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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufsunfähigkeitsversicherung - ja oder nein?



ducksy
22.10.2006, 16:13
Ich bin 26 Jahre alt, habe im Juni diesen Jahres mein Studium abgeschlossen und bin seitdem voll berufstätig. Wie es insbesondere Hochschulabsolventen ja überall geraten wird, wollte ich dann gleich eine BU-Versicherung abschließen. Ich habe mich beraten lassen und dann bei drei Gesellschaften Anträge gestellt. Die Ergebnisse waren leider schlechter als erwartet. Unter anderem wurde BU-Rente aus Rückenschäden von allen drei Versicherungen ausgeschlossen.

Das beste Angebot der drei Versicherungen schließt nur BU aus einer Folge jetzt schon bestehender Rückenschäden aus - wobei die Versicherung den Nachweis erbringen muss - allerdings gegen eine 25%ige Beitragserhöhung.

Meine Frage ist nun, ob es sich lohnt, eine solche Versicherung abzuschließen. Immerhin gehören Rückenschäden ja zu den vier häufigsten BU-Gründen. Und die ohnehin schon sehr teure Versicherung würde für mich nochmal teurer. Wäre dankbar für Erfahrungen/Expertenmeinungen!

Igel224
22.10.2006, 18:33
Das Problem ist, dass niemand von uns in die Zukunft schauen kann.
Natürlich ist es unangenehm, wenn es Vorerkrankungen gibt, die dann ausgeschlossen oder mit Beitragszuschlag versichert werden.
Aber aus meiner sehr persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ich zwar seit 1987 nach zwei Bandscheiben OP's immer wieder Rückenprobleme hatte. Aber deswegen haben sie mich nicht vorzeitig in Rente geschickt, sondern wegen einer Depression.
Was sagt uns das? Hätte ich 1987 schon eine BU gehabt, hätte ich mich nicht mehr 19 Jahre schinden müssen. Da aber ich keine hatte und damals auch wegen anderer Probleme, keine bekommen habe, musste ich mich wohl oder übel auf die Situation einstellen.
Das hiess durchhalten so lange wie möglich mit allen Tricks und Möglichkeiten, die ich hatte. Inzwischen sind meine Finanzen geregelt, so dass das vorzeitige Aufhören nicht mehr das Problem ist.

Fcl
22.10.2006, 19:08
Hallo Dusky,

ich gehe mal davon aus, dass Du einen Rückenleiden hast. Vom Staat werden wir quasi nichts erwarten können. :knatsch:

Also bleibt nur der Weg zur privaten BU Versicherung. Hier ist das Problem, dass Risiken dann nicht mehr solidarisiert werden.

Was bleibt Dir als Alternativen:

1) Weitere Angebote einholen. Kann sinnvoll sein, da die Versicherer aber fragen, ob Du weitere Anträge laufen hast.. dürfte das nicht besser werden. Aber Probieren geht übers Studieren.

2) Du machst gar nichts. Okay, bezgl. Deines Rückenleidens ist das egal, aber es gibt ja noch andere Gründe (vor allem psychische sind auf der Vormarsch).

Letzlich mußt Du Dich fragen, bin ich durch Partner & Co aufgefangen oder bist Du der Alleinverdiener im Haushalt, etc. ....

BU und teuer... Hast Du nach reinen BU Versicherungen gefragt? Die sind in der Regel sehr teuer, billiger sind BUZ (BU-Zusatzversicherungen zu z.B. Rentenversicherungen) - Angeblich sollen bei BUZ die Zahl der Schadensfällen geringer sein als bei reinen BU... Ich habe eine kleine Rentenversicherungen gemacht, um vor allem die BUZ zu bekommen. So teuer fand ich (damals 32,m, Informatiker) das bei der Allianz nicht....

Beraten lassen... Ich war geschockt, wie leichtfertig diese Typen sagten, die Vorerkrankung brauchen sie nicht angeben..:ooooh: Der größte Dummschwätzer wollte sogar die 10%-Sehfähigkeit auf einem Auge übergehen... und ich zog es vor, dann zu gehen :freches grinsen:


Viel Erfolg, fcl :allesok:

Inaktiver User
22.10.2006, 19:15
Hallo Ducksy,

schließen Sie einen Pensionkassen-Vertrag mit einer BU über Ihren Arbeitgeber ab. Dort werden keine Fragen nach Ihrem Rücken gestellt.

Gruß

Frank J. Kontz

Inaktiver User
23.10.2006, 07:48
Hallo Dusky,

.......

BU und teuer... Hast Du nach reinen BU Versicherungen gefragt? Die sind in der Regel sehr teuer, billiger sind BUZ (BU-Zusatzversicherungen zu z.B. Rentenversicherungen) - Angeblich sollen bei BUZ die Zahl der Schadensfällen geringer sein als bei reinen BU... Ich habe eine kleine Rentenversicherungen gemacht, um vor allem die BUZ zu bekommen. So teuer fand ich (damals 32,m, Informatiker) das bei der Allianz nicht....

Viel Erfolg, fcl :allesok:

AchdulieberGott !!!!!!!

Wer hat Dir denn diesen Quatsch aufgebunden?
Hat Dir dieser Berater die offizielle Beitragsaufteilung gezeigt oder hat er das nur behauptet?
Ich gehe von letzterem aus, sonst hätte er sich selbst disqualifiziert.

Der Hintergrund für so eine Behauptung ist ganz einfach die Gier nach Provisions-Maximierung oder der Hintergrund daß manche Gesellschaft eine alleinstehende BU gar nicht anbietet.

Ebenso verhält es sich mit der Schadensquote. Es gibt in Deutschland (auch aufgrund der Provisionsgier vieler Vermittler) immer noch sehr viel mehr Kombi-Verträge als alleinstehende BU's. Wenn sich also die Erkrankungen ihre Leidenden nicht nach der BU-Vertragsart aussuchen ;-) dann dürfte schon allein aus dieser Tatsache hervor gehen, daß sich die Schadensquote bei den Kombi-Vertägen höher ist. Schöngerechnet wird dies allerdings durch manche Gesellschaften anhand des Vergleiches der Leistungszahlungen mit den Gesamteinnahmen aus den Verträgen (Klar sind die Gesamteinnahmen bei einem Kombivertrag aufgrund des höheren Beitrages höher als bei einem alleinstehenden Vertrag). Die Schadensquote (Verhältnis der Anzahl von Schadensfällen zu Anzahl der Verträge) geht hier jedoch ganz eindeutig zu Lasten der Kombi-Verträge.

