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Inaktiver User
02.10.2006, 17:03
Hallo Leute

Wie teilt ihr die Rechnung jeweils auf im Restaurant?

Vorletzte Woche war ich mit zwei meiner Wohnpartner im Konzert. Vorher sind wir noch was essen gegangen; eine Wohnpartnerin hat auch noch einige ihrer Bekannten dazu geladen, die ich aber noch nie gesehen habe vorher.

Ich habe sehr wenig konsumiert, da ich nicht so gut drauf war an jenem Tag (Erkältung...). Als die Rechnung kam, wollte meine Mitbewohnerin diese fein säuberlich aufteilen, damit jeder das bezahlt hätte, was er konsumiert hat.

Eine ihrer Bekannten hat sich dann dahingehend durchgesetzt, dass die Rechnung durch 9 Leute aufgeteilt wurde, egal, wer was konsumiert hat. (Widerspruch wurde nicht geduldet.)

Eigentlich lade ich gerne Leute ein, aber ich lasse mir nicht von Wildfremden vorschreiben, wann ich dies zu tun habe. Natürlich habe ich aber, wie oft in solchen Momenten nichts gesagt, sondern einfach brav meinen Anteil bezahlt. Nun, die 6 Euro, die ich mehr bezahlt habe, machen mich nicht arm, trotzdem stört es mich, wenn mir eine wildfremde Person vorschreibt, wann ich was zu bezahlen habe.

Wie verhält man sich in solchen Momenten?

Liebe Grüsse

LaTraviata

Tante_Karla
02.10.2006, 17:24
Wenn ich mit mehreren Personen essen gehe, ist es für mich normal, dass die Rechnung durch die Anzahl der Personen geteilt wird.
Am Tisch sitzen und auseinanderrechnen, wer was gegessen und getrunken hat, ist ein absolutes nogo für mich.

ReginaM
02.10.2006, 17:27
Wenn ich mit mehreren Personen essen gehe, ist es für mich normal, dass die Rechnung durch die Anzahl der Personen geteilt wird.
Am Tisch sitzen und auseinanderrechnen, wer was gegessen und getrunken hat, ist ein absolutes nogo für mich.

Das versteh ich nicht, ich zahl doch nicht für wildfremde Leute mit? Da sagt jeder was er hatte und bekommt seine eigene Rechnung und fertig.

Tante_Karla
02.10.2006, 17:32
Das versteh ich nicht, ich zahl doch nicht für wildfremde Leute mit? Da sagt jeder was er hatte und bekommt seine eigene Rechnung und fertig.

Wenn ich essen gehe, habe ich keine Lust, meine Getränke zu zählen. Nach einem langen Abend weiss ich oft nicht, ob ich nun 3 oder 4 (oder wieviel auch immer) Gläser Wein ich getrunken habe, oft bestellt man ja auch Flaschen.
Ich bin da nicht kleinlich und mir ist es egal, die Vorspeise oder das Dessert oder das 2,50 Euro teurere Essen eines anderen mitzufinanzieren.
In vielen Restaurants ist es ja auch so, dass man VORHER sagen muss, wenn man getrennt zahlt und wenn zum Schluss eine Gesamtrechnung kommt, sich dann hinsetzen und alles auseinanderrechnen - wohlmöglich noch mit Taschenrechner oder einem Extrazettel - und zum Schluss fehlen 2,20 Euro, weil einer ein Wasser vergessen hat oder so...nein.
Wir teilen immer durch die Personenzahl, alles andere finde ich persönlich kleinlich und peinlich.

Kraxelmaxine
02.10.2006, 17:46
hmm, das sehe ich auch unterschiedlich:
wenn ich mit leuten, die ich kenne, weggehe, und das halbwegs ausgeglichen ist, wird durch die anzahl der personen geteilt und fertig. bei fremden, oder wenn der konsum sehr unterschiedlich ist, bestehe ich auf getrennten rechnungen. Beispiel: ich trinke keinen alkohol - und habe auch überhaupt keine lust, anderen ihren alkoholkonsum mitzufinanzieren, denn so ein paar fläschchen wein können die rechnung gewaltig nach oben treiben. da zahel ich dann auch nur meinen anteil, alles andere fände ich ziemlich ungerecht.

aber dat soll jeder halten, wie er will ....
lg
kraxel

Inaktiver User
02.10.2006, 18:16
Das versteh ich nicht, ich zahl doch nicht für wildfremde Leute mit? Da sagt jeder was er hatte und bekommt seine eigene Rechnung und fertig.

Das sehe ich ganz genau so. Ich kann auch keinen Grund erkennen, warum ich anderen (selbst wenn es gute Bekannte sind) das fünfte Bier oder/und Vorspeise und Dessert bezahle, wenn ich selbst keins von beiden nehme.

Ich finde es sowie eine grosse Unsitte, dass in den Restaurants prinzipiell eine Gesamtrechnung gebracht wird. Dank moderner Kassen ist es problemlos möglich, auch einen Tisch getrennt zu erfassen.

Tante_Karla
02.10.2006, 18:28
Das sehe ich ganz genau so. Ich kann auch keinen Grund erkennen, warum ich anderen (selbst wenn es gute Bekannte sind) das fünfte Bier oder/und Vorspeise und Dessert bezahle, wenn ich selbst keins von beiden nehme.


Hm. Bei Freunden und guten Bekannten gleicht sich das doch irgendwann aus. Mal trinkt der mehr und mal der.
Ich finde es, wie gesagt, völlig normal die Rechnung zu teilen.

Polarstern
02.10.2006, 18:45
Wenn ich essen gehe, habe ich keine Lust, meine Getränke zu zählen. Nach einem langen Abend weiss ich oft nicht, ob ich nun 3 oder 4 (oder wieviel auch immer) Gläser Wein ich getrunken habe, oft bestellt man ja auch Flaschen.
Ich bin da nicht kleinlich und mir ist es egal, die Vorspeise oder das Dessert oder das 2,50 Euro teurere Essen eines anderen mitzufinanzieren.
In vielen Restaurants ist es ja auch so, dass man VORHER sagen muss, wenn man getrennt zahlt und wenn zum Schluss eine Gesamtrechnung kommt, sich dann hinsetzen und alles auseinanderrechnen - wohlmöglich noch mit Taschenrechner oder einem Extrazettel - und zum Schluss fehlen 2,20 Euro, weil einer ein Wasser vergessen hat oder so...nein.
Wir teilen immer durch die Personenzahl, alles andere finde ich persönlich kleinlich und peinlich.

Dann bin ich kleinlich und peinlich!

Ich weiß nicht, wieviel Du verdienst, aber ich kann es mir nicht erlauben, mal eben 6€ mehr zu bezahlen. Wenn ich mit Freunden essen gehe, kalkuliert jeder, was er so ungefähr hatte. Dann legt er den Betrag am Ende auf den Tisch. So kommt immer genug für ein stattliches Trinkgeld zusammen, keiner fühlt sich übervorteilt und das langwierige Gerechne entfällt. Falls am Ende etwas offen bleibt, zahle ich das auch ohne Probleme.
Wenn ich aber mit Wildfremden unterwegs bin, dann zahle ich sicher nicht mehr, als ich müßte. Ich bestelle häufig etwas billigeres und will dann sicher nicht das Dessert eines Fremden mitzahlen.

LG
Polarstern

Asphaltblume
02.10.2006, 20:50
Normalerweise zahlt bei uns jeder genau das, was er/sie auch hatte (plus individuell Trinkgeld natürlich).
Ab und zu gehe ich aber in einer größeren Runde in einem asiatischen Restaurant essen, wo es einen Haufen verschiedener Gerichte in einer Art Buffet für uns alle gibt. Also Schüsseln mit genug für mehrere Leute, aus denen sich auch alle bedienen. Die Getränke bestellen wir dann auch gemeinsam, und die Gesamtrechnung wird dann durch alle geteilt.
Wobei wir die Getränkerechnung auch schon nur durch die geteilt haben, die auch tatsächlich Wein getrunken hatten.

MannOhneNamen
02.10.2006, 22:15
Vielleicht gibt es bei dieser Frage regionale Unterschiede. Jedenfalls kenne ich (Schwabe) es überhaupt nicht, dass die Rechnung durch die Anzahl der Personen geteilt wird. Da wo ich hingehe gibt es nur "zusammen oder getrennt". Was anderes ist es, wenn eine Flasche oder ein Gericht für mehrere Personen ist.

Gruß

Mann ohne Namen

Bertrande1
02.10.2006, 22:33
Ich kenne das auch nur so, dass die Serviererin oder der Ober automatisch fragen: "Zusammen oder getrennt?" .
Wenn man jemanden einlädt, macht man so ein Handzeichen beim Bestellen der Rechnung, dann wird nicht mehr gefragt.
Bis auf Ausnahmen bezahlt hier jeder seine eigene Rechnung, was mir eigentlich auch lieber ist, denn sonst würde ich wahrscheinlich aus Rücksichtsnahme grundsätzlich immer nur das preiswerteste Gericht auf der Karte wählen.:knatsch:

Lakritze
03.10.2006, 11:02
Rechnungen, wo automatisch alles zusammen gerechnet wird, kenne ich ausschließlich aus Slowenien.
Da haben wir es so gehandhabt, daß jeder genau das bezahlt hat, was er bestellt hat.
Hier in Ö sage ich von mir aus, ich zahle alles zusammen bzw. ich zahle dieses und jenes.
Ich finde es etwas sonderbar, wenn von mir automatisch erwartet wird, daß ich mich anteilig an der Gesamtrechnung beteilige. Ich denke, mit solchen Menschen würde ich kein zweites Mal essen gehen.

Asphaltblume
03.10.2006, 14:14
Es ist jedenfalls schwierig, wenn du selber gerade knapp bei Kasse bist.
Wenn du für dich allein zahlst, hast du ja die Kontrolle über die Kosten, kannst dir etwas billiges aussuchen, oder nur eine Kleinigkeit, kein Dessert, nur ein Glas Wein, so in der Art. Aber wenn die Gesamtrechnung durch die Anzahl der Personen am Tisch geteilt wird, hat der einzelne keine Kontrolle darüber, wieviel Geld er am Ende auf den Tisch blättern muss.
Und wenn einer nur einen Salat isst und dazu Wasser trinkt (Diät vielleicht), subventioniert er die anderen, die tüchtig reinhauen, heftig mit. Das muss auch nicht jeder in Ordnung finden, auch wenn das Geld nicht knapp ist.

Sugarnova
03.10.2006, 15:54
Bei guten Freunden findet sich komischerweise ja immer eine Lösung.

Ich finde es eine nette Sitte, wenn alle ungefähr das Gleiche hatten oder es so ne Tapas-Struktur ist, wo jeder von jedem mitessen kann. Oder es eine riesige Karaffe mit Wasser etc. gibt.

Das Verhalten der Bekannten ist schlicht dreist. Hätte man da nicht sagen können: "Tschuldige, mir ging es nicht so gut, hab heute nicht soviel gegessen - ich sehe gerade NICHT ein, warum ich Dein Menü mitfinanzieren soll!"

Mit dem Alkohol stimmt übrigens - in manchen Ländern ist der ja viel teurer. So hat mal eine US-Rechnung nicht gestimmt, weil zwei Leute zwei Bier à 8 Dollar mitbestellt hatten (was schon fast einem zusätzlichen Menü entsprach) und das vergessen hatten, anzugeben. Da würde ich auch auf Aufdröselung bestehen. Obwohl ich mir NIE merke, wieviel mein Gericht jetzt GENAU gekostet hat.

Ich finde es höchstens dreist, wenn alle ungefähr das Gleiche hatten und Leute wegen 20 Cents rummachen. Das stimmt.

Helsinki81
03.10.2006, 16:24
Ich kenn auch nur zusammen oder getrennt. Dass durch die Anzahl der Personen geteilt wird habe ich noch nie erlebt. Und ich bin weder geizig noch kleinlich... Nur: Was habe ich davon Dinge zu bezahlen, die ich nciht konsumiert habe???? Hätte ich das haben wollen hätte ich es bestellt....
Ich hätte jetzt an dem Tisch wohl auch keinen Anstand gemacht, aber der Dame hinterher mal deutlich gesagt, was ich davon halte.. Zumal wenn ich sie nicht kenne!!! Unter Freunden kann man das ja regeln wie man will...
und 6€ zuviel sind auch schon 1-2 Bier oder eine Vorspeise....

Inaktiver User
03.10.2006, 17:38
Hallo

Also die Probleme sind mir schon bekannt auch von anderen: wir hatten mal ein Abteilungsessen an einer alten Stelle. Eine mir sehr gut bekannte Kollegin war alleinerziehend und sehr knapp. Sie war sehr sauer, dass die Kollegen die Rechnung durch die Anzahl Personen geteilt haben, da sie, um zu sparen, sehr wenig konsumiert hatte.

Das ist halt immer blöd, man konsumiert wenig und dann wird die Rechnung durch die Anwesenden geteilt.

Grüsse

LaTraviata

Sugarnova
03.10.2006, 19:59
Oder eben andersrum: Man passt sich zwanghaft den anderen an, weil es ja später geteilt wird.

Nö, wenn ich essen gehe, esse ich das, was ich MÖCHTE.

Genauso schrullig find ich es jedoch auch, was zwanghaft Billiges zu nehmen, nur weil ich eingeladen werde. Keine Sorge, ich mag eh keine Austern, echt nicht. Und meist nehm ich eh was Vegetarisches. Aber der Sinn der Einladung wird doch da ad absurdum gezogen.

Bertrande1
04.10.2006, 07:53
Es ist etwas anderes, wenn man ausdrücklich eingeladen ist.
In so einem Fall weiss ich ungefähr, wie die finanziellen Möglichkeiten des Einladenden sind und kann danach auswählen.
Bin ich mit einem Rudel von Freunden beim Essen, ist eigentlich fast immer jemand dabei, der knapp bei Kasse ist. Wenn derjenige dann für mich ein Filetsteak mitfinanzieren müsste, fände ich das nicht in Ordnung.

honzina
04.10.2006, 15:30
Das ist eine knifflige Frage, und ich denke, man wird sie kaum allgemeingueltig beantworten koennten. Das Argument: es ist umstaendlich und kleinkraemerisch, wenn jeder auf den Cent genau ausrechnet, was er nun hatte, kann ich schon verstehen, ebenso das der Gegenseite "Ich finanziere doch nicht anderen ihr Filet, wenn ich selber nur ne Suppe esse".

Es gibt da wohl regional grosse Unterschiede, ebenso wie innerhalb von Freundeskreisen und in verschiedenen Situationen. Wuerde ich hier in England mit Freunden essen gehen und sagen: ich zahle aber nur meine Pommes und mein Schnitzel - dann faenden das alle total beknackt und unsozial (und vermutlich sehr deutsch ;-)) Hier kauft man sich ja sogar seine Getraenke in der Kneipe reihum (also immer einer fuer alle, dann der naechste fuer alle, dann der dritte...) Klar ist das im Einzelfall ungerecht, manchmal zahlt man drauf, aber manchmal kommt man auch billig weg (z.B. wenn man der letzte in der Runde ist und alle nur noch half pints bestellen :-)) - aber obwohl ich die letzten 5 Jahre sehr knapp bei Kasse war, mache ich mir da nicht so Gedanken, und im Endeffekt gleicht sich das dann doch aus. Klar, es gibt so Schlauberger, die versuchen, sich durchzuschummeln und immer billig wegzukommen, aber das merkt man ja recht schnell, und mit solchen Leuten geht man dann halt nicht mehr weg bzw. findet eine andere Loesung. Uebrigens habe ich es auch schon oft erlebt, dass der eine oder andere ganz klar vorher gesagt hat: "Ich habe keinen Hunger/bin auf Diaet/will nichts oder wesentlich weniger als ihr anderen essen" - und dann wird derjenige problemlos von der Rechnung ausgenommen bzw. zahlt nur sein kleines Gericht.

Ich finde es so entspannt und mag es ganz gerne, aber es muss halt ein gewisses Verstaendnis da sein - geht man "gross essen"? Oder ist jeder eine Pizza, und die eine kostet halt 1.50 Euro mehr? (Ich versuche meist, mir so etwa ein Gericht in der mittleren Preisklasse auszusuchen, auch wenn ich eingeladen bin. Ich denke, das teuerste wuerde ich nie nehmen, aber es muss halt auch nicht das allerbilligste sein, ausser, das ist auch mein Lieblingsessen :-))

honzina

Inaktiver User
04.10.2006, 16:03
Mein Budget ist begrenzt und wenn ich essen gehe habe ich zB einen Rahmen von 20-25 Euro. Den könnte ich ja schlecht einhalten, wenn ich so eine aufgeteilte Rechnung bezahlen müsste, da ich mich sehr zurückhalte und andere aber gerne 4-5 Getränke trinken am Abend. Das wär mir dann zu blöd. Wäre ich gezwungen so eine Teilerei mitzumachen, könnte ich gleich zu Hause bleiben.

