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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Baby nimmt nicht zu



Inaktiver User
08.10.2006, 07:03
Hallo, Ihr Lieben,

vielleicht weiß ja jemand von Euch, was bzw. ob ich was falsch mache oder woran das liegt.

Mein Sohn ist knapp 5 Monate alt und wiegt bei einer Größe von 69cm ca 6700g, und das seit einer ganzen Zeit, mal ein bißchen mehr, mal ein bißchen weniger. Er bekommt alles, was ich an Muttermilch habe (abgepumpt, die Brust verweigert er), leider ist das nicht viel, so alle 4 Stunden noch etwa 20ml. Dann bekommt er noch ein Fläschchen mit so 180 - 200ml Milch (Anti-Reflux, weil er sonst bei jeder Mahlzeit mehrmals spuckt), angereichert mit Reisflocken. Die trinkt er allerdings nicht immer aus, oft trinkt er nur 150 oder auch nur 120ml. Pro Tag bekommt er 4-5 solche Mahlzeiten, immer im Abstand von min. 3 Stunden.

Nach dem, was er trinkt, müßte er laut Kinderärztin eigentlich zunehmen. Tut er aber nicht, im Gegenteil. Ich weiß nicht, er ist ein sehr lebhaftes Kind, bewegt sich sehr viel, vielleicht verbraucht er dabei die ganze Energie aus den Fläschchen, so daß fürs Zunehmen nichts mehr bleibt.

Falls jemand von Euch eine Ahnung hat, warum mein Sohn nicht zunimmt oder falls Ihr Tipps für mich habt, was ich besser machen kann, bitte sagt was dazu. Ich bin schon ganz verzweifelt, vielleicht könnt Ihr mir helfen.

LG,
Lissana

xanidae
08.10.2006, 08:01
macht dir die kinderärztin druck?

wie stellst du fest, dass er nicht zunimmt? wiegst du ihn? in welchem zeitraum?

ich habe zwei große und leichte kinder, das verhältnis ist ähnlich gewesen wie bei deinem. meine kinderärzte haben nie was dazu gesagt. auch ich war beim ersten am anfang besorgt, weil er nie die angegebene menge getrunken hat.

ich habe dann ein protokoll geschrieben, wann er wieviel trinkt. täglich waren es so um die 800ml, war es an einem tag weniger, konnte ich drauf zählen, dass an einem der nächsten tage mehr getrunken wurde.
dein sohn bekommt 100ml mumi am tag + 750ml (im schnitt) von der babynahrung. macht 850ml am tag. selbst wenn er pro mahlzeit nur 120ml trinken würde, wäre er bei 700ml pro mahlzeit.
trinkt er noch wasser oder tee?

warum musst du der antirefluxnahrung noch reisflocken untermischen? die ist doch schon dick?
hat die kinderärztin dir die antirefluxnahrung empfohlen?

zum guten schluss: wenn man vollstillt, weiß man nie, wieviel ein kind trinkt. man vertraut darauf, dass es mutter natur schon regelt. auch bei der flasche würde ich drauf vertrauen, dass er weiß wann und wieviel hunger er hat. dieses wissen um milliliter kann einen wahnsinnig machen.

Inaktiver User
08.10.2006, 08:49
Danke für Deine Antwort, Xanidae,

ich wiege ihn etwa einmal die Woche, sein Gewicht hält sich nun schon etwa mindestens 6 Wochen. Die Kinderärztin macht mir keinen Druck, sie hält das glaube ich für weniger bedenklich als ich. Ich hab halt noch so im Hinterkopf, was die Hebamme am Anfang sagte, eben daß das Gehirnwachstum zu kurz kommen könnte, wenn das Kind nicht jede Woche mindestens 50g zunehmen würde.

Zur Kinderärztin sind wir mit unserem Sohn gegangen, als er fast alles an Nahrung verweigert hat. Sie hat festgestellt, daß er einiges abgenommen hatte und hat uns alles aufschreiben lassen, was er wann getrunken hat. Ausserdem hat sie ihn über 2 Wochen oder so alle 2-3 Tage gewogen. Er hat dann langsam aber sicher wieder etwas zugenommen, so daß sie und wir erstmal beruhigt waren (mittlerweile nimmt er aber eben wieder nicht mehr zu, sein Gewicht dreht sich seit Wochen immer so um ca 6700g). Da hatte es wohl daran gelegen, daß wir versucht hatten, den Kleinen nach Bedarf zu füttern. Wir hatten ihm immer dann, wenn wir dachten, er habe Hunger, ein Fläschchen angeboten, er trank solange, bis das Hungergefühl weg war (nicht, bis er satt war, nur solange, daß er das Hungergefühl nicht mehr so gespürt hat) und hat dann aufgehört....und beim nächsten Hungergefühl das gleiche Spiel. Dh, wir haben letztlich den ganzen Tag immer und immer wieder gefüttert, aber halt immer nur etwas, und insgesamt zu wenig. War natürlich so nicht geplant gewesen, es hatte sich einfach mehr und mehr so entwickelt. Die Kinderärztin hat uns geholfen, mehr oder weniger feste Mahlzeiten einzuführen, das war schon mal ein großer Fortschritt.

Tee geben wir ihm ab und zu etwas zwischendurch, aber nicht zuviel, damit er sich nicht daran "sattrinkt".

Das mit den Reisflocken war eigentlich so, daß unser Sohn bis vor kurzem immer noch die Pre-Nahrung bekommen hat, weil die am Muttermilch-ähnlichsten sein soll (hat uns unsere Kinderärztin vorher gesagt, mittlerweile sind wir bei einer anderen) und er sie gut vertragen hat. Okay, er hat von Anfang an gespuckt, und im Laufe der Zeit immer mehr, aber es heißt doch "Speikinder - Gedeihkinder". Jedenfalls dachten wir, er würde von der wohl nicht mehr satt werden. In einer Zeitschrift für Eltern habe ich den Tip gefunden, die Pre-Nahrung mit Reisflocken anzureichern, anstatt Folgemilch zu geben, das wäre besser für die Zähne. Das haben wir gemacht, und er hat es auch gut vertragen. Nur hat er mit der Zeit immer mehr gespuckt, zum Schluß mehrmals bei jeder Mahlzeit. Da dachten wir, wir versuchen es mal mit der AR-Milch, und siehe da, das Spucken hat aufgehört. Die Reisflocken haben wir einfach beibehalten, haben da gar nicht großartig drüber nachgedacht.

Daß Mutter Natur das schon regelt, daß er genug trinkt, hatte ich ja auch gedacht....bis eben die Ärztin festgestellt hat, daß er abgenommen hatte, und nicht wenig. Seitdem beobachte ich sein Gewicht, also ich wiege ihn etwa einmal die Woche.

Ohje, das kommt mir jetzt alles ein bißchen chaotisch vor, ich hoffe, Du steigst da durch :-) Wir haben ganz sicher auch Fehler gemacht, der Kleine ist halt unser erstes Kind. Aber wir bemühen uns zu lernen und etwaige Fehler zu korrigieren.

LG,
Lissana

xanidae
08.10.2006, 11:16
hallo lissana,

lass mal die reisflocken weg. die machen ja nochmal extra satt. ich kenn das mit den reisflocken nur, wenn ein kind durchfall hat.

das mit dem spucken kenne ich auch, das wirkt schon besorgniserregend. mein erster sohn war auch so ein mr. spucky und obwohl er so leicht war, hat mir die kiä von der ar-milch abgeraten. sie sagte, erst wenn ein kind massiv abnimmt. aber das war wohl bei deinem sohn der fall.

premilch nach bedarf zu füttern ist richtig. ich habe premilch beim 1. bis zum 10. monat gefüttert und beim 2. bis zum 6. - und da haben wir die milch nur geändert, weil mein mann 10packungen 2er gekauft hat, sonst hätte ich die premilch auch noch länger gegeben.
ich hab auch immer weniger milch gegeben als auf der packung stand. sonst habe ich immer soviel wegschütten müssen, weil mein etappentrinker soviel übrig ließ.
an deiner stelle würde ich nur 150ml machen und dann abwarten, ob er diese austrinkt und ob er zusätzlich eine flasche braucht.
schläft er durch? wie sind die 4 - 5 mahlzeiten verteilt?
wann willst du mit beikost anfangen? möglicherweise wird es da besser.

Inaktiver User
08.10.2006, 12:10
Hallo, Xanidae,

die Reisflocken werd ich erstmal weglassen, mal sehen, vielleicht bringt das ja was.

Das mit der zusätzlichen Flasche haben wir eine Zeit probiert, nutzt bei unserem Mäuschen aber nix, weil er dann oft erst schnell trinkt, bis das erste Fläschchen leer ist, so daß man denkt, er hat noch Hunger. Macht man dann aber noch ein Fläschchen, ist ihm wohl die Pause zu lang und er sieht die Mahlzeit als beendet an. Manchmal reicht es schon, daß man nur zwischendurch mit ihm ein Bäuerchen macht, daß er nicht mehr weitertrinkt. Das ist dann echt blöd, weil er dann natürlich schnell wieder Hunger hat und ich es einfach nicht übers Herz bringe, ihn bis zur nächsten Mahlzeit schreien zu lassen. Bei ihm sind diese festen Mahlzeiten aber eben total wichtig, weil er sonst wieder alle paar Minuten mal hier 20ml will und dann ne halbe Stunde später schon wieder 30ml. Dann kommt man den ganzen Tag aus dem Füttern nicht mehr raus.

Fast von Anfang an schläft der Kleine nachts gut, wacht für gewöhnlich nur einmal auf, so zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens meist. Dann wird er gefüttert, nötigenfalls auch frisch gewickelt und schläft dann bis morgens weiter.

Die groben Zeiten für seine Mahlzeiten sind 7 Uhr, 11 Uhr, 15 Uhr, 19 Uhr und eben in der Nacht einmal.

Mit Gläschen (Kürbis + Reis, hatte uns die Ärztin empfohlen; Zitat: "das schmeckt sehr, äh, naturbelassen, wenn er das isst, ist er wirklich soweit" ;-) ) haben wir es schon mal versucht, als er 4 Monate alt geworden ist, aber da war seine Verdauung wohl noch nicht soweit. Genommen hat er es, aber den Rest des Tages wieder ausgespuckt. Gestern Mittag habe ich ihm spontan etwas Möhrchenmus gegeben, das scheint er gut vertragen zu haben. Mal sehen, wie es heute damit läuft.

LG,
Lissana

SammyJo
13.10.2006, 21:09
Liebe Lissana,

ich schließe mich erstmal Xanidae an: Reisflocken weglassen, die bringen Sättigung ohne die nötigen Kalorien. Ein Speikind war meine Erste auch, sie war deshalb sogar mal für eine Woche im Krankenhaus. Bei ihr war es einfach eine Reifefrage, allerdings war sie damals auch erst 6 Wochen alt; sie wurde auch auf AR umgestellt. Ich weiss nicht mehr, wann sich das gegeben hat, aber die Spuckerei kann auch krankhafte Ursachen haben, die mittels Ultraschall ausgeschlossen werden können. Aber wenn sich das durch AR gegeben hat, ist das vermutlich nicht erforderlich.

6 Wochen keine Gewichtszunahme - was sagt Deine KiÄ dazu? Im Inet gibt es doch auch jede Menge Kinderärzte (zb bei Gesundheitsberatung.de), frag die doch mal danach.

Verwunderlich finde ich den Tipp mit Kürbis und Reis. Nach allem, was ich je über Babyernährung gelesen habe, fängt man doch wohl mit einem Gemüse pur an, entweder Möhren, Pastinake oder Kürbis. Erst wenn das gut geht, kann was Anderes wie zB Kartoffeln dazu. Bist Du zufrieden mit der Ärztin?

Alles Liebe - sj

Julla
13.10.2006, 22:49
Reis ist okay, weil er praktisch keine Allergien auslöst. Es gibt sogar nur sehr wenig Gläschen mit einem Gemüse, in die kein Reis gemischt ist (natürlich nicht als Körner, weiß aber gerade nicht, was es dann ist? Flocken???). Ist vor allem für die Konsistenz. Bei Kürbis ist er, glaube ich, fast immer dabei (wenn er nicht sowieso mit Kartoffeln gemischt ist).

xanidae
14.10.2006, 08:00
reis ist oft untergemischt bei den nach dem 4. monat gläschen. ich glaube es gibt nur karotten oder pastinaken pur.
ich habe am anfang selbst eingekocht und da habe ich auch portionen mit reis- und hirseflocken gehabt, als nächste stufe nach zucchini (damit hab ich bei beiden angefangen).

aber beikost ist auch wieder eine philosophie für sich...

@lissana
wie hat es sich weiterentwickelt mit dem gewicht?

Inaktiver User
20.10.2006, 05:41
Huhu, Ihr Lieben,

tut mir leid, daß ich jetzt erst wieder antworte, aber die letzte Woche war stressig, ich hab es einfach nicht geschafft.

Am Dienstag habe ich meinen Sohn wieder gewogen, leider ist das Gewicht nicht mehr geworden. Wir lassen nun die Reisflocken weg und geben mittags zuerst ein kleines Gläschen Brei mit untergerührtem Rapsöl und hinterher noch Milch, soviel er mag.

Ich hoffe immer noch, daß sich mit dem Gewicht etwas tut, wenn sich das mit den Gläschen richtig eingespielt hat. Begeistert ist mein Kleiner davon immer noch nicht, aber er findet sich wohl langsam damit ab, daß es vor der Milch mittags Brei gibt.

Meine KiÄ will das Gewicht weiter beobachten, Anfang November sind wir wieder bei ihr, da wird er dann gewogen und gemessen. Sie ist eine nette, engagierte Ärztin, nimmt das auch nicht auf die leichte Schulter, aber dramatisiert es auch nicht. Ultraschall hat sie gleich beim ersten Besuch gemacht, um sicher zu gehen, daß eben keine organische Ursache vorliegt.

Kürbis hat sie wohl empfohlen, weil Möhren anscheinend leicht zu Verstopfung führen können, Kürbis hingegen gut verträglich sein soll.

LG,
Lissana

Eleni
01.11.2006, 21:10
Lissana, ich weiss nicht, ob Dir das hilft, aber unser Kleiner ist auch ein Spuckkind (und ich habe auch das Gefuehl, das wird immer schlimmer...) und er bewegt sich auch total viel. Obwohl er ein guter (und freiwilliger) Esser ist, nimmt er zur Zeit (fuenf Monate) praktisch nicht zu (in fuenf Wochen jetzt 500g).

Er war mit sechs Wochen im KKH, Verdacht auf Magenpfoertnerkrampf und mangelnde Gewichtszunahme. Der Verdacht hat sich nicht bestaetigt, er spukt eben so. Seither bekommt er so viel zu futtern, wie er mag (habe begonnen zuzufuettern). Das variiert auch bis heute sehr, mal isst er gut, mal schlecht....
Auch wenn er das manchmal wieder ausspuckt, bekommt er mittlerweile mittags Karotten mit Kartoffeln und abends so einen Milchbrei, leider reduziert das die Spuckerei nicht, schoene Schweinerei...

Solange er lebhaft ist und altergemaess entwickelt, ist doch vermutlich alles ok...

Alles Gute, Eleni