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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : § 218 (Abtreibung)



Inaktiver User
23.10.2006, 19:08
Eine Frauenbewegung kann ich mir in diesem Bereich sehr gut vorstellen. Ich finde es total frech, daß Frauen sich von einem Papst ins Gewissen reden lassen müssen. Die Entscheidungen auf Regierungsseite werden ja wohl auch meist von Männern getroffen. Wer selbst noch nie ein Baby im Bauch hatte, kann nicht mitreden und bestimmen. Frauen werden in diesem allerwichtigsten Thema total über den Tisch gezogen und sind zu bescheiden für Ihre Rechte zu kämpfen.
ciao,
Janine

Inaktiver User
23.10.2006, 19:15
Frauen werden in diesem allerwichtigsten Thema total über den Tisch gezogen

:wie?:

Kannst Du das 'mal erklaeren?

Und ob Du Dich nach dem Papst richtest, ist doch Deine Sache.

Ich richte mich nach meinem Gewissen - da schreibe ich vorher keinen Brief nach Rom.

Verwirrter Gruss, Leonie

JanaFreese
23.10.2006, 19:21
Also der Papst macht in diesem Land keine Gesetze. Soviel ist sicher.

Du hast nicht geschrieben, welche Änderungen am Abtreibungsrecht Du Dir wünschst. Aber wenn es nicht gerade völlig absurd ist (ganz ohne jede Indikation und bis zum letzten Tag oder sowas) dann findet sich schon ein Wahlprogramm, in dem das drin steht. Muss halt nur 'ne Mehrheit bekommen.


All the Best
Jana

Inaktiver User
23.10.2006, 19:26
Wer selbst noch nie ein Baby im Bauch hatte, kann nicht mitreden und bestimmen.

Das hatten wir schon differenzierter :-(

Ich nehme mal an, dieses Posting ist in einer besonderen persönlichen Situation entstanden. Das tut mir Leid.

Wenn wir helfen können - gern. Versuchen wir's.

Inaktiver User
24.10.2006, 09:02
ne, ne....
für mich war Abtreibung nie ein Thema.
Aber wenn man mal darüber nachdenkt, macht es mich total wütend, immer wieder vom "Schutz des ungeborenen Leben" zu lesen. Das heißt doch im Klartext: sobald man schwanger ist, hat man als Gebärmaschine zu funktionieren. Das entstehende Leben hat mehre Rechte, als die bereits existierende, reale Person die dahinter steht. Das ist doch idiotisch. Ich finde es einfach nur fies, das die Frauen sich dann auch noch mit wildfremden Menschen (Beratungsstellen)über Ihr Seelenleben unterhalten müssen und ob finanziell noch etwas möglich ist. In dem Moment wird einer Frau doch unterstellt, daß sie zu blöd ist, Entscheidungen zu treffen. Den Papst betreffend, meine ich folgendes: Er ist für viele Gläubige ein Maßstab. Was er sagt, wird gerne befolgt. Er hat aber leider garkeine Erfahrungen in diesem Bereich.
Ich will das Thema ja nicht total ausschlachten, aber für ist das so eins der letzten Dinge, die für das Thema Frauenbewegung in Frage kommt.
ciao,
Janine

Inaktiver User
24.10.2006, 09:08
OK.

Lohnt nicht, sich mit Dir darüber zu unterhalten.

Ciao :unterwerf:

Echtefuffzig
24.10.2006, 09:40
ne, ne....
für mich war Abtreibung nie ein Thema.
Aber wenn man mal darüber nachdenkt, macht es mich total wütend, immer wieder vom "Schutz des ungeborenen Leben" zu lesen. Das heißt doch im Klartext: sobald man schwanger ist, hat man als Gebärmaschine zu funktionieren. Das entstehende Leben hat mehre Rechte, als die bereits existierende, reale Person die dahinter steht. Das ist doch idiotisch. Ich finde es einfach nur fies, das die Frauen sich dann auch noch mit wildfremden Menschen (Beratungsstellen)über Ihr Seelenleben unterhalten müssen und ob finanziell noch etwas möglich ist. In dem Moment wird einer Frau doch unterstellt, daß sie zu blöd ist, Entscheidungen zu treffen. Den Papst betreffend, meine ich folgendes: Er ist für viele Gläubige ein Maßstab. Was er sagt, wird gerne befolgt. Er hat aber leider garkeine Erfahrungen in diesem Bereich.
Ich will das Thema ja nicht total ausschlachten, aber für ist das so eins der letzten Dinge, die für das Thema Frauenbewegung in Frage kommt.
ciao,
Janine

Nun Janine,

"ein Kind im Bauch" hat auch Rechte - auch wenn es noch ungeboren ist. Eine Schwangerschaft ist hierzulande kein rechtsfreier Raum.

Sicher hat die Frau letztlich das Recht, abzutreiben, wenn eine Indikation festgestellt wurde.

Das können medizinische, soziale oder sonstige Gründe sein, die es zu ergründen gilt. (Z. B. ungewollte Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung.)

WAS genau willst Du hier sagen?

Gruß

Echtefuffzig

Inaktiver User
24.10.2006, 18:34
Ich wollte anreizen über dieses Thema nachzudenken!
Wenn ich dann schon höre, daß es sich nicht lohnt mit mir zu diskutieren, wird mir schlecht. Eine andere Meinung als man selber hat, wird man ja wohl jedem zugestehen können. Wie kleingeistig!
Was ich hervorheben wollte ist die Bevormundung und die Tatsache, daß man sofort eine schlechte Lobby hat. Wie ist das denn bei den Männern? Wer den Wehrdienst verweigert geht eben zum Zivildienst. Das finden alle prima, schließlich werden die ja auch dringend gebraucht und keiner kommt auf die Idee herum zu wettern, weil er sein Vaterland nicht zu verteidigen gewillt ist. Hier komme ich wieder auf die Frauenbewegung zurück. Findet hier nicht eine Bevormundung statt?

Gizmo
24.10.2006, 18:47
Nun Janine,

"ein Kind im Bauch" hat auch Rechte - auch wenn es noch ungeboren ist. Eine Schwangerschaft ist hierzulande kein rechtsfreier Raum.

Sicher hat die Frau letztlich das Recht, abzutreiben, wenn eine Indikation festgestellt wurde.

Das können medizinische, soziale oder sonstige Gründe sein, die es zu ergründen gilt. (Z. B. ungewollte Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung.)

WAS genau willst Du hier sagen?

Gruß

Echtefuffzig

Kann man nicht auch ohne "echte " Indikation abtreiben lassen?

Wenn ich jetzt schwanger werde und das Kind einfach nicht will, obwohl meine persönliche, soziale, etc. Situation das durchaus hergäbe, werde ich binnen der ersten 12 Wochen doch nicht gezwungen, dass Kind zu behalten...

ReginaM
24.10.2006, 20:02
Wenn du den Wehrdienst mit Schwangerschaft und Geburt vergleichst und zudem auch noch den Papst für alles verantwortlich machst, dann lohnt sich eine Diskussion wirklich nicht.

Opelius
24.10.2006, 20:19
Kann man nicht auch ohne "echte " Indikation abtreiben lassen?

Wenn ich jetzt schwanger werde und das Kind einfach nicht will, obwohl meine persönliche, soziale, etc. Situation das durchaus hergäbe, werde ich binnen der ersten 12 Wochen doch nicht gezwungen, dass Kind zu behalten...

Richtig so ist es!

§ 218a
Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs
(1) Der Tatbestand des § 218 ist nicht verwirklicht, wenn

1. die Schwangere den Schwangerschaftsabbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nach § 219 Abs. 2 Satz 2 nachgewiesen hat, daß sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff hat beraten lassen,
2. der Schwangerschaftsabbruch von einem Arzt vorgenommen wird und
3. seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind.

Inaktiver User
24.10.2006, 20:27
Janine,

wir Aelteren brauchen keine Anregung, darueber nachzudenken, weil wir mehrere Abtreibungsdebatten miterlebt haben. Die von Anfang der 90er Jahre hast Du doch auch miterlebt - ich als Teenager schon die der Anfang der 70er Jahre, und ich habe mich immer 'mal wieder intensiv damit beschaeftigt.
Und Du machst ueberhaupt nicht klar, worum es Dir geht.


Praktisch haben wir in Deutschland eine Fristenloesung mit Beratungspflicht - auch wenn das rechtlich anders verpackt ist.
Keine wird gezwungen, ihr Kind zu bekommen.

Und die Beratungspflicht ist deshalb so wichtig, damit die Frauen nicht aus kurzfristiger Verzweiflung handeln und es dann bereuen. Es gibt viele Frauen, denen eine Abtreibung lange nachgeht.
Und Druck gibt es ja nicht nur vom Papst. Sondern auch vom Partner, Eltern etc., die das Kind eventuell nicht wollen, obwohl die Frau es moechte. Das halte ich fuer viel relevanter.
Lies dies (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?p=1223893#post1223893) 'mal.
Und dann dies (http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?p=1224584#post1224584).

In einer solchen Situation sollte die Beratung die Frau staerken.

Und angesichts dieser Situation behaupte ich 'mal, dass auch die Mehrheit der Frauen nicht der Meinung ist, dass der Paragraph 218 liberalisiert werden sollte.
(Auch viele Frauen finden ja, dass die derzeitige Praxis die ungeborenen Kinder zu wenig schuetzt.)

Gruss, Leonie

Inaktiver User
25.10.2006, 07:56
genau so habe ich mir das vorgestellt....

Ich sage: Frauen werden in Schwangerschaftsfragen bevormundet und sofort wird der Scheiterhaufen schon schon mal angezündet.

Natürlich hat die Bundeswehr nichts mit dem §218 zu tun. Es war nur ein Beispiel dafür, wie entspannt man bein anderen Themen miteinander umgeht.

Wenn für Euch die Schwangerschaftsfrage kein Thema ist....bitte! Dann unterhaltet Euch doch weiter übers Unterhaltsrecht oder Mindestlohn (und das ist auch nur ein Beispiel und hat natürlich nichts mit §218 zu tun.)

Ich hatte von Anfang an nicht vor, eine Doktorarbeit zu diesem Thema aus dem Ärmel zu schütteln, wollte nur mal diese Frage in den Raum stellen und zur Diskussion anregen ob es zum Thema Frauenbewegung gehört.

Mir gibt´s hier zu viele Spannungen! Ich klinke mich aus. Vielleicht hat ja doch irgend jemand anderes eine entspannte Aussage zu machen.

ciao,
Janine

ReginaM
25.10.2006, 08:05
Eine Frauenbewegung kann ich mir in diesem Bereich sehr gut vorstellen. Ich finde es total frech, daß Frauen sich von einem Papst ins Gewissen reden lassen müssen. Die Entscheidungen auf Regierungsseite werden ja wohl auch meist von Männern getroffen. Wer selbst noch nie ein Baby im Bauch hatte, kann nicht mitreden und bestimmen. Frauen werden in diesem allerwichtigsten Thema total über den Tisch gezogen und sind zu bescheiden für Ihre Rechte zu kämpfen.
ciao,
Janine

Beurteilst du dein Eingangsposting etwa als "entspannt"?:ooooh:

Opelius
25.10.2006, 10:15
genau so habe ich mir das vorgestellt....

Ich sage: Frauen werden in Schwangerschaftsfragen bevormundet und sofort wird der Scheiterhaufen schon schon mal angezündet.

Natürlich hat die Bundeswehr nichts mit dem §218 zu tun. Es war nur ein Beispiel dafür, wie entspannt man bein anderen Themen miteinander umgeht.

Wenn für Euch die Schwangerschaftsfrage kein Thema ist....bitte! Dann unterhaltet Euch doch weiter übers Unterhaltsrecht oder Mindestlohn (und das ist auch nur ein Beispiel und hat natürlich nichts mit §218 zu tun.)

Ich hatte von Anfang an nicht vor, eine Doktorarbeit zu diesem Thema aus dem Ärmel zu schütteln, wollte nur mal diese Frage in den Raum stellen und zur Diskussion anregen ob es zum Thema Frauenbewegung gehört.

Mir gibt´s hier zu viele Spannungen! Ich klinke mich aus. Vielleicht hat ja doch irgend jemand anderes eine entspannte Aussage zu machen.

ciao,
Janine

Ich finde es lustig, dass die Threaderöffnerin erst meint, dass sie ernsthaft ein ganz heißes Thema gefunden hat und dann, wenn ältere auf die fast 40 Jahre zurückliegende heftige Diskussion um den neuen § 218 verweisen, offenbar zu viel Spannungen in der Diskussion empfindet.