Die Nachteile eines Kombi-Vertrages überwiegen aber in jedem Fall gegenüber den eventuell vorhandenen mageren Vorteilen. Wobei ich mir schwer tue, überhaupt einen Vorteil zu erkennen.

lg. justii

Tomek
24.10.2006, 20:52
Ach Justii

Es wirklich so, dass die BU-Leistungsfälle dort höher sind, wo die BU-Absicherung im Vorrang steht. Also insbesondere bei SBUs oder bei den BUZ-Verträgen mit Mini-Risikoversicherungen. Für eine signifikant niedrige Schadenquote muß der Hauptvertrag (Rente, Kapital oder so etwas) dann aber auch hinreichend groß sein, sonst gilt der Effekt nicht.
Ansonsten ist eine BU-Absicherung jedem zu empfehlen, der sie bekommen und auch bezahlen kann. Die richtige Gesellschaft zu finden ist dabei eine Kunst. Und ob die heute ausgerechneten Zahlbeiträge die nächsten 10 Jahren konstant bleiben, weiß keiner. Ich würde es in nicht wenigen Fällen ausschliessen. Darüber hinaus werden BU-Versicherungen ab 1. Januar wohl teuerer werden, wenn die Prämien ausreichend (siehe konstante Beiträge) kalkuliert werden. Es wird aber sicher auch Firmen geben, die mit Kampftarifen arbeiten.
Der Rücken selbst ist ein großer Posten in den Leistungsstatistiken, geht aber immer weiter zurück.

Inaktiver User
25.10.2006, 06:52
Ach Justii

Es wirklich so, dass die BU-Leistungsfälle dort höher sind, wo die BU-Absicherung im Vorrang steht. Also insbesondere bei SBUs oder bei den BUZ-Verträgen mit Mini-Risikoversicherungen. Für eine signifikant niedrige Schadenquote muß der Hauptvertrag (Rente, Kapital oder so etwas) dann aber auch hinreichend groß sein, sonst gilt der Effekt nicht.


Ich bitte um die Quelle für diese Information.
Danke.

Tomek
25.10.2006, 17:54
Die internen Leistungsstatistiken und die Daten der Rückversicherer sind leider vertraulich. Der Zusammenhang ist aber umso größer, je jünger der Vertrag ist

Inaktiver User
25.10.2006, 21:22
Die internen Leistungsstatistiken und die Daten der Rückversicherer sind leider vertraulich. Der Zusammenhang ist aber umso größer, je jünger der Vertrag ist

Also keine Quelle sondern unbewiesene Behauptungen :-)
Hab ich mir fast gedacht.

scorpion69
26.10.2006, 10:55
Ich verstehe justi wirklich nicht es soll Leute geben die immer nur schlecht denken. Es ist aber wirklich so, daß in vielen Fällen eine BU mit einer BUZ gekoppelt billiger ist als eine reine BU. Ab nächstem Jahre werden einige Versicherungen teurer da der Rechnungszins verändert wird und zwar nach unten. Zum zweiten ist auch hier wieder wichtig nicht nur den Preis zu vergleichen sondern auch die Prozessquote der Gesellschaft. Desweiteren sollte man wenn es nicht gelingt sein Risiko so abzusichern wie es nötig wäre. Z.B. Jetziges Einkommen minus hochgerechneter Erwerbsminderungsrente. Einmal aus finanziellen Gründen zum anderen aus Gesundheitsgründen. So könnte man hergehen und zumindest eine Unfallbedingte Erwerbsminderung abzusichern. Ob man dieses nur mit einer reinen Kapitalsumme macht oder mit einer Unfallrente gekoppelt muß sich jeder selber anschauen. Bitte keine Unfall mit Beitragsrückgewähr. Die Erträge sind hier doch etwas schwach. Auser man ist schon älter. Eine BUZ in einer Gehaltsumwandlung oder in einer Pensionskasse wird meist nur als Beitragsbefreiung ohne Rente angeboten, was sicher sinnvoll ist aber nicht ausreichen. Und bitte immer die Gesundheitsfragen richtig ausfüllen. Wenn der Platz nicht langt auf dem Antrag vermerken lassen das ein Beiblatt zu den Fragen dabei ist und dieses auch mit unterschreiben. Manchmal doch lieber eine Vorerkrankung zu viel als eine zu wenig angeben.

Inaktiver User
26.10.2006, 11:24
.....
Es ist aber wirklich so, daß in vielen Fällen eine BU mit einer BUZ gekoppelt billiger ist als eine reine BU.
Hallo scorpion69.

*lächel* Eine BU, die mit einer BUZ gekoppelt wird, gibts gar nicht. Ich vermute, Du meinst eine LV, die mit einer BZU gekoppelt wird...

Obwohl dieser angebliche Kostenvorteil immer wieder behauptet wird, konnte mir in den letzten 15 Jahren niemand (ein) Angebot(e) der führenden BU-Versicherungen (über schlechte BU-Versicherer will ich hier gar nicht reden) vorlegen, auf dem dieser Beitragsvorteil ausgewiesen wird.

Allerdings habe ich auch einmal gelernt, daß ein kleiner Trick möglich wäre um diesen Effekt zumindest optisch zu erzeugen.

Berechne eine LV mit BUZ...
Vereinbare für die Überschüsse der LV verzinsliche Ansammlung...
Vereinbare für die Überschüsse der BUZ Beitragsverrechnung...

Und dann lege ein BU-Angebot daneben, das mit dem Garantiebeitrag berechnet wurde. Schon sieht die BZU günstiger aus als die BU (daß der BUZ-Beitrag durch nicht garantierte Überschüsse "geschönt" ist, braucht der Kunde ja nicht zu erfahren)

Lieber Vermittler, und schon hast Du hast Du nicht nur eine BU mit magerer Provision abgeschlossen sondern eine richtige Lebensversicherung mit angehängter BUZ. Super! Das bringt richtig Geld.

Über die Nachteile, die diese Konstellation sonst noch bringt, informiert leider keiner. Daß z.B. bei einer notwendigen Erhöhung der BUZ-Rente auch die Versicherungssumme bzw. der Beitrag zur Gesamtversicherung deutlich teuerer wird. Daß, wenn der Kunde einmal ganz oder vorübergehend nicht zahlen kann, zuerst der wichtige BUZ-Schutz wegfällt. Daß die Versicherungen bei schlechten BUZ-Verläufen (hohen Schadensquoten) ihre Gewinne aus den Überschüssen der Lebensversicherung subventionieren, was bei einer alleinstehenden BU oder RLV mit BUZ nicht möglich wäre..... usw.

