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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : lieber sofort gehen?



Inaktiver User
04.10.2006, 14:58
hier wird ja viel über untreue partner, verzeihen und wieder neu anfangen geschrieben.

wer kennt es anders? wer hat gesagt, nach einem seitensprung/affaire des partners: "ich gehe. ich kann so nicht mehr mit dir zusammensein" und diesen schritt auch wirklich getan und NICHT bereut bzw. ist NICHT "schwach" geworden und nach einiger zeit doch wieder mit dem ehemaligen partner wieder zusammen gekommen.

kann es manchmal nicht befreiender sein, zu gehen, obwohl dies ja auch schmerz und leiden bedeutet, um dann irgendwann wieder nach vorne schauen zu können. aus eigener erfahrung, aber das gilt vielleicht nur für mich, kann ich sagen, dass ich extrem gelitten habe (bzw. leide immernoch) und kann trotzdem nicht loslassen, d.h. gehen... aus purer angst denke ich..

Inaktiver User
04.10.2006, 15:25
Ich habe meinem Noma zweimal einen Seitensprung verziehen. Beim dritten Mal habe ich für mich, unsere Kinder und unseren Hund eine Wohnung gesucht und bin ausgezogen. Wenn ich wieder betrogen werde, was ich nicht hoffen will, werde ich höchstens einen Seitensprung mitmachen. Das ist schwer genug weil das Urvertrauen in die Beziehung nie wieder so wird wie vor dem Seitensprung. Das totale blinde Vertrauen hat einen Riss. Wer wie mein Noma trotzdem wir eine Paartherapie gemacht haben zum dritten Mal fremd geht ist für mich als Partner gestorben.
Einer der wo so wenig Respekt vor mir hat und mich hinterlistig weiter enttäuscht und mir weh tut ist kein Mann fürs Leben mehr für mich. Wenn es weh tut, ist es keine Liebe. Mein Noma hat versucht mich einzulullen wie sehr er mich liebt, aber er hatte nur Angst allein ohne mich und die Kinder leben zu müssen. Ich hatte auch Angst davor ohne ihn zu sein.

Angst und Gewohnheit sind aber schlechte Ratgeber und mein neues Leben hat Vorteile. Jetzt nach fast einem Jahr fühle ich mich immer öfters wie neu geboren.

Inaktiver User
04.10.2006, 15:51
Macy,

Dein Beitrag klingt für mich so, als ob Du "Bleiben" mit Schwäche assoziierst.

Ich denke nicht, dass es allgemeingültige Regeln gibt - Beziehungen werden von Menschen geknüpft, und Menschen machen Fehler, enttäuschen einander, bleiben trotz einer Beziehung auch Individuum und müssen abwägen zwischen eigenen Bedürfnissen und Bedürfnissen der Partner und der Beziehung.

Ich würde entsprechend weder "Gehen" noch "Bleiben" bewerten wollen - es kommt auf den Einzelfall an, welche Lösung die "bessere" ist. Wichtig finde ich dabei, die eigenen Beweggründe für das eine wie das andere zu hinterfragen.

Gehen kann genauso ein Davonlaufen, Feigheit, Schwäche oder eine vorzeitige Bankrotterklärung wie notwendig, eigene Bedürfnisse berücksichtigend, aus einem Lernprozess gespeist und sehr gesund sein.

Bleiben kann aus Angst, finanziellen Beweggründen, Mutlosigkeit, temporärer Paralyse / Handlungsunfähigkeit, genauso gut aber im Gegenteil aus Mut, der Fähigkeit, gemeinsam zu lernen und auch an Problemen zu wachsen beispielsweise gespeist sein.

Allgemeingültige Antworten gibt es nicht - so unterschiedlich Menschen sind, so verschiedenartig sind auch die Beziehungen und damit verknüpften Lösungsstrategien und Handlungsoptionen.

Grüssle
Seawasp

Telex
04.10.2006, 17:06
Hallo Macy,

ich bin in zwei Beziehungen betrogen worden, nach 7 bzw. 9 Jahren, und bin beide Male sofort gegangen. Für mich war es klar, dass ich mit jemandem, von dem ich sicher weiß, dass er zum Betrug an mir fähig ist, nicht weiterhin mein Leben teilen werde. Es ist eine Facette seines Charakters, die ich nicht akzeptieren kann. Aus unserer Partnerschaft wäre eine Beziehung ohne Vertrauen und Respekt geworden. Ich hätte mich nicht mehr auf meinen Freund verlassen können. Das habe ich uns erspart.

Ich habe es nie bereut, dass ich so gehandelt habe. Beide Männer haben monatelang um mich gekämpft, aber ich habe mich nicht umstimmen lassen. Der Druck durch mein Umfeld war immens. Ich habe sogar Freunde durch meine Entscheidung verloren. Aber letztendlich war mein Neuanfang das alles wert.

Inaktiver User
04.10.2006, 22:14
@telex
hast meinen vollen respekt!
das ist meiner meinung nach der einzig richtige weg!

Inaktiver User
04.10.2006, 22:53
Hallo, ich bin auch sofort gegangen bzw. habe *schäm* meinen Mann rausgeworfen. Ich weiß bis heute nicht, wie ich dazu fähig war. Mit dem "Rauswurf" (klingt schrecklich), habe ich das Ende unserer Ehe besiegelt. Vielleicht hätte ich das Ruder noch einmal herumreißen können, hätte ich noch eine Weile in der Situation und mit dem Wissen darum, verharrt. Mein Mann und ich sind uns heute trotzdem noch sehr nahe - es war zwar das Ende unserer Ehe, aber nicht unserer Beziehung. Folglich war es - zumindest mit Abstand betrachtet - die einzig richtige Entscheidung.

Chaoshexe
04.10.2006, 23:08
Hallo Zusammen

Da kann ich (leider) mitreden.
Habe meinem jetzigen Exmann das erste Mal vor 11 Jahren verziehen und ihn als er nach einem halben Jahr "räumlicher Trennung" meinte ich wäre seine große Liebe und die andere nur eine "temporäre Verwirrung" (naja er hats nicht so vornehm ausgedrückt) wieder in die gemeinsame Wohnung zu kleinem Kind und mir aufgenommen.
Beim zweiten Mal als er mir sagte "er habe eine Freundin" vor nunmehr 3 1/2 Jahren habe ich ihn im hohen Bogen aus der Wohnung geschmissen und auch als er nach einem halben Jahr wieder zurückkommen wollte(mit derselben Begründung wie beim ersten Mal) nicht mehr als Partner akzeptiert.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, denn genau auf das wäre diese Ehe hinausgelaufen mit einem Mann der sich alle paar Jahre für eine Weile eine Affäre zulegt.
Manche können wohl damit leben, ICH nicht.

Liebe Grüsse

Chaoshexe (die mit fast 50 Jährchen nochmal Tabula Rasa gemacht hat)

Inaktiver User
05.10.2006, 07:57
d.h. gehen... aus purer angst denke ich..

Wovor genau hast Du Angst?
Vor dem Alleinsein oder davor, die falsche Entscheidung zu treffen?

Inaktiver User
05.10.2006, 09:21
ja, angst hab ich. angst, es könnte der falsche entscheidung sein. bin ja schon mal gegangen, nach 13 jahren, war sehr hart für mich aber schlussendlich richtig. ich habe massive finanzielle einbussen erlitten aber das war mir eh nie so wichtig. in kurzen worten, habe wohlhabender mann geheiratet, mit ehevertrag aber, d.h. ich habe gewusst, bei scheidung gibt's nix. voilà.

diesmal ist es anders, wir haben eine sog. 'gummiband-beziehung', d.h. wir entfernen uns und finden wieder zusammen. immer wieder. ich bin eher die eifersüchtige (schon immer), er ist ein 'womanizer', wir gestatten und gegenseitig grosse freiräume (was aber nicht eine offene beziehung bedeutet). die tatsache 'womanizer' kombiniert mit einer schwierigen phase, wo er fast zu seiner ex zurückwollte, plus meine eifersucht haben zwischendurch zu 'fast-trennungen' geführt.

wir reden sehr viel, er zeigt auch viel verständnis und ist brutal ehrlich:smirksmile:

trotz grosser liebe ist die beziehung aber irgendwie anstrengend und ich weiss nicht, ob ich wieder meine ruhe finden würde, wenn ich gehe, oder ob es dann erst recht schlimm wird...

ich habe keine angst vor dem alleinsein, auch nicht vor dem leben. ich bin selbständig und habe genug um mir und meinen kids ein schönes leben zu bieten... diese selbständigkeit habe ich mir erst nach der ersten trennung erarbeitet und sie bedeutet mir auch viel. ich habe einfach angst diesen mann zu verlieren..

Inaktiver User
05.10.2006, 09:23
diesmal ist es anders, wir haben eine sog. 'gummiband-beziehung', d.h. wir entfernen uns und finden wieder zusammen. immer wieder. ich bin eher die eifersüchtige (schon immer), er ist ein 'womanizer', wir gestatten und gegenseitig grosse freiräume (was aber nicht eine offene beziehung bedeutet). die tatsache 'womanizer' kombiniert mit eine schwierige phase, wo er fast zu seiner ex zurückwollte, plus meine eifersucht haben zwischendurch zu 'fast-trennungen' geführt.


Was sagt Dein Kopf?
Was sagt Dein Bauch?
Wieviel Kraftreserven hast Du zur Zeit?
Glaubst Du, dass die Beziehung irgendwann mal in ruhigere Gewässer fährt.

Es klingt von aussen unglaublich anstrengend.

Sadness
05.10.2006, 09:32
Liebe Macy,

wie gut kann ich dich verstehen, ich tiger schon seit Tagen wie ein Doofe rum.

Fakten:
Mein Mann hatte eine Außenbeziehung, 2 Jahre, das letzte halbe Jahr wußte ich davon..Trennung kam für mich nicht in Frage, das wollte ich gar nicht hören...Therapie...Annäherung, er wüßte nun wo er hingehört...Außenbeziehung beendet, zumindest für den Moment, wer weiß was in 14 Tagen ist, vielleicht ist die Sehnsucht ja doch zu groß

und nun...weiß ich nicht, ob ich das Mittragen kann, ob ich nicht lieber ein "sicheres" zuhause habe, das morgen oder nächste Woche, oder nächsten Monat auch noch so da ist wie jetzt und mir das wichtiger ist als die Frage ob er dazu gehört

Manchmal möchte ich einfach nur Ruhe, Klarheit

Inaktiver User
05.10.2006, 09:41
kopf sagt gehen
bauch sagt bleiben
reserven hab ich trotz 3 kids (mit denen ich allein wohne, mein partner hat eine eigene bleibe) und voll berufstätig und jede freie minute auf der laufstrecke irgendwie schon... das nervt manchmal, ich möchte mich auch fallen lassen können, wobei mich das dann vermutlich auch nerven würde...

mein partner hat mir gestern gesagt, er hat noch nie in seinem leben eine frau getroffen, die ihn soooo tötlich nerven kann wie ich!! ich weiss, seine ex-beziehungen waren alle beide sehr harmonisch, die frauen auch. ich bin irgendwie total anders gelinkt. aber er sagt, es zieht ihn immer wieder zu mir..

Inaktiver User
05.10.2006, 09:48
mein partner hat mir gestern gesagt, er hat noch nie in seinem leben eine frau getroffen, die ihn soooo tötlich nerven kann wie ich!! ich weiss, seine ex-beziehungen waren alle beide sehr harmonisch, die frauen auch. ich bin irgendwie total anders gelinkt. aber er sagt, es zieht ihn immer wieder zu mir..

Eigentlich doch eine sehr coole Ansage: Du forderst ihn!
Warum fühlst Du Dich dann blos so schwach in der Situation?
*grübel*

Tante_Karla
05.10.2006, 12:49
ich bin in zwei Beziehungen betrogen worden, nach 7 bzw. 9 Jahren, und bin beide Male sofort gegangen.

Ich wurde ebenfalls zweimal betrogen und habe beide Male die Konsequenz in Form von Trennung gezogen.

Ich kenne Frauen, die es jahrelang noch mal "versucht" haben und letztendlich alle gesagt haben, sie wären besser direkt gegangen.

Das kann natürlich auch daran liegen, dass man bei vielen Paaren einen solchen Neuanfang gar nicht mitbekommt, da die Betroffenen es nicht weitertragen.

Inaktiver User
05.10.2006, 13:28
Ich weiß von mehreren Paaren die es nach einem einzigen Seitensprung dauerhaft mit einem Neustart geschafft habe. Ich kenne aber kein einziges Paar das es nach mehreren Seitensprüngen geschafft hat. Spätestens nach ein Paar Jahren kam die Trennung bis auf einen Fall wo der Mann immer wieder betrogen hat und die Frau alkoholkrank geworden ist.

Inaktiver User
05.10.2006, 14:23
eben... wenn ich jetzt diesen beitrag von eastern (ewiges misstrauen oder so ähnlich) direkt unter meinem lese, denke ich... my god, geh doch! das ist doch kein leben...

und danke bienenstich (ist das ein fisch-gratin?) und andere für eure beiträge.. ja, ich finde es zeugt von stärke wenn man sofort gehen kann.

@gyldensternchen
vielleicht hast du recht? ich fordere ihn irgendwie... so hab ich's bis jetzt nicht gesehen... du meinst, das ist wirklich positiv zu bewerten?

Inaktiver User
05.10.2006, 14:37
eben... wenn ich jetzt diesen beitrag von eastern (ewiges misstrauen oder so ähnlich) direkt unter meinem lese, denke ich... my god, geh doch! das ist doch kein leben...

Ganz meine Meinung.


und danke bienenstich (ist das ein fisch-gratin?) und andere für eure beiträge.. ja, ich finde es zeugt von stärke wenn man sofort gehen kann.

Das ist mein Lieblingskuchen. Bienenstich. :freches grinsen:

Inaktiver User
05.10.2006, 17:32
@gyldensternchen
vielleicht hast du recht? ich fordere ihn irgendwie... so hab ich's bis jetzt nicht gesehen... du meinst, das ist wirklich positiv zu bewerten?

Wer kann das schon aus der Ferndiagnose sagen - aber wenn Du wirklich ätzen und nerven würdest........wäret Ihr dann noch zusammen.
Woran sind denn die vorherigen Beziehungen gescheitert - wenn alles sooooooo toll und harmonisch war?

Du bist eigenständig und anstrengend und fordernd - "böse Kombination".
Auf der anderen Seite bleiben ihm mit Dir gewisse Freiheiten (DU bist ja eigenständig) - et voilà, es kracht!

KleineBlume
05.10.2006, 17:56
Hallo Zusammen

Da kann ich (leider) mitreden.
Habe meinem jetzigen Exmann das erste Mal vor 11 Jahren verziehen und ihn als er nach einem halben Jahr "räumlicher Trennung" meinte ich wäre seine große Liebe und die andere nur eine "temporäre Verwirrung" (naja er hats nicht so vornehm ausgedrückt) wieder in die gemeinsame Wohnung zu kleinem Kind und mir aufgenommen.
Beim zweiten Mal als er mir sagte "er habe eine Freundin" vor nunmehr 3 1/2 Jahren habe ich ihn im hohen Bogen aus der Wohnung geschmissen und auch als er nach einem halben Jahr wieder zurückkommen wollte(mit derselben Begründung wie beim ersten Mal) nicht mehr als Partner akzeptiert.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, denn genau auf das wäre diese Ehe hinausgelaufen mit einem Mann der sich alle paar Jahre für eine Weile eine Affäre zulegt.
Manche können wohl damit leben, ICH nicht.

Liebe Grüsse

Chaoshexe (die mit fast 50 Jährchen nochmal Tabula Rasa gemacht hat)

Und genau das habe ich mit meinem Ex-Mann auch gemacht, der meinte er könne mir neben seinem Geständnis dann auch noch sein "übervolles Herz" ausschütten. So was Rücksichtsloses!! Dabei quälte er mich während unserer Beziehung immer mit seiner Eifersucht. Der machte schon ein Theater, wenn ich mal mit einem anderen Mann tanzte.

Nöö, da habe ich lieber eine Weile mit unserem gemeinsamen Kind allein gewohnt. Nach ein paar Jahren habe ich meinen jetzigen Mann kennen gelernt und für ihn bin ich - im Gegensatz zum Ex - die Einzige, die ihn interessiert.

Inaktiver User
05.10.2006, 18:00
Chaoshexe und KleineBlume :prost: :prost:

Inaktiver User
05.10.2006, 19:41
Hallo an Alle,

ich habe mich auch vor 16 Jahren/nach 16 Jahren Ehe, von meinem Mann, wegen seinem Betrug getrennt....bei uns war es die Jugendliebe, wir hatten früh geheiratet...nach 15 Jahren ging er fremd (ich erfuhr es ein paar Monate später), vielleicht dachte er ja auch etwas verpasst zu haben im Leben, er war ja so jung in die Ehe gegangen (ich zwar auch)....

Mich haben damals seine Lügen und Heimlichkeiten mehr verletzt als der Betrug selber....er wollte in der Ehe bleiben, aber traf sich trotzdem weiter mit seiner Freundin...ich hätte ihn sogar mehr respektiert wenn er sich für seine Freundin entschieden hätte...aber er zog es vor alles zu leugnen, so zu tun als ob nix wäre, er wollte nicht darüber reden und eine Eheberatung wollte er auch nicht in Anspruch nehmen.....er forderte von mir Geduld, er wollte sich nicht von der Ehe trennen....es würde schon alles gut werden meinte er nur....diese Geduld und Nerven hatte ich aber nicht....nach gut einem Jahr Lügen und Heimlichkeiten, bat ich ihn auszuziehn.

Im Laufe der Jahre fragte er mich immer wieder, ob ich es nicht noch mal mit ihm versuchen wolle (ich wäre ja seine erste Liebe :unterwerf: )...ich wollte ihn nicht mehr....er hat bis zum heutigen Tag nicht wieder geheiratet...aber er hat immer wieder 1-2 Jahre Beziehungen...unsere beiden Kinder durften so einige Zweitfrauen kennenlernen....

Bei einem "einmaligen" Betrug, wo der Partner wieder zurück zu seiner Ehe/Beziehung findet, glaube ich schon daß es sich lohnt zu kämpfen....aber bei mehrmaligem Betrug (3 oder mehr), glaube ich persönlich nicht dass dieser Mensch wieder treu sein kann für immer....er/sie hat fremde Haut gesucht/gefunden und erlebt, das kann süchtig machen....und leider sehe ich es auch in meinem Umfeld...sehr viele gebundene Männer gehen fremd, keine Ahnung woran das liegt.

Ich kann mich in Frauen die bleiben auch hineinversetzen, es ist verdammt schwer zu gehn....aber wenn es einen krank macht, dann ist die Trennung "heilend", wie eine Befreiung....ich bereue meine Trennung nicht.

Ich wünsche euch Allen eine glückliche Ehe/Beziehung....:smile:

Inaktiver User
05.10.2006, 21:36
Du bist eigenständig und anstrengend und fordernd - "böse Kombination".

:freches grinsen::freches grinsen:

aber ist mir doch wohler so.. trotz "böser kombination"

hab gerade im anderen strang 'geschmökert' und war fasziniert zu lesen, dass du und sonst so einige die offene beziehung praktizieren. das hatten wir auch mal zur diskussion.. aber, aber, ich glaaaaube nicht, dass das mit mir funktionieren könnte..

also rein theoretisch schon. in dem ich meinem partner freiheiten gebe, entsteht vielleicht eine nähe, die man mit klammern und an sich binden (wie auch immer) nie und nimmer erreichen kann. (eher das gegenteil..)

ich finde das echt stark, ich wünschte manchmal ich hätte diese fähigkeit, diese 'grösse' zu sagen, mein partner kann auch mal mit einer anderen. es wäre ja auch so viel einfacher.. phasenweise würde ich es vermutlich sogar gut vertragen, aber zyklusbedingt:freches grinsen: hätte ich wohl immer wieder regelmässige abstürze erleiden müssen..

@all

ja, gehen ist schwierig, sehr schwierig. aber wie es hier scheint, haben sich doch einige für diesen weg entschieden und nicht bereut...

hab gerade gestern einen artikel über einen erfolgreichen geschäftsmann gelesen. er wurde von seiner frau verlassen und meinte, das war die grösste emotionale und persönliche niederlage, die er je erlitten hatte. dann sagte er, 'aber wissen sie was? das beste daran war, dass ich so meine jetzige frau kennengelernt hab'.

Inaktiver User
06.10.2006, 08:56
also rein theoretisch schon. in dem ich meinem partner freiheiten gebe, entsteht vielleicht eine nähe, die man mit klammern und an sich binden (wie auch immer) nie und nimmer erreichen kann. (eher das gegenteil..)

ich finde das echt stark, ich wünschte manchmal ich hätte diese fähigkeit, diese 'grösse' zu sagen, mein partner kann auch mal mit einer anderen. es wäre ja auch so viel einfacher.. phasenweise würde ich es vermutlich sogar gut vertragen, aber zyklusbedingt hätte ich wohl immer wieder regelmässige abstürze erleiden müssen..


Liebe Macy!
Ich hatte so einen Absturz mit quälenden Eifersuchtsgedanken gestern Nacht.
Das gehört dazu - hat sich in meinem Fall aber im Laufe der Jahre auf ein sehr erträgliches Maß (einmal im halben Jahr für einige Stunden) eingependelt.

stern
06.10.2006, 09:46
Hallo all ihr mutigen Frauen,
ich habe es hoffentlich jetzt auch geschafft.
Habe ihm aber immer wieder geglaubt. Letzendlich hatte er mich über drei Jahre belogen und betrogen. Auch nachdem er mir gesagt hat, das er bei mir bleiben möchte führte er sein Doppelleben weiter.
Was für eine miese Nummer!
Wir können unser Leben doch nicht mit so unentschlossenen Männern verbringen. Ich brauche Vertrauen und Liebe.
Alleine mit zwei Kindern wird es wohl auch nicht leicht, aber hoffentlich nehmen die glücklichen Momente zu.
Wenn es nur nicht so unheimlich weh tun würde!!!!!!!!!!!

Inaktiver User
06.10.2006, 09:52
Auch nachdem er mir gesagt hat, das er bei mir bleiben möchte führte er sein Doppelleben weiter.
Was für eine miese Nummer!


Mies ist an der Nummer "nur", dass er Dir verschwiegen hat, nicht sexuell-monogam leben zu wollen.
Vermutlich hat er durchaus mit Dir leben wollen - aber eben unter seinen Konditionen.
Hätte er eine offene Beziehung gefordert, wärst Du gleich gegangen.


Unentschlossen war der Mann gar nicht - er hatte einen exakten Plan und wusste sehr genau, was er wollte.
Das harmoniert nur nicht mit Deinen bedürfnissen und Vorstellungen einer Beziehung.

Inaktiver User
06.10.2006, 10:24
Liebe Macy!
Ich hatte so einen Absturz mit quälenden Eifersuchtsgedanken gestern Nacht.
Das gehört dazu - hat sich in meinem Fall aber im Laufe der Jahre auf ein sehr erträgliches Maß (einmal im halben Jahr für einige Stunden) eingependelt.

liebe gyldensternchen

das heisst also, dass du dich früher öfters mit eifersucht rumgequält hast? war die idee einer offenen beziehung zu leben schon immer bei dir 'vorhanden'?

ich denke manchmal, ich müsste vielleicht selber wieder anfangen rumzuflirten. zur ablenkung und um das gleichgewicht wieder herzustellen.

ich weiss ja, wie er frauen liebt und wie er dank seines business und seines grössten hobbys immer wieder spannende gelegenheiten hat, frauen näher zu kommen. er erzählt mir auch viel davon, letztes wochenende zum Beispiel. wieder einen anlass irgendwo, wo er dabei sein musste, wieder eine frau neben ihm, er wieder geflirtet, gemerkt er hat erfolg (stärkung des männlichen egos), sie dann zufällig ihre jacke in seinem auto 'vergessen':freches grinsen:, danach apéro..

ich hatte früher auch einen mann kennengelernt, kurz nach der trennung von meinem ex. dieser mann war in der selben lage wie ich, d.h. kinder, getrennt und trotzdem voll im berufsleben, erfolgreich und ein wundervoller 'freidenker'. wir hatten eine art platonische beziehung, es war wunderbar mit ihm zu reden als es mir nach der trennung manchmal schlecht ging. er war auch spannend als mann, ein kosmopolit, dazu noch yoga guru und mit herrlich südländischem temperament. ach... diese bekanntschaft war aber meinem partner immer ein dorn im auge, was ich auch manchmal verstehen kann, ich habe schon viel geschwärmt. dachte aber nie daran, dass es meinen partner stören könnte.

anyway, wir haben den kontakt abgebrochen. mein partner hat wie wild mit anderen frauen rumgeflirtet, als kompensation wie er mir sagte, weil ich ja so für diesen mann schwärme...

ach, jetzt hab ich ein bisschen weit ausgeholt, aber ich dachte nur, ich sollte vielleicht auch wieder mehr flirten? um die aufmerksamkeit ein bisschen umzulenken?

Jalinda
06.10.2006, 16:50
ich dachte nur, ich sollte vielleicht auch wieder mehr flirten? um die aufmerksamkeit ein bisschen umzulenken?

Ich habe ein paar Freunde, die schon ewig an offenen Beziehungen rumdoktern. Was immer dabei rauskam war, dass der eine ein phantastisches Leben quasi auf dem Rücken des etwas Eifersüchtigeren führte. Die Eifersüchtigeren versuchten, sich für den anderen zu verbiegen, geklappt hat es nie.

Ich denke, damit sowas funktionieren kann, müssen schon wirklich beide auf dem selben Level sein, sonst wirds eine ziemliche Quälerei.

Inaktiver User
06.10.2006, 17:50
Ich habe ein paar Freunde, die schon ewig an offenen Beziehungen rumdoktern. Was immer dabei rauskam war, dass der eine ein phantastisches Leben quasi auf dem Rücken des etwas Eifersüchtigeren führte. Die Eifersüchtigeren versuchten, sich für den anderen zu verbiegen, geklappt hat es nie.

Ich denke, damit sowas funktionieren kann, müssen schon wirklich beide auf dem selben Level sein, sonst wirds eine ziemliche Quälerei.


Ja, das ist richtig - und es ist auch wirklich zu Beginn ein Eiertanz (Hallo, Herr Freud).
Erst muss die Eifersucht als Thema vom Tisch - vorher brauchst Du nicht drüber nachdenken.

Inaktiver User
09.10.2006, 10:01
Ich habe ein paar Freunde, die schon ewig an offenen Beziehungen rumdoktern. Was immer dabei rauskam war, dass der eine ein phantastisches Leben quasi auf dem Rücken des etwas Eifersüchtigeren führte. Die Eifersüchtigeren versuchten, sich für den anderen zu verbiegen, geklappt hat es nie.

Ich denke, damit sowas funktionieren kann, müssen schon wirklich beide auf dem selben Level sein, sonst wirds eine ziemliche Quälerei.

Jalinda,

liegt das an demjenigen, der seinen Lebensentwurf lebt, oder an demjenigen, der aufgrund welcher Beweggründe auch immer zähneknirschend zustimmt, die Sache aber nicht authentisch leben KANN, weil sie für ihn, wenn er ehrlich wäre, einen faulen Kompromiss darstellt, und eigentlich ganz andere Themen in ihm gären?

Es ist nicht der Lebensentwurf an sich, der scheitern muss - wie Du richtig schreibst, müssen aber BEIDE dazu bereit sein, und nicht versuchen, über die offene Beziehung andere Themen zu "vermeiden" oder eine Trennung auf Biegen und Brechen zu verhindern.

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
09.10.2006, 12:35
ich denke auch nicht, dass ich wirklich eine offene beziehung in der art leben könnte. das thema eifersucht ist ja bei mir vorhanden und ich würde zu fest leiden. das kann es ja auch nicht sein oder? bleiben und ja sagen zu einer offenen beziehung, nur um den partner nicht zu verlieren..

Inaktiver User
09.10.2006, 12:46
das kann es ja auch nicht sein oder? bleiben und ja sagen zu einer offenen beziehung, nur um den partner nicht zu verlieren..

Korrekt, so funktioniert es nicht.
Auf der anderen Seite lässt Du Dir ja auch in der jetztigen sehr viele Dinge von deinem Partner antun, die Dir sehr weh tun.....
Du bleibst und sagst "ja", obwohl Du leidest.

Tabea57
09.10.2006, 12:57
bleiben und ja sagen zu einer offenen beziehung, nur um den partner nicht zu verlieren..

Nein, das kann es nicht sein. Wenn Du eine offene Beziehung willst, musst Du sie nicht Deines Partners wegen wollen, sondern weil Du das auch möchtest.

Klar, in der Regel fängt einer an und hat diesen Wunsch. Wenn der Partner dann einsteigt, muss er davon überzeugt sein, dass er auch Vorteile für sich hat, nicht nur Vorteile für seinen Partner. Z.B. bieten sich ihm ganz andere Freiheiten, er kann anders auf Menschen zugehen und muss erotische Anziehung nicht abblocken oder außen vor lassen.

Meiner Erfahrung nach geht das aber nur, wenn die Partner sich nah sind, immer im Gespäch bleiben, ihre Beziehung gut pflegen und schön gestalten (nicht nur die "tollen" Sachen mit dem Nebenparnter leben und für den Hauptpartner bleibt der Alltag). Der Fokus muss immer auf der Haupt-Beziehung sein!!

