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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Generalisierte Angststörung + Verhaltenstherapie



couny
01.10.2006, 09:42
Hallo

Hat jemand von Euch lieben erfahrung mit verhaltenstherapie bei generaliserter angststörung?

Grüessli Couny

luna1975
01.10.2006, 12:39
Hallo Couny,

ich hab das auch (mal ganz schlimm gehabt !!!) , ich würde dir psychoanalyse empfehlen.

Gruß Isabel

couny
01.10.2006, 13:46
Hallo... und wie geht es dir heute? Hast du es in den griff bekommen? Was ist genau psychoanalyse? Es wäre schön, wenn du mir ein bisschen was erzählen könntest.

Inaktiver User
01.10.2006, 14:07
Hallo Couny,

ich hatte auch mal ganz schlimme Angststörung. Das trat so um die Zeit des Abiturs auf (ist schon eine ganze Weile her, bin jetzt 28), hat mich aber damals sehr eingeschränkt und mir wahnsinnig viel Lebensqualität geraubt.
Ich habe damals eine Psychotherapie gemacht, da ich mir selbst (und meine Familie) nicht mehr zu helfen wusste. Ich habe mich an einen einen Diplom-Psychologen gewandt, der sich auf Angsttörungen spezialisiert hat. Mir war dabei vor allem wichtig, wie ich die Angst bewältigen kann, nicht so sehr, wie sie entstanden ist. Wenn du dich eher für die Entstehung deiner Angstgefühle interessierst, solltest du eine Psychoanalyse ins Auge fassen.
Da meist alle Therapeuten über Monate ausgebucht sind (woran du siehst, dass du mit deinen Sorgen alles andere als alleine bist!!), haben sich meine Eltern bereit erklärt die Therapie privat zu bezahlen, wodurch ich keine Wartezeit in Kauf nehmen musste. Alles in allem hat das damals ca. 1000 DM gekostet, hat aber mein Leben wieder ins Gleichgewicht gebracht. Bereits nach 8 Therapiestunden habe ich mich viel sicherer gefühlt und konnte aktiv der Angst entgegenwirken.

Falls du etwas mehr über deine Angsttörung erzählen möchtest, könnte ich dir evtl. gezieltere Tipps geben...

Viele Grüße, Schnitzel

luna1975
01.10.2006, 22:31
Hallo Couny,


mir ging es nach der Geburt meines Sohnes immer schlechter, hatte ständig Angst, ich müßte sterben, weil ich eine schlimme Krankheit habe oder so. Irgendwann hatte ich nur noch Angst, einfach Angst, überhaupt auf der Welt zu sein. Es war wirklich schrecklich.

Ich habe die Hölle mit dieser generalisierten Angststörung durchlitten, war auch in einer Klinik.

Ich mache eine Pysoanalyse, und siehe da........bitte glaub mir, und ich weiß weiß aus Erfahrung, wie gut Dir dieser Satz jetzt tun wird

ES GEHT VORBEI !!!!!!!!!!!! ES WIRD DIR BESSER GEHEN !!!!!!!!!!!

SOGAR WIEDER RICHTIG GUT GEHEN !!!!!!!!!

Ich kenn viele Frauen, die auch diese Form der Angst hatten, und es geht allen wieder gut.

Nun die schlechte Nachricht: es ist NICHT mit 8 Therapiestunden getan, sondern ein langwieriger Prozess.

Lieben Gruß Isabel

couny
02.10.2006, 10:41
Bei mir ist es nicht so schlimm... ich habe einfach aber immer irgendwelche sorgen. Wenn etwas vorüber ist kommt gleich das nächste und das obwohl eigentlich alles in meinem leben stimmt. Ich weiss einfach nicht, was mit mir los ist. Ist das vielleicht normal und ich sollte versuchen einfach nicht darüber nachzudenken oder sollte ich es ernst nehmen und obwohl es mein leben nicht zu sehr einschränkt eine therapie machen? Wer kann mir da was raten...

Violine
02.10.2006, 11:22
Bei mir ist es nicht so schlimm... ich habe einfach aber immer irgendwelche sorgen. Wenn etwas vorüber ist kommt gleich das nächste und das obwohl eigentlich alles in meinem leben stimmt. Ich weiss einfach nicht, was mit mir los ist. Ist das vielleicht normal und ich sollte versuchen einfach nicht darüber nachzudenken oder sollte ich es ernst nehmen und obwohl es mein leben nicht zu sehr einschränkt eine therapie machen? Wer kann mir da was raten...

Hallo couny,

ich als Ex-Angsthäschen rate dir, eine Therapie zu machen! Warum soll man erst auf allen Vieren kriechen, bevor man eine ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt?

Deine Sorgen könnten sich potenzieren und peu á peu dein Leben einschränken. Oder aber sie suchen sich ein anderes Ventil; was allerdings auch nicht besser wäre.

Meine Hausärztin hat mir damals bei der Suche nach einer Therapeutin geholfen.


