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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wo bleibt der Hund im Urlaub?



petersilie
05.10.2006, 10:48
Mich würde grundsätzlich mal interessieren, wie ihr die Unterbringung eures Hundes regelt, wenn er nicht mit in den Urlaub kann oder soll.

Habt ihr die Möglichkeit, vielleicht auf Gegenseitigkeit, den Hund bei Freunden oder Verwandten unterzubringen?

Gebt ihr ihn in eine Tierpension und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Fahrt ihr nicht mehr in Urlaub, seit ihr einen Hund habt?

Fahrt ihr nur in Ferienhäuser, wo ein Hund erlaubt ist, und wie schwierig ist es, solche zu finden?

Oder fahrt ihr gar getrennt in den Urlaub, damit immer einer beim Hund bleiben kann?

Wir sind bisher immer zum Zelten gefahren, da konnte der Hund mit, aber gerade im Süden ist das auch nicht die ideale Lösung für den armen Hund, die lange Fahrt und dann dort die Hitze, zu wenig Auslauf, weil er die meiste Zeit angebunden am Zelt liegen muss.

Nun wollen wir aber nächstes Jahr nach Griechenland fliegen, einen Rucksackurlaub machen, das ist nur möglich, wenn wir den Hund anderweitig unterbringen können. Aus diesem kühlen Grunde interessiert es mich, wie ihr dieses Problem löst.

Vielen Dank für eure Antworten.

aok
05.10.2006, 11:11
Also ich muss sagen, dass wir die Hunde (2) überall mitnehmen, oder eben daheimbleiben.
Wir gehen auch campen, aber natürlich nicht nur wegen den Hunden. Ich denke, es ist ihnen wichtiger, bei uns zu sein, egal, ob Hitze usw.
Seit wir sie haben, sind wir nicht mehr ins Hotel oder gefolgen (früher schon). Ist eben so.
2 Hunde nimmt mir kein Mensch, trennen will ich sie nicht. Und eine Hundepension gibt es weit und breit nicht bei uns.
Aber wenn du bei der Ferienhaussuche "mit Hund" eingibst, findest du schon auch was.

Inaktiver User
05.10.2006, 12:27
Ich habe zwei feste Anlaufstellen, die Madame immer nehmen. Dort ist es so, wie ich es am liebsten haben will: egal wann ich zurückkomme, Hund guckt kurz, freut sich und spielt/pennt/frisst weiter, dann weiß ich, dass ich nicht gefehlt habe.

Einmal sind mir beide Betreuer kurz vor knapp abgesprungen und ich hatte Madame in der Pension vom Tierheim untergebracht, ich sorgte mich fast kaputt, habe alle möglichen Leute für Gassi- und Kontrollbesuche engagiert und war der festen Überzeugung, dass ich ein hochgradig traumatisiertes Tier, das zusätzlich keine Liebe mehr für mich empfindet, abholen würde...

Naja, sagen wir so: wenn wir dort vorbei Gassi gehen, freut sich Madame und wir müssen immer mal kurz die Pfleger besuchen, sie scheint mich also deutlich weniger vermisst zu haben, als ich sie...

Aber besser so als andersherum...

LG
Estrella

petersilie
05.10.2006, 12:39
Deine Erfahrungen, Estrella, beruhigen mich. Ich höre immer nur von alptraumhaften Zuständen in den Tierpensionen. Da werden die Tiere während der gesamten Zeit nicht rausgelassen, haben kein Körbchen oder wenigstens eine Decke, schlafen in 2 qm großen Zwingern, die 3x täglich mit dem Schlauch ausgespritzt werden. Und dafür kassiert das Pfötchenhotel 30 Euro am Tag. (Gerade von Freunden so erlebt.) Der Dackel von Freuden hatte nach dem Aufenthalt in der Tierpension 3 Wochen Durchfall, offensichtlich ist ihm das Futter dort nicht bekommen, sein eigenes durfte er nicht mitbringen.

Wir haben leider keine Bekannten, die den Hund nehmen würden, die einen haben Katzen, die anderen selber Hunde oder fahren zur gleichen Zeit in Urlaub.

Und ein getrennter Urlaub kommt für uns überhaupt nicht in Frage. Wir haben lange Jahre Rücksicht auf die Kinder genommen, später auch noch auf den Hund, jetzt möchten wir wenigstens einmal im Jahr für 3 Wochen mal an uns denken. Aber natürlich auch nicht um jeden Preis, das ist klar!

swenja
05.10.2006, 13:10
Es gibt sehr grosse Unterschiede bei Hundepensionen. Ich suchte im Februar zum ersten mal für meinen Hund eine. Dort sollte er auch eine Nacht *Probeschlafen*. Mein Hund kam unverändert zurück, wie wenn er nie weggewesen wäre. Der Platz kostete sechs Euro pro Tag.

Einen privaten Platz hab ich leider auch keinen, normalerweise planen wir Urlaub mit Kind und Hund, eben bis auf diese Ausnahme.

Lg
swenja

Inaktiver User
05.10.2006, 13:13
Ich fand die Unterbringung auch nicht ideal, ging aber damals nicht anders und da ich den privaten nicht traute, bzw. keine persönlich kannte (u.a. aus o.g. Gründen, solche Horrorstories kenne ich auch), bin ich ins örtliche Tierheim, das ich ganz gut kenne (kaufe meine Eier immer dort, zumindest der Ort war Madame also schon bekannt). Dort habe ich einen Vertrag gemacht (8 € pro Tag war auch sehr günstig) + einen Riesenbegleitzettel, was Hundi wann und wo darf, Nahrung, Geschirr, Halsband, Leinen, Spielzeug etc. pp.

Das wurde auch so eingehalten, Frischfleisch (gekocht) habe ich erlaubt, ansonsten meine eigene Futtertonne mit zusätzlichen Leckerlies (auch da wurde die Dosierung peinlich genau eingehalten, nach dem Abholen fand ich einen Zettel in der Tonne, wo die Pfleger mit Datum und Unterschrift die Anzahl der Becher und Leckerchen pro Tag abhakten), Gassi gingen sie offiziell nur einmal die Woche, der Hund kam aber täglich in den riesigen Auslauf (mit ein paar Rüden zum Unterdrücken und Herumfetzen, das gefiel ihr wohl recht gut :smirksmile: ).

Meine privaten Gassigeher waren ausdrücklich erwünscht und auch das wurde aufgeschrieben (wer wann mit dem Hund ging und wie lange).

Decken, Spielzeug und Geschirr durfte ich ihr auch in beliebiger Anzahl mitgeben, das bekam ich auch in gutem Zustand zurück.