Aber das erfährt der Kunde ja nicht beim Abschluß sondern erst wenn er nicht mehr zurück kann. Nämlich dann, wenn er Probleme überhaupt nicht brauchen kann: im Falle der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, bei Ausübung der Nachversicherungsgarantie nach der Geburt eines Kindes, nach Heirat, nach Geschäftseröffnung usw. oder wenn er eh grad einen finanziellen Engpass hat.

Aber ich bin gerne bereit, mich überzeugen zu lassen. Unter meiner Faxnummer (bitte per PN anfragen) könnt ihr mir Angebote von Versicherungen zur Verfügung stellen, die bei einer KLV mit BUZ (oder auch RV mit BUZ) unter gleichen Bedingungen einen geringeren Beitragsanteil für die BUZ schwarz auf weiß ausweist als wenn bei der gleichen Gesellschaft eine RLV mit BUZ oder eine selbständige BU angeboten wird.

Da bin ich ja mal gespannt.

lg. justii

Inaktiver User
26.10.2006, 11:28
Ich bin auch 26 Jahre alt, und ich habe dieses Jahr eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Es gibt mir eine Sicherheit für den Falle, dass ich meine Arbeit mal nicht mehr ausüben kann. Ob sich so eine Versicherung tatsächlich mal lohnen wird, weiß niemand. Mal lapidar gesagt: So lange ich mir den "Luxus" dieser Versicherung leisten kann, werde ich sie mir gönnen. Sollte mein Geld mal knapper werden, lege ich sie ggf wieder auf Eis. Muss jeder für sich selbst entscheiden, ob einem die "Sicherheit" den Beitrag wert ist. Ob diese dann tatsächlich mal gebraucht wird, ist ein großes Fragezeichen.

Inaktiver User
26.10.2006, 15:52
Hallo Ducksy,

schließen Sie einen Pensionkassen-Vertrag mit einer BU über Ihren Arbeitgeber ab. Dort werden keine Fragen nach Ihrem Rücken gestellt.

Gruß

Frank J. Kontz

Einspruch Euer Ehren...

Insofern kein Kollektiv- oder Rahmenvertrag vorhanden ist, bei dem BU-Einschluß ohne Gesundheitsfragen möglich ist, geht erstmal nicht viel in Sachen BU ohne Ges.fragen.

Bei einer Einzelpensionskasse mit einem oder wenigen MA sowieso nicht....Max. Beitragsbefreiung kann man einschließen aber auch da gibts häufig Gesundheitsfragen.

Üblicherweise hat früher bei Kollektivverträgen der A.geber dem A.nehmer bestätigt...in den letzten beiden Jahren gesund und arbeitsfähig gewesen zu sein ...dann konnte der A.nehmer eine BU-Rente einschließen.

Allerdings...sollte ein solcher Kollektiv/ Rahmenvertrag vorhanden sein...ist die BU-Rentenhöhe in der Regel begrenzt...häufig auf 1000 € oder weniger....teils auch abhängig von den Berufsgruppen die in der Firma vorhanden sind.

Besser als nix natürlich, aber bei gutem Einkommen in der Regel bei weitem nicht ausreichend.

Sollten Sie dahingehend neuere Erkenntnisse haben als ich...bin immer interessiert an Infos.

Gruß Austernschluerfer

scorpion69
27.10.2006, 11:05
hallo Justi habe mich tatsächlich verschrieben. Meinte Risiko Vers. mit BUZ. Bei jedem Angebot welches man ausdrucken kann ist der Anteil der BUZ seperat aufgeführt. So brauchst man sich nur ein Angebot machen zu lassen mit Gewinnverrechnung mit und ohne RIsiko Tarif und komischer Weise trifft dann das zu was ich geschrieben habe.

Inaktiver User
27.10.2006, 11:30
So brauchst man sich nur ein Angebot machen zu lassen mit Gewinnverrechnung mit und ohne RIsiko Tarif und komischer Weise trifft dann das zu was ich geschrieben habe.

Siehst Du, genau das habe ich gemeint mit dem "Trick".
Selbständige BU's werden in vielen Fällen mit dem Garantie-Beitrag angeboten und nicht nach Verrechnung der Überschüsse (welche im Übrigen ja gar nicht garantiert werden und auch nicht garantiert werden können).

Beim Kombi-Angebot nimmst Du selbstverständlich die Gewinnverrechnung an (also nach Verrechnung von Überschüssen, die nicht garantiert werden können). Der Kunde hat dann allerdings keinen garantierten Beitrag sondern der Beitrag kann sogar erheblich teuerer werden, wenn die Überschüsse sinken.

Ich habe übrigens zum Thema Überschüsse vor wenigen Tagen ein schönes Fax bekommen:

"Liebe Kundin.
Wir freuen uns, daß die Menschen in Deutschland immer älter und gesünder werden. Dies wirkt sich allerdings auch auf Ihre Rentenversicherung aus, da wir die Überschüsse ab sofort nun nicht mehr Ihrem Guthaben gutschreiben können sondern diese der verlängerten Rentenbezugszeit zuschreiben müssen.

Es kann sein, daß sich dadurch Ihre zu erwartende Rente erheblich vermindert, Sie sollten also unbedingt den beiliegenden Renten-Check durchführen und gegebenenfalls eine zusätzliche Versorgung für Ihr Alter vereinbaren. Wir helfen Ihnen hier gern weiter.

Selbstverständlich ändert sich an den garantierten Renten nichts. Diese stehen Ihnen weiterhin in vollem Umfang zu.
......."

Da bin ich froh, daß ich in den letzten 15 Jahren keine konventionelle Rentenversicherung vermittelt habe. Die gestiegene Lebenserwartung wird nämlich zu einem Problem für eine ganze Branche. Die von Dir oben verrechneten Überschüsse können nämlich jetzt von der einen Gesellschaft und morgen schon von 10 Gesellschaften nicht mehr gut geschrieben werden.

Dann fliegt der ganze Schwindel auf.

Ich halte es im Übrigen für eine riesen Frechheit, zu einer Kundin durch die Blume zu sagen: Wir können Dir für die restliche Vertragslaufzeit keine "Zinsen" mehr für Deine Monatsbeiträge bezahlen. Das ist aber Dein Rentenproblem nicht unseres. Aber wir helfen Dir gern weiter, indem Du bei uns noch so eine Versicherung abschließen kannst, bei der wir dann langfristig auch keine "Zinsen" mehr zahlen können.