Viel Glück!

wünscht Vio

couny
02.10.2006, 11:51
Hattet ihr aber auch angst vor einer therapie? Angst das falsche zu machen? Macht sich mit den ängsten auseinanderzusezten nicht noch mehr angst? Ich kann mich nämlich auch ganz gut ablenken. Ich weiss ich bin ein angsthase und sollte mich einer verhaltenstherapie stellen...

couny
02.10.2006, 11:51
Hattet ihr aber auch angst vor einer therapie? Angst das falsche zu machen? Macht sich mit den ängsten auseinanderzusezten nicht noch mehr angst? Ich kann mich nämlich auch ganz gut ablenken. Ich weiss ich bin ein angsthase und sollte mich einer verhaltenstherapie stellen...

Violine
03.10.2006, 16:38
Hattet ihr aber auch angst vor einer therapie? Angst das falsche zu machen? Macht sich mit den ängsten auseinanderzusezten nicht noch mehr angst? Ich kann mich nämlich auch ganz gut ablenken. Ich weiss ich bin ein angsthase und sollte mich einer verhaltenstherapie stellen...


Ich hatte keine Angst! Im Gegenteil, ich war neugierig zu erfahren, warum ich Ängste habe.

Was sollst du falsch machen, Couny? Du befindest dich weder bei einem Vorstellungsgespräch noch auf einem Wettbewerb. Indem man sich mit seinen Ängsten auseinandersetzt, gewinnt man an Klarheit und Zusammenhängen. Es wird nicht immer leicht sein, das stimmt! Ich kam oft weinend aus einer Sitzung, aber meistens schwebte ich auf Wolken.

Ein Sich-Ablenken verhärtet das Problem auf die Dauer.

Gib dir einen Ruck!!!

cestlavie
03.10.2006, 17:33
[QUOTE=couny]habe einfach aber immer irgendwelche sorgen. Wenn etwas vorüber ist kommt gleich das nächste und das obwohl eigentlich alles in meinem leben stimmt. QUOTE]

Heisst das, das Du Dir um die Zukunft Sorgen machst?
Niemand kann die Zukunft kontrollieren, macht es deshalb wirklich Sinn seine Energien an trueben Gedanken, was eventuell passieren koennte, zu verschwenden?

Sich seinen Aengsten stellen erzeugt nicht mehr Angst.
Die Realitaet macht keine Angst, nur die Ideen wie man eine bestimmte Situation bewertet. Beispiel: Tod. Menschen die vor dem Tod Angst haben, glauben; dass der Tod in irgendeiner Form schmerzhaft fuer sie ist. Wiederum gibt es Menschen, die keine Angst vor dem Tod haben, weil sie glauben, das der Tod nichts "schmerzhaftes" ist.

couny
04.10.2006, 07:04
Hallo

Was für eine Therapie habt ihr denn gemacht und seid ihr jetzt (fast) angstlos? Hat jemand von euch kinder und kann gut mit der situation leben?

Grüessli

Inaktiver User
04.10.2006, 07:38
Hast Du "nur" ein Angstgefühl, oder hast Du gleichzeitig auch "körperliche" Probleme? Wie Schweißausbrüche etc.

couny
04.10.2006, 08:05
Ich mach mir einfach übermässig viele sorgen und wenn ein problem weg ist kommt das nächste. Ich bin jedoch zwischen diesen angstgefühlen sehr glücklich (also nicht sowieso negativ eingestellt). Körperlich habe ich einfach Magenprobleme und manchmal werde ich von den angstgefühlen nervös. Ich habe eine ziemlich stressige zeit hinter mir. Der stress lässt jetzt nach, aber die ängste bleiben.

Inaktiver User
04.10.2006, 12:04
Ich mach mir einfach übermässig viele sorgen und wenn ein problem weg ist kommt das nächste. Ich bin jedoch zwischen diesen angstgefühlen sehr glücklich (also nicht sowieso negativ eingestellt). Körperlich habe ich einfach Magenprobleme und manchmal werde ich von den angstgefühlen nervös. Ich habe eine ziemlich stressige zeit hinter mir. Der stress lässt jetzt nach, aber die ängste bleiben.

Da kann ich leider nicht helfen, Sorry!
Scheint ein anderes Problem als bei mir zu sein!

tiggerine
29.10.2006, 20:17
hi,
also ich habe nach der geburt meines sohnes - hervorgerufen durch eine mittelschwere schilddrüsenerkrankung - eine angststörung entwickelt, die mich im sommer dann auch in eine psychiatrie geführt hat.
der aufenthalt da hat schon sehr geholfen, dann die gespräche mit meinem psychiater, medikamente nebenbei und eine gruppentherapie. die kann ich noch nicht so empfehlen, da man mir da bisher nicht neues bzw hilfreiches geboten hat. aber mal sehen.
langer rede kurzer sinn: wenn ich so zurück denke, dann war ich auch vor den ereignissen diesen jahres schon ein sorgenvoller typ. gerade so wie du es beschreibst. immer mit irgendwas gedanklich beschäftigt.
mein tipp: hol dir hilfe, bevor du wie ich die leidvolle erfahrung machst, dass ein ereignis in deinem leben eine ausgewachsene angststörung bei dir auslöst. denn wenn man so ist wie du oder auch ich, dann hat man zumindest eine veranlagung für sowas. und dann brauchts halt nur einen auslöser.
alles gute für dich!