PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieder genießen können-ohne schlechtes Gewissen



Littlerose
24.10.2006, 14:56
Schönen Guten Tag an alle,

ich ernähre mich seit mittlerweile gut 2 Jahren nach dem Punktesystem von WeigtWatchers. Habe mein Gewicht dadurch auch gut reduzieren können (von 83 auf 70/71kg bei 1,82m).

Nun habe ich jedoch Angst, wenn ich mal etwas esse, was ich Nährwertmäßig nicht einschätzen kann, zuzunehmen. Ist das schon krank? Eigentlich muss ich doch nur mal was genießen können.Warum fällt das so schwer?

Hat jemand Erfahrungen/Tipps?

Tahnee
24.10.2006, 15:07
Hallo,

Erstmal super, dass Du so abgenommen hast. Super! :smirksmile:

Aber warum sollst Du denn gleich zunehmen, wenn Du einmal etwas isst, was Du nährwertmässig nicht einschätzen kannst? Nun komme mal wieder runter und entspanne Dich. Du hast das doch super im Griff, sonst hättest Du doch nicht so abgenommen.

Also --> ran an die Obsttorte. :lachen:

Tahnee

m.o.n.i.
27.10.2006, 07:52
Hallo Littlerose!

Ich verstehe deine Sorgen! Das kennen doch die meisten hier in der Community.. Ich kann dir nur sagen, wie ich es mache: es gibt Tage, an denen genieße ich es - einfach richtig lecker zu essen. Und da gibts dann einfach mal ein normales Mittagessen & Nachspeise & am Nachmittag das Stück Kuchen.. und am nächsten Tag passe ich esstechnisch einfach auf. Da versuche ich keine Kohlehydrate, Fett & Zucker zu essen & die Welt ist dann wieder in Ordnung für mich.

Kopf hoch & genieße das Leben, denn Kalorien zählen ist halt einfach nicht alles! :blumengabe:

Liebe Grüße,
Moni

Inaktiver User
27.10.2006, 10:38
Nun habe ich jedoch Angst, wenn ich mal etwas esse, was ich Nährwertmäßig nicht einschätzen kann, zuzunehmen. Ist das schon krank? Eigentlich muss ich doch nur mal was genießen können.Warum fällt das so schwer?


Ob das schon krank ist, musst Du selbst entscheiden.
Das hängt davon ab wie gross die Angst ist und wie sehr sie Dich regiert.

Ich (ehemals essgestört) habe auch noch 6 Jahren nach der akuten Phase immer mal wieder Tage der Angst und ich kann Dir auch immer noch ziemlich genau sagen wieviele Kalorien ich am Tag gegessen habe.

Solange diese Situationen nur gelegentlich vorkommen würde ich mir keinne Sorgen machen.

Sugarnova
28.10.2006, 00:35
Vielleicht hilft es, wenn man erstmal gesunde Leckereien sucht? Ich mag z.B. Trockenobst ganz gerne, oder Müsli, oder Joghurt angemischt mit süßen Cremes... bis man da auf die 600 kcal einer Tafel Schoko kommt, muss man schon einiges essen, bzw. man ist nach einer Schüssel Müsli viel, viel satter als nach einer Tafel Schoko.

Tja, ein "normales" Verhältnis zu Süßem hab ich immer noch nicht. Hab es heute ausprobiert - mir passt inzwischen wieder fast 42, das ist doch schon was. Von Größe 46 hin.

So richtig mit Genuss Süßes kaufen (ich kaufe höchst selten Süßes, z.B. wenn es im Job sehr viel zu tun gibt und ich das Nervengift brauch....), das kann ich immer noch nicht, so wie früher.

Caramelle
28.10.2006, 15:30
Das mit den "gesunden Leckereien" ist so eine Sache.... wenn ich Lust auf ein Stück Schokolade habe, befriedigt mich irgendwelcher Müslikram überhaupt nicht; die Folge wäre dann, dass ich die Schokolade dann nach dem Müsli essen würde.

Ich liebe Milchschokolade und Pain-au-chocolat, allerdings nur in allerbester Qualität ! Als Alternative habe ich im Rahmen von Logi/Montagnac die Bitterschokolade entdeckt. Da ich nun auf einem vernünftigen Umfang/ Körperfettanteil bin, gestatte ich mir zum Cappucino wieder eine Brioche alla cioccolata. Da mache ich mir keinen Kopf deswegen. Natürlich weiss ich, wo meine Schwachstellen liegen; gewisse Süssigkeiten können eine richtige Heisshungeattacke auslösen - die dosiere ich dann sehr vorsichtig.

Kalorien oder sonstwas zählen kommt mir nicht in die Tüte.

LG

Caramelle

Eteterfon
06.11.2006, 16:44
Nun habe ich jedoch Angst, wenn ich mal etwas esse, was ich Nährwertmäßig nicht einschätzen kann, zuzunehmen. Ist das schon krank?
Meiner Ansicht (und auch nach der vieler Wissenschaftler) nach: Ja, das ist eine Form von Essstörung und insofern krankhaft. Denn es bedeutet, dass sich in Deinem leben vieles (zu vieles?) ums Essen dreht, wenn Du Dir bei jedem Bisschen, das Du ißt ohne den genauen Punktwert zu kennen, ängstlich die Frage stellst: Macht mich das jetzt wieder dick? Damit verdirbst Du Dir jedoch auf Dauer wirklich den Spaß am Essen. Und das ist schade, denn Essen ist einfach toll. :smile:

Kalorienzählen kommt mir auch nicht in die Tüte, auch Sorgen um meine Figur mache ich mir nicht. Ich weiß, dass ich (nach dem, was man heute als "normal" bezeichnet - ob es das wirklich ist, sei mal dahingestellt, ich empfehle die Lektüre der letzten EMMA-Ausgabe, da war ein sehr sehr interessantes Dossier zu dem Thema drin) vielleicht ein paar Kilo weniger vertragen könnte - aber was soll's? Trag ich halt Gr. 44 - dafür kann ich Marathon laufen und bin buchstäblich fit wie ein Turnschuh.

LG von Ete
(die seit mindestens 5 Jahren auf keiner Waage mehr gestanden hat, trotzdem seit mindestens dieser Zeit konstant ihre Figur hält und isst, was ihr Spaß macht)

Mädels - befreit Euch vom Diktat der Waage! Ihr werdet merken, dass es genau das ist: Eine Befreiung! Ich bin viel zufriedener, seit ich mir den 1-Kilo-mehr, 1-Kilo-weniger (als vorgestern, als gestern, als letzte Woche) Frust nicht mehr antue... Und ich behaupte es nicht nur, ich wiege mich tatsächlich NIE. Ich HABE keine Waage.

Sadness
14.11.2006, 17:20
Ich finde das schon problematisch, wenn dir die angst den genuss verleidet..ich kenne keine schlanken menschen, die noch nir diäten mussten, die sich darüber gedanken machen...die essen was ihnen schmeckt und soviel sie möchten...das gleicht sich bei denen einfach aus...seit ich so esse, nur wenn ich hunger habe und dann da auf was ich lust habe und keine punkte oder kalorien oder sonst was zähle, habe ich sage und schreibe 35 kilo abgenommen...start war zwar eine private krise, meine einstellung zum essen hat sich allerdings seitdem grundlegend geändert

Atis
14.11.2006, 23:36
Ich finde es wichtig, das Hauptaugenmerk nicht so sehr auf Kalorien- oder Punktezählen o.ä. zu richten.

Das mag eine Weile hilfreich sein (und Du hast ja auch toll abgenommen - super!), verleidet einem aber irgendwann wirklich den Spaß am essen.

Wann und aus welchem Grund ißt Du? Es ist ja nicht immer Hunger, man ißt auch aufgrund von Langeweile, Müdigkeit, Frust...

