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Inaktiver User
23.10.2006, 11:19
Es ist kindisch, albern und lächerlich und mir total peinlich:
ich habe panische Angst vor Nadeln.
Vor Blutentnahmen drücke ich mich so lange es geht, und wenn, dann bitte nur im Liegen und hinsehen darf ich schon mal gar nicht.
Mir wird heiß, dann werde ich ganz schwach, mir wird übel, und ich bin sogar schon umgekippt.
Ähnlich gehts mir, wenn ich eine Injektion bekommen soll.
Am liebsten würde ich flüchten, obwohl es ja nur ein ganz kleiner Pieks ist, den man kaum spürt.
Ich verstehe mich selbst nicht - traue mich kaum, über diese völlig abstrusen Ängste zu reden und komme mir wie ein Idiot vor.
Und dennoch kann ich nicht dagegen an.
Wenn ich jetzt 4 wäre, fände ich mein Verhalten erklärbar und verständlich. Aber ich bin 48 - und sonst ein bodenständiger und relativ angstfreier Mensch. Ich bin oft wütend auf mich, weil ich nicht schaffe, das abzustellen.
Ruby

hermeshuntress
23.10.2006, 12:01
Das verstehe ich vollkommen...

Ich bin 30, eigentlich ein mutiger Mensch und habe seit meiner frühesten Kindheit panische Angst vor Blutentnahmen. Allerdings nicht vor Injektionen. Ich kann mir sogar etwas selbst injezieren. Offenbar rührt meine Panik daher, dass im ersteren Fall etwas entnommen wird, während im zweiten etwas zugeführt wird.

Dieses ganze Szenario mit Blutstauung, Arm abbiegen, Nadel injezieren - das tut mir übrigens jedesmal höllisch weh! - es ist unerträglich!

Ich war einmal wegen einem Muskelschaden im Krankenhaus, wo eine robuste Krankenschwester mir abends drei Blutampullen mit grauslig dicken Nadeln für die Entnahme am Morgen hinlegte - Ruby, ich stand fast im Bett vor Panik und konnte kein Auge zutun! Das war für der Horror.

Meine Hausärztin meint allerdings, es gäbe ein homöopathisches MIttel zur Desensibilisierung bei solchen vorgangsabhängigen Panikattacken. Leider kann ich Dir nicht sagen, welches.

Inaktiver User
23.10.2006, 13:38
Ruby, kommt es so oft vor, dass du mit Nadeln verfolgt wirst? So dass das ein wirkliches Problem für dich ist?

Ich bin da auch sehr empfindlich und bin schon als Kind beim Tierarzt beinahe umgekippt, als der mein Kaninchen verarztet hat und dabei eine eitrige Beule ausdrückte. Und beim Erste-Hilfe-Kurs ging es mir auch recht schlecht.

Aber irgendwie ... wat mut dat mut. Während der Schwangerschaft und Krankenhausaufenthalten musste ich nun mal durch. Und habe mich irgendwie damit abgefunden. Auch mit Humor, weil ich ja weiß, eigentlich ist das affig, sich so anzustellen.

Ich habe es auch schon geschafft, HINZUSCHAUEN. Weil mir eine Krankenschwester sagte: "Schauen Sie hin! Sonst denken Sie, dass da Gottweißwas passiert!"

Nach 7 Tagen Thrombosespritzchen drängte ich auf Entlassung. So richtig gewöhnt habe ich mich nicht daran, aber es hilft nun mal nicht. So versuche ich immer, diesen Ängsten keine Nahrung zu geben.

Wenn im Film irgendwo gespritzt wird, gucke ich aber auch weg :zahnschmerzen:

Red-eve
25.10.2006, 09:06
mir geht ebenfalls so ,obwohl ich schon einige OP,s hinter mir habe oder vieleicht deshalb
ich saß vor ein paar Monaten schon auf dem Zahnarztstuhl ,als die Ärztin mir alles erklärte ,ist mir ganz schwarz vor Augen geworden und ich habe alles bis aufs Zahnziehen ohne Beteubung machen lassen ,mir müssen hinten noch drei Zähne gezogen werden ,ich weiss noch nicht wie ich das hinter mir bringen soll

Red-eve

hermeshuntress
25.10.2006, 15:02
sorry, das ist keinesfalls gegen Dich gerichtet - aber ich erkenne mich wieder...:freches grinsen:

"Ziehen Sie nur alle Zähne, geben Sie mir den Kiefer in die Hand - solange ich keine Spritze bekommen muss...":knatsch:

baltic_sunset
25.10.2006, 15:38
ich kanns gut nachvollziehen, das problem hatte ich auch. Darum hab ich auch lange gebraucht bis ich meine nasen-OP durchgezogen habe. ich hatte keine angst vor der op, oder dem krankenhausaufenthalt...nur die piekserei machte mir panik.

komischerweise hab ich mich dann selber von diesem trip runtergeholt in dem ich mir sagte: der pieks selbst dauert nur eine sekunde, also was mach ich mir schon zwei wochen vorher panik? es ist nur eine sekunde in der man vielleicht die luft anhält und dann ists schon vorbei.

das blutabnehmen vor der op ging ohne probleme, ich hab auch fast nix gemerkt. den schmerz hab ich mir viel schlimmer vorgestellt...ich glaube es ist eher EKEL.
als ich dann für die narkose vorbereitet wurde, kamen sie mit diesem dicken ekelschlauch der in die hand reinkommt...ok, es hat wehgetan aber dauerte auch nur ca. eine sekunde.

ja, und seitdem hab ich komischerweise keine angst mehr vor spritzen. :-)

Bummelhummel
26.10.2006, 11:21
Es ist kindisch, albern und lächerlich und mir total peinlich:
ich habe panische Angst vor Nadeln.
Vor Blutentnahmen drücke ich mich so lange es geht, und wenn, dann bitte nur im Liegen und hinsehen darf ich schon mal gar nicht.
Mir wird heiß, dann werde ich ganz schwach, mir wird übel, und ich bin sogar schon umgekippt.
Ähnlich gehts mir, wenn ich eine Injektion bekommen soll.
Am liebsten würde ich flüchten, obwohl es ja nur ein ganz kleiner Pieks ist, den man kaum spürt.
Ich verstehe mich selbst nicht - traue mich kaum, über diese völlig abstrusen Ängste zu reden und komme mir wie ein Idiot vor.
Und dennoch kann ich nicht dagegen an.
Wenn ich jetzt 4 wäre, fände ich mein Verhalten erklärbar und verständlich. Aber ich bin 48 - und sonst ein bodenständiger und relativ angstfreier Mensch. Ich bin oft wütend auf mich, weil ich nicht schaffe, das abzustellen.
Ruby

Liebe(r) Ruby,

das Problem kenne ich sehr gut.
Ängste sind nunmal nicht rational zu erklären, egal ob du 4 oder 48, bodenständig, selbstbewußt etc. bist.
Mir ging es einige Jahre ziemlich schlecht, ich hatte bei jeder (normalerweise nicht unangenehmen) Gelegenheit das Gefühl, zusammenzuklappen.
Deshalb meine Vermutung:
Kann es sein, dass deine Angst vor Spritzen viel schlimmer geworden ist, nachdem du einmal zusammengeklappt bist bzw. angefangen hast, darüber nachzudenken, dass man davon kollabieren kann? Merk dir nach dem nächsten Blutabnehmen das großartige "Ich habs tatsächlich überlebt"-Gefühl und bewahr es fürs nächste Mal auf!
Beruhigend ist für mich auch der Gedanke, dass ja meistens direkt Ärzte in der Nähe sind. :krone auf:

Inaktiver User
26.10.2006, 16:48
Das eigenartige ist, daß ich diese dämliche Angst schon von Babyzeiten in mir habe. Ich wurde im zarten Alter von 14 Tagen (!!) das erste Mal operiert, und meine Mutter hat mir erzählt, daß ich viel Glück hatte...die riesige Narbe ist bis heute sichtbar und erinnert mich täglich daran, wie toll es ist, jetzt gesund zu sein und keinen Arzt zu brauchen.

Als Kind war ich laufend krank und musste viel zum Arzt.
Die Angst ist da, seitdem ich denken kann.

