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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?



_Beate_
11.10.2006, 02:10
Hallo, liebe Hundebesitzer!

Meine Nachbarn besitzen zwei große Hunde ... irgendeine Mischung in der wohl auch Rottis drinstecken ... die ständig alles verbellen, was sich nur ein bißchen rührt. Ist zwar nervig, aber nicht das eigentliche Problem. Sämtliche Nachbarn benutzen den gleichen Weg, um zur Straße zu kommen - sprich: ich komme am Haus der Hundebesitzer (zu Fuß) vorbei. Ich wohne dort seit Juli und bisher sind mir die Hunde immer nur in Begleitung von Frauchen/Herrchen begegnet.

Vorgestern Abend allerdings lief ich den Weg entlang, als plötzlich aus heiterem Himmel einer der Hunde wildbellend hinter mir herrannte und weit und breit keine Besitzer! Huah!

Ich hab einen richtigen Schreck bekommen und Angst ... zum Glück (?) bin ich aber nicht meinerseits wildgeworden losgerannt *g* ... ich hab mich trotz Angst zu dem Hund rumgedreht und bin ein, zwei Schritte auf ihn zu und hab ganz laut "Aussss!" gesagt. Er ist tatsächlich auch erst mal ganz irritiert stehengeblieben.

Nu konnte ich aber nicht die ganze Zeit da so rumstehen - ich musste zum Dienst. Kaum hatte ich mich von ihm weggedreht, raste der wieder los ... zum Glück war ich schnell um die Straßenecke und damit aus seinen Augen und er kam nicht weiter nach.

Ich nehme mal an, dass bei den Nachbarn die Garten - oder Haustür versehentlich nicht geschlossen war, und der Hund entwischt ist.

Trotzdem bin ich heute Abend mit einem sehr mulmigen Gefühl aus dem Haus (die Nachbarn konnte ich noch nicht sprechen). Darum meine Frage: wie verhalte ich mich denn richtig, wenn ein Hund auf mich "losgehen" will? Weg rennen wohl nicht, weil das ja erst Recht seinen Jagdtrieb weckt, nä?

Wäre für Tipps dankbar!

Gruß,

Beate

PS: Ich mag Hunde - aber diese 2 machen mir echt Angst, weil sie sehr aggressiv wirken ...

murmeltier
11.10.2006, 02:37
Scheiße... Sowas ist Mist und sollte nicht passieren.

Hast du eine Ahnung, ob die Rottis als Familienhunde oder als Wachhunde gehalten werden? Sind sie also oft und über Nacht in der Wohnung oder eher Bewacher des Grundstücks?
Leider sind Rottis (die ganz wundervolle liebe Familienhunde sein können) immernoch oft als Wachhunde abgestellt und das kann dann schon wirklich gefährlich werden.

Als erste Maßnahme würde ich die Nachbarn ansprechen und sie darum bitten, in Zukunft eben sicherzustellen, dass sowas nicht wieder geschieht. Nicht böse, sondern freundlich und ihnen auch offen sagen, dass du einfach Angst hattest. Vielleicht können sie dich ja sogar in ihrem Beisein den Hunden mal vorstellen, so dass du die Angst verlierst und sie dich kennen lernen und entsprechend nicht mehr verbellen?

Aber mal von Worst Case ausgehend, dass es eben doch wieder zu so einer Situation kommt.

Nicht wegrennen hast du schon ganz richtig erkannt. Auch nicht mit den Armen fuchteln, nicht schreien oder sonst was. Auf keinen fall hektisch werden.

Ebensowichtig - NICHT den Hund anschauen. Nicht in die Augen sehen! Das ist eine Herausforderung! Auch nicht auf den Hund zugehen oder so, ich wäre einfach mit den den Körper angelegten Armen stehen geblieben oder sehr sehr langsam weiter gegangen.

Kommt es zu einer frontalen Begegnung: Langsam Wegdrehen! Oder Kopf zumindest abwenden und den Mund geschlossen halten (zähne zeigen ist auch Provokation). Arme nicht hochreißen oder so.

Manchmal hilft es, den Hund zu beschwichtigen, das macht man z.B., indem man sich bei geschlossen Mund mit der Zunge über die Lippen leckt, indem man zwinkert und eben immer Kopf/Körper seitlich von Hund abwendet (nie frontal drauf zugehen! Wenn du in seine Richtung läuft, einen Bogen laufen!)

Du siehst also, du hast schon einiges falsch gemacht und er hat dich trotzdem NICHT gebissen, obwohl du ihn sogar in Hundesprache ziemlich provoziert hast. Das spricht eigentlich dafür, dass er dir nicht wirklich böse gesonnen ist, sondern nur ne große Klappe hat. Ein wirklich gegenüber Menschen dominant-aggressiver Hund hätte die Herausfordeung wohl eher angenommen...

Vielleicht beruhigt dich das etwas.

Liebe Grüße

Natalie

murmeltier
11.10.2006, 03:29
Noch was, sollte es tatsächlich zum äußersten kommen und du wirst richtig angegriffen: In die Hocke, Kopf einziehen und auf/zwischen die Knie drücken, Arme schützend auf Kopf und Nacken legen.
Also ganz klein und kompakt zusammen falten und alle wichtigen Körperteile (Gesicht/Hals) abschirmen und ruhig bleiben.

Ich hoffe, dass es dazu nie kommt, egal ob bei diesen oder bei anderen Hunden.

Na gut, nen Dackel würd ich wohl eher wegkicken, aber so ab Kniehöhe würd ich das sein lassen.

_Beate_
11.10.2006, 03:41
Hi Murmel!

Dachte mir schon, dass von Dir heute Nacht noch was kommt! ;)

Wie gesagt - es sind keine reinen Rottis ... wenn überhaupt. Abends und Nachts sind die Hunde im Haus. Meine Nachbarn lassen sie wohl nur in den Garten, wenn sie zur Arbeit sind. Aber ganz sicher bin ich mir nicht.

Mit den Nachbarn wollte ich eh reden. Ich seh sie ja öfter. Allerdings hab ich es nicht fertig gebracht zu klingeln heute Abend, weil die Hunde mit zur Tür kommen. Und mir hat einfach der Schreck noch so in den Knochen gesteckt ... und ich hatte auch nicht vor, die Nachbarn unfreundlich anzusprechen *ggg* - wie gesagt: ich gehe davon aus, dass es ein Versehen war.

Bis auf das "Beschwichtigen" (der Weg ist kaum ausgeleuchtet - ich könnte wahrscheinlich bis zum jüngsten Tach über meine Lippen lecken und und mit den Augen zwinkern ... aber ob er es sehen würde?) werde ich mir Deine Tipps zu Herzen nehmen!

Danke Dir, Natalie! :smirksmile:

Inaktiver User
11.10.2006, 07:20
Vielleicht hilft es Dir, ein Pfeffer- oder Reizgasspray mitzunehmen. Die sind so klein, daß sie in einer Faust nicht mal zu sehen sind.

Mit Reizgas hatte ich gute Erfahrungen gemacht. Es riecht so widerlich, daß die Hunde einen Sicherheitsabstand von ca. 2 Meter einhalten. Bekommst Du in Waffengeschäften.

Ich hoffe aber, die Nachbarn sind vernünftig!

Alles Gute,
One

Inaktiver User
11.10.2006, 07:36
ich geb dir ein kurze und knappe antwort.

verhalte dich als wärest du ein baum,
sprich: du bist gar nicht da, der hund ist auch nicht da und ruhig bleiben. leichter gesagt als getan, wenn man sich erschrickt, aber du bist ja gewarnt.
ich denke du verstehst was ich sagen will.

lg
moncheri

Inaktiver User
11.10.2006, 07:51
@1of8

Hallo und guten Morgen alle Mitanand..

Ich hätte eine Frage zum Reizgas oder Pfefferspray
Da ich viel mit meinem Hund unterwegs bin und mehr
Angst mittlerweile habe, dass manch freilaufender
agressiver Hund auf meine Madame losgeht, finde
ich schon lange, ich sollte auch mal solche "Waffen"
mitführen.

Könnt ihr mir sagen wo man das kaufen kann?

L,G.

Strelia (die schon mal den Ringfinger beim Auseinander-
halten eines Schäferhundmaules, im Kampf mit einem
andern Hund - wie ein Wienerle geknackt bekam!
auuuuaaaaaa...)

Inaktiver User
11.10.2006, 07:55
Strelia, in einem gut geführten Waffengeschäft ist so etwas immer vorhanden.

Ich finde Reizgas (CS-Gas) besser, obwohl ich glaube, daß es hier in Österreich verboten ist. Ich habs *flüster* aus einer etwas fragwürdigen Quelle, bin mir aber sicher, ein Waffenhändler hilft Dir gerne weiter.

Ich habe es aus genau dem gleichen Grund gekauft, ich hatte keine Lust auf Hundekämpfe und auch keine Lust, daß mein voriger (zum Schluß sehr pflegebedürftiger und gebrechlicher Schäferhund) angegriffen wird. Einmal hab ich es benutzt, der Erfolg war sagenhaft und der andere Hund wurde nicht mal verletzt, was ich auch wichtig finde.

Alles Gute,
One (die freilaufende, nicht auf Herrl hörende Hunde echt nervig findet)

Inaktiver User
11.10.2006, 08:05
Vielen Dank

Es ist schon komisch wieviel agressive Hunde es mittlerweile
gibt. Findet ihr nicht auch?
Früher gab es auch Hunde die nicht ganz koscher waren,
aber mir kommt es vor, als sei das Alles "mehr" geworden.

Ich hoffe (auch zu meiner ganz persöhnlichen Sicherheit
wenn ich allein walken geh) - das ich das "Waffenzeugs"
bald besorgen kann. (Ganz ehrlich? Ich sagte erst kürzlich
zu meinem Mann, das ich mir schon bald eine richtige
Pistole wünschte. So eine wo nicht tötet aber dem Anderen
ganz schön einen Denkzettel verpasst!)
Ich meine damit auch die "Gaffer und komisch wirkenden
Männer" die sehr oft ,wenn sie an mir vorbeifahren während
ich walke ,aufdringliche Blicke aussenden.

Schönen Tag und nochmals vielen Dank
(Da ich in einer Kleinstadt wohne hoffe ich , das
die Besitzer in unserem Waffengeschäft hier, mich nicht
gleich "verurteilen" wenn ich "scharfe Gegenstände" *sfg
kaufe...)

Liebe Grüsse und einen schönen Tag wünsch ich Euch

Inaktiver User
11.10.2006, 08:06
Manchmal hilft es, den Hund zu beschwichtigen, das macht man z.B., indem man sich bei geschlossen Mund mit der Zunge über die Lippen leckt, indem man zwinkert und eben immer Kopf/Körper seitlich von Hund abwendet (nie frontal drauf zugehen! Wenn du in seine Richtung läuft, einen Bogen laufen!)

zusätzlich könnte man Schmatzgeräusche machen oder genüsslich gähnen. Den Kopf dabei wegdrehen, den Hund nicht ansehen.

Inaktiver User
11.10.2006, 09:09
Murmeltier, jetzt hast du mir erst richtig Angst gemacht. Meine Joggingpartnerin hat nämlich panische Angst vor Hunden, und zwar vor jedem. Sobald einer auf uns zugerannt kommt, fängt sie panisch das Schreien an (ist echt peinlich). Ich hoffe, ich kann ihr klar machen,dass das genau verkehrt ist.

Und danke für deine ausführliche Antwort. Als Läuferin kommt man ja immer mal in so eine Situation. Mich würde noch interessieren, was du von Reizgas/Pfefferspray hältst.

gruß

herbstfrau

Inaktiver User
11.10.2006, 09:23
Hallo,

ich kenne ähnliche Situationen, wenn ich mit meinem sehr verträglichen Hund an einsamen Höfen langspaziere und auf einmal ein wildgewordener Hund auf uns zuschießt und es erstmal auf meinen Hund abgesehen hat.

Ich gehe damit so um:

Mache mich sehr groß, also Schultern raus, Bauch rein und dann anschnauzen, Arm ausstrecken und Finger ebenfalls und dann brüll ich ihn an "AB!" Diese Sprache verstehen diese leider nicht sozialisierten bzw. scharfgemachten oder frustierten Hunde sehr gut. Beim dritten Mal "Ab" hat bisher noch jeder Hund die Biege gemacht.

Meine Freundin ist mutiger. Die Situation ist identisch. Aber sie holt ihren Leckerli-Beutel raus, ruft ihren Hund ran (den sie eigentlich eh an der Leine hat), lässt ihn absitzen und sagt zum tobenden Schäferhund Sachen wie "Ei, fein, komm mal her, mein Süßer, mach mal Sitz" und dann verfüttert sie ihre Leckerlis an die beiden.

So weit bin ich noch nicht, denn ich bin im ersten Moment erstmal nur sauer. Immerhin hab ich kaum noch Angst, schon mal etwas!

Inaktiver User
11.10.2006, 09:29
Murmeltier, jetzt hast du mir erst richtig Angst gemacht. Meine Joggingpartnerin hat nämlich panische Angst vor Hunden, und zwar vor jedem. Sobald einer auf uns zugerannt kommt, fängt sie panisch das Schreien an (ist echt peinlich). Ich hoffe, ich kann ihr klar machen,dass das genau verkehrt ist.

Und danke für deine ausführliche Antwort. Als Läuferin kommt man ja immer mal in so eine Situation. Mich würde noch interessieren, was du von Reizgas/Pfefferspray hältst.

gruß

herbstfrau

Oh, wenn sie groß genug ist und eine kräftige Stimme hat, kann das sogar Wirkung zeigen. :freches grinsen:
Ein Freund von mir - 2x2m, sehr laute und kräftige Stimme - hat damit schon so manchen Hund verscheucht.
Wenn der Hund wüßte, daß er sich vor Angst immer fast in die Hose macht. Der hat sogar Angst vorm Dackel!! :freches grinsen:

Avocado
11.10.2006, 14:14
Ich sagte erst kürzlich
zu meinem Mann, das ich mir schon bald eine richtige
Pistole wünschte. So eine wo nicht tötet aber dem Anderen
ganz schön einen Denkzettel verpasst!)
Ich meine damit auch die "Gaffer und komisch wirkenden
Männer" die sehr oft ,wenn sie an mir vorbeifahren während
ich walke ,aufdringliche Blicke aussenden.
:wie?: :wie?: :wie?:
Und Du beklagst Dich über die zunehmende Agressivität von Hunden?

ImhO werden leider die Mernschen immer agressiver ...
Btw - wenn man mit so Pfeffersprays oder Reizgas rumsprüht, besteht dann nicht die Gefahr, dass man selber auch was abkriegt?

"Früher gabs weniger agressive Hunde" - früher gabs einfach überhaupt weniger Hunde. Und weniger Autos, weniger Freizeitsportler, weniger hysterische Medien ... man hat einfach nicht so viel Gedöns gemacht um die Hunde, die konnten noch gemütlich freilaufen und alles war viel entspannter. Und wenn sich mal zwei Hunde angekeift haben, war das auch ok und die Besitzer haben sich nicht gleich gegenseitig vor Gericht gezerrt. Und nicht jeder Rüdenshowkampf wurde gleich mit lebenslänglichem Leinen- und Maulkorbzwang bedroht. Hundebisse gabs damals auch, aber die wurden nicht in sämtlichen Boulevardblättern und TV-Magazinen breitgetreten. Und Kinder sagten damals nicht beim Anblick eines Hundes als erstes "igitt, der macht kacka". Und man rannte nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Tierarzt oder zum Hundepsychologen.

Die gute alte Zeit ... *seufz*. Das ich das mal sagen würde ... :knatsch:

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: liebe Beate, kann mich den meisten Vorrednerinnen nur anschließen: langsam wegdrehen, ruhig weitergehen (nicht auf Hund zugehen und vor allem: nicht Hund angsterfüllt in die Augen starren!).

Inaktiver User
11.10.2006, 15:04
Avocado

Du hast doch keine Ahnung

Ausserdem hab ich das Pfefferspray!
Ich las mir hier nicht meinen Hund zerfleischen das sag ich dir!
Du solltest erst mal mittendrinnen sein ,wenn zwei sehr grosse
Hunde sich verbeissen. Das ist nicht lustig.

L.G.

Du hast mich jetzt echt ärgerlich gemacht
Weil du nichts kapiert hast

Inaktiver User
11.10.2006, 15:06
:wie?: :wie?: :wie?:
Und Du beklagst Dich über die zunehmende Agressivität von Hunden?

ImhO werden leider die Mernschen immer agressiver ...
Btw - wenn man mit so Pfeffersprays oder Reizgas rumsprüht, besteht dann nicht die Gefahr, dass man selber auch was abkriegt?

"Früher gabs weniger agressive Hunde" - früher gabs einfach überhaupt weniger Hunde. Und weniger Autos, weniger Freizeitsportler, weniger hysterische Medien ... man hat einfach nicht so viel Gedöns gemacht um die Hunde, die konnten noch gemütlich freilaufen und alles war viel entspannter. Und wenn sich mal zwei Hunde angekeift haben, war das auch ok und die Besitzer haben sich nicht gleich gegenseitig vor Gericht gezerrt. Und nicht jeder Rüdenshowkampf wurde gleich mit lebenslänglichem Leinen- und Maulkorbzwang bedroht. Hundebisse gabs damals auch, aber die wurden nicht in sämtlichen Boulevardblättern und TV-Magazinen breitgetreten. Und Kinder sagten damals nicht beim Anblick eines Hundes als erstes "igitt, der macht kacka". Und man rannte nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Tierarzt oder zum Hundepsychologen.

Die gute alte Zeit ... *seufz*. Das ich das mal sagen würde ... :knatsch:

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: liebe Beate, kann mich den meisten Vorrednerinnen nur anschließen: langsam wegdrehen, ruhig weitergehen (nicht auf Hund zugehen und vor allem: nicht Hund angsterfüllt in die Augen starren!).


Ausserdem streite ich mich hier nicht!
Damit das weisst gell, das lohnt sich nicht

L.G.

Inaktiver User
11.10.2006, 15:28
Also, Strelia, jetzt mal halblang!

Avocado hat doch Recht. Du beklagst die Aggressivität der Hunde und reagierst mit Bewaffnung. Wie weit würdest Du denn gehen, um Dich zu "schützen"?

off-topic: Ich hatte noch nie Schwierigkeiten mit Hunden und noch nie Schwierigkeiten mit Männern, die mich anmachen wollen. Wirklich nicht. Vielleicht liegt das daran, dass ich entsprechende Signale aussende. *duckundweg*

Brava

Avocado
11.10.2006, 15:40
Hallo Strelia,

Avocado

Du hast doch keine AhnungAch so? Wovon denn genau?


Ausserdem hab ich das Pfefferspray!Ja schön, dann kannst du mir ja vielleicht meine (ernstgemeinte) Frage beantworten, ob man sich mit dem Zeug nicht selber schaden kann. Wo ist jetzt das Problem?


Ich las mir hier nicht meinen Hund zerfleischen das sag ich dir!:wie?: Hab ich das gesagt? Was gehst Du denn so hoch? (Gibts irgendwo einen Schulterzuck-Smilie?)

Du solltest erst mal mittendrinnen sein ,wenn zwei sehr grosse
Hunde sich verbeissen. Das ist nicht lustig.Hab ich das behauptet? Ich weiß wirklich nicht, warum Du Dich so aufregst. Ich wünsche diese Situation niemandem (habe das allerdings auch nirgendwo angedeutet).


Du hast mich jetzt echt ärgerlich gemacht
Weil du nichts kapiert hastTatsächlich verstehe ich Dein Posting nicht. Du hast die Frage in den Raum gestellt, ob es nicht in letzter Zeit "mehr" geworden sei mit den aggressiven Hunden, und ich habe meinen Eindruck dazu geschildert. Wieso Du Dich jetzt berufen fühlst, mir ins Gesicht zu springen, ist mir rätselhaft.

Und ja, ich empfand Deine von mir zitierte Bemerkung von wegen der Pistole, die Du Dir wünschst wegen der "Gaffer" als agressiv und befremdlich, aber das hat nichts mit den Betrachtungen über die heutige Hundewelt zu tun. (Deswegen befindet sich ein Absatz zwischen den Texten und ich habe extra zuerst noch mal extra nochmal angegeben, worauf sich die folgenden Sätze beziehen (("Früher gabs weniger agressive Hunde")) - so mein Eindruck von Deinen Worten).


Ausserdem streite ich mich hier nicht!
Damit das weisst gell, das lohnt sich nichtDas sich das nicht lohnen könnte, befürchte ich allerdings auch.
Ich will mich ja gar nicht "streiten", ich möchte Ansichten austauschen, vielleicht was lernen, diskutieren. Dazu gehört ein Austausch von Meinungen und Argumenten(!). Was Du machst, ist irgendwie was anderes ... und darauf kann ich auch gut verzichten.
Nichtsdestotrotz werden wir wohl beide in der BriCom weiter lesen und schreiben. Bis bald :ahoi:.

Avocado
11.10.2006, 15:43
Danke, Brava!

off-topic: Ich hatte noch nie Schwierigkeiten mit Hunden und noch nie Schwierigkeiten mit Männern, die mich anmachen wollen. Wirklich nicht. Vielleicht liegt das daran, dass ich entsprechende Signale aussende. *duckundweg*
:freches grinsen: So gehts mir und Hund auch ... möge es so weiterlaufen *fürunsalleaufholzklopf* :kuss:

_Beate_
11.10.2006, 15:43
Ich finde es genügt, wenn es um bissige Hunde geht - Ihr müsst Euch nicht auch noch beißen! *ggg*



ich geb dir ein kurze und knappe antwort.

verhalte dich als wärest du ein baum,
sprich: du bist gar nicht da, der hund ist auch nicht da und ruhig bleiben. leichter gesagt als getan, wenn man sich erschrickt, aber du bist ja gewarnt.
ich denke du verstehst was ich sagen will.

lg
moncheri

Yoooh, ich verstehe: ich soll dem Hund die "Salzsäule" machen *lach* ... ich werds probieren .. *uff*

@ Bim

Ähm ... och nee, nicht auch noch Schmatzgeräusche ... ich käm mir ja schon beim über die Lippen lecken und Zwinkern reichlich ...komisch ... vor. Ich glaube, die Salzsäule liegt mir eher *schmunzel*

Ich danke Euch, für die vielen Vorschläge und Erfahrungsberichte!

Lukulla
11.10.2006, 15:48
:"Früher gabs weniger agressive Hunde" - früher gabs einfach überhaupt weniger Hunde. Und weniger Autos, weniger Freizeitsportler, weniger hysterische Medien ... man hat einfach nicht so viel Gedöns gemacht um die Hunde, die konnten noch gemütlich freilaufen und alles war viel entspannter. ..usw..

Avocado, ich kann Deinem Beitrag nur zustimmen. Es hat sich eine Mentalität breit gemacht, dass genau da, wo ICH laufe, alle anderen zur Seite gehen sollen. Da wo ICH jogge, müssen Radfahrer am Besten den Hügel runter kullern, selbstredend alle Hunde im Umkreis von 2km mit einer Decke abgepackt werden.
Da wo ICH Auto fahre will ich grüne Welle und keine lahmen Fussgänger auf die ich Rücksicht nehmen muss. Da wo ICH walke will ich freie Bahn und keine fussbalsspielnden Nachbarn.

[Das war jetzt sarkastisch, Noodie, aber das musste sein. :smirksmile: ]

Die Welt ist für alle da und keiner hat mehr Recht als der andere. Und wenn der Weg eng ist, müssen sich eben Jogger, Fussgänger und Hund den Weg teilen. Wenn man unaggressiv ist kann man tatsächlich aneinander vorbei gehen und sogar ein nettes Wort an den anderen richten.

Kann man. Muss man natürlich nicht. Man kann auch so aggressiv wie in meinem pointierten Beitrag miteinander umgehen.

Ich kann echt nur den Kopf schütteln über Menschen, die meinen sie müsten mit Reizspray, Pistole oder ähnlichen Waffen rumlaufen. Aufrüstung nennt man sowas. Hat das irgendwo in der Welt geholfen?

Sorry, Beate, etwas ot. Ich antworte Dir gleich noch.

murmeltier
11.10.2006, 15:51
zusätzlich könnte man Schmatzgeräusche machen oder genüsslich gähnen. Den Kopf dabei wegdrehen, den Hund nicht ansehen.

Den Kopf langsam wegdrehen ist echt ganz wichtig bei Beschwichtigung. Ich wollts auch nochmal betonen.

Gähnen sehe ich inzwischen kritisch. Laut neuer Studie von Bloch ist Gähnen keine Beschwichtigung, sondern eine Übersprungshandlung. davon ab, werden dabei auch Zähne sichtbat, was u.U. wieder gegenteilig wirkt.

Basine, das geht sicher bei sehr vielen Hunden gut, was du machst. Weil du dich dominant zeigst und sich dir so viele (die meisten) Hunde unterordnen. Wenn du aber an den falschem Hund gerätst, kann das in die Hose gehen. Ein wirklich dominant-aggressiver Hund, der dir körperlich kraftmäßig gewachsen ist, nimmt diese Herausfordeung u.U. an und DANN sieht man richtig alt aus. Ich wähle daher meist den deeskalierenden Weg.

Klar auch DER kann schief gehen, wenn Hunde nämlich z.N. so unsozialisiert sind, dass sie Beschwichtigung gar nicht als solche erkennen oder schon so im Trieb sind, dass sie auf gar nix mehr reagieren, aber immerhin provoziert man damit nicht zusätzlich...

Wie mans macht, macht mans vermutlich falsch...

Ich wäre eher auch so eine, die vermutlich locken und Leckerchen geben würde, ich finde das ehrlich gesagt weniger mutig als das was du machst.

Ich erinnere mich, dass ich mit ca. 12 sogar mal durch mehrere Ereignisse bedingt, sowas wie leichte Angst vor Hunden hatte.

Einmal lag ich mit meiner Freundin auf einer Decke im Maisfeld und wir quatschten und plötztlich steht ein sehr großer Schäferhund über uns und fixiert und. Ich war vor Angst richtig versteinert, mein Freundin setzte sich auf, starrte dem Hund fets in die Augen und schrie ihn einfach an. Kein Wort, nur schreien. Der Hund drehte sich um und lief weg. Ich weiß noch, dass ich damals ganz beeindruckt war - heute weiß ich, das war das DÜMMSTE, was sie tun konnte. Glück gehabt.

Eine andere Situation: Ich fuhr gemütlich mit dem Rad. Plötzlich hörte ich hinter mit Schritte eins Hundes, der Schulterblick zeigte einen Dobermann. Ich wurde völlig hektisch und trat wild in die Pedale, Ergebnis: Hund hetzte hinter mir her und riss mich vom Rad. Baute sich drohend über mir auf und ich dachte echt, dass ich sterbe. Hab einfach nur den Kopf weggedreht und mich "dem Schicksal ergeben" - der Hund beachtete mich nicht weiter und lief weg.

Es kam die Frage, was ich von CS-Gas und Pfefferspray halte. Hmmm... bin da zwiegespalten. Ich selbe führe sowas nicht mit und möchte das auch nicht. Bei einer wirklichen Beißerei kriegt mein Hund davon auch was ab und das kann eine sehr ungünstige Verknüpfung ergeben...

Der Hund wird nicht verletzt ist auch einfach gesagt... Hat einer von euch schonmal CS-Gas oder Pefferspray ins Gesicht bekommen? ICH JA! Als ich 13 war haben ca. 10 Meter vor mit 2 Jungs CS-Gas auf den Boden gesprüht und ich bin in die Wolke reingelaufen (habs also nicht mal direkt ins Gesicht bekommen). Wenig in meinem Leben war SO DERBE SCHMERZHAFT!!! Das ist 12 Jahre her und ich erinnere mich noch immer - das ist sehr einprägsam! Binnen Sekunden sah ich nichts mehr, mein ganzes Gesicht schwoll an und es fühlte sich wirklich so an, als brenne ich. Noch über eine Stunde später hatte ich Schmerzen und mein Gesicht war noch am nächsten Tag krebsrot und gereizt...
DAS direkt auf eine sensibe Hundenase? Bei dem Gedanken wird mir anders...
Und Pfefferspray soll noch sehr viel stärker wirken und auf Hundenasen z.T. nachhatige Schäden hinterlassen. ist für mich ein absolutes NO-GO! Wenn dann das Gas.

Natürlich gibt es Situationen, in denen der einsatz gerechtfertigt ist, ich befürchte nur, dass viele mit so etwas überreagieren, weil sie eben denken "Ach das verletzet den Hund ja nicht. Vorsicht ist besser als Nachsicht" und im zweifelsfall einfach mal sprühen.
Da gibts Leute mit Kleinsthunden. Die zücken das Spray schon, wenn Shiwa freundlich schwanzwedelnd und langsam im Bogen (was eine Beschwichtigung darstellt!) auf Waldi zuläuft - da krieg ich Zustände!!! Sollte jemand Shiwa mal grundlos mit Pfefferspray besprühen, soll er hoffen, dass ich ihn nicht in die Finger bekomme. Da werd ich grantig.
Ich würde sowas wirklich eben nur im alleräußersten Notfall einsetzen und dazu zählt z.B. auch der von Beate hier geschilderte Fall in meinen Augen nicht. Erst dann, wenn der Hund tatsächlich quasi schon zum Sprung ansetzt - und auch dann nur, wenn aufgrund der restlichen Körpersprache ersichtlich ist, dass es ein Angriff wird (ja es gibt Hunde, die springen einenw irklich nur an, weil sie spielen wollen - auch wenn es nervig und nicht ok ist würde ich die nicht gleich besprühen...)

Gegen Menschen ist der Einsatz von Gas Körperverletzung und der Einsatz von Pfefferspray streng verboten. Das hat schon seine Gründe. Ich würd lieber eine gescheuert bekommen, als nochmal Gas abzukriegen.

LG

Natalie

Lukulla
11.10.2006, 16:01
_Beate_, ob man in dem Moment, wo man fruchtbar erschrickt, alle diese Empfehlungen im Kopf hat? Sich ruhig verhalten ist bestimmt immer ein gute Sache, also nicht rumfuchteln, nicht schreien und nicht weglaufen. Die Gesten wie Gähnen und Lecken funktionieren natürlich nur bei Tageslicht oder guter Beleuchtung.

Allerdings bin ich anderer Ansicht als murmeltier, man kann dem Hund durchaus auch Grenzen setzen und mit einem autoritären und lautem *Lass sein, Ab oder Aus* ansprechen. Ich schätze auch, dass der Hund eher seinen Weg verteidigen und nicht Dich angreifen wollte.

Finde ich toll, dass Du nicht sauer bist, sondern einen Weg der Verständigung suchst. Ich schätze, wenn Du mit den Besitzern gesprochen hast, evtl. wissen die gar nicht, was passiert ist?, dann kannst Du auch Kontakt zu den Hunden herstellen. Wenn die Hunde Dich kennen als Freund der Familie, evtl. Leckerchen geben, dann werden sie nicht mehr bellend hinter Dir herlaufen.

Inaktiver User
11.10.2006, 16:02
Ich muß noch was zu dieser Streiterei sagen.
Ich denke auch nicht das Hunde aggressiver geworden sind.
--- Ich wurde als Kind 2x gebissen -einmal von einem Schäferhund, und einmal von einem vermeindlich kleinen süßen Schoßhund.
Als Erwachsene bin ich auch 2x gebissen worden - kleine Hackenbeisser, die ohne Begründung beim Vorbeigehen zuschnappen.

---Menschen, überwiegend zurückgewiesene Männer haben mich schon häufiger bedroht

---Gekauft hab ich die Waffen nahc diesem Vorfall.Zu meinem und zum Schutz meines Hundes, ja ein sogenannter Kampfhund, und genau deshalb. Den so ein verfluchter sch... Zuhälter hat seinen Kampfhund auf meinen gejagt und ihn dabei angefeuert, daß er meinen Hund fertig machen soll. Ich fange an zu zittern wenn ich nur daran denke.

1. Ich sende keine Signale aus, das Männer meinen mich dumm anzumachen.
2. Hunde sind normalerweise nicht aggressiv, der Hundehalter ist es meistens.
3. ich habe die Waffe nie benutzt, aber u.U. hätte ich es getan, aber ganz sicher nicht unbegründet

Inaktiver User
11.10.2006, 16:14
Ja, das Pfefferspray habe ich aus den von Murmeltier erwähnten Gründen nicht, stimmt, das habe ich vergessen, dazu zu schreiben. Danke für die Ergänzung.

Daß die Hunde aggressiver geworden sind? Ich finde eher das Gegenteil. Früher waren die Hunde, die es gab, eher ein Problem, okay, ich bin nicht in der Großstadt aufgewachsen. Die Hunde waren eher "zweckgebunden" und selten erzogen. Ist aber nur meine Erfahrung.

Was ich allerdings bemerke - mein Dt. Schäferhund hatte wesentlich mehr Streitigkeiten seitens der anderen Hunde ausgelöst, auch wenn er selbst nie gebissen hatte. Meinen jetzigen habe ich kastrieren lassen (er hätte sonst alles gebumst, was nicht bei 3 auf den Bäumen war, und zwar endlos und mit einer Hingabe ...) das war sehr lästig, da im Reitstall oft mehrere Hunde beisammen sind, und das auch Streit gibt.

Dieser Hund kommt auch mit ehemals (für mich) Problemhunden zu recht, gab noch nie Streitigkeiten. Oder doch, vielleicht ... ein unerzogener Tibetterrier hat ihn mal zähnefletschend verfolgt - ein Bild für Götter! Ich hab kurzerhand meinen Schlüsselhund in die Nähe des Hundes geworfen, und Ruhe wars.

Dicker Schlüsselbund ist wirklich gut! Dazu AUS - hilft sehr oft. Nur bitte: der andere Hund sollte nicht getroffen werden. Ist unnütz, und kann böse Verletzungen nach sich ziehen.

LG,
One

_Beate_
11.10.2006, 16:17
_Beate_, ob man in dem Moment, wo man fruchtbar erschrickt, alle diese Empfehlungen im Kopf hat? Sich ruhig verhalten ist bestimmt immer ein gute Sache, also nicht rumfuchteln, nicht schreien und nicht weglaufen. Die Gesten wie Gähnen und Lecken funktionieren natürlich nur bei Tageslicht oder guter Beleuchtung.

Allerdings bin ich anderer Ansicht als murmeltier, man kann dem Hund durchaus auch Grenzen setzen und mit einem autoritären und lautem *Lass sein, Ab oder Aus* ansprechen. Ich schätze auch, dass der Hund eher seinen Weg verteidigen und nicht Dich angreifen wollte.

Finde ich toll, dass Du nicht sauer bist, sondern einen Weg der Verständigung suchst. Ich schätze, wenn Du mit den Besitzern gesprochen hast, evtl. wissen die gar nicht, was passiert ist?, dann kannst Du auch Kontakt zu den Hunden herstellen. Wenn die Hunde Dich kennen als Freund der Familie, evtl. Leckerchen geben, dann werden sie nicht mehr bellend hinter Dir herlaufen.


Bei mir ist das Problem, dass ich selbst vor Angst weniger Fluchttendenzen bekomme, sondern eher den Impuls zum Angriff. Deswegen hatte ich mich auch zu dem Hund umgedreht und bin auf ihn zu. Ich hatte Angst, aber ich war auch zornig, weil ich mich so erschreckt hatte *g*

In den drei Monaten, die ich hier wohne ist das jetzt zum ersten Mal passiert ... nee, ich bin nicht sauer ... und ich möchte ja auch friedlich hier wohnen können - ohne Nachbarstreitereien ...

:smirksmile:

Inaktiver User
11.10.2006, 16:27
Bei mir ist das Problem, dass ich selbst vor Angst weniger Fluchttendenzen bekomme, sondern eher den Impuls zum Angriff. Deswegen hatte ich mich auch zu dem Hund umgedreht und bin auf ihn zu. Ich hatte Angst, aber ich war auch zornig, weil ich mich so erschreckt hatte *g*



Genauso geht`s mir auch! Ausserdem ärgert es mich, dass der Hundehalter nichts unternimmt bzw. gar nicht zu sehen ist. Ich mach mich auch breit, schau dem Hund entgegen, strecke den Arm aus und schrei irgendwas kurzes (Nein, Halt, oder so was).

Bis jetzt hat das prima geklappt. Ich geh dann weiter, meine Knie sind weich wie Pudding und mein Herzlein klopft wild. Aber das geht ja vorbei und dem Hund hab ich den Eindruck vermittelt, ich sei hier Chef im Ring.

@Murmeltier, ich kann mir vorstellen, dass das bei einem zu allem entschlossenen "Killer" nicht klappt, gebe mich aber der Hoffnung hin, dass solche Exemplare die absolute Ausnahme sind.

Brava

Aviva
11.10.2006, 16:30
:smirksmile:
Na, da hat das Viech ja nochmal Glueck gehabt, dass Du es nicht vor Schreck vermoebelt hast, Beate...

Weisst Du denn, zu wem die Hunde gehoeren? Am einfachsten waere sicherlich, mal mit den Besitzern ueber den ausgepraegten Territorialinstinkt ihrer Lieblinge zu sprechen. Vielleicht sind sie ja wirklich nur ausnahmsweise mal ausgebuechst (hoffentlich).

@ Bim

zusätzlich könnte man Schmatzgeräusche machen oder genüsslich gähnen.
:freches grinsen: :freches grinsen: Fuer Nicht-Hunde sieht das dann aber zum Umwerfen komisch aus.

@ Brava
Toll! Damit haetten wir mal wieder festgestellt, dass natuerlich grundsaetzlich das Opfer Schuld ist an Angriffen, weil es ja 'die falschen Signale' aussendet und damit den Taeter provoziert. :knatsch:

@ Murmeltier
Ich hab als kleines Kind mal Traenengas abgekriegt, das war ganz aetzend. Diese Sprays lassen sich leider auch nicht so sonderlich punktgenau einsetzen und je nach Windrichtung kann es passieren, dass man sich selbst K.O. haut. Ich lass auch lieber die Finger davon, wobei beim Einsatz zur Abwehr von kleineren Hunden das Risiko, das Zeug selbst in die Augen zu kriegen, sicherlich weniger hoch ist, da man ja nicht auf eigener Augenhoehe sprueht.

_Beate_
11.10.2006, 16:33
Bis jetzt hat das prima geklappt. Ich geh dann weiter, meine Knie sind weich wie Pudding und mein Herzlein klopft wild. Aber das geht ja vorbei und dem Hund hab ich den Eindruck vermittelt, ich sei hier Chef im Ring.

@Murmeltier, ich kann mir vorstellen, dass das bei einem zu allem entschlossenen "Killer" nicht klappt, gebe mich aber der Hoffnung hin, dass solche Exemplare die absolute Ausnahme sind.

Brava

Ohja ... mir hatte sich richtig die Kopfhaut zusammengezogen vor Schreck ggg* (und mir ist tatsächlich ein "Oh, mein Gott!!!" entschlüpft *lach*)... und die weichen Knie hatte ich auch. Aber eben auch das Bedürfnis, zu zeigen, dass ich "Chefin" bin und nicht er ...

murmeltier
11.10.2006, 16:34
Allerdings bin ich anderer Ansicht als murmeltier, man kann dem Hund durchaus auch Grenzen setzen und mit einem autoritären und lautem *Lass sein, Ab oder Aus* ansprechen. Ich schätze auch, dass der Hund eher seinen Weg verteidigen und nicht Dich angreifen wollte.

Finde ich toll, dass Du nicht sauer bist, sondern einen Weg der Verständigung suchst. Ich schätze, wenn Du mit den Besitzern gesprochen hast, evtl. wissen die gar nicht, was passiert ist?, dann kannst Du auch Kontakt zu den Hunden herstellen. Wenn die Hunde Dich kennen als Freund der Familie, evtl. Leckerchen geben, dann werden sie nicht mehr bellend hinter Dir herlaufen.


Dem zweiten Abschnitt stimme ich zu.

Über den ersten hab ich nochmal nachgedacht. Wenn man das macht, dann aber wirklich mit möglichst TIEFER Stimme (bloß kein Gekreische) und ohne dabei mit den Armen zu fuchteln.

Wie gesagt, es gibt sicher Hunde, bei denen das hilft - werden sogar die meisten sein. Nur wenn man an den falschen gerät siehts halt böse aus. Ich würde das denke ich je anch gefühl entscheiden, weil ich auch sehr viele Hunde kenne und sie einigermaßen einschätzen kann denke ich. Das kann aber nunmal nicht jeder.

Einmal ist ein Jagdhundmix (etwas über Kniehöhe) hier frei im Park gerannt, Frauchen kreischend hinterher "Charly Charly Charly, hier her" und am fuchteln wie wild. "Hilfe hilfe mein Hund"... er hört kein Stück und hatte sich aus dem Halsband gewunden und ist ein Raufer und Jäger. Ich also hin und den Hernn Hund im Nackenfell gepackt und festgehalten. Kein Problem. Hat die Frau mich gefragt, ob ich denn gar keine Angst gehabt hätte, ihr Hund hätte schließlich auch schon mal Menschen gebissen... Nungut, das wusste ich nicht aber ich hatte keine Angst. Und vermutlich wars das auch, manche Hunde brauchen das sicher, dass man ihnen so bestimmt und ohne Angst gegenübertritt.

ABER wenn mich z.B. ein Dobermann/Rottweiler/Schäferhund/Herdenschutzhund oder meinetwegen auch Pitbulll knurrend stellt, dann lasse ich persönlich solche Machtspielchen lieber. Gerade vor Herdenschutzhunden hab ich nämlich einen HÖLLENRESPEKT und da würde ich mich sehr unauffällig verhalten.

Inaktiver User
11.10.2006, 16:37
Gerade vor Herdenschutzhunden hab ich nämlich einen HÖLLENRESPEKT und da würde ich mich sehr unauffällig verhalten.

Hab ich auch, aber da verlass ich mich drauf, dass die gut ausgebildet sind und nur angreifen, wenn ich was falsch mache.

Und wenn ich nix falsch mache, dann geht`s ja! :smirksmile:

Brava

_Beate_
11.10.2006, 16:38
:smirksmile:
Na, da hat das Viech ja nochmal Glueck gehabt, dass Du es nicht vor Schreck vermoebelt hast, Beate...

Weisst Du denn, zu wem die Hunde gehoeren? Am einfachsten waere sicherlich, mal mit den Besitzern ueber den ausgepraegten Territorialinstinkt ihrer Lieblinge zu sprechen. Vielleicht sind sie ja wirklich nur ausnahmsweise mal ausgebuechst (hoffentlich).



Ja, weiß ich - meinen Nachbarn neben an halt! :freches grinsen: :smirksmile:

Ich hab mal einen Kerl aus seinen Schuhen geschubst vor Zorn, weil der mich und eine Freundin belästigte ... war allerdings nicht so schwierig ihn aus den Schuhen zu holen, weil er betrunken war ... *schmunzel* ... aber Hunde vermöbel ich nicht. Dann doch besser das Gespräch mit den Nachbarn! :freches grinsen:

Inaktiver User
11.10.2006, 16:47
Das Problem ist wohl, dass man instinktiv handelt, aus einem Impuls heraus - man wird in solchen Situation wohl nur sehr wenige Sekunden Zeit haben, kann nicht überlegen, steht unter enormen Stress und handelt deshalb rein impulsiv. Dann einfach ruhig stehen zu bleiben stelle ich mir sehr sehr schwer vor - wenn man selber 'angreift', sich dem Hund also 'entgegenwirft', versucht, das Zepter rumzureißen (Zähne vs. Autorität) ... klingt für mich wesentlich einfacher als ruhiges Stehenbleiben und gar nicht weiter beachten. Ganz davon abgesehen dass es den meisten widerstreben dürfte, sich einem Hund durch Beschwichtigungsgesten zu unterwerfen.

Gar nicht so einfach - zumal man selbst bei Beschwichtigungsgesten ja noch nachm Hund schielen muss, ob der darauf auch wirklich wie gewünscht reagiert. Wenn nicht hat man ein Problem, zumal man das einschießende Adrenalin ja unterdrückt hat INDEM man dann zur Salzsäule erstarrte. Dann plötzlich umzuschwenken wenn man glasklar merkt, der Hund reagiert nicht auf die Beschwichtigung, sondern setzt setzt den geplanten Angriff fort ... auch wieder nicht so einfach.

Inaktiver User
11.10.2006, 17:05
@Brava wann ich halblang mach oder nicht hast du
nicht zu entscheiden.

So!
Man liest sich!
Ist doch immer das Gleiche wa?

Inaktiver User
11.10.2006, 17:11
Ich muß noch was zu dieser Streiterei sagen.
Ich denke auch nicht das Hunde aggressiver geworden sind.
--- Ich wurde als Kind 2x gebissen -einmal von einem Schäferhund, und einmal von einem vermeindlich kleinen süßen Schoßhund.
Als Erwachsene bin ich auch 2x gebissen worden - kleine Hackenbeisser, die ohne Begründung beim Vorbeigehen zuschnappen.

---Menschen, überwiegend zurückgewiesene Männer haben mich schon häufiger bedroht

---Gekauft hab ich die Waffen nahc diesem Vorfall.Zu meinem und zum Schutz meines Hundes, ja ein sogenannter Kampfhund, und genau deshalb. Den so ein verfluchter sch... Zuhälter hat seinen Kampfhund auf meinen gejagt und ihn dabei angefeuert, daß er meinen Hund fertig machen soll. Ich fange an zu zittern wenn ich nur daran denke.

1. Ich sende keine Signale aus, das Männer meinen mich dumm anzumachen.
2. Hunde sind normalerweise nicht aggressiv, der Hundehalter ist es meistens.
3. ich habe die Waffe nie benutzt, aber u.U. hätte ich es getan, aber ganz sicher nicht unbegründet

Ja so meinte ich das auch
Und auch ich sende keine Signale aus. Weder freilaufenden
Hunden noch zweibeinigen Rumtreibern...

So schönen Abend...

Avocado
11.10.2006, 18:25
Ganz davon abgesehen dass es den meisten widerstreben dürfte, sich einem Hund durch Beschwichtigungsgesten zu unterwerfen.
Darum gehts nicht. Es geht nicht um "Unterwerfung", sondern darum, dem Hund zu signalisieren, dass man keine feindseligen Absichten hat und er sich nicht weiter ereifern muss. Deeskalation ganz einfach. (Und ob einem eine Massnahme widerstrebt oder nicht ist doch in so nem Fall egal - Hauptsache, es wirkt!) Deswegen würd ich aber auf so Sachen wie Gähnen und Lippen lecken auch verzichten - erstens fällt das den Nicht-Hundeerfahrenen im Notfall eh nicht ein, zweitens sollte man das Kommunizieren auf diese Art erstmal in Ruhe mit freundlichen Hunden ausprobieren und drittens soll es auch Hunde geben, die solche Signale nicht mal bei ihren Mithunden "lesen" können, geschweige denn bei fremden Menschen.


Dann einfach ruhig stehen zu bleiben stelle ich mir sehr sehr schwer vorWieso? Ist es nicht auch ein Impuls, erstmal zu stoppen und zu kucken, was Sache ist? Die berühmte "Schrecksekunde" ist doch auch nichts anderes.


(Zähne vs. Autorität)Das würde ich mit dem falschen Hund nicht ausprobieren wollen ... der Hund ist im Zweifel der Stärkere.

Ich bin eher für friedlichen Rückzug.

Just my 2 Cents.

Avocado
11.10.2006, 18:29
Oh und Strelia, Du kannst gar nicht keine Signale aussenden - allein durch deine Anwesenheit, Körperhaltung etc. "wirkst" Du ja schon auf deine Umwelt.

Inaktiver User
11.10.2006, 19:02
Ich finde zwar Avocado das du in Vielem was du hier
zum Thema postest nicht Recht hast und stellenweise
sogar keine Ahnung hast, aber da das ein Stop and Go
hier ist zwischen uns Beiden würde ich sagen...
Wenn du Fragen hast, warum ich Dies und Das von dir
meine, dann können wir das gerne intern mal abklären

Falls kein Bedarf ist..hab ich auch kein Problem damit
Nur, glaub mir, es gibt viele freilaufende Hunde da kannst
du nicht "friedlich" langsam dich verkrümeln.

Warum geht ihr hier immer von Hunden aus die nach
euren Beschreibungen der Abwehr gegen diese, dann
friedlich gehen? Leider ist dem doch oft nicht so.
Also ich hab mittlerweile Angst vor freilaufenden Hunden
(Ich hatte das früher nicht!)
Ich hab nach all den Angriffen auf meinen Hund einfach
Angst und Misstrauen bekommen. Deshalb!

Auch dir nun wirklich hier mal, die letzten allerliebsten Grüsse

_Beate_
11.10.2006, 19:47
Wie auch immer - ich hab jetzt mal bei Nachbars Bescheid gegeben ... totesmutig geklingelt :freches grinsen: ... es war in der Tat ein Versehen und Nachbars sehr erschrocken. Sie werden noch mehr darauf achten, als sowieso schon.

Danke noch mal an alle! :blumengabe:

Inaktiver User
11.10.2006, 20:09
@ Bim

Ähm ... och nee, nicht auch noch Schmatzgeräusche ... ich käm mir ja schon beim über die Lippen lecken und Zwinkern reichlich ...komisch ... vor. Ich glaube, die Salzsäule liegt mir eher *schmunzel*



*höhö* aber sie würden dich wenigstens akustisch wahrnehmen, wenn sie schon nicht sehen, wie du dir (mit geschlossenem mund! - Danke für den Lacher, Natalie :smirksmile: :blumengabe:) über die Lippen leckst.

:freches grinsen:

Inaktiver User
11.10.2006, 20:26
Gähnen sehe ich inzwischen kritisch. Laut neuer Studie von Bloch ist Gähnen keine Beschwichtigung, sondern eine Übersprungshandlung. davon ab, werden dabei auch Zähne sichtbat, was u.U. wieder gegenteilig wirkt.
Eine Übersprunghandlung zu was? Einem Angriff? :freches grinsen:

Diese Meinung teile ich nun gar nicht, denn ich bin nicht der Meinung, dass Gähnen eine Drohgebärde ist.

Ich habe es bereits mehrmals bei Hunden ausprobiert. Bei einem angstaggressiven Hund im Tierheim z.B. Dem habe ich was vorgegähnt... *grins* und er hat sich zusehends entspannt. Ein Hund baut durch Gähnen Anspannung und Erregung ab, sowohl bei sich selbst, auch als an das Gegenüber übertragen. Probier's doch mal selbst :smirksmile: an dir und mit deinen Hunden. Beobachte sie.

murmeltier
11.10.2006, 22:03
Ich bin mir gerade was das Gähnen betrifft auch nicht wirklich sicher, denn es gibt eben auch bestimmte Situationen, in denen ich bei Shiwa und Lilou zu erkennen meine, dass sie als Beschwichtigung gähnen und daher hab ich mich gerade über diesen Punkt schon länger mit einem Hundetherapeuten unterhalten - der eben sicher ist, dass es KEINE Bewichtigung, sondern nur eine Übersprungshandlung aus Stress ist.
Eine Verlegenheitsgeste, wie auch Kratzen oder schnüffeln - weil man mit der Situation überfordert ist und daher einfach "etwas" tut - aber nicht mit dem Ziel der Beschwichtigung, sondern nur mit dem Zeil des Stressabbaus für sich slebst ohne Signalwirkung für andere.

Wie gesagt, ich bin mir da nicht sicher - aber die Blochstudie ist da recht eindeutig und behauptet eben, dass sehr viele der von Turid Rugaas behaupteten Calming Signals gar keine sind, z.B. weil sie von wilden Hunden auch dann häufig eingesetzt werden, wenn absolut niemand in der Nähe ist, den sie beschwichtigen müssten oder könnten. Andere haben sie bestätigt gefunden, z.B. den Kopf abwenden.

Letztlich bleibt es reine Interpretation. Die Situationen, in denen Shiwa und Lilou gähnen sind nämlich immer welche, in denen sie natürlich Stress haben. Ob sie dann nur zum Stressabbau und aus Verlegenheit/Unschlüssigkeit gähnen, oder um Beschwichtigung zu demonstrieren, können wir nur vermuten.

Seit ich Calming Signals gelesen habe, habe ich immer wieder und fast täglich versucht, diese Gesten selbst einzusetzen, gerade weil Lilou so ängstlich ist - auch das Gähnen, Ich persönlich konnte da eine Entspannung beim Gegenüber nicht wirklich beobachten, höchstens mal, dass meine Gesten dann erwiedert wurden. Eben z.B. mitgegähnt wurde. Warum kann ich auch da nicht mit Sicherheit sagen - werde ich da nun zurück beschwichtight oder war mein Stress ansteckend?

Aber ob Hunde überhaupt empfänglich sind, für CS die MENSCHEN aussehden, ist ja eh ein Diskussionspunkt. Auch da scheiden sich da die Geister und Lehrschulen dahingehend, dass manche eben Kommunikation auf Hundisch mit Hunden ganz ablehnen, weil die sagen, Hunde wissen, dass wir keine Hunde sind und wir sollten uns daher auch nicht so benehmen, da sie und sonst nicht ernst nehmen und andere eben sagen, dass es durchaus nützlich ist auf Hundisch mit Hunden zu kommunizieren. Wobei ich prizipiell eher zweites denke.

Was meinst du mit der Frage "Übersprungshandlun wozu?" Eine Übersprungshandlung führt doch nicht zu einer Handlung, sondern tritt dann ein, wenn man eben in einem inneren Konflikt ist und sich nicht für eine Verhaltensoption entscheiden kann und dann etwas ganz anderen macht z.B.

Mein Satz mit den Zähne zeigen war keinesfalls so gemeint, dass Gähnen ein aggressives Zeichen eines Hundes ist, aber dass es u.U. von einem Hund so verstanden werden kann, wenn Beate das tut. gibt nämlich durchaus Drohgebärden bei Hunden (gerade bei angstaggressiven Hunden), die sich rein optisch nicht so sehr vom Gähnen unterscheiden.

Nun wüsste ich noch gern, warum dich mein über die Lippen Lecken bei geschlossenem Mund so amüsiert hat? Das war mein voller Ernst - eben "züngeln" d.h. die Zunge zwischen den geschlossenen Lippen durchstecken, ohne dass Zähne sichtbar werden. Eben nicht den Mund öffnen. Tun Hunde beim Züngeln doch auch nicht...

murmeltier
11.10.2006, 22:33
Hier ein Link:
http://hundefarm-eifel.de/forschung/bericht.htm

Avocado
12.10.2006, 02:41
Hallo Beate,
sehr tapfer, das Klingeln! Schön, dass Du mit Deinen Nachbarn so friedlich auskommst ... hast Du auch die Hunde gesehen und ein bisschen kennengelernt? Das Überreichen von Wienerle stimmt zumindest unsere Hunden dem Besuch gegenüber immer seeehr gewogen :freches grinsen:.

Hi Murmeltier, das ist ja ein super Link und ein Text zum Nachdenken. (Allen Dominanztheorieanhängern ans Herz gelegt:anklcken und runterscrollen.) Vielen vielen Dank!! :kuss:

Hallo Strelia, bleib doch mal sachlich. Ich hab kein dringendes Bedürfnis, mir Dir irgendwas "abzuklären" und es ist mir auch wurscht, was für ein '"dies und das" Du von mir denkst, aber wenn Du meinst, irgendwas loswerden zu müssen, schick mir ne PN. Brauchen tu ich das nicht.

Zurück zum Thema "freilaufende Hunde und deren Abwehr": war bei uns zum Glück noch nie notwendig. *aufholzklopfunddraufspuck* Unter anderem deshalb, weil ich solchen Begegnungen schlicht aus dem Weg gehe. Wenn irgendwo am Horizont ein Hund auftaucht, den ich nicht kenne (oder dem ich nicht traue), dann dreh ich um bzw. ab und gehe mit meinem Hund einen anderen Weg. Notfalls quer durchs Unterholz, das ist mir egal (und der Süßen machts Spaß :freches grinsen:). Deeskalation, nicht Abwehr!

_Beate_
12.10.2006, 03:01
Hallo Beate,
sehr tapfer, das Klingeln! Schön, dass Du mit Deinen Nachbarn so friedlich auskommst ... hast Du auch die Hunde gesehen und ein bisschen kennengelernt? Das Überreichen von Wienerle stimmt zumindest unsere Hunden dem Besuch gegenüber immer seeehr gewogen :freches grinsen:.




Merci! *g*

Nee, die Hunde hab ich nicht kennengelernt - Zeit war zu knapp. Aber ich wollte wenigstens, dass die Nachbarn Bescheid wissen, dass einer ihrer Hunde ausgebüxt war. Es gibt auch 2 Kinder bei uns, die den Weg benutzen ... das wäre wohl nicht ganz so glimpflich ausgegangen ...

Aha! Wienerle ... *ggg* ... ich dachte auch schon daran, mir mal zwei, drei Hundekuchen (immerhin!) einzustecken. Falls doch wieder einer der Hunde entwischt ...was ich nicht hoffe *aufHolzklopf*

:smirksmile:

zork
12.10.2006, 11:47
V(Ganz ehrlich? Ich sagte erst kürzlich
zu meinem Mann, das ich mir schon bald eine richtige
Pistole wünschte. So eine wo nicht tötet aber dem Anderen
ganz schön einen Denkzettel verpasst!)
Ich meine damit auch die "Gaffer und komisch wirkenden
Männer" die sehr oft ,wenn sie an mir vorbeifahren während
ich walke ,aufdringliche Blicke aussenden.



Na, ich weiss nicht. Wegen aufdringlicher Blicke gleich scharf zu schiessen, scheint mir doch arg überzogen.

Inaktiver User
12.10.2006, 16:01
Na, ich weiss nicht. Wegen aufdringlicher Blicke gleich scharf zu schiessen, scheint mir doch arg überzogen.


Wenn man will kann man jeden Satz falsch verstehen. Ich denke sie hat nicht gemeint, daß sie wegen der Blicke gleich wild um sich schießt. Sondern die Art wie sie angesehen wird ist beängstigend.... sodaß man sich dann sicherer fühlen kann.

Hast Du es verstanden mit den kurzen Worten. Sonst erläutert sie es sicher gern selbst!!

Inaktiver User
12.10.2006, 17:57
Wenn man will kann man jeden Satz falsch verstehen. Ich denke sie hat nicht gemeint, daß sie wegen der Blicke gleich wild um sich schießt. Sondern die Art wie sie angesehen wird ist beängstigend.... sodaß man sich dann sicherer fühlen kann.

Hast Du es verstanden mit den kurzen Worten. Sonst erläutert sie es sicher gern selbst!!


So stimmt es
Sorry wenn das mit dem Schiessen bisschen falsch
rüberkam.


Ich werde beim Walken echt belästigt stellenweise
Ich laufe mit meinem Hund nun extra schon
Wege, die an Strassen vorbei gehen um nicht
alleine in der Wildnis ausgeliefert zu sein.
Ob einem wilden Hund mit vier Beinen oder zweien.
Wenn ich walke (was ich sehr oft mach) dann
fahren manche Autos so langsam vorbei uns schauen
wo ich abbiege und so... (ich wiederhole "manche")

Ich fühle mich stellenweise dann nicht wohl
Könnt ihr glauben. Und ich bin mir nicht sicher
ob mein eigentlich friedlicher Hund mich wirklich
beschützen könnte?

Ich hab aus diesen Gründen nicht nur einmal
mein Abbiegen , oder meine eigentlich zu laufende
Tour geändert.

Ausserdem bin ich sowieso langsam für Waffenhaltung
wie in Amerika. Ja! Aber da müssten wir einen
neuen Strang nun aufmachen...
Ich hab im Moment nicht so viel Zeit sorry

Liebe Grüsse

Cook3
12.10.2006, 18:38
Strelia,

wer mit einem solchen Angstpotential durchs Leben geht, dem hilft auch keine Handtaschen-Atombombe.
Du kannst einem leid tun - merkst Du eigentlich nicht, daß Du Dich zu einer Bedrohung für Andere entwickelst?

Cook3

Hummelchen
12.10.2006, 19:31
Hallo Murmelita, hallo Bim!

ich finde es hochinterressant, was ihr über Hundesprache und "Calming signals" schreibt (am liebsten wäre ich ja eine Jane Goodall...:smirksmile: geworden) - gibt es etwas vergleichbares auch für "kätzisch"?

Liebe Grüße, Hummel

Inaktiver User
12.10.2006, 21:08
Das ist ja wieder sehr interessant hier :freches grinsen:

Hab das alles nachgelesen und muss mal eins loswerden......

Die Strelia hat entweder ne (tschuldige den Ausdruck) Fusshupe oder Paranoia........

Okay, bin ja schon weg.....

Ah nur eins noch, in den 70 ern fand ich die Wauzis wesentlich agressiver.....

Grüsse

P.

Inaktiver User
12.10.2006, 21:09
Wenn mein Hund gähnt möchte er eine Situation immer beschwichtigen.

Beispiel: Er räumt den Müll aus, ich erwische ihn, er gähnt.....

Ich glaube auch nicht, dass das als Drohung verstanden wird.....

Aviva
12.10.2006, 22:03
Beate, :allesok: Todesmutig mit Herrchens gesprochen. Reschpekt. :freches grinsen:

Inaktiver User
12.10.2006, 22:06
Beate, :allesok: Todesmutig mit Herrchens gesprochen. Reschpekt. :freches grinsen:

Aber dabei dann natürlich nicht über die Lippen lecken! :ooooh: :freches grinsen:

Aviva
12.10.2006, 22:07
:freches grinsen: :erleuchtung:

_Beate_
12.10.2006, 22:10
Beate, :allesok: Todesmutig mit Herrchens gesprochen. Reschpekt. :freches grinsen:

Geklingelt, Aviva, todesmutig geklingelt! :freches grinsen: :smirksmile: Das "sprechen war nicht so das Problem *g*

_Beate_
12.10.2006, 22:11
Aber dabei dann natürlich nicht über die Lippen lecken! :ooooh: :freches grinsen:


Liebes blaues Kind .... Männern unterwerfe ich mich erst Recht nicht ... außerdem war der noch ein Welpe! :freches grinsen:

Inaktiver User
12.10.2006, 22:15
außerdem war der noch ein Welpe! :freches grinsen:

Ahja, okay. Dann hat er sozusagen Welpenschutz und darf anderen sogar ungestraft am Ohr knabbern.

_Beate_
12.10.2006, 22:18
Ahja, okay. Dann hat er sozusagen Welpenschutz und darf anderen sogar ungestraft am Ohr knabbern.


Aber nicht an meinem! :smirksmile:

Aviva
12.10.2006, 22:19
Wobei ich, wenn mir das naechste Mal die Aufmerksamkeit der Maennerwelt laestig ist, mal Bims Tipps ausprobieren werde. Schmatzen, gaehnen und langsam wegdrehen. Kann mir vorstellen, dass das wirkt. Werde dann an dieser Stelle berichten.

Inaktiver User
12.10.2006, 22:20
hauptsache, er passt in zukunft auf seine hunde auf!

Inaktiver User
12.10.2006, 22:21
Wobei ich, wenn mir das naechste Mal die Aufmerksamkeit der Maennerwelt laestig ist, mal Bims Tipps ausprobieren werde. Schmatzen, gaehnen und langsam wegdrehen. Kann mir vorstellen, dass das wirkt. Werde dann an dieser Stelle berichten.

:erleuchtung:

... das mit der salzsäule scheint mir dabei auch ein guter tipp! :freches grinsen:

_Beate_
12.10.2006, 22:25
hauptsache, er passt in zukunft auf seine hunde auf!

Genau! :smile:

Aviva
12.10.2006, 22:26
Dann lass uns eine Versuchsreihe starten. Ich versuch's mit Gaehnen, Du mit Salzsaeule und dann veroeffentlichen wir so eins von diesen Lebensratgeber-Buechern.:jubel:

Inaktiver User
12.10.2006, 22:31
Dann lass uns eine Versuchsreihe starten. Ich versuch's mit Gaehnen, Du mit Salzsaeule und dann veroeffentlichen wir so eins von diesen Lebensratgeber-Buechern.:jubel:


Genau!

Arbeitstitel: "Was bei Hasso und Fiffi wirkt, hilft bei Heinz und Uwe erst recht" Von der Hundeversteherin zur Männerflüsterin.

Avocado
12.10.2006, 23:56
ich finde es hochinterressant, was ihr über Hundesprache und "Calming signals" schreibt (am liebsten wäre ich ja eine Jane Goodall...:smirksmile: geworden) - gibt es etwas vergleichbares auch für "kätzisch"?
Hi Hummel, ich bin sicher, dass Katzen auch Beschwichtigungssignale austauschen. Die müssen sich ja auch untereinander verständigen, und da gehören "Friedenssignale" natürlich mit dazu. Ich könnte mir nur vorstellen, dass Hunde als Rudeltiere vielleicht eine ausgefeiltere Körpersprache haben. (Die sich aber von der der Katzen unterscheidet). Leider weiß ich aber keine Buch- oder Weiterlesetipps für "Kätzisch".

Avocado
13.10.2006, 00:03
Arbeitstitel: "Was bei Hasso und Fiffi wirkt, hilft bei Heinz und Uwe erst recht" Von der Hundeversteherin zur Männerflüsterin.
:freches grinsen: Putzige Idee - wär bestimmt auch ein Verkaufsschlager!
Ich weise nur wieder mal darauf hin, dass sich menschisch und hundisch leider arg unterscheiden. Was für Menschen eine freundliche Geste ist, ist für Hunde oft unangenehm und schrecklich unhöflich.
Insofern bräuchte man eher so was wie ein Lexikon "Mensch - Hund / Hund - Mensch" ...

Avocado
13.10.2006, 00:31
Ausserdem bin ich sowieso langsam für Waffenhaltung
wie in Amerika. Ja!
Du weißt aber schon, dass die Mord- und Verbrechensraten in den USA exorbitant höher sind als hierzulande?
Mehr Waffen schaffen nicht mehr Sicherhheit, das ist ein Trugschluss.
Sorry for being off topic, aber das konnte ich nicht einfach so stehenlassen ...

murmeltier
13.10.2006, 02:39
Mal jenseits von allem anderen:



Ausserdem bin ich sowieso langsam für Waffenhaltung
wie in Amerika. Ja!

:ooooh: :ooooh: :ooooh: *Bitte sag, dass das ein Scherz war* :unterwerf: :unterwerf: :unterwerf:

Hummel, ich habe heute eine Weile danach gegoogelt, weil ich von so etwas noch nie gehört habe. Ich habe auch nichts dazu gefunden.

Katzen haben keine so ausgefeilte Kommunikation wie Hunde, eben weil sie - wie Avocado richtig sagt - keine Rudeltiere sind (außer Löwen. Hmmm...)

Es gibt ein paar Studien zu hündischer und kätzischer Kommunikation, die aber als Ergebnis eigentlich alle nur haben, dass Hunde eben deutlich überlegen sind und eine größere "Kommunikationsintelligenz" aufweisen - ebenso eine viel ausgeprägtere Mimik etc. Katzen sind in anderen Bereichen widerum weit überlegen.

Ich persönlich habe von Beschwichtigungssignamen bei Katzen noch nichts gehört. Ich werde mich aber auch aus eigenem Interesse mal umhören und sollte ich etwas in Erfahrung bringen, dir mitteilen :smile:

Inaktiver User
13.10.2006, 05:01
Du weißt aber schon, dass die Mord- und Verbrechensraten in den USA exorbitant höher sind als hierzulande?
Mehr Waffen schaffen nicht mehr Sicherhheit, das ist ein Trugschluss.
Sorry for being off topic, aber das konnte ich nicht einfach so stehenlassen ...


Da ich ja auch zu diesem Waffenthema beigetragen habe, möchte ich dazu erwähnen, daß ich es nicht gut finden würde - amerikanische Verhältnisse - zu schaffen.
Mir ist allerdings der Gedanke von Sicherheit sehr wichtig.
Ich lebe in einer Stadt mit 7 Mio. einwohnern und es ist eine der sichersten Städte der Welt. Hier kann man mit 100.000€ durch die Stadt laufen ohne Angst zu haben. In Deutschland hab ich sogar manchmal ohne Geld und in Lumpen gekleidet Angst.
Und das hat nichts mit paranoia zu tun. Ich hab leider schon entsprechende Erfahrungen gesammelt, deshalb hatte ich eine Gaspistole, die ich NIE benutzt habe.

@ Bluechild
Dein Buchtitel ist grandios. Ich würde es kaufen!!

ReginaM
13.10.2006, 05:05
Katzen haben keine so ausgefeilte Kommunikation wie Hunde, eben weil sie - wie Avocado richtig sagt - keine Rudeltiere sind (außer Löwen. Hmmm...)

Na ja, so dachte ich bisher eigentlich auch. Jetzt hatte ich aber Gelegenheit, zu erleben, wie eine Kätzin ihre Jungen groß- und ERzieht.

Einmal davon abgesehen, dass bereits im Alter von etwa zwei Wochen deutliche Unterschiede in der Persönlichkeitsentwickllung festzustellen sind (ich dachte bisher immer, Katze ist Katze), "kommunizieren" Katzen sehr direkt miteinander. Unsere Katzenmama hat ihre Kinder "verbal" im Griff, kein Wunder, sie war immer schon "gesprächig".:freches grinsen: Kommt sie von einem kleinen Ausflug zurück, dann "quatscht" sie oft eine halbe Stunde und länger auf die Kleinen ein, gerade so, als wollte sie ihnn erzählen, was sie erlebt hat - oder vieleicht gibt sie ihnen auch Hinweise, wie man sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat. :smile: Ebenso staucht sie die Kleinen zusammen, wenn sie nicht parieren, sie pfeift sie zurück, wenn sie sich ihrer Meinung auf noch zu gefährliches Terrain bewegen usw. - unsere Katzenmama ist den ganzen Tag nur am Reden..... wie das halt mit Kindern so ist:smirksmile:




Ich persönlich habe von Beschwichtigungssignamen bei Katzen noch nichts gehört. Ich werde mich aber auch aus eigenem Interesse mal umhören und sollte ich etwas in Erfahrung bringen, dir mitteilen :smile:

Drohung, Angriff oder Flucht............ aber Beschwichtigung konnte ich bei meinen Katzen auch noch nicht beobachten.

Inaktiver User
13.10.2006, 07:33
Guten Morgen ihr Lieben

Ich geh jetzt Gassi
(ohne Waffe!) ... *sfg

Vielleicht habt ihr ja Recht
Ich schiess manchmal in meiner Rage gerne übers Ziel
hinaus. ( Seht ihr, ich schiess übers Ziel hinaus
darum wär bei mir eine Schiesswaffe eh nicht angebracht)
Aber meine Meinung bleibt! (doch dieser Strang ist nicht
augelegt für das Thema)

Gestern beim Walken hab ich , glaubt es , óder glaubt
es nicht, meine Tour wegen freilaufender Hunde wieder
mal geändert
Ich hab Angst vor solchen Dingen -
aber ich hab auch ganz einfach nicht mehr die Nerfen dazu
das immer auszubaden und auszuhalten.
Das ist alles

Ich möchte hier auf diese Aussage von mir nicht
mehr ausschweifend eingehen, denn es verfehlt das
Thema. Aber ich werde PN mäsig wenn jemand an
mir was auszusetzen hat gerne Rede und Antwort stehen

L.G.

Inaktiver User
13.10.2006, 08:10
So nun bin ich zurück vom Gassi gehen und mir ging
da Folgendes durch den Kopf:

Wenn Ihr Gähnen und Ignorieren als Abwehr gegen
angreifende Hunde erwähnt, wie soll das gehen?

Meine Fallbeispiele, meine ganz persöhnlichen waren
unter Anderem folgende:

Ich laufe und plötzlich hinter mir und meinem Hund,
rennt in einem Affentempo ein losgerissener Hund
(grösser , Schäferhundrasse) auf uns zu und voll drauf
auf meine Süsse.
Wir hatten beide gar keine Chance zu gähnen oder all
dem was ihr da schreibt. Ich hatte nur die Möglichkeit
auf diesen anderen Hund einzuschlagen.
Das war heftig.
Das war leider nicht meine einzigste Erfahrung.

Wenn wir angegriffen wurden, war das so schnell und
gezielt vom Andern, also wirklich los und drauf.
Diese Hunde haben nicht mehr geschaut was links und
rechts abgeht. Nur drauf und beissen!
Ist das nicht die Realität?
Also ich kenne es leider nur so
Darum trau ich keinem freilaufendem Hund mehr
Sobald einer auf uns zukommt ist mir mehr als mulmig.
Meiner Hündin und mir wär es auch lieber wir könnten
beiden erst mal gähnen und so tun als wär nichts
Das könnt ihr mir glauben
Aber nicht mal diese Sekunden hatten wir Zeit
Auch nicht die berühmte Schrecksekunde die von Avocado
hier schon erwähnt wird.
Innerhalb dieser Schrecksekunde war der Hund, der andere
schon am beissen!
So sieht das aus. (Leider)
Und ich denke all die Hunde die auf Kinder schon losgegangen
sind, reagierten gleich. Also so, das sie nur noch das "Opfer"
sahen und durchgingen.
Schuld ist wahrlich der Halter.
Also alles was ich hier schreibe von meinen Erfahrungen
mit Hundeangriffen, ist mit Sicherheit von schlechter Haltung
Erziehung und Zuwendung an diese Tiere gerichtet.
Der Hund selber war bestimmt nicht so, mit diesem Potential
auf die Welt gekommen

Nun muss ich aber leider was tun ihr Lieben
Wollte nur mal meine Erfahrungen näher abgeben.

L.G:

Cook3
13.10.2006, 08:42
Strelia,

ich halte jetzt seit ca. 35 Jahren Hunde, davor waren Hunde im Haushalt, aber ich nicht der Halter.

Das von Dir oben beschriebene Verhalten von Hunden habe ich in der ganzen Zeit exakt einmal erlebt. Dabei verstecke ic hmich nicht scheu im Unterholz sondern lasse meine Hunde, wenn irgend möglich, frei laufen und suche durchaus die Begegnung mit anderen Hunden. Es kam also vor, ein Schäferhundrüde an der Leine attackierte meine frei laufende Hündin, die ihn beschnuppern wollte.

Wenn ich das auf die vielen tausend Begegnungen hochrechne, kann ich das vernachlässigen, obwohl die Hündin damals durchaus verletzt wurde.

Für mich gibt es zwei Möglichkeiten: entweder interpretierst Du bei Hunden vieles falsch. Oder Du konstruierst hier im Internet Szenarien, weil man logischerweise keinen Gegenbeweis antreten kann.

Cook3

Inaktiver User
13.10.2006, 10:17
Naja, die Erfahrungen von Strelia sind natürlich subjektiv empfunden und auch die "Angriffe" werden wohl von ihr anders wahrgenommen, weil sie ohnehin schon eine angstbesetzte Grundhaltung hat :blumengabe:. Wenn dann ein Hund auf einen ängstlichen Menschen zurast, hat der wahrscheinlich vor Angst gar keine Geistesgegenwärtigkeit, irgendwie zu reagieren. Vermute ich.

Mich würde auch interessieren, wie sich Strelias Hund verhält.

"Normalerweise" stürzt sich kein Hund auf einen anderen oder auf einen Menschen, ohne dies vorher anzukündigen.

Nochmal zum Gähnen. Das ist keine Aktion, die dem anderen "Abwehr" signalisiert (das sind ganz andere Gesten), sondern..hm..wie soll ich es erklären....eher sagt, "lass mich in Ruhe, du rückst mir zu sehr auf die Pelle" (Hunde gähnen auch, wenn sie gestreichelt werden und sich bedrängt fühlen) oder "ich fühle mich überfordert und entspanne mich durch das Gähnen" und das trägt auch zur Entspannung des anderen bei. Wir machen ja auch die Erfahrung, dass Gähnen ansteckend und entspannend ist.

Ich würde das also anwenden, wenn mich ein Hund angreift und stellt! Wenn er mich schon am Hosenbein hat, dann denke ich, bringt das Gähnen auch nichts mehr. :freches grinsen:

Noch etwas zur Salzsäule: Das ist nun ein Signal an den Hund, dass man auf Konflikt aus ist! Hunde umkreisen sich völlig steifbeinig, mit "starrem" Hals, hochgereckten Kopf, aufgestellter Rute, wenn es zu einer Machtauseinandersetzung kommt, die dann auch in einen Kampf ausarten kann. Diese Körpersprache zählt man auch schon zu den Drohgebärden. Wer sich also versteift, aufrichtet, etc. signalisiert dem Hund "probier's doch mal!". :zahnschmerzen:

Also bitte nicht verkrampfen, nicht versteifen, möglichst locker stehen bleiben, die Schultern hängen lassen, den Bauch raus, ruhig weiteratmen. Basine, du schriebst nämlich, dass du durchaus schon "Schulter zurück, Bauch rein" reagiert hast, und toi-toi-toi hat der andere Hund wohl gedacht "Wow, hier habe ich es mit einem Stärkeren zu tun, ich zieh lieber Leine". Es gibt aber Hunde, die sich dadurch ü-ber-haupt nicht "einschüchtern" lassen und dann würde ich es vorziehen, mich als "geschlagen" zu offenbaren. Denn Natalie sagte schon, sich auf "Machtspielchen" mit einem Hund einzulassen kann ganz böse ausgehen. Also da mime ich lieber den Underdog. :freches grinsen:

Bim

Inaktiver User
13.10.2006, 10:23
hm ..
Lieber Cook

Deine Erfahrung
Auch ich lebe seit gleicher Zeit mit Hunden zusammen.
Wie kann ich was falsch interpretieren?

Ich hatte gar keine Zeit zu interpretieren.
Und diese Erfahrungen haben mich geprägt was freilaufende
Hunde angeht.

Ich muss dir sagen hier in meiner Gegend meinen leider
sehr viele Hundehalter ihr Hund täte nichts.
O.k. hab ich geglaubt, ging auch davon aus. Ehrlich
Aber es sind immer die gleichen Hunde hier bei uns
die sofort angreifen und die Besitzer (unter anderem
wohlhabende ältere Leute! - ) sehen das einfach nicht
ein diese Hunde auf stark frequentierenden Wegen angeleint
zu lassen. Auf unserem Amt sind einige schon bekannt
dieser armen Kerle, aber es ist noch nicht genug passiert

Ein Beispiel noch (und ich kann nichts dafür das das hier
halt mal so oft vorkommt!) -
Eine älter Dame hat hier einen Schäfermischling
Bei diesem Hund ist es nicht erst einmal vorgekommen,
das er , sollte er einen anderen Hund auf die Weite schon
sehen (und ich meine jetzt feldergrosse Weite!) - losrennt
und voll drauf geht.
Mich hat der schon zweimal erwischt.
Ich hab diese Dame schon übel beschimft. Ich hatte schon
solchen Schreck bekommen das mir schlecht wurde.
Von den handfesten Abwehrreaktionen die ich anwenden
musste mal abgesehen.


Von einem anderen Mann hier die Hündin macht das
Gleiche. Ich hab dem erst mal vertraut. Aber denkste
War wieder daneben. Auch eine Neufundländerdame ( die ja
eigentlich eine total friedliche Rasse ist, geht hier , wenn
sie frei ist, voll bissig los auf andere Hunde)

Mir reichts einfach weisst du.
Ich bin stocksauer hier auf einige Hundebesitzer.

Aber mal jetzt wirklich:

Was sollte jemand wie ich dann machen?
Ich bin gerne bereit von euch Hilfe anzunehmen.
Leite das auch gerne an andere Betroffene hier
bei mir weiter.

Was kann man machen wenn so ein Hund von
dem du weisst aus Erfahrung , der geht jetzt wenn er
ankommt voll los! Was könnte ich machen?

Ich erwarte gerne eure Ratschläge

L.G

Inaktiver User
13.10.2006, 10:48
Noch etwas zur Salzsäule: Das ist nun ein Signal an den Hund, dass man auf Konflikt aus ist! Hunde umkreisen sich völlig steifbeinig, mit "starrem" Hals, hochgereckten Kopf, aufgestellter Rute, wenn es zu einer Machtauseinandersetzung kommt, die dann auch in einen Kampf ausarten kann. Diese Körpersprache zählt man auch schon zu den Drohgebärden. Wer sich also versteift, aufrichtet, etc. signalisiert dem Hund "probier's doch mal!". :zahnschmerzen:

Also bitte nicht verkrampfen, nicht versteifen, möglichst locker stehen bleiben, die Schultern hängen lassen, den Bauch raus, ruhig weiteratmen. Basine, du schriebst nämlich, dass du durchaus schon "Schulter zurück, Bauch rein" reagiert hast, und toi-toi-toi hat der andere Hund wohl gedacht "Wow, hier habe ich es mit einem Stärkeren zu tun, ich zieh lieber Leine". Es gibt aber Hunde, die sich dadurch ü-ber-haupt nicht "einschüchtern" lassen und dann würde ich es vorziehen, mich als "geschlagen" zu offenbaren. Denn Natalie sagte schon, sich auf "Machtspielchen" mit einem Hund einzulassen kann ganz böse ausgehen. Also da mime ich lieber den Underdog. :freches grinsen:

Bim

Also ich hab mit - ich bin ein Baum - was dann zur Salzsäule wurde, nicht gemeint sich stocksteif in die Ecke zu stellen.
Sondern unbekümmert und ruhig stehen zu bleiben, als wär alles in bester Ordnung - nach dem Motto: der will doch nur spielen.

Inaktiver User
13.10.2006, 10:50
Was kann man machen wenn so ein Hund von
dem du weisst aus Erfahrung , der geht jetzt wenn er
ankommt voll los! Was könnte ich machen?
Was machst du denn bis jetzt?

Da es sich angeblich immer um dieselben Hunde handelt, würde ich an deiner Stelle versuchen, die Begegnung mit ihnen, mit etwas Positiven für sie zu verknüpfen. :zahnschmerzen: Ja, fällt wahrscheinlich schwer, wenn man sie lieber erwürgen möchte. :freches grinsen:

Hier fiel schon der Tipp mit den Leckerchen. Pack dir einfach ein paar ein und wirf sie ihnen hin. Möglichst von Weitem. Und dann versuchen, stoisch und ruhig weiterzugehen. Im Notfall klemmst du deinen Hund unter den Arm. (achso, ist bei einem Border-Schäfermix eher nicht möglich...)

Und mich interessiert immer noch, wie sich DEIN Hund verhält und wie du dich verhältst.
Vielleicht ist ja er ja auch nicht richtig sozialisiert und verhält sich überhaupt nicht so, dass andere Hunde ihn verstehen. :blumengabe:

Bim

Inaktiver User
13.10.2006, 10:59
Für mich gibt es zwei Möglichkeiten: entweder interpretierst Du bei Hunden vieles falsch. Oder Du konstruierst hier im Internet Szenarien, weil man logischerweise keinen Gegenbeweis antreten kann.

Cook3

Also mein Hund wurde und wird alle Naselang angegriffen.
Das war schon im Welpenalter so, der kleine lief auf andere Hunde zu, blieb kurz vorher stehen, versuchte zum spielen zu animieren und der Gegenüber rennt auf ihn los und beißt oder unterdrückt ihn. Mein Hund flüchtete dann regelmäßig und sah mich an als wollte er sagen: der spielt nicht mit mir.
Nun muß ich dazu sagen, als er ausgewachsen war und wir das Kampfhundegesetz bekamen, hielt ich ihn nur noch an der Leine, außer auf Hundespielwiesen. Und es ist einfach unangenehm, wenn mein Hund angegriffen wird, weil es dann schnell heißt - böser Kampfhund - dabei ist er total friedlich, aber er läßt sich eben nicht verletzen.

Inaktiver User
13.10.2006, 11:06
Also liebe Bim

Unser Hund ist knapp 8 Jahre alt und kam aus dem
Tierheim. Sie ist von Haus aus ängstlich gewesen aus
ihrer Erfahrung heraus. O.k.Das können Signale gegen-
über den anderen Hunden sein, geb ich zu. (aber warum
gehen besagte Hunde auch auf andere los? Die nicht
so sind wie unsere Hündin?) Unsere Hündin ist ein
Mischling zwischen Bordercollie und Schäfermix .
Sie ist einfach ein total friedlicher Hund.
So wie ihre Familie , wir! Friedlich und an Streit
null , aber auch sowas von null interessiert.
Unsere Hündin war , als ich sie vom Tierheim holte
ein halbes Jahr alt und ich ging mindestens 2 Jahre lang
in eine hier vor Ort immerwieder sich treffende Hundegruppe.
Damals was unsere Hündin zwar mitintegriert aber sobald
es "Rangeleien" gab, stellte sie sich hinter mich
Im Grunde bin ich ihre Beschützerin.
Das liegt alles an ihrer Herkunft. Der Tierheimleiter wollte
mir nie sagen, was sie wirklich alles schon hinter sich hatte.

Wir - meine Familie (4 Personenhaushalt) lieben sie sehr.
Wir nahmen und nehmen sie an wie sie eben ist.
Sie wehrt sich halt nicht so. Bisschen , aber das reicht halt
nicht. Weisst du Bim, - wenn man seinen Hund immer beschützen
muss, dann ist das manchmal sehr anstrengend.

Also das mit den Leckerlis?
Ich werde alles ausprobieren , jedoch das mit "unter dem
Arm nehmen " ?? Hmm...das könnte ein Problem werden

L.G.
Ich muss mich jetzt bisschen ausklinken , hab noch so
viel zu tun. Ich wünsch euch ein schönes WE
Aber man liest sich ja wieder....

Cook3
13.10.2006, 11:19
Moncheri,

wie oft wurde Dein Hund denn dabei verletzt? Ich meine jetzt nicht die kleinen Schrammen, die bei jedem Gerangel entstehen können, sondern richtig tiefe Bißwunden.

Heutzutage muß sich der Hund nur selber auf die Zunge beißen, Blut am Maul und schon ist Frauchen oder Herrchen kampfbereit.
Normale Showkämpfe von Rüden, bei denen die Rangordnung klargestellt wird, werden in wilde Beißereien uminterpretiert. Und was ist dabei, wenn ein anderer Hund Deinen Hund unterdrückt? Der Hund verkraftet das, falls er nicht ein grundsätzliches Verhaltensproblem hat. Halter, die damit ein Problem haben, sollten besser keinen Hund halten, da diese Abläufe zu einem normalen Sozialverhalten bei Hunden gehören.

Ich bin jedenfalls nicht der Meinung, daß die in 99,9 % der Fälle völlig grundlose Angst eines Halters alle anderen Halter verpflichtet ihre Hunde ständig an der Leine zu führen.
Außerdem meine ich, wer einen Hund hält, hat die moralische Verpflichtung, sich kundig zu machen, was ein Hund für ein gutes Sozialverhalten benötigt. Was er ganz gewiss nicht benötigt ist ein Halter, der übertrieben ängstlich ist. Entweder will ihn dann der Hund verteidigen oder er wird auch so ängstlich. Die traurigen Ergebnisse kann man viel zu oft beim Gassi gehen bedauern.

Cook3

Inaktiver User
13.10.2006, 11:27
Liebe Strelia,

also, es ist tatsächlich so, dass manche Hunde "Opfer" signalisieren und ein "gefundenes Fressen" für andere Hunde sind. Und wenn dein Hund unter den anderen als dieses "Opfer" bekannt ist, wird es wohl immer zu Auseinandersetzungen kommen. (Ungeachtet, dass diese Hunde auch auf andere losgehen, da können ganz andere "Signale" eine Rolle spielen).


Damals was unsere Hündin zwar mitintegriert aber sobald
es "Rangeleien" gab, stellte sie sich hinter mich
Im Grunde bin ich ihre Beschützerin.
Das ist ja auch im Prinzip nicht verkehrt. "Falsch" ist allerdings, sie in ihrer Ängstlichkeit zu unterstützen. Was richtig wäre, ist, ihr Selbstvertrauen zu vermitteln.

Wie verhältst du dich, wenn ihr anderen Hunden begegnet?
Wie sieht es aus, wenn du deinen Hund "beschützt"?

Bim

Inaktiver User
13.10.2006, 11:54
Cook,

hast du meinen Beitrag überhaupt richtig gelesen?
1. natürlich weiß ich das es vorkommt das ein Hund unterdrückt wird, habe ich keine Probleme mit.
2. Das Problem ist nicht, daß mein Hund großartig verletzt wird, dass ist erst einmal geschehen, aber da war es wirklich schwerwiegend - er hätte fast sein rechtes Auge verloren und sein Kopf war offen - und wenn ich das schreibe meine ich es auch so, ohne Übertreibung.
Mein Problem, wie schon geschrieben ist, daß ich einen friedliebenden sogenannten Kampfhund habe, und wenn er angegriffen wird kommt es nun einmal zu einer Rangelei. Das Herrchen auf der anderen Seite sieht dann aber nur diesen "agressiven" Kampfhund (der sich nur wehrt)- und da ist mein Problem. Ich wurde bespuckt, beschimpft und mein Hund wurde getreten. Und nach seiner starken Verletzung war er einfach schneller bereit zurück zu beissen. Kleine Kläffer stören ihn nach wie vor nicht, aber son massiger Hund der auf ihn los geht.......
4. ich bin nicht übertrieben ängstlich bei dem Thema. Grundsätzlich freue ich mich bei jedem Hund der entgegen kommt, den meiner tobt trotz der 10J. zu gerne, nur manchmal freu ich mich zu früh scheinbar.
5. Und falls mir dein Satz:Halter, die damit ein Problem haben, sollten besser keinen Hund halten, da diese Abläufe zu einem normalen Sozialverhalten bei Hunden gehören. - sagen sollte ich soll keinen Hund halten, dann sage ich Dir ich weiß wie man mit Hunden umgeht, sie erzieht und wie sich Hunde verhalten.

Cook3
13.10.2006, 12:12
Moncheri,

natürlich sage ich nicht, daß Du keinen Hund halten sollst. Ich beziehe mich auf die häufig gemachte ERfahrung, daß zwei Rüden ein bißchen rangeln, einer nachgibt und dann sein Herrchen erstmal richtig in Rage gerät.
Ganz allgemein gesagt bin ich ein Anhänger der Idee eines Führerscheins für Hunde. Denn wenn man sowohl den Tier- als auch den Menschenschutz ernst nimmt, sollte die Mehrzahl der deutschen Hundehalter besser keinen Hund halten.

Die von mir weiter oben erwähnte Hündin war ein AST, die vor zwei Jahren mit 15 Jahren starb. Ich kenne die besondere Problematik für die Halter dieser Rassen und ich verstehe auch Deine Defensivhaltung, weil im Zweifelsfall der "Kampfhund" immer schuld ist. Und jeder, der seinen Anlagenhund nicht bei dem ersten Ärger ins Tierheim abschiebt, hat meinen Respekt.

Aber von diesem Sonderaspekt Anlagenhund war hier ja nicht die Rede.

Cook3

Inaktiver User
13.10.2006, 12:13
und wenn er angegriffen wird kommt es nun einmal zu einer Rangelei.
"Normalerweise" sollte es überhaupt nicht zu solchen bösen Auseinandersetzungen sprich ERNSTKÄMPFEN kommen, wie du sie schilderst. Mindestens einer der Beteiligten beherrscht seine Sprache nicht. Möglicherweise beide. :smirksmile:

Es sind nicht nur "die anderen".

Inaktiver User
13.10.2006, 12:59
ich geb dir ein kurze und knappe antwort.

verhalte dich als wärest du ein baum,

lg
moncheri

und wundere dich dann nicht, wenn er sein Bein hebt :ooooh: :freches grinsen:

Dass es heute mehr aggressive Hunde gibt, dem kann ich nicht zustimmen.
Ganz im Gegenteil. Wir fahren viel Rad und am liebsten auf ruhigen Feldwegen o.ä. Dabei begegnen wir natürlich auch vielen Hundebesitzern mit ihren Hunden. Die allermeisten, die ihren Hund frei laufen lassen, rufen ihn und lassen ihn absitzen bis wir vorbei sind. Die anderen frei laufenden sind so klein, dass man eher aufpassen muss, sie nicht anzufahren, oder sie kümmern sich gar nicht um uns.
Ich habe also eher den Eindruck, dass sich immer mehr Hundehalter intensiv mit ihren Tieren und deren *öffentlichkeitstauglicher* Erziehung beschäftigen.

LG Delenn

Inaktiver User
13.10.2006, 14:13
Liebe Bim

Weil du es bist komm ich heute nochmal in diesen Strang

Nun wie verhalte ich mich bei meinem Hund?
Früher als sie frisch vom Tierheim war und wirklich sehr
ängstlich und misstraurisch, sie sich wegen Allem bald hinter
mich stellte (immer unangeleint)) da war ich ganz krank vor
Sorge. Also ich hab den anderen in der Gruppe halt gesagt
sie sollen ihre Hunde bisschen mehr zu Abstand annimieren.
(Wenn die Situation einfach zu eng wurde.)
Meiner gegenüber. (Diese anderen Hunde waren auch nie
angeleint. Ich meine, die Hunde in deren Gruppe wir waren)
Meine Hündin wurde sehr bedrängt und das mag sie einfach
nicht.
Ich hab nicht viel getan. Sie gelassen. Hinter mir.
Sie gestreichelt und ihr gut zugeredet. Die anderen Hunde-
halter haben auch akzeptiert das meine so ist und ihre
Hunde dann pariert.
Unser Hund hat seine Freunde seiner Art ist aber
keine grosse Gesellschafterin. So ist sie halt. Aber
deswegen nie agressiv. Sie ist auch mittlerweile selbst-
bewusster als früher. Also sie geht auch auf andere Hunde
zu. Total freundlich.
Wenn sie und ich zusammen walken oder Rad fahren oder
einfach nur spazieren gehen ,dann stimmt eigentlich alles.
Ich geb aber zu, das sie mit Sicherheit spürt, das ich nach
gewissen Erfahrungen von Vorne rein, eben besagten
Hunden aus dem Weg geh.
Ich kann dieses Gebeisse dieser Anderen einfach nicht
mehr ertragen. Mein Hund und ich wollen einfach nur
die Natur und Ruhe geniesen. Sie ist wie ich , wenn wir
unterwegs sind, sehr glücklich.
Übrigens auch mein Mann geht dieser Keilerei lieber
aus dem Weg.
Leider ist es doch oft so, das agressive Hunde die losgehen
sehr böse sein können.

Sollte ich das meiner antun?
Also wenn ich einen dieser Hunde seh ,die Konfrontation wählen?
Es würde nicht besser. Dafür hab ich das schon oft zuvor
mal ankommen lassen und es war immer das Selbe.
Kampf

Nun - Mein Hund und ich kennen unsere Touren mittlerweile
wissen um Wege die uns friedlich walken o.ä. lassen und
sind eigentlich so dann sehr zufrieden

L.G. und jetzt muss ich echt raus
Bis dann mal

Inaktiver User
13.10.2006, 14:29
Liebe Strelia,

ich verstehe dich, aber ich finde trotzdem du bist viel zu ängstlich.......

Es gibt sie, beißende Hunde, mit der Dobi hatte ich auch schon 3 mal wirklich richtig Pech gehabt in der Zeit, wo ich sie habe.......

Aber von grundauf (und das sind auch mehrere Jahre Erfahrungen) hat sich mir nicht der Eindruck vermittelt, dass (und so kommt es bei dir rüber), die meisten anderen Hunde potentielle Beißer sind...... Ich kenne wirklich jede Menge andere Hunde mit Besitzern, gehe abends immer in einem reinen Hundeauslaufgebiet spazieren. Da ist einer dabei, der ist agressiv (und der hat sie auch erwischt). Das ist einer, von 200 anderen die dort friedlich rumlaufen.....

Mein Hund läuft also trotz Unfällen frei in der Gegend rum. Sie muss ja nach einer schlechten Erfahrung, wieder neue gute Erfahrungen sammeln, sonst denke ich geht der Schuss nach hinten los (wie bei dir).

Entweder wird der Hund ebenfalls agressiv oder er wird hypaängstlich.....

Es hört sich so an, als wenn dein Hund permanent angegriffen wird.......

Das muss Gründe haben......

Grüße Peppi

Plueschtier
13.10.2006, 14:47
Hallo,
*kurzreinhüpf*
leider gibt es sie wirklich, diese "nixwieabmitdenZähneninsnächsteBein"-Hunde. Und ich kann mich der Meinung von irgendwo "oben" nur anschließen, da ist nichts mit Reaktion nach der Schrecksekunde, weil der Hund einem da schon im Bein hängt...
Und wenn ich ehrlich bin: sollten sich demnächst wieder Hundezähne in meine Haut verirren (wobei ich nicht einen schnellen Dackel-Angstbiss, sondern einen "gezielten" Angriff meine), bekommt der liebe kleine Wauzi von mir alles ins Gesicht, ins Auge, auf die Nase, wo auch immer es wehtut, was ich gerade in der Hand habe, ob das nun ein Schirm mit fieser Spitze oder Pfefferspray ist. Mir reichen nämlich die Narben von einem Dobermann"schätzchen", da müssen nicht noch weitere von anderen dazu kommen...
So lange Hund nur bellt oder droht, versuche ich auch, ruhig zu bleiben. Aber wenn er mich verletzt, ob nun Halterfehler oder nicht, dann gucke ich nicht wieder nur zu, wie mir das Blut die Beine runterläuft. Nur soviel zum Thema "Waffen".
Plüschtier
*wiederraushüpf*

Inaktiver User
13.10.2006, 15:36
Hallo,
*kurzreinhüpf*
leider gibt es sie wirklich, diese "nixwieabmitdenZähneninsnächsteBein"-Hunde. Und ich kann mich der Meinung von irgendwo "oben" nur anschließen, da ist nichts mit Reaktion nach der Schrecksekunde, weil der Hund einem da schon im Bein hängt...
Und wenn ich ehrlich bin: sollten sich demnächst wieder Hundezähne in meine Haut verirren (wobei ich nicht einen schnellen Dackel-Angstbiss, sondern einen "gezielten" Angriff meine), bekommt der liebe kleine Wauzi von mir alles ins Gesicht, ins Auge, auf die Nase, wo auch immer es wehtut, was ich gerade in der Hand habe, ob das nun ein Schirm mit fieser Spitze oder Pfefferspray ist. Mir reichen nämlich die Narben von einem Dobermann"schätzchen", da müssen nicht noch weitere von anderen dazu kommen...
So lange Hund nur bellt oder droht, versuche ich auch, ruhig zu bleiben. Aber wenn er mich verletzt, ob nun Halterfehler oder nicht, dann gucke ich nicht wieder nur zu, wie mir das Blut die Beine runterläuft. Nur soviel zum Thema "Waffen".
Plüschtier
*wiederraushüpf*

:freches grinsen:

Unterschätze nie, aber auch niemals einen Rauhaardackel........

Sich gegen einen bereits beißenden Hund zu wehren kann für dich gefährlich werden.

Im Affekt würde ich ihn allerdings auch wegtreten. Das kannst du mir glauben......

Ich habe auch schon Hunde weggetreten, die mit den Zähnen in meinem hingen.......

Und das sage ich als absolute Hundeliebhaberin......

Da überwiegt bei mir der "Familienschutz"....., ganz klar....

Wichtig ist aber doch, dass man unmittelbar eine Anzeige macht.

Besitzer von menschenangreifenden Hunden gehören angezeigt.....

Inaktiver User
13.10.2006, 16:20
:freches grinsen:

Unterschätze nie, aber auch niemals einen Rauhaardackel........



... aus anderen Gründen, aber: Peppi hat recht!!! *lach*

Mein Freund hatte eine ganz andere Strategie als ich, er hat die angreifenden Hunde (und auch er kennt, wie ich Hundesprache sehr genau) mit dem Stiefel in der Bewegung weggekickt (wie Aikido - nutze die Kraft des Angreifers relativ passiv für Dich).

Das war aber der alte Schäferhund. Ich weiß nicht, warum, aber der zog Streit an wie ein Marmeladebrot die Wespen.

Der neue Hund (kastriert), wie schon geschrieben, erzeugt ganz andere Reaktionen der Hunde.

Auch muß man die anderen Hunde kennen. Als ich mit diesen neuen Hund vor einem Jahr in den Reitstall kam, wußte ich, daß z. B. der alte Schäferrüde ihn - bei seinerseits gefühlter Nervigkeit - mal "beuteln" wird, aber das Tier hat eben keine Zähne mehr *g* und ist von Grund auf friedlich. Da hat man als Hundhalter nun mal einen anderen Zugang.

Ansonsten beobachte ich, meist reichen wenige Augenblicke, und man weiß: geht, oder geht nicht.

Wenn man in einer Gegend wohnt, wo viele "Spaziergänger aus der Stadt" Landluft schnuppern wollen, z. B. zum Wochenende, ist es haarig, wirklich. Ich lebe da, vermeide aber die "Städterwege". Ich kenne eh die besseren und schöneren Wege - Naherholungsgebiet hin oder her, wir Ortsansässigen bleiben halt auch gern unter uns.

Vielleicht gibt es für Dich, Strelia, auch andere Wege. Dort, wo Du unbelästigt bleibst, und: mich hat das CS-Gas-Spray sicher gemacht. Ich habe es auch nie unbedacht eingesetzt, wußte aber, ich bin doch sicher, wenn es blöd kommt.

Ich habe es bei einem eindeutigen "Hundesignal" das anderen Hundes eingesetzt. Ich fühle, wenn es Zoff gibt. Da habe ich gesprayt, damit der Hund nicht in unseren 2-Meter-Sicherheitskreis kommt. Insofern war der andere Hund gewarnt, konnte dem scheußlichen Geruch ausweichen und ging, nach dem 2. Versuch. Deeskalation - mal anders, finde ich.

Die Besitzerin hatte sich hinterher bedankt. Es war ein "Beißer". Sie dachte zum wiederholten Male fälschlich, sie hätte ihn unter Kontrolle. Ob sie meinen Tip "Hundeschule" angenommen hat, entzieht sich aber meiner Kenntnis.

LG,
One

Inaktiver User
13.10.2006, 16:41
"Normalerweise" sollte es überhaupt nicht zu solchen bösen Auseinandersetzungen sprich ERNSTKÄMPFEN kommen, wie du sie schilderst. Mindestens einer der Beteiligten beherrscht seine Sprache nicht. Möglicherweise beide. :smirksmile:

Es sind nicht nur "die anderen".


Ich kann nur sagen, mein Hund ist nicht der jenige der anfängt und in den meisten Fällen bin ich davon überzeugt der andere hört nicht freiwillig auf, obwohl er eindeutig den kürzeren zieht. Ich beende diese Szenen meistens in dem ich "Aus" sage und meinen Hund hinter mir Platz nehmen lasse, bis dahin hat dann das Herrchen des anderen seinen Hund (meistens) wieder unter Kontrolle. Jetzt ist sicher wieder großes Geschrei, aber wie gesagt ich will EINER Problematik aus dem Weg gehen.
Und JA ich wurde schon oft gebissen, als ich 7 war hat mir ein Schäferhund ins Gesicht gebissen und ich hab geblutet wie ein Schwein. Hab immer noch große Angst vor Schäferhunden, aber glücklicherweise (oder komischerweise) nur vor der Rasse.

Inaktiver User
13.10.2006, 20:25
Ich habe eine 8jährige Terrier-Schnauzermischlings-Hündin mit Angst vor Kindern und vor Leuten, die ihr über den Kopf streicheln, aus dem Tierheim (sie hätte am Tag, als ich sie holte, wegen dieser Disposition eingeschläftert werden sollen, ich wurde aber nicht informiert, nicht hundeerfahren - eine Sauerei ohnegleichen, und stand nach 6 Wochen vor der Wand, vor mir ein Hund mit Zähnen bis zu den Ohren), und wohne in einer Spielstrasse mit ca. 20 Kindern unterschiedlichen Alters.

Ich hätte damals, als ich noch keine Bindung zu meiner Schönen, die Katzen und Meerschweinchen durch die Wohnung und in ihr Bettchen zum Hüten trug, hatte, sie gerne eingeschläfert, weil es mir für mich und meine Mitmenschen zu gefährlich war. Aber KEINER der 8 Tierärzte einschliesslich des Tierheims erklärte sich dazu bereit.

So habe ich den Kampf aufgenommen und inzwischen nach vier Jahren so weit gesiegt, dass sie es erträgt, am Kopf gestreichelt zu werden und sich abdreht, Kinder negiert und an der Leine andere Hunde nicht mehr verbellt. Ich würde sie aber niemals mit Kindern allein oder in der Strasse von der Leine lassen.

Und diese spielenden Kinder waren das Problem, aber auch die Eltern, die Angst vor Hunden haben.
Und da haben wir Hundebesitzer in der Strasse es einfach gewagt, hier die Kinder und Eltern darin zu schulen, was zu tun ist, wenn ein unbekannter Hund frei rum läuft - all die Ratschläge, die hier genannt wurden, haben wir durchgezogen.

Am erstaunlichsten fand ich, dass die Kinder wesentlich besser verstanden, um was es ging. Die Eltern haben sich amüsiert über uns und als Nicht-Hundekenner unsere Ratschläge belächelt.

Wir haben inzwischen den Stress aus der Geschichte rausgeübt, aber das haben wir vor allem den Kindern zu verdanken, die offen und frei unsere Ratschläge in die Tat umsetzen, und natürlich unseren Hunden, denen wir die guten Sitten im Umgang mit Menschen beigebracht haben.

Inaktiver User
13.10.2006, 20:37
Ich kann nur sagen, mein Hund ist nicht der jenige der anfängt und in den meisten Fällen bin ich davon überzeugt der andere hört nicht freiwillig auf, obwohl er eindeutig den kürzeren zieht.
Hallo Moncheri,
welcher zieht den Kürzeren? Dein Hund oder der andere?

Das sehe ich dann nämlich anders. Deiner hört wohl nicht auf, obwohl der andere möglicherweise schon Unterwerfungsgesten zeigt, wenn er doch "eindeutig den kürzeren zieht". Oder dein Hund ist nicht bereit, sich zu unterwerfen.

Ich kann mir solche ernsthaften Blessuren wirklich nicht anders erklären, als dass beide Hunde gestört in ihrem Verhalten sind. Souveräne, selbstichere Hunde kämpfen nicht, sie "verhandeln".

Wie sehr verletzt war denn der andere Hund?

Bim

Inaktiver User
13.10.2006, 21:36
Hallo Moncheri,
welcher zieht den Kürzeren? Dein Hund oder der andere?

Das sehe ich dann nämlich anders. Deiner hört wohl nicht auf, obwohl der andere möglicherweise schon Unterwerfungsgesten zeigt, wenn er doch "eindeutig den kürzeren zieht". Oder dein Hund ist nicht bereit, sich zu unterwerfen.

Ich kann mir solche ernsthaften Blessuren wirklich nicht anders erklären, als dass beide Hunde gestört in ihrem Verhalten sind. Souveräne, selbstichere Hunde kämpfen nicht, sie "verhandeln".

Wie sehr verletzt war denn der andere Hund?

Bim

Welche Blessuren meinst Du?

Natürlich meine ich den anderen Hund, der den kürzeren zieht. Und mein Hund hört auf!! 1. läuft er manchmal weg 2. kommt es vor das er sich abdukt (aber eigentlich nicht, weil er erstmal so blöd ist und denkt der andere will spielen) und 3. selbst wenn er nicht von allein aufhören sollte: hörter sofort auf mein Komando!

Kein Hund ihm gegenüber wurde bisher wirklich verletzt (ne blutende Schnauze...), weil er mehr drängelt und drückt als zu beissen.

murmeltier
13.10.2006, 23:48
en.

Ich kann mir solche ernsthaften Blessuren wirklich nicht anders erklären, als dass beide Hunde gestört in ihrem Verhalten sind. Souveräne, selbstichere Hunde kämpfen nicht, sie "verhandeln".



Öhm, ich hab nicht viel Zeit, aber kurz dazu - es reicht wenn EINER der Hunde "gestört" ist oder wie auch immer.

Shiwa bekam von einem Rüden das halbe Gesicht zerfetzt. Sie gerieten aneinander und sicher hat Shiwa auch gezickt, aber auf Kommando sofort abgelassen und wollte weg. Konnte sie aber nicht - der andere hielt sie fest. Als wir sie auseinander hatten, sah Shiwa ganz übel aus und setzte auch nicht nach oder so. War nur froh da raus zu sein... Der Rüde hatte nichts, außer ein kleines Loch in der Zunge, welches er sich vermutlich selbst getackert hatte...

Aber klar, auch ich hatte natürlich den bösen "Kampfhund" der bestimmt angefangen hatte und der andere hat sich ja sicher nur gewehrt (bim, ich weiß, dass DU nicht so denkst. Aber andere... Shiwa hat noch heute überdeutliche Narben von dem Vorfall. Komicherweise sagt kaum jemand: "Ach der arme Hund, wurde auch schon gebissen", sondern oft "Die fetzt sich aber auch gern, ne?" :unterwerf: :niedergeschmettert:

Reffre
14.10.2006, 00:46
L Also ich hab den anderen in der Gruppe halt gesagt
sie sollen ihre Hunde bisschen mehr zu Abstand annimieren.
(Wenn die Situation einfach zu eng wurde.)
Meiner gegenüber. (Diese anderen Hunde waren auch nie
angeleint. Ich meine, die Hunde in deren Gruppe wir waren)
Meine Hündin wurde sehr bedrängt und das mag sie einfach
nicht.
Ich hab nicht viel getan. Sie gelassen. Hinter mir.
Sie gestreichelt und ihr gut zugeredet. Die anderen Hunde-
halter haben auch akzeptiert das meine so ist und ihre
Hunde dann pariert.

Das Streicheln und Beruhigen war falsch, denn dadurch hast du ihre Angst bestätigt. Du hast ihr signalisiert, dass es Grund gibt sich zu fürchten, indem du ihr extra Zuwendung hast zukommen lassen.

Besser wäre es gewesen die gesamte Situation zu ignorieren und so zu tun als ob NICHTS wäre. Das gibt dem Hund Sicherheit, er lernt dann das keine Gefahr besteht, weil sein Halter (Rudelanführer) absolut ruhig und selbstsicher ist. Machst du hingegen großes Trara (Anweisungen an andere, eigenen Hund ermutigen) verunsichert das deine Hündin. Sie spürt dann deine Beunruhigung, spürt dass du der Lage nicht mehr Herr bist und das Rudel nicht mehr beschützen kannst. Sie ist dann unter dem Zwang selbst zu handeln (also entweder Flucht oder Rudel verteidigen), was für sie, eigentlich das rudelschwächste Tier, enormen Stress bedeutet.

Inaktiver User
14.10.2006, 08:39
Hallo Natalie,


"Normalerweise" sollte es überhaupt nicht zu solchen bösen Auseinandersetzungen sprich ERNSTKÄMPFEN kommen, wie du sie schilderst. Mindestens einer der Beteiligten beherrscht seine Sprache nicht. Möglicherweise beide. :smirksmile:


Wie habt ihr sie denn trennen können, Natalie?

Es gibt eine Möglichkeit, raufende Hunde zu trennen. Allerdings müssen da BEIDE Halter beherzt eingreifen und möglichst abgestimmt handeln.

Die Hunde an den Hinterläufen packen, oberhalb der Pfoten, kräftig daran ziehen. Die Hunde werden für einen Moment das Maul öffnen (den Gegner loslassen), das ist dann der Moment, in dem man sie sofort voneinander wegziehen muss und kann (immer noch in dieser "Schubkarrenstellung") und außer Reichweite des anderen bringen. Dort auch solange verweilen und festhalten, bis sie von ihrem "Trip" runterkommen, ansonsten gehen sie sofort wieder aufeinander los.


@Moncheri

(aber eigentlich nicht, weil er erstmal so blöd ist und denkt der andere will spielen)
Das meinte ich ja damit, dass es nie einer alleine sein kann, wenn es zu einer Auseinanderstzung kommt. Wenn dein Hund also einen Angriff als Spielaufforderung interpretiert, dann versteht er nicht, was der andere ihm tatsächlich "sagt".

Da aus Spaß allerdings auch schnell Ernst werden kann, ist es wichtig für den Halter, die Hunde rechtzeitig abzurufen. Der Halter muss fähig sein, die Körpersprache der Hunde zu interpretieren.

Ich meinte die Blessuren, die du schilderste, mit fast fehlendem Auge usw.

@all
ein paar gute Bilder:

Herantasten (http://www.hovawart-info.de/hundebegegnungen.jpg) der blonde Rüde in "untertäniger" Haltung (Rute gesenkt, Ohren zurückgelegt, weicht Blickkontakt aus), der dunkle Rüde dominant (Rute aufgestellt, Versuch fixierender Blickkontakt). Wären hier beide Ruten aufgestellt, wäre das schon der Moment, in dem ich meinen Hund zurückrufen würde, bzw. aus dieser Situation holen, da ein Ernstkampf nicht ausgeschlossen ist!

Rangordnung (http://www.hovawart-info.de/tstellung.jpg) geklärt, akzeptiert (passive Unterwerfung des blonden Rüden), dunkler Rüde legt Kopf auf den blonden Rüden, somit ist er für diese (!) Situation der dominante Rüde

Spielaufforderung (http://www.hovawart-info.de/beschwichtigung.jpg)des blonden Rüden, duch "Anpfoten", nachdem die Rangordnung klar ist

Spiel! (http://www.hovawart-info.de/hundesprache.jpg) Spielgesicht, obwohl es wie eine Beißdrohgeste aussieht (Maul zwar aufgerissen, Lefzen aber nur halb"rund" geöffnet, Zähne noch halb verdeckt). Eine echte Beißdrohgeste ist bereits ein Angriff und keine Drohgebärde mehr. (Maul weit aufgerissen, Lefzen weit nach hinten gezogen, alle Zähne blank gelegt, Ohren nach vorne aufgestellt)

typisches Spielgesicht (http://www.hovawart-info.de/koerpersprache.jpg) beim "Fangen" spielen, halb angelegte Ohren, kaum geöffnetes Maul, mit "lächelnden" Lefzen

Überlegenheit (http://www.hovawart-info.de/raufereien.jpg) demonstrieren, indem man den anderen mit dem Hinterteil oder der Schulter anrempelt. Der subdominante schnappt in die Luft.

aktive Unterwerfung (http://www.hovawart-info.de/sozialverhalten.jpg) des blonden Rüden, durch die Geste "Futter betteln".

Spiel beendet.

LG
Bim

Inaktiver User
14.10.2006, 10:58
In dieser Bildfolge ist ein "Kommentkampf" zu sehen. D.h. es wird im Spiel ausgelotet, wer der Stärkere ist. Oben war es bereits vor dem Spiel geklärt.

Bildfolge Kommentkampf (http://www.hovawart-info.de/aggression.htm)

Besonders interessant finde ich dabei diese Bilder

Blonder Rüde (http://www.hovawart-info.de/aggression.jpg) wurde unterworfen, gibt sich damit aber nicht einverstanden! Beide Hunde drohen sich offensiv, fixieren sich im Blickkontakt. Spätestens jetzt würde ich meinen Hund abrufen, da es in eine ernsthafte Keilerei ausarten könnte.

Nochmal gut gegangen (http://www.hovawart-info.de/rueden.jpg) Unterwerfung "akzeptiert", beide Rüden etwa gleich stark und lecken sich übers Maul, um zu beschwichtigen

Beide akzeptieren, etwa gleich stark zu sein (http://www.hovawart-info.de/raufen.jpg) der dunkle Rüde wendet den Kopf, keine offensive Drohgeste mehr des blonden

"Gegner" wird weiter festgehalten (http://www.hovawart-info.de/rauferei.jpg), der dunkle Rüde leckt sich weiter übers Maul, wendet den Blick ab, beide Hunde haben so die Möglichkeit, sich zu beruhigen und keinen neuen "Ernstkampf" zu starten, der blonde Rüde droht weiterhin (defensiv allerdings, schmale Lippen)

Spiel zu Ende (http://www.hovawart-info.de/unterwerfung.jpg) der blonde Rüde entspannt sich, bald wird der dunkle ihn nicht mehr "festhalten"

Tatra
14.10.2006, 11:14
Wären hier beide Ruten aufgestellt, wäre das schon der Moment, in dem ich meinen Hund zurückrufen würde, bzw. aus dieser Situation holen, da ein Ernstkampf nicht ausgeschlossen ist!


Auch wenn ich bei allem sonst zustimmen und meine Hunde in so einer Situation abrufen würde, ein Ernstkampf ist auch dann nicht sehr wahrscheinlich. Wahrscheinlich ist ein heftiges Gerangel bei dem bei schlechter Beißhemmung des einen oder von beiden durchaus auch größere Verletzungen entstehen können. Kenne ich beide Hunde und weiß daß sie eine gute Beißhemmung haben und paßt es in diese Situation lasse ich, gerade die Rüden, das auch gerne mal ausdiskutieren. Da ich die gute Beißhemmung meiner Hunde kenne kann ich das auch relativ gefahrlos. Ich halte aber während des Rituals Abstand oder gehe demonstrativ uninteressiert weiter, das gibt den beiden Angebern nämlich die Gelegenheit sich ohne Gesichtsverlust aus der Affäre zu ziehen ("Ich würde es dir ja eigentlich mal zeigen aber ich muß leider auf mein Frauchen hören..").

Ernstkämpfe erfolgen fast nur innerhalb von festen Gruppen bzw. Rudeln, der Tod des Gegners wird durchaus auch billigend in Kauf genommen, es geht fast nie eine ritualisierte Gestik voraus sondern es wird unvermittelt angegriffen und ein gutes Kennzeichen: sie sind lautlos. Der Grund ist i.R. ein Kampf um Rangposition, da es dabei eigentlich um sexuelle Fortpflanzung geht finden sie meiner Erfahrung nach nur unter gleichgeschlechtlichen Tieren statt (ich rede jetzt nicht von der Situation eine Gruppe gegen einen einzelnen Hund) und ich habe sie bisher auch nur unter Hündinnen erlebt. Sie kämpfen seltener als Rüden aber wenn meist ernsthafter denn es geht letzendlich um die Aufzuchtbedingungen ihrer Welpen, bei den Rüden geht es nur um Sex.

Gehört jetzt eigentlich nicht zum Thema und war etwas klugscheißerisch, war mir aber ein Bedürfnis da meiner Erfahrung nach die meisten "Hundekämpfe" völlig überbewertet werden und ich sehe berufsbedingt öfters mal welche.

Tatra

Inaktiver User
14.10.2006, 11:36
Hallo Tatra,
zum Thema gehörten meine Ausführungen auch nicht. Aber man verzettelt sich ja öfter. Ich fand deine Bemerkungen nicht "klugscheißerisch" sondern einfach nur ergänzend. Danke dafür.

Vor allem, weil ich die Beißhemmung ignoriert habe!

Bim

Inaktiver User
14.10.2006, 14:50
Noch ein guter Tip um 2 Hunde zu trennen:

Finger in den Popo stecken (hat mein Vater schon mit unserem Kampfjagdterrier Lupo gemacht)......

Ansonsten denke ich, 2 ernsthaft kämpfende Hunde auseinanderzubringen kann gefährlich werden.

Unser Labbi hat einen Cousin (gehört Freunden von uns). Beide habe sich heiß und innig geliebt. Das Blatt wendete sich im Jugendalter.

Beide Hunde hassten sich plötzlich. Wenn wir dort (bei unseren Freunden) auf Urlaub sind, muss unser Labbi mindestens ein mal zum Tierartzt, oder die Freunde von uns mit ihrem Hund.

Bei einer Auseinandersetzung fasste der Onkel der Familie unseren Labbi am Schwanz (völlig falsch) um ihn wegzuziehen.

Im Wahn hat sich unser Labbi rumgedreht und besagtem Onkel ins Bein gebissen.

Der Hund ist absolut friedlich gegenüber Mensch und Hund.

Und trotzdem hat er damals zugepackt.......

So kanns auch gehen.....

Dazwischen gehen klar, aber man muss das schon ein bischen durchdenken vorher....

Inaktiver User
14.10.2006, 15:27
Finger in den Popo stecken

:ooooh::ooooh::erleuchtung::erleuchtung::freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Inaktiver User
14.10.2006, 16:49
@ Bim
Okay, hab mich wie oft falsch ausgedrückt.
Man denkt, hat ein Bild vor Augen und schreibt etwas - und das auch noch während der Arbeit - kann nur falsch verstanden werden.

Wenn ich sage mein Hund denkt der andere will spielen, heißt das nicht er rennt zu ihm, er steht halt da und erwartet nichts böses (wedelt, guckt und "fragt" wollen wir spielen) - mehr nicht. Denn nicht immer kommt ein Hund gleich wild fletschend auf ihn zu gestürmt. Und leider will nicht jeder Hund mit ihm spielen. Und ganz ehrlich, natürlich ergibt er sich nicht dem anderen, wenn der ihn beißt, früher hätte er das getan, aber nach der Verletzung nicht mehr - das ist also die Blessur die Du meinst. Ich schrieb am Anfang schon, daß mein hund sehr schwer verletzt wurde von einem Staff eines "Kriminellen" angegriffen, weil Herrchen ihn auf meinen jagte und den Hund immer wieder anfeuerte: "Mach ihn fertig." Mein Hund hatte keine Ahnung was mit ihm passierte (wurde oft gebissen, aber er schubste die anderen Hunde einfach und lief dann halt weg) der Hund von diesem miesen Kerl verbiß sich so arg im Kopf meines Hundes, daß er fast ein Auge verlor und sein ganzer Kopf "entfellt" war. Ich hab gefleht, geheult und gebettelt er möge doch bitte seinen Hund weg nehmen, aber es war ihm scheißegal, er sagte nur:"wieso deiner ist doch ein Kampfhund". Ich werde den Abend nie vergessen - Winter, Schnee, eiskalt - und ich lag irgendwann am Boden heulte wie ein Kind und versuchte meinem Hund zu helfen. Ich hab nicht mehr darüber nach gedacht, daß mir was passieren könnte, hatte eh nie Angst vor Hunden. Also packte ich irgendwann den anderen Hund und wartete auf den Moment wo er kurz nachließ (und der Penner meinte noch ich soll seinen Hund nicht anfassen, hab ihm gesagt:ich mach was ich will, da du ja nicht in der Lage bist deinen Hund zu kontrollieren), der Hund ließ 1 Sek. locker, ich hatte das Vieh und warf ihn zum Herrchen. Ich sagte ihm: halt Deinen hund jetzt fest. Er hat es versucht, aber er riß sich los und kam schon wieder. Ich nahm meine Hund hoch und drehte mich im Kreis und das Vieh schnappte immer wieder nach ihm. (Herrchen versuchte erneut den hund zu halten, schwupp hatte er das Halsband in der Hand) ich sah keinen Ausweg, also ließ ich meinen Hund runter und verschaffte ihm die bessere position. Nun hatte sich mein Hund verbissen und das war sehr beruhigend für mich. Ich sagt dem Idioten er soll jetzt den Hund festhalten und ich sage meinem das er los lassen soll. Gesagt - getan - der Horror hatte nach ca. 30 min ein Ende. Ich lief heulend mit dem Hund auf dem Arm nach Hause und fuhr imit ihm in die Klinik.
Übrigens Dieser Mensch züchtete die Rasse in einer normalen Wohnung, richtete sie im Garten ab und ließ sie dort Kämpfen.

Mein Hund beißt nicht nach, wenn Schluß ist ist Schluß. Und wenn ich auf ein Staff Bull Treffen gehe, passiert nichts - kein hund will irgendwas böses. Die innere Stärke dieser Rasse, macht sie zu Hunden, deren Hemmschwelle zu beißen VIEL höher ist als die manch anderer Hunde.

Inaktiver User
14.10.2006, 18:46
Liebes Monchi

Gerade les ich das
Ich kann mir richtig vorstellen wie du das erlebt hast

Du und dein Hund....
Ihr habt euch beide ja dann Gott sei Dank ganz
nah gehabt.
Egal welche Rasse, wenn einer die schlechteren Karten
hat, ist das sehr oft ,eine böse Sache. (leider)

Ach Moncheri die Geschichte ist schlimm
Ich drück dich mal
(deinen Hund abba nur einen Handkuss zuwerf gell *sfg)

L.G.

Inaktiver User
14.10.2006, 18:57
Danke liebe Strelia!

Der tut nichts der will nur spielen *lol*

Den kannst gern knutschen, aber nur wenn Du nicht wasserscheu bist. Das abschlecken von MENSCHEN hab ich ihm einfach nicht abgewöhnen können. Außer ich werde böse, aber die meisten finden es nicht schlimm, da kann ich ja dann sowieso reden wie ich will.

Inaktiver User
14.10.2006, 20:18
Bei einer Auseinandersetzung fasste der Onkel der Familie unseren Labbi am Schwanz (völlig falsch)
Peppi, das ist nicht "völlig falsch". Das wäre sogar die richtige Alternative zum an den Hinterläufen Packen. Allerdings ist die Verletzungsgefahr für den Haltern natürlich ungleich höher, da ein Hund sich auf 4 Beinen besser um die eigene Achse drehen kann, als einer auf zwei Beinen.

@Moncheri
ich hoffe doch, du hast diesen Menschen angezeigt?

Inaktiver User
14.10.2006, 20:32
Bim,
ich hab ihn angezeigt, aber die Lacher waren auf seiner Seite.
Seine Hunde haben mehrere kleine Hunde und Katzen getötet. Und es passierte nichts. Der Polizei war es trotz einer Drohung von ihm, mich fertig zu machen falls ich ihn anzeige "zu wenig Drohung" Es ist ja nix passiert. Das Ordnungsamt hat mir mitgeteilt, sie hätten einen fetten Ordner könnten aber nichts machen. Ich habe dann noch einiges versucht, fand heraus das er die züchtet, die Kämpfe macht....., durch Befragung der Nachbarn. Die hatten aber solche Angst vor ihm, daß sie nicht bereit waren eine Aussage zu machen. Und kurz darauf wurde das Kind in Wilhelmsburg (Hamburg) getötet. Erst da wurde fest eingegriffen, aber da gab es dann den Rundumschlag für alle Hundebesitzer.
Es ist traurig, wievilel passieren musste, bevor so einem Menschen der Riegel vorgelegt wurde.

LG

Inaktiver User
14.10.2006, 20:50
Es ist ja in erster Linie wichtig für dich, wenigstens das Gefühl zu haben, etwas unternommen zu haben. Was daraus wird....eine andere Frage. Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht (allerdings in anderen Zusammenhängen).

LG