Oder wer glaubt, daß sich dieses demographische Problem in den nächsten 50 Jahren von selbst löst? Ich jedenfalls nicht.

Schöne Grüße

justii

scorpion69
27.10.2006, 11:38
Hallo Justi könnte es sein daß Du die Gewinnverrechnung falsch interpretierst. Auserdem zum Vergleich der Beiträge ist es egal ob Gewinnverrechnung oder Boni System solange Du Äpfel mit Äpfel vergleichst. Sicher köönen die Beiträge steigen bis zum normal Beitrag der von Anfang an ausgeworfen wird. Aber Dub wirst doch zustimmen, daß es sich bei einer BUZ oder Risiko mit BUZ nicht lohnt eine gewinnansammlung zu machen. Desweiteren ist Dir auch bekannt, daß bei Deiner RV der Garantiezins immer gezahlt wird. Ich hoffe Du hast Deinen Kunden nicht nur Aktienfonds verkauft.

Inaktiver User
27.10.2006, 13:11
Desweiteren ist Dir auch bekannt, daß bei Deiner RV der Garantiezins immer gezahlt wird.

Schön, daß wir beim Thema sind:

Der Garantie-Zins auf was?
Du bist Dir schon im Klaren, daß Du mit dieser Aussage den Kunden schlicht und einfach belügst. Denn Fakt ist, daß die Versicherung den Beitrag nimmt und davon:
Stück-Kosten
Verwaltungs-Kosten
Policierungs-Kosten
Provisionen
Risikokosten
usw.
ABZIEHT !!!!!

Und auf den Rest gibts dann die Garantieverzinsung!!!

Eine tolle Garantie, wenn eine Gesellschaft von meinem Beitrag erstmal 15% abzieht und mir dann auf den Rest 2,75% (oderwieviel auch immer) Garantiezins zahlt. Juhuuuu!

Und wenn Du mir diesen Kostensatz (in %) für Deine Gesellschaft erfragen kannst und mir diese anhand einer 0%-Entwicklungsprognose nachweist, dann reden wir hier weiter. Aber ich würde ja fast wetten, daß man die Kosten gegenüber den Ausschließlichkeitsvermittlern gar nicht offen legt.

Ich bin nämlich nicht dazu da, Ausschließlichkeitsvermittlern das beizubringen, was sie in den vergangenen 20 Jahren zu fragen vergessen haben :-) Sorry.

lg. justii

scorpion69
29.10.2006, 12:36
ich finde es richtig toll wenn Du die kosten sätze aller gesellschaften kennst dazu die anlagepolitik und die sterbetafeln und trotzdem äpfel mit birnen vergleichst. wenn ich dann aber die entwicklung der gesellschaften vergleiche welche in den letzten jahren so in die höhe gehoben wurden. dann finde ich schade, daß niemand die fachberater oder sonstige allwissenden makler in haftung nimmt.

Inaktiver User
29.10.2006, 13:25
Moment Mal.

DU hast Äpfel mit Birnen verglichen und dies auch noch als legitim hingestellt.

Ich kenne sicherlich nicht die Kosten etc. aller Gesellschaften aber ich finde es schon ein wenig schwach, daß Du trotz all Deiner Behauptungen nicht einmal die Deiner eigenen Gesellschaft kennst oder benennen willst. Das lässt tief blicken...

Wenn ein Makler schlecht berät, hat der Kunde immerhin die Möglichkeit ihn in die Haftung zu nehmen. Der Ausschließlichkeitsvermittler versteckt sich hinter seiner mächtigen Gesellschaft und verwehrt dem Kunden dieses Recht.

Ein cooles Rechtsverständnis hast Du. Aber der Kundenschutz wird in Deutschland auch immer größer geschrieben und damit ist es eine Frage der Zeit, bis endlich auch Ausschließlichkeitsvermittler ihren Kunden ein Mindestmaß an Recht zugestehen müsssen. Leider werden bis dahin viele Täter-Typen bereits in den Ruhestand geflüchtet sein...

lg. justii

Inaktiver User
29.10.2006, 13:29
ich finde es richtig toll wenn Du die kosten sätze aller gesellschaften kennst dazu die anlagepolitik und die sterbetafeln und trotzdem äpfel mit birnen vergleichst. wenn ich dann aber die entwicklung der gesellschaften vergleiche welche in den letzten jahren so in die höhe gehoben wurden. dann finde ich schade, daß niemand die fachberater oder sonstige allwissenden makler in haftung nimmt.

Wäre aber auch schön, wenn Du Dich nicht von einer Ausrede ich die nächste flüchten und von sämtlichen Fakten davonrennen würdest sondern vielleicht zu der Kostenpraxis in Eurem Verein Stellung nehmen würdest.

Immer wenns eng wird, machst Du einen neue Baustelle auf um nur nicht auf die vorausgehende nervige Frage antworten zu müssen. Obwohl man sich daraus auch ein gewisses Bild machen kann.

lg. justii

Inaktiver User
29.10.2006, 18:04
Ich hab vor 5 Jahren eine abgeschlossen und zahle regelmaessig ein. Auch im Ausland gueltig, das beruhigt mich sehr.

Gruss, Lunita

Inaktiver User
10.11.2006, 11:28
Also ich habe noch eine private BU. Für mein Sicherheitsgefühl und weil ich mir diesen LUXUS noch leiste;
Eine Statistik eines Versicherungsmaklers im Freundeskreis bestätigt aber: mit einem käufmännischen/sitzenden/risikoarmen Beruf ist der Status der "Berufsunfähigkeit" so gut wie nicht zu erreichen!
Solang ich krank / beeinträchtigt bin zahlt meine KV, nach einem Unfall zahlt die UV. Wenn ich im Anschluss (zB nach einer Reha/Kur) noch ca. 3 h am Tag arbeiten/sitzen kann, muss ich auch arbeiten - sprich: meine vereinbarte Rentensumme wird nie komplett von der Versicherung ausgezahlt. Und meine Teilrente wird - falls der schlimmste Fall eintritt -sogar auf die "Sozialhilfe" angerechnet.
ich prüfe gerade ausländische Versicherungen die für den "schweren Krankheitsfall" (Krebs - zB kein Grund berufsunfähig zu sein!, Augenleiden etc.) absichern...

