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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : weiche Wände



Mitzi
29.09.2006, 14:53
hallo,
wir sind Anfang Juni in Wien in eine neue (alte) Wohnung gezogen. Der Bau wurde in den 50iger-Jahren gebaut und wir haben jetzt festgestellt, dass unsere Wände sehr weich (kann eine Wand das sein?) sind. Bei einem Versuch ein Bücherregal aufzuhängen, ist das ganze nach einem Tag wieder runtergefallen. Wir hatten es nicht sonderlich schwer beladen und extra lange Dübel und Schrauben benützt (ca. 7cm). Das Loch hatten wir auch extra klein gebohrt, weil der Dübel sonst einfach durchdreht. Jetzt ist aber die Schraube samt Dübel wieder rausgerissen. Wie können wir unsere Regale befestigen, ohne dass uns das wieder passiert? Ich hab mal gehört, man könnte vorher PU-Schaum reinsprühen und somit den Dübel "einzementieren". Hat das schon mal wer ausprobiert? Funktioniert das?
Ich hoffe, es kennt sich jemand mit dem Thema aus, weil ich würde gerne unsere Regale und Bilder aufhängen!
Danke im Voraus, lg Mitzi

Narnia
29.09.2006, 22:27
Weil sonst niemandem was einfällt.

Ich habe in einer Altbauwohung gewohnt bei mir wurde gebohrt, groß! Dann die Dübel eingegipst bzw. gibts von Hil** dafür ein Set.

Geh mal in Baumarkt und frag, ja?

Narnia

Habnur2haende
30.09.2006, 22:59
Hy Mitzi

es gibt extra Dübel und Schrauben für "sowas".
gehe am besten in den Baumarkt und frage nach.
Wie die genau heissen???? No Ahnung !!!

Jonas
04.10.2006, 19:49
Abgesehen vom Besorgen von Spezial-Dübeln, die es für alle Problemwände gibt, würde ich auch klären, warum die Wände in der Wohnung "weich" sind.
Das sind Wände nämlich für gewöhnlich nur in Gummizellen, oder wenn sie feucht sind....und feuchte Wände halten nicht nur Dübel ungern fest, sie verbreiten auch Schimmel.

bk
22.10.2006, 16:07
"Weiche" Wände können auch bedeuten, dass die Wände mit Hohlblockziegeln gebaut sind. Die sind nur dünnwandig und haben dann immer wieder Lufträume (die dann immerhin dämmen) im Material. Daher kann es schon mal sein, dass die Dübel nicht halten, ohne dass man es mit Gummizellen oder Schimmel zu tun haben muss.
In der Tat gibt es für solche Wände Spezial-Spreizdübel, die man tief einarbeitet und einklebt. Wie die Vorredner schon sagten, mal im Baumarkt nachfragen!

lg
bk

Inaktiver User
25.10.2006, 21:24
Das sind Wände nämlich für gewöhnlich nur in Gummizellen, oder wenn sie feucht sind....und feuchte Wände halten nicht nur Dübel ungern fest, sie verbreiten auch Schimmel.

:ooooh::ooooh::ooooh:

Wie bitte? Meinst du denn, das würde man nicht merken?

Ich habe auch schon oft mit "weichen Wänden" gewohnt.

Beim ersten Mal habe ich mich gefreut: Endlich kam ich auch mal mit dem Bohrer in die Wand, ohne mich dabei umzubringen. Manche Wände sind so hart, da hat man kaum eine Chance und der Bohrer ist so laut, dass man Angst kriegt :unterwerf:

Das mit den Hohlräumen kenn ich auch. Da haben wir auch schon Spreizdübel besorgt. Aber das merkt man ja sofort, wenn man auf Luft trifft.

Jonas
26.10.2006, 10:23
:ooooh::ooooh::ooooh:

Wie bitte? Meinst du denn, das würde man nicht merken?


Bevor man den Schimmel be"merkt" (also die sichtbaren schwarzen und/oder "bunten" Flecken an den Wänden) lebt schon eine ganze Weile Sporen verbreitend an der Wand.

Ich hab den Hinweis auf Schimmel geschrieben, weil der Begriff "weiche Wände" ein bisschen mehrdeutig ist.
Auch eine Hohlkammer-Wand ist eher hart.

:blumengabe:

Inaktiver User
26.10.2006, 11:54
Bevor man den Schimmel be"merkt" (also die sichtbaren schwarzen und/oder "bunten" Flecken an den Wänden) lebt schon eine ganze Weile Sporen verbreitend an der Wand.



Das ist ja ekelhaft. Da kommen meine Ängste vor solchen unsichtbaren Gefahren so richtig an die Oberfläche. Weil wir ein ziemlich altes Haus haben :knatsch:

Wenn du dich da offenbar auskennst: Kann ein unsichtbarer Schimmelbefall nur vom Fachmann festgestellt werden?

Apfeltasche

Jonas
26.10.2006, 16:51
Okay...
Panik wollte ich nicht verbreiten. Sorry...

Ich weiß auch nicht, ob ich mit mehr Information für Beruhigung sorgen werde,...aber schaden kann sie nicht.


Schimmel wächst an feuchten, schlecht belüfteten, alkaliarmen Wänden (wer ihn ganz vermeiden will, dem seien Kalk(alkali)haltige Farben und Putze empfohlen. Auf denen wächst Schimmel nur sehr ungern)
Bei tapezierten Wänden, besonders bei Rauhfaser (die "schmeckt" dem Schimmel besonders gut), mit mehreren Anstrichen (also die klassische Mietwohnung), beginnt der Pilz meistens zwischen feuchter Wand und Tapete zu wachsen und wird erst sichtbar, wenn er durch die Taptete dringt.

Auf glatten, verputzen Wänden ist Schimmel leicht erkennbar (und wird deshalb normalerweise von eventuellen Vormietern/Besitzern entfernt).
Man kann aber an weich gewordenem Putz (oder gar weich gewordenem Mauerwerk - was aber ein Extremfall sein dürfte) erkennen, ob eine Wand schonmal über einen längeren Zeitraum feucht gewesen ist.
Dann ist zwar der evtl. sichtbare Schimmel beseitigt worden, die Wand aber weder richtig saniert, noch möglicherweise die Ursache für die Feuchtigkeit beseitigt worden.
(hier würde ich eine Messung auf Schimmelsporen durchführen lassen. Kuckst du unter Link Nr1)

Eine Prüfung auf einen unter einer Tapete wachsenden Schimmel ist ziemlich aufwendig.

hier -> SWR3 Info zum Thema (http://www.swr.de/infomarkt/archiv/2003/11/18/beitrag2.html?navigid=71)
gibt es einen lesenswerten Artikel zum Thema.

und hier: Was tun bei Schimmel? (http://www.biosaffair.de/archiv/schimmelpilze-4.html) gibts Tipps gegen die lästige Sporenschleuder.

und hier:
"Alles" über Schimmelpilze (http://schimmel-schimmelpilze.de/)

Soviel vorab:
Zu Spassen ist mit dem Zeug nicht.

Inaktiver User
26.10.2006, 17:35
Soviel vorab:
Zu Spassen ist mit dem Zeug nicht.

Ebend. Danke für deine Infos!

:blumengabe: