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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nervige Mietshäuser, sind andere Alternativen wirklich besser?!



tanimun
21.10.2006, 01:48
Hallo, ich stelle mit zunehmendem Alter immer mehr fest, daß mich Mietshäuser nur noch nerven. Ich kriege die Krise, wenn ich schon das Wort "Mietshaus" höre.
Dabei wohne ich in einer gar nicht mal so schlechten Lage.
Ich habe aber trotzdem wirklich keine Lust mehr auf "Else Kling von oben rechts", oder Konsorten. Ich selber bin übrigens bis zu meinem 20 Lebensjahr in einem Einfamilienhaus aufgewachsen, wo es Zufall war, wenn man mal jemandem begegnete.:freches grinsen:
Ich bin wegen des Studiums leider sehr häufig umgezogen und nun seit einem Jahr mehr oder weniger seßhaft-in einem Mietshaus!
Früher hat mich das Vorhandensein von irgendwelchen Mietmietern auch nicht so gestört, aber ich kann mir daß bis 60 echt nicht mehr vorstellen.
Zudem hatte ich oft das Pech, daß in meinen Mietshäusern entweder Else Klings oder spießige, lüsterne, geschiedene, tumbe Männer wohnten.
Lieber hätte ich Gruftis, Punks und Transen neben mir wohnen gehabt als solche opahaften hausbackenen Spießer....:niedergeschmettert:
Selten hatte ich da mal Glück.:unterwerf:

Übrigens habe ich mir mit Freuden den Strang mit den kindischen Mietern durchgelesen-der ist wirklich lustig!
Ich kann brandaktuell ein paar geschiedene Männer aus meinem Haus beisteuern ("der gebrauchte Mann/Hilfe, schon wieder 2 geschiedene Männer im Haus").

Die Sache ist nur die-welche Alternativen gibt es dazu?
Von Käufern von Eigentumswohnungen habe ich auch schon Horrorgeschichten bezüglich der Hausgemeinschaften gehört, die sind quasi vom "Regen in die Traufe" gekommen.
Bei Eigenheimbesitzern kamen ähnliche Geschichten zum Vorschein, da hingen plötzlich 3 Kirschen zu weit in Nachbars Garten.
Was kann man tun, wenn man Mietshäuser nicht mehr sehen kann (und zwar in jeder Preisklasse)?

sultan tanimun

Inaktiver User
21.10.2006, 01:58
Man könnte vielleicht Einsiedler werden und den Rest des Lebens mitten im Wald auf einem Baum sitzend verbringen und hoffen, dass einem eine mildtätige Frau zu essen bringt ...

Und die Alternative kann sein, sich mit Grufties, Punks und Transen zusammenzutun und gemeinsam ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Läuft aber in der Regel auch nicht konfliktfrei ...

Und als echten Tipp hätte ich, 'mal die Gedanken etwas weniger um sich selbst kreisen zu lassen und nicht so arrogant abfällig von anderen Leuten zu reden.
Stößt mir wirklich auf Dein Posting - meinst Du, etwas Besseres zu sein? Sonst predigen wir doch immer Toleranz - gilt offenbar nicht allen gegenüber.

Gruß, Leonie

tanimun
21.10.2006, 02:06
@Leonie60:
Ich hatte es leider fast schon vermutet, daß jetzt wieder jemand mit einer moralischen Belehrung kommt.
Vielleicht hast Du auch bei Deinen Häusern/Wohnungen bisher immer Glück gehabt, wer weiß.
Ich schreibe aber diesen Thread nicht aus Spaß, oder weil ich nichts anderes zu tun habe, sondern finde einfach, daß man ein freieres und besseres Leben hat, wenn man nicht in den Dunstkreis von "Gockelmann XY" tritt, sobald man die heimischen vier Wände verläßt.
Ich bin ausgelastet genug und ich gebe eben zu, daß ich mein Leben nicht mit jedem teilen möchte.
Mich muß ja auch nicht jeder mögen. Also, wo ist das Problem?

sultan tanimun

Inaktiver User
21.10.2006, 02:14
@Leonie60:
Vielleicht hast Du auch bei Deinen Häusern/Wohnungen bisher immer Glück gehabt, wer weiß.

Nein, leider überhaupt nicht.