Inaktiver User
10.11.2006, 12:15
ich prüfe gerade ausländische Versicherungen die für den "schweren Krankheitsfall" (Krebs - zB kein Grund berufsunfähig zu sein!, Augenleiden etc.) absichern...

Hallo.

Dafür brauchst Du keine ausländischen Versicherungen, diese gibts auch in Deutschland. Sogar einige recht leistungsfähige Tarife...

lg. justii

Inaktiver User
10.11.2006, 12:25
Eine Statistik eines Versicherungsmaklers im Freundeskreis bestätigt aber: mit einem käufmännischen/sitzenden/risikoarmen Beruf ist der Status der "Berufsunfähigkeit" so gut wie nicht zu erreichen!
Solang ich krank / beeinträchtigt bin zahlt meine KV, nach einem Unfall zahlt die UV. Wenn ich im Anschluss (zB nach einer Reha/Kur) noch ca. 3 h am Tag arbeiten/sitzen kann, muss ich auch arbeiten - sprich: meine vereinbarte Rentensumme wird nie komplett von der Versicherung ausgezahlt. Und meine Teilrente wird - falls der schlimmste Fall eintritt -sogar auf die "Sozialhilfe" angerechnet.


Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast... *lächel*
Also ich kenne solche kaufmännische BU-Fälle persönlich. Jeder ein eigenes Schicksal. Statistiken sind schön anzuschauen, täuschen aber über den einzelnen Betroffenen hinweg...

Eben weil viele sagen: "Kaufmännischer Beruf = was brauche ich eine BU-Versicherung" erhalten dann auch wenige eine Rente. Irgenwie logisch oder?
Weitere, die zumindest so klug waren um eine private BU-Versicherung abzuschließen, sind davon betroffen, daß sie ihre BU-Versicherung bei der "Kfz-Versicherungsgesellschaft" abgeschlossen habe. Will sagen =>Eine gute Kfz-Versicherung muß keine gute BU haben. Die ewigen "ich habe alles bei einer Gesellschaft" Sager fallen dann natürlich auch aus den Rentenempfängern heraus. Sie haben dann zwar aufgrund Kombirabatte ein Paar kleine Euro gespart aber aufgrund mangelnder Versicherungsbedingungen spart sich die Versicherung dann eine Menge große Euro :-)

Bei einer guten privaten BU-Versicherungen reicht sogar eine mehr als 6-monatige Krankschreibung ("gelber Zettel") um eine BU-Rente ab Beginn auszulösen.

Eine falsche Aussage wird deshalb auch dadurch nicht richtiger, wenn man sie ewig wiederholt. Auch Schreibtischtäter benötigen eine private BU-Versicherung... Als Gegenleistung für ein geringeres Risiko erhalten sie ja günstigere Beiträge.

lg. justii

Inaktiver User
10.11.2006, 13:14
[quote=Justii-g]Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast... *lächel*
Also ich kenne solche kaufmännische BU-Fälle persönlich. Jeder ein eigenes Schicksal. Statistiken sind schön anzuschauen, täuschen aber über den einzelnen Betroffenen hinweg...


Stimme dir 100 %ig zu Justii....wir haben im Laufe der Jahre etliche BU - Fälle für die Kunden abgewickelt....es waren ausschließlich kaufmännische Berufe incl. BU eines meiner Mitgesellschafter.

Austernschluerfer

akademikerin
10.11.2006, 15:21
Ich habe eine BU (und arbeite kaufmännisch) - die BU hat den Verzicht auf abstrakte Verweisbarkeit und explizit drin: es ist WURSCHT, wenn ich noch 1 oder 5 Stunden arbeiten könnte. Allein entscheidend ist, dass ich meinen JETZIGEN Beruf nicht mehr machen könnte.

Inaktiver User
10.11.2006, 17:01
Solang ich krank / beeinträchtigt bin zahlt meine KV, nach einem Unfall zahlt die UV. Wenn ich im Anschluss (zB nach einer Reha/Kur) noch ca. 3 h am Tag arbeiten/sitzen kann, muss ich auch arbeiten - sprich: meine vereinbarte Rentensumme wird nie komplett von der Versicherung ausgezahlt. Und meine Teilrente wird - falls der schlimmste Fall eintritt -sogar auf die "Sozialhilfe" angerechnet.

Hallo.

Diese 3-Stunden bzw. 6-Stunden-Regelung betrifft nur die Erwerbsminderungsrenten der gesetzlichen Rentenversicherung und hat mit der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung nicht das Mindeste zu tun.

Das wäre ja Äpfel mit Birnen vergleichen :-)

lg. justii

steffie2000
12.11.2006, 18:43
Hallo, wir haben seinerzeit für unseren Sohn auch eine BU-Versicherung beim Gerling-Konzern abgeschlossen - hole Dir doch einfach mal ein Angebot ein. Steffie2000

carnivore
08.12.2006, 02:01
Wenn ein Makler schlecht berät, hat der Kunde immerhin die Möglichkeit ihn in die Haftung zu nehmen.

Wobei die Beweislast für die Falschberatung beim Kunden liegt. Selbst ein Beratungsprotokoll hilft selten weiter, da dort nur dokumentiert ist, was der Makler dem Kunden geraten hat. Wenn der Kunde dann das Ding samt Disclaimer unterschreibt, dann sind oftmals alle Messen gelesen. Hinzu kommt (zumindest in einigen Fällen :freches grinsen: ) der Wissensvorsprung des Maklers, der es ihm im Zweifel ermöglicht zu begründen, warum zum Zeitpunkt des Abschlusses genau das Produkt das einzig richtige für den Kunden war. Das dann nach all der Zeit zu widerlegen und dem Makler eine Falschberatung nachzuweisen gelingt nur schwer.


Der Ausschließlichkeitsvermittler versteckt sich hinter seiner mächtigen Gesellschaft und verwehrt dem Kunden dieses Recht.

Das ist falsch und entspricht nicht der Rechtslage.

Im Falle des Ausschließlichkeitsvermittlers haftet die jeweilige Gesellschaft für eventuelle Falschberatung durch den Ausschließlichkeitsvertreter.

Das ist auch logisch und ergibt sich aus der rechtlichen Stellung der jeweiligen Person zum Kunden.

Der Ausschließlichkeitsvertreter handelt im Namen und für das Unternehmen, mit dem er den Ausschließlichkeitsvertrag hat. Er tritt gegenüber dem Kunden als Vertreter des Unternehmens auf und besorgt eben kein Geschäft für den Kunden. Im Falle einer Falschberatung ist es rein rechtlich so, als habe das Unternehmen den Kunden falsch beraten.

Im Falle des Maklers kommt jedoch ein Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen dem Makler und dem Kunden zustande, d.h.: Der Makler handelt im Namen des Kunden und für den Kunden. Deshalb erteilt der Kunde dem Makler ja auch eine entsprechende Vollmacht, die es sich für den Kunden gut durchzulesen gilt, weil es manche Versionen davon ganz schön in sich haben.

Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten, dass auch der ach so "unabhängige" Makler seine Provision, die auch aus "ästhetischen" Gründen gerne als "Courtage" bezeichnet wird, letztendlich von dem Versicherungsunternehmen gezahlt bekommt, mit dem er im Namen des Kunden einen Vertrag schließt. Naja, und manche Versicherungsunternehmen zahlen halt für das Produkt X mehr als andere... :smirksmile:


Ein cooles Rechtsverständnis hast Du. Aber der Kundenschutz wird in Deutschland auch immer größer geschrieben und damit ist es eine Frage der Zeit, bis endlich auch Ausschließlichkeitsvermittler ihren Kunden ein Mindestmaß an Recht zugestehen müsssen.

Dem Kunden stehen in beiden Fällen die gleichen Rechte zu, wobei es ihm Falle des Maklers allerdings passieren kann, dass der keine Vermögensschadenhaftpflicht mehr hat, weil er halt ein bisschen knapp bei Kasse ist.


Leider werden bis dahin viele Täter-Typen bereits in den Ruhestand geflüchtet sein...


Nach Südafrika zum Beispiel! So wie der Gründer des "unabhängigen" Anlageberatungsunternehmens "Nordanalyse", der Herr Harksen. :freches grinsen:

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

Inaktiver User
08.12.2006, 07:40
Das ist falsch und entspricht nicht der Rechtslage.

Im Falle des Ausschließlichkeitsvermittlers haftet die jeweilige Gesellschaft für eventuelle Falschberatung durch den Ausschließlichkeitsvertreter.

Das ist auch logisch und ergibt sich aus der rechtlichen Stellung der jeweiligen Person zum Kunden.

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

Ich hab doch nichts anderes gesagt. Die Gesellschaft "muß" für ihn haften. Er ist also weder in der Lage noch Willens für seine Fehler selbst gerade zu stehen. Genau das meinte ich mit "Er versteckt sich hinter seiner Gesellschaft"...

lg. justii

Inaktiver User
08.12.2006, 07:46
Dem Kunden stehen in beiden Fällen die gleichen Rechte zu,

cu

carnivore
--
oderint dum metuant

Dies stimmt in diesem Fall schon aus den Rechtverhältnissen zueinander nicht. Der Ausschließlichkeitsvermittler steht im Lager der Gesellschaften und hat deutlich weniger Beratungs- und Haftungsverpflichtungen als der unabhängige Makler.
Der Makler steht im Lager des Kunden und hat erheblich mehr Verpflichtungen als der Ausschließlichkeitsvermittler. Dies ergibt sich schon aus seinem Geschäftsbesorgungsvertrag.

Wo wäre schon einmal ein Ausschließlichkeitsvermittler oder damit eine Gesellschaft verurteilt worden, weil der Kunde dort zwar einige Verträge hat aber der Vermittler ihm keine Hausratversicherung verkauft hat.

Unterlässt es jedoch ein Makler seinen Kunden darüber zu informieren obwohl ein Geschäftsbesorgungsvertrag besteht und es passiert ein Schaden, dann ist es schon oft passiert, daß dann der Makler dafür haften muß...

Wer da noch sagt, der Kunde hat gegenüber beiden die selben Rechte, (da sag ich jetzt nichts dazu)...

lg. justii

Inaktiver User
12.12.2006, 09:43
... lass dich einfach mal von einem unabhänigen Berater - z.B. MLP - beraten.

Rabenkinder
15.12.2006, 14:11
Hallo

Habe eine interessante Seite entdeckt. Auf dieser könnt Ihr Euch alle Informationen, Rechtliche Hinweise und Hilfe zu Euren Versicherungsfragen holen.

Wünsche Euch allen, dass Euch auch wie mir geholfen wird.

Nette Grüße

Inaktiver User
15.12.2006, 14:17
... guter Versuch...grins

Rabenkinder
15.12.2006, 14:26
Hallo

Habe eine interessante Seite entdeckt. Auf dieser könnt Ihr Euch alle Informationen, Rechtliche Hinweise und Hilfe zu Euren Versicherungsfragen holen. Kopier den Link und zu den offenen Fragen bekommst Du sofort eine Antwort.


Wünsche Euch allen, dass Euch auch wie mir geholfen wird.

Nette Grüße

Inaktiver User
15.12.2006, 14:28
Bist ja wirklich oberhartnäckig..... hat der " Freie Berater " mal wieder seine Truppen ausgeschickt zur Akquise :cool:

Inaktiver User
17.12.2006, 23:05
Bist ja wirklich oberhartnäckig..... hat der " Freie Berater " mal wieder seine Truppen ausgeschickt zur Akquise :cool:

Ja, sieht so aus.
Aus diesem Grund war in dem Link auch gleich eine "Vermittlernummer" hinterlegt *lächel*
Ein Schelm, der da Böses denkt und unterstellt, daß der Autor des Eintrages die Seite nicht nur interessant sondern auch lukrativ fand...

lg. justii

Leandra
18.12.2006, 08:12
... lass dich einfach mal von einem unabhänigen Berater - z.B. MLP - beraten.


MLP sind nun wirklich alles andere als "freie" Barater. Die sind sehr provisionsorientiert.
Ich bin mit denen mal ziemlich auf die Nase gefallen.

Leandra

Inaktiver User
20.12.2006, 13:29
MLP sind nun wirklich alles andere als "freie" Barater. Die sind sehr provisionsorientiert.
Ich bin mit denen mal ziemlich auf die Nase gefallen.

Leandra

Wie es überall so ist: Es gibt auch bei MLP solche und solche Berater... bei meinem fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Schade, dass du mit deinem MLP Berater Pech hattest.

Inaktiver User
20.12.2006, 13:44
Anmerkung zu MLP.... gute oder schlechte Beratungsleistung liegt nicht einzig und allein am Berater... es liegt vor allem im System begründet ...

Vergleicht man 10 MLP - Alters-Vorsorgeverträge von 10 unterschiedlichen MLP-Beratern miteinander, dann wird man schnell feststellen, dass sie sich z.B. in der Tarifwahl und den dazugehörigen Absicherungsvorschlägen nahezu wie ein Ei dem anderen gleichen.

