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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wiederkehrender Angsttraum



Inaktiver User
26.09.2006, 20:37
Hallo,

da ich folgenden Angsttraum nun schon zum zweiten Mal erlebe, möchte ich gerne wissen, was er zu bedeuten hat.

Ich träumte folgendes: Ich bin nur angeblich tot und soll beerdigt werden. In Wirklichkeit lebe ich noch. Man bringt mich in einen Raum, in dem ich für den Sarg vorbereitet werden soll.
[Mein Vater ist (einen Traum vorher) auch in diesem Raum vorbereitet worden. Ich war in jenem Traum dabei. Da hat er bei der Vorbereitung fürs Grab gesprochen und als ich Angst bekam, sagte man mir, das sei normal, dass die Toten noch Laute von sich geben und sich bewegen.]
Zurück zu dem aktuellen Traum: Ich bat jemanden, mich zu erschießen, weil ich solche Angst hatte, lebendig begraben zu werden. Jemand schoss mir in den Bauch. Ich sagte noch: Hoffentlich kann ich auch verbluten, denn es ist kalt und die Wunde könnte gefrieren. So geschah es auch.
Dann bin ich fix und fertig aufgewacht.

Kann mir jemand helfen? Ich bin wegen dieser Träume sehr beunruhigt und wüsste zu gerne, was sie zu bedeuten haben. Zuerst mein Vater, der ja letztes Jahr verstorben ist...und nun fast derselbe Traum von mir :wie?:

Ich wäre euch sehr dankbar für eure Hilfe.

Liebe Grüße...Jela

Inaktiver User
27.09.2006, 09:49
ich denke, da gibts etwas, daß du nicht wahrhaben willst, eine sache, die endlich bereinigt werden muß. vielleicht hast du aber auch wegen einer sache deine "gefühle" oder "wünsche" begraben, wärest am liebsten "tot", weils viell. gesellschaftlich nicht toleriert ist/wurde....wie auch immer.!?
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

Noodie
27.09.2006, 11:56
Lebendig begraben zu werden ist eine Urangst im Menschen, und auch nicht sehr ungewoehnlich (du stehst damit nicht allein da). Es ist die Angst davor dass uns etwas vorzeitig genommen wird was noch leben und wachsen wollte, was noch nicht an der Zeit war zu gehen. Es ist der Schmerz dass uns etwas (scheinbar) vor seiner Zeit entrissen wurde. Da du deinen Vater in dem ersten Traum obwohl er tot war sprechen liesst, nehme ich an, dass fuer dich eure Beziehung noch gar nicht abgschlossen ist und dass du noch Dinge mit ihm erleben wolltest, vielleicht Dinge sagen wolltest, die du jetzt nicht mehr erleben darfst/sagen kannst. Diesen Verlust der verpassten Chance hast du noch nicht verarbeitet, wahrscheinlich weil er zu schmerzhaft ist. Im Traum moechtest du lieber ganz tot sein, als diesen Schmerz zu fuehlen, aber dein Traum sagt dir, dass das nicht geht. Das selbst wenn du die Wunde auf Eis legst, du dich immernoch in dem selben Dilemma befinden wirst. Du musst dich damit konfrontieren, so schmerzhaft es auch ist, dass dein Vater nicht mehr da ist.

Aktive und bewusste Trauerarbeit wuerd ich dir raten.

Alles Gute und Liebe,

Noodie

Inaktiver User
27.09.2006, 15:40
Hm - Jela, das ist wirklich ein bedrückender Traum.
Allzu viel fällt mir dazu nicht ein, aber: wenn ein Vater stirbt, dann stirbt ein Teil von einem...
Vielleicht hat Noodie recht und Du musst diese Sache erst noch verdauen..manchmal glaubt man mit irgendwas fertig zu sein, ist es aber längst noch nicht.
Da hilft es auch nicht, wenn man es erst mal "auf Eis" legt.

Meine Mutter ist 1978 gestorben - und sie taucht bis heute regelmässig in meinen Träumen auf - als positive Kraft, die allerdings immer verschwommener und unklarer wird.

Ich wünsch Dir alles Liebe
Ruby

Inaktiver User
01.10.2006, 17:11
Nemesis, Noodie und Ruby, ich danke euch dafür, dass ihr euch Gedanken über meinen Traum gemacht habt. Eure Gedankenanstöße haben mir sehr weitergeholfen. D a n k e.

Liebe Grüße...Jela