - relativ früh - eine grandiose PDA. Herrlich. Meine Kurze kam in der Vorweihnachtszeit zur Welt und während ich mit PDA weitergeweht habe, haben wir Lebkuchen gegessen und die Schwester hat uns Tee gebracht. Fehlte nur noch, dass sie uns ein Kerzchen angezündet hätte :freches grinsen:
Wochenbett hingegen: Furchtbar!!! Stillen hat bei mir auch nicht wirklich geklappt und dieses Programm mit Pumpe, Stillversuchen + Flasche hat mich so fertig gemacht. Nach 3 Wochen hab ich das Stillen dann aufgegeben, aber 4 Monate lang noch tapfer weitergepumpt. Könnte man bei Kind Nr. 2 natürlich sehr viel leichter haben und einfach von Anfang an nur Flasche geben. Aber ob ich das so ganz locker ohne schlechtes Gewissen durchziehen würde..??

filterkaffee
22.10.2013, 20:52
*rauskram*

Nachdem ich am Wochenende zwei Frischlinge aus dem Freundeskreis bewundern durfte (wirklich herzallerliebste, pflegeleichte Mädels *schmelz*), hab ich festgestellt: momentan ist ein zweites Würmchen absolut noch kein Thema und 2014 auch noch nicht. Eventuell Ende 2014 mal langsam gedanklich drauf einstellen, also noch ein Jahr mindestens keine konkreten Vorhaben. So süss kleine Babies auch sind, ich bin einfach nicht der Typ Frau, der beim Anblick von Neugeborenen direkt nen Eisprung hat :freches grinsen:
Ganz abschütteln mag ich den Gedanken an ein Zweitkind aber nicht, ich hab grundsätzlich nach wie vor den Mut und die Lust, das ganze Gedöns nochmal von Anfang an aufzurollen. Mit der Erfahrung von Nummer eins und einer bis dahin hoffentlich (:zwinker:) verständigeren, mindestens 3 Jahre alten Tussi.

filterkaffee, wie war denn euer Kinobesuch? Wir müssen uns wirklich mal ne neue Babysitterin anlachen, ich will auch mal wieder ins Kino :beleidigt:

Hier auch kein Eisprung beim Anblick von Säuglingen. Bei der Tagesmutter ist ein neues Kind, das gerade 1 geworden ist. Der ist soooo niedlich. Das Krabbel- und Gebrabbel-Alter fand ich schon sehr goldig, das würde ich gerne nochmal erleben.

Ach, Kino war herrlich. Wir haben "Portugal, mon amour" gesehen und danach - thematisch passend - noch spontan ein Bier beim Portugiesen um die Ecke getrunken. Einen Babysitter haben bzw. brauchen wir nicht, da meine Eltern so einmal im Monat in unserer Stadt sind und wir das immer ausnutzen. Haben wir schon recht früh gemacht (so ab 3-4 Monaten), dass wir abends dann was unternehmen. Für den Notfall haben wir auch unsere Tagesmutter, die war letztens mal da als meine Eltern nicht konnten. Da waren wir auf einem Konzert, das war sehr cool. Also bzgl. Freizeit / Paarzeit kann ich mich nicht beschweren.

Und unsere Babyphone-App haben wir ja auch; wir gehen am WE manchmal auf ein Weinchen in die Kneipe in unserer Straße. Aber seid der Fall Maddie wieder präsenter in den Medien ist, ist mir dabei nicht mehr so wohl. Obwohl wir unser Kind nicht bei offener Terrassentür im Erdgeschoss ohne Babyphone schlafen lassen sondern im 3. Stock mit geschlossener Wohnungs- und Haustür und einem unüberwindbaren Hoftor...

burgerqueen
23.10.2013, 09:03
Filterkaffee, welche Babyphone App nutzt Ihr denn?

Mich berühren andere Neugeborene auch nachwievor garnicht, mal sehen wie das noch wird..

Kamille
23.10.2013, 14:02
Mich berühren andere Neugeborene auch nachwievor garnicht, mal sehen wie das noch wird..

Wenn ich darauf gewartet hätte, hätte ich keine Kinder. :smirksmile: Mich berühren die Babys anderer Leute auch eher selten, vllt. noch am ehesten die Kinder von engen Freundinnen oder denjenigen, zu denen ich aus andere Gründen einen inneren Bezug habe. Ich finde ab und zu auch mal andere Babys oder Kinder "objektiv" betrachtet niedlich, aber ansonsten kam dieses "Babygefühl" bisher eher nur bei meinen eigenen Kindern hoch. Ich bin da wohl nicht so "mütterlich" veranlagt.

Marsala
23.10.2013, 16:06
Hihi,

ein interessantes Thema habt ihr hier, das mich auch schon seit laengerem beschaeftigt. Habe eine 21 Monate alte Tochter und ueberlege nach einer nicht so lustigen 1. Schwangerschaft, wann wohl der beste Zeitpunkt fuer Nummer zwei gekommen waere...

Ein zweites Kind moechte ich sehr gerne haben und eigentlich waren wir uns auch immer einig, dass der Altersabstand nicht soo gross sein sollte. Aber das Monster schlaeft sooo schlecht, aktuell andauernd seit begin Juli, dass ich mir gerade gar nicht vorstellen kann, wie das schwanger dann so funktionieren soll.

Angeregt durch eure Diskussion mache ich jetzt am Wochenende den Frischlingstest :freches grinsen: Meine Freundin hat gerade Nummer drei bekommen und Nummer zwei hat praktischerweise genau den Altersabstand denn wir so haetten, wenn wir Dezember / Januar nicht verhueten wuerden....

Kamille
23.10.2013, 16:32
Hallo, wie alt ist denn Deine Tochter? Meine Tochter (jetzt 5,5 Jahre) konnte zwar immer recht gut einschlafen, hat aber bis zu ihrem dritten Geburtstag ungefähr nicht wirklich eine Nacht durchgeschlafen. Allerdings ist sie immer gleich wieder eingeschlafen, sobald sie zu uns ins Bett wandern durfte und so machen wir das in schlechteren Schlafphasen bis heute (allerdings liegt jetzt inzwischen auch der Sohnemann - 2 Jahre - dazwischen), weil alle damit gut leben und vor allem schlafen können. :schlaf gut:

Marsala
23.10.2013, 20:41
Hallo Kamille,

meine Tochter ist fast 21 Monate alt. Sie duerfte auch gerne bei uns im Bett schlafen, aber meistens tut sie das nicht sondern waelzt sich vom einem zum anderen und kommt gar nicht zur Ruhe. Dann liegen wir zur dritt wach im Bett :freches grinsen: Daher 'darf' sie jetzt wieder bei sich im Bett schlafen...

filterkaffee
28.10.2013, 12:52
Filterkaffee, welche Babyphone App nutzt Ihr denn?

Mich berühren andere Neugeborene auch nachwievor garnicht, mal sehen wie das noch wird..

Wir benutzen die App "Baby Monitor". Die kam am Samstag abend auch wieder zum Einsatz. Haben das milde Wetter nochmal genutzt und vor der Kneipe in unserer Straße gesessen. Aber irgendwie konnten wir es diesmal nicht so wirklich genießen. Die Nacht auf Samstag (und dann auch die auf Sonntag) war unruhig gewesen. Tochter verschnupft und leider haben die Nachbarn das milde Wetter auch nochmal genutzt und auf dem Balkon Party gemacht. Und in der Nacht darauf dann nochmal - da haben dann Studis im Vorderhaus bei offenem Fester in der Küche gefeiert. :knatsch: Wenn das so weitergeht landen wir doch noch am Stadtrand im Neubaugebiet, wo es nachts schön ruhig ist, weil alle erschöpften Eltern schlafen....

filterkaffee
28.10.2013, 12:57
Hihi,

ein interessantes Thema habt ihr hier, das mich auch schon seit laengerem beschaeftigt. Habe eine 21 Monate alte Tochter und ueberlege nach einer nicht so lustigen 1. Schwangerschaft, wann wohl der beste Zeitpunkt fuer Nummer zwei gekommen waere...

Ein zweites Kind moechte ich sehr gerne haben und eigentlich waren wir uns auch immer einig, dass der Altersabstand nicht soo gross sein sollte. Aber das Monster schlaeft sooo schlecht, aktuell andauernd seit begin Juli, dass ich mir gerade gar nicht vorstellen kann, wie das schwanger dann so funktionieren soll.

Angeregt durch eure Diskussion mache ich jetzt am Wochenende den Frischlingstest :freches grinsen: Meine Freundin hat gerade Nummer drei bekommen und Nummer zwei hat praktischerweise genau den Altersabstand denn wir so haetten, wenn wir Dezember / Januar nicht verhueten wuerden....

Hat sich im Juli irgendwas bei euch geändert, dass sie seitdem so schlecht schläft?
Ich hab ja in der Schwangerschaft schon ohne Kleinkind schlecht geschlafen. Und tagsüber muss man ja dann auch doppelt fit sein, für den Job und für Kind Nr. 1... uff....

Wie ist denn das Ergebnis des Frischlingstests??? :freches grinsen:

Marsala
28.10.2013, 14:49
Hallo Zusammen ...

Filterkaffee, wollte erst schon schreiben, wie schoen sich das doch anhoert, bei dem milden Wetter in der Kneipe. Aber die Naechte drumherum waren ja dann nicht so erbaulich.

Mich macht das auch total fertig, wenn ich wegen anderen Leuten in meiner eigenen Wohnung nachts nicht mehr schlafen kann... Wir sind dann jetzt auch im 'ehemaligen' Neubaugebiet gelandet :freches grinsen:

Der Frischlingstest war erfolgreich, hat mich aber in der Sache auch nicht weitergebracht. Das Baby war total schnuckelig und voellig gechillt. Der hat fast eine Stunde total zufrieden auf meinem Bauch gelegen und das ist wirklich ein schoenes Gefuehl. Allerdings hatte ich keinen Hormonschub (und das trotz Eisprung am Wochenende). Ich haette den sofort eingepackt, aber jetzt selber schwanger sein???

Dann kam auch noch die Tante vom Frischling kurzfristig zu Besuch, auch sichtbar schwanger, aber das hat irgendwie auch nichts mit mir gemacht.

Jetzt koennte man ja meinen, Frau wart halt noch ein Jahr, aber irgendwie laesst mich das Thema auch nicht so wirklich los :freches grinsen:

Achso, das Monster fand den Frischling erst etwas suspekt aber hat ihn sich dann genauestens angeguckt und Ohren, Nase und Augen identifiziert, war zum Piepen... Seit dem traegt sie auch ihre Puppe mit noch viel mehr Begeisterung durch die Gegend.

Zum Schlafen: Sie ist Anfang Juli operiert worden mit Vollnarkose und seitdem schlaeft sie schlecht. Da sind dann aber auch noch die Eckzaehne dazu gekommen, die sie wirklich lange gequaelt haben. Und wirklich gut, hat sie eigentlich auch noch nie geschlafen...

filterkaffee
02.11.2013, 11:41
Zum Schlafen: Sie ist Anfang Juli operiert worden mit Vollnarkose und seitdem schlaeft sie schlecht. Da sind dann aber auch noch die Eckzaehne dazu gekommen, die sie wirklich lange gequaelt haben. Und wirklich gut, hat sie eigentlich auch noch nie geschlafen...

Ohje, das klingt anstrengend... Was war das denn für eine OP?

Wir sind echt sehr froh, dass wir eine Gut-Schläferin erwischt haben. Da können wir uns wirklich nicht beschweren.. Nur dank der Zeitumstellung war sie diese Woche jeden Morgen zwischen 5 und halb 6 wach und ist dann nicht mehr eingeschlafen... :knatsch:

Ich weiß nicht, ob es an der anstrengenden Woche liegt oder mehr so an meiner generellen Stimmung...
Ich denke gerade, dass mir mit einem Kind manchmal alles zu viel ist und ich es wirklich bei einem belassen sollte.
Manchmal würde ich echt am liebsten davonlaufen.

Dabei kriegen wir doch eigentlich alles ganz gut hin und würden bestimmt auch noch ein zweites Kind irgendwie "wuppen" können. Aber, wenn ich ehrlich bin, will ich die nächsten Jahren nicht immer nur müde und gestresst sein und zu wenig Zeit und Nerven für alles haben wollen.

Es gibt gute Tage und schlechte und je nach Tagesform seh ich dann alles positiv oder negativ. z.B. mit meinem Job - an guten Tagen denke ich, dass es super ist, dass ich in Teilzeit recht flexibel arbeiten kann und trotzdem noch relativ interessante Projekte bekomme. Und dass ich froh bin, dass ich nicht mehr den ganzen Tag im Büro hocken muss. An schlechten denke ich, dass ich die wirklich interessanten Projekte, die mit Reisen verbunden sind, halt nicht mehr bekomme. Und dass es mich nervt, dass ich immer pünktlich gehen muss, weil ich die Kurze abhole, während mein Freund locker Überstunden, Geschäftsreisen und Karriere machen kann. Und an solchen Tagen könnte ich auch heulen, wenn ich meinen Gehaltszettel und den Steuerbescheid sehe.....

Heute bin ich echt arg müde und genervt und bräuchte eine Auszeit. Dabei hatte ich letztens erst ein, da war ich für 2 Tage in der Hauptstadt. Ganz alleine. Mein Gott, war das herrlich....

Ich hab ja auch noch ziemlich viele Kinderlose um mich herum, Freundinnen, Nachbarn, mein Bruder... und die machen gerade alle so coole Sachen. Reisen, ins Ausland gehen, Karriere, tolle Hobbies... Vielleicht bin ich neidisch, vielleicht auch nicht, kann ich gar nicht so sagen. Es fällt mir halt auf, dass sie gerade so ganz andere Sachen machen als ich. Dabei weiß ich ja bei einigen, dass sie am liebsten auch Partner und / oder Kind hätten und die Reisen und das alles vielleicht auch nur ein Ersatz ist...

So, wir fahren gleich weg übers WE. Meine Ellis haben wir mit im Gepäck. Hoffe, dass ich ein wenig Auszeit bekomme und heute abend auch alleine mit meinem Freund essen gehen kann. Wäre schön, wir haben uns diese Woche kaum gesehen bzw. kaum mal länger gesprochen.

LG!

Katzentier
08.01.2014, 20:29
So ich krame den Strang mal wieder hervor. Das Interesse an der Diskussion übers dritte Kind ist irgendwie größer, in dem Strang läufts runder :freches grinsen:

Ich bin jetzt mittlerweile an dem Punkt angelangt, an dem das Herz bzw. der Bauch die Oberhand gewinnt :peinlich:
Klar, die Zweifel kommen immer mal wieder hoch, ganz besonders wenn ich angeschlagen bin, Kitty Magendarm hat und ich mich frage, wie man da nebenher noch ein BAby versorgen sollte oder wenn Madame einen besonders üblen Motztag hat.
Aber das rückt mehr und mehr in den Hintergrund bei mir und der Wunsch ist wirklich jetzt da, das alles nochmal "durchzumachen" :zwinker:
Davon abgesehen, wird Kitty ja mindestes schon um die 4,5 Jahre alt sein, wenn nicht noch älter, falls wir bald loslegen sollten und es dann auch klappt. Eine FG habe ich ja vor Kitty auch schon hinter mich gebracht und die Jüngste bin ich auch nicht. ich gehe also auch mit einer gewissen Vorsicht an die Sache heran.

Ach, ein nicht ganz unwichtiges Detail sollte ich noch erwähnen: Mein Mann hat noch keine Zustimmung erteilt..:ooooh::beleidigt:
Er wollte ja die ganze Zeit keinsmehr, wenn wir mal drüber gescherzt haben, war immer ein klares NEIN raus zuhören. Hat mich ja lange Zeit nicht gestört, da ich ja erstmal auch keins mehr wollte.
Vor kurzem habe ich ihm dann meine Gedanken mitgeteilt und ihn gebeten drüber nachzudenken. So abgeneigt schient er gar nicht. Also grds wäre er wohl sogar dafür, wenn unsere WE-BEziehung nicht wäre...klar, ich kann ihn verstehen, ist auch für ihn nicht einfach.
Aber er grübelt und ich hoffe, wir können demnächst eine positive GEMEINSAME Entscheidung fällen....überreden möchte ich nicht, aber hab mir schon Argumente parat gelegt, wie wir das alles meistern könnten :zwinker:

Ich bin jedenfalls gespannt.....

Wie siehts bei den anderen aus?

Symphonie
08.01.2014, 20:37
Huhu Katze,drück die Daumen.Gerade wenn die Kinder älter werden können Männer mehr mit ihnen anfangen und wenn Du ihm dann noch klar signalisierst dass Du nun nichts an eurer Wohnsituation ändern willst(also deswegen nun nicht mehr oder weniger als Du es normal nur mit Kitty gern ändern würdest)dann stehen die Chancen sicher nicht so schlecht .Liebe Grüsse auch an den Rest der Truppe

Katzentier
08.01.2014, 20:46
Huhu Symphie, schön Dich hier mal wieder zu lesen!!!
Was gibts Neues bei Euch? Alle Kids wohlauf? Kommt M dieses Jahr in die Schule?

Ja an der Wohnsituation würden wir ja beide gerne was ändern, ist aber leider derzeit nicht möglich und wenn wir auf eine Änderung warten, bis wir mit weiterem Nachwuchs loslegen (so war eigtl immer mein Plan), dann wirds irgendwann zu spät sein... ich finde dann auch den Altersabstand zu gross und ich würde gerne noch U40 schwanger werden....(nur meine persönliche Meinung)....daher also entweder so oder gar nicht....
Einen Altersabstand von 2-3 Jahren hätte ich mir in unserer Situation nicht vorstellen können.
Aber Kitty ist mittlerweile schon sehr verständig, geht gerne in den Kindergarten und ein soziales
Netzwerk habe ich mir auf "aufgebaut"......schaumer mal...

Entchen
08.01.2014, 20:59
Katzentier, so ein großer abstand zwischen kind eins und zwei hat auch was attraktives :fg engel: die bö hilft und unterstützt richtig gut, sie übernimmt verantwortung. Und außerdem ist sie so wahnsinnig lieb zu ihrem bruder. Ich denke, jeder abstand hat etwas gutes, und man kann aus allem etwas positives ziehen.

Wie weit wohnt ihr eigentlich auseinander?

Nijntje74
08.01.2014, 21:11
Hallo Katze - spannend :smile:
Nachdem wir ja eine Weile ähnliche Argumente rumgeschoben haben, ist es bei mir ja jetzt "zu spät" :zwinker: (und das produziert noch oft genug leichte Panikattacken im Hause Nijntje)

Ich finde beim 2. Kind ist es wie beim 1.: So richtig raten kann man da niemandem was, dazu sind Familiensituationen, Vorstellungen und die Kinder sowieso zu unterschiedlich. Man kann sich zwar anschauen wie's bei andern läuft, aber am Ende muss man es doch für sich selber auseinandersortieren.

Ich kann nur zum Thema der gemeinsamen Entscheidungsfindung sagen: Mein Mann war ja ziemlich lange nicht nur auf der "eher nicht"-Seite, sondern quasi panisch abgeneigt - wobei ich denke, dass das, wie bei der Entscheidung zum 1. Kind, die bewusste Seite ist, die gerne vom Gegenteil überzeugt wurde. Wie dem auch sei, als bei mir die vage Idee (mit viel Rumgeeiere) zu einem echten, ernsthaften Wunsch nach einem 2. Kind wurde, hat er sich recht schnell überzeugen lassen, einfach indem ich ihm klar gemacht habe (ohne grossartig emotional oder gar manipulativ zu argumentieren), wie wichtig mir das ist. Bei uns war der entscheidende Schritt also wirklich, dass ich nicht mehr selber so unentschieden war, sondern bereit war, den Sprung zu wagen.

Katzentier
08.01.2014, 21:13
Entchen, ja ich finde den grösseren Abstand (also bei uns würden es ja ca. 4-5 Jahre werden, wenn es denn klappt) in unserer Situation wirklich besser. Ich glaube, Kitty wäre auch eine tolle grosse Schwester, sie ist immer sehr lieb zu kleineren Kinder und Babies und auch sehr vorsichtig. Eine kleine Schwester wäre sehr erwünscht bei ihr :freches grinsen: ein kleiner Bruder niht ganz so, aber darauf könnten wir dann leider keine Rücksicht nehmen :cool:

Wieviel älter ist die Bö nochmal? auch um die 4,5 Jahre oder?

Mein MAnn wohnt in dem Sinne nicht woanders, also doch, eigentich schon, aber wir haben hier ein gemeinsames Haus und auch einige Jahre hier zusammen gewohnt, bis er aus beruflichen Gründen 170 km weit entfernt arbeiten "musste" und seitdem eine winzige Zweitwohnung von Mo-Fr bewohnt.
Wir hatten uns das damals etwas einfacher vorgestellt mit Baby, da wussten wir noch nicht, dass Kitty ein Schreibaby wird..ich habe damals schon sehr gelitten, hier alleine mit ihr zu hocken. Aber mittlerweile hat sich alles gut eingespielt. So gut, dass ich mir tatsächlich ein zweites vorstellen kann...ich muss verrückt sein....bzw. müssen das die Hormone sein, die bei der Frau im gebärfähigen Alter einfach raus kommen :freches grinsen:

Entchen
08.01.2014, 21:18
Die bö ist fünf jahre minus vier tage älter als nuddybuddy :-)

Und wenn der partner nicht da ist, ist es schon schwieriger. Der entenmann kommt zwar jeden abend nach hause, aber zum teil eben erst recht spät. Und wenn buddy müde ist, kennt er kein "gleich" oder "bald", dann muss es "sofort" sein. Macht die abende manchmal unentspannt, aber wir kriegens hin.

Katzentier
08.01.2014, 21:23
Mensch lauter Mädels vom Forentreffen damals, wie schön :lachen:

Nijntje, wir haben da ja wirklich sehr viele Parallelen, was Kind 2 betrifft. Genau so war es bei mir auch. Viele (aus meinem Privatforum) haben mich im letzten Jahr gefragt, warum ich nicht einfach mal mit Männe spreche, um Klarheit zu bekommen, was ER überhaupt will. Aber ich hatte auch immer das Gefühl, es bringt nichts, wenn ich ihn anspreche und selbst gar nicht weiss was ich will.
Nun weiss ich es - meistens :freches grinsen: - und kann dadurch auch rüberbringen, was ich empfinde und dass mir das auch wirklich was bedeutet....ich mir also schon viele GEdanken gemacht habe und TROTZDEM der Wunsch besteht. Gut, wenn man mal ehrlich ist, die ganze Mehrarbeit bleibt ja eh an mir hängen :unterwerf: eigentich dürfte für ihn die Entscheidung leichter sein als für mich....

Panikattacken, kann ich verstehen, ich weiss jetzt schon, dass - sobald ich schwanger bin, falls es klappt - ich auch sofort wieder zweifeln werde. So bin ich nunmal, aber das schreckt mich grade nicht.
Bei meinem ersten pos. Ss-Test , der heiss ersehnt, geplant und erwünscht war, war mein erster Gedanke "Oh
Gott, ICH? SCHWANGER? JETZT? SO SCHNELL? Will ich das überhaupt???" Nach der FG war der Wunsch dann noch grösser und was soll ich sagen? Beim nächsten pos Test hab ich auch wieder Panik geschoben.....wenn man so tickt, dann geht man eben wohl nie sorglos an so eine wichtige Entscheidung heran.

colina99
08.01.2014, 21:24
Ich bin jetzt mittlerweile an dem Punkt angelangt, an dem das Herz bzw. der Bauch die Oberhand gewinnt :peinlich:

Heh, das freut mich! :jubel:

Ich drück die Daumen für eine gemeinsame positive Entscheidung! :wangenkuss:

Katzentier
08.01.2014, 21:26
Die bö ist fünf jahre minus vier tage älter als nuddybuddy :-)

Und wenn der partner nicht da ist, ist es schon schwieriger. Der entenmann kommt zwar jeden abend nach hause, aber zum teil eben erst recht spät. Und wenn buddy müde ist, kennt er kein "gleich" oder "bald", dann muss es "sofort" sein. Macht die abende manchmal unentspannt, aber wir kriegens hin.

Entchen, ich mache mir auch nichts vor, ich rechne fest damit, dass die ersten 1-2 Jahre wirklich anstrengend werden, mit zwei Kids alleine. Auch wenn ich nicht wieder mit einem Schreibaby rechne, auch ein "normales" Baby fordert nunmal und schläft im Normalfall nicht nach ein paar Wochen durch. Das wird nicht Ohne werden.....aber wegen ein bis zwei Jahren auf ein ganzes Leben mit zwei Kinder verzichten? Die Zeit vergeht sooo schnell...und ich denke, danach wirds dann etwas entpsannter. Bilde ich mir ein......wehe es widerspricht jetzt jemand!!! :freches grinsen:

Katzentier
08.01.2014, 21:28
Heh, das freut mich! :jubel:

Ich drück die Daumen für eine gemeinsame positive Entscheidung! :wangenkuss:

:wangenkuss::kuss::lachen:

colina99
08.01.2014, 21:33
Entchen, ich mache mir auch nichts vor, ich rechne fest damit, dass die ersten 1-2 Jahre wirklich anstrengend werden, mit zwei Kids alleine. Auch wenn ich nicht wieder mit einem Schreibaby rechne, auch ein "normales" Baby fordert nunmal und schläft im Normalfall nicht nach ein paar Wochen durch. Das wird nicht Ohne werden.....aber wegen ein bis zwei Jahren auf ein ganzes Leben mit zwei Kinder verzichten? Die Zeit vergeht sooo schnell...und ich denke, danach wirds dann etwas entpsannter. Bilde ich mir ein......wehe es widerspricht jetzt jemand!!! :freches grinsen:

Nee, das passt schon so. :smirksmile:

Ich bin ja mit einem Gatten, der einfach "nur" beruflich viel weg ist, nicht regelmäßig ganze Wochen allein gewesen, aber das erste Jahr war hier aufgrund von diversen Krankheiten, Operationen und sonstigen Zwischenfällen sehr anstrengend - das ist ja im Normalfall gar nicht so extrem, aber selbst in diesem Fall ist's nach dem ersten Jahr schon viel einfacher und entspannter geworden, und das, obwohl der Altersabstand viel geringer ist. Nach zwei Jahren erst recht. :kuss:

Entchen
08.01.2014, 21:36
Entchen, ich mache mir auch nichts vor, ich rechne fest damit, dass die ersten 1-2 Jahre wirklich anstrengend werden, mit zwei Kids alleine. Auch wenn ich nicht wieder mit einem Schreibaby rechne, auch ein "normales" Baby fordert nunmal und schläft im Normalfall nicht nach ein paar Wochen durch. Das wird nicht Ohne werden.....aber wegen ein bis zwei Jahren auf ein ganzes Leben mit zwei Kinder verzichten? Die Zeit vergeht sooo schnell...und ich denke, danach wirds dann etwas entpsannter. Bilde ich mir ein......wehe es widerspricht jetzt jemand!!! :freches grinsen:

Bei uns sind nur die abende anstrengend. Alles andere... Perfetto! Buddy kann sich supergut alleine beschäftigen. Die bö spielt klasse mit ihm, sodass ich nebenher ohne stress sachen machen kann wie wäsche ein-und ausräumen, spüma be-und entladen und so. Tagsüber ist es wirklich tiefenentspannt und sehr sehr schön. Nur abends wirds öfter mal anstrengend.

Katzentier
08.01.2014, 21:47
Ja so ähnlich male ich mir das auch aus...tagsüber wirds sicher ganz gut werden, wahrscheinlich besser als damals mit Kitty....da war ich so ängstlich und unerfahren, kannte niemanden mit kleinem Kind in der Nähe und mir ist die Decke auf den Kopf gefallen...das passiert jetzt nicht mehr dank grosser Schwester und den ganzen geknüpften Kontakten in Kiga/Krabbelgruppe/Nachbarschaft etc
Mir bereiten auch eher die Abende und Nächte ein wenig Sorgen....aber auch das wird ja dann irgendwann besser......zumindst Kitty ist ja nach den anfänglichen SChwierigkeiten zu einer entspannten Ein- und Durchschläferin mutiert ...daran hab ich im ersten JAhr nicht mehr glauben können...

Ich hoffe, ich wirke jetzt nicht total naiv. Mir ist schon klar, dass natürlich auch tausend Dinge passieren und anders laufen können, als ich mir jetzt erträume....Kind 2 könnte krank sein oder oft erkranken....schon kippt alles. Aber man kann ja auch nicht immer den Teufel an die Wand malen. Ein wenig Mut zum Risiko gehört wohl dazu....

Symphonie
08.01.2014, 21:47
Mi hat letztebs La gewickelt.zum schießen.
Uns geht es gut,Morgen steht Geburtstag an.Einschulungsuntersuchung hat er mit Bravour bestanden,perfekte Stifthaltung,Test auf Zeit alles geschafft (normal Jungs drei Von sieben Reihen,Mädchen drei) *stolzbin*
Sonst haben "wir"seit Mitte Dezember üblen Husten der nicht weggehen will,Li war seit Mitte Dez krank zuhause und ich habe gerade auch eine sehr erotische Stimme.
Aber eigentlich läuft es super,wenn ich auch nicht immer tiefenentspannt bin

Kamille
09.01.2014, 09:04
Entchen, ich mache mir auch nichts vor, ich rechne fest damit, dass die ersten 1-2 Jahre wirklich anstrengend werden, mit zwei Kids alleine. Auch wenn ich nicht wieder mit einem Schreibaby rechne, auch ein "normales" Baby fordert nunmal und schläft im Normalfall nicht nach ein paar Wochen durch. Das wird nicht Ohne werden.....aber wegen ein bis zwei Jahren auf ein ganzes Leben mit zwei Kinder verzichten? Die Zeit vergeht sooo schnell...und ich denke, danach wirds dann etwas entpsannter. Bilde ich mir ein......wehe es widerspricht jetzt jemand!!! :freches grinsen:

Hallo, ich fand es - ganz ehrlich - im ersten Jahr einfach. Vielleicht macht das etwas Mut?
Meine Maus war 3,5 Jahre als der Mäuserich geboren wurde. Sie war auch täglich in der Kita, weil ich in der Zeit auch noch promoviert habe (habe natürlich im ersten halben Jahr nach der Geburt des Mäuserichs nix geschafft- hatte mir das aber auch nicht wirklich vorgenommen :freches grinsen:). Mein Mann hat Vollzeit gearbeitet. Er ist selbstständig und war daher tagsüber und auch abends viel weg. Ich war also in der Elternzeit mit dem Mäuserich zu Hause. Die Maus haben wir morgens in die Kita gebracht und nachmittags wieder abgeholt. So fand ich es bis auf die ersten 3 Monate, in denen wir mit dem "Ankommen", Eingewöhnen, den Änderungen beim Einschlafritual der Maus und den Kolliken des Mäuserichs zu tun hat, letztlich aber doch leicht. Natürlich gibt es Tage, an denen man selbst müde und dann noch ein Kind krank oder man selbst krank ist etc., aber das sind auch immer so Ausnahmen und eben nicht der Alltag. Ich fand es die ersten drei Monate auch hilfreich, jemanden abends da zu haben. Derjenige hat dann die Maus ins Bett gebracht oder den Mäuserich bespaßt solange ich die Maus ins Bett gebracht habe. Das war entweder mein Mann, meine Mutter oder auch mal unsere Babysitterin. Nach einer Weile ging aber auch das alleine und je älter die großen Geschwister schon sind, um so leichter ist das ja.

Ich habe meine zweite Elternzeit daher sehr genossen und ein Grund dafür war auch, dass ich alles schon einmal erlebt hatte und daher viel, viel, viel gelassener in allem war. Ich fand es erst stressiger als ich nach einem Jahr dann wieder anfing zu arbeiten.

Ein großer Vorteil ist es jetzt auch, dass beide Kinder in einer Kita sind, der Mäuserrich das alles von seiner großen Schwester schon kannte und sich von ihr also auch vieles abguckt und als selbstverständlich ansieht. Und was man nicht vergessen darf, die Geschwister helfen und erklären sich mit zunehmendem Alter auch viel untereinander. Meine Maus kümmert sich viel um den Mäuserich und so muss ich nicht jede Handreichung selbst machen oder nicht immer mitspielen oder dem Mäuserich nicht immer die Hände waschen oder noch ein Brot machen etc. Das sind alles so kleine Dinge, die jetzt auch meine Maus schon für ihren Bruder übernimmt und die mich entlasten. Sie spielen jetzt inzwischen auch ganz oft zusammen und da merke ich schon den Unterschied zur der Zeit mit meiner Maus. Der Mäuserich hat jetzt immer eine Bezugsperson mehr und immer jemanden, der mit ihm spielt. Der braucht uns Eltern da nicht so stark wie es bei der Maus der Fall war. Ich habe jetzt viel öfter mal Pause zum Kaffeetrinken oder Zeitung lesen oder Aufräumen, wenn ich beide Kinder bei mir habe. Jemand hatte hier irgendwo mal so treffend geschrieben, man hat dann ja nicht zwei Einzelkinder. Da gibt es auch "Synergieeffekte". :freches grinsen:

Lieben Gruß

Katzentier
09.01.2014, 10:08
Danke für Deine Erfahrungswerte, Kamille!

Ja ich denke, der relativ grosse Altersabstand, den wir dann hätten, kann schon Vorteile haben, zumindest in meiner Situation, in der ich den Alltag eben alleine stemmen muss.
Im ersten Jahr hab ich halt ein wenig Angst vor einem erneuten Klebebaby/Schreikind, unruhigen Nächten...zwei Kinder abends ins Bett bringen, morgens Kind 1 zum Kiga bringen und Baby muss ja dann nun mit...wobei ich Kitty dann morgens whrend des Elternjahrs auch erst kurz vor 9 Uhr bringen würde, denke ich...
Im zweiten Jahr würde ich wieder arbeiten gehen.....da habe ich Respekt davor, morgens zwei Kinder in zwei verschiedene Einrichtungen zu bringen...wie ich das schaffen soll weiss ich noch nicht genau...wir sind jetzt immer schon so knapp dran. Ggf muss ich dann überlegen, einen 45 -STunden-Platz zu buchen, um einfadh die Bring- und Abholzeiten zu entzerren...(siehe Peppis im DreiKindStrang :smile:) Ich habe leider eine weitere Anfahrt zur Arbeit und es ist immer alles sehr knapp.

Naja aber noch bin ich nicht mal shwanger und plane jetzt schon die nächsten Jahre :zwinker: Ich denke, vieles wird sich auch einfach ergeben....

neka
09.01.2014, 13:30
Katzentier, ich gratuliere erst mal zur (immerhin schon für dich :zwinker:) getroffenen Bauchentscheidung zum zweiten Kätzchen :lachen:
Bin sehr gespannt, wie die Gespräche mit deinem Mann laufen werden, da hältst du uns bitte auf dem Laufenden, ja? :blumengabe:
Deine Befürchtungen sind ja ganz normal und verständlich, kann ich absolut verstehen. Ähnlich geht es mir da auch, denn unter 4 Jahren Abstand wird hier sicher nix passieren. Wobei ich das als nicht seeehr großen Abstand empfinde. Vielleicht gerade nur ein unpopulärer, da so viele Geschwister schon nach 1,5 oder 2 Jahren kommen?
Ich kann mir vor Mitte 2015 gerade kein Verhütungsende (äh, oder -pause eher, ist ja immer nur temporär :smirksmile:) vorstellen, daran hat sich nix geändert. Und momentan seh ich eh nur bis April, da bin ich mit meiner Schule durch und dann klappt es hoffentlich mit dem neuen, verdoppelten 80%-Pensum ab Mai (Krippenplatz für die Tussi ist seit 2 Monaten fix :musiker:) und dann will ich vor allem sehen, wie das dann läuft mit mehr Arbeit und anderen Aufgaben etc. Irgendwie seh ich auch nur 2 Varianten, die mich (ja, mich, Herr neka muss da mitziehen wie beim ersten Kind auch - ansonsten warte ich bis zur nächsten Eiszeit...:freches grinsen:) auf ein anderes Timing bringen:
1. Job stinkt mir und ich such was Neues - dann werden die Karten nicht nur neu gemischt, ich brauch neue Karten :zwinker:
2. Job macht mir soooo viel Spaß, dass an ein Zweitkind auch 2015 noch kein Gedanke aufkommt

Hm, an beide Varianten glaub ich nicht so recht, denn auch das erste Kind hab ich ja nicht gewollt, weil der Job doof war (was auch ne blöde Motivation ist, find ich) und nach dem jobmäßigen "Dümpelmodus" bin ich gerade sehr bereit, dass mehr geht und denke nicht, dass es allzu doof überhaupt werden kann.

Und auch wenn ich gerade täglich denke "mein Kind macht mich irre", gibt es halt sooo viele Sachen, die ich gerade auch toll finde, z.B. das Nachplappern von allem möglichen und dass die Tussi halt immer mehr kann. Das gute Gesamtgefühl überwiegt, mehr muss ich nicht wissen :freches grinsen:

Kamille
09.01.2014, 13:33
Naja aber noch bin ich nicht mal shwanger und plane jetzt schon die nächsten Jahre :zwinker: Ich denke, vieles wird sich auch einfach ergeben....

Och das kenne ich mit dem Vorausplanen. Aber Du hast auch Recht, vieles findet sich dann zu gegebener Zeit......

lou79
09.01.2014, 14:36
Entchen, ich mache mir auch nichts vor, ich rechne fest damit, dass die ersten 1-2 Jahre wirklich anstrengend werden, mit zwei Kids alleine. Auch wenn ich nicht wieder mit einem Schreibaby rechne, auch ein "normales" Baby fordert nunmal und schläft im Normalfall nicht nach ein paar Wochen durch. Das wird nicht Ohne werden.....aber wegen ein bis zwei Jahren auf ein ganzes Leben mit zwei Kinder verzichten? Die Zeit vergeht sooo schnell...und ich denke, danach wirds dann etwas entpsannter. Bilde ich mir ein......wehe es widerspricht jetzt jemand!!! :freches grinsen:

Genau :smile: Und: Içh schließe mich Kamille an: Das erste Jahr war bei uns echt easy! Ab dem 2. ging's dann rasant zu, weil Mini dann laufen konnte :smirksmile:

Nijntje74
09.01.2014, 19:50
Hallo, ich fand es - ganz ehrlich - im ersten Jahr einfach. ... So fand ich es bis auf die ersten 3 Monate, in denen wir mit dem "Ankommen", Eingewöhnen, den Änderungen beim Einschlafritual der Maus und den Kolliken des Mäuserichs zu tun hat, letztlich aber doch leicht.

*Seufz* Hier (nicht Deutschland mit dem Jahr Elternzeit) ist es ja nur leider so, dass es nach den 3 Monaten "ankommen" schon wieder mit der Arbeit losgeht. Das macht uns hier halt schon Gedanken, zumal sich weder bei meinem Mann noch mir Teilzeitarbeiten so recht anbietet.
Aber das ist für mich auch das Anzeichen für den wirklichen Wunsch nach einem (weiteren) Kind: Wenn man sich (ohne dabei total blauäugig zu sein) denkt, dass es vielleicht nicht einfach wird, aber man schon eine Lösung finden wird.

Peppis
09.01.2014, 20:57
Genau :smile: Und: Içh schließe mich Kamille an: Das erste Jahr war bei uns echt easy! Ab dem 2. ging's dann rasant zu, weil Mini dann laufen konnte :smirksmile:

Kann ich so bestätigen :-)

filterkaffee
09.01.2014, 21:20
Huhu Katzentier,

wie schön, dass du den Strang hervorgekramt hast und dass du für dich eine Entscheidung getroffen hast. Drücke die Daumen, dass dein Mann mitzieht.... Kann sehr gut nachvollziehen, dass du Respekt vor der Aufgabe hast, unter der Woche mit zwei Kleinen alleine zu sein. Stell ich mir auch nicht gerade einfach vor. Aber der "relativ große" Altersabstand hilft sicher.

Wie alt bist du eigentlich nochmal?

Bei uns schaut es so aus, dass mein Freund eher zu JA tendiert, ich derzeit noch eher zu NEIN. Wir sind also beide unschlüssig.. aber gut, wenigstens beide nicht komplett auf eine Seite eingeschossen. Wir haben beschlossen, 2014 erstmal alles zu lassen, wie es ist. Wir genießen unsere Dreisamkeit und es ist zur Zeit recht entspannt, auch wenn die Kurze echt eine Granate ist und den Großteil des Tages Unsinn anstellt. Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass ein zweites Kind eigentlich nur ruhiger und weniger wuselig geraten könnte... :freches grinsen:

Es ist schon ermutigend, von euch Mehrkind-Mamas zu lesen, dass auch einiges einfacher wird mit zwei Kindern!

Katzentier
09.01.2014, 21:25
Meine Lieben, daher setze ich ja auch voll aufs dritte Jahr! :freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Aber mal Spass beiseite, ich denke ja nach wie vor, dass es doch insgesamt etwas entspannter ist, wenn Kind 1 4-5 Jahre älter ist.

Lou und Peppi, bei Euren Kids sinds jeweils 2 Jahre oder? Ihr habt meinen vollen Respekt! WEnn ich mir vorstelle, ich hätte jetzt noch ein etwa 16 Monate altes Kleinkind hier rum wuseln, uff...sicher hat der kleinere Abstand auch Vorteile, von wegen miteinander spielen oder Ausflüge machen, weil die Kids ähnlichere Interessen haben als ein Zweijähriges und ein Siebenjähriges. Aber wir die ein oder andere schon schrieb, ist Kind 1 dann sicher sogar schon eine kleine "Hilfe".
Ach ich rede mir das einfach ein bisschen schön :cool::lachen:

Katzentier
09.01.2014, 21:29
Oh Filterkaffee, überschnitten!

Ich werde in Kürze 39.....

Wie alt ist Dein Kind nochmal?

Ist ja immerhin schon mal nicht schlecht, dass Dein Mann zu Ja tendiert. Das gibt bei einer Entscheidungsfindung ja etwas Rückhalt.
Ich bin ja immer davon ausgegangen, dass mein Mann klar dagegen ist und wenn man selbst noch so unentschieden ist, ist das nicht unbedingt förderlich, dass das Bauchgefühl die Oberhand gewinnt....

Peppis
10.01.2014, 08:00
Meine Lieben, daher setze ich ja auch voll aufs dritte Jahr! :freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Aber mal Spass beiseite, ich denke ja nach wie vor, dass es doch insgesamt etwas entspannter ist, wenn Kind 1 4-5 Jahre älter ist.

Lou und Peppi, bei Euren Kids sinds jeweils 2 Jahre oder? Ihr habt meinen vollen Respekt! WEnn ich mir vorstelle, ich hätte jetzt noch ein etwa 16 Monate altes Kleinkind hier rum wuseln, uff...sicher hat der kleinere Abstand auch Vorteile, von wegen miteinander spielen oder Ausflüge machen, weil die Kids ähnlichere Interessen haben als ein Zweijähriges und ein Siebenjähriges. Aber wir die ein oder andere schon schrieb, ist Kind 1 dann sicher sogar schon eine kleine "Hilfe".
Ach ich rede mir das einfach ein bisschen schön :cool::lachen:

Ja, sind bei uns 2 Jahre.

Naja, ums ehrlich zu sagen, bei UNS klappt das mit der Idylle vom gemeinsamen Spielen noch nicht. Der Kleine haut dem Großen den ganzen Tag die Sachen kaputt, die dieser baut. Wenn wir malen, kneten, basteln etc. stört der Kleine auch eher. Auch beim Lesen im Bett. Das ist grad ne ganz blöde Übergangszeit und die wäre ohne meinen Mann für mich schwer zu bewältigen, weil dieser ganz oft ein Kind mitnimmt und baut, bastelt, malt etc. und ich bespasse den Kleinen entsprechend und umgekehrt.

Ansonsten streiten meine sich wie die Kesselsflicker und das nervt ;-)

Eine gute Freundin fährt mit einer Tochter 5 und dem Baby, was jetzt in Kürze kommt die deutlich entspanntere Nummer, da bin ich sicher. Nachteile wird es auch da geben.

Alles hat immer 2 Seiten.

Ich war übrigens auch 39 beim Kleinen :-)

filterkaffee
10.01.2014, 08:50
Morgen zusammen, :ahoi:

meine Tochter ist vor kurzem 2 geworden. Ich werde demnächst 37 - bei einer evt. Nr. 2 wäre ich also auch um die 38/39. Älter sollte es dann aber nicht sein....

Peppis, dein Kleiner ist 1,5, oder? Das Alter fand ich auch seeeeeehr anstrengend. Jetzt wird's langsam besser, sie beschäftigt sich seit neuestem auch mal länger als 3 Sekunden mit einer Sache. Gemeinsame Unternehmungen machen auch mehr Spaß jetzt, da ich nicht mehr ausschließlich damit beschäftigt bin, sie von irgendwelchen Treppen, Ausgängen, etc. fernzuhalten. :smile:

Katzentier - stimmt, es ist natürlich einfacher, wenn ein Partner schonmal zu Ja tendiert als wenn der eine eher Nein sagt und der andere unschlüssig ist. Hast du dir denn einen "Termin" gesetzt, wann du mit deinem Mann darüber sprechen willst?
Ich sehe bei mir echt gesagt so ein wenig die Gefahr, dass ich nur meinem Mann und meiner Tochter zuliebe ein zweites Kind bekommen würde und dann vielleicht kreuzunglücklich würde... :knatsch:

LG!

Peppis
10.01.2014, 09:31
Jepp, 1,5...

Der Vorteil ist, da ich das ja schonmal miterlebt habe, nimmt man es eher mit einem Lächeln (ist wirklich wahr), weil man ja eben weiß, dass auch diese Phase vorbeizieht :freches grinsen:

Ist irrsinnig anstrengend, ja. Vor allem fängt bei meinen Kindern auch mit ca. 18 Monaten die Trotzphase an. Wenn man den Kleinen jetzt irgendwo runternimmt, die Treppe dicht macht etc. tobt der auch schon wie ein HB Mann auf dem Teppich rum. :freches grinsen:

Parallel quatscht dir das zweite Kind im Hintergrund die Ohren voll :-) Herrlich.....

Ommmmmm, geht vorbei :blume:

Ich würde dir raten das Zweite nur zu kriegen, wenn du vollstens dahinterstehst.

Katzentier
10.01.2014, 09:31
Guten Morgen!

Ich will hier auch gar keine Disussion über den richtigen Altersabstand entfachen, ich glaube das ist einfach für jeden individuell verschieden. Ich fand, als ich noch nicht Mutter war, immer so 3,5 Jahre einen tollen Abstand. Kind 1 schon relativ verständig, schon im Kindergarten, ggf trocken etc und trotzdem sind die Kinder da noch nicht sooo weit auseinander, dass sie nichts mehr miteinander anfangen können in Bezug auf Spielen etc. Vielleicht denke ich auch so darüber, weil mein Bruder 3,5 Jahre älter ist als ich und wir uns immer gut verstanden haben, als Kinder wie auch jetzt als Erwachsene.
Ok, das kriegen wir nicht mehr hin, ich war einfach letztes JAhr noch nicht so weit. Als Kitty 2 wurde habe ich so langsam mal in Richtung zweites Kind gedacht, aber da überwogen noch die Ängste und Zweifel.

Gibt Dir doch einfach noch etwas Zeit, Filterkaffee, vielelicht gehts dir ähnlich wie mir. Auf einmal machts dann doch KLICK. Überreden lassen würde ich mich nicht......wobei ich mir auch wieder nicht vorstellen kann, dass man tatsächlich ein weiteres Kind bereuen würde....wenns einmal da ist.....:zwinker:

Ich fand übrigens kein Alter so anstrengend wie die ersten Monate. Als Kitty dann anfing zu krabbeln, zu laufen zu sprechen...wow war das toll,.....endlcih lag sie nicht mehr ewig quengelnd und motzend auf dem Boden, sondern war zufrieden, dass sie sich bewegen konnte und entdeckte fröhlich die Welt...die Nächte wurden viel besser und kein Trotzanfall (und davon haben wir schon seeehr viele gehabt) kann so anstrengend sein wie ein 24-Stunden-KLebebaby, was von 21 Uhr - 1 Uhr brüllt, nie alleine irgendwo liegt und zufrieden ist...und man ist so hilflos und fühlt sich so als Versager....das Trotzgeschrei halte ich wesentlich besser aus :lachen:
Wahrscheinlich bin ich einfach abgehärtet hihi....ich weiss noch als in der Rückbildung eine Mutter mit ihrem zweiten Kind erzählte, dass es ja erst richtig anstrengend wird, wenn das Kind anfängt zu laufen. Das konnte ich damals schon kaum glauben und bei uns wars wie gesagt auch nicht so. Da bin ich nicht so bang vor.

GEspräch mit Mann: Fand ja im Ansatz schon statt, da hab ich ihm gesagt, dass ich da seit einigen Monaten schon drüber grüble und für mich nun weiss, dass ich es mir wünsche und er sich mal Gedanken machen soll, ob er sich das vorstellen kann. Und dass mir da kein langer Zeitraum vorschwebt sondern ich dann schon in Kürze starten wollen würde aufgrund meines Alters, des Altersabstands zu Kitty etc
Daraufhin hat er hatl gesagt dass er sichi das grds schon vorstellen kann, er mich aber ungern mit 2 Kindern alleine lassen möchte in der Woche.
Seitdem grübelt er...ich denke wir setzen uns die Tage einfach nochmal zusammen....naja die Tage ist gut, am WE halt hihi...

filterkaffee
12.01.2014, 10:25
Katzentier, bin gespannt, ob ihr euch am WE über Nr. 2 unterhalten habt! Habt ihr denn überhaupt mal Zeit für euch, wenn ihr euch nur am WE seht? Also, dass ihr auch mal was unternehmen / weggehen könnt?

Wir waren gestern wieder aus - meine Eltern sind regelmäßig hier und das ist eine Riesen-Hilfe. Wir waren lecker essen und danach in einer Kneipe mit Live-Musik. War ein sehr schöner Abend. :smile: Und dass die Ausgeh-Abende jetzt halt immer schon gegen 23 Uhr enden aus Rücksicht auf meine Ellis... ist nur im ersten Moment Schade, am nächsten Morgen bin ich immer froh drum...

Ich bin echt gesagt etwas geschockt, wieviele Schreikind-/Schlechtschläfer-Mamas sich doch hier im Forum tummeln... Kommt wohl öfter vor, als man annimmt.. Das muss so schlimm sein, wenn das Kleine nur schreit und man so hilflos und fertig mit den Nerven ist. Ja, dagegen sind die Trotzanfälle später wahrscheinlich Ponyhof (hier gings damit auch schon mit 1,5 los - Peppis:ahoi: )
Meine Cousine behauptet immer, ihr Großer wäre erst mit 3 zum ersten Mal richtig sauer gewesen - auch das gibt's...

Ich denke, bei mir wirkt sich die eigene Geschwister-Konstellation auch auf die Familien-Planung aus. Mein Bruder ist 2 Jahre älter als ich und soweit ich mich erinnern kann, hat der kleine Altersabstand bei uns überhaupt nix gebracht. Eher im Gegenteil - da war immer viel Rivalität, Streitereien etc. zwischen uns. Eigentlich verstehen wir uns erst gut, seit wir beide nicht mehr zuhause wohnen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass Eifersucht, Rivalität etc unter Geschwistern eher kleiner sind je größer der Altersabstand ist.

Ja, ich geb mir noch Zeit und habe das Thema Nr. 2 ja auch noch nicht ganz abgehakt (sonst würde ich ja auch nicht hier schreiben :smirksmile: ).

Schönen Sonntag euch!

Katzentier
13.01.2014, 22:21
Filterkaffee, nein am WE haben wir uns nicht über das Thema unterhalten. Ab und an muss mein Mann auch samstags arbeiten, so dass wir uns diesmal wirklich kaum gesehen haben.
Ich hab da aber auch keine sooo grosse Eile. Hatte ja ein Gespräch mit ihm und er weiss nun Bescheid und ins Detail können wir immer noch in Ruhe gehen.
Ich will sowieso nicht sofort loslegen, so März/April/Mai fände ich nett.....mit der Frühlingshibbelei zu beginnen hihi....:smirksmile:

Ausgehen können wir leider nicht wirklich oft. Wir haben nur meine Mutter als Babysitter und die möchte ich nicht immer einspannen, sie hilft mir schon unter der Woche häufig oder springt ein, wenn ich mal nicht so fit bin oder Kitty krank ist etc ...
Also machen wir es uns zu Hause gemütlich, wir sind aber auch vor Kitty nicht sooo häufig unterwegs gewesen am WE.
Seit sie älter ist und sich auch gut von Papa ins Bett bringen lässt, gehe ich hier und da mit Freundinnen feiern oder Essen und geniesse das auch grade sehr, da das in den ersten zwei Jahren nicht so ohne weiteres möglich war (ich habe lange gestillt und noch einiges andere ist in der Zeit passiert) und ich bin froh, dass ich die Freiheiten grade noch ein bisschen auskosten kann. Sollte eine Nr. 2 kommen, werde ich erstmal wieder kürzer treten (müssen).

Katzentier
28.01.2014, 11:59
So, mein Mann hat Tacheles gesprochen..und das Go gegeben :ooooh::ooooh::lachen::lachen::yeah:

Jetzt krieg ich schon fast wieder Angst vor meiner eigenen Courage :freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Symphonie
28.01.2014, 12:54
Uhi super Katze!!!!

Nijntje74
28.01.2014, 13:08
Jetzt krieg ich schon fast wieder Angst vor meiner eigenen Courage :freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Kenn ich. Ist auch nicht gesagt, dass die Angst vor der eigenen Courage verschwindet:zwinker: Ich hatte gestern erst wieder so eine Attacke von "O mein Gott, was haben wir getan"

Aber toll, ich freu mich für dich/euch!

neka
28.01.2014, 13:14
Dann mal los, Katzentier :freches grinsen:
Erzähl mal, was meinte der gute Mann denn insgesamt so zu deinem/euren Vorhaben?

Wir sind gerade wieder in einer anstrengenderen Phase mit der Tussi (auf den Boden schmeissen, allgemeines Unverständnis und Nichtverstehenwollen, nächtliches Ausrasten - dazu ausserdem ein Backenzahn, alles dabei) und ich denke mir "wozu zur Hölle sollten wir das nochmal machen wollen?", also irgendwann... Vermutlich sind das aber gaaaanz normale Gedanken und Gefühle und mit neuem Baby im Arm wäre das dann eh vergessen :pfeifend: also momentan sehr gut, dass der Plan noch Zeit hat und so kann ich das weiter verdrängen :smirksmile:

Nintje: den Gedanken hatte ich schon in der ersten Schwangerschaft :ooooh: da dachte ich regelmässig, was wir denn bitte mit nem Kind sollen und ob wir total bekloppt sind. (also ja, sind wir und auch bekloppte Gene wollen sich offenbar vermehren :zwinker:) Ist vermutlich auch gaaaanz normal :freches grinsen:

Katzentier
29.01.2014, 11:44
Nijntje: Ich glaube auch, dass mich meine Zweifel und meine Ängste auch durch eine Schwangerschaft begleiten, wahrscheinlich kommts dann nochmal richtig dicke,weil es ja kein Zurück mehr gibt.
Ich kenn das aber auch schon, war in meiner Schwangerschaft mit Kitty nicht anders. Trotz aller Freude habe ich auch da oft gedacht "Ach Du Schreck, wie sollen wir das nur hinkriegen, was haben wir uns da zugetraut?"

Mein Mann schafft es doch immer mal wieder, mich zu überraschen :ooooh: Nach unserem ersten kurzen Gespräch hatte er sich ja nicht mehr geäussert und auf kleine Andeutungen meinerseits ging er gar nicht ein. Ich hab ihm letztens dann gesagt, dass ich ein wenig enttäuscht sei, dass er so gar nichts mehr zu dem Thema sagt und mir das sehr wichtig sei und ich das Thema - auch wenn er anders darüber denkt - nicht einfach unter den Tisch fallen lassen möchte.
Darauhin war er ganz erstaunt und meinte, dass er das toll fänd,wenn Kitty noch ein Geschwisterchen hätte und er sich halt nur Sorgen um mich macht, wie ich das alles alleine mit zwei Kindern stemme und wir uns eben vorher ein paar Sachen überlegen sollten, wie ich zu mehr Unterstützung komme etc
Aber grundsätzlich könnten wir gerne loslegen:peinlich::lachen:

Hätte ich niemals mit gerechnet und ich wusste gar nicht wohin mit meinen ganzen tollen Argumenten, die ich mir schon zurecht gelegt hatte, um ihn zu überzeugen.
Manchmal muss man wohl weniger grübeln und einfach mal den Mund aufmachen :pfeifend:

filterkaffee
29.01.2014, 13:22
Ui, spannend, Katzentier!

Freut mich zu lesen, dass ihr euch einig seid!!

Halte uns auf dem Laufenden... :smirksmile:

Neka - an diese ständigen Ausraster, Kreischattacken, auf-dem-Boden-Wälzen, mit-Essen-werfen etc... kann ich mich auch noch sehr gut erinnern... ist noch nicht so lange her.. Aber mit zunehmendem Wortschatz wurde die Anfälle weniger... Dafür krieg ich jetzt so nette Sätze wie "Mama nisst liep, nur Papa liep", "Mama weeeeegg" etc. an den Kopf geworfen :freches grinsen:

LG

Sonnenschnuppe
05.02.2014, 09:44
Katze, wie schön! Freut mich sehr, dass Ihr Euch einig seid und das Projekt Geschwisterkind starten kann.
Was die Ängste anbelangt: ich habe mir vor der Schwangerschaft gar nicht so große Gedanken darum gemacht, wie das alles klappen soll. JETZT gibt es dagegen täglich Situationen, in denen ich mich frage, wie wir das hinbekommen und vorallem wie meine mamasüchtige Maus mit der zu teilenden Aufmerksamkeit und Mamazeit zurecht kommen soll. Sie schläft so viele Nächte ganz fest bei mir im Arm, wenn ich jetzt noch ein Baby bekomme, das - wie sie- die ersten Wochen nur auf meiner Brust, mit dem Köpfchen an den Hals gekuschelt, schläft, wie soll das dann gehen.
Ich vermisse schon jetzt unsere Zwei- bzw. Dreisamkeit, habe Angst, dass ich nicht ausreichend geduldig sein werde und die große Maus dann so oft schimpfe, wie ich es häufig bei Zweitmamas in Situationen erlebe, in denen ich das als ungerecht gegenüber dem "großen" (aber tatsächlich eben doch noch kleinen) Kind empfinde. Außerdem habe ich abwechselnd Angst, dass ich entweder das Maikäferchen nicht so lieb haben könnte, wie die große Maus, oder mir ein Teil der Liebe für die Große verloren gehen könnte. Insgesamt fällt es mir einfach total schwer, mir ein Leben mit 2 Kindern vorzustellen.
Was ich damit sagen will: es ist wahrscheinlich einfach zu schwer, sich mit dem Verstand in die neue Situation einzufinden. Ich vertraue darauf, dass sich alles von selbst findet. Und ja, ich freue mich auch sehr auf das Maikäferchen und auf das kommende Jahr.
Ich denke wenn man grundsätzlich 2 Kinder haben möchte, muss man wahrscheinlich einfach ins kalte Wasser springen. Wenn es kein zurück mehr gibt, geht es ja doch irgendwie immer. Jedenfalls freue ich mich sehr, dass es bei Euch dann hoffentlich auch bald soweit ist (schließlich wollten wir doch zusammen im Herbst 2013 loslegen- und Du hast mich einfach im Stich gelassen :zwinker:).

LG

Kamille
05.02.2014, 10:07
Ich denke wenn man grundsätzlich 2 Kinder haben möchte, muss man wahrscheinlich einfach ins kalte Wasser springen. Wenn es kein zurück mehr gibt, geht es ja doch irgendwie immer.


Hallo, da sagst Du etwas Wahres. Ich konnte es mir mit zwei Kindern auch nicht vorstellen und hatte auch in den ersten Wochen nach der Geburt meines Sohnes noch Sorge, dass ich beiden Kindern nicht gleichermaßen gerecht werden könnte. Ich kann Euch aber beruhigen. Die Liebe verdoppelt sich und man verliert trotz allen Stresses in manchen Phasen auch nie aus dem Blick, dass beide Kinder jeweils einzigartig sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben. Natürlich ist es eine Umstellung und die Familie muss sich mit dem neuen Familienmitglied auch erst einmal neu finden. Aber lasst Euch die Zeit und es wird sich alles einspielen. Der Schritt zum zweiten Kind ist bei mir auch nicht so groß gewesen wie zum ersten, denn man hat sich auf ein Leben mit Kindern schon eingestellt. Die älteren Geschwisterkinder gewinnen zudem auch eine ganze Welt dazu. Sie haben auf einmal noch jemanden, der sie liebt und anhimmelt. :freches grinsen: Und die jüngeren Geschwisterkinder kennen das ja von vornherein gar nicht anders.

Ganz lieben Gruß

Sonnenschnuppe
05.02.2014, 10:31
Kamille,
danke für das Mutmachen! Und jetzt schreibst Du schon im Strang 3. Kind :freches grinsen:.

Auch das ist bei uns - schon jetzt- ein sehr präsentes Thema, weil mein Mann sehr mindestens (!) 3 Kinder hätte. Mit dem ersten Kind haben wir so lange gewartet (weil ich zwar schon ein Kind wollte, aber so sehr an meinem aktuellen Leben (Reisen, Sport, Party, Job) gehangen habe. Als dann der Entschluss gefallen war, ging es nicht so glatt, wie wir es uns (naiv) vorgestellt hatten und nach 3 Fehlgeburten wusste ich dann, wie es sich anfühlt, wenn man sich ganz stark ein Kind wünscht. Deswegen hatte ich auch während meiner letzten Schwangerschaft dann keine Sorge wie wir das schaffen, sondern nur Ängst, ob auch ja alles gut geht.
Nun läuft uns altersmäßig ein bißchen die Zeit davon. 2 Kinder war eben auch meine Lebensvorstellung, ich habe Respekt davor, bin aber zuversichtlich, dass es klappt. Schon während der Schwangerschaft mit der Maus und als sie ganz frisch da war, war in mir der Wunsch ganz ganz stark, dass ich dieses Wunder nocheinmal erleben wollte. Ich bin gespannt, ob das dieses Mal ähnlich sein wird. Sollte dies der Fall sein, bleibt und auch dieses Mal nicht so furchtbar viel Zeit (ich bin dieses Jahr 38 geworden, mein Mann wird 40). Aus heutiger Sicht wünsche ich mir, dass wir früher losgelegt hätten, dann bliebe insgesamt mehr Zeit.
ABER auf der anderen Seite würde ich dann vielleicht heute etwas vermissen. Das ist so nun absolut nicht der Fall. Ich habe jetzt nicht mehr das Bedürfnis auf Reisen, deren Ziel es alleine ist, möglichst viel Zeit auf dem Wasser zu verbringen ( wir Kitesurfen), sondern freue mich über Urlaube, an denen auch die Maus Freude hat.
Parties vermisse ich gar nicht, habe in der Regel keine Lust darauf und mein Job ist mir zwar nich wichtig, aber nicht mehr so, wie er es früher war. So gesehen haben wir dann doch wieder den richtigen Zeitpunkt erwischt. ABER ich habe aus unserer Vorgeschichte gelernt, dass ich nie wieder in der Situation stecken will, dass ich mir Vorwürfe mache (ob berechtigt oder unberechtigt), dass wir die Zeit verdusselt haben und sich unsere Kinderplanung deswegen vielleicht nun nicht mehr verwirklichen läßt. DAS Gefühl war einfach nur grauenhaft!

Katzentier
05.02.2014, 10:42
Hallo Sonnenschnuppe!
Ja, sorry, dass ich Dich im Herbst allein gelassen habe hihi....da war ich damals wohl noch zu optimistisch.
In meiner Vorstellung war ja immer der Vierjahresabstand, aber im Herbst war ich dann noch nicht so weit. :freches grinsen:

Deine Ängste wegen der "geteilten" Liebe kann ich verstehen. Witzigerweise konnte ich das früher gar nicht so nachvollziehen, dass Mütter sich darüber Sorgen machen, wenn ich das ab udn an in der Bri gelesen habe.
Jetzt schon. Ich liebe Kitty so sehr und sie ist ja auch so ein Kuschelkind, kommt noch jede Nacht in mein Bett rüber und klebt an mir. Ich geniesse unsere kleinen zweisamen Momente, die wir zwischendurch haben udn die dann nicht mehr in dem Maße stattfinden würden. Es ist wirklcih kaum vorstellbar, dass ich noch einen kleinen Menschen genau so lieben könnte wie Kitty.
Aber da - siehe Kamille - andere Mehrfachmamas bestätigen, dass das geht...versuche ich, mir darüber nicht auch noch einen Kopf zu machen :peinlich::smirksmile:

Übrignes bin ich schon sehr gespannt auf den Namen Deines Babys, Sonnenschnuppe, bisher hatten wir da ja einen nunja...recht ähnlichen Geschmack :freches grinsen:

Sonnenschnuppe
05.02.2014, 11:26
Katze, mir ging es genauso!!!
Ich habe eine Freundin (die dieses Jahr 50 wurde).
Bei ihnen hat es sehr lange nicht geklappt, mit dem Wunschkind. Als der Bub dann doch da war, meinte sie, dass sie sich kein 2. Kind vorstellen kann, weil sie ihren Sohn dafür zu sehr liebt und es ihm nicht antun wollte, dass er sie teilen müsse.
Ich fand das total albern und konnte ihre Gedanken absolut nicht nachvollziehen! Jetzt verstehe ich genau, was sie meinte.
Meine Maus ist ja auch so ein Klebekind, in letzter Zeit noch mehr als sonst. Sobald sie mich sieht, will sie NUR noch auf dem Arm sein, beim Essen auf dem Schoss, nachts kriecht sie fast in mich rein :ooooh:.

Wegen des Namens sind wir diesmal noch total unschlüssig. Uns fehlt eine zündende Idee. Einen Jungennamen hätten wir gehabt, aber es wird noch ein Mädchen:liebe:.
Wir haben 3 Namen in der engeren Auswahl, den einen finde ich sehr schön, heute ist er auch nicht so häufig. Allerdings ist es ein Evergreen, so dass man den Namen - vorallem in unserer Generation- häufig hört.
Den anderen findet mein Mann für ein Mädchen süß, aber für eine erwachsene Frau vielleicht nicht so (finde ich nicht, es ist keiner dieser Abkürzungsnamen zB. Leni).
Der letzte ist ziemlich ungewöhnlich, meinen Mann stört daran, dass man ihn wahrscheinlich oft erklären muss.

Du kannst mir gerne Namensvorschläge schicken, vielleicht werden wir DANN fündig!!!:cool:

Katzentier
05.02.2014, 12:08
Ich denke auch, man wird jedes Kind auf seine Weise lieben. Hier wurde ja auch schon mal diskutiert, ob man nicht doch ein Kind mehr liebt als das andere. Ich hoffe einfach, dass man das nicht vergleichen kann. Dass man automatisch beide gleich mit der gleichen Intensität liebt, nur auf unterschiedliche Weise...ich kann mir schon vorstellen, dass man einfach mit einem Kind besser umgehen kann, als mit dem anderen, weil einem das eine im Charakter ähnlciher ist oder so.....z.B. eckt mein Mann gerne mit unserer Tochter an, wird schnell ungeduldig, während ich sie oft sooo gut verstehen kann, weil ich als Kind ähnlich war. Wer weiss wie es mit Kind 2 so läuft/laufen würde.

Namen, sehr schwierig. Jungsnamen wüsste ich spontan keinen, das wäre eine lange Suche. Mädchennamen find ich viele toll. Einige gibts aber schon im Umfeld, passen nicht zu unserem Nachnamen oder gibt es zu häufig....ich finde ja auch toll, wenn die Namen der Kinder irgnwie vom "Stil" her zusammen passen. Also wenn das eine "Schackeline" heisst , passt "Schantall" ja super dazu :freches grinsen: also Du verstehst was ich meine....zu "unserem" Namen von Kitty und Deiner Maus finde ich eben auch einen klassischen älteren Namen ganz schön. Aber für uns würde die Namensgebung diesmal auch schwieriger, denn Kittys Name stand für mich irgndwie schon vor 10 Jahren fest :freches grinsen: und Männe war zum Glück einverstanden. Na, ich hab ja auch noch massig Zeit..vor April werden wir wohl nciht anfangen zu "hibbeln" und dann muss es erstmal klappen. Ich bin ja auch nicht ganz ohne Vorgeschichte, sonst würden wir uns wohl gar nicht kennen....wurde bei Dir eigentich damals aufgeklärt, warum Du so häufige FG hattest? Erinnere mich grade nicht mehr.

Kamille
05.02.2014, 13:23
Kamille,
danke für das Mutmachen! Und jetzt schreibst Du schon im Strang 3. Kind :freches grinsen:.



Ja das hätte ich am Anfang unser Familienplanung nun gar nicht gedacht. Mir geht es auch so wie Dir, dass ich oft denke, wenn ich gewusst hätte, wie es mir einmal mit Kindern gehen würde, hätte ich früher damit angefangen. :freches grinsen: Aber wie bei Dir, fand ich es auch gut, erst einmal ein paar Jahre zu arbeiten und Zeit mit meinem Mann zu haben und und und...ich glaube, das war auch gut so, denn meine Einstellung zum Beruf und dem, was mir wirklich wichtig ist, hat sich im Laufe der Jahre auch noch einmal verändert... Bei mir ist der Kinderwunsch zudem auch erst so nach und nach gewachsen. Nach jedem Kind war ich der Überzeugung, so jetzt ist es genug... Und jetzt planen wir doch noch das dritte. :smirksmile: Mein Mann ist allerdings auch acht Jahre älter als ich und nun auch schon beinahe 47. Und ich werde bald 39, mal sehen, ob es noch einmal klappen soll... Aber ich habe einige Beispiele um mich herum, bei denen es auch nicht immer einfach war und nicht so nach Plan lief und trotzdem kam dann mit 43 und 41 jeweils noch das dritte Kind, weil der Wunsch einfach noch da war. Also, sag niemals nie.....

Ganz lieben Gruß

Sonnenschnuppe
05.02.2014, 21:58
Katze, bei uns war es auch so, dass der Mäusename schon fest stand, bevor wir überhaupt ernsthaft daran gedacht haben WIRKLICH ein Kind zu bekommen. Wir waren uns da total einig. Ich habe mich davor auch gar nicht mit Top 10 Listen beschäftigt und wusste gar nicht, dass er doch sehr häufig ist. Hätte ich es gewusst, hätten wir aber trotzdem den gleichen Namen gewählt, weil es für uns einfach der aller schönste Mädchenname ist. Trotzdem stört es mich, dass er - hier allerdings vorallem in den Abwandlungen- doch sehr häufig vorkommt. Für Kind Nr. 2 würde ich deswegen lieber einen Namen wählen, der nicht ganz so häufig ist (wobei ich auch einen Platz 1 Namen nehmen würde, wenn es bei diesem Click machen würde). Nur will ich eben keinen Namen, der schon im engen Freundes bzw. Familienkreis vergeben ist. Ein total ausgefallener oder "neumodischer" Name wird es definitiv auch nicht werden.
Ja, wir haben damals abklären lassen, ich hatte eine Schilddrüsenunterfunktion, eine (seltene) Gerinnungsstörung und eine Gelbkörperschwäche. Deswegen habe ich ab Hibbelstart ASS 100 eingenommen und ab positivem SST Utrogest und Heparin.
Allerdings muss ich sagen, dass wir diesmal (bisher) echt Glück hatten. Es hat auf Anhieb geklappt und bislang gab es keine Komplikationen! Sogar die Ängste sind diesmal nicht so stark, wie das letzte Mal. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es bei Euch auch so gut klappt. Soweit ich mich erinnere, war es bei Dir ja "nur" 1 FG und Du wurdest dann ganz schnell wieder schwanger. Das kann dann ja auch einfach eine (böse) Laune der Natur gewesen sein!

Kamille, mir hat eine Stillberaterin erklärt, dass es so ist, dass Mehrfachmütter häufig auch in "fortgeschrittenem Alter" noch problemlos schwanger werden und komplikationslose Schwangerschaft erleben, während sich Erstmütter da oft schwerer tun. Sie meinte, das läge daran, dass während jeder Schwangerschaft (und Stillzeit) die ovarialen Reserven "gespart" werden (solange es nicht zu Eisprüngen kommt). Auf das Alter des Mannes kommt es ja eh nicht so sehr an und 39 ist doch noch im Rahmen!!! Viel Glück Euch!

neka
06.02.2014, 10:11
Interessant, was ihr zum Thema Liebe fürs zweite Kind schreibt. Aber davor habe ich - momentan so als Unbeteiligte :freches grinsen: - eigentlich am wenigsten Angst. Ich sag mir immer, wenn das soooo ein riesen Problem wäre, gäbe es ja nur Einzelkinder? Das ist aber auch mein Argument gegen alle Zweitkind-Befürchtungen, vielleicht bin ich auch sehr naiv :smirksmile:

filterkaffee, danke noch fürs Mutmachen in Sachen Trotz! Ja, ich hoffe auch auf deutliche Verbesserung, wenn das Reden besser wird. Ich hab auch den Eindruck, dass es aufwärts geht, denn gestern kam ich mit der Tussi deutlich besser zurecht und sie zeigt wenigstens wieder mehr auf Sachen, die sie will. Wenn sie mir dann mal sagt, dass sie mich doof findet, weiss ich wenigstens woran ich bin :freches grinsen:

filterkaffee
06.02.2014, 13:24
Kamille, mir hat eine Stillberaterin erklärt, dass es so ist, dass Mehrfachmütter häufig auch in "fortgeschrittenem Alter" noch problemlos schwanger werden und komplikationslose Schwangerschaft erleben, während sich Erstmütter da oft schwerer tun. Sie meinte, das läge daran, dass während jeder Schwangerschaft (und Stillzeit) die ovarialen Reserven "gespart" werden (solange es nicht zu Eisprüngen kommt). Auf das Alter des Mannes kommt es ja eh nicht so sehr an und 39 ist doch noch im Rahmen!!! Viel Glück Euch!

Das ist ja eine interessante Info! Wobei ich persönlich trotzdem nicht zuuuu lange warten würde. Ich war bei der ersten Schwangerschaft (da war ich 34) schon so ängstlich und ratlos bzgl. Pränatal-Diagnostik und das Thema wird ja mit steigendem Alter nicht weniger relevant...

Auf der anderen Seite ist Thema "Nr. 2" bei uns zur Zeit quasi nicht vorhanden (außer, dass es irgendwo in meinem Hinterkopf rumspukt). Ich bin zur Zeit einfach nur froh, dass alles gut läuft und dankbar dafür, was ich habe. Wenn ich mich so im Freundeskreis umschaue.... es ist echt nicht selbstverständlich, ein gute Partnerschaft und ein gesundes Kind zu haben. Wurde mir gestern mal wieder arg bewusst- gerade trennt sich eine gute Freundin (die 4. innerhalb der letzten zwei Jahre) von ihrem Freund. Wir hatten ein langes, ratloses, tränenreiches Gespräch gestern. Oh man, ich find das immer so furchtbar, wenn Beziehungen zerbrechen. :heul:

Wegen Liebe zu mehreren Kindern: Ich sehe das so wie Katzentier. Ich kann mir schon vorstellen, dass man einem Kind näher ist als dem anderen, weil es einem ähnlicher ist. Ich würde auch hoffen, dass man Kinder und die Liebe zu ihnen nicht miteinander vergleichen kann. Vor einiger Zeit war im Stern auch mal ein längerer Artikel über das "Tabuthema Lieblingskinder".

LG

Peppis
06.02.2014, 14:47
Wegen Liebe zu mehreren Kindern: Ich sehe das so wie Katzentier. Ich kann mir schon vorstellen, dass man einem Kind näher ist als dem anderen, weil es einem ähnlicher ist. Ich würde auch hoffen, dass man Kinder und die Liebe zu ihnen nicht miteinander vergleichen kann. Vor einiger Zeit war im Stern auch mal ein längerer Artikel über das "Tabuthema Lieblingskinder".

LG

Lieblingskinder wechseln sich ab ;-) Aber das man einem characterlich ähnlicher ist, sich daher besser reindenken kann, dass eines vielleicht auch die eigenen (ungeliebten) Eigenschaften deutlich zeigt, das eins ruhiger und "problemloser" ist, das kann schon sein. Nie habe ich so unterschiedliche Menschen, wie unter Geschwistern (betrifft auch meine) gesehen.

Aber lieben tut man beide Kinder. Und dann ist man halt phasenweise oder auch in Momentaufnahmen mal dem einen, mal dem anderen etwas näher. Vom Tenor guckt man aber beide immer mit dem Herzen an.

Mutterliebe wird nicht durch zwei geteilt sondern verdoppelt sich.

Ich hatte aber auch etwas Angst davor, weil man sich nicht vorstellen kann, dass das Gefühl nochmal gleichziehen kann. Kann es und wird es.....

lou79
06.02.2014, 15:11
Lieblingskinder wechseln sich ab ;-) Aber das man einem characterlich ähnlicher ist, sich daher besser reindenken kann, dass eines vielleicht auch die eigenen (ungeliebten) Eigenschaften deutlich zeigt, das eins ruhiger und "problemloser" ist, das kann schon sein. Nie habe ich so unterschiedliche Menschen, wie unter Geschwistern (betrifft auch meine) gesehen.

Aber lieben tut man beide Kinder. Und dann ist man halt phasenweise oder auch in Momentaufnahmen mal dem einen, mal dem anderen etwas näher. Vom Tenor guckt man aber beide immer mit dem Herzen an.

Mutterliebe wird nicht durch zwei geteilt sondern verdoppelt sich.

Ich hatte aber auch etwas Angst davor, weil man sich nicht vorstellen kann, dass das Gefühl nochmal gleichziehen kann. Kann es und wird es.....

Jetzt wollte ich was dazu schreiben, und Du hast genau DIE Worte dazu bereits gefunden :lachen:
*unterschreiballes*

Ich freu mich jeden Tag wie ein Keks, dass ich zwei habe :liebe:

filterkaffee
07.02.2014, 11:28
Lieblingskinder wechseln sich ab ;-) Aber das man einem characterlich ähnlicher ist, sich daher besser reindenken kann, dass eines vielleicht auch die eigenen (ungeliebten) Eigenschaften deutlich zeigt, das eins ruhiger und "problemloser" ist, das kann schon sein. Nie habe ich so unterschiedliche Menschen, wie unter Geschwistern (betrifft auch meine) gesehen.

Aber lieben tut man beide Kinder. Und dann ist man halt phasenweise oder auch in Momentaufnahmen mal dem einen, mal dem anderen etwas näher. Vom Tenor guckt man aber beide immer mit dem Herzen an.

Mutterliebe wird nicht durch zwei geteilt sondern verdoppelt sich.

Ich hatte aber auch etwas Angst davor, weil man sich nicht vorstellen kann, dass das Gefühl nochmal gleichziehen kann. Kann es und wird es.....

Das hast du wirklich toll geschrieben! :blume:

emma_ha
16.03.2014, 11:06
Darf ich kurz mal den Strang entern? Obwohl ich ja eigentlich dann direkt wieder aussteigen kann... :niedergeschmettert: Mein Mann und ich haben einen Sohn von etwas über 2 Jahren. Er war ein Schreikind, und wir haben es wirklich lange sehr schwer gehabt. Aber jetzt geht es aufwärts, der Kurze wird selbständiger, schläft schon eine ganze Weile gut und ist von der Wesensart her sowieso sehr lieb. Wir wollten eigentlich beide zwei Kinder, haben aber beide zunächst ganz eindeutig davon Abstand genommen, weil wir uns nicht vorstellen konnten, wie das hätte gehen sollen, auch ich nicht, denn mit einem zweiten genauso fordernden Kind wäre es wirklich sauschwer und sauhart. Trotzdem habe ich immer schon bemerkt, wie schwer mir innerlich der Gedanke fällt, bspw. unsere ganze Babyausstattung zu verkaufen, obwohl sie hier nur rumsteht, Platz wegnimmt und ja eigentlich nicht mehr gebraucht wird... Seit etwa zwei Wochen merke ich aber, dass bei mir so zaghaft und allmählich doch der Wunsch wächst und auch das Gefühl, es vielleicht doch schaffen zu können. Es würde mir nicht um sofort gehen und nicht um um jeden Preis.
Gestern habe ich meinen Mann darauf angesprochen, und er hat direkt abgewehrt. Er kann es sich nicht vorstellen, er will das alles nicht nochmal (was ich gut verstehen kann, er hat wirklich auch sehr gelitten), wir müssten umziehen, ein neues Auto kaufen usw. usw. ... Ich verstehe und akzeptiere seine Meinung, und er hat ja auch irgendwie recht. Aber gerade bin ich einfach nur traurig und fühle mich leer und sprachlos, und die Distanz zu ihm ist jetzt irgendwie so groß. Das ändert sich sicherlich wieder, aber ich mag eigentlich weinen und weiß doch nicht so recht wie. Und ich möchte drüber reden und weiß doch nicht so recht mit wem. Daher schon jetzt vielen Dank fürs Lesen, hat gut getan, es auch mal aufzuschreiben. :blume:

Inaktiver User
16.03.2014, 12:07
Na, Emma, als erfahrene Ehefrauen wissen wir doch, dass steter Tropfen den Stein höhlt. :zwinker: Meinst Du nicht, Dein Mann wird sich mit Deinem Anliegen noch einmal anders auseinandersetzen, wenn er merkt, dass es Dir ein Herzenswunsch ist und nicht nur eine spontane Eingebung? Ich würde einfach immer wieder in entspannten Situationen damit anfangen... Vielleicht tut sich dann doch noch was?

Männer reagieren ja oft aus der Laune heraus und überlegen nicht groß, was sie sagen... am nächsten Tag kann es wieder ganz anders aussehen. Und solche Argumente wie, wir müssten ein neues Auto kaufen hören sich jetzt für mich, ehrlich gesagt, nicht an wie¨ich kann es mir gar nicht nie unter gar keinen Umständen nochmal vorstellen¨. :blume:

Übrigens, wenn hier einer bewiesen hat, dass er auch unter schwierigsten Umständen eine akzeptable Mutter sein kann, dann ja wohl Du!

Meeresblume
16.03.2014, 12:55
Liebe Emma, wir hatten auch ein sehr, sehr anstrengendes erstes Kind - das bis heute (mittlerweile 6 Jahre alt) fordernd und anstrengend ist. Eine befreundete Psychologin hat uns mal damit getröstet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwisterkind genauso anstrengend wird, äußerst gering ist. Und sie hatte recht. Das zweite Kind war ein Traum bzgl Ruhe und Schlafen und Geduldigkeit ... Und unserer Erstgeborenen hat dieses Geschwisterkind unendlich gut getan. Ein neues Auto und eine neue Wohnung braucht man mit dem zweiten Kind doch auch nicht sofort. Die zwei können sich auch noch Jahre ein Zimmer teilen und selbst in einen 3-Türer passen zwei Kinder auf die Rückbank (haben wir auch lange gemacht). Was die Überzeugung deines Mannes betrifft, sehe ich es wie Coralie. Lass ihm Zeit, bring es immer wieder zur Sprache...
Mein Mann wäre von allein auch nicht auf die Idee gekommen, 4 Kinder zu wollen. Jetzt denken wir sogar über eine Nr. 5 nach :smile:

emma_ha
16.03.2014, 14:56
Liebe Coralie, liebe Meeresblume,
vielen Dank, aber das Statement meines Mannes war schon sehr ernst und sehr definitiv. Da ist, glaube ich, nichts zu machen. Er hat als allerserstes gesagt, er will es auf keinen Fall. Danach kamen erst die Argumente, und ich habe dann aber auch ziemlich schnell gesagt, wenn es klar ist, dass er es nicht will, dann brauchen wir auch nicht weiter drüber zu reden. Haben wir dann auch nicht. Seit gestern haben wir dann aber auch überhaupt kaum was geredet.


Eine befreundete Psychologin hat uns mal damit getröstet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwisterkind genauso anstrengend wird, äußerst gering ist.

Sie mag gering sein, aber sie ist da. Das muss man einfach realistisch sehen. Und wenn ich mal so mein generelles "Glück" in solchen Angelegenheiten in Betracht ziehe, dann würde ich davon ausgehen, dass wir es wieder so erwischen würden. Und das, da darf man sich nichts vormachen, wäre für eine gewisse Zeit die Hölle. Das wär einfach so, und da müssten wir dann alle irgendwie durch, und lustig würde das für uns alle nicht. Aber ich bin mittlerweile so weit, dass ich denke, dass der langfristige Gewinn überwiegen würde... Mein Mann sieht aus unserer persönlichen Erfahrung die Schwierigkeiten, und daran ist ja auch nichts verkehrt.

Peppis
16.03.2014, 18:06
Ich kann die Theorie bestätigen.

Kind 1 = Granate

Kind 2 = ruhig(er), immer schon

Trotzdem haben wir (im Nachblick) erstaunlicherweise das nie thematisiert. Mein Mann hatte aber auch mal ne Phase wo er meinte: Eins reicht.....

Wir haben immer wieder drüber geredet.
Man ist ja, egal was kommt, auch ein ganzes Stück erfahrener, was automatisch andere Reaktionen hervorruft. Darauf kann man sich ein Stück weit verlassen.

Bleibt im Gespräch.

lou79
16.03.2014, 18:17
Keine Ahnung ob die Theorie stimmt. Aber hier ist es ebenfalls so.

Der erste war zwar kein Schreibaby, schlief aber lange nur mit Föhn-CD ein (aaaaber er schlief! :freches grinsen:) oder wenn er in Bewegung war. Sonst nur schlecht und war sonst auch ein "busy baby"

Der zweite war die Ruhe selbst, schläft immer noch wie ne 1 aber hat aufgeholt. Er ist halt auch ein kleiner Rocker :smirksmile:

huppsi
16.03.2014, 18:29
Emma ich kann mir ungefähr vorstellen, wie du dich fühlst (auch wenn bei uns eher mein Mann zu Nummer 2 tendiert ;-), aber ich denke, du solltest dich erstmal mit dem Wunsch deines Mannes abfinden. ich halte nichts davon , einen Mann zu nem Kind zu überreden, denn es ist ja auch sein Kind, und es ist dann auch eher wenig Hilfe bei der brutpflege zu erwarten. Genieß die zeit , wie sie ist und lass die zeit arbeiten. vielleicht sieht er es in 1-2 Jahren anders, es sei denn, die Uhr tickt bei dir. wenn dein Wunsch übermächtig wird, erklär es ihm genauso, aber wenn er nicht will, dann kann man nichts machen. dass 2 Kinder ganz unterschiedlich sind, ist auch meine Beobachtung !!

lou79
16.03.2014, 18:32
Überreden würde ich ihn auch nicht. Beide müssen sich wohl damit fühlen. Sonst geht's nach hinten los...

Sonnenschnuppe
16.03.2014, 22:12
emma,
darf ich Dich erinnern, vor wenigen Wochen habe ich noch geschrieben, dass ich es gerade bei Dir sehr schade fände, wenn Dir die Angst bei dem Wunsch nach einem zweiten Kind im Wege stehen würde. Und Du meintest darauf, dass Du Dir schon sehr sicher wärest, dass Du Dir kein zweites Kind zutraust, auch wenn sich in guten Phasen immer wieder der Wunsch danach leise meldet.
Ich schreibe das nicht um zu sagen, dass Dein Wunsch vielleicht in 3 Wochen nicht mehr da sein/so stark sein wird, sondern im Gegenteil: Du hast offensichtlich in den letzten paar Wochen eine emotionale Entwickung durchgemacht von "nein, dass schaffen wir nicht" zu "ich wünsche es mir und bin stark genug". Laß Deinem Mann ein bisschen Zeit, vielleicht erntwickelt er sich in die gleiche Richtung.
Die Argumente neue Whg, neues Auto sind Quatsch, wenn er eigentlich vor Eurem Sohn auch den Wunsch nach 2 Kindern hatte, waren das Punkte, die ohnehin irgendwann im Raum gestanden wären.
Ich kann mir vorstellen, dass Deinem Mann Dein Zustand nach Geburt Eures Sohnes große Angst gemacht hat und er einfach auch Angst hat, was wäre, wenn Du es Dir wieder so schlecht gehen würde und weiß nicht, wie sich eine wiederholen der Situation organisatorisch lösen ließe. Oder er hat Angst, dass Du Dir zu viel zumutest.

Wenn es wirklich so ist, dass er es Euch gerade aufgrund Eurer perönlichen Erfahrungen nicht vorstellen kann, dann wird es vielleicht wirklich besser, je älter Euer Sohn wird.

Und zum Thema Überreden:
bei uns ist es so, dass mein Mann sich unbedingt 3 Kinder wünscht. Ich kann mir das im Augenblick noch gar nicht vorstellen- mir fällt es gerade sogar noch schwer, mir vorzustellen, wie das Leben mit unseren 2 Mädels sein wird.
Wenn ich von meiner Großen ausgehe, dann stelle ich mir das SEHR anstrengend vor.
Bei 3 Kindern habe ich Sorge, dass die die Grenzen meiner Belastbarkeit und Geduld überschreiten würden und auch, dass jedes Kind für sich nicht die Aufmerksamkeit von mir bekommen kann, die ich ihm gerne geben möchte. Außerdem sehe ich schon, dass jobmäßig dann doch aller Voraussicht nach ich mich (weiter) einschränken müsste und auch den Schwerpunkt der Betreuung leisten würde. Deswegen ist es für mich schon so, dass ich eher dazu tendiere, dass es bei 2 Kindern bleiben wird.
Andererseits führt der Umstand, dass er seinen Wunsch immer und immer wieder kundtut und er hier sehr sehr präsent ist, schon dazu, dass ich mir aus Liebe zu ihm immer wieder die Frage stelle, ob 3 Kinder nicht doch auch schön und machbar wären. Insofern lohnt es sich finde ich schon, an Ball zu bleiben- bei uns ist dieses Thema noch lange nicht vom Tisch.

Ich wünsche Dir sehr, dass sich bei ihm noch was tut!

Nijntje74
16.03.2014, 22:56
Emma, ich kann ehrlich gesagt deinen Mann ganz gut verstehen, dass er Angst davor hat, die erste Zeit nach der Geburt eures Sohnes noch mal zu durchleben, nicht zu wollen, dass du das noch mal durchleben musst.
Argumente wie Auto, Wohnung erscheinen mir da eher vorgeschoben (und sei es unbewusst)

Andererseits kann ich deinen aufkeimenden Wunsch nach einem 2. Kind natürlich total verstehen. Ich war da lange Zeit sehr ambivalent (bin es z.T. noch etwas, aber tja, nun ist es wohl zu spät), hätte mich bei einer entschiedeneren Ablehnung meines Mannes wohl auch von abbringen lassen, aber letztendlich ist es eben doch ein tiefsitzenderes Gefühl, mit dem man sich zumindest auseinandersetzen muss. (Ein Argument meines Manns war übrigens das umgekehrte: Wir können doch nicht 2x das Riesen-Glück haben so ein (in unseren Augen) eher pflegeleichtes Kind, tendenziell gesund und guter Dinge, zu bekommen. Und wie sollen wir das dann schaffen, wenn's schwierig wird)

Wenn es vom Platz her geht und nicht eine ständige Erinnerung an das, was vielleicht nie sein wird, ist, würde ich mich von der Babyausstattung noch nicht trennen, generell abwarten, ob sich an der Haltung deines Mannes oder deiner eigenen noch was tut, ich denke, das kann man nicht vorhersagen. Bei uns hat sich da innerhalb eines Jahres viel getan, ohne, dass wir das nun dauernd themantisiert hätten. Den 2.-Kinderwunsch einfach zu verdrängen ist sicherlich problematisch, irgendwie damit auseinandersetzen musst du dich sicherlich, auch wenn du nicht siehst, dass sich die Haltung deines Partners ändern könnte.

lou79
16.03.2014, 23:22
Nicht nur das erste Jahr, falls es wieder ein Schreibaby werden sollte, kann sehr anstrengend sein. Die ganze Kindheit ist ja ein einziger, langer und kontinuierlicher Lernprozess und ein Teil davon geht nun mal mit Frustration einher. Auf allen Seiten. Das heißt, man wird mal mindestens bis zur Pubertät mit den ganz natürlichen Kommunikationsmitteln des Kindes konfrontiert werden: Geschrei, Trotzanfällen, Wut, Zorn, Agressionen...

Wenn dann noch eins dazu kommt....
Das Erstgeborene erleidet mit der Geburt des zweiten Kindes einen Verlust. Mit den dazugehörigen Emotionen. Das wiederum erzeugt Gefühle bei Eltern, mit denen sie fertig werden müssen. Von Streit, täglichen Raufereien (typisch bei Jungs) oder Zickereiern unter Geschwistern ganz zu schweigen. Und bei Geschwistern muss ihre interne Hierarchie immer wieder aufs Neue konsolidiert werden. Mit diesen Emotionen werden die Eltern konfrontiert. Und das kann sehr anstrengend sein. Selbst für sehr geduldige, emphatische und psychisch reife Eltern. Geschwisterrivalität wird dann zusätzlich eine Belastung sein die, ums mal vorsichtig auszudrücken, manchmal eine Zenbuddhistische Einstellung, Taub- oder Blindheit oder einen Ritt ins Weltall herbei sehnen lässt. Die Zahl der Familien, in welchen ständig Harmonie herrscht ist jedenfalls mal ganz klar in der Minderheit. Wer also sehr Harmoniebedürftig ist sollte es sich einmal mehr überlegen.

Kinder bedingungslos zu lieben für das was sie sind, wie sie sind, in JEDEM Augenblick ihrer Entwicklung, ist nicht selten anstrengend und dafür ist nicht jeder geschaffen. Besonders wenn es mehr an der Zahl sind. Da sollte man ganz ehrlich zu sich selbst und seinem Partner sein. Und es muss auch nicht jeder wollen. Ich kann Leute verstehen, die keine oder "nur eins" wollen. Auch wenn das nicht mein Model vom Leben ist. Aber ich kann mich da gut hineinversetzen. Besonders wenn man mit den natürlichen Reaktionen der Kinder nicht umgehen oder beide Teile - Kind und Elternteil- vor Frustrationen schonen möchte und Vermeidungsstrategien entwickelt. Um nicht damit konfrontiert zu werden. Kinder also ihre Emotionen nicht ausleben dürfen. Kann alles unbewusst passieren. Dann werden alle Beteiligten erst recht Schwierigkeiten haben. Dann leidet die geistige Gesundheit, das psychosoziale Wohlergehen und die Lebensqualität sinkt. Für alle Familienmitglieder.

Ich finde es sehr wichtig, seine persönliche Bedürfnisse und Grenzen zu identifizieren und zu definieren. Und diese auch zu respektieren. Liebe zum Partner allein reicht da leider nicht aus um ein weiteres Kind zu bekommen.

lou79
17.03.2014, 00:05
Ich würde das Gespräch suchen, aber meine eigenen Interessen erst einmal außen vor lassen. Schon gar nicht mit Argumenten für ein weiteres kommen. Ihm Raum und Zeit geben, von seiner Angst zu erzählen und diese anzuerkennen. Und das erstmal so stehen zu lassen. Mehr nicht.

Peppis
17.03.2014, 05:41
Nicht nur das erste Jahr, falls es wieder ein Schreibaby werden sollte, kann sehr anstrengend sein. Die ganze Kindheit ist ja ein einziger, langer und kontinuierlicher Lernprozess und ein Teil davon geht nun mal mit Frustration einher. Auf allen Seiten. Das heißt, man wird mal mindestens bis zur Pubertät mit den ganz natürlichen Kommunikationsmitteln des Kindes konfrontiert werden: Geschrei, Trotzanfällen, Wut, Zorn, Agressionen...

Wenn dann noch eins dazu kommt....
Das Erstgeborene erleidet mit der Geburt des zweiten Kindes einen Verlust. Mit den dazugehörigen Emotionen. Das wiederum erzeugt Gefühle bei Eltern, mit denen sie fertig werden müssen. Von Streit, täglichen Raufereien (typisch bei Jungs) oder Zickereiern unter Geschwistern ganz zu schweigen. Und bei Geschwistern muss ihre interne Hierarchie immer wieder aufs Neue konsolidiert werden. Mit diesen Emotionen werden die Eltern konfrontiert. Und das kann sehr anstrengend sein. Selbst für sehr geduldige, emphatische und psychisch reife Eltern. Geschwisterrivalität wird dann zusätzlich eine Belastung sein die, ums mal vorsichtig auszudrücken, manchmal eine Zenbuddhistische Einstellung, Taub- oder Blindheit oder einen Ritt ins Weltall herbei sehnen lässt. Die Zahl der Familien, in welchen ständig Harmonie herrscht ist jedenfalls mal ganz klar in der Minderheit. Wer also sehr Harmoniebedürftig ist sollte es sich einmal mehr überlegen.

Kinder bedingungslos zu lieben für das was sie sind, wie sie sind, in JEDEM Augenblick ihrer Entwicklung, ist nicht selten anstrengend und dafür ist nicht jeder geschaffen. Besonders wenn es mehr an der Zahl sind. Da sollte man ganz ehrlich zu sich selbst und seinem Partner sein. Und es muss auch nicht jeder wollen. Ich kann Leute verstehen, die keine oder "nur eins" wollen. Auch wenn das nicht mein Model vom Leben ist. Aber ich kann mich da gut hineinversetzen. Besonders wenn man mit den natürlichen Reaktionen der Kinder nicht umgehen oder beide Teile - Kind und Elternteil- vor Frustrationen schonen möchte und Vermeidungsstrategien entwickelt. Um nicht damit konfrontiert zu werden. Kinder also ihre Emotionen nicht ausleben dürfen. Kann alles unbewusst passieren. Dann werden alle Beteiligten erst recht Schwierigkeiten haben. Dann leidet die geistige Gesundheit, das psychosoziale Wohlergehen und die Lebensqualität sinkt. Für alle Familienmitglieder.

Ich finde es sehr wichtig, seine persönliche Bedürfnisse und Grenzen zu identifizieren und zu definieren. Und diese auch zu respektieren. Liebe zum Partner allein reicht da leider nicht aus um ein weiteres Kind zu bekommen.

Lou, schön zu lesen und wie immer, auch für die, die schon mittendrin hängen, hilfreich.

;-)

Inaktiver User
17.03.2014, 11:29
Ich finde das, ehrlich gesagt, noch etwas zu metaphysisch. Was meinst Du mit ¨Emotionen nicht zulassen¨ beim Kind? Wie würde so ein destruktives Verhalten konkret aussehen? :smile:

emma_ha
17.03.2014, 13:19
Überreden würde ich ihn auch nicht. Beide müssen sich wohl damit fühlen. Sonst geht's nach hinten los...

Ja, würde ich auch nicht wollen. Ich verstehe ihn vollkommen, und wenn er es tatsächlich nicht will, dann gewönnen wir alle (inklusive des "neuen" Kindes) nichts damit, wenn er es aus Liebe zu mir täte. Deshalb hätte ich nicht vor, es auf Teufel komm raus durchzusetzen. Ich bin dankbar für das Kind, das ich habe, und dafür, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen. Und das bleibt mir ja immer, und wenn sich herausstellt, dass es kein 2. gibt, dann habe ich damit und mit meiner schönen Paarbeziehung gute Grundlagen, um das "wegzustecken". Aber traurig gemacht hat es mich erstmal schon.


emma,
darf ich Dich erinnern, vor wenigen Wochen habe ich noch geschrieben, dass ich es gerade bei Dir sehr schade fände, wenn Dir die Angst bei dem Wunsch nach einem zweiten Kind im Wege stehen würde. Und Du meintest darauf, dass Du Dir schon sehr sicher wärest, dass Du Dir kein zweites Kind zutraust, auch wenn sich in guten Phasen immer wieder der Wunsch danach leise meldet.
Ich schreibe das nicht um zu sagen, dass Dein Wunsch vielleicht in 3 Wochen nicht mehr da sein/so stark sein wird, sondern im Gegenteil: Du hast offensichtlich in den letzten paar Wochen eine emotionale Entwickung durchgemacht von "nein, dass schaffen wir nicht" zu "ich wünsche es mir und bin stark genug".


Ja, das stimmt. Ich nähere mich ja selbst diesem Wunsch erst allmählich an, und mich überrascht es selbst, dass er jetzt doch relativ plötzlich in der Form und Deutlichkeit da ist. Noch vor zwei oder drei Monaten habe ich das nicht so empfunden. Ich bin auch selbst noch längst nicht so weit, dass ich mich direkt an die Realisierung wagen würde. Aber ich kann es nicht mehr defintiv ausschließen, das irgendwann, und zwar nicht erst in 10 Jahren, zu wollen. Und nur darum ging es mir eigentlich in dem Gespräch. Daher war es so ernüchternd, direkt eine "Abfuhr" zu kassieren.


Ich kann mir vorstellen, dass Deinem Mann Dein Zustand nach Geburt Eures Sohnes große Angst gemacht hat und er einfach auch Angst hat, was wäre, wenn Du es Dir wieder so schlecht gehen würde und weiß nicht, wie sich eine wiederholen der Situation organisatorisch lösen ließe. Oder er hat Angst, dass Du Dir zu viel zumutest.

Da triffst Du ganz sicher ins Schwarze. Und eben deshalb kann ich ihn so gut verstehen - mir macht die Vorstellung trotz des Wunsches ja auch Angst, und zwar nicht wenig. Viel von der Zeit war nicht schön, und wenn ein Zweites käme, wäre es so oder so mindestens so hart oder wahrscheinlich härter, entweder auf die gleiche oder auf eine andere Weise, aber es wäre nicht der pure Sonnenschein- und Paradieszustand. Und das auf eine absehbare, aber nicht geringe Zeit. Vielleicht könnte aber die Haltung dazu bei uns beiden eine andere sein, um den Perfektionsanspruch runterzuschrauben, und die sicherlich erhöhte "Alarmbereitschaft" helfen, einiges schon früh abzufangen. Aber all das sind Argumente, mit denen ich nicht seine Ablehnung unterminieren möchte, sondern die ich, wenn überhaupt, mit ihm gemeinsam auf konstruktiver und tendenziell befürwortender Ebene besprechen möchte.

lou79
17.03.2014, 15:42
Ich finde das, ehrlich gesagt, noch etwas zu metaphysisch. Was meinst Du mit ¨Emotionen nicht zulassen¨ beim Kind? Wie würde so ein destruktives Verhalten konkret aussehen? :smile:

Da hab ich aus dem heutigen Geschehen ein Beispiel: Ich gehe mit MiniLou zum FA. Er sitz die ganze Zeit ruhig da, bekommt von mir vorgelesen, er rennt nicht durch die Praxis und nimmt sie auch nicht auseinander. Dei Sprchstundenhilf: Wow, was dür ein liebes Kind. ... Wäre er jetzt herumgelaufen, wäre gelangweilt und frustriert (gepaart mit Hunger, was er sogar hatte) und hätte seinen Gefühlen lautstark freien Lauf gelassen, wäre er dann ein böses Kind.??? Danach gehen wir Schuhe kaufen. MiniLou liebt seine (zu kleinen) Schuhe und O-Ton: WILL AUF GAAAAR KEINEN FALL NEUE!!!!Schmeisst sich auf den Boden, wehrt sich die neuen anzuprobieren, schreit, tritt. Ich bleib gelassen und reagiere mit Empathie. Ebzeigt siene Gefühle wie es für einen zweijährigen angemessen ist. Autonomiephase eben. Und die Ladenbesitzerin? "Alle lieben Kinder bekommen Gummibärchen. Komm lass Dir die Schuhe anzeigen und hör auf". MiniLou: Gummibärchen sind auch BÄÄHH!.... Da könnt mir die Hutschnur hochgehen. Warum wird ein Kind nur dann als lieb betitelt wenn es sich konform verhält und bloß niemand stört? In dem Alter kann er noch nicht sein Verhalten intellektuell überdenken und reagieren. Neben uns ist eine Mutter mit ihrem Kind (mit ähnlichen Vorlieben fürs Schuhekaufen wie MinLou) die sichtlich die Geduld verliert . Erst sagt sie ihm ziemlich harsch, er solle jetzt mit dem dämlichen Theater aufhören. Drama. Geschrei. Ebenfalls Tritte. Diskussionen. Er soll und muss aber. Am Ende zerrt sie das weinende Kind nicht zimperlich am Arm heraus und beschimpft es "Das ist echt peinlich mit Dir. Es gibt heute kein Fernsehen"...

Die völlig legitimen Gefühle (die als Theater abgestempelt und somit nicht ernst genommen werden!) und für das Alter normalen Reaktionen des Kindes sollen und dürfen jetzt so nicht sein. Es ist der Mutter peinlich, dass er nicht "funktioniert". Vielleicht sorgt sie sich um ihr Selbstbild. wie sie jetzt wohl vor dne anderen aussieht. Ihr Kind wohl nicht "im Griff hat"...etc. Und dass er sich so fühlt und auch gar nicht anders ausrücken KANN wird nun auch noch ganz negativ bewertet. Schlimmer noch: Da Kinder in dem Alter nicht zwischen ihren Aktionen und ihrer Person differenzieren können, nimmt er das peinlich persönlich. Er ist peinlich. Das ist das was ein Kind hört. Zudem gibts hier ein Machtspiel aus dem kein Gewinner hervor geht. Die Mutter fühlt sich damit mit Sicherheit auch nicht gut dass sie ihn angeschrieen und geschimpft hat. Und immer wenn Eltern ihre Kinder anschreien wird das Gehirn blockiert und die Lerfähigkeit geht zurück. Sein Selbstwertgefühl wird verletzt. Er ist nicht gut so wie er ist. Wenn er aber seiner Frustration unterdrücken lernt ist er "ein liebes, gutes Kind". Und er lernt, dass solche Emotionen "falsch" sind...

Das ist nur ein ganz einfaches Beispiel geringen Grades. Aber ich denke, Du verstehst, in welche Richtung ich möchte. (Nicht, dass das hier auf eine Bestimmte Person od Posting gemünzt ist. Überhaupt nicht. Es war ja auch nur ein Nebensatz)
In Familien (oder auch Institutionen!) in welchen es dauernd zu Frustration, Wutausbrüchen, bzw. verbaler Gewalt kommt, weil Kindergeschrei nicht ertragen werden oder die Autonomiephase nicht angemesseen gelebt werden darf, empfinden sich Kinder dabei immer schlecht und dumm. Und das wirkt sich äusserst ungünstig auf das Selbstertgefühl aus. Es leidet dabei immer.

Der Großvater von MiniLou sagte neulich selbst:" was ist er nur für ein uneinsichtiger Trotzkopf! Sowas hätte's es bei uns nicht gegeben!" Das hat mir mehr über ihn und seine Kindheit verraten als er preisgeben wollte. Und auch darüber, warum er mit 75 immer noch selbst im Stadium des Trotzkopfes gefangen ist....
Das Kind wird in eine Schublade gesteckt und abgestempelt. Der Mann hat keine Ahnung von 2,5 jährigen (der die meiste Zeit, wie heute Morgen beim Arzt, für ein Engelchen gehalten wird. Auch das ist bescheuert) Sie SIND wie kleine Neandertaler! Das ist NORMAL! Sie müssen es erst lernen. Und zwar eine ganz lange Zeit.

Und weil's so schön ist, noch ein Beispiel:
Neue Praktikantin in der Kita: Mini würde seit einer Woche so schlecht hören. Das sei ein Problem. Ob alles OK sei in der Familie. !!!. Sie stellt nicht nur eine Diagnose, sie beschuldigt gleichzeitig. Ich: Bei uns ist alles OK, kein auffälliges Verhalten zu verzeichnen und drehe den Spieß um und frag: Und in der Kita? Ich frage SIE wie sie auf ihn reagiert und welche Folgen sein "nicht hören wollen" haben. Er bekommt Auszeiten, was ihn wohl noch frustrierter mache (Aha...) Und gehen Sie auf seine Bedürfnisse ein und FRAGEN mal, was er hat, will etc? ....Schweigen. Am Ende des Gespräches mit der Bezugsperson kam heraus: Nö, keine Problem. Keine andere Erzieherin hat eine Veränderung in seinem Verhalten gesehen, jedoch ein Thema in der Beziehung zwischen den beiden. Die Praktikantin sei nicht sehr konsequent (Kinder testen in dieser Phase mit neuen Personen ganz genau wie weit sie gehen können, wo ihre Grenzen sind). Außerdem sei er nun der zweitälteste und langweile sich, da fast ausschließlich Babys und dazu noch Mädchen in der Gruppe sind. Zum Raufen (was in dem Alter Super wichtig für Jungs ist) ist kein Platz und keine Möglichkeit. Außerdem störe das die Babys.... Aha. DA liegt der Hase also im Pfeffer. Aber erstmal eine "Diagnose" stellen und das Kind abstempeln. Nicht das Kind sondern SIE hat ein Problem. Aber das Kind darf es dann ausbaden.
Auch hier "darf" er sich nicht altertypisch verhalten. Darf nicht herumbrüllen, seine Kräfte mit anderen Jungs messen und soll lieber so "lieb und angepasst" sein wie so ein kleines Mädchen... Sei ein "liebes" Kind. Kein Böses. Kotz.

Im Übrigen sind wir dann mit DEN Schuhen aus dem Schuhladen raus, die er AUF GAR KEINEN FALL zu Anfang wollte. De ganze Autofahrt hielt er "seine, neue, schöne, grüne Schuhe" (die er dann am End selbst ausgesucht hatte) im Arm :freches grinsen:

Historia02
17.03.2014, 15:45
Hallo emma,

mein erstes Kind war auch sehr, sehr anstrengend und ich konnte mir die ersten zwei Jahre kein weiteres Kind vorstellen. Ich war so froh, als ich endlich wieder halbwegs in der "Komfort-Zone" angelangt war.

Im Grunde haben mein Mann und ich uns erst an das zweite Kind "herangewagt", als wir gemeinsam sagen konnten: Der Wunsch ist so groß, dass wir es einfach versuchen wollen. Falls es nochmal so anstrengend wird, dann sind wir darauf vorbereitet, wir werden es schon irgendwie packen.

Wir haben auch bewusst Geld zurückgelegt und gemeinsame Elternzeit geplant, damit wir zusammen die Babyzeit meistern können. (Wäre das bei euch vielleicht auch eine Idee?)

Ich drücke dir die Daumen, dass dein Mann vielleicht auch bald an diesen Punkt kommt und ihr dann Mittel und Wege findet, euren Zweitkinderwunsch zu realisieren. :wangenkuss:

(Wir waren auf eine sehr anstrengende Zeit vorbeitet und ... haben ein total liebes, pflegeleichtes, gechilltes, gutgelauntes Baby erwischt, das gut schläft, gut isst und sich unter seinem Spielebogen auch mal längere Zeit alleine beschäftigen kann.)

Inaktiver User
17.03.2014, 19:10
Danke liebe Lou, :kuss:, alles sehr spannend. Überzeugt mich total, nur an der Umsetzung hapert es bei mir, leider Gottes, doch sehr oft (die lieben Nerven... :unterwerf:). Ich schreibe dazu noch mal mehr, momentan zwingt mich aber eine Magengrippe vom Tablet weg.

lou79
17.03.2014, 19:28
Kleiner Nachtrach, weil's vorhin dann schnell gehen musste.

Das Kind fühlt sich in seiner Frustration, die es nun mal noch nicht anders als mit Geschrei, Trotz etc. audrücken KANN, selbst schlecht und braucht gerade in der Situation Mitgefühl und eine liebevolle Hand die ihn hinausgeleitet aus dem Irrgarten der Emotionen. Und dann bekommt es von einem Riesen mit zornigem Gesicht noch einen Anschiss dafür. Das find ich echt traurig.

Man muss sich nur mal vorstellen, wie es wäre wenn wir einen Erwachsenen so behandeln würden wie es oft mit Kindern getan wird. Man würde sich entweder eine Anzeige oder eine Ohrfeige einfangen. Und wahrscheinlich völlig allein in dieser Welt da stehen. Oder wenn uns ein 3,5 m großer Riese grimmig und übermächtig anfährt, von dem wir vollkommen abhängig sind....

So, das war nun etwas Off topic. Und wie gesagt nun gar nicht mehr auf Emmas Posting bezogen aber ich hoffe, ich konnte es irgendwie erklären.

Ah, jetzt hast Du geantwortet (überschnitten) Ja, das stimmt. Und es ist nicht immer leicht. Alles hängt von der Einstellung ab. Die steuert unser Verhalten. Aber Wert, daran zu arbeiten und es sich zum obersten Ziel zu machen wenn man ein Kind begleitet. Für mich jedenfalls.

Wenn man Kinder hat wird man halt auch dazu gebracht, sich die eigene Kindheit/Geschichte anzuschauen...

Witzig. Während ich das schreibe ist mein Mann im anderen Bad in dem die Kids gerade baden. Und regt sich auf, weil die schon wieder sein Shampoo komplett in der Wanne entleert haben....:freches grinsen: Sorry, ich kann da gerade nur lachen. Wenn ER nicht lernt, die Flasche endlich nach oben in den Korb zu legen (wo sie nicht hin kommen) Warum erwartet er von ihnen, dass sie der Versuchung nicht widerstehen es wieder zu tun....:zwinker:... Ich muss dann mal los :smile:

jessie3640
17.03.2014, 21:24
*Mal reinhüpf*

Liebe Lou :blume:
Darf ich dich mal konkret fragen wie du in so einer Situation reagiert hast? Also ich kann das alles total nachempfinden, bei der Grossen helfen Mitgefühl und Verständnis ("ich kann verstehen wie wütend du grade bist, mann in deinem Bauch rumort es sicher total, das kenne ich auch, manchmal könnte ich auch.....aber es tut mir leid das musst du lernen" meist weiter (haben selten ausufernde Konflikte wie noch vor einem Jahr, wo ich zugegebenermaßen nicht so konsequent war wie jetzt), aber wie einem 2 jährigen das näher bringen??

Und leider ist das beschriebene Beispiel, oder die Beispiele ja wirklich bezeichnend für unsere Kultur/Zeit... Dieses "böse"- liebe" Kind -Ding :knatsch: es geht mir auch soooo auf den Zeiger (meine Eltern können auch kein Weinen Aushalten, stattdessen sehe ich oft meinen Vater panisch durch die Wohnung Laufen und Ablenkung am Suchen ODER aber ihm/ihr dann das Objekt/den Wunsch letztendlich doch zu geben, denn das "arme" Kind muss doch nicht so weinen :knatsch:

Darf ich fragen was du/ob du der Verkäuferin was erwiedert hast oder wie du deinen Sohn letztendlich konkret dazu bekommen hast nun doch ein paar neue Treter anzuprobioeren und ihm bei seinem Frust geholfen hast?

In manchen Situationen muss man nun ja einfach funktionieren bzw reagieren Bsp. Zwergie (fast 2) will mir nicht Hand auf der Strasse geben, nicht auf dem Bürgersteig fahren (klar mann könnte zur Vermeidung einfach nur noch Waldwege fahren), nicht ins Auto einsteigen, nicht weitergehen (und sich Stunden(!)lang einen Bagger anschauen (man hat ja immer was zu tun, bzw wen abzuholen, die Zeit sitzt mir oft im Nacken), will sich nicht wickeln lassen (obwohl vollgeschi**** -sorry!).... Also schleppe ich wahlweise einen heulenden 15kg Kraftprotz (ich warte eigentlich wirklich nur noch drauf dass er mir in seiner Wut (was kann DER schreien) eine reinschlägt-bisher noch nie vorgekommen) von der Strasse, zwänge ihn ins Auto, ich gehe nach einiger Zeit "einfach" weiter ("ich gehe dann alleine") und warte und warte bis Zwergi dann auch mal kommt oder ich werde auch mal lauter (bei letzterem) weil ich Ausscheidungen auf meinen Klamotten gepaart mit einem Pavianhintern beim Zwerg nur bedingt gut finde. Manchmal sitzen "wir" das ganze aus (ich warte bis er dann doch das tut was ich anfangs "verlangt" habe). Ich sage/frage ihn was er möchte und wenn er dann xy bejaht (teils erstaunlich deutlich) und ich ihm dann sage dass das leider nicht geht, wird der Protest nicht weniger......im Gegenteil. Manchmal ziehen auch Bestechungen :freches grinsen::freches grinsen: Oft hilft danach auch nur noch sein Schnuller um sich zu beruhigen.....Ganz glücklich bin ich damit aber nicht.


Emma_ha: ich möchte dir (und den anderen vielleicht zweifelnden) M U T zusprechen.
Meine Grosse war ein Wirbelwind erster Güte und anfangs sehr schwierig (viel Geschrei), immer unterwegs, in Bewegung pipapo. Nr. 2 war das Gegenteil (und ist erst so langsam sich am Anpassen :freches grinsen:). Gaaaaaanz ruhig und "angepasst"(doooofes Wort, fällt nur grad kein anderes ein...hab mir jedenfalls oft ein schlechtes Gewissen gemacht, das er öfter auch mal nur alleine was gespielt hat-obwohl völlig zufrieden) Und jetzt wo die Grosse im Kiga ist legt er los.:lachen: Aber alles nichts im Gegensatz zu meinem grossen Feger :-)

Liebe Grüsse

PS: ich hoffe ich schreibe nicht zu konfus :blume:

Peppis
17.03.2014, 21:38
Den kleinen Wutzwerg (21 Monate) trage ich im Strassenverkehr schreiend auf dem Arm davon, wenn er auf die Strasse läuft. Die Reaktion muss man aushalten können.

Dem Grossen (4) habe ich das Rad, Laufrad eingezogen, wenn er nicht hört. Die Reaktion muss man aushalten können. Er hat mehr als oft schreiend auf der Strasse getobt oder gelegen.
Der Sturm zieht schnell auf und legt sich wieder.

Das sind für mich gefährliche Aktionen.

Bei anderen Sachen hat man mehr Handlungsspielraum.

Ganz viele dieser Konflikte sind auch einfach der Müdigkeit geschuldet.

Nimmst du rot ? Nein rot nehme ich nicht, ich will gelb.

Okay, dann nimm dir gelb.

Tobt... Schaltet ab. Nein, ich will kein gelb.

Das wird mit dem Alter und gesteigertem mentalen Durchhaltevermögen ganz von alleine besser.

jessie3640
17.03.2014, 21:44
So habe ich bisher auch agiert. Auch mit Drohungen ("wenn du nicht hörst gehe ich nicht mehr mit Laufrad raus") bei dr Grossen.

Es geht mir eher um die anderen Sachen. Also Geschäfte oder Sachen so man halt mehr Spielraum hat.

Peppis
17.03.2014, 21:50
So habe ich bisher auch agiert. Auch mit Drohungen ("wenn du nicht hörst gehe ich nicht mehr mit Laufrad raus") bei dr Grossen.

Es geht mir eher um die anderen Sachen. Also Geschäfte oder Sachen so man halt mehr Spielraum hat.

Lou hat es irgendwie geschafft ihm die grünen Schuhe so schmackhaft zu machen, dass er am Ende das Gefühl hatte, es war seine Entscheidung, die es ja im Punkto grün auch war.

Viel geht bei meinem Kind auch über Verständnis. Dann bleiben Türen offen, die sonst direkt zugeschlagen werden.

Bei meinem ganz sicher bei Sätzen die ihn angreifen und sein Verhalten kritisieren.

Peppis
17.03.2014, 22:16
Räusper, jetzt haben wir aber den Strang entführt.

Es sei uns verziehen :-).