Warum wohl ???? weil die Berater alle eineiige Zwillinge sind ???

Nein...weil die Geschäftspolitik die Richtlinien den Beratern mehr oder weniger vorgibt.


In diesem Sinne
Austernschluerfer

Putorius
20.12.2006, 16:44
Anmerkung zu MLP.... gute oder schlechte Beratungsleistung liegt nicht einzig und allein am Berater... es liegt vor allem im System begründet ...

Vergleicht man 10 MLP - Alters-Vorsorgeverträge von 10 unterschiedlichen MLP-Beratern miteinander, dann wird man schnell feststellen, dass sie sich z.B. in der Tarifwahl und den dazugehörigen Absicherungsvorschlägen nahezu wie ein Ei dem anderen gleichen.

Warum wohl ???? weil die Berater alle eineiige Zwillinge sind ???

Nein...weil die Geschäftspolitik die Richtlinien den Beratern mehr oder weniger vorgibt.


In diesem Sinne
Austernschluerfer

Aber um hier die Genauigkeit dieser Aussage in Frage zu stellen, muss ich anmerken, dass nicht alle Eier ein und derselben Vogelart immer gleich aussehen. Zum Beispiel sind die Eier des Cuculus canorus (Kuckuck) dem der jeweiligen Wirtsvögel ähnlich. So ähneln sich Kuckuckseier von Kuckucken, die Grasmücken als Wirte bevorzugen nicht wirklich mit Eiern der Kuckucke, die Zaunkönige die Arbeit übernehmen lassen.
Aber zurück zum Thema.
Es stimmt, MLP-"Berater" sind tatsächlich unabhängig. Sie werden nicht gezwungen, für MLP klingeln zu gehen.
@Collondaire, das was du beschrieben hast, ist die emotionale Seite der Beratung. Oder glaubst du ernsthaft, dass die Tausende von Beratungsopfern bei Schrottimmobilien, geschlossenen Fonds, Kapitallebensversicherungen und anderen Anlagen sich bei einem Unwohlsein zur Unterschrift aufgerafft hätten?
Leider bleibt die fachliche Eignung des "Beraters" oft genug weit hinter seiner menschlichen Eignung als Verkäufer zurück.

Inaktiver User
20.12.2006, 17:34
Zitat Putorius:

" Aber um hier die Genauigkeit dieser Aussage in Frage zu stellen, muss ich anmerken, dass nicht alle Eier ein und derselben Vogelart immer gleich aussehen. Zum Beispiel sind die Eier des Cuculus canorus (Kuckuck) dem der jeweiligen Wirtsvögel ähnlich. So ähneln sich Kuckuckseier von Kuckucken, die Grasmücken als Wirte bevorzugen nicht wirklich mit Eiern der Kuckucke, die Zaunkönige die Arbeit übernehmen lassen. "


@Putorius... du scheinst mir ja wahrlich ... mal rein aus der Sicht des Ornithologen betrachtet.... durchaus ein nicht bestreitbares Fachwissen intus zu haben.

In Sachen MLP ...

MLP - Berater.... also Menschen die für MLP im Vertrieb arbeiten ... sind mitnichten unabhängig von ihrem AG, sondern können nur exakt das verkaufen, was der AG ihnen als Rahmen vorgibt. ( gewisse Konzepte, gewisse Versicherer, gewisse Tarife etc. )

Ob diese Konzepte qualitativ gut oder weniger gut sind, sei mal dahingestellt... wie die einzelnen Berater damit umgehen...ebenfalls

Ich denke da mal zurück an die früheren MLP-Fondspolicen die durch kostenintensives permanentes Switchen kaum noch Zeit hatten, Performance zu zeigen.

Aber das weisst du sicherlich alles schon ... und wolltest eigentlich nur mal schnell den Ornithologen rauslassen....

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
20.12.2006, 19:29
Aber um hier die Genauigkeit dieser Aussage in Frage zu stellen, muss ich anmerken, dass nicht alle Eier ein und derselben Vogelart immer gleich aussehen. Zum Beispiel sind die Eier des Cuculus canorus (Kuckuck) dem der jeweiligen Wirtsvögel ähnlich. So ähneln sich Kuckuckseier von Kuckucken, die Grasmücken als Wirte bevorzugen nicht wirklich mit Eiern der Kuckucke, die Zaunkönige die Arbeit übernehmen lassen.


*weitdieaugenaufreiß&mitderhandgegendiestirnklatsche*
Du bekommst die Tür nicht zu. Ich habs, glaub ich, doch zu weit getrieben....

Putorius
20.12.2006, 21:37
Zitat Putorius:

" Aber um hier die Genauigkeit dieser Aussage in Frage zu stellen, muss ich anmerken, dass nicht alle Eier ein und derselben Vogelart immer gleich aussehen. Zum Beispiel sind die Eier des Cuculus canorus (Kuckuck) dem der jeweiligen Wirtsvögel ähnlich. So ähneln sich Kuckuckseier von Kuckucken, die Grasmücken als Wirte bevorzugen nicht wirklich mit Eiern der Kuckucke, die Zaunkönige die Arbeit übernehmen lassen. "


@Putorius... du scheinst mir ja wahrlich ... mal rein aus der Sicht des Ornithologen betrachtet.... durchaus ein nicht bestreitbares Fachwissen intus zu haben.

In Sachen MLP ...

MLP - Berater.... also Menschen die für MLP im Vertrieb arbeiten ... sind mitnichten unabhängig von ihrem AG, sondern können nur exakt das verkaufen, was der AG ihnen als Rahmen vorgibt. ( gewisse Konzepte, gewisse Versicherer, gewisse Tarife etc. )

Ob diese Konzepte qualitativ gut oder weniger gut sind, sei mal dahingestellt... wie die einzelnen Berater damit umgehen...ebenfalls

Ich denke da mal zurück an die früheren MLP-Fondspolicen die durch kostenintensives permanentes Switchen kaum noch Zeit hatten, Performance zu zeigen.

Aber das weisst du sicherlich alles schon ... und wolltest eigentlich nur mal schnell den Ornithologen rauslassen....

Gruß Austernschluerfer

Und der MLP-"Berater" ist unabhängig! Entweder er arbeitet für MLP oder er lässt es. Keiner zwingt ihn dazu :freches grinsen:

Leandra
21.12.2006, 09:14
Wie es überall so ist: Es gibt auch bei MLP solche und solche Berater... bei meinem fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Schade, dass du mit deinem MLP Berater Pech hattest.