Ich habe vor knapp 2 Jahren einige Dinge in meinem Leben sehr zum Positiven verändert und habe gelernt, mich selbst zu lieben, mitsamt meinen damals 102 kg, bin in gewisser Weise egoistischer geworden (Beispiel: Durch eine Rückenmarkquetschung bin ich körperlich eingeschränkt und habe oft Schmerzen. Trotzdem bin ich früher auf nervige Schulfeste in der Schule meiner Tochter gelatscht, habe vorher bis in die Nacht Kekse zum Mitnehmen gebacken etc. Heute sage ich, wenn ich Schmerzen habe, ohne schlechtes Gewissen, nö, mache ich nicht. Damit tu' ich ja auch niemandem wirklich weh. Wenn jemand wirklich HILFE braucht, bin ich da. Aber nicht zum Kekse backen u.ä.) und habe stetig weniger Angst gehabt, mich unbeliebt zu machen.
Die "Wenn-ich-10-kg-abnehme-paßt-es-wieder"-Klamotten habe ich aussortiert. (Überhaupt: Entrümpeln hilft!)

Durch die Veränderungen und das Mich-selbst-mögen war Essen plötzlich nicht mehr so wichtig und ich habe 34 kg abgenommen.

Langer Rede kurzer Sinn: Liebe Dich selbst, so, wie Du bist. Mit allen Kilos. Dann kommt das Abnehmen irgendwann von selbst (bzw. man hält das Gewicht mühelos - abzunehmen brauchst Du ja gar nicht mehr!). Klingt paradox, ja. Ist aber meine Erfahrung, und nicht nur meine.

Liebe Grüße, Atis.

Sadness
15.11.2006, 12:06
Durch die Veränderungen und das Mich-selbst-mögen war Essen plötzlich nicht mehr so wichtig und ich habe 34 kg abgenommen.

Langer Rede kurzer Sinn: Liebe Dich selbst, so, wie Du bist. Mit allen Kilos. Dann kommt das Abnehmen irgendwann von selbst (bzw. man hält das Gewicht mühelos - abzunehmen brauchst Du ja gar nicht mehr!). Klingt paradox, ja. Ist aber meine Erfahrung, und nicht nur meine.

unterschreibe ich voll und ganz...wenn das gewicht die nebensache im Leben wird, dann wird es plötzlich unproblematisch

Sugarnova
17.11.2006, 19:11
Stimmt - aber wenn man z.B. einfach nix mehr zum Anziehen im Laden findet, dann ist man doch stolz, wieder im normalen Bereich zu sein und dass die Größe das geringste Problem ist.

Gute Frage, wie man ein normales Verhältnis zu "Sünden" (alleine das Wort!) bekommt... Und: Eine Diät ist nur dann wirksam, wenn man ein anderes Denken zum Essen bekommt.

Also, ich esse sehr, sehr, sehr gerne. Auch mengenmäßig. Aber ich esse wirklich gerne auch Gemüse, Obst, Flocken.

Derzeit gibt es Süßes zu besonderen Anlässen, und dann qualitativ hochwertig. Also kein Megapack an Lebkuchen, sondern edle mit Schoko umrandet. 100 gr per ca. 350 kcal können nie so schlimm sein wie ein halbes Kilo. Und dass dann wirklich genießen. Oder: Aus dem Biomarkt, die Sachen schmecken viel besser.

Inaktiver User
18.11.2006, 15:10
Hallo!

Also ich denke, dass das schon eine Art von Essstörung ist, wenn man ständig alles nach points bewertet und so viel Angst vorm Zunehmen hat.

Ich bin auch betroffen ... WW-Opfer sozusagen! Leider war ich nicht so erfolgreich! Bin auch seit 2 jahren dabei - wenn ich mich ans Programm halte, dann nehme ich ab! Aber dann kommt der Frust - ich esse mehr - nehme zu - esse noch mehr ... usw.

Ein Teufelskreis! Und dieses "liebe dich selbst, so wie du bist" hilft einem auch nicht weiter, weil man ja Angst hat, noch mal 30 kg zuzunehmen!

Trotzdem kann es so - bei mir - nicht weitergehen. Ich liebe das Essen einfach zu sehr - und bin richtig traurig, wenn ich mich da einschränken muss! Natürlich stopfe ich nicht alles in mich rein - ernähre mich bewusst und gesund - aber die Kontrolle erzeugt eben genau die Gier, die einen dann doch 3 x zugreifen lässt.

Ich bin gerade dabei, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Habe mir einige Schwerpunkte (u.a. 3 l trinken, 5 Obst-Gemüse-Portionen, Bewegung ...) gesetzt, die ich täglich einhalten MUSS ... und ansonsten esse ich, was mir schmeckt. Mal sehen, was das wird!

Und ... ganz wichtig .... lernen, sich zu entspannen - gelassen zu bleiben - und sich Wohlfühl-Oasen zu schaffen!

Gruß - Marie

Inaktiver User
18.11.2006, 15:14
Ach ja : wenn man mit dem WW-Programm aufhört und wieder "genießt", dann nimmt man auch wieder zu! Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche!!

Ich habe 1998 schon mal 26 (!!!) kg mit WW abgenommen! Und jetzt ist fast alles wieder drauf!

In jedem Fall würde ich dir raten, dass Erhaltungs-Programm mitzumachen ... aber dann bleibst du natürlich immer im Thema und kannst dich auch nicht freimachen von WW.

Irgendwie ist das schon so was wie ein Sekte ... !?

Atis
19.11.2006, 00:26
Ich kenne das WW-Programm nicht wirklich, deshalb kann ich speziell dazu nichts sagen.

Ich bin einfach allgemein skeptisch, was Diäten und Kalorien-/Punktezählen betrifft, da ich im Bekanntenkreis immer wieder erlebe, dass Diäten gemacht werden, es wird auch abgenommen, aber hinterher ist alles wieder auf den Hüften.

Auch habe ich das Gefühl, dass den Menschen durch einschlägige Sendungen oder Bücher etc. oft vermittelt wird, "Werde schlank und du bist glücklich". Und da geht für mich mindestens ein Alarmglöckchen an.
Ich habe ja sehr viel abgenommen, und ich bin jetzt nicht anders als zu superdicken Zeiten. Die Veränderung kam VORHER, als ich lernte, mich selbst zu mögen.

Ich nehme jetzt immer noch ab, wenn auch natürlich langsamer als zu Beginn. Und natürlich freue ich mich darüber. Aber es ist mir nicht mehr so wichtig, wieviel ich wiege.

Seit ich mich selbst wirklich mag, ist Essen nicht mehr so wichtig. Bin heute z.B. um 7:30 h aufgestanden, habe aber erst um 19 Uhr "gefrühstückt", das geht mir manchmal so, ich denke gar nicht dran. Und dann gibt's wieder Tage, da sieht man Atis ständig essen.

Marie38, Du schreibst, das "Liebe dich selbst" hilft auch nicht weiter, da man ja Angst habe, wieder 30 Kilo zuzunehmen.

Ich denke manchmal auch, "Und wenn ich plötzlich wieder zunehme?" Das kann ich aber mittlerweile mit einem Schulterzucken abtun. Denn: Ja, was wenn? Dann müßte ich mir neue Klamotten kaufen, käme Treppen schlechter hoch, für die Gesundheit ist starkes Übergewicht auch nicht so toll, und ein paar Leute, auf deren Urteil ich eh keinen Wert lege, würden denken, "Mensch, ist die Frau fett".

Aber ich wäre dennoch Atis.

Sugarnova
19.11.2006, 02:05
Hm, ich merke auch: Genießen, richtig Genießen, und schlechtes Gewissen dabei haben funktioniert NICHT.

Da kann ich es auch gleich lassen.

Inaktiver User
19.11.2006, 10:03
@Atis ... ja, es ist sicherlich eine Gradwanderung! Wann fühle ich mich wohl? Wenn ich schlank bin - oder wenn nicht aufs Essen verzichten muss?

Vermutlich liegt die Lösung - wie so oft - irgendwo in der Mitte!

Man muss nicht rappelschlank sein - aber eben auch nicht mit gravierendem Übergewicht. Man muss sich irgendwo dazwischen einpendeln.

Übrigens ... wenn man um 7.30 aufsteht und um 19.00 das erste isst ... hm!?!? ... das ist für mich aber auch nicht gesund und hat mit normalem Essverhalten nichts mehr zu tun. Gerade dann, wenn es anders Tage von ständigem Essen gibt! Egal, wie sehr du dich jetzt magst und egal, wieviel du schon abgenommen hast ... kann es sein, dass du vielleicht auch bzw. gerade deshalb eine gravierende Essstörung hast?