Sonst bin ich eher forsch. Ich kann vor 400 Leuten eine Rede halten, ohne das mich das groß juckt, habe weder Flugängste, renne mutterseelenalleine durch den Wald, auch wenns dunkel wird, ect ect.
Nur bei Nadeln/Spritzen ect setzt mein Verstand total aus.
Ich versteh' das nicht!!!
Ruby

Kappuziner
26.10.2006, 16:54
Ich versteh es auch nicht, aber es hilft, dem Arzt das vorher zu sagen. So mach ich es immer. Früher habe ich eher den Helden gespielt, um dann anschließend ohnmächtig zu werden (ist mir zwei, dreimal passiert). Heute sage ich den Ärzten vorher bescheid, die lenken mich dann ab und so überlebt man es leichter...

Inaktiver User
29.10.2006, 07:38
Heute sage ich den Ärzten vorher bescheid, die lenken mich dann ab und so überlebt man es leichter...

Ja, das stimmt. Wenn der geschickt ist, verwickelt er einen in ein so kompliziertes Gespräch, dass man vom eigentlichen Vorgang kaum etwas mitbekommt.

Leider kann das nicht jeder so.

bonchauvi
29.10.2006, 09:03
ICh habe auch echte Angst vor Blutwntnahmen, schon als Kind musste mir immer so viel entnommen werden. Seit zwei Jahren muss mir nun alle vier Wochen Blut entnommen werden, aber ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt. Es ist auch immer ziemlich viel, manchmal sechs bis acht Ampullen. Zu Anfang bin ich auch manchmal umgekippt. Jetzt sage ich vorher Bescheid, dann darf ich mich hinlegen und ich bitte die Arzthelferin, mich in ein sinnfreies Gespräch zu verwickeln. Das hilft immer! Mir wird zwar davor immer noch heiß und kalt, aber es ist nicht mehr schlimm und umkippen tu ich auch nicht mehr.

Inaktiver User
29.10.2006, 09:13
Ich könnte mir bei jeder Spritze vor Angst in die Hose machen.
Und ich bin normalerweise auch keinesfalls zimperlich. Bei jeder OP hab ich nur Angst vor ner Spritze, alles andere ist mir egal. Als Kind mußten mich 4 Personen festhalten, sonst wär ich abgehauen. Inzwischen rede ich wie ein Wasserfall während ich eine Spritze bekomme und bin dann ein wenig abgelenkt. Aber dennoch versuche ich mich so gut es geht zu drücken.

Lakritze
31.10.2006, 15:53
Es wundert mich, daß hier so viele dieselbe Angst haben wie ich. Allerdings nur vor Blutabnahmen und vor Spritzen beim Zahnarzt. Diverse Impfungen machen mir wenig aus.
Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum ich eine derartige Panik vor Blutabnahmen habe, ich bin niemals umgekippt und ich kann mich auch nicht erinnern, daß es jemals weh getan hat (was ich von Impfungen nicht behaupten kann - einmal wär ich fast umgekippt, einige haben auch weh getan)
Eine Strategie dagegen weiß ich nicht - ich drücke mich, so gut es geht.

Vinissima
18.11.2006, 13:54
Liebe Ruby,

ich hatte diese Phobie extrem -und habs geschaft. Wie?
Augen zu und durch -mit eisernem Willen- und den ganzen Mut zusammennehmen.
Es ging nicht mehr. Wäre an Asthmaanfall ja sonst erstickt und mein Gebiss wäre auch ne Baustelle
Ich lasse mir jetzt problemlos Braunülen einführen und sonstwie herumschnippeln, Blut abnehmen, beim Zahnarzt Betäubungen geben,... Wenn ich keinen Bock hab-schau ich weg.
Das Asthma ist weg und ich habe tolle Zähne.
Irgendwann geht es nicht mehr. du kannst so nicht weitermachen. Zudem habe ich festgestellt, dass diese Probleme auch mit anderen Problemen im Leben verbunden sind. Man kann halt nur eine Baustelle nach der anderen abarbeiten - und dann: Es funktioniert, wenn Du deren Notwendigkeit erkennst.

..und Hallo Hermes, mal wieder im gleichen Strang gelandet - Hihihi

Gruß Vini

Inaktiver User
20.11.2006, 12:13
Ach, hier fühl ich mich doch gleich richtig wohl. Gut zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, die hier total Panik schiebt, nur weil sie mal zum Arzt muss.

Ich hab für Donnerstag einen Termin beim ZA, wobei die OP unter Dämmerschlaf (narkoseähnliche Betäubung) durchgeführt wird. Das Problem ist nur, dass ich sowohl vorm ZA als auch vor dieser Nadel irrsinnige Panik habe.

Weiß vielleicht eine/einer von euch, wo man die Nadel gesetzt bekommt? Ich hab nämlich extreme Angst vor der Stelle, wo Blut abgenommen wird. Bitte bitte um Antwort!

eine völlig panische Power

Vinissima
20.11.2006, 21:23
Mut zusammennehmen - und wegschauen.

NICHT HINSEHEN !!!!!!

Inaktiver User
22.11.2006, 10:25
Hi Power,
ich drück Dir die Däumchen.
Bitte berichte, wie es war.

Vini,
ich versuche es ja - aber ich krieg beim Arzt dermassen Angst, dazu wird mir regelrecht übel, obwohl mein Kopf mir sagt, daß ich feige/dämlich/idiotisch und peinlich bin. Ich verstehe mich selbst nicht...aber ich gebe nicht auf.
Jetzt habe ich privat eine sehr nette Ärztin kennengelernt, mal sehen, wenn ich Vertrauen fasse, erzähle ich ihr von meinen Problemen.
Sie wird einen Lachkrampf kriegen :-( und ich versteh' das sogar :-((
Ruby

Inaktiver User
22.11.2006, 13:00
Es ist kindisch, albern und lächerlich und mir total peinlich:
ich habe panische Angst vor Nadeln.
Ruby

Liebe Ruby,

der erste Schritt ist doch, diese Angst erstmal ernst zu nehmen und anzunehmen!
Du bist Ruby, du hast Angst vor Nadeln. PUNKT.
Wenn ich mich schäme oder was an mir unangemessen finde, dann versteck ich das - und DAS ist dann richtig stressig!

Mir z.B. wird übel vor Angst, wenn ich beim Ohrenarzt bin und die "Folterwerkzeuge" nur sehe!
Ich hab das dem Arzt gesagt, ist mir doch egal, ob der mich für durchgeknallt hält! Ich hab drum gebeten, dass mir die Sprechstundenhilfe die Hand hält und ich petz die Augen fest zu und jaule vor mich hin. (Ich bin übrigens 45 und finde, ich darf jaulen wenn ich was unerträglich finde!)

Mein Vater kriegte Zahnschmerzen (!), wenn man in seiner Gegenwart in einen Apfel gebissen hat, ich ess bis heute Äpfel nur in Spalten geschnitten, obwohl er 700 km weit weg wohnt.

Ich hab Höhenangst, wenn ich auf einen Stuhl steigen muss und setz mich im Kino nie in die Mitte, und ich hab Angst vor Bohrmaschinen.

Superwomen sind doch total ätzend, oder? Ich jedenfalls krieg immer Lust, denen im Vorbeigehen eine fiese Laufmasche zu verpassen:smirksmile:

Liebe Grüsse
evemie

Graymalkin
22.11.2006, 16:43
Sonst bin ich eher forsch. Ich kann vor 400 Leuten eine Rede halten, ohne das mich das groß juckt, habe weder Flugängste, renne mutterseelenalleine durch den Wald, auch wenns dunkel wird, ect ect.
Nur bei Nadeln/Spritzen ect setzt mein Verstand total aus.
Ich versteh' das nicht!!!
Ruby

Hallo,

ich kann mich ganz und gar in dich reinversetzen. Da gehört auch gar nicht viel dazu, denn es geht mir ganz genau so. Ich bin mittlerweile 30 und habe nach wie vor eine Höllenangst vor Injektionen.
Ich halte mich selbst für ein gestandenes Mannsbild. Ich halte mich für alles andere als feige, immerhin betreibe ich Fallschirmspringen als Hobby. Ich kann ohne mit der Wimper zu zucken 4.000m in die Tiefe springen, nur mit ein paar Lagen Tuch und ein paar Leinen zwischen mir und dem Tod.

Aber sobald so ein Weißkittel mit so 'nem Piekse-Ding anrückt, gehen bei mir die Alarmlichter an.

Lösung habe ich leider noch keine gefunden. Und auch wenn es dir wohl kaum hilft: Ich leide mit dir. :niedergeschmettert:

Gruß,
Gray

WTurner
22.11.2006, 17:33
Jeder hat wohl Dinge, denen er gern aus dem Weg geht. Spritzen, große Höhen, offenes Wasser... Das ist beliebig fortsetzbar.

Fatal ist nur, dass man selbst seine Angst immer mehr potenziert und sich schlimmste Höllenqualen bereitet. Wer sich seinen Ängsten nicht stellt, räumt ihnen immer mehr Macht ein. Nicht umsonst sind die Horrorfilme am effektivsten, die den Schrecken erst in der Fantasie entstehen lassen.

Je weniger man beispielsweise über den Ablauf bei einer Injektion weiß, desto mehr malt man sich aus, welch schreckliche Dinge dabei passieren könnten ... und versucht dem ganzen dann fern zu bleiben.

Ich habe früher auch Angst vor Injektionen gehabt und diese erst überwunden, als ich während des Zivildienstes ständig damit konfrontiert wurde. Später, als eine Freundin von mir dann in ihrem Medizinstudium Injektionen übte, waren mir die Spritzen fast schon egal. :freches grinsen:

Meine Höhenangst jedoch bleibt mir noch. :smirksmile:
Gegen die habe ich noch kein Mittel gefunden.

Vielleicht hilft es dir, wenn Du eine vertraute Person hinzu bittest und dem Arzt vorher sagst, dass Du Angst vor Spritzen hast. Wenn auch der Arzt durch ruhige Bewegungen und ruhiges Sprechen keine Nervosität beim Patienten entstehen lässt, ist das sicher nicht verkehrt.

Eine Belohnung nach erfolgter Qual in Form gefüllter Einkaufstüten ist danach sicher nicht verkehrt. *g*

Vinissima
22.11.2006, 18:07
....Jetzt habe ich privat eine sehr nette Ärztin kennengelernt, mal sehen, wenn ich Vertrauen fasse, erzähle ich ihr von meinen Problemen,...

das habe ich auch gemacht - und der Arzt hat nicht gelacht. Wenn Du solche eine Person findest - ist das ein guter Schritt.

VIEL GLÜCK UND MUT

Vini

Emiliana
12.12.2006, 21:22
Hallo an Alle!
Ich steh in der Regel am anderen Ende der Spritze / des Blutentnahmebestecks und kann Euch nur sagen: Ihr seid nicht allein!! Das finden viele Menschen angsterregend, und die, die umkippen sind zu 90% männlichen Geschlechts. Aber wenn ihr davor Angst habt, finde ich, sagt es einfach!! Dann wird mit Sicherheit einfühlsamer auf Euch eingegangen und man kann das dann ( wenn man es als Behandler weiß ) am besten im Liegen machen, weil da kann man / frau ja nicht mehr umfallen.
Ist doch auch nicht schlimm, ich piekse dauernd Leute, aber wenn ich beim Zahnarzt eine Leitungsanästhesie bekomme ( diese fiese Spritze unten ganz hinten, wo man sich danach stundenlang fühlt als hätte man eine Gesichtslähmung ) habe ich auch schon mindestens einen Tag vorher Angst.
Mutmach- Grüße, E.

Inaktiver User
12.12.2006, 21:54
Emiliana, ich lasse mich ergebenst pieksen und auch betäuben und alles, aber Blut zapfen? *Schrei!!!* Da muss man ja hingucken!!

Aber ich muss es gleich schon wieder relativieren, denn ich musste meinem Sohn auch schon Spritzen geben, aber nur - äh, wie heißt es grad: subcutan (?) - in den Muskel. Dass das ausgerechnet mir wiederfuhr, war ein Zynismus des Schicksals. Aber ich bin über mich hinausgewachsen und habe es geschafft und war mächtig stolz auf mich. Was alles geht, wenn es muss: Die Lektion blieb hängen.

Nun ist das aber schon eine Weile her und der alte Unmut hat sich wieder eingestellt.

Ich guck nicht hin, nein, nein.

Sahra
13.12.2006, 18:39
Hihi, mit 13 (also vor 5 Jahren) bin ich vor ner Grippeschutzimpfung getürmt. Und der Arzt (so ein 2-Meter-Mensch) hinter mir her... War das peinlich, alle habens gesehen! :ooooh:
Und letztes Jahr musste ich gegen Tetanus geimpft werden. Ich bin nicht weggelaufen! :krone auf: Aber auch nur, weil meine beste Freundin auf meinem Schoß saß und mich festgehalten hat.... :zwinker:

Vor ein paar Tagen hat mein Hausarzt (der an beiden Aktionen beteiligt war) mir dann mit einem breiten Grinsen Akupunktur gegen Verspannungen empfohlen... :freches grinsen: Selten hab ich so mit einem Akademiker gelacht...

Inaktiver User
14.12.2006, 08:21
Hihi, mit 13 (also vor 5 Jahren) bin ich vor ner Grippeschutzimpfung getürmt. Und der Arzt (so ein 2-Meter-Mensch) hinter mir her... War das peinlich, alle habens gesehen! :ooooh:
Und letztes Jahr musste ich gegen Tetanus geimpft werden. Ich bin nicht weggelaufen! :krone auf: Aber auch nur, weil meine beste Freundin auf meinem Schoß saß und mich festgehalten hat.... :zwinker:

Vor ein paar Tagen hat mein Hausarzt (der an beiden Aktionen beteiligt war) mir dann mit einem breiten Grinsen Akupunktur gegen Verspannungen empfohlen... :freches grinsen: Selten hab ich so mit einem Akademiker gelacht...

Sahra, ich stelle mir gerade vor, wie ein Hüne mit wehendem Weißkittel hinter dir herläuft, eine riesige Spritze in der Hand, drohend erhoben ... Du hättest dich in einem Hinterhalt legen müssen: "Lassen Sie die Waffe fallen, sonst...!"

Lachen ist ja die beste Medizin :freches grinsen:

Sahra
15.12.2006, 23:07
Ja, HEUTE ist das witzig und man kann diese Story auch auf jeder Party zum Besten geben und sicher sein, dass man die Lacher auf seiner Seite hat. :freches grinsen:
Aber damals.... :ooooh: Ich glaub ich war einem Nervenzusammenbruch nahe....
Und so ist es JEDES Mal, wenn ich geimpft werden muss. Total lästig....

Sahra
07.02.2007, 21:44
Ich wollte mal wieder was schreiben.
Ich musste mir letztens Blut abnehmen lassen und ... es war nichtmal so schlimm! Diesmal hatte ich die Schwester, die das sonst bei Kindern macht und es lief echt gut!
Ja, ich hab geheult und ja, ich hatte Angst. Aber ich bin nicht weggelaufen und auch nicht weggezogen!!! :yeah:

Und bei euch? Gibts was neues?

Siofna
11.02.2007, 10:38
Gerade habe ich diesen älteren Strang entdeckt.
Gut zu wissen, dass es doch noch andere Menschen gibt, die auch Angst vorm Blutabnehmen haben.
Allerdings habe ich Angst vor Ärzten allgemein, schon der Geruch, wenn ich in eine Arztpraxis komme, löst bei mir Panik aus. Ich habe sogar Angst vor Blutdruck-Messen! Alles was mit Arzt zu tun hat.

Wenn ich zum Blutabnehmen muss, sage ich vorher bei den Arzthelferinnen bescheid. Ich darf dann in einen Extra-Raum und mich hinlegen. Diese Massenabfertigung im Sitzen, wo noch alle anderen Patienten vor der Tür sitzen und alles mitkriegen geht ja gar nicht.
Ich schaue dann nicht hin, unterhalte mich mit der Sprechstundenhilfe und bleibe hinterher noch etwas liegen.
So überstehe ich das ganze halbwegs.

Universum
13.02.2007, 10:30
Oh ja... das kenne ich auch :knatsch: Bis vor ein paar Jahren ging Blutabnehmen und sowas gar nicht... Einmal musste kurz in Narkose, weil mir mein Ellenbogen eingerenkt werden musste. Da hat der eine Arzt sich selbst mit der Nadel gestochen, um zu zeigen, dass es ja üüüüüüberhaupt nicht weh tut :freches grinsen: Naja, nach einigem Überreden haben sie es auch geschafft. Mir blieb ja nix anderes übrig. Bei der Weissheitszahn-OP haben sie mir die Infusion aber erst gegeben, als ich schon friedlich am schlafen war. Sollte man immer so machen!