Emma, berichte mal, wie es weitergeht.

lou79
17.03.2014, 23:34
Jessie
Klar kann ich :smirksmile: Gerne.
Im Falle eines Trotzanfalles. Einmal ist es ja so: Zweijährige besitzen nicht die Erfahrung, was sie da nun genau so doll übermannt. Sie wissen auch nicht, dass das in 5 Minuten wieder vorbei sein wird. Sie stecken im Jetzt fest. Das sehen selbst Erwachsene in solchen emotionalen Momenten oft nicht. Sie stecken mittendrin im Sumpf, die Ratio ist ausgeschaltet. Ds Gehirn im Ausnahmezustand. Ich stelle mir manchmal vor, sie fahren das erste Mal Achterbahn, wissen nicht wo oben und unten ist und wollen da selbst nur ganz schnell raus. Und: Sie können es nicht wirklich benennen. Sie haben nicht den Wortschatz um sich auszudrücken, genau mitzuteilen, was genau in ihnen vorgeht. Selbst wenn sie es identifizieren könnten. Sie denken auch tausend Mal schneller als sie sprechen können.

Es geht also in erster Linie darum dem Kind in seiner unglücklichen Situation zu helfen. Ihm zu zeigen dass man DA ist UND ES VERSTEHT. Damit es sich NICHT ALLEIN damit fühlt. Das beruhigt uns doch alle, oder? Meine Fehlgeburt hat mich emotional rausgerissen und es hat geschmerzt. Und nicht die klugen Sprüche, von wegen "vielleicht ist es besser so, denk doch nur daran wenn es behindert war" bla bla, sondern die pure Anteilnahme (danke nochmal an Alle die da waren :blume:) und das Wissen darum, dass ich nicht alleine damit bin haben ungemein beruhigt.

Ich habe diese Technik in der Schauspielschule gelernt. Und eigentlich wenden fast alle Frauen diese ganz unbewusst an, wenn sie Sympathie für jemand ausdrücken oder gewinnen wollen. Bei erwachsenen. seltsamerweise bei Kindern nicht so oft. Die Spiegeltechnik. Man spiegelt das Gegenüber so gut man kann und es möglich ist. Körper, Stimme, Lautstärke, Ausdruck. Werden Worte gesagt, wiederholt man diese wie sein Sprachrohr. "MINILOU SAGT NEIN! NEIN! ICH WILL NICHT! MINILOU WILL NICHT! WILL KEINE NEUEN SCHUHE. KEINE!" Somit kann man nicht nur in die Gefühlswelt des anderen eintreten, ja sogar bei exakter Spiegelung seine Gedanken scheinbar lesen und ziemlich genau das fühlen was er fühlt, sondern der andere fühlt sich automatisch angenommen und gehört. Aaaah! die versteht mich. Die kann mir hier raus helfen. Und man signalisiert: Du bist mir wichtig. Du bist wertvoll. Wenn es echt ist und nichtbins lächerliche gezogen wird. Mitgefühl. Wenn ich das Kind aber nicht da abhole wo es steht oder nur " lustig ablenken" will, fühlt es sich schlechter. Stell Dir vor, Du erzählst Deiner besten Freundin etwas sehr vertrauliches, emotionales. Und die meint: "Aaaach! Wiiiird schon wieder! Guck mal, wie find'ste eigentlich meine neue Treter? Cooool, oder? Darf'ste auch mal ausleihen...." Ja. Danke. Du. Mich. Auch!

In den meisten Fällen kann man das Kind auf einen neuen Leven holen und die Hitze rausnehmen. Ich kann einem anderen Menschen nicht mit einer Forderung/Anliegen kommen, wenn dieser gerade emotional von der Rolle ist. Dem ist gerade Wurscht was DU für Sorgen hast. Er hat erstmal seine eigenen. Manche Kinder sind sind dann relativ schnell bereit (und es ist meiner Erfahrung nach auch Sache des Trainings), sich in den Arm nehmen zu lassen, nachdem sie etwas abgekühlt sind. Manche brauchen mehr Zeit für sich, wollen nicht angefasst werden. Muss man experimentieren. Ich habe ihn im genannten Fall, nachdem er sich etwas beruhigt hatte, erstmal in Ruhe gelassen und keine Ansprüche gestellt. Er hat mit Spielsachen beschäftigt. Ich habe mich mit der Ladenbesitzerin unterhalten und mir die Svhuhe angesehen. Gesagt, dass ich ja auch noch Schuhe für LittleLou brauche. Und welche für ihn ausgesucht.

Dann habe ich ihm die von mir ausgesuchten präsentiert und gefragt welche er lieber will. Er wollte immer noch keine und das Anprobieren war widerwillig. Das habe ich dann akzeptiert (haben aber festgestellt, dass die Grösse gut ist) und darüber geredet wie er denn ohne Schuhe auf der Strasse laufen wolle. Wenn da spitze Steine oder Hlasscherben liegen oder es kalt ist. Seine Antwort:"Ich WILL aber bluten und ins Krankenhaus! UND frieren auch!" (Ich weiss, Du willst autonom sein) OK. Wollen wir das gleich mal draussen probieren? Er grinst, ich unterhalte mich mit der Besitzerin, gebe ihm Raum und lasse ihn dann der "Bestimmer" sein: Ich frage wieder ob er lieber die grünen (die er eben noch "blöd" fand) oder weiß/blauen will. Wenn's der Pistole geschossen: "Ich will die GRÜNEN" Wie konnte ich nur so eine doofe Frage stellen...:freches grinsen:

In einem anderen Fall habe ich ihn tatsächlich Mal im Winter, als er die Schuhe nicht anziehen lassen wollte, auf den Balkon raus gelassen. Ohne Diskussionen oder Geschimpfe. Ohne Hohn oder Machtkampf. Ok. Es hat Zeit gekostet. Mittlererweile habe ich ja gelernt, dass man mit zwei Kindern nochmal ne halbe Stunde früher aufstehen muss :smirksmile: Aber es war dann SEINE Entscheidung. Das habe ichbezogne auch nochmals betont. Stolz wie Oskar war er da :freches grinsen:

So wie Du das Autofahren nicht dadurch gelernt hast, die Theoriebögen auswendig zu lernen sonder indem Du ins Auto eingestiegen und losgefahren bist, so lernen auch Kinder nicht mittels Theorie, also Unterweisung sondern durch Erfahrung. Einem Erwachsenen geht es schon mächtig auf die Ketten, wenn er Ellen langen Predigten ausgesetzt wird. Wir fühlen uns als würde unsere Autonomie untergraben werden. Kinder in der Autonomiephase kämpfen ja gerade darum! Und, ja, manchmal ist es einfach so, dass man sie unter den Arm packen muss. Weil sie zuvor abgehauen und über die Strasse rannten oder mit dem Rädchen abhauten und ich schweissgebadet durch die halbe Stadt sprinte und bete dass kein Auto kommt. Und weil der Anfall dann eben doch länger dauert, die Dunkelheit schon eingebrochen ist und das andere Kind Kaka muss und ich nicht will, dass das auf der Strasse passiert während der andere Sohn übern Haufen gefahren wird...

Ein 2-3 jähriger kapiert in der Regel schnell, dass wir etwas nicht so Super fanden. Aber wir müssen das dann auch noch mit hoher, lauter Stimme, immer und immer wieder vorkauen. Wie eine kaputte Schallplatte, bis die Ohren klingeln. Mein Vierjähriger sagt mir neulich mal: Mama, hör auf zu reden, ich hab das doch schon längst verstanden. Das hast Du jetzt schon mehr als 10 Mal gesagt...:ooooh: *schluck* . Versteh mich nicht falsch. Ich sage nicht, dass es ein Kind nicht aushalten könnte, mich auch mal laut und emotional zu hören (ich habe den Organ einer Opernsängerin). Aber die Botschaft muss persönlich formuliert sein: "Ich will das nicht" (Meine persönliche Grenzen aufzeigen) Statt: "Du darfst das niemals!" Dann wird selbst eine sehr frustrierte Tonart das Kind nicht verletzen. Im Gegenteil. Sie müssen ja lernen, dass das Leben kein Theater ist und alle nur glückselig grinsend, scheinharmonisch um ihr Kinder und herumspringen und vor allem schützen wollen. Das, was sogenannte Helikopter-Eltern machen. Das Erlernen von grundlegenden Lebensfertigkeiten wird hier vorenthalten. Sie sollen ja lernen, dass Gefühle, egal welche, Willkommen sind und nun mal zum Leben dazu gehören. Dass man sie trotzdem liebt, auch wenn sie ein Häufchen Elend sind. Ich will sogar sagen: Ja, gerade DANN! Wenn ich außer Rand und Band bin, mich betrogen, verletzt, verlassen fühle, dann ist das Letzte was ich brauche, jemand der mir strenge, gefühllose Vorträge hält und sagt ich soll mich jetzt mal gefälligst zusammenreissen und nicht so ein Theater machen. Dann will ich in den Arm genommen werden. Ich will, dass man mir sagt, dass meine Gefühle und somit Ich im Ganzen angenommen und geliebt werde und mich sicher fühlen kann. Das ist das Grundverlangen eines jeden Menschen. Wir wollen uns alle wertvoll für andere fühlen. Alle. Von Anfang an. Und da erstrecht. Unser Selbstwert ist noch ein ganz zartes Pflänzchen. Soll man nicht drauf rum trampeln...
Wenn aber auch noch Härte dazu kommt, moralisierende, verurteilende Zurechtweisung, die Schuldgefühle mit sich bringt und das Selbstwertgefühl schädigt, dann verletzt man die persönliche Integrität des Kindes.

Huch, schon wieder so spät. Hoffe, das ist jetzt nicht zu wirr geschrieben. Muss jetzt mal ins Bett. :kuss:

Zeehund
18.03.2014, 09:53
Hallo,

ich hab zwar nicht alles gelesen, aber wollte nur kurz erzählen, was für eine coole Erfahrung ich mit Machkämpfen u.s.w. gestern gemacht habe.

Der Große zwickt, tritt, haut und schubst jedes Mal den Kleinen ein bißchen, wenn er an ihm vorbei geht. Ich habe ihm wirklich schon tausendmal gesagt, daß das so nervt, weil dann der Kleine immer einen astreinen Wutanfall hinlegt.

Gestern hat es gelangt. Es war wieder so, da habe ich mich mit dem Großen ins Bad eingeschlossen (der einzige abschließbare Raum in der Wohnung) und habe ihn ganz ernst gefragt, warum er das macht und daß es mich so stört, daß ich davon inzwischen unglaublich wütend werde.

Er sagt:" Weil mir dann langweilig ist und ich es lustig finde, wenn P. so sauer wird!"
Aha, er will also einfach nur pöbeln.
Ich habe ihm gesagt, daß das sofort aufhören muß und er soll mir einen Vorschlag machen, wie.
Er sagt daraufhin: Du kannst mir ja Punkte geben, wenn ich das nicht mache und am Ende von der Woche gibt es eine Belohnung (das kennt er, so haben wir das abendliche Geschrei bei ihm langsam hinbekommen).

Ich sag: "Nee, eigentlich finde ich nicht-Hauen, nicht-Schubsen u.s.w. bei Langerweile so selbstverständlich für einen Fünfjährigen, daß ich Dir gerne 10 Punkte geben würde und immer einen wegtue, wenn Du das doch machst. An dem Tag, wenn alle Punkte weg sind, gibt es dann etwas Schönes nicht, was es sonst gibt. Einverstanden?"

Er wieder :" Ja, gute Idee, Mama."

Wir haben dann abgesprochen, daß er an diesem Tag dann abends nicht das Sandmännchen gucken darf (er konnte wählen zwischen Nicht Uno-Spielen, nur ein Kapitel Vorlesen oder eben kein Fernsehen) und wie das dann wohl wäre, wenn nur sein Bruder guckt. Er meinte, daß das wohl ganz schön blöd wäre, aber er wäre dann ja selber schuld, weil er doch Gehauen hat.

Ganz Praktisch habe ich jetzt zwei durchsichtige Bescher mit einem grünen und einem roten Aufkleber beklebt. Im grünen Glas sind 10 Murmeln, die dann bei Hauen und so in das rote Glas wandern. Dann kann er selber sehen, wo er steht und abschätzen, wie viel SPielraum er wohl hat.

Ich wollte damit nur sagen, daß ich nie und nimmer, nicht für 1000€ meinem Sohn so etwas zugertraut hätte, einen Plan zu entwickeln, der funktionieren kann. Ich war so erstaunt. Ich habe mir daraufhin vorgenommen auch dem Kleinen, der genausolche astreinen Trotzanfälle hinlegt wie Deiner, Jessie, mehr zuzutrauen und ihn mehr auf Augenhöhe zu betrachten. Am besten so wie Lou es vorschlägt. Ob mir das gelingt, weiß ich noch nicht:unterwerf:.

Grüße von Zeehund

Zeehund
18.03.2014, 10:08
Oh Schreck,

jetzt lese ich nach un dhabe den Strang noch viel mehr entführt.

Entschuldigt, mich hat der Stolz über meinen Sohn ubermannt und mich zu dem Post hinreißen lassen. tut mir leid...

Emma: Also... Ich habe nach einem anstrengenden ersten Jahr mit unserem Großen Sohn unseren zweiten fast genau drei Jahre nach dem ersten bekommen. Wir wollten das beide und ich war etwa um den 2. Geburtstag des ersten "so weit". Der zweite war im erstn Jahr tagsüber ein leichteres Kind als der erste, aber nie ein guter Schläfer und seit dem 2. Lebensjahr toppt er den Großen an Energie und trotz um Meilen.
Die beiden zusammen bringen uns weit über dei Grenzen des Erträglichen hinaus und lassen uns sehr an der Idee eines dritten Kindes zweifeln.

Bei uns stimmt die Theorie mit einer ruhig, einer quirlig also nicht. Beide sind (über?)fordernde Kinder.

Das erste Jahr mit dem Kleinen war wohl deshalb besser, weil ich bewußt Vorbereitungen getroffen habe, um die Anstrengung geringer zu halten: Feste Bezugspersonen (Eltern eines Freundes) für den Großen, die ihn mit in den KiGa nehmen und abholen, damit ich nicht mit Baby im Winter losmuss. Vier Wochen Urlaub meines Mannes nach der Geburt. Putzfrau. Kürzer gestillt (nur 9 Monate) u.s.w.

Ich freue mich tatsächlich täglich, zwei Kinder zu haben und bin stolz und glücklich es nochmal gewagt zu haben, aber der Alltag ist tierisch.

Mich würde auch interessieren, wie es bei Dir weitergeht, Grüße von Zeehund

Zeehund
18.03.2014, 10:15
Jessie: huhu, hier auch mit Überdiestraßegehen.

Es gibt bei mir Dinge, die nicht verhandelbar sind. Also an die Hand auf der Straße. Wenn er meine nicht nimmt, packe ich seine eben ganz, dafür ist sie noch klein genug. Dann gibt es Dinge, die ich situativ entscheide. Alleine ins Auto einsteigen ist o.k., wenn wir Zeit haben und er es zielgerichtet versucht. Daß das bei einem 2-Jährigen laaaaange dauert ist klar. Wenn ich es eilig habe, sage ich ihm das deutlich, daß ich das heute machen muß und er sauer auf mich sein darf, das tut mir leid, daß wir spät dran sind, nächstes Mal darf er wieder. Daran halte ich mich auch. Bei jeden Bagger stehen bleiben haben wir auch. Da das Gleiche: Ich frage mich, ob ich einfach nur weiter will, weil MICH Bagger-Gucken nervt oder weil es sein muß (ein Termin oder so). Danach versuche ich zu handeln. Es kommt aber auch oft genug vor, daß ich ihn dann doch irgendwann schreiend in den Buggy setze, weil er eben auch nach 15 min nicht loswill.

Was ich versuchen will, ist ihm den Unterschied zwischen jetzt ist für etwas Zeit und jetzt nicht an meinen Worten und meinen Handlungen klar zu zeigen. Er soll so lernen, daß es keine böse Absicht ist, wenn wir uns beeilen müssen und daß verläßlich Zeiten kommen, an denen er zu seinem Recht kommt.
Wir lesen uns dann in drei Jahren wieder, ob ich Erfolg hatte:unterwerf:...

Grüße

neka
18.03.2014, 14:02
Emma,
eigentlich kann ich nix Neues beitragen: lass deinem Mann Zeit und dir mit dem Verkaufen der Babysachen ebenfalls :smirksmile:

Bei uns ist das Thema Zweitkind ja noch offen und ich rede mit meinem Mann da auch nicht explizit drüber, wann und wie wir uns weiter entscheiden werden. Ich hab ihm nur schon öfter gesagt, dass wir eben ab nächstem Jahr dann mal drüber entscheiden sollten und bis in 2 Jahren bitte damit durch sind - im Hinblick auf Dinge wie Wohnung usw. Er meinte z.B. neulich noch, wir müssten uns ja so ne self storage box mieten, wenn die Tussi dann keinen Kinderwagen mehr braucht, denn sonst wäre ja der Keller voll :freches grinsen: Ach ja, der ganze andere Krempel stört nicht und solange Monsieur es schafft, die Fahrräder am Montageständer hängend zu bearbeiten, KANN es doch nicht so wild sein mit dem Platz :pfeifend: hab dann eben wieder gesagt, dass der ja Kiwa dort nicht ewig verbleibt, da wir in entweder wieder benutzen oder verkaufen werden. Er hält sich bei sowas immer sehr zurück mit seiner Meinung, aber er wiegelt zumindest nicht ab - genau so war das beim ersten Kinderwunsch auch und da war ebenfalls ich treibende Kraft. Wäre das aber nicht so, würden wir vermutlich noch immer eine Wochenendbeziehung führen und wären kinderlos, realisistisch betrachtet :smirksmile:

Ich hoffe also, dass dein Mann wirklich nur noch etwas mehr Abstand zu der schwierigen Babyzeit braucht und vielleicht wieder auf den Geschmack kommt. Klar, ihn dabei zu übergehen (huch, ich bin schwanger!), wäre der falsche Ansatz. Und darauf vertrauen, dass es nicht noch einmal schwierig wird, hilft euch beiden auch nicht. Auch wenn ich euch ein echt relaxtes Baby wünsche, natürlich :smile:

Bei mir ist der Zwiespalt: eigentlich hatten wir schon ein recht pflegeleichtes Baby, dennoch war das erste Jahr oder vor allem die Anfangszeit nach der Geburt für mich irgendwie schwierig. Andererseits sehe ich im Vergleich die Tussi doch noch immer als pflegeleicht an und denke, rückblickend könnte ich als erfahrenere Mama jetzt mit Säugling doch einiges anders machen oder lockerer sehen. Oder wir ziehen dann beim 2. Kind erst richtig die A...karte und bekommen ein dauerbrüllendes Balg? :freches grinsen: Tja, wüsste man das so genau... (gäbe es nur Einzelkinder, vermutlich :lachen:)
Wohnung, Auto etc. sehe ich aber auch nicht als Killerargument gegen ein zweites Kind - das wäre alles lösbar. Aber das sind so echte "Männerargumente", finde ich :freches grinsen: gar nicht böse oder herablassend gemeint, aber ist halt ein "Versorgerding" irgendwie.


Und um mal wieder auf was ganz anderes zu kommen:
KATZENTIER, wie geht's bei euch weiter gerade? *neugier*

Sonnenschnuppe
18.03.2014, 19:03
Lou, Deine Beschreibung finde ich interessant.
Ich mache mir gar nicht so große Gedanken zum Thema Wutanfälle und reagiere darauf bislang eher intuitiv. Ich weiß zum Beispiel, dass es nur noch schwerer wird, wenn ich selbst auch wütend werde.
In der Regel schaue ich auch, dass ich genug Zeit habe und versuche Dinge, die sie wütend machen zu umgehen. Wenn sie zb nur das anziehen will, was sie sich selbst ausgesucht hat, dann zieht sie eben das an- solange irgend möglich. Die meisten Wutanfälle haben damit zu tun, dass sie etwas alleine machen will, was sie noch nicht kann. Ich lasse sie immer versuchen und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Hose, T-Shirt, Jacke, Mütze geht. Aktuell will sie aber unbedingt Jacke alleine zumachen und Schuhe allein anziehen und zumachen. Beides geht halt mit gerade mal 2 noch nicht und das Drama ist täglich mal grösser, mal kleiner. Der nächste Punkt ist der autositz, in den sie auf jeden Fall alleine klettern muss. Das ginge schnell, wenn ihr zwischendrin nicht noch einfallen würde, dass sie im besten Fall den warnblincker anmachen und Spiegel an der sonnenblende aufklappen, im schlechtesten Fall durch das ganze Auto klettern muss.
Bei einem Kind die Geduld aufzubringen klappt meisten, wobei ich schon auch wütend werde und es mir hinterher immer leid tut.
Allerdings beobachte ich bei ganz vielen ZweitMüttern, dass für das Grosse Kind quasi gar keine Geduld mehr da ist. Dass die nerven irgendwann blank liegen, ist ja auch irgendwo klar.
Tatsächlich macht es mir schon Sorgen, woher man die Ruhe und Kraft nehmen soll. Andererseits bin ich grundsätzlich sehr ungeduldig u hätte nicht gedacht, dass ich jemals die Geduld hätte, die ich für die Maus habe. Man wächst ja auch mit den Aufgaben.

Ich frage mich aber schon auch immer wieder, ob es nicht Wege geben muss, den 2 jährigen Dickkoepfen - und der meiner Tochter ist sehr ausgeprägt- ohne weltuntergangsstimmung klar zu machen, wenn die Zeit drängt. Ich mache leider die Erfahrungen, dass es, wenn sie 5, 10, 20, 30 Minuten noch weiter spielen darf, ich ihr aber immer wieder sage, dass gleich Schluss und wir jetzt gehen müssen, der Kummer am Ende nicht weniger groß ist, als wenn ich sie gleich nicht mehr spielen darf. Da frage ich mich schon, warum es so gar nicht zu ihr durchsickert, dass sie ja auch noch ihr's machen durfte, jetzt aber die Zeit rum ist.

lou79
18.03.2014, 21:49
Lou, Deine Beschreibung finde ich interessant.
Ich mache mir gar nicht so große Gedanken zum Thema Wutanfälle und reagiere darauf bislang eher intuitiv. Ich weiß zum Beispiel, dass es nur noch schwerer wird, wenn ich selbst auch wütend werde.
In der Regel schaue ich auch, dass ich genug Zeit habe und versuche Dinge, die sie wütend machen zu umgehen. Wenn sie zb nur das anziehen will, was sie sich selbst ausgesucht hat, dann zieht sie eben das an- solange irgend möglich. Die meisten Wutanfälle haben damit zu tun, dass sie etwas alleine machen will, was sie noch nicht kann. Ich lasse sie immer versuchen und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Hose, T-Shirt, Jacke, Mütze geht. Aktuell will sie aber unbedingt Jacke alleine zumachen und Schuhe allein anziehen und zumachen. Beides geht halt mit gerade mal 2 noch nicht und das Drama ist täglich mal grösser, mal kleiner. Der nächste Punkt ist der autositz, in den sie auf jeden Fall alleine klettern muss. Das ginge schnell, wenn ihr zwischendrin nicht noch einfallen würde, dass sie im besten Fall den warnblincker anmachen und Spiegel an der sonnenblende aufklappen, im schlechtesten Fall durch das ganze Auto klettern muss.
Bei einem Kind die Geduld aufzubringen klappt meisten, wobei ich schon auch wütend werde und es mir hinterher immer leid tut.
Allerdings beobachte ich bei ganz vielen ZweitMüttern, dass für das Grosse Kind quasi gar keine Geduld mehr da ist. Dass die nerven irgendwann blank liegen, ist ja auch irgendwo klar.
Tatsächlich macht es mir schon Sorgen, woher man die Ruhe und Kraft nehmen soll. Andererseits bin ich grundsätzlich sehr ungeduldig u hätte nicht gedacht, dass ich jemals die Geduld hätte, die ich für die Maus habe. Man wächst ja auch mit den Aufgaben.

Ich frage mich aber schon auch immer wieder, ob es nicht Wege geben muss, den 2 jährigen Dickkoepfen - und der meiner Tochter ist sehr ausgeprägt- ohne weltuntergangsstimmung klar zu machen, wenn die Zeit drängt. Ich mache leider die Erfahrungen, dass es, wenn sie 5, 10, 20, 30 Minuten noch weiter spielen darf, ich ihr aber immer wieder sage, dass gleich Schluss und wir jetzt gehen müssen, der Kummer am Ende nicht weniger groß ist, als wenn ich sie gleich nicht mehr spielen darf. Da frage ich mich schon, warum es so gar nicht zu ihr durchsickert, dass sie ja auch noch ihr's machen durfte, jetzt aber die Zeit rum ist.


Ich sehe, erlebte und erlebe das auch so. Die "Großen", die ja im Grunde noch ganz "Kleine" sind, sollen schon so viele Erwartungen erfüllen, was sie gar nicht können. Man vergisst zu oft, auf welchem Stand sie ja erst sind. Man sollte trotzdem daran arbeiten dass man trotzdem freundlich bleibt. Bzw. nicht hart, unfair, agressiv etc. Das tut beiden Seiten gut.

WUT resultiert daraus, dass etwas nicht ist wie es sein "soll". Und das wiederum entspringt einer Einstellung und oder Bewertung durch falsche Interpretationen. Mitunter die größten Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen resultiert aus falscher Interpretation. Ganze Kriege entstehen dadurch...

Wenn Du also erwartest, dass die Kleine KEINE Weltuntergangsstimmung hat, sondern ganz anders reagiert, dann ist Deine Wut fast die logische Folge. (Es können auch noch andere (uralte) Trigger eine Rolle spielen, denen man aber auf die Schliche kommen und entkräften kann.) Wenn Du aber wirklich akzeptierst, dass sie SO reagieren wird, dann musst Du auch nicht mehr mit Wut reagieren sondern kannst gelassen bleiben. Es wird Dich jetzt nicht vor Freude im Dreieck springen lassen und das ich auch völlig legitim. Mütter sind auch nur Menschen und unsere Kräfte begrenzt. Aber eine etwas genervte Reaktion mit klaren, ernsten persönlichen Ansagen (z.B."Ich will jetzt dass Du aussteigst") wird das Kind nicht verletzen. Eine wütende oder agressive, laute und dann vielleicht auch noch verurteilende, negative, harte Zurechtweisung schon. (Und wird sie wahrscheinlich noch mehr rebellieren lassen!)

Wir sehen das nur leider sehr oft nicht. Einer ganz neuen Studie zufolge fgaben Kindgartenkinder an, 80% der Zeit ausgeschimpft zu werden. Wohingegen die Erzieher nur 20% angaben... Wir sollten uns öfter mal in die Schuhe unserer Kinder begeben Udo aus ihr Brille die Welt betrachten.

Zweijährige haben ein ganz anderes Zeitgefühl als wir. Sie leben (und da können wir so unendlich viel von ihnen lernen) absolut im JETZT. Na klar wird sie auch in 40 Minuten noch mit dem Blinker spielen, die Scheibenwischer fransig wischen und lustig mit den kleinen Matsch verschmierten Schühchen durchs Cockpit klettern. Das ist ihre Natur. Außer sie entdecken etwas viel tolleres. Dann vergessen sie das heiss geliebte Auto ganz schnell. Was für ein Auto???...

Wenn wir also etwas anderes erwarten ist das UNSER Problem. Nicht dass der Süßen. Das ist also nicht mal besonders "dickköpfig". Ich finde das völlig normal. Warne sie vor, bevor ihr ins Auto geht. Spreche mit ihr darüber dass Du es eilig hast und ihr gleich in den Sitz und losfahren wollt. Erwarte aber nicht dass sie ihrem Entdeckertrieb NICHT nachgeben will. Das ist nur normal.

Es gibt Wege sie erstmal besser zu ERREICHEN. Kinder sind im Spiel in einer Art Blase. In ihrer eigenen Welt. Im Flow. Völlig verzückt von Ihrem Spiel. Sie hören uns oft gar nicht. Berühre sie, schau ihr in die Augen bis Du merkst sie ist bei Dir. Dann gib ihr die faire Möglichkeit sich auf das Ende des Spiels einzustellen. Kündige es zwei Mal an. "Gleich Steigen wir aus. Oder Gleich Schnallen wir Dich an" Du kannst auch Sympathie zeigen und "mitmachen" beim Spiel. (Bzw. klar und ernst aber trotzdem freundlich sagen, was Du nicht willst. Die Matschschuhe auf dem Polster etc.). Die Chancen sind groß, dass sie trotz Ankündigung trotzdem weiterspielen will. Aber Dir muss klar sein, dass sie Zeit braucht, Deine Regeln kennen zu lernen und vor allem zu VERINNERLICHEN! Gib IHR Zeit. Und auch DIR. Finde Wege wie Du besser im Jetzt leben und Geduld aufbringen kannst. Es geht. Mein zweiter Vorname ist Ungeduld. ich hab Ungeduld erfunden. Beine Jungs sind die beste Therapie des Lebens ;) Sonst seid ihr nur beide frustriert.

Kinder fangen erst im Alter von ca. 5 Jahren an, ein Nein zu erinnerlichen. Verstehen tun sie es schon viel früher. Aber verinnerlichen ist etwas anderes.

Wenn sie dann schreit und einen Anfall bekommt kannst Du sie spiegeln und Empathie zeigen. Hab Mitgefühl! Stell Dir vor, Du wärst in völliger Ekstase und jemand reißt Dich da wütend und hetzend heraus und gibt Dir das Gefühl, Du hast etwas falsch gemacht (Kinder empfinden das so wenn man sie beschimpft. Schlimmer noch. Es denken SIE seinen nicht gut. Sie können nicht zwischen ihrem Verhalten und ihrer Person unterscheiden) Du wärst auch frustriert und würdest ich wehren (wollen). Manch ein Erwachsener hat das "sich wehren ja leider längst abgewöhnt bekommen)

Wenn es trotzdem nicht hilft oder Du nun mal in großer Eile bist dann müsst ihre beide da durch und Du trägst sie da raus. Manchmal ist das halt nun mal so und das könnt ihr beide aushalten. Nur, beschimpfe sie nicht und lasse es nicht zu lange eskalieren. Nach der dritten Ansage wird gemacht was Du möchtest. Du musst autonom bleiben. Das spüren Kinder und es wird immer leichter. Und U musst ich nicht schlecht fühlen weil u AKZEPTIERST dass ihre Reaktion völlig normal ist.

Du kannst es ihr später, wenn sie wieder gut gelaunt ist, noch mal klären warum ihr ich so beeilen musstet. Und vor allem entschuldigen wenn Du Dich nicht richtig verhalten hast. Das finde ich persönlich sehr wichtig.

Sonnenschnuppe
19.03.2014, 09:48
Aktuelles Beispiel mal wieder von heute morgen:
Mal wieder Schuhe anziehen!
Sie kann ihre Schuhe anziehen, aber natürlich kann sie sie mit 2 nicht zubinden- will sie aber UNBEDINGT und ist todtraurig, dass sie das nicht kann. Verstehe ich. Ich kann es aber nicht ändern. Andere Sachen (T-Shirt, Hose, Jacke anziehen) konnte sie auch nicht, aich habe sie aber jeden Morgen probieren lassen, bis sie es entweder geschafft hat, oder eben von selbst kam und wollte, dass ich ihr helfe. Nur Schuhe binden wird sie eben noch sehr lange nicht können- wann lernen Kinder das? Im Vorschulalter?
Das läuft dann bei uns so ab, dass es mir (meistens) gelingt, ihr die Schuhe noch anzuziehen, während sie auf der Küchentheke sitzt und Banane oder Zwieback frühstückt. Heute Morgen ging es nicht - weil "alleine".
Ich habe ihr erklärt, dass ich weiß, dass sie sehr gerne die Schuhe selbst zumachen will, dass das aber ganz schwer ist und dass Kinder das erst können, wenn sie so groß sind wie ihre Cousine. Dass sie mir aber helfen kann (mit Dam Autositz machen wir es immer so, dass sie beim Anschnallen helfen darf). Sie wollte aber alleine.
Dann wollte noch mein Mann ihr die Schuhe zumachen, aber nein- alleine. Jedes Mal, wenn wir in die Nähe der Schuhe kamen, begann sie zu toben. Zwischendrin kam sie auf meinen Schoß, ich habe sie beruhigt, ihr erklärt, dass sie sich mit offenen Schuhen weh tun kann, dass es ganz ganz schwer ist, dass ich weißß, dass sie traurig ist, sie aber zuschauen und helfen kann... sie beruhigt sich dann, läßt sich trösten- aber trotzdem nicht Schuhe zumachen. Meinem Mann - der sie heute in die Kita brachte - war es zu blöd. Er hat sie dann mit offenen Schuhen mitgenommen. Ich mache das eigentlich grundsätzlich (es sei denn, sie ist so übermüdet, dass man deswegen nicht an sie rankommt) nicht, weil ich weiß, dass sie das dann am nächsten Tag wieder so machen will. Ich hätte wahrscheinlich noch eine Weile auf sie eingeredet, zu 70 % hätte es irgendwann geklappt, zu 30 % hätte ich sie festhalten müssen und ihr die Schuhe mit Zwang zumachen - was sie natürlich wieder außer sich gebracht hätte.
Aber was tun um das zu Verhindern- außer die nächsten Schuhe (die eh sehr bald anstehen) mit Klettverschluss zu kaufen?

Peppis
19.03.2014, 10:08
Ich musste grad ein bisschen grinsen.

Etwa im Alter deines Kindes hat mein Sohn genau das im Auto auch gemacht. JEDES Mal stieg er dann zwar ein turnte über den Sitz drüber (natürlich mit den Schuhen, wen interessiert schon Matsch), setzte sich hinters Lenkrad, hubte, betätigte alle Knöpfe. 10 Minuten, 15 Minuten. Diese Aktion abzubrechen führte IMMER zum Wutanfall. Manchmal hab ich es geschafft ihm irgendwas anderes so schmackhaft zu machen, dass es seine Aufmerksamkeit mehr erregt hat.

Zeitlichen Druck gabs immer, vor allem morgens, ich muss zur Arbeit und sie in die Kita.

Das waren teilweise nervenaufreibende Geduldspiele, inkl. vermatschtem Sitz.

Mich hat es auch etwas Zeit gekostet, zu begreifen, dass Kinder genau so sind und heute tut es mir manchmal noch leid, wie ich dann gehetzt habe, oder einfach keinen Nerv darauf hatte, vor dem Auto zu warten.

Irgendwann hört das wieder auf, dafür kommen neue Sachen dazu :-)

Die Tage wollten wir Eis essen, wir waren mit dem Rad unterwegs. Mitten in der Anfahrt schmeisst mein Sohn sein Rad auf den Weg und rennt auf die Wiese, um 20 Minuten (!!) einen Blumenstrauss für seinen Vater zu pflücken. Das heissgeliebte Eis war ihm sowas von egal. Das Wetter war schön und ich hab mich dann nochmal auf eine Bank gesetzt.

Das fällt mir innerlich manchmal schwer, weil ich genau der entgegengesetzte Typus bin. Ich hab einen Plan und der muss dann so umgesetzt werden und das möglichst schnell.

Nicht mit Kindern ;-).

Mein Sohn trotzt eigentlich immer dann extrem oder bekommt Wut, wenn ich ihm grad aus zeitlichem Druck, erstens nicht richtig zuhöre und zuviele Sachen verneine. Das mache ich in diesen Fällen auch oft, weil es MIR gerade zu anstrengend ist. Und genau das macht meinen Sohn wütend.

Mein Sohn kommt aber bestens mit einem: Ich kann grad nicht, ich hab jetzt keine Zeit, ich höre dir gleich zu, klar.

Ich bin dann vor längerer Zeit mal in mich gegangen und hab mir genau überlegt, wo ich das wirklich ganz locker laufen lassen kann und wo meine paar absoluten "Neins" denn sind, bzw. wo nur meine Meinung gilt.

Das klappt ganz prima. Meistens ;-)

Sonnenschnuppe
19.03.2014, 10:31
Peppis,
ich verstehe auch, dass es es toll ist, durch das Auto zu klettern. Verschmutzte Sitze sind mir dabei gar nicht sooo wichtig.
Ich werde halt sehr unruhig, wenn ich zur Arbeit muss- das Problem fällt in 2 Wochen vorerst weg, dafür kommen dann die Belange des Babys dazu, was es sicher auch nicht einfacher macht. Noch öfter kommt es auch vor, dass wir eigentlich wo hinwollen, wo SIE UNBEDINGT hinwill. Turnen, Spielgruppe, Verabredung mit ihren Freunden... das ist IHR total wichtig und ich weiß, dass sie furchtbar enttäuscht wäre, wenn wir dann nicht gehen können, weil es zu spät ist. Aber natürlich versteht sie noch nicht, dass das Turnen halt nicht dann losgeht, wenn sie irgendwann mal mit Spielen, Anziehen... fertig ist. Mir gelingt es in diesen Fällen allerdings meistens schon, sie rechtzeitig zum Gehen zu motivieren (indem ich positiv formuliere, dass sie doch dahin möchte). Bei meinem Mann merke ich öfter, dass er sehr ungeduldig wird und zu ihr sagt, dass sie nicht Reiten, Eisessen, auf den Spielplatz darf, wenn sie jetzt nicht kommt (das bringt meistens nichts). Ihn nervt es extrem, wenn Zeit vertüdelt wird.

Und dann gibt es halt solche Situationen, wie die Woche nach dem Turnen. Die Turnhalle befindet sich in einem Pausenhof mit Spielgeräten. Die Maus meinte, dass sie nach dem Turnen ( 18.30 h) unbedingt noch Klettern, Hüpfen, rennen musste.
Ich kann verstehen, dass sie da gerne noch spielen möchte, es sind ja auch schöne Spielgeräte. Deswegen durfte sie auch spielen. ABER - es wurde langsam kalt, ich hatte meine Jacke im Auto, der Papa wartete zuhause mit dem Abendessen und außerdem wollten wir eben noch essen und dann ins Bett. Dafür hatte sie allerdings wenig Verständnis (sehe ich ein, spielen ist toller). Nach 30 Minuten war sie immer noch nicht bereiter mitzukommen. Manchmal bringt es etwas, wenn ich sage, dass ich jetzt gehe und sie aber noch bleiben kann, idR kommt sie dann nach 2 Minuten auch. Aber die Klettertürme sind so hoch, dass ich sie da nicht alleine lassen kann. Letztlich hat es aber so in der Art geklappt, aber ich frage mich halt schon, warum immer eigentlich immer ausgerechnet mein Kind :grmpf:.

Zeehund
19.03.2014, 10:35
Sonnenschnuppe:
Nicht ausgerechnet DEIN Kind, ALLE Kinder:zwinker:.
Es fällt nur nicht auf, weil eben nicht immer alle zur gleichen Zeit wegen des Gleichen Trödeln, jammern, wüten, Schreien...

Grüße

lou79
19.03.2014, 10:41
Ich melde mich dazu heute Abend :smirksmile:

lou79
19.03.2014, 10:42
Sonnenschnuppe:
Nicht ausgerechnet DEIN Kind, ALLE Kinder:zwinker:.
Es fällt nur nicht auf, weil eben nicht immer alle zur gleichen Zeit wegen des Gleichen Trödeln, jammern, wüten, Schreien...

Grüße
:allesok:

Peppis
19.03.2014, 10:44
Sonnenschnuppe:
Nicht ausgerechnet DEIN Kind, ALLE Kinder:zwinker:.
Es fällt nur nicht auf, weil eben nicht immer alle zur gleichen Zeit wegen des Gleichen Trödeln, jammern, wüten, Schreien...

Grüße

Das stimmt.....Es sind alle. Ich dache auch, ich wäre mit DIESEM Sohn immer alleine, weil nach der Kita gefühlt alle anderen ins Auto stiegen und schön mit Muttern nach Hause fuhren. Meiner saß am Steuer. Den Eindruck kriegt man schnell und dann fühlt man sich nochmal so alleine.

Sonnenschnuppe, ich hab das Geheimrezept auch nicht entdeckt, aber mich halt mittlerweile in mein Schicksal gefügt. Irgendwie. Aber auch nicht immer. Manchmal müssen die Kinder auch damit klar kommen, dass ICH halt jetzt gehen will. Dann muss ich halt auch den Anfall aushalten, der darauf folgt.

Morgens treibe ich immer an....Wie ein Viehtreiber, manchmal. Kommt, nicht trödeln, auf gehts, Schuhe an, wir müssen......Da kann ich aufstehen wann ich will, das ändert nichts. Wobei Groß jetzt mit 4 längst nicht mehr so trödelt. Er ist nun in der Lage in seinem Rahmen zu erkennen, dass die Kita Schliesszeiten hat, dass es im Auto direkt in den Sitz geht etc. Auch An- und Ausziehen, was ein seeeeeeehhhrrrr großer Nervfaktor war, geht nun wesentlich zügiger.

Oft aber nicht immer..... :-) Auch der Große hat Tage, da wird er nochmal 2 ;-) Innerlich

Dafür hab ich ja jetzt den Kleinen :teufelchen: Da fang ich wieder bei 0 an, aber mir fällt es mittlerweile leichter. An manchen Tagen ;-)

Kamille
19.03.2014, 10:49
Hallo, ich kenne diese Situationen, die ihr beschreibt, auch sehr gut. Unsere Hauptstrategie ist "So wenig "Neins" wie möglich und nur so viele "Neins" wie nötig" (bei Selbstgefährdung oder körperlicher Gewalt gegen andere):

Unsere Maus will sich morgens nicht anziehen? - wollte sie noch nie. Okay, wir haben sie dann auch schon mal im Schlafanzug mitgenommen und ziehen sie jetzt abends um, damit sie morgens nur noch eine Hose oder den Rock drüberstreifen muss.
Der Mäuserich will sich die Schuhe unbedingt alleine anziehen? - Okay, Entenfüße werden hingenommen und für Schuhe mit Klettverschluss gesorgt. Morgens beginnen wir mit dem Anziehen jetzt früher, damit er seine Versuche selbst machen kann, bevor wir ihn trösten und ihm dann auch helfen dürfen. Über offene Schnürsenkel stolpern die Kinder weniger als man denkt. :zwinker:
Meine Maus zieht alles wild durcheinander an und nicht alles passt gut zum Wetter? Okay, wir packen wettergerechte Sachen für die Kita ein und lassen sie ansonsten machen.
Der Mäuserich will beim Einkaufen etwas Süßes? Okay, es bekommen beide etwas oder ich gehe alleine einkaufen.
Kein Kind will sich die Mütze aufsetzen und die Jacke anziehen? Okay, geht es ohne hinaus und spätestens vor der Tür ist die Jacke ganz schnell an...... Schuhe haben wir auf diese Weise auch schon vor der Haustür erst angezogen.....Wechselsocken waren in der Tasche...

Also wir versuchen, aus vielem einfach den Druck herauszunehmen, planen für alle Wege mit Kindern etwas mehr Zeit ein, lassen unsere eigenen Vorstellungen außen vor und gucken immer, wann etwas wirklich wirklich wichtig ist. Das ist es eher selten und uns geht es allen damit besser. Es bleiben ja auch so noch genug Situationen, in denen ein "NEiN" ausgesprochen werden muss und dann versuche ich freundlich zu bleiben und nicht zu schimpfen, auch wenn das dritte Mal gefragt, beim vierten "NEiN" gebrüllt und beim fünften "NEIN" auch mal Mama oder Papa gehauen werden. Bei Wutanfällen einschließlich auf den Boden werfen etc. warte ich dann ab und tröste hinterher, bleibe aber bei meinem NEIN. Und ich erkläre nicht lange, kurze Sätze, freundlich bleiben und dann zur Tagesordnung übergehen....Meistens hilft es auch, nicht zu sehr auf die Situation zu schauen sondern dem Kind die Möglichkeit zu geben, "sein Gesicht zu wahren" und von sich aus in einer neuen Situation wieder einzusteigen (also eine neue Aktivität beginnen und das Kind dann nach einer Atempause unaufdringlich wieder einbeziehen).

Das klappt natürlich alles je nach Energie und Nerven mal besser und mal schlechter, aber meistens fahren wir ganz gut damit......Und wenn nichts mehr hilft, dann versuche ich, an etwas Schönes zu denken und wiederhole innerlich das Eltern - Mantra: "Es ist nur eine Phase....".

Alles Liebe :blume:

Peppis
19.03.2014, 11:02
Kamille :ahoi:

Stimmt, wo du es sagst, wie oft fährt mein Sohn im Schlafshirt in die Kita, weil er das so schön findet.

Er hat mir sowas von gezeigt, dass ich meine Erwartungen deutlich überdenken muss. Ich hab da auch soviel draus gelernt, für mich. Mal neun gerade sein zu lassen, kann so befreiend sein. :smile:

Zeehund
19.03.2014, 11:13
Es hat ja auch jede Familie ihre eigene Toleranzgrenze und Dinge die dort wichtiger sind, als anderswo.

Für mich geht z.B. ohen Schuhe rausgehen gar nicht, aber wir hatten damit eben auch noch nie einen Kampf "bis aufs Blut". Dafür bin ich bestimmt bei anderen Dingen eher lax.

Z.B. beim Essen. Es muß alles probiert werden, was wir (v.a. mein Mann) kochen, wenn es nicht schmeckt muß nicht weitergegessen werde und die Kinder dürfen sich ein Brot holen. Das müssen sie dann allerdings selber schmieren und es wird nicht extra gekocht. Nachtisch gibt es aber immer. Ich weiß, daß andere Eltern da viel merh wert auf mehr essen und Aufessen legen. Ich denke immer, daß sie sicher nicht verhungern und so eben alles mal probieren. Wenn sie dann nämlich 5 Tage am Stück Käsebrot gegessen haben, weil alles andere doof war, schmeckt auf einmal Nudeln mit Pesto doch.

Zeehund
19.03.2014, 11:14
Ähem, wir entern schon wieder den Strang, haben wir denn keinen eigenen?

Ich gehe mal rüber.... Kommt doch mit und Sonnenschnuppe schaut dann eben bei uns. Wir sind sonst wohl echt ien bißchen zu raumgreifend.

Peppis
19.03.2014, 11:22
Richtig....

Lass uns mal hier stoppen und den Nachbarstrang dafür nutzen.

Das hat wirklich nur noch etwas im entferntesten mit dem Strangthema zu tun

:blume:

Kamille
19.03.2014, 11:26
Es hat ja auch jede Familie ihre eigene Toleranzgrenze und Dinge die dort wichtiger sind, als anderswo.

Für mich geht z.B. ohen Schuhe rausgehen gar nicht, aber wir hatten damit eben auch noch nie einen Kampf "bis aufs Blut". Dafür bin ich bestimmt bei anderen Dingen eher lax.

Z.B. beim Essen. Es muß alles probiert werden, was wir (v.a. mein Mann) kochen, wenn es nicht schmeckt muß nicht weitergegessen werde und die Kinder dürfen sich ein Brot holen. Das müssen sie dann allerdings selber schmieren und es wird nicht extra gekocht. Nachtisch gibt es aber immer. Ich weiß, daß andere Eltern da viel merh wert auf mehr essen und Aufessen legen. Ich denke immer, daß sie sicher nicht verhungern und so eben alles mal probieren. Wenn sie dann nämlich 5 Tage am Stück Käsebrot gegessen haben, weil alles andere doof war, schmeckt auf einmal Nudeln mit Pesto doch.

.....das ist bei uns auch so, Essen soll kein Problemthema sein und wer etwas nicht mag, bekommt ein Brot und Aufessen muss auch keiner....

Und ich gebe Dir, Zeehund, absolut Recht, jede Familie hat so ihre eigenen Dinge, die ihr wichtig sind und vieles ist ja auch abhängig vom Alter der Kinder und auch vom Temperament der Kinder.......

filterkaffee
19.03.2014, 12:12
Och, bleibt doch hier - jetzt war hier endlich (wieder) was los! :ahoi:

Wobei ich zugeben muss, dass ich mich etwas schlecht fühle wenn ich euch so lese.... Ich hab den Eindruck, ich schimpfe die meiste Zeit des Tages und bei uns gibt es (zu) viele NEINs. Dagegen wirkt ihr echt gelassener und milder. Vielleicht kommt diese Gelassenheit mit Kind 2,3 oder 4?

Sind hier halt auch gerade im schlimmsten Trotzalter (2,25 Jahre) und wir wurden vor unserer Tochter schon im KH"gewarnt" als sie 2 Tage alt war ("Mit DER werden sie noch ihren Spaß haben"). :freches grinsen:

Naja, Augen zu und durch..

Kamille
19.03.2014, 12:48
Hallo liebe filterkaffe, nun ja *hüstel* wie haben bei unserer Maus auch noch ganz viele Vorsätze gehabt, wie wir mit NEINs umgehen und was man den Kindern alles sagen/verbieten kann. Das kann man auch gerne alles versuchen so durchsetzen, wenn es einem wichtig ist. Das Leben mit Kind hat uns aber auch gezeigt, dass es viel wichtiger ist, Ihnen Dinge vorzuleben (z.B. Grüßen, Händewaschen, freundlich miteinander umgehen etc.) und man Ihnen den Rest nur schwer"aufdrücken" kann, wenn sie eben nicht wollen. Zumindest nicht ohne in meinen Augen oft unnötige "Reibungsverluste". Es entspricht auch nicht meinem Gefühl, Ihnen mit zu viel "Neins" womöglich aus Prinzip zu begegnen. Kinder sind grundsätzlich kooperativ und an einem friedlichen Zusammenleben mit den Eltern interessiert. Ich überlege mir daher sehr genau, an welcher Stelle es wirklich wichtig ist, ein Verbot auszusprechen oder eine Grenze zu setzen.

Mir hilft da die Lektüre von Jesper Juul. Diesen gelassenen skandinavischen Stil mit Kindern zu leben, entspricht mir sehr und daher finde ich das alles sehr hilfreich, was er dazu schreibt. Und mich hat es sehr entlastet, die Kinder auch so sein lassen zu dürfen, wie sie sind und vieles "durchgehen" lassen zu dürfen, ohne dass ich sie "verziehe" oder sie automatisch soziale Rowdies werden. :zwinker: Mein Motto ist da immer, ich lebe mit meinen Kindern, ich erziehe sie nicht. Das man dann doch oft automatisch in Muster verfällt, die man sich bei seinen eigenen Eltern abgeguckt hat, bleibt nicht aus.....aber ich denke, ich mache einiges anders als meine Mutter damals... es ist eben auch ein stetiger Lernprozess.....:blume:

filterkaffee
19.03.2014, 13:24
Mir hilft da die Lektüre von Jesper Juul. Diesen gelassenen skandinavischen Stil mit Kindern zu leben, entspricht mir sehr und daher finde ich das alles sehr hilfreich, was er dazu schreibt. Und mich hat es sehr entlastet, die Kinder auch so sein lassen zu dürfen, wie sie sind und vieles "durchgehen" lassen zu dürfen, ohne dass ich sie "verziehe" oder sie automatisch soziale Rowdies werden. :zwinker:

Danke für den Tipp, Kamille! Ja, ich habe auch Angst sie zu verziehen, wenn ich mal dieses oder jenes durchgehen lasse. Keine Ahnung, vielleicht ist das so eine deutsche Sache. Hier werden Kinder ja generell eher als nervig, laut, "Tyrannen", verzogen etc. bezeichnet / wahrgenommen und man ist von Anfang an irgendwie so ein bisschen darauf eingestellt, zu verhindern, dass das eigene Kind auch "so" wird.

filterkaffee
19.03.2014, 13:29
Hallo emma,

mein erstes Kind war auch sehr, sehr anstrengend und ich konnte mir die ersten zwei Jahre kein weiteres Kind vorstellen. Ich war so froh, als ich endlich wieder halbwegs in der "Komfort-Zone" angelangt war.

Im Grunde haben mein Mann und ich uns erst an das zweite Kind "herangewagt", als wir gemeinsam sagen konnten: Der Wunsch ist so groß, dass wir es einfach versuchen wollen. Falls es nochmal so anstrengend wird, dann sind wir darauf vorbereitet, wir werden es schon irgendwie packen.

Wir haben auch bewusst Geld zurückgelegt und gemeinsame Elternzeit geplant, damit wir zusammen die Babyzeit meistern können. (Wäre das bei euch vielleicht auch eine Idee?)

Ich drücke dir die Daumen, dass dein Mann vielleicht auch bald an diesen Punkt kommt und ihr dann Mittel und Wege findet, euren Zweitkinderwunsch zu realisieren. :wangenkuss:

(Wir waren auf eine sehr anstrengende Zeit vorbeitet und ... haben ein total liebes, pflegeleichtes, gechilltes, gutgelauntes Baby erwischt, das gut schläft, gut isst und sich unter seinem Spielebogen auch mal längere Zeit alleine beschäftigen kann.)

Historia, ich bin beim Stöbern letztens auf deinen Strang gestoßen bzgl. 2. Kind und habe mich gefragt, wie es bei dir weitergegangen ist. Schön zu lesen, dass du ein entspanntes, gutgelauntes Baby bekommen hast! Darf ich fragen, wie es dir psychisch geht/ging nach der 2. Geburt? Ich habe nach der Geburt meiner Tochter die ersten 4-5 Monate gefühlt NUR geheult und ich frage mich, ob sich das zwangsläufig wiederholen würde...

LG!

Sonnenschnuppe
19.03.2014, 13:55
Zeehund, Kamille, Peppis in welchen Nachbarstrang wollt Ihr Euch denn zurückziehen? Im dritten Kindstrang?

huppsi
19.03.2014, 15:03
das wollte ich Historia auch schon fragen: wie geht's dir mit zweien? ich habe damals sehr interessiert deinen Strang verfolgt wo es um die Frage nach dem zweiten ging und befinde mich grade in ähnlicher Fragestellung. darf ich auch fragen, wie Du den kleinen unterbringst während der Arbeit? das mit dem direkt wieder arbeiten würde ich nämlich ggf. auch beim 2. so machen.

lou79
19.03.2014, 18:04
Hab gerade einen neuen Strang dazu eröffnet damit wir diesen nicht weitere missbrauchen müssen :smirksmile: "Gelassenheit in der Trotzphase" bis gleich. Hier herrscht Wildes Rockerleben.....:unterwerf::freches grinsen:

Katzentier
21.03.2014, 10:07
Wow, hier war ja richtig was los,....wie schön. Auch wenn alle wieder abgewandert sind....aber das Trotzthema war trotzdem interessant. Vielleicht schau ich mich mal im neuen Strang um. Wobei es bei uns derzeit weniger der Trotz ist, der mich "fertig macht", sondern andere nette Eigenschaften, die ich teils gar nicht einschätzen kann. Kind ist ja jetzt dreieinhalb und die ganz schlimmen Ausbrüche sind grösstenteils wohl gegessen (wobei sie gestern nochmal so richtig ausgeflippt ist und eine halbe Stunde den Spielplatz zusammen geschrien hat :unterwerf:)....ansonsten hat Kitty im Moment einen Befehlston am Leib, der jedem Feldwebel alle Ehre machen würde. Man könnte meinen, sie sei die Königin und ich ihre Dienstbotin...scheint sie grade zu glauben. Sehr anstrengende und hoffentlich auch nur eine Phase...so allmählich nervt mich dieser Ton unglaublich und meine Entgegnungen scheinen nicht wirklich zu fruchten.

Neka, unsere Männer scheinen Seelenverwandte zu sein, hihi, ich glaube, wenn ich nicht damals auch mal ein wenig die Fäden in die Hand genommen hätte, würde ich wohl auch heute noch in meiner Singelwohnung hausen und ihn dreimal die Woche sehen....wobei, zusammen wohnen würden wir vielelicht schon , aber ob er sich jemals zum Hibbeln durchgerungen hätte....dabei war immer klar, dass wir beide zwei Kinder wollten. Aber er ist zwei JAhre jünger als ich und hat die Dringlichkeit nicht wirklich gesehen. Bei Männern tickt da wohl auch kein Ührchen. Als ich dann mittlerweile knappe 34 war, hab ich ihm mal vorgerechnet, wie lange das alles dauern könnte mit schwangere werden, schwanger sein.....dann unsere gewünschten mind. drei Jahre Abstand zwischen den Kindern...das hat ihn dann zum Glück doch noch überzeugt :freches grinsen:

Also hier gibts noch nix zu vermelden..wir haben noch nicht "angefangen"...ich wollte erst noch Karneval in Ruhe feieren gehen mit meinen Mädels, das war lange geplant und das fiel genau auf meine erwartete Mens. Hätten wir also gehibbelt, hätte ich nicht so befreit ein paar Sektchen trinken können. Diesen Zyklus haben wir uach noch gewartet, weil ich nicht unbedingt scharf auf ein Dezemberbaby bin. Bitte nicht hauen, ich halte eigentich auch nichts von diesen Wunschmonaten, ansonsten ist es mir auch echt egal (ok, Mai bis Juli fänd ich schon toll, aber Leben ist kein Ponyhof :freches grinsen:)...aber ausgerechnet Dezember finde ich eben nicht tso schön. Ich hätte wohl nicht ausgesetzt mit hibbeln, aber da wir noch gar nicht angefangen hatte, kam es mir auf den Monat jetzt nicht an. War eine gute Entscheidung, denn wir hätten das Ei eh nicht erwischt :beleidigt::zwinker: diesen Monat, da Kitty am WE richtig krank wurde, drei TAge fast 41 Fieber hatte und nur an mir klebte....und da mein MAnn nur am WE da ist...hatte sich das Thema so oder so erledigt. Mal sehen ob wir dann nächsten Monat durchstarten....ein wenig mulmig ist mir ja schon muss ich sagen....:ooooh::smirksmile:

filterkaffee
21.03.2014, 10:27
Also hier gibts noch nix zu vermelden..wir haben noch nicht "angefangen"...ich wollte erst noch Karneval in Ruhe feieren gehen mit meinen Mädels, das war lange geplant und das fiel genau auf meine erwartete Mens. Hätten wir also gehibbelt, hätte ich nicht so befreit ein paar Sektchen trinken können. Diesen Zyklus haben wir uach noch gewartet, weil ich nicht unbedingt scharf auf ein Dezemberbaby bin. Bitte nicht hauen, ich halte eigentich auch nichts von diesen Wunschmonaten, ansonsten ist es mir auch echt egal (ok, Mai bis Juli fänd ich schon toll, aber Leben ist kein Ponyhof :freches grinsen:)...aber ausgerechnet Dezember finde ich eben nicht tso schön. Ich hätte wohl nicht ausgesetzt mit hibbeln, aber da wir noch gar nicht angefangen hatte, kam es mir auf den Monat jetzt nicht an. War eine gute Entscheidung, denn wir hätten das Ei eh nicht erwischt :beleidigt::zwinker: diesen Monat, da Kitty am WE richtig krank wurde, drei TAge fast 41 Fieber hatte und nur an mir klebte....und da mein MAnn nur am WE da ist...hatte sich das Thema so oder so erledigt. Mal sehen ob wir dann nächsten Monat durchstarten....ein wenig mulmig ist mir ja schon muss ich sagen....:ooooh::smirksmile:

Karneval ist auf jeden Fall ein schlagendes Argument gegen den Hibbelstart :prost::musiker: Wir hatten hier Kinderparty. War schon lustig (bis auf das Aufräumen danach), aber .. nun ja.. früher war Karneval irgendwie aufregender... :freches grinsen:

Ich hab ja ein Dezember-Kind und ich kann schon verstehen, wenn man diesen Monat nicht präferiert. Das ganze Jahr über kriegt das arme Kind gar nix geschenkt und im Dezember wird es dann überhäuft. Nikolaus, Adventskalender, Geburtstag, Weihnachten... Ist schon doof und ich würde am liebsten Nikolaus und Adventskalender komplett ausfallen lassen (da hat sie bisher auch nichts von uns bekommen, nur von den Omas). Aber sie kann ja auch nix dafür, dass sie im Dez. geboren wurde..

41 Grad Fieber ist ja heftig... Hoffe, die Kleine ist wieder fit und eure nächsten WEs werden ruhiger. Hier war auch Lazarett angesagt in letzter Zeit, wir waren alle hintereinander krank. Irgendwie gehen gerade sämtlich Seuchen um... wird Zeit, dass es richtig Frühling wird!

LG!

Katzentier
21.03.2014, 10:39
Filterkaffee, hatte gar nicht auf dem SChirm, dass Du ein Adventskind hast :smile: Ich hoffe, solche Bemerkungen nerven Dich nicht. Ich war ja bei meiner erst Ss mit einem Januarkind schwanger und nach der FG hatte ich hier öfter gelesen oder auch im RL Bemerkungen von Leuten gehört (die gar nichts von meiner Ss gewusst hatten), dass ein Januarkind ja blöd wäre, bzw. Januar halt ein blöder Monat um ein Kind zu bekommen. DAs hat mich damals echt ein paarmal getroffen, denn ich hätte alles dafür gegegen, dieses Kind wieder zu haben, völlig egal, in welchem Monat es gekommen wäre :knatsch:
Daher bin ich wirklich kein Fan von solchen Wunschmonaten....aber Dezember finde ich eben genau aus Deinen aufgezählten Gründen so ungünstig. Kitty war am 22.12. auf einem Kindergeburtstag eingeladen und ich habe die Mutter echt nicht beneidet, dass sie so kurz vor Weihnachten noch backen musste, Partydeko auspacken und überlegen, was das Kind nun zum Geburtstag bekommt und was zu Weihnachten..puh...finde ich echt nicht so praktisch. Aber wie gesagt, das Schicksal hat bei uns ja eh entschieden, dass es diesen Monat nix werden kann.
Kitty hatte eine Mandelentzündung und muss 10 Tage Antibiotikum nehmen :unterwerf: WIr waren sonntags auch beim Notdienst, das hohe Fieber hat mich doch ein wenig geängstigt.

Wie siehts denn bei den anderen Grübelnden aus? WIrd keiner mit mir gemeinsam hibbeln???? :niedergeschmettert:

filterkaffee
21.03.2014, 11:15
Hi Katzentier,

neee, Bemerkungen wegen dem Geburtsmonat treffen mich nicht. Kein Thema! Ich bekomme auch echt selten Kommentare deswegen zu hören und wenn dann eher von ebenfalls "Betroffenen". Nun gut, aber es gibt auch echt schlimmeres.

Aber partymäßig ist bei uns wirklich was los im Dezember. Aus der Familie hat zwar sonst niemand im Dezember Geburtstag, aber die Kinder meiner 3 Freundinnen, die ich aus dem GV-Kurs kenne... Da fällt dann die ganze Truppe innerhalb einer Woche bei jeder Familie einmal ein :knatsch:

Mandelentzündung klingt echt fies...

Wir sind (eigentlich) immernoch weit vom Hibbeln entfernt... Hatten ja vereinbart, dass wir bis Ende des Jahres nichts unternehmen und dann nochmal schauen, ob und wann überhaupt. Bei mir kam auch dazu, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, hier in dieser Wohnung mit zwei Kindern zu leben. Sie ist schön und groß, aber sooo unpraktisch (3. Stock Altbau, Innenstadt, kein Stellplatz etc..). Mit einem Kind echt schon sehr anstrengend... Nun entscheidet sich am WE, ob wir umziehen, in eine kinderfreundlichere Gegend und in ein kindgerechteres Haus. Mal gucken, wenn dort alles leichter wird mit Kind, vielleicht legen wir dann doch (früher) los...

LG!

neka
21.03.2014, 11:44
Danke fürs Update, Katzentier :zwinker:

Ich versteh das mit dem "Wunschmonat" für die Kinder schon auch. Klar, ist nicht erste Priorität, aber ich war damals über das Frühlingsbaby sehr froh, denn der Winter davon war schrecklich kalt und ich dachte mir da hochschwanger "hilfe, wie zieht man den Wurm da an???". Und so war sie bis zur ersten Erkältungssaison schon ein halbes Jahr alt und das fand ich irgendwie beruhigend. Aber das sind echte Luxuswünsche, wenn man überlegt, wieviel viele in Kauf nehmen müssen, um überhaupt ein Kind zu kriegen :knatsch: (und ich bin eh besser still, ich hatte ja sowieso das luxuriöseste Timing vorgesehen und sogar bekommen :smirksmile:)

Ich denk mir oft, am besten bekommen wir im selben Zeitraum wie die Tussi Kind Nr. 2 und im Idealfall ein Mädel - könnte ich alle Klamotten recyclen und fertig. Müsste nur das Kind bitte genau dieselbe Durchschnittstype sein und auf der 50er-Perzentile hausen :freches grinsen: Aber weil das eigentlich blöder Käse ist (bitte einfach nur gesundes Kind, Geschlecht völlig piepe), schüttel ich da auch über mich selbst den Kopf. Wenn die Tussi mit lauter halbwegs neutralen Sachen durchkommt, würd ich auch nem Jungen was mit rosa Ringeln anziehen - SO! :lachen:

Historia02
21.03.2014, 11:45
das wollte ich Historia auch schon fragen: wie geht's dir mit zweien? ich habe damals sehr interessiert deinen Strang verfolgt wo es um die Frage nach dem zweiten ging und befinde mich grade in ähnlicher Fragestellung. darf ich auch fragen, wie Du den kleinen unterbringst während der Arbeit? das mit dem direkt wieder arbeiten würde ich nämlich ggf. auch beim 2. so machen.

Na klar, ihr dürft gerne fragen.

Ich habe mir gerade meinen alten Strang (http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/191486-2-kind-obwohl-man-das-babyjahr-nicht-prickelnd-fand-gegenstrategien.html) mal durchgelesen und festgestellt, dass ich eigentlich alles so gemacht habe, wie ich damals schon im Ausgangsposting angedacht/geplant hatte.

Mein Mann ist in Elternteilzeit gegangen und arbeitet 20 Stunden/Woche. Dadurch ist es mir möglich, ebenfalls an halben Tagen (halbe Tage wegen Stillen, da ich auf der Arbeit nicht abpumpen wollte) arbeiten zu gehen, während er das Kind betreut. Zum Glück können wir beide auch viel im Home-Office (IT-Branche) machen.

Vielleicht aktualisiere ich mal den alten Strang mit mehr Details, mal gucken.

Auf jeden Fall geht es mir psychisch mit unserer Arbeitsteilung so gut, dass ich mir tatsächlich mittlerweile sogar noch ein 3. Kind vorstellen kann ... ;-)

huppsi
21.03.2014, 11:49
huhu,

schön dass das Thema wieder auflebt. nach wie vor unentschlossen, wobei ich im Winter ziemlich pro war, im November war der Mann krank, im Dezember fiel nmt auf Silvester (ähnliches Argument wie Karneval ;-) und im Januar gabs mal nen Versuch, der nicht klappte. als ich dann beim Eintreffen der mens total erleichtert war, dachte ich mir: hmmmmm.....

und so eier ich vor mich hin. für meinen Mann wäre beides okay, wobei er momentan zu Einzelkind eher tendiert.

ich fände Dezember oder Januar gar nicht schlecht, weil ich nur 7 Monate EZ nehmen würde und dann hätte ich was vom Frühling ;-) letztes mal durfte ich pünktlich zum Mai wieder arbeiten gehen....

huppsi
21.03.2014, 11:52
hehe, neka, ich hab diesen Winter damals mitgenommen. draußen stillen???? puahhhh! Kind war oft so dick angezogen, dass es sich nicht mehr bewegen konnte und ich hatte ziemlich Lagerkoller ;-)

Nijntje74
21.03.2014, 12:36
Katzentier, schön von dir zu hören! Als der Strang hier die Tage so auflebte, habe ich an dich gedacht und überlegt mal einen "Aufruf" zu starten, was sich bei euch so getan hat, seit der grundsätzlichen Entscheidung.

Ich habe hier immer noch mal wieder so Momente der Panik oder auch einfach der Verwunderung (So nach dem Motto: Och guck mal, ich bin ja schwanger. Das heisst ja wohl, dass wir tatsächlich bald ein zweites Kind haben...) Und trotz aller Vorfreude und der vielen Abwägung im Vorfeld: Es ist doch noch eine andere Skepsis da, die Entscheidung zu einem Kind im Vergleich zu unserem auch kinderlos schönen Leben war eindeutiger als jetzt, zu 2 Kinder vs. 1 Kind, mit dem alleine es ja auch schon echt toll ist.

:freches grinsen: Du siehst, ich grübele an sich immer noch, aber zum gemeinsamen Hibbeln ist es definitiv zu spät.

P.S. Ich denke auch, dass es angesicht dessen, wie unplanbar oder sogar schwierig es ist/sein kann, schwanger zu werden und zu bleiben, Luxus ist, sich über Geburtsmonate Gedanken zu machen - aber gefreut habe ich mich trotzdem sehr, dass es der Mai geworden ist!

Katzentier
21.03.2014, 19:48
Hey Nijntje!

Ich finde es so süß, dass Du immer noch grübelst und das beruhigt mich irgendwie, denn der ein oder andere hat mir schon gesagt, dass er gar nicht verstehen kann, wie man soviel grübeln kann ob zweites Kind oder nicht. Nach dem Motto, entweder will man oder nicht. Aber ich bin da wohl etwas komplizierter gestrickt und freue mich, dass es noch mehr von der Sorte gibt :freches grinsen:
Ich bin mir sicher, ich werde auch die ganze Schwangerschaft grübeln und zwischen Freude, Aufregung udn Panik hin und her schwanken :zwinker:
Im Moment verdränge ich allerdings die unguten Gedanken. An dem WE jetzt, an dem Kitty so krank war, schlich sich auch kurz der Gedanke ein "Äh und wenn ich jetzt noch ein Baby hätt...." aber das schiebe ich weg.Die Entscheidung PRO ist gefallen und ich lasse das jetzt nicht mehr so an mich heran wie in der unklaren Phase vor einigen Monaten, in der ich bei jedem etwas anstrengendern TAg sofort dachte "Das schaffe ich doch nicht mit zwei Kindern" Irgndwie werde ich es aber schaffen,a uch wenn es mitunter sehr anstrengend wird. Ich hoffe aber eben, dass Kitty einfach dann midt 4-5 Jahren doch schon so verständig ist, dass es nicht mehr ganz so heftig wird wie mit einem zweijährigen Erstgeborenen.

Historia, mich würden Deine Erfahrung auch en detail interessieren....ich muss mal in den alten STrang klicken, ich glaube da habe ich sogar auch mal was geschrieben, wenn ich mich recht erinnere.....ich hab ja auch dieses Babyjahr als nicht so schön empfunden....
Das mit der Elternzeit für den VAter als Teilzeit , da muss ich mich auch mal genauer erkundigen, vielelicht wäre das was für meinen Mann....wieviel Eltergeld erhält er denn dann? Also inwiefern wird das kürzt? Lohnt das Arbeiten dann überhaupt im Verhältnis? Oder ist das nur was für jemanden, der eben nicht ganz raus kann aus seinem Job?

Piccolo79
21.03.2014, 20:06
*reinhüpf*
Katzee, wie cooool!
Freut mich ja riesig die Entscheidung. ...
*raushüpf*

Katzentier
21.03.2014, 20:12
*reinhüpf*
Katzee, wie cooool!
Freut mich ja riesig die Entscheidung. ...
*raushüpf*

Danke Piccolo! :wangenkuss:
Wie geht es Dir? Hibbelt ihr jetzt nach dem traurigen Erlebnis schon wieder? Ich drücke die Däumchen...

huppsi
22.03.2014, 08:53
danke Historia für deinen Bericht! 15/20h ist ein Traum und klingt nach nem guten Team! würde finanziell bei uns nicht hinkommen aber mir schwebt 15/30h vor. erst ich weniger dann Mann weniger.

by the Way: das Elterngeld plus wird wohl nun definitiv kommen! dann lohnt sich die Teilzeit wenigstens! bisher verdient da ja eher der Staat dran...ich tippe drauf dass das mit Geburt zum 1.1.2015 eingeführt wird also wäre man dabei ab jetzt ;-)

Katze: ich dachte auch immer, entweder man will ein Kind oder nicht, basta! aber ich kann das nicht mehr richtig sortieren was Bauch, Herz und Kopf da durcheinander argumentieren. und vor der Grübelei in der Schwangerschaft hab ich auch Angst :-( dass ich mich halt gar nicht richtig freuen kann...