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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die böse Geliebte???



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Calla11
13.10.2006, 14:12
Auch wenn jetzt viele auf mir rumhacken werden, muss ich es doch mal loswerden. Warum ist der betrügende Mann immer das Schwein, die Geliebte die Böse und die arme Ehefrau die Gute? Dreiecksbeziehung heißt, dass drei Menschen involviert sind – und in einer wirklich glücklichen Ehe kann keine Geliebte eindringen. So schwach sind die Männer nicht. Ich war auch auf der Seite der betrogenen Ehefrau und habe genauso Schuld, dass mich mein damaliger Mann betrogen hat. Weil ich es schleifen ließ, mich nicht mehr bemüht habe, nur noch die Kinder gesehen habe. Warum soll man die Ehe unbedingt aufrechterhalten? Weil sie heilig ist? Nur weil man sich mal dafür entschieden hat, weil man Angst hat alleine zu sein oder Angst keinen mehr abzubekommen. Ich habe damals meinen Mann rausgeworfen, es war hart mit 3 Kindern, aber durch seine Affäre hat er mir die Chance gegeben, mich weiterzuentwickeln. Jetzt bin ich Geliebte eines verheirateten Mannes, der unter der Woche mit mir zusammen ist und am Wochenende mit Frau und Kindern. Ich weiß, dass er mich liebt und ich liebe ihn, aber momentan sind die Umstände für eine Trennung zu hart. Wir sind seit 8 Monaten zusammen und ich weiß, wenn die Ehefrau es irgendwann mal mitkriegt, ist die Hölle los.

Und jetzt könnt Ihr aufschreien oder sonst was, eine Ehe ist nicht unantastbar und eine Geliebte ist nicht zwangsläufig ein schlechter Mensch.

Prijon
13.10.2006, 14:38
Und? Geht es Dir gut dabei? Oder ist das ein Versuch, Dir das ganze schönzureden?

Fragt sich
Prijon

ReginaM
13.10.2006, 14:47
eine Ehe ist nicht unantastbar.

Sie sollte es aber sein!

Calla11
13.10.2006, 15:00
Ja, es geht mir mittlerweile (meistens) gut dabei, oft unternehme ich am Wochenende was und freue mich auf Montag, wenn er bei mir wohnt.

Inaktiver User
13.10.2006, 15:01
Ich bin ja auch eine der Verfechterinnen von Ehrlichkeit ohne Betrug......

Aber es werden sich bestimmt gleich die ersten melden, die das ganz genauso wie du sehen....:smirksmile:

Grüße P.

Prijon
13.10.2006, 15:02
Ja, es geht mir mittlerweile (meistens) gut dabei, oft unternehme ich am Wochenende was und freue mich auf Montag, wenn er bei mir wohnt.

Na, dann ist doch alles bestens.

Inaktiver User
13.10.2006, 15:03
Ich täte mich ebenfalls schwer damit ohne "Zukunft" weiterzuleben......

Calla11
13.10.2006, 15:11
Meine Zukunft liegt bei mir selbst. Nach zwei gescheiterten Ehen verlasse ich mich nur noch auf mich, aber Hoffnung ist natürlich schon da. Aber es würde ja auch nicht einfacher werden, wenn er sich trennt, dann fangen die Schwierigkeiten ja erst so richtig an.

Inaktiver User
13.10.2006, 15:18
Das hört sich aber traurig an...... ich meine, dass du dich nur auf dich verlässt......

Du stehst doch mit beiden Beinen im Leben....

Wie groß ist die Chance, dass du unbeschadet aus der Sache rauskommst ?

Wieviel Glück (und damit meine ich nicht nur dein eigenes) wird auf der Strecke bleiben ?

Mal einen realistischen Blick von außerhalb drauf geworfen:

Nach 8 Monaten ist die Chance Richtung 0, dass er seine Ehefrau verlässt......Oftmals hängen auch finanzielle Dinge an solchen Entscheidungen.....

Das ausschlaggebende Argument, wie ich finde:

Möchtest du wirklich einen Mann an deiner Seite, der monatelang seine Frau hintergangen hat ?

Prijon
13.10.2006, 15:19
wenn er sich trennt, dann fangen die Schwierigkeiten ja erst so richtig an.


Stimmt. Dann "müsstest" Du womögliche eine komplette Beziehung leben.

Prijon

Inaktiver User
13.10.2006, 15:22
Du kennst die Situation aus beiden Sichten.... Betrogene - Geliebte.....

So ein bischen Rachegedanken dabei, klitzekleine vielleicht ?

Calla11
13.10.2006, 15:31
Mit Schwierigkeiten meine ich seinen Hausverkauf, die Kinder nicht immer sehen können, Freunde verlieren, Geldnot. Ich habe komplette Beziehungen gelebt, einmal 16 Jahre und einmal 8 Jahre.

Rachegedanken - nein.

Ob ich die Sache unbeschadet überstehe, weiß ich nicht. So wie es momentan ist, geht es mir ganz gut. MOMENTAN. Ich hatte aber natürlich auch schon Zusammenbrüche, auch wegen anderen großen Problemen bei mir und nehme jetzt leichte Psychopharmaka.

Ich wollte einfach nur mal klarstellen, dass auch die Ehefrau eine gewisse Schuld hat und die Geliebte durchaus auch Charakter haben kann.

Inaktiver User
13.10.2006, 15:46
Na denn,

wünsche ich dir weiterhin alles Gute.....

Grüße Peppi

Inaktiver User
13.10.2006, 15:48
Wenn du doch das alles schon einmal erlebt hast und jetzt wieder einen Mann hast, der auch FREMDGEHT , dann verstehe ich echt nicht, wieso das wieder so eine klassiche Sache werden soll. Ich sag dir eins: als Geliebte ist man nur glücklich sein, wenn man sich von den ganzen klassichen Vorstellungen löst. Keine Ansprüche stellen, nur geniessen und bloß nicht mit demTyp diskutieren, wann er denn jetzt endlich seine Familie verlässt.
Aber das scheinst du doch im Hinterkopf zu haben !?
Bist du nicht eines Besseren belehrt worden bzw. wirst du nicht eines Besseren belehrt? Helecho

Shalima
13.10.2006, 16:27
Hallo Calla11,

natürlich ist die Geliebte auch nicht schlechter als die anderen im Bunde. Jeder hat seine Rolle in dem Spiel. Von Schuld möchte ich sowieso nicht reden sondern von Verantwortung. Und die hat jeder ganz alleine für sein Leben. Ich bin auch betrogen worden allerdings gab es nie eine andere emotionale Beziehung. Ich konnte meine Konsequenzen nicht ziehen, weil ich es über Jahre nicht wußte. Und da sitzt der Hase im Pfeffer. Die Ehefrau wird der Entscheidung entmündigt ihre Schritte einzuleiten!!!

Außerdem schrieb ich auch schon woanders, dass man erstens erntet was man säht. Also hätte ich an deiner Stelle auch wieder Sorge, dass es irgentwann auf dich zurückfällt, und zweitens wollte ich keinen Mann der so unehrlich ist und monate bis jahrelang seine Ehefrau betrügt.

Und wenn alle Frauen da mal mehr Courage hätten nicht die Geliebte zu spielen und somit auch mehr Selbstachtung hätten (denn mit Selbstachtung behandelt man sich nicht so) sähen die Beziehungen vielleicht auch anders aus.

Mann ( oder Frau) geht aus der Beziehung zur Geliebten weil zu Hause was zu fehlen scheint und anstatt zuHause aufzuräumen ist es ja so bequem und nett mit der Neuen. (Solange sie keine Ansprüche stellt).

LG Shalima

Linda1
13.10.2006, 16:30
Mann ( oder Frau) geht aus der Beziehung zur Geliebten weil zu Hause was zu fehlen scheint und anstatt zuHause aufzuräumen ist es ja so bequem und nett mit der Neuen. (Solange sie keine Ansprüche stellt).
Die Erkenntnis tut zwar weh, ist aber so wahr.

Wolfgang60
13.10.2006, 16:35
Mit Schwierigkeiten meine ich seinen Hausverkauf, die Kinder nicht immer sehen können, Freunde verlieren, Geldnot..
Gratulation: Diese Schwierigkeiten habt ihr ja nicht, es sieht ja nicht aus als wolle er seine Frau verlassen.


...geht es mir ganz gut. MOMENTAN...
klingt ja, als wäre alles supertoll: "ganz gut, momentan" weitere Gratulation.



Ich hatte aber natürlich auch schon Zusammenbrüche...... und nehme jetzt leichte Psychopharmaka. .. Schon wieder alles super, nur "leichte" Psychopharmaka




Ich wollte einfach nur mal klarstellen, dass auch die Ehefrau eine gewisse Schuld hat und die Geliebte durchaus auch Charakter haben kann.
Der Ehefrau die Schuld zu geben ist für dich wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um einigermaßen über Wasser zu bleiben.
Ich glaube, dir geht es schlecht, auch wenn du immer wieder versuchst, darzustellen, dass es dir eigentlich ganz gut geht.
Komm zu dir, und wieder auf den Boden der Tatsachen.
Gruß
Wolfgang

-venice-
13.10.2006, 16:38
wie schaut denn der umgekehrte Fall aus:

Frau hat einen Geliebten.....wer ist jetzt der Arme bzw der Böse?

In der öffentlichen Meinung ist immer die Frau die ganz böse Schlampe, der Ehemann der arme Bedauernswerte, der Liebhaber der Frau der coole Genießer;

Hat die Frau noch Kinder verdoppelt sich ihr Schlampenstatus;

Ich habe noch von keinem Mann gehört, das er mal mehr oder weniger einsam im stillen Kämmerlein harrt, auf die Geliebte wartet, vielleicht auf eine Scheidung hofft usw.

Wie ist eure Meinung dazu?

Etea
13.10.2006, 17:26
Shalima: stimme Dir zu 100% zu. Das ganze ist einfach nur erniedrigend für denjenigen (egal ob Mann oder Frau), der betrogen wird, weil: nichtsahnend ist sie/er nur passiver Teil des Spiels. Wer weiß, wenn sie es wüßte, vielleicht würde sie die Regeln ändern und sagen: raus mit Dir! Aber dieses Risiko ist in diesem Falle dem Herrn zu groß. Nur darum geht es. Natürlich ist eine Ehe endlich. Das muss aber doch nicht heißen, dass der Respekt und der Anstand dabei flöten geht. Pfui sage ich. Nicht dafür, dass man sich in einen anderen verliebt sondern dafür, dass man es wagt, mit anderen Menschen solche Spielchen zu spielen. Und deshalb ist letztendlich nicht die /der Geliebte der zu Verurteilnde, sondern derjenige, der jemanden nach allen regeln der Kunst bescheißt, jemanden, dem er mal "in guten wie in schlechten Zeiten" was versprochen hat. Das Versprechen zu brechen ist eine Sache, shit happens, aber diese Verarsche ist einfach das Letzte. Ich wollte so nen Typen nicht geschenkt, der in seinem Charakter die Lüge fest impliziert hat.
Aber bitte: jedem Tierchen....
Salüle, Etea

Tortoise
13.10.2006, 19:00
Hallo,

ich denke nicht, daß die Geliebte pauschal als böse zu titulieren ist. Als ich herausfand, daß mein Partner fremdgegangen war, habe ich die andere Frau aus bestimmten Gründen sogar aufgesucht. Dieses "klärende" Gespräch war für mich in dem Moment wichtig, aber Gefühle hatte ich für diese Frau überhaupt keine: sie war mir weder sympathisch noch unsympathisch, ich hasste sie nicht, ich bemitleidete sie nicht etc.

Für mich sieht es letztendlich so aus: die Verantwortung und mir gegenüber Rechenschaft trägt mein Partner. Er ist derjenige, der aktiv eine Entscheidung für diese Affäre getroffen hat, mit ihm muß ich mich folgerichtig auseinandersetzen. Meiner Meinung nach hat die Geliebte ab dann eine "moralische" Verantwortung, sobald sie weiß, daß der andere bereits in einer Partnerschaft lebt. Ob sie das mit sich selbst vereinbaren kann, ist ihre eigene Entscheidung, ich persönlich könnte das nicht.

Grüße, Tortoise

Inaktiver User
13.10.2006, 20:22
Hallo Calla,

also, ich bin bestimmt nicht eine die "aufschreit" wenn sie Deine Geschichte liest (aber hoffentlich schreist Du nach eine paar Monaten oder Jahren nicht auf, wenn sich Dein Geliebter für seine Ehe entscheiden sollte)....meine diversen postings sagen aus, daß im Falle eines Falles die Geliebte meinen Mann haben kann, wenn er sie denn mehr lieben sollte als mich....:smirksmile:

...Du schreibst Du hättest Dich weiterentwickelt nach der Trennung von Deinem Mann....Du nennst das Weiterentwicklung?...erklär mir bitte was für eine "Weiterentwicklung" das ist, in dem man Geliebte wird...bin neugierig....:smile: ....

...zu Guter Letzt wünsche ich Dir sehr starke Nerven...einen laaaaangen Atem....und seeehr viel Geduld..... die Du die kommenden Monate oder Jahre brauchen wirst....es sei denn Du begnügst Dich mit dem was Du bekommst und hälst Dich an die Spielregeln...

Viel Glück !

Inaktiver User
13.10.2006, 22:09
...

Prijon
13.10.2006, 22:13
.es sei denn Du begnügst Dich mit dem was Du bekommst

Vielleicht ist das ja überhaupt des Rätsels Lösung. Sicher gibt es Menschen, die wollen (oder können) nicht mehr leben als eben das.

Meint
Prijon

Inaktiver User
13.10.2006, 22:19
...guten Abend Prijon....sicher...manche wollen/können sich nur damit begnügen...wenn sie glücklich sind meinetwegen...aber wenn sie anfangen zu leiden, dann wird es schwierig für alle...:smile:

Prijon
13.10.2006, 22:57
:blumengabe: Vergissmynick,

Calla schreibt, sie leidet nicht. Ihr geht es gut. Zwei Ehen (ergo: verbindlichere Beziehungen) sind ihr kaputt gegangen.

Es ist also durchaus möglich, dass das genau das ist, was sie JETZT leben kann/will. Finde ich in Ordnung. Als meine Ehe zu zerbrechen drohte, habe ich auch bei der Suche nach einer neuen Partnerin auch Kriterien eingesetzt, die eine allzu enge Bindung ausschlossen - die Damen mussten 50 bis 100 km entfernt leben und dort so gebunden sein, wie ich hier gebunden bin.

Meine Erfahrung damals war: Davon gibt's in meinem Alter (Ü 40) genug, auch und gerade ungebundene. Deshalb frage ich mich, warum man (wenn man denn so leben möchte) nun ausgerechnet jemanden aussucht, der noch in einer (anderen, zweiten) Beziehung lebt. Muss ja nicht sein...

Prijon

Sadness
14.10.2006, 19:43
Keiner sagt, das die Geliebte, die böse ist, oder der Mann oder die betrogene Frau.

Das sind drei Menschen, die auf eine Art und Weise miteinander verbunden sind, die für mindestens einen keine Zukunft, kein Glück und nur Trauer bringt (bis auf ein paar Ausnahmefälle vielleicht).

Für mich sieht die Sache mit der Geleibten meines Mannes anders aus, wir waren sehr befreundet, sie wußte über die Probleme in unserer Beziehung Bescheid, weil ich mich ihr anvertraut hatte...und deswegen ist sie für mich eben schon ein bißchen die Böse.

Und auf der einen Seite habe ich auch MItgefühl für sie, ich kann nicht anders...sie hat sich den Ausgang bestimmt anders vorgestellt und wurde jetzt nach fast drei Jahren warten(in denen sie für meinen Mann ihre Ehe beendet hat), für die Ursprungsbezeihung verlassen.

Ihr gehts bestimmt nicht gut, das sehe ich, wenn ich ihr begegene...aber dieses Risiko ist sie eingegangen, bewußt und ohne sich über mich Gedanken zu machen.

Autumn
14.10.2006, 22:20
Was Sadness schreibt kann ich nur beipflichten.

Wie sieht so eine Situation denn aus:
Der Mann "fällt in/ sucht sich" eine Affäre. Im Falle einer komplett fremden Frau denke ich auch, kann hier nicht unbedingt eine "Böse" tituliert werden. Die Frau ist ja gar nicht am Eheleben beteiligt, warum sollte sie sich also um die Ehefrau kümmern, wenn sie sich ausgerechnet in ihn verlieben muss? Ist halt blöd für sie, wenn der Mann schon gebunden ist, aber wers so will...

Generell finde ich aber, dass diesen Damen (und auch den Herren für die umgekehrte Situation) extrem der Respekt fehlt - und darum verurteile ich erst Recht solche Sachen, wie: "meine Freundin/ Bekannte war mit meinem Mann im Bett", weil das nicht nur unfair, sondern auch extrem respektlos ist. Warum kann eine Freundin nicht die Liebe, die man zu seinem Mann verspürt soweit respektieren, dass sie sich NICHT auf ihn einlässt?

Auch ich denke, eine Ehe kann durchaus endlich sein. Aber ich finde genau wie manche andere hier sollte sie respektiert werden und daher durchaus unantastbar sein. Wenn Probleme in der Ehe sind, dann sollte man sie lösen. Eine Affäre kann ironischerweise dazu beitragen, aber letzendlich wäre es doch nur fair, entweder gleich von Anfang an ehrlich zueinander zu sein, oder sich zu trennen. Wer das nicht kann, der muss halt mit diesem Zwiespalt leben. Und ich bin dafür vielleicht nicht emotional genug, aber "ich hab mich halt verliebt" find ich sowas von einen dummen Spruch! - Sorry. Es muss doch nicht sein, so vielen Menschen das Leben schwer zu machen, oder?! (Damit meine ich alle Beteiligten, inclusive man selbst..)

An einer Affäre sind immer drei beteiligt, das stimmt schon. Aber von Fall zu Fall denke ich ist es doch möglich, die Verantwortung für die Affäre auf eine bestimmte Person zu lenken, ohne sie gleich als bös oder gut zu titulieren, denn einer ist immerhin der Initiator.

Was Sadness z.B. passiert ist, ist doch echt fies, oder nicht? Und mir ist genau das gleiche passiert. Da denkt man doch: "na, super Freundin. Vielen Dank." - Oder?! - Muss doch nicht sein...

Und bei einer hier im Forum betrog der Mann sie mit der Freundin und mit der Schwester, als sie schwanger war. - Hallo? Gehts noch?

Inaktiver User
14.10.2006, 23:07
....ich sehe das zwar genauso....für meine Freundin und Schwester sollten mein Mann tabu sein (umgekehrt sind ihre Männer für mich tabu)....aber ich würde da zuerst meinem Mann die Schuld geben, anstatt der Geliebten....wenn ihn meine Freundin oder Schwester verführen kann (oder er sie), dann kennt er ebenso keine Loyalität...wenn mein Mann bei denen schon seine "Triebe" nicht unter Kontrolle hat, wie sollte er es da bei wildfremden Frauen?...

Rotfuchs
15.10.2006, 00:27
Deshalb frage ich mich, warum man (wenn man denn so leben möchte) nun ausgerechnet jemanden aussucht, der noch in einer (anderen, zweiten) Beziehung lebt. Muss ja nicht sein...

Prijon

Nein, muss sicher nicht sein, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Geliebte nicht doch irgendwann mit Sack und Pack vor der Tür steht, obwohl 'frau' ihn doch lieber nur zeitweise hätte...

Dieses "Modell" wird gerade von lebenstüchtigen selbständigen Frauen Ü40 nach gescheiterten Beziehungen gerne gewählt.

Es sind halt nicht immer nur die Männer, die lieber eine unverbindliche Liebschaft pflegen.


(P.S.: Dies ist KEIN Hinweis auf meine persönliche Lebenssituation, aber ich sehe es im - gleichaltrigen - Umfeld häufiger.)

Sabbi
15.10.2006, 20:55
Hallo,

ich finde es nur schade, dass keiner an die Kinder denke- scheinen ja hier insgesamt 4 od. 5 zu sein.
Würde mich nicht wundern, wenn die es mal in Bez.-fragen schwer haben.

Sabbi

Sadness
15.10.2006, 21:23
Und bei einer hier im Forum betrog der Mann sie mit der Freundin und mit der Schwester, als sie schwanger war. - Hallo? Gehts noch?

Räusper, das war ich.

Calla11
16.10.2006, 09:01
[QUOTE=Rotfuchs]Nein, muss sicher nicht sein, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Geliebte nicht doch irgendwann mit Sack und Pack vor der Tür steht, obwohl 'frau' ihn doch lieber nur zeitweise hätte...

Dieses "Modell" wird gerade von lebenstüchtigen selbständigen Frauen Ü40 nach gescheiterten Beziehungen gerne gewählt.

Damit kannst du durchaus recht haben. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, mit ihm zusammenzuziehen. Nicht weil er so ein unmöglicher Mensch ist, sondern weil ich seit meinem 16 Lebensjahr immer in festen Beziehungen gelebt habe und es momentan genieße nicht jede Nacht mein Bett zu teilen, auszugehen wann es mir passt, nach hause zu kommen wann ich will usw.

Ich bin durchaus lebenstüchtig. Habe meine drei Kinder größenteils alleine aufgezogen, bin nach 10 Jahren Pause wieder in meinen Beruf eingestiegen und nach einigen gescheiterten Beziehungen und großen Enttäuschungen 46 Jahre alt.

Inaktiver User
16.10.2006, 09:09
Und wenn alle Frauen da mal mehr Courage hätten nicht die Geliebte zu spielen und somit auch mehr Selbstachtung hätten (denn mit Selbstachtung behandelt man sich nicht so) sähen die Beziehungen vielleicht auch anders aus.


Ich habe einen verheirateten Geliebten und bin selbst Geliebte.
In Bezug auf die Selbstachtung gibt es wohl immer noch Leute, die mental in den vorherigen Zeiten stehen geblieben sind.

ReginaM
16.10.2006, 09:18
In Bezug auf die Selbstachtung gibt es wohl immer noch Leute, die mental in den vorherigen Zeiten stehen geblieben sind.

Ist es modern, lustig durch fremde Betten zu vögeln? Dann weiß ich lieber, was ich mir wert bin und bleibe "mental" altmodisch.


Sorry, ich hab ja schon viel Blödsinn gehört, aber offenbar gibt es immer noch eine Steigerung.

Inaktiver User
16.10.2006, 09:27
Ist es modern, lustig durch fremde Betten zu vögeln? Dann weiß ich lieber, was ich mir wert bin und bleibe "mental" altmodisch.


Sorry, ich hab ja schon viel Blödsinn gehört, aber offenbar gibt es immer noch eine Steigerung.


Ach so!!!
Eine Geliebte vögelt sich automatisch gleich durch alle Betten der Republik - das hatte ich völlig vergessen. :lachen:

Du bist in dem Punkt nicht altmodisch - sondern vermutlich nur beschränkt.
Aber ich gestehe Dir zu, dass Du um die Uhrzeit vielleicht noch nicht ganz wach und belichtet bist.

Kraaf
16.10.2006, 09:32
Hi Calla,

okeee, du seine Geliebte. Das Geliebtendasein ist schwer genug. Selbst dann, wenn du dir einen gemeinsamen Alltag mit ihm nicht vorstellen kannst bzw. nicht willst. Die Sache mit den Zeitfenstern, usw.

Was ich nicht verstehe ist, warum man die betrogene Ehefrau, damit das eigene Weltbild stimmig erscheint, zusätzlich noch "bashen" muss: die Beziehung kann ja nicht heil und intakt sein, sie muss es also schleifen lassen oder was auch immer.

ER ist der liierte Beziehungspartner. Also hat er es auch zu regeln bzw. trägt er die Verantwortung und die etwaigen Konsequenzen hat eh er am Hals.

nettes Grüssle
Kraaf

Inaktiver User
16.10.2006, 09:34
Was ich nicht verstehe ist, warum man die betrogene Ehefrau, damit das eigene Weltbild stimmig erscheint, zusätzlich noch "bashen" muss: die Beziehung kann ja nicht heil und intakt sein, sie muss es also schleifen lassen oder was auch immer.

Den Punkt verstehe ich auch nicht - das ist nämlich in den allermeisten Fällen nicht so.
Wenn der Leidensdruck so enorm gross wäre, würde der Mann die Beziehung beenden.

ReginaM
16.10.2006, 09:35
Ach so!!!
Eine Geliebte vögelt sich automatisch gleich durch alle Betten der Republik - das hatte ich völlig vergessen. :lachen:

Du bist in dem Punkt nicht altmodisch - sondern vermutlich nur beschränkt.
Aber ich gestehe Dir zu, dass Du um die Uhrzeit vielleicht noch nicht ganz wach und belichtet bist.

Ich zitiere dich nochmal:



Ich habe einen verheirateten Geliebten und bin selbst Geliebte.
In Bezug auf die Selbstachtung gibt es wohl immer noch Leute, die mental in den vorherigen Zeiten stehen geblieben sind.

Du schreibst sinngemäß, dass es "modern" ist, als verheiratete Frau einen ebenfalls verheirateten Geliebten zu haben. Wer anders denkt, den bezeichnest du als mental altmodisch......... auch wieder sinngemäß. So, wie du schreibst, klingt es, als wäre die eheliche Treue verstaubt und von vorvorgestern.

Und um meine Belichtung mach dir mal keine Sorgen, die ist oft aktiver, als mir lieb ist, jedenfalls aktiv genug, um Fremdgehen nicht als modern und möglicherweise auch noch als aufgeschlossen zu betrachten. Ich finde das, im Gegenteil, eher eine traurige Entwicklung.

Inaktiver User
16.10.2006, 09:46
Du schreibst sinngemäß, dass es "modern" ist, als verheiratete Frau einen ebenfalls verheirateten Geliebten zu haben. Wer anders denkt, den bezeichnest du als mental altmodisch......... auch wieder sinngemäß. So, wie du schreibst, klingt es, als wäre die eheliche Treue verstaubt und von vorvorgestern.


Nein, das habe ich nicht geschrieben - das hast DU völlig fehlinterpretiert.



Ich habe lediglich kritisiert, einer FRAU die Selbstachtung abzusprechen weil sie bewusst oder unbewusst eine Affaire mit einem gebundenen Mann eingeht oder hat.

Inaktiver User
16.10.2006, 09:46
Und um meine Belichtung mach dir mal keine Sorgen, die ist oft aktiver, als mir lieb ist, jedenfalls aktiv genug, um Fremdgehen nicht als modern und möglicherweise auch noch als aufgeschlossen zu betrachten. Ich finde das, im Gegenteil, eher eine traurige Entwicklung.

Das habe ich mit keinem Wort gesagt - es ging mir um die Kritik an einer geschlechtsspezifischen Sichtweise!
Nichts anders!

ReginaM
16.10.2006, 09:56
Nein, das habe ich nicht geschrieben - das hast DU völlig fehlinterpretiert.

Ok, kann sein.




Ich habe lediglich kritisiert, einer FRAU die Selbstachtung abzusprechen weil sie bewusst oder unbewusst eine Affaire mit einem gebundenen Mann eingeht oder hat.

Ist es denn nicht so?

Inaktiver User
16.10.2006, 10:06
@ReginaM:
Nein, nicht pauschal.
Warum sollte dies so sein?
Ist der einzige Grund, etwas mit einem gebundenen Mann anzufangen die Verzweiflung?
Ist die Frau immer die "benutzte" Person ohne eigenen Willen und Entscheidungskraft?
Gibt es nicht auch Konstellationen, in denen sich eine Frau aus gutem Grund einen gebundenen Liebhaber sucht.
Das magst Du/kann man moralisch verurteilen, da hat aber der Begriff Selbstachtung nichts verloren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstachtung

ReginaM
16.10.2006, 10:17
@ReginaM:
Nein, nicht pauschal.
Warum sollte dies so sein?
Ist der einzige Grund, etwas mit einem gebundenen Mann anzufangen die Verzweiflung?
Ist die Frau immer die "benutzte" Person ohne eigenen Willen und Entscheidungskraft?
Gibt es nicht auch Konstellationen, in denen sich eine Frau aus gutem Grund einen gebundenen Liebhaber sucht.
Das magst Du/kann man moralisch verurteilen, da hat aber der Begriff Selbstachtung nichts verloren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstachtung

Moralisch verurteilen? Nein, ich kann es nur nicht nachvollziehen.

In den meisten Fällen ist es aber doch wohl so, dass die Frau sich in den Liebhaber verliebt........ und er lügt ihr das Blaue vom Himmel herunter und will im Grunde nichts anderes als Sex. Instinktiv "weiß" die Frau das - aber sie will es nicht wissen, sie verschließt die Augen vor der Wahrheit, lässt sich zum Instrument degradieren und das ist für mich mangelnde Selbstachtung.

Inaktiver User
16.10.2006, 10:23
In den meisten Fällen ist es aber doch wohl so, dass die Frau sich in den Liebhaber verliebt........ und er lügt ihr das Blaue vom Himmel herunter und will im Grunde nichts anderes als Sex. Instinktiv "weiß" die Frau das - aber sie will es nicht wissen, sie verschließt die Augen vor der Wahrheit, lässt sich zum Instrument degradieren und das ist für mich mangelnde Selbstachtung.


Ich weiss nicht, ob dies in den meisten Fällen so ist - aber sicher in vielen.
Und in diesen Fällen teile ich diese/Deine Ansicht auch zu 100%.

Inaktiver User
16.10.2006, 12:00
Vielleicht ist das nicht der optimale Thread für den Gedanken, der mir gerade kam, aber sei es drum..
Warum ist eigentlich die Ansicht so verbreitet, dass Affären oder Seitensprünge nur dann passieren, wenn in der Beziehung etwas schiefläuft? Ist das wirklich so? Kann in eine gesunde Partnerschaft niemand eindringen?
Hat eine Affäre oder ein Seitensprung immer was mit Unzufriedenheit in der bestehenden Partnerschaft zu tun?
Ist diese Art der Herangehensweise nicht oft auch ein Argument für *Betrügende*, sich etwas schönzureden?
"Die Ehe besteht nur auf dem Papier", "Eigentlich haben sie sich auseinandergelebt", "Es geht nur um die Kinder" etc.

Fragend,
Muschelchen

ReginaM
16.10.2006, 12:13
Vielleicht ist das nicht der optimale Thread für den Gedanken, der mir gerade kam, aber sei es drum..
Warum ist eigentlich die Ansicht so verbreitet, dass Affären oder Seitensprünge nur dann passieren, wenn in der Beziehung etwas schiefläuft? Ist das wirklich so? Kann in eine gesunde Partnerschaft niemand eindringen?


Das habe ich in einem anderen Thread schon mal angesprochen, es kann durchaus auch in eine intakte Ehe "eingebrochen" werden.

Inaktiver User
16.10.2006, 12:20
Das habe ich in einem anderen Thread schon mal angesprochen, es kann durchaus auch in eine intakte Ehe "eingebrochen" werden.
Das glaube ich auch!
Einer der Knackpunkte ist doch der Umgang mit der Tatsache "oops, der/die gefällt mir sehr".
Wer hört das schon gerne vom Partner? Aber für mich persönlich wäre das der einzig gangbare Weg.
Sicherlich ist das in der Theorie leichter gesagt als praktisch umgesetzt.
Aber vielfach scheinen es doch Lüge und Heimlichkeit zu sein, die uns im Fall des Falles zu schaffen machen und nicht hauptsächlich die Tatsache, dass es andere gibt, die meinem Partner gefallen.

Aber ich schweife vom eigentlichen Strangthema ab..

Wolfgang60
16.10.2006, 12:35
....weiß, dass er mich liebt und ich liebe ihn, aber momentan sind die Umstände für eine Trennung zu hart....
...Nach zwei gescheiterten Ehen verlasse ich mich nur noch auf mich, aber Hoffnung ist natürlich schon da....
....Ich könnte mir gar nicht vorstellen, mit ihm zusammenzuziehen
Ja, es geht mir mittlerweile (meistens) gut dabei....
...
Calla, belügst du dich denn nicht selber. Hier kann man doch raushören, dass es in dir eine gewisse Unzufriedenheit gibt. Ich glaube auch nicht, dass du ihn nur hast fürs Bett.
Was ich glaube: Du weißt, daß das ein moralischer Grenzbereich ist, in dem du und dein Freund euch befindet. Du hast gelitten, als dein Ex-Mann früher das gemacht hat, was ihr momentan mit der Frau deines Freundes anstellt.
Du hast auch ein schlechtes Gewissen, das dir sagt, dass du nicht das Richtige tust. Und um nicht am schlechten Gewissen kaputtzugehen, schiebst du die Schuld der Ehefrau in die Schuhe. Ganz einfach. Und dein Freund? Er ist zu feige, um einen Schlussstrich zu ziehen, lieber ist er in der Woche in deinem Bett, alles so easy....oder?
Du weißt auch, dass er bei seiner Familie bleiben möchte, und wiederum kommt ein Argument, um dein und sein Verhalten zu rechtfertigen: Er wird seine Familie nicht verlassen, da eine Trennung naturgemäß ganz schön hart ist. Und dir ist es ja sowieso lieber, wenn du die Wochenenden dein Bett für dich alleine hast.
Ich finde, du hast dir da ein schönes großes Lügengebäude aufgebaut, um moralisch und emotional gut dazustehen.
Wolfgang

Rotfuchs
16.10.2006, 12:49
Das habe ich in einem anderen Thread schon mal angesprochen, es kann durchaus auch in eine intakte Ehe "eingebrochen" werden.

Wenn "eingebrochen" wird ist der Einbrecher der Täter und damit der "Allein-Schuldige". In den meisten hier zitierten Fällen also die "böse Geliebte".

Das Bild halte ich für falsch und einfachstes Klischee.

Denn Täter (= Einbrecher) ist nicht die Geliebte allein. Der Betrügende ist gebunden und wirkt aktiv an dem "Einbruch" mit, indem er ausbricht. Bricht man aus einer intakten Ehe aus?

Es wird ja gerne - besonders seitens der Betrogenen - mit dem Finger auf die "böse Geliebte" gezeigt, die den armen Mann mit Gewalt und Sexappeal in ihr Bett zerrte und ihn zum wehrlosen Opfer machte. Vielleicht hilft den Betrogenen diese Ansicht - real ist sie meistens nicht.

Ein Blick hinter die Kulissen (in der BriCom gelegentlich beeindruckend nachzulesen) läßt so manche Fremdbeziehungen und ihre Entstehung doch ganz anders aussehen (wenn man sehen WILL). :smirksmile:

Inaktiver User
16.10.2006, 12:54
Stimmt, Rotfuchs, die Vokabel "einbrechen" wird dem ganzen wirklich nicht gerecht.
Nur.. Ist ein Seitensprung immer ein Ausbruch?
Hat das wirklich immer was mit dem Partner zu tun?

Inaktiver User
16.10.2006, 12:54
Es wird ja gerne - besonders seitens der Betrogenen - mit dem Finger auf die "böse Geliebte" gezeigt, die den armen Mann mit Gewalt und Sexappeal in ihr Bett zerrte und ihn zum wehrlosen Opfer machte. Vielleicht hilft den Betrogenen diese Ansicht - real ist sie meistens nicht.

Meine Oma kommentierte noch ganz anders (und wie ich finde völlig unberechtigt): "Da hat ja dann die Ehefrau was falsch gemacht!"

Calla11
16.10.2006, 13:04
Calla, belügst du dich denn nicht selber. Hier kann man doch raushören, dass es in dir eine gewisse Unzufriedenheit gibt. Ich glaube auch nicht, dass du ihn nur hast fürs Bett.
*********************
Richtig, das war und ist auch nie das Wichtigste bei uns gewesen.
*************************************

Was ich glaube: Du weißt, daß das ein moralischer Grenzbereich ist, in dem du und dein Freund euch befindet. Du hast gelitten, als dein Ex-Mann früher das gemacht hat, was ihr momentan mit der Frau deines Freundes anstellt.
Du hast auch ein schlechtes Gewissen, das dir sagt, dass du nicht das Richtige tust. Und um nicht am schlechten Gewissen kaputtzugehen, schiebst du die Schuld der Ehefrau in die Schuhe.
********************************
Ich schieb nicht alle Schuld der Ehefrau zu. Aber wenn ich bedenke, dass sie seit über 8 Monaten nichts merkt (seine Mutter übrigens schon), dann glaube ich, dass sie ihren Mann nicht wichtig genug nimmt. Seine Stimmungen usw.
Den größten "Schuldanteil" hat er und ich.
****************
Ganz einfach. Und dein Freund? Er ist zu feige, um einen Schlussstrich zu ziehen, lieber ist er in der Woche in deinem Bett, alles so easy....oder?
******************
Wir haben schon ein paar mal Schluß gemacht, blieben aber nicht konsequent.
******************

Du weißt auch, dass er bei seiner Familie bleiben möchte, und wiederum kommt ein Argument, um dein und sein Verhalten zu rechtfertigen: Er wird seine Familie nicht verlassen, da eine Trennung naturgemäß ganz schön hart ist. Und dir ist es ja sowieso lieber, wenn du die Wochenenden dein Bett für dich alleine hast.
Ich finde, du hast dir da ein schönes großes Lügengebäude aufgebaut, um moralisch und emotional gut dazustehen.
Wolfgang
*****************
Nein, ich habe mir kein Lügengebäude aufgebaut. Und ich finde mich weder moralisch oder emotional mies - ich kenne mich genau und ich kann mich immer noch morgens im Spiegel ansehen.

Solange es mir dabei gut geht, werde ich es durchziehen. Ich bin aber nicht so von ihm abhängig, dass ich nicht Schluß mache, bevor ich daran zerbreche.

Rotfuchs
16.10.2006, 13:08
Nur.. Ist ein Seitensprung immer ein Ausbruch?
Hat das wirklich immer was mit dem Partner zu tun?

Nein. In den meisten Fällen hat es was mit dem Betrügenden selbst zu tun.

Ein "immer" gibt es hier sowieso nicht. Jeder Fall ist individuell und muss auch so beurteilt werden - wenn man denn überhaupt urteilen will.

@Gyldensternchen

Ja genau. :freches grinsen:
Irgendwer muss ja immer Schuld sein. Und wenn es für Tante Agathe "die böse Geliebte" ist, für Tante Erna "die Kerls, die immer jeder Schürze nachjagen", so ist es halt für Oma die Ehefrau, die "was falsch gemacht" hat.
Schubladen gehören einfach zur Weltordnung. :smile:

Aber vielleicht spielen in solche Urteile auch häufig individuelle eigene Erfahrungen hinein. Wer jemals betrogen - und damit verletzt - wurde, wird es anders sehen, als eine aktive oder verlassene Geliebte oder ein(e) Betrüger(in).

Inaktiver User
16.10.2006, 13:32
@Gyldensternchen

Ja genau.
Irgendwer muss ja immer Schuld sein. Und wenn es für Tante Agathe "die böse Geliebte" ist, für Tante Erna "die Kerls, die immer jeder Schürze nachjagen", so ist es halt für Oma die Ehefrau, die "was falsch gemacht" hat.
Schubladen gehören einfach zur Weltordnung.


Als Chemikerin weiss ich, dass die Entrophie aller Dinge (frei übersetzt Unordnung) immer siegen wird - ist ein Naturgesetz.

Kraaf
16.10.2006, 13:42
*g* die Sache mit den Elementarteilchen? :erleuchtung:

Inaktiver User
16.10.2006, 13:44
*g* die Sache mit den Elementarteilchen? :erleuchtung:
Ja, die auch :freches grinsen: ........ist der Mensch nicht auch ein Elementarteilchen im unendlichen Universum?

Kraaf
16.10.2006, 13:48
die meinte ich *klick* (http://www.elementarteilchen.film.de/) :smirksmile:

Wolfgang60
16.10.2006, 13:59
*****************
Nein, ich habe mir kein Lügengebäude aufgebaut. Und ich finde mich weder moralisch oder emotional mies - ich kenne mich genau und ich kann mich immer noch morgens im Spiegel ansehen.

ja, das meinte ich ja, du musst dich morgens immer noch im Spiegel anschauen können.
Daher deine Argumentation, dass die eigentlich Schuldige die Ehefrau ist, weil sie sich nicht genügend um den armen Fremdgänger gekümmert hat.
Aber das ist doch ein bißchen armselig, die Ehefrau als die Schuldige da stehen zu lassen.
Ist aber ein klein wenig zu einfach.
Wolfgang

Kraaf
16.10.2006, 14:05
Ist aber ein klein wenig zu einfach.

Aber saupraktisch, sie weiss ja nichts... :freches grinsen:

Calla11
16.10.2006, 14:14
ja, das meinte ich ja, du musst dich morgens immer noch im Spiegel anschauen können.
Daher deine Argumentation, dass die eigentlich Schuldige die Ehefrau ist, weil sie sich nicht genügend um den armen Fremdgänger gekümmert hat.
Aber das ist doch ein bißchen armselig, die Ehefrau als die Schuldige da stehen zu lassen.
Ist aber ein klein wenig zu einfach.
Wolfgang



Das ist die Erfahrung die ich bei meiner ersten Ehe gemacht hatte. Im Nachhinein kann ich es meinem Ex nicht verdenken, dass er sich verliebt hat. Das ist meine Schuld als Ehefrau gewesen, ich habe nur noch meine Kinder gesehen und mein Mann war gut dafür, das Geld nach Hause zu bringen.

Bastelines
16.10.2006, 14:24
Das ist die Erfahrung die ich bei meiner ersten Ehe gemacht hatte. Im Nachhinein kann ich es meinem Ex nicht verdenken, dass er sich verliebt hat. Das ist meine Schuld als Ehefrau gewesen, ich habe nur noch meine Kinder gesehen und mein Mann war gut dafür, das Geld nach Hause zu bringen.
Achso weil es bei dir so war muß es bei anderen auch SO sein?!:zahnschmerzen:

Calla11
16.10.2006, 14:27
Aber saupraktisch, sie weiss ja nichts... :freches grinsen:



Mir wäre es lieber sie wüsste es, dann hätte sie die Möglichkeit, um ihre Ehe zu kämpfen oder auch nicht. Ich habe meinem Ex nicht verübelt, dass er fremdgegangen ist, sondern dass er mir nicht gesagt hat, was los ist - so konnte ich erst beginnen zu kämpfen, als es eigentlisch schon zu spät war. Er hat sich nach einem halben Jahr zähen Kampfes von mir, viel verlorenem Stolz von mir, Eheberatung udgl. für seine Geliebte entschieden.:knatsch:

Calla11
16.10.2006, 14:28
Achso weil es bei dir so war muß es bei anderen auch SO sein?!:zahnschmerzen:

Muss nicht, kann aber nach seinen Aussagen durchaus so sein!

Inaktiver User
16.10.2006, 14:34
Calla,

dann müsstest Du ihn doch nach Hause schicken damit er mit seiner Frau redet und seine Ehe in Ordnung bringt.
Und könntest ihm dazu gleich Tipps geben.

So finde ich schwer erträglich, wie Du die Sache schönredest.

Gruß, Leonie

Calla11
16.10.2006, 14:38
Calla,

dann müsstest Du ihn doch nach Hause schicken damit er mit seiner Frau redet und seine Ehe in Ordnung bringt.
Und könntest ihm dazu gleich Tipps geben.

So finde ich schwer erträglich, wie Du die Sache schönredest.

Gruß, Leonie


Wieso rede ich die Sache schön???

Rotfuchs
16.10.2006, 14:38
Womit Calla meine Aussage beweist, dass individuelle eigene Erfahrungen die Beurteilung so einer Situation stark beeinflussen.

Calla, nur weil Du vielleicht durch Dein Verhalten die Außenbeziehung Deines Mannes vermeintlich mit "verschuldet" (ich hasse dieses Wort) hast, muss es ja nicht zwangsläufig bei der Ehefrau Deines Freundes auch so sein. Kann sein, muss aber nicht.

Du kannst nicht in diese Ehe schauen, und was Dein Freund Dir erzählt, ist günstigstenfalls seine einseitige Betrachtungsweise, schlimmstenfalls glatt gelogen.

Eine objektive Betrachtungsweise dürfte für alle Beteiligten und erst recht für Außenstehende mehr als schwierig sein.


Daher bemühe ich mich, bei solchen Themen möglichst neutral (ohne zu verurteilen und/oder zu moralisieren, aber auch ohne Zustimmung) zu schreiben - wenn überhaupt.
Ich versuche (auch aufgrund eigener Erfahrung) zu verstehen. Gelingt mir nicht immer.

Inaktiver User
16.10.2006, 14:40
Rotfuchs: :blumengabe:

Rotfuchs
16.10.2006, 14:43
dann müsstest Du ihn doch nach Hause schicken damit er mit seiner Frau redet und seine Ehe in Ordnung bringt.
Und könntest ihm dazu gleich Tipps geben.


ER ist gegenüber seiner Frau verantwortlich - nicht die Geliebte.

Inaktiver User
16.10.2006, 14:52
Das Hin- und Hergeschiebe von Schuld vom Betrüger zum Betrogenen, bis hin zur voerst unbeteiligten 3. Person (die dann auch wieder betrogene wird und damit auch Schuld haben könnte...) ist doch sinnlos: der Betrüger/die Betrügerin setzt den Mechanismus in Gang, in der Regel bewußt. Er/Sie wäre der Schuldige, weil er nach gesellschaftlich üblicher Moralvorstellung den Gepflogenheiten zuwider handelt.
Ich würde hier überhaupt nicht von Schuld sprechen, für mich hats was mit Verantwortung zu tun. Die habe ich meinem Partner gegenüber. Entweder ich "beichte" und beende eine von beiden Beziehungen oder ich lebe in einer offenen Ehe, in der für Beide gleiche Rechte gelten.

Da ich das zweite nicht kann, hab ich das erste getan: gebeichtet und die fremde Liason beendet. Im Nachhinein betrachtet kommt für mich keine Fremdbeziehung mehr in Frage. Die damit verbundene Aufregung, Diskussion, Verletzung waren mir eine Lehre fürs Leben, auf die ich durchaus hätte verzichten können.

Nach meinem persönlichen Empfinden kann es diesen "Einbruch" nur in einer krisenbelasteten Beziehung geben. Eine andere Erfahrung habe ich nicht gemacht, dazu müßte ich eine andere Toleranz oder einen anderen Lebensentwurf (wie den von Gyldensternchen z.B.) haben.

ReginaM
16.10.2006, 15:32
Wenn "eingebrochen" wird ist der Einbrecher der Täter und damit der "Allein-Schuldige". In den meisten hier zitierten Fällen also die "böse Geliebte".

Das Bild halte ich für falsch und einfachstes Klischee.

Denn Täter (= Einbrecher) ist nicht die Geliebte allein. Der Betrügende ist gebunden und wirkt aktiv an dem "Einbruch" mit, indem er ausbricht. Bricht man aus einer intakten Ehe aus?

:

Dieses Bild ist nicht unbedingt falsch! Ich habe es erlebt, dass eine Frau über Monate an meinem Mann rumgebaggert hat, sie scheute sich nicht, sich sogar über unsere Tochter an ihn ranzuschleichen. Er blieb hart, er fiel nicht auf sie rein. Aber er hat sich ihre Baggerei gefallen lassen, er hat sich geschmeichelt gefühlt und war lange Zeit zu feige, sie in ihre Schranken zu weisen. Und diese Feigheit war es, die unsere Ehe dann für eine ganze Weile ziemlich belastet hat. Es muß nicht immer bis zum Äussersten kommen, es kann auch so jederzeit jemand in eine intakte Beziehung einbrechen und in einem solchen Fall ist das ein Einbruch.

Bastelines
16.10.2006, 15:40
Dieses Bild ist nicht unbedingt falsch! Ich habe es erlebt, dass eine Frau über Monate an meinem Mann rumgebaggert hat, sie scheute sich nicht, sich sogar über unsere Tochter an ihn ranzuschleichen. Er blieb hart, er fiel nicht auf sie rein. Aber er hat sich ihre Baggerei gefallen lassen, er hat sich geschmeichelt gefühlt und war lange Zeit zu feige, sie in ihre Schranken zu weisen. Und diese Feigheit war es, die unsere Ehe dann für eine ganze Weile ziemlich belastet hat. Es muß nicht immer bis zum Äussersten kommen, es kann auch so jederzeit jemand in eine intakte Beziehung einbrechen und in einem solchen Fall ist das ein Einbruch.


Danke!:freches grinsen: :smirksmile:

Inaktiver User
16.10.2006, 15:43
Er blieb hart, er fiel nicht auf sie rein. Aber er hat sich ihre Baggerei gefallen lassen, er hat sich geschmeichelt gefühlt und war lange Zeit zu feige, sie in ihre Schranken zu weisen. Und diese Feigheit war es, die unsere Ehe dann für eine ganze Weile ziemlich belastet hat. Es muß nicht immer bis zum Äussersten kommen, es kann auch so jederzeit jemand in eine intakte Beziehung einbrechen und in einem solchen Fall ist das ein Einbruch.
Aber ein versuchter "Einbruch", der Deinem Mann offensichtlich geschmeichelt hat und insofern in gewisser Weise mit einer Wechselwirkung verbunden und nicht *nur* einseitig war, oder?

ReginaM
16.10.2006, 15:55
Aber ein versuchter "Einbruch", der Deinem Mann offensichtlich geschmeichelt hat und insofern in gewisser Weise mit einer Wechselwirkung verbunden und nicht *nur* einseitig war, oder?

Nix Wechselwirkung, er ging ja nicht auf ihre Versuche ein, er blockte sich aber auch nicht ab und das hab ich ihm übelgenommen, sehr sogar.

Inaktiver User
16.10.2006, 16:04
Nix Wechselwirkung, er ging ja nicht auf ihre Versuche ein, er blockte sich aber auch nicht ab und das hab ich ihm übelgenommen, sehr sogar.
Eben! Genau das meinte ich mit Wechselwirkung. Mehr so im Sinne von: keine Reaktion wird von der betreffenden Person als Zustimmung gewertet. So ähnlich jedenfalls..

Sadness
16.10.2006, 16:50
@Calla

So ganz ehrlich, wenn du nachts allein im Bett liegst, ohne Schönmach-Spiegel oder deinem Geliebten neben dir, kommt da nicht manchmal das Stimmchen das sagt....Mädel, du baust Mist, dein Freund baut Mist und du weißt wie das enden kann, auch für jemanden der noch gar nicht weiß, was da auf ihn zukommen könnte.

Ich würde für mich nie ausschließen, das ich mich in einen gebundenen Mann verliebe, auch wenn ich noch in einer Beziehung stecke....aber das was du machst, könnte ich mit meiner (und deiner) Geschichte niemals genießen.
Das würde mir schmecken wie angefault.

Jolanda1
16.10.2006, 22:03
Zum Thema Ausbruch/Einbruch:
Ich würde es immer als Ausbruch bezeichnen wenn einer eine Affäre hat. Denn wenn etwas in meiner Beziehung nicht stimmt, dann ändere ich etwas. Ich rede mit meinem Partner, und wenns so gar nicht geht, trenne ich mich.
Was die meisten machen, ist, sich zu öffnen für andere, selbst unbewußt kann das sein, aber immernoch bestimme ICH, ob da was einbrechen kann oder nicht. Diese Verantwortung trägt meiner Meinung nach immer derjenige, der ausbricht.
Vonwegen armer Mann, wurde verführt...ok wenn du betrunken im anderen Bett landest...aber danach muss man sofort entscheiden können: was war los? Wirklich nur Suff und Mist gebaut oder gehts mir in meiner Beziehung nicht mehr gut?
Da reicht EINMAL, und alles andere (langfristige Liebschaft) ist immer ein Ausbruch.
Wie oft man das liest: Suche Sexaffäre.
Alle sind ja so dumm reingerutscht...hahaha, die angeblichen Singlebörsen quillen doch über vor eindeutigen Gesuchen.
Calla, du glaubst nicht im Ernst das, was du da schreibst. Ich glaube, du bist verbittert, traurig und brauchst jemanden der dich mal tröstet.
Fühl dich mal in den Arm genommen!
Ich kenne das Gefühl, dass man einfach keinen Bock mehr hat auf den ganzen Mist und auch nicht mehr an das Gute im Menschen glaubt. Geben wir die Hoffnung nicht auf.

ReginaM
16.10.2006, 22:56
Vonwegen armer Mann, wurde verführt...ok wenn du betrunken im anderen Bett landest...aber danach muss man sofort entscheiden können: was war los? Wirklich nur Suff und Mist gebaut .

Das würde ich z. B. nicht gelten lassen, auf keinen Fall. Ich erwarte von einem erwachsenen Menschen, dass er sich soweit in der Hand hat!

Aber das mit dem "sofort trennen", das ist oft nicht so einfach und manchmal dauert es eben eine Weile, bis man sich entscheiden kann.

Prijon
16.10.2006, 23:17
Das würde ich z. B. nicht gelten lassen, auf keinen Fall. Ich erwarte von einem erwachsenen Menschen, dass er sich soweit in der Hand hat!


Ab einem gewissen Promillegehalt kann man nur noch wegen Volltrunkenheit bestraft werden und nicht mehr wegen dem, was man angestellt hat.

Ich frage mich allerdings gerade, ob ich dann zu irgendwelchen Bettaktionen noch in der Lage wäre...

Prijon

Jolanda1
16.10.2006, 23:19
Das Problem ist: Der Mensch ist schwach, genussüchtig, faul und bequem.
Man darf es seinem Partner nicht bequem machen, wenn etwas stört.

Passiert aber.Mein Post ist da ein Ideal, und stimmt, eigentlich dürfte es auch nicht im Suff passieren, wobei ich immernoch von mir ausgehe, und der einzige Moment, wo meine Ratio definitiv ausgeschaltet wird, ist im stark alkoholisierten Zustand.

Dass wir deshalb alle "erwachsen" handeln könnten, ist natürlich nicht der Fall. Und dass man auch nüchtern so handelt als sei man stockbesoffen ist ja hinlänglich bekannt... :smirksmile:

Ich mag aber Callas Schönreden nicht.
Dann lieber ehrlich, man IST fehlerhaft.

Calla, auch Du bist es. Und du willst es sein, sein dürfen.
Ja, auch du bist ein Mensch mit allem was dazugehört, und du darft das akzeptieren.

Du bist irritiert darüber, auf der anderen Seite zu stehen.
Das ist weder besser noch schlechter als davor.

Aber was bringt es dir, Schuld zu suchen. Entspann dich, sorge für dich.

Jolanda1
16.10.2006, 23:24
Zitat Prijon:
"Ich frage mich allerdings allerdings, ob ich dann noch zu irgendwelchen Bettaktionen in der Lage wäre..."


Ich wäre jedenfalls in der Lage, auch einem hässlichen stinkenden Kerl um den Hals zu fallen, wenn ich sehr ausgehungert wäre, um es dann tief zu bereuen!
Aber als Frau kann man da soviel auch nicht nicht können :freches grinsen: als Mann ist es da viell. ungünstiger

Prijon
16.10.2006, 23:48
Die Frage ist: Wer hat's jetzt besser?

ReginaM
17.10.2006, 08:36
Das würde ich z. B. nicht gelten lassen, auf keinen Fall. Ich erwarte von einem erwachsenen Menschen, dass er sich soweit in der Hand hat!


Ab einem gewissen Promillegehalt kann man nur noch wegen Volltrunkenheit bestraft werden und nicht mehr wegen dem, was man angestellt hat.



Für mich gehört zum "in der Hand haben" aber auch schon, dass man eben gar nicht erst soviel trinkt, dass man die Kontrolle über sich verliebt. So ein Mann hätte bei mir schon von Anfang an völlig verspielt.

Kraaf
17.10.2006, 08:48
Für mich gehört zum "in der Hand haben" aber auch schon, dass man eben gar nicht erst soviel trinkt, dass man die Kontrolle über sich verliebt. So ein Mann hätte bei mir schon von Anfang an völlig verspielt.

*lach* ein Schreibfehler, der es aber trifft.

Wer sich unvorbereitet verliebt, hat sich im Rausch der Gefühle sehr, sehr schnell verrannt...

:smirksmile: Kraaf

ReginaM
17.10.2006, 09:04
*lach* ein Schreibfehler, der es aber trifft.

Wer sich unvorbereitet verliebt, hat sich im Rausch der Gefühle sehr, sehr schnell verrannt...

:smirksmile: Kraaf

*räusper*:freches grinsen:

Calla11
17.10.2006, 11:00
[QUOTE=Sadness]@Calla

So ganz ehrlich, wenn du nachts allein im Bett liegst, ohne Schönmach-Spiegel oder deinem Geliebten neben dir, kommt da nicht manchmal das Stimmchen das sagt....Mädel, du baust Mist, dein Freund baut Mist und du weißt wie das enden kann, auch für jemanden der noch gar nicht weiß, was da auf ihn zukommen könnte.



Ehrlich gesagt, nein. Vielleicht habe ich ja doch so einen schlechten Charakter und bin hinterhältig, egoistisch, unverantwortlich etc. - aber er tut meiner Seele gut. :kuss:

Sadness
17.10.2006, 11:06
Ehrlich gesagt, nein. Vielleicht habe ich ja doch so einen schlechten Charakter und bin hinterhältig, egoistisch, unverantwortlich etc. - aber er tut meiner Seele gut.

Na denn, viel Vergnügen....unter Umständen bist du es aber selber, die am Schluß die Zeche zahlt

Calla11
17.10.2006, 11:08
Calla, du glaubst nicht im Ernst das, was du da schreibst. Ich glaube, du bist verbittert, traurig und brauchst jemanden der dich mal tröstet.
Fühl dich mal in den Arm genommen!
Ich kenne das Gefühl, dass man einfach keinen Bock mehr hat auf den ganzen Mist und auch nicht mehr an das Gute im Menschen glaubt. Geben wir die Hoffnung nicht auf.[/QUOTE]


Danke für die Umarmung.:kuss: Mag sein, dass ich etwas verbittert bin, aber wenn, dann über mich selbst - dass ich ein zweites Mal geheiratet habe, ziemlich dämlich und naiv war, viel zu selten den Mund aufgemacht habe und jetzt sehr viel verloren habe. Und doch, ich glaube was ich geschrieben habe. Mein Leben ist zur Zeit eine einzige Baustelle, ich lebe nur noch auf der Überholspur und genieße jetzt nur diese Beziehung, denke nicht dran was nächstes, übernächstes Jahr oder sonstwann ist. Wer weiß, was noch kommt. Ich glaube sehr wohl noch an das Gute im Menschen, das ist ein Punkt, den Freunde ganz gerne an mir kritisieren, dass ich bei jedem Menschen an das Gute glaube. :knatsch:

Inaktiver User
17.10.2006, 11:09
Na denn, viel Vergnügen....unter Umständen bist du es aber selber, die am Schluß die Zeche zahlt

Das kann Dir IMMER passieren - als offizielle oder inoffizielle Beziehung.
Da sehe ich sogar weniger Risiko, bzw. bewusstes Risiko als Geliebte.

Calla11
17.10.2006, 11:13
Ehrlich gesagt, nein. Vielleicht habe ich ja doch so einen schlechten Charakter und bin hinterhältig, egoistisch, unverantwortlich etc. - aber er tut meiner Seele gut.

Das war durchaus ironisch gemeint.

Na denn, viel Vergnügen....unter Umständen bist du es aber selber, die am Schluß die Zeche zahlt

Das kommt darauf an, was man sich erhofft und erwartet - das ist bei mir nicht so viel. :niedergeschmettert:

Aber ich hänge nicht alles an diese Beziehung. In erster Linie sind mir meine Kinder die wichtigsten Personen und meine Freunde, auf die immer Verlaß ist. :lachen:

Sadness
17.10.2006, 11:15
Das kann Dir IMMER passieren - als offizielle oder inoffizielle Beziehung.
Da sehe ich sogar weniger Risiko, bzw. bewusstes Risiko als Geliebte.

Ja kalr...aber Calla tut so als ob sie das total abgeklärt sieht und das Kauf ich ihr nicht ab..

Aus ihrem ersten Posting:
Ich weiß, dass er mich liebt und ich liebe ihn, aber momentan sind die Umstände für eine Trennung zu hart.

Sie rechnet imho eben nicht damit, das sie diejenige welche sein wird

Sadness
17.10.2006, 11:16
@calla

das war bei mir schon so angekommen...und das "viel vergnügen" war eher bedauernd gemeint...du machst dir in meinen Augen was vor

Calla11
17.10.2006, 11:57
@calla

das war bei mir schon so angekommen...und das "viel vergnügen" war eher bedauernd gemeint...du machst dir in meinen Augen was vor


Ich glaube, ich sollte dir mal was über mich erzählen, denn abgeklärt bin ich mit Sicherheit nicht.
Ich hatte mit 15 Jahren 4Jahre einen Freund, hatte mit 17 einen Abgang, er betrog mich mit meiner besten Freundin und mit 19 einen Selbstmordversuch. Dann hatte ich die Kraft, mich von ihm zu trennen.

Mit 20 lernte ich meinen späteren Mann kennen und heiratete 1 Jahr später. Mit 21 das erste Kind (Wunschkind), mit 26 das nächste (Wunschkind). Wir haben uns ein schönes Reihenhaus gebaut und mit 31 bekam ich noch meinen Sohn. Meinem Mann wurde das Reihenhaus zu eng und wir bauten auf dem Land (wo keiner ausser meinem Mann hinwollte) ein großes Bauernhaus. Nebenbei hatten wir noch eine Firma, mein Mann kam immer spät nach Hause - wir lebten halt so dahin. Mit 34 bekam ich dann raus, dass mein Mann seit 3 Monaten eine Freundin hat und habe begonnen um ihn zu kämpfen. Das hätte ich bleiben lassen sollen, da unheimlich viel Energie bei mir auf der Strecke blieb. Er ist 3 x ein- und ausgezogen, mit sämtlichen Versprechungen auch bei den Kindern. Als er dann Heiligabend tränenüberströmt seine Freundin angerufen hat, habe ich ihn endgültig rausgeschmissen - wurde paar mal krank mit Magengeschwür etc. aber es ging wieder aufwärts.

Ich bin mit meinen Kindern umgezogen und habe bald meinen späteren zweiten Mann kennengelernt. Da die Wohnung zu fünft zu klein war und ich noch einiges Geld vom zweiten Hausverkauf hatte, haben wir uns entschlossen zu bauen und zu heiraten. Naiv wie ich war habe ich ihn zur Hälfte ins Grundbuch eintragen lassen, obwohl er rein gar nix hatte - nicht mal Eigenleistung - miteingebracht hat. Er hat weder im Haushalt (trotz Arbeitslosigkeit) geholfen, das musste ich nach der Arbeit machen, noch hat er was zum Lebensunterhalt beigesteuert.

Vor 5 Jahren bekam ich wegen Krebs 3 x operiert, mit der Folge einer späteren Totaloperation und kurze Zeit später wurde die Gallenblase entfernt. Er war mir in dieser Zeit keine Hilfe, sondern hat mich noch im Krankenhaus angerufen und über die Kinder beschwert.

Es gab viele, viele Ärgernisse und nur Arbeiten und nach 2 weiteren Jahren habe ich beschlossen, mich zu trennen, bevor ich daran kaputt gehe. Jetzt habe ich soeben mein drittes Haus verkauft, mit großem Verlust - so dass gar nichts übrig bleibt und ziehe mit meinem Sohn und Hund in eine kleine Wohnung. Momentan räume ich gerade das Haus alleine aus, denn er hat natürlich keine Zeit.

Ich muss mich zur Zeit um sehr vieles kümmern, es gibt immer wieder böse SMS vom Ex und Ärger mit Behörden.

Nicht, dass du jetzt meinst, dass ich jammere - ich bin froh, dass es so gekommen ist, aber ich habe momentan nicht die Kraft und Energie zu sagen: he, ich will das nicht mehr. Ich hoffe, dass die Kraft wieder kommt, um sowas zu sagen - aber jetzt ist er momentan mein einziger Lichtblick, um etwas abzuschalten. Dass es nicht o.k. ist weiß ich selber, aber das ist der Egoismus, den ich mir jetzt gewähre.

Dani
17.10.2006, 12:22
Deinen Egoismus verstehe ich schon, Deine trotzige Haltung "ich will das es mir nach all den Schrecken endlich gut geht und mir ist egal, wer sonst noch auf der Strecke bleibt, schliesslich ging es mir mal genau so" schon weniger.

Dass Du ihn aber auf Kosten von anderen auslebst, das finde ich daran nicht in Ordnung.

Wenn Du ihn liebst und er angeblich DIch, wo ist dann überhaupt das Problem??

Er kann doch reinen Tisch zu Hause machen.

Ich finde Schuld hat man erst dann und ist dann für mich der oder die "Böse", wenn man einem anderen Menschen keine Chance gibt, für sich zu entscheiden.
Denn zumindest sollte man den in einer Dreiecksgeschichte lebenden Menschen informieren, dass er ab jetzt in einer neuen Konstellation lebt.

DAS glaube ich, ist das mindeste.

Wobei ich glaube, dass die Geliebte weniger Schuld trifft an der Betrügerei (wohlgemerkt: gegen echte Liebe ist man nicht gefeit und stellt nichts Böses dar, nur der Umgang mit der nichts ahnenden Ehefrau oder dem nichtwissenden Ehemann macht die Geschichte böse) als den Betrüger selbst.

Er ist der Schlüssel.
Ist er nur an einer Vö...beziehung interessiert, dann tut er beiden Frauen Unrecht.
Ist da auch noch so etwas wie Liebe, tut er auch beiden Unrecht.

So oder so---

Sadness
17.10.2006, 14:13
@calla

warum du so handelst, wie du es gerade tust, ist nicht der Punkt...sondern das du etwas tust, was du eigenltich sehr wohl als nicht ganz richtig empfindest...zumindest ich lese das zwischen den Zeilen immer wieder, du rechtfertigst das vor dir und allen anderen in einem fort.

Deine Gechichte ist nicht schön, es gibt bestimmt Frauen die mehr Glück hatten im Leben...ich hatte es bestimmt auch nicht leichter, eher im Gegenteil und gerade darum werde ich in Zukunft die Gefühle anderer besser beachten.

Shalima
17.10.2006, 17:57
Hallo Calla11,

ich finde deine Geschichte traurig. Tut mir leid für dich. Ich wünsch dir wirklich bessere Zeiten.

Die Frage ist nur, ob du nicht wieder einer Illusion aufsitzt. Denn es stimmt doch wenn ihr euch liebt und zusammen bleiben wollt wo ist dann das Problem. Er kann sich doch trennen. Wenn man das wirklich will dann geht das und dann könnt ihr eure Liebe leben.

Aber ich habe da ehr die Sorge irgendwann sitzt du wieder alleine da und alles ist noch schlimmer.

Wenn wir unsere Muster nicht lösen, nicht neue Wege gehen sind die "Schicksalsschläge" immer doller. Vielleicht geht es für dich ja auch darum dich nicht an einen Partner zu hängen sondern die Liebe erst mal in dir zu finden.

Ich wünsch dir jedenfalls viel Kraft wieimmer deine Entscheidung letztlich ausfällt.

LG Shalima

Calamity_Jane
17.10.2006, 19:29
hallo,

das ist ja ein interessanter thread.

@ calla:
Du schreibst
"Ich schieb nicht alle Schuld der Ehefrau zu. Aber wenn ich bedenke, dass sie seit über 8 Monaten nichts merkt (seine Mutter übrigens schon), dann glaube ich, dass sie ihren Mann nicht wichtig genug nimmt. Seine Stimmungen usw."

Das ist schon eine gewagte Behauptung.
Sie wiegt sich vermutlich in Sicherheit. Hast du dich mal gefragt, wie das sein kann und welchen Teil ER dazu beiträgt? Er scheint sie also nicht zu "vernachlässigen"... NICHT stundenlang geistesabwesend aus dem Fenster zu schauen oder nicht hinzuhören, wenn sie etwas erzählt. Nicht wesentlich anders zu sein als vor 8 Monaten ...

So ignorant wäre keine Frau, um gravierende Veränderungen im Verhalten ihres Mannes einfach nicht zu bemerken.

Wenn eine Frau über solch einen langen Zeitraum nichts merkt, ist der Mann entweder ein Genie in Verstellung und Schauspielerei - oder die Außenbeziehung dringt einfach nicht in die feste Beziehung ein ... aus welchen Gründen auch immer. Welche Prognose lässt das für dich zu?

Viele Grüße
Calamity

Prijon
17.10.2006, 19:32
Wenn wir unsere Muster nicht lösen, nicht neue Wege gehen sind die "Schicksalsschläge" immer doller.

Das stimmt zwar. Aber in meinen Augen hat Calla sich sehr wohl von einem alten Muster gelöst. Als Affärenfrau lebt sie eben diese "absolute" Liebe nicht mehr.

Fraglich ist nur, ob das gelingt oder ob es nicht letztlih genauso weh tut wenn das, was sie jetzt hat, in die Brüche geht.

Prijon

Anemone
17.10.2006, 20:05
Ach übrigens, wo wieder mal die Aussage auftaucht, dass die Ehefrau "nichts merkt"..... wer sagt das? Der Mann? Wird es daraus geschlossen, dass die Ehefrau keine Sanktionen/Krach/Trennungsdrohungen beschließt?

Nun, vielleicht weiß sie längst bescheid. Vielleicht fragt sie ihn, wo er dann und dann ist. Und er erfindet Gründe. Und sie glaubt ihm nicht, nur kann sie es nicht beweisen. Es ist nur ein Gefühl aus dem Bauch heraus.

Und irgendwann kommt bei all den Lebens- und Liebesplanungen der Geliebten dann vielleicht doch die Ehefrau wieder ins Spiel. Dann nämlich, wenn sie die Faxen dicke hat und sich trennt.

Ich war da bestimmt kein Einzelfall, als ich so gehandelt hab. Und was hat mein Mann gesagt, wenn ich ihn um diesen Zeitpunkt herum, als ich Klarheit wollte, bekniet hab, endlich zu ihr zu ziehen? "Das wird nicht klappen". Und: "ich lass mich nicht vertreiben" . DA hat die Geliebte mal nichts gemerkt!

Und als ich dann wirklich gegangen bin, mit meiner Tochter, da ist die Beziehung zwischen ihm und ihr auch auseinander gegangen. Weil er dann nämlich hätte die Konsequenzen ziehen müssen und sich voll und ganz zu ihr und dem gemeinsamen Kind bekennen müssen. Das klappte dann eben nicht. Weil seine und ihre Beziehung nicht so angelegt war, "richtig" gelebt zu werden. Die beiden brauchten die STunden, die Abende, da waren sie wohl zufrieden. Aber als dann ich als "Entschuldigung" nicht mehr da war, da war auch diese Liebe zu Ende.

Jetzt kämpft er mit Anwaltsunterstützung darum, seine und ihre Tochter regelmäßig sehen zu dürfen.

Vergesst nur nicht die Ehefrauen! Nicht alle sind harmlos-ahnungslos-hilflos. Nicht alle dulden und halten aus. Und die Konsequenzen, die ich geschildert hab, die können womöglich für die jahrelang betrogene Ehefrau einen wunderbaren Neuanfang bedeuten, wohingegen der Mann plötzlich ganz schön ratlos aus der Wäsche schaut...
Einzelfall? Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht.

Sandra71
17.10.2006, 22:15
Warum ist der betrügende Mann immer das Schwein, die Geliebte die Böse und die arme Ehefrau die Gute? Dreiecksbeziehung heißt, dass drei Menschen involviert sind – und in einer wirklich glücklichen Ehe kann keine Geliebte eindringen. So schwach sind die Männer nicht. Ich war auch auf der Seite der betrogenen Ehefrau und habe genauso Schuld, dass mich mein damaliger Mann betrogen hat. Weil ich es schleifen ließ, mich nicht mehr bemüht habe, nur noch die Kinder gesehen habe.

Ich gehe da absolut mit Dir konform...leider ist es aber in der Situation (wenn man die Betrogene ist) anscheinend nicht immer einfach, das so objektiv zu sehen. Da wird die Geliebte schnell mal zum Sündenbock gestempelt, obwohl eigentlich der Partner derjenige ist, der den Arschtritt verdient hätte. Und zudem ist es natürlich nicht so leicht, sich die eigenen Fehler einzugestehen, die einen vielleicht erst in diese Lage gebracht haben. Sich an die eigene Nase packen zu müssen, bedeutet auch immer, sich selber klarmachen zu müssen, dass man an der Situation nicht ganz unschuldig ist. M.E. gehören zum Scheitern einer Beziehung immer Zwei...und wenn der Partner eine Geliebte hat, ist das immer nur ein Symptom, aber niemals der Grund dafür, dass etwas nicht stimmt.

Prijon
17.10.2006, 22:23
M.E. gehören zum Scheitern einer Beziehung immer Zwei...und wenn der Partner eine Geliebte hat, ist das immer nur ein Symptom, aber niemals der Grund dafür, dass etwas nicht stimmt.


Hallo Sandra,

50% Zustimmung. Dass was nicht stimmt, wenn eine Affäre startet, ist richtig. Aber es muss nicht immer was an der "Stammbeziehung" faul sein. Kann ja auch einzig und allein an dem liegen, der ausbricht, oder?

Wenn Du genau hinliest hier: Es gibt auch Menschen, die leben eine "echte" Beziehung, ohne das überhaupt zu können. Die fühlen sich (auch bei sehr freilassenden Partnern) darin gefangen. Heißt: Die haben sich in etwas hineinbegeben, was sie eigentlich gar nicht können. Schlecht für sie. Aber mit dem Partner hat das nix zu tun.

ABSOLUT recht hast Du mit diesem Satz

Da wird die Geliebte schnell mal zum Sündenbock gestempelt

Aber: Das ist einfach total bequem. DER bzw DIE war es. Auf die schaut alles (der Betrügende focussiert gerne auch den Blick in diese Richtung). Bewahrt halt prima davor, sich mit sich selbst zu befassen.

Prijon

Sandra71
17.10.2006, 22:32
Hallo Sandra,

50% Zustimmung. Dass was nicht stimmt, wenn eine Affäre startet, ist richtig. Aber es muss nicht immer was an der "Stammbeziehung" faul sein. Kann ja auch einzig und allein an dem liegen, der ausbricht, oder?

Das hat natürlich keine Allgemeingültigkeit...allerdings denke ich, dass in FAST ALLEN Fällen, wo einer aus der Beziehung ausbricht, etwas nicht stimmt (ich rede hier nicht von notorischen Fremdgängern...das ist natürlich wieder was anderes).

Männer (ohne da was verallgemeinern zu wollen) gehen scheinbar auch schonmal fremd, um den Kick zu erleben...da muss nicht zwangsläufig in der beziehung was falsch laufen. Frauen hingegen (und da spreche ich aus eigener Erfahrung) gehen in der Regel über die Dörfer, wenn ihnen in der Beziehung was fehlt. Sei es die Bestätigung oder die Zuneigung vom Partner oder was auch immer.

Prijon
17.10.2006, 22:37
Naja,

ich habe hier aber auch schon eine Menge Geschichten von Frauen gelesen, wo ich gedacht habe "Mädchen, schau mal auf Dich".

Inaktiver User
17.10.2006, 23:48
Liebe Calla,
du schreibst:
Auch wenn jetzt viele auf mir rumhacken werden, muss ich es doch mal loswerden. Warum ist der betrügende Mann immer das Schwein, die Geliebte die Böse und die arme Ehefrau die Gute?

..und schließlich...



Und jetzt könnt Ihr aufschreien oder sonst was, eine Ehe ist nicht unantastbar und eine Geliebte ist nicht zwangsläufig ein schlechter Mensch.

mich hat der Titel deines Strangs neugierig gemacht und als ich deinen Text las dachte ich: ja, ist was wahres dran. Aber dann dachte ich: WARUM muss Calla das LOSWERDEN?!

Calla, WEM sagst du das denn? Aller Welt, jemandem, der es zu dir gesagt hat, oder DIR SELBST?!:zahnschmerzen:

Etwas loswerden wollen, bedeutet doch, dass es uns bedrückt, zu schaffen macht, zumindest stört. Warum stört es dich, dass die Leute sagen: "die böse Geliebte"?! Warum ziehst du dir den Schuh an?!:wie?:

Du hast vieles gesagt, um zu erklären, warum du meinst nicht ein "böser" Mensch zu sein. Du möchtest auch deinen Freund nicht als bösen Menschen bezeichnet wissen, denn er bedeutet dir viel und wer möchte schon ein "Schwein" lieben - wie du dich ausgedrückt hast. Aber WER sagt, dass er ein Schwein ist. (Deine Innere Stimme oder du selbst, die das vor Jahren zu deinem Mann gesagt hat?):knatsch:

Liebe Calla, ich war vor vielen Jahren in deiner Lage, d.h Geliebte eines verheirateten Mannes, aber habe mir diese Frage nicht gestellt. Nicht, weil ich kein Gewissen hatte. Ich habe weder mich damals als „Böse“ empfunden, noch den Mann als „Schwein“, noch seine Frau als gut. Wir haben alle „Gutes“ und „Böses“ in uns. Wir haben damals auch keinen Hass verspürt, weder er auf seine Frau, noch seine Frau auf mich und ich, auf wen hätte ich Hass verspüren sollen – auf mich selbst?

Wie hier bereits viele gesagt haben, wenn so eine Dreiecksbeziehung entsteht, haben alle, gewollt oder ungewollt Verantwortung/Anteil daran - Schuld ist meiner Meinung nicht das richtige Wort.

Um sich wirklich in die Gefühle dessen, der sie hat hineinversetzen zu können, muss man vielleicht erst einmal selbst in dieser Lage gewesen sein. Das habe ich im laufe meines Lebens gelernt. Es ist immer leichter, die anderen zu verurteilen, bevor man auch über sich selbst zu urteilen bereit ist.
Dir widerfährt vielleicht das, was du früher verurteilt bzw. nicht für möglich gehalten hast, nämlich du liebst einen gebundenen Mann, d.h. befindest dich im Lager des „Feindes“ und erkennst, dass auch der „Feind“, bzw. die „Feindin“ ein ganz normaler Mensch, d.h. kein Unmensch ist!
Und der Mann, der zwischen zwei Frauen steht, kein „Schwein“ ist, d.h. nicht der, der absichtlich auf den Gefühlen anderer herumtritt und mutwillig verletzt. (Siehe Strang von Martin – Wie soll es weiter gehen), sondern ein Mann, den man liebt.

Ich glaube, wir haben uns in unseren Moralvorstellungen selbst verfangen. Durften die Frauen vor geraumer Zeit ihren Körper nicht zeigen, um nicht als Hure verurteilt zu werden, durfte man im Kino keine Sexszenen zeigen und wer sich solche Filme ansah war als abartig verteufelt, wer sich als Homosexueller Preis gab, .hat sein Leben zerstört usw, usw.. findet heute niemand mehr etwas daran
Viele Tabus sind gefallen im Laufe der Jahre. Ich möchte dahin gestellt lassen, ob zu recht oder zu unrecht. Die Untreue eines (Ehe)partners ist noch immer ein Trauma. Hier im Forum hat mal irgendwo jemand geschrieben, dass es fast leichter zu ertragen ist zu entdecken, dass ein Partner homosexuell ist, als dass er fremd geht. Ich fand das gar nicht so absurd…

Es ist das, was wir uns in unserem Kopf einfach nicht vorstellen können, bzw. wollen. Eine Geliebte oder ein Geleibter kann doch nicht einen Menschen lieben, der gebunden ist und NICHT im Hinterkopf haben ihn von seiner Familie loslösen zu wollen. Denn da liegt der Anteil des „Bösen“ . ER/SIE nimmt etwas einer/m anderen weg! Muss automatisch den Wunsch haben, die bestehende Verbindung zu ihren Gunsten auflösen zu wollen. Ihr werden „überirdische“ Kräfte und Mächte zugesprochen, wie den Sirenen der Heldensage, denen sich kein Mann wehren konnte. Teuflisch! Und dann entdeckt man – es sind Menschen wie DU und ICH. Und wenn die Geliebte den verheirateten Mann gar nicht von dessen Familie lösen wollte? Doppelt teuflisch!!!:freches grinsen:

Ja aber warum trennt sich denn der Ehepartner nicht, warum sagt er nicht die Wahrheit, warum steht er nicht zu seiner/ihrer neuen Liebe! Weil er EGOIST ist, nur sich selbst etwas gönnt, seinen Partner klein halten und zu Nichte machen will? Teuflisch auch dieser?! Ein niederträchtiger Mensch. Wie kann man einen so niederträchtigen Menschen nur lieben! Und doch gibt es jemanden der so einen Menschen liebt! Denn wenn du ihn näher betrachtest, ist er ein Mensch, wie DU und ICH.

Und die/der betrogene Ehepartner?! Ist ein Mensch, wie DU und ICH. Nicht besser und nicht schlechter als die anderen beiden. Nicht schuld und nicht „Opfer“. Und doch muss er/sie sich in unserer Gesellschaft so fühlen. Darf den „betrügenden“ Partner nicht mehr akzeptieren geschweige den lieben. Muss Zuneigung in Hass verwandeln –vor sich selbst und vor den anderen. Wenn es heraus kommt! Wenn er/sie es öffentlich zur Kenntnis nimmt! Dann beginnt eine Umbesinnung, wie sie manchmal nach dem Ableben von Menschen stattfindet ( betrogen werden ist ein bisschen wie sterben hat hier auch irgendwo jemand gesagt) ja dann wird aus dem Menschen wie DU und ICH automatisch ein „guter“ Mensch!.
Ach ja, die Treue! Wer nicht treu sein kann und will darf sich nicht binden! Wer nicht treu sein will und kann und gebunden ist? Der muss sich trennen! Wer einen untreuen Partner hat? Der muss ihn in den Wind schießen…. jedenfalls wenn er zur Klasse „Jedermann“ gehört. Sollte er/sie zu den VIP’s aufsteigen, sieht es vielleicht etwas anders aus….
Manchmal frage ich mich warum die Fernsehserie „Beautifull“ so ein Erfolg wurde und warum der Forumteil „Über Treu und Lügen in der Liebe“ so viele Leser hat…:freches grinsen:

Buona Notte

Helga

Jolanda1
18.10.2006, 09:05
Helga schreibt es, und ich wollte den gleichen Gedanken loswerden:
Calla, WAS ist denn nun der Grund für dein Post?

Calla11
18.10.2006, 09:10
Helga schreibt es, und ich wollte den gleichen Gedanken loswerden:
Calla, WAS ist denn nun der Grund für dein Post?

Der Grund war einfach nur, dass es mich stört, in welche Schublade Geliebte von manchen Menschen gesteckt werden. Das ist alles.

Inaktiver User
18.10.2006, 09:27
Der Grund war einfach nur, dass es mich stört, in welche Schublade Geliebte von manchen Menschen gesteckt werden. Das ist alles.
Aber Du bist doch diejenige, die sich diesen Schuh anzieht.
Helga hat, wie ich finde, ganz wunderbar beschrieben, wie die Denkmuster meistens verlaufen.
Ich mag diese platte Einteilung a la "böser Ehemann", "berechnende Geliebte" und "heilige Ehefrau" auch nicht, denn sie greift nicht. Das weißt Du ja auch.
Du hast jetzt mehrmals betont, dass Du mit der Situation wie sie ist, gut leben kannst.
Aber warum schreibst Du hier? Nur wegen der Leute, die Dich als böse männermordende Geliebte abstempeln?
Ach komm..

Trilana
18.10.2006, 09:34
Und wer steckt dich, speziell in deinem Fall in diese Schublade? Deine Umgebung, deine Familie, deine Freunde?

Oder tust du selber das?

Calla11
18.10.2006, 09:39
Und wer steckt dich, speziell in deinem Fall in diese Schublade? Deine Umgebung, deine Familie, deine Freunde?

Oder tust du selber das?


Meine Umgebung nicht, ich schon gleich gar nicht, meine Freunde auch nicht, die waren fast alle schon mal in der gleichen Situation, und meiner Familie ist es wurscht. Ich habe es geschrieben, weil einige Forumsteilnehmer sich so äußern.

Inaktiver User
18.10.2006, 09:41
Meine Umgebung nicht, ich schon gleich gar nicht, meine Freunde auch nicht, die waren fast alle schon mal in der gleichen Situation, und meiner Familie ist es wurscht. Ich habe es geschrieben, weil einige Forumsteilnehmer sich so äußern.
Du schreibst hier, weil hier einige Forums-TN sich so äußern, wie es Dir nicht passt? Warum um Himmels willen stört Dich das?

Trilana
18.10.2006, 09:44
Öhm du kommst neu hier hin eröffnest diesen Strang, alleine aus dme Grunde, weil einige Forumsteilnehmen, vielleicht meist Betrogene sagen die Geliebte wäre die Böse?

Und nachts scheint die Sonne.....

Ich war selber Geliebte und auch ich habe mir selber diesen Schuh eine ganze Weile angezogen, nicht weil mich andere verurteilt haben, sondern weil es mein eigenes Empfinden getan hat.

sorry meine Liebe, wenn es dir mit der ganzen Sache so gut geht, wie du hier schreibst, dann hast du doch gar kein Problem, und die Forenteilnehmer hier können dir doch wirklich den Buckel runterrutschen, was hasst du mit ihnen zu tun, du kennst sie noch nicht mal und sie dich nicht, wieso ärgert dich das dann, dass sie die Geliebte für die Böse halten?

Inaktiver User
18.10.2006, 09:57
Calla, ich nehm dir nicht ab, das dir die ganze Situation schnurzpiepegal ist und du alles im Griff hast. Zwischen deinen Zeilen ist schon ziemlich viel Verbitterung zu lesen, kein Wunder, bei dem, was du alles durchgemacht hast.

Eine Affäre zu beginnen hat man in der Hand, da schlittert man nicht rein und meist ist man sich der Probleme, die da auf einen zurollen sehr bewußt. ich verurteile dich überhaupt nicht, aber an deiner Stelle hätte ich mit deinen Lebenerfahrungen im Gepäck so eine Geschichte nicht angefangen.

Ich kann dir nur wünschen, da, heil wieder rauszukommen.

Shalima
18.10.2006, 10:30
Wenn wir unsere Muster nicht lösen, nicht neue Wege gehen sind die "Schicksalsschläge" immer doller.

Das stimmt zwar. Aber in meinen Augen hat Calla sich sehr wohl von einem alten Muster gelöst. Als Affärenfrau lebt sie eben diese "absolute" Liebe nicht mehr.

Fraglich ist nur, ob das gelingt oder ob es nicht letztlih genauso weh tut wenn das, was sie jetzt hat, in die Brüche geht.

Prijon

Hallo Prijon,

das sehe ich anders. Das Muster hat doch nicht unbedingt damit zutun ob ich nun heirate oder es in einer Geliebtenrolle auslebe. Es kommt doch auf den Inhalt an und das ich mich z. B. immer mit Männern einlasse die eigentlich nicht zu haben sind. (emotional oder/und persönlich.

LG Shalima

Jolanda1
18.10.2006, 12:23
Zitat Trilana: "Öhm du kommst neu hier hin eröffnest diesen Strang, alleine aus dme Grunde, weil einige Forumsteilnehmen, vielleicht meist Betrogene sagen die Geliebte wäre die Böse?"

Diese Frage stelle ich allerdings auch.
Ich eröffne als nächstes den Strang: Ich bin ein Fickhase und finds super. :freches grinsen:

Wolfgang60
18.10.2006, 13:35
Ich glaube, ich kann Calla schon schon verstehen. Sie ist betrogen worden und hat gelitten. Für sie war zuerst mal die Geliebte diejenige, die sich in ihre Ehe reingeschlichen hat. Und ihre Ex-Mann ein Lügner.
Und jetzt sieht sie sich plötzlich auf der Seite der Geliebten wieder und erkennt, dass jetzt sie diejenige ist, die mithilft, eine Ehe zu zerstören. Und sie erkennt, dass ihr Partner auch ein Lügner ist. Jemand der lügt, um seine Kinder immer zu sehen (blödes Argument, wird aber immer gebracht), seine Freunde nicht zu verliern (Quatsch), das Häuschen (ach ja, mal will ja seinen Status nicht verlieren). Ja, er lügt, lügt und lügt. Und mit so einem Menschen ist sie nun zusammen (Vorsicht, jemand der derart lügt, tut das auch mit anderen, vielleicht auch mal mit Calla; oder belügt er sie bereits jetzt schon (siehe die Gründe, warum er seine Frau nicht verlassen möchte???
Ich persönlich habe Schwierigkeiten, meine Achtung vor jemandem nicht zu verlieren, der so schlimm lügt. Vielleicht würden das seine Freunde ja auch.
Wolfgang

Inaktiver User
18.10.2006, 14:07
Und jetzt sieht sie sich plötzlich auf der Seite der Geliebten wieder und erkennt, dass jetzt sie diejenige ist, die mithilft, eine Ehe zu zerstören.
Soweit würde ich nicht gehen, Wolfgang.
Jeder ist für sein eigenes Handeln verantwortlich. Das soll ganz sicher kein Freibrief für alles sein.
Für die Ehe von Callas Geliebten sind er und seine Frau verantwortlich. Nicht sie.
Mithilfe beim Zerstören einer Ehe?
Naja.
Klingt irgendwie wieder nach dem Klischee der bösen Geliebten.

Wolfgang60
18.10.2006, 14:14
Klingt irgendwie wieder nach dem Klischee der bösen Geliebten.
Nur von Klischee zu reden... ich seh das etwas weiter. Viele betrogene Frauen sehen in der andern Frau die "böse Geliebte". Vielleicht sogar weit mehr, als sie ihren Mann als den "bösen Fremdgänger" sehen würden. Als Klischee würde ich das nicht bezeichnen, denn die Geliebte ist real.
Wolfgang

Inaktiver User
18.10.2006, 14:17
Nur von Klischee zu reden... ich seh das etwas weiter. Viele betrogene Frauen sehen in der andern Frau die "böse Geliebte". Vielleicht sogar weit mehr, als sie ihren Mann als den "bösen Fremdgänger" sehen würden. Als Klischee würde ich das nicht bezeichnen, denn die Geliebte ist real.
Wolfgang
Liegt es nicht in der Natur der Dinge, dass die Frau die Geliebte als *böse* empfindet?
Ausser: Sie ist froh, dass sich der Mann anderweitig austobt und nicht mit sexuellen Wünschen/Bedürfnissen lästig wird?

Inaktiver User
18.10.2006, 14:19
Natürlich ist die Geliebte real.
Ich sprach nur von dem Klischee der Geliebten, die eine intakte Ehe sabotiert.
Die Ehe ist eine Sache.
Und die Außenbeziehung eine andere.
Mit der Ehe, dem Beziehungsgefüge zwischen den Eheleuten, hat die Geliebte in meinen Augen nix zu tun.

Wolfgang60
18.10.2006, 14:21
Liegt es nicht in der Natur der Dinge, dass die Frau die Geliebte als *böse* empfindet?

Ja, das sehe ich auch so, ihr wird etwas angetan, die Geliebte ist diejenige, die es ihr antut.
Und wenn der Mann Glück hat, geben beide nur der jeweils anderen Frau die Schuld.
Wolfgang

Inaktiver User
18.10.2006, 14:25
Ja, das sehe ich auch so, ihr wird etwas angetan, die Geliebte ist diejenige, die es ihr antut.
Und wenn der Mann Glück hat, geben beide nur der jeweils anderen Frau die Schuld.
Wolfgang
Es ist auch viel einfacher, einer Aussenstehenden die Schuld an der Misere zu geben als dem geliebten Partner.
Sonst muss man in dem Konflikt womöglich noch mehr Porzellan zertrümmern als einem lieb ist und die eigene Beziehung im Detail hinterfragen.

Wolfgang60
18.10.2006, 14:28
..... eine intakte Ehe......

Das mit der intakten Ehe ist meiner Meinung nach kokolores.
Es ist keine Ehe immer zu 100 Prozent intakt. Es gibt auch immer mal wieder Krisen. Da braucht man sich doch nichts vorzumachen. Und immer (ich weiß: Verallgemeinerung) werden von dem Fremdgänger Argumente angeführt, die an der angeblich nicht mehr existierenden intakten Ehe ansetzen.
In eine intakte Ehe kann eingebrochen werden, da es keine intakten Ehen gibt (ich weiß: Widerspruch)
Wolfgang

Inaktiver User
18.10.2006, 14:34
Das mit der intakten Ehe ist meiner Meinung nach kokolores.
Es ist keine Ehe immer zu 100 Prozent intakt. Es gibt auch immer mal wieder Krisen. Da braucht man sich doch nichts vorzumachen. Und immer (ich weiß: Verallgemeinerung) werden von dem Fremdgänger Argumente angeführt, die an der angeblich nicht mehr existierenden intakten Ehe ansetzen.
In eine intakte Ehe kann eingebrochen werden, da es keine intakten Ehen gibt (ich weiß: Widerspruch)
Wolfgang
Da wollte ich Dir nicht widersprechen, Wolfgang!
Ich meinte eben das gerne verwendetet Klischee von der bösen bösen Geliebten, die eine, aus der Sicht der Betrogenen, angeblich intakte Ehe sabotiert.
Im Umkehrschluss wird eben von "Betrügern" gerne die Ausrede der angeblich kaputten Ehe benutzt.

Inaktiver User
18.10.2006, 14:36
Kleiner Nachtrag:
Intakt bedeutet für mich nicht perfekt. Nichts ist perfekt.
Außer vielleicht Mousse au chocolat.. *g*

Inaktiver User
18.10.2006, 14:38
Kleiner Nachtrag:
Intakt bedeutet für mich nicht perfekt. Nichts ist perfekt.
Außer vielleicht Mousse au chocolat.. *g*
aber nur haus- und handgemacht ;-)

Inaktiver User
18.10.2006, 14:39
aber nur haus- und handgemacht ;-)
Aber ja doch!!!! Was sonst? :hunger:

Jolanda1
18.10.2006, 14:43
Dann also lieber doch lieber zur Schokolade greifen als zur Ehe...da weiss man wenigstens was man hat.
Aber dummerweise, wie hiess es so schön in den 70ern, "ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann" konnte auch da schon das Problem nicht auf diese einfache Weise gelöst werden.

Murkami
18.10.2006, 14:44
Um sich wirklich in die Gefühle dessen, der sie hat hineinversetzen zu können, muss man vielleicht erst einmal selbst in dieser Lage gewesen sein. Das habe ich im laufe meines Lebens gelernt. Es ist immer leichter, die anderen zu verurteilen, bevor man auch über sich selbst zu urteilen bereit ist.



Es ist das, was wir uns in unserem Kopf einfach nicht vorstellen können, bzw. wollen. Eine Geliebte oder ein Geleibter kann doch nicht einen Menschen lieben, der gebunden ist und NICHT im Hinterkopf haben ihn von seiner Familie loslösen zu wollen. Denn da liegt der Anteil des „Bösen“ . ER/SIE nimmt etwas einer/m anderen weg! Muss automatisch den Wunsch haben, die bestehende Verbindung zu ihren Gunsten auflösen zu wollen. Ihr werden „überirdische“ Kräfte und Mächte zugesprochen, wie den Sirenen der Heldensage, denen sich kein Mann wehren konnte. Teuflisch! Und dann entdeckt man – es sind Menschen wie DU und ICH. Und wenn die Geliebte den verheirateten Mann gar nicht von dessen Familie lösen wollte? Doppelt teuflisch!!!:freches grinsen:



Helga, toll geschrieben:allesok: !!!

Grüss mir die italienische Sonne:smile: :Sonne:

Murkami:smile:

Inaktiver User
18.10.2006, 14:46
Dann also lieber doch lieber zur Schokolade greifen als zur Ehe...da weiss man wenigstens was man hat.
Aber dummerweise, wie hiess es so schön in den 70ern, "ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann" konnte auch da schon das Problem nicht auf diese einfache Weise gelöst werden.
Bei Dir ist es gerade Zeit für Schokolade - Du solltest Dir in naher Zukunft einfach mal ein Männerverbot auferlegen :kuss:
.....bis Mr. Right hereinplatzt.

Inaktiver User
18.10.2006, 14:53
Dann also lieber doch lieber zur Schokolade greifen als zur Ehe...da weiss man wenigstens was man hat.

Oh ja!! :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:
Ich weiß schon, warum ich nicht verheiratet bin..:smirksmile:

Sadness
18.10.2006, 16:33
Die "böse" Geliebte habe ich bis jetzt noch nicht kennengelernt (und ich kenne viele, bringt der Job hinter der Theke so mit sich)...ich habe eigentlich immer nur Frauen kenneglernt, die sich auf etwas eingelassen haben, dessen Tragweite und Konsequenzen sie nicht im Ansatz überschaut haben.

Viele davon wurden übelst belogen, viele haben sich selber in die Tasache gelogen und gemeint sie stehen über den Dingen und bei Ihnen ist alles anders, besser... der Geliebte ist der Held, die Liebe die einzig wahre, die Ehe eine Katastrophe usw. das bekannte Klischee halt.

Die Geliebte meines Mannes bildet da keine Ausnahme...unsere Beziehung war eine Katastrophe, aber eben nicht beendet...und nun versuchen wir sie zu retten.

Böse ist sie für mich nur, weil sie eine Freundin war und böse sind sie für mich beide, weil sie nicht rechtzeitig ihre Angelegenheiten in Ordnung gebracht ahben...und richtig böse fände ich sie nur dann, wenn sie jetzt die Entscheidung meines Mannes nicht akzeptiert und ihrer Wege geht

Inaktiver User
18.10.2006, 16:44
Böse ist sie für mich nur, weil sie eine Freundin war und böse sind sie für mich beide, weil sie nicht rechtzeitig ihre Angelegenheiten in Ordnung gebracht ahben...und richtig böse fände ich sie nur dann, wenn sie jetzt die Entscheidung meines Mannes nicht akzeptiert und ihrer Wege geht

Das wollen wir doch nicht hoffen .........

Anemone
20.10.2006, 09:48
böse hab ich damals die letzte Geliebte meines Mannes nicht so sehr gefunden wie ihn. Aber er war auch einer, der 20 Jahre lang immer Geliebte hatte. Da erübrigt sich wohl auch die Überlegung, ob, wann und warum die Ehe so war, dass Einbrechen, bzw. Ausbrechen nötig/möglich war. Mein Mann brauchte das wohl immer wieder. Bin gespannt, wie lange er jetzt seiner derzeitigen jungen Ehefrau treu bleibt. Aber mit knapp 60 wirds auch nicht leichter. Vielleicht wird seine Gattin mit knapp 30 Jahren Altersunterschied ihm mal das Gleiche antun? Wer weiß. Ich hab meinen Frieden mit ihm gemacht, und solange wir uns über unsere Töchter gut verstehen, solls mir gleich sein.

Inaktiver User
20.10.2006, 11:56
böse hab ich damals die letzte Geliebte meines Mannes nicht so sehr gefunden wie ihn. Aber er war auch einer, der 20 Jahre lang immer Geliebte hatte. Da erübrigt sich wohl auch die Überlegung, ob, wann und warum die Ehe so war, dass Einbrechen, bzw. Ausbrechen nötig/möglich war. Mein Mann brauchte das wohl immer wieder. Bin gespannt, wie lange er jetzt seiner derzeitigen jungen Ehefrau treu bleibt. Aber mit knapp 60 wirds auch nicht leichter. Vielleicht wird seine Gattin mit knapp 30 Jahren Altersunterschied ihm mal das Gleiche antun? Wer weiß. Ich hab meinen Frieden mit ihm gemacht, und solange wir uns über unsere Töchter gut verstehen, solls mir gleich sein.
Wie lange hast Du davon gewusst?
Hast Du das Gefühl, dass er Dich je geliebt hat?
Oder siehst Du Dich als "Inventar" seines Lebens?

Anemone
20.10.2006, 12:38
Wie lange hast Du davon gewusst?
Hast Du das Gefühl, dass er Dich je geliebt hat?
Oder siehst Du Dich als "Inventar" seines Lebens?

Gewusst, meist nur durch Indizien, die meist abgestritten wurden. Dennoch hat es immer gestimmt, was ich vermutet habe, allerdings hat sich vieles erst Jahre später bestätigt.
Wir gehören beide der Generation der "68er" an, und zu der Zeit unseres Zusammenkommens galt Treue als spießig. Bevor wir geheiratet haben, nahmen wir beide es mit Treue daher nicht so genau. Nachdem wir "bürgerlicher" und gesettleter wurden, nachdem unser erstes Kind geboren wurde, hatte sich für mich diese Zeit überholt. Ich hatte das Gefühl, dass es mir nicht mehr so wichtig war, Bestätigung und Abenteuer außerhalb zu suchen. Und ich sehe es auch als eine Art persönlicher Entwicklung an. Mein Mann hat es nie so gesehen. Für sich. Er hat mal zugegeben, immer sein Selbstwertgefühl auch an solchen Eroberungen/längeren Affären festmachen zu müssen. Und mir dann auch immer mal wieder bestätigt, dass "dies alles nur sexuell sei"... Für ihn lief immer alles wunderbar parallel. Außenbeziehungen und Familie, die ihm sehr wichtig war. Dass er in seinen Außenbeziehungen 2 Kinder gezeugt hat, war eine Begleiterscheinung, die uns finanziell und emotional ganz nett belastet hat. Ich habe lange Jahre seine Affären einfach versucht, nicht so wichtig zu nehmen.
Wir haben uns einfach auseinander entwickelt. Nach sovielen Jahren ja keine Seltenheit. Es eskalierte dann ganz allmählich, dass ich nicht mehr bereit war, so weiterzuleben. Er stand ja eigentlich auch nicht offen zu seinen Gewohnheiten, log meist, soweit es irgend ging.
Meine Gefühle reduzierten sich dann ganz allmählich immer mehr. Wann und wie er sich emotional von mir endgültig entfernt hat, weiß ich nicht, weil wir beide über dieses Thema nicht gut reden konnten. Es gibt einige Anzeichen, dass er mich bis zum Schluss irgendwie noch geliebt hat, womöglich jetzt noch einen Rest davon in sich begraben hat... aber er verdrängt es sehr intensiv.

Intellektuell haben wir allerdings die meiste Zeit unserer Ehe wunderbar harmoniert. Aber letztendlich muss ich sagen, das allein reicht eben nicht.

Als ich dann endgültig die Konsequenzen gezogen hab, nebenbei auch wegen der Maßnahmen seiner damaligen Freundin, die vom anonymen Brief an mich bis zu nächtlichen Anrufen mich fleißig versucht hat, zu provozieren, war er, ich habs ja schon geschrieben, völlig fassungslos. Das hatte er eben nicht gewollt. Sich offen und fest zu ihr zu bekennen.

Inaktiver User
20.10.2006, 12:48
Als ich dann endgültig die Konsequenzen gezogen hab, nebenbei auch wegen der Maßnahmen seiner damaligen Freundin, die vom anonymen Brief an mich bis zu nächtlichen Anrufen mich fleißig versucht hat, zu provozieren, war er, ich habs ja schon geschrieben, völlig fassungslos. Das hatte er eben nicht gewollt. Sich offen und fest zu ihr zu bekennen.

Hättest Du Eurer Beziehung eine Chance gegeben, wenn er zu seinen Bedürfnissen (sexueller Kontakt zu anderen Frauen) offen gestanden hätte?

Was mich wirklich hätte ausrasten lassen, wären die ausserehelichen Kinder - das empfinde ich als sehr verantwortugnlos der Urfamilie UND der neuen "Familie" gegenüber.

Anemone
20.10.2006, 13:02
Hättest Du Eurer Beziehung eine Chance gegeben, wenn er zu seinen Bedürfnissen (sexueller Kontakt zu anderen Frauen) offen gestanden hätte?

nein, wahrscheinlich nicht. Ich weiß nicht, wenn wir in den wilden 70ern offen dazu gestanden hätten.... vielleicht. Aber es ist immer alles vertuscht worden. Und ich hab mich eben so entwickelt, dass ich nicht ausrasten würde, wenn mal ein ONS passieren würde, aber Parallelbeziehungen, damit könnte ich nicht leben. Ich wollte auch keine, kann es mir nicht vorstellen.
Und jetzt schon gar nicht mehr, weil ich eine wundervolle neue Partnerschaft habe, in der ich sexuell völlig zufrieden bin (auch ansonsten), und ich meinem Freund glaube, dass es ihm genau so geht, wie er mir versichert.
Und wir sind ja auch schon uuuralt..:ooooh: :freches grinsen:

Inaktiver User
20.10.2006, 13:06
Und jetzt schon gar nicht mehr, weil ich eine wundervolle neue Partnerschaft habe, in der ich sexuell völlig zufrieden bin (auch ansonsten), und ich meinem Freund glaube, dass es ihm genau so geht, wie er mir versichert.
Und wir sind ja auch schon uuuralt..

Was ist schon alt - je oller, desto doller ;-)
Schön , dass es für Dich eine so positive Entwicklung gegeben hat.

Jolanda1
20.10.2006, 16:13
Hallo Anemone,
also ich will mal hier reinwerfen, wie es bei MEINEN Eltern war:
Ist nämlich genau diese 68-er Generation, und interessanterweise hat auch nur mein Vater diese Einstellung mit in die Ehe genommen, während meine Mutter immer mehr gelitten hat. Er hat als Professor immer die Studentinnen abgeschleppt.
Wäre sie nicht bei ihm geblieben, wäre ich nicht auf der Welt...also ich bin ihr nicht böse dass sie geblieben ist...:freches grinsen: Aber es wäre gesünder gewesen, ehrlich! Das Lügen, das berechtigte Misstrauen...mein Vater ist so ein typisches Kriegsgeschädigtes Kind, und das hat er dann als Grund angeführt wenn er sich verteidigen wollte...ich weiss auch nicht.
Jetzt der Hammer, den mein Papa dann gebracht hat am Schluss:
Wir habe ein Austauschjahr in den USA verbracht, als komplette Familie, denn das war ein Familienaustauschprogramm, dafür waren wir natürlich wichtig, fanden es auch toll (ausser ich). Es ging dabei um SEINE Karriere, er hat dort als Professor gelehrt, meine Mama hat ihre Praxis aufgegeben!!!Und dort Töpferkurse belegt. Ich musste in so eine wahnsinnig ätzende Schule gehen und habe es gehasst, ich wollte nie dorthin und fand es grausam, ohne Freunde, USA hat mich null angesprochen...
Und während der zeit kam dann der Brief seiner Geliebten aus Deutschland (eine Studentin von ihm), aus dem hervorging, dass sie auf ihn wartete. Es war alles ein abgekartetes Spiel, er hat ihr versprochen, wenn wir zurück sind, zieht er zu ihr, und so kam es auch.
Ich habe dann die Weinflaschen versteckt, damit meine Mutter weniger trinkt, sie war total am Ende.
Gleich als wir zurück waren ist er zu der anderen gezogen.
Wegen der Diskussion um Gefühle:
Das ist BERECHNEND!!!
...einen Sohn hat er auch gezeugt, das war auch während der Ehe mit meiner Mutter.
Manche Männer haben eben einen umwerfenden Charme...
So jetzt wisst ihr alles über meine Kindheit :niedergeschmettert: und warum ich an Treue sehr schwer nur glauben kann. Aber das Leben birgt ja viell. noch neue bessere Erfahrungen...
Jedenfalls nehme ich nicht automatisch alle in Schutz, die ja vor lauter verwirrten Gefühlen soooo hilflos sind. Nein, ich habe Probleme mit dem Mitleid.


Meine Mama ist jetzt übrigens auch viel glücklicher mit ihrer neuen Beziehung.
Und mein Papa geht weiterhin fremd...

Anemone
20.10.2006, 16:29
ja ja, @jolanda, solch ein armer Mann, wie dein Vater und mein Ex, die sind immer völlig hilflos den Verfolgungen der liebeshungrigen Frauen ausgeliefert gewesen, und konnten sich nie dagegen wehren, nicht wahr?:cool: :unterwerf:
Einmal hat mein Ex ein wenig von seinem Inneren preisgegeben. Als wir schon ziemlich am Ende mit uns waren, und ich versuchte, im Gespräch unsere Ehe etwas aufzuarbeiten, da meinte er, sich auf seine letzte Freundin beziehend: "So leicht wie die I. hats mir noch keine gemacht!" Dies zur Entschuldigung, sich erst recht nicht wehren zu können....
Und außereheliche Kinder entstehen doch nur deshalb, weil die Frauen behaupten, die Pille zu nehmen und dann den Mann heimtückisch zu täuschen. Alles klar!:erleuchtung:

Inaktiver User
20.10.2006, 16:41
Wir gehören beide der Generation der "68er" an, und zu der Zeit unseres Zusammenkommens galt Treue als spießig. Bevor wir geheiratet haben, nahmen wir beide es mit Treue daher nicht so genau

...an die Zeiten kann ich mich auch noch sehr gut erinnern....

aber deshalb sind wir nun doch nicht uuuuuuuralt ...im Gegenteil manchmal kommen mir die juengeren Frauen aelter vor...:knatsch:
d.h. ich denke, dass jeder es fuer sich selbst entscheiden muss, wie er es mit der Treue haelt, nicht von gesellschaftlichen Zwaengen abhaengig, aber manchmal glaube ich, nach den "68er" ist die Entwicklung wieder genau ins Gegenteil verlaufen.

LG
Helga

Sadness
20.10.2006, 16:48
Ich überlege gerade während ich eure letzten posts lese, ob ich nochmal mit einer länger dauernden Affäre umgehen könnte...könnte ich nicht mehr, nicht wenn sie "nur sexuell" oder auch emotional wäre.

Je länger das gedauert hat und je sicherer ich mir wurde, das ich meinen Mann noch liebe, umso unerträglicher wurde die Nebenbeziehung.

Um Anemone´s Besispiel herzunehmen...irgendwann hatte sie sich damit abgefunden, zu dem Zeitpunkt als die Liebe zu ihrem Mann sich nach und nach verabschiedet hatte.
Liege ich richtig?

Inaktiver User
20.10.2006, 17:58
...es gibt leider Maenner, die sich nie haetten an eine Frau binden sollen, wie die oben beschriebenen...auch nach ( oder lange vor)1968 geborene (mein Opa war so einer)...

Aber um beim eigentlichen Thema zu bleiben: da sieht man tatsaechlich, dass nicht die Geliebte die "boese" ist im Spiel, sondern oft genauso "arm" dran ist wie die Ehefrau...

Schoenes WE an alle
Helga

Jolanda1
20.10.2006, 19:00
Hallo Anemone,
genau das hat mein Papa mir irgendwann dann auch so erklärt:
Die jungen Dinger hätten ihn immer angemacht. Und da könne man als Mann einfach nicht nein sagen...
Oh ich versinke in Trauer und Mitleid. Zu dumm dass er Professor geworden ist. Oder ein Glück, was wäre geworden, wäre er Zoohändler geworden??? :ooooh:

Inaktiver User
20.10.2006, 22:03
Da taucht bei mir eine Frage auf.:wie?:

Wenn doch die Geliebte oft als der treibende Keil angesehen wird und die Maenner gar nicht anders koennen, nach dem Motto halb zog sie ihn halb sank er hin...also dann waere die Geliebte wirklich die "boese"...?

Und wie sieht es da anders herum aus!:wie?:

Prijon kann uns da vielleicht helfen. Wenn es die Frau ist, die ihren Mann betruegt: ist dann der Geliebte der "boese"? Der Unwiderstehliche, der die Frau verfuerhrt hat, fast gegen ihren Willen? Der, dem der betrogene Ehemann die Schuld gibt? Der, der sich schaemen muss, weil er die Familie zerstoert? Er, der hassenswerte?

Oder ist es nicht eigentlich so, dass im Prinzip der Frau die "Verfuehrerrolle" zugewiesen wird, d.h. ob Geliebte eines verheirateten Mannes oder betruegende Ehefrau: sie ist es, die die "Faeden" in der Hand zu haben schein, sie ist es die die Maenner beeinflusst, nicht umgekehr!?

Gaebe es den Strang: der "boese" Geliebte?

Gaebe es einen Mann, der sich Gedanken darueber macht, Gewissensbisse hat, weil er - moeglicherweise ungebunden - eine Ehe zerstoert?

Wenn es den hier gibt - schoen seine Meinung zu hoeren!
Es gibt Maenner, wie Martin, die sich viel Gedanken machen ueber ihre eigene Ehe, aber gibt es auch Maenner, die nichts zu verlieren haben, wie unsere Strangeroeffnerin, und die doch Skrupel haben, die Ehe ihrer Geliebten zu zerstoeren....?
Waere auch interessant zu hoeren, oder ....:erleuchtung:

LG
Helga

Linda1
20.10.2006, 23:21
Die lieben Klischeevorstellungen. Mein verheirateter Exfreund war 13 Jahre jünger als ich. Ich habe immer gesagt, wenn es auffliegt, dann werde ich diejenige sein, auf die man mit dem Finger zeigt, so nach dem Motto: Sie wollte mal einen jüngeren Mann in ihrem Bett. Er würde bemitleidet werden, weil er sowas doch nie machen würde (er ist als netter ehrlicher und "braver" Ehemann bekannt) und ich sowieso nicht als einfach eingestuft werde, da ich gerne sage, was ich denke - jedenfalls meist und deshalb manchmal unbequem bin - eben nicht die "Brave". Ich habe ihn bedrängt, sich entweder für mich oder sie zu entscheiden. Er hat nach der Trennung eingeräumt, dass wir möglicherweise noch zusammen wären, wenn ich die Konstellation so akzeptiert hätte. Er sagt, er liebt uns beide. Ja, er hätte gerne beides gehabt. Ich liebe ihn immer noch, und ja, ich hätte ihn ihr weg genommen, wenn ich gekonnt hätte. Anfangs hatte ich ziemliche Skrupel, heute weniger. Ich leide, wie nie in meinem Leben, und wenn ich daran etwas ändern könnte, ich würde es tun. Bin ich jetzt die böse Geliebte?
Hätte ich auch nur im Entferntesten eine Ahnung gehabt, auf was ich mich da einlasse, ich wäre in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
Irgendwer hat hier geschrieben, dass man nicht in eine Affäre (ich sage Liebesbeziehung, denn ich habe geliebt) "hineinschliddert". Ich sage: doch! Erst Freundschaft, nur Freundschaft, irgendwann eine Sekunde und alles ist anders. Eine Sekunde, in der du nur fühlst und dein Kopf nicht denkt und es ist passiert. Wenn ich könnte, ich würde die Zeit zurück drehen.

Prijon
21.10.2006, 00:03
Hallo Helga,

Wenn es die Frau ist, die ihren Mann betruegt: ist dann der Geliebte der "boese"? Der Unwiderstehliche, der die Frau verfuerhrt hat, fast gegen ihren Willen? Der, dem der betrogene Ehemann die Schuld gibt? Der, der sich schaemen muss, weil er die Familie zerstoert? Er, der hassenswerte?


Da hast Du mir für heute Abend eine echte Denksportaufgabe gegeben.

Also:
Dass da etwas gegen den Willen meiner Frau gelaufen wäre - never ever. So gut kannte ich sie dann doch, auch damals schon. Es gab nach der Auflösung der ganzen Kiste zwischen den beiden so eine Diskussion, wer denn eigentlich zuerst wollte, ich war streckenweise darin einbezogen und habe gemerkt: Das ist für mich nicht wichtig.

War er böse? Habe ich ihn gehasst? Hätte sein Verhalten unsere Familie zerstören können?

Also: Lieben tue ich ihn sicher nicht dafür. Der Mann hat drei Kinder von zwei Frauen - er hätte wissen können und müssen, dass er durch (auch sein) Verhalten natürlich Gefahr läuft, eine weitere Familie zu zerstören.

Ihm die Schuld geben? Nö. Nicht für die Affäre an sich. Da war meine Frau meine einzige Ansprechpartnerin. Für mögliche Folgen (also Trennung) hätte er in meinen Augen schon eine Mitverantwortung getragen. Was er übrigens auch so sieht, er hatte immer Angst davor, in diese Verantwortung zu rutschen.

Der Unwiderstehliche?

GAAAAAANZ großes Thema bei mir. Was um Himmels willen hat der, was ich nicht habe? Das war etwas, was micht ganz lange gelähmt und klein gemacht hat - ich musste erst eine ganze Menge Kraft und Mut sammeln, um überhaupt handeln zu können. Musste Freunde finden und mich von denen aufbauen lassen, bevor ich dieser Seelenverwandtschaft (ich HASSE diese Bezeichnung) etwas entgegen setzen konnte.

Und es ist sicher richtig, dass (bei uns - das ist kein Patentrezept) gleiche Augenhöhe auch daurch wiederhergestellt werden konnte, dass es in der Trennungsphase (die wir hatten) bei mirauch eine andere Frau gab. Eine Beziehung, gegen deren Verbindlichkeit meine Frau sich mit Händen und Füssen gewehrt hat.

Prijon

Sadness
21.10.2006, 00:21
GAAAAAANZ großes Thema bei mir. Was um Himmels willen hat der, was ich nicht habe? Das war etwas, was micht ganz lange gelähmt und klein gemacht hat

Nicht nur bei dir, ich denke das ist eigentlich das was uns an den Außenbezeihungen so fertig macht, das wir nicht mehr wissen, wer, was und vor allem ob wir etwas wert sind.
Ein nicht verarbeiteter Betrug hat dieses Gefühl bei mir jahrelang ausgelöst, bis ich selber fast nicht mehr vorhanden war.

Das läuft unabhängig von Mann oder Frau.

Fireandice
21.10.2006, 10:36
Hat sich toll entwickelt dieser Strang...
Die böese Geliebte....das ist alles sehr klischeehaft...und doch kommt man nur schwer aus dem Schubladendenken heraus.
Ich habe für mich versucht das Ganze mal zeichnerisch darzustellen, ohne großen Erfolg (Zu viele Kreisüberschneidungen)...witzigerweise ist mir das in der Form einer Exeltabelle besser gelungen.
Bei uns...hat sich die Situation dahingehend entwickelt...auseinandergewickelt sozusagen.....ihre Motivation, sich mit meinem Mann einzulassen, war ähnlich und bestimmt nicht minder komplex.
Eine MITverantwortung sehe ich für mich eigentlich bis zu dem Zeitpunkt (den ich nicht benennen kann), wo Beide sich eingestehen mußten, Gefühle füreinander entwickelt zu haben...und es zugelassen haben den Schritt über die Freundschaft hinaus zu gehen. Genau da hört meine Mitverantwortung auf. Ab da lag es nur noch in der Verantwortung der beiden...bis zum bitteren Ende...also noch nicht absehbar.
Die Heimlichkeiten haben ja auch eine Weile gedauert....da setzt Handeln ein...das hat jeder selbst zu verantworten.
Was das "Böse" an dieser Geliebten in meinen Augen ausmacht, sind nur ihr zuzuschreibende Merkmale die ich sehe....sprich die Respektlosigkeit mir und meinen Kindern gegenüber, in aller Öffentlichkeit und vor meinen Augen mit meinem Mann "rumzupussieren" (was besseres ist mir nicht eingefallen), und ganz besonders ihr "Fachwissen" als Psychologin in einem Mädchenheim in ihrer Privatsphäre völlig "ad acta" gelegt zu haben...und letzten Endes dadurch schon quasi wissentlich eine Furche der Zerstörung in vielen Menschen zu hinterlassen.

Insoweit sehe ich nicht, daß so allgemeingültig, über einen Kamm geschert eine aussereheliche Beziehung pauschal mit so weitläufigen Begriffen wie "gut", "böse", "unschuldig" etc... versehen werden kann.
Was jetzt nicht den Eindruck erwecken soll, ich wäre über die Maßen tolerant....ich versuche zu verstehen, nachzuvollziehen...das schließt nicht aus, daß ich auch meinen Moralvorstellungen "verpflichtet" bin...und trotz Verständnis und "damit Leben können"...und das Beste daraus machen....es noch viele "ungeklärte Posten" gibt...die noch oder sogar überhaupt nicht verzeihbar sind...nach meinem Gefühl...und das gilt sowohl für meien Mann als auch für sie.
Da ist "dröseln" angesagt.... es ist ein Weg...ein verdammt langer Weg...
Einen schönen Tag wünscht euch
Fire & Ice

Inaktiver User
21.10.2006, 10:49
Wie sieht denn eine LIEBE Geliebte aus?
Gibt es die überhaupt?
LG helecho

Jolanda1
21.10.2006, 12:25
Sehr intetressant, die Aussage von Linda, man schliddere eben doch da rein.
gut, aber nur aus Mangel an Erfahrung.
Du schreibst selbst, hättest du im entferntesten geahnt was auf dich zukommt, wärest du in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
Du bist also nicht wie ferngesteuert. Du KANNST handeln.

Mein Fazit: Wer genug Respekt hat vor seinem Partner und genug Erwachsensein, Weitsicht, wie man es eben nennen will, der weiss sehr wohl, wann eine Situation oder eine Begegnung brenzlig wird und kann reagieren.
Ich kenne da sehr unterschiedliche Menschen.
Der Mann meiner Freundin z.B. hält eine Distanz zu Frauen. Er ist ein wahnsinnig toller Mensch, den hätte ich auch sofort genommen. Und das Tollste an ihm ist: Mann KANN ihn nicht anbaggern.
Er entscheidet selber, wie nah er andere an sich ran läßt, und andere attraktive Frauen haben bei ihm keine Chance. Er ist nicht unglücklich, hölzern oder uncharmant, gar nicht. Aber man merkt, eben unnahbar für Flirts.
Anderes Beispiel: Mein Papa: Guckt jedem Rock hinterher! Auch in meiner Gegenwart. Spricht andauernd Frauen an (und das ist mir peinlich!) wann immer es irgendwie die Situation zulässt. Und gibt Frauen das Gefühl, jede ist etwas GANZ besonderes.
Macht Komplimente bis sie rot werden....

Gut und dann die beschriebene Situation von Linda: Irgendwann fühlt man nur noch...genauso ist es. Man hört auf zu denken, und das kann manchmal sehr schaden.

Man kann seine Selbstkontrolle testen, und den vielen Fremdgängern, die da "reinschliddern" (abgesehen davon, dass 90 Prozent im Internet oder wo auch immer auf der Suche nach einer Affäre sind und nicht schliddern)würde ich empfehlen, genau daran zu arbeiten.
Das ist jetzt nicht böse gemeint und ich will es nicht verurteilen.
Aber es ist so, wer keine Kontrolle über sein Handeln hat, der wird leiden, so oder so. Aber was schlimmer ist: Die Partner, die mit der Situation nichts zu tun haben, müssen auch leiden.

Anemone
21.10.2006, 12:59
Ein bisschen Probleme mit dem "Reinschliddern" hab ich auch. Und ein wenig erinnert mich dieses "ich liebe ihn nun mal, da kann/will ich nicht anders, ich will ihn haben, die Zeit mit ihm genießen" an diese alte Kaffewerbung, die da lautete: "Ich will Genuss, sofort"...

Ein wenig mitreden kann ich in sofern, als ich mal während der Auflösungserscheinungen meiner Ehe, als ich schon mitgeteilt hatte, dass ich ausziehen wolle, in eine Situation geriet, dass ich ein paar Wochen mit einem verheirateten Mann eine Affäre hatte. Er wohnte weiter entfernt, und erzählte mir am Anfang, seine Ehe wäre eh nur noch das Papier wert, er wolle einen Neuanfang, also das Übliche. Einerseits war ich schon ziemlich verliebt, andererseits war da das schale Gefühl, es können vielleicht gar nicht alles so stimmen, was er da erzählte. Und als er dann sichtlich Panik bekam, als ich mal vorschlug, ihn zu besuchen, da war mir klar, dass seine Ehefrau wohl doch reichlich nichtsahnend war. Und das war ein übles Gefühl. Ich habe mich sofort von ihm getrennt, und es hat verdammt weh getan. Aber ich hatte so eine Art innerer Notbremse, die mich daran hinderte, weiter da reinzuschliddern. Und ich glaube, ich würde immer wieder so handeln. Und deshalb glaube ich, man KANN verzichten. Wenn man denn wirklich will. Und rechtzeitig, bevor alles so schwer wird. Denn genau wie manche Männer hilflosen Augenaufschlags beteuern, dass sie völlig hilflos sind, wenn Frauen sie wollen, sind manche Frauen vielleicht auch in einer Art Selbsttäuschung begriffen, dass das, was sie nicht sehen wollen, nämlich eine Ehefrau und oft auch Kinder, einfach nicht existiert. Wie ein kleines Kind, das die Hand vor die Augen hält und meint, es wäre jetzt unsichtbar.

Inaktiver User
21.10.2006, 13:42
Ich habe nicht alles gelesen was zu dem Thema geschrieben wurde: ich finde, dass in einer wie auch immer gearteten Außenbeziehung (so die exakte Bezeichnung) jeder nur für sich selbst die Verantwortung übernehmen muss. Beide begeben sich wohlwissend in diese Situation!!!!! Die (oft nicht verheiratete ) Geliebte weiß was sie tut, ihr Affärenmann ebenfalls. Daraus ergeben sich oft die vielfältigsten Probleme, die wiederum aber jeder für sich selbst klären sollte. Ich, als Geliebte, bin nicht für die Familie meines Affärenmannes zuständig. Das ist dessen Angelegenheit. Die Situtation ist oft schwierig genug und man hat eben keinen Vertrag abgeschlossen, in dem der eine für den anderen Verantwortung übernimmt. Macht man es trotzdem als Geliebte dann ist es okay, aber erwarten kann man es wirklich nicht. Und da tickt jeder anders. Manchen ist die Ehefrau des Geliebten egal, sie wollen davon nichts wissen. Andere wiederum entwickeln z.Zt. Mitleid o.ä.
Die Geliebte ist allenfalls böse, weil sie sich "unmoralisch" verhält (begehre nicht deiner nächsten Mann (habe das etwas abgewandelt, der liebe Gott war ja noch nicht so emanzipiert). Aber eigentlich ist es das auch, sie kann nett sein, blöd sein, lieb sein, böse sein... wie andere Frauen auch.
Ich würde nie sagen , dass ich die Geliebte meines Ehemannes hasse. Sie wird schon ganz nett sein, denn sonst hätte er sich nicht auf sie eingelassen.....
Ich kenne Frauen, die auch Geliebte sind und keineswegs böse sind. Sie halten sich aber aus der ureigenen Verantwortung ihres verheirateten Geliebten heraus, denn das ist ausschließlich sein Ding.
Die Situation ist oft emotional schwierig genug..
Ich muss nicht als Geliebte auch noch Verantwortung für das Leben eines anderen tragen. Das muss er schon selbst tun.
Und selbst wenn die Geliebte eine Entscheidung will... es ist eigentlich ihr gutes Recht.
helecho

Jolanda1
21.10.2006, 13:42
Hallo Anemone,
dein Motto passt übrigens wie zugeschneidert zu diesem Thema!
Es gefällt mir. Wer war nochmal Mae West?

Inaktiver User
21.10.2006, 13:49
Hätte ich auch nur im Entferntesten eine Ahnung gehabt, auf was ich mich da einlasse, ich wäre in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.......
Wenn ich könnte, ich würde die Zeit zurück drehen.

Ich denke dass dieses Gefühl alle Geliebten gut kennen.....!!!:schild genau:

helecho

Jolanda1
21.10.2006, 13:49
Ja Helcheo,
als Geliebte muss man ein dickes Fell haben.
So wie die Geliebte von da-martin (oder hiess er martin 70 oder so?)
Am besten KEINE Ansprüche haben, und ganz ehrlich das so meinen.
So wie Calla, die schon weiss, was es ist, eben eine Affäre, nicht mehr und nicht weniger.
Am "gerechtesten" ist es, wenn du noch andere Affären hast und er auch nicht deine Nummer 1 ist, oder wenn du selber verheiratet bist. Oder so wenig Interesse hast am anderen, dass es dir egal ist.
Aber sobald du ihn für Nummer 1 erklärst, hast du das Problem, dass du den Kürzeren ziehen kannst und auf seine Entscheidungen angewiesen bist.
Dazu hätte ich keine Lust...
Das fänd ich auch unsexy, ein Mnn der seiner Ehefrau was vorspielt, so einem würde ich schon mal gar nicht vertrauen!
Da denke halten viele Geliebte wirklich die Hand vor die Augen "jetzt ist es weg" (siehe Beitrag von Anemone)

Inaktiver User
21.10.2006, 13:56
habe mich mal abends mit meinem Geliebten und meiner Freundin getroffen, lustig!Sie schrieb danach eine sms: Das ist ja ein echt Netter, dein ..... genieß es !
Ich antworte: zum Glück ist er nicht mein ..... .Wäre er wirklich mir, würde ich ihm den s.... abschneiden!
hart aber wahr.. schon ziemlich verrückt!
helecho

ReginaM
21.10.2006, 14:57
Und deshalb glaube ich, man KANN verzichten. Wenn man denn wirklich will.

Ja, man kann! Und mann kann auch alternativ versuchen, das Ganze auf eine freundschaftliche Basis zu bringen, damit macht man dann auch nichts kaputt.


Ich muss nicht als Geliebte auch noch Verantwortung für das Leben eines anderen tragen.

Da widerspreche ich dir jetzt aber, man trägt - egal, wie eine Beziehung geartet ist - immer für den anderen eine Mitverantwortung.

Murkami
21.10.2006, 14:58
Hallo Jolanda,


Am "gerechtesten" ist es, wenn du noch andere Affären hast und er auch nicht deine Nummer 1 ist, oder wenn du selber verheiratet bist. Oder so wenig Interesse hast am anderen, dass es dir egal ist.
Aber sobald du ihn für Nummer 1 erklärst, hast du das Problem, dass du den Kürzeren ziehen kannst und auf seine Entscheidungen angewiesen bist.


Das erscheint mir so "kopfgesteuert" :knatsch: :knatsch: . Was ist schon "gerecht" auch wenn Du es in Anführungszeichen gesetzt hast.

Ich glaube, dass auch Zweitbeziehungen ausgewogen sein sollten, damit sie glücklich sind. Dazu gehört, dass sich beide in ihren jeweiligen Beziehungen wohl fühlen (auch wenn sie das ein oder andere vermissen, klar). Ist einer von beiden in seiner Partnerschaft unglücklich, verschiebt sich das automatisch in die Zweitbeziehung, dann wirds schwierig.....Denke aber, man kann sowas nicht rational steuern. Ich würde mir auch nie Gedanken machen wollen, "ob ich jetzt den Kürzeren" ziehe. WER hast schon Anspruch(schon alleine dieses Wort bereitet mir Magenschmerzen :zahnschmerzen: )?? Die Geliebte? Die Ehefrau? Nein!!! Jeder Mensch ist für sich frei und etwas zu entscheiden liegt im glücklichen Fall bei beiden, im besten Fall sollte gar nichts enschieden werden, denn dann passt es so, wie es ist.

Meint Murkami:smile:

Sadness
21.10.2006, 19:18
Mein Mann hat mir mal gesagt, das ihm seine Geleibte jetzt wo er sich gegen sie entschieden hat, leid tut, weil er ihr weh tun muss.

Ich habe ihm geantwortet, das ich das zwar verstehen kann und weiß wie sich das anfühlt und ich ein gewisses Mitgefühl habe, aber nur in Grenzen, weil sie ja wohl keinen Gedanken an mich verschwendet hat, wie es mir geht.

Das hat er so bestätigt.

Inaktiver User
21.10.2006, 19:19
Ja, man kann! Und mann kann auch alternativ versuchen, das Ganze auf eine freundschaftliche Basis zu bringen, damit macht man dann auch nichts kaputt.



Da widerspreche ich dir jetzt aber, man trägt - egal, wie eine Beziehung geartet ist - immer für den anderen eine Mitverantwortung.
So etwas funktionuert doch nur ganz ganz selten, freundschaftliche Basis?!
Würde die Geliebte die Mitverantwortung für das Leben des anderen übernehmen, dann gäbe es gar keine Geliebte: es würde im Keim erstickt werden. Beziehungsweise es gäbe nur ganz ganz böse Geliebte. Womit wir wieder beim Thema wären:smirksmile:
Schönen Abend helecho

Inaktiver User
21.10.2006, 19:21
Sadness, weder braucht sich die Ehefrau um die Geliebte zu kümmern noch die Geliebte um die Ehefrau! das ist allein Sache des Mannes die zu beiden eine Beziehung hatte.
helecho

Prijon
21.10.2006, 19:42
Sadness, weder braucht sich die Ehefrau um die Geliebte zu kümmern noch die Geliebte um die Ehefrau! das ist allein Sache des Mannes die zu beiden eine Beziehung hatte.
helecho

Hallo Helecho,

diese Aussage ist mir zu absolut. Erstens gibt es genug Seitensprünge auf Verwandschafts-, Freundschafts-, Nachbarschaftsebene und so. Dort also, wo es VORHER schon eine Beziehung zwischen der Geliebten und der Ehefrau gab und wo man nun schauen muss, wie diese Beziehung jetzt gestaltet werden kann. Denk an Lena1234, der diese Frau sozusagen täglich über den Weg läuft.

Einen Schritt weiterdenkend: Wenn eine Affäre ein Dreieck ist - ja, dann gibt es auch eine Verbindung (Beziehung) zwischen der Geliebten und der Ehefrau. Die Geliebte hat ein Bild von der Ehefrau und umgekehrt. Beide Bilder werden bestimmt von dem, was der Mann als "Schaltstelle" dieses Dreiecks preiszugeben gedenkt, oder? Und der bekommt damit eine ganz schöne Macht...

Insofern kann es interessant und weiterbringend sein, diese Schaltstelle sozusagen auszuschalten und eine direkte Verbindung herzustellen. Ich habe mal ein Gespräch mit "diesem Mann" geführt. Es war sehr intensiv und wir haben anschließend beide festgestellt, dass es gut war, miteinander zu reden.

Prijon

Sadness
21.10.2006, 19:48
@helecho

das hat mit kümmern nichts zu tun, ich habe einfach Verständnis für diese Lage geäußert.

Inaktiver User
21.10.2006, 19:56
Ein ciao an alle,
ist ja wirklich interessant geworden dieser Strang.

@ Prijon, danke fuer die Muehe der Denksportaufgabe
Aber ehrlich, es ist sehr nuetzlich auch die Sicht eines "gehoernten" Mannes zu kennen.:smirksmile: (Gibt es eigentlich gehoernte Frauen?!) Es war sehr interessant, was du geschrieben hast.

Das "boese" an der Geliebten lieg wohl auch daran, dass die Frau bis vor gar nicht so langer Zeit eben mit oder ohne ihren Kindern vom Ehemann abhaengig war, d.h. versorgt wurde und die andere Frau praktisch ihre Existenz bedrohte. Ein Mann, der seine Frau an einen anderen Mann verlor, verlor vielleicht an "Ehre" u.sw. aber das gefaehrdete nicht seine "Existenz" an sich. So ist es wohl von allen immer als "unfair" angesehen worden, dass eine Frau einer anderen Frau so etwas "antut"...

Heute kommen Frauen auch mit Kindern teilweise allein aus, oder bekommen Unterhalt oder bringen den betruegenden Ehemann sogar an den Rand der Armut ( das ist nicht hoenisch gemeint, aber hier bei uns in Italien ist es teilweise so, so dass ein Mann es sich manchmal nicht aus moralischen Gruenden uberlegt, ob er seine Frau mit den Kindern verlaesst....) und da verliert die Geliebte ein wenig diesen Beigeschmack der "boesen" Frau. Sie ist heute halt "boese" weil sie egoistisch geniesst, meint man, die Ehefrau um ihre Entscheidungfreihiet bringt, die Liebe raubt, die der Mann fuer sie gehabt hat usw.

Aber ich glaube, viele Geliebten sind oft nicht weniger schlimm dran wie die betrogenen Ehefrauen - naemlich immer dann, wenn sie hoffen, die Ehefrau ersetzen zu koennen.
Hier stimme ich voellig mit Murkami ueberein.:smirksmile:

Nicht nur ob man sich darauf einlaesst eine Geliebte zu werden muss man sich sehr reiflich ueberlegen sondern, wie man sich darauf einlaesst! Die Idee, die betrogenen Ehefrau ist "minderwertiger" als wir, hat weniger Vorzuege, weniger Vorteile und muss gegen uns verlieren ist schon vom Prinzip her falsch! Wenn man sich in einen verheirateten Mann verliebt und er darauf eingeht, muss man sich von vornherein klar sein, dass dies keine "normale" Beziehung sein kann, sein wird, auch wenn vielleicht der Mann seine Frau verlaesst, was in den wenigsten Faellen vorkommt, (und wenn ja dann trotzdem nicht mit der Geleibten zusammen kommt) wird es immer ein Leben zu Dritt bleiben ( oder zu mehr, wenn Kinder da sind).

Aber die betrogenen Frauen verlieren leider oft vertaendlicherweise ihr Selbstbewusstsein und sehen nicht, welche Vorteil sie der Geliebten gegenueber haben! Die Geliebten ueberschaetzen sich und sind am Ende enttaeuscht. Nicht jeder Mensch ist dazu geschaffen, die 2. Geige zu spielen, sich mit dem "bischen" Glueck zufrieden zu geben, was einem "uerig" bleibt, ohne Forderungen stellen zu koennen. Es gibt sogar ein Web-site (die Geliebte.de o.so aehnlich) wo sich Frauen untereinander Hilfe geben, weil sie so leiden oder "reingefallen" sind.

Eine Frau, die zur Geleibten wird, sollte sich als erstes fragen: warum sollte er seine Frau meinetwegen verlassen. Was glaube ich mehr zu haben als sie, dass er all diese Probleme auf sich nimmt und in mein "Lager" ueberwechseln? Es gehoert schon eine gehoerige Portion Selbstbewusstsein dazu zu glauben: ICH bin seine "Erloesung", seine "Traumfrau". Und will ich ueberhaupt so einen Mann?

Ich fuer meinen Teil habe immer grossen Respekt vor der Frau meines Freundes gehabt, sie nie fuer weniger "wert" gehalten und nie gedacht ihre Stelle einzunehmen. Aber das muss ja nicht bei allen so sein....

LG
Helga

Prijon
21.10.2006, 20:40
Hallo Helga,

nur ein Nebengedanke - das ist natürlich auch eine ganz fette Kröte für einen gehörnten Mann in der Konstellation "er verdient deutlich mehr als sie": Trennt er sich von seiner untreuen Ehefrau, trifft ihn trotzdem die volle finanzielle Wucht einer Scheidung. Mir wäre auch nicht viel geblieben, meine Altersversorgung wäre schwer beschädigt worden, das Haus wäre ich losgewesen - und das war für mich sehr, sehr schwer einzusehen.

Prijon

Inaktiver User
21.10.2006, 22:32
@ Prijon,
da ist wahr. Auch hier in Italien kann es vorkommen, dass der fremdgehenden Frau mit Kleinkind das Recht zugesprochen wid im gemeinsamen Haus zu leben und ER sich dann irgendwo ein Zimmer nehmen muss, wenn er nicht mehr mit ihr leben will kann. da sind die Maenner heute in jedem Fall schlechter dran als frueher...


Einen Schritt weiterdenkend: Wenn eine Affäre ein Dreieck ist - ja, dann gibt es auch eine Verbindung (Beziehung) zwischen der Geliebten und der Ehefrau. Die Geliebte hat ein Bild von der Ehefrau und umgekehrt. Beide Bilder werden bestimmt von dem, was der Mann als "Schaltstelle" dieses Dreiecks preiszugeben gedenkt, oder? Und der bekommt damit eine ganz schöne Macht...

Auch das ist wahr. Ich habe damals die "Schaltstelle" auch uebersprungen und direkten Kontakt mit seiner Frau aufgenommen. Das wahr sehr sehr wichtig fuer mich und wie ich weiss, auch fuer seine Frau ( die von mir wusste). Ich wollte eben einfach nicht, dass sie denkt, dass sie sich mir gegenueber weniger wert fuehlen sollte, wollte auch, dass sie weiss, dass ich mit ihr nicht tauschen wollte. Auch wenn es jetzt unlaublich klingen mag, aber wir haben eine sehr verstaendnisvolle Beziehung zueinander aufgebaut, d.h. wir haben beschlossen, uns keinen "Krieg" anzusagen. Sie wusste, dass sie einen Teil der Liebe ihres Mannes verloren hatte, wusste nun aber auch, dass ich ihn nicht von ihr und ihrem Sohn wegbringen wollte. Sie liebte ihn immernoch, auch wenn er meinte, fuer sie nur noch Zuneigung zu empfinden.

Was passiert, wenn man die "Schaltstelle" im Dreieck ueberspringt? Sie brennt durch. Er ist durchgebrannt. Hat moeglicherweise die Idee, dass wir Frauen uns nicht hassen konnten, ja sogar Verstaendnis fuereinander hatten, denn wir liebten den gleichen Mann, nicht verkraften koennen! Hatte er diese "Macht" verloren, von der du sprichst, Prijon? Hatte er sich "ausgetrickst" gefuehlt? Vielleicht. Er hat die Flucht nach vorn gewagt und sich in eine ander verliebt! Hat uns beide im Regen stehen lassen...:regen: heut weiss ich, dass diese Situation fuer ihn damals zu kompliziert wurde, um sie bewaeltigen zu koennen...

C'est la vie..
Helga

Etea
22.10.2006, 10:24
Immer noch spannend, dieser Strang...

Prijon: es geht auch anders, in diesem Lande - im Rahmen der Gleichberechtigung darf ich für meinen Mann (+ seine neue Freundin + 2 Kinde) zahlen. Prima, dafür, dass er sowieso 10 Jahre auf meine Kosten gelebt hat. Ich bin richtig begeistert!!!!

Aber grundsätzlich stört mich hier eins: immer wieder wird von Moral geredet. Moral ist aber ein gesellschaftlicher Begriff, der wandelbar und nich allgemeingültig ist. Können wir uns nicht einfach mal auf den Begriff Anstand einigen? Sooo altmodisch! Nochmal: ja, kann alles passieren, sich zu verlieben, undabhängig von Schuld - aber Verantwortung haben wir doch dennoch. Wenn wir uns die absprechen, dann sind wir doch nur noch arme beeinflussbare Gestalten - und das will doch hier keiner sein, oder? Also: Verantwortung, und d.h. auch denen gegenüber, die von meinem Verhalten mit betroffen sind, und aus dieser Verantwortung heraus einfach mal mit Anstand handeln!
Ich übertrage das Thema "Betrug" mal kurz in die Arbeitswelt, dann wird's vielleicht klarer: Wenn ich einen Arbeitsvertrag mit X habe, am Abend und am Wochenende aber für Y arbeite (ohne das Wissen oder Einverständnis von X), dann darf ich mich nicht wundern, wenn ich hochkant gefeuert werde - von X! Und alle Umstehenden würden X Recht geben, oder? Dafür gibt's Gesetze - im Privatleben darf X (ich) dann auch noch zahlen, dafür, dass er nun bei Y "arbeitet". Hmmm - ich glaube, ich sollte darüber nicht weiter nachdenken, sonst geht mir das Messer in der Tasche auf!
Ach, noch was: Wenn es bei Dir, Calla, auch noch so ist, dass Du sagst: jetzt genieß erst mal, und mal sehen, was dann, und wenn nicht, dann nicht, mal sehen, was darauf wird...., also mit anderen Worten: wer nett, wenn, ist aber nicht schlimm wenn nicht: weißt Du, dass aus einer solchen Indifferenz heraus der 3. Teil des Dreiecks leiden muss, dann ist das ja nochmal schlimmer, als wenn Du sagen würdest: er ist der, den ich will, und dafür kämpfe ich. Ich bin wirklich gespannt, ob die Affäre auffliegt, und wie seine Frau dann reagiert. Keep us informed!
etea

Sad_GAB
22.10.2006, 11:12
Aber ich glaube, viele Geliebten sind oft nicht weniger schlimm dran wie die betrogenen Ehefrauen - naemlich immer dann, wenn sie hoffen, die Ehefrau ersetzen zu koennen.
Hier stimme ich voellig mit Murkami ueberein.:smirksmile:
.....

Eine Frau, die zur Geleibten wird, sollte sich als erstes fragen: warum sollte er seine Frau meinetwegen verlassen. Was glaube ich mehr zu haben als sie, dass er all diese Probleme auf sich nimmt und in mein "Lager" ueberwechseln? Es gehoert schon eine gehoerige Portion Selbstbewusstsein dazu zu glauben: ICH bin seine "Erloesung", seine "Traumfrau". Und will ich ueberhaupt so einen Mann?

Ich fuer meinen Teil habe immer grossen Respekt vor der Frau meines Freundes gehabt, sie nie fuer weniger "wert" gehalten und nie gedacht ihre Stelle einzunehmen. Aber das muss ja nicht bei allen so sein....

LG
Helga

Da gebe ich dir Recht.
Am Anfang waren wir beide richtig verliebt, ich hab ständig nur an ihn gedacht und er staändig nur an mich.
War mit Kopf, Bauch und Herz ganz bei mir.
Und ich fühlte mich toll. Begehrt, geliebt... Selbstbewußt. Und auch der Frau ein wenig überlegen. Ja, in dieser zeit war ich ihr wahrscheinlich auch überlegen, da sie ja auch nichts wusste und immer noch nicht weiss.
Aber im Laufe der zeit hab ich gemerkt, dass ich nur "Beiwerk" bin, Zuckerguss auf der torte seines Lebens. Und das Leben besteht nun mal aus Torte und schmeckt auch ohne Zuckerguss sehr gut.
Und dann habe ich mich auch gefragt: was habe ICH ihr überhaupt entgegenzusetzen?
Gar nichts.
Oder: nicht viel.
Das tut weh und nagt an MEINEM Selbstbewusstsein.
Denn jetzt frage ich mich: was habe ich überhaupt zu "bieten"? Würde ein Mann sich überhaupt ganz für mich entscheiden oder bin ich für alle Männer nur ein netter "Traum", der aber nicht alltagstauglich ist?
Damit habe ich im Moment zu kämpfen.
Und: ja, ich habe auch grossen Respekt vor IHR und ich weiss nicht, ob ich es mit ihm schon so lange ausgehalten hätte, auch wenn ich ihn liebe.
Im Nachhinein kann ich sagen, auf lange Sicht gesehen wäre es vielleicht sogar besser gewesen, ich hätte mich mit IHR angefreundet, anstatt mit ihm ein Verhältnis anzufangen. Denn ich glaube, wir hätten uns gut verstanden.
Ja, ich hätte wissen müssen, worauf ich mich einlasse, ich hätte die Verantwortung tragen müssen.
Aber wenn der Mann, in den man seit einem Jahr heimlich verliebt ist, auf einmal gesteht, dass es ihm genauso geht, ist es sehr schwer, den Kopf eingeschaltet zu lassen.
Ich bin so hoch geflogen wie noch niemals zuvor und ich gebe zu, in dem Moment hab ich alles andere ausgeblendet.
Dafür zahle ich jetzt ja auch die Rechnung....
Gaby

Linda1
22.10.2006, 11:20
Sehr intetressant, die Aussage von Linda, man schliddere eben doch da rein.
gut, aber nur aus Mangel an Erfahrung.
Du schreibst selbst, hättest du im entferntesten geahnt was auf dich zukommt, wärest du in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.
Du bist also nicht wie ferngesteuert. Du KANNST handeln
Ich meinte damit, dass ich schon beim ersten Kennen lernen die Flucht ergriffen hätte, als noch nur Sympathie vorhanden war. Als Liebe ins Spiel kam, konnte ich nicht mehr denken, weil ich bis dato die Liebe nicht kannte, nicht in dieser Form. Ich möchte nur kurz schildern, wie es passiert ist. Mein Mann hat mir nie Wärme gegeben, wollte mich immer verbiegen, hat ständig genörgelt und mich sehr oft zurück gestoßen und verletzt. Jetzt lerne ich da einen Mann kennen, der genau das Gegenteil ist. Den Vorsatz mich zu trennen hatte ich schon vor diesem Mann ins Auge gefasst. Allein schon seine Freundschaft (1 Jahr lang) war so unglaublich „warm“ – ich finde keinen anderen Ausdruck dafür. Ich wusste gar nicht, dass es so was überhaupt gibt (hatte bisher nur 1 Mann gehabt, meinen Ehemann). Jemanden, der mich nimmt, wie ich bin, bei dem ich nicht überlegen muss, was ich wie sage. Jemanden, der ganz einfach nachfragt, wenn er etwas nicht verstanden hat und nicht 3 Tage lang schweigt. Jemanden, der mir nicht nach einer Woche noch Vorwürfe macht, weil ich vielleicht vergessen habe zu fragen, ob er noch eine Tasse Kaffee möchte. Er war immer für mich da, hat getröstet und mich wieder aufgebaut. Ich hatte nicht bemerkt, dass ich mich in ihn verliebt habe – ehrlich. Ich war gerne mit ihm zusammen und wollte das so oft wie möglich. Dann kam diese eine Sekunde, die alles entschieden hat. Seine Umarmung, die irgendwie anders war, als sonst. Sein Herz hat gehämmert und ich habe mich fallen lassen. Da war es passiert und zum Weglaufen viel zu spät. Das ist keine Entschuldigung, wie waren beide immer noch verheiratet und hätten wissen müssen, dass es nicht gut gehen kann. Es kann für euch aber eine Erklärung sein. Ich habe keine Affäre gesucht und er auch nicht. Wir sind „hinein geschliddert“.
Im Februar habe ich meinem Mann gesagt, dass ich mich von ihm trenne.


Ich bin so hoch geflogen wie noch niemals zuvor und ich gebe zu, in dem Moment hab ich alles andere ausgeblendet.
Dafür zahle ich jetzt ja auch die Rechnung....

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Linda

Jolanda1
22.10.2006, 11:39
Hallo Linda,
ja das ist eine traurige Geschichte von deiner Ehe.
Für mich klingt es so, als sei bei dir der Hauptpunkt die schlechte Ehe und die Verkorkstheit deines Exmannes.
Da kannst du um die neue Erfahrung natürlich froh sein. Aber es sollte vielleicht zur zeigen, dass es das auch gibt: Wärme und Liebe.
Die kannst du bestimmt auch noch woanders finden.
Fakt ist, das uns das, was uns irgendwo fehlt, unwahrscheinlich anzieht, wenn es ein andere bietet.
Du hast die Konsequenz daraus gezogen und dich getrennt. Glückwunsch!!!
Das Problem ist doch, dass die meisten das eben NICHT tun, denn sie leben ein Doppelleben.
Anstatt ihre Probleme in der Ehe zu lösen oder sich zu trennen wenn keine Lösung möglich ist, blenden sie das aus und suchen all ihren Zuckerguss (Zitat Gaby) bei der Geliebten/dem Geliebten.
Eine Frau die immer Geliebte ist, hat wahrscheinlich auch sehr oft einen Mangel in ihrem Leben, und so passen eben alle zusammen, bis auf die Betrogenen, die nicht wissen, was dem Ehepartner eigentlich fehlt, weil der es ja schon woanders hat wie praktisch.
Ich verdamme kein Schliddern, du hast es eindrücklich geschildert wie das gehen kann.
Das gebe ich zu gibt es wohl doch, stimmt.
Die Frage ist wohl eher, ob man das, wo man da hineingeschliddert ist, dann als Dauerlösung einrichtet, oder endlich erkennt, was schief gelaufen ist und Konsequenzen daraus zieht.
Und sehr viele schliddern überhaupt nicht hinein, ich denke das ist schon mehr die Ausnahme. Das sind die Fälle, wo ich als Partner z.B. noch am ehesten verzeihen könnte.

Sad_GAB
22.10.2006, 18:35
Das Schlimme, für mich, ist, nach allem, was ich durchgemacht habe, nach allem, was ich weiss, nach all den Tränen, der Verzweiflung...ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, stände er auf einmal doch vor meiner Tür.
Und das macht mir Angst, ich hab Angst vor mir selbst.

Inaktiver User
22.10.2006, 19:38
Die Frage sollte auch mal sein: gibt es eine glückliche Geliebte? Eine glückliche Ehefrau mit fremdgehenden Mann gibt es ja definitiv nicht. Die glückliche Geliebte ist letztendlich nur die, die sich über alle klassischen Strukturen hinwegsetzt. Den Affärenmann nicht unbedingt als den Mann an ihrer Seite sehen will, egoistisch ist, keinen Vertrag fürs Leben will und einfach nur den Anspruch hat, ein wichtiger Mensch an der Seite ihrer Affäre zu sein, einer von mehreren. Das kann auch schon bedeuten, dass sie ihn liebt aber es muss eine ziellose Liebe sein. Deshalb ist der Vergleich mit der Ehefrau müßig.
@Sad_GAB
Zitat:Aber im Laufe der zeit hab ich gemerkt, dass ich nur "Beiwerk" bin, Zuckerguss auf der torte seines Lebens. Und das Leben besteht nun mal aus Torte und schmeckt auch ohne Zuckerguss sehr gut.
Und dann habe ich mich auch gefragt: was habe ICH ihr überhaupt entgegenzusetzen?

Das darf sich die Geliebte nicht fragen! Das ist wieder der Absolutheitsanspruch...
Und eigentlich ist nur die Geliebte nicht böse, die für sich eben die klassischen Strukturen nicht beantsprucht. Will man doch nur das eine. nämlich den Affärenmann für sich, sollte man sich das wirklich sehr gut überlegen: denn einen Fremdgänger will man doch nicht , oder?
Und wenn die Geliebte genauso denkt wie die betrogene Ehefrau, dann muss sie sich eingestehen, dass jede Form von Affäre eigentlich eine permante tiefe Verletzung ist....
helecho

Sad_GAB
22.10.2006, 19:50
Und eigentlich ist nur die Geliebte nicht böse, die für sich eben die klassischen Strukturen nicht beantsprucht. Will man doch nur das eine. nämlich den Affärenmann für sich, sollte man sich das wirklich sehr gut überlegen: denn einen Fremdgänger will man doch nicht , oder?
Und wenn die Geliebte genauso denkt wie die betrogene Ehefrau, dann muss sie sich eingestehen, dass jede Form von Affäre eigentlich eine permante tiefe Verletzung ist....

Ja, du hast recht.
Heute weiss ich das. Heute weiss ich, dass ich einen Partner will. Und heute weiss ich, dass ich mich nicht als Geliebte eigne.
Denn ich habe Ansprüche und ich möchte einen Menschen, der für mich da ist und für den ich da sein kann.
Ich habe das ganze Ausmaß, das da auf mich zukommt, nicht abgesehen. Und er auch nicht.
Wir waren beide sehr naiv und es war für uns beide das erste Mal, das wir in so einer Situation waren.
Und vielleicht habe ich mich auch überschätzt, habe geglaubt, ich könnte das, nämlich diese klassischen Strukturen nicht für mich beanspruchen, aber heute weiss ich, das ich dazu nicht in der Lage bin.
Aber trotzdem empfinde ich mich nicht als "böse".

Inaktiver User
22.10.2006, 20:07
@Helecho

..Deine letzten zwei postings haben sehr gut die Situation der Geliebten beschrieben....bin der selben Meinung...so lange die Geliebte keine Ansprüche stellt und nicht leidet, nicht unglücklich ist (gute Frage, ist sie glücklich?), ist es meiner Meinung nach ihre persönliche Entscheidung wenn sie so leben will...für mich sind die Geliebten nicht böse (was für ein blödes Wort)...sie sind Frauen, genau wie wir alle, im Grunde wie die Ehefrau (nur die weiß meistens nicht Bescheid)...aber wenn man den Ehemann nicht zu einer Entscheidung zwingen soll, da er ja zwei Frauen lieben darf, wie viele der Meinung sind, warum sollte dann die Geliebte ihn zu einer Entscheidung zwingen dürfen?...er darf doch 2 Frauen lieben, oder nicht?...bin gespannt auf eure Antworten....danke...:smile:

Sadness
22.10.2006, 20:16
Wer will denn schon eine erzwungenen Entscheidung??

Man kann nur für sich selber entscheiden, ob man das Konstrukt Dreiecksbezeihung leben kann oder nicht.

Wenn diese Entscheidung für einen selber gefallen ist, kann man danach handeln und den Konsequenzen entgegensehen.

Eine Geliebte, die eigentlich einen Ausschließlichkeitsanspruch hat und eine Beziehung will, kann sich entweder entscheiden sich nicht zu entscheiden und das weiter mitmachen, aus Angst, sonst ganz zu verlieren oder sich klar sagen, unter diesen Vorraussetzungen nicht mehr und aussteigen.

Dasselbe gilt für die Ehefrau oder Partnerin oder den Partner.

Erst dann kann sich etwas bewegen, vielleicht auch eine Trennung, aber auf die hat man sich dann auch innerlich vorbereitet.

Inaktiver User
22.10.2006, 21:51
Aber trotzdem empfinde ich mich nicht als "böse".

Bist du auch nicht! Ich finde das Wort sowieso blöd. Es stimmt schon: man schliddert da meist so rein. Ehe man sich versieht hat es eine Dimension, die man eigentlich nicht wollte. Der Ausstieg wird immer schwerer und ab einem bestimmten Punkt ist man nur sich selbst die nächste....
Es entstehen ja oft auch erst im Laufe der Beziehung andere Wünsche.....

Ich wollte einfach als Geliebte nichts von der Ehefrau und der Familie wissen. es war ein Selbstschutz. Ich wollte wirklich nichts "im klassischen Sinnme" von ihm, aber trotzdem hat es mich verletzt wenn er gesagt hat, dass der Urlaub mit der Familie so toll war..... Das hört die Geliebte nicht so gern. Und deshalb: lieber die Welten möglichst auseinanderhalten!
helecho

Prijon
22.10.2006, 22:23
Und deshalb: lieber die Welten möglichst auseinanderhalten!


Das stelle ich mir aber verdammt schwierig vor.

Prijon

Sad_GAB
22.10.2006, 22:42
Das Schlimme ist, dass "Meiner" mir immer das Gefühl gegeben hat, nur bei mir würde er "richtig" leben. Und das stimmt so einfach nicht. Er hat ein völlig ausgefülltes Leben- ich würde sehr gerne mit ihm tauschen.
Er hat eigentlich alles, wovon ich träume.
Aber es fehlt halt etwas in seiner Ehe, er ist mit seiner Frau ein supergutes Team,sie haben sich perfekt organisiert. Aber auf der gefühlsmäßigen Ebene läuft es halt nicht.
Er hat mir vor ein paar Tagen noch geschrieben, dass er das mit mir ja schon sehr vermissen würde, obwohl er sich entschieden hätte.
Und das ist das perfide an der Sache: sich auf der einen Seite absichern (hab mich entschieden) und auf der anderen Seite: ach, ich vermisse das so.
Wobei mir schon aufgefallen ist, dass er sagte: ich vermisse das schon und nicht: ich vermisse dich!
Und auf meinen Vergleich mit dem Zuckerguss auf der Torte schrieb er:
Ja, das fehlt mir schon, aber ich denke, es ist besser, wenn es beim Marmorkuchen aus der Backmischung bleibt!!!!!

Und ich frage mich mittlerweile, was ist das für ein Mensch, der sich für seine Frau entscheidet und sie bzw. das Leben mit ihr als Marmorkuchen aus der Backmischung bezeichnet.
Und irgendwie bin ich stinkewütend. Und auch traurig.
Und seitdem kein Kontakt mehr.

Jolanda1
23.10.2006, 00:38
Hi Sad-GAB,
entschuldige, aber ich muss lachen...BACKMISCHUNG...ich glaub es nicht.
Der Herr wird ja richtig kreativ...
Weine ihm KEINE Träne nach.
Sei froh dass du keine Backmischung bist! Du bist authentisch! Und verdienst mindestens eine echte Kakao-Schokoladenmischung mit echten Eiern... :freches grinsen:
Mal so etwas im Ernst:
Beim nächsten Mann bist du original Schwarzwälder Kirschtorte mit Schokostreusel, Kirschen UND Sahne!!! Und alles was da drunter ist, ist nicht deins! Hauptsache ist, dass DU weisst, dass du das alles bist!

Sad_GAB
23.10.2006, 07:29
Ach danke dir.
Es macht mich fürchterlich wütend, so etwas.
Einerseits erzählt er mir, er hätte sich für seine Gefühle ihr gegenüber entschieden und macht dann so eine Bemerkung.
Ich find das schäbig, ihr gegenüber.
Ich sprach zumindest noch von Torte :-)
Der gute Mann weiss glaube ich gar nicht, wie gut es ihm geht.
Bzw. er weiss es schon, möchte ja auch gar nichts ändern, aber so das letzte bißchen fehlt ihm halt noch.
Und das hatte er bei mir.
Ich überlege gerade, ob ich ihm die Tage mal ne Backmischung für Marmorkuchen auf der Arbeit vorbeibringen sollte... :-))

Inaktiver User
23.10.2006, 09:10
Und deshalb: lieber die Welten möglichst auseinanderhalten!


Das stelle ich mir aber verdammt schwierig vor.

Prijon

Das ist anstrengend, aber durchaus machbar.
Ein Stück weit Gedanken macht man sich um die Welt des Anderen schon (wenn den eine Portion Gefühl im Spiel ist).

Mein derzeitiger Affairenmann lebt in der identischen Konstellation wie ich. Offene Ehe, Frau weiss aber nichts konkretes über mich.

Ich fühle mich nicht als böse Geliebte - ausser, er vernachlässigt seine familiären Pflichten.
Das habe ich ihm auch ganz klar und deutlich gesagt.
Seine Frau war neulich krank und ich habe eindringlich darum gebeten, dass wir uns nur sehen, wenn er seine Frau wirklich alleine lassen kann und eines der grösseren Kinder im Haus ist. Sie hat dann abend noch angerufen und ich habe ihn umgehend aus der Wohnung komplimentiert .............war kein Problem für mich, in dem Moment auf ihn zu verzichten.

Sadness
23.10.2006, 09:33
Wobei mir schon aufgefallen ist, dass er sagte: ich vermisse das schon und nicht: ich vermisse dich!

Zum Einen, darfst du bei Männern nicht jedes Wort analysieren, die reden oft einfach in den Tag hinein.

Zum Anderen siehst du das glaube ich allerdings sehr realistisch.
Er hat ewtas vermisst und gesucht, und das offenscihtlich bei dir gefunden.
Allerdings haben sich seine Proritäten inzwischen wieder verlagert und du bist "überflüssig" geworden, war zwar schön, aber jeden Tag Torte braucht man nicht, um bei deinem Beispiel zu bleiben.

Ich bin mal im Kopf die Affären durchgegangen, wo ich die Hintergründe kenne, es ist keine, aber wirklich keine dabei, wo jemand nur aus Lust und Laune was laufen hat...alle suchen was, weil in ihrer Bezeihung oder in ihrer eigenen Person etwas fehlt und dafür suchen sie sich Ersatz...und das unabhängig davon, ob männlich oder weiblich

Sad_GAB
23.10.2006, 10:10
Zum Anderen siehst du das glaube ich allerdings sehr realistisch.
Er hat ewtas vermisst und gesucht, und das offenscihtlich bei dir gefunden.
Allerdings haben sich seine Proritäten inzwischen wieder verlagert und du bist "überflüssig" geworden, war zwar schön, aber jeden Tag Torte braucht man nicht, um bei deinem Beispiel zu bleiben.


Naja, überflüssig....so sehe ich das nicht, das ist mir zu hart, aber ansonsten stimmt es schon.
Er hatte schon lange etwas vermisst, etwas, das er selber wahrscheinlich gar nicht "greifen" konnte. Und dann war da auf einmal Ich.
Und er hat bei mir all das bekommen. Aber eigentlich wollte er das ja von seiner Frau haben.
Und das versucht er jetzt.
Aber er wird es dort nicht bekommen. Weil sie ein ganz anderer Mensch ist als ich. Und das frustriert ihn.
Und mir tut es immer noch weh. Zu realisieren, dass das mit mir alles wahnsinnig schön war, aber er das ja eigentlich alles gar nicht von mir sondern von ihr haben will. Denn er wollte sich ja nie trennen.
Obwohl er immer sagt, dass es ihm um meine Person gegangen sei.
Aber es ist müßig, darüber noch weiter nachzudenken.
Und ich frage mich, wann es endlich aufhört, wehzutun.

Sadness
23.10.2006, 10:18
Weißt du ich bin die Ehefrau in einer solchen Konstellation gewesen und ich bin sicher mein Mann hat seine Außenbeziehung geliebt (und tut das ein Stück vielleicht noch) und auch er hat sich dort das geholt, was er gesucht und eigentlich lieber in der Beziehung gehabt hätte.

Und auch wenn dir das nicht gefällt, in dem Moment wo er das zu Hause bekommt, wo er nicht mehr suchen muss, ist die Affäre nicht mehr notwendig. (Ich hatte überflüssig extra in Gänsefüßchen gesetzt)

Gottseidank ist seine Frau ein anderer Mensch als du, wäre ja schlimm wenn wir alle gleich wären.
Aber ganz offensichtlich ist da was geschehen was ihn hoffen lässt, das er in Zukunft glücklich mit ihr (und ohne das was du verkörpert hast) leben kann.
Das probiert er.

Und das dir das wehtut kann ich gut verstehen.
Es heißt eine Trennung schmerzt solange wie eine Beziehung gedauert hat, also hab noch eiin bißchen Geduld mit dir.

Sad_GAB
23.10.2006, 10:30
Aber ganz offensichtlich ist da was geschehen was ihn hoffen lässt, das er in Zukunft glücklich mit ihr (und ohne das was du verkörpert hast) leben kann.
Das probiert er.


Ja, sicher. Ich weiß nicht, was genau passiert ist. Ist ja auch egal.
Was mir halt sehr aufgestossen ist, dass er auf der einen Seite immer sagt, dass er sich für sie entschieden hat und alles tun will, um mit ihr glücklich zu werden und es dann auf der anderen Seite mit diesem Marmorkuchen-Spruch schlecht macht.
Ich möchte nicht wissen, wie sie sich fühlen würde, wenn sie wüsste, dass ihr Mann das Leben mit ihr so bezeichnet.

Dann soll er doch ganz klar sagen: war schön, aber jetzt nicht mehr und gut ist!
Aber das sagt er nicht. Sondern erzählt mir immer noch was von Gefühlen, die er für mich hat.

Inaktiver User
23.10.2006, 10:32
Und auch wenn dir das nicht gefällt, in dem Moment wo er das zu Hause bekommt, wo er nicht mehr suchen muss, ist die Affäre nicht mehr notwendig. (Ich hatte überflüssig extra in Gänsefüßchen gesetzt)

Vielleicht war es in Deinem Fall so - die Verallgemeinerung halte ich für nicht zielführend.
Das sind wir ja umgehend wieder bei der Frage (der betrogenen Ehefrau): "Was habe ich blos falsch gemacht?"
So einfach ist das Leben nicht!

In vielen Fällen gibt die Geliebte etwas, was die Ehefrau überhaupt nicht geben kann oder aber geben soll.

Sadness
23.10.2006, 10:33
Aber das sagt er nicht. Sondern erzählt mir immer noch was von Gefühlen, die er für mich hat.

Vielleicht hat er die ja wirklich, wieso magst du das nicht glauben?

Und wie gesagt, manchen ziehen die Backmischung der komplizieten Torte vor, ist nicht so anstrengend, das Ergebnis kennt man und weiß was einen erwartet.
Keine Überraschungen, kein ungewißer Ausgang.
Du verstehst schon was ich meine ?

Inaktiver User
23.10.2006, 10:37
@Sadness: Ich würde sogar behaupten, dass die allermeisten Menschen die Backmischung vorziehen und manche an den Torten naschen (wobei sie sich zuweilen heftig den Magen verderben - wie das eben so ist).

Inaktiver User
23.10.2006, 10:41
Ich bin mal im Kopf die Affären durchgegangen, wo ich die Hintergründe kenne, es ist keine, aber wirklich keine dabei, wo jemand nur aus Lust und Laune was laufen hat...alle suchen was, weil in ihrer Bezeihung oder in ihrer eigenen Person etwas fehlt und dafür suchen sie sich Ersatz...und das unabhängig davon, ob männlich oder weiblich

Klar ist es so und die Frage sollten eigentlich lauten:
Gibt es eine Beziehung in der ich alles, wirklich alles finde, was für mich wichtig ist? Und wir müssen dann sagen: nein, gibt es nicht. Darüber muss man sich im KLaren sein, wenn man sich auf eine Person einlässt und man muss sich idarüber m Klaren sein, dass eine beziehung Verzicht auf manches bedeutet. Und man sollte sich fragen, ob man bereit ist zu verzichten.
Manchmal erkennt man bestimmte Bedürfnisse auch erst im Laufe einer Beziehung oder auch erst dann plötzlich, wenn man jemanden anderen trifft......
So war es bei mir, ich habe meinen Partner geliebt und immer geglaubt ,. dass nur er mich glücklich machen kann. Er war mein ein und alles. Dann traf ich jemand ganz anderen und plötzlich habe ich erkannt, dass es auch ganz anders sein kann, dass ich noch auf ganz andere Dinge wertlege und es hat mich so fasziniert, dass ich mich darauf eingelassen habe .....
Er hat ein Bedürfnis abdeckt, von dem ich nicht wusste dass ich es hatte.....
Wir verändern uns und unsere Bedürfnisse werden anders und der Mensch an unserer Seite verändert sich auch,nicht unbedingt in der Art und weise wie wir... d.h. nicht dass man aufhört diesen Menschen zu lieben... Was soll man denn dann tun?
Nicht auf sich hören, weitermachen wie bisher .....? Eine Beziehung beenden, die einem wichtig ist?
Das ist alles so schwierig..... und der Weg, einfach Täter und Opfer festzulegen ist der einfachste überhaupt. So ist es eben nicht.
LG helecho

Inaktiver User
23.10.2006, 10:44
@Helecho: Ich teile Deinen Ansatz.


Gibt es eine Beziehung in der ich alles, wirklich alles finde, was für mich wichtig ist? Und wir müssen dann sagen: nein, gibt es nicht. Darüber muss man sich im KLaren sein, wenn man sich auf eine Person einlässt und man muss sich idarüber m Klaren sein, dass eine beziehung Verzicht auf manches bedeutet. Und man sollte sich fragen, ob man bereit ist zu verzichten.


Wenn man dann mit dem Partner fair aushandelt wie mit dem Verzicht umgegangen wird, hat man meines Erachtens die Basis für eine Lebenspartnerschaft.

Sad_GAB
23.10.2006, 10:45
In vielen Fällen gibt die Geliebte etwas, was die Ehefrau überhaupt nicht geben kann oder aber geben soll.

Ich glaube, ich habe ihm etwas gegeben, was er bis dato überhaupt noch nicht kannte, vielleicht diffus vermisst hat.
Aber auf der anderen Seite zu hause auch ganz viel, was ICH ihm nicht geben kann.
Und das macht es so schwierig.

Und wenn ich euch hier so lese, merke ich, wie viel mir noch fehlt, wie unvollständig ich noch bin, wie unreif....

Sadness
23.10.2006, 10:46
@gyldensternchen

in vielen Fällen läuft es aber genauso.
Entweder liegt das Defizit in der Beziehung oder in der Person selber, eines von beiden ändert sich wenn eine Affäre anfängt oder aufhört ( Ausnahmhen bestätigen die Regel).

Wenn ich dir jetzt die Fälle aufzähle, die ich kenne, sehe ich
nichts anderes

-Mann...Frau will keinen Sex, oder nur im Dunkeln und wenn er vorher Terz macht...Folge:Sexaffären

-Frau...Mann ist ein Stubenhocker, sie voll die Partyschnecke und manchmal von ihm tödlich gelangweilt...Folge:immer mal wieder in Kick

-Mann...Frau weiß immer alles besser und buttert ihn voll unter...Folge: eine Affäre die ihn anhimmelt und in ihm den Größten sieht

-Mann...hat pansiche Angst vor dem Älter werden...Folge:eine junge Affäre nach der anderen

-Mann....Frau hat kein Interesse an seinem Leben, kümmert sich nur um die kids, lässt ihn voll auflaufen...Folge: Sexgeschichten auf Geschäftsreisen, auf der Suche nach der Affäre

-Frau...Mann arbeitet 18 Stunden am Tag, keine Zeit für Familie und Kinder...Folge:heiße Liebe zu einem Bekannten

-Frau...Mann hat sie jahrelang betrogen und klein gehalten, er keine eigene Perspektive gelassen...Folge:Liebesbeziehung zu einem vollkommen anderen Typ


Diese Liste liese sich noch endlos fortsetzen und die tatsache das ich von mehr Männer weiß, heißt nur, das Frauen da weniger mitteilsam sind, sonst glaub ich ist es da genauso

Inaktiver User
23.10.2006, 10:47
Ich glaube, ich habe ihm etwas gegeben, was er bis dato überhaupt noch nicht kannte, vielleicht diffus vermisst hat.
Aber auf der anderen Seite zu hause auch ganz viel, was ICH ihm nicht geben kann.
Und das macht es so schwierig.

So, jetzt werde ich mal "böse":
Vielleicht hast DU als Geliebte sogar indirekt nicht nur sein Leben, sondern in letzter Konsequenz auch die Ehe bereichert.

Das kan man gut und gerne diskutieren, das macht Dich letztendlich wenig glücklicher - aber der Gedanke an sich sollte ruhig mal bewegt werden.

Inaktiver User
23.10.2006, 10:50
@Sadness:
Bei jedem Deiner Beispiele wäre für mich persönlich die Basis für eine Beziehung nicht mehr gegeben.
Sie klingen alle sehr lieblos und nicht nach PARTNERSCHAFT.

Ich kenne übirgens auch deutlich mehr Beispiele von Männern als von Frauen - als Freunde oder aber weil mit mir betrogen wurde.

Sadness
23.10.2006, 10:53
@helecho

Das kann ich mir schon vorstellen, das andere Menschen Bedürfnisse wecken, die geschlummert haben, die man noch nicht entdeckt hatte...das es einen trifft und man sagt, der hätte es auch sein können, den finde ich ja mal richtig Klasse, spannend, interessant...was wäre wohl gewesen, wenn ich ihn/sie zuerst getroffen hätte.

Aber man kann in einer monogam angelegten Beziehung vom Partner nicht erwarten, das er das mitträgt...ich könnte es nicht.

Und es gibt schon so enige Dinge, die ich in miener jetzigen Beziehung vermisse, die ich wohl nie bekommen werde....das ist für mich der Kompromiss, den ich für diese Liebe eingehe.
Ich habe mich dafür entschieden und dazu stehe ich jetzt auch, auch wenn es Verzicht bedeutet.

Sad_GAB
23.10.2006, 10:55
So, jetzt werde ich mal "böse":
Vielleicht hast DU als Geliebte sogar indirekt nicht nur sein Leben, sondern in letzter Konsequenz auch die Ehe bereichert.


Natürlich habe ich das.
Und dafür könnte ich mich heute noch in den Hintern beissen.:gegen die wand:
Er geht nämlich heute mit ihr anders um, verhält sich zu hause anders, weil er nämlich bei mir "gelernt" hat, dass es auch anders gehen kann.

Sadness
23.10.2006, 10:57
@Gyldensternchen

Gerade das erste Beispiel scheint ansonsten die perfekte Ehe zu sein...Händchenhaltend, Familienurlaube, Ausflüge, gemeinsame Freundschaften, die auch gemeinsam gepflegt werden.
Ich weiß, er liebt seine Frau ( hat emir erzählt ) und ich denke sie ihn auch.
Eigentlich hätte er den Sex gern mit ihr, die Ehe würde er für keine der Sexaffären aufgeben, die beendet er, sobald sich die Frauen Gefühle anmaßen.

Inaktiver User
23.10.2006, 10:58
Natürlich habe ich das.
Und dafür könnte ich mich heute noch in den Hintern beissen.:gegen die wand:
Er geht nämlich heute mit ihr anders um, verhält sich zu hause anders, weil er nämlich bei mir "gelernt" hat, dass es auch anders gehen kann.
Warum macht Dich das wütend?
Weil er sich nicht für Dich entschieden hat?
Das Risiko gehst Du als Geliebteimmer. Man muss "verlieren" können.

Wenn Du ihn aufrichtig geliebt hättest, würdest Du anders darüber denken - deutlich selbstloser.

Inaktiver User
23.10.2006, 11:00
@Gyldensternchen

Gerade das erste Beispiel scheint ansonsten die perfekte Ehe zu sein...Händchenhaltend, Familienurlaube, Ausflüge, gemeinsame Freundschaften, die auch gemeinsam gepflegt werden.
Ich weiß, er liebt seine Frau ( hat emir erzählt ) und ich denke sie ihn auch.
Eigentlich hätte er den Sex gern mit ihr, die Ehe würde er für keine der Sexaffären aufgeben, die beendet er, sobald sich die Frauen Gefühle anmaßen.

Aaaaaa, okay - jetzt kann ich folgen!
Du hast ein gut funktionierendes Sexualleben als "must" für eine gute Ehe definiert! Das hat er offensichtlich nicht.

Aus DEINER Sicht ist es keine gute Ehe - aus seiner (und meiner schon).
Zumindest fällt die Beziehung nicht über den schlechten Sex.

Sadness
23.10.2006, 11:02
Wenn Du ihn aufrichtig geliebt hättest, würdest Du anders darüber denken - deutlich selbstloser.

Sehe ich ähnlich...hätte sich mein Mann anders entschieden, ich hätte ihm nichts Böses wünschen können...ich hätte gehofft, das er gefunden hat, was er gesucht hat.

Traurig wäre ich gewesen, klar...wütend, nein

Sadness
23.10.2006, 11:04
Aus DEINER Sicht ist es keine gute Ehe - aus seiner (und meiner schon).
Zumindest fällt die Beziehung nicht über den schlechten Sex.

Würde ich so gar nicht sagen, die Ehe kann schon gut sein, aber im fehlt der Sex mit seiner Frau ja...er hätte ihn lieber mit ihr...sie findet ihn offensichtlich nicht wichtig

Sad_GAB
23.10.2006, 11:06
Es macht mich in so fern wütend, weil ich mal wieder den Therapeuten gespielt habe.
Und darf man nicht wütend sein, wenn man verletzt wurde?

Inaktiver User
23.10.2006, 11:08
Es macht mich in so fern wütend, weil ich mal wieder den Therapeuten gespielt habe.
Und darf man nicht wütend sein, wenn man verletzt wurde?
Klar darfst Du wütend sein - ich habe nur nach dem Grund gefragt. Den Grund kann ich gut nachvollziehen.

Inaktiver User
23.10.2006, 11:13
Würde ich so gar nicht sagen, die Ehe kann schon gut sein, aber im fehlt der Sex mit seiner Frau ja...er hätte ihn lieber mit ihr...sie findet ihn offensichtlich nicht wichtig

"Kriegsentscheident" ist der Punkt für ihn offensichtlich nicht - was ich sehr gut nachvollziehen kann.

Sad_GAB
23.10.2006, 11:15
Vielleicht geht es ja auch nur um das Nicht-verlieren-können.
Hat sicherlich auch viel mit mir selber zu tun, dass ich immer noch so wütend bin.
Liebe ich ihn?
Kann ich "selbstlos" lieben?
Ich finde, dieser Spruch, wenn du ihn wirklich lieben würdest, wärest du selbstloser, ist so eine Art Totschlagspruch.
Sicherlich ist selbstlose Liebe erstrebenswert.
Aber Gefühle sind nun mal da. "Gute" wie "Schlechte". Und sie haben alle ihre Berechtigung.

Inaktiver User
23.10.2006, 11:16
Ich finde, dieser Spruch, wenn du ihn wirklich lieben würdest, wärest du selbstloser, ist so eine Art Totschlagspruch.

Zugegeben, es war auch eine Provokation.........sorry :-((
Aber vielleicht gibt Dir der Ansatz "nicht-verlieren-können" schneller einen Abstand zu Sache.

Sad_GAB
23.10.2006, 11:21
Zugegeben, es war auch eine Provokation.........sorry :-((
Aber vielleicht gibt Dir der Ansatz "nicht-verlieren-können" schneller einen Abstand zu Sache.

Der hat ziemlich gesessen.:smirksmile:
Und ich denke gerade über meine Liebesfähigkeit nach...

Inaktiver User
23.10.2006, 11:24
Der hat ziemlich gesessen.:smirksmile:
Und ich denke gerade über meine Liebesfähigkeit nach...
:zahnschmerzen:
War gar nicht so böse gemeint .........

Mal davon ab.....
Du klingst auch einfach nicht so, als würdest Du Dich kopflos in einen gebundenen Mann verlieben.

Vielleicht bist Du lieber ins Verliebtsein verliebt als in einen Mann.

Sad_GAB
23.10.2006, 11:37
Darüber habe ich auch schon nachgedacht.
Aber....es ging (und geht für mich immer noch) schon um diesen Mann.
Der gefiel mir von Anfang an, der ging mir von Anfang an nicht aus dem Kopf und je öfter ich ihn sah und je besser ich ihn kennenlernte, desto verliebter wurde ich.
Bevor es mit uns losging, kannten wir uns schon über ein Jahr.
Nein, in diesem Fall ging es schon um ihn.
Und wenn ich nur ins verliebtsein verliebt wäre, dann würde ich mich ja öfter verlieben, oder?
Und das passiert mir nicht oft. Und so, wie bei ihm...ich muss echt lange überlegen, bevor ich sagen kann, wann ich das letzte Mal so gefühlt habe.

Sadness
23.10.2006, 14:40
"Kriegsentscheident" ist der Punkt für ihn offensichtlich nicht - was ich sehr gut nachvollziehen kann

Und warum leidet er dann darunter, das hat er mir zumindest so erzählt...es gibt regelmäßig mega-Stress mit siener Frau deswegen...wenn er sich damit abgefunden hätte, wäre das ja wohl nicht der Fall

Es macht mich in so fern wütend, weil ich mal wieder den Therapeuten gespielt habe.

Darf ich das so interpretieren, das dir das nicht das erstemal passiert ist

Sad_GAB
23.10.2006, 14:51
"Kriegsentscheident" ist der Punkt für ihn offensichtlich nicht - was ich sehr gut nachvollziehen kann

Und warum leidet er dann darunter, das hat er mir zumindest so erzählt...es gibt regelmäßig mega-Stress mit siener Frau deswegen...wenn er sich damit abgefunden hätte, wäre das ja wohl nicht der Fall

Es macht mich in so fern wütend, weil ich mal wieder den Therapeuten gespielt habe.

Darf ich das so interpretieren, das dir das nicht das erstemal passiert ist


Kann es sein, dass du jetzt auf 2 verschiedene Posts antwortest?
Das erste ist nicht von mir :-)
Das mit dem Therapeuten spielen ist mir bei IHM nicht das erste mal passiert.
Sobald er von zuhause erzählte, welche Schwierigkeiten er da hat, ging bei mir sofort das Komm-zu-mir-hier-wird-dir-geholfen-Licht an und ich hab ihn quasi therapiert.
Und das ärgert mich. Weil es 1. nicht meine Aufgabe ist und 2. ICH für so etwas eine Menge Geld bezahle...Und 3. hab ich mit seiner Ehe ja eigentlich gar nichts zu tun und seine Probleme sollte er eigentlich selber lösen.

Inaktiver User
23.10.2006, 15:02
Das mit dem Therapeuten spielen ist mir bei IHM nicht das erste mal passiert.
Sobald er von zuhause erzählte, welche Schwierigkeiten er da hat, ging bei mir sofort das Komm-zu-mir-hier-wird-dir-geholfen-Licht an und ich hab ihn quasi therapiert.
Und das ärgert mich. Weil es 1. nicht meine Aufgabe ist und 2. ICH für so etwas eine Menge Geld bezahle...Und 3. hab ich mit seiner Ehe ja eigentlich gar nichts zu tun und seine Probleme sollte er eigentlich selber lösen.

Dann sag dem nächsten Menschen doch einfach die Telefonnummer eines Therapeuten Deines Vertrauens an - wirkt übrigens Wunder.....
Die Typen liebe ich ja - die mit der "Ich-hab-so´n-schweres-Leben-mit-meiner-Frau-Kassette".
Dafür ist mir meine Freizeit echt zu schade.

Sad_GAB
23.10.2006, 15:07
Naja, es gibt auch in diesem Spiel immer zwei: einer, der sich therapieren lässt und der, der therapiert.
Ich habe mich nicht dagegen gewehrt ih zu "therapieren".
Hat auch wieder viel mit mir zu tun :-)
Aber ich arbeite daran...

Rotfuchs
23.10.2006, 15:07
Sobald er von zuhause erzählte, welche Schwierigkeiten er da hat, ging bei mir sofort das Komm-zu-mir-hier-wird-dir-geholfen-Licht an und ich hab ihn quasi therapiert.

Ein "Fehler", den generell viele Frauen machen - nicht nur Geliebte. Dem geliebten Mann geht es nicht gut, schon schlägt das Mutter-Syndrom in voller Breite zu. Man liebt ihn ja, also will 'frau' helfen.

Aus der Geliebten-Sicht heraus ist es vielleicht auch ein - mehr oder weniger unbewußter - Versuch, dem Mann zu demonstrieren "Sieh her, ich bin für Dich da. Ich verstehe Dich. Ich gebe Dir das, was Du zu Hause nicht hast. Komm doch ganz zu mir..."

Inaktiver User
23.10.2006, 15:10
Ein "Fehler", den generell viele Frauen machen - nicht nur Geliebte. Dem geliebten Mann geht es nicht gut, schon schlägt das Mutter-Syndrom in voller Breite zu. Man liebt ihn ja, also will 'frau' helfen.

Da bin ich knallhart - wozu ist der Mann verheiratet?
Dreckige Socken und seelische Nöte innerhalb der Ehe sind bitte mit der Gattin zu besprechen, bzw. zu waschen.

Habe ich "psychologische Beratung" an der Tür stehen?

Wenn er keinen Kopf für einen entspannten abend hat, kann er sich gerne einen anderen Termin überlegen.

Wer kümmert sich eigentlich um MEINE Socken, MEIN Seelenheil - wenn er gerade nicht da ist?

Sad_GAB
23.10.2006, 15:11
Ein "Fehler", den generell viele Frauen machen - nicht nur Geliebte. Dem geliebten Mann geht es nicht gut, schon schlägt das Mutter-Syndrom in voller Breite zu. Man liebt ihn ja, also will 'frau' helfen.

Aus der Geliebten-Sicht heraus ist es vielleicht auch ein - mehr oder weniger unbewußter - Versuch, dem Mann zu demonstrieren "Sieh her, ich bin für Dich da. Ich verstehe Dich. Ich gebe Dir das, was Du zu Hause nicht hast. Komm doch ganz zu mir..."


Stimmt.
Leider.

Inaktiver User
23.10.2006, 15:34
@Helecho: Ich teile Deinen Ansatz.



Zitat:
Gibt es eine Beziehung in der ich alles, wirklich alles finde, was für mich wichtig ist? Und wir müssen dann sagen: nein, gibt es nicht. Darüber muss man sich im KLaren sein, wenn man sich auf eine Person einlässt und man muss sich idarüber m Klaren sein, dass eine beziehung Verzicht auf manches bedeutet. Und man sollte sich fragen, ob man bereit ist zu verzichten.


Wenn man dann mit dem Partner fair aushandelt wie mit dem Verzicht umgegangen wird, hat man meines Erachtens die Basis für eine Lebenspartnerschaft.


@ sehr interessante Beitraege - sowohl von Helecho als auch Gyldensternchen...
Letzteres gilt natuerlich auch fuer die Partner, die "nur"Geliebte sind oder vielleicht besonders fuer diese!

Auf die Frage, die weiter oben auftauchte, ob der Ehepartner von der Nebenbeziehung profitiert, kann ich sagen: manchmal ja!
Die Ehefrau, mit der ich ueber "unseren" Mann gesprochen habe, hat mir erzaehlt, dass die Periode, in der er sich in mich verliebt hatte, fuer sie nach langer Zeit eine wunderschoene Zeit war. Er sei gut gelaunt, beschwingt, liebevoll und wieder zaertlich im Bett gewesen, was sie sehr schoen aber auch sehr ungewoehnlich fand, da ihr Beziehung zuvor nicht sehr gut lief...

Zur Frage von Prijon, ob man die beiden Welten auseinanderhalten kann: ja man kann - man muss sogar. das heisst nicht, dass das, was der andere in seinem Leben macht , unwichtig ist, aber es ist eben wie ein anderes Leben. Man kann es trennen, wie man das im Buero/Firma und das von zu hause trennen kann. Ich habe zu meinen Kollegen eine Beziehung, sie kennen mich in einer Weise und zu meinen Familienangehoerigen eine andere, sie kennen mich anders. Was in meiner Familie geschieht bringe ich nicht in der Firma ein und umgekehrt. Das ist normal.

Das geht wahrscheinlich nur, wenn man die "Nebenbeziehung" nicht mit der "Hauptbeziehung" austauschen will. Aslo wenn beide gebunden sind..

LG
Helga

Inaktiver User
23.10.2006, 17:30
Zur Frage von Prijon, ob man die beiden Welten auseinanderhalten kann: ja man kann - man muss sogar. das heisst nicht, dass das, was der andere in seinem Leben macht , unwichtig ist, aber es ist eben wie ein anderes Leben. Man kann es trennen, wie man das im Buero/Firma und das von zu hause trennen kann. Ich habe zu meinen Kollegen eine Beziehung, sie kennen mich in einer Weise und zu meinen Familienangehoerigen eine andere, sie kennen mich anders. Was in meiner Familie geschieht bringe ich nicht in der Firma ein und umgekehrt. Das ist normal.

Das geht wahrscheinlich nur, wenn man die "Nebenbeziehung" nicht mit der "Hauptbeziehung" austauschen will. Aslo wenn beide gebunden sind..

LG
Helga

Wir reden eigentlich jetzt schon die ganze Zeit davon, wie man das so am besten anstellt als Geliebte. Wie man es am besten aushält.
Ich bin deiner Meinung Helga52!
Welten trennen! Dass es nicht immer geht wegen z.B. anderer Verknüpfungen kann schon sein. Aber das wäre für mich ausgeschlossen. Es ist wenn Gefühle mit im Spiel sind nicht so einfach, auch wenn man keine Hauptbeziehung will.
Ich wusste z. B.dass mein Affärenmann ziemlich glücklich war mit Kind und Kegel. Und ich wollte nichts davon wissen. Ich glaube er hat immer wenn ich zu ihm kam (hatte die Woche über eine eigene Wohnung) , die Familienfotos weggestellt. Einmal ergab es sich ziemlich spontan und ich habe ein Foto von ihm mit seiner Frau gesehen und Fotos seiner Kinder. Das hat mir irgendwie zugesetzt. Obwohl ich eigentlich nicht eifersüchtig war war es nicht schön. Ich wollte nichts davon mitbekommen, nichts von seinem Alltag zuhause.....
Wir hatten unsere Welt und das hat mir gereicht.
LG helecho

Linda1
23.10.2006, 19:00
Alles was Sad_GAB schreibt, könnte von mir sein. Immerhin hat er mir aber vor 2 Wochen gesagt, dass er mich (und nicht das)schon vermisst und er will mich weiterhin sehen. Angeblich, weil ich ihm als Mensch so wichtig bin. Gerade jetzt am Samstag habe ich zu ihm gesagt, dass er seine Frau ja weiterhin betrügt, weil er mich heimlich (immer in der Öffentlichkeit) trifft und mir sagt, dass seine Gefühle für mich unverändert sind. Betrug ist ja nicht erst Betrug, wenn man Sex miteinander hat. Am Dienstag habe ich meinen ersten Termin bei einer Psychotherapeutin, weil ich es nicht schaffe los zu lassen und auch der Schmerz unverändert heftig ist. Ich möchte gerne wieder nachts schlafen. Ich möchte gerne wieder ohne Tränen durch den Tag gehen. Auf der einen Seite weiß ich, dass er seine Frau nicht verlassen wird, auf der anderen Seite: die Hoffnung stirbt zuletzt. Nur zur Info: Am 10. Juli haben wir unsere Beziehung beendet. Er hat mir gesagt, dass er sich nicht von seiner Frau trennt, und ich habe ihm gesagt, dass ich nicht immer als Zweitfrau neben ihm leben werde.
Gerade die letzten Postings hier, die sehr sachlich und verständnisvoll sind, haben mir irgendwie geholfen. Man selbst glaubt ja, dass das was man selbst erlebt einzigartig ist. Hier sieht man aber, dass er zumindest nichts Einzigartiges ist. Es gibt Tausende von seiner Art.

Inaktiver User
23.10.2006, 19:18
Hallo Linda,
es gibt keine boese Geliebte , aber auch nicht DEN boesen Ehemann, der eine Geliebte hat! (Lies mal di Geschichte von martin 1966)...

Es gibt Maenner und Frauen mit Schwaechen und Staerken, mit guten und schlechten Eigenschaften. Einer wird zum Ehemann, zum Geliebten, zum Betrueger der andere nicht.

Es tut weh, wenn man feststellen muss, dass man das was man liebt nicht oder nicht mehr haben kann. Nicht fuer sich allein haben kann! Der Geliebten, der betrogenen Ehefrau und auch dem mann, der beides will. Aber alle drei sind Menschen - keine Unmenschen.
LG
Helga

Linda1
23.10.2006, 19:43
Hi Helga, die Geschichte habe ich schon gelesen. Mein Posting sollte auch nicht ausdrücken, dass er böse ist. Ich liebe ihn, egal wie er sich verhält. Ich meinte nur, dass unsere Liebesbeziehung und unsere Empfindungen, ebenso wie er selbst und sein Verhalten nichts besonderes sind. Dass die gleiche Geschichte, die uns so einzigartig schien, jeden Tag immer wieder passiert.

Sad_GAB
23.10.2006, 20:34
Alles was Sad_GAB schreibt, könnte von mir sein.

@Linda1
Und alles, was du geschrieben hast, könnte von mir sein :-))

Glaub mir, du wirst wieder ohne Tränen durch den tag gehen, oder zumindest zeitweise.
Schritt für Schritt.
Auch "meiner" sagt, dass er weiter gerne mit mir umgehen würde, mich weiterhin gerne sehen würde, weil ich ihm als Mensch so wichtig sei.
Das glaube ich ihm sogar.
Aber solange die Verhältnisse so ungleichmäßig verteilt sind (er hat alles, was er braucht- ich habe ein riesiges Defizit) kann das nicht gehen.
Und ich möchte das auch nicht mehr, weil ich sonst nie abschliessen kann.
Ich habe ihm gesagt, dass ich erst einmal mein Leben wieder in Ordnung bringen muss, mit mir selbst wieder zufrieden sein muss.
Und wenn DAS soweit ist, können wir evtl. wieder "normal" miteinander umgehen.
Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.
Aber im Moment habe ich das auch nicht als Ziel im Hinterkopf, denn das blockiert ja schon wieder. Im Moment halte ich mir ihn und alles, was mit ihm zusammenhängt fern, blende es aus und versuche, mit mir selbst wieder glücklich zu werden.
Was dann kommt....keine Ahnung.
Vielleicht werden wir wirklich noch Freunde, wer weiß.

Anemone
23.10.2006, 21:11
Vielleicht werden wir wirklich noch Freunde, wer weiß.

ich kanns mir nicht vorstellen.... es ist ja doch ganz einfach für ihn: er, wer auch immer, aber da verallgemeinere ich mal einfach, freut sich über beides. Über einen schönen Kontakt zur Geliebten, von der er weiß, dass sie sich immer Hoffnungen machen wird. Über den Kontakt zur Ehefrau, weil er ja bei ihr bleiben will.
Im eigenen Interesse dürfte jede Geliebte, die in solch einer Konstellation ist, keinen auch noch so "freundschaftlichen" Kontakt zu ihrem Ex-Geliebten pflegen. Sie wird sich nur ins eigene Fleisch schneiden!
Und dann diese tollen Beteuerungen, dass da noch Gefühle sind... von Seiten des Mannes aus. Bah, ich finde das schlimm! Und ich würde es nie so recht glauben wollen.

Inaktiver User
23.10.2006, 21:11
@Sad_GAB
Ich glaube dass sich solche Geschichten (wenn Gefühle dabei waren) immer sehr ähneln. Und dass sich das was gesagt wird sehr ähnelt. Es liegt wahrschinelich in der Natur jeder "heimlichen " Liebesbeziehung, dass alles als viel intensiver, schmerzhafter, heftiger empfunden wird... weil im Grunde man sich darüber im Klaren ist, dass es jederzeit vorbei sein kann, schneller als man denkt.
Und weil es eben nie selbstverständlciher Alltag ist. Ich habe mich oft gefragt, ob ich auch soviel für meinen Affäre empfinden würde wenn er jeden Tag vor der Tür stände und es keine Heimlichkeiten mehr gäbe. Leider kann man es nicht ausprobieren. Man kämpft permanent dafür, dass der andere bei einem bleibt, obgleich es kein HappyEnd im klassischen Sinne geben wird.
Das alles zu wissen macht aber die Gefühle nicht nichtig. Ich habe es trotzdem als unglaublich intensiv empfunden, auch wenn hier viele völlig identische Geschichten (mit völlig identischen Sprüchen) erzählt werden. Dadurch verliert meine eigene nicht an Wert.
helecho

Sad_GAB
23.10.2006, 21:19
Ich habe es trotzdem als unglaublich intensiv empfunden, auch wenn hier viele völlig identische Geschichten (mit völlig identischen Sprüchen) erzählt werden. Dadurch verliert meine eigene nicht an Wert.
helecho

Natürlich nicht!
Das wollte ich auch überhaupt nicht sagen.
Jede/r hat seine eigene Geschichte und jede Geschichte hat ihren eigenen Wert.

@Anemone
Deswegen sagte ich ja auch, dass vielleicht ein normaler Umgang möglich wäre, wenn ICH mein Leben in Ordnung gebracht habe.
Und das heisst, dass ich ihm gegenüber "stabil" bin.
Vorher geht das nicht.
Und DANN kann evtl. über eine Freundschaft nachgedacht werden.
Bei meinem Ex-Freund (10 Jahre Beziehung) ging das auch, obwohl ich am Anfang nie und nimmer daran geglaubt habe.
Es geht dann, wenn beide nichts mehr voneinander "wollen".
Aber wie gesagt, das ist Zukunftsmusik und steht im Moment überhaupt nicht zur Debatte.
GAB

Inaktiver User
23.10.2006, 21:23
@Anemone
Halt ich auch für ziemlich ausgeschlossen. Zumal so eine beziehung ja meist aus vernunftsgründen auseinandergehtund nicht weil die Lust und Liebe vorbei ist... frage mich wie das funktionieren soll... helecho

Isis
23.10.2006, 22:56
Lange mitgelesen...vieles wiedererkannt!

Und: nein, für mich kann ich nicht sagen, dass man irgendwann so stabil ist, dass man "nur" freundschaftlich umgehen kann...wir haben schon 3 "Auszeiten" hinter uns, mal 1/2 Jahr, mal 1 Jahr, mal 3/4 Jahr, wir haben immer wieder den Kontakt zum anderen gesucht und nein, es ist nie eine Freundschaft geworden! Wir haben uns wieder gesehen auf neutralem Boden und wusch! - war alles wieder da - es war, als seien wir am Tag vorher auseinander gegangen...im Gegenteil, es war eher noch mehr Hingabe und Anziehung da!

Das Fatale an diesen "unerfüllten" Lieben ist in meinen Augen, DASS sie unerfüllt blieben und man nicht die Chance hatte, "es" (d. h. eine Beziehung) auszuprobieren. Ein schlauer Mensch hat mal gesagt, die unerfüllten Lieben sind die, die einem im Leben am längsten nachhängen, gerade weil man sie nicht vielleicht auch "bis zur bitteren Neige" ausprobieren konnte - den Träumen ist so Tür und Tor geöffnet...

Finde mich sehr in euren Worten, Helecho, Helga und Sad_GAB wieder - ganz genau, die meisten dieser Beziehungen gehen aus Vernunft, aber nicht aus dem Ende der Liebe heraus auseinander. Ich stehe auch wieder mal am Scheideweg...weiß aber genau, ich WILL ihn nicht hergeben, kann den Gedanken schwer ertragen, nicht mehr zu wissen, wie es ihm geht und was er macht, er IST ein Teil meines Lebens auch wenn ich weiß, dass ich auch allein gehen kann, so ist er doch Wind unter meinen Flügeln...

Mitfühlende Grüße

Isis

Linda1
23.10.2006, 23:49
Ich schaffe es noch nicht ganz ohne ihn zu sein. Trotzdem bin ich schon ein Stück weiter als vor 4 Wochen, denn da gingen mir die Gedanken durch den Kopf: Lieber als Geliebten als garnicht. Heute will ich definitiv nicht mehr die Zweitfrau sein.

und es keine Heimlichkeiten mehr gäbe

Die habe ich immer als belastend empfunden und keinesfalls als besonderen Kick.

Inaktiver User
24.10.2006, 02:02
Hallo Calla, nein, die Geliebte ist definitiv nicht die Böse. Auch nicht der betrügende Ehepartner. Ich kenne einige Beispiele von Dreiecksbeziehungen aus meinem Bekanntenkreis aus Paris, in dem die Beteiligten scheinbar über Jahre glücklich sind:
- eine Frau (geschieden, 2 fast erwachsene Kinder) traf sich jeden Mittwoch nachmittag in einer kleinen Wohnung, die sie zusätzlich zu ihrer Familienwohnung hatte, mit einem Mann, der seinerseits verheiratet mit Kindern war. Die Geschichte ging über Jahre, und ich bin mir sicher, die Frau von ihm wusste nichts davon. Die 2 Söhne der Frau kannten den Liebhaber, hätten auch nichts dagegen gehabt, wenn ihre Mutter sich offiziell mit ihm in der eigenen Wohnung getroffenen hätte, aber die Mutter wollte dies bewusst nicht.
- eine Arbeitskollegin vor mir, knapp über 40, hat eine schon jahrelang andauernde Affäre mit einem verheirateten Mann, der sich nicht von seiner Familie trennen will. Sie hat deswegen auf eigene Kinder verzichtet, aber sie liebt ihn und sie sind schon über Jahre als Paar glücklich.
- eine andere Arbeitskollegin von mir hat ihren Affärenmann (auch Familienvater) geheiratet. Ist super glücklich. Versteht sich gut mit den Kindern.
- ein Bekannter von mir arbeitet als Portier in einem Hotel in Paris. Er hat ausserhalb von Paris ein Haus und eine Familie mit 4 Kindern. Er hat in Paris eine jüngere Geliebte, mit der er jetzt schon seid 20 Jahren zusammen ist. Sie hat wegen dieser Liebe darauf verzichtet, jemals zu heiraten und Kinder zu bekommen. Er sagt, dies ging hauptsächlich von ihr aus ... Ich kann mir nicht vorstellen, dass seine Frau in 20 Jahren nichts gemerkt hat. Ich denke, sie hat sich mit der Situation abgefunden. Es sind übrigens Maurizianer - die haben bezüglich Ehe/Poligamie leicht andere Vorstellungen.

Traurig sind diese Geschichten schon, aber im Zweifelsfall sollte immer die Liebe siegen! - Und alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei...

Inaktiver User
24.10.2006, 02:27
Hallo Linda, dieser Mann tut Dir nicht gut. Du hast unter der Situation gelitten und sie abgebrochen. Das war richtig so. Du wirst einen Moment brauchen, darüber hinweg zu kommen. Und Deinen nächsten Partner wirst Du Dir vorsichtiger aussuchen - und merken, wie schön es ist, ihn ganz für Dich zu haben - nachts, an Sonntagen, Feiertagen, Geburtstagen ...
Ich hatte, als ich 21 war, mich unwissenderweise in einen verheirateten Mann verliebt. Als er mich nicht einmal anrief, als ich ein paar Tage wegen einer OP im Krankenhaus lag, hat mir dies die Augen geöffnet. Er versuchte sich zu entschuldigen, seine Frau hätte ihn in den Tagen auf Schritt und Tritt verfolgt ... er hat mich auch später noch einmal kontaktiert - aber neee! So ein Idiot!!!

Sad_GAB
24.10.2006, 07:26
.....und obwohl ich mir fest vorgenommen habe, ihn nicht mehr zu kontaktieren (und auch durchhalte- seit letztem Mittwoch) schaue ich x-Mal am Tag in meine Mailbox, ob da nicht was von ihm ist.
Und wäre da eine Mail, würde ich ihm wahrscheinlich schreiben, dass er mir nicht mehr schreiben soll.....:gegen die wand:

Linda1
24.10.2006, 09:17
@espiquette: Ich weiß. dass er mir nicht guttut, aber der Wille zur entgültigen Trennung fehlt. Ich sage nicht, ich kann nicht, weil das gelogen wäre, sondern ich will nicht. In der Vergangenheit war er aber immer für mich da, wenn ich ihn gebraucht habe. Irgendwie hat er es jedes Mal möglich gemacht, zu mir zu kommen, egal zu welcher Zeit.
@Sad_GAB: Ich kontaktiere ihn nie. Er ist es, der sich meldet. Er hat letztens gesagt, er hätte das Gefühl, dass ich ihn garnicht teffen möchte, weil ich so seltsam wäre. Da muss ich mich fragen: Was erwartet er? Wenn er sich meldet, bin ich ein einziges Nervenbündel, aber gleichzeitig erleichtert, dass er mich sehen will. Selbst jetzt, wo ich doch nur über ihn schreibe, habe ich Herzrasen und fange an zu schwitzen.
Ich bin froh über den Termin bei der Psychotherapeutin heute Mittag.

Sad_GAB
24.10.2006, 09:27
@Sad_GAB: Ich kontaktiere ihn nie. Er ist es, der sich meldet.

Im Grunde genommen warte ich ja darauf, dass er sich meldet. Dass er Sehnsucht nach mir hat....dass diese Sehnsucht so gross ist, dass er trotzdem kommt....
Und vielleicht wartet er ja auch darauf, dass ICH mich melde, keine Ahnung.
Aber ich denke, seit letzter Woche haben wir einen Schnitt gemacht, beide unabhängig voneinander.
Denn es würde ja nichts ändern. Er hat sich entschieden. Und egal, was passiert, er würde sich immer wieder so entscheiden, wie er es jetzt getan hat.
Also kann ich jetzt nur aushalten, ihm komplett aus dem Weg gehen und mich um mich selbst kümmern.
Und schauen, dass sich bei MIR was ändert, dass ich endlich so leben kann, wie ich es möchte - ob mit oder ohne Mann.
Obwohl ich schon hoffe, in absehbarer Zukunft wieder eine Beziehung eingehen zu können.
Was es für mich so schwer macht, ist die Einsicht, dass ich jetzt, wo ich ihn kenne, wo ich weiss, wie er lebt und wo ich gesehen habe, was es geben kann im Leben, dass ich jetzt erst recht mit meinem Alleinsein nicht mehr so klar komme.

Anemone
24.10.2006, 09:34
@linda, freut mich, dass du den Schritt zur Therapie machst. Nur erwarte keine schnellen Wunder! Es wird dauern...
Und: es kann auch für dich hart sein. Aber diese harte Arbeit kann sich lohnen. Wird sich lohnen, bin ich sicher!

Sadness
24.10.2006, 19:41
Jetzt muss ich mich bei den "bösen Geliebten" aus diesem und anderen Strängen fast mal bedanken.

Ihr habt mir sehr geholfen, die beendete Außenbeziehung meines Mannes aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die Erkenntnis, das es nicht nur mir schlecht ging und oft noch geht, sondern der anderen Frau auch, lässt mich nicht wütend auf sie sein.
Mitleid wäre jetzt zuviel gesagt, das hatte sie mit mir auch nicht, aber so ein gewisses Verständnis, das habt ihr bei mir geweckt.

Und darüber bin ich froh.
Danke das ihr so offen und ehrlich seid.

Sad_GAB
24.10.2006, 20:51
Jetzt muss ich mich bei den "bösen Geliebten" aus diesem und anderen Strängen fast mal bedanken.

Ihr habt mir sehr geholfen, die beendete Außenbeziehung meines Mannes aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die Erkenntnis, das es nicht nur mir schlecht ging und oft noch geht, sondern der anderen Frau auch, lässt mich nicht wütend auf sie sein.
Mitleid wäre jetzt zuviel gesagt, das hatte sie mit mir auch nicht, aber so ein gewisses Verständnis, das habt ihr bei mir geweckt.

Und darüber bin ich froh.
Danke das ihr so offen und ehrlich seid.

Mir geht es ähnlich, obwohl ich die böse Geliebte bin, nein WAR.
Das Mitlesen hier und in anderen Strängen, vor allem bei Martin (obwohl ich erst auf Seite 8 bin) hilft mir, die ganze Sache etwas zu verarbeiten (und es hält mich davon ab, ihm eine Mail zu schreiben..)
Es tut gut, zu sehen, ich bin nicht die Einzige und ich bin erstaunt, wie ähnlich es doch fast überall abläuft.
In diesem "Spiel" gibt es kein Gut oder Böse, keine Sieger oder Verlierer (ich schliesse jetzt mal notorische Ich-brauch-das-Fremdgänger aus). Es ist eine Situation, in die jeder kommen kann, und da den meisten so etwas noch nicht passiert ist, wissen sie nicht, wie sie damit umgehen sollen, sind hilflos und von ihren Gefühlen völlig überrollt.
Am Anfang, wenn man sich verliebt und auch hinterher, wenn es um die Frage geht: trenne ich mich von meiner Familie und wenn Nein, wie gehe ich dann mit der "Zweitfrau" um?
Und was mache ich mit den Gefühlen, die ja doch immer noch da sind?
Ich kann für mich nur sagen: manchmal wünschte ich, ich könnte die Zeit zurückdrehen bis zu dem Zeitpunkt kurz bevor es anfing. Dieses Prickeln und diese nahe Vertrautheit einfach geniessen aber die Weisheit zu haben, den nächsten Schritt NICHT zu machen. Ich habe mir dadurch viel Freude genommen, denn das, was wir zu der Zeit hatten (unser gemeinsamer Sport), fehlt mir heute sehr.
Andererseites denke ich, ich hatte in den letzten 12 Monaten auch unglaublich schöne, intensive Momente mit einem Menschen, der mir so nah und vertraut war wie kaum ein anderer zuvor. Und diese Momente möchte ich auch nicht missen.
Ich kann nur versuchen, diese positiven Momente mitzunehmen in der Erkenntnis, dass das, was möglich war, Realität war, denn es IST passiert. Und vielleicht kann es ja wieder möglich sein - mit einem anderen Mann.

Inaktiver User
24.10.2006, 22:24
Sad.gab und Sadness

:allesok::knicks::blumengabe:

buona notte Helga

Sad_GAB
24.10.2006, 22:28
Sad.gab und Sadness

:allesok::knicks::blumengabe:

buona notte Helga

Danke:knicks:
Ich frag mich nur: in welchem Laden gbt es Weisheit zu kaufen :-))

Linda1
24.10.2006, 22:34
Eigentlich sollte das lange Posting von Sad_GAB den Strang hier schließen, denn es gibt eigentlich nichts mehr zu sagen. Ich denke, dass ich irgendwann zu der gleichen Einsicht wie sie gelangen werde, noch bin ich nicht ganz so weit. Zwei Jahre sind zu verarbeiten - zwei Jahre voller Liebe.

Prijon
24.10.2006, 22:35
Ich frag mich nur: in welchem Laden gbt es Weisheit zu kaufen :-))

Wieso? Du bist doch ziemlich weise, oder?

Mir ist wichtig: Führt man das, das Du und Sadness hier heute richtig geschrieben haben, zusammen - dann gibt es eigentlich überhaupt nichts wirklich BÖSES in solchen Konstellationen, oder?!

Ich schreibe das deshalb, weil nach diversen Crashs (meint: Affäre fliegt auf) ja stets danach gesucht wird. Mit den üblichen Schemata (Täter/Opfer, Schuld...) , die einer wie auch immer gearteten Auflösung eher im Wege stehen

Sad_GAB
24.10.2006, 22:43
Wieso? Du bist doch ziemlich weise, oder?


Meine "Weisheit" schützt mich aber nicht vor dem Schmerz.
Und ich bin leider noch lange nicht fertig damit. Denn es tut immer noch weh und er fehlt immer noch. Und ich bin noch nicht in der Lage, die Lücke zu schliessen.
Der Verstand ist eine Sache...
Das Gefühl eine andere.
Erst, wenn beide konform gehen, wenn die Gedanken sich "richtig" anfühlen, dann bin ich fertig damit.
Aber wie sagt X. Naidoo: Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer...

Prijon
24.10.2006, 22:46
Vielleicht ist es ja Weisheit, den Schmerz zulassen und mit ihm umgehen zu können?

Prijon

Sad_GAB
24.10.2006, 22:48
Vielleicht ist es ja Weisheit, den Schmerz zulassen und mit ihm umgehen zu können?

Prijon
Ja, das ist es. Das habe ich in einer Therapie gelernt (und lerne es heute noch).
Obwohl mir meine Therapeutin wieder was ganz anderes dazu sagt :-)
Aber das ist ein anderes Thema...
ER verdrängt.
Und ist auf einmal ständig krank....

lorelai1
10.01.2007, 08:46
hallo zusammen,
ich weis ich habe diesen bericht erst sehr spät gelesen. vielleicht schaut auch gar keiner mehr hier rein, aber ich möchte trotzdem kurz meinen senf dazugeben. ich habe weis gott nur die ersten berichte hier gelesen, aber bei einigen wird mir echt schlecht. es ist doch typisch deutsch. in jedem bericht über fremdgehen und geliebte gibt es irgendwelche moralapostel die sprüche ablassen wie: "du musst selber wissen was du machst, aber eigentlich ist es total falsch" , "glaub nicht dass er seine frau für dich verlässt, er nutzt dich doch nur aus" u.s.w.. also eines habe ich im letzten jahr gelehrnt. jeder fall ist anders und auch die betrogenen (ehefrau/ehemann) können durchaus die schweine einer beziehung sein. ein beispiel: meine ehem. beste freundin und ihr mann (2 kinder) haben sich im laufe der jahre immer mehr auseinander gelebt. es gab immer öfter streit, trotzdem haben sie versucht die ehe zu retten. es hat nicht funktioniert. jetzt hat sich der mann in eine andere frau verliebt (hat er im urlaub kennen gelehrnt). am liebsten hätter er sich von seiner frau getrennt. aber die ehefrau (meine ehem. beste freundin) wollte dass einfach nicht. die beiden hatten vor einigen jahre gebaut und zwei kinder (9 und 14 Jahre alt). wenn er sich getrennt hätte, wäre er finanziell am ende gewesen und dürfte seine kinder nur noch alle 14 tage sehen. also blieb im nichts anderes übrig als mit seiner neuen eine heimliche beziehung zu führen. seine ehefrau hätte ihm, nach einer trennung, das leben zur hölle gemacht (geht ja leider in deutschland). seine neue freundin bekam oft von allen seiten zu hören was sie doch für ein schlechter mensch sei, eine ehe zu zerstören, den kindern den vater zu nehmen (was für ein quatsch, in der hauptsache wegen den kinder ist er ja bei seiner frau geblieben). irgendwann hat die geliebte diesem druck und dem spott dieser moralapostel nicht mehr standgehalten und sich von ihm getrennt. und ich weis von ihr, dass sie ihn noch immer sehr liebt, aber sie kann nicht mehr. das ist jetzt gut ein dreiviertel jahr her. die beiden haben sich wirklich sehr geliebt. ich kenne alles parteien sehr gut, darum bin ich mir meiner aussage sehr sicher. er hat sehr unter der trennung gelitten (seine freundin auch!!), aber der druck von aussen (ehefrau u. moralapostel) war sehr gross. vor gut einem monat hat er sich umgebracht! er war zum schluss seelisch total am ende. jetzt frage ich die besserwisser die immer mit dem finger auf andere zeigen, war es dass wert? er wurde finanziell und mit seinen kindern (die er sehr liebte) erpresst. jetzt sagt mir nicht, dass er sich umgebracht hat war ja nur feige. wieviel kann ein mensch verkraften? jeder der mit dem finger auf einen mann oder seine geliebte zeigt, ohne die genauen fakten zu kennen, dem wünsche ich, dass er irgendwann in die selbe situation kommt. sage niemals nie. ich selber habe nach 11 jahren mich von meinem mann getrennt weil die liebe tot war. ich jedoch hatte das glück noch keine kinder zu haben und finanziell unabhängig zu sein. aber nicht jeder hat dieses glück. ich will damit auch nur sagen, man sollte niemals vorschnell urteilen. nicht alles ist gold was glänzt und auch für kinder ist es nicht immer besser wenn die eltern mit aller gewalt (der verantwortung wegen! ha ha) zusammenbleiben.

viele grüsse lorelai

Prijon
10.01.2007, 09:01
Das ist natürlich eine traurige und tragische Geschichte. Aber beweist sie nicht eigentlich besonders eindringlich, dass es in solchen Situationen ungeheuer wichtig ist, Klarheiten herzustellen, weil man sonst daran kaputt geht?

Prijon

lorelai1
10.01.2007, 11:48
hallo Prijon,
deine aussage ist sicherlich richtig, aber es ist immer leichter gesagt als getan. es ist nun einmal so, dass der mann seine kinder nur noch selten hätte sehen können. man sollte sich immer fragen wie würde ich in einer solchen situation reagieren wenn es um meine kinder gehen würde. ich habe eine freundin die vor einem ähnlichen problem steht. ihr freund (sind nicht verheiratet) ist niederländer, die beiden haben zwei kinder (5 u. 7 jahre). die beziehung ist eigentlich total am ende und sie möchte sich gerne von ihm trennen. daraufhin hat er gesagt, wenn sie das macht nimmt er die kinder mit über die grenze und dann kann sie ja mal versuchen sie wiederzubekommen. meine freundin ist selbständig und arbeitet sehr viel. ihr anwalt hat ihr schon gesagt auch wenn sie nicht verheiratet ist, wird es schwer das sorgerecht für die kinder zu bekommen weil sie so viel arbeitet. sie kann aber nicht weniger arbeiten wenn sie ihre firma aufrecht halten will. beim letzten grossen streit (ich war leider dabei) hat sie ihm an den kopf geworfen, wenn es so weiter gingen könnte sie sich ja gleich erhängen. daraufhin hat er ihr einen strick in den keller gehängt und gesagt sie wisse ja jetzt wo einer ist dann braucht sie nicht so lange suchen. ich hätte es nicht geglaubt wenn ich nicht dabei gewesen wäre. so eine reaktion ist doch wohl dass allerlezte. um aber beim punkt zu bleiben. ich wollte mit meinem statement eigentlich auch nur sagen, dass man nicht alle beziehungen/personen ... über einen kamm schehren kann. jede situation ist anders. es gibt natürlich auch männer/frauen die den ehepartner betrügen nur weil es ihnen gerade spass macht oder weil es für sie so einfach ist. das ist auch nicht in ordnung. mir ist nur aufgefallen, dass immer wenn über dreiecksbeziehungen geschrieben wird der mann und die geliebte die übeltäter oder die dummen, die sich was vormachen, sind. mein erlebniss sollte nur zeigen dass es auch anders sein kann (kommt garnicht mal so selten vor, ich persönlich kenne schon drei fälle). selbst ich wäre am ende meiner ehe meinem ex-mann beinahe fremdgegangen und ich war 11 jahre lang absolut treu. glücklicherweise war für mich eine trennung nicht so schwer wie für meine freundin oder den mann meiner ehem. besten freundin. so habe ich den absprung noch vorher geschafft, aber soetwas geht nicht immer. über solche dinge sollten alle, die sofort mit dem finger auf einen zeigen und buh schreien einmal nachdenken. ich wünsche keinem jemals in eine solche situation zu kommen, egal auf welche seite. man würde sich auch oft wundern wie so mancher reagiert, vor zwei jahren habe ich auch noch ganz anders gedacht. gruss lorelai

Prijon
10.01.2007, 17:40
Hallo lorelai,

beim letzten grossen streit (ich war leider dabei) hat sie ihm an den kopf geworfen, wenn es so weiter gingen könnte sie sich ja gleich erhängen. daraufhin hat er ihr einen strick in den keller gehängt und gesagt sie wisse ja jetzt wo einer ist dann braucht sie nicht so lange suchen. ich hätte es nicht geglaubt wenn ich nicht dabei gewesen wäre. so eine reaktion ist doch wohl dass allerlezte.

Keine Frage. Es ist übel. Aktion erzeugt nun einmal Reaktion - und die Aktion war ja nun mal auch nicht ohne...

um aber beim punkt zu bleiben. ich wollte mit meinem statement eigentlich auch nur sagen, dass man nicht alle beziehungen/personen ... über einen kamm schehren kann. jede situation ist anders.

Das ist wohl wahr.

mir ist nur aufgefallen, dass immer wenn über dreiecksbeziehungen geschrieben wird der mann und die geliebte die übeltäter oder die dummen, die sich was vormachen, sind.

Das ist zum Teil richtig. In diesem Forum genießen "ausbrechende" Männer eher weniger Verständnis. Ausbrechende Frauen schon.

mein erlebniss sollte nur zeigen dass es auch anders sein kann (kommt garnicht mal so selten vor, ich persönlich kenne schon drei fälle). selbst ich wäre am ende meiner ehe meinem ex-mann beinahe fremdgegangen und ich war 11 jahre lang absolut treu. glücklicherweise war für mich eine trennung nicht so schwer wie für meine freundin oder den mann meiner ehem. besten freundin. so habe ich den absprung noch vorher geschafft, aber soetwas geht nicht immer.

Warum geht das nicht? Ist ja auch mal eine spannende Frage, warum manch eine(r) so ein "Sprungbrett" braucht und damit die Situation unendlich viel komplizierter macht.


über solche dinge sollten alle, die sofort mit dem finger auf einen zeigen und buh schreien einmal nachdenken. ich wünsche keinem jemals in eine solche situation zu kommen, egal auf welche seite.

Wie gesagt: Diese Wahrnehmung habe ich hier nicht. Lies mal den Strang von Lunafee - auch da sehe ich kein kollektives Draufhauen auf einen Mann, der fremdgeht. Manchmal werden solche Wahrnehmungen natürlich auch vom eigenen Denken beeinflusst.

Ich finde es grundsätzlich und immer in Ordnung, wenn jemand meint, sich trennen zu müssen. Ich finde es "einfacher" und unkomplizierter, wenn es keine Dritten dabei gibt. "Ich kann mich wegen meines (bösen) Partners nicht trennen ist mir zu einfach.

Prijon

PS: Was Deine Freundin über das Gespräch mit dem Anwalt schreibt, glaube ich nicht. Niemals werden einem nicht verheirateten Vater, der zudem noch Ausländer ist, die Kinder zugesprochen.

lorelai1
11.01.2007, 08:41
hallo prijon,

Warum geht das nicht? Ist ja auch mal eine spannende Frage, warum manch eine(r) so ein "Sprungbrett" braucht und damit die Situation unendlich viel komplizierter macht.

Ich finde es grundsätzlich und immer in Ordnung, wenn jemand meint, sich trennen zu müssen. Ich finde es "einfacher" und unkomplizierter, wenn es keine Dritten dabei gibt. "Ich kann mich wegen meines (bösen) Partners nicht trennen ist mir zu einfach.

sicher ist es einfacher und unkomplizierter ohne eine/n dritten im bunde, aber manchmal ist eine trennung an sich nicht so einfach. wie gesagt, wenn man damit regelrecht "erpresst" wird seine kinder nicht sehen zu dürfen oder finanziell ruinirt zu werden schrecken viele einfach zurück und dass oft garnicht mal zu unrecht. ein arbeitskollege meiner mutter hat sich, vor jahren schon, von seiner frau getrennt. die beiden haben zwei kinder. er muss jetzt unterhalt zahlen für die kinder und seine ex - frau. mit seiner neuen freundin (hatte er bei der trennung noch nicht) lebt er in einer kleinen wohnung, die beiden haben keine kinder. er sagt immer wenn seine beiden jungs am wochenende bei ihm sind kann er nicht einmal mit den beiden eisessen gehen, weil sein ganzes geld für unterhalt der kinder/ex-frau und den eigenen lebensunterhalt (obwohl seine neue mitverdient und zahlt) draufgeht. für weihnachtsgeschenke muss er das ganze jahr sparen. die beiden kinder sind 14 und 15 jahre alt. d.h. seine ex-frau könnte ja theoretisch wieder arbeiten gehen, will sie aber garnicht. der hammer ist, laut gericht ist ihr dieses, nach 15 jahren hausfrau und mutter dasein, auch garnicht zumutbar (ich habe es gelesen). der mann kommt nie wieder auf einen "grünen zweig". wie soll man da eine neue familie gründen. er sagt, dass er für seine kinder aufkommen muss und sich um sie kümmert ist selbstverständlich und dass macht er auch gerne. aber warum für seine ex? die ist kerngesund und auch noch nicht zu alt zum arbeiten. wenn sie jetzt nach 15 jahren nicht so schnell einen job finden würde, o.k., aber ihre eigene schwester hat ihr einen job in ihrem laden angeboten und sie will nicht. sie sagt sogar "solange der alte für mich zahlt, warum soll ich dann arbeiten gehen?". sein wir doch mal ganz ehrlich "kinder" und "eigenes haus" (ich meine damit finanzielle abhänigkeit) sind schon fesseln einer ehe. eine trennung funktioniert hierbei nur wenn beide partner fair miteinander umgehen aber sobald einer nich will..... geliebte/geliebter (oder noch schlimmer familiendrama wie aus den nachrichten). mein ex - mann und ich, wir haben uns auch recht fair voneinander getrennt, dass hat es nicht einfach aber einfacher gemacht. wir haben uns nach 11 jahren einfach auseinander gelebt, die liebe war einer gewohnheit gewichen. alle sagen mir immer wieder seid froh dass ihr keine kinder hattet. sie haben recht. seid 2 monaten sehe ich auch die seite einer geliebten in so einem fall (leider). ich habe mich in einen mann verliebt, der schon verheiratet ist und zwei kinder (und ein haus) hat. wir wohnen zwar 300 km weit auseinander, aber wir telefonieren viel und sms'en oft. in diesem jahre wollen wir zusammen in den urlaub. ich weis dass wir eigentlich keine zukunft haben. er sagt ja auch, dass wenn er sich von seiner frau trennen würde er finanziell am ende wäre und seine kinder nur noch alle zwei wochen sehen dürfte. das wäre für ihn die hölle. er und seine frau haben sich auch einfach auseinander gelebt, laufen nur noch nebeneinander her, die liebe ist erloschen (wenigsten bei ihm, sagt er?!). er sagt zu mir man macht fehler im leben die man nicht so einfach rückgänig machen kann, wie die hochzeit mit seiner frau. aber wie gesagt, dass zwischen uns läuft noch nicht so lange (haben uns im urlaub kennengelehrnt) und am anfang wollte ich auch garnicht mehr. ich hätte nicht gedacht, dass er den kontackt auch über eine so weite strecke aufrecht halten möchte. ein schlechtes gewissen, nein habe ich nicht wirklich (böse frau ich). na gut, ab und zu wenn er mir von seinen kindern erzählt (die liebt er über alles). von seiner frau spricht er nie, nur wenn ich ihn was frage und dann auch nur kurz und knapp. ich habe noch keine ahnung wie ich mich weiter verhalten soll, bislang waren wir ja nur im urlaub zusammen im bett (wollen uns aber jetzt bald treffen). die situation ist für alle beteiligten blöde, für ihn und mich, sogar für seine frau die ja glaube ich nichts weis. ich frage mich allerdings wie er das mit dem urlaub machen will, er hat nicht unbedingt den job wo er auf geschäftsreise od. montage muss. naja, jedenfalls scheint es ihm mit mir nicht nur um den sex zu gehnen (dafür bekommt er den zu wenig) und er hat das spiel angefangen. jetzt komme ich aber völlig vom thema ab.

"Ich kann mich wegen meines (bösen) Partners nicht trennen ist mir zu einfach.

mir eigentlich auch, aber es ist auch manchmal (noch lange nicht immer) einfach nur wahr.

PS: Was Deine Freundin über das Gespräch mit dem Anwalt schreibt, glaube ich nicht. Niemals werden einem nicht verheirateten Vater, der zudem noch Ausländer ist, die Kinder zugesprochen.

dazu muss man die job-situation besser kennen. meine freundin ist schaustellerin. d.h. immer auf achse in einem sehr harten und rauen gewerbe. ihr freund hat einen "normalen" beruf und würde (denke ich) bei seinen eltern wohnen. die kinder hätten also bei ihm ein geregeltes leben und bei ihr wären es "kirmeskinder" die von ort zu ort ziehen. und ohne einen mann an ihrer seite der sich um dass geschäft kümmert, so dass sie sich um die kinder kümmern könnt. kein gericht würde ihr die kinder so ohne weiters zusprechen.

gruss lorelai1

Ypnowoman2
11.01.2007, 09:38
Lorelai
ich würde deiner Freundin ans Herz legen, sich einen anderen Anwalt zu suchen. Nicht einfach bedeutet nicht unmöglich. Kinder ab einem bestimmten Alter werden durchaus gefragt, bei welchem Elternteil sie bleiben möchten, und ihre Wünsche werden auch berücksichtigt (ob es immer zutrifft, weiß ich natürlich nicht, ich habe es hier bisher zweimal erlebt bei zwei Fällen). Die Ex eines guten Freundes ist oft wegen dem Job Wochenlang in Ausland, während ihr ex-Mann zu Hause in seiner Wohnung sitzt, und das Kind lebt bei der Mutter. Es ist eine Frage der Organisation.

lorelai1
11.01.2007, 09:56
hallo Ypnowoman2,
meine freundin hat das problem, sie hat keine geschwister und ihre eltern sind beide über 80 jahre alt und gesundheitlich nicht mehr ganz auf dem damm. sie sagt immer, wenn sie könnte würde sie diesen mann sofort vor die tür setzen aber sie ist auf seine hilfe angewiesen. alle details 100%ig kenne ich natürlich auch nicht, aber ich weis einiges und kann ihr auch keinen rat mehr geben. sie rettet sich mitlerweile auch mit einer affäre durchs leben. jetzt kann sie sich wenigstens auf etwas freuen sagt sie und dieser mann tut ihr wirklich gut, dass kann man sofort merken wenn man sie kennt. das problem ist, auch dieser mann ist verheiratet. es ist ein heilloses chaos.

gruss lorelai