Und die Eifersucht kann - muss nicht - ein Problem sein (rüberwink zu Gyldensternchen)! Wichtig ist, dass ich meinen Wert nicht über die Zuwendung meines Partners definiere.
Ich bin gut + wertvoll, so wie ich bin, auch wenn er gerade mal sehr verwickelt ist in die Gefühle für die Andere. Mein Wert ist in mir!
Trotzdem ist es immer auch eine Gratwanderung. Spannend und eine Bereicherung? Ja, auf jeden Fall.
Aber eben auch hohes Konfliktpotential. Und ich lerne viel über mich selbst!

Tabea57

Inaktiver User
09.10.2006, 13:19
@tabea



Wichtig ist, dass ich meinen Wert nicht über die Zuwendung meines Partners definiere.
Ich bin gut + wertvoll, so wie ich bin, auch wenn er gerade mal sehr verwickelt ist in die Gefühle für die Andere. Mein Wert ist in mir!


wobei dies ja auch in einer 'nicht' offenen beziehung der fall sein sollte.. oder? egal in was mein partner gerade verwickelt ist:smirksmile:

m

Inaktiver User
09.10.2006, 13:51
Und die Eifersucht kann - muss nicht - ein Problem sein (rüberwink zu Gyldensternchen)! Wichtig ist, dass ich meinen Wert nicht über die Zuwendung meines Partners definiere.
Ich bin gut + wertvoll, so wie ich bin, auch wenn er gerade mal sehr verwickelt ist in die Gefühle für die Andere. Mein Wert ist in mir!
Trotzdem ist es immer auch eine Gratwanderung. Spannend und eine Bereicherung? Ja, auf jeden Fall.
Aber eben auch hohes Konfliktpotential. Und ich lerne viel über mich selbst!


Das ist der Kern! Schön formuliert!

Tabea57
09.10.2006, 14:01
@tabea



wobei dies ja auch in einer 'nicht' offenen beziehung der fall sein sollte.. oder? egal in was mein partner gerade verwickelt ist:smirksmile:

m

Natürlich, Macy, hast recht!

In einer offenen Beziehung wirst Du nur öfter mit der Nase darauf gestoßen.

Gruß,

Tabea57

Inaktiver User
09.10.2006, 18:23
Hallo, ich lese seit einiger Zeit sehr interessiert mit. Das Thema "offene Beziehung" beschäftigt mich, aus verschiedenen Gründen, seit einiger Zeit immer wieder. Ich hoffe allerdings nicht, dass dieses Anliegen eines Tages an mich herangetragen wird. Ich begegne nicht sehr oft, um nicht zu sagen, sehr selten, Menschen, die mich erotisch anziehen. Ich frage mich häufig, woran das liegt. Mein jetziger Partner ist übrigens auch der erste Mann, der mich, noch bevor ich ihn richtig kannte, erotisch angezogen hat. Und das über Jahre... Stimmt mit mir etwas nicht?
Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, dass meine wenigen ONS daraus resultiert haben, dass ich mich stark erotisch angezogen fühlte. Sie entsprangen wohl eher dem Wunsch nach Bestätigung...
Manchmal frage ich mich, ob ich die Einzige bin, der es so geht.

Inaktiver User
09.10.2006, 18:34
Ich begegne nicht sehr oft, um nicht zu sagen, sehr selten, Menschen, die mich erotisch anziehen. Ich frage mich häufig, woran das liegt.

Warum fragst Du Dich das? Wie kommst Du darauf, dass mit Dir etwas nicht in Ordnung ist?

Für mich ist Sexualität eine Form der Kommunikation - aber ich erwarte nicht, dass alle Menschen so empfinden.

Vielleicht lebst Du viel entspannter, weil Du nicht anfällig für ein Spiel mit dem Feuer bist...........wer weiss das schon?



Ich hoffe allerdings nicht, dass dieses Anliegen eines Tages an mich herangetragen wird.
Warum hoffst Du, dass das nicht passiert. Du musst dem doch nicht zustimmen. Oder würdest Du Dich (bzw, die Sexualität mit Dir) in Frage stellen.
Das solltest Du auf keinen Fall tun!

Inaktiver User
09.10.2006, 18:46
Leider kapiere ich das mit dem Zitieren noch immer nicht. Wir zitiert man einzelne Passagen...?!

Darum - ja, ich würde mich und die Qualität des Sexes mit mir natürlich in Frage stellen. Wann immer das Thema "offene Beziehung" in meinem Bekanntenkreis aufgetaucht ist, dann deshalb, weil innerhalb der Beziehung - zumindest bei einem der Partner - ein "Mangel" herrschte. Zu wenig Sex oder zu langweiliger Sex bzw. Sex, der bestimmte Praktiken ausklammert.

Ich wünschte, ich wäre anfälliger für das "Spiel mit dem Feuer", ich würde damit deutlich mehr dem Zeitgeist entsprechen.

Sex ist für mich auch eine Form der Kommunikation, aber so kommunikativ ich normalerweise bin - diese Art der Kommunikation scheine ich nur mit ganz wenigen Ausnahmen zu beherrschen...

Inaktiver User
09.10.2006, 18:51
Zitieren:
Auf den Button mit "Zitieren" tippen - dann zitierst Du den ganzen Text........
Was Du nicht zitieren willst, kannst Du dann löschen.

Inaktiver User
09.10.2006, 18:56
Ich wünschte, ich wäre anfälliger für das "Spiel mit dem Feuer", ich würde damit deutlich mehr dem Zeitgeist entsprechen.


So ein Ausspruch (ich nehme ihn einfach ernst) macht mich traurig - ich persönlich möchte eigentlich nicht, dass Du Dich mit Deiner Einstellung zum Thema unter Druck gesetzt fühlst.



Darum - ja, ich würde mich und die Qualität des Sexes mit mir natürlich in Frage stellen. Wann immer das Thema "offene Beziehung" in meinem Bekanntenkreis aufgetaucht ist, dann deshalb, weil innerhalb der Beziehung - zumindest bei einem der Partner - ein "Mangel" herrschte. Zu wenig Sex oder zu langweiliger Sex bzw. Sex, der bestimmte Praktiken ausklammert.

Das ist häufig so - weil man damit einen konkreten Anlass hat.
Das muss aber nicht immer so sein.
Das bedeutet auch nicht für alle Menschen, dass die Liebe für den Partner abgekühlt oder nicht mehr existent ist.

Tabea57
09.10.2006, 18:57
. Stimmt mit mir etwas nicht?

Nein, Morcheeba, das glaube ich nicht.

Ich habe ebenfalls nicht oft Menschen getroffen, die mich erotisch anzogen. Eigentlich sehr selten...
Und ONS hatte ich noch nie.
Ich glaube, mit Dir stimmt alles.
Alles im grünen Bereich!
(Ferndiagnose von Dr. Tabea. Bitte die 10 Euronen vorn am Schalter abgeben):freches grinsen:

Und ist doch okay, dass das Spiel mit dem Feuer für Dich nicht so reizvoll ist. Verbrennst Dich dann auch nicht so schnell!

Tabea57

Inaktiver User
09.10.2006, 19:01
Leider kapiere ich das mit dem Zitieren noch immer nicht. Wir zitiert man einzelne Passagen...?!

So

[ QUOTE=Morcheeba ]Leider kapiere ich das mit dem Zitieren noch immer nicht. Wir zitiert man einzelne Passagen...?![ /QUOTE ]

Aber die Abstaende nach (bzw. vor) den Klammern weglassen.

Gruss, Leonie

Inaktiver User
09.10.2006, 19:14
Es muss Dich nicht traurig machen, Gyldensternchen, mich macht es schon traurig genug - auch wenn mir Dr. Tabea den Freifahrtschein für meine antiquierte Befindlichkeiten verpasst hat. Ich wäre gerne cooler, im Sinne von gelassener.

Dazu gibt es eine, wirklich totale bescheuerte Geschichte... Ein Freund meinte kürzlich, ich würde bei gutaussehenden Männern doch sicher auch ab und zu ans Poppen denken. "Ja, klar" tönte ich, "tut doch jede(r)" (hallo, ich bin 40, warum stehe ich nicht dazu, dass ich es nicht tue...). Egal, ich ging tags darauf in die Stadt und nahm mir ganz fest vor: Beim nächsten gutaussehenden Mann (die mir natürlich auffallen, aber ich denke dabei nie ans Poppen) denkst Du gefälligst ans Poppen. Ich wollte mich trainieren - aber, mal ehrlich, das ist so was von albern, daneben und einfach nur blöd...

Ich poppe gerne. Und ich denke auch oft daran. Aber dummerweise werden diese Gedanken nur durch meinen jeweiligen Partner ausgelöst... Und sogar wenn ich von Sex träume, tue ich das mit meinem jeweiligen Partner. Mädels, nein, ich bin nicht normal.

Mein Anwalt meinte mal, ich wäre penetrant ehrlich. Nicht nur das, ich bin auch penetrant treu (-doof?). Und ich will es eigentlich nicht - mehr - sein.

Zumal man mich sehr leicht durchschaut...

Es wird Euch überraschen, aber ich erwarte eine ähnliche Einstellung von meinem Partner nicht... Ich bin - trotz allem - auch Realist.

Inaktiver User
09.10.2006, 19:18
Egal, ich ging tags darauf in die Stadt und nahm mir ganz fest vor: Beim nächsten gutaussehenden Mann (die mir natürlich auffallen, aber ich denke dabei nie ans Poppen) denkst Du gefälligst ans Poppen. Ich wollte mich trainieren - aber, mal ehrlich, das ist so was von albern, daneben und einfach nur blöd...

Da muss ich Dir zustimmen - das ist bloed.

Und wenn es Dich troestet - mir geht es genauso wie Dir. Ich habe bis jetzt erst bei einem einzigen Mann ans Poppen gedacht (aber das ziemlich oft).

Morcheeba, mal ehrlich. Lies' 'mal in der BriCom wieviele Probleme uns erspart bleiben. Du solltest jeden Tag Deinem Schoepfer danken, dass er Dich so gepraegt hat :smirksmile:

Und das naechste Mal, wenn jemand eine so bloede Bemerkung macht, sagst Du: Nein, ich begehre nur XY. Ganz einfach.