Es hat Zeiten gegeben, dass es Konflikte im Haus gab, dass wir uns bei uns in der Wohnung nicht wohlgefühlt haben.

Und es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn man sich überlegt, wie man wohnen möchte bzw. wie man einen Zustand, in dem man sich unwohl fühlt, ändern möchte.


ABER: eine solche Frage an die BriCom kann man so und so formulieren - und Deinen Ton finde ich zumindest grenzwertig.

Und vor allem finde ich die Vorstellung und den Anspruch, konfliktfrei bzw. "von anderen völlig unbeeinträchtigt" zu leben, naiv und ich-bezogen.
Das geht nun einmal nur als Einsiedler.

Gruß, Leonie

Anastasia1960
21.10.2006, 08:58
Dann bleibt dir nur übrig ein freistehendes Einfamilienhaus mit großem Grundstück zu kaufen oder zu mieten. Irgendwie muss man sich eben arrangieren...
Oder zu ziehst in eine etwas billigere Wohngegend, dann sind vielleicht auch Punks und Grufties unter den Nachbarn.

Inaktiver User
21.10.2006, 09:00
Wo ist eigentlich das Problem ?

Wenn im Mietshaus jemand nervt, kann man wegziehen.
Bei einer Eigentumswohnung oder einem Haus geht das nicht ohne weiteres. Deshalb würde ich mir sowas nie zulegen.

Ich habe mich allerdings in meinem Leben - seit immerhin 25 Jahren mit eigener Wohnung - erst einmal von einem Mitmieter (beschwerte sich dauernd, daß wir uns in unserer Wohnung aufhielten :freches grinsen: ) genervt gefühlt.
Ansonsten bekomme ich die kaum mit - und weiß noch nicht mal, wer geschieden ist oder es mit seinem Wellensittich treibt.:freches grinsen:

Liegt vielleicht doch ein bißschen an Deiner Wahrnehmung ?

tanimun
21.10.2006, 10:24
@Leonie60:
Wie Du meinen Ton findest, ist mir wurschtegal und Du brauchst hier auch nicht mit großen Belehrungen anzukommen.
Jetzt bin ich auch noch naiv?
Ein naiver Mensch zeichnet sich ja gerade dadurch aus, daß er fremde Menschen allzu häufig durch die "rosarote Brille" sieht, im gleichen Moment schlägt ein nicht-naiver Mensch die Hände überm Kopf zusammen, denn er sieht die nackte Wahrheit!
Vielleicht kennst Du die Bedeutung des Wortes naiv auch einfach nicht genau? Ich schon!

Inaktiver User
21.10.2006, 10:32
Tanimum,
was bin ich froh, dass ich so eine riesige Spießerin bin, mit Spitzengardinchen am Fenster und Rosen im Reihenhausgarten. Dann wirst du wohl niemals meine Nachbarin.
So wie du drauf bist, ist das bestimmt keine entgangene Gelegenheit.

tanimun
21.10.2006, 10:34
@Anastasia1960:
Werd ich mir überlegen, oder ich werde eben der Schrecken aller gemeinen Opa-Spießer!

@Lorelei:
Meine Wahrnehmung ist in Ordnung, mach Dir mal keine Sorgen!

Außerdem:
Der Strang mit den "kindischen" Mietern hat mit Sicherheit seine Berechtigung und ist ebenso ein Beweis dafür, daß in Mietshäusern nicht nur Engel als Nachbarn wohnen.
Mehr noch als subjektive Feststellungen, wie schlimm ich doch bin (jetzt ist es mal gut!), weil ich es wage, mich über über komische Bewohner zu mokieren, würde mich hier mal eine Bilanz von tatsächlichen Haus- und Wohnungsbesitzern interessieren.
Ist Eure Lebensqualität besser als vorher im Mietshaus, auch was Ruhe und Ungestörtsein angeht?
Oder gibt es außerdem noch andere Menschen, die beides kennen, also das Leben im Mietshaus und im Eigentum zwecks Vergleich?

tanimun
21.10.2006, 10:38
@Gresse:
Du hast nicht aufgepaßt und auch nicht vernünftig gelesen und daher müßte ich Dir jetzt eigentlich auch nicht antworten.
Es geht hier nicht um das Oberthema "Spießer", sondern um nervige Nachbarn in Mietshäusern/eventuell mehr Lebensqualität im Eigentum.
Wenn Du was dazu beisteuern kannst, darfst Du es gerne schreiben.

Inaktiver User
21.10.2006, 11:10
Sag' 'mal taninum, meinst Du bei solch arroganten oberlehrerhaften Reaktionen hat noch irgendwer Lust, mit Dir zu diskutieren?

Aus Wikipedia:

"Im allgemeinen werden Menschen als naiv bezeichnet, denen die notwendige Einsicht in Ihre Handlungen fehlt und über einen begrenzten geistigen Horizont verfügen. Oft gilt naiv als Synonym für leichtgläubig, leicht verführbar, unwissend oder ungebildet.

Wie es die Definition andeutet, sind es hauptsächlich Kinder, die naiv sind. Während die kindliche Unvoreingenommenheit und Unverfälschtheit noch von vielen als positiv, sogar als rein und unschuldig angesehen wird, gilt sie bei einem Erwachsenen als ernsthafter Charakterfehler, als geistige Beschränktheit. Hier tritt sie oftmals in Gefolge von Arroganz und Narzissmus auf."

Wenn Du nur eine eingeschränkte Bedeutung des Wortes "naiv" kennst, ist das nicht mein Problem.

Ich klinke mich jetzt aus.

Gruss, Leonie

Bymyourlife
21.10.2006, 11:17
Auf die Gefahr hin, ich mache mich auch unbeliebt, Diogenes lebte in ener Tonne, so die Sage. :freches grinsen:

Du hast doch selbst schon Nachteile einer Eigentumswohnung erkannt; es sind tatsächlich dieselben, wie in einem Mietshaus.
Bleibt doch nur das freistehende Einfamilienhaus, wie
Anastasia1960 schon vorschlug und Selbsterfahrung liegt doch auch vor. Von daher kannst Du Vergleiche wirklich allein ziehen.

tanimun
21.10.2006, 11:35
@Leonie60:
Jetzt hast Du es mir aber gegeben! Schande über mich!
Werde ich es je verwinden können?!
Du wirst meine Einstellung nicht ändern können und wegen Menschen wie Dir werde ich in diesem Leben bestimmt nicht mehr zum angepaßten Duckmäuser und Leisetreter. Mein Leben ist mir dafür zu schade und zu kurz!

tanimun
21.10.2006, 11:51
@Bymyourlife:
Ich kann Diogenes gut verstehen, allerdings wäre für mich die Tonne aufgrund meiner Größe zu klein. Dann lieber eine Höhle!(lach)
Sicherlich kann man viele Dinge selbst erkennen.
Wenn ich mir hier allerdings ansehe, daß hier sogar Themen wie "Ständer in der Sauna" ernsthaft reflektiert und diskutiert werden, dann darf ich doch auch bei einem viel unverfänglicheren Thema mit höherem "Wiedererkennungswert" eine Diskussion erwarten, die mal auf ein bißchen mehr Nachdenken schließt. Und eben nicht gleich immer alles aus dem moralisierenden Nähkästchen auspackt.

Vielleicht schreibe ich hier demnächst auch nur noch über "Riesenlümmel" in der Damensauna, dann bekomme ich bestimmt 150 Antworten voller Anteilnahme und tiefgründigem Verständnis.
Zwar kann ich mir bezüglich dieses Themas wirklich einiges zusammenreimen, aber meine eigene Erfahrung bezüglich des Wohnens im Eigentum liegt nun schon längere Zeit zurück.
Die Eigenheimbesitzer, die ich kenne, sind eher so "Fassadentypen", die nie zugeben würden, wenn etwas nicht stimmt in punkto tolles Leben im Haus.
Selten sickert da mal was durch und wenn, dann nur die ganz heftigen Sachen.
Ich weiß nur, daß alle extrem hohe Kredite laufen haben und das deswegen nichts schief gehen darf (Arbeitslosigkeit, etc.)
Aber das sagt noch nichts über die tatsächliche Zufriedenheit mit dem Umfeld und dem Wohnen aus und die interessiert mich hier eben besonders!