Atis
19.11.2006, 10:45
Nein, Marie38, ich habe keine Eßstörung. Ich habe einfach gelernt, dann zu essen, wenn mein Körper mir sagt, dass er Nahrung braucht. Und das habe ich 3 Jahrzehnte so gemacht und war gertenschlank.
Bis ich dann mit ca. 30 einen sehr schweren Bandscheibenvorfall mit Rückenmarkquetschung hatte (habe heute noch oft Schmerzen, laut Arzt müßte ich eigentlich im Rollstuhl sitzen), deshalb total frustriert war und mich als Versager fühlte, weil ich vieles nicht mehr so ""perfekt"" konnte etc. Mein Gegenmittel: essen, essen, essen.

Gefrühstückt habe ich übrigens NIE, weder in dicken noch in dünnen Zeiten, es gab immer erst mittags etwas (es sei denn, ich hatte Termine und wußte, ich komme mittags nicht dazu, dann mußte ich mir das Frühstück aber mit Ekel reinessen, ich mag morgens einfach nichts).

Seit ich mir und meinem Körper vertrauen kann, höre ich auf das Hungergefühl. Warum soll mir die Uhr sagen, wann ich essen soll?

Ich glaube wirklich, dass man nur mit Selbstvertrauen langfristig abnehmen kann.

Und nochmal angemerkt: Man ist ja nicht automatisch glücklicher, wenn man schlank ist. Glücklich kannst Du auch sein, wenn Du dick bist - und auf's Glücklichsein kommt es doch letzten Endes an, oder?:smirksmile:

Ich hab's nicht gelesen, aber es gibt ein Buch mit dem Titel: "Warte nicht auf schlanke Zeiten!" Wie wahr...

In diesem Sinne,
Atis.

Inaktiver User
19.11.2006, 11:53
@Atis ... ja, du kannst natürlich machen, was du willst, aber natürlich bilde ich mir meine Meinung dazu.

Und ich finde es eben nicht gesund und gut, wenn man einen Tag so gut wie nix isst und sich am nächsten Tag dann den Magen vollschlägt. Das ist für mich auch eine Art Essstörung.

Du schreibst, das Essen wäre dir nicht (mehr) wichtig!? Und auch dazu kann ich nur sagen, dass das falsch ist! ESSEN IST WICHTIG! Man muss nur lernen, richtig damit umzugehen!

Und: natürlich kann man dick glücklich sein. Man kann aber auch dick NICHT glücklich sein. Eine schlanke Figur ist kein Garant für Glück - Übergewicht ist aber oft sehr belastend, im wahrsten Sinne des Wortes!

Abgesehen davon ist Übergewicht ungesund und so sollte man möglichst was dagegen tun.

Hätte ich mein Normalgewicht, dann wäre ich nicht rundum ein glücklicherer Mensch, aber ich wäre zufrieden mit meinem GEWICHT ! Das heißt aber nicht, dass ich - wenn ich mit meinem Gewicht nicht zufrieden bin - nicht insgesamt mit mir und meinem Leben im Reinen, also GLÜCKLICH sein kann!

Denn: wer ist schon zu 100 % glücklich!?

Atis
19.11.2006, 12:06
Ich habe geschrieben, Essen ist mir nicht mehr SO wichtig, Marie 38.
Natürlich ist Essen wichtig in dem Sinne, dass man es erstens zum Überleben braucht und es zweitens richtig Spaß macht, wenn man wartet, bis man auch wirklich Hunger hat, dann kann man eine leckere Mahlzeit so richtig genießen, und das mache ich gern.

Und natürlich kannst Du Dir Deine Meinung dazu bilden, das ist doch Dein gutes Recht!
Du kannst gern der Meinung sein, daß ich eßgestört bin, das stört mich nicht, da ich weiß, dass ich es nicht bin.

Eßgestört heißt für mich ganz persönlich, jemand macht sich einen großen Teil des Tages Gedanken um Essen, Gewicht, Zunehmen, Abnehmen, Kilos, Kalorien, Punkte...All das trifft auf mich nicht zu. Ich genieße die schönen Seiten des Lebens, unter anderem leckeres Essen. Das ist alles.

