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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auto privat vermieten



Inaktiver User
15.08.2013, 14:10
Hallo,

mein Auto brauche ich, aber wirklich nur an zwei Tagen unter der Woche. Damit es nicht nur steht und da der ÖVP unterm Strich teurer ist als das Benzin auf dieselbe Strecke, fahre ich es öfter. Auf Dauer ist das aber nicht befriedigend - auch aus Umweltgründen. Ganz abschaffen ist mir zu gewagt.

Nun überlege ich, es privat zu vermieten.

Einiges habe ich schon in Erfahrung gebracht, z. B. dass man darauf achtet, dass ein Vollkaskopaket vom Anbieter übernommen wird. Aber ganz allgemein gibt es kaum Erfahrungsberichte.

Wie schaut es hier aus?
Worauf sollte ich besonders achten?

Meine Bedenken wären ja: Vandalismus, Fahranfänger und daraus folgend ein Totalschaden "auf Ansage", vielleicht das Ausspähen für einen Diebstahl...

Reizen würde mich natürlich der finanzielle Gewinn und ein etwas beruhigtes Gewissen.

Erhoffe mir von euch mehr Input, gerne auch Bedenken oder Zuspruch.

Viele Grüße
schlaflos68 :blume:

rennsemme
15.08.2013, 22:20
Hallo Schlaflos68,

ich bin mit den Worten groß geworden: "Du kannst Alles verleihen, nur die eigene Frau und Auto nicht!" Wirklich sehr guten und engsten Freunden habe ich zumindest schonmal das Auto überlassen, aber dazu gehört gewachsenes und gegenseitiges Vertrauen.

Auch wenn der finanzielle Aspekt mitunter interessant wäre, schreckt mich allein schon der Gedanke an die Abwicklung/Nachweisführung von Bagatellschäden, Knöllchen und anderen Verkehrsverstössen ab. Vom Gau eines Unfalles, Diebstahls, bis hin zum Mahnwesen ganz zu schweigen...
--> Auto verleihen, für mich besser den Profis überlassen.

Viele Grüße

rennsemme

wildwusel
15.08.2013, 22:41
Nur so ein paar Gedanken:

Ich hab heute gerade gelesen, daß du die Kosten für's Auto nicht von der Steuer absetzen kannst, wenn du zur Geldersparnis vermietest... Das Modell scheint also nicht komplett ungewöhnlich zu sein. In irgendeiner Zeitung hab ich gelesen, daß jemand so was mit seinem Boot macht.

Vieles steht und fällt mit der Versicherung. Gerade in Sachen Vandalismus und Diebstahl, wobei das beides nicht so wahrscheinlich ist. Was passiert mit deiner Haftpflichteinstufung, wenn jemand Mist baut?

Führerschein mußt du dir sowieso zeigen lassen, ehe du jemanden ans Steuer läßt, da kannst du auch Bedingungen setzen. Dokumentieren, wer zu welchen Zeiten das Auto hatte, solltest du sowieso. Muß man so was als Gewerbe anmelden? Kann man das als einen "Leihzirkel" oder ein "Carsharing" arrangieren, wo nur an Mitglieder vermietet wird?

Inaktiver User
16.08.2013, 11:22
Mein Bauchgefühl wird grummeliger.

Es gibt professionelle Portale, die diesen Service vermitteln - sowohl für Mietwillige als auch potentielle Vermieter wie mich. Nur wird so eine Firma natürlich ihr Produkt entsprechend anpreisen. Und Erfahrungen sind so gut wie gar nicht auffindbar.

Versicherungsdiskussionen & Co wären auch meine größten Bedenken. Bei einem Anbieter habe ich jetzt eine extra Versicherung für das carsharing gefunden, die dieser anbietet. Damit wird dann im Schadensfall die eigene Versicherung auch nicht hochgestuft. Sie wird vom Leiher bezahlt und beläuft sich auf etwa 5 - 11 €. Der Leiher muss einige Voraussetzungen erfüllen, z. B. darf er nicht jünger als 23 Jahre alt sein, EU-Bürger und seit mindestens 3 Jahren Führerscheininhaber.

Das liest sich bislang ganz gut.

Leihgebühr legt man selbst fest. Bei erfolgreichem Verleihen sind 15 % an das Portal zu entrichten. Spritkosten trägt der Leiher. Knöllchen usw. muss der Fahrer bezahlen.

Wie die Einnahmen zu veranschlagen sind, da bin ich mir nicht so sicher. Gilt das als Einnahme aus Zusatzeinkommen (steuerfrei 730,- € p.a.)???

Hmmmm, ich denke nochmal weiter nach :blume:

Inaktiver User
16.08.2013, 11:33
Rechne dir mal aus was dein Auto im Jahr kostet - incl. aller Kosten!

Ich bin sicher, dass die Öffis nicht mal annähernd so teuer sind!

Gibt's bei euch Carsharing? Wir haben das mal eine Weile gemacht - inzwischen hat mein Mann ein Dienstfahrzeug das uns nicht viel kostet...

Inaktiver User
16.08.2013, 13:21
Der Vergleich hinkt.

Eins zu Eins gerechnet Auto vs. ÖPV ist es natürlich billiger, sich vom Auto zu trennen. Aber ich benötige das Auto ja ab und zu durchaus.

Ich kann es mir auch leisten, nur steht es halt die meiste Zeit ungenutzt herum.

apfelfreundin
28.12.2013, 22:11
Bestimmte Fahrer gleich ausschließen (Alter-Anfänger)
Ganz wichtig: Bei der Versicherung fragen wie sowas läuft, glaub da gibt es extra Versicherungen dafür.

Sugarnova
30.12.2013, 15:41
Habt ihr in der Stadt einen Carsharing-Vermieter?

Ganz ehrlich - mit denen ist es mir lieber, als von einer Privatperson zu mieten, gebe ich zu. Mein Anbieter hat zumindest eine Versicherung, die man abschließen muss.

schmusemaus2
03.01.2014, 17:07
Ich würde mich grundsätzlich nicht so viele Sorgen um Vandalismus etc. beim privaten Carsharing machen.

Es gibt ja mittlerweile ein paar Anbieter / Plattformen, die sich speziell auf die Vermittlung von privaten Fahrzeugen spezialisiert haben. Es wären hier insbesondere Autonetzer und Tamyca sowie Nachbarschaftsauto zu nennen. Über 4.500 Fahrzeuge werden z.B. aktuell auf Autonetzer angeboten. Die Menschen scheinen das anzunehmen und auch zufrieden zu sein. Autonetzer kooperiert aktuell auch mit Daimler im Rahmen der car2share Initiative, wo Autonetzer für Daimler eine Plattform für private Autovermittlung betreibt. Also schon seriös.

Die ganzen Anbieter haben eine spezielle Versicherungspolice von R+V. Hier ist Vollkasko drin. Den Mieter das Fahrzeugs kostet die Police knappe 5 Euro einmalig. Das positive dabei: Sollte ein Unfall passieren, wird die Schadensklasse des Vermieters nicht angegriffen. Das wird allein über die spezielle Carsharing Police abgefedert.

Hoffe das hilft? :-)

Ach ja, wer dem ganzen immer noch nicht traut, im ersten Halbjahr 2014 will die Deutsche Bahn eine eigene Plattform für privates Carsharing Anbieten. Flinkster privat.

elsbeth27
09.01.2014, 10:03
Wie wäre es denn mal mit der Frage: Was fährst du denn überhaupt für ein Auto? Wäre es vielleicht nicht angebrachter das Auto zu verkaufen und sich einen Kleinwagen anzuschaffen, der fast nicht kostet.

Ein Beispiel: Eine Freundin von mir fährt einen Toyota Aygo. Kleines schnuckliges Auto, fährt sich toll, verbraucht nicht viel und kostet fast nichts. Sie zahlt im Jahr keine 30 Euro KFZ-Steuer und ihre Versicherung beträgt im Monat ebenfalls gerade mal 30 Euro.

Eine weitere Möglichkeit wäre es sich den Wagen vielleicht mit einem Freund, Nachbarn oder Arbeitskollegen zu teilen!

Das sind so die Punkte, die mir spontan einfallen...

billche
10.01.2014, 11:22
Die Privatvermietung vom Auto scheint ja noch immer etwas sehr exotisches zu sein :unterwerf: . Gibt es hier den wirklich niemanden der das schon macht/gemacht hat? Bitte melden :fluestertuete:! Wenn das tatsächlich funktioniert ist das ein Superding (für meinen Geldbeutel, für die Umwelt, aber nicht für Volkswagen und Co. :lachen:).

Gruß

Billche

Klecksfisch
10.01.2014, 11:39
Bedenke dabei, dass für Verkehrsverstöße, zu schnelles Fahren, Knöllchen, immer der Halter haftet.

Inaktiver User
11.01.2014, 14:55
Da ich lange überlegt habe, ist mir nun ein eigener (unverschuldeter) Unfall dazwischen gekommen und hat mir einen neuen Punkt aufs Tapet gebracht: Bei einem Unfall hafte ich ja vielleicht nicht selbst, dennoch erleidet mein Auto einen erheblichen Wertverlust :knatsch:

@elsbeth 27

Da hast du eine Milchmädchen-Rechnung aufgemacht, fürchte ich. Ich fahre ein durchschnittliches Auto, das ich sehr günstig als Neuwagen erworben habe, und der Spritverbrauch ist auch gering. Es ist aber kein Kleinwagen, da ich ja mein Auto für die Urlaube benötige. In einen Kleinwagen bekomme ich weder Skier noch all die Taschen für einen Sommerurlaub (von den Kids ganz zu schweigen) :cool:

Neben der Versicherung muss man ja auch noch Reparaturen, Inspektionen, Kosten für Reifenwechsel aufaddieren. So komme ich eben auf eine Pi-mal-Daumen-Summe von € 200 monatlich. Das eine Jahr vielleicht weniger, im nächsten vielleicht mehr. Auf die Jahre berechnet aber wird es sicher mehr werden, denn das gute Teil wird ja nicht jünger.



Habe mich jetzt nach so langem Überlegen jedenfalls gegen das private Vermieten entschieden. Mein Bauch hat letzten Endes entschieden.

Aber falls jemand tatsächlich eigene Erfahrungen berichten kann/mag: Immer her damit :blume:

Inaktiver User
11.01.2014, 15:13
Hast du nachbarschaftsauto.de gesehen? Das sieht für mich ganz annehmbar aus, die Versicherung läuft über die Plattform und wenn es einen Unfall gibt, wirkt sich dies nicht auf deinen Schadensfreiheitsrabatt aus.
Ich habe selber damit geliebäugelt, befürchte aber, dass ich es nicht schaffe, dass das Auto immer aufgeräumt und sauber ist, wenn es jemand leihen will- :freches grinsen:

billche
11.01.2014, 15:52
Bedenke dabei, dass für Verkehrsverstöße, zu schnelles Fahren, Knöllchen, immer der Halter haftet.

Da die Mietzeit für die Abrechnung dokumentiert wird dürfte da nichts passieren. Sonst führt man ein Fahrtenbuch, dann ist das auch kein Problem.

Komisch finde ich aber, viele haben davon gehört und niemand machts. Wahrscheinlich würde am Ende sowieso keiner zum Mieten nachfragen.

Gruß

Billche

Inaktiver User
11.01.2014, 16:28
Ist doch ganz einfach: Auto verkaufen und selbst Mitglied in Carsharing-Verein werden.

NinaNachschlag
11.01.2014, 17:57
Oder für die Urlaube einen geeigneten Mietwagen nehmen.

martin1985
12.01.2014, 07:51
Mit so was wäre ich sehr vorsichtig..denke an deine Versicherungsprämie und an das Finanzamt...es wäre eine Mehreinnahme die versteuert werden müsste.....ob dann der nutzen für dich dann noch so hoch ist, wäre fraglich

elsbeth27
13.01.2014, 11:06
@elsbeth 27

Da hast du eine Milchmädchen-Rechnung aufgemacht, fürchte ich. Ich fahre ein durchschnittliches Auto, das ich sehr günstig als Neuwagen erworben habe, und der Spritverbrauch ist auch gering. Es ist aber kein Kleinwagen, da ich ja mein Auto für die Urlaube benötige. In einen Kleinwagen bekomme ich weder Skier noch all die Taschen für einen Sommerurlaub (von den Kids ganz zu schweigen) :cool:

Neben der Versicherung muss man ja auch noch Reparaturen, Inspektionen, Kosten für Reifenwechsel aufaddieren. So komme ich eben auf eine Pi-mal-Daumen-Summe von € 200 monatlich. Das eine Jahr vielleicht weniger, im nächsten vielleicht mehr. Auf die Jahre berechnet aber wird es sicher mehr werden, denn das gute Teil wird ja nicht jünger.



Habe mich jetzt nach so langem Überlegen jedenfalls gegen das private Vermieten entschieden. Mein Bauch hat letzten Endes entschieden.

Aber falls jemand tatsächlich eigene Erfahrungen berichten kann/mag: Immer her damit :blume:

Natürlich war das eine Milchmädchenrechnung :). Ich kenne doch nicht alle Zahlen, daher musste ich runden und aus dem Kopf Daten nennen. Trotzdem wirst du nicht auf 200 Euro mtl. kommen bei einem solchen Kleinwagen, auch nicht mit Reparaturen, etc. Du wirst immer noch deutlich unter 100 Euro mtl. bleiben!


Aber wenn du dich jetzt für die private Vermietung entschieden hast, dann ist das dein gutes Recht. Und auf den Bauch sollte man sowieso immer hören :). Wäre schön, wenn du berichten könntest, wie es so läuft.

Inaktiver User
13.01.2014, 11:27
Trotzdem wirst du nicht auf 200 Euro mtl. kommen bei einem solchen Kleinwagen, auch nicht mit Reparaturen, etc. Du wirst immer noch deutlich unter 100 Euro mtl. bleiben!

Ganz ehrlich: Ich weiß jetzt wirklich nicht, wie du von der Kfz-Größe auf eine Halbierung der Unterhaltskosten kommst. Ich fahre ja auch keinen SUV...

:wie?:

Im Übrigen habe ich mich gegen die Vermietung entschieden.

Meatloaf
13.01.2014, 15:54
Natürlich war das eine Milchmädchenrechnung :). Ich kenne doch nicht alle Zahlen, daher musste ich runden und aus dem Kopf Daten nennen. Trotzdem wirst du nicht auf 200 Euro mtl. kommen bei einem solchen Kleinwagen, auch nicht mit Reparaturen, etc. Du wirst immer noch deutlich unter 100 Euro mtl. bleiben!...
Naja...
wenn Du so Punkte wie Kosten für Benzin und Reparaturen sowie für die Rücklagenbildung schlicht ausblendest, bleibt's auch weiterhin eine.

Beuluo
26.04.2014, 12:55
Das erinnert mich ein bisschen an die Plattform AirBNB, da kann man privaten Wohnraum vermieten und das klappt da auch gut... Vielleicht eine nette Geschäftsidee?

cupcake268
29.04.2014, 14:56
Mal was Anderes, aber irgendwie doch zum Thema.. wie sieht es denn damit aus wenn ich ein Auto privat mieten möchte? Würde gerne mal einen alten Porsche fahren. Es gibt ja Oldtimer Sammler, bei denen stehen die Autos rum und die währen ja evt durchaus bereit mal einen Tag das Auto zu evrmieten?

Mh, klingt allerdings alles schon sehr aufwändig mit Versicherungen etc.

Wäre vllt. wirklich mal eine Geschäftsidee!?:allesok: