PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2. Fehlgeburt, wie weiter machen?



Inaktiver User
22.07.2013, 16:34
Hallo!

Im November hatte ich in der 6 - 7. Woche einen Missed Abort. Das Herz hat nie geschlagen.
War sehr geschockt, dass das mir passiert ist, weil ich mit meinem ersten Kind so eine problemlose Schwangerschaft hatte.
Nach der Ausschabung habe ich viel mit Anderen gesprochen und gemerkt, Mensch das passiert vielen.
Also habe ich versucht es so zu sehen, dass es irgendwie normal ist, eine Fehlgeburt zu erleben.

Nun bin ich wieder schwanger und habe gerade wieder erfahren, dass es sich nicht weiter entwickelt hat. Es ist etwas größer als beim ersten mal und es gab kurz eine Herzaktivität. Bin wohl so 8. Woche.
Morgen dann wohl wieder AS.

Nun hadere ich sehr mit mir selbst. Wie soll es in Bezug auf unseren Kinderwunsch weiter gehen?
Wir möchten nicht aufgeben, jedoch dieses Warten, Hoffen und Bangen in der Zeit, wo wir nicht wussten ob die Schwangerschaft intakt ist, die macht mich fertig. Wie kann ich da in Zukunft einen guten Umgang mit finden? Es wird ja immer krampfiger...

Bis jetzt bin ich immer recht schnell schwanger geworden. Wann soll ich das Risiko noch mal eingehen?
leider war ich bei dieser Schwangerschaft auch schon mega angespannt. Vielleicht hat es sich deshalb nicht weiter entwickelt, weil ich solche Angst hatte vor einen Missed Abort...

Oder soll ich lieber glücklich sein, dass wir eine tolle Tochter haben?
Meine FA ist zum Glück super. Sie würde ein paar Untersuchungen machen ( Hormonstatus, Blutgerinnung)

Könnte auch zum Genetiker gehen. Aber nützt es was zu wissen, dass es da ein Risiko gibt?

Liebe Grüße, Fringe

Inaktiver User
31.07.2013, 18:12
Hallo Fringe,
es tut mir leid, dass du 2 FG hattest! Deine Ängste und die Fragen, die du dir nun stellst, verstehe ich sehr gut. Ich hatte nach einer unkomplizierten ersten Schwangerschaft vor 4 Jahren innerhalb der letzen anderthalb Jahre 3 FG und bin mir gerade auch nicht sicher, wie es weitergehen soll.

Einerseits sind wir guten Mutes und haben uns noch lange nicht von einem zweiten Kind verabschiedet, andererseits weiß ich aber, dass mit dem positiven Test eine entsetzlich harte Zeit auf mich zukommt. Mal ganz abgesehen davon, dass mir das positive Gefühl für eine Schwangerschaft abhanden gekommen ist und ich mit FA-Praxen lange Blicke und großen Schmerz verbinde.

Einerseits weiß ich auch nicht, wie ich das noch einmal durchstehen soll, andererseits wollen wir noch nicht aufgeben. Einerseits bin ich zu einem fast erfürchtig dankbaren Menschen geworden, andererseits bin ich traurig, wütend, und immer noch auf der Suche nach etwas Verlorenem.

Also, du merkst, dass ich irgendwie auch noch keine Antwort gefunden habe. Für dich ist es wahrscheinlich erstmal am sinnvollsten, ein paar Tests zu machen. Bei mir kam heraus, dass ich Faktor 5 habe, und vielleicht hilft mir das nächste Mal Heparin ...?! Den Gentest haben wir auch gemacht, wobei die Chance, die Antwort dort zu finden nicht wirklich hoch ist (4%). Aber Gerinnung, Schilddrüse, Vitamin B (oder D?), Gelbkörperanteil und Diabetes sind im Test sicher sinnvoll. Dass ein Fötus aus Angst vor einer FG abgeht, haben die Ärzte, die ich gefragt habe, übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen.

Vielleicht klingt das doof, aber ich habe mir irgendwann zwei Ziele gesetzt, um eine weitere Schwangerschaft und evtl. FG zu schaffen:

1. Die schönen Dinge des Lebens neu entdecken und genießen (klappt wieder)
2. mit dem Ist-Zustand, d.h. ein Mann und EIN wunderbares Kind, Frieden schließen

Ich wünsche dir viel Kraft und einen klaren Umgang mit dem Thema.

LG und alles Gute!
Mena