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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mitfahrgelegenheit: Oder drauf achten, dass der andere gut nach Hause kommt?!



Sugarnova
15.10.2006, 18:50
Hallo Ihr Lieben,

wollte nur mal wissen, ob ich bestimmte Vorkommnisse wirklich zu eng sehe...

Also, nun ist es so, dass ich einerseits kein Auto habe (könnte mir beim besten Willen von meinem Lohn keines leisten), andererseits ab und an jobmäßig unterwegs bin, teilweise auf Konferenzen oder auch "nur" zu einem Geschäftsessen abends.

Und dabei stößt mir immer auf, dass es den lieben Kollegen piepegal ist, wie und ob ich heil nach Hause komme.

Situation 1: Ich komme auf eine Konferenz einen Tag später an, Koffer hab ich dabei. Nach der Konferenz hätte ich gerne ein Taxi genommen, Kollegen wollten lieber laufen, "wär ja nicht so weit". Tja, Ende der Geschichte: Ich bin im Kostüm und Business-Schuhen über Stock und über Stein mit wirklich schwerem (Gottseidank) Ziehkoffer (da Equipment dabei) eine dreiviertel Stunde durch die Pampa, Kollegen MEILENWEIT vor mir, dass ich aufpassen musste, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Klar hätte ich auch eine Taxe selbst nehmen können, wusste aber nicht genau, wohin (da Privatunterkunft), und ich verließ mich auf die Ansage, dass es ja nicht "so weit" wäre.

Situation 2: Nach einem Meeting wird abends noch ein kleines Essen veranstaltet, ich wiederum mit schwerem Gepäck (da ich für den Transport der Dokumente und Technik zuständig bin). Okay, hin war kein Problem (bin gelaufen, und in Nähe der Arbeitsstätte), zurück fuhr aber keine ÖTVs mehr. Also ich alleine zu meiner Wohnung gedackelt. Ein Kollege hatte sich, das hatte ich aber nur indirekt gehört, ein Taxi bestellt. Für sich.

Situation 3: Termin außerhalb, Kollege fährt mit Auto, ich darf mit den ÖTV und, ihr ahnt es, dem Dokumentenkoffern hin. Weder hin NOCH zurück werde ich gefragt, ob ich nicht mitfahren wolle. Er WEISS, wo ich wohne und dass kein Auto vorhanden ist.

Situation 4: Kollege arbeitet von zu Hause aus und ist nur unregelmäßig im Büro. ICH darf ihm dann immer noch die Post nachtragen. Nach Hause zu ihm, obwohl er ebenfalls motorisiert ist und es ein geringeres Theater wäre, würde er die Dokumente bei mir zu Hause bzw. im Büro abholen.

Ich frage mich dann oft, ob ich dat Laufmädchen für alle bin und ob es aus der Mode gekommen ist, zu schauen, dass alle heil nach Hause kommen.

Oder ob ich einfach zu "altmodisch" und unemanzipiert bin. Und mich heutzutage halt einfach auf mich selbst verlassen muss.

Oder ob ich einfach die Holzfabrik auffahren soll und direkt immer fragen soll, wie ich nach Hause komme. Allerdings ist es mir immer ein büschn komisch, ob man jemand anderen fragt, dass er einen mitnimmt.

Letzte Variante: Ich rufe mir in solchen Situationen IMMER ein Taxi und poche darauf, dass die Company zahlt. Darf ich das?

Was meint ihr?

xanidae
15.10.2006, 18:58
Oder ob ich einfach die Holzfabrik auffahren soll und direkt immer fragen soll, wie ich nach Hause komme

das würde ich als erstes probieren. wenn das nicht funktioniert, dann: taxi nehmen!

ich kenne dein problem so nicht, allerdings ist bei uns der männlein/weiblein anteil auf gleicher ebene 50/50. da sind männer wohl umsichtiger. von meinem mann weiß ich, der nur mit männern zusammenarbeitet, dass da ein sehr rauher umgangston herrscht und erwartet wird, dass man den mund aufmacht.

Paula7767
15.10.2006, 20:11
Wenn ich für die Firma unterwegs bin und ich der Meinung bin, nun ein Taxi zu benötigen, dann nehm ich mir eines. Das gab (zumindest in meiner Firma) noch nie ein Problem.

Als Maßstab lege ich da an: Würde ich das Taxi im selben Fall auch selbst zahlen? Also: Wenn ich ohne Gepäck und mit Jeans ankommen kann, fahr ich gern auch mal mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Muss ich geschminkt und vielleicht noch mit Übernachtungsgepäck ankommen, dann eben Taxi.

Wenn es eine Firmenveranstaltung ist, ist es Aufgabe der Firma den Heimweg sicher zu finanzieren (im Zweifel also Taxi).

Es gibt auch genug Menschen, die sehr ungern bei Nacht in fremder Umgebung autofahren, und noch weniger gern jemanden dabei mitnehmen. (Wenn ich mich schon verfahre, will ich nicht auch noch zum Gespött der Firma werden...)

Zu den anderen Problemen:
Ich habe kein Problem damit, mal jemanden heimzufahren (bei Regen, oder wenn ich eh den gleichen Weg habe) etc.
Aber wenn man wöchentlich einen Umweg von einer halben Stunde machen soll, weil andere ihr Geld lieber für was anderes ausgeben, finde ich das auch nicht soo toll.

Und ich hab auch schon festgestellt, dass es relativ bald zu einer Selbstverständlichkeit wird, dass man grundsätzlich Zeit hat, den anderen heim zufahren.
Typisches Beispiel: Mama mit 7-Jährigen Kind bleibt im Winter bis 21:00 auf Geburtstagsparty. Wenn ich nicht anbiete, sie heimzufahren, muss die Kleine zweimal bei der Kälte im Finstern auf den Bus warten.

Ergebnis: Eigentlich wollte ich ja länger feiern, fahre aber natürlich brav um 21:00 heim, da ich das dem Kind nicht antun wollte. Auf die Mutter war ich schon ein wenig sauer.

Oder: Nach dem Sport bring ich eine andere Teilnehmerin heim. Normalerweise kein Problem, nur wenn ich dann einmal früher weg will oder direkt weiter will, möchte nicht ich mich dafür entschuldigen müssen, dass es halt heute nicht geht. (Besonders toll, wenn ich den anderen telefonisch nicht erreichen kann und er das eigentlich vorher wissen müßte, da er sonst nur mit dem Fahrrad heimkommt.)

Allerdings bei der Post würde ich den Kollegen wirklich ansprechen. Er hat ja den Vorteil der Heimarbeit, dann ist es auch seine Aufgabe zu organisieren, dasss er zu den notwendigen Unterlagen kommt.

Paula7767
15.10.2006, 20:15
Noch ein Hinweis:
Wenn du unsicher bist, wegen der Kosten für die Firma:

Rechne doch mal durch, wie viel die Firma für die Fahrt mit einem Privat-PKW an Kilometergeld bezahlen würde. Und setze dann mal die Kosten mit dem ÖPV + Taxi dagegen. Meist ist das Taxi dann noch locker drin.

Das nur als Argumentatiosgrundlage....

Tante_Karla
15.10.2006, 21:59
Ich frage mich dann oft, ob ich dat Laufmädchen für alle bin...


Vielleicht solltest Du das mal in der Firma fragen.
Warum z.B. bringst Du Deinem Kollegen die Post nach Hause? :wie?:
Oder ist es u.a. Dein Job, ihm die Post zu bringen?
Dann bist Du natürlich auch selbst verantwortlich für den Transport von Dir und der Post.

Zu den anderen aufgezählten Beispielen:
Ich würde mir ein Taxi nehmen.
Und ich finde auch nicht, dass Deine Kollegen Dir eins rufen müssten - das kannst Du doch selbst. Wenn ich mir nach dem Geschäftsessen ein Taxi rufe käme ich auch nicht auf die Idee, für Kollegen eins mitzubestellen. Das würde auf mich so wirken wie "ICH fahre jetzt nach Hause und deswegen müsst Ihr alle gehen" :smirksmile:
Ich finde es absolut unproblematisch, sich selbst ein Taxi zu rufen.

Anij
15.10.2006, 23:19
Hmm, ein bisschen "jammerig" finde ich Deinen Bericht, mir fehlt Eigeninitiative bei Dir.
Sprich mit Deinem Chef/Deiner Chefin darüber, wie solche Transporte geregelt werden sollen, was wie abgerechnet werden kann.
Und wenn Du weisst, dass ein Kollege mit dem Auto fährt, dann sprich ihn halt an und frag, ob er Dich (ggf. auch von einer Haltestelle zu der Du vernünftig hinkommst und die für ihn weniger Umweg ist) mitnehmen kann.

Warum sollten die anderen sich um Deinen Transport kümmern müssen? Schliesslich ist es Deine Entscheidung, kein Auto zu haben (ist ja auch völlig o.k., verpflichtet aber nicht Deine Mitmenschen, sich über Deinen Transport Gedanken machen zu müssen.)

Und aus der 45min. Laufsituation würde ich mitnehmen, das nächste Mal genau nachzufragen, wie weit es ist, und deutlich auf ungeeignetes Schuhwerk und schwere Koffer etc. hinzuweisen.

Jennifer2810
16.10.2006, 09:43
Ehrlich gesagt, verstehe ich das Problem nicht so recht.
Es geht um Deine Kollegen, nicht um Familie oder Freunde. Warum sollte man sich dafür verantwortlich fühlen, wie andere Kollegen zur Arbeit bzw. von der Arbeit nach Hause kommen?

Wie schon vorher geschrieben, es ist Deine private Angelegenheit, ob Du ein Auto besitzt oder nicht. Genauso wie Du selbst es organisieren mußt, zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Was hat das mit Deinen Kollegen zu tun?

Wenn Du dienstlich unterwegs bist, kläre mit Deinem Vorgesetzten, ob Taxifahrten in Ordnung sind.
Ansonsten ist man immer das, wozu man sich machen läßt. Wenn Du befürchtest, zum Laufburschen gemacht zu werden, denk drüber nach, wie Du Dich besser abgrenzen kannst.

LG
Jen

Inaktiver User
16.10.2006, 12:23
Gehört das Verteilen von Dokumenten bzw. Post zu Deinen festen Aufgaben in der Firma? Auch bei dem Kollegen, der von zu Hause aus arbeitet?
Wenn dem so ist, mußt Du es wohl oder übel erledigen, und wenn Du keinen eigenen Pkw hast, mußt Du Dich eben anders arrangieren.

Wenn es Probleme mit dem Heimkommen gibt, sprich es klipp und klar an, frag nach einer Mitfahrmöglichkeit bzw. kläre mit dem Chef, wie es aussieht mit Taxifahrten.

Und - wie schon jemand geschrieben hat - wieso sollte ein Kollege für einen anderen ein Taxi bestellen? Das sieht in der Tat so aus, als wollte man damit einen gemeinsamen Aufbruch "bestimmen".
Ist es wirklich so schwer, sich selbst ein Taxi zu rufen? Die Zeiten, in denen man das den Herren der Schöpfung überließ, dürften doch wohl vorbei sein.

LG
Sanssouci

Inaktiver User
17.10.2006, 10:17
Hallo Sugarnova

ich schliesse mich meinen Vorschreiberinnen nicht ganz an.

Selber fahre ich vor allem aus Umweltschutzgründen kein Auto und finde, dass ich es damit anderen ermögliche, umso mehr Auto zu fahren (CO2-Ausstoss).

Ergo habe ich nie Skrupel, jemanden zu fragen, ob er mich heim fahren kann, vorausgesetzt, für den anderen ist der Umweg moderat und im Rahmen und wenn möglich lade ich die Person dann irgendwann zum Kaffee ein.

Jobwise kannst du ruhig fragen, ob dich jemand mitnimmt, ansonsten würde ich ein Taxi nehmen, das die Firma bezahlt.

Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass niemand von selber auf die Idee kommt, einen mitzunehmen, wohl weil die Leute nicht dran denken.

Mein Rat an dich: frag einfach, ob man dich mitnimmt oder wohin fährt oder nimm ein Taxi und präsentier die Rechnung der Firma.

Das Argument, es sei deine Entscheidung, ob du ein Auto fährtst oder nicht, kann ich nicht ganz gelten lassen heutzutage, wo alle über mangelndes Umweltbewusstsein klagen. Du fährst kein Auto und durch deinen Verzicht können andere umso mehr fahren.

Grüsse

LaTraviata

Inaktiver User
17.10.2006, 10:34
Ehrlich gesagt, verstehe ich das Problem nicht so recht.
Es geht um Deine Kollegen, nicht um Familie oder Freunde. Warum sollte man sich dafür verantwortlich fühlen, wie andere Kollegen zur Arbeit bzw. von der Arbeit nach Hause kommen?



das nicht, aber sie schleppt das material der kollegen. also ich finde es eine frechheit, dass die kollegen noch nicht einmal anbieten den materialkoffer in ihren kofferraum zu legen und am nächsten tag mit zur arbeit zu bringen. das macht man einfach nicht, dass man denjenigen das zeug schleppen läßt, der nicht mit auto unterwegs ist. den materialkoffer würde ich den kollegen auf den tisch legen, die mit dem auto zur veranstaltung fahren und überhaupt nicht fragen, ob sie es mitnehmen, sondern einfach erklären: da ich mit ÖPNV unterwegs bin, könntest du den koffer doch einfach in deinen kofferraum legen.

ansonsten würde ich an deiner stelle um ein gesprächstermin mit deinem vorgesetzten bitten, um die situation zu klären. sicherlich muss der AG sich nicht um deinen arbeitsweg kümmern, aber sehr wohl um den weg zu veranstaltungen und berufliche abendveranstaltungen. du könntest zwei bis drei sachen selbst vorschlagen:
- taxifahrten werden übernommen (man muss da auch vorrechnen, dass du, wenn du mit ÖPNV fährst einfach auch viel früher gehen musst, als wenn du mit einem taxi fährst)
- anschaffung eines pool-fahrzeigs. vielleicht haben noch mehrere im UN das problem. eine leasing rate für einen kleinen wagen kostet um die 200,00. das sind fast schon 10 taxi-fahrten.
- du verhandelst einen firmenwagen für ich. statt einer gehaltserhöhun ein firmenwagen zur freien privaten benutzung.


also ich finde die art deiner kollegen einfach nur beschämend und rücksichtslos :nudelholz:

Tante_Karla
17.10.2006, 10:41
Selber fahre ich vor allem aus Umweltschutzgründen kein Auto und finde, dass ich es damit anderen ermögliche, umso mehr Auto zu fahren (CO2-Ausstoss).

Ergo habe ich nie Skrupel, jemanden zu fragen, ob er mich heim fahren kann, vorausgesetzt, für den anderen ist der Umweg moderat und im Rahmen und wenn möglich lade ich die Person dann irgendwann zum Kaffee ein.


Wenn man autofahren aus Umweltschutzgründen ablehnt finde ich es merkwürdig inkonsequent von anderen Autofahrern zu profitieren.
Carsharing wäre da eher eine Alternative.

Antje3
17.10.2006, 11:11
Hallo,

ganz einfach: Kümmere Dich nicht um Gott und die Welt und trag Deinen Kollegen den "Ar...." nach - sondern kümmere Dich um DICH.

Wenn es Dein Job ist, Dinge vorzubereiten, sorg dafür, daß die Rahmenbedingungen stimmen.

Aber erwarte nicht, daß andere ein Auge für DEINE Probleme haben, wenn Du den Mund nicht aufmachst. Wenn Du unter Absingen schmutziger Lieder hinterherdackelst, aber nix sagst, brauchst Du Dich nicht wundern, wenn Du das immer machst. Und das ist keine böse Absicht, sondern einfach Gedankenlosigkeit.

Antje

Inaktiver User
17.10.2006, 11:21
Wenn man autofahren aus Umweltschutzgründen ablehnt finde ich es merkwürdig inkonsequent von anderen Autofahrern zu profitieren.
Carsharing wäre da eher eine Alternative.

Da du ja konsequent alles komisch findest, was ich hier poste: ich habe das Autofahren auch deswegen komplett aufgegeben, weil ich als Kind (9 Jahre) miterlebt habe, wie ein kleiner Mitschüler (er war damals 6 Jahre alt) von einem korrekt fahrenden Autofahrer direkt vor unseren Augen überfahren wurde und vor unseren Augen gestorben ist. Nach zwei Jahren Autofahren ständig mit der Angst, dass ich auch ein mal ein Kind überfahre, obwohl ich korrekt unterwegs bin, habe ich meinen Führerschein abgegeben.

Ich finde es nicht mehr als hiflsbereit, wenn mich mal jemand fährt. Klar verlange ich von niemandem einen Umweg und ich revanchiere mich bei Gelegenheit auch immer, indem ich den Fahrer z.B. zum Kaffee einlade.

Ferner ist es halt so: jeder der aufs Auto verzichtet, verstopft die Strasse nicht, trägt zumindest hier nichts zur weiteren Umweltverschmutzung bei, bezahlt hingegen durch die Steuern einen Beitrag an den Strassenbau ect. Ich finde es wirklich angemessen, sich ab und zu fahren zu lassen. (Sofern kein ÖV zur Verfügung steht selbstverständlich.)

Grüsse

LaTraviata

Tante_Karla
17.10.2006, 11:24
Da du ja konsequent alles komisch findest, was ich hier poste: ich habe das Autofahren auch deswegen komplett aufgegeben, weil ich als Kind (9 Jahre) miterlebt habe, wie ein kleiner Mitschüler (er war damals 6 Jahre alt) von einem korrekt fahrenden Autofahrer direkt vor unseren Augen überfahren wurde und vor unseren Augen gestorben ist. Nach zwei Jahren Autofahren ständig mit der Angst, dass ich auch ein mal ein Kind überfahre, obwohl ich korrekt unterwegs bin, habe ich meinen Führerschein abgegeben.

Das ist sehr schlimm aber etwas völlig anderes als Dein erster Beitrag, wo Du geschrieben hast, dass Du das Autofahren aus Umweltschutzgründen ablehnst.

Inaktiver User
17.10.2006, 11:46
Das ist sehr schlimm aber etwas völlig anderes als Dein erster Beitrag, wo Du geschrieben hast, dass Du das Autofahren aus Umweltschutzgründen ablehnst.

Das Autofahren (mit eigenem Auto) lehne ich für mich persönlich aus Umweltschutzgründen ab, eine Fahrgenossenschaft wegen des Kindes, das vor unseren Augen überfahren worden ist.

LaTraviata

Sugarnova
17.10.2006, 12:19
Hallo Ihr Lieben,

so viele Ansichten, vielen Dank.

Also erstmal: Kein Auto habe ich, weil ich einfach so wenig verdiene, dass es nicht drin wäre. Ganz einfach. Es wäre schön, wenn ich höhere Argumente hätte, hab ich aber nicht.

Antje, herrliches Bild mit dem "Absingen schmutziger Lieder", so ist es nämlich wirklich - Kollege sagt: "Ist doch nur 5 Minuten!", ich glaube ihm, sehe nur noch ne Staubwolke da vorne und schimpfe vor mich hin. Also bleibt wohl nur die Holzfabrik.

Bin halt das einzige Mädel in einer Männertruppe. Und da will man halt nicht als Zicke dastehen.

Wobei ich sagen muss - bei aller Emanzipation - so ne Schutzzone hab ich ganz gerne als Frau. Gebe ich offen zu. Nachts durch die Stadt zu laufen, auch wenn es die eigene ist, durch nicht ganz so doll bewohnte Gebiete... Es ist okay, aber ich hätte es lieber anders.

Ich muss auch sagen: In manchen Situationen ist mir fast ein Taxi lieber als Mitfahrgelegenheit. Ich weiß nicht mal genau, wieso - vielleicht, weil mir die Kollegen nicht besonders sympathisch sind (sicher nicht alle) und ich bei einer Mitfahrgelegenheit das Gefühl hätte, "dankbar" sein zu müssen.

Mit dem "Hinterhertragen" habt ihr natürlich recht, das ist auch irgendwie überhand genommen, besonders bei ein paar Kollegen. Manchmal bin ich wirklich versucht, den dezenten Hinweis zu geben: "Eigentlich wäre es jetzt mit weniger aufwändig, wenn ihr mit dem Auto persönlich vorbeikommt, als ich mit den ÖNV zu euch!", da hab ich aber die Befürchtung, dass es unprofessionell rüber kommt. Nein, Botengänge per se stehen nicht im Arbeitsvertrag, aber ich bin halt dafür verantwortlich, dass der Laden so halbwegs rund läuft.

Cook3
17.10.2006, 12:39
Das ist sehr schlimm aber etwas völlig anderes als Dein erster Beitrag, wo Du geschrieben hast, dass Du das Autofahren aus Umweltschutzgründen ablehnst.

Das ist einer der Vorteile im Internet, daß man beliebig die Argumente austauschen kann. Allerdings sollte dann das Gedächtnis gut sein.

Ich find es gut wenn LT nicht selbst fährt, nicht auszudenken, was sie veranstalten würde, wenn sie hinter dem Steuer säße.

Grundsätzlich kann ich zu dem geschilderten Problem nur den Kopf schüttteln. Wo ist eigentlich die einfachste Art von Erziehung und Umgangsformen geblieben?
Hilfsbereitschaft, die dem Helfenden nur ein einfachses Nachfragen und nicht mehr kostet, kann man offenbar ohnehin nicht erwarten.
Da beziehe ich auch den Chef mit ein, denn er hat auch eine Verantwortung gegenüber allen seinen Mitarbeitern.

Ich hoffe mal, daß es sich um einen Einzelfall handelt. Liegt diese Firma auf dem Boden der ehemaligen DDR?

Cook3

Antje3
17.10.2006, 14:00
Hallo,

ich bin auch so eine, die fürs Rundlaufen sorgt - auch nur Männer und auch selber ohne Auto.

Aber ich sags nochmal - das ist keine böse Absicht - aber warum Bequemlichkeit aufgeben, wenns jemanden gibt, der einem alles hinterherträgt?

Männer sind auch in Beziehungen so (wie sagte ne Freundin mal so nett: einmal doof gestellt, viel Arbeit gespart).

Männer hören nicht auf Untertöne und sehen keine angenervten Blicke. Das ist halt so (die sehen doch auch nicht die Socken zu Hause, die Butter im Kühlschrank "Schaaaatz... wo ist denn...?).

Da heißt es Klartext - klare simple Anweisungen. Das hat nix damit zu tun, daß man etwas nicht kann oder seine Arbeit nicht schafft. Männer würden es nicht anders machen - wenn Du was willst - sag das.

(Wir kochen jeden Freitag zu mind. 6 - 8 Leuten - Männer wollen da auch nicht gesagt kriegen "Würfel das mal" sondern fragen dann: Wie groß? Sag einfach 0,5 cm Kantenlänge und du kriegst sie!)

Alles Liebe und viel Erfolg bei der Erziehungsarbeit

Antje

Sugarnova
17.10.2006, 14:31
Antje,

ich reich Dir mal die Hand! Und einen dicken Knutscher dazu.

Also, ihr fändet es wirklich nicht zickig, wenn ich sagen würde: "Für Deine Unterlagen bist Du selbst verantwortlich, hol sie direkt in der Firma ab!", oder, weil ich die Post verwalte, "direkt bei mir!".

Leider landet halt alles erstmal bei mir, ich leiste dann die Distributionsarbeit.

Klar könnt ihr mich prügeln (und mittlerweile hab ich mich auch schon selbst geprügelt), warum ich nicht mal frage. Aber ich bin überzeugt davon, dass ich nur Augenrollen ernten würde. Und wie gesagt, nach einer MFG zu fragen ist mir irgendwie...

Und manchmal frag ich mich schon, wie Männer so durch die Welt latschen. Keine Augen, keine Ohren?!

Cook3
17.10.2006, 14:37
Nicht Männer, Menschen beiderlei Geschlechts!

Alles eine Frage der Erziehung............

Cook3

Tante_Karla
17.10.2006, 14:50
Also, ihr fändet es wirklich nicht zickig, wenn ich sagen würde: "Für Deine Unterlagen bist Du selbst verantwortlich, hol sie direkt in der Firma ab!", oder, weil ich die Post verwalte, "direkt bei mir!".


Natürlich nicht.
Man kann es ja auch nett formulieren, z.B. "sorry, aber wie Du weisst, habe ich kein Auto und es ist für mich einfach zu aufwendig, Dir die Unterlagen zu bringen. Bitte hole sie ab"

Ausnahme natürlich, wie gesagt, wenn es Dein Job wäre und zu Deinen Aufgaben gehören würde. Aber das ist ja offensichtlich nicht der Fall.

Inaktiver User
17.10.2006, 19:41
Andersrum ist es aber auch nervig.

Mitte August Dienstreise nach FFM. Mit 5 Personen hingefahren, ich dann mit Cheffe allein im Taxi zum Verhandlungsort, die anderen im zweiten Taxi hinterher, irgendwann haben wir sie verloren. Wir uns vor einem Gebäudekomplex absetzen lassen, Taxi fuhr weg, es stellt sich raus, wir sind hier falsch, Fußmarsch 10 Minuten durch die Gegend.

Ich bepackt mit Trolley, Umhängetasche, Pilotenkoffer, Cheffe mit "Anzugtasche" und Pilotenkoffer. 3 x verweigerte ich ihm meinen Pilotenkoffer mit Hinweis darauf, dass er mir nicht zu schwer sei, ich zudem Kraftsport betreibe, das wäre schon völlig in Ordnung so. Beim 4 x fragte er nicht mehr, sondern entriss mir den Koffer.

Am richtigen Ort angekommen, sollte ich sodann weiter zum Hotel mit obigem Gepäck, da wurde mir ein 2-m-Hüne zur Seite gestellt, der dann meinen Pilotenkoffer die 100 m bis zum Hotel rüber trug :wie?: ich kam mir selten dämlich vor. Nein, ich bin nicht klein und zierlich und mache auch nicht den Eindruck, dass mich ein Windhauch umpusten könnte.

Rückfahrt mitm Zug, Ankunft irgendwann gegen 22.00 Uhr am Bahnhof, Poison total entnervt, weil entgegen Cheffes Meinung durchaus der Ansicht, dass sie allein durch den großen Bahnhof zum Taxistand gehen kann und sich nicht fahren lassen muss von Cheffe (was ein enormer Umweg gewesen wäre). Poison gewinnt, aber es war knapp.

Nächste Woche geht es wohl wieder nach FFM und ich bin mir sicher, es wird wieder ähnlich ablaufen. Nur dass er diesmal früher anfangen wird, nämlich indem er organisiert, dass ein Mitarbeiter mich von daheim abzuholen hat, damit ich frühmorgens nicht allein zum Bahnhof fahren muss :gegen die wand:

Ich bin schon ein großes Mädchen!



Ansonsten, Sugarnova, würde ich an Deiner Stelle abklären, was zu Deinem Aufgabengebiet gehört - bist Du für Botengänge zuständig, dann wirst Deinem Kollegen wohl die Post vorbei bringen müssen, wenn nicht, soll er sie abholen oder schock sie ihm per Post, wenn es nicht eilig ist.
Taxi kann man sich auch selber rufen bzw. sich einfach an jmd ranhängen, der mit Auto da ist und in etwa die gleiche Richtung fährt - die werden ja vermutlich eh km-Geld abrechnen, von daher ist es auch egal.

Inaktiver User
18.10.2006, 07:18
Männer sind auch in Beziehungen so (wie sagte ne Freundin mal so nett: einmal doof gestellt, viel Arbeit gespart).

Männer hören nicht auf Untertöne und sehen keine angenervten Blicke. Das ist halt so (die sehen doch auch nicht die Socken zu Hause, die Butter im Kühlschrank "Schaaaatz... wo ist denn...?).

Da heißt es Klartext - klare simple Anweisungen. Das hat nix damit zu tun, daß man etwas nicht kann oder seine Arbeit nicht schafft. Männer würden es nicht anders machen - wenn Du was willst - sag das.

(Wir kochen jeden Freitag zu mind. 6 - 8 Leuten - Männer wollen da auch nicht gesagt kriegen "Würfel das mal" sondern fragen dann: Wie groß? Sag einfach 0,5 cm Kantenlänge und du kriegst sie!)

Alles Liebe und viel Erfolg bei der Erziehungsarbeit

Antje

Männer sind simpel (http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=1235665&postcount=1)
Passt gerade so schön :freches grinsen:

Antje3
18.10.2006, 08:35
Hallo,


Männder sind simpel (http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=1235665&postcount=1)
Passt gerade so schön :freches grinsen:

ich hätt es nicht in der Ausführlichkeit so ausgedrückt - aber im Prinzip "JA" und es wird von Männern immer wieder bestätigt....

("Apricot" wird von Männern auch nicht als Farbe bezeichnet...)

Antje

Polarstern
18.10.2006, 11:08
Grundsätzlich kann ich zu dem geschilderten Problem nur den Kopf schüttteln. Wo ist eigentlich die einfachste Art von Erziehung und Umgangsformen geblieben?
Hilfsbereitschaft, die dem Helfenden nur ein einfachses Nachfragen und nicht mehr kostet, kann man offenbar ohnehin nicht erwarten.
Da beziehe ich auch den Chef mit ein, denn er hat auch eine Verantwortung gegenüber allen seinen Mitarbeitern.

Ich hoffe mal, daß es sich um einen Einzelfall handelt. Liegt diese Firma auf dem Boden der ehemaligen DDR?


Hallo Cook,

ich kann als eine der wenigen Autobesitzerinnen in meiner Firma (die übrigens auf dem Boden der früheren DDR liegt, warum ist das wichtig?) über Deine Einstellung nur den Kopf schütteln. Ein "einfaches Nachfragen" bei etwa 10-20 Kollegen, die alle kein Auto haben, ob ich sie chauffieren darf? Da käme ich mir ganz schön bescheuert vor. Ich nehme immer jeden mit, der mich fragt und mache dafür auch gern einen Umweg. Aber ich möchte diesen Service nicht auch noch anbieten müssen.

Außerdem: Ein Großteil meiner Kollegen nutzt mich als eine Art unentgeltlichen Autoverleih. "Du hast doch ein Auto, es regnet gerade so doll, darf ich damit mal zum Supermarkt fahren?" Klar. Aber dann kam: "Ich würde meine Freundin gern vom Bahnhof abholen, sie kommt spät in der Nacht" Natürlich. Schade, daß der Kollege mir nach der Zusage mitteilt, es sei nicht der Bahnhof unserer Kleinstadt, sondern der einer 250km entfernten Großstadt. Der Hammer war ein Kollege, der sich ständig mein Auto für Transporte auslieh (keiner unter 500km) und der dann fragte, ob ich ihm nicht für die Hochzeitsreise meinen Wagen geben könne, er würde mir auch das Benzin zurückzahlen. Nö, da habe ich tatsächlich Nein gesagt. Selbiger Kollege fragte mich kurz darauf, wieso ich eigentlich mit meinem halben Gehalt nicht auskomme? Über diese Frechheit staune ich heute noch.

Sugarnova, frag die Leute einfach. Wahrscheinlich nimmt Dich dann schnell automatisch jemand mit, wenn sie sich erst einmal Gedanken darüber gemacht haben, daß Du ja nach Hause kommen mußt. Wahrscheinlich gehst Du im Moment unter, dezent wie Du bist.

LG
Polarstern

Cook3
18.10.2006, 11:26
Polarstern,

es handelt sich um die Situation, daß Kollgen gemeinsam auf einer Veranstaltung sind, die für alle zu selben Zeit endet.
Dann weiß ich natürlich, daß Frau XXX auch ins Hotel will, wo das ist und daß sie dann einiges zu tragen hat.
Dann halte ich es für eine Selbstverständlichkeit, ihr die Mitfahrgelegenheit anzubieten, wenn ich mit eigenem Auto oder Taxi fahre.

Da kann ich nun wieder den Kopf über Deine Gedankenlosigkeit schütteln, wenn Du darauf bestehst, gebeten zu werden.

Die von Dir angeführten Beispiele sind erstens weit hergeholt und haben zweitens mit der von Sugar geschilderten Situation überhaupt nichts zu tun. Da würde bei mir sofort die Klappe fallen und es liefe nichts.

In der DDR haben sich die Menschen früher soviel darauf zu Gute gehalten, daß sie so hilfsbereit wären. Hat sich das nach der Wende geändert?

Cook3

Inaktiver User
18.10.2006, 11:52
In der DDR haben sich die Menschen früher soviel darauf zu Gute gehalten, daß sie so hilfsbereit wären. Hat sich das nach der Wende geändert?

Cook3


Also ich bin ja auf dem Land aufgewachsen und jetzt Ende 30. Ich bin so erzogen worden, dass man hilft, wenn man diese kann und nicht gefragt werden muss. Für mich wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, dass ich jemandem die Mitfahrgelegenheit anbieten, wenn ich weiss, dass diese Person kein Auto hat, so wie es für mich selbstverstädnlich ist, dass ich meine Kleider, die für die Altkleidersammlung bestimmt sind, meiner türklischen Nachbarin überlasse, die die gleiche Kleidergrösse und extrem wenig Geld hat. Sie braucht mich doch nicht extra zu fragen, ob ich was hätte, ist doch einerlei, ob ich die Sachen in den Sack stecke oder zu ihr hochtrage und so weiter... Wo sind wir denn eigentlich gelandet?

Grüsse

LaTraviata

Cook3
18.10.2006, 12:03
So praktiziere ich das auch. Ich kann mir nämlich vorstellen, daß es dem Anderen vielleicht peinlich ist zu fragen.

Cook3

Polarstern
18.10.2006, 14:03
Polarstern,

es handelt sich um die Situation, daß Kollgen gemeinsam auf einer Veranstaltung sind, die für alle zu selben Zeit endet.
Dann weiß ich natürlich, daß Frau XXX auch ins Hotel will, wo das ist und daß sie dann einiges zu tragen hat.
Dann halte ich es für eine Selbstverständlichkeit, ihr die Mitfahrgelegenheit anzubieten, wenn ich mit eigenem Auto oder Taxi fahre.

Da kann ich nun wieder den Kopf über Deine Gedankenlosigkeit schütteln, wenn Du darauf bestehst, gebeten zu werden.

Die von Dir angeführten Beispiele sind erstens weit hergeholt und haben zweitens mit der von Sugar geschilderten Situation überhaupt nichts zu tun. Da würde bei mir sofort die Klappe fallen und es liefe nichts.



Hallo Cook,

die von mir aufgeführten Beispiele sind genau in der Situation: wir sind zusammen irgendwo, ich bin mit dem Auto da. Wenn jemand bei mir mitfahren möchte, bringe ich die Person nach Hause. Aber ich gehe nicht vor dem Losfahren herum und frage "Kommst Du auch gut nach Hause?" Das mache ich bei meinen engsten Freunden, aber nicht bei allen Kollegen. Und nur bei meinen Freunden weiß ich, ob sie später gekommen sind oder viel Gepäck haben. Wenn ein anderer Kollege mit möchte, MUSS er mich ansprechen, weil ich einfach nicht weiß, ob er sich mit jemandem ein Taxi teilt oder bei jemandem anderen mitfährt.

Wir haben viele Dienstreisen und zwar häufig mit vielen Leuten. Da macht sich immer wer selbständig. Es ist normal, daß mehr oder weniger quer über den Tisch gefragt wird: "Ich würde jetzt gern ins Hotel, teilt sich jemand mit mir ein Taxi?" Da findet sich dann meist jemand. Aber wer darauf wartet, daß man ihn fragt, der geht mit hoher Wahrscheinlichkeit allein nach Haus.

Ich finde es nicht unhöflich, wenn mich keiner fragt. Ich finde, daß Kommunikation durchaus von allen Seiten aktiv sein kann. Das Argument 'Ich bin eine Frau, also sorgt jemand dafür, daß ich heil nach Hause komme' finde ich nicht mehr zeitgemäß.

LG
Polarstern

Sugarnova
18.10.2006, 14:05
Hm, gute Frage - ob sich manche Autofahrer nicht mehr zu fragen "trauen"?

Vielleicht bin ich ja auch kindheitsgeschädigt: Bin auf dem nicht verkehrstechnisch angebundenen Land aufgewachsen, meine Familie hatte mal superwenig Geld + kein Auto. Das ist machbar bei Einkäufen, aber bei Facharztbesuchen (25 km entfernt) dann nicht mehr. Damals bin ich in eine gut angebundene Studi-Stadt gezogen, weil ich sowas einfach nicht mehr mitmachen wollte.

Und schon damals fiel mir auf - gefragt wird man eigentlich nie, NUR die guten Freunde tun das. Und ich bin durchaus jemand, der nicht vor die Haustür gefahren werden muss und für den es selbstverständlich ist, entweder Benzingeld zu geben oder auch mal den Kaffee zu bezahlen. Oder einen anderen Gefallen zu tun.

Nun weiß ich nicht, warum das so war.

Klar ist es unverschämt, den Chauffeur zu spielen. Würde ich auch nicht machen. Und es ist schon superdreist, wenn einen der Kollege, der doppelt soviel verdient, um einen Chauffeurdienst bittet.

Ich würde NUR fragen, wenn mein Ziel auf dem Weg liegt und es eben KEINE Umstände macht.

Hach, vielleicht vermisse ich halt wirklich ne gewisse Schutzzone. Prügelt mich, aber ich find es immer noch schön, wenn mir die Tür aufgehalten wird, gefragt wird, ob man etwas tragen kann etc. Habe mal ein Praktikum gemacht in einem größeren Unternehmen, bei dem die Abteilungsleiter der Dame immer den Vortritt im Fahrstuhl ließen. Schlagt mich, aber ich fand es toll.

@ Poison, ich bin mir sicher, Dein Chef meint es nur "gut". Jedenfalls besser, als Dich kommentarlos über die Pampa mit schwerem Gepäck zu jagen, so glaube mir. Und auch, wenn man robust ist - ich hab jedenfalls rausgefunden, dass 45 Minuten Trolley-Ziehen durchaus zu Rückenschmerzen führen können.

Cook3
18.10.2006, 14:15
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Ich finde es nicht unhöflich, wenn mich keiner fragt. Ich finde, daß Kommunikation durchaus von allen Seiten aktiv sein kann. Das Argument 'Ich bin eine Frau, also sorgt jemand dafür, daß ich heil nach Hause komme' finde ich nicht mehr zeitgemäß.

LG
Polarstern

Würde ich auch bei einem Mann machen.

Cook3

Polarstern
18.10.2006, 16:03
Würde ich auch bei einem Mann machen.


Ich auch- wenn wir mit 3 bis 5 Leuten unterwegs wären. Aber nicht bei Dienstreisen (oder auch Parties) wo wirklich mehr als 10 Kollegen beieinander sind. Dann frage ich nicht jeden einzeln, wie er nach Hause kommt.

Und Sugarnova erwartet ja, daß man ihr als Frau eine Schutzzone zugesteht. Und das beißt sich dann eben wirklich mit den meisten Anforderungen im Berufsleben. Man kann sich nicht hinstellen und sagen: behandelt mich gleich, aber gewährt mir mehr Privilegien, weil ich ja eine Frau bin.

Dabei steht außer Frage, daß keiner den Präsentationskram allein schleppt, weder Mann noch Frau! Und man jagt auch niemanden mit Gepäck über Stock und Stein, wenn man genau weiß, daß es weit ist. Aber niemand ist verpflichtet dafür zu sorgen, daß alle Kollegen heil nach Hause kommen.

Ich finde bestimmte Gesten auch höflich und schätze sie sehr. Ich halte zB auch mal meinem Kollegen die Tür auf, wenn ich diese als erste erreiche. Und mir ist dann total egal, daß ich die Frau bin und er der Mann.

Anij
18.10.2006, 21:49
@sugarnova:
Hast Du denn jetzt mal mit Deinem Chef gesprochen?
Und mit den Kollegen?

Wenn Du sachlich fragst (und das "bitte beschützt mich") herauslässt, denke ich nicht, dass mann Dich für zickig halten wird.
Ich denke mir eher, dass Deine lieben Kollegen sich im Moment eher wundern, wofür Du Dich hergibst - kein Mann würde das machen!

demelza
19.10.2006, 21:16
Ein Großteil meiner Kollegen nutzt mich als eine Art unentgeltlichen Autoverleih.

Polarstern: Ich würde schon alleine aus versicherungstechnischen Gründen mein Auto nicht an Hinz und Kunz verleihen, und schon gar nicht für Strecken, die Hunderte von Kilometern lang sind. Was passiert, wenn derjenige einen Unfall baut? Dann darf nämlich deine Versicherung blechen, und nicht die desjenigen, der gefahren ist.

Polarstern
20.10.2006, 09:49
Ich glaube, ich bin da naiv: dann muß eben derjenige den Schaden zahlen. Aber ich lerne auch dazu, ich habe nämlich diese Woche 500€ für eine Reparatur an meinem Auto bezahlt, die durch unsachgemäße Benutzung nötig wurde. Da ich es nicht war, muß es also einer der lieben Kollegen gewesen sein. Ab jetzt ist mein Auto außer für allerliebste Freunde tabu!

Sugarnova
21.10.2006, 15:56
Anij,

DANKE der Nachfrage.

Also, ich hatte am Freitag ein Gespräch darüber (leider ein wenig zwischen Tür und Angel, aber Cheffe ist so. Mitarbeitergespräche im Laufschritt, das hält fit).

Ein büschn herumgedruckst hat er, ich solle ihn wohl immer VORHER wegen Taxi anfragen (ähm, er ist viel unterwegs) oder eben Kollegen (Mitnahme ist oft zeitlich nicht möglich, da ich vor dem Meeting noch Vor-Arbeit im Büro erledigen muss und natürlich keiner auf mich warten will).

Jip, nicht wirklich das, was ich erreichen wollte. Tja, mein Boss ist einerseits so gestrickt, dass ihn nicht interessiert, WIE ich etwas hinkriege (ich bin überzeugt, er würde mich ohne Geld, Handy, Pass und Compi in Timbuktu aussetzen mit Auftrag, drei Lastwagenladungen nach New York zu befördern. Ohne Laster natürlich).
Andererseits ist er sehr "vergesslich", was finanzielle Absprachen betrifft (untypisch für Chef) und erwartet wie selbstverständlich, dass ich abends mein I-Net für ihn nutze, Kollegen wochenends per Handy anrufe (mit dem eigenen natürlich)... Nö, dafür bin ich irgendwie nicht angestellt, wenn ich mein Homeoffice nutzen muss.

Wie heißt es so schön - "ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden".

Also, Plan ist:
- genaue Auflistung meiner Ausgaben
- Taxi wird jetzt einfach genommen, wenn es sich transporttechnisch nicht anders machen lässt. Punkt.
- Aufhören, ständig mich für die Firma verantwortlich zu fühlen....

Lauretta
21.10.2006, 16:19
Hmmm....
die Mitfahrerei ist für mich persönlich ein sehr heikles Thema, allerdings wirklich nur im beruflichen Bereich.
Ich habe ein Kollegin, mit der ich mich gegenseitig vertrete. Genau der gleiche Aufgabenbereich, nur andere "Buchstaben", die zu bearbeiten sind.
Aufgrund ihres Alters und einer günstigeren Steuerklasse verdient sie einiges mehr als ich.
Ich bin jedoch auf ein Auto angewiesen, da ich ca. 30 km entfernt wohne und meine Arbeitsstelle sonst nur sehr schlecht erreichen würde.
Außerdem MÖCHTE ich mir ein Auto einfach leisten.
Meine Kollegin ist ebenfalls im Besitz eines Autos. Dieses steht jedoch aus Geiz (meine Ansicht) ständig in der Garage, damit es nicht nicht abgenutzt!!!!! wird.
Sie selbst kommt jeden Tag aus der Nachbarstadt mit dem Bus zur Arbeit.
Allerdings gibt es auch bei uns sehr regelmäßig verpflichtende Veranstaltungen, wo man/ frau eben hinkommen muss.
Und ich ärgere mich schon im Voraus schwarz, weil ich weiß, dass das Thema "Nimmst Du mich dann wieder mit" wie ein Damokles -Schwert über mir schwebt.
Es ist ja nicht nur das Hinkommen, sondern eben auch das "Nach- Hause- kommen". Und da wird meine Kollegin eben schon sehr gerne auch nach Hause gebracht, am besten bis vor die Haustür.
Das erwartet sie mehr oder weniger auch.
DAS ist für mich aber jedesmal ein Riesen- Umweg, da ich ja selbst wie gesagt bereits ca. 30 km entfernt vom Arbeitsort wohne.
Während meine Kollegin also bereits ihren Feierabend genießt, eumele ich mich dann so langsam aus der Pampas wieder raus und suche die Autobahnauffahrt.
Und das allerschlimmste ist, dass sie auf ihre "Sparsamkeit" auch noch stolz ist! Da erzählt sie allen Ernstes, was sie nicht alles sparen könnte, seit sie mit ihrem Auto nur noch in Ausnahmefällen fahren würde!

Gaaaanz toll kommt das natürlich bei mir an, nämlich so:
Sie spart auf meine Kosten. 1. Das Benzingeld, die Abnutzung am Auto. Aber was noch viel wichtiger ist: Sie spart Zeit - und das auf meine Kosten. Ich komme dann nämlich umso später zu Hause an, wo ich doch eh schon täglich pendle!

Mit schwillt in dieser Situation allmählich die Krawatte! Ich betreibe nämlich kein Taxi- Unternehmen, verdiene weniger als sie und habe per se auch weniger Zeit als sie durch die Pendelei!
Ich fühle mich diesbezüglich ausgenutzt!

Was ich schon probiert habe:
Bei Veranstaltungen, die direkt morgens beginnen, verklickere ich ihr, dass ich plane, direkt von zu Hause dorthin zu fahren. Zum einen aus Zeitgründen, zum anderen auch wegen des für mich unnötigen Umwegs zur Arbeitsstelle (Dort erwartet sie dann, abgeholt zu werden, würde also dorthin mit dem Bus fahren).
Außerdem erkläre ich ihr, dass ich es an diesem Tag sehr eilig habe, weil ich Abends noch Besuch erwarte (beliebig veränderbare Aktion), weshalb ich direkt von der Veranstaltung nach Hause fahren müsse.

Eigentlich finde ich das nicht in Ordnung!! Warum muss ich mich schuldig fühlen, weil ich sie nicht mitnehme? Die Argumente liegen ja wohl auf der Hand! Und ich lasse sie ungern ihren Geiz auf meine Kosten ausleben!

Eine Klartext- Ansage wäre mit Sicherheit die beste Lösung, aber ich weiß einfach nicht, wie ich das am besten rüber bringe.... Leider werde ich schnell zickig, wenn ich mich angegriffen fühle.....

Cook3
21.10.2006, 16:27
Höre auf, zu begründen, warum Du sie nicht abholen oder heimbringen kannst.

Klartext ist: "Ich kann Dich mit hinnehmen, aber nicht nach Hause bringen!" Keine Erklärung. Und wenn Sie fragt, ist es eine Privatangelegenheit.

Bei anderen Situation entsprechend.

Das sollte reichen.

Cook3

Inaktiver User
21.10.2006, 18:36
Eine Klartext- Ansage wäre mit Sicherheit die beste Lösung, aber ich weiß einfach nicht, wie ich das am besten rüber bringe.... Leider werde ich schnell zickig, wenn ich mich angegriffen fühle.....

Wahrheitsgemäss am besten.
Sag es doch einfach genau so wie es ist, dass du sehr gerne hilfsbereit bist, aber dass du nach einem anstrengenden Tag einfach keine Lust hast, noch km-weit durch die Pampas zu fahren. Und, dass dir das bei den hohen Benzinpreisen auch zu viel wird.

Oder, mach ihr den Vorschlag, dass ihr euch abwechselt. Sie hat schliesslich auch ein Auto.
Wenn sie das ablehnt, mach die klare Ansage, dass du schliesslich kein Taxiunternehmen hast.

Du hast im Grunde nur die Wahl, deine Arbeitskollegin einmal kurz zu verstimmen, oder dich die nächsten Jahre weiterhin über sie zu ärgern.

Nur Mut, meist sind andere Menschen verständnisvoller als man glaubt.

LG Delenn

demelza
22.10.2006, 11:47
Eine Klartext- Ansage wäre mit Sicherheit die beste Lösung, aber ich weiß einfach nicht, wie ich das am besten rüber bringe.... Leider werde ich schnell zickig, wenn ich mich angegriffen fühle.....

Dumme Frage, aber habt ihr eine Fahrgemeinschaft vereinbart? Wahrscheinlich nicht, deshalb: Ich an Deiner Stelle würde mich überhaupt nicht gegenüber der Kollegin rechtfertigen - und erklären würde ich gar nichts, sondern einfach fahren, wie es mir paßt. Sollte sie deswegen meckern, würde ich sie darauf hinweisen, daß sie zum Besuch solcher Veranstaltungen ruhig ihr eigenes Auto benutzen könne. (aber das in einem sachlichen Ton).

Inaktiver User
23.10.2006, 09:02
Eine Klartext- Ansage wäre mit Sicherheit die beste Lösung, aber ich weiß einfach nicht, wie ich das am besten rüber bringe.... Leider werde ich schnell zickig, wenn ich mich angegriffen fühle.....