Also ich denke, ich würde sie wieder dort lassen (wenn meine beiden Lieblingssitter mal wieder verhindert sein sollten), mir ging es sehr viel schlechter mit dieser Lösung, als dem Hund, nach (damals) 7 Jahren mit ihr hätte ich gemerkt, ob dem Hund was fehlte oder nicht, sie war aber sehr relaxed und hat mich lachend empfangen und sie freut sich immer noch, wenn wir dort Eier kaufen gehen, wenn ihr "Liebling", die Azubine dort ist, macht sie sogar Freudenpipi :ooooh: :freches grinsen: ins Verkaufsbüro (naja, die sind dort Kummer gewohnt :smile: ).

Ist aber alles eine Frage der Hundepersönlichkeit, mein Gasthund musste mal für drei Tage dort hin (Familie war im Urlaub und die daheimgebliebene Mama musste kurzfristig wg. Blinddarm ins Krankenhaus, an mich hatte damals in der Aufregung keiner gedacht) und der pinkelt vor Angst heute noch ins Auto (das ist 10 Jahre her inzwischen), wenn ich davor parke, um eben die Eier zu kaufen. Ich habe dreimal Autopinkeln gebraucht, bis ich kapiert habe, was da los ist, jetzt wird halt um die Ecke geparkt, wenn er dabei ist...

LG
Estrella

Inaktiver User
05.10.2006, 13:59
Hallo zusammen,

ich habe das große Glück, dass ich meinen Hund bei meinen Eltern lassen kann. Sie haben auch einen Hund und meiner macht dann da quasi auch Urlaub :smirksmile: wobei das letzte Mal nicht so gut geklappt hat, da war er nur vor der Tür gelegen. Ich werde aber versuchen meinen Urlaub so zu planen, dass er mit kann, denn ich vermisse ihn auch schrecklich im Urlaub.

Ich habe früher als ich noch Studentin war öfters Hunde zur Pflege genommen, weil ich Hunde einfach sehr gerne mag. Hört euch doch mal im Bekannten- und Verwandtenkreis um, vielleicht gibt es da jemand mit Kindern oder Rentner, die gerne mal einen Hund für zwei Wochen nehmen.

Ich hatte auch eine Nachbarin, die einen Hund hatt und die ich immer beim Gassi gehen getroffen habe. Sie hat auch immer mal wieder einen Hund zur Pflege gehabt.

Henner
05.10.2006, 14:19
Hallo zusammen

Normalerweise achte ich darauf, dass ich eine Ferienwohnung mieten kann, wo ich den Hund mitnehmen kann. Wenn dies nicht der Fall ist, darf er zu meinen Eltern. Zum Glück habe ich diese Anlaufstelle, sonst wär ich wirklich aufgeschmissen.

Ich hab mir auch schon überlegt, eine Pension oder so in Erwägung zu ziehen. Unsere Leiterin des Erziehungskurses riet aber davon ab. Sie ist der Meinung, dass dies das Sensibelchen von einem Hund zu sehr verwirren würde. Heute bin ich auch der Meinung, dass es ihm besser geht, wenn er in vertrauter Umgebung «Ferien» machen kann. Falls aber meine Eltern mal nicht können, hab ich ein echtes Problem....

Inaktiver User
05.10.2006, 14:37
man kann aber schon viel mit hund machen....nur fliegen geht halt leider nicht, aber fernreisen kann ich mir sooo oft auch nicht leisten udn in europa kommt man ja fast überall mit auto und bahn hin. ich war z.b. mit meiner mum in einem wellness hotel in karlsbad. dort durfte ich den hund mitnehmen, wir hatten immer von 13:00 - 16:00 anwendungen. der hund musste da halt im zimmer auf seiner decke bleiben. das war aber ok. ansonsten waren wir spazieren, kaffee trinken und der hund halt immer mit dabei.

Woodstock62
05.10.2006, 19:29
wir bleiben zu hause, denn wir haben 4 kalbsgrosse hunde. und 4 kann man niemandem zumuten und tierheim-ferien für 4 sind zu teuer. da wir allerdings so wohnen, dass unsere freunde (ebenfalls mit hund(en)) bei uns urlaub machen :freches grinsen: ist das ok.

woodstock

Gartenzwergin
05.10.2006, 21:05
Hallo Petersilie,

ich habe im Moment ein ähnliches Problem (Strang: Fliegen mit Hund) und zum Glück eine private Unterkunft für unseren Hund bei einer lieben Frau gefunden. Trotzdem bin ich skeptisch, unsere Olga ist ein Sensibelchen :niedergeschmettert:

Ich habe aber in letzter Zeit auch die Erfahrung gemacht, dass es viele "private" Pflegestellen gibt, wo der Hund sozusagen Familienanschluss hat und nicht in den Zwinger muss.

Eine Adresse habe ich vom Tierarzt bekommen und eine andere durch "rumfragen". Kostet meistens so um die 8 Euro am Tag und gibt es garantiert in deiner Gegend auch.

Ich würde mich da rechtzeitig umtun, dann findet ihr bestimmt was. Und die drei Wochen für euch habt ihr euch auch verdient. Freut euch drauf und macht euch kein schlechtes Gewissen.

Ich versuche es auch :smirksmile:

LG
Gartenzwergin

ReginaM
05.10.2006, 21:40
Grundsätzlich fährt der Hund (in der Vergangenheit die Hunde) mit, die Ziele werden entsprechend ausgesucht. Auch wenn ich alleine verreise, ist der Hund dabei, anders wäre es für mich kein Urlaub.

Ferienwohnung ect. kommt für mich nicht in Frage, da bleib ich ja gleich daheim. Bei Hotels achte ich darauf, dass der Hund nicht nur mitgenommen werden darf, also ins Zimmer, sondern auch in die Restaurants, zumindest in bestimmte. Das ist nicht überall gleich geregelt, darum erkundige ich mich da schon vorher. Und wer meinen Hund als Gast nicht haben will, der muß auf mich auch verzichten.

Avocado
06.10.2006, 03:40
Als wir noch einen Hund hatten, haben wir ihn mitgenommen. Seit wir 2 Hunde haben, verreisen wir nicht mehr ...
Wenn man mein Mann z.B. mal 3 Tage seine Patenkinder besucht, bleibe ich mit den Hunden zu Hause.
Ich würde nie ohne die zwei verreisen ... ich weiß niemanden, der 2 große nicht ganz einfache Hunde während unserer Ferien nehmen würde. Und Tierpension kommt nicht in Frage, meine Süße (Ex-Tierheimhund) würde ja denken, sie wird wieder abgegeben.
Also für uns gilt: Ferien nur mit Hund - oder getrennt.

Inaktiver User
06.10.2006, 08:24
Ferienhaus ist wie zuhause, erst recht, wenn ein Hund dabei ist. Mein Mann und ich haben darauf keine Lust mehr. Wir haben einen Arbeitshund und das ist im Urlaub quasi noch mehr Arbeit. Nee. Vielleicht, wenn wir uns 3 Urlaube im Jahre leisten könnten - aber so ist das keine Erholung für uns.

Wir haben einen stressigen Alltag und wollen uns im Urlaub auch mal verwöhnen lassen. Endlich schlafen die Kinder aus und nun rennen wir an der Nordsee um 8 mit dem Hund durch die Gegend *stöhn*.

Abgeben für einen längeren Zeitraum als allerallerhöchstens 5 Tage kommt für uns nicht in Frage, wobei wir sehr liebe Hundefreunde haben, wo unser Hund auch total gerne ist. Aber es ist für uns Menschen eine Qual. Also haben wir uns jetzt erstmals im Urlaub getrennt (1 Erwachsener plus 1 Kind, die anderen beiden bleiben mit Hund zuhause, danach war die andere Schicht dran). So waren wir alle glücklich und zufrieden und konnten endlich mal wieder einen ganz profanen, faulen Hotelurlaub machen.

Wir lieben unseren Hund wirklich über alles, aber das ist das einzig Negative am Hundehalterdasein: Der Urlaub. Wußten wir vorher, stellt man sich drauf ein, muß man erst lernen. Ein Hundeleben lang im Ferienhaus in Dänemark, darauf hab ich keinen Bock.

ReginaM
06.10.2006, 10:47
Wir haben einen stressigen Alltag und wollen uns im Urlaub auch mal verwöhnen lassen. Endlich schlafen die Kinder aus und nun rennen wir an der Nordsee um 8 mit dem Hund durch die Gegend *stöhn*. .

Das stimmt, das muss man in Kauf nehmen und wer das nicht mag....... da wirds dann schwierig. Aber es hat alles seine zwei Seiten. Ich bin im Urlaub schon um sechs oder noch früher mit dem Hund raus - und habe es genossen. Diese Stiile, dieser Frieden, diese ganz besondere Stimmung, wenn der Tag anbricht. Aber das sieht halt jeder anders und es hängt auch ein bisschen von der Jahreszeit ab. Im Sommer geht es, aber im Winter, wenn es noch stockdunkel ist, wenn man sich erst anziehen muß wie ein Eskimo, aus dem warmen Bett in die eisige Kälte und sich dann durch die Schneehaufen kämpfen, weil noch nirgendwo geräumt ist......... nö, das muß ich dann auch nicht unbedingt haben.

Ich hatte den Hund praktisch immer dabei, nur abends, wenn ich mir an der Bar noch ein Glas genehmigt hatte :freches grinsen: natürlich nicht, aber er kann ja auch mal zwei Stunden auf dem Zimmer bleiben.



Ein Hundeleben lang im Ferienhaus in Dänemark, darauf hab ich keinen Bock.

Da sind wir uns einig, das wäre auch für mich kein Urlaub. Dieselbe Arbeit wie zu Hause, aber meist mit wesentlich weniger Komfort. :knatsch:

Inaktiver User
06.10.2006, 11:00
also gegen ferienhaus habe ich nichts. im gegenteil ich mag dieses pauschal-touristen-stehen-am-buffet nicht mehr ..das geht mir tierisch auf die nerven. in einer ferienwohung bin ich ja nur zum schlafen, ansonsten lange spaziergänge an den hundstrand, kaffee trinken und abends schön essen gehen. und die andere umgebung ist ja das worauf es ankommt. meer oder berge, habe ich hier nicht....

ich genieße es mit hund im urlaub zu sein, denn dann habe ich endlich mal richtig viel zeit für ausgedehnte spaziergänge. ohne ihn macht mir das auch kein spass. ich kann ihm ne extra-lange fährte legen und wir können toben ohne auf die uhr schauen zu müssen. herrlich :smile:

Inaktiver User
06.10.2006, 11:09
*seufz* - ich glaub, das sehe ich auch wieder so, wenn wir keine Kinder mehr mit dabei haben. Wir sind dauernd in Ferienwohnung oder Ferienhaus oder eben Hotelzimmer, die Kinder stehen total drauf. Nochmal seufz.

Ich will Urlaub! Sofort!

ReginaM
06.10.2006, 11:13
im gegenteil ich mag dieses pauschal-touristen-stehen-am-buffet nicht mehr ..das geht mir tierisch auf die nerven. :

Hotelurlaub heisst nicht automatisch Pauschalurlaub!:smile:

Inaktiver User
06.10.2006, 11:18
Welche Regionen würdet ihr denn für einen schönen Hundeurlaub empfehlen? Ich war mit ihr immer nur campen und muss sagen, dass es mir nur gefiel, weil es dem Hund so gut gefiel :freches grinsen: .

Nächstes Jahr würde ich gerne mal "da-wo's-schön-ist" einen Hundeurlaub machen (gerne in Meernähe, Hundi macht so gerne Wellenhüpfen und Frauchen freut sich drüber mit dement-glücklichem Grinsen im Gesicht), kann jemand a) eine Gegend und im Idealfall auch b) ein schönes Hotel/Gasthaus empfehlen, wo auch Kinder gut zu bespaßen sind (Freundin+Tochter kommen mit).

Wir dachten an Holland, aber ich kenne mich dort nicht so wirklich aus (Hundefreundlichkeit etc.pp.). Wir wohnen übrigens im Rhein-Main-Gebiet und fahren natürlich mit dem Auto.

LG
Estrella

Inaktiver User
06.10.2006, 11:21
Im Notfall kann man seinen Hund immer noch im Stadtpark an einen Baum festbinden. Wird immer noch gerne gemacht. Irgendein Hundeliebhaber findet sich immer, der das arme Tier befreit. :cool:

Gartenzwergin
06.10.2006, 19:46
Hallo Estrella,

wir wohnen auch im Rhein-Main-Gebiet :smirksmile:

Ja, der Urlaub mit Hund ist wirklich so ein Problem. Ich kann Basine da voll verstehen, meine Kids schlafen auch mittlerweile bis 11 Uhr und ich stehe mit dem Mops auf der Wiese - gegen 8 Uhr. Tagein, tagaus und das die nächsten (hoffentlich) 15 Jahre. Mein Sohn übernimmt aber schonmal einen Frühdienst am WE :kuss:

Es muss doch möglich sein, zwei Wochen im Jahr ohne Hund und ohne schlechtes Gewissen wegfahren zu können. Ich habe zwar im Moment keinen Partner, aber wegen einem Hund getrennt fahren... fänd ich auch nicht so spritzig.

Meine Nachbarin hat einen Golden Retriver und fährt prinzipiell ohne Hund in den Urlaub. Sie sagt, sie will auch mal Zeit für sich, die Kids und den Mann haben - ohne Hund, der ständig Gassi gehen will oder auch sonst viel Aufmerksamkeit braucht.

Das hat mich beruhigt. Genauso sehe ich das auch und ich hoffe, wir bekommen unsere Olga nach dem Urlaub wieder wohlbehalten und ohne seelischen Schaden :smirksmile: zurück.

Vor kurzem war ich so krank, dass ich mich nicht mehr um den Hund kümmern konnte, zum Glück sind die Kids und meine Mutter "eingesprungen". Aber was ist, wenn man ins Krankenhaus muss oder auch beruflich mal eingespannt ist (Schulung, Weiterbildung etc.). Soll ich jetzt mein ganzes Leben auf den Hund abstellen und auf alles verzichten?

:schild nein: :schild nein: :schild nein:

Viele sagen jetzt wahrscheinlich: Das hättest du vorher wissen müssen. Keine Sorge, das habe ich. Aber wenn der Hund in diesen besonderen Situationen gut und liebevoll versorgt wird - von einer anderen Person - müsste das doch gehen. Meine Kinder gebe ich doch auch in den Kindergarten oder mal zu den Großeltern.

LG
Gartenzwergin

Inaktiver User
09.10.2006, 02:08
Ich gebe meinen Hund dreimal im Jahr weg, wenn ich in Urlaub fahre, wohin ich meinen Hund nicht mitnehmen kann.
Der Abschied ist immer tränenreich auf meiner, bellreich auf ihrer Seite. Aber das ist definitiv nur kurzfristig, mein schlechtes Gewissen wird glücklicherweise täglich weniger.
Ich habe drei Plätze, wo ich sie hinbringen kann, sie ist etwas schwierig, und hat auch ihre Vorlieben.
Beim Abholen ist die Freude gross auf beiden Seiten.
Ihr schadet es nichts.

Der Hund einer Freundin hat ihr mal einen Schrecken eingejagt, weil er nicht mehr mitkommen wollte. Als sie ihn dann später nochmal wegbrachte, ist er ausgestiegen und ohne einen Blick auf die Spielwiese gestürmt. Da war sie doch etwas beleidigt; seitdem darf Bello nicht mehr in Urlaub.

Avocado
09.10.2006, 02:35
Was habt Ihr denn immer mit "ähbäh, selbst in den Ferien morgens um acht ..."?
Mei, dann schlaft halt mal aus, wo ist das Problem? Bevor ich Urlaub VOM Hund mache, mach ich doch lieber Urlaub MIT Hund ...

Inaktiver User
09.10.2006, 10:39
Wir nehmen sie mit. Ohne Hund zu verreisen, würde uns gar nicht in den Sinn kommen.

Was das Ausschlafen angeht, kann man ja abends später mit dem Hund nochmal rausgehen, dann kann man morgens auch später gehen. Oder, man hat einen Partner, der einem vorschwärmt, wie schön das ist, morgens so alleine mit dem Hund durch den Park zu gehen, Hasen beim Weglaufen zuzusehen und zusammen mit dem Hund Eichhörnchen beim Klettern zu bestaunen - dann sollte man als kluge (morgenmuffelige) Ehefrau :smirksmile: diesen Gedankengang ruhig unterstützen. :cool::fg engel:

Inaktiver User
09.10.2006, 12:19
Wir nehmen sie mit. Ohne Hund zu verreisen, würde uns gar nicht in den Sinn kommen.

Was das Ausschlafen angeht, kann man ja abends später mit dem Hund nochmal rausgehen, dann kann man morgens auch später gehen. Oder, man hat einen Partner, der einem vorschwärmt, wie schön das ist, morgens so alleine mit dem Hund durch den Park zu gehen, Hasen beim Weglaufen zuzusehen und zusammen mit dem Hund Eichhörnchen beim Klettern zu bestaunen - dann sollte man als kluge (morgenmuffelige) Ehefrau :smirksmile: diesen Gedankengang ruhig unterstützen. :cool::fg engel:

GENAU:cool:

petersilie
09.10.2006, 13:31
Vielen Dank für eure vielen Antworten!

Ich werde also wohl mal eine Annonce aufgeben, um nach einem privaten Pflegeplatz für die Sommerferien zu suchen.

Getrennter Urlaub kommt für uns absolut nicht in Frage, dafür ist uns die gemeinsame Zeit zu wichtig. Grundsätzlich verbringe ich nämlich mehr Zeit pro Woche mit dem Hund als mit meinem Mann.

Und genau wie der Gartenzwergin reicht es schon, während des *normalen Lebens* täglich spätestens um 8 mit dem Hund rauszumüssen, egal, wie spät es am Vorabend geworden ist, und natürlich quäl ich ihn nicht und wir gehen raus. Bei uns hilft es übrigens nicht, wenn wir noch mitten in der Nacht mit ihr rausgehen, um Punkt 7 fängt sie an zu jammern. Und wenn sie dann keiner erhört, dann wird aus Protest in den Flur geschissen.
Da steh ich lieber auf....

Aber zum ersten Mal seit anno pief mal nur an uns denken: auja!

Und das machen wir nächsten Sommer auch mal, basta! Was ja nicht bedeuten muss, den Hund zu irgendwelchen Tierquälern zu geben oder so. Immerhin ist noch genügend Zeit, eine gute Pflegestelle zu finden.

Siljastern
09.10.2006, 17:49
Unser Hund ist Urlaubsgeeignet, schlafen wir, schläft er auch. So kann es auch vorkommen das er erst um zehn die erste Gassirunde einfordert.
Ferienhäuser finde ich optimal, Platz für alle, keine festen Zeiten (um zehn Gassi, auf dem Rückweg beim Bäcker vorbei, Frühstück bis Mittags in der Sonne), ich achte nur darauf das Wald/Feld in der Nähe ist.
Wir waren in diesem Jahr im französischen Jura, wunderbar. Wald hinter dem Haus, kleiner Bach für unseren "Seehund"....

Anderweitig untergebracht wird er nur wenn wir Kurzreisen, vornehmlich Städtetouren machen, denn das ist dann weder für den Hund noch für uns erholsam.

Flugreisen sparen wir uns allerdings, Hund fährt total gerne Auto, liebt seine Box und verbringt im Urlaub auch seine Nächte darin (mit offener Tür), logischerweise steht die Box dann im Haus.

Inaktiver User
09.10.2006, 18:51
Hi Petersilie,
noch ein paar Tips:
auf Gassirunden kennt man Hundepensionen und freie Stellen, beim Tierarzt nachfragen, auch mal ausser der Reihe, da meldet sich immer jemand.
Geh mal in vox, Tiere suchen ein Zuhause oder hundkatzemaus, die hatten Infos über diese Doghotels, ist natürlich Fünfsterne, aber sehr beruhigend fürs Gewissen.

Ich habe lange suchen müssen, da meine keine Kinder mag, zumindest nicht in der Wohnung, sie war als Welpe und Kleinhund ein Spielhund für Kleinkinder und schnappt auch mal, wenn man sie am Kopf streichelt. Aber wie bei Kindern soll man Hunde ja nicht am Kopf streicheln. Aber ich habe inzwischen drei Stellen, bei denen immer eine frei ist.

ReginaM
09.10.2006, 19:14
Was habt Ihr denn immer mit "ähbäh, selbst in den Ferien morgens um acht ..."?
Mei, dann schlaft halt mal aus, wo ist das Problem? Bevor ich Urlaub VOM Hund mache, mach ich doch lieber Urlaub MIT Hund ...

Ganz genau auch meine Meinung. Ausgerechnet im Urlaub, wo ich die meiste Zeit habe, soll der Hund auf mich verzichten müssen? Man sollte nicht vergessen, dass der Hund ein Rudeltier ist, er fühlt sich innerhalb seines gewohnte Rudels am wohlsten und am sichersten.

Wenn ich da an meinen letzten Urlaub im Frühsommer denke........ es war dem Hund richtig anzumerken, wie sehr er es genoß, dass ich mal NUR für ihn da war. Die Bindung zwischen dem Hund und mir ist nochmal ein gutes Stück enger geworden. Schade, wenn man solche Gelegenheiten verschenkt.

Inaktiver User
09.10.2006, 19:47
Wir machen innerhalb Deutschlands Urlaub. Wir mieten ein Haus mit Garten und nehmen unsere Hunde mit.

Aber wenn wir mal in den Süden fahren wollen, haben wir schon eine gute Adresse für eine Tierpension.:smirksmile:

Avocado
09.10.2006, 23:29
um Punkt 7 fängt sie an zu jammern. Und wenn sie dann keiner erhört, dann wird aus Protest in den Flur geschissen.
:wie?: Da ist aber ganz schön was schief gelaufen bei Euch ...
An "Protestpinkeln" oder die feste Entsprechung glaub ich übrigens nicht. Hunde machen nicht "aus Protest", sondern weil sie müssen. Und zwar eigentlich nur höchst ungern in die eigene Behausung.
Ist das auch so, wenn Du sie abends später fütterst?

Gartenzwergin
10.10.2006, 08:47
An "Protestpinkeln" oder die feste Entsprechung glaub ich übrigens nicht. Hunde machen nicht "aus Protest", sondern weil sie müssen.

@Mensch Avocado, da hast du ja einen super Hund. Meine Olga hat schon öfters - in fremder Umgebung - direkt nach dem Gassigang gepinkelt. Und zwar eindeutig aus Unwohlsein oder Protest und nicht, weil sie musste. Hier zuhause passiert das nämlich nie und sie hält auch morgens sehr lange aus. Aber sobald wir irgendwo auf Besuch sind, oder als sie mal ein WE bei ihren Mopssittern war (die sie sehr gut kennt), hatte Olga da kein Nachsehen mehr :niedergeschmettert:

Hunde pinkeln nicht immer nur, weil sie müssen, sondern auch aus Angst, Verunsicherung oder Freude.

Nur als Anmerkung :kuss:

Ansonsten schließe ich mich Petersilie an. Ich bin die meiste Zeit mit unserem Hund zusammen. Es kommt sogar vor, dass ich mit Olga Gassi gehen muss, obwohl die Kids gerade etwas wollen (Schmusen, Vorlesen, bei den Hausaufgaben helfen etc.). Manchmal habe ich das Gefühl, der Hund hat uns alle gut im Griff. Ihm soll es einfach gut gehen - und das tut es auch :kuss: Seit der Hund da ist, war ich mit meinen Kids nicht mehr im Schwimmbad, in der Stadt mal eben so oder auf einem Ausflug. Ich arbeite nämlich nachmittags, bin alleinerziehend und wenn ich nach der Arbeit gleich Aktionen starte, dann ist der Hund zulange alleine (obwohl die Kids ja eigentlich nachmittags zuhause sind :erleuchtung: ) bzw. ohne mich :niedergeschmettert: Ich finde schon, dass die Kids und ich ab und an - wegen Hund - verdammt kurz kommen. Vielleicht können sich andere das besser einteilen oder haben Männer zuhause... über Tipps würde ich mich sehr freuen :kuss:

Wenn es nicht anders geht, darf man sich auch mal eine Auszeit gönnen. Ich freue mich mittlerweile auch ganz dolle auf die Zeit in Sizilien und die höchste Konzentration auf mich und die Kids - und nicht auf Hundi.

Muss auch mal sein :cool: Ich bin schließlich keine Hausfrau, die sich nur auf Hund und Kinder konzentrieren kann (oder wie einige hier nur auf Hund???). Ich bin auch noch da :krone auf:

LG
Gartenzwergin

ReginaM
10.10.2006, 09:04
Hunde pinkeln nicht immer nur, weil sie müssen, sondern auch aus Angst, Verunsicherung oder Freude.


Und aus Gründen der Dominanz, du weißt sicher, dass man das beim Hund markieren nennt - und das scheint mir hier fast so, denn:


Manchmal habe ich das Gefühl, der Hund hat uns alle gut im Griff. Ihm soll es einfach gut gehen - und das tut es auch :kuss:



Ich finde schon, dass die Kids und ich ab und an - wegen Hund - verdammt kurz kommen. Vielleicht können sich andere das besser einteilen oder haben Männer zuhause... über Tipps würde ich mich sehr freuen :kuss:



Ich bin schließlich keine Hausfrau, die sich nur auf Hund und Kinder konzentrieren kann (oder wie einige hier nur auf Hund???). Ich bin auch noch da :krone auf:


Ich bin schon auch noch da, nicht nur mein Hund!:freches grinsen:

Es ist im Grunde ganz einfach. Jeder Hund bringt von Natur aus die Veranlagung mit, sich dem "Rudelfüherer" unterzuordnen. Das ist für den Hund überhaupt kein Problem und hat auch nichts mit Unterdrückung zu tun. Alles, was er dazu braucht, ist wirklich nur ein RudelFÜHRER....... und beim Thema Hund ist dieses Wort nicht negativ besetzt. Findet er allerdings niemanden, der das Rudel "führt", so wird er versuchen, diese Führung zu übernehmen, denn irgendwer muß im Hunderudel ja die Verantwortung tragen. und die Anlage, diese Verantwortung zu übernehmen, die bringt auch jeder Hund mit.

Dass man sich um seinen Hund entsprechend kümmert, steht wohl ausser Frage. Aber wenn man das Gefühl hat, der Hund hat einem "im Griff", dann stimmt da was nicht, denn der Hund ist das allerletzte Glied in der Kette.

Hier gibt es nähere Ausführungen zur Dominanz und wie man sie unterbindet.
http://www.hundewelten.de/html/antidominanz.html

Avocado
10.10.2006, 11:43
@Mensch Avocado, da hast du ja einen super Hund.Nein, ich hab ZWEI super Hunde. (Die im übrigen - von den Welpenausrutschern abgesehen - noch nie in die Wohnung gepinkelt haben - weder in unsere noch in fremde.)


Hunde pinkeln nicht immer nur, weil sie müssen, sondern auch aus Angst, Verunsicherung oder Freude.Da gebe ich Dir recht, aber mein Post bezog sich auf eine Situation, wo der Hund HAUFEN macht, und das ist schon noch was anderes.

Und falls meine Hunde sich beim Hundesitter einpinkeln würden, würde ich Ursachenforschung betreiben. Und ihn nicht noch woanders abgeben. Auch nur als Anmerkung :kuss:


Es kommt sogar vor, dass ich mit Olga Gassi gehen muss, obwohl die Kids gerade etwas wollen (Schmusen, Vorlesen, bei den Hausaufgaben helfen etc.).Siehste, so eine Aussage versteh ich einfach nicht. Dann geh doch in so nem Fall eine halbe Stunde später? Wieso "musst" Du dann unbedingt zu einer bestimmten Uhrzeit Gassi? Kein Wunder, dass Du genervt bist ...


Ich finde schon, dass die Kids und ich ab und an - wegen Hund - verdammt kurz kommen. Vielleicht können sich andere das besser einteilen oder haben Männer zuhause... über Tipps würde ich mich sehr freuen :kuss: Nu, wennste nen Mann zuhause hättest, müsstest Du Dich um den auch noch kümmern und hättest noch weniger Zeit für Hund ... (war ein Scherz).
Ernsthaft: dieses Wehklagen von wegen "ich muss auf so vieles verzichten wegen Hund" ist mir rätselhaft. Nein, ich meine jetzt nicht speziell Dich, Gartenzwergin, das ist nur eine Beobachtung, die ich in vielen Foren mache. Da wird immer so getan, als sei es ein wahnsinns Opfer, mit Hund raus zu gehen und täglich mit ihm Zeit zu verbringen. Ja hallo. Man holt sich einen Hund und erwartet, dass alles so läuft wie vorher? Sollte doch klar sein, dass man in Zukunft viel Zeit mit seinem Hund verbringt - und diese Zeit geht zwangsläufig anderen Hobbies oder Verpflichtungen ab. Ist doch logisch. Wenn ich täglich 2 Stunden mit Hund Gassi bin, kann ich nicht gleichzeitig im Kino sein oder Fenster putzen. Das wäre aber auch so, wenn man plötzlich seine Liebe zu Modelleisenbahnen entdeckt und 2 Stunden täglich an der neuen Gleisanlage rumbastelt. Nur machts der Modelleisenbahn nix, wenn sie mal ne Woche in der Ecke steht ...

Umso erstaunlicher finde ich es, wenn Leute, die eh wenig Zeit für Ihren Hund haben, selbigen im Urlaub abschieben statt die mal nicht so termingeplagte Zeit auch mit diesem Familienmitglied zu verbringen.


Ich bin schließlich keine Hausfrau, die sich nur auf Hund und Kinder konzentrieren kann (oder wie einige hier nur auf Hund???).Höre ich da einen gewissen Unterton heraus? Falls es dich beruhigt, mein Mann und ich arbeiten beide hauptberuflich und das nicht zu knapp, inklusive abendlicher Überstunden und gelegentlicher Wochenendarbeit.

Hallo Regina,
sorry, aber die Dominanztheorie ist doch grauslich und längst überholt. Allein wenn ich lese (wie in Deinem Link empfohlen) "der Hund soll immer hinter Herrchen laufen" - ja um Himmels willen. So ein Schrott!! Macht jeden Spaziergang zu einem Gewürge ... völlig überflüssig. Oder bewegen sich die vielbeschworenen Wölfe (deren Verhalten sich übrigens von dem domestizierter Hunde in vielen Punkten unterscheidet) grundsätzlich nur im Entenmarsch von Punkt A nach B, erst der Alphawolf, dann der Betawolf, dann der Deltawolf ... waaaaaaaaaaah.
Oder der grandiose Vorschlag, den Hund in ein Zimmer bugsieren und ihn dann minutenlang in die Augen niederstarren (ohne Anlass, wohlgemerkt, nur zu prophylaktischen "Erziehungs"zwecken) - aua. Das ist richtig schlimm.
Der Hund weiß genau, dass sein menschliches Gegenüber kein Hund ist - also hat es auch keinen Sinn, da irgendwelche an den Haaren herbeigezogene "Rudelregeln" durchziehen zu wollen.
Ganz übler Unsinn, der viel kaputtmachen kann!

Sorry, jetzt hab ich mich sehr vom ursprünglichen Thema entfernt, aber das musste einfach raus ...

Gartenzwergin
10.10.2006, 13:02
Liebe Avocado,

wie machst du das mit den Hunden, wenn du ganztags arbeitest? Würde mich mal interessieren, ist ja nicht so einfach. Hast du zufällig Oma und Opa nebenan, oder lasst ihr die Hunde alleine, oder könnt ihr sie mitnehmen?

Der Hund hat uns nicht in dem Sinne "im Griff", dass er z.B. lautstark bellt und alles verlangt und uns terrorisiert. Überhaupt nicht. Olga bleibt auch mal, wenn ich sie partout nicht mitnehmen kann, alleine ohne zu murren.

Es liegt an uns bzw. an mir. Ich bin einfach so gerne mit Olga zusammen (ja da staunst du Avocado :freches grinsen: ), dass ich mir immer einen riesen Kopf mache, ob ich mal kurz Einkaufen fahre, zur Kosmetik gehe, in die Stadt fahre (bei H & M ist es für Hunde eher stressig) oder mit den Kids ins Schwimmbad fahre (da sind Hunde auch nicht so gerne gesehen). Ich selbst mache mich zum Skalven des Hundes - nicht umgekehrt. Obwohl Olga nachmittags gut betreut ist (Mopssitter, Kids), eile ich direkt nach der Arbeit nach Hause, anstatt mir mal eine Auszeit zu gönnen und z.B. Bummeln zu gehen. Muss ja nicht täglich sein... Morgens bin ich sowieso immer zuhause.

Und das macht mich insgesamt unglücklich und nervt dann auch. Ganz einfach, weil ich das Gefühl habe, überhaupt nichts mehr für mich machen zu können. Den Hund am liebsten keine Sekunde alleine lassen würde bzw. ohne mich. Olga muss mich eigentlich nur anschauen und ich bin butterweich...

Ist das normal oder habe ich einen an der Klatsche? Es muss doch möglich sein, einmal in der Woche einen Englischkurs für 2 Stunden zu besuchen ohne vor schlechtem Gewissen im Boden zu versinken:wie?: :wie?: :wie?:

LG
Gartenzwergin

Inaktiver User
10.10.2006, 13:20
Das ist ganz normal und wird auch wieder weniger werden. Wenn ich mir überlege, wie ich früher um meine Madame herumsprang, ich stand manchmal sogar nachts auf, wenn ich sie nicht schnaufen hörte (:peinlich: ), das käme mir heute sicherlich nicht mehr in den Sinn, damals war mir klar, dass der Hund gerade ein lebensbedrohliches Problem haben muss.

So lange hast du die Möpsin noch nicht und wie bei jedem Menschen/Partner/Freund/Kind muss sich eine Routine erst noch einfinden und geübt werden.

Bei deinen Kindern bist du am Anfang wahrscheinlich wie alle bei jedem Furz hingerannt, nach ein paar hundert Windeln, hast du herausgehört, ob da jemand die Windeln voll hat oder Unterhaltung will, so in etwa ist es wohl bei den Hunden auch (nur von Anfang an ohne Windel) :freches grinsen: ...

LG
Estrella

ReginaM
10.10.2006, 13:51
Jetzt hab ich einen Haufen Text getippt und dann war alles weg...... :knatsch: Werde mich späte nochmal dazu äussern.

Inaktiver User
10.10.2006, 13:55
@Gartenzwergin

Ich bin zwar nicht Avocado, möchte Dir aber trotzdem antworten.

Vorweg: Wie lange hast Du den Hund jetzt schon? Vier Monate? Fünf Monate?

Wir haben unsere Hündin jetzt seit dem 29. Januar diesen Jahres und ich habe erst vor kurzem (vielleicht ein zwei Monate) etwas aufgehört, mir ständig und immerzu Sorgen zu machen. Es war so schlimm, daß ich im April meinen ersten Schwindelanfall bekam (dem noch weitere folgten) und ich erst so langsam dabei bin, mich davon zu erholen.

Glücklicherweise habe ich einen Mann an meiner Seite, der die ganze Sache sehr viel entspannter sieht als ich und der mir ständig gesagt hatte, daß ich mich nicht so aufregen solle, denn das würde sich alles irgendwann einspielen. So langsam passiert es auch. Seit drei Wochen erst spielt sie mit dem Spielzeug, das ich ihr im Februar :ooooh: gekauft habe.

Du mußt wahrscheinlich lernen (wie ich auch:smirksmile:), sehr viel lockerer mit der Sache umzugehen. Auf jeden Fall solltest Du, wenn Dir danach ist, nachmittags ruhig mal bummeln gehen, zur Kosmetik, ins Schwimmbad usw. sonst wirst Du irgendwann den Hund dafür hassen, daß Du Dich so einschränkst und der kann am wenigsten dafür. Ich habe mich z. B. immer wieder gefragt, ob es eine so gute Idee war, den Hund zu uns zu holen und ich hatte auch permanent ein schlechtes Gewissen (wieso eigentlich????), daß ich dem Hund evtl. nicht gerecht werden könnte.

Ich bin inzwischen felsenfest davon, daß es irgendwo eine geheime Schule gibt, in der Hunde lernen, so zu gucken, wie sie gucken. Diese "keiner-gibt-mir-was-zu-fressen-", "keiner-liebt-mich-", "WAS-du-lässt-mich-jetzt-alleine"-Blicke, die die Hunde aus dem Effeff beherrschen, müssen sie irgendwo lernen. Mein Mann sagt dann immer zu mir "Dann guckt sie eben! Sieh' nicht hin!", wenn sie mir wieder so einen Blick zuwirft und ich kurz davor bin, in Panik auszubrechen.

Aber, um den Bogen zum Thema wieder zu schlagen, ich würde nicht ohne Hund verreisen, weil sie erstens zu uns gehört und zweitens ich ihr und uns nicht die Gelegenheit verwehren möchte, uns vollkommen entspannt neues Terrain zu erobern.

Pianoforte, die ihren Hund um nichts in der Welt wieder hergeben würde (und nicht nur, weil ich bereits zehn Kilo durch sie abgenommen habe:cool:)

Gartenzwergin
10.10.2006, 14:07
Hallo Pianoforte,

das ist ja interessant. Ich hatte auch heftigste Schwindelattacken und erst langsam wird es besser. Ich glaube auch, dass ich da mit dem Hund etwas komplett falsch verstanden habe. Aber wir werden uns einspielen.

Olga ist erst seit Mai bei uns. Wir waren auch schon mit ihr im Urlaub, aber jetzt geht es halt partout nicht. Wird auch nicht so oft vorkommen, dass wir ohne sie fahren. Vielleicht auch nie mehr :kuss:

Liebe Grüße
Gartenzwergin

Avocado
10.10.2006, 15:33
wie machst du das mit den Hunden, wenn du ganztags arbeitest?Hi Gartenzwergin, bis jetzt waren wir in der glücklichen Lage, die meiste Arbeit vom Büro zuhause aus erledigen zu können. Da unser größter Kunde jetzt allerdings beschlossen hat, unsere Arbeit noch weiter auszusourcen, wird sich das alles vermutlich Knall auf Fall ändern. Und dann? Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass wir so was ähnliches wie jetzt wieder aufbauen können, aber notfalls (gesetzt den Fall, wir fänden beide Arbeit außer Haus ((was ja bekannntlich auch nicht so einfach ist)) und könnten die Hunde nicht mitnehmen) müßten die Tiere eben zu Hause bleiben. Meine Schwester wohnt im selben Haus, die könnte sie dann ab und zu wenigstens in den Garten lassen (spazierengehen mit den beiden traut sie sich nicht). Und wir müßten hoffen, dass wir in den Pausen nach hause könnten und versuchen, einen Gassigeher zu finden. Ist blöd, aber besser das als Tierheim ...

Ich selbst mache mich zum Skalven des Hundes - nicht umgekehrt. (...) Und das macht mich insgesamt unglücklich und nervt dann auch. Ganz einfach, weil ich das Gefühl habe, überhaupt nichts mehr für mich machen zu können.Ich denke, ein Stück weit ist das am Anfang normal, sich um jede Kleinigkeit Sorgen zu machen. Das legt sich schon mit der Zeit :-). Und ansonsten kann ich Pianoforte nur zustimmen, die hat das schon so schön gesagt:

Du mußt wahrscheinlich lernen (wie ich auch), sehr viel lockerer mit der Sache umzugehen. Auf jeden Fall solltest Du, wenn Dir danach ist, nachmittags ruhig mal bummeln gehen, zur Kosmetik, ins Schwimmbad usw. sonst wirst Du irgendwann den Hund dafür hassen, daß Du Dich so einschränkst und der kann am wenigsten dafür.Mach in Ruhe Deinen Englischkurs, liebe Gartenzwergin, von einem entspannten Frauchen hat Olga nämlich mehr als von einem, das zwar ständig um sie rum ist, aber sich belastet und eingeengt fühlt!

ReginaM
10.10.2006, 17:08
Hallo Regina,
sorry, aber die Dominanztheorie ist doch grauslich und längst überholt. Allein wenn ich lese (wie in Deinem Link empfohlen) "der Hund soll immer hinter Herrchen laufen" - ja um Himmels willen. So ein Schrott!! Macht jeden Spaziergang zu einem Gewürge ... völlig überflüssig. Oder bewegen sich die vielbeschworenen Wölfe (deren Verhalten sich übrigens von dem domestizierter Hunde in vielen Punkten unterscheidet) grundsätzlich nur im Entenmarsch von Punkt A nach B, erst der Alphawolf, dann der Betawolf, dann der Deltawolf ... waaaaaaaaaaah.
Oder der grandiose Vorschlag, den Hund in ein Zimmer bugsieren und ihn dann minutenlang in die Augen niederstarren (ohne Anlass, wohlgemerkt, nur zu prophylaktischen "Erziehungs"zwecken) - aua. Das ist richtig schlimm.
Der Hund weiß genau, dass sein menschliches Gegenüber kein Hund ist - also hat es auch keinen Sinn, da irgendwelche an den Haaren herbeigezogene "Rudelregeln" durchziehen zu wollen.
Ganz übler Unsinn, der viel kaputtmachen kann!

Sorry, jetzt hab ich mich sehr vom ursprünglichen Thema entfernt, aber das musste einfach raus ...

Als überholt empfinde ich die Domonanzthorie keineswegs, wenn auch in diesem Link manches ein wenig übertrieben dargestellt wird. Es gibt aber durchaus Hunde, bei denen das angebracht ist.

Grundsätzlich steht und fällt die Hundeerziehung mit der Rangordnung und deshalb sollte man die schon im Auge behalten.

Sehr gute Bücher, aus meiner Sicht, hat Eric H. W. Aldington zu diesem Thema geschrieben, besonders "Von der Seele des Hundes" oder "Was tu ich nur mit diesem Hund". Ich würde diese Bücher jedem Hundehalter als Pflichtlektüre empfehlen.

Gartenzwergin
10.10.2006, 19:24
@ Avocado,

danke für deine Worte :kuss: Ich drück euch die Daumen, dass es beruflich bei euch so weiter läuft. Alleine zuhause, wenn auch zu zweit, ist den ganzen Tag wohl nichts. Bin auch schon krampfhaft am Überlegen, wie es wird, wenn ich wieder ganztags arbeiten (muss). Für ein Au-Pair sind meine Kids nun doch zu groß und ein Au-Pair nur für den Hund... ich weiß nicht :freches grinsen: Das ist wirklich ein Problemthema - aber dann müssen die Kids verstärkt ran. Es wird gehen. Außerdem soll man sich keinen Kopf um ungelegte Eier machen :smile:

@ ReginaM,

die Dominanztheorie ist sicher immernoch gültig. Bei kleinen wie bei großen Hunden. Aber manchmal sind die Grenzen so fließend und man macht auch seine Fehler. Eine Arbeitskollegin meinte zu mir: "Erlaube nie einem Hund etwas, von dem du nicht sicher bist, dass du es auf Dauer auch willst." Damit hatte sie wirklich Recht.

Wie bei Kindern ist auch hier "Konsequenz" das Zauberwort.

Noch drei Tage bis zum Urlaub und zur Trennung von Olga. Ich bin immernoch hin und her gerissen und fühle mich nicht wohl damit. Ich hoffe aber, es geht gut mit der Fremdbetreuung und Olga kommt wohlbehalten zurück. Und wehe ich sehe einen anderen Mops im Flugzeug:knatsch: :niedergeschmettert: :unterwerf: :heul:

LG
Gartenzwergin

Avocado
10.10.2006, 22:22
Außerdem soll man sich keinen Kopf um ungelegte Eier machen :smile:Wie wahr ... ich hab zwar auch noch keinen Plan, wie das bei uns weitergeht, aber irgendwie muss es ja, gell? Und heutzutage weiß ja praktisch keiner mehr, wie´s in 5 Jahren jobmäßig ausschaut ...


Eine Arbeitskollegin meinte zu mir: "Erlaube nie einem Hund etwas, von dem du nicht sicher bist, dass du es auf Dauer auch willst."Das finde ich eine sehr weise Regel. Deshalb lege ich großen Wert darauf, dass meine Hunde nicht lernen, wie Schubladen oder Türen zu öffnen sind oder der Lichtschalter zu bedienen ist (obwohl das in jedem Hundebuch als prima Spiele empfohlen wird) :freches grinsen:.

Und nein, ich lehne die unselige Dominanztheorie immer noch ab. Ich betrachte meinen Hund und mich als Team, nicht als hierarchisches Gefüge, innerhalb dessen jemand sich "an die Spitze zu kämpfen" versucht. (Die Olle würde jedem einen Vogel zeigen, der das von ihr verlangen würde :freches grinsen:.)
Buch-Gegenvorschläge: Lest "Das andere Ende der Leine" von Patricia McConnell (super Buch, übrigens von einer Zoologieprofessorin verfasst; es erklärt die verschiedenen Kommunikationsverhalten der Spezies Hund und der Spezies Mensch und die daraus resultierenden Missverständnisse - da gehen einem beim Lesen ungefähr 53 Kronleuchter auf). Sehr empfehlenswert ist auch "Die Welt in seinem Kopf" von Dorothee Schneider, erklärt auf biologischer Grundlage das Lernverhalten des Hundes.


Noch drei Tage bis zum Urlaub und zur Trennung von Olga.Oooh, so bald ist das schon? Ups. Wo geht sie denn jetzt in Betreuung, die Kleine?