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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beratung nach Fehlgeburt



gemischte_gefuehle
03.07.2013, 22:34
Hallo,

ich würde mich gerne nach einer Fehlgeburt beraten lassen, welche Untersuchungen und ggf. Behandlungen sinnvoll sind, damit ich schnell wieder schwanger werde und es nicht wieder zu einer Fehlgeburt kommt.

Ich bin mir nicht sicher, wer hierfür der richtige Ansprechpartner ist. Meine Frauenärztin sieht keine Notwendigkeit, Untersuchungen werden erst nach wiederholten Fehlgeburten gemacht. Allerdings möchte ich aufgrund meines Alters nicht 2 oder 3 Fehlgeburten abwarten, bevor ich eine vielleicht sinnvolle Untersuchung machen lasse.

Ich habe darüber nachgedacht, mich in einer Kinderwunsch-Praxis beraten zu lassen. Allerdings habe ich die Sorge, dass man dort recht schnell zu einer künstlichen Befruchtung gedrängt wird und noch mehr verunsichert wird.

Hat jemand eine Empfehlung, wohin man sich mit diesem Anliegen wenden kann?

Vielen Dank fürs Lesen.

Beste Grüße
gemischte_gefuehle

Inaktiver User
04.07.2013, 08:16
Es gibt in großen Krankenhäusern z.b. Unikliniken sogenannte abortsprechstunden

Cariad
04.07.2013, 08:26
Ich habe mit einer Kinderwunschpraxis gute Erfahrungen gemacht. Zu einer künstlichen Befruchtung hat uns dort nie jemand geraten. Am Anfang steht eigentlich immer eine gründliche Untersuchung beider Partner.

Allerdings muss ich erwähnen, dass weder Frauenklinik noch Kinderwunschpraxis je heraus gefunden haben, warum ich mehrere Fehlgeburten hatte ...

Froeschle
04.07.2013, 09:06
Allerdings muss ich erwähnen, dass weder Frauenklinik noch Kinderwunschpraxis je heraus gefunden haben, warum ich mehrere Fehlgeburten hatte ...

Wie geht es dir damit? Ist diese Ungwissheit für dich leichter, weil du denken kannst "ja es war vielleicht wirklich nur mehrfaches Pech" oder hättest du gerne eine Ursache gefunden, die man evtl. angehen kann.
Ich stelle mir zur Zeit diese Frage. Ich habe aber Angst, dass irgendwas gefunden wird, wo man dann quasi nichts machen kann.

Nach meiner ersten Fehlgeburt haben mir die Ärzte im KH gesagt, dass erst nach der 2. oder 3. Fehlgeburt etwas untersucht wird. Der Arzt im KH hat mir aber trotzdem Infomaterial zu einem Genetiker in der Nähe mitgegeben. Mir aber gesagt, dass ich das wohl selbst bezahlen müsste. Ich bin dem dann nicht weiter nach gegangen, weil einem ja gesagt wird: eine Fehlgeburt haben sehr viele Frauen, das ist meistens einfach Pech.

Die 2. Schwangerschaft ist durch künstliche Befruchtung entstanden. Und so hat das KIWU-Zentrum gleich nach der Diagnose erneute M.A. weitere Untersuchungen angeboten. Blutgerinnung und Genetik.

Wenn du bisher noch nicht in einer KIWU warst, wäre doch so eine Abortsprechstunde in einem KH (wie von Wolkenschaf genannt) eine Alternative.

Cariad
04.07.2013, 09:28
Fröschle, ich wollte schon gern wissen, woran es liegt - habe aber, nachdem mir von zwei Stellen bestätigt worden war, dass nichts gefunden wurde, auch akzeptiert, dass man manchmal im Leben auch einfach Pech hat.
Meine fünfte Schwangerschaft hat dann übrigens zu einem gesunden Sohn geführt. :smile:

Froeschle
04.07.2013, 09:32
Ach herrje, die fünfte Schwangerschaft! Für mich gerade unvorstellbar wie man das durchsteht bis dahin. Aber Aufgeben ist genauso unvorstellbar.

Cariad
04.07.2013, 09:38
Ach herrje, die fünfte Schwangerschaft! Für mich gerade unvorstellbar wie man das durchsteht bis dahin. Aber Aufgeben ist genauso unvorstellbar.
Man steht es durch, weil man weiß, dass das Leben weitergeht - gut weitergeht - und zwar so oder so. Du schaffst das schon.

Sonnentropfen
09.07.2013, 15:04
Hi,

ich hatte nach einer unproblematischen Geburt in 2009 letztes Jahr auch 3 FG innerhalb eines Jahres.
Erst der dritte Embryo wurde untersucht, in der Schulmedizing spricht man leider tatsächlich erst nach 3 FG von einer "habituellen Neigung" und fängt dann mit den Untersuchungen an.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du jetzt schon etwas untersuchen lassen möchtest.
Ich bin nach der 3. FG auch in einer Kinderwunschklinik gewesen, weil dort auf der Internetseite auch eine spezielle Fehlgeburtsprechstunde angeboten wurde.
Die Untersuchungen, die dort dann gemacht wurden, kann theoretisch dein FA auch alle veranlassen.

Bei mir wurde folgendes gemacht:

- Hormonstatus
- Genetik (sowohl von mir als auch von meinem Mann)
- Gerinnung

Ich habe vorher schon eine Gebärmutterspiegelung machen lassen um auszuschließen, dass nach den Ausschabungen in der Gebärmutter Verwachsungen/Verklebungen zurückgeblieben waren.

Es gibt außerdem das große Feld der Immunologie - das aber von vielen Ärzten sehr skeptisch gesehen wird.
Da ich aber das Gefühl gebraucht habe, alles gemacht zu haben, was möglich ist, habe ich das auch abklären lassen. Es gibt hier ein paar Ärzte in Deutschland, die viel auf diesem Gebiet machen und einen guten Ruf haben:
- Dr. Reichel-Fentz in Heidelberg
- Prof. Würfel in München
- Dr. Graf in Leipzig

Bitte auch die Schilddrüse untersuchen lassen (wurde aber bei der Blutuntersuchung in der KiWu-Klinik auch mitgemacht) - trotzdem würde ich dazu zu einem NUK oder Endokrinologen gehen.


Was für mich wichtig war zu wissen, schon bevor die Untersuchungen gemacht wurden:
es ist wohl so, dass in 50% der Fälle kein medizinischer Grund für die FG gefunden wird.
Das haben mir verschiedene Ärzte unabhängig voneinander gesagt. Mit diesem Wissen war es für mich dann leichter zu akzeptieren, dass in meinem Fall tatsächlich nichts Richtiges gefunden wurde.

Ich war bei den FG 39 bzw. 40 Jahre alt - leider darf man nicht vergessen, dass die Qualität der Eizellen eine große Rolle spielt und man ab einem gewissen Alter einfach ein höheres Risiko einer FG hat.

Ich hoffe, das alles hilft dir ein wenig weiter -
nachdem ich nach der 3. FG wirklich am Ende war, bin ich tatsächlich wieder schwanger geworden - und bis jetzt sieht alles gut aus...
Also, nicht zu früh aufgeben! :blumengabe:

Lieben Gruß,
Sonnentropfen

Marta-Agata
09.07.2013, 15:33
Meine Frauenärztin sieht keine Notwendigkeit, Untersuchungen werden erst nach wiederholten Fehlgeburten gemacht.
So ist es - Fehlgeburten sind häufig, meist wird nichts gefunden (und wenn, dann dass an diesem Embryo etwas nicht in Ordnung war - dann kann auch nicht behandelt werden) und selbst bei häufigen Fehlgeburten wird oft gar keine Ursache gefunden.

Kann man nicht einfach akzeptieren, dass das nun einmal so war - und Untersuchungen nach einer einzigen Fehlgeburt völlig überzogen sind?

Ich bin da ziemlich erfahren mit FGs - und es wurde nichts gefunden, als dann nach der 3. untersucht wurde. Auch das ist die Regel, dass dann nichts gefunden wird - und nicht die Ausnahme.

Froeschle
09.07.2013, 18:47
Hallo Sonnentrpfen,
ich weiß nicht ob du eigentlich eher der TE geschrieben hast, trotzdem möchte ich dir auch antworten und dir noch eine gute Rest-Schwangerschaft wünschen! Dein Beitrag macht Mut!




Ich kann sehr gut verstehen, dass du jetzt schon etwas untersuchen lassen möchtest.
Ich bin nach der 3. FG auch in einer Kinderwunschklinik gewesen, weil dort auf der Internetseite auch eine spezielle Fehlgeburtsprechstunde angeboten wurde.
Die Untersuchungen, die dort dann gemacht wurden, kann theoretisch dein FA auch alle veranlassen.

Hast du dir eigentlich psychologische Unterstützung geholt? Beinhaltet das eine Fehlgeburtssprechstunde auch. Bzw. empfehlen sie da ggf. auch entsprechende Stellen/Ansprechpartner?


Bei mir wurde folgendes gemacht:

- Hormonstatus
- Genetik (sowohl von mir als auch von meinem Mann)
- Gerinnung
Das wurde bei mir jetzt nach der 2. FG auch gemacht. Wobei der Hormonstatus von mir und meinem Mann schon vorher bei Planung der künstlichen Befruchtung gemacht wurde. Jetzt soll aber wohl noch ein aktuelles Hormonprofil von mir erstellt werden. Wichtig ist wohl, dass man da dann in der ersten Zyklushälfte ist. Ich bin froh um diese Untersuchungen, weil ich so das Gefühl habe, die sind wirklich bemüht mir zu helfen und einen evtl. Grund zu finden.


Ich habe vorher schon eine Gebärmutterspiegelung machen lassen um auszuschließen, dass nach den Ausschabungen in der Gebärmutter Verwachsungen/Verklebungen zurückgeblieben waren.
Ja das habe ich vor 1,5 Jahren zusammen mit einer Bauchspiegelung auch machen lassen, aber eben weil ich nicht einfach so schwanger wurde. Dass sowas nach einer Ausschabung evtl. nochmal angezeigt ist, war mir bisher noch nicht so deutlich klar. Ich werde das auch mal bei meiner Ärztin ansprechen.


Es gibt außerdem das große Feld der Immunologie - das aber von vielen Ärzten sehr skeptisch gesehen wird.
Da ich aber das Gefühl gebraucht habe, alles gemacht zu haben, was möglich ist, habe ich das auch abklären lassen. Es gibt hier ein paar Ärzte in Deutschland, die viel auf diesem Gebiet machen und einen guten Ruf haben:
- Dr. Reichel-Fentz in Heidelberg
- Prof. Würfel in München
- Dr. Graf in Leipzig
Davon hält meine KIWU auch nicht so viel. U.a. deshalb, weil man sehr lange auf die Ergebnisse warten muss. Evtl. werde ich mich aber noch näher mit diesem Thema beschäftigen.


Bitte auch die Schilddrüse untersuchen lassen (wurde aber bei der Blutuntersuchung in der KiWu-Klinik auch mitgemacht) - trotzdem würde ich dazu zu einem NUK oder Endokrinologen gehen.
Genügt da nicht erstmal nur das TSH? Das könnte doch jeder normale Gyn oder Hausarzt bestimmen. So war das bei mir. Mir wurde gesagt, nur wenn das nicht im Rahmen ist, müsste man das weiter abklären.




[Was für mich wichtig war zu wissen, schon bevor die Untersuchungen gemacht wurden:
es ist wohl so, dass in 50% der Fälle kein medizinischer Grund für die FG gefunden wird.
Das haben mir verschiedene Ärzte unabhängig voneinander gesagt. Mit diesem Wissen war es für mich dann leichter zu akzeptieren, dass in meinem Fall tatsächlich nichts Richtiges gefunden wurde.
Ja das verstehe ich. Und vielleicht ist es "besser" wenn nichts eindeutiges gefunden wurde, als wenn irgendwas schlimmes heraus kommt.

Also alles Gute weiterhin für dich!

Froeschle
09.07.2013, 18:54
Kann man nicht einfach akzeptieren, dass das nun einmal so war - und Untersuchungen nach einer einzigen Fehlgeburt völlig überzogen sind?

Marta-Agata, ich empfinde deinen Beitrag als etwas hart. Ich kann schon verstehen, dass sich die TE auch nach einer Fehlgeburt Abklärung wünscht, warum es nicht hat sein sollen.
Dass das jetzt evtl. noch nicht unbedingt angezeigt ist, werden ihr die Ärzte dann ja schon sagen bzw. haben das ja getan. Und ich kann auch nicht verstehen, warum eine Frau erst 3 Fehlgeburten erleben muss um hinterher dann doch rauszufinden, dass es an einer relativen Kleinigkeit lag, die man evtl. hätte leicht beheben können. Wie z.B Schilddrüse oder auch Gerinnung.

Marta-Agata
09.07.2013, 21:38
Klar ist verständlich, dass man darüber nachdenkt. Aber man kann auch wenn man traurig ist den Verstand einschalten.

Eine Fehlgeburt ist etwas Häufiges und ganz Normales. Und meistens liegt es daran, dass dieser Embryo nicht in Ordnung ist.

Es heißt, jede 6. Schwangerschaft, die bekannt war, endet mit Fehlgeburt. Tendenz steigend - erstens weil heute Schwangerschaften früher festgestellt werden und als Fehlgeburt zählt, was früher noch als Regelstörung galt. Und außerdem, weil der Anteil an Fehlgeburten mit dem Alter steigt und Schwangere im Durchschnitt älter sind als früher. Und da sind dann eben schon mehr Eizellen gestört - da lässt sich nichts machen. Mit 40 ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt deshalb schon 50:50. Da gibt es keine Frage "warum ich?".

Und nach einer Fehlgeburt ist die Wahrscheinlichkeit, eine zweite zu haben kaum höher als wenn man noch keine hatte.
Da macht es doch keinen Sinn, irgendeine Maschinerie anlaufen zu lassen - aus der meist doch nichts herauskommt.

gemischte_gefuehle
12.07.2013, 23:01
Hallo zusammen,

vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.

Prinzipiell denke ich auch, dass die Gynäkologin einige Untersuchungen veranlassen könnte, aber sie scheint das nicht für nötig zu halten. Ich habe auch schon über Abort-Sprechstunden gelesen, aber auch dort scheint der Fokus immer auf habituellem Abort zu liegen.

Inzwischen habe ich von einer Bekannten eine Empfehlung zu einer Praxis für Pränataldiagnostik bekommen, die offenbar solche Untersuchungen machen. Ich werde mich wohl demnächst dort erkundigen. Alternative wäre dann wohl tatsächlich eine Kinderwunsch-Praxis, wenngleich ich mich davor irgendwie scheue.

Ich denke auch v.a. darüber nach, die Gerinnung und den Hormonstatus untersuchen zu lassen. Bei mir wurde mal eine Gelbkörper-Schwäche festgestellt, meine jetzige Gynäkologin hat dies aber nicht weiter beobachtet, auch in der Frühschwangerschaft wurden keine Hormone gemessen. Mir ist bekannt, dass eine GK-Schwäche die Einnistung erschweren kann, ich habe nun aber auch gelesen, dass dies evtl. eine Fehlgeburt begünstigen könnte. Weiß dazu hier jemand etwas?

Genetik und Immunologie würde ich wohl zunächst nicht erwägen. Sollte bei der genetischen Untersuchung etwas gefunden werden, kann man dann etwas machen oder muss man das einfach so hinnehmen?

Meine Schilddrüse wird schon regelmäßig vom Endokrinologen gecheckt (jedenfalls der TSH-Wert).
Wie läuft denn eine Gebärmutterspiegelung ab? Sieht man da mehr als bei einem normalen Ultraschall?

@ Sonnentropfen: Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich wünsche Dir alles, alles Gute für Deine Schwangerschaft!

@ Marta-Agata: Es ist sicherlich richtig, dass eine Fehlgeburt etwas "Normales" ist. Wie Du schreibst, liegt es "meist" an genetischen Defekten des Embryos. Aber eben nur meist. Es gibt wohl auch Frauen, die nach 3 Fehlgeburten erfahren, dass sie eine Gerinnungsstörung haben, die man relativ einfach hätte behandeln können. Das würde ich gerne vermeiden, selbst auf die Gefahr hin, dass ich unnütze Untersuchungen machen lasse. Ich bin leider schon zu alt, um erst nach 3 oder mehr Fehlgeburten Untersuchungen machen zu lassen.

Viele Grüße
gemischte_gefuehle

Marta-Agata
14.07.2013, 09:53
Prinzipiell denke ich auch, dass die Gynäkologin einige Untersuchungen veranlassen könnte, aber sie scheint das nicht für nötig zu halten.
Ich sage es mal etwas drastisch - wenn jemand einen Infekt hat, wird ja auch nicht gleich auf eine Immunschwäche untersucht.

Sonnentropfen
15.07.2013, 11:16
Hallo Fröschle, hallo gemischte_gefuehle,

ich habe mit meinem Post tatsächlich "nur" der TE schreiben - und habe erst heute wieder in den Strang geschaut, deshalb meine späte Reaktion.

@Fröschle:

Psychologische Hilfe:
Ja, ich habe mir psychologische Unterstützung geholt - die hätte es in der KiWu-Klinik auch gegeben (sie haben es nicht explizit in der FG-Sprechstunde angeboten, sondern ich hatte es auf der Internet-Seite gesehen und meine FÄ hat mir das auch nochmal empfohlen). Aber ich hatte das Glück, dass mir auf anderem Weg eine gute Psychologin empfohlen wurde.
Dort war ich ein paar Mal, und das hat auch sehr gut getan und geholfen - allerdings kam bei mir dann die jetzige Schwangerschaft "dazwischen" (ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell nochmal klappen würde), deshalb habe ich nach ein paar Terminen dann mit der Psychologin vereinbart, dass ich nur bei Bedarf nochmal zu ihr komme.
Sie hat mir aber auch in den ersten, für mich schlimmsten Wochen der jetzigen Schwangerschaft sehr geholfen.

Hormonuntersuchung:
Die Hormonuntersuchung sollte m.W. nach bis zum 7.ZT erfolgen, damit sie aussagekräftig ist. Es gibt wohl auch Ärzte, die dann noch eine weitere Untersuchung in der 2. Zyklushälfte machen.

Gebärmutterspiegelung:
Ich habe nach der 2. FG angefangen, nach Gründen zu suchen (die erste hatte ich auch unter "passiert fast jeder Frau mal" abgetan - das sehe ich heute allerdings anders).
Bin dann darauf gestoßen, dass man nach einer bzw. mehreren Ausschabungen Verklebungen/Verwachsungen in der Gebärmutter haben kann, die man im US nicht sieht. Da mein Sohn per Notsectio geboren wurde, und man nach einem Kaiserschnitt ja immer ausgeschabt wird, wollte ich einfach sicher sein, dass nach der 2. FG (da wurde ich ebenfalls ausgeschabt) alles ok ist bei mir.

Immunologie:
Ich kann verstehen, dass man abgeschreckt wird, weil Untersuchungen tw. so lange dauern - für mich war einfach wichtig, dass ich das Gefühl gebraucht habe, dass ich alles habe untersuchen lassen, was eine Ursache für die 3 FG hätte sein können.
Ich gebe zu, dass man sich in diesem Feld auch etwas verlieren kann - aber mir hat es durchaus geholfen, das gemacht zu haben. Wir hatten ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem wir dann festgelegt haben, welche Blutuntersuchungen gemacht werden. In meinem Fall (mit bereits einem gesunden Kind) haben wir uns bsp. dazu entschieden, nicht alle Blutuntersuchungen machen zu lassen, weil uns das nicht als sinnvoll erschien. Etwas anderes ist es dann schon, wenn man noch kein Kind hat.

Schilddrüse:
Der TSH-Wert ist schonmal wichtig vor der Schwangerschaft - in KiWu-Kliniken sagt man wohl, er sollte bei Kinderwunsch um die 1 liegen.
Ich persönlich wollte meine Schilddrüse aber nicht nur vom HA, sondern von einem Facharzt untersucht wissen, deshalb war ich bei einer NUK.
In der Schwangerschaft ist dann bsp. in den ersten Wochen der TSH nicht besonders aussagekräftig, weil er durch das HCG beeinflußt wird - da sollte man regelmäßig auch die freien Werte mitbestimmen lassen.

@gemischte_gefuehle:
Wie ich schon in meinem anderen Post geschrieben hatte: ich kann sehr gut verstehen, dass du auch schon nach einer FG Untersuchungen durchführen lassen möchtest.
An deiner Stelle würde ich auch auf jeden Fall einen Hormonstatus machen (sowohl in der 1. als auch in der 2. Zyklushälfte).
Vor allem, wenn bei dir bereits eine Gelbkörperschwäche nachgewiesen wurde. Es ist richtig, dass diese eine Einnistung erschwert und dadurch dann eine FG passieren kann.
Meines Wissens nach bekommt man bei einer GKS Utrogest-Tabletten verschrieben, die man dann tw. schon ab Eisprung nimmt (da kenne ich mich aber so genau nicht aus, das kann dir aber deine FA erklären).
Ich habe Utrogest zur Sicherheit verschrieben bekommen nach den 3 FG und habe es dann bis zur 13. SSW genommen.

Zur Genetik kann ich auch nicht viel sagen - bei uns wurde diese Untersuchung nach den 3 FG automatisch gemacht, allerdings war es bei uns unwahrscheinlich, dass dort etwas nicht ok war, weil wir ja bereits ein gesundes Kind haben.

Die Gebärmutterspiegelung ist ein kurzer ambulanter Eingriff mit Vollnarkose - siehe dazu oben, was ich Fröschle geantwortet habe.

Du hast geschrieben, dass du aufgrund deines Alters nicht mehr viel Zeit hast - das kann ich sehr gut verstehen, bei mir war es ja ähnlich. Deshalb würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall den Hormonstatus machen lassen. Die restlichen Untersuchungen müssen jetzt vermutlich noch nicht sein.
Aber dazu kann man dich in der Praxis, die dir deine Freundin empfohlen hat, sicherlich auch nochmal kompetent beraten - ich bin ja nur medizinischer Laie…

Ich drücke feste die Daumen, dass du schon bald wieder schwanger bist und dann alles gut geht!!! :blumengabe:

Einen lieben Gruß,
Sonnentropfen