Gruss, Leonie

Inaktiver User
09.10.2006, 19:28
Leonie, bloss weil ich so fühle, heißt das nicht, dass mein jeweiliger Partner das auch tut. Du hast, wie ich hier schon mehrfach lesen konnte, das Glück, dass Dein Mann ähnlich tickt wie Du... Aber das ist doch eher die Ausnahme. Ich weiß, dass ich damit leben muss, dass es bei meinen Männern andere Frauen gegeben hat, gibt und geben wird. Das ist die Realität. Und ich würde sie gerne nicht nur als solche aktzeptieren, sondern auch leben können, ohne dass es "pickst". Und so sehr ich versuche, Verstand (den ich trotz meiner Aktion - siehe oben - durchaus habe) und Gefühl auseinander zu halten, es gelingt mir nicht...

So what?!

Inaktiver User
09.10.2006, 19:29
Ich poppe gerne. Und ich denke auch oft daran. Aber dummerweise werden diese Gedanken nur durch meinen jeweiligen Partner ausgelöst... Und sogar wenn ich von Sex träume, tue ich das mit meinem jeweiligen Partner. Mädels, nein, ich bin nicht normal.

Wer ist denn normal - sind wir nicht alle ein bischen Bluna?


Morcheeba, mal ehrlich. Lies' 'mal in der BriCom wieviele Probleme uns erspart bleiben. Du solltest jeden Tag Deinem Schoepfer danken, dass er Dich so gepraegt hat
Vielleicht entgeht Euch auch was - wer weiss das schon so genau.
Wichtig ist doch blos, dass sich niemand aufgrund seiner Befindlichkeiten verbiegen sollte.

Tabea57
09.10.2006, 19:29
Morcheeba,

also für mich hat poppen nur sehr, sehr wenig mit gutem Aussehen zu tun. Ich schaue wohl auch gern gutaussehende Menschen an, aber das heißt noch lange nicht, dass sie mich auf der erotischen Ebene ansprechen.
Das funktioniert doch anders, oder? Ein Mensch, der mich neugierig machen kann, der durch Blicke und durch Gespräche eine Spannung zwischen uns aufbauen kann, der mir signalisiert, dass er mich als Frau ansprechend findet... da kann es passieren, dass ich "anspringen". Passiert mir nicht oft.

Dass Männer schon anspringen, wenn sie eine gutaussehende, wohlproportionierte Frau sehen, habe ich schon mal gehört, ja.

Warum konntest Du Deinem Freund nicht erklären, wie das bei Dir läuft? na gut, Du wolltest die supercoole Morcheeba raushängen lassen. Ähnlichen Unsinn (sorry) kenne ich auch von mir. Bringt nix...

Ich finde Dich immer noch normal.
Aber warum willst Du nicht mehr "penetrant" ehrlich und treu sein?
Warum willst Du anders sein, als Du bist? Ich finde das, was Du von Dir schreibst, wunderbar. Von mir aus kannst Du so bleiben (na ja, meine Meinung ist hierbei vermutlich für Dich nicht maßgeblich).
Was erwartest Du von Deinem Partner nicht? Ehrlichkeit + Treue? Meinst Du damit, wenn Du das Schlimmste erwartest, kann es Dich nicht mehr so tief treffen?

Grüße,

Tabea57 (kein Doktor mehr)

Tabea57
09.10.2006, 19:33
Irgendwie bin ich immer zu langsam...

Ich bezog mich auf Dein Posting weiter oben
(<<Es muss Dich nicht traurig machen...)

Inaktiver User
09.10.2006, 19:35
Leonie, bloss weil ich so fühle, heißt das nicht, dass mein jeweiliger Partner das auch tut. Du hast, wie ich hier schon mehrfach lesen konnte, das Glück, dass Dein Mann ähnlich tickt wie Du... Aber das ist doch eher die Ausnahme. Ich weiß, dass ich damit leben muss, dass es bei meinen Männern andere Frauen gegeben hat, gibt und geben wird. Das ist die Realität. Und ich würde sie gerne nicht nur als solche aktzeptieren, sondern auch leben können, ohne dass es "pickst". Und so sehr ich versuche, Verstand (den ich trotz meiner Aktion - siehe oben - durchaus habe) und Gefühl auseinander zu halten, es gelingt mir nicht...

So what?!


Morcheeba,

hier wirfst Du doch ziemlich viel in einen Topf oder?

Warum musst Du Dich aendern, um andere so zu akzeptieren, wie sie sind?

Dass es vor Dir andere Frauen gab - das ist so und ja auch nicht schlimm. Hast Du damit Probleme?

Dass Dein Partner andere attraktiv findet? Na und?

Wenn Dein Partner untreu sein sollte - das musst Du ja nicht akzeptieren.

Was ist genau das Problem?

Fragender Gruss,

Leonie

Inaktiver User
09.10.2006, 19:39
Noch ganz kurz - es geht nicht um Frauen, Leonie, die es vor mir gab, sondern "währenddessen" und auch nicht um Frauen, die "meine" Männer nur attraktiv finden... Und das ist dann, finde ich, schon ein Problem.

Tabea, Du bist nicht zu langsam, ich bin heute nur ziemlich in Fahrt...

Inaktiver User
09.10.2006, 19:44
und auch nicht um Frauen, die "meine" Männer nur attraktiv finden...

jetzt weiss ich, worum es nicht geht. Aber noch lange nicht, worum es geht.

Moechtest Du, dass es Dir nichts ausmachen wuerde, wenn sie fremdgehen? oder was?

diesmal verwirrter Gruss, Leonie

Tabea57
09.10.2006, 19:44
Okay, Morcheeba,

heißt das, "Deine Männer" (wieso eigentlich Mehrzahl?) haben während eurer Beziehung noch andere Frauen nebenbei?
Ihr habt aber keine offene Beziehung?
Und Du fühlst Dich abgewertet:


Darum - ja, ich würde mich und die Qualität des Sexes mit mir natürlich in Frage stellen.

Warum machst Du es dann mit?

Hoffe, bin jetzt schnell genug *hetz*

Inaktiver User
09.10.2006, 19:49
Korrekt, so funktioniert es nicht.
Auf der anderen Seite lässt Du Dir ja auch in der jetztigen sehr viele Dinge von deinem Partner antun, die Dir sehr weh tun.....
Du bleibst und sagst "ja", obwohl Du leidest.

sorry gyldensternchen

ich hatte deinen beitrag heute leider übersehen..

was lasse ich mir dann von ihm antun deiner meinung nach?

Inaktiver User
09.10.2006, 19:54
Exakt Leonie, ich wünschte, ich würde drüber stehen.

Meine Männer deshalb, Tabea, weil ich diese Erfahrung mit Nebenbeziehungen häufiger gemacht habe. Und nein, es waren keine offenen Beziehungen. Ich wusste es, habe es toleriert, aber gelitten. Und siehe oben - das will ich nicht mehr.

Es wird wieder auf mich zukommen - auch in meiner aktuellen Beziehung. Irgendwann werde ich wieder mit dem Thema konfrontiert - ich glaube nicht - mehr - an Treue, die Jahre überdauert. Und einmal abgesehen davon - ist es überhaupt Untreue?

Um Leonies häufige Grußformel auch einmal für mich in Anspruch zu nehmen - "verwirrter Gruß".

Morcheeba

Tabea57
09.10.2006, 20:02
Warum glaubst Du, dass es wieder auf Dich zukommen wird?

Oh doch, es gibt Treue, die Jahre überdauert.

Aber Deine Frage: Ist es überhaupt Untreue?
Da kontere ich mit einer Gegenfrage (unfair, ich weiß): Wie definierst Du "Treue" für Dich? Wo fängt für dich Untreue an?
Bedeutet es für Dich: kein Sex mit Anderen? Oder kann es noch mehr bedeuten?
(Habe meine Treue-Definition in Thomas&#180;alten Strang über offene Beziehung geschrieben, aber den finde ich nicht mehr, Du vielleicht, @Leonie?)

LG,

Tabea57

Inaktiver User
10.10.2006, 08:33
Meine Männer deshalb, Tabea, weil ich diese Erfahrung mit Nebenbeziehungen häufiger gemacht habe. Und nein, es waren keine offenen Beziehungen. Ich wusste es, habe es toleriert, aber gelitten. Und siehe oben - das will ich nicht mehr.

Hallo Morcheeba,

zunächst mal dies: Mir geht es ähnlich wie Dir. Die Männer, die mich sexuell anziehen, sind rar. Es passiert, aber es ist extrem selten. Du kannst mich auf eine Party mit sexuell aufgeschlossenen Menschen schleppen, auf der sich 10 objektiv attraktive Männer bewegen, die mir signalisieren, dass sie interessiert sind - bei mir rührt sich nüscht. Ich ticke so nicht. Dafür kann es an anderer Stelle so heftig knallen, dass ich auf der Stelle mit dem Typen in der Besenkammer verschwinden würde, ohne auch nur drei Wort mit ihm gewechselt zu haben. Passiert ungefähr alle 10 Jahre mal :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:, und zum Besenkammer - Szenario kam es dabei noch nie :cool:, weil mich solche Gefühle gleichzeitig ziemlich aus den Zickenschuhen hauen und ich erstmal abtauche, aber "dranbleibe". Vorfreude iss auch ne Freude :smirksmile:.

Auch ich habe Erfahrung mit Nebenbeziehung im Sinne von Affäre meines Liebsten.

Ich habe für mich allerdings nicht den Schluss gezogen, dass ich toleriere, was ich in dem Moment, in dem es passiert, für intolerabel halte, und so freiwillig und bewusst leide. Das geht für mich gar nicht. Entweder es ist okay, oder es ist eben nicht in Ordnung - faule Kompromisse sind meine Sache nicht.


Es wird wieder auf mich zukommen - auch in meiner aktuellen Beziehung. Irgendwann werde ich wieder mit dem Thema konfrontiert - ich glaube nicht - mehr - an Treue, die Jahre überdauert. Und einmal abgesehen davon - ist es überhaupt Untreue?