Monikamoon
21.10.2006, 11:56
Wie wärs mit einem Wohnmobil? :))

Ich lebe auch in einem Wohnblock mit ca. 50 Parteien.
Natürlich bin ich auch ab und zu genervt. Aber nur wenn mein Schlaf gestört wird.
Ansonsten LEBEN und LEBEN LASSEN.

Außerdem maße ich mir nicht an zu beurteilen wer spießig ist und wer nicht.

tanimun
21.10.2006, 12:04
@Monikamoon
Prima Idee! Die "Anmaßung" manche als spießig zu beurteilen, lasse ich mir aber deswegen nicht nehmen.
Was ich auch besonders "liebe" sind pseudotolerante Gutmenschen, die in Wirklichkeit noch schlimmer sind als "Else Kling" und ihre Verwandten!
Das klebt ja richtig, Schleimspur laß nach....

kate42
21.10.2006, 12:12
Oder gibt es außerdem noch andere Menschen, die beides kennen, also das Leben im Mietshaus und im Eigentum zwecks Vergleich?

Dazu kann ich Dir aus eigener Erfahrung nur sagen, dass beide Formen mit den gleichen Risiken behaftet sind. Und das aus einem ganz einfachen Grund: sowohl im Haus als auch am Haus hast Du es mit Nachbarn zu tun. Die einen sind näher dran als die anderen aber beide können extrem nerven.

<schulterzuck> Da gilt dann die Formel: es kann der Netteste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Wer wer in diesem Beispiel ist, ist der individuellen Einschätzung geschuldet. Jeder Kontrahent wird schlußendlich behaupten der Nette zu sein.

Für mich habe ich die Konsequenz gezogen in einer Mietwohnung glücklicher zu sein, weil es die flexiblere Lösung ist. In beiden Fällen gehört allerdings eine Portion Toleranz und Souveränität dazu, um schlussendlich glücklich zu sein.

:freches grinsen: k.

Monikamoon
21.10.2006, 12:13
@Monikamoon
Prima Idee! Die "Anmaßung" manche als spießig zu beurteilen, lasse ich mir aber deswegen nicht nehmen.
Was ich auch besonders "liebe" sind pseudotolerante Gutmenschen, die in Wirklichkeit noch schlimmer sind als "Else Kling" und ihre Verwandten!
Das klebt ja richtig, Schleimspur laß nach....

vielen Dank tanimum.
natürlich steht es dir ja auch zu, zu beurteilen wer "pseudotolerant" ist und wer nicht.
hatte ich dich intollerant genannt ??

Ich wollte nur meine Meinung zu deinem Posting abgeben und habe dich in keinster Weise angegriffen.

Meine Frage:
Warum postest du eigentlich, wenn du dazu eine ehrliche Meinung nicht verträgst?

Inaktiver User
21.10.2006, 12:23
@Gresse:
Du hast nicht aufgepaßt und auch nicht vernünftig gelesen und daher müßte ich Dir jetzt eigentlich auch nicht antworten.
1. Woher willst du das wissen? Vielleicht stelle ich mich mit Absicht dumm.
2. Das stimmt.

Es geht hier nicht um das Oberthema "Spießer", sondern um nervige Nachbarn in Mietshäusern/eventuell mehr Lebensqualität im Eigentum.
Wenn Du was dazu beisteuern kannst, darfst Du es gerne schreiben.
Ich hatte dazu etwas beizusteuern und habe es geschrieben. Und jetzt bleibt mir nur noch, mit einem ganz fettem, dennoch moralinsauren und verbittertem Grinsen zu grüßen.

Schönes Wochenende

tanimun
21.10.2006, 12:25
@Monikamoon:
Darf ich nochmal darauf hinweisen, daß mich hier ausschließlich die Erfahrungswerte bezüglich Lebensqualität im Mietshaus contra Eigentum interessieren? Ich habe dies jetzt bereits mehrmals gesagt.
Bevor man sich Eigentum anschafft, sollte man sich meiner Meinung nach so viele Infos wie möglich holen (dazu gehören eben auch Erfahrungswerte, aus denen man lernen kann).
Eigentum kauft man sich ja nicht mal eben wie eine Tüte Brötchen beim Bäcker.
Ich denke eben auch, daß die Unzufriedenheit mit Mietshäusern eine große Rolle spielen könnte im Zusammenhang mit dem Entschluß, sich auf Eigentum festzulegen mit allen Konsequenzen.
Daneben natürlich auch der Wunsch "endlich was Eigenes" zu haben.
Ich habe keine Lust auf irgendwelche komischen Psycho-Diskussionen mit Forenteilnehmern, die es noch nicht mal nötig haben, meinen Beitrag hier mal vernünftig durchzulesen.

tanimun
21.10.2006, 12:28
@Gresse:
suche Dir mal besser einen guten Psychologen.
Es ist mir schlichtweg zu dumm, mit Dir weiter zu diskutieren!

Inaktiver User
21.10.2006, 12:33
@Gresse:
suche Dir mal besser einen guten Psychologen.

Ich bin richtig ergriffen, wie tolerant und kritikfähig du bist. Hab doch Mitleid mit einer armen, beschränkten Spießerin! Oder gehöre ich eliminiert?

tanimun
21.10.2006, 12:39
@Gresse:
Kein Kommentar mehr, da einfach zu flach....

@Kate42:
Deine Antwort gefällt mir schon besser, ich glaube Du weißt, worauf ich hinauswollte!

Inaktiver User
21.10.2006, 12:56
@Gresse:
Kein Kommentar mehr, da einfach zu flach....

Contradictio in abjectio (auf Deutsch: ich antworte dir, um dir zu sagen, dass ich dir nicht antworte) Tz, tz, tz.

Bymyourlife
21.10.2006, 13:01
Die Eigenheimbesitzer, die ich kenne, sind eher so "Fassadentypen", die nie zugeben würden, wenn etwas nicht stimmt in punkto tolles Leben im Haus.
Selten sickert da mal was durch und wenn, dann nur die ganz heftigen Sachen.
Oh hast Du eine Ahnung, wie Fassadentypen sich bei Eigentümerversammlungen aufführen können, wenn das Hausgeld um Fünffünfzig erhöht werden soll.:freches grinsen:


Ich weiß nur, daß alle extrem hohe Kredite laufen haben und das deswegen nichts schief gehen darf (Arbeitslosigkeit, etc.)
Das stimmt, aber im Endeffekt ist die Höhe des Kredites abbhängig vom eingebrachten Eigenkapital.


Aber das sagt noch nichts über die tatsächliche Zufriedenheit mit dem Umfeld und dem Wohnen aus und die interessiert mich hier eben besonders!
Ich kann nur nochmal wiederholen, eine Eigentumswohnung birgt dieselben Risiken, Nachbarn zu haben, die man nicht ab kann oder Umstände, von denen man vorher nichts geahnt hat, genau wie bei einer Mietwohnung.
Auch mußt Dich in mancherlei Hinsicht Mehrheitsverhältnissen unterwerfen, die einem u.U. nicht passen.
Aus einer Mietwohnung bist Du schneller draussen, Wohneigentum läßt sich je nach Lage teilweise schwer erneut verkaufen.

Dann lieber ein Haus, zumindest kannst Du sicher sein, weniger Nachbarn zu haben. :freches grinsen:

LG byl, auch ein Tonnen/Höhlentyp :smile:

Inaktiver User
21.10.2006, 13:56
Ich kenne alles, ich wuchs im Eigenheim auf, das ich jetzt auch noch besitze (bzw. inzwischen besitze, wohne aber nicht dort) und habe eine Etw, in der ich zuvor als Mieterin lebte.

An der Miete gefiel mir einerseits die Flexibilität (böse Nachbarn = Estrella zog um), andererseits störte es mich massiv jeden Monat jemand "fremdem" mein Geld überweisen zu müssen, dies kommt wohl durch meine Eigenheimkindheit, ich hatte da echt ein Problem mit, was meine Freunde, die in Miete aufwuchsen nie nachvollziehen konnten.

Meine jetzige Wohnung gefiel mir von Anfang an, Nachbarn sind OK, als der Vermieter starb, kaufte ich der Witwe die Wohnung ab und renovierte sie von Grund auf...

Zur Etw:
Mir gefällt das Gefühl ein richtiges Zuhause zu haben, aus dem mich keiner rausschmeißen kann. Einmal im Jahr ist allerdings Eigentümerversammlung, da kannst du wildgewordene Groschenpetzer beleidigend herumkeifen sehen, während Klein-Estrella denkt, sie sei in einer Art Eigentumspsychiatrie gelandet... eine sinnbefreite Diskussion jagt die andere, es werden unglaubliche Ausgaben durchdiskutiert, z.B. ob mein 4jähriger Nachbar während des Sommers einmal die Woche frisches Wasser in sein Planschbecken bekommen darf, diese enormen Kosten (von geschätzten 10 Euro über den Sommer) müssen schließlich von der Eigentümergemeinschaft getragen werden...:unterwerf: :ooooh: :knatsch:

Nach diesen Versammlungen frage ich mich immer, ob das wirklich eine gute Entscheidung war, allerdings metamorphieren die Eigentümer (die meisten wohnen im Haus) zum Glück nach der Versammlung wieder zurück, dann fühle ich mich nach ein paar Tagen auch wieder wohl :smirksmile: .

Bei einem Haus, das nicht freisteht, kannst du aber auch Pech haben mit den Nachbarn, mein "Kindheitshaus" hat den Vorteil, dass mich dort jeder kennt und umgekehrt und dort wohnen eigentlich nur Leute, mit denen man zwar keine Freundschaft schließt, aber mit denen man reden kann, wenn man auch ein bißchen auf sie zugeht, Kompromisse muss man dort auch machen.

In meiner Wohnung muss ich Hausordnung etc. beachten, im Haus hast du halt nachbarschaftliche Außenregeln zu beachten, z.B. Samstags die Gasse kehren, ist dort obligatorisch, sonst zählt man zu den "Asozialen"...

Finanziell fährt man mit Miete besser, der Vermieter muss die Anlage in Schuss halten, das kommt den Mieter natürlich günstiger, andererseits gibst du lebenslänglich dein Geld an andere, ohne etwas für dich aufzubauen oder zu erwirtschaften.

Ich, z.B. habe aber diese Bedürfnis mir etwas aufzubauen, auch wenn ich auf 20/30 Jahre "verschuldet" bin, ich nehme das gern in Kauf. Für mich muss es im Zuge dieser Entscheidung eben nicht jedes Jahr ein großer Urlaub sein oder das schickste Auto oder die neuesten Klamotten, das ist aber etwas, worüber man sich klar werden sollte, sonst bereut man diese Entscheidung, denn sie kann normalerweise nur mit Verlust rückgängig gemacht werden...

Beim Kauf einer Etw ist es wichtig, die Teilungserklärung (wer was wann wo und wie bezahlt und machen darf) genau zu studieren und (im Idealfall) herauszufinden, wie die Eigentümer so ticken (das kann man bei einer bereits bestehenden Anlage sehr gut aus den Protokollen der oben erwähnten Eigentümerversammlung herauslesen :smirksmile: ), eine Etw birgt aber ein definitiv größeres Risiko für Popolochnachbarn, als ein Haus. Bei einem Hauskauf würde ich wahrscheinlich die Nachbarn mit abklappern, mich vorstellen und erzählen, dass ich das Haus kaufen möchte und mich nach den Nachbarn erkundigen, da hört man meist auch schon einiges heraus.

Willst du allerdings ganz und gar auf Nr. sicher gehen, bleibt dir nur ein Haus in Alleinlage (wobei da auch noch ein Restrisiko besteht, du erwähntest ja selbst die drei bösen Kirschen :smile: ) oder ein Häuschen ganz weit draußen auf dem Land, da hast du oft gar keine Nachbarn in der Nähe, allerdings auch keine Infrastruktur (Bäcker, Metzger etc.pp. + die Nachteile des ständigen Fahrens zum nächsten Ziel).

So, mehr fällt mir gerade nicht ein, vielleicht hat's ein bißchen geholfen??

VG
Estrella

tanimun
22.10.2006, 22:31
@Bymyourlife und Estrellaluana:
Ihr habt mich auf eine gute Idee gebracht, denn entweder muß ich in eine ganz ausgefallene Stadt ziehen oder in ein Hexenhäuschen auf dem Land!!! Das ist es!!!
Ihr habt Euren Standpunkt ausführlich und gut beschrieben.
Erfreulich finde ich es übrigens, daß es User gibt, die nicht inflationär mit Latein-Zitaten herumschleudern, denn das langweilt langsam echt.
Werke wie "Latein für Angeber" sind mir übrigens auch kein Fremdbegriff.
Daher hält sich mein Ergriffensein bezüglich solcher Zitate in Grenzen.

Find ich gut, daß Ihr Euch auch anders ausdrücken könnt, bzw. solchen Klimbim nicht braucht....!

sultan tanimun

hermeshuntress
23.10.2006, 06:18
Ich denke nicht, dass man aufgrund einiger Erfahrungsberichte schon eine differenzierte Meinung über eine Immobilien-Entscheidung treffen kann, mit deren wirtschaftlichen Verpflichtungen man ein oder zwei Jahrzehnte leben muss - doch es ist sicher ein Anfang.

Meine Erfahrungswerte waren ähnlich wie die von Dir berichteten. Kindheit im hübschen Eigenheim der Eltern (dortselbst in der eigenen Wohnung mit Partykeller), die Nachbarn waren weit weg und wir hatten eine hohe blickdichte Hecke, so dass genügend Anonymität gewährleistet war.

Erst mit 20, als ich auszog, das Fürchten zu lernen, an meinem ersten Studienort erlebte ich den wildgewordenen Badener Spiesser im Reihenhaus, der mir bei Vermietung einer Souterrainwohnung wichtigtuerisch mitteilte, dass er jeden Sonntag das Handtuch von Rasen zu mähen gedenkt und zwar um 7 Uhr morgens, denn er sei ja Eigentümer. Was war da erst los, wenn ich die Ökotonne nicht rechtzeitig herausgestellt habe! Holland in Not, kann ich Dir sagen.

Mit grossem Gruselgefühl zog ich dann in einer WG mit männlichen Mitbewohnern, die erfrischend normal und unspiessig waren und zudem viel putz- und spülfleissiger als ich. So einfach habe ich noch nie gelebt: moderate Mietkosten, unbesetztes Bad, teilsweise recht sinnvolle Gespräche und gegen ein Teilen meiner Süsswaren meist Befreiung vom Spüldienst. Die reinste Erholung!

Dann bekam ich einen Job an der Uni und zog mit meinem neuen Freund in eine grössere Wohnung, die wir auch kauften (mittlerweile ist sie wieder verkauft und wir haben einen Sekt darauf getrunken, sie loszusein). Der Clou dieser Wohnung war, dass unsere Nachbarin, eine getrennt lebende Dauerarbeitslose mit Ambitionen, die Kosmetikerprüfung zu bestehen, jeden Abend besinnungslos trank und lautstark herumschrie und auf freundliche Ermahnung hin die Türen knallte und Beleidigungen murmelte. Und auch die Eigentümerversammlung war eigentlich eine Realsatire. Ich habe vorher nicht gewusst, dass erwachsene, teils studierte Leute sich wegschmeissen vor Groll, wenn eine Terracottafliese auf Balkon 44 auf Gemeinschaftskosten, also umgelegt jeder Eigentümer mit einer horrenden Beteiligung von 30 cent, erneuert werden soll. Das war noch vergleichsweise harmlos! Ich habe dort unter den weisheitstriefenden "Miteigentümern" u.a. Gespräche anhören müssen, die mich an die Grenzen meines Weltbildes und meiner humanistisch-positiven Auffassung von der menschlichen Vernunft gebracht haben. Einfacher ausgedrückt: Irresein rulez.

Mein Rat ist: zieh entweder in eine Männer-WG (nichts Falsches denken) oder kauf Dir eine Doppelhaushälfte, evtl. unter MItbeteiligung Deiner Eltern. Überlege mal, was Dir wichtiger ist: Freiheit oder Kontrolle? Freiheit hast Du in einer WG-Lösung am ehesten, Kontrolle über das soziale Niveau Deiner Nachbarschaft nur, wenn Du Dich in einer entsprechenden Gegen einkaufst, wozu Du Verpflichtungen eingehen musst, die Du Dir vorab genau überlegen musst.

Inaktiver User
23.10.2006, 08:45
Ob man nun Eigentümer oder Mieter wird macht für mich keinen unterschied. Bei beiden MUSS man sich mit den anderen arrangieren, ansonsten macht man sich selber das leben unnötig schwer. ich als mieterin habe keine probleme mit meinen nachbarn. eher im gegenteil im sommer grillen wir gemeinsam und wenn es mal das ein oder andere problem gibt, dann kann man das klären.

Der unterschied zwischen Miete und Eigentum? Eigentum VERPFLICHTET und sollte sehr gut durchdacht sein. Und wenn dir wirklich eine ET-Wohnung am HErzen liegt, dann horche einfach bei deiner Suche einfach mal in die Gemeinschaft rein, dann erfährst du auch, ob es querolanten gibt oder alles "flauschich" ist.

Was ich eher bezweifle, dass alles "flauschiger" sein wird, sobald man eine Eigentumswohnung besitzt. Da gibt es nämlich andere Probleme. Die Erfahrungen von den anderen sind das eine, entscheidend ist das finanzielle polster und der zustand des hauses im allgemeinen, ob man sich die belastung aufbürgen möchte.

so ich hoffe, ich bekomme nicht auch noch mein fett weg, weil ich dir das nicht schön rede.

Inaktiver User
23.10.2006, 12:00
@Monikamoon
Prima Idee! Die "Anmaßung" manche als spießig zu beurteilen, lasse ich mir aber deswegen nicht nehmen.
Was ich auch besonders "liebe" sind pseudotolerante Gutmenschen, die in Wirklichkeit noch schlimmer sind als "Else Kling" und ihre Verwandten!
Das klebt ja richtig, Schleimspur laß nach....

@Tanimun,
Egal, ob Mietwohnung, Eigenheim, Kloster oder Schloß - mit Deiner negativen Lebenseinstellung Deinen Mitmenschen gegenüber wirst Du immer und überall unzufrieden sein.

tanimun
23.10.2006, 17:07
@Hermeshuntress und Sommer 2006:
Danke für Eure Beiträge!

@Lorelei:
Danke auch Dir für einen weiteren Treffer mit der "psychologisierenden" Keule! Amen!

Inaktiver User
23.10.2006, 17:12
Ist das in der BriCom neu eingefuehrt, dass der Threaderoeffner Noten fuer die Postings gibt?

tanimun, setzen 6.

Gruss, Leonie

tanimun
23.10.2006, 17:38
@Ist es hier neu eingeführt, daß man vor sinnentleertem Hausfrauengesäusel auf die Knie fallen muß?
Die Postings einiger User hier lassen mal ganz stark auf derartige Lebensumstände schließen!
Und Hausfrauen hassen ja bekanntermaßen selbstständige Frauen, daß ist ja mehr als ein offenes Geheimnis!
Wer im "Hausfrauenknast" sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen....

Inaktiver User
23.10.2006, 17:43
Wer im "Hausfrauenknast" sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen....

Meinst Du MICH :wie?:

Da kann ich nur sagen "wenn Du wuesstest ... "

Ist aber gerade nicht das Thema.

Gruss, Leonie

tanimun
23.10.2006, 17:56
@Leonie60:
Hausfrauen behängen sich oft mit Zitaten.
Menschen, die den ganzen Tag hochgeistige Konversation hören und lesen müssen, freuen sich auch über normale Konversation in ihrer Freizeit.....
Wo das Dasein sinnentleert ist, muß man es eben mit Glanz füllen!

Monikamoon
23.10.2006, 21:28
tanimum
warum schaust auf alles und jedes herab?
deine worte sind böse und voller hochmut.

Inaktiver User
23.10.2006, 21:32
Menschen, die den ganzen Tag hochgeistige Konversation hören und lesen müssen, freuen sich auch über normale Konversation in ihrer Freizeit.....
Wo das Dasein sinnentleert ist, muß man es eben mit Glanz füllen!

:erleuchtung:

jetzt verstehe ich.

Du hast einen so anspruchsvollen Beruf, dass Du hier zum Ausgleich auf so niedriges Niveau fallen musst.

Man kann auch an den Weihnachtsmann glauben.


Irgendwie ist mir da die Hausfrau mit Niveau doch lieber ...

Chico
24.10.2006, 11:05
Da dieser Thread leider nichts mehr mit dem Ausgangsthema zu tun hat, werde ich ihn schließen.

Ich möchte Euch bitten, persönliche Streitigkeiten per PN oder Gästebuch auszutragen. (NB §5.1)

Freundliche Grüße
Chico