Um einen unabhängigen Berater handelt es sich aber trotzdem nicht. Unabhängige Berater verkaufen keine Verträge und sind somit nicht auf eine Provison angwiesen, sondern arbeiten auf Honorarbasis.

Leandra

Inaktiver User
21.12.2006, 09:22
Tja, das ist hier eine Frage der Definition.

Ich sehe den MLP-Kooperationspartner ja auch nicht als unabhängig an. Trotzdem hat er ja, wie Putorius so schön sagt, die Unabhängigkeit zu sagen: "Ich arbeite oder ich arbeite nicht...".

Und damit ist jeder eigentlich unabhängig. Denn auch der Ausschließlichkeitsvermittler oder der Automechaniker, oder die Büroangestellte kann sagen: "Ich arbeite oder ich arbeite nicht...".

In beiden Fällen stellt sich dann allerdings im Fall "Ich arbeite nicht..." die Frage, wie lange er das macht. Und damit endet dann die Unabhängigkeit schneller als diesem Unabhängigen lieb ist *lächel* und wechselt ganz schnell in eine Abhängigkeit von der Arbeitsagentur...

In seiner Produktwahl für den Kunden ist der MLP-Kooperationspartner jedoch auf keinen Fall unabhängig (frei). Und dies, glaube ich, war die hier eigentlich gemeinte "Unabhängigkeit".

lg. justii

Inaktiver User
21.12.2006, 10:08
Zitat Putorius:

" Und der MLP-"Berater" ist unabhängig! Entweder er arbeitet für MLP oder er lässt es. Keiner zwingt ihn dazu :freches grinsen: "

lol.....

:schlaf gut:

Putorius
21.12.2006, 10:13
So wie justii-g es schrieb, hab ich's auch gemeint. Der Knecht der MLP ist tatsächlich insofern unabhängig, dass er bei MLP, AWD, DVAG, der Müllabfuhr, am Obststand auf dem Wochenmarkt oder ähnlichen Institutionen arbeiten könnte. Von der notwendigen Qualifikation her gibt's da kaum Unterschiede.
Und alle haben eines gemeinsam: den fertig gepackten Produktkoffer.
Dessen Inhalt (zumindest bei den Finanzvertrieben) natürlich in jedem falle das Beste ist, was der Markt hergibt :ooooh:

Inaktiver User
21.12.2006, 10:35
Welch weise Erkenntnis und welch feinsinnige Differenzierungen ... Hut ab...
:schneemann:

Calimero
28.12.2006, 13:24
Offensichtlich werde ja die Rückenproblem als BU Grund ausgeschlossen, bzw. stark eingeschränkt. Insoweit ist die Versicherung für Ducksy wenig sinnvoll. Interessant ist auch die Frage nach der Art der beruflichen Tätigkeit. Für einen Dachdecker oder Karussellbremser ist das Risiko der BU sicherlich erheblich höher als für den Verkäufer der Plüschtierabteilung eines Kaufhauses.
Ich bin selbständig seit fast 15 Jahre und für mich stellt sich die Frage nach einer BU Versicherung auch. Das Risiko meine Arbeit nicht mehr ausüben zu können ist relativ gering, es handelt sich um ein Tätigkeit im Büro. Selbst mit einem Auge, einem Bein, oder Taubheit auf einem Ohr könnte ich noch arbeiten.
Aus diesem Grund hat unser Versicherungsmakler von einer Bu-Versicherung abgeraten. Die Kosten hierfür sind ja erheblich.
Das Unfallrisikohabe ich durch eine Unfallversicherung mit allem Komfort abgedeckt, die ist ja such nicht so kompliziert zu bekommen.
Aber letztendlich muß das jeder selber wissen, ist ja auch im erheblichem Maße, eine emotionale Entscheidung.


Calimero

Inaktiver User
28.12.2006, 13:51
Offensichtlich werde ja die Rückenproblem als BU Grund ausgeschlossen, bzw. stark eingeschränkt. Insoweit ist die Versicherung für Ducksy wenig sinnvoll.
Calimero

Hallo Calimero.

Wenn man tatsächlich nur aufgrund von Rückenproblemen BU werden könnte, dann würde ich Dir sogar zustimmen. Zwar zählen Rückenprobleme mit zu den häufigsten Ursachen, nicht zu vergessen sind jedoch, daß in dieser Gruppe auch Gelenkerkrankungen und Rheuma rangieren (siehe Häufigste BU-Gründe (http://www.finanz-bt.de/programm/nbger_inhalte/ma/040115-001197151.html).

Demnach entstehen über 67,6% aller BU-Fälle aufgrund anderer Erkrankungen. Eine gute BU-Versicherung ist also sehr wohl sinnvoll. Abgesehen davon ist der Ausschluß einer Erkrankung nie endgültig (dies habe ich in der Vergangenheit sehr oft erlebt). In solchen Fällen lassen wir den Ausschluß alle 24 Monate erneut durch die Gesellschaft prüfen und der Erfolg lässt sich sehen. In den meisten Fällen kann der Ausschluß nach 2, nach 4 oder spätestens nach 6 Jahren wegfallen. Dann besteht voller Versicherungsschutz.

Das Unfallrisiko mit nur rund 14% Wahrscheinlichkeit siehst Du dagegen als wichtiges Risiko an das versichert werden muß. Nicht daß ich dem widersprechen möchte, aber sind es nicht die restlichen 67% an BU-Gründen Wert versichert zu werden?

lg. justii

Inaktiver User
28.12.2006, 14:00
Ich bin selbständig seit fast 15 Jahre und für mich stellt sich die Frage nach einer BU Versicherung auch. Das Risiko meine Arbeit nicht mehr ausüben zu können ist relativ gering, es handelt sich um ein Tätigkeit im Büro. Selbst mit einem Auge, einem Bein, oder Taubheit auf einem Ohr könnte ich noch arbeiten.
Calimero

Es gibt auch hochwertige BU-Tarife, bei denen selbst schon eine langfristige Arbeitsunfähigkeit (Krankschreibung > 6 Monate) eine BU-Rente bedingen.
Bei Deiner Beschreibung "Auge, Ohr, Bein..." würde ich mich jedoch einmal über eine Dread-Disease-Versicherung erkundigen. Eventuell entspricht diese Deinem Bauchgefühl mehr. Hat Dir diese Dein Makler noch nicht aufgezeigt?

lg. justii