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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pkw-Kauf beim Händler-wie bekommt man den günstigsten Preis?



kamey
24.08.2013, 22:50
Hallo,
hoffe, Ihr könnt mir helfen.

Ich beabsichtige demnächst ein neues Auto anzuschaffen. Vermutlich werde ich ein Vorführfahrzeug oder eine Tageszulassung bei einem Händler kaufen, mein bisheriges Fahrzeug (1,5 Jahr und entsprechend gut in Schuss und noch relativ neuwertig) möchte ich in Zahlung geben (andere Auto Marke).
Das, was bis zum Kaufpreis des Neuen noch fehlt werde ich zumindest teilweise finanzieren müssen (ca. 50% des Kaufpreises).

Habt Ihr Tipps für mich, denn ich möchte natürlich möglichst wenig bezahlen.....nur kann man beim Händler den Preis, der am Auto pappt noch drücken (und vor allem wie?).
Wie viel mein Jetziges noch wert ist, hab ich durch Recherche im Netz ermittelt, aber das ist ja ein "Marktpreis"......zahlt der Händler den überhaupt beim Eintausch? Gut wäre natürlich, wenn er mehr zahlen würde!

Ist es generell clever, über den Autohändler zu finanzieren, habe mir Kredit Angebote im i-Net angesehen, aber keinerlei Erfahrungen mit sowas.
Eine "Hausbank" im klassischen Sinne habe ich nicht, mein Gehaltskonto ist bei einer Internet-Bank.

Vielen Dank schon mal im Voraus!!!

Inaktiver User
26.08.2013, 09:50
Ich weiss nicht, ob ich dir helfen kann. Mein letzter Autokauf liegt schon eine Weile zurück.

Allerdings machen mich einige deiner Angaben stutzig. Was bedeuten die 1,5 Jahre deines jetzigen Autos? Ist es erst so alt/noch so neu? Oder hast du einen wie alten Gebrauchtwagen selber erst 1,5 Jahre?

Ich halte es nämlich eher "old school" und finde, wenn die aktuelle Möhre, wie du sagst noch entsprechend gut in Schuss ist, dann brauche ich kein neues Auto, schon gar nicht, wenn ich dieses zur Hälfte über eine Bank finanzieren müsste...

wildwusel
26.08.2013, 09:58
Vorneweg, ich bin nicht die große Feilscherin, aber du auch nicht, nach dem was du schreibst, deswegen, günstig kaufen für Anfänger:

- Nach einer Finanzierung mit möglichst geringem Effektivzins suchen. 0% ist gut, weiß nicht, ob's das zur Zeit gibt. Günstige Neuwagenfinanzieruengen werden oft von den Autoherstellern angeboten und vom Händler vermittelt
- Preise (Gesamtkosten!) von verschiedenen Händlern (auch verschiedenen Marken) vergleichen.
- Keine Ausfallversicherung aufschwatzen lassen.
- Nicht überstürzt kaufen. Wer dir keine Zeit für einen Preisvergleich lassen will ("Angebot! Nur heute! Saisonpreis! ...") hat für gewöhnlich seine Gründe.
- Händler fragen, für wieviel er den alten in Zahlung nimmt. Sagen, "Da habe ich mir ein bißchen mehr erhofft".
- Für den neuen Wagen fragen, "läßt sich da am Preis noch was machen?"
- Fragen, ob es bessere Konditionen für den Wagen mit Tageszulassung oder das Vorführfahrzeug gibt.
- Fragen, ob es Nachlaß für "Geld auf Tisch" gibt, wenn ja, kann es sich lohnen, das Geld bei der Bank zu leihen.

Generell ist es mMn nie ein gutes Geschäft, einen 18 Monate alten Wagen zu verkaufen (wie man so sagt, 20% Wertverlust entstehen, wenn du beim Verkäufer vom Hof fährst), aber das steht auf einem anderen Blatt.

Mach dich vorher schlau, wie du den Gesamtpreis berechnest (Anzahlung, Effektivzins, Gebühren, Überführungkosten, ...), und rechne alles nach, was der Verkäufer (oder die Bank) dir erzählt.

Ach, fällt mir noch ein, geh mal zur Bücherei und guck in das neueste finanztest. Da stehen auch immer die aktuellen Verbraucher- und Autokreditzinsen unterschiedlicher Anbieter drin. Sehr praktisch, alles an einem Platz.

Halo
26.08.2013, 10:20
Man sollte unbedingt das Kleingedruckte der Finanzierungsangebote lesen, vor allem bei den 0% Finanzierungen.

Ein Bekannter hat einen Seat Leon für eine wirklich kleine Monatsrate erstanden und über fünf Jahre finanziert. Damit der Wagen nach fünf Jahren dann aber ihm gehört, muss er am Schluss einen so hohen Preis bezahlen, dass er jetzt schon monatlich was auf die Seite legen muss.

Am Markt bekommt er diesen Preis für den Wagen dann nämlich nicht und wenn er das Auto gegen einen neuen in Zahlung geben will, wird ihm der Händler niemals einen so hohen Preis dafür geben. Selbst wenn der Wagen nach fünf Jahren tippitoppi gepflegt ist, keinerlei Unfall- oder Lackschäden oder sonstige Beschädigungen hat, was ja eher unwahrscheinlich ist.

Besser ordentlich anzahlen und den Rest dann so finanzieren, dass eine realistische Schlussrate am Ende steht.

:smile:

Utetiki
26.08.2013, 11:40
Halo, Dein Bekannter ist ja nur auf den Köder mit den niedrigen Monatsraten "reingefallen". Im Endeffekt zahlt er doch nur den Kaufpreis, der vereinbart war. Keine Zinsen, keine Bearbeitungsgebühr. Soweit doch alles in Butter.



Besser ordentlich anzahlen und den Rest dann so finanzieren, dass eine realistische Schlussrate am Ende steht.

:smile:

Kann man so machen, dann hat man eben am Anfang den großen Batzen zu zahlen statt am Ende. Ist aber ja eigentlich gehupft wie gesprungen.

Seat macht da ja kein klassisches Kredit- sondern ein Leasingangebot. Beim klassischen Kredit ist ja keine Schlussrate zu zahlen, da ist nach 5 Jahren das Auto abbezahlt und fertig. Wenn er dann das Auto verkauft, weiß er endlich wie viel es gekostet hat.

Wichtig wäre zu wissen:
Welcher Kaufpreis ist eigentlich vereinbart worden. War es der Listenpreis, für den das Finanzierungsangebot berechnet wurde?
In der Regel ist das so bei diesen Autobanken. Null Prozent, dafür aber auch kein Rabatt.

Welchen Preis hätte er bezahlen müssen, wenn er den Kaufpreis bar auf den Tisch gelegt hätte? Meiner Erfahrung nach sind 10-15 % immer drin, wenn es nicht das neueste Fahrzeug sein soll auch mehr.
Da kann man sich heutzutage ruhig eine Finanzierung bei einer Bank leisten und hat immer noch ein Plus erwirtschaftet

Halo
26.08.2013, 13:04
Halo, Dein Bekannter ist ja nur auf den Köder mit den niedrigen Monatsraten "reingefallen".

Genau, und auf die Aussage des Händlers, dass er den Wagen ja in fünf Jahren einfach verkaufen oder für einen neuen in Zahlung geben kann.
Dass der Wert des Wagens dann viel niedriger ist, als die Schlussrate oder der mögliche Verkaufsertrag, hat er nicht dazu gesagt, aber wer alt genug ist, solche Verträge zu unterschreiben, der sollte sich auch damit beschäftigen.



Im Endeffekt zahlt er doch nur den Kaufpreis, der vereinbart war. Keine Zinsen, keine Bearbeitungsgebühr. Soweit doch alles in Butter.

Das ist wohl wahr.

kamey
26.08.2013, 20:41
Mein jetziges Auto ist tatsächlich erst gut 1,5 Jahre alt. Es war eine sehr günstige Tageszulassung, daher hält sich der etwaige Wertverlust in angenehmen Grenzen (ca. 2.000 €).
Aufgrund geänderter persönlicher Voraussetzungen benötige ich derzeit keinen 7-sitzigen Van mehr und spieke eher auf ein schickes Cabrio :zwinker:

Den Fehler mit der Ausfallversicherung hab ich schon einmal gemacht......Lehrgeld eben.


Danke für den finanztest-tipp

Mocca
31.08.2013, 11:23
Autos habe ich nie finanziert, aber im Handeln war ich die Kanone :smile:

Mir war es immer ziemlich hupe, wie viel man mir für die alte Karre geboten hat oder wie viel ich vom Fahrzeugpreis runter handeln konnte, mir kam es darauf an, wie viel Kohle über den Tisch des Hauses gehen musste. Ich habe allerdings immer zuerst versucht, das alte Schätzchen privat an den Mann zu bringen (was mir zugegebenermaßen selten gelungen ist, nicht, weil die Autos soo schlecht gewesen wären, sondern weil die meisten Autokäufer, mich selbst eingeschlossen, aus Sicherheitsgründen lieber beim Händler kaufen).
Früher zückten die Autohändler immer zuerst die Schwacke- Liste, um einem gleich von vornherein klar zu machen, dass die "alte Möhre" ja so gut wie gaar nichts mehr wert war oder sie verwiesen darauf, dass sich die Farbe so schlecht verkauft, ja nee, is klar :zwinker:. Heute macht man sich auf mobile oder autoscout schlau, wie der eigene Wagen gerade gehandelt wird und verweist kaltlächelnd darauf.

Ich bin immer so angefangen, dass ich zuerst auf den Neuwagenpreis gehandelt habe (und gerade bei Neuwagen sind extreme Nachlässe möglich), parallel habe ich verschiedene Händler kontaktiert (auch da gibt es enorme Unterschiede!), erst danach habe ich den Altwagen angeboten. Wie der Händler abrechnet, kann mir als Käuferin doch egal sein, ob er mir 20 % auf den Neuwagen gibt oder meinen alten für 3.000 Euro mehr in Zahlung nimmt... :pfeifend:

Schlechte Geschäfte habe ich nie gemacht, die Handelei hat aber immer längere Zeit gedauert, spontan habe ich so gut wie nie zugeschlagen.