Wieso fühlst du dich angegriffen, wenn du mit dieser Schnorrerin Klartext redst? Hast du Angst vor ihrer Antwort, dass sie pampig wird oder zickig oder dich in Zukunft links liegen läßt?
Es müsste umgekehrt sein, dass sich angegriffen fühlen müsste.

Verstehe ich nicht.

Du fährst sie von Potius nach Pilatus und das umsonst, ohne dass die Dame sich an den Kosten beteiligt.

Du musst dich in keiner Weise rechtfertigen, wie und wann du mit deinem Auto wohhinfährst und wenn das der Dame nicht passt, dann soll sie gefälligst ihr eigenes Auto benutzen.

Wenn ich jemanden mitnehmen solll oder nach Hause fahren soll, dann verlange ich mittlerweile 0,08 Cent pro Kilometer, weil es mir mittlerweile reicht, dass andere auf meine Kosten sparen. Nein, ich bin überhaupt nicht mehr hilfsbereit, entweder lassen sie sich auf meine Bedingungen ein oder sie nehmen ein Taxi.

Inaktiver User
28.10.2006, 01:52
Hallo Ihr Lieben,

ich weiß zwar nicht genau, wie ich hier reingeraten bin, da ich eher in anderen Foren zu finden bin, aber ist ja auch egal. :smirksmile:

Liebe sugarnova, wir kennen uns glaub ich aus dem Lehmann-Fred. Und ich bin jetzt ein wenig überrascht. Tja, was Du da schreibst, kann ich gar nicht nachvollziehen und die Antworten, die Du erhalten hast, z.T. auch nicht bzw. z.T. doch.

Ich arbeite in einem der größten deutschen Einzelhandels-Unternehmen als Einkäuferin. In unserer Abteilung arbeiten hauptsächlich Männer. Die Probleme, die Du schilderst, kenne ich dennoch nicht - gottlob?!?!

Bei uns gibt es Mitarbeiter, die Firmenwagen fahren, und die einen, wenn es sich um betriebliche Veranstaltungen handelt, ohne zu fragen mitnehmen. Egal, ob es Messen sind, auf die wir gehen, oder ob wir unsere Märkte besuchen. Es bedarf keiner Frage, daß die Kollegen/innen, die keinen Firmenwagen besitzen, mitgenommen werden. Da wird bei uns überhaupt kein Wort drüber verloren. Da fragt keiner, das ist einfach so.

Und wenn wir uns privat treffen oder mal jemand zur Arbeit mitgenommen werden muß bzw. nach Hause gebracht werden möchte, auch da findet sich immer jemand - vorrangig bieten sich da díe Mitarbeiter mit Firmenwagen von sich aus an....

Ich kann das, was Du oder auch andere schreiben, nicht verstehen. Wir haben Kollegen,....da darf man noch nicht mal einen schweren Karton heben, da stehn die schon da und helfen. Mein Kollege z.B. springt sofort und immer ein - da muß man ihn noch nicht einmal fragen, so selbstverständlich ist das für ihn.

Ich würde mal sagen, Du
1. hast die falschen Kollegen (Kollegen mit 'n bißchen Niveau würden Dich bei Firmenveranstaltungen selbstverständlichst mitnehmen)
2. bist nicht selbstbewußt genug (bei Firmenveranstaltungen ALLE Ausgaben belegen und erstatten lasssen - wenn ein Taxi sein muß, dann ist es halt so - sollte es übrigens die Fa. nicht ersetzen, dann kannst Du mit Belegen alle beruflich-bedingten Ausgaben beim Einkommensteuerbescheid am Ende des Jahres geltend machen)
3. arbeitest in der falschen Firma, wenn Du sowas wie "das Mädchen vom Dienst" bist und es nicht in Deinem Arbeitsvertrag steht.

Und 4. würde ich allen Kollegen, die ein Auto besitzen, die Ausrüstung auf den Tisch knallen, damit sie sie mitnehmen. Wenn Du es nicht machst, bist Du es selbst schuld.

Andererseits gebe ich natürlich allen recht, die schreiben, daß es nicht Sache der Kollegen ist, wie Du zur Arbeit kommst bzw. wenn es Dein Job ist, wie der Kollege an seine Unterlagen kommt.

Ich persönlich kenne das von Dir beschriebene Problem auch privat nicht.
Hier ist einfach ein gegenseitiges Geben-und-Nehmen gefragt. Mal fährt der eine, mal der andere.
In meinem Freundes-/Bekanntenkreis gibt es auch niemanden, der kein Auto hat. Ich selbe besitze auch seit dem 19. LJ eines. Wir wechseln uns ab und wenn mal doch jemand häufiger fährt, dann wird ein Essen oder wie auch immer bezahlt.
Denn ich finde es nicht korrekt - aufgrund der hohen Kosten, die ein Auto nunmal verursacht -, daß jemand sich für "lau" dauernd kutschieren läßt.

Und wenn jemand aus "umwelttechnischen Gründen" kein Auto fährt, aber dennoch "gerne" mitgenommen werden möchte, weil ja andere dafür nun umso mehr fahren können, nun....der kann sich dies sonstwohin stecken.....soll er doch zu Fuß gehen.....ich fahr dann lächelnd winkend mit 200 km/h gerne an ihm vorbei...:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Anastasia1960
28.10.2006, 12:16
Es ist noch einmal ein Unterschied ob ich einen Firmenwagen habe oder das Auto und Benzin aus eigener Tasche zahlen muss.... Mit einem Firmenwagen wo das Benzin auch noch bezahlt wird hätte ich weniger Probleme die Kollegen mitzumehmen. Aber wenn es ständig ein großer Umweg wäre (Zeitlich... so ab halbe Stunde....) dann finde ich es auch nicht mehr lustig.

Inaktiver User
29.10.2006, 11:52
Ich kann das, was Du oder auch andere schreiben, nicht verstehen. Wir haben Kollegen,....da darf man noch nicht mal einen schweren Karton heben, da stehn die schon da und helfen. Mein Kollege z.B. springt sofort und immer ein - da muß man ihn noch nicht einmal fragen, so selbstverständlich ist das für ihn.

Genau so und nur so kenne ich es auch so.

War eben im Büro, wollte den schweren Pilotenkoffer abholen, da es morgen früh wieder auf Reisen geht; hab keine Lust, gegen 5.30 Uhr im Büro vorbeizufahren und wollte eben heute schon alles nach Hause schaffen, um von da aus gleich zum Bahnhof zu fahren.

Tja, Cheffe war zufällig auch im Büro, sah, dass ich den Koffer nehmen wollte und schwupps, hat er ihn eingesackt, da er morgen eh mitm Auto zum Bahnhof fährt, während ich mit Bus oder Taxi fahre, je nach Lust und Laune.

Vielleicht ist es branchenabhängig, wie die Kollegen / Vorgesetzten bzgl. Gepäck / Fahrbereitschaft reagieren? War bislang ausschließlich bei Rechtsanwälten, Steuerberatern, Unternehmensberatern tätig und da kenne ich es nur so, dass mir Gepäck soweit möglich immer abgenommen wurde bzw. dass darauf geachtet wurde, wie ich nach Hause komme (obwohl ich das mitunter schon nervig finde).