Das Treuetheme ist letztlich immer eins. Jeder von uns kann jeden Tag einen oder mehrere andere Menschen treffen, die faszinierend, erotisierend, interessant sind. Heisst aber nicht, dass jeder Versuchung auch nachgegeben werden muss. Wenn ich in einer Beziehung bin, kann ich Entscheidungen treffen, wenn ich mit meinem Partner immer und immer wieder abgleiche, wie wir mit Treue umgehen wollen. Einigen wir uns darauf, dass wir monogam leben wollen, dann erwarte ich von uns beiden, dass wir in der Lage sind, anderen gegenüber einen Schritt zurück zu treten. Einigen wir uns auf freiheitlichere Varianten von Treue - und da gibts durchaus eine Menge Spiel_raum - dann gehe ich davon aus, dass wir uns an DIESE Vereinbarungen gebunden fühlen.

Ich bin dem Thema nicht hilflos ausgeliefert, weil ich durchaus erwarten darf, dass mein Partner das, was wir miteinander besprechen, ernst nimmt. Er hat die Möglichkeit, für sich zu sprechen, so wie ich für mich eintrete - wir reissen uns deshalb nicht die Köpfe ab, sondern können reden, ohne gleich alles in Frage zu stellen, wenn es "brenzlig" wird. Das ist die Basis, auf der wir uns immer wieder treffen können. Natürlich kann es sein, dass wir an einen Punkt kommen, an dem wir keinen lebbaren Konsens finden - das bedeutet für mich wie für meinen Partner aber nicht, still zu dulden und zu leiden, sondern dann eben für uns so konsequent zu sein, die Partnerschaft ggf. auch zu verlassen.

Nicht weil er oder ich "falsch" sind, oder zu intolerant, oder irgendwie sexuell verklemmt, sondern weil es einfach momentan nicht passt bei uns, und weil jeder von uns in erster Linie sich selbst gegenüber verantwortlich ist. Ich mag mich selbst zu sehr, um "still zu leiden".

Warum glaubst Du, dass es für Dich nicht möglich ist, mit Deinem / Deinen Partnern einen für Dich gangbaren Weg zu finden, ohne Dich initial zu verändern, warum setzt Du grundsätzlich voraus, dass es für Dich irgendwann zu "Duldungsszenarien" kommen wird, die Dir Schmerz bereiten, und aus denen Du nur einen Ausweg siehst: Dich anstelle der Situation zu verändern. Ist diese Veränderung etwas, das Du selbst Dir wünschst, weil Du das ehrliche Gefühl hast, Deine Haltung ist in Dir nicht stimmig, oder geht es tatsächlich "nur" darum, Deinen Männern entgegen zu kommen, indem Du ein Verhalten entwickelst, das Dir eigentlich nicht entspricht?

Grüssle
Seawasp

Inaktiver User
10.10.2006, 08:58
Guten Morgen,
es ist beides - meine Einstellung ist nicht stimmig, da hier bei mir - wie gesagt - Gefühl und Verstand auseinanderklaffen. Mein Gefühl beansprucht ein Exklusivrecht am Partner, mein Verstand sagt mir, dass das unrealistisch und Wunschdenken ist.
Für mich wäre es zum einen leichter nachvollziehbar, warum der Aspekt "fremde Haut" so übermächtig sein kann, wenn ich es selbst so empfinden könnte und andererseits leichter lebbar, wenn ich das Bedürfnis selbst hätte und ausleben würde.

Inaktiver User
10.10.2006, 10:11
entschuldige wenn ich hier als 'thread opener' dazwischen funke:smirksmile:

liebe morcheeba
du sprichst mir aus dem herzen... genau so fühle ich auch

m

Inaktiver User
10.10.2006, 10:31
Sorry, Macy, mir ist gestern bewusst geworden, dass ich Deinen Thread mißbraucht habe. Aber es ist so gesprudelt... LG Morcheeba

Inaktiver User
10.10.2006, 10:48
üüüberhaupt kein problem...

ich teile gern (nur den partner nicht:freches grinsen:)...

lg
m

Jalinda
10.10.2006, 11:08
Guten Morgen,
es ist beides - meine Einstellung ist nicht stimmig, da hier bei mir - wie gesagt - Gefühl und Verstand auseinanderklaffen. Mein Gefühl beansprucht ein Exklusivrecht am Partner, mein Verstand sagt mir, dass das unrealistisch und Wunschdenken ist.

Morcheeba, warum denkst Du, dass das unrealistisch ist? Ich kenne einige Männer, die froh sind, wenn sie jemanden haben und überhaupt keinen Bock auf Stress mit anderen Frauen haben.

Inaktiver User
10.10.2006, 20:06
es ist beides - meine Einstellung ist nicht stimmig, da hier bei mir - wie gesagt - Gefühl und Verstand auseinanderklaffen. Mein Gefühl beansprucht ein Exklusivrecht am Partner, mein Verstand sagt mir, dass das unrealistisch und Wunschdenken ist.
Für mich wäre es zum einen leichter nachvollziehbar, warum der Aspekt "fremde Haut" so übermächtig sein kann, wenn ich es selbst so empfinden könnte und andererseits leichter lebbar, wenn ich das Bedürfnis selbst hätte und ausleben würde.

Du sprichst mir aus der Seele.

Ich bin nicht dankbar für das Unvermögen, mehrere Männer zur selben Zeit sexuell anziehend finden zu können. Das bedeutet nämlich auch, auf Sex komplett verzichten zu müssen, wenn ich den Einen nicht (mehr) haben kann. Man sagt ja, die beste Methode, über einen Mann hinweg zu kommen, sei, sich unter einen anderen zu legen. Fällt leider flach, wenn sich beim Anblick aller anderen nichts regt, während ein Wort von dem Einen oder sein Anblick reicht, um mich in Wallung zu bringen - im ungünstigsten Fall mehrere Jahre lang. Bis endlich der alte Eine ganz überraschend durch einen neuen abgelöst wird ...

Ich würde mir auch wünschen, in einer zukünftigen Beziehung über möglichen Seitensprüngen meines Partners zu stehen, so dass diese keinen Trennungsgrund darstellen. Ich glaube aber, dass meine Gefühle mir diesbezüglich einen Strich durch die Rechnung machen würden. Ob eine Beziehung überhaupt dieses Ungleichgewicht auf Dauer aushalten kann, ohne dass man sich emotional voneinander entfernt?

Neulich erzählte mir eine Bekannte (verheiratet, junge Mutter), dass einer ihrer Arbeitskollegen in einer offenen Beziehung lebe. Sie sagte, wenn ihr Mann fremdginge, würde sie sich scheiden lassen. Trotzdem ist sie der Meinung, dass das Beziehungskonzept des Arbeitskollegen besser und richtiger sei als ihr eigenes. So leben könnte sie es jedoch nicht. Da ist es wieder: Verstand vs. Gefühl.


Morcheeba, warum denkst Du, dass das unrealistisch ist? Ich kenne einige Männer, die froh sind, wenn sie jemanden haben und überhaupt keinen Bock auf Stress mit anderen Frauen haben.

Einen, der nur aus diesen Gründen treu ist, würde ich nicht als Partner haben wollen.

Inaktiver User
10.10.2006, 20:36
@Jalinda: Keinen Bock auf Stress mit anderen Frauen - das ist die in meinen Augen unglücklichste Motivation nicht "fremdzugehen".

Treue - ich wurde gefragt, was ich darunter verstehe. Ich musste erst darüber nachdenken und auch darüber, ob eine sexuelle Außenbeziehug für mich zwingend in die Kategorie "Untreue" fällt. Ich würde jetzt gerne voller Stolz und Inbrunst sagen: Natürlich tut sie das nicht. Aber - ich kann es nicht. Nicht aus Überzeugung. Untreue beginnt unter Umständen viel früher - so wie bei meinem Mann. Lange bevor er mir sexuell untreu wurde, ist er aus unserer Ehe ausgestiegen, ohne mich darüber zu informieren. Die körperliche Untreue war nur ein Symptom und der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die andere Frau war sein Sprungbrett aus unserer Ehe. Aber eines, in das er sehr verliebt war. Und genau hier beginnt mein Problem - die angebliche Trennung von Sex und Liebe beherrschen nur ganz wenige Menschen. Die wenigen kenne ich auch nicht persönlich, sondern habe mir sagen lassen, dass es sie wohl gibt. Doch die allermeisten Menschen, auch Männer (!) verwechseln beides recht gerne und wenn ich damit rechnen muss, dass mein Partner sich auch nur ansatzweise in seine Außenbeziehung verliebt (hat), dann beginnt ein
K(r)ampf.

Der Sex wird mit der Außenbeziehung immer spannender, aufregender und somit für den Moment erfüllender sein, als der mit dem langjährigen Partner. Das ist der nächste Punkt.

Wie bitte soll man sich dann nicht sexuell unattraktiver und interessanter fühlen, wenn es faktisch so ist, dass man es ist?

Wer das anders sieht, redet es in meinen Augen schön. Und somit ist das Konzept "offene Beziehung" ad absurdum geführt - denn natürlich ist die Außenbeziehung eine Konkurrenz - der Grat, auf dem man sich bewegt ist sehr, sehr schmal und das Gefüge kann, siehe oben, leicht kippen, wenn die vorhandenen - schönen - Gefühle über- oder mißinterpretiert werden.

Ich glaube, ich habe meine Gedanken dazu nicht sehr gut formuliert, aber ich finde es auch sehr schwer, es auf den Punkt zu bringen, was ich meine.

Versteht mich trotzdem jemand?!

LG Morcheeba

Inaktiver User
10.10.2006, 20:40
Zitat:
Zitat von Gyldensternchen
Korrekt, so funktioniert es nicht.
Auf der anderen Seite lässt Du Dir ja auch in der jetztigen sehr viele Dinge von deinem Partner antun, die Dir sehr weh tun.....
Du bleibst und sagst "ja", obwohl Du leidest.

sorry gyldensternchen

ich hatte deinen beitrag heute leider übersehen..

was lasse ich mir dann von ihm antun deiner meinung nach?