Sie wird auch sofort kontern, was ginge mich das als Mann überhaupt an.
Ich bin alt genug, um die Situation vor der Gesetzesänderung beurteilen zu können, wo verzweifelte Frauen zu den Engelmacherinnen gingen und ihre Gesundheit aufs Spiel setzten, wo im Freundeskreis Geld gesammelt wurde, damit die schwangere Freundin nach Holland fahren konnte, und junge Frauen, die diese Möglichkeiten nicht hatten, ihre Kinder nur in den Landesfrauenkliniken entbinden konnten und anschließend, wenn sie unter 21 Jahren alt waren (damals also noch minderjährig), in die Fürsorgeerziehung kamen.

Und ich erinnere mich, wie sehr in den Gremien der katholischen und evangelischen Kirche, die zuerst allein die Schwangerschaftskonfliktberatung übernehmen sollten, um das Ziel dieser Beratung gerungen wurde. Ich habe mich damals sehr stark gemacht, dass zumindest in der Diakonie das Ziel wurde, die Frauen in ihrer Entscheidung zu stärken - egal in welcher Richtung sie sich entschieden. Und dass damals PRO FAMILIA gegründet wurde, die Frauen beraten konnten, die nicht in eine konfessionelle Berratungsstelle gehen wollten.

Und soweit ich es beurteilen kann, hat sich dieses System bewährt: die Zahl der illegalen Schwangerschaftsabbruche mit seinen zum Teil verheerenden Auswirkungen ist drastisch zurückgegangen. Die Abbruchzahlen sind ebenfalls deutlich gesunken, weil die Beratungsstellen sich auch aufgemacht haben, frühzeitig schon in den Schulen Aufklärung zu betreiben.

Wenn ich mich gelegentlich mit Kolleginnen über ihre Arbeit in den Beratungsstellen unterhalte, so zeigen sie einen deutlichen Wandel in den Beratungen auf. Es sind nicht mehr so viele Mädchen und junge Frauen, die zur Beratung kommen, sondern vor allem Frauen mit Migrationshintergrund, die nicht das 4., 5. oder 6. Kind gebären möchten, weil ihnen ihre Kinderschar schon genügend Arbeit macht und sie sich gesundheitlich nicht in der Lage fühlen, noch eine Schwangerschaft durchzustehen. Und es sind Frauen, die von ihrer Familie und dem Vater des Kindes zum Teil erheblich unter Druck gesetzt werden, das Kind endlich abzutreiben, obwohl sie es möchten. Und die Kolleginnen geben sich unendliche Mühe, diese Frauen in ihrer Entscheidung zu stärken und ihnen Hilfen aufzuzeigen. Für etwa 98% der Ratsuchenden steht die Entscheidung schon vor dem Beratunsgtermin fest.

Inaktiver User
25.10.2006, 11:25
Ja, trotzdem ist es für mich ein Phänomen, daß man in diesem Bereich so intensiv "belagert" wird. Menschen können sich überall fei entscheiden (Rauchen,Alkohol, Drogen, schlechte Zähne usw.) und werden weitestgehend allein gelassen.

Mir ist ironischerweise aufgefallen, daß die, die so vehement für das Leben eintreten, diejenigen sind, die andere sofort angreifen, beleidigen, Druck ausüben und einschüchtern. Das kann so nicht sein. Druck erzeugt Gegendruck! Ein ganz einfaches Gesetz.

Ich hatte die Hoffnung auf eine entspannte Diskussion, auf Fragen von Frauen zu diesem Thema....Wer will sich denn das überhaupt antun? Hochmütig wird erstmal von Wertlosigkeit gesprochen. Wie peinlich! Sind wir hier in einer Hafenkneipe? So dikutiert und überzeugt man nicht. Man erreicht nur, das der Gesprächspartner "dicht" macht.

Vielleicht, Vielleicht.... hätte ich noch viel mehr am Anfang einbringen sollen. Meine Güte, es sollte ein Auftakt zum Gespräch sein. Eine Frage, ob jemand was zu erzählen hat. Hättet Ihr mich jetzt nicht sofort in der Luft zerrissen, hätte ich Euch von meinem Großvater erzählt, der als "Engelmacher" die 40 er Jahre schon im Gefängnis gesessen hat...Da hab ich jetzt keine Lust mehr zu. Ich fühle mich total gegängelt....

ciao,
Janine

Gizmo
25.10.2006, 11:43
Ist es eigentlich noch so, dass kath. Beratungsstellen "den Schein" für einen Abbruch verweigern?

Diese Sch*** Katholiken - über die kann ich mich immer aufregen, die mit ihrem Allmachtsanspruch! Gott sei Dank sind wir auf die nicht mehr angewiesen. Unvorstellbar, welches Martyrium die sonst notleidenden Frauen wieder mal zugemutet hätten ...

Inaktiver User
25.10.2006, 11:54
Ist es eigentlich noch so, dass kath. Beratungsstellen "den Schein" für einen Abbruch verweigert

Soweit ich weiss, hat sich da nichts geändert. Es sei denn, es ist still und leise geschehen, was mich wundern würde. Noch vor einem Jahr gab es dazu einiges in den Zeitungen zu lesen und da war keine Aussicht auf Änderung zu vermuten.

Aber vielleicht weiss jemand etwas anderes.

Inaktiver User
25.10.2006, 12:01
Dafuer ist doch aber Donum Vitae gegruendet worden.

Und die deutschen katholischen Bischoefe haben bis zuletzt darum gekaempft, dass die kirchlichen Beratungsstellen weiterhin "den Schein" ausstellen duerfen (und unterstuetzen inoffiziell Donum Vitae).

Mit "die Katholiken" macht man es sich etwas zu einfach.

Gruss, Leonie

ReginaM
25.10.2006, 12:13
Ich hatte die Hoffnung auf eine entspannte Diskussion, auf Fragen von Frauen zu diesem Thema....

Ernsthaft? Nachdem du gleich im Eingangsposting über den Papst gewettert hast, kauf ich dir das nicht ab!

Abtreibung oder nicht IST eine Gewissensfrage und für den denkenden Menschen spielt der Papst da überhaupt keine Rolle, allenfalls der Glaube!

Echtefuffzig
25.10.2006, 12:25
@ janine

Du willst angeblich diskutieren und bist aber sofort beleidigt, wenn diese dann in Gang kommt und Du "Gegenwind" spürst.

Wie passt das denn zusammen?

By the way: Nicht der Papst bestimmt, ob eine Frau ihr Kind bekommt oder nicht, sondern das entscheidet die Frau immer noch SELBST.

Und es ist gut, dass es Beratungsstellen gibt! Diese können zwar die Entscheidung nicht abnehmen aber helfen, Chancen, Lösungswege etc. aufzuzeigen.

Gruß

Echtefuffzig

Inaktiver User
25.10.2006, 13:57
--------------------------------------------------------------------------------

Der Papst....
Jaaa...ob er Paul oder Benedikt heißt...ich bin dagegen. Das ist für mich die reinste Karnevalsveranstaltung...Leute in goldenen Roben nach mittelalterlichen Schnittmustern...Und genau so altbacken ist Ihre Einstellung. Ich traue Ihm keine modernen, zeitgemäßen Gedanken zum Thema Frau und Abtreibung zu.

Man muß Ihnen allerdings zugestehen, daß sie ja schon etwas gemäßigter geworden sind. Heute werden Frauen nicht mehr sofort als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt weil sie sich als Hebamme und Kräuterkundige beschäftigen und versuchten Ihresgleichen eine Geburt zu erleichtern. Welch Fortschritt.

ciao,
Janine

Inaktiver User
25.10.2006, 14:14
--------------------------------------------------------------------------------

Der Papst....
Jaaa...ob er Paul oder Benedikt heißt...ich bin dagegen. Das ist für mich die reinste Karnevalsveranstaltung...Leute in goldenen Roben nach mittelalterlichen Schnittmustern...Und genau so altbacken ist Ihre Einstellung. Ich traue Ihm keine modernen, zeitgemäßen Gedanken zum Thema Frau und Abtreibung zu.

Man muß Ihnen allerdings zugestehen, daß sie ja schon etwas gemäßigter geworden sind. Welch Fortschritt.

ciao,
Janine

Inaktiver User
25.10.2006, 14:17
Eigentlich wollte ich hier nichts mehr sagen. Aber bevor sich hier jemand ganz lächerlich macht, falls das bei diesem Thema überhaupt geht, sollte man den Strang schließen oder jedenfalls nicht weiter füttern. Ich zumindest halte mich jetzt daran :blumengabe:

pelzpfote
26.10.2006, 08:42
Diese Sch*** Katholiken - über die kann ich mich immer aufregen, die mit ihrem Allmachtsanspruch! Gott sei Dank sind wir auf die nicht mehr angewiesen. Unvorstellbar, welches Martyrium die sonst notleidenden Frauen wieder mal zugemutet hätten ...

Eigentlich sollte man diesen Strang wirklich nicht mehr "füttern". Ich tu's trotzdem. Bitte unterlasse diese Verallgemeinerungen! In einem anderen Strang wird sich - zu Recht - darüber aufgeregt, dass alle "Ossis" (und auch "Wessis") in einen Topf geschmissen werden und jetzt kommst du mit den Sch...Katholiken daher!:wie?: Noch ein Frage am Rande: Würdest du dich auch trauen, von Sch...Muslimen zu reden?

Aber Apoise hat recht, es ist besser, zu so einem Blödsinn nichts mehr zu schreiben. :ahoi:

maxima8
26.10.2006, 18:08
Es gibt in Deutschland kein Recht auf Abtreibung. Um die Abtreibung muss gebeten werden und sie wird dann gewährt.
In Deutschland gibt es ein flankiertes Strafrechtsmodell im Gegensatz zum außerstrafrechtlichen Modell in Dänemark, Schweden und Italien.
Und der Pabst kann einem nicht gestohlen bleiben, weil man zwar entscheiden kann, dass er keine Rolle im eigenen Leben spielt, aber man kann ihn weder aus der Politik noch aus vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen ausschließen, denn natürlich er seine Hanseln auch unter deutschen Politikern, die auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen und auch Kulturpolitik betreiben.

Unser Abreibungsmodell verdanken wir auch der päbstlichen Lobby in unserem Land. Und diese Lobby arbeitet akutell auch wieder daran das Abreibungsgesetz zu verschärfen.

Inaktiver User
26.10.2006, 18:16
Hugh, ich habe gesprochen.
Basta.
:fluestertuete: ALLE HABEN UNRECHT! Außer dich :unterwerf:

Gizmo
26.10.2006, 18:58
Noch ein Frage am Rande: Würdest du dich auch trauen, von Sch...Muslimen zu reden?



Gerade im Zusammenhang mit dem dort noch weiter verbreiteten frauenfeindlichen Geadnkengut tue ich dies sogar regelmäßig!
Ich habe eben was dagegen, wenn mich wegen meines mir von "Gott" gegebenen Geschlechtes Rechte auf Selbstbestimmung abspricht!

Opelius
01.11.2006, 14:09
Es gibt in Deutschland kein Recht auf Abtreibung. Um die Abtreibung muss gebeten werden und sie wird dann gewährt.
In Deutschland gibt es ein flankiertes Strafrechtsmodell im Gegensatz zum außerstrafrechtlichen Modell in Dänemark, Schweden und Italien.
Und der Pabst kann einem nicht gestohlen bleiben, weil man zwar entscheiden kann, dass er keine Rolle im eigenen Leben spielt, aber man kann ihn weder aus der Politik noch aus vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen ausschließen, denn natürlich er seine Hanseln auch unter deutschen Politikern, die auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen und auch Kulturpolitik betreiben.

Unser Abreibungsmodell verdanken wir auch der päbstlichen Lobby in unserem Land. Und diese Lobby arbeitet akutell auch wieder daran das Abreibungsgesetz zu verschärfen.

ich empfehle folgende Schülerausarbeitung zu lesen. Sie ist wahrlich informativer als Dein Vorwurf gegen den Einfluß die KK.

http://www.merian.fr.bw.schule.de/mueller/Schueler/schwangerschaftsabbruch.htm

Die Entscheidung darüber, ob man die Schwangerschaft abbrechen lassen will, liegt bei einem selbst. Diese höchstpersönliche Entscheidung kann und darf niemand für einen treffen. Man benötigt also keine ärztliche Feststellung (Indikation), die den Abbruch befürwortet oder „erlaubt“.

Um den Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen zu können, müssen jedoch die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

· Man benötigt eine gesetzlich vorgeschriebene Beratung

· Die Beratung muss durch Bescheinigung einer anerkannten Beratungsstelle bestätigt sein

· Der Abbruch darf frühestens am vierten Tag nach Abschluss der Beratung vorgenommen werden

· Der Abbruch darf nur von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt werden

· Seit der Empfängnis dürfen nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein

maxima8
01.11.2006, 16:43
ich empfehle folgende Schülerausarbeitung zu lesen. Sie ist wahrlich informativer als Dein Vorwurf gegen den Einfluß die KK.

Du darfst gerne auf dem Niveau von Schülerarbeiten über ein solches Thema diskutieren. Jedem das seine. Fakt ist, dass Abtreibung in Deutschland unter das Strafrecht fällt. Welche rechtlichen Konsequenzen diese Tatsache hat, lässt sich nicht mit noch so bemühter Naivität abhandeln.
Außerdem würde mich interessieren, was an meinen Vorwürfen gegen die KK falsch sein sollte. Am 19. September diesen Jahres haben sich die Vertreter unserer Regierung getroffen, um über eine Verschärfung des 218 zu diskutieren...... MIT BISCHOF LEHMAN und HUBER – den beiden Obermotzen von KK und EK. Wen interessieren in dem Zusammenhang auch die Frauen. Die waren nicht geladen.
Bevor Du in blinder Ergebenheit den Büttel für die KK gibst, solltest Du erst einmal Belege dafür liefern, dass sich die KK nicht in unsere Politik einmischt.

Inaktiver User
02.11.2006, 00:02
Das Leben als Individuum beginnt mit dem ersten Atemzug

Die Kirchen liefern zu den entscheidenden Themen nur billige Oblaten!

ReginaM
02.11.2006, 05:57
Demnächst ist die Kirche wohl noch schuld daran, dass Hühner keine goldenen Eier legen.

Opelius
02.11.2006, 09:10
Das Leben als Individuum beginnt mit dem ersten Atemzug

Die Kirchen liefern zu den entscheidenden Themen nur billige Oblaten!

Das ist so nicht richtig. Mit dem errechneten Termin der Zeugung beginnt nach deutschen Recht das Leben und auch die ersten Bürgerrechte, z.B. das Erbrecht.

"Ungeborene Menschen werden nach geltendem Recht als Personen geachtet und genießen Bürgerrechte. Sie sind erbberechtigt. In bestimmten Fällen sind sie berechtigt, vor Gericht vertreten zu werden. Sie können einen Vormund in Anspruch nehmen. Ein Wohnungseigentümer kann gegenüber seinem Mieter eine sogenannte Eigenbedarfskündigung aussprechen auch dann, wenn sich sein Kind noch im Mutterleib befindet (Amtsgericht Magdeburg, Az: 15C3979/98). Auch Ungeborenen Menschen müssen die Menschenrechte in vollen Umfang zugestanden werden."

Alle anderen Rechte auf Namen, Abstammung, Staatsangehörigkeit, Erziehung und Versorgung usw. beginnen ansonsten mit der Vollendung der Geburt.

lordsofmidnight
02.11.2006, 14:33
Eine Frauenbewegung kann ich mir in diesem Bereich sehr gut vorstellen. Ich finde es total frech, daß Frauen sich von einem Papst ins Gewissen reden lassen müssen. Die Entscheidungen auf Regierungsseite werden ja wohl auch meist von Männern getroffen. Wer selbst noch nie ein Baby im Bauch hatte, kann nicht mitreden und bestimmen. Frauen werden in diesem allerwichtigsten Thema total über den Tisch gezogen und sind zu bescheiden für Ihre Rechte zu kämpfen.
ciao,
Janine


Den Papst kann jede(r) ignorieren.
Ich weiß ja nicht, was Du in den letzten 30 Jahren gemacht hast, aber die Frauenbewegung hat nach dem Motto "Mein Bauch gehört mir" inzwischen das Recht auf Abtreibung durchgesetzt.
Jedes Jahr werden so allein in Deutschland 100.000 - 150.000 Abtreibungen vorgenommen, die nicht medizinisch notwendig wären.

maxima8
02.11.2006, 15:31
Auch Ungeborenen Menschen müssen die Menschenrechte in vollen Umfang zugestanden werden.

Wie machst Du das?
Hast Du all Deine Samen, die Du im Laufe Deines Lebens – sagen wir mal – händisch erzeugt hast, ordentlich gehegt und gepflegt? Sie leben, sie bewegen sich und Du hast millionenfach potenzielle Menschen ermordet.

maxima8
02.11.2006, 17:30
Jedes Jahr werden so allein in Deutschland ca. 4 Milliarden Abtreibungen durch Männer durchgeführt, die medizinisch nicht notwendig wären.
Ich plädiere dafür, dass jeder Mann, bevor er sich zu einer solch schändlichen Tat begiebt, erst einmal zu einem Beratungsgespräch geht und sich einen Schein über eine erhaltene Beratung abholt, bevor er sich einen runter holen darf.
Und bitte schön, das gilt dann nur für ein Mal.

pelzpfote
02.11.2006, 17:53
Wie machst Du das?
Hast Du all Deine Samen, die Du im Laufe Deines Lebens – sagen wir mal – händisch erzeugt hast, ordentlich gehegt und gepflegt? Sie leben, sie bewegen sich und Du hast millionenfach potenzielle Menschen ermordet.

Ich würde dir mal einen Grundkurs in Biologie empfehlen: Eine Samenzelle allein macht nämlich noch keinen Menschen! :wie?: :gegen die wand:

Adriana06
02.11.2006, 17:57
Wie machst Du das?
Hast Du all Deine Samen, die Du im Laufe Deines Lebens – sagen wir mal – händisch erzeugt hast, ordentlich gehegt und gepflegt? Sie leben, sie bewegen sich und Du hast millionenfach potenzielle Menschen ermordet.

Auweia, da braucht aber jemand dringend Nachhilfe in Biologie.

pelzpfote
02.11.2006, 18:55
Seid ihr eigentlich sicher, dass maxima8 kein Fake? So einen Schmarrn kann doch kein normal denkender Mensch verzapfen!:zahnschmerzen:

maxima8
02.11.2006, 19:38
Ich würde dir mal einen Grundkurs in Biologie empfehlen: Eine Samenzelle allein macht nämlich noch keinen Menschen! :wie?: :gegen die wand:
Ich würde mal noch eine halbe Stunde länger mit dem Kopf an die Wand rennen, wenn Du denkst, dass Dir dadurch Erkenntnis erwächst. Vermutlich nutzt es nicht, aber mit Sicherheit schadet es bei Dir auch nichts.

Da Du nicht von alleine dahinter kommst, schlag doch einfach nach bei Weikipedia unter Satire.

Im Übrigen mach eine Zellansammlung auch noch keinen Menschen. Wenn Du wenigstens ein minimalistisches Grundwissen zur biblischen Sicht zum Thema Samen hättest, würdest Du sogar den Sinn meines Postings verstehen.

ReginaM
02.11.2006, 20:17
Jedes Jahr werden so allein in Deutschland ca. 4 Milliarden Abtreibungen durch Männer durchgeführt, die medizinisch nicht notwendig wären.
Ich plädiere dafür, dass jeder Mann, bevor er sich zu einer solch schändlichen Tat begiebt, erst einmal zu einem Beratungsgespräch geht und sich einen Schein über eine erhaltene Beratung abholt, bevor er sich einen runter holen darf.
Und bitte schön, das gilt dann nur für ein Mal.

Solche Gedankengänge finde ich persönlich krank!

maxima8
02.11.2006, 20:32
Solche Gedankengänge finde ich persönlich krank!
Solche Leute wie Du, die gerne definieren was krank ist, haben bestimmt auch gleich die passenden Lösungen für Leute mit solch "kranken Gedanken". Hast Du schon eine passende Winkelfarbe zum Annähen ausgewählt?

ReginaM
02.11.2006, 22:14
maxima, ich lasse mir viel gefallen, aber irgendwann ist das Maß voll!

Inaktiver User
02.11.2006, 23:06
Jedes Jahr werden so allein in Deutschland ca. 4 Milliarden Abtreibungen durch Männer durchgeführt, die medizinisch nicht notwendig wären.
Ich plädiere dafür, dass jeder Mann, bevor er sich zu einer solch schändlichen Tat begiebt, erst einmal zu einem Beratungsgespräch geht und sich einen Schein über eine erhaltene Beratung abholt, bevor er sich einen runter holen darf.
Und bitte schön, das gilt dann nur für ein Mal.


Solche Gedankengänge finde ich persönlich krank!

Solche Leute wie Du, die gerne definieren was krank ist, haben bestimmt auch gleich die passenden Lösungen für Leute mit solch "kranken Gedanken". Hast Du schon eine passende Winkelfarbe zum Annähen ausgewählt?

Wie krank kann man eigentlich sein?

maxima8
02.11.2006, 23:40
War das Thema nicht Abtreibung?
Oder sind wir jetzt beim Thema: Der Andersdenkende als das Kranke – eine kurze Einführung in effektive Diffamierung.

Inaktiver User
03.11.2006, 07:47
War das Thema nicht Abtreibung?
Oder sind wir jetzt beim Thema: Der Andersdenkende als das Kranke – eine kurze Einführung in effektive Diffamierung.

Och, denk ruhig weiter anders. Denk ruhig weiter, jede Samenzelle ist ein kleiner Mensch.:freches grinsen:
Wenn Du groß bist, wirst Du in die Schule gehen und lernen, dass das alles ganz anders ist...:buch lesen:

LG
Sanssouci

Inaktiver User
03.11.2006, 09:09
Solche Leute wie Du, die gerne definieren was krank ist, haben bestimmt auch gleich die passenden Lösungen für Leute mit solch "kranken Gedanken". Hast Du schon eine passende Winkelfarbe zum Annähen ausgewählt?
Wie viele Geschmacklosigkeiten erlaubt sich diese Userin eigentlich noch?

Opelius,
bist Du sicher, dass das stimmt, was Du da zitierst? Laut BGB beginnt die Erbfähigkeit nämlich mit der Geburt, ebenso wie alle anderen Rechte und Pflichten. Zwar kann ein Kind, das geboren wurde und zwei Stunden später aufgrund von Lebensunfähigkeit stirbt, erbberechtigt sein, aber ein ungeborenes Kind meines Wissens in keinem Fall.

Inaktiver User
03.11.2006, 09:28
Opelius,
bist Du sicher, dass das stimmt, was Du da zitierst? Laut BGB beginnt die Erbfähigkeit nämlich mit der Geburt, ebenso wie alle anderen Rechte und Pflichten.

Die UNO-Kinderkonvention sagt in ihrer Präambel: Das Kind bedarf eines angemessenen rechtlichen Schutzes vor und nach der Geburt.
Allerdings steht dann schon wieder im Artikel 6: Jedes Kind hat ein angeborenes Recht auf Leben.

Bei der Beratung der Erklärung in den UNO-Gremien wurden Anträge, das Recht auf Leben ab der Befruchtung zu schützen, abgelehnt.

Meines Wissens nach gibt es keine verbindlichen rechtlichen Regelungen. Auslegungssache ...

Inaktiver User
03.11.2006, 09:32
Hab noch mal nachgeschaut.
Es stimmt: Unter gewissen Voraussetzungen kann lt. § 1923 Abs. 2 BGB ein ungeborenes Kind erbberechtigt sein.

Andere Persönlichkeitsrechte erhält der Mensch aber erst mit Vollendung der Geburt.

Inaktiver User
03.11.2006, 19:45
Wie viele Geschmacklosigkeiten erlaubt sich diese Userin eigentlich noch?

:schild genau: :schild genau: :schild genau:
Hallo Med,

Ich habe gute Nachrichten für Dich. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass die Userin nicht mehr lange hier die Luft verpesten wird. Es kümmern sich schon einige darum, dass sie rausfliegt.
:nudelholz:

Wir sollten immer gemeinsam gegen solches Unkraut vorgehen.
Am Ende wird sie ganz schön dumm aussehen.
:aetsch:

_Beate_
03.11.2006, 21:03
:schild genau: :schild genau: :schild genau:
Hallo Med,

Ich habe gute Nachrichten für Dich. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass die Userin nicht mehr lange hier die Luft verpesten wird. Es kümmern sich schon einige darum, dass sie rausfliegt.
:nudelholz:

Wir sollten immer gemeinsam gegen solches Unkraut vorgehen.
Am Ende wird sie ganz schön dumm aussehen.
:aetsch:

Nicht zu vergessen das UNKRAUT, dass sich hinter einem zweit/dritt/viert-Nick versteckt, GYLDENMOND! Wie feige ist das denn? *bah*

Inaktiver User
03.11.2006, 23:07
:schild genau: :schild genau: :schild genau:
Hallo Med,

Ich habe gute Nachrichten für Dich. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass die Userin nicht mehr lange hier die Luft verpesten wird. Es kümmern sich schon einige darum, dass sie rausfliegt.
:nudelholz:

Wir sollten immer gemeinsam gegen solches Unkraut vorgehen.
Am Ende wird sie ganz schön dumm aussehen.
:aetsch:


Lieb von Dir, Gyldenmond, dass Du Dich hier angemeldet hast, um uns diese Mitteilung zu machen.:blumengabe:
Viel Spaß noch beim Unkrautjäten in der Bri!:kuss:
LG
Sanssouci

Opelius
04.11.2006, 07:27
Hab noch mal nachgeschaut.
Es stimmt: Unter gewissen Voraussetzungen kann lt. § 1923 Abs. 2 BGB ein ungeborenes Kind erbberechtigt sein.

Andere Persönlichkeitsrechte erhält der Mensch aber erst mit Vollendung der Geburt.

Das stimmt!

§ 1923 BGB

Erbfähigkeit
(1) Erbe kann nur werden, wer zur Zeit des Erbfalls lebt.
(2) Wer zur Zeit des Erbfalls noch nicht lebte, aber bereits gezeugt war, gilt als vor dem Erbfall geboren.

Diese Gesetzesregelung war von Anfang an im Bürgerlichen Gesetzbuch vorhanden und ist höchstwahrscheinlich aus dem Römischen Recht übernommen worden. Das war bedeutend für die Erbfolge. Heutzutage ist es wichtig bei großem Vermögen und bei Ansprüchen gegenüber einer Hinterbliebenenversorgung.

Diese Regelung findet ja auch Entsprechung in der ehelichen Abstammung. Kinder, die in dem Zeitraum von 9 Monaten nach dem Tod des Vaters geboren werden, gelten als ehelich. (Es sei denn, das wird angefochten). Bis in die 60er Jahre galt das auch für Kinder, die innerhalb eines Jahres nach dem Tod des Vaters geboren wurden. Aus diesem Grunde gab es auch das Trauerjahr: eine Witwe sollte nicht vor Ablauf eines Jahres nach dem Tod ihres Mannes wieder heiraten.

Dass alle anderen Bürgerrechte erst mit der Vollendung der Geburt einsetzen, hatte ich erwähnt.

Opelius
04.11.2006, 08:04
Damit wir wissen, über was wir diskutieren, verweise ich auf die Statistik des Bundesamtes:

http://www.destatis.de/basis/d/gesu/gesutab16.php

Für mich ergibt sich daraus, die Zahl der (erfassten) Abbrüche geht kontinuierlich zurück. Die Zahl der kriminologischen Indikation bewegt sich immer im unter 1-Promillebereich. Die Zahl der Abbrüche wegen medizinischer Indikation (schwere Mißbildung des Fötus, Gefährdung der Gesundheit der Mutter usw.), die bekanntlich auch weit über die 12-Wochenregelung hinaus geht und keiner Beratungspflicht unterliegt, sinkt ebenfalls kontinuierlich .

Inaktiver User
04.11.2006, 10:15
Gyldenmond,
tu was Du nicht lassen kannst. Ich benutze meine Energien lieber für konstruktivere Dinge.

Inaktiver User
04.11.2006, 16:22
Gyldenmond,
tu was Du nicht lassen kannst. Ich benutze meine Energien lieber für konstruktivere Dinge.

Liebe Med,

ich halte es für sehr konstruktiv für ein gutes Klima in der Brigitte zu sorgen. Du forderst doch auch die Löschung der Userin. Da haben wir doch die gleiche Position.
Auf alle Fälle wünsche ich Dir einen schönen Tag.
:blumengabe:

emily2
04.11.2006, 22:11
[QUOTE=Gyldenmond

... die Luft verpesten.... gegen solches Unkraut vorgehen...

[/QUOTE]


Sie decouvrieren sich mit faschistoidem Vokabular, Frau Blockwartin. So ganz falsch war die Assoziaton der Userin offensichtlich nicht, die Sie entsorgt haben möchten.

Inaktiver User
04.11.2006, 22:31
Das stimmt!

§ 1923 BGB

Erbfähigkeit
(1) Erbe kann nur werden, wer zur Zeit des Erbfalls lebt.
(2) Wer zur Zeit des Erbfalls noch nicht lebte, aber bereits gezeugt war, gilt als vor dem Erbfall geboren.

Und das bereits gezeugte Kind muss nach der Geburt gelebt haben.

Kann wichtig werden bei "Todgeburten". Um zu erben, muss es einen eigenen Atemzug gemacht haben.
Wenn es gelebt hat, hat es geerbt und vererbt wiederum.
Wenn es nicht gelebt hat, gilt die Erbfolge wie wenn es nie gezeugt wäre.
Und in manchen Fällen kann das einen großen Unterschied machen.

Gruß, Leonie

Inaktiver User
05.11.2006, 10:16
Und das bereits gezeugte Kind muss nach der Geburt gelebt haben.

Kann wichtig werden bei "Todgeburten". Um zu erben, muss es einen eigenen Atemzug gemacht haben.
Wenn es gelebt hat, hat es geerbt und vererbt wiederum.
Wenn es nicht gelebt hat, gilt die Erbfolge wie wenn es nie gezeugt wäre.
Und in manchen Fällen kann das einen großen Unterschied machen.

Gruß, Leonie

Ihr denkt sehr materiell:niedergeschmettert:
Ich sprach vom Menschenrecht, nicht vom Erbrecht.

Opelius
05.11.2006, 15:05
Als die große Diskussion in den 70er Jahren um die Fristenlösung im ganzen Land sehr heftig geführt wurde, hatte ich ein Buch gelesen, dessen Titel ich leider vergessen habe. Der Autor wies nach, dass es in jeder Kultur und zu jeder Zeit, Geburtenkontrolle und Abtreibung gegeben hat.

Seine Hauptthese war, dass die moralische und auch religiöse Begründung immer von den ökonomischen Faktoren abhing, in der ein Stamm oder Volk lebte.

Der berühmte französische Maler Paul Gauguin war während seines Aufenthaltes auf Tahiti mächtig von der sexuellen Freizügigkeit der Insulanerinnen begeistert. Was er aber nicht wahrnahm, dass auf dieser in seinem Lebensraum begrenzten Eiland sehr rigoros und wirkungsvoll eine Überbevölkerung vermieden wurde, indem nur eine bestimmte Anzahl Mädchen geboren werden und überleben durften.

In Tibet, einem kargen Hochland mit mäßigen Möglichkeiten, Menschen zu ernähren, durfte nur der älteste Bruder eine älteste Schwester heiraten, seine Brüder waren entweder ebenfalls mit seiner Frau verheiratet oder konnten Mönche werden. Die jüngeren Schwestern konnten nur Dienerinnen werden. Wurden sie unerhofft schwanger, so konnte sie nur ihr Kind abtreiben oder sie wurde hingerichtet oder mit ihrem Kind in die Wüste geschickt.

Nomaden im vorderen Orient kontrollierten die Zahl ihrer Kinder durch Aussetzung in der Wüste, wenn die Ergiebigkeit ihrer Wasserquelle nur eine bestimmte Anzahl Menschen ernährte.

Auch im tiefsten Mittelalter hatte die katholische Kirche eine im Prinzip wirkungsvolle Geburtenkontrolle ausgeübt. Eheleute durften nicht an Sonntagen, an den vielen Feiertagen und auch nicht die Nacht vor solchen Festtagen miteinander schlafen. In der Adventszeit und der kargen Fastenzeit war es ebenfalls unter Androhung schlimmster Strafen verboten. Es waren kaum mehr als 100 Nächte im Jahr, die offiziell gestattet waren. Nichtverheiratete Frauen, deren Schwangerschaft sichtbar wurde, wurden mit Schimpf und Schande vom Hof oder aus der Stadt gejagt.

Erstmals mit der Verkündigung der amerikanischen Verfassung und den Thesen der französischen Revolution ist der Gedanke der individuellen Freiheit des einzelnen Bürgers beschrieben worden. Es hat immerhin 180 Jahre bedurft, um die individuelle Entscheidung einer Schwangeren, ob sie ihr Kind austragen soll oder nicht, in dem §128a StGB zu bestätigen. Nicht zu unterschätzen ist aber auch, dass es seit den 20er Jahren einigermaßen sichere Kondome und ab den 60er Jahren die Pille gab. Die bis dahin gängigen Verhütungsmethoden waren mehr als abenteuerlich.


Die Diskussion über Abtreibung wird von zwei sehr weit auseinanderliegenden moralischen Standpunkten aus geführt: strikte Abtreibungsgegner führen ins Feld, dass jeder Geschlechtsakt auch ein potentieller Zeugungsakt ist und jedes gezeugte Kind auch ein Recht auf Leben hat. Der andere extreme Standpunkt ist „Mein Bauch gehört mir“.
Zu dieser Diskussion gehören auch die sehr unterschiedlichen Standpunkte, wann beginnt neues Leben. Ab der Zeugung oder ab der Nidation.

Viele halten die Nidation – als den Beginn der Symbiose von Mutter und Kind – für den eigentlichen Anfang der menschlichen Existenz, während vor allem die großen Religionen den Beginn menschlichen Lebens mit der abgeschlossenen Zeugung definieren.
Nidationshemmende Methoden der Empfängnisverhütung sind beispielsweise die Spirale oder „die Pille danach“. Bei einem Schwangerschaftsabbruch vor der Nidation spricht die medizinische Wissenschaft noch nicht von Abtreibung. In Frankreich, Großbritannien und Niederlanden gibt es das Präparat rezeptfrei, in Deutschland nur auf Rezept, in Österreich liegt es im Ermessen des Apothekers, ob er es rezeptfrei verabreicht. In den USA soll diese Pille in einigen Bundesstaaten verboten werden.

Und genau hier muss jeder für sich seinen Standpunkt finden.

Weder die volle Bejahung unser derzeitigen Abtreibungs- und Verhütungspraxis, noch die Forderung nach noch mehr individueller Ausweitung der Entscheidungsfreiheit, noch ihre strikte Ablehnung haben endgültigen Bestand.

Achso, ich sollte meinen persönlichen Standpunkt auch darlegen. Ich halte unsere derzeitige Gesetzeslage und die gängige Praxis für einen guten Kompromiss.

Inaktiver User
05.11.2006, 18:21
Bevor ichz mich aus diesem Thread verabschiede:

Gyldenmond,
da hast Du wohl offensichtlich etwas falsch verstanden.

emily,
es ist rührend, wie Du Partei ergreifst, aber vielleicht setzt Du für besagte Userin mal die gleichen Maßstäbe an, wie für andere.

maxima8
05.11.2006, 21:25
Weder die volle Bejahung unser derzeitigen Abtreibungs- und Verhütungspraxis, noch die Forderung nach noch mehr individueller Ausweitung der Entscheidungsfreiheit, noch ihre strikte Ablehnung haben endgültigen Bestand.
Und genau aus diesem Grund gilt es der Kirche und Ihren Handlangern immer auf die Finger zu sehen.
In Amerika sind gerade zwei neue konservative fundamentalistisch christliche oberste Richter nominiert worden die das dortige Abtreibungsrecht kippen können.
Was in USA möglich ist, ist bei uns fast immer mit einigen Jahren Verzögerung auch möglich.

Inaktiver User
05.11.2006, 22:41
Hallo Med,
ich habe das nicht falsch verstanden. Du hast Dich doch von uns allen am meisten über sie aufgeregt und gefordert, dass sie verschwinden soll. Und jetzt willst Du es nicht mehr gewesen sein. Ich finde das ziemlich inkonsequent. Kein Wunder wenn solche Leute hier immer weiter ihr Unwesen treiben können.

emily2
05.11.2006, 23:41
... die gleichen Maßstäbe wie für andere



Wen meinst du mit „andere“ – die Unkrautvernichtungsfraktion?
Tut mir Leid. Bei dieser Geisteshaltung sind meine Maßstäbe alles andere als „rührend“.

Ich will dir mal zu Gute halten, dass dir anscheinend im letzten Moment Zweifel gekommen sind an deiner Fraktionzugehörigkeit.

Inaktiver User
06.11.2006, 08:40
Fraktionzugehörigkeit.

:wie?:
Schwarz-weiß-Denken?

Inaktiver User
06.11.2006, 08:41
von uns allen

Wer soll das sein?