Inaktiver User
19.11.2006, 12:36
Ja, Atis - es ist doch alle in Ordnung!

Jeder macht sich doch seine Gedanken zu seinem EIGENEN Essverhalten - und reflektiert die Meinung anderer mit der eigenen Meinung. Und für mich wäre es eben nichts - ich will nicht, dass Essen mir NICHT MEHR SO (oder wie auch immer) wichtig ist!

Gerade weil mir Essen wichtig ist - als Genuss und zum Überleben und zum Wohlbefinden und für meine Figur - muss ich einen Weg finden, damit umzugehen. Es an den Rand des Interesses zu schieben, ist für MICH eben keine Lösung!

Atis
19.11.2006, 13:01
Das eine schließt das andere nicht aus - mir ist Essen nicht mehr so wichtig, und ich kann es trotzdem genießen, oder vielleicht gerade deshalb kann ich es mir schmecken lassen...

Aber Du hast recht, jeder muss seinen eigenen Weg finden!

Sadness
19.11.2006, 13:28
@marie

mir geht es ähnlich wie atis...an manchen tagen stehe ich auf und habe null Hunger, muss gleich los und habe viel zu tun.und denke einfach nicht ans essen und zwar gar nicht...nicht was könnte ich essen, was nicht so viel kalorien oder points hat, nicht was würde mir jetzt schmecken..und jetzt sag mir, wieso ich dann etwas essen soll

An anderen tagen wache ich auf und habe einen Riesenhunger und dann esse ich eben etwas, bis ich satt bin und dann verschwindet das essen wieder aus meinen gedanken, bis ich hunger habe

Das ist für mich essen, nach den bedürfnissen meines Körpers, der sagt mir schon wa er braucht...übergewichtig war (und bin ich auch, nimmt aber kontinuierlich ab, ohne Diät) ich, weil ich das nicht mehr erkennen konnte, was mir gut tut und was nicht..das ist für mich richtiger Umgang damit, dazu brauche ich dann aber weder points noch waage

Gutes essen kann ich vollkommen ohne schlechtes gewissen genießen, heute abend z.B. sind wir zu enem mega-leckeren Essen eingeladen....das weiß ich und natürlich ess ich dann mittag nicht einen riesen-Schweinebraten...sonst hab ich nämlich abends gar keinen hunger und dann lass ich auch das beste essen stehen

Mit WW hatte ich mal super abgenommen, konnte mein Gewicht aber nicht halten, denn sobald sich nicht mehr mein ganzer Tag um die points gedreht hat, waren die kilo ruckzuck wieder drauf...hier erfolgt eben keine Ernährungsumstellung, sondern lediglich eine Mengenkontrolle

Atis
19.11.2006, 21:22
Mit WW hatte ich mal super abgenommen, konnte mein Gewicht aber nicht halten, denn sobald sich nicht mehr mein ganzer Tag um die points gedreht hat, waren die kilo ruckzuck wieder drauf...hier erfolgt eben keine Ernährungsumstellung, sondern lediglich eine Mengenkontrolle

Sadness, genau darin sehe auch ich,so wie Du, das Problem bei Diäten. Und ich kenne halt einige Leute, die auch erfolgreich abnahmen, sich aber anschließend quer durch alle Leckereien aßen, die sie die ganze Zeit nicht essen "durften". Und lebenslang Kalorien oder Punkte zählen kann's ja auch nicht sein.

Marie38, ich weiß, daß Abnehmen für viele eine Art Kampf ist. Ich denke aber, so muss es nicht sein.

Wir ernähren uns gesund (wir sind seit über 19 Jahren Vegetarier, aber nicht aus gesundheitlichen, sondern aus ethischen Gründen - dass Vegetarismus gesünder ist, ist sozusagen ein angenehmer Nebeneffekt, aber nicht die Hauptsache), aber ich esse auch gern Pommes o.ä. und mache mir dann keine Gedanken über die Menge, ich höre einfach auf, wenn ich satt bin. Ob ich nun eine kleine Portion gegessen habe oder eine doppelte, spielt dabei gar keine Rolle.

Ihr Lieben, entspannt Euch und laßt es Euch mal richtig schmecken!:smile: