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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eifersucht und Glaubwürdigkeit



Thewanderer
05.10.2006, 14:43
Hallo zusammen,

in einer ansonsten gut funktionierenden und liebevollen Beziehung plagt mich schon längere Zeit ein Problem. Vielleicht kann mir jemand helfen, die richtigen Fäden zu ziehen und eine Lösung zu finden.

Ich bin seit 3 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Als ich mit ihr zusammen gekommen bin, hatte ich schon eine gute Freundin, zu der ich auch jetzt noch regelmäßigen Kontakt habe. Anfangs verstanden sich die beiden noch sehr gut, aber das hat sich mit der Zeit auseinander gelebt und jetzt ist ein regelrechter Hass meiner Freundin auf diese Frau entstanden. Ich weiß, dass es in einer Beziehung auch wichtig ist zueinander zu stehen. Aber ich habe das Gefühl, meine Freundin will mich in dieser Hinsicht kontrollieren und versucht ihrerseits gar nicht einen Schritt nach vorne zu machen.

Ich sehe diese gute Freundin vielleicht einmal in 2 Wochen und allerhöchstens einmal im Monat treffen wir uns alleine und gehen was Trinken. Da lief bisher noch nie was, ich meine diese gute Freundin ist auch nicht der Typ Frau auf den ich stehe. Auch vor der Zeit mit meiner Freundin war da nie mehr als Freundschaft. Aber Freundschaft ist mir wichtig und ich bin nicht bereit einen Freund/ Freundin aufzugeben.

In regelmäßigen Abständen streiten wir aber genau wegen dieser Frau und ich nehme die Streits jedesmal in Kauf. Ich bin da auch nicht bereit nachzugeben, das habe ich meiner Freundin schon mehrfach gesagt. Dabei geht es mir auch um meine Glaubwürdigkeit, ich kann doch nicht mit meinen Freunden/innen nach ihren Vorstellungen umgehen.

Jetzt würden mich mal andere Meinungen interessieren. Bin ich da zu hart, oder könnt ihr meine Position verstehen? Ich selbst bin einfach sehr tolerant und wenn ich jemanden aus dem Freundeskreis meines Partners nicht mag, würde ich trotzdem kein Theater machen, wenn ich doch weiß, dass dieser Mensch ihr etwas bedeutet. Da versuche ich doch auch mal an mir selbst zu arbeiten. Aber meine Freundin zeigt da überhaupt keine Bereitschaft...

Inaktiver User
05.10.2006, 15:19
Aehnliche Themen haben wir hier oefter, und es prallen da genau die beiden Positionen aufeinander, die Du beschreibst.

Ich gehoere zu der Fraktion, die eher eine Trennung riskieren wuerde, als sich vorschreiben zu lassen, wen ich zu treffen habe. Und umgekehrt kann sich mein Mann natuerlich treffen, mit wem er moechte.

Du wirst aber auch andere Antworten bekommen.
Und es scheint so zu sein, dass da unterschiedliche Beziehungskonzepte aufeinanderprallen - und das gibt auf Dauer eine explosive Mischung - auch wenn Du in diesem Fall nachgeben wuerdest.

Dass es keine Heimlichkeiten gibt und dass Du Deiner Freundin zeigst, dass sie die Nummer Eins ist, setze ich 'mal voraus.
Aber vielleicht die Frage: Kannst Du Gruende dafuer nennen, dass es sich zwischen den beiden so entwickelt hat? Ist etwas "vorgefallen"?

Gruss, Leonie

free1
05.10.2006, 15:33
hallo thewanderer

ich möchte dich auch in deiner haltung unbedingt bestärken.
wenn mein partner mit meinen freunden - egal ob männliche oder weibliche nicht klarkommt - ist das absolut sein problem.

auch würde ich sollte eine entscheidung anstehen immer die freundschaft vor die partnerschaft setzen - was will ich mit einem partner der mir nicht vertraut und vorschriften machen will.

lg.
free

Inaktiver User
05.10.2006, 15:41
auch würde ich sollte eine entscheidung anstehen immer die freundschaft vor die partnerschaft setzen

free, wir sind ja der gleichen Meinung. Trotzdem finde ich die Formulierung unguenstig - und "gefundenes Fressen" fuer die andere Fraktion.

Es geht nicht darum, dass die Freundschaft wichtiger ist als die Partnerschaft - das waere voellig daneben.

Sondern darum, ob man eine Beziehung darauf beruhen laesst, dass man sich gegenseitig Vorschriften macht. Wenn es zur Trennung kommt, dann nicht, weil die gute Freundin wichtiger ist, sondern weil ich eine/n Partner/in mit einer solchen Einstellung nicht moechte, weil die Beziehungskonzepte nicht passen.

Aber das ist ja auch Deine Meinung


- was will ich mit einem partner der mir nicht vertraut und vorschriften machen will.

Gruss, Leonie

Hopscotch07
05.10.2006, 15:59
Hallo,

ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen. Eine Beziehung, die darauf beruht, dem anderen vorzuschreiben, welche sozialen Kontakte er pflegt/pflegen darf, kann ich mir nicht vorstellen.

Und, nein, es hat nichts zu tun mit "Freundschaft geht vor Beziehung".

Deshalb muss ich es auch ernst nehmen, wenn mein Partner Probleme mit einem meiner Kontakte hat. Nicht gleichzusetzen mit den Kontakt abbrechen! Sondern versuchen, zu verstehen und versuchen, Ängste zu nehmen. Und wenn das nicht geht, zeigen, dass hier zwar kein Konsenz erzielt werden kann, dies der Beziehung und meinen Gefühlen jedoch keinen Abbruch tut. (Menschen sind nun einmal unterschiedlich und das sollte man annehmen können).

Aber ich denke, Du musst schon ein bisschen erklären, wann und aus welchen Gründen, das Verhältnis Deiner Partnerin zu der Freundin umgeschlagen hat.

Und: in welcher Art macht Deine Partnerin Stress wegen dieser Freundin? Was sagt sie, ist ihr Problem damit? Versteht sie eure Freundschaft nicht oder ist sie eifersüchtig? Fühlt sie sich ansonsten bei/mit Dir aufgehoben? Ist das Vertrauen zwischen euch da?

Fragen über Fragen.
hopscotch

Thewanderer
06.10.2006, 09:19
Hallo,

zuerst einmal danke an Leonie, free und Hopscotch für eure Antworten! Hatte gestern leider keine Zeit mehr, so dass ich erst jetzt auf eure Fragen antworten kann.

Ja, was ist vorgefallen: Die beiden waren wirklich miteinander befreundet. Man könnte sagen wir hatten die gute Freundin als gemeinsame Freundin. Dann hatten meine Partnerin und ich einmal eine Krise, in der es nicht gut zwischen uns lief und viele Vorfürfe im Raum standen. In dieser Zeit hielt besagte Person zu mir und unterstützte mich in meinen Ansichten und seitdem hat sich das Verhältnis nie mehr erholt. Aber wie ich schon einmal beschrieben habe, sind meine Freundin und ich uns niemals näher gekommen, so dass meine Partnerin berechtigte Bedenken hätte, was Treue angeht. Das weiß sie auch, es geht ihr mehr darum, den Kontakt zu stören, weil sie meine Freundin nicht mehr leiden kann.

Das Problem, an gemeinsamen Festen sieht man sich zwar unregelmäßig aber doch hin und wieder einmal. Die zwei Mädels grüßen sich nie und ich habe da mit beiden schon drüber gesprochen, aber ich werde niemandem die Pistole auf die Brust setzen. Meine Einstellung ist einfach, dass es nicht meine Aufgabe ist als Vermittler zu fungieren, sondern jeder selbst für seine Beziehungen zu anderen verantwortlich ist.

Die Liebe zu meiner Partnerin ist groß und ich gebe ihr viel Sicherheit. Mein Freundeskreis ist der deutlich größere und wir bewegen uns da oft gemeinsam und sehr sicher und stehen zueinander. Es geht wirklich in erster Linie um diese eine Freundin von mir. Klar, ich könnte diesen Kontakt abbrechen und meine Partnerin würde es mir danken und wäre erleichtert. Nur fühlte ich mich dann nicht mehr als Freund sondern es wäre eine Manipulation! Und wie würde ich mich in der nächsten Situation verhalten, wenn ich jetzt nachgebe?

Das Vertrauen ist leider nicht einwandfrei. Dafür bin ich auch selbst verantwortklich, weil ich anfangs meiner Partnerin nicht alles gesagt habe, wenn ich zum Beispiel mit meiner Freundin telefoniert habe... Für mich wäre das umgekehrt auch nicht unbedingt nötig, aber ich habe eingesehen, dass Offenheit bei diesem "Konflikt" sehr wichtig ist. Jetzt rede ich eigentlich über alles mit meiner Partnerin, auch wenn das manchmal im Streit endet. Das Vertrauen ist seitdem auch wieder gewachsen, nur das Problem wirklich nicht besser geworden.
Ja, und wie in meinem Titel schon beschrieben, bin ich mir gar nicht so sehr sicher, ob das "Eifersucht" ist oder mehr ein "Kampf". Für mich war es anfänglich kein Kampf, aber es ist zu einem geworden, das will ich nicht leugnen. Aber es geht mir nicht darum diesen Kampf zu gewinnen, sondern meine Freundschaft zu bewahren und mir treu zu bleiben.

Habe ich die ganze Situation jetzt besser durchleuchtet? Wenn ihr Fragen habt, dann stellt sie bitte gerne...!!! Das mit den verschiedenen Beziehungskonzepten stimmt auf jeden Fall, aber bisher konnten wir gut mit diesen Unterschieden leben. Es bringt aber Schwieirgkeiten mit, keine Frage.

Es grüßt euch!

thewanderer

Inaktiver User
06.10.2006, 09:33
Ja, was ist vorgefallen: Die beiden waren wirklich miteinander befreundet. Man könnte sagen wir hatten die gute Freundin als gemeinsame Freundin. Dann hatten meine Partnerin und ich einmal eine Krise, in der es nicht gut zwischen uns lief und viele Vorwürfe im Raum standen. In dieser Zeit hielt besagte Person zu mir und unterstützte mich in meinen Ansichten und seitdem hat sich das Verhältnis nie mehr erholt.


Das klingt ja schon anders. Wieso zieht Ihr eine gemeinsame Freundin in Eure Krise??? Habt Ihr sie gebeten, zu vermitteln???

Ich finde, Probleme mit meinem Mann gehen i.d.R. keinen etwas an. Aber wenn man doch mit jemand anderem darüber reden will, dann bitte "diskret" und nicht so, dass der Partner eine "Parteinahme" mitbekommt. Sobald es eine gemeinsame Freundin geworden ist, ist sie für solche Gespräche eigentlich nicht mehr geeignet. Ich empfinde das als "untreu" von Dir. Oder habt Ihr beide versucht, sie auf Eure Seite zu ziehen?

Sehr schwierige Situation. Das jetzt über "Kontakt ja oder nein" auszutragen, halte ich nicht für richtig.
Aber ein Klärungsprozess und eine deutliche Entschuldigung Deinerseits erscheint mir schon notwendig.

Gruß, Leonie

free1
06.10.2006, 13:08
danke leonie 60


free, wir sind ja der gleichen Meinung. Trotzdem finde ich die Formulierung unguenstig - und "gefundenes Fressen" fuer die andere Fraktion.


du hast recht - die formulierung war ungünstig gewählt von mir.

lg.
free

Thewanderer
06.10.2006, 16:26
Liebe Leonie,

das war eben der Auslöser, darüber wurde auch schon ausgiebig gesprochen, meine Partnerin ist nicht von mir enttäuscht, wie ich mich damals verhalten habe. Der Kontakt brach dann auch nicht schlagartig ab, sondern schlief viel mehr ein. Dass ich mich/wir uns dort nicht gut verhalten haben, wissen wir. Doch wenn ich jetzt dabei bin diesen Konflikt zu klären, nützt mir eine Entschludigung wirklich gar nichts.

Meine Partnerin erwartet nicht, dass ich mich entschuldige oder irgend eine Form von Initiative ergreife. Im Gegenteil, sie würde diese Freundin am liebsten aus der Welt haben. Sie wurde enttäuscht und hat ihrerseits keinen Schritt mehr gemacht, um eine Besserung herbeizuführen. Keine Aussprache, keine Signale. Wenn mir etwas an einer Freundschaft oder zumindest einem guten Verhältnis liegt, dann muss ich doch auch mal über meinen Schatten springen.

Ehrlich gesagt, spielt es für mich keine Rolle mehr wie der Bruch zustande kam. Denn das war ja nicht vorgestern, sondern liegt schon Jahre zurück. Es hat sich eine neue Situation entwickelt... Das Alte ist nicht Grundlage des Problems.

Ich danke dir für deine Aufmerksamkeit und Ratschläge. Sich zu hinterfragen erweitert jedesmal den Horizont.

000matthias000
08.10.2006, 11:45
hallo thewanderer,
was mich in dem zusammenhang mal interessieren würde - was sagt denn eigentlich deine freundin (die nicht deine partnerin ist) zu der sache? selbst wenn jeder im konfliktfall versuchen sollte, sie auf seine seite zu ziehen, so ist sie doch keine marionette und handelt selbständig. wie denkt sie über frauen, über partnerinnen, die eine freundschaft zu einem andersgeschlechtlichen menschen am liebsten zertrümmern würden? wie sieht sie eure freundschaft unter diesen bedingungen?
gruss
matthias
(http://www.brigitte.de/foren/member.html?u=506986)

sunny171172
08.10.2006, 12:52
Ich kann Deine Freundin gut verstehen, wahrscheinlich hat sie einfach nur Angst. Ich bin grad in einer ähnlichen Situation. Mein Freund war fünf Jahre mit einer Frau zusammen und hat ein Kind mit ihr. Jetzt schläft er fast jedes wochenende in dem Haus um sein Kind zu sehen und mich bringt das fast um. :zahnschmerzen:

Inaktiver User
08.10.2006, 19:48
tja Sunny , da kann ich Dich verstehen.
Dass beide Partner ihre eigenen Freunde haben- nix dagegen.
Aber ich hatte auch mal so eine "seine beste Freundin".
Ständig hat er GroßesBPunkt zitiert, weil sie in allem so bewandert war,sie wurde angerufen & mit Übernachtungsbesuchen bedacht. Alles " rein platonisch" versteht sich. Aber eigenartiger Weise immer, wenn sie Strohwitwe war.
Sie war die Frau, die vor mir mit ihm zusammen war, jetzt aber anderweitig verheiratet.
Zu mir hat sie gleich zu Anfang gesagt, dass ich niemals die richtige Frau für ihn sei. Als ich ihn nach langem Überlegen darauf ansprach, meinte er, das hätte ich falsch verstanden, zu ihm hatte sie nämlich gesagt, ich sei die Frau, die ihn glücklich machen würde.
Spätestens da, hatte ich einen echten Brass auf die falsche Trudel & hab alles argwöhnisch beobachtet.
Sie wußte, wann ich meinen letzten Migräneanfall hatte, wann ich zum Frauenarzt ging & wie mein Junge in der Schule zurechtkam.
Verständnis für meinen Ärger & meine Befürchtungen hatte er nicht.
Ich hab nie von ihm verlangt, sich zu entscheiden. Ich hab die Entscheidung (viel zu spät, wie ich heute finde) für mich getroffen & hab die beiden beieinander hocken lassen.
Kurz darauf ist sie übrigens zu ihm gezogen & dann auch wieder weg.
Jetzt ist sie wieder bei ihrem Ex & er hat ne neue Freundin.
Kürzlich meinte er mal, mich anrufen zu müssen, um mir sein Herz auszuschütten.
Danke, aber danke nein!
& sowas passiert mir auch nicht nochmal!

Thewanderer
10.10.2006, 16:15
@Matthias

Wie sieht das meine Freundin... Sie war schon sauer auf mich, als ich ihr z.B. kurzfristig Treffen abgesagt habe, wegen meiner Partnerin. Doch das mache ich jetzt nicht mehr - insgesamt kann man sagen, dass es für sie zumindest nicht schön ist. Sie will keinen Streit provozieren und frägt dann immer wieder, "ist es okay, wenn wir uns jetzt treffen" oder "hm, du musst sicher bald gehen, sonst gibt es Streit...". Es ist einfach nicht immer eine lockere Atmosphäre. Also das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite rechnet sie es mir hoch an, dass ich mich durchsetze und den Kontakt zu ihr aufrecht erhalte. Es zeigt ihr meine Wertschätzung und wieviel mir an der Freundschaft liegt.

Es ist halt oft ein Kampf und dabei war ich auch schon kurz davor aufzugeben. Doch in einer solchen Situation merkt man vielleicht, wie wichtig einem die Freundschaft ist und ob es sich lohnt zu kämpfen. Meine Beziehung steht an 1. Stelle - ganz klar - aber einen gewissen Freiraum brauche ich, damit auch die Beziehung funktioniert.

Habe ich deine Frage jetzt beantwortet? Sonst einfach nachhaken...



Liebe Sunny, ich kann dich gut verstehen, das ist nochmal eine ganz andere Situation. Schließlich waren die zwei schon einmal lange Zeit zusammen, bei mir ist es ja wirklich nur eine Freundschaft Frau-Mann.
Du brauchst bestimmt ein großes Vertrauen. Ich stelle mir das auch schwierig vor. Gibt es denn nicht die Möglichkeit, dass er sein Kind am Wochenende zu sich/euch holt, dann braucht er nicht dort zu übernachten? Gruß!

Jalinda
12.10.2006, 16:17
@Matthias
Liebe Sunny, ich kann dich gut verstehen, das ist nochmal eine ganz andere Situation. Schließlich waren die zwei schon einmal lange Zeit zusammen, bei mir ist es ja wirklich nur eine Freundschaft Frau-Mann.

Ich meine auch, man muss differenzieren: Bedroht die Freundin (eingebildet oder nicht eingebildet) die Beziehung, weil da mal was lief oder geht es nur um Sympathie für diese Freundin. Ersteres kann einige Menschen wirklich quälen, beim letzteren geht es um Befindlichkeiten, dafür würde ich keine Freundschaft aufgeben.

Mein Vorschlag: Sag Deiner Partnerin, dass Du Deine Freundin nicht mehr so in die Beziehungsfragen reinziehen und ihr auch gar nichts mehr über Eure Beziehung erzählen wirst oder hast Du das schon?

000matthias000
12.10.2006, 20:55
Bin ich da zu hart, oder könnt ihr meine Position verstehen? Ich selbst bin einfach sehr tolerant und wenn ich jemanden aus dem Freundeskreis meines Partners nicht mag, würde ich trotzdem kein Theater machen, wenn ich doch weiß, dass dieser Mensch ihr etwas bedeutet. Da versuche ich doch auch mal an mir selbst zu arbeiten. Aber meine Freundin zeigt da überhaupt keine Bereitschaft...

hallo thewanderer,
für meinen geschmack bist du sicherlich nicht zu hart.

deine freundin hat eine andere sichtweise auf die sache. diese andere sichtweise führt dazu, dass sie deine bekannte ablehnt. das kann sie ja auch durchaus tun. dann kommt aber der punkt, dass sie einfluss auf dich nehmen will, damit du deine bekannte genauso siehst wie es deine freundin tut. warum will sie das? warum, meinst du, zeigt sie keine bereitschaft?

gruss
matthias

000matthias000
12.10.2006, 21:05
Auf der anderen Seite rechnet sie es mir hoch an, dass ich mich durchsetze und den Kontakt zu ihr aufrecht erhalte. Es zeigt ihr meine Wertschätzung und wieviel mir an der Freundschaft liegt.

Es ist halt oft ein Kampf und dabei war ich auch schon kurz davor aufzugeben. Doch in einer solchen Situation merkt man vielleicht, wie wichtig einem die Freundschaft ist und ob es sich lohnt zu kämpfen. Meine Beziehung steht an 1. Stelle - ganz klar - aber einen gewissen Freiraum brauche ich, damit auch die Beziehung funktioniert.


hallo thewanderer,
ich könnte mir vorstellen, dass du es auch so deiner freundin vermittelt hast, wie du es hier schreibst. es dürfte ihr ja sicherheit geben, wenn du die beziehung an 1. stelle setzt. was sagt sie zu dem von dir beanspruchten freiraum?

geht es nicht in einer beziehung immer um nähe und distanz? und sorgt nicht die einschränkung des freiraums für mehr distanz zu deiner freundin, auch wenn mehr nähe gewünscht ist? und selbst wenn du es deiner freundin recht machen würdest und deine bekannte nicht mehr träfst - würde dann nicht aufgrund deiner unzufriedenheit die distanz zu deiner freundin zunehmen?

frag doch deine freundin mal, wie sie es gern hätte. und frag sie mal, wie sie sich deine gefühle dabei vorstellen würde, wenn du dich genauso verhalten würde, wie sie es sich vorstellt.

gruss
matthias

Susbo
13.10.2006, 11:24
Hallo Thewanderer,

jetzt muss ich meinen Text nochmal schreiben, schade.

Also, ich hatte/habe auch ein Problem mit einer Freundin meines Freundes. Vieleicht hilft dir das, was ich mir zu meinem Fall überlegt habe, weiter. Das würde mich freuen.

Mein Freund hat, ähnlich wie du, viele Freunde. Und ähnlich wie bei euch bin ich nicht eifersüchtig, weil ich weiss, dass er mich liebt und auch, weil diese Frau in einer festen Beziehung lebt mit einem der nettesten Männer, die ich kenne.

Auch bei uns gab es einen Vorfall, den man als Auslöser bezeichnen könnte.
Ich leide manchmal unter Depressionen und bin dann mimosenhaft empfindlich und sehr leicht aus der Bahn zu werfen. Und diese Frau reagiert auf Schwächen anderer manchmal unvermittelt aggressiv (vorsichtig formuliert). Ich habe das mehrmals Anderen gegenüber erlebt und einmal eben auch, zu einem für mich sehr schwierigen Zeitpunkt, mir gegenüber.
Daraufhin habe ich mich entschlossen, keinen Kontakt mit ihr mehr zu wollen. Obwohl ich ihren Freund sehr mag und wir auch schöne Abende zu viert hatten. Aber sie hat mich wirklich sehr getroffen.

Soweit klingt das ganz gut und ist auch nicht falsch.
Was mich aber eigentlich veranlasst hat, den Kontakt völlig einzustellen, war das Verhalten meines Freundes. Er hat sich damals völlig rausgehalten und nur zugesehen.

Daraus habe ich für mich ein Symbol gemacht für etwas, das mir in meiner Beziehung fehlt und das deshalb auch an einer anderen Stelle bearbeitet werden sollte.

Ob sein Verhalten richtig oder falsch war, ob ich mich zu Recht der Wichtigkeit seiner Freundschaften hintangestellt gefühlt habe oder nicht, will ich mal beiseite lassen. Ich hätte mir von ihm ein anderes Verhalten gewünscht und ich finde es immernoch schwierig, zu diesem Wunsch zu stehen.

Diese Frau und ich werden, anders vieleicht als bei euch, nie eine innige Beziehung haben, dazu mag ich sie nicht genug.
Aber mein Verhalten hatte seinen Grund nicht bei ihr. Eigentlich habe ich sie benützt, um eine Harmonie aufrecht zu erhalten, die ich nicht empfinde und die ich mich immernoch scheue, dort fallenzulassen, wo das Problem tatsächlich liegt.

Mir hätte es übrigens geholfen, wenn mein Freund nicht der Meinung gewesen wäre, das Ganze sei mein Problem und würde ihn nicht betreffen. Ich hätte mich gefreut, zu hören, dass ihm daran liegt, dass die Menschen, die er mag, gern zusammen sind oder sich zumindest mit wohlwollendem Blick begegnen.

Vieleicht fallen dir auch Paralellen auf zu meiner "Stellvertreterhaltung".Dann würde ich weniger über mögliche Kontrollversuche als über Mangel nachdenken.

Gruß,
Susbo.

Thewanderer
13.10.2006, 14:50
Zuerst einmal herzlichen Dank für eure vielen Stellungsnahmen und Ratschäge - da wird in der Summe etwas zusammengetragen, was mir sehr weiterhelfen wird!

@ Jalinda

Mit meiner Freundin rede ich so gut wie gar nicht über meine Beziehung und sie übt da auch Null Einfluss auf mich aus. Also in der Hinsicht braucht meine Partnerin nicht beunruhigt sein und ist sie auch nicht. Darüber haben wir schon gesprochen, ja!


@ Matthias

Ja, warum zeigt sie keine Bereitschaft - Ich denke prinzipiell fällt es einem leichter jemanden zu akzeptieren, der auch sympathisch ist. Das nimmt schon einmal eine gewisse Angst. Und die Sympathie ist verschwunden, meine Partnerin hat Schwierigkeiten damit, meine Freundschaft zu der Bekannten unter diesen Bedingungen noch (wieder) zu akzeptieren. Ich hoffe da auf einen Lern- und Vertrauensprozess, indem ich meiner Partnerin durch Offenheit zeige, welchen Stellenwert die Freundin für mich hat und vor allem welchen Stellenwert sie NICHT hat.
Du hast zweifellos Recht mit den von die beschriebenen Auswirkung bei einem Nachgeben meinerseits. Mir ginge es nicht gut und ich würde mich meinen "sozialen Kontakten" beraubt fühlen, wenn ich dem Wunsch meiner Freundin entspräche. Ich habe ihr das schon gesagt und sie weiß es auch, nur kann es nicht wirklich mit sich selbst vereinbaren. Von ihrer Art her braucht sie sicher mehr Nähe als ich. Doch insgesamt läuft das in unserer Beziehung sehr gut, jeder macht auch seine eigenen Sachen. Ich habe gelernt, dass sich der Freiraum auf unsere Beziehung positiv auswirkt.

@ Susbo

Hallo, du hast einen sehr zutreffenden Punkt gefunden. Meine Partnerin fühlt sich verletzt, weil ich sie mit ihrem Problem allein lasse, bzw. weil ich ihr vermittle, dass ich nicht bereit bin diese Freundschaft aufzugeben. Aus meiner Sicht lasse ich sie nicht alleine, denn ich frage sie immer wieder was sie genau stört und wie sie sich mein Verhalten vorstellt, wenn wir uns irgendwo gemeinsam begegnen. Außerdem nehme ich da schon viel Rücksicht, weil ich nie lange mit meiner Freundin rede, wenn meine Partnerin mit mir unterwegs ist. Z.B. wenn man sich auf einem Fest trifft oder Ähnliches.
Meine Frage an dich: Hast du von deinem Freund erwartet, dass er den Kontakt abbricht? Hast du es von ihm verlangt oder es insgesheim gehofft. Oder ging es dir um seine Solidarität, um seine Verhalten in dieser Situation. Wenn ja, was für ein Verhalten wünscht du dir? Das ist sehr entscheident für mich, weil ich ja nicht so egoistisch sein möchte und alles nach meinen Vorstellungen durchziehe. Es geht mir nur darum, dass meine Partnerin die reine Freundschaft zu dieser Frau akzeptieren kann.
Ich habe das jetzt in der Vergangenheit geschrieben, in wie fern das immer noch bei dir zutrifft kann ich nicht einschätzen.

Jedenfalls danke ich dir für deinen sehr langen Beitrag und deine Hilfsbereitschaft!



Liebe Grüße!

Neuanfang
13.10.2006, 16:58
Hallo thewanderer,

ich habe den Eindruck, da ist doch irgendwie mehr vorgefallen, also etwas, was Deine Partnerin sehr verletzt hat - damals bei dem Dreier-Krisengespräch.

Entweder vielleicht, dass sie möglicherweise geschockt war, wieviele oder welche Interna Deine Freundin kennt? War/ist das denn so? Oder dass Deine Freundin, als sie in eurer Krisenzeit Deine Partei ergriff, Deine Partnerin mit irgendeiner Aussage verletzt oder falsch bewertet hat. Vielleicht hat Deine Partnerin auch schlicht nur Angst, sie würde von euch bei euren Zweiertreffen durchgehechelt.

Wieso eigentlich grüßt Deine Freundin Deine Partnerin nicht? Sie hätte doch keinen Grund, oder? Bist Du sicher, dass da nicht irgendwas zwischen den beiden Frauen vorgefallen ist, was Du nicht kennst?

Ein sehr guter Freund von mir hat übrigens mal den Kontakt mit mir abgebrochen, weil ich mit seiner Freundin in Streit geriet. Das fand ich damals unter aller Kanone. Daraufhin war er bei mir auch unten durch.

Liebe Grüße,


Neuanfang

Susbo
15.10.2006, 20:50
Hallo Thewanderer,

entschuldige die späte Antwort.
Zu deinen Fragen:
ich habe von meinem Freund nicht verlangt und nicht erwartet, dass er einen ihm wichtigen Kontakt abbricht. Selbst wenn ich glauben würde, dass er darauf eingehen würde, hätte ich nicht so viel Entscheidungsgewalt über sein Leben haben wollen.

Ich habe mich auch alleingelassen gefühlt, und zwar nicht so sehr, weil er sich nicht auf meine Seite gestellt hat, sondern weil er einfach gemeint hat, das Ganze sei mein Problem.

Ich war ja in Gedanken schon viel weiter und habe aus einer unguten Streitsituation ein grundsätzliches Beziehungsproblem gebastelt.

Insofern würde ich dir raten, danach zu fragen, was an deinem Verhalten währen des Ausgangsstreits für deine Freundin ungelöst sein könnte und inwiefern diese gemeinsame Freundin daran beteiligt war. Neuanfang hat ja schon ein paar Ideen dazu geschrieben.

Du sagst, deine Freundin fühlt sich alleingelassen, weil du deine Freundschaft nicht aufgibst. Das kann ich so nicht glauben. Was hätte sie denn davon, wenn sie sich durchsetzen würde? Doch nur das Gefühl, stärker gewesen zu sein. Oder fällt dir da noch mehr ein?
Wenn eine Handlung mit starker negativer Emotion besetzt ist, steckt eigentlich immer eine Verletzung dahinter und diese kann nur dann heilen, wenn sie behutsam, möglichst von beiden, betrachtet wird. Dabei geht es nicht um Schuld, sondern um das Anerkennen dessen, was passiert ist. Stärker sein und gewonnen haben schützt überhaupt nicht davor, sich verletzt zu fühlen, man erhält höchstens eine momentane Scheinsicherheit.

Gut, da habe ich mir gerade selber einen Rat gegeben. Nicht leicht umzusetzen.
Aber ich glaube, für euch beide/drei würde es sich schon lohnen, zu dem Ausgangsstreit zurückzugehen. Und Neuanfang hat schon recht, mich hätte es auch sehr verletzt, wenn mein Freund sich Unterstützung von Außerhalb holt um sich mir gegenüber durchzusetzen, und so müsste das von dir beschriebene Ergebnis ja eigentlich gewirkt haben, oder?

Ok, das reicht. Wie gesagt gehe ich von mir aus und kann genausogut völlig falsch liegen.

Ich bin gespannt, wie`s weitergeht mit euch.
Gruß,
Susbo

Thewanderer
17.10.2006, 15:44
@Neuanfang

Es gab nie ein Dreier- Krisengespräch; das hast du falsch verstanden. Und es ging nicht um Interna. Die gemeinsame Freundin hat einfach während/nach einer Krisenphase der Beziehung zwischen meiner Partnerin und mir den Kontakt mehr zu mir gesucht und auf ihre Weise "Partei ergriffen". Man darf sich das aber nicht zu tragisch vorstellen - sie hat mich einfach 2x angerufen, während sie meine Partnerin nur noch einmal angerufen hat - so kann man sich das vorstellen.

Sie grüßen sich gegenseitig nicht mehr... das war schon anders... weil keine den Anfang machen will und viel Sturheit vorhanden ist. Doch soll ich jetzt den Vermittler spielen und einer die Pistole auf die Brust setzen? Ich erwarte ehrlich gesagt, dass sie das aus eigener Kraft schaffen!!!

Ich merke schon auch du Susbo - ihr sucht nach einem Punkt in der Vergangenheit, den es zu klären gibt. Aber nach meinem Empfinden ist es das bei uns nicht. Es hat sich bei meiner Freundin/Partnerin einfach auseinandergelebt - sowas soll vorkommen. Ich habe die Freundschaft aufrecht erhalten, das sieht meine Partnerin nicht gerne. Was da bei ihr vorherrscht ist Eifersucht. Zum einen weil ich eine Freundschaft zu einer Frau habe, was sie grundsätzlich kritisch sieht. Zum anderen weil ich ihre ehemalige Freundin jetzt quasi für mich alleine habe. Manches hätte man anders machen können in der Vergangenheit und ich habe viel gelernt.
Doch ich würde jetzt gerne etwas erreichen und dazu kann ich durch meine Handeln beitragen. Die Frage ist - was ist richtig? Glaubt mir einfach eines - es gibt kein "großes, schwarzes, ungeklärtes Etwas" das zwischen den beiden Frauen steht. Sie sind einfach stur - alle beide und bewegen sich statt aufeinander zu immer nur noch weiter voneinander weg. Wie kann man so einen Prozess aufhalten? Das interessiert mich! Natürlich unter dem Einfluss einer ausgeprägten Eifersucht.

@Susbo
Meine Partnerin sieht meiner Meinung nach die Konsequenzen ihrer bevorzugten Lösung (keinen Kontakt mehr zwischen meiner Freundin und mir) nicht. Sie glaubt es ginge und danach besser und ich weiß es wäre das Gegenteil der Fall. Ich habe ihr das schon oft gesagt - wie ein Einlenken meinerseits auf mich wirken würde. Aber du hast natürlich Recht - es besteht noch Klärungsbedarf - gerade was die Gefühlslage angeht. Ich habe mir jetzt vorgenommen, zu einem günstigen Zeitpunkt das Gespräch zu suchen, wenn die Stimmung deswegen nicht gereizt ist (oft haben wir im Streit darüber geredet). Ich werde meine Partnerin noch einmal nach dem Auslöser für ihre Abneigung fragen...


Liebe Grüße!!!

thewanderer

Inaktiver User
18.10.2006, 22:08
Doch soll ich jetzt den Vermittler spielen ... Ich erwarte ehrlich gesagt, dass sie das aus eigener Kraft schaffen!!!


Manches hätte man anders machen können in der Vergangenheit und ich habe viel gelernt.
Doch ich würde jetzt gerne etwas erreichen und dazu kann ich durch meine Handeln beitragen. Die Frage ist - was ist richtig?


Sie sind einfach stur - alle beide und bewegen sich statt aufeinander zu immer nur noch weiter voneinander weg. Wie kann man so einen Prozess aufhalten?

Wie passt denn das alles zusammen?

Du hast einiges vergeigt, bist also durchaus (mit) verantwortlich für die Situation.
Du willst den Prozess aufhalten.

Aber Du willst nicht vermitteln :wie?:
Eigentlich so tun, als habest Du nichts damit zu tun?

Verwirrter Gruß, Leonie

viadora
19.10.2006, 09:59
Ich versteh dich nicht, du sagst du liebst sie. Kannst du dir vorstellen wie sie sich fühlt, hast du dich mal in ihre Situation versetzt? Dir vorgestellt wenn die Situation genau andersrum währe?
Wenn sie einen " Freund " hätte und darauf beharren würde kein Stück von ihrer Meinung wegzurücken. Wenn sie von dir verlangen würde : mach das mal mit ihm aus, wenn du mit mir zusamensein willst dann nur wenn ich ihn auch behalten darf, denn wenn du mich vor der Wahl stellst dann entscheide ich mich für ihn.

Was denkt sie wohl das die andere ( toller, besser, klüger, wichtiger ) ist als sie jemals sein kann.

Du hast glück das sie dich liebt ansonsten währe sie schon weg, und wenn sich die Situation noch weiter aufläd, brauchst du dich mit dem Thema auch nicht mehr weiter auseinander setzten denn ich denke dann ist sie weg.

Mit jedem Steit wird sie das Gefühl haben du machst noch einen schritt auf die Freundin zu und von ihr weg, und mit jedem Schritt geht ein Stück der Liebe.

Und falls sie doch einen Schritt auf dich zu macht und sie in einer Situation kommt wo sie einen Mann kennenlernt der ihr das Gefühl gibt einmalig zu sein, denn das Gefühl wird sie bei dir ja nicht haben ansonsten würde sie die "Freundin" akzeptieren, wird die auch nicht lange überlegen müssen.

Frauen wollen geliebt werden ( außer du bist nur ein Menschlicher Dildo für Frau den man auswechseln kann) und Liebe zeigt man nicht durch worte sondern durch taten.

Vieleicht liege ich ja flasch ich kenne deine Freundin ja nicht, aber wenn ich richtig liege verletzt du sie jeden Tag aufs neue.

Thewanderer
19.10.2006, 10:37
@ Leonie

Ich nehme natürlich einen Teil der Verantwortung auf mich, das ist richtig. Es ist vielleicht nicht ganz korrekt, wenn ich sage , ich will nicht den Vermittler spielen. Im Prinzip bin ich schon dabei zu vermitteln. Ich will nur nicht das Gesagte und Gedachte von einer Person zur nächsten tragen, das macht doch keinen Sinn. Ich würde allerdings gerne einen Anstoß geben, der eben einen positiven Prozess bewirkt.


@viadora

Ich kann gar nicht verstehen, warum du mich so attackierst - ist da etwa ein wunder Punkt bei dir??? Meine Partnerin hat keinen Grund sich minderwertig zu fühlen, weil ich ihr meine Liebe deutlich zeige und sie mit viel Respekt behandle.

"Und falls sie doch einen Schritt auf dich zu macht und sie in einer Situation kommt wo sie einen Mann kennenlernt der ihr das Gefühl gibt einmalig zu sein, denn das Gefühl wird sie bei dir ja nicht haben ansonsten würde sie die "Freundin" akzeptieren"

Und was hat die Akzeptanz eines anderen Menschen damit zu tun, ob man von seinem Partner als einzigartig geschätzt und geliebt wird oder nicht? Es geht nicht darum, dass meine Partnerin Angst hat mich an diese Frau zu verlieren, oder dass ich in ihr eine Ideal sehe.
Meine persönliche Meinung ist, dass man auch in einer Ehe oder Partnerschaft seine eigene Ebene hat, in der man sich mit Menschen umgibt, die nicht unbedingt für beide Partner den gleichen Stellenwert besitzen. Deswegen ist Torelanz nötig - trotzdem kann man seine Liebe ständig aufs neue unter Beweis stellen und seinen Partner sehr glücklich machen...

viadora
19.10.2006, 11:36
Ich wollte dich gar nicht attackieren und es ist auch kein Wunder punkt bei mir , ich bin seit fast 9 Jahren glücklich verheiratet und kannte meinen Mann schon ca. 8 Jahre vorher als guten Freund. Klar hatte ich vorher schon ein paar Beziehungen auch eine längere ( 5 Jahre) wo ich im nachhinein schon öfter mal dachte: Mensch was warst du ein blödes Huhn. Mein Mann hat keine Freundschaften zu anderen Frauen und hatte es auch nie.

Und ich kenne deine Freundin ja auch nicht oder eure Beziehung, aber man sollte solche Situationen auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Ich bin selbst eine sehr Eifersüchtige Person ( frühere Partner meinten Fremdgehen zu müssen... ist halt passiert... hat nichts mit dir zu tun ) für mich gab es da nie irgendwelche Disskusionen , eine 2 Chance gab es bei mir nicht(, vieleicht auch da ich mit angesehen habe wie mein Vater meine Mutter ständig beschissen hat und wir darunter zu leiden hatten da sie sich nicht trennen konnte).


Du wolltest wissen wie die Situation für außenstehende aussieht und wie andere in deinem Fall handeln würden, und so viele Forumsmitglieder es gibt, so viele Meinungen gibt es auch :kuss:

Inaktiver User
19.10.2006, 12:38
Meine Partnerin hat keinen Grund sich minderwertig zu fühlen, weil ich ihr meine Liebe deutlich zeige und sie mit viel Respekt behandle.

Das sehe ich anders. Deine Bekannte hat sich durch Parteinahme eingemischt, indem sie sich in einem Streit auf Deine Seite gestellt hat. Damit hat sie ihre "Neutralität" auf alle Zeit verloren, sie ist eben keine "gute Freundin, mit der Du Dich ab und zu triffst", sondern sie ist jemand, der im Streitfall immer Position gegen Deine Partnerin beziehen wird. Sie ist eben nicht neutral, sie hält sich eben nicht aus Eurer Beziehung raus. Und Du läßt diese Einmischung auch noch zu - und Du förderst potentiell die Einmischung auch noch durch weitere Treffen. Du hast den Fehler gemacht, eine Einmischung von außen zuzulassen. Wieso muß diesen Fehler jetzt Deine Partnerin ausbaden, indem Du darauf beharrst, diese Bekannte weiter zu treffen?

viadora
19.10.2006, 12:54
Das sehe ich anders. Deine Bekannte hat sich durch Parteinahme eingemischt, indem sie sich in einem Streit auf Deine Seite gestellt hat. Damit hat sie ihre "Neutralität" auf alle Zeit verloren, sie ist eben keine "gute Freundin, mit der Du Dich ab und zu triffst", sondern sie ist jemand, der im Streitfall immer Position gegen Deine Partnerin beziehen wird. Sie ist eben nicht neutral, sie hält sich eben nicht aus Eurer Beziehung raus. Und Du läßt diese Einmischung auch noch zu - und Du förderst potentiell die Einmischung auch noch durch weitere Treffen. Du hast den Fehler gemacht, eine Einmischung von außen zuzulassen. Wieso muß diesen Fehler jetzt Deine Partnerin ausbaden, indem Du darauf beharrst, diese Bekannte weiter zu treffen?

genau so:kuss:

ilena
19.10.2006, 18:18
Hallo Thewanderer,

jetzt geb ich auch noch mal meinen Senf dazu::smile:

Ich habe mir den ganzen Strang angesehen und mir ist eine Kleinigkeit aufgefallen, ein Vorschlag, den ich gut fand, der aber von niemandem aufgegriffen wurde.

(Zitat von Susbo, aus ihrem ersten Posting:)

"Vieleicht fallen dir auch Paralellen auf zu meiner "Stellvertreterhaltung".Dann würde ich weniger über mögliche Kontrollversuche als über Mangel nachdenken."

Könnte es sein, dass die von Dir als Kontrollversuch empfundene Haltung Deiner Freundin im Grunde genommen ausdrückt, dass sie auf irgendeiner Eben in Eurer Beziehung einen Mangel fühlt? Dann ist das Ganze ein Nebenschauplatz, an dem sich das Gefühl von Mangel aufhängt, das aber mit einer sachlichen Behandlung des Themas nicht gelöst werden kann. Dann müsst Ihr euch auf die Suche nach der eigentlichen Ursache machen.
Fest steht jedenfalls, dass sie ihre Gefühle nicht einfach abstellen kann und Du auch nicht. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen (obwohl die Sachlage etwas anders war), dass es sich nicht lohnt, so etwas unter den Teppich zu kehren. Es kommt wieder und dann in weit heftigerer Form!

Liebe Grüße und alles Gute bei der Suche,

Ilena

Ophelia2
20.10.2006, 16:59
Guten Tag, Thewanderer

Nun geb ich auch noch meinen Senf dazu...

Ich habe ein ähnliches Problem wie deine Freund und frage dich mal, ob es sein kann, dass die Situation bei euch einfach zu zerfahren ist, zu festgehackt, dass deine Partnerin nicht mal so sehr was gegen deine Freundin hat, sondern einfach völlig entnervt ist? Könnte dies zumindest auch sein?

meine Geschiche, wenn es dich interessiert: Ich habe auch viele männliche Bekannte und bin prinzipiell nicht eifersüchtig. Aber mit einer guten Bekannten meines Freundes habe ich seit Beginn der Beziehung massive Probleme und das Ganze hat sich leider dermassen verstärkt, dass ich auch in anderen Punkten, die gar nicht diese Frau betreffen, hypersensibel geworden bin.

Es liegt nicht dran, dass mein Freund mir an Anfang der Beziehung gesagt hat, die Frau sei sehr erotisch, nein, die anfängliche Eifersucht sexueller Natur hat sich sehr bald gelegt, als er mir versichert hat, dies sei nun wirklich Vergangenheit, sie reize ihn nicht mehr.

Das Problem bei uns ist, dass die Frau zwar nichts von meinem Freund will und selber einen Lover hat, dennoch lange nicht damit klar kam, dass mein Freund jetzt liiert ist. Ferner werde ich überhaupt nicht in diesen Kontakt miteinbezogen, wenn die Bekannte meines Partners z.B. einen Konzertbesuch plant, dann lädt sie mich garantiert nicht dazu ein, auch wenn noch weitere Leute dabei sind und mein Freund meint dann, das sei ihre Sache, für wen sie Karten besorge und schon haben wir den schönsten Streit. Ferner mischt sich sich ständig in unsere Familienplanung ein, fragt meinen Freund ständig, ob er nicht doch noch Vater werden möchte, obwohl ich ihr einmal gesagt habe, ich hätte keinen Kinderwunsch mehr. Ferner wird es überhaupt nicht akzeptiert, dass ich mal dabei wäre, wenn sie sich treffen, auch wenns nur für eine halbe Stunde ist.

Wir hatten dermassen oft und lange Streit wegen dieser Frau, dass ich ihre Anwesenheit schlicht nicht mehr ertrage, es sei denn, es sind noch andere Leute dabei, z.B. ihr Lover oder ein gemeinsamer Bekannter, dann ging es.

Eine deswegen konsultierte Paartherapeutin hat mir dann einen Vorschlag gemacht, der mir einleuchtet: sie meinte, wir hätten eine Beziehung, es könne somit weder nach meinem noch nach seinem Kopf gehen, sondern wir würden beide etwas dafür geben.

Ich gebe meinem Freund, dass er den Kontakt weiterpflegen kann, obwohl er mich massiv stresst, ich gebe ihm, dass ich ihn nach Belieben alleine mit seiner Bekannten ziehen lasse, ich gebe ihm, dass ich ihn nicht mehr frage, ob ich mal dabei sein kann, wenn er sie trifft.

Er gibt mir (resp.ich würde mir wünschen, dass er es mir gibt), dass er sie in einem öffentlichen Lokal trifft, bis sich die Situation beruhigt hat, dass er mich dabei sein lässt, wenn noch weitere Personen dabei sind, dass er sich nicht mit ihr über unsere Familienplanung und über mich unterhält, dass er sich nicht an Tagen mit ihr trifft, an denen ich mich auch gern mit ihm treffen würde. Leider hat mein Freund im Punkt "dabei sein, wenn noch andere Leute dabei sind" noch einige Probleme....

Wäre dies für euch auch eine Möglichkeit? Jeder gibt etwas, es kann nämlich unmöglich nur nach deinem oder nur nach ihrem Kopf gehen, denn dann habt ihr in diesem verklebten und verkrusteten Fall ein grosses Problem.

Was gibst du denn deiner Freundin? Was wäre sie bereit dir zu geben? Ich finde, my humble Opinion: deine Freundin darf von dir nicht verlangen, dass du diesen Kontakt aufgibst. Du kannst aber meiner Meinung nach diesen Kontakt auch nicht einfach nach deinem eigenen Kopf weiterpflegen, du musst ihr vielleicht etwas entgegenkommen. Dass du allfällgie Beziehungsprobleme nicht mehr mit dieser Person besprichst, ist schon ein erster Schritt.

Grüsse

Ophelia

Ophelia2
20.10.2006, 17:18
Könnte es sein, dass die von Dir als Kontrollversuch empfundene Haltung Deiner Freundin im Grunde genommen ausdrückt, dass sie auf irgendeiner Eben in Eurer Beziehung einen Mangel fühlt?
Liebe Grüße und alles Gute bei der Suche,

Ilena


Das kann ich auch unterschreiben.

Thewanderer
25.10.2006, 16:23
Weiterhin danke an alle die sich so ihre Gedanken machen. Habe mich mit meiner Partnerin zu einem günstigen (entspannten) Zeitpunkt noch einmal über die ganze Geschichte unterhalten. Der entspannte Moment war dann zwar auf der Stelle verschwunden, doch es gab zumindest keinen Streit ;-)
Es muss auf eine gewisse Weise ein Geben und Nehmen sein und ich bin auch bereit dazu, etwas beizusteuern und versuche ihr schon lange ihre Angst und die Bedenken zu nehmen. Zum Beispiel lasse ich sie manchmal ganz bewusst zuhören, wenn ich mit meiner Freundin telefoniere. Damit sie merkt, dass da ganz normal miteinander gesprochen wird - wie es eben unter Freunden ist.
Ja, bei dem Gespräch mit meiner Partnein ist für mich kaum Positives zum Vorschein gekommen. Und wie ich es vermutet habe, spielt für sie die Vergangenheit keine Rolle. Sie fühlt sich durch die Ignoranz (welche beidseitig ist) meiner Freundin stets aufs Neue verletzt. Das kann ich auch nachvollziehen. Allerdings ärgert es mich nach wie vor, dass sie keine Bereitschaft zeigt, die Situation zu verbessern, von mir aber gleichzeitig eine Menge verlangt: Keine Treffen, Telefonate und am liebsten auch keine sms.

Jedenfalls werde ich jetzt jetzt an dem einen Punkt ansetzen und mit meiner Freundin sprechen. Vielleicht kann sie eher einen Schritt machen und zumindest einmal wieder grüßen. Das Problem ist doch das die Lage für alle beschissen ist - nur keiner rührt sich --> das werde ich jetzt ändern! Bin sehr entschlossen...

Grüße!

Neuanfang
25.10.2006, 17:01
Jedenfalls werde ich jetzt jetzt an dem einen Punkt ansetzen und mit meiner Freundin sprechen. Vielleicht kann sie eher einen Schritt machen und zumindest einmal wieder grüßen.

:allesok: :allesok: :allesok:

Hoffentlich hat die Freundin ein offenes Ohr. Ihren Knatsch sollten beide unter sich ausmachen. Da auch die Freundin nicht grüßt (wieso?), steht es pari-pari.

Good luck!


Neuanfang

Ophelia2
26.10.2006, 11:06
Hallo Thewanderer

Versuchen kannst du es ja noch eine Zeit lang, dass die beiden sich zumindest wieder einigermassen grün sind.

Wenn es aber gar nicht geht, versucht einfach einen modus vivendi zu finden. Natürlich nicht Kontaktabbruch, aber irgendwas, womit alle drei leben können.

Ganz ehrlich: so koscher ist es von deiner Freundin ja auch nicht, dass sie deine Partnerin so geflissentlich ignoriert und, da spreche ich aus Erfahrung, meist wird dann von der Partnerin die Ausgleichsbereitschaft erwartet, nicht von der guten Freundin und am Schluss ist die Partnerin einfach eifersüchtig, damit kann man dann jede Partnerin mundtot machen, denn eifersüchtig wollen wir alle ja nicht sein.

Wenn alle Stricke reissen, akeptiert die Situation einfach. In unserer Geschichte halten wir es wie gesagt so, dass mein Partner seine Freundin auswärts trifft. Ich habe mich so lange aufgeregt über ihr Gezicke (sie grüsse mich zwar, aber mit ganz ausgestrecktem Arm, damit ich ihr ja keinen Millimeter zu nahe komme), dass ich sie einfach nicht mehr sehen will und ich finde, wer so herumzickt (sie bringt es auch, demonstrativ mitten im Satz davonzu laufen, wenn ich mit ihr ein wenig plaudern will), hat es nicht verdient, dass er/sie von meinem Freund (und allenfalls von mir) bewirtet wird.


Grüsse

Ophelia