Cariad
04.10.2006, 16:44
Hier im Schwabenland käme man nie auf die Idee, Rechnungen so aufzuteilen. Entweder einer zahlt alles, oder jeder zahlt für das, was er hatte. Ist doch klar, dass eine 50 kg-Frau immer weniger konsumieren wird als ein 120 kg-Mann, sowohl beim Essen als auch bei Getränken. Schon insofern macht das doch keinen Sinn.

Grüße, Cariad

Linda73
04.10.2006, 17:18
Hallo,
Mit guten Freunden wird pro Kopf geteilt - da es sich irgendwie ausgleicht. Das hat allerdings eine Grenze wenn alle Wein trinken bis auf eine Person, oder wenn alle 2 Gänge nehmen und eine Person nur den Hauptgang. Dann heisst es z.B. pro Kopf geteilt und einer zahlt 5 Eur weniger und alle anderen 1 Eur mehr.

Ich finde es supernervig, wenn genau getrennt wird und am Schluss heisst, es 12,50; 12,20; 12,80 und 13,10 - ARG was ein Aufwand für nix. dann lieber 12,70 für jeden!

Ich war im Ausland (UK) und im Vergleich zu meinen Bekannten finanziell deutlich schlechter gestellt. Dort wird IMMER pro Kopf geteilt. Mir ist es einmal passiert, dass ich extra was günstiges gegessen hatte allerdings ein halbes Glas WEin für den Geschmack getrunken habe. An den Abend wurden 6 Flaschen durch 5 geteilt und es hat mich saumässig geärgert. .... Gesagt habe ich nix, stattdessen habe ich danach entweder gar nix getrunken (und weniger gezahlt!) oder mich auf einen teuren Abend eingerichtet und mitgetrunken, so dass ich wenigestens niemanden subventioniert habe.

Ich kann es aber verstehen, wenn jemand in der Situation den Mund hält und sich still ärgert. Ist ja auch peinlich zu diskutieren, wenn die Bedienung bereits am Tisch steht. Dann das Thema vorher klären.

demelza
04.10.2006, 17:59
Hallo Leute
Eine ihrer Bekannten hat sich dann dahingehend durchgesetzt, dass die Rechnung durch 9 Leute aufgeteilt wurde, egal, wer was konsumiert hat. (Widerspruch wurde nicht geduldet.) Eigentlich lade ich gerne Leute ein, aber ich lasse mir nicht von Wildfremden vorschreiben, wann ich dies zu tun habe.

Kann es sein, daß diese Bekannte, die Du nicht kanntest, das meiste konsumiert hat und ihr deswegen auch der höchste Anteil an der Rechnung geblüht hatte? Klingt für mich nach Sich-Durchfuttern auf anderer Leute kosten... Und solche dreisten Schnorrer mag ich nicht. Sicher wird Dir diese Erkenntnis nun auch nicht mehr weiterhelfen, aber...

... wäre ich in einer solchen Situation, kämen für mich 2 Möglichkeiten in Betracht:

1) von vornherein auf getrennte Rechnung bestehen, mich aus der durch 9 teilbaren Rechnung ausklinken und mein eigenes Ding bezahlen - die andern dürfen sich dann meinetwegen ihre Rechnung durch 8 teilen, wenn es sie unbedingt so haben wollen.

2) oder ich bestelle mir das teuerste Gericht aus der Karte und verlange, daß fein säuberlich durch 9 geteilt wird - mal sehen, ob diese Bekannten dann immer noch die Rechnung pro Kopf aufteilen wollen.

PS: Im übrigen handhaben wir mit Freunden schon immer so, daß jeder das bezahlt, was er/sie auch hatte, denn wie heißt es doch so schön? Beim Geld hört die Freundschaft auf...

Bertrande1
04.10.2006, 20:30
Es gab Zeiten, da war in meinem Geldbeutel immer Ebbe, aber meine Unternehmungslust dennoch ungebrochen. Da blieb mir nur ein Ausweg - ein Getränk, gaaaaanz langsam ...
Zu meinem Freundeskreis gehörte ein sehr liebenswerter und intelligenter junger Mann mit Riesendurst, robuster Gesundheit und einem großzügigen Vater ausgestattet.
Er hat die gesellige Runde sehr belebt und wir hätten nicht auf ihn verzichten mögen.
Aber: Hätten wir damals die Rechnungen immer geteilt, ich würde wohl heute noch an den Schulden abzahlen..:freches grinsen:

honzina
05.10.2006, 00:03
Mein Budget ist begrenzt und wenn ich essen gehe habe ich zB einen Rahmen von 20-25 Euro. Den könnte ich ja schlecht einhalten, wenn ich so eine aufgeteilte Rechnung bezahlen müsste, da ich mich sehr zurückhalte und andere aber gerne 4-5 Getränke trinken am Abend. Das wär mir dann zu blöd. Wäre ich gezwungen so eine Teilerei mitzumachen, könnte ich gleich zu Hause bleiben.

Deswegen meine ich ja, dass fuer das Pro-Kopf-Teilen ein gewisses Grundverstaendnis da sein sollte, auf welchem Level man sich so bewegt. Will man richtig schick essen gehen und richtig teuren Wein trinken, dann muessen das eben alle wollen. In so einem Fall habe ich dann aber auch kein Problem, vorher zu sagen, dass ich das eben nicht will - man muss es ja nicht auf das Geld schieben.

Wenn wir in einer grossen Runde essen gehen, mit Hauptgericht, Wein + Wasser und evtl. einigen Vorspeisen und/oder Nachspeisen (oft ist es so, dass ein paar aus der Gruppe ne Vorspeise nehmen, andere ne Nachspeise), dann komme ich normalerweise so auf 15 Pfund fuer den Abend - wenn ich mit meinem Freund alleine in aehnliche Restaurants ausgehe und genau sehen kann, wer was isst oder trinkt, bewegen wir uns so zwischen 20 und 25 Pfund, also 10-12,5 Pfund pro Person. So riesig finde ich den Unterschied nicht, und 2,50 Pfund (ca. 4 Euro) sprengt kein Budget, die kann man an anderer Stelle wieder einsparen.

Wie gesagt, ich kenne beides und finde beides ok, je nach Gruppe und Situation. Aber diese Panik, dass andere sich beim Pro-Kopf-Teilen gezielt die Hucke vollaufen lassen oder mal so richtig zuschlagen und man selber dabei total ausgenommen wird, die kann ich aus meiner Erfahrung heraus nicht bestaetigen. Ich denke mal, den allermeisten geht es so wie uns hier im Forum: wenn man die Rechnung teilt, ist es einfach selbstverstaendlich, dass man nicht viel mehr oder teurer konsumiert als die anderen.

Honzina

Inaktiver User
05.10.2006, 00:20
Ihr glaubt gar nicht, was eine 50 kg-Frau alles verdrücken kann... Rechnung aufteilen - gerne. Aber nicht mit jedem. Ich mache es grundsätzlich dann nicht, wenn ich das Gefühl habe, deutlich mehr oder weniger konsumiert zu haben als der/die Andere/n. Dann bestehe ich auf getrennte Rechnungen. 2,50 rechne ich und je kleiner die Runde, umso mehr fällt es ja auch ins Gewicht, wenn es einen Ausreißer in die eine oder andere Richtung gibt.

Tante_Karla
05.10.2006, 08:53
Aber diese Panik, dass andere sich beim Pro-Kopf-Teilen gezielt die Hucke vollaufen lassen oder mal so richtig zuschlagen und man selber dabei total ausgenommen wird, die kann ich aus meiner Erfahrung heraus nicht bestaetigen.

Ich auch nicht.
Ich kenne das, wie gesagt, fast ausschliesslich so und habe mich noch nie übervorteilt gefühlt.

Inaktiver User
05.10.2006, 09:16
Wildfremde Leute würde ich auch nicht auf meine Kosten durchfüttern. Hätte, wie hier schon jemand angedeutet hat auch das Gefühl, dass diejenigen sich einen billigen Abend mit teurem Futter machen wollen. Dann sollen sie bitte selbst dafür bezahlen!

Bei wirklichen Freunden wäre ich etwas großzügiger.

Mein Mann hat mir erzählt, dass er einmal in England mitbekommen hat, wie dort die Rechnung beglichen wurde. Als es ans Bezahlen ging, wurde ein Glas herumgereicht, jeder gab etwas herein, was er angemessen fand, als es nicht reichte ging das Glas in die zweite Runde. Dann wurde bezahlt.

LG
Leonella

Inaktiver User
05.10.2006, 10:43
Zitat von honzina
Aber diese Panik, dass andere sich beim Pro-Kopf-Teilen gezielt die Hucke vollaufen lassen oder mal so richtig zuschlagen und man selber dabei total ausgenommen wird, die kann ich aus meiner Erfahrung heraus nicht bestaetigen.


Ich auch nicht.
Ich kenne das, wie gesagt, fast ausschliesslich so und habe mich noch nie übervorteilt gefühlt.

Irgendwie will mir aber auch der Sinn dieser (Un)sitte nicht einleuchten. Wenn ich essen gehe, möchte ich genau das essen und trinken was ich will und auch genau das zahlen, ohne jemand anderem einen Teil meiner Rechnung aufs Auge zu drücken oder von einem anderen aufgedrückt zu bekommen.

Inaktiver User
05.10.2006, 11:33
hmm, das sehe ich auch unterschiedlich:
wenn ich mit leuten, die ich kenne, weggehe, und das halbwegs ausgeglichen ist, wird durch die anzahl der personen geteilt und fertig. bei fremden, oder wenn der konsum sehr unterschiedlich ist, bestehe ich auf getrennten rechnungen. Beispiel: ich trinke keinen alkohol - und habe auch überhaupt keine lust, anderen ihren alkoholkonsum mitzufinanzieren, denn so ein paar fläschchen wein können die rechnung gewaltig nach oben treiben. da zahel ich dann auch nur meinen anteil, alles andere fände ich ziemlich ungerecht.

aber dat soll jeder halten, wie er will ....
lg
kraxel

Genauso mache ich das auch!!! Ich gehöre ebenfalls zu den Leuten, die keinen Alkohol, dafür nur 1-2 Apfelschorle trinken. Darum sehe ich es ebenfalls nicht ein, warum ich die Biere und Weingläser anderer mitbezahlen sollte.

Tante_Karla
05.10.2006, 12:56
Irgendwie will mir aber auch der Sinn dieser (Un)sitte nicht einleuchten. Wenn ich essen gehe, möchte ich genau das essen und trinken was ich will und auch genau das zahlen, ohne jemand anderem einen Teil meiner Rechnung aufs Auge zu drücken oder von einem anderen aufgedrückt zu bekommen.

Kannst Du ja auch :smirksmile:
Ich habe ja nur beschrieben, wie das bei mir und meinem Umfeld gehandhabt wird. Wer es anders machen möchte, kann es ja anders machen.
Deine Frage nach dem Sinn?
Ich persönlich finde es wesentlich entspannter. Ich habe keine Lust, mir jedes Glas Wein (oder andere Getränke) merken zu müssen, wenn ich mit Freunden und Bekannten einen langen, schönen Abend verbringe.
Wie macht Ihr das denn bei gemeinsam bestellten grossen Wasser - und Weinflaschen? Merkt sich dann jeder, wieviel er aus dieser Flasche getrunken hat und dann wird prozentual aufgeteilt?
Ich hätte keine Lust, nach einem schönen Abend noch mit einem Dreisatz anzufangen :smirksmile:

Wenn jemand auf getrennte Rechnungen bestehen würde, würde ich übrigens - im Gegensatz zum Beispiel der Fragestellerin - natürlich darauf eingehen.
Aber bei uns gab es deshalb noch nie Diskussionen und es tut mir auch nicht weh, wenn ich mal 5 Euro mehr bezahle, weil ich weniger verzehrt habe.

Asoleado
05.10.2006, 13:06
In meinem Landkreis gibt's ein super Restaurant, welches nicht nur eine ausgezeichnete Küche mit Bistro-Menüs u. ausgewählten Gängen hat, sondern auch jedes Getränk/Essen separat per Bon ausdruckt u. in einem Schnapsgläschen auf den Tisch stellt.

Es nimmt sich also jeder vorm bezahlen seine Bons aus dem Glas u. gibt sie dem Kellner, der dann den Betrag zusammen rechnet und gut isses.

Inaktiver User
05.10.2006, 13:36
In meinem Landkreis gibt's ein super Restaurant, welches nicht nur eine ausgezeichnete Küche mit Bistro-Menüs u. ausgewählten Gängen hat, sondern auch jedes Getränk/Essen separat per Bon ausdruckt u. in einem Schnapsgläschen auf den Tisch stellt.

Es nimmt sich also jeder vorm bezahlen seine Bons aus dem Glas u. gibt sie dem Kellner, der dann den Betrag zusammen rechnet und gut isses.

Das ist doch eine tolle Lösung finde ich.

@Tante_Karla, in unserem Freundeskreis trinkt nur 1 Person Wein und auch selten mehr als 1 Glas und Flaschen Wein oder Wasser werden da gar nicht bestellt. Die Männer trinken Bier, die Frauen meist Wasser/Cola/Bitter Lemon, da lohnen auch keine Flaschen.
Also im Grunde alles überschaubar, sodass niemand Probleme hat, sich sein Essen und seine Getränke zu merken.

Butterkeks
05.10.2006, 21:31
Diese Zwangsverbrüderung beim Bezahlen von Restaurantrechnungen stört mich auch. Ich bin aber auch zu feige in den entsprechenden Situationen dafür einzutreten das ich für mich selbst bezahle. Wer lässt sich schon gerne nach einem schönen Abendessen als kleinlich bezeichnen?

Meine Erfahrung dabei ist allerdings nicht das sich einzelne Personen auf Kosten anderer schadlos halten wollen. Es ist eher so eine plumpe Jovialität, die mir auch gewaltig gegen den Strich geht. Denn meistens passiert diese "Unsitte" in größeren Runden, bei denen ich mit Sicherheit die Hälfte nicht näher kenne. Wenn ich mit ein, zwei oder drei Freundinnen unterwegs bin ist noch nie jemand auf die Idee gekommen die Rechnung zu teilen. Wieso eigentlich??


Beliebt ist die Begründung, das man der Bedienung nicht zumuten möchte jeden Einzelnen abzurechnen:"Wir kriegen das doch gar nicht mehr alles zusammen...".

Manchmal gibt es auch folkloristische Erklärungsansätze:
"Beim Italiener kann man nicht getrennt bezahlen, das kennen die nicht...."

Hochnotpeinlich ist es dann auch immer, das sich genau derjenige die Rechnung grabscht und versucht durch die Anwesenden zu teilen, der aufgrund genetischer Indisponiertheit oder seines Alkoholkonsums nicht mehr in der Lage ist die Grundrechenarten im Kopf auszuführen.

:zahnschmerzen: Kenne eigentlich blos ich solche Leute?? :peinlich:

demelza
05.10.2006, 22:18
Hochnotpeinlich ist es dann auch immer, das sich genau derjenige die Rechnung grabscht und versucht durch die Anwesenden zu teilen, der aufgrund genetischer Indisponiertheit oder seines Alkoholkonsums nicht mehr in der Lage ist die Grundrechenarten im Kopf auszuführen.


Alkoholisiertsein kann auch ein Grund dafür sein, daß Mann/Frau sich nicht merken kann, was er/sie konsumiert hat --- war'n blöder Witz, ich weiß --- anderes, ähnliches Thema, was das "Nichtmerkenkönnen" angeht.

Geht es nur mir so, daß ich mich darüber wundere, daß viele kurz nach dem Bestellen vergessen haben, was sie sich bestellt hatten - denn wie kommt es, daß die Bedienung ratlos stehen gelassen wird, wenn sie mit 6 wiener schnitzel, 3 lasagne und 2 vegetarierteller anrauscht, weil keiner ihr mitzuteilen geruht, wer was hatte bzw. bei der frage "was hatte wer" ins grübeln geraten??? Das würde mich auch mal interessieren, nur so nebenbei (auch wenn es nicht zum Thema gehört)

Sugarnova
06.10.2006, 00:07
Ach, ich weiß nicht. Die meisten guten Restaurants haben doch diese Computerdinger. Geht das da nicht einfach? Und die Kellnerin ist nun mal dafür da, dass sie so halbwegs den Überblick nicht verliert.

Das hat auch irgendwie keine Logik - da ja alle "so was ähnliches" konsumieren, zahlen auch alle "das Gleiche".

Ich mag aber vielleicht mal nur einen Vorspeisenteller und ne Schorle oder MANCHMAL halt doch das teuere Sushi oder... ich find es dann schöner, wenn man einfach das, was man auf dem Teller hat, bezahlt.

Linda1
06.10.2006, 00:23
Ich kann mich erinnern, dass es vor ein paar Jahren normal war, wenn jeder sein eigenes Essen bezahlt hat. Da kamen auch keine Gesamtrechnungen an den Tisch. Außerdem käme ich überhaupt nicht auf die Idee selbst alles auseinander zu pfriemeln. Ich sage, was ich hatte und möchte dann wissen, was ich zu zahlen habe. Ich lasse es mir gefallen, wenn man in einer Vierergruppe mit guten Freunden zusammen essen geht und dann einfach teilt. Bei einer größeren Runde spiele ich da nicht mehr mit, und mir ist das wurscht, ob die Kellnerin schon am Tisch steht oder was andere davon halten. Ich empfinde es als Nötigung des Restaurants, wenn die Rechnung als Ganzes an den Tisch kommt. Man könnte ja gleich durchs ganze Restaurant teilen, wo liegt da der Unterschied? Eine gute Bedienung fragt, ob es zusammen oder getrennt geht und sie ist fähig alles auszurechnen.

Inaktiver User
06.10.2006, 06:19
Eine gute Bedienung fragt, ob es zusammen oder getrennt geht und sie ist fähig alles auszurechnen.

Genau so ist es, Linda. :allesok:

demelza
06.10.2006, 08:08
Du hast Recht, Linda -warum bin ich da nicht von selbst drauf gekommen?

Tante_Karla
06.10.2006, 08:47
Eine gute Bedienung fragt, ob es zusammen oder getrennt geht und sie ist fähig alles auszurechnen.

Steht sie denn auch den ganzen Abend neben dem Tisch und notiert, wer wieviel Schluck Wein oder Wasser aus welcher Flasche getrunken hat?
Oder bin ich hier die Einzige, die mit Freunden Flaschen bestellt? :wie?:

Übrigens kenne ich viele kleine, gute Restaurants, die keine "Computerdinger" haben - aber das nur am Rande.

Zum Glück gab es bei uns noch nie Zoff oder Streit deswegen und ich würde auch nie darüber diskutieren. Würde jemand sagen, er zahlt lieber getrennt, wäre das für mich auch in Ordnung. Ich kenne es nur einfach nicht unter Freunden/Bekannten. War bei uns nie Thema.

Inaktiver User
06.10.2006, 09:05
Übrigens kenne ich viele kleine, gute Restaurants, die keine "Computerdinger" haben - aber das nur am Rande.

Zum Glück gab es bei uns noch nie Zoff oder Streit deswegen und ich würde auch nie darüber diskutieren. Würde jemand sagen, er zahlt lieber getrennt, wäre das für mich auch in Ordnung. Ich kenne es nur einfach nicht unter Freunden/Bekannten. War bei uns nie Thema.

Es muss ja auch kein Computer sein, aber eine spezielle Regristriekasse hat jedes Restaurant. Anders geht das gar nicht.

Eine gute Bedienung braucht auch keinen Computer, sie hat ein hervorragendes Gedächtnis und weiss, wer was bestellt hat.

Was macht die Bedienung denn, wenn an einem grösseren Tisch mehrere Parteien sitzen, die sich noch nicht einmal kennen. Rechnet sie dann auch den ganzen Tisch ab, weil sie nicht in der Lage ist, die einzelnen Parteien auseinanderzuhalten?

Tante_Karla
06.10.2006, 09:31
Was macht die Bedienung denn, wenn an einem grösseren Tisch mehrere Parteien sitzen, die sich noch nicht einmal kennen. Rechnet sie dann auch den ganzen Tisch ab, weil sie nicht in der Lage ist, die einzelnen Parteien auseinanderzuhalten?

Keine Ahnung :smirksmile:
Ich gehe nicht in Restaurants, wo ich den Tisch mit Fremden teilen muss.
Aber ich verstehe, was Du meinst.

Inaktiver User
06.10.2006, 10:10
Keine Ahnung :smirksmile:
Ich gehe nicht in Restaurants, wo ich den Tisch mit Fremden teilen muss.
Aber ich verstehe, was Du meinst.

Das ist aber schade. Hier in den Kölner Brauhäuser und in den Restaurants entlang des Rheins kann das durchaus öfter passieren. Wir haben dabei schon die nettesten Menschen getroffen und lustige Stunden miteinander verbracht. :smile:

Linda1
06.10.2006, 10:15
Oder bin ich hier die Einzige, die mit Freunden Flaschen bestellt?

Ich sagte ja, mit bis zu vier Freunden ist es o.k., weil überschaubar. Bei mehreren bestelle ich mir meine eigenen Getränke. Ich finde es nicht cool und lässig, wenn ich anderen Leuten den Verzehr bezahle.
@Tante Karla: Es ist doch in Ordnung, wenn es bei dir/euch so funktioniert, ich möchte das nicht. Ich finde es nur unfair, dann als kleinlich oder knauserig zu gelten. Es ist mein gutes Recht, etwas anders zu sehen, als andere.
Ich gehe des Öfteren mit Kollegen/innen essen. Wir sind da meist mehr als 10. Einige nehmen von Aperetif bis Digestif alles, andere essen nur einen Salat.


Übrigens kenne ich viele kleine, gute Restaurants, die keine "Computerdinger" haben - aber das nur am Rande.

Dann ist Block und Stift eine gute Hilfe.

Tahnee
06.10.2006, 10:26
Hallo,

Also ich zahle immer nur das, was ich selbst gegessen bzw. getrunken habe. Auch mit Freunden wird nicht geteilt gezahlt, sondern jeder bezahlt das, was er/sie gegessen bzw. getrunken hat. Wo ist das Problem?

Tahnee

honzina
06.10.2006, 10:58
@Tante Karla: Es ist doch in Ordnung, wenn es bei dir/euch so funktioniert, ich möchte das nicht. Ich finde es nur unfair, dann als kleinlich oder knauserig zu gelten. Es ist mein gutes Recht, etwas anders zu sehen, als andere.

Aber es sagt ja auch keiner, dass du es musst. Hier regen sich doch vielmehr die Gegner des Pro-Kopf-Teilens auf, so a la: "wuerde ich nieeee machen...", "ich zahl doch nicht jemand anderen seinen Wein...", "wer weiss, was grosse Maenner dann auf Kosten kleiner Frauen essen..." etc.
Also bitte, da finde ich es doch mindestens genauso unfair, es als Verschwendung, uebercool, gegenseitiges Ausnehmen etc. zu beschreiben, wenn andere halt gute Erfahrungen gemacht haben/es angenehm finden, wenn sie die Rechnung teilen.

Wer sich die Argumente und Erfahrungen der Rechnungs-pro-Kopf-Teiler hier mal ansieht, kann doch lesen, dass es in der Situation, die die Ausgansposterin beschrieben hat, wohl keinem gefallen haette. Zum einen, weil sie die anderen nicht kannte und das Verzehrte sehr unterschiedlich war, und zum zweiten, weil ihr nicht "erlaubt" wurde, auszuscheren (was wirklich eine Unverschaemtheit ist).

Vorteile des Pro-Kopf-Teilens sind meiner Meinung nach:
- es ist unkompliziert (besoffene Rechnungsschwache werden eher noch groessere Schwierigkeiten haben, ihre 2,70 + 9.80 + 3.60 + 5-10% Trinkgeld zusammenzuzaehlen als 35 durch 5 zu teilen)
- es traegt zum Gemeinschaftsgefuehl bei; man geht als Gruppe weg und bezahlt auch als Gruppe dafuer. Man macht sich gemeinsam einen schoenen Abend in dem man gemeinsam konsumiert, was durch das Aufteilen der Kosten etwas vom Gefuehl der "Geschaeftstranksaktion" verliert
- es ist, gerade bei Getraenken (Wasser- & Weinflaschen) wesentlich einfacher und auch billiger. Wer sich z.b. eine grosse Flasche Mineralwasser zu viert teilt, kommt billiger weg, als wenn jeder 1 Glas einzeln bestellt. Dasselbe gilt fuer Wein oder gemischte Vorspeisenplatten und aehnliches.

Wie schon mehrfach beschrieben, gibt es dazu Einschraenkungen, und gewissen Grundlagen ueber Art des Konsums etc. sollten vorher geklaert sein.

Das Problem ist doch nicht, dass Menschen ihre Rechnungen auf verschiedene Weise zahlen, sondern dass sich die Einzelzahler anscheinend genoetigt und uebervorteilt (und als spiessig hingestellt) fuehlen, wenn sie auf die Pro-Kopf-Teiler treffen. Ganz ehrlich, abgesehen von der bloeden Situation, die die Ausgangsposterin erlebt hat und dich ich sehr ungewoehnlich finde, verstehe ich nicht, wie man damit ein Problem haben kann, sich aus so etwas auszuklinken, wenn es einem nicht passt (gerade in Deutschland, wo es wohl eher ueblich ist, dass jeder fuer sich zahlt).

Honzina

Linda1
06.10.2006, 11:27
Dem kann ich voll und ganz zustimmen.
Ich denke, es kommt eben immer drauf an: Mit wem man isst, und wie man isst. Wem: Freunde oder nur Bekannte/Kollegen und wie: Als Gemeinschaft oder einzeln in großer Runde.
Letztendlich ist man selber Schuld, wenn man es anders regelt als man es selbst eigentlich gerne möchte. Sag: Ich will! :smile:

Inaktiver User
06.10.2006, 11:46
Hallo

Also eigentlich finde ich es immer am schönsten, wenn einer für alle resp. für beide bezahlt, der andere das nächste Mal.

Bloss: im Moment pflege ich ein reges Sozialleben und kann mir dies einfach nicht leisten, trotz aktuell ordendlichem Gehalt. Ferner bin ich auch nicht bereit, wenn ich z.B. nur einen Salat esse (bin eine sehr kleine Esserin) den Fleischteller meines Akademikerkumpels (mit höherem Gehalt) mitzufinanzieren. Wenn ich mit einer Freundin ausgehe, von der ich weiss, dass sie sehr wenig Geld hat, dann bestehe ich auf geteilten Rechnungen, sofern sie gleich viel oder mehr konsumiert hat, da sich viele Leute, die nicht viel verdienen nicht gerne einladen lassen.

Hat man Wein getrunken kann man es ja auch so machen, dass man diesen durch die Anzahl Leute teilt und beim Essen jeder für sich zahlt. Ich esse kein Fleisch und mein Essen ist fast immer günstiger als das meiner Begleiter. Also mit der Zeit würde es mir schon stinken, wenn ich immer mehr bezahlen müsste, aber das hat auch noch ideologische Gründe, indem ich denke "ihr wollt Fleisch essen? Ok, aber bitte selber bezahlen..."

Liebe Grüsse

LaTraviata

Tante_Karla
06.10.2006, 11:57
Das ist aber schade. Hier in den Kölner Brauhäuser und in den Restaurants entlang des Rheins kann das durchaus öfter passieren. Wir haben dabei schon die nettesten Menschen getroffen und lustige Stunden miteinander verbracht. :smile:

Ich liebe Brauhäuser! Die Touristenlokale entlang des Rheins sind eher nicht mein Fall.
Als gute Restaurants bezeichne ich Brauhäuser jedoch nicht und das war jetzt auch kein Beispiel dafür, wenn ich mit Freunden weggehe.

Brauhäuser klammere ich da mal bewusst aus - dort bestelle ich z.B. auch keine Weinflaschen :smirksmile:
Allerdings machen wir dort auch immer einen Deckel für alle, der zum Schluss geteilt wird. In einem Brauhaus kommt es bei uns auch oft vor, dass manche gar nichts essen und dann bezahlen die "Esser" ihr Essen natürlich separat.
Der Deckel wird, wie gesagt, geteilt.

Sugarnova
06.10.2006, 14:15
Ach, bei ner Wasserflasche teile ich das. Wie sollte das anders gehen? Auch, wenn man z.B. einen Vorspeisenteller zusammen ist. Soll ich dann die Hähnchenschenkel vs. die Nachos mit Salsa gegenrechnen? Ist doch Quatsch.

Mir ist auch noch nie vorgekommen, dass eine Kellnerin damit überfordert war.

elana
07.10.2006, 13:22
Ich finde auch, es kommt ganz auf die Situation an. Wenn man in etwa den gleichen Konsum hat, kann man einfach teilen oder wenn man sich regelmäßig trifft, geht es reihum. Wenn die Sache jedoch anders liegt in Richtung, der eine verzehrt 3 Gänge mit Wein und der andere Salat mit Wasser, sieht es doch anders aus. Ich habe Bekannte, die es sich figürlich und finanziell leisten können, viel und erlesen zu essen. Anfangs haben wir da auch immer das Geld zusammengeschmissen. Die hatten aber auch bald Hemmungen, ihren Neigungen entsprechend zu essen, weil sie sich ihre teuren Gerichte nicht von Leuten, die entschieden weniger Geld zur Verfügung haben, mit finanzieren lassen wollten. Aufregung Dritter, die ja meist auch keinen Einblick in die jeweiligen Verhältnisse haben, finde ich völlig unangebracht. Man sollte es immer so halten, wie es für die Beteiligten am besten zur Zufriedenheit aller läuft.

Hopscotch07
13.10.2006, 10:51
Eine ihrer Bekannten hat sich dann dahingehend durchgesetzt, dass die Rechnung durch 9 Leute aufgeteilt wurde, egal, wer was konsumiert hat. (Widerspruch wurde nicht geduldet.)


LaTraviata,

dies ist noch ein schönes Beispiel dafür, dass Du Dich manchmal von anderen überfahren lässt.

Was Du hier schilderst, würde mir nicht passieren, wenn ich das nicht will. Ob diese -unbekannte- Bekannte nun Widerspruch duldet oder nicht, ich lasse mich nicht zwingen.

Lerne, Deine Interessen besser zu wahren. Lerne, Dich klar und deutlich und entschieden auszudrücken. Lerne, Dich durchzusetzen.

Oder, wenn Du das nicht willst/kannst: Lerne, Dich nicht nachher über solche Dinge zu ärgern.

Alles Gute
hopscotch

Paula7767
14.10.2006, 13:32
Ich hasse dieser Gemeinschaftsrechnungen.
Ich werde dadurch beim Bestellen gehemmt.

Mal hab ich auch Lust auf Wein & Vorspeise & Hauptgericht & Wasser, und mal eben nur auf Cola und Toast.

Und ich will nicht vor dem Bestellen des dritten Weins meine Tischnachbarn fragen müssen, ob sie es sich auch leisten können.

Also würde es immer auf Mittelmaß hinauslaufen, nie prassen, nie betrinken. Dazu kommt noch, dass der Autofahrer ja eh schon den schlechteren Part hat (darf nichts drinken) und dann den ersten Teil der Alkoholexzesse seiner Mitfahrer mitfinanziert.

Nö, nö....
Wenn nur ich für meine Rechnung gerade stehe, kann ich auch mal prassen...

Historia02
15.10.2006, 10:13
Ich habe das noch NIE gehört oder erlebt? Ob es daran liegt, dass ich im Schwabenländle zur Schule gegangen bin? Ich kenne es nur so, dass jeder selbst zahlt ...?!

Wenn wir mit Freunden essen gehen, dann machen wir es aber durchaus schon, dass einer das Geld der anderen "einsammelt" und dann die gesamte Rechnung bezahlt. Aber never ever durch die Anzahl der Gäste teilen. Also, das geht ja gar nicht.

Wir hatten mal Freunde, die uns einen winzigen Gefallen getan haben, als Ausgleich zum Essen eingeladen und die haben dermaßen zugelangt (Cocktails, Vorspeisenteller, etc.), dass ich die garantiert nie wieder einlade. Das gehört für mich auch dazu, dass man, wenn man eingeladen ist, die Finanzen des Gegenübers nicht überstrapaziert bzw. Extrawünsche selber zahlt.

Inaktiver User
15.10.2006, 11:23
Ich hasse dieser Gemeinschaftsrechnungen.
Ich werde dadurch beim Bestellen gehemmt.

Mal hab ich auch Lust auf Wein & Vorspeise & Hauptgericht & Wasser, und mal eben nur auf Cola und Toast.

Geht mir inzwischen genauso. Klar, habe ich mit Freunden zusammengelegt und später aufgeteilt oder reihum eingeladen, aber es ist mE AUCH mit der Zeit mühsam, immer darauf zu achten, WER zuletzt eingeladen hat und in welchem Rahmen (Höhe) man bei wem gespeist hat.

Wir haben das im Freundeskreis kurz besprochen und jetzt zahlt jeder für sich - und alle sind zufrieden.