Dann musste ich vor einigen Jahren öfters mit nicht so langen Abständen (ca 1 x pro Monat) wegen verschiedener Sachen zum Blut abnehmen. Und es ging jedes Mal etwas besser, weil man sich nach ner Zeit dran gewöhnt! Und immer wieder bin ich stolz, wenn ich nicht den Arm wegziehe und es mit mir machen lasse... :yeah: Allerdings kann ich mich nicht hinlegen.. Das geht find ich gar nicht. Ich muss genau hingucken und sehen was passiert. Aber es dauert ja meistens auch nicht so lange....
Was ich allerdings gar nicht sehen kann ist, wenn im TV jemandem Blut abgenommen wird. Da muss ich immer schnell weggucken :freches grinsen:

fatma00
07.03.2007, 14:10
ich musste mir letztens auch blutabnehmen lassen. ich konnte die nacht davor nicht schlafen und als ich dann in das behanldunsgzimmer lief, kamen mir schon die tränen.
ich hatte eine richtige panik attacke und den ganzen tag danach konnte ich nichts machen, weil dieses unangenehme gefühl im arm einfach blieb.
mein arzt hat mir empfohlen, ich solle mich sensibilisieren lassen oder sogar einen psycho-doktor aufsuchen.

man man man... mir ist das echt peinlich, weil man eben von erwachsenen menschen erwartet, sich auch dementsprechend zu benehmen und nciht loszuschreien wie ein kleines kind!

aber ich bin wirklich sehr froh zusehen, dass ich nicht die einzigste bin, der es so geht.

bald muss ich meine weissheitszähne rausnehmen lassen... mein arzt hat gemeint dass soll ich lassen, da es für meinen zanrarzt (und für mich) eine hölle sein wird!!

bin echt gespannt was daraus wird...

LaLeila
08.03.2007, 16:34
Zu meinen Teenager Zeiten mußten ein paar Impfungen aufgefrischt werden und ich bin zum Arzt. Er gab mir die Impfung oberhalb des Hinterns und ich habe gestanden. Ich hatte wahnsinnige Angst. Es ging ganz schnell und danach meinte ich: "Oh, das war ja gar nicht so schlimm" und habe mich gefreut.
Das Nächste woran ich mich dann erinnere ist, dass ich die Augen aufschlug und über mir der Arzt und zwei Krankenschwestern gebeugt waren. :schild ...uups: :peinlich:
Seit dem habe ich noch mehr Angst vor Spritzen.

Vor zwei Monaten war es dann wieder so weit. Die Impfungen wurden aufgefrischt und mein Röteltiter wurde bestimmt.
Also Impfung UND Blutabnehmen! Habe von meiner damaligen Ohnmacht erzählt und durfte mich hinlegen. Die Schwester hat mich mit Small Talk abgelenkt. Danach sollte ich noch liegen bleiben. Habe zum Glück alles überstanden! :knicks:
Da war dann die (leider wieder nötige) Rötelimpfung drei Wochen später nicht ganz so schlimm, obwohl ich mich auch diesmal hinlegen durfte.

Aber ich denke, meine Angst davor werd ich trotzdem nicht so schnell los.

Lisa1990
28.12.2008, 18:02
Liebe Ruby
es ist ganz normal das ein mensch angst hat .
außerdem du bist ja nicht alleine mit dieser angst ich hatte bis vor 1 monat auch totale panik vor nadeln .
Ich war immer der Meinung das Impfen und Blutabnehmen weh tun würde . Bis ich die Hpv Impfung bekommen habe .
Vorher habe ich mir immer jemanden mit genommen oder es war jemand da der mich ab lenken konnte .
Das einzigste was ich heute immernoch nicht kann ist im Liegen Blutabgenommen bekommen . Die Ärtzte haben immer alles gesagt ich würde spinnen ein Kleines Kind von 2 Jahren würde sich nicht so anstelllen Weil ich solche Panik hatte das ich angefangen habe zu weinen und den arm immer weg zu ziehen .Es gibt aber auch terapienm gegen diese angst (sie helfen wirklich zu mindest bei mir)