*öhm*
Was Du Dir genau "antun" lässt, musst Du für Dich definieren - zumindest bist Du in der derzeitigen Situation (so wie´s gerade mit Deinem Partner läuft) nicht glücklich.....

Petitgrain
10.10.2006, 20:45
Ich könnte eine offene Beziehung nur aus dem spirituellen Aspekt akzeptieren.Nach dem Motto: Liebe bedeutet Freiheit und der Partner ist nicht mein Eigentum.Aber, dazu gehört eine andere Mentalität und ich bin mit anderen Werten und moralischen Grundsätzen erzogen worden....ich weiss nicht ob ich solch eine Beziehung leben könnte...erst wenn ich es ausprobiert habe.Wenn man hier die vielen Geschichten über sexuelle Untreue liest, fragt man sich tatsächlich,ob Monogamie normal ist, oder ???:wie?:

Inaktiver User
10.10.2006, 21:48
@gyldensternchen

ich hab eben nicht das gefühl das ich mir was antun lasse.. ja, es stimmt nicht alles in unserer beziehung aber ich bin ja nicht handlungsunfähig oder stumm und sehe mich auch nicht als opfer in irgend einer art.

deshalb hab ich gefragt, weil ich anscheinend so wirke..

Inaktiver User
10.10.2006, 22:01
Versteht mich trotzdem jemand?!


verstehe dich gut morcheeba..


Der Sex wird mit der Außenbeziehung immer spannender, aufregender und somit für den Moment erfüllender sein, als der mit dem langjährigen Partner. Das ist der nächste Punkt.

dies ist meistens so lange der fall, als die aussenbeziehung geheim ist und 'nicht erlaubt'. wieso kehren so viele, die sich, im streitfall, für die aussenbeziehung entscheiden, wieder zurück?

Tabea57
10.10.2006, 23:52
Hallo Morcheeba,

ich kann es auch nicht trennen - Sex und Liebe meine ich. Entspricht mir nicht und will ich auch nicht. Aber ich habe gemerkt, dass ich ausser meinem Mann noch jemanden lieben und begehren kann.
Eigentlich ist mein Begehren - welches lange wie eingefroren war - erst durch den anderen Mann wieder erwacht.
Aber ich hatte Glück - mein Mann hat mich nicht sofort verlassen. Er hat verstanden, dass es für mich sehr wichtig war, diesen anderen Mann lieben zu dürfen. Er hat mit mir geredet - endlich mal und immer wieder. Wir waren zur Eheberatung und hatten Hilfe hier in der bricom (danke an alle Schreiber des "Offene - Beziehungs-Strangs). Wir haben gemerkt, dass da noch sehr viel Gefühl für uns da war, wir hatten nur über Jahre nicht gut für uns und unsere Ehe gesorgt. Damit haben wir dann angefangen.

Ich habe meinen Freund immer noch. Er sagte schon mal - mit etwas Bitterkeit in seiner Stimme - "Ich habe Eure Ehe wiederbelebt." Nun, er hat nicht unrecht.

Inzwischen hat auch mein Mann eine Aussenbeziehung. Trotzdem sind wir uns näher, als wir uns je waren. Dass es ein Experiment, ein Risiko ist, ist uns bewusst. Für uns ist es gut.

Aber, Morcheeba, mir ist gar nicht wohl bei dem Gedanken, dass Du die Nebenbeziehungen Deiner Männer nur erträgst. Es kann nur gut für Dich sein, wenn Du Dich gut fühlst, oder?
Und wenn Du Dich mit Nebenbeziehungen Deiner Männer nicht gut fühlst, dann lass Dich nicht einfach darauf ein.
Wenn Du befürchtest, Dein jetziger Freund könnte "fremdgehen", was hindert Dich daran, mit ihm zu reden darüber, wie Ihr es händeln wollt, falls sich einer von Euch fremd verliebt?
Ich lese hier oft, dass nicht das Fremdverlieben bzw. der Fremdsex das wirlich Schlimme für den Partner ist, sondern die monate- oft jahrelange Lügerei. Und wenn Ihr wisst, dass Ihr darüber reden könnt, wenn dieser GAU eintritt, dann verliert es doch schon viel von seinem Schrecken, findest Du nicht?
Wenn Dir Dein Partner sagen kann: "Du, ich habe da eine Frau kennengelernt, und ich glaube, ich empfinde für sie auch etwas...", dann kannst Du doch ganz anders damit umgehen, als wenn du nach Monaten merkst, da läuft was.
Auch wenn Ihr keine offene Beziehung habt.


Der Sex wird mit der Außenbeziehung immer spannender, aufregender und somit für den Moment erfüllender sein, als der mit dem langjährigen Partner. Das ist der nächste Punkt.

Aber, Morcheeba, Du weisst, wie Dein Freund gerne angefasst wird, was ihn anturnt, was er nicht mag. Du kennst ihn und seine Reaktionen gut. Und den Sex, den er mit Dir hat, den kann ihm die Andere nicht geben. Und spannender und aufregender - da gebe ich Macy recht - ist der Sex mit der Anderen doch vor allem deshalb, weil er geheim und verboten ist. Die andere kocht auch nur mit Wasser; sie ist anders, aber nicht besser!


und wenn ich damit rechnen muss, dass mein Partner sich auch nur ansatzweise in seine Außenbeziehung verliebt (hat), dann beginnt ein
K(r)ampf.

Das, Morcheeba, ist für mich auszuhalten, solange ich es bin, mit der er seine Probleme beredet, die ihm nah ist, an die er sich auch wenden kann, wenn er mal Probleme mit "ihr" hat.
Hätte ich das Gefühl, ich bin ihm nicht mehr nah, er ist evtl. nur noch mit mir zusammen äußerer Umstände wegen und er hat mich nicht mehr lieb, dann könnte ich so nicht mehr leben.
Aber das alles, Morcheeba, lebe ich so, weil ich es kann. Und Du solltest nur das leben, was Du kannst, was Dich glücklich macht und erfüllt.
Tja, und wieweit Monogamie nun durch unsere Kultur uns Menschen aufoktroyiert ist bzw. wieweit sie unseren inneren Bedürfnissen entspricht, das wüsste ich auch zu gerne!

Gute Nacht!

Tabea57

Inaktiver User
11.10.2006, 08:19
Das, Morcheeba, ist für mich auszuhalten, solange ich es bin, mit der er seine Probleme beredet, die ihm nah ist, an die er sich auch wenden kann, wenn er mal Probleme mit "ihr" hat.
Hätte ich das Gefühl, ich bin ihm nicht mehr nah, er ist evtl. nur noch mit mir zusammen äußerer Umstände wegen und er hat mich nicht mehr lieb, dann könnte ich so nicht mehr leben.

Geht mir auch genau so..........

Inaktiver User
11.10.2006, 08:54
[QUOTE]Wenn Dir Dein Partner sagen kann: "Du, ich habe da eine Frau kennengelernt, und ich glaube, ich empfinde für sie auch etwas...", dann kannst Du doch ganz anders damit umgehen, als wenn du nach Monaten merkst, da läuft was.[QUOTE/]

das hört sich ja wunderbar an, aber so funktioniert es meistens nicht. auch wenn man vorher definiert, wie man sich verhalten soll(te) im falle des fremdverliebens. da kommt mir diesen schwedischen hippiefilm in den sinn, wo alle sich gern haben und über alles miteinander reden können. das hatten wir doch schon mal oder?

Inaktiver User
11.10.2006, 08:55
[QUOTE]Wenn Dir Dein Partner sagen kann: "Du, ich habe da eine Frau kennengelernt, und ich glaube, ich empfinde für sie auch etwas...", dann kannst Du doch ganz anders damit umgehen, als wenn du nach Monaten merkst, da läuft was.[QUOTE/]

das hört sich ja wunderbar an, aber so funktioniert es meistens nicht. auch wenn man vorher definiert, wie man sich verhalten soll(te) im falle des fremdverliebens. da kommt mir diesen schwedischen hippiefilm in den sinn, wo alle sich gern haben und über alles miteinander reden können. das hatten wir doch schon mal oder?

Inaktiver User
11.10.2006, 09:24
[QUOTE]Wenn Dir Dein Partner sagen kann: "Du, ich habe da eine Frau kennengelernt, und ich glaube, ich empfinde für sie auch etwas...", dann kannst Du doch ganz anders damit umgehen, als wenn du nach Monaten merkst, da läuft was.[QUOTE/]

das hört sich ja wunderbar an, aber so funktioniert es meistens nicht. auch wenn man vorher definiert, wie man sich verhalten soll(te) im falle des fremdverliebens. da kommt mir diesen schwedischen hippiefilm in den sinn, wo alle sich gern haben und über alles miteinander reden können. das hatten wir doch schon mal oder?

Na ja - wir leben nicht mehr in den 70ern und so mit kannst Du das nicht vergleichen.
Ich denke, dass solche Ansagen nur dann gut funktionieren wenn zwei Menschen in einer Partnerschaft ganz generell ein entspanntes Verhältnis zum anderen Geschlecht haben und auch Freundschaften pflegen.
In einer Konstellation, wo jeder Kontakt zum anderen Geschlecht als eine Bedrohung für die Beziehung empfunden wird kann ich mir das nicht vorstellen.

Inaktiver User
11.10.2006, 09:34
das hört sich ja wunderbar an, aber so funktioniert es meistens nicht. auch wenn man vorher definiert, wie man sich verhalten soll(te) im falle des fremdverliebens. da kommt mir diesen schwedischen hippiefilm in den sinn, wo alle sich gern haben und über alles miteinander reden können. das hatten wir doch schon mal oder?


Macy,

ob dann Sex mit dem anderen akzeptiert werden kann oder nicht, ist ja die nächste Frage.

Aber dass ich mich an meinen Partner wenden kann, wenn ich mich fremdverliebe, das sollte in einer guten Beziehung moeglich sein.


Tabea,

der oB-Thread ist ja nun leider verschwunden.

Dort wurde von wenigen offenen Beziehungen berichtet, die gut funktionieren, und von einer wesentlich größeren Anzahl, die nicht funktioniert haben.
Und ich habe als "Erkenntnis" daraus mitgenommen, dass es nur funktioniert, wenn erstens die Hauptbeziehung gut ist und bewusst gepflegt wird und wenn Regeln abgesprochen und eingehalten werden.
Oft wird unter einer offenen Beziehung so ein "jeder kann machen, was er will" verstanden - wenn es so ist, geht es wohl nicht gut.

Und was mir auch noch gerade auffällt:
Die beiden (einzigen) offenen Beziehungen, von denen dort berichtet wurde und von denen ich den Eindruck hatte, dass es funktioniert (Tabea und Jamiz) sind nicht so entstanden, dass vorher darüber gesprochen wurde.
Sondern dort hat sich der Fremdverliebte (schließlich) an seinen Partner gewandt, und der hat (schließlich) gemerkt, dass der Fremdverliebte sich nicht trennen will, dass für ihn aber wichtig ist, diese zweite Liebe auch zu leben.

Vielleicht geht es doch nur/besser auf der Grundlage einer gefestigten/reifen Beziehung?

Gruß, Leonie

Inaktiver User
11.10.2006, 09:42
@Leonie:
Für Deine Statistik:
Mein Partner und ich haben von Anfang an eine Vorgehensweise für das Handlings des Themas Treue abgesprochen:
Wenn&#180;s passiert, will&#180;s keiner wissen.
Da brauchte es kein Fremdverlieben.

Aber ich stimme Dir im wesentlichen Punkt des letzten Postings uneingeschränkt zu:

Und ich habe als "Erkenntnis" daraus mitgenommen, dass es nur funktioniert, wenn erstens die Hauptbeziehung gut ist und bewusst gepflegt wird und wenn Regeln abgesprochen und eingehalten werden.

Jalinda
11.10.2006, 11:59
Zitat von Jalinda:
"Morcheeba, warum denkst Du, dass das unrealistisch ist? Ich kenne einige Männer, die froh sind, wenn sie jemanden haben und überhaupt keinen Bock auf Stress mit anderen Frauen haben."

Einen, der nur aus diesen Gründen treu ist, würde ich nicht als Partner haben wollen.
Ich sagte ja nicht, dass sie NUR aus diesen Gründen treu sind, sondern dass sie gar kein Interesse haben, sich mit anderen Frauen einzulassen. Warum wollt Ihr solche Männer nicht? Sind sie Euch zu langweilig?

Inaktiver User
11.10.2006, 12:38
Ich sagte ja nicht, dass sie NUR aus diesen Gründen treu sind, sondern dass sie gar kein Interesse haben, sich mit anderen Frauen einzulassen. Warum wollt Ihr solche Männer nicht? Sind sie Euch zu langweilig?

Gegenfrage: Wie erkennst Du diese Männer?

Jalinda
11.10.2006, 13:25
An ihrer Vorgeschichte und an ihrer Verhaltensweise. Mit der Zeit hab ich nen Blick dafür bekommen (ne Täuschung ist natürlich nicht ausgeschlossen). Wie präsentiert sich ein Mann, versucht er, Eindruck zu machen, glotzt er anderen Frauen nach. Zwischen den Zeilen lesen kann man auch einiges, wenn sie reden. Vielleicht auch an einer eher zurück gezogenen Art.

Ohjeh, jetzt wird wieder ein Aufschrei kommen: "bei meinem hat man`s nicht gesehen", aber ich kann nur von mir sprechen, ich hab noch nie einen erwischt, der sich für andere Frauen interessiert hat.

Inaktiver User
11.10.2006, 14:13
An ihrer Vorgeschichte und an ihrer Verhaltensweise. Mit der Zeit hab ich nen Blick dafür bekommen (ne Täuschung ist natürlich nicht ausgeschlossen).
Alle Achtung - ich persönlich kann beim kennenlernen keinem Menschen in die Seele schauen.


Wie präsentiert sich ein Mann, versucht er, Eindruck zu machen, glotzt er anderen Frauen nach. Zwischen den Zeilen lesen kann man auch einiges, wenn sie reden. Vielleicht auch an einer eher zurück gezogenen Art.

Yepp, ich gestehe - solche introvertierten Männer sind mir persönlich zu unspannend und passen als Partner vom Charakter auch nicht zu mir.

Jalinda
11.10.2006, 14:50
Nee, beim Kennenlernen kann ich es auch nicht, erst wenn ich die Leute länger kenne.

Inaktiver User
11.10.2006, 14:57
Nee, beim Kennenlernen kann ich es auch nicht, erst wenn ich die Leute länger kenne.

Ich will ja jetzt nicht aktiv drüber nachdenken welche meiner Affairen-Männer in den letzten Jahren von der eigenen Ehefrau als super-brav und zurückhaltend und niemals-eine-andere-Frau-ansehend beschrieben wird.


Ich stimme Dir zu, dass ich bei manchen Männern auch schon umgehend voreingenommen bin - auf der anderen Seite kann man sich auch in beide Richtungen täuschen.

Inaktiver User
11.10.2006, 15:18
nee Glydensternchen,

obwohl ich sehr feine Antennen habe, habe ich nichts bemerkt, hätte auch nichts bemerkt, wenn meiner nicht gebeichtet hätte. Nich die Affäre, die kam durch sie raus, aber das kennenlernen.

Es gibt Zeitpunkte, da hast du deine feine Antennen für andere Sachen, nicht für den Partner sondern z.B. Mutter gestorben und kranken Vater aufgenommen. Da hätte ich nie gedacht,mein Mann bescheißt mich.

Sonst bin ich ein Mensch, der mehr wie einmal auf sein Bauchgefühl hört, aber wenn die Wahrnehmungen gestört sind, kannste nix machen.

Lg Krebs

Inaktiver User
11.10.2006, 15:27
@Krebs:
Ja, ich weiss exakt was Du meinst.

Mein Ex hat mich nicht betrogen (zumindest weiss ich nichts davon) - aber ich habe damals überhaupt keine Antennen mehr für unsere Beziehung gehabt.
Da war meine Schwester mit sehr schlechter Prognose in einer Klinik, meine Mum mit Krebs im Krankenhaus, ich habe eines meiner Examensfächer in den Sand gesetzt - da ging nichts mehr.

Inaktiver User
11.10.2006, 15:44
genauso ist es.

Es gibt Zeitpunkte im Leben, da kannste nicht anders und da haste auch kein Bauchgefühl. Da zählen die menschlichen Gefühle für dein Umfeld, wo du dir Gedanken machst.

Lg Krebs

Maritina
12.10.2006, 12:01
hier wird ja viel über untreue partner, verzeihen und wieder neu anfangen geschrieben.

wer kennt es anders? wer hat gesagt, nach einem seitensprung/affaire des partners: "ich gehe. ich kann so nicht mehr mit dir zusammensein" und diesen schritt auch wirklich getan und NICHT bereut bzw. ist NICHT "schwach" geworden und nach einiger zeit doch wieder mit dem ehemaligen partner wieder zusammen gekommen.

kann es manchmal nicht befreiender sein, zu gehen, obwohl dies ja auch schmerz und leiden bedeutet, um dann irgendwann wieder nach vorne schauen zu können. aus eigener erfahrung, aber das gilt vielleicht nur für mich, kann ich sagen, dass ich extrem gelitten habe (bzw. leide immernoch) und kann trotzdem nicht loslassen, d.h. gehen... aus purer angst denke ich..
Hallo,
mir geht es zur Zeit ebenso, men Mann hat eine Affäre mit einer Frau, die ich auch kenne, er sagt, er habe Gefühle für diese Frau und weiß nicht, wie er sich entscheiden soll. Wir sind 24 Jahre verheiratet, ich trauere eigentlich zur Zeit nur, bin zu keinem klaren Gedanken fähig. Ein ewiges Hin und Her, eigentlich müsste ich gehen, sagt mir mein Verstand, aber ich kann es nicht, denn ich liebe ihn und würde unsere Ehe gerne weiterführen. Ich weiß es jetzt seit 11 Monaten, zwischendurch war mal Pause mt der Affäre, er hat dann wieder angerufem. vermutlich, weil ich immer misstrauisch war und ihn manchmal auch kontrolliert habe. Er sagt so Sachen wie, "vielleicht liegt es am Alter (48), oder weil unser Sohn zu diesem Zeitpunkt ausgezogen ist und dann ds typische:"soll das alles gewesen sein?". Ich leide momentan nur und habe ihm deutlich gesagt, dass ich gerne an dieser Ehe und ihm festhalten möchte, weil ich liebe. Aber er kann sich zu nichts durchringen. Langsam leidet meine Gesundheit darunter und meine Arbeit auch. Was soll ich nur tun????

Ypnowoman2
12.10.2006, 12:15
Vielleicht euch erinnern, an was ihr "früher" gemacht hab als die Zeit des "soll es schon alles gewesen sein" noch weit entfernt war und es wieder in Angriff nimmt? oder ganz neue Sachen zusammen ausprobieren? etwas verrückt sein? Dich mit Johanniskraut (vom Arzt!) aufbauen und aus der Trauerphase rauskommen? Ist nicht böse gemeint, ich möchte dir nur zum bedenken geben, dass du ihm die Entscheidung für die andere leichter fallen lässt, wenn du wie ein Häufchen Elend durch die Gegend läufst. Ganz besonders wenn er bei der anderen wieder "Leben" und Aufregung erlebt. Andere werden dir hier sagen "lass ihn los. Er ist verliebt, du hast keine Chance" Ich sage, überschätze seine "Verliebtheit" nicht. Nach 24 Jahren ist es sehr wahrscheinlich dass er nach einer kürze Zeit des Zusammenlebens mit der anderen (wenn er sich dazu entschliesst) merkt, dass es mit dir doch besser war.... und bis dahin könntest du aber schon innerlich weg sein. Du kannst es zulassen, oder du kannst dagegen steuern. Und zwar jetzt.