Meja
15.10.2006, 13:53
[QUOTE=honzina]Es gibt da wohl regional grosse Unterschiede, ebenso wie innerhalb von Freundeskreisen und in verschiedenen Situationen. Wuerde ich hier in England mit Freunden essen gehen und sagen: ich zahle aber nur meine Pommes und mein Schnitzel - dann faenden das alle total beknackt und unsozial (und vermutlich sehr deutsch ;-)) Hier kauft man sich ja sogar seine Getraenke in der Kneipe reihum (also immer einer fuer alle, dann der naechste fuer alle, dann der dritte...) Klar ist das im Einzelfall ungerecht, manchmal zahlt man drauf, aber manchmal kommt man auch billig weg (z.B. wenn man der letzte in der Runde ist und alle nur noch half pints bestellen :-))

Habe mich hier mal durchgelesen, sehr spannende frage.
Mein Mann ist Englaender, wir wohnen seit 7 Jahren in Deutschland,und wen man ihn fragen wuerde, was ist typisch deutsch, dann kaeme bestimmt, dass hier alle bis aufs letzte glas wasser im restaurant ihre eigene rechnung bezahlen. Erst fand er das glaube ich noch ne ganz lustige deutsche "unsitte", mittelerweile findet er es unmoeglich.....da ich durch ihn einen etwas anderen blickwinkel bekommen habe, sehe ich das genauso.
Aber es passt zu uns deutschen :(

Inaktiver User
15.10.2006, 20:03
ich handhabe das ganze unterschiedlich, aber grundsätzlich gilt hier, dass jeder für sich selbst bezahlt.

wenn man sich ein gericht, zb einen vorspeisenteller, teilt oder gemeinsam große flaschen wasser bestellt, dann wird das später für gewöhnlich auch nicht akkurat aufgeteilt. kommt die rechnung, dann sage ich beispielsweise "ich zahle gericht xy, 2 glas wein xy und das wasser". dafür übernimmt dann eben jemand anders den vorspeisenteller, von dem ich vll auch etwas gegessen habe. so in der art eben. irgendwie kommt das dann schon hin. wenn nicht jetzt, dann spätestens beim nächsten mal.

wenn ich einen freund habe und mit dem unterwegs bin, ist es meist so, dass mal der eine + mal der andere zahlt, jeweils für beide zusammen. gleiches gilt für gute freundinnen. allerdings gibt es bei den freundinnen auch ausnahmen. da weiß ich dann schon, dass die das nicht so gern haben und lieber nur für sich zahlen. das ist dann auch okay, kein problem.

sitze ich in einer riesigen runde, von der ich einige bis dahin vll nicht mal kannte, finde ich es völlig normal, dass jeder für sich selbst bzw pärchen eben für zwei zahlen. letztere müssen das aber natürlich unter sich ausmachen :smirksmile:

auch wenn ich manchmal gern meine bestellung den aktuellen finanzen anpasse, so stört es mich nicht, wenn ich wie oben erwähnt eine ganze flasche, von der alle konsumiert haben, allein bezahle. der aufpreis ist dann für mich okay, wenn es ein schöner abend war. keinesfalls würde ich mir das aber aufdrängen lassen wollen. das ist dann eher eine prinzipfrage. ich möchte das, wenn, nur freiwillig zahlen und nicht deshalb, weil irgendeine fremde schnepfe, die mir vll nichtmal sonderlich sympathisch war, darauf besteht.

lg
luci

Butterkeks
16.10.2006, 12:00
@paula
Du sprichst mir aus der Seele!

@meja
Ich kann verstehen das in anderen Ländern andere Sitten sind und passe mich da auch an. Was ich nicht verstehe ist was "unmöglich" daran ist das in Deutschland jeder für sich bezahlt was er bestellt hat.

xanidae
16.10.2006, 15:22
wir teilen die rechnung meistens auf bzw. jeder zahlt das, was er gegessen und getrunken hat. da wird trotzdem nicht diskutiert, wer wieviele gläser der gemeinsamen wasserflasche getrunken hat. die bezahlt einer - freiwillig und ohne vorherige absprache. manchmal sagt auch einer, die proseccos auf meine rechnung oder so.
manchmal zahlt auch einer komplett. meist 'nur' beim kaffee trinken, manchmal auch beim abendessen.
ich weiß nicht, wer wen schon wie oft eingeladen hat. wir sind auch gerne großzügig.
mit leuten, die da kleinlich sind, war ich das letzte mal essen.

das letzte hemd hat keine taschen.

Meja
16.10.2006, 16:01
@paula
Du sprichst mir aus der Seele!

@meja
Ich kann verstehen das in anderen Ländern andere Sitten sind und passe mich da auch an. Was ich nicht verstehe ist was "unmöglich" daran ist das in Deutschland jeder für sich bezahlt was er bestellt hat.


Anpassen ist ok ( und wichtig), aber man kann doch auch erkennen, das andere Sachen in anderen Laendern vielleicht besser sind, oder? Nur weil das hier so ist, ist es doch nicht automatisch das beste, oder?
Gerade wenn man auch mal woanders war ( und das nicht nur im Urlaub) kann man glaube ich erkennen, wie das miteinander auch anders funktioniert. Umgekehrt gilt das natuerlich auch, es gibt ja auch gute Dinge hier bei uns :)

Sugarnova
16.10.2006, 16:20
Ich glaub wohl, dass es typisch deutsch ist, den Betrag aber wirklich auf die letzten Cent zu berechnen. Ob ich nun 23,14 oder 20 oder nur 23 Euro zahlen muss... Naja.

Ich verstehe nur nicht, warum das immer noch so ein Problem ist bzw. sein soll, dass einfach der Kellner jede Rechnung einzeln bringt. Ggf. kann man vorher ja Bescheid geben.

Bertrande1
16.10.2006, 17:54
Für die Bedienung ist es besser, wenn sie jedem Gast am Tisch seine eigene Rechnung bringt, weil jeder ihr ein Trinkgeld gibt.
Da kommt dann für sie erfahrungsgemäß mehr zusammen, als beim Bezahlen nur einer Rechnung. Es sei ihr gegönnt. :freches grinsen:

honzina
16.10.2006, 20:08
Ich kann verstehen das in anderen Ländern andere Sitten sind und passe mich da auch an. Was ich nicht verstehe ist was "unmöglich" daran ist das in Deutschland jeder für sich bezahlt was er bestellt hat.

"Unmoeglich" ist das sicher nicht, aber halt sehr sehr deutsch. Alles immer schoen ganz genau und getrennt, und bloss nicht grosszuegig sein oder mal fuenfe gerade sein lassen. Es koennte mich ja einer uebervorteilen.

(Das war jetzt mal polemisch, weil ich diese Kommentare a la "das geht ja gaaaar nicht", "kommt ueberhaupt nicht in Frage" etc. schon sehr engstirnig finde. Nur, weil man etwas nicht kennt oder nicht gut findet, sich so zu echauffieren - das finde ich schon etwas kleingeistig!)

Honzina

Sonderzeicen
17.10.2006, 16:54
Ich finde es supernervig, wenn genau getrennt wird und am Schluss heisst, es 12,50; 12,20; 12,80 und 13,10 - ARG was ein Aufwand für nix. dann lieber 12,70 für jeden!

naja, dass sich die summen so gleichen, ist aber auch eher selten. meist ergeben sich im laufe eines abends doch erhebliche unterschiede, je nachdem ob man sich noch einen nachtisch bestellt, sich mit einem wasser begnuegt oder sich noch ein, zwei glaeser wein und ein schnaepschen goennt.

ich halte von der teilerei ueberhaupt nichts. jeder zahlt seine rechnung und niemand muss sich aergern, fertig.

Sonderzeicen
17.10.2006, 16:56
Ich glaub wohl, dass es typisch deutsch ist, den Betrag aber wirklich auf die letzten Cent zu berechnen. Ob ich nun 23,14 oder 20 oder nur 23 Euro zahlen muss... Naja.

spaetestens wenn du fuer 14 euro speist, aber 23 bezahlst, sieht die sache anders aus. und das hat noch nicht einmal was mit 'deutschsein' zu tun.

Sonderzeicen
17.10.2006, 17:04
wir teilen die rechnung meistens auf bzw. jeder zahlt das, was er gegessen und getrunken hat. da wird trotzdem nicht diskutiert, wer wieviele gläser der gemeinsamen wasserflasche getrunken hat. die bezahlt einer - freiwillig und ohne vorherige absprache. manchmal sagt auch einer, die proseccos auf meine rechnung oder so.
manchmal zahlt auch einer komplett. meist 'nur' beim kaffee trinken, manchmal auch beim abendessen.
ich weiß nicht, wer wen schon wie oft eingeladen hat. wir sind auch gerne großzügig.
mit leuten, die da kleinlich sind, war ich das letzte mal essen.

das letzte hemd hat keine taschen.

um mal eben der gesamten runde den restaurantbesuch zu finanizieren, muss man schon ein gut gefuelltes portemonnaie haben. das hat mit kleinlichsein nichts zu tun. im uebrigen sehe ich keinen grund, warum man im restaurant den rubel rollen lassen soll, wenn man im uebrigen leben auch nicht so mit dem geld herumschmeisst.

Historia02
17.10.2006, 17:14
(Das war jetzt mal polemisch, weil ich diese Kommentare a la "das geht ja gaaaar nicht", "kommt ueberhaupt nicht in Frage" etc. schon sehr engstirnig finde. Nur, weil man etwas nicht kennt oder nicht gut findet, sich so zu echauffieren - das finde ich schon etwas kleingeistig!)

Echauffieren? Ach nö, eigentlich nicht. Ich kenne es nicht anders und aus der Erfahrung heraus, dass manche Leute echt zuschlagen, wenn sie wissen, dass sie nicht alles zahlen müssen, möchte ich es auch gar nicht anders haben.

Ich bin z.B. in einem größeren Spielkreis aktiv (der sich in einer Kneipe trifft) und da hat eine Person eine ganze Weile lang geschnorrt, sprich, ist früher gegangen ohne zu zahlen und der letzte musste dann den Rest der Rechnung blechen. Die Person wurde auch enttarnt und hochkant rausgeschmissen ... Das war wahrscheinlich auch ganz schön kleingeistig ... *hihi*

Tante_Karla
17.10.2006, 18:09
spaetestens wenn du fuer 14 euro speist, aber 23 bezahlst, sieht die sache anders aus. und das hat noch nicht einmal was mit 'deutschsein' zu tun.

Naja, im Gegenzug speise ich vielleicht auch mal für 23 Euro und zahle nur 18 oder so :smirksmile:
Das gleicht sich doch irgendwann aus und 5 oder 10 Euro bringen mich auf Dauer nicht um.
Jaaaa ich weiss, Euch geht es ums Prinzip.
Geärgert habe ich mich auf jeden Fall noch nie. Liegt vielleicht auch daran, dass ich einfach keine Schnorrer im Freundeskreis habe (wie das erwähnte Beispiel von Historia mit dem Spielkreis) und es bei Geschäftsessen ja sowieso anders läuft.
Mit Fremden, mit denen ich nicht befreundet oder zumindest gut bekannt bin, gehe ich auch nicht essen. Und von meinen Freunden fühle ich mich nie übervorteilt und umgekehrt auch nicht. Bei uns war das auch noch nie ein Thema.

Donna3
17.10.2006, 18:26
spaetestens wenn du fuer 14 euro speist, aber 23 bezahlst, sieht die sache anders aus. und das hat noch nicht einmal was mit 'deutschsein' zu tun.

im ausland heißt es wohl nicht umsonst etwas ironisch "deutsche rechnung", wenn jeder getrennt zahlt. meist haben doch alle ähnliche gerichte und ähnlich viel getrunken. da finde ich es völlig okay, dass man durch die anzahl der leute teilt. ob ich mal zehn euro mehr oder weniger zahle, gleicht sich irgendwann wieder aus.

nur wenn es extrem wird (z.b. trinekn die freunde meines mannes bis zum abtrinken whisky an ihren herrenabenden, den zahlt mein mann dann nicht, der rest wird aufgeteilt) bin ich für eine andere aufteilung.

anders sieht es aus, wenn man als studentin oder auszubildende wenig geld hat oder gar arbeitslos ist.
in solchen fällen passen die anderen aber auf, dass der/diejenige nicht zu viel zahlt oder wenn es sich um gute freunde handelt lade ich auch schonmal ein.

mir ist die penible rumrechnerei viel zu mühsam. ein bisschen kleinlich finde ich es auch und es kann mir einen schönen abend schon ein bisschen vermiesen.

Inaktiver User
17.10.2006, 18:49
mir ist die penible rumrechnerei viel zu mühsam. ein bisschen kleinlich finde ich es auch und es kann mir einen schönen abend schon ein bisschen vermiesen.

Wir müssen nie selbst umrechnen, dafür ist die Bedienung zuständig. Und vermiest hat es mir eigentlich auch noch keinen Abend, dass ich nur mein eigenes Essen bezahlt habe.

@Sonderzeichen, ich kann dir nur 100% zustimmen.
Und Freunde, die nur Freunde sein wollen, wenn ich ihren Restaurantbesuch grosszügig mitfinanziere, auf die kann ich sehr gut verzichten.

Sonderzeicen
17.10.2006, 18:53
genau. wer als kellern/kellnerin nur ein bissel versiert ist, sollte getrennte rechnungen ganz ohne umstaende hinbekommen.

die besagte "deutsche rechnung" heisst im englischen uebrigens "going dutch". sind nun die hollaender die "geizigeren"?

Tante_Karla
17.10.2006, 19:14
Wir müssen nie selbst umrechnen, dafür ist die Bedienung zuständig. Und vermiest hat es mir eigentlich auch noch keinen Abend, dass ich nur mein eigenes Essen bezahlt habe.

Aber der müsst Ihr doch sagen, was Ihr hattet oder führt die eine Liste: Blonde Frau, 3 Wasser - blonder Mann, 2 Apfelschorlen - rothaarige Frau 1 Wein, 1 Wasser.?
Ich frage ernsthaft, weil ich ja noch nie vor diesem "Problem" stand.



@Sonderzeichen, ich kann dir nur 100% zustimmen.
Und Freunde, die nur Freunde sein wollen, wenn ich ihren Restaurantbesuch grosszügig mitfinanziere, auf die kann ich sehr gut verzichten.

Meine Freunde sind nicht meine Freunde, weil ich ihre Vorspeise vielleicht mit 2,10 Euro finanziere. Und umgekehrt sind sie nicht meine Freunde, weil sie evtl. 1,35 zu meinem Dessert dazutun.
Wie gesagt: Es gleicht sich aus.

Inaktiver User
17.10.2006, 19:26
Aber der müsst Ihr doch sagen, was Ihr hattet oder führt die eine Liste: Blonde Frau, 3 Wasser - blonder Mann, 2 Apfelschorlen - rothaarige Frau 1 Wein, 1 Wasser.?
Ich frage ernsthaft, weil ich ja noch nie vor diesem "Problem" stand.

gerade heute mittag hatte ich diese situation. wir waren zu fünft und bekamen automatisch jeder eine eigene rechnung. wir hatten zwar nur 2 unterschiedliche gerichte, aber durchaus verschiedene getränke...und die bons waren korrekt.

ich habe früher mal im hotelfach gearbeitet. "irgendwann" merkt man sich sowas und verliert auch nicht so schnell den überblick. ist halt eine art gedächtnistraining. weder braucht man einen taschenrechner, noch muss man sich großartig etwas aufschreiben. die bestellungen werden natürlich im kassensystem erfasst. und mittlerweile ist die technik da noch weiter vorn. ich sah zb neulich ein kassendisplay, auf dem alle tische erfasst waren. die blinkten in unterschiedlichen farben. rot zb für tische, die seit 30 min nichts mehr bestellt hatten.

ach, wenn ich so zurückdenke, so hatte ich "damals" ein echtes supergedächtnis. inzwischen ist es eher wie ein sieb und ich muss mir alles aufschreiben :freches grinsen:

lg
luci

Inaktiver User
17.10.2006, 20:03
Aber der müsst Ihr doch sagen, was Ihr hattet oder führt die eine Liste: Blonde Frau, 3 Wasser - blonder Mann, 2 Apfelschorlen - rothaarige Frau 1 Wein, 1 Wasser.?
Ich frage ernsthaft, weil ich ja noch nie vor diesem "Problem" stand.


Warum müssen wir ihr das sagen. Dafür ist die Bedienung zuständig.
Am Freitag waren wir mit Freunden im Restaurant. Die Bedienung fragte vor der Bestellung, ob wir getrennt zahlen und schrieb sich unsere jeweiligen Bestellungen auch getrennt auf. Auch in die Kasse wurden Essen und Getränke getrennt eingegeben. Am Ende bekam jedes Paar seinen Bon.
Dieses "allesaufeineRechnung" ist nur eine Bequemlichkeit des Personals. Diese Aussage kenne ich auch von mehreren Kellnern aus der Zeit, als ich die Abrechnung für ein Restaurant gemacht habe.



Meine Freunde sind nicht meine Freunde, weil ich ihre Vorspeise vielleicht mit 2,10 Euro finanziere. Und umgekehrt sind sie nicht meine Freunde, weil sie evtl. 1,35 zu meinem Dessert dazutun.
Wie gesagt: Es gleicht sich aus.

Das bezog sich auf die Aussage von Xanidae, dass sie mit Menschen die lieber nur ihr eigenes Essen zahlen -sprich kleinlich sind- nicht mehr ausgeht.

Butterkeks
17.10.2006, 20:07
Also ich überlege gerade ob ich ins Fassungslos-Forum wechseln sollte.

Seid ihr alle so gut betucht, habt so tolle Sponsoren oder arbeitet für viel Geld im Ausland das ihr hier mit den Euronen nur so um euch werft. Wenn ich lese das es doch egal ist ob man jetzt 10 Euro zuviel zahlt, dann bin ich erstmal baff und unbewußt wahrscheinlich auch ein Kleingeist(sei's drum). Vielleicht geht ihr auch nur alle paar Monate aus...
Das interessiert mich jetzt wirklich!

Während meiner Ausbildung habe ich gekellnert und wenn ich jemandem eine um 20 Mark zu hohe Rechnung gemacht hätte, wäre das unangenehm aufgefallen! Donnerwetter, so ändern sich die Zeiten.

Tante_Karla
17.10.2006, 20:22
Also ich überlege gerade ob ich ins Fassungslos-Forum wechseln sollte.

Seid ihr alle so gut betucht, habt so tolle Sponsoren oder arbeitet für viel Geld im Ausland das ihr hier mit den Euronen nur so um euch werft. Wenn ich lese das es doch egal ist ob man jetzt 10 Euro zuviel zahlt, dann bin ich erstmal baff und unbewußt wahrscheinlich auch ein Kleingeist(sei's drum). Vielleicht geht ihr auch nur alle paar Monate aus...
Das interessiert mich jetzt wirklich!


Zum Einen gleicht es sich ja bei uns also bei meinen Freunden und mir aus. Mal zahlt der ein paar Euro mehr und mal der. Das Geld, was ich bei einem Essen um mich "werfe" spare ich ein ander Mal wieder ein. Wie gesagt, war bei uns nie Thema und das wurde auch nie ausgenutzt.
Zum anderen habe ich tatsächlich das Glück, dass es mir finanziell gut geht und mir 10 Euro (oder 5 oder auch 15 :smirksmile: )nicht weh tun. Das war natürlich mal anders und zwar nicht nur bei mir sondern im gesamten Freundeskreis - oft natürlich nicht unbedingt zeitgleich. Früher sind wir dann halt eher selten essen gegangen und dann halt eine Pizza und eine Cola/Wasser dazu. Ob dann einer eine Prosciutto für 7,50 (damals DM) hatte oder eine Salami für 7,00 war dann auch egal.
Und natürlich haben wir, als viele von uns noch studiert haben und manche schon berufstätig, immer Restaurants gewählt, die sich jeder leisten konnte und sind nicht, nur weil einer oder zwei gutes Geld verdient hat, in das teuerste Restaurant der Stadt gegangen.
Eine Freundin von mir macht gerade eine Umschulung und hat sehr wenig Geld, da gehen wir im Moment selten zusammen essen und wenn dann eben in ein Lokal, das sie sich auch leisten kann oder ich lade sie ein.
Es hat sich, wie gesagt, immer ausgeglichen und ich denke, dass das in der Zukunft auch so bleibt. Es war und ist einfach kein Thema für uns.



Während meiner Ausbildung habe ich gekellnert und wenn ich jemanden eine um 20 Mark zu hohe Rechnung gemacht hätte, wäre das unangenehm aufgefallen! Donnerwetter, so ändern sich die Zeiten.

Zu DM-Zeiten haben wir das auch gemacht aber irgendwie waren 20 DM viel viel mehr als heute 10 Euro :smirksmile:

Tante_Karla
17.10.2006, 20:23
Warum müssen wir ihr das sagen. Dafür ist die Bedienung zuständig.
Am Freitag waren wir mit Freunden im Restaurant. Die Bedienung fragte vor der Bestellung, ob wir getrennt zahlen und schrieb sich unsere jeweiligen Bestellungen auch getrennt auf. Auch in die Kasse wurden Essen und Getränke getrennt eingegeben. Am Ende bekam jedes Paar seinen Bon.


Alles klar. Ich wusste es wirklich nicht, da wir es nie so handhaben.
Paare zahlen bei Euch also schon gemeinsam, entnehme ich Deinem Posting?

Inaktiver User
18.10.2006, 07:06
Alles klar. Ich wusste es wirklich nicht, da wir es nie so handhaben.
Paare zahlen bei Euch also schon gemeinsam, entnehme ich Deinem Posting?

Ja, Paare zahlen bei uns immer gemeinsam.
Kenne ich gar nicht anders. Na ja, liegt vielleicht auch an der Generation. In unserem Bekanntenkreis sind alle seit Urzeiten verheiratet. :smile:

honzina
19.10.2006, 20:39
Ich bin z.B. in einem größeren Spielkreis aktiv (der sich in einer Kneipe trifft) und da hat eine Person eine ganze Weile lang geschnorrt, sprich, ist früher gegangen ohne zu zahlen und der letzte musste dann den Rest der Rechnung blechen. Die Person wurde auch enttarnt und hochkant rausgeschmissen ... Das war wahrscheinlich auch ganz schön kleingeistig ... *hihi*

Noe, da warst nicht du kleingeistig, sondern der Typ.

Ich bin jetzt in Gedanken meinen gesammten engeren und weiteren Freundeskreis durchgegangen - da gibt es genau eine einzige Person, mit der das Rechung-Aufteilen nicht klappt und mit der ich es deswegen auch nicht (mehr) mache. Sie versucht wirklich, sich durchzuschnorren, nicht nur, wenn's ums Essen gehen geht - ist aber eine alte Freundin, die ich jetzt nicht wegen Geld "verstossen" werde. Aber es ist mir halt irgendwann aufgefallen, dann habe ich es eine Weile beobachtet, und dann habe ich irgendwann beschlossen, mit dieser Freundin nicht mehr essen zu gehen bzw. auf getrennten Rechnungen zu bestehen.

Nur - es ergeben sich fuer Hardcoreschnorrer genug Moeglichkeiten, zu schnorren: Mitfahrgelegenheiten, Geschenke, Telefonarufe/Kosten etc etc. Wie macht Ihr Getrennt-Zahler es denn mit solchen Dingen? Leistung, die Euch etwas kostet, grundsaetzlich nur mit finanziellem Ausgleich? Rechnet ihr im Kopf mit, wie oft ihr jemanden anruft, und wenn derjenige weniger anruft, bittet ihr ihn dann, einen Teil der Gespraeche zu zahlen? Verlangt ihr Benzingeld, wenn ihr jemanden mitnehmt? (Ernstgemeinte Frage!)

Honzina

galina_u
19.10.2006, 21:13
hmm, eine heiße diskussion :smile:
wobei die mehrheit ja anscheinend für getrenntes zahlen ist - die kann ich vielleicht verstärken :smirksmile:

so wie ich es sehe ist das teilen durch die personenanzahl hauptsächlich dort verbreitet wo es keine getrennte rechnung gibt. in gegenden wo man die wahl zwischen getrennt und gemeinsam bezahlen hat ist es ja kein problem. hier in wien ist es absoluter standard, außer in top restaurants, getrennt zahlen zu können - das gehört einfach zum service.

was ich beim teilen nach personen unangenehm finde ist das herumhantieren mit dem geld. oft habe ich nur scheine einstecken aber keine münzen. und dann werden untereinander 10er und 5er getauscht, und wieder in die mitte gelegt bis die rechnung beisammen ist. mal abgesehen davon, dass es mir in lokalen peinlich wäre so mit geld herumzuhantieren, ist es einfach bequemer, wenn der kellner die rechung teilt und mir auf meinen schein retourgeld gibt.

Inaktiver User
19.10.2006, 21:51
...Wie macht Ihr Getrennt-Zahler es denn mit solchen Dingen? Leistung, die Euch etwas kostet, grundsaetzlich nur mit finanziellem Ausgleich? Rechnet ihr im Kopf mit, wie oft ihr jemanden anruft, und wenn derjenige weniger anruft, bittet ihr ihn dann, einen Teil der Gespraeche zu zahlen? Verlangt ihr Benzingeld, wenn ihr jemanden mitnehmt? (Ernstgemeinte Frage!)

Honzina

vor jahren hatte ich mal eine gute freundin, die in meinen augen sehr geizig war. die wollte tatsächlich mal 2,40 DM von mir haben, weil sie mich mit dem auto mitnahm. eine strecke übrigens, die sie eh gefahren wäre, selbst wenn ich nicht neben ihr gesessen hätte. das hat sie aber nur ein einziges mal versucht. muss an meinem geplätteten gesichtsausdruck gelegen haben....

ich finde es schade, dass das getrenntzahlen hier teilweise mit geizigsein verwechselt wird. wie ich schon schrieb, habe ich zb kein problem damit, auch mal die große flasche, von der noch 3 andere getrunken haben, mitzubezahlen. auch sonst halte ich mich für recht großzügig. ich schenke gerne und bringe auch oft mal jemandem etwas mit, was mir "zufällig über den weg läuft" und mich an die entsprechende person denken lässt. da rechne ich eigentlich auch nichts auf, denn das ist eben etwas persönliches und genauso wird es sozusagen auch von dem beschenkten gesehen. ich freue mich, wenn sich der andere freut. wird hingegen im restaurant durch alle mann geteilt, ist es kein (bewusstes) geschenk, sondern fällt quasi unter den tisch. und genau DAS mag ich daran nicht.

es ist für mich auch noch etwas ganz anderes, in welcher konstellation man essen geht. ist man nur zu zweit, so ist die variante "heute zahle ich und nächstes mal eben der andere" für mich völlig okay. ähnlich wie zb bei zwei paaren, von denen eines zb das essen und das andere die getränke bezahlt oder so (nur mal als idee). da überlege ich dann auch nicht, ob ich nicht letztes mal mehr bezahlt habe, als es mein gegenüber jetzt tut. für so einen spinnkram wäre mir meine zeit auch zu schade. aber in einer großen gruppe (ein durchmogler ist doch gern mal dabei) habe ich dazu eben keine lust. und besonders dann nicht, wenn ich einige von ihnen an dem abend vll sogar zum ersten mal sehe.

Historia02
20.10.2006, 08:27
Leistung, die Euch etwas kostet, grundsaetzlich nur mit finanziellem Ausgleich? Rechnet ihr im Kopf mit, wie oft ihr jemanden anruft, und wenn derjenige weniger anruft, bittet ihr ihn dann, einen Teil der Gespraeche zu zahlen? Verlangt ihr Benzingeld, wenn ihr jemanden mitnehmt? (Ernstgemeinte Frage!)
Also, Telefon - egal, da Telefon-Flat.

Handygespräche - da versuchen eigentlich alle, die wir kennen, lieber auf der Festnetznummer (oder Homezone-Nummer) anzurufen. Freunde, die man ausschließlich übers teure Handy erreichen kann, haben wir zum Glück nicht. Wenn's uns doch passiert und uns ein größerer Posten auf der Rechnung auffällt (3 EUR für 10 Minuten *argh*), dann ärgern wir uns und nehmen uns vor, noch mehr darauf zu achten.

Mitnehmen ist grundsätzlich kostenlos, weil man die Strecke meistens ja eh gefahren wäre und weil man dadurch meistens noch ein bißchen quatschen kann ... *gg*

Ich habe sogar schon meine Ganztages-Tickets vom ÖPNV an Bekannte verschenkt, wenn ich sie selbst nicht mehr brauchte.

Also, wie gesagt, bei Kosten, die ich eh gehabt hätte, bin ich großzügig.

Polarstern
20.10.2006, 09:46
ich finde es schade, dass das getrenntzahlen hier teilweise mit geizigsein verwechselt wird. wie ich schon schrieb, habe ich zb kein problem damit, auch mal die große flasche, von der noch 3 andere getrunken haben, mitzubezahlen. auch sonst halte ich mich für recht großzügig. ich schenke gerne und bringe auch oft mal jemandem etwas mit, was mir "zufällig über den weg läuft" und mich an die entsprechende person denken lässt. da rechne ich eigentlich auch nichts auf, denn das ist eben etwas persönliches und genauso wird es sozusagen auch von dem beschenkten gesehen. ich freue mich, wenn sich der andere freut. wird hingegen im restaurant durch alle mann geteilt, ist es kein (bewusstes) geschenk, sondern fällt quasi unter den tisch. und genau DAS mag ich daran nicht.

es ist für mich auch noch etwas ganz anderes, in welcher konstellation man essen geht. ist man nur zu zweit, so ist die variante "heute zahle ich und nächstes mal eben der andere" für mich völlig okay. ähnlich wie zb bei zwei paaren, von denen eines zb das essen und das andere die getränke bezahlt oder so (nur mal als idee). da überlege ich dann auch nicht, ob ich nicht letztes mal mehr bezahlt habe, als es mein gegenüber jetzt tut. für so einen spinnkram wäre mir meine zeit auch zu schade. aber in einer großen gruppe (ein durchmogler ist doch gern mal dabei) habe ich dazu eben keine lust. und besonders dann nicht, wenn ich einige von ihnen an dem abend vll sogar zum ersten mal sehe.

Mir geht es wie Luci-

wenn wir wenige sind, wird das Essen meist einfach von einem bezahlt und beim nächsten Mal dann vom anderen. Aber ich habe einen lieben Freund, mit dem ich rasend gern essen gehe, der aber immer auch eine Vorspeise ißt, mindestens einen Wein mehr trinkt und auch einen Kaffee hinterher. Das kann ich mir nicht leisten und ich möchte dann auch nicht seinen Kram mitbezahlen.

So etwas wie Telefon und Mitfahrgelegenheit muß bei mir nie jemand etwas dazugeben, ich verleihe mein Auto auch für kurze Strecken. Bei weiteren bieten die Freunde meist selber an, das verfahrene Benzin zu bezahlen, das empfinde ich dann als angemessen, ich zahle ja immer noch den Unterhalt des Wagens.

LG
Polarstern

Inaktiver User
20.10.2006, 10:12
Nur - es ergeben sich fuer Hardcoreschnorrer genug Moeglichkeiten, zu schnorren: Mitfahrgelegenheiten, Geschenke, Telefonarufe/Kosten etc etc. Wie macht Ihr Getrennt-Zahler es denn mit solchen Dingen? Leistung, die Euch etwas kostet, grundsaetzlich nur mit finanziellem Ausgleich? Rechnet ihr im Kopf mit, wie oft ihr jemanden anruft, und wenn derjenige weniger anruft, bittet ihr ihn dann, einen Teil der Gespraeche zu zahlen? Verlangt ihr Benzingeld, wenn ihr jemanden mitnehmt? (Ernstgemeinte Frage!)

Honzina

Also das sehe ich schon differenzierter. Dass ich lieber nur mein Essen zahle hat doch nichts damit zu tun, ob ich jemandem vorrechne, wie oft oder wie lange ich telefoniert habe.
Auf die Idee Benzingeld zu nehmen, bin ich noch nie gekommen. Selbst dann nicht, wenn ich Fahrten für oder mit Nachbarn mache, die selbst kein Auto haben, und schon gar nicht, wenn ich die Strecke ohnehin fahre.
Allerdings gibt es auch in meinem Bekanntenkreis niemanden, der auf eine solche Idee käme.

Bertrande1
20.10.2006, 10:22
Honzina: Du fragst, ob so Menschen mit diesen "sehr sehr deutschen Eigenschaften" beim Mitnehmen von Freunden, Telefonaten, Geschenken usw. Kostenbeteiligung erwarten?
Ich gestehe, auf diesen Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen.
Machen das denn Deine "sehr sehr englischen Freunde" so?? :freches grinsen:

Kappuziner
20.10.2006, 10:44
Also wenn ich mit meinem Freund oder sehr engen Freunden ausgehe, klar, dass wir dann nicht auf den Cent achten.

Aber ich habe einen großen Kreis von Bekannten, die ich nicht oft sehe und wo sich das durchaus nicht über einen langen Zeitraum ausgleicht. Viele davon sind "arme Künstler", die bewußt darauf achten, dass sie nicht so viel ausgeben (ich würde sie gerne einladen, aber das geht auch nicht immer, wollen die auch nicht).

Ich hab hier oft gelesen "in anderen Ländern wird das nicht so eng gesehen" und ich glaube auch, dass das stimmt, aber ich glaube auch, dass Deutschland wohl das einzige Land ist, wo der Alkohol, den man zum Essen trinkt, recht teuer ist, und dennoch viel getrunken wird.
In den USA trinkt jeder ein Glas Wein zum Essen und fertig. In Italien fließt der Wein beim Essen in Strömen, da kommt dann aber der Hauswein in Literkaraffen zu 5 Euro auf den Tisch, kostet so viel wie das Mineralwasser.
Hier in D kann ich durchaus eben mal eine Rechnung produzieren, die dreimal so hoch ist, wie die meines Tischnachbern, eben weil ich eine ganze Flasche guten Wein dazu trinke. Dann muss ich vielleicht 30 Euro zahlen und er 10 für ein Essen mit einem Bier oder so. Kann passieren. Ich möchte mich dann auch nicht zurückhalten müssen, oder ängstliche Blicke meines Nachbarn aushalten müssen, weil der innerlich ausrechnet, wieviel ihn jeder Schluck von mir kostet.

Butterkeks
20.10.2006, 15:07
Den Getrennt-Zahlern wird letztendlich immer wieder unterstellt das sie kleinlich, kleingeistig, geizig oder so was ähnliches wären. Das hat mich bis jetzt immer davon abgehalten auf getrennte Abrechnung zu bestehen. Angeregt durch diese Diskussion habe ich es gestern abend aber doch gewagt.

Also gestern abend treffe ich mich mit drei Freunden, wie so oft wird eine größere Runde daraus, weil noch jemand mitgebracht wird, usw. Es war auch ein lustiger Abend.

Als es ans zahlen ging, kam die Frage "Getrennt oder zusammen?" prompt rief wieder jemand "Zusammen! wir werden uns dann schon einig". Darauf Butterkeks: "Ich würde gerne alleine bezahlen, geht das?" Bedienung:"Klar, warum soll das nicht gehn."
Also wurde ich zuerst "abgerechnet". Es war mir irgendwie genauso unangenehm, wie diese Nötigung zum Rechnung teilen. Doch als ich fertig war, sagte der Herr neben mir(den ich an dem Abend übrigens das erste mal sah):"Ich zahl auch getrennt." Und zum Schluß haben alle getrennt bezahlt.

Für den Service stellen getrennte Rechnungen also kein Problem dar und ich vermute sogar, es kommt dabei mehr Trinkgeld rüber. Außderdem hatte ich das Gefühl wir waren schneller mit Zahlen fertig, als wenn wir 7 angesäuselten Gestalten versucht hätten eine Rechnung zu teilen und uns gegenseitig Geld zu wechseln.

Ophelia2
20.10.2006, 15:15
Hallo

Ein Kumpel hat sich mal ganz bös in die Nesseln gesetzt: ich habe ihm die Telefonnummer einer Single-Freundin gegeben, er war damals auch noch Single und die beiden haben sich verabredet und sind was essen gegangen. Meine Freundin verdient sehr wenig, muss extrem auf jeden Cent aufpassen und mein Kumpel verdient ordentlich. Meine Freundin hat sich dann zurückgehalten, nur Hauptspeise und Mineralwasser, keinen Salat, keinen Wein, keinen Kaffee, keinen Nachtisch. Mein Kumpel hatte ein wenig Wein, Kaffee, Nachtisch und am Schluss:

hat mein Kumpel ganz grosszügig vorgeschlagen, die Rechnung doch einfach zu teilen.

Meine Freudin wollte mit ihm nichts, aber gar nichts mehr zu tun haben und das, was sie mehr bezahlt hat, musste sie sich in den folgenden Tagen wieder absparen.

Ophelia

Julla
20.10.2006, 16:08
Hmmm, komisch, wir zahlen mit Freunden immer mal anders und nie muss darüber diskutiert werden. Ich könnte auch gar nicht so recht zwischen den drei Varianten "Summe durch Personen", "einer zahlt alles" und "getrennte Rechnungen" unterscheiden.
Getrennte Rechnungen - okay. Das wird gemacht, wenn ich mit sehr vielen Personen unterwegs bin, von denen ich manche auch nicht so gut kenne.
Aber mit wenigen, guten Freunden? Da zahlt immer erstmal einer und der Rest ergibt sich so. Es legt dann jeder hin, was er ungefähr verspachtelt hat. Zum Schluss wird geschaut, ob die Summe passt, sonst legt nochmal jemand nen Euro drauf. Wenn jeder etwas gegessen und 1-2 Getränke getrunken hat, ist es mir wirklich zu peinlich, das auseinanderzurechnen. Auf einen Euro kommt es mir dann doch nicht drauf an.
Allerdings muss ich auch sagen, dass sich das mit Freunden bei uns dann doch immer irgendwie wieder ausgleicht. Es gibt also keine ausgesprochenen Schnorrer. Wenn ich den Eindruck hätte, würde ich auch getrennt zahlen bzw. genau ausrechnen und nur das hinlegen, was ich wirklich bezahlen muss.

Inaktiver User
20.10.2006, 16:55
Den Getrennt-Zahlern wird letztendlich immer wieder unterstellt das sie kleinlich, kleingeistig, geizig oder so was ähnliches wären. Das hat mich bis jetzt immer davon abgehalten auf getrennte Abrechnung zu bestehen. Angeregt durch diese Diskussion habe ich es gestern abend aber doch gewagt.

Also gestern abend treffe ich mich mit drei Freunden, wie so oft wird eine größere Runde daraus, weil noch jemand mitgebracht wird, usw. Es war auch ein lustiger Abend.

Als es ans zahlen ging, kam die Frage "Getrennt oder zusammen?" prompt rief wieder jemand "Zusammen! wir werden uns dann schon einig". Darauf Butterkeks: "Ich würde gerne alleine bezahlen, geht das?" Bedienung:"Klar, warum soll das nicht gehn."
Also wurde ich zuerst "abgerechnet". Es war mir irgendwie genauso unangenehm, wie diese Nötigung zum Rechnung teilen. Doch als ich fertig war, sagte der Herr neben mir(den ich an dem Abend übrigens das erste mal sah):"Ich zahl auch getrennt." Und zum Schluß haben alle getrennt bezahlt.

Für den Service stellen getrennte Rechnungen also kein Problem dar und ich vermute sogar, es kommt dabei mehr Trinkgeld rüber. Außderdem hatte ich das Gefühl wir waren schneller mit Zahlen fertig, als wenn wir 7 angesäuselten Gestalten versucht hätten eine Rechnung zu teilen und uns gegenseitig Geld zu wechseln.

Was ich die ganze Diskussion über eigentlich nicht wirklich verstanden habe, wo liegt der Sinn und vor allem der Vorzug, grosszügig für andere mitzuzahlen? Wo liegt der Nachteil, nur seinen eigenen Verzehr zu zahlen?

Vor allem, wenn dann auch noch Personen dazukommen, die man gar nicht kennt.

Wie gesagt, habe ich keinerlei Probleme bei Fahrdiensten, Telefonaten etc. Da käme mir ein Gegenrechnen gar nicht in den Sinn.
Aber warum sollte ich irgendwo anderer Leute Rechnung mitübernehmen. Bei Einladungen ist das natürlich ganz etwas anderes. Aber darum ging es hier ja nicht.

Butterkeks
20.10.2006, 18:09
Delenn,

es gibt keinen Vorteil eine Rechnung zu machen und dann durch die Personenzahl zu teilen! Es gibt wohl einigen Leuten das Gefühl besonders generös zu sein oder es unterstützt das Gemeinschaftsgefühl. Glauben sie zumindest :unterwerf:


Julia,

ich finde es weder peinlich noch umständlich seine Rechnung selbst zu bezahlen. Für eine gute Bedienung ist das kein Problem, jeden einzeln abzurechenn. Peinlich wird es eher wenn man das selbst versucht. Entweder liegen 50€ zuwenig auf dem Tisch oder 50 zuviel und dann fehlt wieder Trinkgeld, einer hat garaniert nur einen hunderter einstecken und keiner kann wechseln, der nächste suchst Kleingeld zusammen.......

Nur weil jemand getrennt bezahlt (und natürlich zahlen mein Partner und ich nicht getrennt) heißt das noch lange nicht das man eine Krämerseele oder seinen Freunden gegenüber nicht großzügig ist. Ich lade gerne ein und es macht mir auch Freude Geschenke zu machen, aber wann, das lasse ich mir nicht aufzwingen, das bestimme ich. Wenigsten in Zukunft:smirksmile:

Übrigens kam mir im Leben noch nie der Gedanke von jemandem Benzingeld zu verlangen oder Telefonkosten nachzurechnen.

Inaktiver User
21.10.2006, 00:28
Wenn die Vermutung besteht, dass Leute, die auf getrennte Kasse bestehen, als eher geizig anzusehen sind, dann sollten diese angeblichen Geizkragen beim nächsten Treffen einfach mal' ordentlich zuschlagen (3-Gänge und teuren Wein) - wetten, dass zukünftig GERNE auf Getrenntzahlen bestanden wird.:smirksmile::smirksmile::wie?::freches grinsen::freches grinsen:

@ Butterkeks:allesok:

Inaktiver User
21.10.2006, 00:32
Wenn die Vermutung besteht, dass Leute, die auf getrennte Kasse bestehen, als eher geizig anzusehen sind, dann sollten diese angeblichen Geizkragen beim nächsten Treffen einfach mal' ordentlich zuschlagen (3-Gänge und teuren Wein) - wetten, dass zukünftig GERNE auf Getrenntzahlen bestanden wird.:smirksmile::smirksmile::wie?::freches grinsen::freches grinsen:

ich weiß ja nicht so recht, ob diese taktik klug ist. ich persönlich würde mich nämlich lieber "geizig" als "verfressen und unverschämt" nennen lassen :freches grinsen:

Inaktiver User
21.10.2006, 01:32
Anpassen ist ok ( und wichtig), aber man kann doch auch erkennen, das andere Sachen in anderen Laendern vielleicht besser sind, oder? Nur weil das hier so ist, ist es doch nicht automatisch das beste, oder?
Gerade wenn man auch mal woanders war ( und das nicht nur im Urlaub) kann man glaube ich erkennen, wie das miteinander auch anders funktioniert. Umgekehrt gilt das natuerlich auch, es gibt ja auch gute Dinge hier bei uns :)


Ich mag Deutschland und fühle mich mit der Sitte des Getrenntbezahlens sehr wohl. Wenn ich will, steht mir die Möglichkeit, eine Freundin einzuladen, offen. Warum sollten wir das ändern, wenn doch prinzipiell beide Möglichkeiten bestehen? Da haben wir doch einen echten Standortvorteil gegenüber Ländern, die nur eine Bezahlvariante kennen.

honzina
22.10.2006, 01:01
Ich finde die Diskussion hier sehr spannend, aber sie dreht sich irgendwie im Kreis.

Meine Frage, wie andere es sonst so mit dem Geld-Teilen halten, kam daher, weil die Argumente gegen das Teilen im Forum fast einhellig auf das Finanzielle fixiert sind (siehe die diversen Aufschreie a la "Ich zahle doch nicht dem versoffenen XY seinen Wein"). Andere Aspekte, wie z.B. die Frage, was nun fuer die Esser oder die Bedienung praktischer ist (sie kriegt wohl mehr Trinkgeld, wenn jeder einzeln zahlt, das bestaetigen mir jedenfalls alle kellnernden Freunde) und ob und wie sich die Zahlungsmodalitaeten auf die Gruppe auswirken bzw. ob es das Teilen evtl. nur in bestimmten (kleinen) Gruppen funktioniert usw., werden ja kaum diskutiert. Da kam bei mir der Gedanke, ob dem ganzen eine grundsaetzliche Einstellung zu Geld zu grunde liegt.- Dem scheint aber eher nicht so zu sein.

Ich kenne durchaus Leute, die z.B. bei einem laengeren Telefongespraech irgendwann sagen :"Hoer mal, das wird jetzt aber doch etwas teuer fuer mich, kannst du mich vielleicht zurueckrufen?" (Obwohl das in den Zeiten der Flatrate natuerlich seltener wird.) Genau wie mit dem Zahlen im Restaurant finde ich, dass das je nach Situation voellig ok sein kann. Wenn es z.B. deutsche Freunde sind, die nicht viel Geld haben und bei mir in England anrufen, evtl. sogar noch auf dem Handy weil ich gerade kein Festnetz habe - da ist es mir doch lieber, sie bitten mich um Beteiligung als dass sie mich nicht anrufen.

Die Frage nach Benzingeld stellte sich mir bisher kaum, da ich erst vor ganz kurzem ein Auto gekauft habe. Bin ich laengere Strecken (also z.B. weiter als innerhalb einer Stadt) bei anderen mitgefahren, habe ich meistens freiwillig angeboten, etwas zu zahlen - wenn's dann nicht angenommen wurde, habe ich mir aber auch keinen Kopf gemacht, ob ich den Leuten auf der Tasche liege.

Ich glaube uebrigens nicht, dass ich eine besonders grosszuegige Person bin, ich bin auch nicht reich, und es waere mir nicht egal, wenn ich immer draufzahlen wuerde. Aber ich habe festgestellt, dass ich es geniesse, bei bestimmten Dingen einfach mal Fuenfe gerade sein zu lassen - und Essengehen in einer Gruppe von FREUNDEN gehoert dazu.

Anscheinend kann ich gar nicht oft genug schreiben, dass zum Rechnungsteilen bestimmte Grundvoraussetzungen stimmen muessen - in welchem finanziellen Rahmen man isst etc - und dass in bisher 6 Jahren, in denen ich das ueberwiegend so handhabe, keines der hier staendig zitierten Ausnutzungs-Szenarien (einer frisst sich durch, einer trinkt teuren Wein, einer isst nur Salat, die anderen 5 Gaenge) jemals aufgetreten ist (bis auf den einen Fall der Schnorrerin, mit der ich seitdem nicht mehr essen war). Aber es ist halt einfacher, sich etwas nicht vorstellen zu koennen und es deswegen abzulehnen als einfach zu akzeptieren, dass es halt verschiedene Moeglichkeiten gibt.

Es gibt ja auch noch zahlreiche Varianten: man laedt enge Freund komplett ein, man teilt sich einen grossen Teller, bezahlt mal die Flasche Wasser fuer alle - davon schreiben ja auch einige hier, und ich habe den Eindruck, dass doch viele irgendeine "Mischform" bevorzugen, je nach Situation.

Honzine

honzina
22.10.2006, 01:06
Honzina: Du fragst, ob so Menschen mit diesen "sehr sehr deutschen Eigenschaften" beim Mitnehmen von Freunden, Telefonaten, Geschenken usw. Kostenbeteiligung erwarten?
Ich gestehe, auf diesen Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen.
Machen das denn Deine "sehr sehr englischen Freunde" so?? :freches grinsen:


Im Grunde ist es mir ein wenig zu bloed, dazu was zu sagen, aber falls du es genau wissen willst: alle (beiden!) Menschen in meinem naeheren Umfeld, die in solchen Fragen (zu) sehr auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und gerne jeden Cent abrechnen, wenn es auf ihre Kosten geht, aber gleichzeitig viel "grosszuegiger" sind, wenn jemand anders einen Nachteil haette, sind zufaellig Deutsche. Was schliesst Du jetzt daraus? Ich schliesse nichts daraus, ich habe lediglich erzaehlt, wie es hier gehandhabt wird und wie die allgemeine Empoerung hier im Forum ueber so etwas "Absurdes" wie Gemeinsam-Zahlen von hier aus so wirkt.

Hilft Dir das jetzt irgendwie weiter?

Honzina

honzina
22.10.2006, 01:14
Wenn die Vermutung besteht, dass Leute, die auf getrennte Kasse bestehen, als eher geizig anzusehen sind, k:

Die Vermutung kam mir eigentlich erst hier im Forum, zusammen mit der, dass die Rechungs-Getrenntzahler gerne hemmungslos auf Kosten anderer Leben wuerden, wenn sie sich nur trauten - Dieser Reflex-Gedanke: "Wenn wir die Rechnung teilen, werde ich uebervorteilt", der hier so haeufig auftaucht, war mir bis dahin ganz ehrlich noch nie gekommen. Bisher habe ich es einfach immer akzeptiert, wie die anderen so zahlen wollten - in D. meist getrennt, im Ausland meist zusammen. Aber jetzt weiss ich ja, dass meine deutschen Freunde eigentlich alle 3 Gaenge + teuren Wein auf meine Rechung haben wuerden, sich aber selber dadurch im Zaum halten, dass wir getrennt bezahlen...

Honzina

honzina
22.10.2006, 01:19
ich finde es weder peinlich noch umständlich seine Rechnung selbst zu bezahlen. Für eine gute Bedienung ist das kein Problem, jeden einzeln abzurechenn. Peinlich wird es eher wenn man das selbst versucht. Entweder liegen 50€ zuwenig auf dem Tisch oder 50 zuviel und dann fehlt wieder Trinkgeld, einer hat garaniert nur einen hunderter einstecken und keiner kann wechseln, der nächste suchst Kleingeld zusammen.....
...


Och, das kann man jetzt so pauschal auch wieder nicht sagen ;-)

Ich kenne es so, dass einer die Rechnung nimmt, (evtl. nach kurzer Absprache ueber das Trinkgeld) ausrechnet, wie hoch der Anteil fuer jeden einschliesslich Trinkgeld ist, und dann jeder entweder Bargeld auf den Tisch legt (zu groesseren Problemen ist es bei mir daher noch nie gekommen, weil die Summen ja meist ab- oder aufgerundet werden, also 13 Euro statt 13.05 fuer jeden, das geht dann vom Trinkgeld ab) oder seinen Betrag per Karte zahlt. (Kartenzahlen ist hier sehr ueblich.) Die Kellnerin kriegt also 5 Karten, von denen sie jeweils 13 Euro abbucht - was deutlich einfacher ist, als von einer Karte 12.80, von der naechsten 13.25 etc.)

Honzina

AnnaM
22.10.2006, 10:57
@honzina
Wieso ist es komplizierter, von einer Karte den korrekten Betrag abzubuchen statt eines gerundeten?

@all
Ich bin, ehrlich gesagt, auch noch nie auf die Idee gekommen, beim Essen gehen die Rechnung anteilig zu bezahlen. Warum sollte ich? Ich bin doch nicht gemeinsam bezahlen gegangen, sondern essen!

Und was das nun mit spießig, kleingeistig oder was hier alles kam, zu tun hat, leuchtet mir auch nicht ein. Ich möchte essen und trinken können, was ich will und ich möchte genau das auch bezahlen können. Wenn die gemütliche, gemeinschaftliche Stimmung deswegen nicht gegeben sein sollte, dann stimmt was nicht. (Mal ganz davon abgesehen, wenn meine Rechnung deutlich höher als die der anderen ausfallen würde, würde ich selbstverständlich darauf bestehen, meinen Kram allein zu bezahlen.)

Ich überlege gerade: Wie wäre es denn, in einem Mietshaus die Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser) genau anteilig zu bezahlen? Ohne irgendwelche Rückzahlungen am Jahresende? Fördert doch bestimmt den Gemeinschaftssinn!
Oder beim gemeinsamen Einkaufen mit einem Einkaufswagen, was gerade bei jungen Leuten ja wohl öfter passiert, den Gesamtpreis anteilig zu zahlen? Wieso legen die nur immer erst den einen Teil und dann den anderen Teil auf das Band?

Und wie macht man es, wenn zwei oder drei Familien essen gehen? Familie eins hat 1 Kleinkind, Familie zwei hat zwei kleine Kinder, Familie drei hat drei Teenies. Auch anteilig? Anteilig pro Erwachsener oder anteilig pro Person?

Gruß
Anne

Tante_Karla
22.10.2006, 12:29
Ich überlege gerade: Wie wäre es denn, in einem Mietshaus die Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser) genau anteilig zu bezahlen?


Ich habe mir nie ein Mietshaus mit Freunden geteilt :smirksmile:
Allerdings wird das in meiner Krankenkasse so gehandhabt: Jeder zahlt ein und ich, die eher selten krank bin, zahle automatisch für die mit, die öfter krank sind - um mal bei Deinen Beispielen zu bleiben :smirksmile:



Oder beim gemeinsamen Einkaufen mit einem Einkaufswagen, was gerade bei jungen Leuten ja wohl öfter passiert, den Gesamtpreis anteilig zu zahlen? Wieso legen die nur immer erst den einen Teil und dann den anderen Teil auf das Band?


Keine Ahnung. In der Situation war ich noch nie. Ich kaufe immer alleine ein.



Und wie macht man es, wenn zwei oder drei Familien essen gehen? Familie eins hat 1 Kleinkind, Familie zwei hat zwei kleine Kinder, Familie drei hat drei Teenies. Auch anteilig? Anteilig pro Erwachsener oder anteilig pro Person?


Wenn wir mit 4 Familien essen gehen, teilen wir durch 4.
Manchmal teilt sich ja auch mein Kind mit Kind von Familie 2 eine Pizza.
Also: Wir teilen glatt durch Anzahl der Familien.
Wie andere das handhaben weiss ich nicht.

honzina
22.10.2006, 14:22
@honzina
Wieso ist es komplizierter, von einer Karte den korrekten Betrag abzubuchen statt eines gerundeten?

Die Abbuchung ist selbstverstaendlich nicht kompliziert, aber es ist komplizierter, die genauen Betraege auszurechnen, und es komplizierter fuer Gaeste und die Kellnerin, 5 verschiedene Karten mit 5 verschiedenen Betraegen zu handhaben. Da gibt also Gast 1 seine Karte und sagt :'12.50 bitte', und Gast 2 gibt die Karte und sagt :'13.80 bitte' und Gast 3 sagt: '12.74 bitte' - um diese Karten mit den richtigen Betraegen zum Automaten zu bringen, alles richtig einzutippen, dann die Karten zurueck zu bringen, sie den richtigen Besitzern fuer die Unterschrift auszuhaendigen muss die Kellnerin dann doch etwas fitter sein als 5x das gleiche abzubuchen.


Ich überlege gerade: Wie wäre es denn, in einem Mietshaus die Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser) genau anteilig zu bezahlen? Ohne irgendwelche Rückzahlungen am Jahresende? Fördert doch bestimmt den Gemeinschaftssinn!

Der Vergleich hinkt deutlich - gemeinsames Essengehen mit Freunden liesse sich lediglich mit einer WG mit Freunden vergleichen (ich teile ja auch nicht meine Rechnungen mit Leuten, die zufaellig im selben Restaurant essen!). Ich habe insgesamt 6 Jahre in verschiedenen WGs gewohnt, und die einzigen Kosten, die wir nicht anteilig gezahlt haben, waren Lebensmittel und Telefon, eben weil diese sehr unterschiedlich sein koennen. Klopapier, Wasser, Elektrizitaet, Strom, Spuelmittel, Grundgebuehr fuers Telefon etc. wurde immer selbstverstaendlich durch alle Mitbewohner geteilt, egal, wer wieviel Klopapier verbraucht oder wieviel Strom. Hast du da andere Erfahrungen?

Honzina

Julla
22.10.2006, 16:36
Wenn man dann hinterher auch noch anfängt, die Benzinkosten auseinanderzudividieren, wenn man mitgenommen wird (und der andere womöglich noch ein paar Meter Umweg fahren muss) - bitte.
Aber sonst finde ich es albern. Unter Freunden gleicht sich sowas doch auf Dauer wieder aus (wenn nicht gerade einer richtig etwas isst und ich nur ein Getränk nehme).
Aber wie gesagt: Die Lösung, dass jeder gleich viel zahlt, gibts bei mir nur, wenn alle gegessen und ungefähr gleich viele Getränke getrunken haben. Ansonsten würde ich es immer vorziehen, dass jeder ungefähr das Geld auf den Tisch legt, für das er gegessen und getrunken hat. Und so wird es bei uns eigentlich auch immer gehandhabt.

Butterkeks
22.10.2006, 17:24
Der Vergleich mit dem Mietshaus hinkt:smirksmile:
Das Beispiel mit der Krankenkasse hat aber auch Schlagseite.:freches grinsen:

Andere Länder, andere Sitten - vielleicht kann man es auf den Nenner bringen.

Wobei mir schon mehrmals aufgefallen ist (nicht nur in Deutschland) das man gerne bestimmte Gebräuche aus anderen Ländern übenehmen würde, aber nur wenn es gerade angenehm ist.

:knicks: Ich hätte da auch schon eine Wunschliste :knicks:

- Spanische Siesta
- Französiche Kinderbetreuungsmöglichkeiten
- Griechische Gastfreundschaft
- Finnische Schulen.
- Holländisches Gesundheitssystem
- Italienisches Dolce Vita
... und last but not least Preise wie in Polen :lachen:

Ich meine das nicht böse und hoffe niemandem damit zu nahe getreten zu sein. Aber man kann halt nicht alles haben.
:blumengabe:

AnnaM
22.10.2006, 17:50
Die Abbuchung ist selbstverstaendlich nicht kompliziert, aber es ist komplizierter, die genauen Betraege auszurechnen, und es komplizierter fuer Gaeste und die Kellnerin, 5 verschiedene Karten mit 5 verschiedenen Betraegen zu handhaben. ... muss die Kellnerin dann doch etwas fitter sein als 5x das gleiche abzubuchen.
Hat denn die arme Kellnerin keine Zettel oder so was? Kassieren gehört doch zu ihren Aufgaben. Wenn da zur Mittagszeit 5 Leute an einem Tisch sitzen, die sich nicht kennen, muss sie das doch auch gebacken kriegen. Und wenn sie das nicht kann, ist sie eine schlechte Kellnerin.


Der Vergleich hinkt deutlich - gemeinsames Essengehen mit Freunden liesse sich lediglich mit einer WG mit Freunden vergleichen ... Ich habe insgesamt 6 Jahre in verschiedenen WGs gewohnt, und die einzigen Kosten, die wir nicht anteilig gezahlt haben, waren Lebensmittel und Telefon, eben weil diese sehr unterschiedlich sein koennen.

Sieh da, sieh da! Und was bezahlt man beim Essen gehen? Lebensmittel! Bei mir damals in der WG war es übrigens anders, da kam Geld in eine Haushaltskasse und davon wurde alles bezahlt. Auch das Essen.
Das Ausgangsbeispiel war, glaube ich, auch eins, bei dem eben nicht gute Freunde gemeinsam essen gegangen sind. Also doch Mietshaus, wo man mit guten Freunden und Bekannten zusammen wohnt.

Gruß
Anne

honzina
22.10.2006, 18:19
Hat denn die arme Kellnerin keine Zettel oder so was? Kassieren gehört doch zu ihren Aufgaben. Wenn da zur Mittagszeit 5 Leute an einem Tisch sitzen, die sich nicht kennen, muss sie das doch auch gebacken kriegen. Und wenn sie das nicht kann, ist sie eine schlechte Kellnerin.

Wir koennen das jetzt noch ewig weiterspinnen. Wie waere es mit: die 5 Fremden, die zufaellig an einem Tisch sitzen, druecken der Kellnerin im Normallfall nicht alle gleichzeitig ihre Karten mit jeweils anderen Betraegen in die Hand. Oder werden bei Euch mehrere Parteien von einer Kellnerin gleichzeitig kassiert? Selbst wenn jeder aus einer Gruppe seine eigene Rechnung zahlt, wird ja einer nach dem anderen abgehakt, wenn alles geteilt wird, dann geht es halt in einem Aufwasch.

Ob die Kellnerin "arm" ist, egal bei welcher Zahlweise, kann ich nicht beurteilen. Ich denke, fuer sie ist es von Vorteil, je einfacher (= einheitlicher) es ist, aber das beeinflusst nicht meine Entscheidung, wie ich zahle. Es gehoert halt zu einer Diskussion dazu, dass man sich alle moeglichen Sichtweisen mal anschaut...


Sieh da, sieh da! Und was bezahlt man beim Essen gehen? Lebensmittel! Bei mir damals in der WG war es übrigens anders, da kam Geld in eine Haushaltskasse und davon wurde alles bezahlt. Auch das Essen.

Genau auf diesen Kommentar habe ich gewartet! Ist doch schoen, wenn Erwartungen so prompt erfuellt werden :-)

Moechtest du jetzt wirklich, dass ich mich hinstelle und argumentiere, warum es sinnvoll sein KOENNTE, Lebensmittel in einer WG getrennt zu zahlen? Menschen haben nunmal sehr unterschiedliche Essgewohnheiten im Alltag, manche kochen jeden Tag ein dickes Essen, andere gehen in die Kantine, die einen essen nur bestes, die anderen nur Fast Food - waehrend das ganze beim gemeinsamen Ausgehen im Freundeskreis in ein bestimmtes Restaurant im Normalfall schon aehnlicher aussieht. (Ich habe uebrigens auch in WGs gelebt, in denen alles geteilt wurde - das kann, genau wie gemeinsames Essengehen mit gemeinsamer Rechnung durchaus sinnvoll sein und Spass machen, muss aber nicht - halt genau wie beim gemeinsamen Zahlen im Restaurant.)


Das Ausgangsbeispiel war, glaube ich, auch eins, bei dem eben nicht gute Freunde gemeinsam essen gegangen sind. Also doch Mietshaus, wo man mit guten Freunden und Bekannten zusammen wohnt.

Guckst du nochmal den ganzen Strang an und liest nach, dass ich (und andere, die gerne die Rechnung teilen) nicht behauptet habe (haben), dies immer und mit jedem x-beliebigen tun zu wollen, gescheige denn, jemanden dazu zu zwingen. Desweiteren wurde sich ziemlich einhellig ueber die Situation im Ausgangsposting aufgeregt und geschrieben, dass es ein Unding ist, jemanden eine bestimmte Zahlungsweise aufzuzwingen. Dann eruebrigt sich eine Antwort auf das Mietshaus-Beispiel doch eher von selber, oder?

Beim Nachlesen kannst du dann auch gleich noch herausfinden, dass die allermeisten Rechnungsteiler so etwas schreiben wie "ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht" und "natuerlich kommt es auf die Situation an", waehrend die Getrennt-Zahler gerne mal schreiben "das geht ja gaaaaar nicht".

Mir ist es nach wie vor ziemlich egal, wer wie wo zahlt. Aber nach wie vor bin ich doch leicht verwundert, dass hier in der Ueberzahl davon ausgegangen wird, es koenne (fast: duerfe) gar nicht anders gehen als getrennt zu zahlen, da man sonst unweigerlich ausgenommen und uerbervorteilt werde, nicht essen koenne, was man wolle, sich gegenseitig kontrolliere und zudem noch ein grosskotziger Geldherausschmeisser sei. Und dagegen tippe ich mir hier die Finger wund (und weil es draussen regnet und mir langweilig ist ;-))

Honzina

AnnaM
22.10.2006, 18:35
Wir könnten alles noch ewig weiterspinnen! Wollen wir? :smirksmile:

Gruß
Anne, die normalerweise für sich selbst bezahlt, aber nichts dagegen hat,wenn es bei guten Freunden anders geregelt wird. (Wird es aber nicht!)

Paula7767
22.10.2006, 19:14
Ich möchte hier noch einmal betonen:
Ich bin nicht zu geizig für getrennte Rechnungen. Ich hätte wirklich kein Problem damit, mal 5 Euro für meine Freunde mitzuzahlen.
Ich mag es einfach nicht, wenn andere Leute meine Rechnung bezahlen. Insbesondere dann, wenn ich sehe, dass sie sich bemühen, die Rechnung klein zu halten.

Inaktiver User
23.10.2006, 15:52
Wirklich interessant.

Im Restaurant zahle ich meist getrennt, allerdings manchmal auch geteilt nach Anzahl, je nach Lust und Laune und sofern es in etwa gleiche Beträge sind, manchmal übernehme ich die Rechnung auch ganz (dann allerdings eher Café-Besuche *g*). Irgendwie hab ich da noch nicht wirklich 'nen Schema bei mir entdeckt, kommt wohl aufn Gegenüber an.

Bei anderen Kosten bin / war ich viel rigoroser: Als ich früher noch ein Auto hatte, war es mir schon ganz recht, wenn bei einem gemeinsam geplanten Ausflug anteilige Benzinkosten von den Mitfahrenden kam. Lag die Strecke eh aufn (Heim-)Weg, wollte ich nichts haben. Als sich jmd für 'nen Jahr in meiner Wohnung einquartierte, musste er nichts dazu zahlen an Miete, die Kosten hätte ich ja so oder so zu tragen gehabt.

Wirklich regelmäßig ins Restaurant gehe ich nur mit 2 ExKolleginnen. Die eine hat ein Auto, nimmt ihre Kollegin ein, fährt dann bei mir am Büro vorbei und sammelt mich ein, um uns sodann zu unserem ... ähm ... Kulturteil zu bugsieren, danach noch ins Restaurant. Dafür wollte sie noch nie Benzingeld haben, auf die Idee kam ich noch gar nicht. Fallen Parkgebühren an, läuft irgendeine von uns zum Parkautomaten und holt das Zettelchen. Dafür lässt uns besagte Kollegin nachm Essen allerdings auch mitten in der Pampa stehen und wir beiden autolosen fahren dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils nach Hause. Alles kein Staatsakt.

"Bei Geld hört die Freundschaft auf." oft gehört, nie verstanden. Vorausgesetzt, es wird nicht ausgenutzt - und was unter 'Ausnutzen' fällt, da hat wohl jeder eine andere Schmerzgrenze.

MistressWeatherwax
24.10.2006, 11:23
Oh, das mit der Haushaltskasse haben wir dereinst in einer Vierer-WG auch ausprobiert. Der eine wollte Bier, ich wollte Milch, der andere besonderes Öko-Brot, keiner hat Butter gekauft, das Obst war von Aldi und dann war die Milch auch schon alle.
Binnen zwei Wochen haben wir beschlossen, das wieder zu lassen und uns nur noch über den Putzplan zu streiten :smile:

Ein Bekannter von mir ist ein ganz komischer Kauz. Wir waren sehr üppig essen und kamen danach bei einer Eisdiele vorbei, die ziemlich ungewöhnliche Sorten hat. Mein Mann und ich haben je eine Kugel gegessen - als ich sagte, dass ich das bezahle, nahm der Bekannte vier Kugeln.
Die er kaum noch essen konnte, weil das Essen sehr üppig war.
Mir geht es nicht um die drei Euro für das Eis, ich finde das Verhalten unverschämt - kaum hört er, dass er eingeladen wird, nimmt er das teuerste, das er gerade noch so balancieren kann.
Und der Rest ist unappetitliche Völlerei.
Er freut sich dann auch immer diebisch, wenn andere entsetzt schauen, vermutlich ist das so ein Tick von ihm.

Ophelia2
24.10.2006, 12:36
"Bei Geld hört die Freundschaft auf." oft gehört, nie verstanden. Vorausgesetzt, es wird nicht ausgenutzt - und was unter 'Ausnutzen' fällt, da hat wohl jeder eine andere Schmerzgrenze.


Gehört zwar nicht in den Thread, aber wenn dus ansprichst...

Doch, doch, sie hört definitiv auf! Ich war auch immer recht hilfsbereit. Dann hat mich ein Mann, Arbeitskollege, mal um 2200 Euro gefragt, weil er sonst sein eigenes Geschäft, das er neben seiner Teilzeitstelle führt, hätte schliessen müssen. Ich hatte das Geld und habe es ihm kurzerhand geliehen.

Ich finde, dass es der Anstang gebieten würde, bei solch grossen Summen ohne Nachfragen (!) einen Darlehensvertrag vorzulegen und die Rückzahlung zu regeln, mögen die Raten auch noch so klein sein. Der besagte Arbeitskollege hat dann lieber Golf- und Segelurlaub geplant, seiner Tochter teuere und unnütze Geschenke gekauft (Parfüm für eine 4-Jährige?) und mich grosspurig zum Essen eingeladen, anstatt freiwillig einen einzigen Cent zurückzuzahlen.

Ich habe den Kontakt dann abgebrochen und den von mir vorgelegten Darlehensvertrag hat er kurzerhand zerrissen.

Das Geld habe ich zwar wiederbekommen, aber von seiner neuen eifersüchtigen Freundin. Ich will mit ihm nichts mehr zu tun haben und schaue, dass wir uns am Arbeitsplatz möglichst nicht begegnen.

Also ich verleihe nie mehr Geld ausser innerhalb der Familie.

Grüsse

Ophelia

Inaktiver User
24.10.2006, 13:13
Unschöne Beispiele wird es immer geben, Ophelia - das mit demjenigen, den ich bei mir wohnen ließ, endete auch nicht gerade rühmlich. Dennoch würde ich es wieder machen, weil es für mich keinen Unterschied ausmacht, ob ich jmd mit Zeit, Rat oder Geld aushelfe, sofern ich eines von den drei Dingen erübrigen kann.

Mich ärgert es maßlos, dass, wenn ich Geld verleihe (auch und vor allem kleine Summen), dem Geld dann hinterherlaufen darf, dennoch stellt es nicht meine Grundhaltung in Frage. Ich zieh meine Konsequenzen aus sowas derjenigen Person gegenüber, die die Rückzahlung schleifen lässt, aber ich übertrage nicht auf andere Menschen und unterstelle von vornherein, dass sie mich nur übervorteilen wollen.

Tante_Karla
24.10.2006, 15:25
Unschöne Beispiele wird es immer geben, Ophelia - das mit demjenigen, den ich bei mir wohnen ließ, endete auch nicht gerade rühmlich. Dennoch würde ich es wieder machen, weil es für mich keinen Unterschied ausmacht, ob ich jmd mit Zeit, Rat oder Geld aushelfe, sofern ich eines von den drei Dingen erübrigen kann.


Sehe ich ähnlich.
Für mich ist aber noch wichtig, ob ich das Geld tatsächlich erübrigen kann. Knapse ich es mir evtl. selber ab, um jemandem zu helfen oder habe ich es einfach übrig und es tut mir nicht weh, wenn es doch in die Hose geht?
Ersteres würde ich wirklich nur bei sehr guten Freunden machen.

Ophelia2
24.10.2006, 15:30
Sehe ich ähnlich.
Für mich ist aber noch wichtig, ob ich das Geld tatsächlich erübrigen kann. Knapse ich es mir evtl. selber ab, um jemandem zu helfen oder habe ich es einfach übrig und es tut mir nicht weh, wenn es doch in die Hose geht?
Ersteres würde ich wirklich nur bei sehr guten Freunden machen.


Guten Freunden gebe ich natürlich auch immer noch Geld. Ansonsten gerade so viel, wie ich auch verschenken könnte. Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass ich meinem Geld hinterher rennen muss. Im privaten Bereich rechnen eben viele damit, dass man das Geld schon nicht zurückfordert, weil es einem peinlich ist.

Ophelia

Tante_Karla
24.10.2006, 15:48
Guten Freunden gebe ich natürlich auch immer noch Geld. Ansonsten gerade so viel, wie ich auch verschenken könnte.

So mache ich es auch.



Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass ich meinem Geld hinterher rennen muss. Im privaten Bereich rechnen eben viele damit, dass man das Geld schon nicht zurückfordert, weil es einem peinlich ist.


Das finde ich schlimm. Und wenn ich so negative Erfahrungen gemacht hätte, würde ich vermutlich auch kein Geld mehr verleihen.

Eva2
24.10.2006, 21:51
danke für diesen fred :blumengabe:
besonders für die eine mitteilung mit den bons die dann an den tisch ins gläschen kommen.
es ist ein teil meines jobs gäste zu bedienen, wenn so richtig viel los ist und alles aufeinmal kommt, der will zahlen, die küche bimmelt weil warmes essen raus muss, im vorbeigehen rufen die drei leute irgendwie zu: mir bitte auch noch eins (ein WAS sagen die meist nicht :wie?: )
wir fragen vorher am tisch, geht die rechnung getrennt oder zusammen, und müssen dann oft hören:
warum wollen sie das wissen?
ja, weil ich dann beim bezahlen nicht am tisch stehe und alles auseinander fusseln muss... ich betone ICH!
und hinten ruft dann vieleicht schon jemand, können sie bitte salz bringen.
wie gesagt, wenn hetik ist, wird es auch für das personal zum problem...
aber wo ihr hingeht, müsst ihr anscheinend selber rechen...
wie sagen die denn da, wenn ihr sagt, wir möchten einzeln zahlen? (also wenn ihr es erst sagt wenn die rechnung kommt)
bei busgesellschaften muss ich jede person einzel bongen.
wie soll ich mir bitte bei 45 leuten aufeinmal, alles merken.

aber wie gesagt, das mit den bons auf die tische ist :erleuchtung:

Inaktiver User
25.10.2006, 09:09
Wenn ich mit einer Freundin essen gehe, machen wir immer halbe halbe. Ist der Verzehr aber sehr unterschiedlich, dann wird das geregelt, ohne dass man das groß besprechen muß.
Aber mit Leuten zu teilen, die ich gar nicht kenne, egal wie das ausgeht, käme mir nicht in den Sinn.
Wir gehen öfter zu viert und da konsumiert jeder sehr unterschiedlich. Ohne groß darüber reden zu müssen, bitten wir den Kellner, das von Anfang an getrennt zu notieren oder wir fangen eben an zu rechnen.
Und da es keiner von uns finanziell besonders gutgeht, ist das auch selbstverständlich.

Sonderzeicen
07.11.2006, 03:54
es waere mir peinlich, wenn jemand, der sich nur eine kleinigkeit bestellt hat, fuer meine ausgiebige mahlzeit mit vorspeise und dessert mitbezahlen muesste.

honzina
07.11.2006, 16:49
es waere mir peinlich, wenn jemand, der sich nur eine kleinigkeit bestellt hat, fuer meine ausgiebige mahlzeit mit vorspeise und dessert mitbezahlen muesste.

Das ehrt Dich ja, aber was hat das mit diesem Thread zu tun? Lesen bildet!

Honzina
(*nicht-schon-wieder-von-vorne-diskutieren-wollend*)

Sonderzeicen
14.11.2006, 01:50
ich verstehe die frage nicht.

Dani
16.11.2006, 12:05
Steht sie denn auch den ganzen Abend neben dem Tisch und notiert, wer wieviel Schluck Wein oder Wasser aus welcher Flasche getrunken hat?
Oder bin ich hier die Einzige, die mit Freunden Flaschen bestellt? :wie?:



Bist Du nicht!!!

Bei einer Freundesgruppe macht es mir nichts aus, die Rechnung im Restaurant einfach pro Kopf zu teilen.

Meine Freunde mag ich sehr gern und es macht mir nichts, ihnen auch mal mehr oder minder ein Getränk auszugeben, da ich selbst niemals soviel trinken könnte wie die Männer in unserer Runde.
Aber dafür mag ich z.B. ein anderes Mal ein etwas teureres Essen.
Das gleicht sich doch aus.

Mit meinen Freunden teile ich gern meinen "Reichtum".

Allerdings bin ich auch nicht böse, wenn jemand aus finanziellen Gründen oder anderen persönlichen Gründen (z.B. Unbekannte Leute mit am Tisch) sagt, dass er lieber auf getrennten Rechnungen besteht.

UND--- wenn man weiss dass die Leute Nassauer sind, mag ich auch nicht gern teilen. Allerdings gehe ich mit solchen Leuten auch nirgendwo essen.

demelza
16.11.2006, 18:56
Das ehrt Dich ja, aber was hat das mit diesem Thread zu tun? Lesen bildet

äh, ich dachte, genau das wäre aber das problem gewesen, das zu beginn diskutiert wurde.

Sonderzeicen
22.11.2006, 02:32
das hat sie wohl nicht ganz mitgekriegt.

honzina
22.11.2006, 10:49
es waere mir peinlich, wenn jemand, der sich nur eine kleinigkeit bestellt hat, fuer meine ausgiebige mahlzeit mit vorspeise und dessert mitbezahlen muesste.

Wenn du nochmal nachliest, wirst du feststellen, dass hier niemand die Meinung vertreten hat, man solle immer und unter allen Umstaenden die Rechnung teilen. Faelle, in denen sehr unterschiedlich konsumiert wird, wurden auch von denen, die gerne mit Freunden Rechnungen teilen, ausdruecklich ausgeklammert - deshalb meinte ich, dass dein Beitrag an einen Stand der Diskussion angeknuepft hat, der eigentlich schon durch war.

Aber wir koennen auch wieder von vorne anfangen, dann schlaeft der Thread wenigstens nicht ein ;-)

Honzina

taka_tuka
29.11.2006, 00:41
sorry, ich konnte jetzt nicht alles lesen...
ich finde 6 euro zu viel zahlen nicht so wahnsinnig viel, als dass ich verstehen könnte, dass man sich darüber so tierisch aufregt. sowas gleicht sich doch echt im leben wieder aus. das hat für mich auch nichts damit zu tun, ob ich die leute besser oder schlechter kenne. ich find's einfach peinlich, da so'n heckmeck zu machen, am besten noch wenn man nen mercedes in der garage stehen hat. geld wird auf der welt doch nicht gerecht verteilt (!!), wieso muss man dann bei jedem euro drauf achten, dass man ihn nur für sich selbst ausgibt?
nee, ich bin studentin und habe nicht viel geld, aber solange die situation, dass ich zu viel zahle, nicht mehrmals pro woche eintritt, finde ich es echt albern, sich über sowas aufzuregen. glaube kaum, dass am ende dann genau diese 6 euro fehlen.

Sonderzeicen
29.11.2006, 13:12
honzina, ich habe mit meinem kommentar den beitrag von fliegebiene bestaetigt. mehr nicht. deine bemuehungen, den diskussionsverlauf in geordnete bahnen lenken zu wollen, sind ueberfluessig.

Sonderzeicen
29.11.2006, 13:22
taka tuka, es kommt doch darauf an, wie hoch die gesamtrechnung ausfaellt. wenn ichs mir leisten kann fuer -sagen wir- 40 euro zu essen und zu trinken, mag es auf 6 euro mehr oder weniger nicht ankommen. aber gerade weil du von studenten redest - in einer studentenkneipe kann ich mir fuer 6 euro schon eine ganze mahlzeit bestellen. wenn das geld wirklich knapp ist, koennen also die 6 euro, die ich uebrig habe oder nicht, einen unterschied machen.

eine andere sache mit studenten ist, dass sie zwar oft wenig geld in der tasche haben, durch ihre eltern in der regel aber finanziell gut abgesichert sind. es gibt wenige studenten, die aus armen familien stammen und auf keinerlei rueckhalt hoffen koennen.

Linda73
29.11.2006, 13:41
@ Sonderzeichen
Zitat: "eine andere sache mit studenten ist, dass sie zwar oft wenig geld in der tasche haben, durch ihre eltern in der regel aber finanziell gut abgesichert sind. es gibt wenige studenten, die aus armen familien stammen und auf keinerlei rueckhalt hoffen koennen."

Ich wollte zuerst total erbost aufschreien... aber ich befürchte, du hast recht!

Denn ich gehöre zu diesen Ausnahmen. Ich habe vor ca. 10 Jahren studiert und bin als Student quasi NIE essen gegangen. Klar mal ne Pizza - aber eigentlich nur mal was getrunken oder mal ne Eisdiele. Was anderes ging überhaupt nicht.

taka_tuka
29.11.2006, 23:13
eine andere sache mit studenten ist, dass sie zwar oft wenig geld in der tasche haben, durch ihre eltern in der regel aber finanziell gut abgesichert sind. es gibt wenige studenten, die aus armen familien stammen und auf keinerlei rueckhalt hoffen koennen.

da hast du recht, sonderzeicen. existenzielle sorgen muss ich wirklich nie haben, auch wenn ich nicht viel kohle hab, und so geht es wohl schon vielen studierenden. vielleicht würde ich mich deshalb nicht über 6 euro aufregen.
die andere sache ist die, dass ich zur zeit in madrid lebe und es hier selbstverständlich ist, sich gegenseitig einzuladen oder in großen gruppen zu gleichen teilen aufzuteilen. da weiß man dann genau, dass einen niemand ausnutzen will, sondern dass es einfach eine geste der herzlichkeit ist, auch mal etwas mehr zu zahlen. wann anders dann halt weniger. das deutsche auseinanderrechnen wirkt da schon ziemlich kühl und kleinlich gegen.

Sonderzeicen
30.11.2006, 02:19
klar, wenn das im ausland gang und gebe ist und fair gehandhabt wird, sollte man sich schon anpassen.

Inaktiver User
09.01.2007, 01:05
Also bisher kam ich NIE auf die Idee, die Kosten durch die Zahl der Leute zu teilen, wenn gefragt wird, ob zusammen oder getrennt kommt doch auf die Antwort "getrennt" immer gleich die Frage, wer was hatte :wie?: ... Ich weiss auch nicht, wieso das kleinlich ist, ich glaub, das Teilen durch die Anzahl der Leute führt eher zu Stress und Ärger... wenn man alle 2 Wochen mit Freunden weggeht, einer trinkt den ganzen Abend über nur ein Getränk, der andere leert 6 oder 7 Gläser, einer isst nen kleinen Snack, der andere isst Vor- und Hauptspeise, da is doch vorprogrammiert, dass ein wenig-konsumierer spätestens nach 2 Monaten ma n dummes Kommentar loslässt, wieviel xy heut schon wieder auf seine kosten essen will o.ä. bei Geld hört die Freundschaft doch bekanntlich auf, dann lieber gar nicht erst zu solchen Problemen kommen lassen.

Ach ja... Es kann auch mal vorkommen, dass sich 2 oder 3 Leute was teilen, ein Essen, ein Getränk. Dann teilen die das eben unter sich nochmal privat auf, aber das muss dann nicht jeder mitbezahlen, egal ob ers konsumiert oder nicht

Sonderzeicen
15.01.2007, 00:21
es gibt wohl gelegenheiten, bei denen es sich anbietet die rechnung zu teilen, etwa wenn man als gruppe ein restaurant besucht und ein pauschalpreis fuer soundsoviele personen veranschlagt wird. wenn es sich dann auch noch um relativ gute freunde handelt, duerfte das unproblematisch sein.

claudya22
14.01.2008, 19:57
Hmm also wenn wir mit Freunden essen gehen (maximale Anzahl 8 Leute) zahlt jeder für sich selber. Ich habe in den Restaurants wo ich war auch immer so erlebt das jede Person ihren eigenen Zettel bekommen hat wo draufstand was sie konsumiert hat.

Ich finde es ungerecht wenn jemand wenig konsumiert dann für andere mitbezahlen soll.

Ich war auch mal mit 4 Bekannten Unterwegs, wir waren in einem Bistro, alle haben gegessen und getrunken und ein Dessert gegessen, ich ass nur ein Dessert und die einte wollte dann dass die Rechnung aufgeteilt wird, auch nach dem Schema egal wieviel jeder konsumiert hat.... Damit war ich nicht einverstanden, habe es deutlich gesagt (nein,nicht weil ich geizig bin, aber ich lass mich doch nich verarschen!) dass ich mein eigenes zahle und ich schliesslich nur das Dessert hatte und ich das sonst unfair finde! ICh hab das direkt in einem freundlichen aber bestimmten Ton gesagt, und es wurde akzeptiert.
Ich zahlte meins und die andern 4 haben ihren Food aufgeteilt. und gut wars. Die wissen dass auch für die Zukunft dass ich für mich zahle.

Nadine75
14.01.2008, 21:40
:blumengabe: Jeder zahlt für sich, das ist das beste.
Entweder es kann sich jemand leisten essen zu gehen oder nicht.
Alles andere finde ich nicht gut. Es führt letztendlich nur zu Unstimmigkeiten. Ich kann auch diese Aufteilerei nicht verstehen.
Es ist doch nur eine finanzielle Verbindlichkeit mit Leuten die man (noch !!!!!!!! ) mag. Geld hat schon vieles zerstört.